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The Essence of Christianity
GA 68a

23 February 1910, Cologne

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The Essence of Christianity, tr. SOL
  1. Über das Wesen des Christentums

53. Die Drei Vorchristlichen und die Drei Nachchristlichen Jahrtausende

53. The Three Pre-Christian and the Three Post-Christian Millennia

Mitgliedervortrag

Member Presentation

[ 1 ] Es könnte dem ernsten Wahrheitssucher, und — nur fehlt ja im Grunde genommen eine gewisse Befriedigung innerhalb der /unleserliches Kürzel, dann Lücke] — es könnte dem ernsten Wahrheitssucher so vorkommen, als ob es möglich wäre, die Wahrheit, die Erkenntnis ein für alle Mal in einer bestimmten Weise aufzuzeichnen, zu verkündigen und dann so der Menschheit zu geben; und auf der anderen Seite könnte es scheinen, als ob es genügen würde, wenn der Mensch sich diese Erkenntnis einmal aneignet und dann besitzt.

[ 1 ] It might seem to the serious seeker of truth—and—though, strictly speaking, a certain satisfaction is lacking within the [illegible abbreviation, then gap]—it might seem to the serious seeker of truth as if it were possible to record and proclaim the truth, knowledge, once and for all in a certain way, and thus give it to humanity; and on the other hand, it might seem as if it would be enough for a person to acquire this knowledge once and then possess it.

[ 2 ] Man darf wohl sagen, dass vom ersten Anfang einer Betrachtungsweise an nichts einleuchtender erscheint als dieses, und dennoch, es wäre ein Irrtum, wenn man glauben sollte, dass der einmalige Besitz einer gewissen Summe von Worten genügen könnte für das menschliche Streben. Wenn jemand, der heute verkörpert ist, sagen wir, in einer der vorigen Inkarnationen, vielleicht innerhalb der alten ägyptischen Kultur, zu hohen Erkenntnissen gekommen war und sich heute an jene hohen Erkenntnisse erinnern würde, sodass er das wieder besitzen würde, könnten wir dann sagen, dass die damals erreichten Erkenntnisse durch die bloße Erinnerung auch in der gegenwärtigen Verkörperung schon heilsam wären? — Das können wir nicht sagen. So sonderbar, wie das aussieht gegenüber dem Satz «die Wahrheit ist doch nur eine einzige», so müssen wir doch sagen: Für die menschliche Entwicklung ist es durchaus notwendig, dass in den verschiedenen Zeiten verschiedene Gestalten der Wahrheit des Menschen [an diesen] herankommen, denn im Laufe der Zeiten ändert sich die menschliche Natur. Sie ändert sich so, dass auch die Erkenntniskräfte sich ändern. Der Mensch geht nicht umsonst von Inkarnation zu Inkarnation, er schreitet von Verkörperung zu Verkörperung, weil mit der Veränderung der Welt er etwas Neues in sich aufnehmen kann, und das alte in einer neuen Gestalt.

[ 2 ] One may well say that, from the very beginning of any line of thought, nothing seems more self-evident than this; and yet, it would be a mistake to believe that the mere possession of a certain number of words could suffice for human endeavor. If someone who is incarnated today had, let us say, in one of their previous incarnations—perhaps within ancient Egyptian culture—attained high insights and were to recall those insights today, so that they might possess them once more, could we then say that the insights attained at that time would already be beneficial in the present incarnation simply through the act of remembering? — We cannot say that. As strange as this may seem in light of the statement “there is, after all, only one truth,” we must nevertheless say: For human development, it is absolutely necessary that, in different eras, different forms of truth reach the human being, for human nature changes over the course of time. It changes in such a way that the powers of cognition also change. Human beings do not pass from incarnation to incarnation in vain; they progress from one embodiment to the next because, as the world changes, they can take something new into themselves and transform the old into a new form.

[ 3 ] Daher war es zu allen Zeiten notwendig, dass in den Mysterien Menschen sich zu einer solchen höheren Stufe der Erkenntnis hinaufarbeiteten, dass sie in die Lage kamen, zu beurteilen, wie sich gegenüber früheren Zeiten nun die ganze Erde mit all ihrem Physisch-Geistigen geändert hat und wie sich die menschlichen Seelen innerhalb dieser Erdenentwicklung ändern. Man drückt das in der okkulten Weisheit aus mit den Worten: Es musste immer Menschen geben, die in der Lage waren, die Zeichen der Zeit zu lesen.

[ 3 ] Therefore, it has always been necessary for people in the Mysteries to work their way up to such a higher level of knowledge that they were able to assess how the entire Earth, with all its physical and spiritual aspects, has changed compared to earlier times, and how human souls are changing within the course of this earthly evolution. In occult wisdom, this is expressed with the words: There have always had to be people who were able to read the signs of the times.

[ 4 ] Nun, was ist besonders nötig, den Menschen zu lehren, zu verkündigen, diese Notwendigkeit zu erkennen? Dies alles ergibt sich nur dann, wenn man in der Lage ist, die Gesamtsituation der Entwicklung in irgendeiner Zeit voll zu überschauen. Die Zeiten ändern sich und ändern sich eigentlich in kürzeren Zeiträumen, als man gewöhnlich annimmt. Wenn wir die Entwicklung der Menschheit ins Auge fassen, so werden wir zugeben können, dass die interessanten Zeitabschnitte für den gegenwärtigen Menschen diejenigen sind, die etwa drei Jahrtausende vor der Begründung des Christentums und nach der Begründung des Christentums, das erste und zweite vor und nach [Lücke]. Am Ende des zweiten Jahrtausends der nachchristlichen Zeit stehen wir selber, und das dritte kommt heran.

[ 4 ] Well, what is particularly necessary to teach people, to proclaim, so that they may recognize this necessity? All of this becomes clear only when one is able to fully grasp the overall situation of development at any given time. Times change, and in fact they change over shorter periods than is commonly assumed. If we consider the development of humanity, we will have to admit that the periods of interest to people today are those occurring roughly three millennia before the founding of Christianity and after the founding of Christianity—the first and second millennia before and after [gap]. We ourselves are at the end of the second millennium of the Christian era, and the third is approaching.

