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The Temple Legend and the Golden Legend
GA 93

2 December 1904, Berlin

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7. Wesen und Aufgabe der Freimaurerei vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft

7. Wesen und Aufgabe der Freimaurerei vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft

[ 1 ] Heute möchte ich einen kurzen Einblick geben in verschiedene Riten und Orden in der Freimaurerei, wie schon besprochen. Natürlich kann ich Ihnen nur das Allerwesentlichste der Freimaurerei mitteilen, weil das Gebiet ein so umfassendes ist und so unendlich viel Unwesentliches an der Sache daranhängt.

[ 1 ] Heute möchte ich einen kurzen Einblick geben in verschiedene Riten und Orden in der Freimaurerei, wie schon besprochen. Natürlich kann ich Ihnen nur das Allerwesentlichste der Freimaurerei mitteilen, weil das Gebiet ein so umfassendes ist und so unendlich viel Unwesentliches an der Sache daranhängt.

[ 2 ] Die Grundlage für das ganze Freimaurertum haben wir ebenfalls in der Tempellegende von Hiram-Abiff oder Adonhiram zu sehen, von der ich Ihnen bereits bei Gelegenheit der Besprechung des Rosenkreuzerordens gesprochen habe. Das Ganze, was man Geheimnis und Tendenz der Freimaurerei nennt, spricht sich in dieser Tempellegende aus. Wir werden zu einer Art von Genesis, von Abstammungslehre des Menschen geführt. Lassen wir also die wesentlichen Züge dieser Tempellegende nochmals vor unserer Seele vorüberziehen.

[ 2 ] Die Grundlage für das ganze Freimaurertum haben wir ebenfalls in der Tempellegende von Hiram-Abiff oder Adonhiram zu sehen, von der ich Ihnen bereits bei Gelegenheit der Besprechung des Rosenkreuzerordens gesprochen habe. Das Ganze, was man Geheimnis und Tendenz der Freimaurerei nennt, spricht sich in dieser Tempellegende aus. Wir werden zu einer Art von Genesis, von Abstammungslehre des Menschen geführt. Lassen wir also die wesentlichen Züge dieser Tempellegende nochmals vor unserer Seele vorüberziehen.

[ 3 ] Einer der Elohim verband sich mit Eva, und aus dieser Ehe eines der göttlichen Schöpfer mit Eva ging Kain hervor. Dann schuf ein anderer Elohim - nämlich Jehova oder Adonai - den Adam, welcher vorzustellen ist als der ursprüngliche Mensch unserer dritten Wurzelrasse. Dieser Adam verband sich nun mit Eva, und aus dieser Ehe ging Abel hervor. So haben wir am Ursprung des Menschengeschlechtes zwei Ausgangspunkte: Kain, den direkten Sprossen eines der Elohim und Eva, und Abel, welcher sozusagen mit Hilfe eines göttlich geschaffenen Menschen, des Adam, der eigentliche Jehova-Mensch ist.

[ 3 ] Einer der Elohim verband sich mit Eva, und aus dieser Ehe eines der göttlichen Schöpfer mit Eva ging Kain hervor. Dann schuf ein anderer Elohim - nämlich Jehova oder Adonai - den Adam, welcher vorzustellen ist als der ursprüngliche Mensch unserer dritten Wurzelrasse. Dieser Adam verband sich nun mit Eva, und aus dieser Ehe ging Abel hervor. So haben wir am Ursprung des Menschengeschlechtes zwei Ausgangspunkte: Kain, den direkten Sprossen eines der Elohim und Eva, und Abel, welcher sozusagen mit Hilfe eines göttlich geschaffenen Menschen, des Adam, der eigentliche Jehova-Mensch ist.

[ 4 ] Die ganze Auffassung, die der Schöpfungsgeschichte der Tempellegende zugrunde liegt, geht davon aus, daß Jehova eine Art von Feindschaft hat gegen alles, was von den anderen Elohim und ihren Sprossen, den Feuersöhnen, kommt — so nennt man in der Tempellegende die Nachkommen des Kain -, und daß er Unfrieden stiftete zwischen Kain und seinem Geschlecht und Abel und seinem Geschlecht. Die Folge davon war, daß Kain den Abel tötete. Das ist die Urfeindschaft, die besteht zwischen denen, die ihr Dasein als eine Art von Göttergabe haben und denen, die alles selbst erarbeiten. Daß Abel dem Gotte Jehova Tiere opfert, Kain aber Früchte der Erde, das zeigt auch in der Bibel den Gegensatz zwischen dem Kainsgeschlecht und dem Abelgeschlecht. Kain muß durch schwere Arbeit der Erde die Früchte, dasjenige, was notwendig ist für den Menschen, abringen, Abel nimmt das, was schon lebt, was schon vorbereitet ist zum Leben. Kains Geschlecht schafft sozusagen aus dem Unlebendigen das Lebendige. Abel nimmt das schon Lebendige, dem das Leben schon eingehaucht ist. Das Abelopfer ist dem Gotte angenehm, Kains Opfer aber nicht.

[ 4 ] Die ganze Auffassung, die der Schöpfungsgeschichte der Tempellegende zugrunde liegt, geht davon aus, daß Jehova eine Art von Feindschaft hat gegen alles, was von den anderen Elohim und ihren Sprossen, den Feuersöhnen, kommt — so nennt man in der Tempellegende die Nachkommen des Kain -, und daß er Unfrieden stiftete zwischen Kain und seinem Geschlecht und Abel und seinem Geschlecht. Die Folge davon war, daß Kain den Abel tötete. Das ist die Urfeindschaft, die besteht zwischen denen, die ihr Dasein als eine Art von Göttergabe haben und denen, die alles selbst erarbeiten. Daß Abel dem Gotte Jehova Tiere opfert, Kain aber Früchte der Erde, das zeigt auch in der Bibel den Gegensatz zwischen dem Kainsgeschlecht und dem Abelgeschlecht. Kain muß durch schwere Arbeit der Erde die Früchte, dasjenige, was notwendig ist für den Menschen, abringen, Abel nimmt das, was schon lebt, was schon vorbereitet ist zum Leben. Kains Geschlecht schafft sozusagen aus dem Unlebendigen das Lebendige. Abel nimmt das schon Lebendige, dem das Leben schon eingehaucht ist. Das Abelopfer ist dem Gotte angenehm, Kains Opfer aber nicht.

