Donate books to help fund our work. Learn more→

The Rudolf Steiner Archive

a project of Steiner Online Library, a public charity

DONATE

The Apocalypse of John
GA 104

27 June 1908, Nuremberg

Translate the original German text into any language:

Zehnter Vortrag

Tenth Lecture

[ 1 ] Daß wir in der Apokalypse des Johannes eine Beschreibung der Einweihungsvorgänge haben, oder vielleicht besser gesagt, der Einweihungserlebnisse des christlich Einzuweihenden, das haben wir gesehen. Nachdem wir in den letzten Vorträgen den ganzen Stoff der Apokalypse an unserer Seele haben vorüberziehen lassen, werden wir noch auf die Frage zu antworten haben: Was ist denn eigentlich, geschichtlich genommen, diese Urkunde? Warum existiert sie als eine solche Urkunde? — Jetzt aber, wo wir bei jenem wichtigen Punkt angelangt sind, der sich uns das letztemal enthüllt hat, bei dem Übergang unserer Erde in einen geistigen, zunächst in einen astralischen Zustand, bei dem Auftreten gewisser merkwürdiger Wesenheiten in dem, was sich also in der Materie verdichtet und abgespalten hat von dem normalen Fortgange unserer Erdenentwickelung, jetzt wird es gut sein, bevor wir vorwärtsschreiten, uns sozusagen eine Art von Generalüberblick zu verschaffen über gewisse Dinge, die im Grundriß unserer anthroposophischen Weltbetrachtung liegen. Denn Sie haben gesehen, daß bei alledem, was wir zu betrachten hatten, gewisse Zahlenbegriffe eine Rolle spielen. Und jetzt stehen wir dabei, uns einen Begriff von dem zu verschaffen, was das siebenköpfige und zehnhörnige Tier ist und was das zweihörnige Tier ist.

[ 1 ] We have seen that the Book of Revelation contains a description of the initiation rites—or perhaps it would be better to say, the initiation experiences—of the Christian initiate. Now that we have allowed the entire content of the Book of Revelation to pass before our souls in the last few lectures, we still have to answer the question: What, historically speaking, is this document? Why does it exist as such a document? — But now that we have reached that important point which was revealed to us last time—the transition of our Earth into a spiritual, and initially astral, state; the appearance of certain remarkable beings within what has thus condensed in matter and split off from the normal course of our Earth’s evolution— now it will be good, before we proceed further, to gain, so to speak, a kind of general overview of certain things that lie at the foundation of our anthroposophical worldview. For you have seen that in everything we have been considering, certain numerical concepts play a role. And now we are about to form a concept of what the seven-headed, ten-horned beast is and what the two-horned beast is.

[ 2 ] Wir müssen uns einmal orientieren über den Grundriß der Weltenentwickelung. Die verläuft nämlich durchaus in Gemäßheit ganz bestimmter Zahlenverhältnisse. Der Laie in solchen Dingen wird sehr leicht sagen, wenn er hört, daß die Siebenzahl und andere Zahlen eine so große Rolle spielen in unseren Betrachtungen: Nun ja, diese Anthroposophen wärmen wieder jenen alten Aberglauben auf, der sich an die Siebenzahl, an die Zwölfzahl und dergleichen knüpft. — Und schon wenn unsere lieben Zeitgenossen von so etwas hören, was in einer regelmäßigen Weise nach der Siebenzahl vorwärtsschreitet, dann sprechen sie von Aberglauben, obwohl diese unsere Zeitgenossen eigentlich in bezug auf das, wovon sie etwas verstehen, in genau demselben Aberglauben leben, denn unsere Zeitgenossen sprechen zum Beispiel davon, daß der Regenbogen sieben Farben hat, die Tonskala sieben Töne, da der achte nur eine Wiederholung der Prim ist. Und noch auf manch anderem Gebiete spricht man von der Siebenzahl, und mit Recht. In keinem anderen Sinne als der Physiker es tut, wenn er von der Siebenzahl der Farben spricht, und ebenso wie man in der Tonlehre spricht von den sieben Tönen, so sprechen wir, wenn wir die großen Weltenverhältnisse betrachten in bezug auf die Siebenzahl. Die Siebenzahl ist uns dabei gar nichts anderes als ein Ergebnis der okkulten Erfahrung. So wie sich der Mensch hinstellt und die sieben Farben zählt, so zählt der Okkultist sieben aufeinanderfolgende Zustände der Weltenentwickelung. Und weil die Weisheit der Welt immer von diesen Dingen wußte und sprach, deshalb ging das in das allgemeine Bewußtsein über und man fand etwas besonders Bedeutungsvolles in dieser Siebenzahl. Gerade weil die Siebenzahl zum Beispiel in den Weltverhältnissen begründet war, ging sie in den allgemeinen Glauben, natürlich auch Aberglauben, über.

[ 2 ] We need to get a sense of the outline of world evolution. For it proceeds entirely in accordance with very specific numerical relationships. The layperson, unfamiliar with such matters, will very easily say, upon hearing that the number seven and other numbers play such a major role in our considerations: “Well, these anthroposophists are just reviving that old superstition tied to the number seven, the number twelve, and the like.” — And as soon as our dear contemporaries hear of something that progresses in a regular pattern based on the number seven, they speak of superstition, even though these very contemporaries of ours actually live in exactly the same superstition with regard to the things they understand, for our contemporaries speak, for example, of the rainbow having seven colors and the musical scale having seven notes, since the eighth is merely a repetition of the fundamental. And in many other fields as well, people speak of the number seven—and rightly so. In no other sense than the physicist does when he speaks of the seven colors, and just as one speaks in music theory of the seven notes, so do we speak of the number seven when we consider the great cosmic relationships. The number seven is, in this context, nothing other than a result of occult experience. Just as a person stands and counts the seven colors, so the occultist counts seven successive stages of world evolution. And because the wisdom of the world has always known and spoken of these things, this entered into the general consciousness, and people found something particularly significant in the number seven. Precisely because the number seven was grounded, for example, in cosmic relationships, it became part of popular belief—and, of course, superstition as well.

[ 3 ] Wenn wir uns daran erinnern, was wir gesagt haben über das Geheimnis der sieben Posaunen, der sieben Siegel, der sieben Sendbriefe, was wir über die sieben aufeinanderfolgenden Perioden der atlantischen Zeit gesagt haben, so sehen wir schon, daß wir eigentlich in der Weltenentwickelung fortlaufend Perioden haben, die sich in Gemäßheit der Siebenzahl wiederholen, und wie einen Grundriß der Weltenentwickelung wollen wir uns vor Augen rücken, daß die Siebenzahl alle Teile der Weltenentwickelung beherrscht.

[ 3 ] If we recall what we have said about the mystery of the seven trumpets, the seven seals, and the seven epistles, and what we have said about the seven successive periods of the Atlantean era, we can already see that, in the course of world evolution, we actually have continuous periods that repeat themselves in accordance with the number seven, and as a blueprint of world evolution, let us bear in mind that the number seven governs all aspects of world evolution.

[ 4 ] Wir haben gehört, daß die Erde, bevor sie Erde war, Mond war, bevor sie Mond war, Sonnenplanet und bevor sie Sonne war, Saturn war. Die Erde wird, nachdem sie Erde gewesen sein wird, in den Jupiterzustand, dann in den Venus- und zuletzt in den Vulkanzustand übergehen, so daß wir sieben aufeinanderfolgende planetarische Verkörperungen unserer Erde haben, Saturn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus und Vulkan. Das sind nun die größten Abteilungen innerhalb unserer ganzen Entwickelung, die wir bis zu einem gewissen Grade hellseherisch überschauen können. Wir haben ja die drei der Erde vorangehenden Zustände beschrieben.

[ 4 ] We have heard that the Earth, before it was the Earth, was the Moon; before it was the Moon, it was a solar planet; and before it was the Sun, it was Saturn. After it has been Earth, the Earth will transition into the Jupiter state, then into the Venus state, and finally into the Vulcan state, so that we have seven successive planetary incarnations of our Earth: Saturn, Sun, Moon, Earth, Jupiter, Venus, and Vulcan. These are the major phases within our entire evolution that we can oversee to a certain degree through clairvoyance. We have, of course, described the three states preceding that of Earth.

[ 5 ] Jetzt wollen wir uns klar sein darüber, was denn der Sinn der ganzen Entwickelung ist, warum die Erde durch diese sieben Zustände durchgeht. Diese sieben Zustände fallen nämlich zusammen mit der Entwickelung des menschlichen Bewußtseins. Jeder dieser Zustände, Saturn, Sonne, Mond, Erde, Jupiter, Venus und Vulkan, charakterisiert einen bestimmten menschlichen Bewußtseinszustand. Richten wir den Blick zurück in die uralte Saturnzeit. Wir wissen, was gegenwärtig vom Menschen vorhanden ist, war damals noch nicht vorhanden, sondern erst die allererste Anlage seines physischen Leibes. Diese erste Anlage konnte selbstverständlich beim Menschen nicht ein solches Bewußtsein entwickeln, wie es heute der Mensch hat. Andere Wesen hatten ein menschliches Bewußtsein; der Mensch hatte damals ein Bewußtsein, wie es heute die mineralische Welt hier auf dem physischen Plan hat. Wir nennen das ein tiefes Trancebewußtsein. Das hatte die erste Menschenanlage auf dem Saturn. Diese Saturnentwickelung ist aus dem Grunde durchgemacht worden, damit der Mensch nach und nach aufrücken kann zu seinen höheren Bewußtseinszuständen. Damals hat er den ersten durchgemacht. Also haben wir die Saturnentwikkelung zusammenfallend mit dem tiefen Trancebewußtsein. Das ist die erste Bewußtseinsstufe.

[ 5 ] Now let us be clear about what the purpose of this entire evolution is—why the Earth passes through these seven states. These seven states, in fact, coincide with the evolution of human consciousness. Each of these stages—Saturn, Sun, Moon, Earth, Jupiter, Venus, and Vulcan—characterizes a specific state of human consciousness. Let us look back to the ancient Saturn era. We know that what currently exists in human beings did not yet exist at that time; rather, there was only the very first rudiment of their physical body. Naturally, this earliest rudimentary form could not develop in human beings the kind of consciousness that humans possess today. Other beings possessed human consciousness; at that time, human beings had a consciousness similar to that which the mineral world possesses today here on the physical plane. We call this a deep trance-like consciousness. This is what the first human embryo possessed on Saturn. This Saturn development was undergone for the purpose of enabling human beings to gradually ascend to their higher states of consciousness. At that time, they went through the first stage. Thus, we have the Saturn development coinciding with the deep trance consciousness. This is the first stage of consciousness.

