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Chance, Necessity, and Providence
Imaginative Insight and Processes after Death
GA 163

6 September 1915, Dornach

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Achter Vortrag

Achter Vortrag

[ 1 ] Wenn Sie daran denken, wie der Übergang geschildert werden mußte vom Anschauen der äußeren physischen Welt zu dem Anschauen schon der nächsthöheren, der elementarischen Welt, so werden Sie finden, daß die Welten, die unserer physischen Welt zugrunde liegen, aus denen alles in unserer physischen Welt hervorgeht, sehr verschieden von unserer physischen Welt sind. Wer vielleicht nicht gerade theoretisch materialistisch gesinnt ist, aber, ich möchte sagen, ein Bequemlichkeitsmaterialist ist, der könnte sagen: Ja, was brauche ich mich denn um diese Welten alle zu kümmern, von denen da die Geisteswissenschaft redet? Ich begnüge mich mit der Welt, in der ich einnmal lebe; andere Welten mögen existieren, ich bekümmere mich nicht weiter um sie. —

[ 1 ] Wenn Sie daran denken, wie der Übergang geschildert werden mußte vom Anschauen der äußeren physischen Welt zu dem Anschauen schon der nächsthöheren, der elementarischen Welt, so werden Sie finden, daß die Welten, die unserer physischen Welt zugrunde liegen, aus denen alles in unserer physischen Welt hervorgeht, sehr verschieden von unserer physischen Welt sind. Wer vielleicht nicht gerade theoretisch materialistisch gesinnt ist, aber, ich möchte sagen, ein Bequemlichkeitsmaterialist ist, der könnte sagen: Ja, was brauche ich mich denn um diese Welten alle zu kümmern, von denen da die Geisteswissenschaft redet? Ich begnüge mich mit der Welt, in der ich einnmal lebe; andere Welten mögen existieren, ich bekümmere mich nicht weiter um sie. —

[ 2 ] Es ist ein solcher Ausspruch so unwirklich, wie nur irgend etwas unwirklich sein kann, denn der Mensch ist gar nicht imstande, sich um die geistigen Welten nicht zu kümmern. Und gerade wenn er sie ableugnet und sagt, er bekümmere sich nicht um sie, dann steht er sehr stark unter dem Einflusse der geistigen Welten. Ein solcher Ausspruch wird nämlich niemals getan, ohne daß der betreffende Mensch verführt ist von ahrimanischen Mächten.

[ 2 ] Es ist ein solcher Ausspruch so unwirklich, wie nur irgend etwas unwirklich sein kann, denn der Mensch ist gar nicht imstande, sich um die geistigen Welten nicht zu kümmern. Und gerade wenn er sie ableugnet und sagt, er bekümmere sich nicht um sie, dann steht er sehr stark unter dem Einflusse der geistigen Welten. Ein solcher Ausspruch wird nämlich niemals getan, ohne daß der betreffende Mensch verführt ist von ahrimanischen Mächten.

Den Teufel spürt das Völkchen nie,
Und wenn er sie beim Kragen hätte!

Den Teufel spürt das Völkchen nie,
Und wenn er sie beim Kragen hätte!

[ 3 ] Es ist dies ein durchaus wahrer, wenn auch von dem, der ihn getan hat, recht ironisch gemeinter Ausspruch.

[ 3 ] Es ist dies ein durchaus wahrer, wenn auch von dem, der ihn getan hat, recht ironisch gemeinter Ausspruch.

[ 4 ] Fertig werden mit den geistigen Welten kann der Mensch niemals dadurch, daß er sie nicht kennt, sondern nur allein dadurch, daß er sie kennenlernt. Nur muß man doch stark berücksichtigen, daß nicht nur in unseren Begriffen, in unseren Vorstellungen, sondern auch in allen unseren Gefühlen und Empfindungen der physische Plan drinnen spukt. Wenn wir auch an die geistige Welt heran wollen, dann haben wir das Bedürfnis, die Sehnsucht zumeist, diese geistigen Welten recht ähnlich den physischen Welten zu finden, sie wenigstens so charakterisieren zu können, daß wir auskommen mit den Vorstellungen, die wir uns in der physischen Welt angewöhnt haben. Aber ich habe schon oft darauf aufmerksam gemacht, daß die Vorstellungen, die wir aus der physischen Welt aufnehmen, zur Charakteristik der geistigen Welten eben doch nicht ausreichen. Wenn nach und nach immer mehr Verständnis gerade für das eben Gesagte bei einer größeren Anzahl von unseren Mitgliedern aufkommen könnte, so würde es möglich sein — und das wäre eigentlich notwendig —, immer mehr und mehr solche auch neue Ausdrücke einzuführen, wie ich es gestern nur in dem einzelnen Fall versucht habe: neben altern «jüngern» zu sagen und dergleichen, um eben das ganz Andersartige der geistigen Welt schon in der Terminologie zum Ausdruck zu bringen. Das würde durchaus notwendig sein.

[ 4 ] Fertig werden mit den geistigen Welten kann der Mensch niemals dadurch, daß er sie nicht kennt, sondern nur allein dadurch, daß er sie kennenlernt. Nur muß man doch stark berücksichtigen, daß nicht nur in unseren Begriffen, in unseren Vorstellungen, sondern auch in allen unseren Gefühlen und Empfindungen der physische Plan drinnen spukt. Wenn wir auch an die geistige Welt heran wollen, dann haben wir das Bedürfnis, die Sehnsucht zumeist, diese geistigen Welten recht ähnlich den physischen Welten zu finden, sie wenigstens so charakterisieren zu können, daß wir auskommen mit den Vorstellungen, die wir uns in der physischen Welt angewöhnt haben. Aber ich habe schon oft darauf aufmerksam gemacht, daß die Vorstellungen, die wir aus der physischen Welt aufnehmen, zur Charakteristik der geistigen Welten eben doch nicht ausreichen. Wenn nach und nach immer mehr Verständnis gerade für das eben Gesagte bei einer größeren Anzahl von unseren Mitgliedern aufkommen könnte, so würde es möglich sein — und das wäre eigentlich notwendig —, immer mehr und mehr solche auch neue Ausdrücke einzuführen, wie ich es gestern nur in dem einzelnen Fall versucht habe: neben altern «jüngern» zu sagen und dergleichen, um eben das ganz Andersartige der geistigen Welt schon in der Terminologie zum Ausdruck zu bringen. Das würde durchaus notwendig sein.

[ 5 ] Ich will gleich auf etwas aufmerksam machen, was Ihnen zeigen kann, wie notwendig es ist geradezu, zu neuen Worten zu kommen, wenn man so recht sich in die geistigen Welten hineinleben will. Und viele würden leichter bemerken, wie sie die geistigen Welten verhältnismäßig bald wahrnehmen, wenn sie loskommen könnten von der Gewohnheit des Hängens an Worten.

[ 5 ] Ich will gleich auf etwas aufmerksam machen, was Ihnen zeigen kann, wie notwendig es ist geradezu, zu neuen Worten zu kommen, wenn man so recht sich in die geistigen Welten hineinleben will. Und viele würden leichter bemerken, wie sie die geistigen Welten verhältnismäßig bald wahrnehmen, wenn sie loskommen könnten von der Gewohnheit des Hängens an Worten.

[ 6 ] Sehen Sie, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, da ist das erste Phänomen, die erste Tatsache, die auftritt, diese, daß er seinen physischen Leib ablegt. Und wir wissen dann — welche Art von Bestattung auch gewählt wird, darauf wollen wir uns jetzt nicht einlassen —, daß dieser physische Leib sich gewissermaßen in die Elemente der Erde auflöst.

[ 6 ] Sehen Sie, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht, da ist das erste Phänomen, die erste Tatsache, die auftritt, diese, daß er seinen physischen Leib ablegt. Und wir wissen dann — welche Art von Bestattung auch gewählt wird, darauf wollen wir uns jetzt nicht einlassen —, daß dieser physische Leib sich gewissermaßen in die Elemente der Erde auflöst.

[ 7 ] Also der physische Leib löst sich in die Elemente der Erde auf. Wir können diese Auflösung des physischen Leibes eben «Auflösung» nennen. Die Sache tritt uns so vor Augen, daß der physische Leib gewissermaßen in seine kleinsten Teile zerfällt, und diese kleinsten Teile physisch der Erdenmaterie einverleibt werden. Das ist der physische Tatbestand. Wir können somit von einem Auflösen des menschlichen Leibes in die Erdenmaterie wohl sprechen, wenn wir all das berücksichtigen, was wir schon von Materie und Stoff wissen. Daß diese Auflösung auch ein geistiger Vorgang ist, das wissen wir ja. Aber das braucht uns jetzt nicht weiter zu berühren. Denn wichtig ist für uns dasjenige, was gewissermaßen für die physische Wahrnehmung der Bestand ist, der vor uns auftritt.

