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The Rudolf Steiner Archive

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The Connection Between Man
and the Elemental World
GA 158

7 April 1912, Helsinki

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Der Zusammenhang des Menschen mit der elementarischen Welt
  1. The Connection Between Man and the Elemental World, tr. SOL

Fragenbeantwortung

Fragenbeantwortung

Frage: Es gibt Personen in Finnland, die an der Zukunft Finnlands zu zweifeln begonnen haben. Und wieder andere, die voller Begeisterung sind für eine künftige finnische Kultur. Glauben Sie, daß der Schutzengel Finnlands noch etwas zu tun hat auf der Welt?

Frage: Es gibt Personen in Finnland, die an der Zukunft Finnlands zu zweifeln begonnen haben. Und wieder andere, die voller Begeisterung sind für eine künftige finnische Kultur. Glauben Sie, daß der Schutzengel Finnlands noch etwas zu tun hat auf der Welt?

[ ] Rudolf Steiner: Es ist vielleicht gut, daß gerade solchen Fragen gegenüber bei Okkultisten als Regel gilt, nicht zu weit zu gehen in bezug auf die Beantwortungen. Es ist ja ganz begreiflich, daß für die objektive, unbefangene Beurteilung mancher Antwort, die uns aus der okkulten Forschung zuteil wird, in hohem Grade Unbefangenheit notwendig ist, die wir wirklich — verzeihen Sie, daß das betont wird — nicht immer im praktischen Leben haben können. Und daher ist es schon notwendig, daß ich auch hier an diesem Orte in bezug auf die Beantwortung dieser Frage eben nicht weitergehen kann, als der praktische Okkultist bei einer Frage, die sich auf das soziale Leben der Gegenwart und der darin lebenden Kräfte bezieht, überhaupt gehen kann. Was nun überhaupt möglich ist, über diese Frage zu sagen, das darf zunächst mit einigen Worten angedeutet werden, die ich auch eingestreut habe, als ich einmal über Volksgeister gesprochen habe in Kristiania. Da bemerkte ich ausdrücklich, daß die Volksgeister gewisser Territorien kleinerer Nationalitäten für die Zukunft der Menschheit, für die nächste Kulturentwicklung, eine viel größere Bedeutung haben, als man sich gewöhnlich in der exoterischen Welt heute träumen läßt. Völkerschaften, welche in einer gewissen Beziehung im «großen Konzert» der europäischen oder sonstigen heutigen Weltentwicklung eine Zeitlang weniger mitgesprochen haben, sind zuweilen geradezu berufen gewesen, abgesondert von dem großen Kulturprozeß gewisse bedeutsame Güter der Menschheit zu konservieren. Soviel ich mich gerade mit dem geistigen Leben der Kultur Finnlands beschäftigen konnte, darf ich sagen, daß ich als wahr anerkennen muß für Finnland, was ich damals in Kristiania gesagt habe. Und ich bitte das nicht so aufzufassen, als ob ich das sagen würde als Deutscher, der unter Finnen reden darf und die Absicht hat, irgend jemandem etwas zu sagen, was ihm gefallen kann. Es wird niemals vorkommen, daß ich irgend etwas aus dem Grund sage, damit es irgendeinem Menschen oder einer Menschengruppe gefalle, sondern lediglich, weil es meine Überzeugung, mein Forschungsergebnis ist, daß es wahr ist.

