The Connection Between Man
and the Elemental World
GA 158
5 June 1913, Helsinki
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Der Zusammenhang des Menschen mit der elementarischen Welt
Ansprache für die russischen Zuhörer des Vortragszyklus «Die okkulten Grundlagen der Bhagavad Gita»
Ansprache für die russischen Zuhörer des Vortragszyklus «Die okkulten Grundlagen der Bhagavad Gita»
[ 1 ] Als wir uns im letzten Jahre hier versammelten, war gewissermaßen in den Herzen derjenigen, welche dazumal schon mit unseren russischen Freunden versammelt waren, dasjenige noch Knospe, was in einer gewissen Weise sich doch bis in dieses Jahr herein entfaltet hat, das Bewußtsein, das immer mehr und mehr Eure Herzen durchziehen soll, daß Theosophie, oder wie wir es auch nennen, Anthroposophie, nicht etwas ist, was der Mensch wie ein anderes Wissen oder wie ein anderes einzelnes Glaubensbekenntnis aufnehme, sondern was in einer gewissen Beziehung die ganze Seele jedes einzelnen ergreifen soll, was die Seele der ganzen Menschheit in unserem Zeitenzyklus ergreifen soll. Dieses Bewußtsein muß sich nach und nach entwickeln, und man sollte gar nicht glauben, man muß sich gar nicht der Illusion hingeben, daß man leicht zu der vollen Bedeutung und vollen Kraft dieses Bewußtseins kommt. Denn nur nach und nach, langsam und ganz allmählich können wir im Erleben uns erringen das Bewußtsein von der Bedeutung des theosophischen Impulses.
[ 1 ] Als wir uns im letzten Jahre hier versammelten, war gewissermaßen in den Herzen derjenigen, welche dazumal schon mit unseren russischen Freunden versammelt waren, dasjenige noch Knospe, was in einer gewissen Weise sich doch bis in dieses Jahr herein entfaltet hat, das Bewußtsein, das immer mehr und mehr Eure Herzen durchziehen soll, daß Theosophie, oder wie wir es auch nennen, Anthroposophie, nicht etwas ist, was der Mensch wie ein anderes Wissen oder wie ein anderes einzelnes Glaubensbekenntnis aufnehme, sondern was in einer gewissen Beziehung die ganze Seele jedes einzelnen ergreifen soll, was die Seele der ganzen Menschheit in unserem Zeitenzyklus ergreifen soll. Dieses Bewußtsein muß sich nach und nach entwickeln, und man sollte gar nicht glauben, man muß sich gar nicht der Illusion hingeben, daß man leicht zu der vollen Bedeutung und vollen Kraft dieses Bewußtseins kommt. Denn nur nach und nach, langsam und ganz allmählich können wir im Erleben uns erringen das Bewußtsein von der Bedeutung des theosophischen Impulses.
[ 2 ] Eine solche Wahrheit sieht scheinbar recht trivial aus, aber hier ist es gerade, wo wir dasjenige, was wie recht trivial ausschaut, mit allertiefstem Ernst nehmen müssen. Denn nehmt aus der Fülle dessen, was zu diesem Bewußtsein gehört, ein Einzelnes heraus, nehmt heraus, daß es nahezu zweitausend Jahre her ist, daß der Christus-Impuls sich aus höheren Welten in das Erdenleben hereingesenkt hat, nehmt die Tatsache, daß das Evangelium zu den allerverbreitetsten Büchern der Welt gehört, nehmt die Tatsache, daß durch Jahrhunderte und aber Jahrhunderte Millionen von Menschenseelen geglaubt haben, ein richtiges Verhältnis zum Christus zu haben, und stellt die Tatsache daneben, daß es wahr ist, daß die ehrliche Menschenseele, die nicht in Unbescheidenheit ein Verständnis sich zuschreiben will, das sie nicht hat, in unserer Zeit mit der Frage ringen muß: Was ist eigentlich dieser Christus-Impuls? — Und daß diese Seele erst hoffen kann von neuen Offenbarungen aus der geistigen Welt ein Verständnis dieses ChristusImpulses wirklich zu gewinnen! Nehmt andere Tatsachen. Mit einigen Freunden besuchte ich im vorigen Jahre den Ostergottesdienst der russischen Kirche. Ich habe damals unmittelbar danach versucht, ein Wort auszusprechen, von dem ich angenommen habe, daß es Euch zu denken gibt. Der Gottesdienst strömte aus bloß das Bewußtsein von dem gestorbenen Christus. Der Menschheit zum Heile muß in unserer Zeit und in Zukunft aber sein die Botschaft von dem immerfort lebenden Christus. Doch ein anderes Bild ergab sich mir, wie als der Hintergrund dieses Gottesdienstes, von dem hinweggedacht werden mußte, was die diesem Kultus nicht gewachsenen Persönlichkeiten dort taten. Es ergab sich als der Hintergrund ein Tableau uralt heiliger Mysterien, die sich doch fortentwickelt haben bis zu dem, was in diesem Kultus äußerlich in den Formen lebt, was viele Menschenherzen zwar fühlen, was aber gerade von denjenigen am wenigsten verstanden wird, welche die berufensten Interpreten sein sollten oder sich dafür halten in der Gegenwart.
[ 2 ] Eine solche Wahrheit sieht scheinbar recht trivial aus, aber hier ist es gerade, wo wir dasjenige, was wie recht trivial ausschaut, mit allertiefstem Ernst nehmen müssen. Denn nehmt aus der Fülle dessen, was zu diesem Bewußtsein gehört, ein Einzelnes heraus, nehmt heraus, daß es nahezu zweitausend Jahre her ist, daß der Christus-Impuls sich aus höheren Welten in das Erdenleben hereingesenkt hat, nehmt die Tatsache, daß das Evangelium zu den allerverbreitetsten Büchern der Welt gehört, nehmt die Tatsache, daß durch Jahrhunderte und aber Jahrhunderte Millionen von Menschenseelen geglaubt haben, ein richtiges Verhältnis zum Christus zu haben, und stellt die Tatsache daneben, daß es wahr ist, daß die ehrliche Menschenseele, die nicht in Unbescheidenheit ein Verständnis sich zuschreiben will, das sie nicht hat, in unserer Zeit mit der Frage ringen muß: Was ist eigentlich dieser Christus-Impuls? — Und daß diese Seele erst hoffen kann von neuen Offenbarungen aus der geistigen Welt ein Verständnis dieses ChristusImpulses wirklich zu gewinnen! Nehmt andere Tatsachen. Mit einigen Freunden besuchte ich im vorigen Jahre den Ostergottesdienst der russischen Kirche. Ich habe damals unmittelbar danach versucht, ein Wort auszusprechen, von dem ich angenommen habe, daß es Euch zu denken gibt. Der Gottesdienst strömte aus bloß das Bewußtsein von dem gestorbenen Christus. Der Menschheit zum Heile muß in unserer Zeit und in Zukunft aber sein die Botschaft von dem immerfort lebenden Christus. Doch ein anderes Bild ergab sich mir, wie als der Hintergrund dieses Gottesdienstes, von dem hinweggedacht werden mußte, was die diesem Kultus nicht gewachsenen Persönlichkeiten dort taten. Es ergab sich als der Hintergrund ein Tableau uralt heiliger Mysterien, die sich doch fortentwickelt haben bis zu dem, was in diesem Kultus äußerlich in den Formen lebt, was viele Menschenherzen zwar fühlen, was aber gerade von denjenigen am wenigsten verstanden wird, welche die berufensten Interpreten sein sollten oder sich dafür halten in der Gegenwart.
