The Essence of Anthroposophy
within the World Of Sense, Soul And Spirit
GA 68b
3 February 1906, Hamburg
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Der Kreislauf des Menschen
6. Die Drei Welten
6. Die Drei Welten
[ 1 ] Verehrte Anwesende! Wer eine Wolke oder überhaupt den bewölkten Himmel betrachtet, der ahnt nicht, dass im nächsten Augenblick der Blitz aus der Wolke hervorzuckt und der Donner grollt. Blitz und Donner sind Erscheinungen, die in der Wolke verborgen sind. — Das ist ein Bild für die Dinge um uns herum; da ist auch vieles verborgen, was herauserweckt werden kann aus seinem Schlummer.
[ 1 ] Verehrte Anwesende! Wer eine Wolke oder überhaupt den bewölkten Himmel betrachtet, der ahnt nicht, dass im nächsten Augenblick der Blitz aus der Wolke hervorzuckt und der Donner grollt. Blitz und Donner sind Erscheinungen, die in der Wolke verborgen sind. — Das ist ein Bild für die Dinge um uns herum; da ist auch vieles verborgen, was herauserweckt werden kann aus seinem Schlummer.
[ 2 ] Dieses Verborgene will ich jetzt versuchen zu charakterisieren. Es ist das, was man in der Theosophie die drei Welten nennt. Diese drei Welten sind nicht voneinander getrennt, sondern sie ruhen ineinander; sie sind innerhalb dieser unserer Welt vorhanden, aber sie treten nur unter besonderen Umständen hervor. Die physische Welt ist für den normalen Menschen sichtbar, hörbar, fühlbar und so weiter. Die zwei anderen Welten ruhen in der physischen Welt verborgen; sie können aber herausgeholt werden.
[ 2 ] Dieses Verborgene will ich jetzt versuchen zu charakterisieren. Es ist das, was man in der Theosophie die drei Welten nennt. Diese drei Welten sind nicht voneinander getrennt, sondern sie ruhen ineinander; sie sind innerhalb dieser unserer Welt vorhanden, aber sie treten nur unter besonderen Umständen hervor. Die physische Welt ist für den normalen Menschen sichtbar, hörbar, fühlbar und so weiter. Die zwei anderen Welten ruhen in der physischen Welt verborgen; sie können aber herausgeholt werden.
[ 3 ] Ein oft angewandtes Bild kann uns klarmachen, wie das gemeint ist. Denken wir uns einen Blindgeborenen, dem die Augen aufgetan werden und der nun sehen kann. Bisher hat er sich herumgefühlt; nun ist er operiert und kann sehen. Dieselben Gegenstände, deren Eigenschaften er früher nur durch Tasten erforschen konnte, bekommen, seit sein Auge dem Licht erschlossen ist, Glanz und Farbe. In diesem Sinne redet man von höheren Welten. Sie sind da, aber der höhere Sinn, die geistigen Augen müssen dem Menschen erst geöffnet werden, ehe sie sich ihm erschließen.
[ 3 ] Ein oft angewandtes Bild kann uns klarmachen, wie das gemeint ist. Denken wir uns einen Blindgeborenen, dem die Augen aufgetan werden und der nun sehen kann. Bisher hat er sich herumgefühlt; nun ist er operiert und kann sehen. Dieselben Gegenstände, deren Eigenschaften er früher nur durch Tasten erforschen konnte, bekommen, seit sein Auge dem Licht erschlossen ist, Glanz und Farbe. In diesem Sinne redet man von höheren Welten. Sie sind da, aber der höhere Sinn, die geistigen Augen müssen dem Menschen erst geöffnet werden, ehe sie sich ihm erschließen.
[ 4 ] Ein anderer Vergleich, der hier schon öfter vorgeführt wurde: Zwei Naturforscher betrachteten in einem Aquarium drei Molukkenkrebse. Der eine war auf den Rücken gefallen und so unglücklich unter eine Eisenstange geraten, dass er nicht imstande war, sich wieder aufzuhelfen. Vergeblich bemühten sich die zwei anderen Krebse, ihrem Kameraden wieder auf die Beine zu verhelfen. Nachdem sie sich lange ohne Erfolg bemüht hatten, gingen sie fort. Die Naturforscher warteten ab, was da kommen würde. Nach einiger Zeit kamen die Krebse wieder und brachten noch zwei Brüder mit. Diesen Vieren gelang es dann mit vereinten Kräften, den Krebs wieder auf die Beine zu bringen.
[ 4 ] Ein anderer Vergleich, der hier schon öfter vorgeführt wurde: Zwei Naturforscher betrachteten in einem Aquarium drei Molukkenkrebse. Der eine war auf den Rücken gefallen und so unglücklich unter eine Eisenstange geraten, dass er nicht imstande war, sich wieder aufzuhelfen. Vergeblich bemühten sich die zwei anderen Krebse, ihrem Kameraden wieder auf die Beine zu verhelfen. Nachdem sie sich lange ohne Erfolg bemüht hatten, gingen sie fort. Die Naturforscher warteten ab, was da kommen würde. Nach einiger Zeit kamen die Krebse wieder und brachten noch zwei Brüder mit. Diesen Vieren gelang es dann mit vereinten Kräften, den Krebs wieder auf die Beine zu bringen.
[ 5 ] Ich erzähle diese Geschichte nicht, um ein Beispiel für die gegenseitige Hilfe im Tierreich zu bringen, obgleich sie ein schönes Zeugnis dafür ablegte. Sie soll uns zu einer anderen Betrachtung führen. Gesetzt, die Naturforscher hätten die Geduld verloren und hätten ins Wasser gegriffen und den Krebs wieder umgedreht; und dann denken Sie sich die Krebse mit menschlicher Intelligenz begabt, so würde sich etwa Folgendes ergeben. Die Krebsgesellschaft würde über diesen merkwürdigen Fall ihre Betrachtung anstellen. Da kämen zuerst die Krebsorthodoxen, die Konservativen; die würden sagen: Es ist ein Wunder geschehen. - Dann kämen die Krebsmonisten, die Materialisten; die sagen: Es gibt nur Krebskräfte, andere Kräfte gibt es nicht; ein höheres Eingreifen ist unmöglich. — Die müssten den Fall unerklärt lassen. Drittens kämen nun die Krebstheosophen; die würden sagen: Nein, Wunder gibt es nicht, alles beruht auf Gesetzmäßigkeit; aber es gibt auch eine höhere Gesetzmäßigkeit, die über die gewöhnliche Fassungskraft des Krebses hinausgeht. Wir Theosophen dehnen die Gesetzmäßigkeit in höhere Reiche aus über die gewöhnliche Auffassungsmöglichkeit.
