Theosophy of the Rosicrucians
GA 99
30 May 1907, Munich
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The Theosophy of the Rosicrucians, tr. SOL
Sechster Vortrag
Sixth Lecture
[ 1 ] Heute kommen wir zu den Erlebnissen der Menschen innerhalb unserer physischen Welt, insofern sie durch das frühere Leben des Menschen bestimmt sind. Zunächst muß betont werden, daß dasLeben nicht allein durch die früheren Verkörperungen, sondern, wenn auch nur zum kleinen Teil, auch durch das gegenwärtige Leben bestimmt wird. Dieses Gesetz, dem wir da begegnen, wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Menschen zusammenhängen, wird in der geisteswissenschaftlichen Literatur das Karmagesetz genannt. Es ist das wahre Schicksalsgesetz des Menschen. In der Wirkung des Karmagesetzes in jedem einzelnen Leben haben wir nur einen Spezialfall des großen Gesetzes des Kosmos, denn was wir das Karmagesetz nennen, ist ein ganz allgemein kosmisches Gesetz, und seine Geltung im menschlichen Leben ist nur ein Spezialfall. Wenn wir uns überhaupt einen Zusammenhang irgendwelcher vorhergehender Verhältnisse und nachfolgender Wirkungen klarmachen, denken wir schon im Sinne dieses Gesetzes. Deshalb möchte ich die Geltung dieses Gesetzes im Kosmos im einzelnen, und zwar für das Menschenleben, in gehöriger Form klarlegen.
[ 1 ] Today we turn to the experiences of human beings within our physical world, insofar as they are determined by a person’s past lives. First, it must be emphasized that life is determined not only by past incarnations but also—albeit to a small extent—by the present life. This law, which we encounter here—how a person’s past, present, and future are interconnected—is called the law of karma in spiritual science literature. It is the true law of destiny for human beings. In the effect of the law of karma in each individual life, we have only a special case of the great law of the cosmos, for what we call the law of karma is a completely general cosmic law, and its application in human life is merely a special case. Whenever we grasp the connection between any preceding circumstances and subsequent effects, we are already thinking in terms of this law. That is why I would like to clarify in detail—specifically as it pertains to human life—the application of this law in the cosmos in an appropriate manner.
[ 2 ] Wenn wir zwei Gefäße mit Wasser vor uns stehen haben und eine bis zum Glühen erhitzte Eisenkugel in das eine Gefäß werfen, dann zischt das Wasser auf und wird warm. Nehmen wir nun die Kugel heraus und werfen sie in das andere Gefäß, da zischt das Wasser nicht mehr auf und erwärmt sich nicht mehr. Hätten wir nun gleich die Kugel in das zweite Gefäß hineingeworfen, so wäre es auch da geschehen, daß das Wasser gezischt und die Kugel sich abgekühlt hätte; so kann es aber nicht mehr zum Zischen gebracht werden, denn die Kugel ist nicht mehr glühend, weil sie sich bereits im ersten Gefäß abgekühlt hatte. Die Wirkung des Verhaltens der Kugel im ersten Gefäß bedingt ihr Verhalten im zweiten Gefäß. So hängen im physischen Leben Ursache und Wirkung stets zusammen. Von dem, was mit einem Ding vorher geschieht, hängt es ab, wie sich das Ding nachher beträgt.
[ 2 ] If we have two vessels filled with water in front of us and throw an iron ball heated until it glows into one of the vessels, the water will sizzle and become warm. If we now remove the ball and throw it into the other vessel, the water will no longer sizzle or become warm. If we had thrown the ball into the second vessel right away, the water there would also have sizzled and the ball would have cooled down; but now it can no longer be made to sizzle, because the ball is no longer red-hot—it had already cooled down in the first vessel. The effect of the ball’s behavior in the first vessel determines its behavior in the second vessel. Thus, in the physical world, cause and effect are always interconnected. What happens to an object beforehand determines how that object behaves afterward.
[ 3 ] Ein anderes Beispiel geben uns gewisse Tiere, bei denen durch ihre Einwanderung in dunkle Höhlen das Sehorgan verkümmert ist. Bei ihnen werden die Stoffe, die vorher die Augen mit Nahrung versorgt haben, in andere Teile des Körpers geleitet, da das Auge dieselben nicht mehr braucht, denn es braucht nicht mehr zu sehen. Ihre Augen wurden dadurch zurückgebildet, und nun werden in allen folgenden Generationen Tiere mit verkümmerten Augen erzeugt werden. Durch ihre frühere Einwanderung bestimmten sie dieses Verhalten der Organe selbst, und ihr Schicksal für ihre folgenden Generationen war bestimmt durch das, was die Wesen in der Vergangenheit taten. Sie bereiteten dadurch ihr Schicksal für die Zukunft vor.
[ 3 ] Another example is provided by certain animals whose eyes have atrophied as a result of their migration into dark caves. In these animals, the substances that previously supplied the eyes with nourishment are redirected to other parts of the body, since the eye no longer needs them—it no longer needs to see. As a result, their eyes have atrophied, and now animals with atrophied eyes will be produced in all subsequent generations. Through their earlier migration, they themselves determined this behavior of the organs, and the fate of their subsequent generations was determined by what the creatures did in the past. In this way, they prepared their fate for the future.
[ 4 ] Ebenso ist es auch fortwährend im Menschenleben. Der Mensch bestimmt sich seine Zukunft durch seine Vergangenheit, und da er als innerste Wesenheit nicht eingeschlossen ist in eine einzelne Verkörperung, sondern durch viele hindurchgeht, so sind für die Dinge, die ihn in einem bestimmten Leben treffen, die Ursachen in einem früheren Leben zu suchen.
[ 4 ] The same is true throughout human life. A person shapes his future through his past, and since his innermost essence is not confined to a single incarnation but passes through many, the causes of the events that befall him in a particular life are to be found in a previous life.
[ 5 ] Wir wollen jetzt auf die Verkettung eingehen, die man verstehen kann, wenn man ein wenig die Folge der menschlichen Taten, Gedanken und Gefühle überhaupt in Rechnung zieht. Man sagt im gewöhnlichen Leben so häufig: Gedanken sind zollfrei! — das heißt, man könne denken, was man will, das geniere niemand in der Außenwelt. Hier haben Sie einen wichtigen Punkt, wo der, welcher wirklich von den geistigen Impulsen erfaßt ist, sich von dem materialistisch denkenden Menschen unterscheidet.