[ 3 ] Versucht, den Gedanken durch solche Hinweise, wie sie soeben ausgesprochen sind, tiefer und immer tiefer in Eure Seelen zu graben, daß die Theosophie von einem jeden einzelnen Herzen ausgeht, daß durch Theosophie oder Anthroposophie etwas völlig Neues in die Menschheitsentwickelung einströmen muß. Versucht einzugraben in Eure Herzen die Wahrheit, daß die Zeichen der Zeit so stehen, daß wir wirklich wenigstens in unseren Seelen selber, in unseren Herzen selber, zuweilen ganz still und intim, niemals einen Kompromiß schließen dürfen mit dem, was um uns herum ist. Aus einer Pflanze kann nicht ohne weiteres eine neue Pflanze erstehen, aus einer Pflanze kann nur eine neue Pflanze werden, wenn die alte Pflanze abstirbt und sich wie aus einem einzigen Punkte heraus, aus dem Keim, eine neue Pflanze bildet. So ist Theosophie in der Tat etwas, meine lieben Freunde, was sich wie ein völlig neuer Keim entwickeln muß in unseren Seelen, in unseren Herzen, was von allem, was die alte Menschheitspflanze gehabt hat, nur das eine behalten muß, was aber universell ist, nur das eine, was wir schauen bei dem Anblick des Mysteriums von Golgatha. Die Blätter, der Stamm der uralten Menschheitskultur, sie werden abfallen müssen; die Blüte, das Mysterium von Golgatha, wird wie eine Erinnerung bleiben müssen von dem Keime, der sich entwickeln soll in der Theosophie. Und dieser Keim, meine lieben Freunde, wird in sich tragen müssen das Bewußtsein, diese Blüte immer mehr und mehr zur vollen Entfaltung zu bringen auf eine neue und immer wieder neue Weise. Dann wird in vielen Formen der Christus-Impuls durch die Menschheitsevolution leben und doch immer derselbe sein, wie jede neue Blüte die Kraft und Schönheit der alten Blüte in sich trägt. Aber er wird zugleich dasjenige sein, was er im Intimsten sein will, ein immer neu und wieder neu Erstehendes, ein neu und wieder neu sich erwirkendes Verständnis desjenigen, was wie ein neuer Anfang der Menschheitsentwickelung gegeben war, als das Blut floß aus den Wunden desjenigen, der menschliche Gestalt angenommen hat, um den Tod zu erleben innerhalb der Menschheit.
[ 3 ] Versucht, den Gedanken durch solche Hinweise, wie sie soeben ausgesprochen sind, tiefer und immer tiefer in Eure Seelen zu graben, daß die Theosophie von einem jeden einzelnen Herzen ausgeht, daß durch Theosophie oder Anthroposophie etwas völlig Neues in die Menschheitsentwickelung einströmen muß. Versucht einzugraben in Eure Herzen die Wahrheit, daß die Zeichen der Zeit so stehen, daß wir wirklich wenigstens in unseren Seelen selber, in unseren Herzen selber, zuweilen ganz still und intim, niemals einen Kompromiß schließen dürfen mit dem, was um uns herum ist. Aus einer Pflanze kann nicht ohne weiteres eine neue Pflanze erstehen, aus einer Pflanze kann nur eine neue Pflanze werden, wenn die alte Pflanze abstirbt und sich wie aus einem einzigen Punkte heraus, aus dem Keim, eine neue Pflanze bildet. So ist Theosophie in der Tat etwas, meine lieben Freunde, was sich wie ein völlig neuer Keim entwickeln muß in unseren Seelen, in unseren Herzen, was von allem, was die alte Menschheitspflanze gehabt hat, nur das eine behalten muß, was aber universell ist, nur das eine, was wir schauen bei dem Anblick des Mysteriums von Golgatha. Die Blätter, der Stamm der uralten Menschheitskultur, sie werden abfallen müssen; die Blüte, das Mysterium von Golgatha, wird wie eine Erinnerung bleiben müssen von dem Keime, der sich entwickeln soll in der Theosophie. Und dieser Keim, meine lieben Freunde, wird in sich tragen müssen das Bewußtsein, diese Blüte immer mehr und mehr zur vollen Entfaltung zu bringen auf eine neue und immer wieder neue Weise. Dann wird in vielen Formen der Christus-Impuls durch die Menschheitsevolution leben und doch immer derselbe sein, wie jede neue Blüte die Kraft und Schönheit der alten Blüte in sich trägt. Aber er wird zugleich dasjenige sein, was er im Intimsten sein will, ein immer neu und wieder neu Erstehendes, ein neu und wieder neu sich erwirkendes Verständnis desjenigen, was wie ein neuer Anfang der Menschheitsentwickelung gegeben war, als das Blut floß aus den Wunden desjenigen, der menschliche Gestalt angenommen hat, um den Tod zu erleben innerhalb der Menschheit.
[ 4 ] Meine lieben Freunde! Alle Welten, die wir durchschreiten können von unserer physischen Welt durch die höheren Welten immer weiter und weiter, sie haben immer Gemeinsames. Es ist richtig, daß wir, wenn wir in eine höhere Welt kommen, zwar immer Neues und Neues finden, aber dennoch immer Gemeinsames mit der vorhergehenden Welt. Wenn wir aber die höheren Welten kennenlernen, so ist eines nicht darinnen, was als physische Erscheinung nur, als physische Erscheinung allein existieren kann. Die Götter der höheren Welten können Mannigfaches erfahren, eines können sie niemals erfahren, den Tod. Denn der Tod existiert nicht in den übersinnlichen Welten. In den übersinnlichen Welten verwandeln sich die Wesen, sie gehen von einer Form in die andere über; sterben kann man nicht in der übersinnlichen Welt. Der Tod als physische Erscheinung ist dasjenige, was nur vorhanden sein kann als physische Erscheinung. Und unter allen Göttern und Geistern war es der einzige, der, um mit der Menschheit ein Gemeinsames zu haben, heruntergestiegen istin die Welt der Menschheit, der Christus, der sich durch seinen Tod verknüpft hat mit der Menschheit, nicht etwa nur durch sein Leben. Aber durch einen 'Tod hat er sich verknüpft, von dem ausgegangen sind neue Lebenskräfte. Hinzuschauen auf den Tod auf Golgatha, das muß werden der Menschheit der Ausgangspunkt für immer neue und neue Lebenskräfte, denn mit diesem Tode ist in einem einzigen Punkte der Menschheitsentwickelung konzentriert dasjenige, was mit einem unendlichen Opfer nur ein Gott für die Menschheit hat vollbringen wollen. Man versuche diesen Gedanken durchzudenken, versuche diesen Gedanken zu einer lebendigen Meditation zu machen, und man wird sehen, daß von diesem Gedanken die stärksten Lebenskräfte für eine jegliche menschliche Seele ausgehen können. Und so gibt es kein erhabeneres Bild, als das auf Golgatha errichtete Kreuz.
[ 4 ] Meine lieben Freunde! Alle Welten, die wir durchschreiten können von unserer physischen Welt durch die höheren Welten immer weiter und weiter, sie haben immer Gemeinsames. Es ist richtig, daß wir, wenn wir in eine höhere Welt kommen, zwar immer Neues und Neues finden, aber dennoch immer Gemeinsames mit der vorhergehenden Welt. Wenn wir aber die höheren Welten kennenlernen, so ist eines nicht darinnen, was als physische Erscheinung nur, als physische Erscheinung allein existieren kann. Die Götter der höheren Welten können Mannigfaches erfahren, eines können sie niemals erfahren, den Tod. Denn der Tod existiert nicht in den übersinnlichen Welten. In den übersinnlichen Welten verwandeln sich die Wesen, sie gehen von einer Form in die andere über; sterben kann man nicht in der übersinnlichen Welt. Der Tod als physische Erscheinung ist dasjenige, was nur vorhanden sein kann als physische Erscheinung. Und unter allen Göttern und Geistern war es der einzige, der, um mit der Menschheit ein Gemeinsames zu haben, heruntergestiegen istin die Welt der Menschheit, der Christus, der sich durch seinen Tod verknüpft hat mit der Menschheit, nicht etwa nur durch sein Leben. Aber durch einen 'Tod hat er sich verknüpft, von dem ausgegangen sind neue Lebenskräfte. Hinzuschauen auf den Tod auf Golgatha, das muß werden der Menschheit der Ausgangspunkt für immer neue und neue Lebenskräfte, denn mit diesem Tode ist in einem einzigen Punkte der Menschheitsentwickelung konzentriert dasjenige, was mit einem unendlichen Opfer nur ein Gott für die Menschheit hat vollbringen wollen. Man versuche diesen Gedanken durchzudenken, versuche diesen Gedanken zu einer lebendigen Meditation zu machen, und man wird sehen, daß von diesem Gedanken die stärksten Lebenskräfte für eine jegliche menschliche Seele ausgehen können. Und so gibt es kein erhabeneres Bild, als das auf Golgatha errichtete Kreuz.