[ 7 ] Also der physische Leib löst sich in die Elemente der Erde auf. Wir können diese Auflösung des physischen Leibes eben «Auflösung» nennen. Die Sache tritt uns so vor Augen, daß der physische Leib gewissermaßen in seine kleinsten Teile zerfällt, und diese kleinsten Teile physisch der Erdenmaterie einverleibt werden. Das ist der physische Tatbestand. Wir können somit von einem Auflösen des menschlichen Leibes in die Erdenmaterie wohl sprechen, wenn wir all das berücksichtigen, was wir schon von Materie und Stoff wissen. Daß diese Auflösung auch ein geistiger Vorgang ist, das wissen wir ja. Aber das braucht uns jetzt nicht weiter zu berühren. Denn wichtig ist für uns dasjenige, was gewissermaßen für die physische Wahrnehmung der Bestand ist, der vor uns auftritt.

[ 8 ] Nun ist es aber außerordentlich wichtig, daß wir uns klar werden darüber, daß diese Auflösung des physischen Leibes keineswegs bloß der Vorgang ist, den die physischen Werkzeuge des Menschen wahrnehmen. Dieser Vorgang der Auflösung des physischen Leibes hat eine weit größere Bedeutung noch. Wir müssen, um davon einen Begriff zu bekommen, das Folgende einmal uns vor Augen führen.

[ 8 ] Nun ist es aber außerordentlich wichtig, daß wir uns klar werden darüber, daß diese Auflösung des physischen Leibes keineswegs bloß der Vorgang ist, den die physischen Werkzeuge des Menschen wahrnehmen. Dieser Vorgang der Auflösung des physischen Leibes hat eine weit größere Bedeutung noch. Wir müssen, um davon einen Begriff zu bekommen, das Folgende einmal uns vor Augen führen.

[ 9 ] Die ganze Zeit zwischen der Geburt und dem Tode hat der Mensch während seines Wachzustandes mit seinem Ich und astralischen Leib in dem physischen Leib dtinnengesteckt. Im wachen Zustand war er gewissermaßen immer so, daß, wenn ich jetzt schematisch den physischen Leib meinetwillen als ein Gefäß zeichne — ich könnte ihn auch anders zeichnen, aber das ist ja ganz egal —, der Astralleib und auch das Ich während des Wachzustandes da drinnen stecken.

[ 9 ] Die ganze Zeit zwischen der Geburt und dem Tode hat der Mensch während seines Wachzustandes mit seinem Ich und astralischen Leib in dem physischen Leib dtinnengesteckt. Im wachen Zustand war er gewissermaßen immer so, daß, wenn ich jetzt schematisch den physischen Leib meinetwillen als ein Gefäß zeichne — ich könnte ihn auch anders zeichnen, aber das ist ja ganz egal —, der Astralleib und auch das Ich während des Wachzustandes da drinnen stecken.

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[ 10 ] Fassen wir diese Tatsache nur recht genau ins Auge, daß wir mit unserem Ich und unserem Astralleib hier in dem physischen Leib drinnenstecken; auch in dem Ätherleib, aber bleiben wir jetzt beim physischen Leib. Beim Schlafen, wenn wir herausgehen, da stecken wir nicht drinnen, ich habe das öfter geschildert. Da aber verlieren wir auch das Ich-Bewußtsein, sogar das Bewußtsein des astralischen Leibes im normalen Zustand. Und wir erhalten es erst wieder, wenn wir uns gleichsam hineinpressen in den physischen Leib. Dieses Hereinpressen in den physischen Leib, das bewirkt zwischen der Geburt und dem Tode, daß wir uns eigentlich seelisch als Ich fühlen, ich könnte auch sagen, daß wir uns als eine Ich-durchdrungene Seele fühlen.

[ 10 ] Fassen wir diese Tatsache nur recht genau ins Auge, daß wir mit unserem Ich und unserem Astralleib hier in dem physischen Leib drinnenstecken; auch in dem Ätherleib, aber bleiben wir jetzt beim physischen Leib. Beim Schlafen, wenn wir herausgehen, da stecken wir nicht drinnen, ich habe das öfter geschildert. Da aber verlieren wir auch das Ich-Bewußtsein, sogar das Bewußtsein des astralischen Leibes im normalen Zustand. Und wir erhalten es erst wieder, wenn wir uns gleichsam hineinpressen in den physischen Leib. Dieses Hereinpressen in den physischen Leib, das bewirkt zwischen der Geburt und dem Tode, daß wir uns eigentlich seelisch als Ich fühlen, ich könnte auch sagen, daß wir uns als eine Ich-durchdrungene Seele fühlen.

[ 11 ] Im Tode löst sich der physische Leib auf in die Erdenmaterie. Das ist nun von Bedeutung. Wenn wir schlafen, dann lebt in uns fortwährend — öfters habe ich das schon erwähnt — die Begierde, wiederum in den physischen Leib zurückzukehren. Diese Begierde beherrscht uns vom Einschlafen bis zum Aufwachen, wir sehnen uns gewissermaßen wiederum nach dem physischen Leib zurück. Wenn wir diesen im Tode abgelegt haben, dann können wir uns nicht zu ihm zurücksehnen, können uns nicht wieder in ihn hineinpressen. Daraus aber geht für uns hervor, daß wir nunmehr diese Begierde, wieder in den physischen Leib zurückzukehren, nicht entwickeln können. Diese Begierde fällt jetzt weg, die wir vom Einschlafen bis zum Aufwachen haben. An die Stelle dieser Begierde tritt etwas anderes. An ihre Stelle tritt der in unserem Astralleib und namentlich in unserem Ich auftauchende Gedanke an unseren physischen Leib. Wir schauen unseren physischen Leib jetzt an. Er lebt in unserem Bewußtsein. Er wird ein Inhalt unseres Bewußtseins. Und das Auflösen unseres physischen Leibes in seine Elemente, das bewirkt nun in uns, daß wir das Bewußtsein unseres physischen Leibes durch die Zeit hindurchtragen, die zwischen dem Tod und einer neuen Geburt verfließt.

[ 11 ] Im Tode löst sich der physische Leib auf in die Erdenmaterie. Das ist nun von Bedeutung. Wenn wir schlafen, dann lebt in uns fortwährend — öfters habe ich das schon erwähnt — die Begierde, wiederum in den physischen Leib zurückzukehren. Diese Begierde beherrscht uns vom Einschlafen bis zum Aufwachen, wir sehnen uns gewissermaßen wiederum nach dem physischen Leib zurück. Wenn wir diesen im Tode abgelegt haben, dann können wir uns nicht zu ihm zurücksehnen, können uns nicht wieder in ihn hineinpressen. Daraus aber geht für uns hervor, daß wir nunmehr diese Begierde, wieder in den physischen Leib zurückzukehren, nicht entwickeln können. Diese Begierde fällt jetzt weg, die wir vom Einschlafen bis zum Aufwachen haben. An die Stelle dieser Begierde tritt etwas anderes. An ihre Stelle tritt der in unserem Astralleib und namentlich in unserem Ich auftauchende Gedanke an unseren physischen Leib. Wir schauen unseren physischen Leib jetzt an. Er lebt in unserem Bewußtsein. Er wird ein Inhalt unseres Bewußtseins. Und das Auflösen unseres physischen Leibes in seine Elemente, das bewirkt nun in uns, daß wir das Bewußtsein unseres physischen Leibes durch die Zeit hindurchtragen, die zwischen dem Tod und einer neuen Geburt verfließt.

[ 12 ] Dadurch aber wissen wir uns, gleichsam uns erinnernd an unseren physischen Leib, die ganze Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt als ein Ich. Es tritt also an die Stelle des Habens des physischen Leibes das Wissen vom physischen Leibe. Es tritt ein Bewußtseinszustand, eine Bewußtseinserscheinung an die Stelle. Dieses ganze Erfühlen des physischen Leibes, das wir haben von der Geburt bis zum Tode, das wird ersetzt nach dem Tode durch das Bewußtsein von unserem physischen Leib. Und durch dieses Bewußtsein, also durch einen rein geistigen Zustand, hängen wir des weiteren mit dem Erdenleben genügend zusammen.

[ 12 ] Dadurch aber wissen wir uns, gleichsam uns erinnernd an unseren physischen Leib, die ganze Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt als ein Ich. Es tritt also an die Stelle des Habens des physischen Leibes das Wissen vom physischen Leibe. Es tritt ein Bewußtseinszustand, eine Bewußtseinserscheinung an die Stelle. Dieses ganze Erfühlen des physischen Leibes, das wir haben von der Geburt bis zum Tode, das wird ersetzt nach dem Tode durch das Bewußtsein von unserem physischen Leib. Und durch dieses Bewußtsein, also durch einen rein geistigen Zustand, hängen wir des weiteren mit dem Erdenleben genügend zusammen.

