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The East in the Light of the West
The Children of Lucifer and the Brothers of Christ
GA 113

24 August 1909, Munich

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The East in the Light of the West, tr. SOL
  1. Der Orient im Lichte des Okzidents, 5th ed.

Zweiter Vortrag

Second Lecture

[ 1 ] Es wird sich in diesem Zyklus von Vorträgen besonders darum handeln, die Weisheit der orientalischen Welt, das heißt die uralten Weistümer der Menschheit überhaupt, so zu betrachten, daß auf sie jenes Licht fällt, das angezündet werden kann an der Erkenntnis des ChristusImpulses und an der Erkenntnis all dessen, was sich im Laufe der Jahrhunderte in der westlichen Welt als Weisheit aus diesem ChristusImpulse heraus nach und nach entwickelt hat. Wenn Geisteswissenschaft etwas Lebendiges sein soll, so kann sie nicht darin bestehen, daß bereits in der Menschheit vorhandene Anschauungen und Meinungen über die höheren Welten aus der Geschichte genommen und dann gelehrt werden; sondern es muß sich darum handeln, daß alles dasjenige, was wir in der Gegenwart erfahren können über das Wesen der höheren Welten, der Gegenstand unserer Betrachtung werde.1Man sieht, daß von mir die Geisteswissenschaft niemals als eine Entlehnung geschichtlich überlieferter Anschauungen genommen, sondern als eine unmittelbar gegenwärtig zu erringende Erkenntnis dargestellt worden ist. Daß die Terminologie älterer Zeiten zuweilen gebraucht wird, hat seinen Grund darin, weil die neuere Zeit, der geisteswissenschaftliches Erkennen fernliegt, eine solche Terminologie nicht hat und man noch immer leichter durch die alte als durch eine frei erfundene verstanden wird. Menschen, welche in der Lage sind, den Blick hinaufzuwenden in die geistigen Welten und in diesen so zu schauen, wie sonst der Mensch mit sinnlichen Augen in der äußeren Welt schaut, wie er mit seinem Verstande die äußere Welt begreift, die hat es ja nicht nur in den alten Zeiten gegeben, die gibt es zu allen Zeiten der Menschheitsentwickelung, die gibt es auch heute; und zu keiner Zeit ist die Menschheit darauf angewiesen, bloß geschichtlich überlieferte Wahrheiten zu lehren und zu betrachten; ebensowenig ist die Menschheit darauf angewiesen, diese Lehren über die höheren Welten von irgendeinem besonderen physischen Orte her zu empfangen. Überall in der Welt kann der Quell höherer Weisheit und höherer Erkenntnis fließen. Ebensowenig als es vernünftig wäre, wenn wir in unseren Schulen etwa heute eine Mathematik oder eine Geographie lehren würden, die wir alten Schriften, welche in der Vorzeit verfaßt sind, entnehmen würden, ebensowenig ist es vernünftig, in bezug auf die großen Weistümer der übersinnlichen Welten das bloß Geschichtliche, das bloß Historische, das Vorzeitliche zu betrachten. Es wird deshalb unsere Aufgabe sein, in diesem Vortragszyklus an die Dinge der höheren Welten, an die Wesenheiten der übersinnlichen Reiche selbst heranzutreten, Bekanntes und weniger Bekanntes und ganz Unbekanntes vor unsere Seele treten zu lassen von demjenigen, wie es da aussieht in den höheren Welten und dann uns zu fragen: Was haben die Menschen in älteren Zeiten, die Menschen der Vorzeit über diese Dinge zu sagen gehabt? Mit anderen Worten: westliche Weisheit wollen wir vor unsere Seele treten lassen und dann die Frage uns stellen: Wie stimmt dasjenige, was wir als westliche Weisheit erkennen können, mit demjenigen zusammen, was uns als östliche Weisheit bekannt werden kann? Dasjenige, um was es sich handelt, ist, daß Weiistümer der übersinnlichen Welten von jedem Menschen, wenn sie ihm erzählt werden, durch die Vernunft eingesehen werden können. Das ist von mir oft betont worden: zum Einsehen, zum Begreifen der Tatsachen der höheren Welten gehört nur unbefangene Vernünftigkeit. Wenn diese unbefangene Vernünftigkeit auch in der Gegenwart eine sehr seltene Fähigkeit ist, sie ist vorhanden; und derjenige, der sie üben will, kann alles das einsehen, was erzählt wird über die Forschungsergebnisse der sogenannten hellseherischen Wissenschaft. Gewonnen werden, erforscht werden können allerdings diese Tatsachen der höheren Welten nur durch die sogenannte hellseherische Forschung, nur durch das Hinaufsteigen in diese höheren Welten durch Menschen, die sich dazu vorbereiten. Da in diesen höheren Welten Wesenheiten wohnen, welche man im Verhältnis zu uns Menschen geistige nennen kann, so ist die Erforschung der höheren Welten nach einer Richtung ein Umgang des Hellsehenden oder des Eingeweihten mit diesen geistigen Wesenheiten. Erforscht werden also kann dasjenige, was in den höheren Welten ist, nur dann, wenn der hellseherische Mensch 2Mit «hellseherisch» ist hier, wie man sieht, nicht der gewöhnlich sogenannte traumhaft-pathologische Zustand gemeint, sondern eine in voller Besonnenheit zu erreichende Erkenntnis, in der die Seele in einer Verfassung ist, welche ganz derjenigen des mathematischen Vorstellens entspricht. Sie ist gerade das Gegenteil des Traumhaft-Pathologischen. die Stufen hinaufsteigt, die ihn bis zum Verkehr mit einer geistigen Welt bringen.

[ 1 ] This series of lectures will focus in particular on examining the wisdom of the Eastern world—that is, the ancient wisdom of humanity as a whole—in such a way that it is illuminated by the light kindled through the knowledge of the Christ impulse and through the knowledge of all that has gradually developed in the Western world over the centuries as wisdom arising from this Christ impulse. If spiritual science is to be a living discipline, it cannot consist of taking views and opinions about the higher worlds that already exist within humanity—views drawn from history—and then teaching them; rather, it must be a matter of making everything we can experience in the present regarding the nature of the higher worlds the object of our contemplation. 1It is evident that I have never presented spiritual science as a borrowing of historically transmitted views, but rather as knowledge to be attained directly in the present. The reason why the terminology of earlier times is sometimes used is that modern times, which are far removed from spiritual scientific knowledge, do not possess such terminology, and it is still easier to be understood through the old terminology than through one that is freely invented. People who are able to turn their gaze upward into the spiritual worlds and to look upon them just as a person otherwise looks at the outer world with their physical eyes, just as they comprehend the outer world with their intellect—such people have not only existed in ancient times; they have existed at all stages of human development, and they exist even today; and at no time is humanity dependent on teaching and considering only truths handed down through history; nor is humanity dependent on receiving these teachings about the higher worlds from any particular physical location. The source of higher wisdom and higher knowledge can flow anywhere in the world. Just as it would be unreasonable for us to teach mathematics or geography in our schools today based solely on ancient texts written in times past, so too is it unreasonable, when it comes to the great wisdom of the supersensible worlds, to consider only what is historical, only what is of the past. It will therefore be our task in this lecture series to approach the realities of the higher worlds and the beings of the supersensible realms themselves, to allow the familiar, the less familiar, and the entirely unfamiliar to come before our souls—as they appear in the higher worlds—and then to ask ourselves: What did people in earlier times, the people of antiquity, have to say about these matters? In other words: let us allow Western wisdom to come before our soul and then ask ourselves: How does that which we can recognize as Western wisdom harmonize with that which can become known to us as Eastern wisdom? The point at issue is that the wisdom of the supersensible worlds can be understood by every human being through reason, provided it is explained to them. I have often emphasized this: understanding and grasping the facts of the higher worlds requires only an unbiased rationality. Even if this unbiased rationality is a very rare ability in the present day, it does exist; and anyone who wishes to exercise it can understand everything that is reported about the findings of so-called clairvoyant science. However, these facts of the higher worlds can be discovered and investigated only through so-called clairvoyant research, only through the ascent into these higher worlds by people who prepare themselves for it. Since these higher worlds are inhabited by beings whom we can call spiritual in relation to us humans, the exploration of the higher worlds is, in a certain sense, an interaction between the clairvoyant or the initiate and these spiritual beings. Thus, what exists in the higher worlds can be explored only when the clairvoyant 2As can be seen, the term “clairvoyant” here does not refer to what is commonly called a dreamlike-pathological state, but rather to a state of knowledge attainable with full composure, in which the soul is in a condition that corresponds entirely to that of mathematical imagination. It is precisely the opposite of the dreamlike-pathological state. ascends the stages that lead him to communion with a spiritual world.

[ 2 ] Vieles über diese Dinge ist ja für Sie alle in diesem oder jenem Vortragszyklus schon gesagt worden; das Wesentliche wollen wir uns heute einmal vor die Seele führen. Dasjenige, was zuerst notwendig ist für den hellseherisch werdenden Menschen, um hinaufzudringen in die höheren Welten, das ist nichts Geringeres, als die Fähigkeit, zu schauen, zu erkennen, zu erleben ohne die Hilfe der äußeren Sinne, also ohne die Hilfe derjenigen Werkzeuge, welche in unserem Leib als Augen, als Ohren und so weiter hineingebaut sind, aber auch ohne dasjenige Werkzeug, welches im besonderen unserem Intellekt, unserem Verstande dient. Ebensowenig wie man die übersinnlichen Welten erschauen kann mit den physischen Augen, wie man in ihnen hören kann mit den physischen Ohren, ebensowenig kann man von ihnen etwas erkennen durch den Verstand, insofern er gebunden ist an das Instrument des physischen Gehirns. Frei werden also muß der Mensch von jener Tätigkeit, die er ausübt, während er sich bedient seiner physischen Sinne und seines physischen Gehirns.

[ 2 ] Much has already been said about these matters to all of you in one lecture series or another; today, let us bring the essential points to the forefront of our minds. What is first and foremost necessary for a person on the path to clairvoyance to ascend into the higher worlds is nothing less than the ability to see, to recognize, and to experience without the aid of the external senses— that is, without the aid of those instruments that are built into our bodies as eyes, ears, and so on, but also without that instrument which serves, in particular, our intellect and our understanding. Just as one cannot perceive the supersensible worlds with the physical eyes, nor can one hear in them with the physical ears; likewise, one cannot recognize anything about them through the mind, insofar as it is bound to the instrument of the physical brain. Human beings must therefore free themselves from the activity they engage in while making use of their physical senses and their physical brain.

[ 3 ] Nun wissen Sie alle schon, daß es im normalen Menschenleben einen Zustand gibt, in dem der Mensch außerhalb der Instrumente seines physischen Leibes ist; es ist der Zustand des Schlafens. Wir wissen da, daß von den vier Gliedern der Menschennatur, vom physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib und dem Ich die zwei letzten Glieder, das Ich und der astralische Leib, sich eine gewisse Selbständigkeit erringen.3Diese Ausdrücke werden hier nur so gebraucht, wie sie in meinen Büchern erklärt werden. Sie können natürlich nicht von einem Gesichtspunkte aus kritisiert werden, der mit ihnen ganz andere Vorstellungen (etwa die einer Trivial-Mystik) verbindet, wie das so häufig geschieht. Während des Tagwachens sind innig miteinander verbunden: physischer Leib, Atherleib, astralischer Leib und Ich. Während des Schlafens sind diese vier Glieder so getrennt, daß auf der einen Seite im Bette liegengeblieben ist der physische Leib mit dem Ätherleib, auf der anderen Seite aber frei in einer anderen Welt leben der astralische Leib und das Ich. So ist also der Mensch im normalen Verlaufe seines Lebens innerhalb vierundzwanzig Stunden jedesmal in einem Zustande, wo er die Instrumente, die in seinen physischen Leib hineingebaut sind, nicht an sich hat; aber er muß in einer gewissen Weise diese Befreiung vom physischen Leibe bezahlen mit der Bewußtseinsfinsternis; er sieht während des Schlafzustandes nichts in der Welt um sich herum, in welcher er dann ist.