[ 5 ] Meine lieben Freunde! Mit einer solchen für die ganze Menschheit hingestellten Imagination wie das Kreuz auf Golgatha, mit einer solchen Imagination ist der Menschheit ein Unendliches gegeben. Hingestellt ist es vor nahezu zwei Jahrtausenden, dieses Symbolum, das zugleich reale Wirklichkeit war, und noch müssen wir es immer mehr und mehr verstehen lernen in der Menschheitsevolution der Zukunft. Das sind einfache, primitive Gedanken, aber sie sind nicht dazu da, um in uns einen metaphysischen Charakter anzunehmen, sondern um Empfindungen anzunehmen, die uns geeignet machen, in der richtigen Weise uns hineinzustellen in die ganze Menschheitsentwickelung.
[ 5 ] Meine lieben Freunde! Mit einer solchen für die ganze Menschheit hingestellten Imagination wie das Kreuz auf Golgatha, mit einer solchen Imagination ist der Menschheit ein Unendliches gegeben. Hingestellt ist es vor nahezu zwei Jahrtausenden, dieses Symbolum, das zugleich reale Wirklichkeit war, und noch müssen wir es immer mehr und mehr verstehen lernen in der Menschheitsevolution der Zukunft. Das sind einfache, primitive Gedanken, aber sie sind nicht dazu da, um in uns einen metaphysischen Charakter anzunehmen, sondern um Empfindungen anzunehmen, die uns geeignet machen, in der richtigen Weise uns hineinzustellen in die ganze Menschheitsentwickelung.
[ 6 ] Ihr wißt, meine lieben Freunde, daß die Menschheitsentwickelung differenziert vor sich gegangen ist; in einzelnen Nationen, Völkern ging sie vor sich. Jedes Volk hat einen ganz besonderen Grundcharakter, der davon herrührt, daß ein jedes Volk zu seinem Führer hat einen derjenigen Geister, die wir zuzählen der Hierarchie der Archangeloi. Archangeloi sind die obersten Vorsteher gewissermaßen der einzelnen Völker. Daß die Menschenseele als einzelne Seele in der Zukunft immer _ mehr und mehr Zusammenhang gewinnt mit der führenden Volksseele aus der Reihe der Archangeloi, das ist etwas, was uns die spirituelle Weltanschauung bringen muß. Und nur wenn wir Verständnis entgegenbringen demjenigen, was für uns diese Volksseele will, wenn diese Volksseele ein Wollen in die Zukunft zu entwickeln hat, können wir in geeigneter Weise mitarbeiten an der spirituellen Evolution der Menschheit. In dieser Beziehung müssen wir einen großen Unterschied machen zwischen den westeuropäischen Volksseelen und der osteuropäischen, russischen Volksseele. Ich rede jetzt nicht von der äußeren russischen Kultur, von dem, was auf dem äußeren physischen Plan als russische Volkskultur vorhanden ist.
[ 6 ] Ihr wißt, meine lieben Freunde, daß die Menschheitsentwickelung differenziert vor sich gegangen ist; in einzelnen Nationen, Völkern ging sie vor sich. Jedes Volk hat einen ganz besonderen Grundcharakter, der davon herrührt, daß ein jedes Volk zu seinem Führer hat einen derjenigen Geister, die wir zuzählen der Hierarchie der Archangeloi. Archangeloi sind die obersten Vorsteher gewissermaßen der einzelnen Völker. Daß die Menschenseele als einzelne Seele in der Zukunft immer _ mehr und mehr Zusammenhang gewinnt mit der führenden Volksseele aus der Reihe der Archangeloi, das ist etwas, was uns die spirituelle Weltanschauung bringen muß. Und nur wenn wir Verständnis entgegenbringen demjenigen, was für uns diese Volksseele will, wenn diese Volksseele ein Wollen in die Zukunft zu entwickeln hat, können wir in geeigneter Weise mitarbeiten an der spirituellen Evolution der Menschheit. In dieser Beziehung müssen wir einen großen Unterschied machen zwischen den westeuropäischen Volksseelen und der osteuropäischen, russischen Volksseele. Ich rede jetzt nicht von der äußeren russischen Kultur, von dem, was auf dem äußeren physischen Plan als russische Volkskultur vorhanden ist.
[ 7 ] Ich rede von Eurer in der geistigen Welt wirklich vorhandenen Volksseele, welche eben daran ist zu warten auf ihre Aufgabe in der Zukunft, welche in sich voll der Erwartung, voll der Hoffnung, voll der Zuversicht ist. Wenn man vergleicht mit westeuropäischen Volksseelen diese Volksseele, dann hat man den Eindruck des Jungen, Aufstrebenden auf der einen, und des Alten, Greisenhaften auf der andern Seite. Die mitteleuropäische Kultur ist ja hereingeschoben zwischen West- und Osteuropa als eine Vermittlungskultur, welche im Grunde mißverstanden wird, wenn man sie den andern Kulturen gleichschätzt. In einer ganz eigentümlichen Weise hat diese mitteleuropäische Kultur die Aufgabe, zu wirken wie ein Herold aus alten Zeiten in spätere Zeiten. Bedenkt einmal, meine lieben Freunde, wie im Grunde genommen die ganze europäische Kultur der westlichen Welt überhaupt zustande gekommen ist. Da waren die vorgeschobenen Posten der orientalischen Völker bis ins alte Indien hinein und es haben diese Völker eine große eindringliche Kultur entwickelt, wie sie uns entgegenkommt aus der Kultur des alten Indien, aus der Bhagavad Gita-Zeit. Diese Völker wurden nach dem Süden Asiens vorgeschoben. Während in ihnen lehrten weisheitsvolle Lehrer wie die Rishis und Zarathustra, waren zurückgeblieben im weitesten Umkreis der europäischen Länder Völker, auch in Eurem Lande, die gewissermaßen verblieben durch die Weisheit der Weltevolution in primitiven Zuständen. Während in Asien weitumfassende Gedanken in der Sankhya- und der Vedantaphilosophie blühten, hatten diese europäischen Völker einfache, primitive Kulturen. Warum? Weil die Kulturen so fortschreiten müssen, daß alles dasjenige, was später als Impuls kommen soll, von primitiven Menschen aufgenommen werden muß. Die bis zu einer gewissen Höhe der Intellektualität aufgestiegenen Völker des Ostens konnten nimmermehr zum Beispiel den Christus-Impuls verstehen, sie waren hinaus über die Möglichkeit, den Christus-Impuls zu verstehen.
[ 7 ] Ich rede von Eurer in der geistigen Welt wirklich vorhandenen Volksseele, welche eben daran ist zu warten auf ihre Aufgabe in der Zukunft, welche in sich voll der Erwartung, voll der Hoffnung, voll der Zuversicht ist. Wenn man vergleicht mit westeuropäischen Volksseelen diese Volksseele, dann hat man den Eindruck des Jungen, Aufstrebenden auf der einen, und des Alten, Greisenhaften auf der andern Seite. Die mitteleuropäische Kultur ist ja hereingeschoben zwischen West- und Osteuropa als eine Vermittlungskultur, welche im Grunde mißverstanden wird, wenn man sie den andern Kulturen gleichschätzt. In einer ganz eigentümlichen Weise hat diese mitteleuropäische Kultur die Aufgabe, zu wirken wie ein Herold aus alten Zeiten in spätere Zeiten. Bedenkt einmal, meine lieben Freunde, wie im Grunde genommen die ganze europäische Kultur der westlichen Welt überhaupt zustande gekommen ist. Da waren die vorgeschobenen Posten der orientalischen Völker bis ins alte Indien hinein und es haben diese Völker eine große eindringliche Kultur entwickelt, wie sie uns entgegenkommt aus der Kultur des alten Indien, aus der Bhagavad Gita-Zeit. Diese Völker wurden nach dem Süden Asiens vorgeschoben. Während in ihnen lehrten weisheitsvolle Lehrer wie die Rishis und Zarathustra, waren zurückgeblieben im weitesten Umkreis der europäischen Länder Völker, auch in Eurem Lande, die gewissermaßen verblieben durch die Weisheit der Weltevolution in primitiven Zuständen. Während in Asien weitumfassende Gedanken in der Sankhya- und der Vedantaphilosophie blühten, hatten diese europäischen Völker einfache, primitive Kulturen. Warum? Weil die Kulturen so fortschreiten müssen, daß alles dasjenige, was später als Impuls kommen soll, von primitiven Menschen aufgenommen werden muß. Die bis zu einer gewissen Höhe der Intellektualität aufgestiegenen Völker des Ostens konnten nimmermehr zum Beispiel den Christus-Impuls verstehen, sie waren hinaus über die Möglichkeit, den Christus-Impuls zu verstehen.
