Christ and the Human Soul
On the Meaning of Life
Theosophical Morality
Anthroposophy and Christianity
GA 155
15 July 1914, Norrköping
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Christus und die menschliche Seele III
Christus und die menschliche Seele III
[ 1 ] Einer derjenigen Begriffe, die uns aufstoßen müssen, wenn die Rede ist von den Beziehungen des Christus zur menschlichen Seele, ist zweifellos der Begriff von Schuld und Sünde. Wir wissen ja, welch einschneidende Bedeutung die Begriffe von Schuld und Sünde haben etwa im Christentum des Paulus. Wir müssen allerdings sagen, unser gegenwärtiges Zeitalter ist wenig geneigt, ein wirklich tiefes inneres Verständnis zu haben für den weiteren Zusammenhang auch, der uns bei Paulus entgegentritt zwischen den Begriffen Schuld und Sünde und Tod und Unsterblichkeit. Aber das liegt im Materialismus unserer Zeit begründet. Wir brauchen uns nur an die Worte zu erinnern, die ich in der ersten Betrachtung, die ich hier anstellte, gesagt habe: daß ja eine Unsterblichkeit der Menschenseele ohne die Fortsetzung des Bewußtseins hinaus in die Zustände nach dem Tode keine wahre Unsterblichkeit bedeuten würde. Eine Beendigung des Bewußtseins mit dem Tode würde gleichbedeutend sein mit der Tatsache, die man dann annehmen müßte: daß eben der Mensch eigentlich nicht unsterblich sei. Denn des Menschen Wesenheit unbewußt fortbestehend nach dem Tode würde bedeuten, daß das Allerwichtigste, das, was den Menschen zum Menschen macht, nach dem Tode nicht bestehen würde. Und eine unbewußte Menschenseele, die den Tod überdauern würde, würde ja sozusagen nicht viel mehr bedeuten als die Summe von Atomen, welche auch der Materialismus annimmt, die bleiben sollen, auch wenn der menschliche Leib zerstört wird.
[ 1 ] Einer derjenigen Begriffe, die uns aufstoßen müssen, wenn die Rede ist von den Beziehungen des Christus zur menschlichen Seele, ist zweifellos der Begriff von Schuld und Sünde. Wir wissen ja, welch einschneidende Bedeutung die Begriffe von Schuld und Sünde haben etwa im Christentum des Paulus. Wir müssen allerdings sagen, unser gegenwärtiges Zeitalter ist wenig geneigt, ein wirklich tiefes inneres Verständnis zu haben für den weiteren Zusammenhang auch, der uns bei Paulus entgegentritt zwischen den Begriffen Schuld und Sünde und Tod und Unsterblichkeit. Aber das liegt im Materialismus unserer Zeit begründet. Wir brauchen uns nur an die Worte zu erinnern, die ich in der ersten Betrachtung, die ich hier anstellte, gesagt habe: daß ja eine Unsterblichkeit der Menschenseele ohne die Fortsetzung des Bewußtseins hinaus in die Zustände nach dem Tode keine wahre Unsterblichkeit bedeuten würde. Eine Beendigung des Bewußtseins mit dem Tode würde gleichbedeutend sein mit der Tatsache, die man dann annehmen müßte: daß eben der Mensch eigentlich nicht unsterblich sei. Denn des Menschen Wesenheit unbewußt fortbestehend nach dem Tode würde bedeuten, daß das Allerwichtigste, das, was den Menschen zum Menschen macht, nach dem Tode nicht bestehen würde. Und eine unbewußte Menschenseele, die den Tod überdauern würde, würde ja sozusagen nicht viel mehr bedeuten als die Summe von Atomen, welche auch der Materialismus annimmt, die bleiben sollen, auch wenn der menschliche Leib zerstört wird.
[ 2 ] Für Paulus stand eben noch felsenfest, daß man von Unsterblichkeit nur reden könne bei Aufrechterhaltung des individuellen Bewußtseins. Und da er das individuelle Bewußtsein von Sünde und Schuld abhängig denken mußte, so konnte Paulus selbstverständlich denken: Wenn des Menschen Bewußtsein umnebelt wird nach dem Tode von Sünde und Schuld oder von den Folgen von Sünde und Schuld, wenn also das Bewußtsein nach dem Tode gestört wird von Sünde und Schuld, so bedeutet das, daß Sünde und Schuld den Menschen wirklich töten, den Menschen als Seele töten, als Geist töten. Weit entfernt davon ist natürlich das materialistische Bewußtsein unserer Zeit, auch dasjenige vieler philosophischen Forscher der Gegenwart, die zufrieden sind, von einem Fortleben der Menschenseele zu sprechen oder sprechen zu können, während menschliche Unsterblichkeit nur identifiziert werden darf mit bewußtem Fortbestehen der Menschenseele nach dem Tode.
[ 2 ] Für Paulus stand eben noch felsenfest, daß man von Unsterblichkeit nur reden könne bei Aufrechterhaltung des individuellen Bewußtseins. Und da er das individuelle Bewußtsein von Sünde und Schuld abhängig denken mußte, so konnte Paulus selbstverständlich denken: Wenn des Menschen Bewußtsein umnebelt wird nach dem Tode von Sünde und Schuld oder von den Folgen von Sünde und Schuld, wenn also das Bewußtsein nach dem Tode gestört wird von Sünde und Schuld, so bedeutet das, daß Sünde und Schuld den Menschen wirklich töten, den Menschen als Seele töten, als Geist töten. Weit entfernt davon ist natürlich das materialistische Bewußtsein unserer Zeit, auch dasjenige vieler philosophischen Forscher der Gegenwart, die zufrieden sind, von einem Fortleben der Menschenseele zu sprechen oder sprechen zu können, während menschliche Unsterblichkeit nur identifiziert werden darf mit bewußtem Fortbestehen der Menschenseele nach dem Tode.
[ 3 ] Nun entsteht ja gewiß, insbesondere für die anthroposophische Weltanschauung, leicht eine Schwierigkeit. Um auf diese Schwierigkeit zu kommen, braucht man nur aufmerksam zu machen auf das gegenseitige Verhältnis der Begriffe «Schuld und Sünde» und «Karma». Das wird ja von manchen Anthroposophen so erledigt, daß sie einfach sagen: Wir glauben an Karma, das heißt: eine Schuld, die ein Mensch in irgendeiner Verkörperung begeht, die trägt er mit, mit seinem Karma, und trägt sie später ab; es wird also im Verlauf der Inkarnationen ein Ausgleich geschaffen. — Und nun beginnt hier die Schwierigkeit. Die Anthroposophen sagen dann leicht: Wie kann das vereinbar sein mit dem als christlich angenommenen Begriff zum Beispiel von der Sündenvergebung durch Christus? Und dennoch wiederum, mit wahrem Christentum ist der Begriff der Sündenvergebung durchaus verbunden. Man braucht zum Beispiel nur an das eine zu denken: Christus am Kreuz, zwischen den beiden Verbrechern. Der Verbrecher links spottet über Christus: «Wenn Du Gott sein willst, hilf Dir und uns!» (Lukas 23, 39) Der Verbrecher rechts sagt darauf: der andere solle nicht so sprechen, denn sie beide hätten eben ein Schicksal mit dem Kreuzestod verdient, das ihren Taten angemessen sei, der aber sei unschuldig und müsse das gleiche Schicksal erleben. Und es fügt hinzu der Verbrecher rechts: «Wenn Du in deinem Reiche bist, dann gedenke meiner.» Und es antwortet ihm Christus: « Wahrlich, ich sage dir, heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein.» (Lukas 23, 42 u. 43) Dieses Wort läßt sich gewiß aus den Evangelien nicht einfach wegleugnen, auch nicht wegdisputieren, sondern es ist ein wichtiges, ein bedeutungsvolles Wort. Der Anthroposoph hat nun die Schwierigkeit, die ihm aus der Frage entsteht: Wenn der Verbrecher rechts dasjenige, was er angestellt hat, mit seinem Karma abzuwaschen hat, was soll es dann heißen, daß Christus, gleichsam ihm verzeihend, ihm vergebend sagt: «Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein» ? Der Anthroposoph kann sagen: Der Verbrecher rechts wird mit seinem Karma seine Schuld abzuwaschen haben wie der Verbrecher links.
[ 3 ] Nun entsteht ja gewiß, insbesondere für die anthroposophische Weltanschauung, leicht eine Schwierigkeit. Um auf diese Schwierigkeit zu kommen, braucht man nur aufmerksam zu machen auf das gegenseitige Verhältnis der Begriffe «Schuld und Sünde» und «Karma». Das wird ja von manchen Anthroposophen so erledigt, daß sie einfach sagen: Wir glauben an Karma, das heißt: eine Schuld, die ein Mensch in irgendeiner Verkörperung begeht, die trägt er mit, mit seinem Karma, und trägt sie später ab; es wird also im Verlauf der Inkarnationen ein Ausgleich geschaffen. — Und nun beginnt hier die Schwierigkeit. Die Anthroposophen sagen dann leicht: Wie kann das vereinbar sein mit dem als christlich angenommenen Begriff zum Beispiel von der Sündenvergebung durch Christus? Und dennoch wiederum, mit wahrem Christentum ist der Begriff der Sündenvergebung durchaus verbunden. Man braucht zum Beispiel nur an das eine zu denken: Christus am Kreuz, zwischen den beiden Verbrechern. Der Verbrecher links spottet über Christus: «Wenn Du Gott sein willst, hilf Dir und uns!» (Lukas 23, 39) Der Verbrecher rechts sagt darauf: der andere solle nicht so sprechen, denn sie beide hätten eben ein Schicksal mit dem Kreuzestod verdient, das ihren Taten angemessen sei, der aber sei unschuldig und müsse das gleiche Schicksal erleben. Und es fügt hinzu der Verbrecher rechts: «Wenn Du in deinem Reiche bist, dann gedenke meiner.» Und es antwortet ihm Christus: « Wahrlich, ich sage dir, heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein.» (Lukas 23, 42 u. 43) Dieses Wort läßt sich gewiß aus den Evangelien nicht einfach wegleugnen, auch nicht wegdisputieren, sondern es ist ein wichtiges, ein bedeutungsvolles Wort. Der Anthroposoph hat nun die Schwierigkeit, die ihm aus der Frage entsteht: Wenn der Verbrecher rechts dasjenige, was er angestellt hat, mit seinem Karma abzuwaschen hat, was soll es dann heißen, daß Christus, gleichsam ihm verzeihend, ihm vergebend sagt: «Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein» ? Der Anthroposoph kann sagen: Der Verbrecher rechts wird mit seinem Karma seine Schuld abzuwaschen haben wie der Verbrecher links.
[ 4 ] Warum wird da durch Christus ein Unterschied gemacht zwischen dem Verbrecher rechts und dem Verbrecher links? Es ist ganz zweifellos, daß hier für die anthroposophische Karma-Auffassung eine Schwierigkeit vorliegt. Diese Schwierigkeit ist auch nicht leicht zu lösen; sie löst sich aber, wenn man gerade mit geisteswissenschaftlicher Forschung tiefer in das Christentum hineinschürft, wenn man tiefer hineinzukommen versucht in das Christentum. Und ich will jetzt von einer ganz anderen Seite her die Sache angreifen, von einer Seite, deren Wesen Ihnen zwar schon bekannt ist, die uns aber doch nahebringen kann eigentümliche Verhältnisse, die da vorliegen.
[ 4 ] Warum wird da durch Christus ein Unterschied gemacht zwischen dem Verbrecher rechts und dem Verbrecher links? Es ist ganz zweifellos, daß hier für die anthroposophische Karma-Auffassung eine Schwierigkeit vorliegt. Diese Schwierigkeit ist auch nicht leicht zu lösen; sie löst sich aber, wenn man gerade mit geisteswissenschaftlicher Forschung tiefer in das Christentum hineinschürft, wenn man tiefer hineinzukommen versucht in das Christentum. Und ich will jetzt von einer ganz anderen Seite her die Sache angreifen, von einer Seite, deren Wesen Ihnen zwar schon bekannt ist, die uns aber doch nahebringen kann eigentümliche Verhältnisse, die da vorliegen.
