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The Connection Between Man
and the Elemental World
GA 158

9 November 1914, Dornach

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Der Zusammenhang des Menschen mit der elementarischen Welt
  1. The Connection Between Man and the Elemental World, tr. SOL

Erster Vortrag

Erster Vortrag

[ 1 ] Ich möchte durch eine in unsere Vorträge eingeschobene Betrachtung dazu beitragen, daß wir das schon Gesagte, mehr oder weniger mit der Ausgestaltung unseres Baues zusammenhängend Gesagte, noch tiefer verstehen lernen und manches noch in Zukunft hinzufügen können, was besser wird verstanden werden können durch eine solche episodische Betrachtung, wie es die heutige sein soll.

[ 1 ] Ich möchte durch eine in unsere Vorträge eingeschobene Betrachtung dazu beitragen, daß wir das schon Gesagte, mehr oder weniger mit der Ausgestaltung unseres Baues zusammenhängend Gesagte, noch tiefer verstehen lernen und manches noch in Zukunft hinzufügen können, was besser wird verstanden werden können durch eine solche episodische Betrachtung, wie es die heutige sein soll.

[ 2 ] Wir wissen, daß des Menschen Seelenwesen gegliedert uns erscheint in die Empfindungsseele, die Verstandes- oder Gemütsseele und die Bewußtseinsseele. Wir wissen, daß in diesen drei Seelengliedern arbeitet, so wie es in der «Theosophie» beschrieben ist, das Ich des Menschen. Nun geht in der menschlichen Natur wirklich viel vor sich, das nicht so, wie es vor sich geht, ins Bewußtsein hereindringt. Gerade die geisteswissenschaftliche Erkenntnis kann allmählich dazu führen, daß vieles, was in den Tiefen der menschlichen Seele liegt, beleuchtet wird von dem Lichte des Bewußtseins. Aber wenn so die Menschenseele hinlebt, so beleuchtet sie gleichsam nur einen kleinen Teil des gesamten Seelenhorizontes, und unter diesem Horizont liegt vieles, was tiefe, tiefe Bedeutung für die Seele hat, aber nicht für das gewöhnliche Leben bewußt wird, was gewissermaßen viel bedeutsamer ist für die menschliche Seelengestaltung als das, was bewußt ist. Vor allen Dingen wollen wir jetzt unseren Blick werfen auf etwas, was gewöhnlich nicht zum Bewußtsein kommt. Für den heutigen Menschen ist es sogar recht heilsam, daß das nicht zum Bewußtsein kommt. Wir werden aber später sehen, daß das nicht immer für alle Menschen so war. Wenn nur ein wenig sich das gewöhnliche Alltagsbewußtsein des Menschen vertiefen würde und würde heraufholen können, was, ich möchte sagen, nur um einen Grad unbewußter ist als das gewöhnliche Bewußtsein, dann würde die Menschenseele sehr bald dahinterkommen, daß sie die Dreiheit ist, von der gesprochen worden ist, daß sie wirklich nicht so ohne weiteres eine Einheit ist, sondern eine Dreiheit. Ich habe angedeutet in der Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?», daß, wenn der Mensch anfängt vorzurücken gegen die geistigen Welten zu, er gleichsam auseinanderfällt in eine Dreiheit. Und sobald man nur, wie gesagt, ein wenig hereinblickt in den gleichsam zugedeckten Teil des Bewußtseins, so merkt man sehr bald, daß diese Dreiheit von Empfindungsseele, Verstandes- oder Gemütsseele und Bewußtseinsseele da ist. Unter der Schwelle des Bewußtseins — und zwar gar nicht besonders tief für den gegenwärtigen Menschen — ist wirklich eine Art von Seelenreich, das durchsetzt wird nicht von einer Einheit, sondern von einer Art Dreiheit, von dem Hereinstrahlen dieser Dreiheit, so daß in dem Augenblick, wo der Mensch zurückdrängt das, was er im Grunde genommen erst so völlig seit der zweiten Hälfte der vierten nachatlantischen Periode erlangt hat und so ganz klar erst nach dem Beginn des fünften nachatlantischen Zeitraums, sobald also der Mensch das zurückdrängt, kann er genau zwischen drei Welten oder Gebieten in seiner Seele unterscheiden. Das eine Gebiet ist ein solches, das mehr inspiriert wird, in welches traumhafte, träumerische Inspirationen hineinkommen. Das zweite Gebiet ist das, durch welches der Mensch gleichsam sich selbst durchseelt, auferbaut in den physischen Teilen. Und das dritte Gebiet ist das, wo er das Bewußtsein von der Welt erhält.

[ 2 ] Wir wissen, daß des Menschen Seelenwesen gegliedert uns erscheint in die Empfindungsseele, die Verstandes- oder Gemütsseele und die Bewußtseinsseele. Wir wissen, daß in diesen drei Seelengliedern arbeitet, so wie es in der «Theosophie» beschrieben ist, das Ich des Menschen. Nun geht in der menschlichen Natur wirklich viel vor sich, das nicht so, wie es vor sich geht, ins Bewußtsein hereindringt. Gerade die geisteswissenschaftliche Erkenntnis kann allmählich dazu führen, daß vieles, was in den Tiefen der menschlichen Seele liegt, beleuchtet wird von dem Lichte des Bewußtseins. Aber wenn so die Menschenseele hinlebt, so beleuchtet sie gleichsam nur einen kleinen Teil des gesamten Seelenhorizontes, und unter diesem Horizont liegt vieles, was tiefe, tiefe Bedeutung für die Seele hat, aber nicht für das gewöhnliche Leben bewußt wird, was gewissermaßen viel bedeutsamer ist für die menschliche Seelengestaltung als das, was bewußt ist. Vor allen Dingen wollen wir jetzt unseren Blick werfen auf etwas, was gewöhnlich nicht zum Bewußtsein kommt. Für den heutigen Menschen ist es sogar recht heilsam, daß das nicht zum Bewußtsein kommt. Wir werden aber später sehen, daß das nicht immer für alle Menschen so war. Wenn nur ein wenig sich das gewöhnliche Alltagsbewußtsein des Menschen vertiefen würde und würde heraufholen können, was, ich möchte sagen, nur um einen Grad unbewußter ist als das gewöhnliche Bewußtsein, dann würde die Menschenseele sehr bald dahinterkommen, daß sie die Dreiheit ist, von der gesprochen worden ist, daß sie wirklich nicht so ohne weiteres eine Einheit ist, sondern eine Dreiheit. Ich habe angedeutet in der Schrift «Wie erlangt man Erkenntnisse höherer Welten?», daß, wenn der Mensch anfängt vorzurücken gegen die geistigen Welten zu, er gleichsam auseinanderfällt in eine Dreiheit. Und sobald man nur, wie gesagt, ein wenig hereinblickt in den gleichsam zugedeckten Teil des Bewußtseins, so merkt man sehr bald, daß diese Dreiheit von Empfindungsseele, Verstandes- oder Gemütsseele und Bewußtseinsseele da ist. Unter der Schwelle des Bewußtseins — und zwar gar nicht besonders tief für den gegenwärtigen Menschen — ist wirklich eine Art von Seelenreich, das durchsetzt wird nicht von einer Einheit, sondern von einer Art Dreiheit, von dem Hereinstrahlen dieser Dreiheit, so daß in dem Augenblick, wo der Mensch zurückdrängt das, was er im Grunde genommen erst so völlig seit der zweiten Hälfte der vierten nachatlantischen Periode erlangt hat und so ganz klar erst nach dem Beginn des fünften nachatlantischen Zeitraums, sobald also der Mensch das zurückdrängt, kann er genau zwischen drei Welten oder Gebieten in seiner Seele unterscheiden. Das eine Gebiet ist ein solches, das mehr inspiriert wird, in welches traumhafte, träumerische Inspirationen hineinkommen. Das zweite Gebiet ist das, durch welches der Mensch gleichsam sich selbst durchseelt, auferbaut in den physischen Teilen. Und das dritte Gebiet ist das, wo er das Bewußtsein von der Welt erhält.

[ 3 ] Das erste Gebiet also ist das, in welches die Inspirationen hereindringen, traumhafte Inspirationen, welche die Seele ausfüllen, was an die Empfindungsseele gebunden ist. Ein zweites Gebiet, wo die Seele gleichsam durch ihre eigenen inneren Gestaltungen und Bildungen ihren Leib auferbaut, ist gebunden an die Verstandes- oder Gemütsseele. Das ist der innere Werkmeister, der Baumeister, wir könnten auch sagen der Schmied des physischen Leibes. Und das dritte, die Vermittlung des äußeren Erkennens, das in Zusammenhang tritt mit der Welt, die an die Sinne gebunden ist, überhaupt mit der physischen Welt zusammenhängt, ist an die Bewußtseinsseele gebunden. Wir können also sagen: zusammenhängend mit physischen Gewalten.

[ 3 ] Das erste Gebiet also ist das, in welches die Inspirationen hereindringen, traumhafte Inspirationen, welche die Seele ausfüllen, was an die Empfindungsseele gebunden ist. Ein zweites Gebiet, wo die Seele gleichsam durch ihre eigenen inneren Gestaltungen und Bildungen ihren Leib auferbaut, ist gebunden an die Verstandes- oder Gemütsseele. Das ist der innere Werkmeister, der Baumeister, wir könnten auch sagen der Schmied des physischen Leibes. Und das dritte, die Vermittlung des äußeren Erkennens, das in Zusammenhang tritt mit der Welt, die an die Sinne gebunden ist, überhaupt mit der physischen Welt zusammenhängt, ist an die Bewußtseinsseele gebunden. Wir können also sagen: zusammenhängend mit physischen Gewalten.

[ 4 ] Gleichsam eine Seelentrinität waltet auf dem Grunde der Seele des Menschen, und dieser Trinität steht gegenüber das Walten und Wirken desjenigen, was zur Einheit strebt. Ich will es dadurch andeuten, daß ich gleichsam ein besonderes Seelenreich dem andern hier gegenüberstelle (siehe folgende Zeichnung). Dieses Seelenreich wirkt in gewisser Beziehung ganz in sich einheitlich. Es wirkt aber naturhaft einheitlich gleichsam dasjenige, was die Seele ihrem Temperamente, ihrem Charakter nach ist, was tief unten in der Seele ruht, aber als einheitliche Seele. Das möchte ich mit diesem bezeichnen: Einheitsseele, im Gegensatz zu der Dreiheit.

