The Mystery of Death
The Nature and Significance of Central Europe
and the European National Spirits
GA 159
7 May 1915, Vienna
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Das Geheimnis des Todes
7. Kosmische Einwirkungen auf die menschlichen Wesensglieder während des Schlafes die okkulte Grundlage des Weihnachtsfestes der Sinn der Opfertode
7. Kosmische Einwirkungen auf die menschlichen Wesensglieder während des Schlafes die okkulte Grundlage des Weihnachtsfestes der Sinn der Opfertode
[ 1 ] Es muß in diesen Tagen meine Absicht sein, unseren Seelen einiges von dem nahezubringen, was vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkte aus einiges Licht zu werfen vermag auf unsere großen Zeitereignisse. Und deshalb wird es auch nächsten Sonntag meine Aufgabe sein, unsere Empfindungen auf gewisse Gesichtspunkte hinzulenken, die einiges Licht bringen können gerade in dasjenige, was jetzt in so tiefstem Sinne unsere Herzen und Seelen bewegen muß. Dazu aber möchte ich heute gewissermaßen eine vorbereitende Grundlage schaffen, indem ich Ihre Seele auf gewisse Mächte und Kräfte hinlenke, die im geschichtlichen Dasein der Menschen wirken, die nur erkannt werden können durch jene Einsichten, welche die Geisteswissenschaft zu geben vermag, und die für das alltägliche Bewußtsein nicht unmittelbar wahrnehmbar sind. Auf Entwickelungstatsachen des menschlichen Lebens, wie sie sich äußern im geschichtlichen Verlauf des Menschenlebens, auf mehr oder weniger unterbewußte Tatsachen möchte ich heute hinweisen. Ausgehen aber wollen wir davon, daß ja, wie Sie aus der Darstellung in dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» wissen, dasjenige, was sich im Verborgenen mit jedem Menschen vollzieht, erkannt wird in aufeinanderfolgenden übersinnlichen Erkenntnisstufen, in der sogenannten imaginativen Erkenntnis, in der inspirierten Erkenntnis und in der intuitiven Erkenntnis. Ich habe schon gestern im öffentlichen Vortrag betont, daß man immer festhalten muß, daß der Geisteswissenschafter, der durch seine Erkenntnis der imaginativen, der inspirierten, der intuitiven Wahrnehmungen etwas über die geistigen Welten aussagt, nichts hinzubringt, was nicht in den geistigen Regionen, in denen jede Menschenseele darin lebt, auch ohne seine Erkenntnis vorhanden wäre. Der Geisteswissenschafter macht nur aufmerksam auf dasjenige, was immer webt und lebt in der Welt und wie die einzelne Menschenseele darin hineingestellt ist. So daß nicht nur für denjenigen, der die Absicht hat, sich hineinzubegeben in den Strom der okkulten Erlebnisse, sondern für jede Menschenseele das Wissen von dem wichtig ist, was ihr unter allen Umständen innere Wirklichkeit ist, nur eine Wirklichkeit, die mit der gewöhnlichen Wahrnehmung des Lebens nicht erkannt werden kann.
[ 1 ] Es muß in diesen Tagen meine Absicht sein, unseren Seelen einiges von dem nahezubringen, was vom geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkte aus einiges Licht zu werfen vermag auf unsere großen Zeitereignisse. Und deshalb wird es auch nächsten Sonntag meine Aufgabe sein, unsere Empfindungen auf gewisse Gesichtspunkte hinzulenken, die einiges Licht bringen können gerade in dasjenige, was jetzt in so tiefstem Sinne unsere Herzen und Seelen bewegen muß. Dazu aber möchte ich heute gewissermaßen eine vorbereitende Grundlage schaffen, indem ich Ihre Seele auf gewisse Mächte und Kräfte hinlenke, die im geschichtlichen Dasein der Menschen wirken, die nur erkannt werden können durch jene Einsichten, welche die Geisteswissenschaft zu geben vermag, und die für das alltägliche Bewußtsein nicht unmittelbar wahrnehmbar sind. Auf Entwickelungstatsachen des menschlichen Lebens, wie sie sich äußern im geschichtlichen Verlauf des Menschenlebens, auf mehr oder weniger unterbewußte Tatsachen möchte ich heute hinweisen. Ausgehen aber wollen wir davon, daß ja, wie Sie aus der Darstellung in dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» wissen, dasjenige, was sich im Verborgenen mit jedem Menschen vollzieht, erkannt wird in aufeinanderfolgenden übersinnlichen Erkenntnisstufen, in der sogenannten imaginativen Erkenntnis, in der inspirierten Erkenntnis und in der intuitiven Erkenntnis. Ich habe schon gestern im öffentlichen Vortrag betont, daß man immer festhalten muß, daß der Geisteswissenschafter, der durch seine Erkenntnis der imaginativen, der inspirierten, der intuitiven Wahrnehmungen etwas über die geistigen Welten aussagt, nichts hinzubringt, was nicht in den geistigen Regionen, in denen jede Menschenseele darin lebt, auch ohne seine Erkenntnis vorhanden wäre. Der Geisteswissenschafter macht nur aufmerksam auf dasjenige, was immer webt und lebt in der Welt und wie die einzelne Menschenseele darin hineingestellt ist. So daß nicht nur für denjenigen, der die Absicht hat, sich hineinzubegeben in den Strom der okkulten Erlebnisse, sondern für jede Menschenseele das Wissen von dem wichtig ist, was ihr unter allen Umständen innere Wirklichkeit ist, nur eine Wirklichkeit, die mit der gewöhnlichen Wahrnehmung des Lebens nicht erkannt werden kann.
[ 2 ] So möchte ich denn ausgehen von einigen Tatsachen der imaginativen Wahrnehmung über die menschliche Natur überhaupt. Wir beobachten täglich, daß ein rätselvolles Ereignis, wenigstens ein für die äußere Wissenschaft rätselvolles Ereignis, rhythmisch abwechselnd in unser Leben eingreift: das Wachen und das Schlafen. Wir wissen längst, daß wir im Wachzustand der physischen Erdenwelt angehören mit unseren vier Menschengliedern, dem physischen Leib, dem Ätherleib, Astralleib und Ich. Wir wissen, daß wir im Schlafzustand, also vom Einschlafen bis zum Aufwachen, in der physischen Welt nur mit unserem physischen Leibe und unserem ätherischen Leib sind, daß wir uns gewissermaßen zurückziehen in die rein geistige Welt mit unserem astralischen Leibe und Ich. Was sich nun der geistigen Anschauung des Geistesforschers darbietet, können wir so charakterisieren, daß wir sagen: Der Geistesforscher sieht dasjenige an, was sich zum Beispiel immerfort mit dem Menschen vollzieht, wenn er mit dem Einschlafen seinen physischen und seinen ätherischen Leib verläßt und sich in die Region der höheren Welt mit seinem Astralleibe und dem Ich begibt. Was da mit dem Menschen — mit jedem Menschen bei jedem Einschlafen — geschieht, dem schaut der Geistesforscher einfach zu. So daß wir sagen können: Der Geistesforscher beobachtet nur dasjenige, was sich jeder Menschenseele darbieten würde, wenn sie nicht im Traumzustand, sondern im völligen Schlafzustand auf die Welt so hinunterschauen könnte, daß sie unter den Dingen der Welt ihren physischen und Ätherleib als etwas fände, was außerhalb ihrer, also der schlafenden Seele ist.
[ 2 ] So möchte ich denn ausgehen von einigen Tatsachen der imaginativen Wahrnehmung über die menschliche Natur überhaupt. Wir beobachten täglich, daß ein rätselvolles Ereignis, wenigstens ein für die äußere Wissenschaft rätselvolles Ereignis, rhythmisch abwechselnd in unser Leben eingreift: das Wachen und das Schlafen. Wir wissen längst, daß wir im Wachzustand der physischen Erdenwelt angehören mit unseren vier Menschengliedern, dem physischen Leib, dem Ätherleib, Astralleib und Ich. Wir wissen, daß wir im Schlafzustand, also vom Einschlafen bis zum Aufwachen, in der physischen Welt nur mit unserem physischen Leibe und unserem ätherischen Leib sind, daß wir uns gewissermaßen zurückziehen in die rein geistige Welt mit unserem astralischen Leibe und Ich. Was sich nun der geistigen Anschauung des Geistesforschers darbietet, können wir so charakterisieren, daß wir sagen: Der Geistesforscher sieht dasjenige an, was sich zum Beispiel immerfort mit dem Menschen vollzieht, wenn er mit dem Einschlafen seinen physischen und seinen ätherischen Leib verläßt und sich in die Region der höheren Welt mit seinem Astralleibe und dem Ich begibt. Was da mit dem Menschen — mit jedem Menschen bei jedem Einschlafen — geschieht, dem schaut der Geistesforscher einfach zu. So daß wir sagen können: Der Geistesforscher beobachtet nur dasjenige, was sich jeder Menschenseele darbieten würde, wenn sie nicht im Traumzustand, sondern im völligen Schlafzustand auf die Welt so hinunterschauen könnte, daß sie unter den Dingen der Welt ihren physischen und Ätherleib als etwas fände, was außerhalb ihrer, also der schlafenden Seele ist.
[ 3 ] Nun dürfen wir uns nicht vorstellen, daß wir dann etwa dasjenige, was wir da verlassen haben und worin wir unseren physischen Leib und Ätherleib zurückgelassen haben, von dem Gesichtspunkte des Schlafes aus so sehen, wie wir mit unseren physischen Augen das sehen, was uns in der physischen Welt umgibt. Damit wir dasjenige, was uns umgibt, so sehen, wie wir es eben vom Aufwachen bis zum Einschlafen sehen, dazu ist notwendig, daß wir uns unserer physischen Augen, unserer physischen Sinnesorgane bedienen. Dieser bedienen wir uns nicht, wenn wir außerhalb des physischen Leibes und des Ätherleibes sind. Würden wir plötzlich hellsehend im Schlafzustand, so würden wir alle von dem, was wir während des Wachens sehen, so wie es während des Wachens ist, eben nichts wahrnehmen. Auch unseren physischen Leib und Ätherleib nehmen wir da nicht etwa so wahr, wie wir den physischen Leib wahrnehmen, wenn wir in einen Spiegel hineinschauen. Das ist ganz falsch, wenn man glaubt, daß man den physischen Leib und den Ätherleib gleichsam so ansieht, als wenn man sich mit seinem astralischen Leibe und dem Ich über den physischen und Ätherleib beugen würde. Das ist nicht der Fall. Dasjenige, was sich der imaginativen Erkenntnis — also halten wir das fest: der imaginativen Erkenntnis — darbietet, das ist, daß uns zuletzt verschwindet, wirklich für den Augenblick verschwindet alles dasjenige, was wir gewohnt sind, im Wachzustande zu sehen. Auch indem wir unseren physischen Leib und Ätherleib sehen, sind diese nicht so, wie sie im Wachzustande sind, sondern wirklich erscheint uns unser physischer Leib und Ätherleib wie zu einer Welt erweitert; sie erscheinen uns wie mit der ganzen Erdenwelt zusammenhängend. Wir schauen hin; das haben wir im Bewußtsein, daß wir auf physischen Leib und Ätherleib hinschauen. Aber wir schauen sie so, daß sie zunächst für uns gewissermaßen die einzige Welt sind. So wie wir im Wachzustande Berge, Flüsse und Wolken, Sonne und Sterne und so weiter um uns herum haben und auf sie als auf unsere Umgebung hinschauen, so schauen wir, indem wir auf unsere Umgebung hinschauen, wenn wir außerhalb unseres physischen und Ätherleibes sind, diesen unseren physischen Leib und den Ätherleib wie zu einer Welt erweitert. Gar nichts anderes schauen wir an. Das schauen wir so an, wie wir sonst die verschiedenen Dinge unserer Erde anschauen. Wir schauen hin auf unsere eigene Leiblichkeit wie auf eine ganze Welt.
[ 3 ] Nun dürfen wir uns nicht vorstellen, daß wir dann etwa dasjenige, was wir da verlassen haben und worin wir unseren physischen Leib und Ätherleib zurückgelassen haben, von dem Gesichtspunkte des Schlafes aus so sehen, wie wir mit unseren physischen Augen das sehen, was uns in der physischen Welt umgibt. Damit wir dasjenige, was uns umgibt, so sehen, wie wir es eben vom Aufwachen bis zum Einschlafen sehen, dazu ist notwendig, daß wir uns unserer physischen Augen, unserer physischen Sinnesorgane bedienen. Dieser bedienen wir uns nicht, wenn wir außerhalb des physischen Leibes und des Ätherleibes sind. Würden wir plötzlich hellsehend im Schlafzustand, so würden wir alle von dem, was wir während des Wachens sehen, so wie es während des Wachens ist, eben nichts wahrnehmen. Auch unseren physischen Leib und Ätherleib nehmen wir da nicht etwa so wahr, wie wir den physischen Leib wahrnehmen, wenn wir in einen Spiegel hineinschauen. Das ist ganz falsch, wenn man glaubt, daß man den physischen Leib und den Ätherleib gleichsam so ansieht, als wenn man sich mit seinem astralischen Leibe und dem Ich über den physischen und Ätherleib beugen würde. Das ist nicht der Fall. Dasjenige, was sich der imaginativen Erkenntnis — also halten wir das fest: der imaginativen Erkenntnis — darbietet, das ist, daß uns zuletzt verschwindet, wirklich für den Augenblick verschwindet alles dasjenige, was wir gewohnt sind, im Wachzustande zu sehen. Auch indem wir unseren physischen Leib und Ätherleib sehen, sind diese nicht so, wie sie im Wachzustande sind, sondern wirklich erscheint uns unser physischer Leib und Ätherleib wie zu einer Welt erweitert; sie erscheinen uns wie mit der ganzen Erdenwelt zusammenhängend. Wir schauen hin; das haben wir im Bewußtsein, daß wir auf physischen Leib und Ätherleib hinschauen. Aber wir schauen sie so, daß sie zunächst für uns gewissermaßen die einzige Welt sind. So wie wir im Wachzustande Berge, Flüsse und Wolken, Sonne und Sterne und so weiter um uns herum haben und auf sie als auf unsere Umgebung hinschauen, so schauen wir, indem wir auf unsere Umgebung hinschauen, wenn wir außerhalb unseres physischen und Ätherleibes sind, diesen unseren physischen Leib und den Ätherleib wie zu einer Welt erweitert. Gar nichts anderes schauen wir an. Das schauen wir so an, wie wir sonst die verschiedenen Dinge unserer Erde anschauen. Wir schauen hin auf unsere eigene Leiblichkeit wie auf eine ganze Welt.