[ 5 ] Diese sechs Jahrtausende, in die wir in so eigenartiger Weise hineingestellt sind, sie sind von ganz besonderer Wichtigkeit. Was ist dem Menschen heilsam? Was soll die [Seele] besonders auf sich wirken lassen? Es schließt sich vieles ein in die Menschheitsentwicklung dieser Jahrtausende. Unsere Seelen, die mehrmals in dieser Zeit verkörpert waren, nun, sie werden Wichtiges durchgemacht haben in diesen Zeiträumen, und diese Zeiträume sollen heute einigermaßen charakterisiert werden.

[ 5 ] These six millennia, into which we have been placed in such a peculiar way, are of very special importance. What is beneficial for human beings? What should the [soul] allow to have a particular effect on itself? Much is encompassed in the development of humanity during these millennia. Our souls, which have been incarnated several times during this period, must have gone through significant experiences during these eras, and these eras will now be characterized to some extent.

[ 6 ] [Gehen wir] zurück in das dritte Jahrtausend vor der Begründung des Christentums, so ist es die Zeit, in welcher für die Menschen gerade begonnen hat das kleine Kali Yuga, das Finstere Zeitalter. Als was stellt sich [der] Mensch dieses Zeitalters dar? [Lücke] So dass wir sagen können: Vorher waren doch für eine größere Anzahl von Menschen die letzten Reste des alten, dämmerhaften Hellsehens [da]. Nicht nur die physische Welt konnten sie sehen, sondern [durch diese] hindurch in die geistige Welt. Sie konnten hinuntertauchen in die Seele und dort ein geistig zugrunde Liegendes finden. Auf zwei Wegen konnten sie dahin gelangen. Hinter dem Sinnenteppich sahen sie die schaffenden führenden geistigen Wesenheiten, die nicht hinuntergestiegen waren in eine Erdeninkarnation. Sie wussten - wie wir wissen, dass es Erde, Luft, Wasser gibt —, dass es geistige Hierarchien gibt. Und andererseits, wenn sie [in] die physische Welt des Fühlens, Wollens, Denkens stiegen, fanden sie die geistigen Untergründe auf einem zweiten Wege,

[ 6 ] [If we go] back to the third millennium before the founding of Christianity, this is the time when the Little Kali Yuga, the Dark Age, had just begun for humankind. How does humanity of this age present itself? [Gap] So that we can say: Before that, the last remnants of the old, twilight-like clairvoyance were still present for a large number of people. They could see not only the physical world, but [through it] into the spiritual world. They could delve down into the soul and find a spiritual foundation there. They could reach this in two ways. Behind the veil of the senses, they saw the creative, guiding spiritual beings who had not descended into an earthly incarnation. They knew—just as we know that there is earth, air, and water—that there are spiritual hierarchies. And on the other hand, when they ascended into the physical world of feeling, willing, and thinking, they discovered the spiritual foundations through a second path,

[ 7 ] Das hörte auf vor dem Beginne des dritten Jahrtausends. Da war der Mensch immer mehr und mehr in die Notwendigkeit gedrängt, in die physische Sinneswelt zu schauen. Hatte er früher den mystischen Blick hineingerichtet in seine Gefühls- und Willenswelt, so sagte er jetzt: «Ich will, ich denke, ich fühle», und konnte nicht mehr hinter dem reinen Menschendenken, -fühlen und -wollen das geistige Reich, aus dem alles und er selber seinen Ursprung hat, wahrnehmen.

[ 7 ] This came to an end before the beginning of the third millennium. By then, human beings were increasingly compelled to turn their gaze toward the physical, sensory world. Whereas they had previously directed their mystical gaze inward toward their world of feeling and will, they now said, “I will, I think, I feel,” and could no longer perceive, beyond pure human thinking, feeling, and willing, the spiritual realm from which everything—and they themselves—originate.

[ 8 ] Aber die Weltentwicklung ging einen solch eigentümlich gleichmäßigen Gang; sie erweist sich für den tieferen Blick überall von Weisheit durchdrungen. Es wurde der Menschheit auf der andern Seite gegeben, was ihr auf der einen Seite genommen worden war, nämlich zu finden den Weg in die Geisteswelt zurück, indem [der Mensch] das, was ihm in der sinnlichen Welt gegeben wurde, in der rechten Weise anwandte.

[ 8 ] But the course of world history has followed such a peculiarly steady course; to the deeper observer, it proves to be permeated with wisdom everywhere. On the other hand, humanity was given what had been taken from it on the one hand, namely, to find the way back into the spiritual world by applying in the right way what was given to [humanity] in the sensory world.

[ 9 ] Wie geschah das? Was wurde dem Menschen eigentlich dadurch gegeben, dass er herausgedrängt wurde aus der geistigen Welt? - Es wurde ihm das Ichbewusstsein gegeben. Gerade in den wichtigsten Zuständen in jenen Zeiten war er ohne ein Selbstbewusstsein; erst als er hinschaute in die Sinneswelt, kam es ihm, aber es schwieg vollständig sowohl in jenen Augenblicken, wo er durch den äußeren Sinnesteppich das Geistige schauen konnte — jeder war dann völlig entrückt, in Ekstase.

[ 9 ] How did this happen? What was actually given to human beings as a result of their being driven out of the spiritual world? — They were given self-consciousness. Precisely in the most important states of those times, he lacked self-awareness; it came to him only when he looked into the sensory world, but it was completely silent both in those moments when he could perceive the spiritual through the outer tapestry of the senses—everyone was then completely enraptured, in ecstasy.

