Anthroposophy's Response
to Universal Questions
GA 108
2 December 1908, Wrocław
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Anthroposophy's Response to Universal Questions, tr. SOL
3. Das Leben zwischen zwei Wiederverkörperungen
3. Life Between Two Reincarnations
[ 1 ] Wir haben gestern vor einem etwas größeren Kreise einiges besprechen können über die Wege, die in die höheren Welten hineinführen. Heute mag es gestattet sein, einiges über die höheren Welten selbst zu sagen, und zwar wollen wir gleich eines der wichtigsten Kapitel aus dem Gebiet der übersinnlichen Welten herausgreifen und wollen einen Blick werfen auf die Vorgänge, die sich mit dem Menschen abspielen zwischen dem Tode und einer neuen Wiedergeburt. Es ist dies eines der wichtigsten Kapitel aus dem Gebiete des höheren Lebens deswegen, weil es die grundlegendsten Tatsachen und Vorgänge der menschlichen Entwickelung betrifft, und da das physische Dasein des Menschen zusammenhängt und verwoben ist mit bedeutsamen Vorgängen in jenen Welten, muß man in diese Geheimnisse eindringen, wenn man das menschliche Wesen überhaupt begreifen will.
[ 1 ] Yesterday, we were able to discuss a number of things with a somewhat larger group regarding the paths that lead into the higher worlds. Today, perhaps, we may be permitted to say a few words about the higher worlds themselves; specifically, we will focus on one of the most important chapters in the realm of the supersensible worlds and take a look at the processes that take place within the human being between death and a new rebirth. This is one of the most important chapters in the realm of higher life because it concerns the most fundamental facts and processes of human development; and since the physical existence of the human being is connected and interwoven with significant processes in those worlds, one must penetrate these mysteries if one is to understand the human being at all.
[ 2 ] Ich möchte sogleich damit beginnen, das Leben des Menschen zwischen Tod und einer neuen Geburt zu schildern, doch müssen wir, um begreifen zu können, was da in dieser Zwischenzeit geschieht, zunächst das Wesen des Menschen ins Auge fassen. Für diejenigen, die sich schon länger mit anthroposophischen Dingen und Studien befaßt haben, dürfte ja dasjenige, was in der Einleitung erläutert werden wird, nichts Neues sein. Aber wir müssen doch diese Dinge von vornherein ganz genau ins Auge fassen, um uns für ein vollständiges Verstehen der darauffolgenden Beschreibungen vorzubereiten.
[ 2 ] I would like to begin immediately by describing human life between death and a new birth, but in order to understand what happens during this interim period, we must first consider the nature of the human being. For those who have long been engaged in anthroposophical matters and studies, what will be explained in the introduction is likely nothing new. But we must nevertheless examine these things very closely from the outset in order to prepare ourselves for a complete understanding of the descriptions that follow.
[ 3 ] Für die anthroposophische Geisteswissenschaft ist das Wesen des Menschen nicht bloß jenes Wesen materieller Art, wie es den äußeren Sinnen erscheint, das wir mit den Händen tasten können und das durch die physische Gesetzmäßigkeit an die physische Welt gebunden ist. Geisteswissenschaft zeigt, daß dieser physische Körper des Menschen nur ein Teil von seiner ganzen Wesenheit ist, und zwar hat der Mensch diesen physischen Leib gemeinsam mit der mineralischen Welt. Wir können uns draußen umsehen in der Natur alles, was scheinbar toter, mineralischer Natur ist, besteht aus denselben Stoffen, aus denen der menschliche Leib aufgebaut ist. Im Stein und im menschlichen Leibe zeigen sich dieselben physischen Vorgänge, aber es ist ein großer Unterschied zwischen den Vorgängen der gewöhnlichen, leblosen physischen Körper und dem Wesen des Menschen. Ein äußerlicher physischer Körper, wie ein Stein, hat eine Form, und er behält seine Form so lange, bis ein äußerer Vorgang, wie ein Zerschlagen oder sonst eine Gewalt, die Form zerstört. Der menschliche physische Leib dagegen oder der eines anderen lebenden Wesens wird im Tode zerstört durch die eigene Gesetzmäßigkeit der physisch-chemischen Stoffe, und der menschliche Leib ist in diesem Falle ein Leichnam.
[ 3 ] For anthroposophical spiritual science, the human being is not merely a material entity as it appears to the external senses—one that we can touch with our hands and that is bound to the physical world by physical laws. Spiritual science shows that this physical body of the human being is only a part of his entire being; indeed, the human being shares this physical body with the mineral world. If we look around in nature, everything that appears to be lifeless, mineral nature consists of the same substances from which the human body is composed. The same physical processes are at work in a stone and in the human body, but there is a great difference between the processes of ordinary, lifeless physical bodies and the human being. An external physical body, such as a stone, has a form, and it retains its form until an external process—such as being shattered or some other force—destroys that form. The human physical body, on the other hand, or that of any other living being, is destroyed at death by the inherent laws governing physical and chemical substances, and in this case, the human body becomes a corpse.
[ 4 ] Die Geisteswissenschaft zeigt uns nun, daß in dem Zustand zwischen Geburt und Tod, also während unserer physischen Lebenszeit, noch ein zweites Glied der menschlichen Wesenheit vorhanden ist als ein fortwährender Kämpfer gegen diesen Zerfall des physischen Leibes. Wir nennen ihn den ätherischen Leib oder Lebensleib. In uns allen ist er. Würde dieses zweite Glied nicht im Menschen sein, so würde der Leib in jedem Augenblicke nur den physischen Kräften folgen; er würde zerfallen. Der Kämpfer gegen diesen Zerfall ist der ätherische Leib oder Lebensleib. Nur im Falle des Todes trennt sich dieser Lebensleib von dem physischen Körper. Diesen Lebensleib hat der Mensch gemeinsam mit jedem anderen Lebewesen; das Tier hat ihn, und auch die Pflanze hat einen solchen fortwährenden Kämpfer. Auch in ihnen muß gegen den Zerfall ein solcher fortwährender Kämpfer sein.
[ 4 ] Spiritual science now shows us that in the state between birth and death—that is, during our physical lifetime—there is a second aspect of the human being that continuously struggles against the decay of the physical body. We call it the etheric body or life body. It is within all of us. If this second aspect were not present in human beings, the body would at every moment follow only the physical forces; it would disintegrate. The fighter against this decay is the etheric body or life body. Only in the event of death does this life body separate from the physical body. Human beings share this life body with every other living being; animals have it, and plants, too, have such a constant fighter. In them, too, there must be such a constant fighter against decay.
