The Essence of Anthroposophy
GA 77b
22 August 1921, Dornach
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Kunst und Anthroposophie Der Goetheanum-Impuls
7. Eurythmie in Erziehung und Unterricht
7. Eurythmie in Erziehung und Unterricht
[ 1 ] Meine sehr verehrten Anwesenden! Wir werden uns erlauben, eine Vorstellung von eurythmischer Kunst Ihnen zu geben, und zwar eine solche, welche ausgeführt wird durch Kinder, um dadurch anschaulich zu machen den pädagogisch-didaktischen Wert der eurythmischen Kunst. Da wir es heute vorzugsweise mit der erzieherisch-unterrichtenden Seite der Eurythmie zu tun haben, so werde ich das, was zu sagen ist über Eurythmie als Kunst im besonderen, bei unserer nächsten Vorstellung am Mittwoch vorbringen und will mich heute darauf beschränken, nur dasjenige zu sagen, was sich bezieht auf Eurythmie als Erziehungsmittel und Unterrichtsgegenstand. Nur ein paar Worte möchte ich vorausschicken, dahingehend, daß Eurythmie sein soll eine wirklich unhörbare, sichtbare Sprache, eine Sprache, die ausgeführt wird durch den bewegten Menschen, also durch Bewegungen der menschlichen Glieder, des ganzen menschlichen Körpers oder auch ausgedrückt wird durch Menschengruppen im Raume. Was da als eurythmische Kunst auftritt, was also auf der Grundlage einer sichtbaren Sprache erreicht ist, das ist nicht ein gewöhnliches Gebärdenspiel, auch nichts im gewöhnlichen Sinne Mimisches und am allerwenigsten eine Tanzkunst, sondern es ist wirklich sorgfältig studiert dasjenige, was der menschliche Organismus ausführen will, auszuführen tendiert, indem er in der Lautsprache oder dem Gesang sich offenbart. Was der Kehlkopf und die anderen Sprach- und Gesangsorgane an Bewegungen veranlagen, das ist übergeführt nach dem Prinzip der Goetheschen Metamorphose auf den ganzen Menschen, und weil man es zu tun hat mit Bewegungen des Menschen, die auf so naturgemäße elementarische Art aus dem Wesen der menschlichen Organisation selbst herausgeholt sind, wie die Sprache herausgeholt ist naturgemäß, elementarisch aus der Gesetzmäßigkeit des menschlichen Organismus, deshalb ist auch Eurythmie ein Erziehungs-, ein Unterrichtsmittel.
[ 1 ] Meine sehr verehrten Anwesenden! Wir werden uns erlauben, eine Vorstellung von eurythmischer Kunst Ihnen zu geben, und zwar eine solche, welche ausgeführt wird durch Kinder, um dadurch anschaulich zu machen den pädagogisch-didaktischen Wert der eurythmischen Kunst. Da wir es heute vorzugsweise mit der erzieherisch-unterrichtenden Seite der Eurythmie zu tun haben, so werde ich das, was zu sagen ist über Eurythmie als Kunst im besonderen, bei unserer nächsten Vorstellung am Mittwoch vorbringen und will mich heute darauf beschränken, nur dasjenige zu sagen, was sich bezieht auf Eurythmie als Erziehungsmittel und Unterrichtsgegenstand. Nur ein paar Worte möchte ich vorausschicken, dahingehend, daß Eurythmie sein soll eine wirklich unhörbare, sichtbare Sprache, eine Sprache, die ausgeführt wird durch den bewegten Menschen, also durch Bewegungen der menschlichen Glieder, des ganzen menschlichen Körpers oder auch ausgedrückt wird durch Menschengruppen im Raume. Was da als eurythmische Kunst auftritt, was also auf der Grundlage einer sichtbaren Sprache erreicht ist, das ist nicht ein gewöhnliches Gebärdenspiel, auch nichts im gewöhnlichen Sinne Mimisches und am allerwenigsten eine Tanzkunst, sondern es ist wirklich sorgfältig studiert dasjenige, was der menschliche Organismus ausführen will, auszuführen tendiert, indem er in der Lautsprache oder dem Gesang sich offenbart. Was der Kehlkopf und die anderen Sprach- und Gesangsorgane an Bewegungen veranlagen, das ist übergeführt nach dem Prinzip der Goetheschen Metamorphose auf den ganzen Menschen, und weil man es zu tun hat mit Bewegungen des Menschen, die auf so naturgemäße elementarische Art aus dem Wesen der menschlichen Organisation selbst herausgeholt sind, wie die Sprache herausgeholt ist naturgemäß, elementarisch aus der Gesetzmäßigkeit des menschlichen Organismus, deshalb ist auch Eurythmie ein Erziehungs-, ein Unterrichtsmittel.
