The Mystery of Death
The Nature and Significance of Central Europe
and the European National Spirits
GA 159
15 May 1915, Prague
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Das Geheimnis des Todes
10. Die Bedeutung des hineingestelltseins Mitteleuropas zwischen Ost und West. Ahrimanische Inspiration und spirituelle Impulse das Symbol des Rosenkreuzes
10. Die Bedeutung des hineingestelltseins Mitteleuropas zwischen Ost und West. Ahrimanische Inspiration und spirituelle Impulse das Symbol des Rosenkreuzes
[ 1 ] Wenn wir uns versammeln bei einer solchen Gelegenheit, durch die unseren Bestrebungen ein eigener Raum gewidmet ist, dem wir ein geistiges Gepräge geben können, das unserem geisteswissenschaftlichen Empfinden und Fühlen entspricht, dann ist es gut, wenn wir des großen Gesichtspunktes gedenken, den wir als Bekenner der Geisteswissenschaft gegenüber der Welt und ihren Erscheinungen, ihren Aufgaben, ihren großen Rätseln einzunehmen gedenken. Und wie sollte nicht auch sonst unsere Zeit, unsere so prüfungsreiche, so schmerzdurchwühlte Zeit, unsere Seelen dazu drängen, einen Gesichtspunkt zu gewinnen, der weiter geht! Insbesondere in unserer Zeit muß die Sehnsucht vorhanden sein nach einem Gesichtspunkt, der weiter geht als das, was durch das äußere Leben und äußeres Menschenstreben angesehen werden kann.
[ 1 ] Wenn wir uns versammeln bei einer solchen Gelegenheit, durch die unseren Bestrebungen ein eigener Raum gewidmet ist, dem wir ein geistiges Gepräge geben können, das unserem geisteswissenschaftlichen Empfinden und Fühlen entspricht, dann ist es gut, wenn wir des großen Gesichtspunktes gedenken, den wir als Bekenner der Geisteswissenschaft gegenüber der Welt und ihren Erscheinungen, ihren Aufgaben, ihren großen Rätseln einzunehmen gedenken. Und wie sollte nicht auch sonst unsere Zeit, unsere so prüfungsreiche, so schmerzdurchwühlte Zeit, unsere Seelen dazu drängen, einen Gesichtspunkt zu gewinnen, der weiter geht! Insbesondere in unserer Zeit muß die Sehnsucht vorhanden sein nach einem Gesichtspunkt, der weiter geht als das, was durch das äußere Leben und äußeres Menschenstreben angesehen werden kann.
[ 2 ] So recht aus den Aufgaben und aus den Bestrebungen unserer geisteswissenschaftlichen Weltanschauung werden wir an wichtigem Orte in unserem neuen Dornacher Bau eine plastische Gruppe aufstellen. Diese plastische Gruppe soll darstellen dasjenige, was im intimsten und auch im tiefsten Sinne aus unserer Bewegung heraus unsere Seelen fühlen sollen. Diese Gruppe wird eine Mittelfigur enthalten. Man kann diese Mittelfigur bezeichnen als den Christus, man kann sie auch bezeichnen als das, was im Menschen als das Göttliche, das im Menschen lebende Göttliche, in der rechten Weise sich in die Welt hineinzustellen versucht. Man kann diese Mittelfigur bezeichnen als «den Menschen», den kosmischen Menschen, ausgedrückt in einer irdischen Persönlichkeit, wie ja der Christus in der irdischen Persönlichkeit ausgedrückt war im zeitlich-geschichtlichen Leben durch den Jesus von Nazareth.
[ 2 ] So recht aus den Aufgaben und aus den Bestrebungen unserer geisteswissenschaftlichen Weltanschauung werden wir an wichtigem Orte in unserem neuen Dornacher Bau eine plastische Gruppe aufstellen. Diese plastische Gruppe soll darstellen dasjenige, was im intimsten und auch im tiefsten Sinne aus unserer Bewegung heraus unsere Seelen fühlen sollen. Diese Gruppe wird eine Mittelfigur enthalten. Man kann diese Mittelfigur bezeichnen als den Christus, man kann sie auch bezeichnen als das, was im Menschen als das Göttliche, das im Menschen lebende Göttliche, in der rechten Weise sich in die Welt hineinzustellen versucht. Man kann diese Mittelfigur bezeichnen als «den Menschen», den kosmischen Menschen, ausgedrückt in einer irdischen Persönlichkeit, wie ja der Christus in der irdischen Persönlichkeit ausgedrückt war im zeitlich-geschichtlichen Leben durch den Jesus von Nazareth.
[ 3 ] Aber es werden zwei andere Figuren zu seiten dieser Mittelfigur sein, die eine wie oben auf einem Felsen, geflügelt, aber herabstürzend vom Felsen. Und durch die eigentümliche, nicht von Haß oder von Kraft durchsetzte, sondern von innerer Festigkeit durchdrungene Handhaltung der Mittelfigur wird eine Kraft bewirkt, durch welche die Figur am Felsen oben, die geflügelte Figur, sich die Flügel bricht und dadurch in die Tiefe hinunterstürzt. Dieses Brechen der Flügel das muß eben in dieser plastischen Gestaltung gut ausgedrückt werden — wird nicht dadurch bewirkt, daß der Mensch, der in der Mitte steht, der Christus-Mensch, etwa die Flügel bricht, sondern dadurch, daß er in seiner Spiritualität die Hand ausstreckt, erträgt der andere, das geflügelte Wesen, dies nicht, und durch das, was in ihm vorgeht, weil er unerträglich für seine Wesenheit dasjenige findet, was unten lebt, bricht er selbst durch innere Kraft sich die Flügel und stürzt herab. Es ist also festzuhalten, daß sich dieses Wesen selbst herunterstürzt, daß es nicht etwa heruntergestürzt wird durch irgendeine Gegnerschaft.
[ 3 ] Aber es werden zwei andere Figuren zu seiten dieser Mittelfigur sein, die eine wie oben auf einem Felsen, geflügelt, aber herabstürzend vom Felsen. Und durch die eigentümliche, nicht von Haß oder von Kraft durchsetzte, sondern von innerer Festigkeit durchdrungene Handhaltung der Mittelfigur wird eine Kraft bewirkt, durch welche die Figur am Felsen oben, die geflügelte Figur, sich die Flügel bricht und dadurch in die Tiefe hinunterstürzt. Dieses Brechen der Flügel das muß eben in dieser plastischen Gestaltung gut ausgedrückt werden — wird nicht dadurch bewirkt, daß der Mensch, der in der Mitte steht, der Christus-Mensch, etwa die Flügel bricht, sondern dadurch, daß er in seiner Spiritualität die Hand ausstreckt, erträgt der andere, das geflügelte Wesen, dies nicht, und durch das, was in ihm vorgeht, weil er unerträglich für seine Wesenheit dasjenige findet, was unten lebt, bricht er selbst durch innere Kraft sich die Flügel und stürzt herab. Es ist also festzuhalten, daß sich dieses Wesen selbst herunterstürzt, daß es nicht etwa heruntergestürzt wird durch irgendeine Gegnerschaft.
[ 4 ] Und unten im Felsen drinnen sehen wir eine andere Gestalt gefesselt liegen, in Ketten liegen. Diese bestrebt sich, von unten herauf das Erdreich aufzuwühlen. Aber sie kommt nicht auf in diesem Bestreben gegen das, was ausströmt von der nach unten gerichteten Hand der Mittelfigur. Sie windet sich und krümmt sich durch das, wiederum in ihrer eigenen Wesenheit gelegene Zurückgeworfen- und Zurückgestoßenwerden durch die Kraft der Mittelfigur.
[ 4 ] Und unten im Felsen drinnen sehen wir eine andere Gestalt gefesselt liegen, in Ketten liegen. Diese bestrebt sich, von unten herauf das Erdreich aufzuwühlen. Aber sie kommt nicht auf in diesem Bestreben gegen das, was ausströmt von der nach unten gerichteten Hand der Mittelfigur. Sie windet sich und krümmt sich durch das, wiederum in ihrer eigenen Wesenheit gelegene Zurückgeworfen- und Zurückgestoßenwerden durch die Kraft der Mittelfigur.
