Self-Knowledge and God-Knowledge I
GA 90a
14 August 1904, Berlin
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Self-Knowledge and God-Knowledge I, tr. SOL
53. Wesen, Wahrnehmung und Taten
53. Being, Perception, and Actions
[ 1 ] Wir müssen unterscheiden zwischen dem Wesen als solchem und zwischen den Wahrnehmungen und Taten des Wesens. Die hängen ab nicht bloß von dem Wesen, sondern auch von der Welt, in die er versetzt ist. Der Mensch ist zu verschiedenen Zeiten in verschiedenen Welten, er macht Planeten durch, Globen. Vier - drei Welten haben wir kennengelernt. Wenn er wahrnehmen und tätig sein soll, muss er sich Organe aus der betreffenden Welt bilden. Damit er auf der physischen Erde wirken kann, muss er sich Wahrnehmungsorgane aus Stoffen der Erde bilden. Sodass wir unterscheiden müssen zwischen dem Wesen, das der Welt des Ewigen angehört, und den Organen, die es gebildet hat aus den Stoffen der Welten, die es durchwandert.
[ 1 ] We must distinguish between the being as such and the being’s perceptions and actions. These depend not only on the being, but also on the world into which it is placed. Human beings find themselves in different worlds at different times; they pass through planets and globes. We have come to know four—three worlds. If a human being is to perceive and act, he must form organs from the materials of the world in question. In order to act on physical Earth, he must form organs of perception from the substances of Earth. Thus, we must distinguish between the being, which belongs to the world of the Eternal, and the organs that it has formed from the substances of the worlds through which it passes.
[ 2 ] Würden wir nicht eine physische Hand haben, würden wir nicht einen Gegenstand rücken können, sondern durchfahren durch die Materie. Die Hand muss undurchdringlich sein [Lücke in der Mitschrift] Ebenso ist es mit den Sinnesorganen [Lücke in der Mitschrift] Augen. Diese Organe nennt man Indriyas, und man unterscheidet Indriyas der Sinne oder Wahrnehmung und Indriyas der Tat. Jedes Wesen bildet sich aus den Stoffen der Welt, die es durchwandert, Tätigkeits- und Sinnesorgane. Mit seinem Wesen gehört der Mensch der ewigen Welt an, mit den Organen - der Welt, die er durchwandert. Hat er diese Welten durchwandert, nimmt er gerade durch seine Organe etwas aus den Welten mit, das sein Besitz bleibt. Sie haben Augen -, als Sie dem Schoße des Ewigen entstiegen, hatten sie keine [Lücke in der Mitschrift]
[ 2 ] If we did not have a physical hand, we would not be able to move an object, but would pass right through matter. The hand must be impenetrable [gap in the transcript]. The same applies to the sense organs [gap in the transcript]—the eyes. These organs are called indriyas, and a distinction is made between the indriyas of the senses or perception and the indriyas of action. Every being forms its organs of action and sense organs from the substances of the world through which it travels. With his essence, man belongs to the eternal world; with his organs, he belongs to the world through which he passes. Once he has passed through these worlds, he takes with him—precisely through his organs—something from the worlds that remains his possession. You have eyes—when you emerged from the bosom of the Eternal, you had none [gap in the transcript]
[ 3 ] Was Sie wahrgenommen haben, das bleibt. Die Augen als Organe der physischen Welt vergehen.
[ 3 ] What you have perceived remains. The eyes, as organs of the physical world, pass away.
[ 4 ] Wir sehen daraus, dass die Menschen Unrecht haben mit dem, was sie wirklich nennen. Gerade das ist wirklich, bleibend, was als Wirkung der Vorgänge erscheint. So saugt das Wesen durch seine von Zeit zu Zeit erhaltenen Organe die Früchte aus den verschiedenen Welten heraus, die es dann mitnimmt. Deshalb hatten die Griechen schöne Symbole in den Mysterien: Sie nannten die Seelen Bienen, weil die Seele den Honig aus den Welten sammelt und am Altar des Ewigen niederlegt.
[ 4 ] We can see from this that people are mistaken in what they actually call it. It is precisely what appears as the effect of these processes that is truly real and enduring. Thus, through the organs it receives from time to time, the being extracts the fruits from the various worlds, which it then takes with it. That is why the Greeks had beautiful symbols in the Mysteries: they called the souls “bees,” because the soul gathers the honey from the worlds and lays it down at the altar of the Eternal.
[ 5 ] Warum gebrauchen die Eingeweihten solche Bilder für das Volk, hat es einen Wert? Alles was Mythen sind, sind äußere Einkleidungen tief innerer Wahrheiten.
[ 5 ] Why do the initiates use such images for the people—do they have any value? Myths are nothing more than outer garments for deeply inner truths.