[ 5 ] Let us now turn to the chain of events, which can be understood if one takes into account, even just a little, the sequence of human actions, thoughts, and feelings in general. In everyday life, people so often say: “Thoughts are duty-free!”—that is, you can think whatever you want; it doesn’t bother anyone in the outside world. Here you have an important point where the person who is truly gripped by spiritual impulses differs from the materialistically minded person.
[ 6 ] Der Materialist glaubt, daß er einem Menschen, den er mit einem Stein bewirft, wohl weh tut; dagegen glaubt er, daß ein haßerfüllter Gedanke, den er gegen seinen Mitmenschen hegt, demselben nicht weh tue. Wer aber die Welt wirklich kennt, der weiß, daß viel, viel stärkere Wirkungen ausgehen von einem haßerfüllten Gedanken, als je durch einen Steinwurf erregt werden können. Alles, was der Mensch denkt, fühlt und empfindet, hat seine Wirkungen in der Astralwelt, und man kann im einzelnen als Scher sehr genau verfolgen, wie zum Beispiel ein liebevoller Gedanke wirkt, der zu einem andern Menschen hingeht, und wie ganz anders ein haßerfüllter Gedanke. Wenn Sie einen liebevollen Gedanken aussenden, sieht der Seher, wie sich wie eine Art Blumenkelch eine Lichtform bildet, die den Menschen in bezug auf seinen Äther- und Astralleib liebevoll umspielt und dadurch zu seiner Belebung, seiner Seligkeit etwas beiträgt. Der haßerfüllte Gedanke dagegen bohrt sich wie ein verwundender Pfeil in den Äther- und Astralleib.
[ 6 ] The materialist believes that he is indeed hurting a person when he throws a stone at them; on the other hand, he believes that a hate-filled thought he harbors toward his fellow human being does not hurt that person. But anyone who truly knows the world understands that a hate-filled thought has far, far stronger effects than could ever be caused by throwing a stone. Everything a person thinks, feels, and senses has its effects in the astral world, and one can observe in great detail exactly how, for example, a loving thought directed toward another person works—and how very different the effect of a hate-filled thought is. When you send out a loving thought, the seer sees a form of light take shape, like a kind of flower calyx, which lovingly envelops the person’s etheric and astral bodies and thereby contributes to their vitality and bliss. The hate-filled thought, on the other hand, pierces the etheric and astral bodies like a wounding arrow.
[ 7 ] Man kann sehr verschiedene Beobachtungen auf diesem Gebiete machen. Es ist ein gewaltiger Unterschied in der Astralwelt, ob man einen Gedanken ausspricht, der wahr ist, oder einen erlogenen. Ein Gedanke bezieht sich auf irgendeine Sache und ist dadurch wahr, daß er mit der Sache übereinstimmt. Es trägt sich zum Beispiel irgendwo eine Tatsache zu, und von dieser geschieht eine Wirkung in die höheren Welten hinauf. Jemand erzählt diese Tatsache wahr: dann strahlt vom Erzähler ein Astralgebilde auf, das sich mit dem von der Tatsache selbst herrührenden Gebilde vereinigt, und beide verstärken sich. Diese verstärkten Formen dienen dazu, unsere geistige Welt immer gegliederter und inhaltsvoller zu machen, wie wir sie brauchen, wenn die Menschheit vorwärtskommen will. Erzählt man die Tatsache nun aber so, daß sie nicht mit dem Geschehnis übereinstimmt, daß sie erlogen ist, dann trifft die Gedankenform des Erzählenden zusammen mit der, welche von der Tatsache ausgeht, beide prallen aufeinander und eine gegenseitige Zerstörung geschieht. Solche explosionsartigen Zerstörungen durch Lügen wirken, wie ein Geschwür am Leibe wirkt, das den Organismus zerstört. So töten Lügen die astralen Gebilde, die entstanden sind und entstehen müssen, und hemmen oder töten so einen Teil der Entwickelung. Tatsächlich bringt ein jeder, der die Wahrheit sagt, die Entwickelung der Menschheit vorwärts, und der, welcher lügt, hemmt dieselbe. Daher gibt es ein okkultes Gesetz: Die Lüge ist, geistig angesehen, ein Mord. Sie tötet nicht nur ein Astralgebilde, sondern sie ist auch ein Selbstmord. Ein jeder, welcher lügt, legt sich selbst Hindernisse in den Weg. Überall sind solche Wirkungen in der geistigen Welt zu beobachten. So sieht auch der Hellseher, daß alles, was man denkt, fühlt und empfindet, seine Wirkungen auf dem Astralplan hat.
[ 7 ] One can make a wide variety of observations in this area. In the astral world, there is a tremendous difference between uttering a true thought and a false one. A thought relates to a particular thing and is true insofar as it corresponds to that thing. For example, a fact occurs somewhere, and this fact has an effect that radiates upward into the higher worlds. If someone recounts this fact truthfully, an astral form radiates from the narrator, which unites with the form arising from the fact itself, and the two reinforce each other. These amplified forms serve to make our spiritual world increasingly structured and rich in content, just as we need it to be if humanity is to progress. But if the fact is recounted in a way that does not correspond to the event—that is, if it is a lie—then the thought-form of the narrator collides with the one emanating from the fact; the two clash, and mutual destruction ensues. Such explosive destruction caused by lies acts like an ulcer on the body that destroys the organism. In this way, lies kill the astral structures that have arisen and must arise, thereby hindering or destroying a part of evolution. In fact, everyone who speaks the truth advances the evolution of humanity, while those who lie hinder it. Hence, there is an occult law: Spiritually speaking, a lie is murder. It not only kills an astral form but is also a form of suicide. Everyone who lies places obstacles in their own path. Such effects can be observed everywhere in the spiritual world. Thus, the clairvoyant also sees that everything one thinks, feels, and senses has its effects on the astral plane.