[ 5 ] So sehen wir, daß in Kain und Abel zwei Menschheitsarten charakterisiert werden. Die eine Art ist die, welche das von Gott Zubereitete nimmt, die andere Art — die freie Menschheit - ist die, welche den Erdengrund beackert und sich müht, Lebendiges dem Unlebendigen abzugewinnen. Als solche Kainssöhne sehen sich diejenigen an, die diese Tempellegende verstehen und im Sinne dieser Legende leben wollen. Vom Geschlechte Kains stammen alle ab, welche die eigentlichen menschlichen Künste und Wissenschaften geschaffen haben: Tubal-Kain, der eigentliche ursprüngliche Baumeister und Gott der Schmiede und Werkzeuge; und auch jener Hiram-Abiff oder Adonhiram, der Held der Tempellegende. Dieser Hiram wird berufen durch König Salomo, der durch seine Weisheit berühmt ist, also zum Geschlecht der Abelkinder gehört, die ihre Weisheit als Gabe von Gott eingeflößt bekommen haben. So haben wir am Hofe von Salomo den Gegensatz wieder erneuert: Salomo der Weise und Hiram der freie Arbeiter, der seine Weisheit sich menschlich erarbeitet hat.

[ 5 ] So sehen wir, daß in Kain und Abel zwei Menschheitsarten charakterisiert werden. Die eine Art ist die, welche das von Gott Zubereitete nimmt, die andere Art — die freie Menschheit - ist die, welche den Erdengrund beackert und sich müht, Lebendiges dem Unlebendigen abzugewinnen. Als solche Kainssöhne sehen sich diejenigen an, die diese Tempellegende verstehen und im Sinne dieser Legende leben wollen. Vom Geschlechte Kains stammen alle ab, welche die eigentlichen menschlichen Künste und Wissenschaften geschaffen haben: Tubal-Kain, der eigentliche ursprüngliche Baumeister und Gott der Schmiede und Werkzeuge; und auch jener Hiram-Abiff oder Adonhiram, der Held der Tempellegende. Dieser Hiram wird berufen durch König Salomo, der durch seine Weisheit berühmt ist, also zum Geschlecht der Abelkinder gehört, die ihre Weisheit als Gabe von Gott eingeflößt bekommen haben. So haben wir am Hofe von Salomo den Gegensatz wieder erneuert: Salomo der Weise und Hiram der freie Arbeiter, der seine Weisheit sich menschlich erarbeitet hat.

[ 6 ] Salomo beruft an seinen Hof Balkis, die Königin von Saba, und als sie am Hofe erscheint, erblickt sie in ihm etwas wie eine Statue, aus Gold und Edelsteinen geschaffen. Wie von den Göttern der Menschheit geschenkt, so erscheint er monumentartig der Königin Balkis. Als sie das große Werk, den salomonischen Tempel, bewundert, will sie auch den Baumeister kennenlernen und lernt ihn auch kennen. Durch einen bloßen Blick, den der Baumeister ihr zuwirft, lernt sie den ganzen Wert von Hiram kennen. Salomo faßt sogleich eine Art von Eifersucht auf Hiram. Diese steigert sich besonders, als Balkis, die Königin, verlangt, daß man ihr alle Arbeiter vorführe, welche sich am Tempelbau beteiligt haben. Salomo erklärt es für unmöglich; Hiram dagegen gewährt es. Er steigt auf einen Hügel, macht das mystische Tau-Zeichen und daraufhin strömen alle Arbeiter herbei. Der Wille der Königin ist erfüllt.

[ 6 ] Salomo beruft an seinen Hof Balkis, die Königin von Saba, und als sie am Hofe erscheint, erblickt sie in ihm etwas wie eine Statue, aus Gold und Edelsteinen geschaffen. Wie von den Göttern der Menschheit geschenkt, so erscheint er monumentartig der Königin Balkis. Als sie das große Werk, den salomonischen Tempel, bewundert, will sie auch den Baumeister kennenlernen und lernt ihn auch kennen. Durch einen bloßen Blick, den der Baumeister ihr zuwirft, lernt sie den ganzen Wert von Hiram kennen. Salomo faßt sogleich eine Art von Eifersucht auf Hiram. Diese steigert sich besonders, als Balkis, die Königin, verlangt, daß man ihr alle Arbeiter vorführe, welche sich am Tempelbau beteiligt haben. Salomo erklärt es für unmöglich; Hiram dagegen gewährt es. Er steigt auf einen Hügel, macht das mystische Tau-Zeichen und daraufhin strömen alle Arbeiter herbei. Der Wille der Königin ist erfüllt.

[ 7 ] Salomo ist deshalb auch abgeneigt, den Verfolgern des Hiram zu widerstreben, ihnen entgegenzutreten. Ein syrischer Maurer, ein phönizischer Zimmermann und ein hebräischer Grubenarbeiter waren Hiram feindlich gesonnen. Denn diese drei Gesellen konnten von Hiram-Abiff durchaus nicht das Meisterwort erfahren. Das Meisterwort ist dasjenige, was die Gesellen fähig gemacht hätte, wirklich selbständig zu bauen. Dieses Meisterwort ist ein Geheimnis, das nur den Fähigen zuteil wurde. Sie faßten daher den Entschluß, ihm etwas anzutun.

[ 7 ] Salomo ist deshalb auch abgeneigt, den Verfolgern des Hiram zu widerstreben, ihnen entgegenzutreten. Ein syrischer Maurer, ein phönizischer Zimmermann und ein hebräischer Grubenarbeiter waren Hiram feindlich gesonnen. Denn diese drei Gesellen konnten von Hiram-Abiff durchaus nicht das Meisterwort erfahren. Das Meisterwort ist dasjenige, was die Gesellen fähig gemacht hätte, wirklich selbständig zu bauen. Dieses Meisterwort ist ein Geheimnis, das nur den Fähigen zuteil wurde. Sie faßten daher den Entschluß, ihm etwas anzutun.

[ 8 ] Die Gelegenheit dazu fand sich, als Hiram-Abiff sein Meisterstück, das Eherne Meer, gießen wollte. Die Bewegung des Wassers sollte in der Form festgehalten werden. Das bewegte Meer sollte lebendig, kunstvoll festgehalten werden in der starren Form. Das ist das Wichtige. Die drei Gesellen hatten sich verabredet, am Guß etwas zu machen, so daß er, statt in die Form zu rinnen, in der Umgebung herum sich verbreitete. Hiram wollte daraufhin durch Zugießen von Wasser den Feuerguß aufhalten, wodurch aber das Metall in die Luft sprühte und als Feuerregen unter furchtbarer Gewalt wieder herunterfiel. Hiram konnte da auch nichts machen. Aber plötzlich erscholl eine Stimme: Hiram! Hiram! Hiram! — Diese Stimme forderte ihn auf, sich in das Feuermeer zu stürzen. Er tat es und sank immer tiefer, bis zum Mittelpunkt der Erde, wo der Ursprung des Feuers ist. Da traf er zwei Gestalten an: den Stammvater Tubal-Kain und Kain selbst. Kain war bestrahlt von den Strahlen Luzifers, des Lichtengels. Nun übergab Tubal-Kain dem Hiram seinen Hammer, der die Zauberkraft hatte, alles wieder herzustellen, und sagte zu ihm: Du wirst einen Sohn haben, der wird ein Volk von Wissenden um sich haben, und du wirst Stammvater sein derer, die aus dem Feuer kommen, das weisheitsvoll und gedankenvoll macht. - Das Eherne Meer wurde nun durch den Hammer wieder hergestellt.