[ ] Rudolf Steiner: Es ist vielleicht gut, daß gerade solchen Fragen gegenüber bei Okkultisten als Regel gilt, nicht zu weit zu gehen in bezug auf die Beantwortungen. Es ist ja ganz begreiflich, daß für die objektive, unbefangene Beurteilung mancher Antwort, die uns aus der okkulten Forschung zuteil wird, in hohem Grade Unbefangenheit notwendig ist, die wir wirklich — verzeihen Sie, daß das betont wird — nicht immer im praktischen Leben haben können. Und daher ist es schon notwendig, daß ich auch hier an diesem Orte in bezug auf die Beantwortung dieser Frage eben nicht weitergehen kann, als der praktische Okkultist bei einer Frage, die sich auf das soziale Leben der Gegenwart und der darin lebenden Kräfte bezieht, überhaupt gehen kann. Was nun überhaupt möglich ist, über diese Frage zu sagen, das darf zunächst mit einigen Worten angedeutet werden, die ich auch eingestreut habe, als ich einmal über Volksgeister gesprochen habe in Kristiania. Da bemerkte ich ausdrücklich, daß die Volksgeister gewisser Territorien kleinerer Nationalitäten für die Zukunft der Menschheit, für die nächste Kulturentwicklung, eine viel größere Bedeutung haben, als man sich gewöhnlich in der exoterischen Welt heute träumen läßt. Völkerschaften, welche in einer gewissen Beziehung im «großen Konzert» der europäischen oder sonstigen heutigen Weltentwicklung eine Zeitlang weniger mitgesprochen haben, sind zuweilen geradezu berufen gewesen, abgesondert von dem großen Kulturprozeß gewisse bedeutsame Güter der Menschheit zu konservieren. Soviel ich mich gerade mit dem geistigen Leben der Kultur Finnlands beschäftigen konnte, darf ich sagen, daß ich als wahr anerkennen muß für Finnland, was ich damals in Kristiania gesagt habe. Und ich bitte das nicht so aufzufassen, als ob ich das sagen würde als Deutscher, der unter Finnen reden darf und die Absicht hat, irgend jemandem etwas zu sagen, was ihm gefallen kann. Es wird niemals vorkommen, daß ich irgend etwas aus dem Grund sage, damit es irgendeinem Menschen oder einer Menschengruppe gefalle, sondern lediglich, weil es meine Überzeugung, mein Forschungsergebnis ist, daß es wahr ist.

[ ] Wenn man als Nicht-Finne die finnische Kulturentwicklung beobachtet — soweit das eben dem praktischen Okkultisten möglich ist —, so muß man das finnische Geistesleben in seiner geistigen Evolution eben gerade zu denjenigen rechnen, die gar sehr mitspielen werden in der künftigen Kulturentwicklung von Europa. Das möchte ich als etwas ganz Objektives sagen. Ich sage es unabhängig davon, welcher Nationalität ich selber angehöre oder zu welcher Nationalität ich spreche. Es werden ja gewiß die mannigfaltigsten Volksgeister bei der Zukunft der Erde mitzusprechen haben; aber alles das, was wir kennenlernen können als das Charakteristische, das Wesentliche des finnischen Geisteslebens, das hat etwas, was nicht fehlen darf in der zukünftigen Weltenkultur, wenn diese Weltenkultur diejenigen Wege gehen soll, die wir ihr zuschreiben müssen nach unsern okkulten Erkenntnissen. Der Gang der Weltenentwicklung ist nämlich ein solcher, daß immer, wenn die Evolution fortschreitet, an einem späteren Punkt etwas sich wiederum erneuern muß, herübergenommen werden muß, was in früheren Kulturperioden da war. Zum Beispiel werden in unserer gegenwärtigen, fünften nachatlantischen Kulturperiode viele Dinge herübergenommen aus der ägyptischen Zeit — nur in anderer Art; in der sechsten Kulturperiode werden viele Dinge herübergenommen werden aus der urpersischen Zeit, in der siebenten aus der uralt-indischen Kultur. Diese uralt-indische Kultur, die gleichsam involviert unter der Oberfläche fortlebt, wird eine große, gewaltige Auferstehung erleben. Die heilige Weisheit der sieben Rishis wird eine große, gewaltige Auferstehung gerade in der siebenten nachatlantischen Kulturperiode erleben.