[ 5 ] Erinnern Sie sich nur einmal, meine lieben Freunde, wie wir oftmals sprechen von Luzifer und Ahriman, und erinnern Sie sich dabei, wie in meinen Mysteriendramen Luzifer und Ahriman dargestellt sind. In dem Augenblick, wo man beginnt, ich möchte sagen, menschlich-anthropomorphistisch die Sache anzusehen und einfach aus Luzifer so eine Art inneren und aus Ahriman eine Art äußeren Verbrecher macht, in diesem Augenblick wird man schwer zurechtkommen; denn vergessen wir nur nicht, daß gesagt werden muß, daß Luzifer neben dem Bringer des Übels und so weiter in die Welt, des inneren Übels, das durch die Leidenschaften entsteht, auch der Bringer der Freiheit ist, daß Luzifer eine wichtige Rolle spielt im Weltenganzen. Ebenso muß von Ahriman gesagt werden, daß er eine wichtige Rolle spielt im Weltenganzen. Wir haben es ja, als begonnen wurde zuerst mehr über Luzifer und Ahriman zu sprechen, erlebt, daß Anthroposophen in einer gewissen Weise unruhig geworden sind. Sie haben auf der einen Seite, ich möchte sagen, noch solch ein Nachgefühl von dem, was man immer aus Luzifer gemacht hat: daß das eigentlich ein schrecklicher Verbrecher in der Welt ist, vor dem man sich nur hüten müsse. In dieses Gefühl gegenüber Luzifer kann natürlich der Anthroposoph nicht so ohne weiteres einstimmen, weil er Luzifer eine wichtige Rolle zuerteilen muß im Weltenganzen. Und dennoch wiederum, man muß Luzifer hinstellen als einen Gegner der fortschreitenden Götter, als einen Geist also, der den Schöpfungsplan in einer gewissen Weise durchkreuzt, als einen Feind derjenigen Götter, die wir eigentlich verehren müssen. Wir schreiben also im Grunde genommen, wenn wir so über Luzifer sprechen, einem Götterfeind eine wichtige Rolle zu im Weltenganzen. Und in ähnlicher Weise müssen wir es ja auch bei Ahriman machen.
[ 5 ] Erinnern Sie sich nur einmal, meine lieben Freunde, wie wir oftmals sprechen von Luzifer und Ahriman, und erinnern Sie sich dabei, wie in meinen Mysteriendramen Luzifer und Ahriman dargestellt sind. In dem Augenblick, wo man beginnt, ich möchte sagen, menschlich-anthropomorphistisch die Sache anzusehen und einfach aus Luzifer so eine Art inneren und aus Ahriman eine Art äußeren Verbrecher macht, in diesem Augenblick wird man schwer zurechtkommen; denn vergessen wir nur nicht, daß gesagt werden muß, daß Luzifer neben dem Bringer des Übels und so weiter in die Welt, des inneren Übels, das durch die Leidenschaften entsteht, auch der Bringer der Freiheit ist, daß Luzifer eine wichtige Rolle spielt im Weltenganzen. Ebenso muß von Ahriman gesagt werden, daß er eine wichtige Rolle spielt im Weltenganzen. Wir haben es ja, als begonnen wurde zuerst mehr über Luzifer und Ahriman zu sprechen, erlebt, daß Anthroposophen in einer gewissen Weise unruhig geworden sind. Sie haben auf der einen Seite, ich möchte sagen, noch solch ein Nachgefühl von dem, was man immer aus Luzifer gemacht hat: daß das eigentlich ein schrecklicher Verbrecher in der Welt ist, vor dem man sich nur hüten müsse. In dieses Gefühl gegenüber Luzifer kann natürlich der Anthroposoph nicht so ohne weiteres einstimmen, weil er Luzifer eine wichtige Rolle zuerteilen muß im Weltenganzen. Und dennoch wiederum, man muß Luzifer hinstellen als einen Gegner der fortschreitenden Götter, als einen Geist also, der den Schöpfungsplan in einer gewissen Weise durchkreuzt, als einen Feind derjenigen Götter, die wir eigentlich verehren müssen. Wir schreiben also im Grunde genommen, wenn wir so über Luzifer sprechen, einem Götterfeind eine wichtige Rolle zu im Weltenganzen. Und in ähnlicher Weise müssen wir es ja auch bei Ahriman machen.
[ 6 ] Es ist begreiflich auf der einen Seite, daß nun das menschliche Gemüt kommt und sagt: Ja, was soll ich nun eigentlich mit diesem Luzifer und mit Ahriman anfangen; soll ich sie nun hassen oder lieben ? Ich weiß nicht recht, was ich mit ihnen anfangen soll! — Woher kommt das alles? Nun, wenn man von Luzifer und Ahriman spricht, dann muß doch deutlich werden aus der Art, wie man über sie spricht, daß man von ihnen spricht als von Wesen, die eigentlich in ihrer ganzen Eigentümlichkeit nicht dem physischen Plan angehören, die gewissermaßen ihre Mission und Aufgabe in der Welt haben außerhalb des physischen Planes, in den geistigen Welten. Insbesondere das letztemal bei den Münchener Vorträgen habe ich stark hervorgehoben, daß das Wesen dieser Sache darinnen liegt, daß Luzifer und Ahriman ihre ihnen von den fortschreitenden Göttern zuerteilte Rolle in den geistigen Welten haben, und daß eine Diskrepanz, eine Disharmonie nur auftritt, wenn sie ihre Rolle hineintragen in den physischen Plan und sich Rechte anmaßen, die ihnen eigentlich nicht zugeteilt sind. Aber wir müssen uns zu einem bequemen, meine lieben Freunde, zu dem die menschliche Seele sich nicht gerne bequemt, wenn man über diese Dinge redet, nämlich dazu, daß unser Urteil, unser menschliches Urteil, wie wir es fällen, eigentlich wirklich nur für den physischen Plan gilt, und daß dieses Urteil, wie es für den physischen Plan richtig ist, nicht einfach übertragen werden kann auf die höheren Welten. Deshalb müssen wir uns ja langsam und allmählich in die Anthroposophie hineinfinden, um unser Urteil zu erweitern, um unsere ganze Begriffsund Ideenwelt zu erweitern. Deshalb können die materialistisch denkenden Menschen der Gegenwart, trotzdem alles an der Anthroposophie zu begreifen ist, sie so schwer begreifen, weil sie ihr Urteil nicht erweitern wollen, sondern stehenbleiben wollen bei dem Urteil, das für den physischen Plan gilt.
[ 6 ] Es ist begreiflich auf der einen Seite, daß nun das menschliche Gemüt kommt und sagt: Ja, was soll ich nun eigentlich mit diesem Luzifer und mit Ahriman anfangen; soll ich sie nun hassen oder lieben ? Ich weiß nicht recht, was ich mit ihnen anfangen soll! — Woher kommt das alles? Nun, wenn man von Luzifer und Ahriman spricht, dann muß doch deutlich werden aus der Art, wie man über sie spricht, daß man von ihnen spricht als von Wesen, die eigentlich in ihrer ganzen Eigentümlichkeit nicht dem physischen Plan angehören, die gewissermaßen ihre Mission und Aufgabe in der Welt haben außerhalb des physischen Planes, in den geistigen Welten. Insbesondere das letztemal bei den Münchener Vorträgen habe ich stark hervorgehoben, daß das Wesen dieser Sache darinnen liegt, daß Luzifer und Ahriman ihre ihnen von den fortschreitenden Göttern zuerteilte Rolle in den geistigen Welten haben, und daß eine Diskrepanz, eine Disharmonie nur auftritt, wenn sie ihre Rolle hineintragen in den physischen Plan und sich Rechte anmaßen, die ihnen eigentlich nicht zugeteilt sind. Aber wir müssen uns zu einem bequemen, meine lieben Freunde, zu dem die menschliche Seele sich nicht gerne bequemt, wenn man über diese Dinge redet, nämlich dazu, daß unser Urteil, unser menschliches Urteil, wie wir es fällen, eigentlich wirklich nur für den physischen Plan gilt, und daß dieses Urteil, wie es für den physischen Plan richtig ist, nicht einfach übertragen werden kann auf die höheren Welten. Deshalb müssen wir uns ja langsam und allmählich in die Anthroposophie hineinfinden, um unser Urteil zu erweitern, um unsere ganze Begriffsund Ideenwelt zu erweitern. Deshalb können die materialistisch denkenden Menschen der Gegenwart, trotzdem alles an der Anthroposophie zu begreifen ist, sie so schwer begreifen, weil sie ihr Urteil nicht erweitern wollen, sondern stehenbleiben wollen bei dem Urteil, das für den physischen Plan gilt.
[ 7 ] Wenn wir sagen: Eine Macht tritt der anderen feindlich gegenüber, so ist es ganz richtig, wenn man auf dem physischen Plan stehen bleiben will, zu sagen: Feindschaft ist etwas Ungehöriges, etwas, was nicht sein soll. Aber dasselbe gilt nicht für die höheren Plane. Da muß das Urteil sich erweitern. Damit die Welt in ihrer Gänze möglich ist, ist — ebenso wie zum Beispiel auf dem Gebiet der Elektrizität positive und negative Elektrizität notwendig ist — auch geistige Gegnerschaft notwendig. Notwendig ist es, daß sich die Geister gegenüberstehen. Hier wird wahr das Wort des Heraklit, daß nicht nur die Liebe, sondern auch der Streit das Weltall konstituiert. Nur wenn auf die Menschenseele Luzifer wirkt und durch die Menschenseele in die physische Welt der Streit hineingetragen wird, dann ist dieser Streit unrecht. Aber es gilt nicht mehr dasselbe für die höheren Welten; da ist auch Gegnerschaft der Geister etwas, was zum ganzen Gefüge, zur ganzen Evolution der Welt dazugehört. Das heißt, wir müssen, sobald wir in die höhere Welt hinaufkommen, andere Maßstäbe anlegen, andere Färbungen des Urteils uns zu eigen machen. Daher ist es so schockierend, wie oftmals über Luzifer und Ahriman gesprochen werden muß, auf der einen Seite sie als Göttergegner hinstellend und auf der anderen Seite sie hinstellend wiederum so, daß sie im ganzen Gang der Weltenordnung notwendig sind.
[ 7 ] Wenn wir sagen: Eine Macht tritt der anderen feindlich gegenüber, so ist es ganz richtig, wenn man auf dem physischen Plan stehen bleiben will, zu sagen: Feindschaft ist etwas Ungehöriges, etwas, was nicht sein soll. Aber dasselbe gilt nicht für die höheren Plane. Da muß das Urteil sich erweitern. Damit die Welt in ihrer Gänze möglich ist, ist — ebenso wie zum Beispiel auf dem Gebiet der Elektrizität positive und negative Elektrizität notwendig ist — auch geistige Gegnerschaft notwendig. Notwendig ist es, daß sich die Geister gegenüberstehen. Hier wird wahr das Wort des Heraklit, daß nicht nur die Liebe, sondern auch der Streit das Weltall konstituiert. Nur wenn auf die Menschenseele Luzifer wirkt und durch die Menschenseele in die physische Welt der Streit hineingetragen wird, dann ist dieser Streit unrecht. Aber es gilt nicht mehr dasselbe für die höheren Welten; da ist auch Gegnerschaft der Geister etwas, was zum ganzen Gefüge, zur ganzen Evolution der Welt dazugehört. Das heißt, wir müssen, sobald wir in die höhere Welt hinaufkommen, andere Maßstäbe anlegen, andere Färbungen des Urteils uns zu eigen machen. Daher ist es so schockierend, wie oftmals über Luzifer und Ahriman gesprochen werden muß, auf der einen Seite sie als Göttergegner hinstellend und auf der anderen Seite sie hinstellend wiederum so, daß sie im ganzen Gang der Weltenordnung notwendig sind.
