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The Rudolf Steiner Archive

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The Mystery of Death
The Nature and Significance of Central Europe
and the European National Spirits
GA 159

13 May 1915, Prague

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Das Geheimnis des Todes
  1. The Revelations of Karma, tr. SOL

9. Die Beziehung des Menschen zu den Naturreichen und den Hierarchien — Zeitgeister und Volksgeister — Die mahnenden Stimmen der Toten

9. Die Beziehung des Menschen zu den Naturreichen und den Hierarchien — Zeitgeister und Volksgeister — Die mahnenden Stimmen der Toten

[ 1 ] Es ist eine schwere Zeit, in welcher wir leben, eine Zeit wirksamer mutvoller Taten und hoher Opfer auf der einen Seite, eine Zeit schwerer harter Prüfungen für die Menschenseelen auf der andern Seite. Einiges von Empfindungen anzuregen gerade mit Rücksicht auf unsere schicksaltragende Zeit, möge zum Schlusse dieser Betrachtungen dann meine Aufgabe sein. Da wir zusammensein dürfen in einer solchen Zeit, wollen wir am Schlusse unserer Betrachtungen auch gemäß dieser Zeit unsere Empfindungen gipfeln lassen. Ausgehen aber wollen wir von etwas, das uns gerade über mancherlei, das bedeutungsvoll zu unseren Seelen sprechen muß in unserer Zeit, Licht verbreiten kann.

[ 1 ] Es ist eine schwere Zeit, in welcher wir leben, eine Zeit wirksamer mutvoller Taten und hoher Opfer auf der einen Seite, eine Zeit schwerer harter Prüfungen für die Menschenseelen auf der andern Seite. Einiges von Empfindungen anzuregen gerade mit Rücksicht auf unsere schicksaltragende Zeit, möge zum Schlusse dieser Betrachtungen dann meine Aufgabe sein. Da wir zusammensein dürfen in einer solchen Zeit, wollen wir am Schlusse unserer Betrachtungen auch gemäß dieser Zeit unsere Empfindungen gipfeln lassen. Ausgehen aber wollen wir von etwas, das uns gerade über mancherlei, das bedeutungsvoll zu unseren Seelen sprechen muß in unserer Zeit, Licht verbreiten kann.

[ 2 ] Wir nennen, seitdem wir beginnen, geisteswissenschaftlich die Welt zu betrachten, die vier Glieder unserer Menschennatur: physischen Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich. Und wir wissen, daß das Ich oder vielmehr dasjenige in der menschlichen Wesenheit, das wir Ich benennen, durch das wir das Ich ausdrücken, das jüngste, aber auch für uns bedeutsamste Glied der menschlichen Wesenheit ist. Denn wäre der Mensch durch die Folge von Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit nur bestehend aus physischem Leib, Ätherleib und Astralleib, so wäre er eben nicht Mensch. Der Mensch ist Mensch dadurch, daß er während der Erdenzeit durch die Geister der höheren Hierarchien sein Ich erhalten hat und daß er nun während der Erdenzeit dieses Ich sich im Laufe der aufeinanderfolgenden Inkarnationen weiter entwickelt durch verschiedene Menschengemeinschaften, durch Völker und Zeiträume hindurch, bis die Erde am Ziel ihrer Entwickelung angelangt sein wird und bis der Mensch dadurch, daß er sein Ich vollständig entwickelt haben wird, sein Erdenziel auch erreicht haben wird. Nun wissen wir aber auch, daß es höhere geistige Wesenheiten gibt — wir gebrauchen dafür das Wort «höhere» —, die höheren Hierarchien angehören, die gewissermaßen über dem Menschen stehen. Wir sprechen von der Hierarchie der Engel, Angeloi, von der Hierarchie der Erzengel, Archangeloi, der Archai oder Zeitgeister und so weiter nach aufwärts steigend. Wir bezeichnen sie durch diese Namen, wir könnten ebensogut andere Namen gebrauchen, aber die Namen sind einmal im Abendlande eingeführt.

[ 2 ] Wir nennen, seitdem wir beginnen, geisteswissenschaftlich die Welt zu betrachten, die vier Glieder unserer Menschennatur: physischen Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich. Und wir wissen, daß das Ich oder vielmehr dasjenige in der menschlichen Wesenheit, das wir Ich benennen, durch das wir das Ich ausdrücken, das jüngste, aber auch für uns bedeutsamste Glied der menschlichen Wesenheit ist. Denn wäre der Mensch durch die Folge von Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit nur bestehend aus physischem Leib, Ätherleib und Astralleib, so wäre er eben nicht Mensch. Der Mensch ist Mensch dadurch, daß er während der Erdenzeit durch die Geister der höheren Hierarchien sein Ich erhalten hat und daß er nun während der Erdenzeit dieses Ich sich im Laufe der aufeinanderfolgenden Inkarnationen weiter entwickelt durch verschiedene Menschengemeinschaften, durch Völker und Zeiträume hindurch, bis die Erde am Ziel ihrer Entwickelung angelangt sein wird und bis der Mensch dadurch, daß er sein Ich vollständig entwickelt haben wird, sein Erdenziel auch erreicht haben wird. Nun wissen wir aber auch, daß es höhere geistige Wesenheiten gibt — wir gebrauchen dafür das Wort «höhere» —, die höheren Hierarchien angehören, die gewissermaßen über dem Menschen stehen. Wir sprechen von der Hierarchie der Engel, Angeloi, von der Hierarchie der Erzengel, Archangeloi, der Archai oder Zeitgeister und so weiter nach aufwärts steigend. Wir bezeichnen sie durch diese Namen, wir könnten ebensogut andere Namen gebrauchen, aber die Namen sind einmal im Abendlande eingeführt.

[ 3 ] Wir wollen uns nun einmal vor die Seele führen, wie wir uns denn eigentlich diese geistigen Wesenheiten der höheren Hierarchien im Verhältnis zu dem, was der Mensch hier auf der Erde ist, vorstellen können. Wir gehen davon aus, was der Mensch hier auf der Erde in seinem Umkreis hat. Wir wissen, es ist das Mineralreich, das Pflanzenreich und das Tierreich, und der Mensch muß sich selber nach alledem, was er beobachten kann, wie er sich findet, das Menschenteich selbst als das höchste Reich betrachten. So daß wir sagen können: Wenn wir die sichtbaren Reiche auf der Erde hier nehmen, so haben wir als solche das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich und das Menschenteich. Über diesen Reichen, gewissermaßen wie eine Fortsetzung nach oben, erscheint das Reich der Angeloi, der Archangeloi, der Archai und so weiter. Wir können uns einfach vorstellen, daß die Reiche mit dem Menschenreich nicht abgeschlossen sind, sondern sich auch nach oben weiter erstrecken, nur daß die höheren Reiche nicht gesehen werden können mit den Sinnen, welche die äußeren Sinne sind.

[ 3 ] Wir wollen uns nun einmal vor die Seele führen, wie wir uns denn eigentlich diese geistigen Wesenheiten der höheren Hierarchien im Verhältnis zu dem, was der Mensch hier auf der Erde ist, vorstellen können. Wir gehen davon aus, was der Mensch hier auf der Erde in seinem Umkreis hat. Wir wissen, es ist das Mineralreich, das Pflanzenreich und das Tierreich, und der Mensch muß sich selber nach alledem, was er beobachten kann, wie er sich findet, das Menschenteich selbst als das höchste Reich betrachten. So daß wir sagen können: Wenn wir die sichtbaren Reiche auf der Erde hier nehmen, so haben wir als solche das Mineralreich, das Pflanzenreich, das Tierreich und das Menschenteich. Über diesen Reichen, gewissermaßen wie eine Fortsetzung nach oben, erscheint das Reich der Angeloi, der Archangeloi, der Archai und so weiter. Wir können uns einfach vorstellen, daß die Reiche mit dem Menschenreich nicht abgeschlossen sind, sondern sich auch nach oben weiter erstrecken, nur daß die höheren Reiche nicht gesehen werden können mit den Sinnen, welche die äußeren Sinne sind.

[ 4 ] Allein es könnte auffällig erscheinen, daß, wenn wir hinaufgehen vom Mineral-, Pflanzen- und Tierreich zum Menschenteich, dann auf einmal über dem Menschenreich die Unsichtbarkeit beginnt. Es wird das aber nur so lange auffällig sein, als man nicht bedenkt, daß die Tiere — für den ist das ganz klar, der sich ganz in das tierische Anschauungsvermögen versetzen kann — den Menschen nicht so sehen, wie der eine Mensch den andern sieht. Wenn die Tiere reden könnten, würden sie von sichtbaren Reichen nur sprechen als von Mineral-, Pflanzen- und Tierreich; sie würden sich selber als das höchste sichtbare Reich betrachten. Daß die Tiere den Menschen so sehen, wie ein Mensch den andern, ist nur ein Vorurteil. Für die Tiere sind wir Menschen wirklich von einem übersinnlichen, gespensterhaften Dasein; und wenn die Tiere nur solche Wahrnehmungen hätten, wie wir sie haben, so würden sie die Menschen nicht sehen, sondern sie wären für sie so unsichtbar wie für die Menschen das Reich der Engel. Nur weil sie eine gewisse Art von traumhaftem Hellsehen haben, so sehen die Tiere den Menschen als Gespenst, als ein übersinnliches Wesen. Von dem Bild, das ein Tier vom Menschen hat, kann sich der Mensch als solcher unmittelbar keine Vorstellung machen. Dafür allerdings sehen die Tiere auch nach unten etwas, oder besser gesagt, nehmen nach unten etwas wahr, was der Mensch nach unten nicht mehr wahrnimmt. Nämlich die Tiere nehmen nicht nur so wahr, wie der Mensch die mineralische Welt wahrnimmt, sondern sie nehmen noch — besonders stark die niederen Tiere — etwas ganz anderes wahr. Wenn ein Tier, ich will sagen, eine Schnecke über den Boden kriecht, dann nimmt sie die ganze Eigentümlichkeit des Bodens wahr. Das würde den Menschen fortwährend stören, wenn er, indem er über den Erdboden geht, diesen so wahrnehmen würde wie eine Schnecke oder selbst eine Schildkröte. Mit den höheren Tieren, die warmes Blut haben, ist es etwas anderes, aber gerade die niederen Tiere nehmen wirklich die ganze Eigentümlichkeit des Bodens wahr, auf dem sie kriechen. Sie nehmen die ganze Eigentümlichkeit der Luft wahr, sie nehmen alles, was um sie herum ist, in einer ganz andern Weise wahr als der Mensch. Das Tier weiß, ob es sich über einen Boden, der Moorboden ist, oder ob es sich über einen Sandboden hinbewegt, denn es nimmt die ganze Eigentümlichkeit des Bodens in sich wahr. Und zwar ist das so ähnlich, wie wir die Dinge in unserer Umgebung hören. Alle mineralische Welt ist in einem feinen Erzittern von Kräften durchsetzt, die der Mensch nicht wahrnimmt. Dieses feine Erzittern, diese Kräfte nimmt das Tier so wahr, daß es das eine als sympathisch empfindet, das andere nicht. Wenn das Tier zum Beispiel von einer Bodenart zur andern umkehrt, so ist es nicht so, daß das Tier es sieht wie der Mensch, sondern weil ihm etwas schmerzlich ist, weil die feinen Bewegungen in ihm nachklingen, weil es sich wie dazugehörig fühlt. Das ist eine Art von instinktivem Hören, wie ein Mithören dessen, was in dem Boden vorgeht, oder das ist wie ein Riechen. So daß wir sagen können: Das Tier nimmt ein Elementarreich wahr und läßt vom Menschen an schon eine höhere Hierarchie gelten. — Wir sind also mitten hineingestellt in die Welt, die wir als die äußere Sinnenwelt, die äußeren Reiche der Sinnenwelt kennen, und die Welt der höheren Hierarchien. Die niederen sichtbaren Hierarchien nennen wir die Naturreiche, die unsichtbaren nennen wir die höheren Hierarchien.

[ 4 ] Allein es könnte auffällig erscheinen, daß, wenn wir hinaufgehen vom Mineral-, Pflanzen- und Tierreich zum Menschenteich, dann auf einmal über dem Menschenreich die Unsichtbarkeit beginnt. Es wird das aber nur so lange auffällig sein, als man nicht bedenkt, daß die Tiere — für den ist das ganz klar, der sich ganz in das tierische Anschauungsvermögen versetzen kann — den Menschen nicht so sehen, wie der eine Mensch den andern sieht. Wenn die Tiere reden könnten, würden sie von sichtbaren Reichen nur sprechen als von Mineral-, Pflanzen- und Tierreich; sie würden sich selber als das höchste sichtbare Reich betrachten. Daß die Tiere den Menschen so sehen, wie ein Mensch den andern, ist nur ein Vorurteil. Für die Tiere sind wir Menschen wirklich von einem übersinnlichen, gespensterhaften Dasein; und wenn die Tiere nur solche Wahrnehmungen hätten, wie wir sie haben, so würden sie die Menschen nicht sehen, sondern sie wären für sie so unsichtbar wie für die Menschen das Reich der Engel. Nur weil sie eine gewisse Art von traumhaftem Hellsehen haben, so sehen die Tiere den Menschen als Gespenst, als ein übersinnliches Wesen. Von dem Bild, das ein Tier vom Menschen hat, kann sich der Mensch als solcher unmittelbar keine Vorstellung machen. Dafür allerdings sehen die Tiere auch nach unten etwas, oder besser gesagt, nehmen nach unten etwas wahr, was der Mensch nach unten nicht mehr wahrnimmt. Nämlich die Tiere nehmen nicht nur so wahr, wie der Mensch die mineralische Welt wahrnimmt, sondern sie nehmen noch — besonders stark die niederen Tiere — etwas ganz anderes wahr. Wenn ein Tier, ich will sagen, eine Schnecke über den Boden kriecht, dann nimmt sie die ganze Eigentümlichkeit des Bodens wahr. Das würde den Menschen fortwährend stören, wenn er, indem er über den Erdboden geht, diesen so wahrnehmen würde wie eine Schnecke oder selbst eine Schildkröte. Mit den höheren Tieren, die warmes Blut haben, ist es etwas anderes, aber gerade die niederen Tiere nehmen wirklich die ganze Eigentümlichkeit des Bodens wahr, auf dem sie kriechen. Sie nehmen die ganze Eigentümlichkeit der Luft wahr, sie nehmen alles, was um sie herum ist, in einer ganz andern Weise wahr als der Mensch. Das Tier weiß, ob es sich über einen Boden, der Moorboden ist, oder ob es sich über einen Sandboden hinbewegt, denn es nimmt die ganze Eigentümlichkeit des Bodens in sich wahr. Und zwar ist das so ähnlich, wie wir die Dinge in unserer Umgebung hören. Alle mineralische Welt ist in einem feinen Erzittern von Kräften durchsetzt, die der Mensch nicht wahrnimmt. Dieses feine Erzittern, diese Kräfte nimmt das Tier so wahr, daß es das eine als sympathisch empfindet, das andere nicht. Wenn das Tier zum Beispiel von einer Bodenart zur andern umkehrt, so ist es nicht so, daß das Tier es sieht wie der Mensch, sondern weil ihm etwas schmerzlich ist, weil die feinen Bewegungen in ihm nachklingen, weil es sich wie dazugehörig fühlt. Das ist eine Art von instinktivem Hören, wie ein Mithören dessen, was in dem Boden vorgeht, oder das ist wie ein Riechen. So daß wir sagen können: Das Tier nimmt ein Elementarreich wahr und läßt vom Menschen an schon eine höhere Hierarchie gelten. — Wir sind also mitten hineingestellt in die Welt, die wir als die äußere Sinnenwelt, die äußeren Reiche der Sinnenwelt kennen, und die Welt der höheren Hierarchien. Die niederen sichtbaren Hierarchien nennen wir die Naturreiche, die unsichtbaren nennen wir die höheren Hierarchien.

[ 5 ] Nun wissen wir aber auch, daß ein solches Wesen der höheren Hierarchien, zum Beispiel ein Angelos, auch einmal die Stufe der Menschheit durchgemacht hat. Das war, während die Erde die alte Mondenzeit durchmachte. Da war der Mensch noch nicht Mensch; denn er hatte kein Ich; er war erst auf der Vorbereitungsstufe der Menschheit und hatte als höchstes Glied seiner Wesenheit den Astralleib. Die Wesenheiten, die zur Hierarchie der Angeloi gehören, hatten während der.alten Mondenzeit ihre menschliche Stufe durchgemacht. Und die Geister, zu denen wir uns wenden als den schützenden Geistern des einzelnen Menschen, das sind diese Wesen aus der Hierarchie der Angeloi, von denen jedem gleichsam ein Mensch zugeteilt ist. «Geister Eurer Seelen» sind diejenigen, die unmittelbar in der Hierarchie über dem Menschen stehen, die wirklich ihre schützenden Schwingen, symbolisch gesprochen, über die Menschen hin wirken lassen, und zwar über das einzelne menschliche Individuum wirken lassen.

[ 5 ] Nun wissen wir aber auch, daß ein solches Wesen der höheren Hierarchien, zum Beispiel ein Angelos, auch einmal die Stufe der Menschheit durchgemacht hat. Das war, während die Erde die alte Mondenzeit durchmachte. Da war der Mensch noch nicht Mensch; denn er hatte kein Ich; er war erst auf der Vorbereitungsstufe der Menschheit und hatte als höchstes Glied seiner Wesenheit den Astralleib. Die Wesenheiten, die zur Hierarchie der Angeloi gehören, hatten während der.alten Mondenzeit ihre menschliche Stufe durchgemacht. Und die Geister, zu denen wir uns wenden als den schützenden Geistern des einzelnen Menschen, das sind diese Wesen aus der Hierarchie der Angeloi, von denen jedem gleichsam ein Mensch zugeteilt ist. «Geister Eurer Seelen» sind diejenigen, die unmittelbar in der Hierarchie über dem Menschen stehen, die wirklich ihre schützenden Schwingen, symbolisch gesprochen, über die Menschen hin wirken lassen, und zwar über das einzelne menschliche Individuum wirken lassen.

[ 6 ] Dann kommen wir zu der Hierarchie der Archangeloi. Die waren auch einmal Menschen. Während der alten Sonnenzeit waren die Wesenheiten, die wir heute Archangeloi nennen, auf der Menschenstufe. Sie waren nicht so gestaltet wie heute die Menschen, selbstverständlich nicht, ganz anders waren sie gestaltet, aber sie waren dazumal auf ihrer Menschenstufe. Wir dürfen uns nicht vorstellen, daß während der alten Sonnenzeit die Archangeloi so ausgesehen haben wie heute die Menschen, aber in bezug auf ihre Entwickelung waren sie dazumal auf ihrer Menschheitsstufe. Und ebenso waren die Geister der Persönlichkeit oder Zeitgeister während der alten Saturnzeit auf ihrer Menschenstufe.