[ 3 ] By now you all know that in normal human life there is a state in which a person is outside the instruments of their physical body; it is the state of sleep. We know that of the four members of human nature—the physical body, the etheric body, the astral body, and the “I”—the last two members, the “I” and the astral body, attain a certain degree of independence.3These terms are used here only in the sense explained in my books. Of course, they cannot be criticized from a perspective that associates them with entirely different concepts (such as those of trivial mysticism), as so often happens. During waking hours, the physical body, the etheric body, the astral body, and the “I” are intimately connected with one another. During sleep, these four members are separated in such a way that, on one side, the physical body and the etheric body remain in bed, while on the other side, the astral body and the “I” live freely in another world. Thus, in the normal course of his life, a person finds himself every twenty-four hours in a state where he does not possess the instruments built into his physical body; but in a certain sense, he must pay for this liberation from the physical body with a darkness of consciousness; during sleep, he sees nothing of the world around him in which he then finds himself.

[ 4 ] Nun können diejenigen Organe, die der Mensch dann braucht, wenn er in die geistige Welt schauen will, in welcher er während der Nacht mit seinem Ich und astralischen Leibe ist, natürlich nur in den astralischen Leib hineingebaut werden, beziehungsweise in das Ich. Und es ist der Unterschied zwischen dem sogenannten normalen Menschen von heute und dem hellseherischen Forscher kein anderer als der, daß abends, wenn das Ich und der astralische Leib sich aus dem physischen Leib und Ätherleib herausheben, beim normalen Menschen der astrale Leib und das Ich in gewisser Beziehung ungegliedert sind, ohne Organe zum Schauen; beim hellseherischen Forscher sind in diesem astralischen Leib, beziehungsweise in dem Ich, ebensolche Organe wenn auch anderer Art ausgebildet, wie es für den physischen Leib die Augen und Ohren sind. Es ist daher die erste Aufgabe, die sich derjenige stellen muß, welcher hellseherischer Forscher werden will, diese, daß er alles dasjenige tut, was in seinen vorerst ungegliederten astralischen Leib, beziehungsweise in sein Ich, geistige Augen, geistige Ohren und so weiter hineinbaut.

[ 4 ] Now, the organs that a person needs when he wishes to look into the spiritual world—where he is with his I and astral body during the night—can, of course, only be incorporated into the astral body, or rather into the I. And the difference between the so-called normal person of today and the clairvoyant researcher is none other than this: in the evening, when the “I” and the astral body detach themselves from the physical body and the etheric body, in the normal person the astral body and the “I” are, in a certain sense, unorganized, lacking organs for seeing; whereas in the clairvoyant researcher, such organs—albeit of a different kind—are developed within this astral body, or rather within the “I,” just as the eyes and ears are for the physical body. It is therefore the first task that must be undertaken by anyone who wishes to become a clairvoyant researcher: to do everything necessary to build spiritual eyes, spiritual ears, and so on into their astral body—which is initially undifferentiated—or into their “I.”

[ 5 ] Das ist aber noch nicht das einzige, was notwendig ist. Nehmen wir einmal an, jemand hätte es dahin gebracht, durch diejenigen Mittel, die wir nachher auch kurz erwähnen wollen, seinen astralischen Leib und sein Ich mit geistigen Augen und geistigen Ohren und so weiter auszustatten, er würde dann einen anderen astralischen Leib haben als der normale Mensch; er würde einen gegliederten, einen organisierten Astralleib haben. Er würde aber noch nichts sehen können in der geistigen Welt; wenigstens würde er gewisse Stufen des Sehens nicht erreichen können. Dazu ist noch etwas anderes notwendig. Wenn unter heutigen Verhältnissen der Mensch zur Hellsichtigkeit, zur bewußten Hellsichtigkeit wirklich hinaufsteigen will, so ist es notwendig, daß nicht nur die geistigen Augen und die geistigen Ohren ausgebildet sind in seinem astralischen Leib, sondern daß auch alles dasjenige, was also plastisch ausgebildet ist in diesem astralischen Leib, sich abdrückt in dem ätherischen Leib, wie sich ein Petschaft abdrückt im Siegellack. Die eigentliche bewußteHellsichtigkeit, sie beginnt dann, wenn dieOrgane, also die geistigen Augen, die geistigen Ohren und so weiter, die im astralischen Leibe ausgebildet werden, sich eindrücken dem ätherischen Leib.

[ 5 ] But that is not the only thing that is necessary. Let us suppose that someone had managed, through the means we will briefly mention later, to endow his astral body and his “I” with spiritual eyes, spiritual ears, and so on; he would then have an astral body different from that of a normal human being; he would have a structured, organized astral body. However, he would still not be able to see anything in the spiritual world; at least, he would not be able to attain certain levels of vision. Something else is necessary for that. If, under present-day conditions, a person truly wishes to ascend to clairvoyance—to conscious clairvoyance— it is necessary not only that the spiritual eyes and spiritual ears be developed in his astral body, but also that everything that is thus plastically formed in this astral body be imprinted in the etheric body, just as a seal is imprinted in sealing wax. True conscious clairvoyance begins when the organs—that is, the spiritual eyes, the spiritual ears, and so on—which are developed in the astral body, are imprinted upon the etheric body.

[ 6 ] So muß also der ätherische Leib dem astralischen Leibe und dem Ich helfen, wenn Hellsichtigkeit entstehen soll, das heißt es müssen zusammenarbeiten all die Glieder der Menschennatur die man hat, das Ich, der astralische Leib, der Atherleib, mit einziger Ausnahme des physischen Leibes, dem aber trotzdem nach Erleben der übersinnlichen Welt die Aufgabe obliegt, diese Erkenntnis in vollen Einklang zu bringen mit der durch ihn erworbenen sinnlich-vernünftigen Erkenntnis.

[ 6 ] Thus, the etheric body must assist the astral body and the “I” if clairvoyance is to develop, that is to say, all the members of the human nature—the I, the astral body, and the etheric body—must work together, with the sole exception of the physical body; yet even the physical body, after experiencing the supersensible world, has the task of bringing this knowledge into full harmony with the sensory-rational knowledge acquired through it.

[ 7 ] Nun gibt es für den Ätherleib ein größeres Hindernis mitzuarbeiten als für den astralischen Leib. Der astralische Leib und das Ich sind ja im Laufe von vierundzwanzig Stunden beim Menschen immer einmal — man möchte sagen in der glücklichen Lage, frei zu sein von dem physischen Leib. So lange sie vom Morgen, wo der Mensch aufwacht, bis zum Abend, wo der Mensch einschläft, im physischen Leib stecken, so lange sind der astralische Leib und das Ich gebunden an die Kräfte dieses physischen Leibes; und diese Kräfte hindern den astralischen Leib und das Ich, ihre eigenen Organe auszubilden. Der astralische Leib und das Ich sind feine geistig-seelische Wesenheiten; sie folgen sozusagen durch ihre eigene Elastizität den Kräften des physischen Leibes und nehmen seine Form an. Daher haben sie für den normalen Menschen auch in der Nacht noch diese Kräfte des physischen Leibes in sich als Nachwirkungen; und man kann nur, wie wir hören werden, durch besondere Maßregeln freimachen den astralischen Leib und das Ich von der Nachwirkung des physischen Leibes, so daß dieser astralische Leib seine eigene Form, das heißt seine geistigen Augen, seine geistigen Ohren und so weiter ausbilden kann. Aber man ist wenigstens in der glücklichen Lage, im Laufe von vierundzwanzig Stunden den astralischen Leib frei zu haben; man hat die Möglichkeit also, ohne weiteres auf diesen astralischen Leib so zu wirken, daß er dann nicht in der Nacht der Elastizität des physischen Leibes weiter folgt, sondern daß er seiner eigenen Elastizität folgt.

[ 7 ] Now, the etheric body faces a greater obstacle to its work than the astral body does. After all, over the course of twenty-four hours, the astral body and the “I” are always—one might say—in the fortunate position of being free from the physical body. As long as they are confined within the physical body—from the morning, when a person wakes up, until the evening, when a person falls asleep—the astral body and the “I” are bound to the forces of this physical body; and these forces prevent the astral body and the “I” from developing their own organs. The astral body and the “I” are subtle spiritual-soul entities; through their own elasticity, so to speak, they follow the forces of the physical body and take on its form. Therefore, even at night, the normal human being still carries within them the aftereffects of these forces of the physical body; and, as we shall hear, it is only through special measures that one can free the astral body and the “I” from the aftereffects of the physical body, so that this astral body can develop its own form—that is, its spiritual eyes, its spiritual ears, and so on. But one is at least in the fortunate position of having the astral body free over the course of twenty-four hours; one thus has the opportunity to act upon this astral body without further ado, so that it does not continue to follow the elasticity of the physical body during the night, but rather follows its own elasticity.

[ 8 ] Die vorbereitenden Übungen, die der hellseherische Forscher vornimmt, bestehen im wesentlichen darin, daß er während des Tagwachens solche geistigen Verrichtungen macht, die so auf seinen astralischen Leib und auf sein Ich wirken, daß sie dann, wenn sie beim Einschlafen herausgehen aus dem physischen Leib und dem Atherleib, unter der Nachwirkung stehen dessen, was der Mensch zur besonderen Vorbereitung für die hellseherische Forschung getan hat.

[ 8 ] The preparatory exercises undertaken by the clairvoyant researcher essentially consist of performing mental activities during waking hours that affect the astral body and the “I” in such a way that when they leave the physical body and the etheric body upon falling asleep, they remain under the influence of what the person has done as special preparation for clairvoyant research.

[ 9 ] Nehmen wir also die zwei Fälle an: den gewöhnlichen Menschen wie er im normalen Leben steht, der vom Morgen bis zum Abend sich den Eindrücken der Außenwelt hingibt, sich demjenigen hingibt, was auf äußere Sinne und Verstand wirkt. Er schläft am Abend ein, sein astralischer Leib geht heraus aus dem physischen Leib. Dieser astralische Leib ist dann ganz hingegeben demjenigen, was während des Tages erlebt worden ist; er folgt der Elastizität des physischen Leibes, nicht seiner eigenen. Etwas anderes ist es aber, wenn der Mensch durch Meditation, Konzentration und durch andere Übungen, welche zum Behufe der höheren Erkenntnis gemacht werden, während seines Tageslebens starke Wirkungen auf seine Seele, das heißt auf seinen astralen Leib und Ich erlebt, wenn er also gewisse Zeiten hat, die er sich aussondert vom gewöhnlichen Tagesleben, in denen er etwas ganz anderes tut als im gewöhnlichen Tagesleben; wenn er sich in besonderen Zeiten nicht hingibt demjenigen, was ihm die äußere Welt für die Sinne, für den Verstand sagen kann, sondern wenn er sich hingibt demjenigen, was eine Kunde und ein Ergebnis der geistigen Welten ist. Wenn er also in Meditation, Konzentration und anderen Übungen einen, wenn auch noch so kurzen Teil des tagwachen Lebens hinbringt, dann wirkt das auf seine Seele so, daß der astralische Leib in der Nacht, wenn er aus dem physischen Leibe heraustritt, die Wirkungen dieser Meditation, Konzentration und so weiter erfährtund dadurch anderen Elastizitäten folgt als jenen des physischen Leibes. Die Methoden zur Erlangung der hellseherischen Forschung bestehen daher darin, daß die Lehrer dieser Forschung all das Wissen anwenden, das äusprobiert worden ist seit Jahrtausenden des Menschenlebens an Übungen, an Meditationen und Konzentrationen, die während des Tageslebens vorgenommen werden müssen, damit sie dann ihre Nachwirkungen im Nachtleben haben so, daß der astralische Leib sich umorganisiert.

