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The Essence of Anthroposophy
within the World Of Sense, Soul And Spirit
GA 68b

24 November 1908, Vienna

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Der Kreislauf des Menschen
  1. The Circular Flow of Man's Life, tr. SOL

47. Das Wesen des Menschen as Schlüssel zu den Geheimnissen Der Welt

47. Das Wesen des Menschen as Schlüssel zu den Geheimnissen Der Welt

[ 1 ] Meine sehr verehrten Anwesenden! Heute möchte ich im Beginne des Vortrags zwei Bilder vor Ihre Seele hinstellen, das eine, das Ihnen wohl aus dem Verlaufe Ihres Lebens bekannt ist, und das andere, das sich uns ergeben kann auf der Grundlage des Vortrags, der vorgestern hier gehalten worden ist. Das eine der Bilder, das ich vor Ihre Seele hinrufen möchte, ist die Ihnen allen wohlbekannte Sixtinische Madonna des Raffael. Wir sehen dieses Wunderbild, die Madonna mit dem Christuskind, wir versuchen zunächst, uns ahnend in das, was dieses Bild will, hineinzuversetzen, namentlich dadurch, dass wir dieses Bild genauer anschauen, sehen, wie sich aus dem geheimnisvollen Wolkenhimmel, der sich über der Madonna und dem Kinde ausdehnt, Gestalten erheben, sagen wir Engelsgestalten, die wie geistige Genossen des Kindes, das von der Mutter gehalten wird, uns erscheinen,

[ 1 ] Meine sehr verehrten Anwesenden! Heute möchte ich im Beginne des Vortrags zwei Bilder vor Ihre Seele hinstellen, das eine, das Ihnen wohl aus dem Verlaufe Ihres Lebens bekannt ist, und das andere, das sich uns ergeben kann auf der Grundlage des Vortrags, der vorgestern hier gehalten worden ist. Das eine der Bilder, das ich vor Ihre Seele hinrufen möchte, ist die Ihnen allen wohlbekannte Sixtinische Madonna des Raffael. Wir sehen dieses Wunderbild, die Madonna mit dem Christuskind, wir versuchen zunächst, uns ahnend in das, was dieses Bild will, hineinzuversetzen, namentlich dadurch, dass wir dieses Bild genauer anschauen, sehen, wie sich aus dem geheimnisvollen Wolkenhimmel, der sich über der Madonna und dem Kinde ausdehnt, Gestalten erheben, sagen wir Engelsgestalten, die wie geistige Genossen des Kindes, das von der Mutter gehalten wird, uns erscheinen,

[ 2 ] Und da kann denn vor unsere Seele treten das Gefühl: Geheimnisvoll wollte der Maler irgendetwas hinstellen als einen Hintergrund, aus dem sich das Menschenrätsel heraushebt, und nicht bloß dieses Menschenrätsel, insoferne der Mensch sich hineinstellt in das Universum, sondern dadurch, dass das Kind der Mutter beigegeben ist, auch noch insoferne der Mensch dazu gelangt, aus sich selbst heraus zu schaffen.

[ 2 ] Und da kann denn vor unsere Seele treten das Gefühl: Geheimnisvoll wollte der Maler irgendetwas hinstellen als einen Hintergrund, aus dem sich das Menschenrätsel heraushebt, und nicht bloß dieses Menschenrätsel, insoferne der Mensch sich hineinstellt in das Universum, sondern dadurch, dass das Kind der Mutter beigegeben ist, auch noch insoferne der Mensch dazu gelangt, aus sich selbst heraus zu schaffen.

[ 3 ] Wir wollen dieses Bild zunächst ganz objektiv vor unsere Seele hinstellen und sehen, ob vielleicht der heutige Vortrag, der von dem Menschenrätsel und den Weltenrätseln handeln soll, irgendetwas wie einen Anknüpfungspunkt geben könnte an das, was hier ohne Zweifel der Künstler aus einer tiefen Empfindung über das Weltenrätsel heraus geschaffen hat. Und wir werden so recht gewahr, dass Raffael bei diesem Bilde anknüpft an irgendetwas, was die Menschen immer wie ein Weltenrätsel beschäftigt hat, wenn wir daran denken, dass die ganze Konfiguration dieses Bildes, dass alles dasjenige, was in diesem Bilde lebt, wie ein Wiederauftauchen auf einer höheren künstlerischen und religiösen Stufe ist dessen, was uns auch schon im alten Ägypterlande, herausgeboren aus dem ägyptischen Fühlen und Denken über das Menschenrätsel, entgegentritt in der Isisgestalt, die das Horuskind im Arme hält.

[ 3 ] Wir wollen dieses Bild zunächst ganz objektiv vor unsere Seele hinstellen und sehen, ob vielleicht der heutige Vortrag, der von dem Menschenrätsel und den Weltenrätseln handeln soll, irgendetwas wie einen Anknüpfungspunkt geben könnte an das, was hier ohne Zweifel der Künstler aus einer tiefen Empfindung über das Weltenrätsel heraus geschaffen hat. Und wir werden so recht gewahr, dass Raffael bei diesem Bilde anknüpft an irgendetwas, was die Menschen immer wie ein Weltenrätsel beschäftigt hat, wenn wir daran denken, dass die ganze Konfiguration dieses Bildes, dass alles dasjenige, was in diesem Bilde lebt, wie ein Wiederauftauchen auf einer höheren künstlerischen und religiösen Stufe ist dessen, was uns auch schon im alten Ägypterlande, herausgeboren aus dem ägyptischen Fühlen und Denken über das Menschenrätsel, entgegentritt in der Isisgestalt, die das Horuskind im Arme hält.

[ 4 ] Und so könnten wir noch vieles anführen als ein ähnliches Symbolon und würden daraus ersehen, wie zu verschiedenen Zeiten in der menschlichen Mutter mit dem Kinde das Weltenrätsel, das Rätsel von dem Zusammenhange des Menschen mit der Welt, versinnbildlicht wird. Das ist das eine Bild, das wir uns vor die Seele hinmalen wollen, damit wir eine Empfindungsunterlage für den heutigen Vortrag erhalten.

[ 4 ] Und so könnten wir noch vieles anführen als ein ähnliches Symbolon und würden daraus ersehen, wie zu verschiedenen Zeiten in der menschlichen Mutter mit dem Kinde das Weltenrätsel, das Rätsel von dem Zusammenhange des Menschen mit der Welt, versinnbildlicht wird. Das ist das eine Bild, das wir uns vor die Seele hinmalen wollen, damit wir eine Empfindungsunterlage für den heutigen Vortrag erhalten.

[ 5 ] Das andere Bild soll sich ergeben aus dem, was wir vorgestern betrachtet haben. Wir wollen einmal vor uns hinstellen den hellsehenden Menschen, der seine Seele so weit hinaufentwickelt hat durch die Entfaltung der beim heutigen normalen Menschen im Innern schlummernden Kräfte und Fähigkeiten, dass er jene Vorstellungen, jene Gedanken in sich hervorbringen kann, die es ihm möglich machen, dass ihm die höheren Welten in ihren Tatsachen, in ihren Wesenheiten entgegentreten, sodass aus dem Dämmerdunkel, aus dem Schoße des Weltendaseins, vor seine Seele eine ganz neue Welt hintritt, neu gegenüber der äußeren physischen Welt, eine Welt, die den Menschen zeigt, dass es hinter unseren physischen Dingen Wesenheiten und Kräfte gibt, die die eigentlichen Urgründe dieses physischen Daseins sind, und Wesenheiten und Kräfte, die aus diesem Schoße des Weltendaseins heraustreten und die wahrlich ein nicht geringeres konkretes, reales Dasein haben als dasjenige, was wir mit den Ohren hören und mit den Augen sehen können. So denken wir uns den Hellseher in seinem Verhältnis zur Welt, vor ihn hintretend aus dem Dämmerdunkel des geistigen Daseins heraus eine neue Welt von Gestalten, von höheren Wirklichkeiten, in der Erkenntnis gleichsam durch ihn geschaffen als ein Dokument dessen, was die menschliche Seele vermag in Bezug auf die Herstellung ihres Verhältnisses zur Umwelt.

[ 5 ] Das andere Bild soll sich ergeben aus dem, was wir vorgestern betrachtet haben. Wir wollen einmal vor uns hinstellen den hellsehenden Menschen, der seine Seele so weit hinaufentwickelt hat durch die Entfaltung der beim heutigen normalen Menschen im Innern schlummernden Kräfte und Fähigkeiten, dass er jene Vorstellungen, jene Gedanken in sich hervorbringen kann, die es ihm möglich machen, dass ihm die höheren Welten in ihren Tatsachen, in ihren Wesenheiten entgegentreten, sodass aus dem Dämmerdunkel, aus dem Schoße des Weltendaseins, vor seine Seele eine ganz neue Welt hintritt, neu gegenüber der äußeren physischen Welt, eine Welt, die den Menschen zeigt, dass es hinter unseren physischen Dingen Wesenheiten und Kräfte gibt, die die eigentlichen Urgründe dieses physischen Daseins sind, und Wesenheiten und Kräfte, die aus diesem Schoße des Weltendaseins heraustreten und die wahrlich ein nicht geringeres konkretes, reales Dasein haben als dasjenige, was wir mit den Ohren hören und mit den Augen sehen können. So denken wir uns den Hellseher in seinem Verhältnis zur Welt, vor ihn hintretend aus dem Dämmerdunkel des geistigen Daseins heraus eine neue Welt von Gestalten, von höheren Wirklichkeiten, in der Erkenntnis gleichsam durch ihn geschaffen als ein Dokument dessen, was die menschliche Seele vermag in Bezug auf die Herstellung ihres Verhältnisses zur Umwelt.

[ 6 ] Ist es nicht etwas, was wir in dem Hellseher bezeichnen können wie eine geistige Geburt, wie etwas auf einer höheren Stufe, auf einer vergeistigteren Stufe, was wir auf der physischen Stufe so wunderbar symbolisiert finden in der Madonna mit dem Kinde? Denn das ist es, was wir heute betrachten wollen, meine verehrtesten Anwesenden, wie der Mensch sich hineinstellt in diese seine ganze Weltumgebung.

[ 6 ] Ist es nicht etwas, was wir in dem Hellseher bezeichnen können wie eine geistige Geburt, wie etwas auf einer höheren Stufe, auf einer vergeistigteren Stufe, was wir auf der physischen Stufe so wunderbar symbolisiert finden in der Madonna mit dem Kinde? Denn das ist es, was wir heute betrachten wollen, meine verehrtesten Anwesenden, wie der Mensch sich hineinstellt in diese seine ganze Weltumgebung.

[ 7 ] Die verschiedensten Geister der Menschheitsentwicklung haben sich da immer ihre Gedanken gemacht, haben ihre Untersuchungen darüber angestellt, wie eigentlich das Verhältnis des Menschen zur umliegenden Welt ist. Ich möchte heute, weil ältere Vorstellungen nach dieser Richtung dem heutigen menschlichen Denken ziemlich ferne liegen und es nur schwer ist, neben dem Begriffe solcher älterer Vorstellungen auch die richtige Empfindungsnuance lebendig zu machen, die diese alten Vorstellungen wiederum vor uns hervorzaubert, nicht an ältere Vorstellungen anknüpfen, zum Beispiel nur an die Vorstellung, die ein heute vielfach verkannter Mann, die Paracelsus über das Verhältnis des Menschen zur Welt gehabt hat. Er hat so wie viele andere den Menschen angesehen als einen Mikrokosmos, als eine kleine Welt, im Gegensatze zur großen Welt, zum Makrokosmos. Aber nur mit ein paar Worten wollen wir uns vor die Seele rufen, was alle diejenigen eigentlich sich dabei gedacht haben, die also den Menschen wie eine kleine Welt, wie einen Mikrokosmos, gegenüber der großen Welt, dem Makrokosmos, hingestellt haben.

[ 7 ] Die verschiedensten Geister der Menschheitsentwicklung haben sich da immer ihre Gedanken gemacht, haben ihre Untersuchungen darüber angestellt, wie eigentlich das Verhältnis des Menschen zur umliegenden Welt ist. Ich möchte heute, weil ältere Vorstellungen nach dieser Richtung dem heutigen menschlichen Denken ziemlich ferne liegen und es nur schwer ist, neben dem Begriffe solcher älterer Vorstellungen auch die richtige Empfindungsnuance lebendig zu machen, die diese alten Vorstellungen wiederum vor uns hervorzaubert, nicht an ältere Vorstellungen anknüpfen, zum Beispiel nur an die Vorstellung, die ein heute vielfach verkannter Mann, die Paracelsus über das Verhältnis des Menschen zur Welt gehabt hat. Er hat so wie viele andere den Menschen angesehen als einen Mikrokosmos, als eine kleine Welt, im Gegensatze zur großen Welt, zum Makrokosmos. Aber nur mit ein paar Worten wollen wir uns vor die Seele rufen, was alle diejenigen eigentlich sich dabei gedacht haben, die also den Menschen wie eine kleine Welt, wie einen Mikrokosmos, gegenüber der großen Welt, dem Makrokosmos, hingestellt haben.

[ 8 ] Sie hatten die Vorstellung, dass alle Gesetze, alle verschiedenen Verkettungen von Tatsachen, die sich draußen in der Welt ausbreiten, nicht nur in der physischen Welt, sondern auch in der geistigen Welt sich ausbreiten, dass alle diese Verkettungen von Tatsachen und Gesetzen wie in einem Extrakt, wie in einer anderen Form im Kleinen im Menschen enthalten sind, dass der Mensch selber gleichsam solch ein Extrakt, solch eine Essenz des Weltendaseins in allen seinen einzelnen Formen ist. Man könne gleichsam alles dasjenige, was man draußen in der Welt findet, im Menschen wiederentdecken. Man braucht ja da, wie gesagt, gar nicht so weit zu gehen, wenn man diese Vorstellung von der kleinen Welt des Menschen, von dem Mikrokosmos im Verhältnis zum Makrokosmos als eine, die die besten Geister gehabt haben, hinstellen will.

[ 8 ] Sie hatten die Vorstellung, dass alle Gesetze, alle verschiedenen Verkettungen von Tatsachen, die sich draußen in der Welt ausbreiten, nicht nur in der physischen Welt, sondern auch in der geistigen Welt sich ausbreiten, dass alle diese Verkettungen von Tatsachen und Gesetzen wie in einem Extrakt, wie in einer anderen Form im Kleinen im Menschen enthalten sind, dass der Mensch selber gleichsam solch ein Extrakt, solch eine Essenz des Weltendaseins in allen seinen einzelnen Formen ist. Man könne gleichsam alles dasjenige, was man draußen in der Welt findet, im Menschen wiederentdecken. Man braucht ja da, wie gesagt, gar nicht so weit zu gehen, wenn man diese Vorstellung von der kleinen Welt des Menschen, von dem Mikrokosmos im Verhältnis zum Makrokosmos als eine, die die besten Geister gehabt haben, hinstellen will.