[ 8 ] Die Gelegenheit dazu fand sich, als Hiram-Abiff sein Meisterstück, das Eherne Meer, gießen wollte. Die Bewegung des Wassers sollte in der Form festgehalten werden. Das bewegte Meer sollte lebendig, kunstvoll festgehalten werden in der starren Form. Das ist das Wichtige. Die drei Gesellen hatten sich verabredet, am Guß etwas zu machen, so daß er, statt in die Form zu rinnen, in der Umgebung herum sich verbreitete. Hiram wollte daraufhin durch Zugießen von Wasser den Feuerguß aufhalten, wodurch aber das Metall in die Luft sprühte und als Feuerregen unter furchtbarer Gewalt wieder herunterfiel. Hiram konnte da auch nichts machen. Aber plötzlich erscholl eine Stimme: Hiram! Hiram! Hiram! — Diese Stimme forderte ihn auf, sich in das Feuermeer zu stürzen. Er tat es und sank immer tiefer, bis zum Mittelpunkt der Erde, wo der Ursprung des Feuers ist. Da traf er zwei Gestalten an: den Stammvater Tubal-Kain und Kain selbst. Kain war bestrahlt von den Strahlen Luzifers, des Lichtengels. Nun übergab Tubal-Kain dem Hiram seinen Hammer, der die Zauberkraft hatte, alles wieder herzustellen, und sagte zu ihm: Du wirst einen Sohn haben, der wird ein Volk von Wissenden um sich haben, und du wirst Stammvater sein derer, die aus dem Feuer kommen, das weisheitsvoll und gedankenvoll macht. - Das Eherne Meer wurde nun durch den Hammer wieder hergestellt.

[ 9 ] Hiram hatte dann die Königin Balkis wieder vor der Stadt getroffen. Sie wurde seine Gemahlin, aber er konnte die Eifersucht Salomos und die Rache der drei Gesellen nicht bannen. Die drei Gesellen erschlugen ihn. Nur das Dreieck, auf dem das Meisterwort eingegraben war, konnte er noch retten, indem er es in einen tiefen Brunnen versenkte. Dann wurde er begraben und auf seinem Grabe ein Akazienzweig gepflanzt. Der Akazienzweig verriet das Grab dem Salomo. Man fand auch das Dreieck. Es wurde verschlossen und vergraben. Nur wenige (27) wissen den Ort. [Es wurde verabredet:] Das erste Wort, das nach der Auffindung des Leichnams falle, sollte das neue Meisterwort sein. Das neue Meisterwort ist dasjenige, welches das der Freimaurer geworden ist. Sie führen ihren Ursprung mit einem gewissen Recht auf diese Tempellegende zurück, auf jene alten Tage, in denen der König Salomo den Tempel auferbaut hat als bleibendes Denkmal dessen, was das Geheimnis der fünften Wurzelrasse darstellt.

[ 9 ] Hiram hatte dann die Königin Balkis wieder vor der Stadt getroffen. Sie wurde seine Gemahlin, aber er konnte die Eifersucht Salomos und die Rache der drei Gesellen nicht bannen. Die drei Gesellen erschlugen ihn. Nur das Dreieck, auf dem das Meisterwort eingegraben war, konnte er noch retten, indem er es in einen tiefen Brunnen versenkte. Dann wurde er begraben und auf seinem Grabe ein Akazienzweig gepflanzt. Der Akazienzweig verriet das Grab dem Salomo. Man fand auch das Dreieck. Es wurde verschlossen und vergraben. Nur wenige (27) wissen den Ort. [Es wurde verabredet:] Das erste Wort, das nach der Auffindung des Leichnams falle, sollte das neue Meisterwort sein. Das neue Meisterwort ist dasjenige, welches das der Freimaurer geworden ist. Sie führen ihren Ursprung mit einem gewissen Recht auf diese Tempellegende zurück, auf jene alten Tage, in denen der König Salomo den Tempel auferbaut hat als bleibendes Denkmal dessen, was das Geheimnis der fünften Wurzelrasse darstellt.

[ 10 ] Nun müssen wir verstehen, was in der Freimaurerei für die Menschheit erworben, gelernt werden kann. Das ist nicht so leicht. Mancher, der etwas von den komplizierten Einweihungsriten der Freimaurerei erfährt, mag sich fragen: Ist das nicht etwas ungemein Triviales und Lappalienhaftes, was da als Einweihungszeremonie vorgeht?

[ 10 ] Nun müssen wir verstehen, was in der Freimaurerei für die Menschheit erworben, gelernt werden kann. Das ist nicht so leicht. Mancher, der etwas von den komplizierten Einweihungsriten der Freimaurerei erfährt, mag sich fragen: Ist das nicht etwas ungemein Triviales und Lappalienhaftes, was da als Einweihungszeremonie vorgeht?

[ 11 ] Ich will Ihnen jetzt das am Aufnahmeritus bei der Johannesmaurerei vorführen. Denken Sie sich, es hätte sich jemand entschlossen, Johannesmaurer zu werden. Es gibt da drei Grade: Lehrling, Geselle und Meister. Nach diesen drei Graden beginnen die höheren Grade, welche in die okkulten Erkenntnisse hineinführen. Ich will Ihnen nun schildern, wie jemand in den Lehrlingsgrad aufgenommen wird. Wenn er zum ersten Mal in den Freimaurertempel geführt wird, dann wird er von dem Bruder Aufseher zunächst in ein dunkles, finsteres Gemach geführt. Da wird er einige Minuten allein gelassen, wo er sich seinen Gedanken zu überlassen hat. Dann werden ihm alle metallenen Gegenstände, was er an Gold, Silber und anderen Metallen bei sich hat, abgenommen, am Knie das Kleid aufgerissen, dann am linken Fuß der Absatz abgetreten. In diesem Zustande wird er in ein anderes Gemach, zu den versammelten Brüdern geführt. Dann wird ihm eine Schnur um den Hals gehängt und, nachdem ihm seine Brust entblößt worden ist, wird ihm ein gezücktes Schwert vor die Brust gehalten. In diesem Zustande tritt er vor den Meister. Der Meister frägt ihn, ob er noch dabei beharren will, aufgenommen zu werden. Dann wird er noch in ernster Weise ermahnt, und in der weiteren Vorbeteitung wird ihm die Bedeutung des Absatzabtretens erklärt und so weiter. Drei Dinge soll er abstreifen. Hat er diese drei Dinge an sich, so kann er niemals Freimaurer werden. Es wird ihm gesagt: Hast du irgendeinen Grad von Neugierde auf etwas, so verlasse sofort das Haus. Als zweites wird ihm gesagt: Scheust du dich, alle deine Fehler und Mängel zu erkennen, so verlasse sofort das Haus. Und als drittes wird ihm gesagt: Kannst du dich nicht aufschwingen dazu, über alle Ungleichheit der Menschen hinwegzuschauen, so verlasse sofort das Haus. Diese drei Dinge werden von jedem auf das strengste gefordert.