[ 4 ] Gleichsam eine Seelentrinität waltet auf dem Grunde der Seele des Menschen, und dieser Trinität steht gegenüber das Walten und Wirken desjenigen, was zur Einheit strebt. Ich will es dadurch andeuten, daß ich gleichsam ein besonderes Seelenreich dem andern hier gegenüberstelle (siehe folgende Zeichnung). Dieses Seelenreich wirkt in gewisser Beziehung ganz in sich einheitlich. Es wirkt aber naturhaft einheitlich gleichsam dasjenige, was die Seele ihrem Temperamente, ihrem Charakter nach ist, was tief unten in der Seele ruht, aber als einheitliche Seele. Das möchte ich mit diesem bezeichnen: Einheitsseele, im Gegensatz zu der Dreiheit.

Diagram 1Diagram 1

[ 5 ] So, wie einmal unsere Seele jetzt ist, kann diese Einheitsseele aus einem gewissen dumpfen Leben nicht herauskommen, wenn sie nicht gleichsam überhellt, überleuchtet wird. Und in unserer Zeit geht das Überleuchten immer aus in irgendwelcher Form von dem Mysterium von Golgatha, so daß ich das, was in irgendwelcher Weise hereinstrahlt in die Einheitsseele, symbolisch Ihnen hinzeichne: irgendeine Form, in der das Mysterium von Golgatha hereinstrahlt in die Einheitsseele. Nun haben wir wirklich schon im Laufe der Jahre vieles, vieles aufgewendet, um nach und nach uns eine Vorstellung davon zu verschaffen, wie unendlich weit all das ist, was mit dem Mysterium von Golgatha zusammenhängt. Sie können sich daher denken, daß, wenn so das Mysterium von Golgatha in irgendeiner Form in die Menschenseele hereinstrahlt, das immer nur eine gewisse Stufe, ein gewisser Grad des Mysteriums von Golgatha ist. Aber wir stellen uns vor, daß, weil die Einheitsseele etwas gleichsam dumpf Brütendes ist, aber das für unsere Zeit besonders Wertvolle enthält, so muß dieses Einheitliche in irgendeiner Form von dem Mysterium von Golgatha durchstrahlt werden.

[ 5 ] So, wie einmal unsere Seele jetzt ist, kann diese Einheitsseele aus einem gewissen dumpfen Leben nicht herauskommen, wenn sie nicht gleichsam überhellt, überleuchtet wird. Und in unserer Zeit geht das Überleuchten immer aus in irgendwelcher Form von dem Mysterium von Golgatha, so daß ich das, was in irgendwelcher Weise hereinstrahlt in die Einheitsseele, symbolisch Ihnen hinzeichne: irgendeine Form, in der das Mysterium von Golgatha hereinstrahlt in die Einheitsseele. Nun haben wir wirklich schon im Laufe der Jahre vieles, vieles aufgewendet, um nach und nach uns eine Vorstellung davon zu verschaffen, wie unendlich weit all das ist, was mit dem Mysterium von Golgatha zusammenhängt. Sie können sich daher denken, daß, wenn so das Mysterium von Golgatha in irgendeiner Form in die Menschenseele hereinstrahlt, das immer nur eine gewisse Stufe, ein gewisser Grad des Mysteriums von Golgatha ist. Aber wir stellen uns vor, daß, weil die Einheitsseele etwas gleichsam dumpf Brütendes ist, aber das für unsere Zeit besonders Wertvolle enthält, so muß dieses Einheitliche in irgendeiner Form von dem Mysterium von Golgatha durchstrahlt werden.

Diagram 2Diagram 2

[ 6 ] Nun ragt in jede Seele dasjenige hinein, was von den verschiedenen Inspirations- und Initiationszentren der Welt ausgeht, und das gehört auch zu den unterbewußten Einflüssen in der Menschenseele. Sehen Sie, die Wirkung des Mysteriums von Golgatha ist eine umfassende, eine universelle, aber der Mensch, die Menschenseele kann dieses Mysterium von Golgatha nur in einer bestimmten Weise aufnehmen. Das Initiationszentrum, welches ganz besonders in das Innere der Seele hereinwirkt, damit das Innere der Seele richtig vorbereitet wird, sich von dem Mysterium von Golgatha ganz besonders durchstrahlen zu lassen, habe ich früher öfter so besprochen, daß ich gesagt habe: Es steht immer vor diesem Initiationszentrum der Eingeweihte Skythianos. — Nehmen wir also an, die Seele wäre vorbereitet worden in der Einheitsseele für das, was vom Mysterium von Golgatha kommt, bereit, es aufzunehmen durch das, was in jeder Seele unbewußt, von Skythianos her, hineinwirkt.

[ 6 ] Nun ragt in jede Seele dasjenige hinein, was von den verschiedenen Inspirations- und Initiationszentren der Welt ausgeht, und das gehört auch zu den unterbewußten Einflüssen in der Menschenseele. Sehen Sie, die Wirkung des Mysteriums von Golgatha ist eine umfassende, eine universelle, aber der Mensch, die Menschenseele kann dieses Mysterium von Golgatha nur in einer bestimmten Weise aufnehmen. Das Initiationszentrum, welches ganz besonders in das Innere der Seele hereinwirkt, damit das Innere der Seele richtig vorbereitet wird, sich von dem Mysterium von Golgatha ganz besonders durchstrahlen zu lassen, habe ich früher öfter so besprochen, daß ich gesagt habe: Es steht immer vor diesem Initiationszentrum der Eingeweihte Skythianos. — Nehmen wir also an, die Seele wäre vorbereitet worden in der Einheitsseele für das, was vom Mysterium von Golgatha kommt, bereit, es aufzunehmen durch das, was in jeder Seele unbewußt, von Skythianos her, hineinwirkt.

[ 7 ] Da haben wir gleichsam die Seele des Menschen gespalten in zwei Reiche: in das eine Reich, das eine Dreigliedrigkeit ist, und in ein anderes Reich, welches eine Einheit ist: in ein mehr seelisches Reich und in ein mehr naturhaftes, temperamentmäßig brütendes Reich, möchte ich sagen, in ein Reich, das mehr aufnimmt in seine Naturgrundlage die Kräfte des Mysteriums von Golgatha auf der einen Seite und auf der andern Seite die Einflüsse des Skythianos.

[ 7 ] Da haben wir gleichsam die Seele des Menschen gespalten in zwei Reiche: in das eine Reich, das eine Dreigliedrigkeit ist, und in ein anderes Reich, welches eine Einheit ist: in ein mehr seelisches Reich und in ein mehr naturhaftes, temperamentmäßig brütendes Reich, möchte ich sagen, in ein Reich, das mehr aufnimmt in seine Naturgrundlage die Kräfte des Mysteriums von Golgatha auf der einen Seite und auf der andern Seite die Einflüsse des Skythianos.

[ 8 ] Nun kann diese Einheit mit der Dreiheit nicht ohne weiteres sich verbinden, das ginge nicht, und deshalb ist es auch so, daß diese Dreiheit bei den gegenwärtigen Menschen unter der Schwelle des Bewußtseins bleibt. Es wird diese Dreiheit gleichsam übertäubt; es muß das Bewußtsein davon ausgelöscht werden. Wenn die Seele wirklich herunterkommen könnte zu der Dreiheit, würde sie sich sogleich als Dreiheit, nicht als eins, fühlen. Sie würde sagen: Da ist etwas in mir, das inspiriert mich, etwas, das baut mich auf, das schmiedet mich zusammen, und etwas, das steht mit der Außenwelt im Zusammenhang. Aber diese Dreiheit muß gleichsam durch etwas ausgelöscht, überschattet werden, was seelisch den Menschen dahin bringt, daß er sagt: Ich unterscheide nicht die Drei. — Es muß also etwas hereinstrahlen in die Drei, das macht, daß die Seele die Drei nicht in sich empfindet, diese Drei auslöscht, gleichsam wie Nebelgebilde zueinander sein läßt.

[ 8 ] Nun kann diese Einheit mit der Dreiheit nicht ohne weiteres sich verbinden, das ginge nicht, und deshalb ist es auch so, daß diese Dreiheit bei den gegenwärtigen Menschen unter der Schwelle des Bewußtseins bleibt. Es wird diese Dreiheit gleichsam übertäubt; es muß das Bewußtsein davon ausgelöscht werden. Wenn die Seele wirklich herunterkommen könnte zu der Dreiheit, würde sie sich sogleich als Dreiheit, nicht als eins, fühlen. Sie würde sagen: Da ist etwas in mir, das inspiriert mich, etwas, das baut mich auf, das schmiedet mich zusammen, und etwas, das steht mit der Außenwelt im Zusammenhang. Aber diese Dreiheit muß gleichsam durch etwas ausgelöscht, überschattet werden, was seelisch den Menschen dahin bringt, daß er sagt: Ich unterscheide nicht die Drei. — Es muß also etwas hereinstrahlen in die Drei, das macht, daß die Seele die Drei nicht in sich empfindet, diese Drei auslöscht, gleichsam wie Nebelgebilde zueinander sein läßt.

Diagram 3Diagram 3

[ 9 ] Sehen Sie, dann kann die Verbindung bestehen zwischen dem, was in der Seele als Einheit leben soll, und dem, was als Dreiheit in der Seele ist, wenn eine Kommunikation, eine Art Austausch da ist, gleichsam eine Art Seelenstamm, der zur ausgelöschten Dreiheit hinführt und der ausgeht von dem, was Einheit ist, aber von zwei Seiten her durchstrahlt wird, gleichsam durchleuchtet wird dazu, daß es nicht nur eine dumpfe, gleichmäßige charakter- und temperamentgemäße Natureinheit ist, sondern daß es einheitlich durchleuchtet wird von dem, was der Mensch sein soll: von dem Bewußtsein der Menschenseele in ihrem Zusammenhang mit dem göttlich-geistigen Sein. Eigentlich habe ich da etwas aufgezeichnet, was auf dem Grunde jeder Menschenseele ruht. Keine einzige Menschenseele kann in unserer Zeit ohne das sein, daß alle diese Dinge in ihr vorhanden sind.

[ 9 ] Sehen Sie, dann kann die Verbindung bestehen zwischen dem, was in der Seele als Einheit leben soll, und dem, was als Dreiheit in der Seele ist, wenn eine Kommunikation, eine Art Austausch da ist, gleichsam eine Art Seelenstamm, der zur ausgelöschten Dreiheit hinführt und der ausgeht von dem, was Einheit ist, aber von zwei Seiten her durchstrahlt wird, gleichsam durchleuchtet wird dazu, daß es nicht nur eine dumpfe, gleichmäßige charakter- und temperamentgemäße Natureinheit ist, sondern daß es einheitlich durchleuchtet wird von dem, was der Mensch sein soll: von dem Bewußtsein der Menschenseele in ihrem Zusammenhang mit dem göttlich-geistigen Sein. Eigentlich habe ich da etwas aufgezeichnet, was auf dem Grunde jeder Menschenseele ruht. Keine einzige Menschenseele kann in unserer Zeit ohne das sein, daß alle diese Dinge in ihr vorhanden sind.