[ 8 ] Die Völker der westländischen Kultur waren noch nicht so weit, das Geistige im Kopfe aufzunehmen, dasjenige, was als Kraft lebt vom Herzen bis zum Kopf, war bei ihnen noch nicht bis zum Kopf gekommen. In Indien war alles Kopfkultur, in den europäischen Völkern war alles noch in primitiven Empfindungen in ursprünglicher Stärke im Herzen konzentriert. Nur solche Völker konnten, weil sie noch nicht hinaus waren über das Seelenhaftige des Herzens, die Mysterien von Golgatha nach und nach in die Empfindung sich einverweben. So war es die europäische Kultur, welche dadurch, daß sie zurückgeblieben war, in ursprünglicher, frischer Kraft dastand — und ursprüngliche frische Kraft ist näher mit dem Göttlichen verwandt —, bereit war, den Christus-Impuls aufzunehmen. So flossen zusammen innerhalb der abendländischen Welt zwei Strömungen, die für jeden, der dafür eine Empfindung hat, scharf zu unterscheiden sind. Wer würde nicht unterscheiden können den eigentümlichen Grundton Fichtes, des mitteleuropäischen Philosophen, und den eigentümlichen Grundton Spinozas, der ja auch ein europäischer Philosoph war. Es ist sogar in der Menschheitsevolution so, daß dasjenige, was der allgemeinen Kultur angehört, von derselben Individualität getragen werden kann. Denn dieselbe Individualität ist ja Spinoza und Fichte, wie vielleicht schon einige unserer Freunde wissen. Aber Fichte ist als einzelne Persönlichkeit des 18., 19. Jahrhunderts ein Geist, der durchdrungen werden konnte von der ganzen Kraft des Christus-Impulses; Spinoza, also dieselbe Individualität, steht aber in der andern Strömung darinnen und hat nichts davon.
[ 8 ] Die Völker der westländischen Kultur waren noch nicht so weit, das Geistige im Kopfe aufzunehmen, dasjenige, was als Kraft lebt vom Herzen bis zum Kopf, war bei ihnen noch nicht bis zum Kopf gekommen. In Indien war alles Kopfkultur, in den europäischen Völkern war alles noch in primitiven Empfindungen in ursprünglicher Stärke im Herzen konzentriert. Nur solche Völker konnten, weil sie noch nicht hinaus waren über das Seelenhaftige des Herzens, die Mysterien von Golgatha nach und nach in die Empfindung sich einverweben. So war es die europäische Kultur, welche dadurch, daß sie zurückgeblieben war, in ursprünglicher, frischer Kraft dastand — und ursprüngliche frische Kraft ist näher mit dem Göttlichen verwandt —, bereit war, den Christus-Impuls aufzunehmen. So flossen zusammen innerhalb der abendländischen Welt zwei Strömungen, die für jeden, der dafür eine Empfindung hat, scharf zu unterscheiden sind. Wer würde nicht unterscheiden können den eigentümlichen Grundton Fichtes, des mitteleuropäischen Philosophen, und den eigentümlichen Grundton Spinozas, der ja auch ein europäischer Philosoph war. Es ist sogar in der Menschheitsevolution so, daß dasjenige, was der allgemeinen Kultur angehört, von derselben Individualität getragen werden kann. Denn dieselbe Individualität ist ja Spinoza und Fichte, wie vielleicht schon einige unserer Freunde wissen. Aber Fichte ist als einzelne Persönlichkeit des 18., 19. Jahrhunderts ein Geist, der durchdrungen werden konnte von der ganzen Kraft des Christus-Impulses; Spinoza, also dieselbe Individualität, steht aber in der andern Strömung darinnen und hat nichts davon.
[ 9 ] Es ist aber noch vieles nicht da, was in die europäische Kultur kommen muß. Und es muß zusammenwirken dasjenige, was in gewisser Weise alt geworden ist, und dasjenige, was jung und hoffnungsfrisch ist. Die russische Volksseele, die Wesenheit aus der Reihe der Archangeloi, ist jung und hoffnungsfrisch, sie hat ihre Aufgabe vor sich. Und an den russischen Theosophen wird es sein, dieBrücke zu finden von der einzelnen Seele zur Volksseele, verstehen zu lernen, was die Volksseele von ihnen will. Ihr werdet finden, meine lieben Freunde, daß es unter gewissen Voraussetzungen gerade Euren Seelen leicht werden wird, den Christus-Impuls aus Euren Herzen heraus zu beleben durch das, was in Euren Seelen lebt. Ihr werdet auf der andern Seite erfahren müssen, daß auch, weil Ihr eine gewisse innere Leichtigkeit habt, um den Christus-Impuls zu beleben, auf der andern Seite wiederum Euch große Schwierigkeiten erwachsen. Ihr werdet zu erfahren haben, daß gerade für Euch die tiefe Wahrheit in erhöhtem Maße gilt, daß Ihr auf Eure eigene Seele Euch werdet stellen müssen, daß Ihr werdet das Theosophische in Euren Seelen beleben müssen. Denn, meine lieben Freunde, Theosophie als Verkündigung unseres Zeitalters, sie will keinen Kompromiß schließen mit andern Weltanschauungen. Sie spricht ein strenges Wort zu andern Weltanschauungen. Sie spricht ein Wort zu andern Weltanschauungen, das auch schon gehört worden ist im Laufe der Entwickelung. Diejenigen, die Theosophie finden wollen in den bisherigen äußerlichen, materialistischen Kulturen — und das sind alle Kulturen der Gegenwart, oder nähern sich wenigstens dazu —, alle, die Kompromisse suchen werden, denen wird immerdar mit aller Strenge das Wort entgegenklingen, das einstmals der Christus Jesus gesprochen hat: Lasset die Toten ihre Toten begraben! Ihr aber folget mir nach! Die Toten, das sind die einzelnen Kulturen, die sich dem Materialismus nähern, sie haben in sich schon die Fähigkeit, sich zum Grabe zu führen. «Lasset die Toten die Toten begraben!» Aber die Seelen sollen nachfolgen dem, was das Verständnis des spirituellen Impulses ist, der als Christus-Impuls durch die Welt waltet. Daher werdet Ihr nicht, meine lieben Freunde, finden, wenn Ihr anfragt bei demjenigen, was Euch alte Traditionen geben können, was Euch altes Herkommen geben kann, etwas, was Euch zur Theosophie führt. Es ist gut, dieses alte Herkommen, diese alten Traditionen aufzufinden, um zu zeigen, wie in ihnen das Göttliche waltet, aber zur Theosophie kommt heute der Mensch, gerade indem er eine Seele in sich trägt, in der nicht das Alte, Greisenhafte waltet, sondern eine Seele, wie Ihr sie tragt: frische, unmittelbare Seelen, wie Ihr sie unbeeinflußt von aller Tradition dieser Theosophie entgegenbringt. Lebenskraft, nicht bloße Erkenntniskraft erfordert der theosophische Impuls, fordert der theosophische Impuls von Euren Seelen.