[ 5 ] Wenn der physische Leib als ein erstes, der Lebensleib als ein zweites Glied der Lebewesen bezeichnet worden ist, so hat der Mensch aber über dieses zweite Glied hinaus noch ein drittes Glied. Schon mit dem Verstande allein, mit der Logik sind wir imstande, das einzusehen. Wir wollen annehmen, ein Mensch stünde vor uns. Ist in diesem Raume, den er einnimmt, ist in dieser Hand, die er gebraucht, ist da nichts weiter vorhanden, als das bisher Erwähnte? Oh, es ist noch etwas mehr darinnen als Knochen und Muskeln, als allerhand chemische Bestandteile, die wir mit unseren Augen sehen, mit unseren Händen tasten können. Und ein jeder von uns weiß es auch ganz genau, daß etwas mehr darinnen ist. Dieses Mehr, das ist die Summe seines Leides und seiner Lust; dieses Etwas kennt ein jeder, denn es ist alles, was an Empfindungen und an Gefühlen, von morgens bis abends, das ganze Leben hindurch abläuft. Es gibt einen unsichtbaren Träger dieser Empfindungen, und wir bezeichnen ihn als den astralischen Leib oder Empfindungsleib des Menschen. Dieser für das physische Auge des Menschen nicht wahrnehmbare astralische Leib ist bedeutend größer als der physische Leib. Für das hellseherische Bewußtsein ist er erkennbar als eine lichtausstrahlende Wolke, in welcher der physische Körper eingebettet ist. Dieses dritte Glied seiner Wesenheit hat der Mensch gemeinschaftlich mit dem Tiere, denn auch dieses besitzt einen astralischen Leib.
[ 5 ] If the physical body has been described as the first element of living beings and the vital body as the second, then human beings possess a third element beyond this second one. We are able to understand this through reason alone, through logic. Let us suppose that a person is standing before us. Is there nothing more in the space he occupies, in the hand he uses, than what has been mentioned so far? Oh, there is something more within him than bones and muscles, than all manner of chemical components that we can see with our eyes and touch with our hands. And each of us knows quite well that there is something more within him. This “something more” is the sum of their suffering and their joy; everyone is familiar with this “something,” for it is the totality of sensations and feelings that unfold from morning to night, throughout their entire life. There is an invisible vessel for these sensations, and we refer to it as the human astral body or sensory body. This astral body, imperceptible to the human physical eye, is significantly larger than the physical body. To the clairvoyant consciousness, it appears as a light-radiating cloud in which the physical body is embedded. Human beings share this third aspect of their being with animals, for animals, too, possess an astral body.
[ 6 ] Dann aber gibt es noch ein viertes Glied in der menschlichen Wesenheit, die Krone des Erdenreichs, die Krone der menschlichen Natur. Dieses vierte Glied können wir ins Auge fassen, wenn wir einer intimen Bewegung der menschlichen Seele nachspüren. Eines gibt es im Menschen, das niemals von außen an ihn herantreten kann. Es ist dieses ein Name, der einfache Name «Ich». Nur aus den tiefsten Tiefen der Seele kann dieser Name, diese Bezeichnung «Ich» herausklingen. Niemals kann ein anderer Mensch zu einem Mitmenschen «Ich» sagen. Nur zu sich selber kann der Mensch das sprechen; nur aus ihm heraus, aus seinem eigenen tiefsten Inneren heraus kann es kommen, und hier beginnt etwas ganz anderes, etwas Göttliches durch den Namen «Ich» herauszutönen. Das empfanden auch alle großen Religionen, daß in dem Ich etwas Heiliges liegt. Auch im Alten Testament ist dies deutlich erkennbar. Da ist der Name «Ich» gleichbedeutend mit dem Namen Gottes. Nur der Priester durfte bei besonders feierlichen Gelegenheiten, bei besonders feierlichen Gottesdiensten den Gottesnamen aussprechen, und wenn er im Tempel den Namen «Jahve» ehrfurchtsvoll ertönen ließ, so bedeutete der Name «Jahve» nichts anderes als «Ich» oder «Ich bin». Daß der Gott selber im Menschen sich ausspricht, sollte es bedeuten. Und nur dasjenige Wesen kann dieses Wort in der Seele zu seiner Seele aussprechen, in dessen Natur das Gotteswesen sich offenbart. Die Offenbarung Gottes im Menschen ist ein viertes Glied der menschlichen Wesenheit. Aber nicht denken sollten wir nun, daß wir nun Gott selber wären. Ein Funken ist es aus dem Meere der Gottheit, der im Menschen aufblitzt. Wie ein Tropfen aus dem Meere nicht das Meer selber ist, sondern nur ein Tropfen daraus, so ist das Ich des Menschen kein Gott, sondern ein Tropfen aus der göttlichen Substanz: der Gott beginnt zu sprechen in der menschlichen Seele.
[ 6 ] But there is also a fourth element in human nature—the crown of the earthly realm, the crown of human nature. We can grasp this fourth element when we trace an intimate movement of the human soul. There is one thing within a human being that can never approach him from the outside. It is this one name, the simple name “I.” Only from the deepest depths of the soul can this name, this designation “I,” resound. No other human being can ever say “I” to a fellow human being. A person can say this only to themselves; it can come only from within them, from their own deepest innermost being—and here something entirely different, something divine, begins to resound through the name “I.” All the great religions have also sensed that there is something sacred in the “I.” This is also clearly evident in the Old Testament. There, the name “I” is synonymous with the name of God. Only the priest was permitted to utter the name of God on particularly solemn occasions, during especially solemn religious services; and when he reverently pronounced the name “Yahweh” in the temple, the name “Yahweh” meant nothing other than “I” or “I am.” This was meant to signify that God Himself expresses Himself within the human being. And only that being whose nature reveals the divine essence can utter this word in the soul to his own soul. The revelation of God in the human being is a fourth aspect of human nature. But we should not now think that we are God Himself. It is a spark from the ocean of divinity that flashes within man. Just as a drop from the ocean is not the ocean itself, but only a drop from it, so the “I” of man is not God, but a drop from the divine substance: God begins to speak in the human soul.
[ 7 ] Nur der Priester durfte Jahve, den heiligen Namen, bei besonders feierlichen Anlässen aussprechen. Dieses Gotteswesen in der Seele des Menschen zum Tönen zu bringen dadurch, daß der Mensch sagen kann: «Ich bin», das ist die Krone der Schöpfung. Dieser IchTräger, das vierte Glied in der menschlichen Natur, macht den Menschen zum ersten unter den Wesen, die sichtbar sind in der irdischen Schöpfung. Daher sprach man überall in den alten Mysterien von der heiligen Vierheit, deren erstes Glied der sichtbare physische Leib ist, deren zweites Glied der ätherische Leib oder Lebensleib, deren drittes Glied der astralische Leib oder Empfindungsleib und deren viertes Glied das Ich ist. Das sind die vier Glieder, die wir zunächst betrachten wollen. Und von der Art und Weise, wie sie miteinander verbunden sind, hängt das menschliche Leben, das menschliche Bewußtsein ab.
[ 7 ] Only the priest was permitted to utter Yahweh, the holy name, on particularly solemn occasions. To give voice to this divine essence within the human soul—so that a person can say, “I am”—is the crowning achievement of creation. This “I”-bearer, the fourth member of human nature, makes humankind the foremost among the beings visible in earthly creation. That is why, throughout the ancient mysteries, people spoke of the sacred fourfold nature, whose first member is the visible physical body, whose second member is the etheric body or life body, whose third member is the astral body or feeling body, and whose fourth member is the “I.” These are the four members we shall first consider. And human life and human consciousness depend on the way in which they are connected to one another.