[ 8 ] Also es muß vor allen Dingen das ins Auge gefaßt werden, daß der Mensch mit der Weltenordnung in Kollision kommt, wenn er das Urteil, das für den physischen Plan gilt, für die höheren Welten gültig sein läßt.
[ 8 ] Also es muß vor allen Dingen das ins Auge gefaßt werden, daß der Mensch mit der Weltenordnung in Kollision kommt, wenn er das Urteil, das für den physischen Plan gilt, für die höheren Welten gültig sein läßt.
[ 9 ] Nun, das ist aber gerade der Grundnerv, der immer betont worden ist: daß der Christus als Christus nicht zu den anderen Wesen des physischen Planes gehört, daß von dem Augenblick an, als die Johannestaufe im Jordan eintritt, ein Wesen, das vorher nicht auf der Erde war, ein Wesen, das nicht zu den irdischen Wesen gehört, in die Leiblichkeit des Jesus von Nazareth eingezogen ist. Wir haben es also zu tun in dem Christus mit einem Wesen, das mit Recht zu den Jüngern sagen konnte: «Ich bin von oben, ihr aber seid von unten» (Johannes 8, 23), das heißt: Ich bin aus dem himmlischen Reich, ihr aus dem irdischen Reich. Und nun nehmen wir dasjenige, was daraus folgt. Was daraus folgt, ist dieses: Was irdisches Urteil ist, was ganz berechtigt ist als irdisches Urteil, was jeder auf der Erde fällen muß als Urteil, sofern er ein Erdenwesen ist, muß das auch das Urteil jenes kosmischen Wesens sein, das in den Jesusleib als Christus eingezogen ist? Jenes Wesen, das bei der Taufe im Jordan in den Jesusleib eingezogen ist, das hat nicht ein irdisches, das hat ein himmlisches Urteil, das muß anders urteilen, als Menschen urteilen müssen.
[ 9 ] Nun, das ist aber gerade der Grundnerv, der immer betont worden ist: daß der Christus als Christus nicht zu den anderen Wesen des physischen Planes gehört, daß von dem Augenblick an, als die Johannestaufe im Jordan eintritt, ein Wesen, das vorher nicht auf der Erde war, ein Wesen, das nicht zu den irdischen Wesen gehört, in die Leiblichkeit des Jesus von Nazareth eingezogen ist. Wir haben es also zu tun in dem Christus mit einem Wesen, das mit Recht zu den Jüngern sagen konnte: «Ich bin von oben, ihr aber seid von unten» (Johannes 8, 23), das heißt: Ich bin aus dem himmlischen Reich, ihr aus dem irdischen Reich. Und nun nehmen wir dasjenige, was daraus folgt. Was daraus folgt, ist dieses: Was irdisches Urteil ist, was ganz berechtigt ist als irdisches Urteil, was jeder auf der Erde fällen muß als Urteil, sofern er ein Erdenwesen ist, muß das auch das Urteil jenes kosmischen Wesens sein, das in den Jesusleib als Christus eingezogen ist? Jenes Wesen, das bei der Taufe im Jordan in den Jesusleib eingezogen ist, das hat nicht ein irdisches, das hat ein himmlisches Urteil, das muß anders urteilen, als Menschen urteilen müssen.
[ 10 ] Und nun nehmen wir das ganze Schwergewicht des Wortes, das da auf Golgatha gesprochen wird. Der Verbrecher links glaubt nicht daran, daß mit dem Christus nicht nur eine irdische Wesenheit da ist, sondern eine Wesenheit eines besonderen Reiches, das nicht das irdische Reich ist. Dem Verbrecher rechts aber kommt unmittelbar vor dem Tode das Bewußtsein: Dein Reich, o Christus, ist ein anderes; gedenke meiner, wenn Du in Deinem Reiche bist. In diesem Augenblick zeigt der Verbrecher rechts, daß er eine Ahnung davon hat, daß der Christus zu einem anderen Reiche gehört, wo ganz andere Urteilskraft herrscht als auf der Erde. Da kann der Christus antworten, aus dem Bewußtsein heraus, daß er in seinem Reich steht: Wahrlich, dadurch daß du etwas ahnst von meinem Reiche, wirst du am heutigen Tage — nämlich mit dem Tode — mit mir in meinem Reiche sein. Da haben wir den Hinweis auf die überirdische ChristusKraft, die hinaufzieht die menschliche Individualität in ein geistiges Reich. Irdisches Urteil, menschliches Urteil muß selbstverständlich sagen: In bezug auf das Karma wird der Verbrecher rechts seine Schuld abzutragen haben wie der Verbrecher links. — Aber für das himmlische Urteil gilt ein anderes. Das ist aber erst der Anfang der Sache, denn selbstverständlich können Sie nun sagen: Ja, dann steht einfach das himmlische Urteil mit dem irdischen Urteil in Widerspruch. Wie kann der Christus verzeihen, wo das irdische Urteil eine karmische Gerechtigkeit fordert?
[ 10 ] Und nun nehmen wir das ganze Schwergewicht des Wortes, das da auf Golgatha gesprochen wird. Der Verbrecher links glaubt nicht daran, daß mit dem Christus nicht nur eine irdische Wesenheit da ist, sondern eine Wesenheit eines besonderen Reiches, das nicht das irdische Reich ist. Dem Verbrecher rechts aber kommt unmittelbar vor dem Tode das Bewußtsein: Dein Reich, o Christus, ist ein anderes; gedenke meiner, wenn Du in Deinem Reiche bist. In diesem Augenblick zeigt der Verbrecher rechts, daß er eine Ahnung davon hat, daß der Christus zu einem anderen Reiche gehört, wo ganz andere Urteilskraft herrscht als auf der Erde. Da kann der Christus antworten, aus dem Bewußtsein heraus, daß er in seinem Reich steht: Wahrlich, dadurch daß du etwas ahnst von meinem Reiche, wirst du am heutigen Tage — nämlich mit dem Tode — mit mir in meinem Reiche sein. Da haben wir den Hinweis auf die überirdische ChristusKraft, die hinaufzieht die menschliche Individualität in ein geistiges Reich. Irdisches Urteil, menschliches Urteil muß selbstverständlich sagen: In bezug auf das Karma wird der Verbrecher rechts seine Schuld abzutragen haben wie der Verbrecher links. — Aber für das himmlische Urteil gilt ein anderes. Das ist aber erst der Anfang der Sache, denn selbstverständlich können Sie nun sagen: Ja, dann steht einfach das himmlische Urteil mit dem irdischen Urteil in Widerspruch. Wie kann der Christus verzeihen, wo das irdische Urteil eine karmische Gerechtigkeit fordert?
[ 11 ] Ja, meine lieben Freunde, dies ist eine schwierige Frage; wir wollen sie aber doch in der Betrachtung des heutigen Abends einmal uns näherbringen. Aber ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, daß wir damit eine der allerschwierigsten Fragen der okkulten Wissenschaft streifen. Wir müssen nämlich eine Unterscheidung machen, welche die menschliche Seele nicht gerne machen wird, weil sie nicht gern bis in die letzten Konsequenzen einer Betrachtung mitgeht aus dem Grunde, weil einige Schwierigkeiten vorliegen. Also ich mache darauf aufmerksam, daß wir eine schwierige Betrachtung haben werden, und daß Sie vielleicht notwendig haben werden, dasjenige, was gesagt wird, oftmals in der Seele herumzudrehen, um auf die Sache eigentlich zu kommen.
[ 11 ] Ja, meine lieben Freunde, dies ist eine schwierige Frage; wir wollen sie aber doch in der Betrachtung des heutigen Abends einmal uns näherbringen. Aber ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, daß wir damit eine der allerschwierigsten Fragen der okkulten Wissenschaft streifen. Wir müssen nämlich eine Unterscheidung machen, welche die menschliche Seele nicht gerne machen wird, weil sie nicht gern bis in die letzten Konsequenzen einer Betrachtung mitgeht aus dem Grunde, weil einige Schwierigkeiten vorliegen. Also ich mache darauf aufmerksam, daß wir eine schwierige Betrachtung haben werden, und daß Sie vielleicht notwendig haben werden, dasjenige, was gesagt wird, oftmals in der Seele herumzudrehen, um auf die Sache eigentlich zu kommen.
[ 12 ] Wir müssen zunächst eine Unterscheidung machen. Wir müssen das eine betrachten, was sich in einer objektiven Gerechtigkeit im Karma vollzieht. Da müssen wir uns ganz klar darüber sein, daß der Mensch allerdings seinem Karma unterworfen ist, daß er dasjenige, was er als Unrecht getan hat, karmisch auszugleichen hat. Und bei tieferem Nachdenken wird der Mensch eigentlich nicht anders wollen, als daß es so sei. Denn nehmen Sie an, irgend jemand habe ein Unrecht getan. In dem Augenblick, wo er dieses Unrecht tun konnte, ist er unvollkommener, als wenn er es nicht getan hätte, und er kann den Grad von Vollkommenheit, den er hatte, bevor er das Unrecht tat, erst wiedererringen, wenn er das Unrecht ausgleicht. Er muß also wünschen, das Unrecht auszugleichen, denn nur indem man es ausgleicht, indem man den Ausgleich erarbeitet, schafft man sich den Grad von Vollkommenheit, den man vorher hatte, bevor man die Tat vollbracht hat. So können wir um unserer eigenen Vervollkommnung willen gar nichts anderes wünschen, als daß das Karma als objektive Gerechtigkeit bestehe. Es kann also im Grunde genommen vor der Auffassung der menschlichen Freiheit gar nicht der Wunsch entstehen, es solle uns irgendwelche Sünde vergeben werden etwa in dem Sinne, daß wir zum Beispiel heute einem Menschen die Augen ausstechen und uns dann diese Sünde vergeben wird, wir dann diese Sünde in unserem Karma nicht mehr abzutragen brauchen. Ein Mensch, der einem anderen die Augen aussticht, ist unvollkommener als ein Mensch, der es nicht getan hat, und im weiteren Karma muß das eintreten, daß er eine entsprechende Guttat dafür tut; dann erst ist er wiederum in sich der Mensch, der er war, bevor er die Tat vollbracht hat. Also es kann im Grunde genommen gar nicht der Gedanke aufkommen, wenn man wirklich über das Wesen des Menschen nachdenkt, daß, wenn man einem Menschen die Augen aussticht, einem das vergeben wird und daß dann das Karma etwa ausgeglichen wäre. So hat es mit dem Karma durchaus seine Richtigkeit, daß uns gewissermaßen kein Heller nachgelassen wird, daß wir alles bezahlen müssen.
