Theosophy of the Rosicrucians
GA 99
28 May 1907, Munich
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The Theosophy of the Rosicrucians, tr. SOL
Vierter Vortrag
Fourth Lecture
[ 1 ] Vorgestern haben wir beschrieben das Gebiet und die Welten, die der Mensch zu durchschreiten hat nach dem Tode, nachdem alles dasjenige im Kamaloka oder, wie man in der Rosenkreuzer-Theosophie sagt, in der elementaren Welt abgestreift ist, was noch bindet an das physische Instrument dieser Welt. Wir haben ferner beschrieben das sogenannte Rupa-Devachan oder das Gebiet, das man genannt hat die himmlische oder inspirierende Welt. Wir haben gesehen, daß dieses Gebiet, das eigentliche Geisterland, gleich dem Gebiet unserer physischen Welt eine Viergliedrigkeit aufweist. Wir haben das kontinentale Gebiet, welches durchsetzt ist von einer Art Ozean- und Flußgebiet, das wir aber besser noch mit der Form des Blutkreislaufs im Organismus des Menschen vergleichen. Wir haben gesehen, daß auch im Devachan, als Analogie zur Atmosphäre unserer Erde, im sogenannten Luftkreis sich alles das findet, was an Freuden und Leiden, an Schmerzen und Plagen die Seelen der in der physischen Welt befindlichen Wesen durchzieht, allerdings weit ausgedehnter, weil noch ganz andere Wesen dort leben, die nicht in physischen Leibern inkarniert sind. Wir haben endlich gesehen, daß im vierten Gebiet alles das, was originell ist, vom kleinsten Einfall bis zu dem Höchsten, was der Erfinder und Künstler leistet, als Vorbild zu finden ist. Dort ist das eigentlich Treibende, das unsere Erde vorwärtsbringt. Außer diesen Bestandstücken der eigentlichen geistigen Welt finden wir aber auch noch das, was unsere Erde verbindet mit noch höheren Welten.
[ 1 ] The day before yesterday, we described the realms and worlds that a human being must traverse after death, once everything in the Kamaloka—or, as it is called in Rosicrucian Theosophy, the elemental world—that still binds one to the physical instrument of this world has been shed. We have also described the so-called Rupa-Devachan, or the realm that has been called the heavenly or inspiring world. We have seen that this realm—the true realm of the spirits—exhibits a fourfold structure, just like the realm of our physical world. We have the continental region, which is interspersed with a kind of oceanic and riverine region; however, we can better compare it to the form of the blood circulation in the human organism. We have seen that in Devachan as well—as an analogy to Earth’s atmosphere—within the so-called “air sphere,” one finds everything that pervades the souls of beings in the physical world in terms of joys and sorrows, pains and afflictions, albeit on a far grander scale, because entirely different beings live there who are not incarnated in physical bodies. Finally, we have seen that in the fourth region, everything that is original—from the smallest idea to the highest achievements of inventors and artists—can be found as a model. There lies the true driving force that propels our Earth forward. In addition to these elements of the actual spiritual world, however, we also find what connects our Earth to even higher worlds.
[ 2 ] Wir haben bis jetzt nur das entdeckt, was bloß Bezug hat auf unsere Erdenentwickelung; was darüber hinausgeht, haben wir noch nicht entdeckt. Derjenige, der eine Einweihung erhält, lernt kennen, was unsere Erde je war und sein wird und was sie verbindet mit andern Welten außerhalb unseres Systems.
[ 2 ] So far, we have discovered only what relates to the evolution of our Earth; we have not yet discovered what lies beyond that. Those who receive an initiation come to know what our Earth once was and will be, and what connects it to other worlds outside our solar system.
[ 3 ] Vor allen Dingen ist eins wichtig, was uns im Devachan, in dieser sogenannten Vernunftwelt, begegnet. Es ist das, was wir gewohnt sind, die Akasha-Chronik zu nennen. Nicht als ob dieselbe erzeugt würde im Devachan, sie wird in einem noch höheren Gebiet hervorgebracht, aber man kann, wenn man bis zum Devachan hinaufgelangt ist, anfangen das zu sehen, was man die Akasha-Chronik nennt.
[ 3 ] Above all, there is one thing that is important—something we encounter in Devachan, in this so-called world of reason. It is what we are accustomed to calling the Akashic Records. It is not as if it were created in Devachan; it is produced in an even higher realm, but once one has ascended to Devachan, one can begin to see what is called the Akashic Records.
