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The Gospel of St. John
GA 103

20 May 1908, Hamburg

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Dritter Vortrag

Third Lecture

[ 1 ] Gestern haben wir gesehen, welch tiefer Inhalt in den ersten Worten des Johannes-Evangeliums verborgen ist, und wir können unsere Betrachtungen dahin zusammenfassen, daß wir sagen: Wir haben gesehen, daß der Schreiber des Johannes-Evangeliums hindeutet auf das Werden des Vormenschen in urferner Vergangenheit, hindeutet darauf, wie im Sinne der christlichen Esoterik alles zurückgeführt wird auf das Wort oder den Logos, der schöpferisch war schon während der alten Saturnzeit, der dann geworden ist zum Leben, und dann zum Licht, — zum Leben, während unsere Erde ihren Sonnenzustand durchgemacht hat, —- zum Licht, während sie den alten Mondzustand durchgemacht hat. Das, was also unter dem Einfluß göttlich-geistiger Kräfte und Wesenheiten der Mensch geworden ist im Laufe der drei planetarischen Zustände, wurde, als die Erde eben unser heutiger Planet geworden war, durchdrungen von dem menschlichen Ich. So daß man sagen kann: Wie eine Art Same kam von dem alten Monde herüber auf die Erde eine Wesenheit, bestehend aus physischem Leib, hervorgegangen aus dem göttlichen Urworte, aus Äther- oder Lebensleib, hervorgegangen aus dem göttlichen Leben, aus astralischem Leib, hervorgegangen aus dem göttlichen Lichte. Im Innern dieser Wesenheit wurde während des Erdendaseins das Licht des Ich selbst entzündet. Diese dreifache Leiblichkeit: physischer Leib, Ätherleib und Astralleib, wurde fähig, in sich das «Ich bin» zu sprechen, so daß wir in einer gewissen Weise die Entwickelung der Erde nennen können die Entwickelung des «Ich-bin», des Selbstbewußtseins des Menschen. Und dieses «Ich-bin », diese Fähigkeit des vollen Selbstbewußtseins kam im Laufe der Entwickelung der Erdenmenschheit langsam und allmählich erst heraus. Wir müssen uns klar machen, wie die Entwickelung der Erdenmenschheit war, insofern in ihr langsam und allmählich das Ich, das volle Selbstbewußtsein ins Dasein trat.

[ 1 ] Yesterday we saw what profound meaning is hidden in the first words of the Gospel of John, and we can summarize our reflections by saying: We have seen that the author of the Gospel of John alludes to the evolution of the pre-human being in the distant past, alluding to how, in the sense of Christian esotericism, everything is traced back to the Word or the Logos, which was already creative during the ancient Saturn era, which then became life, and then light, — into life while our Earth passed through its solar stage, — into light while it passed through the ancient lunar stage. Thus, that which, under the influence of divine-spiritual forces and beings, became human in the course of the three planetary stages was, just as the Earth had become our present-day planet, permeated by the human “I.” So one can say: Like a kind of seed, a being came from the ancient Moon to Earth, consisting of a physical body, arising from the divine Primordial Word; an etheric or life body, arising from divine life; and an astral body, arising from divine light. Within this being, during its earthly existence, the light of the “I” itself was kindled. This threefold physicality—physical body, etheric body, and astral body—became capable of uttering the “I am” within itself, so that in a certain sense we can call the evolution of the Earth the evolution of the “I am,” of human self-consciousness. And this “I Am”—this capacity for full self-consciousness—emerged only slowly and gradually in the course of the evolution of humanity on Earth. We must understand clearly what the evolution of humanity on Earth was like, insofar as the “I,” full self-consciousness, came into being slowly and gradually within it.

[ 2 ] Es gab eine Zeit in unserer Erdenentwickelung, wir nennen sie die alte lemurische Zeit; es ist die älteste Zeit, in welcher innerhalb des Erdendaseins der Mensch in der Form auftrat, in welcher er heute überhaupt vorhanden ist. Zum erstenmal trat das in der alten lemurischen Zeit ein, was wir nennen die Verkörperung des Ich, der eigentlichen innersten Wesenheit des Menschen, in den drei Leibern, im astralischen Leib, Ätherleib und physischen Leib. Dann kam die atlantische Zeit, wo der Mensch gewohnt hat zum größten Teil auf dem alten atlantischen Kontinente, einem Ländergebiete, das heute den Boden des atlantischen Ozeans bildet, das untergegangen ist durch die große atlantische Flut, deren Andenken sich in den Sintflut-Sagen fast aller Völker erhalten hat. Der Mensch verkörperte sich dann, seiner innersten Wesenheit nach, in aufeinanderfolgenden Verkörperungen bis in unsere Tage hinein während der nachatlantischen Zeit. Wirklich waren unsere Seelen in einer dreigliedrigen Wesenheit, bestehend aus physischem Leibe, Ätherleibe und astralischem Leibe, wie wir sie kennengelernt haben, zum erstenmal in der lemurischen Zeit verkörpert. Was vorhergegangen ist, soll einer späteren Betrachtung überlassen bleiben. — Weit zurückgehen müssen wir also, wenn wir den Gang der Entwickelung in Betracht ziehen, und es entwickelt sich der Mensch nur langsam und allmählich zu seinem heutigen Dasein. Was nennen wir im Okkultismus in geisteswissenschaftlichem Sinne «unser heutiges Dasein»?

[ 2 ] There was a time in the evolution of our Earth—we call it the ancient Lemurian era—which is the earliest period in which human beings appeared on Earth in the form in which they exist today. It was during the ancient Lemurian era that what we call the embodiment of the “I”—the very innermost essence of the human being—first manifested in the three bodies: the astral body, the etheric body, and the physical body. Then came the Atlantean era, during which human beings lived for the most part on the ancient Atlantean continent—a landmass that today forms the bed of the Atlantic Ocean and which was submerged by the great Atlantean flood, the memory of which has been preserved in the flood myths of nearly all peoples. Human beings then incarnated, in accordance with their innermost nature, in successive incarnations right up to the present day during the post-Atlantean era. In fact, our souls, as threefold beings consisting of the physical body, the etheric body, and the astral body—as we have come to know them—were first incarnated during the Lemurian era. What preceded this shall be left for later consideration. — We must therefore go back a long way when we consider the course of evolution, and human beings have developed only slowly and gradually into their present existence. What do we call “our present existence” in occultism, in the spiritual-scientific sense?

[ 3 ] Unser heutiges Dasein nennen wir einen Bewußtseinszustand, wie ihn der Mensch heute hat vom Morgen, wo er aufwacht, bis zum Abend, wo er einschläft. Da sieht der Mensch durch seine äußeren physischen Sinne die Dinge um sich herum. Vom Abend, wo er einschläft, bis zum Morgen, wo er aufwacht, sieht er die Dinge um sich herum nicht. Warum ist das so? Wir wissen, das ist aus dem Grunde so, weil für die heutigen Entwickelungsverhältnisse während der Tageszeit der eigentliche innere Mensch, also Ich und astralischer Leib, im physischen Leibe und Ätherleibe auf dem physischen Plane, das heißt in der physischen Welt sind. Da kann sich der astralische Leib und das Ich der physischen Sinnesorgane bedienen, in die Welt hinaushören und hinaussehen und die physischen Dinge wahrnehmen. Vom Abend, wo der Mensch einschläft, bis zum Morgen, wo er aufwacht, sind Ich und astralischer Leib außerhalb der physischen Welt, auf dem Astralplan. Da sind sie abgesondert von physischen Augen und physischen Ohren, da können sie nicht wahrnehmen, was um sie herum ist. Dieser Zustand, ein solcher Wechsel im Menschen zwischen Tagwachen und Nachtschlafen, hat sich erst langsam und allmählich entwickelt. Das war noch nicht so, als der Mensch in der alten lemurischen Zeit zum ersten Male eine physische Verkörperung durchgemacht hat. Da war der Mensch nur eine sehr kurze Zeit des Tages — keineswegs so lange wie heute — seinem Ich und Astralleibe nach in seinem physischen Leibe drinnen. Dadurch aber, daß der Mensch längere Zeit außerhalb seines physischen Leibes war, nur kürzere Zeit wachend hineinstieg in den physischen Leib, war das Leben während der lemurischen Zeit überhaupt noch ein ganz anderes. Daß der Mensch während der Nacht ganz bewußtlos ist, wenn er nicht gerade träumt, trat sehr langsam und allmählich ein. Ganz anders war das Bewußtsein bei Tag und Nacht während der lemurischen Zeit noch verteilt. Da hatten die Menschen alle noch ein dumpfes hellseherisches Bewußtsein. Wenn sie in der Nacht außerhalb des physischen Leibes waren in der geistigen Welt, da nahmen sie um sich herum - wenn auch nicht so klar, wie der Mensch heute am Tage die physischen Dinge sieht — die geistige Welt wahr. Wir dürfen dieses Wahrnehmen nicht einfach mit dem heutigen Träumen vergleichen. Der heutige Traum ist nur wie ein letzter ganz verkümmerter Rest dieses alten Hellsehens. Allerdings, solche Bilder nahm der Mensch damals wahr, wie er sie auch heute im Traume wahrnimmt; aber diese Bilder hatten eine sehr wirkliche Bedeutung. Machen wir uns einmal klar, was diese Bilder für eine Bedeutung hatten.