[ 13 ] Nun wissen wir, daß das nächste Phänomen, die nächste Tatsache, die nach dem Tode eintritt, das Ablegen des Ätherleibes, das SichTrennen vom Ätherleibe ist. Durch den Ätherleib — ich habe es bereits gestern angedeutet — hängen wir zusammen mit allem Außerirdischen. Wie wir durch den physischen Leib mit dem Irdischen zusammenhängen, hängen wir mit dem Ätherleib zusammen mit allem Außerirdischen.

[ 13 ] Nun wissen wir, daß das nächste Phänomen, die nächste Tatsache, die nach dem Tode eintritt, das Ablegen des Ätherleibes, das SichTrennen vom Ätherleibe ist. Durch den Ätherleib — ich habe es bereits gestern angedeutet — hängen wir zusammen mit allem Außerirdischen. Wie wir durch den physischen Leib mit dem Irdischen zusammenhängen, hängen wir mit dem Ätherleib zusammen mit allem Außerirdischen.

[ 14 ] Wenn der Ätherleib sich von uns loslöst, so geht dieser Ätherleib das können Sie aus den verschiedenen Angaben, die ich Ihnen gemacht habe, nun entnehmen — in die Ätherwelt über. Der physische Leib geht in die physische Erdenwelt über; der Ätherleib geht in die Ätherwelt über.

[ 14 ] Wenn der Ätherleib sich von uns loslöst, so geht dieser Ätherleib das können Sie aus den verschiedenen Angaben, die ich Ihnen gemacht habe, nun entnehmen — in die Ätherwelt über. Der physische Leib geht in die physische Erdenwelt über; der Ätherleib geht in die Ätherwelt über.

[ 15 ] Aber es wäre ganz falsch, wenn Sie sich dieses Übergehen des Ätherleibes in die Ätherwelt auch als ein solches Auflösen denken würden, wie den Übergang des physischen Leibes in die physische Erdenmaterie. Es ist kein Auflösen; sondern das, was in diesen Ätherleib von dem Menschen hineingearbeitet ist, das bleibt darinnen: Der Ätherleib vergrößert sich. Allerdings nur in besonderen Fällen, wenn er jung zusammengehalten worden ist, bei jungverstorbenen Menschen, kann er noch eine besondere Aufgabe haben, wie ich auseinandergesetzt habe im Laufe der Vorträge. Aber im allgemeinen können wir sagen: Der Ätherleib geht in die Ätherwelt über; aber so, daß er in die Ätherwelt hineinträgt, was er zwischen Geburt und Tod bekommen hat, so daß die Ätherwelt bereichert wird. Durch dasjenige, was wir dem Ätherleib gegeben haben, bereichern wir die Ätherwelt nach unserem Tode. Wir können also nicht sprechen von einer Auflösung des Ätherleibes im Äther, sondern wir müssen da schon versuchen, einen ganz anderen Vorgang zu denken, als er in der physischen Welt sein kann. Und es ist gut, dafür ein Wort zu wählen, das sich nicht deckt mit irgendeinem physischen Vorgang. Ich habe viel darüber nachgedacht, und wenn ich bezeichnen will die Art und Weise, wie dieser Ätherleib aufgenommen wird in die Ätherwelt, so könnte ich das am besten bezeichnen mit «Inbindung». Der physische Leib also unterliegt einer Auflösung, der Ätherleib unterliegt einer Inbindung. Das heißt, das, was wir ihm gegeben haben, das wird hineingebunden, verbunden mit der gesamten Ätherwelt; hinein verbunden = Inbindung als Gegensatz zur Auflösung. So ist es gut, wenn wir versuchen, für eine Tatsache, die es in der physischen Welt nicht gibt, auch wirklich einen Ausdruck zu gebrauchen, der keine Anwendung in der physischen Welt hat, und der in einer gewissen Weise bezeichnet dasjenige, um was es sich eigentlich handelt.

[ 15 ] Aber es wäre ganz falsch, wenn Sie sich dieses Übergehen des Ätherleibes in die Ätherwelt auch als ein solches Auflösen denken würden, wie den Übergang des physischen Leibes in die physische Erdenmaterie. Es ist kein Auflösen; sondern das, was in diesen Ätherleib von dem Menschen hineingearbeitet ist, das bleibt darinnen: Der Ätherleib vergrößert sich. Allerdings nur in besonderen Fällen, wenn er jung zusammengehalten worden ist, bei jungverstorbenen Menschen, kann er noch eine besondere Aufgabe haben, wie ich auseinandergesetzt habe im Laufe der Vorträge. Aber im allgemeinen können wir sagen: Der Ätherleib geht in die Ätherwelt über; aber so, daß er in die Ätherwelt hineinträgt, was er zwischen Geburt und Tod bekommen hat, so daß die Ätherwelt bereichert wird. Durch dasjenige, was wir dem Ätherleib gegeben haben, bereichern wir die Ätherwelt nach unserem Tode. Wir können also nicht sprechen von einer Auflösung des Ätherleibes im Äther, sondern wir müssen da schon versuchen, einen ganz anderen Vorgang zu denken, als er in der physischen Welt sein kann. Und es ist gut, dafür ein Wort zu wählen, das sich nicht deckt mit irgendeinem physischen Vorgang. Ich habe viel darüber nachgedacht, und wenn ich bezeichnen will die Art und Weise, wie dieser Ätherleib aufgenommen wird in die Ätherwelt, so könnte ich das am besten bezeichnen mit «Inbindung». Der physische Leib also unterliegt einer Auflösung, der Ätherleib unterliegt einer Inbindung. Das heißt, das, was wir ihm gegeben haben, das wird hineingebunden, verbunden mit der gesamten Ätherwelt; hinein verbunden = Inbindung als Gegensatz zur Auflösung. So ist es gut, wenn wir versuchen, für eine Tatsache, die es in der physischen Welt nicht gibt, auch wirklich einen Ausdruck zu gebrauchen, der keine Anwendung in der physischen Welt hat, und der in einer gewissen Weise bezeichnet dasjenige, um was es sich eigentlich handelt.

[ 16 ] Man kann deshalb sagen eine Inbindung, weil ja folgendes eintritt: Nehmen wir zum Beispiel an, jemand hätte seinem Ätherleib dies oder jenes während seines Lebens mitgeteilt. Der Ätherleib, ich sagte es Ihnen, steht mit allem Überirdischen im Zusammenhange. Also insofern der Mensch während seines Lebens etwas aufnimmt — und das tut ja jeder Mensch, auch diejenigen, die Materialisten sind, nur wissen sie es nicht —, das überirdisch ist, so lebt das in diesem Ätherleib drinnen. Das wird jetzt einverleibt dieser Ätherwelt, wird hineingebunden in die Ätherwelt. Und wenn man mit einem geweckten Seelenauge den von einem Menschen abgelegten Ätherleib betrachtet, so findet man darinnen eine Auskunft über eine ganz bestimmte Frage, möchte ich sagen, man findet eine Antwort auf die Frage: Was konnten die Himmel — wenn ich unter den Himmeln zusammenfasse alles Überirdische — aus diesem Menschen während seines Lebens für sich, nämlich für die Himmel, machen? Was konnten die Himmel für sich aus diesem Menschen machen?

[ 16 ] Man kann deshalb sagen eine Inbindung, weil ja folgendes eintritt: Nehmen wir zum Beispiel an, jemand hätte seinem Ätherleib dies oder jenes während seines Lebens mitgeteilt. Der Ätherleib, ich sagte es Ihnen, steht mit allem Überirdischen im Zusammenhange. Also insofern der Mensch während seines Lebens etwas aufnimmt — und das tut ja jeder Mensch, auch diejenigen, die Materialisten sind, nur wissen sie es nicht —, das überirdisch ist, so lebt das in diesem Ätherleib drinnen. Das wird jetzt einverleibt dieser Ätherwelt, wird hineingebunden in die Ätherwelt. Und wenn man mit einem geweckten Seelenauge den von einem Menschen abgelegten Ätherleib betrachtet, so findet man darinnen eine Auskunft über eine ganz bestimmte Frage, möchte ich sagen, man findet eine Antwort auf die Frage: Was konnten die Himmel — wenn ich unter den Himmeln zusammenfasse alles Überirdische — aus diesem Menschen während seines Lebens für sich, nämlich für die Himmel, machen? Was konnten die Himmel für sich aus diesem Menschen machen?