[ ] Wenn man als Nicht-Finne die finnische Kulturentwicklung beobachtet — soweit das eben dem praktischen Okkultisten möglich ist —, so muß man das finnische Geistesleben in seiner geistigen Evolution eben gerade zu denjenigen rechnen, die gar sehr mitspielen werden in der künftigen Kulturentwicklung von Europa. Das möchte ich als etwas ganz Objektives sagen. Ich sage es unabhängig davon, welcher Nationalität ich selber angehöre oder zu welcher Nationalität ich spreche. Es werden ja gewiß die mannigfaltigsten Volksgeister bei der Zukunft der Erde mitzusprechen haben; aber alles das, was wir kennenlernen können als das Charakteristische, das Wesentliche des finnischen Geisteslebens, das hat etwas, was nicht fehlen darf in der zukünftigen Weltenkultur, wenn diese Weltenkultur diejenigen Wege gehen soll, die wir ihr zuschreiben müssen nach unsern okkulten Erkenntnissen. Der Gang der Weltenentwicklung ist nämlich ein solcher, daß immer, wenn die Evolution fortschreitet, an einem späteren Punkt etwas sich wiederum erneuern muß, herübergenommen werden muß, was in früheren Kulturperioden da war. Zum Beispiel werden in unserer gegenwärtigen, fünften nachatlantischen Kulturperiode viele Dinge herübergenommen aus der ägyptischen Zeit — nur in anderer Art; in der sechsten Kulturperiode werden viele Dinge herübergenommen werden aus der urpersischen Zeit, in der siebenten aus der uralt-indischen Kultur. Diese uralt-indische Kultur, die gleichsam involviert unter der Oberfläche fortlebt, wird eine große, gewaltige Auferstehung erleben. Die heilige Weisheit der sieben Rishis wird eine große, gewaltige Auferstehung gerade in der siebenten nachatlantischen Kulturperiode erleben.

[ ] Was da im Großen der Fall ist in bezug auf diese Wiederholungen, das findet in lebendiger Weise auch statt bei Völkerschaften, die lebendige Bewahrer werden für gewisse geistige Kräfte in der fortlaufenden Evolution. Und so habe ich die Überzeugung bekommen, daß in der finnischen Kultur verborgene Kräfte stecken, welche heute bei der Erneuerung des alten Sagen-Werkes der alten Kultur Finnlands von der gegenwärtigen finnischen Bevölkerung gefühlt werden, wie ich glaube — ich sage an dieser Stelle ausdrücklich: wie ich glaube —, und daß in all dem etwas höchst Bedeutungsvolles steckt, das in vieler Beziehung sogar noch verborgen ist, aber herauskommen wird in seiner ganzen Bedeutung — noch mehr, als es heute schon der Fall ist —, und was einen Einschlag bilden wird in der Zukunftskultur der Menschheit. Ich glaube, daß noch eine zweite Behauptung tatsächlich berechtigt sein kann, welche der Zukunft Finnlands, der finnischen Kultur, etwas außerordentlich Bedeutungsvolles und Lichtvolles zuschreibt. Nochmals möchte ich ausdrücklich betonen, daß ich das, was ich jetzt gesagt habe, aus meiner Überzeugung und, wie ich glaube, aus meinen okkulten Kenntnissen heraus gesagt habe und nicht, um irgend jemandem eine Schmeichelei zu sagen. Ich hätte Ihnen ebenso etwas Unangenehmes gesagt, wenn es die Wahrheit gewesen wäre.