[ 9 ] Wir brauchen uns nur zu erinnern an eine uns in verhältnismäßig neuerer Zeit nahestehende Persönlichkeit, die wir schon vorgestern in anderer Hinsicht hier erwähnen durften, wir brauchen bloß anzuknüpfen an Goethe und an jenes wunderbare Freundschaftsverhältnis zwischen Schiller und Goethe. Als dieses begann, da war es bei Schiller ein innigstes Bedürfnis, sich hinaufzuranken zu der eigentümlichen Art, wie Goethe diese Welt ansah, wie er das Verhältnis zwischen Menschen und Welt für sich selber gestaltet hatte. Da schreibt denn Schiller im Beginne des schönen, großen, für die Geistesgeschichte so bedeutungsvollen Freundschaftsbundes:

[ 9 ] Wir brauchen uns nur zu erinnern an eine uns in verhältnismäßig neuerer Zeit nahestehende Persönlichkeit, die wir schon vorgestern in anderer Hinsicht hier erwähnen durften, wir brauchen bloß anzuknüpfen an Goethe und an jenes wunderbare Freundschaftsverhältnis zwischen Schiller und Goethe. Als dieses begann, da war es bei Schiller ein innigstes Bedürfnis, sich hinaufzuranken zu der eigentümlichen Art, wie Goethe diese Welt ansah, wie er das Verhältnis zwischen Menschen und Welt für sich selber gestaltet hatte. Da schreibt denn Schiller im Beginne des schönen, großen, für die Geistesgeschichte so bedeutungsvollen Freundschaftsbundes:

Lange schon habe ich, obzwar aus ziemlicher Ferne, den Gang Ihres Geisteslebens angesehen und mit immer erneuerter Bewunderung zu demselben hinaufgeblickt. Dasjenige, was Sie sahen gegenüber einer großen Natur, das ist: Sie bestreben sich, alle Einzelheiten der Natur, der umliegenden Welt, kennenzulernen, um durch die Zusammenfassung dieser Einzelheiten aus der Allheit der Erscheinungen heraus das komplizierteste Wesen, das zunächst vor uns steht, sich geistig aufzubauen, den Menschen. Eine wahrhaft heldenmäßige Idee nennt das Schiller, wie sie sich ihm aus der Anschauung des Goethe’schen Genius ergeben hatte.

Lange schon habe ich, obzwar aus ziemlicher Ferne, den Gang Ihres Geisteslebens angesehen und mit immer erneuerter Bewunderung zu demselben hinaufgeblickt. Dasjenige, was Sie sahen gegenüber einer großen Natur, das ist: Sie bestreben sich, alle Einzelheiten der Natur, der umliegenden Welt, kennenzulernen, um durch die Zusammenfassung dieser Einzelheiten aus der Allheit der Erscheinungen heraus das komplizierteste Wesen, das zunächst vor uns steht, sich geistig aufzubauen, den Menschen. Eine wahrhaft heldenmäßige Idee nennt das Schiller, wie sie sich ihm aus der Anschauung des Goethe’schen Genius ergeben hatte.

[ 10 ] Was hat also Schiller im Auge? Er hat im Auge, dass Goethe die ganze Welt draußen studiert, überall an diesem Ding jene Gesetzmäßigkeit, an jenem Ding die andere Gesetzmäßigkeit findet, und dann, wenn man eine Harmonie im Geiste erschafft, wo diese Gesetzmäßigkeiten, die draußen verteilt sind auf die verschiedensten Wesen und Dinge, zusammenwirken, dann kann man ungefähr eine Vorstellung, eine Idee von dem haben, was im Menschen wirklich geistig lebt. Und Goethe selbst hat so recht gefühlt, dass sich im Menschen mehr oder weniger äußerlich und innerlich das ganze Weltenall etwas erschaffen hat wie ein Spiegelbild seiner selbst.

[ 10 ] Was hat also Schiller im Auge? Er hat im Auge, dass Goethe die ganze Welt draußen studiert, überall an diesem Ding jene Gesetzmäßigkeit, an jenem Ding die andere Gesetzmäßigkeit findet, und dann, wenn man eine Harmonie im Geiste erschafft, wo diese Gesetzmäßigkeiten, die draußen verteilt sind auf die verschiedensten Wesen und Dinge, zusammenwirken, dann kann man ungefähr eine Vorstellung, eine Idee von dem haben, was im Menschen wirklich geistig lebt. Und Goethe selbst hat so recht gefühlt, dass sich im Menschen mehr oder weniger äußerlich und innerlich das ganze Weltenall etwas erschaffen hat wie ein Spiegelbild seiner selbst.

[ 11 ] Das sehen wir, wenn Goethe zum Beispiel in seinem schönen Buche über Winckelmann darauf aufmerksam macht: Wenn der Mensch in der ganzen Natur lebt und sich der gesunden Natur als einer Ganzheit bewusst wird, wenn das harmonische Behagen ihm ein reines, freies Entzücken gewährt, so würde das Weltall selbst, wenn es sich durch den Menschen betrachten könnte, als an seinem Gipfelpunkte angelangt aufjauchzen und das eigene Werden und Wesen bewundern. Und an einer anderen Stelle sagt Goethe: Wenn der Mensch die Natur um sich herum betrachtet und alles, was um ihn herum ist, zusammennimmt nach Maß und Zahl und Ordnung und Harmonie, so vermag er in sich selber eine höhere Natur in der Natur zu erzeugen, etwas, was über die Natur hinauswächst und was doch wie der Sinn dieser Welt, dieser Natur ist. Das schwebte Goethe vor.

[ 11 ] Das sehen wir, wenn Goethe zum Beispiel in seinem schönen Buche über Winckelmann darauf aufmerksam macht: Wenn der Mensch in der ganzen Natur lebt und sich der gesunden Natur als einer Ganzheit bewusst wird, wenn das harmonische Behagen ihm ein reines, freies Entzücken gewährt, so würde das Weltall selbst, wenn es sich durch den Menschen betrachten könnte, als an seinem Gipfelpunkte angelangt aufjauchzen und das eigene Werden und Wesen bewundern. Und an einer anderen Stelle sagt Goethe: Wenn der Mensch die Natur um sich herum betrachtet und alles, was um ihn herum ist, zusammennimmt nach Maß und Zahl und Ordnung und Harmonie, so vermag er in sich selber eine höhere Natur in der Natur zu erzeugen, etwas, was über die Natur hinauswächst und was doch wie der Sinn dieser Welt, dieser Natur ist. Das schwebte Goethe vor.

[ 12 ] So sehen wir, dass auch ein solcher Geist der neueren Welt, wenn er dies auch nur in so allgemeinen Ideen ausdrückt, durchaus durchdrungen ist davon, dass im Menschen alles zusammenwirkt, was draußen in der Welt zerstreut ist, und aus dem Menschen heraus sich eine neue Welt gebiert, welche im Grunde genommen wie eine Essenz, wie ein Auszug, wie eine kleine Welt gegenüber der großen Welt uns erscheinen muss.

[ 12 ] So sehen wir, dass auch ein solcher Geist der neueren Welt, wenn er dies auch nur in so allgemeinen Ideen ausdrückt, durchaus durchdrungen ist davon, dass im Menschen alles zusammenwirkt, was draußen in der Welt zerstreut ist, und aus dem Menschen heraus sich eine neue Welt gebiert, welche im Grunde genommen wie eine Essenz, wie ein Auszug, wie eine kleine Welt gegenüber der großen Welt uns erscheinen muss.

[ 13 ] In der denkbar wirklichsten Art zeigt uns die theosophische oder geisteswissenschaftliche Weltanschauung die durch die Methoden, die vorgestern vor Ihnen angeführt worden sind, erforschte Welt des Übersinnlichen in Verbindung mit dem Sinnlichen, das sich vor unseren Sinnesorganen wahrnehmbar ausbreitet. Im wirklichsten Sinne zeigt uns diese Erforschung, dass im Menschen in der Tat alles vorhanden ist, was wie eine Antwort erscheint auf die großen Rätselfragen, die uns das Universum, die uns das Weltenall stellt. Der Mensch selbst kann angesehen werden als der Zauberschlüssel, durch den wir uns die intimsten Geheimnisse der um uns herum liegenden Welt enträtseln können, und da müssen wir, um uns eine Anschauung von dem eben Ausgesprochenen zu verschaffen, uns zuerst einiges des Menschen vor die Seele führen, wie wir es ja schon einmal in einem anderen Vortrage hier besprechen konnten.

[ 13 ] In der denkbar wirklichsten Art zeigt uns die theosophische oder geisteswissenschaftliche Weltanschauung die durch die Methoden, die vorgestern vor Ihnen angeführt worden sind, erforschte Welt des Übersinnlichen in Verbindung mit dem Sinnlichen, das sich vor unseren Sinnesorganen wahrnehmbar ausbreitet. Im wirklichsten Sinne zeigt uns diese Erforschung, dass im Menschen in der Tat alles vorhanden ist, was wie eine Antwort erscheint auf die großen Rätselfragen, die uns das Universum, die uns das Weltenall stellt. Der Mensch selbst kann angesehen werden als der Zauberschlüssel, durch den wir uns die intimsten Geheimnisse der um uns herum liegenden Welt enträtseln können, und da müssen wir, um uns eine Anschauung von dem eben Ausgesprochenen zu verschaffen, uns zuerst einiges des Menschen vor die Seele führen, wie wir es ja schon einmal in einem anderen Vortrage hier besprechen konnten.

[ 14 ] Es muss, weil doch immer neue Zuhörer kommen, mit einigen Worten auf dieses Wesen des Menschen eingegangen werden, um dann zu zeigen, wie dieses Wesen des Menschen gerade dann, wenn man es so vollständig, so in allen seinen Teilen und Gliedern betrachtet, wie es durch die Theosophie oder Geisteswissenschaft möglich ist, uns als ein richtiger Auszug, als ein Extrakt der ganzen Weltenentwicklung nach physischen und geistigen Tatsachen und Wesenheiten erscheint.

[ 14 ] Es muss, weil doch immer neue Zuhörer kommen, mit einigen Worten auf dieses Wesen des Menschen eingegangen werden, um dann zu zeigen, wie dieses Wesen des Menschen gerade dann, wenn man es so vollständig, so in allen seinen Teilen und Gliedern betrachtet, wie es durch die Theosophie oder Geisteswissenschaft möglich ist, uns als ein richtiger Auszug, als ein Extrakt der ganzen Weltenentwicklung nach physischen und geistigen Tatsachen und Wesenheiten erscheint.

[ 15 ] Wenn wir im geisteswissenschaftlichen Sinne, im theosophischen Sinne diesen Menschen seiner Wesenheit nach vor uns hinstellen, so ist er ja, wie wir das schon in anderen Vorträgen betonen konnten, nicht jenes eigentlich eingliedrige Wesen, das die äußere, sinnliche Beobachtung uns zeigt, die nur an die äußeren Wahrnehmungsorgane sich hält und an den Verstand, den Intellekt, der die äußeren Wahrnehmungen miteinander verknüpft. Der Mensch ist für die geisteswissenschaftliche Anschauung nicht dieses eingliedrige Wesen. Das, was die äußere Wissenschaft, was die gewöhnliche Anschauung des Tages vom Menschen geben kann, das ist für die Theosophie, für die Geisteswissenschaft nur ein Glied der gesamten menschlichen Wesenheit, das ist der physische Leib des Menschen. Dieser physische Leib des Menschen enthält in sich dieselben Stoffe, dieselben Kräfte, welche die umliegende Welt, die unorganische, die mineralische und leblose Natur enthält.

[ 15 ] Wenn wir im geisteswissenschaftlichen Sinne, im theosophischen Sinne diesen Menschen seiner Wesenheit nach vor uns hinstellen, so ist er ja, wie wir das schon in anderen Vorträgen betonen konnten, nicht jenes eigentlich eingliedrige Wesen, das die äußere, sinnliche Beobachtung uns zeigt, die nur an die äußeren Wahrnehmungsorgane sich hält und an den Verstand, den Intellekt, der die äußeren Wahrnehmungen miteinander verknüpft. Der Mensch ist für die geisteswissenschaftliche Anschauung nicht dieses eingliedrige Wesen. Das, was die äußere Wissenschaft, was die gewöhnliche Anschauung des Tages vom Menschen geben kann, das ist für die Theosophie, für die Geisteswissenschaft nur ein Glied der gesamten menschlichen Wesenheit, das ist der physische Leib des Menschen. Dieser physische Leib des Menschen enthält in sich dieselben Stoffe, dieselben Kräfte, welche die umliegende Welt, die unorganische, die mineralische und leblose Natur enthält.

[ 16 ] Wenn wir uns nun aber fragen: Wodurch unterscheidet sich dieser physische Leib des Menschen, der in allen seinen Teilen als physischer Leib nichts anderes enthält als was auch die übrige physische Natur draußen enthält, wodurch unterscheidet er sich von dieser physischen Natur, von der mineralischen Welt, dann müssen wir Folgendes sagen. Betrachten wir selbst die schönste Form eines Minerals, irgendein besonders wunderbar gestaltetes Mineral als Kristall, sehen wir uns diese mineralische Form an! Sie besteht als Form, als ein Ganzes, wie sie uns entgegentritt, durch die physischen und chemischen Stoffe und Kräfte und geht durch diese physischen und chemischen Stoffe und Kräfte nicht zugrunde. Diese Form muss von außen zerstört werden, sei es durch äußere Eingriffe irgendeiner Willkür, sei es durch die Eingriffe der Welt ringsherum; von außen muss die Form des Minerals, das durch seine eigenen Kräfte und Gesetze physischer Natur zusammengehalten wird, zerstört werden.

[ 16 ] Wenn wir uns nun aber fragen: Wodurch unterscheidet sich dieser physische Leib des Menschen, der in allen seinen Teilen als physischer Leib nichts anderes enthält als was auch die übrige physische Natur draußen enthält, wodurch unterscheidet er sich von dieser physischen Natur, von der mineralischen Welt, dann müssen wir Folgendes sagen. Betrachten wir selbst die schönste Form eines Minerals, irgendein besonders wunderbar gestaltetes Mineral als Kristall, sehen wir uns diese mineralische Form an! Sie besteht als Form, als ein Ganzes, wie sie uns entgegentritt, durch die physischen und chemischen Stoffe und Kräfte und geht durch diese physischen und chemischen Stoffe und Kräfte nicht zugrunde. Diese Form muss von außen zerstört werden, sei es durch äußere Eingriffe irgendeiner Willkür, sei es durch die Eingriffe der Welt ringsherum; von außen muss die Form des Minerals, das durch seine eigenen Kräfte und Gesetze physischer Natur zusammengehalten wird, zerstört werden.

[ 17 ] Dies ist nicht der Fall bei der menschlichen, es ist schon nicht der Fall bei der Form irgendeines Lebewesens. Die menschliche Form des physischen Leibes — wir wollen jetzt die anderen Lebewesen, die uns heute wenig kümmern, nicht betrachten — folgt gar nicht so, wie der Mensch lebt, zwischen Geburt und Tod diesen physischen und chemischen Stoffen und Kräften, die in ihm sind. Wann folgt der physische Menschenleib den physischen Stoffen und Kräften? Wann denn? Dann folgt er den physischen Stoffen und Kräften, wenn der Mensch mit dem Tode abgeht, wenn der physische Leib Leichnam ist. Dann regen sie sich und treten sie in ihrer vollen Geltung heraus — diese in ihm befindlichen physischen Stoffe und Kräfte. Zwischen der Geburt und dem Tode hat der Mensch in geisteswissenschaftlicher Auffassung in jedem Augenblicke in sich einen Kämpfer gegen den Zerfall des physischen Leibes.

