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Paths and Goals of Spiritual Man
GA 125

2 June 1910, Copenhagen

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Wege und Ziele des geistigen Menschen, 2nd ed.
  1. Paths and Goals of Spiritual Man, tr. SOL

3. Wege Und Ziele Des Geistigen Menschen I

3. Wege Und Ziele Des Geistigen Menschen I

[ 1 ] In diesen drei Tagen soll ein bestimmtes "Thema behandelt werden. Es soll über die Wege gesprochen werden, welche die Seele des Menschen in der Gegenwart nehmen kann im Sinne geisteswissenschaftlicher Weltanschauung, über die Ziele des theosophischen Lebens. Dazu wird im heutigen Vortrag eine Art Einleitung gegeben werden. Morgen und übermorgen wollen wir dann in das eigentliche Innere unserer Betrachtung eindringen. Heute wollen wir sozusagen den Standpunkt mehr von außen her einnehmen und uns zunächst einmal die Fragen vorlegen: Ist dasjenige, was wir als geisteswissenschaftliche Weltauffassung empfinden, etwas, was durch das Belieben einzelner Persönlichkeiten herbeigeführt worden ist, oder liegt es in der Zeitenseele selbst begründet? Haben wir etwas vor uns, was mit den tiefsten Bedürfnissen unserer Epoche zusammenhängt? — Am besten kommen wir der Beantwortung dieser Fragen nahe, wenn wir uns klar sind, daß alle diejenigen, welche aus den verschiedensten Lebensberufen zur Geisteswissenschaft kommen, ob reich oder arm, ob stark oder schwach, suchende Seelen sind. Alle sind sie suchende Seelen, welche nicht immer genau wissen, was sie suchen, aber empfinden, daß sie etwas suchen. Seelen sind es oftmals, welche die verschiedensten Wege gegangen sind und dasjenige auf sich haben wirken lassen, was die Gegenwart geben kann. Seelen, welche gesucht haben, ihre Sehnsuchten auf diesem oder jenem Gebiete der Kunst zu befriedigen, Seelen, die sich in dem umgesehen haben, was Wissenschaft geben kann; Seelen, welche mehr oder weniger dunkel, mehr oder weniger hell nach manchem mühevollem Suchen gefühlt haben, daß sie nicht in der Gegenwart finden können, was mit dem Suchen der Seele zusammentrifft. Solche Seelen werden vielfach durch das berührt, was die geisteswissenschaftliche Bewegung geben kann, und sagen: Ja, hier lebt ein Impuls, der anders ist als sonstwo, anders, als was aus dem Leben um mich herum stammt.

[ 1 ] In diesen drei Tagen soll ein bestimmtes "Thema behandelt werden. Es soll über die Wege gesprochen werden, welche die Seele des Menschen in der Gegenwart nehmen kann im Sinne geisteswissenschaftlicher Weltanschauung, über die Ziele des theosophischen Lebens. Dazu wird im heutigen Vortrag eine Art Einleitung gegeben werden. Morgen und übermorgen wollen wir dann in das eigentliche Innere unserer Betrachtung eindringen. Heute wollen wir sozusagen den Standpunkt mehr von außen her einnehmen und uns zunächst einmal die Fragen vorlegen: Ist dasjenige, was wir als geisteswissenschaftliche Weltauffassung empfinden, etwas, was durch das Belieben einzelner Persönlichkeiten herbeigeführt worden ist, oder liegt es in der Zeitenseele selbst begründet? Haben wir etwas vor uns, was mit den tiefsten Bedürfnissen unserer Epoche zusammenhängt? — Am besten kommen wir der Beantwortung dieser Fragen nahe, wenn wir uns klar sind, daß alle diejenigen, welche aus den verschiedensten Lebensberufen zur Geisteswissenschaft kommen, ob reich oder arm, ob stark oder schwach, suchende Seelen sind. Alle sind sie suchende Seelen, welche nicht immer genau wissen, was sie suchen, aber empfinden, daß sie etwas suchen. Seelen sind es oftmals, welche die verschiedensten Wege gegangen sind und dasjenige auf sich haben wirken lassen, was die Gegenwart geben kann. Seelen, welche gesucht haben, ihre Sehnsuchten auf diesem oder jenem Gebiete der Kunst zu befriedigen, Seelen, die sich in dem umgesehen haben, was Wissenschaft geben kann; Seelen, welche mehr oder weniger dunkel, mehr oder weniger hell nach manchem mühevollem Suchen gefühlt haben, daß sie nicht in der Gegenwart finden können, was mit dem Suchen der Seele zusammentrifft. Solche Seelen werden vielfach durch das berührt, was die geisteswissenschaftliche Bewegung geben kann, und sagen: Ja, hier lebt ein Impuls, der anders ist als sonstwo, anders, als was aus dem Leben um mich herum stammt.

[ 2 ] Was empfinden solche Seelen, oder was könnten sie empfinden, wenn sie mit dem in Berührung kommen, was man heute Theosophie nennen kann? Wir dürfen nicht glauben, daß diese suchenden Seelen, welche den Weg zur Geisteswissenschaft finden, die einzigen sind, welche suchen. Sie sind gewählt oder sie wählen sich selbst aus einer großen Schar von suchenden Seelen. Wer auf das hinhört, was aus dem tiefsten Bedürfnis unserer Zeit gesprochen wird, wird sehen, daß es viele Seelen gibt, welche sagen: Wir lechzen nach Mitteln, die großen Welträtsel gelöst zu erhalten, und wir können nicht finden, daß alles das, was die Überlieferung gebracht hat, alles das, was die moderne Wissenschaft zu sagen hat, diese Rätsel lösen können.

[ 2 ] Was empfinden solche Seelen, oder was könnten sie empfinden, wenn sie mit dem in Berührung kommen, was man heute Theosophie nennen kann? Wir dürfen nicht glauben, daß diese suchenden Seelen, welche den Weg zur Geisteswissenschaft finden, die einzigen sind, welche suchen. Sie sind gewählt oder sie wählen sich selbst aus einer großen Schar von suchenden Seelen. Wer auf das hinhört, was aus dem tiefsten Bedürfnis unserer Zeit gesprochen wird, wird sehen, daß es viele Seelen gibt, welche sagen: Wir lechzen nach Mitteln, die großen Welträtsel gelöst zu erhalten, und wir können nicht finden, daß alles das, was die Überlieferung gebracht hat, alles das, was die moderne Wissenschaft zu sagen hat, diese Rätsel lösen können.

[ 3 ] Hören wir einen Augenblick dem zu, was diese Seelen, die besten unter ihnen zu sagen haben. Ungefähr folgendes sagen sie, und mit diesen Worten, die aus hunderttausenden solcher suchenden Seelen herausströmen, treffen wir etwas wie das sehnende Herz unserer Zeit: Wir blicken zurück in ferne Zeiten und sehen, wie von Jahrhunderten zu Jahrhunderten, von Jahrtausenden zu Jahrtausenden einander gefolgt sind die verschiedenen Vorstellungen über Gott und Natur, wie sie sich abgelöst haben und zum Kampf geführt haben zwischen ihren Vertretern. Vieles ist bis auf uns gekommen, Millionen von Menschen bekennen sich zu solchen Vorstellungen, hängen ihnen in aufrichtigem Wahrheitsgefühl an, aber ebensoviele können aus solchem Wahrheitsgefühl heraus sich nicht mehr zu dem bekennen, was überliefert ist, fühlen sich aus Liebe zur Wahrheit gezwungen, die alten Anschauungen fahren zu lassen.