[ 10 ] Den Eingeweihten war dies vor allem in den nördlichen Ländern gegeben. In den alten Zeiten finden wir in den Gegenden von Britannien, Russland bis Persien Einweihungsstätten, im Westen die Stätten der Druiden, im Osten der Trotten. Dort findet sich die Möglichkeit, dass sie in Ekstase kamen, wo sie entrückt waren, aber sich als Glied fühlten der ganzen Welt. Sie wurden angeleitet, den Gang mitzumachen zum Beispiel der Sternenwelt. [Es war] nicht so, dass die Menschen in den engsten Kreis des Erdendaseins hinein gebannt waren; sie erlebten mit die großen Weltereignisse. Die Sonne hat einen anderen Stand um unsere Weihnachtszeit. Die Sonne entzieht einen gewissen Teil ihrer Kräfte dem Erden-Dasein. Das, was der heutige Mensch nur noch schwach empfindet, wenn der Herbst kommt, wenn die Vegetation sich verliert, die Wehmut des Herbstes, das wurde gesteigert bei jenem Menschen zu einer ungeheuer intensiven Empfindung, sodass er miterlebte, was die Sonne erlebte, bis zum Tiefstand der Sonne.

[ 10 ] This was granted to the initiated, especially in the northern lands. In ancient times, we find initiation sites stretching from Britain to Russia and Persia—in the west, the sites of the Druids; in the east, those of the Trotten. There they had the opportunity to enter a state of ecstasy, where they were transported yet felt themselves to be part of the whole world. They were guided to participate in the movements of, for example, the world of the stars. [It was] not the case that people were confined to the narrowest circle of earthly existence; they shared in the great events of the world. The sun is in a different position around our Christmas season. The sun withdraws a certain portion of its forces from earthly existence. What modern people now perceive only faintly when autumn arrives—when vegetation withers away, the melancholy of autumn—was heightened in those people to an immensely intense sensation, so that they shared in what the sun experienced, right down to the sun’s lowest point.

[ 11 ] Alles das wurde nicht nur wie ein Begriff, sondern wie ein tiefes Mitfühlen von der Seele erlebt. Wenn diese Wehmut aufs Höchste gesteigert war, dann wurde ihr sozusagen ein Ersatz gegeben, die Seele lernte fühlen; die äußere Sinneswelt bot nichts Freudiges, aber etwas wie einen Gegenschlag, was so kam wie eine elastische Kugel, wenn sie, auf einer Seite zusammengedrückt, sich ausdehnt, dann erlebt diese Seele etwas; nach dem erschloss sich der Seele der Blick für die der Welt zugrunde liegenden Kräfte. Die geistigen Sinne gingen auf, der Mensch war hingegeben dem Geist der Sonne. Er sah hinein, wenigstens fühlend, in die Hierarchien des Daseins. Und wenn dann die Sonne wieder mehr Kraft auf die Erde sandte, so lebte der Mensch mit [Lücke]. Die Sonne hatte ein gewisses Symbolum, und in den Tempelstätten konnte man an dem Schatten, den die Sonne warf, konnte man dort miterleben, wie die Sonne wirkt, sodass der Dienst des Geistes ein solcher war, der sich eingliederte dem Dienste der Natur. Der Mensch lebte mit, als die Tage [es] ihm wieder möglich machten, den Blick wieder auf die Sinneswelt [zu] richte[n]. Er erlebte das in jauchzender Freude bis zu jenen Tagen, wo die Sonne ihm am stärksten schien.

[ 11 ] All of this was experienced by the soul not merely as a concept, but as a deep sense of empathy. When this melancholy reached its peak, it was, so to speak, given a substitute; the soul learned to feel. The external sensory world offered nothing joyful, but rather something like a counterforce—like an elastic ball that, when compressed on one side, expands—and then this soul experienced something; thereafter, the soul gained insight into the forces underlying the world. The spiritual senses opened up; human beings were devoted to the spirit of the sun. They looked into—or at least sensed—the hierarchies of existence. And when the sun then sent more power to the earth once again, human beings lived with [gap]. The sun had a certain symbolic significance, and in the temples, one could observe the shadow cast by the sun and witness how the sun works, so that the service of the spirit was one that integrated itself into the service of nature. Humanity lived in harmony with this as the days once again made it possible for them to direct their gaze back toward the sensory world. They experienced this with exultant joy until those days when the sun shone most strongly upon them.

[ 12 ] Zwei Augenblicke im Lauf des Jahres: erstens, wo er dem Geistigen auch hingegeben war in Ekstase, zweitens, wo er jauchzend dem Äußern hingegeben war; dazu wurden die Menschen angeleitet in den Stätten der nordischen Mysterienstätten. Einmal fühlte er nicht mehr die Keime des Ich, er war wie ausgegossen in die ganze Welt.

[ 12 ] Two moments in the course of the year: first, when he was wholly absorbed in the spiritual in a state of ecstasy; second, when he was jubilantly absorbed in the external world; people were instructed in this at the Nordic mystery sites. At one point, he no longer felt the seeds of the “I”; he was as if poured out into the whole world.