[ 8 ] Alles, was der Mensch an Neigungen, Temperament, bleibenden Charaktereigenschaften hat, was man nicht nur vorübergehend denkt, strahlt fortwährend nicht nur bis in die astrale Welt, sondern bis in die devachanische Welt hinein. Ein Mensch mit einem heiteren Temperament ist ein Quell, ein Zentrum für gewisse Vorgänge im Devachan. Ein Mensch mit kopfhängerischem Wesen wirkt so, daß er die Essenzen und Stoffe vermehrt, die mit dem kopfhängerischen Wesen der Menschen zusammenhängen. So zeigt uns die Geisteswissenschaft, daß wir nicht nur isoliert stehen, sondern daß unsere Gedanken fortwährend Formen hervorrufen, welche die devachanische Welt schattieren und sie durchdringen mit allerlei Substanzen und Essenzen. Alle vier Gebiete der devachanischen Welt, das kontinentale, das ozeanische, das atmosphärische und das Gebiet der originellen Einfälle, werden fortwährend von den Gedanken, Gefühlen und Empfindungen der Menschen beeinflußt. — Die höheren Gebiete, wo schon die Akasha-Chronik hineinspielt, werden durch das, was ihre Taten sind, beeinflußt. Was äußerlich geschieht, das spielt hinein bis in die höchsten Gebiete des Devachan, die wir die Vernunftwelt genannt haben.
[ 8 ] Everything a person possesses in terms of inclinations, temperament, and enduring character traits—that is, thoughts that are not merely temporary—radiates continuously not only into the astral world but also into the Devachanic world. A person with a cheerful temperament is a source, a center for certain processes in Devachan. A person with an intellectual disposition acts in such a way as to increase the essences and substances associated with the intellectual nature of human beings. Thus, spiritual science shows us that we do not stand in isolation, but that our thoughts continually give rise to forms that color the Devachanic world and permeate it with all manner of substances and essences. All four regions of the Devachanic world—the continental, the oceanic, the atmospheric, and the region of original ideas—are continually influenced by people’s thoughts, feelings, and sensations. — The higher realms, where the Akashic Records already come into play, are influenced by human actions. What happens externally has an impact even on the highest realms of Devachan, which we have called the world of reason.
[ 9 ] Wir werden so begreifen, wie der Mensch bei seinem Herunterstieg zur neuen Verkörperung wieder seinen Astralleib zusammensetzt und sich angliedert. Alles, was er gedacht, gefühlt und empfunden hatte, hatte sich als bleibend eingegliedert in die astrale Welt. Viele Spuren hat es da hinterlassen. War es viel Wahres, was er gedacht hatte, so setzen diese Spuren ihm einen guten Astralleib zusammen. Was er eingegliedert hat in die untere Devachanwelt als sein Temperament und so weiter, das setzt den neuen Ätherleib zusammen, und was er vollbracht hat an Taten, wirkt mit von den höchsten Partien des Devachan aus, wo schon die Akasha-Chronik zu finden ist, auf die Stationierung und Lokalisierung des physischen Leibes. Hier liegen die Kräfte, die einen Menschen an einen bestimmten Ort hinbringen. Hat man jemandem Böses angetan, so ist das eine äußere Tatsache, die hinaufgeht in die höchsten Devachan-Partien. Sie wirkt bei der neuen Eingliederung in einen physischen Leib als Kräfte, welche der Mensch zurückgelassen hat, und drängt ihn, allerdings unter Leitung höherer Wesenheiten, zu dem Orte hin, wo er die Wirkung seiner Taten nunmehr in der physischen Welt erfahren kann.
[ 9 ] We will thus come to understand how, during his descent into a new incarnation, a human being reassembles and reintegrates his astral body. Everything he had thought, felt, and sensed had become permanently integrated into the astral world. It has left many traces there. If what they had thought was largely true, these traces will form a good astral body for them. What they have incorporated into the lower Devachan world—such as their temperament and so on—forms the new etheric body, and the deeds they have accomplished influence, from the highest regions of Devachan—where the Akashic Records are already to be found—the placement and localization of the physical body. Here lie the forces that bring a person to a specific location. If one has done evil to someone, this is an external fact that ascends to the highest regions of Devachan. During the new incorporation into a physical body, it acts as forces that the person has left behind and, under the guidance of higher beings, impels him toward the place where he can now experience the effects of his deeds in the physical world.
[ 10 ] Alles, was wir äußerlich erfahren, ohne daß es uns innerlich besonders berührt, wirkt bei der nächsten Verkörperung auf unseren Astralleib und zieht entsprechende Gefühle, Empfindungen und GedankenEigentümlichkeiten heran. Hat man sein Leben gut angewendet, sich viel angeschaut, reichliche Kenntnisse erworben, so ist die Folge davon, daß der Astralleib im nächsten Leben mit besonderen Begabungen nach diesen Richtungen hin wiedergeboren wird. Erlebnisse und Erfahrungen also prägen sich in der nächsten Verkörperung im Astralleib aus. Was man aber empfindet, fühlt, Lust und Leid, was inneres Erleben der Seele ist, das wirkt in der nächsten Verkörperung bis auf den Ätherleib und bewirkt eine bleibende Neigung in ihm. Wer viel Freude erlebt, dessen Ätherleib wird ein zur Freude neigendes Temperament haben. Wer sich bemüht, viele gute Taten zu vollbringen, der wird durch die Gefühle, die dabei entwickelt werden, im nächsten Leben geradezu ein Talent an guten Taten ausgeprägt haben. Er wird auch ein sorgfältig entwickeltes Gewissen haben und wird ein moralisch angelegter Mensch sein.
[ 10 ] Everything we experience externally, without it particularly affecting us internally, has an effect on our astral body in our next incarnation and attracts corresponding feelings, sensations, and peculiarities of thought. If one has made good use of one’s life, observed much, and acquired abundant knowledge, the result is that in the next life the astral body is reborn with special gifts in these areas. Experiences and events, then, are imprinted on the astral body in the next incarnation. But what one feels—pleasure and suffering, the inner experiences of the soul—affects even the etheric body in the next incarnation and creates a lasting inclination within it. Those who experience much joy will have an etheric body with a temperament inclined toward joy. Those who strive to perform many good deeds will, through the feelings developed in the process, have a veritable talent for good deeds in their next life. They will also have a carefully developed conscience and will be morally minded individuals.
