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The Apocalypse of John
GA 104

23 June 1908, Nuremberg

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Sechster Vortrag

Sixth Lecture

[ 1 ] Es ist in der materialistischen Wissenschaft allgemein gebräuchlich, mit Ausnahme einiger Kreise, die sich in der letzten Zeit zu einer anderen Erklärung entschlossen haben, die Entstehung unseres gegenwärtigen Sonnensystems so darzustellen, daß es sich herausgebildet hat aus einer Art von Urnebel, der einen Raum umfaßt hat bis über die Neptungrenze hinaus, also bis an die Bahn des äußersten Planeten unseres Sonnensystems. Und da, so nimmt man an, hat sich durch einen Verdichtungsprozeß nach und nach herausgebildet unsere Sonne und die sich um sie herumbewegenden Planeten. Wie gesagt, einige wenige Erklärer haben heute eine etwas anders lautende Anschauung, aber sie bringen auch noch nichts Wesentliches für uns, die wir auf dem Boden einer spirituellen Weltanschauung stehen. Also es hätte sich herausgeballt unsere Sonne mit den um sie kreisenden Planeten. Dabei wurde ja immer und wird auch heute noch in den Schulen ein niedlicher Vergleich gebracht, der so recht anschaulich machen soll, wie ein ganzes Planetensystem so durch Drehung entstehen kann. Da nimmt man eine ölige Substanz, die in Wasser schwimmt, und macht sie kugelförmig. Dann schneidet man ein kleines Blättchen, das man ganz in der Äquatorlinie so durchdrücken kann durch diese ölige Kugel, daß sie in zwei Hälften geteilt wird. Man steckt oben hinein eine Stecknadel, und dann gibt man das in Wasser, so daß es schwimmt. Man sieht alsdann, wenn man nun diese kleine Kugel dreht, wie sich zuerst ein Tropfen abspaltet und gleichsam als ein äußerer Körper die größere Kugel umkreist, wie sich dann ein zweiter, dritter Tropfen abspaltet und endlich in der Mitte ein großer Tropfen übrigbleibt, um den sich viele kleinere drehen. Ein Planetensystem im kleinen! — sagt man. Warum, so meint man, könne nicht aus jenem Urnebel einstmals durch solche Abdrehung unser Sonnensystem entstanden sein, wenn man es doch jetzt nachmachen kann bei einem solchen Miniatur-Sonnensystem?

[ 1 ] In materialistic science, it is generally accepted—with the exception of a few circles that have recently opted for a different explanation—that our present solar system originated from a kind of primordial nebula that extended beyond the Neptune boundary, that is, all the way to the orbit of the outermost planet in our solar system. And there, it is assumed, our Sun and the planets orbiting it gradually formed through a process of condensation. As mentioned, a few scholars today hold a slightly different view, but they still offer nothing of substance to us who stand on the ground of a spiritual worldview. So our Sun would have bulged outward, with the planets orbiting it. In connection with this, a charming analogy has always been used—and is still used today in schools—to illustrate quite vividly how an entire planetary system can arise through rotation. You take an oily substance that floats in water and shape it into a sphere. Then you cut a small piece of paper that you can push all the way through the equator of this oily sphere so that it is split into two halves. You insert a pin into the top, and then you place it in water so that it floats. You then see that when you rotate this small sphere, a drop first breaks away and, as it were, orbits the larger sphere as an outer body; then a second and third drop break away, and finally a large drop remains in the center, around which many smaller ones revolve. A planetary system in miniature! — people say. Why, they wonder, couldn’t our solar system have once formed from that primordial nebula through such a process of spinning off, if we can now replicate it with such a miniature solar system?

[ 2 ] Es erscheint gewöhnlich dieser Vergleich den Menschen ungeheuer einleuchtend, und jetzt begreifen sie, wie einstmals aus solchem Urnebel sich herausgespaltet haben Saturn, Jupiter, Mars, Erde, Venus, Merkur. Aber die ganze Geschichte, nicht nur der Vergleich, sondern überhaupt die ganze Anschauung geht hervor aus der Kurzatmigkeit alles Denkens der Gegenwart. Denn die betreffenden, zuweilen recht gelehrten Männer, die diesen Vergleich so einleuchtend hinstellen, vergessen dabei nur eines: daß sie nämlich selbst dabei sind und oben diese Nadel drehen! Nun ist ja Selbstvergessenheit in gewissen Gebieten des Lebens sehr gut, aber in diesem Fall ist gerade mit dem Experimentator das Allerwichtigste vergessen, ohne das der Öltropfen sich überhaupt nicht drehen würde. Mindestens müßte der Gelehrte, der mit solchem Aberglauben ausgestattet ist — Kant-Laplacesches System ist dieser Aberglaube benannt —, wenigstens ein klein bißchen Konsequenz im Denken haben. Er müßte wenigstens annehmen, daß sich damals irgendein Wesen einen Riesenstuhl in den Weltenraum hinausgestellt und eine Riesenachse in Bewegung gesetzt hätte. Das müßte man mindestens voraussetzen. Aber es hat sich allmählich das menschliche Denken so sehr daran gewöhnt, nur das Materielle ins Auge zu fassen, daß man den Widerspruch eines solchen Vergleiches gar nicht mehr bemerkt.

[ 2 ] This comparison usually strikes people as incredibly plausible, and now they understand how Saturn, Jupiter, Mars, Earth, Venus, and Mercury once split off from such a primordial nebula. But the whole story—not just the analogy, but the entire conception—stems from the short-sightedness of all contemporary thinking. For the men in question—who are at times quite learned—and who present this analogy so convincingly, forget only one thing: namely, that they themselves are there, turning that needle up above! Now, self-forgetfulness is certainly a good thing in certain areas of life, but in this case, the experimenter has forgotten the very most important thing—without which the drop of oil would not spin at all. At the very least, the scholar who is imbued with such superstition—this superstition is known as the Kant-Laplacean system—should have at least a little consistency in his thinking. He would have to assume, at the very least, that back then some being had placed a giant chair out into outer space and set a giant axis in motion. One would have to assume that much, at the very least. But human thought has gradually become so accustomed to focusing solely on the material that one no longer even notices the contradiction inherent in such a comparison.

[ 3 ] In der Tat ist ja eine gewisse Wahrheit in diesem sogenannten Kant-Laplaceschen Weltensystem, wenn sich auch diese Wahrheit anders verhält, als die materialistische Erklärung die Sache hinstellt. Es ist eine gewisse Wahrheit darinnen, weil dem hellseherischen Blick alles, was unser heutiges Sonnensystem enthält, tatsächlich erscheint als aus solch ursprünglicher Nebelmasse hervorgegangen. Allein demjenigen, der wirklich geschichtlich forschen kann, dem wird klar, daß das Gute an der Kant-Laplaceschen Hypothese von den okkulten Traditionen herrührt. Das hat man vergessen, als das Wort «Okkultismus» etwas wurde, wovor man sich fürchtete wie Kinder vor dem schwarzen Mann. Aber das, was bei der Bildung unseres Sonnensystems wirklich geschehen ist, das ist nicht ohne den Einfluß von geistigen Wesenheiten und Mächten geschehen. Die Materie tut nichts, ohne daß geistige Wesen zugrunde liegen.

[ 3 ] In fact, there is a certain truth to this so-called Kant-Laplacean model of the universe, even if this truth behaves differently than the materialist explanation would have us believe. There is a certain truth to it because, to the clairvoyant eye, everything in our present solar system does indeed appear to have emerged from such a primordial nebular mass. Yet to anyone who is truly capable of historical research, it becomes clear that the merit of the Kant-Laplace hypothesis stems from occult traditions. This was forgotten when the word “occultism” became something to be feared, just as children fear the bogeyman. But what actually happened during the formation of our solar system did not occur without the influence of spiritual beings and forces. Matter does nothing without spiritual beings underlying it.

[ 4 ] Es würde uns heute zu weit führen, wenn wir, anknüpfend an das Gestrige, die ganze Erklärung unseres Sonnensystems aufnehmen wollten. Wir wollen außer Betracht lassen die Planeten wie Saturn, Jupiter und so weiter und nur ins Auge fassen, was vor allen Dingen für unser menschliches Leben und die menschliche Entwickelung von Bedeutung ist.

[ 4 ] It would take us too far afield today if, building on yesterday’s discussion, we were to cover the entire explanation of our solar system. Let us set aside planets such as Saturn, Jupiter, and so on, and focus only on what is of primary importance for human life and human development.

