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Theosophy and Occultism
GA 90c

13 November 1903, Berlin

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Theosophy and Occultism, tr. SOL
  1. Theosophie und Okkultismus, 1st ed.

14. Mysterien und Geheimschulen, Vegetarismus, Pythagoras, Nahrung und Temperament

14. Mysteries and Secret Schools, Vegetarianism, Pythagoras, Diet, and Temperament

[ 1 ] Unsere heutige Zeit steht unter dem Zeichen der Reform. Überall Reformbewegungen, Reformbestrebungen. Unzufrieden mit dem Bestehenden, Althergebrachten und unbefriedigt von den gemachten Erfahrungen, suchen die Menschen etwas Neues herauszugestalten, herauszubilden und in irgendetwas anderem ihr Heil zu suchen. Und das muss so sein; denn alles im Weltall, das große Ganze, alle Kulturen, der einzelne Mensch, alles ist im Werden, im Entwickeln begriffen, es gibt keinen Stillstand.

[ 1 ] Our present age is marked by reform. Everywhere there are reform movements and efforts at reform. Dissatisfied with the status quo and with what has been handed down through the ages, and unfulfilled by their past experiences, people seek to shape and develop something new and to find salvation in something else. And so it must be; for everything in the universe—the great whole, all cultures, the individual human being—everything is in the process of becoming, of developing; there is no standstill.

[ 2 ] Wie groß und gewaltig sind oft die Ideen der einzelnen Reformstifter, aber wie verzerrt und ins Extreme geführt werden sie von der großen Menge. Nehmen wir einmal eine unserer hervorragendsten Reformbewegungen heraus. Es gibt eine Bewegung, die noch in keiner Kulturepoche zu bemerken war, [die auf manchen sehr befremdend wirkt:] es ist die «Frauenbewegung».

[ 2 ] How grand and powerful the ideas of individual reformers often are, yet how distorted and taken to extremes they are by the masses. Let’s take one of our most outstanding reform movements as an example. There is a movement that has never been seen before in any cultural era, [one that seems very strange to some:] it is the “women’s movement.”

[ 3 ] Der Drang zur Betätigung an den großen Aufgaben der Kultur und des sozialen Lebens treibt die Frau dazu, nach Wertschätzung und Gleichberechtigung mit dem Manne zu ringen. Auch die Zeitverhältnisse zwingen die Frau dazu. Sie will nicht mehr in kleinerem Kreise walten, gefesselt an unbefriedigende Verhältnisse oder einsam in der Welt stehend, ohne fördernde Arbeit, ohne eine Lebensaufgabe. Nein, sie will mitarbeiten am Kulturleben, auf eigenen Füßen stehend, mit den gleichen Rechten wie der Mann. Das wunderbare Ideal einer Hausfrau, das Schiller in seiner «Glocke» so schön uns zeigt: «Und drinnen waltet die züchtige Hausfrau», ist eben für die große Mehrheit unserer weiblichen Welt kein Ideal mehr.

[ 3 ] The urge to engage in the great tasks of culture and social life drives women to strive for recognition and equality with men. The circumstances of the times also compel women to do so. She no longer wishes to remain confined to a small circle, bound by unsatisfying conditions or standing alone in the world, without fulfilling work or a purpose in life. No, she wants to participate in cultural life, standing on her own two feet, with the same rights as men. The wonderful ideal of a housewife, which Schiller so beautifully depicts for us in his “Glocke”: “And inside, the virtuous housewife reigns,” is simply no longer an ideal for the vast majority of women today.

[ 4 ] Aber wie missverstanden und ins Extreme führend ist dieser Drang nach Selbstständigkeit und Freiheit. Weil die Frau noch nicht erfasst hat, dass nicht allein das Selbstbewusstsein im Berufsleben die Frau frei und selbstständig macht, oder das willkürliche Handeln in die Sphäre der Freiheit fällt, sondern dass wir vor allen Dingen in unserem Innern selbstständig und frei werden müssen, dass erst die Durcharbeitung unseres ganzen Seelenlebens, die Veredlung und Läuterung unseres Charakters das Weib zum selbstständigen freien Wesen macht. Mögen dann die äußeren Verhältnisse sein wie sie wollen, das hat keinen großen Einfluss. Die Errungenschaft der inneren Selbstständigkeit gibt der Frau dann auch das Anrecht auf äußere Freiheit und Selbstständigkeit; und erst dann kann sie eine Mitarbeiterin des Mannes werden, aber nicht seine Rivalin. Um zu dieser wahren inneren Selbstständigkeit zu gelangen, den Weg dazu kann uns nur die Geisteswissenschaft zeigen, alles andere Freiheitsstreben führt zu keinem hohen Ziel.

[ 4 ] But how misunderstood—and how prone to extremes—is this drive for independence and freedom. Because women have not yet grasped that it is not merely self-confidence in professional life that makes a woman free and independent, nor is arbitrary action a matter of freedom; rather, we must above all become independent and free within ourselves—it is only through the deep processing of our entire inner life, the refinement and purification of our character, that a woman becomes an independent, free being. Whatever the external circumstances may be, they have little influence. The attainment of inner independence then also gives a woman the right to external freedom and independence; and only then can she become a partner to a man, but not his rival. To attain this true inner independence, only spiritual science can show us the way; all other striving for freedom leads to no higher goal.