[ 10 ] Aber nun stellen Sie sich das Folgende vor. Ich habe wiederholt gerade hier betont, um zu zeigen, was unser Bau sein soll, daß dasjenige, was in der Menschenseele lebt, äußerlich auch zur Darstellung kommt, sich auslebt sozusagen in der äußeren Evolution der Erde. Wenn es ein solches Gebiet in der Menschenseele gibt, das wirklich eine Art von Dreiheit darstellt, das bei den heutigen Menschen gleichsam schon überzogen ist von dem gewöhnlichen Bewußtsein, so müssen wir einmal ein Evolutionsstadium finden, wo uns das äußerlich entgegentritt, daß die Seele wirklich sich als eine Dreiheit empfindet, gleichsam auseinandergelegt in drei Seelenglieder. Mit andern Worten, es muß ein Volk einmal dagewesen sein, das diese drei Seelenglieder auseinandergelegt empfand und so empfand, daß im Grunde genommen die Einheit viel geringer empfunden wurde in der Seele als die Dreiheit, da die Dreiheit noch in Verbindung gedacht wurde mit dem Kosmos. Dieses Volk war da in Europa und hat ein bedeutendes Kulturdenkmal hinterlassen, von dem ich schon einmal gesprochen habe. Dieses Volk, das einmal, und zwar an der Stelle in Europa, wo es sein mußte, diese Dreiheit empfand in der Seele, ist das finnische Volk. Und der Ausdruck dieser Kulturstufe ist niedergelegt in Kalewala. In dem, was in Kalewala dargestellt ist, ist das deutliche Bewußtsein von der Dreiheit der Seele vorhanden, so daß von den alten Sehern, deren Sehertum Kalewala zugrunde liegt, empfunden wurde: Da ist etwas Inspirierendes in der Welt, mit dem steht ein Glied meiner Seele in Verbindung, meine Empfindungsseele. Sie tendiert dahin, deren Kräfte gehen dahin, sie bekommt von da die Impulse. — Gleichsam ein Menschlich-Göttliches oder Menschlich-Heroisches empfand dieses Volk oder empfanden diese alten Seher als das Inspirierende der Empfindungsseele. Und sie nannten das Wäinämöinen. Das ist nichts anderes als das im Kosmos Inspirierende der Empfindungsseele. Alle die Schicksale, die in Kalewala als die Schicksale von Wäinämöinen geschildert werden, drücken aus, daß dieses Bewußtsein einmal vorhanden war bei einem Volke, welches eine große Ausbreitung in dem Nordosten des europäischen Gebietes hatte, und das die drei Seelenglieder getrennt empfand und die Empfindungsseele inspiriert von Wäinämöinen.

[ 10 ] Aber nun stellen Sie sich das Folgende vor. Ich habe wiederholt gerade hier betont, um zu zeigen, was unser Bau sein soll, daß dasjenige, was in der Menschenseele lebt, äußerlich auch zur Darstellung kommt, sich auslebt sozusagen in der äußeren Evolution der Erde. Wenn es ein solches Gebiet in der Menschenseele gibt, das wirklich eine Art von Dreiheit darstellt, das bei den heutigen Menschen gleichsam schon überzogen ist von dem gewöhnlichen Bewußtsein, so müssen wir einmal ein Evolutionsstadium finden, wo uns das äußerlich entgegentritt, daß die Seele wirklich sich als eine Dreiheit empfindet, gleichsam auseinandergelegt in drei Seelenglieder. Mit andern Worten, es muß ein Volk einmal dagewesen sein, das diese drei Seelenglieder auseinandergelegt empfand und so empfand, daß im Grunde genommen die Einheit viel geringer empfunden wurde in der Seele als die Dreiheit, da die Dreiheit noch in Verbindung gedacht wurde mit dem Kosmos. Dieses Volk war da in Europa und hat ein bedeutendes Kulturdenkmal hinterlassen, von dem ich schon einmal gesprochen habe. Dieses Volk, das einmal, und zwar an der Stelle in Europa, wo es sein mußte, diese Dreiheit empfand in der Seele, ist das finnische Volk. Und der Ausdruck dieser Kulturstufe ist niedergelegt in Kalewala. In dem, was in Kalewala dargestellt ist, ist das deutliche Bewußtsein von der Dreiheit der Seele vorhanden, so daß von den alten Sehern, deren Sehertum Kalewala zugrunde liegt, empfunden wurde: Da ist etwas Inspirierendes in der Welt, mit dem steht ein Glied meiner Seele in Verbindung, meine Empfindungsseele. Sie tendiert dahin, deren Kräfte gehen dahin, sie bekommt von da die Impulse. — Gleichsam ein Menschlich-Göttliches oder Menschlich-Heroisches empfand dieses Volk oder empfanden diese alten Seher als das Inspirierende der Empfindungsseele. Und sie nannten das Wäinämöinen. Das ist nichts anderes als das im Kosmos Inspirierende der Empfindungsseele. Alle die Schicksale, die in Kalewala als die Schicksale von Wäinämöinen geschildert werden, drücken aus, daß dieses Bewußtsein einmal vorhanden war bei einem Volke, welches eine große Ausbreitung in dem Nordosten des europäischen Gebietes hatte, und das die drei Seelenglieder getrennt empfand und die Empfindungsseele inspiriert von Wäinämöinen.

[ 11 ] Ebenso hat dieses Volk, haben diese alten Seher empfunden, daß die Verstandes- oder Gemütsseele gleichsam ein Glied extra in der Seele ist, das seine Impulse empfängt zum Schmieden, haben empfunden das, was schmiedet in der menschlichen Seele, was sie aufbaut, von einer andern elementarischen, heroischen Wesenheit empfängt, von Ilmarinen. Wie also Wäinämöinen entspricht der Empfindungsseele, so entspricht in Kalewala Ilmarinen der Verstandes- oder Gemütsseele. Wenn Sie den Vortrag über Kalewala nachlesen, so können Sie das alles darin finden.

[ 11 ] Ebenso hat dieses Volk, haben diese alten Seher empfunden, daß die Verstandes- oder Gemütsseele gleichsam ein Glied extra in der Seele ist, das seine Impulse empfängt zum Schmieden, haben empfunden das, was schmiedet in der menschlichen Seele, was sie aufbaut, von einer andern elementarischen, heroischen Wesenheit empfängt, von Ilmarinen. Wie also Wäinämöinen entspricht der Empfindungsseele, so entspricht in Kalewala Ilmarinen der Verstandes- oder Gemütsseele. Wenn Sie den Vortrag über Kalewala nachlesen, so können Sie das alles darin finden.

[ 12 ] Und ebenso empfand dieses Volk — das muß festgehalten werden —, daß dazumal die Bewußtseinsseele empfunden wurde wie das, was den Menschen erst zu einem Eroberer auf dem physischen Plan macht, empfanden diese alten Seher in Lemminkäinen ein Wesen, das mit den Gewalten des physischen Planes zusammenhängt, ein elementares, heroisches Wesen in dem Inspirator der Bewußtseinsseele. So stammen diese drei, man möchte sagen, Heldenfiguren, wenn man in Analogie mit andern Epen spricht, von dem alten finnischen Volk her, inspirierend die Dreigliedrigkeit der Seele.

[ 12 ] Und ebenso empfand dieses Volk — das muß festgehalten werden —, daß dazumal die Bewußtseinsseele empfunden wurde wie das, was den Menschen erst zu einem Eroberer auf dem physischen Plan macht, empfanden diese alten Seher in Lemminkäinen ein Wesen, das mit den Gewalten des physischen Planes zusammenhängt, ein elementares, heroisches Wesen in dem Inspirator der Bewußtseinsseele. So stammen diese drei, man möchte sagen, Heldenfiguren, wenn man in Analogie mit andern Epen spricht, von dem alten finnischen Volk her, inspirierend die Dreigliedrigkeit der Seele.

[ 13 ] Das Wunderbare ist der Zusammenhang zwischen Ilmarinen und demjenigen, was da geschmiedet wird. Ich deutete es schon an. Es wird geschmiedet aus den Naturelementen heraus der Mensch selber. Dieses Wesen, das aus allen Naturatomen zusammengeschmiedet wird, pulverisiert und zusammengeschmiedet wird, ist in einem großartigen Tableau in dem Schmieden des Sampo in Kalewala dargestellt. Und daß dieses Bilden des Menschen aus diesen drei Seelengliedern heraus einmal geschehen ist, dann gleichsam wie in ein Pralaya gehen muß und dann wiederum hervorkommt, ist auch dargestellt in Kalewala: wie der Sampo verlorengeht und wiedergefunden wird, gleichsam wie wiedergefunden wird das, über das sich zunächst Bewußtseinsdunkelheit verbreitet.

[ 13 ] Das Wunderbare ist der Zusammenhang zwischen Ilmarinen und demjenigen, was da geschmiedet wird. Ich deutete es schon an. Es wird geschmiedet aus den Naturelementen heraus der Mensch selber. Dieses Wesen, das aus allen Naturatomen zusammengeschmiedet wird, pulverisiert und zusammengeschmiedet wird, ist in einem großartigen Tableau in dem Schmieden des Sampo in Kalewala dargestellt. Und daß dieses Bilden des Menschen aus diesen drei Seelengliedern heraus einmal geschehen ist, dann gleichsam wie in ein Pralaya gehen muß und dann wiederum hervorkommt, ist auch dargestellt in Kalewala: wie der Sampo verlorengeht und wiedergefunden wird, gleichsam wie wiedergefunden wird das, über das sich zunächst Bewußtseinsdunkelheit verbreitet.

[ 14 ] Und nun stellen wir uns vor, daß gegen den Süden zu, gegen den Südosten, können wir sagen, ein anderes Volk gegenübersteht, das diejenigen Seeleneigenschaften zunächst in alter Zeit ausgebildet hat, von denen ich gesprochen habe, das Einheitsmäßige in der Seele, das, was das Einheitsmäßige zum Ausdruck bringt in den Charakter-, den Gemütseigenschaften, in den Temperamentseigenschaften. Dieses Volk ist ein slawisches Volk, während das Volk, das ihm gegenübersteht, das finnische Volk ist. Dieses slawische Volk bekommt seine Einflüsse von Skythianos, der auch eine Zeitlang in alten Zeiten gelebt hat vom alten Skythenvolk umgeben. Es ist durchaus nicht notwendig, daß um ein Initiationszentrum herum auch ein hochentwickeltes Volk lebe, sondern es muß im Verlaufe der Entwickelung das geschehen, was notwendig ist. Und das Hereindringen einer bestimmten Form des Mysteriums von Golgatha ist das Hereindringen der griechisch-byzantinischen Kultur in das Slawentum. Was ich Ihnen hier als ein Zentrum der griechisch-byzantinischen Kultur aufgezeichnet habe, das können Sie ruhig, wenn Sie wollen, als Konstantinopel auffassen auf der Karte von Europa, denn das ist im Grunde genommen Konstantinopel.