[ 11 ] Ich will Ihnen jetzt das am Aufnahmeritus bei der Johannesmaurerei vorführen. Denken Sie sich, es hätte sich jemand entschlossen, Johannesmaurer zu werden. Es gibt da drei Grade: Lehrling, Geselle und Meister. Nach diesen drei Graden beginnen die höheren Grade, welche in die okkulten Erkenntnisse hineinführen. Ich will Ihnen nun schildern, wie jemand in den Lehrlingsgrad aufgenommen wird. Wenn er zum ersten Mal in den Freimaurertempel geführt wird, dann wird er von dem Bruder Aufseher zunächst in ein dunkles, finsteres Gemach geführt. Da wird er einige Minuten allein gelassen, wo er sich seinen Gedanken zu überlassen hat. Dann werden ihm alle metallenen Gegenstände, was er an Gold, Silber und anderen Metallen bei sich hat, abgenommen, am Knie das Kleid aufgerissen, dann am linken Fuß der Absatz abgetreten. In diesem Zustande wird er in ein anderes Gemach, zu den versammelten Brüdern geführt. Dann wird ihm eine Schnur um den Hals gehängt und, nachdem ihm seine Brust entblößt worden ist, wird ihm ein gezücktes Schwert vor die Brust gehalten. In diesem Zustande tritt er vor den Meister. Der Meister frägt ihn, ob er noch dabei beharren will, aufgenommen zu werden. Dann wird er noch in ernster Weise ermahnt, und in der weiteren Vorbeteitung wird ihm die Bedeutung des Absatzabtretens erklärt und so weiter. Drei Dinge soll er abstreifen. Hat er diese drei Dinge an sich, so kann er niemals Freimaurer werden. Es wird ihm gesagt: Hast du irgendeinen Grad von Neugierde auf etwas, so verlasse sofort das Haus. Als zweites wird ihm gesagt: Scheust du dich, alle deine Fehler und Mängel zu erkennen, so verlasse sofort das Haus. Und als drittes wird ihm gesagt: Kannst du dich nicht aufschwingen dazu, über alle Ungleichheit der Menschen hinwegzuschauen, so verlasse sofort das Haus. Diese drei Dinge werden von jedem auf das strengste gefordert.

[ 12 ] Dann wird ihm eine Art von Rahmen vorgehalten, durch den er durchgeworfen wird, gleichzeitig wird ein unangenehmes Geräusch erzeugt, so daß er mit recht schlimmen Gefühlen durch den Rahmen durchsegelt. Dabei wird ihm zugerufen, daß er in die Hölle fällt. In dem Augenblicke, wo er niederfällt, wird eine Falltür zugeworfen, so daß er die Suggestion hat, als wenn er in einer ganz merkwürdigen Umgebung wäre. Es wird ihm dann eine kleine Einritzung in die Haut gemacht, so daß Blut herausfließt, gleichzeitig werden gurgelnde Laute von den Umstehenden produziert, so daß er die Meinung bekommt, als ob er viel Blut verliere. Dann kommen drei Hammerschläge des Meisters. Was er nun innerhalb der Loge nach diesem Zeitpunkte hört, muß er in strengster Weise als Geheimnis betrachten. Würde er etwas davon verraten, würde sich seine Zugehörigkeit zur Freimaurerei so verwandeln wie der Trunk, der ihm gereicht wird: süß von einer Seite, bitter von der anderen. Der Trunk ist in einem kunstvollen Gefäß, so daß er einerseits süß und durch Drehung des Gefäßes bitter werden kann. Das soll symbolisieren, wie die Wirkung des Verrates für ihn werden kann.

[ 12 ] Dann wird ihm eine Art von Rahmen vorgehalten, durch den er durchgeworfen wird, gleichzeitig wird ein unangenehmes Geräusch erzeugt, so daß er mit recht schlimmen Gefühlen durch den Rahmen durchsegelt. Dabei wird ihm zugerufen, daß er in die Hölle fällt. In dem Augenblicke, wo er niederfällt, wird eine Falltür zugeworfen, so daß er die Suggestion hat, als wenn er in einer ganz merkwürdigen Umgebung wäre. Es wird ihm dann eine kleine Einritzung in die Haut gemacht, so daß Blut herausfließt, gleichzeitig werden gurgelnde Laute von den Umstehenden produziert, so daß er die Meinung bekommt, als ob er viel Blut verliere. Dann kommen drei Hammerschläge des Meisters. Was er nun innerhalb der Loge nach diesem Zeitpunkte hört, muß er in strengster Weise als Geheimnis betrachten. Würde er etwas davon verraten, würde sich seine Zugehörigkeit zur Freimaurerei so verwandeln wie der Trunk, der ihm gereicht wird: süß von einer Seite, bitter von der anderen. Der Trunk ist in einem kunstvollen Gefäß, so daß er einerseits süß und durch Drehung des Gefäßes bitter werden kann. Das soll symbolisieren, wie die Wirkung des Verrates für ihn werden kann.

[ 13 ] Nachdem dies geschehen ist, wird er in einen Raum, der nur spärlich erhellt wird, vor eine Treppe geführt. Diese Treppe ist so eingerichtet, daß sie sich bewegt, so daß man glaubt, recht tief hinuntergestiegen zu sein, während man in Wirklichkeit nur wenig hinuntergestiegen ist. Ebenso ist es, wenn er fällt. Er fällt nur wenig, glaubt aber, in einen tiefen Brunnen gefallen zu sein. Wenn er da ist, wird ihm angezeigt, daß das eine wichtige Etappe für ihn ist. Außerdem wurden ihm vor der Treppe seine Augen verbunden. Dann werden zu dem Bruder Aufseher die Worte gesprochen: Bruder Aufseher, findest du den Bewerber würdig, in die Freimaurerei einzutreten? — Wenn er bejaht, so wird er gefragt: Was erwartest du von dem Eintritt für ihn? Er hat zu antworten: Licht! - Dann wird dem Kandidaten die Binde abgenommen und er befindet sich in einem erhellten Raum. Nun kommt die Grundfrage: Kennst du deinen Meister? Er antwortet: Ja, er hat eine gelbe Jacke und eine blaue Hose. - Mit der blauen Hose ist die Stellung gemeint. Dann erhält er die drei Signaturen der Lehrlingschaft: Zeichen, Griff und Wort. Das Zeichen ist ein Symbol, in ähnlicher Weise wie die okkulten Zeichen... [Lücke]. Der Griff besteht darin, daß ihm der besondere Handgriff gezeigt wird, mit dem er die Menschen zu begrüßen hat. Die Griffe sind anders beim Gesellen und anders beim Meister. Das Wort ist auch je nach dem Grad verschieden. Es kommt mir nicht zu, die «Worte» zu sagen.