[ 11 ] Das, wovon der Ätherleib der Träger ist in diesem Leben, der bleibende Charakter, die Anlagen und so weiter, das tritt im nächsten Leben im physischen Leibe auf, und zwar so, daß zum Beispiel ein Mensch, der in seinem Leben schlechte Neigungen und Leidenschaften entwickelt hat, im nächsten Leben mit einem ungesunden physischen Körper geboren wird. Ein Mensch dagegen, der eine gute Gesundheit hat, der viel auszuhalten vermag, der hat im vorigen Leben gute Eigenschaften entwickelt. Einer, der fortwährend zu Krankheiten neigt, hat schlechte Triebe in sich hineingearbeitet. So haben wir es in der Hand, uns Gesundheit oder Krankheit, insofern sie in der Veranlagung des physischen Leibes liegen, selbst zu schaffen. Man braucht nur alle schlechten Neigungen auszumerzen und bereitet sich dann einen guten, kräftigen Körper für das nächste Leben vor.
[ 11 ] What the etheric body carries in this life—the enduring character, the predispositions, and so on—manifests in the physical body in the next life, such that, for example, a person who has developed bad inclinations and passions in this life will be born with an unhealthy physical body in the next life. A person, on the other hand, who is in good health and can endure a great deal has developed good qualities in a previous life. Someone who is constantly prone to illness has ingrained bad impulses within themselves. Thus, it is within our power to bring about health or illness for ourselves, insofar as these are rooted in the constitution of the physical body. One need only eradicate all bad tendencies to prepare a good, strong body for the next life.
[ 12 ] Mit allen Einzelheiten kann man beobachten, wie das, was in einem Leben an Neigungen vorhanden war, im nächsten Leben am physischen Leibe wirkt. Ein Leben, das die Neigung hat, alles um sich herum zu lieben, das liebevoll auf jedes Wesen eingeht, ein Leben, das Liebe ausgießt, wird in der nächsten Verkörperung einen physischen Leib haben, der lange jung und blühend aussehen wird. Liebe zu allen Wesen, Sympathie-Entwickelung bewirkt einen sich jugendlich erhaltenden physischen Leib. Ein haßerfülltes Leben, das voll Antipathie gegen andere Wesen ist, das an allem herumkritisiert und nörgelt und sich von allem zurückziehen möchte, das bewirkt aus diesen Neigungen heraus einen physischen Leib, der früh altert und Runzeln bekommt. So übertragen sich die Neigungen und Leidenschaften eines Lebens auf das physische Körperleben der nächsten Verkörperung.
[ 12 ] One can observe in every detail how the inclinations present in one life influence the physical body in the next. A life characterized by a tendency to love everything around it, one that responds lovingly to every being—a life that radiates love—will, in its next incarnation, have a physical body that will look young and vibrant for a long time. Love for all beings and the cultivation of sympathy result in a physical body that retains its youthful appearance. A life filled with hatred, full of antipathy toward other beings, one that criticizes and nitpicks everything and wishes to withdraw from everything—such a life, based on these inclinations, results in a physical body that ages prematurely and becomes wrinkled. Thus, the inclinations and passions of one life are carried over into the physical life of the next incarnation.
[ 13 ] Man kann bis in Einzelheiten hineinschauen, und da könnte man finden, wie ein ausgebildeter Erwerbssinn, der triebhaft ist, der immer darauf ausgeht, zusammenzuscharren, dadurch, daß das eine Neigung geworden ist, im nächsten Leben eine Disposition zu Infektionskrankheiten im physischen Leibe erzeugt. Man kann solche Fälle durchaus konstatieren, wo eine ausgesprochene Neigung zu Infektionskrankheiten zurückführt auf einen früher stark vorhandenen Erwerbssinn, der ja zu seinem Träger den Ätherleib hat. Ein objektives Streben dagegen innerhalb der Menschheit, das nichts für sich einheimsen will, das für die Menschheit wirkt mit dem ausgesprochenen Sinn, für die Gesamtheit zu arbeiten, solche Neigung im Ätherleib bewirkt im nächsten Leben eine ausgesprochene Stärke gegen Infektionskrankheiten.
[ 13 ] One can examine the details closely and might discover how a well-developed, instinctual drive for material gain—which is always aimed at amassing wealth—can, by becoming a habit, create a predisposition to infectious diseases in the physical body in the next life. One can certainly identify such cases where a pronounced susceptibility to infectious diseases can be traced back to a previously strong acquisitive instinct, which, after all, has the etheric body as its vehicle. In contrast, an objective striving within humanity—one that seeks to gain nothing for itself, but works for humanity with the distinct intention of serving the whole—such an inclination in the etheric body results in a marked resistance to infectious diseases in the next life.
[ 14 ] So kann man die Welt bis zu einem hohen Grade in ihrem Werdegange bis ins Innere durchschauen, wenn man den Zusammenhang zwischen der physischen und der astralen Welt kennt, und die Dinge hängen manchmal ganz anders zusammen, als die Menschen es sich vorstellen möchten. Viele Menschen jammern zum Beispiel über Schmerz und Leid. Aber von einem höheren Gesichtspunkte aus ist es gar nicht berechtigt, darüber zu jammern, denn sind sie überwunden und ist man bereit zu einer nächsten Verkörperung, dann sind Leid und Schmerzen die Quellen von Weisheit und Besonnenheit und einem Überschauen der Dinge. Sogar in einer neueren Schrift, die aus der materialistischen Anschauungsart der Gegenwart entstanden ist, finden wir den Ausspruch, daß in der Physiognomie eines jeden Denkers etwas zu finden ist wie kristallisierter Schmerz. Das, was da der materialistisch denkende Schriftsteller sagt, ist dem Okkultisten längst bekannt, denn die größte Weisheit der Welt wird erworben durch das ruhige Ertragen von Schmerz und Leid. Das schafft in der nächsten Inkarnation Weisheit.
[ 14 ] Thus, one can gain a deep insight into the world’s development right down to its innermost core if one understands the connection between the physical and astral worlds; and things are sometimes connected in ways quite different from what people would like to imagine. Many people, for example, complain about pain and suffering. But from a higher perspective, there is no justification for complaining about them, for once they have been overcome and one is ready for the next incarnation, suffering and pain become the sources of wisdom, prudence, and a broader perspective on things. Even in a recent work, born of the materialistic worldview of the present day, we find the statement that in the physiognomy of every thinker there is something akin to crystallized pain. What the materialistically minded writer says here has long been known to the occultist, for the greatest wisdom in the world is acquired through the calm endurance of pain and suffering. This creates wisdom in the next incarnation.