[ 9 ] Es ist aber noch vieles nicht da, was in die europäische Kultur kommen muß. Und es muß zusammenwirken dasjenige, was in gewisser Weise alt geworden ist, und dasjenige, was jung und hoffnungsfrisch ist. Die russische Volksseele, die Wesenheit aus der Reihe der Archangeloi, ist jung und hoffnungsfrisch, sie hat ihre Aufgabe vor sich. Und an den russischen Theosophen wird es sein, dieBrücke zu finden von der einzelnen Seele zur Volksseele, verstehen zu lernen, was die Volksseele von ihnen will. Ihr werdet finden, meine lieben Freunde, daß es unter gewissen Voraussetzungen gerade Euren Seelen leicht werden wird, den Christus-Impuls aus Euren Herzen heraus zu beleben durch das, was in Euren Seelen lebt. Ihr werdet auf der andern Seite erfahren müssen, daß auch, weil Ihr eine gewisse innere Leichtigkeit habt, um den Christus-Impuls zu beleben, auf der andern Seite wiederum Euch große Schwierigkeiten erwachsen. Ihr werdet zu erfahren haben, daß gerade für Euch die tiefe Wahrheit in erhöhtem Maße gilt, daß Ihr auf Eure eigene Seele Euch werdet stellen müssen, daß Ihr werdet das Theosophische in Euren Seelen beleben müssen. Denn, meine lieben Freunde, Theosophie als Verkündigung unseres Zeitalters, sie will keinen Kompromiß schließen mit andern Weltanschauungen. Sie spricht ein strenges Wort zu andern Weltanschauungen. Sie spricht ein Wort zu andern Weltanschauungen, das auch schon gehört worden ist im Laufe der Entwickelung. Diejenigen, die Theosophie finden wollen in den bisherigen äußerlichen, materialistischen Kulturen — und das sind alle Kulturen der Gegenwart, oder nähern sich wenigstens dazu —, alle, die Kompromisse suchen werden, denen wird immerdar mit aller Strenge das Wort entgegenklingen, das einstmals der Christus Jesus gesprochen hat: Lasset die Toten ihre Toten begraben! Ihr aber folget mir nach! Die Toten, das sind die einzelnen Kulturen, die sich dem Materialismus nähern, sie haben in sich schon die Fähigkeit, sich zum Grabe zu führen. «Lasset die Toten die Toten begraben!» Aber die Seelen sollen nachfolgen dem, was das Verständnis des spirituellen Impulses ist, der als Christus-Impuls durch die Welt waltet. Daher werdet Ihr nicht, meine lieben Freunde, finden, wenn Ihr anfragt bei demjenigen, was Euch alte Traditionen geben können, was Euch altes Herkommen geben kann, etwas, was Euch zur Theosophie führt. Es ist gut, dieses alte Herkommen, diese alten Traditionen aufzufinden, um zu zeigen, wie in ihnen das Göttliche waltet, aber zur Theosophie kommt heute der Mensch, gerade indem er eine Seele in sich trägt, in der nicht das Alte, Greisenhafte waltet, sondern eine Seele, wie Ihr sie tragt: frische, unmittelbare Seelen, wie Ihr sie unbeeinflußt von aller Tradition dieser Theosophie entgegenbringt. Lebenskraft, nicht bloße Erkenntniskraft erfordert der theosophische Impuls, fordert der theosophische Impuls von Euren Seelen.
[ 10 ] Meine lieben Freunde! Viele von Euch, vielleicht die meisten, vielleicht sogar alle, fühlen in sich, wenn sie es auch vielleicht anders definieren, den Schmerz, das Leid des Getrenntseins von der Volksseele, des vorläufigen Getrenntseins von Eurer Volksseele. Viele von Euch fühlen, wenn sie es auch anders glauben, vielleicht die meisten, vielleicht alle fühlen in sich, wie sie brauchen neuen Ansporn zu Wille und Kraft. Beginnt einmal, meine lieben Freunde, das, was Ihr so als Leid fühlt des oftmals mangelnden Willens und der oftmals mangelnden Kraft, beginnt einmal, entschließt Euch dieses anzusehen als das Jungfräuliche Eures Willens, entschließt Euch, dieses anzusehen als einen Willen, der unberührt geblieben ist, und der nur auf das Angesporntwerden wartet von demjenigen, was theosophischer Impuls ist! Laßt den theosophischen Impuls in Euch Wille werden! Versucht das Leid in Kraft, den schwachen Willen in die in Euch wollende Theosophie zu wandeln, Ihr werdet können dadurch wirklich in das theosophische Leben hineinkommen! Versucht umzuinterpretieren, was in Euch noch schwach, noch nicht ganz da ist! Ihr werdet so zu den besten Trägern der Theosophie werden können! Denn bedenkt, die Seelen, die jetzt in Euren Leibern sind, sind nicht dazu bestimmt, in der nächsten Inkarnation nur in Osteuropa wieder inkarniert zu werden. Sie sind dazu bestimmt, in den nächsten Inkarnationen verteilt zu werden über die ganze Erde hin. Und etwas wird vor Euch stehen zwischen Tod und einer neuen Geburt, das so zu Euch sprechen wird, wenn Ihr in eine neue Inkarnation kommen werdet. Zu dem Einen wird es sprechen: Du hast deine Aufgabe erfüllt, du kannst das, was du aufgenommen hast auf der Erde, in die Welt tragen, was nur auf dem Boden Osteuropas aufgenommen werden konnte. — Zu dem andern wird es sprechen: Du kannst es nicht!
[ 10 ] Meine lieben Freunde! Viele von Euch, vielleicht die meisten, vielleicht sogar alle, fühlen in sich, wenn sie es auch vielleicht anders definieren, den Schmerz, das Leid des Getrenntseins von der Volksseele, des vorläufigen Getrenntseins von Eurer Volksseele. Viele von Euch fühlen, wenn sie es auch anders glauben, vielleicht die meisten, vielleicht alle fühlen in sich, wie sie brauchen neuen Ansporn zu Wille und Kraft. Beginnt einmal, meine lieben Freunde, das, was Ihr so als Leid fühlt des oftmals mangelnden Willens und der oftmals mangelnden Kraft, beginnt einmal, entschließt Euch dieses anzusehen als das Jungfräuliche Eures Willens, entschließt Euch, dieses anzusehen als einen Willen, der unberührt geblieben ist, und der nur auf das Angesporntwerden wartet von demjenigen, was theosophischer Impuls ist! Laßt den theosophischen Impuls in Euch Wille werden! Versucht das Leid in Kraft, den schwachen Willen in die in Euch wollende Theosophie zu wandeln, Ihr werdet können dadurch wirklich in das theosophische Leben hineinkommen! Versucht umzuinterpretieren, was in Euch noch schwach, noch nicht ganz da ist! Ihr werdet so zu den besten Trägern der Theosophie werden können! Denn bedenkt, die Seelen, die jetzt in Euren Leibern sind, sind nicht dazu bestimmt, in der nächsten Inkarnation nur in Osteuropa wieder inkarniert zu werden. Sie sind dazu bestimmt, in den nächsten Inkarnationen verteilt zu werden über die ganze Erde hin. Und etwas wird vor Euch stehen zwischen Tod und einer neuen Geburt, das so zu Euch sprechen wird, wenn Ihr in eine neue Inkarnation kommen werdet. Zu dem Einen wird es sprechen: Du hast deine Aufgabe erfüllt, du kannst das, was du aufgenommen hast auf der Erde, in die Welt tragen, was nur auf dem Boden Osteuropas aufgenommen werden konnte. — Zu dem andern wird es sprechen: Du kannst es nicht!
[ 11 ] Meine lieben Freunde, betrachtet dasjenige, was Ihr jetzt für Theosophie fühlt, als den Instinkt für das eben Ausgesprochene, als das unbestimmte Fühlen, was in Euch ist von dieser Eurer Aufgabe. Betrachtet es so, daß es vom Ich in das Denken, Fühlen und Wollen, von da in das Leben, von da in das Blut Euch Kraft geben kann, dann werdet Ihr diesen Instinkt, aus dem Ihr jetzt zur Theosophie eilt, in der richtigen Weise deuten.
[ 11 ] Meine lieben Freunde, betrachtet dasjenige, was Ihr jetzt für Theosophie fühlt, als den Instinkt für das eben Ausgesprochene, als das unbestimmte Fühlen, was in Euch ist von dieser Eurer Aufgabe. Betrachtet es so, daß es vom Ich in das Denken, Fühlen und Wollen, von da in das Leben, von da in das Blut Euch Kraft geben kann, dann werdet Ihr diesen Instinkt, aus dem Ihr jetzt zur Theosophie eilt, in der richtigen Weise deuten.