[ 5 ] In der Tat war einmal ein solcher Urnebel, und in diesem waren, wie aufgelöst, alle Teile unseres Sonnensystems. Aber mit diesem Urnebel verbunden, so daß sie dazu gehörten, waren die Wesenheiten, welche wir im Laufe der gestrigen Betrachtung kennengelernt haben. Zum Beispiel waren mit jenem Weltennebel, mit jenem kosmischen Nebel verbunden alle die Wesen, die in den 24 Stufen durchgemacht haben die Menschenstufe. Auch noch andere Wesenheiten waren mit ihm verbunden. Sie alle wohnten in jenem Urnebel, der, wenn man ihn nicht im Zusammenhang mit diesen Wesenheiten denkt, eine phantastische Abstraktion ist. Wie ihn sich der materialistische Chemiker etwa denkt, ist er unmöglich. So ist er nur in Gedanken, von der Wirklichkeit abgesondert. In Wirklichkeit ist er so vorhanden, daß er bewohnt ist von einer Reihe von geistigen Wesenheiten. Denn als jener Urnebel aufstieg zu seiner neuen Sichtbarkeit, da waren verbunden mit ihm alle die Wesenheiten, die einst den alten Saturn bewohnten, die dann die verschiedenen Entwickelungsstufen durch Sonne, Mond durchgemacht haben bis herauf zur Erde, wo nach langer Zwischenpause der Erden-Urnebel sozusagen aufstieg. Und auch die anderen Wesenheiten, die wir erst auf der Sonne kennengelernt haben, waren verbunden mit diesem Urnebel. Und diese Wesenheiten, der ganze Chorus, der darinnen war, der diesen Urnebel durchsetzte, diese sind es, welche die Bewegungen hervorriefen. Denn die Wesenheiten sind es, die sich ihren Schauplatz schaffen.

[ 5 ] Indeed, there once was such a primordial nebula, and within it were all the parts of our solar system, as if dissolved. But connected to this primordial nebula—so that they were part of it—were the beings we became acquainted with during yesterday’s discussion. For example, connected to that cosmic nebula were all the beings who had passed through the 24 stages leading to the human stage. Other beings, too, were connected to it. They all dwelt in that primordial nebula, which—if one does not conceive of it in connection with these beings—is a fanciful abstraction. As the materialistic chemist might imagine it, for example, it is impossible. It exists only in thought, separated from reality. In reality, it exists in such a way that it is inhabited by a host of spiritual beings. For when that primordial nebula rose to its new visibility, all the beings who once inhabited the ancient Saturn were connected to it—beings who had then passed through the various stages of development via the Sun and the Moon, all the way up to Earth, where, after a long interval, the Earth’s primordial nebula rose, so to speak. And the other beings as well, whom we first encountered on the Sun, were connected to this primordial nebula. And these beings—the entire chorus that was within it, that permeated this primordial nebula—are the ones who brought about the movements. For it is the beings themselves who create their own stage.

[ 6 ] Da waren zum Beispiel Wesenheiten, die einen ganz anderen Wohnplatz brauchten als die Menschen, wenn sie die ihnen entsprechende Entwickelung durchlaufen wollten. Die Menschen, die auf dem alten Monde als die Vorfahren der jetzigen Menschen gelebt haben, hatten erst physischen Leib, Ätherleib und Astralleib. Mit diesen drei Gliedern ihrer Wesenheit kamen sie im Beginne der Erdenentwickelung aus dem sogenannten Pralaya wiederum heraus wie eine Pflanze aus dem Samen. So, wie nun dieses ganze System im Anfang war, war es ungeeignet für die Wesenheiten, die die Anlagen mitgebracht hatten zum heutigen Menschen. Wäre jene Schnelligkeit der Entwickelung beibehalten worden, die unser Sonnensystem im Anfang hatte, als es herauskam aus der kosmischen Dämmerung, so hätte der Mensch seine Entwickelung nicht finden können. Es wäre eine Entwickelung gewesen, als ob Sie jetzt geboren würden und dann in kürzester Zeit schon Greise wären. Würde jene Schnelligkeit der Entwickelung beibehalten worden sein, die der Sonne eigen war, so würden Sie alle rasch altern. Sie würden nicht jenen langsamen Gang durch die Jahrzehnte machen können, wie Sie es wirklich tun. Nach kurzer Zeit würden Sie weiße Haare haben. Kaum daß Sie Kind gewesen sind, würden Sie schon Greise sein.

[ 6 ] For example, there were beings who needed a completely different place to live than humans if they were to undergo the development appropriate to them. The humans who lived on the ancient Moon as the ancestors of present-day humans initially had only a physical body, an etheric body, and an astral body. With these three aspects of their being, they emerged once again from the so-called Pralaya at the beginning of Earth’s evolution, just as a plant emerges from a seed. However, in its initial state, this entire system was unsuitable for the beings who had brought with them the predispositions characteristic of modern humans. Had the rapid pace of evolution that our solar system had in the beginning—when it emerged from the cosmic twilight—been maintained, human beings would not have been able to undergo their evolution. It would have been a process as if you were born now and then became old men in the shortest of times. If the rate of development characteristic of the Sun had been maintained, you would all age rapidly. You would not be able to proceed at that slow pace through the decades as you actually do. After a short time, you would have white hair. No sooner would you have been a child than you would already be an old person.

[ 7 ] So hat es nicht sein dürfen. Es waren also Wesenheiten vorhanden, die ein schnelleres Tempo brauchten. Diese \Wesenheiten machten nur einen Teil der Entwickelung mit, nahmen sich dann jenen Weltenkörper heraus, der heute als Sonne am Himmel steht, und machten diese Sonne zu ihrem Wohnplatz. Sie zogen mit ihrer Wesenheit die Sonnenmaterie heraus. Denn diese Sonne, die heute ihr Licht uns zuschickt, ist ebenso von geistigen \Wesenheiten bewohnt wie unsere Erde. Mit jedem Sonnenstrahl, der herunterdringt, gehen auf die Erde herunter die Taten jener geistigen Wesenheiten, die sich im Verlauf der Saturn-, Sonnen-, Mondenentwickelung dahin gebracht haben, daß sie eine so rasche Entwickelung durchmachen können, wie sie auf der heutigen Sonne stattfindet. Hohe, erhabene Wesenheiten sind verknüpft mit diesem Sonnendasein im Beginne unserer Erdenentwickelung, und sie spalten sich ab. Und was dann zurückgeblieben ist, müssen Sie sich so vorstellen, als wenn Sie den heutigen Mond und die heutige Erde in einem großen Topf zusammengerührt hätten und diese zusammengerührten Erde und Mond zunächst eine Zeitlang die Sonne umkreisten.

[ 7 ] It was not meant to be that way. There were, therefore, beings who needed a faster pace. These beings participated only in part of the evolutionary process; they then took for themselves that celestial body which today stands in the sky as the Sun, and made this Sun their dwelling place. They drew out the solar matter with their being. For this Sun, which sends its light to us today, is inhabited by spiritual \beings just as our Earth is. With every ray of sunlight that penetrates down, the deeds of those spiritual beings descend to Earth—beings who, in the course of the Saturn, Sun, and Moon phases of evolution, have advanced to the point where they can undergo such rapid development as is taking place on today’s Sun. High, exalted beings were connected to this solar existence at the beginning of our Earth’s evolution, and they split off. And what remained behind, you must imagine as if you had mixed today’s Moon and today’s Earth together in a large pot, and this mixture of Earth and Moon had initially orbited the Sun for a time.

[ 8 ] So haben wir, bevor wir den Punkt erreichen, den wir gestern als Menschwerdung bezeichnet haben, zunächst die Trennung der Sonne von der Erde, das heißt der heutigen Erde plus dem heutigen Monde festzustellen. Auf der Sonne blieben wohnen die Wesenheiten, welche die geistigen Lenker der irdischen Ereignisse sind. Als sie vom Monde herüberkamen, da waren es sieben solcher Wesenheiten. Die Genesis nennt sie Elohim, Lichtgeister. Sie haben eine Weile ihre Entwickelung mit der Erde zusammen durchgemacht und dann die Sonne herausgezogen, so daß sie nun von der Sonne heraus auf die Erde wirken können. Diese Elohim, diese Lichtgeister waren also ihrer sieben. Sechs von ihnen waren so, daß sie ihr Dasein mit der eigentlichen kosmischen Sonne verbanden. Einer sonderte sich aus von ihnen, einer, den das Alte Testament Jahve nennt. Der sonderte sich aus und blieb zunächst mit der Erde verbunden. Der leitete und lenkte die Erdenentwickelung von innen heraus, während die anderen von außen herein wirkten. So war es eine Weile.

[ 8 ] Thus, before we reach the point we referred to yesterday as the Incarnation, we must first note the separation of the Sun from the Earth—that is, the Earth as we know it today, plus the Moon as we know it today. The beings who are the spiritual guides of earthly events remained on the Sun. When they came over from the Moon, there were seven such beings. Genesis calls them Elohim, spirits of light. For a time, they underwent their development together with the Earth and then drew the Sun out, so that they can now work from the Sun down onto the Earth. These Elohim, these spirits of light, were thus seven in number. Six of them were such that they linked their existence to the actual cosmic Sun. One separated himself from them—one whom the Old Testament calls Yahweh. He separated himself and remained connected to the Earth for the time being. He guided and directed Earth’s development from within, while the others worked from the outside. This was the case for a while.

[ 9 ] Aber schon nach dem, was gestern für den alten Mond angedeutet worden ist, werden Sie es begreiflich finden, daß mit dem Herausgehen der Sonne eine Verdichtung alles dessen verbunden war, was als Erde plus Mond zurückblieb. Es kam eine Periode über die Erdentwickelung, wo alle Wesenheiten, und nicht nur die Substanz, eine Vergröberung durchmachten. Die Wesenheiten zum Beispiel, die später die Menschen wurden, die damals noch sehr weich und fein waren, machten dadurch eine Vergröberung durch, daß sie scheußliche Instinkte annahmen. Eine Vergröberung des ganzen Lebens fand statt.

