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The Temple Legend and the Golden Legend
GA 93

16 December 1904, Berlin

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9. Wesen und Aufgabe der Freimaurerei vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft

9. Wesen und Aufgabe der Freimaurerei vom Gesichtspunkt der Geisteswissenschaft

[ 1 ] Es ist wichtig, über die Hochgradmaurerei zu sprechen, weil diese Lehrart sich wieder besondere Aufgaben setzt, und in der nächsten Zeit manches davon besprochen werden wird. Wir haben es im wesentlichen zu tun mit einem besonderen Ritus, nämlich mit dem, den man als vereinigten Ritus von Memphis und Misraim bezeichnet. Ich habe schon darauf hingewiesen, daß dieser Memphis- und Misraim-Ritus eine hohe Anzahl von Graden hat, daß fünfundneunzig Grade durchgemacht werden müssen, und gewöhnlich die höchsten Leiter eines Großorients — namentlich des Großorients von Deutschland und von Großbritannien und Amerika - den 96. Grad haben. Diese Grade sind so, daß sie etwa bis zum Ende der achtziger Grade in einer Weise eingeteilt sind, wie ich es gleich auseinandersetzen werde.

[ 1 ] Es ist wichtig, über die Hochgradmaurerei zu sprechen, weil diese Lehrart sich wieder besondere Aufgaben setzt, und in der nächsten Zeit manches davon besprochen werden wird. Wir haben es im wesentlichen zu tun mit einem besonderen Ritus, nämlich mit dem, den man als vereinigten Ritus von Memphis und Misraim bezeichnet. Ich habe schon darauf hingewiesen, daß dieser Memphis- und Misraim-Ritus eine hohe Anzahl von Graden hat, daß fünfundneunzig Grade durchgemacht werden müssen, und gewöhnlich die höchsten Leiter eines Großorients — namentlich des Großorients von Deutschland und von Großbritannien und Amerika - den 96. Grad haben. Diese Grade sind so, daß sie etwa bis zum Ende der achtziger Grade in einer Weise eingeteilt sind, wie ich es gleich auseinandersetzen werde.

[ 2 ] Etwa vom 87. Grad angefangen, beginnen die eigentlichen okkulten Grade, in die nur diejenigen eingeweiht werden können, welche sich dem wirklichen Okkultismus widmen. Immer mache ich den Vorbehalt, daß es auf dem Kontinente wohl niemand gibt, der wirklich diese Grade alle durchgemacht hat, oder der wirklich eine okkulte Freimaurerschulung durchgemacht hat. Aber das schadet bei der Maurerei nicht besonders viel, weil sie ihre Aufgabe erst wieder erhalten wird und dann werden auch die Organisationen da sein, die Hülle wird da sein, die man braucht, um das zu erreichen, was erreicht werden soll.

[ 2 ] Etwa vom 87. Grad angefangen, beginnen die eigentlichen okkulten Grade, in die nur diejenigen eingeweiht werden können, welche sich dem wirklichen Okkultismus widmen. Immer mache ich den Vorbehalt, daß es auf dem Kontinente wohl niemand gibt, der wirklich diese Grade alle durchgemacht hat, oder der wirklich eine okkulte Freimaurerschulung durchgemacht hat. Aber das schadet bei der Maurerei nicht besonders viel, weil sie ihre Aufgabe erst wieder erhalten wird und dann werden auch die Organisationen da sein, die Hülle wird da sein, die man braucht, um das zu erreichen, was erreicht werden soll.

[ 3 ] Nun muß ich verschiedene Freimaurerströmungen und ihre Tendenz angeben, wenn ich auch nur in Kürze etwas andeuten will. Zunächst ist einmal zu berücksichtigen, daß die ganze Hochgradmaurerei zurückführt auf eine Persönlichkeit, die vielfach genannt wird, aber auch sehr viel verkannt wird. Namentlich ist sie verkannt worden von den Geschichtsschreibern des 19. Jahrhunderts, die keine Ahnung davon haben, in welch schwierige Lagen der Okkultist im Leben kommen kann. Es handelt sich um die Persönlichkeit des von wenigen erkannten, viel berüchtigten Cagliostro. Der sogenannte Graf Cagliostro, in dem sich eine Individualität verborgen hat, welche nur den eingeweihtesten Okkultisten in ihrer wahren Eigenart bekannt ist, versuchte zunächst in London die Freimaurerei auf eine neue Stufe zu stellen. Denn sie war schon im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts ziemlich auf dem Standpunkte, auf dem ich sie charakterisiert habe. In London gelang es dazumal nicht. Er versuchte es dann in Rußland und auch im Haag. Überall mißlang es aus ganz bestimmten Gründen.

[ 3 ] Nun muß ich verschiedene Freimaurerströmungen und ihre Tendenz angeben, wenn ich auch nur in Kürze etwas andeuten will. Zunächst ist einmal zu berücksichtigen, daß die ganze Hochgradmaurerei zurückführt auf eine Persönlichkeit, die vielfach genannt wird, aber auch sehr viel verkannt wird. Namentlich ist sie verkannt worden von den Geschichtsschreibern des 19. Jahrhunderts, die keine Ahnung davon haben, in welch schwierige Lagen der Okkultist im Leben kommen kann. Es handelt sich um die Persönlichkeit des von wenigen erkannten, viel berüchtigten Cagliostro. Der sogenannte Graf Cagliostro, in dem sich eine Individualität verborgen hat, welche nur den eingeweihtesten Okkultisten in ihrer wahren Eigenart bekannt ist, versuchte zunächst in London die Freimaurerei auf eine neue Stufe zu stellen. Denn sie war schon im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts ziemlich auf dem Standpunkte, auf dem ich sie charakterisiert habe. In London gelang es dazumal nicht. Er versuchte es dann in Rußland und auch im Haag. Überall mißlang es aus ganz bestimmten Gründen.

[ 4 ] Dann aber gelang es ihm, in Lyon aus einer Reihe dort lebender Freimaurer eine Philaletenloge zu begründen mit okkultem Inhalt, und zwar die Loge, welche genannt wurde Loge zur «Triumphierenden Weisheit». Der Zweck dieser Loge ist von Cagliostro angegeben worden. Was Sie aber darüber lesen können, ist nichts anderes als etwas von unverständigen Leuten Geschriebenes. Dasjenige, was darüber gesagt werden kann, sind ja eigentlich auch nur Andeutungen. Es handelte sich bei Cagliostro um ein zweifaches: erstens um den Unterricht zum Zwecke der Herstellung des sogenannten Steines der Weisen; zweitens um die Eröffnung des Verständnisses für das mystische Fünfeck, für das mystische Pentagramm. Nun kann ich Ihnen nur andeutend sagen, was diese zwei Dinge zu bedeuten haben. Es kann viel gespottet werden darüber, aber sie sind nicht nur symbolisch zu nehmen, sondern beruhen auf Tatsachen.

[ 4 ] Dann aber gelang es ihm, in Lyon aus einer Reihe dort lebender Freimaurer eine Philaletenloge zu begründen mit okkultem Inhalt, und zwar die Loge, welche genannt wurde Loge zur «Triumphierenden Weisheit». Der Zweck dieser Loge ist von Cagliostro angegeben worden. Was Sie aber darüber lesen können, ist nichts anderes als etwas von unverständigen Leuten Geschriebenes. Dasjenige, was darüber gesagt werden kann, sind ja eigentlich auch nur Andeutungen. Es handelte sich bei Cagliostro um ein zweifaches: erstens um den Unterricht zum Zwecke der Herstellung des sogenannten Steines der Weisen; zweitens um die Eröffnung des Verständnisses für das mystische Fünfeck, für das mystische Pentagramm. Nun kann ich Ihnen nur andeutend sagen, was diese zwei Dinge zu bedeuten haben. Es kann viel gespottet werden darüber, aber sie sind nicht nur symbolisch zu nehmen, sondern beruhen auf Tatsachen.