[ 6 ] Dann kommen wir zu der Hierarchie der Archangeloi. Die waren auch einmal Menschen. Während der alten Sonnenzeit waren die Wesenheiten, die wir heute Archangeloi nennen, auf der Menschenstufe. Sie waren nicht so gestaltet wie heute die Menschen, selbstverständlich nicht, ganz anders waren sie gestaltet, aber sie waren dazumal auf ihrer Menschenstufe. Wir dürfen uns nicht vorstellen, daß während der alten Sonnenzeit die Archangeloi so ausgesehen haben wie heute die Menschen, aber in bezug auf ihre Entwickelung waren sie dazumal auf ihrer Menschheitsstufe. Und ebenso waren die Geister der Persönlichkeit oder Zeitgeister während der alten Saturnzeit auf ihrer Menschenstufe.

[ 7 ] Nun, nehmen wir herausgreifend einmal diese Geister, die wir bezeichnen als Archangeloi. Da haben wir solche Geister als Archangeloi, welche während der alten Sonnenzeit durchgemacht haben ihre Menschheitsstufe, die aufgestiegen sind zu der Stufe der Engel während der Mondenzeit, und die heute zur Stufe der Archangeloi aufgestiegen sind. Diese geistigen Wesenheiten wollen wir zunächst einmal, als zwei Stufen über uns stehend, gleichsam hingestellt sein lassen vor unsere Seelen; später werden wir darauf zurückkommen. Dann haben wir die geistigen Wesenheiten, welche während der alten Saturnzeit Menschen waren, sie sind heute Geister der Zeit, sie stehen drei Stufen über uns. Wir wollen sie wiederum hingestellt sein lassen. Und jetzt wollen wir unser Verhältnis gerade zu diesen beiden Arten von geistigen Wesenheiten betrachten.

[ 7 ] Nun, nehmen wir herausgreifend einmal diese Geister, die wir bezeichnen als Archangeloi. Da haben wir solche Geister als Archangeloi, welche während der alten Sonnenzeit durchgemacht haben ihre Menschheitsstufe, die aufgestiegen sind zu der Stufe der Engel während der Mondenzeit, und die heute zur Stufe der Archangeloi aufgestiegen sind. Diese geistigen Wesenheiten wollen wir zunächst einmal, als zwei Stufen über uns stehend, gleichsam hingestellt sein lassen vor unsere Seelen; später werden wir darauf zurückkommen. Dann haben wir die geistigen Wesenheiten, welche während der alten Saturnzeit Menschen waren, sie sind heute Geister der Zeit, sie stehen drei Stufen über uns. Wir wollen sie wiederum hingestellt sein lassen. Und jetzt wollen wir unser Verhältnis gerade zu diesen beiden Arten von geistigen Wesenheiten betrachten.

[ 8 ] Wenn der Mensch eine Inkarnation durchmacht — also nehmen wir an, heute in unseren Erdenleibern leben wir in einer Inkarnation —, dann stehen über uns Geister, die wir zu der Hierarchie der Engel, dann Geister, die wir zu der Hierarchie der Archangeloi, und solche, die wir zu der Hierarchie der Archai, Zeitgeister oder Geister der Persönlichkeit rechnen. Die machen aber auch ihrerseits eine EntwickeJung durch. Greifen wir einmal heraus die Archai, die Geister der Persönlichkeit oder Geister der Zeit. Wir machen also unsere Inkarnation durch, gehen dann durch die Pforte des Todes, gehen nach dem Tode in eine geistige Welt ein, machen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt eine gewisse rein geistige Entwickelung durch und kommen dann durch eine neue Geburt wiederum in ein Erdendasein. Nun können wir fragen: Wovon hängt das ab, ob wir uns nach einer gewissen Anzahl von Jahren wiederum auf die Erde herunterbewegen? In öffentlichen Vorträgen wird diese Frage öfter aufgeworfen. Man kann dann von gewissen Gesichtspunkten aus schon eine Antwort geben, aber intim in unseren Zweigen sprechend können wir eine sachlichere, mehr auf das Reale hindeutende Antwort geben.

[ 8 ] Wenn der Mensch eine Inkarnation durchmacht — also nehmen wir an, heute in unseren Erdenleibern leben wir in einer Inkarnation —, dann stehen über uns Geister, die wir zu der Hierarchie der Engel, dann Geister, die wir zu der Hierarchie der Archangeloi, und solche, die wir zu der Hierarchie der Archai, Zeitgeister oder Geister der Persönlichkeit rechnen. Die machen aber auch ihrerseits eine EntwickeJung durch. Greifen wir einmal heraus die Archai, die Geister der Persönlichkeit oder Geister der Zeit. Wir machen also unsere Inkarnation durch, gehen dann durch die Pforte des Todes, gehen nach dem Tode in eine geistige Welt ein, machen zwischen dem Tode und einer neuen Geburt eine gewisse rein geistige Entwickelung durch und kommen dann durch eine neue Geburt wiederum in ein Erdendasein. Nun können wir fragen: Wovon hängt das ab, ob wir uns nach einer gewissen Anzahl von Jahren wiederum auf die Erde herunterbewegen? In öffentlichen Vorträgen wird diese Frage öfter aufgeworfen. Man kann dann von gewissen Gesichtspunkten aus schon eine Antwort geben, aber intim in unseren Zweigen sprechend können wir eine sachlichere, mehr auf das Reale hindeutende Antwort geben.

[ 9 ] Während wir hier im physischen Leibe leben, hat der Zeitgeist eine ganz bestimmte Entwickelungsstufe. Er tut irgend etwas, was mit der Entwickelung der Menschen auf Erden zusammenhängt, und er macht seinerseits eine Entwickelung durch. Wenn dieser Zeitgeist im Laufe einer Entwickelung soweit gekommen ist, daß wir alle von ihm haben in uns einfließen lassen, was er seinerseits da oben durchmacht, durchgemacht hat, dann sind wir gewissermaßen reif, zu einer Erdeninkarnation hinunterzukommen. Und wenn er seinerseits wiederum eine Stufe weitergekommen ist und wir uns durch die geistigen Welten entwickelt haben bis zu einer gewissen Stufe, können wir wiederum in eine Erdenentwickelung eintreten. Verstehen wir uns in dieser Beziehung gut. Sehen wir zunächst einmal von unserer eigenen Entwickelung ab. Sehen wir, wie da in einer sehr langen Zeitperiode der Geist der Zeit seine Entwickelung durchmacht.

[ 9 ] Während wir hier im physischen Leibe leben, hat der Zeitgeist eine ganz bestimmte Entwickelungsstufe. Er tut irgend etwas, was mit der Entwickelung der Menschen auf Erden zusammenhängt, und er macht seinerseits eine Entwickelung durch. Wenn dieser Zeitgeist im Laufe einer Entwickelung soweit gekommen ist, daß wir alle von ihm haben in uns einfließen lassen, was er seinerseits da oben durchmacht, durchgemacht hat, dann sind wir gewissermaßen reif, zu einer Erdeninkarnation hinunterzukommen. Und wenn er seinerseits wiederum eine Stufe weitergekommen ist und wir uns durch die geistigen Welten entwickelt haben bis zu einer gewissen Stufe, können wir wiederum in eine Erdenentwickelung eintreten. Verstehen wir uns in dieser Beziehung gut. Sehen wir zunächst einmal von unserer eigenen Entwickelung ab. Sehen wir, wie da in einer sehr langen Zeitperiode der Geist der Zeit seine Entwickelung durchmacht.

[ 10 ] Ich will das Folgende sagen: Wenn wir die Entwickelung der Erdenmenschheit so betrachten, daß wir zurückgehen bis zu der Begründung des alten Rom, etwa achthundert Jahre vor dem Mysterium von Golgatha — wenn wir also bis zur Begründung von Rom zurückgehen —, dann finden wir, daß da ein bestimmter Zeitgeist mit seiner Entwickelung einsetzte. Vorher war ein anderer Zeitgeist leitend und lenkend die Geschicke der Erde. Und dieser Zeitgeist, der dazumal gewissermaßen als Zeitgeist die Führung der Erde übernommen hatte in ihrer geistigen Entwickelung, war bis ins 16. Jahrhundert hinein führend. So lange führt ein Zeitgeist die Geschicke der Erde, Seit jener Zeit, also seit dem 16. Jahrhundert, ist ein anderer Zeitgeist da. Wir haben es also da mit zwei Zeitgeistern zu tun. Der Mensch, der zum Beispiel im 3. Jahrhundert vor dem Mysterium von Golgatha in irgendeiner Inkarnation auf der Erde war, machte dasjenige durch, was dieser Zeitgeist für die Erde bewirkte. Für die Zeit nach seinem Tode, wenn dieser Mensch im 3. Jahrhundert gestorben ist, oder auch im 2. Jahrhundert, kann ihm der Zeitgeist zunächst nichts geben. Was er ihm hat geben können, das hat er ihm gegeben. Jetzt muß der Zeitgeist erst wiederum seinerseits eine Reihe von Jahren durchmachen, bis er dem Menschen etwas Neues geben kann. Dann kommt dieser Mensch, der zwischen Tod und Geburt in einer geistigen Welt gewesen ist, wiederum auf die Erde herunter, wenn der Geist ihm etwas Neues geben kann. Nun ist es allerdings so eingerichtet, daß der Mensch im Durchschnitt eigentlich mehrmals kommt, denn der Zeitgeist ist nicht in der Lage, dem Menschen immer alles zu geben, was er ihm geben könnte, wegen der Unvollkommenheit der Menschen. Dadurch kommt der Mensch mehrmals in der Zeit, in der ein Zeitgeist sich entwickelt. Aber im wesentlichen hängt es doch davon ab, daß die Zeitgeister die aufeinanderfolgenden Inkarnationen der Menschen regeln. Nun regeln aber die Zeitgeister ihrerseits diesen ganzen Lauf der menschlichen Geschicke dadurch, daß sie gleichsam Untergebene haben. Und das sind die Erzengel. Solche Erzengel regieren gewissermaßen in untergeordneten Stellungen viel kürzere Zeit als die Zeitgeister. Während die Zeitgeister so lange regieren, wie ich es vorhin angeführt habe, wir also einen Zeitgeist von der Gründung Roms bis ins 16. Jahrhundert annehmen können, regieren die Geister, die wir zur Hierarchie der Erzengel rechnen, nur etwa zwischen drei und vier Jahrhunderten. Sie wechseln so ab, daß etwa sechs oder sieben hintereinander kommen, während ein Zeitgeist regiert. So daß wir um die Zeit, in der das Mysterium von Golgatha stattfindet, zuerst die Regierung in der geistigen Entwickelung desjenigen Erzengels haben, den wir bezeichnen mit dem Namen Oriphiel. Dann kommt die Regierung des Anael, dann die Regierung des Zachariel, des Raphael, des Samael, des Gabriel; und jetzt seit dem Jahre 1879 haben wir die Regierung desjenigen Erzengels, den wir als Michael bezeichnen. Also wir haben, wenn wir die geistigen Welten anschauen, gleichsam die höhere Regierung der Zeitgeister und darunterstehend, aufeinanderfolgend in der Zeitenfolge, die Regierungen von Erzengeln. Weil der Mensch nicht alles aufnehmen kann, was ihm der Zeitgeist geben würde, so nimmt er es nicht direkt aus der Hand des Zeitgeistes, sondern aus der Hand des Erzengels, der weniger höheren Macht. Halten wir also fest: Unmittelbar unsere persönlichen Schützer gehören in die Hierarchie der Angeloi. Darüber stehen diejenigen, die mehr die Menschen im Zusammenhang der Menschen regeln. Und über ihnen stehen die Archai oder Geister der Persönlichkeit oder Zeitgeister.

[ 10 ] Ich will das Folgende sagen: Wenn wir die Entwickelung der Erdenmenschheit so betrachten, daß wir zurückgehen bis zu der Begründung des alten Rom, etwa achthundert Jahre vor dem Mysterium von Golgatha — wenn wir also bis zur Begründung von Rom zurückgehen —, dann finden wir, daß da ein bestimmter Zeitgeist mit seiner Entwickelung einsetzte. Vorher war ein anderer Zeitgeist leitend und lenkend die Geschicke der Erde. Und dieser Zeitgeist, der dazumal gewissermaßen als Zeitgeist die Führung der Erde übernommen hatte in ihrer geistigen Entwickelung, war bis ins 16. Jahrhundert hinein führend. So lange führt ein Zeitgeist die Geschicke der Erde, Seit jener Zeit, also seit dem 16. Jahrhundert, ist ein anderer Zeitgeist da. Wir haben es also da mit zwei Zeitgeistern zu tun. Der Mensch, der zum Beispiel im 3. Jahrhundert vor dem Mysterium von Golgatha in irgendeiner Inkarnation auf der Erde war, machte dasjenige durch, was dieser Zeitgeist für die Erde bewirkte. Für die Zeit nach seinem Tode, wenn dieser Mensch im 3. Jahrhundert gestorben ist, oder auch im 2. Jahrhundert, kann ihm der Zeitgeist zunächst nichts geben. Was er ihm hat geben können, das hat er ihm gegeben. Jetzt muß der Zeitgeist erst wiederum seinerseits eine Reihe von Jahren durchmachen, bis er dem Menschen etwas Neues geben kann. Dann kommt dieser Mensch, der zwischen Tod und Geburt in einer geistigen Welt gewesen ist, wiederum auf die Erde herunter, wenn der Geist ihm etwas Neues geben kann. Nun ist es allerdings so eingerichtet, daß der Mensch im Durchschnitt eigentlich mehrmals kommt, denn der Zeitgeist ist nicht in der Lage, dem Menschen immer alles zu geben, was er ihm geben könnte, wegen der Unvollkommenheit der Menschen. Dadurch kommt der Mensch mehrmals in der Zeit, in der ein Zeitgeist sich entwickelt. Aber im wesentlichen hängt es doch davon ab, daß die Zeitgeister die aufeinanderfolgenden Inkarnationen der Menschen regeln. Nun regeln aber die Zeitgeister ihrerseits diesen ganzen Lauf der menschlichen Geschicke dadurch, daß sie gleichsam Untergebene haben. Und das sind die Erzengel. Solche Erzengel regieren gewissermaßen in untergeordneten Stellungen viel kürzere Zeit als die Zeitgeister. Während die Zeitgeister so lange regieren, wie ich es vorhin angeführt habe, wir also einen Zeitgeist von der Gründung Roms bis ins 16. Jahrhundert annehmen können, regieren die Geister, die wir zur Hierarchie der Erzengel rechnen, nur etwa zwischen drei und vier Jahrhunderten. Sie wechseln so ab, daß etwa sechs oder sieben hintereinander kommen, während ein Zeitgeist regiert. So daß wir um die Zeit, in der das Mysterium von Golgatha stattfindet, zuerst die Regierung in der geistigen Entwickelung desjenigen Erzengels haben, den wir bezeichnen mit dem Namen Oriphiel. Dann kommt die Regierung des Anael, dann die Regierung des Zachariel, des Raphael, des Samael, des Gabriel; und jetzt seit dem Jahre 1879 haben wir die Regierung desjenigen Erzengels, den wir als Michael bezeichnen. Also wir haben, wenn wir die geistigen Welten anschauen, gleichsam die höhere Regierung der Zeitgeister und darunterstehend, aufeinanderfolgend in der Zeitenfolge, die Regierungen von Erzengeln. Weil der Mensch nicht alles aufnehmen kann, was ihm der Zeitgeist geben würde, so nimmt er es nicht direkt aus der Hand des Zeitgeistes, sondern aus der Hand des Erzengels, der weniger höheren Macht. Halten wir also fest: Unmittelbar unsere persönlichen Schützer gehören in die Hierarchie der Angeloi. Darüber stehen diejenigen, die mehr die Menschen im Zusammenhang der Menschen regeln. Und über ihnen stehen die Archai oder Geister der Persönlichkeit oder Zeitgeister.

[ 11 ] Wenn ich so rede, handelt es sich immer um diejenigen Wesenheiten, welche wirklich regelrecht ihre Entwickelung durchgemacht haben. Aber nicht alle Geister machen regelmäßig ihre Entwickelung durch. Es gibt wirklich geistige Wesenheiten, die während der Saturnzeit schon Archai gewesen sind, die aber auf der Stufe der Archai, also auf der damaligen Stufe zurückgeblieben sind. Sie sind also jetzt während der Erdenentwickelung über ihre Saturnstufe nicht hinausgekommen. Sie sind in Wirklichkeit nicht aufgestiegen zur Stufe der regelmäßigen Entwickelung. Sie haben ihren Menschencharakter beibehalten, sind auf der einen Seite übersinnliche Saturnwesen, stehen aber auf der Stufe der Menschheit. Ebenso gibt es Wesen aus der Hierarchie der Archai, die auf der Sonne auf der Menschenstufe stehen blieben und jetzt in der übersinnlichen Welt noch als Menschen dastehen. Diese Wesenheiten bezeichnen wir ja mit einem Sammelnamen als luziferische Wesenheiten, die also zurückgeblieben sind, oder aber als ahrimanische Wesenheiten. Auf den Unterschied zwischen luziferischen und ahrimanischen Wesenheiten können wir uns heute nicht einlassen. Es sind zurückgebliebene Geister.

[ 11 ] Wenn ich so rede, handelt es sich immer um diejenigen Wesenheiten, welche wirklich regelrecht ihre Entwickelung durchgemacht haben. Aber nicht alle Geister machen regelmäßig ihre Entwickelung durch. Es gibt wirklich geistige Wesenheiten, die während der Saturnzeit schon Archai gewesen sind, die aber auf der Stufe der Archai, also auf der damaligen Stufe zurückgeblieben sind. Sie sind also jetzt während der Erdenentwickelung über ihre Saturnstufe nicht hinausgekommen. Sie sind in Wirklichkeit nicht aufgestiegen zur Stufe der regelmäßigen Entwickelung. Sie haben ihren Menschencharakter beibehalten, sind auf der einen Seite übersinnliche Saturnwesen, stehen aber auf der Stufe der Menschheit. Ebenso gibt es Wesen aus der Hierarchie der Archai, die auf der Sonne auf der Menschenstufe stehen blieben und jetzt in der übersinnlichen Welt noch als Menschen dastehen. Diese Wesenheiten bezeichnen wir ja mit einem Sammelnamen als luziferische Wesenheiten, die also zurückgeblieben sind, oder aber als ahrimanische Wesenheiten. Auf den Unterschied zwischen luziferischen und ahrimanischen Wesenheiten können wir uns heute nicht einlassen. Es sind zurückgebliebene Geister.