[ 4 ] Was ist Akasha-Chronik? Wir machen uns den besten Begriff davon, wenn wir uns klar sind, daß alles, was auf unserer Erde oder sonst auf der Welt geschieht, einen bleibenden Eindruck auf gewisse feine Essenzen macht, der für den Erkennenden, der eine Einweihung durchgemacht hat, aufzufinden ist. Es ist keine gewöhnliche Chronik, sondern eine Chronik, die man als eine lebendige bezeichnen könnte. Nehmen wir an, ein Mensch lebte im ersten Jahrhundert nach Christo. Das, was er damals gedacht, gefühlt, gewollt hat, das, was in seine Taten übergegangen ist, ist nicht ausgelöscht, sondern es ist aufbewahrt in dieser feinen Essenz. Der Seher kann es «sehen». Nicht etwa so, wie wenn es aufgeschrieben wäre in einem Geschichtsbuche, sondern so, wie es sich zugetragen hat. Wie man sich bewegt, was man getan, wie man zum Beispiel eine Reise gemacht hat, kann man sehen in diesen geistigen Bildern. Man kann auch die Willensimpulse, die Gefühle, die Gedanken sehen. Doch wir dürfen uns nicht vorstellen, daß diese Bilder sich so ausnehmen, als wenn sie Abdrücke der physischen Persönlichkeiten hier wären; das ist nicht der Fall. Um ein einfaches Bild zu gebrauchen: Wenn man seine Hand bewegt, so ist der Wille des Menschen überall in den kleinsten Teilen der sich bewegenden Hand, und diese Willenskraft, die sich hier versteckt, die kann man sehen. Das, was jetzt geistig wirkt in uns und im Physischen ausgeflossen ist, das sieht man dort im Geistigen.
[ 4 ] What is the Akashic Records? We can best understand it if we realize that everything that happens on our Earth or anywhere else in the world leaves a lasting impression on certain subtle essences, which can be discovered by those who are initiated and capable of perceiving them. It is no ordinary chronicle, but rather one that could be described as a living chronicle. Let us suppose a person lived in the first century A.D. What he thought, felt, and willed at that time—and what was expressed in his actions—has not been erased, but is preserved in this subtle essence. The seer can “see” it—not as if it were written down in a history book, but exactly as it happened. How a person moved, what they did, or how they undertook a journey, for example—all of this can be seen in these spiritual images. One can also see the impulses of the will, the feelings, and the thoughts. But we must not imagine that these images look as if they were imprints of the physical personalities here; that is not the case. To use a simple example: When one moves one’s hand, the person’s will is present everywhere in the tiniest parts of the moving hand, and this force of will, which is hidden there, can be seen. What is now at work spiritually within us and has flowed out into the physical realm—that is what one sees there in the spiritual realm.
[ 5 ] Suchen wir zum Beispiel Cäsar auf. Wir können alles, was er unternommen hat, verfolgen. Doch machen wir uns klar, daß wir mehr die Gedanken des Cäsar sehen können in der Akasha-Chronik. Wenn er sich vorgenommen hat, etwas zu tun, sieht man die ganze Folge von Willensentschlüssen bis zu dem Punkte, wo die Tat ausgeflossen ist ins Leben. Es ist nicht leicht, ein konkretes Ereignis in der Akasha-Chronik zu verfolgen; man muß sich zu Hilfe kommen durch Anknüpfung an Dinge, die man äußerlich erfahren hat. Will der Seher etwas von Cäsar verfolgen und vergegenwärtigt er sich ein Geschichtsdatum als Punkt, an den er anknüpft, dann ergibt sich das andere mit Leichtigkeit. Die geschichtlichen Daten sind zwar oft unzuverlässig, doch mitunter eine Hilfe. Wenn der Seher den Blick zurückwendet bis zu Cäsar, sieht er wirklich die handelnde Person des Cäsar wie geisthaftig, als ob er vor ihm stände, mit ihm spräche. Doch wenn der Mensch, der irgendwelche Gesichte haben kann, nicht genau Bescheid weiß in diesen höheren Welten, kann ihm verschiedenes passieren, wenn er den Blick in die Vergangenheit wendet.
[ 5 ] Let’s take Caesar as an example. We can trace everything he has done. But let’s be clear that in the Akashic Records, we can see Caesar’s thoughts more clearly. When he set out to do something, one can see the entire sequence of volitional decisions up to the point where the action manifested in life. It is not easy to trace a specific event in the Akashic Records; one must aid oneself by connecting to things one has experienced externally. If the seer wishes to trace something about Caesar and visualizes a historical date as a point of reference, the rest unfolds with ease. Although historical dates are often unreliable, they can sometimes be helpful. When the seer turns his gaze back to Caesar, he truly sees Caesar as an active figure, almost ethereal, as if Caesar were standing before him, speaking to him. But if the person who is capable of having visions is not well-versed in these higher worlds, various things can happen to him when he turns his gaze to the past.