[ 5 ] Der Stein der Weisen hat einen bestimmten Zweck, der von Cagliostro angegeben wurde: er sollte das menschliche Leben auf 5527 Jahre verlängern. Das erscheint dem Freigeist lächerlich. Tatsächlich ist es aber möglich, durch besondere Schulung das Leben ins Unermeßliche zu verlängern dadurch, daß der Mensch lernt, nicht mehr in seinem physischen Körper zu leben. Derjenige, der sich aber vorstellen wollte, daß den Adepten kein Tod im gewöhnlichen Sinne des Wortes treffe, der würde sich etwas Falsches darunter vorstellen. Auch wer glaubt, daß ein Adept nicht von einem Ziegelstein getroffen und erschlagen werden kann, auch der würde sich etwas Falsches vorstellen. Das würde allerdings nur dann gewöhnlich eintreten, wenn der Adept es zuläßt. Nicht um den physischen Tod handelt es sich, sondern um Folgendes. Der physische Tod desjenigen, der für sich selbst den Stein der Weisen erkannt und ihn herauszusetzen verstanden hat, ist für ihn nur ein scheinbares Ereignis. Für die anderen Menschen ist er ein wirkliches Ereignis, das einen großen Abschnitt in seinem Leben bedeutet. Für den, der in der Weise, wie Cagliostro es mit seinen Schülern gewollt hat, es versteht, den Stein der Weisen zu benützen, ist der Tod nur ein scheinbares Ereignis. Er bildet nicht einmal einen besonders wichtigen Abschnitt im Leben; er ist nämlich etwas, was nur für die anderen da ist, die etwa den Adepten beobachten können, und die sagen, daß er stirbt. Er selbst stirbt aber in Wirklichkeit gar nicht. Die Sache ist vielmehr so, daß der Betreffende gelernt hat, überhaupt nicht in seinem physischen Körper zu leben; daß er gelernt hat, alle diejenigen Vorgänge, die im Momente des Todes im physischen Körper plötzlich vor sich gehen, nach und nach während seines Lebens vor sich gehen zu lassen. Es hat sich mit dem Körper des Betreffenden alles schon vollzogen, was sich sonst im Tode vollzieht. Dann ist der Tod nicht mehr möglich, denn der Betreffende hat längst gelernt, ohne den physischen Körper zu leben. Er legt den physischen Körper in ähnlicher Weise ab, wie man einen Regenmantel auszieht, und zieht einen neuen Körper an, wie man einen neuen Regenmantel anzieht.

[ 5 ] Der Stein der Weisen hat einen bestimmten Zweck, der von Cagliostro angegeben wurde: er sollte das menschliche Leben auf 5527 Jahre verlängern. Das erscheint dem Freigeist lächerlich. Tatsächlich ist es aber möglich, durch besondere Schulung das Leben ins Unermeßliche zu verlängern dadurch, daß der Mensch lernt, nicht mehr in seinem physischen Körper zu leben. Derjenige, der sich aber vorstellen wollte, daß den Adepten kein Tod im gewöhnlichen Sinne des Wortes treffe, der würde sich etwas Falsches darunter vorstellen. Auch wer glaubt, daß ein Adept nicht von einem Ziegelstein getroffen und erschlagen werden kann, auch der würde sich etwas Falsches vorstellen. Das würde allerdings nur dann gewöhnlich eintreten, wenn der Adept es zuläßt. Nicht um den physischen Tod handelt es sich, sondern um Folgendes. Der physische Tod desjenigen, der für sich selbst den Stein der Weisen erkannt und ihn herauszusetzen verstanden hat, ist für ihn nur ein scheinbares Ereignis. Für die anderen Menschen ist er ein wirkliches Ereignis, das einen großen Abschnitt in seinem Leben bedeutet. Für den, der in der Weise, wie Cagliostro es mit seinen Schülern gewollt hat, es versteht, den Stein der Weisen zu benützen, ist der Tod nur ein scheinbares Ereignis. Er bildet nicht einmal einen besonders wichtigen Abschnitt im Leben; er ist nämlich etwas, was nur für die anderen da ist, die etwa den Adepten beobachten können, und die sagen, daß er stirbt. Er selbst stirbt aber in Wirklichkeit gar nicht. Die Sache ist vielmehr so, daß der Betreffende gelernt hat, überhaupt nicht in seinem physischen Körper zu leben; daß er gelernt hat, alle diejenigen Vorgänge, die im Momente des Todes im physischen Körper plötzlich vor sich gehen, nach und nach während seines Lebens vor sich gehen zu lassen. Es hat sich mit dem Körper des Betreffenden alles schon vollzogen, was sich sonst im Tode vollzieht. Dann ist der Tod nicht mehr möglich, denn der Betreffende hat längst gelernt, ohne den physischen Körper zu leben. Er legt den physischen Körper in ähnlicher Weise ab, wie man einen Regenmantel auszieht, und zieht einen neuen Körper an, wie man einen neuen Regenmantel anzieht.

[ 6 ] Nun, einen kleinen Begriff werden Sie sich wohl daraus bilden können. Das ist der eine Unterricht, den Cagliostro überlieferte - der Stein der Weisen -, der den physischen Tod zu einer Bedeutungslosigkeit herabsinken läßt.

[ 6 ] Nun, einen kleinen Begriff werden Sie sich wohl daraus bilden können. Das ist der eine Unterricht, den Cagliostro überlieferte - der Stein der Weisen -, der den physischen Tod zu einer Bedeutungslosigkeit herabsinken läßt.

[ 7 ] Das zweite war die Erkenntnis des Pentagramms. Das ist die Fähigkeit, die fünf Körper des Menschen voneinander zu unterscheiden. Wenn jemand sagt: Physischer Körper, Ätherkörper, Astralkörper, Kama-Manas-Körper, Kausalkörper, so sind das bloß Worte oder, wenn es hoch kommt, abstrakte Begriffe. Damit ist aber noch nichts getan. Der Mensch, der heute lebt, kennt in der Regel kaum den physischen Körper; erst derjenige, der das Pentagramm kennt, lernt die fünf Körper kennen. Einen Körper erkennt man nicht, wenn man in ihm lebt, sondern erst dann, wenn man ihn als Objekt hat. Das ist dasjenige, was einen Durchschnittsmenschen unterscheidet von dem, der durch eine solche Schule gegangen ist, daß für ihn die fünf Körper Objekte geworden sind. Der gewöhnliche Mensch lebt ja auch in diesen fünf Körpern. Aber er /eb? darinnen, er kann nicht heraustreten und sie anschauen. Höchstens seinen physischen Körper kann er anschauen, wenn er an seinem Leibe heruntersieht oder ihn im Spiegel sich beschaut. Die Schüler Cagliostros würden, wenn sie richtig seine Methode befolgt hätten, dazu gekommen sein, wozu einzelne Rosenkreuzer gekommen sind, die im Grunde genommen in einer Schule waren, die dieselbe Tendenz hatte. Sie waren in einer Schule der groBen europäischen Adepten, die dahin führte, daß die fünf Körper Wirklichkeiten wurden, nicht bloß Begriffe blieben. Das nennt man das «Pentagramm-Kennen» und «Moralische Wiedergeburt».