[ ] Was da im Großen der Fall ist in bezug auf diese Wiederholungen, das findet in lebendiger Weise auch statt bei Völkerschaften, die lebendige Bewahrer werden für gewisse geistige Kräfte in der fortlaufenden Evolution. Und so habe ich die Überzeugung bekommen, daß in der finnischen Kultur verborgene Kräfte stecken, welche heute bei der Erneuerung des alten Sagen-Werkes der alten Kultur Finnlands von der gegenwärtigen finnischen Bevölkerung gefühlt werden, wie ich glaube — ich sage an dieser Stelle ausdrücklich: wie ich glaube —, und daß in all dem etwas höchst Bedeutungsvolles steckt, das in vieler Beziehung sogar noch verborgen ist, aber herauskommen wird in seiner ganzen Bedeutung — noch mehr, als es heute schon der Fall ist —, und was einen Einschlag bilden wird in der Zukunftskultur der Menschheit. Ich glaube, daß noch eine zweite Behauptung tatsächlich berechtigt sein kann, welche der Zukunft Finnlands, der finnischen Kultur, etwas außerordentlich Bedeutungsvolles und Lichtvolles zuschreibt. Nochmals möchte ich ausdrücklich betonen, daß ich das, was ich jetzt gesagt habe, aus meiner Überzeugung und, wie ich glaube, aus meinen okkulten Kenntnissen heraus gesagt habe und nicht, um irgend jemandem eine Schmeichelei zu sagen. Ich hätte Ihnen ebenso etwas Unangenehmes gesagt, wenn es die Wahrheit gewesen wäre.

Frage: Kalewala zeigt uns, daß man berechtigt ist, von einer vergangenen, wenigstens geistigen Kultur Finnlands zu sprechen. Eine Kultur setzt höheren Einfluß voraus. Deshalb kann man vielleicht von alten finnischen Mysterien sprechen. Wissen Sie, von welcher Art diese Mysterien waren? Wollen Sie etwas von denselben erzählen?

Frage: Kalewala zeigt uns, daß man berechtigt ist, von einer vergangenen, wenigstens geistigen Kultur Finnlands zu sprechen. Eine Kultur setzt höheren Einfluß voraus. Deshalb kann man vielleicht von alten finnischen Mysterien sprechen. Wissen Sie, von welcher Art diese Mysterien waren? Wollen Sie etwas von denselben erzählen?

[ ] Rudolf Steiner: Es ist ja leicht begreiflich, daß derjenige, welcher die Kalewala nur in einer Übersetzung kennt, gewisse Einzelheiten, die außerordentlich wichtig sind für die Wirkung einer solchen Dichtung, übersehen muß. Aber diese Dichtung, die National-Dichtung Finnlands, erscheint demjenigen, der sie einmal mit okkultem Blick betrachtet, als etwas so Bedeutendes, etwas so sehr aus okkulten Grundlagen Hervorgehendes, daß es wohl gestattet sein muß, die okkulten Grundlagen auch dann noch zu erkennen, wenn man auf die unmittelbaren, großen Schönheiten, die gewiß nur in der Sprache gegeben werden können, in der die Dichtung ursprünglich vorliegt, nicht eingehen kann.

[ ] Rudolf Steiner: Es ist ja leicht begreiflich, daß derjenige, welcher die Kalewala nur in einer Übersetzung kennt, gewisse Einzelheiten, die außerordentlich wichtig sind für die Wirkung einer solchen Dichtung, übersehen muß. Aber diese Dichtung, die National-Dichtung Finnlands, erscheint demjenigen, der sie einmal mit okkultem Blick betrachtet, als etwas so Bedeutendes, etwas so sehr aus okkulten Grundlagen Hervorgehendes, daß es wohl gestattet sein muß, die okkulten Grundlagen auch dann noch zu erkennen, wenn man auf die unmittelbaren, großen Schönheiten, die gewiß nur in der Sprache gegeben werden können, in der die Dichtung ursprünglich vorliegt, nicht eingehen kann.