[ 13 ] Immer weniger wurde es dem Menschen möglich, sich in diese Stimmung zu versetzen. Aber ein anderes wurde ihm gegeben. Sie konnten ihr Ichgewissen nun immer mehr in ihr Ich stellen, die Ekstase wurde genommen, das Ich wurde gefestigt. Für die Menschen wurde derjenige Augenblick vorbereitet, in dem jene Wesenheit kommen sollte, die nicht in Ekstase dem Mensch kommen kann, sondern in das tiefste Innere des Menschen hineingehen konnte. Die Christus-Wesenheit nahm eine solche Gestalt an, dass der Mensch sich in seinem Ich so fühlen konnte, als wenn er in sein Ich die Wesenheit gießen könnte. Früher war er außer sich, außerhalb der Welt, aus der er genommen war. Durch die Erscheinung des Christus sollte dem Menschen möglich gemacht [Lücke]. Wenn ich nacherlebe, was Christus erlebt hat, so erlebe ich in mir etwas Göttliches. Das konnte vorbereitet werden. Das wurde durch die drei Jahrtausende vor der Begründung des Christentums vorbereitet. Da tritt uns Abraham entgegen. Seine Mission hatte er /Lücke?]. Er erhob sich mit seinem Ich zuerst zu der Gottheit, die hinuntersteigen wollte. Völlig zu erkennen war die Gottheit erst, nachdem sie heruntergestiegen. Das wurde gewöhnlich gemacht dadurch, dass aus der gesamten Menschheit dasjenige physische Individuum, das imstande war, Gott nicht in Ekstase zu schauen und auch nicht in das menschliche Innere [sich versenken musste], sondern durch die Intelligenz etwas hellsehend Gott sehen [konnte]. Er hatte dasjenige physische Instrument in seinem Gehirn, dass er mithilfe des physischen Instruments zusammenfassen konnte die äußeren physischen Verhältnisse und in diesem Kombinieren verstand er: Es liegt zugrunde der ganzen Welt etwas, was zugrunde liegt dem MenschenIch. Als Welten-Ich konnte zuerst Abraham erkennen die Gottheit. Diese Fähigkeit war geknüpft an die physische Leiblichkeit. Früher war es nicht gebunden an das physische Instrument, sondern der Mensch musste zu einer leibfreien Anschauung kommen. Das war die besondere Mission des Abraham. [Sein Zeitalter ist das dritte Jahrtausend vor Christus.] Die Gotteserkenntnis war bis in das Physische des Gehirns hinein begriffen. In allen alten Zeiten war Gottes- und Geisteserkenntnis gebunden an das Verlassen des physischen. Mit Abraham trat zuerst eine Persönlichkeit ein, die zu einer Gotteserkenntnis gelangen konnte mit dem physischen Gehirn. Dieses konnte er der Menschheitsentwicklung einpflanzen.

[ 13 ] It became increasingly difficult for human beings to put themselves in this state of mind. But something else was given to them. They were now able to place their sense of self more and more firmly within their “I”; ecstasy was taken away, and the “I” was strengthened. The way was prepared for humanity for the moment when that Being would come—a Being who could not approach humanity in a state of ecstasy, but who could enter into the very depths of the human soul. The Christ Being took on such a form that human beings could feel within their “I” as if they could pour that Being into their “I.” Previously, they were outside themselves, outside the world from which they had been taken. Through the appearance of Christ, it was to be made possible for human beings [gap]. When I relive what Christ experienced, I experience something divine within myself. This could be prepared. It was prepared over the three millennia preceding the founding of Christianity. There Abraham comes to meet us. He had his mission /[gap?]]. He first ascended with his “I” to the Deity who wished to descend. The divinity could only be fully recognized after it had descended. This was usually accomplished by selecting, from among all of humanity, that physical individual who was capable of seeing God not in ecstasy and not by [immersing himself] in the human inner being, but who, through his intelligence, [was able] to see God with a degree of clairvoyance. He possessed the physical instrument in his brain that enabled him, with the aid of this physical instrument, to synthesize the external physical conditions; and in this synthesis he understood: Underlying the entire world is something that underlies the human “I.” As the World “I,” Abraham was the first to recognize the deity. This ability was bound to physical embodiment. In earlier times, it was not bound to the physical instrument; rather, human beings had to arrive at a perception free from the body. That was Abraham’s special mission. [His era was the third millennium B.C.] The knowledge of God was grasped right down into the physical realm of the brain. In all ancient times, knowledge of God and the spirit was bound up with transcending the physical. With Abraham, a personality first emerged who was able to attain knowledge of God through the physical brain. He was able to instill this in the development of humanity.

[ 14 ] Das ist in den Urkunden in einer so tiefen Stimmung ausgedrückt, dass man gerade in Erstaunen und Bewunderung fällt. Zum Beispiel von Joseph wird uns erzählt, dass er zu Träumen gekommen ist. Das soll uns andeuten, dass er aus der Art gefallen ist; sie sollten ja gerade nicht Anschauung durch traumhaftes Hellsehen haben. Es war als Erbstück bei ihm vorhanden, er konnte also in der geraden Linie nicht zur Entwicklung gebraucht werden und wurde deshalb von seinen Brüdern ausgestoßen. Solch eine Fähigkeit — mit dem physischen Hirn zu schauen — konnte nur durch leibliche Vererbung fortgepflanzt werden, da es eine leibliche Fähigkeit war.

[ 14 ] This is expressed in the documents in such a profound tone that one cannot help but be filled with wonder and admiration. For example, we are told that Joseph began to have dreams. This is meant to suggest that he had strayed from the norm; after all, they were not supposed to have visions through dream-like clairvoyance. It was present in him as an inheritance; thus, he could not be utilized in the direct line of development and was therefore cast out by his brothers. Such an ability—to see with the physical brain—could only be passed on through physical heredity, since it was a physical ability.

[ 15 ] Die Menschheit, die diese Mission hatte, musste empfinden, dass so gerade diese physische Eigenschaft von Gott geschenkt war. Man zeigte denjenigen, die diese Mission finden sollten, [dadurch], dass man ihnen zeigte, dass es eine Gottesgabe war, dadurch, dass Abraham aufgefordert wird, dass er Isaak opfern sollte. Damit hätte er das ganze Volk geopfert, denn von ihm sollte das ganze hebräische Volk abstammen. Indem er Isaak zurückempfing, bekam er die Möglichkeit, die leibliche Eigenschaft zu vererben. Die Mission trat dem Volk als ein Geschenk entgegen. So tief werden diese Dinge dargestellt in den okkulten Urkunden. Wenn wir zurückgehen in das erste Jahrtausend des Kali Yuga, finden wir dasjenige, [wo]durch der Menschheit das Ichbewusstsein gegeben wurde für das Hellsehen.