[ 17 ] Dies ist nicht der Fall bei der menschlichen, es ist schon nicht der Fall bei der Form irgendeines Lebewesens. Die menschliche Form des physischen Leibes — wir wollen jetzt die anderen Lebewesen, die uns heute wenig kümmern, nicht betrachten — folgt gar nicht so, wie der Mensch lebt, zwischen Geburt und Tod diesen physischen und chemischen Stoffen und Kräften, die in ihm sind. Wann folgt der physische Menschenleib den physischen Stoffen und Kräften? Wann denn? Dann folgt er den physischen Stoffen und Kräften, wenn der Mensch mit dem Tode abgeht, wenn der physische Leib Leichnam ist. Dann regen sie sich und treten sie in ihrer vollen Geltung heraus — diese in ihm befindlichen physischen Stoffe und Kräfte. Zwischen der Geburt und dem Tode hat der Mensch in geisteswissenschaftlicher Auffassung in jedem Augenblicke in sich einen Kämpfer gegen den Zerfall des physischen Leibes.

[ 18 ] Wir sprechen daher vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft aus von einem zweiten Gliede der menschlichen Wesenheit, das diesen physischen Leib durchdringt und in jedem von uns ein Kämpfer ist gegen den Zerfall des physischen Leibes. Dass die physischen Stoffe und Kräfte zwischen der Geburt und dem Tode oder zwischen der Empfängnis und dem Tode nicht ihren eigenen Gesetzen folgen, sondern gleichsam sich selber widersprechen, das rührt davon her, weil der Äther- oder Lebensleib als zweites Glied der menschlichen Wesenheit dieser fortdauernde Kämpfer gegen den Zerfall ist. Im Sinne der Geisteswissenschaft haben wir uns vorzustellen, dass mit dem Tode der physische Leib von dem Äther- oder Lebensleib verlassen wird. Dadurch werden die physischen Stoffe und Kräfte rege und tätig. Der Ätherleib aber geht in seine Welt ein.

[ 18 ] Wir sprechen daher vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft aus von einem zweiten Gliede der menschlichen Wesenheit, das diesen physischen Leib durchdringt und in jedem von uns ein Kämpfer ist gegen den Zerfall des physischen Leibes. Dass die physischen Stoffe und Kräfte zwischen der Geburt und dem Tode oder zwischen der Empfängnis und dem Tode nicht ihren eigenen Gesetzen folgen, sondern gleichsam sich selber widersprechen, das rührt davon her, weil der Äther- oder Lebensleib als zweites Glied der menschlichen Wesenheit dieser fortdauernde Kämpfer gegen den Zerfall ist. Im Sinne der Geisteswissenschaft haben wir uns vorzustellen, dass mit dem Tode der physische Leib von dem Äther- oder Lebensleib verlassen wird. Dadurch werden die physischen Stoffe und Kräfte rege und tätig. Der Ätherleib aber geht in seine Welt ein.

[ 19 ] Dieser Ätherleib ist nun für denjenigen Menschen, der bloß auf den Intellekt angewiesen ist, der für die äußere physische Welt gilt, höchstens eine Spekulation, höchstens etwas, was man durch Denken erreichen kann. Es gibt heute schon viele Menschen, die auch auf dem Boden der reinen naturwissenschaftlichen Gelehrsamkeit stehen und die längst abgekommen sind von der Anschauung, dass man es in einem Menschen nur zu tun hätte mit einem Konglomerat von physischen Stoffen und Kräften, die also sozusagen erspekulieren und erdenken etwas, was hinter den physischen Stoffen und Kräften ist, und ihnen in jedem Lebewesen ihre besondere Organisation anweisen. Es bleibt also für ein solches Denken Spekulation.

[ 19 ] Dieser Ätherleib ist nun für denjenigen Menschen, der bloß auf den Intellekt angewiesen ist, der für die äußere physische Welt gilt, höchstens eine Spekulation, höchstens etwas, was man durch Denken erreichen kann. Es gibt heute schon viele Menschen, die auch auf dem Boden der reinen naturwissenschaftlichen Gelehrsamkeit stehen und die längst abgekommen sind von der Anschauung, dass man es in einem Menschen nur zu tun hätte mit einem Konglomerat von physischen Stoffen und Kräften, die also sozusagen erspekulieren und erdenken etwas, was hinter den physischen Stoffen und Kräften ist, und ihnen in jedem Lebewesen ihre besondere Organisation anweisen. Es bleibt also für ein solches Denken Spekulation.

[ 20 ] Für jene Entwicklung des Menschen, die vorgestern hier vor Ihnen enthüllt worden ist, für das, was wir das entwickelte Bewusstsein des Sehers nennen können, ist dieser Äther- oder Lebensleib eine Realität, etwas, was zu ihm gehört, was ihm entgegentritt, wenn er zum Beispiel das imaginative Denken herausgebildet hat. Da nimmt er wohl wahr, wie ein wirklich reales Wesen im Tode aus dem menschlichen physischen Leibe heraustritt. Nur darf sich niemand von diesem Äther- oder Lebensleib eine solche Vorstellung machen, als ob dieser Äther- oder Lebensleib nun wiederum eigentlich eine Art physischer Leib wäre, nur recht dünn, recht nebulos. Nein, auf keinerlei Weise ist er physisch wahrnehmbar, er ist eben nur für das geöffnete Auge des Sehers wahrnehmbar, für geistige Augen allein nur ist er sichtbar und wahrnehmbar. Das ist also das zweite Glied der menschlichen Wesenheit, und es ist großer Wert darauf zu legen, dass dieser — gleichsam - Doppelgänger des menschlichen physischen Leibes als eine besondere reale Wesenheit angesehen wird.

[ 20 ] Für jene Entwicklung des Menschen, die vorgestern hier vor Ihnen enthüllt worden ist, für das, was wir das entwickelte Bewusstsein des Sehers nennen können, ist dieser Äther- oder Lebensleib eine Realität, etwas, was zu ihm gehört, was ihm entgegentritt, wenn er zum Beispiel das imaginative Denken herausgebildet hat. Da nimmt er wohl wahr, wie ein wirklich reales Wesen im Tode aus dem menschlichen physischen Leibe heraustritt. Nur darf sich niemand von diesem Äther- oder Lebensleib eine solche Vorstellung machen, als ob dieser Äther- oder Lebensleib nun wiederum eigentlich eine Art physischer Leib wäre, nur recht dünn, recht nebulos. Nein, auf keinerlei Weise ist er physisch wahrnehmbar, er ist eben nur für das geöffnete Auge des Sehers wahrnehmbar, für geistige Augen allein nur ist er sichtbar und wahrnehmbar. Das ist also das zweite Glied der menschlichen Wesenheit, und es ist großer Wert darauf zu legen, dass dieser — gleichsam - Doppelgänger des menschlichen physischen Leibes als eine besondere reale Wesenheit angesehen wird.

[ 21 ] Nicht darf vom Standpunkte der Geisteswissenschaft eingewendet werden: Man kann ja anerkennen, dass diese Lebenserscheinungen, die im Menschen auftreten, etwas Besonderes seien; aber sie sind eben Funktionen, Tätigkeiten des physischen Leibes, seines komplizierten Zusammenwirkens. Nein! Für die Geisteswissenschaft ist gerade das Umgekehrte der Fall; dasjenige, was physisch auftritt, was als physische Tätigkeit des Organismus erscheint, ist ein Ausfluss des Geistigen. Zunächst ist das, was im physischen Leibe auftritt, sei es die Zirkulation des Blutes, sei es die reguläre Tätigkeit des Atmungssystems, sei es die Tätigkeit des Verdauungsapparates, — alles, alles, was da im physischen Leibe auftritt, das ist herausgekraftet, das ist herausentwickelt aus diesem Ätherleib oder Lebensleib. Er ist das Höhere, und wir werden noch insbesondere bei dem nächsten Gliede der menschlichen Wesenheit anzuführen haben, wie wir uns das zu denken haben, wie wir sozusagen als das Aktive, Tätige die höheren Glieder anzusehen haben.

[ 21 ] Nicht darf vom Standpunkte der Geisteswissenschaft eingewendet werden: Man kann ja anerkennen, dass diese Lebenserscheinungen, die im Menschen auftreten, etwas Besonderes seien; aber sie sind eben Funktionen, Tätigkeiten des physischen Leibes, seines komplizierten Zusammenwirkens. Nein! Für die Geisteswissenschaft ist gerade das Umgekehrte der Fall; dasjenige, was physisch auftritt, was als physische Tätigkeit des Organismus erscheint, ist ein Ausfluss des Geistigen. Zunächst ist das, was im physischen Leibe auftritt, sei es die Zirkulation des Blutes, sei es die reguläre Tätigkeit des Atmungssystems, sei es die Tätigkeit des Verdauungsapparates, — alles, alles, was da im physischen Leibe auftritt, das ist herausgekraftet, das ist herausentwickelt aus diesem Ätherleib oder Lebensleib. Er ist das Höhere, und wir werden noch insbesondere bei dem nächsten Gliede der menschlichen Wesenheit anzuführen haben, wie wir uns das zu denken haben, wie wir sozusagen als das Aktive, Tätige die höheren Glieder anzusehen haben.

[ 22 ] Sogar in Bezug auf das Materielle ist für die Geisteswissenschaft der physische Leib etwas, was sich aus dem Ätherleib im Verlaufe der Entwicklung so herauskristallisiert hat, wie ein Stück Eis sich aus dem Wasser herauskristallisiert; er ist also gleichsam eine Verdichtung des Ätherleibes, und alle die Kräfte, welche das Blut in Umlauf bringen, alle die Kräfte, welche im physischen Leibe tätig sind, sind als solche aus dem Ätherleib herausgeboren. Diesen Ätherleib oder Lebensleib - und ich bitte, den Ausdruck «Äther» nicht zu verwechseln mit dem, was die Physiker als «Äther» bezeichnen, denn der hypothetische Äther der Physik hat damit höchstens den Namen gemein — hat der Mensch mit der Pflanze gemeinschaftlich. Auch die Pflanze und jedes lebende Wesen hat einen solchen Lebensleib oder Ätherleib.

[ 22 ] Sogar in Bezug auf das Materielle ist für die Geisteswissenschaft der physische Leib etwas, was sich aus dem Ätherleib im Verlaufe der Entwicklung so herauskristallisiert hat, wie ein Stück Eis sich aus dem Wasser herauskristallisiert; er ist also gleichsam eine Verdichtung des Ätherleibes, und alle die Kräfte, welche das Blut in Umlauf bringen, alle die Kräfte, welche im physischen Leibe tätig sind, sind als solche aus dem Ätherleib herausgeboren. Diesen Ätherleib oder Lebensleib - und ich bitte, den Ausdruck «Äther» nicht zu verwechseln mit dem, was die Physiker als «Äther» bezeichnen, denn der hypothetische Äther der Physik hat damit höchstens den Namen gemein — hat der Mensch mit der Pflanze gemeinschaftlich. Auch die Pflanze und jedes lebende Wesen hat einen solchen Lebensleib oder Ätherleib.

[ 23 ] Nunmehr erheben wir uns aber zu dem dritten Gliede der menschlichen Wesenheit. Wir bekommen gleich eine Vorstellung davon, wenn wir uns denken, ein Mensch stehe vor uns, und uns nun fragen: Ist an diesem Menschen, der da vor uns steht, wirklich nichts anderes als dasjenige, was die äußeren Augen sehen und die Ohren in seiner Stimme von ihm hören können, was die Hände tasten können? Ist innerhalb dieser Haut nichts anderes enthalten? Nun, die Seele dieses Menschen kann uns sagen, dass noch etwas ganz anderes innerhalb dieser Haut ist: Ein Geschöpf, eine Summe von Begierden, Trieben und Leidenschaften, eine Summe von Lust und Leid, von Vorstellungen, von sittlichen Idealen, von intellektuellen Ideen — das alles lebt da vor uns.

[ 23 ] Nunmehr erheben wir uns aber zu dem dritten Gliede der menschlichen Wesenheit. Wir bekommen gleich eine Vorstellung davon, wenn wir uns denken, ein Mensch stehe vor uns, und uns nun fragen: Ist an diesem Menschen, der da vor uns steht, wirklich nichts anderes als dasjenige, was die äußeren Augen sehen und die Ohren in seiner Stimme von ihm hören können, was die Hände tasten können? Ist innerhalb dieser Haut nichts anderes enthalten? Nun, die Seele dieses Menschen kann uns sagen, dass noch etwas ganz anderes innerhalb dieser Haut ist: Ein Geschöpf, eine Summe von Begierden, Trieben und Leidenschaften, eine Summe von Lust und Leid, von Vorstellungen, von sittlichen Idealen, von intellektuellen Ideen — das alles lebt da vor uns.

[ 24 ] Und für den primitiven Menschen ist das, was eben jetzt genannt worden ist, wahrhaftig eine höhere, unmittelbarere Realität als dasjenige, was als Muskeln oder Knochen oder Blut in seinem Leibe lebt, von denen er vielleicht als primitiver Mensch nur eine sehr ungenaue Vorstellung hat. Viel näher seiner Seele, viel realer für ihn ist dasjenige, was eben genannt wurde, als Summe von Lust und Leid, von Trieb, Begierde und Leidenschaft. Diese Summe bezeichnen wir als das dritte Glied der menschlichen Wesenheit, und wir wollen uns nun gerade an diesem dritten Gliede klarmachen, wie sich die Geisteswissenschaft stellen muss zu dem, was wir hier als reelle Glieder des Menschen anführen.

[ 24 ] Und für den primitiven Menschen ist das, was eben jetzt genannt worden ist, wahrhaftig eine höhere, unmittelbarere Realität als dasjenige, was als Muskeln oder Knochen oder Blut in seinem Leibe lebt, von denen er vielleicht als primitiver Mensch nur eine sehr ungenaue Vorstellung hat. Viel näher seiner Seele, viel realer für ihn ist dasjenige, was eben genannt wurde, als Summe von Lust und Leid, von Trieb, Begierde und Leidenschaft. Diese Summe bezeichnen wir als das dritte Glied der menschlichen Wesenheit, und wir wollen uns nun gerade an diesem dritten Gliede klarmachen, wie sich die Geisteswissenschaft stellen muss zu dem, was wir hier als reelle Glieder des Menschen anführen.

[ 25 ] Der materialistische Denker oder auch der bloß realistische Denker wird sagen: Durch das Zusammenwirken der Kräfte im Menschenleibe werden Trieb, Begierde und so weiter erzeugt. Da würde dasjenige, was wir so als das dritte Glied bezeichnen, nur wie ein Resultat der physischen Tätigkeit erscheinen, etwa wie das Vorrücken des Zeigers einer Uhr als ein Resultat der mechanischen Einrichtung des Werkes erscheint. Für denjenigen, der mit dem hellseherischen Bewusstsein ausgestattet ist in dem Sinne, wie das vorgestern erwähnt wurde, ist dieses dritte Glied der menschlichen Wesenheit das, was man - man stoße sich nicht an dem Ausdruck — den astralischen Leib nennt, eine Tatsache. Denn während man im Tode den Ätherleib hellseherisch aus dem physischen Leibe sich herausheben sieht und dadurch der physische Leib den physischen Stoffen und Kräften in ihrer Eigenart übergeben wird, sieht das entwickelte Bewusstsein des Schers den astralischen Leib des Abends, wenn der Mensch einschläft, herausrücken aus dem physischen Leib und dem Ätherleib, die im gewöhnlichen Schlafe miteinander verbunden bleiben, und es geht dieser astralische Leib, dieses dritte Glied der menschlichen Wesenheit, diese Summe von Trieben, Begierden, Leidenschaften, Instinkten und Lust und Leid, in eine Welt über, in der der Mensch allerdings nicht wahrnehmen kann, in der er aber lebt zwischen dem Moment des Einschlafens und dem Moment des Aufwachens.