[ ] Nun liegt bei der Kalewala das Eigentümliche vor, daß wir sofort die okkulte Grundlage haben. Für mich war es ungemein frappierend — ich sage das hier, obwohl ich übermorgen bei dem öffentlichen Vortrage genötigt sein werde, manchen Gedanken davon zu wiederholen —, als mir in dem großen finnischen Nationalgedicht die drei Ihnen ganz bekannten Helden Wäinämöinen, Ilmarinen und Lemminkäinen entgegentraten. — Sie verzeihen, wenn ich manchmal in der Aussprache Fehler mache. Es ist ja selbstverständlich, daß man eine so schwierige Sprache, wie die finnische für uns ist, nicht fehlerfrei aussprechen kann. — Wenn einem diese drei Helden entgegentreten, so hört man als Okkultist sofort auf, von gewöhnlichen Heroen und Helden zu sprechen, wie man das Wort oftmals anwendet in anderen Volksepen. Mir war es frappierend, drei ganz bestimmte Dinge hinter diesen drei Haupthelden wiederzufinden. Sie wissen, in meiner «Theosophie» ist der gesamte Umfang des menschlichen Seelenlebens nach dem, was die ältesten europäischen Mysterien in voller Harmonie und Übereinstimmung mit den Rosenkreuzer-Mysterien der neueren Zeit geben, in drei Grundwesenheiten der menschlichen Seele dargelegt in dem, was ich nenne Empfindungsseele, Verstandes- oder Gemütsseele und Bewußtseinsseele. Wir müssen uns die Entwicklung der ganzen Menschheit so denken, daß sich im Laufe der Menschheitsentwicklung nacheinander auch diese Seelenglieder entwickelt haben. Erst kam in der Evolution der Menschheit die Entwicklung der Empfindungsseele in den drei Hüllen: physischer Leib, Ätherleib und Astralleib. Später baute sich darauf die Entwicklung der Verstandes- oder Gemütsseele; und das reichste Produkt der Entwicklung ist die Bewußtseinsseele. Wir müssen uns vorstellen, daß hinter all dem, was in der physischen Welt geschieht, also auch hinter der Beteiligung des Menschen an diesen Kräften, geistige Wesenheiten stehen. So müssen wir hinter der physischen Welt, in der wir Menschen leben, die geistigen Geber und Bringer der Kräfte unserer Empfindungsseele, der Kräfte unserer Verstandes- oder Gemütsseele und der Kräfte unserer Bewußtseinsseele sehen. Nun kann ich auf diese Einzelheiten nicht eingehen; aber mir ist es zur völligen Gewißheit geworden, daß zu erkennen ist in Wäinämöinen der Bringer, der Geber, der Schenker der Empfindungsseele für den Menschen, so daß alles das, was wir in der Theosophie Europas heute anführen als Kräfte der Empfindungsseele, erscheinen muß wie eine Gabe der spirituellen Wesenbeit, welche mit dem Namen Wäinämöinen in der Kalewala bezeichnet wird. Nicht nur deuten diese Dinge auf