[ 2 ] In der von Emil Molt in Stuttgart errichteten Waldorfschule, die von mir geleitet wird, haben wir daher diese Eurythmie eingeführt als einen obligatorischen Unterrichtsgegenstand von dem frühesten Volksschulunterricht an bis hinauf, soweit wir bis jetzt mit der Waldorfschule gekommen sind, bis zum vierzehnten, fünfzehnten Jahre. Und es hat sich schon während des [zweijährigen] Bestehens der Waldorfschule gezeigt, daß von den Kindern dieser Unterrichtsgegenstand mit einer besonderen inneren Befriedigung hingenommen wird. Man könnte, wenn man also von dem Künstlerischen zunächst absieht, Eurythmie in dieser Beziehung nennen: beseeltes und durchgeistigtes Turnen. Und sie kommt auch als Unterrichtsgegenstand wie ein beseeltes und durchgeistigtes Turnen zu dem gewöhnlichen Turnen hinzu. Dieses gewöhnliche Turnen ist ja nur gesetzmäßig angeordnet aus physiologischem Studium des menschlichen Organismus, aus dem Studium der Körperlichkeit heraus.
[ 2 ] In der von Emil Molt in Stuttgart errichteten Waldorfschule, die von mir geleitet wird, haben wir daher diese Eurythmie eingeführt als einen obligatorischen Unterrichtsgegenstand von dem frühesten Volksschulunterricht an bis hinauf, soweit wir bis jetzt mit der Waldorfschule gekommen sind, bis zum vierzehnten, fünfzehnten Jahre. Und es hat sich schon während des [zweijährigen] Bestehens der Waldorfschule gezeigt, daß von den Kindern dieser Unterrichtsgegenstand mit einer besonderen inneren Befriedigung hingenommen wird. Man könnte, wenn man also von dem Künstlerischen zunächst absieht, Eurythmie in dieser Beziehung nennen: beseeltes und durchgeistigtes Turnen. Und sie kommt auch als Unterrichtsgegenstand wie ein beseeltes und durchgeistigtes Turnen zu dem gewöhnlichen Turnen hinzu. Dieses gewöhnliche Turnen ist ja nur gesetzmäßig angeordnet aus physiologischem Studium des menschlichen Organismus, aus dem Studium der Körperlichkeit heraus.
[ 3 ] Dasjenige, was das Kind an Bewegungen ausführt in der Eurythmie, geht aber nicht bloß aus diesem einen Gliede der menschlichen Natur, aus dem menschlichen physischen Leibe hervor, sondern geht hervor aus Leib, Seele und Geist, also aus dem vollen Menschen. Deshalb empfindet das Kind auch das, was es da als beseeltes Turnen ausführt, wie aus dem vollen Menschen herausgeholt, und es lebt sich in diese Bewegungen mit besonderer Befriedigung hinein.
[ 3 ] Dasjenige, was das Kind an Bewegungen ausführt in der Eurythmie, geht aber nicht bloß aus diesem einen Gliede der menschlichen Natur, aus dem menschlichen physischen Leibe hervor, sondern geht hervor aus Leib, Seele und Geist, also aus dem vollen Menschen. Deshalb empfindet das Kind auch das, was es da als beseeltes Turnen ausführt, wie aus dem vollen Menschen herausgeholt, und es lebt sich in diese Bewegungen mit besonderer Befriedigung hinein.