[ 25 ] Der materialistische Denker oder auch der bloß realistische Denker wird sagen: Durch das Zusammenwirken der Kräfte im Menschenleibe werden Trieb, Begierde und so weiter erzeugt. Da würde dasjenige, was wir so als das dritte Glied bezeichnen, nur wie ein Resultat der physischen Tätigkeit erscheinen, etwa wie das Vorrücken des Zeigers einer Uhr als ein Resultat der mechanischen Einrichtung des Werkes erscheint. Für denjenigen, der mit dem hellseherischen Bewusstsein ausgestattet ist in dem Sinne, wie das vorgestern erwähnt wurde, ist dieses dritte Glied der menschlichen Wesenheit das, was man - man stoße sich nicht an dem Ausdruck — den astralischen Leib nennt, eine Tatsache. Denn während man im Tode den Ätherleib hellseherisch aus dem physischen Leibe sich herausheben sieht und dadurch der physische Leib den physischen Stoffen und Kräften in ihrer Eigenart übergeben wird, sieht das entwickelte Bewusstsein des Schers den astralischen Leib des Abends, wenn der Mensch einschläft, herausrücken aus dem physischen Leib und dem Ätherleib, die im gewöhnlichen Schlafe miteinander verbunden bleiben, und es geht dieser astralische Leib, dieses dritte Glied der menschlichen Wesenheit, diese Summe von Trieben, Begierden, Leidenschaften, Instinkten und Lust und Leid, in eine Welt über, in der der Mensch allerdings nicht wahrnehmen kann, in der er aber lebt zwischen dem Moment des Einschlafens und dem Moment des Aufwachens.

[ 26 ] Nun kann ja natürlich derjenige, der nur an seine Sinne sich halten will, fragen: Kannst du dir denn vorstellen, dass irgendwo bloße Leidenschaften, bloße Begierden, bloße Triebe schweben? — Ja, das ist eben dasjenige, was die Menschheit allmählich immer mehr in ihre Denkgewohnheiten wird aufnehmen müssen, wenn sie vorrücken will zu einer wirklichen Erkenntnis der übersinnlichen Welt, dass eine Existenz dieses Seelischen für sich selbst durchaus vorhanden und möglich ist, ja dass ebenso, wie wir früher gesehen haben, dass der physische Leib wie eine Art Verdichtung des Ätherleibes erscheint, so auch der Ätherleib wie eine Verdichtung dieses seelischen, geistigen Gebildes, das wir jetzt als Astralleib ansprechen, erscheint.

[ 26 ] Nun kann ja natürlich derjenige, der nur an seine Sinne sich halten will, fragen: Kannst du dir denn vorstellen, dass irgendwo bloße Leidenschaften, bloße Begierden, bloße Triebe schweben? — Ja, das ist eben dasjenige, was die Menschheit allmählich immer mehr in ihre Denkgewohnheiten wird aufnehmen müssen, wenn sie vorrücken will zu einer wirklichen Erkenntnis der übersinnlichen Welt, dass eine Existenz dieses Seelischen für sich selbst durchaus vorhanden und möglich ist, ja dass ebenso, wie wir früher gesehen haben, dass der physische Leib wie eine Art Verdichtung des Ätherleibes erscheint, so auch der Ätherleib wie eine Verdichtung dieses seelischen, geistigen Gebildes, das wir jetzt als Astralleib ansprechen, erscheint.

[ 27 ] Sie können sich aus dem gewöhnlichen Leben, wenn Sie unbefangen und sicher zu denken sich entschließen, eine Vorstellung machen, wie das Seelische, Geistige auf das Physische wirkt. Wir nehmen da zwei allbekannte innere Seelenerlebnisse, wir nehmen das, was man das Schamgefühl nennt, und das, was man Angst- oder Furchtgefühl nennt. Schamgefühl — der Mensch errötet dabei; Furchtgefühl — der Mensch wird blass. Was bedeutet das zunächst sinnlich, physisch? Das Blut wird bei dem, dem die Schamröte, wie wir sagen, ins Gesicht steigt, eine ganz bestimmte Bewegung zu erfüllen haben, es wird sozusagen aus dem Innern des Körpers nach der Oberfläche getrieben; das Umgekehrte tritt ein, wenn der Mensch unter dem Furcht- oder Angstgefühl erblasst.

[ 27 ] Sie können sich aus dem gewöhnlichen Leben, wenn Sie unbefangen und sicher zu denken sich entschließen, eine Vorstellung machen, wie das Seelische, Geistige auf das Physische wirkt. Wir nehmen da zwei allbekannte innere Seelenerlebnisse, wir nehmen das, was man das Schamgefühl nennt, und das, was man Angst- oder Furchtgefühl nennt. Schamgefühl — der Mensch errötet dabei; Furchtgefühl — der Mensch wird blass. Was bedeutet das zunächst sinnlich, physisch? Das Blut wird bei dem, dem die Schamröte, wie wir sagen, ins Gesicht steigt, eine ganz bestimmte Bewegung zu erfüllen haben, es wird sozusagen aus dem Innern des Körpers nach der Oberfläche getrieben; das Umgekehrte tritt ein, wenn der Mensch unter dem Furcht- oder Angstgefühl erblasst.

[ 28 ] Nur derjenige, der sich hier in verirrende Spekulationen einlässt, könnte im Physischen die Gründe für das Psychische suchen. Derjenige, der unbefangen und sicher denkt, wird sich fragen: Was ist da in der Seele vorgegangen? Schamgefühl ist ein Erlebnis der Seele, etwas rein Seelisches, Furchtgefühl ist etwas rein Seelisches. Was tun sie? Sie bringen eine physische Tätigkeit hervor, sie bringen eine Tätigkeit in der Bewegung des Blutes hervor, es ist ein physischer Vorgang, bewirkt durch etwas Seelisches. Das ist das naturgemäße Denken auf diesem Gebiete, das ist sozusagen der letzte Rest, wie wir uns zu denken haben das Seelische in seiner Wirkung auf das Materielle. Wie wirklich das Blut unter dem seelischen Einflusse in Bezug auf seine Bewegung, in Bezug auf seine Lagerung verändert wird, so müssen wir uns nunmehr nur denken, dass im Grunde alles materielle Geschehen bedingt und bewirkt ist durch seine seelisch-geistigen Ursachen, die dahinterliegen und die der Mensch nur nicht überall so leicht wahrnimmt wie in diesem primitiven Falle, der aber als Beispiel dienen kann.

[ 28 ] Nur derjenige, der sich hier in verirrende Spekulationen einlässt, könnte im Physischen die Gründe für das Psychische suchen. Derjenige, der unbefangen und sicher denkt, wird sich fragen: Was ist da in der Seele vorgegangen? Schamgefühl ist ein Erlebnis der Seele, etwas rein Seelisches, Furchtgefühl ist etwas rein Seelisches. Was tun sie? Sie bringen eine physische Tätigkeit hervor, sie bringen eine Tätigkeit in der Bewegung des Blutes hervor, es ist ein physischer Vorgang, bewirkt durch etwas Seelisches. Das ist das naturgemäße Denken auf diesem Gebiete, das ist sozusagen der letzte Rest, wie wir uns zu denken haben das Seelische in seiner Wirkung auf das Materielle. Wie wirklich das Blut unter dem seelischen Einflusse in Bezug auf seine Bewegung, in Bezug auf seine Lagerung verändert wird, so müssen wir uns nunmehr nur denken, dass im Grunde alles materielle Geschehen bedingt und bewirkt ist durch seine seelisch-geistigen Ursachen, die dahinterliegen und die der Mensch nur nicht überall so leicht wahrnimmt wie in diesem primitiven Falle, der aber als Beispiel dienen kann.

[ 29 ] Nun zeigt die Geisteswissenschaft, wenn Sie sich immer mehr auf sie einlassen, dass nicht bloß äußere Tätigkeiten und Vorgänge durch geistig-seelische bewirkt werden, sondern dass die Materie selbst sich herauskristallisiert aus dem Geiste, sodass alles, was nach Stoff und Kraft physisch uns entgegentritt, als eine Verdichtung, grob gesprochen, des Geistig-Seelischen uns erscheint. Und so ist uns dieser astralische Leib des Menschen dasjenige, was wir in seiner Selbstständigkeit festhalten müssen, was wir als selbstständiges Glied, das sich Ausdrucksmittel in dem physischen und Ätherleib schafft, anzusprechen haben.

[ 29 ] Nun zeigt die Geisteswissenschaft, wenn Sie sich immer mehr auf sie einlassen, dass nicht bloß äußere Tätigkeiten und Vorgänge durch geistig-seelische bewirkt werden, sondern dass die Materie selbst sich herauskristallisiert aus dem Geiste, sodass alles, was nach Stoff und Kraft physisch uns entgegentritt, als eine Verdichtung, grob gesprochen, des Geistig-Seelischen uns erscheint. Und so ist uns dieser astralische Leib des Menschen dasjenige, was wir in seiner Selbstständigkeit festhalten müssen, was wir als selbstständiges Glied, das sich Ausdrucksmittel in dem physischen und Ätherleib schafft, anzusprechen haben.

[ 30 ] Und innerhalb dieses astralischen Leibes sehen wir dann das vierte Glied der menschlichen Wesenheit. Wenn wir den astralischen Leib betrachten, so können wir sagen: Wenn er auch bei der Tierheit nicht so vollkommen ist wie beim Menschen — der Mensch hat diesen Leib mit dem Tier gemein. Wie er seinen physischen Leib mit der mineralischen Welt, den Ätherleib mit der Pflanze gemeinsam hat, so hat er den astralischen Leib mit der Tierheit gemeinschaftlich. Dann gibt es aber ein viertes Glied der menschlichen Wesenheit, durch welches der Mensch die Krone der Erdenschöpfung ist, wodurch er sich von allen ihm zunächstliegenden, in der physischen Welt befindlichen Geschöpfen und Wesenheiten unterscheidet. Das ist das, was wir in der Geisteswissenschaft den eigentlichen «Ichträger» nennen.

[ 30 ] Und innerhalb dieses astralischen Leibes sehen wir dann das vierte Glied der menschlichen Wesenheit. Wenn wir den astralischen Leib betrachten, so können wir sagen: Wenn er auch bei der Tierheit nicht so vollkommen ist wie beim Menschen — der Mensch hat diesen Leib mit dem Tier gemein. Wie er seinen physischen Leib mit der mineralischen Welt, den Ätherleib mit der Pflanze gemeinsam hat, so hat er den astralischen Leib mit der Tierheit gemeinschaftlich. Dann gibt es aber ein viertes Glied der menschlichen Wesenheit, durch welches der Mensch die Krone der Erdenschöpfung ist, wodurch er sich von allen ihm zunächstliegenden, in der physischen Welt befindlichen Geschöpfen und Wesenheiten unterscheidet. Das ist das, was wir in der Geisteswissenschaft den eigentlichen «Ichträger» nennen.

[ 31 ] Schon einmal habe ich es hier angeführt; heute soll es nur [herJangezogen werden, damit wir das Thema so behandeln können, wie wir es gestellt haben. Es gibt in unserer Sprache einen Namen, welcher sich unterscheidet von allen anderen Namen. «Glocke» können Sie zu jeder Glocke sagen, «Pult» zu jedem Pult, «Uhr» zu jeder Uhr - alles kann mit einem Namen von außen bezeichnet werden. Nur ein einziges nicht, und dieses Einzige trägt in unserer Sprache für jeden Menschen den Namen, den einfachen Namen «Ich». Niemals kann der Name «Ich», wenn er das Innerste Ihres eigenen Wesens bezeichnen soll, von außen an Ihr Ohr klingen, niemals kann Ihnen jemand «Ich» zurufen und dabei Sie meinen.

[ 31 ] Schon einmal habe ich es hier angeführt; heute soll es nur [herJangezogen werden, damit wir das Thema so behandeln können, wie wir es gestellt haben. Es gibt in unserer Sprache einen Namen, welcher sich unterscheidet von allen anderen Namen. «Glocke» können Sie zu jeder Glocke sagen, «Pult» zu jedem Pult, «Uhr» zu jeder Uhr - alles kann mit einem Namen von außen bezeichnet werden. Nur ein einziges nicht, und dieses Einzige trägt in unserer Sprache für jeden Menschen den Namen, den einfachen Namen «Ich». Niemals kann der Name «Ich», wenn er das Innerste Ihres eigenen Wesens bezeichnen soll, von außen an Ihr Ohr klingen, niemals kann Ihnen jemand «Ich» zurufen und dabei Sie meinen.

[ 32 ] Hier haben Sie schon in der Namengebung etwas, was Sie hinleiten kann zu dem Charakter dieses eigentlichen, menschlichsten Gliedes der menschlichen Wesenheit, des vierten Gliedes, durch das der Mensch die Krone der Erdenschöpfung ist. Diejenigen, die das empfunden haben, dass da das menschliche Innere sich ankündigt, das von innen aus, durch geistige Wahrnehmung erfahren werden muss, haben immer in dieser Ich-Wesenheit gesehen etwas wie einen Tropfen aus dem Meere der göttlichen Substanz. Daher wurde dieses «Ich» oder «Ich bin» von gewissen Religionen, die eine Einsicht hatten in diese Dinge, als der unaussprechliche Name Gottes bezeichnet in der menschlichen Brust, unaussprechlich für die äußere Welt; er kann nur ertönen, wenn das Göttliche im Menschen in sich selbst seiner bewusst wird. Was im Menschen dieses «Ich» trägt, dieses Ich, das zum Beispiel von dem Gotte des Alten Testaments ins Göttliche erhoben bezeichnet wird mit dem berühmten Worte [«Jehova»], dieses vierte Glied bezeichnen wir daher auch als den «Ich-Träger», als das Innerste des Menschen, wodurch er sich von den um ihn herumliegenden Wesenheiten und Kräften unterscheidet.

[ 32 ] Hier haben Sie schon in der Namengebung etwas, was Sie hinleiten kann zu dem Charakter dieses eigentlichen, menschlichsten Gliedes der menschlichen Wesenheit, des vierten Gliedes, durch das der Mensch die Krone der Erdenschöpfung ist. Diejenigen, die das empfunden haben, dass da das menschliche Innere sich ankündigt, das von innen aus, durch geistige Wahrnehmung erfahren werden muss, haben immer in dieser Ich-Wesenheit gesehen etwas wie einen Tropfen aus dem Meere der göttlichen Substanz. Daher wurde dieses «Ich» oder «Ich bin» von gewissen Religionen, die eine Einsicht hatten in diese Dinge, als der unaussprechliche Name Gottes bezeichnet in der menschlichen Brust, unaussprechlich für die äußere Welt; er kann nur ertönen, wenn das Göttliche im Menschen in sich selbst seiner bewusst wird. Was im Menschen dieses «Ich» trägt, dieses Ich, das zum Beispiel von dem Gotte des Alten Testaments ins Göttliche erhoben bezeichnet wird mit dem berühmten Worte [«Jehova»], dieses vierte Glied bezeichnen wir daher auch als den «Ich-Träger», als das Innerste des Menschen, wodurch er sich von den um ihn herumliegenden Wesenheiten und Kräften unterscheidet.

[ 33 ] So stellen wir uns den Menschen, wie er heute vor uns steht, als ein viergliedriges Wesen vor, wie schon die Pythagoreische Schule sich ihn vorgestellt hat, als ein Wesen, das besteht zunächst aus dem physischen Leibe, den wir mit den Augen sehen, mit Händen tasten können, den die physische Wissenschaft untersucht, die wahrhaftig nicht durch die Theosophie oder Geisteswissenschaft in ihren großen, bewunderungswürdigen Resultaten irgendwie herabgewürdigt, sondern voll anerkannt werden soll. Wir haben dann als das zweite Glied der menschlichen Wesenheit den Äther- oder Lebensleib, als drittes Glied der menschlichen Wesenheit den astralischen Leib und als viertes Glied den Ich-Träger.