[ 12 ] Nun müssen wir uns die Frage beantworten: Wie empfängt der Mensch, hier in seiner Erdeninkarnation stehend, den Einfluß der Geister, die regelrecht fortgeschritten sind, der Zeitgeister, Archai, und der Archangeloi, die ihre Diener sind? Übersinnlich sind diese Wesenheiten — der Mensch kann zu ihnen nicht in eine solche Beziehung treten wie zur sinnlichen Welt. Daher weiß der Mensch in der Regel nicht, wenn er sich bloß auf die Sinneswelt verläßt, daß er hineingestellt ist in eine Entwickelung, die über ihm lenken die Archai und Archangeloi. Er weiß es nicht; aber in all das, was sein Wesen ist, greifen diese übersinnlichen Wesenheiten ein. Nun gehören auch diejenigen geistigen Wesenheiten, die wir Volksgeister nennen, die also die ganzen Völker lenken, in die Reihe der Archangeloi, der Erzengel. Und insofern wir dasjenige, was wir sind, dem Volke verdanken, dem wir angehören, müssen wir das, was uns das Volkswesen gibt, als eine Gabe des entsprechenden Wesens aus der Hierarchie der Archangeloi ansehen. Es ist die Inspiration der Archangeloi, welche uns zukommt dadurch, daß wir in ein Volk hineingestellt sind. Nun brauchen wir “nur zu bedenken, was es für den Menschen bedeutet, daß er in ein Volk hineingestellt ist. Mit dem Volkstum fließen ja geistige Eigenschaften, aber auch Gewohnheiten; es fließt eine ganz bestimmte Konfiguration des Wesens in den Menschen hinein. Man kann sich gar nicht vorstellen, daß man das, was man in einer Inkarnation ist, anders geworden wäre als dadurch, daß man es geworden ist durch die Gabe des Volksgeistes — also in Wirklichkeit durch die Gabe einer Erzengelwesenheit.

[ 12 ] Nun müssen wir uns die Frage beantworten: Wie empfängt der Mensch, hier in seiner Erdeninkarnation stehend, den Einfluß der Geister, die regelrecht fortgeschritten sind, der Zeitgeister, Archai, und der Archangeloi, die ihre Diener sind? Übersinnlich sind diese Wesenheiten — der Mensch kann zu ihnen nicht in eine solche Beziehung treten wie zur sinnlichen Welt. Daher weiß der Mensch in der Regel nicht, wenn er sich bloß auf die Sinneswelt verläßt, daß er hineingestellt ist in eine Entwickelung, die über ihm lenken die Archai und Archangeloi. Er weiß es nicht; aber in all das, was sein Wesen ist, greifen diese übersinnlichen Wesenheiten ein. Nun gehören auch diejenigen geistigen Wesenheiten, die wir Volksgeister nennen, die also die ganzen Völker lenken, in die Reihe der Archangeloi, der Erzengel. Und insofern wir dasjenige, was wir sind, dem Volke verdanken, dem wir angehören, müssen wir das, was uns das Volkswesen gibt, als eine Gabe des entsprechenden Wesens aus der Hierarchie der Archangeloi ansehen. Es ist die Inspiration der Archangeloi, welche uns zukommt dadurch, daß wir in ein Volk hineingestellt sind. Nun brauchen wir “nur zu bedenken, was es für den Menschen bedeutet, daß er in ein Volk hineingestellt ist. Mit dem Volkstum fließen ja geistige Eigenschaften, aber auch Gewohnheiten; es fließt eine ganz bestimmte Konfiguration des Wesens in den Menschen hinein. Man kann sich gar nicht vorstellen, daß man das, was man in einer Inkarnation ist, anders geworden wäre als dadurch, daß man es geworden ist durch die Gabe des Volksgeistes — also in Wirklichkeit durch die Gabe einer Erzengelwesenheit.

[ 13 ] Außer dem, daß wir innerhalb eines Volkstums stehen und also, von einem Erzengelwesen inspiriert, gewisse Konfigurationen unseres ganzen Seins empfangen, stehen wir in der Entwickelung der Gesamtmenschheit. Und da unterstehen wir den Intuitionen, in die uns hineinleitet der Zeitgeist aus der Hierarchie der Archai. Sie müssen dabei bedenken, daß wir heute in unserer jetzigen Geisteskultur etwas empfangen, was wiederum über alle Volksdifferenzierung hinausgeht; was wir dadurch haben, daß wir vom 19. ins 20. Jahrhundert hineinleben, was wir nicht gehabt hätten, wenn wir während der römischen oder griechischen Zeit gelebt hätten. Das verdanken wir dem Zeitgeist. Und man kann streng unterscheiden: Zeitgeistgabe und Volksgeistgabe. Wenn nun aber nur das wäre, was regelmäßige Entwickelung des Menschen ist, was regelmäßige Entwickelung des Angelos, des Archangelos, was regelmäßige Entwickelung des Zeitgeistes ist, dann würden wir, jeder einzelne, die Gabe stets von unserem Zeitgeist und von unserem entsprechenden Volksgeist empfangen und würden uns durch den Empfang dieser Gabe entwickeln. Die Menschen auf der Erde würden sich nebeneinander entwickeln. Alle Angehörigen verschiedener Völker über die Erde hin würden die Gabe der Volksgeister auf der Erde empfangen so, wie wenn in einem Saal fünf Bilder ganz verschieden voneinander hängen würden, die Verschiedenes darstellen, aber das eine Bild nicht im geringsten das andere stören würde. So würden einzelne Menschen nebeneinander auf der Erde die Gabe ihrer Volksgeister empfangen. Sie würden sich nicht stören, wenn alle Entwickelung regelmäßig vor sich gegangen wäre. Aber da sind zurückgebliebene Wesenheiten. Unter den lenkenden Archangeloiwesen sind solche, die ihre Entwickelung richtig auf der Sonne begonnen haben und bis zur Erdenzeit richtige Archangeloi geworden sind, aber auch solche, die auf der Sonnenstufe stehengeblieben sind, die im Grunde erst auf der Stufe von Menschen sind. Diese Wesenheiten also stehen auf derselben Stufe wie die Volksgeister, und doch wiederum sind sie hinter ihnen zurückgeblieben, haben erst die Eigenschaften von unsichtbaren übersinnlichen Menschen, nicht von Archangeloi. Sie sind zurückgeblieben, diese Wesenheiten. Sie machen in einer gewissen Weise dieselben Ansprüche an die Welt wie die Archangeloi, aber sie haben ja die Stufe der Archangeloi auf der Erde nicht erreicht. Daher müssen sie in gewisser Weise mit denselben Kräften wirken wie auf der Sonne. Die Folge davon ist, daß sie den Menschen anstatt wie Archangeloi, wie Menschen ergreifen, wie unsichtbare Menschen, die hineinfahren in die Menschennatur, die den Menschen nicht von oben lenken, sondern hineinfahren in die Menschennatur. Und von diesen Geistern, die also in gewisser Weise in Konkurrenz treten mit den wirklich führenden Volksgeistern, kommt es, daß die Völker einander befehden, nicht miteinander auf der Erde in Frieden leben. Der Mensch würde gar nicht versucht sein, seine Persönlichkeit, sein Menschentum mit seinem Volkstum zu identifizieren, sondern er würde das Volkstum wie etwas betrachten, was ihn geistig nährt. Er würde aber nicht streitmäßig für sein Volkstum eintreten, nicht seine Persönlichkeit damit identifizieren. Der Mensch würde nicht sagen, ich bin der oder der Nationalität, sondern: Die Nationalität ist da, und ich muß, weil ich nun eben in sie hineingeboren bin, auf dem Umweg durch diese Nationalität meine geistige Nahrung ziehen. — Aber indem der Erzengel ihn dazu aneifert, so zu denken, kommt der andere, der eigentlich auf der Stufe der Menschheit steht und im Grunde ein luziferischer Geist ist, und führt ihn in die Nationalität hinein. Und die Folge davon ist, daß nicht dasjenige, was erzengelhaft ist, als Gabe auf den Menschen herabkommt, sondern daß der Mensch sich mit dem Volkstum identifiziert wie mit einer ganz persönlichen Angelegenheit, und dadurch kommt dieser Streit der Nationalitäten auf der Erde. Darüber müssen wir uns durchaus klar sein: Weil wir nicht nur sozusagen uns in den Einfluß des führenden Erzengels setzten, sondern auch in die Beeinflussung des stehengebliebenen, des zurückgebliebenen Erzengels, identifizieren wir uns in der Art mit der Nationalität, wie wir das auf der Erde tun. Darin besteht gerade das Geisteswissenschaftliche im Empfinden, daß wir uns als Menschen hinauszuheben verstehen über das bloß Nationale, um zum allgemeinen Menschentum den Zugang zu finden. Dann können wir im eminentesten Sinne national sein. So wie der einzelne Mensch das eine und der andere etwas anderes als Kunst betreiben kann, und der eine, indem er die seine Kunst betreibt, nicht der Gegner des andern zu sein braucht, so brauchte nicht der eine national der Gegner des andern zu sein, wenn es keine in der Entwickelung zurückgebliebene Erzengelwesen gäbe, die die Identifizierung bewirken. Das muß man durchaus voraussetzen, wenn man überhaupt von dem sprechen will, was der Menschenentwickelung mit Bezug auf das Nationale oder sonstige Differenzierungen zugrunde liegt.

[ 13 ] Außer dem, daß wir innerhalb eines Volkstums stehen und also, von einem Erzengelwesen inspiriert, gewisse Konfigurationen unseres ganzen Seins empfangen, stehen wir in der Entwickelung der Gesamtmenschheit. Und da unterstehen wir den Intuitionen, in die uns hineinleitet der Zeitgeist aus der Hierarchie der Archai. Sie müssen dabei bedenken, daß wir heute in unserer jetzigen Geisteskultur etwas empfangen, was wiederum über alle Volksdifferenzierung hinausgeht; was wir dadurch haben, daß wir vom 19. ins 20. Jahrhundert hineinleben, was wir nicht gehabt hätten, wenn wir während der römischen oder griechischen Zeit gelebt hätten. Das verdanken wir dem Zeitgeist. Und man kann streng unterscheiden: Zeitgeistgabe und Volksgeistgabe. Wenn nun aber nur das wäre, was regelmäßige Entwickelung des Menschen ist, was regelmäßige Entwickelung des Angelos, des Archangelos, was regelmäßige Entwickelung des Zeitgeistes ist, dann würden wir, jeder einzelne, die Gabe stets von unserem Zeitgeist und von unserem entsprechenden Volksgeist empfangen und würden uns durch den Empfang dieser Gabe entwickeln. Die Menschen auf der Erde würden sich nebeneinander entwickeln. Alle Angehörigen verschiedener Völker über die Erde hin würden die Gabe der Volksgeister auf der Erde empfangen so, wie wenn in einem Saal fünf Bilder ganz verschieden voneinander hängen würden, die Verschiedenes darstellen, aber das eine Bild nicht im geringsten das andere stören würde. So würden einzelne Menschen nebeneinander auf der Erde die Gabe ihrer Volksgeister empfangen. Sie würden sich nicht stören, wenn alle Entwickelung regelmäßig vor sich gegangen wäre. Aber da sind zurückgebliebene Wesenheiten. Unter den lenkenden Archangeloiwesen sind solche, die ihre Entwickelung richtig auf der Sonne begonnen haben und bis zur Erdenzeit richtige Archangeloi geworden sind, aber auch solche, die auf der Sonnenstufe stehengeblieben sind, die im Grunde erst auf der Stufe von Menschen sind. Diese Wesenheiten also stehen auf derselben Stufe wie die Volksgeister, und doch wiederum sind sie hinter ihnen zurückgeblieben, haben erst die Eigenschaften von unsichtbaren übersinnlichen Menschen, nicht von Archangeloi. Sie sind zurückgeblieben, diese Wesenheiten. Sie machen in einer gewissen Weise dieselben Ansprüche an die Welt wie die Archangeloi, aber sie haben ja die Stufe der Archangeloi auf der Erde nicht erreicht. Daher müssen sie in gewisser Weise mit denselben Kräften wirken wie auf der Sonne. Die Folge davon ist, daß sie den Menschen anstatt wie Archangeloi, wie Menschen ergreifen, wie unsichtbare Menschen, die hineinfahren in die Menschennatur, die den Menschen nicht von oben lenken, sondern hineinfahren in die Menschennatur. Und von diesen Geistern, die also in gewisser Weise in Konkurrenz treten mit den wirklich führenden Volksgeistern, kommt es, daß die Völker einander befehden, nicht miteinander auf der Erde in Frieden leben. Der Mensch würde gar nicht versucht sein, seine Persönlichkeit, sein Menschentum mit seinem Volkstum zu identifizieren, sondern er würde das Volkstum wie etwas betrachten, was ihn geistig nährt. Er würde aber nicht streitmäßig für sein Volkstum eintreten, nicht seine Persönlichkeit damit identifizieren. Der Mensch würde nicht sagen, ich bin der oder der Nationalität, sondern: Die Nationalität ist da, und ich muß, weil ich nun eben in sie hineingeboren bin, auf dem Umweg durch diese Nationalität meine geistige Nahrung ziehen. — Aber indem der Erzengel ihn dazu aneifert, so zu denken, kommt der andere, der eigentlich auf der Stufe der Menschheit steht und im Grunde ein luziferischer Geist ist, und führt ihn in die Nationalität hinein. Und die Folge davon ist, daß nicht dasjenige, was erzengelhaft ist, als Gabe auf den Menschen herabkommt, sondern daß der Mensch sich mit dem Volkstum identifiziert wie mit einer ganz persönlichen Angelegenheit, und dadurch kommt dieser Streit der Nationalitäten auf der Erde. Darüber müssen wir uns durchaus klar sein: Weil wir nicht nur sozusagen uns in den Einfluß des führenden Erzengels setzten, sondern auch in die Beeinflussung des stehengebliebenen, des zurückgebliebenen Erzengels, identifizieren wir uns in der Art mit der Nationalität, wie wir das auf der Erde tun. Darin besteht gerade das Geisteswissenschaftliche im Empfinden, daß wir uns als Menschen hinauszuheben verstehen über das bloß Nationale, um zum allgemeinen Menschentum den Zugang zu finden. Dann können wir im eminentesten Sinne national sein. So wie der einzelne Mensch das eine und der andere etwas anderes als Kunst betreiben kann, und der eine, indem er die seine Kunst betreibt, nicht der Gegner des andern zu sein braucht, so brauchte nicht der eine national der Gegner des andern zu sein, wenn es keine in der Entwickelung zurückgebliebene Erzengelwesen gäbe, die die Identifizierung bewirken. Das muß man durchaus voraussetzen, wenn man überhaupt von dem sprechen will, was der Menschenentwickelung mit Bezug auf das Nationale oder sonstige Differenzierungen zugrunde liegt.

[ 14 ] In bezug auf den Zeitgeist werden Sie Genaueres noch einsehen, wie da das luziferische Element in das regelrechte Element hineinwirkt, wenn wir das Folgende betrachten. Ein Zeitgeist wirkt ja eine bestimmte Zeit hindurch. Seit dem 16. Jahrhundert ist ein neuer Zeitgeist da. Dieser Zeitgeist hat seine ganz bestimmte Aufgabe. Er hat die Aufgabe, zu den früheren Entwickelungsimpulsen das ganze materialistische Können und Verstehen der Welt hinzuzufügen. Daher hat das Materialistische in der Welt so große Fortschritte gemacht seit dem 16. Jahrhundert. Wir brauchen deshalb nicht das materialistische Verstehen als etwas Minderwertigeres anzusehen als die frühere Art des Verständnisses, wenn wir uns nur nicht einseitig mit ihm identifizieren. Was wird der sagen, welcher die Sache auf diese Weise anschaut, über die Regierung der verschiedenen Zeitgeister? Er wird sagen: Jetzt sind wir von dem bestimmten Zeitgeist beherrscht; vorher waren wir von einem andern Zeitgeist beherrscht, da haben die Menschen andere Vorstellungen, andere Impulse gehabt. Und wenn der Mensch nun sich nur beeinflussen lassen würde von den regelrecht sich fortentwickelnden Zeitgeistern, so würde er sagen: Wir müssen uns jetzt eben diesem Zeitgeist anpassen, indem wir mehr eindringen in die Gesetze des Werdens der Welt, des materialistischen Denkens. Dann wird wiederum nach einer Zeit ein anderer Zeitgeist kommen; der wird einen andern Geist in das menschliche Denken hereinbringen.

[ 14 ] In bezug auf den Zeitgeist werden Sie Genaueres noch einsehen, wie da das luziferische Element in das regelrechte Element hineinwirkt, wenn wir das Folgende betrachten. Ein Zeitgeist wirkt ja eine bestimmte Zeit hindurch. Seit dem 16. Jahrhundert ist ein neuer Zeitgeist da. Dieser Zeitgeist hat seine ganz bestimmte Aufgabe. Er hat die Aufgabe, zu den früheren Entwickelungsimpulsen das ganze materialistische Können und Verstehen der Welt hinzuzufügen. Daher hat das Materialistische in der Welt so große Fortschritte gemacht seit dem 16. Jahrhundert. Wir brauchen deshalb nicht das materialistische Verstehen als etwas Minderwertigeres anzusehen als die frühere Art des Verständnisses, wenn wir uns nur nicht einseitig mit ihm identifizieren. Was wird der sagen, welcher die Sache auf diese Weise anschaut, über die Regierung der verschiedenen Zeitgeister? Er wird sagen: Jetzt sind wir von dem bestimmten Zeitgeist beherrscht; vorher waren wir von einem andern Zeitgeist beherrscht, da haben die Menschen andere Vorstellungen, andere Impulse gehabt. Und wenn der Mensch nun sich nur beeinflussen lassen würde von den regelrecht sich fortentwickelnden Zeitgeistern, so würde er sagen: Wir müssen uns jetzt eben diesem Zeitgeist anpassen, indem wir mehr eindringen in die Gesetze des Werdens der Welt, des materialistischen Denkens. Dann wird wiederum nach einer Zeit ein anderer Zeitgeist kommen; der wird einen andern Geist in das menschliche Denken hereinbringen.

[ 15 ] Ich habe es schon öfter betont, daß wir gerade als Bekenner der Geisteswissenschaft sagen müssen: Heute verkünden wir Geisteswissenschaft mit ganz bestimmten Worten und Vorstellungen und Begriffen, aber es ist nicht so, daß wir glauben, dasjenige, was wir heute sagen, gelte für alle Erdenzukunft, sondern es wird sich wandeln. Wenn zweitausend Jahre mehr vorüber sein werden, wird auch dasjenige, was wir heute Erkenntnis der Geisteswissenschaft nennen, mit andern Worten verkündigt werden, ebenso wie wir heute anders reden als in der Griechenzeit; nichts wird bleiben von der Art unserer Worte. Wir bauen nicht auf irgend etwas äußerlich Bleibendes, sondern wir wissen, daß ein Zeitgeist den andern ablöst und daß alle gleichberechtigt nebeneinander stehen.

[ 15 ] Ich habe es schon öfter betont, daß wir gerade als Bekenner der Geisteswissenschaft sagen müssen: Heute verkünden wir Geisteswissenschaft mit ganz bestimmten Worten und Vorstellungen und Begriffen, aber es ist nicht so, daß wir glauben, dasjenige, was wir heute sagen, gelte für alle Erdenzukunft, sondern es wird sich wandeln. Wenn zweitausend Jahre mehr vorüber sein werden, wird auch dasjenige, was wir heute Erkenntnis der Geisteswissenschaft nennen, mit andern Worten verkündigt werden, ebenso wie wir heute anders reden als in der Griechenzeit; nichts wird bleiben von der Art unserer Worte. Wir bauen nicht auf irgend etwas äußerlich Bleibendes, sondern wir wissen, daß ein Zeitgeist den andern ablöst und daß alle gleichberechtigt nebeneinander stehen.