[ 5 ] Gehen wir in ein anderes Gebiet, in das der Naturheilkunde. Man hat gefunden, dass die vielen Erkrankungen der heutigen Zeit zurückzuführen sind auf das jetzige Kulturleben. Der Kampf ums Dasein lässt den Menschen kaum zur Ruhe, noch viel weniger zur Gesundung kommen. Man glaubt, weil eben unsere Vorfahren so ganz in der Natur lebten, in frischer Luft, unbeengt von der Kleidung, [bei einfacher Ernährung], das wäre ausschlaggebend gewesen für ihre Gesundheit. Und weil die medizinische Wissenschaft in manchen Fällen nicht mehr das Richtige findet, so glaubt man, dass ein «Zurück zur Natur», ein Leben mit der Natur das Gesündeste wäre. Man nimmt Erde, Wasser, Luft und Wärme und wendet sie, wo es ist, in allen erdenklichen Fällen an.

[ 5 ] Let’s move on to another field: naturopathy. It has been found that many of today’s illnesses can be traced back to modern cultural life. The struggle for existence leaves people with little time for rest, much less for recovery. It is believed that because our ancestors lived so completely in nature—in fresh air, unencumbered by clothing, [on a simple diet]—this was the decisive factor in their health. And because modern medical science sometimes fails to find the right solution, people believe that a “return to nature”—a life in harmony with nature—would be the healthiest approach. They take earth, water, air, and heat and apply them wherever possible, in every conceivable situation.

[ 6 ] Aber dabei bedenkt man nicht, dass der Mensch ein individuelles Wesen ist, das nicht mehr mit allen Elementen Verwandtschaft hat. Bei manchem sind Sonnenbäder ganz und gar nicht angebracht, bei einem anderen können Wasserkuren von größtem Schaden sein. Wenn einmal vom geheimwissenschaftlichen Standpunkt aus dem Menschen Gesundheit werden soll, dann wird individuell vorgegangen werden müssen. Da wird jeder das zur Heilung bekommen, was seiner innersten Natur, seinem Temperament, seinem ganzen Charakter, seinem geistigen Aufbau zuträglich ist.

[ 6 ] But in doing so, one fails to consider that human beings are individual beings who are no longer connected to all the elements. For some people, sunbathing is entirely inappropriate; for others, hydrotherapy can be extremely harmful. If human health is to be achieved from the standpoint of esoteric science, then an individualized approach will be necessary. In this way, each person will receive the treatment that is beneficial to their innermost nature, their temperament, their entire character, and their spiritual constitution.

[ 7 ] Der Mensch aber steht stets doch in engstem Zusammenhang mit den ewigen Gesetzen und nur nach diesen kann eine vollständige Heilung desselben, eine vollständige Harmonie des Menschen mit seinem physischen und psychischen Organismus hergestellt werden. Es gibt für den Menschen kein «Zurück zur Natur» in dem Sinne, als er in der Natur das Höchste zu sehen glaubt, sondern nur noch ein «Durch die Natur zum Geist».

[ 7 ] Human beings, however, are always closely connected to the eternal laws, and only in accordance with these can a complete healing of the individual—a complete harmony between the human being and his or her physical and psychological organism—be achieved. For human beings, there is no “return to nature” in the sense that they believe nature to be the highest reality, but only a “through nature to the spirit.”

[ 8 ] Hand in Hand mit der Naturheilmethode geht gewöhnlich der Vegetarismus. Man ist überzeugt, dass in der tierischen Nahrung etwas enthalten sei, das nicht gesundheitsfördernd wirkt, man glaubt, dass es für den Menschen zuträglicher wäre, Pflanzenkost zu genießen, und man geht so weit, dass man sogar Milch, und die daraus bereiteten Käse und dergleichen, nicht zur Ernährung geeignet hält. Überall her nimmt man die pflanzlichen Erzeugnisse, um rechte Abwechslung und einen ganzen Ersatz für die Fleischnahrung zu bekommen. Diese Lebensweise ist zwar sehr bekömmlich, aber ob jeder das auf lange Zeit durchführen kann, das ist eine andere Frage. Denn vegetarisches Leben ohne geistiges Streben führt unweigerlich zur Krankheit. Man sagt, [dass der Vegetarismus in Griechenland Jahrhunderte vor Christus bekannt gewesen sei, und] dass der große Weise des Altertums, Pythagoras, der Stifter des Vegetarismus sei. Da muss man doch fragen: Wer war denn Pythagoras und warum lebte er denn vegetarisch? Und damit gelangen wir in das Gebiet der Geheimschulen, der Mysterien.