Historisches hin, sondern es ist in dem Historischen auch immer das enthalten, was als okkulte Kräfte dahintersteht. Es ist damit nicht gesagt, daß hinter den Persönlichkeiten nicht auch historische Helden stehen; aber das, was in diesen Helden steckt, ist das, was wir notwendig erkennen müssen. Der Geber der Bewußtseinsseele ist Lemminkäinen. Lemminkäinen ist gerade deshalb, weil er der Geber der Bewußtseinsseele ist, in einer, man möchte sagen dionysischen Lage: es ist frappierend, wenn man das Mysterium von dem «Zerstückeltwerden in die Welt» kennt, daß da auftritt in der Kalewala die Zerstückelung des Lemminkäinen. So daß, wenn wir auf die Dinge der Kalewala eingehen, wir überall in gewaltigen Bildern — die gerade deshalb, weil sie Vormenschliches, Übermenschliches geben, ins Großartige, Gewaltige hinausgehen — ausgesprochen finden, was wir heute gerade in bezug auf Seelenentwicklung in der Theosophie wiedergeben müssen und was aus den ältesten Mysterien Europas stammt — vorzugsweise aus den nordischen Mysterien, aber es befindet sich auch in Übereinstimmung mit den Rosenkreuz- und Gralsmysterien. So daß schon dieser, ich möchte sagen äußere Grund uns einfach die Erkenntnis dessen, was hinter dieser Dichtung steckt, zeigt: daß sie in großer, gewaltiger und bildhafter Weise uralt-heilige Mysterienwahrheiten, die aus den tiefsten Mysterien des europäischen Nordens stammen, wiedergibt. So daß wir also — auf Einzelheiten kann ich mich nicht einlassen in demjenigen, was uns in dieser Dichtung entgegentritt, etwas anerkennen müssen, was herausgequollen ist aus den tiefsten Mysterien des europäischen Nordens. Das zeigt sich zum Beispiel einer äußerlichen Betrachtung auch schon dadurch, wie uns die Schöpfung der dem Menschen vorangehenden Welt gleich in den ersten Runen entgegentritt. Das entspricht in allem dem, was die europäischen Mysterien enthalten haben über die Entstehung der Welt — nur eben in grandiose Bilder gefaßt. Das sind Ergebnisse von Mysterienwahrheiten, in dieser Weise hat das frühere Bewußtsein sie aufgenommen. Dazu kommt, daß man auch aus der okkulten Geschichte, aus der Akasha-Chronik heraus den unmittelbaren Zusammenhang dieser finnischen Vorstellungen — ich sage jetzt vorsichtigerweise der der Kalewala zugrundeliegenden Vorstellungen —, die Übereinstimmung dieser Bilder der Kalewala mit den Bildern nachweisen kann, die in den alten europäischen Mysterien über die Ehe des Himmels mit der Erde gegeben worden sind. So tritt uns das, was wir als Zusammenwirken des Oberen und Unteren im Sinne der Mysterien kennzeichnen, in der ersten Rune entgegen.