[ 17 ] Das ist so außerordentlich verschieden von dem, was die Erde aus dem Menschen für das physische Anschauen machen kann. Wenn wir den irdischen Überrest eines Menschen betrachten, so ist das ein Häuflein Erde für die physischen Augen, gleich den übrigen Erdenstoffen. Und man macht so gewissermaßen, obwohl es nicht ganz richtig ist, die Voraussetzung: Ach, die Erde wäre dasselbe, wenn auch dies Häuflein Erde vom menschlichen physischen Leib hier bei des Menschen Tode ihr nicht einverleibt worden wäre. Man nimmt an, daß es für die Erde nicht viel bedeutet, daß ihr während des Lebens eines Menschen dieses Stückchen Erde dadurch, daß er es in sich gehabt hat, entrissen war, und daß es ihr jetzt wieder zurückgegeben ist.

[ 17 ] Das ist so außerordentlich verschieden von dem, was die Erde aus dem Menschen für das physische Anschauen machen kann. Wenn wir den irdischen Überrest eines Menschen betrachten, so ist das ein Häuflein Erde für die physischen Augen, gleich den übrigen Erdenstoffen. Und man macht so gewissermaßen, obwohl es nicht ganz richtig ist, die Voraussetzung: Ach, die Erde wäre dasselbe, wenn auch dies Häuflein Erde vom menschlichen physischen Leib hier bei des Menschen Tode ihr nicht einverleibt worden wäre. Man nimmt an, daß es für die Erde nicht viel bedeutet, daß ihr während des Lebens eines Menschen dieses Stückchen Erde dadurch, daß er es in sich gehabt hat, entrissen war, und daß es ihr jetzt wieder zurückgegeben ist.

[ 18 ] Ein anderes Urteil aber hat derjenige, der das nach dem Tode werdende Verhältnis des Ätherleibes zu dem, was ich eben jetzt genannt habe die Himmel, betrachtet. Er würde nicht anders als sagen können: Für alles dasjenige, was der Mensch sich während des Lebens erarbeitet hat durch sein Denken, Fühlen und Wollen, durch seine Arbeit, durch sein ganzes Sein, und was von dem, was vorgefallen ist, durch ihn auf Erden eingeflossen ist in seinen Ätherleib, für alles das sind die Himmel, indem sie es empfangen, voller Dankbarkeit! — Und eine Wolke von Dankbarkeit überkommt denjenigen, der, ich möchte sagen, das hellseherische Auge hinlenkt auf einen vom Menschen abgelegten Ätherleib. Das genaue Gegenteil, möchte ich sagen, der alles Dankes baren Erde ist von seiten der Himmel dabei! Wenn wir hinsehen auf der Menschen Gräber, so tönt uns zunächst nicht ein Erdenwort der Dankbarkeit entgegen, daß die Erde den Stoff, den sie hat hergeben müssen, um den Menschen zu bilden, wiederum zurückbekommen hat. Die Himmel tönen uns entgegen Dankbarkeit für alles dasjenige, was der Mensch während seines Lebens seinem Ätherleib bereitet hat. In sich gebunden haben die Himmel des Menschen Ätherleib. Auch mit solchen Dingen hängt es zusammen, was gestern angedeutet worden ist, daß, wenn wir Geisteswissenschaft im rechten Sinne des Wortes betrachten, jeder geisteswissenschaftliche Begriff sich in unserer Seele moralisch vertieft, eine ethische Nuance bekommt, uns zugleich mit Lebenswärme durchdringt.

[ 18 ] Ein anderes Urteil aber hat derjenige, der das nach dem Tode werdende Verhältnis des Ätherleibes zu dem, was ich eben jetzt genannt habe die Himmel, betrachtet. Er würde nicht anders als sagen können: Für alles dasjenige, was der Mensch sich während des Lebens erarbeitet hat durch sein Denken, Fühlen und Wollen, durch seine Arbeit, durch sein ganzes Sein, und was von dem, was vorgefallen ist, durch ihn auf Erden eingeflossen ist in seinen Ätherleib, für alles das sind die Himmel, indem sie es empfangen, voller Dankbarkeit! — Und eine Wolke von Dankbarkeit überkommt denjenigen, der, ich möchte sagen, das hellseherische Auge hinlenkt auf einen vom Menschen abgelegten Ätherleib. Das genaue Gegenteil, möchte ich sagen, der alles Dankes baren Erde ist von seiten der Himmel dabei! Wenn wir hinsehen auf der Menschen Gräber, so tönt uns zunächst nicht ein Erdenwort der Dankbarkeit entgegen, daß die Erde den Stoff, den sie hat hergeben müssen, um den Menschen zu bilden, wiederum zurückbekommen hat. Die Himmel tönen uns entgegen Dankbarkeit für alles dasjenige, was der Mensch während seines Lebens seinem Ätherleib bereitet hat. In sich gebunden haben die Himmel des Menschen Ätherleib. Auch mit solchen Dingen hängt es zusammen, was gestern angedeutet worden ist, daß, wenn wir Geisteswissenschaft im rechten Sinne des Wortes betrachten, jeder geisteswissenschaftliche Begriff sich in unserer Seele moralisch vertieft, eine ethische Nuance bekommt, uns zugleich mit Lebenswärme durchdringt.

[ 19 ] Nun fassen wir einmal ins Auge, was wir in diesen Vorträgen gesagt haben, daß der Mensch, wenn er aufsteigt in die geistigen Welten und er tut das auch nach dem Tode —, dann eine ganz andere Art des Bewußtseins, eine ganz andere Art der Anschauung hat. Ich habe es schon angedeutet, wie innerlich beweglich das Denken wird. Aber das ist nur die erste Stufe des Aufsteigens in die geistigen Welten, daß dieses Denken innerlich beweglich wird. Wenn man weiter in die geistigen Welten hinaufsteigt — und der Mensch steigt so, wie ich es jetzt meine, schon in die weiteren Welten auf, wenn er seinen Ätherleib abgelegt hat, also bald nach dem Tode —, da ist das Bewußtsein ganz anders geartet, als es hier in der physischen Welt geartet ist. Hier in der physischen Welt, da haben wir Gegenstände außer uns. Wir nehmen Objekte wahr in der physischen Welt, wir stehen außerhalb dieser Objekte. Wenn wir so weit in die geistige Welt aufgestiegen sind, wie ich es jetzt gemeint habe, dann stehen wir nicht mehr solchen Objekten gegenüber, sondern dasjenige, was hier in der physischen Welt von Tieren und Menschen das Undurchdringlichste ist, deren innerliches Seelenleben, das wird für die Wesen der höheren Welten das Durchdringlichste. Wir nehmen teil an dem Seelenleben der höheren Welten. Nicht haben wir eine Welt von Objekten, eine Welt von Gegenständen außer uns: Wesen haben wir außer uns. Das ist das Bedeutsame.

[ 19 ] Nun fassen wir einmal ins Auge, was wir in diesen Vorträgen gesagt haben, daß der Mensch, wenn er aufsteigt in die geistigen Welten und er tut das auch nach dem Tode —, dann eine ganz andere Art des Bewußtseins, eine ganz andere Art der Anschauung hat. Ich habe es schon angedeutet, wie innerlich beweglich das Denken wird. Aber das ist nur die erste Stufe des Aufsteigens in die geistigen Welten, daß dieses Denken innerlich beweglich wird. Wenn man weiter in die geistigen Welten hinaufsteigt — und der Mensch steigt so, wie ich es jetzt meine, schon in die weiteren Welten auf, wenn er seinen Ätherleib abgelegt hat, also bald nach dem Tode —, da ist das Bewußtsein ganz anders geartet, als es hier in der physischen Welt geartet ist. Hier in der physischen Welt, da haben wir Gegenstände außer uns. Wir nehmen Objekte wahr in der physischen Welt, wir stehen außerhalb dieser Objekte. Wenn wir so weit in die geistige Welt aufgestiegen sind, wie ich es jetzt gemeint habe, dann stehen wir nicht mehr solchen Objekten gegenüber, sondern dasjenige, was hier in der physischen Welt von Tieren und Menschen das Undurchdringlichste ist, deren innerliches Seelenleben, das wird für die Wesen der höheren Welten das Durchdringlichste. Wir nehmen teil an dem Seelenleben der höheren Welten. Nicht haben wir eine Welt von Objekten, eine Welt von Gegenständen außer uns: Wesen haben wir außer uns. Das ist das Bedeutsame.