[ 8 ] Vegetarianism usually goes hand in hand with natural healing methods. People are convinced that animal-based foods contain something that is not beneficial to health; they believe it would be more beneficial for humans to consume plant-based foods, and they go so far as to consider even milk—and the cheese and similar products made from it—unsuitable for the diet. Everywhere, people turn to plant-based products to obtain proper variety and a complete substitute for meat-based foods. While this lifestyle is certainly very wholesome, whether everyone can maintain it over the long term is another matter. For a vegetarian lifestyle without spiritual pursuit inevitably leads to illness. It is said [that vegetarianism was known in Greece centuries before Christ, and] that the great sage of antiquity, Pythagoras, was the founder of vegetarianism. One must ask, then: Who was Pythagoras, and why did he live as a vegetarian? And with that, we enter the realm of the secret schools, the mysteries.

[ 9 ] Zu allen Zeiten und zerstreut über alle Weltteile hat es von jeher Geheimschulen gegeben, deren Mitglieder sich befleißigten durch strenge Selbstzucht, durch fleißiges Studium, durch Meditation in das verborgene Sein der Welt zu gelangen, hinter den Schleier des Vergänglichen zu schauen. In Griechenland war es besonders Pythagoras, einer der großen Eingeweihten, der in diesem Sinne wirkte. Er hatte Schüler um sich versammelt, die er durch vorangegangene strenge Proben in die Mysterien einführte. Zugleich damit wurden von ihm auch strenge Diätvorschriften erlassen. Berauschende Getränke waren ganz verpönt. Ebenso war der Genuss von Fleisch und von Bohnengemüse streng untersagt. Auch in späteren Zeiten wurden in allen Geheimschulen für die Lebensweise der Schüler Vorschriften gegeben. Denn der Schüler soll lernen, die Nahrung nach den Grundsätzen der geistigen Erkenntnis zu wählen. Er muss wissen, dass in dem, was er als Nahrung zu sich nimmt, die Kraft gewisser Wesenheiten liegt. Und wenn der Mensch zum Herrscher seines Organismus werden will, so muss er seine Nahrung bewusst wählen.

[ 9 ] Throughout the ages and scattered across all corners of the world, there have always been secret schools whose members strove, through strict self-discipline, diligent study, and meditation, to penetrate the hidden reality of the world and look beyond the veil of the transitory. In Greece, it was particularly Pythagoras, one of the great initiates, who worked in this spirit. He had gathered disciples around him, whom he initiated into the mysteries after they had undergone rigorous trials. At the same time, he also imposed strict dietary rules. Intoxicating beverages were completely frowned upon. Likewise, the consumption of meat and legumes was strictly forbidden. Even in later times, rules governing the students’ way of life were established in all secret schools. For the student is to learn to choose food according to the principles of spiritual knowledge. He must know that the power of certain beings lies in what he consumes as food. And if a person wishes to become the master of his own organism, he must choose his food consciously.

[ 10 ] Wenn man erst begreift, welche Wesenheiten durch diese oder jene Nahrung angezogen werden, dann erkennt man auch, welche Bedeutung die Ernährung hat. In den früheren Zeiten, da kannte man auch in den großen Religionsgemeinschaften, zum Beispiel in der jüdischen und in der katholischen Religion, die Wirkung der Nahrungsmittel. Ein Zuwiderhandeln gegen die Vorschriften wurde mit dem Ausschluss aus der Gemeinschaft bestraft.

[ 10 ] Once one understands which entities are attracted by this or that food, one also recognizes the significance of nutrition. In earlier times, even within the major religious communities—for example, in Judaism and Catholicism—people were aware of the effects of food. Violating these rules was punished by expulsion from the community.

[ 11 ] Auch im Brahmanismus war die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern dem Vishnu geweiht. Diejenigen, welche sich seine Diener nannten, feierten diese Zeit durch Enthaltsamkeit zum Beispiel von allen Hülsenfrüchten, des Öles, Fleisches, Salzes und berauschender Getränke. Man hatte in jener Zeit noch das lebendige Gefühl des Zusammenhanges des Mikrokosmos mit dem Makrokosmos, und man forderte von jedem erwachsenen Gliede der Gemeinschaft, dass es zu ganz bestimmten Zeiten sich aufnahmefähiger mache für gewisse geistige Kräfte, damit es mit der ganzen Natur eine Wiedergeburt und Auferstehung feiere. Es waren dies die Zeiten vor Weihnachten und vor Ostern.

[ 11 ] In Brahmanism, too, the period between Christmas and Easter was dedicated to Vishnu. Those who called themselves his servants observed this time through abstinence—for example, from all legumes, oil, meat, salt, and intoxicating beverages. At that time, people still had a vivid sense of the connection between the microcosm and the macrocosm, and every adult member of the community was required to make themselves more receptive to certain spiritual forces at very specific times, so that they might celebrate a rebirth and resurrection together with all of nature. These were the periods before Christmas and before Easter.