[ 8 ] Nur im Tagesbewußtsein, im Wachen, durchdringen sich die vier Glieder der menschlichen Natur. Da haben wir den physischen Leib durchdrungen von dem Ätherleib, nur feiner und etwas größer, über den physischen Leib hinausragend. Dann haben wir den Astralleib, den Träger unserer Empfindungen, den Ätherleib durchdringend und wie ein großes glänzendes Oval den mit dem Ätherleib verbundenen physischen Leib umragend. Und dann haben wir den Ich-Leib. Die vier Glieder der menschlichen Natur durchdringen sich aber nur beim Wachen. Wenn der Mensch schläft, tritt der Astralleib mit dem Ich-Träger heraus, während der physische Leib mit dem Ätherleib verbunden im Bette liegen bleibt. Am Morgen, oder wenn der Mensch erwacht, steigen die ersteren beiden der vier Glieder wieder herab und verbinden sich wieder mit den anderen beiden.
[ 8 ] Only in daily consciousness, while awake, do the four members of human nature interpenetrate one another. There we have the physical body, permeated by the etheric body—which is finer and somewhat larger, extending beyond the physical body. Then we have the astral body, the bearer of our sensations, which permeates the etheric body and, like a large, shining oval, surrounds the physical body connected to the etheric body. And then we have the I-body. However, the four aspects of human nature interpenetrate one another only during wakefulness. When a person sleeps, the astral body emerges together with the bearer of the “I,” while the physical body, connected to the etheric body, remains in bed. In the morning, or when the person awakens, the first two of the four aspects descend again and reunite with the other two.
[ 9 ] Was tut nun beim gewöhnlichen Menschen der astralische Leib in der Nacht? Er ist nicht untätig. Wie eine spiralige Wolke erscheint er dem Auge des Hellsehers, und es gehen Strömungen von ihm aus, die ihn mit dem daliegenden physischen Leibe verbinden. Wenn wir des Abends ermüdet einschlafen, was ist da die Ursache dieser Ermüdung? Daß der astralische Leib den physischen Leib während des Wachens am Tage gebraucht und dadurch abnützt, das erscheint als Ermüdung. Die ganze Nacht aber, während des Schlafens, arbeitet der astralische Leib an der Fortschaffung der Ermüdung. Daher rührt die Erquickung durch den guten Schlaf, und daraus ist zu ermessen, wie wichtig ein wirklich gesunder Schlaf für den Menschen ist. Er stellt in der richtigen Weise wieder her, was durch das Wachleben abgenutzt wurde. Auch noch andere Schäden bessert der astralische Leib während des Schlafes aus, so zum Beispiel Krankheiten des physischen und auch des Ätherleibes. Sie werden es nicht nur aus eigener Lebenserfahrung an sich selbst und an anderen Menschen beobachtet haben, Sie werden auch erfahren haben, daß jeder vernünftige Arzt sagt, in gewissen Fällen sei der Schlaf ein unentbehrliches Heilmittel zur Wiedergesundung. Das ist die Bedeutung des Wechselzustandes zwischen Schlafen und Wachen.
[ 9 ] What, then, does the astral body do at night in an ordinary person? It is not idle. To the clairvoyant’s eye, it appears as a spiral-shaped cloud, and currents emanate from it that connect it to the physical body lying nearby. When we fall asleep in the evening feeling tired, what is the cause of this fatigue? The fact that the astral body uses the physical body during waking hours and thereby wears it out manifests as fatigue. But throughout the night, while we sleep, the astral body works to eliminate this fatigue. This is the source of the refreshment we gain from a good night’s sleep, and from this we can gauge how important truly healthy sleep is for human beings. It properly restores what has been worn down by waking life. The astral body also repairs other forms of damage during sleep, such as illnesses of the physical body and the etheric body. Not only have you observed this from your own life experience—in yourself and in others—but you have also learned that every sensible doctor says that, in certain cases, sleep is an indispensable remedy for recovery. This is the significance of the transitional state between sleeping and waking.
[ 10 ] Jetzt wollen wir dazu übergehen, einen noch wichtigeren Wechselzustand zu betrachten, denjenigen zwischen Leben und Tod. Wenn vorhin gezeigt wurde, daß, sobald der Schlaf eintritt, der astralische Körper mit dem Ich-Träger den mit dem ätherischen Leibe verbundenen physischen Leib verläßt, so tritt im gewöhnlichen Leben fast niemals, höchstens in gewissen Ausnahmefällen, welche später noch erwähnt werden sollen, eine Trennung des Ätherleibes von dem physischen Leibe ein. Erst im Tode findet normalerweise zum ersten Male eine Trennung des physischen Leibes von dem Ätherleibe statt. Jetzt also, im Tode, geht nicht bloß wie im Schlafe der astralische Leib mit dem Ich aus dem viergliedrigen Menschenwesen heraus, sondern da verlassen die drei Glieder, Ätherleib, Astralleib und Ich, den physichen Körper, und wir haben auf der einen Seite den physischen Körper, der als Leichnam zurückbleibt, sofort von den physisch-chemischen Kräften angegriffen wird und der Zerstörung anheimfällt; auf der anderen Seite haben wir eine Verbindung von ätherischem Leib, astralischem Leib und Ich-Träger.
[ 10 ] Now let us turn our attention to an even more important transitional state: that between life and death. While it was shown earlier that, as soon as sleep sets in, the astral body—with the “I”—leaves the physical body connected to the etheric body, in ordinary life a separation of the etheric body from the physical body almost never occurs, except in certain exceptional cases, which will be discussed later. It is only at death that, normally, the physical body is separated from the etheric body for the first time. Now, then, at death, it is not merely the astral body that, as in sleep, leaves the fourfold human being together with the “I”; rather, the three components—the etheric body, the astral body, and the “I”—leave the physical body, and on the one hand we have the physical body, which remains behind as a corpse, is immediately attacked by physical-chemical forces, and falls prey to decay; on the other hand, we have a union of the etheric body, the astral body, and the bearer of the “I.”
[ 11 ] Hier liegt nun die Frage nahe, wie jemand überhaupt wissen könne, wie jene Verhältnisse beim Tode sich entwickeln. Nun, wenn Sie dem gestrigen, öffentlichen Vortrage gefolgt sind, so werden Sie verstehen, daß jene Menschen, welche imstande sind, in höhere Sphären zu schauen, auch in der Lage sind, über die Verhältnisse nach dem Tode zu berichten. Und für einen jeden Menschen stehen Mittel offen und sind Wege geboten, sich solche Fähigkeiten zu erwerben, weshalb auch die Möglichkeit vorliegt, zu wissen, was der Mensch erlebt, wenn er die Pforte des Todes durchschreitet. Wenn über irgendwelche Tatsachen berichtet wird, die nicht sogleich von jedermann kontrollierbar sind, so kann über deren Richtigkeit nur der entscheiden, welcher wirklich weiß. Wenn aber von seiten Unwissender dem Wissenden der Einwurf gemacht würde, daß auch dieser nichts wissen könne, so läge der Vorwurf des Hochmutes ganz auf Seiten derer, die nichts wissen und dabei behaupten, daß man nichts wissen könne. Also nur der Wissende kann entscheiden, was man wissen kann.
