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Spiritual-Scientific Anthropology
GA 107

1 January 1909, Berlin

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Zwölfter Vortrag

Twelfth Lecture

[ 1 ] Heute wollen wir einmal einiges besprechen aus einem tief okkulten Gebiete heraus, und zwar soll für heute unser Thema lauten, so sonderbar das zunächst klingen mag: «Mephistopheles und die Erdbeben der Erde». Wir werden sehen, daß wir nicht bloß mit dem Mephistopheles-Problem in ein tief okkultes Gebiet hineinleuchten, sondern auch gerade mit der Erdbebenfrage, wenn sie vom geistigen Standpunkte aus erörtert werden soll. Es ist ja von mir an den verschiedensten Orten und auch hier bereits über das Innere der Erde gesprochen und damit auch die Erdbebenfrage berührt worden. Wir wollen heute von einer anderen Seite noch die Sache betrachten, und es wird sich dann ja auch ein Zusammenschluß finden zwischen dem, was wir heute zu sagen haben, worinnen namentlich der Vortrag zuletzt gipfein soll, und dem, was schon in den früheren Vorträgen über das Innere der Erde im Hinblick auf diese außerordentlich tragischen Ereignisse unserer Erdoberfläche gesagt worden ist.

[ 1 ] Today we would like to discuss a few things from a deeply occult realm; our topic for today, as strange as it may sound at first, will be: “Mephistopheles and Earthquakes.” We shall see that it is not only the Mephistopheles problem that sheds light on a deeply occult realm, but also the question of earthquakes, when it is to be discussed from a spiritual standpoint. After all, I have spoken in various places—and here as well—about the Earth’s interior, thereby also touching on the question of earthquakes. Today we want to look at the matter from another angle, and a connection will then emerge between what we have to say today—in particular, the culmination of this lecture—and what has already been said in earlier lectures on the Earth’s interior with regard to these extraordinarily tragic events on our Earth’s surface.

[ 2 ] Die Gestalt des Mephistopheles, von der wir heute ausgehen wollen, kennen Sie alle ja aus der Goetheschen Faust-Dichtung. Sie wissen, daß die Mephistopheles-Gestalt eine Wesenheit ist. Wir wollen uns heute nicht weiter darauf einlassen, inwiefern die dichterische Umkleidung den okkulten Tatsachen entspricht. Sie wissen, daß uns diese Gestalt in der Goetheschen Faust-Dichtung entgegentritt als der Verführer und der Versucher des Faust, der ja in gewisser Beziehung als der Typus des nach den Höhen des Lebens strebenden Menschen aufgefaßt werden darf, und es ist von mir auch in Goethe-Vorträgen darauf hingewiesen worden, welche geistige Perspektive die Szene von dem «Gang zu den Müttern» eröffnet, wo Mephistopheles den Schlüssel in der Hand hält zur Eröffnung eines Gebietes in dunkle Untergründe hinein, in denen die «Mütter» sitzen. Mephistopheles selbst kann dieses Gebiet nicht betreten. Er weist nur darauf hin, daß es sich um ein Gebiet handelt, wo unten gleich oben ist: «Versinke denn! Ich könnt’ auch sagen: steige!» Beides würde dasselbe bedeuten für dieses geheimnisvolle Gebiet. Wir wissen auch, daß Mephistopheles dieses Gebiet als ein solches bezeichnet, wofür er das Wort Nichts anwendet. Er vertritt also in einer gewissen Weise den Geist, der in dem Nichts ein für ihn Wertloses in diesem Gebiete erblickt. Faust antwortet darauf, wie etwa heute noch der geistig Strebende dem materialistisch Denkenden antworten könnte: «In deinem Nichts hoff' ich das All zu finden!»

[ 2 ] You are all familiar with the figure of Mephistopheles—the one we will be focusing on today—from Goethe’s Faust. You know that the figure of Mephistopheles is a spiritual entity. We do not wish to delve further today into the extent to which this poetic portrayal corresponds to occult realities. You know that in Goethe’s Faust, this figure appears to us as the seducer and tempter of Faust, who, in a certain sense, may be understood as the archetype of the human being striving for the heights of life, and I have also pointed out in my lectures on Goethe the spiritual perspective opened up by the scene of the “Journey to the Mothers,” where Mephistopheles holds the key to unlocking a realm leading into dark depths where the “Mothers” dwell. Mephistopheles himself cannot enter this realm. He merely points out that it is a realm where below is the same as above: “Sink down, then! I could also say: rise!” Both would mean the same thing for this mysterious realm. We also know that Mephistopheles describes this realm as one for which he uses the word “nothingness.” In a certain sense, then, he embodies the spirit that perceives this realm—which is nothing to him—as worthless. Faust responds to this as, for example, a spiritually seeking person might still respond today to a materialist: “In your nothingness, I hope to find the universe!”

[ 3 ] Die Goethe-Forschung - es gibt ja eine solche - hat die mannigfaltigsten Anstrengungen gemacht, um diese Gestalt zu enträtseln. Auch in anderen Vorträgen habe ich schon aufmerksam darauf gemacht, daß im Grunde genommen die Auflösung des Namens «Mephistopheles» einfach im Hebräischen zu suchen ist, wo mephiz der Hinderer, der Verderber heißt und tophel der Lügner, so daß wir den Namen aufzufassen haben als geltend für ein Wesen, das sich zusammensetzt aus einem Bringer des Verderbens, der Hindernisse für den Menschen, und auf der anderen Seite aus einem Geist der Unwahrheit, der Täuschung, der Illusion.

[ 3 ] Goethe scholars—yes, there are such scholars—have made the most diverse efforts to unravel this figure. In other lectures as well, I have already pointed out that, fundamentally, the meaning of the name “Mephistopheles” is simply to be found in Hebrew, where mephiz means “the hindrer, the corrupter” and tophel means “the liar,” so that we must understand the name as referring to a being composed, on the one hand, of a bringer of ruin and obstacles for humanity, and, on the other hand, of a spirit of untruth, deception, and illusion.

[ 4 ] Wer die Einleitung des Goetheschen «Faust», den Prolog im Himmel einmal denkend verfolgt, dem wird auffallen können, wie da hineinklingt ein Wort, welches sozusagen über Jahrtausende hin reicht. Goethe hat hineinklingen lassen in den Anfang seines «Faust» die Worte zwischen dem Gotte und dem Hiob aus dem Buche «Hiob». Sie brauchen nur das Buch «Hiob» zu lesen, wie Hiob als ein gerechter, guter und frommer Mann lebt, wie da die Söhne des Gottes des Lichtes sich vor Gott einfinden und sich unter ihnen auch einfindet ein gewisser Feind des Lichtes und wie sich ein Gespräch entspinnt zwischen dem Feind des Lichtes und dem höchsten Gotte, das dahin geht, daß dieser Feind des Lichtes sagt, er habe durch die Lande geschweift und habe Verschiedenes gesucht, Verschiedenes versucht. Da fragt ihn Gott: Kennst du meinen Knecht, den Hiob? Und da sagt der Feind des Lichtes - so wollen wir ihn vorläufig nennen - zu dem Gotte: Er kenne ihn, und er wäre wohl imstande, ihn von dem Pfad des Guten abzubringen, ihn zu verderben. Und Sie wissen ja, wie zweimal dieser Geist versuchen muß, an Hiob heranzukommen, wie er ihm dann dadurch beikommt, daß er seinen äußeren physischen Körper verdirbt. Er bezeichnet das ausdrücklich dadurch, daß er dem Gott gegenüber sagt: Da wird er nicht abfallen, wenn man an seinen Besitz greift, aber wenn man an sein Fleisch greift und an sein Bein, da wird er abfallen! Wer möchte da nicht hineinklingen hören in den Worten des «Faust», wo Gott im Prolog im Himmel dem Mephistopheles die Worte entgegenruft: «Kennst du den Faust? ... Meinen Knecht!» - Und dann hört man förmlich wiederholen die Widerrede des Geistes, der damals, entsprechend dem Buche Hiob, dem Gotte entgegengerreten ist, wenn dieser Mephistopheles sagt: Er könne den Faust seine «Straße sacht führen», er könne ihn abbringen von den Wegen, die in die Welt hineinführen, die man die gute nennt. Also wir hören hier förmlich in einer Harmonie zusammenschlagen die Töne von Jahrtausenden.

[ 4 ] Anyone who thoughtfully follows the introduction to Goethe’s Faust—the prologue in heaven—will notice how a word resonates there that, so to speak, stretches back over millennia. Goethe incorporated into the opening of his Faust the words exchanged between God and Job from the Book of Job. You need only read the Book of Job to see how Job lives as a righteous, good, and devout man; how the sons of the God of Light gather before God, and among them appears a certain enemy of the Light; and how a conversation unfolds between the enemy of the Light and the Most High God, in which this enemy of the Light says, he had roamed the lands, seeking various things and trying various things. Then God asks him: “Do you know My servant, Job?” And the enemy of the Light—let us call him that for now—says to God: “I know him, and I would certainly be able to lead him astray from the path of goodness and to corrupt him.” And you know, of course, how this spirit must try twice to get to Job, and how he finally succeeds by corrupting his outer, physical body. He makes this explicitly clear by saying to God: “He will not fall away if you take away his possessions, but if you strike his flesh and his leg, then he will fall away!” Who would not want to hear an echo of this in the words of Faust, where God calls out to Mephistopheles in heaven in the prologue: “Do you know Faust? … My servant!” - And then one can almost hear the spirit’s rebuttation echoing once more—the spirit who, in accordance with the Book of Job, once stood up to God—when Mephistopheles says: He could “gently guide” Faust along his path; he could lead him astray from the paths that lead into the world called “the good one.” So here we can literally hear the sounds of millennia coming together in harmony.

[ 5 ] Vielleicht haben Sie schon öfters, wenn die Gestalt des Mephistopheles an Sie herangetreten ist, die Frage aufgeworfen: Wer ist denn eigentlich dieser Mephistopheles? Und hier werden schwere Fehler gemacht, die allerdings nur ausgebessert werden können durch eine tiefere okkulte Einsicht. Daß Mephistopheles mit dem Teufel oder mit der Vorstellung des Teufels zusammengebracht werden darf, darauf zielt ja schon der Name; denn das Wort «tophel» ist dasselbe wie «der Teufel». Aber die andere Frage ist diese, und hier kommen wir in ein Gebiet schwerer Irrtümer hinein, die in der Auslegung der Gestalt des Mephistopheles oftmals gemacht werden: Ob Mephistopheles zusammengeworfen werden darf mit dem Geist, den wir als den Luzifer bezeichnen, von dem wir in der Entwicklungsgeschichte der Menschheit oft gesprochen haben, der in der lemurischen Zeit und nachher mit seinen Scharen an die Menschheit herantrat und in gewisser Weise in die menschliche Entwicklung eingriff? Man ist in Europa leicht geneigt, die Gestalt des Mephistopheles, wie sie im Goetheschen «Faust» gilt, wie sie aber in all den verschiedenen Produkten der Volksliteratur gegolten hat, in denen sie schon spielt und die dem Goetheschen «Faust» vorangegangen sind, in den Volksschauspielen, in den Puppenspielen und so weiter, mit dem Luzifer zusammenzuwerfen. Wir treffen da überall die Gestalt des Mephistopheles an, und die Frage ist diese: Sind die Gestalt und die Genossen des Mephistopheles dieselben wie jene Gestalt mit ihren Genossen, die wir als Luzifer kennen? Mit anderen Worten: Ist das, was an den Menschen herantritt durch mephistophelischen Einfluß dasselbe wie das, was an den Menschen herantrat durch luziferischen Einfluß? Die Frage müssen wir uns heute vorlegen.

[ 5 ] Perhaps you have often asked yourself, when the figure of Mephistopheles has approached you: Who, exactly, is this Mephistopheles? And here, serious mistakes are made—mistakes that can, however, only be corrected through a deeper occult insight. That Mephistopheles may be associated with the Devil or with the concept of the Devil is already implied by the name itself; for the word “tophel” is the same as “the Devil.” But the other question is this, and here we enter a realm of serious errors that are often made in the interpretation of the figure of Mephistopheles: May Mephistopheles be equated with the spirit we call Lucifer—of whom we have often spoken in the history of human evolution, who approached humanity with his hosts during the Lemurian epoch and thereafter, and who, in a certain sense, intervened in human development? In Europe, there is a strong tendency to equate the figure of Mephistopheles—as he appears in Goethe’s Faust, but also as he has appeared in all the various works of folk literature in which he already features and which preceded Goethe’s Faust—in folk plays, puppet shows, and so on—with Lucifer. We encounter the figure of Mephistopheles everywhere, and the question is this: Are the figure of Mephistopheles and his companions the same as that figure and his companions whom we know as Lucifer? In other words: Is what approaches human beings through Mephistophelean influence the same as what approached human beings through Luciferic influence? We must ask ourselves this question today.