[ 16 ] Wer aber dadurch beeinflußt ist, daß zurückgebliebene Zeitgeister vom Saturn in ihm wirken und sich dadurch mit deren Einfluß identifiziert, der sagt: Die andern Menschen waren damals alle dumm, das war die Kinderstube der Menschheit. Wir haben es heute herrlich weit gebracht; wir haben heute restlos gültige Wahrheiten für alle Zukunft gefunden! — Demütiger, bescheidener wird man auf dem Gebiet der Geisteswissenschaft. Wer sich mit dem Zeitgeist identifiziert, sagt: Kopernikus hat nun endlich das Richtige gefunden; früher wurde etwas anderes geglaubt. Nun werden die Menschen für immer sagen: Die Erde und die Planeten bewegen sich in einer Ellipse um die Sonne. Die Sonne steht in der Mitte! — Heute schon weiß Geisteswissenschaft, daß das eine einseitige Lehre ist. Sie ist sehr gut für unsere materialistische Zeit, um die Welt vorzustellen, aber absolut ist sie falsch. Es ist gar nicht wahr, daß die Sonne in einem Brennpunkt der Ellipse steht und die Erde sich darum bewegt. In Wahrheit ist das alles eine materialistisch ausgerechnete Scheinbewegung. In Wahrheit ist es so, daß die Sonne sich selbst bewegt und die Erde und die andern Planeten ihr in einer schraubenförmigen Bewegung nachlaufen. Und dadurch, daß gewisse Stellungen, wenn es so schraubenförmig herumgeht, entstehen, steht die Erde einmal so, ein andermal so. Dadurch kommt der Schein einer Ellipse heraus. In Wahrheit ist es eine andere Linie. Kommen wird die Zeit, da auch die äußere Wissenschaft das wissen wird.

[ 16 ] Wer aber dadurch beeinflußt ist, daß zurückgebliebene Zeitgeister vom Saturn in ihm wirken und sich dadurch mit deren Einfluß identifiziert, der sagt: Die andern Menschen waren damals alle dumm, das war die Kinderstube der Menschheit. Wir haben es heute herrlich weit gebracht; wir haben heute restlos gültige Wahrheiten für alle Zukunft gefunden! — Demütiger, bescheidener wird man auf dem Gebiet der Geisteswissenschaft. Wer sich mit dem Zeitgeist identifiziert, sagt: Kopernikus hat nun endlich das Richtige gefunden; früher wurde etwas anderes geglaubt. Nun werden die Menschen für immer sagen: Die Erde und die Planeten bewegen sich in einer Ellipse um die Sonne. Die Sonne steht in der Mitte! — Heute schon weiß Geisteswissenschaft, daß das eine einseitige Lehre ist. Sie ist sehr gut für unsere materialistische Zeit, um die Welt vorzustellen, aber absolut ist sie falsch. Es ist gar nicht wahr, daß die Sonne in einem Brennpunkt der Ellipse steht und die Erde sich darum bewegt. In Wahrheit ist das alles eine materialistisch ausgerechnete Scheinbewegung. In Wahrheit ist es so, daß die Sonne sich selbst bewegt und die Erde und die andern Planeten ihr in einer schraubenförmigen Bewegung nachlaufen. Und dadurch, daß gewisse Stellungen, wenn es so schraubenförmig herumgeht, entstehen, steht die Erde einmal so, ein andermal so. Dadurch kommt der Schein einer Ellipse heraus. In Wahrheit ist es eine andere Linie. Kommen wird die Zeit, da auch die äußere Wissenschaft das wissen wird.

[ 17 ] Man wird bescheidener, wenn man weiß, daß die Wahrheiten in einer bestimmten Form ausgesprochen nur für gewisse Zeiten gelten. Und wir werden niemals als richtige Bekenner der Geisteswissenschaft behaupten: Von jetzt an in alle Zukunft hinein werden alle Menschen sagen, der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich, sondern die Zukunft wird wieder ganz anders sprechen. Darauf kommt es an, daß alles in Entwickelung sei; daß die Ideen von gestern so berechtigt sind wie die Ideen von heute; daß wir uns nicht nur beherrschen lassen von einem Zeitgeist, der uns vorgaukelt, daß alles Frühere eitel Trug und Täuschung war und wir es so herrlich weit gebracht haben. Mit Bezug auf den Zeitgeist sehen Sie an den Menschen die Besessenheit von dem luziferischen Geist, die da sagen: Wie herrlich weit haben wir es doch gebracht! Wie unvollkommen war doch alles, was man früher über die Welt gedacht und gesagt hat! Das aber, was wir nun gefunden haben, das wird bleiben. Als ewige Wahrheiten wird bestehen bleiben das, was man seit dem 16. Jahrhundert gefunden hat.

[ 17 ] Man wird bescheidener, wenn man weiß, daß die Wahrheiten in einer bestimmten Form ausgesprochen nur für gewisse Zeiten gelten. Und wir werden niemals als richtige Bekenner der Geisteswissenschaft behaupten: Von jetzt an in alle Zukunft hinein werden alle Menschen sagen, der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich, sondern die Zukunft wird wieder ganz anders sprechen. Darauf kommt es an, daß alles in Entwickelung sei; daß die Ideen von gestern so berechtigt sind wie die Ideen von heute; daß wir uns nicht nur beherrschen lassen von einem Zeitgeist, der uns vorgaukelt, daß alles Frühere eitel Trug und Täuschung war und wir es so herrlich weit gebracht haben. Mit Bezug auf den Zeitgeist sehen Sie an den Menschen die Besessenheit von dem luziferischen Geist, die da sagen: Wie herrlich weit haben wir es doch gebracht! Wie unvollkommen war doch alles, was man früher über die Welt gedacht und gesagt hat! Das aber, was wir nun gefunden haben, das wird bleiben. Als ewige Wahrheiten wird bestehen bleiben das, was man seit dem 16. Jahrhundert gefunden hat.

[ 18 ] Dasjenige also, was man im allgemeinen Volksgeist nennt, ist im Grunde also schon eine komplizierte Wesenheit. Es ist der regelrechte Volksgeist, der gewissermaßen über uns schwebt und dem wir, wenn wir ihm allein folgten, so folgen würden, daß wir seine Gaben hinnehmen, weil wir in seine Sphäre hineingestellt sind. Aber er wird fortwährend beeinträchtigt in seiner Wirksamkeit durch seinen luziferischen Beigesellen, der in uns hineinfährt, der uns veranlaßt, uns als einzelner Mensch mit dem ganzen Volkstum zu identifizieren. Das aber tut der einzelne Mensch doch in verschiedener Weise; und da ist es von ganz ungeheurer Wichtigkeit, daß wirklich eingesehen werde, daß in der Mitte von Europa ein Volkstum sich entwickeln muß, welches in anderer Weise zu seiner ganzen Volksgeistwesenheit steht als dasjenige, was an der Peripherie von Europa ist. Und diese Einsicht müssen wir uns schon einmal aneignen. Es ist im höchsten Maße bedeutungsvoll, was sich unter der Oberfläche des menschlichen Bewußtseins vollzieht, und was wirklich schon einmal von den geistigen Wesenheiten der höheren Hierarchien abhängt. Heute wird es der materialistisch denkende Mensch noch als einen Wahnsinn erklären, wenn man sagt, daß von den geistigen Wesenheiten solche Impulse ausgehen, die ich eben genannt habe, wie dieser einer ist, daß in Mitteleuropa, ohne daß die Menschen es wußten, die Volkheit gedrängt worden ist zu einer solchen Empfindungsweise gegenüber dem Göttlichen oder — weil in Mitteleuropa der Christus wirkt — zu dem Christlichen; daß der mitteleuropäische Mensch lernt, den Christus so zu empfinden, wie er zu dem Innersten der Seele spricht. Das ist nicht auf irgendeinem andern Grund und Boden so gewesen wie in Mitteleuropa. Man verstand zum Beispiel noch während der römischen Zeit der christlichen Entwickelung den Christus gewiß als eine Wesenheit, die auf die Erde gekommen ist, die für die Menschen gewirkt hat. Gewiß, die Fortgeschritteneren und zum Teil die, welche überhaupt schon so gedacht haben, wie wir heute denken, die wir im Besitz der Geisteswissenschaft sind, empfanden, wie Paulus gedacht hat: «Nicht ich, sondern der Christus in mir!» Aber, es ist noch ein Unterschied gegenüber einem Empfinden, wie wir es finden bei Meister Eckart, bei Tauler, bei Angelus Silesius und ähnlichen Geistern. Wie haben diese Geister das Mysterium von Golgatha aufgenommen! Wir brauchen nur Angelus Silesius zu fragen; und er wird uns antworten mit dem schönen Spruch:

[ 18 ] Dasjenige also, was man im allgemeinen Volksgeist nennt, ist im Grunde also schon eine komplizierte Wesenheit. Es ist der regelrechte Volksgeist, der gewissermaßen über uns schwebt und dem wir, wenn wir ihm allein folgten, so folgen würden, daß wir seine Gaben hinnehmen, weil wir in seine Sphäre hineingestellt sind. Aber er wird fortwährend beeinträchtigt in seiner Wirksamkeit durch seinen luziferischen Beigesellen, der in uns hineinfährt, der uns veranlaßt, uns als einzelner Mensch mit dem ganzen Volkstum zu identifizieren. Das aber tut der einzelne Mensch doch in verschiedener Weise; und da ist es von ganz ungeheurer Wichtigkeit, daß wirklich eingesehen werde, daß in der Mitte von Europa ein Volkstum sich entwickeln muß, welches in anderer Weise zu seiner ganzen Volksgeistwesenheit steht als dasjenige, was an der Peripherie von Europa ist. Und diese Einsicht müssen wir uns schon einmal aneignen. Es ist im höchsten Maße bedeutungsvoll, was sich unter der Oberfläche des menschlichen Bewußtseins vollzieht, und was wirklich schon einmal von den geistigen Wesenheiten der höheren Hierarchien abhängt. Heute wird es der materialistisch denkende Mensch noch als einen Wahnsinn erklären, wenn man sagt, daß von den geistigen Wesenheiten solche Impulse ausgehen, die ich eben genannt habe, wie dieser einer ist, daß in Mitteleuropa, ohne daß die Menschen es wußten, die Volkheit gedrängt worden ist zu einer solchen Empfindungsweise gegenüber dem Göttlichen oder — weil in Mitteleuropa der Christus wirkt — zu dem Christlichen; daß der mitteleuropäische Mensch lernt, den Christus so zu empfinden, wie er zu dem Innersten der Seele spricht. Das ist nicht auf irgendeinem andern Grund und Boden so gewesen wie in Mitteleuropa. Man verstand zum Beispiel noch während der römischen Zeit der christlichen Entwickelung den Christus gewiß als eine Wesenheit, die auf die Erde gekommen ist, die für die Menschen gewirkt hat. Gewiß, die Fortgeschritteneren und zum Teil die, welche überhaupt schon so gedacht haben, wie wir heute denken, die wir im Besitz der Geisteswissenschaft sind, empfanden, wie Paulus gedacht hat: «Nicht ich, sondern der Christus in mir!» Aber, es ist noch ein Unterschied gegenüber einem Empfinden, wie wir es finden bei Meister Eckart, bei Tauler, bei Angelus Silesius und ähnlichen Geistern. Wie haben diese Geister das Mysterium von Golgatha aufgenommen! Wir brauchen nur Angelus Silesius zu fragen; und er wird uns antworten mit dem schönen Spruch:

Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren
Und nicht in dir, du wärst noch ewiglich verloren!

Wird Christus tausendmal zu Bethlehem geboren
Und nicht in dir, du wärst noch ewiglich verloren!

[ 19 ] Das Miterleben des Mysteriums von Golgatha in der eigenen Seele — darauf kommt es an. Diese mitteleuropäischen Menschen suchten innerlich etwas zu erleben, was ein innerliches Bild, ein innerlicher Ausdruck des Mysteriums von Golgatha ist. Und so wunderschön es ist, wenn sich Angelus Silesius einmal über den Tod ausspricht und sagt: Alles im Grunde, was in mir geschieht, geschieht letzten Endes dadurch, daß Gott in mir ist und die Dinge in mir vollzieht. Und wenn ich sterbe, so sterbe nicht ich, sondern eigentlich stirbt Gott in mir! — Denken Sie, welch wunderbar intime Unsterblichkeitsidee schon damit gegeben ist, daß man sagt: Gott stirbt in mir! — Denn Gott ist natürlich unsterblich. Wenn Gott in mir stirbt, dann ist der Tod nur scheinbar; dann empfindet man, wie Angelus Silesius empfindet: daß der Gott nur in einem scheinbar stirbt, denn Gott kann nicht sterben. Also ist das Sterben nicht, was es äußerlich erscheint, es ist nur eine Tatsache des Lebendigen. Und weil Gott nicht sterben kann — aber doch in einem stirbt —, ist damit schon die Unsterblichkeit empfunden.

[ 19 ] Das Miterleben des Mysteriums von Golgatha in der eigenen Seele — darauf kommt es an. Diese mitteleuropäischen Menschen suchten innerlich etwas zu erleben, was ein innerliches Bild, ein innerlicher Ausdruck des Mysteriums von Golgatha ist. Und so wunderschön es ist, wenn sich Angelus Silesius einmal über den Tod ausspricht und sagt: Alles im Grunde, was in mir geschieht, geschieht letzten Endes dadurch, daß Gott in mir ist und die Dinge in mir vollzieht. Und wenn ich sterbe, so sterbe nicht ich, sondern eigentlich stirbt Gott in mir! — Denken Sie, welch wunderbar intime Unsterblichkeitsidee schon damit gegeben ist, daß man sagt: Gott stirbt in mir! — Denn Gott ist natürlich unsterblich. Wenn Gott in mir stirbt, dann ist der Tod nur scheinbar; dann empfindet man, wie Angelus Silesius empfindet: daß der Gott nur in einem scheinbar stirbt, denn Gott kann nicht sterben. Also ist das Sterben nicht, was es äußerlich erscheint, es ist nur eine Tatsache des Lebendigen. Und weil Gott nicht sterben kann — aber doch in einem stirbt —, ist damit schon die Unsterblichkeit empfunden.

[ 20 ] Dieses innerliche intimste Zusammensein mit dem Gott, ob man es als Göttliches oder als Christliches empfindet, das ist dasjenige, was sich lange vorbereitet hat im Laufe der mitteleuropäischen Entwickelung. Und da haben nun die mitteleuropäischen Volksgeister so gewirkt, daß das einen äußerlichen sinnbildlichen Ausdruck, einen realen sinnbildlichen Ausdruck gefunden hat. Nirgends außer in Mitteleuropa wird «Ich» gesagt, wenn man sein eigenes Ich meint, seine eigene Wesenheit. Es ist durch den Volksgeist, der sich als Sprachgeist manifestiert, die ganze Evolution so gelenkt worden, daß es allmählich dazugekommen ist, die eigene Wesenheit auszudrücken mit dem Wort Ich. Aber Ich, «I-Ch», ist Jesus Christus! Es liegt in Jesus Christus darin. Dadurch, daß in dem «Ich» Jesus Christus in seinen Anfangsbuchstaben ausgesprochen wird, ist das sinnbildlich ausgedrückt, was im mitteleuropäischen Geisteswesen liegt, wie es intim verbunden ist mit dem innerlichsten Erleben. Jedesmal, wenn man «Ich» ausspricht, spricht man die Anfangsbuchstaben « Jesus Christus» aus. Wenn man nur einmal auf solche Dinge, die wirklich heute noch als phantastisch angesehen werden, die geistigen Augen lenken würde, würde man schon finden, wie unbewußt die Geister der höheren Hierarchien in die menschliche Entwickelung immer hineinwirken, und dann Bedeutsames finden in den Dingen, die man heute nur so hinnimmt.

[ 20 ] Dieses innerliche intimste Zusammensein mit dem Gott, ob man es als Göttliches oder als Christliches empfindet, das ist dasjenige, was sich lange vorbereitet hat im Laufe der mitteleuropäischen Entwickelung. Und da haben nun die mitteleuropäischen Volksgeister so gewirkt, daß das einen äußerlichen sinnbildlichen Ausdruck, einen realen sinnbildlichen Ausdruck gefunden hat. Nirgends außer in Mitteleuropa wird «Ich» gesagt, wenn man sein eigenes Ich meint, seine eigene Wesenheit. Es ist durch den Volksgeist, der sich als Sprachgeist manifestiert, die ganze Evolution so gelenkt worden, daß es allmählich dazugekommen ist, die eigene Wesenheit auszudrücken mit dem Wort Ich. Aber Ich, «I-Ch», ist Jesus Christus! Es liegt in Jesus Christus darin. Dadurch, daß in dem «Ich» Jesus Christus in seinen Anfangsbuchstaben ausgesprochen wird, ist das sinnbildlich ausgedrückt, was im mitteleuropäischen Geisteswesen liegt, wie es intim verbunden ist mit dem innerlichsten Erleben. Jedesmal, wenn man «Ich» ausspricht, spricht man die Anfangsbuchstaben « Jesus Christus» aus. Wenn man nur einmal auf solche Dinge, die wirklich heute noch als phantastisch angesehen werden, die geistigen Augen lenken würde, würde man schon finden, wie unbewußt die Geister der höheren Hierarchien in die menschliche Entwickelung immer hineinwirken, und dann Bedeutsames finden in den Dingen, die man heute nur so hinnimmt.

[ 21 ] Ich will nur eine wirklich bedeutsame Tatsache erwähnen. Man bezeichnet eine gewisse Gruppe europäischer Menschen als Germanen. Und indem man in Mitteleuropa von Germanen spricht, meint man England, Holland, Norwegen, Schweden und auch noch andere. Man dehnt den Begriff der Germanen weit aus. Ich rede nicht von Agitation, sondern von dem, was in der Sprache gegeben ist. Wenn die Engländer sprechen, bezeichnen sie sich selbst nicht als Germanen, denn sie nennen nur die Deutschen Germans. Der Deutsche nennt sich «Deutscher», und wenn er von Germanen spricht, umfaßt er eine größere Gruppe von Menschen. Der Engländer wendet den Namen Germanen, Germans, bloß auf die Deutschen an, auf die, die nicht «er» sind. Das ist eine ungeheuer bedeutsame Tatsache. Es ist etwas, was im tiefsten Sinne bezeichnend ist für die Art, wie auf der einen Seite und auf der andern der Volksgeist wirkt; wie er in Mitteleuropa dahin wirkt, das Große zu umschließen, und der Volksgeist des englischen Volkes bemüht ist, das, was Weiteres umschließt, von sich wegzutun und auf den andern nur anzuwenden.