[ 5 ] Sie ahnen, daß in dieser Gruppe ausgedrückt ist dasjenige, was wir nennen das Christus-Prinzip unseres Kosmos, in der Mittelfigur, das luziferische Prinzip in dem vom Felsen herabstürzenden Engel, und das ahrimanische Prinzip in der Gestalt, die unten in der Höhle von unten nach oben strebt. Es ist von mir versucht worden, diese drei Gestalten — wir dürfen ja in so intimem Kreise so etwas aussprechen — möglichst porträtähnlich zu gestalten, so daß man wirklich einen Eindruck bekommen wird von der Form, die Ahriman annimmt, wenn er in einem solchen Zusammenhang dem Menschen erscheint, und auch von der Physiognomie des Luzifer, die er annimmt, wenn er dem Menschen erscheint. Was der abendländischen, religiösen Weltanschauung fehlt bis in unsere Tage hinein, was in sie erst durch unsere geisteswissenschaftliche Weltanschauung hineingebracht werden kann, das ist die Erkenntnis, daß in dem ganzen Weltenzusammenhang Ahriman und Luzifer drinnen walten. Öffentlich kann man die Dinge ja nur andeuten, weil heute die Menschen noch zurückschrecken vor einem genauen Aussprechen dieser Dinge. Aber erinnern wir uns, daß selbst im gestrigen öffentlichen Vortrag gesagt worden ist, daß der Mensch durch Meditation auf der einen Seite hinaufgeführt wird in eine Region, wo er sich im innersten Wesen einsam und ohnmächtig fühlt, auf der andern Seite in ein Gebiet, wo er sich in seinem Wesen durchsetzt fühlt von Furcht und Ohnmacht. Dasjenige, was uns droht, wenn wir einseitig nur nach dem Freiwerden von dem Materiellen streben, was uns droht, wenn wir abstrakt nach dem Geistigen streben, das ist das Ergriffenwerden vom luziferischen Prinzip. Was uns droht, wenn wir nur hinunterstreben nach dem Materiellen, wenn wir leben in dem Verlangen nach dem Materiellen, wo wir wie versteinert erscheinen — wie ich es gestern im öffentlichen Vortrag ausgeführt habe —, das ist das ahrimanische Prinzip. Und der Mensch steht darinnen zwischen luziferischem und ahrimanischem Prinzip. Das muß erkannt werden. Aber in der richtigen Weise muß auch erkannt werden, daß wir nicht etwa damit auskommen, daß wir nur sagen: Wir müssen Luziferisches und Ahrimanisches von uns abstreifen. — Alle Gefühle, die wir gegen das Luziferische und das Ahrimanische an Haß oder an Furcht aufbringen, sind eigentlich unserer menschlichen Natur nicht zuträglich. Wir müssen erkennen, daß Ahriman und Luzifer ihre Berechtigung haben im ganzen Kosmos. Deshalb ist in der plastischen Figur angedeutet, daß nicht der Christus durch inneren Haß oder von sich ausgehendem Drang den Luzifer und Ahriman überwinden will, sondern daß Luzifer selbst, daß Ahriman selbst sich überwinden. Es ist ganz falsch, wenn wir Gefühle in uns entwickeln, als ob Ahriman und Luzifer von uns abgestoßen werden müßten, als ob wir sie direkt bekämpfen müßten. Das hat selbst die durch die Welt ziehende normale Gottheit nicht angeordnet in ihrer weisen Weltenlenkung, daß Ahrimanisches und Luziferisches nicht da sei in der Weltenlenkung. Es ist da.
[ 5 ] Sie ahnen, daß in dieser Gruppe ausgedrückt ist dasjenige, was wir nennen das Christus-Prinzip unseres Kosmos, in der Mittelfigur, das luziferische Prinzip in dem vom Felsen herabstürzenden Engel, und das ahrimanische Prinzip in der Gestalt, die unten in der Höhle von unten nach oben strebt. Es ist von mir versucht worden, diese drei Gestalten — wir dürfen ja in so intimem Kreise so etwas aussprechen — möglichst porträtähnlich zu gestalten, so daß man wirklich einen Eindruck bekommen wird von der Form, die Ahriman annimmt, wenn er in einem solchen Zusammenhang dem Menschen erscheint, und auch von der Physiognomie des Luzifer, die er annimmt, wenn er dem Menschen erscheint. Was der abendländischen, religiösen Weltanschauung fehlt bis in unsere Tage hinein, was in sie erst durch unsere geisteswissenschaftliche Weltanschauung hineingebracht werden kann, das ist die Erkenntnis, daß in dem ganzen Weltenzusammenhang Ahriman und Luzifer drinnen walten. Öffentlich kann man die Dinge ja nur andeuten, weil heute die Menschen noch zurückschrecken vor einem genauen Aussprechen dieser Dinge. Aber erinnern wir uns, daß selbst im gestrigen öffentlichen Vortrag gesagt worden ist, daß der Mensch durch Meditation auf der einen Seite hinaufgeführt wird in eine Region, wo er sich im innersten Wesen einsam und ohnmächtig fühlt, auf der andern Seite in ein Gebiet, wo er sich in seinem Wesen durchsetzt fühlt von Furcht und Ohnmacht. Dasjenige, was uns droht, wenn wir einseitig nur nach dem Freiwerden von dem Materiellen streben, was uns droht, wenn wir abstrakt nach dem Geistigen streben, das ist das Ergriffenwerden vom luziferischen Prinzip. Was uns droht, wenn wir nur hinunterstreben nach dem Materiellen, wenn wir leben in dem Verlangen nach dem Materiellen, wo wir wie versteinert erscheinen — wie ich es gestern im öffentlichen Vortrag ausgeführt habe —, das ist das ahrimanische Prinzip. Und der Mensch steht darinnen zwischen luziferischem und ahrimanischem Prinzip. Das muß erkannt werden. Aber in der richtigen Weise muß auch erkannt werden, daß wir nicht etwa damit auskommen, daß wir nur sagen: Wir müssen Luziferisches und Ahrimanisches von uns abstreifen. — Alle Gefühle, die wir gegen das Luziferische und das Ahrimanische an Haß oder an Furcht aufbringen, sind eigentlich unserer menschlichen Natur nicht zuträglich. Wir müssen erkennen, daß Ahriman und Luzifer ihre Berechtigung haben im ganzen Kosmos. Deshalb ist in der plastischen Figur angedeutet, daß nicht der Christus durch inneren Haß oder von sich ausgehendem Drang den Luzifer und Ahriman überwinden will, sondern daß Luzifer selbst, daß Ahriman selbst sich überwinden. Es ist ganz falsch, wenn wir Gefühle in uns entwickeln, als ob Ahriman und Luzifer von uns abgestoßen werden müßten, als ob wir sie direkt bekämpfen müßten. Das hat selbst die durch die Welt ziehende normale Gottheit nicht angeordnet in ihrer weisen Weltenlenkung, daß Ahrimanisches und Luziferisches nicht da sei in der Weltenlenkung. Es ist da.
[ 6 ] Wenn wir uns fragen, wo ist im Werden der Menschen heute noch das luziferische Prinzip da, dann müssen wir hinübersehen nach dem Osten. Im Osten, in Asien und im europäischen Rußland, waltet Luzifer durch die Kultur hindurch. Und obwohl, wie ich in dem Zyklus über die Mission der Volksseelen ausgeführt habe, das russische Element dazu berufen ist, in der weiteren Entwickelung das Geistselbst herauszubilden, so ist doch bei der russischen Kultur die Gefahr vorhanden, von Luzifer umstrickt zu werden. Sie ist auf dem Wege dazu. Das luziferische Prinzip besteht darinnen, daß gute Geister zurückbleiben. In der griechisch-orthodoxen Kirche war bis in das 6., 7. Jahrhundert ein guter Geist, aber das, was zu einer Zeit ein guter Geist ist, verwandelt sich in einen luziferischen Geist, wenn es über diese Zeit fortbehalten wird. Das Festhalten an der orthodoxen Religion ist ein «in den Klauen des Luzifer sein». Und viel intensiver noch ist das der Fall bei den geistigen Formen, welche sich im Orient entwickeln, die für Urzeiten ihre Berechtigung hatten. Dadurch, daß sie sich konservieren, laufen sie ein in das luziferische Element. Überall drüben im Osten finden wir bei sehr vielen Menschen, welche dort inkarniert sind, daß sie etwas durchzumachen haben in der Welt des Luziferischen. Und im Westen finden wir nach der weisen Weltenlenkung überall die Seelen eingetaucht in das ahrimanische Element. Am stärksten finden wir das in Amerika. In Amerika besteht die Tendenz, eine Kultur zu entwickeln, die ganz untertaucht in das materialistische, das ahrimanische Element, die ganz durchsetzt wird — selbst da, wo nach Spiritualismus gestrebt wird — von rein materiellen Anschauungen. Selbst da, wo man nach Geistigem strebt, will man dort die Geister handgreiflich nach spiritistischer Art vor sich haben. Das wird immer stärker werden, und die Sehnsucht nach dem Handgreiflichen wird immer größer werden. Sie wird auch den Westen Europas nach und nach ergreifen. Da wird die Mission erfüllt werden, das ahrimanische Element einzuführen in die Kultur.
[ 6 ] Wenn wir uns fragen, wo ist im Werden der Menschen heute noch das luziferische Prinzip da, dann müssen wir hinübersehen nach dem Osten. Im Osten, in Asien und im europäischen Rußland, waltet Luzifer durch die Kultur hindurch. Und obwohl, wie ich in dem Zyklus über die Mission der Volksseelen ausgeführt habe, das russische Element dazu berufen ist, in der weiteren Entwickelung das Geistselbst herauszubilden, so ist doch bei der russischen Kultur die Gefahr vorhanden, von Luzifer umstrickt zu werden. Sie ist auf dem Wege dazu. Das luziferische Prinzip besteht darinnen, daß gute Geister zurückbleiben. In der griechisch-orthodoxen Kirche war bis in das 6., 7. Jahrhundert ein guter Geist, aber das, was zu einer Zeit ein guter Geist ist, verwandelt sich in einen luziferischen Geist, wenn es über diese Zeit fortbehalten wird. Das Festhalten an der orthodoxen Religion ist ein «in den Klauen des Luzifer sein». Und viel intensiver noch ist das der Fall bei den geistigen Formen, welche sich im Orient entwickeln, die für Urzeiten ihre Berechtigung hatten. Dadurch, daß sie sich konservieren, laufen sie ein in das luziferische Element. Überall drüben im Osten finden wir bei sehr vielen Menschen, welche dort inkarniert sind, daß sie etwas durchzumachen haben in der Welt des Luziferischen. Und im Westen finden wir nach der weisen Weltenlenkung überall die Seelen eingetaucht in das ahrimanische Element. Am stärksten finden wir das in Amerika. In Amerika besteht die Tendenz, eine Kultur zu entwickeln, die ganz untertaucht in das materialistische, das ahrimanische Element, die ganz durchsetzt wird — selbst da, wo nach Spiritualismus gestrebt wird — von rein materiellen Anschauungen. Selbst da, wo man nach Geistigem strebt, will man dort die Geister handgreiflich nach spiritistischer Art vor sich haben. Das wird immer stärker werden, und die Sehnsucht nach dem Handgreiflichen wird immer größer werden. Sie wird auch den Westen Europas nach und nach ergreifen. Da wird die Mission erfüllt werden, das ahrimanische Element einzuführen in die Kultur.