[ 12 ] Wir müssen zunächst eine Unterscheidung machen. Wir müssen das eine betrachten, was sich in einer objektiven Gerechtigkeit im Karma vollzieht. Da müssen wir uns ganz klar darüber sein, daß der Mensch allerdings seinem Karma unterworfen ist, daß er dasjenige, was er als Unrecht getan hat, karmisch auszugleichen hat. Und bei tieferem Nachdenken wird der Mensch eigentlich nicht anders wollen, als daß es so sei. Denn nehmen Sie an, irgend jemand habe ein Unrecht getan. In dem Augenblick, wo er dieses Unrecht tun konnte, ist er unvollkommener, als wenn er es nicht getan hätte, und er kann den Grad von Vollkommenheit, den er hatte, bevor er das Unrecht tat, erst wiedererringen, wenn er das Unrecht ausgleicht. Er muß also wünschen, das Unrecht auszugleichen, denn nur indem man es ausgleicht, indem man den Ausgleich erarbeitet, schafft man sich den Grad von Vollkommenheit, den man vorher hatte, bevor man die Tat vollbracht hat. So können wir um unserer eigenen Vervollkommnung willen gar nichts anderes wünschen, als daß das Karma als objektive Gerechtigkeit bestehe. Es kann also im Grunde genommen vor der Auffassung der menschlichen Freiheit gar nicht der Wunsch entstehen, es solle uns irgendwelche Sünde vergeben werden etwa in dem Sinne, daß wir zum Beispiel heute einem Menschen die Augen ausstechen und uns dann diese Sünde vergeben wird, wir dann diese Sünde in unserem Karma nicht mehr abzutragen brauchen. Ein Mensch, der einem anderen die Augen aussticht, ist unvollkommener als ein Mensch, der es nicht getan hat, und im weiteren Karma muß das eintreten, daß er eine entsprechende Guttat dafür tut; dann erst ist er wiederum in sich der Mensch, der er war, bevor er die Tat vollbracht hat. Also es kann im Grunde genommen gar nicht der Gedanke aufkommen, wenn man wirklich über das Wesen des Menschen nachdenkt, daß, wenn man einem Menschen die Augen aussticht, einem das vergeben wird und daß dann das Karma etwa ausgeglichen wäre. So hat es mit dem Karma durchaus seine Richtigkeit, daß uns gewissermaßen kein Heller nachgelassen wird, daß wir alles bezahlen müssen.
[ 13 ] Aber es gibt ja noch etwas anderes gegenüber der Schuld. Die Schuld, die wir auf uns laden, die Sünde, die wir auf uns laden, die ist ja nicht bloß unsere Tatsache, das müssen wir jetzt unterscheiden, sondern sie ist eine objektive Weltentatsache, sie ist etwas auch für die Welt. Dasjenige, was wir verbrochen haben, das gleichen wir in unserm Karma aus; aber daß wir einem die Augen ausgestochen haben, das ist geschehen, das hat sich wirklich vollzogen, und wenn wir, sagen wir, in der jetzigen Inkarnation einem Menschen die Augen ausstechen und dann in der nächsten Inkarnation etwas tun, was dieses ausgleicht, so bleibt das doch für den objektiven Weltengang bestehen, daß wir vor soundsoviel Jahrhunderten einem die Augen ausgestochen haben. Das ist eine objektive Tatsache im Weltenganzen. Für uns gleichen wir sie später aus. Den Makel, den wir uns selbst zugefügt haben, gleichen wir im Karma aus, aber die objektive Weltentatsache, die bleibt bestehen, die können wir nicht auslöschen dadurch, daß wir von uns selbst die Unvollkommenheit nehmen.
[ 13 ] Aber es gibt ja noch etwas anderes gegenüber der Schuld. Die Schuld, die wir auf uns laden, die Sünde, die wir auf uns laden, die ist ja nicht bloß unsere Tatsache, das müssen wir jetzt unterscheiden, sondern sie ist eine objektive Weltentatsache, sie ist etwas auch für die Welt. Dasjenige, was wir verbrochen haben, das gleichen wir in unserm Karma aus; aber daß wir einem die Augen ausgestochen haben, das ist geschehen, das hat sich wirklich vollzogen, und wenn wir, sagen wir, in der jetzigen Inkarnation einem Menschen die Augen ausstechen und dann in der nächsten Inkarnation etwas tun, was dieses ausgleicht, so bleibt das doch für den objektiven Weltengang bestehen, daß wir vor soundsoviel Jahrhunderten einem die Augen ausgestochen haben. Das ist eine objektive Tatsache im Weltenganzen. Für uns gleichen wir sie später aus. Den Makel, den wir uns selbst zugefügt haben, gleichen wir im Karma aus, aber die objektive Weltentatsache, die bleibt bestehen, die können wir nicht auslöschen dadurch, daß wir von uns selbst die Unvollkommenheit nehmen.
[ 14 ] Wir müssen unterscheiden die Folgen einer Sünde für uns selbst, und die Folgen einer Sünde für den objektiven Weltengang.
[ 14 ] Wir müssen unterscheiden die Folgen einer Sünde für uns selbst, und die Folgen einer Sünde für den objektiven Weltengang.
[ 15 ] Das ist außerordentlich wichtig, daß wir diese Unterscheidung machen. Und nun darf ich vielleicht eine okkulte Betrachtung einfügen, welche die Sache etwas verständlicher machen kann.
[ 15 ] Das ist außerordentlich wichtig, daß wir diese Unterscheidung machen. Und nun darf ich vielleicht eine okkulte Betrachtung einfügen, welche die Sache etwas verständlicher machen kann.
[ 16 ] Wenn man anblickt die Zeit der Menschheitsentwickelung seit dem Mysterium von Golgatha, und man kommt, ohne durchdrungen zu sein mit der Christus-Wesenheit, an die Akasha-Chronik heran, so wird man sehr leicht irre — sehr leicht wird man irre. Denn in dieser Akasha-Chronik zeigen sich Aufzeichnungen, die sehr häufig nicht stimmen mit dem, was man in der karmischen Evolution der einzelnen Menschen findet. Ich meine das Folgende: Nehmen wir an, im Jahre 733 meinetwillen habe irgendein Mensch gelebt und habe dazumal eine schwere Schuld auf sich geladen. Nun untersucht man die AkashaChronik, zunächst ohne daß man irgend etwas von einer Verbindung hat mit dem Christus. Und siehe da, man kann die betreffende Schuld nicht finden in der Akasha-Chronik. Geht man aber jetzt auf den Menschen ein, der weiter gelebt hat, und untersucht sein Karma, dann findet man: Ja, auf dieses Menschen Karma ist noch etwas, was er abzutragen hat; das müßte an einem bestimmten Zeitpunkt in der Akasha-Chronik darinnen stehen; es steht aber nicht darinnen.
[ 16 ] Wenn man anblickt die Zeit der Menschheitsentwickelung seit dem Mysterium von Golgatha, und man kommt, ohne durchdrungen zu sein mit der Christus-Wesenheit, an die Akasha-Chronik heran, so wird man sehr leicht irre — sehr leicht wird man irre. Denn in dieser Akasha-Chronik zeigen sich Aufzeichnungen, die sehr häufig nicht stimmen mit dem, was man in der karmischen Evolution der einzelnen Menschen findet. Ich meine das Folgende: Nehmen wir an, im Jahre 733 meinetwillen habe irgendein Mensch gelebt und habe dazumal eine schwere Schuld auf sich geladen. Nun untersucht man die AkashaChronik, zunächst ohne daß man irgend etwas von einer Verbindung hat mit dem Christus. Und siehe da, man kann die betreffende Schuld nicht finden in der Akasha-Chronik. Geht man aber jetzt auf den Menschen ein, der weiter gelebt hat, und untersucht sein Karma, dann findet man: Ja, auf dieses Menschen Karma ist noch etwas, was er abzutragen hat; das müßte an einem bestimmten Zeitpunkt in der Akasha-Chronik darinnen stehen; es steht aber nicht darinnen.
[ 17 ] Wenn man das Karma untersucht, sieht man: Ja, er hat es abzutragen, man müßte in jener Inkarnation die Schuld in der AkashaChronik finden, sie steht aber nicht darinnen. Welch ein Widerspruch! Eine ganz objektive Tatsache, die in zahlreichen Fällen sich ergeben kann. Ich kann heute einem Menschen begegnen. Wenn es mir durch Gnade gegeben wird, etwas zu wissen über sein Karma, so kann ich vielleicht finden, daß irgendein Unglück oder ein Schicksalsschlag, der ihn trifft, auf seinem Karma steht, daß es der Ausgleich ist für eine frühere Schuld. Gehe ich der Sache nach in frühere Inkarnationen und prüfe, was er dazumal gemacht hat, so sehe ich in der AkashaChronik diese Tatsache nicht verzeichnet. Woher kommt denn das?
[ 17 ] Wenn man das Karma untersucht, sieht man: Ja, er hat es abzutragen, man müßte in jener Inkarnation die Schuld in der AkashaChronik finden, sie steht aber nicht darinnen. Welch ein Widerspruch! Eine ganz objektive Tatsache, die in zahlreichen Fällen sich ergeben kann. Ich kann heute einem Menschen begegnen. Wenn es mir durch Gnade gegeben wird, etwas zu wissen über sein Karma, so kann ich vielleicht finden, daß irgendein Unglück oder ein Schicksalsschlag, der ihn trifft, auf seinem Karma steht, daß es der Ausgleich ist für eine frühere Schuld. Gehe ich der Sache nach in frühere Inkarnationen und prüfe, was er dazumal gemacht hat, so sehe ich in der AkashaChronik diese Tatsache nicht verzeichnet. Woher kommt denn das?
[ 18 ] Das kommt davon her, daß der Christus tatsächlich auf sich genommen hat die objektive Schuld. In dem Augenblick, wo ich mich mit dem Christus durchdringe, wo ich mit dem Christus die AkashaChronik durchforsche, finde ich die Tatsache! Christus hat sie in sein Reich genommen und trägt sie als Wesenheit weiter, so daß, wenn ich von Christus absehe, ich sie nicht finden kann in der AkashaChronik. Man muß sich diesen Unterschied merken:
[ 18 ] Das kommt davon her, daß der Christus tatsächlich auf sich genommen hat die objektive Schuld. In dem Augenblick, wo ich mich mit dem Christus durchdringe, wo ich mit dem Christus die AkashaChronik durchforsche, finde ich die Tatsache! Christus hat sie in sein Reich genommen und trägt sie als Wesenheit weiter, so daß, wenn ich von Christus absehe, ich sie nicht finden kann in der AkashaChronik. Man muß sich diesen Unterschied merken:
[ 19 ] Es bleibt bestehen die karmische Gerechtigkeit, aber in bezug auf die Wirkungen einer Schuld in der geistigen Welt tritt der Christus ein, der diese Schuld in sein Reich hinübernimmt und weiterträgt.
[ 19 ] Es bleibt bestehen die karmische Gerechtigkeit, aber in bezug auf die Wirkungen einer Schuld in der geistigen Welt tritt der Christus ein, der diese Schuld in sein Reich hinübernimmt und weiterträgt.
[ 20 ] Der Christus ist derjenige, der in der Lage ist, weil er einem anderen Reiche angehört, unsere Schulden und unsere Sünden in der Welt zu tilgen, sie auf sich zu nehmen.
[ 20 ] Der Christus ist derjenige, der in der Lage ist, weil er einem anderen Reiche angehört, unsere Schulden und unsere Sünden in der Welt zu tilgen, sie auf sich zu nehmen.
[ 21 ] Wie sagt dann also im Grunde genommen der Christus am Kreuze auf Golgatha zu dem Verbrecher links? Er spricht es ja nicht aus, aber daß er nicht spricht, darin liegt es; er sagt dem Verbrecher zu seiner Linken: Was du getan hast, es wird weiterwirken auch in der geistigen, nicht bloß in der physischen Welt. — Dem Verbrecher zu seiner Rechten aber sagt der Christus: «Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein.» Das heißt: Ich bin bei deiner Tat; du wirst ja durch dein Karma später das für dich zu tun haben, was die Tat für dich bedeutet. Aber was die Tat für die Welt bedeutet — wenn es trivial ausgedrückt werden darf —, das ist meine Sache! sagt der Christus. — Es ist allerdings eine sehr wichtige Unterscheidung, die wir da machen, und die Sache hat nicht nur eine Bedeutung für die Zeit nach dem Mysterium von Golgatha, sondern auch für die Zeit vor dem Mysterium von Golgatha.