[ 13 ] Nachdem dies geschehen ist, wird er in einen Raum, der nur spärlich erhellt wird, vor eine Treppe geführt. Diese Treppe ist so eingerichtet, daß sie sich bewegt, so daß man glaubt, recht tief hinuntergestiegen zu sein, während man in Wirklichkeit nur wenig hinuntergestiegen ist. Ebenso ist es, wenn er fällt. Er fällt nur wenig, glaubt aber, in einen tiefen Brunnen gefallen zu sein. Wenn er da ist, wird ihm angezeigt, daß das eine wichtige Etappe für ihn ist. Außerdem wurden ihm vor der Treppe seine Augen verbunden. Dann werden zu dem Bruder Aufseher die Worte gesprochen: Bruder Aufseher, findest du den Bewerber würdig, in die Freimaurerei einzutreten? — Wenn er bejaht, so wird er gefragt: Was erwartest du von dem Eintritt für ihn? Er hat zu antworten: Licht! - Dann wird dem Kandidaten die Binde abgenommen und er befindet sich in einem erhellten Raum. Nun kommt die Grundfrage: Kennst du deinen Meister? Er antwortet: Ja, er hat eine gelbe Jacke und eine blaue Hose. - Mit der blauen Hose ist die Stellung gemeint. Dann erhält er die drei Signaturen der Lehrlingschaft: Zeichen, Griff und Wort. Das Zeichen ist ein Symbol, in ähnlicher Weise wie die okkulten Zeichen... [Lücke]. Der Griff besteht darin, daß ihm der besondere Handgriff gezeigt wird, mit dem er die Menschen zu begrüßen hat. Die Griffe sind anders beim Gesellen und anders beim Meister. Das Wort ist auch je nach dem Grad verschieden. Es kommt mir nicht zu, die «Worte» zu sagen.

[ 14 ] Dann ist der Betreffende zur Lehrlingschaft zugelassen. Beim Eintritt wird er noch gefragt: Wie alt bist du? Er antwortet: Noch nicht sieben Jahre. - Er muß noch sieben Jahre der Lehrlingschaft durchmachen, und dann geht es weiter zum Gesellengrad.

[ 14 ] Dann ist der Betreffende zur Lehrlingschaft zugelassen. Beim Eintritt wird er noch gefragt: Wie alt bist du? Er antwortet: Noch nicht sieben Jahre. - Er muß noch sieben Jahre der Lehrlingschaft durchmachen, und dann geht es weiter zum Gesellengrad.

[ 15 ] Wenn jemand so weit ist, daß er zur Meisterschaft aufrücken kann, dann ist die Einweihung etwas schwieriger. Das Wesentliche besteht aber darin, daß das, was in der Tempellegende enthalten ist, an dem Betreffenden wirklich vollzogen wird. Wer ein Meister werden will, wird in eines der Gemächer der Loge geführt, wo er sich in einen Sarg legen und das Schicksal des Baumeisters Hiram durchzumachen hat. Dann werden ihm Zeichen, Griff und Wort mitgeteilt. Als Wort dasjenige Wort, das bei der Auffindung des Leichnams des Hiram als Meisterwort gesprochen worden ist. Die Erkennungszeichen bei dem Meister sind ungeheuer kompliziert. Das Erkennen geschieht durch viele Formen und Bewegungen.

[ 15 ] Wenn jemand so weit ist, daß er zur Meisterschaft aufrücken kann, dann ist die Einweihung etwas schwieriger. Das Wesentliche besteht aber darin, daß das, was in der Tempellegende enthalten ist, an dem Betreffenden wirklich vollzogen wird. Wer ein Meister werden will, wird in eines der Gemächer der Loge geführt, wo er sich in einen Sarg legen und das Schicksal des Baumeisters Hiram durchzumachen hat. Dann werden ihm Zeichen, Griff und Wort mitgeteilt. Als Wort dasjenige Wort, das bei der Auffindung des Leichnams des Hiram als Meisterwort gesprochen worden ist. Die Erkennungszeichen bei dem Meister sind ungeheuer kompliziert. Das Erkennen geschieht durch viele Formen und Bewegungen.

[ 16 ] Die Freimaurermeister nennen sich «Kinder der Witwe». So leitet sich diese Gemeinschaft der Meister unmittelbar von den Manichäern ab. Ich werde noch zu sprechen haben über den Zusammenhang des Manichäertums mit den Freimaurern.

[ 16 ] Die Freimaurermeister nennen sich «Kinder der Witwe». So leitet sich diese Gemeinschaft der Meister unmittelbar von den Manichäern ab. Ich werde noch zu sprechen haben über den Zusammenhang des Manichäertums mit den Freimaurern.

[ 17 ] Die Aufgabe der Freimaurerei hängt mit der Aufgabe unserer ganzen fünften Wurzelrasse zusammen. Nun können Sie natürlich von dem Standpunkte eines heutigen rationalistischen Menschen alles, was ich über die Einweihung eines Lehrlings gesagt habe, die verschiedenen Handlungen und Zeremonien wie Firlefanz, Maskerade und Komödie auffassen. Aber das ist es nicht. Alle Dinge, die ich gesagt habe, sind Vorgänge, äußerlich-symbolisch, aber in einer gewissen Beziehung Abbilder von alten okkulten Vorgängen, die sich in den Mysterien vollzogen haben, und zwar direkt auf dem astralen Plan. Solche Vorgänge also, wie sie sich symbolisch bei den Freimautern vollziehen, vollziehen sich in den Mysterientempeln auf dem astralischen Plan. Auch die Meistereinweihung, das Hineinlegen in den Sarg und so weiter, ist tatsächlich etwas, was sich auf dem höheren Plane abspielt. Das vollzieht sich aber in der Freimaurerei bloß symbolisch.

[ 17 ] Die Aufgabe der Freimaurerei hängt mit der Aufgabe unserer ganzen fünften Wurzelrasse zusammen. Nun können Sie natürlich von dem Standpunkte eines heutigen rationalistischen Menschen alles, was ich über die Einweihung eines Lehrlings gesagt habe, die verschiedenen Handlungen und Zeremonien wie Firlefanz, Maskerade und Komödie auffassen. Aber das ist es nicht. Alle Dinge, die ich gesagt habe, sind Vorgänge, äußerlich-symbolisch, aber in einer gewissen Beziehung Abbilder von alten okkulten Vorgängen, die sich in den Mysterien vollzogen haben, und zwar direkt auf dem astralen Plan. Solche Vorgänge also, wie sie sich symbolisch bei den Freimautern vollziehen, vollziehen sich in den Mysterientempeln auf dem astralischen Plan. Auch die Meistereinweihung, das Hineinlegen in den Sarg und so weiter, ist tatsächlich etwas, was sich auf dem höheren Plane abspielt. Das vollzieht sich aber in der Freimaurerei bloß symbolisch.