[ 33 ] So stellen wir uns den Menschen, wie er heute vor uns steht, als ein viergliedriges Wesen vor, wie schon die Pythagoreische Schule sich ihn vorgestellt hat, als ein Wesen, das besteht zunächst aus dem physischen Leibe, den wir mit den Augen sehen, mit Händen tasten können, den die physische Wissenschaft untersucht, die wahrhaftig nicht durch die Theosophie oder Geisteswissenschaft in ihren großen, bewunderungswürdigen Resultaten irgendwie herabgewürdigt, sondern voll anerkannt werden soll. Wir haben dann als das zweite Glied der menschlichen Wesenheit den Äther- oder Lebensleib, als drittes Glied der menschlichen Wesenheit den astralischen Leib und als viertes Glied den Ich-Träger.

[ 34 ] Im Schlafe geht der Ich-Träger mit dem astralischen Leibe aus dem physischen Leibe und dem Ätherleibe heraus, der physische Leib und der Ätherleib bleiben im Bette, der astralische Leib und das Ich leben in der Welt des Geistigen, sammeln da Kräfte, um die in der Ermüdung zum Ausdruck kommenden Erscheinungen des menschlichen Lebens wieder zum Ausgleich zu bringen und des Morgens wieder unterzutauchen in den physischen oder Ätherleib, um sich der physischen Organe zu bedienen und durch sie mit der physischen Welt draußen in Verbindung zu kommen.

[ 34 ] Im Schlafe geht der Ich-Träger mit dem astralischen Leibe aus dem physischen Leibe und dem Ätherleibe heraus, der physische Leib und der Ätherleib bleiben im Bette, der astralische Leib und das Ich leben in der Welt des Geistigen, sammeln da Kräfte, um die in der Ermüdung zum Ausdruck kommenden Erscheinungen des menschlichen Lebens wieder zum Ausgleich zu bringen und des Morgens wieder unterzutauchen in den physischen oder Ätherleib, um sich der physischen Organe zu bedienen und durch sie mit der physischen Welt draußen in Verbindung zu kommen.

[ 35 ] Im Tode aber sehen wir wieder, wie der physische Leib zurückbleibt und das Ich, der astralische Leib und der Ätherleib aus dem Menschen herausgehen, wie dann später — das kann heute nur erzählt werden — ein großer Teil des Ätherleibes sich loslöst wie ein zweiter Leichnam, sodass der Mensch nur mit etwas wie einer Essenz des Ätherleibes weiterlebt ein geistiges Dasein, indem später sich gewisse Glieder des astralischen Leibes als ein dritter, unsichtbarer Leichnam loslösen. Das würde nun dazu führen, das Menschenleben nach dem Tode zu beschreiben; darauf soll heute nur hingedeutet werden.

[ 35 ] Im Tode aber sehen wir wieder, wie der physische Leib zurückbleibt und das Ich, der astralische Leib und der Ätherleib aus dem Menschen herausgehen, wie dann später — das kann heute nur erzählt werden — ein großer Teil des Ätherleibes sich loslöst wie ein zweiter Leichnam, sodass der Mensch nur mit etwas wie einer Essenz des Ätherleibes weiterlebt ein geistiges Dasein, indem später sich gewisse Glieder des astralischen Leibes als ein dritter, unsichtbarer Leichnam loslösen. Das würde nun dazu führen, das Menschenleben nach dem Tode zu beschreiben; darauf soll heute nur hingedeutet werden.

[ 36 ] So haben wir nun das Wesen des Menschen, wenn wir es in seiner Ganzheit vom theosophischen oder geisteswissenschaftlichen Standpunkt betrachten, in diesen vier Gliedern vor uns. Nunmehr wollen wir ein wenig in ihrer gegenseitigen Beziehung, nach ihrem Werte, diese vier Glieder des Menschen abwägen.

[ 36 ] So haben wir nun das Wesen des Menschen, wenn wir es in seiner Ganzheit vom theosophischen oder geisteswissenschaftlichen Standpunkt betrachten, in diesen vier Gliedern vor uns. Nunmehr wollen wir ein wenig in ihrer gegenseitigen Beziehung, nach ihrem Werte, diese vier Glieder des Menschen abwägen.

[ 37 ] Von einem gewissen Gesichtspunkt aus könnte jemand sagen: Der physische Leib ist das unterste Glied der menschlichen Wesenheit, er ist das äußerlich Physische, der Ätherleib ist schon geistiger und feiner, der astralische Leib noch geistiger, das Ich ist das Geistigste. So könnte man sagen: Das Ich ist das geistig Höchste und Vollkommenste, der physische Leib ist das Unvollkommenste. Dies ist aber nur in einer Hinsicht der Fall. Nach einer anderen Hinsicht - und darauf kommt es an, wenn wir den Menschen in seinem Verhältnis zum Universum betrachten wollen — ist gerade der physische Menschenleib das vollkommenste Glied der Menschennatur. Wenn wir ihn nur wirklich nicht mit dem bloßen Verstand betrachten, sondern mit unserer ganzen Seele uns hineinversenken in seine wunderbare Gliedlichkeit, dann werden wir schon sehen, wie dieser physische Leib in seiner Art heute wesentlich vollkommener ist als der astralische Leib.

[ 37 ] Von einem gewissen Gesichtspunkt aus könnte jemand sagen: Der physische Leib ist das unterste Glied der menschlichen Wesenheit, er ist das äußerlich Physische, der Ätherleib ist schon geistiger und feiner, der astralische Leib noch geistiger, das Ich ist das Geistigste. So könnte man sagen: Das Ich ist das geistig Höchste und Vollkommenste, der physische Leib ist das Unvollkommenste. Dies ist aber nur in einer Hinsicht der Fall. Nach einer anderen Hinsicht - und darauf kommt es an, wenn wir den Menschen in seinem Verhältnis zum Universum betrachten wollen — ist gerade der physische Menschenleib das vollkommenste Glied der Menschennatur. Wenn wir ihn nur wirklich nicht mit dem bloßen Verstand betrachten, sondern mit unserer ganzen Seele uns hineinversenken in seine wunderbare Gliedlichkeit, dann werden wir schon sehen, wie dieser physische Leib in seiner Art heute wesentlich vollkommener ist als der astralische Leib.

[ 38 ] Betrachten Sie den astralischen Leib, den Träger von Lust und Leid, von Begierde und Leidenschaft, in seinem Verhältnis zu dem physischen Leib nur — man möchte sagen — in groben Zügen, dann müssen Sie sich sagen: Welcher Wunderbau ist dieses menschliche Herz, welcher Wunderbau dieses menschliche Gehirn und das ganze Zusammenstreben aller einzelnen physischen Organe des Menschen! Was tut gegenüber diesen wunderbaren harmonischen Stimmen der einzelnen physischen Menschenorgane und ihrem Zusammenklang oft der astralische Leib des Menschen, der Träger von Trieb, Begierde und Leidenschaft? Er ist oft der Störenfried, er ist dasjenige, was in den physischen Menschenleib Unordnung und Disharmonie bringt. Der Genuss, die Begierde — alles das haftet ja nicht an dem physischen Leib, alles das haftet an dem astralischen Leib.

[ 38 ] Betrachten Sie den astralischen Leib, den Träger von Lust und Leid, von Begierde und Leidenschaft, in seinem Verhältnis zu dem physischen Leib nur — man möchte sagen — in groben Zügen, dann müssen Sie sich sagen: Welcher Wunderbau ist dieses menschliche Herz, welcher Wunderbau dieses menschliche Gehirn und das ganze Zusammenstreben aller einzelnen physischen Organe des Menschen! Was tut gegenüber diesen wunderbaren harmonischen Stimmen der einzelnen physischen Menschenorgane und ihrem Zusammenklang oft der astralische Leib des Menschen, der Träger von Trieb, Begierde und Leidenschaft? Er ist oft der Störenfried, er ist dasjenige, was in den physischen Menschenleib Unordnung und Disharmonie bringt. Der Genuss, die Begierde — alles das haftet ja nicht an dem physischen Leib, alles das haftet an dem astralischen Leib.

[ 39 ] Und nun bedenken Sie, zu welchen Genüssen, zu welchen Leidenschaften der astralische Leib den Menschen drängt, wie die Menschen durch ihre Leidenschaften, Genüsse und Begierden eigentlich fortwährend Attacken auf ihren physischen Leib ausführen, wie viele von den Genussmitteln des Menschen wahre Herzensgifte sind! Wie ist es doch wunderbar, dass dieser physische Leib in seinem Herzen ein Organ hat, so wunderbar aufgebaut, dass es den Attacken des astralischen Leibes oftmals durch Jahrzehnte standhält!

[ 39 ] Und nun bedenken Sie, zu welchen Genüssen, zu welchen Leidenschaften der astralische Leib den Menschen drängt, wie die Menschen durch ihre Leidenschaften, Genüsse und Begierden eigentlich fortwährend Attacken auf ihren physischen Leib ausführen, wie viele von den Genussmitteln des Menschen wahre Herzensgifte sind! Wie ist es doch wunderbar, dass dieser physische Leib in seinem Herzen ein Organ hat, so wunderbar aufgebaut, dass es den Attacken des astralischen Leibes oftmals durch Jahrzehnte standhält!

[ 40 ] In seiner Art ist der physische Leib das vollkommenste Glied, das der Mensch heute hat, wenn es auch das unterste ist. Dann kommt der Ätherleib — er ist um einen Grad unvollkommener als der physische Menschenleib; der astralische Leib ist wesentlich unvollkommener, und das eigentliche Ich — oh, das ist das Baby unter den Gliedern der Menschennatur, das ist heute noch der unvollkommenste Teil der Menschennatur, dieses Ich, das der Mensch kaum erfassen kann, das für viele überhaupt als so unfassbar gilt, dass dasjenige gilt, was schon vorgestern als Ausspruch des großen Philosophen Fichte angeführt wurde: Die meisten Menschen würden sich lieber für ein Stück Lava im Mond als für ein Ich halten; es gehört schon etwas dazu, dieses Ich zu erhaschen, es für etwas Reales zu halten, es ist eigentlich ein Punkt - möchte man sagen.

[ 40 ] In seiner Art ist der physische Leib das vollkommenste Glied, das der Mensch heute hat, wenn es auch das unterste ist. Dann kommt der Ätherleib — er ist um einen Grad unvollkommener als der physische Menschenleib; der astralische Leib ist wesentlich unvollkommener, und das eigentliche Ich — oh, das ist das Baby unter den Gliedern der Menschennatur, das ist heute noch der unvollkommenste Teil der Menschennatur, dieses Ich, das der Mensch kaum erfassen kann, das für viele überhaupt als so unfassbar gilt, dass dasjenige gilt, was schon vorgestern als Ausspruch des großen Philosophen Fichte angeführt wurde: Die meisten Menschen würden sich lieber für ein Stück Lava im Mond als für ein Ich halten; es gehört schon etwas dazu, dieses Ich zu erhaschen, es für etwas Reales zu halten, es ist eigentlich ein Punkt - möchte man sagen.

[ 41 ] Bedenken Sie, wie viel Sie sich denken können, wenn Sie einen Menschen in seinem physischen Bau vor sich haben, wie viel Sie sich dabei denken können, wenn Ihnen die Anatomie, die Physiologie und so weiter den Menschen vorführt! Wie viel Inhalt hat der physische Körperbau des Menschen, wie wenig Inhalt hat für die meisten Menschen das Ich! In einer fernen Zukunft — gewiss, da werden diese höheren, übersinnlichen Glieder des Menschen immer reicher und reicher werden, und es wird eine Zeit kommen, wo das Ich ebenso in sich selbst Realreich sein wird wie heute nur der physische Leib des Menschen. Aber das Ich ist jetzt im ersten Anfang seiner Entwicklung, es ist sozusagen erst ein Baby und muss immer inhaltsvoller und inhaltsvoller werden, indem der Mensch sich von der Gegenwart in die ferne Zukunft hinein entwickelt. Weiter ist schon der astralische Leib, aber er ist in gewisser Beziehung unvollkommen. Im astralischen Leibe ruht ja das Gute und Böse der Menschennatur, und erst wenn das Böse von dem Guten völlig überwunden wird, wird der astralische Leib jene Vollkommenheit haben, die heute der physische Leib schon hat.

[ 41 ] Bedenken Sie, wie viel Sie sich denken können, wenn Sie einen Menschen in seinem physischen Bau vor sich haben, wie viel Sie sich dabei denken können, wenn Ihnen die Anatomie, die Physiologie und so weiter den Menschen vorführt! Wie viel Inhalt hat der physische Körperbau des Menschen, wie wenig Inhalt hat für die meisten Menschen das Ich! In einer fernen Zukunft — gewiss, da werden diese höheren, übersinnlichen Glieder des Menschen immer reicher und reicher werden, und es wird eine Zeit kommen, wo das Ich ebenso in sich selbst Realreich sein wird wie heute nur der physische Leib des Menschen. Aber das Ich ist jetzt im ersten Anfang seiner Entwicklung, es ist sozusagen erst ein Baby und muss immer inhaltsvoller und inhaltsvoller werden, indem der Mensch sich von der Gegenwart in die ferne Zukunft hinein entwickelt. Weiter ist schon der astralische Leib, aber er ist in gewisser Beziehung unvollkommen. Im astralischen Leibe ruht ja das Gute und Böse der Menschennatur, und erst wenn das Böse von dem Guten völlig überwunden wird, wird der astralische Leib jene Vollkommenheit haben, die heute der physische Leib schon hat.

[ 42 ] Daher betrachten wir im Sinne der Geisteswissenschaft den physischen Menschenleib als das älteste Glied der Menschennatur, als dasjenige Glied der Menschennatur, welches da war, bevor die andern menschlichen Glieder vorhanden waren, in einer ur-urfernen Vergangenheit. Aber nun kommt das Wesentliche. Es war damals, in der urfernen Vergangenheit, eben nicht physisch, es war geistig. Und so wie in dem vorgestern angeführten Vergleiche das Eis sich allmählich aus dem Wasser heraus als ein Festes kristallisiert, so ist aus einem ursprünglich Geistigen, das so geistig war wie das heutige Ich, das menschengeistige Ich, allmählich, sich immer mehr differenzierend und immer mehr gliedernd, der heutige physische Menschenleib, der komplizierte Leib geworden.

[ 42 ] Daher betrachten wir im Sinne der Geisteswissenschaft den physischen Menschenleib als das älteste Glied der Menschennatur, als dasjenige Glied der Menschennatur, welches da war, bevor die andern menschlichen Glieder vorhanden waren, in einer ur-urfernen Vergangenheit. Aber nun kommt das Wesentliche. Es war damals, in der urfernen Vergangenheit, eben nicht physisch, es war geistig. Und so wie in dem vorgestern angeführten Vergleiche das Eis sich allmählich aus dem Wasser heraus als ein Festes kristallisiert, so ist aus einem ursprünglich Geistigen, das so geistig war wie das heutige Ich, das menschengeistige Ich, allmählich, sich immer mehr differenzierend und immer mehr gliedernd, der heutige physische Menschenleib, der komplizierte Leib geworden.