[ 14 ] Und nun stellen wir uns vor, daß gegen den Süden zu, gegen den Südosten, können wir sagen, ein anderes Volk gegenübersteht, das diejenigen Seeleneigenschaften zunächst in alter Zeit ausgebildet hat, von denen ich gesprochen habe, das Einheitsmäßige in der Seele, das, was das Einheitsmäßige zum Ausdruck bringt in den Charakter-, den Gemütseigenschaften, in den Temperamentseigenschaften. Dieses Volk ist ein slawisches Volk, während das Volk, das ihm gegenübersteht, das finnische Volk ist. Dieses slawische Volk bekommt seine Einflüsse von Skythianos, der auch eine Zeitlang in alten Zeiten gelebt hat vom alten Skythenvolk umgeben. Es ist durchaus nicht notwendig, daß um ein Initiationszentrum herum auch ein hochentwickeltes Volk lebe, sondern es muß im Verlaufe der Entwickelung das geschehen, was notwendig ist. Und das Hereindringen einer bestimmten Form des Mysteriums von Golgatha ist das Hereindringen der griechisch-byzantinischen Kultur in das Slawentum. Was ich Ihnen hier als ein Zentrum der griechisch-byzantinischen Kultur aufgezeichnet habe, das können Sie ruhig, wenn Sie wollen, als Konstantinopel auffassen auf der Karte von Europa, denn das ist im Grunde genommen Konstantinopel.

[ 15 ] So haben wir also jetzt Seelen, die sich mit einem slawischen Grundtyp imprägniert finden. Es sind Seelen, die auf der einen Seite verbunden sind mit dem, was zu einem Einheitswesen durch das Mysterium von Golgatha führen kann, was in Einheitsseelen zum Christentum vorbereiten kann, die auf der andern Seite das Mysterium von Golgatha in einer ganz bestimmten Form empfangen, etwas wie die Inspiration, die Influenzierung durch das Mysterium von Golgatha, wie sie von der byzantinisch-griechischen Kultur ausgegangen ist.

[ 15 ] So haben wir also jetzt Seelen, die sich mit einem slawischen Grundtyp imprägniert finden. Es sind Seelen, die auf der einen Seite verbunden sind mit dem, was zu einem Einheitswesen durch das Mysterium von Golgatha führen kann, was in Einheitsseelen zum Christentum vorbereiten kann, die auf der andern Seite das Mysterium von Golgatha in einer ganz bestimmten Form empfangen, etwas wie die Inspiration, die Influenzierung durch das Mysterium von Golgatha, wie sie von der byzantinisch-griechischen Kultur ausgegangen ist.

Diagram 4Diagram 4

[ 16 ] Nun muß aber noch etwas anderes, von einem gewissen Punkte her gleichsam, kommen. Was im finnischen Volke da war als die Scheidung, die Trennung in die drei Glieder, deren Bodensatz so großartig in Kalewala enthalten ist, das muß ausgelöscht werden. Das kann nur ausgelöscht werden, wenn ein Einfluß von außen kommt, kann nur ausgelöscht werden dadurch, daß gleichsam ein Volk oder ein Volksteil da vordrängt, der von vornherein dazu veranlagt ist, nicht die Dreiheit, sondern die Einheit in der Seele zu empfinden, nicht die Einheit, die man bekommt von dem Mysterium von Golgatha aus, sondern die Einheit, die man gleichsam von Natur aus hat. Wenn man das finnische Volk betrachtet, so findet man es besonders veranlagt, das Bewußtsein der Dreiheit auszubilden. Und man kann nicht bedeutsamer diese Dreiheit in ihrem Verhältnis zum Kosmos ausdrücken, als das in Kalewala geschehen ist. Aber dann mußte das im Norden übertüncht, übernebelt werden von dem, was gleichsam auslöscht das Bewußtsein von dieser Dreiheit. Es drängte da ein Stamm herunter, der in einer naturhaften Weise das in seiner Seele trug, was damals als das Einheitsstreben da war, was in einer ganz andern Weise, auf einer ganz andern Stufe im Goetheschen «Faust», aber auch überhaupt in Faust zum Ausdruck gekommen ist, etwas, das nicht weiß von der Dreigliedrigkeit, das nach der Einheit des Ich strebt. Hier noch auf einer primitiven Stufe wirkt das auslöschend auf die drei Seelenglieder.

[ 16 ] Nun muß aber noch etwas anderes, von einem gewissen Punkte her gleichsam, kommen. Was im finnischen Volke da war als die Scheidung, die Trennung in die drei Glieder, deren Bodensatz so großartig in Kalewala enthalten ist, das muß ausgelöscht werden. Das kann nur ausgelöscht werden, wenn ein Einfluß von außen kommt, kann nur ausgelöscht werden dadurch, daß gleichsam ein Volk oder ein Volksteil da vordrängt, der von vornherein dazu veranlagt ist, nicht die Dreiheit, sondern die Einheit in der Seele zu empfinden, nicht die Einheit, die man bekommt von dem Mysterium von Golgatha aus, sondern die Einheit, die man gleichsam von Natur aus hat. Wenn man das finnische Volk betrachtet, so findet man es besonders veranlagt, das Bewußtsein der Dreiheit auszubilden. Und man kann nicht bedeutsamer diese Dreiheit in ihrem Verhältnis zum Kosmos ausdrücken, als das in Kalewala geschehen ist. Aber dann mußte das im Norden übertüncht, übernebelt werden von dem, was gleichsam auslöscht das Bewußtsein von dieser Dreiheit. Es drängte da ein Stamm herunter, der in einer naturhaften Weise das in seiner Seele trug, was damals als das Einheitsstreben da war, was in einer ganz andern Weise, auf einer ganz andern Stufe im Goetheschen «Faust», aber auch überhaupt in Faust zum Ausdruck gekommen ist, etwas, das nicht weiß von der Dreigliedrigkeit, das nach der Einheit des Ich strebt. Hier noch auf einer primitiven Stufe wirkt das auslöschend auf die drei Seelenglieder.

[ 17 ] Nun ist aber das finnische Volk ein solches gewesen, welches noch naturhaft empfand, sonst hätte es nicht die drei Seelenglieder empfunden. Das, was dahinflutet, auslöschend die Dreiheit, dieses Hinflutende, Hineindrängende empfand man als ein r r r, und weil man es empfand als etwas, was, man möchte sagen, in okkulter Sprache am besten ausgedrückt ist in den Buchstaben, in dem Laute u u o, so daß man sagen möchte: Es kommt heran, man muß eigentlich Scheu davor haben, so haucht es hin in dem r r u u o und setzt sich fest, was immer durch das Tau, t, empfunden wird, wenn das in die menschliche Seele hineindringt. Geradeso wie das Hineindringen in die menschliche Seele beim alten Jehova durch das s, durch das hebräische «Shin», ausgedrückt ist, so wird überhaupt dieses Eindringen in die Seele, das Durchdringende durch den s-Laut ausgedrückt. All das hängt zusammen mit dem, was in die Seele eindringt und festhält in der Seele, all das drängt zum i hin, dessen Bedeutung ja bekannt ist, im finnischen Volk das, was mit dem r r u u zusammenhängt. Daher empfand es dieses rutsi, ruotsi, und daher nannte es die Völker, die herunterdrängen da, die Rutsi, Ruotsi. Und diesen Namen haben allmählich die Slawen aufgenommen, und weil sie sich verbunden haben mit dem von oben nach unten Dringenden, was die Finnen so nannten, nannten sie sich selbst Rutsi, was später zu dem Namen Russen wurde.

[ 17 ] Nun ist aber das finnische Volk ein solches gewesen, welches noch naturhaft empfand, sonst hätte es nicht die drei Seelenglieder empfunden. Das, was dahinflutet, auslöschend die Dreiheit, dieses Hinflutende, Hineindrängende empfand man als ein r r r, und weil man es empfand als etwas, was, man möchte sagen, in okkulter Sprache am besten ausgedrückt ist in den Buchstaben, in dem Laute u u o, so daß man sagen möchte: Es kommt heran, man muß eigentlich Scheu davor haben, so haucht es hin in dem r r u u o und setzt sich fest, was immer durch das Tau, t, empfunden wird, wenn das in die menschliche Seele hineindringt. Geradeso wie das Hineindringen in die menschliche Seele beim alten Jehova durch das s, durch das hebräische «Shin», ausgedrückt ist, so wird überhaupt dieses Eindringen in die Seele, das Durchdringende durch den s-Laut ausgedrückt. All das hängt zusammen mit dem, was in die Seele eindringt und festhält in der Seele, all das drängt zum i hin, dessen Bedeutung ja bekannt ist, im finnischen Volk das, was mit dem r r u u zusammenhängt. Daher empfand es dieses rutsi, ruotsi, und daher nannte es die Völker, die herunterdrängen da, die Rutsi, Ruotsi. Und diesen Namen haben allmählich die Slawen aufgenommen, und weil sie sich verbunden haben mit dem von oben nach unten Dringenden, was die Finnen so nannten, nannten sie sich selbst Rutsi, was später zu dem Namen Russen wurde.

[ 18 ] Sie sehen also, das alles mußte sein, was in der Geschichte äußerlich erzählt wird, daß diese hier unten sitzenden Völker gerufen haben die Warägerstämme, die eigentlich normannisch-germanische Stämme waren, die sich verbinden mußten mit den slawischen Stämmen. Dem liegt etwas zugrunde, was sein mußte, durch die Einrichtung der Menschenseele notwendig sein mußte. Und so kam denn das zustande, was dann später im Osten von Europa als das Element des Russischen in das europäische Volkstum eintrat. In dem Element des Russischen lebt also all das wirklich drinnen, von dem ich gesprochen habe. Es lebt vor allen Dingen darinnen jenes normannisch-germanische Element, lebt sogar in dem Namen drinnen, von dem der Name Russe gekommen ist, denn der ist auf dem Wege gekommen, den ich angedeutet habe.