[ 6 ] Natürlich müssen Sie sich nicht vorstellen, daß der Grad des Bewußtseins durch die ganze Saturnentwickelung derselbe bleibt, aber im wesentlichen ist es so, daß der Bewußtseinsgrad des Menschen auf dem Saturn mit tiefem Trancebewußtsein charakterisiert werden kann. Es ist dumpfer als selbst das, was heute der Mensch im traumlosen Schlafe hat, denn da hat heute der Mensch das Bewußtsein, das er durchgemacht hat auf der zweiten Stufe, während der Sonnenentwickelung. Also während der zweiten Stufe, während der Sonnenentwickelung, hat der Mensch durchgemacht das traumlose Schlafbewußtsein. Es ist dasselbe Bewußtsein, das heute die Pflanzenwelt um uns herum auf dem physischen Plan hat.

[ 6 ] Of course, you need not imagine that the level of consciousness remains the same throughout the entire Saturn evolution, but essentially, the level of human consciousness on Saturn can be characterized by a deep trance-like state. It is more dull than even what humans experience today in dreamless sleep, for in that state, humans today possess the consciousness they underwent on the second stage, during the Solar evolution. Thus, during the second stage, during the Solar evolution, humans underwent the consciousness of dreamless sleep. It is the same state of consciousness that the plant world around us possesses today on the physical plane.

[ 7 ] Dann kam die Mondenstufe in der Entwickelung. Da hat der Mensch ein Bewußtsein durchgemacht, welches schon leichter zum Verständnis gebracht werden kann, weil der Mensch im Traumbewußtsein wenigstens einen letzten Rest hat von diesem Mondenbewußtsein. Das Traumbewußtsein von heute ist ja ein Zwischenzustand zwischen traumlosem Schlaf und dem gewöhnlichen, vom Morgen bis zum Abend dauernden hellen, wachen Tagesbewußtsein. Also der dritte Zustand des Bewußtseins wurde erreicht auf dem Mond, und er läßt sich vergleichen mit dem heutigen traumerfüllten Schlaf, aber mit einer ganz anderen Lebendigkeit und Lebhaftigkeit. Der traumerfüllte Schlaf gibt ein Bewußtsein, das sich aus einzelnen Vorstellungsfetzen und Bildern zusammensetzt und nur einen geringen Grad von Beziehung hat zur realen Außen. welt. Das Mondenbewußtsein, das ein Traumbilderbewußtsein war, hatte sehr bedeutsame Beziehungen zur Außenwelt. Es entsprach genau dem, was in der seelisch-geistigen Umwelt vorhanden war. Eine Wiederholung hat das während der atlantischen Zeit des Menschen gefunden. Wir nennen es das Traumbilderbewußtsein, könnten es auch das somnambule Bewußtsein nennen.

[ 7 ] Then came the lunar stage of evolution. During this stage, human beings experienced a state of consciousness that is easier to understand, because in dream consciousness, people retain at least a faint remnant of this lunar consciousness. Today’s dream consciousness is, after all, an intermediate state between dreamless sleep and the ordinary, bright, waking daytime consciousness that lasts from morning to evening. Thus, the third state of consciousness was attained on the Moon, and it can be compared to today’s dream-filled sleep, but with a completely different vitality and liveliness. Dream-filled sleep produces a consciousness composed of individual fragments of imagination and images and has only a slight connection to the real external world. Lunar consciousness, which was a consciousness of dream images, had very significant connections to the external world. It corresponded exactly to what existed in the soul-spiritual environment. This was repeated during the Atlantean epoch of humanity. We call it “dream-image consciousness”; we could also call it “somnambulistic consciousness.”

[ 8 ] Das vierte Bewußtsein wird erreicht und durchgemacht auf unserer Erde, und es ist dasjenige Bewußtsein, welches wir das helle Tagesbewußtsein oder Gegenstandsbewußtsein nennen.

[ 8 ] The fourth level of consciousness is attained and experienced here on Earth, and it is the level of consciousness we call “bright daytime consciousness” or “object consciousness.”

[ 9 ] Zu einem erhöhteren Bewußtseinsgrad, von dem die meisten Menschen von heute keine Ahnung haben, werden die Menschen aufsteigen während der Jupiterzeit, wenn das alles geschehen ist, was wir schon beschrieben haben und was im Anschluß an die Apokalypse des Johannes noch zu beschreiben ist. Dann, wenn der Mensch sozusagen gerettet vom Abgrund hervorgegangen und dem Verfall entgangen ist, wenn er hinaufgestiegen ist in die astralisierte und vergeistigte Erde, dann wird das die Grundlage dafür sein, daß er auf dem Jupiter dasjenige Bewußtsein erlangt, das wir nennen können das bewußte Bilderbewußtsein. Wenn man es schildern soll, so kann das nur aus den Erfahrungen der Eingeweihten heraus geschehen. Denn die Einweihung ist ja nichts anderes als die Aneignung der Fähigkeit, in einer früheren Entwickelungsstufe zu erreichen, was die normale Menschheit auf einer späteren Stufe erreicht. Im bewußten Bilderbewußtsein ist der Mensch genau ebenso selbstbewußt wie heute vom Morgen bis zum Abend, aber er nimmt nicht nur wahr die äußeren Gegenstände, sondern im Blickfeld seiner Seele hat er Bilder, und zwar Bilder, die nicht etwa mit einer gewissen Dumpfheit verknüpft sind, die vielmehr eingebettet sind in das helle Tagesbewußtsein. Also helles Tagesbewußtsein und Mondenbewußtsein zusammen, das gibt das Jupiterbewußtsein. Der Mensch erhält sich, was er jetzt hat und erwirbt sich dazu die Fähigkeit, das Seelisch-Geistige wahrzunehmen.

[ 9 ] People will ascend to a higher level of consciousness—one of which most people today have no idea—during the Age of Jupiter, once everything we have already described, and everything that remains to be described following the Apocalypse of John, has taken place. Then, when humanity has, so to speak, emerged saved from the abyss and escaped decay, when it has ascended into the astralized and spiritualized Earth, this will form the foundation for its attainment on Jupiter of the consciousness we may call “conscious image consciousness.” If one is to describe this, it can only be done from the perspective of the experiences of the initiated. For initiation is, after all, nothing other than the acquisition of the ability to achieve at an earlier stage of development what normal humanity achieves at a later stage. In conscious image-consciousness, the human being is just as self-aware as he is today from morning to evening, but he perceives not only external objects; rather, within the field of vision of his soul, he has images—images that are not associated with a certain dullness, but are instead embedded in bright daytime consciousness. Thus, bright daytime consciousness and lunar consciousness together constitute Jupiter consciousness. Human beings retain what they now possess and, in addition, acquire the ability to perceive the soul-spiritual realm.

[ 10 ] Heute ist es so, daß der Eingeweihte nicht nur den Menschen sieht, wie er physisch ist, sondern daß er wahrnimmt um den Menschen herum, ihn umstrahlend, allerlei geistige Gebilde, die der Ausdruck sind der Leidenschaften, Instinkte, Gedanken, mit einem Wort: die Aura. Sie umglänzt, umglüht den Menschen wie feine Flammen, zum Teil wie ein Lichtnebel. Alles das, was so im menschlichen Astralleib gesehen werden kann vom Eingeweihten, ebenso wie von dem gewöhnlichen physischen Auge der physische Leib mit seinen Grenzen gesehen wird, alles das ist Bild dessen, was in den Seelen vorgeht. In einer solchen Eingeweihtenseele ist ein Bewußtsein vorhanden, das wir bezeichnen können als Mondenbewußtsein plus Erdenbewußtsein.

[ 10 ] Today, the initiate not only sees a person as he or she is physically, but also perceives, surrounding the person and radiating from him or her, all manner of spiritual formations that are the expression of passions, instincts, and thoughts—in a word: the aura. It shines around and glows around the human being like delicate flames, and in part like a mist of light. Everything that can be seen in this way in the human astral body by the initiate—just as the physical body with its boundaries is seen by the ordinary physical eye—is a reflection of what is taking place in the soul. In such an initiated soul, there is a consciousness that we can describe as lunar consciousness plus earthly consciousness.

[ 11 ] Dann kommt auf der Venus ein sechster Bewußtseinszustand, den wir bezeichnen können als das inspirierte Bewußtsein, das Bewußtsein der Inspiration, Bewußtsein der Inspiration aus dem Grunde, weil auf dieser Bewußtseinsstufe der Eingeweihte nicht bloß wahrzunehmen vermag, was der Seele an Gefühlen, Trieben, Leidenschaften und so weiter eigen ist, sondern weil er da den ganzen inneren Charakter der Seele in einem einheitlichen Ton wahrnimmt. Er fängt an wahrzunehmen dasjenige, was die Welt der, sagen wir, Farben- und Formengebilde wie eine Sphärenmusik durchdringt, so daß jede einzelne Wesenheit innerhalb dessen, was früher als astralisches Bild wahrgenommen worden ist, wie ein Tongebilde erscheint. Die siebente Bewußtseinsstufe, die auf dem Vulkan vorhanden sein wird, wir können sie nennen das intuitive Bewußtsein. Intuition ist nicht jenes Triviale, was gewöhnlich heute darunter verstanden wird, wo jemand durch dunkles Gefühl etwas glaubt erkennen zu können; das ist ein Mißbrauch des Wortes. In den Eingeweihtenschulen wird Intuition für jene denkbar höchste Bewußtseinsstufe angewendet, wo die Seele eins ist, identisch ist mit den Wesenheiten, wo sie darinnen ist im Innern der Wesenheiten und sich mit ihnen identifiziert. Trotzdem die Seele vollständig individuell bleibt, steckt sie in all den Dingen und Wesenheiten ihres Blickfeldes drinnen.

[ 11 ] Then, on Venus, a sixth state of consciousness arises, which we may describe as inspired consciousness—the consciousness of inspiration—because at this level of consciousness, the initiate is not merely able to perceive the soul’s feelings, drives, passions, and so on, but because he perceives the entire inner character of the soul in a unified tone. He begins to perceive that which permeates the world of, let us say, color and form structures like the music of the spheres, so that every single being within what was previously perceived as an astral image appears as a tonal structure. The seventh level of consciousness, which will be present on the volcano, we can call intuitive consciousness. Intuition is not that trivial concept commonly understood by that term today, where someone believes they can recognize something through a vague feeling; that is a misuse of the word. In the schools of initiation, intuition is applied to that conceivably highest level of consciousness where the soul is one with, and identical to, the entities; where it is within the entities and identifies with them. Although the soul remains completely individual, it is present within all the things and entities within its field of vision.