[ 43 ] So kommen wir auf eine urferne Vergangenheit zurück, wo der Mensch von dem, was er jetzt hat, eigentlich nur den physischen Leib hatte, diesen aber geistig. Und so sind wir ursprünglich in einer ganz geistigen Welt, gar nichts ist noch da von dem, was wir heute stofflich und physisch nennen. Der menschliche physische Leib, wie er heute für unsere Augen sichtbar und für unsere Tastorgane tastbar wird, er ist eine Verdichtung eines ursprünglich Geistigen, das so in einer geistigen Umgebung ruhte, wie heute unser physischer Menschenleib in seiner physischen Umgebung, in der physischen Außenwelt ruht. Ja, die Geisteswissenschaft führt uns auch in Bezug auf den physischen Menschenleib auf einen geistigen Ursprung zurück, dieser physische Menschenleib hat Umformungen, Metamorphosen bis zu seiner jetzigen Stufe durchgemacht.

[ 43 ] So kommen wir auf eine urferne Vergangenheit zurück, wo der Mensch von dem, was er jetzt hat, eigentlich nur den physischen Leib hatte, diesen aber geistig. Und so sind wir ursprünglich in einer ganz geistigen Welt, gar nichts ist noch da von dem, was wir heute stofflich und physisch nennen. Der menschliche physische Leib, wie er heute für unsere Augen sichtbar und für unsere Tastorgane tastbar wird, er ist eine Verdichtung eines ursprünglich Geistigen, das so in einer geistigen Umgebung ruhte, wie heute unser physischer Menschenleib in seiner physischen Umgebung, in der physischen Außenwelt ruht. Ja, die Geisteswissenschaft führt uns auch in Bezug auf den physischen Menschenleib auf einen geistigen Ursprung zurück, dieser physische Menschenleib hat Umformungen, Metamorphosen bis zu seiner jetzigen Stufe durchgemacht.

[ 44 ] Dasjenige Dasein des Menschen, in dem der physische Menschenleib in der urfernsten Vergangenheit geistig war, auf seiner ersten Stufe, wo sich ihm noch nicht angegliedert hatte ein Ätherleib oder ein Astralleib, gar nicht zu reden von einem Ich, das nennt man, so sonderbar es Ihnen klingen mag, weil Sie dabei gleich an einen äußeren Weltenkörper denken, den Saturnkörper des Menschen. Dieser Name wurde von der Geisteswissenschaft für jene älteste Vergangenheit des Menschen angewendet, wo der physische Menschenleib aus dem geistigen Weltenschoß heraus sich entwickelte. Auf dieser ersten Stufe des Menschendaseins, dem Saturn-Dasein des Menschen, war der physische Menschenleib noch einfach und primitiv.

[ 44 ] Dasjenige Dasein des Menschen, in dem der physische Menschenleib in der urfernsten Vergangenheit geistig war, auf seiner ersten Stufe, wo sich ihm noch nicht angegliedert hatte ein Ätherleib oder ein Astralleib, gar nicht zu reden von einem Ich, das nennt man, so sonderbar es Ihnen klingen mag, weil Sie dabei gleich an einen äußeren Weltenkörper denken, den Saturnkörper des Menschen. Dieser Name wurde von der Geisteswissenschaft für jene älteste Vergangenheit des Menschen angewendet, wo der physische Menschenleib aus dem geistigen Weltenschoß heraus sich entwickelte. Auf dieser ersten Stufe des Menschendaseins, dem Saturn-Dasein des Menschen, war der physische Menschenleib noch einfach und primitiv.

[ 45 ] Und nun kommt die zweite Stufe, es gliedert sich der Äther- oder Lebensleib diesem physischen Menschenleibe ein. Dazu muss der physische Menschenleib schon auf eine höhere Stufe heraufgeführt sein, er muss fähig sein, sich zu durchdringen mit dem Äther- oder Lebensleib, sodass wir sagen können: Auf dieser zweiten Stufe des Menschendaseins besteht der Mensch aus einem physischen Leib und aus einem Ätherleib, er steht ungefähr auf der Höhe der heutigen Pflanzen, ist aber keine Pflanze; der Mensch ist nie durch das Pflanzendasein durchgegangen, wie das Pflanzendasein heute ist, sondern der Mensch war ganz anders, selbst als er nur aus dem physischen und dem Ätherleibe bestand und als er auf der Höhe des Pflanzendaseins war. Diese Stufe seines Daseins nennt man in der Geisteswissenschaft das Sonnendasein. Es sind das Ausdrücke, die man hinnehmen muss, weil die Himmelskörper allerdings in einer gewissen Weise etwas damit zu tun haben, was wir als Saturn-, Sonnen-Dasein und so weiter bezeichnen.

[ 45 ] Und nun kommt die zweite Stufe, es gliedert sich der Äther- oder Lebensleib diesem physischen Menschenleibe ein. Dazu muss der physische Menschenleib schon auf eine höhere Stufe heraufgeführt sein, er muss fähig sein, sich zu durchdringen mit dem Äther- oder Lebensleib, sodass wir sagen können: Auf dieser zweiten Stufe des Menschendaseins besteht der Mensch aus einem physischen Leib und aus einem Ätherleib, er steht ungefähr auf der Höhe der heutigen Pflanzen, ist aber keine Pflanze; der Mensch ist nie durch das Pflanzendasein durchgegangen, wie das Pflanzendasein heute ist, sondern der Mensch war ganz anders, selbst als er nur aus dem physischen und dem Ätherleibe bestand und als er auf der Höhe des Pflanzendaseins war. Diese Stufe seines Daseins nennt man in der Geisteswissenschaft das Sonnendasein. Es sind das Ausdrücke, die man hinnehmen muss, weil die Himmelskörper allerdings in einer gewissen Weise etwas damit zu tun haben, was wir als Saturn-, Sonnen-Dasein und so weiter bezeichnen.

[ 46 ] Dann kommt eine dritte Stufe des Menschendaseins, es tritt zu dem physischen Leib und dem Ätherleib der astralische Leib hinzu, der Mensch erhebt sich auf die Stufe der Tierheit. Wir nennen es in der Geisteswissenschaft das Monden-Dasein. Jetzt haben wir also den Menschen vor uns auf der Stufe der Tierheit, bestehend aus dem physischen Leib, dem Ätherleib und dem astralischen Leib.

[ 46 ] Dann kommt eine dritte Stufe des Menschendaseins, es tritt zu dem physischen Leib und dem Ätherleib der astralische Leib hinzu, der Mensch erhebt sich auf die Stufe der Tierheit. Wir nennen es in der Geisteswissenschaft das Monden-Dasein. Jetzt haben wir also den Menschen vor uns auf der Stufe der Tierheit, bestehend aus dem physischen Leib, dem Ätherleib und dem astralischen Leib.

[ 47 ] Nun tritt aber etwas sehr Eigentümliches auf jeder Stufe dieses Menschendaseins ein. Ursprünglich war im Sinne der Geisteswissenschaft eigentlich nur der Mensch da. Der Mensch, der den vollkommensten physischen Leib hat unter den Wesen, die uns umgeben, hat in urferner Vergangenheit diesen physischen Leib ausgebildet, dieser physische Leib hat sich oft umgebildet, und dadurch, dass er sich umbildete, als er sich den Ätherleib eingliederte, und wiederum umbildete, als er den Astralleib sich eingliederte, ist er zu immer höherer Vollkommenheit gelangt.

[ 47 ] Nun tritt aber etwas sehr Eigentümliches auf jeder Stufe dieses Menschendaseins ein. Ursprünglich war im Sinne der Geisteswissenschaft eigentlich nur der Mensch da. Der Mensch, der den vollkommensten physischen Leib hat unter den Wesen, die uns umgeben, hat in urferner Vergangenheit diesen physischen Leib ausgebildet, dieser physische Leib hat sich oft umgebildet, und dadurch, dass er sich umbildete, als er sich den Ätherleib eingliederte, und wiederum umbildete, als er den Astralleib sich eingliederte, ist er zu immer höherer Vollkommenheit gelangt.

[ 48 ] Es tritt nun auf jeder solchen Stufe das Eigentümliche ein, dass gewisse Wesen zurückbleiben, die mit der Entwicklung nicht mitkommen. In der Zeit, in der der Mensch seinem physischen Leibe den Ätherleib eingliederte, blieben gewisse Menschenwesen, die früher nur einen physischen Leib gehabt haben, auf der Stufe zurück, auf der sie nur einen physischen Leib hatten, sie erlangten nicht die Fähigkeit, einen Ätherleib einzugliedern, sie bleiben gleichsam in der kosmischen Weltenentwicklung sitzen. Es ist wahr, nicht nur die Jungen im Gymnasium oder in der Realschule bleiben sitzen, sondern dieser Begriff des Nichtmitkommens gilt für das ganze kosmische Dasein.

[ 48 ] Es tritt nun auf jeder solchen Stufe das Eigentümliche ein, dass gewisse Wesen zurückbleiben, die mit der Entwicklung nicht mitkommen. In der Zeit, in der der Mensch seinem physischen Leibe den Ätherleib eingliederte, blieben gewisse Menschenwesen, die früher nur einen physischen Leib gehabt haben, auf der Stufe zurück, auf der sie nur einen physischen Leib hatten, sie erlangten nicht die Fähigkeit, einen Ätherleib einzugliedern, sie bleiben gleichsam in der kosmischen Weltenentwicklung sitzen. Es ist wahr, nicht nur die Jungen im Gymnasium oder in der Realschule bleiben sitzen, sondern dieser Begriff des Nichtmitkommens gilt für das ganze kosmische Dasein.

[ 49 ] Diejenigen Wesen, die so auf der ersten Stufe des Menschen blieben, als der Mensch sich seinen Ätherleib eingliederte, sind um eine Stufe zurückgebliebene Menschen, sie sind gleichsam hinausgeworfen aus der menschlichen Entwicklung und in die Dekadenz gekommen. Diese Wesen sind die Vorfahren unserer heutigen Tiere. So haben wir im Beginne der Evolution, der Entwicklung, den Menschen als den Erstgeborenen unserer Schöpfung und wir haben die Tierwelt als die zweitgeborene Schöpfung, als dasjenige, was nicht mitgekommen und daher immer zurückgeblieben ist.

[ 49 ] Diejenigen Wesen, die so auf der ersten Stufe des Menschen blieben, als der Mensch sich seinen Ätherleib eingliederte, sind um eine Stufe zurückgebliebene Menschen, sie sind gleichsam hinausgeworfen aus der menschlichen Entwicklung und in die Dekadenz gekommen. Diese Wesen sind die Vorfahren unserer heutigen Tiere. So haben wir im Beginne der Evolution, der Entwicklung, den Menschen als den Erstgeborenen unserer Schöpfung und wir haben die Tierwelt als die zweitgeborene Schöpfung, als dasjenige, was nicht mitgekommen und daher immer zurückgeblieben ist.

[ 50 ] Wir müssen uns ganz genau vorstellen, wie im Verlaufe der Entwicklung dieses Zurückbleiben geschieht. Die an den äußeren Stoff sich haltende Weltanschauung wird das Unvollkommene neben dem Vollkommenen sehen und wird, wenn sie richtig darwinistisch-materialistisch denkt, angesichts des unvollkommenen Tieres und des vollkommenen Menschen — ich brauche nicht auseinanderzusetzen, durch welche Schlüsse und Anschauungen — zu der Meinung kommen, die vollkommenen Menschen haben sich aus dem unvollkommenen Tiere nach und nach heraufentwickelt.

[ 50 ] Wir müssen uns ganz genau vorstellen, wie im Verlaufe der Entwicklung dieses Zurückbleiben geschieht. Die an den äußeren Stoff sich haltende Weltanschauung wird das Unvollkommene neben dem Vollkommenen sehen und wird, wenn sie richtig darwinistisch-materialistisch denkt, angesichts des unvollkommenen Tieres und des vollkommenen Menschen — ich brauche nicht auseinanderzusetzen, durch welche Schlüsse und Anschauungen — zu der Meinung kommen, die vollkommenen Menschen haben sich aus dem unvollkommenen Tiere nach und nach heraufentwickelt.

[ 51 ] Diese Schlussfolgerung steht logisch genau auf derselben Höhe, wie wenn jemand — es ist nur ein Vergleich, aber logisch trifft das durchaus zu - zwei Menschen nebeneinander sehen würde, von denen der eine verlumpt und herabgekommen, der andere aber begabt ist und diese Begabung zum Heile seiner Mitmenschen anwendet, sodass er ein brauchbares Glied der menschlichen Gesellschaft geworden ist. Er sieht einen unvollkommenen und einen vollkommenen Menschen nebeneinander und schließt: Da das Vollkommene aus dem Unvollkommenen kommt, so stammt der Vollkommene aus dem Unvollkommenen oder wenigstens von etwas, was ähnlich ist. Die Tatsachen können ihn sehr bald widerlegen, können ihm zeigen, dass die beiden Menschen Brüder sind, dass sie vielleicht ein gemeinsames Elternpaar haben, dass der eine hinaufgestiegen ist, indem er die in ihm liegenden Fähigkeiten entwickelt hat, während der andere aber herabgekommen ist.

[ 51 ] Diese Schlussfolgerung steht logisch genau auf derselben Höhe, wie wenn jemand — es ist nur ein Vergleich, aber logisch trifft das durchaus zu - zwei Menschen nebeneinander sehen würde, von denen der eine verlumpt und herabgekommen, der andere aber begabt ist und diese Begabung zum Heile seiner Mitmenschen anwendet, sodass er ein brauchbares Glied der menschlichen Gesellschaft geworden ist. Er sieht einen unvollkommenen und einen vollkommenen Menschen nebeneinander und schließt: Da das Vollkommene aus dem Unvollkommenen kommt, so stammt der Vollkommene aus dem Unvollkommenen oder wenigstens von etwas, was ähnlich ist. Die Tatsachen können ihn sehr bald widerlegen, können ihm zeigen, dass die beiden Menschen Brüder sind, dass sie vielleicht ein gemeinsames Elternpaar haben, dass der eine hinaufgestiegen ist, indem er die in ihm liegenden Fähigkeiten entwickelt hat, während der andere aber herabgekommen ist.

[ 52 ] So haben wir es in der ganzen Schöpfung. Wir haben sozusagen in der allerersten, ursprünglichsten Weltenanlage den Menschen ausgestattet mit der Fähigkeit, immer höhere und höhere Glieder seiner Wesenheit einzugliedern. Er hat zuerst geistig, in reiner Geistigkeit, seinen physischen Leib erhalten, dieser physische Leib wurde, wenn er sich in der Entwicklungslinie hielt, fähig, nach einiger Zeit sich den Ätherleib einzugliedern. Diejenigen Menschenvorfahren nun — wenn ich den Ausdruck anwenden darf, natürlich in einem anderen Sinne als in der gewöhnlichen Kulturgeschichte —, welche nicht mitgekommen sind, waren in der Zeit noch immer auf der Stufe des bloß physischen Leibes, als der Mensch sich bereits seinen Ätherleib eingegliedert hatte, und blieben immer um eine Stufe zurück, gliederten sich also während der Stufe des Monden-Daseins, der nächsten Stufe, erst den Ätherleib ein, als der Mensch sich schon den Astralleib eingliederte. So blieben sie immer um eine Stufe zurück. Diejenigen Wesen nun, welche während der dritten Stufe des Menschendaseins, als sich der Mensch den astralischen Leib eingliederte, noch immer auf der ersten Stufe zurückgeblieben waren, die also noch nicht einmal einen Ätherleib aufnehmen konnten, wurden hinausgeworfen aus der Entwicklung und wurden später als das Pflanzenreich neben den Menschen hingestellt.