[ 3 ] We call our present existence a state of consciousness—the one a person experiences today from the morning, when they wake up, until the evening, when they fall asleep. During this time, a person perceives the things around them through their external physical senses. From the evening, when they fall asleep, until the morning, when they wake up, they do not perceive the things around them. Why is that? We know this is because, given the current stage of human development, during the daytime the actual inner self—that is, the “I” and the astral body—resides within the physical body and the etheric body on the physical plane, that is, in the physical world. There, the astral body and the “I” can make use of the physical sense organs to listen to and look out into the world and perceive physical things. From the evening, when a person falls asleep, until the morning, when they wake up, the “I” and the astral body are outside the physical world, on the astral plane. There they are separated from their physical eyes and ears; there they cannot perceive what is around them. This state—such an alternation in human beings between waking during the day and sleeping at night—developed only slowly and gradually. It was not yet the case when human beings first underwent physical incarnation in the ancient Lemurian era. At that time, human beings were inside their physical bodies—in terms of their I and astral body—for only a very short period of the day—by no means as long as today. But because human beings spent a longer time outside their physical bodies, entering them only for shorter periods while awake, life during the Lemurian era was, in fact, quite different altogether. The fact that human beings are completely unconscious during the night, unless they are dreaming, developed very slowly and gradually. During the Lemurian era, consciousness was distributed quite differently between day and night. At that time, all human beings still possessed a dim, clairvoyant consciousness. When they were outside their physical bodies at night in the spiritual world, they perceived the spiritual world around them—albeit not as clearly as people today see physical things during the day. We must not simply compare this perception with dreaming today. Today’s dream is merely a final, thoroughly atrophied remnant of this ancient clairvoyance. Admittedly, people at that time perceived images just as they do in dreams today; but these images had a very real significance. Let us try to understand what significance these images held.

[ 4 ] In den alten Zeiten konnte der Mensch, wenn er während eines kurzen Teils der 24 Stunden, der viel geringer war als heute, im Tagesbewußtsein lebte, die äußeren physischen Körper nur ganz dumpf, wie in einem Nebel eingehüllt, sehen. Daß man die physischen Dinge so sah wie heute, kam erst ganz langsam. Am Tage sah der Mensch damals die ersten Anklänge an die physischen Körper, eingehüllt in Nebel, so wie Sie heute, wenn Sie an einem Nebeltage des Abends durch die Straßen gehen, die Laternen vom Nebel umgeben sehen wie von einer Art von Lichtaura. Das ist ja nur scheinbar, aber so sah der Mensch die physischen Körper zuerst um sich herum auftauchen. Und wenn er in Schlaf kam, versank er nicht in Bewußtlosigkeit, sondern dann tauchten während des Schlafbewußtseins Bilder auf, Bilder in Farben und in Formen. Um den Menschen herum war dann eine Welt, gegen welche die lebendigste Traumwelt von heute nur ein schwacher nebelhafter Nachklang ist. Diese Bilder bedeuteten Seelisches und Geistiges in der Umgebung.

[ 4 ] In ancient times, when human beings lived in daytime consciousness for only a short portion of the 24-hour day—a portion much shorter than it is today—they could see the external physical bodies only very dimly, as if shrouded in mist. The ability to see physical things as we do today developed only very gradually. During the day, people back then saw the first glimmers of physical bodies, shrouded in mist—just as you do today when you walk through the streets on a foggy evening and see the streetlights surrounded by mist, as if by a kind of aura of light. This is, of course, only an illusion, but this is how people first saw physical bodies appear around them. And when they fell asleep, they did not sink into unconsciousness; rather, images emerged during their sleep consciousness—images in colors and forms. Around them was a world compared to which even today’s most vivid dream world is but a faint, misty echo. These images represented the soul and spirit present in their surroundings.

[ 5 ] Wenn also dazumal der Mensch am Beginne seiner Erdenlaufbahn sich einem ihm schädlichen Wesen während der Nachtwanderung näherte, sah er dies nicht so, wie es heute gesehen wird - also nicht einen Löwen, der sich ihm näherte, als eine Löwengestalt —, sondern er sah aufsteigen ein Farben- und Formenbild, und das zeigte ihm instinktiv: Da ist für dich etwas Schädliches, das frißt dich und da mußt du ausweichen. Das waren wirkliche Abbilder des GeistigSeelischen, das um den Menschen herum vorging. Alles GeistigSeelische wurde in der Nacht gesehen, und ganz langsam und allmählich geschah die Entwickelung so, daß der Mensch immer längere Zeit untertauchte in seinen physischen Leib, immer kürzer wurde die Nacht, immer längere Zeit dauerte der Tag. Und je mehr der Mensch sich einwohnte in seinen physischen Leib, desto mehr verschwanden die nächtlichen hellseherischen Bilder, desto mehr tauchte das heutige Tagesbewußtsein auf. Aber wir dürfen nicht vergessen, daß ein wirkliches echtes Selbstbewußtsein, wie es sich der Mensch während des Erdendaseins erringen soll, nur zu erringen ist durch ein Untertauchen in den physischen Leib. Nicht als ein selbständiges Wesen hat sich der Mensch früher gefühlt, sondern als ein Glied der göttlich-geistigen Wesenheiten, denen er entsprossen ist. Wie die Hand sich fühlt als ein Glied des Organismus, so fühlte sich der Mensch, als er noch ein dumpfes Hellsehen hatte, als einen Teil des göttlich-geistigen Bewußtseins, des göttlichen Ich. Nicht «Ich-bin» hätte der Mensch von sich gesagt, sondern «Gott ist - und ich in ihm».

[ 5 ] So when, back then, a human being at the beginning of his earthly journey approached a creature harmful to him during a nighttime walk, he did not see it as it is seen today—that is, not a lion approaching him in the form of a lion—but rather he saw a picture of colors and shapes rising up, and this instinctively showed him: There is something harmful there that will devour you, and you must avoid it. These were actual images of the spiritual-soul aspects unfolding around the human being. All spiritual and soul-related phenomena were perceived at night, and very slowly and gradually, development proceeded in such a way that human beings spent increasingly longer periods immersed in their physical bodies; the night grew shorter and shorter, while the day grew longer and longer. And the more human beings settled into their physical bodies, the more the nocturnal clairvoyant images faded away, and the more today’s daytime consciousness emerged. But we must not forget that a true, genuine self-consciousness—such as human beings are meant to attain during their earthly existence—can only be attained through immersion in the physical body. Human beings did not formerly feel themselves to be independent beings, but rather as members of the divine-spiritual beings from whom they sprang. Just as the hand feels itself to be a part of the organism, so did human beings, when they still possessed a dim form of clairvoyance, feel themselves to be a part of the divine-spiritual consciousness, the divine “I.” Human beings would not have said of themselves, “I am,” but rather, “God is—and I am in Him.”

[ 6 ] Nun aber war, wie wir immer mehr begreifen werden, der Erde, welche in ihrer Entwickelung drei frühere Stufen durchgemacht hatte als Saturn, Sonne und Mond, eine ganz besondere Mission vorbehalten. Glauben Sie nicht, daß man die Planetenzustände so nebeneinander betrachten kann, daß ein Planet dem anderen gleichwertig sei. Von einer bloßen Wiederholung des schon einmal Dagewesenen kann in der göttlichen Schöpfung nicht die Rede sein. Jedes Planetendasein hat eine ganz bestimmte Aufgabe. Unsere Erde hat die Mission, daß die Wesen, die sich auf ihr entwickeln sollen, das Element der Liebe bis zur höchsten Entfaltung auszubilden haben. Liebe soll die Erde ganz und gar durchdringen, wenn die Erde am Ende ihrer Entwickelung angekommen ist. - Machen wir uns klar, was das heißt: Die Erde ist der planetarische Zustand für die Entwickelung der Liebe.

[ 6 ] But now, as we will come to understand more and more, the Earth—which had gone through three earlier stages of development than Saturn, the Sun, and the Moon—was destined for a very special mission. Do not believe that the states of the planets can be viewed side by side in such a way that one planet is equivalent to another. There can be no question of a mere repetition of what has already existed in divine creation. Every planetary existence has a very specific task. Our Earth’s mission is for the beings who are to develop upon it to cultivate the element of love to its highest degree. Love is to permeate the Earth completely when the Earth has reached the end of its evolution. — Let us be clear about what this means: The Earth is the planetary stage for the development of love.

[ 7 ] Wir sagen in der Geisteswissenschaft, der Erde ging der alte Mond voran. Dieser alte Mond hatte als planetarische Stufe auch eine Mission. Er hatte noch nicht die Aufgabe, die Liebe auszubilden, er sollte der Planet oder der Kosmos der Weisheit sein. Vor unserem Erdenzustand hat unser Planet durchgemacht die Stufe der Weisheit. Eine einfache, man möchte sagen, logische Betrachtung kann Ihnen das veranschaulichen. Sehen Sie sich um in der Natur unter allen ihren Wesenheiten. Nicht mit Ihrem bloßen Verstande sehen Sie sie an, sondern mit Ihren Herzens- und Gemütskräften, und Sie werden überall Weisheit finden, die in der Natur ausgeprägt ist. Diese Weisheit, von der hier gesprochen wird, ist so gemeint, daß sie wie eine Art geistiger Substanz allem zugrunde liegt. Betrachten Sie alles, was Sie wollen, in der Natur. Nehmen Sie zum Beispiel ein Stück Oberschenkelknochen, da werden Sie sehen: Das ist nicht eine massive Masse, sondern eine feine, hin und her gehende Reihe von Balken, die zu einem wunderbaren Gerüst angeordnet sind. Und wer nachforscht, nach welchem Gesetze sie aufgebaut sind, der findet, daß das Gesetz befolgt ist, nach welchem mit dem kleinsten Aufwand von Material die größte Kraft entfaltet wird, um Träger des Oberleibes des Menschen zu sein. Unsere Ingenieurkunst ist noch nicht so weit, ein solches kunstvolles Gerüst auszubauen, wie es die alles durchwaltende Weisheit da aufgebaut hat. Solche Weisheit wird der Mensch erst später haben. Göttliche Weisheit durchsetzt die ganze Natur; menschliche Weisheit kommt erst nach und nach dazu. Im Laufe der Zeit wird menschliche Weisheit innerlich das erreichen, was göttliche Weisheit in die Erde hineingeheimnißt hat.