[ 15 ] Keiner, der lebensleidig den Schmerz flieht, der ihn nicht ertragen will, kann sich die Grundlage für die Weisheit schaffen. Ja, wenn wir weiter hineinschauen, können wir nicht einmal über die Krankheiten jammern. Wenn man sie von höherer Warte aus, vom Standpunkte der Ewigkeit betrachtet, dann nehmen sie sich ganz anders aus. Krankheiten, die man erträgt, kommen im nächsten Leben oftmals als besondere Schönheit in der Körperlichkeit zum Vorschein, so daß viel körperliche Schönheit, die man beim Menschen findet, durch Krankheit im vorhergehenden Leben errungen ist. Das ist der Zusammenhang zwischen der Verletzung des Körpers durch Krankheit, namentlich auch durch äußere Verhältnisse, und der Schönheit. Man kann auf diesen ganz merkwürdigen Zusammenhang das Wort des französischen Schriftstellers Fabre d’Olivet anwenden: Wenn man das Menschenleben betrachtet, erscheint es oft so wie das Entstehen der Perle in der Perlenmuschel. Erst durch eine Krankheit der Muschel entsteht die Perle. — So ist es tatsächlich auch im Menschenleben: Schönheit steht karmisch im Zusammenhang mit Krankheiten und ist deren Ergebnis. Wenn ich nun aber sagte: Wer schlechte Leidenschaften entwickelt, der schafft sich die Disposition zu Krankheiten —, so muß man streng festhalten, daß es sich hier um die innere Disposition zu Erkrankungen handelt. Wenn man dadurch erkrankt, daß man zum Beispiel in einer verpesteten Luft arbeitet, so ist das etwas anderes; dadurch kann man auch krank werden, aber das hängt nicht zusammen mit der Disposition des physischen Leibes.
[ 15 ] No one who, weary of life, flees from pain—who refuses to endure it—can lay the foundation for wisdom. Indeed, if we look deeper, we cannot even complain about illnesses. When viewed from a higher vantage point, from the perspective of eternity, they appear quite different. Illnesses that one endures often manifest in the next life as a special physical beauty, so that much of the physical beauty found in human beings has been attained through illness in a previous life. This is the connection between the injury to the body caused by illness—and specifically also by external circumstances—and beauty. One can apply the words of the French writer Fabre d’Olivet to this most remarkable connection: When one considers human life, it often resembles the formation of a pearl within a pearl oyster. Only through an illness of the oyster does the pearl come into being. — So it is indeed in human life: beauty is karmically connected to illness and is its result. But if I were to say, “Whoever develops harmful passions creates a predisposition to illness,” then it must be strictly understood that this refers to an inner predisposition to illness. If one becomes ill, for example, by working in polluted air, that is something else; one can also become ill that way, but it is not connected to the predisposition of the physical body.
[ 16 ] Alles nun, was Tatsachen sind auf dem physischen Plan, alles was etwas Getanes ist, was sich auslebt, daß es eine Wirkung in der physischen Welt hat, vom Schritt und von der Handbewegung an bis zu den kompliziertesten Vorgängen, zum Beispiel dem Bau eines Hauses, kommt als eine wirkliche physische Wirkung von außen in einer späteren Verkörperung an den Menschen heran. Sie sehen, wir leben von innen nach außen: Was im Astralleibe lebt als Freude, Schmerz, Lust und Leid, erscheint wieder im Ätherleibe, was im Ätherleibe wurzelt an bleibenden Trieben und Leidenschaften, erscheint im physischen Leibe als Disposition, was man aber hier tut, so daß man den physischen Leib dazu gebraucht, das erscheint als äußeres Schicksal in der nächsten Verkörperung. So wird das, was der Astralleib tut, zum Schicksal des Ätherleibes, der Ätherleib wird zum Schicksal des physischen Leibes, und was der physische Leib tut, das kommt als Wirkung von außen in der nächsten Verkörperung als eine physische Wirklichkeit zurück.
[ 16 ] Everything that is a fact on the physical plane—everything that is an action, that plays itself out and has an effect in the physical world, from a step or a hand movement to the most complex processes, such as the construction of a house—comes to the human being as a real physical effect from the outside in a later incarnation. You see, we live from the inside out: What lives in the astral body as joy, pain, pleasure, and suffering reappears in the etheric body; what is rooted in the etheric body as enduring drives and passions appears in the physical body as a disposition; but what one does here—using the physical body to do it—appears as external fate in the next incarnation. Thus, what the astral body does becomes the destiny of the etheric body; the etheric body becomes the destiny of the physical body; and what the physical body does returns as an external effect in the next incarnation as a physical reality.
[ 17 ] Da haben Sie genau den Punkt festgestellt, wo das äußere Schicksal in das Menschenleben eingreift. Diese Schicksalswirkung ist etwas, was zuweilen lange ausbleiben mag, was aber sicher an den Menschen herankommen muß. Man kann immer sehen, wenn man das Leben eines Menschen durch die verschiedenen Verkörperungen hindurch verfolgt, daß sein Leben in einer folgenden Verkörperung so zubereitet wird von Wesen, die wirksam sind bei der Eingliederung in seinen physischen Leib, daß er hingeführt wird an einen bestimmten Ort, damit ihn sein Schicksal ereilt.
[ 17 ] You have identified precisely the point at which external fate intervenes in human life. This influence of fate is something that may be long in coming, but which is certain to affect a person. When one traces a person’s life through their various incarnations, one can always see that in a subsequent incarnation, their life is prepared by beings who are active in the process of incorporating them into their physical body, so that they are led to a specific place where their destiny will overtake them.