[ 12 ] Nun wollen wir einmal betrachten, was die Nahrung eigentlich ist. Fast keinem Gebiet bringt man so großes Interesse entgegen, wie der Ernährung; denn die Anforderungen, die die heutige Zeit an die Leistungsfähigkeit des Einzelnen stellt, bedingt es, sich gut [und kräftig] zu ernähren. Wir sehen, dass wir der Nahrung bedürfen, um unseren Körper zu erhalten. Durch die Nahrung führen wir unserem Körper aufbauende und erhaltende Kräfte zu. Nach dem äußeren wissenschaftlichen Standpunkt ist die Nahrung eine Energie-Zufuhr. Die Geheimwissenschaft sagt aber: In der ganzen Natur manifestiert sich die Dreiheit. Jedes Ding besteht aus Form, Leben und Bewusstsein.

[ 12 ] Now let’s take a look at what food actually is. Few areas attract as much interest as nutrition; for the demands that modern life places on an individual’s performance make it essential to eat well [and heartily]. We see that we need food to sustain our bodies. Through food, we supply our bodies with the forces that build and sustain them. From a purely scientific standpoint, food is a source of energy. Esoteric science, however, states: The trinity manifests itself throughout nature. Every thing consists of form, life, and consciousness.

[ 13 ] Alles in der Natur ist belebt und durchgeistigt. Wir entnehmen unsere Nahrung dem Tier- und Pflanzenreich. Das Tier hat seinen physischen [Leib], [seinen] ätherischen [Leib] und [seinen] Astralleib auf der physischen Welt, das Gruppen-Ich der Tiere ist auf dem Astralplan. Wenn das Tier tot ist, dann ist die Wirkung der tierischen Natur noch nicht aufgehoben; denn das Prinzip des Tieres wirkt nach dem Tode des Tieres weiter.

[ 13 ] Everything in nature is animated and imbued with spirit. We derive our nourishment from the animal and plant kingdoms. The animal has its physical [body], [its] etheric [body], and [its] astral body in the physical world; the group ego of the animals is on the astral plane. When the animal is dead, the influence of the animal nature has not yet ceased; for the principle of the animal continues to act after the animal’s death.

[ 14 ] Ebenso ist es bei der Pflanze. Die Pflanze hat ihren physischen und ätherischen Leib auf dem physischen Plan, ihren Astralleib in der Astralwelt, das Ich der Pflanze ist im Devachan. Das Prinzip, das in der Pflanze wirkt, wird auch nach der Zubereitung der Pflanze wirksam sein. Aber die Nahrungswirkung erstreckt sich nicht nur auf den physischen und Lebensleib, sondern auch auf die anderen Lebensteile des Menschen.

[ 14 ] The same is true of plants. A plant has its physical and etheric bodies on the physical plane, its astral body in the astral world, and the plant’s “I” is in Devachan. The principle at work within the plant will continue to be effective even after the plant has been prepared. But the nourishing effect extends not only to the physical and vital bodies, but also to the other aspects of human life.

[ 15 ] Und nun wollen wir einmal im Zusammenhang mit unserem geistigen Streben über die Ernährung sprechen. Wohl werden Meditations- und Konzentrations-Übungen die Hauptsache sein, [doch wird es nicht so unwesentlich sein, wie der Strebende sich ernährt], wenn die Bearbeitung des Astralleibes beginnt.

[ 15 ] And now, in the context of our spiritual quest, let us talk about nutrition. While meditation and concentration exercises will certainly be the main focus, [the way the seeker nourishes himself will not be insignificant] once the work on the astral body begins.

[ 16 ] Vor allen Dingen ist es wichtig, Alkohol in jeder Form zu meiden, sogar die mit Alkohol gefüllten Süßigkeiten sind von sehr schädlicher Wirkung. Alkohol und geistige Übungen führen auf die schlimmsten Pfade! Von wissenschaftlichem Standpunkt ist ja schon der schlimme Einfluss auf die Gehirnfunktion nachgewiesen; wie viel mehr sollte ein Mensch, der sein ganzes Streben auf das Geistige richtet, sich eines Genusses enthalten, der das Erkennen des Geistigen vollständig ausschließt.

[ 16 ] Above all, it is important to avoid alcohol in any form; even alcohol-filled candies have a very harmful effect. Alcohol and spiritual practices lead down the worst paths! From a scientific standpoint, its harmful influence on brain function has already been proven; how much more should a person who directs all their efforts toward the spiritual refrain from a pleasure that completely precludes the recognition of the spiritual?

[ 17 ] Der Genuss von Fleisch und Fisch ist nicht ratsam. Im Fleisch genießt der Mensch die ganze Tierleidenschaft mit, und im Fisch genießt er das ganze Weltenkama [...] mit.

[ 17 ] Eating meat and fish is not advisable. When eating meat, a person consumes the animal's entire passion, and when eating fish, he consumes the entire worldly kama [...].

[ 18 ] Pilze sind ungemein schädlich. Sie enthalten hemmende Mondenkraft, und alles, was auf dem Mond entstanden ist, bedeutet Erstarrung. Ebenso sind Hülsenfrüchte nicht sehr ratsam, wegen des zu großen Stickstoffgehalts. Stickstoff verunreinigt den Ätherkör per.