[ 7 ] Das meine ich mit den großen Gesichtspunkten: daß wir einsehen, wie wir in Mitteleuropa eingespannt sind zwischen dem luziferischen Prinzip des Ostens und dem ahrimanischen Prinzip des Westens, wie wir aber dazu berufen sind, uns aufzuschwingen zu den Kräften, welche dargestellt werden durch das Christus-Prinzip, das auf der einen Seite den Luzifer zum Brechen der Flügel bringt, durch die Überwindung des Ohnmachtsgefühls, und nach der andern Seite gegen Ahriman zu die ausstrahlenden Kräfte entwickelt, die zurückdrängen alle Furcht, die besteht vor dem Wissen von der geistigen Welt. Denn in Wahrheit ist das ahrimanische Element, welches durch die Welt pulsiert, nicht zurückzuhalten, es ist da. Auch das Mitteleuropäische wird von diesem ahrimanischen Element ergriffen. Nur muß man wissen, wie man sich zu ihm zu stellen hat, denn der Gang des ahrimanischen Elementes ist der Gang durch den Materialismus. Und dieser Gang durch den Materialismus muß sein, und es hat einen tiefen, einen weisheitsvollen Zusammenhang, warum dieser Gang durch den Materialismus sein muß.
[ 7 ] Das meine ich mit den großen Gesichtspunkten: daß wir einsehen, wie wir in Mitteleuropa eingespannt sind zwischen dem luziferischen Prinzip des Ostens und dem ahrimanischen Prinzip des Westens, wie wir aber dazu berufen sind, uns aufzuschwingen zu den Kräften, welche dargestellt werden durch das Christus-Prinzip, das auf der einen Seite den Luzifer zum Brechen der Flügel bringt, durch die Überwindung des Ohnmachtsgefühls, und nach der andern Seite gegen Ahriman zu die ausstrahlenden Kräfte entwickelt, die zurückdrängen alle Furcht, die besteht vor dem Wissen von der geistigen Welt. Denn in Wahrheit ist das ahrimanische Element, welches durch die Welt pulsiert, nicht zurückzuhalten, es ist da. Auch das Mitteleuropäische wird von diesem ahrimanischen Element ergriffen. Nur muß man wissen, wie man sich zu ihm zu stellen hat, denn der Gang des ahrimanischen Elementes ist der Gang durch den Materialismus. Und dieser Gang durch den Materialismus muß sein, und es hat einen tiefen, einen weisheitsvollen Zusammenhang, warum dieser Gang durch den Materialismus sein muß.
[ 8 ] Denken Sie sich, daß doch dasjenige, was einseitige religiöse Bewegung ist — ich sage ausdrücklich «einseitige» religiöse Bewegung —, auch im Christentum da ist, und am stärksten ausgeprägt ist im Element des Jesuitismus. Bedenken Sie, daß das sich immer wendet gegen den wirklichen wissenschaftlichen Fortschritt. Die katholische Kirche hat doch erst im 19. Jahrhundert die Kopernikanische Weltanschauung offiziell anerkannt. Was äußere Wissenschaft ist, wird von der einseitigen Religion selbstverständlich bekämpft, das kann nicht anders sein. In diesem Bekämpfen von seiten der Religion gegenüber der äußeren Wissenschaft liegen zwei Impulse. Der eine Impuls ist der, daß die einseitige Religion wohl fühlt: In der Wissenschaft, die bloß mit Rücksicht auf die äußere Welt getrieben wird, bekundet sich Ahriman. Das ist das Berechtigte im Kampfe der Kirche, Nicht hinwegzuhalten ist Ahriman von der äußeren Wissenschaft, wenn sie nicht aufblickt zur spirituellen Weltanschauung; das ist das Berechtigte. Auf der andern Seite aber steht ein unberechtigter Impuls in dem Wenden der einseitigen Religion gegen die Wissenschaft. Diese einseitige religiöse Weltanschauung ist nämlich selbst beseelt, durchseelt möchte man sagen, besonders vom luziferischen Element. Denn nach religiöser Vertiefung streben und das wissenschaftliche Eindringen in geistige Welten hassen, das ist dasjenige, was Luzifer von dem Menschen will. Luzifer könnte nicht besser sein Ziel etreichen, als wenn alle Menschen bloß religiös wären. Dieses Religiöse hat einen ungeheuer starken egoistischen Einschlag. Denken Sie nur, wie die Menschen, die nicht nach dem geistigen Wissen streben, ihre Religion auffassen. Aus Egoismus heraus wollen sie selig werden, aus Egoismus ein Leben, wie sie es sich ausmalen, nach dem Tode führen! Aus Egoismus wollen sie nur einmal verkörpert sein in der Welt! In der einseitigen Religion ist der Egoismus auf die höchste Spitze getrieben: ein Egoismus der Seele, nicht bloß des Leibes. Die besten religiösen Aspirationen, die uns umgeben, stecken im Egoismus. Und wirklich, die frömmsten Leute, die uns durch ihre Frömmigkeit rühren — Luzifer ist es, der ihre religiösen Gefühle beherrscht. Luzifer ist es viel lieber, wenn er fromme Seelen bekommt, die einen Sinn haben für das Geistige, das Gute, das sie aus Egoismus anstreben. Denn er will nicht lauter Verbrecherseelen, er will gerade die frommen Seelen einführen in sein Element.
[ 8 ] Denken Sie sich, daß doch dasjenige, was einseitige religiöse Bewegung ist — ich sage ausdrücklich «einseitige» religiöse Bewegung —, auch im Christentum da ist, und am stärksten ausgeprägt ist im Element des Jesuitismus. Bedenken Sie, daß das sich immer wendet gegen den wirklichen wissenschaftlichen Fortschritt. Die katholische Kirche hat doch erst im 19. Jahrhundert die Kopernikanische Weltanschauung offiziell anerkannt. Was äußere Wissenschaft ist, wird von der einseitigen Religion selbstverständlich bekämpft, das kann nicht anders sein. In diesem Bekämpfen von seiten der Religion gegenüber der äußeren Wissenschaft liegen zwei Impulse. Der eine Impuls ist der, daß die einseitige Religion wohl fühlt: In der Wissenschaft, die bloß mit Rücksicht auf die äußere Welt getrieben wird, bekundet sich Ahriman. Das ist das Berechtigte im Kampfe der Kirche, Nicht hinwegzuhalten ist Ahriman von der äußeren Wissenschaft, wenn sie nicht aufblickt zur spirituellen Weltanschauung; das ist das Berechtigte. Auf der andern Seite aber steht ein unberechtigter Impuls in dem Wenden der einseitigen Religion gegen die Wissenschaft. Diese einseitige religiöse Weltanschauung ist nämlich selbst beseelt, durchseelt möchte man sagen, besonders vom luziferischen Element. Denn nach religiöser Vertiefung streben und das wissenschaftliche Eindringen in geistige Welten hassen, das ist dasjenige, was Luzifer von dem Menschen will. Luzifer könnte nicht besser sein Ziel etreichen, als wenn alle Menschen bloß religiös wären. Dieses Religiöse hat einen ungeheuer starken egoistischen Einschlag. Denken Sie nur, wie die Menschen, die nicht nach dem geistigen Wissen streben, ihre Religion auffassen. Aus Egoismus heraus wollen sie selig werden, aus Egoismus ein Leben, wie sie es sich ausmalen, nach dem Tode führen! Aus Egoismus wollen sie nur einmal verkörpert sein in der Welt! In der einseitigen Religion ist der Egoismus auf die höchste Spitze getrieben: ein Egoismus der Seele, nicht bloß des Leibes. Die besten religiösen Aspirationen, die uns umgeben, stecken im Egoismus. Und wirklich, die frömmsten Leute, die uns durch ihre Frömmigkeit rühren — Luzifer ist es, der ihre religiösen Gefühle beherrscht. Luzifer ist es viel lieber, wenn er fromme Seelen bekommt, die einen Sinn haben für das Geistige, das Gute, das sie aus Egoismus anstreben. Denn er will nicht lauter Verbrecherseelen, er will gerade die frommen Seelen einführen in sein Element.
[ 9 ] So steht also auf der einen Seite das berechtigte, wissenschaftliche Element, welches sich eben auf der Schwelle nach dem Ahrimanischen hin bewegen würde, wenn es nicht zur geistigen Welt aufblickt, auf der andern Seite das luziferische Element, welches in egoistische Religiosität verfallen würde auch in Mitteleuropa, wenn nicht die spirituelle Weltanschauung ein geistiges Wissen hineinbringen würde. Das wird der Fortschritt im Christentum sein. So wird es uns gerade zum unendlich bedeutungsvollen Schatz unseres Gemütes, wenn wir uns mit der Erkenntnis durchdringen, daß wir wissend stehen zwischen dem, was da sein muß, dem Luziferischen und Ahrimanischen, dem man nicht entfliehen kann, das aber seine Macht verliert, wenn man es erkennt. Das ist die Eigentümlichkeit der geistigen Welt: Wenn man es erkennt, verliert es die Macht, durch die es die Menschen besessen macht. Luzifer und Ahriman sind unsichtbar. Bekommen wir eine Vorstellung von ihnen in Raum und Zeit, so verlieren sie ihre Macht über uns.
