Notes from Mathilde Scholl 1904–1906
GA 91
2 October 1906, Landin
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Kosmologie und menschliche Evolution, 1st ed.
36. Mensch der Mensch und seine Ernährung
36. Mensch der Mensch und seine Ernährung
[ 1 ] Der Mensch erkennt sich physisch als einen Organismus, aber der höhere Organismus des Menschen liegt nicht in seinem physischen Leibe abgeschlossen, sondern sein höherer Organismus ist die Welt. Die Welt ist der höhere Organismus des Menschen. Er lebt innerhalb dieses höheren Organismus. Seine Fortentwicklung besteht darin, sich immer mehr mit seinem höheren Organismus zu vereinigen. Wie der physische Weltorganismus sich [dem Menschen] durch die physische Nahrung mitteilt und einverleibt und dadurch seinen physischen Organismus aufbaut, so teilt sich ihm auch der seelische und geistige Weltenorganismus mit. Der Mensch muss ebenso bewusst die Nahrung aufnehmen lernen aus dem seelischen und geistigen Weltenorganismus, wie er sie bewusst aufnimmt aus dem physischen Weltenorganismus.
[ 1 ] Der Mensch erkennt sich physisch als einen Organismus, aber der höhere Organismus des Menschen liegt nicht in seinem physischen Leibe abgeschlossen, sondern sein höherer Organismus ist die Welt. Die Welt ist der höhere Organismus des Menschen. Er lebt innerhalb dieses höheren Organismus. Seine Fortentwicklung besteht darin, sich immer mehr mit seinem höheren Organismus zu vereinigen. Wie der physische Weltorganismus sich [dem Menschen] durch die physische Nahrung mitteilt und einverleibt und dadurch seinen physischen Organismus aufbaut, so teilt sich ihm auch der seelische und geistige Weltenorganismus mit. Der Mensch muss ebenso bewusst die Nahrung aufnehmen lernen aus dem seelischen und geistigen Weltenorganismus, wie er sie bewusst aufnimmt aus dem physischen Weltenorganismus.
[ 2 ] So lebt der Mensch in einer Welt von Kräften, die ihm alle in ihrer tiefsten Abstufung in der physischen Welt entgegentreten. Während er zuerst wie das Kind vor der Geburt unbewusst die physische Nahrung aus dem mütterlichen Organismus, unbewusst die seelische und geistige Nahrung, seelische und geistige Wesenheiten aufnimmt, so muss er auch in der Seelen- und Geisteswelt selbstständig leben, sich bewusst Nahrung holen und bewusst diese Nahrung aus den höheren Welten in sich und durch sich wirken lassen.
[ 2 ] So lebt der Mensch in einer Welt von Kräften, die ihm alle in ihrer tiefsten Abstufung in der physischen Welt entgegentreten. Während er zuerst wie das Kind vor der Geburt unbewusst die physische Nahrung aus dem mütterlichen Organismus, unbewusst die seelische und geistige Nahrung, seelische und geistige Wesenheiten aufnimmt, so muss er auch in der Seelen- und Geisteswelt selbstständig leben, sich bewusst Nahrung holen und bewusst diese Nahrung aus den höheren Welten in sich und durch sich wirken lassen.
[ 3 ] Er muss ebenso bewusst den höheren Wesenheiten gegenübertreten können wie den Gegenständen in der physischen Welt. Wie die Mutter der höhere Organismus für den sich entwickelnden physischen Menschenkeim ist, so ist die Welt der seelischen und geistigen Wesenheiten der höhere Organismus für den Seelen- und Geistesmenschen. Der Mensch muss auch aus dem seelischen und geistigen Weltenorganismus zur Selbstständigkeit herauswachsen.
[ 3 ] Er muss ebenso bewusst den höheren Wesenheiten gegenübertreten können wie den Gegenständen in der physischen Welt. Wie die Mutter der höhere Organismus für den sich entwickelnden physischen Menschenkeim ist, so ist die Welt der seelischen und geistigen Wesenheiten der höhere Organismus für den Seelen- und Geistesmenschen. Der Mensch muss auch aus dem seelischen und geistigen Weltenorganismus zur Selbstständigkeit herauswachsen.
[ 4 ] Der Mensch ernährt sich physisch im mütterlichen Organismus zuerst vom Blute, dann, wenn er als selbstständiges Wesen hervortritt, von der Milch - dem sublimierten physisch-tierischen Blute. Das sublimiert physisch-pflanzliche Blut ist der Blütensaft und der daraus bereitete Honig. Wasser ist das sublimierte physisch-mineralische Blut. Wie durch Liebe und Opfer der physische Organismus das Blut in Milch verwandelt, so verwandelt der seelische Organismus die Leidenschaft in Seelenwärme und der geistige Organismus verwandelt den selbstsüchtigen Gedanken in den selbstlosen, die Dunkelheit des In-sich-abgeschlossen-Seins in ausstrahlendes Licht. Milch, Honig und Wasser sind die Substanzen, die die Kräfte darstellen, welche den Menschen physisch, seelisch und geistig veredeln.