[ 20 ] Nicht wahr, wenn wir hier als Menschen auf dem physischen Plan nebeneinander stehen, dann stehen Sie hier, ich stehe da, zwischen uns ist der Tisch, den greifen wir beide an: ein Objekt, ein Gegenstand. Sie müssen sich alles Gegenständliche nun wegdenken. Sie müssen sich denken, wie Sie in einer Welt von Seelen sind, und wie Sie mit diesen Seelen auf eine solche innerliche Weise zusammenkommen, wie hier auf dem physischen Plan mit Ihren Gedanken, mit Ihren Gefühlen. Das müssen Sie denken. Mit einem Wesen aus der Hierarchie der Angeloi, mit dem kommen Sie nicht dadurch zusammen, daß Sie seine Hand angreifen, sondern Sie kommen mit ihm dadurch zusammen, daß Sie so mit ihm zusammen leben, wie Sie hier mit Ihren Gedanken, mit Ihren Gefühlen zusammen leben. Ich habe das oftmals ausgedrückt so, daß ich sagte: In die Gedanken, in die Gefühle herein kommen diese Wesenheiten. Wirklich, wir drücken es richtig aus, wenn wir sagen: diese Wesenheiten leben in uns.

[ 20 ] Nicht wahr, wenn wir hier als Menschen auf dem physischen Plan nebeneinander stehen, dann stehen Sie hier, ich stehe da, zwischen uns ist der Tisch, den greifen wir beide an: ein Objekt, ein Gegenstand. Sie müssen sich alles Gegenständliche nun wegdenken. Sie müssen sich denken, wie Sie in einer Welt von Seelen sind, und wie Sie mit diesen Seelen auf eine solche innerliche Weise zusammenkommen, wie hier auf dem physischen Plan mit Ihren Gedanken, mit Ihren Gefühlen. Das müssen Sie denken. Mit einem Wesen aus der Hierarchie der Angeloi, mit dem kommen Sie nicht dadurch zusammen, daß Sie seine Hand angreifen, sondern Sie kommen mit ihm dadurch zusammen, daß Sie so mit ihm zusammen leben, wie Sie hier mit Ihren Gedanken, mit Ihren Gefühlen zusammen leben. Ich habe das oftmals ausgedrückt so, daß ich sagte: In die Gedanken, in die Gefühle herein kommen diese Wesenheiten. Wirklich, wir drücken es richtig aus, wenn wir sagen: diese Wesenheiten leben in uns.

[ 21 ] Sie finden schon in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» das dargestellt, was ich jetzt eben sage. Da ist es schon voll ausgesprochen, daß wir nach dem Tode mit den anderen Wesen, die dann auch nach dem Tode leben, wenn ich mich so ausdrücken darf, in einer viel innigeren Gemeinschaft sind, als wir je mit Menschen auf der Erde sein können, weil wir mit ihnen so innerlich zusammen sind wie mit unseren Gedanken und Empfindungen, und auch, daß wir den Toten nahekommen mit unseren Seelen hier auf der Erde, wenn wir uns das erringen durch dasjenige, was gesagt worden ist: durch Vorlesen und dergleichen. — Wir werden uns das aneignen müssen, um so recht einzusehen, wie wirklich die Toten zu uns kommen. Wir werden uns hinaufringen müssen zu diesem Innerlich-mit-ihnen-Zusammenleben, so wie wir mit unseren Gedanken und Gefühlen zusammenleben.

[ 21 ] Sie finden schon in meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» das dargestellt, was ich jetzt eben sage. Da ist es schon voll ausgesprochen, daß wir nach dem Tode mit den anderen Wesen, die dann auch nach dem Tode leben, wenn ich mich so ausdrücken darf, in einer viel innigeren Gemeinschaft sind, als wir je mit Menschen auf der Erde sein können, weil wir mit ihnen so innerlich zusammen sind wie mit unseren Gedanken und Empfindungen, und auch, daß wir den Toten nahekommen mit unseren Seelen hier auf der Erde, wenn wir uns das erringen durch dasjenige, was gesagt worden ist: durch Vorlesen und dergleichen. — Wir werden uns das aneignen müssen, um so recht einzusehen, wie wirklich die Toten zu uns kommen. Wir werden uns hinaufringen müssen zu diesem Innerlich-mit-ihnen-Zusammenleben, so wie wir mit unseren Gedanken und Gefühlen zusammenleben.

[ 22 ] Wie wenig die Menschen geneigt sind, auf diese höheren Begriffe der verinnerlichten Realität einzugehen, das zeigt sich am besten bei den materialistischen Spiritisten. Es kann ein komischer Ausdruck sein: materialistische Spiritisten, aber ein großer Teil der Spiritisten ist eben viel materialistischer als die gewöhnlichen Materialisten! Die gewöhnlichen Materialisten sagen: es gibt keinen Geist, und sie nennen die Materie «Materie». Aber ein großer Teil der Spiritisten will, damit sie den Geist sehen, den Geist auf materielle Weise sehen, sei es, daß er ihnen im Lichtschein erscheint, also materiell, sei es, daß er irgendwie sie angreift. Es liegen ja noch in diesem Berühren mit den Geistern diese oder jene Nuancen. Das ist ein Vermaterialisieren der ganzen geistigen Welt. Wir müssen uns schon aneignen die Möglichkeit, tiefere Wirklichkeit vorauszusetzen als diejenige ist, die auf äußere Weise durch die Sinne vermittelt ist. Es wird sogar etwas ganz Absurdes, wenn der Spiritist, der materialistische Spiritist, schließlich den Toten sehen will mit seinen physischen Augen, während er doch nicht voraussetzen kann, daß er nach dem Tode den Toten mit physischen Augen sehen wird; denn die physischen Augen hat er ja abgelegt nach dem Tode. Man muß trachten, wenn man einen Toten sehen will, ihn so zu sehen, wie man ihn selber als Toter sehen kann, das heißt ohne die physischen Augen selbstverständlich.

[ 22 ] Wie wenig die Menschen geneigt sind, auf diese höheren Begriffe der verinnerlichten Realität einzugehen, das zeigt sich am besten bei den materialistischen Spiritisten. Es kann ein komischer Ausdruck sein: materialistische Spiritisten, aber ein großer Teil der Spiritisten ist eben viel materialistischer als die gewöhnlichen Materialisten! Die gewöhnlichen Materialisten sagen: es gibt keinen Geist, und sie nennen die Materie «Materie». Aber ein großer Teil der Spiritisten will, damit sie den Geist sehen, den Geist auf materielle Weise sehen, sei es, daß er ihnen im Lichtschein erscheint, also materiell, sei es, daß er irgendwie sie angreift. Es liegen ja noch in diesem Berühren mit den Geistern diese oder jene Nuancen. Das ist ein Vermaterialisieren der ganzen geistigen Welt. Wir müssen uns schon aneignen die Möglichkeit, tiefere Wirklichkeit vorauszusetzen als diejenige ist, die auf äußere Weise durch die Sinne vermittelt ist. Es wird sogar etwas ganz Absurdes, wenn der Spiritist, der materialistische Spiritist, schließlich den Toten sehen will mit seinen physischen Augen, während er doch nicht voraussetzen kann, daß er nach dem Tode den Toten mit physischen Augen sehen wird; denn die physischen Augen hat er ja abgelegt nach dem Tode. Man muß trachten, wenn man einen Toten sehen will, ihn so zu sehen, wie man ihn selber als Toter sehen kann, das heißt ohne die physischen Augen selbstverständlich.

[ 23 ] Gewöhnlich drückt man diese Tatsache, daß man mit einer ganz anderen Weise des Bewußtseins der geistigen Welt gegenübertreten muß als der physischen Welt, so aus, daß man sagt: Die physische Welt sieht man objektiv, die geistige Welt sieht man subjektiv, das heißt, so wie man das subjektive Erleben nur erweitert über die geistige Welt, so sieht man das Geistige. — Es ist ein viel intensiveres Sehen noch als das physische Sehen; aber es ist eben ein subjektives Wahrnehmen, ein subjektives Sehen, ein innerliches Verbundensein mit dem, was man wahrnimmt. In der neueren Zeit haben eigentlich recht wenige Menschen geahnt, daß man eigentlich so über die geistige Welt sprechen muß. Und diejenigen, die es geahnt haben, haben mit den Worten gerungen. Einer, der versucht hat, so ein bißchen auszudrücken, wie man zur geistigen Welt stehen muß, der ist gleich zu weit gegangen; ich meine Berkeley. Ihm wurde klar, daß der Mensch, auch indem er die sogenannte äußere materielle Welt wahrnimmt, ja gar nicht sagen kann: Hinter dem Wahrgenommenen steht etwas, sondern er kann nur sagen: Wenn ich meine Augen aufmache, dann sehe ich Farben und so weiter, wenn ich mit meinem Ohr hinhöre, höre ich Töne und so weiter, aber ob von dem Wahrgenommenen abgesehen noch etwas dahinter ist, darüber kann man nichts sagen. — Es kam ihm geradezu absurd vor, etwas anderes zu sagen, als: Sein ist gleich Wahrgenommenwerden. Es ist überhaupt kein anderes Sein, als das Wahrgenommenwerden —, sagte Berkeley.