[ 9 ] So steht also auf der einen Seite das berechtigte, wissenschaftliche Element, welches sich eben auf der Schwelle nach dem Ahrimanischen hin bewegen würde, wenn es nicht zur geistigen Welt aufblickt, auf der andern Seite das luziferische Element, welches in egoistische Religiosität verfallen würde auch in Mitteleuropa, wenn nicht die spirituelle Weltanschauung ein geistiges Wissen hineinbringen würde. Das wird der Fortschritt im Christentum sein. So wird es uns gerade zum unendlich bedeutungsvollen Schatz unseres Gemütes, wenn wir uns mit der Erkenntnis durchdringen, daß wir wissend stehen zwischen dem, was da sein muß, dem Luziferischen und Ahrimanischen, dem man nicht entfliehen kann, das aber seine Macht verliert, wenn man es erkennt. Das ist die Eigentümlichkeit der geistigen Welt: Wenn man es erkennt, verliert es die Macht, durch die es die Menschen besessen macht. Luzifer und Ahriman sind unsichtbar. Bekommen wir eine Vorstellung von ihnen in Raum und Zeit, so verlieren sie ihre Macht über uns.
[ 10 ] Sie dürfen nicht glauben, daß dann, wenn ein böser Geist von einem Menschen geahnt wird durch hellsichtige Kraft, aber nicht geschaut wird, der Mensch etwas Schlimmes macht, wenn dieser Geist abgebildet oder plastisch dargestellt wird. Das ist richtig: Durch.die sinnliche Anschauung verliert der Geist seine Macht. Die Menschen werden nicht mehr nervös werden durch das geistige Hinstellen einer Figur, sondern es verliert dadurch der Geist als unsichtbare Macht seine Bedeutung, und wir stellen uns bewußt in sie hinein. Wie die Gottheit selbst Luzifer und Ahriman gebraucht, um von Ost und West die Welt in das richtige Geleise zu bringen, damit die Welt nicht eine unregelmäßige Entwickelung durchmacht, sondern wie durch Pendelbewegung fortschreitet, so läßt die Weltregierung das Luziferische vom Osten, das Ahrimanische vom Westen wirken. Sie setzt aber auch uns in Mitteleuropa die schwere, große Aufgabe, diese Pendelbewegung in der richtigen Weise zu betrachten. Dieses Pendel ist eigentlich ein Kahn, wie wenn an eine Pendeluhr ein Kahn angehängt wäre. Und in diesem Kahn sitzen die in Mitteleuropa in richtiger Weise hinstrebenden Seelen. Sie müssen wirklich hineintauchen und müssen wissen, diese Seelen, daß sie den richtigen Gleichgewichtspunkt erfassen müssen. Sie müssen das, was hinter der Schwelle des gewöhnlichen Bewußtseins liegt, erkennen, müssen es in ihr Bewußtsein aufnehmen. Und diese unsere jetzigen schweren Tage sind eine Mahnung vor allen Dingen an diejenigen, die schon etwas ahnen von dem, was der Welt in Zukunft bevorsteht. Nicht daß innerhalb des Krieges auf der einen oder andern Seite ein äußerer Sieg erfochten wird, nicht darauf allein kommt es an, sondern darauf kommt es an, wie gelebt werden wird nach diesem Siege. Denken Sie, wenn es dahin kommen würde, daß die mitteleuropäischen Völker siegen, daß aber auf dem Felde dieses Sieges die rein materialistisch-ahrimanische Weltanschauung sich ausbreiten würde und diese festgehalten würde durch das luziferische Element — dann, wenn der Osten auf der einen Seite und der Westen auf der andern Seite in die mitteleuropäische Geistigkeit einbrechen würde, dann wäre auch ein äußerer Sieg nicht von Heil für dieses Mitteleuropa. Und es bricht seit Jahrhunderten, ohne daß die Menschen es merken, das ahrimanisch-luziferische Element ganz stark herein. Denken Sie nur einmal, wie es notwendig war, das orientalisch-luziferische Element abzulehnen in unserer mitteleuropäischen theosophischen Bewegung. Denn dasjenige, was wir von Osten bekamen als Theosophie, es war von Luzifer durchsetzt und führte ja auch in seinem Extrem zur Anerkennung eines äußeren Menschengötzen, eines physisch wiederverkörperten Christus. Das war der Kampf, den wir führen mußten gegen die unberechtigte Auslegung der theosophischen Weltauffassung.
[ 10 ] Sie dürfen nicht glauben, daß dann, wenn ein böser Geist von einem Menschen geahnt wird durch hellsichtige Kraft, aber nicht geschaut wird, der Mensch etwas Schlimmes macht, wenn dieser Geist abgebildet oder plastisch dargestellt wird. Das ist richtig: Durch.die sinnliche Anschauung verliert der Geist seine Macht. Die Menschen werden nicht mehr nervös werden durch das geistige Hinstellen einer Figur, sondern es verliert dadurch der Geist als unsichtbare Macht seine Bedeutung, und wir stellen uns bewußt in sie hinein. Wie die Gottheit selbst Luzifer und Ahriman gebraucht, um von Ost und West die Welt in das richtige Geleise zu bringen, damit die Welt nicht eine unregelmäßige Entwickelung durchmacht, sondern wie durch Pendelbewegung fortschreitet, so läßt die Weltregierung das Luziferische vom Osten, das Ahrimanische vom Westen wirken. Sie setzt aber auch uns in Mitteleuropa die schwere, große Aufgabe, diese Pendelbewegung in der richtigen Weise zu betrachten. Dieses Pendel ist eigentlich ein Kahn, wie wenn an eine Pendeluhr ein Kahn angehängt wäre. Und in diesem Kahn sitzen die in Mitteleuropa in richtiger Weise hinstrebenden Seelen. Sie müssen wirklich hineintauchen und müssen wissen, diese Seelen, daß sie den richtigen Gleichgewichtspunkt erfassen müssen. Sie müssen das, was hinter der Schwelle des gewöhnlichen Bewußtseins liegt, erkennen, müssen es in ihr Bewußtsein aufnehmen. Und diese unsere jetzigen schweren Tage sind eine Mahnung vor allen Dingen an diejenigen, die schon etwas ahnen von dem, was der Welt in Zukunft bevorsteht. Nicht daß innerhalb des Krieges auf der einen oder andern Seite ein äußerer Sieg erfochten wird, nicht darauf allein kommt es an, sondern darauf kommt es an, wie gelebt werden wird nach diesem Siege. Denken Sie, wenn es dahin kommen würde, daß die mitteleuropäischen Völker siegen, daß aber auf dem Felde dieses Sieges die rein materialistisch-ahrimanische Weltanschauung sich ausbreiten würde und diese festgehalten würde durch das luziferische Element — dann, wenn der Osten auf der einen Seite und der Westen auf der andern Seite in die mitteleuropäische Geistigkeit einbrechen würde, dann wäre auch ein äußerer Sieg nicht von Heil für dieses Mitteleuropa. Und es bricht seit Jahrhunderten, ohne daß die Menschen es merken, das ahrimanisch-luziferische Element ganz stark herein. Denken Sie nur einmal, wie es notwendig war, das orientalisch-luziferische Element abzulehnen in unserer mitteleuropäischen theosophischen Bewegung. Denn dasjenige, was wir von Osten bekamen als Theosophie, es war von Luzifer durchsetzt und führte ja auch in seinem Extrem zur Anerkennung eines äußeren Menschengötzen, eines physisch wiederverkörperten Christus. Das war der Kampf, den wir führen mußten gegen die unberechtigte Auslegung der theosophischen Weltauffassung.
[ 11 ] Aber auch darüber müssen wir uns klar sein, daß wir in Mitteleuropa in der richtigen Weise erkennen müssen, wie wir uns hineinzuversetzen haben in das, was der Menschheit in der Zukunft bevorsteht. Wir werden gerade durch das, was uns die Geisteswissenschaft sein kann, gerade durch das einsehen lernen, daß der Materialismus, die materialistische Weltanschauung sich nicht ausdehnen darf über das Gebiet, das für Mitteleuropa vorbereitet wird. Diejenigen werden streben müssen, dies zu verhindern, die etwas davon ahnen, daß eine geistige Weltanschauung, über Mitteleuropa hinströmend und von da aus ausstrahlend über die ganze Erde, sich wirklich verbreitet. Und denkbar wäre es ja, äußerlich denkbar als Hypothese, daß dieses Mitteleuropa nach einem Siege einer materialistischen Kultur dienen würde. Dann würde die Früchte dieses Sieges Ahriman einheimsen. Und dies muß verhindert werden.
[ 11 ] Aber auch darüber müssen wir uns klar sein, daß wir in Mitteleuropa in der richtigen Weise erkennen müssen, wie wir uns hineinzuversetzen haben in das, was der Menschheit in der Zukunft bevorsteht. Wir werden gerade durch das, was uns die Geisteswissenschaft sein kann, gerade durch das einsehen lernen, daß der Materialismus, die materialistische Weltanschauung sich nicht ausdehnen darf über das Gebiet, das für Mitteleuropa vorbereitet wird. Diejenigen werden streben müssen, dies zu verhindern, die etwas davon ahnen, daß eine geistige Weltanschauung, über Mitteleuropa hinströmend und von da aus ausstrahlend über die ganze Erde, sich wirklich verbreitet. Und denkbar wäre es ja, äußerlich denkbar als Hypothese, daß dieses Mitteleuropa nach einem Siege einer materialistischen Kultur dienen würde. Dann würde die Früchte dieses Sieges Ahriman einheimsen. Und dies muß verhindert werden.