[ 4 ] Der Mensch ernährt sich physisch im mütterlichen Organismus zuerst vom Blute, dann, wenn er als selbstständiges Wesen hervortritt, von der Milch - dem sublimierten physisch-tierischen Blute. Das sublimiert physisch-pflanzliche Blut ist der Blütensaft und der daraus bereitete Honig. Wasser ist das sublimierte physisch-mineralische Blut. Wie durch Liebe und Opfer der physische Organismus das Blut in Milch verwandelt, so verwandelt der seelische Organismus die Leidenschaft in Seelenwärme und der geistige Organismus verwandelt den selbstsüchtigen Gedanken in den selbstlosen, die Dunkelheit des In-sich-abgeschlossen-Seins in ausstrahlendes Licht. Milch, Honig und Wasser sind die Substanzen, die die Kräfte darstellen, welche den Menschen physisch, seelisch und geistig veredeln.
[ 5 ] Blut, Wein und Salze sind die Nahrung, die den Menschen mit den niederen Eigenschaften begaben. Blut - physische Kraft, Wein seelische Leidenschaft, Salze - Verstandeskraft, die Selbstsucht fördernd. Sodom und Gomorra- Lots Weib - erstarrt zur Salzsäule. Das Erstarren zur Salzsäule bedeutet das Erstarren im niederen Manas, der der Leidenschaft dient.
[ 5 ] Blut, Wein und Salze sind die Nahrung, die den Menschen mit den niederen Eigenschaften begaben. Blut - physische Kraft, Wein seelische Leidenschaft, Salze - Verstandeskraft, die Selbstsucht fördernd. Sodom und Gomorra- Lots Weib - erstarrt zur Salzsäule. Das Erstarren zur Salzsäule bedeutet das Erstarren im niederen Manas, der der Leidenschaft dient.
[ 6 ] Milch fördert die edleren physischen Kräfte - die Heilkräfte des Körpers; ebenso Honig und Wasser. Zugleich ist Honig das Symbol der Budhikraft, wodurch alles Seelische in wohltuender Weise auf die Umgebung ausströmt.
[ 6 ] Milch fördert die edleren physischen Kräfte - die Heilkräfte des Körpers; ebenso Honig und Wasser. Zugleich ist Honig das Symbol der Budhikraft, wodurch alles Seelische in wohltuender Weise auf die Umgebung ausströmt.
[ 7 ] Wasser ist das Symbol für den Geist, für das Ausströmen des selbstlosen, klaren, lauteren Gedankens. Durch die Selbstsucht wird der Mensch verhindert (Salz), durch die Selbstlosigkeit wird sein Geist ein lebendiger, lebenspendender Quell (Christus und Samariterin).
[ 7 ] Wasser ist das Symbol für den Geist, für das Ausströmen des selbstlosen, klaren, lauteren Gedankens. Durch die Selbstsucht wird der Mensch verhindert (Salz), durch die Selbstlosigkeit wird sein Geist ein lebendiger, lebenspendender Quell (Christus und Samariterin).
[ 8 ] Fleisch und Blut, Brot und Wein, Salze müssen einem anderen Organismus entzogen werden. - Milch, Blütensaft und Wasser gibt der andere Organismus freiwillig her. Diejenige Nahrung ist der Höherentwicklung des Menschen förderlich, die ihm freiwillig entgegenströmt. Wie er Milch aus einem einzelnen Wesen aufnimmt, so nimmt er Blütensaft, Honig, aus ganzen Pflanzengruppen auf, Wasser aus der ganzen Mineralwelt. Durch Milchnahrung kann er seinen Körper umwandeln in einen helfenden Organismus durch den darin entwickelten physischen Magnetismus; durch das richtige Verarbeiten des Honigs und des Wassers kann er Seele und Geist fördern. Denn alles Physische enthält auch Seelisches, Geistiges. Wir nehmen mit der physischen Nahrung Seele und Geist auf.
[ 8 ] Fleisch und Blut, Brot und Wein, Salze müssen einem anderen Organismus entzogen werden. - Milch, Blütensaft und Wasser gibt der andere Organismus freiwillig her. Diejenige Nahrung ist der Höherentwicklung des Menschen förderlich, die ihm freiwillig entgegenströmt. Wie er Milch aus einem einzelnen Wesen aufnimmt, so nimmt er Blütensaft, Honig, aus ganzen Pflanzengruppen auf, Wasser aus der ganzen Mineralwelt. Durch Milchnahrung kann er seinen Körper umwandeln in einen helfenden Organismus durch den darin entwickelten physischen Magnetismus; durch das richtige Verarbeiten des Honigs und des Wassers kann er Seele und Geist fördern. Denn alles Physische enthält auch Seelisches, Geistiges. Wir nehmen mit der physischen Nahrung Seele und Geist auf.
[ 9 ] In noch höherem Sinne ernährt der Mensch den physischen Leib durch Milch, Honig und Wasser und den Geist durch das Einatmen der Luft. Dadurch setzt er sich in direkte Verbindung mit dem Geiste.
[ 9 ] In noch höherem Sinne ernährt der Mensch den physischen Leib durch Milch, Honig und Wasser und den Geist durch das Einatmen der Luft. Dadurch setzt er sich in direkte Verbindung mit dem Geiste.
