Basic Elements of Esotericism
GA 93a
4 November 1905, Berlin
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Basic Elements of Esotericism, tr. SOL
XXX
Lecture XXX
[ 1 ] Heute sollen im Anschluß an den letzten Vortrag einige aphoristische Bemerkungen über die Entwickelung der verschiedenen Rassen folgen. Vorher aber soll auf einige Dinge aufmerksam gemacht werden, deren Gründe in nur wenigen Büchern angegeben sind.
[ 1 ] Today, following the last lecture, I will offer some aphoristic remarks on the development of the various races. But first, I would like to draw attention to a few points whose reasons are explained in only a few books.
[ 2 ] Die sogenannten Ernährungsgesetze in den verschiedenen Kulturen scheinen zunächst sehr willkürlich zu sein. Sie sind es aber nicht, sie sind aus Wissen und Weisheit heraus geboren. Wir müssen aber streng Rücksicht darauf nehmen, daß unsere gegenwärtige Menschheit gar nicht imstande ist, solche Dinge befolgen zu können, wie wir sie heute besprechen wollen. Sie werden aber später gewisse Grundlagen abgeben für bestimmte Gesetze des sozialen Lebens. Also niemand darf glauben, daß man gleich Adept wird dadurch, daß man übergeht zum Vegetarismus und so weiter.
[ 2 ] The so-called dietary laws in various cultures seem, at first glance, to be very arbitrary. However, they are not; they are born of knowledge and wisdom. We must, however, strictly take into account that humanity today is not at all capable of following the things we intend to discuss here. Nevertheless, they will later provide certain foundations for specific laws of social life. So no one should believe that one immediately becomes an adept simply by switching to vegetarianism and so on.
[ 3 ] Es gibt eine gewisse Pflege der Heilkunde bei orientalischen Völkerschaften, die so betrieben wird, daß die betreffenden Ärzte vor allen Dingen auf die Ernährung ihres eigenen physischen Körpers das größte Gewicht legen. Da wo das alte spirituelle Leben noch besteht, gibt es Menschen, die in der alten Weise Heiler geworden sind dadurch, daß sie sich ausschließlich von Milch nähren. Sie sind sich klar darüber, daß, weil sie alles andere ausschließen, sie in sich dann physisch heilende Kräfte gewinnen, besonders zur Heilung von sogenannten Geisteskrankheiten.* Sie haben ihre besonderen Verrichtungen. Sie wissen ganz genau, wenn sie bloß Milch genießen, daß sie dann bestimmte Kräfte entwickeln.
[ 3 ] There is a certain form of medical practice among Eastern peoples that is carried out in such a way that the physicians in question place the greatest emphasis, above all else, on the nourishment of their own physical bodies. Where the ancient spiritual way of life still persists, there are people who have become healers in the old manner by nourishing themselves exclusively on milk. They are well aware that, by excluding everything else, they develop physical healing powers within themselves, particularly for the treatment of so-called mental illnesses.* They have their own specific duties. They know full well that by consuming only milk, they develop certain powers.
[ 4 ] Wir wollen uns klarmachen, auf welcher Intuition das beruht. Diese tiefe Intuition können wir in folgender Weise verstehen. Wir wissen von einem bestimmten Hergang in der menschlichen Entwickelung. In der Mitte der lemurischen Zeit spaltete sich das ursprünglich Menschliche in ein aufsteigendes Menschliches und ein Tierisches. Damit war verknüpft, daß die Kräfte, die die Erde hatte, als sie noch mit dem Monde vereint war, sich auch gespalten und ein Teil derselben mit dem Monde sich von der Erde getrennt haben.
[ 4 ] Let us clarify the intuition on which this is based. We can understand this deep intuition in the following way. We know of a specific course of events in human evolution. In the middle of the Lemurian epoch, the original human nature split into an ascending human nature and an animal nature. Linked to this was the fact that the forces the Earth possessed when it was still united with the Moon also split, and a part of them separated from the Earth along with the Moon.
[ 5 ] Denken wir uns die Zeit, in der die Erde noch mit dem Monde vereint war. Da stand der Mensch auf einer ganz anderen Entwickelungsstufe. Er hatte damals schon das warme Blut, war aber noch nicht in zwei Geschlechter gespalten. Mit der Abtrennung des Mondes hat man die Spaltung in zwei Geschlechter zu beobachten, so daß, wenn Sie heute nach dem Monde hinaufblicken, Sie sagen können: Daß du herausgegangen bist aus der Erde, hat bewirkt, daß sich die menschliche Produktionskraft in zwei Teile gespalten hat. - Es gab auch eine Zeit auf der Erde, in der die Menschheit unmittelbar verknüpft war mit dem Tierischen, eingesenkt in das Tierische und sich auch von dem Tierischen ernährte. Diese Art der Ernährung wird schwer verstanden werden von dem, der nicht hellseherische Kräfte hat. Eine Vorstellung davon können wir uns aber bilden, wenn wir die regelmäßige Ernährungsweise der Säugetiere betrachten, die durch ihre eigene Milch ihre Jungen ernähren. Mit der Spaltung der Produktionskraft trat auch diese Art der Ernährung auf. Früher konnten die Menschen den Nahrungsstoff aus der unmittelbaren Umgebung aufnehmen, so wie heute die Lunge die Luft aufnimmt. Der Mensch war damals durch Saugfäden verbunden mit der ganzen ihn umgebenden Natur, so ähnlich wie heute der menschliche Embryo im Leibe der Mutter ernährt wird. Das war die alte Ernährungsform auf der Erde. Ein Rest davon ist das heutige Säugen der Säugetiere, und die Milch ist wie die Nahrung, die der Mensch in der vorlemurischen Zeit genoß, sie ist die alte Götternahrung, die erste Form der Nahrung auf der Erde. Damals war eben die Natur der Erde so, daß diese Nahrung überall herausgesogen werden konnte. So ist die Milch ein Produkt aus der ersten menschlichen Ernährungsform. Als der Mensch im Physischen noch näher dem Göttlichen war, da sog er die Milch aus der Umgebung heraus. Die Okkultisten wissen, wie die Menschen zusammenhängen mit der Natur.