[ 9 ] But based on what was hinted at yesterday regarding the old moon, you will find it understandable that the sun’s departure was accompanied by a densification of everything that remained as Earth and Moon. A period in Earth’s evolution began in which all beings—and not just the substance—underwent a process of coarsening. The beings, for example, who later became human—and who at that time were still very soft and subtle—underwent this coarsening by adopting hideous instincts. A coarsening of all life took place.

[ 10 ] Aber so durfte die Entwickelung nicht bleiben, wenn der Mensch entstehen sollte. Es würde eine Vergröberung eingetreten sein, dichter und dichter wäre alles geworden, und die Menschen wären zu Mumien erstarrt. Mumifiziert wären die Menschen geworden, und Sie hätten sehr bald einen Planeten gehabt, auf dem so etwas wie nicht gerade schöne, aber menschenähnliche Mumien, wie Statuen, sich angesammelt hätten. Mumifiziert wäre die Erde geworden. Es mußte ein anderes Ereignis eintreten. Gerade durch die Regierung des kosmischen Geistes Jahve wurde nun aus dieser Gesamtmasse Erde plus Mond dasjenige abgesondert, herausgeholt, was Sie jetzt als Mond, als diese ausgebrannte Mondschlacke am Himmel sehen. Da wurden nicht nur die gröbsten substantiellen Bestandteile, sondern auch die gröbsten Wesenheiten ausgesondert. So war durch das Weggehen der Sonne zuerst bewirkt worden, daß der Mensch nicht eine zu rasche Entwickelung nimmt, und durch das Weggehen des Mondes wurde nun bewirkt, daß der Mensch nicht eine Entwickelung nach dem Verdorren, nach dem Verdichten, nach dem Mumifizieren hin nimmt.

[ 10 ] But this state of development could not remain as it was if human beings were to come into being. A coarsening would have set in; everything would have become denser and denser, and human beings would have frozen into mummies. Human beings would have become mummified, and very soon you would have had a planet on which something like—not exactly beautiful, but human-like—mummies, like statues, would have accumulated. The Earth would have become mummified. Another event had to occur. It was precisely through the governance of the cosmic Spirit Yahweh that what you now see as the Moon—that burnt-out lunar slag in the sky—was separated and extracted from this total mass of Earth and Moon. Not only were the coarsest substantial components separated out, but also the coarsest entities. Thus, the departure of the Sun had first ensured that humanity would not develop too rapidly, and the departure of the Moon now ensured that humanity would not develop toward withering, toward densification, toward mummification.

[ 11 ] So war die Erde herausgesondert aus der ganzen Masse, und jetzt wird der Gang der menschlichen Entwickelung unter dem Einflusse dieser zwei Himmelskörper über die Erde geleitet, das heißt natürlich nicht unter dem Einfluß der Himmelskörper, sondern ihrer Wesenheiten, der sechs Sonnengeister und des Mondengeistes, der sich zum Heil der Menschen abgesondert hatte. Und sie wird so geleitet, daß im wesentlichen diese beiden Kräfte sich die Waage halten. Durch das Heraustreten beider, der Sonnenkräfte und der Mondkräfte, wurde gerade das richtige Tempo der Menschheitsentwickelung erzielt.

[ 11 ] Thus the Earth was set apart from the entire mass, and now the course of human evolution is guided over the Earth under the influence of these two celestial bodies—which, of course, does not mean under the influence of the celestial bodies themselves, but rather of their beings: the six solar spirits and the lunar spirit, which had set itself apart for the sake of humanity. And it is guided in such a way that, in essence, these two forces maintain a balance. Through the emergence of both the solar forces and the lunar forces, the precise pace of human development was achieved.

[ 12 ] Denken Sie einmal — um Ihnen das durch etwas anderes nahezuführen —, daß nur die Sonne wirksam wäre für den Menschen. Sie wissen, die Menschen machen ihre Entwickelung auf der Erde in vielen, vielen Inkarnationen durch. Sie haben einmal mit der ersten Verkörperung auf der Erde angefangen und bekommen immer wieder neue Leiber, bis sie die letzte Verkörperung durchmachen werden. Eine Reihe von Inkarnationen macht der Mensch durch. Dadurch entwickelt er sich langsam und geht von Verkörperung zu Verkörperung aufwärts. Als wahre geistige Babies betraten die Menschen unsere Erdoberfläche. Seit der Trennung von Sonne und Mond von unserer Erde stiegen sie herauf bis zur heutigen Stufe. Alle diese Seelen werden wiederkommen in anderen Leibern bis zum Ende der Erdenentwickelung. Nun denken Sie sich, daß nur die Sonne wirksam wäre für den Menschen. Dann würden die Menschen alles das, was sie in so vielen Inkarnationen durchmachen, in einer einzigen durchlaufen müssen. Daß das richtige Tempo in die vielen Inkarnationen hineinkommt, das wird bewirkt durch das Sich-die-Waage-Halten der Kräfte zwischen Sonne und Mond von außen.

[ 12 ] Just imagine—to illustrate this point from a different angle—that only the sun had an effect on human beings. As you know, human beings undergo their evolution on Earth through many, many incarnations. They began with their first incarnation on Earth and continue to receive new bodies again and again until they undergo their final incarnation. Human beings go through a series of incarnations. Through this process, they develop slowly and progress upward from one incarnation to the next. Human beings first set foot on the surface of our Earth as true spiritual infants. Since the separation of the Sun and Moon from our Earth, they have ascended to their present level. All these souls will return in other bodies until the end of Earth’s evolution. Now imagine that only the Sun were active for human beings. Then people would have to go through everything they experience in so many incarnations in a single one. The proper pace of these many incarnations is brought about by the external balance of forces between the Sun and the Moon.

[ 13 ] In der Zeit, in welcher also Sonne und Mond hinausgetreten sind, beginnt allmählich der heutige Mensch. Da wird die erste Anlage zum heutigen Menschen geschaffen. Das war in einer Zeit, wo der Mensch keineswegs etwa schon wie heute auf dieser Erde herumwandelte. Sie dürfen durchaus nicht glauben, daß, als der Mond draußen war, der Mensch so wie heute in Fleischgestalt auf dieser Erde herumgewandelt ist. Es kommen zuerst all die Formen, die früher schon dagewesen waren, wie in einer Wiederholung wieder. Und als die Erde befreit war von der Sonne und dem Mond, da sah sie ungefähr so aus wie der alte Mond, war sogar noch weicher. Und wenn ein Auge, das so organisiert ist wie das heutige, hingesehen hätte auf die Erde, es hätte den Menschen noch nicht sehen können. Dagegen waren gewisse andere Wesenheiten da, welche nicht reif genug waren, abzuwarten die spätere Zeit. Sie mußten, während die Entwickelungsstufe noch unvollkommen war, sich herausentwickeln, mußten körperliche Gestalt annehmen, so daß gewisse Formen der niederen Tiere dazumal, einige Zeit nach dem Weggange des Mondes von der Erde, schon in physischer Verdichtung zu sehen waren. Der Mensch war noch nicht herabgestiegen, noch nicht einmal die höheren Säugetiere. Der Mensch war noch ein Geistwesen, er umschwebte noch als geistiges Wesen die Erde. Aus der Umgebung der Erde hat er die feinste Materie angenommen. Nach und nach verdichtete sich der Mensch so weit, daß er heruntersteigen konnte, da, wo die Erde schon fest geworden war und einzelne Inseln gebildet harte.

[ 13 ] It was during the time when the sun and moon emerged that modern humankind gradually began to emerge. That is when the first seeds of modern humanity were sown. This was at a time when human beings were by no means already walking the earth as they do today. You must not under any circumstances believe that, once the moon had been separated, human beings were already walking the earth in physical form as they do today. First, all the forms that had existed earlier reappeared, as if in a repetition. And when the Earth was freed from the Sun and the Moon, it looked roughly like the old Moon—it was even softer. And if an eye organized like today’s had looked upon the Earth, it would not yet have been able to see human beings. In contrast, there were certain other beings who were not mature enough to wait for the later time. While the stage of development was still imperfect, they had to evolve, had to take on physical form, so that certain forms of lower animals at that time—some time after the Moon’s departure from the Earth—could already be seen in physical condensation. Humanity had not yet descended, nor had even the higher mammals. Humanity was still a spiritual being; it still hovered around the Earth as a spiritual entity. It absorbed the finest matter from the Earth’s surroundings. Gradually, humanity condensed to such an extent that it could descend to where the Earth had already solidified and individual islands had formed.