[ 6 ] Wie werden wir Bildsäulen leichter arbeiten? Werden wir das Bild erst roh bearbeiten in dem Steinblock oder mit der feinsten Ausübung beginnen? Ich meine das Erste. Nach diesem Prinzip handelten die Priester verschiedener Zeiten. Sie sagten sich /Lücke in der Mitschrift]
[ 6 ] How will we carve statues more easily? Will we first rough-carve the image from the block of stone, or will we begin with the finest details? I mean the former. Priests of various eras acted according to this principle. They said to themselves /gap in the transcript]
[ 7 ] Ich senke in diese Seele eine bildliche Vorstellung, die die Leute gar nicht verstehen. Aber es präpariert seinen Geist, damit er später die reine Wahrheit wahrnehmen kann. Das hatte Wert, solange die Priester so durchdrungen waren von Reinkarnation [Lücke in der Mitschrift]
[ 7 ] I implant a figurative image into this soul—one that people do not understand at all. But it prepares his mind so that he may later perceive the pure truth. This was valuable as long as the priests were so imbued with the belief in reincarnation [gap in the transcript]
[ 8 ] Zurück zum Hauptgedanken: Die Wesen entnehmen den Welten, was sie zu ihren Organen brauchen. Für uns: physische, seelische und geistige Welt, aus denen wir aufgebaut sind. Der Mensch lebt in diesen drei Welten, der physischen, astralen und mentalen, ist also ein dreigliedriges Wesen.
[ 8 ] Returning to the main idea: Beings draw from the worlds what they need to form their organs. For us, these are the physical, soul, and spiritual worlds, of which we are composed. Human beings live in these three worlds—the physical, astral, and mental—and are therefore threefold beings.
[ 9 ] Über der geistigen und unter der physischen gibt es noch andere Welten, in denen lebt der Mensch zunächst nicht, aber andere Wesen. Denken wir uns solche, die nur seelisch und geistig - zweigliedrig — für uns sind. Solche Wesen nennt man Devas, die nicht in der physischen Welt inkarniert sind, deren niederste Körperlichkeit das Astrale ist. Die Mythen haben die Erkenntnis von solchen Wesen sinnbildlich behandelt, entweder dadurch, dass sie solche Wesen erscheinen lassen in feurigen Wolken. Aber auch werden wir finden in Mythen, dass sie erscheinen in Form von Tieren - Zeus.
[ 9 ] Above the spiritual world and below the physical world, there are other worlds in which human beings do not initially live, but other beings do. Let us imagine beings that are, for us, solely soulful and spiritual—twofold in nature. Such beings are called devas; they are not incarnated in the physical world, and their lowest physical form is the astral body. Myths have symbolically depicted the knowledge of such beings, either by having them appear in fiery clouds or, as we shall see in the myths, in the form of animals—Zeus.
[ 10 ] Das Tier gilt oft für eine astrale Wesenheit, weil sie das Leidenschaftliche klarer ausdrückt als der Mensch. Das entspricht also einer astralen Wirklichkeit, ist aber nicht physisch zu denken im gewöhnlichen Sinne, sondern die Menschen, denen es erschienen, waren für den Augenblick in Trance.
[ 10 ] Animals are often regarded as astral beings because they express passion more clearly than humans do. This corresponds to an astral reality, but it should not be conceived of in the ordinary physical sense; rather, the people to whom it appeared were in a trance at that moment.
[ 11 ] Neben dem gibt es noch andere Wesenheiten, welche nur körperlich-seelisch sind, denen das Geistige fehlt. Die Tiere sind es nicht, denn die gehören mit ihrem Gattungscharakter dem Geistigen an; ihre Gattungsseele gehört dem Devachan an. Solche Wesenheiten gibt es, die gar keine geistige Äußerung haben. Nur möglich ist es, zu ihnen zu kommen, wenn man nicht angewiesen ist auf geistige Äußerung. Astral hellsehend müsste ich sein, um ihre Astral-Wesenheit wahrzunehmen. Die Erde ist viel bevölkerter, als man glaubt, in jedem Felsen, jedem Baum lebt ein Wesen, die nur darum sich nicht [Lücke in der Mitschrift], weil sie kein geistiges Äußerungsvermögen haben. Man nennt sie Elementarwesen.
[ 11 ] In addition to these, there are other beings that are purely physical and soul-based, lacking a spiritual aspect. Animals are not among them, for with their species character they belong to the spiritual realm; their species soul belongs to Devachan. There are such beings who have no spiritual expression whatsoever. It is only possible to reach them if one is not dependent on spiritual expression. I would have to be astral clairvoyant to perceive their astral nature. The Earth is much more populated than one might think; in every rock, every tree, there lives a being that remains unnoticed [gap in the transcript] simply because it lacks the capacity for spiritual expression. They are called elemental beings.
[ 12 ] Der Mensch nimmt nur ihre Wirkungen wahr, wenn sie ihm - wie es scheint - sich zufällig äußern.
[ 12 ] People perceive only their effects when they—as it seems—manifest themselves by chance.
[ 13 ] Es gibt Devas, die Naturen haben, die über dem Geistigen sind, und Elementarwesen, die unter dem Physischen stehen. Aber die gehen uns nichts an. Diese haben Organe, die denselben Welten angehören wie wir. Die Devas verrichten keine Taten, die unmittelbar der sinnlichen Welt angehören, deshalb nehmen wir diese nicht wahr; die Elementarwesen haben keine Organe, die sich geistig äußern können, deshalb sind sie für den Menschen nicht da.
[ 13 ] There are devas whose natures are above the spiritual realm, and elemental beings whose natures are below the physical realm. But they are of no concern to us. These have organs that belong to the same worlds as ours. The devas do not perform actions that belong directly to the sensory world; therefore, we do not perceive them. The elemental beings have no organs capable of spiritual expression; therefore, they are not present to human beings.