[ 5 ] Let us imagine the time when the Earth was still united with the Moon. At that time, humankind was at a completely different stage of development. Even then, humans were warm-blooded, but had not yet been divided into two sexes. With the separation of the Moon, we can observe the division into two sexes, so that when you look up at the Moon today, you can say: Your departure from the Earth has caused the human creative power to split into two parts. - There was also a time on Earth when humanity was directly connected to the animal realm, immersed in it, and sustained by it. This form of nourishment will be difficult to comprehend for those who lack clairvoyant powers. We can, however, form a conception of it by observing the regular feeding habits of mammals, which nourish their young with their own milk. This form of nutrition emerged with the division of productive forces. In the past, humans were able to absorb nourishment from their immediate surroundings, just as the lungs absorb air today. At that time, humans were connected to the entire natural world around them through suction threads, much like the human embryo is nourished in the mother’s womb today. That was the ancient form of nutrition on Earth. A remnant of this is the nursing of mammals today, and milk is like the food that humans consumed in the pre-Lemurian era; it is the ancient food of the gods, the first form of nourishment on Earth. At that time, the nature of the Earth was such that this nourishment could be drawn from everywhere. Thus, milk is a product of the earliest form of human nutrition. When human beings were still physically closer to the divine, they drew milk from their surroundings. Occultists know how human beings are connected to nature.
[ 6 ] Der Milchgenuß ist eine uralte umgewandelte Ernährungsform. Die erste Nahrung war für den Menschen immer die Milch. In dem Ausspruch: Die Milch der frommen Denkungsart - ist diese mit Absicht so genannt.
[ 6 ] Milk consumption is an ancient, transformed form of nutrition. Milk was always the first food for humans. In the saying, “The milk of pious thought,” it is intentionally referred to as such.
[ 7 ] Wir fragen, was hat das ursprünglich bewirkt, daß die Milch so, wie das damals war, aus der Umgebung herausgesogen wurde? Die Mondkräfte in der Erde haben das möglich gemacht; sie waren wie ein allgemeines Blut der ganzen Erde. Aber als der Mond heraustrat, konnten die Mondkräfte nur noch konzentriert werden auf besondere Organe in den Lebewesen.
[ 7 ] We ask: What was the original cause of the milk being drawn out of the environment in the way it was back then? The lunar forces within the Earth made this possible; they were like a universal lifeblood for the entire Earth. But when the Moon separated from the Earth, the lunar forces could only be concentrated in specific organs within living beings.
[ 8 ] Der Okkultist nennt die Milch: die Mondnahrung. Mondsöhne sind diejenigen, die sich von Milch nähren. Der Mond hat die Milch gereift. Es hat sich bewahrheitet, daß die orientalischen Heiler, die nur von Milch leben, die Urkräfte wieder aufnehmen, die auf der Erde waren, als die Milch noch in Strömen auf der Erde floß. Sie sagten sich: Das sind die Kräfte, die den Menschen ins Dasein riefen. Diese hervorbringenden Kräfte müssen auch gesundheitsbringend sein, also eignen wir uns die Macht an, Gesundheit zu fördern, wenn wir nur Milch genießen und alles andere ausschließen.
[ 8 ] The occultist calls milk “the food of the moon.” The sons of the moon are those who nourish themselves with milk. The Moon has ripened the milk. It has been proven that the Eastern healers, who live on milk alone, reclaim the primal forces that existed on Earth when milk still flowed in streams across the land. They said to themselves: These are the forces that called humanity into existence. These life-giving forces must also be beneficial to health; therefore, we acquire the power to promote health if we consume only milk and exclude everything else.