[ 6 ] Die Akasha-Chronik ist zwar zu finden im Devachan, doch sie erstreckt sich herunter bis in die astrale Welt, so daß man in dieser oft Bilder der Akasha-Chronik wie eine Fata Morgana finden kann. Sie sind aber oft unzusammenhängend und unzuverlässig, und das ist wichtig zu beachten, wenn man Forschungen über die Vergangenheit anstellt. Ein Beispiel soll die Gefährlichkeit dieser Verwechslungen andeuten. Wenn wir bei der Erdenentwickelung durch die Angaben der Akasha-Chronik zurückgeführt werden bis zu jenen Zeiten, wo die Atlantis bestand, ehe die große Flut kam und sie wegspülte, können wir die Vorgänge in dieser alten Atlantis verfolgen. Dieselben haben sich später in anderer Form noch einmal wiederholt. Lange vor der christlichen Zeit haben sich Ereignisse abgespielt in Norddeutschland, in Mitteleuropa, ostwärts von der Atlantis, bevor das Christentum von Süden heraufgezogen ist, die eine Wiederholung der atlantischen Ereignisse sind. Erst nachher, durch die Einflüsse, die von Süden kamen, ist die Bevölkerung selbständig geworden. — Hier ein Beispiel, wie leicht man Irrtümern ausgesetzt ist. Wenn jemand verfolgt die astralen Bilder der Akasha-Chronik, nicht die devachanischen Bilder, dann kann ihm eine Verwechslung mit diesen Wiederholungen der alten atlantischen Vorgänge passieren. Das ist wirklich der Fall gewesen in den Angaben von Scott-Elliot über Atlantis, die zwar durchaus stimmen, wenn man sie prüft in bezug auf die astralen Bilder, doch nicht mehr, wenn man sie anwendet auf die devachanischen der wirklichen Akasha-Chronik. Das mußte einmal gesagt werden. In dem Augenblick, wo man erkennt, wo die Quelle der Irrtümer ist, kann man leicht zur wahren Schätzung der Angaben kommen.
[ 6 ] Although the Akashic Records are found in Devachan, they extend down into the astral world, so that one can often find images of the Akashic Records there, like a mirage. However, these images are often disjointed and unreliable, and it is important to bear this in mind when conducting research into the past. An example will illustrate the danger of such confusion. When we trace the Earth’s evolution through the information in the Akashic Records back to the times when Atlantis existed—before the great flood came and swept it away—we can follow the events in that ancient Atlantis. These same events later repeated themselves in a different form. Long before the Christian era, events took place in northern Germany, in Central Europe, east of Atlantis—before Christianity spread northward from the south—that were a repetition of the Atlantean events. It was only afterward, through influences coming from the south, that the population became independent. — Here is an example of how easily one can fall prey to errors. If someone follows the astral images of the Akashic Records—not the Devachanic images—they may confuse these with the repetitions of the ancient Atlantean events. This was indeed the case with Scott-Elliot’s accounts of Atlantis, which are certainly accurate when examined in relation to the astral images, but no longer so when applied to the devachanic images of the actual Akashic Records. This needed to be stated once and for all. The moment one recognizes the source of the errors, one can easily arrive at a true assessment of the information.
[ 7 ] Noch eine andere Quelle des Irrtums kann kommen, wenn man sich auf die Angaben von Medien stützt. Medien, wenn sie entsprechende Mediumität haben, können die Akasha-Chronik sehen, obgleich meist nur deren astrale Spiegelungen. Nun ist etwas Eigentümliches in der Akasha-Chronik. Wenn wir einen Menschen aufsuchen, benimmt er sich wie ein lebendes Wesen. Wenn wir Goethe aufsuchen, antwortet er nicht nur mit Worten, die er damals gesprochen hat, sondern er gibt Antwort im Goetheschen Sinn. Es kann sogar passieren, daß Goethe Verse sagt in seinem Stil und Sinn, die er gar nicht selbst geschrieben hat. Das Akasha-Bild ist so lebendig, daß es wie ursprünglich im Sinn des Menschen fortwirkt. Daher kann es geschehen, daß man es verwechselt mit dem Menschen selbst. Die Medien glauben, daß sie es zu tun haben mit dem im Geist fortlebenden Toten, während es doch nur dessen astrales Akasha-Bild ist. Cäsars Geist kann schon wieder verkörpert sein auf der Erde, sein Akasha-Bild antwortet in den Sitzungen. Es ist nicht die Individualität des Cäsar, sondern nur der bleibende Eindruck, den Cäsars Bild in der Akasha-Chronik hinterlassen hat. Hierauf beruht der Irrtum in zahlreichen Medien-Sitzungen. Wir müssen unterscheiden zwischen dem, was bleibt vom Menschen in seinem Akasha-Bilde, und dem, was sich fortentwickelt als die Individualität. Das sind sehr, sehr wichtige Dinge.
