Spiritual-Scientific Anthropology
GA 107
21 December 1908, Berlin
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Spiritual-Scientific Anthropology, tr. SOL
Elfter Vortrag
Eleventh Lecture
[ 1 ] Die Anordnung, die wir getroffen haben in bezug auf die Kurse, die diesen Zweigvorträgen parallel laufen, macht es ja allein möglich, daß wir hier in unserem Zweig zu immer höheren Gebieten aufsteigen können. Ich möchte deshalb bitten, diese Kurse möglichst zu berücksichtigen. Es ist notwendig, daß man eine Stätte hat, wo man weiter fortschreiten kann mit den Vorträgen. Sonst müßte man eigentlich jedes Jahr von vorne anfangen.
[ 1 ] The arrangements we have made regarding the courses that run parallel to these branch lectures are, in fact, the very thing that makes it possible for us here in our branch to advance to ever higher levels. I would therefore ask that you take these courses into account as much as possible. It is necessary to have a foundation upon which we can build further with the lectures. Otherwise, we would actually have to start from scratch every year.
[ 2 ] Heute soll uns etwas beschäftigen, was wieder scheinbar weit absteht von den letzten Vorträgen, was sich aber doch in unseren diesjährigen Gedankengang einfügen wird. Anknüpfen wollen wir an eine Bemerkung in einem der letzten öffentlichen Vorträge, in dem Vortrage über den «Aberglauben vom geisteswissenschaftlichen Standpunkte». Es wurde dort eine Bemerkung gemacht, die in einem öffentlichen Vortrag nicht weiter ausgeführt werden kann, weil man für ein tieferes Eingehen Vorkenntnisse voraussetzen muß, die sich weniger auf den Verstand, auf intellektuelles Erkenntnisvermögen beziehen als auf ein Erkenntnisvermögen, das in unserer ganzen Seelenkonstitution liegt und das wir nur durch jahrelanges Mitarbeiten mit dem Zweigleben erwerben können. Nur durch eine solche geduldige Arbeit können wir dahin gelangen, daß uns manches, was wir früher für absurd gehalten hätten, möglich und wahrscheinlich vorkommt, so daß wir es mit ins Leben nehmen und sehen, wie weit es sich bewahrheitet. Die Bemerkung, von der wir ausgehen wollen, war, daß es eine gewöhnliche Tatsache und nicht Aberglaube ist, wenn bei gewissen Krankheiten, wie die Lungenentzündung zum Beispiel eine ist, der siebente Tag eine Krisis darstellt, daß da bei dieser Krisis, die unweigerlich am siebenten Tag eintritt, wo der Kranke leicht sterben kann, der Arzt darauf bedacht sein muß, den Kranken darüber hinwegzubringen. Das ist heute von jedem vernünftigen Arzt anerkannt, aber nach den Ursachen können die Ärzte nicht forschen, weil sie keine Ahnung haben von den im Geistigen zu findenden Urgründen der Dinge. Zuerst wollen wir einmal die Tatsache hinstellen, daß sich hier etwas ganz Merkwürdiges, mit der geheimnisvollen Sieben-Zahl Zusammenhängendes in der Lungenentzündung zeigt.
[ 2 ] Today we will consider something that again seems far removed from our recent lectures, but which will nevertheless fit into our line of thought for this year. We would like to pick up on a remark made in one of the recent public lectures—the lecture on “Superstition from the Perspective of the Spiritual Sciences.” A remark was made there that cannot be elaborated upon further in a public lecture, because a deeper exploration would require prior knowledge—knowledge that relates less to the intellect or intellectual faculties than to a capacity for insight rooted in the very constitution of our soul, a capacity we can acquire only through years of working with the life of the spirit. Only through such patient work can we reach the point where many things we would previously have considered absurd now seem possible and probable to us, so that we can incorporate them into our lives and see to what extent they prove true. The observation from which we wish to proceed was that it is a common fact—and not superstition—that in certain illnesses, such as pneumonia, for example, the seventh day marks a crisis; that during this crisis, which inevitably occurs on the seventh day and during which the patient is at high risk of death, the doctor must be careful to help the patient overcome it. This is recognized today by every sensible physician, but doctors cannot investigate the causes because they have no idea of the spiritual roots of things. First, let us simply state the fact that something quite remarkable, connected with the mysterious number seven, manifests itself in pneumonia.
[ 3 ] Wir müssen nun den Menschen so betrachten, daß sich uns eine Möglichkeit bietet zum Verständnis dieser und noch mancher anderen Tatsache. Sie alle wissen - es ist das ja unzählige Male hier erwähnt worden -, daß man den Menschen nur erkennen kann, wenn man ihn versteht aus dem Aufbau seiner vier Glieder, dem physischen Leib, dem Ätherleib, dem Astralleib und dem Ich. Diese vier Glieder der Menschennatur stehen in den mannigfaltigsten Beziehungen und gegenseitigen Abhängigkeiten. Jedes Glied wirkt auf das andere und somit wirken sie durchaus im Zusammenhang miteinander. Aber dieses Zusammenwirken ist ein sehr kompliziertes. Der Mensch kann diese Zusammenhänge nur sehr langsam und allmählich kennenlernen, ebenso die Beziehungen dieser Glieder zu gewissen Kräften, Vorgängen und Wesenheiten im ganzen Kosmos. Denn der Mensch steht durch alle seine Glieder in einer fortdauernden - und das ist auch wieder sehr wichtig —, und zwar wechselnden Verbindung mit dem Kosmos. Was wir erkennen als physischen Leib, Ätherleib und so weiter hängt miteinander zusammen, aber ebenso auch mit dem Kosmos, mit der ganzen um uns sich ausbreitenden Welt. Denn das, was wir in uns haben, ist in einer gewissen Weise auch draußen, außer uns, und so dürfen wir sagen, daß wir diese Beziehungen nach innen und außen wohl am besten erkennen, wenn wir einmal den Menschen im wachenden und im schlafenden Zustande betrachten.