[ 7 ] Das zweite war die Erkenntnis des Pentagramms. Das ist die Fähigkeit, die fünf Körper des Menschen voneinander zu unterscheiden. Wenn jemand sagt: Physischer Körper, Ätherkörper, Astralkörper, Kama-Manas-Körper, Kausalkörper, so sind das bloß Worte oder, wenn es hoch kommt, abstrakte Begriffe. Damit ist aber noch nichts getan. Der Mensch, der heute lebt, kennt in der Regel kaum den physischen Körper; erst derjenige, der das Pentagramm kennt, lernt die fünf Körper kennen. Einen Körper erkennt man nicht, wenn man in ihm lebt, sondern erst dann, wenn man ihn als Objekt hat. Das ist dasjenige, was einen Durchschnittsmenschen unterscheidet von dem, der durch eine solche Schule gegangen ist, daß für ihn die fünf Körper Objekte geworden sind. Der gewöhnliche Mensch lebt ja auch in diesen fünf Körpern. Aber er /eb? darinnen, er kann nicht heraustreten und sie anschauen. Höchstens seinen physischen Körper kann er anschauen, wenn er an seinem Leibe heruntersieht oder ihn im Spiegel sich beschaut. Die Schüler Cagliostros würden, wenn sie richtig seine Methode befolgt hätten, dazu gekommen sein, wozu einzelne Rosenkreuzer gekommen sind, die im Grunde genommen in einer Schule waren, die dieselbe Tendenz hatte. Sie waren in einer Schule der groBen europäischen Adepten, die dahin führte, daß die fünf Körper Wirklichkeiten wurden, nicht bloß Begriffe blieben. Das nennt man das «Pentagramm-Kennen» und «Moralische Wiedergeburt».

[ 8 ] Ich will nicht sagen, daß die Schüler des Cagliostro es nicht zu etwas gebracht haben. Sie haben es im allgemeinen dahin gebracht, den Astralleib zu begreifen. Cagliostro war äußerst geschickt, ihnen eine Anschauung vom Astralleib beizubringen. Lange bevor die Katastrophe über ihn hereinbrach, war es ihm gelungen, außer der Schule in Lyon auch Schulen in Paris, Belgien und Petersburg und einigen anderen Orten Europas zu errichten, aus denen später wenigstens einigermaßen solche Leute hervorgegangen sind, die den Grundstock abgegeben haben für diejenigen, welche es bis zum 18., 19., 20. Grade der Hochgradmaurerei gebracht haben. So hat immerhin der Graf Cagliostro, bevor er in den Kerkern von Rom sein Leben beendigen mußte, einen bedeutenden Einfluß auf die okkulte Maurerei in Europa genommen. Die Welt sollte über Cagliostro im Grunde genommen gar nicht urteilen. Ich deutete schon an, daß es im allgemeinen so ist, wenn die Leute über Cagliostro sprechen, wie wenn der afrikanische Hottentotte von der Einrichtung der Hochbahn spricht, weil es nicht einzusehen ist, in welchem Verhältnis die äußeren, scheinbar unmoralischen Taten zu den Weltereignissen standen.

[ 8 ] Ich will nicht sagen, daß die Schüler des Cagliostro es nicht zu etwas gebracht haben. Sie haben es im allgemeinen dahin gebracht, den Astralleib zu begreifen. Cagliostro war äußerst geschickt, ihnen eine Anschauung vom Astralleib beizubringen. Lange bevor die Katastrophe über ihn hereinbrach, war es ihm gelungen, außer der Schule in Lyon auch Schulen in Paris, Belgien und Petersburg und einigen anderen Orten Europas zu errichten, aus denen später wenigstens einigermaßen solche Leute hervorgegangen sind, die den Grundstock abgegeben haben für diejenigen, welche es bis zum 18., 19., 20. Grade der Hochgradmaurerei gebracht haben. So hat immerhin der Graf Cagliostro, bevor er in den Kerkern von Rom sein Leben beendigen mußte, einen bedeutenden Einfluß auf die okkulte Maurerei in Europa genommen. Die Welt sollte über Cagliostro im Grunde genommen gar nicht urteilen. Ich deutete schon an, daß es im allgemeinen so ist, wenn die Leute über Cagliostro sprechen, wie wenn der afrikanische Hottentotte von der Einrichtung der Hochbahn spricht, weil es nicht einzusehen ist, in welchem Verhältnis die äußeren, scheinbar unmoralischen Taten zu den Weltereignissen standen.

[ 9 ] Ich bemerkte schon früher, daß die Französische Revolution hervorgegangen ist aus den geheimen Vereinigungen der Okkultisten und daß, wenn man die Strömungen weiter verfolgt, man sie verfolgen könnte bis in die Schule der Adepten hinein.

[ 9 ] Ich bemerkte schon früher, daß die Französische Revolution hervorgegangen ist aus den geheimen Vereinigungen der Okkultisten und daß, wenn man die Strömungen weiter verfolgt, man sie verfolgen könnte bis in die Schule der Adepten hinein.

[ 10 ] Es ist möglich, daß das, was geschildert ist als Roman von Mabel Collins in dem Buch «Flita», schwer zu verstehen ist. Sie schildert da in einer sehr grotesken Weise, wie ein Adept an einem verborgenen Orte das Weltenschachbtett vor sich hat und die Figuren spielen läßt, und wie er sozusagen das Karma eines Kontinentes auf einem sehr einfachen Kärtchen bestimmte. Das ist nicht unmittelbar so, wie es da geschildert wird, sondern etwas viel Grandioseres als dies geht in der Tat vor sich, wovon das in«Flita» Geschilderte nur ein verzerrtes Abbild ist.

[ 10 ] Es ist möglich, daß das, was geschildert ist als Roman von Mabel Collins in dem Buch «Flita», schwer zu verstehen ist. Sie schildert da in einer sehr grotesken Weise, wie ein Adept an einem verborgenen Orte das Weltenschachbtett vor sich hat und die Figuren spielen läßt, und wie er sozusagen das Karma eines Kontinentes auf einem sehr einfachen Kärtchen bestimmte. Das ist nicht unmittelbar so, wie es da geschildert wird, sondern etwas viel Grandioseres als dies geht in der Tat vor sich, wovon das in«Flita» Geschilderte nur ein verzerrtes Abbild ist.

[ 11 ] Nun, die Französische Revolution ist durchaus aus solchen Dingen hervorgegangen. Bekannt ist eine Geschichte, die in Büchern der Gräfin d'Adhémar enthalten ist. Da wird gesagt, daß vor dem Ausbruch der Französischen Revolution die Gräfin d'Adhémar, eine Hofdame der Marie-Antoinette, den Besuch erhielt eines Grafen von SaintGermain. Er wollte sich melden lassen bei der Königin und um Audienz bei dem König bitten. Der Minister Ludwig XVI. aber war der Feind des Grafen Saint-Germain; er konnte daher nicht an den König herankommen. Der Königin hat er aber mit großer Schärfe und Genauigkeit geschildert, was für große Gefahren bevorstehen. Aber seine Warnungen sind ja leider nicht beachtet worden. Er hat dazumal das große Wort gesprochen, das auf Wahrheit beruht: «Wer Wind sät, der wird Sturm ernten», und er setzte hinzu, daß er dieses Wort schon vor Jahrtausenden gesagt und es dann Christus wiederholt hat. Das war ein Wort, das für jeden Außenstehenden unverständlich ist.

[ 11 ] Nun, die Französische Revolution ist durchaus aus solchen Dingen hervorgegangen. Bekannt ist eine Geschichte, die in Büchern der Gräfin d'Adhémar enthalten ist. Da wird gesagt, daß vor dem Ausbruch der Französischen Revolution die Gräfin d'Adhémar, eine Hofdame der Marie-Antoinette, den Besuch erhielt eines Grafen von SaintGermain. Er wollte sich melden lassen bei der Königin und um Audienz bei dem König bitten. Der Minister Ludwig XVI. aber war der Feind des Grafen Saint-Germain; er konnte daher nicht an den König herankommen. Der Königin hat er aber mit großer Schärfe und Genauigkeit geschildert, was für große Gefahren bevorstehen. Aber seine Warnungen sind ja leider nicht beachtet worden. Er hat dazumal das große Wort gesprochen, das auf Wahrheit beruht: «Wer Wind sät, der wird Sturm ernten», und er setzte hinzu, daß er dieses Wort schon vor Jahrtausenden gesagt und es dann Christus wiederholt hat. Das war ein Wort, das für jeden Außenstehenden unverständlich ist.