[ 12 ] Ihr habt Euch nun in äußerlicher Weise gesammelt. Ihr habt die Möglichkeit gefunden, unter den großen Schwierigkeiten, die in Eurem Lande bestehen, ungehindert äußerlich sammeln zu können. Gebraucht diese Möglichkeit zu möglichst starker innerer Sammlung, um die Brücke zu schlagen, ein jeder einzelne von Euch, zu der Volksseele hinauf. Es kann meine Aufgabe nicht sein, meine lieben Freunde, davon zu sprechen, welche Dienste im einzelnen dieser Volksseele geleistet werden müssen. Aber von etwas anderem darf ich Euch sprechen, von dem ich möchte, daß es zwar als Wort ausgesprochen wird, sich in Euch aber in ein Gefühl verwandele. Ihr seid in einer eigentümlichen Lage, meine lieben Freunde. Ihr seid gewissermaßen in der gegenteiligen Lage von einem Volke, das in einer gewissen Beziehung zu einem kurzen Glanze auch aufsteigender Art die Erde bevölkert. Ihr seid in einer gegenteiligen Lage wie das nordamerikanische Volk. Bedenkt, meine lieben Freunde, daß dieses nordamerikanische Volk, das Euer Gegenpol ist, von der Zeit ab begonnen hat, vom Westen allmählich gegen den Osten vorzurücken, in der in Europa das Zeitalter des Materialismus begonnen hat, und ihn weiter ausgebaut hat. Bedenkt, daß in den Wurzeln des Amerikanertums der Materialismus waltet. Bedenkt einmal, daß diejenigen Menschen, die Amerika kultiviert haben, dies getan haben mit den Vorstellungen des kultivierten Europäers vor Jahrhunderten, die so wenig weit hinter uns liegen. Was haben denn diese Menschen gemacht? Diese Menschen haben mit den materialistischen Vorstellungen der modernen Parlamente, mit den Vorstellungen der modernen Naturwissenschaft, der modernen Gesellschaftsordnung dasjenige getan, was sonst die ungebildeten Menschen machen, wenn sie Urwälder ausroden, Stück für Stück Ackerboden erobern, Land bereiten der Kultur. Das ist alles aus Materialismus entsprungen. Und wenn man heute betrachtet den als ihren bedeutendsten Schriftsteller Anerkannten, den ja auch die Amerikaner durch Wahl zu ihrem Leiter bestimmt haben, Woodrow Wilson, der für die heutigen Verhältnisse wirklich ein bedeutender Schriftsteller ist, der Glänzendes an schriftstellerischen Leistungen für die soziale Anschauung geleistet hat, wenn man ihn anschaut, seine Begriffe und Ideen, alles, was er repräsentiert als Vertreter des amerikanischen Volkes, was ist es? Ein Kartenhaus. Ein Kartenhaus, von einem einzigen Hauch, wenn er einmal gehaucht würde aus den spirituellen Welten heraus, vernichtet. Dann würde diese ganze Kultur umfallen. Jede Einzelheit, aus der die amerikanische Kultur stammt, kann man nachweisen aus äußeren Geschichtsbüchern, aus der Kulturgeschichte der vorigen Jahrhunderte. Alles liegt offen da, alles ist Menschenwerk, woraus das entsprungen ist.
[ 12 ] Ihr habt Euch nun in äußerlicher Weise gesammelt. Ihr habt die Möglichkeit gefunden, unter den großen Schwierigkeiten, die in Eurem Lande bestehen, ungehindert äußerlich sammeln zu können. Gebraucht diese Möglichkeit zu möglichst starker innerer Sammlung, um die Brücke zu schlagen, ein jeder einzelne von Euch, zu der Volksseele hinauf. Es kann meine Aufgabe nicht sein, meine lieben Freunde, davon zu sprechen, welche Dienste im einzelnen dieser Volksseele geleistet werden müssen. Aber von etwas anderem darf ich Euch sprechen, von dem ich möchte, daß es zwar als Wort ausgesprochen wird, sich in Euch aber in ein Gefühl verwandele. Ihr seid in einer eigentümlichen Lage, meine lieben Freunde. Ihr seid gewissermaßen in der gegenteiligen Lage von einem Volke, das in einer gewissen Beziehung zu einem kurzen Glanze auch aufsteigender Art die Erde bevölkert. Ihr seid in einer gegenteiligen Lage wie das nordamerikanische Volk. Bedenkt, meine lieben Freunde, daß dieses nordamerikanische Volk, das Euer Gegenpol ist, von der Zeit ab begonnen hat, vom Westen allmählich gegen den Osten vorzurücken, in der in Europa das Zeitalter des Materialismus begonnen hat, und ihn weiter ausgebaut hat. Bedenkt, daß in den Wurzeln des Amerikanertums der Materialismus waltet. Bedenkt einmal, daß diejenigen Menschen, die Amerika kultiviert haben, dies getan haben mit den Vorstellungen des kultivierten Europäers vor Jahrhunderten, die so wenig weit hinter uns liegen. Was haben denn diese Menschen gemacht? Diese Menschen haben mit den materialistischen Vorstellungen der modernen Parlamente, mit den Vorstellungen der modernen Naturwissenschaft, der modernen Gesellschaftsordnung dasjenige getan, was sonst die ungebildeten Menschen machen, wenn sie Urwälder ausroden, Stück für Stück Ackerboden erobern, Land bereiten der Kultur. Das ist alles aus Materialismus entsprungen. Und wenn man heute betrachtet den als ihren bedeutendsten Schriftsteller Anerkannten, den ja auch die Amerikaner durch Wahl zu ihrem Leiter bestimmt haben, Woodrow Wilson, der für die heutigen Verhältnisse wirklich ein bedeutender Schriftsteller ist, der Glänzendes an schriftstellerischen Leistungen für die soziale Anschauung geleistet hat, wenn man ihn anschaut, seine Begriffe und Ideen, alles, was er repräsentiert als Vertreter des amerikanischen Volkes, was ist es? Ein Kartenhaus. Ein Kartenhaus, von einem einzigen Hauch, wenn er einmal gehaucht würde aus den spirituellen Welten heraus, vernichtet. Dann würde diese ganze Kultur umfallen. Jede Einzelheit, aus der die amerikanische Kultur stammt, kann man nachweisen aus äußeren Geschichtsbüchern, aus der Kulturgeschichte der vorigen Jahrhunderte. Alles liegt offen da, alles ist Menschenwerk, woraus das entsprungen ist.
[ 13 ] Fragt nach, woher Euer Volkstum kommt, woher Euer Geistesleben stammt, fragt nach, woher das Beste kommt, was Ihr in Euren Seelen hegen könnt. Ihr werdet es auf der Erde nicht finden! Das ist nicht in dieser Weise zu finden, das wurzelt in der geistigen Welt selber. Das ist Organismus, Lebewesen, das ist kein Kartenhaus! Solche Dinge dürfen wir niemals zur Veranlassung nehmen unseres Hochmutes, sondern zur Veranlassung unserer Demut, unserer Bescheidenheit, weil wir aus ihm nicht holen sollen ein waghalsiges Selbstbewußtsein, sondern Verantwortlichkeitsgefühl.
[ 13 ] Fragt nach, woher Euer Volkstum kommt, woher Euer Geistesleben stammt, fragt nach, woher das Beste kommt, was Ihr in Euren Seelen hegen könnt. Ihr werdet es auf der Erde nicht finden! Das ist nicht in dieser Weise zu finden, das wurzelt in der geistigen Welt selber. Das ist Organismus, Lebewesen, das ist kein Kartenhaus! Solche Dinge dürfen wir niemals zur Veranlassung nehmen unseres Hochmutes, sondern zur Veranlassung unserer Demut, unserer Bescheidenheit, weil wir aus ihm nicht holen sollen ein waghalsiges Selbstbewußtsein, sondern Verantwortlichkeitsgefühl.
[ 14 ] Meine lieben Freunde! Ich habe gestern über die Freiheit gesprochen. Es wird viel Wasser hinunterfließen müssen die europäischen Ströme, bis eine gewisse Anzahl von Menschen voll versteht, was mit dieser Freiheit begriffen werden soll, was mit dieser Freiheit gemeint ist. Was ist Freiheit? Gehen wir vom Westen nach dem Osten! Was ist für den Amerikaner Freiheit? Dasjenige, was ihm das Leben am bequemsten einrichtet. Er nennt Freiheit dasjenige, was hineinverwoben werden soll in die soziale Ordnung, damit am besten ein jeder einzelne für die äußere Welt vorwärtskommt. Wir kennen Freiheit anders — sagt Woodrow Wilson —, als der Europäer, wir kennen Freiheit, weil sie uns praktisch erscheint. — So sagt der Amerikaner selber. Ein Messer nimmt man zum Schneiden, eine Gabel zum Essen, weil sie praktisch sind dazu. Der Amerikaner nimmt die Freiheit, weil sie praktisch ist dafür, was er braucht, weil er am besten damit die Ordnung herstellen kann, die ihm angenehm ist. Freiheit ist für den Amerikaner ein Nützlichkeitsprodukt, sie bringt ihm Nutzen. Meine lieben Freunde! Für den Westeuropäer war die Freiheit etwas anderes, war Freiheit ein hohes Ideal, etwas, wozu er aufblickte. Man darf fast das Wort des Dichters auf die Freiheit anwenden. Dem Europäer ist sie die «hohe herrliche Göttin», für den Amerikaner ist sie die nützliche Melkkuh, die ihn mit Milch und Butter versorgt. /ch sage das nicht, sondern derjenige, der in den nächsten Jahren verantwortlich ist für die Leitung der Amerikanischen Vereinigten Staaten, hat das gesagt. Es ist nun überhaupt nicht meine Aufgabe, meine Meinung vorzubringen, sondern nur der Interpret zu sein für dasjenige, was in der geistigen Welt lebt. In einem hervorragenden Amerikaner hat sich die amerikanische Freiheit selbst charakterisiert. Und nehmen wir all dasjenige, was in Europa geistige Heroen geleistet haben, um diese göttliche Freiheit zu schildern als die hohe, hehre Göttin, so ist das allermeiste davon so, daß man sagen muß: All unser Enthusiasmus, all unsere Begeisterung, all unsere Empfindungen, Gedanken, Gefühle, sie wenden sich hin zu dem, was den Europäern vorgeschwebt hat als höchstes Ideal der Freiheit.