[ 9 ] Let us therefore consider two cases: the ordinary person as he is in everyday life, who from morning to evening surrenders to the impressions of the external world, surrendering to whatever affects his external senses and intellect. He falls asleep in the evening; his astral body leaves his physical body. This astral body is then entirely absorbed in what has been experienced during the day; it follows the flexibility of the physical body, not its own. It is quite another matter, however, when a person, through meditation, concentration, and other exercises undertaken for the sake of higher knowledge, experiences powerful effects on his soul—that is, on his astral body and I—during his daily life; when, in other words, he sets aside certain times during which he withdraws from ordinary daily life and does something entirely different from what he does in ordinary daily life; when, during these specific times, he does not devote himself to what the external world can convey to his senses and intellect, but rather devotes himself to what is a message and a product of the spiritual worlds. Thus, when he devotes even a brief portion of his waking life to meditation, concentration, and other exercises, this affects his soul in such a way that at night, when his astral body steps out of the physical body, it experiences the effects of this meditation, concentration, and so on—and thereby follows different patterns of flexibility than those of the physical body. The methods for attaining clairvoyant perception therefore consist in the teachers of this discipline applying all the knowledge that has been tested over millennia of human life through exercises, meditations, and concentrations that must be performed during waking hours so that they may then have their aftereffects in nighttime life, causing the astral body to reorganize itself.

[ 10 ] Das ist die große Verantwortung, die derjenige übernimmt, der überhaupt solche Übungen seinen Mitmenschen verabreicht. Solche Übungen sind nicht aus dem Blauen herausgeholt, solche Übungen sind das Ergebnis exakter geistiger Arbeit. Dasjenige, was diese Übungen vorschreiben, von dem weiß man, daß es auf die Seele so wirkt, daß wenn diese Seele abends beim Einschlafen heraustritt aus dem physischen Leib, sie in der richtigen Art sich ihre geistigen Augen, ihre geistigen Ohren, ihr geistiges Denken ausbildet. Wenn etwas Falsches gemacht wird, falsche Übungen gemacht werden, dann wirkt das natürlich auch; dann bleiben nicht etwa die Wirkungen aus, aber dann werden widersinnige — wenn wir einen Ausdruck der sinnlichen Welt gebrauchen wollen —, widernatürliche Formen hineingebaut in den astralischen Leib. Was heißt das: widernatürliche Formen werden hineingebaut in den astralischen Leib? Es werden Formen hineingebaut, die dem großen Weltenganzen widersprechen. Es wäre dann gerade so auf diesem Gebiete, wie wenn in unseren physischen Leib Organe hineingebaut wären, die nicht in der richtigen Weise die äußeren Töne hören, das äußere Licht sehen können, die nicht stimmen würden zu der äußeren Welt. Durch unrichtige Meditation und Konzentration würde also der Mensch in bezug auf seinen astralischen Leib und in bezug auf sein Ich in Widerspruch versetzt zur Welt, und er müßte dann, statt daß er Organe erhält, durch welche hineinleuchten kann allmählich diese geistige Welt, zerschellen durch die Einflüsse der geistigen Welt, er müßte diese Einflüsse der geistigen Welt nicht als etwas ihn Förderndes, als etwas ihn Bereicherndes erleben, sondern als etwas sein Denken Hemmendes.

[ 10 ] This is the great responsibility assumed by anyone who prescribes such exercises to their fellow human beings. Such exercises are not pulled out of thin air; they are the result of precise spiritual work. It is known that what these exercises prescribe has such an effect on the soul that when this soul steps out of the physical body in the evening as it falls asleep, it develops its spiritual eyes, its spiritual ears, and its spiritual thinking in the proper way. If something is done incorrectly—if the wrong exercises are performed—then of course this also has an effect; then the effects do not fail to occur, but absurd—if we wish to use an expression from the sensory world—unnatural forms are built into the astral body. What does this mean: unnatural forms are built into the astral body? Forms are built in that contradict the great whole of the world. It would then be exactly as if organs were built into our physical body that could not hear external sounds or see external light in the proper way—organs that would not be in harmony with the external world. Through incorrect meditation and concentration, a person would thus, in relation to their astral body and their “I,” be placed in conflict with the world, and instead of receiving organs through which he could gradually shed light on this spiritual world, he would be shattered by the influences of the spiritual world; he would not experience these influences as something that fosters him or enriches him, but as something that hinders his thinking.

[ 11 ] Ich bitte Sie, weil wir diesen Begriff in den nächsten Tagen sehr notwendig haben werden, darauf zu achten, daß wir hier an einem Punkte stehen, wo uns klar werden kann, daß etwas, das in der Außenwelt draußen ist - und wir reden jetzt von der geistigen Außenwelt -, im höchsten Maße fördernd sein kann für den Menschen und wiederum im höchsten Maße hemmend sein kann für ihn, je nachdem er seine eigene Wesenheit diesem Äußeren entgegenbringt. Denken wir uns einmal, ein Mensch mit einem nicht richtig ausgebildeten astralischen Leibe setzt sich der geistigen Umwelt aus. Diese wirkt auf ihn. Während, wenn er die richtigen Organe ausgebildet hätte, diese geistige Umwelt in ihn einfließen würde, ihn bereichern würde mit den Weltgeheimnissen, wird diese selbe Außenwelt ihn seelisch verkümmern, wenn er seine Organe schlecht ausgebildet hat. Es ist dieselbe Außenwelt, die einmal den Menschen in die höchsten Höhen hinaufträgt, das andere Mal ihn hemmt, dieselbe Außenwelt, von der der Mensch einmal sagen wird, sie ist eine göttliche, förderliche Welt, wenn er selber in sich das Richtige trägt; und von der er sagen wird, sie ist eine Welt der Hindernisse, wenn er selbst in sich ein nichtrichtig ausgebildetes Inneres hat. In diesen Worten liegt viel von dem Schlüssel zum Verständnis des Guten, Fruchtbaren, und des Bösen, des Zerstörenden in der Welt. Und Sie können daraus einsehen, daß die Wirkung, die irgendwelche Wesenheiten der Umwelt auf uns haben, nicht maßgebend ist für das Wesen dieser Welt selber. Wie wir uns der Außenwelt gegenüberstellen, so wird das eine Mal dieselbe Wesenheit förderlich oder hemmend sein, dieselbe Wesenheit Gott oder Teufel sein können für unsere seelische Organisation. Das bitte ich durchaus zu berücksichtigen; denn wir werden es für mancherlei in den nächsten Tagen brauchen.

[ 11 ] Since we will have a great need for this concept in the coming days, I ask you to bear in mind that we are at a point here where we can realize that something that exists in the external world—and we are now speaking of the spiritual external world—can be highly beneficial to a person and, conversely, highly inhibiting, depending on how they relate their own being to this external world. Let us imagine a person with an astral body that is not properly developed exposing themselves to the spiritual environment. This environment affects them. Whereas, if they had developed the proper organs, this spiritual environment would flow into them, enriching them with the mysteries of the world, this very same external world will cause them to wither spiritually if their organs are poorly developed. It is the same external world that at one time lifts a person to the highest heights and at another time holds them back; the same external world of which a person will one day say, “It is a divine, nurturing world,” if they themselves possess what is right within; and of which they will say, “It is a world of obstacles,” if they themselves possess an inner being that is not properly developed. In these words lies much of the key to understanding what is good and fruitful, and what is evil and destructive in the world. And from this you can see that the effect that certain entities in the environment have on us is not decisive for the nature of this world itself. Depending on how we face the outside world, the same entity may at times be beneficial or hindering; the same entity can be God or the devil for our spiritual organization. I ask you to keep this firmly in mind, for we will need it for various reasons in the coming days.

[ 12 ] Wir haben uns damit vor die Seele gestellt, wie die Vorbereitung zur hellseherischen Forschung ist in bezug auf den astralischen Leib und das Ich. Und wir haben hervorheben müssen, daß wir Menschen in einer gewissen Beziehung in einer glücklichen Lage sind, weil wir wenigstens zu einer gewissen Zeit während vierundzwanzig Stunden den feinen astralischen Leib und das Ich außer dem physischen Leib und dem Atherleib haben. Den Atherleib aber haben wir auch in der Nacht nicht außer dem physischen Leib; er bleibt da mit dem physischen Leib verbunden. Wir wissen ja aus den mancherlei Vorträgen, die nun seit Jahren hier gehalten werden, daß nur im Tode jener Augenblick eintritt, wo der physische Menschenleib für sich bleibt und der Ätherleib mit dem astralischen Leibe und dem Ich sich aus dem physischen Leibe heraushebt. Wir brauchen heute nicht zu erwähnen, welchen Weg diese drei Glieder der Menschennatur nachher zwischen dem Tode und einer neuen Geburt durchmachen; wir wollen uns nur klar vor die Seele stellen, daß mit dem Tode der Augenblick gegeben ist, wo der Mensch frei ist von dem physischen Leibe und von alledem, was in diesen physischen Leib hineingebaut ist, frei ist also von den physischen Sinnesorganen, frei ist von dem Gehirn, dem Instrument des physisch wirkenden Verstandes. Da sind beisammen in der ihnen gemäßen Art Ich und astralischer Leib und ätherischer Leib; da können sie zusammenwirken. Daher tritt auch in bezug auf das vorhergehende Leben von dem Moment des Todes an, wenn auch zunächst nur für kurze Zeit ein wirkliches Hellsehen ein. Es ist das öfter erwähnt worden in diesen Vorträgen. Zu einem solchen Zusammenwirken, wie das nur im Momente des Todes normalerweise der Fall sein kann, zu einem solchen Zusammenwirken muß die Möglichkeit dem Ich, dem astralischen Leibe und dem Ätherleibe gegeben werden, um vollständige Hellsichtigkeit herbeizuführen. Der Atherleib muß also aus jenem Zustand befreit werden können, in den er hineingebannt ist während des normalen Lebens; er muß ebenso in der Lage sein, seine Elastizität zu gebrauchen, unabhängig zu werden von der Elastizität des physischen Leibes, wie das der astralische Leib in der Nacht ist. Dazu sind in gewisser Beziehung höhere, intensivere, anstrengendere Übungen notwendig. Auf alles das kann ja in den nächsten Tagen mit einigem noch hingedeutet werden in den entsprechenden Zusammenhängen; heute aber wollen wir uns klarmachen, daß dies notwendig ist. Es genügt noch nicht, wenn der Mensch jene vorbereitenden Übungen gemacht hat, die nachwirken in seinen astralischen Leib hinein, um die geistigen Augen und Ohren auszubilden, sondern es sind auch Übungen notwendig, die dem Atherleibe Selbständigkeit und Freiheit geben von dem physischen Leibe. Heute aber wollen wir uns in einer gewissen Beziehung das Resultat vor Augen führen, das dann eintreten muß. Sie können dies im Grunde genommen schon entnehmen aus demjenigen, was gesagt worden ist.