[ 21 ] Ich will nur eine wirklich bedeutsame Tatsache erwähnen. Man bezeichnet eine gewisse Gruppe europäischer Menschen als Germanen. Und indem man in Mitteleuropa von Germanen spricht, meint man England, Holland, Norwegen, Schweden und auch noch andere. Man dehnt den Begriff der Germanen weit aus. Ich rede nicht von Agitation, sondern von dem, was in der Sprache gegeben ist. Wenn die Engländer sprechen, bezeichnen sie sich selbst nicht als Germanen, denn sie nennen nur die Deutschen Germans. Der Deutsche nennt sich «Deutscher», und wenn er von Germanen spricht, umfaßt er eine größere Gruppe von Menschen. Der Engländer wendet den Namen Germanen, Germans, bloß auf die Deutschen an, auf die, die nicht «er» sind. Das ist eine ungeheuer bedeutsame Tatsache. Es ist etwas, was im tiefsten Sinne bezeichnend ist für die Art, wie auf der einen Seite und auf der andern der Volksgeist wirkt; wie er in Mitteleuropa dahin wirkt, das Große zu umschließen, und der Volksgeist des englischen Volkes bemüht ist, das, was Weiteres umschließt, von sich wegzutun und auf den andern nur anzuwenden.

[ 22 ] Überhaupt wird das, was die Sprache lehrt als den Ausfluß der wirksamen Volksgeistigkeit, nach und nach in einer wunderbaren Weise für die Menschen wirklich herauskommen. Jetzt wird man noch wenig verstanden, wenn man so über die verschiedenen europäischen Völker spricht, wie ich es jahrelang vor diesem Kriege — gar nicht von diesem Kriege hervorgerufen — versucht habe in dem Zyklus «Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie». Es wird das so aufgefaßt, als wenn man irgendwelche Werturteile aussprechen wollte. Aber man will keine Werturteile aussprechen, sondern bloß eine Charakteristik. Und nun können wir ja gerade die westeuropäischen Völker dadurch charakterisieren, daß man das zum Ausdruck bringt, genau und präzise, was ich in diesem Vortragszyklus zum Ausdruck gebracht habe.

[ 22 ] Überhaupt wird das, was die Sprache lehrt als den Ausfluß der wirksamen Volksgeistigkeit, nach und nach in einer wunderbaren Weise für die Menschen wirklich herauskommen. Jetzt wird man noch wenig verstanden, wenn man so über die verschiedenen europäischen Völker spricht, wie ich es jahrelang vor diesem Kriege — gar nicht von diesem Kriege hervorgerufen — versucht habe in dem Zyklus «Die Mission einzelner Volksseelen im Zusammenhange mit der germanisch-nordischen Mythologie». Es wird das so aufgefaßt, als wenn man irgendwelche Werturteile aussprechen wollte. Aber man will keine Werturteile aussprechen, sondern bloß eine Charakteristik. Und nun können wir ja gerade die westeuropäischen Völker dadurch charakterisieren, daß man das zum Ausdruck bringt, genau und präzise, was ich in diesem Vortragszyklus zum Ausdruck gebracht habe.

[ 23 ] Wir wissen, daß des Menschen Seele aus Empfindungsseele, Verstandes- oder Gemütsseele und Bewußtseinsseele besteht, und daß in diesen drei Seelennuancen das Ich darinnen wirkt. Wenn wir nun das italienische Volk mit seiner Volksseele betrachten, so finden wir das Eigentümliche, daß da die Volksseele hinein inspiriert in die Empfindungsseele. Und das ist das Charakteristische des italienischen Volkstums, daß die Volksseele hineinwirkt inspirierend in die Empfindungsseele. Wenn nun etwas besessen ist von dem luziferischen Volksgeist, ist es auch die Volksseele. Und nun bedenken Sie, daß auf der einen Seite das Großartige des italienischen Volkes darin besteht, daß die Empfindungsseele inspiriert wird. Denken Sie an Dante, an alle die großen italienischen Künstler! Aber auch wiederum das Identifizieren — gleichsam das Übermenschliche, das luziferisch zurückgeblieben ist in all den leidenschaftlichen Entwickelungsimpulsen, die innerhalb des italienischen Volkes auftreten! Damit wird kein Werturteil ausgesprochen, sondern bloß charakterisiert.

[ 23 ] Wir wissen, daß des Menschen Seele aus Empfindungsseele, Verstandes- oder Gemütsseele und Bewußtseinsseele besteht, und daß in diesen drei Seelennuancen das Ich darinnen wirkt. Wenn wir nun das italienische Volk mit seiner Volksseele betrachten, so finden wir das Eigentümliche, daß da die Volksseele hinein inspiriert in die Empfindungsseele. Und das ist das Charakteristische des italienischen Volkstums, daß die Volksseele hineinwirkt inspirierend in die Empfindungsseele. Wenn nun etwas besessen ist von dem luziferischen Volksgeist, ist es auch die Volksseele. Und nun bedenken Sie, daß auf der einen Seite das Großartige des italienischen Volkes darin besteht, daß die Empfindungsseele inspiriert wird. Denken Sie an Dante, an alle die großen italienischen Künstler! Aber auch wiederum das Identifizieren — gleichsam das Übermenschliche, das luziferisch zurückgeblieben ist in all den leidenschaftlichen Entwickelungsimpulsen, die innerhalb des italienischen Volkes auftreten! Damit wird kein Werturteil ausgesprochen, sondern bloß charakterisiert.

[ 24 ] Bei dem französischen Volke können wir überall sehen, wie die Verstandesseele oder Gemütsseele inspiriert wird von der Volksseele, richtig die Verstandes- oder Gemütsseele.

[ 24 ] Bei dem französischen Volke können wir überall sehen, wie die Verstandesseele oder Gemütsseele inspiriert wird von der Volksseele, richtig die Verstandes- oder Gemütsseele.

[ 25 ] Beim britischen Volke ist es die Bewußtseinsseele. Nun ist für den gegenwärtigen Menschheitszyklus die Bewußtseinsseele dasjenige, was den Menschen am meisten mit der äußeren physischen Welt in Zusammenhang bringt. Daher ist diejenige Volkheit, die von der Bewußtseinsseele inspiriert wird, vor allem betraut mit der Mission, die materialistische Kultur zu befördern und zu pflegen. Damit wird wiederum kein Werturteil ausgesprochen, sondern nur charakterisiert, daß eben die britische Nation dazu berufen ist, die Bewußtseinsseele inspirieren zu lassen. Insofern der einzelne seinem Volk angehört, also insofern er von dem luziferischen Volksgeist inspiriert wird, identifiziert er sich mit der rein materialistischen Kultur der Gegenwart. Das finden wir wirklich in der britischen Kultur. So wie der einzelne in die britische Nation sich stellt, kommt das heraus, was eben der materialistische Geist der britischen Nation ist, dieser eigentümliche Geist, der vom Jahre 1856 bis zum Jahre 1900 vierunddreißig Eroberungskriege geführt hat und siebenundfünfzig Millionen Erdenmenschen zu neuen britischen Untertanen gemacht hat, und der dann in unserer Zeit für die Freiheit einzelner Menschengruppen einzutreten vorgibt.

[ 25 ] Beim britischen Volke ist es die Bewußtseinsseele. Nun ist für den gegenwärtigen Menschheitszyklus die Bewußtseinsseele dasjenige, was den Menschen am meisten mit der äußeren physischen Welt in Zusammenhang bringt. Daher ist diejenige Volkheit, die von der Bewußtseinsseele inspiriert wird, vor allem betraut mit der Mission, die materialistische Kultur zu befördern und zu pflegen. Damit wird wiederum kein Werturteil ausgesprochen, sondern nur charakterisiert, daß eben die britische Nation dazu berufen ist, die Bewußtseinsseele inspirieren zu lassen. Insofern der einzelne seinem Volk angehört, also insofern er von dem luziferischen Volksgeist inspiriert wird, identifiziert er sich mit der rein materialistischen Kultur der Gegenwart. Das finden wir wirklich in der britischen Kultur. So wie der einzelne in die britische Nation sich stellt, kommt das heraus, was eben der materialistische Geist der britischen Nation ist, dieser eigentümliche Geist, der vom Jahre 1856 bis zum Jahre 1900 vierunddreißig Eroberungskriege geführt hat und siebenundfünfzig Millionen Erdenmenschen zu neuen britischen Untertanen gemacht hat, und der dann in unserer Zeit für die Freiheit einzelner Menschengruppen einzutreten vorgibt.

[ 26 ] Wenn wir eine solche Zeit wie die unsrige betrachten, müssen wir uns durchaus klar sein, daß gerade diese unsere Zeit die Menschen gar sehr lehren wird, wie eine Mahnung zu empfinden, was man jetzt als den Gegensatz der einzelnen Völkergruppen Europas oder überhaupt eines großen Teiles der Erde hinstellt. Die Angehörigen von vierunddreißig Nationalitäten stehen miteinander im Kriege, von kleinen Stammesunterschieden ganz abgesehen. Das sollte man als eine Mahnung ansehen, wirklich einmal abzusehen von dem, was man bisher Geschichte genannt hat. Aber diese Betrachtungsweise wird gerade in unserer Zeit vorläufig noch bis zum Unfug geführt. Wie finden wir es wirklich bis zum Unfug getrieben, was die einzelnen Nationen Europas sich heute alles vorwerfen, wie man abwiegt die einzelnen äußeren Tatsachen, um die Ursachen des furchtbaren Krieges der Gegenwart aufzufinden. Aber gerade dieser Krieg wird die Menschen lehren, daß man in seinen äußeren Ursachen nichts findet, sondern höchstens äußere Symptome für das, was tief innerlich verborgen in den Menschengruppen durch die Führung fortgeschrittener und zurückgebliebener geistiger Wesenheiten besteht. Und zwingen wird in einer gewissen Weise gerade dasjenige, was die heutige Zeit als Prüfungen zeigt, zu appellieren an die spirituellen Untergründe, bei denen die Ursachen liegen für das, was heute äußerlich in der Welt vorgeht.

[ 26 ] Wenn wir eine solche Zeit wie die unsrige betrachten, müssen wir uns durchaus klar sein, daß gerade diese unsere Zeit die Menschen gar sehr lehren wird, wie eine Mahnung zu empfinden, was man jetzt als den Gegensatz der einzelnen Völkergruppen Europas oder überhaupt eines großen Teiles der Erde hinstellt. Die Angehörigen von vierunddreißig Nationalitäten stehen miteinander im Kriege, von kleinen Stammesunterschieden ganz abgesehen. Das sollte man als eine Mahnung ansehen, wirklich einmal abzusehen von dem, was man bisher Geschichte genannt hat. Aber diese Betrachtungsweise wird gerade in unserer Zeit vorläufig noch bis zum Unfug geführt. Wie finden wir es wirklich bis zum Unfug getrieben, was die einzelnen Nationen Europas sich heute alles vorwerfen, wie man abwiegt die einzelnen äußeren Tatsachen, um die Ursachen des furchtbaren Krieges der Gegenwart aufzufinden. Aber gerade dieser Krieg wird die Menschen lehren, daß man in seinen äußeren Ursachen nichts findet, sondern höchstens äußere Symptome für das, was tief innerlich verborgen in den Menschengruppen durch die Führung fortgeschrittener und zurückgebliebener geistiger Wesenheiten besteht. Und zwingen wird in einer gewissen Weise gerade dasjenige, was die heutige Zeit als Prüfungen zeigt, zu appellieren an die spirituellen Untergründe, bei denen die Ursachen liegen für das, was heute äußerlich in der Welt vorgeht.

[ 27 ] Von den verschiedensten Seiten her kann man zeigen, wie in den Untergründen des Bewußtseins dasjenige wirkt, was sich äußerlich zeigt. Ich will, obwohl die meisten der Freunde dieses Beispiel schon kennen, noch einmal darauf hinweisen, wie die ganze Landkarte Europas im ausgehenden Mittelalter dadurch bestimmt worden ist, daß die Jungfrau von Orleans in den Krieg zwischen England und Frankreich eingegriffen hat. Jeder, der unsere äußere Geschichte verständnisvoll ansieht, muß anerkennen, daß die Landkarte von Europa sich ganz anders gestaltet hätte, wenn nicht damals England von Frankreich besiegt worden wäre dadurch, daß die Jungfrau von Orleans eingriff in den Kampf. Aber die Jungfrau von Orleans war kein gelernter Stratege, kein Mensch, der auf dem Gipfel der Zeitbildung gestanden hätte. Sie war ein einfaches Menschenkind — ein Landmädchen. Aber durch sie haben Geister der höheren Hierarchien gewirkt in der Art, wie sie in dieser Zeit wirken mußten. Nun ist es ja bis in unsere Zeit durchaus notwendig gewesen, daß diese Geister im Unterbewußten wirkten, weil die Menschen noch nicht verstehen konnten, was nun geisteswissenschaftlich verstanden werden muß. Wir haben es in Legenden oftmals schön ausgedrückt, wie höhere geistige Wesenheiten im Unterbewußten eingreifen. Und mit Recht, nicht aus Aberglauben, sondern weil es wirklich den Tatsachen entspricht, wird der Zeit, wo die äußere Welt für das Jahr am meisten zurückgegangen ist, der Zeit von Weihnachten bis zum 6. Januar, besondere Bedeutung beigemessen. Wenn man geistige Erkenntnisse nicht in der Weise, wie wir es heute auf dem Wege suchen, der in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» angegeben ist, sondern auf mehr elementare Art erreichen will, so konnte man in diesen dreizehn Nächten inspiriert werden. Das ist zum Beispiel sehr schön ausgedrückt in der norwegischen Legende von Olaf Åsteson. In dieser Legende wird uns angedeutet, wie Olaf Åsteson vor dem Anbruch des Weihnachtsfestes zur Kirche geht; wie er vor der Kirche in einen Schlafzustand kommt und während der dreizehn Nächte schläft; wie er dann aufwacht am Dreikönigstag und wirklich dasjenige zu erzählen vermag, was er durchlebt hat. Und was er da bildlich in anschaulicher, aber primitiver Art erzählt, das entspricht demjenigen, was wir den Durchgang durch die Seelenwelt und den Durchgang durch das Geisterland nennen. Das alles hat Olaf Åsteson erfahren in der Zeit, in die mit Recht das Weihnachtsfest gelegt worden ist. Das soll uns andeuten, daß das naturkindmäßige Hellsehen am besten in diesen dreizehn Nächten von Weihnachten bis zu dem Fest der Drei Könige entwickelt werden konnte.

[ 27 ] Von den verschiedensten Seiten her kann man zeigen, wie in den Untergründen des Bewußtseins dasjenige wirkt, was sich äußerlich zeigt. Ich will, obwohl die meisten der Freunde dieses Beispiel schon kennen, noch einmal darauf hinweisen, wie die ganze Landkarte Europas im ausgehenden Mittelalter dadurch bestimmt worden ist, daß die Jungfrau von Orleans in den Krieg zwischen England und Frankreich eingegriffen hat. Jeder, der unsere äußere Geschichte verständnisvoll ansieht, muß anerkennen, daß die Landkarte von Europa sich ganz anders gestaltet hätte, wenn nicht damals England von Frankreich besiegt worden wäre dadurch, daß die Jungfrau von Orleans eingriff in den Kampf. Aber die Jungfrau von Orleans war kein gelernter Stratege, kein Mensch, der auf dem Gipfel der Zeitbildung gestanden hätte. Sie war ein einfaches Menschenkind — ein Landmädchen. Aber durch sie haben Geister der höheren Hierarchien gewirkt in der Art, wie sie in dieser Zeit wirken mußten. Nun ist es ja bis in unsere Zeit durchaus notwendig gewesen, daß diese Geister im Unterbewußten wirkten, weil die Menschen noch nicht verstehen konnten, was nun geisteswissenschaftlich verstanden werden muß. Wir haben es in Legenden oftmals schön ausgedrückt, wie höhere geistige Wesenheiten im Unterbewußten eingreifen. Und mit Recht, nicht aus Aberglauben, sondern weil es wirklich den Tatsachen entspricht, wird der Zeit, wo die äußere Welt für das Jahr am meisten zurückgegangen ist, der Zeit von Weihnachten bis zum 6. Januar, besondere Bedeutung beigemessen. Wenn man geistige Erkenntnisse nicht in der Weise, wie wir es heute auf dem Wege suchen, der in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?» angegeben ist, sondern auf mehr elementare Art erreichen will, so konnte man in diesen dreizehn Nächten inspiriert werden. Das ist zum Beispiel sehr schön ausgedrückt in der norwegischen Legende von Olaf Åsteson. In dieser Legende wird uns angedeutet, wie Olaf Åsteson vor dem Anbruch des Weihnachtsfestes zur Kirche geht; wie er vor der Kirche in einen Schlafzustand kommt und während der dreizehn Nächte schläft; wie er dann aufwacht am Dreikönigstag und wirklich dasjenige zu erzählen vermag, was er durchlebt hat. Und was er da bildlich in anschaulicher, aber primitiver Art erzählt, das entspricht demjenigen, was wir den Durchgang durch die Seelenwelt und den Durchgang durch das Geisterland nennen. Das alles hat Olaf Åsteson erfahren in der Zeit, in die mit Recht das Weihnachtsfest gelegt worden ist. Das soll uns andeuten, daß das naturkindmäßige Hellsehen am besten in diesen dreizehn Nächten von Weihnachten bis zu dem Fest der Drei Könige entwickelt werden konnte.

[ 28 ] Da nun die Jungfrau von Orleans solch ein Naturkind war, könnte man voraussetzen, daß sie in diesen dreizehn Nächten durch eine Art Traumzustand die Welt erlebt hätte, von der sie sprach, als sie das französische Heer gegen die Engländer führte, daß sie in diesen dreizehn Nächten inspiriert worden wäre. Nun, das ist in einer eigentümlichen Weise geschehen. Jeder Mensch macht einen Schlafzustand durch, einen Zustand, wo die Sinne noch nicht sprechen, und zwar im Leibe der Mutter, bevor er das physische Erdenlicht erschaut. Das ist wirklich noch eine Art von Schlafzustand, und der reifste Zustand ist natürlich in den letzten dreizehn Tagen vor der Geburt. Das ist das Große, Gewaltige, das unsere Seele mit solchem Staunen erfüllt: Die Jungfrau von Orleans ist am 6. Januar geboren. Sie hat die Inspiration also wirklich in den dreizehn Nächten durchgemacht, aber bevor sie dem Erdenlicht ihr Auge geöffnet hatte. Daß der 6. Januar der Geburtstag der Jungfrau von Orleans ist, es ist deshalb auch absichtlich in unserem Kalender bezeichnet worden. Das ist etwas, was wir in seinem großen weltgeschichtlichen Zusammenhang erfassen müssen; denn es kann uns sagen, wie geheimnisvoll die Zusammenhänge in der Welt sind und wie geheimnisvolle Mächte in der Welt wirken. So wirkten geheimnisvolle Mächte dazumal am 6. Januar, da die Leute in dem kleinen Dörfchen, wo die Jungfrau von Orleans geboren wurde, des Morgens zusammenliefen; wo die Tiere selbst sich so wunderbar benahmen. An diesem 6. Januar konnte eine Inspiration abgeschlossen werden. In den dreizehn Nächten konnte ein Wesen inspiriert werden, das durch sein eigenes Karma dazu veranlagt war. Selbstverständlich — _ nicht jeder, der am 6. Januar geboren wird, ist dazu veranlagt, sondern das Karma muß zusammenfallen mit den andern Bedingungen.