[ 7 ] Yet another source of error can arise when one relies on information provided by mediums. Mediums, if they possess the appropriate mediumistic abilities, can see the Akashic Records, although usually only their astral reflections. Now, there is something peculiar about the Akashic Records. When we visit a person, they behave like a living being. When we visit Goethe, he responds not only with words he spoke at the time, but he answers in the spirit of Goethe. It can even happen that Goethe recites verses in his own style and spirit that he did not actually write himself. The Akashic image is so vivid that it continues to work as it originally did in the person’s mind. Therefore, it can happen that one confuses it with the person himself. Mediums believe they are dealing with the deceased who lives on in spirit, whereas it is in fact only his astral Akashic image. Caesar’s spirit may already have been reincarnated on Earth; his Akashic image responds during the séances. It is not Caesar’s individuality, but only the lasting impression that Caesar’s image has left in the Akashic Records. This is the basis for the error in numerous mediumistic séances. We must distinguish between what remains of the human being in his Akashic image and what continues to develop as the individuality. These are very, very important matters.
[ 8 ] Wenn der Mensch Kamaloka verlassen hat, hat er sich entwöhnt aller der Verrichtungen, zu denen er das physische Instrument braucht. Er tritt ein in das Gebiet, das soeben beschrieben worden ist. Das ist eine sehr wichtige Zeit, die jetzt für ihn beginnt. Wir müssen uns klarmachen, was da geschieht mit dem Menschen.
[ 8 ] Once a person has left Kamaloka, he has weaned himself from all the activities for which he needs the physical body. He enters the realm that has just been described. This is a very important period that is now beginning for him. We must understand clearly what happens to a person at this point.
[ 9 ] Alles, was der Mensch früher nur gedacht hat, seine Gefühle und Leidenschaften, alles,was er hiererlebt hat, das tritt ihm da im Devachan entgegen in der Gestalt der Dinge um ihn herum. Zuerst sieht man den eigenen physischen Leib in seinem Urbilde. So wie wir hier auf der Erde über Felsen, Berge und Steine gehen, so geht man dort über alle die Gestalten, die hier in der physischen Welt vorhanden sind; also man geht dort auch über seinen eigenen physischen Leib. Das ist geradezu ein Kennzeichen für den Menschen nach dem Tode, daß er seinen eigenen physischen Leib als Sache außer sich selbst hat. Daran erkennt er, daß er vom Kamaloka ins Devachan hinaufgekommen ist. Hier spricht er zu seinem Leibe: «Das bin ich!» Dort sieht er ihn und sagt: «Das bist du!» Die Vedanta-Philosophie läßt ihre Schüler meditativ einüben dieses «Das bist du!», damit sie durch Übungen dieser Art ein Verständnis dafür haben, zu ihrem Leib zu sagen: «Das bist du!» Außerdem sieht man um sich herum alles das, was man hier auf der Erde erlebt hat. Wenn ein Mensch hier Rache, Unliebe, allerlei schlimme Gefühle hegt gegen seine Mitmenschen, dann treten ihm diese schlimmen Gefühle entgegen wie eine Wolke außerhalb seiner selbst, und das ist eine Lehre für den Menschen. Er kann lernen, was das alles für eine Bedeutung und Wirkung hier in der Welt hat.
[ 9 ] Everything that a person once merely thought, their feelings and passions, everything they experienced here—all of this comes to meet them in Devachan in the form of the things around them. First, one sees one’s own physical body in its archetype. Just as we walk here on Earth over rocks, mountains, and stones, so there one walks over all the forms that exist here in the physical world; thus, one also walks over one’s own physical body there. This is, in fact, a hallmark of the human being after death—that he has his own physical body as an object separate from himself. By this he recognizes that he has ascended from Kamaloka to Devachan. Here, one says to one’s body, “That is me!” There, one sees it and says, “That is you!” Vedanta philosophy has its students meditatively practice this “That is you!” so that, through exercises of this kind, they may gain an understanding of saying to their body, “That is you!” Furthermore, one sees all around oneself everything one has experienced here on Earth. If a person here harbors revenge, hatred, or all sorts of negative feelings toward their fellow human beings, then these negative feelings confront them like a cloud outside of themselves, and this serves as a lesson for the person. They can learn what significance and effect all of this has here in the world.
[ 10 ] Wir müssen uns recht klarmachen, was da mit dem Menschen geschieht. Betrachten wir den physischen Menschen hier auf der Erde. Wodurch haben sich seine Organe, zum Beispiel seine Augen, gebildet? Es gab eine Zeit, wo es noch kein Auge gab. Es ist gebildet vom Licht. Das Licht hat das Auge aus der physischen Organisation herausgebildet. Das Licht ist die Ursache des Auges. So schaffen die Dinge, die uns umgeben, die Organe der physischen Welt. Auf der Erde schaffen sie Organe in physischen Körpern und Stoffen; im Devachan arbeiten die Dinge, die uns umgeben, an unserer seelischen Wesenheit, so daß alles das, was der Mensch sich hier angeeignet hat an guten und schlechten Gefühlen, sich dort in seiner Umgebung befindet, an seiner Seele arbeitet und so die seelischen Organe schafft. Ist man hier ein guter Mensch gewesen, dann leben dort die guten Eigenschaften in der devachanischen Luft. Sie arbeiten im Geistigen, sie schaffen Organe. Diese Organe dienen als Architekten, als Bildner für den neuen Aufbau des physischen Leibes bei einer neuen Geburt. So arbeitet das, was der Mensch im Innern hatte, weil es im Devachan in die Außenwelt versetzt ist, für die nächste Geburt vor. Es bereitet vor die Kräfte, die den Menschenleib neu aufbauen.