[ 9 ] Versetzen wir uns in die vorlemurische Zeit. Da herrschte also der Zustand, daß die Milch äußerlich aus der Umgebung gesogen wurde. Dann kam ein Zustand, da die Milch allgemeine Menschennahrung wurde, und dann der Zustand, da die Muttermilch genossen wurde. Vor der Zeit, in der die Milch allgemein aus der Natur gesogen wurde, da gab es eine Zeit, in der die Sonne noch mit der Erde verbunden war. Da bestand eine Sonnennahrung. Ebenso wie die Milch vom Monde zurückgeblieben ist, sind auch Produkte zurückgeblieben, die von der Sonne gereift sind. Alles was von der Sonne durchscheint wird, Blüten und Früchte der Pflanzen, gehören zur Sonne. Sie waren früher dem Mittelpunkt der mit der Sonne verbundenen Erde zugeneigt. Sie steckten in der Sonne mit den Blüten. Als sich die Erde von der Sonne trennte, blieben die Pflanzen bei ihrem alten Charakter: sie wendeten ihre Blüten nun wieder der Sonne zu. Der Mensch ist die umgekehrte Pflanze. Was an der Pflanze oberhalb der Erde wächst, verhält sich ebenso zur Sonne wie die Milch zum Monde, ist also Sonnennahrung. Es trat an die Stelle der bloßen Milchnahrung allmählich eine Art von Pflanzennahrung, und zwar von den oberen Teilen der Pflanze. Das war die zweite Art der menschlichen Ernährung.
[ 9 ] Let us transport ourselves back to the pre-lemurian era. At that time, milk was obtained externally from the environment. Then came a period when milk became a common human food, followed by a period when breast milk was consumed. Before the time when milk was generally drawn from nature, there was a time when the sun was still connected to the Earth. At that time, there was “sun food.” Just as milk was left behind by the moon, so too were products that had ripened under the sun. Everything that is illuminated by the sun—the blossoms and fruits of plants—belongs to the sun. They used to be oriented toward the center of the Earth, which was connected to the sun. They were immersed in the sun along with their blossoms. When the Earth separated from the sun, the plants retained their old nature: they now turned their blossoms toward the sun once again. Human beings are the reverse of plants. What grows above the earth in a plant relates to the sun in the same way that milk relates to the moon; it is, therefore, nourishment from the sun. A kind of plant-based nourishment—specifically from the upper parts of the plant—gradually took the place of a diet consisting solely of milk. This was the second type of human nutrition.
[ 10 ] So standen sich, als die lemurische Zeit zu Ende ging, zwei Geschlechter gegenüber: Ein Geschlecht, die eigentlichen Mondsöhne, welche Tiere züchteten und sich nährten von dem, was die Tiere gaben, von der Milch der Tiere; und ein zweites Geschlecht, das sich von Pflanzen nährte, von dem, was der Boden hergab.
[ 10 ] Thus, as the Lemurian era drew to a close, two races stood opposed to one another: one race, the true Sons of the Moon, who raised animals and sustained themselves on what the animals provided—on the milk of the animals; and a second race, which sustained itself on plants, on what the earth yielded.
[ 11 ] Diese Tatsache wurde dargestellt in der Geschichte von Kain und Abel. Abel ist ein Hirte, Kain ein Ackerbauer; Abel [repräsentiert] das Mond- und Kain das Sonnengeschlecht. Diese Allegorie ist etwas ganz Großartiges. Die Geheimlehre deutet das in etwas versteckter Weise an. Jenes göttliche Wesen, welches den Menschen die Möglichkeit gegeben hat, ein Mondenwesen zu sein, sich aus der umgewandelten Mondnahrung zu ernähren, nannte das jüdische Volk Jehova. Er war die nährende Naturkraft: die fließt dem Abel zu, er nimmt sie aus seinen Herden. Und es war ein Abfall von Jehova, als man zu der Sonnennahrung überging. Darum mochte Jehova das Opfer des Kain nicht, weil es das Opfer einer Sonnennahtung war.
[ 11 ] This fact was illustrated in the story of Cain and Abel. Abel is a shepherd, Cain a farmer; Abel [represents] the lunar lineage and Cain the solar lineage. This allegory is truly magnificent. The Secret Doctrine alludes to this in a somewhat veiled manner. That divine being who gave humans the ability to be lunar beings—to nourish themselves from transformed lunar sustenance—was called Jehovah by the Jewish people. He was the nourishing force of nature: it flows to Abel, who draws it from his flocks. And the transition to solar nourishment was a turning away from Jehovah. That is why Jehovah did not accept Cain’s offering—because it was an offering of solar nourishment.
[ 12 ] Wenn wir zurückgehen in die ältesten Zeiten, so haben wir überhaupt keine andere Nahrung als die Milch, diejenige Nahrung, die der Mensch von den lebendigen Tieren gewinnt. Das ist die ursprüngliche Nahrung wie noch jetzt in den ersten Wochen, und der morgenländische Heiler bezieht den Spruch: «Wenn ihr nicht werdet wie die Kindlein, könnt ihr nicht in die Himmelreiche kommen», auf diese Ernährungsweise. Alle diese Dinge haben ihre Bedeutung.
[ 12 ] If we go back to the earliest times, we find that we had no other food at all than milk—the food that humans obtain from living animals. This is the original form of nourishment, just as it is still today during the first few weeks of life, and the Eastern healer applies the saying, “Unless you become like little children, you cannot enter the kingdom of heaven,” to this way of eating. All these things have their significance.