[ 7 ] In spiritual science, we say that the Earth was preceded by the ancient Moon. This ancient Moon also had a mission as a planetary stage. Its task was not yet to develop love; rather, it was to be the planet or cosmos of wisdom. Before our Earthly state, our planet went through the stage of wisdom. A simple—one might say logical—consideration can illustrate this to you. Look around at nature among all its beings. Do not view them with your mere intellect, but with the powers of your heart and soul, and you will find wisdom everywhere, expressed in nature. This wisdom, of which we speak here, is understood to underlie everything like a kind of spiritual substance. Consider whatever you wish in nature. Take, for example, a piece of thigh bone; there you will see: it is not a solid mass, but a delicate, crisscrossing series of beams arranged into a marvelous framework. And whoever investigates the laws by which it is constructed will find that it follows the principle whereby the greatest strength is developed with the least amount of material, in order to support the human torso. Our engineering has not yet advanced far enough to construct such an artful framework as the all-pervading wisdom has built there. Humanity will not possess such wisdom until later. Divine wisdom permeates all of nature; human wisdom is only gradually coming to join it. Over time, human wisdom will inwardly attain what divine wisdom has hidden within the earth.

[ 8 ] Aber in demselben Sinne, wie die Weisheit auf dem Monde vorbereitet worden ist, so daß sie sich jetzt überall auf der Erde findet, wird auf der Erde die Liebe vorbereitet. Könnten Sie hellseherisch zurückblicken auf den alten Mond, so könnten Sie sehen, daß nicht in allen Dingen damals eine solche Weisheit war; manche Dinge würden Sie noch unweise finden. Erst durch die ganze Mondenentwickelung hindurch prägte sich die Weisheit hinein in die Dinge, und als der Mond in seiner Entwickelung fertig war, da war alles so davon durchzogen, daß überall Weisheit darinnen war.

[ 8 ] But just as wisdom was prepared on the Moon so that it is now found everywhere on Earth, so too is love being prepared on Earth. If you could look back clairvoyantly at the ancient Moon, you would see that not everything possessed such wisdom back then; you would still find some things lacking in wisdom. It was only through the entire course of the Moon’s evolution that wisdom became imprinted upon things, and when the Moon had completed its evolution, everything was so permeated by it that wisdom was present in all things.

[ 9 ] Die innerliche Weisheit zog in den Menschen erst ein auf der Erde mit dem Ich. Diese innerliche Weisheit muß aber der Mensch erst nach und nach entwickeln. Ebenso wie sich auf dem Monde die Weisheit entwickelt hat, so daß sie jetzt da ist in den Dingen, so entwickelt sich jetzt die Liebe. Zuerst trat sie in der niedrigsten Gestalt, in der sinnlichen, während der lemurischen Zeit ins Dasein. Im Laufe des Erdendaseins wird sie sich aber immer mehr und mehr vergeistigen, bis zuletzt, wenn die Erde am Ende ihrer Entwickelung angelangt sein wird, das ganze Dasein von Liebe durchzogen sein wird wie es heute von Weisheit durchzogen ist - durch das Wirken der Menschen, wenn diese ihre Aufgabe erfüllen werden.

[ 9 ] Inner wisdom first entered human beings on Earth with the “I.” However, human beings must develop this inner wisdom gradually. Just as wisdom developed on the Moon so that it is now present in all things, so love is now developing. It first came into being in its lowest form—the sensual form—during the Lemurian era. In the course of Earth’s existence, however, it will become increasingly spiritualized, until finally, when the Earth reaches the end of its evolution, the whole of existence will be permeated by love, just as it is today permeated by wisdom—through the actions of human beings, when they fulfill their task.

[ 10 ] Und die Erde wird übergehen in einen künftigen planetarischen Zustand. Diesen nennen wir Jupiter. Die Wesen aber, die auf dem Jupiter so herumwandeln werden wie die Menschen auf der Erde, die werden ebenso in allen Wesen die Liebe herausduftend finden, die sie als Mensch selbst hineingelegt haben während des Erdendaseins, wie die Menschen heute die Weisheit in allen Dingen finden. Dann werden die Menschen ebenso die Liebe aus ihrem Innern heraus entwickeln, wie jetzt die Menschen nach und nach die Weisheit herausentwickeln werden. Die große kosmische Liebe wird dann die Dinge durchdringen, die jetzt auf der Erde ihr Dasein beginnt.

[ 10 ] And the Earth will transition into a future planetary state. We call this Jupiter. But the beings who will walk about on Jupiter just as humans do on Earth will likewise find love radiating from all beings—the love they themselves, as humans, instilled during their earthly existence—just as humans today find wisdom in all things. Then humans will develop love from within themselves, just as humans are now gradually developing wisdom. The great cosmic love will then permeate the things that are now beginning their existence on Earth.

[ 11 ] Der materialistische Sinn glaubt nicht an die kosmische Weisheit, sondern nur an die menschliche. Wenn die Menschen mit unbefangenem Sinn hineinsehen würden in den Lauf der Entwickelung, so würden sie sehen, daß alle kosmische Weisheit am Anfange so weit war, wie die menschliche Weisheit erst am Ende der Erde sein wird. In den Zeiten, in denen man mit Benennungen noch genauer war als gegenwärtig, nannte man die im Menschen wirkende subjektive Weisheit Intelligenz, im Gegensatze zur objektiven kosmischen Weisheit. Gar nicht achtet der Mensch darauf, daß dasjenige, was er im Laufe des Erdendaseins erfindet, die göttlich-geistigen Wesenheiten sich bereits während des Mondendaseins erobert und der Erde eingepflanzt haben. Nehmen wir ein Beispiel dafür.

[ 11 ] The materialistic mind does not believe in cosmic wisdom, but only in human wisdom. If people were to look into the course of evolution with an unbiased mind, they would see that all cosmic wisdom was, in the beginning, as advanced as human wisdom will be only at the end of the Earth. In times when terminology was even more precise than it is today, the subjective wisdom at work within human beings was called “intelligence,” in contrast to objective cosmic wisdom. Human beings pay no attention to the fact that what they invent in the course of earthly existence was already attained by the divine-spiritual beings during the Lunar era and implanted on Earth. Let’s take an example of this.

[ 12 ] Wie wird den Kindern in der Schule schon eingetrichtert der große Fortschritt, den die Menschen gemacht haben, dutch die Erfindung des Papiers zum Beispiel. Nun, die Wespen erzeugten das Papier schon viele tausend Jahre vorher; denn das, was die Wespen in ihren Nestern bauen, besteht aus genau derselben Substanz, aus der das menschliche Papier hergestellt wird, und das wird genau auf dieselbe Weise erzeugt, nur durch den Lebensprozeß. Der Wespengeist, die Gruppenseele der Wespen, die ein Teil ist der göttlich-geistigen Substanz, ist die Erfinderin des Papiers schon viel früher gewesen. So tappt der Mensch eigentlich immer hinter der Weltenweisheit nach. Im Prinzip ist alles, was der Mensch im Laufe der Erdenentwickelung erfinden wird, schon in der Natur enthalten. Was aber der Mensch wirklich der Erde geben wird, das ist die Liebe, die sich von der . sinnlichsten zur vergeistigtsten Art entfalten wird. Das ist die Aufgabe der Erdenentwickelung. Die Erde ist der Kosmos der Liebe.

[ 12 ] How children are taught in school about the great progress humans have made—through the invention of paper, for example. Well, wasps were already producing paper many thousands of years earlier; for what wasps build in their nests consists of exactly the same substance from which human paper is made, and it is produced in exactly the same way—simply through the process of life. The wasp spirit—the group soul of the wasps, which is part of the divine-spiritual substance—was the inventor of paper long before humans. Thus, humanity is actually always lagging behind the wisdom of the worlds. In principle, everything that humanity will invent in the course of Earth’s evolution is already contained within nature. But what humanity will truly give to the Earth is love, which will unfold from its most sensuous to its most spiritual form. That is the task of Earth’s evolution. The Earth is the cosmos of love.

