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The Essence of Christianity
GA 68a

26 February 1904, Weimar

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The Essence of Christianity, tr. SOL
  1. Über das Wesen des Christentums

7. Theosophie, Buddhismus, Spiritismus

7. Theosophy, Buddhism, Spiritualism

I. Bericht in «Deutschland», Zweites Blatt, vom 28. Februar 1904

I. Article in “Deutschland”, Second Edition, February 28, 1904

[ 1 ] Freitag, den 26. d. M. hielt im großen Erholungssaale Dr. Rudolf Steiner den fünften seiner theosophischen Vorträge über «Theosophie, Buddhismus, Spiritismus». Der Redner wies darauf hin, wie die Theosophie einem zweifachen Vorurteil in unserer Zeit begegnet. Die Wissenschaften sehen in ihr etwas dem Spiritismus Verwandtes; und da sie sich von diesem, als einem Ausfluss «blindesten Aberglaubens» abwenden, wollen sie auch von der Theosophie nichts wissen. Die gläubigen Anhänger der abendländischen Religionssysteme sehen in der theosophischen Bewegung eine buddhistische Propaganda, sie wollen sich ihre Religion nicht nehmen oder durch eine andere bekämpfen lassen. Beide Auffassungen der theosophischen Geistesströmung beruhen auf Missverständnissen. Theosophen hat es auch innerhalb des europäischen Geisteslebens immer gegeben; denn die Theosophie sucht die Erkenntnis der höheren, der geistigen Welt. Sie sucht die göttlichen Kräfte hinter den vergänglichen Erscheinungen, welche die Sinne beobachten. Sie ist deshalb die tiefere Grundlage jeder Religion, Philosophie, Moral und alles wissenschaftlichen Strebens. Sie ist im neunzehnten Jahrhundert nur zurückgedrängt worden durch eine materialistische Lebensanschauung, die auf nichts anderes bauen will als auf das, was die Sinne wahrnehmen können. Diese Anschauung hängt mit den großen Fortschritten der Naturwissenschaft und Technik zusammen. Die gewaltigen Erfolge auf diesem Gebiete waren nur zu erringen, wenn man die sinnliche Beobachtung, die Prüfung der rein äußerlichen Tatsachen pflegte. Aber auch die großen, die bewunderungswerten Dinge haben ihre Schattenseiten. Und so erzeugte die naturwissenschaftliche Bewegung, als Gegenschlag gleichsam, auch eine materialistische Auffassung des menschlichen Geistes- und Seelenlebens. Die seelischen Vorgänge wollte man nur als Ausfluss der körperlichen Vorgänge betrachten, wie das Vorrücken der Zeiger einer Uhr als Wirkung des mechanischen Uhrwerkes. Das Schlagwort kam auf: «Seelenlehre ohne Seele». Mit einer solchen Seelenlehre konnten diejenigen, welche an eine ewige Bestimmung des Menschen glauben, nicht zufrieden sein. Und so entstand der Spiritismus. Seine Anhänger wollen durch die abnormen Seelenzustände, die sogenannten Trance-Zustände, den Beweis erbringen, dass es in unserer Welt nicht nur eine sinnliche, sondern eine seelische und eine geistige Wirklichkeit gibt. Wenn das wache Bewusstsein, das unser Alltagsleben beherrscht, ausgelöscht ist, dann tritt ein Unterbewusstsein auf, das einen intimen Zusammenhang mit den für die gewöhnliche Wahrnehmung verborgenen Kräften der Natur hat. Diejenigen Personen, bei denen solche Trance-Zustände besonders leicht herzustellen sind, werden Medien genannt. Es waren durchaus edle Naturen, welche durch solche Wege der Menschheit wieder den Glauben an den Geist zurückgeben wollten. Und auch H. P. Blavatsky und Olcott, die Begründer der Theosophischen Gesellschaft, suchten zuerst innerhalb des Spiritismus ihr Ziel zu erreichen. So hat sich allerdings gewissermaßen die moderne theosophische Bewegung aus der spiritistischen heraus entwickelt. Aber der Weg [der] Theosophie in die Welt des Geistigen unterscheidet sich wesentlich von [dem] der spiritistischen [Bewegung]. Der Theosoph will nicht das helle, klare Bewusstsein ausschalten, um zur Wahrnehmung der geistigen Wirklichkeit zu kommen, sondern er entwickelt dieses Bewusstsein zu einer höheren Stufe; er entwickelt es so, dass es bei voller Klarheit und Helligkeit rings um sich herum das Geistige sieht. Es gibt höher entwickelte Menschen, welche unabhängig von Sinnen und Körper rein geistig sehen können. Ja, es kann jeder Mensch zu solcher höheren Entwicklungsstufe kommen, wenn er den von der Theosophie vorgezeichneten Erkenntnispfad wandelt. Zunächst aber müssen die wenigen höher Entwickelten in der gegenwärtigen Menschheit die Lehrer der übrigen sein. Der Spiritist sucht wie der Theosoph das geistige Leben; aber der Weg, den er einschlägt, ist gefährlich; und weil die Medien und deren Gläubige nicht mit vollem Bewusstsein, mit Klarheit und Orientierungsvermögen sich auf das geistige Feld begeben, straucheln sie dort leicht. Wer die geistige Welt kennt, der weiß, dass es dort für die Unvorbereiteten ungeheure Gefahren gibt. Die Theosophen halten sich daher an jene, welche mit vollem Bewusstsein sich in der geistigen Welt bewegen. Sie allein können in der richtigen Weise ihre Erscheinungen deuten und Erkenntnisse von der Welt bringen; während der in Trance be[find]liche Mensch wie ein Kind in dieser Welt ist. Es ist also völlig vom Zufall abhängig, ob der Irrtum oder Wahrheit, Schlechtes oder Gutes aus ihr herausholt.