[ 14 ] So sehen wir, daß die ersten Menschen verhältnismäßig spät auftreten und daß sie damals ganz andere Beschaffenheit hatten als der heutige Mensch. Ich kann Ihnen nicht die Gestalten jener Menschen schildern, die sozusagen sich zuerst herauskristallisierten aus dem Geistigen. Wenn Sie auch schon viel von schwer zu Glaubendem über sich haben ergehen lassen müssen, Sie würden doch zu stark schockiert werden, wenn ich Ihnen schildern würde die grotesk ausschauenden Gestalten der Leiber, in denen Ihre Seelen inkarniert waren. Sie würden solch eine Schilderung nicht ertragen können. In einer späteren Zeit jedoch, wenn diese Dinge, die heute durch die anthroposophische Geistesströmung erst beginnen zum Bewußtsein der Menschen zu kommen, immer mehr und mehr dieses Bewußtsein der Menschen erobern, dann wird einmal das bekannt gegeben werden müssen, und es wird einen ungeheuren Erfolg haben, eine ungeheure Bedeutung für das ganze Leben der Menschen. Denn nur dadurch, daß der Mensch kennenlernen wird, wie er sich auch leiblich entwickelt hat, wie diejenigen Organe, die jetzt vorhanden sind, allmählich aus ganz anderen Formen sich herausgebildet haben, wird er jene merkwürdige Verwandtschaft zwischen Organen im menschlichen Leibe fühlen, die heute scheinbar weit auseinanderliegen. Da wird er die Korrespondenz einsehen, die zwischen gewissen Organen besteht, zum Beispiel zwischen dem Blinddarm und der Luftröhre, die in ihrer früheren Form bei jenen merkwürdigen Gestalten zusammengewachsen waren. Das alles, was heute der Mensch ist, das ist das auseinandergerollte Frühere, das in der mannigfaltigsten Weise auseinandergenommen ist. Organe, die heute auseinanderliegen, waren früher zusammengewachsen, sie haben aber ihre Verwandtschaft wohl bewahrt. In Krankheiten zeigt sich oft diese Verwandtschaft, da zeigt sich, wie die Erkrankung eines Organes notwendigerweise die eines anderen nach sich ziehen muß. Da werden diejenigen, die wirklich Medizin studieren werden, mancherlei Entdeckungen zu machen ‚haben, von denen sich die heutige Medizin, die nur eine Notizensammlung ist, nichts träumen läßt. Da wird diese Medizin erst wirklich etwas lernen über die wahre menschliche Natur. Das alles nur, um hinzuweisen, wie ganz anders die frühere Menschengestalt war.

[ 14 ] Thus we see that the first human beings appeared relatively late and that they were of a completely different nature back then than modern humans. I cannot describe to you the forms of those human beings who, so to speak, first emerged from the spiritual realm. Even though you have already had to endure much that is hard to believe, you would be far too shocked if I were to describe to you the grotesque-looking forms of the bodies in which your souls were incarnated. You would not be able to bear such a description. At a later time, however, when these things—which are only now beginning to enter human consciousness through the anthroposophical spiritual movement—increasingly take hold of human consciousness, then this will eventually have to be revealed, and it will have an immense impact and immense significance for the entire life of humanity. For only by coming to understand how the human being has developed physically—how the organs that exist today have gradually evolved from entirely different forms—will people sense that remarkable kinship between organs in the human body that today seem to be far apart. Then they will understand the correspondence that exists between certain organs—for example, between the appendix and the trachea—which, in their earlier form, had grown together in those remarkable beings. Everything that makes up the human being today is the unrolled past, which has been taken apart in the most varied ways. Organs that are now separated were once fused together, yet they have retained their kinship. This kinship often becomes apparent in diseases, revealing how the illness of one organ necessarily entails that of another. Those who truly study medicine will have many discoveries to make—discoveries that today’s medicine, which is merely a collection of notes, cannot even begin to imagine. Only then will this medicine truly learn something about the true nature of the human being. All of this is merely to point out how completely different the human form used to be.

[ 15 ] Erst nach und nach haben sich eingegliedert in diese menschliche Gestalt die festen Teile. Ursprünglich waren im Menschenleibe, auch als er sich schon heruntergesenkt hatte, noch keine Knochen. Die Knochen entwickelten sich aus weichen, knorpelartigen Dingen, die wie Stränge den menschlichen Leib durchsetzten, und diese wiederum waren aus ganz weichen Substanzen entstanden, und diese weichen Substanzen aus flüssigen, diese aus luftförmigen, die luftförmigen aus ätherischen und die ätherischen aus astralischen, die sich aus geistiger Substantialität verdichtet hatten. Alles Materielle ist zum Schluß aus dem Geistigen heraus entsprungen. Im Geiste ist alles vorgebildet. Erst in der Zeit, die wir schon angedeutet haben als den atlantischen Zeitraum, ist der Mensch nach und nach dazu gekommen, sein Knochensystem, das schon früher veranlagt war, herauszubilden.

[ 15 ] It was only gradually that the solid parts became integrated into this human form. Originally, even after the human body had already descended, there were still no bones in it. The bones developed from soft, cartilage-like structures that ran through the human body like strands; these, in turn, had arisen from very soft substances, and these soft substances from liquid ones, which in turn arose from gaseous ones, the gaseous ones from ethereal ones, and the ethereal ones from astral ones—all of which had condensed from spiritual substance. Ultimately, all that is material has sprung from the spiritual. Everything is preformed in the spirit. It was only during the period we have already referred to as the Atlantean era that human beings gradually came to develop their skeletal system, the predisposition for which had already existed earlier.

[ 16 ] Nun müssen wir uns diesen lemurischen Menschen genauer anschauen, damit wir den Schreiber der Apokalypse besser verstehen lernen. Nur hinzudeuten brauche ich, daß in der ersten Zeit, wo der Mond weg war von der Erde und der Mensch sich heruntersenkte, daß da der Mensch in bezug auf seine Willenskraft ganz anderer Natur war als später. Die Willenskraft des Menschen wirkte dazumal magisch. Der Mensch konnte durch seinen Willen auf das Wachstum der Blumen wirken. Wenn der Mensch seinen Willen anstrengte, konnte er eine Blume rasch in die Höhe schieBen lassen, eine Fähigkeit, die heute nur durch eine abnorme Entwickelungsprozedur zu erreichen ist. Daher war damals die ganze natürliche Umgebung abhängig davon, wie der Wille des Menschen beschaffen war. War er gut, so wirkte er besänftigend auf das Wogen der Wassermassen, auf den Sturm und auf die damals in weitem Umkreis herrschenden feurigen Gebilde, denn es war die Erde damals zum großen Teil vulkanischer Natur. Der Mensch wirkte besänftigend auf das alles durch einen guten, und zerstörend durch einen bösen Willen. Ganze Inseln konnten zerschlagen werden durch den bösen Willen. So war durchaus des Menschen Wille im Einklang mit seiner Umgebung. Im wesentlichen gingen die Ländermassen, in denen der Mensch damals gewohnt hat, durch den bösen Willen der Menschen zugrunde, und nur ein kleiner Teil der damaligen Menschen — hier müssen wir wieder zwischen Rassen- und Seelenentwickelung unterscheiden — rettete sich hinüber in den Zeitraum, den wir richtig beschreiben können, weil wir da aus unserer Sprache heraus Worte finden, die die hellscherische Wahrnehmung wiedergeben können.

[ 16 ] Now we must take a closer look at these Lemurian people so that we may better understand the author of the Apocalypse. I need only point out that in the early days, when the Moon was still separate from Earth and humanity was descending, human beings were of an entirely different nature with regard to their willpower than they were later. Human willpower had a magical effect back then. Through their will, people could influence the growth of flowers. When a person exerted their will, they could cause a flower to shoot up rapidly—an ability that today can only be achieved through an abnormal developmental process. Therefore, the entire natural environment at that time depended on the nature of human will. If it was good, it had a soothing effect on the surging of the waters, on storms, and on the fiery formations that prevailed over a wide area at that time, for the Earth was largely volcanic in nature back then. Humanity had a soothing effect on all of this through a good will, and a destructive effect through an evil will. Entire islands could be shattered by an evil will. Thus, human will was entirely in harmony with the environment. Essentially, the landmasses where humans lived at that time were destroyed by the evil will of humans, and only a small portion of the people of that era—here we must again distinguish between racial and soul development—survived into the period that we can accurately describe, because we can find words in our language that reflect the Hellesian perception.

[ 17 ] Wir kommen nach dieser Katastrophe in die alte atlantische Zeit, in jene Zeit, in welcher sich das Menschengeschlecht im wesentlichen auf einem Kontinent entwickelte, der heute den Boden des Atlantischen Ozeans bildet, zwischen dem heutigen Europa und Amerika. Unter ganz anderen physikalischen, unter ganz anderen Verhältnissen überhaupt lebte damals der Mensch. Anfangs war er durchaus ein Gebilde, das ganz anders wahrnahm als der heutige Mensch. Wir haben schon darauf hingedeutet im ersten Vortrag und später wiederum. Heute wollen wir nochmals etwas genauer hinweisen auf diese ganz andere Art der Anschauung des damaligen Menschen.

[ 17 ] Following this catastrophe, we arrive at the ancient Atlantic era—that period during which the human race developed primarily on a continent that today forms the floor of the Atlantic Ocean, between present-day Europe and America. Human beings lived at that time under entirely different physical conditions—and under entirely different circumstances in general. At first, human beings were beings who perceived the world quite differently from people today. We have already alluded to this in the first lecture and again later. Today we would like to examine this entirely different way of perceiving the world by people of that time in somewhat greater detail.