[ 13 ] Nun kommen wir von der lemurischen Zeit zu der atlantischen Zeit, zu den Völkern, die auf dem Gebiete des heutigen Atlantischen Ozeans wohnten. Bei den Atlantiern kommt etwas auf, was es früher nicht gab: Sie beginnen sich zuerst zu ernähren von dem, was nicht dem Leben entnommen ist, sie ernähren sich von dem Toten. Sie nehmen das in sich auf, was das Leben aufgegeben hat. Das ist ein ganz wichtiger Übergang in der Menschheitsentwickelung. Dadurch, daß die Menschen sich nun von dem Toten ernährten, wurde es möglich, daß zum Egoismus der Übergang gewonnen wurde. Dieses Sich-Ernähren von dem Toten bedeutet den richtigen Zusammenhang mit der Ichsucht. Selbständig wird der Mensch dadurch, daß er das Tote aufnimmt. Der Mensch nimmt nun das Tote in seinen verschiedenen Formen auf: Zunächst in den entstehenden Jägervölkern, die die Tiere töten. Ferner kommen Völker auf, die nicht bloß das an der Sonne Gereifte, sondern das unter der Erde Gereifte zu sich nehmen. Das ist ein ebenso Totes wie das tote Tier. Alles was in des Tieres niederster Natur lebt, was mit Blut getränkt ist, hat sich abgewendet von der Mondkraft. Die Mondkraft ist noch in der Milch, die mit dem Lebensprozeß zusammenhängt. Der Mensch nimmt die absterbenden Teile auf, wenn er das Tote genießt. Ebenso tot ist alles, was von der Pflanze unter der Erde wächst, was nicht durchwärmt und durchglüht ist von dem Lebensprinzip der Sonne. Es entspricht also die Wurzel demjenigen, was bei dem Tiere der mit Blut durchtränkte Körper ist.
[ 13 ] Now we move from the Lemurian era to the Atlantean era, to the peoples who lived in the region of what is now the Atlantic Ocean. Among the Atlanteans, something emerges that did not exist before: they begin, for the first time, to nourish themselves with what is not taken from the living; they feed on the dead. They take into themselves what life has given up. This is a very important transition in human development. Because people now nourished themselves from the dead, it became possible to make the transition to selfishness. This nourishing oneself from the dead signifies the true connection with selfishness. Human beings become independent by taking in the dead. Human beings now take in the dead in its various forms: first among the emerging hunter-gatherer peoples who kill animals. Later, peoples emerge who consume not only what has ripened in the sun but also what has ripened underground. This is just as dead as the dead animal. Everything that lives in the animal’s basest nature—everything steeped in blood—has turned away from the power of the Moon. The power of the moon is still present in milk, which is connected to the life process. When humans consume what is dead, they take in the dying parts. Equally dead is everything that grows underground from the plant—that which is not warmed and infused by the life principle of the sun. Thus, the root corresponds to what, in the animal, is the body saturated with blood.
[ 14 ] Später kam dazu noch eine Nahrung, die es vorher gar nicht gegeben hat. Der Mensch setzte das bloß Mineralische seiner Speise zu, das was er der Erde entnahm, Salz und so weiter. So ging der Mensch in seiner Ernährung durch die drei Reiche. Dies ist ungefähr der Weg, den die atlantische Entwickelung hinsichtlich der Ernähzung durchgemacht hat: Als erstes entstanden Jägervölker, als zweites Ackerbauer, das Kainsgeschlecht, und als drittes entwickelte sich die Bergmannskunst, die zutage fördert, was unter der Erde ist.
[ 14 ] Later, a new type of food was added that had not existed before. Humans began to include purely mineral components in their diet—those they extracted from the earth, such as salt and so on. Thus, in their diet, human beings passed through the three kingdoms. This is roughly the path that Atlantean development took with regard to nutrition: First came the hunter-gatherer peoples; second, the farmers—the lineage of Cain; and third, the art of mining developed, bringing to the surface what lies beneath the earth.
[ 15 ] Alle diese Dinge stellen das Abgewendete von der eigentlichen Lebens- oder Produktionskraft dar. Was tot ist im Tier, ist vom Leben abgewendet. Was im Boden ist von der Pflanze, das ist auch vom Leben abgewendet. Alles Salz ist das Tote des Mineralreiches, das was als Rückstand verbleibt.
[ 15 ] All these things represent that which has been turned away from the actual life force or productive power. What is dead in an animal is turned away from life. What is in the soil from the plant is also turned away from life. All salt is the dead matter of the mineral kingdom, that which remains as a residue.
[ 16 ] Nun kommen wir zu der fünften Menschenrasse. Es besteht fort der Milchtrinker neben dem Fruchtesser; die anderen Dinge kommen dazu als etwas Neues. Was in der fünften Wurzelrasse vorzugsweise zutage tritt, das ist das, was mineralisch zunächst gewonnen wird, das heißt durch einen chemischen Prozeß. In der Genesis wird dies angedeutet. Was ist das, was durch den chemischen Prozeß gewonnen wird? Man steigt auf in der Entwickelung, man wendet die Chemie auf die Pflanzen, auf die Frucht an. Daraus entsteht der Wein. Den hat es in der Atlantis nicht gegeben. Daher wird in der Bibel gesagt, daß Noah, der Urvater der neuen nachsintflutlichen Rasse, zunächst berauscht wird durch den Wein. Durch einen mineralisch-chemischen Prozeß wird etwas hergestellt aus dem Pflanzenreich. Der Wein spielt dann in der ganzen fünften Wurzelrasse eine bestimmte Rolle. Alle Initiierten vom Anfang der fünften Wurzelrasse haben ihre Traditionen noch herübergenommen aus der Zeit der atlantischen Rasse, als es noch keinen Wein gab: Die indischen, persischen und ägyptischen Initiierten brauchten keinen Wein. Was bei den heiligen Handlungen eine Rolle spielte, war lediglich Wasser.