[ 6 ] Wir wissen ja, wann Luzifer an den Menschen herantrat. Wir haben die Entwicklung des Menschen verfolgt auf der Erde durch die Zeit hindurch, in welcher die Sonne mit ihren Wesenheiten sich losgetrennt hat von der Erde und in welcher dann der Mond sich losgetrennt hat von der Erde mit denjenigen Kräften, die es dem Menschen unmöglich gemacht hätten, weiterzukommen. Und wir haben gesehen, daß in einer Zeit, in der der Mensch noch nicht reif war, an seinen astralischen Leib die Selbständigkeit herantreten zu lassen, Luzifer mit seinen Scharen an den Menschen herangetreten ist und dadurch ein Zweifaches an den Menschen herankam. Es war gegen das Ende der lemurischen Zeit, da der Mensch tatsächlich in seinem astralischen Leibe den Einflüssen, die von Luzifer herkamen, ausgesetzt war. Wenn Luzifer nicht an den Menschen herangetreten wäre, so wäre der Mensch bewahrt geblieben vor gewissen Schäden, aber er wäre auch nicht zu dem gekommen, was wir zu den höchsten Gütern der Menschheit zählen müssen.

[ 6 ] We know, of course, when Lucifer approached humankind. We have traced the evolution of humankind on Earth through the period in which the Sun, along with its beings, separated from the Earth, and in which the Moon then separated from the Earth, carrying with it those forces that would have made it impossible for humankind to progress further. And we have seen that at a time when humanity was not yet ready to allow independence to enter its astral body, Lucifer, with his hosts, approached humanity, and thus a twofold influence came upon humanity. It was toward the end of the Lemurian epoch that human beings were indeed exposed in their astral bodies to the influences emanating from Lucifer. If Lucifer had not approached human beings, they would have been spared certain harms, but they also would not have attained what we must count among humanity’s highest goods.

[ 7 ] Wir können uns nun klarmachen, was der Einfluß des Luzifer für eine Bedeutung hat, wenn wir uns fragen, was geschehen wäre, wenn es seit der lemurischen Zeit keinen luziferischen Einfluß gegeben hätte, wenn der Mensch sich so entwickelt hätte, daß Luzifer und die Wesen, die zu ihm gehören, von dem Menschen ferngeblieben wären. Dann hätte sich der Mensch so entwickelt, daß er bis in die Mitte der atlantischen Zeit hinein ein Wesen geblieben wäre, das in allen Impulsen des astralischen Leibes, in allen Motiven des astralischen Leibes gefolgt wäre den Einflüssen gewisser über den Menschen stehender geistiger Wesenheiten, welche durch ihren Einfluß den Menschen geführt hätten bis in die Mitte der atlantischen Zeit hinein. Da würde der Mensch viel, viel später erst sein Wahrnehmungsvermögen, sein Erkenntnisvermögen auf die sinnliche Welt gerichtet haben, so daß den Menschen in der lemurischen Zeit und ersten atlantischen Zeit aus den Sinneswahrnehmungen heraus keine Leidenschaften, keine Begierden erwachsen wären und der Mensch sozusagen unschuldig der Sinneswelt gegenübergestanden hätte und in alledem, was er getan hätte, gefolgt wäre den ihm eingepflanzten Impulsen höherer geistiger Wesenheiten. Es wäre nicht ein Instinkt gewesen, wie der Instinkt der heutigen höheren Tiere, unter dem der Mensch alles unternommen hätte, sondern ein vergeistigter Instinkt. Zu jeder Tat, die er auf der Erde getan hätte, hätten ihn nicht gereizt die bloßen sinnlichen Impulse, sondern etwas geistig Instinktives. So aber ist der Mensch unter dem Einflusse Luzifers früher dazu gekommen, daß er sagte: Dies macht mir Freude, dies zieht mich an, dies stößt mich ab! - Er ist dazu gekommen, früher als sonst seinen eigenen Impulsen zu folgen, ein selbständiges Wesen zu werden, eine gewisse Freiheit in sich zu entwickeln. Eine gewisse Loslösung von der geistigen Welt trat dadurch für den Menschen ein. Man könnte sagen, wenn man sich klar ausdrücken wollte: Ohne diesen Einfluß Luzifers wäre der Mensch ein vergeistigtes Tier geblieben, ein Tier, das sich an Gestalt allmählich entwickelt hätte, sogar in edlerer und schönerer Form, als der Mensch unter dem Einflusse Luzifers sich entwickelt hat. Der Mensch wäre viel engelhafter geblieben, wenn dieser Einfluß Luzifers in der lemurischen Zeit nicht eingetreten wäre. Aber auf der anderen Seite wäre er von den höheren Wesenheiten wie an einem Gängelbande geleitet worden. In der Mitte der atlantischen Zeit wäre wie mit einem Schlage etwas an den Menschen herangetreten: Seine Augen wären voll geöffnet worden, und er hätte um sich gehabt den Teppich der gesamten physisch-sinnlichen Welt; aber er hätte ihn so um sich gesehen, daß er hinter jedem physischen Dinge sogleich ein Göttlich-Geistiges wahrgenommen haben würde, eine Welt göttlich-geistiger Untergründe. Während also der Mensch bis dahin, wenn er rückwärts geschaut hätte in seiner Abhängigkeit in den göttlichen Schoß, aus dem er hervorgegangen war, erblickt hätte die auf ihn einwirkenden, die in seine Seele hineinscheinenden Licht-Gottheiten, die ihn lenken und führen, so würde dann eingetreten sein für den Menschen - es ist das nicht etwa bloß ein Bild, sondern es entspricht das im höheren Grade der Wirklichkeit - das, daß vor ihm ausgebreitet worden wäre die volle deutlich erkennbare Sinneswelt. Aber diese Sinneswelt hätte sich dargestellt wie ein Durchsichtiges, hinter dem erschienen wären die anderen göttlich-geistigen Wesenheiten, die an die Stelle dessen getreten wären, was der Mensch hinter sich verloren hätte. Eine geistige Welt hätte sich hinter ihm zugeschlossen, eine neue geistige Welt hätte sich vor ihm eröffnet. Der Mensch wäre ein Kind in der Hand höherer, geistig-göttlicher Wesenheiten geblieben. Die Selbständigkeit hätte sich nicht in die menschliche Seele hineingesenkt.

[ 7 ] We can now understand the significance of Lucifer’s influence by asking ourselves what would have happened if there had been no Luciferic influence since the Lemurian period, if humanity had developed in such a way that Lucifer and the beings associated with him had remained distant from humanity. Then humanity would have developed in such a way that, well into the middle of the Atlantean epoch, it would have remained a being that, in all the impulses of the astral body and in all the motives of the astral body, would have followed the influences of certain spiritual beings standing above humanity, who, through their influence, would have guided humanity well into the middle of the Atlantean epoch. Only much, much later would human beings have directed their powers of perception and cognition toward the sensory world, so that during the Lemurian and early Atlantean periods, no passions or nor desires, and human beings would have stood, so to speak, innocently before the sensory world, following in all they did the impulses implanted in them by higher spiritual beings. It would not have been an instinct, like the instinct of today’s higher animals, under which human beings would have undertaken everything, but rather a spiritualized instinct. In every action he would have performed on Earth, he would not have been driven by mere sensual impulses, but by something spiritually instinctive. But as it is, under the influence of Lucifer, human beings came to say at an earlier stage: “This gives me joy, this attracts me, this repels me!”—They came to follow their own impulses earlier than usual, to become independent beings, and to develop a certain freedom within themselves. This led to a certain detachment from the spiritual world for human beings. One could say, to put it plainly: Without this influence of Lucifer, human beings would have remained spiritualized animals—animals that would have gradually developed in form, even in a nobler and more beautiful form than human beings have developed under the influence of Lucifer. Humanity would have remained much more angelic had this influence of Lucifer not occurred during the Lemurian epoch. But on the other hand, humanity would have been guided by the higher beings as if by a tether. In the middle of the Atlantean period, something would have come upon humanity as if in a single stroke: its eyes would have been fully opened, and it would have had spread out before it the tapestry of the entire physical-sensory world; but it would have perceived this world in such a way that behind every physical thing it would immediately have perceived a divine-spiritual reality—a world of divine-spiritual foundations. Thus, whereas up to that point, if a person had looked back at his dependence on the divine bosom from which he had emerged, he would have beheld the light deities acting upon him and shining into his soul—those who guide and lead him—a new state would then have dawned for him: —this is not merely a figure of speech, but corresponds to reality to a higher degree—the full, clearly discernible sensory world would have spread out before him. But this sensory world would have appeared as a transparent veil, behind which the other divine-spiritual beings would have appeared, taking the place of what the human being had lost behind him. A spiritual world would have closed behind him, and a new spiritual world would have opened up before him. Human beings would have remained like children in the hands of higher, spiritual-divine beings. Independence would not have taken root in the human soul.

[ 8 ] So ist es eben nicht gekommen, sondern es hat sich erst Luzifer herangemacht an den Menschen, und Luzifer hat sozusagen einen Teil der hinter dem Menschen stehenden geistigen Welt für diesen Menschen unsichtbar gemacht. Denn indem im menschlichen Astralleibe die eigenen Leidenschaften, Instinkte und Begierden auftraten, verfinsterten diese die hinter dem Menschen stehenden, sonst immer sichtbar gebliebenen geistigen Wesenheiten derjenigen Welt, aus der der Mensch herausgeboren ist. Daher war es auch so, daß in jenen großen Orakelstätten, von denen ich das letzte Mal gesprochen habe, die uralten atlantischen Eingeweihten gerade darauf sich vorbereitet hatten, denjenigen Teil der geistigen Welt zu sehen, der durch den Einfluß Luzifers verdeckt worden war. Alle Vorbereitungen der Hüter und Schüler der uralten Orakel der atlantischen Mysterien zielten darauf hin, hineinzusehen in diese lichte geistige Welt, die durch den luziferischen Einfluß auf den menschlichen astralischen Leib sich dem Menschen entzogen hatte. Und da kamen sie auch zum Vorschein, jene Gestalten, die der Mensch beobachtet in den verschiedenen Seelenzuständen, die der Einweihung parallel laufen, die aus einer Lichtwelt in die unsere hineinspielen und die sich dann kleiden in das Kleid, das ihnen die astralische Welt geben kann. Da sah der atlantische Eingeweihte in den alten Orakeln im Geiste jene Gestalten, die ihm mit Recht höhere geistige Wesenheiten waren, die nicht heruntergestiegen waren bis zur physischen Welt und die daher, als der Mensch verfrüht die physische Welt betreten hat, unsichtbar geblieben sind für den gewöhnlichen Blick. Aber es konnte nicht anders sein, als daß auch Luzifer selber, da er sozusagen ein Gegner dieser Lichtwelten war, auch für die Eingeweihten sichtbar wurde. Die Scharen des Luzifer waren überhaupt sichtbar für die atlantischen Menschen, die in ihrem dämmerhaften Hellseherbewußtsein — in Schlafzuständen und in den Zwischenzuständen zwischen Schlaf und Wachen - sich hineinleben konnten in die höhere geistige Welt. Wenn ein Teil der Lichtwelt für diese Menschen zugänglich wurde, so wurde auch ein Teil der gegen die Lichtwelt gerichteten Welt sichtbar; nicht Luzifer selbst, aber die Genossen Luzifers wurden sichtbar. Und so entzückend und großartig die hehren Gestalten der Lichtwelt erschienen in ihren astralischen Farben, so furchtbar und entsetzlich erschienen die Gestalten, die der entgegengesetzten, der verführerischen Welt angehörten.