[ 12 ] So stellen uns die sieben Stufen dieser ganzen Erdenentwickelung sieben aufeinanderfolgende Bewußtseinszustände dar. Jeder Bewußtseinszustand nun muß seinerseits in sieben Stufen erreicht werden. Diese sieben Stufen, die jedesmal durchgemacht werden müssen, nennen wir Lebensstufen, so daß wir unterscheiden sieben Bewußtseinsstufen und in jeder Bewußtseinsstufe sieben Lebensstufen. Es ist schwer, aus unserer Sprache heraus Worte zu finden für diese sieben Lebensstufen. Wenn wir bloß auf unsere Erde Rücksicht nehmen, so können wir die Lebensstufen dadurch bezeichnen, daß wir reden von den sieben Reichen, denn es fallen die Lebensstufen auf der Erde zusammen mit den sieben Reichen. Da bezeichnen wir die erste Lebensstufe als das erste Elementarreich, die zweite als das zweite, die dritte als das dritte Elementarreich, die vierte als das Mineralreich, die fünfte als das Pflanzenreich, die sechste als das Tierreich und die siebente als das Menschenreich. Nun könnten wir ja sagen: Auf jeder dieser Bewußtseinsstufen werden sieben solche Lebensstufen durchgemacht oder sieben Reiche absolviert. — Aber wenn wir die sieben Lebensstufen des Saturn ebenso bezeichnen würden, als erstes, zweites, drittes Elementarreich, als Mineral-, Pflanzen-, Tier- und Menschenreich, so würde das nur falsche Vorstellungen wachrufen, denn die Ausdrücke für diese Reiche sind geprägt nach unseren Erdenerfahrungen und es waren eben die Reiche ganz anders gestaltet in dieser uralten Zeit, als das heute bei den Erdreichen der Fall ist. Wir können nur sagen: Analog diesen Reichen gab es sieben Reiche auf dem Saturn, sieben auf der Sonne. Schon näher kamen die sieben Reiche des Mondes, und was die sieben Lebensstufen der Erde sind, das sind eben die sieben Reiche auf der Erde geworden. Und auf der Erde können wir sie schon leichter beschreiben, obwohl es heute außerordentlich schwer ist, dem Menschen eine Vorstellung von den drei Elementarreichen zu geben. Von Mineral-, Pflanzen-, Tier- und Menschenreich glaubt ja der Mensch eine gesunde Vorstellung zu haben, obwohl das auch nicht der Fall ist.

[ 12 ] Thus, the seven stages of this entire earthly evolution represent seven successive states of consciousness. Each state of consciousness, in turn, must be attained in seven stages. We call these seven stages—which must be passed through each time—stages of life, so that we distinguish between seven stages of consciousness and, within each stage of consciousness, seven stages of life. It is difficult to find words in our language for these seven stages of life. If we consider only our Earth, we can describe the stages of life by speaking of the seven kingdoms, for the stages of life on Earth coincide with the seven kingdoms. Thus, we designate the first stage of life as the first elemental kingdom, the second as the second, the third as the third elemental kingdom, the fourth as the mineral kingdom, the fifth as the plant kingdom, the sixth as the animal kingdom, and the seventh as the human kingdom. Now we could say: At each of these stages of consciousness, seven such stages of life are passed through or seven kingdoms are traversed. — But if we were to designate Saturn’s seven stages of life in the same way—as the first, second, and third elemental kingdoms, and as the mineral, plant, animal, and human kingdoms—this would only give rise to misconceptions, for the terms for these kingdoms are shaped by our earthly experiences, and in that ancient time, the kingdoms were structured quite differently from how the earthly kingdoms are today. We can only say: analogous to these kingdoms, there were seven kingdoms on Saturn and seven on the Sun. The seven realms of the Moon were already closer in nature, and what the seven stages of life on Earth are—that is precisely what the seven realms on Earth have become. And on Earth, we can describe them more easily, although it is extremely difficult today to give people a conception of the three elemental realms. People believe they have a clear understanding of the mineral, plant, animal, and human kingdoms, although that is not actually the case.

[ 13 ] Vielleicht wird es Ihnen gelingen, sich eine Art Vorstellung von den drei Elementarreichen zu bilden, wenn Sie sich folgendes sagen. Also Sie denken sich Steine, Metalle und so weiter, und diese Glieder des Mineralreiches immer feiner und feiner werdend, so daß Sie immer weniger und weniger sehen, daß sie sich sozusagen auflösen in immer feinere Substantialität. Nehmen wir an, Sie lassen sie alle verdunsten, so daß sie eigentlich nur noch ganz feine Substantialität hätten, durch die Sie hindurchschauen könnten, die Ihnen nicht mehr sichtbar wäre. Aus solchen Gebilden würde, wenn man sie zu noch immer größerer Verfeinerung brächte, etwas hervorgehen, was schließlich nicht mehr ein mineralisches Reich ist, sondern das dritte Elementarreich. Dann würden wir zum zweiten, zum ersten Elementarreich aufsteigen. Es ist für die heutigen Empfindungsqualitäten schwer, sich Vorstellungen zu machen von diesen Reichen, die hineingeheimnißt, verdichtet sind in unsere Welt. So ist es nämlich, wie wenn diese Elementarreiche verdichtet in unsere Welt hinein, sagen wir, verschwunden wären. Sie gehen unserem Mineralreich voran. Wir haben ja gesehen, wann dieses Mineralreich selber sich gebilder hat. In früheren Perioden der Erdenentwickelung war dieses Mineralreich eben im Zustande der Elementarreiche vorhanden.

[ 13 ] Perhaps you will be able to form some sort of idea of the three elemental kingdoms if you consider the following. Imagine stones, metals, and so on—and picture these components of the mineral kingdom becoming finer and finer, so that you see them less and less, until they dissolve, so to speak, into an ever-finer form of substance. Suppose you were to let them all evaporate, so that they would essentially consist only of a very fine substance through which you could see, a substance that would no longer be visible to you. If such formations were brought to ever greater refinement, something would emerge that is ultimately no longer a mineral kingdom, but the third elemental kingdom. Then we would ascend to the second and first elemental kingdoms. It is difficult for today’s sensibilities to form concepts of these kingdoms, which are veiled and condensed within our world. For it is as if these elemental realms had, so to speak, disappeared into our world in a condensed form. They precede our mineral kingdom. We have, after all, seen when this mineral kingdom itself came into being. In earlier periods of Earth’s development, this mineral kingdom existed precisely in the state of the elemental realms.

[ 14 ] Nun die anderen vier Reiche. Das mineralische Reich sehen Sie um sich herum und ebenso das pflanzliche, das tierische und das menschliche. Aber wir werden uns klar sein müssen, daß diese Benennungen im eigentlichen geheimwissenschaftlichen Sinn doch nicht ganz richtig sind. Der Laie nennt die heutigen Mineralien als dem Mineralreich angehörig, die Pflanzen als dem Pflanzenreich angehörig, die Tiere als dem Tierreich und die Menschen als dem Menschenreich angehörig. Das ist zwar laienhaft gesprochen richtig, das ist für alle trivialen Dinge des Lebens durchaus ausreichend, aber im okkultistischen Sinn ist es unrichtig. Denn es ist heute der Mensch erst im Mineralreich vollendet. Er wird erst aufsteigen in künftigen Entwickelungsperioden zum Pflanzen-, Tier- und Menschenreich. Wir können den Menschen heute, weil er ein IchBewußtsein hat, durchaus Mensch nennen, aber wir dürfen noch nicht sagen, er sei im Sinne der Geheimwissenschaft im Menschenreich verkörpert, denn dazu ist etwas anderes notwendig. Das müssen wir besprechen.

[ 14 ] Now for the other four kingdoms. You can see the mineral kingdom all around you, as well as the plant, animal, and human kingdoms. But we must be clear that, in the true esoteric sense, these terms are not entirely accurate. The layperson regards today’s minerals as belonging to the mineral kingdom, plants as belonging to the plant kingdom, animals as belonging to the animal kingdom, and human beings as belonging to the human kingdom. While this is correct in layman’s terms—and is certainly sufficient for all the trivial matters of life—it is incorrect in the occult sense. For today, human beings are only fully realized within the mineral kingdom. Only in future periods of evolution will they ascend to the plant, animal, and human kingdoms. We can certainly call human beings “human” today because they possess an “I”-consciousness, but we cannot yet say that they are embodied in the human kingdom in the sense of esoteric science, for something else is necessary for that. We must discuss this.

[ 15 ] Was kann der Mensch heute begreifen? Darauf kommt es an. Er kann heute bloß das mineralische Reich verstehen. Sowie er an das Pflanzenreich kommt, versteht er es nicht mehr. Das Mineralreich kann er verstehen, aus den Kräften des Mineralreichs kann er Maschinen, Häuser und so weiter zusammensetzen. Daß er ebenso durchschauen lernt, was in einer Pflanze die Kräfte sind, die diese Pflanze groß werden lassen, das erst wird ihn mit seinem Bewußtsein ins Pflanzenreich erheben. Und daß er begreifen lernt, wie ein Tier empfinden kann — jetzt kann er nur eine äußerliche Anschauung davon bekommen —, das macht ihn zum Angehörigen des Tierreichs. Und wenn er nicht nur sein eigenes Ich begreift, sondern ein anderes, wenn er einen Menschen innerlich ganz begreift, dann erst gehört er dem Menschenreich an.

[ 15 ] What can human beings comprehend today? That is the crucial question. Today, they can understand only the mineral kingdom. As soon as they come to the plant kingdom, they no longer understand it. He can understand the mineral kingdom; from the forces of the mineral kingdom, he can construct machines, houses, and so on. Only when he learns to perceive the forces within a plant that cause it to grow will his consciousness be elevated into the plant kingdom. And when he learns to comprehend how an animal can feel—at present he can only gain an external impression of this—that is what makes him a member of the animal kingdom. And when he comprehends not only his own “I” but another’s, when he fully comprehends another human being inwardly, only then does he belong to the human kingdom.

[ 16 ] Sie werden am besten verstehen, daß der Mensch heute erst das mineralische Reich begreifen kann, wenn Sie folgende Betrachtung machen. Denken Sie einmal, daß eine große Anzahl von Gelehrten sagt: Ja, die Pflanzen und die Tiere sind nichts anderes als komplizierte Mineralien. — Und diese Gelehrten warten darauf, daß sie die Stoffe so zusammenfügen können, daß sie Pflanzen und Tiere werden. Sie geben sich der Illusion hin, man könne die Pflanzen als mineralische Wesen begreifen, weil sie keine Vorstellung davon haben, daß es außer dem Mineralreich noch etwas anderes gibt. Es sagen ja viele: Ihr Anthroposophen träumt davon, daß es einen Ätherleib gibt, etwas, was über das bloß Mineralische hinausgeht, aber ihr sollt nicht mehr träumen, wenn es uns gelingen wird, im Laboratorium so, wie man heute Schwefelsäure zusammensetzt, aus den einzelnen Stoffen, aus Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Wasserstoff und so weiter, ein lebendiges Wesen aufzubauen. — Man glaubt, das Lebendige läßt sich ebenso aufbauen, wie sich etwa Schwefelsäure zusammensetzen läßt; man glaubt, die rein materialistische Wissenschaft wird das einmal können. Man glaubt, die Anthroposophen wären so töricht, daran zu zweifeln, daß einstmals die Zeit kommen wird, wo tatsächlich in der Retorte die Pflanzen erzeugt werden.