[ 12 ] We have thus examined the nature of preparation for clairvoyant research as it relates to the astral body and the “I.” And we have had to emphasize that we humans are, in a certain sense, in a fortunate position, because at least for a certain period during a twenty-four-hour period, we have the subtle astral body and the “I” separate from the physical body and the etheric body. The etheric body, however, does not separate from the physical body even at night; it remains connected to the physical body. We know, of course, from the various lectures that have been given here for years now, that it is only at death that the moment occurs when the physical human body remains on its own and the etheric body, together with the astral body and the “I,” lifts itself out of the physical body. We need not mention today the path these three aspects of human nature subsequently undergo between death and a new birth; we simply wish to make it clear to the soul that with death comes the moment when the human being is free from the physical body and from everything that is built into this physical body—free, therefore, from the physical sense organs, free from the brain, the instrument of the physically active intellect. There, in their proper way, the I, the astral body, and the etheric body are united; there they can interact. Therefore, with regard to the previous life, a state of true clairvoyance sets in from the moment of death, even if initially only for a short time. This has been mentioned frequently in these lectures. For such a cooperation—as can normally occur only at the moment of death—the “I,” the astral body, and the etheric body must be given the opportunity to work together in order to bring about complete clairvoyance. The etheric body must therefore be able to free itself from the state into which it is confined during normal life; it must also be able to make use of its elasticity and become independent of the elasticity of the physical body, just as the astral body is at night. To this end, higher, more intense, and more strenuous exercises are necessary in a certain sense. All of this can, of course, be touched upon in the coming days in the appropriate contexts; but today let us make it clear to ourselves that this is necessary. It is not yet enough for a person to have performed those preparatory exercises that continue to work into the astral body to develop the spiritual eyes and ears; rather, exercises are also necessary that give the etheric body independence and freedom from the physical body. Today, however, let us consider, in a certain sense, the result that must then follow. You can, in fact, already deduce this from what has been said.

[ 13 ] Wir können sagen, normalerweise ist nur im Augenblick des Todes die Möglichkeit gegeben, daß frei vom physischen Leib Ich und astraler Leib und Ätherleib zusammenwirken. Für die hellseherische Forschung muß also etwas eintreten, das sich vergleichen läßt einzig und allein mit demjenigen, was sonst für den Menschen im Augenblicke des Todes eintritt, das heißt der Mensch muß, wenn er in bewußtem Sinne hellseherisch werden will, zu einer Entwickelungsstufe in seinem Leben kommen, wo er von seinem physischen Leib und dem Gebrauche der Glieder des physischen Leibes ebenso unabhängig ist, wie er unabhängig von ihnen ist im Momente des Todes.

[ 13 ] We can say that normally it is only at the moment of death that the possibility arises for the “I,” the astral body, and the etheric body to interact freely, unbound by the physical body. For clairvoyant research, therefore, something must occur that can be compared solely to what otherwise happens to a person at the moment of death, that is, if a person wishes to become clairvoyant in the conscious sense, they must reach a stage of development in their life where they are just as independent of their physical body and the use of its limbs as they are of them at the moment of death.

[ 14 ] Wir fragen uns: durch was kann denn — wir wollen die Frage heute in abstracto beantworten, in den nächsten Tagen wird es in concreto geschehen — der Mensch eine solche Unabhängigkeit erlangen von dem physischen Leibe, durch was kann er sich in einen Zustand versetzen, der dem Momente des physischen Sterbens in bezug auf die Erkenntnis ähnlich wird? Einzig und allein dadurch kann er sich in einen solchen Zustand versetzen, daß er gewisse Empfindungen und Empfindungsnuancen ausbildet, welche die Seele so ergreifen, daß in einer gewissen Beziehung diese Empfindungen und Empfindungsnuancen durch ihre Kraft den ätherischen Leib packen und ihn herausheben aus dem physischen Leibe. Es müssen also so starke Empfindungsimpulse, Gedankenimpulse und Willensimpulse in der Seele wirken, daß eine innerliche Kraft da ist, welche den Ätherleib frei macht vom physischen Leibe für gewisse Augenblicke. Nicht aber durch äußere physische Maßnahmen kann so etwas in unserem Zeitraume der Menschheitsentwickelung herbeigeführt werden. Derjenige, der glauben würde, daß man solche Dinge durch physische Maßnahmen herbeiführen kann, der würde sich eben einer gewaltigen Täuschung hingeben. Er würde in die geistigen Welten hinein wollen und dennoch bei den Hantierungen, bei den Tatsachen der physischen Welt bleiben wollen, das heißt er wäre noch nicht gekommen bis zu einem wirklichen Glauben an die Kraft der geistigen Welten. Es müssen lediglich innere Vorgänge sein, Vorgänge des starken, des energischen Seelenlebens, die diesen Zustand herbeiführen.4Es muß bei diesen Schilderungen überall! darauf geachtet werden, daß mit ihnen nur seelische Vorgänge gemeint sind, die mit einem Übergehen in Pathologisch-Organisches so wenig zu tun haben wie die mathematischen Formulierungen, und die trotzdem nicht bloß formaler Natur sind wie die letzteren, sondern denen eine geistige Realität entspricht. Zur gewöhnlichen Hellseherei verhalten sie sich wie das Positive zu dem Negativen. Und wenn wir im Abstrakten bleiben, so können wir heute vorläufig sagen: das Wesentlichste zur Herbeiführung eines solchen Zustandes besteht darin, daß der Mensch eine Umwandlung, gleichsam eine Umstülpung seiner Interessensphäre erlebt. Für das gewöhnliche Leben ist der Mensch ausgestattet mit gewissen Interessen. Sie wissen, daß diese Interessen vom Morgen bis zum Abend spielen. Der Mensch - und er hat damit ganz recht, denn er muß in dieser Welt leben - interessiert sich für dasjenige, was auf seine Augen, seine Ohren, auf seinen physischen Verstand, auf seine physischen Empfindungen und so weiter wirkt; er interessiert sich für dasjenige, was in der Außenwelt ihm entgegentritt; er hat für das eine mehr, für das andere weniger Interesse; er widmet dem einen mehr, dem anderen weniger Aufmerksamkeit; das ist so natürlich. Und in diesen auf- und abwogenden Interessen, die ihn fesseln mit gewissen Anziehungskräften an den Teppich der Außenwelt, iebt der Mensch, lebt ja wahrhaftig ganz allein die weitaus größte Mehrzahl der gegenwärtigen Menschen.

[ 14 ] We ask ourselves: by what means can a human being—let us answer this question today in the abstract; in the coming days we will address it in the concrete—attain such independence from the physical body, and by what means can he place himself in a state that, in terms of consciousness, resembles the moment of physical death? The only way they can place themselves in such a state is by developing certain sensations and nuances of sensation that so move the soul that, in a certain sense, these sensations and nuances of sensation, through their power, seize the etheric body and lift it out of the physical body. Thus, impulses of sensation, thought, and will must be at work in the soul with such intensity that an inner force arises which frees the etheric body from the physical body for a few moments. But such a thing cannot be brought about through external physical measures in our present stage of human development. Anyone who believes that such things can be brought about through physical means would be succumbing to a tremendous delusion. They would want to enter the spiritual worlds while still clinging to the manipulations and facts of the physical world—in other words, they would not yet have attained a genuine belief in the power of the spiritual worlds. It must be solely inner processes—processes of a strong, energetic soul life—that bring about this state. 4In all these descriptions, it must be clearly understood that they refer only to soul processes that have as little to do with a transition into the pathological-organic realm as mathematical formulations do, and which, nevertheless, are not merely of a formal nature like the latter, but correspond to a spiritual reality. They relate to ordinary clairvoyance as the positive relates to the negative. And if we remain in the abstract, we can tentatively say today: the most essential factor in bringing about such a state is that the human being experiences a transformation—as it were, a reversal—of their sphere of interest. In ordinary life, a person is endowed with certain interests. You know that these interests are at play from morning to night. A person—and they are quite right to do so, for they must live in this world—is interested in what appeals to their eyes, their ears, their physical intellect, their physical sensations, and so on; they are interested in what they encounter in the external world; they have more interest in one thing than in another; they devote more attention to one thing than to another; that is only natural. And in these ebbing and flowing interests, which bind them with certain forces of attraction to the fabric of the external world, people live—indeed, the vast majority of people today live—entirely alone.

[ 15 ] Es gibt nur eine Möglichkeit, daß der Mensch unbeschadet der Frische und Lebendigkeit dieser äußeren Interessen doch Momente im Leben herbeiführt, in denen diese äußeren Interessen gar nicht wirken; in denen ihm, wenn man radikal die Sache ausdrücken will, die ganze äußere Sinneswelt absolut gleichgültig wird; in denen er alle Interessenkräfte, die ihn an dieses oder jenes in der sinnlichen Welt fesseln, abtötet. Falsch wäre es, wenn der Mensch sich nicht aufsparen würde diese Abtötung der Interessen für die Außenwelt für gewisse Feiertagsaugenblicke des Lebens, sondern diese Abtötung auf das ganze Leben ausdehnen würde. Ein solcher Mensch würde unfähig werden, mitzuarbeiten an der Außenwelt; wir sind aber berufen, in unserem Leben an der Außenwelt und an ihrer Arbeit mitzuwirken. Wir müssen es uns daher für Feiertagsaugenblicke aufbewahren und aufsparen, alle äußeren Interessen für die Umwelt in uns ersterben zu lassen, und wir müssen uns sozusagen diese zwiefache Natur erobern, daß wir auf der einen Seite in der Lage sind, lebendig und frisch an allem teilzunehmen, was da draußen an Freude und Schmerz, an Lust und Unlust, an blühendem, sprossendem und an ersterbendem Leben sich abwickelt, und daß wir dazu die andern Interessen fügen. Die Frische und Ursprünglichkeit des Interesses für die Außenwelt müssen wir uns für unser Erdenleben wach erhalten; wir dürfen nicht Fremdlinge werden auf der Erde, denn dadurch würden wir nur aus dem Egoismus heraus handeln und würden unsere Kräfte rauben dem Schauplatz, dem sie gewidmet sein sollen innerhalb unserer gegenwärtigen Entwickelung. Aber wir müssen auf der anderen Seite, damit wir hinaufsteigen können in die höheren Welten, uns die andere Seite der Natur ausbilden, die darin besteht, daß wir in Feiertagsaugenblicken des Lebens die Interessen für die Außenwelt ertöten, ersterben lassen. Und wenn wir Geduld und Ausdauer, wenn wir Energie und Kraft haben, solange als es unser Karma fordert, uns zu üben in diesem Abtöten der Interessen für die Umwelt, wenn wir uns genügend darin üben, so wird zuletzt durch diese Abtötung des Interesses an der Außenwelt eine starke, energische Kraft in unserem Innern frei. Was wir auf solche Art in der Außenwelt ertöten, lebt im höheren Maße in der Innenwelt auf. Wir erfahren eine ganz neue Art des Lebens, wir machen jenen Moment durch, wo wir uns sagen können: das ist ja nur ein Teil des gesamten Lebens, was wir sehen können durch die Augen und hören durch die Ohren. Es gibt ein völlig anderes Leben, ein Leben in der geistigen Welt; eine Auferstehung in der geistigen Welt, ein Hinausschreiten über dasjenige, was man sonst das Leben nennt, ein Hinausschreiten, so daß nicht der Tod eintritt, sondern ein höheres Leben resultiert.

[ 15 ] There is only one way for a person to bring about moments in life—without compromising the freshness and vitality of these external interests—in which these external interests have no effect at all; in which, to put it bluntly, the entire external sensory world becomes absolutely indifferent to him; in which he extinguishes all the forces of interest that bind him to this or that in the sensory world. It would be wrong for a person not to reserve this extinguishing of interest in the external world for certain festive moments in life, but rather to extend it to his entire life. Such a person would become incapable of participating in the external world; yet we are called to participate in the external world and its work throughout our lives. We must therefore reserve and save for special moments the ability to let all external interests in the world around us die within us, and we must, so to speak, master this dual nature so that, on the one hand, we are able to participate vividly and freshly in everything that unfolds out there—joy and pain, pleasure and displeasure, life in bloom, sprouting, and withering—and so that we can combine these with our other interests. We must keep alive the freshness and originality of our interest in the outside world throughout our earthly life; we must not become strangers on earth, for then we would act solely out of selfishness and would rob the arena to which our energies are meant to be devoted within our present stage of development of our strength. But on the other hand, in order to ascend to the higher worlds, we must cultivate the other aspect of nature, which consists in putting to rest—allowing to wither away—our interests in the external world during the festive moments of life. And if we have the patience and perseverance, the energy and strength, for as long as our karma requires us to practice this letting go of interest in our surroundings—if we practice this sufficiently—then ultimately, through this letting go of interest in the outside world, a strong, energetic force will be released within us. What we let go of in the outside world in this way comes to life to a greater degree in the inner world. We experience an entirely new kind of life; we go through that moment when we can say to ourselves: what we can see with our eyes and hear with our ears is, after all, only a part of life as a whole. There is a completely different life, a life in the spiritual world; a resurrection in the spiritual world, a stepping beyond what is otherwise called life—a stepping beyond such that death does not occur, but rather a higher life results.