[ 21 ] Wie sagt dann also im Grunde genommen der Christus am Kreuze auf Golgatha zu dem Verbrecher links? Er spricht es ja nicht aus, aber daß er nicht spricht, darin liegt es; er sagt dem Verbrecher zu seiner Linken: Was du getan hast, es wird weiterwirken auch in der geistigen, nicht bloß in der physischen Welt. — Dem Verbrecher zu seiner Rechten aber sagt der Christus: «Heute noch wirst du mit mir im Paradiese sein.» Das heißt: Ich bin bei deiner Tat; du wirst ja durch dein Karma später das für dich zu tun haben, was die Tat für dich bedeutet. Aber was die Tat für die Welt bedeutet — wenn es trivial ausgedrückt werden darf —, das ist meine Sache! sagt der Christus. — Es ist allerdings eine sehr wichtige Unterscheidung, die wir da machen, und die Sache hat nicht nur eine Bedeutung für die Zeit nach dem Mysterium von Golgatha, sondern auch für die Zeit vor dem Mysterium von Golgatha.
[ 22 ] Eine Anzahl unserer Freunde werden sich erinnern, daß ich darauf aufmerksam gemacht habe in früheren Vorträgen, wie das keine bloße Legende ist, daß der Christus wirklich nach dem Tode zu den Toten heruntergegangen ist. Dadurch hat er aber auch etwas getan für die Seelen, die Schuld und Sünde in vorhergehenden Zeiten auf sich geladen haben. Der Irrtum tritt nun auch ein, wenn man sich der Akasha-Chronik widmet und die Zeit der Erdenentwickelung vor dem Mysterium von Golgatha durchforscht, ohne von dem Christus durchdrungen zu sein. Man wird dann überall in der Akasha-Chronik auf Irrtümer stoßen. Mich hat es daher gar nicht gewundert, daß zum Beispiel Leadbeater, der von Christus gar nichts weiß in Wirklichkeit, zu den abstrusesten Behauptungen kam über die Erdenentwickelung in seinem Buche «Der Mensch, woher und wohin». Denn erst das Durchdrungensein mit dem Christus-Impuls macht die Seele fähig, die Dinge wirklich zu sehen, wie sie sind, die sich hingeordnet haben in der Erdenentwickelung — auch vor dem Mysterium von Golgatha — auf dieses Mysterium von Golgatha.
[ 22 ] Eine Anzahl unserer Freunde werden sich erinnern, daß ich darauf aufmerksam gemacht habe in früheren Vorträgen, wie das keine bloße Legende ist, daß der Christus wirklich nach dem Tode zu den Toten heruntergegangen ist. Dadurch hat er aber auch etwas getan für die Seelen, die Schuld und Sünde in vorhergehenden Zeiten auf sich geladen haben. Der Irrtum tritt nun auch ein, wenn man sich der Akasha-Chronik widmet und die Zeit der Erdenentwickelung vor dem Mysterium von Golgatha durchforscht, ohne von dem Christus durchdrungen zu sein. Man wird dann überall in der Akasha-Chronik auf Irrtümer stoßen. Mich hat es daher gar nicht gewundert, daß zum Beispiel Leadbeater, der von Christus gar nichts weiß in Wirklichkeit, zu den abstrusesten Behauptungen kam über die Erdenentwickelung in seinem Buche «Der Mensch, woher und wohin». Denn erst das Durchdrungensein mit dem Christus-Impuls macht die Seele fähig, die Dinge wirklich zu sehen, wie sie sind, die sich hingeordnet haben in der Erdenentwickelung — auch vor dem Mysterium von Golgatha — auf dieses Mysterium von Golgatha.
[ 23 ] Karma ist eine Angelegenheit der aufeinanderfolgenden Inkarnationen des Menschen. Dasjenige, was die karmische Gerechtigkeit bedeutet, muß mit dem Urteil gesehen werden, das unser irdisches Urteil ist. Dasjenige, was der Christus tut für die Menschheit, das muß mit einem Urteil gemessen werden, das anderen Welten als der Erdenwelt angehört. Und wenn das nicht so wäre? Wenn das nicht so wäre? Gedenken wir des Erdenendes einmal, gedenken wir der Zeit, wann die Menschen ihre irdischen Inkarnationen werden durchgemacht haben. Gewiß wird das eintreten, daß alles bezahlt sein muß bis auf den letzten Heller. Die menschlichen Seelen werden ihr Karma in einer gewissen Weise ausgeglichen haben müssen. Aber stellen wir uns einmal vor, daß alle Schuld bestehen geblieben wäre in der Erde, daß alle Schuld wirken würde in der Erde. Dann würden am Ende der Erdenzeit die Menschen ankommen mit ihrem ausgeglichenen Karma, aber die Erde wäre nicht bereit, sich zum Jupiter hinüberzuentwickeln und die ganze Erdenmenschheit wäre da ohne Wohnplatz, ohne die Möglichkeit, sich hinüberzuentwickeln zum Jupiter. Daß die ganze Erde sich mitentwickelt mit den Menschen, das ist die Folge der Tat des Christus. Alles dasjenige, was für die Erde sich anhäufen würde als Schuld, das würde die Erde in die Finsternis stoßen, und wir würden keinen Planeten haben zur Weiterentwickelung. Für uns selbst können wir im Karma sorgen, nicht aber für die ganze Menschheit und nicht für dasjenige, was in der Erdenevolution mit der ganzen Menschheitsevolution zusammenhängt.
[ 23 ] Karma ist eine Angelegenheit der aufeinanderfolgenden Inkarnationen des Menschen. Dasjenige, was die karmische Gerechtigkeit bedeutet, muß mit dem Urteil gesehen werden, das unser irdisches Urteil ist. Dasjenige, was der Christus tut für die Menschheit, das muß mit einem Urteil gemessen werden, das anderen Welten als der Erdenwelt angehört. Und wenn das nicht so wäre? Wenn das nicht so wäre? Gedenken wir des Erdenendes einmal, gedenken wir der Zeit, wann die Menschen ihre irdischen Inkarnationen werden durchgemacht haben. Gewiß wird das eintreten, daß alles bezahlt sein muß bis auf den letzten Heller. Die menschlichen Seelen werden ihr Karma in einer gewissen Weise ausgeglichen haben müssen. Aber stellen wir uns einmal vor, daß alle Schuld bestehen geblieben wäre in der Erde, daß alle Schuld wirken würde in der Erde. Dann würden am Ende der Erdenzeit die Menschen ankommen mit ihrem ausgeglichenen Karma, aber die Erde wäre nicht bereit, sich zum Jupiter hinüberzuentwickeln und die ganze Erdenmenschheit wäre da ohne Wohnplatz, ohne die Möglichkeit, sich hinüberzuentwickeln zum Jupiter. Daß die ganze Erde sich mitentwickelt mit den Menschen, das ist die Folge der Tat des Christus. Alles dasjenige, was für die Erde sich anhäufen würde als Schuld, das würde die Erde in die Finsternis stoßen, und wir würden keinen Planeten haben zur Weiterentwickelung. Für uns selbst können wir im Karma sorgen, nicht aber für die ganze Menschheit und nicht für dasjenige, was in der Erdenevolution mit der ganzen Menschheitsevolution zusammenhängt.
[ 24 ] So seien wir uns denn klar darüber, daß das Karma zwar nicht von uns genommen wird, wohl aber, daß getilgt werden unsere Schulden und Sünden für die Erdenentwickelung durch dasjenige, was eingetreten ist durch das Mysterium von Golgatha. Nun müssen wir uns ja natürlich klar sein, daß das alles selbstverständlich nicht dem Menschen zufließen kann ohne sein Zutun, daß es ihm nicht zufließen kann ohne seine Mitwirkung. Und das wird uns ja sogar in der Rede am Kreuz von Golgatha, die ich angeführt habe, recht klärlich vorgeführt. Es wird uns recht deutlich vorgeführt, wie der Verbrecher zur Rechten in seine Seele aufnimmt eine Ahnung von einem überirdischen Reich, in dem es anders zugeht als in dem bloß irdischen Reich. Der Mensch muß sich erfüllen in seiner Seele mit dem Substanzgehalt der Christus-Wesenheit; er muß gleichsam von dem Christus in seine Seele etwas aufgenommen haben, so daß der Christus in ihm wirksam ist und ihn hinaufträgt in ein Reich, in dem der Mensch zwar nicht die Macht hat, sein Karma unwirksam zu machen, aber in dem durch den Christus das geschieht, daß unsere Schuld und unsere Sünden getilgt werden für die Außenwelt.
[ 24 ] So seien wir uns denn klar darüber, daß das Karma zwar nicht von uns genommen wird, wohl aber, daß getilgt werden unsere Schulden und Sünden für die Erdenentwickelung durch dasjenige, was eingetreten ist durch das Mysterium von Golgatha. Nun müssen wir uns ja natürlich klar sein, daß das alles selbstverständlich nicht dem Menschen zufließen kann ohne sein Zutun, daß es ihm nicht zufließen kann ohne seine Mitwirkung. Und das wird uns ja sogar in der Rede am Kreuz von Golgatha, die ich angeführt habe, recht klärlich vorgeführt. Es wird uns recht deutlich vorgeführt, wie der Verbrecher zur Rechten in seine Seele aufnimmt eine Ahnung von einem überirdischen Reich, in dem es anders zugeht als in dem bloß irdischen Reich. Der Mensch muß sich erfüllen in seiner Seele mit dem Substanzgehalt der Christus-Wesenheit; er muß gleichsam von dem Christus in seine Seele etwas aufgenommen haben, so daß der Christus in ihm wirksam ist und ihn hinaufträgt in ein Reich, in dem der Mensch zwar nicht die Macht hat, sein Karma unwirksam zu machen, aber in dem durch den Christus das geschieht, daß unsere Schuld und unsere Sünden getilgt werden für die Außenwelt.
[ 25 ] Bildlich ist das im Grunde genommen wunderbar selbst in der Malerei dargestellt worden. Wem möchte nicht einen großen Eindruck machen der Christus als Richter des « Jüngsten Gerichtes» zum Beispiel auf einem solchen Bilde, wie das von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle ist? Was liegt denn eigentlich dem zugrunde? Nun, nehmen wir nicht die tiefe esoterische Tatsache, sondern das Bildliche, das sich da vor unsere Seele hinstellt. Da sehen wir die Gerechten und sehen die Sünder. Es gäbe eine Möglichkeit, dieses Bild noch anders darzustellen, als es Michelangelo tut als Christ, nämlich die Möglichkeit, daß die Menschen am Erdenende oder nach dem Erdenende sehen würden ihr Karma, daß sie sich sagen würden: Ja, mein Karma habe ich zwar ausgetilgt, aber da stehen überall im Geistigen geschrieben auf ehernen Tafeln meine Schulden, und die Schulden bedeuten Schwere für die Erde, sie müssen die Erde vernichten. Für mich habe ich es ausgeglichen, aber da steht es überall. — Es wäre aber keine Wahrheit; es könnte so dastehen, aber es wäre keine Wahrheit. Denn dadurch, daß der Christus auf Golgatha gestorben ist, wird der Mensch nicht sehen seine Schuldentafeln, sondern er wird den sehen, der sie übernommen hat; sehen wird er vereinigt in der Wesenheit des Christus alles dasjenige, was sonst ausgebreitet wäre in der AkashaChronik. Der Christus steht statt der Akasha-Chronik vor ihm, er hat das alles auf sich genommen.