[ 8 ] That is not how it actually happened; rather, it was Lucifer who first approached humankind, and Lucifer, so to speak, made a part of the spiritual world standing behind humankind invisible to that person. For as a person’s own passions, instincts, and desires arose within the astral body, they obscured the spiritual beings of that world—the world from which the person was born—who stood behind the person and would otherwise have remained visible. That is why, in those great oracle sites I spoke of last time, the ancient Atlantean initiates had prepared themselves precisely to see that part of the spiritual world which had been obscured by the influence of Lucifer. All the preparations made by the guardians and students of the ancient oracles of the Atlantean mysteries were aimed at looking into this luminous spiritual world, which had been concealed from human beings by the Luciferic influence on the human astral body. And there they appeared—those beings whom human beings observe in the various states of the soul that run parallel to initiation, who reach into our world from a world of light, and who then clothe themselves in the form that the astral world can provide. There, in the ancient oracles, the Atlantean initiate beheld in spirit those figures who were rightly higher spiritual beings to him—beings who had not descended as far as the physical world and who, therefore, when humanity prematurely entered the physical world, remained invisible to the ordinary eye. But it could not be otherwise than that Lucifer himself, since he was, so to speak, an adversary of these worlds of light, also became visible to the initiates. Lucifer’s hosts were, in fact, visible to the Atlanteans, who, in their twilight clairvoyant consciousness—in states of sleep and in the intermediate states between sleep and wakefulness—were able to immerse themselves in the higher spiritual world. When a part of the world of light became accessible to these people, a part of the world opposed to the world of light also became visible; not Lucifer himself, but Lucifer’s companions became visible. And as enchanting and magnificent as the noble figures of the world of light appeared in their astral colors, so terrible and dreadful did the figures belonging to the opposing, seductive world appear.

[ 9 ] So können wir sagen: Es gab innerhalb der Menschheitsentwicklung diesen Einfluß Luzifers, dem der Mensch die Möglichkeit des Irrtums, des Bösen verdankt, dem er aber auch seine Freiheit verdankt. Wäre dieser luziferische Einfluß nicht gekommen, so wäre das, was ich eben vor Ihnen besprochen habe, in der Mitte der atlantischen Zeit eingetreten: Der Teppich der Sinneswelt hätte sich ausgebreitet vor dem Menschen, die Mineralien, die Pflanzenwelt, die Welt der Tiere wären sinnlich sichtbar geworden; die Welt der Naturerscheinungen, Blitz und Donner, Wolken und Luft, die Himmelserscheinungen wären dem äußeren Auge vollständig sichtbar geworden. Aber dahinter wären unverkennbar gestanden die göttlich-geistigen Wesenheiten, die auf den Menschen eindringen sollten. Weil vorher der Einfluß Luzifers gewirkt hatte, weil vorher der Mensch in seinem astralischen Leibe diesen Einfluß aufgenommen hatte, deshalb hatte er seit der lemurischen Zeit bis in die atlantische Zeit hinein seinen physischen Leib, der dazumal noch verwandlungsfähig war, so zubereitet, daß dieser physische Leib jetzt das Instrument werden konnte unmittelbar für den Teppich der sinnlich-physischen Welt, der sich hätte so ausbreiten sollen, daß hinter ihm die geistige Welt sichtbar geworden wäre. Und so konnte denn der Mensch die physisch-sinnliche Welt nicht sogleich in der Gestalt sehen, in der sie sich ihm zugleich als eine geistige gezeigt hätte. Da trat an den Menschen heran die Welt der drei Naturreiche, die unter dem Menschen standen. Sie trat heran, die physische Welt, als eine solche, die wie ein Schleier, wie eine dicke Decke unter Umständen sich hinüberlegte über die geistige Welt. So konnte der Mensch nicht durchschauen bis in die geistige Welt; er kann es ja bis heute im Grunde genommen noch nicht.

[ 9 ] Thus we can say: Within the course of human development, there was this influence of Lucifer, to whom humanity owes the possibility of error and evil, but to whom it also owes its freedom. Had this Luciferic influence not come about, what I have just discussed with you would have occurred in the middle of the Atlantean epoch: the tapestry of the sensory world would have spread out before human beings; the minerals, the plant world, and the animal world would have become perceptible to the senses; the world of natural phenomena—lightning and thunder, clouds and air—as well as celestial phenomena would have become fully visible to the outer eye. But standing unmistakably behind all this would have been the divine-spiritual beings who were to penetrate into human beings. Because the influence of Lucifer had been at work beforehand, because human beings had previously absorbed this influence into their astral bodies, therefore, from the Lemurian epoch through the Atlantean epoch, he had prepared his physical body—which at that time was still capable of transformation—in such a way that this physical body could now become the direct instrument for the tapestry of the sensory-physical world, which would have unfolded in such a way that the spiritual world would have become visible behind it. And so human beings could not immediately perceive the physical-sensory world in the form in which it would simultaneously have revealed itself to them as a spiritual world. Then the world of the three natural kingdoms, which stood below human beings, approached them. The physical world approached as something that, like a veil or a thick blanket, in certain circumstances spread itself over the spiritual world. Thus, human beings could not see through to the spiritual world; in fact, they still cannot do so to this day.

[ 10 ] Dadurch aber, daß der Mensch diese Entwicklung durchgemacht hatte, konnte in der Mitte der atlantischen Zeit ein anderer Einfluß sich geltend machen, ein Einfluß von einer ganz anderen Seite. Und diesen Einfluß, der sich nunmehr geltend machte, dürfen wir nicht verwechseln mit dem Einfluß Luzifers und seiner Genossen. Wenn auch Luzifer den Menschen erst fähig gemacht hat, diesem anderen Einflusse zu unterliegen, wenn auch Luzifer erst den Menschen dazu gebracht hat, daß sein physischer Leib dichter geworden ist, als er sonst geworden wäre, so mußte doch noch ein anderer Einfluß an den Menschen herantreten, um den Menschen der physisch-sinnlichen Welt ganz zuzuführen, um die Welt der geistigen Wesenheiten vor dem Menschen ganz zuzusperren, ganz zuzuschließen, so daß der Mensch zu der Illusion geführt wurde: Es gibt keine andere Welt als die Welt des physisch-sinnlichen Daseins, die sich vor mir ausbreitet! Es trat ein ganz anderer Gegner seit der Mitte der atlantischen Zeit an den Menschen heran, als Luzifer es ist, derjenige Gegner, der sozusagen des Menschen Wahrnehmungsvermögen und Erkenntnisvermögen so umnebelt und umdunkelt, daß der Mensch nicht die Anstrengung macht, nicht die Triebe entwickelt, hinter die Geheimnisse der Sinneswelt zu kommen. Wenn Sie sich vorstellen, daß unter Luzifers Einfluß die Sinneswelt wie ein Schleier geworden wäre, so daß man dann durchaus die geistige Welt dahinter gehabt hätte, so ist durch den Einfluß dieses zweiten Wesens die physische Welt völlig zu einer dicken Rinde geworden, welche sich zuschließt vor der geistigen Welt, so daß wiederum nur die atlantischen Eingeweihten durch ihre Vorbereitungen dazu kommen konnten, diese Decke des Physisch-Sinnlichen zu durchdringen.

[ 10 ] But because human beings had undergone this development, another influence was able to assert itself in the middle of the Atlantean epoch—an influence coming from an entirely different direction. And we must not confuse this influence, which was now asserting itself, with the influence of Lucifer and his followers. Even though it was Lucifer who first made human beings capable of succumbing to this other influence, and even though it was Lucifer who first caused the human physical body to become denser than it would otherwise have been, another influence still had to approach human beings in order to draw them entirely into the physical-sensory world, to completely shut out the world of spiritual beings from them, to shut it off completely, so that humanity was led to the illusion: There is no other world than the world of physical-sensory existence that spreads out before me! Since the middle of the Atlantean epoch, a very different adversary has approached humankind than Lucifer—the adversary who, so to speak, clouds and darkens human perception and cognitive faculties to such an extent that humankind does not make the effort, nor develop the impulses, to penetrate the mysteries of the sensory world. If you imagine that, under Lucifer’s influence, the sensory world had become like a veil, so that one would then have had the spiritual world behind it, then, through the influence of this second being, the physical world has completely become a thick shell that closes itself off from the spiritual world, so that, once again, only the Atlantean initiates, through their preparations, were able to penetrate this veil of the physical-sensory realm.

[ 11 ] Diejenigen Mächte, die sich da an den Menschen heranmachten, um ihm den Ausblick in die andere Seite des göttlichen Daseins zu verfinstern, treten uns zuerst entgegen in den großen Lehren, welche der bedeutungsvolle Führer des uralt persischen Volkes seinen Anhängern und Bekennern gegeben hat, bei Zarathustra. Zarathustra war es, der ja die Mission hatte, einem Volke die Kultur zu geben, das nicht wie das altindische Volk durch seine Naturanlage die Sehnsucht hatte nach der geistigen Welt zurück, sondern Zarathustra hatte die Mission, einem Volke eine Kultur zu geben, dessen Blick auf die Sinneswelt gerichtet war, auf die Eroberung der physisch-sinnlichen Welt mit den Kulturmitteln, die eben nur durch die Anstrengungen des äußeren sinnlich-physischen Menschen hergestellt werden können. Daher trat innerhalb der uralt persischen Kultur weniger der luziferische Einfluß an den Menschen heran als gerade der Einfluß derjenigen Gestalt, die seit der Mitte der atlantischen Zeit an den Menschen herangetreten ist und bewirkt hat, daß dazumal ein großer Teil der Eingeweihten der schwarzen Magie verfallen ist, weil sie durch die Verführung dieses Versuchers dazu gebracht wurden, dasjenige, was ihnen aus der geistigen Welt zugänglich geworden war, zu dem Dienst der physisch-sinnlichen Welt zu mißbrauchen. Jener gewaltige Einfluß schwarzmagischer Kräfte, der zum schließlichen Untergang von Atlantis geführt hat, hat seinen Ursprung in den Versuchungen derjenigen Gestalt, die Zarathustra seinem Volke lehren mußte, als die Gestalt, die dem hellen Lichtgotte entgegenwirkt als Ahriman, Angra mainju, im Gegensatz zu dem Lichtgotte, den Zarathustra als die Große Aura, als Ahura Mazdao verkündete.

[ 11 ] Those forces that sought to obscure humanity’s view of the other side of divine existence first confront us in the great teachings that the significant leader of the ancient Persian people imparted to his followers and adherents—in the teachings of Zarathustra. It was Zarathustra who had the mission to impart culture to a people who, unlike the ancient Indian people, did not by their very nature yearn for the spiritual world; rather, Zarathustra had the mission to impart culture to a people whose gaze was directed toward the sensory world, toward the conquest of the physical sensory world—using the cultural means that can be produced only through the efforts of the outer, sensory-physical human being. Therefore, within the ancient Persian culture, it was not so much the Luciferic influence that approached humanity as the influence of that very figure who, since the middle of the Atlantean epoch, had approached humanity and caused a large portion of the initiates at that time to fall into black magic, because, through the seduction of this tempter, they were led to misuse what had become accessible to them from the spiritual world for the service of the physical-sensory world. That powerful influence of black magical forces, which led to the eventual downfall of Atlantis, has its origin in the temptations of the being whom Zarathustra had to teach his people to recognize as the being who opposes the bright God of Light—as Ahriman, Angra Mainyu, in contrast to the God of Light, whom Zarathustra proclaimed as the Great Aura, as Ahura Mazdao.

[ 12 ] Diese zwei Gestalten, Luzifer und Ahriman, müssen wir wohl voneinander unterscheiden. Denn Luzifer ist eine Wesenheit, die sich abgezweigt hat von der Schar geistig-himmlischer Wesenheiten nach der Sonnentrennung, während Ahriman eine Gestalt ist, die sich bereits vor der Sonnentrennung losgelöst hat und ganz andere Mächte in sich vereinigt. Dadurch, daß Luzifer in der lemurischen Zeit auf den Menschen gewirkt hat, wurde dem Menschen nichts anderes verdorben als der Einfluß, den der Mensch noch in der atlantischen Zeit gehabt hat, indem er auf die Luft- und Wasserkräfte wirken konnte. Sie wissen aus meinem Buche «Akasha-Chronik», daß die Menschen in der atlantischen Zeit noch über die Samenkräfte, die in den pflanzlichen und tierischen Naturen sind, verfügten und sie so herausziehen konnten, wie der heutige Mensch aus der Steinkohle die Kräfte herauszieht, die er als Dampfkraft zum Treiben seiner Maschinen verwendet. Und ich habe Ihnen gesagt, wenn diese Kräfte extrahiert werden, herausgezogen werden, dann stehen sie in einem geheimnisvollen Zusammenhange zu den Naturkräften in Wind und Wetter und so weiter; und wenn sie der Mensch verwendet in einer den göttlichen Absichten entgegenstehenden Absicht, dann werden diese Naturkräfte heraufgezogen gegen den Menschen.