[ 4 ] Und merkwürdig, diese Welt, auf die wir da hinschauen, ist uns so, daß wir sie, indem wir ins Einschlafen übergehen, so empfinden, wie wir im Frühling die Erde empfinden, wenn sie, nachdem sie von der Schneedecke des Winters befreit worden ist, wenn sie die einzelnen grünen Sprossen hervorbringt, wenn sie sich wiederum zum Wachstum, zur Vegetation dessen, was sich auf ihr bildet, anschickt, wenn alles wiederum in Sprossen und Sprießen übergeht. Indem wir im Einschlafen den zu einer Welt erweiterten physischen Leib und Ätherleib ansehen, so sehen wir sie gleichsam so, daß wir sie empfinden können wie einen im Frühling aufwachenden Planeten. Und das geht durch den ganzen Schlafzustand so weiter. Was wir da in mächtigen Bildern sehen, die uns wirklich in der Ausdehnung wie ein Planet erscheinen, das schickt sich an, seinem Sommer entgegenzugehen, wie die Erde sich anschickt, ihrem Sommer entgegenzugehen, wenn der Frühling zu Ende geht. Und so machen wir den Schlafzustand durch, wenn wir ihn regelrecht durchmachen. Wir gehen gleichsam im Schlafzustand durch bis zu jenem Punkte, wo wir empfinden: Unser physischer Leib und Ätherleib tragen Sprießendes und Sprossendes bis zur Blüte, ja bis zur Fruchtentfaltung; überall wächst und gedeiht alles. Wenn ich mich im einzelnen ausdrücken soll, so muß ich sagen — für den imaginativen Anblick ist dasjenige, was sich so darbietet, allerdings paradox —: Während wir mit dem physischen Anschauen gewissermaßen unsere Erdoberfläche empfinden und auf ihr das von unten nach oben Sprießende, dasjenige, was wächst und gedeiht, im Bewußtsein haben, ist es so, wenn wir nun von außerhalb dasjenige beobachten, was mit unserem Leibe vorgeht und mit der Pflanzenwelt vergleichen, als wenn seine Wurzeln von oben herdringen und es mit seinen Blüten in unseren Leib hineinwächst. Also eine vollständig umgekehrte Welt empfinden wir, und die Früchte werden hineinversenkt. Wir lernen dann, daß mit diesem Hineinversenken der Früchte wirklich dasjenige zum Ausdruck kommt, was uns dann als die Stärkung des Schlafes zum Bewußtsein kommt. Und dadurch wissen wir, daß in der Tat — weil ja alles, was wir so in der Imagination anschauen, Kräfte sind — unser physischer Leib und Ätherleib die Kräfte aus dem ganzen Kosmos empfangen, indem wir uns in den Schlafzustand begeben. Wir schauen zu, wie Kräfte, die sich in der Bildung von aus der Welt hereinwachsenden Pflanzen ausdrücken, aus dem Kosmos kommen. Wir sehen, wie der Kosmos eine ganze Vegetation in unsere Leiblichkeit hineintreibt. Und wir bekommen dann das sichere Wissen davon, daß wir beim Einschlafen unseren Leib aus dem Grunde verlassen, weil wir vom Aufwachen bis zum Einschlafen mit dem Ich und Astralleib unseren physischen Leib und den Ätherleib den Einwirkungen der Kräfte des Kosmos entziehen. Dadurch, daß wir selbst hinausgehen, machen wir unseren physischen Leib und den Ätherleib frei für die Einwirkungen des ganzen Kosmos, der mit dem, was er nun elementarisch, nicht physisch, an solchen Kräften hat, die sich uns eben in den geschilderten Imaginationen ausdrücken, in uns hineinsendet. So ist jedesmal, wenn wir einschlafen, eine Beziehung zwischen physischem Leib und Ätherleib mit dem ganzen Kosmos hergestellt. Während wir im Wachzustand in der physischen Welt leben, lebt wirklich unser physischer Leib und Ätherleib während unseres Schlafes in dem, was wir die elementarische Welt nennen, die Welt der bloßen Kräfte, die sich uns eben in den geschilderten Imaginationen darstellen. Und wir selber, wo sind wir mit unserem Ich und Astralleib? Nun, wir haben oft geschildert, und es ist auch in verschiedenen Schriften dargestellt: mit unserem Ich und Astralleibe sind wir in der Welt, die geschildert worden ist als die Welt der höheren Hierarchien unter den Wesenheiten, die wir Angeloi, Archangeloi, Archai und so weiter nennen. In diese Wesenheiten und ihre Welt taucht das Ich und der Astralleib ein. So wie wir, wenn wir wachend sind, von den Wesen der tierischen Welt, der Pflanzenwelt, der Mineralwelt wissen und als Mensch gleichsam über dieser Welt stehen, indem wir sie in unsere Gedanken aufnehmen, so werden wir selbst wie Gedanken aufgenommen von den Wesen der höheren Hierarchien. Und das ist das Bedeutsame, daß wir sagen können: Während hier unten unser physischer Leib und Ätherleib mit den Kräften des ganzen Kosmos in Zusammenhang treten, werden wir vom Einschlafen bis zum Aufwachen selber gedacht, wie wenn wir richtige Wesen wären, gewoben aus Gedanken und der Willenswesenheit; wir werden gedacht von den Wesen der höheren Hierarchien. — Wie wir die Natur denken, so denken uns die Wesenheiten der höheren Hierarchien. Daher ist es, genau gesprochen, gar nicht richtig, zu sagen, wenn man aus dem physischen Leib herauskomme, denke man die Welt. Richtig ist eigentlich, zu sagen, man erlebe es, daß man von der Welt der höheren Hierarchien gedacht wird. Wie der Gedanke während des Wachlebens sich fühlen müßte, wenn er Bewußtsein hätte, so müßten wir uns erleben als die Gedanken der höheren Wesenheiten, wenn wir außerhalb unseres physischen Leibes sind.
[ 4 ] Und merkwürdig, diese Welt, auf die wir da hinschauen, ist uns so, daß wir sie, indem wir ins Einschlafen übergehen, so empfinden, wie wir im Frühling die Erde empfinden, wenn sie, nachdem sie von der Schneedecke des Winters befreit worden ist, wenn sie die einzelnen grünen Sprossen hervorbringt, wenn sie sich wiederum zum Wachstum, zur Vegetation dessen, was sich auf ihr bildet, anschickt, wenn alles wiederum in Sprossen und Sprießen übergeht. Indem wir im Einschlafen den zu einer Welt erweiterten physischen Leib und Ätherleib ansehen, so sehen wir sie gleichsam so, daß wir sie empfinden können wie einen im Frühling aufwachenden Planeten. Und das geht durch den ganzen Schlafzustand so weiter. Was wir da in mächtigen Bildern sehen, die uns wirklich in der Ausdehnung wie ein Planet erscheinen, das schickt sich an, seinem Sommer entgegenzugehen, wie die Erde sich anschickt, ihrem Sommer entgegenzugehen, wenn der Frühling zu Ende geht. Und so machen wir den Schlafzustand durch, wenn wir ihn regelrecht durchmachen. Wir gehen gleichsam im Schlafzustand durch bis zu jenem Punkte, wo wir empfinden: Unser physischer Leib und Ätherleib tragen Sprießendes und Sprossendes bis zur Blüte, ja bis zur Fruchtentfaltung; überall wächst und gedeiht alles. Wenn ich mich im einzelnen ausdrücken soll, so muß ich sagen — für den imaginativen Anblick ist dasjenige, was sich so darbietet, allerdings paradox —: Während wir mit dem physischen Anschauen gewissermaßen unsere Erdoberfläche empfinden und auf ihr das von unten nach oben Sprießende, dasjenige, was wächst und gedeiht, im Bewußtsein haben, ist es so, wenn wir nun von außerhalb dasjenige beobachten, was mit unserem Leibe vorgeht und mit der Pflanzenwelt vergleichen, als wenn seine Wurzeln von oben herdringen und es mit seinen Blüten in unseren Leib hineinwächst. Also eine vollständig umgekehrte Welt empfinden wir, und die Früchte werden hineinversenkt. Wir lernen dann, daß mit diesem Hineinversenken der Früchte wirklich dasjenige zum Ausdruck kommt, was uns dann als die Stärkung des Schlafes zum Bewußtsein kommt. Und dadurch wissen wir, daß in der Tat — weil ja alles, was wir so in der Imagination anschauen, Kräfte sind — unser physischer Leib und Ätherleib die Kräfte aus dem ganzen Kosmos empfangen, indem wir uns in den Schlafzustand begeben. Wir schauen zu, wie Kräfte, die sich in der Bildung von aus der Welt hereinwachsenden Pflanzen ausdrücken, aus dem Kosmos kommen. Wir sehen, wie der Kosmos eine ganze Vegetation in unsere Leiblichkeit hineintreibt. Und wir bekommen dann das sichere Wissen davon, daß wir beim Einschlafen unseren Leib aus dem Grunde verlassen, weil wir vom Aufwachen bis zum Einschlafen mit dem Ich und Astralleib unseren physischen Leib und den Ätherleib den Einwirkungen der Kräfte des Kosmos entziehen. Dadurch, daß wir selbst hinausgehen, machen wir unseren physischen Leib und den Ätherleib frei für die Einwirkungen des ganzen Kosmos, der mit dem, was er nun elementarisch, nicht physisch, an solchen Kräften hat, die sich uns eben in den geschilderten Imaginationen ausdrücken, in uns hineinsendet. So ist jedesmal, wenn wir einschlafen, eine Beziehung zwischen physischem Leib und Ätherleib mit dem ganzen Kosmos hergestellt. Während wir im Wachzustand in der physischen Welt leben, lebt wirklich unser physischer Leib und Ätherleib während unseres Schlafes in dem, was wir die elementarische Welt nennen, die Welt der bloßen Kräfte, die sich uns eben in den geschilderten Imaginationen darstellen. Und wir selber, wo sind wir mit unserem Ich und Astralleib? Nun, wir haben oft geschildert, und es ist auch in verschiedenen Schriften dargestellt: mit unserem Ich und Astralleibe sind wir in der Welt, die geschildert worden ist als die Welt der höheren Hierarchien unter den Wesenheiten, die wir Angeloi, Archangeloi, Archai und so weiter nennen. In diese Wesenheiten und ihre Welt taucht das Ich und der Astralleib ein. So wie wir, wenn wir wachend sind, von den Wesen der tierischen Welt, der Pflanzenwelt, der Mineralwelt wissen und als Mensch gleichsam über dieser Welt stehen, indem wir sie in unsere Gedanken aufnehmen, so werden wir selbst wie Gedanken aufgenommen von den Wesen der höheren Hierarchien. Und das ist das Bedeutsame, daß wir sagen können: Während hier unten unser physischer Leib und Ätherleib mit den Kräften des ganzen Kosmos in Zusammenhang treten, werden wir vom Einschlafen bis zum Aufwachen selber gedacht, wie wenn wir richtige Wesen wären, gewoben aus Gedanken und der Willenswesenheit; wir werden gedacht von den Wesen der höheren Hierarchien. — Wie wir die Natur denken, so denken uns die Wesenheiten der höheren Hierarchien. Daher ist es, genau gesprochen, gar nicht richtig, zu sagen, wenn man aus dem physischen Leib herauskomme, denke man die Welt. Richtig ist eigentlich, zu sagen, man erlebe es, daß man von der Welt der höheren Hierarchien gedacht wird. Wie der Gedanke während des Wachlebens sich fühlen müßte, wenn er Bewußtsein hätte, so müßten wir uns erleben als die Gedanken der höheren Wesenheiten, wenn wir außerhalb unseres physischen Leibes sind.
[ 5 ] Und wie erleben wir für diese unsere imaginative Erkenntnis das Wiedererwachen? Indem wir uns allmählich zum Aufwachen anzuschicken haben, erleben wir das wirklich so, wie wir in der äußeren Natur — wir können die Imagination wieder mit der äußeren Natur vergleichen — das Hereinziehen des Winters erleben mit alledem, was er an Zerstörendem, Lähmendem und Vernichtendem für das sprossende und sprießende Sommerleben hat. Und so wie der Winter über die Erde den Frost und die Kälte bringt und die Zerstörung dessen, was Sommerherrlichkeit ist, tauchen wir selber in den physischen Leib und Ätherleib ein. Was an Kräften wirklich wie eine Vegetation, sogar wie eine Tierwelt aus der elementarischen Welt des Kosmos in unseren physischen Leib und Ätherleib eingezogen ist, dem bereiten wir mit dem Aufwachen den Untergang, wie der Winter den Untergang der Sommerherrlichkeit bereitet. Und während wir wachend sind, versetzen wir wirklich, durch unsere Anwesenheit in unserem physischen Leib und Ätherleib, diese in einen solchen Zustand, wie die Verhältnisse des Kosmos die Erde versetzen, wenn Winter ist. Wir breiten den Winter über unsere eigene physische und ätherische Wesenheit aus, indem wir in sie einziehen. Sie sehen daraus zugleich, wie dasjenige, was man von physischen Gesichtspunkten aus oftmals als Vergleich gebraucht, für das geistige Anschauen nicht stimmt. Gewiß, aus dem Gefühl heraus hat schon der Mensch das Bewußtsein, daß er mit dem ganzen Kosmos zusammenhängt und daß gewissermaßen dasjenige, was er erlebt, ein mikrokosmisches Abbild des Makrokosmos ist. Aber es liegt dem Menschen dann nahe, wenn er wirklich etwas in seinem mikrokosmischen Leben mit dem makrokosmischen Leben vergleichen will, zu sagen: Das Aufwachen ist wie das Hereinkommen des Frühlings in unser Leben, und das Wachleben ist wie der Sommer. Und der Herbst ist wie das abendliche Müdewerden, das Schlafesleben ist wie der Winter. — Gerade das Umgekehrte ist Wirklichkeit. Das Sommerleben ist das Schlafesleben und das Winterleben ist das Wachleben. Das ist die Wahrheit der Sache.
[ 5 ] Und wie erleben wir für diese unsere imaginative Erkenntnis das Wiedererwachen? Indem wir uns allmählich zum Aufwachen anzuschicken haben, erleben wir das wirklich so, wie wir in der äußeren Natur — wir können die Imagination wieder mit der äußeren Natur vergleichen — das Hereinziehen des Winters erleben mit alledem, was er an Zerstörendem, Lähmendem und Vernichtendem für das sprossende und sprießende Sommerleben hat. Und so wie der Winter über die Erde den Frost und die Kälte bringt und die Zerstörung dessen, was Sommerherrlichkeit ist, tauchen wir selber in den physischen Leib und Ätherleib ein. Was an Kräften wirklich wie eine Vegetation, sogar wie eine Tierwelt aus der elementarischen Welt des Kosmos in unseren physischen Leib und Ätherleib eingezogen ist, dem bereiten wir mit dem Aufwachen den Untergang, wie der Winter den Untergang der Sommerherrlichkeit bereitet. Und während wir wachend sind, versetzen wir wirklich, durch unsere Anwesenheit in unserem physischen Leib und Ätherleib, diese in einen solchen Zustand, wie die Verhältnisse des Kosmos die Erde versetzen, wenn Winter ist. Wir breiten den Winter über unsere eigene physische und ätherische Wesenheit aus, indem wir in sie einziehen. Sie sehen daraus zugleich, wie dasjenige, was man von physischen Gesichtspunkten aus oftmals als Vergleich gebraucht, für das geistige Anschauen nicht stimmt. Gewiß, aus dem Gefühl heraus hat schon der Mensch das Bewußtsein, daß er mit dem ganzen Kosmos zusammenhängt und daß gewissermaßen dasjenige, was er erlebt, ein mikrokosmisches Abbild des Makrokosmos ist. Aber es liegt dem Menschen dann nahe, wenn er wirklich etwas in seinem mikrokosmischen Leben mit dem makrokosmischen Leben vergleichen will, zu sagen: Das Aufwachen ist wie das Hereinkommen des Frühlings in unser Leben, und das Wachleben ist wie der Sommer. Und der Herbst ist wie das abendliche Müdewerden, das Schlafesleben ist wie der Winter. — Gerade das Umgekehrte ist Wirklichkeit. Das Sommerleben ist das Schlafesleben und das Winterleben ist das Wachleben. Das ist die Wahrheit der Sache.