[ 16 ] Wenn dann diese rein geistige Kraft in unserem Innern stark genug geworden ist, dann können wir die Momente nach und nach erleben, wo wir Herrscher und Herr werden über unseren Ätherleib, wo dieser Atherleib nicht diejenige Form annimmt, die ihm die Spannkräfte von Lunge und Leber aufnötigen, sondern jene Form, die wir ihm aufnötigen von oben herunter durch unseren astralischen Leib. Dann prägen wir unserem Ätherleib die Form ein, die wir zuerst durch Meditation und Konzentration und so weiter dem Astralleib eingeprägt haben; dann drücken wir die plastische Form des astralischen Leibes im Ätherleib ab, und wir steigen auf von der Vorbereitung zur Erleuchtung, zu der nächsten Stufe der hellseherischen Forschung. Die erste Stufe, durch welche wir unseren astralen Leib umwandeln so, daß er Organe erhält, sie nennt man auch die Reinigung oder Läuterung aus dem Grunde, weil dieser astralische Leib gereinigt wird von den Kräften der Außenwelt, und inneren Kräften sich fügt. Diejenige Stufe aber, auf welcher es diesem astralischen Leib gelingt, seine Form einzuprägen dem Ätherleib, diese Stufe ist damit verknüpft, daß es um uns herum geistig hell wird, daß die geistige Welt um uns herum offenbar wird, daß die Erleuchtung eintritt.

[ 16 ] Once this purely spiritual force within us has become strong enough, we can gradually experience moments when we become rulers and masters of our etheric body—moments when this etheric body does not assume the form imposed on it by the tensile forces of the lungs and liver, but rather the form we impose on it from above through our astral body. Then we impress upon our etheric body the form that we have first imprinted on the astral body through meditation, concentration, and so on; then we imprint the plastic form of the astral body onto the etheric body, and we ascend from the preparation for enlightenment to the next stage of clairvoyant research. The first stage, through which we transform our astral body so that it acquires organs, is also called purification or refinement, because this astral body is cleansed of the forces of the external world and submits to inner forces. The stage, however, at which this astral body succeeds in imprinting its form upon the etheric body is associated with the fact that it becomes spiritually bright around us, that the spiritual world around us becomes manifest, and that enlightenment sets in.

[ 17 ] Dasjenige, was ich Ihnen eben beschrieben habe, ist verknüpft mit gewissen Erfahrungen, die der Mensch durchmacht, und die typisch sind, die bei jedem dieselben sind, und die jeder, der den Weg durchmacht, erfährt in dem Momente, wo er dazu reif ist, und wo er die nötige Aufmerksamkeit auf gewisse über dem Sinnlichen hinausliegende Dinge und Vorgänge wendet. Die erste Erfahrung, die eintritt durch die Organisation des astralischen Leibes, die also eintritt als Wirkung von Meditation, Konzentration und so weiter, könnte man ausdrücken als ein Gefühls-, als ein Empfindungserlebnis, als ein Erlebnis, das man, wenn man es beschreiben will, am besten benennen könnte wie eine in sich verlaufende vollbewußte Spaltung unserer ganzen Persönlichkeit.5Man muß, was hier als «Spaltung der Persönlichkeit» gekennzeichnet wird, streng unterscheiden von dem, was von solchen Denkern, die damit Pathologisches — oder Traumhaftes - im Auge haben, mit diesem Ausdrucke oder auch mit «DoppelIch» gemeint ist. Die hier charakterisierte Spaltung wird in voller Besonnenheit nur im Seelischen vollzogen, wird so völlig durchschaut, daß ein klarbewußtes Drinnen stehen in dem gewöhnlichen Ich in gar keiner Weise beeinträchtigt wird. Dieses «Ich» verliert dabei nichts von seiner inneren Festigkeit und Geschlossenheit. Man sagt sich in diesem Augenblicke, wo man das erlebt: Jetzt bist du eigentlich etwas geworden wie zwei Persönlichkeiten; du gleichst gleichsam einem Schwerte, das in seiner Scheide steckt. Vorher hast du dich vergleichen können mit einem Schwerte, das nicht in seiner Scheide steckt, sondern das mit seiner Scheide in eins gearbeitet ist, aus einem Stück besteht; du hast dich gefühlt als eine Einheit mit deinem physischen Leibe zusammen; jetzt aber ist es so, wie wenn du zwar in deinem physischen Leib drinnensteckest wie das Schwert in der Scheide, aber doch ein Wesen seiest, das sich als etwas fühlt außer der Scheide des physischen Leibes, in der es steckt. - Man fühlt sich zwar in seinem physischen Leibe, aber nicht mit ihm verwachsen, nicht aus einem Stück mit ihm bestehend. Dieses innerliche Freiwerden, dieses innerlich sich Fühlen als zweite Persönlichkeit, die aus der ersten herausgeschritten ist, das ist das große Erlebnis auf dem Wege zur hellseherischen Anschauung der Welt. Es muß also betont werden, daß dieses erste Erlebnis ein Empfindungs-, ein Gefühlserlebnis ist. Man muß fühlen dieses in seiner alten Persönlichkeit-Darinnenstecken und doch wiederum frei und beweglich sich in ihr fühlen. Natürlich ist das nur ein Vergleich, vom Schwerte und seiner Scheide. Denn das Schwert fühlt sich doch nach allen Seiten beengt durch die Wände seiner Scheide; der Mensch aber, der diese Empfindung hat, hat ein hohes Gefühl innerlicher Beweglichkeit, gleichsam wie wenn er an allen Punkten die Grenzen seines physischen Leibes durchbrechen könnte, heraus könnte, Ausfälle machen könnte durch die Haut seines physischen Leibes, geistige Fühlhörner ausstrecken könnte in eine Welt hinein, die ihm zwar noch dunkel ist, die ihm aber fühlbar wird und im Finstern —- man möchte sagen — tastbar, erkennbar wird. Das ist das erste große Erlebnis, das der Mensch hat.

[ 17 ] What I have just described to you is connected with certain experiences that a person goes through—experiences that are typical, that are the same for everyone, and that everyone who walks this path experiences at the moment when they are ready for it and when they direct the necessary attention to certain things and processes that lie beyond the sensory realm. The first experience that arises through the organization of the astral body—that is, as a result of meditation, concentration, and so on—could be described as an emotional or sensory experience, an experience that, if one were to describe it, could best be characterized as a fully conscious internal division of our entire personality. 5One must strictly distinguish what is described here as a “splitting of the personality” from what is meant by this term—or by “double ego”—by those thinkers who view it as something pathological or dreamlike. The split characterized here takes place with full composure solely within the soul; it is so thoroughly understood that a clear, conscious presence within the ordinary “I” is in no way impaired. This “I” loses none of its inner strength and integrity in the process. At the moment one experiences this, one says to oneself: Now you have actually become something like two personalities; you are, as it were, like a sword sheathed in its scabbard. Before, you could have compared yourself to a sword that is not sheathed, but rather is forged as one with its scabbard, consisting of a single piece; you felt yourself to be a unity with your physical body; but now it is as if, although you are housed within your physical body like the sword in its sheath, you are nevertheless a being who feels itself to be something outside the sheath of the physical body in which it is housed. - One does indeed feel oneself to be within one’s physical body, but not fused with it, not consisting of a single piece with it. This inner liberation, this inner sense of being a second personality that has emerged from the first—that is the great experience on the path to clairvoyant perception of the world. It must therefore be emphasized that this first experience is a sensory experience, an emotional experience. One must feel this being enclosed within one’s old personality and yet, at the same time, feel free and mobile within it. Of course, this is only a comparison—that of a sword and its sheath. For the sword feels constrained on all sides by the walls of its sheath; but the person who has this sensation experiences a profound sense of inner mobility, as if at every point they could break through the boundaries of their physical body, could emerge, could make forays through the skin of their physical body, could extend spiritual antennae into a world that is still dark to them, but which is becoming perceptible and, in the darkness —- one might say — becomes palpable and recognizable. This is the first great experience a person has.

[ 18 ] Das zweite besteht darin, daß nun die zweite Persönlichkeit, die in der ersten darinnen steckt, nach und nach die Fähigkeit erlangt, wirklich aus dieser ersten Persönlichkeit seelisch-geistig herauszutreten. Dieses Erlebnis, das drückt sich schon dadurch aus, daß der Mensch nunmehr die Erfahrung, wenn auch zuweilen oft für kurze Zeit, macht, als ob er sich selbst sehen würde, als ob er sich gleichsam wie seinen eigenen Doppelgänger vor sich hätte. Diese zweite Erfahrung allerdings hat eine viel größere Tragweite als die erste. Denn mit dieser zweiten Erfahrung ist etwas verknüpft, was — man möchte sagen — nur sehr schwer zu ertragen ist für den Menschen. Man muß bedenken, im normalen Leben steckt der Mensch in seinem physischen Leibe darinnen. Dasjenige, was darinnen steckt, ist Astralleib und Ich, und dasjenige, was so als Astralleib und als Ich im physischen Leib darinnen steckt, das paßt sich den Kräften des physischen Leibes an; es schmiegt sich sozusagen hinein. Es nimmt an die Form der Leber, die Form des Herzens, die Form des physischen Gehirns und so weiter. Und so ist es auch mit dem Ätherleib, solange er im physischen Leibe darinnen steckt. Er nimmt an die Form des physischen Gehirns, die Form des Herzens und so weiter. Man bedenke, was mit den Ausdrücken Gehirn, Herz und so weiter gesagt ist, was das für wunderbare, in sich vollendete Werkzeuge und Organe sind, was für wunderbare, in sich vollendete Schöpfungen. Man frage sich einmal, was alle menschliche Kunst, was alles menschliche Schaffen bedeutet gegenüber jenem Schaffen, gegenüber jener Kunst und Technik, die notwendig sind, um solch ein Wunderwerkzeug wie das Herz, das Gehirn und so weiter aufzubauen. Was vermag der Mensch auf dem gegenwärtigen Standpunkt seiner Entwickelung an Kunst, an Technik gegenüber jener Götterkunst und Göttertechnik, die unseren physischen Leib auferbaut haben, und die uns daher auch in Schutz nehmen, solange wir drinnenstecken im physischen Leib. Wir sind also mit dem physischen Leibe im Tagesleben Götterschöpfung hingegeben. Unser Ätherleib, unser Astralleib sind hineingepaßt in Formen, welche die Götter geschaffen haben. Werden wir nun frei und selbständig, dann liegt die Sache anders. Dann machen wir uns zu gleicher Zeit frei von dem Wunderwerkzeuge der Götterschöpfung. Wir verlassen also nicht etwa den physischen Leib als etwas, worauf wir als auf ein Unvollkommenes herabschauen dürfen, sondern als den Tempel, den die Götter für uns gebaut haben, in dem wir sonst wohnen während unseres tagwachen Lebens. Wie sind wir dann?