[ 12 ] We must certainly distinguish between these two figures, Lucifer and Ahriman. For Lucifer is a being who branched off from the host of spiritual-celestial beings after the separation of the Sun, whereas Ahriman is a figure who had already detached himself before the separation of the Sun and unites entirely different powers within himself. Because Lucifer exerted his influence on humanity during the Lemurian epoch, the only thing that was corrupted in humanity was the influence that human beings had still possessed during the Atlantean epoch, namely, the ability to act upon the forces of air and water. You know from my book The Akashic Records that during the Atlantean epoch, human beings still had access to the seed forces present in the plant and animal kingdoms and could extract them in the same way that modern humans extract the forces from coal that they use as steam power to drive their machines. And I have told you that when these forces are extracted, they stand in a mysterious connection to the natural forces in wind, weather, and so on; and when human beings use them for purposes contrary to the divine will, then these natural forces are turned against them.

[ 13 ] Dadurch kam die atlantische Überflutung und diejenigen verheerenden Naturgewalten, die dann den Untergang des ganzen atlantischen Kontinentes bewirkten. Aber der Mensch hat vorher schon nicht mehr eine Verfügung gehabt über die Kräfte des Feuers und der Verbindung dieser Kräfte mit gewissen geheimen Kräften der Erde. Feuer und Erde in einem gewissen Zusammenwirken wurden schon früher eigentlich dem Menschen entzogen. Jetzt aber, durch den Einfluß Ahrimans und seiner Genossen, kam in einer gewissen Weise der Mensch wiederum, und zwar jetzt in verderbenbringender Weise zur Macht über Feuer- und Erdenkräfte. Und manches, was Sie hören über die Verwendung des Feuers im alten Persien, hängt mit dem zusammen, was ich Ihnen jetzt sage: Manche Kräfte, die getrieben werden als schwarze Magie und die damit zusammenhängen und dazu führen, daß der Mensch sich noch über ganz andere Kräfte hermacht und da einen Einfluß gewinnt über Feuer und Erde, können gewaltige, verheerende Wirkungen wachrufen. Schwarze Magie hätte von den Nachkommen der Atlantier selbst noch im alten Persien getrieben werden können, wenn nicht durch die Lehre des Zarathustra darauf hingewiesen worden wäre, wie Ahriman als feindliche Macht auf die Menschen so wirkt, daß er sie umstrickt, sie verdüstert gegenüber dem, was hinter der Sinneswelt als wirkliche geistige Gewalt hervorkommen soll. So sehen wir, daß ein großer Teil der nachatlantischen Kultur - das ging von Zarathustra und seinen Anhängern aus — dadurch beeinflußt wurde, daß dem Menschen klargemacht wurde auf der einen Seite die Wirkung des hehren Lichtgottes, dem sich der Mensch zuwenden kann, und auf der anderen Seite die verderbliche Macht des Ahriman und seiner Genossen.

[ 13 ] This led to the Atlantic flood and the devastating forces of nature that subsequently caused the downfall of the entire Atlantic continent. But even before that, human beings had already lost control over the forces of fire and the combination of these forces with certain secret forces of the Earth. Fire and Earth, in a certain interplay, had in fact already been taken away from human beings earlier. Now, however, through the influence of Ahriman and his followers, human beings regained power over the forces of fire and Earth in a certain way—and now in a destructive manner. And much of what you hear about the use of fire in ancient Persia is connected to what I am telling you now: Certain forces, practiced as black magic and associated with it—which lead humans to meddle with entirely different forces and thereby gain influence over fire and earth—can evoke powerful, devastating effects. Black magic could have been practiced by the descendants of the Atlanteans even in ancient Persia, had it not been for the teachings of Zarathustra, which pointed out how Ahriman, as a hostile power, acts upon human beings in such a way that he ensnares them and darkens their perception of what is to emerge from beyond the sensory world as a true spiritual force. Thus we see that a large part of post-Atlantean culture—which originated with Zarathustra and his followers—was influenced by the fact that people were made to understand, on the one hand, the influence of the noble God of Light, to whom humanity can turn, and, on the other hand, the destructive power of Ahriman and his cohorts.

[ 14 ] Dieser Ahriman wirkt durch die mannigfaltigsten Mittel und Wege auf den Menschen ein. Ich habe Sie darauf aufmerksam machen können, daß es ein großer Moment war für die Entwicklung der Welt, als das Ereignis von Golgatha eintrat. Da erschien der Christus in der Welt, die der Mensch nach dem Tode betritt. In dieser Welt war der Einfluß des Ahriman noch viel stärker, als er in der Welt war, die hier auf der Erde zwischen Geburt und Tod zu sehen ist. Gerade in der Welt zwischen dem Tode und der neuen Geburt wirkten mit einer furchtbaren Gewalt und Macht die Einflüsse des Ahriman auf den Menschen. Und wenn nichts anderes eingetreten wäre, so wäre der Mensch zwischen dem Tode und der neuen Geburt in dem Schattenreiche - wie es mit Recht der alte Grieche empfunden hat allmählich verfinstert worden. Eine unendliche Vereinsamung und Zurückführung auf die menschliche Egoität wäre eingetreten in dem Leben zwischen Tod und neuer Geburt. Und der Mensch würde bei der Wiederverkörperung so in sein Leben hineingeboren werden, daß er zu einem krassen, zu einem furchtbaren Egoisten geworden wäre. So ist es daher mehr als eine bloß bildliche Redeweise, daß nach dem Ereignis von Golgatha, in dem Moment, als auf Golgatha das Blut aus den Wunden rann, der Christus in der jenseitigen Welt, in dem Schattenreiche erschien und Ahriman in Fesseln legte. Wenn auch der Einfluß Ahrimans blieb, und im Grunde auf ihn alle materialistische Denkweise der Menschen zurückzuführen ist, wenn auch dieser Einfluß nur dadurch paralysiert werden kann, daß die Menschen das Ereignis von Golgatha in sich aufnehmen, so ist doch dieses Ereignis das geworden, aus dem die Menschen Kraft saugen, um dadurch wieder hineinzukommen in die geistig-göttliche Welt.

[ 14 ] This Ahriman influences human beings through a wide variety of means and ways. I have been able to draw your attention to the fact that the event at Golgotha marked a pivotal moment in the world’s development. It was then that the Christ appeared in the world that human beings enter after death. In this world, the influence of Ahriman was even much stronger than it was in the world we see here on Earth between birth and death. It was precisely in the world between death and rebirth that the influences of Ahriman acted upon human beings with terrible force and power. And if nothing else had occurred, human beings between death and rebirth would have been gradually plunged into darkness in the realm of shadows—as the ancient Greeks rightly perceived. An infinite isolation and a regression into human egotism would have set in during the life between death and new birth. And upon reincarnation, the human being would have been born into life in such a way that he would have become a blatant, a terrible egoist. It is therefore more than a mere figure of speech to say that after the event at Golgotha—at the very moment when blood flowed from the wounds on Golgotha—Christ appeared in the world beyond, in the realm of shadows, and bound Ahriman. Even though Ahriman’s influence remained—and indeed, all materialistic thinking among human beings can ultimately be traced back to him—and even though this influence can only be paralyzed when human beings take the event of Golgotha into themselves, this event has nonetheless become the source from which human beings draw strength to re-enter the spiritual-divine world.

[ 15 ] So stieg vor dem Blick der menschlichen Erkenntnis zuerst Ahriman auf. So wurde er etwas, was man ahnte, wovon man etwas wußte durch den Einfluß der Zarathustra-Kultur; und von da aus verbreitete sich die Erkenntnis des Ahriman über die anderen Völker hin und über ihre Kulturvorstellungen. Unter den mannigfaltigsten Namen tritt Ahriman mit seinen Scharen bei den verschiedenen Kulturvölkern auf. Und durch die eigenartigen Verhältnisse, in denen die Seelen der europäischen Völker waren, die am weitesten zurückgeblieben waren auf den Zügen von Westen nach Osten, die am meisten unberührt geblieben waren von dem, was im alten Indien, im alten Persien, in Ägypten, selbst in der griechisch-lateinischen Periode vor sich gegangen war, bei diesen Völkern Europas, unter denen die fünfte Kulturperiode aufleben sollte, da waren Seelenverfassungen vorhanden, daß ihnen besonders die Gestalt des Ahriman als eine furchtbare erschien. Und während diese die verschiedensten Namen angenommen hat - beim hebräischen Volke Mephistopheles genannt wurde -, wurde sie in der europäischen Welt zu der Gestalt des Teufels in seinen verschiedenen Formen.

[ 15 ] Thus Ahriman first arose before the eyes of human knowledge. Thus he became something that people sensed, something they knew about through the influence of the Zarathustrian culture; and from there, knowledge of Ahriman spread to other peoples and their cultural concepts. Ahriman appears with his hosts among the various civilized peoples under the most diverse names. And due to the peculiar circumstances in which the souls of the European peoples found themselves—those who had lagged farthest behind in the movement from west to east, who had remained most untouched by what had taken place in ancient India, ancient Persia, Egypt, and even during the Greco-Latin period—among these European peoples, among whom the fifth cultural epoch was to be reborn, there existed a state of mind such that the figure of Ahriman appeared to them as particularly terrifying. And while this figure has taken on a wide variety of names—among the Hebrew people it was called Mephistopheles—in the European world it became the figure of the devil in his various forms.

[ 16 ] So sehen wir, wie wir in einen tiefen Zusammenhang der geistigen Welten hineinblicken, und manches Mal, wenn jemand hoch erhaben sich fühlt über den mittelalterlichen Aberglauben, wird man sich wohl auch erinnern an den Ausspruch unseres Faust-Dichters: «Den Teufel spürt das Völkchen nie, und wenn er sie beim Kragen hätte!»

[ 16 ] Thus we see how we are gaining insight into a profound connection with the spiritual worlds, and sometimes, when someone feels vastly superior to medieval superstition, one might well recall the words of the author of Faust: “The little folk never sense the devil, even if he had them by the collar!”

[ 17 ] Gerade dadurch, daß der Mensch seine geistigen Augen vor diesem Einfluß verschließt, dadurch verfällt er diesem Einflusse am allermeisten. Der Goethesche Mephistopheles ist nichts anderes als die Gestalt des Ahriman, und wir dürfen sie nicht verwechseln mit der Gestalt des Luzifer. Alle diejenigen Irrtümer, die uns zuweilen in der Erklärung der Goetheschen Faust-Dichtung entgegentreten, sind gerade auf diese Verwechslung zurückzuführen, obwohl natürlich Luzifer erst den Einfluß des Ahriman möglich gemacht hat und man daher, wenn man auf Ahriman sieht, auf einen Ureinfluß Luzifers zurückgeführt wird, der erst vor unsere Seele treten konnte, nachdem wir lange Vorbereitungen dazu gemacht haben, um diesen intimeren Zusammenhang zu erkennen.

[ 17 ] It is precisely because human beings close their spiritual eyes to this influence that they fall prey to it most of all. Goethe’s Mephistopheles is nothing other than the figure of Ahriman, and we must not confuse him with the figure of Lucifer. All the errors we sometimes encounter in interpretations of Goethe’s Faust can be traced precisely to this confusion, although, of course, it was Lucifer who first made the influence of Ahriman possible; and so, when we look at Ahriman, we are led back to a primordial influence of Lucifer, which could only come before our soul after we have undergone a long process of preparation to recognize this more intimate connection.