[ 3 ] We must now view human beings in such a way that we are given an opportunity to understand this and many other facts. You all know—as has been mentioned here countless times—that one can only truly know a human being by understanding the structure of their four constitutive elements: the physical body, the etheric body, the astral body, and the “I.” These four elements of human nature are connected by a manifold array of relationships and mutual dependencies. Each element influences the others, and thus they function entirely in conjunction with one another. But this interplay is very complex. Human beings can only come to know these connections very slowly and gradually, as well as the relationships of these constituents to certain forces, processes, and beings throughout the cosmos. For through all their constituents, human beings stand in a continuous—and this, too, is very important—and indeed ever-changing connection with the cosmos. What we recognize as the physical body, the etheric body, and so on is interconnected, but it is also connected to the cosmos, to the entire world that extends around us. For what we have within us is, in a certain sense, also outside us, and so we may say that we best recognize these inner and outer relationships when we observe the human being in both the waking and sleeping states.
[ 4 ] Wenn der Mensch schlafend vor uns liegt, so haben wir im Bette liegen den physischen Leib und den Ätherleib, und in gewisser Beziehung außerhalb dieser beiden sind der astralische Leib und das Ich. Das ist aber nur ungenau gesagt. Das Ungenauere genügt ja allerdings für viele Dinge, aber heute wollen wir etwas genauer diese Verhältnisse kennenlernen. Der astralische Leib und das Ich also sind zunächst nicht im physischen Leib tätig. Der physische Leib mit seinem Nerven- und Blutsystem und der Ätherleib sind aber gar nicht möglich, ohne daß sie durchzogen sind von einem astralischen Leib und einem irgendwie gestalteten Ich. Auch der Ätherleib könnte nicht bestehen, ohne daß er durchzogen wäre von höheren Wesenheiten. In dem Augenblicke, wo der Mensch mit seinem eigenen astralischen Leibe und Ich hinausrückt, müssen die Tätigkeiten dieser beiden Glieder der Menschennatur ersetzt werden. Es kann der Menschenleib nicht liegen bleiben, ohne daß ein Ich und ein astralischer Leib in ihm tätig sind, so daß wir also auch im schlafenden Menschen ein Ich und einen astralischen Leib tätig haben müssen. Genau gesprochen, müßten wir aber sagen: Das Ich und der astralische Leib, die da im schlafenden physischen Leib des Menschen tätig sind, sind auch während des Tages im Menschen, nur ist ihre Tätigkeit durchaus untergraben durch des Menschen astralischen Leib und Ich, die durch ihre Tätigkeit die der anderen höheren Wesenheiten zunichte machen. Wenn wir das Ich, wie es heute im Menschen ist, uns vorstellen wollen beim wachenden Menschen, so müssen wir uns sagen: Dieses menschliche Ich ist beim wachenden Menschen innerhalb des menschlichen Leibes, und es entzieht während dieser Zeit durch seine Tätigkeit einem umfassenden Ich seine Wirkungssphäre. Was tut denn dieses unser eingeschränktes Ich eigentlich im Schlafe? In Wahrheit können wir, ziemlich genau gesprochen, sagen: Dieses Ich, das sich während des Tages befreit hat von dem großen Welten-Ich und das auf eigene Faust lebt im menschlichen Leibe, das taucht unter während der Nacht in das Welten-Ich, begibt sich seiner eigenen Tätigkeit. Und gerade durch dieses Eintauchen, dieses Untergehen des Tages-Ichs in das Welten-Ich kann das Welten-Ich ungehindert wirken und kann alles fortschaffen, was das Tages-Ich an Ermüdungsstoffen aufgehäuft hat. Dadurch, daß das Tages-Ich versinkt, untertaucht ins Welten-Ich, ist in umfassender Weise das Nacht-Ich möglich. Wenn Sie es sich bildlich vorstellen wollen, können Sie sich dieses Verhältnis des Tages-Ichs zum Nacht-Ich so vorstellen, daß das Tages-Ich gleichsam einen Kreis beschreibt und daß es den größten Teil dieses Kreises außerhalb des großen Ichs zubringt, während es nachts ins große Ich untertaucht. Sechzehn Stunden zum Beispiel ist es außerhalb und acht Stunden taucht es unter ins Nacht-Ich.
[ 4 ] When a person lies asleep before us, we have the physical body and the etheric body lying in bed, and in a certain sense, outside of these two, are the astral body and the “I.” But that is only a rough description. A rough description is certainly sufficient for many things, but today we want to explore these relationships in a bit more detail. The astral body and the “I,” then, are not initially active within the physical body. However, the physical body—with its nervous and circulatory systems—and the etheric body would not be possible at all if they were not permeated by an astral body and an “I” that has taken on some form. Nor could the etheric body exist unless it were permeated by higher beings. The moment a person steps out with their own astral body and “I,” the activities of these two components of human nature must be replaced. The human body cannot remain at rest without an “I” and an astral body active within it; thus, we must also have an “I” and an astral body active in a sleeping person. Strictly speaking, however, we must say: The “I” and the astral body that are active within the sleeping physical body of a human being are also present within the human being during the day; it is just that their activity is completely undermined by the human being’s own astral body and “I,” which, through their activity, nullify that of the other higher beings. If we wish to imagine the “I,” as it exists in human beings today, in a waking person, we must say to ourselves: This human “I” is within the human body while the person is awake, and during this time, through its activity, it deprives a universal “I” of its sphere of influence. What, then, does this limited ego of ours actually do during sleep? In truth, we can say quite precisely: This ego, which during the day has freed itself from the great World-Ego and lives on its own within the human body, submerges itself into the World-Ego during the night, relinquishing its own activity. And it is precisely through this immersion, this sinking of the daytime “I” into the world “I,” that the world “I” can act unhindered and can remove everything that the daytime “I” has accumulated in the form of fatigue-inducing substances. Because the daytime “I” sinks and immerses itself in the world “I,” the night “I” is made possible in a comprehensive way. If you wish to visualize this, you can imagine the relationship between the Day-I and the Night-I as follows: the Day-I, as it were, traces a circle, spending most of this circle’s path outside the Great I, while at night it submerges into the Great I. For example, it spends sixteen hours outside and eight hours submerged in the Night-I.
[ 5 ] Sie verstehen das nur richtig, wenn Sie das, was ich eben gesagt habe, ganz ernst nehmen, daß nämlich Ihr Ich niemals dasselbe ist während der sechzehn Stunden - wenn wir das als die normale Zeit des Wachens annehmen -, daß das Ich während dieser Zeit fortwährend Veränderungen durchmacht, daß es einen Teil eines Kreises beschreibt und dann untersinkt und auch während der Nacht wieder Veränderungen durchmacht, von denen der gewöhnliche Mensch nichts weiß. Diese Veränderungen gehen immer mehr ins Unbewußte bis zu einem Höhepunkt, und dann wird das Ich wieder langsam bewußter. Wir müssen also sagen, daß im Verlaufe von vierundzwanzig Stunden das menschliche Ich fortwährend gewisse Veränderungen durchmacht, deren äußeres Symbolum wir uns als Kreislauf vorstellen, als einen Zeiger, der einen Kreis beschreibt und von Zeit zu Zeit untertaucht in das große Welten-Ich.