[ 18 ] The second aspect is that the second personality, which is contained within the first, gradually acquires the ability to truly step out of this first personality in a soul-spiritual sense. This experience is already expressed by the fact that the person now has the experience—albeit often only for a short time—of seeing himself, as if he were facing his own doppelgänger, so to speak. This second experience, however, has much greater significance than the first. For linked to this second experience is something that—one might say—is very difficult for a person to bear. One must bear in mind that in normal life, a person is contained within their physical body. What is contained within it is the astral body and the “I,” and what is thus contained within the physical body as the astral body and the “I” adapts itself to the forces of the physical body; it nestles within it, so to speak. It takes on the form of the liver, the form of the heart, the form of the physical brain, and so on. And so it is also with the etheric body, as long as it is contained within the physical body. It takes on the form of the physical brain, the form of the heart, and so on. Consider what is meant by the terms “brain,” “heart,” and so on—what marvelous, self-contained instruments and organs they are, what marvelous, self-contained creations. Let us ask ourselves what all human art and all human creation amount to in comparison to that creation, to that art and technology that are necessary to construct such marvelous instruments as the heart, the brain, and so on. What can human beings, at their present stage of development, achieve in art and technology compared to that divine art and divine technology that built our physical body—and that therefore also protects us as long as we are housed within the physical body? Thus, in our daily lives, we are, together with our physical body, entrusted to divine creation. Our etheric body and our astral body are fitted into forms created by the gods. But when we become free and independent, the situation changes. Then we simultaneously free ourselves from the marvels of divine creation. We do not, therefore, leave the physical body as something we may look down upon as imperfect, but rather as the temple the gods have built for us, in which we otherwise dwell during our waking lives. What are we then?

[ 19 ] Nehmen wir einmal an, wir könnten diesen physischenLeib in irgendeinem Momente ohne weitere Vorbereitung verlassen; irgendein Zauberkünstler würde uns dazu verhelfen, diesen physischen Leib zu verlassen, so daß er allein bleibt, daß der Atherleib mitgeht mit dem astralischen Leibe, daß wir also in gewisser Beziehung durch ein Erlebnis hindurchgehen, das sich vergleichen läßt dem Momente des Todes. Nehmen wir an, wir könnten das ohne die Vorbereitung, von der wir gesprochen: was sind wir dann, wenn wir da draußen sind, wenn wir uns selbst gegenüberstehen? Da sind wir dasjenige, was wir im Laufe der Weltenentwickelung von Leben zu Leben geworden sind. Solange wir vom Morgen bis zum Abend im physischen Leibe stecken, korrigiert die göttliche Schöpfung des Tempels unseres physischen Leibes dasjenige, was wir uns selbst anorganisiert haben von Verkörperung zu Verkörperung im Laufe unseres Erdenlebens; jetzt aber, wo wir heraustreten, haben unser astralischer Leib und unser Ätherleib dasjenige, was sie sich erworben haben von Leben zu Leben ohne Korrektur; jetzt sehen sie so aus, wie sie aussehen müssen nach dem, was sie selbst aus sich gemacht haben. Wenn der Mensch in einem solch unvorbereiteten Zustand heraustritt aus seinem physischen Leibe, dann ist er nicht etwa ein Wesen von einer höheren, edleren, reineren Form als diejenige war, die er gehabt hat im physischen Leib, sondern ein Wesen mit all den Unvollkommenheiten, die er sich auf sein Karma geladen hat. Das alles bleibt unsichtbar, solange der Leibestempel unseren Ätherleib und astralischen Leib und unser Ich aufnimmt. Es wird sichtbar in dem Augenblick, wo wir mit den höheren Gliedern unserer _ Wesenheit heraustreten aus dem physischen Leibe. Da stehen, wenn wir nun zu gleicher Zeit hellsichtig werden, vor unserem Auge all die Neigungen und Leidenschaften, die wir noch haben aus dem, was wir in früheren Erdenleben gewesen sind. Man nehme einmal an, daß man im Laufe der künftigen Erdenzeit noch viele durchmachen werde; da wird man dieses oder jenes tun, dieses oder jenes vollbringen. Zu mancherlei von demjenigen, was man vollbringen wird, liegen schon die Neigungen, die Triebe und Leidenschaften jetzt vor; man hat sie herausgebildet durch Verkörperungen in der früheren Zeit. Alles, was der Mensch fähig ist, an diesen oder jenen Dingen in der Welt zu vollbringen, alles das, dessen er sich schuldig gemacht hat gegen diesen oder jenen Menschen — was er gegen diesen oder jenen Menschen in der Zukunft abzutragen hat -, alles das ist in diesem Astralleib und Ätherleib verkörpert, wenn er heraustritt aus dem physischen Leib. Wir treten uns selber gleichsam seelisch-geistig nackt entgegen, wenn wir beim Heraustreten zugleich hellsichtig sind; das heißt wir stehen uns so vor dem geistigen Auge, daß wir jetzt wissen, um wieviel wir schlechter sind, als das sein würde, wenn wir jene Vollkommenbheit erreicht hätten, welche die Götter hatten, damit sie schaffen konnten den Wunderbau unseres physischen Leibes. Wir sehen in diesem Augenblick, wie tief wir unter jener Vollkommenheit stehen, die uns vorschweben muß als unser künftiges Entwickelungsideal. Wir wissen in diesem Augenblick, wie tief wir unter die Welt der Vollkommenheit heruntergestiegen sind.

[ 19 ] Let us suppose for a moment that we could leave this physical body at any moment without further preparation; that some magician would help us to leave this physical body, so that it remains alone, so that the etheric body accompanies the astral body, so that we thus, in a certain sense, go through an experience comparable to the moment of death. Let us assume we could do this without the preparation we have spoken of: what are we then, once we are out there, when we face ourselves? There we are what we have become in the course of world evolution, from life to life. As long as we are confined to the physical body from morning to evening, the divine creation of the temple that is our physical body corrects what we have organized within ourselves from incarnation to incarnation in the course of our earthly life; but now, when we step out, our astral body and our etheric body possess what they have acquired from life to life without correction; now they appear as they must, according to what they have made of themselves. When a person steps out of their physical body in such an unprepared state, they are not a being of a higher, nobler, or purer form than the one they possessed in the physical body, but rather a being with all the imperfections they have accumulated in their karma. All of this remains invisible as long as the physical body houses our etheric body, astral body, and ego. It becomes visible the moment we step out of the physical body with the higher aspects of our being. If we become clairvoyant at that very moment, we see before our eyes all the inclinations and passions we still carry over from what we were in previous earthly lives. Let us suppose that, in the course of future earthly lives, we will still go through many more; there we will do this or that, accomplish this or that. For many of the things we will accomplish, the inclinations, drives, and passions are already present now; we have developed them through incarnations in earlier times. Everything a person is capable of accomplishing in this or that aspect of the world, everything of which they have made themselves guilty toward this or that person—what they will have to atone for toward this or that person in the future—all of this is embodied in the astral and etheric bodies when they step out of the physical body. We encounter ourselves, as it were, soul- and spirit-naked, when we are clairvoyant at the moment of stepping out; that is to say, we stand before our inner eye in such a way that we now know how much worse off we are than we would be had we attained that perfection which the gods possessed, enabling them to create the marvelous structure of our physical body. At that moment, we see how far we fall short of that perfection which must serve as our future ideal of development. At that moment, we know how far we have descended below the world of perfection.

[ 20 ] Das ist das Erlebnis, das verbunden ist mit der Erleuchtung; das ist das Erlebnis, das man die Begegnung mit dem Hüter der Schwelle nennt. Dasjenige, was wirklich ist, das wird dadurch nicht mehr und nicht weniger wirklich, daß wir es sehen oder nicht sehen. Die Gestalt, die wir da sehen in diesem Augenblick, der eben geschildert worden ist, ist sonst auch da, ist sonst durchaus auch in uns steckend; aber weil wir noch nicht aus uns herausgetreten sind, weil wir uns nicht gegenüberstehen, sondern weil wir drinnen stecken, sehen wir sie nicht. Im gewöhnlichen Leben ist dasjenige, was wir in dem Augenblicke, wo wir hellseherisch aus uns heraustreten, sehen, der Hüter der Schwelle. Er behütet uns vor jenem Erlebnis, das wir erst ertragen lernen müssen. Wir müssen erst jene starke Kraft in uns haben, die uns befähigt, uns zu sagen: Es liegt eine Welt der Zukunft vor uns, und wir sehen ohne Schrecken und Grauen auf dasjenige, was wir geworden sind, denn wir wissen ganz gewiß, daß wir alles das wiederum ausgleichen können. — Die Fähigkeit, die wir haben müssen, um diesen Moment zu erleben, ohne daß wir von ihm niedergedrückt werden, diese Fähigkeit müssen wir uns während der Vorbereitung zur hellseherischen Forschung aneignen. Diese Vorbereitung besteht darin — wiederum sagen wir es heute im Abstrakten, wir werden auf das Konkrete noch einzugehen haben -, daß wir insbesondere die aktiven, die positiven Eigenschaften unserer Seele stark und energisch machen, daß wir unseren Mut, unser Freiheitsgefühl, unsere Liebe, unsere Energie des Denkens, unsere Energie des klarsichtigen Intellekts so steigern, als wir sie nur steigern können, so daß wir nicht als schwache, sondern als starke Menschen heraustreten aus unserem physischen Leibe. Wenn aber von demjenigen, was man im gewöhnlichen Leben als Angst und Furcht kennt, zu viel im Menschen vorhanden ist, so wird er nicht ohne Bedrückung dieses Erlebnis überstehen können.

[ 20 ] This is the experience associated with enlightenment; this is the experience known as the encounter with the Keeper of the Threshold. That which is real does not become any more or any less real simply because we see it or do not see it. The figure we see at that moment, as just described, is also present at other times; it is, in fact, always within us; but because we have not yet stepped outside ourselves—because we are not facing ourselves, but are instead trapped inside—we do not see it. In ordinary life, what we see at the moment when we step out of ourselves through clairvoyance is the Keeper of the Threshold. He protects us from that experience, which we must first learn to endure. We must first possess that strong inner force that enables us to say to ourselves: A world of the future lies before us, and we look upon what we have become without fear or dread, for we know with absolute certainty that we can make amends for all of it. — The ability we must possess to experience this moment without being overwhelmed by it—we must acquire this ability during our preparation for clairvoyant research. This preparation consists in—again, we are speaking in abstract terms today, we will have to address the concrete aspects later—in strengthening and energizing, in particular, the active, positive qualities of our soul; in increasing our courage, our sense of freedom, our love, our energy of thought, and our energy of clear-sighted intellect as much as we possibly can, so that we step out of our physical body not as weak but as strong human beings. But if there is too much of what is commonly known in everyday life as anxiety and fear within a person, they will not be able to survive this experience without feeling oppressed.

[ 21 ] So also sieht man, daß es gewisse Bedingungen gibt, um hineinzuschauen in die geistigen Welten, die in einer gewissen Beziehung ja das Höchste, was zu denken ist für das Leben der gegenwärtigen Menschheitsentwickelung, in Aussicht stellen, und die gleichzeitig notwendig machen, daß der Mensch eine vollständige Umformung und Umstülpung seines Wesens für die Feieraugenblicke sich erringt. Die größte Wohltat in unserer heutigen Zeit wird demjenigen, welcher, bevor er zu diesem Erlebnis vorschreitet, sich beschreiben läßt, was diejenigen, die erlebt haben in den höheren Welten, geschaut haben; was dann, wenn es erzählt wird, zu begreifen, zu verstehen ist, ohne daß man selbst in diese Welten hineinsieht. Geforscht werden kann nur, wenn man selbst hineinsieht. Dadurch aber, daß man sich immer mehr und mehr anstrengt mit dem Verstand das zu begreifen, was der hellseherische Forscher sagt, gelangt man immer mehr und mehr dazu, sich zu sagen: Wenn ich alles das betrachte, was das Leben bringt, muß ich sagen, das Ergebnis übersinnlicher Forschung ist doch ganz vernünftig. Wenn man sich bemüht, in dieser Weise zuerst einen Überblick sich zu verschaffen, wenn man zuerst Begreifender werden will und dann Hellseher, dann hat man in bezug auf die heutige Menschheitsstufe das Richtige getan. Erst muß man Geisteswissenschaft gründlich kennenlernen. Tut man das, dann geben die großen, die umfassenden, die stärkenden und mutspornenden und erfrischenden Ideen und Gedanken dieser Wissenschaft der Seele nicht nur etwa Theorie, sie geben der Seele Empfindungs-, Willens- und Denkeigenschaften, so daß sie sich stählt. Dann, wenn die Seele solches durchgemacht hat, wird der Moment der Begegnung mit dem Hüter der Schwelle zu etwas anderem, als was er sonst geworden wäre. In ganz anderer Weise werden Angst und Besorgniszustände überwunden, wenn man vorher durch das Erfassen der Erzählungen der höheren Welten hindurchgegangen ist, als wenn dies nicht geschehen ist.