[ 16 ] Now we come to the fifth human race. The milk-drinkers continue to exist alongside the fruit-eaters; other elements are added as something new. What comes to the fore in the fifth root race is that which is initially extracted in mineral form—that is, through a chemical process. This is hinted at in Genesis. What is it that is obtained through the chemical process? We advance in evolution; we apply chemistry to plants, to fruit. From this, wine is produced. This did not exist in Atlantis. That is why the Bible states that Noah, the forefather of the new post-Flood race, is first intoxicated by wine. Through a mineral-chemical process, something is produced from the plant kingdom. Wine then plays a specific role throughout the entire fifth root race. All initiates from the beginning of the fifth root race had carried over their traditions from the time of the Atlantean race, when there was still no wine: the Indian, Persian, and Egyptian initiates had no need for wine. The only thing that played a role in the sacred rites was water.
[ 17 ] Mit der fünften Wurzelrasse kam also der Wein herauf, bei dem die mineralische Behandlung der Pflanze mitwirken muß. Die drei ersten Unterrassen waren Wiederholungen von Früherem. Die vierte Unterrasse entwickelte zuerst das Neue, was mit der fünften Wurzelrasse heraufgekommen war. Sie nahm eine gewisse Heiligkeit für den Wein in Anspruch. Daher treten Kulthandlungen auf, bei denen der Wein eine Rolle spielt (Dionysoskultur). Es entsteht sogar ein Weingott.
[ 17 ] With the fifth root race, then, wine emerged, a process in which the mineral treatment of the plant must play a role. The first three sub-races were repetitions of what had come before. The fourth sub-race was the first to develop the new elements that had emerged with the fifth root race. It ascribed a certain sacredness to wine. Consequently, ritual practices emerged in which wine played a role (the cult of Dionysus). A god of wine even came into being.
[ 18 ] Nach und nach hat sich das in der Menschheit vorbereitet. Zunächst tritt die Weinkultur bei den Persern auf. Da ist der Wein aber noch etwas ganz Weltliches. Erst nach und nach findet er auch Eingang im Kultischen, im Dionysoskult. Die vierte Unterrasse ist diejenige, die zuerst das Christentum hervorbringt und auch diejenige, die siebenhundert Jahre vorher ihre Mission ankündigt durch die Dionysosspiele. Sie nehmen zunächst den Wein auf in den Kultus. Diese Tatsache hat in wunderbarer Weise derjenige Evangelist dargestellt, der am meisten vom Christentum gewußt hat: Johannes. Er bespricht gleich anfangs die Verwandlung des Wassers in Wein, denn das Christentum ist zunächst für die vierte Unterrasse der fünften Wurzelrasse gekommen. Eine Lehre brauchte man, welche heiligt, was auf den physischen Plan herauskommen muß. Der Wein schneidet den Menschen von allem Spirituellen ab. Wer Wein genießt, kann nicht zum Spirituellen kommen. Er kann nichts wissen von Atma, Buddhi, Manas, von dem was bleibt, was sich wiederverkörpert. Das mußte sein. Der ganze Gang der Menschheitsentwickelung ist ein absteigender und ein aufsteigender. Der Mensch mußte einmal bis zum tiefsten Punkt herabsteigen. Und damit er ganz auf den physischen Plan herunterkommt, darum tritt der Dionysoskult ein. Der menschliche Körper mußte präpariert werden zum Materialismus durch die Dionysoskultur, deshalb mußte eine Religion auftreten, die das Wasser in Wein verwandelt. Früher herrschte strenges Weinverbot für die Priester; sie konnten Atma, Buddhi, Manas erfahren. Es mußte nun eine Religion geben, die ganz herunterführte auf den physischen Plan, sonst wären die Menschen nicht ganz heruntergestiegen. Diese Religion, die sie da herunterführte, mußte eine äußere Offenbarung haben, eine solche Offenbarung, daß abgesehen wird von Atma, Buddhi und Manas, von der Reinkarnation, und nur den Hinweis auf das Allgemeine hat. Das nächste ist, daß der Wein wieder in Wasser verwandelt wird.