[ 18 ] Dafür wieder ein Beispiel aus dem Leben: Bei einer mittelalterlichen Femgerichtsversammlung waren eine Anzahl Femrichter, die das Urteil sprachen und es selbst vollzogen. Sie töteten eine Person. Man ging zurück in frühere Verkörperungen der Richter und des Getöteten, und da stellte es sich heraus, daß alle zu gleicher Zeit gelebt hatten, und zwar der Hingerichtete als Häuptling eines Stammes, und dieser hatte diejenigen, die jetzt Femrichter waren, hinrichten lassen. Diese Tat des vorherigen physischen Lebens hat den Zusammenhang geschaffen zwischen den Personen; sie hat Kräfte geschaffen, die bis in die AkashaChronik hineinwirken. Wenn nun ein Mensch wiederum zur Verkörperung kommt, lassen diese Kräfte ihn wiederum geboren werden gleichzeitig und am selben Ort mit dem Menschen, mit dem er so verkettet ist, und wirken sein Schicksal aus. Die Akasha-Chronik ist tatsächlich eine Kraftquelle, in der alles eingeschrieben ist, was ein Mensch an den andern abzutragen hat. Diese Vorgänge kann mancher spüren; die wenigsten sind sich aber dessen bewußt.
[ 18 ] Here is another example from real life: At a medieval assembly of the court of feudal justice, there were a number of feudal judges who handed down the verdict and carried out the sentence themselves. They killed a person. They traced back to earlier incarnations of the judges and the person who was killed, and it turned out that they had all lived at the same time—specifically, the executed person as the chief of a tribe, and this chief had had those who were now the judges executed. This act from the previous physical life created the connection between the individuals; it generated forces that extend into the Akashic Records. When a person is reincarnated, these forces cause him to be born again at the same time and in the same place as the person with whom he is thus linked, and they shape his destiny. The Akashic Records are indeed a source of power in which everything a person owes to another is inscribed. Some people can sense these processes; however, very few are aware of them.
[ 19 ] Ein Mensch ist zum Beispiel in einem Beruf, der ihn scheinbar glücklich und zufrieden macht. Er wird durch irgend etwas herausgetrieben, findet keinen anderen Beruf an demselben Ort, es wirft ihn meilenweit hinaus, in ein anderes Land, wo er einen neuen Berufsweg einschlagen muß. Dort findet er einen Menschen, mit dem er in irgendein Verhältnis treten muß. Was ist da geschehen? Der Mensch hat mit dem andern, mit dem er jetzt zusammengetroffen ist, einmal zusammengelebt. Er ist ihm früher irgend etwas schuldig geblieben. Das ist eingetragen in die Akasha-Chronik, und die Kräfte haben ihn hingeleitet an diesen Ort, damit er mit diesem Menschen zusammentreffen und ihm seine Schuld abtragen könne.
[ 19 ] For example, a person is in a profession that seems to make him happy and content. He is driven out by some circumstance, cannot find another job in the same place, and is cast miles away, into another country, where he must embark on a new career path. There he meets a person with whom he must form some kind of relationship. What has happened here? This person once lived with the other person whom he has now encountered. He had previously remained indebted to that person in some way. This is recorded in the Akashic Records, and the forces have guided him to this place so that he might meet this person and settle his debt.
[ 20 ] Fortwährend ist der Mensch zwischen Geburt und Tod in einen solchen Zusammenhang von Kräften eingeschlossen, die ihn von allen Seiten seelisch umspinnen, und das sind die dirigierenden Mächte seines Lebens. Sie sehen so, daß Sie eigentlich fortwährend die Wirkungen früherer Leben in sich tragen, daß Sie immer die Wirkungen früherer Verkörperungen erleben.
[ 20 ] From birth to death, human beings are constantly enveloped in a web of forces that surround them spiritually on all sides; these are the guiding powers of their lives. You see, you actually carry within you the effects of past lives at all times; you are always experiencing the effects of past incarnations.
[ 21 ] So müssen Sie sich klar sein, daß Sie in Ihrem Leben geleitet werden von Mächten, die Sie selber nicht kennen. Was auf den Ätherleib wirkt, sind Formgebilde, die Sie selbst früher auf dem Astralplan hervorgebracht haben, und was Ihr Schicksal wirkt, sind Wesenheiten, Kräfte auf den höheren Partien des Devachan, die Sie selbst eingeschrieben haben in die Akasha-Chronik. Diese Kräfte oder Wesenheiten sind dem Okkultisten nicht unbekannt, sie sind ganz hineingestellt in die Rangordnung von ähnlichen Wesenheiten. Sie müssen sich klar sein, daß Sie sowohl im Astralleib als im Ätherleib und im physischen Leibe die Wirkungen überhaupt von anderen Wesenheiten verspüren. Alles, was Sie unwillkürlich tun, alles, wozu Sie gedrängt werden, geschieht durch die Wirkung von anderen Wesenheiten. Es geschieht nicht aus dem Nichts heraus. Die verschiedenen Glieder der Menschennatur sind fortwährend wirklich durchdrungen und angefüllt von anderen Wesenheiten, und der eingeweihte Lehrer läßt ein gut Teil der Übungen machen, um dieselben herauszutreiben, damit der Mensch immer freier und freier werde.
[ 21 ] You must therefore realize that in your life you are guided by forces that you yourself do not know. What acts upon the etheric body are forms that you yourself once brought forth on the astral plane, and what shapes your destiny are beings and forces in the higher regions of Devachan that you yourself have inscribed in the Akashic Records. These forces or beings are not unknown to the occultist; they are fully integrated into the hierarchy of similar beings. You must realize that in the astral body, the etheric body, and the physical body alike, you feel the effects of other beings. Everything you do involuntarily, everything you are driven to do, happens through the influence of other entities. It does not happen out of nowhere. The various aspects of human nature are constantly and truly permeated and filled with other entities, and the initiated teacher has you perform a good portion of the exercises to drive them out, so that the person may become freer and freer.
[ 22 ] Man nennt die Wesenheiten, die den Astralleib durchsetzen und ihn unfrei machen, Dämonen. Fortwährend sind Sie in Ihrem Astralleib von solchen Dämonen durchdrungen, und die Wesenheiten, die Sie selbst durch Ihre wahren oder falschen Gedanken erzeugen, sind solche, die sich nach und nach zu Dämonen auswachsen. Es gibt gute Dämonen, die von guten Gedanken ausgehen. Schlimme Gedanken aber, vor allem unwahre, lügnerische, erzeugen dämonische Gestalten der furchtbarsten und gräßlichsten Art, die den Astralleib, wenn man sich so ausdrücken darf, durchspicken. Ebenso durchsetzen den Ätherleib Wesenheiten, von denen sich der Mensch frei machen muß, das sind die Spektren oder Gespenster, und endlich gibt es solche, die den physischen Leib durchsetzen, das sind die Phantome. Außer diesen dreien gibt es noch andere Wesenheiten, die das Ich hin- und hertreiben, das sind die Geister, wie das Ich ja auch selbst Geist ist. Tatsächlich ist der Mensch der Hervorrufer von solchen Wesenheiten, die dann, wenn er auf die Erde herunterkommt, das innere und äußere Schicksal bestimmen. Dieselben beleben den Lebensgang so, daß Sie alles spüren, was Ihr Astralleib an Dämonen, Ihr Ätherleib an Gespenstern und Ihr physischer Leib an Phantomen hervorgebracht hat. Alles das hat eine Verwandtschaft zu Ihnen, es strebt zu Ihnen hin, wenn Sie wiederverkörpert werden.