[ 18 ] Sie sehen also, das alles mußte sein, was in der Geschichte äußerlich erzählt wird, daß diese hier unten sitzenden Völker gerufen haben die Warägerstämme, die eigentlich normannisch-germanische Stämme waren, die sich verbinden mußten mit den slawischen Stämmen. Dem liegt etwas zugrunde, was sein mußte, durch die Einrichtung der Menschenseele notwendig sein mußte. Und so kam denn das zustande, was dann später im Osten von Europa als das Element des Russischen in das europäische Volkstum eintrat. In dem Element des Russischen lebt also all das wirklich drinnen, von dem ich gesprochen habe. Es lebt vor allen Dingen darinnen jenes normannisch-germanische Element, lebt sogar in dem Namen drinnen, von dem der Name Russe gekommen ist, denn der ist auf dem Wege gekommen, den ich angedeutet habe.

[ 19 ] In tiefsinniger Weise wird in Kalewala ausgedrückt, daß die Größe des finnischen Volkes darauf beruht, daß es eigentlich vorbereitet in der Dreiheit die Einheit, vorbereitet durch Auslöschung der Dreiheit das Entgegennehmen derjenigen Einheit, die nun nicht mehr nur menschliche Einheit ist, sondern die göttliche Einheit ist, in welcher lebt der göttliche Held des Mysteriums von Golgatha.

[ 19 ] In tiefsinniger Weise wird in Kalewala ausgedrückt, daß die Größe des finnischen Volkes darauf beruht, daß es eigentlich vorbereitet in der Dreiheit die Einheit, vorbereitet durch Auslöschung der Dreiheit das Entgegennehmen derjenigen Einheit, die nun nicht mehr nur menschliche Einheit ist, sondern die göttliche Einheit ist, in welcher lebt der göttliche Held des Mysteriums von Golgatha.

[ 20 ] Damit eine Gruppe von Menschen aufnehmen kann dasjenige, was an sie herankommt, muß sie erst vorbereitet werden. Wir bekommen auf diese Weise einen Eindruck davon, was alles innerlich geschehen muß, damit das in der Entwickelung sich vollziehen kann, was einem äußerlich entgegentritt. Ich sagte, in Kalewala wird in großartiger Weise ausgedrückt, daß das finnische Volk diese Vorbereitung zu liefern hatte, dadurch, daß am Schlusse in eigentümlicher Weise das Mysterium von Golgatha in Kalewala eingeführt wird. Christus tritt am Schlusse von Kalewala auf, aber indem er seinen Impuls in das finnische Leben wirft, geht Wäinämöinen aus dem Lande fort, was ausdrückt, daß das ursprünglich Große, das Bedeutungsvolle, das durch das finnische Element in Europa hereingekommen ist, ein Vorbereitungsstadium für das Christentum ist und das Christentum wie eine Kunde, wie eine Botschaft von außen empfängt.

[ 20 ] Damit eine Gruppe von Menschen aufnehmen kann dasjenige, was an sie herankommt, muß sie erst vorbereitet werden. Wir bekommen auf diese Weise einen Eindruck davon, was alles innerlich geschehen muß, damit das in der Entwickelung sich vollziehen kann, was einem äußerlich entgegentritt. Ich sagte, in Kalewala wird in großartiger Weise ausgedrückt, daß das finnische Volk diese Vorbereitung zu liefern hatte, dadurch, daß am Schlusse in eigentümlicher Weise das Mysterium von Golgatha in Kalewala eingeführt wird. Christus tritt am Schlusse von Kalewala auf, aber indem er seinen Impuls in das finnische Leben wirft, geht Wäinämöinen aus dem Lande fort, was ausdrückt, daß das ursprünglich Große, das Bedeutungsvolle, das durch das finnische Element in Europa hereingekommen ist, ein Vorbereitungsstadium für das Christentum ist und das Christentum wie eine Kunde, wie eine Botschaft von außen empfängt.

[ 21 ] Wie wir beim einzelnen Menschen sehen, daß er in außerordentlich komplizierter Weise gleichsam zubereitet werden muß, damit dann seine Seele das finde von den verschiedensten Seiten her, was sie braucht, um in einer bestimmten Inkarnation zu leben, so ist es auch mit den Völkern. Ein Volk ist nicht etwas ganz so Finheitliches, Homogenes, sondern ein Volk ist etwas, worin viel zusammenfließt. Das Volk, das da im Osten drüben lebt, in ihm ist all das zusammengeflossen. Und all dasjenige, könnte man sagen, was innerlich spirituell ist, ist äußerlich — wenn auch äußerlich in leichter Weise nur — angedeutet. Ich habe gesagt, bei diesem Volk muß ein Seelenstamm sein, der von unten nach oben respektive auch von oben nach unten führt, wenn es ein verbindender Seelenstamm ist. Das war vorhanden in einer mächtigen Straße, welche vom Schwarzen Meer zum Finnischen Meerbusen ging, und auf der ein Austausch stattfand zwischen dem griechisch-byzantinischen Kulturelement und dem Naturelement der Rutsi.

[ 21 ] Wie wir beim einzelnen Menschen sehen, daß er in außerordentlich komplizierter Weise gleichsam zubereitet werden muß, damit dann seine Seele das finde von den verschiedensten Seiten her, was sie braucht, um in einer bestimmten Inkarnation zu leben, so ist es auch mit den Völkern. Ein Volk ist nicht etwas ganz so Finheitliches, Homogenes, sondern ein Volk ist etwas, worin viel zusammenfließt. Das Volk, das da im Osten drüben lebt, in ihm ist all das zusammengeflossen. Und all dasjenige, könnte man sagen, was innerlich spirituell ist, ist äußerlich — wenn auch äußerlich in leichter Weise nur — angedeutet. Ich habe gesagt, bei diesem Volk muß ein Seelenstamm sein, der von unten nach oben respektive auch von oben nach unten führt, wenn es ein verbindender Seelenstamm ist. Das war vorhanden in einer mächtigen Straße, welche vom Schwarzen Meer zum Finnischen Meerbusen ging, und auf der ein Austausch stattfand zwischen dem griechisch-byzantinischen Kulturelement und dem Naturelement der Rutsi.

[ 22 ] Der Mensch muß im Laufe seiner verschiedenen Inkarnationen verschiedenes durchmachen. Eine Inkarnation muß sich immer auf die andere aufbauen. Das kann der Mensch nur dadurch, daß gleichsam in die Substanz, in das Material, aus dem die einzelnen Völker und ihre Angehörigen gebildet werden, wirklich die Kräfte zusammenfließen, durch welche später die Menschenevolution sich vollziehen kann. Es muß eine Menschenseele einmal in ihren Inkarnationen solch eine Leiblichkeit finden, die zusammengeflossen ist aus den Kräften, die ich hier dargestellt habe. Und was man so einfach sagt, ein Mensch wird als Russe geboren, das hat seine tiefe, seine kolossal tiefe Bedeutung. Ein Mensch wird als Russe geboren, heißt: er ist auf dem Wege durch die verschiedenen Inkarnationen dabei angelangt, innerhalb seiner Erdenlaufbahn das zu erleben, was man nur dadurch erleben kann, daß man in einer Körperlichkeit durchläuft ein Leben zwischen Geburt und Tod, die auf solche Weise zusammengetragen ist. Würde man nicht in einem solchen Körper das durchleben, so würde einem etwas fehlen in dem, was man von Inkarnation zu Inkarnation sich erwirbt. Törichte Menschen — ich sage das, ohne daß damit irgendeine Empfindungsnuance verbunden ist, sondern ich sage das als Terminus technicus — haben immer wieder und wiederum von dem Sprichwort gesprochen: Die Welt begreift man in ihrer Wahrheit am besten, wenn sie einem in ihrer Einfachheit erscheint. — Das ist nicht wahr, das ist nur bequem. Tiefe Geister haben es immer ausgesprochen, zum letzten Mal am eindringlichsten wohl Ralph Waldo Emerson, daß man zur Wahrheit der Tatsachen erst eindringt, wenn man sie in ihrer ganzen Kompliziertheit erkennt. Es ist nicht so einfach, das, was in der Welt lebt und was mit der ganzen Weltenevolution zusammenhängt.

[ 22 ] Der Mensch muß im Laufe seiner verschiedenen Inkarnationen verschiedenes durchmachen. Eine Inkarnation muß sich immer auf die andere aufbauen. Das kann der Mensch nur dadurch, daß gleichsam in die Substanz, in das Material, aus dem die einzelnen Völker und ihre Angehörigen gebildet werden, wirklich die Kräfte zusammenfließen, durch welche später die Menschenevolution sich vollziehen kann. Es muß eine Menschenseele einmal in ihren Inkarnationen solch eine Leiblichkeit finden, die zusammengeflossen ist aus den Kräften, die ich hier dargestellt habe. Und was man so einfach sagt, ein Mensch wird als Russe geboren, das hat seine tiefe, seine kolossal tiefe Bedeutung. Ein Mensch wird als Russe geboren, heißt: er ist auf dem Wege durch die verschiedenen Inkarnationen dabei angelangt, innerhalb seiner Erdenlaufbahn das zu erleben, was man nur dadurch erleben kann, daß man in einer Körperlichkeit durchläuft ein Leben zwischen Geburt und Tod, die auf solche Weise zusammengetragen ist. Würde man nicht in einem solchen Körper das durchleben, so würde einem etwas fehlen in dem, was man von Inkarnation zu Inkarnation sich erwirbt. Törichte Menschen — ich sage das, ohne daß damit irgendeine Empfindungsnuance verbunden ist, sondern ich sage das als Terminus technicus — haben immer wieder und wiederum von dem Sprichwort gesprochen: Die Welt begreift man in ihrer Wahrheit am besten, wenn sie einem in ihrer Einfachheit erscheint. — Das ist nicht wahr, das ist nur bequem. Tiefe Geister haben es immer ausgesprochen, zum letzten Mal am eindringlichsten wohl Ralph Waldo Emerson, daß man zur Wahrheit der Tatsachen erst eindringt, wenn man sie in ihrer ganzen Kompliziertheit erkennt. Es ist nicht so einfach, das, was in der Welt lebt und was mit der ganzen Weltenevolution zusammenhängt.

[ 23 ] Und so wie es auf der östlichen Hälfte der europäischen Halbinsel ist, daß die Seelen zubereitet werden, um etwas Besonderes zu erleben, so ist es für alle andern Fälle der Erdenoberfläche, so sind die einzelnen Volkscharaktere in einer komplizierten Weise zubereitet. Nun erinnern Sie sich vor allen Dingen an eines, das wir genügend im Verlaufe unserer geisteswissenschaftlichen Betrachtungen kennengelernt haben.

[ 23 ] Und so wie es auf der östlichen Hälfte der europäischen Halbinsel ist, daß die Seelen zubereitet werden, um etwas Besonderes zu erleben, so ist es für alle andern Fälle der Erdenoberfläche, so sind die einzelnen Volkscharaktere in einer komplizierten Weise zubereitet. Nun erinnern Sie sich vor allen Dingen an eines, das wir genügend im Verlaufe unserer geisteswissenschaftlichen Betrachtungen kennengelernt haben.