[ 15 ] The people entrusted with this mission had to realize that it was precisely this physical characteristic that was a gift from God. It was shown to those who were to receive this mission [in this way]: by demonstrating to them that it was a gift from God, through Abraham being commanded to sacrifice Isaac. In doing so, he would have sacrificed the entire people, for the entire Hebrew people were to descend from him. By having Isaac returned to him, he was given the opportunity to pass on this physical characteristic. The mission came to the people as a gift. These things are depicted with such depth in the occult records. If we go back to the first millennium of the Kali Yuga, we find the event through which humanity was given the sense of self for clairvoyance.

[ 16 ] Aber das alles musste gesteigert werden. Der nächste Schritt wurde gemacht im zweiten Jahrtausend des finstern Zeitalters, dadurch, dass jetzt durch besondere Entwicklungsvorgänge derjenige, der fähig geworden war, die aus der Mission durch die vererbten Merkmale aus der äußeren Natur den äußeren Gott wahrzunehmen — Moses konnte den Ich-Gott, den der Mensch wahrnimmt, in seinem eigenen Ich wahrnimmt, [direkt wahrnehmen in den elementaren Ereignissen der Welt]. Das [zweite Jahrtausend des finsteren Zeitalters vor Christus — Beginn des Finsteren Zeitalters, des großen Kali Yuga 3101 vor Christus, Ende 1899 nach Christus —] ist das Moses-Zeitalter, wo der Ichgott wahrgenommen wird in der Natur.

[ 16 ] But all of this had to be taken to the next level. The next step was taken in the second millennium of the Dark Age, in that—through special developmental processes—the one who had become capable of perceiving the outer God through the mission derived from the inherited characteristics of external nature—Moses was able to perceive the “I-God,” whom human beings perceive, within his own “I,” [directly perceiving Him in the elemental events of the world]. That [second millennium of the Dark Age before Christ—beginning of the Dark Age, the great Kali Yuga 3101 B.C., ending in 1899 A.D.—] is the Age of Moses, when the I-God is perceived in nature.

[ 17 ] Drittes Jahrtausend — [das erste Jahrtausend vor Christus]: Am Ende steht die Offenbarung jener selben Wesenheit, jener Wesenheit, die den Isaak zurückgegeben hat und die im brennenden Busch erschien, sie inkarnierte sich nun in Menschengestalt. Vorbereitet [dazu], dieses Ereignis in sich aufzufassen, sollte die Menschheit werden durch jene Führer, die sich anknüpfen an den Namen des Salomo. Seine Weisheit sollte in dem letzten Jahrtausend dazu da sein, dass die Menschheit verstehen könnte, wie sich diese Wesenheit menschlich inkarnierte. Sodass wir in der okkulten Weisheit nennen dieses Jahrtausend das Salomonische.

[ 17 ] Third Millennium — [the first millennium B.C.]: At the end comes the revelation of that very same Being, the Being who restored Isaac and who appeared in the burning bush; this Being now incarnated in human form. Humanity was to be prepared [for this] by those leaders associated with the name of Solomon, so that it might comprehend this event within itself. His wisdom was meant to serve, in the last millennium, to enable humanity to understand how this Being incarnated as a human being. Thus, in occult wisdom, we call this millennium the Solomonic.

[ 18 ] Diese drei Zeitalter haben wir skizzenhaft dargestellt als erste drei im finsteren Zeitalter. Dann kommen Zeitalter, die man [nur] verstehen kann, wenn man ein gewisses Gesetz der Menschheitsentwicklung kennt. Früher vorhandene Ereignisse wiederholen sich in einer gewissen Weise, aber man muss wissen, wie. Manche Ereignisse wiederholen sich so: 1., 2., 3., dann 3., 2., 1. [Nur] dann kann man [sie] verstehen, wenn man genau weiß, wie sie sich wiederholen. Kein Schema dürfen wir anwenden, denn dadurch entsteht die Mannigfaltigkeit, dass die Wiederholung verschieden ist. Die Wiederholung der ersten drei Zeitalter wiederholte sich umgekehrt; für diejenigen, die die gesamte Weltlage beurteilen konnten, [war das klar: Sie] wussten, dass das erste Zeitalter nach der Begründung des Christentums eine Wiederholung des salomonischen Zeitalters ist. Es war auch eine Wiederinkarnation des Salomo: Der ganze Geist, der aus der Weisheit des Salomo ausgeflossen ist, beherrscht das Verständnis, das sich allmählich heranentwickelt für den Christus-Impuls.

[ 18 ] We have outlined these three ages as the first three in the Dark Age. Then come ages that one can [only] understand if one is familiar with a certain law of human development. Events that occurred in the past repeat themselves in a certain way, but one must know how. Some events repeat themselves as follows: 1, 2, 3, then 3, 2, 1. [Only] then can one understand [them] if one knows exactly how they repeat themselves. We must not apply any fixed pattern, for it is precisely this diversity—that the repetition is different—that gives rise to variety. The repetition of the first three ages occurred in reverse order; for those who could assess the entire world situation, [this was clear: they] knew that the first age following the founding of Christianity was a repetition of the Solomonic age. It was also a reincarnation of Solomon: the entire spirit that flowed from Solomon’s wisdom governs the understanding that is gradually developing for the Christ impulse.

[ 19 ] Im zweiten Jahrtausend der Moses-Impuls: Umgekehrt hat sich das Ereignis vom Sinai tatsächlich wiederholt. Als Moses die Ich-Gottheit wahrnahm im brennenden Busch, da war es die Wahrnehmung der Gottheit außen durch die Naturelemente. Das umgekehrte Ereignis fand im zweiten Jahrtausend statt. Es bestand darin, dass jetzt durch einen tiefen Einblick in die Seelen sich die Ich-Gottheit ankündigte. In den Mysterien des Mittelalters lebten die Individualitäten, die dies erleben durften durch das Hineinsteigen in die Seele. Ein umgekehrtes Moses-Erlebnis: Die Ich-Gottheit offenbart sich den christlichen Mystikern in der eigenen Seele. Jetzt strahlt die Gottheit aus der Seele heraus. Wie Moses eine Art Gesinnungsgenossen hatte, so hatte auch er die andern Mystiker als Gesinnungsgenossen.