[ 5 ] You can only understand this correctly if you take what I just said very seriously—namely, that your “I” is never the same throughout the sixteen hours—assuming that is the normal waking period—that the “I” undergoes constant changes during this time, that it traces part of a circle and then sinks below it, and that it also undergoes changes during the night of which the ordinary person is unaware. These changes move deeper and deeper into the unconscious until they reach a climax, and then the “I” slowly becomes more conscious again. We must therefore say that, over the course of twenty-four hours, the human “I” continually undergoes certain changes, the outward symbol of which we can imagine as a cycle—like a pointer tracing a circle and, from time to time, submerging into the great cosmic “I.”
[ 6 ] In ganz ähnlicher Weise macht des Menschen astralischer Leib Veränderungen durch. Der Astralleib ändert sich auch in der Weise, daß wir, symbolisch vorgestellt, uns einen Kreislauf denken müssen. Auch beim astralischen Leib sind die Veränderungen so, daß wir in der Tat in gewisser Beziehung von einem Untertauchen in einem Welten-Astralleib sprechen müssen. Nur bemerkt der heutige Mensch dieses Untertauchen in dem Welten-Astralleib nicht mehr, während er es früher sehr wohl bemerkt hat. Damals fühlte der Mensch sozusagen abwechselnd ureigene astralische Gefühle zu einer Zeit und ganz andere Gefühle zu einer anderen Zeit. So fühlte er in einer gewissen Zeit lebendiger in der ihn umgebenden Außenwelt, in einer anderen Zeit dagegen mehr sein eigenes Innere. So konnte man ganz verschiedene Nuancierungen in der Empfindungsweise des astralischen Leibes wahrnehmen, weil der astralische Leib im Verlaufe von sieben Tagen, also sieben mal vierundzwanzig Stunden, rhythmisch Veränderungen durchmacht, die sich wieder vergleichen lassen mit einem Umkreis. Wie das Ich in einer Zeit von vierundzwanzig Stunden rhythmische Veränderungen durchmacht, die sich heute noch ausdrücken im Wechsel von Wachen und Schlafen, so der Astralleib in sieben mal vierundzwanzig Stunden. Solche rhythmische Veränderungen sind beim Urmenschen in großer Lebendigkeit aufgetreten. Es gehen also im astralischen Leibe rhythmische Veränderungen vor sich, die in sieben Tagen ablaufen, und vom achten Tage an wiederholt sich der Rhythmus. Tatsächlich taucht einen Teil der Zeit, in welcher der Mensch diesen Rhythmus durchmacht, der astralische Leib in einen allgemeinen Welten-Astralleib ein. Sonst ist er mehr außerhalb dieses Welten-Astralleibes. Daraus können Sie sich eine Vorstellung bilden, daß das, was als allgemeiner Astralleib und allgemeines Ich im schlafenden Menschen auftritt, eine große Bedeutung für das Leben des Menschen hat. Jenes Ich, in das er untertaucht im Schlafe, das in der Nacht das Blut pulsieren macht, ist dasselbe, das in seinem Körper wirkt während des Schlafes. Auch wenn er bei Tage schläft, taucht er in dieses allgemeine Ich unter, und dadurch bringt er eine gewisse Unregelmäßigkeit in seinen Rhythmus hinein, die in früheren Zeiten zerstörend gewirkt haben würde, die heute aber nicht mehr so zerstörend ist, weil sich in unserer Zeit das menschliche Leben in dieser Beziehung bedeutend geändert hat. In denselben Teil des allgemeinen Welten-Astralleibes, der den physischen Leib und den Ätherleib während des Schlafes durchdringt, taucht während der sieben Tage der menschliche Astralleib wirklich unter. Dadurch ändern sich die inneren Gefühle und Empfindungen. Heute erregt das kaum die Aufmerksamkeit, früher konnte das gar nicht außer acht gelassen werden.
[ 6 ] In a very similar way, the human astral body undergoes changes. The astral body changes in such a way that, symbolically speaking, we must conceive of a cycle. With the astral body, too, the changes are such that, in a certain sense, we must indeed speak of a submergence into a world astral body. However, people today no longer notice this immersion in the world astral body, whereas in the past they certainly did. Back then, people felt, so to speak, their own innate astral feelings at one time and entirely different feelings at another. Thus, at certain times they felt more alive in the external world around them, while at other times they felt more attuned to their own inner world. Thus, one could perceive quite different nuances in the astral body’s mode of sensation, because over the course of seven days—that is, seven times twenty-four hours—the astral body undergoes rhythmic changes that can again be compared to a cycle. Just as the “I” undergoes rhythmic changes over a period of twenty-four hours—changes that are still expressed today in the alternation between waking and sleeping—so does the astral body over seven times twenty-four hours. Such rhythmic changes occurred with great vitality in early humans. Thus, rhythmic changes take place in the astral body that unfold over seven days, and from the eighth day onward, the rhythm repeats itself. In fact, for part of the time during which a person undergoes this rhythm, the astral body immerses itself in a general world astral body. The rest of the time, it remains largely outside this world astral body. From this you can form an idea that what appears as the general astral body and the general “I” in the sleeping human being is of great significance for human life. That “I” into which he immerses himself in sleep—which causes the blood to pulse at night—is the same one that acts within his body during sleep. Even when he sleeps during the day, he immerses himself in this universal “I,” and in doing so introduces a certain irregularity into his rhythm—an irregularity that in earlier times would have had a destructive effect, but which is no longer so destructive today, because human life has changed significantly in this respect in our time. During the seven days, the human astral body truly submerges into the same part of the general astral body of the world that permeates the physical body and the etheric body during sleep. This causes changes in inner feelings and sensations. Today this hardly attracts any attention; in the past, it could not be ignored at all.