[ 11 ] This naturally raises the question of how anyone could possibly know how those conditions unfold at the time of death. Well, if you followed yesterday’s public lecture, you will understand that those people who are able to see into higher spheres are also in a position to report on the conditions after death. And for every person, there are means available and paths offered to acquire such abilities, which is why it is also possible to know what a person experiences when they pass through the gate of death. If any facts are reported that cannot be immediately verified by everyone, then only the one who truly knows can determine their accuracy. But if those who are ignorant were to object to the one who knows, claiming that even he cannot know anything, the accusation of arrogance would lie entirely with those who know nothing and yet claim that nothing can be known. Thus, only the one who knows can determine what can be known.
[ 12 ] Wenn der Mensch durch den Tod geschritten ist, so hat er zunächst ein Gefühl, daß er in eine Welt hineinwächst, in der er immer größer und größer wird, und daß er nicht mehr wie in dieser physischen Welt außerhalb aller Wesenheiten sich befindet, nicht allen anderen Dingen gegenübersteht, sondern gewissermaßen innerhalb derselben, als ob er in alle Dinge hineinkrieche. In dem Zeitpunkte unmittelbar nach dem Tode fühlen Sie kein Hier und Da, sondern ein Überall; es ist, als wenn Sie selbst hineinschlüpften in alle Dinge. Dann tritt eine Gesamterinnerung an Ihr ganzes vergangenes Leben ein, welches mit allen Einzelheiten wie ein großes Tableau vor Ihnen steht. Dieses Erinnern läßt sich nicht vergleichen mit einem noch so guten Erinnern des früheren Lebens, wie Sie das Erinnern im Erdenleben kennen, sondern dieses Erinnerungstableau steht mit einem Male in ganzer Größe da. Auf was beruht das? Es liegt daran, daß der ätherische Leib in Wahrheit der Träger des Gedächtnisses ist. Solange noch im Erdendasein der ätherische Leib im physischen Körper darinnen steckte, mußte er durch das Physische wirken und war an die physischen Gesetze gebunden. Da ist er nicht frei; da vergißt er, denn da tritt beiseite alle Erinnerung, die nicht unmittelbar zum allernächsten gehört, was der Mensch gerade erlebt. Im Tode aber, wie vorhin erläutert wurde, wird der ätherische Leib, der Träger des Gedächtnisses, frei. Er braucht nicht mehr durch das Physische zu wirken, und daher treten die Erinnerungen in ungebundener Weise plötzlich auf.
[ 12 ] When a person has passed through death, they initially have the feeling that they are growing into a world in which they become larger and larger, and that they are no longer, as in this physical world, outside of all beings, no longer facing all other things, but rather, in a sense, within them, as if they were slipping into all things. In the moments immediately following death, you feel no “here” or “there,” but rather an “everywhere”; it is as if you yourself were slipping into all things. Then a total recollection of your entire past life comes to you, standing before you in all its details like a vast tableau. This recollection cannot be compared to even the clearest recollection of a past life as you know it in earthly life; rather, this tableau of memories suddenly stands before you in its full grandeur. What is the reason for this? It is because the etheric body is, in truth, the bearer of memory. As long as the etheric body was still contained within the physical body during earthly existence, it had to act through the physical and was bound by physical laws. There it is not free; there it forgets, for there all memories that do not immediately pertain to what the person is currently experiencing are set aside. At death, however, as explained earlier, the etheric body—the bearer of memory—becomes free. It no longer needs to act through the physical body, and therefore memories suddenly arise in an unbound manner.
[ 13 ] In Ausnahmefällen kann auch während des Lebens diese Trennung von physischem und ätherischem Leibe auftreten. Zum Beispiel in Fällen von Lebensgefahr, beim Ertrinken, beim Abstürzen, das heißt in solchen Fällen, wo das Bewußtsein durch den Schrekken eine große Erschütterung, einen Schock erhält. Leute, die einem solchen Schock unterworfen gewesen waren, erzählen mitunter, daß während einiger Augenblicke ihr ganzes Leben wie ein Tableau vor ihnen gestanden habe, so daß die entschwundenen Erlebnisse aus frühester Lebenszeit plötzlich mit voller Deutlichkeit aus der Vergessenheit wieder auftauchten. Solche Erzählungen beruhen nicht auf Täuschung, sondern auf Wahrheit; sie sind Tatsächlichkeiten. In jenem Moment des Aufblitzens des Erinnnerungstableaus geschieht etwas ganz Besonderes mit dem Menschen; nur darf bei solchem Schock das Bewußtsein nicht verloren werden. In jenem Moment des Abstürzens oder eines anderen Schreckens, der die Veranlassung zu dem Schock gegeben hat, tritt nämlich etwas ein, was der Hellseher sehen kann. Nicht immer, aber doch manchmal, tritt der Teil des ätherischen Leibes, der die Kopfgegend erfüllt, ganz oder zum Teil aus dem Kopf heraus, und wenn dies auch nur auf einen Moment geschieht, so wird doch dadurch die Erinnerung frei, weil der ätherische Leib in solchem Momente von der physischen Materie, dem Hindernisse der ungehemmten Erinnerung, befreit ist.
[ 13 ] In exceptional cases, this separation of the physical and etheric bodies can also occur during one’s lifetime. For example, in life-threatening situations, such as drowning or falling from a height—that is, in cases where consciousness undergoes a severe jolt or shock due to the terror involved. People who have been subjected to such a shock sometimes recount that, for a few moments, their entire life appeared before them like a tableau, so that long-forgotten experiences from their earliest years suddenly resurfaced from oblivion with complete clarity. Such accounts are not based on delusion but on truth; they are facts. At that moment when the tableau of memories flashes before them, something very special happens to the person; however, during such a shock, consciousness must not be lost. For at that moment of a fall or some other fright that caused the shock, something occurs that a clairvoyant can see. Not always, but sometimes, the part of the etheric body that fills the head region emerges, either wholly or in part, from the head; and even if this happens only for a moment, it nevertheless frees up the memory, because in such a moment the etheric body is liberated from physical matter—the obstacle to uninhibited memory.
[ 14 ] Wir können auch noch bei anderen Gelegenheiten einen teilweisen Austritt des ätherischen Leibes beobachten. Wenn Sie sich irgendein Körperglied drücken oder stoßen, so tritt mitunter ein eigentümliches, prickelndes Gefühl auf, und wir pflegen dieses Gefühl zu bezeichnen, indem wir sagen, das Glied sei eingeschlafen. Kinder, welche beschreiben wollen, was für ein Gefühl sie dabei haben, hat man schon oft den Ausdruck sagen hören: Ich fühle in meiner Hand wie Selterswasser. Was ist das? Die eigentliche Ursache ist, daß aus diesem Glied der zugehörige Teil des Lebensleibes für eine Weile herausgehoben ist. Der hellsehende Mensch kann dann den herausgehobenen Teil des Ätherleibes wie eine Kopie des physischen Menschenleibes in dessen Nähe wahrnehmen. So wird zum Beispiel bei einem Sturz der zugehörige entsprechende Teil des Ätherleibes aus dem Kopfe durch die abstürzende Bewegung herausgedrückt.