[ 18 ] Mushrooms are extremely harmful. They contain inhibiting lunar energy, and anything that originated on the moon leads to stagnation. Likewise, legumes are not very advisable due to their excessively high nitrogen content. Nitrogen contaminates the etheric body.

[ 19 ] Wir wollen einmal einige der gröbsten niederen Eigenschaften herausgreifen und in Zusammenhang bringen mit den verschiedenen Nährstoffen. Wenn ein Mensch große Selbstständigkeit besitzt, und sehr zum Egoismus neigt, der sollte wenig konzentrierten Zucker genießen; denn Zucker fördert die Selbstständigkeit. Ist dagegen jemand ohne inneren und äußeren Halt und glaubt, immer der Anlehnung und Stütze bedürfen zu müssen, der sollte reichlich Zucker genießen, um selbstständiger zu werden. Wird jemand sehr vom [Zorn] beherrscht, der sollte viel Gewürze in den Speisen, ganz besonders Salz und Pfeffer, meiden. Wenn jemand sehr zu Bequemlichkeit und Trägheit veranlagt ist, der meide besonders stickstoffhaltige Nahrung, er wähle vielmehr Obst und Gemüse als Nahrung.

[ 19 ] Let’s take a look at some of the most glaring negative traits and relate them to various nutrients. If a person possesses a high degree of independence and is very prone to selfishness, they should consume little concentrated sugar; for sugar promotes independence. On the other hand, someone who lacks inner and outer stability and believes they must always rely on support and assistance should consume plenty of sugar to become more independent. If someone is greatly dominated by [anger], they should avoid using a lot of spices in their food, especially salt and pepper. If someone is very prone to laziness and idleness, they should especially avoid nitrogen-rich foods; instead, they should choose fruits and vegetables as their main diet.

[ 20 ] Will sich jemand an das schwierige Problem wagen, an die Beherrschung der Geschlechtsleidenschaft - derjenigen Leidenschaft, die in niederer Art ausgeführt den Menschen unter das Tier herabwürdigt, umgewandelt aber ihn seiner Göttlichkeit am nächsten bringt -, der sollte so wenig als möglich eiweißreiche Nahrung genießen. Bei zu reichlichem Genusse von Eiweißstoffen wird das Überhandnehmen der Fortpflanzungsstoffe hervorgerufen, und damit wird die Beherrschung der Geschlechtsleidenschaft sehr erschwert.

[ 20 ] Anyone who wishes to tackle the difficult problem of mastering sexual passion—that passion which, when expressed in a base manner, degrades humans to a level below that of animals, but when transformed brings them closest to their divinity—should consume as little protein-rich food as possible. Excessive consumption of protein causes the reproductive substances to become excessive, which in turn makes it very difficult to control sexual desire.

[ 21 ] Neigt jemand zu Neid, Missgunst und Hinterlist, für den sind Gurken, Kürbisse und all die Rankengewächse nicht zuträglich. Auch beim Früchtegenuss muss man etwas vorsichtig sein. Menschen, die sehr zu Gefühlsschwärmerei neigen, sollten keine Melonen genießen. Der süße, berauschende Duft [dieser Frucht] verdunkelt jedes klare Verstandesbewusstsein. Auch sehr reichlicher Apfelgenuss ist nicht für jeden vorteilhaft. Bei gewissen Menschen steigert er die Herrschsucht und führt oft zu Rohheit und Brutalität. Kirschen und Erdbeeren sind ihres hohen Eisengehaltes wegen nicht jedem bekömmlich. Zuträglicher sind schon Bananen, Datteln und Feigen.

[ 21 ] If someone is prone to envy, resentment, and deceit, cucumbers, pumpkins, and all vine-grown plants are not beneficial for them. One must also be somewhat cautious when eating fruit. People who are very prone to emotional infatuation should not eat melons. The sweet, intoxicating scent [of this fruit] clouds clear mental awareness. Even eating apples in large quantities is not beneficial for everyone. In certain people, it intensifies the desire for power and often leads to rudeness and brutality. Cherries and strawberries are not suitable for everyone due to their high iron content. Bananas, dates, and figs are more beneficial.

[ 22 ] Auch bei den Nüssen kann man eine bestimmte Auswahl treffen. Will sich jemand einer denkerischen Schulung unterziehen, dann braucht er vor allen Dingen einen gut gebauten, gesunden Gehirnapparat. Selten liefern die Eltern in der heutigen Zeit ihren Kindern solch gut gebautes Gehirn, und da bedarf es der Nachhilfsmittel, um den Gehirnapparat zu stärken, und da ist es vor allen Dingen die Haselnuss, die die Substanz liefert zum Aufbau des Gehirns. Alle anderen Nussarten sind weniger wertvoll. Erdnüsse sind überhaupt zu meiden.

[ 22 ] When it comes to nuts, too, one can make a specific selection. If someone wants to train their mind, they need, above all, a well-developed, healthy brain. Nowadays, parents rarely provide their children with such a well-developed brain, and so supplementary measures are needed to strengthen the brain; above all, it is the hazelnut that provides the nutrients necessary for brain development. All other types of nuts are less valuable. Peanuts should be avoided altogether.