[ 19 ] In the Second Millennium: The Moses Impulse—Conversely, the event at Sinai did in fact repeat itself. When Moses perceived the I-Deity in the burning bush, it was a perception of the Deity from the outside through the elements of nature. The reverse event took place in the second millennium. It consisted of the “I-Divinity” now announcing itself through a deep insight into the soul. In the mysteries of the Middle Ages, there lived individuals who were able to experience this by delving into the soul. A reverse Moses experience: The “I”-Divinity reveals itself to Christian mystics within their own souls. Now the Divinity radiates from the soul. Just as Moses had a kind of kindred spirit, so too did he have the other mystics as kindred spirits.

[ 20 ] Wir leben in einem besonderen Zeitalter, in dem [man] den Abschluss des zweiten Jahrtausends herankommen sieht. In dem dritten Jahrtausend wird sich ankündigen eine Wiederholung des abrahamitischen Zeitalters, ganz langsam und allmählich, aber charakterisiert wird es sein, dass das Abrahamereignis [auf] umgekehrte Weise geschieht. Was früher nur in Ekstase gefunden wurde, wurde durch Abraham als Selbstbewusstsein erlebt. Der Mensch wird zu diesen Fähigkeiten die alten hellseherischen Fähigkeiten hinzuerobern. Durch die Mission des Abraham ist hingeflossen in das Gehirn dasjenige, was früher unmittelbar gefunden wurde. Hinaustreten wird der Mensch müssen aus dem unmittelbaren Kreis seines Bewusstseins, dieses Bewusstsein sich bewahrend zu einer Geisterkenntnis mit Kräften, die an den physischen Leib gebunden sind.

[ 20 ] We live in a special age in which [one] sees the end of the second millennium approaching. The third millennium will herald a repetition of the Abrahamic era—very slowly and gradually—but it will be characterized by the fact that the Abrahamic event will occur in reverse. What was once found only in ecstasy was experienced by Abraham as self-awareness. Human beings will have to acquire the ancient clairvoyant abilities in addition to these capabilities. Through Abraham’s mission, that which was formerly experienced directly has flowed into the brain. Human beings will have to step outside the immediate sphere of their consciousness—while preserving this consciousness—toward a spiritual knowledge involving powers bound to the physical body.

[ 21 ] In gewisser Beziehung führt sich eine Entscheidung herbei für die Erkenntnis des dritten Jahrtausends [dadurch], dass wir jetzt selber in einer wichtigen Zeitepoche stehen. Das Kali Yuga war 1899 abgelaufen. Jetzt gehen wir der Entwicklung ganz neuer Fähigkeiten entgegen.

[ 21 ] In a certain sense, the realization of the third millennium is brought about by the fact that we ourselves are now living in a significant era. The Kali Yuga ended in 1899. We are now moving toward the development of entirely new abilities.

[ 22 ] Die Menschheit läuft in zwei Strömungen. Die eine geht durch die Mysterien, [die] alten nicht, die heutigen. Durch diese Strömung hat sich der Mensch anzueignen, die Fähigkeiten hinaufzuentwickeln zu hellsichtiger Anschauung. Ohne diesen Weg kann die Menschheit nicht sein, weil ohne ihn keine Orientierung möglich wäre. Daneben geht eine andre Strömung, innerhalb welcher die Menschheit sich auf naturgemäße Weise ändert.

[ 22 ] Humanity is moving in two currents. One flows through the mysteries—not the ancient ones, but the present-day ones. Through this current, human beings must acquire and develop the abilities necessary for clairvoyant perception. Humanity cannot exist without this path, because without it, no orientation would be possible. Alongside this runs another current, within which humanity changes in a natural way.

[ 23 ] Man muss durchaus ins Auge fassen, dass diese zwei Strömungen vorhanden sind. Alle Seelen, die heute hier sind, waren auch früher vorhanden. Wenn eine Seele im alten Ägypten durch die Geburt ins Dasein trat, erlebte sie etwas ganz Bestimmtes und musste etwas Bestimmtes erleben. Man kann in einem spätern Zeitalter nicht das wiedererleben, was man früher hätte erleben müssen.

[ 23 ] One must certainly take into account that these two currents exist. All souls who are here today also existed in the past. When a soul entered into existence through birth in ancient Egypt, it experienced something very specific and had to experience something specific. One cannot relive in a later age what one should have experienced in the past.

[ 24 ] Sie werden sagen: Das ist ja etwas furchtbar Entmutigendes. Was versäumt ist, wäre ja unwiederbringlich verloren. Jetzt kommt man zur Erkenntnis und kann es doch gar nicht mehr ändern. — Es ist dies so, weil durch alle früheren Inkarnationen die Menschen eigentlich gar nicht in der Lage waren, etwas zu versäumen. Jetzt erst fängt die Zeit an, früher wurden die Menschen von der geistigen Welt aus geführt. In den Zeitaltern, die dem Kali Yuga vorangegangen sind, wirkten die alten Impulse noch nach. Jetzt wird [der Mensch] frei, er muss in die Hand nehmen [seine] eigene Entwicklung; in dem Zeitalter, wo es dem Menschen erst möglich wird, etwas zu versäumen, wird auch dafür gesorgt, dass die Menschen sich bewusst werden, dass sie nichts versäumen dürfen. Immer freier wird der Mensch bei jeder Inkarnation. Man erlebt zwei bis drei Inkarnationen in einer solchen Zeit, und erst die fünfte ist so weit, dass es unwiederbringlich verloren ist. Wer heute nicht zur Theosophie herankommt, ohne ein Bewusstsein [zu] erringen, der wird in der nächsten oder der zweitnächsten Inkarnation das empfangen können. Ein Beispiel, das zeigt, wie es wahr ist, dass es nicht genügt, allgemeine Wahrheiten mitzuteilen, sondern das notwendig sind Individualitäten, die die gesamte Lage beurteilen können. — Die wissen, dass jetzt eine neue Zeit beginnt zu der Menschheit Heil und Fortentwicklung. Für jede Zeit ist es notwendig, die besondere Form der Worte zu finden. Wir müssen noch erkennen, wie diese Fähigkeiten der Menschen sich weiterentwickeln. Diese Fähigkeiten, in die die Menschen hineinwachsen werden, werden darin zu suchen sein, dass die Menschen zu den alten Seelenfähigkeiten neue entwickeln, nämlich ätherisches Hellsehen. Eine bestimmte Anzahl von Menschen wird auf der Erde herumwandeln, [und in der Lage sein], durch die natürliche Entwicklung nicht nur den physischen Leib, sondern auch den Ätherleib zu sehen. Diese Fähigkeit schwand mit dem Herankommen von Kali Yuga. Sie beginnt wieder.