[ 14 ] We can also observe a partial separation of the etheric body on other occasions. When you press or bump any part of your body, a peculiar, tingling sensation sometimes arises, and we tend to describe this sensation by saying that the limb has “fallen asleep.” Children who try to describe the sensation they experience have often been heard say, “It feels like seltzer water in my hand.” What is this? The actual cause is that the corresponding part of the life body has been temporarily withdrawn from that limb. A clairvoyant person can then perceive the separated part of the etheric body near the physical body, as if it were a copy of it. For example, when a person falls, the corresponding part of the etheric body is pushed out of the head by the force of the fall.
[ 15 ] Im Tode tritt dieses Erinnerungstableau sofort mit voller Stärke ein, weil der ganze physische Körper verlassen wird. Man weiß auch die Dauer dieses Erinnerungstableaus nach dem Tode. Sie beträgt drei bis vier Tage. Es ist nicht leicht, die Gründe hierfür anzugeben. Diese Zeitdauer ist bei jedem Menschen verschieden und entspricht ungefähr der Fähigkeit des betreffenden Menschen, wie lange er es im Leben hätte aushalten können, wach zu bleiben, ohne einzuschlafen.
[ 15 ] At the moment of death, this tableau of memories immediately emerges with full intensity because the entire physical body is left behind. The duration of this tableau of memories after death is also known. It lasts three to four days. It is not easy to explain the reasons for this. This duration varies from person to person and roughly corresponds to that person’s ability to stay awake for that length of time during their lifetime without falling asleep.
[ 16 ] Danach tritt etwas anderes ein. Was dann eintritt, das ist, daß sich eine Art zweiten Leichnams herauslöst. Der Mensch läßt nämlich nunmehr auch noch den Ätherleib zurück; doch behält er davon einen gewissen Extrakt, eine Essenz, und das nimmt der Mensch mit und behält es in alle Ewigkeit. Jetzt, nach Ablegung des Ätherleibes, beginnt für den Menschen die Kamalokazeit, der Kamalokazustand. Wollen Sie sich klarmachen, was für ein Zustand das ist, so müssen Sie beachten, daß der Mensch, nachdem er den physischen und ätherischen Leib zurückgelassen hat, von seinen vier Gliedern noch den Astralleib und das Ich behalten hat, und es taucht für uns nun die Frage auf, was für eine Bewandtnis es mit dem Astralleibe hat, mit dem das Ich nun in die Kamalokazeit hineinlebt. Der Astralleib ist der Träger von Lust und Schmerz, von Genüssen und Begierden, daher hören diese nicht auf, wenn der physische Körper abgelegt wird; nur die Möglichkeit, die Begierden zu befriedigen, hört auf, da das Instrument zur Befriedigung der Begierden, der physische Leib, nicht mehr zur Verfügung steht. Alles, was der Mensch als empfindendes Wesen war im physischen Leibe, hört nicht auf zu sein. Der Mensch behält das alles in seinem astralischen Leibe. Denken wir uns einmal eine gewöhnliche Begierde, und wählen wir der Einfachheit halber eine solche recht banaler Art, zum Beispiel die Begierde nach einer leckeren Speise. Diese Begierde hat ihren Sitz nicht im physischen, sondern im astralischen Leibe. Daher ist diese Begierde nicht abgelegt mit dem physischen Leibe; sie bleibt. Der physische Leib war nur das Instrument, mit welchem diese Begierde befriedigt werden konnte. Wenn Sie ein Messer haben, um damit zu schneiden, so ist dieses das Instrument, und Sie verlieren nicht die Fähigkeit zum Schneiden, wenn Sie das Messer weglegen. So ist beim Tode nur das Werkzeug zum Genuß abgelegt, und deshalb ist der Mensch zunächst in einem Zustande, in dem alle seine verschiedenen Begierden vertreten sind, welche nunmehr erst abgelegt werden müssen oder vielmehr abzulegen gelernt werden müssen. Die Zeit, in der das geschieht, ist die Kamalokazeit. Sie ist eine Prüfungszeit, und sie ist sehr gut und wichtig für die weitere Entfaltung des Menschen. Denken Sie einmal, Sie litten Durst, und Sie wären in einer Gegend, wo es kein Wasser gäbe, natürlich auch kein Bier oder Wein, überhaupt kein Getränk irgendwelcher Art. Da leiden Sie brennenden Durst, der nicht gestillt werden kann. In ähnlicher Weise erleidet der Mensch ein gewisses Durstgefühl, wenn er nicht mehr das Instrument besitzt, mit welchem einzig er seine Begierden zu befriedigen imstande war.
[ 16 ] After that, something else happens. What happens then is that a kind of second corpse breaks away. For the human being now also leaves behind the etheric body; yet he retains a certain extract, an essence, of it, and this is what the human being takes with him and retains for all eternity. Now, after shedding the etheric body, the period of Kamaloka, the Kamaloka state, begins for the human being. If you wish to understand what kind of state this is, you must bear in mind that, after leaving behind the physical and etheric bodies, the human being still retains the astral body and the “I” from among its four members; and the question now arises for us as to the nature of the astral body with which the “I” now enters the Kamaloka period. The astral body is the bearer of pleasure and pain, of delights and desires; therefore, these do not cease when the physical body is shed; only the possibility of satisfying the desires ceases, since the instrument for satisfying them—the physical body—is no longer available. Everything that a human being was as a sentient being in the physical body does not cease to be. A person retains all of this in their astral body. Let us imagine an ordinary desire, and for the sake of simplicity, let us choose one of a rather mundane nature—for example, the desire for a delicious meal. This desire is not centered in the physical body but in the astral body. Therefore, this desire is not cast off with the physical body; it remains. The physical body was merely the instrument by which this desire could be satisfied. If you have a knife to cut with, the knife is the instrument, and you do not lose the ability to cut when you put the knife away. Thus, at death, only the tool for enjoyment is laid aside, and that is why a person initially finds themselves in a state in which all their various desires are present—desires that must now be laid aside, or rather, that one must learn to lay aside. The time during which this happens is the Kamaloka period. It is a time of trial, and it is very beneficial and important for a person’s further development. Imagine for a moment that you were suffering from thirst and found yourself in a region where there was no water—and, of course, no beer or wine, no beverage of any kind whatsoever. You would suffer from a burning thirst that cannot be quenched. In a similar way, a person experiences a certain sense of thirst when they no longer possess the instrument with which they alone were able to satisfy their desires.
[ 17 ] Kamaloka ist eine Abgewöhnungszeit für den Menschen, da er seine Begierden ablegen muß, um sich in die geistige Welt hineinzuleben. Diese Kamalokazeit dauert bei dem Menschen längere oder kürzere Zeit, je nachdem er mit dem Abgewöhnen der Begierden fertig wird. Es kommt hierbei darauf an, wie der Mensch sich schon im Leben angewöhnt hat, seine Begierden zu regeln, und wie er gelernt hat, im Leben zu genießen und zu verzichten. Es gibt aber Genüsse und Begierden niederer und höherer Art. Solche Genüsse und Begierden, zu deren Befriedigung der physische Leib das eigentliche Instrument nicht ist, nennen wir höhere Genüsse und Begierden, und solche gehören nicht zu denjenigen, die sich der Mensch nach dem Tode abzugewöhnen hat. Nur solange der Mensch noch etwas hat, was ihn nach dem physischen Dasein hinzieht - niedere Genüsse -, so lange bleibt er im astralischen Leben der Kamalokazeit. Wenn ihn dann nichts mehr hinunterzieht nach jener Abgewöhnezeit, dann ist er fähig geworden, in der geistigen Welt zu leben, dann tritt ein dritter Leichnam aus dem Menschen. Der Aufenthalt des Menschen in dieser Kamalokazeit dauert ungefähr so lange wie ein Drittel der Lebenszeit.