[ 3 ] Hören wir einen Augenblick dem zu, was diese Seelen, die besten unter ihnen zu sagen haben. Ungefähr folgendes sagen sie, und mit diesen Worten, die aus hunderttausenden solcher suchenden Seelen herausströmen, treffen wir etwas wie das sehnende Herz unserer Zeit: Wir blicken zurück in ferne Zeiten und sehen, wie von Jahrhunderten zu Jahrhunderten, von Jahrtausenden zu Jahrtausenden einander gefolgt sind die verschiedenen Vorstellungen über Gott und Natur, wie sie sich abgelöst haben und zum Kampf geführt haben zwischen ihren Vertretern. Vieles ist bis auf uns gekommen, Millionen von Menschen bekennen sich zu solchen Vorstellungen, hängen ihnen in aufrichtigem Wahrheitsgefühl an, aber ebensoviele können aus solchem Wahrheitsgefühl heraus sich nicht mehr zu dem bekennen, was überliefert ist, fühlen sich aus Liebe zur Wahrheit gezwungen, die alten Anschauungen fahren zu lassen.

[ 4 ] Wie war es in grauer Vorzeit? Da blickten zum Beispiel die Menschen auf den Strom, der von der Höhe zu den Ebenen ging, sahen auf die segensreiche Wirkung dieses Stromes und fragten sich: Was spricht zu uns aus dem Brausen dieses Stromes? Was ist es, was in diesem Strome wirkt? — Und sie fanden darin etwas, was sie auch in sich selber fanden. Sie fanden, daß ihm zugrunde liegt ein geistiges Etwas, ein göttliches Wesen, fanden im fließenden Strom eine göttlich-geistige Macht, welche belohnte, welche dem Menschen zuführte, was er brauchte zu seinem Wohle. In dem Wehen des Windes, in dem Rollen des Donners, in dem Zucken der Blitze fanden sie eine geistige Wirksamkeit gleich derjenigen, welche dem Fließen des Stromes, dem Rauschen der Meeresbrandung zugrunde liegt. Sie sahen darin etwas, wovon sie sagten: Verwandt mit dem, was in meiner Seele lebt, ist das Murmeln des Baches, das Toben des Sturmes. Mögen sie auch anders sprechen, es ist doch etwas Ähnliches da, und ich fühle, daß ich das verstehen kann.

[ 4 ] Wie war es in grauer Vorzeit? Da blickten zum Beispiel die Menschen auf den Strom, der von der Höhe zu den Ebenen ging, sahen auf die segensreiche Wirkung dieses Stromes und fragten sich: Was spricht zu uns aus dem Brausen dieses Stromes? Was ist es, was in diesem Strome wirkt? — Und sie fanden darin etwas, was sie auch in sich selber fanden. Sie fanden, daß ihm zugrunde liegt ein geistiges Etwas, ein göttliches Wesen, fanden im fließenden Strom eine göttlich-geistige Macht, welche belohnte, welche dem Menschen zuführte, was er brauchte zu seinem Wohle. In dem Wehen des Windes, in dem Rollen des Donners, in dem Zucken der Blitze fanden sie eine geistige Wirksamkeit gleich derjenigen, welche dem Fließen des Stromes, dem Rauschen der Meeresbrandung zugrunde liegt. Sie sahen darin etwas, wovon sie sagten: Verwandt mit dem, was in meiner Seele lebt, ist das Murmeln des Baches, das Toben des Sturmes. Mögen sie auch anders sprechen, es ist doch etwas Ähnliches da, und ich fühle, daß ich das verstehen kann.

[ 5 ] So ähnlich fühlten die, welchen Moses die Tafeln des Gesetzes herunterbrachte. Sie fühlten, daß daraus ein Wesen zu ihnen sprach, unendlich größer als der Vater einer Familie, aber verwandt war dennoch das, was aus dem Donner und was aus dem ehrwürdigen Haupt der Familie sprach. Den Geist fühlten sie durch. Ein lebendiges Band empfanden sie zwischen dem, was in ihnen lebte als Schmerz und Freude, und der Außenwelt. Ein Band, das dieser Mensch der Vorzeit verstehen konnte.

[ 5 ] So ähnlich fühlten die, welchen Moses die Tafeln des Gesetzes herunterbrachte. Sie fühlten, daß daraus ein Wesen zu ihnen sprach, unendlich größer als der Vater einer Familie, aber verwandt war dennoch das, was aus dem Donner und was aus dem ehrwürdigen Haupt der Familie sprach. Den Geist fühlten sie durch. Ein lebendiges Band empfanden sie zwischen dem, was in ihnen lebte als Schmerz und Freude, und der Außenwelt. Ein Band, das dieser Mensch der Vorzeit verstehen konnte.

[ 6 ] So sprechen die Besten. Und gehen Sie da hin, wo ernste Wissenschaft spricht, nicht triviale Oberflächlichkeit, dann können Sie folgendes hören: Unsere Vorfahren haben zu geistigen Mächten aufgeschaut. Nicht nur haben sie rieselndes Wasser, wehenden Wind, Feuer des Blitzes geschaut. In diesen Naturmächten haben sie geistige Wesenheiten gesehen, Gnomen, Undinen, Sylphen, Salamander. Wie wir auch über diese Menschen denken mögen, Verständnis gewannen sie bei ihren Zeitgenossen, jene Menschen, welche hineindichteten in die Außenwelt ihren Glauben, aus dem sie Kraft und Festigkeit schöpften.

[ 6 ] So sprechen die Besten. Und gehen Sie da hin, wo ernste Wissenschaft spricht, nicht triviale Oberflächlichkeit, dann können Sie folgendes hören: Unsere Vorfahren haben zu geistigen Mächten aufgeschaut. Nicht nur haben sie rieselndes Wasser, wehenden Wind, Feuer des Blitzes geschaut. In diesen Naturmächten haben sie geistige Wesenheiten gesehen, Gnomen, Undinen, Sylphen, Salamander. Wie wir auch über diese Menschen denken mögen, Verständnis gewannen sie bei ihren Zeitgenossen, jene Menschen, welche hineindichteten in die Außenwelt ihren Glauben, aus dem sie Kraft und Festigkeit schöpften.

[ 7 ] Und nun fügen die besten dieser suchenden Seelen hinzu: Wir können nicht mehr an Gnomen, Undinen, Sylphen, Salamander, an geistige Wesen der Natur glauben. Denn man hat uns gelehrt, daß eherne Gesetze bis ins kleinste Atom wirken. Und als einen Aufbau davon müssen wir uns die äußere Welt denken. Nicht mehr können wir sie beleben, so wie unsere Vorfahren sie belebt haben, können nicht mehr Opferzeremonien und Kulthandlungen entfalten, welche unsere Stimmen hinaufschicken, können nicht mehr sagen, wenn Schmerz uns durchwühlt: Tröste dich, denn das Leben in der geistigen Welt wird dir desto mehr Trost geben. — Und eine große Anzahl von Menschen sagt: Unsere ganze Welt ist anders geworden. Man baut nicht mehr auf solches, worauf früher gebaut wurde. Wenn früher einem Menschen zum Beispiel ein rostiges Eisen in den Arm eingetrieben worden wäre, hätte er bei geistigen Wesen Trost gesucht. Heute tun wir besser, zum Arzt zu gehen und Mittel der äußeren Medizin zu benutzen. Damit behandeln wir heute, was früher behandelt worden ist mit dem, was in der Seele lebt.