[ 5 ] Ich erzähle diese Geschichte nicht, um ein Beispiel für die gegenseitige Hilfe im Tierreich zu bringen, obgleich sie ein schönes Zeugnis dafür ablegte. Sie soll uns zu einer anderen Betrachtung führen. Gesetzt, die Naturforscher hätten die Geduld verloren und hätten ins Wasser gegriffen und den Krebs wieder umgedreht; und dann denken Sie sich die Krebse mit menschlicher Intelligenz begabt, so würde sich etwa Folgendes ergeben. Die Krebsgesellschaft würde über diesen merkwürdigen Fall ihre Betrachtung anstellen. Da kämen zuerst die Krebsorthodoxen, die Konservativen; die würden sagen: Es ist ein Wunder geschehen. - Dann kämen die Krebsmonisten, die Materialisten; die sagen: Es gibt nur Krebskräfte, andere Kräfte gibt es nicht; ein höheres Eingreifen ist unmöglich. — Die müssten den Fall unerklärt lassen. Drittens kämen nun die Krebstheosophen; die würden sagen: Nein, Wunder gibt es nicht, alles beruht auf Gesetzmäßigkeit; aber es gibt auch eine höhere Gesetzmäßigkeit, die über die gewöhnliche Fassungskraft des Krebses hinausgeht. Wir Theosophen dehnen die Gesetzmäßigkeit in höhere Reiche aus über die gewöhnliche Auffassungsmöglichkeit.
[ 6 ] Machen wir uns nun klar, wovon es abhängt, diese übersinnlichen Dinge wahrzunehmen. Alle unsere Sinne sind tätig und dienen uns dazu, die Dinge um uns herum wahrzunehmen. Aber wir werden auch gewahr, dass die Sinne abnehmen, absterben, und dann hört die Wahrnehmungsfähigkeit auf; aber damit hört das Leben nicht auf. Man kann also in der Welt leben, ohne wahrzunehmen. Ob wir Dinge wahrnehmen oder nicht, hängt also davon ab, ob wir die Sinne haben, die zum Wahrnehmen nötig sind. Dies zugegeben, ist es doch nicht unannehmbar, dass wir in unzähligen Welten leben, wofür die Sinne noch nicht erweckt sind.
[ 6 ] Machen wir uns nun klar, wovon es abhängt, diese übersinnlichen Dinge wahrzunehmen. Alle unsere Sinne sind tätig und dienen uns dazu, die Dinge um uns herum wahrzunehmen. Aber wir werden auch gewahr, dass die Sinne abnehmen, absterben, und dann hört die Wahrnehmungsfähigkeit auf; aber damit hört das Leben nicht auf. Man kann also in der Welt leben, ohne wahrzunehmen. Ob wir Dinge wahrnehmen oder nicht, hängt also davon ab, ob wir die Sinne haben, die zum Wahrnehmen nötig sind. Dies zugegeben, ist es doch nicht unannehmbar, dass wir in unzähligen Welten leben, wofür die Sinne noch nicht erweckt sind.
[ 7 ] Darin besteht nun recht eigentlich die theosophische Bewegung, dass der Mensch zu diesen höheren Sinnen erweckt werden möge. Manche werden wild, wenn man ihnen von übersinnlichen Dingen redet. Sie können nicht fassen, dass man wirklich von diesen Dingen eine Anschauung gewinnen kann, dass nicht alles, was davon gesagt wird, auf Hypothese beruht. Aber man bedenkt nicht, dass es viele Dinge um uns herum gibt, die an uns spurlos vorübergehen, weil wir sie nicht erkennen.
[ 7 ] Darin besteht nun recht eigentlich die theosophische Bewegung, dass der Mensch zu diesen höheren Sinnen erweckt werden möge. Manche werden wild, wenn man ihnen von übersinnlichen Dingen redet. Sie können nicht fassen, dass man wirklich von diesen Dingen eine Anschauung gewinnen kann, dass nicht alles, was davon gesagt wird, auf Hypothese beruht. Aber man bedenkt nicht, dass es viele Dinge um uns herum gibt, die an uns spurlos vorübergehen, weil wir sie nicht erkennen.
[ 8 ] Dafür ein Beispiel: Eine berühmte Sängerin wurde in eine vornehme Gesellschaft geladen; sie kam zu spät — wie es berühmten Persönlichkeiten wohl mal passiert. Es war ihr ein Platz reserviert zwischen zwei Herren; der eine war Mendelsohn, den sie kannte und mit dem sie sich lebhaft unterhielt. Der Herr zu ihrer anderen Seite versuchte in seiner artigen, bescheidenen Weise des Öfteren, sie in das Gespräch zu ziehen; aber sie mochte ihn nicht und fragte Mendelsohn leise: Wer ist der dumme Kerl? — Der berühmte Philosoph Hegel —, war die Antwort. —- Hätte sie vorher gehört, dass sie Hegel dort treffen würde, so hätte sie alle Anstalten gemacht, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Nun hatte sie bei ihm gesessen — und hatte ihn nicht erkannt.
[ 8 ] Dafür ein Beispiel: Eine berühmte Sängerin wurde in eine vornehme Gesellschaft geladen; sie kam zu spät — wie es berühmten Persönlichkeiten wohl mal passiert. Es war ihr ein Platz reserviert zwischen zwei Herren; der eine war Mendelsohn, den sie kannte und mit dem sie sich lebhaft unterhielt. Der Herr zu ihrer anderen Seite versuchte in seiner artigen, bescheidenen Weise des Öfteren, sie in das Gespräch zu ziehen; aber sie mochte ihn nicht und fragte Mendelsohn leise: Wer ist der dumme Kerl? — Der berühmte Philosoph Hegel —, war die Antwort. —- Hätte sie vorher gehört, dass sie Hegel dort treffen würde, so hätte sie alle Anstalten gemacht, mit ihm ins Gespräch zu kommen. Nun hatte sie bei ihm gesessen — und hatte ihn nicht erkannt.
[ 9 ] Wäre es nicht möglich, dass mancher, der ausgerüstet ist mit höheren Fähigkeiten, für viele Menschen nur «der dumme Kerl» wäre? Denken wir einmal an Christus Jesus; jetzt, nach allem, was die Kirche und die Zeit aus ihm gemacht, ist es wohl leicht, ihn anzuerkennen. Aber denken Sie sich einmal, er würde heute hier in diesen Saal treten. Wer würde ihn dann erkennen?
[ 9 ] Wäre es nicht möglich, dass mancher, der ausgerüstet ist mit höheren Fähigkeiten, für viele Menschen nur «der dumme Kerl» wäre? Denken wir einmal an Christus Jesus; jetzt, nach allem, was die Kirche und die Zeit aus ihm gemacht, ist es wohl leicht, ihn anzuerkennen. Aber denken Sie sich einmal, er würde heute hier in diesen Saal treten. Wer würde ihn dann erkennen?
[ 10 ] Darum darf die Möglichkeit zugegeben werden, dass es Menschen geben kann, die mit höheren Sinnen als den gewöhnlichen ausgerüstet sind, ohne dass der gewöhnliche Alltagsmensch davon etwas wahrnimmt. Man nennt einen solchen Menschen «einen mit einem höheren Bewusstseinszustand».
[ 10 ] Darum darf die Möglichkeit zugegeben werden, dass es Menschen geben kann, die mit höheren Sinnen als den gewöhnlichen ausgerüstet sind, ohne dass der gewöhnliche Alltagsmensch davon etwas wahrnimmt. Man nennt einen solchen Menschen «einen mit einem höheren Bewusstseinszustand».