[ 12 ] Denken Sie nur an eine solch tragische Figur wie Ernst Haeckel! Goethe hat eine Entwicklungslehre geschrieben. Seit 1884 bemühe ich mich, den Menschen verständlich zu machen, daß es eine Entwicklungslehre ist, die im höchsten Sinne geistgemäß ist. Aber die Menschen können sie bei Goethe nicht in der tiefen Weise verstehen, in der sie dort gegeben ist. Als sie dann in trivialer Weise durch Darwin gebracht wurde, da verstanden sie die Menschen, da konnten die Lehren einfließen in die Herzen und Seelen der Menschen: da hatte die Lehre eine materialistische Färbung bekommen! Und nehmen Sie eine solch tragische Figur wie Ernst Haeckel: jeden Gedanken, jede Faser seines wissenschaftlichen Lebens hat er von England herüberbezogen. Huxley, Locke, Darwin waren seine Lehrmeister. Und heute ist Ernst Haeckel einer derjenigen, die sich am meisten gegen England wenden, er ist einer der wütigsten Kämpfer — soweit er es als alter Mann sein kann; er stand an der Spitze derjenigen, die nach England alle Orden und Diplome und Auszeichnungen zurückschickten. Das hat aber keinen Belang, Orden und Auszeichnungen zurückzuschicken, wenn nicht der englisch gefärbte Darwinismus zurückgeschickt wird. Und noch manches andere ist da. Am besten werden die Seelen vorbereitet für den Materialismus, wenn sie noch für das äußere Leben, ich möchte sagen, halb schlafen, wenn es noch kindliche Seelen sind. Man merkt es nicht, daß man da am besten in die Seelen hineinsenken kann Vorstellungen, die sie später geistig präparieren, das Materialistische als selbstverständlich anzunehmen. Das hat Ahriman vollzogen, indem er dem britischen Volke einen sehr wirksamen Geist hat erstehen lassen, durch den unvermerkt, ohne daß die Menschen es irgendwie ahnen, in die kindlichen Seelen hineinverpflanzt wird der Drang zum Materialismus. Das ist der außerordentlich geniale Verfasser des «Robinson Crusoe». Wenn man die Vorstellungen, von denen der Robinson durchdrungen ist, in die kindlichen Seelen hineinsenkt, dann bekommen sie die Neigung zum Materialismus. In dem Buche entsteht selbst die Religion von selber, so wie Kohlköpfe wachsen. Nichts ist da, was reflektiert auf etwas, das von der spirituellen Welt einfließen soll. Und sehen Sie nur, wie der Robinson durch die Welt zieht! Es gab eine Zeit der literarischen Entwickelung in Mitteleuropa, wo es in allen Sprachen Nachahmungen des Robinson gab. Und die vielen Übersetzungen des Robinson! Man kann sie gar nicht zählen, die in allen Nationen hereingebrachten Robinsons! So tief liegt das drinnen. Aber es muß durch das wirklich nach dem Spirituellen gerichtete Große, Bedeutsame der mitteleuropäischen Kultur der geistige Weg wiederum gewiesen werden. Und wirklich durch höhere Führung waren die Gebrüder Griz da und haben die deutschen Märchen wiederum gesammelt. Und wenn wir unserer Jugend statt des ahrimanischen Robinson die deutschen Märchen bringen, dann bringen wir ihnen die Neigung zum Spiritualismus.
[ 12 ] Denken Sie nur an eine solch tragische Figur wie Ernst Haeckel! Goethe hat eine Entwicklungslehre geschrieben. Seit 1884 bemühe ich mich, den Menschen verständlich zu machen, daß es eine Entwicklungslehre ist, die im höchsten Sinne geistgemäß ist. Aber die Menschen können sie bei Goethe nicht in der tiefen Weise verstehen, in der sie dort gegeben ist. Als sie dann in trivialer Weise durch Darwin gebracht wurde, da verstanden sie die Menschen, da konnten die Lehren einfließen in die Herzen und Seelen der Menschen: da hatte die Lehre eine materialistische Färbung bekommen! Und nehmen Sie eine solch tragische Figur wie Ernst Haeckel: jeden Gedanken, jede Faser seines wissenschaftlichen Lebens hat er von England herüberbezogen. Huxley, Locke, Darwin waren seine Lehrmeister. Und heute ist Ernst Haeckel einer derjenigen, die sich am meisten gegen England wenden, er ist einer der wütigsten Kämpfer — soweit er es als alter Mann sein kann; er stand an der Spitze derjenigen, die nach England alle Orden und Diplome und Auszeichnungen zurückschickten. Das hat aber keinen Belang, Orden und Auszeichnungen zurückzuschicken, wenn nicht der englisch gefärbte Darwinismus zurückgeschickt wird. Und noch manches andere ist da. Am besten werden die Seelen vorbereitet für den Materialismus, wenn sie noch für das äußere Leben, ich möchte sagen, halb schlafen, wenn es noch kindliche Seelen sind. Man merkt es nicht, daß man da am besten in die Seelen hineinsenken kann Vorstellungen, die sie später geistig präparieren, das Materialistische als selbstverständlich anzunehmen. Das hat Ahriman vollzogen, indem er dem britischen Volke einen sehr wirksamen Geist hat erstehen lassen, durch den unvermerkt, ohne daß die Menschen es irgendwie ahnen, in die kindlichen Seelen hineinverpflanzt wird der Drang zum Materialismus. Das ist der außerordentlich geniale Verfasser des «Robinson Crusoe». Wenn man die Vorstellungen, von denen der Robinson durchdrungen ist, in die kindlichen Seelen hineinsenkt, dann bekommen sie die Neigung zum Materialismus. In dem Buche entsteht selbst die Religion von selber, so wie Kohlköpfe wachsen. Nichts ist da, was reflektiert auf etwas, das von der spirituellen Welt einfließen soll. Und sehen Sie nur, wie der Robinson durch die Welt zieht! Es gab eine Zeit der literarischen Entwickelung in Mitteleuropa, wo es in allen Sprachen Nachahmungen des Robinson gab. Und die vielen Übersetzungen des Robinson! Man kann sie gar nicht zählen, die in allen Nationen hereingebrachten Robinsons! So tief liegt das drinnen. Aber es muß durch das wirklich nach dem Spirituellen gerichtete Große, Bedeutsame der mitteleuropäischen Kultur der geistige Weg wiederum gewiesen werden. Und wirklich durch höhere Führung waren die Gebrüder Griz da und haben die deutschen Märchen wiederum gesammelt. Und wenn wir unserer Jugend statt des ahrimanischen Robinson die deutschen Märchen bringen, dann bringen wir ihnen die Neigung zum Spiritualismus.
[ 13 ] Es erscheint einem tief wehmütig, wenn man — das alles ist symptomatisch — folgendes erlebt: Ein sehr bedeutender Philosoph Österreichs, Professor Dr. Ernst Mach, hat ein Buch geschrieben, das tief einschneidend war für viele, die heute philosophisch denken wollen, «Analyse der Empfindungen». Auf der dritten Seite finden Sie folgendes. Von der Selbsterkenntnis spricht er. Wir wissen, daß die Selbsterkenntnis so außerordentlich wichtig ist, ich habe es des öfteren auseinandergesetzt. Ernst Mach gibt nun einen Beweis dafür, daß die Selbsterkenntnis selbst für die äußere Welt recht schwierig ist. Er erzählt: Ich kam an einer Spiegelauslage vorbei, wo ich mein eigenes Bild, meine eigene Gestalt mir entgegenkommen sah. Ich dachte: welch ein unsympathischer, widerwärtiger Mensch kommt mir da entgegen! Ich war es selbst. — So sagte er. Er war es also selbst, der sich so wenig gekannt hat, daß er zu seinem Spiegelbild sagte: was für ein unsympathischer, widerwärtiger Mensch! Und um das vollends noch recht klarzumachen, fügt er hinzu: Als er schon Professor war, war er einmal in der Nacht von einer Reise gekommen und in einen Omnibus gestiegen. Als er hineinstieg, sah er im Spiegel einen Mann einsteigen, und er sagte sich wiederum: was für ein herabgekommener Schulmeister steigt denn da ein? Und er fügt hinzu: So habe ich also meinen Gattungshabitus besser gekannt als meinen Spezialhabitus. Nun, wenn es schon so schwierig ist für einen Menschen, der sich nicht oft im Spiegel schaut — das spricht für Ernst Mach, daß das stattgefunden hat —, die äußere Gestalt zu erkennen, dann wird man eine Ahnung bekommen, wie schwierig es ist, Selbsterkenntnis in der Seele zu erwerben. Das ist es aber gerade, was notwendig ist: Selbsterkenntnis in der Seele zu erwerben. Und nun möchte ich sagen, es berührt fast tragisch, wenn man in demselben Buche noch weiter nachliest und Ernst Mach von der Erziehung seines Sohnes spricht und aus wirklich ernster Seele heraus sagt: Gott sei Dank — nein, das sagt er nicht, aber etwas, was dem entspricht —, niemals haben meine Kinder irgendwelche Märchen gelesen. — Sie sind also nicht infolge des Märchenlesens irgendwie durch phantastische Vorstellungen in eine geistige Welt hineingeführt worden. — Da sehen wir, wie sich hineinnistet in die Seelen der Gegenwart dasjenige, was die mitteleuropäische Kultur dem Ahriman zuführen will. Und so muß man sagen: nicht daß gesiegt wird, sondern daß auf Grundlage des Sieges das Rechte siege, das ist es, worauf es ankommt.