[ 16 ] You will best understand that humans today can only begin to comprehend the mineral kingdom if you consider the following. Just imagine that a large number of scholars were to say: “Yes, plants and animals are nothing more than complex minerals.”—And these scholars are waiting to be able to combine substances in such a way that they become plants and animals. They succumb to the illusion that plants can be understood as mineral beings because they have no conception that there is anything else besides the mineral kingdom. Many people say: “You anthroposophists dream of an etheric body, something that goes beyond the merely mineral, but you will stop dreaming once we succeed in the laboratory—just as we synthesize sulfuric acid today—in constructing a living being from the individual elements: carbon, nitrogen, oxygen, hydrogen, and so on.” — People believe that living beings can be constructed just as sulfuric acid can be synthesized; they believe that purely materialistic science will one day be able to do this. They believe that anthroposophists are so foolish as to doubt that a time will come when plants will indeed be produced in a retort.

[ 17 ] Diese Zeit wird kommen. Das haben aber diejenigen, die auf okkultem Boden stehen, schon immer gesagt. Sie wissen, daß die Zeit kommen wird, wo der Mensch die Pflanzenheit so in die eigene Natur aufnehmen wird, wie er heute das Mineralreich aufgenommen hat. Und wie er aus Mineralien Häuser aufbaut, wie er die Kräfte des Mineralreiches heute benutzt, so wird er einstmals aus den ihm dann wohlbekannten Kräften des Pflanzenreiches, ohne zum Samen zu greifen, ohne die Naturkräfte in ihrer unbegriffenen Weise zu Hilfe rufen zu müssen, das Pflanzengebilde und Höheres noch im Laboratorium erzeugen. Aber würde diese Möglichkeit, im Laboratorium ein lebendiges Wesen zu erzeugen, vorzeitig eintreten, so wäre sie für den auf dem wahren Boden der Geheimwissenschaft Stehenden das, was man schwarze Magie nennt. Die Menschen müssen für jeden Schritt der Entwickelung erst reif werden.

[ 17 ] That time will come. But those who are versed in the occult have always said this. They know that the time will come when human beings will incorporate the plant kingdom into their own nature just as they have today incorporated the mineral kingdom. And just as he builds houses from minerals, just as he uses the forces of the mineral kingdom today, so will he one day—using the forces of the plant kingdom, which will then be well known to him—create plant forms and even higher beings in the laboratory, without resorting to seeds and without having to call upon the forces of nature in their incomprehensible ways. But if this possibility of creating a living being in the laboratory were to arise prematurely, it would be, for those standing on the true ground of esoteric science, what is called black magic. Human beings must first become ripe for each step of development.

[ 18 ] Es gibt einen okkulten Satz, der lautet: Erst dann werden die Menschen auf dem Experimentiertisch lebende Wesen erzeugen, wie sie heute mineralische Produkte herstellen, wenn der Laboratoriumstisch zum Altar und die chemische Verrichtung zu einer sakramentalen Handlung geworden ist. — Das ist ein okkulter Satz, der immer ausgesprochen worden ist. Wahrlich, solange man ins Laboratorium geht und glaubt, daß man mit unheiligen Gefühlen dasselbe tun kann wie mit heiligen, so lange wird man mit dem Willen derjenigen, die in rechter Weise die Entwickelung leiten, niemals im Laboratorium ein lebendiges Wesen erzeugen können. Erst dann wird das möglich sein, wenn man wissen wird, daß ein mineralisches Produkt zwar erzeugt werden kann, wenn auch am Laboratoriumstisch ein Schurke steht, daß aber niemals ein lebendiges Wesen hervorgebracht werden kann, wenn dies der Fall ist. Denn in das lebendige Wesen fließt, wenn es zusammengebaut wird, etwas, was in dem Menschen selbst drinnen ist. Würde der Mensch ein Schurke sein, so würde das Schurkische hinüberfließen und das entstandene Wesen wäre ein Abdruck der Schurkerei. Erst wenn man begreifen wird, was es heißt, daß der Mensch als ganze Wesenheit mit seinem ganzen Innern wirkt in dem, was er erzeugt, erst dann wird die Welt reif sein, das Lebendige, das Pflanzliche, Tierische und Menschliche, in freier Tätigkeit zu erzeugen. Dann wird der Mensch aufgestiegen sein in das Pflanzenreich, wenn er das Pflanzliche ebensogut durchschauen wird, wie er heute das Mineralische durchschaut. Zum Tierreich wird er aufgestiegen sein dann, wenn er die Empfindung so durchschaut, daß er ebenso ein empfindendes Wesen machen kann durch seine eigene Geisteskraft, wie er heute einen Gegenstand herstellt. Und zum Menschenreich wird er aufgestiegen sein, wenn er den Menschen in freier Tätigkeit neu gestalten kann.

[ 18 ] There is an occult saying that goes: Only when the laboratory table has become an altar and the chemical process a sacramental act will people create living beings on the experimental table just as they produce mineral products today. — This is an occult saying that has always been spoken. Truly, as long as one enters the laboratory believing that one can accomplish the same things with unholy feelings as with holy ones, one will never be able to create a living being in the laboratory in accordance with the will of those who rightly guide evolution. This will only be possible when one comes to understand that, while a mineral product can indeed be produced even if a scoundrel stands at the laboratory table, a living being can never be brought into being if that is the case. For when a living being is assembled, something flows into it that resides within the human being himself. If a human were a scoundrel, that scoundrelly quality would flow over into the being, and the resulting being would be an imprint of that scoundrelly nature. Only when people come to understand what it means for a human, as a whole being with his entire inner life, to act within what he creates—only then will the world be ready to bring forth the living—the plant, animal, and human realms—through free activity. Then human beings will have ascended into the plant kingdom when they can perceive the plant realm just as clearly as they perceive the mineral realm today. He will have ascended to the animal kingdom when he understands sensation to such an extent that he can create a sentient being through his own spiritual power just as he now manufactures an object. And he will have ascended to the human kingdom when he can freely reshape human beings.

[ 19 ] So ist der Mensch heute in dem mineralischen Reich vorhanden, und dieses Wesen als Mensch, das wir sind, ist im Grunde genommen das einzige Wesen, welches schon ganz im mineralischen Reich sich ausgebildet hat, während die anderen Reiche in vieler Beziehung auf viel niedrigerer Stufe stehen als diejenige ist, die man im Okkultismus mit dem Mineralreich bezeichnet. So zeigen uns die Pflanzen eine Art Vorstufe dessen, was der Mensch erleben wird, wenn er einmal selbst im Pflanzenreich sein wird. Aber die Pflanzen sind nicht im Pflanzenreich, sondern höchstens Vorbilder, nicht Urbilder, sondern Hinweise auf ein künftiges Reich, in dem der Mensch sein wird, in dem er die Pflanzennatur innerlich durchleben wird wie heute die mineralische Natur.

[ 19 ] Thus, human beings exist today within the mineral kingdom, and this being—the human being that we are—is, in essence, the only being that has already fully developed within the mineral kingdom, whereas the other kingdoms, in many respects, are at a much lower level than that which is designated in occultism as the mineral kingdom. Thus, the plants show us a kind of preliminary stage of what human beings will experience once they themselves are in the plant kingdom. But the plants are not in the plant kingdom; rather, they are at most models—not archetypes, but indications of a future kingdom in which human beings will exist, in which they will inwardly experience plant nature just as they experience mineral nature today.

[ 20 ] Dieses Pflanzenreich, in dem der Mensch sein wird, das wird noch durch andere Dinge sich auszeichnen. Es wird vor allen Dingen durch einen heute zwar manchmal mit dem Verstand gesagten, aber noch lange nicht begriffenen moralischen Satz ausgezeichnet sein. Heute lebt der Mensch so, daß man sagen kann: Der einzelne, wenn er sich es auch nicht gesteht, ist überzeugt davon, daß das Glück des einzelnen möglich ist, wenn daneben auch das Unglück eines anderen herrscht. — Es ist.durchaus möglich, daß heute sich einer glücklich fühlt, trotzdem andere Menschen unglücklich sind. Wenn es auch dem Verstande nach zugestanden wird, daß die höchste Moral diejenige sei, die alle Menschen beglückt, in der Praxis ist der Mensch überzeugt, daß das Glück des einzelnen ganz gut möglich ist, ohne daß der andere ebenso glücklich sei wie er. Der Mensch wird, wenn er im Pflanzenreich sein wird, eine Entwickelungsstufe in moralischer Beziehung erreicht haben, wo es ihm unmöglich sein wird, sich als Einzelner glücklich zu fühlen, wenn andere seinesgleichen unglücklich sind. «Das Glück des einzelnen ist untrennbar mit dem Glück aller verbunden»: dieser Satz wird herrschen, wenn der Mensch in das Pflanzenreich aufgenommen sein wird. Es könnte sich kein Mensch irgend glücklich fühlen, wenn sein Glück herausfallen würde aus dem Glücke aller.

[ 20 ] This plant kingdom, in which humankind will dwell, will be distinguished by other things as well. Above all, it will be distinguished by a moral principle that, while sometimes articulated intellectually today, is still far from being fully understood. Today, people live in such a way that one can say: The individual—even if he does not admit it to himself—is convinced that the happiness of the individual is possible even if the unhappiness of another prevails alongside it. — It is entirely possible today for one person to feel happy even while other people are unhappy. Even though reason acknowledges that the highest morality is that which brings happiness to all people, in practice, people are convinced that the happiness of the individual is quite possible without others being just as happy as they are. When humans enter the plant kingdom, they will have reached a stage of moral development where it will be impossible for them to feel happy as individuals while others like them are unhappy. “The happiness of the individual is inseparably linked to the happiness of all”: this principle will prevail when humanity is incorporated into the plant kingdom. No human being could feel happy at all if his or her happiness were to be excluded from the happiness of all.

[ 21 ] So sehen Sie, daß für so feine Begriffe, wie wir sie im Okkultismus haben müssen, wenn wir alles verstehen wollen, heute sehr wenig Empfindungsmöglichkeiten bestehen. Aber Sie sehen auch, daß der Mensch lange Entwickelungsreihen noch vor sich hat. Das alles muß er erreichen, und es ist noch sehr wenig davon vorhanden.

[ 21 ] As you can see, there are very few ways today to perceive such subtle concepts as we must have in occultism if we are to understand everything. But you can also see that humanity still has a long path of development ahead of it. It must achieve all of this, and very little of it exists as yet.

