Appendix to the Public Lectures
GA 85
18 March 1909, Hanover
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Nachträge zur Abteilung öffentliche Vorträge
90. Das Geheimnis des Todes als Schlüssel zum Rätsel des Menschen
90. Das Geheimnis des Todes als Schlüssel zum Rätsel des Menschen
[ 1 ] Vortrag. Dr. Rudolf Steiner – Berlin sprach am Donnerstagabend in der Aula vor einer zahlreichen Hörerschaft über «Das Geheimnis des Todes als Schlüssel zum Rätsel des Menschen». Er stellte dabei unter Bekämpfung der gegenteiligen Anschauungen den Satz auf, dass Geistigseelisches nur aus Geistigseelischem hervorgehen könne. Dieser Satz würde in nicht ferner Zeit in das allgemeine Menschenwissen übergehen wie vor wenigen Jahrhunderten die Feststellung des italienischen Forschers: «Lebendiges kann nur aus Lebendigem entstehen.» Der Redner führte sodann seine Zuhörerschaft in die Theorie der Theosophie ein, wobei er zugleich einen Ausblick gab in die ihr vorschwebende übersinnliche geistige Welt, in die beim physischen Tode des Menschen dessen geistiges Wesen, der Ichträger, unter Loslösung von dem zerfallenden physischen Körper hinübertrete, um später geläutert herabzusteigen zu neuem Leben in einem neuen physischen Körper. So von Dasein zu Dasein wandernd, sei das derzeitige Leben Folge und Ursache zugleich. Die Einwände des Christentums gegen die Theosophie bezeichnete der Redner als irrtümlich, denn in der Körperlehre der Theosophie finde das Christentum sein Fundament. Nach Schluss des fast zweistündigen Vortrages beantwortete Dr. Steiner eine Reihe von Fragen, die von dem Interesse zeugten,
[ 1 ] Vortrag. Dr. Rudolf Steiner – Berlin sprach am Donnerstagabend in der Aula vor einer zahlreichen Hörerschaft über «Das Geheimnis des Todes als Schlüssel zum Rätsel des Menschen». Er stellte dabei unter Bekämpfung der gegenteiligen Anschauungen den Satz auf, dass Geistigseelisches nur aus Geistigseelischem hervorgehen könne. Dieser Satz würde in nicht ferner Zeit in das allgemeine Menschenwissen übergehen wie vor wenigen Jahrhunderten die Feststellung des italienischen Forschers: «Lebendiges kann nur aus Lebendigem entstehen.» Der Redner führte sodann seine Zuhörerschaft in die Theorie der Theosophie ein, wobei er zugleich einen Ausblick gab in die ihr vorschwebende übersinnliche geistige Welt, in die beim physischen Tode des Menschen dessen geistiges Wesen, der Ichträger, unter Loslösung von dem zerfallenden physischen Körper hinübertrete, um später geläutert herabzusteigen zu neuem Leben in einem neuen physischen Körper. So von Dasein zu Dasein wandernd, sei das derzeitige Leben Folge und Ursache zugleich. Die Einwände des Christentums gegen die Theosophie bezeichnete der Redner als irrtümlich, denn in der Körperlehre der Theosophie finde das Christentum sein Fundament. Nach Schluss des fast zweistündigen Vortrages beantwortete Dr. Steiner eine Reihe von Fragen, die von dem Interesse zeugten,