[ 13 ] Was ist denn aber, so fragen wir, notwendig zur Liebe? Was gehört denn dazu, daß ein Wesen ein anderes lieben kann? Dazu ist nötig, daß dieses Wesen sein volles Selbstbewußtsein habe, ganz selbständig sei. Kein Wesen kann ein anderes im vollen Sinne lieben, wenn diese Liebe nicht eine freie Gabe ist gegenüber dem anderen Wesen. Meine Hand liebt nicht meinen Organismus. Nur ein Wesen, das selbständig ist, das losgeschnürt ist von dem anderen Wesen, kann dieses lieben. Dazu mußte der Mensch zu einem Ich-Wesen werden. Das Ich mußte der dreifachen menschlichen Leiblichkeit eingepflanzt werden, damit die Erde ihre Mission der Liebe durch den Menschen ausführen kann. Deshalb werden Sie verstehen, daß in der christlichen Esoterik gesagt wird: Ebenso, wie andere Kräfte, zuletzt die Weisheit während des Mondendaseins, von den Göttern heruntergeströmt sind, strömt die Liebe während des Erdendaseins in dieses ein; und der Träger der Liebe kann nur das selbständige Ich sein, das sich nach und nach im Laufe der Erdenentwickelung herausbildet. Aber der Mensch muß zu allem ganz langsam vorbereitet werden, auch zu der gegenwärtigen Art seines Bewußtseins. Setzen wir den Fall, gleich in der alten lemurischen Zeit würde der Mensch untergetaucht sein in seinen physischen Leib, er hätte damals schon die volle äußere Wirklichkeit gesehen. Er hätte sich dann in diesem schnellen Tempo die Liebe nicht einpflanzen können! Er mußte nach und nach erst zu seiner Erdenmission herangeführt werden. Ohne daß er schon sein volles Selbstbewußtsein hatte, ohne daß er schon so weit war, im hellen Tagesbewußtsein die Gegenstände um sich herum wahrzunehmen, wurde ihm in seinem dämmerhaften Bewußtsein unbewußt der erste Unterricht der Liebe gegeben. So sehen wir, daß während der ganzen Zeiten, während der Mensch noch ein altes, traumhaftes Hellseherbewußtsein hatte, während die Seele also lange Zeit außerhalb des Leibes war, dem Menschen in einem dämmerhaften, noch nicht selbstbewußten Zustande die Liebe eingepflanzt wird. Stellen wir ihn uns einmal so recht vor die Seele, diesen Menschen der alten Zeit, der noch nicht auf der Höhe des vollen Selbstbewußtseins angelangt ist.

[ 13 ] But what, we ask, is necessary for love? What is required for one being to love another? For this to happen, that being must possess full self-awareness and be completely independent. No being can love another in the full sense of the word unless that love is a free gift to the other being. My hand does not love my body. Only a being that is independent—that is detached from the other being—can love it. For this to happen, human beings had to become “I”-beings. The “I” had to be implanted into the threefold human physical body so that the Earth could fulfill its mission of love through human beings. Therefore, you will understand why Christian esotericism states: Just as other forces—most recently wisdom during the Lunar period—flowed down from the gods, so love flows into the Earth during the Earth period; and the bearer of love can only be the independent “I,” which gradually takes shape in the course of Earth’s evolution. But human beings must be prepared for everything very slowly, including their present state of consciousness. Let us suppose that, even in the ancient Lemurian era, human beings had been fully immersed in their physical bodies; they would have already perceived the full outer reality at that time. They would not have been able to instill love within themselves at such a rapid pace! They first had to be gradually guided toward their earthly mission. Without having yet attained full self-awareness, without having yet reached the stage of perceiving the objects around him in clear, waking consciousness, he was unconsciously given his first lessons in love within his twilight state of consciousness. Thus we see that throughout the ages, while human beings still possessed an ancient, dreamlike clairvoyant consciousness—that is, while the soul was for a long time outside the body—love was instilled in them in a twilight state, one not yet marked by self-awareness. Let us picture him clearly before the soul—this human being of ancient times, who has not yet reached the height of full self-consciousness.

[ 14 ] Der Mensch schläft des Abends ein; aber kein schroffer Übergang vom Wachen zum Schlafen findet statt. Bilder tauchen auf, lebendige Traumbilder, die aber einen lebendigen Bezug haben zu der geistigen Welt. Das heißt, der Mensch lebte sich während des Einschlafens in die geistige Welt ein. Da träufelte ihm in das dämmerhafte Bewußtsein der göttliche Geist die ersten Keime alles Liebeswirkens ein. Was sich durch die Liebe im Laufe der Erdenentwickelung offenbaren soll, das strömt zuerst während der Nacht in den Menschen ein. Der Gott, der die eigentliche Erdenmission auf die Erde bringt, offenbart sich zuerst zu nächtlicher Zeit dem dumpfen, alten hellseherischen Bewußtsein, bevor er sich dem hellen Tagesbewußtsein offenbaren kann. Dann, langsam und allmählich, werden die Zeiten, in denen der Mensch in dem dumpfen hellseherischen Zustande ist, kürzer, das Tagesbewußtsein immer länger, die aurischen Säume um die Gegenstände werden immer unbedeutender, die Gegenstände bekommen immer festere Grenzen. Vorher hat der Mensch die Sonne, den Mond mit einem mächtigen Hof gesehen, alles wie in einer Nebelmasse liegend. Langsam erst reinigt sich der ganze Anblick, und es treten feste Grenzen an den Dingen auf. In diesen Zustand ist der Mensch allmählich gekommen. Was da der Mensch äußerlich sieht, während die Sonne die Erde bescheint und ihm durch das sichtbare Licht das ganze Erdendasein, Mineralien, Pflanzen und Tiere offenbart, das empfindet der Mensch als die Offenbarungen des Göttlichen in dem Äußeren.

[ 14 ] A person falls asleep in the evening; but there is no abrupt transition from wakefulness to sleep. Images emerge—vivid dream images—that nevertheless have a living connection to the spiritual world. This means that, as the person falls asleep, they become immersed in the spiritual world. There, in their twilight consciousness, the divine Spirit instills the first seeds of all loving activity. What is to be revealed through love in the course of Earth’s evolution first flows into human beings during the night. The God who brings the true earthly mission to Earth first reveals Himself at night to the dim, ancient clairvoyant consciousness before He can reveal Himself to the bright consciousness of the day. Then, slowly and gradually, the periods during which human beings are in this dim, clairvoyant state become shorter, daytime consciousness grows longer, the auric halos around objects become increasingly insignificant, and objects acquire ever more definite boundaries. Previously, human beings saw the sun and the moon surrounded by a powerful halo, everything appearing as if shrouded in a mass of mist. Only slowly does the entire vision clear, and distinct boundaries begin to appear around things. The person has gradually arrived at this state. What the person sees externally—while the sun shines upon the earth and, through visible light, reveals to them the entire earthly existence, including minerals, plants, and animals—the person perceives as the manifestations of the Divine in the external world.

[ 15 ] Was ist denn im Sinne der christlichen Esoterik das, was im hellen Tagesbewußtsein sichtbar wird, woraus sich die Erde im weiten Umfange zusammensetzt? Es ist eine Offenbarung der göttlichen Kräfte, eine äußere materielle Offenbarung des innerlich Geistigen! Wenn Sie den Blick hinaus auf die Sonne richten oder auf das, was Sie auf der Erde finden: Es ist eine Offenbarung des Göttlich-Geistigen. Dieses Göttlich-Geistige in der heutigen Gestalt, wie es allem zugrunde liegt, was dem hellen Tagesbewußtsein erscheint, die unsichtbare Welt hinter dieser ganzen sichtbaren Tageswelt, das nennt die christliche Esoterik den «Logos» oder das «Wort». Denn wie der Mensch zuletzt das Wort in sich selber aussprechen kann, so ist zuerst alles, das Tierreich, Pflanzenreich, Mineralreich, aus dem Logos entstanden. Alles ist eine Verkörperung dieses Logos. Und so, wie Ihre Seele unsichtbar in Ihrem Innern waltet und sich äußerlich einen Leib schafft, so schafft sich in der Welt ein jedes Seelische den ihm passenden äußeren Leib und offenbart sich durch irgendein Physisches.

[ 15 ] What, then, in the context of Christian esotericism, is that which becomes visible in clear daytime consciousness—the very substance of which the Earth is composed on a vast scale? It is a revelation of the divine forces, an outer, material revelation of the inner spiritual! When you look out at the sun or at what you find on Earth: it is a revelation of the divine-spiritual. This divine-spiritual in its present form—which underlies everything that appears to clear daytime consciousness, the invisible world behind this entire visible world of the day—is what Christian esotericism calls the “Logos” or the “Word.” For just as human beings can ultimately utter the Word within themselves, so, in the beginning, everything—the animal kingdom, the plant kingdom, and the mineral kingdom—arose from the Logos. Everything is an embodiment of this Logos. And just as your soul reigns invisibly within you and creates a body for itself outwardly, so too does every spiritual entity in the world create for itself a suitable outer body and reveal itself through some physical form.

[ 16 ] Wo ist denn nun der physische Leib des Logos, von dem das Johannes-Evangelium spricht und den wir uns heute immer mehr zum Bewußtsein bringen wollen? Wo ist der physische Leib des Logos? Am reinsten erscheint dieser äußere physische Leib des Logos zunächst im äußeren Sonnenlicht. Das Sonnenlicht ist nicht bloß materielles Licht. Für die geistige Anschauung ist es ebenso das Kleid des Logos, wie Ihr äußerer physischer Leib das Kleid für Ihre Seele ist. Wenn Sie ebenso zu einem Menschen stehen, wie heute die Mehrzahl der Menschen zur Sonne steht, so können Sie nicht den anderen Menschen kennenlernen; da würden Sie sich zu jedem Menschen, der eine fühlende, denkende, wollende Seele hat, so stellen, daß Sie nicht ein Seelisch-Geistiges bei ihm voraussetzen, sondern bloß einen physischen Leib abtasten und glauben, daß der dann auch aus Papiermaché sein könnte. Wenn Sie aber durchdringen wollen zu dem Geistigen im Sonnenlicht, dann müssen Sie es so betrachten, wie wenn Sie von der leiblichen Seite eines Menschen aus das Innere kennenlernen. Wie Ihr Leib sich zu Ihrer Seele verhält, so verhält sich das Sonnenlicht zu dem Logos. In dem Sonnenlichte strömt ein Geistiges der Erde zu. Dieses Geistige ist, wenn wit nicht nur den Sonnenleib, sondern auch den Sonnengeist zu fassen vermögen, dieser Geist ist die Liebe, die herunterströmt auf die Erde. Nicht allein weckt das physische Sonnenlicht die Pflanzen, so daß diese verkümmern müßten, wenn das physische Sonnenlicht nicht auf sie wirkte, sondern mit dem physischen Sonnenlichte strömt die warme Liebe der Gottheit auf die Erde; und die Menschen sind dazu da, die warme Liebe der. Gottheit in sich aufzunehmen, zu entwickeln und zu erwidern. Das können sie aber nur dadurch, daß sie selbstbewußte Ich-Wesen werden. Nur dann können sie die Liebe erwidern.