[ 28 ] Da nun die Jungfrau von Orleans solch ein Naturkind war, könnte man voraussetzen, daß sie in diesen dreizehn Nächten durch eine Art Traumzustand die Welt erlebt hätte, von der sie sprach, als sie das französische Heer gegen die Engländer führte, daß sie in diesen dreizehn Nächten inspiriert worden wäre. Nun, das ist in einer eigentümlichen Weise geschehen. Jeder Mensch macht einen Schlafzustand durch, einen Zustand, wo die Sinne noch nicht sprechen, und zwar im Leibe der Mutter, bevor er das physische Erdenlicht erschaut. Das ist wirklich noch eine Art von Schlafzustand, und der reifste Zustand ist natürlich in den letzten dreizehn Tagen vor der Geburt. Das ist das Große, Gewaltige, das unsere Seele mit solchem Staunen erfüllt: Die Jungfrau von Orleans ist am 6. Januar geboren. Sie hat die Inspiration also wirklich in den dreizehn Nächten durchgemacht, aber bevor sie dem Erdenlicht ihr Auge geöffnet hatte. Daß der 6. Januar der Geburtstag der Jungfrau von Orleans ist, es ist deshalb auch absichtlich in unserem Kalender bezeichnet worden. Das ist etwas, was wir in seinem großen weltgeschichtlichen Zusammenhang erfassen müssen; denn es kann uns sagen, wie geheimnisvoll die Zusammenhänge in der Welt sind und wie geheimnisvolle Mächte in der Welt wirken. So wirkten geheimnisvolle Mächte dazumal am 6. Januar, da die Leute in dem kleinen Dörfchen, wo die Jungfrau von Orleans geboren wurde, des Morgens zusammenliefen; wo die Tiere selbst sich so wunderbar benahmen. An diesem 6. Januar konnte eine Inspiration abgeschlossen werden. In den dreizehn Nächten konnte ein Wesen inspiriert werden, das durch sein eigenes Karma dazu veranlagt war. Selbstverständlich — _ nicht jeder, der am 6. Januar geboren wird, ist dazu veranlagt, sondern das Karma muß zusammenfallen mit den andern Bedingungen.

[ 29 ] Ich wollte dieses Beispiel der Jungfrau von Orleans anführen als ein solches, das uns so recht zeigt, wie unterirdische Mächte in das geschichtliche Werden und Entwickeln hineinspielen. Gewiß, dann kam die materialistische Entwickelung der folgenden Jahrhunderte. Diese mußte ganz begreiflicherweise solch ein Hinweisen auf Geschichtsuntergründe wie einen Wahnsinn ansehen. Das schadet nichts; wie es auch gar nichts schadet, wenn heute die Menschen draußen noch diese Geisteswissenschaft wie einen Wahnsinn ansehen. Durchringen wird sich diese Geisteswissenschaft schon.

[ 29 ] Ich wollte dieses Beispiel der Jungfrau von Orleans anführen als ein solches, das uns so recht zeigt, wie unterirdische Mächte in das geschichtliche Werden und Entwickeln hineinspielen. Gewiß, dann kam die materialistische Entwickelung der folgenden Jahrhunderte. Diese mußte ganz begreiflicherweise solch ein Hinweisen auf Geschichtsuntergründe wie einen Wahnsinn ansehen. Das schadet nichts; wie es auch gar nichts schadet, wenn heute die Menschen draußen noch diese Geisteswissenschaft wie einen Wahnsinn ansehen. Durchringen wird sich diese Geisteswissenschaft schon.

[ 30 ] Aber solche bedeutsamen Ereignisse, wie die sind, innerhalb der die Menschen der gegenwärtigen Zeit leben und in die sie sich ja durchaus hineininkarniert haben, um an ihnen in der einen oder andern Form teilzunehmen, sie bedeuten nicht immer das gleiche in der historischen Entwickelung. Heute bedeuten diese schicksaltragenden Ereignisse eine Mahnung an die Menschen. Es ist ja wirklich schon eine solche Flut von Literatur über diesen Krieg geschrieben worden, aber in alledem, was erschienen ist an Büchern, Broschüren und so weiter, finden wir noch nicht das, von dem man eigentlich voraussetzen muß, daß es gefunden werde, und das auch nach und nach gefunden werden muß. Man hört oftmals: Über die Ursachen kann man eigentlich nicht reden, vielleicht nach dem Krieg, vielleicht erst nach Jahrzehnten werden die Menschen aus Dokumenten die wahren Ursachen dieses Krieges finden und wissen, wer eigentlich daran schuld war. — In jedem dritten Zeitungsblatt können Sie das lesen. Nun, darum handelt es sich nicht, sondern es handelt sich darum, daß man darauf kommen wird — und gerade durch diese heutige Zeit —, daß in diesen äußeren Veranlassungen eben nicht die wirklichen Ursachen zu sehen sind, sondern daß man die Ursache in der geistigen Welt zu suchen hat. Man wird finden, daß dieser Krieg wirklich hineingestellt worden ist wie das bedeutsame Karma des Materialismus, das durchgemacht werden muß, damit die Menschen eine Summe von Überzeugungen in sich aufnehmen, die aus dem Materialismus wiederum in den Spiritualismus hinüberführen. Diese Prüfung muß die Menschheit schon durchmachen.

[ 30 ] Aber solche bedeutsamen Ereignisse, wie die sind, innerhalb der die Menschen der gegenwärtigen Zeit leben und in die sie sich ja durchaus hineininkarniert haben, um an ihnen in der einen oder andern Form teilzunehmen, sie bedeuten nicht immer das gleiche in der historischen Entwickelung. Heute bedeuten diese schicksaltragenden Ereignisse eine Mahnung an die Menschen. Es ist ja wirklich schon eine solche Flut von Literatur über diesen Krieg geschrieben worden, aber in alledem, was erschienen ist an Büchern, Broschüren und so weiter, finden wir noch nicht das, von dem man eigentlich voraussetzen muß, daß es gefunden werde, und das auch nach und nach gefunden werden muß. Man hört oftmals: Über die Ursachen kann man eigentlich nicht reden, vielleicht nach dem Krieg, vielleicht erst nach Jahrzehnten werden die Menschen aus Dokumenten die wahren Ursachen dieses Krieges finden und wissen, wer eigentlich daran schuld war. — In jedem dritten Zeitungsblatt können Sie das lesen. Nun, darum handelt es sich nicht, sondern es handelt sich darum, daß man darauf kommen wird — und gerade durch diese heutige Zeit —, daß in diesen äußeren Veranlassungen eben nicht die wirklichen Ursachen zu sehen sind, sondern daß man die Ursache in der geistigen Welt zu suchen hat. Man wird finden, daß dieser Krieg wirklich hineingestellt worden ist wie das bedeutsame Karma des Materialismus, das durchgemacht werden muß, damit die Menschen eine Summe von Überzeugungen in sich aufnehmen, die aus dem Materialismus wiederum in den Spiritualismus hinüberführen. Diese Prüfung muß die Menschheit schon durchmachen.

[ 31 ] Was geschieht denn im Grunde heute in so erschütternder Weise um uns herum? — Nun, wir wissen es ja, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, so läßt er zunächst in der physischen Welt seinen physischen Leib zurück. Er tritt zunächst in die geistige Welt ein mit seinem Ätherleib, Astralleib und Ich. Den Ätherleib wirft er bald ab; er wird der übrigen Welt mitgeteilt. Mit Astralleib und Ich geht er dann weiter durch das Seelenland, durch das Geisterland durch. Aber nun bedenken wir, daß heute eine große Anzahl von Menschen in verhältnismäßig kurzer Zeit und mit einem bestimmten Bewußtsein durch die Pforte des Todes geht; daß sie einen Ätherleib abwerfen, der sozusagen noch jahrzehntelang ein Menschenleben normal hätte versorgen können. Wenn ein Mensch zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr stirbt, so wirft er einen Ätherleib ab, der seinen physischen Leib noch sechzig bis siebzig Jahre hätte versorgen können. Die Kräfte sind ja im Ätherleib darin, denn es geht auch im Geistigen nichts verloren. Alle die Menschen, die heute in der Blüte ihrer Jahre durch die Pforte des Todes gehen, übergeben der Welt einen Ätherleib, der noch ein langes Leben hindurch dieses Leben hätte unterhalten können. Diese Kräfte sind nun alle da in der geistigen Welt. Wie sind sie da, diese Kräfte? — Ich möchte Ihnen an einem anschaulichen Beispiel, das aus unserem Kreise selbst entnommen ist, zeigen, was eine solche Erscheinung für eine Bedeutung hat.

[ 31 ] Was geschieht denn im Grunde heute in so erschütternder Weise um uns herum? — Nun, wir wissen es ja, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, so läßt er zunächst in der physischen Welt seinen physischen Leib zurück. Er tritt zunächst in die geistige Welt ein mit seinem Ätherleib, Astralleib und Ich. Den Ätherleib wirft er bald ab; er wird der übrigen Welt mitgeteilt. Mit Astralleib und Ich geht er dann weiter durch das Seelenland, durch das Geisterland durch. Aber nun bedenken wir, daß heute eine große Anzahl von Menschen in verhältnismäßig kurzer Zeit und mit einem bestimmten Bewußtsein durch die Pforte des Todes geht; daß sie einen Ätherleib abwerfen, der sozusagen noch jahrzehntelang ein Menschenleben normal hätte versorgen können. Wenn ein Mensch zwischen dem zwanzigsten und dreißigsten Lebensjahr stirbt, so wirft er einen Ätherleib ab, der seinen physischen Leib noch sechzig bis siebzig Jahre hätte versorgen können. Die Kräfte sind ja im Ätherleib darin, denn es geht auch im Geistigen nichts verloren. Alle die Menschen, die heute in der Blüte ihrer Jahre durch die Pforte des Todes gehen, übergeben der Welt einen Ätherleib, der noch ein langes Leben hindurch dieses Leben hätte unterhalten können. Diese Kräfte sind nun alle da in der geistigen Welt. Wie sind sie da, diese Kräfte? — Ich möchte Ihnen an einem anschaulichen Beispiel, das aus unserem Kreise selbst entnommen ist, zeigen, was eine solche Erscheinung für eine Bedeutung hat.

[ 32 ] Es war im verflossenen Herbst, da verlor eine zu unserem anthroposophischen Kreise gehörige Familie ein Söhnchen, das sieben Jahre alt war, einen lieben Knaben. Es waren wirklich die äußeren Umstände außerordentlich tragische. Der Vater war fortgezogen in den Krieg als deutscher Staatsbürger; er war eben krank geworden und im Lazarett. Eines Abends, gerade als Vortrag war in Dornach, wo unser Bau aufgeführt wird, zeigte man uns an, daß der kleine siebenjährige Knabe fehle. Er war seit dem Abend nicht nach Hause gekommen. Nicht vergessen darf ich zu erwähnen, daß die Familie sich in Dornach als Gärtnersfamilie niedergelassen hat. Ich war selbst kurz vorher, aus Deutschland kommend, in die Schweiz gereist. Der Knabe war mir schon vor dem Bau entgegengekommen und reichte mir die Hand; ein sonniges, ein sehr liebes Kind war es. An jenem Abend wurden wir also benachrichtigt, daß der Knabe weg sei. Nun konnte man sich nichts anderes denken, als daß ein Möbelwagen, der Möbel für Mitglieder herbeigebracht hatte und in der Nähe des Baues umgefallen war, auf das Kind gefallen ist. Nun müssen Sie zu alledem voraussetzen, daß ungezählte Jahre vorher kein Möbelwagen an jener Stelle gefahren ist und seit jener Zeit auch nicht. Sie müssen ferner bedenken: Der Knabe wohnte bei seiner Mutter, die die Gärtnerei besorgt. Er war ein so lieber Knabe, daß er, als der Vater fort mußte, zut Mutter sagte, er würde ihr jetzt recht tüchtig helfen, weil der Vater nicht mehr da sei. Er war an jenem Abend in die sogenannte Kantine geschickt worden, um etwas für seine Mutter zu holen. Es war gar nicht weit, nur ein kurzer Weg liegt zwischen der Kantine und der Wohnung der Mutter. Auf diesem kurzen Weg ist eine Wegkreuzung, so daß der Möbelwagen eine Biegung machen mußte. Nun wollte der Knabe eigentlich zehn Minuten früher weggehen, wurde aufgehalten von jemand, der mit ihm gehen wollte. Wäre er früher weggegangen und durch eine andere Türe, durch die er sonst wegging, so wäre er früher an dem Wagen vorbeigegangen und auf der linken Seite des Wagens, während er nun rechts ging. Dadurch, daß er später wegging, zu einer andern Türe hinaus und rechts von dem Möbelwagen, ist der Wagen, als er umkippte, gerade auf den Knaben gefallen. Die Leute hatten sich das angeschaut, auch die, die bei den Pferden waren. Niemand ahnte etwas davon, daß der Knabe unter den Wagen gekommen war. Man sagte dann: Der Wagen ist zu schwer, als daß wir ihn noch den Abend heben, morgen wollen wir das tun. — Zwischen fünf und sechs Uhr war das geschehen. Und nun waren wir etwa um viertel elf Uhr in der Lage, den Wagen unbedingt heben zu müssen. Bis zwölf Uhr war er gehoben; und wir haben das tote Kind hervorgehoben.

[ 32 ] Es war im verflossenen Herbst, da verlor eine zu unserem anthroposophischen Kreise gehörige Familie ein Söhnchen, das sieben Jahre alt war, einen lieben Knaben. Es waren wirklich die äußeren Umstände außerordentlich tragische. Der Vater war fortgezogen in den Krieg als deutscher Staatsbürger; er war eben krank geworden und im Lazarett. Eines Abends, gerade als Vortrag war in Dornach, wo unser Bau aufgeführt wird, zeigte man uns an, daß der kleine siebenjährige Knabe fehle. Er war seit dem Abend nicht nach Hause gekommen. Nicht vergessen darf ich zu erwähnen, daß die Familie sich in Dornach als Gärtnersfamilie niedergelassen hat. Ich war selbst kurz vorher, aus Deutschland kommend, in die Schweiz gereist. Der Knabe war mir schon vor dem Bau entgegengekommen und reichte mir die Hand; ein sonniges, ein sehr liebes Kind war es. An jenem Abend wurden wir also benachrichtigt, daß der Knabe weg sei. Nun konnte man sich nichts anderes denken, als daß ein Möbelwagen, der Möbel für Mitglieder herbeigebracht hatte und in der Nähe des Baues umgefallen war, auf das Kind gefallen ist. Nun müssen Sie zu alledem voraussetzen, daß ungezählte Jahre vorher kein Möbelwagen an jener Stelle gefahren ist und seit jener Zeit auch nicht. Sie müssen ferner bedenken: Der Knabe wohnte bei seiner Mutter, die die Gärtnerei besorgt. Er war ein so lieber Knabe, daß er, als der Vater fort mußte, zut Mutter sagte, er würde ihr jetzt recht tüchtig helfen, weil der Vater nicht mehr da sei. Er war an jenem Abend in die sogenannte Kantine geschickt worden, um etwas für seine Mutter zu holen. Es war gar nicht weit, nur ein kurzer Weg liegt zwischen der Kantine und der Wohnung der Mutter. Auf diesem kurzen Weg ist eine Wegkreuzung, so daß der Möbelwagen eine Biegung machen mußte. Nun wollte der Knabe eigentlich zehn Minuten früher weggehen, wurde aufgehalten von jemand, der mit ihm gehen wollte. Wäre er früher weggegangen und durch eine andere Türe, durch die er sonst wegging, so wäre er früher an dem Wagen vorbeigegangen und auf der linken Seite des Wagens, während er nun rechts ging. Dadurch, daß er später wegging, zu einer andern Türe hinaus und rechts von dem Möbelwagen, ist der Wagen, als er umkippte, gerade auf den Knaben gefallen. Die Leute hatten sich das angeschaut, auch die, die bei den Pferden waren. Niemand ahnte etwas davon, daß der Knabe unter den Wagen gekommen war. Man sagte dann: Der Wagen ist zu schwer, als daß wir ihn noch den Abend heben, morgen wollen wir das tun. — Zwischen fünf und sechs Uhr war das geschehen. Und nun waren wir etwa um viertel elf Uhr in der Lage, den Wagen unbedingt heben zu müssen. Bis zwölf Uhr war er gehoben; und wir haben das tote Kind hervorgehoben.

[ 33 ] Nun, das erste, was ich erwähnen möchte, ist dieses, daß gerade solch ein Beispiel so recht geeignet ist, zu zeigen, wie die Menschen in bezug auch auf das Leben verkehrt denken. Und ich möchte nochmals einen, zwar schon oft gebrauchten Vergleich für dieses verkehrte Denken anführen. Nehmen Sie an, Sie sehen in einiger Entfernung einen Menschen, der am Rande eines Flusses geht. Plötzlich sehen Sie, daß der Mensch in den Fluß fällt. Sie laufen hin, da finden Sie an derselben Stelle einen Stein. Natürlich sagen Sie, der Mensch ist über den Stein gestolpert, in das Wasser gefallen, dadurch fand er seinen Tod. Die Sache kann aber ganz anders sein, sie kann gerade umgekehrt sein. Es kann den Menschen der Herzschlag getroffen haben. Er ist in das Wasser gefallen, weil er vorher tot war; und er hat nicht den Tod gefunden, weil er in das Wasser gefallen ist. Dieser Fehler wird jeden Augenblick gemacht, besonders in der Naturwissenschaft. Man merkt es natürlich nicht, wenn er sich fein verbirgt.

[ 33 ] Nun, das erste, was ich erwähnen möchte, ist dieses, daß gerade solch ein Beispiel so recht geeignet ist, zu zeigen, wie die Menschen in bezug auch auf das Leben verkehrt denken. Und ich möchte nochmals einen, zwar schon oft gebrauchten Vergleich für dieses verkehrte Denken anführen. Nehmen Sie an, Sie sehen in einiger Entfernung einen Menschen, der am Rande eines Flusses geht. Plötzlich sehen Sie, daß der Mensch in den Fluß fällt. Sie laufen hin, da finden Sie an derselben Stelle einen Stein. Natürlich sagen Sie, der Mensch ist über den Stein gestolpert, in das Wasser gefallen, dadurch fand er seinen Tod. Die Sache kann aber ganz anders sein, sie kann gerade umgekehrt sein. Es kann den Menschen der Herzschlag getroffen haben. Er ist in das Wasser gefallen, weil er vorher tot war; und er hat nicht den Tod gefunden, weil er in das Wasser gefallen ist. Dieser Fehler wird jeden Augenblick gemacht, besonders in der Naturwissenschaft. Man merkt es natürlich nicht, wenn er sich fein verbirgt.