[ 7 ] Aber nicht nur das Ich und der Astralleib, sondern auch der Ätherleib macht ganz bestimmte rhythmische Veränderungen durch. Diese spielen sich so ab, daß in vier mal sieben Tagen sozusagen sich der menschliche Ätherleib, symbolisch gesprochen, um seine eigene Achse dreht, und er kehrt nach vier mal sieben Tagen zu denselben Vorgängen zurück, bei denen er am ersten Tage war. Ein ganz bestimmter Rhythmus spielt sich hier in den vier mal sieben Tagen ab. Hier kommen wir aber schon in ein Gebiet, von dem man ausführlicher sprechen müßte, wenn alles verstanden werden sollte. Sie erinnern sich, daß ich gesagt habe, der Ätherleib des Mannes ist weiblich, der des Weibes männlich. Der Rhythmus ist schon nicht gleich für männlichen und weiblichen Ätherleib, aber wir wollen uns heute nicht näher darauf einlassen. Es sei nur hervorgehoben, daß sich ein solcher Rhythmus abspielt, und zwar, sagen wir, wegen der Verschiedenheit bei Mann und Weib in annähernd vier mal sieben Tagen.
[ 7 ] But it is not only the ego and the astral body that undergo very specific rhythmic changes; the etheric body does as well. These changes take place in such a way that, over a period of four times seven days, the human etheric body—symbolically speaking—rotates, as it were, around its own axis, and after four times seven days it returns to the same processes it was in on the first day. A very specific rhythm unfolds here over the course of four times seven days. Here, however, we are already entering a realm that would require a more detailed discussion if everything were to be fully understood. You will recall that I said the man’s etheric body is feminine, while the woman’s is masculine. The rhythm is not the same for the male and female etheric bodies, but we will not go into that in detail today. Let it simply be emphasized that such a rhythm takes place—namely, let us say, due to the difference between man and woman—in approximately four times seven days.
[ 8 ] Damit sind wir aber noch nicht zu Ende. Auch im physischen Leib wiederholen sich rhythmisch ganz bestimmte Vorgänge, so unwahrscheinlich das auch dem heutigen Menschen erscheint. Sie sind heute fast ganz verwischt, weil der Mensch unabhängig werden sollte von gewissen Vorgängen, aber für den okkulten Beobachter sind sie doch bemerkbar. Wenn der physische Leib ganz sich selbst überlassen wäre, so würde dieser Rhythmus in zehn mal sieben mal vier Tagen beim Weibe und in zwölf mal sieben mal vier Tagen beim Manne sich abspielen. So würde er sich abspielen, wenn der Mensch heute noch ganz allein den ihm eigenen Gesetzen seiner Rhythmen überlassen wäre. Einmal war es in der Tat so, aber der Mensch ist freier geworden von den ihn umgebenden kosmischen Einflüssen. So also haben wir ein rhythmisches Ablaufen der Vorgänge in den vier Gliedern der menschlichen Wesenheit. Sie können sich, wenn Sie wollen, jeden der vier Rhythmen vorstellen wie einen Kreislauf. Es fällt heute freilich dasjenige, was der Mensch zum Beispiel als Rhythmus in seinem physischen Leib ausführen würde, wenn er ganz sich selbst überlassen wäre, nur annähernd zusammen mit den äußeren physischen, rein räumlichen Vorgängen, die diesem Rhythmus entsprechen, weil durch die Zusammenschiebung der menschlichen Verhältnisse zugunsten der menschlichen Freiheit sich diese Beziehungen zum Kosmos verändert haben.
[ 8 ] But we are not done yet. Even within the physical body, very specific processes repeat themselves rhythmically, however improbable that may seem to people today. These processes are almost entirely obscured today because human beings were meant to become independent of certain processes, but they are still perceptible to the occult observer. If the physical body were left entirely to its own devices, this rhythm would unfold over a period of ten times seven times four days in women and twelve times seven times four days in men. This is how it would unfold if human beings today were still left entirely to the laws of their own rhythms. This was indeed once the case, but human beings have become freer from the cosmic influences surrounding them. Thus, we have a rhythmic unfolding of processes within the four members of the human being. If you like, you can imagine each of the four rhythms as a cycle. Today, however, what a human being would, for example, carry out as a rhythm in his physical body if he were left entirely to his own devices only roughly coincides with the external physical, purely spatial processes that correspond to this rhythm, because these relationships to the cosmos have changed due to the shifting of human conditions in favor of human freedom.
[ 9 ] Sie haben schon aus der Zahl zehn mal sieben mal vier oder zwölf mal sieben mal vier sehen können, daß es sich hier bei dem Rhythmus des physischen Leibes um den ungefähren Jahreslauf handelt. Sie können sich äußerlich symbolisch diese Veränderungen im äußeren physischen Leib vorstellen, wenn Sie daran denken, daß der Mensch sich im Laufe eines Jahres gewissermaßen umdreht; er ist einmal auf dieser Seite der Sonne, einmal auf der anderen. Wenn wir uns nun denken, daß er immer der Sonne das Gesicht zukehrt, so muß er sich im Laufe eines Jahres einmal um sich und einmal um die Sonne drehen. Das wird einer, der nur äußerlich die Sache betrachtet, als etwas ganz Gleichgültiges ansehen, aber das ist eben sehr wichtig.
[ 9 ] You have already seen from the numbers ten times seven times four or twelve times seven times four that the rhythm of the physical body corresponds to the approximate course of the year. You can picture these changes in the outer physical body symbolically by thinking of how, over the course of a year, the human being, so to speak, turns around; at times on this side of the sun, at times on the other. If we now consider that the human being always faces the sun, then over the course of a year he must rotate once around his own axis and once around the sun. Someone who views the matter only superficially will regard this as something entirely trivial, but it is, in fact, very important.
[ 10 ] Das, was sich hier als Rhythmus in den vier Leibern abspielt, ist dem Menschen eingepflanzt worden in langen, langen Zeiten, und daß die verschiedenen Leiber aufeinander einwirken können, ist angeordnet von den Hierarchien, von Wesenheiten, die wir schon öfter erwähnt haben. Wir wissen, daß wir in höhere Wesen eingebettet sind. Das Wirken dieser geistigen Wesenheiten, die den physischen und geistigen Raum mit ihren Taten durchsetzen, ist es, was diese bestimmten Beziehungen hervorgebracht hat. Aber wenn Sie das, was jetzt gesagt worden ist, betrachten, dann kommen Sie von einer anderen Seite auf einen Gedanken, der im vorigen Winter hier öfter berührt worden ist. Die Feststellung des Rhythmus des physischen Leibes hat schon auf dem alten Saturn begonnen. Die Zugliederung des Ätherleibes, so daß Ätherleib und physischer Leib in ihrem Rhythmus zusammenpassen, kommt daher, daß dieser Rhythmus von anderen Geistern, den Sonnengeistern, hergestellt worden ist. Durch das Zusammenwirken der verschiedenen Rhythmen wird eine Beziehung hergestellt, wie das Verhältnis der beiden Zeiger an einer Uhr bestimmt ist durch ihren Rhythmus. Auf dem alten Mond wurde wieder ein anderer Rhythmus, der des Astralleibes, eingegliedert.