[ 12 ] Aber der Graf Saint-Germain hatte recht. Nur noch ein paar Züge will ich hinzufügen, die durchaus richtig sind. In Büchern über den Grafen Saint-Germain können Sie lesen, daß er 1784 am Hofe des Landgrafen von Hessen gestorben ist, der dann einer der vorgerücktesten deutschen Freimaurer gewesen ist. Er hat ihn bis zu seinem Tode gepflegt. Die Gräfin d’Adhe&mar erzählt aber in ihren Memoiren, daß er lange nach dem Jahre 1784 ihr erschienen sei, daß sie ihn noch sechsmal lange nach dieser Zeit gesehen habe. In Wahrheit ist er damals im Jahre 1790 bei einigen Rosenkreuzern in Wien gewesen und hat das gesagt, was auch richtig war: daß er sich auf fünfundachtzig Jahre nach dem Orient zurückzuziehen habe, und nach fünfundachtzig Jahren werden jene seine Tätigkeit in Europa wieder wahrnehmen können. 1875 ist das Gründungsjahr der Theosophischen Gesellschaft. Diese Dinge hängen alle in einer bestimmten Weise zusammen.

[ 12 ] Aber der Graf Saint-Germain hatte recht. Nur noch ein paar Züge will ich hinzufügen, die durchaus richtig sind. In Büchern über den Grafen Saint-Germain können Sie lesen, daß er 1784 am Hofe des Landgrafen von Hessen gestorben ist, der dann einer der vorgerücktesten deutschen Freimaurer gewesen ist. Er hat ihn bis zu seinem Tode gepflegt. Die Gräfin d’Adhe&mar erzählt aber in ihren Memoiren, daß er lange nach dem Jahre 1784 ihr erschienen sei, daß sie ihn noch sechsmal lange nach dieser Zeit gesehen habe. In Wahrheit ist er damals im Jahre 1790 bei einigen Rosenkreuzern in Wien gewesen und hat das gesagt, was auch richtig war: daß er sich auf fünfundachtzig Jahre nach dem Orient zurückzuziehen habe, und nach fünfundachtzig Jahren werden jene seine Tätigkeit in Europa wieder wahrnehmen können. 1875 ist das Gründungsjahr der Theosophischen Gesellschaft. Diese Dinge hängen alle in einer bestimmten Weise zusammen.

[ 13 ] Auch in der Schule, die der Landgraf von Hessen begründet hat, handelte es sich wesentlich um diese zwei Dinge: um den Stein der Weisen und um die Erkenntnis des Pentagramms. In einer etwas veränderten Gestalt lebt nun die damals von dem Landgrafen von Hessen begründete Maurerei fort. Nämlich diese ganze Maurerei, wie ich sie geschildert habe, nennt man die des ägyptischen Ritus, des Ritus von Memphis und Misraim. Dieser führt seine Entstehung zurück auf den König Misraim, der von Assyrien - vom Oriente — herübergezogen war, und nach der Eroberung Ägyptens in die ägyptischen Mysterien eingeweiht wurde. Das sind Geheimnisse, die noch aus der alten Atlantis stammen. Von da ab gab es eine fortdauernde Tradition. Die neue Freimaurerei ist nur eine Fortsetzung dessen, was damals in Ägypten begründet worden ist.

[ 13 ] Auch in der Schule, die der Landgraf von Hessen begründet hat, handelte es sich wesentlich um diese zwei Dinge: um den Stein der Weisen und um die Erkenntnis des Pentagramms. In einer etwas veränderten Gestalt lebt nun die damals von dem Landgrafen von Hessen begründete Maurerei fort. Nämlich diese ganze Maurerei, wie ich sie geschildert habe, nennt man die des ägyptischen Ritus, des Ritus von Memphis und Misraim. Dieser führt seine Entstehung zurück auf den König Misraim, der von Assyrien - vom Oriente — herübergezogen war, und nach der Eroberung Ägyptens in die ägyptischen Mysterien eingeweiht wurde. Das sind Geheimnisse, die noch aus der alten Atlantis stammen. Von da ab gab es eine fortdauernde Tradition. Die neue Freimaurerei ist nur eine Fortsetzung dessen, was damals in Ägypten begründet worden ist.

[ 14 ] Bevor ich auf Einzelheiten eingehe, möchte ich sagen, daß die Hochgradmaurerei eine solche ist, die sich auch intimer ganz wesentlich unterscheidet von der gewöhnlichen Johannesmaurerei. Die gewöhnliche Johannesmaurerei beruht nämlich auf einer Art demokratischem Prinzip, und wenn das demokratische Prinzip in Erkenntnisdingen gehandhabt werden soll, so ist es selbstverständlich, daß es dazu führt, daß die versammelten Brüder im wesentlichen nichts anderes machen, als daß jeder seine Meinung vorbringt. Die Wahrheit ist aber nichts, worüber man Meinungen haben kann. Eine Wahrheit weiß man, oder man weiß sie nicht. Es kann niemand sagen, daß die drei Winkel im Dreieck 725 Grad haben statt 180.

[ 14 ] Bevor ich auf Einzelheiten eingehe, möchte ich sagen, daß die Hochgradmaurerei eine solche ist, die sich auch intimer ganz wesentlich unterscheidet von der gewöhnlichen Johannesmaurerei. Die gewöhnliche Johannesmaurerei beruht nämlich auf einer Art demokratischem Prinzip, und wenn das demokratische Prinzip in Erkenntnisdingen gehandhabt werden soll, so ist es selbstverständlich, daß es dazu führt, daß die versammelten Brüder im wesentlichen nichts anderes machen, als daß jeder seine Meinung vorbringt. Die Wahrheit ist aber nichts, worüber man Meinungen haben kann. Eine Wahrheit weiß man, oder man weiß sie nicht. Es kann niemand sagen, daß die drei Winkel im Dreieck 725 Grad haben statt 180.

[ 15 ] Wenn die Menschen zusammensitzen und reden, so reden sie über ihre Meinung, auch unter Umständen über die höchsten Dinge. Aber alles das ist auf dem Plane der Täuschung und ebenso unzutreffend wie dasjenige, was der sagt, der nicht weiß wie groß die Winkelsumme im Dreieck ist, der nur eine Meinung davon hat. Ebenso wie man nicht diskutieren kann, ob die Winkelsumme eines Dreiecks so oder so viel Grade hat, ebensowenig kann man diskutieren über höhere Wahrheiten. Deshalb ist das demokratische Prinzip in Erkenntnisdingen unmöglich, weil es auf keiner Unterlage beruht. Das, was die Hochgradmaurerei von der Johannesmaurerei unterscheidet, das ist: daß man stufenweise die Wahrheit erkennen kann. Wer erkannt hat, der kann nicht mehr verschiedener Meinung sein. Man hat erkannt, oder man hat nicht erkannt. Die sechsundneunzig Grade haben also eine gewisse Berechtigung.

[ 15 ] Wenn die Menschen zusammensitzen und reden, so reden sie über ihre Meinung, auch unter Umständen über die höchsten Dinge. Aber alles das ist auf dem Plane der Täuschung und ebenso unzutreffend wie dasjenige, was der sagt, der nicht weiß wie groß die Winkelsumme im Dreieck ist, der nur eine Meinung davon hat. Ebenso wie man nicht diskutieren kann, ob die Winkelsumme eines Dreiecks so oder so viel Grade hat, ebensowenig kann man diskutieren über höhere Wahrheiten. Deshalb ist das demokratische Prinzip in Erkenntnisdingen unmöglich, weil es auf keiner Unterlage beruht. Das, was die Hochgradmaurerei von der Johannesmaurerei unterscheidet, das ist: daß man stufenweise die Wahrheit erkennen kann. Wer erkannt hat, der kann nicht mehr verschiedener Meinung sein. Man hat erkannt, oder man hat nicht erkannt. Die sechsundneunzig Grade haben also eine gewisse Berechtigung.