[ 21 ] Thus one sees that there are certain conditions for gaining insight into the spiritual worlds, which, in a certain sense, hold out the prospect of the highest conceivable goal for the life of humanity in its present stage of development, and which at the same time require that the human being achieve a complete transformation and reversal of his being for the moments of celebration. The greatest benefit in our time today is bestowed upon those who, before proceeding to this experience, allow themselves to be told what those who have experienced the higher worlds have beheld; what, when recounted, can be grasped and understood without one’s own direct insight into these worlds. Research is possible only if one looks into these realms oneself. But by striving more and more to grasp with the intellect what the clairvoyant researcher says, one comes more and more to say to oneself: When I consider all that life brings, I must say that the results of supersensible research are, after all, quite reasonable. If one strives first to gain an overview in this way—if one seeks first to become a thinker and then a clairvoyant—then one has done the right thing with regard to humanity’s present stage of development. First, one must thoroughly familiarize oneself with spiritual science. If one does this, then the great, comprehensive, strengthening, inspiring, and refreshing ideas and thoughts of this science do not merely provide the soul with theory; they endow the soul with qualities of feeling, will, and thought, so that it is steeled. Then, once the soul has undergone this process, the moment of encounter with the Keeper of the Threshold becomes something different from what it would otherwise have been. Fear and anxiety are overcome in a completely different way when one has first passed through the process of grasping the narratives of the higher worlds than when this has not happened.

[ 22 ] Dann aber, wenn der Mensch dieses Erlebnis gehabt hat, daß er sich selbst gegenübergetreten ist, daß er also dem Hüter der Schwelle begegnet ist, dann beginnt für ihn die Welt eine ganz andere zu werden; dann erfahren in einer gewissen Beziehung alle Dinge der Welt eine neue Gestalt. Und es ist das Urteil berechtigt, das etwa so sagt: Bisher habe ich gekannt, was Feuer ist; aber das war nur eine Täuschung; denn was ich bisher Feuer genannt habe, das verhält sich zu seiner Wirklichkeit, zu dem, was ich jetzt als Feuer kenne, etwa so, wie wenn ich die Eindrücke, welche die Räder eines Wagens machen auf der Straße, für die einzige Wirklichkeit halten und nicht mir sagen wollte: da muß ein Wagen darüber gefahren sein, in dem ein Mensch gesessen hat. Von diesen Furchen sage ich aus, daß sie die Zeichen, der äußere Ausdruck sind für den Wagen, der darüber gefahren ist und in dem ein Mensch gesessen hat. Wenn er vorübergefahren ist, sehe ich nichts von ihm; er aber ist der Grund der Furchen, er ist das Wesentliche. Und derjenige, der da glauben würde, die Furchen, welche die Räder hinterlassen haben, seien etwas in sich Abgeschlossenes, etwas Wesentliches, der würde den äußeren Eindruck für die Sache selbst halten. — So ist das, was wir im äußeren Leben als das aufleuchtende Feuer sehen, im Verhältnis zu seiner Wirklichkeit, zu der geistigen Wesenheit, die dahintersteht, wie die Furchen in der Straße zu dem Menschen, der im Wagen gesessen hat, welcher über die Straße dahingefahren ist. In dem Feuer haben wir nur einen äußeren Ausdruck. Hinter demjenigen, was das Auge als Feuer sieht und was wir als Wärme empfinden, ist erst die wahre geistige Wesenheit, die im äußeren Feuer nur den äußeren Ausdruck hat. Hinter demjenigen, was wir als Luft einatmen, hinter demjenigen, was als Licht ins Auge dringt, was als Ton in unserem Ohre ist, hinter dem liegen die wirkenden göttlich-geistigen Wesenheiten, welche nur gleichsam ihr äußeres Kleid im Feuer, im Wasser, in demjenigen haben, was uns in den verschiedenen Reichen der Welt umgibt.

[ 22 ] But once a person has had this experience—of confronting oneself, that is, of encountering the Guardian of the Threshold—the world begins to take on a completely different character for them; then, in a certain sense, all things in the world take on a new form. And the judgment is justified that goes something like this: Until now, I have known what fire is; but that was only an illusion; for what I have hitherto called fire bears to its reality—to what I now know as fire—roughly the same relationship as if I were to regard the impressions left by the wheels of a carriage on the road as the sole reality, and were unwilling to admit to myself: a carriage must have driven over there, with a person sitting in it. I say of these ruts that they are the signs, the outward expression, of the carriage that drove over them and in which a person was sitting. Once it has passed by, I see nothing of it; yet it is the cause of the ruts; it is the essence. And anyone who were to believe that the ruts left by the wheels are something self-contained, something essential, would regard the outward impression as the thing itself. — Thus, what we see in external life as the blazing fire is, in relation to its reality—to the spiritual essence that lies behind it—like the ruts in the road are to the person who was sitting in the carriage that drove down the road. In the fire, we have only an external expression. Behind what the eye sees as fire and what we perceive as warmth lies the true spiritual essence, which finds its outward expression only in the external fire. Behind what we breathe in as air, behind what enters the eye as light, behind what is sound in our ears—behind all of these lie the active divine-spiritual entities, which have, as it were, only their outer garment in fire, in water, and in that which surrounds us in the various realms of the world.

[ 23 ] In der sogenannten Geheimlehre, in der Mysterienlehre, nennt man dieses Erlebnis, das man in dieser Art hat, das Durchgehen durch die elementaren Welten. Während man sich vorher dem Glauben hingegeben hat, daß dasjenige, was man als Feuer erkennt, eine Wirklichkeit ist, erfährt man nun, daß hinter dem Feuer lebendige Wesenheiten stehen. Man macht sozusagen Bekanntschaft, mehr oder weniger intime Bekanntschaft mit dem Feuer als etwas ganz anderem als dem, wie es sich in der Sinnenwelt darstellt; man macht Bekanntschaft mit den Feuerwesen, mit demjenigen, was als Seele hinter dem Feuer steht. Wie unsere Seele hinter unserem Leibe steht, so steht hinter dem Feuer, das mit den äußeren Sinnen wahrnehmbar ist, die Seele und der Geist des Feuers. Man dringt in ein geistiges Reich ein, wenn man die Seele und den Geist des Feuers erlebt; und dieses Erleben, das sich sagt: das äußere Feuer ist keine Wahrheit, es ist bloßer Schein, ist bloßes Kleid, ich bin jetzt unter den Feuergöttern, wie ich vorher unter den Menschen in der physischen Welt war — dieses Erleben heißt Leben im Element des Feuers, wenn man im geheimwissenschaftlichen Sinne spricht. Ebenso ist es mit dem, was wir einatmen. In dem Augenblicke, wo uns dasjenige, was wir als äußere Luft einatmen, nur das Kleid wird für dahinterliegende lebendige Wesenheiten, leben wir in dem Elemente der Luft.

[ 23 ] In what is known as the “Esoteric Teaching,” or the “Teaching of the Mysteries,” this experience—which one has in this way—is called “passing through the elemental worlds.” Whereas one previously held the belief that what one recognizes as fire is a reality, one now experiences that behind the fire there are living beings. One becomes acquainted, so to speak—more or less intimately acquainted—with fire as something entirely different from how it appears in the sensory world; one becomes acquainted with the fire beings, with that which stands behind the fire as a soul. Just as our soul stands behind our body, so the soul and spirit of fire stand behind the fire that is perceptible to the outer senses. One enters a spiritual realm when one experiences the soul and spirit of fire; and this experience—which tells us: the outer fire is not the truth, it is mere illusion, a mere garment; I am now among the fire gods, just as I was previously among human beings in the physical world—this experience is called “life in the element of fire,” to speak in the sense of esoteric science. The same is true of what we breathe in. At the moment when what we breathe in as external air becomes merely the garment for the living beings lying behind it, we are living in the element of air.