[ 23 ] Was nun die Fette anbelangt, so sollen wir der aus der Milch bereiteten Butter den Vorzug geben. Auch Haselnussbutter wäre noch anzuraten.

[ 23 ] As for fats, we should give preference to butter made from milk. Hazelnut butter would also be advisable.

[ 24 ] Nun kämen wir zu den Genussmitteln: Kaffee und Tee. Kaffeegenuss unterstützt das logische Denken. Aber von Kaffeegenuss allein werden wir noch keine logisch denkenden Menschen; denn da gehört noch mehr dazu. Wenn bei Menschen, bei denen das denkerische Prinzip nicht vorherrscht, wie das häufig bei Frauen der Fall ist, da führt der zu reichliche Kaffeegenuss zu Hysterie. Teegenuss erzeugt gute Einfälle. Man kann aber seine guten Einfälle auch durch besondere Übungen erhalten.

[ 24 ] Now let’s turn to the luxury foods: coffee and tea. Drinking coffee promotes logical thinking. But drinking coffee alone does not make us logical thinkers; there is more to it than that. For people in whom the principle of reasoning does not predominate—as is often the case with women—excessive coffee consumption leads to hysteria. Drinking tea generates good ideas. However, one can also cultivate good ideas through specific exercises.

[ 25 ] Während der Zeit des geistigen Strebens ist es ganz besonders nötig, dass der Mensch recht mäßig lebe! «Mäßigkeit läutert die Gefühle, erweckt die Fähigkeit, erheitert das Gemüt und stärkt das Gedächtnis. Die Seele wird durch dieselbe fast ihrer irdischen Last enthoben und genießt dadurch eine höhere Freiheit», sagt schon ein alter Weiser.

[ 25 ] During a period of spiritual pursuit, it is especially important for a person to live a life of moderation! “Moderation purifies the emotions, awakens one’s abilities, brightens the spirit, and strengthens the memory. Through it, the soul is almost relieved of its earthly burden and thereby enjoys a higher freedom,” as an ancient sage once said.

[ 26 ] Würde der Mensch viel und oft essen, er könnte keinen fruchtbringenden Gedanken erzeugen. Denn nimmt die Verdauung sehr viel Kraft in Anspruch, dann bleiben keine Kräfte für die Denktätigkeit. Gerade Menschen, welche die Welt mit den Produkten ihres Geistes erfüllten, haben bei sehr spärlicher Kost gelebt. Schiller, Shakespeare und viele andere Dichter, denen wir herrliche Werke verdanken, haben sich durch schwere Entbehrung hindurchgearbeitet. Der Geist ist niemals so klar als nach langem Fasten. Auch in der Geschichte religiöser Orden und in den Lebensbeschreibungen der Heiligen findet man zahlreiche Beispiele von den Wirkungen eines enthaltsamen Lebens. Die größten Heiligen lebten nur von Früchten, Brot und Wasser, und kein wunderwirkender Heiliger wäre bekannt, der bei einem opulenten Mahl göttliche Kräfte in Wirksamkeit sehen ließ. Auch all die großen Weisen des Altertums waren bekannt durch ihre Mäßigkeit.

[ 26 ] If a person were to eat a great deal and often, he would be unable to produce any fruitful thoughts. For if digestion consumes a great deal of energy, there is none left for mental activity. It is precisely those who have enriched the world with the products of their minds who have lived on a very meager diet. Schiller, Shakespeare, and many other poets, to whom we owe magnificent works, worked their way through severe deprivation. The mind is never as clear as after a long fast. In the history of religious orders and in the biographies of the saints, one also finds numerous examples of the effects of a life of abstinence. The greatest saints lived on nothing but fruit, bread, and water, and no miracle-working saint is known to have demonstrated divine powers while partaking of a sumptuous meal. All the great sages of antiquity, too, were known for their moderation.

[ 27 ] Wenn nun der Mensch weiter geht in seinem geistigem Streben, wenn in das Ich immer mehr die Gesetze des Wahren und Guten einfließen, wenn die Strahlen der großen Geistessonne immer mehr das Ich durchfluten und durchleuchten, dann beginnt die bewusste Durcharbeitung des Lebens- oder Ätherleibes.

[ 27 ] As a person progresses in their spiritual quest, as the laws of truth and goodness increasingly flow into the “I,” and as the rays of the great spiritual sun increasingly flood and illuminate the “I,” the conscious processing of the life body—or etheric body—begins.