[ 16 ] An der Spitze steht das sogenannte souveräne Sanktuarium, das identisch ist mit dem, was man bei der Maurerei den Großorient nennt, der im Besitze der eigentlichen okkulten Erkenntnisse ist und den Weg kennt und die Sprache dessen, was im Manifest der Maurerei gelesen werden kann, und das ermöglicht, die Stimme der «Weisen Männer des Ostens» zu hören. Wenn er diese Stufe erreicht hat, so ist er allerdings imstande, die Stimme der weisen Meister zu vernehmen. Bis dahin muß man sich aber durchgearbeitet haben, so daß man im Besitze eines ganz bestimmten Wissens ist, ferner im Besitze ganz bestimmter innerer Qualitäten, innerer Eigenschaften, die sich durchaus nicht bloß decken mit den gewöhnlichen bürgerlichen Tugenden, sondern etwas viel Intimeres und Bedeutungsvolleres sind. Ich bemerke, daß [im Verhältnis] zu alledem, wovon hier die Rede ist, das, was in theoretischer und praktischer Beziehung in theosophischen Büchern mitgeteilt wird, nur ein elementarer Teil ist, so daß das Theoretische der Hochgradmaurerei weit über das hinausgeht, was in der populären Theosophie verbreitet werden kann. Das, was da verbreitet werden kann, beruht auf der Erlaubnis [von seiten] der Adepten, bis zu einem gewissen Grad in der Popularisierung der Erkenntnis zu gehen. Aber es ist nicht möglich, alle Erkenntnisse zu verbreiten.

[ 16 ] An der Spitze steht das sogenannte souveräne Sanktuarium, das identisch ist mit dem, was man bei der Maurerei den Großorient nennt, der im Besitze der eigentlichen okkulten Erkenntnisse ist und den Weg kennt und die Sprache dessen, was im Manifest der Maurerei gelesen werden kann, und das ermöglicht, die Stimme der «Weisen Männer des Ostens» zu hören. Wenn er diese Stufe erreicht hat, so ist er allerdings imstande, die Stimme der weisen Meister zu vernehmen. Bis dahin muß man sich aber durchgearbeitet haben, so daß man im Besitze eines ganz bestimmten Wissens ist, ferner im Besitze ganz bestimmter innerer Qualitäten, innerer Eigenschaften, die sich durchaus nicht bloß decken mit den gewöhnlichen bürgerlichen Tugenden, sondern etwas viel Intimeres und Bedeutungsvolleres sind. Ich bemerke, daß [im Verhältnis] zu alledem, wovon hier die Rede ist, das, was in theoretischer und praktischer Beziehung in theosophischen Büchern mitgeteilt wird, nur ein elementarer Teil ist, so daß das Theoretische der Hochgradmaurerei weit über das hinausgeht, was in der populären Theosophie verbreitet werden kann. Das, was da verbreitet werden kann, beruht auf der Erlaubnis [von seiten] der Adepten, bis zu einem gewissen Grad in der Popularisierung der Erkenntnis zu gehen. Aber es ist nicht möglich, alle Erkenntnisse zu verbreiten.

[ 17 ] Es ist richtig, daß die Menschheit über manche Entdeckung in der nächsten Zeit sehr erstaunt sein wird. Aber sie werden etwas verfrüht kommen und deshalb manches Unheil stiften. Die Theosophische Gesellschaft hat im wesentlichen die Aufgabe, auf solche Dinge vorzubereiten. Zum Beispiel war das, was ich eingangs bezeichnet habe als die Erkenntnis des Steines der Weisen, schon einmal viel verbreiteter als es heute ist, und zwar schon zu einer gewissen Zeit der atlantischen Bevölkerung. Da war wirklich die Möglichkeit, den Tod zu überwinden, etwas, was gang und gäbe war. Ich möchte nur bemerken, daß ich nicht gern gerade jetzt schon diese Wahrheit habe drucken lassen wollen. Daher sind im «Luzifer» an der Stelle, wo das stehen soll bei der Besprechung der atlantischen Zeit, Punkte gemacht für das, was noch nicht mitgeteilt werden kann. Ganz kann es auch nicht ausgesprochen werden. In der «Theosophical Review» ist von seiten eines sehr vorgeschrittenen Mediums eine ganz ähnliche Mitteilung verzeichnet worden, die genau dieselbe Sache in einer etwas anderen Form enthält. Die Überwindung des Todes in der atlantischen Zeit ruht natürlich im Gedächtnisse der Individualitäten, ohne daß sie es wissen. Es sind heute viele Menschen wiedergeboren, die in einer früheren Inkarnation jene Zeit durchgemacht haben, und die durch ihr eigenes Gedächtnis auf solche Erkenntnisse hingeführt werden. Das wird ja zunächst zu einer Art Überschätzung gewisser medizinischer Entdeckungen führen. Man wird glauben, daß die naturwissenschaftliche Medizin solche Entdeckungen gemacht hat. In Wahrheit werden die Menschen durch ihr Gedächtnis aus der atlantischen Zeit her darauf geführt.

[ 17 ] Es ist richtig, daß die Menschheit über manche Entdeckung in der nächsten Zeit sehr erstaunt sein wird. Aber sie werden etwas verfrüht kommen und deshalb manches Unheil stiften. Die Theosophische Gesellschaft hat im wesentlichen die Aufgabe, auf solche Dinge vorzubereiten. Zum Beispiel war das, was ich eingangs bezeichnet habe als die Erkenntnis des Steines der Weisen, schon einmal viel verbreiteter als es heute ist, und zwar schon zu einer gewissen Zeit der atlantischen Bevölkerung. Da war wirklich die Möglichkeit, den Tod zu überwinden, etwas, was gang und gäbe war. Ich möchte nur bemerken, daß ich nicht gern gerade jetzt schon diese Wahrheit habe drucken lassen wollen. Daher sind im «Luzifer» an der Stelle, wo das stehen soll bei der Besprechung der atlantischen Zeit, Punkte gemacht für das, was noch nicht mitgeteilt werden kann. Ganz kann es auch nicht ausgesprochen werden. In der «Theosophical Review» ist von seiten eines sehr vorgeschrittenen Mediums eine ganz ähnliche Mitteilung verzeichnet worden, die genau dieselbe Sache in einer etwas anderen Form enthält. Die Überwindung des Todes in der atlantischen Zeit ruht natürlich im Gedächtnisse der Individualitäten, ohne daß sie es wissen. Es sind heute viele Menschen wiedergeboren, die in einer früheren Inkarnation jene Zeit durchgemacht haben, und die durch ihr eigenes Gedächtnis auf solche Erkenntnisse hingeführt werden. Das wird ja zunächst zu einer Art Überschätzung gewisser medizinischer Entdeckungen führen. Man wird glauben, daß die naturwissenschaftliche Medizin solche Entdeckungen gemacht hat. In Wahrheit werden die Menschen durch ihr Gedächtnis aus der atlantischen Zeit her darauf geführt.

[ 18 ] Gewisse Dinge werden reif werden in der nächsten Zeit, und deshalb wird darüber gesprochen werden. Das macht notwendig, daß man einsieht die Notwendigkeit des stufenweisen Aufrückens in der Erkenntnis. Dieses stufenweise Aufrücken wird daher mit Recht betont von denjenigen, welche heute den Misraim- und Memphis-Ritus wieder aufleben lassen wollen. Wenn dies auch in den nächsten Jahren mißglückt, so darf man nicht glauben, daß Mißerfolge in solchen Dingen etwas zu bedeuten haben. An der Spitze der amerikanischen Misraim-Bewegung steht ein Mann, dessen bedeutsamer Charakter eine gewisse Garantie bildet für die Standhaftigkeit im Vorrücken. Das ist der ausgezeichnete Maurer John Yarker.