[ 10 ] We must understand quite clearly what is happening to human beings here. Let us consider the physical human being here on Earth. How were his organs—his eyes, for example—formed? There was a time when there was no eye yet. It was formed by light. Light formed the eye out of the physical organism. Light is the cause of the eye. In this way, the things that surround us create the organs of the physical world. On Earth, they create organs in physical bodies and matter; in Devachan, the things that surround us work upon our soul being, so that everything a person has acquired here—both good and bad feelings—is present there in their surroundings, works upon their soul, and thus creates the soul organs. If one has been a good person here, then the good qualities live there in the Devachan atmosphere. They work in the spiritual realm; they create organs. These organs serve as architects, as formers for the new construction of the physical body at a new birth. Thus, what a person had within—because it is transferred to the outer world in Devachan—works in preparation for the next birth. It prepares the forces that will rebuild the human body.
[ 11 ] Doch glaube man nicht, daß der Mensch nichts zu tun hätte, als nur für sich selbst zu sorgen; er hat auch außerdem noch sehr wichtige Dinge im Devachan zu arbeiten. Wir können uns ein Verständnis dafür bilden, wenn wir die Entwickelung unserer Erde für kurze Zeit betrachten. Sehen wir zurück auf ein paar Jahrtausende! Wenn wir dieselben Gegenden betrachten, wie anders haben sie damals ausgesehen! Andere Pflanzen, andere Tierformen, selbst ein anderes Klima gab es. Die Erdoberfläche verändert sich fortwährend in ihren Naturprodukten. In Griechenland zum Beispiel könnte nicht wieder das entstehen, was damals auf dem Boden des alten Griechenlands hervorsproß. Dadurch eben geschieht die Entwickelung der Erde, daß sich das Antlitz der Erde fortwährend verändert.
[ 11 ] But do not think that human beings have nothing to do but care for themselves; they also have very important work to do in the Devachan. We can gain an understanding of this by briefly considering the evolution of our Earth. Let us look back a few millennia! If we look at the same regions, how different they looked back then! There were different plants, different animal species, and even a different climate. The Earth’s surface is constantly changing in terms of its natural products. In Greece, for example, what once sprouted from the soil of ancient Greece could never grow there again. It is precisely through this—the constant changing of the Earth’s face—that the Earth’s evolution takes place.
[ 12 ] Es dauert sehr lange, wenn der Mensch gestorben ist, bis er wieder geboren wird. Wenn der Mensch neu erscheint auf der Erde, findet er nicht dasselbe wieder vor. Er soll etwas Neues erleben, er wird nicht zweimal hineingeboren in dieselbe Gestalt der Erde. Es bleibt der Mensch so lange in den geistigen Gebieten, bis die Erde ihm ganz neue Gebiete darbietet. Das hat einen guten Sinn. Er lernt etwas ganz Neues, und dadurch entwickelt er sich ganz anders. Sehen wir zum Beispiel einen römischen Knaben an. Er lebte nicht wie bei uns ein Schulknabe. Und wenn wir wieder geboren werden, werden wir wieder ganz andere Verhältnisse vorfinden. So geht es von Inkarnation zu Inkarnation. Während der Mensch sich in den eben beschriebenen Gebieten aufhält, ändert sich das Antlitz der Erde fortwährend.
[ 12 ] It takes a very long time after a person has died for them to be reborn. When a person reappears on Earth, they do not find the same world again. They are meant to experience something new; they are not born twice into the same form of the Earth. A person remains in the spiritual realms until the Earth offers them entirely new realms. There is a good reason for this. They learn something entirely new, and through this, they develop in a completely different way. Let us consider, for example, a Roman boy. He did not live as a schoolboy as we do. And when we are reborn, we will again find entirely different circumstances. This is how it goes from incarnation to incarnation. While a person remains in the realms just described, the face of the Earth is constantly changing.
[ 13 ] Wer ist da tätig, wer ändert die Physiognomie der Erde? — fragen wir uns. Da kommen wir zugleich auf die Antwort der Frage: Was tut der Mensch in der Zwischenzeit? — Von den geistigen Welten aus arbeitet der Mensch selbst, unter der Anleitung höherer Wesenheiten, an der Umgestaltung der Erde. Es sind die Menschen selbst zwischen Tod und neuer Geburt, die diese Arbeit verrichten. Wenn sie dann wieder geboren werden, treffen sie das Antlitz der Erde anders, und zwar in einer Gestaltung, an der sie selbst mitgearbeitet haben. Wir alle haben so gearbeitet.