[ 7 ] Und nun fügen die besten dieser suchenden Seelen hinzu: Wir können nicht mehr an Gnomen, Undinen, Sylphen, Salamander, an geistige Wesen der Natur glauben. Denn man hat uns gelehrt, daß eherne Gesetze bis ins kleinste Atom wirken. Und als einen Aufbau davon müssen wir uns die äußere Welt denken. Nicht mehr können wir sie beleben, so wie unsere Vorfahren sie belebt haben, können nicht mehr Opferzeremonien und Kulthandlungen entfalten, welche unsere Stimmen hinaufschicken, können nicht mehr sagen, wenn Schmerz uns durchwühlt: Tröste dich, denn das Leben in der geistigen Welt wird dir desto mehr Trost geben. — Und eine große Anzahl von Menschen sagt: Unsere ganze Welt ist anders geworden. Man baut nicht mehr auf solches, worauf früher gebaut wurde. Wenn früher einem Menschen zum Beispiel ein rostiges Eisen in den Arm eingetrieben worden wäre, hätte er bei geistigen Wesen Trost gesucht. Heute tun wir besser, zum Arzt zu gehen und Mittel der äußeren Medizin zu benutzen. Damit behandeln wir heute, was früher behandelt worden ist mit dem, was in der Seele lebt.

[ 8 ] Dem wird entgegengehalten: Aber ohne den Glauben an einen Geist können wir nicht sein, wir können nicht ohne ihn auskommen. Ein Geist waltet in allen Gesetzen, wirkt im Donner wie im Atom. — Und es braucht nur jemand über die ärgsten Trivialitäten des Materialismus hinaus zu sein, um sich dieser Einsicht nicht verschließen zu können. Wenn so von suchenden Seelen das Wort Geist ausgesprochen wird, was ist damit gemeint? Was ist Geist? Wo hat er seine Wurzeln? Wie kommt der Mensch dazu, sich eine Vorstellung von Geist zu machen?

[ 8 ] Dem wird entgegengehalten: Aber ohne den Glauben an einen Geist können wir nicht sein, wir können nicht ohne ihn auskommen. Ein Geist waltet in allen Gesetzen, wirkt im Donner wie im Atom. — Und es braucht nur jemand über die ärgsten Trivialitäten des Materialismus hinaus zu sein, um sich dieser Einsicht nicht verschließen zu können. Wenn so von suchenden Seelen das Wort Geist ausgesprochen wird, was ist damit gemeint? Was ist Geist? Wo hat er seine Wurzeln? Wie kommt der Mensch dazu, sich eine Vorstellung von Geist zu machen?

[ 9 ] Eine sonderbare Anschauung wird heute verbreitet. In Amerika wird von einer neuen Religion gesprochen. Diese will nur einen Gott anerkennen, der in den Naturgesetzen wirkt, bis ins Atom hinein. Einen Gott, der Menschengestalt hat, kann sich heute kein Mensch denken - sagt der Vertreter dieser Lehre, aber ohne göttlichen Geist können wir nicht auskommen. Und so kommt diese Persönlichkeit zu einem merkwürdigen Ausspruch: Gesetze der Chemie genügen nicht. Wo aber den Inhalt für eine Vorstellung Gottes hernehmen? — Und so hören wir folgendes: Wir müssen uns den Geist, der in den Naturgesetzen waltet, so denken, daß er mit den edelsten Eigenschaften der menschlichen Seele ausgestattet ist. — Man ist also nicht bereit, sich einen Gott vorzustellen, der mit menschlichen Eigenschaften ausgestattet ist, aber man möchte doch etwas haben, was dieser Gottesidee einen Inhalt gibt.

[ 9 ] Eine sonderbare Anschauung wird heute verbreitet. In Amerika wird von einer neuen Religion gesprochen. Diese will nur einen Gott anerkennen, der in den Naturgesetzen wirkt, bis ins Atom hinein. Einen Gott, der Menschengestalt hat, kann sich heute kein Mensch denken - sagt der Vertreter dieser Lehre, aber ohne göttlichen Geist können wir nicht auskommen. Und so kommt diese Persönlichkeit zu einem merkwürdigen Ausspruch: Gesetze der Chemie genügen nicht. Wo aber den Inhalt für eine Vorstellung Gottes hernehmen? — Und so hören wir folgendes: Wir müssen uns den Geist, der in den Naturgesetzen waltet, so denken, daß er mit den edelsten Eigenschaften der menschlichen Seele ausgestattet ist. — Man ist also nicht bereit, sich einen Gott vorzustellen, der mit menschlichen Eigenschaften ausgestattet ist, aber man möchte doch etwas haben, was dieser Gottesidee einen Inhalt gibt.

[ 10 ] Und hier haben wir das Resultat: Wir können gar nicht anders, wir können nicht anderswoher den Inhalt der Gottesvorstellung nehmen als aus dem Menschen heraus. — Und weiter macht der Vertreter dieser Weltanschauung darauf aufmerksam, daß in früheren Zeiten göttliche Wesenheiten verehrt wurden, die Inspiratoren waren, die den Menschen mit ihrer Kraft erfüllten und zu einer Aufgabe hindrängten. Jetzt können wir natürlich nicht mehr glauben, daß es übersinnliche Wesenheiten gibt, die als Inspiratoren wirken. Die Zukunft aber wird vorgeschrittene Helfer verehren, reichere Geister, die den ärmeren etwas zu geben haben.

[ 10 ] Und hier haben wir das Resultat: Wir können gar nicht anders, wir können nicht anderswoher den Inhalt der Gottesvorstellung nehmen als aus dem Menschen heraus. — Und weiter macht der Vertreter dieser Weltanschauung darauf aufmerksam, daß in früheren Zeiten göttliche Wesenheiten verehrt wurden, die Inspiratoren waren, die den Menschen mit ihrer Kraft erfüllten und zu einer Aufgabe hindrängten. Jetzt können wir natürlich nicht mehr glauben, daß es übersinnliche Wesenheiten gibt, die als Inspiratoren wirken. Die Zukunft aber wird vorgeschrittene Helfer verehren, reichere Geister, die den ärmeren etwas zu geben haben.

[ 11 ] Sie sehen, anstelle des Früheren werden dennoch Gefühle hingesetzt, welche sich an diejenigen klammern, die Trost geben können. Nach jedem Erdbeben zum Beispiel wird es solche geben, welche den vielen Trost geben, die ihre Nächsten verloren haben. Menschliche Liebe wird es geben, wenn es nicht mehr die übersinnlichen Helfer gibt.

[ 11 ] Sie sehen, anstelle des Früheren werden dennoch Gefühle hingesetzt, welche sich an diejenigen klammern, die Trost geben können. Nach jedem Erdbeben zum Beispiel wird es solche geben, welche den vielen Trost geben, die ihre Nächsten verloren haben. Menschliche Liebe wird es geben, wenn es nicht mehr die übersinnlichen Helfer gibt.