[ 52 ] So haben wir es in der ganzen Schöpfung. Wir haben sozusagen in der allerersten, ursprünglichsten Weltenanlage den Menschen ausgestattet mit der Fähigkeit, immer höhere und höhere Glieder seiner Wesenheit einzugliedern. Er hat zuerst geistig, in reiner Geistigkeit, seinen physischen Leib erhalten, dieser physische Leib wurde, wenn er sich in der Entwicklungslinie hielt, fähig, nach einiger Zeit sich den Ätherleib einzugliedern. Diejenigen Menschenvorfahren nun — wenn ich den Ausdruck anwenden darf, natürlich in einem anderen Sinne als in der gewöhnlichen Kulturgeschichte —, welche nicht mitgekommen sind, waren in der Zeit noch immer auf der Stufe des bloß physischen Leibes, als der Mensch sich bereits seinen Ätherleib eingegliedert hatte, und blieben immer um eine Stufe zurück, gliederten sich also während der Stufe des Monden-Daseins, der nächsten Stufe, erst den Ätherleib ein, als der Mensch sich schon den Astralleib eingliederte. So blieben sie immer um eine Stufe zurück. Diejenigen Wesen nun, welche während der dritten Stufe des Menschendaseins, als sich der Mensch den astralischen Leib eingliederte, noch immer auf der ersten Stufe zurückgeblieben waren, die also noch nicht einmal einen Ätherleib aufnehmen konnten, wurden hinausgeworfen aus der Entwicklung und wurden später als das Pflanzenreich neben den Menschen hingestellt.

[ 53 ] So sehen wir, wenn wir das Tierreich betrachten, gleichsam herabgekommene Menschen, die nicht ihr Entwicklungsziel erreicht haben, in die Dekadenz gekommene Menschen. Nicht stammt der gegenwärtige Mensch von irgendwelchen tierischen Wesen, sondern im Gegenteil: Die tierischen Wesen sind auf diese Weise, dadurch, dass sie mit der Entwicklung nicht mitgekommen sind, herabgestiegen, sie haben gewisse Formen, über die der Mensch hinausgekommen ist, behalten, sie sind herabgekommene Menschenbrüder. Das ganze Pflanzenreich enthält in sich Wesen, die nichts anderes sind als das, was der Mensch von sich abgesondert hat. So sehen wir als Menschen die Tiere und sagen: Über diese Stufe sind wir hinausgeschritten, sie haben die Stufen festgehalten, indem sie sich die Möglichkeit genommen haben, auf eine immer höhere Stufe zu kommen, und ebenso übersehen wir das Pflanzenreich und sagen: Es ist aus dem Menschenreich ausgesondert worden und herabgekommen. Die vierte Stufe des menschlichen Daseins ist diejenige, wo der physische Leib nach viermaliger Umformung, der Ätherleib nach dreimaliger Umformung, der astralische Leib nach zweimaliger Umformung das eigentliche Ich aufgenommen hat. Das ist unser jetziges Erdendasein. Das ist sorgfältig vorbereitet durch vier Stufen der Entwicklung des physischen Leibes, der immer vollkommener und vollkommener geworden ist, sodass er Träger werden konnte des Ätherleibes und des astralischen Leibes, und diese selbst sind stufenweise so vollkommen geworden, dass sie ein Träger werden konnten desjenigen, was jetzt als das Baby der Menschennatur erscheint, als das Geistige, das sozusagen durch seine Hüllen geschützt werden muss. Erst während dieser letzten Pause hat sich das Ich eingegliedert, allerdings noch immer in einer urfernen Vergangenheit, in die heute keine Geologie zurückführen kann; nur der hellseherische Rückblick, der auf die Weise erzielt wird, wie es vorgestern geschildert wurde, führt uns dahin zurück, wo die anderen Leiber durch Umgestaltung schützende Hüllen für das Ich werden konnten. Es war derselbe Zeitpunkt, wo sozusagen der letzte Nachschub kam, der auf der allerersten Stufe des Menschendaseins stehen geblieben ist; da ist als das letzte der Reiche das Mineralreich erschienen. Das war ein gewaltiger Moment in der fortgehenden Entwicklung der Menschheit. Als im Innern der Mensch zuerst im dumpfen, dämmerhaften Bewusstsein sein Ich aufleuchten sah, da entstand um ihn herum das mineralische Reich in seiner heutigen Gestalt.

[ 53 ] So sehen wir, wenn wir das Tierreich betrachten, gleichsam herabgekommene Menschen, die nicht ihr Entwicklungsziel erreicht haben, in die Dekadenz gekommene Menschen. Nicht stammt der gegenwärtige Mensch von irgendwelchen tierischen Wesen, sondern im Gegenteil: Die tierischen Wesen sind auf diese Weise, dadurch, dass sie mit der Entwicklung nicht mitgekommen sind, herabgestiegen, sie haben gewisse Formen, über die der Mensch hinausgekommen ist, behalten, sie sind herabgekommene Menschenbrüder. Das ganze Pflanzenreich enthält in sich Wesen, die nichts anderes sind als das, was der Mensch von sich abgesondert hat. So sehen wir als Menschen die Tiere und sagen: Über diese Stufe sind wir hinausgeschritten, sie haben die Stufen festgehalten, indem sie sich die Möglichkeit genommen haben, auf eine immer höhere Stufe zu kommen, und ebenso übersehen wir das Pflanzenreich und sagen: Es ist aus dem Menschenreich ausgesondert worden und herabgekommen. Die vierte Stufe des menschlichen Daseins ist diejenige, wo der physische Leib nach viermaliger Umformung, der Ätherleib nach dreimaliger Umformung, der astralische Leib nach zweimaliger Umformung das eigentliche Ich aufgenommen hat. Das ist unser jetziges Erdendasein. Das ist sorgfältig vorbereitet durch vier Stufen der Entwicklung des physischen Leibes, der immer vollkommener und vollkommener geworden ist, sodass er Träger werden konnte des Ätherleibes und des astralischen Leibes, und diese selbst sind stufenweise so vollkommen geworden, dass sie ein Träger werden konnten desjenigen, was jetzt als das Baby der Menschennatur erscheint, als das Geistige, das sozusagen durch seine Hüllen geschützt werden muss. Erst während dieser letzten Pause hat sich das Ich eingegliedert, allerdings noch immer in einer urfernen Vergangenheit, in die heute keine Geologie zurückführen kann; nur der hellseherische Rückblick, der auf die Weise erzielt wird, wie es vorgestern geschildert wurde, führt uns dahin zurück, wo die anderen Leiber durch Umgestaltung schützende Hüllen für das Ich werden konnten. Es war derselbe Zeitpunkt, wo sozusagen der letzte Nachschub kam, der auf der allerersten Stufe des Menschendaseins stehen geblieben ist; da ist als das letzte der Reiche das Mineralreich erschienen. Das war ein gewaltiger Moment in der fortgehenden Entwicklung der Menschheit. Als im Innern der Mensch zuerst im dumpfen, dämmerhaften Bewusstsein sein Ich aufleuchten sah, da entstand um ihn herum das mineralische Reich in seiner heutigen Gestalt.

[ 54 ] Wir müssen, wenn wir es geistig betrachten, uns also vorstellen, dass die Entwicklung gerade umgekehrt war, als man sie sich gewöhnlich vorstellt. Heute ist es natürlich billig, vom Standpunkte einer rein materiellen Weltbetrachtung zu sagen: Die Pflanzen brauchen das mineralische Reich als Grundlage, die Tiere brauchen das Pflanzenreich als Grundlage. Gewiss, in ihren heutigen physischen Formen brauchen sie diese Grundlage. Aber sie haben sie nicht gebraucht in ihren geistigen Daseinsstufen. Als der Mensch noch geistig war, brauchte er nicht zu essen und zu trinken, brauchte er auch nicht zu atmen. Als er zu atmen begann, war schon die Möglichkeit vorhanden, wenn auch anders als heute, zu atmen. Als das Pflanzenreich auf seiner ersten Stufe stand, benötigte es auch noch nicht den Boden des mineralischen Reiches. Erst als das Mineralreich da war, bildete es die feste Grundlage, dann wurden auch die anderen Reiche immer physischer und physischer.

[ 54 ] Wir müssen, wenn wir es geistig betrachten, uns also vorstellen, dass die Entwicklung gerade umgekehrt war, als man sie sich gewöhnlich vorstellt. Heute ist es natürlich billig, vom Standpunkte einer rein materiellen Weltbetrachtung zu sagen: Die Pflanzen brauchen das mineralische Reich als Grundlage, die Tiere brauchen das Pflanzenreich als Grundlage. Gewiss, in ihren heutigen physischen Formen brauchen sie diese Grundlage. Aber sie haben sie nicht gebraucht in ihren geistigen Daseinsstufen. Als der Mensch noch geistig war, brauchte er nicht zu essen und zu trinken, brauchte er auch nicht zu atmen. Als er zu atmen begann, war schon die Möglichkeit vorhanden, wenn auch anders als heute, zu atmen. Als das Pflanzenreich auf seiner ersten Stufe stand, benötigte es auch noch nicht den Boden des mineralischen Reiches. Erst als das Mineralreich da war, bildete es die feste Grundlage, dann wurden auch die anderen Reiche immer physischer und physischer.

[ 55 ] In ihrer physischen Form entstanden diese Reiche am spätesten, aus dem Geistigen heraus hat sich diese unsere ganze Welt gebildet, und jetzt sehen wir eine wunderbare Verwandtschaft dieser viergliedrigen Menschennatur mit allem, was um uns herum ist. Wir betrachten unseren physischen Leib und schauen dann hinaus auf die uns umgebende Welt des mineralischen Reiches. Wir schauen auf alle Kristalle, auf alle Mineralien, gleichgültig ob sie uns entgegenschauen aus der Atmosphäre über der Erde, in Wolkenbildungen und Luftströmungen, gleichgültig ob uns diese unlebendigen Bildungen der Erde entgegenschauen in den Wasserwogen des Stromes oder ob sie uns als die rieselnde Quelle entgegenkommen, ob sie uns als geformte Mineralien oder als Pflanzen und so weiter entgegentreten.

[ 55 ] In ihrer physischen Form entstanden diese Reiche am spätesten, aus dem Geistigen heraus hat sich diese unsere ganze Welt gebildet, und jetzt sehen wir eine wunderbare Verwandtschaft dieser viergliedrigen Menschennatur mit allem, was um uns herum ist. Wir betrachten unseren physischen Leib und schauen dann hinaus auf die uns umgebende Welt des mineralischen Reiches. Wir schauen auf alle Kristalle, auf alle Mineralien, gleichgültig ob sie uns entgegenschauen aus der Atmosphäre über der Erde, in Wolkenbildungen und Luftströmungen, gleichgültig ob uns diese unlebendigen Bildungen der Erde entgegenschauen in den Wasserwogen des Stromes oder ob sie uns als die rieselnde Quelle entgegenkommen, ob sie uns als geformte Mineralien oder als Pflanzen und so weiter entgegentreten.

[ 56 ] Wir sehen die ganze physische Welt um uns herum und fragen uns: Wodurch sind wir verwandt? Verwandt sind wir dadurch, dass das, was als physische Welt um uns herum lebt, in einer gewissen Beziehung Stoff und Substanz von unserem Organismus ist, wenn wir es geistig betrachten. Was draußen um uns herum ist, ist gleichsam so entstanden, dass es sich als das Unfähigste und Gröbste herausgesondert hat, was alle diese Entwicklungsstufen vom physischen Leibe zur Aufnahme des Ätherleibes und des Astralleibes und so weiter nicht mitgemacht hatte. Wir können uns das bildlich so vorstellen, wie wenn wir eine Substanz haben, in der irgendein Salz, zum Beispiel ein farbiges Salz, aufgelöst ist, und wir bringen die Substanz zur Abkühlung. Das Salz fällt herunter und bedeckt den Boden und lagert unten als das Gröbste. So sehen wir, wie aus dem, was als Geist den Ursprung alles Daseins bildet, sich das Mineralreich absondert als das Gröbste - und das ist verwandt mit unserem physischen Leibe. Dann sehen wir den Pflanzenleib und blicken in uns hinein und wissen, dass wir in uns selbst einen ätherischen Leib tragen, wir wissen, dass das Pflanzenreich zurückgebliebene ätherische Natur des Menschen ist. Wir fühlen uns verwandt mit allem, was draußen ist. Wir wissen von den Tieren: Das sind die zurückgebliebenen Astralleiber, sie sind herausgesetzt aus der menschlichen Natur. Wir haben zuletzt, nachdem dieses Unbrauchbare ausgesondert ist, als die Wesen, die auf dem physischen Plan die höchsten genannt werden müssen, alle diese drei Vorfahrenstufen des Menschen so umgegliedert und umgestaltet, dass zuletzt das Ich in die schützenden Hüllen aufgenommen werden konnte als die eigentliche Geisteswesenheit des Menschen.

[ 56 ] Wir sehen die ganze physische Welt um uns herum und fragen uns: Wodurch sind wir verwandt? Verwandt sind wir dadurch, dass das, was als physische Welt um uns herum lebt, in einer gewissen Beziehung Stoff und Substanz von unserem Organismus ist, wenn wir es geistig betrachten. Was draußen um uns herum ist, ist gleichsam so entstanden, dass es sich als das Unfähigste und Gröbste herausgesondert hat, was alle diese Entwicklungsstufen vom physischen Leibe zur Aufnahme des Ätherleibes und des Astralleibes und so weiter nicht mitgemacht hatte. Wir können uns das bildlich so vorstellen, wie wenn wir eine Substanz haben, in der irgendein Salz, zum Beispiel ein farbiges Salz, aufgelöst ist, und wir bringen die Substanz zur Abkühlung. Das Salz fällt herunter und bedeckt den Boden und lagert unten als das Gröbste. So sehen wir, wie aus dem, was als Geist den Ursprung alles Daseins bildet, sich das Mineralreich absondert als das Gröbste - und das ist verwandt mit unserem physischen Leibe. Dann sehen wir den Pflanzenleib und blicken in uns hinein und wissen, dass wir in uns selbst einen ätherischen Leib tragen, wir wissen, dass das Pflanzenreich zurückgebliebene ätherische Natur des Menschen ist. Wir fühlen uns verwandt mit allem, was draußen ist. Wir wissen von den Tieren: Das sind die zurückgebliebenen Astralleiber, sie sind herausgesetzt aus der menschlichen Natur. Wir haben zuletzt, nachdem dieses Unbrauchbare ausgesondert ist, als die Wesen, die auf dem physischen Plan die höchsten genannt werden müssen, alle diese drei Vorfahrenstufen des Menschen so umgegliedert und umgestaltet, dass zuletzt das Ich in die schützenden Hüllen aufgenommen werden konnte als die eigentliche Geisteswesenheit des Menschen.

[ 57 ] So blicken wir um uns herum und finden alles, was wir in unserer Menschenwesenheit haben, in den Reichen der Welt, das Sinnliche und das Übersinnliche, bis auf dasjenige, was unser Ich ist, was wir nur im Geistigen selbst finden können. So sehen wir, wie wir durch diese vollständige Menschheitsbetrachtung dahin kommen, dass wir in einer, man darf sagen, den Menschen nicht herabwürdigenden, sondern erhebenden Weise die Verwandtschaft mit der ganzen umliegenden Welt einsehen. Ja, wir können sogar einen Grund angeben, warum das so sein musste, warum die übrigen Reiche ausgesondert werden mussten. Da können wir allerdings — da die Zeit es nicht anders zulässt — nur einen spärlichen Blick auf unsere Zukunft richten.