[ 34 ] So war es auch in bezug auf dieses Kind. Das Karma dieses Kindes war abgelaufen. Der Möbelwagen ist wegen des Kindes dort gefahren. Die geistigen Wesenheiten, die hinter dem Geheimnis walten, arrangierten die Sache so, daß das Kind seinen Tod finden konnte. Sieben Jahre war der Knabe alt. Ein recht jugendlicher Ätherleib, der hätte noch können viele Jahrzehnte das Leben versorgen, die Kräfte waren da. Nun, ich werde stets bekennen, was es heißt, daß seit einiger Zeit unser Dornacher Bau eingebettet ist in den vergrößerten Ätherleib des kleinen Knaben Theodor Faiß. Wirklich ist der Ätherleib vergrößert — er vergrößert sich nach dem Tode —, und der Ätherleib dieses kleinen siebenjährigen Theo bildet wie eine Art Aura des Baues seither. Und wenn man mit dem Bau zu tun hat, wenn man die Notwendigkeit hat, die Ideen für den Bau zu finden, die ihn in der rechten Weise in die geistige Welt hineinversetzen, seit dem Tode dieses Knaben weiß man, daß man mitinspiriert wird durch den Ätherleib, der mit die Aura des Baues bildet, den Ätherleib vom kleinen Theo Faiß. Es könnte selbstverständlich keine Sehnsucht, originell zu erscheinen, mich verleiten, abzuleugnen, daß vieles von dem, was seither an Beiträgen für den Bau entstanden ist, mitinspiriert ist durch den Umstand, daß die Aura dieses Ätherleibes um den Bau herum ist und man im Bau gewissermaßen diese Hilfe hat, daß diese unverbrauchte Ätherkraft zugunsten des Baues wirkt. Denken Sie sich, was da hinter den äußeren Tatsachen für bedeutungsvolle innere Tatsachen stehen: Eine Familie verlegt ihren Wohnsitz in die Nähe des Baues. Da ist ein Knabe, durch sein Seelenwesen besonders veranlagt; er opfert seinen Ätherleib hin, damit der Bau eingehüllt ist in die Kraft dieses Ätherleibes. Da haben wir ein solches Beispiel, an dem wir ersehen, wie unverbrauchte Ätherleiber, die hingeopfert werden, ihre Aufgabe in der Welt haben.

[ 34 ] So war es auch in bezug auf dieses Kind. Das Karma dieses Kindes war abgelaufen. Der Möbelwagen ist wegen des Kindes dort gefahren. Die geistigen Wesenheiten, die hinter dem Geheimnis walten, arrangierten die Sache so, daß das Kind seinen Tod finden konnte. Sieben Jahre war der Knabe alt. Ein recht jugendlicher Ätherleib, der hätte noch können viele Jahrzehnte das Leben versorgen, die Kräfte waren da. Nun, ich werde stets bekennen, was es heißt, daß seit einiger Zeit unser Dornacher Bau eingebettet ist in den vergrößerten Ätherleib des kleinen Knaben Theodor Faiß. Wirklich ist der Ätherleib vergrößert — er vergrößert sich nach dem Tode —, und der Ätherleib dieses kleinen siebenjährigen Theo bildet wie eine Art Aura des Baues seither. Und wenn man mit dem Bau zu tun hat, wenn man die Notwendigkeit hat, die Ideen für den Bau zu finden, die ihn in der rechten Weise in die geistige Welt hineinversetzen, seit dem Tode dieses Knaben weiß man, daß man mitinspiriert wird durch den Ätherleib, der mit die Aura des Baues bildet, den Ätherleib vom kleinen Theo Faiß. Es könnte selbstverständlich keine Sehnsucht, originell zu erscheinen, mich verleiten, abzuleugnen, daß vieles von dem, was seither an Beiträgen für den Bau entstanden ist, mitinspiriert ist durch den Umstand, daß die Aura dieses Ätherleibes um den Bau herum ist und man im Bau gewissermaßen diese Hilfe hat, daß diese unverbrauchte Ätherkraft zugunsten des Baues wirkt. Denken Sie sich, was da hinter den äußeren Tatsachen für bedeutungsvolle innere Tatsachen stehen: Eine Familie verlegt ihren Wohnsitz in die Nähe des Baues. Da ist ein Knabe, durch sein Seelenwesen besonders veranlagt; er opfert seinen Ätherleib hin, damit der Bau eingehüllt ist in die Kraft dieses Ätherleibes. Da haben wir ein solches Beispiel, an dem wir ersehen, wie unverbrauchte Ätherleiber, die hingeopfert werden, ihre Aufgabe in der Welt haben.

[ 35 ] Da erst beginnt im Grunde dasjenige, was an Empfindungsgehalt aus unserer Geisteswissenschaft fließen soll. Daß man weiß, der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich, man macht verschiedene Erdenleben durch —, daß man das theoretisch weiß, darauf kommt es wahrhaftig nicht an. Sondern darauf kommt es an, was in unser wirkliches Erleben eingefügt wird durch diese Anschauungen. Leben versucht man auch dadurch hineinzubringen in unsere Bewegung, daß man nicht nur theoretisch durch die Lehre, sondern durch das Leben selbst zu überwinden versucht den Unterschied zwischen Lebenden und Toten. Als uns jüngst ein sehr lieber Mithelfer, Fritz Mitscher, gerade in seinem dreißigsten Jahre entrissen wurde und ich die Rede bei der Einäscherung in Basel zu halten hatte, bestand ein wichtiges Wort darin, daß ich mich zu dieser Seele wandte, um ihr, ich möchte sagen, bittend den Auftrag zu geben, auch nach dem Tode weiter unter uns zu arbeiten. Denn wir brauchen nicht bloß die sogenannten Lebendigen, sondern wir brauchen die Mitarbeit derer, die durch die Pforte des Todes gegangen sind. Und in zweifacher Weise werden sie mitarbeiten. Auf der einen Seite werden in der nächsten Zeit mitarbeiten eine große Anzahl von Ätherleibern, welche die Menschen abgelegt haben, die durch die Pforte des Todes gegangen sind in den schicksalschweren Erlebnissen. Jugendliche, unverbrauchte Ätherleiber sind jetzt wie eine große gewaltige Aura, in der wir leben. Und dann sind es auf der andern Seite die Individualitäten selbst, die aus ihren Ätherleibern heraus weiter wirken. Hinblicken auf den unverbrauchten Ätherleib können wir in dem Beispiel des kleinen Theo Faiß, wo der Ätherleib zum Inspirator wird für manches, was am Bau geleistet worden ist. Hinblicken auf die Individualität wollte ich in meiner Ansprache an Fritz Mitscher. So ganz und gar zu fühlen und zu empfinden, wie die Kluft ausgefüllt wird zwischen Leben und Tod, ist es, was zu unserer Geisteswissenschaft gehört. Denn nicht nur theoretisch wissen, sondern es ganz lebendig durchdringen, daß uns die Toten wie Lebende sind, daß die Toten etwas geben wie die jugendlichen, unverbrauchten Ätherleiber, muß uns bewußter Inhalt der Erdenzeiten werden. Und in diesen Ätherleibern, die Menschen angehört haben, die jetzt durch die großen schicksaltragenden Ereignisse den Tod gefunden haben, leben ja die Nachklänge von alledem, was empfunden wird, wenn man den Tod als ein Opfer für die von der Zeit geforderten Ereignisse — mehr oder weniger bewußt — vor sich sieht. Das fährt hinein in diese Ätherleiber. Den Tod suchen, oder besser gesagt, den Tod voraussehen und dennoch wissen, daß dieser Tod eine Bedeutung hat, das wird bei zahlreichen Menschen, die in der Gegenwart durch die Pforte des Todes gehen, der Fall sein. Man kann Materialist sein; wenn man so dahinlebt, kann man ja sagen: Volksseelen, Volksgeister sind ja nur Namen für etwas, was abstrakt zusammenhält eine Gruppe von Menschen mit gleicher Sprache und gleichen Eigentümlichkeiten. Von Volksgeistern als von wirklichen Wesenheiten zu sprechen, ist eine Verdrehtheit. — Mögen selbst manche, die jetzt durch die Pforte des Todes gehen, den Worten nach so sprechen; dadurch, daß sie so durch den Tod gehen, geben sie unbewußt ihre Zustimmung zu dem, was Geisteswissenschaft sagen muß, daß Volksgeist, Volksseele eine reale Wesenheit ist. Denn was würde es heißen, wenn Volksgeister, Volksseelen nicht reale Wesenheiten wären und von allen Seiten die Menschen im blutigen Kriege stehen? Unter Voraussetzung einer materialistischen Weltgestaltung wäre das unmöglich zu denken. Wenn sich der einzelne aber für den Volksgeist opfert, wenn der Volksgeist eine reale Wesenheit ihm ist, dann hat es den tiefsten Sinn, daß solche Ereignisse über die Menschen gekommen sind. So werden wir eine kommende Zeit fühlen, in welcher viele, viele unverbrauchte Ätherleiber in der geistigen Atmosphäre schweben, alle mahnend, daß es Geistiges gibt. Diese Ätherleiber werden in Zukunft gute Helfer sein, um die menschliche Weltauffassung spirituell zu vertiefen. Die Menschen werden bloß in ihren Seelen empfinden müssen, wie die Toten rufen. Wenn wiederum über den Gefilden, über denen sich jetzt die furchtbaren Ereignisse entwickeln, wieder Friede herrschen wird, werden die Menschen, die dann leben werden, um so besser wirken, wenn sie die Stimme der Toten hören. Aber das ist nicht nur symbolisch gemeint. Die unverbrauchten Ätherleiber werden da sein und den Ruf ertönen lassen. Die Welt kann fürder nicht bestehen, ohne daß die Menschen ihren Zusammenhang mit der geistigen Welt erfühlen und empfinden. Und stumpf würde sich die Menschheit der Zukunft erweisen, wenn sie also die Mahnung der Toten nicht würde hören können. — In der Physik gibt jeder zu, daß keine Kraft verlorengeht; man spricht von der Umwandlung der Kraft. Auf dem geistigen Boden ist es ebenso. Die Kräfte, die der unverbrauchte Ätherleib durch die Pforte des Todes trägt, verschwinden nicht; sie werden da sein. Und in die Seelen der Zukunft hinein können sie aufgenommen werden, und diese Seelen können durch diesen Zusammenhang mit den Seelenresten, die aus unverbrauchten Ätherleibern zurückgeblieben sind, Kraft und Zuversicht für ihr spirituelles Wirken empfangen.

[ 35 ] Da erst beginnt im Grunde dasjenige, was an Empfindungsgehalt aus unserer Geisteswissenschaft fließen soll. Daß man weiß, der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich, man macht verschiedene Erdenleben durch —, daß man das theoretisch weiß, darauf kommt es wahrhaftig nicht an. Sondern darauf kommt es an, was in unser wirkliches Erleben eingefügt wird durch diese Anschauungen. Leben versucht man auch dadurch hineinzubringen in unsere Bewegung, daß man nicht nur theoretisch durch die Lehre, sondern durch das Leben selbst zu überwinden versucht den Unterschied zwischen Lebenden und Toten. Als uns jüngst ein sehr lieber Mithelfer, Fritz Mitscher, gerade in seinem dreißigsten Jahre entrissen wurde und ich die Rede bei der Einäscherung in Basel zu halten hatte, bestand ein wichtiges Wort darin, daß ich mich zu dieser Seele wandte, um ihr, ich möchte sagen, bittend den Auftrag zu geben, auch nach dem Tode weiter unter uns zu arbeiten. Denn wir brauchen nicht bloß die sogenannten Lebendigen, sondern wir brauchen die Mitarbeit derer, die durch die Pforte des Todes gegangen sind. Und in zweifacher Weise werden sie mitarbeiten. Auf der einen Seite werden in der nächsten Zeit mitarbeiten eine große Anzahl von Ätherleibern, welche die Menschen abgelegt haben, die durch die Pforte des Todes gegangen sind in den schicksalschweren Erlebnissen. Jugendliche, unverbrauchte Ätherleiber sind jetzt wie eine große gewaltige Aura, in der wir leben. Und dann sind es auf der andern Seite die Individualitäten selbst, die aus ihren Ätherleibern heraus weiter wirken. Hinblicken auf den unverbrauchten Ätherleib können wir in dem Beispiel des kleinen Theo Faiß, wo der Ätherleib zum Inspirator wird für manches, was am Bau geleistet worden ist. Hinblicken auf die Individualität wollte ich in meiner Ansprache an Fritz Mitscher. So ganz und gar zu fühlen und zu empfinden, wie die Kluft ausgefüllt wird zwischen Leben und Tod, ist es, was zu unserer Geisteswissenschaft gehört. Denn nicht nur theoretisch wissen, sondern es ganz lebendig durchdringen, daß uns die Toten wie Lebende sind, daß die Toten etwas geben wie die jugendlichen, unverbrauchten Ätherleiber, muß uns bewußter Inhalt der Erdenzeiten werden. Und in diesen Ätherleibern, die Menschen angehört haben, die jetzt durch die großen schicksaltragenden Ereignisse den Tod gefunden haben, leben ja die Nachklänge von alledem, was empfunden wird, wenn man den Tod als ein Opfer für die von der Zeit geforderten Ereignisse — mehr oder weniger bewußt — vor sich sieht. Das fährt hinein in diese Ätherleiber. Den Tod suchen, oder besser gesagt, den Tod voraussehen und dennoch wissen, daß dieser Tod eine Bedeutung hat, das wird bei zahlreichen Menschen, die in der Gegenwart durch die Pforte des Todes gehen, der Fall sein. Man kann Materialist sein; wenn man so dahinlebt, kann man ja sagen: Volksseelen, Volksgeister sind ja nur Namen für etwas, was abstrakt zusammenhält eine Gruppe von Menschen mit gleicher Sprache und gleichen Eigentümlichkeiten. Von Volksgeistern als von wirklichen Wesenheiten zu sprechen, ist eine Verdrehtheit. — Mögen selbst manche, die jetzt durch die Pforte des Todes gehen, den Worten nach so sprechen; dadurch, daß sie so durch den Tod gehen, geben sie unbewußt ihre Zustimmung zu dem, was Geisteswissenschaft sagen muß, daß Volksgeist, Volksseele eine reale Wesenheit ist. Denn was würde es heißen, wenn Volksgeister, Volksseelen nicht reale Wesenheiten wären und von allen Seiten die Menschen im blutigen Kriege stehen? Unter Voraussetzung einer materialistischen Weltgestaltung wäre das unmöglich zu denken. Wenn sich der einzelne aber für den Volksgeist opfert, wenn der Volksgeist eine reale Wesenheit ihm ist, dann hat es den tiefsten Sinn, daß solche Ereignisse über die Menschen gekommen sind. So werden wir eine kommende Zeit fühlen, in welcher viele, viele unverbrauchte Ätherleiber in der geistigen Atmosphäre schweben, alle mahnend, daß es Geistiges gibt. Diese Ätherleiber werden in Zukunft gute Helfer sein, um die menschliche Weltauffassung spirituell zu vertiefen. Die Menschen werden bloß in ihren Seelen empfinden müssen, wie die Toten rufen. Wenn wiederum über den Gefilden, über denen sich jetzt die furchtbaren Ereignisse entwickeln, wieder Friede herrschen wird, werden die Menschen, die dann leben werden, um so besser wirken, wenn sie die Stimme der Toten hören. Aber das ist nicht nur symbolisch gemeint. Die unverbrauchten Ätherleiber werden da sein und den Ruf ertönen lassen. Die Welt kann fürder nicht bestehen, ohne daß die Menschen ihren Zusammenhang mit der geistigen Welt erfühlen und empfinden. Und stumpf würde sich die Menschheit der Zukunft erweisen, wenn sie also die Mahnung der Toten nicht würde hören können. — In der Physik gibt jeder zu, daß keine Kraft verlorengeht; man spricht von der Umwandlung der Kraft. Auf dem geistigen Boden ist es ebenso. Die Kräfte, die der unverbrauchte Ätherleib durch die Pforte des Todes trägt, verschwinden nicht; sie werden da sein. Und in die Seelen der Zukunft hinein können sie aufgenommen werden, und diese Seelen können durch diesen Zusammenhang mit den Seelenresten, die aus unverbrauchten Ätherleibern zurückgeblieben sind, Kraft und Zuversicht für ihr spirituelles Wirken empfangen.

[ 36 ] Neben vielem, was uns dieser Krieg sagen kann, ist es für uns als Bekenner der Geisteswissenschaft vor allen Dingen dies, daß wir gleichsam im Geiste schon hinaufschauen in die Atmosphäre, die da sein wird die Atmosphäre der unverbrauchten Ätherleiber; daß aber hier unten Seelen werden sein müssen, die eine Empfindung dafür haben, daß das die Mahnungen der Toten sind. Dies herbeizuführen, gehört aber zu unserer Aufgabe als rechtmäßige Bekenner der Geisteswissenschaft. Wir müssen schon einen geistgemäßen Gesichtspunkt auch gegenüber solchen Zeitereignissen finden können, nicht den Gesichtspunkt, der abstraktes Denken ist. Sondern wir müssen uns wirklich die Zukunftsbevölkerung der Erde so vorstellen, daß unten Seelen sind, die im physischen Leibe sind, und von oben unverbrauchte Ätherleiberkräfte herunterwirken; und daß diese Seelen unten sagen können: Wir verzweifeln nicht daran, daß bessere Zeiten für das spirituelle Erkennen kommen werden, denn die unverbrauchten Ätherleiber helfen uns mit ihren Kräften. — Wenn wir das konkret, nicht abstrakt nehmen, dann haben wir etwas von den Mahnungen, die diese schicksalschwere Zeit uns insbesondere als Bekennern der Geisteswissenschaft geben kann, verstanden. So muß es kommen, denn es bedarf schon realer Einwirkungen in die menschliche Entwickelung hinein. Wir hätten lange fortwirken müssen, wenn wir wiederum durch Verstandesüberzeugungen das hätten hervorzurufen gehabt, was die spirituelle Weltanschauung geben will. Bei der Jungfrau von Orleans fand eine unterbewußte Initiation statt. In der Zukunft wird in anderer Weise das Spirituelle hineinwirken in die Menschheitsentwickelung. Die unverbrauchten Ätherleiber werden es sein, die helfend uns zur Seite stehen werden, uns und auch denen, die als Individualitäten wiederum hineinwirken wollen auf den physischen Plan.