[ 12 ] Merken Sie nicht, daß auch hier ein sonderbarer Widerspruch vorliegt? Wir sollen auf diejenigen hinblicken, die Trost spenden. Aber wo nehmen denn diese das in ihrer Seele her, was sie brauchen, damit sie Trost und Liebe spenden können? So finden wir bei den Besten, daß zwar gesucht wird, aber daß die Seele sich vor ein Leeres gestellt fühlen muß.

[ 12 ] Merken Sie nicht, daß auch hier ein sonderbarer Widerspruch vorliegt? Wir sollen auf diejenigen hinblicken, die Trost spenden. Aber wo nehmen denn diese das in ihrer Seele her, was sie brauchen, damit sie Trost und Liebe spenden können? So finden wir bei den Besten, daß zwar gesucht wird, aber daß die Seele sich vor ein Leeres gestellt fühlen muß.

[ 13 ] Und wie ist es mit der Wissenschaft? Wird dort Trost gefunden in dem, was uns die Wissenschaft gebracht hat? Wir wollen voll anerkennen die segensreichen Wirkungen der Wissenschaft, aber eines dürfen wir nicht vergessen. Wieviel von den rein physischen Schmerzen, welche der Mensch seit der Vorzeit auszustehen hatte, werden denn gelindert? Kräftiger und gesünder ist die Menschheit seither sicher nicht geworden. Gewiß, es gibt viele Mittel, welche lindern. Aber auf einen Widerspruch muß hier aufmerksam gemacht werden. Die äußere Wissenschaft glaubt, daß nichts verlorengehen kann. Zum Beispiel beim Reiben wird die Kraft als Wärme wirksam. Was verschwindet, tritt wieder als andere Kraft auf. Anästhetische Mittel lindern den Schmerz, und die Menschen reden, als ob der Schmerz verschwunden wäre. Hier liegt ein Widerspruch mit jenem einfachen Gesetz vor. Verschwindet der Schmerz, so tritt er doch an einer anderen Stelle auf. Man lindere noch so viele äußere Schmerzen, sie verwandeln sich in Seelenschmerzen. Und der Mensch weiß nicht, daß solches mit der Linderung von äußeren Schmerzen zusammenhängt. Das hindert nicht, daß wir dennoch tun sollen, was sich unserer Einsicht zur Beseitigung des äußern Schmerzes aufdrängt, aber die Zusammenhänge müssen wir erkennen lernen und uns auf geistigem Gebiet nicht Illusionen hingeben.

[ 13 ] Und wie ist es mit der Wissenschaft? Wird dort Trost gefunden in dem, was uns die Wissenschaft gebracht hat? Wir wollen voll anerkennen die segensreichen Wirkungen der Wissenschaft, aber eines dürfen wir nicht vergessen. Wieviel von den rein physischen Schmerzen, welche der Mensch seit der Vorzeit auszustehen hatte, werden denn gelindert? Kräftiger und gesünder ist die Menschheit seither sicher nicht geworden. Gewiß, es gibt viele Mittel, welche lindern. Aber auf einen Widerspruch muß hier aufmerksam gemacht werden. Die äußere Wissenschaft glaubt, daß nichts verlorengehen kann. Zum Beispiel beim Reiben wird die Kraft als Wärme wirksam. Was verschwindet, tritt wieder als andere Kraft auf. Anästhetische Mittel lindern den Schmerz, und die Menschen reden, als ob der Schmerz verschwunden wäre. Hier liegt ein Widerspruch mit jenem einfachen Gesetz vor. Verschwindet der Schmerz, so tritt er doch an einer anderen Stelle auf. Man lindere noch so viele äußere Schmerzen, sie verwandeln sich in Seelenschmerzen. Und der Mensch weiß nicht, daß solches mit der Linderung von äußeren Schmerzen zusammenhängt. Das hindert nicht, daß wir dennoch tun sollen, was sich unserer Einsicht zur Beseitigung des äußern Schmerzes aufdrängt, aber die Zusammenhänge müssen wir erkennen lernen und uns auf geistigem Gebiet nicht Illusionen hingeben.

[ 14 ] Sie ahnen nicht, die suchenden Seelen, daß der Mensch, der heute in das äußere Leben hineingestellt ist, zum Beispiel in das machtvoll sich entwickelnde Gebiet der Industrie, der Technik, wohl hingerissen werden kann von dem, was sich seinen Augen darbietet. Aber diejenigen, die tiefer hineinschauen, wissen: Dieser Rausch, dieser Enthusiasmus ist mit etwas zu bezahlen. — Sie wissen, daß die Seelen immer öder und öder werden, immer weniger die Antwort auf die Rätsel des Daseins fühlen. Gewiß sollen wir in alle Gebiete hineintragen, was äußeres Leid lindern kann, aber wir sollen nicht vergessen, daß wir, auch wenn wir die äußere Physis sättigen, die Seele immer mehr verhungern lassen können, der Seele durch ungestillte Sehnsucht immer mehr Leid zufügen. Das ist die Stimmung, die denjenigen überkommt, der nicht nur liebend in das Menschengetriebe hineinblickt, sondern der den Gang überschaut, den die Zukunft nimmt.

[ 14 ] Sie ahnen nicht, die suchenden Seelen, daß der Mensch, der heute in das äußere Leben hineingestellt ist, zum Beispiel in das machtvoll sich entwickelnde Gebiet der Industrie, der Technik, wohl hingerissen werden kann von dem, was sich seinen Augen darbietet. Aber diejenigen, die tiefer hineinschauen, wissen: Dieser Rausch, dieser Enthusiasmus ist mit etwas zu bezahlen. — Sie wissen, daß die Seelen immer öder und öder werden, immer weniger die Antwort auf die Rätsel des Daseins fühlen. Gewiß sollen wir in alle Gebiete hineintragen, was äußeres Leid lindern kann, aber wir sollen nicht vergessen, daß wir, auch wenn wir die äußere Physis sättigen, die Seele immer mehr verhungern lassen können, der Seele durch ungestillte Sehnsucht immer mehr Leid zufügen. Das ist die Stimmung, die denjenigen überkommt, der nicht nur liebend in das Menschengetriebe hineinblickt, sondern der den Gang überschaut, den die Zukunft nimmt.

[ 15 ] Viel wird von Zielen geredet, die sich der Mensch setzen kann. Über dem Rausch, der seine Seele überkommt, wenn der Strudel des heutigen äußeren Lebens ihn erfaßt, merkt er nicht, daß diese Seele eine suchende bleiben muß. Und warum? Nur den tiefsten Untergrund allen Zwiespaltes im heutigen Empfinden wollen wir uns vor die Seele stellen. Wenn wir uns in den Finger schneiden und diesen mit den besten uns bekannten Mitteln wieder zur Heilung bringen, so wissen wir: Dieselben Naturgesetze walten in ihm wie im Umkreis. Wir sind herausgebildet aus der ganzen Natur, aus den Gesetzen, die um uns herum herrschen. Aber zugleich fühlen wir die Notwendigkeit, in uns noch etwas anderes zu sehen. Wir sehen, daß aus des Menschen Auge Geist blitzt, aus seiner Hand Geist spricht, aus seiner Stimme Geist ertönt. Und indem wir das erkennen, fühlen wir uns auch noch als Träger des Geistes. Zwar fühlen wir, daß wir aus der Umwelt heraus entstanden sind, aber nicht allein aus ihr. Was beherrscht diese Umwelt? Physische Gesetze, chemische Gesetze, das, was man heute als eherne Naturgesetze kennt. Das langt nicht hin, um den Geist zu erklären. Was Physik, Chemie, Biologie geben, reicht dazu nicht hin.