[ 18 ] Man darf diesen feineren Unterschied nicht übersehen, denn es handelt sich vor allen Dingen darum, daß Luzifer den Menschen im Grunde genommen nur unter den Einfluß derjenigen Gewalten gebracht hat, die mit den Wind- und Wassergewalten zusammenhängen. Dagegen war es Ahriman-Mephistopheles, der den Menschen unter Gewalten gebracht hat, die viel, viel furchtbarer sind, und es wird in den nächsten Kulturen mancherlei auftreten, was man in Zusammenhang zu bringen hat mit dem Einflusse des Ahriman. Für den okkult Strebenden, der nicht auf festem und sicherem Grunde strebt, kann sehr leicht gerade durch den ahrimanischen Einfluß die furchtbarste Illusion, die furchtbarste Täuschung eintreten. Denn in der Tat ist Ahriman ein Geist, der darauf ausgeht, über die wahre Natur der Sinneswelt zu täuschen, zu täuschen nämlich darin, daß sie ein Ausdruck ist der geistigen Welt. Wenn der Mensch nun Veranlagung hat zu abnormen Zuständen, zu somnambulen Zuständen oder durch eine gewisse unrichtige Schulung okkulte Kräfte in sich erweckt und irgend etwas in sich hat, was zur Egoität, zum Egoismus hindrängt, dann hat gerade auf die okkulten Kräfte Ahriman oder Mephistopheles leicht einen Einfluß, einen Einfluß, der leicht ein gewaltiger werden kann. Während Luzifers Einfluß nur dahin gehen kann, daß dasjenige, was sozusagen aus der geistigen Welt - auch bei dem in unrichtiger Schulung sich Befindenden - dem Menschen begegnet, als astralische Gestalt entgegentritt, als eine Gestalt, die für den astralischen Leib sichtbar wird, treten diejenigen Gebilde, die auf den Einfluß Ahrimans zurückzuführen sind, dadurch zutage, daß die schlechten Einflüsse, die auf den physischen Leib ausgeübt werden, sich durchdrükken in den Ätherleib und dann als Phantome sichtbar werden.

[ 18 ] One must not overlook this subtle distinction, for the crux of the matter is that Lucifer essentially only brought humankind under the influence of those forces associated with the elements of wind and water. In contrast, it was Ahriman-Mephistopheles who subjected human beings to forces that are far, far more terrible, and in future cultures, various phenomena will arise that must be linked to the influence of Ahriman. For the occult seeker who does not strive on firm and secure ground, the most terrible illusion, the most terrible deception, can very easily arise precisely through the Ahrimanic influence. For in fact, Ahriman is a spirit who seeks to deceive regarding the true nature of the sensory world—namely, to deceive by suggesting that it is an expression of the spiritual world. If a person has a predisposition toward abnormal states, toward somnambulistic states, or if, through a certain form of improper training, they awaken occult powers within themselves and possess something within that pushes toward egotism, then Ahriman or Mephistopheles can easily exert an influence precisely upon these occult powers—an influence that can easily become a powerful one. While Lucifer’s influence can only lead to what comes to the person from the spiritual world—even in the case of someone undergoing improper training—appearing as an astral figure, a figure visible to the astral body, the forms attributable to Ahriman’s influence by the fact that the evil influences exerted on the physical body penetrate into the etheric body and then become visible as phantoms.

[ 19 ] Wir haben es also bei dem Einflusse Ahrimans mit noch viel, viel niedrigeren Mächten zu tun als bei dem Einflusse Luzifers. Niemals können die Einflüsse Luzifers so schlimm werden wie die Einflüsse Ahrimans und jener Wesenheiten, die mit den Feuermächten zusammenhängen. Ahrimans oder Mephistopheles’ Einfluß kann es dahin bringen, daß der Mensch, um okkulte Erkenntnisse zu erlangen, dazu geführt wird, sagen wir zum Beispiel Verrichtungen vorzunehmen mit seinem physischen Leibe. Es ist das schlimmste Mittel, das angewendet werden kann, um zu okkulten Kräften zu kommen, das in Verrichtungen und im Mißbrauch des physischen Leibes besteht. In gewissen schwarzmagischen Schulen werden in der Tat solche Verrichtungen in dem ausgiebigsten Maße gelehrt. Es gehört zu den furchtbarsten Verführungen des Menschen, wenn der Ausgangspunkt für okkulte Schulung von den physischen Leibeskräften aus genommen wird.

[ 19 ] Thus, in the case of Ahriman’s influence, we are dealing with powers that are far, far lower than those associated with Lucifer’s influence. Lucifer’s influences can never become as terrible as those of Ahriman and those beings connected with the fire forces. Ahriman’s or Mephistopheles’ influence can lead a person, in order to gain occult knowledge, to perform—let us say, for example—rituals involving the physical body. This is the worst method that can be used to attain occult powers: one that consists of rituals and the abuse of the physical body. In certain schools of black magic, such practices are indeed taught to the greatest extent. It is one of the most terrible temptations for human beings when the starting point for occult training is taken from the physical powers of the body.

[ 20 ] Es kann hier darauf nicht einmal näher hingewiesen werden, sondern nur darauf, daß alle Machinationen, die irgendwie in einem Mißbrauch der physischen Leibeskräfte bestehen, von den Einflüssen herrühren, die von Ahriman herkommen, und es, weil sich das in des Menschen Ätherleib hineindrängt, wie ein Phantom wirkt, aber wie eine Phantomenwelt, die nichts anderes ist als das Kleid von Mächten, die den Menschen unter das Niveau des Menschen herunterziehen. Fast alle alten Kulturen, die indische, die persische, die ägyptische Kultur, die griechisch-lateinische Kultur haben ihre Dekadenzzeit durchgemacht, in der sie verfallen sind, in der auch die Mysterien verfallen sind, in der man nicht mehr die reinen Überlieferungen der Mysterien bewahrte. In diesen Zeiten sind viele von denen, die entweder Schüler der Eingeweihten waren und doch sich nicht auf ihrer Höhe haben halten können, oder solche Menschen, denen die Geheimnisse auf unrechtmäßige Weise verraten worden waren, nun auf verkehrte und schlechte Wege gekommen. Stätten schwarzmagischer Kräfte gingen von diesen Einflüssen aus und haben sich erhalten bis in unsere Zeit hinein.

[ 20 ] It is not even possible to go into detail here, but only to point out that all machinations that in any way consist of an abuse of the physical powers of the body stem from influences originating with Ahriman, and because this forces its way into the human etheric body, it acts like a phantom—but like a phantom world that is nothing other than the garment of forces that drag human beings down below the human level. Almost all ancient cultures—the Indian, Persian, Egyptian, and Greco-Roman cultures—have gone through a period of decadence in which they fell into decline, in which the Mysteries also fell into decline, and in which the pure traditions of the Mysteries were no longer preserved. During these times, many—whether they were disciples of the initiates who were unable to maintain their spiritual standing, or those to whom the secrets had been revealed through improper means—strayed onto wrong and evil paths. Sites of black magic emanated from these influences and have persisted right up to the present day.

[ 21 ] Ahriman ist ein Geist der Lüge, der dem Menschen Illusionen vorzaubert, der mit seinen Genossen allerdings in einer geistigen Welt wirkt. Nicht er ist ein Trugbild, o nein! Aber das, was sich unter seinem Einflusse vor des Menschen geistiges Auge gaukelt, das ist ein Trugbild. Wenn des Menschen Wünsche, wenn des Menschen Leidenschaften schlimme Wege gehen und er sich gleichzeitig irgendwie an okkulte Kräfte hingibt, dann drängen sich die okkulten Kräfte, die dadurch herauskommen, in den Ätherleib hinein, und es erscheinen unter den Trugbildern, die manchmal ganz ehrwürdige Gestalten sein können, die verderblichsten, die schlimmsten Mächte. So furchtbar ist der Einfluß des Ahriman auf den Menschen.

[ 21 ] Ahriman is a spirit of falsehood who conjures up illusions for human beings, though he and his accomplices operate in the spiritual world. He himself is not an illusion—oh no! But what appears before the human being’s spiritual eye under his influence—that is an illusion. When a person’s desires and passions take a wrong turn, and at the same time he somehow surrenders himself to occult forces, then the occult forces that emerge as a result force their way into the etheric body, and among the illusions—which can sometimes be quite venerable figures—the most pernicious, the worst powers appear. Such is the terrible influence of Ahriman upon human beings.

[ 22 ] Aus dem, was gesagt worden ist, können Sie entnehmen, daß sozusagen gerade durch die Erscheinung des Christus, wenn wir den Ausdruck gebrauchen wollen, Ahriman in Fesseln gelegt worden ist, allerdings nur für diejenigen, die immer mehr versuchen, das Christus-Mysterium zu durchdringen. Und immer weniger wird der Schutz in der Welt sein gegen den Einfluß Ahrimans außerhalb der Kräfte, die von dem Christus-Mysterium ausströmen. In gewisser Weise geht unsere Zeit - und viele Erscheinungen künden das - diesen Einflüssen Ahrimans entgegen. Gewisse Geheimlehren nennen die Scharen des Ahriman auch die Asuras. Es sind natürlich die schlechten Asuras, die aus der Entwicklungsbahn der Asuras, die dem Menschen die Persönlichkeit gegeben haben, in einer gewissen Zeit herausgefallen sind. Darauf ist ja schon hingedeutet, daß es sich um geistige Wesenheiten handelt, die vor der Sonnentrennung sich von der gesamten Entwicklung der Erde abgesondert haben.

[ 22 ] From what has been said, you can gather that, so to speak, it was precisely through the appearance of the Christ—if we may use that expression—that Ahriman was bound, though only for those who are increasingly striving to penetrate the Mystery of the Christ. And there will be less and less protection in the world against the influence of Ahriman outside of the forces that radiate from the Christ Mystery. In a certain sense, our time—and many phenomena point to this—is moving toward these influences of Ahriman. Certain esoteric teachings also refer to the hosts of Ahriman as the Asuras. These are, of course, the evil Asuras who, at a certain point in time, fell out of the evolutionary path of the Asuras who had given humanity its personality. It has already been indicated that these are spiritual beings who separated themselves from the entire development of the Earth before the separation of the Sun.

[ 23 ] Es ist jetzt nur zunächst geschildert worden der furchtbare Einfluß, den auf eine gewisse abnorme Entwicklung, die in okkulten Bahnen gehen kann, Ahriman haben kann. Aber in gewisser Beziehung hat sich ja die ganze Menschheit in der zweiten Hälfte der atlantischen Zeit sozusagen unter den Einfluß Ahrimans begeben. Die ganze nachatlantische Zeit hat in einer gewissen Weise die Nachwirkungen des Einflusses Ahrimans in sich, auf dem einen Gebiete der Erde mehr, auf dem anderen weniger. Aber der Einfluß Ahrimans hat sich überall geltend gemacht, und alles, was in den Lehren der alten Eingeweihten den Völkern gegeben wurde von den dem Ahriman entgegenstehenden Lichtgeistern, das ist im Grunde genommen nur gegeben worden, um allmählich sich dem Einflusse Ahrimans zu entziehen. Das war eine vorbereitende, gut geführte, weise Erziehung der Menschheit.

[ 23 ] So far, we have only described the terrible influence that Ahriman can exert on a certain kind of abnormal development that can take an occult course. But in a certain sense, the whole of humanity placed itself, so to speak, under the influence of Ahriman during the second half of the Atlantean epoch. The entire post-Atlantean era, in a certain sense, bears the aftereffects of Ahriman’s influence—more so in one region of the Earth than in another. But Ahriman’s influence has made itself felt everywhere, and everything that was given to the peoples in the teachings of the ancient initiates by the spirits of light opposed to Ahriman was, in essence, given only so that they might gradually free themselves from Ahriman’s influence. This was a preparatory, well-guided, and wise education of humanity.

[ 24 ] Vergessen wir aber nicht, daß im Grunde genommen das Schicksal Ahrimans seit jener Zeit mit dem Schicksal der Menschheit in einer gewissen Weise verflochten ist, und die mannigfaltigsten Ereignisse, von denen der Uneingeweihte nichts wissen kann, halten das ganze Karma der Menschheit mit dem Karma Ahrimans in einem fortdauernden Zusammenhang. Wenn wir das, was jetzt gesagt werden soll, verstehen wollen, so müssen wir uns klarmachen, daß es außer dem Karma, das jeder einzelne hat, ein allgemeines karmisches Gesetz gibt auf allen Stufen des Daseins. Alle Wesensarten haben ihr Karma, das Karma des einen Wesens ist so, das der anderen Wesen ist anders. Aber Karma geht durch alle Reiche des Daseins, und es gibt durchaus Dinge im Menschheitskarma, in dem Karma eines Volkes, einer Gesellschaft oder einer anderen Menschheitsgruppe, die wir als ein gemeinschaftliches Karma ansehen müssen, so daß unter Umständen der einzelne mitgerissen werden kann von dem Gesamtkarma. Und es wird für den, der nicht die Dinge durchschauen kann, nicht immer leicht einzusehen sein, wo eigentlich die Einflüsse der Mächte liegen für die Menschen, die von diesem Schicksal getroffen worden sind. Es kann durchaus der einzelne, der in einer Gesamtheit drinnensteht, vermöge seines Einzelkarma ganz unschuldig sein; aber dadurch, daß er in einem Gesamtkarma drinnensteht, kann ein Unglück über ihn hereinbrechen. Wenn er aber ganz unschuldig ist, so wird sich das in späteren Verkörperungen ausgleichen.