[ 18 ] Man kann nun fragen: Wozu denn das? - Der Freimaurer soll sich bewußt sein, daß auf dem physischen Plane so gearbeitet werden soll, daß man den Zusammenhang mit den höheren Welten aufrecht erhält. Es ist ein Unterschied, ob Sie in einer Gemeinschaft sind, die etwas gibt auf Symbole, die zu einer höheren Gemeinschaft führen, oder ... [Lücke]. Der Maurer hat vielleicht keine anderen Gedanken als der gewöhnliche Mensch, aber der Maurer hat andere Gefühle. Das Gefühl ist mit den symbolischen Vorgängen verbunden, und es ist nicht gleichgültig, ob eine solche Empfindung, ein solches Gefühl hervorgerufen wird oder nicht, weil sie einem gewissen Rhythmus auf dem astralen Plan entspricht.

[ 18 ] Man kann nun fragen: Wozu denn das? - Der Freimaurer soll sich bewußt sein, daß auf dem physischen Plane so gearbeitet werden soll, daß man den Zusammenhang mit den höheren Welten aufrecht erhält. Es ist ein Unterschied, ob Sie in einer Gemeinschaft sind, die etwas gibt auf Symbole, die zu einer höheren Gemeinschaft führen, oder ... [Lücke]. Der Maurer hat vielleicht keine anderen Gedanken als der gewöhnliche Mensch, aber der Maurer hat andere Gefühle. Das Gefühl ist mit den symbolischen Vorgängen verbunden, und es ist nicht gleichgültig, ob eine solche Empfindung, ein solches Gefühl hervorgerufen wird oder nicht, weil sie einem gewissen Rhythmus auf dem astralen Plan entspricht.

[ 19 ] Der Sinn der ersten Handlung — Abnehmen der metallenen Gegenstände - ist: Der Mensch soll nichts an sich haben, was er nicht selbst erarbeitet hat. Eine Empfindung davon zu haben, ist wichtig und wesentlich für denjenigen, der schon auf das Bedeutungsvolle der Symbolik aufmerksam gemacht wurde. Er soll auch eine bleibende Erinnerung an das Zerreißen der Beinkleider am Knie haben. Er soll daran denken, daß er sich so ins Leben hineinstellen soll, als wenn er ganz nackend vor die Menschheit hintreten sollte. Ebenso soll das Abtreten des Absatzes, der Ferse, ihn bleibend daran erinnern, daß — obgleich er stark sein wird in der Maurerei — er doch noch eine Achillesferse hat. Alle folgenden Handlungen haben im Grunde genommen eine solche Bedeutung, vor allen Dingen im Zusammenhang mit jenem unheimlichen Gefühl, das hervorgerufen wird, wenn auf die Brust ein scharf geschliffenes kaltes Schwert gehalten wird. Das ist ein Gefühl, welches durch längere Zeit hindurch sich zu einer Suggestion verdichtet, so daß er sich in wichtigen Momenten erinnert, daß er eine Art von Kaltblütigkeit haben soll. Kaltblütigkeit soll dadurch suggetiert werden. Die volle Verantwortung übernehmen für das, was man tut, soll dadurch symbolisiert werden, daß man ihm eine Schnur um den Hals legt, die immer zusammengezogen werden kann. Die Geistesgegenwart soll suggeriert werden dadurch, daß diese Prozeduren mit Falltüren, mit Treppen und so weiter hervorgerufen werden. Das sind gewisse Vorgänge, die in den Mysterien aber völlig anders vollzogen werden, weil sie sich im Astralraum vollziehen.

[ 19 ] Der Sinn der ersten Handlung — Abnehmen der metallenen Gegenstände - ist: Der Mensch soll nichts an sich haben, was er nicht selbst erarbeitet hat. Eine Empfindung davon zu haben, ist wichtig und wesentlich für denjenigen, der schon auf das Bedeutungsvolle der Symbolik aufmerksam gemacht wurde. Er soll auch eine bleibende Erinnerung an das Zerreißen der Beinkleider am Knie haben. Er soll daran denken, daß er sich so ins Leben hineinstellen soll, als wenn er ganz nackend vor die Menschheit hintreten sollte. Ebenso soll das Abtreten des Absatzes, der Ferse, ihn bleibend daran erinnern, daß — obgleich er stark sein wird in der Maurerei — er doch noch eine Achillesferse hat. Alle folgenden Handlungen haben im Grunde genommen eine solche Bedeutung, vor allen Dingen im Zusammenhang mit jenem unheimlichen Gefühl, das hervorgerufen wird, wenn auf die Brust ein scharf geschliffenes kaltes Schwert gehalten wird. Das ist ein Gefühl, welches durch längere Zeit hindurch sich zu einer Suggestion verdichtet, so daß er sich in wichtigen Momenten erinnert, daß er eine Art von Kaltblütigkeit haben soll. Kaltblütigkeit soll dadurch suggetiert werden. Die volle Verantwortung übernehmen für das, was man tut, soll dadurch symbolisiert werden, daß man ihm eine Schnur um den Hals legt, die immer zusammengezogen werden kann. Die Geistesgegenwart soll suggeriert werden dadurch, daß diese Prozeduren mit Falltüren, mit Treppen und so weiter hervorgerufen werden. Das sind gewisse Vorgänge, die in den Mysterien aber völlig anders vollzogen werden, weil sie sich im Astralraum vollziehen.

[ 20 ] Der Lehrling muß dann einen Eid leisten. Alles ist dabei schauerlich, finster, der Raum nur mit einigen Flämmchen beleuchtet. Diesen Eid bitte ich, in seiner ganzen Tragweite sich vorzuhalten: «Ich schwöre, daß ich nichts dem Worte, dem Zeichen, dem Griffe nach jemals verraten werde von dem, was mir von diesem Zeitpunkt ab innerhalb dieser Loge mitgeteilt wird. Sollte ich etwas verraten, so gestatte ich jedem der Brüder, der etwas davon erfährt, mir die Kehle durchzuschneiden und die Zunge herauszureißen.» Das ist der Schwur, den die Lehrlinge leisten. Noch furchtbarer ist der Gesellenschwur, der gestattet, die Brust aufzuschneiden, das Herz herauszureißen und den Vögeln vorzuwerfen. - Der Schwur des Meisters ist so schauerlich, daß er nicht wiederholt werden kann.

[ 20 ] Der Lehrling muß dann einen Eid leisten. Alles ist dabei schauerlich, finster, der Raum nur mit einigen Flämmchen beleuchtet. Diesen Eid bitte ich, in seiner ganzen Tragweite sich vorzuhalten: «Ich schwöre, daß ich nichts dem Worte, dem Zeichen, dem Griffe nach jemals verraten werde von dem, was mir von diesem Zeitpunkt ab innerhalb dieser Loge mitgeteilt wird. Sollte ich etwas verraten, so gestatte ich jedem der Brüder, der etwas davon erfährt, mir die Kehle durchzuschneiden und die Zunge herauszureißen.» Das ist der Schwur, den die Lehrlinge leisten. Noch furchtbarer ist der Gesellenschwur, der gestattet, die Brust aufzuschneiden, das Herz herauszureißen und den Vögeln vorzuwerfen. - Der Schwur des Meisters ist so schauerlich, daß er nicht wiederholt werden kann.