[ 15 ] Viel wird von Zielen geredet, die sich der Mensch setzen kann. Über dem Rausch, der seine Seele überkommt, wenn der Strudel des heutigen äußeren Lebens ihn erfaßt, merkt er nicht, daß diese Seele eine suchende bleiben muß. Und warum? Nur den tiefsten Untergrund allen Zwiespaltes im heutigen Empfinden wollen wir uns vor die Seele stellen. Wenn wir uns in den Finger schneiden und diesen mit den besten uns bekannten Mitteln wieder zur Heilung bringen, so wissen wir: Dieselben Naturgesetze walten in ihm wie im Umkreis. Wir sind herausgebildet aus der ganzen Natur, aus den Gesetzen, die um uns herum herrschen. Aber zugleich fühlen wir die Notwendigkeit, in uns noch etwas anderes zu sehen. Wir sehen, daß aus des Menschen Auge Geist blitzt, aus seiner Hand Geist spricht, aus seiner Stimme Geist ertönt. Und indem wir das erkennen, fühlen wir uns auch noch als Träger des Geistes. Zwar fühlen wir, daß wir aus der Umwelt heraus entstanden sind, aber nicht allein aus ihr. Was beherrscht diese Umwelt? Physische Gesetze, chemische Gesetze, das, was man heute als eherne Naturgesetze kennt. Das langt nicht hin, um den Geist zu erklären. Was Physik, Chemie, Biologie geben, reicht dazu nicht hin.

[ 16 ] Wo hat das seine Wurzel, was als Geist angesprochen werden kann? Darinnen ist er, in uns selbst, aber heimatlos, wurzellos. Die chemische Zusammensetzung des Blutes können wir begreifen, können genau den Verbrennungsprozeß erfassen, der in uns stattfindet, und alles das, was in der Außenwelt den physischen und chemischen Gesetzen unterliegt. Doch sobald wir die äußere Natur entgeistet sehen, ist alles wurzellos. Wir können nicht sagen: Wie das Blut den Gesetzen der Blutzirkulation unterliegt, ebenso folgt irgendein Geistiges den Gesetzen der Umwelt. Darin kann ein Geist nicht gefunden werden, so sagt sich die suchende und irrende Seele der Gegenwart. Von dorther kann mir nicht die Antwort kommen auf die Fragen, die mich quälen. Von woher wird sie mir kommen?

[ 16 ] Wo hat das seine Wurzel, was als Geist angesprochen werden kann? Darinnen ist er, in uns selbst, aber heimatlos, wurzellos. Die chemische Zusammensetzung des Blutes können wir begreifen, können genau den Verbrennungsprozeß erfassen, der in uns stattfindet, und alles das, was in der Außenwelt den physischen und chemischen Gesetzen unterliegt. Doch sobald wir die äußere Natur entgeistet sehen, ist alles wurzellos. Wir können nicht sagen: Wie das Blut den Gesetzen der Blutzirkulation unterliegt, ebenso folgt irgendein Geistiges den Gesetzen der Umwelt. Darin kann ein Geist nicht gefunden werden, so sagt sich die suchende und irrende Seele der Gegenwart. Von dorther kann mir nicht die Antwort kommen auf die Fragen, die mich quälen. Von woher wird sie mir kommen?

[ 17 ] Nun sehen wir, wo das Übel liegt. Wir sehen, daß die Vorstellungen über die äußere Welt immer klarer werden. Aber nun will der Mensch mit seinem Geiste, mit seiner Seele in etwas wurzeln. Die Seele kann nicht anders, als das wollen. Sie kann nicht fliehen vor sich selbst in ein ödes physisch-chemisches Dasein. Da tritt nun der Zwiespalt ein. Die Seele hat das Bedürfnis, sich ein geistiges Wesen vorzustellen, aber nirgends in der äußeren Welt kann sie finden, was ihren heutigen Vorstellungen über ein geistiges Wesen entspricht. Daraus entsteht eine tiefe Unwahrheit. An Sylphen, Salamander, Undinen und Gnomen kann der heutige Mensch nicht glauben. Das aber, was ihm Befriedigung geben könnte, ist nicht vorhanden. Inhaltlos steht die Seele da.

[ 17 ] Nun sehen wir, wo das Übel liegt. Wir sehen, daß die Vorstellungen über die äußere Welt immer klarer werden. Aber nun will der Mensch mit seinem Geiste, mit seiner Seele in etwas wurzeln. Die Seele kann nicht anders, als das wollen. Sie kann nicht fliehen vor sich selbst in ein ödes physisch-chemisches Dasein. Da tritt nun der Zwiespalt ein. Die Seele hat das Bedürfnis, sich ein geistiges Wesen vorzustellen, aber nirgends in der äußeren Welt kann sie finden, was ihren heutigen Vorstellungen über ein geistiges Wesen entspricht. Daraus entsteht eine tiefe Unwahrheit. An Sylphen, Salamander, Undinen und Gnomen kann der heutige Mensch nicht glauben. Das aber, was ihm Befriedigung geben könnte, ist nicht vorhanden. Inhaltlos steht die Seele da.

[ 18 ] Je tiefer das empfunden wird, desto unwahrer wird, wenn man nur von Geist redet. Entweder findet man Geist, oder man muß ihn künstlich hineinlegen. Es mag manchem so scheinen, als ob das eben Gesagte zuweit abliege vom täglichen Empfinden. Aber überall werden wir Seelen finden, deren Schmerz aus diesem Grunde herrührt. Diesem großen Suchen will das entgegenkommen, was die Geisteswissenschaft bringt. Ihr Bestreben will es sein, eine Brücke zu schlagen zwischen der Seele selbst und demjenigen, was draußen ist, sei es, daß die Seele dem Toben des Sturmes zuhört, oder den lieblichen Bewegungen der Meereswellen zuschaut. Der Mensch ist nicht mehr imstande, aus den Eigenschaften des Menschen heraus Götter zu idealisieren, die hinter Luft und Wasser wirksam sind. Verbieten muß man sich, anthropomorphisch ein Abbild von sich zu sehen in dem, was man als göttliche Wesenheit bezeichnet. Das ist die Erkenntnis der heutigen Zeit. Aber das andere ist die Ohnmacht der suchenden Seele. Von der einen Seite wird ihr gesagt: Wenn du einen Gott finden willst, darfst du ihn nicht mit menschlichen Eigenschaften ausgestalten. Andererseits ergibt sich als Resultat, daß wir nicht in der Lage sind, uns einen Ersatz zu schaffen. Weil diesen suchenden Seelen etwas fehlt, was diese wie selbstverständlich sich ergebende Tatsache rechtfertigen würde, stehen sie ratlos da. Wo finden sie den festen Grund, der ihnen Sicherheit gibt?