[ 13 ] Who is at work here, who is changing the face of the Earth? — we ask ourselves. This brings us at the same time to the answer to the question: What does the human being do in the meantime? — From the spiritual worlds, the human being himself, under the guidance of higher beings, works on the transformation of the Earth. It is human beings themselves, between death and rebirth, who carry out this work. When they are then reborn, they encounter the face of the Earth differently—in a form they themselves have helped to shape. We have all worked in this way.
[ 14 ] Wenn wir fragen: Wo ist Devachan, wo ist die geistige Welt? — so antworte ich: Immerfort um uns herum. — Es ist wirklich so. Also sind auch all die Seelen der Menschen, die entkörpert sind, um uns herum. Sie arbeiten um uns herum. Während wir Städte bauen, Maschinen konstruieren, arbeiten aus dem geistigen Gebiet heraus, um uns herum, die Menschen, die zwischen Tod und neuer Geburt stehen.
[ 14 ] When we ask, “Where is Devachan? Where is the spiritual world?”—I answer: “It is all around us at all times.” — It is truly so. Therefore, all the souls of people who have shed their physical bodies are also all around us. They are working all around us. While we build cities and construct machines, people who stand between death and a new birth are working from the spiritual realm all around us.
[ 15 ] Wenn wir als Seher sie aufsuchen, können wir finden, wenn wir das Licht nicht bloß sinnlich wahrnehmen, innerhalb des Lichtes die toten Menschen. Das Licht, das uns umgibt, bildet den Körper der Toten. Sie haben einen Körper aus Licht gewoben. Das Licht, das die Erde umspült, ist Stoff für die Wesen, die im Devachan leben. Sehen wir draußen eine Pflanze, die vom Sonnenlicht sich nährt: sie empfängt nicht nur das physische Licht, sondern in Wahrheit die Tätigkeit geistiger Wesen, und unter ihnen sind auch diese Menschenseelen. Sie selbst strahlen als Licht auf die Pflanzen nieder, sie umschweben die Pflanzen als geistige Wesenheiten. Wenn wir die Pflanzen mit geistigem Auge betrachten, so sagen wir: Es erfreut sich die Pflanze der Einwirkung der toten Menschen, die sie umschweben und die im Lichte um sie wirken und weben. — Und wenn wir jetzt verfolgen, wie die Pflanzendecke auf der Erde sich ändert, und fragen: Wer hat das gewirkt? — so sagen wir: In dem Lichte, das unsere Erde umspült, wirken die toten Menschen; da ist wirklich Devachan. — In dieses Lichtreich gehen wir ein nach der Kamaloka-Zeit. Das ist konkrete Wahrheit. Der erst weiß vom Devachan im Sinne der Rosenkreuzer-Theosophie, der darauf hindeuten kann, wo die toten Menschen wirklich zu finden sind.
[ 15 ] When we, as seers, seek them out, we can find—if we do not merely perceive the light with our senses—the dead within the light. The light that surrounds us forms the bodies of the dead. They have woven a body out of light. The light that washes over the earth is the substance for the beings who live in Devachan. When we see a plant outside that feeds on sunlight, it receives not only the physical light but, in truth, the activity of spiritual beings—and among them are these human souls. They themselves radiate as light upon the plants; they hover around the plants as spiritual beings. When we observe the plants with the spiritual eye, we say: The plant delights in the influence of the deceased human beings who hover around it and who work and weave in the light surrounding it. — And when we now observe how the vegetation on Earth changes, and ask: Who has brought this about? — we say: The deceased work within the light that washes over our Earth; there truly is Devachan. — We enter this realm of light after the Kamaloka period. This is concrete truth. Only he who can point out where the deceased are truly to be found truly knows Devachan in the sense of Rosicrucian theosophy.
[ 16 ] Wenn das Auge des Sehers sich entwickelt, macht er oft eine eigentümliche Wahrnehmung. Wenn er sich in die Sonne stellt, hält sein Körper das Licht auf. Er wirft einen Schatten. Wenn er nun hineinschaut in diesen Schatten, ist das oftmals der erste Moment, wo er den Geist entdeckt. Der Körper hält auf das Licht, doch nicht den Geist, und im Schatten, den der Körper wirft, kann man den Geist entdecken. Deshalb nennen primitive Völker, die immer ein Hellsehen gehabt haben, den Schatten auch die Seele. Sie sagen: schattenlos — seelenlos. Bei einer Novelle von Adalbert von Chamisso liegt unbewußt diese Idee zugrunde: Der Mann, der seinen Schatten verloren hat, hat auch seine Seele verloren, darum ist er so traurig.
[ 16 ] As the seer’s eye develops, he often experiences a peculiar sensation. When he stands in the sunlight, his body blocks the light. He casts a shadow. When he looks into this shadow, that is often the first moment in which he discovers the spirit. The body blocks the light, but not the spirit, and in the shadow cast by the body, one can discover the spirit. That is why primitive peoples, who have always possessed clairvoyance, also call the shadow the soul. They say: shadowless — soulless. This idea unconsciously underlies a novella by Adalbert von Chamisso: The man who has lost his shadow has also lost his soul, which is why he is so sad.