[ 23 ] Gewöhnlich drückt man diese Tatsache, daß man mit einer ganz anderen Weise des Bewußtseins der geistigen Welt gegenübertreten muß als der physischen Welt, so aus, daß man sagt: Die physische Welt sieht man objektiv, die geistige Welt sieht man subjektiv, das heißt, so wie man das subjektive Erleben nur erweitert über die geistige Welt, so sieht man das Geistige. — Es ist ein viel intensiveres Sehen noch als das physische Sehen; aber es ist eben ein subjektives Wahrnehmen, ein subjektives Sehen, ein innerliches Verbundensein mit dem, was man wahrnimmt. In der neueren Zeit haben eigentlich recht wenige Menschen geahnt, daß man eigentlich so über die geistige Welt sprechen muß. Und diejenigen, die es geahnt haben, haben mit den Worten gerungen. Einer, der versucht hat, so ein bißchen auszudrücken, wie man zur geistigen Welt stehen muß, der ist gleich zu weit gegangen; ich meine Berkeley. Ihm wurde klar, daß der Mensch, auch indem er die sogenannte äußere materielle Welt wahrnimmt, ja gar nicht sagen kann: Hinter dem Wahrgenommenen steht etwas, sondern er kann nur sagen: Wenn ich meine Augen aufmache, dann sehe ich Farben und so weiter, wenn ich mit meinem Ohr hinhöre, höre ich Töne und so weiter, aber ob von dem Wahrgenommenen abgesehen noch etwas dahinter ist, darüber kann man nichts sagen. — Es kam ihm geradezu absurd vor, etwas anderes zu sagen, als: Sein ist gleich Wahrgenommenwerden. Es ist überhaupt kein anderes Sein, als das Wahrgenommenwerden —, sagte Berkeley.

[ 24 ] Er hatte recht und unrecht. Er hatte insofern recht, als es eine grobklotzige Vorstellung ist zu glauben, daß hinter dem, was wir wahrnehmen, noch eine besondere Materie steht, denn das, was wir wahrnehmen, das ist die Welt. Sein ist Wahrgenommenwerden, also gibt es überhaupt nur Geister und ihre Wahrnehmungen. Für den Bischof Berkeley ist die Sache, wenn ich sie radikal aussprechen will, so: Hier sind so und so viele Menschen; wenn wir vom Standpunkte des gewöhnlichen, trivialen Lebens urteilen, so sagen wir, da sitzen eins, zwei, drei, vier Leute und so weiter, die haben ihre Leiber und so fort. — Aber das ist nicht wahr, würde Berkeley sagen, in Wirklichkeit sind nur Seelen da; die Leiber sind nur das, was die Seelen wahrnehmen. Die Leiber sind nur ein Truggebilde, Seelen sind da! Das heißt, jede Seele, die da ist, die hat in sich so etwas wie ein äußerliches Traumbild von allen anderen Leibern; aber es soll zum Beispiel Fräulein M. nicht etwa glauben, daß Frau K. in ihrem Leibe da sitzt, sondern Fräulein M. hat das Bild von Frau K. in ihrer Seele, und Frau K. hat das Bild von Fräulein M. in ihrer Seele. Das andere ist Schein, Seelen sind da. Sein ist Wahrgenommenwerden.

[ 24 ] Er hatte recht und unrecht. Er hatte insofern recht, als es eine grobklotzige Vorstellung ist zu glauben, daß hinter dem, was wir wahrnehmen, noch eine besondere Materie steht, denn das, was wir wahrnehmen, das ist die Welt. Sein ist Wahrgenommenwerden, also gibt es überhaupt nur Geister und ihre Wahrnehmungen. Für den Bischof Berkeley ist die Sache, wenn ich sie radikal aussprechen will, so: Hier sind so und so viele Menschen; wenn wir vom Standpunkte des gewöhnlichen, trivialen Lebens urteilen, so sagen wir, da sitzen eins, zwei, drei, vier Leute und so weiter, die haben ihre Leiber und so fort. — Aber das ist nicht wahr, würde Berkeley sagen, in Wirklichkeit sind nur Seelen da; die Leiber sind nur das, was die Seelen wahrnehmen. Die Leiber sind nur ein Truggebilde, Seelen sind da! Das heißt, jede Seele, die da ist, die hat in sich so etwas wie ein äußerliches Traumbild von allen anderen Leibern; aber es soll zum Beispiel Fräulein M. nicht etwa glauben, daß Frau K. in ihrem Leibe da sitzt, sondern Fräulein M. hat das Bild von Frau K. in ihrer Seele, und Frau K. hat das Bild von Fräulein M. in ihrer Seele. Das andere ist Schein, Seelen sind da. Sein ist Wahrgenommenwerden.

[ 25 ] Nur in einer gewissen Weise hatte der Bischof Berkeley recht, aber er war eben nicht Geisteswissenschafter, und daher konnte ihm folgendes nicht klar werden, das ich Ihnen am leichtesten in dieser Art vor Augen führen kann. Nehmen Sie einmal an, Frau K. würde jetzt nicht Fräulein M. betrachten, sondern sie würde irgendeinen Vorgang betrachten, der vor fünf Tagen vor sich gegangen ist, der würde ihr jetzt gerade einfallen. Ein Vorgang ist doch kein Geist, irgendein Vorgang, etwa daß sie vor fünf Tagen einen Topf zerbrochen hätte. Nehmen wir an, das würde ihr jetzt gerade einfallen: das ganze Bild, wie dazumal der Topf ihren Händen entglitt, wie er hinunterfiel, wie er in hundert Stücke auseinanderbrach — dieses ganze Bild, das stiege jetzt auf. Man kann doch ganz gewiß sagen: das ist keine andere Seele. Dennoch, wenn Sie die ganze Seele nehmen, wie sie jetzt ist, so ist dieser Vorgang, der jetzt in der Seele aufsteigt, etwas, was geradeso in gewisser Beziehung auf objektive Weise wahrgenommen wird wie der andere Gegenstand, der außerhalb ist; das eine Mal nur wird das, was vor den Augen steht, angeschaut, das andere Mal steht ein vergangener Vorgang auf und wird bewußt. Der ist jetzt auch nicht in der Seele drinnen, ist aus der Seele erst herausgegangen, denn sonst hätten Sie die ganzen fünf Tage jede Stunde, solange Sie wach waren, an dieses Zerbrechen des Topfes denken müssen. Wahrhaftig, dieses Bild, nehmen wir an, zu Ihrem Heil, war außerhalb Ihrer Seele, und jetzt steht dieses Bild erst wiederum auf. Es war ebenso außerhalb der Seele, wie irgend etwas anderes außerhalb war. Es war einmal drinnen, aber ging dann heraus aus der Seele. Da haben Sie etwas, was kein Geist ist, denn dieses Zerbrechen des Topfes ist kein Geist und keine Seele, kommt aber doch in die Seele herein, ist etwas Objektives.

[ 25 ] Nur in einer gewissen Weise hatte der Bischof Berkeley recht, aber er war eben nicht Geisteswissenschafter, und daher konnte ihm folgendes nicht klar werden, das ich Ihnen am leichtesten in dieser Art vor Augen führen kann. Nehmen Sie einmal an, Frau K. würde jetzt nicht Fräulein M. betrachten, sondern sie würde irgendeinen Vorgang betrachten, der vor fünf Tagen vor sich gegangen ist, der würde ihr jetzt gerade einfallen. Ein Vorgang ist doch kein Geist, irgendein Vorgang, etwa daß sie vor fünf Tagen einen Topf zerbrochen hätte. Nehmen wir an, das würde ihr jetzt gerade einfallen: das ganze Bild, wie dazumal der Topf ihren Händen entglitt, wie er hinunterfiel, wie er in hundert Stücke auseinanderbrach — dieses ganze Bild, das stiege jetzt auf. Man kann doch ganz gewiß sagen: das ist keine andere Seele. Dennoch, wenn Sie die ganze Seele nehmen, wie sie jetzt ist, so ist dieser Vorgang, der jetzt in der Seele aufsteigt, etwas, was geradeso in gewisser Beziehung auf objektive Weise wahrgenommen wird wie der andere Gegenstand, der außerhalb ist; das eine Mal nur wird das, was vor den Augen steht, angeschaut, das andere Mal steht ein vergangener Vorgang auf und wird bewußt. Der ist jetzt auch nicht in der Seele drinnen, ist aus der Seele erst herausgegangen, denn sonst hätten Sie die ganzen fünf Tage jede Stunde, solange Sie wach waren, an dieses Zerbrechen des Topfes denken müssen. Wahrhaftig, dieses Bild, nehmen wir an, zu Ihrem Heil, war außerhalb Ihrer Seele, und jetzt steht dieses Bild erst wiederum auf. Es war ebenso außerhalb der Seele, wie irgend etwas anderes außerhalb war. Es war einmal drinnen, aber ging dann heraus aus der Seele. Da haben Sie etwas, was kein Geist ist, denn dieses Zerbrechen des Topfes ist kein Geist und keine Seele, kommt aber doch in die Seele herein, ist etwas Objektives.