[ 17 ] Kamaloka is a period of weaning for human beings, during which they must renounce their desires in order to adjust to life in the spiritual world. This period in Kamaloka lasts for a longer or shorter time for each person, depending on how quickly they are able to renounce their desires. This depends on how a person has already learned to control their desires during their lifetime, and how they have learned to both enjoy and forgo things in life. However, there are pleasures and desires of a lower and higher nature. We call those pleasures and desires—the satisfaction of which the physical body is not the actual instrument—higher pleasures and desires, and these do not belong to the category of those that a person must wean themselves from after death. Only as long as a person still has something that draws them back to physical existence—lower pleasures—do they remain in the astral life of the Kamaloka period. When nothing draws him back down into that period of weaning, he has become capable of living in the spiritual world, and a third body emerges from the human being. A person’s stay in this Kamaloka period lasts approximately one-third of their lifetime.
[ 18 ] Es kommt daher darauf an, wie alt der Mensch war, als er starb, das heißt, wir lange er im physischen Leibe gelebt hat. Jedoch ist diese Kamalokazeit durchaus nicht immer eine greuliche oder unangenehme. In jedem Falle wird der Mensch dadurch unabhängiger von den physischen Begierden, und je mehr er sich schon im Leben unabhängig gemacht und sich Interessen im Anschauen geistiger Dinge verschafft hat, desto leichter wird diese Kamalokazeit für ihn verlaufen. Er wird durch sie freier, so daß der Mensch dankbar wird für diese Kamalokazeit. Das Gefühl des Entbehrens im physischen Leben wird zur Seligkeit in der Kamalokazeit. Es treten also die entgegengesetzten Gefühle ein, denn alles, was man im Leben gelernt hat, gern zu entbehren, wird in der Kamalokazeit zum Genuß. Wenn dann, wie schon erwähnt wurde, aus dem Menschen der dritte Leichnam austritt, dann entschwebt mit diesem, dem astralischen Leibe alles, was der Mensch fernerhin in der geistigen Welt nicht brauchen kann. Für den Hellseher sind diese astralischen Leichname sichtbar, und es dauert zwanzig, dreißig bis vierzig Jahre, bis sie sich aufgelöst haben. Da solche astralischen Leichname fortwährend da sind, so gehen sie gelegentlich durch die Leiber Lebender, durch unsere eigenen Leiber hindurch, besonders während der Nacht, wenn unsere astralischen Leiber im Schlafe von den physischen Körpern getrennt sind, und daher rühren gewisse schädliche Einflüsse, die der Mensch empfangen kann. Geradeso wie für den eigentlichen Menschen nach dem Austritt des ätherischen Leichnams ein Extrakt, eine gewisse Essenz für alle Ewigkeit zurückbleibt, so bleibt auch für ihn nach dem Austritt des astralischen Leichnams für alle Ewigkeit eine gewisse Essenz zurück als Frucht der letzten Verkörperung.
[ 18 ] It therefore depends on how old a person was when they died—that is, how long they lived in their physical body. However, this Kamaloka period is by no means always a dreadful or unpleasant one. In any case, it makes a person more independent of physical desires, and the more a person has already freed themselves from such desires during their lifetime and cultivated an interest in contemplating spiritual matters, the easier this Kamaloka period will be for them. It makes them freer, so that they come to be grateful for this Kamaloka period. The feeling of deprivation in physical life becomes a source of bliss in the Kamaloka period. Thus, opposite feelings arise, for everything one has learned in life to gladly do without becomes a source of pleasure during the Kamaloka period. When, as already mentioned, the third body departs from the human being, everything that the person no longer needs in the spiritual world drifts away with it—the astral body. These astral bodies are visible to the clairvoyant, and it takes twenty, thirty, or forty years for them to dissolve. Since such astral bodies are constantly present, they occasionally pass through the bodies of the living—through our own bodies—especially at night, when our astral bodies are separated from our physical bodies during sleep; this is the source of certain harmful influences that a person may receive. Just as an extract—a certain essence—remains for the actual human being for all eternity after the departure of the etheric body, so too does a certain essence remain for him for all eternity after the departure of the astral body, as the fruit of his last incarnation.
[ 19 ] Und jetzt beginnt für den Menschen die Zeit des Devachan, der Eintritt in die geistige Welt, in die Heimat der Götter und aller geistigen Wesenheiten. Wenn der Mensch in diese Welt eintritt, dann erlebt er ein Gefühl, das man vergleichen kann mit der Befreiung einer Pflanze, die in einer engen Felsspalte wuchs und plötzlich ans Licht emporwächst. Denn wenn der Mensch in diese Himmelswelt einzieht, erlebt er in sich die vollkommene geistige Freiheit, und er genießt fortan die absolute Seligkeit. Denn, was ist eigentlich die Zeit des Devachan? Sie können sich davon eine Vorstellung machen, wenn Sie erwägen, daß der Mensch hier die Vorbereitung trifft zu einem neuen Leben, zu einer neuen Wiederverkörperung. In der physischen Welt, in dieser unteren Welt, hat der Mensch so viel erfahren und erlebt, und diese Erfahrungen hat er ja mit hinübergenommen. Er hat sie wie eine Frucht des Lebens in sich aufgenommen, was er nun frei in sich verarbeiten kann. Er bildet sich nun in der Devachanzeit ein Urbild für ein neues Leben. Das geschieht während einer langen, langen Zeit. Das ist ein Schaffen am eigenen Sein, und jedes Schaffen, jedes Produzieren ist mit Seligkeit verknüpft. Daß jedes Produzieren, jedes Schaffen mit Seligkeit verknüpft ist, davon können Sie sich eine Vorstellung machen, wenn Sie ein Huhn betrachten, das ein Ei ausbrütet. Warum tut es das? Weil es eine Lust empfindet, das zu tun. So ist es auch für den Menschen eine Lust, im Devachan schaffend die Frucht des vergangenen Lebens hineinzuweben in den Plan zu einem neuen Leben.
[ 19 ] And now begins for the human being the time of Devachan, the entry into the spiritual world, into the home of the gods and all spiritual beings. When a person enters this world, they experience a feeling comparable to the liberation of a plant that grew in a narrow crevice in the rock and suddenly shoots up toward the light. For when a person enters this heavenly world, they experience within themselves perfect spiritual freedom, and from then on they enjoy absolute bliss. For what, in fact, is the period of Devachan? You can form an idea of it if you consider that here the human being makes preparations for a new life, for a new reincarnation. In the physical world—in this lower world—the human being has experienced so much, and they have, of course, carried these experiences over with them. They have absorbed them within themselves as the fruit of life, which they can now freely process. During the Devachan period, they form an archetype for a new life. This takes place over a long, long time. It is a process of shaping one’s own being, and every act of creation, every act of producing, is linked to bliss. You can get an idea of how every act of creation is linked to bliss by observing a hen incubating an egg. Why does she do this? Because she takes pleasure in doing so. In the same way, it is a pleasure for the human being to weave the fruit of the past life into the plan for a new life through creative work in Devachan.