[ 6 ] Wenn der Geistesforscher diese Verhältnisse wirklich untersucht, dann findet er aber, daß, während sich sein Ich und Astralleib so in die Regionen der höheren Hierarchien erhebt und gewissermaßen von den höheren Wesenheiten gedacht wird, hereinwirkt in seinen physischen Leib und Ätherleib nicht nur dasjenige, was in der elementaren Welt ist, sondern daß gewisse Wesenheiten der höheren Hierarchien auch in unseren physischen Leib und Ätherleib hineinwirken. Nicht nur ist es die elementare Welt, die aus Kräften besteht, sondern wirkliche Wesenheiten sind es, Wesenheiten der höheren Hierarchien, welche in unseren physischen und Ätherleib hereinwirken. Und da stellt sich dann das Merkwürdige heraus, daß wir gewahr werden können, wie wir in dem Augenblick, wo wir einschlafen, in ganz andere Verhältnisse kommen als die, in denen wir sind, während wir wachen. Wie gesagt, alles dasjenige, was so ausgesprochen werden kann, beruht darauf, daß die Geistesforschung uns gestattet, zuzuschauen, wie es mit dem Einschlafen und Aufwachen ist. Und für sie zeigt sich dann, daß auf unseren physischen und Ätherleib vom Aufwachen bis zum Einschlafen auch dasjenige Wesen aus den höheren Hierarchien wirkt, das wir empfinden müssen als den Volksgeist, die Volksseele, der wir angehören. Indem der Mensch aufwacht, taucht er aufwachend nicht nur in seinen physischen und Ätherleib unter, sondern auch in die Vorgänge, die in seinen physischen Leib und Ätherleib ausgeführt werden von dem, was sein Volksgeist vollbringt. Das Eigentümliche stellt sich heraus — ich bitte, das wohl zu beachten, denn es geziemt uns, die wir in die Geisteswissenschaft eindringen wollen, den Weltenzusammenhang tiefer zu betrachten, als das äußere Wahrnehmen ihn betrachten kann —, daß der Mensch mit dem Einschlafen nicht nur eintaucht in diejenigen Wesenheiten der höheren Hierarchien, die seiner individuellen Entwickelung entsprechen, sondern auch in solche geistige Wesenheiten, die wir als Volksgeister ansehen müssen. Und zwar taucht der Mensch vom Einschlafen bis zum Aufwachen in den Zusammenhang aller andern Volksgeister ein, nur nicht desjenigen, der der seinige ist.
[ 6 ] Wenn der Geistesforscher diese Verhältnisse wirklich untersucht, dann findet er aber, daß, während sich sein Ich und Astralleib so in die Regionen der höheren Hierarchien erhebt und gewissermaßen von den höheren Wesenheiten gedacht wird, hereinwirkt in seinen physischen Leib und Ätherleib nicht nur dasjenige, was in der elementaren Welt ist, sondern daß gewisse Wesenheiten der höheren Hierarchien auch in unseren physischen Leib und Ätherleib hineinwirken. Nicht nur ist es die elementare Welt, die aus Kräften besteht, sondern wirkliche Wesenheiten sind es, Wesenheiten der höheren Hierarchien, welche in unseren physischen und Ätherleib hereinwirken. Und da stellt sich dann das Merkwürdige heraus, daß wir gewahr werden können, wie wir in dem Augenblick, wo wir einschlafen, in ganz andere Verhältnisse kommen als die, in denen wir sind, während wir wachen. Wie gesagt, alles dasjenige, was so ausgesprochen werden kann, beruht darauf, daß die Geistesforschung uns gestattet, zuzuschauen, wie es mit dem Einschlafen und Aufwachen ist. Und für sie zeigt sich dann, daß auf unseren physischen und Ätherleib vom Aufwachen bis zum Einschlafen auch dasjenige Wesen aus den höheren Hierarchien wirkt, das wir empfinden müssen als den Volksgeist, die Volksseele, der wir angehören. Indem der Mensch aufwacht, taucht er aufwachend nicht nur in seinen physischen und Ätherleib unter, sondern auch in die Vorgänge, die in seinen physischen Leib und Ätherleib ausgeführt werden von dem, was sein Volksgeist vollbringt. Das Eigentümliche stellt sich heraus — ich bitte, das wohl zu beachten, denn es geziemt uns, die wir in die Geisteswissenschaft eindringen wollen, den Weltenzusammenhang tiefer zu betrachten, als das äußere Wahrnehmen ihn betrachten kann —, daß der Mensch mit dem Einschlafen nicht nur eintaucht in diejenigen Wesenheiten der höheren Hierarchien, die seiner individuellen Entwickelung entsprechen, sondern auch in solche geistige Wesenheiten, die wir als Volksgeister ansehen müssen. Und zwar taucht der Mensch vom Einschlafen bis zum Aufwachen in den Zusammenhang aller andern Volksgeister ein, nur nicht desjenigen, der der seinige ist.
[ 7 ] Also merken wir uns das wohl: Während des Wachens leben wir eingetaucht in die geistigen Tatsachen, die der eigene Volksgeist in unserem physischen und Ätherleibe ausführt. Wir leben zusammen gewissermaßen mit dem eigenen Volksgeist vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Nun sind neben unserem Volksgeiste in der Welt vorhanden alle andern Volksgeister der andern Völker. Mit dem Einschlafen tauchen wir unter in den Zusammenhang der andern Volksgeister, nicht in einen einzelnen andern Volksgeist — halten Sie das streng fest —, sondern in das, was sie zusammen vollbringen, was sie gleichsam im Verein, als Gesellschaft vollbringen. Ausgeschaltet ist während der Nacht nur der eigene Volksgeist aus diesem Zusammenhang. Wir können dem nicht entgehen, auch einen Zusammenhang mit all denjenigen Volksgeistern. zu haben, die den andern Völkern angehören, in die wir in einer bestimmten Inkarnation eben nicht inkarniert sind. Denn, indem wir beim Tagwachen unserem Volksgeiste angehören, gehören wir im Schlafzustand den andern Volksgeistern, allerdings nur ihrem Zusammenklang an; während wir im Wachzustand den Intentionen des einzelnen Volksgeistes angehören, in dessen Gebiet wir eben in einer bestimmten Inkarnation hineingeboren sind.
[ 7 ] Also merken wir uns das wohl: Während des Wachens leben wir eingetaucht in die geistigen Tatsachen, die der eigene Volksgeist in unserem physischen und Ätherleibe ausführt. Wir leben zusammen gewissermaßen mit dem eigenen Volksgeist vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Nun sind neben unserem Volksgeiste in der Welt vorhanden alle andern Volksgeister der andern Völker. Mit dem Einschlafen tauchen wir unter in den Zusammenhang der andern Volksgeister, nicht in einen einzelnen andern Volksgeist — halten Sie das streng fest —, sondern in das, was sie zusammen vollbringen, was sie gleichsam im Verein, als Gesellschaft vollbringen. Ausgeschaltet ist während der Nacht nur der eigene Volksgeist aus diesem Zusammenhang. Wir können dem nicht entgehen, auch einen Zusammenhang mit all denjenigen Volksgeistern. zu haben, die den andern Völkern angehören, in die wir in einer bestimmten Inkarnation eben nicht inkarniert sind. Denn, indem wir beim Tagwachen unserem Volksgeiste angehören, gehören wir im Schlafzustand den andern Volksgeistern, allerdings nur ihrem Zusammenklang an; während wir im Wachzustand den Intentionen des einzelnen Volksgeistes angehören, in dessen Gebiet wir eben in einer bestimmten Inkarnation hineingeboren sind.
[ 8 ] Aber es gibt ein Mittel, auch während des Schlafzustandes gewissermaßen in die Wesenheit eines einzelnen andern Volksgeistes unterzutauchen. Während wir im normalen Zustand wachend in unserem eigenen Volksgeiste beziehungsweise seiner Tätigkeit leben und im Schlafe im Zusammenklang der andern Volksgeister, können wir schlafend untertauchen in einen einzelnen Volksgeist, wenn wir uns einen recht glühenden Haß gegen das, was dieser andere Volksgeist vollbringt, im Leben aneignen. Und so grotesk es klingt, wahr ist es doch — und wir in unserer Bewegung müssen solche Wahrheiten ruhig ertragen können —: Wenn der Mensch so wirklich aus dem innersten Wesen heraus glühenden Haß gegenüber einem Volksgebiet empfindet, so verurteilt er sich dazu, mit dem Volksgeist dieses Volksgebietes in der Nacht zu schlafen, mit ihm zusammen zu sein.
[ 8 ] Aber es gibt ein Mittel, auch während des Schlafzustandes gewissermaßen in die Wesenheit eines einzelnen andern Volksgeistes unterzutauchen. Während wir im normalen Zustand wachend in unserem eigenen Volksgeiste beziehungsweise seiner Tätigkeit leben und im Schlafe im Zusammenklang der andern Volksgeister, können wir schlafend untertauchen in einen einzelnen Volksgeist, wenn wir uns einen recht glühenden Haß gegen das, was dieser andere Volksgeist vollbringt, im Leben aneignen. Und so grotesk es klingt, wahr ist es doch — und wir in unserer Bewegung müssen solche Wahrheiten ruhig ertragen können —: Wenn der Mensch so wirklich aus dem innersten Wesen heraus glühenden Haß gegenüber einem Volksgebiet empfindet, so verurteilt er sich dazu, mit dem Volksgeist dieses Volksgebietes in der Nacht zu schlafen, mit ihm zusammen zu sein.
[ 9 ] Da berühren wir eben Wahrheiten, denen gegenüber wir sehen können, daß das Leben hinter jenem Schleier, der für die alltägliche Beobachtung die geistigen Welten verhüllt, einen tiefen Ernst zu haben beginnt, und daß es in einer gewissen Beziehung schon unbequem ist, ein Bekenner der Geisteswissenschaft zu sein. Denn es beginnt die Geisteswissenschaft von gewissen Punkten aus im allertiefsten Sinne Ernst zu machen mit Verhältnissen, die man im Leben unbequem findet und über die wir wirklich gnadenvoll dadurch hinweggehoben werden, daß uns das Leben im gewöhnlichen Sinne die Wahrheit nicht enthüllt. Trotzdem wir selbstverständlich im äußeren Leben voll auf dem Boden stehen müssen, den dieses äußere Leben von uns verlangt, so müssen wir, wenn wir im Gebiete der Geisteswissenschaft uns zu denjenigen Gebieten erheben, wo andere Eigentümlichkeiten des Lebens beginnen, mit einem solchen Grundsatz ganz Ernst machen.
[ 9 ] Da berühren wir eben Wahrheiten, denen gegenüber wir sehen können, daß das Leben hinter jenem Schleier, der für die alltägliche Beobachtung die geistigen Welten verhüllt, einen tiefen Ernst zu haben beginnt, und daß es in einer gewissen Beziehung schon unbequem ist, ein Bekenner der Geisteswissenschaft zu sein. Denn es beginnt die Geisteswissenschaft von gewissen Punkten aus im allertiefsten Sinne Ernst zu machen mit Verhältnissen, die man im Leben unbequem findet und über die wir wirklich gnadenvoll dadurch hinweggehoben werden, daß uns das Leben im gewöhnlichen Sinne die Wahrheit nicht enthüllt. Trotzdem wir selbstverständlich im äußeren Leben voll auf dem Boden stehen müssen, den dieses äußere Leben von uns verlangt, so müssen wir, wenn wir im Gebiete der Geisteswissenschaft uns zu denjenigen Gebieten erheben, wo andere Eigentümlichkeiten des Lebens beginnen, mit einem solchen Grundsatz ganz Ernst machen.
[ 10 ] In dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» wird davon gesprochen, daß in dem Augenblick, wo man sich hinauferhebt in die geistige Welt — und jeder Mensch ist ja in der geistigen Welt, es handelt sich hier nur um ein Erkennen dessen, was immer da ist —, dann jene bequeme Einheit des Menschenwesens aufhört, in der wir in der physischen Welt leben. Spaltungen geht das Menschenwesen ein; abgesehen von jenen Spaltungen, die dort erwähnt sind, und die man beobachten kann nach der Begegnung mit dem Hüter der Schwelle, treten manche andere Spaltungen ein, zum Beispiel diejenige, die von einer tiefen Bedeutung für unser ganzes Gemütsleben sein muß. Wir müssen anerkennen, daß, indem wir in einer bestimmten Inkarnation gegenüber dem Volkstum, in dem wir eben stehen, voll unsere Pflicht zu tun haben, ihm voll unsere Liebe darzubringen haben, dieses Volkstum im ganzen Entwickelungsprozeß der Erde darinsteht. Wir müssen uns klar sein, daß wir, indem wir auch geistige Wesenheiten sind im Ich und Astralleib, wirklich der ganzen Menschheit angehören und mit unseren Impulsen mit der ganzen Menschheit fühlen müssen. Und nicht ist es so, daß die Geisteswissenschaft zuläßt, daß wir in ihr in einer Einseitigkeit leben, sondern wir müssen diese beiden Seiten unseres Wesens in einen vollen Einklang bringen können.
[ 10 ] In dem Buche «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» wird davon gesprochen, daß in dem Augenblick, wo man sich hinauferhebt in die geistige Welt — und jeder Mensch ist ja in der geistigen Welt, es handelt sich hier nur um ein Erkennen dessen, was immer da ist —, dann jene bequeme Einheit des Menschenwesens aufhört, in der wir in der physischen Welt leben. Spaltungen geht das Menschenwesen ein; abgesehen von jenen Spaltungen, die dort erwähnt sind, und die man beobachten kann nach der Begegnung mit dem Hüter der Schwelle, treten manche andere Spaltungen ein, zum Beispiel diejenige, die von einer tiefen Bedeutung für unser ganzes Gemütsleben sein muß. Wir müssen anerkennen, daß, indem wir in einer bestimmten Inkarnation gegenüber dem Volkstum, in dem wir eben stehen, voll unsere Pflicht zu tun haben, ihm voll unsere Liebe darzubringen haben, dieses Volkstum im ganzen Entwickelungsprozeß der Erde darinsteht. Wir müssen uns klar sein, daß wir, indem wir auch geistige Wesenheiten sind im Ich und Astralleib, wirklich der ganzen Menschheit angehören und mit unseren Impulsen mit der ganzen Menschheit fühlen müssen. Und nicht ist es so, daß die Geisteswissenschaft zuläßt, daß wir in ihr in einer Einseitigkeit leben, sondern wir müssen diese beiden Seiten unseres Wesens in einen vollen Einklang bringen können.