[ 24 ] Let us not forget, however, that, fundamentally speaking, Ahriman’s fate has been intertwined in a certain way with the fate of humanity since that time, and the most diverse events—of which the uninitiated can know nothing—keep the entire karma of humanity in a continuous connection with Ahriman’s karma. If we wish to understand what is about to be said, we must realize that, in addition to the karma that each individual possesses, there is a general karmic law that applies to all levels of existence. All kinds of beings have their own karma; the karma of one being is one thing, that of other beings is another. But karma permeates all realms of existence, and there are certainly aspects of humanity’s karma—the karma of a people, a society, or another human group—that we must regard as collective karma, so that under certain circumstances the individual may be swept along by the collective karma. And for those who cannot see through these matters, it will not always be easy to discern where the influences of the forces actually lie for the people who have been struck by this fate. It is entirely possible for an individual who is part of a collective to be completely innocent by virtue of his or her individual karma; yet, simply by being part of that collective karma, misfortune may befall him or her. However, if he or she is entirely innocent, this will be balanced out in later incarnations.

[ 25 ] Im weiteren Zusammenhang dürfen wir nicht bloß auf das Karma der Vergangenheit sehen, sondern wir müssen auch an das Karma der Zukunft denken. Wir können durchaus sagen, daß es unter Umständen eine ganze Menschengruppe geben kann, und diese Gruppe verfällt einem furchtbaren Schicksal. Da ist nicht erfindlich, warum gerade diese Menschengruppe diesem Schicksal verfallen ist. Jemand, der das Karma des einzelnen Menschen untersuchen könnte, wird unter Umständen nichts finden können, was zu diesem traurigen Schicksal hätte führen können, denn die Zusammenhänge des Karma sind sehr verwickelt. Weit, weit weg vielleicht - aber doch mit ihnen verknüpft - steht das, was erfordert, daß solch ein Karma dieses oder jenes zutage bringt. Und dann kann es sein, daß die ganze Gruppe unschuldig von einem Gesamtkarma getroffen worden ist, während vielleicht die Zunächstschuldigen nicht getroffen werden konnten, weil die Möglichkeit dazu nicht vorhanden war. Dann kann man einzig und allein dieses sagen: In dem Gesamtkarma des einzelnen Menschen gleicht sich alles aus, auch wenn ihm unschuldig dieses ‚oder jenes zustößt; das schreibt sich ein in sein Karma, und es gleicht sich in völligster Weise in der Zukunft alles aus. Also wenn wir auf das Karmagesetz schen, müssen wir auch das Karma der Zukunft in Betracht ziehen. Aber wir müssen eben nicht vergessen, daß der Mensch nicht ein einzelnes, isoliertes Wesen ist, sondern wir haben darauf zu achten, daß jeder einzelne an dem gesamten Menschheitskarma mitzutragen hat. Wir dürfen auch nicht vergessen, daß der Mensch mit der Menschheit zugleich den Hierarchien der nicht in die physische Welt eingetretenen Wesenheiten angehört und daß er auch in das Karma dieser Hierarchien hineingezogen wird. Manches tritt an Menschheitsgeschicken in der physischen Welt auf, dessen Zusammenhang man zunächst nicht sucht bei den Dingen, mit denen das unmittelbar zusammenhängt; die karmischen Folgen treten aber unweigerlich ein. Ahrimans Karma ist verknüpft seit der zweiten Hälfte der atlantischen Zeit mit dem Menschheitskarma. Wo sind denn die Taten Ahrimans, außer dem, was Ahriman wirkt in den menschlichen Leibern, um dem Menschen Illusion und Phantome über die Sinneswelt beizubringen? Wo sind sie denn sonst?

[ 25 ] In the broader context, we must not focus solely on past karma; we must also consider future karma. We can certainly say that, under certain circumstances, an entire group of people may exist, and that this group may fall victim to a terrible fate. It is not apparent why this particular group of people has fallen victim to this fate. Someone who were able to examine the karma of an individual might, under certain circumstances, find nothing that could have led to this tragic fate, for the interconnections of karma are very complex. Far, far away—yet still linked to them—lies what necessitates that such karma brings about this or that outcome. And then it may be that the entire group has been struck innocently by collective karma, while perhaps those primarily responsible could not be struck because the opportunity to do so did not exist. Then one can say only this: In the collective karma of each individual, everything balances out, even if this ‘this or that’ befall them; this is inscribed in their karma, and everything will be balanced out in the most complete way in the future. So when we consider the law of karma, we must also take future karma into account. But we must not forget that the human being is not a single, isolated being; rather, we must bear in mind that every individual shares in the collective karma of humanity. Nor must we forget that, along with humanity, the human being belongs to the hierarchies of beings who have not entered the physical world, and that he is also drawn into the karma of these hierarchies. Many events occur in the physical world that are part of humanity’s destiny, the connection of which is not initially sought in the things with which they are directly related; yet the karmic consequences inevitably occur. Ahriman’s karma has been linked to humanity’s karma since the second half of the Atlantean epoch. Where, then, are Ahriman’s deeds, apart from what Ahriman works through human bodies to instill in human beings illusions and phantoms about the sensory world? Where else could they be?

[ 26 ] Für alles in der Welt gibt es sozusagen zwei Seiten: eine Seite, die mehr dem Menschen als geistigem Wesen angehört, und andererseits das, was zu dem gehört, was sich als die Naturreiche um den Menschen herum herausgebildet hat. Des Menschen Schauplatz ist die Erde. Für den geistigen Blick stellt sich diese heraus als ein Zusammenhang von verschiedenen Schichten. Wir wissen, daß die äußerste Schicht unserer Erde genannt wird die mineralische Erde oder mineralische Schicht, da sie nur solche Stoffe enthält, wie wir sie unter unseren Füßen finden. Das ist die verhältnismäßig dünnste Schicht. Dann beginnt die weiche Erde. Diese Schicht hat ein ganz anderes materielles Gefüge als die über ihr befindliche mineralische Schicht. Diese zweite Schicht ist sozusagen mit einem inneren Leben begabt; und nur dadurch, daß die feste mineralische Schicht darübergebreitet ist, werden die inneren Kräfte dieser zweiten Schicht zusammengehalten. Denn in dem Augenblicke, wo man sie freilegen würde, würde sie sich zerstreuen in den ganzen Himmelsraum. Sie ist also eine Schicht, die unter einem ungeheuren Drucke liegt. Eine dritte Schicht ist die Dampfschicht. Aber sie ist nicht ein Dampf materieller Art, wie wir ihn auf der Oberfläche unserer Erde haben, sondern in dieser dritten Schicht ist die Substanz selbst mit inneren Kräften begabt, die wir nur vergleichen können mit den menschlichen Leidenschaften, mit den inneren Trieben des Menschen. Während auf der Erde nur Wesen, die so geformte Wesen sind wie Tiere und Menschen, Leidenschaften entwickeln können, ist diese dritte Schicht - aber doch ganz so, wie die Substanzen der Erde von magnetischen und Wärmekräften durchzogen sind — materiell durchzogen von Kräften, die dem gleich sind, was wir als menschliche und tierische Triebe und Leidenschaften kennen. Dann haben wir als vierte Schicht die Formenschicht, die so bezeichnet wird, weil sie das Material und die Kräfte enthält von dem, was uns in dem mineralischen Erdenteil als geformte Wesenheiten entgegentritt. Und die fünfte Schicht, die Fruchterde, hat die Eigentümlichkeit, daß sie als Material selbst von einer unendlichen Fruchtbarkeit ist. Wenn Sie einen Teil dieser Erdenschicht haben würden, so würde sie fortwährend aus sich heraus neue Triebe und Sprossen hervorsprießen lassen; strotzende Fruchtbarkeit ist das Element dieser Schicht. Nach dem kommen wir zu der sechsten Schicht, zu der Feuererde, welche Kräfte als Substanzen in sich enthält, die furchtbar verheerend und zerstörend werden können. Diese Kräfte sind es eigentlich, in welche die Urfeuer hineingebannt worden sind.

[ 26 ] Everything in the world has, so to speak, two sides: one side that pertains more to the human being as a spiritual being, and, on the other hand, that which belongs to what has developed as the natural kingdoms surrounding human beings. The human being’s sphere of activity is the Earth. To the spiritual eye, this reveals itself as a complex of different layers. We know that the outermost layer of our Earth is called the mineral Earth or mineral layer, since it contains only the kinds of substances we find beneath our feet. This is the relatively thinnest layer. Then comes the soft Earth. This layer has a completely different material structure than the mineral layer above it. This second layer is, so to speak, endowed with an inner life; and it is only because the solid mineral layer lies spread over it that the inner forces of this second layer are held together. For the moment it were exposed, it would disperse throughout the entire celestial space. It is therefore a layer that is under immense pressure. A third layer is the vapor layer. But it is not a vapor of a material nature, as we have it on the surface of our Earth; rather, in this third layer, the substance itself is endowed with inner forces that we can only compare to human passions, to the inner drives of human beings. While on Earth only beings that are formed in the same way as animals and humans can develop passions, this third layer—just as the substances of the Earth are permeated by magnetic and thermal forces—is materially permeated by forces that correspond to what we know as human and animal drives and passions. Then, as the fourth layer, we have the form layer, so called because it contains the material and the forces of what we encounter in the mineral part of the Earth as formed entities. And the fifth layer, the fertile soil, has the distinctive characteristic that, as a material in itself, it possesses infinite fertility. If you were to have a portion of this layer of the earth, it would continually sprout new shoots and sprouts from within itself; overflowing fertility is the defining characteristic of this layer. After that, we come to the sixth layer, the fire earth, which contains within itself forces that can become terribly devastating and destructive. It is actually these forces into which the primordial fires have been bound.

[ 27 ] In dieser Schicht wirkt materiell im Grunde genommen das Reich des Ahriman und von dieser Schicht aus wirkt es. Was in den äußeren Naturerscheinungen zutage tritt in Luft und Wasser, in Wolkenbildungen, was als Blitz und Donner erscheint, das ist sozusagen ein letzter Rest - aber ein guter Rest - auf der Erdoberfläche von dem, was an Kräften schon mit dem alten Saturn verbunden war und das sich mit der Sonne abgetrennt hat. Von dem, was in diesen Kräften wirkt, sind die inneren Feuerkräfte der Erde in den Dienst des Ahriman gestellt. Da hat er das Zentrum seines Wirkens. Und während seine geistigen Wirkungen in der geschilderten Art zu den Menschenseelen hinziehen und sie zum Irrtum führen, sehen wir, wie er -in einer gewissen Weise gefesselt - im Inneren der Erde gewisse Angriffspunkte seines Wirkens hat. Wenn man die geheimnisvollen Zusammenhänge kennen würde von dem, was auf der Erde unter dem Einflusse Ahrimans geschehen ist, und dem, was dadurch das eigene Karma Ahrimans geworden ist, so würde man in dem Beben der Erde den Zusammenhang erkennen zwischen dem, was als Naturereignisse in so furchtbar trauriger, tragischer Art vor sich geht, und dem, was auf der Erde waltet. Das ist zurückgeblieben seit den alten Zeiten als etwas, was auf der Erde in Reaktion tritt gegen die lichten, die guten Wesenheiten.

[ 27 ] In this layer, the realm of Ahriman essentially exerts its influence, and it acts from this layer. What manifests in the outer phenomena of nature—in the air and water, in cloud formations, and in the form of lightning and thunder—is, so to speak, a final remnant—but a good one—on the Earth’s surface of the forces that were already connected to the ancient Saturn and that separated from it along with the Sun. Of the forces at work here, the inner fiery forces of the Earth are placed at Ahriman’s service. There he has the center of his activity. And while his spiritual influences draw toward human souls in the manner described and lead them into error, we see how he—in a certain sense bound—has specific points of attack for his activity within the Earth. If one were to know the mysterious connections between what has happened on Earth under Ahriman’s influence and what has thereby become Ahriman’s own karma, one would recognize in the Earth’s tremors the connection between what unfolds as natural events in such a terribly sad and tragic manner and what reigns on Earth. This has remained since ancient times as something that reacts on Earth against the beings of light and goodness.