[ 13 ] Es erscheint einem tief wehmütig, wenn man — das alles ist symptomatisch — folgendes erlebt: Ein sehr bedeutender Philosoph Österreichs, Professor Dr. Ernst Mach, hat ein Buch geschrieben, das tief einschneidend war für viele, die heute philosophisch denken wollen, «Analyse der Empfindungen». Auf der dritten Seite finden Sie folgendes. Von der Selbsterkenntnis spricht er. Wir wissen, daß die Selbsterkenntnis so außerordentlich wichtig ist, ich habe es des öfteren auseinandergesetzt. Ernst Mach gibt nun einen Beweis dafür, daß die Selbsterkenntnis selbst für die äußere Welt recht schwierig ist. Er erzählt: Ich kam an einer Spiegelauslage vorbei, wo ich mein eigenes Bild, meine eigene Gestalt mir entgegenkommen sah. Ich dachte: welch ein unsympathischer, widerwärtiger Mensch kommt mir da entgegen! Ich war es selbst. — So sagte er. Er war es also selbst, der sich so wenig gekannt hat, daß er zu seinem Spiegelbild sagte: was für ein unsympathischer, widerwärtiger Mensch! Und um das vollends noch recht klarzumachen, fügt er hinzu: Als er schon Professor war, war er einmal in der Nacht von einer Reise gekommen und in einen Omnibus gestiegen. Als er hineinstieg, sah er im Spiegel einen Mann einsteigen, und er sagte sich wiederum: was für ein herabgekommener Schulmeister steigt denn da ein? Und er fügt hinzu: So habe ich also meinen Gattungshabitus besser gekannt als meinen Spezialhabitus. Nun, wenn es schon so schwierig ist für einen Menschen, der sich nicht oft im Spiegel schaut — das spricht für Ernst Mach, daß das stattgefunden hat —, die äußere Gestalt zu erkennen, dann wird man eine Ahnung bekommen, wie schwierig es ist, Selbsterkenntnis in der Seele zu erwerben. Das ist es aber gerade, was notwendig ist: Selbsterkenntnis in der Seele zu erwerben. Und nun möchte ich sagen, es berührt fast tragisch, wenn man in demselben Buche noch weiter nachliest und Ernst Mach von der Erziehung seines Sohnes spricht und aus wirklich ernster Seele heraus sagt: Gott sei Dank — nein, das sagt er nicht, aber etwas, was dem entspricht —, niemals haben meine Kinder irgendwelche Märchen gelesen. — Sie sind also nicht infolge des Märchenlesens irgendwie durch phantastische Vorstellungen in eine geistige Welt hineingeführt worden. — Da sehen wir, wie sich hineinnistet in die Seelen der Gegenwart dasjenige, was die mitteleuropäische Kultur dem Ahriman zuführen will. Und so muß man sagen: nicht daß gesiegt wird, sondern daß auf Grundlage des Sieges das Rechte siege, das ist es, worauf es ankommt.
[ 14 ] Wir haben auch in Mitteleuropa ein Schwergewicht hängen, selbst an einem Siege. Denn wir sind auch mit etwas, was stark luziferisch durchsetzt ist, sogar verbunden. Es war einmal der Segen Europas, daß über Südeuropa herüber die arabische, maurische Kultur sich ausbreitete. Für die damalige Zeit war vollberechtigt dasjenige, was aber heute ahrimanisch geworden ist. Wir sind mit dem Schwergewicht des Bündnisses mit den Osmanen belastet. Wir müssen da den richtigen Standpunkt finden und nicht etwa glauben, daß wir nach äußeren politischen Gesichtspunkten unsere Empfindungen einrichten können. Dasjenige, was in der äußeren Welt lebt, ist wahrhaftig nicht geeignet, das Ahrimanische abzuhalten. Die äußere Journalliteratur steuert direkt nach dem ahrimanischen Prinzip hin und übergießt mit Spott und Hohn dasjenige, was klar sehen will über die Mächte, die in unsere Welt hineinspielen. Und deshalb muß das, was uns in unserer Zeit erscheint unter dem Zeichen von Blut und Leid, uns als die große Mahnung erscheinen, die Seelen auf den Empfang desjenigen zu stimmen, was der Gegenwart aus dem geistigen Leben zufließen will. Und hinneigen müssen sich unsere Seelen zu demjenigen, was vorbereitet worden ist in der mitteleuropäischen Kultur besonders in der Art, daß es wirklich zum Ausdruck bringt, wie wir hineingestellt sind zwischen zwei pendelartig die Welt durchziehende Kraftelemente, wie wir aber das Gleichgewicht finden müssen. Klar muß uns sein, daß auf der einen Seite die Welt strebt nach ahrimanischer Verhärtung, danach strebt, im Feuer des rein Materiellen zu erstarren; daß sie nach der andern Seite strebt, in egoistischer Weise zu einem abstrakt Geistigen aufzusteigen. Nach der einen oder andern Seite hin zu folgen, würde dem mitteleuropäischen Menschen von Verderben sein. Bloß der an die äußeren Sinne gebundenen Wissenschaft folgen, würde uns dazu bringen, daß wir die Rosen vom Kreuze reißen und bloß hinschauen nach dem, was erstarrt. Wir würden allmählich eine Weltanschauung gewinnen, die den Menschen ganz abbringen würde von allem Hinblicken nach dem Geistigen; die ihn nur hinschauen lassen würde nach dem, was ahrimanisch erstarrt ist. Versuchen Sie, sich die Ideale der ahrimanischen Wissenschaft vorzustellen: Es ist eine Welt durcheinanderwirbelnder Atome, ein rein materielles Weltengebilde. Herauswerfen aus diesem Weltbild möchte man alles, was geistig ist. Vorstellen möchte man sich, und man lehrt es schon die Kinder in der Schule, daß einmal ein Umeinanderwirbeln der gasförmigen Weltenmassen da war, daß sich daraus die Sonne gebildet hat, die dann wiederum die Planeten abgestoßen hat. Man macht es den Kindern in der Schule klar, indem man einen Öltropfen in Wasser tut, hindurchschiebt an der Stelle des Äquators ein kleines rundes Papierblatt, es mit einer Stecknadel in der Mitte durchsticht und nun an der Nadel dreht. Dadurch spalten sich kleine Tropfen ab, ein kleines Planetensystem entsteht. Selbstverständlich ist es bewiesen, was man so zeigt, aber man vergißt das Wichtigste: daß der Lehrer drehen muß. So hat man sich, wenn man sich ehrlich in das hineinversetzen will, in Wahrheit einen großen Herrn Lehrer vorzustellen, der im Weltenraum die ganze Sache dreht. Aber die Gedanken, die Empfindungen und Gefühle, welche nach Ahriman hinstreben, sind solche, die sich das Entstehen der Sonne und der Planeten auf die eben beschriebene Weise vorstellen. Und in dem lag wieder das, was zur Geschichtsauffassung geführt hat. Herman Grimm sagt einmal: Ein Stück Aasknochen, um das ein hungriger Hund seine Kreise zieht, ist ein appetitlicherer Anblick als diese Weltanschauung, die bloß einzig auf dieser Kopernikanischen Weltanschauung fußt.
[ 14 ] Wir haben auch in Mitteleuropa ein Schwergewicht hängen, selbst an einem Siege. Denn wir sind auch mit etwas, was stark luziferisch durchsetzt ist, sogar verbunden. Es war einmal der Segen Europas, daß über Südeuropa herüber die arabische, maurische Kultur sich ausbreitete. Für die damalige Zeit war vollberechtigt dasjenige, was aber heute ahrimanisch geworden ist. Wir sind mit dem Schwergewicht des Bündnisses mit den Osmanen belastet. Wir müssen da den richtigen Standpunkt finden und nicht etwa glauben, daß wir nach äußeren politischen Gesichtspunkten unsere Empfindungen einrichten können. Dasjenige, was in der äußeren Welt lebt, ist wahrhaftig nicht geeignet, das Ahrimanische abzuhalten. Die äußere Journalliteratur steuert direkt nach dem ahrimanischen Prinzip hin und übergießt mit Spott und Hohn dasjenige, was klar sehen will über die Mächte, die in unsere Welt hineinspielen. Und deshalb muß das, was uns in unserer Zeit erscheint unter dem Zeichen von Blut und Leid, uns als die große Mahnung erscheinen, die Seelen auf den Empfang desjenigen zu stimmen, was der Gegenwart aus dem geistigen Leben zufließen will. Und hinneigen müssen sich unsere Seelen zu demjenigen, was vorbereitet worden ist in der mitteleuropäischen Kultur besonders in der Art, daß es wirklich zum Ausdruck bringt, wie wir hineingestellt sind zwischen zwei pendelartig die Welt durchziehende Kraftelemente, wie wir aber das Gleichgewicht finden müssen. Klar muß uns sein, daß auf der einen Seite die Welt strebt nach ahrimanischer Verhärtung, danach strebt, im Feuer des rein Materiellen zu erstarren; daß sie nach der andern Seite strebt, in egoistischer Weise zu einem abstrakt Geistigen aufzusteigen. Nach der einen oder andern Seite hin zu folgen, würde dem mitteleuropäischen Menschen von Verderben sein. Bloß der an die äußeren Sinne gebundenen Wissenschaft folgen, würde uns dazu bringen, daß wir die Rosen vom Kreuze reißen und bloß hinschauen nach dem, was erstarrt. Wir würden allmählich eine Weltanschauung gewinnen, die den Menschen ganz abbringen würde von allem Hinblicken nach dem Geistigen; die ihn nur hinschauen lassen würde nach dem, was ahrimanisch erstarrt ist. Versuchen Sie, sich die Ideale der ahrimanischen Wissenschaft vorzustellen: Es ist eine Welt durcheinanderwirbelnder Atome, ein rein materielles Weltengebilde. Herauswerfen aus diesem Weltbild möchte man alles, was geistig ist. Vorstellen möchte man sich, und man lehrt es schon die Kinder in der Schule, daß einmal ein Umeinanderwirbeln der gasförmigen Weltenmassen da war, daß sich daraus die Sonne gebildet hat, die dann wiederum die Planeten abgestoßen hat. Man macht es den Kindern in der Schule klar, indem man einen Öltropfen in Wasser tut, hindurchschiebt an der Stelle des Äquators ein kleines rundes Papierblatt, es mit einer Stecknadel in der Mitte durchsticht und nun an der Nadel dreht. Dadurch spalten sich kleine Tropfen ab, ein kleines Planetensystem entsteht. Selbstverständlich ist es bewiesen, was man so zeigt, aber man vergißt das Wichtigste: daß der Lehrer drehen muß. So hat man sich, wenn man sich ehrlich in das hineinversetzen will, in Wahrheit einen großen Herrn Lehrer vorzustellen, der im Weltenraum die ganze Sache dreht. Aber die Gedanken, die Empfindungen und Gefühle, welche nach Ahriman hinstreben, sind solche, die sich das Entstehen der Sonne und der Planeten auf die eben beschriebene Weise vorstellen. Und in dem lag wieder das, was zur Geschichtsauffassung geführt hat. Herman Grimm sagt einmal: Ein Stück Aasknochen, um das ein hungriger Hund seine Kreise zieht, ist ein appetitlicherer Anblick als diese Weltanschauung, die bloß einzig auf dieser Kopernikanischen Weltanschauung fußt.