[ 4 ] Wenn wir einsehen wollen, wie das so ist, so braucht man ja nur daran zu denken, wie für denjenigen, der mit wirklich intuitiver Anschauung sich zu versetzen weiß in die Gesetzmäßigkeit des menschlichen Organismus, wie für den in der ruhenden menschlichen Form schon jede mögliche Bewegung, zu der der Körper hintendiert, liegt. Wer so schauen kann, der sieht in dem ruhenden Menschen, wie dieser immerfort übergehen will im Organismus in Bewegungen, die schon ihrer Formung nach in der gestaltenden oder in der ruhigen Gestalt ausgedrückt liegen. Man bringt nur die menschliche Gestalt selbst in Bewegung, indem man so übergeht von dem Anschauen der Plastik des menschlichen Organismus zu dieser bewegten Plastik der Eurythmie, die zu gleicher Zeit eine sichtbare Sprache ist. Wer imstande ist, die Bewegungen des Menschen, die aus dem tief im Unterbewußtsein des Willens beschlossenen Element des Willens hervorgehen, diese Bewegungsmöglichkeiten, die im Menschen liegen, zu studieren, der findet überall, wie diese Bewegungen nichts anderes sind als das, was wiederum so zur Ruhe kommen will, wie der menschliche Organismus, wenn er ruht, ruhig steht oder ruhig sitzt, seine ruhige Gestalt zeigt. Man braucht nur eine Hand und den daran sich anschließenden Arm anzusehen: Sieht man die Gestaltung der Finger, des Unterarmes oder irgend etwas an, kann man sich gar nicht vorstellen, daß das zur Ruhe bestimmt sein sollte. Das ist so in seiner ruhenden Gestalt, daß jede beliebige Bewegung und Beweglichkeit schon in der ruhenden Gestalt ausgedrückt ist.
[ 4 ] Wenn wir einsehen wollen, wie das so ist, so braucht man ja nur daran zu denken, wie für denjenigen, der mit wirklich intuitiver Anschauung sich zu versetzen weiß in die Gesetzmäßigkeit des menschlichen Organismus, wie für den in der ruhenden menschlichen Form schon jede mögliche Bewegung, zu der der Körper hintendiert, liegt. Wer so schauen kann, der sieht in dem ruhenden Menschen, wie dieser immerfort übergehen will im Organismus in Bewegungen, die schon ihrer Formung nach in der gestaltenden oder in der ruhigen Gestalt ausgedrückt liegen. Man bringt nur die menschliche Gestalt selbst in Bewegung, indem man so übergeht von dem Anschauen der Plastik des menschlichen Organismus zu dieser bewegten Plastik der Eurythmie, die zu gleicher Zeit eine sichtbare Sprache ist. Wer imstande ist, die Bewegungen des Menschen, die aus dem tief im Unterbewußtsein des Willens beschlossenen Element des Willens hervorgehen, diese Bewegungsmöglichkeiten, die im Menschen liegen, zu studieren, der findet überall, wie diese Bewegungen nichts anderes sind als das, was wiederum so zur Ruhe kommen will, wie der menschliche Organismus, wenn er ruht, ruhig steht oder ruhig sitzt, seine ruhige Gestalt zeigt. Man braucht nur eine Hand und den daran sich anschließenden Arm anzusehen: Sieht man die Gestaltung der Finger, des Unterarmes oder irgend etwas an, kann man sich gar nicht vorstellen, daß das zur Ruhe bestimmt sein sollte. Das ist so in seiner ruhenden Gestalt, daß jede beliebige Bewegung und Beweglichkeit schon in der ruhenden Gestalt ausgedrückt ist.
[ 5 ] Und sind die Arme und Hände des Menschen in Bewegung, dann sehen wir, wie nur solche Bewegungen naturgemäß, elementarisch möglich sind, die wiederum hintendieren nach der ruhigen Gestalt der Hände und Arme selbst.