[ 11 ] Eigentlich lebt jeder Mensch in diesen verschiedenen Bewusstseinszuständen. Wir müssen uns klarmachen, dass der Mensch wirklich in verschiedenen Bewusstseinszuständen lebt. Erstens: in der physischen Welt bei Tage, da hat er im normalen Zustande das wache Tagesbewusstsein. Zweitens: der traumerfüllte Schlafzustand. Es ist nicht uninteressant, die Traumerlebnisse zu studieren. Wenn man nur einige Aufmerksamkeit darauf verwendet, so wird man eine gewisse Gesetzmäßigkeit in den Traumbildern finden. Der Traum ist ein Symboliker. Die Traumerlebnisse zeigen, dass wir es mit Rudimenten des Tagesbewusstseins zu tun haben.
[ 11 ] Eigentlich lebt jeder Mensch in diesen verschiedenen Bewusstseinszuständen. Wir müssen uns klarmachen, dass der Mensch wirklich in verschiedenen Bewusstseinszuständen lebt. Erstens: in der physischen Welt bei Tage, da hat er im normalen Zustande das wache Tagesbewusstsein. Zweitens: der traumerfüllte Schlafzustand. Es ist nicht uninteressant, die Traumerlebnisse zu studieren. Wenn man nur einige Aufmerksamkeit darauf verwendet, so wird man eine gewisse Gesetzmäßigkeit in den Traumbildern finden. Der Traum ist ein Symboliker. Die Traumerlebnisse zeigen, dass wir es mit Rudimenten des Tagesbewusstseins zu tun haben.
[ 12 ] Ich möchte das durch einige Beispiele, die, wie alle Beispiele, die ich anführe, auf wirklichen Erlebnissen beruhen, klarmachen. Jemand träumt, er habe einen Laubfrosch gefangen, lebhaft macht er die ganze Jagd durch, bis er ihn in der Hand hält. Mit dem Gefühl des Weichen, Schlüpfrigen in der Hand wacht er auf und merkt — dass er einen Zipfel seiner Bettdecke in der Hand hatte. — Da hatte das Traumbewusstsein die weiche Masse der Bettdecke versinnbildlicht und in einen Laubfrosch verwandelt.
[ 12 ] Ich möchte das durch einige Beispiele, die, wie alle Beispiele, die ich anführe, auf wirklichen Erlebnissen beruhen, klarmachen. Jemand träumt, er habe einen Laubfrosch gefangen, lebhaft macht er die ganze Jagd durch, bis er ihn in der Hand hält. Mit dem Gefühl des Weichen, Schlüpfrigen in der Hand wacht er auf und merkt — dass er einen Zipfel seiner Bettdecke in der Hand hatte. — Da hatte das Traumbewusstsein die weiche Masse der Bettdecke versinnbildlicht und in einen Laubfrosch verwandelt.
[ 13 ] Der Traum ist auch ein Dramatiker. Beispiel: Eine Frau träumt, sie sei in der Kirche, der Prediger hält eine erhebende Predigt, allmählich verwandeln sich seine erhobenen Hände zu Flügeln — sie findet das im Traum ganz natürlich —, da verwandelt sich seine erhabene Rede in ein Krähen und draußen kräht der Hahn. - Wie der Traum ein Symboliker und ein Dramatiker ist, hat Schubert in «Die Nachtseite der Natur» geschildert aus der verborgenen Seite des Menschen heraus. Heinrich von Kleist hat manche Anregung von ihm über diese Sache zu erfahren bekommen.
[ 13 ] Der Traum ist auch ein Dramatiker. Beispiel: Eine Frau träumt, sie sei in der Kirche, der Prediger hält eine erhebende Predigt, allmählich verwandeln sich seine erhobenen Hände zu Flügeln — sie findet das im Traum ganz natürlich —, da verwandelt sich seine erhabene Rede in ein Krähen und draußen kräht der Hahn. - Wie der Traum ein Symboliker und ein Dramatiker ist, hat Schubert in «Die Nachtseite der Natur» geschildert aus der verborgenen Seite des Menschen heraus. Heinrich von Kleist hat manche Anregung von ihm über diese Sache zu erfahren bekommen.
[ 14 ] Drittens: der Bewusstseinszustand des traumlosen, bewusstlosen Schlafes. Jeder wird zugeben, dass der Mensch vorhanden ist, auch wenn er im Schlafe ohne Bewusstsein daliegt, dass er nicht abends vergeht und morgens wieder entsteht. Und doch nimmt sein Bewusstsein nichts von dem wahr, was um ihn herum vorgeht. Diese drei Bewusstseinszustände verändern sich wesentlich, wenn der Mensch eine seelische, geistige Entwicklung durchmacht. Dann wird der Gottesmensch in ihm erweckt. Er lernt, die seelischen Vorgänge wahrzunehmen. Es bilden sich bei ihm unter Beihilfe höherer, vollkommenerer Menschen seelische Organe aus, die die beiden erst bezeichneten Bewusstseinszustände verändern, sodass der Mensch nicht nur huschende Bilder wahrnimmt, sondern dass sich ihm eine neue Welt auftut, die in Sinnbildern zu ihm spricht. Es genügt nicht, dass der Mensch nur im Traum bewusst ist, er lernt nun auch, das Traumbewusstsein in das Tagesbewusstsein hereinzuholen, und dadurch wird sich alles Unregelmäßige regeln. Aus den wirren Träumen werden allmählich klare Sinnbilder. Wenn man Anleitung bekommt, lernt man auch, diese Sinnbilder zu verstehen. Etwas Wirkliches mag dann wohl auch auftreten. Es kann zum Beispiel auftreten, dass der Schüler träumt von etwas Hässlichem, was mit einem bestimmten Freund zusammenhängt, das bewegt ihn; er erfährt, dass der Freund schmerzlich erkrankt ist. Ein wirklicher Zustand hat sich in dem hässlichen Traum ausgedrückt.
[ 14 ] Drittens: der Bewusstseinszustand des traumlosen, bewusstlosen Schlafes. Jeder wird zugeben, dass der Mensch vorhanden ist, auch wenn er im Schlafe ohne Bewusstsein daliegt, dass er nicht abends vergeht und morgens wieder entsteht. Und doch nimmt sein Bewusstsein nichts von dem wahr, was um ihn herum vorgeht. Diese drei Bewusstseinszustände verändern sich wesentlich, wenn der Mensch eine seelische, geistige Entwicklung durchmacht. Dann wird der Gottesmensch in ihm erweckt. Er lernt, die seelischen Vorgänge wahrzunehmen. Es bilden sich bei ihm unter Beihilfe höherer, vollkommenerer Menschen seelische Organe aus, die die beiden erst bezeichneten Bewusstseinszustände verändern, sodass der Mensch nicht nur huschende Bilder wahrnimmt, sondern dass sich ihm eine neue Welt auftut, die in Sinnbildern zu ihm spricht. Es genügt nicht, dass der Mensch nur im Traum bewusst ist, er lernt nun auch, das Traumbewusstsein in das Tagesbewusstsein hereinzuholen, und dadurch wird sich alles Unregelmäßige regeln. Aus den wirren Träumen werden allmählich klare Sinnbilder. Wenn man Anleitung bekommt, lernt man auch, diese Sinnbilder zu verstehen. Etwas Wirkliches mag dann wohl auch auftreten. Es kann zum Beispiel auftreten, dass der Schüler träumt von etwas Hässlichem, was mit einem bestimmten Freund zusammenhängt, das bewegt ihn; er erfährt, dass der Freund schmerzlich erkrankt ist. Ein wirklicher Zustand hat sich in dem hässlichen Traum ausgedrückt.