[ 1 ] On Friday, the 26th of this month, Dr. Rudolf Steiner delivered the fifth of his theosophical lectures on “Theosophy, Buddhism, Spiritualism” in the large auditorium. The speaker pointed out how theosophy faces a twofold prejudice in our time. The sciences view it as something akin to Spiritism; and since they turn away from Spiritism as an outgrowth of “the blindest superstition,” they also want nothing to do with Theosophy. The devout followers of Western religious systems view the Theosophical movement as Buddhist propaganda; they do not want their religion taken away from them or challenged by another. Both of these views of the theosophical spiritual movement are based on misunderstandings. There have always been theosophists within European intellectual life; for theosophy seeks knowledge of the higher, spiritual world. It seeks the divine forces behind the transitory phenomena observed by the senses. It is therefore the deeper foundation of every religion, philosophy, morality, and all scientific endeavor. In the nineteenth century, it was merely pushed into the background by a materialistic worldview that relies on nothing other than what the senses can perceive. This worldview is linked to the great advances in natural science and technology. The tremendous successes in this field could only be achieved by cultivating sensory observation and the examination of purely external facts. But even the great and admirable things have their downsides. And so the scientific movement, as a sort of backlash, also gave rise to a materialistic conception of human mental and spiritual life. Mental processes were to be regarded solely as an outgrowth of physical processes, just as the movement of a clock’s hands is the effect of its mechanical mechanism. The catchphrase emerged: “A doctrine of the soul without a soul.” Those who believe in an eternal destiny for humankind could not be satisfied with such a doctrine of the soul. And so spiritualism arose. Its adherents seek, through abnormal states of the soul—the so-called trance states—to prove that in our world there exists not only a sensory reality but also a psychological and a spiritual reality. When the waking consciousness that governs our everyday life is extinguished, a subconsciousness emerges that has an intimate connection with the forces of nature hidden from ordinary perception. Those individuals in whom such trance states can be induced particularly easily are called mediums. They were by and large noble souls who, through such means, sought to restore humanity’s faith in the spirit. H. P. Blavatsky and Olcott, the founders of the Theosophical Society, also initially sought to achieve their goal within the framework of spiritualism. Thus, in a sense, the modern Theosophical movement developed out of the spiritualist movement. But the path of Theosophy into the spiritual world differs significantly from that of the spiritualist movement. The theosophist does not seek to shut out bright, clear consciousness in order to perceive spiritual reality, but rather develops this consciousness to a higher level; he develops it so that, with full clarity and brightness, it perceives the spiritual all around him. There are more highly developed individuals who can see purely spiritually, independent of the senses and the body. Indeed, every human being can reach such a higher stage of development if they follow the path of knowledge laid out by Theosophy. For now, however, the few more highly developed individuals among present-day humanity must serve as teachers to the rest. Like the Theosophist, the Spiritualist seeks spiritual life; but the path he takes is dangerous; and because the mediums and their followers do not enter the spiritual realm with full consciousness, clarity, and a sense of direction, they easily stumble there. Anyone familiar with the spiritual world knows that there are immense dangers there for the unprepared. Theosophists therefore adhere to those who move through the spiritual world with full consciousness. They alone can interpret its phenomena correctly and bring back insights from that world; whereas a person in a trance is like a child in that world. It is therefore entirely a matter of chance whether one extracts error or truth, evil or good, from it.