[ 28 ] Die urewige Wesenheit des Menschen, das was von Verkörperung zu Verkörperung geht, das lebt sich in jeder neuen Verkörperung so aus, dass es eine gewisse Wechselwirkung der vier Glieder (physischer, ätherischer, astralischer Leib und Ich) der menschlichen Natur hervorruft, und aus dem, wie diese [vier] Glieder zusammenwirken, entsteht das Temperament des Menschen. Je nachdem sich das eine oder andere dieser Glieder besonders hervortut, je nachdem tritt uns der Mensch mit diesem oder jenem Temperament entgegen. Ob die Kräfte des einen oder anderen vorherrschen und über die anderen ein Übergewicht haben, davon hängt die eigentümliche Färbung der Menschennatur ab, das, was wir die eigentümliche Färbung des Temperaments nennen. Man unterscheidet vier Haupttemperamente: das cholerische, sanguinische, phlegmatische und melancholische Temperament. Dieselben sind bei den einzelnen Menschen in der mannigfaltigsten Weise gemischt, sodass man nur davon sprechen kann, dass dieses oder jenes bei einem Menschen vorherrscht. Wenn nun der Mensch an sich arbeitet, dann bringt er Harmonie, Ordnung, Gleichmäßigkeit in diese Temperamente. Wohl werden bei der Bearbeitung der Temperamente geistige Übungen die Hauptsache sein, doch wird es auch hier nicht unwesentlich sein, wie der Mensch sich ernährt.

[ 28 ] The eternal essence of the human being—that which passes from one incarnation to the next—manifests itself in each new incarnation in such a way that it brings about a certain interaction among the four members (physical, etheric, astral body, and ego) of human nature; and the way these [four] members interact gives rise to a person’s temperament. Depending on which of these members is particularly prominent, a person presents themselves to us with one temperament or another. Whether the forces of one or the other predominate and outweigh the others determines the distinctive character of human nature—what we call the distinctive character of the temperament. We distinguish four main temperaments: the choleric, sanguine, phlegmatic, and melancholic temperaments. These are blended in the most varied ways within individual people, so that one can only say that one or the other predominates in a given person. When a person works on themselves, they bring harmony, order, and balance to these temperaments. While spiritual exercises will certainly be the main focus in working on the temperaments, a person’s diet will also play a significant role here.

[ 29 ] Wenn bei einem Menschen das physische Prinzip vorherrscht, so wird dies oft eine Art Hindernis in der Entwicklung. Der Mensch muss aber Herr seines physischen Leibes sein, wenn er ihn gebrauchen will. Der Mensch ist nicht fähig, sein Instrument vollständig zu gebrauchen, sodass die anderen Prinzipien eine Hemmung erfahren und Disharmonie entsteht zwischen dem physischen Leib und den anderen Gliedern.

[ 29 ] When the physical principle predominates in a person, it often becomes a kind of obstacle to development. However, a person must be the master of his physical body if he wishes to make use of it. A person is not capable of making full use of his instrument, so that the other principles are inhibited and disharmony arises between the physical body and the other members.

[ 30 ] Wenn nun der Melancholiker an sich arbeitet, dann soll er nur Nahrung genießen, die ganz nahe der Sonne wächst. Nahrung, die weit weg von der Erde gedeiht, die an der vollen Sonnenkraft gereift ist, und das wäre Obstnahrung. So wie durch geistige Übungen die geistige Sonne einen Menschen durchglüht und durchleuchtet, so sollte im Physischen durch die Sonnenkräfte, die in der Obstnahrung enthalten sind, das Verfestigende und Erstarrende im Melancholiker durchsetzt und durchwebt werden.

[ 30 ] If the melancholic person works on themselves, they should consume only food that grows very close to the sun. Food that thrives far from the earth, ripened by the full power of the sun—and that would be fruit. Just as spiritual exercises cause the spiritual sun to burn through and illuminate a person, so too, in the physical realm, the solar forces contained in fruit should permeate and interweave with the solidifying and stiffening aspects within the melancholic.

[ 31 ] Beim Phlegmatiker, wo der Ätherleib vorherrschend ist, der die einzelnen Funktionen im Gleichgewicht hält, wo das in sich begrenzte Innenleben das innere Behagen erzeugt, und der Mensch in diesem inneren Behagen vorzugsweise lebt, sodass er sich so recht wohlfühlt, wenn in seinem Organismus alles in Ordnung ist, und gar nicht geneigt ist, sein inneres Interesse nach außen zu richten oder gar ein starkes Wollen zu entwickeln: Solch ein Mensch sollte Nahrung zu sich nehmen, die nicht unter der Erde wächst. Ganz besonders nicht die Nahrungsmittel, deren Gedeihen oft zwei Jahre in Anspruch nimmt bis sie an die Oberfläche kommen, zum Beispiel Schwarzwurzeln sollte ein Phlegmatiker nicht genießen. Das Samenkorn dieser Pflanze braucht so lange, bis es sich den äußeren Kräften erschließt und auch beim Phlegmatiker muss manches umgearbeitet sein, bis er tätigen Anteil nimmt an der Außenwelt. Das Prinzip dieser Pflanze würde nur seine innere Behaglichkeit noch vermehren.