[ 25 ] Bildlich ist das im Grunde genommen wunderbar selbst in der Malerei dargestellt worden. Wem möchte nicht einen großen Eindruck machen der Christus als Richter des « Jüngsten Gerichtes» zum Beispiel auf einem solchen Bilde, wie das von Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle ist? Was liegt denn eigentlich dem zugrunde? Nun, nehmen wir nicht die tiefe esoterische Tatsache, sondern das Bildliche, das sich da vor unsere Seele hinstellt. Da sehen wir die Gerechten und sehen die Sünder. Es gäbe eine Möglichkeit, dieses Bild noch anders darzustellen, als es Michelangelo tut als Christ, nämlich die Möglichkeit, daß die Menschen am Erdenende oder nach dem Erdenende sehen würden ihr Karma, daß sie sich sagen würden: Ja, mein Karma habe ich zwar ausgetilgt, aber da stehen überall im Geistigen geschrieben auf ehernen Tafeln meine Schulden, und die Schulden bedeuten Schwere für die Erde, sie müssen die Erde vernichten. Für mich habe ich es ausgeglichen, aber da steht es überall. — Es wäre aber keine Wahrheit; es könnte so dastehen, aber es wäre keine Wahrheit. Denn dadurch, daß der Christus auf Golgatha gestorben ist, wird der Mensch nicht sehen seine Schuldentafeln, sondern er wird den sehen, der sie übernommen hat; sehen wird er vereinigt in der Wesenheit des Christus alles dasjenige, was sonst ausgebreitet wäre in der AkashaChronik. Der Christus steht statt der Akasha-Chronik vor ihm, er hat das alles auf sich genommen.
[ 26 ] Wir sehen da in tiefe Geheimnisse des Erdenwerdens hinein. Aber was ist notwendig, um den wahren Tatbestand zu durchschauen auf diesem Gebiet? Das ist notwendig, daß die Menschen die Möglichkeit haben, gleichgültig ob sie Sünder oder Gerechte sind, auf den Christus hinzuschauen, daß sie keine leere Stelle da sehen, wo der Christus stehen soll. Der Zusammenhang mit dem Christus ist notwendig. Und selbst dieser Verbrecher zur Rechten bezeugt uns in seiner Rede seinen Zusammenhang mit dem Christus. Und wenn der Christus denjenigen, die in seinem Geiste wirken, gewissermaßen den Auftrag gegeben hat, Sünden zu vergeben, so ist damit nie und nimmer gemeint, Karma zu beeinträchtigen, wohl aber ist damit gemeint, daß gerettet wird das Erdenreich für denjenigen, der mit dem Christus in Beziehung steht, vor den Folgen, den geistigen Folgen der Schuld und Sünde, die objektive Tatsachen sind, auch wenn sie im späteren Karma ausgeglichen worden sind.
[ 26 ] Wir sehen da in tiefe Geheimnisse des Erdenwerdens hinein. Aber was ist notwendig, um den wahren Tatbestand zu durchschauen auf diesem Gebiet? Das ist notwendig, daß die Menschen die Möglichkeit haben, gleichgültig ob sie Sünder oder Gerechte sind, auf den Christus hinzuschauen, daß sie keine leere Stelle da sehen, wo der Christus stehen soll. Der Zusammenhang mit dem Christus ist notwendig. Und selbst dieser Verbrecher zur Rechten bezeugt uns in seiner Rede seinen Zusammenhang mit dem Christus. Und wenn der Christus denjenigen, die in seinem Geiste wirken, gewissermaßen den Auftrag gegeben hat, Sünden zu vergeben, so ist damit nie und nimmer gemeint, Karma zu beeinträchtigen, wohl aber ist damit gemeint, daß gerettet wird das Erdenreich für denjenigen, der mit dem Christus in Beziehung steht, vor den Folgen, den geistigen Folgen der Schuld und Sünde, die objektive Tatsachen sind, auch wenn sie im späteren Karma ausgeglichen worden sind.
[ 27 ] Was bedeutet es für die menschliche Seele, wenn im Auftrage Christi derjenige spricht, der sprechen darf: «Deine Sünden sind dir vergeben» (Matthäus 9, 2)? Das heißt, der Betreffende weiß zu bekräftigen: Du hast zwar deinen karmischen Ausgleich zu erwarten, aber deine Schuld und Sünde wandte der Christus um, so daß du später nicht das ungeheure Leid zu tragen hast, zurückzuschauen auf deine Schuld so, daß du damit ein Stück Erdendasein vernichtet hast. — Der Christus tilgt sie aus. Dazu aber ist ein gewisses Bewußtsein notwendig, welches gefordert wird, welches der, der die Sünden vergeben will, der Sündenvergeber, fordern darf: Bewußtsein der Schuld und Bewußtsein dessen, daß der Christus die Schuld auf sich nehmen kann. Dann bedeutet eine kosmische Tatsache der Ausspruch: «Deine Sünden sind dir vergeben», und nicht eine karmische Tatsache.
[ 27 ] Was bedeutet es für die menschliche Seele, wenn im Auftrage Christi derjenige spricht, der sprechen darf: «Deine Sünden sind dir vergeben» (Matthäus 9, 2)? Das heißt, der Betreffende weiß zu bekräftigen: Du hast zwar deinen karmischen Ausgleich zu erwarten, aber deine Schuld und Sünde wandte der Christus um, so daß du später nicht das ungeheure Leid zu tragen hast, zurückzuschauen auf deine Schuld so, daß du damit ein Stück Erdendasein vernichtet hast. — Der Christus tilgt sie aus. Dazu aber ist ein gewisses Bewußtsein notwendig, welches gefordert wird, welches der, der die Sünden vergeben will, der Sündenvergeber, fordern darf: Bewußtsein der Schuld und Bewußtsein dessen, daß der Christus die Schuld auf sich nehmen kann. Dann bedeutet eine kosmische Tatsache der Ausspruch: «Deine Sünden sind dir vergeben», und nicht eine karmische Tatsache.
[ 28 ] Der Christus zeigt an einer Stelle so wunderbar, daß es uns tief, tief ins Herz hineinschneidet, wie er zu dieser Frage steht. Denjenigen, die verdammend vor ihn mit der Ehebrecherin kommen — wir malen uns hin in der Seele diese Szene, wie sie vor ihn die Ehebrecherin bringen (Johannes 8, 1-11) —, mit zweierlei tritt ihnen der Christus entgegen: mit dem einen, daß er in die Erde hineinschreibt, mit dem anderen, daß er vergibt, daß er überhaupt nicht urteilt, nicht verdammt. Warum schreibt er in die Erde hinein? Weil das Karma wirkt, weil das Karma die objektive Gerechtigkeit ist. Für die Ehebrecherin kann ihre Tat nicht ausgelöscht werden, Christus schreibt sie in die Erde hinein. Anders ist es aber mit der geistigen, mit der nicht-irdischen Folge; die nimmt der Christus auf sich. «Er vergibt» heißt nicht, daß er sie austilgt im absoluten Sinn, sondern daß er auf sich nimmt die Folgen desjenigen, was objektiv getan ist.
[ 28 ] Der Christus zeigt an einer Stelle so wunderbar, daß es uns tief, tief ins Herz hineinschneidet, wie er zu dieser Frage steht. Denjenigen, die verdammend vor ihn mit der Ehebrecherin kommen — wir malen uns hin in der Seele diese Szene, wie sie vor ihn die Ehebrecherin bringen (Johannes 8, 1-11) —, mit zweierlei tritt ihnen der Christus entgegen: mit dem einen, daß er in die Erde hineinschreibt, mit dem anderen, daß er vergibt, daß er überhaupt nicht urteilt, nicht verdammt. Warum schreibt er in die Erde hinein? Weil das Karma wirkt, weil das Karma die objektive Gerechtigkeit ist. Für die Ehebrecherin kann ihre Tat nicht ausgelöscht werden, Christus schreibt sie in die Erde hinein. Anders ist es aber mit der geistigen, mit der nicht-irdischen Folge; die nimmt der Christus auf sich. «Er vergibt» heißt nicht, daß er sie austilgt im absoluten Sinn, sondern daß er auf sich nimmt die Folgen desjenigen, was objektiv getan ist.
[ 29 ] Nun denken wir einmal, was es für dieMenschenseelebedeutet, wenn sie sich sagen kann: Ja, ich habe dieses oder jenes in der Welt getan. Es beeinträchtigt meine Fortentwickelung nicht, denn ich bleibe nicht so unvollkommen wie ich war, als ich die Tat begangen habe. Ich darf meine Vollkommenheit im weiteren Verlauf meines Karma wieder erringen, indem ich die Tat ausgleiche. Aber ungeschehen kann ich sie ja nicht machen für die Erdenentwickelung. — Unsägliches Leid müßte man mittragen, wenn nicht ein Wesen mit der Erde sich verbunden hätte, welches das, was von uns nicht mehr abgeändert werden kann, für die Erde ungeschehen machte. Dieses Wesen ist der Christus. Nicht subjektives Karma, aber die geistigen objektiven Wirkungen der Taten, der Schuld, die nimmt er uns ab. Das ist dasjenige, was wir, wie gesagt, in unserem Gemüt weiterverfolgen müssen. Dann werden wir es erst verstehen, daß der Christus im Grunde genommen diejenige Wesenheit ist, die mit der ganzen Menschheit im Zusammenhang steht, mit der ganzen Erdenmenschheit; denn die Erde ist um der Menschheit willen da. Also auch mit der ganzen Erde steht der Christus im Zusammenhang. Und das ist des Menschen Schwäche, die eingetreten ist infolge der luziferischen Verführung, daß der Mensch zwar imstande ist, sich subjektiv im Karma zu erlösen, daß er aber nicht imstande wäre, die Erde mitzuerlösen. Das vollbringt das kosmische Wesen, der Christus.
[ 29 ] Nun denken wir einmal, was es für dieMenschenseelebedeutet, wenn sie sich sagen kann: Ja, ich habe dieses oder jenes in der Welt getan. Es beeinträchtigt meine Fortentwickelung nicht, denn ich bleibe nicht so unvollkommen wie ich war, als ich die Tat begangen habe. Ich darf meine Vollkommenheit im weiteren Verlauf meines Karma wieder erringen, indem ich die Tat ausgleiche. Aber ungeschehen kann ich sie ja nicht machen für die Erdenentwickelung. — Unsägliches Leid müßte man mittragen, wenn nicht ein Wesen mit der Erde sich verbunden hätte, welches das, was von uns nicht mehr abgeändert werden kann, für die Erde ungeschehen machte. Dieses Wesen ist der Christus. Nicht subjektives Karma, aber die geistigen objektiven Wirkungen der Taten, der Schuld, die nimmt er uns ab. Das ist dasjenige, was wir, wie gesagt, in unserem Gemüt weiterverfolgen müssen. Dann werden wir es erst verstehen, daß der Christus im Grunde genommen diejenige Wesenheit ist, die mit der ganzen Menschheit im Zusammenhang steht, mit der ganzen Erdenmenschheit; denn die Erde ist um der Menschheit willen da. Also auch mit der ganzen Erde steht der Christus im Zusammenhang. Und das ist des Menschen Schwäche, die eingetreten ist infolge der luziferischen Verführung, daß der Mensch zwar imstande ist, sich subjektiv im Karma zu erlösen, daß er aber nicht imstande wäre, die Erde mitzuerlösen. Das vollbringt das kosmische Wesen, der Christus.
[ 30 ] Und jetzt begreifen wir, warum manche Theosophen so gar nicht verstehen können, daß das Christentum mit der Karma-Idee völlig in Einklang steht. Das sind die Theosophen, die hineintragen in die Theosophie den vollsten Egoismus, einen höheren Egoismus; die es zwar nicht aussprechen, aber die im Grunde genommen doch fühlen und denken: Wenn ich mich nur in meinen Karma selbst erlöse, was geht mich dann die ganze Welt an; die mag machen, was sie will! Und diese Theosophen sind zufrieden, wenn sie nur von dem karmischen Ausgleich sprechen können. Aber damit ist es nicht getan. Der Mensch wäre ein rein luziferisches Wesen, wenn er nur an sich denken würde. Der Mensch ist ein Glied der ganzen Welt, und der Mensch muß hingebungsvoll gegenüber der ganzen Welt denken. So muß er darüber denken, daß er zwar sich selbst für sich egoistisch erlösen kann durch das Karma, daß er aber nicht das ganze Erdensein miterlösen könnte. Da tritt der Christus ein. Und in dem Augenblick, wo wir uns entschließen, nicht nur an unser Ich zu denken, müssen wir an etwas anderes noch denken als an unser Ich. Aber an was müssen wir denken? An den Christus in mir, wie Paulus sagt. Dann sind wir eben mit ihm mit dem ganzen Erdensein verbunden, dann denken wir nicht an unsere Selbsterlösung, sondern wir sagen: Nicht ich und meine Selbsterlösung — nicht ich, sondern der Christus in mir und die Erdenerlösung!