[ 17 ] So also ist die Arbeit der Menschen zwischen Tod und neuer Geburt im Devachan. Es ist wahrhaftig kein untätiges Ruhen; Schaffende sind sie am Werdegang der Erde vom Devachan heraus, und so verstehen wir, wie das Weltenwerden geschieht. Es ist nicht, wie oftmals gesagt wird, als ob die Menschen in seliger Ruhe, im Traume dahinlebten; das Leben dort ist vielmehr ein ebenso tätiges wie hier auf der Erde.
[ 17 ] Such, then, is the work of human beings between death and rebirth in Devachan. It is truly no idle rest; from Devachan they actively shape the course of the Earth, and thus we understand how the world comes into being. It is not, as is often said, as if people were living in blissful repose, as if in a dream; rather, life there is just as active as it is here on Earth.
[ 18 ] Wenn der Mensch so weit ist, daß er diejenigen Tätigkeiten, die er im letzten Leben vollzogen hat, in geistige Kräfte umgesetzt hat, wenn er alle die Erlebnisse in der devachanischen Außenwelt erlebt hat, so daß sie auf ihn gewirkt haben, dann ist er reif, vom Devachan herunterzusteigen zu einer neuen physischen Geburt. Dann zieht der Erdkreis ihn wieder an.
[ 18 ] When a person has reached the point where he has transformed the activities he performed in his last life into spiritual powers, and when he has experienced all the events of the Devachanic external world to the extent that they have had an effect on him, then he is ready to descend from Devachan into a new physical birth. Then the Earth’s sphere draws them back.
[ 19 ] Das erste, was der Mensch antrifft, wenn er aus dem Devachan herabkommt, ist das astralische Gebiet, in der Rosenkreuzer-Theosophie die elementare Welt genannt. Die gibt ihm einen neuen Astralleib. Wenn man auf ein Papier Eisenfeilspäne streut und unterhalb desselben einen Magneten bewegt, dann bilden sich Formen und Linien nach den Kräften des Magneten; und genau so wird die astrale Substanz, die unregelmäßig verteilt ist, herangezogen und geordnet nach den Kräften, die in der Seele sind und dem entsprechen, was diese Seele im früheren Leben erarbeitet hat. So gruppiert sich der Mensch selbst seinen Astralleib. Diese werdenden Menschen, die nur erst einen Astralleib haben, sieht der Seher als Wesen, die ausschauen wie eine nach unten sich öffnende Glockenform. Sie schießen mit riesiger Geschwindigkeit durch den Astralplan. Kaum vorstellen kann man sich die Geschwindigkeit, mit der sie den Raum durchschwirren.
[ 19 ] The first thing a person encounters upon descending from Devachan is the astral realm, called the elemental world in Rosicrucian Theosophy. This region provides him with a new astral body. If one scatters iron filings on a piece of paper and moves a magnet beneath it, shapes and lines form according to the magnet’s forces; and in exactly the same way, the astral substance—which is irregularly distributed—is drawn together and organized according to the forces within the soul and in accordance with what that soul has achieved in its previous life. In this way, the human being shapes his or her own astral body. The seer perceives these nascent human beings—who initially possess only an astral body—as beings that resemble a bell shape opening downward. They shoot through the astral plane at tremendous speed. It is almost impossible to imagine the speed with which they whiz through space.
[ 20 ] Jetzt müssen diese werdenden Menschen einen Ätherleib und einen physischen Leib erhalten. Was bisher geschehen ist bis zum Aufbau des Astralleibes, hing von ihnen selbst ab, je nach den Kräften, die sie selbst entwickelt haben. Wie aber der Ätherleib sich bildet, das hängt nicht allein vom Menschen ab in dem gegenwärtigen Entwickelungslauf, sondern in bezug auf diese Bildung ist der Mensch von äußeren Wesen abhängig. Darum hat der Mensch zwar immer einen passenden Astralleib; es ist aber nicht immer der Fall, daß dieser Astralleib ganz in den Ätherund physischen Leib hineinpaßt. Daher oft die Disharmonie und Unzufriedenheit im Leben. Daß die werdenden Menschen so herumschwirren, geschieht namentlich deshalb, weil sie ein passendes Elternpaar suchen, das ihnen die beste Gelegenheit gibt, eine zur Astralwesenheit stimmende ÄÄther- und physische Körperlichkeit zu bekommen. Eskann immer nur das relativ beste und passende Elternpaar sein, das ihnen diese gibt. Bei diesem Suchen wirken Wesenheiten, die den Ätherleib an den astralischen Leib angliedern und die ähnlich dem sind, was man oft Volksgeister nennt. Das ist nicht dieses unfaßbare Abstraktum, als was der Volksgeist gewöhnlich angesehen wird; es ist für den geistigen Beobachter der Welt etwas so Wirkliches wie unsere Seele, die in unserem Leibe verkörpert ist. So hat ein ganzes Volk gemeinschaftlich zwar nicht einen physischen Leib, wohl aber einen Astralleib und die Ansätze zu einem Ätherleibe. Es lebt wie in einer astralischen Wolke, und das ist der Leib für den Volksgeist. Das sind die Lenker der Ätherbildungen um den Menschen herum, und so hat der Mensch sich nicht mehr selbst in der Gewalt.