[ 31 ] In the case of the phlegmatic person, in whom the etheric body predominates—keeping the individual functions in balance—and whose self-contained inner life generates inner contentment, and who prefers to live within this inner contentment, so that they feel quite at ease when everything in their organism is in order, and are not at all inclined to direct their inner interest outward or even to develop a strong will: Such a person should consume food that does not grow underground. In particular, they should avoid foods that often take two years to mature before they emerge above ground; for example, a phlegmatic person should not eat black salsify. The seed of this plant takes that long to open itself up to external forces, and the phlegmatic person, too, must undergo a process of transformation before he can take an active part in the outside world. The principle of this plant would only further increase his inner comfort.

[ 32 ] Beim Sanguiniker, wo das Vorherrschen des Astralleibes da ist, wo der Mensch Interesse hat für einen Gegenstand, ihn aber bald wieder fallen lässt, wo das Schnellentflammtsein und das rasche Übergehen zu einem anderen Gegenstand sich zeigt, sollten sogar Wurzelgemüse als Nahrung gewählt werden. Man könnte beinahe sagen, ein Sanguiniker muss sogar durch die Nahrung an das Physische gefesselt werden, sonst könnte ihn seine Leichtbeweglichkeit zu weit führen. Also hier sind Gemüse, die unter der Erde gedeihen, sogar anzuraten.

[ 32 ] For the Sanguine, in whom the astral body predominates—where a person takes an interest in something but soon loses it, and where a tendency to become quickly enthusiastic and then just as quickly move on to something else is evident—even root vegetables should be chosen as food. One could almost say that a sanguine person must be anchored to the physical realm even through their diet; otherwise, their restlessness might lead them too far afield. Thus, vegetables that thrive underground are even recommended here.

[ 33 ] Wenn das Ich das Vorherrschende ist, wenn das Ich mit seinen Kräften besonders wirkt, und die anderen Glieder der menschlichen Natur beherrscht, dann entsteht das cholerische Temperament. Der Choleriker muss sich vor allen Dingen vor erhitzenden und erregenden Speisen hüten. Alles Reizende und stark Gewürzte ist für ihn von größtem Schaden.

[ 33 ] When the ego is dominant, when the ego exerts a particular influence with its powers and controls the other aspects of human nature, the choleric temperament arises. Above all, the choleric person must avoid foods that are heating and stimulating. Anything stimulating or heavily spiced is extremely harmful to him.

[ 34 ] Man sollte wohl annehmen, dass bei einer Höherentwicklung das Temperament keine große Rolle mehr spielt und dass auch die Ernährung keinen Einfluss mehr hat. Auf der Meisterschaftsstufe ist das wohl der Fall, denn der Meister bedarf keiner festen Nahrung, ebenso wird ihn das Temperament nicht mehr beeinflussen oder beherrschen. Aber er wird die Temperamente benützen zur Wirksamkeit in der physischen Welt. Das cholerische Temperament nimmt er zur Ausübung seiner magischen Handlungen; die Ereignisse und Begebenheiten der physischen Welt lässt er vorüberziehen wie ein Sanguiniker; im Lebensgenuss wird er sich verhalten wie ein Phlegmatiker; und über seinen geistigen Erkenntnissen wird er brüten wie ein Melancholiker. Bis wir aber dahin gelangen, hat es noch eine kleine Weile Zeit!

[ 34 ] One might assume that, at a higher level of development, temperament no longer plays a significant role and that diet also no longer has any influence. At the level of mastery, this is indeed the case, for the master has no need for solid food, just as temperament no longer influences or controls him. But he will use the temperaments to achieve effectiveness in the physical world. He employs the choleric temperament to perform his magical acts; he lets the events and occurrences of the physical world pass him by like a sanguine; in his enjoyment of life, he behaves like a phlegmatic; and he broods over his spiritual insights like a melancholic. But it will still be a little while before we reach that point!

[ 35 ] Wir sollten versuchen, unser ganzes Leben in Einklang zu bringen mit unserem geistigen Streben. Nicht nur eine kleine Zeit des Tages unseren Idealen gemäß leben, sondern uns unsere Beschäftigungen danach einteilen, unsere Aufgabe in dem Sinne wählen, und selbst unsere Ernährung so regeln und dahin streben, ein harmonischer und in sich feststehender Mensch zu werden, um sich dann im Leben nach besten Kräften betätigen zu können. Das Leben schenkt uns nichts, es muss alles errungen werden.

[ 35 ] We should strive to bring our entire lives into harmony with our spiritual aspirations. We should not merely live according to our ideals for a short time each day, but rather organize our activities accordingly, choose our tasks with this in mind, and even regulate our diet in such a way as to strive to become harmonious and self-assured individuals, so that we may then engage in life to the best of our ability. Life gives us nothing; everything must be earned.

[ 36 ] Hierher gehört das schöne Goethe’sche Wort:

[ 36 ] This is where Goethe’s beautiful words belong:

«Ein ernstes Wollen,
Ein beharrlich Streben,
Führt einzig Dich ans Ziel.
Der Zweck kein bloßer Zufall ist es,
Und das Leben gibt nur,
Was Du ihm gabst, zurück.»

“A sincere desire,
A persistent striving,
Is the only thing that will lead you to your goal.
The purpose is not mere chance,
And life gives back only
What you have given it.”