[ 18 ] Gewisse Dinge werden reif werden in der nächsten Zeit, und deshalb wird darüber gesprochen werden. Das macht notwendig, daß man einsieht die Notwendigkeit des stufenweisen Aufrückens in der Erkenntnis. Dieses stufenweise Aufrücken wird daher mit Recht betont von denjenigen, welche heute den Misraim- und Memphis-Ritus wieder aufleben lassen wollen. Wenn dies auch in den nächsten Jahren mißglückt, so darf man nicht glauben, daß Mißerfolge in solchen Dingen etwas zu bedeuten haben. An der Spitze der amerikanischen Misraim-Bewegung steht ein Mann, dessen bedeutsamer Charakter eine gewisse Garantie bildet für die Standhaftigkeit im Vorrücken. Das ist der ausgezeichnete Maurer John Yarker.

[ 19 ] Was für eine Gestalt die Sache in Großbritannien und Deutschland annehmen wird, ist heute schwer zu sagen. Sie werden einsehen, daß man für solche Dinge mit dem betreffenden Menschenmaterial rechnen muß, und daß daher auch die deutsche Bewegung - wenn sie mit solchen Dingen zu tun haben soll - mit dem rechnen muß, was in dieser Richtung darin ist. Wenn wirkliche Okkultisten an solchen Dingen beteiligt werden sollen, so müssen sie von der einen oder anderen Richtung engagiert sein. Sie werden sich nicht immer an diesen Dingen beteiligen können. Auch die Meister, wenn sie so etwas vorschreiben, werden sich nach großen umfassenden Gesetzen zu richten haben.

[ 19 ] Was für eine Gestalt die Sache in Großbritannien und Deutschland annehmen wird, ist heute schwer zu sagen. Sie werden einsehen, daß man für solche Dinge mit dem betreffenden Menschenmaterial rechnen muß, und daß daher auch die deutsche Bewegung - wenn sie mit solchen Dingen zu tun haben soll - mit dem rechnen muß, was in dieser Richtung darin ist. Wenn wirkliche Okkultisten an solchen Dingen beteiligt werden sollen, so müssen sie von der einen oder anderen Richtung engagiert sein. Sie werden sich nicht immer an diesen Dingen beteiligen können. Auch die Meister, wenn sie so etwas vorschreiben, werden sich nach großen umfassenden Gesetzen zu richten haben.

[ 20 ] Wenn Sie also etwas über deutsche Misraim-Memphis-Richtung hören, so dürfen Sie nicht glauben, daß dies heute schon eine Bedeutung für die Zukunft hat. Es ist nur der Rahmen, in den einmal ein gutes Bild hineingesetzt werden kann. Dieser deutsche Misraim-Orden steht unter der Oberleitung eines gewissen Reuß, der wohl die eigentliche Führung in Großbritannien und Deutschland heute inne hat. Dann wirkt auch in dieser Richtung der bekannte Carl Kellner. Die eigentliche schriftstellerische Arbeit liegt wohl in der Hand des Dr. Franz Hartmann, der mit der Feder diesem Misraim-Ritus am allermeisten dient. Das ist das, was Ihnen in diesem oder jenem Fragment von da oder dort zuströmen kann von dieser Bewegung.

[ 20 ] Wenn Sie also etwas über deutsche Misraim-Memphis-Richtung hören, so dürfen Sie nicht glauben, daß dies heute schon eine Bedeutung für die Zukunft hat. Es ist nur der Rahmen, in den einmal ein gutes Bild hineingesetzt werden kann. Dieser deutsche Misraim-Orden steht unter der Oberleitung eines gewissen Reuß, der wohl die eigentliche Führung in Großbritannien und Deutschland heute inne hat. Dann wirkt auch in dieser Richtung der bekannte Carl Kellner. Die eigentliche schriftstellerische Arbeit liegt wohl in der Hand des Dr. Franz Hartmann, der mit der Feder diesem Misraim-Ritus am allermeisten dient. Das ist das, was Ihnen in diesem oder jenem Fragment von da oder dort zuströmen kann von dieser Bewegung.

[ 21 ] Ich kann nun nur im allgemeinen eine Charakteristik geben von dem, um was es sich hier handelt. Der Lehrarten dieses MisraimRitus sind vier. Die sechsundneunzig Grade können somit in vier verschiedenen Lehrarten oder Disziplinen erreicht werden. Diese vier Disziplinen, durch die man aufsteigt, sind: Erstens die sogenannte symbolische Lehrart oder Disziplin. Dadurch können gewisse Symbole als Tatsachen erkannt werden. Es wird der Betreffende eingeführt in die okkulten Naturgesetze, durch die ganz bestimmte Wirkungen in zyklischen Bewegungen in der Menschheit hervorgerufen werden.

[ 21 ] Ich kann nun nur im allgemeinen eine Charakteristik geben von dem, um was es sich hier handelt. Der Lehrarten dieses MisraimRitus sind vier. Die sechsundneunzig Grade können somit in vier verschiedenen Lehrarten oder Disziplinen erreicht werden. Diese vier Disziplinen, durch die man aufsteigt, sind: Erstens die sogenannte symbolische Lehrart oder Disziplin. Dadurch können gewisse Symbole als Tatsachen erkannt werden. Es wird der Betreffende eingeführt in die okkulten Naturgesetze, durch die ganz bestimmte Wirkungen in zyklischen Bewegungen in der Menschheit hervorgerufen werden.

[ 22 ] Die zweite Lehrart oder Disziplin ist die sogenannte philosophische. Es ist die ägyptisch-hermetische. Sie ist eine mehr theoretische Lehrart. Die dritte Lehrart ist die sogenannte mystische, die mehr auf innerlicher Entwickelung beruht und die, wenn richtig angewendet, vor allen Dingen zur entsprechenden Handhabung des Steines der Weisen führen würde, nämlich zur Überwindung des Todes. Das ist im wesentlichen auch angedeutet in dem einen Satz, den ich Ihnen vorgelesen habe und der besagt, daß sich in der Freimaurerei jeder überzeugen kann von der Unsterblichkeit. Es kommt aber, wie die Kabbala sagt, darauf an, ob er das verlangt oder nicht. Die vierte Lehrart ist die kabbalistische. Sie besteht darin, daß man die Prinzipien der Weltordnung in ihrer Wahrheit und Wirklichkeit erkennt, die zehn Grund... [Lücke].

[ 22 ] Die zweite Lehrart oder Disziplin ist die sogenannte philosophische. Es ist die ägyptisch-hermetische. Sie ist eine mehr theoretische Lehrart. Die dritte Lehrart ist die sogenannte mystische, die mehr auf innerlicher Entwickelung beruht und die, wenn richtig angewendet, vor allen Dingen zur entsprechenden Handhabung des Steines der Weisen führen würde, nämlich zur Überwindung des Todes. Das ist im wesentlichen auch angedeutet in dem einen Satz, den ich Ihnen vorgelesen habe und der besagt, daß sich in der Freimaurerei jeder überzeugen kann von der Unsterblichkeit. Es kommt aber, wie die Kabbala sagt, darauf an, ob er das verlangt oder nicht. Die vierte Lehrart ist die kabbalistische. Sie besteht darin, daß man die Prinzipien der Weltordnung in ihrer Wahrheit und Wirklichkeit erkennt, die zehn Grund... [Lücke].

[ 23 ] Auf jedem der vier Wege kann man zu den höheren Erkenntnissen durch den Misraim-Ritus aufsteigen. Es ist aber wohl niemand innerhalb der Freimaurerei da, der heute die Verantwortung übernehmen würde, jemandem wirkliche Anleitung zu geben, weil die Betreffenden die Dinge nicht selbst durchgemacht haben, sondern die ganze Sache ein Provisorium ist und nur einen Rahmen schaffen soll für etwas, das noch kommen soll. Es ist möglich, daß dieser Rahmen ausgefüllt wird mit okkultem Wissen. Okkultes Wissen soll in die Formen gegossen werden, die da sind. Daß Formen da sind in der Welt, das ist wichtig. Wenn Sie geschmolzenes Metall haben und keine Form, so können Sie mit ihm nichts anderes anfangen, als es zu einem Klumpen herauslaufen zu lassen. So ist es auch mit den geistigen Strömungen. Es ist wichtig, daß diese Formen da sind, in die man das geistige Metall wird hineingießen können. Das ist symbolisiert im Ehernen Meer. Das wird erkannt werden, wenn dasjenige, was jetzt nur scheinbar vegetiert, Gestalt für die Öffentlichkeit erlangt.