[ 22 ] Wir sprechen also von sieben Reichen, durch die der Mensch selber hindurchgeht. Auf dem Jupiter wird es wieder sieben Reiche geben, die noch etwas ähnlich sind den sieben Erdenreichen, aber sich doch schon sehr von diesen unterscheiden. Auf der Venus werden es wieder sieben sein und auf dem Vulkan wieder. Hier kann man sie gar nicht mehr Reiche nennen, der Begriff Reich paßt hier nicht mehr. Wenn wir das alles ins Auge fassen, müssen wir sagen: Wir haben zunächst sieben Entwickelungsstufen des Bewußtseins, die Saturn-, Sonnen-, Mond-, Erden-, Jupiter-, Venusund Vulkanstufe, und auf jeder Bewußtseinsstufe sieben Lebensstufen, durch die sich hindurchentwickeln muß jegliches Wesen, das durch die Bewußtseinsgrade hindurchgeht. Jede Lebensstufe muß wiederum sieben Formenstufen durchlaufen, und zwar so, daß Sie die sogenannte physische Formstufe, die Sie jetzt um sich haben, als die mittelste zu betrachten haben. Bevor etwas physisch wird, ist es astralisch, bevor es astralisch wird, ist es auf einer gewissen geistigen Stufe, die man das niedere Devachan nennt, und bevor etwas zu dieser Stufe hinabsteigt, ist es in einer höheren Devachanstufe. Da haben wir drei Formstufen. Die erste kann man noch formlos nennen, dann ist die nächste eine Formstufe, die wir als die niedere Devachanstufe bezeichnen, dann kommen wir zur astralischen Stufe. Wenn sich das Astralische verdichtet, wird es physisch. Dann löst sich das Physische wieder auf und geht zurück zu einem vollkommeneren Astralischen, das geht zu einem vollkommeneren niederen Devachanischen und dies zum höheren Devachanischen. Der physische Formzustand ist der mittlere.

[ 22 ] So we are speaking of seven realms through which human beings themselves pass. On Jupiter, there will again be seven realms that are somewhat similar to the seven earthly realms, but which already differ greatly from them. On Venus there will again be seven, and on Vulcan as well. Here, however, one can no longer even call them realms; the term “realm” no longer applies here. When we take all of this into account, we must say: We first have seven stages of consciousness—the Saturn, Sun, Moon, Earth, Jupiter, Venus, and Vulcan stages—and at each stage of consciousness, seven stages of life through which every being that passes through the degrees of consciousness must develop. Each stage of life, in turn, must pass through seven stages of form, such that you must regard the so-called physical stage of form—which you now experience around you—as the middle one. Before something becomes physical, it is astral; before it becomes astral, it is at a certain spiritual stage called the lower Devachan; and before something descends to this stage, it is in a higher stage of Devachan. There we have three stages of form. The first can still be called formless; the next is a stage of form that we refer to as the lower Devachan stage; then we come to the astral stage. When the astral condenses, it becomes physical. Then the physical dissolves again and returns to a more perfect astral state, which leads to a more perfect lower Devachan state, and this, in turn, to the higher Devachan state. The physical state of form is the middle one.

AltNameAltName

[ 23 ] Sieben Formzustände durchläuft ein jedes Reich. Sie müssen unterscheiden zwischen Physischem und Mineralischem; das ist nicht dasselbe. Man kann, weil heute das Physische mit dem Mineralischen im Anblick zusammenfällt, beide leicht miteinander verwechseln. Das mineralische Reich geht durch alle Formstufen hindurch. Es kann als mineralisches Reich oben in der höchsten Devachanstufe veranlagt sein. Es steigt dann herunter in die niedere geistige Stufe und ist immer Mineralreich, dann ins Astralische, da ist es astralisch vorgebildet, und dann verdichtet es sich zum Physischen. So also haben wir in jedem Reich sieben Formzustände (siehe Schema).

[ 23 ] Every kingdom passes through seven stages of form. You must distinguish between the physical and the mineral; they are not the same. Because the physical and the mineral appear to coincide to the eye today, it is easy to confuse the two. The mineral kingdom passes through all stages of form. It can be predisposed as the mineral kingdom at the highest level of Devachan. It then descends into the lower spiritual level—where it remains the mineral kingdom—then into the astral, where it takes on an astral form, and finally condenses into the physical. Thus, we have seven states of form in every kingdom (see diagram).

[ 24 ] Jeder Bewußtseinszustand kann nur so durchlaufen werden, daß er in sieben Lebenszuständen verläuft. Jeder Lebenszustand verläuft in sieben Formzuständen. Das gibt 7 mal 7 mal 7 Zustände. In der Tat geht eine ganze Entwickelung, wie die Erde eine hat, durch 7 mal 7 mal 7 Zustände hindurch. Unsere Erde war einstmals Saturn; der hat 7 Lebenszustände durchgemacht, jeder Lebenszustand 7 Lebensformen oder Formzustände. Da haben Sie 49 Formzustände auf dem Saturn, 49 auf der Sonne, 49 auf dem Monde und so weiter, 7 mal 49 = 343 Formzustände. Durch 343 Zustände läuft der Mensch durch. Als der Saturn ganz im Anfang seiner Entwickelung war, begann er zuerst im höchsten Geistigen, das wir erreichen können, als ein Gebilde, das da war im obersten Devachan. Das war der erste Formzustand; der war ganz mineralisch. Er stieg herunter als solches Wesen bis in das physische Reich, stieg wieder hinauf bis zum oberen devachanischen. Und hier beginnt die große Schwierigkeit, denn Sie müßten jetzt sagen, wenn Sie die genannten Ausdrücke gebrauchen wollen: Der Mensch geht in das nächste Reich über. Aber es passen auf den Saturn diese Ausdrücke nicht. Es geht der Mensch auf dem Saturn auf diese Weise durch 49 Zustände hindurch. Das Sonderbare ist nur, daß Sie jetzt fragen können: Da müßte der Mensch doch auf dem Saturn durch Lebenszustände durchgehen. Nun bekommt er aber erst auf der Sonne einen Ätherleib. Wie kann man da sagen, daß er durch Lebenszustände geht? — Sie sind nur noch nicht so wie später, wo er einen Lebensleib hat, sie sind stellvertretend. Das wird dadurch bewirkt, daß höhere Wesen hereinwirken. Der Mensch hat kein selbständiges Leben auf dem Saturn, aber höhere Wesen durchdringen ihn mit ihrem Ätherleib, mit ihrem Astralleib, Ich und so weiter.

[ 24 ] Every state of consciousness can only be experienced by passing through seven life states. Each stage of life unfolds through seven states of form. That makes 7 times 7 times 7 states. In fact, an entire cycle of development, such as that of the Earth, passes through 7 times 7 times 7 states. Our Earth was once Saturn; it went through 7 stages of life, each stage comprising 7 life forms or states of form. That gives you 49 states of form on Saturn, 49 on the Sun, 49 on the Moon, and so on—7 times 49 equals 343 states of form. Human beings pass through these 343 states. When Saturn was at the very beginning of its evolution, it first began in the highest spiritual realm we can attain, as a being that existed in the highest Devachan. That was the first state of form; it was entirely mineral. It descended as such a being all the way down into the physical realm, then ascended again to the upper Devachan. And here the great difficulty begins, for you would now have to say—if you wish to use the terms mentioned—that the human being passes over into the next realm. But these terms do not apply to Saturn. In this way, the human being passes through 49 states on Saturn. The peculiar thing is that you might now ask: Surely the human being must pass through life states on Saturn. Yet it is only on the Sun that he first receives an etheric body. How, then, can one say that he passes through life states? — They are simply not yet as they will be later, when he has a life body; they are representative. This is brought about by the influence of higher beings. The human being has no independent life on Saturn, but higher beings permeate him with their etheric body, their astral body, their I, and so on.

[ 25 ] Jedenfalls müssen Sie begreifen, daß der Mensch auf dem Saturn 49, auf der Sonne 49, auf dem Monde 49 Zustände durchgemacht hat. Auf der Erde hat der Mensch von diesen 49 Zuständen erst die drei ersten Lebenszustände durchgemacht. Er steht heute in dem vierten Lebenszustand, eben im Mineralreich. Er war im ersten Lebenszustand im ersten Elementarreich und hat da sieben Formzustände durchgemacht, er war im zweiten Lebenszustand im zweiten Elementarreich und hat da sieben Formzustände durchgemacht, er war im dritten Elementarreich und hat die sieben Formzustände durchgemacht und ist jetzt im vierten Elementarreich, welches dasselbe ist wie das Mineralreich, und ist in diesem ungefähr in der Mitte darinnen. Er ist etwas über die Mitte hinaus in dem Mineralreich.

[ 25 ] In any case, you must understand that humankind has gone through 49 states on Saturn, 49 on the Sun, and 49 on the Moon. On Earth, humankind has so far gone through only the first three of these 49 states. Today, humankind is in the fourth state of life, namely in the mineral kingdom. In the first stage of life, they were in the first elemental kingdom and passed through seven stages of form there; in the second stage of life, they were in the second elemental kingdom and passed through seven stages of form there; they were in the third elemental kingdom and passed through the seven stages of form there; and they are now in the fourth elemental kingdom—which is the same as the mineral kingdom—and are roughly in the middle of it. It is slightly beyond the middle of the mineral kingdom.

[ 26 ] Jedenfalls haben Sie aus alledem, das wir da wie einen Grundriß betrachtet haben, gesehen, daß die ganze Erde durch 343 Zustände hindurchgeht. Dies bitte ich Sie jetzt so sich vorzustellen: Der Saturn entsteht und geht durch 49 Zustände hindurch. Der Saturn ist zuerst eine feurige, eine Wärmemasse und macht verschiedene Zustände durch, aber es ist immer dieselbe Kugel, die diese 49 Zustände durchmacht. Ebenso ist die Sonne immer wieder ein und dieselbe Kugel, welche die 49 Zustände durchmacht. Nur gibt es Zwischenzustände. Es ist, wie wenn zwischen den einzelnen Verkörperungen eine Art von geistigem Zwischenraum wäre. Es ist beim Planeten wie beim Menschen. So machen auch die Planeten eine solche geistige Zwischenstufe durch; die liegt überall zwischen diesen Zuständen drinnen.

[ 26 ] In any case, from all of this—which we have considered here as a kind of outline—you have seen that the entire Earth passes through 343 states. I now ask you to imagine it this way: Saturn comes into being and passes through 49 states. Saturn is at first a fiery, heat-filled mass and passes through various states, but it is always the same sphere that undergoes these 49 states. Likewise, the Sun is always the same sphere that undergoes the 49 states. There are, however, intermediate states. It is as if there were a kind of spiritual interval between the individual incarnations. It is the same with planets as it is with human beings. Thus, the planets also pass through such a spiritual intermediate stage; it lies everywhere within these states.