[ 20 ] Now these developing human beings must receive an etheric body and a physical body. What has happened up to this point—up to the formation of the astral body—depended on them themselves, according to the powers they had developed. However, how the etheric body forms does not depend solely on the human being at this stage of development; rather, with regard to this formation, the human being is dependent on external beings. That is why, although a human being always has a suitable astral body, it is not always the case that this astral body fits perfectly into the etheric and physical bodies. Hence the frequent disharmony and dissatisfaction in life. The reason why human beings-in-the-making flit about in this way is primarily because they are seeking a suitable pair of parents who will give them the best opportunity to acquire an etheric and physical constitution that harmonizes with their astral nature. It can only ever be the relatively best and most suitable pair of parents who provide this for them. In this search, beings are at work who link the etheric body to the astral body and who are similar to what is often called “folk spirits.” This is not the incomprehensible abstraction that the folk spirit is usually regarded as; to the spiritual observer of the world, it is as real as our soul, which is embodied in our body. Thus, while an entire people does not collectively possess a physical body, it does have an astral body and the beginnings of an etheric body. It lives, as it were, in an astral cloud, and this is the body of the national spirit. These are the guides of the etheric formations surrounding human beings, and thus human beings are no longer in control of themselves.
[ 21 ] Nun kommt ein außerordentlich wichtiger Moment, ebenso wichtig wie der Moment nach dem Tode, wo man sein ganzes vergangenes Leben als Erinnerungsbild sieht. Wenn der Mensch in seinen Ätherleib hineinschlüpft und noch nicht den physischen Leib hat — es ist dies nur ein kurzer Moment, aber von höchster Wichtigkeit —, da hat er eine Vorschau auf das nächste Leben; nicht auf alle Einzelheiten, es ist nur ein Überblick über all das, was ihm bevorsteht im künftigen Leben. Da kann er sich sagen — er vergißt es wieder bei der Einkörperung —, er hat vor sich ein glückliches oder ein unglückliches Leben. Nun kommt es vor, wenn ein Mensch viele schlimme Erfahrungen im früheren Leben gemacht hat, daß er einen Schock bekommt und nicht hinein will in den physischen Leib. Das kann bewirken, daß er wirklich nicht ganz hineinrückt in denselben und so die Verbindung nicht ganz hergestellt ist zwischen den verschiedenen Leibern. Das ergibt dann Idioten in diesem Leben. Es ist das nicht immer der Grund zur Idiotie, doch häufig. Die Seele sträubt sich gleichsam, physisch verkörpert zu werden. Ein solcher Mensch kann sein Gehirn nicht richtig gebrauchen, weil er nicht richtig hineingeschaltet ist. Nur wenn der Mensch sich richtig hineingebären läßt in sein physisches Werkzeug, kann er es richtig gebrauchen. Während der Ätherleib sonst nur ganz schwach hinausragt, kann man bei den Idioten oft Teile des Ätherleibes wie einen weit über den Kopf hinausragenden ätherischen Lichtschein sehen. Wir haben da einen Fall, wo etwas, was das Leben seiner physischen Betrachtung nach unerklärlich läßt, erklärt wird durch die Geisteswissenschaft.
[ 21 ] Now comes an extraordinarily important moment, just as important as the moment after death, when one sees one’s entire past life as a series of memories. When a person slips into their etheric body and does not yet have a physical body—this is only a brief moment, but one of the utmost importance—they have a preview of their next life; not all the details, but merely an overview of everything that lies ahead in their future life. There they can tell themselves—though they will forget it again upon incarnation—that they have a happy or an unhappy life ahead of them. Now it happens that when a person has had many terrible experiences in a previous life, they experience a shock and do not want to enter the physical body. This can result in them not fully entering it, so that the connection between the various bodies is not fully established. This then results in idiocy in this life. This is not always the cause of idiocy, but it is often the case. The soul, as it were, resists becoming physically embodied. Such a person cannot use their brain properly because they are not fully connected to it. Only when a person allows themselves to be properly born into their physical instrument can they use it properly. While the etheric body normally protrudes only very faintly, in the case of people with intellectual disabilities one can often see parts of the etheric body as an ethereal glow extending far beyond the head. Here we have a case where something that appears inexplicable from a purely physical perspective is explained by spiritual science.