[ 11 ] Wir müssen uns klar darüber sein, daß wir — trotzdem wir als Mensch der gegenwärtigen Inkarnation, auch wenn wir Geisteswissenschafter sind, unser Volkstum so lieben können, wie nur irgend jemand sein Volkstum zu lieben vermag — mit diesem Fühlen dasjenige in Einklang bringen, was uns mit der ganzen Menschheit zusammenführt. Und gerade Geisteswissenschaft ist ja die Erhebung zu diesem Zusammengeführtwerden mit der ganzen Menschheit, weil sie uns eröffnet, daß wir mit der ganzen Menschheit zusammenhängen in unserem Ich und Astralleib. Harmonie zu bewirken zwischen Gegensätzen, das ist dasjenige, was Geisteswissenschaft immer mehr und mehr von demjenigen fordert, der sich mit Ernst und Würde in sie hineinbegibt. Und von Unheil ist es, wenn man wahre Geisteswissenschaft verwechselt mit jenem unklaren mystischen Getriebe, das immer da die Bedürfnisse des äußeren, physischen Lebens verquicken möchte mit demjenigen, wozu wir uns erheben müssen, indem wir in die geistige Welt eintauchen. Denn unklare Mystik, die überall in das alltägliche Leben dasjenige hereinbringen möchte, was die Geisteswissenschaft erst im rechten Lichte zeigt, jene unklare Mystik wird zum Beispiel niemals die Liebe zum eigenen Volkstum in Einklang bringen können mit der Liebe zur ganzen Menschheit, wird zu einem verschwommenen mystischen Kosmopolitismus führen. Den kann man ebenso, wie ich das schon getan habe, vergleichen mit dem, was unklare Theosophen immerzu von der Gleichheit und von dem Gleichgelten aller Religionen der Erde sagen. Gewiß, im Abstrakten kann man sagen: Alle Religionen der Erde enthalten die Wahrheit. Aber das ist genau dasselbe, als ob man sagt: Auf dem Tisch steht Pfeffer, Salz und Paprika und allerlei anderes, und das alles sind Speisezutaten. Zucker, Pfeffer, Salz und Paprika — das ist alles gleich; also gebe ich einmal in den Kaffee Paprika und Zucker in die Suppe, weil ja alles Speisezusätze sind. Genau auf demselben Punkt der Logik stehen die, welche in unklarer Mystik nur von dem Einheitskern aller Religionen faseln, statt sich in die wirkliche Wesenheit jedes einzelnen, was in unserer Erdenentwickelung erscheint, einzulassen. Nicht darauf kommt es an, daß wir nur immer betonen: Alle Völker sind gewissermaßen nur Ausdrücke für das allgemein Menschliche, sondern darauf, daß wir gerade die spezifischen Aufgaben, die den einzelnen Völkern durch ihre Volksseelen gegeben sind, erkennen. Und dazu ist ein Anhaltspunkt gegeben in dem Vortragszyklus, der ja schon lange gedruckt ist, der eine Anzahl von Jahren vor dem Ausbruch des Krieges gehalten worden ist, der nicht unter dem Einfluß des Krieges entstanden ist, dem man daher nicht vorwerfen kann, er sei unter den Eindrücken des Krieges entstanden: «Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der nordisch-germanischen Mythologie.»
[ 11 ] Wir müssen uns klar darüber sein, daß wir — trotzdem wir als Mensch der gegenwärtigen Inkarnation, auch wenn wir Geisteswissenschafter sind, unser Volkstum so lieben können, wie nur irgend jemand sein Volkstum zu lieben vermag — mit diesem Fühlen dasjenige in Einklang bringen, was uns mit der ganzen Menschheit zusammenführt. Und gerade Geisteswissenschaft ist ja die Erhebung zu diesem Zusammengeführtwerden mit der ganzen Menschheit, weil sie uns eröffnet, daß wir mit der ganzen Menschheit zusammenhängen in unserem Ich und Astralleib. Harmonie zu bewirken zwischen Gegensätzen, das ist dasjenige, was Geisteswissenschaft immer mehr und mehr von demjenigen fordert, der sich mit Ernst und Würde in sie hineinbegibt. Und von Unheil ist es, wenn man wahre Geisteswissenschaft verwechselt mit jenem unklaren mystischen Getriebe, das immer da die Bedürfnisse des äußeren, physischen Lebens verquicken möchte mit demjenigen, wozu wir uns erheben müssen, indem wir in die geistige Welt eintauchen. Denn unklare Mystik, die überall in das alltägliche Leben dasjenige hereinbringen möchte, was die Geisteswissenschaft erst im rechten Lichte zeigt, jene unklare Mystik wird zum Beispiel niemals die Liebe zum eigenen Volkstum in Einklang bringen können mit der Liebe zur ganzen Menschheit, wird zu einem verschwommenen mystischen Kosmopolitismus führen. Den kann man ebenso, wie ich das schon getan habe, vergleichen mit dem, was unklare Theosophen immerzu von der Gleichheit und von dem Gleichgelten aller Religionen der Erde sagen. Gewiß, im Abstrakten kann man sagen: Alle Religionen der Erde enthalten die Wahrheit. Aber das ist genau dasselbe, als ob man sagt: Auf dem Tisch steht Pfeffer, Salz und Paprika und allerlei anderes, und das alles sind Speisezutaten. Zucker, Pfeffer, Salz und Paprika — das ist alles gleich; also gebe ich einmal in den Kaffee Paprika und Zucker in die Suppe, weil ja alles Speisezusätze sind. Genau auf demselben Punkt der Logik stehen die, welche in unklarer Mystik nur von dem Einheitskern aller Religionen faseln, statt sich in die wirkliche Wesenheit jedes einzelnen, was in unserer Erdenentwickelung erscheint, einzulassen. Nicht darauf kommt es an, daß wir nur immer betonen: Alle Völker sind gewissermaßen nur Ausdrücke für das allgemein Menschliche, sondern darauf, daß wir gerade die spezifischen Aufgaben, die den einzelnen Völkern durch ihre Volksseelen gegeben sind, erkennen. Und dazu ist ein Anhaltspunkt gegeben in dem Vortragszyklus, der ja schon lange gedruckt ist, der eine Anzahl von Jahren vor dem Ausbruch des Krieges gehalten worden ist, der nicht unter dem Einfluß des Krieges entstanden ist, dem man daher nicht vorwerfen kann, er sei unter den Eindrücken des Krieges entstanden: «Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhang mit der nordisch-germanischen Mythologie.»
[ 12 ] Gerade in unserer Zeit ist es wichtig, auf solche ernsten Dinge sich zu besinnen, damit der Mensch die Harmonie zwischen dem, was allgemeine Menschenliebe ist, und der Volksliebe finden kann. Man braucht nicht davor zurückzuscheuen, die Eigentümlichkeiten jedes einzelnen Volkes, insofern es Volk ist — der einzelne erhebt sich ja immer über sein Volk —, die Eigentümlichkeiten der einzelnen Völker zu charakterisieren. Nur muß es, wie das schon aus den Bemerkungen, die ich machte, hervorgeht, selbstverständlich ohne Haß geschehen. Geradesowenig wie man die wirkliche Wesenheit der einzelnen Pflanze erkennt, wenn man die Pflanze haßt und das schildert, was man als Haß empfindet, ebensowenig kann man die Eigentümlichkeiten eines Volkes erkennen, wenn man das schildert, was man an dem Volke haßt, oder wenn man das in die Schilderung aufnimmt, was aus Gefühlen des Hasses kommt.
[ 12 ] Gerade in unserer Zeit ist es wichtig, auf solche ernsten Dinge sich zu besinnen, damit der Mensch die Harmonie zwischen dem, was allgemeine Menschenliebe ist, und der Volksliebe finden kann. Man braucht nicht davor zurückzuscheuen, die Eigentümlichkeiten jedes einzelnen Volkes, insofern es Volk ist — der einzelne erhebt sich ja immer über sein Volk —, die Eigentümlichkeiten der einzelnen Völker zu charakterisieren. Nur muß es, wie das schon aus den Bemerkungen, die ich machte, hervorgeht, selbstverständlich ohne Haß geschehen. Geradesowenig wie man die wirkliche Wesenheit der einzelnen Pflanze erkennt, wenn man die Pflanze haßt und das schildert, was man als Haß empfindet, ebensowenig kann man die Eigentümlichkeiten eines Volkes erkennen, wenn man das schildert, was man an dem Volke haßt, oder wenn man das in die Schilderung aufnimmt, was aus Gefühlen des Hasses kommt.
[ 13 ] Und so muß es immerzu das Bestreben desjenigen sein, der sich bis zu den Gesichtspunkten der Geisteswissenschaft zu erheben vermag, nicht in der einförmigen Einheit das Wesen der Welt zu sehen, sondern gerade in der Harmonie des Vielen. Und der Mensch muß die Möglichkeit finden, alle mögliche Wärme, hinsichtlich derer er vor keinem, der nicht Geisteswissenschaft erstrebt, zurückzustehen braucht, alle Wärme für sein Volkstum zu empfinden, und das auf der andern Seite zu vereinigen, was uns wiederum, insofern wir der ganzen Menschheit angehören, mit der ganzen Menschheit als einer groBen, gesamten Wesenheit zusammenbringt.
[ 13 ] Und so muß es immerzu das Bestreben desjenigen sein, der sich bis zu den Gesichtspunkten der Geisteswissenschaft zu erheben vermag, nicht in der einförmigen Einheit das Wesen der Welt zu sehen, sondern gerade in der Harmonie des Vielen. Und der Mensch muß die Möglichkeit finden, alle mögliche Wärme, hinsichtlich derer er vor keinem, der nicht Geisteswissenschaft erstrebt, zurückzustehen braucht, alle Wärme für sein Volkstum zu empfinden, und das auf der andern Seite zu vereinigen, was uns wiederum, insofern wir der ganzen Menschheit angehören, mit der ganzen Menschheit als einer groBen, gesamten Wesenheit zusammenbringt.
[ 14 ] Wie gesagt, an solche Dinge wollen wir dann übermorgen anknüpfen. Jetzt aber will ich bemerken, daß wir zugleich, indem wir aus unserem Zustand des Wachens in den Schlafzustand übertreten und dadurch in die Wesenheiten der höheren Hierarchien aufgenommen werden, im Grunde genommen das abstreifen, was uns mit der einzelnen Inkarnation durch unseren physischen Leib und Ätherleib zusammenbringt. Im Schlafe streifen wir also auch unser nationales Wesen ab. Durch den Schlaf werden wir bloß Menschen, Menschen mit all den Eigentümlichkeiten, die wir durch das haben müssen, was wir uns als Menschen erworben haben. Wenn wir als Geistesforscher dasjenige anschauen, was mit dem Menschen, sowohl im Wach- wie im Schlafzustande geschieht, nehmen wir aber zugleich wahr, daß der Mensch, indem er schläft, mit seinem Ich und Astralleib in der geistigen Welt lebt, ebenso wie auch sein physischer Leib und Ätherleib nun der großen Welt angehören; daß dieses Eigenleben, das gleichsam in unserer Haut verfließt, aufhört, und daß wir unser Selbst zum großen Selbst erweitern. Und nun bedenken Sie, daß wir im Grunde immer im Laufe von vierundzwanzig Stunden durchmachen einen Sommer- und einen Winterzustand. Diesen Sommer- und Winterzustand macht ja auch die Erde durch, aber die Erde macht ihn im Jahreslauf durch. Warum macht die Erde diese Zustände im Jahreslauf durch? Weil die Erde ein Wesen ist wie wir selbst, nur auf einer andern Stufe der Hierarchien. Die ganze Erde, wenn wir sie so physisch betrachten, wie sie um uns ist, ist nur der Leib der Erde; und so wie wir in uns unser Geistig-Seelisches tragen, so hat auch die Erde ihr Geistig-Seelisches. Der Unterschied ist nur der, daß wir im Laufe von vierundzwanzig Stunden wachen und schlafen, und die Erde wacht und schläft im Laufe des Jahres. Sie wacht vorn Herbst bis zum Frühling und schläft während des Sommers. So daß wir eigentlich immer sagen können, wenn wir während des Sommers leben: Wir leben eingebettet in die schlafende Erde. — Und wenn wir während des Winters leben: Wir leben eingebettet in die wachende Erde. — Nicht so ist es, daß die Erde wacht im Sommer und schläft im Winter, wie wir in dem aus dem gewöhnlichen Leben genommenen trivialen Vergleich sagen können. Sondern das ist richtig, daß, wenn der Herbst kommt, die Erde als seelisch-geistiges Wesen aufwacht und in der Mitte des Winters am wachsten ist. Der Erdgeist denkt am allermeisten in der Mitte des Winters und er fängt an, sein Denken allmählich einzustellen beim Herannahen des Frühlings; und er schläft, wenn das äußere Leben sprießt und sproßt; während des Sommers schläft der Erdgeist.
[ 14 ] Wie gesagt, an solche Dinge wollen wir dann übermorgen anknüpfen. Jetzt aber will ich bemerken, daß wir zugleich, indem wir aus unserem Zustand des Wachens in den Schlafzustand übertreten und dadurch in die Wesenheiten der höheren Hierarchien aufgenommen werden, im Grunde genommen das abstreifen, was uns mit der einzelnen Inkarnation durch unseren physischen Leib und Ätherleib zusammenbringt. Im Schlafe streifen wir also auch unser nationales Wesen ab. Durch den Schlaf werden wir bloß Menschen, Menschen mit all den Eigentümlichkeiten, die wir durch das haben müssen, was wir uns als Menschen erworben haben. Wenn wir als Geistesforscher dasjenige anschauen, was mit dem Menschen, sowohl im Wach- wie im Schlafzustande geschieht, nehmen wir aber zugleich wahr, daß der Mensch, indem er schläft, mit seinem Ich und Astralleib in der geistigen Welt lebt, ebenso wie auch sein physischer Leib und Ätherleib nun der großen Welt angehören; daß dieses Eigenleben, das gleichsam in unserer Haut verfließt, aufhört, und daß wir unser Selbst zum großen Selbst erweitern. Und nun bedenken Sie, daß wir im Grunde immer im Laufe von vierundzwanzig Stunden durchmachen einen Sommer- und einen Winterzustand. Diesen Sommer- und Winterzustand macht ja auch die Erde durch, aber die Erde macht ihn im Jahreslauf durch. Warum macht die Erde diese Zustände im Jahreslauf durch? Weil die Erde ein Wesen ist wie wir selbst, nur auf einer andern Stufe der Hierarchien. Die ganze Erde, wenn wir sie so physisch betrachten, wie sie um uns ist, ist nur der Leib der Erde; und so wie wir in uns unser Geistig-Seelisches tragen, so hat auch die Erde ihr Geistig-Seelisches. Der Unterschied ist nur der, daß wir im Laufe von vierundzwanzig Stunden wachen und schlafen, und die Erde wacht und schläft im Laufe des Jahres. Sie wacht vorn Herbst bis zum Frühling und schläft während des Sommers. So daß wir eigentlich immer sagen können, wenn wir während des Sommers leben: Wir leben eingebettet in die schlafende Erde. — Und wenn wir während des Winters leben: Wir leben eingebettet in die wachende Erde. — Nicht so ist es, daß die Erde wacht im Sommer und schläft im Winter, wie wir in dem aus dem gewöhnlichen Leben genommenen trivialen Vergleich sagen können. Sondern das ist richtig, daß, wenn der Herbst kommt, die Erde als seelisch-geistiges Wesen aufwacht und in der Mitte des Winters am wachsten ist. Der Erdgeist denkt am allermeisten in der Mitte des Winters und er fängt an, sein Denken allmählich einzustellen beim Herannahen des Frühlings; und er schläft, wenn das äußere Leben sprießt und sproßt; während des Sommers schläft der Erdgeist.