[ 27 ] Wenn Sie sich also klar werden, daß wir im Verlauf unserer Entwickelung sieben Bewußtseinszustäinde haben, so werden Sie auch durchschauen, wie das zusammenhängt mit dem, was Sie in verschiedenen Büchern der theosophischen Literatur beschrieben erhalten. Das sind kosmische Systeme. Es wird gesagt, daß unsere Erde einmal einen Anfang genommen hat und aus einem alten planetarischen System sich entwickelt hat, was als Mond bezeichnet wird. Man müßte weiter zurückgehen von dem Mond zur Sonne, von der Sonne zum Saturn. Jeder dieser Zustände zerfällt in die sieben Lebenszustände, gewöhnlich «Runden» genannt. «Runden» ist dasselbe wie Lebenszustände. Und das, was hier Formzustände genannt wird, wird gewöhnlich «Globen» genannt. Das ist ungeheuer irreführend. Es haben sich Menschen die Vorstellung gemacht, als wenn diese sieben Globen nebeneinanderliegende Kugeln wären:

[ 27 ] So, once you realize that we go through seven states of consciousness in the course of our evolution, you will also see how this relates to what is described in various books of theosophical literature. These are cosmic systems. It is said that our Earth once had a beginning and developed from an ancient planetary system known as the Moon. One would have to go further back—from the Moon to the Sun, and from the Sun to Saturn. Each of these states is subdivided into the seven states of existence, commonly called “rounds.” “Rounds” are the same as states of existence. And what is referred to here as “states of form” is usually called “globes.” This is tremendously misleading. People have formed the idea that these seven globes are spheres lying side by side:

AltNameAltName

[ 28 ] Diese Zustände von der äußersten, noch ans Formlose grenzenden Form durch das Physische bis wiederum hinauf zum Formlosen sind keine sieben nebeneinander bestehenden Kugeln, sondern das sind sieben aufeinanderfolgende Zustände. Erst war dasjenige, was heute physisch ist, als dieselbe Kugel geistig, dann wurde es dichter und dichter. Es ist dieselbe Kugel, einfach verdichtet. Dann wurde ein Teil astralisch, dann ein Teil physisch; das ist immer dieselbe Kugel. Sie löst sich wieder auf wie Salz im lauen Wasser, wird wiederum astralisch. Zu diesem Astralischen sind wir aufgestiegen da, wo uns in der Apokalypse die «Zornesschalen» beschrieben werden. Da wird die Erde wieder astralisch.

[ 28 ] These states—ranging from the outermost form, which still borders on the formless, through the physical realm, and back up to the formless—are not seven spheres existing side by side, but rather seven successive states. At first, what is now physical existed as the same sphere in a spiritual form; then it became denser and denser. It is the same sphere, simply condensed. Then one part became astral, then one part became physical; it is always the same sphere. It dissolves again like salt in lukewarm water, becoming astral once more. We have ascended to this astral state at the point in the Apocalypse where the “bowls of wrath” are described. There, the Earth becomes astral again.

[ 29 ] So sehen Sie, wie die Siebenzahl die ganze Entwickelung beherrscht, und was wir in den verflossenen Tagen geschildert haben durch mancherlsi Bilder — manchmal mit recht grotesken Bildern und jedenfalls mit solchen, die weit abweichen von dem, was heute der Mensch in der physischen Welt sehen kann —, das haben wir jetzt dargestellt als ein Gerippe, als ein Gerüst. Wenn Sie das so darstellen, ist es ungefähr so, wie wenn Sie das Gerüst von einem Haus aufführen, das alleräußerste, das für die Maurer bestimmte. Das hat noch nichts mit der Sache zu tun, das sind sozusagen erst Gedanken über die Sache. Wir müssen aufsteigen von diesem reinen Gedankenschema, das uns ja zum Verständnis hilft, zu dem lebendigen Aufbau, indem wir zum Beispiel für die verschiedenen Zustände die Bilder gebrauchen, die zu sehen sind im Astralischen; dann haben wir erst dasjenige, was man überhaupt okkulte Weis“ heit nennt. Solange Sie solch ein Gerüst aufbauen, bleiben Sie bei dem Denken, das Sie gewohnt sind, in der physischen Welt zu haben. Das ganze Schema, das wir hinzeichneten, ist nur physisches Denken. Das verhält sich zur vollen Wirklichkeit nicht einmal wie das innere Gerüst eines Hauses zum voll aufgeführten Bau, sondern nur wie das Gerüst außen, auf dem die Maurer stehen. Das muß wieder abgerissen werden, wenn der Bau fertig ist. Und so muß das Gedankengerüst wieder abgerissen werden, wenn man die Wahrheit, wie sie sich in Wirklichkeit verhält, vor sich haben will. Betrachtet man diese Abstraktion schon als das Wirkliche, dann spricht man gar nicht vom wirklichen Okkultismus, sondern nur von der Vorstellung, die sich der Mensch in der gegenwärtigen Zeit von den okkulten Tatsachen machen kann. Wie sich der Mensch heute die okkulten Tatsachen zurechtschneidet, das ist in solch einem Schema enthalten. Das ist aber unfruchtbar. Ich mußte es hinstellen, weil wir ein solches Schema auch brauchen. Aber im Grunde genommen hilft es dem, der auf wirklich okkulter Bahn vorschreiten will, gar nichts. Wenn Sie die ganze Welt bis hinauf in die höchsten okkulten Tatsachen durch solche Schemen beschreiben, so hat das nur eine Bedeutung für Ihre gegenwärtige Inkarnation. In der nächsten müssen Sie solch ein Schema wieder lernen. Das kann man nur dadurch denken, daß man sich des Gehirns bedient, das ist nur für das Gehirn zugeschnitten. Da dieses aber abgebaut wird beim Tode, so wird diese ganze Beschreibung nach dem Schema da ganz zerstreut. Wenn Sie dagegen dasjenige, was wirklich geschieht, was wir beschrieben haben als die Aufeinanderfolge der Siegelbilder, was das hellseherische Bewußtsein gibt, wenn Sie das erfassen, im Phantasiegebilde zunächst, so ist das etwas, was nicht gebunden ist an Ihr physisches Gehirn, was Ihnen bleibt nach dem Tode, weil es nicht dem physischen Denken entspringt, sondern die Tatsachen hellseherisch gibt. Man muß sich also hüten, dasjenige, was heute angestrebt wird nach dem Muster physischer Begreiflichkeit, was auch die höheren Welten schematisieren will, für wirklichen Okkultismus zu halten. Das ist Beschreibung mit den Mitteln des gewöhnlichen physischen Verstandes. Natürlich muß der physische Verstand eine Rolle spielen. Es ist deshalb auch nützlich, ein solches Schema hinzustellen, und wir können noch weitergehen in unserem Schema.

[ 29 ] So you can see how the number seven governs the entire process of development, and what we have described in the past few days through various images—sometimes quite grotesque ones, and in any case ones that differ greatly from what people can see in the physical world today—we have now presented as a skeleton, as a framework. When you present it this way, it is roughly like drawing the framework of a house—the outermost part, intended for the masons. This has nothing to do with the matter itself yet; these are, so to speak, merely thoughts about the matter. We must rise from this pure conceptual framework—which, of course, helps us understand—to the living structure, for example by using the images visible in the astral realm to represent the various states; only then do we have what is generally called “occult wisdom.” As long as you construct such a framework, you remain within the mode of thinking you are accustomed to in the physical world. The entire schema we have outlined is merely physical thinking. In relation to full reality, it is not even like the internal framework of a house compared to the fully constructed building, but rather like the external scaffolding on which the masons stand. That must be torn down again once the building is finished. And so the mental framework must be torn down again if one wishes to have the truth, as it actually is, before one’s eyes. If one regards this abstraction as the reality itself, then one is not speaking of true occultism at all, but only of the conception that people in the present age can form of occult facts. The way people today tailor occult facts to their own understanding is contained in such a schema. But this is fruitless. I had to present it because we also need such a schema. But fundamentally, it does not help at all those who wish to advance along a truly occult path. If you describe the entire world, all the way up to the highest occult realities, through such schemas, this has significance only for your present incarnation. In the next one, you will have to learn such a schema all over again. This can only be conceived by making use of the brain; it is tailored solely for the brain. But since the brain is dissolved at death, this entire description based on the schema is completely scattered. If, on the other hand, you grasp what actually happens—what we have described as the succession of seal images, what clairvoyant consciousness reveals—if you grasp this, initially in the realm of the imagination, then this is something that is not bound to your physical brain; it remains with you after death because it does not arise from physical thinking but presents the realities through clairvoyance. One must therefore be careful not to mistake what is sought today—based on the model of physical comprehensibility, which also seeks to schematize the higher worlds—for true occultism. That is a description using the tools of the ordinary physical intellect. Of course, the physical intellect must play a role. It is therefore also useful to present such a schema, and we can go even further in our schema.

[ 30 ] Wir haben gesehen, daß wir durch 343 Zustände hindurchgehen. Aber nun wird die Sache erst kompliziert, wenn wir uns klarmachen, daß es damit noch nicht sein Bewenden hat, daß vielmehr der Mensch innerhalb eines Formzustandes auch noch durch verschiedene Zustände hindurchgehen muß. Dem jetzigen physischen Formzustand sind drei andere vorangegangen und drei andere folgen nach. Jetzt geht aber der physische wiederum durch sieben Zustände durch, und das sind erst die sieben, von denen wir in den vorhergehenden Tagen gesprochen haben: der erste, wo die Sonne noch mit der Erde verbunden ist, der zweite, wo sie sich herauslöst, der dritte, wo der Mond weggeht, der vierte derjenige der atlantischen Menschheit. Die atlantische Menschheit lebt in der vierten Entwickelungsperiode des physischen Formzustandes. Und damit haben Sie für jeden Formzustand wiederum sieben sogenannte Rassenzustände, obwohl der Ausdruck «Rasse» nur von unserem mittleren Zustand gilt. Und jetzt haben wir selbst den fünften Zustand, den, in dem wir leben: die nachatlantische Zeit zwischen der großen atlantischen Flut und dem großen Kriege aller gegen alle. In dieser Periode leben wir. Dann folgt eine andere, die sechste, dann die siebente. Die sechste Periode wird uns angedeutet in der Apokalypse des Johannes durch die sieben Siegel, die siebente durch die sieben Posaunen. Dann geht es über in das Astralische. Das ist ein neuer Formzustand, der wiederum sieben Zustände haben wird. Unser Schema ist noch nicht zu Ende. Wir müssen jeden solchen Zustand, wie er verfließt zwischen einem solchen Ereignis, wie die große Flut eines war, und dem großen Kriege aller gegen alle, wir müssen jeden solchen Zustand wiederum in sieben Zustände zerteilen. Für den fünften Zustand heißen diese: indische Kulturepoche, persische Kulturepoche, chaldäisch-babylonisch-assyrisch-ägyptisch-jüdische Epoche, griechisch-lateinische Epoche, unsere Epoche, dann die sechste, angedeutet in der Apokalypse durch die Gemeinde von Philadelphia, und die siebente Kulturepoche, die diese wiederum ablöst.

[ 30 ] We have seen that we pass through 343 states. But now things really get complicated when we realize that this is not the end of the matter—that, rather, a human being must also pass through various states within a single state of form. The current physical state of form was preceded by three others and will be followed by three more. But now the physical state, in turn, passes through seven states, and these are precisely the seven we have spoken of in the preceding days: the first, where the Sun is still connected to the Earth; the second, where it breaks away; the third, where the Moon departs; and the fourth, that of the Atlantean humanity. The Atlantean humanity lives in the fourth period of development of the physical form. And for each form, there are in turn seven so-called racial states, although the term “race” applies only to our middle state. And now we ourselves are in the fifth state, the one in which we live: the post-Atlantean era between the Great Atlantean Flood and the Great War of All Against All. We are living in this period. Then another follows—the sixth—and then the seventh. The sixth period is foreshadowed for us in the Book of Revelation through the seven seals; the seventh through the seven trumpets. Then it transitions into the astral realm. This is a new state of form, which in turn will have seven states. Our outline is not yet complete. We must divide each such state—as it unfolds between an event such as the Great Flood and the Great War of All Against All—into seven sub-states. For the fifth state, these are: the Indian cultural epoch, the Persian cultural epoch, the Chaldean-Babylonian-Assyrian-Egyptian-Jewish epoch, the Greek-Latin epoch, our own epoch; then the sixth, alluded to in the Apocalypse by the church in Philadelphia; and the seventh cultural epoch, which in turn will succeed it.