[ 24 ] Der Mensch ist gewissermaßen, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, dadurch, daß er zurückblickt auf sein letztes Erdenleben, abhängig von dem, was er in seinem letzten Erdenleben erlebt hat. Wir wissen, daß jahrelang hineinspielen in das Leben nach dem Tode die Zusammenhänge mit dem früheren Erdenleben. Das muß aber so sein. Der Mensch muß durch eine physische Inkarnation hindurchgehen, damit er in dieser Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt bestimmte Erinnerungen an diese vorhergehende Inkarnation hat, bestimmte Impulse aus dieser vorhergehenden Inkarnation hereinreichen. Dadurch, daß er ein ganz bestimmtes Menschenwesen mit einem bestimmten Organismus war, der durch die Erdenverhältnisse bestimmten Einflüssen unterworfen war, wirken auch noch gewissermaßen die Eindrücke nach dem Tode, die erinnerungsmäßig zurückgehen. Diese werden dadurch influenziert, beeinflußt, sie bekommen eine gewisse Schattierung. Das ist die Schattierung, welche eine Seele dadurch empfängt, daß sie durch eine bestimmte Nationalität hindurchgegangen ist, die sie aus einer gewissen Nationalität heraus bekommt. Das wird immer mehr und mehr abgestreift, je mehr das Nationale in das Internationale übergeht. Aber heute ist das noch in hohem Maße vorhanden, sonst hätten die heutigen Ereignisse nicht eintreten können. Die Menschen blicken in gewissem Maße noch zurück auf dasjenige, was sie durch ihren Organismus — insofern dieser national bestimmt ist — im vorhergehenden Leben zwischen Geburt und Tod erlebt haben. Nun werden die Seelen, die auf die heute beschriebene Weise durch Leiber hindurchgehen, die gerade auf diese bestimmte Art zubereitet worden sind, in einer ganz bestimmten Art präpariert auf das Leben, welches sie antreten, nachdem sie durch die Todespforte gegangen sind. Die Individualität wird natürlich nicht beeinflußt, nur das, was gleichsam wie die Kleider, die Hüllen der eigentlichen Individualität ist. Aber diese Kleider oder Hüllen, mit denen die Nationalität zusammenhängt, geben da noch etwas, was die Seele auch nach dem Tode hat, von dem sie weiß, das hat zu deinem Durchgange durch das Erdenleben gehört.

[ 24 ] Der Mensch ist gewissermaßen, wenn er durch die Pforte des Todes gegangen ist, dadurch, daß er zurückblickt auf sein letztes Erdenleben, abhängig von dem, was er in seinem letzten Erdenleben erlebt hat. Wir wissen, daß jahrelang hineinspielen in das Leben nach dem Tode die Zusammenhänge mit dem früheren Erdenleben. Das muß aber so sein. Der Mensch muß durch eine physische Inkarnation hindurchgehen, damit er in dieser Zeit zwischen dem Tode und einer neuen Geburt bestimmte Erinnerungen an diese vorhergehende Inkarnation hat, bestimmte Impulse aus dieser vorhergehenden Inkarnation hereinreichen. Dadurch, daß er ein ganz bestimmtes Menschenwesen mit einem bestimmten Organismus war, der durch die Erdenverhältnisse bestimmten Einflüssen unterworfen war, wirken auch noch gewissermaßen die Eindrücke nach dem Tode, die erinnerungsmäßig zurückgehen. Diese werden dadurch influenziert, beeinflußt, sie bekommen eine gewisse Schattierung. Das ist die Schattierung, welche eine Seele dadurch empfängt, daß sie durch eine bestimmte Nationalität hindurchgegangen ist, die sie aus einer gewissen Nationalität heraus bekommt. Das wird immer mehr und mehr abgestreift, je mehr das Nationale in das Internationale übergeht. Aber heute ist das noch in hohem Maße vorhanden, sonst hätten die heutigen Ereignisse nicht eintreten können. Die Menschen blicken in gewissem Maße noch zurück auf dasjenige, was sie durch ihren Organismus — insofern dieser national bestimmt ist — im vorhergehenden Leben zwischen Geburt und Tod erlebt haben. Nun werden die Seelen, die auf die heute beschriebene Weise durch Leiber hindurchgehen, die gerade auf diese bestimmte Art zubereitet worden sind, in einer ganz bestimmten Art präpariert auf das Leben, welches sie antreten, nachdem sie durch die Todespforte gegangen sind. Die Individualität wird natürlich nicht beeinflußt, nur das, was gleichsam wie die Kleider, die Hüllen der eigentlichen Individualität ist. Aber diese Kleider oder Hüllen, mit denen die Nationalität zusammenhängt, geben da noch etwas, was die Seele auch nach dem Tode hat, von dem sie weiß, das hat zu deinem Durchgange durch das Erdenleben gehört.

[ 25 ] Wenn nun die Seele durch einen Leib durchgegangen ist, der so zubereitet worden ist — exoterisch würde man sagen, die durch einen russischen Leib in einer Inkarnation durchgegangen ist —, so hat sie selbstverständlich die Nuancierung des äußeren Hüllenhaften, das nach dem Tode zu einer Vorstellung wird, die man von sich hat, wie man sonst Vorstellungen von sich hat. In das hat sie aufgenommen alles das, was hier (siehe Zeichnung $. 49) auf diese Weise ausgedrückt ist, und wenn man aussprechen will, was die Seele innerlich dadurch durchmacht, daß sie einen so zusammengesetzten Leib hat, so kann man folgendes sagen. Nicht wahr, wir wissen aus den bisherigen Betrachtungen, daß sich das Bewußtsein in einer gewissen Weise verändert nach dem Tode, es erlangt einen höheren Grad, wird deutlicher, intensiver nach dem Tode, als es in einem physischen Leib ist. Das durchgemacht zu haben, was vorher gemeint ist, bereitet die Seele vor, in besonders intime Beziehung nach dem Tode zu denjenigen Wesen zu kommen, die wie besondere Schutzgeister über den eigentlichen menschlichen Individualitäten leben und in die nächst höhere Hierarchie gehören, in die Hierarchie der Angeloi. In dem Leben nach dem Tode, das bei einer Seele auf eine russische Inkarnation folgt, ist sie gleichsam veranlagt, sich zu identifizieren im Bewußtsein mit ihrem Angelos, die geistige Welt gleichsam anzusehen, um einen groben Ausdruck zu gebrauchen, mit den Augen des Angelos.

[ 25 ] Wenn nun die Seele durch einen Leib durchgegangen ist, der so zubereitet worden ist — exoterisch würde man sagen, die durch einen russischen Leib in einer Inkarnation durchgegangen ist —, so hat sie selbstverständlich die Nuancierung des äußeren Hüllenhaften, das nach dem Tode zu einer Vorstellung wird, die man von sich hat, wie man sonst Vorstellungen von sich hat. In das hat sie aufgenommen alles das, was hier (siehe Zeichnung $. 49) auf diese Weise ausgedrückt ist, und wenn man aussprechen will, was die Seele innerlich dadurch durchmacht, daß sie einen so zusammengesetzten Leib hat, so kann man folgendes sagen. Nicht wahr, wir wissen aus den bisherigen Betrachtungen, daß sich das Bewußtsein in einer gewissen Weise verändert nach dem Tode, es erlangt einen höheren Grad, wird deutlicher, intensiver nach dem Tode, als es in einem physischen Leib ist. Das durchgemacht zu haben, was vorher gemeint ist, bereitet die Seele vor, in besonders intime Beziehung nach dem Tode zu denjenigen Wesen zu kommen, die wie besondere Schutzgeister über den eigentlichen menschlichen Individualitäten leben und in die nächst höhere Hierarchie gehören, in die Hierarchie der Angeloi. In dem Leben nach dem Tode, das bei einer Seele auf eine russische Inkarnation folgt, ist sie gleichsam veranlagt, sich zu identifizieren im Bewußtsein mit ihrem Angelos, die geistige Welt gleichsam anzusehen, um einen groben Ausdruck zu gebrauchen, mit den Augen des Angelos.

[ 26 ] Der Mensch strebt zum höheren Selbst hinauf. Dieses höhere Selbst lebt sich in der verschiedensten Weise aus. Lesen Sie den letzten Münchner Zyklus über «Die Geheimnisse der Schwelle». Da haben Sie auseinandergesetzt, wie das Bewußtsein etwas anderes wird, gleichsam sich die Seele mit dem Angelos durchdringt. Sie muß sich damit durchdringen und bereitet sich zu dem Durchdringen mit dem Angelos dadurch vor, indem sie sich hineinlebt durch die Pforte des Todes in die geistige Welt nach dem Leben in einem russischen Leibe, der so zubereitet worden ist, wie wir es beschrieben haben. So daß wir sagen können: Derjenige, der durch einen russischen Leib gegangen ist, fühlt eigentlich alles nuanciert nach dem Tode dadurch, daß er besonders durchsetzt ist in seinem ganzen Wesen von einem Angelos, von dem alle Menschen beschützenden Genius der nächst höheren Hierarchie.

[ 26 ] Der Mensch strebt zum höheren Selbst hinauf. Dieses höhere Selbst lebt sich in der verschiedensten Weise aus. Lesen Sie den letzten Münchner Zyklus über «Die Geheimnisse der Schwelle». Da haben Sie auseinandergesetzt, wie das Bewußtsein etwas anderes wird, gleichsam sich die Seele mit dem Angelos durchdringt. Sie muß sich damit durchdringen und bereitet sich zu dem Durchdringen mit dem Angelos dadurch vor, indem sie sich hineinlebt durch die Pforte des Todes in die geistige Welt nach dem Leben in einem russischen Leibe, der so zubereitet worden ist, wie wir es beschrieben haben. So daß wir sagen können: Derjenige, der durch einen russischen Leib gegangen ist, fühlt eigentlich alles nuanciert nach dem Tode dadurch, daß er besonders durchsetzt ist in seinem ganzen Wesen von einem Angelos, von dem alle Menschen beschützenden Genius der nächst höheren Hierarchie.