[ 15 ] Das ist eine Gefahr, die Rosen vom Kreuze zu reißen und bloß das schwarze, verkohlte Kreuz zu haben. Die andere Gefahr ist die, das Kreuz von den Rosen zu reißen und bloß nach dem Geiste streben wollen, verachten das, was die Gottheit selbst in die Weltenentwickelung hineingestellt hat, nicht liebevoll untertauchen wollen in den Gedanken, daß das, was hier in der Sinnenwelt ist, ein Ausdruck des Göttlichen ist. Das ist die einseitig religiöse Weltanschauung, welche die Wissenschaft verachtet, die bloß die Rosen will und die unbewußt nach dem luziferischen Element des Ostens hinstrebt — wie die Wissenschaft, die die Rosen vom Kreuze reißen will und bloß das verkohlte Kreuz behalten will, nach dem Westen hinstrebt. Wir aber in Mitteleuropa, wir sind dazu berufen, die Rosen am Kreuze zu haben, das zu haben, was nur durch den Zusammenhang der Rosen mit dem Kreuze ausgedrückt wird, der Rosen am Kreuze. Und wir empfinden, indem wir zum starren Kreuze hinschauen, daß dasjenige, was als starres Materielles in die Welt gekommen ist, aus dem Göttlichen in die Welt getreten ist. Es ist, wie wenn die Geistigkeit selbst sich einen Kreis geschaffen hat im Materiellen: Ex deo nascimur.
[ 15 ] Das ist eine Gefahr, die Rosen vom Kreuze zu reißen und bloß das schwarze, verkohlte Kreuz zu haben. Die andere Gefahr ist die, das Kreuz von den Rosen zu reißen und bloß nach dem Geiste streben wollen, verachten das, was die Gottheit selbst in die Weltenentwickelung hineingestellt hat, nicht liebevoll untertauchen wollen in den Gedanken, daß das, was hier in der Sinnenwelt ist, ein Ausdruck des Göttlichen ist. Das ist die einseitig religiöse Weltanschauung, welche die Wissenschaft verachtet, die bloß die Rosen will und die unbewußt nach dem luziferischen Element des Ostens hinstrebt — wie die Wissenschaft, die die Rosen vom Kreuze reißen will und bloß das verkohlte Kreuz behalten will, nach dem Westen hinstrebt. Wir aber in Mitteleuropa, wir sind dazu berufen, die Rosen am Kreuze zu haben, das zu haben, was nur durch den Zusammenhang der Rosen mit dem Kreuze ausgedrückt wird, der Rosen am Kreuze. Und wir empfinden, indem wir zum starren Kreuze hinschauen, daß dasjenige, was als starres Materielles in die Welt gekommen ist, aus dem Göttlichen in die Welt getreten ist. Es ist, wie wenn die Geistigkeit selbst sich einen Kreis geschaffen hat im Materiellen: Ex deo nascimur.
[ 16 ] Wir fühlen auch, daß, wenn wir es richtig verstehen, wir nicht nur mit Luzifer in die geistige Welt hineingehen dürfen, sondern daß wir sterben, indem wir uns verbinden mit dem, was vom göttlichen höheren Selbst in die Welt hinuntergestiegen ist: In Christo morimur.
[ 16 ] Wir fühlen auch, daß, wenn wir es richtig verstehen, wir nicht nur mit Luzifer in die geistige Welt hineingehen dürfen, sondern daß wir sterben, indem wir uns verbinden mit dem, was vom göttlichen höheren Selbst in die Welt hinuntergestiegen ist: In Christo morimur.
[ 17 ] Und in der Zusammenfassung des Kreuzes mit den Rosen, der materiellen Weltanschauung mit der spirituellen Weltanschauung, fühlen wir, wie die Menschenseele im Geiste erwachen kann: Per spiritum sanctum reviviscimus.
[ 17 ] Und in der Zusammenfassung des Kreuzes mit den Rosen, der materiellen Weltanschauung mit der spirituellen Weltanschauung, fühlen wir, wie die Menschenseele im Geiste erwachen kann: Per spiritum sanctum reviviscimus.
[ 18 ] Deshalb ist das Kreuz von Rosen umwunden das Symbolum gewesen desjenigen, der sich in tiefer Weise hineingestellt hat in der mitteleuropäischen Kultur in die Spiritualität hinein: Goethe. Deshalb muß es unser Symbolum sein. Und deshalb wollen wir, uns in diesem Raume versammelnd, soweit wir anwesend sein können in der Zukunft, eingedenk sein dessen, was aus den großen Aufgaben der Erdenentwickelung heraus unser Ideal sein muß: das Kreuz mit Rosen zu umwinden, weder die Rosen vom Kreuze zu reißen und nur das Kreuz in der Hand zu halten, noch auch die Rosen allein zu schätzen und durch die Rosen allein in das geistige blühende, sprossende Leben in der Abstraktion hinaufzueilen. Das ist es, was uns in unserem Symbolum, im Rosenkreuz, ausgedrückt ist, was wir immer mehr und mehr in unser Gemüt, in unsere Empfindungen aufnehmen wollen, wenn wir uns in einem unseren Bestrebungen also geweihten Raume versammeln. Dann können wir sicher sein, daß die Geister, welche in gutem Sinne die Erdenentwickelung leiten, unsichtbar unter uns walten werden; daß unsere Worte, daß all das, was wir denken und empfinden, indem wir uns den geisteswissenschaftlichen Bestrebungen hingeben, daß all das wirklich in einem solchen Raume die Unterstützung der unsere Bestrebung führenden geistigen Gewalten und Mächte findet. Und wir können uns fühlen, wie wenn wir beim Betriebe unserer geisteswissenschaftlichen Anschauungen immerfort inspiriert werden von den unsichtbar in einem solchen Raume waltenden Geistern. Diese aber, diese geistigen Mächte möchte ich anrufen, daß sie immer, wenn in ernster Wahrheit, in ehrlicher, liebevoller Weise in diesem Raume gestrebt wird, bei den strebenden Seelen seien! Dann, wenn das sich erfüllen kann, dann dürfen wir sicher sein, daß diese geisteswissenschaftliche Weltanschauung das sein wird, was den Weg der Götter finden wird, wie er immer gefunden worden ist.
[ 18 ] Deshalb ist das Kreuz von Rosen umwunden das Symbolum gewesen desjenigen, der sich in tiefer Weise hineingestellt hat in der mitteleuropäischen Kultur in die Spiritualität hinein: Goethe. Deshalb muß es unser Symbolum sein. Und deshalb wollen wir, uns in diesem Raume versammelnd, soweit wir anwesend sein können in der Zukunft, eingedenk sein dessen, was aus den großen Aufgaben der Erdenentwickelung heraus unser Ideal sein muß: das Kreuz mit Rosen zu umwinden, weder die Rosen vom Kreuze zu reißen und nur das Kreuz in der Hand zu halten, noch auch die Rosen allein zu schätzen und durch die Rosen allein in das geistige blühende, sprossende Leben in der Abstraktion hinaufzueilen. Das ist es, was uns in unserem Symbolum, im Rosenkreuz, ausgedrückt ist, was wir immer mehr und mehr in unser Gemüt, in unsere Empfindungen aufnehmen wollen, wenn wir uns in einem unseren Bestrebungen also geweihten Raume versammeln. Dann können wir sicher sein, daß die Geister, welche in gutem Sinne die Erdenentwickelung leiten, unsichtbar unter uns walten werden; daß unsere Worte, daß all das, was wir denken und empfinden, indem wir uns den geisteswissenschaftlichen Bestrebungen hingeben, daß all das wirklich in einem solchen Raume die Unterstützung der unsere Bestrebung führenden geistigen Gewalten und Mächte findet. Und wir können uns fühlen, wie wenn wir beim Betriebe unserer geisteswissenschaftlichen Anschauungen immerfort inspiriert werden von den unsichtbar in einem solchen Raume waltenden Geistern. Diese aber, diese geistigen Mächte möchte ich anrufen, daß sie immer, wenn in ernster Wahrheit, in ehrlicher, liebevoller Weise in diesem Raume gestrebt wird, bei den strebenden Seelen seien! Dann, wenn das sich erfüllen kann, dann dürfen wir sicher sein, daß diese geisteswissenschaftliche Weltanschauung das sein wird, was den Weg der Götter finden wird, wie er immer gefunden worden ist.
