Appendix to the Public Lectures
GA 85
13 March 1905, Munich
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Nachträge zur Abteilung öffentliche Vorträge
67. Die Zukunft des Menschen und die grossen Eingeweihten
67. Die Zukunft des Menschen und die grossen Eingeweihten
[ 1 ] In seinem zweiten Vortrage am Montag suchte Dr. Rudolf Steiner die theosophischen Anschauungen über die Zukunft des Menschen und den Einfluss der «großen Eingeweihten» auf diese zu beleuchten. Nach einer längeren Einleitung glaubte der Vortragende darauf hindeuten zu sollen, dass auch Goethe zum Beispiel im «Faust»-Prolog im Himmel sich der «Terminologie der praktischen Mystik» bedient habe. Wie der einzelne Mensch zu einer höheren geistigen Entwicklung in bewusster Arbeit an sich selbst schon früher gelangen kann, das haben nach des Redners Darlegungen die «Eingeweihten», das heißt die großen mystischen Philosophen und Religionsstifter der Menschheit, immer wieder zu erklären versucht. Sie, welche die große Lehre von der Auferstehung des in der Materie begrabenen göttlichen Geistes im Menschen verkündeten, haben auch die Lebensideale gelehrt, deren Verwirklichung den Menschen zu dieser Auferstehung führt. Lebensideale, die wir zum Beispiel in den Vorschriften der Veden, im «achtfachen Pfad» Buddhas, in der jüdischen Geheimlehre, der griechischen mystischen Philosophie und in der christlichen Mystik finden. Alle diese Vorschriften deuten auf dieselben ethischen Entwicklungsziele hin: Loslösung von der vergänglichen niederen Sinnenwelt, All-Liebe als Frucht der Erkenntnis der Einheit alles Seins, Verinnerlichung zur Erkenntnis des ewigen göttlich-geistigen Seins im Innern des Menschenwesens. Durch diese ethische Schulung wird der geistige Same im Menschen zur Entwicklung gebracht, der einst in allen aufgehen soll und das große Menschheitsideal der Zukunft, das Ideal der höchsten Selbsterkenntnis im Voraus realisiert. Auf den von dem zahlreichen Auditorium beifällig aufgenommenen Vortrag folgte eine längere Diskussion.
[ 1 ] In seinem zweiten Vortrage am Montag suchte Dr. Rudolf Steiner die theosophischen Anschauungen über die Zukunft des Menschen und den Einfluss der «großen Eingeweihten» auf diese zu beleuchten. Nach einer längeren Einleitung glaubte der Vortragende darauf hindeuten zu sollen, dass auch Goethe zum Beispiel im «Faust»-Prolog im Himmel sich der «Terminologie der praktischen Mystik» bedient habe. Wie der einzelne Mensch zu einer höheren geistigen Entwicklung in bewusster Arbeit an sich selbst schon früher gelangen kann, das haben nach des Redners Darlegungen die «Eingeweihten», das heißt die großen mystischen Philosophen und Religionsstifter der Menschheit, immer wieder zu erklären versucht. Sie, welche die große Lehre von der Auferstehung des in der Materie begrabenen göttlichen Geistes im Menschen verkündeten, haben auch die Lebensideale gelehrt, deren Verwirklichung den Menschen zu dieser Auferstehung führt. Lebensideale, die wir zum Beispiel in den Vorschriften der Veden, im «achtfachen Pfad» Buddhas, in der jüdischen Geheimlehre, der griechischen mystischen Philosophie und in der christlichen Mystik finden. Alle diese Vorschriften deuten auf dieselben ethischen Entwicklungsziele hin: Loslösung von der vergänglichen niederen Sinnenwelt, All-Liebe als Frucht der Erkenntnis der Einheit alles Seins, Verinnerlichung zur Erkenntnis des ewigen göttlich-geistigen Seins im Innern des Menschenwesens. Durch diese ethische Schulung wird der geistige Same im Menschen zur Entwicklung gebracht, der einst in allen aufgehen soll und das große Menschheitsideal der Zukunft, das Ideal der höchsten Selbsterkenntnis im Voraus realisiert. Auf den von dem zahlreichen Auditorium beifällig aufgenommenen Vortrag folgte eine längere Diskussion.