[ 31 ] Also wenn wir uns denken die ganze Evolution aus lauter solchen kleinen Zuständen — die aber noch immer lang genug sind — bestehend, so haben wir 7 mal 7 mal 7 mal 7 mal 7 solche Entwickelungsstufen wie die altindische oder die altpersische. So viele verschiedene solche Zustände macht der Mensch zwischen Saturn und Vulkan durch.

[ 31 ] So if we imagine the entire process of evolution as consisting entirely of such small stages—which are, however, still long enough—we have 7 times 7 times 7 times 7 times 7 such stages of development as the ancient Indian or ancient Persian ones. Humans pass through that many different such states between Saturn and Vulcan.

AltNameAltName

[ 32 ] So sehen Sie, wie die Siebenzahl in aufeinanderfolgenden Perioden aufbauend die ganze Entwickelung beherrscht. Wie die musikalischen Töne von Oktave zu Oktave weiterschreiten, so verfließt das ganze Werden in Werde-Oktaven.

[ 32 ] Thus you can see how the number seven progressively dominates the entire development over successive periods. Just as musical tones progress from octave to octave, so the entire process of becoming flows in octaves of becoming.

[ 33 ] Nun wollen wir uns einmal daran erinnern, daß wit sieben dieser Zustände von den 16807 in unserer Zeit zwischen der großen atlantischen Flut und dem großen Kriege aller gegen alle haben, daß wir vorher auch sieben hatten in der atlantischen Zeit. Aber wir erinnern uns auch, daß der Mensch vier von diesen sieben Zuständen der atlantischen Zeit unter ganz anderen Verhältnissen durchgemacht hat als die drei späteren. Also jetzt wissen wir, was das für Zustände sind, wie wir sie zu zählen haben. Vier von diesen Zuständen der großen Zahl hat der Mensch während der atlantischen Zeit so durchgemacht, daß er sich fühlte als eine Gruppenseele, wie wir sie angegeben haben als Adler, Löwe, Stier und Mensch. Diese vier Gruppenseelen bildete er nach und nach aus während dieser vier Grundrassen der atlantischen Zeit. Weil nun immer Rassen übrigbleiben, wie die indische zum Beispiel übriggeblieben ist, obwohl sich spätere entwickelt haben — die Dinge leben ineinander —, darum blieben auch die vier Köpfe, welche die Gruppenseelen angaben am Beginn der fünften atlantischen Kulturepoche. Wir haben dieses vierköpfige Tier.

[ 33 ] Now let us recall that of the 16,807 such states in our era—between the Great Atlantean Flood and the Great War of All Against All—we have seven; and that we also had seven during the Atlantean era. But we also recall that humankind experienced four of these seven states of the Atlantean era under conditions entirely different from those of the three later ones. So now we know what these states are and how we are to count them. During the Atlantean epoch, humanity experienced four of these states—which are numerous—in such a way that it felt itself to be a group soul, as we have described them: the eagle, the lion, the bull, and the human. Humanity gradually developed these four group souls over the course of the four fundamental races of the Atlantean epoch. Since races always persist—as the Indian race, for example, has persisted even though later ones have developed—for things exist within one another—the four heads that represented the group souls at the beginning of the fifth Atlantean cultural epoch also remained. We have this four-headed animal.

[ 34 ] Nun bildete sich der Mensch zu gleicher Zeit, als er begann sich vom Ätherischen ins Physische zu verhärten, gemäß seiner viergruppigen Seele viererlei verschiedene Körperglieder aus. Und dadurch, daß sich dasjenige, was früher Gruppenseelenbewußtsein war, ins Individualbewußtsein verwandelt hat, dadurch hat der Mensch bei Beginn des fünften Zeitraums der Atlantis einen Zusammenfluß der früheren Vierheit. Er trägt die vier Köpfe in sich, die sich summieren in seinem Kopfe, der allmählich entsteht. Der ist aus den vier Gruppenköpfen zusammengesetzt, wie er im Verlaufe der fünften Periode sich herausentwickelt. Diesen vier Köpfen entsprechend hat der Mensch vier Teile seines physischen Leibes. Das sind zunächst die vier «Hörner», so daß Sie sich denken können: Weil der Mensch ein ätherischer Mensch war, hatte er vier Köpfe, vier Tierköpfe — nur der letzte ist schon Menschentier —, denn das ist damit gemeint. Er war vierköpfig, und jedes Kraftsystem, das einem dieser Köpfe entspricht, bildete physische Organe. Wir haben gestern gesehen, daß es ein Kraftsystem war, das unser Herz bildete, nämlich dasjenige, das mit dem Löwenkopf zusammenhängt. Es sind die einzelnen Organe des Menschen wie Verdichtungen der entsprechenden Glieder des ätherischen Leibes.

[ 34 ] At the same time that human beings began to harden from the etheric into the physical, they developed four different types of bodily members in accordance with their four-grouped soul. And because what was formerly group-soul consciousness has transformed into individual consciousness, human beings, at the beginning of the fifth period of Atlantis, experience a convergence of the former fourfold nature. They carry within themselves the four heads, which come together in their head as it gradually develops. This head is composed of the four group heads as it develops over the course of the fifth period. Corresponding to these four heads, the human being has four parts of his physical body. These are, first of all, the four “horns,” so that you can imagine: Because the human being was an etheric human, he had four heads, four animal heads—only the last one is already a human-animal—for that is what is meant. He was four-headed, and each force system corresponding to one of these heads formed physical organs. We saw yesterday that it was a force system that formed our heart, namely the one associated with the lion’s head. The individual organs of the human being are like condensations of the corresponding members of the etheric body.

[ 35 ] So denkt der Apokalyptiker. Er sagt sich: Dasjenige, was physisch ist, ist Verdickung des Ätherischen. — So wie Sie sich denken würden: Diese Haut verdickt sich und bildet eine Schwiele, so denkt sich der Apokalyptiker: Der Mensch ist vorhanden ätherisch, und das verdickt sich, wird physisch. — Und weil der Mensch vierfach vorhanden ist als vier Gruppenseelen, bilden sich vier solche Verdickungen. Die setzen seinen physischen Leib zusammen. Das ist der Grund, warum man dasjenige, was im physischen Leib dem Ätherleib entspricht, als «Horn» bezeichnet. Horn ist eine schwielige Verdickung. Man bezeichnet den Menschen, wie er gerade in der vierten Periode der atlantischen Zeit geworden ist, als ein Tier mit vier Köpfen und vier Hörnern.

[ 35 ] This is how the apocalyptic thinker reasons. He tells himself: That which is physical is a thickening of the ethereal. — Just as you might think: “This skin thickens and forms a callus,” so the apocalyptic thinker thinks: “The human being exists in an etheric form, and that thickens and becomes physical.” — And because the human being exists in fourfold form as four group souls, four such thickenings are formed. These make up his physical body. That is why what corresponds to the etheric body in the physical body is called a “horn.” A horn is a calloused thickening. The human being, as he has just become in the fourth period of the Atlantean era, is described as an animal with four heads and four horns.

[ 36 ] Jetzt entwickelt er sich zum individuellen Menschen weiter. Das beginnt dann in der Nähe des heutigen Irland. Der Mensch geht durch drei letzte Perioden durch, und zwar so, daß er die Anlage zum Ich-Menschen hat. Da bildet er zunächst, wenn Sie äußerlich seinen physischen Entwickelungsgang verfolgen, keinen Tierkörper mehr aus, sondern ist zum Menschen aufgestiegen. Er bildet die Menschheit immer mehr aus, bis er das Christus-Prinzip aufnimmt. Wenn wir den heutigen Menschen ansehen, so werden wir sagen: Wie er heute vor uns steht, war er einstmals nicht. Damit er das werden konnte, mußte er durch vier tierische Gruppenseelen hindurchgehen, mußte er verkörpert werden in Körpern, die der heutigen Löwengestalt, der Stiergestalt, der Adler- und der Menschengestalt entsprechen. Dann stieg er höher herauf und wurde immer menschenähnlicher, und die Gestalt der früheren Gruppenseele verschwand. Die ist nicht mehr da, der Mensch ist menschenähnlich geworden.

[ 36 ] Now he continues to develop into an individual human being. This process begins in the region of present-day Ireland. Humanity passes through three final periods in such a way that it possesses the potential to become a human being with an “I.” At this stage, if you observe its physical development from the outside, it no longer forms an animal body but has ascended to the level of a human being. It increasingly develops into humanity until it assimilates the Christ principle. When we look at modern human beings, we will say: He was not always as he stands before us today. In order to become what he is, he had to pass through four animal group souls; he had to be embodied in bodies corresponding to the present-day forms of the lion, the bull, the eagle, and the human. Then he ascended higher and became increasingly human-like, and the form of the earlier group soul disappeared. It is no longer there; the human being has become human-like.

[ 37 ] Jetzt müssen Sie sich aber auch klarwerden über ein wichtiges Ereignis, das damals eintrat, als der Mensch menschenähnlich wurde, und ohne dessen Verständnis man nimmermehr begreifen kann die Apokalypse des Johannes, ein Ereignis von größter Wichtigkeit. Bis zu diesem Ereignis, wo der Mensch überging in die Menschenseelenhaftigkeit, da war den Blicken der Menschen total verborgen, was später offenbar geworden ist. Der Mensch hatte eine Art dumpfen, dämmerhaften Bewußtseins. Wenn er morgens aufwachte, sah er alles sozusagen wie von Nebelgebilden umgeben, und wenn er einschlief, war er in der geistigen Welt. Die erschien ihm in Bildern, denn das ist die Natur der geistigen Welt. Nun will ich Ihnen etwas beschreiben, was sich abspielte, bevor der Mensch physisch in den Menschenzustand übergegangen ist, bevor er eingetreten ist aus der Gruppenseelenhaftigkeit zum vollen Ich-Bewußtsein.

[ 37 ] Now, however, you must also come to understand an important event that occurred back then, when humankind became human-like, and without an understanding of which one can never comprehend the Apocalypse of John—an event of the utmost importance. Up until this event—when human beings transitioned into the state of human soulhood—what later became apparent was completely hidden from human sight. Human beings had a kind of dull, twilight-like consciousness. When they woke up in the morning, they saw everything, so to speak, as if surrounded by misty forms, and when they fell asleep, they were in the spiritual world. This world appeared to them in images, for that is the nature of the spiritual world. Now I would like to describe to you something that took place before human beings physically transitioned into the human state, before they emerged from group-soul existence into full “I”-consciousness.