[ 18 ] Der Mensch hatte noch eine Art alten Hellsehens aus dem Grunde, weil das Gefüge seiner Leibesglieder anders war als heute. Es war noch nicht in so enger Weise der Äther- mit dem physischen Leibe verbunden. Der Ätherleib des Kopfes war weit heraußen aus dem physischen Leibe. Erst gegen das letzte Drittel der atlantischen Zeit ging der heraushängende Ätherleib zurück und bekam die Form des heutigen physischen Menschenkopfes. Dadurch, daß dieser alte Atlantier so ganz anders gestaltet war als der heutige Mensch und anders im Gefüge seiner Glieder war, war auch das ganze Bewußtseinsleben, das ganze Seelenleben dieses alten Atlantiers ein anderes. Und hier müssen wir noch, wenn wir richtig verstehen wollen den Apokalyptiker, ein sehr wichtiges, aber auch sehr geheimnisvolles Kapitel berühren.

[ 18 ] Human beings still possessed a form of ancient clairvoyance, primarily because the structure of their physical limbs was different from what it is today. The etheric body was not yet so closely connected to the physical body. The etheric body of the head extended far beyond the physical body. It was not until the last third of the Atlantean era that this protruding etheric body receded and took on the form of the physical human head as we know it today. Because this ancient Atlantean was so completely different in form from modern humans and had a different structure of limbs, the entire life of consciousness, the entire soul life of this ancient Atlantean, was also different. And here, if we are to truly understand the Apocalyptic writer, we must touch upon a very important, yet also very mysterious chapter.

[ 19 ] Wenn Sie in diese alte Atlantis kommen würden, würden Sie finden, daß sie nicht von solch reiner Luft umgeben war wie die heutige Erde, sondern von einer Luft, die durchschwängert war mit Nebel-, mit Wassermassen. Diese Luft wird durchsichtiger, klarer, je weiter sich die Atlantis entwickelt. Aber die Nebel sind am stärksten dort, wo sich die erwähnte höherentwickelte atlantische Kultur entfaltet hat. Da waren die ärgsten Nebel vorhanden, und aus diesen Nebeln heraus entwickelte sich die Grundlage für die späteren Kulturen. Die Atlantis war weit und breit mit solchen Nebeln durchzogen. Eine solche Verteilung von Regen und Sonnenschein wie heute hat es nicht gegeben. Daher konnte in der alten Atlantis das nicht entstehen, was Sie als den Regenbogen kennen. Sie können die ganze Atlantis absuchen, Sie finden ihn kaum. Erst als die Verdichtung der Wasser zur Überflutung geführt hatte, als die Sintflut hingegangen war über die Erde, da erst konnte der Regenbogen physikalisch entstehen. Und hier haben Sie einen Moment, wo Ihnen aus der Geisteswissenschaft heraus die höchste Ehrfurcht kommen wird vor den religiösen Urkunden. Denn wenn Ihnen erzählt wird, daß nach der Flut Noah, der Repräsentant von denen, die das Menschengeschlecht hinübergerettet haben, den Regenbogen zuerst aufgerichtet sieht, so ist das wirklich ein historisches Ereignis. Nach der Flut sieht die Menschheit den ersten Regenbogen. Früher war er physikalisch nicht möglich.

[ 19 ] If you were to visit this ancient Atlantis, you would find that it was not surrounded by air as pure as that of today’s Earth, but by air saturated with mist and masses of water. This air becomes more transparent and clearer the further Atlantis develops. But the mists were thickest where the aforementioned, more highly developed Atlantean culture flourished. That is where the densest mists were found, and out of these mists the foundation for later cultures developed. Atlantis was permeated far and wide by such mists. There was no distribution of rain and sunshine like there is today. Therefore, what you know as the rainbow could not come into being in ancient Atlantis. You can search the entire Atlantis, and you will hardly find it. Only when the condensation of water led to the flood, when the Deluge had swept over the Earth, only then could the rainbow physically come into being. And here you have a moment when, from the perspective of spiritual science, you will feel the deepest reverence for the religious texts. For when you are told that after the Flood, Noah—the representative of those who saved the human race—was the first to see the rainbow appear, that is truly a historical event. After the Flood, humanity saw the first rainbow. Previously, it was physically impossible.

[ 20 ] Da sehen Sie, wie tief, wie buchstäblich wahr die religiösen Urkunden sind. Heute quält es manchen, wenn man sagt, die religiösen Urkunden seien buchstäblich wahr. Manche zitieren ein Sprichwort, das wahr ist, aber von den Bequemlingen nicht als wahres Wort, sondern aus Bequemlichkeit zitiert wird. Es ist das Wort: Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig. — Daraus leiten sie die Berechtigung ab, überhaupt gar nicht mehr auf das hinzuschauen, was in den Urkunden dasteht, gar nicht mehr den Willen haben zu müssen, zu erkennen, was da wirklich steht, denn das ist der tötende Buchstabe, sagen sie. Und so lassen sie ihren Geist glänzen, der alles mögliche zusammenphantasiert. Sie können ja sehr geistreich sein, diese Menschen in ihren Erklärungen, aber darauf kommt es nicht an, sondern darauf, daß wir wirklich das sehen in den Urkunden, was in ihnen drinnensteht. «Der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig», dieses Wort hat dieselbe Bedeutung in der mystischen Sprache wie das Goethesche Wort:

[ 20 ] There you see how profound, how literally true the religious texts are. Today, some people are troubled when it is said that the religious texts are literally true. Some quote a saying that is true, but which the complacent quote not as a true word, but out of convenience. The saying is: “The letter kills, but the Spirit gives life.” — From this they derive the justification for no longer paying any attention at all to what is written in the texts, for no longer having to make the effort to discern what is really written there, for that, they say, is the letter that kills. And so they let their spirit shine, conjuring up all manner of fantasies. These people may indeed be very witty in their explanations, but that is not what matters; what matters is that we truly see in the documents what is actually written there. “The letter kills, but the Spirit gives life”—this phrase has the same meaning in mystical language as Goethe’s saying:

Und so lang du das nicht hast,
Dieses: Stirb und werde!
Bist du nur ein trüber Gast
Auf der dunklen Erde.

And as long as you don't have that,
This: Die and be reborn!
You are but a gloomy guest
On this dark earth.

[ 21 ] Dieses Wort heißt nicht: Wenn du jemand zur höheren Erkenntnis führen willst, mußt du ihn erschlagen —, sondern das heißt: Der Mensch muß gerade durch die Kultur der physischen Welt sich erheben zu der Geistigkeit. — So ist auch der Buchstabe der Leib des Geistes, und erst muß man ihn haben und verstehen, dann mag man sagen, man könne aus ihm heraus den Geist finden. Der Buchstabe, der begriffene Buchstabe soll dann absterben, auf daß der Geist aus ihm auferstehe. Nicht eine Anweisung ist jenes Wort, beliebig zu phantasieren gegenüber dem, was in den religiösen Urkunden steht. Gerade wenn wir die wahre Bedeutung dieses Regenbogens zum Beispiel, wie wir sie dargestellt haben, erkennen, dann zieht etwas ein in unsere Seele wie tiefe Ehrfurcht vor den religiösen Urkunden, und wir bekommen einen Begriff, wie durch jene Vertiefung der Auffassung durch die anthroposophische Weltanschauung der Mensch erst zur wahren, echten Empfindung und zum wahren Willensverständnis der religiösen Urkunden vorschreitet.

[ 21 ] This does not mean: “If you want to lead someone to higher knowledge, you must kill them”—but rather: “It is precisely through the cultivation of the physical world that human beings must rise to the spiritual.” — In the same way, the letter is the body of the Spirit, and one must first possess and understand it; only then can one say that one can find the Spirit within it. The letter—the letter as understood—must then die away so that the Spirit may rise from it. That word is not an instruction to fantasize arbitrarily about what is written in the religious texts. Precisely when we recognize the true meaning of this rainbow, for example, as we have described it, something enters our soul—a deep reverence for the religious texts—and we come to understand how, through this deepening of understanding brought about by the anthroposophical worldview, human beings first advance toward a true, genuine feeling and a true understanding of the will contained in the religious texts.

[ 22 ] Nun wollen wir zurückschauen in die alte Atlantis, Wir haben schon gesagt, daß der Mensch da in einem anderen Bewußtseinszustand lebte, daß sein Gedächtnis anders war als heute. Aber der Unterschied ist noch viel beträchtlicher. Wenn wir weit zurückgehen, nicht bloß bis in die Endzeit der Atlantis, sondern in die Anfangszeit, dann finden wir das menschliche Bewußtsein sehr verschieden von dem, was wir heute haben.

[ 22 ] Now let us look back to ancient Atlantis. We have already said that people there lived in a different state of consciousness, that their memory was different from what it is today. But the difference is even more significant. If we go back far—not just to the end of the Atlantean era, but to its beginning—we find that human consciousness was very different from what we have today.