[ 18 ] This has gradually taken shape within humanity. First, the culture of wine emerges among the Persians. But there, wine is still something entirely worldly. Only gradually does it find its way into the cultic realm, into the cult of Dionysus. The fourth sub-race is the one that first gives rise to Christianity, and it is also the one that announced its mission seven hundred years earlier through the Dionysian festivals. They were the first to incorporate wine into their cult. This fact was wonderfully depicted by the evangelist who knew the most about Christianity: John. Right at the beginning, he discusses the transformation of water into wine, for Christianity first came for the fourth sub-race of the fifth root race. A teaching was needed that sanctifies what must emerge onto the physical plane. Wine cuts people off from everything spiritual. Anyone who enjoys wine cannot attain the spiritual. They can know nothing of Atma, Buddhi, Manas—of that which remains, that which reincarnates. This had to be so. The entire course of human development consists of a descent and an ascent. Humanity had to descend to the lowest point at some point. And so that it might descend fully onto the physical plane, the Dionysian cult emerged. The human body had to be prepared for materialism through the Dionysian culture; therefore, a religion had to arise that transforms water into wine. In the past, there was a strict prohibition against wine for priests; they were able to experience Atma, Buddhi, and Manas. There now had to be a religion that led all the way down to the physical plane; otherwise, people would not have descended completely. This religion, which led them down, had to have an external revelation—one that set aside Atma, Buddhi, and Manas, as well as reincarnation, and referred only to the universal. The next step is that the wine is transformed back into water.
[ 19 ] Wenn nicht früher das Wasser in Wein verwandelt worden wäre, so hätte der Mensch nicht alles aufgenommen, was unten im irdischen Tale ist. Im Beginne des Johannes-Evangeliums findet man nun [in der Schilderung der Verwandlung von Wasser in Wein bei der Hochzeit zu Kana] dargestellt, wie Christus gerechnet hat mit demjenigen, was da war. Er rechnete aber auch mit der Zukunft dadurch, daß er seinerseits das Abendmahl einsetzt. Dieses Abendmahl ist das größte Symbol Desjenigen, der seine Kulturströmung mit dieser vierten Unterrasse begonnen hat. Wenn er also der richtige «Menschensohn» war, der am tiefsten heruntergestiegen ist, um am kraftvollsten wieder hinaufzuheben, dann mußte er sich halten an das, was da war und den Menschen zeigen, wie der physische Inhalt der Rasse mit seiner eigentlichen Sendung zusammenhängt. Sollte die Menschheit wieder aufwärtsgehen, so mußte sie ein Symbol haben, welches wiederum vom Toten zum Lebendigen hinführt: Brot und Wein. Brot ist im okkulten Sinne dasjenige, was entsteht, wenn man die Pflanze erst getötet hat. Wein entsteht wiederum dadurch, daß man die Pflanze tötet, sie mineralisch behandelt. Wenn man das Pflanzliche bäckt, tut man dasselbe, wie wenn man das Tier tötet. Wenn wir dem Pflanzenreich Wein entnehmen, tun wir in gewissem Sinne dasselbe, wie wenn wir dem Tiere Blut abzapfen. Brot und Wein liegen da als Symbol der vierten Unterrasse. Was sich in Zukunft entwickeln soll, ist ein weiterer Aufstieg von der Pflanzen- zur mineralischen Nahrung. Brot und Wein müssen wieder geopfert, aufgegeben werden. Insofern also Christus in der vierten Unterrasse erscheint, weist er hin auf Brot und Wein: «Dies ist mein Leib - dies ist mein Blut.» Damit wollte er einen Übergang schaffen von der Tiernahrung zur Pflanzennahrung, den Übergang zu etwas Höherem.
[ 19 ] If the water had not been turned into wine earlier, man would not have absorbed everything that is down here in the earthly valley. At the beginning of the Gospel of John [in the account of the turning of water into wine at the wedding in Cana], we see how Christ made use of what was there. But he also looked toward the future by instituting the Last Supper. This Last Supper is the greatest symbol of the One who began his cultural current with this fourth sub-race. If, then, he was the true “Son of Man” who descended the farthest in order to lift humanity up again with the greatest power, he had to rely on what was already there and show humanity how the physical substance of the race is connected to his true mission. If humanity was to rise again, it had to have a symbol that in turn leads from the dead to the living: bread and wine. In the occult sense, bread is what arises after the plant has first been killed. Wine, in turn, arises by killing the plant and treating it with minerals. When we bake the plant, we do the same thing as when we kill an animal. When we extract wine from the plant kingdom, we are, in a certain sense, doing the same thing as when we draw blood from an animal. Bread and wine stand there as symbols of the fourth sub-race. What is to develop in the future is a further ascent from plant-based to mineral-based nourishment. Bread and wine must once again be sacrificed, renounced. In this respect, then, when Christ appears in the fourth sub-race, he points to bread and wine: “This is my body—this is my blood.” In doing so, he sought to create a transition from animal-based to plant-based nutrition—a transition to something higher.
[ 20 ] Es gab damals zwei Menschenklassen: Erstens die, die sich von Fleisch und Blut nährten; das sind die vorchristlichen Menschen, mit denen Christus gar nicht gerechnet hat. Zweitens diejenigen, die nur Pflanzen töten, der Pflanze das Blut abzapfen: die Wein trinken und Brot essen. Mit diesen rechnet er noch; sie sind die Vorboten derjenigen Menschheit, die in der Zukunft sein wird.