[ 24 ] Und so kann der Mensch, wenn er die Begegnung mit dem Hüter der Schwelle hinter sich hat, aufsteigen zu dem Erleben der Wesenheiten in den sogenannten Elementen, im Element des Feuers, des Wassers, der Luft, der Erde. Diese vier Arten von Geistern, die in den Elementen leben, gibt es, und der Mensch, der diese Stufe erreicht hat, die soeben beschrieben worden ist, verkehrt mit den geistigen Wesenheiten der Elemente. Er lebt in den Elementen, er durchlebt Erde, Wasser, Luft und Feuer, Dasjenige also, was man im gewöhnlichen Leben mit diesen Worten bezeichnet, das ist nur das äußere Kleid, der äußere Ausdruck von dahinterstehenden geistigen Wesenheiten. Es leben also gewisse göttlich-geistige Wesenheiten in demjenigen, was uns entgegentritt als feste Materie oder Erde — im geisteswissenschaftlichen Sinne gesprochen -, als flüssige Materie oder Wasser — im geisteswissenschaftlichen Sinne gesprochen -, als ausdehnbare Materie oder Luft und als warme, feurige Materie oder Feuer. Das aber sind noch nicht die höchsten geistigen Wesenheiten, sondern wenn wir uns durchgerungen haben durch das Erleben der Elementenwelt, dann steigen wir auf zu denjenigen Wesenheiten, welche die schaffenden Wesenheiten für jene Geister sind, die in den Elementen leben. Und nun nehme man folgendes: Wenn man seine Umgebung betrachtet, die physische Umgebung, sieht man: sie besteht aus demjenigen, was die vier äußeren Glieder sind der eigentlichen Elementarwelt. Ob man Pflanzen oder Tiere oder Steine auf dem physischen Piane sieht, man kann sagen: sie bestehen entweder aus dem Festen, das heißt Erdigen - geheimwissenschaftlich gesprochen — oder aus dem Flüssigen, das heißt aus dem Wasser — geheimwissenschaftlich gesprochen —, aus Gasartigem oder der Luft und aus dem Feurigen, dem Wärmehaften. Daraus sind die Dinge zusammengesetzt, die in der Steinwelt, Pflanzenwelt, in der Tier- und Menschenwelt physisch vorhanden sind. Und als schöpferische Kräfte, als . befruchtende Kräfte stehen hinter demjenigen, was physisch ist, diejenigen Kräfte, die uns von der Sonne zum größten Teil zuströmen. Die Sonne, sie ruft ja aus der Erde hervor das sprießende, sprossende Leben. Die Sonne also sendet diejenigen Kräfte, im physischen Sinne zunächst, zur Erde, die es möglich machen, daß auf der Erde gesehen wird mit physischen Sinnen dasjenige, was im Feuer, in der Luft, im Wasser und in der Erde lebt. Wir sehen physisch die Sonne, weil sie physisch Licht verbreitet. Das physische Licht wird durch die physische Materie aufgehalten. Der Mensch sieht die Sonne vom Aufgange bis zum Niedergange, und er sieht die Sonne nicht, wenn die physische Erdenmaterie sie zudeckt; vom Untergange bis zum Aufgange sieht er sie nicht. Solche Finsternis, wie sie im physischen Leben herrscht vom Niedergange der Sonne bis zum Aufgange derselben, solche Finsternis gibt es in der geistigen Welt nicht. In dem Augenblicke, wo der Hellseher dasjenige errungen hat was beschrieben worden ist, indem Augenblicke, wo er hinter dem Feuer die Geister des Feuers, hinter der Luft die Geister der Luft, hinter dem Wasser die Geister des Wassers und hinter der Erde die Geister der Erde erblickt, in diesem Augenblick sieht er hinter diesen geistigen Wesenheiten deren höheren Herrscher, deren höheren Lenker, dasjenige, was sich verhält zu diesen Elementarwesenheiten, wie sich verhält die erwärmende und beleuchtende, die wohltätige Sonne zu dem sprießenden und sprossenden physischen Leben auf unserer Erde. Das heißt, der Hellseher ringt sich durch von der Betrachtung der Elementarwesenheiten zu der Betrachtung der höheren geistigen Wesenheiten, die im geistigen Reiche etwa sind, was sich im physischen Reiche sinnbildlich vergleichen läßt mit der Sonne im Verhältnis zur Erde. Der Mensch sieht dann hinter den Elementenwesen eine hohe geistige Welt: die geistige Sonne. Wenn für den Hellseher dasjenige, was sonst Finsternis ist, Licht wird, wenn er die Erleuchtung erlangt, dann, dann dringt er vor, wie das physische Auge zur Sonne vordringt, zur geistigen Sonne, das heißt zu den geistigen Wesenheiten. Und wann dringt er vor zu diesen höheren geistigen Wesenheiten? Dann dringt er vor, wenn gleichsam für die Menschen die geistige Finsternis am höchsten ist. Der Mensch lebt, wenn er sonst frei ist in bezug auf seinen Astralleib und auf sein Ich, also vom Momente des Einschlafens bis zu dem des Aufwachens, er lebt, indem ihn Finsternis umgibt, weil er die geistige Welt, die ihn dann umgibt, nicht sieht. Diese Finsternis nimmt allmählich zu, erreicht einen Höhepunkt und nimmt wiederum ab bis zum Morgen, wo er aufwacht. Sie erlangt sozusagen einen höchsten Grad. Man kann diesen höchsten Grad geistiger Verfinsterung vergleichen mit demjenigen im äußeren Leben, was man die Mitternachtsstunde nennt. Wie in dieser normalerweise die äußere physische Finsternis am stärksten ist, wie sie bis dahin zunächst zunimmt und nachher abnimmt, so gibt es in bezug auf die geistige Finsternis einen höchsten Grad, eine Mitternacht. Auf einer gewissen Stufe des Hellsehens ist es so, daß man während der Zeit, während welcher für den ungeistig-erkennenden Menschen die geistige Finsternis aufsteigt, die Elementargeister sieht; wiederum so beim Abfluten der Finsternis. Hat man nur eine niedere Stufe des Hellsehens erreicht, so ist es so, daß man zuerst sozusagen gewisse Elementargeister erlebt, daß aber gerade dann, wenn man den höchsten geistigen Moment erleben will, die Mitternachtsstunde, daß dann noch eine Verfinsterung eintritt, und erst dann wiederum eine Erhellung eintritt. Wenn man aber eine bestimmte Stufe des Hellsehens erreicht hat, dann wird, was man Mitternachtsstunde nennen kann, um so heller. In dieser Zeit 6Man muß sich darüber klar sein, daß mit dieser «Mitternachtsstunde» nicht ein mit dem äußeren Zeitverlauf zusammenfallender Augenblick, sondern ein innerer Zustand gemeint ist. erlebt man das Anschauen derjenigen geistigen Wesenheiten, die in bezug auf die Elementengeister sind wie die Sonne zur physischen Erde; man erlebt die höheren, schöpferischen, die Sonnenwesenheiten, es tritt jener Moment ein, den man technisch nennt das Schauen der Sonne um Mitternacht.

[ 24 ] And so, once a person has passed through the encounter with the Guardian of the Threshold, they can ascend to the experience of the beings in the so-called elements—the elements of fire, water, air, and earth. These four kinds of spirits that dwell in the elements do exist, and the human being who has reached the stage just described interacts with the spiritual beings of the elements. They live within the elements; they experience earth, water, air, and fire. What we ordinarily refer to by these terms in everyday life is merely the outer garment, the outer expression of the spiritual beings that lie behind them. Certain divine-spiritual beings, therefore, dwell in what appears to us as solid matter or earth—in the spiritual-scientific sense—as liquid matter or water—in the spiritual-scientific sense—as expansive matter or air, and as warm, fiery matter or fire. But these are not yet the highest spiritual beings; rather, once we have worked our way through the experience of the elemental world, we ascend to those beings who are the creative forces for the spirits that live within the elements. And now consider the following: When one observes one’s surroundings—the physical environment—one sees that they consist of what are the four outer members of the actual elemental world. Whether one sees plants, animals, or stones on the physical plane, one can say: they consist either of the solid—that is, the earthy—in esoteric terms, or of the liquid—that is, the watery—in esoteric terms, of the gaseous—that is, the airy—and of the fiery—the warm. These are the elements from which the things physically present in the mineral, plant, animal, and human worlds are composed. And as creative forces, as life-giving forces, behind what is physical lie those forces that flow to us for the most part from the sun. The sun, after all, brings forth from the earth the sprouting, budding life. The sun, then, sends those forces—in the physical sense, first and foremost—to the earth, which make it possible to perceive with the physical senses what lives in fire, air, water, and earth. We see the sun physically because it physically radiates light. Physical light is obstructed by physical matter. Human beings see the sun from sunrise to sunset, and they do not see the sun when physical earthly matter obscures it; from sunset to sunrise, they do not see it. Such darkness as prevails in physical life from sunset to sunrise—such darkness does not exist in the spiritual world. At the very moment when the clairvoyant has attained what has been described—at the moment when he beholds, behind fire, the spirits of fire; behind air, the spirits of air; behind water the spirits of water, and behind the earth the spirits of the earth—at that very moment he sees, behind these spiritual beings, their higher rulers, their higher guides: that which relates to these elemental beings just as the warming, illuminating, and beneficent sun relates to the sprouting and growing physical life on our earth. That is to say, the clairvoyant forces himself to move from the contemplation of the elemental beings to the contemplation of the higher spiritual beings, which are in the spiritual realm roughly what, in the physical realm, can be symbolically compared to the sun in relation to the Earth. The human being then sees, behind the elemental beings, a high spiritual world: the spiritual sun. When, for the clairvoyant, that which is otherwise darkness becomes light—when he attains enlightenment—then, then he advances, just as the physical eye advances toward the sun, toward the spiritual sun, that is, toward the spiritual beings. And when does he advance toward these higher spiritual beings? He advances when, so to speak, spiritual darkness is at its peak for human beings. When a person is otherwise free with regard to their astral body and their ego—that is, from the moment they fall asleep until the moment they wake up—they live surrounded by darkness, because they do not see the spiritual world that then surrounds them. This darkness gradually increases, reaches a peak, and then diminishes again until morning, when they wake up. It reaches, so to speak, a peak. One can compare this peak of spiritual darkness to what in external life is called midnight. Just as external physical darkness is normally at its strongest at this time—increasing until then and then diminishing afterward—so too, with regard to spiritual darkness, there is a peak, a “midnight.” At a certain level of clairvoyance, it is the case that during the time when spiritual darkness is rising for the person lacking spiritual perception, one sees the elemental spirits; the same is true as the darkness recedes. If one has reached only a lower level of clairvoyance, it is the case that one first experiences, so to speak, certain elemental spirits; but just when one wishes to experience the highest spiritual moment—the hour of midnight—a further eclipse occurs, and only then does an illumination follow. But once one has reached a certain level of clairvoyance, what might be called the “midnight hour” becomes all the brighter. During this time 6One must be clear that this “midnight hour” does not refer to a moment coinciding with the external passage of time, but rather to an inner state. one experiences the vision of those spiritual beings who, in relation to the elemental spirits, are like the Sun to the physical Earth; one experiences the higher, creative, solar beings, and that moment occurs which is technically called “seeing the Sun at midnight.”

[ 25 ] So sind die Stufen, welche heute wie zu jeder Zeit von demjenigen durchlebt werden müssen, der zur hellseherischen Forschung sich hinaufschwingen will, der hinter den Schleier, welcher in den irdischen Elementen die wahre Welt überzieht, hindurchblicken will. Diese Stufen, die nun beschrieben worden sind, das Sich-Freifühlen in bezug auf seine zweite Persönlichkeit wie das Schwert in der Scheide, dieses sich außerhalb des physischen Leibes Fühlen, wie wenn man das Schwert herausgezogen habe aus der Scheide; das Begegnen mit dem Hüter der Schwelle; das Erleben der Elementenwesenheiten, das heißt das Erleben jenes großen Momentes, wo die Feuer-, Luft-, Wasser- und ErdenWesenheiten werden zu Wesenheiten, unter denen man wandelt, mit denen man nun verkehrt wie im gewöhnlichen Leben mit den Menschen; und dann das Erleben jenes Momentes, wo man das Urwesen dieser Elementarwesenheiten erlebt, das sind die Stufen, die zu jeder Zeit durchgemacht werden konnten, die auch heute noch durchgemacht werden können, das sind - in anderer Weise ist dies öfter schon beschrieben worden, denn in mancherlei Art kann man sie beschreiben, und es bleibt immer nur eine unvollkommene Beschreibung! — die Stufen, die in die geistigen Welten hinaufführen. Wir mußten sie uns vor die Seele führen, um zu sehen, was der Mensch zu jeder Zeit selber tun muß, um die geistigen Wesenheiten zu erkennen. Und wir werden nunmehr uns weiter vor die Seele zu führen haben, was nun der Mensch in diesen geistigen Welten erlebt; wir werden uns vor die Seele zu führen haben einiges von den konkreten Verrichtungen, die der Mensch vorzunehmen hat, um den Geistwesenheiten zu begegnen. Und wenn wir die Sache uns vor die Seele geführt haben in der Art, wie es durch die westliche Einweihung erreicht werden kann, dann werden wir das, was wir also gewonnen haben aus der Sache selbst heraus, vergleichen mit dem, was an orientalischer Überlieferung, an uralter Weisheit an die Menschheit erging. Das ist dasjenige, was man verstehen kann als das Fallenlassen des Christus-Lichtes auf die Weisheit der vorchristlichen Zeit.

[ 25 ] These, then, are the stages that must be lived through today—as at all times—by anyone who wishes to rise to the level of clairvoyant research, who wishes to look beyond the veil that shrouds the true world within the earthly elements. These stages, which have now been described—the feeling of freedom in relation to one’s second personality, like a sword in its sheath; this feeling of being outside the physical body, as if one had drawn the sword from its sheath; the encounter with the Keeper of the Threshold; the experience of the elemental beings—that is, the experience of that great moment when the fire, air, water, and earth beings become beings among whom one walks, with whom one now interacts just as one does with human beings in ordinary life; and then the experience of that moment when one encounters the primordial being of these elemental beings—these are the stages that could be passed through at any time, that can still be passed through today; these are—this has often been described in other ways, for they can be described in many different ways, and it always remains only an imperfect description! —the stages that lead upward into the spiritual worlds. We had to bring them before our soul to see what a person must do for themselves at any time in order to recognize the spiritual beings. And we will now have to continue bringing before our soul what a person experiences in these spiritual worlds; we will have to bring before our soul some of the concrete tasks that a person must undertake in order to encounter the spiritual beings. And once we have brought this matter before our soul in the way that can be achieved through Western initiation, we will then compare what we have thus gained from the matter itself with what has been passed down to humanity through Eastern tradition and ancient wisdom. This is what can be understood as the shedding of the Christ-light upon the wisdom of pre-Christian times.