[ 22 ] The entities that permeate the astral body and rob it of its freedom are called demons. You are constantly permeated by such demons in your astral body, and the entities that you yourself create through your true or false thoughts are those that gradually grow into demons. There are good demons that arise from good thoughts. But bad thoughts—especially untrue, deceitful ones—give rise to demonic forms of the most terrible and hideous kind, which, if one may put it that way, pepper the astral body. Likewise, the etheric body is permeated by entities from which a person must free themselves—these are the spectres or ghosts—and finally, there are those that permeate the physical body; these are the phantoms. In addition to these three, there are other entities that drive the “I” back and forth; these are the spirits, just as the “I” itself is also a spirit. In fact, human beings are the ones who summon such entities, which then, when they descend to Earth, determine one’s inner and outer destiny. These same entities animate the course of life in such a way that you feel everything that your astral body has produced in the form of demons, your etheric body in the form of ghosts, and your physical body in the form of phantoms. All of this is related to you; it strives toward you when you are reincarnated.
[ 23 ] Da sehen Sie, wie religiöse Urkunden diese Wahrheiten aussprechen. Wenn in der Bibel von der Austreibung von Dämonen die Rede ist, so ist das kein Abstraktum, sondern es ist wirklich und wörtlich zu verstehen. Was tat der Christus Jesus? Er heilte den von Dämonen Besessenen, er holte heraus aus dem astralischen Leibe die Dämonen. Das sind reale Vorgänge und es ist durchaus wörtlich zu nehmen. Auch Sokrates, dieser erleuchtete Geist, spricht von seinem Dämon, der in seinem Astralleibe wirkte. Das war ein guter Dämon; man muß sich unter Dämonen nicht nur schlechte Wesenheiten vorstellen.
[ 23 ] There you can see how religious texts express these truths. When the Bible speaks of the casting out of demons, this is not an abstraction; rather, it is to be understood as real and literal. What did Jesus Christ do? He healed those possessed by demons; he extracted the demons from their astral bodies. These are real processes and should be taken quite literally. Even Socrates, that enlightened spirit, spoke of his demon, which was at work in his astral body. That was a good demon; one need not imagine demons as only evil entities.
[ 24 ] Aber es gibt auch furchtbare, verderbliche Dämonen. Alle Lügendämonen wirken so, wie wenn sie den Menschen zurückwürfen in der Entwickelung, und da in der Weltgeschichte bei den Lügen der großen Persönlichkeiten immer solche Lügendämonen geschaffen werden, die sich zu ganz gewaltigen Wesenheiten auswachsen, spricht man von den Geistern der Hemmnisse oder Hindernisse. In diesem Sinne sagt Faust zu Mephisto: «Der Vater bist du aller Hindernisse!»
[ 24 ] But there are also terrible, destructive demons. All demons of lies act as if they were setting humanity back in its development, and since in world history the lies of great personalities always give rise to such demons of lies—which grow into truly formidable entities—they are referred to as the spirits of hindrances or obstacles. In this sense, Faust says to Mephisto: “You are the father of all obstacles!”
[ 25 ] Der einzelne Mensch, so wie er eingesponnen ist in die ganze übrige Menschheit, wirkt dadurch, daß er die Wahrheit spricht oder lügt, auf die ganze Welt zurück, denn ob er Wahrheits- oder Lügendämonen erzeugt, hat seine ganz verschiedenen Wirkungen. Denken Sie sich ein Volk, das aus lauter Lügnern bestände. Sie würden den Astralplan mit lauter Lügendämonen bevölkern, und diese können sich wiederum in der physischen Disposition zu Epidemien äußern. So gibt es eine gewisse Form von Bazillen als Träger von Infektionskrankheiten, die von den Lügen der Menschheit herstammen. Sie sind nichts anderes als physisch verkörperte Lügendämonen. Da sehen Sie, daß die Lügen der Vorzeit im Weltenkarma in einem bestimmten Heer von Wesenheiten auftreten. Wieviel Wahres Mythen und Sagen enthalten, sehen Sie an einer Stelle im «Faust». Da finden Sie einen Zusammenhang zwischen Ungeziefer und Lügen, ebenfalls in der Rolle, die Ratten und Mäuse spielen, im Zusammenhange mit dem Lügengeist, Mephisto. In den Sagen erhalten sich oft wunderbare Zusammenhänge zwischen der geistigen und der physischen Welt.
[ 25 ] The individual human being, woven as he is into the fabric of the rest of humanity, has an impact on the entire world through whether he speaks the truth or lies; for whether he creates demons of truth or demons of lies has very different effects. Imagine a people consisting entirely of liars. They would populate the astral plane with nothing but demons of lies, and these, in turn, can manifest in the physical realm as epidemics. Thus, there is a certain form of bacilli—carriers of infectious diseases—that originate from the lies of humanity. They are nothing other than physically embodied demons of lies. There you see that the lies of antiquity manifest in world karma as a specific host of beings. You can see how much truth myths and legends contain in a passage from Faust. There you will find a connection between vermin and lies, as well as in the role that rats and mice play in connection with the spirit of lies, Mephisto. Legends often preserve wondrous connections between the spiritual and the physical worlds.