[ 18 ] Je tiefer das empfunden wird, desto unwahrer wird, wenn man nur von Geist redet. Entweder findet man Geist, oder man muß ihn künstlich hineinlegen. Es mag manchem so scheinen, als ob das eben Gesagte zuweit abliege vom täglichen Empfinden. Aber überall werden wir Seelen finden, deren Schmerz aus diesem Grunde herrührt. Diesem großen Suchen will das entgegenkommen, was die Geisteswissenschaft bringt. Ihr Bestreben will es sein, eine Brücke zu schlagen zwischen der Seele selbst und demjenigen, was draußen ist, sei es, daß die Seele dem Toben des Sturmes zuhört, oder den lieblichen Bewegungen der Meereswellen zuschaut. Der Mensch ist nicht mehr imstande, aus den Eigenschaften des Menschen heraus Götter zu idealisieren, die hinter Luft und Wasser wirksam sind. Verbieten muß man sich, anthropomorphisch ein Abbild von sich zu sehen in dem, was man als göttliche Wesenheit bezeichnet. Das ist die Erkenntnis der heutigen Zeit. Aber das andere ist die Ohnmacht der suchenden Seele. Von der einen Seite wird ihr gesagt: Wenn du einen Gott finden willst, darfst du ihn nicht mit menschlichen Eigenschaften ausgestalten. Andererseits ergibt sich als Resultat, daß wir nicht in der Lage sind, uns einen Ersatz zu schaffen. Weil diesen suchenden Seelen etwas fehlt, was diese wie selbstverständlich sich ergebende Tatsache rechtfertigen würde, stehen sie ratlos da. Wo finden sie den festen Grund, der ihnen Sicherheit gibt?

[ 19 ] Nur dadurch ist das möglich, daß der Mensch sich wieder das Recht erwirbt, Geistiges zu erforschen, daß er tiefer hineinblickt in sein Inneres. Dem früheren Menschen genügte weniger; dem heutigen genügt das Frühere nicht mehr. Die Geisteswissenschaft sagt dem heutigen Menschen: Du hast den falschen Weg eingeschlagen. Sind die Eigenschaften, die der Mensch bis jetzt gefunden hat, alle Eigenschaften? Gibt es nicht tiefere Untergründe? Finden wir nicht im Verborgenen etwas, wovon wir sagen können: Ja, dieses könnte verwandt sein mit dem, was ich als das Göttliche empfinde?

[ 19 ] Nur dadurch ist das möglich, daß der Mensch sich wieder das Recht erwirbt, Geistiges zu erforschen, daß er tiefer hineinblickt in sein Inneres. Dem früheren Menschen genügte weniger; dem heutigen genügt das Frühere nicht mehr. Die Geisteswissenschaft sagt dem heutigen Menschen: Du hast den falschen Weg eingeschlagen. Sind die Eigenschaften, die der Mensch bis jetzt gefunden hat, alle Eigenschaften? Gibt es nicht tiefere Untergründe? Finden wir nicht im Verborgenen etwas, wovon wir sagen können: Ja, dieses könnte verwandt sein mit dem, was ich als das Göttliche empfinde?

[ 20 ] Es muß etwas geben, was tiefer gegründet ist als alles, was der Mensch bis jetzt von sich erkannt hat, was ihm das Recht gibt, menschlich-seelische Eigenschaften auf Göttliches überzuführen. Wie aber den Weg zu den im eigenen Inneren verborgenen Untergründen finden?

[ 20 ] Es muß etwas geben, was tiefer gegründet ist als alles, was der Mensch bis jetzt von sich erkannt hat, was ihm das Recht gibt, menschlich-seelische Eigenschaften auf Göttliches überzuführen. Wie aber den Weg zu den im eigenen Inneren verborgenen Untergründen finden?

[ 21 ] Da verweist uns die Geisteswissenschaft auf jene Wege, die früher nur wenige Menschen gegangen sind. Heute brauchen viele den Hinweis auf jene Wege. Zwei Wege gibt es; nämlich erstens den Weg der Mystik und zweitens den Weg des Okkultismus im wahren Sinne des Wortes.

[ 21 ] Da verweist uns die Geisteswissenschaft auf jene Wege, die früher nur wenige Menschen gegangen sind. Heute brauchen viele den Hinweis auf jene Wege. Zwei Wege gibt es; nämlich erstens den Weg der Mystik und zweitens den Weg des Okkultismus im wahren Sinne des Wortes.

[ 22 ] Betrachten wir diese zwei Wege. Was ist der Weg der Mystik? Um das zu verstehen, brauchen wir uns nur einen gewissen Augenblick vor unsere Seele zu rücken. Sie alle wissen, daß wir in der Geisteswissenschaft davon sprechen, daß der Mensch im Schlaf nicht dasselbe Wesen ist wie im Wachen. Beim Einschlafen geht das Innere des Menschen heraus und beim Aufwachen steigt es wieder hinunter in den physischen Leib und den Ätherleib. Man beachtet im allgemeinen nicht, daß dabei noch etwas Besonderes vorgeht. Sehen wir je das, was hinuntersteigt, von innen? Es geht dann eine gewaltige Veränderung im Menschen vor. Im Augenblick, da er hinuntersteigt, sieht er seinen Ätherleib und seinen physischen Leib nicht von innen. Er würde sonst sehen, daß seine Leiblichkeit Illusion und Maja ist. Als gewöhnliche Menschen sehen wir die Umwelt und dasjenige von uns, was wir von außen ansehen können. Was in ihm wirkt und lebt, davon sieht der Mensch nichts. Er sieht nur das Äußere, das er auch an Steinen und Mineralien sieht. Denn abgelenkt wird sein Blick auf die äußere Welt, sobald er in seine niederen Leiber hineinsteigt. Diejenigen, welche ein bewußtes Aufwachen erstrebt haben, waren die Mystiker. Ein bewußtes Hinuntersteigen in den äußeren Menschen erlebten sie. All die Bilder des inneren Lebens, welche die Mystiker kennen, sind das, was der Mensch schauen kann, wenn er den Blick abwendet von der äußeren Welt, von dem, was sonst seinen Blick gefangen nimmt. Der Mystiker erlebt, was der Mensch ist, wenn er sich von innen anschaut. Da sieht er zum Beispiel nicht, wie das Blut umläuft, sondern er sieht, daß das Blut der Träger göttlichen Wirkens ist; er sieht, daß das Blut ein Schatten der geistigen Wirklichkeit ist. Das ist es, was der Mystiker erlebt: den geistigen Motor seines eigenen Wesens statt der äußeren Maja.