[ 30 ] Und jetzt begreifen wir, warum manche Theosophen so gar nicht verstehen können, daß das Christentum mit der Karma-Idee völlig in Einklang steht. Das sind die Theosophen, die hineintragen in die Theosophie den vollsten Egoismus, einen höheren Egoismus; die es zwar nicht aussprechen, aber die im Grunde genommen doch fühlen und denken: Wenn ich mich nur in meinen Karma selbst erlöse, was geht mich dann die ganze Welt an; die mag machen, was sie will! Und diese Theosophen sind zufrieden, wenn sie nur von dem karmischen Ausgleich sprechen können. Aber damit ist es nicht getan. Der Mensch wäre ein rein luziferisches Wesen, wenn er nur an sich denken würde. Der Mensch ist ein Glied der ganzen Welt, und der Mensch muß hingebungsvoll gegenüber der ganzen Welt denken. So muß er darüber denken, daß er zwar sich selbst für sich egoistisch erlösen kann durch das Karma, daß er aber nicht das ganze Erdensein miterlösen könnte. Da tritt der Christus ein. Und in dem Augenblick, wo wir uns entschließen, nicht nur an unser Ich zu denken, müssen wir an etwas anderes noch denken als an unser Ich. Aber an was müssen wir denken? An den Christus in mir, wie Paulus sagt. Dann sind wir eben mit ihm mit dem ganzen Erdensein verbunden, dann denken wir nicht an unsere Selbsterlösung, sondern wir sagen: Nicht ich und meine Selbsterlösung — nicht ich, sondern der Christus in mir und die Erdenerlösung!
[ 31 ] Meine lieben Freunde! Man muß wahrhaftig eigentlich recht wenig christlichen Sinn haben, wenn man das Christentum so interpretiert, wie es viele machen, die da glauben, sich echte Christen nennen zu dürfen, und die andere, zum Beispiel anthroposophische Christen, verketzern. Man muß dazu wenig christlichen Sinn haben. Es darf ja vielleicht die Frage erlaubt sein: Ist es denn wirklich christlich, zu denken, daß ich alles tun darf und der Christus eigentlich nur in die Welt gekommen ist, um mir das alles abzunehmen, um mir meine Sünde zu vergeben, so daß ich mit meinem Karma, mit meiner Sünde nichts mehr zu tun habe? Ich glaube, es ist ein anderes Wort anwendbar auf eine solche Denkweise als das Wort «christlich»; vielleicht wäre das Wort «bequem» besser als das Wort «christlich». Bequem wäre es ja allerdings, wenn man bloß zu bereuen hätte, und ausgelöscht wäre dadurch für sein ganzes späteres Karma alles das, was man in der Welt verbrochen hat. Nein, aus dem Karma ist es nicht ausgelöscht, aber davon kann es ausgelöscht werden, wohin wir wegen der menschlichen Schwäche, durch die luziferische Verführung, nicht selbst dringen können: von der Erdenentwickelung. Und das tut der Christus. Dieses Leid wird uns genommen mit der Sündenerlösung: daß wir für ewige Zeiten der ganzen Erdenentwickelung eine objektive Schuld zugefügt haben. Dafür müssen wir natürlich ein ernstes Interesse haben. Dann aber, wenn wir die Sache so auffassen, dann wird sich wahrhaftig auch in vielen anderen Dingen ein kräftiger Ernst verbinden mit einer echten, wahren Christus-Auffassung. Ein tiefer Ernst wird sich mit ihr verbinden, und manches wird abfallen von mancher Christus-Auffassung, das demjenigen, der den ganzen Ernst der Christus-Auffassung in seine Seele nimmt, geradezu als eine Art Frivolität und Zynismus erscheinen könnte. Denn alles, alles, was heute gesprochen worden ist und was Punkt für Punkt gerade mit wichtigsten Stellen aus dem Neuen Testament belegt werden kann, das spricht uns ja dafür: Alles das, was uns der Christus ist, ist er uns dadurch, daß er nicht ein Wesen ist wie andere Menschen, sondern ein Wesen, das von oben, das heißt aus dem Kosmos, bei der Johannestaufe im Jordan in die menschliche Erdenentwickelung eingeflossen ist. Alles spricht für die kosmische Natur des Christus, Und wer im tiefen Sinne auffaßt, wie der Christus sich stellt zu Sünde und Schuld, der möchte so sagen: Es mußte, eben weil der Mensch im Laufe des Erdendaseins seine Schuld nicht tilgen konnte für die ganze Erde, ein kosmisches Wesen heruntersteigen, daß es doch möglich gemacht werde, daß die Erdenschuld getilgt werde.
[ 31 ] Meine lieben Freunde! Man muß wahrhaftig eigentlich recht wenig christlichen Sinn haben, wenn man das Christentum so interpretiert, wie es viele machen, die da glauben, sich echte Christen nennen zu dürfen, und die andere, zum Beispiel anthroposophische Christen, verketzern. Man muß dazu wenig christlichen Sinn haben. Es darf ja vielleicht die Frage erlaubt sein: Ist es denn wirklich christlich, zu denken, daß ich alles tun darf und der Christus eigentlich nur in die Welt gekommen ist, um mir das alles abzunehmen, um mir meine Sünde zu vergeben, so daß ich mit meinem Karma, mit meiner Sünde nichts mehr zu tun habe? Ich glaube, es ist ein anderes Wort anwendbar auf eine solche Denkweise als das Wort «christlich»; vielleicht wäre das Wort «bequem» besser als das Wort «christlich». Bequem wäre es ja allerdings, wenn man bloß zu bereuen hätte, und ausgelöscht wäre dadurch für sein ganzes späteres Karma alles das, was man in der Welt verbrochen hat. Nein, aus dem Karma ist es nicht ausgelöscht, aber davon kann es ausgelöscht werden, wohin wir wegen der menschlichen Schwäche, durch die luziferische Verführung, nicht selbst dringen können: von der Erdenentwickelung. Und das tut der Christus. Dieses Leid wird uns genommen mit der Sündenerlösung: daß wir für ewige Zeiten der ganzen Erdenentwickelung eine objektive Schuld zugefügt haben. Dafür müssen wir natürlich ein ernstes Interesse haben. Dann aber, wenn wir die Sache so auffassen, dann wird sich wahrhaftig auch in vielen anderen Dingen ein kräftiger Ernst verbinden mit einer echten, wahren Christus-Auffassung. Ein tiefer Ernst wird sich mit ihr verbinden, und manches wird abfallen von mancher Christus-Auffassung, das demjenigen, der den ganzen Ernst der Christus-Auffassung in seine Seele nimmt, geradezu als eine Art Frivolität und Zynismus erscheinen könnte. Denn alles, alles, was heute gesprochen worden ist und was Punkt für Punkt gerade mit wichtigsten Stellen aus dem Neuen Testament belegt werden kann, das spricht uns ja dafür: Alles das, was uns der Christus ist, ist er uns dadurch, daß er nicht ein Wesen ist wie andere Menschen, sondern ein Wesen, das von oben, das heißt aus dem Kosmos, bei der Johannestaufe im Jordan in die menschliche Erdenentwickelung eingeflossen ist. Alles spricht für die kosmische Natur des Christus, Und wer im tiefen Sinne auffaßt, wie der Christus sich stellt zu Sünde und Schuld, der möchte so sagen: Es mußte, eben weil der Mensch im Laufe des Erdendaseins seine Schuld nicht tilgen konnte für die ganze Erde, ein kosmisches Wesen heruntersteigen, daß es doch möglich gemacht werde, daß die Erdenschuld getilgt werde.
[ 32 ] Wahres Christentum kann gar nicht anders, als den Christus als ein kosmisches Wesen ansehen. Dann aber werden wir in unserer Seele tief, tief durchdrungen werden von dem, was eigentlich die Worte bedeuten: «Nicht ich, sondern der Christus in mir.» Denn dann strahlt von dieser Erkenntnis in unsere Seele etwas über, was ich nicht anders bezeichnen kann, als mit den Worten: Wenn ich mir erlaube zu sagen «Nicht ich, sondern der Christus in mir», so gestehe ich mir in diesem Augenblick, daß ich der Erdensphäre enthoben werde, daß in mir etwas lebt, was für den Kosmos Bedeutung hat, daß ich gewürdigt werde als Mensch, in meiner Seele etwas zu tragen, was außerirdisch ist, wie ich in meiner Anlage von Saturn, Sonne und Mond her ein außerirdisches Wesen in mir trage.
[ 32 ] Wahres Christentum kann gar nicht anders, als den Christus als ein kosmisches Wesen ansehen. Dann aber werden wir in unserer Seele tief, tief durchdrungen werden von dem, was eigentlich die Worte bedeuten: «Nicht ich, sondern der Christus in mir.» Denn dann strahlt von dieser Erkenntnis in unsere Seele etwas über, was ich nicht anders bezeichnen kann, als mit den Worten: Wenn ich mir erlaube zu sagen «Nicht ich, sondern der Christus in mir», so gestehe ich mir in diesem Augenblick, daß ich der Erdensphäre enthoben werde, daß in mir etwas lebt, was für den Kosmos Bedeutung hat, daß ich gewürdigt werde als Mensch, in meiner Seele etwas zu tragen, was außerirdisch ist, wie ich in meiner Anlage von Saturn, Sonne und Mond her ein außerirdisches Wesen in mir trage.
[ 33 ] Und eine ungeheure Bedeutung wird übergehen in das Bewußtsein des Menschen, durchchristet zu sein. Und er wird verbinden mit diesem Paulinischen Ausspruch «Nicht ich, sondern der Christus in mir» auch das Gefühl, daß er nun tiefsten, tiefsten Ernst machen muß gegenüber seiner innerlichen Verantwortlichkeit dem Christus gegenüber. Das aber wird die Anthroposophie in das Christus-Bewußtsein hineinbringen, daß dieses Verantwortlichkeitsgefühl auftritt, daß wir nicht bei jeder Gelegenheit uns herausnehmen zu sagen: Ja, ich habe das ja geglaubt, und weil ich es geglaubt habe, durfte ich es auch sagen. — Unser materialistisches Zeitalter geht immer weiter in diesem «Ich war davon überzeugt und deshalb durfte ich es sagen !» Aber ist es denn nicht eine Schändung des Christus in uns, eine neuerliche Kreuzigung des Christus in uns, wenn wir so kurzfühlend sind, daß wir daraufhin, daß wir irgend etwas in irgendeinem Momente glauben, wir es hinausschreien in die Welt, oder hinausschreiben in die Welt, ohne es untersucht zu haben?
[ 33 ] Und eine ungeheure Bedeutung wird übergehen in das Bewußtsein des Menschen, durchchristet zu sein. Und er wird verbinden mit diesem Paulinischen Ausspruch «Nicht ich, sondern der Christus in mir» auch das Gefühl, daß er nun tiefsten, tiefsten Ernst machen muß gegenüber seiner innerlichen Verantwortlichkeit dem Christus gegenüber. Das aber wird die Anthroposophie in das Christus-Bewußtsein hineinbringen, daß dieses Verantwortlichkeitsgefühl auftritt, daß wir nicht bei jeder Gelegenheit uns herausnehmen zu sagen: Ja, ich habe das ja geglaubt, und weil ich es geglaubt habe, durfte ich es auch sagen. — Unser materialistisches Zeitalter geht immer weiter in diesem «Ich war davon überzeugt und deshalb durfte ich es sagen !» Aber ist es denn nicht eine Schändung des Christus in uns, eine neuerliche Kreuzigung des Christus in uns, wenn wir so kurzfühlend sind, daß wir daraufhin, daß wir irgend etwas in irgendeinem Momente glauben, wir es hinausschreien in die Welt, oder hinausschreiben in die Welt, ohne es untersucht zu haben?