[ 15 ] Wir als Menschen sind aber nicht nur durch unseren physischen Leib mit dem Leibe der Erde in Verbindung, sondern auch mit dem Geist der Erde. Nun wissen wir durch die verschiedenen Vorträge, daß mit dem Geist der Erde sich vereinigt hat durch das Mysterium von Golgatha der Geist, den wir als den Geist des Christus bezeichnen. In dem, was der Geist der Erde ist, lebt seit dem Mysterium von Golgatha der Christus-Geist darin. Wenn die Menschen daher ein Fest begehen wollen, das ihnen ausdrücken soll, daß im Erdgeist der ChristusGeist darinnen ist — in welche Zeit müssen sie dann dieses Fest versetzen? Nicht in den Sommer, sondern in den Winter hinein müssen sie das Fest versetzen, mitten in den Winter hinein. Das ist das Weihnachtsfest. Aus diesem Grunde versetzt man das Weihnachtsfest und das, was sich daraus entwickelt, in die Winterzeit hinein. Das ging aus einer richtigen Erkenntnis derjenigen hervor, welche die Einrichtung des christlichen Jahres einmal bestellt haben. Aus den okkulten Wahrheiten heraus ist das Weihnachtsfest festgelegt worden, nicht aus historischen Tatsachen heraus. Weil in der Tat für das, was jetzt die Menschheit ist, der Mensch, indem er mit seinem Geistig-Seelischen in das Geistig-Seelische der Erde eingebettet ist, mit dem wachsten Zustand des Erdenseins zusammen ist in der Winterzeit. Da lebt er in der wachenden Erde.
[ 15 ] Wir als Menschen sind aber nicht nur durch unseren physischen Leib mit dem Leibe der Erde in Verbindung, sondern auch mit dem Geist der Erde. Nun wissen wir durch die verschiedenen Vorträge, daß mit dem Geist der Erde sich vereinigt hat durch das Mysterium von Golgatha der Geist, den wir als den Geist des Christus bezeichnen. In dem, was der Geist der Erde ist, lebt seit dem Mysterium von Golgatha der Christus-Geist darin. Wenn die Menschen daher ein Fest begehen wollen, das ihnen ausdrücken soll, daß im Erdgeist der ChristusGeist darinnen ist — in welche Zeit müssen sie dann dieses Fest versetzen? Nicht in den Sommer, sondern in den Winter hinein müssen sie das Fest versetzen, mitten in den Winter hinein. Das ist das Weihnachtsfest. Aus diesem Grunde versetzt man das Weihnachtsfest und das, was sich daraus entwickelt, in die Winterzeit hinein. Das ging aus einer richtigen Erkenntnis derjenigen hervor, welche die Einrichtung des christlichen Jahres einmal bestellt haben. Aus den okkulten Wahrheiten heraus ist das Weihnachtsfest festgelegt worden, nicht aus historischen Tatsachen heraus. Weil in der Tat für das, was jetzt die Menschheit ist, der Mensch, indem er mit seinem Geistig-Seelischen in das Geistig-Seelische der Erde eingebettet ist, mit dem wachsten Zustand des Erdenseins zusammen ist in der Winterzeit. Da lebt er in der wachenden Erde.
[ 16 ] Und was werden die alten Völker getan haben, von denen wir wissen, daß sie auf eine Art traumhaften Hellsehens ihren Dienst der Welt und ihre Erkenntnis der Welt aufgebaut haben? Nun, sie müssen vorzugsweise sich berufen haben auf das, was im schlafenden Erdgeist lebt, wenn der Erdgeist am meisten schläft, sich am meisten in seinen schlafenden Zustand zurückgezogen hat. Da müssen sie sich erhoben haben — im Gegensatz zu der neueren Menschheit — zu dem, was ihnen auf unbewußte Art einflößte die Wahrheit, wie sie für sie sein mußte. Mitten im Sommer finden wir daher bei den Völkern, die dem Kultus angehört haben, der aus dem mehr schlafenden, traumhaften Zustand heraus seine Erkenntnis schöpfte, das Johannisfest, die Johannisfeier, das Sommerfest im Gegensatz zu dem Weihnachtsfest, das der neueren Menschheit geziemt.
[ 16 ] Und was werden die alten Völker getan haben, von denen wir wissen, daß sie auf eine Art traumhaften Hellsehens ihren Dienst der Welt und ihre Erkenntnis der Welt aufgebaut haben? Nun, sie müssen vorzugsweise sich berufen haben auf das, was im schlafenden Erdgeist lebt, wenn der Erdgeist am meisten schläft, sich am meisten in seinen schlafenden Zustand zurückgezogen hat. Da müssen sie sich erhoben haben — im Gegensatz zu der neueren Menschheit — zu dem, was ihnen auf unbewußte Art einflößte die Wahrheit, wie sie für sie sein mußte. Mitten im Sommer finden wir daher bei den Völkern, die dem Kultus angehört haben, der aus dem mehr schlafenden, traumhaften Zustand heraus seine Erkenntnis schöpfte, das Johannisfest, die Johannisfeier, das Sommerfest im Gegensatz zu dem Weihnachtsfest, das der neueren Menschheit geziemt.
[ 17 ] Was so äußerlich festgesetzt ist, und was unsere materialistische Zeit gar nicht mehr versteht, das hat wirklich seine tiefen Grundlagen in dem, was geistige Wirklichkeit ist. Und jetzt leben wir in einer Zeit, in der die Menschen wiederum anfangen müssen, in einer ganz andern Weise zu denken und zu fühlen und zu empfinden, wie es im abgelaufenen Zeitraum der Fall war. Der abgelaufene Zeitraum hat die Aufgabe gehabt, den Menschen das Reich des materialistischen Denkens und Empfindens nahezubringen. Und gerade die letzten Jahrhunderte, welche die Menschenseelen durchgelebt haben, sollten den Menschen nahebringen das materialistische Denken und Empfinden. Es ist einmal so, daß die Erdenentwickelung durchgehen mußte durch den materialistischen Zeitraum. Wir tun nicht gut, wenn wir für den Materialismus bloß eine herbe Kritik haben. Er mußte einmal in die Erdenentwickelung hereintreten. Aber jetzt leben wir in einer Zeit, wo der Materialismus wieder überwunden werden muß, wo wieder spirituelles Anschauen in die Menschenseelen hereinkommen muß. Und das ist die mehr oder weniger helle oder dunkle Empfindung aller derer, die sich in ihrer eigenen Seele hingezogen fühlen zu unseren geisteswissenschaftlichen Bestrebungen, zu unserer geisteswissenschaftlichen Weltanschauung; daß sie eben empfinden, jetzt ist die Zeit da, wo man, während früher traumhaft die geistige Welt geschaut werden mußte, bewußt diese geistige Welt in sich aufnehmen muß. Und dazu ist Geisteswissenschaft da.
[ 17 ] Was so äußerlich festgesetzt ist, und was unsere materialistische Zeit gar nicht mehr versteht, das hat wirklich seine tiefen Grundlagen in dem, was geistige Wirklichkeit ist. Und jetzt leben wir in einer Zeit, in der die Menschen wiederum anfangen müssen, in einer ganz andern Weise zu denken und zu fühlen und zu empfinden, wie es im abgelaufenen Zeitraum der Fall war. Der abgelaufene Zeitraum hat die Aufgabe gehabt, den Menschen das Reich des materialistischen Denkens und Empfindens nahezubringen. Und gerade die letzten Jahrhunderte, welche die Menschenseelen durchgelebt haben, sollten den Menschen nahebringen das materialistische Denken und Empfinden. Es ist einmal so, daß die Erdenentwickelung durchgehen mußte durch den materialistischen Zeitraum. Wir tun nicht gut, wenn wir für den Materialismus bloß eine herbe Kritik haben. Er mußte einmal in die Erdenentwickelung hereintreten. Aber jetzt leben wir in einer Zeit, wo der Materialismus wieder überwunden werden muß, wo wieder spirituelles Anschauen in die Menschenseelen hereinkommen muß. Und das ist die mehr oder weniger helle oder dunkle Empfindung aller derer, die sich in ihrer eigenen Seele hingezogen fühlen zu unseren geisteswissenschaftlichen Bestrebungen, zu unserer geisteswissenschaftlichen Weltanschauung; daß sie eben empfinden, jetzt ist die Zeit da, wo man, während früher traumhaft die geistige Welt geschaut werden mußte, bewußt diese geistige Welt in sich aufnehmen muß. Und dazu ist Geisteswissenschaft da.
[ 18 ] Nun war also der abgelaufene Zeitraum der des Materialismus. Und weil gewissermaßen die Menschheit untertauchen mußte in den Materialismus, mußte der starke Impuls, der die Menschheit wieder hinaufführt, gerade durch die Zeit des Materialismus hindurch wirken. Das ist der Christus-Impuls. Und als der Christus-Impuls in die Erdenentwickelung hereintrat, da begann auch schon die Vorbereitung. Sie kam erst recht herein im 14., 15. Jahrhundert. Aber als er herankam, da bereitete sich schon vor, daß die Menschheit in den Materialismus untertauchte. Der Christus-Impuls war da als eine objektive Tatsache in der Weltenentwickelung, aber geeignet, ihn zu verstehen, waren die Menschen gerade in der Zeit, wo er da war, am wenigsten. Jetzt leben wir in der Zeit, wo angefangen werden soll, das, was da war, auch wirklich zu verstehen.
[ 18 ] Nun war also der abgelaufene Zeitraum der des Materialismus. Und weil gewissermaßen die Menschheit untertauchen mußte in den Materialismus, mußte der starke Impuls, der die Menschheit wieder hinaufführt, gerade durch die Zeit des Materialismus hindurch wirken. Das ist der Christus-Impuls. Und als der Christus-Impuls in die Erdenentwickelung hereintrat, da begann auch schon die Vorbereitung. Sie kam erst recht herein im 14., 15. Jahrhundert. Aber als er herankam, da bereitete sich schon vor, daß die Menschheit in den Materialismus untertauchte. Der Christus-Impuls war da als eine objektive Tatsache in der Weltenentwickelung, aber geeignet, ihn zu verstehen, waren die Menschen gerade in der Zeit, wo er da war, am wenigsten. Jetzt leben wir in der Zeit, wo angefangen werden soll, das, was da war, auch wirklich zu verstehen.
[ 19 ] Was sehen wir daher? Wir sehen in der bisherigen Entwickelung einen merkwürdigen Gang des Christus-Impulses. Wir sehen, daß dieser Christus-Impuls, als er durch das Mysterium von Golgatha in die Menschheitsentwickelung eingezogen ist, ganz und gar nicht verstanden wird von den Menschen. Denn versuchen wir einmal, uns ein Bild von dem zu machen, was die Leute in ihrer Gescheitheit taten. Gerade in den ersten und den folgenden Jahrhunderten, nachdem der Christus-Impuls eingezogen ist, finden wir, daß sich alle möglichen theologischen Systeme bilden, daß die Leute darüber streiten, wie sie sich die Dreieinigkeit zu denken haben und so weiter. Ein unendliches theologisches Gezänk sehen wir durch Jahrhunderte hindurch, und es wäre wohl der schlimmste Weg, heute etwa aus diesem theologischen Gezänk heraus verstehen zu wollen, wie der Christus-Impuls gewirkt hat in diesen Jahrhunderten. Und die Leute, die sich da über sein Verständnis zankten, haben auch nichts verstanden von der Art, wie der Christus-Impuls in der Evolution darinsteht.
[ 19 ] Was sehen wir daher? Wir sehen in der bisherigen Entwickelung einen merkwürdigen Gang des Christus-Impulses. Wir sehen, daß dieser Christus-Impuls, als er durch das Mysterium von Golgatha in die Menschheitsentwickelung eingezogen ist, ganz und gar nicht verstanden wird von den Menschen. Denn versuchen wir einmal, uns ein Bild von dem zu machen, was die Leute in ihrer Gescheitheit taten. Gerade in den ersten und den folgenden Jahrhunderten, nachdem der Christus-Impuls eingezogen ist, finden wir, daß sich alle möglichen theologischen Systeme bilden, daß die Leute darüber streiten, wie sie sich die Dreieinigkeit zu denken haben und so weiter. Ein unendliches theologisches Gezänk sehen wir durch Jahrhunderte hindurch, und es wäre wohl der schlimmste Weg, heute etwa aus diesem theologischen Gezänk heraus verstehen zu wollen, wie der Christus-Impuls gewirkt hat in diesen Jahrhunderten. Und die Leute, die sich da über sein Verständnis zankten, haben auch nichts verstanden von der Art, wie der Christus-Impuls in der Evolution darinsteht.
[ 20 ] Versuchen wir uns einmal klarzumachen, wie er wirklich gewirkt hat. Ich will dazu einzelne Tatsachen anführen. Nehmen wir das, was geschehen ist im 4. Jahrhundert, im Jahre 312, am 28. Oktober, und wodurch die spätere Landkarte Europas vollständig bestimmt worden ist: das war das, daß Konstantin, der ja «der Große» genannt worden ist, der Sohn des Constantius Chlorus, gegen Maxentius, den Herrscher von Rom, gezogen war und den Sieg über ihn erfochten hat, wodurch dann in einer äußerlichen Weise das Christentum in der westlichen Welt auch gesiegt hat. Konstantin hat das Christentum dann zur Staatsreligion erhoben und so weiter. Aber hat er das aus seiner Gescheitheit heraus getan? Ist das, was dazumal geschah, aus der Gescheitheit geschehen? Das können wir nicht sagen. Was ist denn eigentlich geschehen? Als Maxentius, der Beherrscher von Rom, erfahren hatte, daß Konstantin im Anzuge war, frug er zunächst die Sibyllinischen Bücher. Er ging also auf eine traumhafte Art daran, die Welterscheinungen verstehen zu wollen. Und was er aus diesen Büchern herausbekam, das war, daß ihm bedeutet wurde: Die richtige Tat werde der vollbringen, welcher als Beherrscher Roms die Stadt verläßt und die Schlacht außerhalb Roms schlägt. Das war so ziemlich das Ungewöhnlichste, was man hat denken können. Denn Konstantin hatte ein viel kleineres Heer als Maxentius und hätte ohne Zweifel nichts ausrichten können, wenn Maxentius in Rom geblieben wäre. Aber Maxentius ist auf den Rat der Sibyllinischen Bücher aus Rom hinausgezogen. Doch auch im Heere des Konstantin haben nicht die Feldherren gesiegt. Vielmehr hatte Konstantin einen Traum, in dem ihm das Symbolum des Christus erschienen ist. Auf diesen Traum hin ließ er dann seinen Heeren das Kreuz als das Symbolum des Christus vorantragen. Was ihm der Traum offenbarte, davon hat er sein Verhalten abhängig gemacht. Diese Schlacht, durch die damals die Landkarte Europas bestimmt wurde, hat nicht die Gescheitheit der Menschen entschieden, nicht die Feldherren haben sie geschlagen, sondern Träume und Weissagungen. Alles in Europa wäre anders geworden, wenn dazumal die Dinge nach dem Bewußtsein der Menschen vor sich gegangen wären und nicht nach dem, was aus dem Unterbewußten heraufgewirkt hat, was die Menschen eben nicht wußten.