[ 22 ] Betrachten wir diese zwei Wege. Was ist der Weg der Mystik? Um das zu verstehen, brauchen wir uns nur einen gewissen Augenblick vor unsere Seele zu rücken. Sie alle wissen, daß wir in der Geisteswissenschaft davon sprechen, daß der Mensch im Schlaf nicht dasselbe Wesen ist wie im Wachen. Beim Einschlafen geht das Innere des Menschen heraus und beim Aufwachen steigt es wieder hinunter in den physischen Leib und den Ätherleib. Man beachtet im allgemeinen nicht, daß dabei noch etwas Besonderes vorgeht. Sehen wir je das, was hinuntersteigt, von innen? Es geht dann eine gewaltige Veränderung im Menschen vor. Im Augenblick, da er hinuntersteigt, sieht er seinen Ätherleib und seinen physischen Leib nicht von innen. Er würde sonst sehen, daß seine Leiblichkeit Illusion und Maja ist. Als gewöhnliche Menschen sehen wir die Umwelt und dasjenige von uns, was wir von außen ansehen können. Was in ihm wirkt und lebt, davon sieht der Mensch nichts. Er sieht nur das Äußere, das er auch an Steinen und Mineralien sieht. Denn abgelenkt wird sein Blick auf die äußere Welt, sobald er in seine niederen Leiber hineinsteigt. Diejenigen, welche ein bewußtes Aufwachen erstrebt haben, waren die Mystiker. Ein bewußtes Hinuntersteigen in den äußeren Menschen erlebten sie. All die Bilder des inneren Lebens, welche die Mystiker kennen, sind das, was der Mensch schauen kann, wenn er den Blick abwendet von der äußeren Welt, von dem, was sonst seinen Blick gefangen nimmt. Der Mystiker erlebt, was der Mensch ist, wenn er sich von innen anschaut. Da sieht er zum Beispiel nicht, wie das Blut umläuft, sondern er sieht, daß das Blut der Träger göttlichen Wirkens ist; er sieht, daß das Blut ein Schatten der geistigen Wirklichkeit ist. Das ist es, was der Mystiker erlebt: den geistigen Motor seines eigenen Wesens statt der äußeren Maja.

[ 23 ] Was uns die Mystiker erzählen, ist wahr. Hören wir, was sie berichten: Dieses Hinuntersteigen ist verknüpft mit dem, was wir Anfechtungen, Versuchungen nennen, Aufwachen selbstsüchtiger Triebe. Lesen Sie die Beschreibungen dessen, was die Seele an niederen Instinkten zu entfalten fähig ist. Wir müssen durch eine ganze Schichte hindurch von Leidenschaften, Begierden, selbstsüchtigen Regungen, deren wir uns kaum noch für fähig hielten. Das alles muß überwunden werden, wenn wir in die tiefen Schichten unseres eigenen Wesens hinunterdringen wollen. Daß unser Blick von unserem eigenen Inneren zunächst abgelenkt wird, ist weise eingerichtet, denn der Mensch ist nicht reif, bewußt in sein eigenes Inneres hinunterzusteigen. Bekämpfen muß er alles das, was sich in ihm aufbäumt, wenn er den Weg der Überwindung des eigenen Egoismus beschritten hat. Dann erst findet er den wahren Menschen, der im kleinsten Raum, im Ich-Punkt, zusammengezogen ist. Da erst sind wir ganz in uns selber, erkennen uns in Gut und Böse, sehen, was der Mensch wirklich ist, wenn er sich jenseits der Schicht befindet, die aus seinen Instinkten und Begierden gebildet ist, und wenn er alledem entwachsen ist, was ihm durch Erziehung und Konvention anerzogen worden ist. Durch diese Schicht müssen wir hindurch, wenn wir in unser Inneres dringen wollen.

[ 23 ] Was uns die Mystiker erzählen, ist wahr. Hören wir, was sie berichten: Dieses Hinuntersteigen ist verknüpft mit dem, was wir Anfechtungen, Versuchungen nennen, Aufwachen selbstsüchtiger Triebe. Lesen Sie die Beschreibungen dessen, was die Seele an niederen Instinkten zu entfalten fähig ist. Wir müssen durch eine ganze Schichte hindurch von Leidenschaften, Begierden, selbstsüchtigen Regungen, deren wir uns kaum noch für fähig hielten. Das alles muß überwunden werden, wenn wir in die tiefen Schichten unseres eigenen Wesens hinunterdringen wollen. Daß unser Blick von unserem eigenen Inneren zunächst abgelenkt wird, ist weise eingerichtet, denn der Mensch ist nicht reif, bewußt in sein eigenes Inneres hinunterzusteigen. Bekämpfen muß er alles das, was sich in ihm aufbäumt, wenn er den Weg der Überwindung des eigenen Egoismus beschritten hat. Dann erst findet er den wahren Menschen, der im kleinsten Raum, im Ich-Punkt, zusammengezogen ist. Da erst sind wir ganz in uns selber, erkennen uns in Gut und Böse, sehen, was der Mensch wirklich ist, wenn er sich jenseits der Schicht befindet, die aus seinen Instinkten und Begierden gebildet ist, und wenn er alledem entwachsen ist, was ihm durch Erziehung und Konvention anerzogen worden ist. Durch diese Schicht müssen wir hindurch, wenn wir in unser Inneres dringen wollen.

[ 24 ] Noch einen anderen Weg gibt es, um den Geist und uns selbst zu erkennen. Er ist nicht leicht zu betreten und vor den Unreifen geschützt, weil er ebenfalls seine Gefahren in sich schließt. Neben dem wichtigen Moment des Aufwachens gibt es noch den für die Betrachtung der menschlichen Wesenheit gleichfalls bedeutsamen Moment des Einschlafens. Betrachten wir ihn genauer. Im Moment des Einschlafens geht der Mensch in die geistige Welt über, in die Welt abseits der physischen Wirklichkeit. Sein Bewußtsein hört auf, es verlöscht. Der Normalmensch hat in bewußter Weise keine geistige Welt um sich. Wenn er unreif in die geistige Welt eindringen würde, so würde in ausgesprochenstem Maße für ihn geistig das geschehen, was in der physischen Welt Geblendetsein ist. Geblendet würde er durch den unmittelbaren Anblick des durch die äußere Welt ergossenen Geistigen werden.

[ 24 ] Noch einen anderen Weg gibt es, um den Geist und uns selbst zu erkennen. Er ist nicht leicht zu betreten und vor den Unreifen geschützt, weil er ebenfalls seine Gefahren in sich schließt. Neben dem wichtigen Moment des Aufwachens gibt es noch den für die Betrachtung der menschlichen Wesenheit gleichfalls bedeutsamen Moment des Einschlafens. Betrachten wir ihn genauer. Im Moment des Einschlafens geht der Mensch in die geistige Welt über, in die Welt abseits der physischen Wirklichkeit. Sein Bewußtsein hört auf, es verlöscht. Der Normalmensch hat in bewußter Weise keine geistige Welt um sich. Wenn er unreif in die geistige Welt eindringen würde, so würde in ausgesprochenstem Maße für ihn geistig das geschehen, was in der physischen Welt Geblendetsein ist. Geblendet würde er durch den unmittelbaren Anblick des durch die äußere Welt ergossenen Geistigen werden.

[ 25 ] Wiederum ist es nötig, den Menschen so stark zu machen, daß er von diesem durch die äußere Welt ergossenen Geist nicht geblendet werde. Das geschieht durch den okkulten Weg. Durch diesen findet er sein Ich, nicht im Engsten zusammengedrängt im eigenen Inneren, sondern über die ganze äußere Welt ergossen, eins mit dieser äußeren Welt. Das ist der okkulte Weg.

[ 25 ] Wiederum ist es nötig, den Menschen so stark zu machen, daß er von diesem durch die äußere Welt ergossenen Geist nicht geblendet werde. Das geschieht durch den okkulten Weg. Durch diesen findet er sein Ich, nicht im Engsten zusammengedrängt im eigenen Inneren, sondern über die ganze äußere Welt ergossen, eins mit dieser äußeren Welt. Das ist der okkulte Weg.