[ 38 ] Was der Mensch hier auf der Erde erlebte, das bestand nur in einer Anzahl von Erfahrungen. Dann schlief er ein und war während des Schlafes in dumpfem Bewußtsein in einer geistigen Welt, wo er zwischen Göttern und Geistern lebte, wovon ein Nachklang in den Mythen und Sagen vorhanden ist. Da erlebte er gewaltige Bilder, zum Beispiel das Bild, daß er zwei anderen Wesen begegnete, daß die beiden Steine hinter sich warfen und daß aus den Steinen, die hingeworfen waren, andere gleichgeartete Wesen aus der Erde herauswuchsen, Wesen, wie sie selber waren. Das waren Erlebnisse, wie sie der Mensch noch die ganze vierte Periode der atlantischen Zeit hindurch hatte. Wenn wir das deutlich aussprechen wollen, so müssen wir sagen: Alle Fortpflanzung des Menschen geschah nicht im Bewußtsein des Wachens, sondern im Bewußtsein des Schlafes. — Wenn der Mensch außer seinem physischen Leib und in der geistigen Welt war, da brachte er sozusagen in diesem Bewußtseinszustand, wo ihm alles in Bildern erschien, dasjenige, was an Tatsachen für die Fortpflanzung zu geschehen hatte, in Bewegung, und der ganze Fortpflanzungsakt war in Geistiges gehüllt, erschien ihm in dem Bilde des Steinwerfens hinter sich. Der ganze Fortpflanzungsakt war gehüllt in geistiges Bewußtsein, lag hinter dem Tagesbewußtsein. Der Mensch wußte nichts vom Geschlechtlichen. Im Tagesbewußtsein sah er sich nicht so, als ob er in zwei Geschlechtern vorhanden wäre, und seine Seele war unberührt von jedem Gedanken an das Geschlechtliche. Nicht, als ob es nicht vorhanden gewesen wäre. Es war vorhanden, aber es ruhte im Dunkel eines geistigen Bewußtseins. Es war für den Menschen während des Tagesbewußtseins nicht vorhanden.

[ 38 ] What human beings experienced here on Earth consisted only of a series of experiences. Then they fell asleep and, during sleep, existed in a dim state of consciousness in a spiritual world where they lived among gods and spirits—a world whose echoes can be found in myths and legends. There they experienced powerful visions—for example, the vision of encountering two other beings, of those two throwing stones behind them, and of other beings of the same kind springing from the earth out of the stones that had been thrown—beings just like themselves. These were experiences that human beings continued to have throughout the entire fourth period of the Atlantean era. If we want to state this clearly, we must say: All human procreation took place not in the waking state of consciousness, but in the state of sleep. — When human beings were outside their physical bodies and in the spiritual world, they set in motion, so to speak, in this state of consciousness—where everything appeared to them in images—the events necessary for procreation, and the entire act of procreation was shrouded in the spiritual, appearing to them in the image of throwing stones behind them. The entire act of procreation was shrouded in spiritual consciousness, lying beyond waking consciousness. Human beings knew nothing of sexuality. In waking consciousness, he did not see himself as existing in two sexes, and his soul was untouched by any thought of sexuality. Not that it did not exist. It existed, but it lay in the darkness of a spiritual consciousness. It was not present to the human being during waking consciousness.

[ 39 ] Mit der Erringung der ersten Anlage zum Ich-Bewußtsein wird dem Menschen die Geschlechtlichkeit erst bewußt. Das ist der Moment, der uns in der Bibel dargestellt wird, wo Adam und Eva gewahr werden, daß es etwas wie eine Geschlechtlichkeit gibt. Diesen bedeutungsvollen dramatischen Moment, hierher haben wir ihn in der Erdenentwickelung zu setzen. Und wenn Sie hellseherisch zurückblicken auf die Zeit, die voranging, so sehen Sie von dem Menschen eben nur dasjenige, was die Werkzeuge des Geistes sind. Das andere war überhaupt nicht zu sehen. Der Mensch war nur seiner oberen Gestalt nach zu sehen. Und von dem genannten Zeitpunkt an fing man an, den Menschen ganz zu sehen. Es ist uns jetzt begreiflich, warum die Menschen sich nun verhüllten. Vorher sahen sie nichts, was sie hätten verhüllen sollen. So trat der Mensch allmählich ins Äußere heraus.

[ 39 ] It is only with the emergence of the first inclination toward self-awareness that human beings become aware of their sexuality. This is the moment depicted in the Bible when Adam and Eve become aware that such a thing as sexuality exists. We must place this significant, dramatic moment here in the development of the Earth. And if you look back clairvoyantly at the time that preceded it, you will see in human beings only those aspects that are the instruments of the spirit. The other aspect was not visible at all. Human beings could only be seen in their higher form. And from that point onward, people began to see human beings in their entirety. It is now understandable to us why people began to cover themselves. Before that, they saw nothing that they needed to cover. Thus, human beings gradually emerged into the outer world.

[ 40 ] Wenn wir die äußere Menschengestalt als das Verdichtete des Ätherischen betrachten, so haben wir in der vierten atlantischen Stufe zu den vier Gruppenseelenköpfen die vier Hörner. Jetzt aber beginnt sich für die drei letzten atlantischen Epochen im Physischen ein Doppeltes auszubilden. Für jede Stufe, wo sich weiter ein Gruppenseelenkopf ausbilden sollte, bildete sich ein doppeltes Physisches, männlich und weiblich, aus. Sie haben für die vier ersten Stufen den Menschen gebildet mit vier Köpfen, das verdickte Ätherische mit vier Hörnern. Jetzt haben wir drei folgende Köpfe, die nicht sichtbar sind, weil die äußere Menschengestalt sie aufnimmt, weil sie nicht zur Darstellung kommen. Diese drei sind nur für den Hellseher wahrzunehmen, drei ätherische Köpfe, die Hauptmenschenköpfe, und dazu je zwei Hörner, die wie Schatten neben ihm sind, wie Doppelschatten. So haben wir, als die atlantische Flut hereinbrach, sieben Gattungs- oder Gruppenseelenköpfe, wovon die drei letzten immer so erscheinen, daß sie ihr Physisches in zweifacher Gestalt haben, immer als Männliches und Weibliches. Daraus sehen Sie, daß die ganze Gruppenseelenhaftigkeit des Menschen am Ende der atlantischen Zeit, wenn auch das Spätere unsichtbar bleibt, sieben Köpfe und zehn Hörner hat. Die vier ersten Köpfe bekommen kein Männliches und Weibliches getrennt an Hörnern, die drei letzten bekommen aber Männliches und Weibliches getrennt.

[ 40 ] If we regard the outer human form as the condensed manifestation of the etheric, then in the fourth Atlantean stage we have the four horns corresponding to the four group-soul heads. Now, however, a duality begins to take shape in the physical realm during the last three Atlantean epochs. For each stage in which a group soul head was to develop further, a dual physical form—male and female—took shape. For the first four stages, they formed the human being with four heads—the condensed etheric body with four horns. Now we have the following three heads, which are not visible because the outer human form absorbs them; they do not manifest. These three can only be perceived by the clairvoyant: three etheric heads—the main human heads—and, in addition, two horns each, which stand beside him like shadows, like double shadows. Thus, when the Atlantic Flood struck, we had seven group-soul heads, of which the last three always appear such that they have their physical form in a dual aspect, always as male and female. From this you can see that the entire group-soul nature of the human being at the end of the Atlantean era—even if what comes later remains invisible—consists of seven heads and ten horns. The first four heads do not have separate male and female horns, but the last three do have separate male and female horns.

[ 41 ] Die sieben Köpfe und zehn Hörner hat der Mensch in sich. Das muß er nun so bearbeiten durch die Aufnahme des Christus-Prinzipes, daß sie sozusagen vernichtet werden. Denn jedesmal, wenn heute der Mensch stirbt, ist in seinem astralischen Leibe sehr wohl zu sehen die Siebenköpfigkeit und Zehnhörnigkeit. Das wird nur zusammengehalten wie Kautschuk, der entsprechend gebildet wird. Nehmen Sie an, der Mensch verhärtete sich während unserer Zeit gegen das Christus-Prinzip und käme an in der Zeit des großen Krieges aller gegen alle, ohne das Christus-Erlebnis gehabt zu haben, käme an und hätte den Christus von sich gestoßen, dann würde, wenn die Erde ins Astralische übergeht, dasjenige, was da war, wozu er es gebracht hat, was er hätte umwandeln sollen, hervorspringen, hervorspringen in seiner alten Gestalt. Das Tier würde erscheinen mit den sieben Köpfen und zehn Hörnern, während für diejenigen, die das Christus-Prinzip aufgenommen haben, die Geschlechtlichkeit wiederum überwunden sein wird. Die Verhärteten werden die sechshörnige Geschlechtlichkeit wohl bewahren und werden in ihrer Ganzheit erscheinen als das Tier mit den sieben Köpfen und zehn Hörnern, die veranlagt worden sind in der atlantischen Zeit. Sie können umgewandelt werden durch die Aufnahme des Christus-Impulses. Wenn aber der Christus zurückgewiesen wird, werden sie bleiben und wieder erscheinen in jener Zeit, die damit angedeutet wird, daß die Zornesschalen ausgegossen werden und die Erde sozusagen gespalten erscheint in zwei Teile: in den Teil, wo die Christus-Menschen mit weißen Kleidern erscheinen als die Auserwählten, schon zur Zeit der Siegel, und in den anderen Teil, wo die Menschen erscheinen in der Gestalt des Tieres mit den sieben Köpfen und zehn Hörnern. Dann erscheint auch ein anderes Tier mit zwei Hörnern, symbolisiert durch die Zahl 666.

[ 41 ] Human beings have within themselves the seven heads and ten horns. They must now work on these through the incorporation of the Christ principle so that they are, so to speak, destroyed. For every time a person dies today, the seven heads and ten horns can be clearly seen in their astral body. These are held together only like rubber that has been shaped accordingly. Suppose a person hardened his heart against the Christ principle during our time and arrived in the era of the great war of all against all without having had the Christ experience—suppose he arrived having cast Christ aside— then, when the Earth passes into the astral realm, that which was there—what he has brought about, what he should have transformed—would spring forth, spring forth in its old form. The beast would appear with the seven heads and ten horns, whereas for those who have taken in the Christ principle, sexuality will once again have been overcome. Those who have hardened their hearts will likely retain their six-horned sexuality and will appear in their entirety as the beast with seven heads and ten horns, traits that were imprinted during the Atlantean era. They can be transformed by receiving the Christ impulse. But if Christ is rejected, they will remain and reappear in that time, which is signified by the pouring out of the bowls of wrath and the earth appearing, so to speak, split into two parts: the part where the Christ-people appear in white robes as the chosen ones—as early as the time of the seals—and the other part, where people appear in the form of the beast with seven heads and ten horns. Then another beast with two horns also appears, symbolized by the number 666.