[ 14 ] Meine lieben Freunde! Ich habe gestern über die Freiheit gesprochen. Es wird viel Wasser hinunterfließen müssen die europäischen Ströme, bis eine gewisse Anzahl von Menschen voll versteht, was mit dieser Freiheit begriffen werden soll, was mit dieser Freiheit gemeint ist. Was ist Freiheit? Gehen wir vom Westen nach dem Osten! Was ist für den Amerikaner Freiheit? Dasjenige, was ihm das Leben am bequemsten einrichtet. Er nennt Freiheit dasjenige, was hineinverwoben werden soll in die soziale Ordnung, damit am besten ein jeder einzelne für die äußere Welt vorwärtskommt. Wir kennen Freiheit anders — sagt Woodrow Wilson —, als der Europäer, wir kennen Freiheit, weil sie uns praktisch erscheint. — So sagt der Amerikaner selber. Ein Messer nimmt man zum Schneiden, eine Gabel zum Essen, weil sie praktisch sind dazu. Der Amerikaner nimmt die Freiheit, weil sie praktisch ist dafür, was er braucht, weil er am besten damit die Ordnung herstellen kann, die ihm angenehm ist. Freiheit ist für den Amerikaner ein Nützlichkeitsprodukt, sie bringt ihm Nutzen. Meine lieben Freunde! Für den Westeuropäer war die Freiheit etwas anderes, war Freiheit ein hohes Ideal, etwas, wozu er aufblickte. Man darf fast das Wort des Dichters auf die Freiheit anwenden. Dem Europäer ist sie die «hohe herrliche Göttin», für den Amerikaner ist sie die nützliche Melkkuh, die ihn mit Milch und Butter versorgt. /ch sage das nicht, sondern derjenige, der in den nächsten Jahren verantwortlich ist für die Leitung der Amerikanischen Vereinigten Staaten, hat das gesagt. Es ist nun überhaupt nicht meine Aufgabe, meine Meinung vorzubringen, sondern nur der Interpret zu sein für dasjenige, was in der geistigen Welt lebt. In einem hervorragenden Amerikaner hat sich die amerikanische Freiheit selbst charakterisiert. Und nehmen wir all dasjenige, was in Europa geistige Heroen geleistet haben, um diese göttliche Freiheit zu schildern als die hohe, hehre Göttin, so ist das allermeiste davon so, daß man sagen muß: All unser Enthusiasmus, all unsere Begeisterung, all unsere Empfindungen, Gedanken, Gefühle, sie wenden sich hin zu dem, was den Europäern vorgeschwebt hat als höchstes Ideal der Freiheit.
[ 15 ] Begreift, meine lieben Freunde, daß noch etwas ganz anderes die Freiheit werden muß für die Anhänger der spirituellen Weltbetrachtung. Ihr werdet alles schlecht verstehen, wenn Ihr nicht das Bewußtsein habt, daß alles neu sich gestalten muß. Wir stehen vor der Forderung, daß Freiheit noch etwas ganz anderes werden muß, als was bisher als hohes Ideal gefühlt haben, was verstanden haben selbst die Besten der Menschheit. Denn wir wissen, daß wir in der nächsten Zeit als Menschen werden gehen dürfen zu einer göttlichen Quelle, daß wir trinken werden dürfen Geisteswasser, und daß dieses Geisteswasser in unseren Seelen leben wird, und daß wir mit ihm werden verseelischen müssen die Freiheit, so wie wir mit unserem Körper verkörperlichen die Seele. Dem einen ist die Freiheit praktisch für das äußere Leben, dem andern ist sie ein hohes geistiges, hehres Ideal, dem dritten muß die Freiheit sein dasjenige, was er verseelischen darf, was höher ist als die Seele, soviel höher als die Seele, wie die Seele höher ist als der Leib. Wir sollen lernen zu verseelischen die Freiheit. Vieles sollen wir lernen, also die Freiheit zu verseelischen, dann schreiten wir so vorwärts, wie es die ewigen, geistigen Mächte für die Menschheitsevolution haben wollen, indem sie in Eure Seelen Theosophie haben einfließen lassen.
[ 15 ] Begreift, meine lieben Freunde, daß noch etwas ganz anderes die Freiheit werden muß für die Anhänger der spirituellen Weltbetrachtung. Ihr werdet alles schlecht verstehen, wenn Ihr nicht das Bewußtsein habt, daß alles neu sich gestalten muß. Wir stehen vor der Forderung, daß Freiheit noch etwas ganz anderes werden muß, als was bisher als hohes Ideal gefühlt haben, was verstanden haben selbst die Besten der Menschheit. Denn wir wissen, daß wir in der nächsten Zeit als Menschen werden gehen dürfen zu einer göttlichen Quelle, daß wir trinken werden dürfen Geisteswasser, und daß dieses Geisteswasser in unseren Seelen leben wird, und daß wir mit ihm werden verseelischen müssen die Freiheit, so wie wir mit unserem Körper verkörperlichen die Seele. Dem einen ist die Freiheit praktisch für das äußere Leben, dem andern ist sie ein hohes geistiges, hehres Ideal, dem dritten muß die Freiheit sein dasjenige, was er verseelischen darf, was höher ist als die Seele, soviel höher als die Seele, wie die Seele höher ist als der Leib. Wir sollen lernen zu verseelischen die Freiheit. Vieles sollen wir lernen, also die Freiheit zu verseelischen, dann schreiten wir so vorwärts, wie es die ewigen, geistigen Mächte für die Menschheitsevolution haben wollen, indem sie in Eure Seelen Theosophie haben einfließen lassen.
[ 16 ] So, meine lieben Freunde, wollen wir einfach gesprochene Worte, die nicht zu Eurem Verständnis, sondern zu Euren Herzen gesprochen sein wollten, so wollen wir diese Worte hinnehmen in dieser Stunde, da Ihr die Möglichkeit gefunden habt, auch in äußerer Weise innerhalb Eures Landes organisatorisch Euch der Theosophie zu ergeben; so wollen wir zum Anlaß nehmen, in diesem Augenblick uns bewußt zu werden der hohen Aufgabe, die uns durch spirituelle Auffassung der Welt gegeben wird. Meine lieben Freunde! Dieses Bewußtsein wird es machen, daß, wenn wir in ihm leben, von jener stillen Arbeit in den theosophischen Zweigen ausstrahlen wird etwas, was von Heil sein wird für das ganze Land, denn der beginnt erst das spirituelle Leben zu verstehen, der da weiß, daß nicht nur dasjenige, was wir in äußerer Weise tun können zur Verbreitung der Theosophie, wirklich beiträgt zur Verbreitung der Theosophie, nein, daß auch, wenn wir zusammenarbeiten, so gut wie wir können, Verständnis zu gewinnen der Theosophie, daß auch dann unsichtbar ausstrahlen die Wirkungen unseres geistigen Strebens. Und wie wir ja wissen, daß eine Stadt, in der eine theosophische Loge ist, nach dreißig Jahren etwas ganz anderes ist, wenn auch nur wenige dort theosophisch gewirkt haben, als eine Stadt, in der sich keine theosophische Loge befindet, so wird Euer Land ein ganz anderes werden, wenn Ihr mit innerem Verständnis empfindet, was Theosophie Euch geben kann. Ich spreche zu Euch nicht als Westeuropäer, nicht als Angehöriger dieser oder jener Nation. Ich weiß, daß das nicht der Fall ist. Aber vielleicht gerade deshalb darf ich zu Euch sagen: Es gibt ein Heil für Rußland, es gibt ein Heil, aber dieses Heil darf nicht auf falschem Wege gesucht werden. Auch nicht deshalb, weil ich die Theosophie liebe, sage ich dieses, sondern deshalb, weil die ganze Menschheitsentwickelung uns das lehren kann als die Wahrheit. Es gibt ein Heil für Rußland und dieses Heil heißt: die Theosophie. Für andere Gegenden der Erde wird Theosophie ein Vortreffliches, ein die Menschen Weiterbringendes sein. Für Rußland wird Theosophie das einzige Heil sein, dasjenige, was da sein muß, damit das russische Volkstum den Anschluß findet an seine Volksseele, damit diese Volksseele nicht zu andern Aufgaben in der Welt berufen wird als die, welche ihr vorbestimmt ist.