[ 5 ] Und sind die Arme und Hände des Menschen in Bewegung, dann sehen wir, wie nur solche Bewegungen naturgemäß, elementarisch möglich sind, die wiederum hintendieren nach der ruhigen Gestalt der Hände und Arme selbst.
[ 6 ] Daß so alles dasjenige, was in der Eurythmie gegeben ist, aus der inneren Gesetzmäßigkeit des menschlichen Organismus herausgeholt ist, das empfindet das Kind. Deshalb führt es mit so großer Lust, wie wir das sehen in der Stuttgarter Waldorfschule, diese eurythmischen Bewegungen als beseeltes, als durchgeistigtes Turnen aus.
[ 6 ] Daß so alles dasjenige, was in der Eurythmie gegeben ist, aus der inneren Gesetzmäßigkeit des menschlichen Organismus herausgeholt ist, das empfindet das Kind. Deshalb führt es mit so großer Lust, wie wir das sehen in der Stuttgarter Waldorfschule, diese eurythmischen Bewegungen als beseeltes, als durchgeistigtes Turnen aus.
[ 7 ] Und wenn man noch mehr auf das Seelische schaut, so muß man sagen: das gewöhnliche Turnen kann ja eigentlich nur herausholen aus dem Menschen dasjenige, was in seiner physischen Organisation liegt. Man wird einstmals über diese Dinge objektiver denken, ohne die heutigen Vorurteile. Dann wird man schon sehen, wie das gewöhnliche Turnen eine Einseitigkeit ist. Ich will gewiß nicht so weit gehen, wie einmal ein berühmter Physiologe, vielleicht sogar der Berühmteste in Mitteleuropa, der einmal hier gesessen hat, sich angehört hat eine solche Einleitung, und der mir nachher sagte: So, Sie lassen das Turnen überhaupt gelten als eine Einseitigkeit, die aus der Physiologie herausgeholt ist? Ich als Physiologe — sagte er —, ich betrachte das Turnen, wie man es heute treibt, überhaupt nicht als Unterrichtsgegenstand, sondern als eine Barbarei. —
[ 7 ] Und wenn man noch mehr auf das Seelische schaut, so muß man sagen: das gewöhnliche Turnen kann ja eigentlich nur herausholen aus dem Menschen dasjenige, was in seiner physischen Organisation liegt. Man wird einstmals über diese Dinge objektiver denken, ohne die heutigen Vorurteile. Dann wird man schon sehen, wie das gewöhnliche Turnen eine Einseitigkeit ist. Ich will gewiß nicht so weit gehen, wie einmal ein berühmter Physiologe, vielleicht sogar der Berühmteste in Mitteleuropa, der einmal hier gesessen hat, sich angehört hat eine solche Einleitung, und der mir nachher sagte: So, Sie lassen das Turnen überhaupt gelten als eine Einseitigkeit, die aus der Physiologie herausgeholt ist? Ich als Physiologe — sagte er —, ich betrachte das Turnen, wie man es heute treibt, überhaupt nicht als Unterrichtsgegenstand, sondern als eine Barbarei. —
[ 8 ] Nun, ich will aus Höflichkeit gegen unsere Kultur — man muß ja immer auch höflich sein — nicht sagen, das Turnen sei eine Barbarei, aber ich möchte sagen: Es ist eine Einseitigkeit, es ist eben nur hervorgeholt aus der Physiologie des menschlichen Organismus, während dieses beseelte Turnen, das in der Eurythmie auftritt, herausgeholt ist aus Leib, Seele und Geist, aus dem vollen Menschen. Daher verwendet man es als Unterrichtsmittel, als einen Erziehungsgegenstand, der aus dem Kinde dasjenige herausholt, was insbesondere die jetzige und die folgenden Generationen sehr, sehr brauchen werden, nämlich die Willens-Initiative, die Initiative des Seelenlebens.