[ ] Nun liegt bei der Kalewala das Eigentümliche vor, daß wir sofort die okkulte Grundlage haben. Für mich war es ungemein frappierend — ich sage das hier, obwohl ich übermorgen bei dem öffentlichen Vortrage genötigt sein werde, manchen Gedanken davon zu wiederholen —, als mir in dem großen finnischen Nationalgedicht die drei Ihnen ganz bekannten Helden Wäinämöinen, Ilmarinen und Lemminkäinen entgegentraten. — Sie verzeihen, wenn ich manchmal in der Aussprache Fehler mache. Es ist ja selbstverständlich, daß man eine so schwierige Sprache, wie die finnische für uns ist, nicht fehlerfrei aussprechen kann. — Wenn einem diese drei Helden entgegentreten, so hört man als Okkultist sofort auf, von gewöhnlichen Heroen und Helden zu sprechen, wie man das Wort oftmals anwendet in anderen Volksepen. Mir war es frappierend, drei ganz bestimmte Dinge hinter diesen drei Haupthelden wiederzufinden. Sie wissen, in meiner «Theosophie» ist der gesamte Umfang des menschlichen Seelenlebens nach dem, was die ältesten europäischen Mysterien in voller Harmonie und Übereinstimmung mit den Rosenkreuzer-Mysterien der neueren Zeit geben, in drei Grundwesenheiten der menschlichen Seele dargelegt in dem, was ich nenne Empfindungsseele, Verstandes- oder Gemütsseele und Bewußtseinsseele. Wir müssen uns die Entwicklung der ganzen Menschheit so denken, daß sich im Laufe der Menschheitsentwicklung nacheinander auch diese Seelenglieder entwickelt haben. Erst kam in der Evolution der Menschheit die Entwicklung der Empfindungsseele in den drei Hüllen: physischer Leib, Ätherleib und Astralleib. Später baute sich darauf die Entwicklung der Verstandes- oder Gemütsseele; und das reichste Produkt der Entwicklung ist die Bewußtseinsseele. Wir müssen uns vorstellen, daß hinter all dem, was in der physischen Welt geschieht, also auch hinter der Beteiligung des Menschen an diesen Kräften, geistige Wesenheiten stehen. So müssen wir hinter der physischen Welt, in der wir Menschen leben, die geistigen Geber und Bringer der Kräfte unserer Empfindungsseele, der Kräfte unserer Verstandes- oder Gemütsseele und der Kräfte unserer Bewußtseinsseele sehen. Nun kann ich auf diese Einzelheiten nicht eingehen; aber mir ist es zur völligen Gewißheit geworden, daß zu erkennen ist in Wäinämöinen der Bringer, der Geber, der Schenker der Empfindungsseele für den Menschen, so daß alles das, was wir in der Theosophie Europas heute anführen als Kräfte der Empfindungsseele, erscheinen muß wie eine Gabe der spirituellen Wesenbeit, welche mit dem Namen Wäinämöinen in der Kalewala bezeichnet wird. Nicht nur deuten diese Dinge auf Historisches hin, sondern es ist in dem Historischen auch immer das enthalten, was als okkulte Kräfte dahintersteht. Es ist damit nicht gesagt, daß hinter den Persönlichkeiten nicht auch historische Helden stehen; aber das, was in diesen Helden steckt, ist das, was wir notwendig erkennen müssen. Der Geber der Bewußtseinsseele ist Lemminkäinen. Lemminkäinen ist gerade deshalb, weil er der Geber der Bewußtseinsseele ist, in einer, man möchte sagen dionysischen Lage: es ist frappierend, wenn man das Mysterium von dem «Zerstückeltwerden in die Welt» kennt, daß da auftritt in der Kalewala die Zerstückelung des Lemminkäinen. So daß, wenn wir auf die Dinge der Kalewala eingehen, wir überall in gewaltigen Bildern — die gerade deshalb, weil sie Vormenschliches, Übermenschliches geben, ins Großartige, Gewaltige hinausgehen — ausgesprochen finden, was wir heute gerade in bezug auf Seelenentwicklung in der Theosophie wiedergeben müssen und was aus den ältesten Mysterien Europas stammt — vorzugsweise aus den nordischen Mysterien, aber es befindet sich auch in Übereinstimmung mit den Rosenkreuz- und Gralsmysterien. So daß schon dieser, ich möchte sagen äußere Grund uns einfach die Erkenntnis dessen, was hinter dieser Dichtung steckt, zeigt: daß sie in großer, gewaltiger und bildhafter Weise uralt-heilige Mysterienwahrheiten, die aus den tiefsten Mysterien des europäischen Nordens stammen, wiedergibt. So daß wir also — auf Einzelheiten kann ich mich nicht einlassen in demjenigen, was uns in dieser Dichtung entgegentritt, etwas anerkennen müssen, was herausgequollen ist aus den tiefsten Mysterien des europäischen Nordens. Das zeigt sich zum Beispiel einer äußerlichen Betrachtung auch schon dadurch, wie uns die Schöpfung der dem Menschen vorangehenden Welt gleich in den ersten Runen entgegentritt. Das entspricht in allem dem, was die europäischen Mysterien enthalten haben über die Entstehung der Welt — nur eben in grandiose Bilder gefaßt. Das sind Ergebnisse von Mysterienwahrheiten, in dieser Weise hat das frühere Bewußtsein sie aufgenommen. Dazu kommt, daß man auch aus der okkulten Geschichte, aus der Akasha-Chronik heraus den unmittelbaren Zusammenhang dieser finnischen Vorstellungen — ich sage jetzt vorsichtigerweise der der Kalewala zugrundeliegenden Vorstellungen —, die Übereinstimmung dieser Bilder der Kalewala mit den Bildern nachweisen kann, die in den alten europäischen Mysterien über die Ehe des Himmels mit der Erde gegeben worden sind. So tritt uns das, was wir als Zusammenwirken des Oberen und Unteren im Sinne der Mysterien kennzeichnen, in der ersten Rune entgegen.