[ 27 ] Aber bei den Völkern der westlichen Kultur ist es so, daß man weniger stark sich imprägniert, weniger stark sich durchdringt nach dem Tode mit dem Wesen des Angelos. Geht man durch eine westliche Inkarnation, so erfährt man nach dem Tode eher das Folgende: Ich empfinde noch so, wie ich sonst auch empfunden habe, ich schaue die Welt noch an, wie ich sie sonst angeschaut habe. — Man empfindet es wie eine besondere Kunst, mit seinem Angelos zusammenzuwachsen. Für den Angehörigen des russischen Volkes ist es etwas Naturgemäßes, immer mit seinem Angelos zusammen zu sein. Die Seele geht auf dem Wege durch die Inkarnationen durch alle möglichen Nationalitäten hindurch und muß auch durch diese Inkarnation gehen, wo sie den Impuls erhält, mehr in dem Angelos aufzugehen, mit dem Angelos zusammenzuwachsen, mit seinem Geistesauge zu schauen in die geistige Welt.

[ 27 ] Aber bei den Völkern der westlichen Kultur ist es so, daß man weniger stark sich imprägniert, weniger stark sich durchdringt nach dem Tode mit dem Wesen des Angelos. Geht man durch eine westliche Inkarnation, so erfährt man nach dem Tode eher das Folgende: Ich empfinde noch so, wie ich sonst auch empfunden habe, ich schaue die Welt noch an, wie ich sie sonst angeschaut habe. — Man empfindet es wie eine besondere Kunst, mit seinem Angelos zusammenzuwachsen. Für den Angehörigen des russischen Volkes ist es etwas Naturgemäßes, immer mit seinem Angelos zusammen zu sein. Die Seele geht auf dem Wege durch die Inkarnationen durch alle möglichen Nationalitäten hindurch und muß auch durch diese Inkarnation gehen, wo sie den Impuls erhält, mehr in dem Angelos aufzugehen, mit dem Angelos zusammenzuwachsen, mit seinem Geistesauge zu schauen in die geistige Welt.

[ 28 ] Natürlich bezieht sich das mehr als auf andere Zeiten zwischen dem Tode und der neuen Geburt auf die Zeit unmittelbar nach dem Tode, die nächsten Jahre oder einundeinhalb bis zwei Jahrzehnte, denn in der Hauptzeit vor und nach der «Mitternacht», von der ich schon gesprochen habe, streift die Seele solche Dinge ab. Es bezieht sich das also auf die Zeit, in welcher der Mensch noch influenziert ist von dem, was er im physischen Leibe erlebt hat, wo das noch nachwirkt.

[ 28 ] Natürlich bezieht sich das mehr als auf andere Zeiten zwischen dem Tode und der neuen Geburt auf die Zeit unmittelbar nach dem Tode, die nächsten Jahre oder einundeinhalb bis zwei Jahrzehnte, denn in der Hauptzeit vor und nach der «Mitternacht», von der ich schon gesprochen habe, streift die Seele solche Dinge ab. Es bezieht sich das also auf die Zeit, in welcher der Mensch noch influenziert ist von dem, was er im physischen Leibe erlebt hat, wo das noch nachwirkt.

[ 29 ] Und nun wenden wir, nachdem wir dies auseinandergesetzt haben, einmal unseren Blick hin auf die geistige Welt, gleichsam auf das Innere der Welt, in der wir drinnen leben, indem wir zu unserer Betrachtung hinzunehmen, daß es nur dem beschränkten Menschensinne entspricht, wenn er glaubt, er ist nur von physischen Menschen umgeben. Er ist immer auch von den Verstorbenen umgeben, von denjenigen, die in der geistigen Welt leben. So haben wir in unserer Umgebung gestorbene Seelen, die durch physische, russische Leiber gegangen sind, die eine große Neigung haben, mehr als Angelos, möchte ich sagen, in ihrer jetzigen Seelenverfassung zu leben denn als Mensch.

[ 29 ] Und nun wenden wir, nachdem wir dies auseinandergesetzt haben, einmal unseren Blick hin auf die geistige Welt, gleichsam auf das Innere der Welt, in der wir drinnen leben, indem wir zu unserer Betrachtung hinzunehmen, daß es nur dem beschränkten Menschensinne entspricht, wenn er glaubt, er ist nur von physischen Menschen umgeben. Er ist immer auch von den Verstorbenen umgeben, von denjenigen, die in der geistigen Welt leben. So haben wir in unserer Umgebung gestorbene Seelen, die durch physische, russische Leiber gegangen sind, die eine große Neigung haben, mehr als Angelos, möchte ich sagen, in ihrer jetzigen Seelenverfassung zu leben denn als Mensch.

[ 30 ] Nach einer solchen Inkarnation tritt noch das besonders Eigentümliche auf, daß der Ätherleib ganz besonders schnell sich in der umliegenden ÄÄtherwelt auflöst, während bei den westlichen Völkern der Ätherleib mehr kompakt ist, sich mehr zusammenhält, schwerer sich auflöst in der umgebenden Ätherwelt. Nun leben wir aber bereits in einem Zeitpunkt, namentlich seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, wie ich schon oft angedeutet habe, wo in der geistigen Welt die Herrschaft durch Michael angetreten ist, nachdem vorher Gabriel regierte. Wir leben Jetzt in einer Zeit, wo diese Verhältnisse ganz besonders stark in der geistigen Welt hervortreten, ganz besonders das Geschilderte wirkt in der geistigen Welt. Denn es obliegt unserer Zeit, das große Ereignis vorzubereiten, das ich schon in dem ersten Mysteriendrama «Die Pforte der Einweihung» angedeutet habe, das Erscheinen des Christus in einer geistigen Gestalt vor dem Menschen. Dieses Ereignis der Erscheinung des Christus, so wie es die Theodora angedeutet hat, kann nur herbeigeführt werden, wenn sich die Herrschaft des Michael immer mehr und mehr ausbreitet. Noch ist das ein Prozeß in der geistigen Welt. Gleichsam kämpft auf dem Plane, der angrenzt an unsere Welt, Michael für das Herannahen des Christus. Er braucht seine Scharen, seine Kämpfer dazu. Nun werden wichtige Kämpfer ihm geliefert, wichtige Scharen aus denjenigen Seelen, die in der jetzigen Inkarnation durch einen russischen Leib gegangen sind. So daß wir geradezu in der geistigen Welt auf eine Art von Eroberungszug des Michael für das Herannahen des Christus blicken können. Dazu rekrutiert er sich eine Schar, eine Reihe von wichtigen Kämpfern aus den Seelen, die durch russische Leiber gegangen sind, weil sie in sich veranlagt sind, sich zu identifizieren mit ihrem Angelos. Dadurch werden sie ganz besonders geeignet, die Kräfte herbeizuführen, um in Reinheit das Bild zu geben, durch das der Christus erscheinen soll. Damit er nicht erscheint in falscher Gestalt, in subjektiver Menschheitsimagination, damit er erscheint im richtigen Bilde, muß Michael den Kampf kämpfen, den ich angedeutet habe. Er kann ihn ganz besonders durch diejenigen Seelen kämpfen, die naturhaft in sich dieses Angelosbewußtsein tragen. Dadurch sind sie besonders präpariert. Auch dadurch, daß ihr Ätherleib sich besonders leicht auflöst, haben sie nichts in ihrem Ätherleib, was den Christus in falscher Gestalt, in falschen Imaginationen erscheinen ließe.

[ 30 ] Nach einer solchen Inkarnation tritt noch das besonders Eigentümliche auf, daß der Ätherleib ganz besonders schnell sich in der umliegenden ÄÄtherwelt auflöst, während bei den westlichen Völkern der Ätherleib mehr kompakt ist, sich mehr zusammenhält, schwerer sich auflöst in der umgebenden Ätherwelt. Nun leben wir aber bereits in einem Zeitpunkt, namentlich seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts, wie ich schon oft angedeutet habe, wo in der geistigen Welt die Herrschaft durch Michael angetreten ist, nachdem vorher Gabriel regierte. Wir leben Jetzt in einer Zeit, wo diese Verhältnisse ganz besonders stark in der geistigen Welt hervortreten, ganz besonders das Geschilderte wirkt in der geistigen Welt. Denn es obliegt unserer Zeit, das große Ereignis vorzubereiten, das ich schon in dem ersten Mysteriendrama «Die Pforte der Einweihung» angedeutet habe, das Erscheinen des Christus in einer geistigen Gestalt vor dem Menschen. Dieses Ereignis der Erscheinung des Christus, so wie es die Theodora angedeutet hat, kann nur herbeigeführt werden, wenn sich die Herrschaft des Michael immer mehr und mehr ausbreitet. Noch ist das ein Prozeß in der geistigen Welt. Gleichsam kämpft auf dem Plane, der angrenzt an unsere Welt, Michael für das Herannahen des Christus. Er braucht seine Scharen, seine Kämpfer dazu. Nun werden wichtige Kämpfer ihm geliefert, wichtige Scharen aus denjenigen Seelen, die in der jetzigen Inkarnation durch einen russischen Leib gegangen sind. So daß wir geradezu in der geistigen Welt auf eine Art von Eroberungszug des Michael für das Herannahen des Christus blicken können. Dazu rekrutiert er sich eine Schar, eine Reihe von wichtigen Kämpfern aus den Seelen, die durch russische Leiber gegangen sind, weil sie in sich veranlagt sind, sich zu identifizieren mit ihrem Angelos. Dadurch werden sie ganz besonders geeignet, die Kräfte herbeizuführen, um in Reinheit das Bild zu geben, durch das der Christus erscheinen soll. Damit er nicht erscheint in falscher Gestalt, in subjektiver Menschheitsimagination, damit er erscheint im richtigen Bilde, muß Michael den Kampf kämpfen, den ich angedeutet habe. Er kann ihn ganz besonders durch diejenigen Seelen kämpfen, die naturhaft in sich dieses Angelosbewußtsein tragen. Dadurch sind sie besonders präpariert. Auch dadurch, daß ihr Ätherleib sich besonders leicht auflöst, haben sie nichts in ihrem Ätherleib, was den Christus in falscher Gestalt, in falschen Imaginationen erscheinen ließe.

[ 31 ] Damit all das, was in der Welt geschehen soll, richtig geschehen könne, müssen verschiedene Glieder in der Weltenordnung zusammenwirken. Es muß nun, damit das geschehen könne, was ich dargestellt habe — nehmen Sie das ganz objektiv — eine Eigentümlichkeit bekämpft werden, die mehr im Westen ist, besonders bei den Seelen, die durch eine französische Inkarnation durchgegangen sind. Diese Seelen bekommen von ihrer Nationalität das Eigentümliche, stark ihren Ätherleib festzuhalten, eine ganz bestimmte Imaginationsgestalt im Ätherleib lange festzuhalten. Das kann nicht durch die westlichen Seelen allein bekämpft werden, sondern es muß dabei diesen westlichen Seelen, man möchte sagen, geholfen werden, es muß gearbeitet werden an der Zerstreuung dieser Ätherleiber in dem allgemeinen Weltenäther, damit nicht ein falsches Bild von der Christus-Erscheinung hervorgerufen werde. Es müssen also die Scharen zusammenwirken, die unter Michael kämpfen, müssen diejenigen Seelen bekämpfen, die durch französische Leiber hindurchgegangen sind.