[ 2 ] H. P. Blavatsky hat nun durch eine Verkettung von Umständen zuerst innerhalb der orientalischen buddhistischen Schulen von deren fortgeschrittenen großen Lehrern die theosophische Weisheit empfangen. Und nur dadurch trägt die moderne durch die Frau von Blavatsky begründete Theosophische Bewegung einen buddhistischen Charakter. Aber man kann ebenso gut zur Theosophie kommen, wenn man den tiefen Weisheitskern des Christentums wahrhaft erfasst. Nur hat es das Leben im Orient möglich gemacht, dass in die populäre, in die Massenreligion mehr von diesem eigentlichen Weisheitskern eingeflossen ist als von den erhabenen theosophischen Lehren des Christentums in die populären Volksreligionen. Der Redner entwickelte nun ein Bild der von Buddha begründeten religiösen Bewegung. Er zeigte, wie diese erhabene Religion und Philosophie nichts von alledem hat, was die Europäer aus ihr haben machen wollen.

[ 2 ] Through a series of circumstances, H. P. Blavatsky first received theosophical wisdom from the advanced, great teachers within the Eastern Buddhist schools. And it is only for this reason that the modern Theosophical Movement, founded by Mrs. Blavatsky, has a Buddhist character. But one can just as easily arrive at Theosophy by truly grasping the profound core of wisdom within Christianity. It is simply that life in the East has made it possible for more of this very core of wisdom to flow into popular, mass religion than has flowed from the sublime theosophical teachings of Christianity into popular folk religions. The speaker then presented a picture of the religious movement founded by Buddha. He showed how this sublime religion and philosophy has none of the characteristics that Europeans have sought to ascribe to it.