[ 20 ] Versuchen wir uns einmal klarzumachen, wie er wirklich gewirkt hat. Ich will dazu einzelne Tatsachen anführen. Nehmen wir das, was geschehen ist im 4. Jahrhundert, im Jahre 312, am 28. Oktober, und wodurch die spätere Landkarte Europas vollständig bestimmt worden ist: das war das, daß Konstantin, der ja «der Große» genannt worden ist, der Sohn des Constantius Chlorus, gegen Maxentius, den Herrscher von Rom, gezogen war und den Sieg über ihn erfochten hat, wodurch dann in einer äußerlichen Weise das Christentum in der westlichen Welt auch gesiegt hat. Konstantin hat das Christentum dann zur Staatsreligion erhoben und so weiter. Aber hat er das aus seiner Gescheitheit heraus getan? Ist das, was dazumal geschah, aus der Gescheitheit geschehen? Das können wir nicht sagen. Was ist denn eigentlich geschehen? Als Maxentius, der Beherrscher von Rom, erfahren hatte, daß Konstantin im Anzuge war, frug er zunächst die Sibyllinischen Bücher. Er ging also auf eine traumhafte Art daran, die Welterscheinungen verstehen zu wollen. Und was er aus diesen Büchern herausbekam, das war, daß ihm bedeutet wurde: Die richtige Tat werde der vollbringen, welcher als Beherrscher Roms die Stadt verläßt und die Schlacht außerhalb Roms schlägt. Das war so ziemlich das Ungewöhnlichste, was man hat denken können. Denn Konstantin hatte ein viel kleineres Heer als Maxentius und hätte ohne Zweifel nichts ausrichten können, wenn Maxentius in Rom geblieben wäre. Aber Maxentius ist auf den Rat der Sibyllinischen Bücher aus Rom hinausgezogen. Doch auch im Heere des Konstantin haben nicht die Feldherren gesiegt. Vielmehr hatte Konstantin einen Traum, in dem ihm das Symbolum des Christus erschienen ist. Auf diesen Traum hin ließ er dann seinen Heeren das Kreuz als das Symbolum des Christus vorantragen. Was ihm der Traum offenbarte, davon hat er sein Verhalten abhängig gemacht. Diese Schlacht, durch die damals die Landkarte Europas bestimmt wurde, hat nicht die Gescheitheit der Menschen entschieden, nicht die Feldherren haben sie geschlagen, sondern Träume und Weissagungen. Alles in Europa wäre anders geworden, wenn dazumal die Dinge nach dem Bewußtsein der Menschen vor sich gegangen wären und nicht nach dem, was aus dem Unterbewußten heraufgewirkt hat, was die Menschen eben nicht wußten.
[ 21 ] Die Theologen haben sich darüber gestritten, was der Christus ist, ob er in Ewigkeit mit dem Vater geboren, ob er in der Zeit geboren, ob er gleichwert mit dem Vater sei und so weiter. Was sie mit den Gedanken durchdrangen, in dem war nichts enthalten von dem Christus-Impuls. Aber er wirkte innerhalb der Menschen im Unterbewußten. Er wirkte nicht durch die Iche, sondern durch die Astralleiber wirkte er. Realität, Wirklichkeit war der Christus-Impuls, und er wirkte, ohne daß ihn die Menschen zu verstehen brauchten. Das ist das Wichtige, das Wesentliche. Die Art und Weise, wie der Christus gewirkt hat, ist so unabhängig von dem, was die Menschen von ihm verstanden haben, wie der Verlauf eines Gewitters unabhängig ist von dem, was die Menschen an der Elektrisiermaschine oder sonst im physikalischen Laboratorium gelernt haben. Jetzt ist die Zeit, sich bewußt in die Wirksamkeit des Christus-Impulses hineinzuversenken. Aber in dem, was geschichtlich geschehen ist, wirkte der Christus als Kraft immer darin.
[ 21 ] Die Theologen haben sich darüber gestritten, was der Christus ist, ob er in Ewigkeit mit dem Vater geboren, ob er in der Zeit geboren, ob er gleichwert mit dem Vater sei und so weiter. Was sie mit den Gedanken durchdrangen, in dem war nichts enthalten von dem Christus-Impuls. Aber er wirkte innerhalb der Menschen im Unterbewußten. Er wirkte nicht durch die Iche, sondern durch die Astralleiber wirkte er. Realität, Wirklichkeit war der Christus-Impuls, und er wirkte, ohne daß ihn die Menschen zu verstehen brauchten. Das ist das Wichtige, das Wesentliche. Die Art und Weise, wie der Christus gewirkt hat, ist so unabhängig von dem, was die Menschen von ihm verstanden haben, wie der Verlauf eines Gewitters unabhängig ist von dem, was die Menschen an der Elektrisiermaschine oder sonst im physikalischen Laboratorium gelernt haben. Jetzt ist die Zeit, sich bewußt in die Wirksamkeit des Christus-Impulses hineinzuversenken. Aber in dem, was geschichtlich geschehen ist, wirkte der Christus als Kraft immer darin.
[ 22 ] Gehen wir von diesem zu einem andern Beispiel in späterer Zeit über. Da müssen wir uns allerdings desjenigen erinnern, was ich Ihnen auseinandergesetzt habe. Für die Zeit, in welcher der Materialismus heraufgezogen ist, ist es wichtig zu wissen, daß der Mensch, indem er sich in die geistige Welt versenken will, das am besten in der Winterzeit tun muß. Daher kommt für diese Zeit überall die Anschauung auf, daß in den bezeichneten Nächten der Wintermitte besonders begabte Naturen begnadet werden mit Inspirationen aus der geistigen Welt. Es gibt überall bei den Völkern Legenden und Sagen, die uns erzählen, wie besonders begabte Naturen, die keine Initiation durchmachen, sondern durch ihre Natur selbst, durch in ihnen wirkende elementare Kräfte begnadet sind, inspiriert zu werden, wie diese inspiriert werden in den Nächten vom Weihnachtsabend ab bis zum Dreikönigstag, in den dreizehn Winternächten. Es gibt eine sehr schöne Legende, die in Norwegen vor nicht langer Zeit gefunden worden ist, die Legende von Olaf Åsteson, der mit dem Weihnachtsabend an die Kirche herangeht und zu schlafen beginnt. Er schläft bis zum 6. Januar; und als er aufwacht, weiß er in Imaginationen von dem zu erzählen, was sich im Seelenland, im Geisterland, wie wir es nennen, zugetragen hat. Er drückt es in Bildern aus, aber er hat es durchlebt in diesen dreizehn Nächten. Und solche Legenden finden sich überall. Sie sind eben nicht das, was man heute Legenden nennt. Es hat in der Tat immer begnadete Menschen gegeben, die gewissermaßen eine Naturinitiation durchgemacht haben durch in ihnen wirkende elementare Kräfte, die der Mensch, wenn er getreulich die Vorschriften des Initiationsweges befolgt, durch seinen Willen durchmachen kann. So daß wir sagen können: In der Zeit des Materialismus konnte es immer Menschen geben, welche dann, wenn der Geist der Erde am wachsten ist, in der Mitte des Winters, sich vereinigen konnten mit dem Geist der Erde und Inspirationen empfangen. Das war auch die Zeit, wo nicht durch das Bewußtsein hereinwirken konnte der Christus-Impuls, der sich mit der Erde verbunden hat. Denken wir uns besonders begnadete Seelen, die empfänglich sind für die geistige Welt. Für sie mußte sich herausstellen, daß sie die Antriebe zu dem, was sie aus der geistigen Welt heraus zu vollbringen haben, gerade bekommen werden in diesen dreizehn Nächten bis zum 6. Januar. Das mußte sich zeigen und zeigte sich auch immer wiederum in kleinen und großen Beispielen, daß es im geschichtlichen Verlauf Menschen gab, welche spirituell so veranlagt waren, daß, wenn der rechte Zeitpunkt für sie eintrat, wo sie in einem Winter jene dreizehn Nächte durchlebten, der geistige Impuls — und in dieser Zeit besonders der Christus-Impuls — in sie hereinkam. Naturinitiationen, Initiationen, die also nicht durch menschliche Bewußtseinsarbeit sich vollzogen, werden sich in der Zeit des Materialismus immer am leichtesten vollzogen haben in diesen dreizehn Nächten. Und wir können erfahren, daß, wo solche Initiationen auftraten, sie sich in diesen dreizehn Nächten vollzogen haben.
[ 22 ] Gehen wir von diesem zu einem andern Beispiel in späterer Zeit über. Da müssen wir uns allerdings desjenigen erinnern, was ich Ihnen auseinandergesetzt habe. Für die Zeit, in welcher der Materialismus heraufgezogen ist, ist es wichtig zu wissen, daß der Mensch, indem er sich in die geistige Welt versenken will, das am besten in der Winterzeit tun muß. Daher kommt für diese Zeit überall die Anschauung auf, daß in den bezeichneten Nächten der Wintermitte besonders begabte Naturen begnadet werden mit Inspirationen aus der geistigen Welt. Es gibt überall bei den Völkern Legenden und Sagen, die uns erzählen, wie besonders begabte Naturen, die keine Initiation durchmachen, sondern durch ihre Natur selbst, durch in ihnen wirkende elementare Kräfte begnadet sind, inspiriert zu werden, wie diese inspiriert werden in den Nächten vom Weihnachtsabend ab bis zum Dreikönigstag, in den dreizehn Winternächten. Es gibt eine sehr schöne Legende, die in Norwegen vor nicht langer Zeit gefunden worden ist, die Legende von Olaf Åsteson, der mit dem Weihnachtsabend an die Kirche herangeht und zu schlafen beginnt. Er schläft bis zum 6. Januar; und als er aufwacht, weiß er in Imaginationen von dem zu erzählen, was sich im Seelenland, im Geisterland, wie wir es nennen, zugetragen hat. Er drückt es in Bildern aus, aber er hat es durchlebt in diesen dreizehn Nächten. Und solche Legenden finden sich überall. Sie sind eben nicht das, was man heute Legenden nennt. Es hat in der Tat immer begnadete Menschen gegeben, die gewissermaßen eine Naturinitiation durchgemacht haben durch in ihnen wirkende elementare Kräfte, die der Mensch, wenn er getreulich die Vorschriften des Initiationsweges befolgt, durch seinen Willen durchmachen kann. So daß wir sagen können: In der Zeit des Materialismus konnte es immer Menschen geben, welche dann, wenn der Geist der Erde am wachsten ist, in der Mitte des Winters, sich vereinigen konnten mit dem Geist der Erde und Inspirationen empfangen. Das war auch die Zeit, wo nicht durch das Bewußtsein hereinwirken konnte der Christus-Impuls, der sich mit der Erde verbunden hat. Denken wir uns besonders begnadete Seelen, die empfänglich sind für die geistige Welt. Für sie mußte sich herausstellen, daß sie die Antriebe zu dem, was sie aus der geistigen Welt heraus zu vollbringen haben, gerade bekommen werden in diesen dreizehn Nächten bis zum 6. Januar. Das mußte sich zeigen und zeigte sich auch immer wiederum in kleinen und großen Beispielen, daß es im geschichtlichen Verlauf Menschen gab, welche spirituell so veranlagt waren, daß, wenn der rechte Zeitpunkt für sie eintrat, wo sie in einem Winter jene dreizehn Nächte durchlebten, der geistige Impuls — und in dieser Zeit besonders der Christus-Impuls — in sie hereinkam. Naturinitiationen, Initiationen, die also nicht durch menschliche Bewußtseinsarbeit sich vollzogen, werden sich in der Zeit des Materialismus immer am leichtesten vollzogen haben in diesen dreizehn Nächten. Und wir können erfahren, daß, wo solche Initiationen auftraten, sie sich in diesen dreizehn Nächten vollzogen haben.
[ 23 ] Und nun haben wir eine Tatsache, die selbst jene, die nur ein wenig guten Willen haben, die geistige Welt anzuerkennen — die wenigsten Menschen haben das heute —, anerkennen werden, daß im 15. Jahrhundert durch eine Jungfrau, die Jungfrau von Orleans, nachweislich in den Geschichtsverlauf spirituelle Mächte eingetreten sind. Das kann man auch geschichtlich nachweisen, daß wiederum die ganze Landkarte Europas anders gestaltet worden ist dadurch, daß die Jungfrau von Orleans damals den Franzosen gegen die Engländer geholfen hat. Und wer nachdenkt, kann herausbringen, daß alles sich anders gestaltet hätte nach dem, was die Menschen können, wenn nicht das Hirtenmädchen eingegriffen hätte — und in diesem Hirtenmädchen eben die Kräfte aus der spirituellen Welt. Was dazumal bewirkt wurde, dazu war die Jungfrau von Orleans bloß das Instrument. Was in sie hereingewirkt hat, war der Christus-Impuls.
[ 23 ] Und nun haben wir eine Tatsache, die selbst jene, die nur ein wenig guten Willen haben, die geistige Welt anzuerkennen — die wenigsten Menschen haben das heute —, anerkennen werden, daß im 15. Jahrhundert durch eine Jungfrau, die Jungfrau von Orleans, nachweislich in den Geschichtsverlauf spirituelle Mächte eingetreten sind. Das kann man auch geschichtlich nachweisen, daß wiederum die ganze Landkarte Europas anders gestaltet worden ist dadurch, daß die Jungfrau von Orleans damals den Franzosen gegen die Engländer geholfen hat. Und wer nachdenkt, kann herausbringen, daß alles sich anders gestaltet hätte nach dem, was die Menschen können, wenn nicht das Hirtenmädchen eingegriffen hätte — und in diesem Hirtenmädchen eben die Kräfte aus der spirituellen Welt. Was dazumal bewirkt wurde, dazu war die Jungfrau von Orleans bloß das Instrument. Was in sie hereingewirkt hat, war der Christus-Impuls.