[ 21 ] Diese Dinge sind dazu da, um einen gewissen Rhythmus von Empfindungen im Astralkörper hervorzurufen. Das hat dann zur Folge, daß der Geist des Menschen in einer bestimmten intuitiven Weise beeinflußt wird. Diese Beeinflussung des Geistes in intuitiver Weise war in alten Zeiten — die Freimaurerei ist wirklich uralt — der eigentliche Zweck der freimaurerischen Einweihung.

[ 21 ] Diese Dinge sind dazu da, um einen gewissen Rhythmus von Empfindungen im Astralkörper hervorzurufen. Das hat dann zur Folge, daß der Geist des Menschen in einer bestimmten intuitiven Weise beeinflußt wird. Diese Beeinflussung des Geistes in intuitiver Weise war in alten Zeiten — die Freimaurerei ist wirklich uralt — der eigentliche Zweck der freimaurerischen Einweihung.

[ 22 ] Die Freimaurer waren in alten Zeiten wirklich Maurer. Sie verrichteten alles das, was zur Maurerei gehört. Sie waren die Tempelbauer, die Erbauer der öffentlichen Gebäude in Griechenland. In Griechenland nannte man sie Dionysiacs. Das waren diejenigen, die im Dienste des Dionysos Tempel und öffentliche Gebäude bauten. In Ägypten waren es die Pyramidenerbauer, im alten römischen Reich die Erbauer von Städten. Im Mittelalter waren es die Erbauer von Domen und Kathedralen. Sie bauten vom 13. Jahrhundert ab auch unabhängig von der Geistlichkeit. Seit jener Zeit kam dann erst der Ausdruck Freimaurer auf. Vorher waren sie im Dienste der religiösen Gemeinschaften. Sie waren eigentlich die Baumeister.

[ 22 ] Die Freimaurer waren in alten Zeiten wirklich Maurer. Sie verrichteten alles das, was zur Maurerei gehört. Sie waren die Tempelbauer, die Erbauer der öffentlichen Gebäude in Griechenland. In Griechenland nannte man sie Dionysiacs. Das waren diejenigen, die im Dienste des Dionysos Tempel und öffentliche Gebäude bauten. In Ägypten waren es die Pyramidenerbauer, im alten römischen Reich die Erbauer von Städten. Im Mittelalter waren es die Erbauer von Domen und Kathedralen. Sie bauten vom 13. Jahrhundert ab auch unabhängig von der Geistlichkeit. Seit jener Zeit kam dann erst der Ausdruck Freimaurer auf. Vorher waren sie im Dienste der religiösen Gemeinschaften. Sie waren eigentlich die Baumeister.

[ 23 ] Gehen wir von dem Gedanken aus, daß sie die Erbauer der Pyramiden, der Mysterientempel, die Erbauer der Kirchen waren. Nun werden Sie sich leicht überzeugen können - namentlich wenn Sie Vitruv lesen -, daß die Art und Weise, wie man ehedem die Baukunst studierte, ganz verschieden war von der unsrigen. Man studierte nicht wie heute, so daß man die Dinge berechnete, sondern was man übermittelt erhielt, waren bestimmte Intuitionen, die durch Symbole ausgedrückt waren. Wenn Sie im «Luzifer» nachlesen, wie die Lemurier bauten, wie sie es im Griff hatten, dann bekommen Sie eine Ahnung davon, wie damals gebaut wurde. Wie in alten Zeiten gebaut worden ist, das kann man heute nicht mehr nachmachen. Staunend und bewundernd stehen wir vor chinesischen Bauten, vor Bauten der Babylonier und Assyrer, und wissen doch, daß sie die Mathematik unserer Zeit nicht gekannt haben. Wir haben das wunderbare Werk der Ingenieurkunst in dem Mörissee in Ägypten; ein See, der gebaut worden ist, um das Wasser aufzufangen und wenn man es brauchte, durch künstliche Kanäle über das Land hinzuleiten. Er ist nicht mit unserer heutigen Ingenieurkunst gebaut worden. Auch die wunderbare Akustik, die in die alten Bauten hineingebaut worden ist, konnte man ausführen in einer Weise, wie die heutige Baukunst es noch nicht wieder kann. Man konnte also auf intuitive, nicht nur rationell-verstandesmäßige Art bauen.

[ 23 ] Gehen wir von dem Gedanken aus, daß sie die Erbauer der Pyramiden, der Mysterientempel, die Erbauer der Kirchen waren. Nun werden Sie sich leicht überzeugen können - namentlich wenn Sie Vitruv lesen -, daß die Art und Weise, wie man ehedem die Baukunst studierte, ganz verschieden war von der unsrigen. Man studierte nicht wie heute, so daß man die Dinge berechnete, sondern was man übermittelt erhielt, waren bestimmte Intuitionen, die durch Symbole ausgedrückt waren. Wenn Sie im «Luzifer» nachlesen, wie die Lemurier bauten, wie sie es im Griff hatten, dann bekommen Sie eine Ahnung davon, wie damals gebaut wurde. Wie in alten Zeiten gebaut worden ist, das kann man heute nicht mehr nachmachen. Staunend und bewundernd stehen wir vor chinesischen Bauten, vor Bauten der Babylonier und Assyrer, und wissen doch, daß sie die Mathematik unserer Zeit nicht gekannt haben. Wir haben das wunderbare Werk der Ingenieurkunst in dem Mörissee in Ägypten; ein See, der gebaut worden ist, um das Wasser aufzufangen und wenn man es brauchte, durch künstliche Kanäle über das Land hinzuleiten. Er ist nicht mit unserer heutigen Ingenieurkunst gebaut worden. Auch die wunderbare Akustik, die in die alten Bauten hineingebaut worden ist, konnte man ausführen in einer Weise, wie die heutige Baukunst es noch nicht wieder kann. Man konnte also auf intuitive, nicht nur rationell-verstandesmäßige Art bauen.

[ 24 ] Diese ganze Art der Baukunst stand in einem Verhältnis zu der Erkenntnis des ganzen Weltalls. Wenn Sie die ägyptischen Pyramiden in ihren Abmessungen nehmen, so stehen sie in Zusammenhang mit gewissen Abmessungen des Himmelsraums, Sternenentfernungen im Himmelsraum. Die ganze Konfiguration des Himmelsraumes wurde nachgebildet in solchen Gebäuden. Es war ein Zusammenhang des einzelnen Baues mit dem Himmelsdom. Jenen geheimnisvollen Rhythmus, der sich im Sternenanblick darbietet, wenn wir nicht bloß mit sinnlichen Augen sehen, sondern mit dem intuitiven Blick, der sich den höheren Verhältnissen, den rhythmischen Verhältnissen eröffnet, den bauten die ursprünglichen Baumeister in ihre Bauten hinein, weil sie aus dem Weltenall heraus bauten.