[ 24 ] You will say: That is terribly discouraging. What has been missed would be irretrievably lost. Now that one has come to this realization, it is no longer possible to change anything. — This is so because, throughout all their previous incarnations, human beings were actually not in a position to miss out on anything. Only now is this era beginning; in the past, human beings were guided by the spiritual world. In the ages that preceded the Kali Yuga, the old impulses were still at work. Now [human beings] are becoming free; they must take charge of [their] own development; in the age when it first becomes possible for human beings to miss out on something, care is also taken to ensure that they become aware that they must not miss out on anything. With each incarnation, human beings become increasingly free. One experiences two to three incarnations during such a time, and only by the fifth is the point reached where what has been missed is irretrievably lost. Anyone who cannot approach Theosophy today without attaining a certain level of consciousness will be able to receive it in their next or the one after that incarnation. An example that shows how true it is that it is not enough to communicate general truths, but that individuals capable of assessing the entire situation are necessary. — They know that a new era is now beginning, one that will bring salvation and further development to humanity. For every era, it is necessary to find the appropriate form of expression. We must yet recognize how these human abilities will continue to develop. These abilities, into which people will grow, will be found in the fact that people will develop new abilities alongside the old soul abilities—namely, etheric clairvoyance. A certain number of people will walk the Earth, [and be able], through natural development, to see not only the physical body but also the etheric body. This ability waned with the advent of Kali Yuga. It is beginning again.

[ 25 ] Zweit[ens] /?}: Wenn die Menschen sich ein genügendes Verständnis erworben haben, dann werden sie das zur rechten Zeit beurteilen können, was wirklich kommt. Sie werden wissen, wie es sich damit verhält, wenn jemand sagt, er sieht etwas, was den physischen Leib durchdringt. Wir treiben Theosophie, weil wir die Verantwortlichkeit fühlen, dass wir den Menschen das verständlich machen müssen. Es könnte auch sein, dass die Menschen im materialistischen Sumpf stecken bleiben, dann würde das eintreten, dass diejenigen, die auf so etwas sehen, als kranke Menschen angesehen werden. Sie werden zertreten werden von der materialistischen Anschauung.

[ 25 ] Second[ly] /?}: Once people have acquired a sufficient understanding, they will be able to judge at the right time what is really happening. They will know how to interpret it when someone says they see something that penetrates the physical body. We practice Theosophy because we feel a responsibility to make this understandable to people. It could also be that people remain stuck in the quagmire of materialism; if that were to happen, those who perceive such things would be regarded as sick. They will be trampled underfoot by the materialistic worldview.

[ 26 ] Die Prophetie wird falsch sein, wenn diese Fähigkeiten unberücksichtigt werden. Es hängt von den Menschen ab, wie sie ein Ereignis empfangen und verstehen können, wenn die Menschen sich Verständnis erwerben werden des Erlebens, das noch in der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts als eine natürliche Eigenschaft der Menschen [sich] entwickelt. Die ersten Untergründe der Einweihung werden sich natürlich entwickeln. Die ersten, die ohne Initiation dies erhalten werden, werden sich zeigen zwischen 1930, -40, -50. So zeigt sich der Fortschritt. Für diejenigen, welche in so früher Zeit, welche in so früher Zeit das noch nicht erleben können, ergibt sich die Möglichkeit, es in den nächsten 2500 Jahren zu erlangen. In dieser Zeit wird eine genügend große Zahl, wenn die Menschheit sich würdig erweist, diese Fähigkeit erworben [haben]. Es ist gleichgültig, ob man lebt in dem Leben zwischen Geburt und Tod oder auch in der Zeit zwischen Tod und einer neuen Geburt. Denn dies Ereignis bedeutet etwas sehr Wichtiges. Die Menschen werden erleben eine Erneuerung des Ereignisses von Damaskus und immer mehr werden es erleben in den nächsten 2500 Jahren. Am Beginn war der Christus physisch inkarniert, jetzt steigen die Fähigkeiten des Menschen hinauf, und er kann den Christus mit höher entwickelten Fähigkeiten wahrnehmen. Einmal war Christus physisch inkarniert, seit der Zeit sieht der Initiierte ihn in seinem Ätherleib. Wenn dieses Ereignis eintritt, wenn das Hineinleuchten des Christus in unsere Erde [ein]tritt, dann bedeutet das nicht nur etwas für die Zeit zwischen Geburt und Tod, sondern wie dazumal der Christus hinunterstieg zu den Seelen, die zwischen Tod und einer neuen Geburt waren, so erstreckt sich das Ereignis, das wir als das Christusereignis des 20. Jahrhunderts bezeichnen — wird er hinabsteigen zu denen, die sich das Verständnis dafür in der physischen Welt erworben haben.