II. Bericht in der «Weimarische Zeitung», vom 28. Februar 1904

II. Article in the “Weimarische Zeitung”, February 28, 1904

[ 3 ] Theosophischer Vortrag. Theosophie — Buddhismus — Spiritismus war das Thema, über welches Dr. Rudolf Steiner zu einer zahlreich erschienenen Zuhörerschaft am gestrigen Abend sprach. Theosophie, führte der Redner aus, sei eine Kulturströmung, die sich aus einem jahrtausendealten Weisheitsschatz entwickelt habe und die sich unserer Kultur einverleiben wolle. Es gälte, Missverständnisse nach zwei Seiten hin zu lösen. Erstens habe die Theosophie dem Vorwurf der Unwissenschaftlichkeit zu begegnen, wonach sie geistige Erscheinungen auf übernatürlichem Wege erklären wolle, was zu Aberglauben und Spiritismus führe. Zweitens sei der Furcht derjenigen zu begegnen, welche glauben, dass die Theosophie buddhistische Propaganda auf Kosten des Christentums betriebe. Theosophie wolle niemand sein Christentum nehmen, vielmehr es vertiefen. Erst im neunzehnten Jahrhundert sei die Theosophie an die Öffentlichkeit getreten, vorhanden war sie in Europa schon länger, doch als Geheimwissenschaft, um sie vor der Trübung trivialen Lebens zu bewahren. Dass ihr die Besten der Nation angehört haben, beweisen die Schriften eines Lessing, Jean Paul, Herder, Schelling und auch die Goethes, als Beweis führte Redner das Märchen von der grünen Schlange an. Anschauungen, welche das neunzehnte Jahrhundert gebracht hat, sind unvereinbar mit der Theosophie. Die großen Entdeckungen der Naturwissenschaft gründen sich auf sinnliche Wahrnehmungen, für sie gilt nur der Beweis. Und da sich das Geistige und seelische im Menschen nicht sinnfällig feststellen ließ, verlor sich der Glaube daran, vielmehr erklärt die Naturwissenschaft die seelisch-geistige Wesenheit des Menschen als Ausflüsse des physischen Organismus. Seelenlehre ohne Seele wurde ein Schlagwort. Diesen materialistischen Anschauungen gegenüber suchte man nach einer Gottesweisheit, nach einer Auskunft über Seelenwesen und Menschenbestimmung. Viele fanden sie wohl in der Religion. Da kam als Reaktion auf Naturwissenschaft des neunzehnten Jahrhunderts die spiritistische Bewegung aus Amerika herüber. Sie wollte dem Publikum Aufschluss über Erscheinungen seelischen Lebens und geistiger Kräfte geben, denn dass diese existieren, bewies Hypnose und Suggestion. Wie nun der Materialismus weite Kreise gezogen, tat es auch der Spiritismus, lag aber im Ersteren die Gefahr der Herzensverrohung, so führte die experimentale Geisterlehre zu Verwirrung und noch größerer Gefahr. Medien liefern den Beweis einer geistigen Welt im Traumzustand, also durchaus abnormen, und führen zu falschen gefährlichen Schlüssen.

[ 3 ] Theosophical Lecture. Theosophy—Buddhism—Spiritualism was the topic on which Dr. Rudolf Steiner spoke to a large audience yesterday evening. Theosophy, the speaker explained, is a cultural movement that has developed from a millennia-old treasure trove of wisdom and seeks to become an integral part of our culture. It is necessary to resolve misunderstandings on two fronts. First, Theosophy must counter the accusation of being unscientific—namely, that it seeks to explain spiritual phenomena through supernatural means, which leads to superstition and spiritualism. Second, it must address the fears of those who believe that Theosophy engages in Buddhist propaganda at the expense of Christianity. Theosophy does not seek to take away anyone’s Christianity, but rather to deepen it. Theosophy only entered the public sphere in the nineteenth century; it had existed in Europe for some time, but as a secret science, to preserve it from the drudgery of everyday life. The fact that the nation’s greatest minds belonged to it is proven by the writings of Lessing, Jean Paul, Herder, Schelling, and even the Goethes; as evidence, the speaker cited the fairy tale of the green snake. Views that emerged in the nineteenth century are incompatible with theosophy. The great discoveries of natural science are based on sensory perceptions; for them, only proof matters. And since the spiritual and soul aspects of human beings could not be empirically ascertained, belief in them was lost; rather, natural science explains the spiritual and soul nature of human beings as manifestations of the physical organism. “The doctrine of the soul without a soul” became a catchphrase. In the face of these materialistic views, people sought divine wisdom—insight into the nature of the soul and the purpose of human life. Many found it in religion. Then, as a reaction to nineteenth-century natural science, the spiritualist movement emerged from America. It sought to provide the public with insight into the phenomena of spiritual life and psychic forces, for hypnosis and suggestion proved that these existed. Just as materialism had gained widespread acceptance, so too did spiritualism; but while the former carried the danger of hardening the heart, the latter—experimental spiritualism—led to confusion and an even greater danger. Mediums provide “proof” of a spiritual world in a dream-like state—that is, in a thoroughly abnormal state—and lead to false and dangerous conclusions.