[ 20 ] In der Kette der Wiederverkörperungen hat der Mensch ja schon viele Leben durchgemacht, aber er ist am Ende eines Lebens nie mehr dasselbe, was er am Anfang dieses Lebens gewesen war. In diesem Leben, hineingezwängt in den physischen Körper, da muß er sich ja ganz passiv verhalten. Jetzt aber, wo er befreit ist, befreit von dem physischen Leibe, von dem Ätherleibe und von dem astralischen Leibe, da webt er hinein in seinen ewigen Wesenskern ein Urbild, und dieses Hineinweben, es wird wahrgenommen als Seligkeit, als ein Gefühl, das sich mit nichts vergleichen läßt, was er je in der physischen Welt als Seligkeit erleben kann. Sein Leben ist Seligkeit in der geistigen Welt. Glauben Sie aber nun nicht etwa, daß das physische Leben keine Bedeutung hätte in dieser geistigen Welt. Wenn sich im Leben Bande der Liebe und der Freundschaft angeknüpft haben von Seele zu Seele, so fällt mit dem Tode nur das Physische ab, aber das geistige Band bleibt und schlingt dauernde, unzerstörbare Brücken von Seele zu Seele, welche sich in den Urbildern zu Wirkungen verdichten. Diese vermögen sich dann in den folgenden Wiederverkörperungen im Physischen auszuleben. Ebenso ist es in dem Verhältnis, das zwischen Mutter und Kind besteht. Die Liebe einer Mutter zum Kinde ist die Antwort auf die vorgeburtliche Liebe des Kindes zur Mutter, welches sich gerade zu dieser Mutter infolge seiner Seelenverwandtschaft mit ihr durch Sehnsucht zur Wiederverkörperung hingezogen fühlte. Was sich dann im Leben, in der gemeinschaftlich durchlebten Verkörperung zwischen Mutter und Kind abspielt, bildet neue, seelische Bande, welche bleiben. Und alles, was Seele an Seele band, ist schon eingewoben in das geistige Leben, das Sie vorfinden, wenn Sie nach dem Tode in die geistige Welt eintreten. Es ist also das Leben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt so beschaffen, daß dasjenige nachwirkt, was im vorangegangenen physischen Leben getan wurde. Ja sogar die Lieblingsbeschäftigungen, denen ein Mensch im Leben anhing, wirken nach. Aber immer freier und freier wird der Mensch nach dem Tode, weil er ein Vorbereiter wird für die Zukunft, für seine eigene Zukunft.
[ 20 ] In the chain of reincarnations, human beings have indeed lived through many lives, but at the end of a life they are never the same as they were at the beginning of that life. In this life, confined within the physical body, they must, of course, remain entirely passive. But now that they are freed—freed from the physical body, the etheric body, and the astral body—they weave an archetype into the core of their eternal being, and this weaving is perceived as bliss, as a feeling that cannot be compared to anything they could ever experience as bliss in the physical world. His life is bliss in the spiritual world. But do not think, however, that physical life has no significance in this spiritual world. When bonds of love and friendship have been forged from soul to soul during life, death removes only the physical aspect, but the spiritual bond remains and forges lasting, indestructible bridges from soul to soul, which condense into effects within the archetypes. These effects can then be lived out in the physical realm during subsequent reincarnations. The same is true of the relationship between mother and child. A mother’s love for her child is the response to the child’s prenatal love for the mother, to whom the child felt drawn through a longing for reincarnation precisely because of the kinship of souls between them. What then unfolds in life—in the shared incarnation experienced by mother and child—forms new, spiritual bonds that endure. And everything that bound soul to soul is already woven into the spiritual life you will encounter when you enter the spiritual world after death. Thus, life between death and a new birth is such that what was done in the preceding physical life continues to have an effect. Indeed, even the favorite pastimes to which a person was devoted in life continue to have an effect. But after death, a person becomes freer and freer, because they become a preparer for the future—for their own future.
[ 21 ] Tut nun der Mensch noch etwas anderes in diesem Jenseits? Oh, er ist in diesem Jenseits sehr tätig. Hier könnte zwar jemand die Frage aufwerfen, wozu der Mensch denn da wiedergeboren wird, und weswegen er denn überhaupt wieder auf diese Erde zurückkommt, wenn er auch im Jenseits tätig sein kann. Nun, das geschieht deshalb, weil die Wiederverkörperungen niemals so eintreten, daß der Mensch in ihrem Verlaufe unnötigerweise wiedergeboren wird. Immer kann er Neues hinzulernen, immer haben sich die Erdenverhältnisse so gewandelt, daß er in gänzlich veränderte Verhältnisse hineinkommt, um Erfahrungen zu seiner weiteren Fortentwickelung zu machen. Das Antlitz der Erde, die Gegenden, das Tierreich, die Pflanzendecke, alles dies ändert sich fortwährend in verhältnismäßig kurzer Zeit. Denken Sie einmal hundert Jahre zurück. Welch ein Unterschied gegen heute! Daß wie bei uns heute jeder Mensch im sechsten Lebensjahre lesen und schreiben lernt, ist noch gar nicht so lange her. Im Altertum gab es hochgelehrte Leute, die an der Spitze des Staatswesens standen und weder lesen noch schreiben konnten. Wo sind die Wälder und Tierarten, die vor fünfhundert Jahren das Land erfüllten, das heute von Eisenbahnen durchzogen ist? Wie waren die Örtlichkeiten beschaffen, wo heute unsere großen Städte sich befinden, wie waren sie vor tausend Jahren? Dann nämlich wird erst der Mensch wiedergeboren, dann tritt er erst in eine neue Wiedergeburt ein, wenn sich die Verhältnisse so geändert haben, daß der Mensch etwas Neues lernen kann. Verfolgen Sie die Jahrhunderte, wie das Antlitz der Erde durch die Verstandeskräfte der Menschen verändert, niedergerissen und aufgebaut wird. Aber es ändert sich auch noch vieles, woran die äußeren Verstandeskräfte der Menschen nicht arbeiten können. Die Pflanzendecke und die Tierwelt, sie verändern sich vor unseren Blicken; sie verschwinden, und andere Arten treten an ihre Stelle. Solche Veränderungen werden von der anderen Welt aus bewirkt. Ein Mensch, der über eine Wiese schreitet, kann wohl sehen, wie über den Bach eine Brücke geschlagen wird, aber er kann nicht sehen, wie die Pflanzendecke aufgebaut wird. Das machen die Toten. Diese sind dabei tätig, das Antlitz der Erde umzugestalten und umzuarbeiten, um sich für eine neue Wiederverkörperung den veränderten Schauplatz zu schaffen. Nachdem der Mensch während einer langen, langen Zeit dergestalt mit den Vorbereitungen zur neuen Wiederverkörperung beschäftigt war, naht der Zeitpunkt, wo sie stattfinden soll. Was geschieht nun? Was tut der Mensch dann, wenn er in seine neue Wiedergeburt schreitet? Zu dieser Zeit befindet sich der Mensch in seinem Devachan, und da fühlt er, daß er sich zunächst einen neuen Astralleib angliedern muß. Dann schießt sozusagen die astralische Substanz von allen Teilen an ihn heran, und je nach seiner Eigenart kristallisiert sie sich sozusagen um ihn herum. Sie müssen sich das so vorstellen, wie die Eisenfeilspäne der Anziehungskraft eines Magneten unterliegen und sich um ihn ordnen und gruppieren, so ordnet sich die astralische Substanz an das sich wiederverkörpernde Ich. Dann aber ist es noch nötig, ein geeignetes Elternpaar auszusuchen, und so wird der Mensch hingeleitet zu diesem oder jenem Elternpaar, aber nicht bloß gehorchend seiner eigenen Anziehungskraft. Denn hierbei greifen ein und sind tätig hocherhabene Wesenheiten, die heute noch, dem gegenwärtigen Entwickelungszustande der Menschen angemessen, die Arbeit übernommen haben, diese Verhältnisse in Richtigkeit und Gerechtigkeit karmisch zu ordnen. Wenn also gelegentlich einmal die Eltern mit den Kindern und zu den Kindern anscheinend nicht stimmen, dann braucht nicht etwa Unrichtiges oder Ungerechtigkeit vorzuliegen. Darin liegt vielleicht manchmal das Gute, daß der Mensch in die kompliziertesten Bedingungen hineinkommt und sich mit den sonderbarsten Verhältnissen abfinden soll, um dadurch zu lernen.