[ 23 ] Auf jedem der vier Wege kann man zu den höheren Erkenntnissen durch den Misraim-Ritus aufsteigen. Es ist aber wohl niemand innerhalb der Freimaurerei da, der heute die Verantwortung übernehmen würde, jemandem wirkliche Anleitung zu geben, weil die Betreffenden die Dinge nicht selbst durchgemacht haben, sondern die ganze Sache ein Provisorium ist und nur einen Rahmen schaffen soll für etwas, das noch kommen soll. Es ist möglich, daß dieser Rahmen ausgefüllt wird mit okkultem Wissen. Okkultes Wissen soll in die Formen gegossen werden, die da sind. Daß Formen da sind in der Welt, das ist wichtig. Wenn Sie geschmolzenes Metall haben und keine Form, so können Sie mit ihm nichts anderes anfangen, als es zu einem Klumpen herauslaufen zu lassen. So ist es auch mit den geistigen Strömungen. Es ist wichtig, daß diese Formen da sind, in die man das geistige Metall wird hineingießen können. Das ist symbolisiert im Ehernen Meer. Das wird erkannt werden, wenn dasjenige, was jetzt nur scheinbar vegetiert, Gestalt für die Öffentlichkeit erlangt.

[ 24 ] Letztes Mal habe ich Ihnen aus einer Rede des englischen Premierministers Balfour vorgelesen. Es ist da bereits aufmerksam darauf gemacht, daß gewisse Dinge heute physikalische Wahrheiten sind, die uralte okkulte Erkenntnisse sind. Wenn Sie in Blavatskys «Geheimlehre» nachlesen, werden Sie dort eine Stelle finden über die Elektrizität, welche buchstäblich dasselbe besagt wie das, worauf die Physiker jetzt nach und nach kommen. Was Sie aber finden, ist eine bloße Ahnung von dem, um was es sich handelt. Es handelt sich um das physikalische Atom. Bis vor vier, fünf Jahren ist von aller äußeren — nicht der okkultistischen - Wissenschaft dieses verkannt worden. Man hat es für eine raumerfüllende Masse gehalten. Heute fängt man an, dieses physikalische Atom als dasjenige zu erkennen, was es wirklich ist. Man kommt darauf, daß dieses physikalische Atom sich so verhält zur Kraft der Elektrizität, wie sich ein Klumpen Eis verhält zum Wasser, aus dem es gefroren ist. Wenn Sie sich Wasser vorstellen, das zu Eis gefriert, so ist das Eis auch Wasser. Und so ist das physikalische Atom nichts anderes als gefrorene Elektrizität. Wenn Sie dies ganz begreifen und die Mitteilungen, die bis vor wenigen Jahren in sämtlichen wissenschaftlichen Schriften über die Atome enthalten waren, durchgehen und sie für Blech ansehen, dann werden Sie ungefähr die richtige Vorstellung gewinnen. Erst seit dieser kurzen Zeit kann sich die Physik eine Vorstellung bilden von dem, was das physikalische Atom ist. Es verhält sich nämlich wie ein Eisklumpen zu der Wassermenge, aus der er gefroren ist. Das physikalische Atom ist kondensierte Elektrizität. Die Rede von Balfour betrachte ich als etwas außerordentlich Wichtiges.

[ 24 ] Letztes Mal habe ich Ihnen aus einer Rede des englischen Premierministers Balfour vorgelesen. Es ist da bereits aufmerksam darauf gemacht, daß gewisse Dinge heute physikalische Wahrheiten sind, die uralte okkulte Erkenntnisse sind. Wenn Sie in Blavatskys «Geheimlehre» nachlesen, werden Sie dort eine Stelle finden über die Elektrizität, welche buchstäblich dasselbe besagt wie das, worauf die Physiker jetzt nach und nach kommen. Was Sie aber finden, ist eine bloße Ahnung von dem, um was es sich handelt. Es handelt sich um das physikalische Atom. Bis vor vier, fünf Jahren ist von aller äußeren — nicht der okkultistischen - Wissenschaft dieses verkannt worden. Man hat es für eine raumerfüllende Masse gehalten. Heute fängt man an, dieses physikalische Atom als dasjenige zu erkennen, was es wirklich ist. Man kommt darauf, daß dieses physikalische Atom sich so verhält zur Kraft der Elektrizität, wie sich ein Klumpen Eis verhält zum Wasser, aus dem es gefroren ist. Wenn Sie sich Wasser vorstellen, das zu Eis gefriert, so ist das Eis auch Wasser. Und so ist das physikalische Atom nichts anderes als gefrorene Elektrizität. Wenn Sie dies ganz begreifen und die Mitteilungen, die bis vor wenigen Jahren in sämtlichen wissenschaftlichen Schriften über die Atome enthalten waren, durchgehen und sie für Blech ansehen, dann werden Sie ungefähr die richtige Vorstellung gewinnen. Erst seit dieser kurzen Zeit kann sich die Physik eine Vorstellung bilden von dem, was das physikalische Atom ist. Es verhält sich nämlich wie ein Eisklumpen zu der Wassermenge, aus der er gefroren ist. Das physikalische Atom ist kondensierte Elektrizität. Die Rede von Balfour betrachte ich als etwas außerordentlich Wichtiges.

[ 25 ] Es ist ... [Lücke] etwas, was seit dem Jahr 1875 [1879?] herausgebracht ist. Die Tatsache ist bei den Okkultisten schon seit Jahrtausenden bekannt. Nun fängt man an zu wissen, daß das physikalische Atom kondensierte Elektrizität ist. Aber es handelt sich noch um ein zweites: zu wissen, was Elektrizität selber ist. Das ist noch unbekannt. Sie wissen nämlich eines nicht: wo das Wesen der Elektrizität gesucht werden muß. Dieses Wesen der Elektrizität kann nicht gefunden werden durch irgendwelche äußere Experimente oder durch äußere Anschauung. Das Geheimnis, welches gefunden werden wird, ist, daß Elektrizität genau dasselbe ist - wenn man auf einem gewissen Plan zu beobachten versteht -, was der menschliche Gedanke ist. Der menschliche Gedanke ist dasselbe Wesen wie die Elektrizität: das eine Mal von innen, das andere Mal von außen betrachtet.

[ 25 ] Es ist ... [Lücke] etwas, was seit dem Jahr 1875 [1879?] herausgebracht ist. Die Tatsache ist bei den Okkultisten schon seit Jahrtausenden bekannt. Nun fängt man an zu wissen, daß das physikalische Atom kondensierte Elektrizität ist. Aber es handelt sich noch um ein zweites: zu wissen, was Elektrizität selber ist. Das ist noch unbekannt. Sie wissen nämlich eines nicht: wo das Wesen der Elektrizität gesucht werden muß. Dieses Wesen der Elektrizität kann nicht gefunden werden durch irgendwelche äußere Experimente oder durch äußere Anschauung. Das Geheimnis, welches gefunden werden wird, ist, daß Elektrizität genau dasselbe ist - wenn man auf einem gewissen Plan zu beobachten versteht -, was der menschliche Gedanke ist. Der menschliche Gedanke ist dasselbe Wesen wie die Elektrizität: das eine Mal von innen, das andere Mal von außen betrachtet.