[ 23 ] Führen wir uns noch einmal vor die Seele, was heute da ist. Während des Tages bedient sich der Mensch der Sinne. Abends schläft er ein. Im Bette liegen der physische Leib und der ätherische Leib, der astralische Leib und das Ich treten heraus. Die Bewußtseinssphäre verdunkelt sich. Der Mensch von heute sieht .nichts, hört nichts. Morgens, wenn der astralische Leib mit dem Ich untertaucht in den physischen und Ätherleib, dann treten die physischen Dinge wiederum hervor. Wie war es in der ersten atlantischen Zeit? Nehmen wir jenen Zeitpunkt, wo morgens der Mensch hinuntertauchte in den physischen und Ätherleib. Da hatte er damals nicht eine solche physische Welt um sich wie heute. All die Gegenstände von heute, die Sie mit klaren Grenzen sehen, die würden Sie wie mit einer Aura, mit Farbensäumen umgeben, ganz verschwommen gesehen haben, so, wie Sie auch bei einem starken Nebel abends die Lichter auf den Straßen nicht klar sehen, dafür aber solche Farbensäume um die Lichter der Laterne herum. So war es in der alten Atlantis. Alle Gegenstände sah man nur verschwommen, nichts mit den Grenzen und Oberflächen von heute, alles wie in Nebelfarben eingehüllt. Erst nach und nach hat sich das herausgebildet, was feste Grenze ist. Wenn wir eine Rose vor uns gehabt hätten, so hätten wir in den ersten Zeiten der alten Atlantis gesehen, wie da ein Nebelgebilde aufgeht, wie in der Mitte ein rosaroter Kreis ist, und nach und nach erst hätten sich die äußeren Farben gleichsam hinübergelegt über die Oberfläche. Die Gegenstände haben erst später klare Umrisse bekommen.

[ 23 ] Let us once again bring to mind what is present today. During the day, a person makes use of the senses. In the evening, he falls asleep. The physical body lies in bed, while the etheric body, the astral body, and the “I” step out. The sphere of consciousness darkens. People today see nothing, hear nothing. In the morning, when the astral body, together with the “I,” merges back into the physical and etheric bodies, physical objects come into view once more. What was it like in the early Atlantean period? Let us consider that moment in the morning when a person merged back into the physical and etheric bodies. Back then, they did not have a physical world around them like the one we have today. All the objects of today that you see with clear boundaries—you would have seen them as if surrounded by an aura, with colored halos, completely blurred, just as you cannot see the streetlights clearly in a thick evening fog, but instead see such colored halos around the lights of the streetlamps. That is how it was in ancient Atlantis. All objects were seen only blurrily, without the boundaries and surfaces we have today; everything was as if shrouded in misty colors. Only gradually did the concept of a definite boundary emerge. If we had had a rose in front of us, in the early days of ancient Atlantis we would have seen a misty form rising, with a rose-red circle in the center, and only gradually would the outer colors have spread, as it were, across the surface. Objects did not acquire clear outlines until later.

[ 24 ] Also Sie sehen, ganz anders ist jetzt die physische Umwelt als in der alten Atlantis. Dafür war es auch anders, wenn Sie des Abends herausgestiegen sind aus Ihrem physischen Leib und, sagen wir, eingeschlafen sind. Eigentlich war es ja kein Einschlafen im heutigen Sinne. Allerdings, die ganze Welt der nebelhaften physischen Gebilde blieb unter Ihnen, aber auf ging eine geistige Welt. Ohne feste Grenzen lebten Sie sich in eine geistige Welt hinein. Die geistigen Wesenheiten waren Ihre Mitbewohner. So wechselten Tag und Nacht in der ersten atlantischen Zeit miteinander ab. Wenn der Mensch untertauchte in seinen physischen Leib, hatte er nur undeutliche, verschwommene Bilder des Physischen, aber wenn er des Nachts den physischen Leib verließ, hatte er die Möglichkeit, wenn auch etwas verschwommen, geistig unter Geistern zu leben, unter Geistern zu wandeln. Und vor allen Dingen war das ganze Empfindungsleben des Menschen auch ein anderes in der alten atlantischen Zeit. Wenn Sie, sagen wir, herausgegangen sind aus dem Innern Ihres physischen und Ätherleibes, da hätten Sie nicht Ermüdung gefühlt, kein Bedürfnis nach Ruhe gehabt. Sie hätten auch die Ruhe nicht gefunden; Sie mußten eintreten in die geistige Welt, da war die Sphäre des Wirkens. Wenn es dagegen Morgen wurde, fühlten Sie Ruhebedürfnis, und da suchten Sie sozusagen Ihr Bett auf, das Ihr eigener Leib war. Da blieben Sie ruhig liegen. Sie verkrochen sich in Ihren eigenen Leib und ruhten gerade bei Tage.

[ 24 ] So you see, the physical environment is now quite different from what it was in ancient Atlantis. It was also different when, in the evening, you stepped out of your physical body and, let’s say, fell asleep. Actually, it wasn’t really falling asleep in the modern sense. However, the entire world of misty physical forms remained beneath you, while a spiritual world opened up. Without fixed boundaries, you immersed yourself in a spiritual world. The spiritual beings were your fellow inhabitants. Thus, day and night alternated with one another in the early Atlantean period. When a person immersed themselves in their physical body, they had only indistinct, blurred images of the physical world; but when they left their physical body at night, they had the opportunity—albeit somewhat hazily—to live spiritually among spirits, to walk among spirits. And above all, human emotional life was also different in the ancient Atlantean era. If you, let’s say, had stepped out of the innermost part of your physical and etheric bodies, you would not have felt fatigue, nor would you have had a need for rest. Nor would you have found rest; you had to enter the spiritual world, for that was the sphere of activity. When morning came, however, you felt the need for rest, and then you sought out, so to speak, your bed, which was your own body. There you lay quietly. You retreated into your own body and rested precisely during the day.

[ 25 ] In der ersten Zeit der Atlantis war es also durchaus anders als jetzt. Die atlantische Zeit verläuft so, daß der Mensch sich allmählich herüberlebt aus den ganz entgegengesetzten Zuständen in die späteren. Er lebt sich in dem Maße herüber, als sein Ätherleib mehr und mehr hineingetrieben wird in den physischen Leib. Im letzten Drittel der atlantischen Zeit wurde der Ätherleib hineingetrieben in den physischen Leib. Vor diesem Ereignis fühlte sich der Mensch oben in der geistigen Welt als Wachender. Aber als solcher sagte er nicht zu sich Ich, hatte er nicht das Selbstbewußtsein. Wenn er herausging aus dem physischen und Ätherleib, um in die Helligkeit der Nacht sich hineinzubegeben, da fühlte er sich so recht als Glied der Geistigkeit, die da oben war, fühlte sich sozusagen hineingeborgen in seine alte Gruppenseele. Jedesmal wurde es um ihn hell in der Nacht, aber er fühlte sich unselbständig. Wie unsere Finger zu unserem Ich, so fühlten sich die Menschen hinzugehörig zu den Gruppenseelen, die hellseherisch so gesehen werden, wie sie in den vier Köpfen des Löwen, Ochsen, Adlers und Menschen in der Apokalypse des Johannes geschildert sind. In irgendeine solche Gruppenseele hineinversetzt fühlte sich der Mensch. Und erst wenn er in seinem Leibesschneckenhaus war, fühlte er, daß er etwas Eigenes hatte. Denn daß der Mensch ein selbständiges Wesen wurde, das kam davon, daß er sich einschließen konnte in seinen Leib. Er mußte allerdings dieses Einschließen in seinen Leib damit bezahlen, daß sich nach und nach die geistige Welt für ihn verfinsterte, daß sie sich ganz und gar von ihm zurückzog. Dafür aber wurde immer heller und klarer die Welt, die er unten sah, wenn er im physischen Leibe war. Damit dämmerte immer mehr und mehr in ihm auf, daß er ein Ich sei, daß er in sich selbst ein Selbstbewußtsein trage. Er lernte zu sich Ich sagen.

[ 25 ] In the early days of Atlantis, things were quite different from how they are now. The Atlantean era unfolds in such a way that human beings gradually transition from completely opposite states into the later ones. They make this transition to the extent that their etheric body is increasingly driven into the physical body. In the last third of the Atlantean era, the etheric body was driven into the physical body. Before this event, human beings felt themselves to be watchers in the spiritual world above. But as such, they did not say “I” to themselves; they lacked self-consciousness. When he stepped out of his physical and etheric bodies to enter the brightness of the night, he truly felt himself to be a member of the spiritual realm that existed above; he felt, so to speak, sheltered within his old group soul. Each time, the night around him grew bright, yet he felt dependent on others. Just as our fingers belong to our “I,” so did human beings feel they belonged to the group souls that are perceived clairvoyantly as depicted in the four heads of the lion, the ox, the eagle, and the man in the Book of Revelation. Human beings felt as though they were transported into one of these group souls. And only when he was within the shell of his physical body did he feel that he possessed something of his own. For the fact that human beings became independent beings stemmed from their ability to enclose themselves within their bodies. However, they had to pay for this enclosure within their bodies by the spiritual world gradually darkening for them, withdrawing from them entirely. In return, however, the world he saw below became ever brighter and clearer when he was in his physical body. Thus it dawned on him more and more that he was an “I,” that he possessed self-consciousness within himself. He learned to say “I” to himself.