[ 36 ] Neben vielem, was uns dieser Krieg sagen kann, ist es für uns als Bekenner der Geisteswissenschaft vor allen Dingen dies, daß wir gleichsam im Geiste schon hinaufschauen in die Atmosphäre, die da sein wird die Atmosphäre der unverbrauchten Ätherleiber; daß aber hier unten Seelen werden sein müssen, die eine Empfindung dafür haben, daß das die Mahnungen der Toten sind. Dies herbeizuführen, gehört aber zu unserer Aufgabe als rechtmäßige Bekenner der Geisteswissenschaft. Wir müssen schon einen geistgemäßen Gesichtspunkt auch gegenüber solchen Zeitereignissen finden können, nicht den Gesichtspunkt, der abstraktes Denken ist. Sondern wir müssen uns wirklich die Zukunftsbevölkerung der Erde so vorstellen, daß unten Seelen sind, die im physischen Leibe sind, und von oben unverbrauchte Ätherleiberkräfte herunterwirken; und daß diese Seelen unten sagen können: Wir verzweifeln nicht daran, daß bessere Zeiten für das spirituelle Erkennen kommen werden, denn die unverbrauchten Ätherleiber helfen uns mit ihren Kräften. — Wenn wir das konkret, nicht abstrakt nehmen, dann haben wir etwas von den Mahnungen, die diese schicksalschwere Zeit uns insbesondere als Bekennern der Geisteswissenschaft geben kann, verstanden. So muß es kommen, denn es bedarf schon realer Einwirkungen in die menschliche Entwickelung hinein. Wir hätten lange fortwirken müssen, wenn wir wiederum durch Verstandesüberzeugungen das hätten hervorzurufen gehabt, was die spirituelle Weltanschauung geben will. Bei der Jungfrau von Orleans fand eine unterbewußte Initiation statt. In der Zukunft wird in anderer Weise das Spirituelle hineinwirken in die Menschheitsentwickelung. Die unverbrauchten Ätherleiber werden es sein, die helfend uns zur Seite stehen werden, uns und auch denen, die als Individualitäten wiederum hineinwirken wollen auf den physischen Plan.

[ 37 ] Mit Bezug auf dasjenige, was die Menschen verstehen können, geht es auch heute manchmal noch ganz sonderbar zu. Aus dem angeführten Beispiel werden Sie schon zugeben, daß zur Zeit der Jungfrau von Orleans die Strategen, die Feldherren nicht dasjenige herbeigeführt haben, was herbeigeführt worden ist. Ein anderes Beispiel habe ich auch schon öfter angeführt: Als in entscheidender Stunde das Heer des Konstantin gegen Rom marschierte, da waren es auch nicht die Feldherren, die den Sieg herbeiführten und das fünfmal stärkere Heer des Maxentius, der seine Heere vor die Tore Roms führte, dem Konstantin entgegen, schlugen. Konstantin folgte nicht seinen Feldherren, sondern einem Traume, der ihm sagte, er solle das Monogramm Christi seinen Heeren vorantragen lassen. Träume und sibyllinische Orakel haben dazumal die Heere an einem bestimmten Orte zusammengeführt und alles entschieden. Dadurch aber, daß Konstantin siegte, hat die Landkarte Europas wiederum ihr entsprechendes Aussehen bekommen. Wer war es denn, der dazumal unter der Schwelle des Bewußtseins die Ereignisse lenkte? Der Christus-Impuls war es, aber der Christus-Impuls, so wie er real war, nicht wie ihn die Menschen verstanden haben. Wir lernen den Christus-Impuls nicht kennen, wenn wir hinhören auf das Gezänk der Theologen. Nicht in dem, was die Menschen bewußt vollbrachten, was die Menschen verstanden haben, wirkte der Christus-Impuls; sondern er wirkte in der Zusammenfügung der Ereignisse bei Konstantin und Maxentius, und später wieder bei der Jungfrau von Orleans. Auch in unserer heutigen Zeit erlebt man gar manches, sei es auch manchmal an kleinen Tatsachen. Es kann manchmal Kleines mit Großem verglichen werden. Da schrieb ein hervorragender Philosoph vor einigen Jahren in einer süddeutschen Monatsschrift einen längeren Artikel über die geisteswissenschaftliche Weltanschauung, die ich zu vertreten habe. Dieser Artikel hat sehr viel gewirkt; er war ganz gegnerisch geschrieben, allerdings durchsetzt mit manchem wohlwollenden Urteil über die Theosophie im allgemeinen, manchem Anerkennenden auch. Mir wurde zum Beispiel der Rat gegeben, statt auf solche Dinge meine Gaben lieber verwenden zu wollen, um endlich herauszubringen, ob wirklich MicKiewicz die Wiederverkörperung der Jungfrau von Orleans sei und so weiter. Aber im ganzen war der Artikel doch sehr geeignet, das, was gerade als unsere geisteswissenschaftliche Weltanschauung zu gelten hat, so darzustellen, daß ein unebener Eindruck hervorgerufen wurde. Der Philosoph, der den Artikel geschrieben hatte, galt als großer Platoniker, als großer Logiker. Er sagte selbst, er widme sich keiner andern Aufgabe als der Verkündigung der Wahrheit, und deshalb könne er die Wahrheit wissen. Der Herausgeber der Zeitschrift schien sehr befriedigt zu sein, einen so langen autoritativen Artikel über diese Geisteswissenschaft bringen zu können. Das war schon vor einigen Jahren. Dann kam der Krieg. Der Betreffende gehört nicht einer Anschauung an, die mit Mitteleuropa sympathisiert, sondern er sympathisiert in entschiedener Weise mit England und Frankreich und sogar mit denen, die im Gefolge von England und Frankreich kämpfen. Nun, was geschieht? Er schreibt eine Anzahl von Briefen an denselben Mann, der Herausgeber der Zeitschrift ist. Dieser Herausgeber der erwähnten Zeitschrift veröffentlicht diese Briefe auch, weil sie zu charakteristisch sind, in einer andern Zeitschrift, den «Süddeutschen Monatsheften». Er erinnert sogar daran, daß er derselbe Mann ist — Karl Muth ist es —, der die Zeitschrift «Hochland» herausgibt und der den Artikel über die «Steinersche Theosophie», wie er sagt, abgedruckt hat. Diese Briefe sind nun so, daß man sagen kann, alles was an Geifer über die mitteleuropäische Bevölkerung von seiten eines westeuropäisch gesinnten Menschen gesagt werden kann, wird darin gesagt. Unter anderem erklärt der Mann: Gegen die Menschen, die alle nicht wissen können, wofür sie kämpfen, sind die schwarzen Menschen freie Adelsmenschen. Gegen Mitteleuropa müsse man nur das englische Weltreich halten, das sei wie die Katholische Kirche eingesetzt von Gott und hätte niemals etwas anderes getan, als was in der göttlichen Weltordnung liegt.

[ 37 ] Mit Bezug auf dasjenige, was die Menschen verstehen können, geht es auch heute manchmal noch ganz sonderbar zu. Aus dem angeführten Beispiel werden Sie schon zugeben, daß zur Zeit der Jungfrau von Orleans die Strategen, die Feldherren nicht dasjenige herbeigeführt haben, was herbeigeführt worden ist. Ein anderes Beispiel habe ich auch schon öfter angeführt: Als in entscheidender Stunde das Heer des Konstantin gegen Rom marschierte, da waren es auch nicht die Feldherren, die den Sieg herbeiführten und das fünfmal stärkere Heer des Maxentius, der seine Heere vor die Tore Roms führte, dem Konstantin entgegen, schlugen. Konstantin folgte nicht seinen Feldherren, sondern einem Traume, der ihm sagte, er solle das Monogramm Christi seinen Heeren vorantragen lassen. Träume und sibyllinische Orakel haben dazumal die Heere an einem bestimmten Orte zusammengeführt und alles entschieden. Dadurch aber, daß Konstantin siegte, hat die Landkarte Europas wiederum ihr entsprechendes Aussehen bekommen. Wer war es denn, der dazumal unter der Schwelle des Bewußtseins die Ereignisse lenkte? Der Christus-Impuls war es, aber der Christus-Impuls, so wie er real war, nicht wie ihn die Menschen verstanden haben. Wir lernen den Christus-Impuls nicht kennen, wenn wir hinhören auf das Gezänk der Theologen. Nicht in dem, was die Menschen bewußt vollbrachten, was die Menschen verstanden haben, wirkte der Christus-Impuls; sondern er wirkte in der Zusammenfügung der Ereignisse bei Konstantin und Maxentius, und später wieder bei der Jungfrau von Orleans. Auch in unserer heutigen Zeit erlebt man gar manches, sei es auch manchmal an kleinen Tatsachen. Es kann manchmal Kleines mit Großem verglichen werden. Da schrieb ein hervorragender Philosoph vor einigen Jahren in einer süddeutschen Monatsschrift einen längeren Artikel über die geisteswissenschaftliche Weltanschauung, die ich zu vertreten habe. Dieser Artikel hat sehr viel gewirkt; er war ganz gegnerisch geschrieben, allerdings durchsetzt mit manchem wohlwollenden Urteil über die Theosophie im allgemeinen, manchem Anerkennenden auch. Mir wurde zum Beispiel der Rat gegeben, statt auf solche Dinge meine Gaben lieber verwenden zu wollen, um endlich herauszubringen, ob wirklich MicKiewicz die Wiederverkörperung der Jungfrau von Orleans sei und so weiter. Aber im ganzen war der Artikel doch sehr geeignet, das, was gerade als unsere geisteswissenschaftliche Weltanschauung zu gelten hat, so darzustellen, daß ein unebener Eindruck hervorgerufen wurde. Der Philosoph, der den Artikel geschrieben hatte, galt als großer Platoniker, als großer Logiker. Er sagte selbst, er widme sich keiner andern Aufgabe als der Verkündigung der Wahrheit, und deshalb könne er die Wahrheit wissen. Der Herausgeber der Zeitschrift schien sehr befriedigt zu sein, einen so langen autoritativen Artikel über diese Geisteswissenschaft bringen zu können. Das war schon vor einigen Jahren. Dann kam der Krieg. Der Betreffende gehört nicht einer Anschauung an, die mit Mitteleuropa sympathisiert, sondern er sympathisiert in entschiedener Weise mit England und Frankreich und sogar mit denen, die im Gefolge von England und Frankreich kämpfen. Nun, was geschieht? Er schreibt eine Anzahl von Briefen an denselben Mann, der Herausgeber der Zeitschrift ist. Dieser Herausgeber der erwähnten Zeitschrift veröffentlicht diese Briefe auch, weil sie zu charakteristisch sind, in einer andern Zeitschrift, den «Süddeutschen Monatsheften». Er erinnert sogar daran, daß er derselbe Mann ist — Karl Muth ist es —, der die Zeitschrift «Hochland» herausgibt und der den Artikel über die «Steinersche Theosophie», wie er sagt, abgedruckt hat. Diese Briefe sind nun so, daß man sagen kann, alles was an Geifer über die mitteleuropäische Bevölkerung von seiten eines westeuropäisch gesinnten Menschen gesagt werden kann, wird darin gesagt. Unter anderem erklärt der Mann: Gegen die Menschen, die alle nicht wissen können, wofür sie kämpfen, sind die schwarzen Menschen freie Adelsmenschen. Gegen Mitteleuropa müsse man nur das englische Weltreich halten, das sei wie die Katholische Kirche eingesetzt von Gott und hätte niemals etwas anderes getan, als was in der göttlichen Weltordnung liegt.

[ 38 ] Diesen Brief abzudrucken ist ganz selbstverständlich! Der genannte Herausgeber schreibt dazu: In ganz Mitteleuropa wird sich außer in Irrenhäusern kein Mensch finden lassen, der so etwas vertreten könnte! — Also jetzt gibt der gute Herr Muth zu, daß der Mann, den er ausersehen hat, um ihn auf unsere geisteswissenschaftliche Weltanschauung loszulassen, eigentlich für das Irrenhaus reif ist. Ja, so steht es überhaupt mit dem, was gegenüber unserer geisteswissenschaftlichen Weltanschauung vorgebracht wird. Nur hätte Herr Muth dazumal schon wissen müssen, daß der Mann reif sei für das Irrenhaus. Aber er brauchte erst die Mahnung des Krieges. Seine Einsicht mußte erst herausgefordert werden durch dasjenige, was er nun leicht einsehen konnte. Gar mancher für das Irrenhaus Reife wandert herum und kritisiert die Weltanschauung, die wir vertreten, nur kommt es nicht auf eine so groteske Weise heraus.

[ 38 ] Diesen Brief abzudrucken ist ganz selbstverständlich! Der genannte Herausgeber schreibt dazu: In ganz Mitteleuropa wird sich außer in Irrenhäusern kein Mensch finden lassen, der so etwas vertreten könnte! — Also jetzt gibt der gute Herr Muth zu, daß der Mann, den er ausersehen hat, um ihn auf unsere geisteswissenschaftliche Weltanschauung loszulassen, eigentlich für das Irrenhaus reif ist. Ja, so steht es überhaupt mit dem, was gegenüber unserer geisteswissenschaftlichen Weltanschauung vorgebracht wird. Nur hätte Herr Muth dazumal schon wissen müssen, daß der Mann reif sei für das Irrenhaus. Aber er brauchte erst die Mahnung des Krieges. Seine Einsicht mußte erst herausgefordert werden durch dasjenige, was er nun leicht einsehen konnte. Gar mancher für das Irrenhaus Reife wandert herum und kritisiert die Weltanschauung, die wir vertreten, nur kommt es nicht auf eine so groteske Weise heraus.

[ 39 ] Ich sagte, an diesem Beispiel zeigt sich, daß der Verstand, den die Menschen heute haben, noch lange hintennachhinken würde, wenn es sich um geisteswissenschaftliche Weltanschauung handelt und daß schon gesagt werden muß: Nicht nur die Lebendigen sind dazu notwendig, daß das Quantum Spiritualität, das in die Welt kommen muß, hereinkomme, sondern auch die Toten! Und zu den besten Helfern werden diejenigen gehören, die mit Seele und Leben einzutreten hatten für den Gang unserer schicksalschweren und schicksaltragenden Ereignisse der Gegenwart. Und so möchte man denn heute, daß solche Betrachtungen nicht nur etwas Theoretisches in den Seelen bleiben, sondern eine tief ehrliche Empfindung werden, die Empfindung, daß wir das Bekenntnis zur Geisteswissenschaft so nehmen mögen, daß unsere Seelen aufmerksame Wisser desjenigen werden, daß da in der geistigen Welt mahnende Stimmen da sein werden, die uns sagen: Lasset euch uns Tote ein Wahrzeichen sein dafür, daß spirituelle Vertiefung in die Menschen kommen muß, denn wir haben diesen Tod mit Bewußtsein durchgemacht — nicht für unsere Sache, sondern für das, was unabhängig ist von uns, so daß wir besiegelt haben dadurch das Bekenntnis zu etwas, was über das einzelne materielle Menschenleben hinausgeht!

[ 39 ] Ich sagte, an diesem Beispiel zeigt sich, daß der Verstand, den die Menschen heute haben, noch lange hintennachhinken würde, wenn es sich um geisteswissenschaftliche Weltanschauung handelt und daß schon gesagt werden muß: Nicht nur die Lebendigen sind dazu notwendig, daß das Quantum Spiritualität, das in die Welt kommen muß, hereinkomme, sondern auch die Toten! Und zu den besten Helfern werden diejenigen gehören, die mit Seele und Leben einzutreten hatten für den Gang unserer schicksalschweren und schicksaltragenden Ereignisse der Gegenwart. Und so möchte man denn heute, daß solche Betrachtungen nicht nur etwas Theoretisches in den Seelen bleiben, sondern eine tief ehrliche Empfindung werden, die Empfindung, daß wir das Bekenntnis zur Geisteswissenschaft so nehmen mögen, daß unsere Seelen aufmerksame Wisser desjenigen werden, daß da in der geistigen Welt mahnende Stimmen da sein werden, die uns sagen: Lasset euch uns Tote ein Wahrzeichen sein dafür, daß spirituelle Vertiefung in die Menschen kommen muß, denn wir haben diesen Tod mit Bewußtsein durchgemacht — nicht für unsere Sache, sondern für das, was unabhängig ist von uns, so daß wir besiegelt haben dadurch das Bekenntnis zu etwas, was über das einzelne materielle Menschenleben hinausgeht!

[ 40 ] Wenn unter den Bekennern der Geisteswissenschaft solche sein werden, die das ernste Raunen derjenigen, die also durch die Pforte des Todes gegangen sind, ahnen, empfinden, wissen werden, dann wird im Realen etwas von dem erreicht werden, was durch Geisteswissenschaft in den Empfindungen der Menschenseelen erreicht werden soll; mit andern Worten, wenn durch die Geisteswissenschaft Seelen da sein werden, die ihren Sinn ins Geisterreich zu lenken verstehen, denn aus dem Geisterreich wird vieles in den kommenden Zeiten den Menschen gesagt werden können.

[ 40 ] Wenn unter den Bekennern der Geisteswissenschaft solche sein werden, die das ernste Raunen derjenigen, die also durch die Pforte des Todes gegangen sind, ahnen, empfinden, wissen werden, dann wird im Realen etwas von dem erreicht werden, was durch Geisteswissenschaft in den Empfindungen der Menschenseelen erreicht werden soll; mit andern Worten, wenn durch die Geisteswissenschaft Seelen da sein werden, die ihren Sinn ins Geisterreich zu lenken verstehen, denn aus dem Geisterreich wird vieles in den kommenden Zeiten den Menschen gesagt werden können.

[ 41 ] Das ist es, was ich Ihnen für Ihre Empfindungen andeuten wollte, da es die Verhältnisse so gegeben haben, daß wir gerade in dieser Zeit auch in einer Zweigversammlung hier zusammensein können. Das möchte man ja, daß bei solchen Versammlungen nicht bloß ein Wissen im Keime verschafft wird, sondern daß das, was in solchen Versammlungen gesprochen wird, wirke wie ein lebendiger Keim, der in den Boden der empfindenden Seele eingesenkt wird. Was Sie empfindungsgemäß weitertragen werden durch eine solche Betrachtung, das wird die Hauptsache sein.

[ 41 ] Das ist es, was ich Ihnen für Ihre Empfindungen andeuten wollte, da es die Verhältnisse so gegeben haben, daß wir gerade in dieser Zeit auch in einer Zweigversammlung hier zusammensein können. Das möchte man ja, daß bei solchen Versammlungen nicht bloß ein Wissen im Keime verschafft wird, sondern daß das, was in solchen Versammlungen gesprochen wird, wirke wie ein lebendiger Keim, der in den Boden der empfindenden Seele eingesenkt wird. Was Sie empfindungsgemäß weitertragen werden durch eine solche Betrachtung, das wird die Hauptsache sein.

[ 42 ] Deshalb wollen wir diese Betrachtungen abschließen, indem wir dessen gedenken, was werden soll für uns aus den schicksaltragenden Ereignissen der Zeit:

[ 42 ] Deshalb wollen wir diese Betrachtungen abschließen, indem wir dessen gedenken, was werden soll für uns aus den schicksaltragenden Ereignissen der Zeit:

Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht
Denken Seelen geistbewußt
Ihren Sinn ins Geisterreich.

Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht
Denken Seelen geistbewußt
Ihren Sinn ins Geisterreich.