[ 19 ] Wir versammeln uns heute in solchen Räumen. Sie sind abgesondert von dem, was draußen in der Welt strebt. Das, was draußen in der Welt strebt, sieht etwas Sektiererisches, etwas Abergläubisches in unseren Räumen. Und so sind wir gleichsam unterirdisch gegenüber der geistigen Kultur der Gegenwart versammelt. Oberirdisch ist diese heutige Geisteskultur, die im Osten durch Luzifer, im Westen durch Ahriman tief durchsetzt ist. Da gedenken wir immer wiederum, um unsere Herzen zu stärken, unsere Seelen zu beleben, wie in einer andern Etappe die abendländische Weltanschauung vom Unterirdischen zum Oberirdischen aufgestiegen ist. Da war die Weltanschauung des Römerreiches, die Weltanschauung, welche die vornehme Philosophie und die künstlerische Weltanschauung der Griechen aufgenommen hatte. Es waren im Grunde glänzende Geister unter denen, die innerhalb dieses alten Rom und seiner Umgebung lebten mit dieser alten Weltanschauung. Und tief verachtet waren sie, die unterirdisch in den Katakomben eine ganz neue Lehre pflegten. Diejenigen aber, die in den Katakomben, abgeschlossen von dem, was damals als berechtigte Weltanschauung oberirdisch galt, die neue Lehre pflegten, sie wußten, daß sie sich zu halten hatten allein an dem Inhalt dieses ihres Strebens, daß sie festzuhalten hatten an dem, was durch den Christus-Impuls in der Welt eingezogen ist. Sie strebten in den Katakomben und wußten: da oben lebten diejenigen, die ihnen nach dem Leben trachteten, die sie verfolgten, die sie nicht verstanden. — Betrachten wir dann, nachdem wir diese Zustände des alten Römischen Reiches uns vor Augen geführt haben, die Menschenentwickelung ein paar Jahrhunderte später. Das, was oben war, es ist verschwunden. Das, was unten in den Katakomben gelebt hat, ist heraufgezogen, es zieht siegreich durch das Abendland hindurch. Es lebte schon in den Seelen derer, die da unten verstoßen, verachtet und verhöhnt in den Katakomben dasjenige erstrebten, was dann die Welt erobern sollte. So müssen wir uns fühlen, meine lieben Freunde, gleichsam noch geistig ausgestoßen und verhöhnt und verfolgt von denen, die heute die sogenannte berechtigte Weltanschauung pflegen. Aber so, wie es gegangen ist in der ersten Etappe der abendländischen christlichen Entwickelung, so wird es weiter gehen. Dasjenige, was man am liebsten vernichten würde — nicht wie einstmals, indem man die Menschen in Pech einnäht und verbrennt, sondern indem man sie verhöhnt und verspottet —, es wird sich durchsetzen. Dasjenige, was da höhnt und spottet, was den Boden der Erde allein mit einer ahrimanischen und luziferischen Weltanschauung erobern will, das wird verschwunden sein, wie die alte römische Kultur, die alte Weltanschauung in einem gewissen Sinne verschwunden ist in der Art, wie sie war. Das aber, was in unseren Katakomben gepflegt wird — es sind geistige Katakomben, die Welt ist ja doch fortgeschritten —, was in diesen unseren Katakomben gedacht, gesonnen, gefühlt wird, das, wovon das Gemüt sich durchdringt: es wird heraufsteigen und seinen Siegeszug antreten in der neueren Kultur. Dessen seien wir eingedenk in jedem Momente, wo wir überschreiten die Pforte zu einem solchen Raum. Und dadrinnen weilend, seien wir eingedenk, daß wir noch sind wie in einem Boot unter dem Meere, das aber im Grunde die Richtung nach oben nehmen wird — und sicherlich nehmen wird, wenn wir in starker, kräftiger Weise uns in das vertiefen, womit wir gelernt haben, unsere Seelen zu verbinden. Mit diesem Gelöbnis, daß wir also stark uns von dem geistigen Christus-Impuls durchdringen wollen, der einen Schritt weiter sich entwickeln will, mit dieser Gesinnung, mit diesem Gelöbnis wollen wir wirklich in diesen Raum hineingehen; im Sinne dieser Empfindungen hineingehen, daß alles geweiht als den geistigen Mächten zu gelten hat, den spirituellen Individualitäten, die, wie wir wissen können, durch unsere Bewegung waltend weben, die ihre segnenden Hände schützend über uns ausbreiten. Dessen wollen wir eingedenk sein, wenn wir uns in Zukunft hier versammeln.
[ 19 ] Wir versammeln uns heute in solchen Räumen. Sie sind abgesondert von dem, was draußen in der Welt strebt. Das, was draußen in der Welt strebt, sieht etwas Sektiererisches, etwas Abergläubisches in unseren Räumen. Und so sind wir gleichsam unterirdisch gegenüber der geistigen Kultur der Gegenwart versammelt. Oberirdisch ist diese heutige Geisteskultur, die im Osten durch Luzifer, im Westen durch Ahriman tief durchsetzt ist. Da gedenken wir immer wiederum, um unsere Herzen zu stärken, unsere Seelen zu beleben, wie in einer andern Etappe die abendländische Weltanschauung vom Unterirdischen zum Oberirdischen aufgestiegen ist. Da war die Weltanschauung des Römerreiches, die Weltanschauung, welche die vornehme Philosophie und die künstlerische Weltanschauung der Griechen aufgenommen hatte. Es waren im Grunde glänzende Geister unter denen, die innerhalb dieses alten Rom und seiner Umgebung lebten mit dieser alten Weltanschauung. Und tief verachtet waren sie, die unterirdisch in den Katakomben eine ganz neue Lehre pflegten. Diejenigen aber, die in den Katakomben, abgeschlossen von dem, was damals als berechtigte Weltanschauung oberirdisch galt, die neue Lehre pflegten, sie wußten, daß sie sich zu halten hatten allein an dem Inhalt dieses ihres Strebens, daß sie festzuhalten hatten an dem, was durch den Christus-Impuls in der Welt eingezogen ist. Sie strebten in den Katakomben und wußten: da oben lebten diejenigen, die ihnen nach dem Leben trachteten, die sie verfolgten, die sie nicht verstanden. — Betrachten wir dann, nachdem wir diese Zustände des alten Römischen Reiches uns vor Augen geführt haben, die Menschenentwickelung ein paar Jahrhunderte später. Das, was oben war, es ist verschwunden. Das, was unten in den Katakomben gelebt hat, ist heraufgezogen, es zieht siegreich durch das Abendland hindurch. Es lebte schon in den Seelen derer, die da unten verstoßen, verachtet und verhöhnt in den Katakomben dasjenige erstrebten, was dann die Welt erobern sollte. So müssen wir uns fühlen, meine lieben Freunde, gleichsam noch geistig ausgestoßen und verhöhnt und verfolgt von denen, die heute die sogenannte berechtigte Weltanschauung pflegen. Aber so, wie es gegangen ist in der ersten Etappe der abendländischen christlichen Entwickelung, so wird es weiter gehen. Dasjenige, was man am liebsten vernichten würde — nicht wie einstmals, indem man die Menschen in Pech einnäht und verbrennt, sondern indem man sie verhöhnt und verspottet —, es wird sich durchsetzen. Dasjenige, was da höhnt und spottet, was den Boden der Erde allein mit einer ahrimanischen und luziferischen Weltanschauung erobern will, das wird verschwunden sein, wie die alte römische Kultur, die alte Weltanschauung in einem gewissen Sinne verschwunden ist in der Art, wie sie war. Das aber, was in unseren Katakomben gepflegt wird — es sind geistige Katakomben, die Welt ist ja doch fortgeschritten —, was in diesen unseren Katakomben gedacht, gesonnen, gefühlt wird, das, wovon das Gemüt sich durchdringt: es wird heraufsteigen und seinen Siegeszug antreten in der neueren Kultur. Dessen seien wir eingedenk in jedem Momente, wo wir überschreiten die Pforte zu einem solchen Raum. Und dadrinnen weilend, seien wir eingedenk, daß wir noch sind wie in einem Boot unter dem Meere, das aber im Grunde die Richtung nach oben nehmen wird — und sicherlich nehmen wird, wenn wir in starker, kräftiger Weise uns in das vertiefen, womit wir gelernt haben, unsere Seelen zu verbinden. Mit diesem Gelöbnis, daß wir also stark uns von dem geistigen Christus-Impuls durchdringen wollen, der einen Schritt weiter sich entwickeln will, mit dieser Gesinnung, mit diesem Gelöbnis wollen wir wirklich in diesen Raum hineingehen; im Sinne dieser Empfindungen hineingehen, daß alles geweiht als den geistigen Mächten zu gelten hat, den spirituellen Individualitäten, die, wie wir wissen können, durch unsere Bewegung waltend weben, die ihre segnenden Hände schützend über uns ausbreiten. Dessen wollen wir eingedenk sein, wenn wir uns in Zukunft hier versammeln.