[ 10 ] What unfolds here as rhythm within the four bodies has been instilled in human beings over long, long ages, and the fact that the various bodies can interact with one another has been ordained by the hierarchies—by beings we have mentioned on several occasions. We know that we are embedded within higher beings. It is the activity of these spiritual beings—who permeate physical and spiritual space with their actions—that has brought about these specific relationships. But if you consider what has just been said, you will arrive from another angle at a thought that was touched upon here frequently last winter. The establishment of the physical body’s rhythm began as far back as ancient Saturn. The integration of the etheric body—so that the etheric body and the physical body are in harmony in their rhythms—stems from the fact that this rhythm was established by other spirits, the Sun spirits. Through the interplay of the various rhythms, a relationship is established, just as the relationship between the two hands of a clock is determined by their rhythm. On the ancient Moon, yet another rhythm—that of the astral body—was integrated.
[ 11 ] Nun mußten diejenigen Geister, die unseren ganzen Kosmos anordneten - denn alles Physische ist ein Ausdruck dieser Wesenheiten -, die äußere physische Bewegung entsprechend den inneren Verhältnissen der Wesenheiten gestalten. Daß die Sonne heute von der Erde umkreist wird in einem Jahre, das kommt her von dem Rhythmus, der dem physischen Leib eingepflanzt wurde, lange ehe die physische Konstellation vorhanden war. Aus dem Geistigen heraus ist also in diesen Himmelssphären das Räumliche angeordnet worden. Der Mond wird herumgeführt um die Erde, weil sein Kreislauf entsprechen sollte dem Kreislauf des menschlichen Ätherleibes, in vier mal sieben Tagen, weil dieser Rhythmus seinen Ausdruck finden sollte in der Mondbewegung. Der verschiedenen Beleuchtung des Mondes durch die Sonne, den vier Mondesvierteln, entsprechen die verschiedenen Rhythmen des astralischen Leibes, und dem Tageslauf der Umdrehung der Erde entspricht der Rhythmus des Ichs. Gerade an dem Rhythmus des Ichs kann man etwas klarmachen, was zwar in aller Geheimwissenschaft immer gelehrt worden ist, was aber heute den Menschen als phantastische Träumerei erscheinen wird, was aber doch wahr ist. Die Erde hat sich in uralten Zeiten nicht um ihre Achse gedreht; diese Achsendrehung ist erst im Laufe der Zeiten entstanden. Als der Mensch auf Erden noch in einem anderen Zustande war, bestand diese Bewegung noch nicht. Das, was zuerst zur Umdrehung angeregt worden ist, das war nicht die Erde, sondern das war der Mensch. Das menschliche Ich war von den Geistern, denen es untertan ist, angeregt worden, sich zu drehen, und das menschliche Ich nahm dann tatsächlich diese Erde mit und drehte sie um sich herum. Die Erdenumdrehung ist die Folge des Ich-Rhythmus. So erstaunlich das klingt, wahr ist es doch. Erst mußten die geistigen Glieder des Menschen, die sich zum Ich heranbildeten, den Antrieb bekommen, sich zu drehen, und dann nahmen sie die Erde mit. Das wurde ja später anders. Der Mensch wurde frei auf der Erde; die Verhältnisse änderten sich, so daß der Mensch von den umliegenden kosmischen Mächten frei wurde. Aber so war es ursprünglich. So sehen Sie, wie alles Physische um uns herum eigentlich ein Ausfluß des Geistigen ist. Das Geistige ist überall das erste. Aus ihm fließen auch alle Lageverhältnisse in der Welt.
[ 11 ] Now those spirits who organized our entire cosmos—for everything physical is an expression of these beings—had to shape the outer physical movement in accordance with the inner relationships of the beings. The fact that the Earth orbits the Sun once a year stems from the rhythm that was implanted in the physical body long before the physical constellation came into being. Thus, the spatial order in these celestial spheres was arranged from the spiritual realm. The Moon is guided around the Earth because its orbit is meant to correspond to the cycle of the human etheric body—four times seven days—since this rhythm is meant to find its expression in the Moon’s movement. The various phases of the Moon as illuminated by the Sun—the four lunar quarters—correspond to the various rhythms of the astral body, and the daily rotation of the Earth corresponds to the rhythm of the “I.” It is precisely through the rhythm of the “I” that one can clarify something which, although it has always been taught in all esoteric sciences, will today appear to people as fanciful daydreaming—yet it is nonetheless true. In ancient times, the Earth did not rotate on its axis; this axial rotation arose only in the course of time. When human beings were still in a different state on Earth, this movement did not yet exist. What was first set in motion was not the Earth, but rather the human being. The human “I” was impelled by the spirits to which it is subject to begin rotating, and the human “I” then actually took this Earth with it and rotated it around itself. The Earth’s rotation is the result of the “I” rhythm. As astonishing as that may sound, it is nevertheless true. First, the spiritual members of the human being—which were developing into the “I”—had to receive the impulse to rotate, and then they took the Earth with them. Things turned out differently later on. Human beings became free on Earth; conditions changed so that human beings were freed from the surrounding cosmic forces. But that is how it was originally. So you see how everything physical around us is actually an outflow of the spiritual. The spiritual is always primary. All the conditions in the world also flow from it.