[ 20 ] At that time, there were two classes of people: First, those who fed on flesh and blood; these are the pre-Christian people, whom Christ did not even take into account. Second, those who kill only plants, draining the blood from the plant: those who drink wine and eat bread. He still counts on them; they are the harbingers of the humanity that will exist in the future.
[ 21 ] Die Bedeutung des Abendmahles ist die, von der Ernährung vom toten Tiere überzugehen zu der Ernährung von der toten Pflanze. Wenn unsere fünfte Unterrasse zu Ende gegangen sein wird, in der sechsten Unterrasse, da wird man das Abendmahl verstehen. Da wird kein Tierisches mehr genossen werden. Bis dahin wird es möglich sein, daß auch die dritte Form der Ernährung eintreten wird, die rein mineralische. Der Mensch kann sich dann selbst die Nahrung schaffen. Er nimmt jetzt das auf, was die Götter für ihn geschaffen haben. Später steigt er auf und wird selbst im chemischen Laboratorium das zubereiten, was er an Nahrungsstoffen braucht.
[ 21 ] The significance of the Lord’s Supper is the transition from a diet of dead animals to a diet of dead plants. When our fifth subrace has come to an end, in the sixth subrace, the Lord’s Supper will be understood. No animal products will be consumed there. By then, it will be possible for the third form of nutrition—the purely mineral form—to emerge. Humans will then be able to produce their own food. They now consume what the gods have created for them. Later, they will ascend and prepare the nutrients they need themselves in a chemical laboratory.
[ 22 ] So sehen Sie, daß alles aus tiefen Intuitionen heraus entsteht. Wenn wir bei den alten Orientalen allerlei Vorschriften finden darüber, was gegessen werden soll, so sind das eigentlich keine Gebote, sondern Erzählungen: Du sollst nicht verlangen, daß Stoffe anders wirken als sie wirken.
[ 22 ] So you see that everything arises from deep intuitions. When we find all sorts of rules in ancient Eastern traditions about what should be eaten, these are not really commandments, but rather stories: You should not expect substances to act differently than they do.
[ 23 ] Dasjenige, was Christus nachher abtötet, was wirklich geopfert wird, nachdem er das Abendmahl genommen, das ist der physische Leib. Dieser stirbt. Der wird bei dem ganzen Menschengeschlecht sterben. Gegen die Mitte der sechsten Unterrasse, im letzten Drittel, wird es keinen physischen Leib mehr geben. Da wird der ganze Mensch wieder ätherisch sein. Er geht in die feinere Stofflichkeit über. Dies wird aber nicht eintreten, wenn der Mensch es nicht selbst herbeiführt. Dazu muß er erst übergehen zu der Nahrung, die er im Laboratorium selbst zubereitet. So daß der Mensch in demselben Maße, in dem er seine Nahrung nicht mehr der Natur entnimmt, sondern der eigenen Weisheit, dem Gotte im Inneren, er auch der eigenen Vergottung entgegeneilt.
[ 23 ] What Christ subsequently puts to death—what is truly sacrificed after he has taken the Lord’s Supper—is the physical body. This dies. It will die for the entire human race. Toward the middle of the sixth subrace, in the last third, there will no longer be a physical body. Then the whole human being will once again be ethereal. He will transition into a finer form of matter. However, this will not occur unless the human being brings it about himself. To achieve this, he must first switch to food that he prepares himself in the laboratory. Thus, to the extent that man no longer derives his nourishment from nature but from his own wisdom—the God within—he also hastens toward his own deification.
[ 24 ] Wenn der Mensch anfangen wird, sich selbst zu ernähren, wird auch der Grund gelegt zu etwas Höherem, nämlich dazu, daß er sich selbst fortpflanzen kann. Er schafft allmählich ein Leben für sich aus der mineralischen Welt.
[ 24 ] When humans begin to feed themselves, they also lay the foundation for something higher—namely, the ability to reproduce. They gradually create a life for themselves out of the mineral world.
[ 25 ] Das ist der große Gang der menschlichen Entwickelung. Was heute der Naturwissenschafter kennt, ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem großen Kreislauf.
[ 25 ] This is the grand course of human evolution. What natural scientists know today is only a small part of the great cycle.
[ 26 ] Mit dem Saturn kommen wir in die mineralische Zeit hinein. In der atlantischen Zeit wird durch den Genuß des Toten dasjenige vorbereitet, was den Egoismus hervorbringt. Bis zur fünften Unterrasse, den Ursemiten, wird so ganz langsam das menschliche Ich ausgebildet. In der sechsten Unterrasse der fünften Wurzelrasse wird dieses Ich wieder zu einer höheren Entwickelungsstufe kommen. Das bedeutet, daß wir vor einem neuen sogenannten Wirbel des Daseins stehen. Der jetzige Wirbel hat begonnen in der Zeit, als die Ursemiten den Grund zur jetzigen Wurzelrasse gelegt haben.
[ 26 ] With Saturn, we enter the mineral era. In the Atlantean era, the consumption of the dead lays the groundwork for what gives rise to egoism. Up until the fifth subrace—the Proto-Semites—the human “I” develops very slowly in this way. In the sixth subrace of the fifth root race, this “I” will reach a higher stage of development once again. This means that we are standing on the threshold of a new so-called “vortex” of existence. The current vortex began at the time when the Proto-Semites laid the foundation for the present root race.