[ 15 ] So eröffnet sich dem Träumenden allmählich eine neue Welt, und er lernt, diese seelische Welt in die gewöhnliche Welt mit hineinzunehmen. Auch bei den Mitmenschen nimmt er das Seelische wahr. Er nimmt auch seelischgeistige Wesenheiten wahr, die er sonst für gewöhnlich nicht gesehen hat.
[ 15 ] So eröffnet sich dem Träumenden allmählich eine neue Welt, und er lernt, diese seelische Welt in die gewöhnliche Welt mit hineinzunehmen. Auch bei den Mitmenschen nimmt er das Seelische wahr. Er nimmt auch seelischgeistige Wesenheiten wahr, die er sonst für gewöhnlich nicht gesehen hat.
[ 16 ] Die Welt, die dem Menschen neu aufgeht, ist die «astralische». Wie der Blitz und der Donner aus der Wolke hervorquellen, so treten die Dinge hervor, wenn die astralen Sinne erweckt sind. Warum wird diese Welt die astralische Welt genannt? Diejenigen, die nur ein Sechzehntel davon verstehen, haben viel an dem Namen gemäkelt. Die Menschen, die von jeher Theosophen waren, die alten Mystiker, haben diesen Namen mit gutem Grund gebraucht. Was ist die astrale Welt? Sie ist ein Ausdruck der seelischen Welt.
[ 16 ] Die Welt, die dem Menschen neu aufgeht, ist die «astralische». Wie der Blitz und der Donner aus der Wolke hervorquellen, so treten die Dinge hervor, wenn die astralen Sinne erweckt sind. Warum wird diese Welt die astralische Welt genannt? Diejenigen, die nur ein Sechzehntel davon verstehen, haben viel an dem Namen gemäkelt. Die Menschen, die von jeher Theosophen waren, die alten Mystiker, haben diesen Namen mit gutem Grund gebraucht. Was ist die astrale Welt? Sie ist ein Ausdruck der seelischen Welt.
[ 17 ] Was körperlich an mir ist, die Knochen, die Muskeln, die Haut, das bildet den physischen Leib. Was seelisch an mir ist, meine Instinkte, Leidenschaften und Begierden, ist ebenso da wie meine Hand und mein Kopf. Diese [seelischen Eigenschaften] bilden den Astralleib.
[ 17 ] Was körperlich an mir ist, die Knochen, die Muskeln, die Haut, das bildet den physischen Leib. Was seelisch an mir ist, meine Instinkte, Leidenschaften und Begierden, ist ebenso da wie meine Hand und mein Kopf. Diese [seelischen Eigenschaften] bilden den Astralleib.
[ 18 ] Ein Mensch steht vor mir. Ich sehe seine Gestalt, sein Haar, sein Gesicht, seine Haut; aber ebenso wirklich wie dieser sichtbare Mensch sind seine Wünsche und Begierden, Instinkte und Leidenschaften auch vor mir, sie sind für die astralische Welt ebenso wirklich wie der sichtbare Körper für die physische Welt. Man solle ihn Triebkörper nennen, hat man gemeint; aber das taugt nicht besser; es könnte zu der irrigen Meinung der Materialisten führen, die da meinen, dass die Triebe von dem physischen Leibe ausgehen. Bevor der Mensch geboren war, war das Seelische des Menschen da, das sich in den Leib verkörpert hat. Die Triebe, Instinkte, Leidenschaften und so weiter waren da, und sie sind es, die den physischen Körper gestaltet haben. So können wir auf die Frage, woher der physische Körper kommt, eine ganz bestimmte Antwort geben.
[ 18 ] Ein Mensch steht vor mir. Ich sehe seine Gestalt, sein Haar, sein Gesicht, seine Haut; aber ebenso wirklich wie dieser sichtbare Mensch sind seine Wünsche und Begierden, Instinkte und Leidenschaften auch vor mir, sie sind für die astralische Welt ebenso wirklich wie der sichtbare Körper für die physische Welt. Man solle ihn Triebkörper nennen, hat man gemeint; aber das taugt nicht besser; es könnte zu der irrigen Meinung der Materialisten führen, die da meinen, dass die Triebe von dem physischen Leibe ausgehen. Bevor der Mensch geboren war, war das Seelische des Menschen da, das sich in den Leib verkörpert hat. Die Triebe, Instinkte, Leidenschaften und so weiter waren da, und sie sind es, die den physischen Körper gestaltet haben. So können wir auf die Frage, woher der physische Körper kommt, eine ganz bestimmte Antwort geben.
[ 19 ] Vergegenwärtigen wir uns ein Glas Wasser, in dem ein Stück Eis schwimmt. Eis ist Wasser. Es ist aus dem Wasser durch Abkühlung entstanden. So ungefähr können wir uns den Prozess vorstellen. Das Astralische verhält sich zu dem Physischen wie das Wasser zum Eis. Eis ist verdichtetes Wasser. Das Physische ist die verdichtete astrale Substanz. Da haben wir die Beziehung zwischen dem Begierden-Leib und dem physischen Leib. Gleich wie das Wasser sich zu Schneeflocken kristallisiert, so sind alle Welten durch Kristallisations-Prozesse entstanden. So ist auch unsere sichtbare Welt aus der astralen entstanden. Goethe kannte diesen Prozess und kündet uns davon in den Worten, die der Weltengeist spricht:
[ 19 ] Vergegenwärtigen wir uns ein Glas Wasser, in dem ein Stück Eis schwimmt. Eis ist Wasser. Es ist aus dem Wasser durch Abkühlung entstanden. So ungefähr können wir uns den Prozess vorstellen. Das Astralische verhält sich zu dem Physischen wie das Wasser zum Eis. Eis ist verdichtetes Wasser. Das Physische ist die verdichtete astrale Substanz. Da haben wir die Beziehung zwischen dem Begierden-Leib und dem physischen Leib. Gleich wie das Wasser sich zu Schneeflocken kristallisiert, so sind alle Welten durch Kristallisations-Prozesse entstanden. So ist auch unsere sichtbare Welt aus der astralen entstanden. Goethe kannte diesen Prozess und kündet uns davon in den Worten, die der Weltengeist spricht:
In Lebensfluten, im Tatensturm
Wall ich auf und ab,
Webe hin und her,
Geburt und Grab,
Ein ewiges Meer,
Ein wechselnd Weben,
Ein glühend Leben.
So schaff ich am sausenden Webstuhl der Zeit
Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid!
In Lebensfluten, im Tatensturm
Wall ich auf und ab,
Webe hin und her,
Geburt und Grab,
Ein ewiges Meer,
Ein wechselnd Weben,
Ein glühend Leben.
So schaff ich am sausenden Webstuhl der Zeit
Und wirke der Gottheit lebendiges Kleid!