[ 12 ] Und nun denken Sie sich einmal den astralischen Leib, der im Verlaufe von sieben Tagen sozusagen einen Kreislauf vollendet. Denken Sie, wie mit gewissen Unregelmäßigkeiten des Astralleibes Krankheiten zusammenhängen, und zwar dadurch, daß diese Unregelmäßigkeiten sich durch den Ätherleib bis zum physischen Leib fortsetzen. Nun nehmen wir an, der astralische Leib habe einen gewissen Schaden in sich selber. Durch diesen Schaden wirkt er auf den Ätherleib, und so setzt sich der Schaden bis zum physischen Leibe fort. Dieser wird auch schadhaft. Dann fängt der Organismus an, gegen den Schaden zu revoltieren, Schutzkräfte in Anwendung zu bringen. Diese Revolte ist gewöhnlich das Fieber; das ist der Aufruf der Heilungskräfte im Menschen. Das Fieber ist nicht Krankheit, sondern der Mensch ruft aus seinem ganzen Organismus die Summe seiner Kräfte zusammen, um diesen Schaden wieder gutzumachen. Diese Revolte des ganzen Organismus gegen den Schaden drückt sich in der Regel im Fieber aus. Das Fieber ist das Wohltätigste, das Heilendste bei der Krankheit. Der einzelne schadhaft gewordene Teil kann sich nicht heilen, er muß von anderen Seiten her die Kräfte zugeführt bekommen, und das hat seinen Ausdruck im Fieber.
[ 12 ] And now imagine the astral body, which, so to speak, completes a cycle over the course of seven days. Consider how certain irregularities in the astral body are linked to illnesses—specifically, because these irregularities extend through the etheric body all the way to the physical body. Now let us suppose that the astral body has sustained some damage within itself. Through this damage, it affects the etheric body, and thus the damage continues all the way to the physical body. The physical body, too, becomes damaged. Then the organism begins to revolt against the damage, mobilizing its protective forces. This revolt is usually fever; it is the mobilization of the healing forces within the human being. Fever is not a disease; rather, the human being mobilizes the sum of his or her forces from the entire organism to repair this damage. This revolt of the entire organism against the damage is usually expressed as fever. Fever is the most beneficial and healing aspect of illness. The individual part that has become damaged cannot heal itself; it must receive forces from other parts of the body, and this is expressed through fever.
[ 13 ] Nun denken Sie einmal, dieses Fieber tritt bei Lungenentzündung auf. Die Lunge ist schadhaft geworden durch irgendeine Ursache. Gerade wenn die menschliche Lunge irgendeinen Schaden zugeführt bekommen hat, dann war es zuerst der Astralleib, der den Schaden erlitten hatte, und dann erst ist er durch den Ätherleib hindurch auf den physischen Leib übergegangen. Bei der Lungenentzündung liegt immer der Urgrund im astralischen Leib; anders kann Lungenentzündung nicht auftreten. Nun denken Sie an den Rhythmus des Astralleibes. An dem Tage, an dem die Lungenentzündung auftritt, wirkt der Astralleib auf den physischen Leib. Jetzt fängt durch das Fieber der Körper an zu revoltieren. Nach sieben Tagen sind Astralleib und Ätherleib wieder in derselben gegenseitigen Stellung; Stücke derselben treffen sich wieder. Aber er trifft nicht auf dasselbe Stück im Ätherleibe auf, denn auch der Ätherleib hat inzwischen seinen Rhythmus durchgemacht. Er trifft jetzt auf ein nächstes Stück. Das wird jetzt ebenfalls vom astralischen Leib affiziert, beeinflußt, und zwar wird dieser andere Teil des Ätherleibes in entgegengesetzter Weise beeinflußt. Jetzt wird das Fieber unterdrückt. Dadurch, daß mit dem nächsten Viertel des Ätherleibes jetzt dasjenige Glied des astralischen Leibes zusammenfällt, das vor sieben Tagen mit dem vorhergehenden Viertel des Ätherleibes zusammengefallen ist, dadurch wird der entgegengesetzte Vorgang hervorgerufen wie vor sieben Tagen, nämlich die Reaktion gegen das Fieber. Der entgegengesetzte Rhythmus des Körpers unterdrückt das Fieber wieder. Denn der menschliche Körper ist da, um gesund zu sein, und das ist der Zweck des Rhythmus. Es steigen gewisse Wirkungen in den ersten sieben Tagen hinan, in den nächsten sieben Tagen müssen sie fallen. Das ist für den gesunden Menschen so der Fall, daß dieses Auf- und Absteigen abwechselt. Wenn aber nun der Mensch krank ist, dann ist es so, daß Lebensgefahr vorhanden ist, wenn das Fieber unterdrückt wird. Während beim gesunden Menschen ein aufsteigender Prozeß am siebenten Tag umkehrt, sollte beim kranken Menschen der aufsteigende Prozeß bleiben. Aber der vehemente Aufstieg veranlaßt einen vehementen Abfall. Das ist der Grund der Krisis am siebenten Tage bei der Lungenentzündung.
[ 13 ] Now consider this: this fever occurs in cases of pneumonia. The lungs have become damaged for some reason. Whenever the human lungs sustain any damage, it is first the astral body that suffers the damage, and only then does it pass through the etheric body to the physical body. In the case of pneumonia, the root cause always lies in the astral body; pneumonia cannot occur in any other way. Now consider the rhythm of the astral body. On the day pneumonia sets in, the astral body acts upon the physical body. Now, through the fever, the body begins to rebel. After seven days, the astral body and the etheric body are once again in the same relative position; parts of them meet again. But it does not meet the same part of the etheric body, for the etheric body, too, has in the meantime completed its own rhythm. It now meets the next part. This, in turn, is also affected and influenced by the astral body; indeed, this other part of the etheric body is influenced in the opposite way. Now the fever is suppressed. Because the next quarter of the etheric body now coincides with that part of the astral body which, seven days ago, coincided with the previous quarter of the etheric body, this triggers the opposite process that occurred seven days ago—namely, the reaction against the fever. The body’s opposite rhythm suppresses the fever once more. For the human body exists to be healthy, and that is the purpose of the rhythm. Certain effects rise during the first seven days; in the next seven days, they must fall. In a healthy person, this rise and fall alternate. But when a person is ill, suppressing the fever poses a danger to life. While in a healthy person a rising process reverses on the seventh day, in a sick person the rising process should continue. But the rapid rise causes a rapid fall. This is the reason for the crisis on the seventh day in cases of pneumonia.
[ 14 ] Das kann man einsehen, wenn man bedenkt, daß die Lunge sich herausgebildet hat in einer Zeit, als der Mond sich schon abgespalten hatte und sich vorbereitete, seinen Rhythmus auszubilden, und als auch der Rhythmus der Tage schon anfing, sich auszubilden. Deshalb hängt mit dem Astralleib und dem Rhythmus des Ätherleibes heute noch die Lunge zusammen.