[ 27 ] Der ursemitischen Kultur verdanken wir alles, was bis jetzt war. Aber jetzt beginnt ein neuer Einschlag mit den slawischen Völkern, der in die Zukunft hineingeht. Es wird von einem Volke zugleich mit einem gewissen Bruch mit der Vergangenheit ein neuer Einschlag in die Welt gebracht. Das arbeitet sich als verborgene Spiritualität aus dem russischen Bauern heraus. Das bildet den zweiten Teil des kommenden Wirbels. Gegenwärtig ist eine gewisse Kultur in der Zersetzung begriffen und ein Neues bereitet sich vor. Im Westen bereitet es sich vor und im Osten wird es sich ausleben. Aber das Alte muß das Neue anregen. Überall, wo wir neue Ansätze haben in unserer Zeit, da ist alles keimhaft, klobig, ungeschickt. Das Alte dagegen ist ausziseliert, hat aber den Charakter der Kritik, der Zersetzung. Aus dem semitischen Zweige werden die Träger der alten Kultur geboren, die die Träger dessen sind, was sich in den Wirbel hineinwirbelt.
[ 27 ] We owe everything that has existed up to now to the Proto-Semitic culture. But now a new phase is beginning with the Slavic peoples, one that extends into the future. A people is bringing a new direction into the world, accompanied by a certain break with the past. This is emerging as a hidden spirituality from within the Russian peasantry. This forms the second part of the coming upheaval. At present, a certain culture is in the process of disintegration, and something new is taking shape. It is taking shape in the West and will play out in the East. But the old must inspire the new. Wherever we see new beginnings in our time, everything is embryonic, clumsy, and awkward. The old, on the other hand, is finely chiseled, yet it bears the character of criticism and dissolution. From the Semitic branch are born the bearers of the old culture, who are the bearers of that which is swirling into the vortex.


[ 28 ] Sie haben alle etwas Semitisches an sich. Beispiele: Lassalle, Marx. Das wirbelt sich nun hinein. Eine Fortsetzung von da ist nicht möglich. Es muß nun ein Sprung gemacht werden, wie von einem Ufer zum anderen, zur Spiritualität der künftigen Kultur des Ostens. Das ist ein völlig neuer Ansatz.
[ 28 ] They all have something Semitic about them. Examples: Lassalle, Marx. This is now coming into play. It is not possible to continue from there. A leap must now be made, as if from one shore to the other, toward the spirituality of the future culture of the East. This is an entirely new approach.
[ 29 ] Das Künftige ist zunächst klobig und natürlich infiziert vom Alten. Haeckel ist ein Mensch, der mitten im Strome darinnen schwimmt und von beiden Wirbeln mitgerissen wird. Der erste Teil in Haeckels «Welträtsel» ist positive, elementare Theosophie; der zweite Teil ist negativ, alles vernichtend; das ist ein Wirbel.
[ 29 ] The future is, at first, clunky and, naturally, tainted by the past. Haeckel is a man swimming right in the middle of that current, swept along by both whirlpools. The first part of Haeckel’s *The Riddle of the Universe* is positive, elementary theosophy; the second part is negative, all-consuming; that is a whirlpool.
[ 30 ] Man kann die Gegensätze auch beobachten im Sozialismus des Ostens und des Westens. Der Sozialismus des Westens ist ein Sozialismus der Produktion, der Sozialismus des Ostens ist ein Sozialismus der Konsumtion. Wer sozial regelt, was hervorgebracht wird, rechnet mit der Habsucht, dem Egoismus. Wer die Konsumtion regelt, sieht auf das, was die anderen von ihm haben wollen; er sieht auf seine Mitmenschen, rechnet mit der Brüderlichkeit. Der Sozialismus der Produktion - Marx, Lassalle - sieht auf den Arbeiter nur, insofern er Produzent ist. Im Osten wird die Konsumtion in den Vordergrund gestellt, zum Beispiel bei Kropotkin, Bakunin, Herzen. Sie können die Dinge aufeinanderplatzen sehen, wenn Sie Kropotkin verfolgen. Er hat gleich verstanden das Prinzip der gegenseitigen Hilfeleistung bei den Tieren. Der Sozialismus des Westens ist ganz auf Kampf gebaut. So greifen die Strömungen der Weltenentwickelung ineinander.
[ 30 ] One can also observe these contrasts in Eastern and Western socialism. Western socialism is a socialism of production; Eastern socialism is a socialism of consumption. Those who regulate what is produced on a social basis take greed and selfishness into account. Those who regulate consumption focus on what others want from them; they look to their fellow human beings and rely on brotherhood. The socialism of production—Marx, Lassalle—views the worker solely as a producer. In the East, consumption is emphasized—for example, in Kropotkin, Bakunin, and Herzen. You can see the contradictions coming to a head if you follow Kropotkin’s work. He immediately grasped the principle of mutual aid among animals. Western socialism is built entirely on struggle. This is how the currents of world development intertwine.