[ 20 ] Wie unsere Erde aus dem Astralstoff, der sie umgibt, entstanden ist und aus diesem besteht, so bestehen der Astralstoff und die übrigen Stoffe aus denselben Stoffen wie die ganze Sternenwelt. Der physische Stoff der Erde ist verwandt mit den physischen Stoffen der Sternenwelt, der Astralstoff mit dem Astralstoff derselben und so weiter. Die Astralmaterie durchdringt alles. Das Mineral enthält Kräfte und Stoffe. Auch die Pflanze besitzt Stoffe und Kräfte und — Leben. Das Tier empfindet und fühlt, aber mehr unbewusst. Der Mensch endlich, der noch das Tier in sich hat, bekommt es bewusst in seine Gewalt und erhebt sich dadurch über das Tier. Er ist gleichsam eine Zusammenfassung aller physischen Reiche und hat von allen den Extrakt in sich.
[ 20 ] Wie unsere Erde aus dem Astralstoff, der sie umgibt, entstanden ist und aus diesem besteht, so bestehen der Astralstoff und die übrigen Stoffe aus denselben Stoffen wie die ganze Sternenwelt. Der physische Stoff der Erde ist verwandt mit den physischen Stoffen der Sternenwelt, der Astralstoff mit dem Astralstoff derselben und so weiter. Die Astralmaterie durchdringt alles. Das Mineral enthält Kräfte und Stoffe. Auch die Pflanze besitzt Stoffe und Kräfte und — Leben. Das Tier empfindet und fühlt, aber mehr unbewusst. Der Mensch endlich, der noch das Tier in sich hat, bekommt es bewusst in seine Gewalt und erhebt sich dadurch über das Tier. Er ist gleichsam eine Zusammenfassung aller physischen Reiche und hat von allen den Extrakt in sich.
[ 21 ] Die Materialisten behaupten, dass die Instinkte aus dem Physischen hervorgegangen seien. Die Theosophie behauptet das Gegenteil. Unser Begierdenleib ist verwandt mit der Begierdenwelt um uns her.
[ 21 ] Die Materialisten behaupten, dass die Instinkte aus dem Physischen hervorgegangen seien. Die Theosophie behauptet das Gegenteil. Unser Begierdenleib ist verwandt mit der Begierdenwelt um uns her.
[ 22 ] Drittens, das traumlose Bewusstsein: Immer höher und höher entwickelt sich das Bewusstsein des Menschen. Dann treten aus der dunklen Nacht heraus nicht nur das Traumbewusstsein, sondern es tritt etwas Neues heraus, was nicht zu vergleichen ist mit Lichtbildern. Es redet gleichsam in Tönen zu dem Menschen. Dieses Tönen der höheren geistigen Welt war den Pythagoräern wohl bekannt; sie nannten es «die Harmonie der Sphären» oder «Sphärenmusik». Goethe erzählt uns auch davon in seinem «Faust». Der «Prolog im Himmel» führt uns in diese dritte Welt hinein. Was Goethe uns da vorführt, ist nicht nur ein dichterisches Bild, sondern Wirklichkeit. — Da singt der Erzengel Raphael:
[ 22 ] Drittens, das traumlose Bewusstsein: Immer höher und höher entwickelt sich das Bewusstsein des Menschen. Dann treten aus der dunklen Nacht heraus nicht nur das Traumbewusstsein, sondern es tritt etwas Neues heraus, was nicht zu vergleichen ist mit Lichtbildern. Es redet gleichsam in Tönen zu dem Menschen. Dieses Tönen der höheren geistigen Welt war den Pythagoräern wohl bekannt; sie nannten es «die Harmonie der Sphären» oder «Sphärenmusik». Goethe erzählt uns auch davon in seinem «Faust». Der «Prolog im Himmel» führt uns in diese dritte Welt hinein. Was Goethe uns da vorführt, ist nicht nur ein dichterisches Bild, sondern Wirklichkeit. — Da singt der Erzengel Raphael:
Die Sonne tönt nach alter Weise
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.
Die Sonne tönt nach alter Weise
In Brudersphären Wettgesang,
Und ihre vorgeschriebne Reise
Vollendet sie mit Donnergang.
[ 23 ] Was da tönt, ist nicht die physische Sonne. Diese physische Sonne ist nur der Leib für den Sonnengeist. Dieses «Tönen» wird von den höher entwickelten Menschen wahrgenommen. Aus dem dunklen Tiefschlaf «tönt» es zu ihm herauf. Das meint Goethe, wenn er sagt «die Sonne tönt». Er bleibt bei diesem Bilde. Im zweiten Teil des «Faust» heißt es:
[ 23 ] Was da tönt, ist nicht die physische Sonne. Diese physische Sonne ist nur der Leib für den Sonnengeist. Dieses «Tönen» wird von den höher entwickelten Menschen wahrgenommen. Aus dem dunklen Tiefschlaf «tönt» es zu ihm herauf. Das meint Goethe, wenn er sagt «die Sonne tönt». Er bleibt bei diesem Bilde. Im zweiten Teil des «Faust» heißt es:
Tönend wird für Geistesohren
Schön der neue Tag gebören:;
Tönend wird für Geistesohren
Schön der neue Tag gebören:;
[ 24 ] Diese dritte Welt ist die mentale Welt, die geistige Welt. Sie kann im wahren Zustand bei richtiger Konzentration wahrgenommen werden. Hat der Mensch diese Stufe erreicht, so weiß er, dass der bloße Gedanke etwas Wirkliches ist. Der Himmel — Devachan — kann hervorgezaubert werden.
[ 24 ] Diese dritte Welt ist die mentale Welt, die geistige Welt. Sie kann im wahren Zustand bei richtiger Konzentration wahrgenommen werden. Hat der Mensch diese Stufe erreicht, so weiß er, dass der bloße Gedanke etwas Wirkliches ist. Der Himmel — Devachan — kann hervorgezaubert werden.
[ 25 ] Man nennt diesen Zustand die Kontinuität des Bewusstseins. Wenn das Ohr für dieses Tönen erschlossen ist, so erschließt sich dem Menschen die eigentliche geistige Welt, die Welt des Geistes. Ebenso, wie der Mensch Pflanze, Tier und Mineral ist, so ist er auch astral und mental; es ist für ihn möglich, ganz in seinem Innern, im Geiste zu leben.
[ 25 ] Man nennt diesen Zustand die Kontinuität des Bewusstseins. Wenn das Ohr für dieses Tönen erschlossen ist, so erschließt sich dem Menschen die eigentliche geistige Welt, die Welt des Geistes. Ebenso, wie der Mensch Pflanze, Tier und Mineral ist, so ist er auch astral und mental; es ist für ihn möglich, ganz in seinem Innern, im Geiste zu leben.
[ 26 ] Der Mensch lebt in den drei Welten. Bei Tage lebt er im physischen Bewusstsein. Nachts im Schlafe nimmt er zunächst nichts von dem wahr, was für seine Sinne wahrnehmbar ist. Wie kommt das, dass der Mensch im Schlaf unbewusst ist? Das hat seinen ganz bestimmten Grund. Der Mensch teilt sein Wesen auf. Am Tage verbraucht der Mensch die Kräfte des physischen und des Ätherkörpers. Aus diesen beiden Körpern werden die Kräfte entnommen für das wache Tagesbewusstsein. Diese Kräfte müssen erneuert werden; das macht er im Schlaf; da verwendert der eigentliche Mensch seinen Astral- und Mental-Leib mit ihren Kräften dazu, um an dem physischen Körper zu arbeiten.