[ 24 ] Dazu hätte sie aber eine Naturinitiation haben müssen — und diese Naturinitiation würde am besten auszuführen gewesen sein in den dreizehn Nächten bis zum 6. Januar. Es hätte also die Jungfrau von Orleans einmal in eine Art von Schlafzustand kommen müssen in der Zeit vom 24.Dezember bis zum 6. Januar, wo sie besonders aufnahmefähig gewesen wäre für den spirituellen Einfluß, der gerade in dieser Zeit da sein kann. So daß vorauszusetzen wäre, daß die Jungfrau von Orleans in einem nicht vollbewußten Zustande die Zeit vom 24. Dezember bis zum 6. Januar erlebt haben würde — und dabei den Christus-Impuls bekommen hätte. — Ja, die Jungfrau von Orleans hat in einer ganz eklatanten Weise diesen Zustand durchgemacht! Man kann ihn nicht eklatanter durchmachen, als wenn man noch in jenem Schlafzustande ist, in dem man vor seiner Geburt ist, in den letzten Zeiten, die man als Kind vor der Geburt im Leibe der Mutter zubringt. Da ist das äußere Bewußtsein selbstverständlich nicht fähig, irgend etwas aufzunehmen. Es ist ein Schlafzustand da, und wenn es das Ende der Zeit im Mutterleibe ist, dann ist es der reifste Zustand des innermütterlichen Schlafes. Und die Jungfrau von Orleans ist in der Tat am 6. Januar geboren. Das ist das große Geheimnis der Jungfrau von Orleans, daß sie in den dreizehn Tagen, die ihrer Geburt vorangingen, einen Natur-Initiationszustand durchgemacht hat. Daher war es, daß besonders sensitive Menschen an jenem 6. Januar, als die Jungfrau von Orleans geboren wurde, in dem Dorfe zusammenliefen und sagten, es müsse etwas ganz Besonderes geschehen sein. Sie fühlten, daß etwas Besonderes in das Dorf gekommen war. Die Jungfrau von Orleans war geboren. Und sie hat durchgemacht eine Naturinitiation in jenem für sie bedeutenden Schlafzustand, den sie im Leibe der Mutter in der letzten Zeit vor der Geburt durchmachte. Da sehen wir, wie immer hinter der Schwelle dessen, was sich für das menschliche Bewußtsein vollzieht, wirklich die geistigen Wesenheiten, die unter dieser Schwelle des Bewußtseins sind, wirken.
[ 24 ] Dazu hätte sie aber eine Naturinitiation haben müssen — und diese Naturinitiation würde am besten auszuführen gewesen sein in den dreizehn Nächten bis zum 6. Januar. Es hätte also die Jungfrau von Orleans einmal in eine Art von Schlafzustand kommen müssen in der Zeit vom 24.Dezember bis zum 6. Januar, wo sie besonders aufnahmefähig gewesen wäre für den spirituellen Einfluß, der gerade in dieser Zeit da sein kann. So daß vorauszusetzen wäre, daß die Jungfrau von Orleans in einem nicht vollbewußten Zustande die Zeit vom 24. Dezember bis zum 6. Januar erlebt haben würde — und dabei den Christus-Impuls bekommen hätte. — Ja, die Jungfrau von Orleans hat in einer ganz eklatanten Weise diesen Zustand durchgemacht! Man kann ihn nicht eklatanter durchmachen, als wenn man noch in jenem Schlafzustande ist, in dem man vor seiner Geburt ist, in den letzten Zeiten, die man als Kind vor der Geburt im Leibe der Mutter zubringt. Da ist das äußere Bewußtsein selbstverständlich nicht fähig, irgend etwas aufzunehmen. Es ist ein Schlafzustand da, und wenn es das Ende der Zeit im Mutterleibe ist, dann ist es der reifste Zustand des innermütterlichen Schlafes. Und die Jungfrau von Orleans ist in der Tat am 6. Januar geboren. Das ist das große Geheimnis der Jungfrau von Orleans, daß sie in den dreizehn Tagen, die ihrer Geburt vorangingen, einen Natur-Initiationszustand durchgemacht hat. Daher war es, daß besonders sensitive Menschen an jenem 6. Januar, als die Jungfrau von Orleans geboren wurde, in dem Dorfe zusammenliefen und sagten, es müsse etwas ganz Besonderes geschehen sein. Sie fühlten, daß etwas Besonderes in das Dorf gekommen war. Die Jungfrau von Orleans war geboren. Und sie hat durchgemacht eine Naturinitiation in jenem für sie bedeutenden Schlafzustand, den sie im Leibe der Mutter in der letzten Zeit vor der Geburt durchmachte. Da sehen wir, wie immer hinter der Schwelle dessen, was sich für das menschliche Bewußtsein vollzieht, wirklich die geistigen Wesenheiten, die unter dieser Schwelle des Bewußtseins sind, wirken.
[ 25 ] Da sehen wir, was eine Geschichte bedeuten kann, die nur mit dem rechnet, was in Dokumenten und äußeren Mitteilungen gegeben ist. Die Götter gehen anders durch den Lauf der Geschichte. Die Götter wirken durch andere Mittel und auf andern Wegen. Sie stellen eine Jungfrau von Orleans in das Dasein herein, die durch ihr besonderes Karma für die Inkarnation geeignet ist, den Christus-Impuls aufzunehmen und mit ihm zu wirken. Und sie lassen diesen ChristusImpuls einfließen in der geeigneten Zeit. Natürlich war beides dazu geeignet: Es mußte das besondere individuelle Karma gerade der Jungfrau von Orleans dazukommen. Nicht jedes Kind, das am 6. Januar geboren ist, könnte das gleiche vollbringen.
[ 25 ] Da sehen wir, was eine Geschichte bedeuten kann, die nur mit dem rechnet, was in Dokumenten und äußeren Mitteilungen gegeben ist. Die Götter gehen anders durch den Lauf der Geschichte. Die Götter wirken durch andere Mittel und auf andern Wegen. Sie stellen eine Jungfrau von Orleans in das Dasein herein, die durch ihr besonderes Karma für die Inkarnation geeignet ist, den Christus-Impuls aufzunehmen und mit ihm zu wirken. Und sie lassen diesen ChristusImpuls einfließen in der geeigneten Zeit. Natürlich war beides dazu geeignet: Es mußte das besondere individuelle Karma gerade der Jungfrau von Orleans dazukommen. Nicht jedes Kind, das am 6. Januar geboren ist, könnte das gleiche vollbringen.
[ 26 ] So können wir wirklich sagen: Der Christus-Impuls hat in den Menschen gewirkt durch diejenigen Kräfte, die diesen Menschen nicht zum Bewußtsein gekommen waren. Erst heute leben wir in der Zeit, in der wir bewußt aufnehmen müssen dasjenige, was durch Jahrhunderte hindurch einen andern als den bewußten Weg in die geschichtliche Wirksamkeit hinein suchte.
[ 26 ] So können wir wirklich sagen: Der Christus-Impuls hat in den Menschen gewirkt durch diejenigen Kräfte, die diesen Menschen nicht zum Bewußtsein gekommen waren. Erst heute leben wir in der Zeit, in der wir bewußt aufnehmen müssen dasjenige, was durch Jahrhunderte hindurch einen andern als den bewußten Weg in die geschichtliche Wirksamkeit hinein suchte.
[ 27 ] Ein Gefühl wollte ich in Ihren Seelen hervorrufen davon, wie im Konkreten die unterbewußten Mächte wirken. Wie dasjenige, was äußere Geschichte ist und studiert werden kann nach Dokumenten und äußeren Urkunden, eine Äußerlichkeit ist. Es ist gut, wenn man insbesondere in unserer Zeit ein solches Studium anstellt. Sehen wir doch gerade in unserer Zeit, wie sich auf der einen Seite abspielt ein Großes, ein Gewaltiges, ein Heldenhaftes, gepaart mit Opfertaten. Aber wir sehen das Große, das sich in unserer Zeit vollzieht, wirklich begleitet von der Konsequenz des äußersten Materialismus, von jener Konsequenz, welche alles, was sich in unserer Zeit vollzieht, aus bloßen äußeren Umständen zu erklären sucht. Das kommt ja dadurch zum Ausdruck, daß ein Volk dem andern Volk zuschiebt die Schuld an den jetzigen Ereignissen und so äußerlich alles dadurch beurteilen möchte, daß man beim andern die Schuld findet für das, was sich vollzieht. Auch für unsere Zeit liegen tief unten in den unterbewußten Ereignissen die Gründe und Ursachen für das, was geschieht. Davon wollen wir dann übermorgen sprechen.
[ 27 ] Ein Gefühl wollte ich in Ihren Seelen hervorrufen davon, wie im Konkreten die unterbewußten Mächte wirken. Wie dasjenige, was äußere Geschichte ist und studiert werden kann nach Dokumenten und äußeren Urkunden, eine Äußerlichkeit ist. Es ist gut, wenn man insbesondere in unserer Zeit ein solches Studium anstellt. Sehen wir doch gerade in unserer Zeit, wie sich auf der einen Seite abspielt ein Großes, ein Gewaltiges, ein Heldenhaftes, gepaart mit Opfertaten. Aber wir sehen das Große, das sich in unserer Zeit vollzieht, wirklich begleitet von der Konsequenz des äußersten Materialismus, von jener Konsequenz, welche alles, was sich in unserer Zeit vollzieht, aus bloßen äußeren Umständen zu erklären sucht. Das kommt ja dadurch zum Ausdruck, daß ein Volk dem andern Volk zuschiebt die Schuld an den jetzigen Ereignissen und so äußerlich alles dadurch beurteilen möchte, daß man beim andern die Schuld findet für das, was sich vollzieht. Auch für unsere Zeit liegen tief unten in den unterbewußten Ereignissen die Gründe und Ursachen für das, was geschieht. Davon wollen wir dann übermorgen sprechen.
[ 28 ] Geeignet wird gerade unsere Zeit sein — auch durch das, was sich so blutig vollzieht —, den Menschen die Mahnung zu geben nach spirituellen Impulsen des Erkennens hin. Wenn einmal wiederum Friede sich über die heute kriegführenden Länder hinziehen wird, wird man eine Entdeckung machen: die Entdeckung, daß man aus äußeren Ursachen so gewaltige Kriege der Weltgeschichte nicht erklären kann! Man wird es entdecken, daß man sie nicht erklären kann. Heute sagen noch die Leute, besonders die Gescheiten: Es ist nicht angemessen, über alles zu sprechen, was diesen Krieg verursacht hat, darüber wird die Geschichte sprechen! — Und die dünken sich besonders klug, die da sagen: Erst in fünfzig, in hundert Jahren wird die Geschichte das Richtige darüber sprechen!
[ 28 ] Geeignet wird gerade unsere Zeit sein — auch durch das, was sich so blutig vollzieht —, den Menschen die Mahnung zu geben nach spirituellen Impulsen des Erkennens hin. Wenn einmal wiederum Friede sich über die heute kriegführenden Länder hinziehen wird, wird man eine Entdeckung machen: die Entdeckung, daß man aus äußeren Ursachen so gewaltige Kriege der Weltgeschichte nicht erklären kann! Man wird es entdecken, daß man sie nicht erklären kann. Heute sagen noch die Leute, besonders die Gescheiten: Es ist nicht angemessen, über alles zu sprechen, was diesen Krieg verursacht hat, darüber wird die Geschichte sprechen! — Und die dünken sich besonders klug, die da sagen: Erst in fünfzig, in hundert Jahren wird die Geschichte das Richtige darüber sprechen!
[ 29 ] Was man heute Geschichte nennt, wird niemals die Ursachen der heutigen Ereignisse erklären; aber ersehen wird man, daß aus der geschichtlichen Betrachtung die Ursachen nicht ergründet werden können. Aber andere Hilfen werden da sein. Das zeigt gerade eine okkulte Beobachtung unserer Gegenwart.
[ 29 ] Was man heute Geschichte nennt, wird niemals die Ursachen der heutigen Ereignisse erklären; aber ersehen wird man, daß aus der geschichtlichen Betrachtung die Ursachen nicht ergründet werden können. Aber andere Hilfen werden da sein. Das zeigt gerade eine okkulte Beobachtung unserer Gegenwart.
[ 30 ] Was ist denn eine der auffälligsten Tatsachen in dieser schicksaltragenden Zeit? Oh, eine der auffälligsten Tatsachen ist ohne Zweifel diese, daß so unzählige Menschen in jugendlichen Jahren durch die Pforte des Todes gehen. Wir wissen, was mit dem Menschen geschieht, wenn er durch die Pforte des Todes geht. Wir wissen, daß er zunächst aus dem physischen Leib heraustritt mit Ätherleib, Astralleib und Ich und daß er nach verhältnismäßig kurzer Zeit diesen Ätherleib abstreift und mit dem Extrakt daraus seine weitere Wanderung durchmacht. Aber können Sie sich nicht denken, daß ein Unterschied sein muß zwischen einem Ätherleib, der abgestreift wird zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr, der noch die Funktionen des Menschenlebens hätte versorgen können durch Jahrzehnte hindurch, und einem Ätherleib, der da abgestreift wird im späteren Alter? Ja, da ist ein großer Unterschied. Wenn ein Mensch durch Alter oder durch Krankheit stirbt, so hat der Ätherleib seine Aufgabe erfüllt. Aber bei einem jungen Menschen, deren ja Unzählige jetzt durch die Pforte des Todes gehen, hat der Ätherleib noch nicht alles erfüllen können, was er erfüllen könnte.
[ 30 ] Was ist denn eine der auffälligsten Tatsachen in dieser schicksaltragenden Zeit? Oh, eine der auffälligsten Tatsachen ist ohne Zweifel diese, daß so unzählige Menschen in jugendlichen Jahren durch die Pforte des Todes gehen. Wir wissen, was mit dem Menschen geschieht, wenn er durch die Pforte des Todes geht. Wir wissen, daß er zunächst aus dem physischen Leib heraustritt mit Ätherleib, Astralleib und Ich und daß er nach verhältnismäßig kurzer Zeit diesen Ätherleib abstreift und mit dem Extrakt daraus seine weitere Wanderung durchmacht. Aber können Sie sich nicht denken, daß ein Unterschied sein muß zwischen einem Ätherleib, der abgestreift wird zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr, der noch die Funktionen des Menschenlebens hätte versorgen können durch Jahrzehnte hindurch, und einem Ätherleib, der da abgestreift wird im späteren Alter? Ja, da ist ein großer Unterschied. Wenn ein Mensch durch Alter oder durch Krankheit stirbt, so hat der Ätherleib seine Aufgabe erfüllt. Aber bei einem jungen Menschen, deren ja Unzählige jetzt durch die Pforte des Todes gehen, hat der Ätherleib noch nicht alles erfüllen können, was er erfüllen könnte.