[ 24 ] Diese ganze Art der Baukunst stand in einem Verhältnis zu der Erkenntnis des ganzen Weltalls. Wenn Sie die ägyptischen Pyramiden in ihren Abmessungen nehmen, so stehen sie in Zusammenhang mit gewissen Abmessungen des Himmelsraums, Sternenentfernungen im Himmelsraum. Die ganze Konfiguration des Himmelsraumes wurde nachgebildet in solchen Gebäuden. Es war ein Zusammenhang des einzelnen Baues mit dem Himmelsdom. Jenen geheimnisvollen Rhythmus, der sich im Sternenanblick darbietet, wenn wir nicht bloß mit sinnlichen Augen sehen, sondern mit dem intuitiven Blick, der sich den höheren Verhältnissen, den rhythmischen Verhältnissen eröffnet, den bauten die ursprünglichen Baumeister in ihre Bauten hinein, weil sie aus dem Weltenall heraus bauten.

[ 25 ] Diese Art und Weise der Baukunst wurde damals vermittelt, so ähnlich wie in gewissen wilden Völkern man heute noch einen ganz anderen Unterricht erhält in ärztlicher Kunst, als der unsrige ist. Unser Unterricht ist Verstandesunterricht. Bei den wilden Völkerschaften wird der Arzt nicht so ausgebildet wie bei uns, sondern dadurch, daß bestimmte okkulte Kräfte bei ihm ausgebildet werden. Er muß sich einer körperlichen Zucht unterwerfen, die für nervöse und wehleidige Menschen unserer Kultur sich wie etwas Schauderhaftes ausnimmt. Sie erzieht in ihm Unempfindlichkeit für Lust und Schmerz, und wer unempfindlich ist gegenüber diesen, der hat zugleich okkulte Kräfte in sich entwickelt. Die ursprüngliche Größe in der Ausbildung des Astralkörpers war imstande, zu jener großen Kraft hinzuführen, die man als die eigentliche königliche Kunst bezeichnet hat, die schon den großen Symbolen der Himmelsabmessung entnommen ist.

[ 25 ] Diese Art und Weise der Baukunst wurde damals vermittelt, so ähnlich wie in gewissen wilden Völkern man heute noch einen ganz anderen Unterricht erhält in ärztlicher Kunst, als der unsrige ist. Unser Unterricht ist Verstandesunterricht. Bei den wilden Völkerschaften wird der Arzt nicht so ausgebildet wie bei uns, sondern dadurch, daß bestimmte okkulte Kräfte bei ihm ausgebildet werden. Er muß sich einer körperlichen Zucht unterwerfen, die für nervöse und wehleidige Menschen unserer Kultur sich wie etwas Schauderhaftes ausnimmt. Sie erzieht in ihm Unempfindlichkeit für Lust und Schmerz, und wer unempfindlich ist gegenüber diesen, der hat zugleich okkulte Kräfte in sich entwickelt. Die ursprüngliche Größe in der Ausbildung des Astralkörpers war imstande, zu jener großen Kraft hinzuführen, die man als die eigentliche königliche Kunst bezeichnet hat, die schon den großen Symbolen der Himmelsabmessung entnommen ist.

[ 26 ] So bekommen Sie einen Begriff von dem, was Freimaurerei war, und Sie werden einsehen, daß sie entwachsen mußte ihrer eigentlichen Aufgabe. Sie hat ihre Bedeutung verlieren müssen in dem Maße, als die Welt rationalistisch wurde. Ihre Bedeutung hat sie gehabt in der Zeit, als die vierte Unterrasse noch entwickelt wurde. Die fünfte Unterrasse brachte es mit sich, daß die Maurerei ihre Bedeutung verlor. Jetzt sind die Freimaurer nicht mehr Maurer. Alle können jetzt aufgenommen werden. Für die Okkultisten haben die Symbole eine reale Bedeutung. Ein Symbol, das bloß Symbol, bloß Abbild ist, hat keine Bedeutung; nur ein solches, das Wirklichkeit werden kann, in Kraft übergehen kann. Wenn ein Symbol auf den Geistesmenschen so wirkt, daß dadurch intuitive Kräfte freiwerden, so ist es ein wirkliches Symbol. Heute sagen die Maurer, wir haben Symbole, die bedeuten das und das. Ein okkultes Symbol ist aber ein solches, das den Willen des Menschen ergreift und in den Astralkörper übergeht. In dem Maße, wie unsere Kultur eine Verstandeskultur geworden ist, verlor die Freimaurerei ihre Bedeutung.

[ 26 ] So bekommen Sie einen Begriff von dem, was Freimaurerei war, und Sie werden einsehen, daß sie entwachsen mußte ihrer eigentlichen Aufgabe. Sie hat ihre Bedeutung verlieren müssen in dem Maße, als die Welt rationalistisch wurde. Ihre Bedeutung hat sie gehabt in der Zeit, als die vierte Unterrasse noch entwickelt wurde. Die fünfte Unterrasse brachte es mit sich, daß die Maurerei ihre Bedeutung verlor. Jetzt sind die Freimaurer nicht mehr Maurer. Alle können jetzt aufgenommen werden. Für die Okkultisten haben die Symbole eine reale Bedeutung. Ein Symbol, das bloß Symbol, bloß Abbild ist, hat keine Bedeutung; nur ein solches, das Wirklichkeit werden kann, in Kraft übergehen kann. Wenn ein Symbol auf den Geistesmenschen so wirkt, daß dadurch intuitive Kräfte freiwerden, so ist es ein wirkliches Symbol. Heute sagen die Maurer, wir haben Symbole, die bedeuten das und das. Ein okkultes Symbol ist aber ein solches, das den Willen des Menschen ergreift und in den Astralkörper übergeht. In dem Maße, wie unsere Kultur eine Verstandeskultur geworden ist, verlor die Freimaurerei ihre Bedeutung.

[ 27 ] Von Beziehungen zum Manichäismus ... [Lücke]. Dann gibt es noch die Hochgrade, die bis zu neunzig, bis zu sechsundneunzig Graden gehen, die erst beim vierten Grad beginnen. Von den drei unteren hat sich die Bedeutung allmählich zurückgezogen in die höheren Grade. Etwas wie eine Art von Bodensatz ist geblieben in dem, was man den «Royal Arch» nennt, den es auch heute noch in der Freimaurerei gibt. Über diese Lichtseiten und einige Schattenseiten wollen wir dann noch sprechen.

[ 27 ] Von Beziehungen zum Manichäismus ... [Lücke]. Dann gibt es noch die Hochgrade, die bis zu neunzig, bis zu sechsundneunzig Graden gehen, die erst beim vierten Grad beginnen. Von den drei unteren hat sich die Bedeutung allmählich zurückgezogen in die höheren Grade. Etwas wie eine Art von Bodensatz ist geblieben in dem, was man den «Royal Arch» nennt, den es auch heute noch in der Freimaurerei gibt. Über diese Lichtseiten und einige Schattenseiten wollen wir dann noch sprechen.