[ 26 ] The prophecy will be wrong if these abilities are not taken into account. It depends on people how they can receive and understand an event once they acquire an understanding of the experience that is still developing in the first half of our century as a natural human characteristic. The first foundations of initiation will develop naturally. The first people to receive this without initiation will emerge between 1930, 1940, and 1950. This is how progress manifests itself. For those who cannot yet experience this at such an early time, the opportunity to attain it will arise over the next 2,500 years. During this time, a sufficiently large number—if humanity proves itself worthy—will have acquired this ability. It makes no difference whether one is living in the life between birth and death or in the time between death and a new birth. For this event signifies something very important. People will experience a renewal of the Damascus event, and more and more will experience it over the next 2,500 years. In the beginning, the Christ was physically incarnated; now human capacities are rising, and people can perceive the Christ with more highly developed faculties. Once the Christ was physically incarnated; since that time, the initiate has seen him in his etheric body. When this event occurs—when the Christ’s light shines into our Earth [begins], then this signifies not only something for the time between birth and death; rather, just as Christ once descended to the souls who were between death and a new birth, so too does the event we call the Christ event of the 20th century extend—He will descend to those who have acquired an understanding of it in the physical world.

[ 27 ] Ist ein Mensch, der verständnislos vorübergegangen, so bringt er sich die Möglichkeit des Christusverständnisses nicht mit und er muss warten, bis er sich in einer neuen Inkarnation vorbereiten kann. Das Verständnis muss hier erschlossen werden. Das Leben hier ist wichtig.

[ 27 ] If a person has passed by without understanding, they do not carry with them the ability to understand Christ, and they must wait until they can prepare themselves in a new incarnation. This understanding must be gained here. Life here is important.

[ 28 ] Dieses Verständnis ist sozusagen das letzte, was wir uns aneignen müssen aus dem Kali-Yuga-Zeitalter durch das Gehirn. Es wird ein eigentümlicher Zeitpunkt sein, in dem das Wiederschauen des Christus eintritt im 20. Jahrhundert. Den Menschen entschwinden nach und nach die äußeren christlichen Urkunden. Von allen Seiten wird gearbeitet, die Urkunden zu zerpflücken und den Christus überhaupt zu leugnen. Kurzsichtig sind diejenigen, die da glauben, das Alte bewahren zu können. Mit einer riesigen Schnelligkeit wird sich verbreiten bei der sogenannten aufgeklärten Menschheit die Anschauung, dass die [Wahrheit der] Evangelien nicht festzustellen ist [Lücke]. Die sich dagegen sträuben, die da sagen: Bleibt [der] Mensch stehen mit der Theosophie [Lücke?], sind so kurzsichtig wie möglich.

[ 28 ] This understanding is, so to speak, the last thing we must assimilate from the Kali Yuga era through our minds. It will be a peculiar moment when the reappearance of Christ occurs in the 20th century. The external Christian documents are gradually disappearing from people’s lives. Efforts are being made from all sides to pick apart these texts and to deny the existence of Christ altogether. Those who believe they can preserve the old ways are short-sighted. With tremendous speed, the view that the [truth of] the Gospels cannot be established [gap] will spread among so-called enlightened humanity. Those who resist this, who say, “Let humanity remain with theosophy [gap?], are as short-sighted as can be.

[ 29 ] Ist so die Krisis aufs Höchste gekommen, dann wird der Christus da sein vor den Menschen. Dann werden [für] sie keine Urkunden da sein und nicht mehr nötig sein. Wie vieles ein Unglaubliches war, so werden es die Menschen werden; wie vieles ein Glaubliches wurde durch das Anschauen, so werden die Menschen ohne historische Urkunden wissen, was Christus ist, die ihn im Hellsehen wahrnehmen werden. Die Theosophen werden geprüft werden in diesem Zeitalter. Es wird der Fall sein, dass in den nächsten Jahrzehnten einfach alles verkündigt werden [wird], und die Materialisten werden nichts anderes glauben können. [2 Leerseiten] Es muss ein sinnliches Wahrnehmen sein. Es wird sich eindrängen der Glaube an ein leibliches Wiederkommen. Ob sie reif sein werden, an das Geistige zu glauben, oder ob sie es nur glauben werden, wenn es ihnen in fleischlicher Gestalt entgegentritt? Besetzen werden eine Anzahl von Menschen den Glauben an die Wiederkunft des Christus und sich als falsche Messiasse in die Welt hineinstellen.

[ 29 ] When the crisis has reached its peak, the Christ will be present before humanity. Then there will be no documents [for] them, nor will they be necessary anymore. Just as many things were once unbelievable, so too will people become; just as many things became believable through observation, so too will people—without historical records—know what Christ is, perceiving him through clairvoyance. Theosophists will be put to the test in this age. It will be the case that in the coming decades, simply everything will be proclaimed, and the materialists will be unable to believe anything else. [2 blank pages] It must be a sensory perception. Belief in a physical return will take hold. Will they be ready to believe in the spiritual, or will they believe it only when it appears before them in physical form? A number of people will embrace the belief in the return of Christ and present themselves to the world as false messiahs.

[ 30 ] Der Mensch muss jetzt bewusst seine Entwicklung in die Hand nehmen können. Es hat oft schon falsche Messiasse gegeben, sie fanden alle Glauben. Damals ging es noch ohne besonderen Schaden für die Menschheit ab, weil der Mensch noch nicht selbst sein Schicksal in der Hand [hatte]. Jetzt muss er lernen, das Wirkliche zu unterscheiden von der Maja.

[ 30 ] Humanity must now be able to consciously take control of its own development. There have often been false messiahs in the past, and people believed in them all. Back then, this happened without causing any particular harm to humanity, because people did not yet hold their own destiny in their hands. Now they must learn to distinguish reality from maya.

[ 31 ] Das Zeitalter, wo der Christus als ätherische Wesenheit erscheinen wird, ist die Zeit, wo das erste ätherische Hellsehen sich zeigt und sich [Stenogramm bricht ab.]

[ 31 ] The age in which the Christ will appear as an etheric being is the time when the first etheric clairvoyance manifests itself and /Stenogram breaks off.]