[ 16 ] Where, then, is the physical body of the Logos of which the Gospel of John speaks and which we seek to bring more and more into our consciousness today? Where is the physical body of the Logos? This outer physical body of the Logos appears in its purest form, first and foremost, in the light of the sun. Sunlight is not merely material light. To spiritual perception, it is just as much the garment of the Logos as your outer physical body is the garment for your soul. If you relate to a human being in the same way that the majority of people today relate to the sun, you cannot come to know that other human being; for you would approach every human being who possesses a feeling, thinking, and willing soul in such a way that you do not presuppose anything soul-spiritual in them, but merely feel your way around a physical body and believe that it might just as well be made of papier-mâché. But if you wish to penetrate to the spiritual in sunlight, then you must regard it as you would when getting to know a person’s inner being through their physical form. Just as your body relates to your soul, so does sunlight relate to the Logos. In the sunlight, a spiritual force flows toward the Earth. This spiritual force—if we are able to grasp not only the body of the Sun but also the Spirit of the Sun—is love, which flows down upon the Earth. Not only does physical sunlight awaken the plants—so that they would wither away if physical sunlight did not act upon them—but along with the physical sunlight, the warm love of the Deity flows down to Earth; and human beings are here to receive, develop, and reciprocate the warm love of the Deity. But they can do this only by becoming self-aware “I”-beings. Only then can they reciprocate that love.

[ 17 ] Als die Menschen anfingen in der ersten Zeit, zuerst nur kurze Zeit in ihrem Tagesleben zu verweilen, da konnten sie nichts vernehmen von dem Lichte, das zugleich die Liebe entzündete. Das Licht schien in die Finsternis, aber die Finsternis konnte noch nichts begreifen von dem Lichte. Und wäre dem Menschen dieses Licht, das zugleich die Liebe des Logos ist, nicht anders geoffenbart worden als nur durch die kurzen Tagesstunden, der Mensch hätte dieses Licht der Liebe nicht begriffen. Aber in dem dumpfen hellseherischen Traumbewußtsein jener alten Zeit strömte doch die Liebe in den Menschen ein. Und jetzt blicken wir hinter das Dasein auf ein großes Mysterium der Welt, unserer Erde, auf ein wichtiges Mysterium.

[ 17 ] When people first began, in the early days, to dwell only briefly in their daily lives, they could perceive nothing of the light that simultaneously kindled love. The light shone into the darkness, but the darkness could not yet comprehend the light. And if this light—which is at the same time the love of the Logos—had not been revealed to humankind in any other way than through the brief hours of the day, humankind would not have comprehended this light of love. Yet, even in the dim, clairvoyant dream-consciousness of those ancient times, love still flowed into humankind. And now let us look beyond existence to a great mystery of the world, of our Earth—a profound mystery.

[ 18 ] Fassen wir es einmal, daß sozusagen die Lenkung der Welt für unsere Erde so war, daß eine Zeit hindurch auf unbewußte Art dem Menschen die Liebe einströmte durch ein dämmerhaftes Hellseherbewußtsein und ihn innerlich vorbereitete zur Aufnahme der Liebe im vollen hellen Tagesbewußtsein. - Wir haben gesehen, daß unsere Erde allmählich der Kosmos geworden ist, der die Mission der Liebe durchzuführen hat. Die Erde wird beschienen von der heutigen Sonne. Wie der Mensch die Erde bewohnt und die Liebe nach und nach sich aneignet, so bewohnen die Sonne andere, höhere Wesen, weil die Sonne auf einer höheren Stufe des Daseins angekommen ist. Der Mensch ist Erdenbewohner, und Erdenbewohner sein, bedeutet ein Wesen sein, das sich die Liebe aneignet während der Erdenzeit. Ein Sonnenbewohner in unserer Zeit bedeutet ein Wesen, welches die Liebe entzünden kann, welches die Liebe einströmen lassen kann. Nicht würden die Erdenbewohner die Liebe entwickeln, sie nicht aufnehmen können, wenn nicht die Sonnenbewohner ihnen die reife Weisheit schicken würden mit den Lichtstrahlen. Indem das Licht der Sonne auf die Erde herunterströmt, entwickelt sich auf der Erde die Liebe. Das ist eine ganz reale Wahrheit. Die Wesenheiten, die so hoch stehen, daß sie die Liebe ausströmen können, haben die Sonne zu ihrem Schauplatze gemacht.

[ 18 ] Let us consider, so to speak, that the guidance of the world for our Earth was such that, for a time, love flowed into human beings unconsciously through a twilight-like clairvoyant consciousness, preparing them inwardly to receive love in full, bright, daytime consciousness. - We have seen that our Earth has gradually become the cosmos that is to carry out the mission of love. The Earth is illuminated by the present-day Sun. Just as human beings inhabit the Earth and gradually assimilate love, so do other, higher beings inhabit the Sun, because the Sun has reached a higher stage of existence. Human beings are inhabitants of Earth, and to be an inhabitant of Earth means to be a being who assimilates love during their time on Earth. A solar inhabitant in our time means a being who can kindle love, who can allow love to flow in. Earth dwellers would not be able to develop love or receive it if the sun dwellers did not send them mature wisdom along with the rays of light. As the light of the sun streams down upon the Earth, love develops on Earth. This is a very real truth. The beings who stand so high that they can radiate love have made the sun their domain.

[ 19 ] Es waren da, als der Mond fertig war mit seiner Entwickelung, sieben solcher Hauptwesenheiten, die so weit waren, daß sie Liebe ausströmen konnten. Hier berühren wir ein tiefes Mysterium, das die Geheimwissenschaft enthüllt. - Da ist im Beginne der Erdenentwickelung der kindliche Mensch, der die Liebe aufnehmen sollte und bereit war zur Aufnahme des Ich, und auf der anderen Seite die Sonne, die sich abspaltete und zu einem höheren Dasein aufstieg. Auf dieser Sonne konnten sich entwickeln sieben Hauptlichtgeister, die zu gleicher Zeit die gebenden Geister der Liebe waren. Nur sechs von ihnen nahmen auf der Sonne Wohnung; und das, was uns im Lichte der Sonne physisch zuströmt, enthält in sich die geistigen Liebeskräfte dieser sechs Lichtgeister oder der sechs Elohim, wie wir sie in der Bibel finden. Einer spaltete sich ab und ging einen anderen Weg zum Heile des Menschen, er wählte sich nicht die Sonne, sondern den Mond zu seinem Aufenthalte. Und dieser eine der Lichtgeister, der freiwillig auf das Sonnendasein verzichtete und sich den Mond wählte, ist kein anderer als derjenige, den das Alte Testament «Jahve» oder «Jehova» nennt. Dieser eine, der sich den Mond zum Aufenthalt wählte, ist derjenige, der vom Monde aus die reife Weisheit auf die Erde strömte und dadurch die Liebe vorbereitete.

[ 19 ] When the Moon had completed its evolution, there were seven such principal beings who had reached the stage where they could radiate love. Here we touch upon a profound mystery revealed by esoteric science. - At the beginning of Earth’s evolution, there was the infant-like human being, who was to receive love and was ready to receive the “I”; and on the other hand, there was the Sun, which separated itself and ascended to a higher existence. On this Sun, seven principal spirits of light were able to develop, who were at the same time the giving spirits of love. Only six of them took up residence on the Sun; and what physically flows toward us in the light of the Sun contains within itself the spiritual forces of love of these six spirits of light—or the six Elohim, as we find them in the Bible. One separated and took a different path for the salvation of humankind; he chose not the Sun but the Moon as his dwelling place. And this one of the spirits of light, who voluntarily renounced a solar existence and chose the moon, is none other than the one whom the Old Testament calls “Yahweh” or “Jehovah.” This one, who chose the moon as his abode, is the one who, from the moon, poured mature wisdom upon the Earth and thereby prepared the way for love.

[ 20 ] Jetzt schauen Sie einmal auf dieses Mysterium, das hinter den Dingen ist. Die Nacht gehört dem Monde, und sie gehörte in einem viel größeren Maße dem Monde in jener alten Zeit, als der Mensch noch nicht von der Sonne die Kraft der Liebe empfangen konnte, als er noch nicht im direkten Lichte diese Kraft der Liebe empfangen konnte. Da empfing er die reflektierte Kraft der reifen Weisheit vom Mondenlichte. Sie strömte ihm zu von dem Mondenlicht während der Zeit des Nachtbewußtseins. Jahve nennt man daher den Regierer der Nacht, der den Menschen vorbereitete auf die Liebe, die später während des vollen Tagbewußtseins entstehen sollte. So schauen wir zurück auf die alte Menschheitszeit, wo geistig der Vorgang stattfand, der durch die Himmelskörper nur symbolisiert wird, wo Sie die Sonne auf der einen Seite, den Mond auf der anderen Seite haben.