[ 34 ] Das Gefühl wird entstehen in der Menschheit, wenn sie es ernst nimmt mit dem Christus, daß man sich dieses Christus, der in uns lebt, würdig erweisen soll dadurch, daß man es immer gewissenhafter und gewissenhafter nimmt mit diesem Christus, diesem kosmischen Prinzip in uns.
[ 34 ] Das Gefühl wird entstehen in der Menschheit, wenn sie es ernst nimmt mit dem Christus, daß man sich dieses Christus, der in uns lebt, würdig erweisen soll dadurch, daß man es immer gewissenhafter und gewissenhafter nimmt mit diesem Christus, diesem kosmischen Prinzip in uns.
[ 35 ] Ja, man kann es recht gerne glauben, daß diejenigen den Christus nicht als kosmisches Prinzip nehmen wollen, die bei jeder Gelegenheit ihr Vergehen bereuen wollen, erst hübsch lügen über die Mitmenschen, und dann austilgen möchten diese Lügen. Derjenige, der sich des Christus in seiner Seele würdig erweisen will, der wird erst prüfen, ob er eine Sache sagen darf, auch wenn er augenblicklich von ihr überzeugt ist.
[ 35 ] Ja, man kann es recht gerne glauben, daß diejenigen den Christus nicht als kosmisches Prinzip nehmen wollen, die bei jeder Gelegenheit ihr Vergehen bereuen wollen, erst hübsch lügen über die Mitmenschen, und dann austilgen möchten diese Lügen. Derjenige, der sich des Christus in seiner Seele würdig erweisen will, der wird erst prüfen, ob er eine Sache sagen darf, auch wenn er augenblicklich von ihr überzeugt ist.
[ 36 ] Vieles wird sich ändern, wenn eine wahre Christus-Auffassung in die Welt kommt. Alle die unzähligen Leute, die heute schreiben — oder mit schmutziger Druckerschwärze Papier verunstalten —, indem sie flink hinschreiben das, was sie nicht wissen, die werden sich klar werden darüber, daß sie damit den Christus in der menschlichen Seele schänden. Und aufhören wird die Entschuldigung: Ja, ich habe es so geglaubt, ich habe es im guten Glauben gesagt. Der Christus will nicht bloß den «guten Glauben», der Christus will die Menschen in die Wahrheit leiten. Selbst hat er gesagt: «Die Wahrheit wird euch frei machen!» (Johannes 8, 32) Wo aber hätte der Christus einmal gesagt, daß es möglich ist, wenn man in seinem Sinne denkt, dies oder jenes, ohne daß man etwas weiß, in die Welt hinauszuschreien und hinauszuschreiben?
[ 36 ] Vieles wird sich ändern, wenn eine wahre Christus-Auffassung in die Welt kommt. Alle die unzähligen Leute, die heute schreiben — oder mit schmutziger Druckerschwärze Papier verunstalten —, indem sie flink hinschreiben das, was sie nicht wissen, die werden sich klar werden darüber, daß sie damit den Christus in der menschlichen Seele schänden. Und aufhören wird die Entschuldigung: Ja, ich habe es so geglaubt, ich habe es im guten Glauben gesagt. Der Christus will nicht bloß den «guten Glauben», der Christus will die Menschen in die Wahrheit leiten. Selbst hat er gesagt: «Die Wahrheit wird euch frei machen!» (Johannes 8, 32) Wo aber hätte der Christus einmal gesagt, daß es möglich ist, wenn man in seinem Sinne denkt, dies oder jenes, ohne daß man etwas weiß, in die Welt hinauszuschreien und hinauszuschreiben?
[ 37 ] Vieles wird anders werden! Gewiß wird ein großer Teil unseres heutigen Schrifttums nicht weiter existieren können, wenn die Menschen von dem Grundsatze ausgehen, sich würdig zu erweisen des Wortes «Nicht ich, sondern der Christus in mir.» Aber der Krebsschaden unserer Niedergangskultur wird ausgelöscht sein, wenn aufhören werden die Stimmen zu sprechen, die leichthin, ohne reale Überzeugung alles in die Welt hinausschreien, weißes Papier verunzieren mit Druckerschwärze, indem sie etwas hinausschreiben, ohne daß sie sich davon überzeugt haben, ob es der Wahrheit entspricht.
[ 37 ] Vieles wird anders werden! Gewiß wird ein großer Teil unseres heutigen Schrifttums nicht weiter existieren können, wenn die Menschen von dem Grundsatze ausgehen, sich würdig zu erweisen des Wortes «Nicht ich, sondern der Christus in mir.» Aber der Krebsschaden unserer Niedergangskultur wird ausgelöscht sein, wenn aufhören werden die Stimmen zu sprechen, die leichthin, ohne reale Überzeugung alles in die Welt hinausschreien, weißes Papier verunzieren mit Druckerschwärze, indem sie etwas hinausschreiben, ohne daß sie sich davon überzeugt haben, ob es der Wahrheit entspricht.
[ 38 ] Haben wir ja gerade auf diesem Gebiet auch vieles in der theosophischen Bewegung und in bezug auf die theosophische Bewegung erleben müssen. Und wie leicht ist man bei der Hand mit der Entschuldigung: «Ja, der oder die Betreffende waren eben in dem entsprechenden Augenblick davon überzeugt!»
[ 38 ] Haben wir ja gerade auf diesem Gebiet auch vieles in der theosophischen Bewegung und in bezug auf die theosophische Bewegung erleben müssen. Und wie leicht ist man bei der Hand mit der Entschuldigung: «Ja, der oder die Betreffende waren eben in dem entsprechenden Augenblick davon überzeugt!»
[ 39 ] Als was erweist sich oftmals eine solche «Überzeugung», meine lieben Freunde? Als der größte Leichtsinn, als die purste Frivolität! Wahrhaftig nicht aus einem persönlichen Grunde, sondern aus dem Ernst der Lage darf vielleicht auch darauf aufmerksam gemacht werden, daß es keine Entschuldigung gibt, wenn an wichtiger Stelle vor der Theosophischen Gesellschaft von der Präsidentin dieser Gesellschaft die frivole Unwahrheit hingestellt wird von dem Jesuitenmärchen. Gewiß, es kann längst abgetan sein, aber zur Charakteristik der Tatsache darf wohl noch einmal darauf hingewiesen werden. Nachträglich haben die Leute gesagt: Die Präsidentin habe es ja zurückgenommen nach wenig Wochen! Um so schlimmer, wenn man an verantwortungsvoller Stelle etwas hinausposaunt, was man in wenigen Wochen zurücknehmen muß, denn da beginnt die Weltbeurteilung und nicht die persönliche Beurteilung.
[ 39 ] Als was erweist sich oftmals eine solche «Überzeugung», meine lieben Freunde? Als der größte Leichtsinn, als die purste Frivolität! Wahrhaftig nicht aus einem persönlichen Grunde, sondern aus dem Ernst der Lage darf vielleicht auch darauf aufmerksam gemacht werden, daß es keine Entschuldigung gibt, wenn an wichtiger Stelle vor der Theosophischen Gesellschaft von der Präsidentin dieser Gesellschaft die frivole Unwahrheit hingestellt wird von dem Jesuitenmärchen. Gewiß, es kann längst abgetan sein, aber zur Charakteristik der Tatsache darf wohl noch einmal darauf hingewiesen werden. Nachträglich haben die Leute gesagt: Die Präsidentin habe es ja zurückgenommen nach wenig Wochen! Um so schlimmer, wenn man an verantwortungsvoller Stelle etwas hinausposaunt, was man in wenigen Wochen zurücknehmen muß, denn da beginnt die Weltbeurteilung und nicht die persönliche Beurteilung.
[ 40 ] Und fügen wir auch eine solche Erkenntnis hinzu zu jener Unterscheidung, die wir treffen müssen zwischen dem subjektiven, im Ego des Menschen sich abspielenden Karma und dem, was wir als ein Objektives bezeichnen können. Da soll kein Wort verloren werden: es muß jeder Mensch den Schaden, den er mit sich angerichtet hat, auch wieder ausgleichen. Da haben wir nicht hineinzureden, da nehmen wir den Tatbestand, wie Christus ihn nahm bei der Ehebrecherin: er schrieb die Sünde in die Erde. Darauf aber muß aufmerksam gemacht werden, daß der Egoismus überwunden werden muß auf dem Gebiet der geisteswissenschaftlichen Bewegung. Da muß man sich klar sein, daß nicht nur subjektive Beurteilung, sondern eine objektive Beurteilung gegenüber der Welt notwendig ist.
[ 40 ] Und fügen wir auch eine solche Erkenntnis hinzu zu jener Unterscheidung, die wir treffen müssen zwischen dem subjektiven, im Ego des Menschen sich abspielenden Karma und dem, was wir als ein Objektives bezeichnen können. Da soll kein Wort verloren werden: es muß jeder Mensch den Schaden, den er mit sich angerichtet hat, auch wieder ausgleichen. Da haben wir nicht hineinzureden, da nehmen wir den Tatbestand, wie Christus ihn nahm bei der Ehebrecherin: er schrieb die Sünde in die Erde. Darauf aber muß aufmerksam gemacht werden, daß der Egoismus überwunden werden muß auf dem Gebiet der geisteswissenschaftlichen Bewegung. Da muß man sich klar sein, daß nicht nur subjektive Beurteilung, sondern eine objektive Beurteilung gegenüber der Welt notwendig ist.
[ 41 ] Dasjenige, was man in einem gewissen Sinne christliches Gewissen nennen kann, das wird, wenn der Christus immer mehr und mehr einzieht in die Seelen, auch einziehen; das wird einziehen, wenn die Seelen sich der Anwesenheit des Christus bewußt werden, wenn das Paulus-Wort wahr wird: «Nicht ich, sondern der Christus in mir.»
[ 41 ] Dasjenige, was man in einem gewissen Sinne christliches Gewissen nennen kann, das wird, wenn der Christus immer mehr und mehr einzieht in die Seelen, auch einziehen; das wird einziehen, wenn die Seelen sich der Anwesenheit des Christus bewußt werden, wenn das Paulus-Wort wahr wird: «Nicht ich, sondern der Christus in mir.»
[ 42 ] Immer mehr und mehr wird in die Seelen hineinziehen das Bewußtsein, daß man nicht nur sagen soll, was man glaubt, sondern, daß man zu prüfen hat an den objektiven Tatsachen das, was man sagt.
[ 42 ] Immer mehr und mehr wird in die Seelen hineinziehen das Bewußtsein, daß man nicht nur sagen soll, was man glaubt, sondern, daß man zu prüfen hat an den objektiven Tatsachen das, was man sagt.
[ 43 ] Der Christus wird der Seele sein ein Lehrer der Wahrheit, ein Lehrer der höheren Verantwortlichkeit. Damit wird er die Seelen durchdringen, wenn die Seelen immer mehr und mehr das ganze Schwergewicht des Wortes: «Nicht ich, sondern der Christus in mir», spüren werden.
[ 43 ] Der Christus wird der Seele sein ein Lehrer der Wahrheit, ein Lehrer der höheren Verantwortlichkeit. Damit wird er die Seelen durchdringen, wenn die Seelen immer mehr und mehr das ganze Schwergewicht des Wortes: «Nicht ich, sondern der Christus in mir», spüren werden.