[ 8 ] Nun, ich will aus Höflichkeit gegen unsere Kultur — man muß ja immer auch höflich sein — nicht sagen, das Turnen sei eine Barbarei, aber ich möchte sagen: Es ist eine Einseitigkeit, es ist eben nur hervorgeholt aus der Physiologie des menschlichen Organismus, während dieses beseelte Turnen, das in der Eurythmie auftritt, herausgeholt ist aus Leib, Seele und Geist, aus dem vollen Menschen. Daher verwendet man es als Unterrichtsmittel, als einen Erziehungsgegenstand, der aus dem Kinde dasjenige herausholt, was insbesondere die jetzige und die folgenden Generationen sehr, sehr brauchen werden, nämlich die Willens-Initiative, die Initiative des Seelenlebens.
[ 9 ] Das hat sich schon gezeigt in der Waldorfschule durch das Eurythmie-Unterrichten, wie losgelöst ist aus unterbewußten Tiefen des menschlichen Erlebens während des kindlichen Alters die Entfaltung zur Entwickelung des Willens, der Willens-Initiative. Das hat man erreicht — weil Eurythmie nicht das Leibliche einseitig vernachlässigt, nur auf Seele und Geist geht, sondern alle drei Elemente des menschlichen Lebens berücksichtigt, den Geist ausbildet, die Seele ausbildet, den Leib ausbildet —, daß das Kind die Eurythmie als etwas so Natürliches empfindet, daß, wenn diese Eurythmie herangebracht wird an das Kind, das Kind sie zu lieben lernt aus einem gleichen inneren Drang heraus, wie das beim Sprechen ist. Geradeso wie bei der Sprache, wenn sie herantritt an das Kind, der natürliche Drang beim Kinde da ist, die Sprache zu offenbaren, so ist bei der Eurythmie, wenn man sie in naturgemäßer Weise heranbringt, ein solcher Trieb in dem Kinde, sich in der Eurythmie zu betätigen wie in der Sprache. Und deshalb darf man hoffen, meine sehr verehrten Anwesenden, daß diese Eurythmie auf pädagogischem, auf didaktischem Gebiete als Erziehungsmittel immer mehr und mehr anerkannt wird. Was dieser unserer Zeit fehlt, was diese unsere Zeit braucht, ist, daß das Einführen der Eurythmie in den Unterrichtsplan als etwas Selbstverständliches angesehen wird.
[ 9 ] Das hat sich schon gezeigt in der Waldorfschule durch das Eurythmie-Unterrichten, wie losgelöst ist aus unterbewußten Tiefen des menschlichen Erlebens während des kindlichen Alters die Entfaltung zur Entwickelung des Willens, der Willens-Initiative. Das hat man erreicht — weil Eurythmie nicht das Leibliche einseitig vernachlässigt, nur auf Seele und Geist geht, sondern alle drei Elemente des menschlichen Lebens berücksichtigt, den Geist ausbildet, die Seele ausbildet, den Leib ausbildet —, daß das Kind die Eurythmie als etwas so Natürliches empfindet, daß, wenn diese Eurythmie herangebracht wird an das Kind, das Kind sie zu lieben lernt aus einem gleichen inneren Drang heraus, wie das beim Sprechen ist. Geradeso wie bei der Sprache, wenn sie herantritt an das Kind, der natürliche Drang beim Kinde da ist, die Sprache zu offenbaren, so ist bei der Eurythmie, wenn man sie in naturgemäßer Weise heranbringt, ein solcher Trieb in dem Kinde, sich in der Eurythmie zu betätigen wie in der Sprache. Und deshalb darf man hoffen, meine sehr verehrten Anwesenden, daß diese Eurythmie auf pädagogischem, auf didaktischem Gebiete als Erziehungsmittel immer mehr und mehr anerkannt wird. Was dieser unserer Zeit fehlt, was diese unsere Zeit braucht, ist, daß das Einführen der Eurythmie in den Unterrichtsplan als etwas Selbstverständliches angesehen wird.