[ 14 ] This becomes clear when one considers that the lungs developed at a time when the Moon had already separated from the Earth and was preparing to establish its own rhythm, and when the rhythm of the days was also beginning to take shape. That is why the lungs are still connected today to the astral body and the rhythm of the etheric body.
[ 15 ] Sie sehen, wie gerade das menschliche Leben in seinen abnormen Verhältnissen aus der Geisteswissenschaft heraus beurteilt werden kann, wie der Mensch seiner ganzen Natur nach nur erkannt werden kann, wenn diese Zusammenhänge durchschaut werden. Deshalb wird Fruchtbarkeit in den Wissenschaften erst dann wieder möglich sein, wenn der Mensch durchsetzt sein wird von den großen Erkenntnissen der Geisteswissenschaft. Früher, etwa bis in die Mitte unserer Erdentwicklung hinein, stimmte der Mensch in allen seinen Rhythmen viel mehr überein mit den äußeren Naturrhythmen. Seit jener Zeit, also seit der Mitte der atlantischen Zeit aber haben sich die Dinge übereinandergeschoben. Das Innere des Menschen hat sich unabhängig gemacht von dem äußeren Rhythmus. Innen hat er seinen alten Rhythmus beibehalten. Gerade durch das Nicht-Zusammenstimmen der Rhythmen hat sich der Mensch Unabhängigkeit und Freiheit erworben, sonst wäre die freiheitliche Entwicklung in der Geschichte der Menschheit nicht möglich geworden. Der Rhythmus des Menschen ist gegen den der Sonng, beziehungsweise der der Erde gegen den der Sonne, vorangeeilt. Ähnlich ist es mit den anderen Rhythmen, zum Beispiel mit dem des Astralleibes. Früher erlebte der Mensch in den sieben Tagen ganz verschiedene Stimmungsnuancen. Eine Zeitlang machte alles Äußere einen großen Eindruck auf ihn, eine andere Zeit lebte er mehr in seinem Innern. Weil die Rhythmen heute nicht mehr zusammenstimmen, deshalb bleiben die Zustände des inneren Erlebens auch in der Zeit, wo der Mensch an der Außenwelt mehr Freude hat, und umgekehrt. Sie mischen sich ineinander und gleichen sich aus, und der astralische Leib wird dadurch sozusagen gleichtemperiert. Bei den Menschen, die mehr in ihrem astralischen Leibe leben, kann man bei feiner Beobachtung solches Schwanken in den Stimmungen noch wahrnehmen. Bei Seelen- oder Geisteskranken kann man die Verschiedenheiten in den Zuständen des astralischen Leibes nachweisen.
[ 15 ] You can see how human life, particularly in its abnormal circumstances, can be assessed from the perspective of spiritual science, and how human beings can only be truly understood in their entirety when these interrelationships are fully grasped. That is why true progress in the sciences will only be possible again when human beings are permeated by the great insights of spiritual science. In the past—roughly up to the middle of our Earth’s development—human beings were much more in harmony with the outer rhythms of nature in all their own rhythms. Since that time, however—that is, since the middle of the Atlantean epoch—things have become disjointed. The inner being of the human being has become independent of the outer rhythm. Internally, the human being has retained its old rhythm. It is precisely through this lack of harmony between the rhythms that the human being has gained independence and freedom; otherwise, the development of freedom in human history would not have been possible. Human rhythm has outpaced that of the Sun—or rather, the Earth’s rhythm has outpaced that of the Sun. The same is true of other rhythms, such as that of the astral body. In the past, human beings experienced very different moods over the course of the seven days. At one time, everything external made a great impression on them; at another time, they lived more within themselves. Because the rhythms no longer align today, the states of inner experience persist even during periods when people derive more joy from the external world—and vice versa. They intermingle and balance each other out, and the astral body is thereby, so to speak, brought into a state of equilibrium. In people who live more in their astral bodies, such fluctuations in mood can still be perceived upon close observation. In those suffering from mental or spiritual illness, the variations in the states of the astral body can be demonstrated.
[ 16 ] Für das Ich ist der Rhythmus am spätesten entstanden, aber auch da schieben sich die Dinge schon durcheinander. Der Mensch kann ja auch bei Tage schlafen und in der Nacht wachen. Aber früher stimmte dieser Rhythmus immer mit dem äußeren überein. In der Atlantis hätte sich etwas sehr Schlimmes ergeben, wenn der Mensch hätte tagsüber schlafen und nachts wachen wollen. Da hätte er sein ganzes Leben in Unordnung gebracht. Der Rhythmus ist heute in gewisser Weise geblieben, nur ist er unabhängig von dem Äußeren geworden. Es ist das gerade so, wie wenn Sie eine richtiggehende Uhr genau nach der Stunde der Sonne, nach der Sonnenzeit richten. Sie können dann ganz genau die Stunden der Sonne ablesen. Jetzt könnten Sie aber einmal die Uhr um sieben Uhr nachmittags auf zwölf stellen. Dann wird der Rhythmus der Uhr noch richtig beibehalten, er ist nur verschoben gegen denjenigen der Sonne. So es auch beim Menschen. Der alte Rhythmus, in dem der Mensch früher mit dem ganzen Kosmos gestanden, ist beibehalten geblieben. Er hat sich nur verschoben. Wenn die Uhr ein lebendes Wesen wäre, so hätte sie recht, ihren Rhythmus herauszuschieben aus den umgebenden Rhythmen. Der Mensch soll in einer urfernen Zukunft dazu kommen, aus seiner inneren Entwicklung heraus seinen Rhythmus wieder in die Welt hinauslaufen zu lassen. Wie es einst Wesen gegeben hat, die aus ihren Rhythmen heraus Sonne, Mond und Erde sich haben bewegen lassen, so wird auch der Mensch einmal seinen Rhythmus in die Welt hinausversetzen, wenn er die göttliche Stufe erreicht hat. Das ist der Sinn des Unabhängigwerdens im Rhythmus. Hieraus können wir die tieferen Grundlagen der Astrologie ahnen. Aber das soll uns heute nicht beschäftigen. Wir wollten heute nur zeigen, wie die Geisteswissenschaft nicht eine Summe von abstrakten Ideen ist für den egoistischen Menschen, der sich dafür interessiert, sondern daß sie bis in die alleralltäglichsten Verhältnisse des Lebens hineinleuchten wird. Aber dann muß man den Willen haben, von den äußeren Erscheinungen zu den Urgründen zu gehen, die dahinter stehen. Der Rhythmus ist der Materie eingepflanzt durch den Geist; der Mensch trägt heute den Rhythmus als Erbschaft seiner geistigen Abstammung in sich. Allerdings kann man diesen Rhythmus für das Menschenwesen und auch für die anderen Naturwesen nur einsehen, wenn man auf die ursprünglichen Verhältnisse zurückgeht. Schon bei den Tieren stehen die einzelnen Leiber - physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Gruppen-Ich - in ganz anderen Verhältnissen zueinander. Für jede Tierart gibt es einen anderen Rhythmus. Für den physischen Leib ist es einigermaßen derselbe, aber ganz andere Rhythmen laufen ab für Äther- und Astralleib der verschiedenen Tiere. Man kann die Tierwelt einteilen, wie man sie heute äußerlich nach den äußeren Gestalten einteilt, in Gattungen nach den Rhythmen, je nachdem der Rhythmus der Astralleiber zu dem der Ätherleiber abläuft.