[ 20 ] Now take a look at this mystery that lies behind all things. The night belongs to the moon, and it belonged to the moon to a much greater extent in those ancient times, when human beings could not yet receive the power of love from the sun, when they could not yet receive this power of love in direct light. At that time, they received the reflected power of mature wisdom from the moonlight. It flowed to them from the moonlight during the time of nighttime consciousness. That is why Yahweh is called the Ruler of the Night, who prepared humanity for the love that was to arise later during full daytime consciousness. Thus we look back on the ancient era of humanity, when the spiritual process took place—a process symbolized only by the celestial bodies—where you have the sun on one side and the moon on the other.

[ 21 ] Während der Nacht, zu gewissen Zeiten, sendet uns der Mond die reflektierte Sonnenkraft zu. Es ist dasselbe Licht, das uns auch von der Sonne zukommt. So strahlte zurück in den alten Zeiten Jahve oder Jehova die Kraft der reifen Weisheit, die Kraft der sechs Elohim, und diese Kraft strömte er während der Zeit des Nachtschlafens in die Menschen ein und bereitete sie vor, so daß sie fähig wurden, auch später die Kraft der Liebe nach und nach während des tagwachen Bewußtseins zu bekommen.

[ 21 ] During the night, at certain times, the moon sends us the reflected power of the sun. It is the same light that comes to us from the sun. Thus, in ancient times, Yahweh or Jehovah radiated the power of mature wisdom, the power of the six Elohim, and during the hours of nighttime sleep, He poured this power into human beings, preparing them so that they would later be able to gradually receive the power of love during their waking consciousness.

[ 22 ] Die Zeichnung soll in symbolischer Weise andeuten den tagwachen Menschen, wo physischer Leib und Ätherleib abhängig sind vom Göttlichen, und das Ich und der Astralleib auf dem physischen Plane im physischen Leibe und Ätherleibe sind; da wird von außen das ganze System des Menschen beschienen von der Sonne. Von der Nacht wissen Sie jetzt, daß sie eine viel längere war und viel wirkungsvoller für den Menschen uralter Vorzeit. Da sind Astralleib und Ich aus physischem Leib und Ätherleib heraus; da ist das Ich ganz in der astralischen Welt, und der astralische Leib wird von außen hineingesenkt in den physischen Leib so, daß er aber seiner ganzen Wesenheit nach doch in das Geistig-Göttliche eingebettet ist. Da kann die Sonne nicht direkt auf den menschlichen Astralleib scheinen und in ihm die Kraft der Liebe entzünden. Da wirkt der Mond, der das Sonnenlicht reflektiert, durch Jahve oder Jehova. Der Mond ist das Symbolum für Jahve oder Jehova, und die Sonne ist nichts anderes als das Symbolum für den Logos, der die Summe der anderen sechs Elohim ist. Nur symbolisch soll diese Zeichnung, die Sie studieren mögen, über die Sie meditieren mögen, das andeuten. Und wenn Sie darüber nachdenken, werden Sie finden, welch tiefe Mysterienwahrheiten darin dargestellt sind: daß lange Zeit hindurch dem nächtlichen Bewußtsein durch Jahve die Kraft der Liebe dem Menschen eingepflanzt wurde auf unbewußte Art. So wurde der Mensch vorbereitet, damit er nach und nach selbst den Logos, die Kraft seiner Liebe empfangen konnte. Wie war das möglich? Wie konnte denn das geschehen? — Jetzt kommen wir zu der anderen Seite des Mysteriums.

[ 22 ] The drawing is intended to symbolically illustrate to the waking human being where the physical body and the etheric body are dependent on the Divine, and where the “I” and the astral body exist on the physical plane within the physical and etheric bodies; there, the entire human system is illuminated from without by the sun. You now know that the night was much longer and had a much greater effect on people in ancient times. During the night, the astral body and the “I” are outside the physical and etheric bodies; the “I” is entirely in the astral world, and the astral body is drawn from the outside into the physical body in such a way that, in its entirety, it remains embedded in the spiritual-divine. In this state, the sun cannot shine directly upon the human astral body and kindle the power of love within it. Instead, the moon, which reflects the sunlight, acts through Yahweh or Jehovah. The moon is the symbol of Yahweh or Jehovah, and the sun is nothing other than the symbol of the Logos, who is the sum of the other six Elohim. This drawing—which you may study and meditate upon—is intended to suggest this only symbolically. And as you reflect on it, you will discover the profound truths of the Mystery it depicts: that for a long time, through Yahweh, the power of love was implanted in human beings unconsciously via their nocturnal consciousness. In this way, humankind was prepared so that, little by little, it could receive the Logos—the power of His love—on its own. How was this possible? How could this have happened? — Now we come to the other side of the mystery.

[ 23 ] Wir haben uns gesagt, daß der Mensch zur selbstbewußten Liebe auf der Erde berufen war. Er mußte also einen Führer, einen Lehrer während des hellen Tagesbewußtseins haben, der ihm so gegenübertrat, daß er ihn wahrnehmen konnte. Nur während der Nacht, im dämmerhaften Bewußtsein konnte ihm die Liebe eingepflanzt werden. Nach und nach aber mußte etwas eintreten, etwas mit voller Tatsächlichkeit eintreten, was dem Menschen möglich machte, außen, physisch das Wesen der Liebe selber zu sehen. Wodurch konnte das eintreten? Das konnte nur dadurch eintreten, daß das Wesen der göttlichen Liebe, des Logos, ein Wesen auf der Erde wurde - ein fleischliches Wesen auf der Erde, wie es der Mensch auf der Erde durch seine Sinne wahrnehmen konnte. Weil der Mensch zur Wahrnehmung durch seine äußeren Sinne sich entwickelte, mußte der Gott, der Logos, selbst ein Sinneswesen werden. Er mußte in einem fleischlichen Leibe auftreten. Das geschah durch den Christus Jesus, und die historische Erscheinung des Christus Jesus bedeutet nichts anderes, als daß die Kräfte der sechs Elohim oder des Logos sich verkörpert haben in dem Jesus von Nazareth im Anfange unserer Zeitrechnung, — in ihm real da waren in der Welt der Sichtbarkeit. Darauf kommt es an. Das, was in der Sonne an innerer Kraft liegt, die Kraft der Logosliebe, nahm physische Menschengestalt an in dem Leibe des Jesus von Nazareth. Denn so wie ein anderer äußerer Gegenstand, wie ein anderes Wesen, so mußte dem Menschen auf der Erde für sein Sinnesbewußtsein der Gott in leibhaftiger Gestalt entgegentreten. Was ist daher diese Wesenheit, die uns im Beginne unserer Zeitrechnung als der Christus Jesus entgegentrat? Sie ist nichts anderes als die Verkörperung des Logos, der sechs anderen Elohim, denen vorbereitend der eine, der Jahve-Gott vorangegangen ist. Und diese eine Gestalt des Jesus von Nazareth, in welcher der Christus oder der Logos inkarniert war, bringt daher das, was früher immer nur von der Sonne auf die Erde herniederströmte, was nur im Sonnenlichte enthalten ist, sie bringt es in das Menschenleben, in die Menschheitsgeschichte selbst hinein: «Der Logos ward Fleisch». Das ist das, worauf das Johannes-Evangelium den größten Wert legt.

[ 23 ] We have said that human beings were called to self-aware love on Earth. They therefore needed a guide, a teacher, during their bright, daytime consciousness—one who would present himself in such a way that they could perceive him. Only during the night, in twilight consciousness, could love be instilled in him. Gradually, however, something had to come about—something that would occur with full reality—that would enable human beings to see the very essence of love itself externally, physically. How could this come about? This could only come about through the essence of divine love—the Logos—becoming a being on Earth—a physical being on Earth, as human beings on Earth could perceive through their senses. Because human beings developed the ability to perceive through their external senses, God—the Logos—had to become a sensory being Himself. He had to appear in a physical body. This happened through Christ Jesus, and the historical appearance of Christ Jesus means nothing other than that the powers of the six Elohim, or of the Logos, became incarnate in Jesus of Nazareth at the beginning of our era—that they were truly present in the visible world through him. That is what matters. That which lies within the sun as inner power—the power of the love of the Logos—took on a physical human form in the body of Jesus of Nazareth. For just as with any other external object or being, God had to appear to human beings on Earth in a corporeal form in order for them to perceive Him through their sensory consciousness. What, then, is this being who appeared to us at the beginning of our era as Christ Jesus? It is nothing other than the embodiment of the Logos, the six other Elohim, preceded in preparation by the one, the God Yahweh. And this one figure of Jesus of Nazareth, in whom the Christ or the Logos was incarnated, therefore brings what previously flowed down to Earth only from the sun—what is contained only in sunlight—into human life, into the very history of humanity itself: “The Logos became flesh.” This is what the Gospel of John emphasizes most of all.