[ 26 ] Wer nun weiß, was Elektrizität ist, der weiß, daß etwas in ihm lebt, das in gefrorenem Zustande das Atom bildet. Hier haben Sie die Brücke vom menschlichen Gedanken zum Atom. Man wird die Bausteine der physischen Welt kennenlernen, es sind kleine kondensierte Monaden, kondensierte Elektrizität. In dem Augenblicke, wo die Menschen diese elementarste okkulte Wahrheit von Gedanke, Elektrizität und Atom erkannt haben werden, in dem Augenblicke werden sie etwas erkennen, was das Wichtigste sein wird für die Zukunft und für die ganze sechste Unterrasse. Sie werden mit den Atomen bauen können durch die Kraft des Gedankens.

[ 26 ] Wer nun weiß, was Elektrizität ist, der weiß, daß etwas in ihm lebt, das in gefrorenem Zustande das Atom bildet. Hier haben Sie die Brücke vom menschlichen Gedanken zum Atom. Man wird die Bausteine der physischen Welt kennenlernen, es sind kleine kondensierte Monaden, kondensierte Elektrizität. In dem Augenblicke, wo die Menschen diese elementarste okkulte Wahrheit von Gedanke, Elektrizität und Atom erkannt haben werden, in dem Augenblicke werden sie etwas erkennen, was das Wichtigste sein wird für die Zukunft und für die ganze sechste Unterrasse. Sie werden mit den Atomen bauen können durch die Kraft des Gedankens.

[ 27 ] Dies wird die geistige Strömung sein, die wieder hineingegossen werden muß in die Formen, die seit Jahrtausenden von den Okkultisten geschaffen worden sind. Aber weil die menschliche Rasse die Verstandesentwickelung durchmachen mußte und absehen mußte von der eigentlichen inneren Arbeit, sind sie Hülsen geworden, aber als Formen geblieben, und es wird die richtige Erkenntnis hineingegossen werden müssen.

[ 27 ] Dies wird die geistige Strömung sein, die wieder hineingegossen werden muß in die Formen, die seit Jahrtausenden von den Okkultisten geschaffen worden sind. Aber weil die menschliche Rasse die Verstandesentwickelung durchmachen mußte und absehen mußte von der eigentlichen inneren Arbeit, sind sie Hülsen geworden, aber als Formen geblieben, und es wird die richtige Erkenntnis hineingegossen werden müssen.

[ 28 ] Der okkulte Forscher gewinnt die Wahrheit von der einen Seite, der physische Forscher von der anderen Seite. Ebenso wie die Maurerei aus der Werkmaurerei, aus dem Dom- und Tempelbau hervorgegangen ist, ebenso wird man künftig bauen müssen mit den kleinsten Bausteinen, mit den kondensierten Elektrizitätsmengen. Das wird eine neue Maurerei nötig haben. Dann wird sich die Industrie nicht mehr so abspielen können wie jetzt. Sie wird so chaotisch werden und nur auf reinen Kampf ums Dasein hinarbeiten können, solange man nicht weiß... [Lücke].1Im Stenogramm ist hier eine Lücke; in einer Ausschrift in Klartext findet sich als Ergänzung: [was als Gedanke in diese Hülsen hineingegossen werden muß. Weiß man das aber], Dann würde möglich sein, daß in Berlin jemand mit der Droschke in der Stadt fahren kann, während in Moskau stattfindet das Unheil, das er von Berlin aus verursacht hat. Und kein Mensch würde eine Ahnung davon haben, daß dieser Mensch das verursacht hat. Die drahtlose Telegraphie ist ein Anfang davon. Was ich ausgeführt habe, ist Zukunft. Nur zwei Möglichkeiten sind vorhanden: Entweder die Dinge gehen chaotisch weiter, so wie die Industrie und Technik bisher vorgegangen ist. Dann führt es dazu, daß der, welcher im Besitze dieser Dinge ist, großes Unheil anrichten kann, oder es wird in die moralische Form der Maurerei gegossen.2Dieser letzte Satz lautet in den Notizen von Marie Steiner-von Sivers: «Diese Dinge gehen entweder chaotisch so weiter wie bisher Industrie und Technik, oder harmonisch, wie es das Ziel der Maurerei ist, dann wird die höchste Entwickelung erreicht.»

[ 28 ] Der okkulte Forscher gewinnt die Wahrheit von der einen Seite, der physische Forscher von der anderen Seite. Ebenso wie die Maurerei aus der Werkmaurerei, aus dem Dom- und Tempelbau hervorgegangen ist, ebenso wird man künftig bauen müssen mit den kleinsten Bausteinen, mit den kondensierten Elektrizitätsmengen. Das wird eine neue Maurerei nötig haben. Dann wird sich die Industrie nicht mehr so abspielen können wie jetzt. Sie wird so chaotisch werden und nur auf reinen Kampf ums Dasein hinarbeiten können, solange man nicht weiß... [Lücke].1Im Stenogramm ist hier eine Lücke; in einer Ausschrift in Klartext findet sich als Ergänzung: [was als Gedanke in diese Hülsen hineingegossen werden muß. Weiß man das aber], Dann würde möglich sein, daß in Berlin jemand mit der Droschke in der Stadt fahren kann, während in Moskau stattfindet das Unheil, das er von Berlin aus verursacht hat. Und kein Mensch würde eine Ahnung davon haben, daß dieser Mensch das verursacht hat. Die drahtlose Telegraphie ist ein Anfang davon. Was ich ausgeführt habe, ist Zukunft. Nur zwei Möglichkeiten sind vorhanden: Entweder die Dinge gehen chaotisch weiter, so wie die Industrie und Technik bisher vorgegangen ist. Dann führt es dazu, daß der, welcher im Besitze dieser Dinge ist, großes Unheil anrichten kann, oder es wird in die moralische Form der Maurerei gegossen.2Dieser letzte Satz lautet in den Notizen von Marie Steiner-von Sivers: «Diese Dinge gehen entweder chaotisch so weiter wie bisher Industrie und Technik, oder harmonisch, wie es das Ziel der Maurerei ist, dann wird die höchste Entwickelung erreicht.»

Frage: Warum die katholische Kirche der Freimaurerei so gegnerisch gegenüberstcht?

Frage: Warum die katholische Kirche der Freimaurerei so gegnerisch gegenüberstcht?

[ 29 ] Antwort: Die katholische Kirche will nicht das, was in der Zukunft kommen soll. Pius IX. war eingeweiht in die Freimaurerei. Im Kapitel von Clermont hat er versucht, eine Verbindung zwischen den Jesuiten und der Freimaurerei herzustellen. Das ist nicht gelungen, und daher ist die alte Feindschaft zwischen diesen beiden geblieben. Unsere Jesuiten wissen wenig von diesen Dingen, und auch die vom Klerus wissen nicht, um was es sich handelt. Der wirkliche Klerus ... [größere Lücke].

[ 29 ] Antwort: Die katholische Kirche will nicht das, was in der Zukunft kommen soll. Pius IX. war eingeweiht in die Freimaurerei. Im Kapitel von Clermont hat er versucht, eine Verbindung zwischen den Jesuiten und der Freimaurerei herzustellen. Das ist nicht gelungen, und daher ist die alte Feindschaft zwischen diesen beiden geblieben. Unsere Jesuiten wissen wenig von diesen Dingen, und auch die vom Klerus wissen nicht, um was es sich handelt. Der wirkliche Klerus ... [größere Lücke].

[ 30 ] Die Trappisten müssen schweigen, denn man weiß, daß durch das Schweigen für das nächste Leben eine bedeutende Fähigkeit, begeistert zu reden, veranlagt wird. Das ist allerdings nur bei der Erkenntnis der Wiederverkörperung verständlich.

[ 30 ] Die Trappisten müssen schweigen, denn man weiß, daß durch das Schweigen für das nächste Leben eine bedeutende Fähigkeit, begeistert zu reden, veranlagt wird. Das ist allerdings nur bei der Erkenntnis der Wiederverkörperung verständlich.