[ 21 ] Does a person do anything else in this afterlife? Oh, he is very active in this afterlife. Here, one might ask why a person is reborn there in the first place, and why he returns to this Earth at all, if he can also be active in the afterlife. Well, this is because reincarnations never occur in such a way that a person is unnecessarily reborn in the course of them. There is always something new for him to learn; earthly conditions have always changed to such an extent that he enters into entirely different circumstances in order to gain experiences for his further development. The face of the Earth, the regions, the animal kingdom, the vegetation—all of this is constantly changing in a relatively short time. Think back a hundred years. What a difference compared to today! It was not so long ago that, as is the case with us today, every person learned to read and write by the age of six. In ancient times, there were highly educated people who stood at the head of the state and could neither read nor write. Where are the forests and animal species that filled the land five hundred years ago, which is now crisscrossed by railroads? What were the areas like where our great cities stand today—what were they like a thousand years ago? For it is only then that a person is reborn; it is only then that they enter a new rebirth—when circumstances have changed to such an extent that the person can learn something new. Trace the centuries to see how the face of the earth is transformed, torn down, and rebuilt by the intellectual powers of human beings. But there are also many other changes taking place that the outer intellectual powers of human beings cannot influence. The vegetation and the animal world are changing before our very eyes; they disappear, and other species take their place. Such changes are brought about from the other world. A person walking across a meadow may well see a bridge being built over a stream, but he cannot see how the vegetation is being established. The dead are responsible for this. They are at work reshaping and transforming the face of the Earth in order to create a new setting for a new reincarnation. After a person has been occupied in this way for a long, long time with the preparations for a new reincarnation, the moment approaches when it is to take place. What happens now? What does a person do when he steps into his new rebirth? At this time, the person is in his Devachan, and there he feels that he must first attach a new astral body to himself. Then, as it were, the astral substance surges toward him from all directions, and depending on his individual nature, it crystallizes, so to speak, around him. You must imagine it this way: just as iron filings are drawn by the force of a magnet and arrange and group themselves around it, so does the astral substance arrange itself around the reincarnating “I.” But then it is still necessary to select a suitable pair of parents, and so the human being is guided toward this or that pair of parents—but not merely by obeying his own force of attraction. For here, exalted beings intervene and are at work; they have taken on the task—in accordance with the current state of human development—of arranging these relationships karmically with correctness and justice. So if, on occasion, the parents and children do not seem to be a good match, this does not necessarily mean that there is anything wrong or unjust about the situation. Perhaps the benefit lies in the fact that a person is placed in the most complicated circumstances and must come to terms with the strangest situations in order to learn from them.
[ 22 ] Die Reihenfolge dieser sich immer wiederholenden Wiederverkörperungen ist jedoch nicht eine endlose. Es ist ein Anfang da und auch ein Ende. Einst, in einer fernen Vergangenheit, stieg der Mensch noch nicht herab zu Verkörperungen. Da kannte er noch nicht Geburt und Tod. Da führte er eine Art engelhaften Daseins, nicht unterbrochen von solch einschneidenden Veränderungen seines Zustandes, wie sie heute als Geburt und Tod vorhanden sind. Aber ebenso sicher wird für den Menschen eine Zeit kommen, wo er eine genügende Summe von Erfahrungen in den unteren Welten gesammelt haben wird, um einen genügend gereiften, abgeklärten Bewußtseinszustand erworben zu haben, um in den erhabenen oberen Welten wirken zu können, ohne gezwungen zu sein, wieder in die unteren Welten unterzutauchen.
[ 22 ] However, the sequence of these recurring reincarnations is not endless. There is a beginning, and there is also an end. Once, in the distant past, human beings had not yet descended into incarnations. At that time, they did not yet know birth and death. They led a kind of angelic existence, uninterrupted by such drastic changes in their condition as those we now know as birth and death. But just as surely, a time will come for humankind when it will have gathered a sufficient amount of experience in the lower worlds to have attained a sufficiently mature, serene state of consciousness, enabling it to work in the sublime upper worlds without being compelled to descend again into the lower worlds.
[ 23 ] Nach dem Anhören der hier vorgetragenen Verhältnisse über wiederholte Erdenleben glauben manche Leute, Angst haben zu müssen, daß das Gefühl der Elternliebe beeinträchtigt werden könnte dadurch, daß eine Mutter vernimmt, daß das Kind nicht durchaus Fleisch ist von ihrem Fleisch, denn es ist ja an diesem Kinde etwas, das nicht von ihr ist, also etwas Fremdes. Doch diese Bande, die Eltern und Kinder umspannen, sind keineswegs dem Zufall unterworfen und gesetzlos. Es sind keine neuen Bande. Sie waren schon vorhanden in vorangegangenen Lebensläufen und haben einstmals auch schon in verwandtschaftlichen und freundschaftlichen Verbindungen bestanden. Diese Bande der Liebe vereinigen sie dauernd auch in den höheren Welten in ewiger Wirklichkeit, und alle Menschen werden einst in ewiger Liebe umschlungen sein, auch wenn sie sich nicht mehr hinabsenken werden in den Kreislauf der Wiederverkörperungen.
[ 23 ] After hearing the accounts presented here regarding repeated earthly lives, some people fear that the feeling of parental love might be compromised if a mother learns that her child is not entirely flesh of her flesh—for there is something in this child that is not of her, and is therefore foreign. Yet these bonds that unite parents and children are by no means subject to chance or lawless. These are not new bonds. They already existed in previous lifetimes and once existed as well in kinship and friendship ties. These bonds of love also unite them permanently in the higher worlds in eternal reality, and all human beings will one day be embraced in eternal love, even if they no longer descend into the cycle of reincarnation.