[ 24 ] Und es mußte der Schreiber des Johannes-Evangeliums gerade auf diese Tatsache den größten Wert legen. Denn wahr ist es: Nachdem einige der eingeweihten Christus-Schüler verstanden hatten, um was es sich handelt, da traten auch andere auf, die das nicht im vollen Maße verstehen konnten, — die zwar voll verstanden, daß allem Materiellen, allem, was uns stofflich entgegentritt, ein SeelischGeistiges zugrunde liegt; was sie aber nicht begreifen konnten, war, daß sich in einem einzelnen Menschen für die physisch-sinnliche Welt physisch sichtbar der Logos selbst einmal verfleischlichte. Das konnten sie nicht verstehen. Dadurch unterscheidet sich das, was uns in den ersten christlichen Jahrhunderten als die «Gnosis » entgegentritt, von dem wahren esoterischen Christentum. Der Schreiber des Johannes-Evangeliums hat mit kräftigen Worten darauf hingewiesen: Nein, nicht sollt ihr ansehen den Christus als übersinnliches, unsichtbar bleibendes Wesen, das allem Stofflichen zugrunde liegt, sondern ihr sollt Wert darauf legen, daß das Wort Fleisch geworden ist, daß es unter uns gewohnet hat! Das ist der feine Unterschied zwischen dem esoterischen Christentum und der ursprünglichen Gnosis. Die Gnosis kennt den Christus ebenso wie das esoterische Christentum, aber nur als eine geistige Wesenheit, und sieht höchstens in dem Jesus von Nazareth einen mehr oder weniger an diese geistige Wesenheit gebundenen menschlichen Verkünder. Sie will festhalten an dem unsichtbar bleibenden Christus. Dagegen ist das esoterische Christentum immer im Sinne des Johannes-Evangeliums gewesen, das auf dem festen Boden des Wortes stand:

[ 24 ] And the writer of the Gospel of John must have attached the greatest importance to this very fact. For it is true: After some of the initiated disciples of Christ had understood what was at stake, others also came forward who could not fully grasp it—who, to be sure, fully understood that everything material, everything that confronts us in the physical world, is based on a soul-spiritual foundation; but what they could not grasp was that, in a single human being, the Logos itself was once incarnated in a way that was physically visible to the physical-sensory world. They could not understand that. This is what distinguishes what we encounter in the early Christian centuries as “Gnosis” from true esoteric Christianity. The author of the Gospel of John pointed this out in strong terms: No, you must not regard Christ as a supersensible, invisible being that underlies all material reality, but you must emphasize that the Word became flesh, that it dwelt among us! That is the subtle difference between esoteric Christianity and the original Gnosis. Gnosticism recognizes Christ just as esoteric Christianity does, but only as a spiritual being, and sees in Jesus of Nazareth, at most, a human messenger more or less bound to this spiritual being. It wishes to cling to the Christ who remains invisible. Esoteric Christianity, on the other hand, has always been in the spirit of the Gospel of John, which stood on the firm ground of the Word:

«Und der Logos ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnet.» (1,14)

“And the Word became flesh and dwelt among us.” (1:14)

[ 25 ] Und derjenige, der da in der sichtbaren Welt war, ist eine wirkliche Verkörperung der sechs anderen Elohim, des Logos!

[ 25 ] And the one who was there in the visible world is a true embodiment of the other six Elohim, the Logos!

[ 26 ] Damit also ist die Erdenmission, das, was aus der Erde werden sollte durch das Ereignis von Palästina, erst richtig in die Erde eingetreten. Vorher war alles Vorbereitung. Als was mußte sich also der Christus, der in dem Leibe des Jesus von Nazareth wohnte, vorzugsweise bezeichnen?

[ 26 ] Thus, the Earth mission—that which was to come of the Earth through the events in Palestine—has only now truly taken root in the Earth. Everything before that was preparation. How, then, should Christ, who dwelt in the body of Jesus of Nazareth, primarily describe himself?

[ 27 ] Er mußte sich vorzugsweise bezeichnen als den großen Bringer und den Verlebendiger des selbstbewußten freien menschlichen Wesens. Fassen wir diese lebendige Christus-Lehre einmal in kurze, paradigmatische Sätze. Dann müssen wir sagen: Die Erde ist dazu da, dem Menschen das volle Selbstbewußtsein, das «Ich-bin» zu geben. Vorher war alles nur Vorbereitung zu diesem Selbstbewußtsein, zum «Ich-bin»; und der Christus ist derjenige, der den Impuls gibt, daß die Menschen alle - jeder als einzelnes Wesen — empfinden können das «Ich-bin». Jetzt erst ist der mächtige Impuls gegeben, der die Menschen auf der Erde mit einem gewaltigen Ruck nach vorwärts bringt. Wir können das verfolgen beim Vergleich des Christentums mit der alttestamentlichen Lehre. In der alttestamentlichen Lehre fühlte der Mensch noch nicht vollständig das «Ich-bin» in seiner eigenen Persönlichkeit. Er hatte noch einen Rest dessen, was geblieben war von der alten Zeit des träumerischen Bewußtseins, wo der Mensch sich nicht als ein Selbst fühlte, sondern als Glied der göttlichen Wesenheit, wie das Tier heute noch ein Glied der Gruppenseele ist. Von der Gruppenseele sind die Menschen ausgegangen, und zum individuellen selbständigen Dasein, das in jedem Einzelmenschen das «Ich-bin» fühlt, sind sie fortgeschritten. Und der Christus ist die Kraft, die die Menschen zu diesem freien «Ich-bin»-Bewußtsein gebracht hat. Überschauen wir das einmal in seiner vollen innerlichen Bedeutung.

[ 27 ] He had to define himself, above all, as the great bringer and enabler of the self-aware, free human being. Let us summarize this living teaching of Christ in a few brief, paradigmatic sentences. Then we must say: The Earth exists to give human beings full self-awareness, the “I am.” Before that, everything was merely preparation for this self-awareness, for the “I am”; and Christ is the one who provides the impulse so that all human beings—each as an individual being—can experience the “I am.” Only now has the powerful impulse been given that propels humanity on Earth forward with a mighty surge. We can see this by comparing Christianity with the teachings of the Old Testament. In Old Testament teaching, human beings did not yet fully experience the “I Am” within their own personalities. They still retained a remnant of what remained from the ancient era of dreamlike consciousness, when human beings did not feel themselves as a self but as a member of the divine being, just as animals are still members of the group soul today. Human beings emerged from the group soul and have progressed toward an individual, independent existence in which each person feels the “I Am.” And Christ is the force that has brought human beings to this free “I Am” consciousness. Let us consider this once in its full inner significance.

[ 28 ] Der Bekenner des Alten Testaments fühlte sich noch nicht so abgeschlossen in seiner einzelnen Persönlichkeit wie der Bekenner des Neuen Testaments. Der Bekenner des Alten Testaments sagte noch nicht in seiner Persönlichkeit: Ich bin ein Ich. Er fühlte sich in dem ganzen alten jüdischen Volke und fühlte das «Gruppen-Volks-Ich». Versetzen wir uns einmal lebendig in das Bewußtsein eines solchen alttestamentlichen Bekenners. So, wie der wirkliche Christ das «Ich bin» fühlt und allmählich immer mehr fühlen lernen wird, so fühlte der Bekenner des Alten Testaments nicht das «Ich-bin». Er fühlte sich als ein Glied des ganzen Volkes und schaute hinauf zu der Gruppenseele, und wenn er das aussprechen wollte, sagte er: Mein Bewußtsein reicht hinauf bis zum Vater des ganzen Volkes, bis zu Abraham; wir - ich und Vater Abraham - sind eins. Ein gemeinsames Ich umfaßt uns alle; und da erst fühle ich mich geborgen in der geistigen Substantialität der Welt, wenn ich in der ganzen Volkssubstanz mich ruhen fühle. - So sah der Bekenner des Alten Testaments hinauf bis zum Vater Abraham und sagte: Ich und der Vater Abraham sind eins. In meinen Adern fließt dasselbe Blut wie in Abrahams Adern. — Und den Vater Abraham fühlte er wie die Wurzel, aus der jeder einzelne Abrahamite als ein Glied hervorging.

[ 28 ] The Old Testament believer did not yet feel as self-contained in his individual personality as the New Testament believer. The Old Testament believer did not yet say within his personality: “I am an ‘I.’” He felt himself to be part of the entire ancient Jewish people and experienced the “collective national ‘I.’” Let us vividly place ourselves in the consciousness of such an Old Testament believer. Just as the true Christian feels the “I am” and will gradually learn to feel it more and more, so the Old Testament believer did not feel the “I am.” He felt himself to be a member of the entire people and looked up to the group soul, and when he wanted to express this, he said: My consciousness reaches up to the father of the entire people, to Abraham; we—I and Father Abraham—are one. A shared “I” encompasses us all; and only then do I feel secure in the spiritual substance of the world, when I feel myself resting within the substance of the entire people. — Thus the Old Testament believer looked up to Father Abraham and said: “I and Father Abraham are one. The same blood flows through my veins as through Abraham’s veins.” — And he felt Father Abraham to be the root from which every single Abrahamite sprang forth as a branch.

[ 29 ] Da kam der Christus Jesus und sagte zu seinen nächsten intimsten Eingeweihten: Bisher haben die Menschen bloß geurteilt nach dem Fleisch, nach der Blutsverwandtschaft; die war für sie das Bewußtsein, daß sie in einem höheren, unsichtbaren Zusammenhange ruhten. Ihr aber sollt an einen viel geistigeren Zusammenhang glauben, an den, der weiter geht als die Blutsverwandtschaft. Ihr sollt an einen geistigen Vatergrund glauben, in dem das Ich wurzelt, der geistiger ist als jener Grund, der das jüdische Volk als Gruppenseele verbindet. Ihr sollt glauben an dasjenige, was in mir und in jedem Menschen ruht, und das ist nicht nur eins mit Abraham, das ist eins mit dem göttlichen Weltengrunde! Daher betonte der Christus Jesus im Sinne des Johannes-Evangeliums:

[ 29 ] Then Christ Jesus came and said to his closest, most intimate disciples: “Until now, people have judged solely according to the flesh, according to blood ties; for them, that was the awareness that they were part of a higher, invisible connection. But you are to believe in a much more spiritual connection, one that goes beyond blood ties. You are to believe in a spiritual Father-Principle in which the “I” is rooted, one that is more spiritual than the principle that unites the Jewish people as a group soul. You are to believe in that which dwells within me and within every human being, and that is not only one with Abraham—it is one with the divine foundation of the worlds! That is why Christ Jesus emphasized, in the spirit of the Gospel of John:

«Bevor der Vater Abraham war, war das «Ich-bin» !» (8, 58)

“Before Abraham was, the ‘I Am’ was!” (8:58)

[ 30 ] Nicht nur bis zu dem Vater-Prinzip, das bis zu Abraham reicht, geht mein Ur-Ich hinauf, sondern mit dem, was den ganzen Kosmos durchpulst, ist das Ich eins; bis zu dem geht meine Geistigkeit hinauf.