[ 16 ] For the “I,” this rhythm emerged last of all, but even there, things are already becoming jumbled. After all, a person can sleep during the day and stay awake at night. But in the past, this rhythm always corresponded with the external one. In Atlantis, something very terrible would have happened if people had wanted to sleep during the day and stay awake at night. That would have thrown their entire lives into disarray. Today, the rhythm has remained in a certain sense, but it has become independent of external factors. It is just as if you were to set a proper clock precisely according to solar time. You could then read the hours of the sun very accurately. But now suppose you were to set the clock to twelve o’clock at seven in the afternoon. Then the clock’s rhythm would still be correct; it would simply be shifted relative to that of the sun. The same is true for human beings. The ancient rhythm in which human beings once stood in harmony with the entire cosmos has been preserved. It has merely shifted. If the clock were a living being, it would be right to shift its rhythm away from the surrounding rhythms. In the distant future, human beings are to reach a point where, through their inner development, they can once again allow their rhythm to flow out into the world. Just as there were once beings who, through their own rhythms, caused the sun, moon, and earth to move, so too will humanity one day project its rhythm out into the world once it has reached the divine level. This is the meaning of becoming independent in rhythm. From this, we can glimpse the deeper foundations of astrology. But that is not our concern today. Today we simply wanted to show how spiritual science is not a collection of abstract ideas for the self-centered person who is interested in it, but rather that it will shed light even on the most mundane circumstances of life. But then one must have the will to go beyond outward appearances to the fundamental principles that lie behind them. Rhythm is implanted in matter by the spirit; human beings today carry this rhythm within them as a legacy of their spiritual ancestry. However, one can only understand this rhythm—for human beings as well as for other beings in nature—by going back to the original conditions. Even among animals, the individual bodies—the physical body, the etheric body, the astral body, and the group ego—exist in entirely different relationships to one another. Each animal species has a different rhythm. For the physical body, it is more or less the same, but entirely different rhythms operate in the etheric and astral bodies of the various animals. One can classify the animal kingdom—just as one classifies it today outwardly according to external forms—into genera based on rhythms, depending on how the rhythm of the astral bodies relates to that of the etheric bodies.
[ 17 ] Glauben Sie nicht, daß diese Rhythmen nie klar erkannt worden sind. Wir werden noch zeigen können, daß es gar nicht so lange her ist, daß man wenigstens ein dunkles Bewußtsein von diesen Rhythmen hatte. Wer mit einem entsprechenden Bewußtsein durch die Welt geht, kann finden, daß in manchen Kalendern, die auf dem Lande gebraucht werden, in bezug auf bestimmte Verhältnisse zwischen Tier und Land gewisse Regeln angegeben werden. Durch die Beobachtung dieser Regeln in solchen Bauernkalendern ordnete früher der Landmann seine ganze Landwirtschaft. In das bäuerliche Wissen war das Bewußtsein solcher Rhythmen hineingeheimnißt. Das sind Dinge, die uns zeigen können, daß seit dem 15., 16. Jahrhundert ein Zeitalter der Abstraktion, der äußeren Wissenschaft eingetreten ist, einer Wissenschaft, die gar nicht mehr imstande ist, auf die Gründe einzugehen. Das ist besonders in der Medizin der Fall. Hier haben wir heute nur noch ein Tasten, und der solide Grundstock der Pathologie und Therapie geht auf uralte Zeiten zurück. Ich habe das Martyrium des Intellektes und der Empfindungen durchgemacht, als das Phenazetin ausprobiert wurde. Diese Art des Ausprobierens, ohne auch nur einen Leitfaden zu haben, zeigt, daß der Wissenschaft mit dem Geist auch der Ernst verlorengegangen ist. Dieser Ernst wird wieder erworben werden durch geistige Erkenntnis. Man muß durchaus unterscheiden, wo die Zerrbilder einer Wissenschaft liegen und wo wirklich auf den Geist gegründete Erkenntnis ist. Wenn man sich das in die Seele schreibt, wird man sehen, wie notwendig geisteswissenschaftliche Erkenntnis ist, wie sie eindringen muß in alle Gebiete des Wissens und des Lebens.
[ 17 ] Do not think that these rhythms have never been clearly recognized. We will yet be able to show that it was not so long ago that people had at least a vague awareness of these rhythms. Anyone who goes through the world with the appropriate awareness may find that some calendars used in rural areas specify certain rules regarding specific relationships between animals and the land. By observing these rules in such farmers’ calendars, the farmer of old organized his entire agricultural life. An awareness of such rhythms was woven into peasant knowledge. These are things that can show us that, since the 15th and 16th centuries, an age of abstraction and external science has dawned—a science that is no longer capable of delving into the underlying causes. This is particularly the case in medicine. Today we are left only with a process of trial and error, yet the solid foundation of pathology and therapy dates back to ancient times. I endured the ordeal of the intellect and the emotions when phenazethine was being tested. This kind of trial-and-error approach, without even a guiding principle, shows that science has lost not only its spirit but also its seriousness. This seriousness will be regained through spiritual insight. One must certainly distinguish between the distortions of a so-called science and true knowledge grounded in the spirit. If one takes this to heart, one will see how necessary spiritual-scientific knowledge is, and how it must permeate all areas of knowledge and life.