[ 57 ] So blicken wir um uns herum und finden alles, was wir in unserer Menschenwesenheit haben, in den Reichen der Welt, das Sinnliche und das Übersinnliche, bis auf dasjenige, was unser Ich ist, was wir nur im Geistigen selbst finden können. So sehen wir, wie wir durch diese vollständige Menschheitsbetrachtung dahin kommen, dass wir in einer, man darf sagen, den Menschen nicht herabwürdigenden, sondern erhebenden Weise die Verwandtschaft mit der ganzen umliegenden Welt einsehen. Ja, wir können sogar einen Grund angeben, warum das so sein musste, warum die übrigen Reiche ausgesondert werden mussten. Da können wir allerdings — da die Zeit es nicht anders zulässt — nur einen spärlichen Blick auf unsere Zukunft richten.

[ 58 ] Wir können fragen: Warum? Hat es denn einen Sinn, dass der Mensch die anderen Reiche im Laufe der Entwicklung aus sich heraussonderte, und was für eine Bedeutung hat das? Es hat eine Bedeutung, die wir uns durch einen Vergleich klarmachen können. Denken Sie sich, es wird in eine Substanz etwas Grobes gemischt, das sich aufgelöst hat. Wenn wir die Substanz rein haben wollen, so müssen wir eine Abkühlung eintreten lassen. So musste der Mensch sich dadurch hochbringen, dass er alles, was unbrauchbar war, ein Ich aufzunehmen, in den anderen Reichen absonderte; er musste sich eine Grundlage schaffen, auf der er sich entwickeln konnte. In der Zukunft freilich wird er die Aufgabe haben, diese anderen Reiche zu erlösen, er wird sie nach und nach zu seiner eigenen Geistigkeit hinaufzuheben haben. Das kann heute nur erwähnt werden; denn dasjenige, was uns heute besonders vor die Seele treten soll, ist, dass sich in dem Menschenwesen, wie wir es vor uns haben, tatsächlich die ganze physische, die ganze geistige Welt, insoferne wir sie zunächst erreichen können, nicht nur spiegelt, sondern dass er diese ganze Welt um sich herum deshalb in sich hat, weil er im Grunde genommen die übrigen Reiche aus sich herausgesondert hat, weil sie, bildlich gesprochen, Fleisch von seinem Fleische und Blut von seinem Blute sind, wenn dies auch in geistiger Beziehung gemeint ist.

[ 58 ] Wir können fragen: Warum? Hat es denn einen Sinn, dass der Mensch die anderen Reiche im Laufe der Entwicklung aus sich heraussonderte, und was für eine Bedeutung hat das? Es hat eine Bedeutung, die wir uns durch einen Vergleich klarmachen können. Denken Sie sich, es wird in eine Substanz etwas Grobes gemischt, das sich aufgelöst hat. Wenn wir die Substanz rein haben wollen, so müssen wir eine Abkühlung eintreten lassen. So musste der Mensch sich dadurch hochbringen, dass er alles, was unbrauchbar war, ein Ich aufzunehmen, in den anderen Reichen absonderte; er musste sich eine Grundlage schaffen, auf der er sich entwickeln konnte. In der Zukunft freilich wird er die Aufgabe haben, diese anderen Reiche zu erlösen, er wird sie nach und nach zu seiner eigenen Geistigkeit hinaufzuheben haben. Das kann heute nur erwähnt werden; denn dasjenige, was uns heute besonders vor die Seele treten soll, ist, dass sich in dem Menschenwesen, wie wir es vor uns haben, tatsächlich die ganze physische, die ganze geistige Welt, insoferne wir sie zunächst erreichen können, nicht nur spiegelt, sondern dass er diese ganze Welt um sich herum deshalb in sich hat, weil er im Grunde genommen die übrigen Reiche aus sich herausgesondert hat, weil sie, bildlich gesprochen, Fleisch von seinem Fleische und Blut von seinem Blute sind, wenn dies auch in geistiger Beziehung gemeint ist.

[ 59 ] Und so fühlt sich der Mensch in die ganze Umwelt hinein, und er betrachtet auf einer höheren Stufe eigentlich alles dasjenige, was in ihm lebt, als aus dem geistigen Weltenschoß heraus geboren, und so wie sich die Rinde rings um das lebendige Innere des Baumes herum gliedert und ihn schützt, so hat sich das Geistige im Menschen geschützt durch die gröberen Naturreiche gleichsam als die Rinde des Menschendaseins, und so wie die Rinde nur das Verholzte der Weichteile des Baumes ist, sind die übrigen Reiche, dasjenige, was den Menschen umgibt, dasjenige, was aus der ursprünglichen Menschennatur in dem heute geschilderten Sinne sich herausgebildet hat. So lernt sich der Mensch aus dem Schoße des ganzen Weltendaseins geboren, und es ist da nicht zu verwundern, wenn er auf der Stufe des hellseherischen Bewusstseins sich vorkommt wie ein Gebärer neuer Welten, denn die Welten, die uns umgeben und auf denen wir herumgehen, sind in der Vorzeit aus uns heraus entwickelt.

[ 59 ] Und so fühlt sich der Mensch in die ganze Umwelt hinein, und er betrachtet auf einer höheren Stufe eigentlich alles dasjenige, was in ihm lebt, als aus dem geistigen Weltenschoß heraus geboren, und so wie sich die Rinde rings um das lebendige Innere des Baumes herum gliedert und ihn schützt, so hat sich das Geistige im Menschen geschützt durch die gröberen Naturreiche gleichsam als die Rinde des Menschendaseins, und so wie die Rinde nur das Verholzte der Weichteile des Baumes ist, sind die übrigen Reiche, dasjenige, was den Menschen umgibt, dasjenige, was aus der ursprünglichen Menschennatur in dem heute geschilderten Sinne sich herausgebildet hat. So lernt sich der Mensch aus dem Schoße des ganzen Weltendaseins geboren, und es ist da nicht zu verwundern, wenn er auf der Stufe des hellseherischen Bewusstseins sich vorkommt wie ein Gebärer neuer Welten, denn die Welten, die uns umgeben und auf denen wir herumgehen, sind in der Vorzeit aus uns heraus entwickelt.

[ 60 ] Auch die zukünftige Welt, die um den Menschen herum sein wird, wird aus dem Menschen herausgeboren. Das hellseherische Bewusstsein gebiert sie geistig heraus und hat sie vor sich, und es ist uns dann, wie wenn aus dem Dämmerdunkel des geistigen Weltenschoßes heraus vor dem hellseherischen Bewusstsein Gestalten auftauchen, die heute noch geistig sind, die erst in der Zukunft in die physische Welt heruntersteigen werden. Wir sehen das Geistige, das um uns herum ist, mit den geistigen Gestalten [sich] bevölkern, und es wird uns dieses Geistige als das höhere Reich erscheinen gegenüber dem, was heute schon im menschlichen Schaffen geheimnisvoll auf einer niedrigeren Stufe sich andeutet, und da gliedert sich uns in einer wunderbaren Weise das Bild zusammen aus der Empfindung des Künstlers heraus. Raffael hat das zum Teil auch aus Tradition getan: Es gliedert sich das als Empfindung heraus, was Raffael über das Menschenschicksal in sein Bild hineingeheimnisst hat; das Dämmerdunkel des Weltenschoßes — herausgeboren werden die Geistesgestalten oben, und wie die sinnliche Verkörperung, wie die wichtigste physische Verkörperung dessen, was aus dem Dämmerdunkel des Weltenalls herausgeboren wird als Mensch und immer vollkommener und vollkommener wird in seiner Physis, das erscheint uns in der Mutter mit dem Kinde, die in sich die Kraft hat, die geheimnisvollen Gesetze, die durch alle Menschheitsevolutionen heraus in den Menschen gekommen sind, so in sich zu gestalten, dass er seine Wiederholung aus sich selbst hervorbringt.

[ 60 ] Auch die zukünftige Welt, die um den Menschen herum sein wird, wird aus dem Menschen herausgeboren. Das hellseherische Bewusstsein gebiert sie geistig heraus und hat sie vor sich, und es ist uns dann, wie wenn aus dem Dämmerdunkel des geistigen Weltenschoßes heraus vor dem hellseherischen Bewusstsein Gestalten auftauchen, die heute noch geistig sind, die erst in der Zukunft in die physische Welt heruntersteigen werden. Wir sehen das Geistige, das um uns herum ist, mit den geistigen Gestalten [sich] bevölkern, und es wird uns dieses Geistige als das höhere Reich erscheinen gegenüber dem, was heute schon im menschlichen Schaffen geheimnisvoll auf einer niedrigeren Stufe sich andeutet, und da gliedert sich uns in einer wunderbaren Weise das Bild zusammen aus der Empfindung des Künstlers heraus. Raffael hat das zum Teil auch aus Tradition getan: Es gliedert sich das als Empfindung heraus, was Raffael über das Menschenschicksal in sein Bild hineingeheimnisst hat; das Dämmerdunkel des Weltenschoßes — herausgeboren werden die Geistesgestalten oben, und wie die sinnliche Verkörperung, wie die wichtigste physische Verkörperung dessen, was aus dem Dämmerdunkel des Weltenalls herausgeboren wird als Mensch und immer vollkommener und vollkommener wird in seiner Physis, das erscheint uns in der Mutter mit dem Kinde, die in sich die Kraft hat, die geheimnisvollen Gesetze, die durch alle Menschheitsevolutionen heraus in den Menschen gekommen sind, so in sich zu gestalten, dass er seine Wiederholung aus sich selbst hervorbringt.

[ 61 ] Wer so etwas fühlen kann, der wird einsehen, wie Geistiges in den Wolken und Physisches in der Madonna mit dem Kind als ein großes Symbolon des Menschenschicksals in diesem geheimnisvollen Kinde uns entgegentritt, und dann lernt man vor diesem Bilde, dass, wenn auch bei dem betreffenden Künstler vielleicht unbewusst, herausgeboren ist aus dem Empfinden und Fühlen dessen, wie der Mensch eine Welt ist, die aber innig verwandt ist mit der großen Umwelt, eine Kleinwelt, ein Mikrokosmos, gegenüber der großen Welt — man fühlt, wie der Künstler das in sein Bild hineingeheimnisst hat, und man fühlt dann, wie das, was der Mensch empfängt durch seine Stellung zur umliegenden Natur, uns in den menschlichen Schöpfungen wieder entgegentreten kann, wie zum Beispiel in der wahren Kunst uns der Mensch etwas entgegenbringt wie eine Lösung des Weltenrätsels auf seine Art, und wir fühlen dann im konkreten Falle, wenn uns dieses Weltenrätsel symbolisch aus Raffaels Sixtinischer Madonna anspricht, so recht das Goethe’sche Wort, das wir schon angeführt haben und das uns so recht hineinführt in den mikrokosmischen Menschen und in die makrokosmische Ganzheit der Welt. Wir fühlen, was Goethe empfand, als er diesen Menschen vor sich stellte wie die eigentliche Lösung des ganzen Weltenrätsels, indem er sagte, dass der Mensch, wenn er die gesunde Welt in ihrer Ganzheit um sich herum empfindet, Maß und Zahl und Ordnung und Harmonie zusammennimmt und eine neue, höhere Welt aus dieser Welt erzeugt und so aller Außenwelt erst den Sinn gibt. Und in allen Einzelheiten, bis in die tiefste Empfindung herunter zeigt uns Theosophie oder Geisteswissenschaft, dass in der Tat der Mensch in sich in einer gewissen Hinsicht alles enthält, was wir draußen in der Welt finden, dass der Mensch selbst die Lösung des Weltenrätsels ist, dass der Mensch es ist, der uns selbst als Antwort kommt, wenn wir nach dem eigentlichen Weltenrätsel fragen.

[ 61 ] Wer so etwas fühlen kann, der wird einsehen, wie Geistiges in den Wolken und Physisches in der Madonna mit dem Kind als ein großes Symbolon des Menschenschicksals in diesem geheimnisvollen Kinde uns entgegentritt, und dann lernt man vor diesem Bilde, dass, wenn auch bei dem betreffenden Künstler vielleicht unbewusst, herausgeboren ist aus dem Empfinden und Fühlen dessen, wie der Mensch eine Welt ist, die aber innig verwandt ist mit der großen Umwelt, eine Kleinwelt, ein Mikrokosmos, gegenüber der großen Welt — man fühlt, wie der Künstler das in sein Bild hineingeheimnisst hat, und man fühlt dann, wie das, was der Mensch empfängt durch seine Stellung zur umliegenden Natur, uns in den menschlichen Schöpfungen wieder entgegentreten kann, wie zum Beispiel in der wahren Kunst uns der Mensch etwas entgegenbringt wie eine Lösung des Weltenrätsels auf seine Art, und wir fühlen dann im konkreten Falle, wenn uns dieses Weltenrätsel symbolisch aus Raffaels Sixtinischer Madonna anspricht, so recht das Goethe’sche Wort, das wir schon angeführt haben und das uns so recht hineinführt in den mikrokosmischen Menschen und in die makrokosmische Ganzheit der Welt. Wir fühlen, was Goethe empfand, als er diesen Menschen vor sich stellte wie die eigentliche Lösung des ganzen Weltenrätsels, indem er sagte, dass der Mensch, wenn er die gesunde Welt in ihrer Ganzheit um sich herum empfindet, Maß und Zahl und Ordnung und Harmonie zusammennimmt und eine neue, höhere Welt aus dieser Welt erzeugt und so aller Außenwelt erst den Sinn gibt. Und in allen Einzelheiten, bis in die tiefste Empfindung herunter zeigt uns Theosophie oder Geisteswissenschaft, dass in der Tat der Mensch in sich in einer gewissen Hinsicht alles enthält, was wir draußen in der Welt finden, dass der Mensch selbst die Lösung des Weltenrätsels ist, dass der Mensch es ist, der uns selbst als Antwort kommt, wenn wir nach dem eigentlichen Weltenrätsel fragen.

[ 62 ] Im höchsten Sinne, meine verehrten Anwesenden, kann die Frage so gestellt werden; schauen wir hinaus in die Welt! Wunderbar erscheint sie uns in allen ihren Feldern, in allen ihren Reichen, lauter Fragen gibt sie uns auf. Wo ist die Antwort? Alles fragt uns — wohin sollen wir blicken, wenn wir die Antwort haben wollen? Die Antwort steht immer vor uns. Wir brauchen nur diese Antwort in der richtigen Weise gerade durch die Geisteswissenschaft deuten zu können. Diese Antwort auf die Frage des Weltenrätsels — sie ist «der Mensch». Das schwebte auch dem alten Dichter vor, als er, die Welt um sich herum erblickend, die schönen Worte sprach:

[ 62 ] Im höchsten Sinne, meine verehrten Anwesenden, kann die Frage so gestellt werden; schauen wir hinaus in die Welt! Wunderbar erscheint sie uns in allen ihren Feldern, in allen ihren Reichen, lauter Fragen gibt sie uns auf. Wo ist die Antwort? Alles fragt uns — wohin sollen wir blicken, wenn wir die Antwort haben wollen? Die Antwort steht immer vor uns. Wir brauchen nur diese Antwort in der richtigen Weise gerade durch die Geisteswissenschaft deuten zu können. Diese Antwort auf die Frage des Weltenrätsels — sie ist «der Mensch». Das schwebte auch dem alten Dichter vor, als er, die Welt um sich herum erblickend, die schönen Worte sprach:

Vieles Gewaltige lebt hier auf unserer Erde; doch nichts ist gewaltiger als der Mensch.

Vieles Gewaltige lebt hier auf unserer Erde; doch nichts ist gewaltiger als der Mensch.