[ 4 ] Die Theosophie lehnt deshalb den Spiritismus als Selbstzweck ab. Es waren zwar Theosophen teilweise selbst Spiritisten, doch wurde es ihnen möglich, höhere Wege zur Erkenntnis geistiger Wesenheit zu finden aufgrund höherer geistiger Entwicklung; wer auf dem Boden der Entwicklungslehre stände, müsse dies auch in geistiger Beziehung zugeben. Bei den Theosophen sicht der Seher im Tagesbewusstsein in eine geistige Welt, während es bei dem spiritistischen Medium im Zustand des Unterbewusstseins geschieht. Hingabe zu mediumistischen Zwecken führt zu moralischem Niedergang, während der Seher der Theosophie geistige Kräfte [unabhängig von der] physischen Organisation entwickeln zu können meint. Der Seher sieht zurück auf Präexistenzen und sieht in das Kamaloka der Theosophie. Die heutige Theosophie ist nach den Ausführungen des Redners ein Wissen, hervorgegangen aus der theosophischen Grundlage der indischen Religionsbekenntnisse, daher seine buddhistische Färbung. Die uralte Theosophie liegt dem Buddhismus gerade so zugrunde wie dem tiefsten Kern des Christentums, Gnosis ist Budhi. Der europäische Begriff Gnosis ist gleichbedeutend mit Budhi, dem innerlichsten Wesenkern geistigen Schauens in der indischen Religion. Buddha lehrte, dass das geistige Wesen des Menschen mächtiger sei als das sinnliche. Im Haften am Sinnlichen vergisst der Mensch seine höhere Wesenheit. Bewusstsein der Seele ist Aktivität, ein Leben in und für die Materie Passivität, letzterer Begriff soll sich dem Redner zufolge mit dem «Leiden» Buddhas bezüglich seiner Lehre decken. Leiden ist somit Hinabsteigen in die Materie. Innerste Seelenkraft, entfaltet zur freiwilligen Unterdrückung der niederen Natur, ist das Ziel der buddhistischen Lehre. Nirwana ist bewusstes Befreitsein von den Schranken der Materie. Gottesweisheit, das höchste Ideal des Menschen, das sei der Sinn der Theosophie, nichts Fremdes bringe sie, sondern das in allen Menschen lebende Gottesbewusstsein will sie erwecken und vertiefen. Unseres Erachtens hat Dr. Steiner es verstanden, den Zuhörern die buddhistische Anschauungsweise näherzubringen, ohne jedoch den der theosophischen Bewegung gemachten Vorwurf, buddhistische Propaganda zu machen, allzu scharf zu widerlegen.

[ 4 ] Theosophy therefore rejects spiritualism as an end in itself. Although some Theosophists were themselves spiritualists, they were able to find higher paths to the knowledge of spiritual beings through their advanced spiritual development; anyone who accepts the theory of evolution must acknowledge this in a spiritual context as well. Among theosophists, the seer looks into a spiritual world while in a state of waking consciousness, whereas for the spiritualist medium, this occurs in a state of subconsciousness. Devotion to mediumistic purposes leads to moral decline, whereas the theosophical seer believes he can develop spiritual powers [independent of] the physical body. The seer looks back upon past existences and sees into the Kamaloka of Theosophy. According to the speaker’s explanation, contemporary Theosophy is a body of knowledge derived from the theosophical foundations of Indian religious traditions, hence its Buddhist character. Ancient Theosophy underlies Buddhism just as it does the deepest core of Christianity; Gnosis is Budhi. The European concept of Gnosis is synonymous with Budhi, the innermost essence of spiritual vision in the Indian religion. Buddha taught that the spiritual nature of human beings is more powerful than the sensory one. By clinging to the sensory, human beings forget their higher nature. Consciousness of the soul is activity; a life in and for matter is passivity. According to the speaker, this latter concept corresponds to the Buddha’s “suffering” as it relates to his teaching. Suffering is thus a descent into matter. The innermost power of the soul, developed for the voluntary suppression of the lower nature, is the goal of Buddhist teaching. Nirvana is conscious liberation from the constraints of matter. Divine wisdom, the highest ideal of humankind—this, the speaker maintained, is the meaning of theosophy; it brings nothing foreign, but seeks to awaken and deepen the divine consciousness that lives within all people. In our view, Dr. Steiner succeeded in bringing the Buddhist worldview closer to his audience without, however, refuting too sharply the accusation leveled against the Theosophical Movement of engaging in Buddhist propaganda.