[ 26 ] Wir müssen noch über manches andere sprechen, um das Karmagesetz zu verstehen. Aus einer gewissen intimen Erkenntnis des Karmagesetzes ist überhaupt die geisteswissenschaftliche Bewegung hervorgegangen. Sie haben eben gesehen, wie Dinge, die im Ätherleib liegen, im nächsten Leben auf den physischen Leib wirken. So wirkt die Gesinnung, die Neigung zu denken, in einer ganz bestimmten Art zu denken, auf den physischen Leib, und so ist es für eine nachfolgende Inkarnation nicht gleichgültig, ob Sie in Ihrer Gesinnung spirituell oder materialistisch sind. Ein Mensch, der etwas von höheren Welten weiß — er braucht nur an die höheren Welten zu glauben —, hat in seinem nächsten Leben einen zentrierten physischen Leib, dessen Nervensystem ruhig wirkt, den er in der Hand hat, bis in die Nerven hinein. Ein Mensch dagegen, der nur gelten lassen will, was in der Sinnenwelt ist, der pflanzt diese Gesinnung fort auf seinen physischen Leib und hat in der nächsten Verkörperung einen solchen, der zu Nervenkrankheiten disponiert ist, einen zappeligen physischen Leib, der keinen festen Willensmittelpunkt hat. Der Materialist zerfällt in lauter Einzelheiten; der Geist hält zusammen, denn er ist die Einheit.
[ 26 ] We still have to discuss a number of other things in order to understand the law of karma. The spiritual science movement arose, in fact, out of a certain intimate understanding of the law of karma. You have just seen how things that lie within the etheric body affect the physical body in the next life. In this way, one’s disposition—the tendency to think in a very specific way—affects the physical body; and so, for a subsequent incarnation, it is not irrelevant whether your disposition is spiritual or materialistic. A person who knows something of the higher worlds—they need only believe in the higher worlds—will have, in their next life, a well-balanced physical body whose nervous system functions calmly, a body they have under control right down to the nerves. A person, on the other hand, who is willing to accept only what exists in the sensory world, carries this mindset over into his physical body and, in his next incarnation, will have a body predisposed to nervous disorders—a restless physical body that lacks a firm center of will. The materialist disintegrates into a multitude of details; the spirit holds everything together, for it is unity.
[ 27 ] DieDisposition kommt bei den einzelnen Menschen durch dasSchicksal in der nächsten Inkarnation zum Vorschein, aber sie geht weiter durch die Generationen hindurch, so daß die Söhne und Enkel der Väter, die materialistisch gesinnt waren, das büßen müssen durch schlechte Beschaffenheit des Nervensystems und Nervenkrankheiten. Ein nervöses Zeitalter wie das unsrige ist die Folge der materialistischen Gesinnung des letzten Jahrhunderts, und als Gegenströmung haben die großen Lehrer der Menschheit die Notwendigkeit erkannt, die spirituelle Gesinnung einströmen zu lassen.
[ 27 ] This predisposition manifests itself in individual people through their fate in the next incarnation, but it continues through the generations, so that the sons and grandsons of fathers who were materialistic in their outlook must atone for this through a poor constitution of the nervous system and nervous disorders. A nervous age like ours is the result of the materialistic mindset of the last century, and as a countercurrent, the great teachers of humanity have recognized the need to allow a spiritual mindset to take hold.
[ 28 ] Der Materialismus hat auch bis in die Religion hinein gewirkt. Oder sind diejenigen, die wohl an die geistigen Welten glauben, aber nicht den Willen haben, sie zu erkennen, sind das keine Materialisten? Das ist der Materialismus in der Religion, der da möchte, daß sich das Geheimnis des Sechstagewerkes — wie sich die große Weltenevolution im Sechstagewerk der Bibel auslebt — vor seinen Augen abspielen soll, und der da spricht von Christus Jesus als einer «historischen Persönlichkeit» und vorübergeht an dem Mysterium von Golgatha. Der Materialismus in der Naturwissenschaft ist erst eine Folge des Materialismus in der Religion; es gäbe ihn nicht, wenn nicht das religiöse Leben vom Materialismus durchsetzt wäre. Diejenigen, die heute zu bequem sind, sich auf religiösem Gebiet zu vertiefen, sind dieselben, die in der Naturwissenschaft den Materialismus erzeugt haben. Und die durch diesen Materialismus erzeugte Nervenzerrüttung wirkt sich aus bei ganzen Stämmen, ganzen Völkern, wie im Einzelleben der Menschen.
[ 28 ] Materialism has also permeated religion. Or are those who may believe in the spiritual worlds but lack the will to recognize them not materialists? This is materialism in religion—the kind that wants the mystery of the six-day creation—as the great evolution of the world unfolds in the Bible’s six-day creation—to play out before its very eyes, and that speaks of Jesus Christ as a “historical figure” while ignoring the mystery of Golgotha. Materialism in the natural sciences is merely a consequence of materialism in religion; it would not exist if religious life were not permeated by materialism. Those who are too complacent today to delve deeply into religious matters are the very same people who have given rise to materialism in the natural sciences. And the nervous breakdown caused by this materialism affects entire tribes, entire peoples, as well as the individual lives of human beings.
[ 29 ] Wenn die spirituelle Strömung nicht so viel Macht gewinnt, daß sie auch die Faulen und Bequemen erfassen kann, dann gewinnt dasjenige, was die karmische Folge ist, die Nervosität, immer mehr Einfluß auf die Menschheit, und wie es im Mittelalter Epidemien des Aussatzes gegeben hat, so werden, durch die materialistische Gesinnung hervorgerufen, in der Zukunft schwere Nervenerkrankungen, ganze Epidemien des Wahnsinns auftreten, und ganze Völker werden davon überfallen werden.
[ 29 ] If the spiritual movement does not gain enough power to reach even the lazy and complacent, then that which is the karmic consequence—nervousness—will gain ever more influence over humanity, and just as there were epidemics of leprosy in the Middle Ages, so too will severe nervous disorders—entire epidemics of madness—arise in the future, brought on by materialistic attitudes, and entire peoples will be struck down by them.
[ 30 ] So sollte durch das Einsehen dieses Gebietes des Karmagesetzes die Geisteswissenschaft nicht etwas sein, über das man sich streitet, sondern ein Heilmittel für die Menschheit. Je mehr die Menschheit spirituell wird, desto mehr wird alles ausgemerzt, was mit Erkrankungen des Nervensystems und der Seele zusammenhängt.
[ 30 ] Thus, by gaining insight into this aspect of the law of karma, spiritual science should not be a subject of controversy, but rather a remedy for humanity. The more humanity becomes spiritual, the more everything related to diseases of the nervous system and the soul will be eradicated.