[ 31 ] Nun möchte ich Ihnen an einem konkreten Beispiel zeigen, wie es mit solchen Ätherleibern ist, die gleichsam gewaltsam weggerissen werden von dem physischen Leibe. Man könnte natürlich viele Beispiele anführen. Aber ich will Ihnen heute ein Beispiel anführen, das wir selbst im Herbst erlebt haben in Dornach. An der Stätte des Baues haben wir das erlebt. Eine Familie, die in der Nähe des Baues wohnt, hatte ein Söhnchen von sieben Jahren — eine Familie, die zu unserem anthroposophischen Kreise gehört. Es war ein lieber Junge von sieben Jahren, wirklich ein ganz wunderbarer Junge. Er war so brav, daß, als sein Vater in den Krieg gezogen war, der kleine siebenjährige Theo zu seiner Mutter sagte: Jetzt muß ich besonders fleißig sein, denn ich muß dir noch da helfen, wo dir der Vater geholfen hat! Eines Abends nach einem Vortrag kam eine unserem Kreise angehörige Persönlichkeit und erklärte, daß dieser kleine Theo seit dem Abend verschwunden sei. Man konnte sich nichts anderes denken, als daß er verunglückt sei. Nun war an jenem Abend durch das, was man im äußeren Leben Zufall nennt, ein Möbelwagen an einer Stelle gefahren, wo jahrelang gewiß keiner gefahren ist, und seither auch keiner wieder. An der Stelle war der Wagen umgekippt. Der kleine Theo war in jenem Häuschen gewesen, das man die Kantine nennt, weil dort unsere Freunde, die am Bau arbeiten, mit Essen versorgt werden. Merkwürdigerweise — er wäre früher weggegangen — wurde er von irgend jemand zurückgehalten, und während er durch eine Tür hinausgehen wollte, durch die er auf einen bestimmten Weg gekommen wäre, mußte er diesmal durch eine andere Türe gehen, und er ging dadurch an dem Möbelwagen vorüber, gerade als der Möbelwagen umfiel. Der Wagen fiel über ihn. Es ist das eines jener Beispiele, wo wir so klar sehen, wie das Karma wirkt.
[ 31 ] Nun möchte ich Ihnen an einem konkreten Beispiel zeigen, wie es mit solchen Ätherleibern ist, die gleichsam gewaltsam weggerissen werden von dem physischen Leibe. Man könnte natürlich viele Beispiele anführen. Aber ich will Ihnen heute ein Beispiel anführen, das wir selbst im Herbst erlebt haben in Dornach. An der Stätte des Baues haben wir das erlebt. Eine Familie, die in der Nähe des Baues wohnt, hatte ein Söhnchen von sieben Jahren — eine Familie, die zu unserem anthroposophischen Kreise gehört. Es war ein lieber Junge von sieben Jahren, wirklich ein ganz wunderbarer Junge. Er war so brav, daß, als sein Vater in den Krieg gezogen war, der kleine siebenjährige Theo zu seiner Mutter sagte: Jetzt muß ich besonders fleißig sein, denn ich muß dir noch da helfen, wo dir der Vater geholfen hat! Eines Abends nach einem Vortrag kam eine unserem Kreise angehörige Persönlichkeit und erklärte, daß dieser kleine Theo seit dem Abend verschwunden sei. Man konnte sich nichts anderes denken, als daß er verunglückt sei. Nun war an jenem Abend durch das, was man im äußeren Leben Zufall nennt, ein Möbelwagen an einer Stelle gefahren, wo jahrelang gewiß keiner gefahren ist, und seither auch keiner wieder. An der Stelle war der Wagen umgekippt. Der kleine Theo war in jenem Häuschen gewesen, das man die Kantine nennt, weil dort unsere Freunde, die am Bau arbeiten, mit Essen versorgt werden. Merkwürdigerweise — er wäre früher weggegangen — wurde er von irgend jemand zurückgehalten, und während er durch eine Tür hinausgehen wollte, durch die er auf einen bestimmten Weg gekommen wäre, mußte er diesmal durch eine andere Türe gehen, und er ging dadurch an dem Möbelwagen vorüber, gerade als der Möbelwagen umfiel. Der Wagen fiel über ihn. Es ist das eines jener Beispiele, wo wir so klar sehen, wie das Karma wirkt.
[ 32 ] Ich habe oftmals den einfachen Vergleich gebraucht, um zu zeigen, wie oft Ursache und Wirkung gänzlich verwechselt werden: Wir sehen einen Menschen an einem Fluß entlanggehen. Plötzlich sehen wir, wie der Mensch in den Fluß hineinfällt. Wir gehen hin und finden an der Stelle, wo der Mensch hereingefallen ist, einen Stein liegen. Der Mensch wird aus dem Wasser gezogen. Er ist schon tot. Wenn man die Sache nicht weiter untersucht, so wird man mit dem besten äußeren Gewissen die Sache so erzählen: Der Mann ist über den Stein gefallen, in den Fluß hinein, und ist ertrunken. — Man hätte nur zu untersuchen brauchen, und man hätte gefunden, daß der Tod nicht eingetreten ist, weil der Mensch ins Wasser fiel, sondern der Mensch ist ins Wasser gefallen, weil er tot war; er hatte einen Schlag bekommen. Die Sache ist also umgekehrt, als man sich denken muß. So sieht man, wie man im Leben leicht überall Ursache und Wirkung verwechselt. In der gewöhnlichen Wissenschaft geschieht das allerdings überall, daß Ursachen und Wirkungen verwechselt werden.
[ 32 ] Ich habe oftmals den einfachen Vergleich gebraucht, um zu zeigen, wie oft Ursache und Wirkung gänzlich verwechselt werden: Wir sehen einen Menschen an einem Fluß entlanggehen. Plötzlich sehen wir, wie der Mensch in den Fluß hineinfällt. Wir gehen hin und finden an der Stelle, wo der Mensch hereingefallen ist, einen Stein liegen. Der Mensch wird aus dem Wasser gezogen. Er ist schon tot. Wenn man die Sache nicht weiter untersucht, so wird man mit dem besten äußeren Gewissen die Sache so erzählen: Der Mann ist über den Stein gefallen, in den Fluß hinein, und ist ertrunken. — Man hätte nur zu untersuchen brauchen, und man hätte gefunden, daß der Tod nicht eingetreten ist, weil der Mensch ins Wasser fiel, sondern der Mensch ist ins Wasser gefallen, weil er tot war; er hatte einen Schlag bekommen. Die Sache ist also umgekehrt, als man sich denken muß. So sieht man, wie man im Leben leicht überall Ursache und Wirkung verwechselt. In der gewöhnlichen Wissenschaft geschieht das allerdings überall, daß Ursachen und Wirkungen verwechselt werden.
[ 33 ] Hier ist es nun natürlich auch so, daß das gerade dieser Theo es bewirkt hat: er war die Ursache, daß der Wagen zu dieser Zeit vorbeifuhr, er hat ihn auf sich gelenkt. Das muß man sich als das eigentliche Geheimnis der Sache vor Augen halten. Aber nun das Weitere: Ein wirklich in der allerersten Blüte des Lebens verunglücktes Menschenkind! Ja, wenn man verquickt ist mit seinem Herzen mit der ganzen Bauarbeit in Dornach und zu gleicher Zeit die Möglichkeit hat, dies zu beobachten, was in diesen Bau hereinwirkt, dann kann man sagen: Dieser Ätherleib, der auf diese Weise gewaltsam von dem kleinen Theo getrennt worden ist, der ist jetzt in der Atmosphäre des Baues, und die schönsten Inspirationskräfte zu dem, was dort geschaffen wird, gewinnt man dadurch, daß man seine eigene Seele vereinigt mit dem, was vergrößert, wie zu einer kleinen Welt ausgedehnt, in der Atmosphäre des Baues lebt. Und niemals werde ich anstehen, rückhaltlos zu bekennen, daß ich vieles, was ich zu unserem Bau in jener Zeit finden konnte, der Hinlenkung der eigenen Seele nach dem in der Atmosphäre des Baues wirksamen Ätherleib des kleinen Theo zu verdanken habe. So sind eben die Zusammenhänge in der Welt. Dasjenige, was die eigentliche Individualität dieses Menschenwesens ist, geht weiter, aber zurück bleibt der Ätherleib, der noch viele Jahrzehnte ein menschliches Leben hätte versorgen können.
[ 33 ] Hier ist es nun natürlich auch so, daß das gerade dieser Theo es bewirkt hat: er war die Ursache, daß der Wagen zu dieser Zeit vorbeifuhr, er hat ihn auf sich gelenkt. Das muß man sich als das eigentliche Geheimnis der Sache vor Augen halten. Aber nun das Weitere: Ein wirklich in der allerersten Blüte des Lebens verunglücktes Menschenkind! Ja, wenn man verquickt ist mit seinem Herzen mit der ganzen Bauarbeit in Dornach und zu gleicher Zeit die Möglichkeit hat, dies zu beobachten, was in diesen Bau hereinwirkt, dann kann man sagen: Dieser Ätherleib, der auf diese Weise gewaltsam von dem kleinen Theo getrennt worden ist, der ist jetzt in der Atmosphäre des Baues, und die schönsten Inspirationskräfte zu dem, was dort geschaffen wird, gewinnt man dadurch, daß man seine eigene Seele vereinigt mit dem, was vergrößert, wie zu einer kleinen Welt ausgedehnt, in der Atmosphäre des Baues lebt. Und niemals werde ich anstehen, rückhaltlos zu bekennen, daß ich vieles, was ich zu unserem Bau in jener Zeit finden konnte, der Hinlenkung der eigenen Seele nach dem in der Atmosphäre des Baues wirksamen Ätherleib des kleinen Theo zu verdanken habe. So sind eben die Zusammenhänge in der Welt. Dasjenige, was die eigentliche Individualität dieses Menschenwesens ist, geht weiter, aber zurück bleibt der Ätherleib, der noch viele Jahrzehnte ein menschliches Leben hätte versorgen können.
[ 34 ] Nun denken Sie sich die Anzahl der unverbrauchten Ätherleiber, die da schweben in der geistigen Atmosphäre über uns und über denjenigen, die auch nach uns leben werden! Jene Ätherleiber, die zurückgeblieben sind von denen, die durch unsere schicksaltragende Zeit in frühem Lebensalter durch die Pforte des Todes gegangen sind. Wir sprechen da nicht von dem Wege, den die Individualitäten durchmachen, sondern wir sprechen davon, daß durch diese zurückgebliebenen Ätherleiber eine eigene geistige Atmosphäre geschaffen wird. Die Menschen, die da leben werden, sie werden in dieser Atmosphäre leben. Sie werden eingetaucht sein in eine geistige Atmosphäre, die erfüllt sein wird von diesen Ätherleibern, die ihr Leben hingeopfert haben dadurch, daß in unserer Zeit gerade die Menschheit vorwättskommen kann durch diese Ereignisse. Aber notwendig wird sein, daß man verspüre dasjenige, was diese Ätherleiber wollen, welche die besten Inspiratoren der zukünftigen Menschheit sein werden. Es wird eine schöne Zeit des Spiritualismus erwachen können, wenn die Menschen Verständnis, inneres Herzensverständnis entgegenbringen dem, was ihnen diese Ätherleiber werden sagen wollen. Alle diese Ätherleiber, sie werden Helfer sein zum spirituellen Aufschwung der Zukunft. Deshalb ist es so wichtig, daß es Seelen gibt, die in der Lage sein werden, dasjenige zu fühlen, was in die Atmosphäre der Zukunft hineinkommt durch diese Ätherleiber.
[ 34 ] Nun denken Sie sich die Anzahl der unverbrauchten Ätherleiber, die da schweben in der geistigen Atmosphäre über uns und über denjenigen, die auch nach uns leben werden! Jene Ätherleiber, die zurückgeblieben sind von denen, die durch unsere schicksaltragende Zeit in frühem Lebensalter durch die Pforte des Todes gegangen sind. Wir sprechen da nicht von dem Wege, den die Individualitäten durchmachen, sondern wir sprechen davon, daß durch diese zurückgebliebenen Ätherleiber eine eigene geistige Atmosphäre geschaffen wird. Die Menschen, die da leben werden, sie werden in dieser Atmosphäre leben. Sie werden eingetaucht sein in eine geistige Atmosphäre, die erfüllt sein wird von diesen Ätherleibern, die ihr Leben hingeopfert haben dadurch, daß in unserer Zeit gerade die Menschheit vorwättskommen kann durch diese Ereignisse. Aber notwendig wird sein, daß man verspüre dasjenige, was diese Ätherleiber wollen, welche die besten Inspiratoren der zukünftigen Menschheit sein werden. Es wird eine schöne Zeit des Spiritualismus erwachen können, wenn die Menschen Verständnis, inneres Herzensverständnis entgegenbringen dem, was ihnen diese Ätherleiber werden sagen wollen. Alle diese Ätherleiber, sie werden Helfer sein zum spirituellen Aufschwung der Zukunft. Deshalb ist es so wichtig, daß es Seelen gibt, die in der Lage sein werden, dasjenige zu fühlen, was in die Atmosphäre der Zukunft hineinkommt durch diese Ätherleiber.
[ 35 ] Nicht dadurch lernen Sie nur etwas über die Natur der Ätherleiber, daß Sie erzählen können: Der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich, sondern daß Sie auch ein solches Geheimnis der wirksamen Geistigkeit der Ätherleiber wissen, wie es in der Zukunft da sein wird.
[ 35 ] Nicht dadurch lernen Sie nur etwas über die Natur der Ätherleiber, daß Sie erzählen können: Der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich, sondern daß Sie auch ein solches Geheimnis der wirksamen Geistigkeit der Ätherleiber wissen, wie es in der Zukunft da sein wird.
[ 36 ] Vorzubereiten werden sich diejenigen haben, die jetzt schon eine Hinneigung haben zum Bekenntnis der Geisteswissenschaft, für die Empfänglichkeit dessen, was diese Ätherleiber sagen wollen. Lenken wir daher unsere Seelen der geistigen Welt zu, so werden wir uns und diejenigen, die nach uns kommen werden, vorbereiten, das zu empfinden, was die Vermächtnisse, die ätherischen Vermächtnisse der Toten von der Menschheit der Zukunft wollen. Wenn Menschenseelen durch die Geisteswissenschaft so angeregt sein werden, daß sie hinlenken können ihren geistigen Sinn in die geistigen Welten, dann wird sicher Großes und Gewaltiges als Wirkung aus dem Blut und aus dem Mut und aus den Leiden und aus den Opfern hervorsptießen. Daher möchte ich am Schlusse unserer heutigen Betrachtung in einige Worte zusammenfassen dasjenige, was uns jetzt beseelen, beleben kann, wenn wir als geisteswissenschaftliche Bekenner unseren Sinn hinlenken auf die großen, schicksaltragenden Ereignisse unserer Zeit.
[ 36 ] Vorzubereiten werden sich diejenigen haben, die jetzt schon eine Hinneigung haben zum Bekenntnis der Geisteswissenschaft, für die Empfänglichkeit dessen, was diese Ätherleiber sagen wollen. Lenken wir daher unsere Seelen der geistigen Welt zu, so werden wir uns und diejenigen, die nach uns kommen werden, vorbereiten, das zu empfinden, was die Vermächtnisse, die ätherischen Vermächtnisse der Toten von der Menschheit der Zukunft wollen. Wenn Menschenseelen durch die Geisteswissenschaft so angeregt sein werden, daß sie hinlenken können ihren geistigen Sinn in die geistigen Welten, dann wird sicher Großes und Gewaltiges als Wirkung aus dem Blut und aus dem Mut und aus den Leiden und aus den Opfern hervorsptießen. Daher möchte ich am Schlusse unserer heutigen Betrachtung in einige Worte zusammenfassen dasjenige, was uns jetzt beseelen, beleben kann, wenn wir als geisteswissenschaftliche Bekenner unseren Sinn hinlenken auf die großen, schicksaltragenden Ereignisse unserer Zeit.
Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht
Denken Seelen geistbewußt
Ihren Sinn ins Geisterreich.
Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht
Denken Seelen geistbewußt
Ihren Sinn ins Geisterreich.