[ 28 ] So wirken über die Erde hin diese oder jene Kräfte, die mit jenen Wesen verbunden sind, die herausgestoßen worden sind aus dem Zusammenhange mit der Erde zu der Zeit, als die lichten, die guten Wesenheiten die heilsamen Erscheinungen um den Erdkreis herum geführt haben, und wir können in einer gewissen Weise den Nachklang dieser Feuerwirkungen, die dem Menschen früher entzogen worden sind, in dem erkennen, was das Feuer anrichtet in solchen furchtbaren Naturerscheinungen. Wir brauchen uns nicht zu sagen, daß etwa diejenigen, die von dem betroffen werden, was durch Ahrimans Karma hervorgerufen wird - das aber seit der atlantischen Zeit im Zusammenhange steht mit dem Menschheitskarma -, etwa daran irgendwelche Schuld haben. Das hängt zusammen mit dem gesamten Menschheitskarma, an dem auch der einzelne mitzutragen hat. Und ganz woanders liegen oftmals die Ursachen, die dann an bestimmten Stellen als die Wirkungen des Karma Ahrimans zum Austrag kommen, weil gerade diese Stellen die Gelegenheit dazu bieten.

[ 28 ] Thus, various forces—linked to those beings who were cast out of their connection with the Earth at the time when the luminous, benevolent beings guided the healing phenomena around the globe—are at work across the Earth, and in a certain sense we can recognize the echo of these fiery forces—which were once withheld from humanity—in what fire brings about in such terrible natural phenomena. We need not tell ourselves that those affected by what is brought about by Ahriman’s karma—which, however, has been connected to humanity’s karma since Atlantean times—are in any way to blame for it. This is connected to the collective karma of humanity, which the individual must also bear. And the causes often lie elsewhere entirely; they then manifest in specific places as the effects of Ahriman’s karma, precisely because these places offer the opportunity for this to occur.

[ 29 ] Da sehen wir einen Zusammenhang, der allerdings uns wie ein stehengebliebener Rest sonstiger uralter Menschheitskatastrophen erscheint. In der lemurischen Zeit wurde den Menschen die Gewalt entzogen, auf das Feuer zu wirken. Vorher konnte der Mensch auf das Feuer wirken. Daher ist das alte Lemurien zugrunde gegangen durch die Feuerleidenschaften der Menschen. Da war dasselbe Feuer, das jetzt unten ist, oben. Damals ist das Feuer zurückgetreten von der Erdoberfläche; dasselbe Feuer, das wie ein Extrakt aus dem Urfeuer herausgekommen ist, ist das unorganische Feuer, das mineralische Feuer von heute. Ebenso ist es gegangen mit den Kräften, die durch Luft und Wasser gehen und die durch die Leidenschaften der Menschen die Katastrophen von Atlantis herbeigeführt haben. Es war ein Gesamt-Menschheitskarma, das diese atlantischen Katastrophen hervorgerufen hat. Aber es ist ein Rest davon geblieben, und dieser Rest ruft die Nachklänge dieser Katastrophen hervor. Unsere Vulkanausbrüche und unsere Erderschütterungen sind nichts anderes als die Nachklänge dieser Katastrophen. Nur müssen wir in Betracht ziehen, daß niemandem auch nur beifallen dürfte, daß den gerade von einer solchen Katastrophe Betroffenen auch nur irgendein Teil der Schuld beizumessen sei und daß deshalb nicht in vollstem Umfange Mitleid für die dadurch Betroffenen hervorgerufen werden sollte. Das muß sich der Anthroposoph klarmachen, daß das Karma dieser Menschen nichts zu tun hat mit dem, was er tun darf, und daß er etwa einem Menschen nicht helfen dürfte, weil er -trivial gesprochen -an das Karma glaubt, daß der Mensch dieses Schicksal selbst herbeigeführt habe. Das ist es gerade, wozu uns das Karma auffordert: daß wir den Menschen helfen, weil wir sicher sein können, daß unsere Hilfe dann für den Menschen etwas bedeutet, was in sein Karma eingeschrieben wird, und wodurch sein Karma in eine günstigere Richtung kommt. Gerade zum Mitleid muß uns das Durchschauen der Welt führen, das auf Karma begründet ist. So wird uns das Verständnis gegenüber den unglücklich Leidenden und von einer solchen Katastrophe Betroffenen gerade um so mitleidiger machen, denn es besagt, daß es ein Gesamt-Menschheitskarma ist, an dem die einzelnen Menschheitsglieder zu leiden haben, und daß ebenso, wie die ganze Menschheit solche Ereignisse herbeiführt, auch die ganze Menschheit dafür aufzukommen hat, daß wir ein solches Schicksal als unser eigenes anzusehen haben, daß wir nicht einmal helfen, weil wir es freiwillig tun, sondern weil wir wissen: Wir stehen im Menschheitskarma drinnen, und was da verschuldet worden ist, das ist mit von uns verschuldet.

[ 29 ] Here we see a connection that, however, appears to us as a remnant of other ancient human catastrophes. During the Lemurian era, human beings were deprived of the power to influence fire. Before that, humans could influence fire. That is why ancient Lemuria perished as a result of humanity’s fiery passions. At that time, the same fire that is now below was above. Back then, fire withdrew from the Earth’s surface; that same fire, which emerged as an extract from the primordial fire, is the inorganic fire—the mineral fire—of today. The same is true of the forces that pass through air and water and that, through human passions, brought about the catastrophes of Atlantis. It was a collective human karma that brought about these Atlantean catastrophes. But a remnant of it remains, and this remnant gives rise to the reverberations of those catastrophes. Our volcanic eruptions and our earthquakes are nothing other than the reverberations of these catastrophes. We must, however, bear in mind that it should not even occur to anyone that those currently affected by such a catastrophe bear even a fraction of the blame, and that therefore compassion for those affected should not be evoked to the fullest extent. The anthroposophist must realize that these people’s karma has nothing to do with what he is permitted to do, and that he should not, for example, refuse to help a person simply because—to put it trivially—he believes in karma, namely that the person has brought this fate upon himself. This is precisely what karma calls us to do: to help people because we can be certain that our help will then mean something to them, something that will be inscribed in their karma, thereby steering their karma in a more favorable direction. Understanding the world based on karma must lead us precisely to compassion. Thus, our understanding of those who are unhappily suffering and affected by such a catastrophe will make us all the more compassionate, for it implies that this is a collective human karma from which individual members of humanity must suffer, and that just as all of humanity brings about such events, so too must all of humanity bear the responsibility for them; that we must regard such a fate as our own; that we do not even help because we do so voluntarily, but because we know: We are part of humanity’s karma, and whatever has been brought about there is also our own fault.

[ 30 ] Es ist mir heute morgen eine Frage zugekommen, die sich auf Erdbebenkatastrophen bezieht. Diese Frage lautet:

[ 30 ] This morning I received a question regarding earthquake disasters. The question is as follows:

[ 31 ] «Wie sind Erdbebenkatastrophen okkult zu erklären? Sind sie vorherzusehen? Wenn die Katastrophen im einzelnen vorauszusehen wären, warum wäre es dann nicht möglich, vorher in unauffälliger Weise eine Warnung zu geben? Eine solche Warnung würde vielleicht das erstemal nicht gleich etwas nützen, gewiß aber später.»

[ 31 ] “How can earthquake disasters be explained from an occult perspective? Can they be predicted? If individual disasters could be predicted, why wouldn’t it be possible to issue a warning in advance in an unobtrusive manner? Such a warning might not be of any immediate use the first time, but it certainly would be later.”

[ 32 ] Unsere älteren Mitglieder werden sich erinnern, was am Schlusse des Vortrages über «Das Innere der Erde» zuweilen gesagt worden ist, was gesagt worden ist über die Möglichkeit auf der Erde sich ereignender Erdbeben. Aber das soll jetzt nicht berücksichtigt werden, sondern es soll auf diese Frage in direkter Weise eingegangen werden. Die Frage besteht im Grunde genommen aus zwei Teilen. Der erste Teil ist der: Ob in einer gewissen Weise aus dem okkulten Zusammenhang, der überschaut werden kann, Erdbeben vorausgesehen werden können? Diese Frage muß dadurch beantwortet werden, daß gesagt wird, daß die Erkenntnis solcher Dinge zu den tiefsten Erkenntnissen des okkulten Wissens überhaupt gehört. Für ein einzelnes auf der Erde eingetretenes Ereignis, das im wesentlichen aus einem so tiefen Grunde heraus eintritt, wie es heute geschildert worden ist, das zusammenhängt mit weit über die Erde sich hinziehenden Ursachen, für ein solches Ereignis ist es im Grunde durchaus richtig, daß auch für solche einzelnen Dinge eine Zeitangabe gemacht werden kann. Der Okkultist hätte durchaus die Möglichkeit, eine solche Zeitangabe zu machen. Nun aber ist die andere Frage diese: Ob solche Angaben gemacht werden können, gemacht werden dürfen? Da wird es in der Tat für den, der den okkulten Geheimnissen äußerlich gegenübersteht, fast selbstverständlich klingen, daß das in einer gewissen Beziehung mit Ja beantwortet werden könnte. Und dennoch, die Sache liegt so, daß in bezug auf solche Ereignisse eigentlich im Grunde genommen nur zwei- bis dreimal in jedem Jahrhundert - im Höchstfalle zwei- bis dreimal - aus den Einweihungsstätten heraus etwas vorhergesagt werden kann. Denn Sie müssen bedenken, daß diese Dinge eben mit dem Menschheitskarma zusammenhängen und daß diese Dinge, wenn sie zum Beispiel auch im einzelnen vermieden würden, dann an einer anderen Stelle in einer anderen Erscheinung hervortreten müßten. Durch das Vorhersagen würde sich an der Tatsache nichts ändern. Und bedenken Sie, in welch furchtbarer Weise in das Karma der ganzen Erde eingegriffen würde, wenn menschliche Maßnahmen getroffen würden gegenüber solchen Ereignissen! In einer furchtbaren Weise würde die Reaktion eintreten, und zwar würde sie so stark eintreten, daß nur in seltenen Ausnahmefällen einer, der ein tiefer Eingeweihter wäre, für sich selbst oder für die, die ihm am nächsten stehen, wenn er eine Erdbebenkatastrophe voraussehen würde, von seinem Wissen einen Gebrauch machen könnte. Wissend würde er untergehen müssen, ganz selbstverständlich. Denn diese Dinge, die durch die Jahrtausende und Jahrmillionen im Menschheitskarma liegen, lassen sich nicht durch Maßnahmen, die innerhalb einer kurzen Menschheitsperiode fallen, paralysieren. Aber es kommt noch etwas anderes hinzu.

[ 32 ] Our older members will recall what was occasionally mentioned at the end of the lecture on “The Interior of the Earth”—namely, what was said about the possibility of earthquakes occurring on Earth. But we will not consider that now; instead, we will address this question directly. The question essentially consists of two parts. The first part is this: Can earthquakes be foreseen in a certain way from the occult context that can be surveyed? This question must be answered by stating that the understanding of such things belongs to the deepest insights of occult knowledge in general. For a single event that has occurred on Earth—one that essentially arises from such a deep cause as has been described today, and which is connected to causes extending far beyond the Earth—it is, in fact, entirely correct that a specific time can be given even for such individual events. The occultist would certainly have the ability to specify such a time. But now the other question is this: Can such specifications be made, and should they be made? To those who view the occult mysteries from the outside, it will indeed sound almost self-evident that, in a certain sense, the answer to this could be “yes.” And yet, the fact is that, with regard to such events, predictions can actually be made from the places of initiation only two or three times in every century—at most two or three times. For you must bear in mind that these things are connected with the karma of humanity, and that if, for example, they were avoided in one particular instance, they would then have to manifest elsewhere in a different form. Making a prediction would not change the fact itself. And consider what a terrible impact it would have on the karma of the entire Earth if human measures were taken in response to such events! The reaction would be terrible, and indeed so severe that only in rare, exceptional cases could someone who were a deeply initiated being make use of his knowledge—for himself or for those closest to him—if he were to foresee an earthquake disaster. Knowing this, he would have to perish, quite naturally. For these things, which have been embedded in humanity’s karma for millennia and millions of years, cannot be paralyzed by measures taken within a brief human epoch. But there is something else to consider as well.