[ 26 ] Der Mensch lebt in den drei Welten. Bei Tage lebt er im physischen Bewusstsein. Nachts im Schlafe nimmt er zunächst nichts von dem wahr, was für seine Sinne wahrnehmbar ist. Wie kommt das, dass der Mensch im Schlaf unbewusst ist? Das hat seinen ganz bestimmten Grund. Der Mensch teilt sein Wesen auf. Am Tage verbraucht der Mensch die Kräfte des physischen und des Ätherkörpers. Aus diesen beiden Körpern werden die Kräfte entnommen für das wache Tagesbewusstsein. Diese Kräfte müssen erneuert werden; das macht er im Schlaf; da verwendert der eigentliche Mensch seinen Astral- und Mental-Leib mit ihren Kräften dazu, um an dem physischen Körper zu arbeiten.
[ 27 ] Der Mensch, der sich höher entwickeln will, muss besondere moralische Eigenschaften erwerben, wodurch er die Arbeit des Astral- und Mental-Körpers überflüssig machen kann.
[ 27 ] Der Mensch, der sich höher entwickeln will, muss besondere moralische Eigenschaften erwerben, wodurch er die Arbeit des Astral- und Mental-Körpers überflüssig machen kann.
[ 28 ] Wie kann der Mensch dieses ermöglichen? Wenn er den «Chelapfad» betritt, von dem hier schon ausführlich gesprochen worden ist. Über die Eigenschaften, die notwendig sind als Vorbereitung zu diesem Pfad, ist ja schon oft hier geredet worden. Die erste Hauptbedingung ist die Kontrolle der Gedanken; man darf sie nicht irrlichtelieren lassen; dann Kontrolle der Leidenschaften und Begierden, eine große Gelassenheit und so fort. Wenn das alles erlJangt ist, nach jahrelanger Übung, was tritt dann ein?
[ 28 ] Wie kann der Mensch dieses ermöglichen? Wenn er den «Chelapfad» betritt, von dem hier schon ausführlich gesprochen worden ist. Über die Eigenschaften, die notwendig sind als Vorbereitung zu diesem Pfad, ist ja schon oft hier geredet worden. Die erste Hauptbedingung ist die Kontrolle der Gedanken; man darf sie nicht irrlichtelieren lassen; dann Kontrolle der Leidenschaften und Begierden, eine große Gelassenheit und so fort. Wenn das alles erlJangt ist, nach jahrelanger Übung, was tritt dann ein?
[ 29 ] Es kommt über das physische und astrale Leben eine Ruhe, ein Wohlsein, eine innere Gesundheit, und dadurch werden die astralen und mentalen Kräfte ihrer Arbeit während des Schlafes enthoben; sie haben nicht mehr so viel an ihm zu arbeiten. Diese nicht verwendeten Kräfte nun werden benutzt, um verborgene Fähigkeiten im Menschen herauszuziehen und hellseherische Organe zu entwickeln, um die «Augen der Seele» zu bilden. Man nennt diese Organe «Lotosblüten» oder «Chakram»; sie sind in «Lucifer — Gnosis» ausführlich beschrieben. Mit diesen Organen kann die astrale Welt wahrgenommen werden.
[ 29 ] Es kommt über das physische und astrale Leben eine Ruhe, ein Wohlsein, eine innere Gesundheit, und dadurch werden die astralen und mentalen Kräfte ihrer Arbeit während des Schlafes enthoben; sie haben nicht mehr so viel an ihm zu arbeiten. Diese nicht verwendeten Kräfte nun werden benutzt, um verborgene Fähigkeiten im Menschen herauszuziehen und hellseherische Organe zu entwickeln, um die «Augen der Seele» zu bilden. Man nennt diese Organe «Lotosblüten» oder «Chakram»; sie sind in «Lucifer — Gnosis» ausführlich beschrieben. Mit diesen Organen kann die astrale Welt wahrgenommen werden.
[ 30 ] So entwickelt sich der Mensch durch Tugenden, ganz besonders durch Ruhe und Gelassenheit. Hat er diese errungen, so darf er die freigewordenen Kräfte benutzen, um die höheren Organe zu entwickeln. Wer ohne diese Tugenden diese höheren Organe entwickeln will, der entzieht der physischen Natur Kräfte, die diese noch braucht. Die Folge davon ist, dass der Mensch nervös, ja seelisch und geistig krank wird. So kann der Mensch sich die zwei höheren Welten erschließen. Die astralische Materie ist dünn, dünner als die Luft. Sie erscheint im astralischen Licht als Aura des Menschen. Es ist eine Ausstrahlung, die die Länge des Kopfes eineinhalbmal übertrifft. Diese Aura prägt in verschiedenen Farbentönen den Charakter des Innersten des Menschen aus. Höchst fremdartig und schockierend frappiert den Neuling auf dem astralen Plan, dass er dort alles wie im Spiegelbild liest. Vor allem sieht er dort das Spiegelbild seiner selbst, das scheinbar auf ihn zukommt, während es in Wahrheit von ihm ausgeht. Sieht man zum Beispiel die Zahl 164, so muss man lesen 461.
[ 30 ] So entwickelt sich der Mensch durch Tugenden, ganz besonders durch Ruhe und Gelassenheit. Hat er diese errungen, so darf er die freigewordenen Kräfte benutzen, um die höheren Organe zu entwickeln. Wer ohne diese Tugenden diese höheren Organe entwickeln will, der entzieht der physischen Natur Kräfte, die diese noch braucht. Die Folge davon ist, dass der Mensch nervös, ja seelisch und geistig krank wird. So kann der Mensch sich die zwei höheren Welten erschließen. Die astralische Materie ist dünn, dünner als die Luft. Sie erscheint im astralischen Licht als Aura des Menschen. Es ist eine Ausstrahlung, die die Länge des Kopfes eineinhalbmal übertrifft. Diese Aura prägt in verschiedenen Farbentönen den Charakter des Innersten des Menschen aus. Höchst fremdartig und schockierend frappiert den Neuling auf dem astralen Plan, dass er dort alles wie im Spiegelbild liest. Vor allem sieht er dort das Spiegelbild seiner selbst, das scheinbar auf ihn zukommt, während es in Wahrheit von ihm ausgeht. Sieht man zum Beispiel die Zahl 164, so muss man lesen 461.
[ 31 ] Auch was sich in Bezug auf Zeit dort abspielt, verläuft in entgegengesetzter Richtung. Man muss es erst lernen, sich in der anderen Welt zu orientieren. Sehr wichtig ist es, zu wissen, dass die Leidenschaften sich dort in einer hässlichen, dämonischen Gestalt zeigen; die eigenen Leidenschaften stürzen sich als dämonische Gestalten — im Spiegelbilde — über den Hellseher her.
[ 31 ] Auch was sich in Bezug auf Zeit dort abspielt, verläuft in entgegengesetzter Richtung. Man muss es erst lernen, sich in der anderen Welt zu orientieren. Sehr wichtig ist es, zu wissen, dass die Leidenschaften sich dort in einer hässlichen, dämonischen Gestalt zeigen; die eigenen Leidenschaften stürzen sich als dämonische Gestalten — im Spiegelbilde — über den Hellseher her.