[ 26 ] Wenn wir charakterisieren wollen, was damals geschah, so denken wir uns den Menschen, wie er gleichsam hinauskriecht aus seinem Leibesschneckenhaus, in die geistige Welt hinein. Er ist da unter geistig-göttlichen Wesenheiten. Da tönt ihm sein Name, das was er ist, von außen entgegen. Der einen Gruppe tönt entgegen das Wort, das in der Ursprache das Wort war für diese Gruppe, der anderen das Wort für die andere Gruppe. Der Mensch konnte sich nicht von innen heraus benennen, er mußte von außen seinen Namen entgegengetönt erhalten. Wenn er so herauskroch aus seinem Leibesschneckenhaus, wußte er, was er war, weil es ihm in die Seele hineingerufen wurde. Jetzt, da er lernte, in seinem Leibe wahrzunehmen die physische Umgebung, da lernte er sich als Ich empfinden, da lernte er die göttliche Kraft, die ihm früher von außen eingetönt war, in sich selbst fühlen. Er lernte den Gott in sich selber fühlen. Der ihm der nächste war, dieser Gott, der zu gleicher Zeit sein Ich andeutete, den nannte er Jahve, der war der Ich-Leiter. Die Kraft dieses Gottes fühlte der Mensch zunächst in seinem Ich aufgehen.

[ 26 ] If we want to describe what happened back then, we can imagine the human being, as it were, crawling out of the shell of his physical body and into the spiritual world. There he finds himself among spiritual-divine beings. There, his name—that which he is—resounds to him from without. To one group resounds the word that, in the original language, was the word for that group; to the other, the word for the other group. Human beings could not name themselves from within; they had to receive their names as they were resounded to them from without. As they crawled out of their physical shells, they knew what they were because it was called into their souls. Now that he learned to perceive his physical surroundings within his body, he learned to feel himself as an “I”; he learned to feel within himself the divine power that had previously been proclaimed to him from without. He learned to feel God within himself. The one who was closest to him—this God, who at the same time signified his “I”—he called Yahweh; he was the guide of the “I.” At first, human beings felt the power of this God merge with their “I.”

[ 27 ] Damit waren äußere Ereignisse verbunden. Wenn der alte Atlantier so untertauchte in seinen physischen Leib, dann sah er wohl auch hinaus in den Himmelsraum, und da sah er, wie gesagt, einen wirklichen Regenbogen nicht, aber so etwas wie ein Kreis aus Farbe gebildet war da, wo später die Sonne auftauchte. Die Sonne drang noch nicht durch mit ihrer Kraft, aber sie wirkte durch den Nebel hindurch. Gehindert, aufgehalten durch den Nebel wirkte sie mit ihrer Kraft auf die Erde. Immer mehr und mehr kam sie heraus, so daß alles, was geschildert worden ist, dieser Aufgang des äußeren Bewußtseins, verknüpft war mit dem Herauskommen der Sonne aus dem Nebel. Was da oben war, wo ihren Wohnsitz hatten die sechs anderen Geister, die mit Jahve zusammen die Erdenentwickelung zu lenken hatten, das drang allmählich heraus, das schien herunter in seinen Taten auf die Erde.

[ 27 ] This was connected to external events. When the ancient Atlantean immersed himself in this way in his physical body, he probably also looked out into the sky, and there, as mentioned, he did not see a real rainbow, but something like a circle of color formed where the sun would later rise. The sun’s power had not yet broken through, but it was already working through the mist. Hindered and held back by the mist, its power was still acting upon the earth. It emerged more and more, so that everything that has been described—this dawning of outer consciousness—was linked to the sun’s emergence from the mist. What was up above—where the six other spirits who, together with Yahweh, were to guide the Earth’s development had their abode—gradually emerged and shone down upon the Earth through its deeds.

[ 28 ] Was war mit dem Menschen vorgegangen? Der Mensch war früher, seiner eigentlichen Seele, seinem Geiste nach, wenn er aus dem Leibe herausgestiegen war, wenn es sozusagen Nacht war, in innere, astralische Helligkeit getreten, zu der die äußere Sonne nicht notwendig ist. Diese Helligkeit war um ihn herum. Es war dasselbe Licht von mächtigen geistigen Wesenheiten, das später physisch herunterschien von der Sonne. Als er immer mehr sich in sein physisches Bewußtsein einschloß, da wurde das Tor des inneren Schauens zugeschlossen. Finsternis umgab ihn, wenn er des Nachts seinen physischen und seinen Ätherleib verließ und in die geistige Welt eintrat. In demselben Maße, in dem er sich einschloß, stieg das äußere Licht auf, das die Taten der geistigen Wesenheiten der Sonne darstellt. Das Licht der geistigen Wesenheiten schien äußerlich herunter auf die Erde. Der Mensch bereitete sich vor, das äußere Licht als etwas Materielles anzusehen. In sein jetziges verfinstertes Innere schien das Licht, das Licht aber wurde von seinen Finsternissen zunächst nicht begriffen.

[ 28 ] What had happened to humankind? In the past, when a person had stepped out of their body—when, so to speak, it was night—they had, in terms of their true soul and spirit, entered an inner, astral brightness for which the outer sun was not necessary. This brightness surrounded them. It was the same light emanating from powerful spiritual beings that later shone down physically from the sun. As he increasingly confined himself within his physical consciousness, the gateway to inner vision was closed. Darkness surrounded him when, at night, he left his physical and etheric bodies and entered the spiritual world. To the same extent that he shut himself off, the outer light rose, representing the deeds of the spiritual beings of the sun. The light of the spiritual beings shone outward onto the Earth. Human beings prepared themselves to regard the outer light as something material. The light shone into their now-darkened inner being, but at first the light was not comprehended by their darkness.

[ 29 ] Das ist ein weltgeschichtlicher, kosmischer Vorgang. Der Mensch hat sich in der damaligen Zeit durch die geistige Verfinsterung sein Selbstbewußtsein erkauft. So ist der Mensch herausgewachsen aus der Gruppenseelen-Helligkeit. Aber es war nur das allererste Aufdämmern der Individualität. Lange, lange dauerte es noch, bis wahrhaft die Individualität über den Menschen kam. Es verging die letzte atlantische Zeit; die Flut brach herein. Die nachatlantische Zeit begann, die uralt indische Kultur verging. Das Selbstbewußtsein war da noch nicht gediehen. Dann kam die persische, die ägyptisch-babylonische Zeit. Immer mehr reifte der Mensch dazu heran, das Selbstbewußtsein in sich zu entwickeln. Endlich kam der vierte Zeitraum. Da vollzog sich etwas von ungeheurer Wichtigkeit, zu dem das vorher Geschehene die Vorbereitung war.

[ 29 ] This is a world-historical, cosmic process. At that time, humanity earned its self-awareness through spiritual darkness. Thus, humanity emerged from the light of the group soul. But it was only the very first dawn of individuality. It took a long, long time before individuality truly took hold of humankind. The final Atlantean epoch came to an end; the flood swept in. The post-Atlantean epoch began, and the ancient Indian culture faded away. Self-consciousness had not yet flourished. Then came the Persian and the Egyptian-Babylonian epochs. Humanity matured more and more toward developing self-consciousness within itself. Finally, the fourth epoch arrived. Then something of immense importance took place, for which the events that had preceded it had served as preparation.

[ 30 ] Denken Sie sich einmal hinweggehoben von der Erde an einen fernen Stern und mit hellseherischem Auge begabt herunterschauend auf die Erde von jenem fernen Sterne aus. Da würden Sie sehen, daß diese Erde als physischer Leib eben nur physischer Leib ist und daß zu ihr gehören Ätherleib und astralischer Leib wie zum Menschen. Das alles hat auch die Erde. Sie würden die Erde von ihrer Aura umgeben sehen, und Sie würden durch Jahrtausende von jenem Stern aus verfolgen können die Entwickelung der irdischen Aura, Sie würden diese Erde eingeschlossen sehen von allerlei Farben: in der Mitte den physischen Kern, und darum herum flutend die Aura in verschiedenen Formen und Farben, die verschiedensten Gebilde darinnen in dieser geistigen Atmosphäre der Erde. Sie würden diese Farben und Formen im Laufe der Jahrtausende sich mannigfaltig verändern sehen, aber es würde ein Zeitpunkt eintreten, ein Zeitpunkt von großer Wichtigkeit: da nimmt die ganze Aura eine andere Form und Farbe an. Die Erde erscheint in einem neuen Lichte, zunächst von außen gesehen. Und das geschieht mit ungeheurer Schnelligkeit, so daß man sich sagen muß: Von diesem Augenblick an ist eine Grundverwandlung mit der Erde vor sich gegangen, die Erdenaura hat sich völlig verwandelt. — Welcher Zeitpunkt ist das? Das ist der Zeitpunkt, wo auf Golgatha das Blut aus den Wunden des Erlösers floß. Dieser Augenblick ist ein höchst wichtiger, der wichtigste Augenblick der ganzen Erdenentwickelung. Der Augenblick, wo das Blut aus den Wunden des Erlösers fließt, ist derselbe, wo die Aura der Erde sich neugestaltet. Es tritt eine ganz neue Kraft ein, jene Kraft, die der wichtigste Impuls für die Erdenentwickelung ist, zu der alles, was wir bisher gesehen haben, nur Vorbereitung war.