[ 33 ] Es ist gesagt worden, daß zu den schwierigsten okkulten Untersuchungen gerade dieses Kapitel gehört. Als ich den Vortrag gehalten habe über das «Erdinnere», habe ich schon gesagt, daß es ungeheuer schwierig ist, über das Erdinnere etwas zu wissen, daß es viel leichter ist, über den astralischen Raum, über den devachanischen Raum, selbst über die fernsten Planeten etwas zu wissen als über das Erdinnere, Die meisten Dinge, die über das Erdeninnere zu hören sind, sind eben der reinste Humbug, weil das gerade zu den schwierigsten Dingen des Okkultismus gehört. In dieses Gebiet hinein gehören auch die Dinge, die mit diesen Elementarkatastrophen zusammenhängen. Und vor allen Dingen müssen Sie sich vor Augen halten, daß Hellsehen nicht etwas ist, wo sich irgendeiner hinsetzt und in einen besonderen Zustand kommt und dann sagen kann, was in der ganzen Welt bis in die höchsten Welten hinauf vorgeht. So liegen die Sachen nicht. Wer das glauben würde, der würde ebensosehr gescheit denken wie derjenige, der da sagen würde: Du hast doch die Fähigkeit, in der physischen Welt wahrzunehmen; es ist dir aber doch gar nicht aufgefallen, und du hast das gar nicht gesehen, als die Uhr zwölf war und du hier in dem Zimmer saßest, was um zwölf Uhr draußen an der Spree sich zugetragen hat? - Es gibt doch Hindernisse des Sehens. Wenn der Betreffende um zwölf Uhr draußen gerade spazieren gegangen wäre, dann hätte er vielleicht wohl das betreffende Ereignis wahrgenommen. Es ist nicht so, daß bloß durch den Entschluß, sich in den nötigen Zustand zu versetzen, nun auch alle Welten gleich offenliegen. Auch da muß der Betreffende erst zu den Dingen hingehen und die Dinge untersuchen, und diese Untersuchungen, um die es sich da handelt, gehören zu den schwierigsten Dingen, weil da die größten Hindernisse entgegenstehen. Und hier darf vielleicht gerade über diese Hindernisse gesprochen werden.

[ 33 ] It has been said that this chapter in particular is among the most difficult occult studies. When I gave the lecture on the “Interior of the Earth,” I already said that it is immensely difficult to know anything about the Earth’s interior, that it is much easier to know something about astral space, about the Devachanic realm, or even about the most distant planets than about the Earth’s interior, Most of what is said about the Earth’s interior is simply pure nonsense, because it is one of the most difficult subjects in occultism. This field also includes matters related to these elemental catastrophes. And above all, you must bear in mind that clairvoyance is not something where someone simply sits down, enters a special state, and can then say what is happening throughout the entire world, all the way up to the highest realms. That is not how things work. Anyone who believed that would be just as deluded as someone who were to say: “You do have the ability to perceive in the physical world; but you didn’t even notice it, and you didn’t see at all—while you were sitting here in this room at twelve o’clock—what happened outside by the Spree at twelve o’clock?”—There are, after all, obstacles to seeing. If the person in question had happened to be out for a walk at twelve o’clock, then perhaps he would have perceived the event in question. It is not the case that simply by resolving to put oneself in the necessary state, all worlds are now equally open. Even then, the person in question must first go to the things and examine them, and these examinations, which are at issue here, are among the most difficult things, because the greatest obstacles stand in the way. And here, perhaps, we may speak specifically about these obstacles.

[ 34 ] Sie können einem Menschen, der die Fähigkeit hat, physisch zu gehen mit seinen beiden Beinen, diese Fähigkeit nicht bloß dadurch nehmen, daß Sie ihm die Beine abschneiden, sondern auch dadurch, daß Sie ihn einsperren; dann kann er nicht herumgehen. Ebenso gibt es auch Hindernisse für okkulte Untersuchungen, und auf dem Gebiete, wovon wir sprechen, gibt es in der Tat gewaltige Hindernisse. Und eines der Haupthindernisse möchte ich Ihnen jetzt anführen. Ich will Sie hinführen auf einen geheimnisvollen Zusammenhang. Das größte Hindernis, das für die okkulten Forschungen auf diesem Gebiete besteht, das ist die gegenwärtige Art und Weise, wie heute materialistisch äußere Wissenschaft getrieben wird. Alles wasan Unsummen von Illusionen, von Irrtümern heute in der materialistischen Wissenschaft aufgehäuft wird, all die unwürdigen Untersuchungen, die gemacht werden und die nicht nur zu nichts führen, sondern eigentlich nur aus der Eitelkeit der Menschen hervorgehen, das sind Dinge, die in ihren Wirkungen in den höheren Welten die Untersuchungen in diesen höheren Welten über solche Erscheinungen, den freien Ausblick geradezu unmöglich machen oder wenigstens sehr schwierig. Der freie Ausblick wird gerade dadurch getrübt, daß hier auf der Erde die materialistische Forschung vorgeht. Diese Dinge kann man gar nicht einmal so ohne weiteres überschauen. Ich möchte sagen: Lassen Sie erst einmal die Zeit kommen, in der die Geisteswissenschaft sich mehr ausbreiten wird und in der durch die Geisteswissenschaft und ihren Einfluß hinweggefegt wird der materialistische Aberglaube unserer Welt! Gerade das sinnlose Kombinieren und Hypothesen-Aufstellen, wobei man alles mögliche dann in das Innere der Erde hineinphantasiert - lassen Sie das alles hinweggefegt sein und Sie werden sehen: Wenn die Geisteswissenschaft sich erst einmal einfügen wird selber als ein Schicksal in das Menschheitskarma, wenn sie die Mittel und Wege finden wird, die Seelen zu ergreifen, und auf diesem Wege die gegnerischen Kräfte, den materialistischen Aberglauben wird besiegen können, wenn das, was mit dem ärgsten Feinde der Menschheit zusammenhängt, der den menschlichen Blick in die Sinneswelt hinein fesselt, weiter erforscht werden kann, dann werden Sie sehen, daß dann auch die Möglichkeit geboten werden wird, auch äußerlich auf das Menschheitskarma zu wirken, indem das Furchtbare solcher Ereignisse abgemildert wird. Suchen Sie in dem materialistischen Aberglauben der Menschen die Gründe, warum die Eingeweihten schweigen müssen über diejenigen Ereignisse, die mit dem großen Menschheitskarma zusammenhängen. Wir sehen einen wissenschaftlichen Betrieb, der vielfach nicht von dem faustischen Streben nach der Wahrheit beherrscht wird, sondern im umfänglichsten Maße mit Eitelkeit und Ehrsucht zusammenhängt. Wie vieles wird an wissenschaftlichen Forschungen dadurch in die Welt gesetzt, weil der einzelne nur etwas sucht für seine eigene Person. Wenn Sie das alles summieren, dann werden Sie sehen, wie stark die Kraft ist, die sich ausbreitet gegen den Ausblick in diejenige Welt, die sich hinter den äußeren sinnlichen Erscheinungen verbirgt. Wenn die Menschheit erst diesen Nebel wegschafft, dann wird die Zeit gekommen sein, in welcher in bezug auf gewisse geheimnisvolle Naturerscheinungen, die von den Feinden der Menschheit ausgehen und tief eingreifen in das menschliche Leben, der Menschheit in einem gewissen Grade umfänglich wird geholfen werden können. Bis dahin ist diese Möglichkeit nicht vorhanden.

[ 34 ] You cannot take away the ability to walk physically on two legs from a person merely by cutting off his legs, but also by locking him up; then he cannot walk around. Similarly, there are also obstacles to occult research, and in the field we are discussing, there are indeed enormous obstacles. And I would now like to point out one of the main obstacles to you. I want to draw your attention to a mysterious connection. The greatest obstacle to occult research in this field is the current way in which materialistic, external science is conducted today. All the vast amounts of illusions and errors that are accumulated today in materialistic science, all the unworthy investigations that are being conducted—which not only lead nowhere but actually stem solely from human vanity—are things whose effects in the higher worlds make research into such phenomena in those higher worlds, and a clear perspective on them, virtually impossible or at least very difficult. This free perspective is clouded precisely by the fact that materialistic research is taking place here on Earth. It is not even possible to grasp these things at a glance. I would like to say: Let us first await the time when spiritual science will become more widespread and when the materialistic superstition of our world will be swept away by spiritual science and its influence! Precisely this senseless speculation and hypothesis-building—in which all manner of things are then imagined to exist within the Earth’s interior—let all of that be swept away, and you will see: Once spiritual science has established itself as a destiny within humanity’s karma, once it finds the means and ways to capture the souls and, in this way, is able to defeat the opposing forces—the materialistic superstition—and once what is connected to humanity’s worst enemy, which binds the human gaze to the sensory world, can be further explored, then you will see that the possibility will also arise to influence the karma of humanity externally, by mitigating the horror of such events. Look within the materialistic superstition of humanity for the reasons why the initiates must remain silent about those events connected with the great karma of humanity. We see a scientific enterprise that in many cases is not governed by a Faustian quest for truth, but is, to the greatest extent, linked to vanity and ambition. How much scientific research is thus brought into the world simply because the individual seeks only what benefits himself. If you take all this into account, you will see how powerful the force is that opposes the prospect of glimpsing the world hidden behind external sensory phenomena. Only when humanity clears away this fog will the time come when, with regard to certain mysterious natural phenomena—which emanate from the enemies of humanity and deeply affect human life—humanity can be helped to a certain extent and in a comprehensive manner. Until then, this possibility does not exist.

[ 35 ] Das sind allerdings, wie ich sehr wohl weiß, Richtungen, die diesen Fragen gegeben werden, die nicht gerade immer in der Richtung des Fragestellenden liegen. Aber die Geheimlehre hat da nun einmal das Schicksal, daß sie in manchem erst die Frage auf die richtige Bahn bringen muß, damit die Frage erst richtig gestellt werde, ehe sie richtig beantwortet werden kann. Aber nehmen Sie das auch wiederum nicht so, wie wenn der geheimnisvolle Zusammenhang zwischen den Erdkatastrophen und dem Menschheitskarma nicht in die Geheimnisse hineinfiele, die erforschbar sind. Er fällt hinein und er ist erforschbar. Aber es sind eben Gründe da, daß heute von diesen tiefsten Geheimnissen nur das Allerallgemeinste in die Welt dringen kann. Lassen Sie erst durch die Geisteswissenschaft eine Erkenntnis in die Menschheit kommen davon, daß es möglich ist, daß ihre eigenen Taten zusammenhängen mit den Naturereignissen, dann wird auch die Zeit kommen, in welcher der Menschheit gerade aus dieser Erkenntnis heraus das Verständnis erwächst, daß diese Dinge in einer Frage beantwortet werden können, wie es verlangt wird. Diese Zeit wird kommen. Denn die Geheimwissenschaft kann mancherlei Schicksale durchmachen. Es kann sogar so sein, daß ihr Einfluß lahmgelegt wird, daß ihr Einfluß nur auf einen engsten Kreis beschränkt bleibt. Aber sie wird ihren Weg machen durch die Menschheit, sie wird sich einleben in das Menschheitskarma, und dann wird auch die Möglichkeit geschaffen sein, daß durch die Menschheit selbst auf das Menschheitskarma eingewirkt werden kann.

[ 35 ] These, however, as I am well aware, are the directions given to these questions—directions that do not always align with the questioner’s own perspective. But the Esoteric Teaching is, after all, destined in many cases to first steer the question onto the right track, so that the question may be properly posed before it can be properly answered. But do not take this to mean, however, that the mysterious connection between earthly catastrophes and the karma of humanity does not fall within the realm of mysteries that can be explored. It does fall within that realm, and it is explorable. But there are reasons why, today, only the most general aspects of these deepest mysteries can reach the world. Let spiritual science first bring to humanity the realization that it is possible for its own actions to be connected with natural events; then the time will come when, precisely out of this realization, humanity will develop the understanding that these matters can be answered in a single question, as is required. That time will come. For esoteric science can undergo many trials. It may even be the case that its influence is paralyzed, that its influence remains confined to a very narrow circle. But it will make its way through humanity; it will become embedded in human karma, and then the possibility will also be created for humanity itself to influence human karma.