[ 16 ] So, meine lieben Freunde, wollen wir einfach gesprochene Worte, die nicht zu Eurem Verständnis, sondern zu Euren Herzen gesprochen sein wollten, so wollen wir diese Worte hinnehmen in dieser Stunde, da Ihr die Möglichkeit gefunden habt, auch in äußerer Weise innerhalb Eures Landes organisatorisch Euch der Theosophie zu ergeben; so wollen wir zum Anlaß nehmen, in diesem Augenblick uns bewußt zu werden der hohen Aufgabe, die uns durch spirituelle Auffassung der Welt gegeben wird. Meine lieben Freunde! Dieses Bewußtsein wird es machen, daß, wenn wir in ihm leben, von jener stillen Arbeit in den theosophischen Zweigen ausstrahlen wird etwas, was von Heil sein wird für das ganze Land, denn der beginnt erst das spirituelle Leben zu verstehen, der da weiß, daß nicht nur dasjenige, was wir in äußerer Weise tun können zur Verbreitung der Theosophie, wirklich beiträgt zur Verbreitung der Theosophie, nein, daß auch, wenn wir zusammenarbeiten, so gut wie wir können, Verständnis zu gewinnen der Theosophie, daß auch dann unsichtbar ausstrahlen die Wirkungen unseres geistigen Strebens. Und wie wir ja wissen, daß eine Stadt, in der eine theosophische Loge ist, nach dreißig Jahren etwas ganz anderes ist, wenn auch nur wenige dort theosophisch gewirkt haben, als eine Stadt, in der sich keine theosophische Loge befindet, so wird Euer Land ein ganz anderes werden, wenn Ihr mit innerem Verständnis empfindet, was Theosophie Euch geben kann. Ich spreche zu Euch nicht als Westeuropäer, nicht als Angehöriger dieser oder jener Nation. Ich weiß, daß das nicht der Fall ist. Aber vielleicht gerade deshalb darf ich zu Euch sagen: Es gibt ein Heil für Rußland, es gibt ein Heil, aber dieses Heil darf nicht auf falschem Wege gesucht werden. Auch nicht deshalb, weil ich die Theosophie liebe, sage ich dieses, sondern deshalb, weil die ganze Menschheitsentwickelung uns das lehren kann als die Wahrheit. Es gibt ein Heil für Rußland und dieses Heil heißt: die Theosophie. Für andere Gegenden der Erde wird Theosophie ein Vortreffliches, ein die Menschen Weiterbringendes sein. Für Rußland wird Theosophie das einzige Heil sein, dasjenige, was da sein muß, damit das russische Volkstum den Anschluß findet an seine Volksseele, damit diese Volksseele nicht zu andern Aufgaben in der Welt berufen wird als die, welche ihr vorbestimmt ist.
[ 17 ] Mit diesen Worten möchte ich Eure neugegründeten Zweige einweihen, denn ich weiß, wie in Euren Herzen aufgeht die heilige Bedeutung dieser Worte. Dann wird in Euren Seelen jene Verbindung wirken können, die zum Heile Eures Landes notwendig ist: die Verbindung des Mysteriums von Golgatha mit dem menschlichen Verständnis dieses Mysteriums. Dann wird walten in Euren Herzen der Geist, welcher der Regenerator Eures Landes werden soll; dann wird ausstrahlen aus Euren Versammlungen dasjenige, was Euer Erdengebiet braucht. Aus diesem Bewußtsein heraus und aufblickend zu den führenden Mächten der Menschheitsevolution in Andacht und Ehrfurcht spreche ich es aus, daß ich allen Segen herabrufen möchte auf Eure Arbeit, herabrufen möchte in die Kraft Eurer Herzen, herabrufen möchte den Segen derjenigen Mächte, die heute in Menschenherzen das Geheimnis von Golgatha einfließen lassen, damit dieser Segen von Euren Seelen weiterwirkt in Strahlen von Eurer Arbeit ausgehend in Euer Land. Und ich weiß, daß dieser Segen immer vorhanden ist, wenn wir seiner würdig sind. So schwebe uns denn, da wir gewissermaßen am Ausgangspunkte Eurer Arbeit stehen, so schwebe uns vor das Bild unseres Bewußtseins wie ein neuer Impuls, der spirituelle Impuls, der sich ergießen muß in die Menschheitsentwickelung, wie helfend die geistigen Führer dieses Impulses überschweben unsere Arbeit, die wir in Aufrichtigkeit vollführen wollen. Dann entspringt aus diesem Bilde das Bewußtsein, daß wir für das engere Gebiet tun, was getan werden muß, und damit auch für das ganze weite Gebiet der Menschheitsentwickelung, dann entspringt aus diesem Bilde unsere Pflicht. Möge in diesem Sinne der Segen der weisen Welt- und Menschheitslenker über Eurer Arbeit walten, möge kraftvoll aufgehen in Euren Seelen dieser Segen, Licht sein in Euren Seelen, dann wird dieses Licht herausströmen können und Ihr werdet vieles tun können, was vieles Bedeutsames zum Heil, zum Fortschritt, zur wahren Menschheitsentwickelung ist.
[ 17 ] Mit diesen Worten möchte ich Eure neugegründeten Zweige einweihen, denn ich weiß, wie in Euren Herzen aufgeht die heilige Bedeutung dieser Worte. Dann wird in Euren Seelen jene Verbindung wirken können, die zum Heile Eures Landes notwendig ist: die Verbindung des Mysteriums von Golgatha mit dem menschlichen Verständnis dieses Mysteriums. Dann wird walten in Euren Herzen der Geist, welcher der Regenerator Eures Landes werden soll; dann wird ausstrahlen aus Euren Versammlungen dasjenige, was Euer Erdengebiet braucht. Aus diesem Bewußtsein heraus und aufblickend zu den führenden Mächten der Menschheitsevolution in Andacht und Ehrfurcht spreche ich es aus, daß ich allen Segen herabrufen möchte auf Eure Arbeit, herabrufen möchte in die Kraft Eurer Herzen, herabrufen möchte den Segen derjenigen Mächte, die heute in Menschenherzen das Geheimnis von Golgatha einfließen lassen, damit dieser Segen von Euren Seelen weiterwirkt in Strahlen von Eurer Arbeit ausgehend in Euer Land. Und ich weiß, daß dieser Segen immer vorhanden ist, wenn wir seiner würdig sind. So schwebe uns denn, da wir gewissermaßen am Ausgangspunkte Eurer Arbeit stehen, so schwebe uns vor das Bild unseres Bewußtseins wie ein neuer Impuls, der spirituelle Impuls, der sich ergießen muß in die Menschheitsentwickelung, wie helfend die geistigen Führer dieses Impulses überschweben unsere Arbeit, die wir in Aufrichtigkeit vollführen wollen. Dann entspringt aus diesem Bilde das Bewußtsein, daß wir für das engere Gebiet tun, was getan werden muß, und damit auch für das ganze weite Gebiet der Menschheitsentwickelung, dann entspringt aus diesem Bilde unsere Pflicht. Möge in diesem Sinne der Segen der weisen Welt- und Menschheitslenker über Eurer Arbeit walten, möge kraftvoll aufgehen in Euren Seelen dieser Segen, Licht sein in Euren Seelen, dann wird dieses Licht herausströmen können und Ihr werdet vieles tun können, was vieles Bedeutsames zum Heil, zum Fortschritt, zur wahren Menschheitsentwickelung ist.