[ 30 ] Imagine yourself lifted away from Earth to a distant star, endowed with clairvoyant vision, and looking down upon Earth from that distant star. There you would see that this Earth, as a physical body, is indeed nothing more than a physical body, and that it possesses an etheric body and an astral body, just as a human being does. The Earth possesses all of this as well. You would see the Earth surrounded by its aura, and from that star you would be able to trace the development of the Earth’s aura over millennia; you would see this Earth enveloped by all manner of colors: at the center, the physical core, and flowing around it, the aura in various forms and colors, with the most diverse formations within this spiritual atmosphere of the Earth. You would see these colors and forms change in manifold ways over the course of millennia, but a moment would come—a moment of great importance—when the entire aura would take on a different form and color. The Earth would appear in a new light, at first when viewed from the outside. And this happens with tremendous speed, so that one must say: From this moment on, a fundamental transformation has taken place with the Earth; the Earth’s aura has been completely transformed. — What moment is this? It is the moment when, on Golgotha, blood flowed from the Saviour’s wounds. This moment is a most important one—the most important moment in the entire development of the Earth. The moment when the blood flows from the Saviour’s wounds is the very same moment when the Earth’s aura is reshaped. A completely new force enters—that force which is the most important impulse for the Earth’s development, for which everything we have seen so far was merely a preparation.

[ 31 ] Für den Chemiker ist das Blut auf Golgatha dasselbe wie anderes Blut auch. Aber dieses Blut ist ein ganz anderes. Es bedeutet, daß die Materie des Blutes hinunterfließt auf den Erdboden und daß der Geist, der dem Blute entspricht, die Erdenaura erfüllt mit neuen Impulsen und neuen Kräften, die ihre Bedeutung haben für die zukünftige Menschheitsentwickelung. Von da strahlen die Kräfte aus, welche die Erde umändern, von da strahlen sie durch den Menschen. Nur ein kleiner Teil dessen, was eingeflossen ist in jenem Momente, hat sich bis heute erfüllt. Immer mehr und mehr werden die Menschen lernen, zu verstehen, was die Erde durch jenen Moment von Golgatha geworden ist, was der Mensch werden kann in dem Bewußtsein, das er sich auf die geschilderte Art errungen hat seit der Atlantis.

[ 31 ] To a chemist, the blood on Golgotha is no different from any other blood. But this blood is something entirely different. It means that the material substance of the blood flows down to the earth, and that the spirit corresponding to the blood fills the earth’s aura with new impulses and new forces that are significant for the future development of humanity. From there, the forces radiate out, transforming the earth; from there, they radiate through human beings. Only a small part of what flowed in at that moment has been fulfilled to this day. More and more, people will learn to understand what the Earth has become through that moment on Golgotha, and what the human being can become in the consciousness that he has attained in the manner described since the time of Atlantis.

[ 32 ] Was hat sich denn der Mensch errungen seit der Atlantis? Zweierlei: das Ich-Bewußtsein und die Fähigkeit, außen in der äußeren Welt zu sehen. Zugeschlossen hat sich vor ihm, was früher offen für ihn war, die geistige Welt. Wahrhaftig, diese früheren Menschen, sie haben gesehen, was die späteren Mythen erzählen: Wotan — Merkur, Jupiter — Zeus, all die Gestalten haben sie des Nachts gesehen. Sie waren in der Nacht mitten unter ihnen. Das Tor zu diesen geistigen Wesenheiten hat sich zugeschlossen. Dafür hat der Mensch sich erobert die heutige Welt um ihn herum. Die Geister sind vor ihm zurückgetreten. Alles, was er damals hat sehen können, ist zurückgetreten. Früher hat er das Göttliche gesehen, wenn er hinausgeschlüpft ist aus dem Schneckenhaus seines physischen Leibes; jetzt mußte er innerhalb des Leibes das Göttliche sehen, wenn es vor ihm auftreten sollte. Das heißt nichts anderes, als daß wir das Göttliche in leiblich-sichtbarer Gestalt annehmen müssen, weil das Menschenbewußtsein so geworden war, daß es hingeordnet war auf das physische Schauen. Deshalb mußte das Göttliche selbst leiblich-physische Gestalt annehmen. Darum erschien das Göttliche einmal in der Zeitentwickelung im fleischlichen Leibe. Es mußte so erscheinen, weil der Mensch bis zu dieser Stufe des Wahrnehmens vorgedrungen war. Es mußte so seiner Wahrnehmung gegeben werden, damit er es verstehen konnte. Und es mußten all die Erscheinungen, die früher eingetreten waren für andere Stufen der Entwickelung, sich zusammenschließen in jenem größten Ereignis der Erdenentwickelung, das uns Licht werfen wird auf alle Zukunft, die wir nunmehr aus der Apokalypse enthüllen werden: in jenem Ereignis, das sich physisch so ausnimmt, daß die Blutstropfen niederströmten zur Erde; das, hellseherisch wahrgenommen, aber als etwas aufsteigt, was die Aura der Erde verändert. Die Kraft, die da einfloß, wird zusammenwirken mit der Erde in alle Zukunft hinein. Damit war der Erdenseele, dem Geist der ganzen Erde, etwas Neues eingeimpft worden. Was das Christus-Prinzip ist, hat sich damals mit der Erde verbunden, und die Erde ist der Leib dieses Christus-Prinzips geworden, so daß wörtlich wahr ist: «Wer mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen.» Wenn der Mensch das Brot der Erde ißt, so ißt er den: Leib der Erde, und das ist der Leib des Erdgeistes, der seit jenem Ereignis auf Golgatha als Christus-Geist mit der Erde verbunden ist. Und der Mensch wandelt auf diesem Erdenleib herum, er tritt diesen Leib mit Füßen. Alles ist wörtlich zu verstehen, wenn wir uns erst die Möglichkeit verschaffen, den Wortlaut in der wirklichen Weise aufzufassen.

[ 32 ] What, then, has humanity achieved since the time of Atlantis? Two things: self-awareness and the ability to perceive the external world. What was once open to them—the spiritual world—has now closed off from them. Truly, those early humans saw what later myths recount: Wotan—Mercury, Jupiter—Zeus—they saw all these figures at night. They were right there among them at night. The gate to these spiritual beings has closed. In exchange, humankind has conquered the modern world around them. The spirits have receded from their sight. Everything they were once able to see has receded. In the past, he saw the divine when he slipped out of the shell of his physical body; now he had to see the divine within the body if it was to appear before him. This means nothing other than that we must conceive of the divine in a bodily, visible form, because human consciousness had become such that it was oriented toward physical perception. That is why the Divine itself had to assume a physical form. That is why, at one point in the course of evolution, the Divine appeared in a physical body. It had to appear in this way because humanity had advanced to this stage of perception. It had to be presented to human perception in this way so that people could understand it. And all the events that had previously occurred for other stages of development had to converge in that greatest event in Earth’s evolution, which will shed light on the entire future that we shall now unveil from the Apocalypse: in that event which, physically speaking, appears as drops of blood streaming down to the Earth; which, when perceived clairvoyantly, appears as something rising up that transforms the Earth’s aura. The force that flowed in there will interact with the Earth into the distant future. Thus, something new had been instilled into the Earth soul, the spirit of the entire Earth. What the Christ principle is became united with the Earth at that time, and the Earth became the body of this Christ principle, so that the saying is literally true: “Whoever eats my bread tramples me underfoot.” When a human being eats the bread of the Earth, he eats the: body of the Earth, and that is the body of the Earth Spirit, which has been united with the Earth as the Christ Spirit ever since that event on Golgotha. And human beings walk upon this earthly body; they trample this body underfoot. Everything is to be understood literally, once we give ourselves the opportunity to grasp the wording in its true sense.

[ 33 ] Für einen solchen Menschen wie den Schreiber des JohannesEvangeliums wurde alles, was er wußte, was er im hellseherischen Schauen erfassen konnte, zu einer Aufforderung, das größte Ereignis der Erdenentwickelung zu verstehen. Was er lernen konnte hellseherisch, von dem sagte er sich: Ich muß es gebrauchen, um die Gestalt des Christus zu verstehen und ihre Wirkung. — Alle Geheimwissenschaft zur Erklärung des Ereignisses von Golgatha zu verwenden, ist die Tendenz dessen gewesen, der die Apokalypse geschrieben hat. Nichts anderes wollte er in dem erblicken, was er in der Geheimwissenschaft lernen konnte, als eine dienende Weisheit, um dieses Ereignis zu verstehen, das er in so großartiger Weise vor unsere Seele gestellt hat und von dem wir sehen werden, was es für ihn geworden ist.

[ 33 ] For someone like the author of the Gospel of John, everything he knew—everything he could perceive through clairvoyant vision—became an impetus to understand the greatest event in the history of the Earth. Regarding what he could learn through clairvoyance, he told himself: I must use it to understand the figure of Christ and its effect. — The author of the Apocalypse was inclined to use all of esoteric science to explain the event of Golgotha. He wanted to see nothing else in what he could learn through esoteric science but a wisdom that would serve to understand this event, which he has so magnificently set before our souls and which we shall see what it has become for him.