[ 30 ] My primordial self ascends not only to the principle of the Father, which extends back to Abraham, but is one with that which pulses through the entire cosmos; my spirituality ascends to that level.

«Ich und der Vater sind eins!» (10, 30)

“I and the Father are one!” (10:30)

[ 31 ] Das ist das wichtige Wort, das man fühlen muß; dann wird man den Ruck fühlen, der die Menschen ergriff und die Menschheitsentwickelung weiter brachte durch jenen Impuls, den das Erscheinen des Christus Jesus gab. Der Christus Jesus war der große Beleber des «Ich-bin ».

[ 31 ] This is the important word that one must feel; then one will sense the jolt that gripped humanity and advanced human evolution through the impulse provided by the coming of Christ Jesus. Christ Jesus was the great animator of the “I Am.”

[ 32 ] Und nunmehr versuchen wir ein wenig darauf hinzuhorchen, was seine intimsten Bingeweihten sagten, wie sie das ausdrückten, was sich ihnen da offenbarte. Sie sagten: Bisher hat keine einzelne fleischliche Menschlichkeit existiert, der man diesen Namen des «Ich-bin » so beilegen durfte, als der, der als der erste die ganze Bedeutung des «Ich-bin» in die Welt gebracht hat. Und daher nannten sie das «Ich-bin» den Namen des Christus Jesus. Das war der Name, in dem sich die intimsten Eingeweihten verbunden fühlten, in dem Namen, den sie also verstanden, den Namen «Ich-bin ».

[ 32 ] And now let us try to listen a little to what his closest initiates said, how they expressed what was revealed to them. They said: Until now, no single human being of flesh and blood has existed to whom this name, “I Am,” could be ascribed in this way—as the one who was the first to bring the full meaning of “I Am” into the world. And so they called the “I Am” the name of Christ Jesus. That was the name with which the most intimate initiates felt connected—the name they thus understood, the name “I Am.”

[ 33 ] So müssen Sie sich in die wichtigsten Kapitel des Johannes-Evangeliums vertiefen. Wenn Sie also jenes Kapitel nehmen, wo das Wort steht: «Ich bin das Licht der Welt!», da müssen Sie das wörtlich nehmen, ganz wörtlich. Das «Ich-bin», das da zum ersten Male im Fleische auftrat, was ist es? Dasselbe, was im Sonnenlichte als Logoskraft der Erde zuströmt. Überall haben Sie in dem ganzen 8. Kapitel, vom 12. Vers angefangen, das gewöhnlich überschrieben ist «Jesus, das Licht der Welt», die Umschreibung dieser tiefen Wahrheit von der Bedeutung des «Ich-bin». Lesen Sie das Kapitel so, daß Sie überall das «Ich» oder das «Ich-bin» betonen und wissen, daß das «Ich-bin » der Name war, auf den sich die Eingeweihten verbunden fühlten. Dann verstehen Sie es, dann erscheint Ihnen dies Kapitel so, daß Sie es etwa in der Art lesen müßten:

[ 33 ] So you must immerse yourself in the most important chapters of the Gospel of John. When you take, for example, the chapter where the words “I am the light of the world!” appear, you must take them literally—quite literally. The “I Am” that appeared in the flesh for the first time there—what is it? It is the same thing that flows into the Earth as the Logos force in the sunlight. Throughout the entire 8th chapter, beginning with verse 12—which is usually titled “Jesus, the Light of the World”—you will find a description of this profound truth regarding the meaning of “I Am.” Read the chapter in such a way that you emphasize the “I” or the “I Am” throughout, and know that the “I Am” was the name to which the initiates felt connected. Then you will understand it; then this chapter will appear to you in such a way that you would have to read it something like this:

«Da redete Jesus zu seinen Jüngern und sprach: Was «Ich-bin » zu sich sagen kann, das ist die Kraft des Lichtes der Welt; und wer mir nachfolgt, der wird bei hellem lichtem Tagesbewußtsein dasjenige sehen, was diejenigen nicht sehen, die in der Finsternis wandeln.»

“Then Jesus spoke to his disciples, saying: ‘What “I Am” can say to myself is the power of the Light of the World; and whoever follows me will see, in the bright light of daytime consciousness, what those who walk in darkness do not see.’”

[ 34 ] Diese aber, die dem alten Glauben anhingen, daß nur auf eine nächtliche Art das Licht der Liebe dem Menschen eingepflanzt werden kann, die da die Pharisäer genannt wurden, die antworteten: «Du berufst dich auf dein «Ich-bin », wir aber berufen uns auf den Vater Abraham. Da fühlen wir die Kraft, die uns berechtigt, als selbstbewußte Wesen aufzutreten; da fühlen wir uns stark, wenn wir einsinken in den gemeinsamen Ichgrund, der bis zum Vater Abraham hinaufführt.»

[ 34 ] But those who clung to the old belief that the light of love can be implanted in human beings only in a nocturnal manner—those who were called the Pharisees—replied: “You invoke your ‘I Am,’ but we invoke Father Abraham. There we feel the strength that entitles us to act as self-aware beings; there we feel strong when we sink into the common source of the “I,” which leads all the way back to Father Abraham.”

«Jesus sprach: Wenn man in dem Sinne vom «Ich» redet, wie ich rede, da ist das Zeugnis wahr; denn ich weiß, daß dieses «Ich» von dem Vater, von dem gemeinsamen Urgrund der Welt kommt, und wohin es wieder geht.» (8, 14)

“Jesus said: ‘When one speaks of the “I” in the way that I speak, the testimony is true; for I know that this “I” comes from the Father, from the common source of the world, and to where it returns.’” (8:14)

[ 35 ] Und nun der wichtige Satz, Kap. 8, Vers i5, den Sie wörtlich in folgender Weise übersetzen müssen:

[ 35 ] And now the important sentence, Chapter 8, verse 15, which you must translate literally as follows:

«Ihr beurteilt alles nach dem Fleische. Ich aber beurteile nicht das Nichtige, das im Fleische ist.
Und wenn ich urteile, so ist mein Urteil ein wahres. Denn dann ist das Ich nicht allein für sich, sondern das Ich ist vereint mit dem Vater, von dem das Ich herstammt.» (8, 15-16)

“You judge everything according to the flesh. But I do not judge the trivial things that are in the flesh.
And when I judge, my judgment is true. For then I am not alone, but I am united with the Father, from whom I came.” (8:15–16)

[ 36 ] Das ist der Sinn dieser Stelle. So sehen Sie überall den Hinweis auf den gemeinsamen Vater. Und wir werden den Vaterbegriff noch genauer uns vor die Seele führen können. - So sehen Sie, wie das Wort: «Ehe denn der Vater Abraham war, war das «Ich-bin»» die Quintessenz der christlichen Lehrworte lebendig in sich enthält.

[ 36 ] That is the meaning of this passage. Thus, you can see references to the common Father throughout. And we will be able to bring the concept of the Father even more clearly before our minds. - Thus, you can see how the phrase, “Before Abraham was, the ‘I Am’ was,” vividly embodies the very essence of Christian doctrine.

[ 37 ] Wir haben uns heute vertieft in die Worte des Johannes-Evangeliums, mehr, als wir es hätten tun können, wenn ich sie in äußerer Weise interpretiert hätte. Wir haben diese Worte aus der Geistesweisheit hergeleitet, insofern wir auf einige wichtige Worte des Johannes-Evangeliums angespielt haben, die gerade das Wesentliche des Christentums bezeichnen. Wir werden sehen, wie uns gerade dadurch, daß wir erst solche Kern- und Urworte des Evangeliums verstehen, Licht und Klarheit in das ganze Johannes-Evangelium hineinkommen wird.

[ 37 ] Today we have delved deeply into the words of the Gospel of John—more deeply than we could have if I had interpreted them in a superficial way. We have derived these words from spiritual wisdom, insofar as we have alluded to some important words in the Gospel of John that precisely denote the essence of Christianity. We will see how, precisely by first understanding such core and primordial words of the Gospel, light and clarity will enter into the entire Gospel of John.

[ 38 ] Nehmen Sie das alles als etwas, was als Lehre in der christlichen esoterischen Schule gelehrt worden ist, die der Schreiber des JohannesEvangeliums auf die Art, wie wir das besprechen werden, aufgeschrieben hat, um sie der Nachwelt zu überliefern für diejenigen, die da wirklich eindringen wollen in dessen Sinn.

[ 38 ] Consider all of this as a teaching that was imparted in the Christian esoteric school, which the author of the Gospel of John recorded—in the manner we will discuss—in order to pass it down to posterity for those who truly wish to penetrate its meaning.

[ 39 ] Wie man das wirklich noch tiefer tun kann, davon in dem nächsten Vortrag.

[ 39 ] The next lecture will cover how to take this even further.