[ 32 ] Da lernt man sich selbst kennen. Wer darinnen Erfahrung hat und vorher den Zusammenhang kennengelernt hat, der weiß diese Erscheinung richtig zu beurteilen und ihr zu begegnen. Mancher, der auf krankhafte Weise zum Schauen gelangte, ohne eine regelrechte Ausbildung genossen zu haben, sondern unvorbereitet ins Astrale hineingebrochen ist, beschreibt dies so. Das kommt vom Materialismus. Die Theosophie ist recht ernst. Nur wer ohne Verständnis an dieselbe herantritt, den kann sie verwirren. Wer aber tiefer hineinschaut, den macht die Theosophie spirituell gesund. Dagegen wirkt der Materialismus krankmachend. Wenn das Religiöse, das in jedem Menschen schlummert, nicht befriedigt wird, so bricht es schließlich das Gehirn durch; dieses versteht es nicht und wird krank. Die höheren Welten brechen auf den Menschen herein, und er versteht sie nicht. Das ist das Wesentliche der Geisteskrankheiten.
[ 32 ] Da lernt man sich selbst kennen. Wer darinnen Erfahrung hat und vorher den Zusammenhang kennengelernt hat, der weiß diese Erscheinung richtig zu beurteilen und ihr zu begegnen. Mancher, der auf krankhafte Weise zum Schauen gelangte, ohne eine regelrechte Ausbildung genossen zu haben, sondern unvorbereitet ins Astrale hineingebrochen ist, beschreibt dies so. Das kommt vom Materialismus. Die Theosophie ist recht ernst. Nur wer ohne Verständnis an dieselbe herantritt, den kann sie verwirren. Wer aber tiefer hineinschaut, den macht die Theosophie spirituell gesund. Dagegen wirkt der Materialismus krankmachend. Wenn das Religiöse, das in jedem Menschen schlummert, nicht befriedigt wird, so bricht es schließlich das Gehirn durch; dieses versteht es nicht und wird krank. Die höheren Welten brechen auf den Menschen herein, und er versteht sie nicht. Das ist das Wesentliche der Geisteskrankheiten.
[ 33 ] Die «tönende» ist dann die dritte Welt.
[ 33 ] Die «tönende» ist dann die dritte Welt.
[ 34 ] In diesen drei Welten lebt der Mensch nacheinander. Nachdem er hier im Physischen sein Leben beendet, legt er seinen physischen Leib ab, dann auch den Ätherleib; da bleibt dann zunächst der astrale Leib, in welchem er nun lebt. Er lebt wirklich im Astralen. Wenn wir sagen, wir leben in diesem oder jenem, so meinen wir damit, wir haben mit der uns umgebenden Welt etwas Gemeinsames, Gemeinschaftliches. — Jetzt entfällt vor allen Dingen eins. Auch im Schlaf ist der Astralleib von dem physischen und dem Ätherleib getrennt, aber sie hängen noch mit einem magnetischen Bande zusammen. Das fällt nun fort. Dessen wird sich nun der Mensch bewusst. Es ist ein ganz eigentümliches Bewusstsein, was ihm da entgegentritt. Er ist gewohnt, alles durch die Sinne wahrzunehmen und zu tun; zum Beispiel er ist gewohnt, die Speisen zu genießen und durch den Gaumen sich des Geschmackes zu erfreuen; die Sehnsucht nach dem Genuss ist ihm geblieben; er muss sich erst gewöhnen, diese Genüsse zu entbehren.
[ 34 ] In diesen drei Welten lebt der Mensch nacheinander. Nachdem er hier im Physischen sein Leben beendet, legt er seinen physischen Leib ab, dann auch den Ätherleib; da bleibt dann zunächst der astrale Leib, in welchem er nun lebt. Er lebt wirklich im Astralen. Wenn wir sagen, wir leben in diesem oder jenem, so meinen wir damit, wir haben mit der uns umgebenden Welt etwas Gemeinsames, Gemeinschaftliches. — Jetzt entfällt vor allen Dingen eins. Auch im Schlaf ist der Astralleib von dem physischen und dem Ätherleib getrennt, aber sie hängen noch mit einem magnetischen Bande zusammen. Das fällt nun fort. Dessen wird sich nun der Mensch bewusst. Es ist ein ganz eigentümliches Bewusstsein, was ihm da entgegentritt. Er ist gewohnt, alles durch die Sinne wahrzunehmen und zu tun; zum Beispiel er ist gewohnt, die Speisen zu genießen und durch den Gaumen sich des Geschmackes zu erfreuen; die Sehnsucht nach dem Genuss ist ihm geblieben; er muss sich erst gewöhnen, diese Genüsse zu entbehren.
[ 35 ] Für alle Sinne tritt das ein. Durch dieses Entbehren der Sinne tritt dieses ein. Durch dieses Entbehren der Sinne machen sich zwei Zustände heftig geltend. Erstlich ein brennender Durst, der aus dem Unvermögen entsteht, die Begierde zu befriedigen. Das wirkt wie eine Art Feuer — das Fegefeuer der Katholiken. Er muss sich seine Begierden erst abgewöhnen. Das andere betrifft das Handeln. Er ist gewohnt zu handeln; aber es fehlt ihm die Hand zum Handeln, der Fuß zum Gehen und so weiter. Dies Gefühl des Unvermögens ruft einen Kältezustand hervor. Man nennt diesen Zustand Kamaloka, den Ort der Begierden. Dieser Zustand wird herbeigeführt durch die Begierden im Menschen, die noch rege sind und keine Befriedigung finden. Es ist der Zustand der Abgewöhnung.
[ 35 ] Für alle Sinne tritt das ein. Durch dieses Entbehren der Sinne tritt dieses ein. Durch dieses Entbehren der Sinne machen sich zwei Zustände heftig geltend. Erstlich ein brennender Durst, der aus dem Unvermögen entsteht, die Begierde zu befriedigen. Das wirkt wie eine Art Feuer — das Fegefeuer der Katholiken. Er muss sich seine Begierden erst abgewöhnen. Das andere betrifft das Handeln. Er ist gewohnt zu handeln; aber es fehlt ihm die Hand zum Handeln, der Fuß zum Gehen und so weiter. Dies Gefühl des Unvermögens ruft einen Kältezustand hervor. Man nennt diesen Zustand Kamaloka, den Ort der Begierden. Dieser Zustand wird herbeigeführt durch die Begierden im Menschen, die noch rege sind und keine Befriedigung finden. Es ist der Zustand der Abgewöhnung.
[ 36 ] Hat der Mensch sich nun schon im Leben gewöhnt, im Geiste zu leben, so wird ihm diese Abgewöhnung nicht schwer. Christus Jesus sagt: Das Reich der Himmel ist mitten unter euch (Lk 17,21), sodass der Mensch schon hier im Geiste, in der dritten, der mentalen Welt, in Devachan, leben kann. Hat er dann nach dem Tode Kamaloka durcheilt, so kommt er nach Devachan. Das ist der Zustand, in welchem der göttliche Mensch recht eigentlich in seinem Element lebt. Wenn er nicht mehr an dem Niederen hängt, so lebt in seinem inneren Wesen sein eigenes göttliches Selbst auf.