[ 26 ] Nun fassen Sie das zusammen mit etwas, was ich in diesen Vorträgen auseinandergesetzt habe, daß dasjenige, was da draußen in der Welt ist, eigentlich Vergangenheit ist, etwas längst Vergessenes ist, so werden Sie nun ein Bild sich machen können von dem, was eigentlich die äußere Welt ist, insofern wir sie als äußere Welt nicht als andere Seele wahrnehmen.

[ 26 ] Nun fassen Sie das zusammen mit etwas, was ich in diesen Vorträgen auseinandergesetzt habe, daß dasjenige, was da draußen in der Welt ist, eigentlich Vergangenheit ist, etwas längst Vergessenes ist, so werden Sie nun ein Bild sich machen können von dem, was eigentlich die äußere Welt ist, insofern wir sie als äußere Welt nicht als andere Seele wahrnehmen.

[ 27 ] Wenn ich schematisch zeichne: Denken Sie sich einmal, wir haben hier eine Seele; in dieser Seele seien nun frühere Vorgänge, nehmen wir also an, hier der Vorgang des zerbrochenen Topfes; irgendwo ein anderer Vorgang, ich will nicht alle einzelnen Vorgänge charakterisieren. Der Umkreis desjenigen, was unmittelbar Bewußtes ist, das sei innerhalb dieses Kreises. Daß der zerbrochene Topf vorgestellt werden kann in der Erinnerung, das beruht darauf, daß er schon aus dem Bewußtsein hinausgegangen ist, daß dieser Vorgang nur wiederum in der Erinnerung zurückkommt ins Bewußtsein. Er ist ins Objektive hinuntergedrängt worden. Denken Sie sich doch, was für eine Sehnsucht mancher hat, so etwas wie diesen zerbrochenen Topf ins Objektive hinunterzudrängen, möglichst sich nicht oft wieder an ihn zu erinnern, ihn möglichst nicht ins Bewußtsein heraufkommen zu lassen! Immer weiter und weiter können die Dinge ins Objektive gedrängt werden. Und wenn sie nun ganz hinausgedrängt werden, so leben sie außerhalb. Nur daß die Dinge und Vorgänge, die wir um uns haben, eben schon während der Mondenzeit und während der Sonnenzeit gedacht worden sind von Wesen und dann hinuntergedrängt worden sind ins Objektive, und nun im Objektiven leben. Alles, was wir um uns herum haben, ist einmal gedacht worden, empfunden worden, ist einmal im Bewußtsein gewesen und aus dem Bewußtsein herausgegangen. Wir könnten sagen: die objektive Welt ist das, was die Götter und Geister gedacht und vergessen haben, aus sich herausgesetzt haben.

[ 27 ] Wenn ich schematisch zeichne: Denken Sie sich einmal, wir haben hier eine Seele; in dieser Seele seien nun frühere Vorgänge, nehmen wir also an, hier der Vorgang des zerbrochenen Topfes; irgendwo ein anderer Vorgang, ich will nicht alle einzelnen Vorgänge charakterisieren. Der Umkreis desjenigen, was unmittelbar Bewußtes ist, das sei innerhalb dieses Kreises. Daß der zerbrochene Topf vorgestellt werden kann in der Erinnerung, das beruht darauf, daß er schon aus dem Bewußtsein hinausgegangen ist, daß dieser Vorgang nur wiederum in der Erinnerung zurückkommt ins Bewußtsein. Er ist ins Objektive hinuntergedrängt worden. Denken Sie sich doch, was für eine Sehnsucht mancher hat, so etwas wie diesen zerbrochenen Topf ins Objektive hinunterzudrängen, möglichst sich nicht oft wieder an ihn zu erinnern, ihn möglichst nicht ins Bewußtsein heraufkommen zu lassen! Immer weiter und weiter können die Dinge ins Objektive gedrängt werden. Und wenn sie nun ganz hinausgedrängt werden, so leben sie außerhalb. Nur daß die Dinge und Vorgänge, die wir um uns haben, eben schon während der Mondenzeit und während der Sonnenzeit gedacht worden sind von Wesen und dann hinuntergedrängt worden sind ins Objektive, und nun im Objektiven leben. Alles, was wir um uns herum haben, ist einmal gedacht worden, empfunden worden, ist einmal im Bewußtsein gewesen und aus dem Bewußtsein herausgegangen. Wir könnten sagen: die objektive Welt ist das, was die Götter und Geister gedacht und vergessen haben, aus sich herausgesetzt haben.

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[ 28 ] Also Berkeley hat natürlich unrecht auf der anderen Seite, wenn er sagt: es gibt gar keine Welt draußen außerhalb, es gibt nur Seelen. Denn das, was draußen ist, ist eben vergessen worden. Selbstverständlich sind Ihre Leiber nicht vergessen worden von jeder einzelnen Seele, die hier ist, denn die ersten Anlagen sind schon geschaffen, von Geistern auf dem alten Saturn gedacht worden, dann verobjektiviert worden und so weiter. Dessen müssen wir uns eben klar sein, daß Bewußtsein vor dem Sein ist, daß das Seiende, das da draußen ist, erst aus dem Bewußtsein heraus entsprungen ist, wie das, was wir als erste Stufe der Objektivierung in unserem Gedächtnisse haben. Bei der einzelnen heutigen Menschenseele geht die Objektivierung bis zum zerbrochenen Topf. Bei den Wesen, die nach und nach sich entwickelt haben durch Saturn, Sonne und Mond, geht sie so weit, daß die einmal gedachten Gedanken heute so fest wie die Felsen unserer Berge uns entgegentreten können, und daß, weil wir mit der ganzen geistigen Welt verbunden sind, wir wahrnehmen das, was die Götter gedacht haben vor Zeiten.

[ 28 ] Also Berkeley hat natürlich unrecht auf der anderen Seite, wenn er sagt: es gibt gar keine Welt draußen außerhalb, es gibt nur Seelen. Denn das, was draußen ist, ist eben vergessen worden. Selbstverständlich sind Ihre Leiber nicht vergessen worden von jeder einzelnen Seele, die hier ist, denn die ersten Anlagen sind schon geschaffen, von Geistern auf dem alten Saturn gedacht worden, dann verobjektiviert worden und so weiter. Dessen müssen wir uns eben klar sein, daß Bewußtsein vor dem Sein ist, daß das Seiende, das da draußen ist, erst aus dem Bewußtsein heraus entsprungen ist, wie das, was wir als erste Stufe der Objektivierung in unserem Gedächtnisse haben. Bei der einzelnen heutigen Menschenseele geht die Objektivierung bis zum zerbrochenen Topf. Bei den Wesen, die nach und nach sich entwickelt haben durch Saturn, Sonne und Mond, geht sie so weit, daß die einmal gedachten Gedanken heute so fest wie die Felsen unserer Berge uns entgegentreten können, und daß, weil wir mit der ganzen geistigen Welt verbunden sind, wir wahrnehmen das, was die Götter gedacht haben vor Zeiten.

[ 29 ] Jetzt aber, indem Sie dieses ins Auge fassen, wird Ihnen auch klar sein, wie wichtig es ist, daß eine objektive Welt herausgesetzt wird aus den subjektiven Welten. Denn ich habe es oft betont: wie unser Gedächtnis intakt bleiben muß, wenn wir überhaupt unser Ich bewahren wollen, so müssen die Götter eine Welt schaffen aus sich heraus. Wie wir die Erinnerungsvorstellungen in uns tragen seit der Zeit, bis zu welcher wir uns zurückerinnern, so haben die Götter die ganze Welt aus sich herausgesetzt, um an dieser Welt ihr Bewußtsein zu haben. Und so setzt der Mensch seinen physischen Leib und seinen Ätherleib heraus, um durch dieses Heraussetzen ein höheres Bewußtsein zu haben.

[ 29 ] Jetzt aber, indem Sie dieses ins Auge fassen, wird Ihnen auch klar sein, wie wichtig es ist, daß eine objektive Welt herausgesetzt wird aus den subjektiven Welten. Denn ich habe es oft betont: wie unser Gedächtnis intakt bleiben muß, wenn wir überhaupt unser Ich bewahren wollen, so müssen die Götter eine Welt schaffen aus sich heraus. Wie wir die Erinnerungsvorstellungen in uns tragen seit der Zeit, bis zu welcher wir uns zurückerinnern, so haben die Götter die ganze Welt aus sich herausgesetzt, um an dieser Welt ihr Bewußtsein zu haben. Und so setzt der Mensch seinen physischen Leib und seinen Ätherleib heraus, um durch dieses Heraussetzen ein höheres Bewußtsein zu haben.