[ 26 ] Indem der Mensch beide Wege zu gehen lernt, den Weg der Mystik und den okkulten Weg, tritt ihm eine bedeutsame Tatsache vor das Auge. Laßt ihn den Punkt aufsuchen, wo er am meisten komprimiert, am meisten zusammengedrängt ist in seinem eigenen Inneren, und laßt ihn ergossen sein über die ganze Außenwelt, dann erlebt er zuletzt das eine Große, das Gewaltige. - Was du erlebst, wenn du in die Tiefen deines eigenen Selbst hinuntersteigst und wenn du dich ins Unendliche ergießt, ist dasselbe: Mystik und Okkultismus, sie gehen nach entgegengesetzten Richtungen, und sie führen zu demselben Ziel. Der Mensch entdeckt etwas, was in ihm geschlummert hat, was verzaubert ist in der Außenwelt, was gefunden werden kann im Tiefsten der eigenen Seele und draußen in der Welt der Erscheinungen. Er findet das, was als Geist hinter den Erscheinungen lebt, und er findet das Geistige in sich selber, wenn er sich mit dem mystischen Erkenntnisweg und mit dem okkulten Erkenntnisweg verbunden hat. Das ist dann die Brücke, durch welche der Abgrund überbrückt werden kann, vor dem die suchende Seele von heute steht, wenn sie erkennt, daß sie selbst etwas anderes ist als die Welt der Erscheinungen draußen und sich mit ihren Eigenschaften nicht verbinden kann mit dem, was sie draußen umgibt.

[ 26 ] Indem der Mensch beide Wege zu gehen lernt, den Weg der Mystik und den okkulten Weg, tritt ihm eine bedeutsame Tatsache vor das Auge. Laßt ihn den Punkt aufsuchen, wo er am meisten komprimiert, am meisten zusammengedrängt ist in seinem eigenen Inneren, und laßt ihn ergossen sein über die ganze Außenwelt, dann erlebt er zuletzt das eine Große, das Gewaltige. - Was du erlebst, wenn du in die Tiefen deines eigenen Selbst hinuntersteigst und wenn du dich ins Unendliche ergießt, ist dasselbe: Mystik und Okkultismus, sie gehen nach entgegengesetzten Richtungen, und sie führen zu demselben Ziel. Der Mensch entdeckt etwas, was in ihm geschlummert hat, was verzaubert ist in der Außenwelt, was gefunden werden kann im Tiefsten der eigenen Seele und draußen in der Welt der Erscheinungen. Er findet das, was als Geist hinter den Erscheinungen lebt, und er findet das Geistige in sich selber, wenn er sich mit dem mystischen Erkenntnisweg und mit dem okkulten Erkenntnisweg verbunden hat. Das ist dann die Brücke, durch welche der Abgrund überbrückt werden kann, vor dem die suchende Seele von heute steht, wenn sie erkennt, daß sie selbst etwas anderes ist als die Welt der Erscheinungen draußen und sich mit ihren Eigenschaften nicht verbinden kann mit dem, was sie draußen umgibt.

[ 27 ] Heute gibt es die Möglichkeit, einen Weg zu finden, der zeigt, wie das, was in uns lebt, doch dasselbe ist wie das, was in der Außenwelt lebt. Die suchenden Seelen, die außerhalb unserer Bestrebungen stehen, kennen ihn noch nicht. Den Weg zeigt die Geisteswissenschaft. Ein Wegweiser für dieses Ziel will die theosophische Weltanschauung sein. Sie wird Antwort geben auf die Fragen, welche von den blutenden, ringenden Seelen von heute gestellt werden. Die Fragen werden hineintönen zu den Fenstern der Gegenwart, und die Geisteswissenschaft wird die Antwort geben. Das verleiht ihr ihre innere Berechtigung und zeigt, daß sie nicht willkürlich aus einigen Köpfen entsprungen ist, sondern aus den Bedürfnissen der Zeit. Die Geisteswissenschaft wird wieder Mittel und Wege angeben, um den Einklang zu finden zwischen dem, was in der Umwelt und was in der menschlichen Seele lebt. Sie wird uns dazu führen, die in der Natur waltenden Gesetze nicht als leere Abstraktionen, sondern als Gedanken göttlich-geistiger Wesenheiten zu erkennen. So wird sie wieder den Geist in der äußeren Welt entdecken. Daß die Seele das heute nicht kann, macht ihre Leere und Öde aus. Trost, Hilfe und Kraft kann ihr nur durch ein Aufsuchen der Wege und Ziele des geistigen Menschen werden. Das zeigt, wie tief berechtigt dieses geisteswissenschaftliche Streben ist.

[ 27 ] Heute gibt es die Möglichkeit, einen Weg zu finden, der zeigt, wie das, was in uns lebt, doch dasselbe ist wie das, was in der Außenwelt lebt. Die suchenden Seelen, die außerhalb unserer Bestrebungen stehen, kennen ihn noch nicht. Den Weg zeigt die Geisteswissenschaft. Ein Wegweiser für dieses Ziel will die theosophische Weltanschauung sein. Sie wird Antwort geben auf die Fragen, welche von den blutenden, ringenden Seelen von heute gestellt werden. Die Fragen werden hineintönen zu den Fenstern der Gegenwart, und die Geisteswissenschaft wird die Antwort geben. Das verleiht ihr ihre innere Berechtigung und zeigt, daß sie nicht willkürlich aus einigen Köpfen entsprungen ist, sondern aus den Bedürfnissen der Zeit. Die Geisteswissenschaft wird wieder Mittel und Wege angeben, um den Einklang zu finden zwischen dem, was in der Umwelt und was in der menschlichen Seele lebt. Sie wird uns dazu führen, die in der Natur waltenden Gesetze nicht als leere Abstraktionen, sondern als Gedanken göttlich-geistiger Wesenheiten zu erkennen. So wird sie wieder den Geist in der äußeren Welt entdecken. Daß die Seele das heute nicht kann, macht ihre Leere und Öde aus. Trost, Hilfe und Kraft kann ihr nur durch ein Aufsuchen der Wege und Ziele des geistigen Menschen werden. Das zeigt, wie tief berechtigt dieses geisteswissenschaftliche Streben ist.

[ 28 ] Wenn wir die Geisteswissenschaft in ihren tiefsten Quellen verstehen, werden wir der Seele Nahrung geben, nach der sie lechzt, werden ihr Quellen geistiger Wirksamkeit erschließen, und, weil alles Außere Ausdruck des Geistigen ist, im Laufe der Zeit auch Gesundheit. Aus dem Sehnen und Suchen der heutigen Zeit werden der Geisteswissenschaft ihre Ziele gegeben.

[ 28 ] Wenn wir die Geisteswissenschaft in ihren tiefsten Quellen verstehen, werden wir der Seele Nahrung geben, nach der sie lechzt, werden ihr Quellen geistiger Wirksamkeit erschließen, und, weil alles Außere Ausdruck des Geistigen ist, im Laufe der Zeit auch Gesundheit. Aus dem Sehnen und Suchen der heutigen Zeit werden der Geisteswissenschaft ihre Ziele gegeben.