[ 36 ] Hat der Mensch sich nun schon im Leben gewöhnt, im Geiste zu leben, so wird ihm diese Abgewöhnung nicht schwer. Christus Jesus sagt: Das Reich der Himmel ist mitten unter euch (Lk 17,21), sodass der Mensch schon hier im Geiste, in der dritten, der mentalen Welt, in Devachan, leben kann. Hat er dann nach dem Tode Kamaloka durcheilt, so kommt er nach Devachan. Das ist der Zustand, in welchem der göttliche Mensch recht eigentlich in seinem Element lebt. Wenn er nicht mehr an dem Niederen hängt, so lebt in seinem inneren Wesen sein eigenes göttliches Selbst auf.
[ 37 ] Ich habe nun gezeigt, wie der Mensch durch Erschließung der höheren Sinne sich einlebt in die zwei verborgenen Welten, die nur insofern verborgen sind, wie Farben und Licht für Blindgeborene verborgene Dinge sind.
[ 37 ] Ich habe nun gezeigt, wie der Mensch durch Erschließung der höheren Sinne sich einlebt in die zwei verborgenen Welten, die nur insofern verborgen sind, wie Farben und Licht für Blindgeborene verborgene Dinge sind.
[ 38 ] Noch ist die Zeit nicht da für alle, diesen verborgenen Pfad der Erkenntnis zu gehen. Aber die Menschen müssen von den höheren Welten hören, sich in diese höheren Welten einleben, mit dem Intellekt sie zu erfassen suchen, sich von denselben erzählen lassen. Das ist der erste Schritt, um schließlich hineinzukommen. Der Mensch soll sich Begriffe schaffen, er ist ein selbstschaffendes Wesen.
[ 38 ] Noch ist die Zeit nicht da für alle, diesen verborgenen Pfad der Erkenntnis zu gehen. Aber die Menschen müssen von den höheren Welten hören, sich in diese höheren Welten einleben, mit dem Intellekt sie zu erfassen suchen, sich von denselben erzählen lassen. Das ist der erste Schritt, um schließlich hineinzukommen. Der Mensch soll sich Begriffe schaffen, er ist ein selbstschaffendes Wesen.
[ 39 ] Wir leben in einer wichtigen Zeit, wo große Bewegungen seelischer und geistiger Art vor sich gehen. Vieles wird öffentlich erzählt von übersinnlichen Tatsachen, was früher geheim gehalten wurde. Da kommt dann mancher und sagt: Ja, du erzählst uns da allerlei; und wir sollen an dich glauben. — Einmal ist eine Persönlichkeit in Berlin förmlich wild geworden. Zu dieser Persönlichkeit sagte ich: Sie brauchen mir gar nicht zu glauben. Was Sie über mich denken, kann mir ganz gleich sein. Wenn ich Ihnen eine Karte von Kleinasien aufzeichne und auf derselben die Umrisse andeute, die Flüsse mit Strichen, die Städte mit Punkten bezeichne, so können Sie sagen: Was schwindelst du mir vor, so sieht Kleinasien nicht aus. — Nein, so sieht es nicht aus; aber wenn Sie hinreisen, werden Sie sehen, dass die Zeichnung richtig war. — So verhält es sich mit der Zeichnung, die ich Ihnen von den übersinnlichen Welten entworfen habe. Vorläufig können Sie mich gern für einen Betrüger halten, der Ihnen etwas vorschwindelt, aber - hören Sie zu! - nach dem Tode kommt jeder in die Lage, das anzuwenden, von dem er jetzt Kunde erhält.
[ 39 ] Wir leben in einer wichtigen Zeit, wo große Bewegungen seelischer und geistiger Art vor sich gehen. Vieles wird öffentlich erzählt von übersinnlichen Tatsachen, was früher geheim gehalten wurde. Da kommt dann mancher und sagt: Ja, du erzählst uns da allerlei; und wir sollen an dich glauben. — Einmal ist eine Persönlichkeit in Berlin förmlich wild geworden. Zu dieser Persönlichkeit sagte ich: Sie brauchen mir gar nicht zu glauben. Was Sie über mich denken, kann mir ganz gleich sein. Wenn ich Ihnen eine Karte von Kleinasien aufzeichne und auf derselben die Umrisse andeute, die Flüsse mit Strichen, die Städte mit Punkten bezeichne, so können Sie sagen: Was schwindelst du mir vor, so sieht Kleinasien nicht aus. — Nein, so sieht es nicht aus; aber wenn Sie hinreisen, werden Sie sehen, dass die Zeichnung richtig war. — So verhält es sich mit der Zeichnung, die ich Ihnen von den übersinnlichen Welten entworfen habe. Vorläufig können Sie mich gern für einen Betrüger halten, der Ihnen etwas vorschwindelt, aber - hören Sie zu! - nach dem Tode kommt jeder in die Lage, das anzuwenden, von dem er jetzt Kunde erhält.
[ 40 ] Aber auch die Kultur wird bald Blüten treiben, die nur dem verständlich sein werden, der vom Okkultismus etwas versteht. Daher ist es ratsam, in Ruhe zuzuhören und das Gehörte in sich zu verarbeiten. Wer das ohne inneren Widerspruch vermag, für den wird sich das Leben in ganz neuer Weise erschließen; er wird es in ungeahnter Weise verstehen lernen.
[ 40 ] Aber auch die Kultur wird bald Blüten treiben, die nur dem verständlich sein werden, der vom Okkultismus etwas versteht. Daher ist es ratsam, in Ruhe zuzuhören und das Gehörte in sich zu verarbeiten. Wer das ohne inneren Widerspruch vermag, für den wird sich das Leben in ganz neuer Weise erschließen; er wird es in ungeahnter Weise verstehen lernen.
[ 41 ] So ringt man sich hinauf zur Erkenntnis, zu dem, was nie vergeht, zu dem Reiche der Himmel. Immer höher und höher entwickeln wir uns, durch die drei Welten zunächst. Die erste Stufe ist die physische, die zweite die astrale, die dritte die mentale, die geistige. Die erste Stufe besteht darin, dass der Mensch sich vom Vergänglichen zum Unvergänglichen wendet. Das astrale Gemüts- und Begierdenleben wendet sich entweder nach unten zu dem Vergänglichen oder nach oben zu dem Unvergänglichen; es hat zwei Seiten. Die dritte Welt, die geistige Welt, umfasst, was der Mensch als sein eigenes geistiges Wesen erkennt.
[ 41 ] So ringt man sich hinauf zur Erkenntnis, zu dem, was nie vergeht, zu dem Reiche der Himmel. Immer höher und höher entwickeln wir uns, durch die drei Welten zunächst. Die erste Stufe ist die physische, die zweite die astrale, die dritte die mentale, die geistige. Die erste Stufe besteht darin, dass der Mensch sich vom Vergänglichen zum Unvergänglichen wendet. Das astrale Gemüts- und Begierdenleben wendet sich entweder nach unten zu dem Vergänglichen oder nach oben zu dem Unvergänglichen; es hat zwei Seiten. Die dritte Welt, die geistige Welt, umfasst, was der Mensch als sein eigenes geistiges Wesen erkennt.