[ 31 ] Damit all das, was in der Welt geschehen soll, richtig geschehen könne, müssen verschiedene Glieder in der Weltenordnung zusammenwirken. Es muß nun, damit das geschehen könne, was ich dargestellt habe — nehmen Sie das ganz objektiv — eine Eigentümlichkeit bekämpft werden, die mehr im Westen ist, besonders bei den Seelen, die durch eine französische Inkarnation durchgegangen sind. Diese Seelen bekommen von ihrer Nationalität das Eigentümliche, stark ihren Ätherleib festzuhalten, eine ganz bestimmte Imaginationsgestalt im Ätherleib lange festzuhalten. Das kann nicht durch die westlichen Seelen allein bekämpft werden, sondern es muß dabei diesen westlichen Seelen, man möchte sagen, geholfen werden, es muß gearbeitet werden an der Zerstreuung dieser Ätherleiber in dem allgemeinen Weltenäther, damit nicht ein falsches Bild von der Christus-Erscheinung hervorgerufen werde. Es müssen also die Scharen zusammenwirken, die unter Michael kämpfen, müssen diejenigen Seelen bekämpfen, die durch französische Leiber hindurchgegangen sind.

[ 32 ] Das ist dasjenige, was hellseherisches Bewußtsein gerade in dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und bis in unsere Zeit hinein als die Grundlage unserer jetzigen Evolution schauen konnte. Immer mehr und mehr entwickelte sich in der geistigen Welt, in der astralischen Welt, ein Kampf, geistig, zwischen Rußland und Frankreich — selbstverständlich in demjenigen, was geistig zugrunde liegt —, und dieser Kampf wurde immer stärker und stärker. Kampf in der geistigen Welt bedeutet eigentlich Zusammenwirken in der physischen Welt, aber es ist das schon ein Bild des Kampfes, des Gegeneinanderwirkens, und derjenige, der in die geistige Welt hineinschaut, hatte seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis in unsere Zeit hinein immer mehr und mehr ein Intensivwerden eines geistigen Kampfes zwischen Westen und Osten vor sich, über Mitteleuropa hindurch, den Kampf im Himmel, man könnte ihn schon so nennen, der darin besteht, daß immer mehr und mehr unter der Herrschaft des Michael Scharen im Osten gesammelt worden sind, um all das, was verhindern könnte im Westen — in dem immer mehr und mehr in den Materialismus hineinwachsenden Westen — die Erscheinung des Christus, zu bekämpfen.

[ 32 ] Das ist dasjenige, was hellseherisches Bewußtsein gerade in dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und bis in unsere Zeit hinein als die Grundlage unserer jetzigen Evolution schauen konnte. Immer mehr und mehr entwickelte sich in der geistigen Welt, in der astralischen Welt, ein Kampf, geistig, zwischen Rußland und Frankreich — selbstverständlich in demjenigen, was geistig zugrunde liegt —, und dieser Kampf wurde immer stärker und stärker. Kampf in der geistigen Welt bedeutet eigentlich Zusammenwirken in der physischen Welt, aber es ist das schon ein Bild des Kampfes, des Gegeneinanderwirkens, und derjenige, der in die geistige Welt hineinschaut, hatte seit dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts bis in unsere Zeit hinein immer mehr und mehr ein Intensivwerden eines geistigen Kampfes zwischen Westen und Osten vor sich, über Mitteleuropa hindurch, den Kampf im Himmel, man könnte ihn schon so nennen, der darin besteht, daß immer mehr und mehr unter der Herrschaft des Michael Scharen im Osten gesammelt worden sind, um all das, was verhindern könnte im Westen — in dem immer mehr und mehr in den Materialismus hineinwachsenden Westen — die Erscheinung des Christus, zu bekämpfen.

[ 33 ] Ja, meine lieben Freunde, wo eine hohe Kultur ist, eine so ganz ausgeprägte, zum Gipfel gekommene Kultur ist wie in Frankreich, hat die Seele bestimmte Imaginationen angenommen. Diese Imaginationen bleiben nach dem Tode, sie hindern aber, daß etwas ganz Neues kommen kann, was durch den Christus kommen muß. Daher muß vor allem in der geistigen Welt das bekämpft werden, was aus einer vollreifen Kultur in die Seelen übergeht. Michael kann sich nicht seine Scharen aus einer vollreifen Kultur wählen, die eignen sich zu einer bestimmten Imagination; die Imaginationen müssen erst ausgelöscht werden. Daher das grandiose Bild hinter der Szene der geistigen Welt: des Kampfes des Ostens gegen den Westen, der Schar des Michael gegen die selbständig gewordenen Seelen des Westens.

[ 33 ] Ja, meine lieben Freunde, wo eine hohe Kultur ist, eine so ganz ausgeprägte, zum Gipfel gekommene Kultur ist wie in Frankreich, hat die Seele bestimmte Imaginationen angenommen. Diese Imaginationen bleiben nach dem Tode, sie hindern aber, daß etwas ganz Neues kommen kann, was durch den Christus kommen muß. Daher muß vor allem in der geistigen Welt das bekämpft werden, was aus einer vollreifen Kultur in die Seelen übergeht. Michael kann sich nicht seine Scharen aus einer vollreifen Kultur wählen, die eignen sich zu einer bestimmten Imagination; die Imaginationen müssen erst ausgelöscht werden. Daher das grandiose Bild hinter der Szene der geistigen Welt: des Kampfes des Ostens gegen den Westen, der Schar des Michael gegen die selbständig gewordenen Seelen des Westens.

[ 34 ] Und sehen Sie, der äußere physische Ausdruck für einen geistigen Kampf ist ein physisches Bündnis. Was sich auf dem physischen Plane verbündet, drückt damit aus, daß es sich auf dem geistigen Plane in einem Kampf befindet. Man wird zu Verbündeten auf dem physischen Plan, wenn man auf dem geistigen Plan notwendig hat, sich zu bekämpfen. Daraus sehen Sie wiederum einmal, wie ernst wir das Wort von der Maja und der Wahrheit nehmen müssen. Oft und oft spricht man es aus, das Wort von der Maja und der Wahrheit, aber es bleibt Theorie, denn wer in die geistige Welt hereinschaut und dort schaut, was der physischen Welt zugrunde liegt, den überkommt schon das Gefühl ungeheuerlichster Erschütterung, wenn er im Ernste von der Maja zur Wahrheit vordringt und hinter dem, was in der Maja lebt, die Wahrheit findet. Die Wahrheit muß oftmals mit ganz andern Worten ausgedrückt werden als auf dem physischen Plan.

[ 34 ] Und sehen Sie, der äußere physische Ausdruck für einen geistigen Kampf ist ein physisches Bündnis. Was sich auf dem physischen Plane verbündet, drückt damit aus, daß es sich auf dem geistigen Plane in einem Kampf befindet. Man wird zu Verbündeten auf dem physischen Plan, wenn man auf dem geistigen Plan notwendig hat, sich zu bekämpfen. Daraus sehen Sie wiederum einmal, wie ernst wir das Wort von der Maja und der Wahrheit nehmen müssen. Oft und oft spricht man es aus, das Wort von der Maja und der Wahrheit, aber es bleibt Theorie, denn wer in die geistige Welt hereinschaut und dort schaut, was der physischen Welt zugrunde liegt, den überkommt schon das Gefühl ungeheuerlichster Erschütterung, wenn er im Ernste von der Maja zur Wahrheit vordringt und hinter dem, was in der Maja lebt, die Wahrheit findet. Die Wahrheit muß oftmals mit ganz andern Worten ausgedrückt werden als auf dem physischen Plan.

[ 35 ] Was auf dem physischen Plan Bündnis heißt, heißt auf dem geistigen Plan oftmals Krieg. Natürlich darf man nun keine falschen Konstruktionen machen, indem man das, was man auf dem physischen Plan findet, in seinem Gegenteil im Geiste sucht, denn es ist nicht für alle Sachen so. Man muß die Dinge in ihrer Wirklichkeit im Geistigen suchen. Es ist in manchen Fällen durchaus so, daß das, was auf dem physischen Plane geschieht, direkt ein Abbild sein kann von dem, was in der geistigen Welt geschieht. In andern Fällen ist ein so kolossaler Gegensatz vorhanden wie hier zwischen dem Osten und dem Westen, wo man auf dem physischen Plan in der Maja ein Bündnis hat und in der geistigen Welt einen an Bedeutung unendlich überragenden Kampf. Denn durch diesen Kampf soll allmählich herbeigeführt werden, daß ein richtiges Bild aus der Ätherwelt heraustritt, ein Bild von dem Wesen, das in unserer Zeit im Laufe des 20. Jahrhunderts herankommen soll an die Menschheit, in dem Christus.

[ 35 ] Was auf dem physischen Plan Bündnis heißt, heißt auf dem geistigen Plan oftmals Krieg. Natürlich darf man nun keine falschen Konstruktionen machen, indem man das, was man auf dem physischen Plan findet, in seinem Gegenteil im Geiste sucht, denn es ist nicht für alle Sachen so. Man muß die Dinge in ihrer Wirklichkeit im Geistigen suchen. Es ist in manchen Fällen durchaus so, daß das, was auf dem physischen Plane geschieht, direkt ein Abbild sein kann von dem, was in der geistigen Welt geschieht. In andern Fällen ist ein so kolossaler Gegensatz vorhanden wie hier zwischen dem Osten und dem Westen, wo man auf dem physischen Plan in der Maja ein Bündnis hat und in der geistigen Welt einen an Bedeutung unendlich überragenden Kampf. Denn durch diesen Kampf soll allmählich herbeigeführt werden, daß ein richtiges Bild aus der Ätherwelt heraustritt, ein Bild von dem Wesen, das in unserer Zeit im Laufe des 20. Jahrhunderts herankommen soll an die Menschheit, in dem Christus.

[ 36 ] Mit solchen Betrachtungen wollen wir bei der nächsten Gelegenheit fortfahren. Aber ich bitte Sie, solche Dinge wie die heutigen im vollen Ernste zu nehmen, denn ich versichere Sie, wenn man sie zum ersten Male findet, wirken sie genugsam erschütternd.

[ 36 ] Mit solchen Betrachtungen wollen wir bei der nächsten Gelegenheit fortfahren. Aber ich bitte Sie, solche Dinge wie die heutigen im vollen Ernste zu nehmen, denn ich versichere Sie, wenn man sie zum ersten Male findet, wirken sie genugsam erschütternd.