[ 30 ] Der Tod — ich habe es schon von einem anderen Gesichtspunkte aus betont — ist etwas Schreckliches allein von dem Gesichtspunkte der physischen Welt aus gesehen. Von dem Gesichtspunkte der geistigen Welt aus gesehen, in der wir uns nach dem Tode sofort befinden, ist der Tod der Ausgangspunkt des ganzen späteren Bewußtseins! Indem wir zum Tode zurückblicken, facht sich in uns das Bewußtsein an, das wir zwischen dem Tode und einer neuen Geburt haben. Und so wenig der Mensch hier auf der physischen Welt zu seiner eigenen Geburt zurückblicken kann, so sehr blickt er nach dem Tode fortwährend als zu dem herrlichsten Augenblick des letzten Lebens hin. Es ist gleichsam so, daß, wenn wir zurückschauen in der Zeit nach dem Tode, wir dann zuletzt auf den Tod aufstoßen; und dieses Aufstoßen auf den Tod, der wie in der Perspektive, in der Zeitenperspektive vor uns steht, das gibt uns das Ich-Bewußtsein, das fortdauernde Ich-Bewußtsein nach dem Tode, das also auch ein Spiegelbild ist, eben gespiegelt von der Tatsache des Todes.

[ 30 ] Der Tod — ich habe es schon von einem anderen Gesichtspunkte aus betont — ist etwas Schreckliches allein von dem Gesichtspunkte der physischen Welt aus gesehen. Von dem Gesichtspunkte der geistigen Welt aus gesehen, in der wir uns nach dem Tode sofort befinden, ist der Tod der Ausgangspunkt des ganzen späteren Bewußtseins! Indem wir zum Tode zurückblicken, facht sich in uns das Bewußtsein an, das wir zwischen dem Tode und einer neuen Geburt haben. Und so wenig der Mensch hier auf der physischen Welt zu seiner eigenen Geburt zurückblicken kann, so sehr blickt er nach dem Tode fortwährend als zu dem herrlichsten Augenblick des letzten Lebens hin. Es ist gleichsam so, daß, wenn wir zurückschauen in der Zeit nach dem Tode, wir dann zuletzt auf den Tod aufstoßen; und dieses Aufstoßen auf den Tod, der wie in der Perspektive, in der Zeitenperspektive vor uns steht, das gibt uns das Ich-Bewußtsein, das fortdauernde Ich-Bewußtsein nach dem Tode, das also auch ein Spiegelbild ist, eben gespiegelt von der Tatsache des Todes.

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[ 31 ] So wachsen wit, indem wir durch den Tod gehen, aus der Anschauung heraus, die uns zwingt, in der physischen Welt auf Gegenstände hinzuschauen, und wir wachsen in die Anschauung hinein, in der wir uns so fühlen: Wir werden immer mehr und mehr aufgenommen von geistigen Wesenheiten, wir kommen immer mehr und mehr zusammen mit anderen geistigen Wesenheiten. Hier, solange wir in unserem Leibe leben, umfassen unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Willensimpulse nur uns selbst. Indem wir durch den Tod gegangen sind, fluten herein in die Welt unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Willensimpulse, die anderen geistigen Wesenheiten; die leben in uns. Wir vervielfältigen uns. Unser Bewußtsein breitet sich aus. Aus einer Einheit werden wir die Vielheit, die Einheit in der Vielheit; und die Vielheit offenbart sich, indem sie unsere Einheit in sich aufnimmt.

[ 31 ] So wachsen wit, indem wir durch den Tod gehen, aus der Anschauung heraus, die uns zwingt, in der physischen Welt auf Gegenstände hinzuschauen, und wir wachsen in die Anschauung hinein, in der wir uns so fühlen: Wir werden immer mehr und mehr aufgenommen von geistigen Wesenheiten, wir kommen immer mehr und mehr zusammen mit anderen geistigen Wesenheiten. Hier, solange wir in unserem Leibe leben, umfassen unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Willensimpulse nur uns selbst. Indem wir durch den Tod gegangen sind, fluten herein in die Welt unsere Gedanken, unsere Gefühle, unsere Willensimpulse, die anderen geistigen Wesenheiten; die leben in uns. Wir vervielfältigen uns. Unser Bewußtsein breitet sich aus. Aus einer Einheit werden wir die Vielheit, die Einheit in der Vielheit; und die Vielheit offenbart sich, indem sie unsere Einheit in sich aufnimmt.

[ 32 ] Das Hineinwachsen also in die Welt, die wir gewöhnlich als die Welt der Hierarchien bezeichnen, das ist es, was auftritt, sobald der Mensch in die geistige Welt eingeht. So daß, während der Mensch hier auf der Erde spricht von Gegenständen und von Erlebnissen, die er mit Gegenständen hat, der Tote spricht von lauter Wesenheiten und von lauter Mitteilungen, die ihm die Wesenheiten machen vom Zusammensein mit anderen Wesenheiten, vom starken und schwachen Zusammensein mit anderen Wesenheiten und so weiter.

[ 32 ] Das Hineinwachsen also in die Welt, die wir gewöhnlich als die Welt der Hierarchien bezeichnen, das ist es, was auftritt, sobald der Mensch in die geistige Welt eingeht. So daß, während der Mensch hier auf der Erde spricht von Gegenständen und von Erlebnissen, die er mit Gegenständen hat, der Tote spricht von lauter Wesenheiten und von lauter Mitteilungen, die ihm die Wesenheiten machen vom Zusammensein mit anderen Wesenheiten, vom starken und schwachen Zusammensein mit anderen Wesenheiten und so weiter.

[ 33 ] Man kann sich eben nur nach und nach bemühen, ich möchte sagen, eine halbwegs adäquate Vorstellung zu geben von dem, wie dies Hineinwachsen in die geistige Welt ist. Nun, nachdem wir versucht haben, einen Begriff zu bekommen von dem Genaueren, wenigstens einigermaßen Genaueren über die Art dieses Hineinwachsens, wenden wir uns wiederum der anderen Tatsache zu, die wir gestern betrachtet haben, dem Sterben des Menschen in jugendlichem Alter, und dem Sterben des Menschen, wenn er alt geworden ist.

[ 33 ] Man kann sich eben nur nach und nach bemühen, ich möchte sagen, eine halbwegs adäquate Vorstellung zu geben von dem, wie dies Hineinwachsen in die geistige Welt ist. Nun, nachdem wir versucht haben, einen Begriff zu bekommen von dem Genaueren, wenigstens einigermaßen Genaueren über die Art dieses Hineinwachsens, wenden wir uns wiederum der anderen Tatsache zu, die wir gestern betrachtet haben, dem Sterben des Menschen in jugendlichem Alter, und dem Sterben des Menschen, wenn er alt geworden ist.

[ 34 ] Der Mensch, der in jugendlichem Alter stirbt, geht durch die Pforte des Todes; sein physischer Leib löst sich auf, sein Ätherleib inbindet sich. Er aber bekommt, wenn er ganz jung durch die Pforte des Todes gegangen ist, im Knaben-, im Mädchenalter, oder überhaupt im Kindesalter, er bekommt mit eine besonders starke Vorstellung von dem inneren Zusammenhalt dieses Wunderbaues, als den wir den menschlichen physischen Leib empfinden müssen. Gerade dieses ist eines der hervorragendsten inneren Erlebnisse des jung verstorbenen Menschen, daß er durch die Pforte des Todes hindurchträgt ein starkes inneres Vorstellungsbewußtsein von dem Wunderbau des physischen Leibes. Es gibt ja wirklich nichts auszudenken, was so wunderbar großartig gebaut ist, als der menschliche physische Leib, als dieses große Kunstwerk, dieses größte Wunder der Welt. Ich habe darüber öfter gesprochen. Aber gerade davon ist der jugendlich Verstorbene ganz erfüllt.

[ 34 ] Der Mensch, der in jugendlichem Alter stirbt, geht durch die Pforte des Todes; sein physischer Leib löst sich auf, sein Ätherleib inbindet sich. Er aber bekommt, wenn er ganz jung durch die Pforte des Todes gegangen ist, im Knaben-, im Mädchenalter, oder überhaupt im Kindesalter, er bekommt mit eine besonders starke Vorstellung von dem inneren Zusammenhalt dieses Wunderbaues, als den wir den menschlichen physischen Leib empfinden müssen. Gerade dieses ist eines der hervorragendsten inneren Erlebnisse des jung verstorbenen Menschen, daß er durch die Pforte des Todes hindurchträgt ein starkes inneres Vorstellungsbewußtsein von dem Wunderbau des physischen Leibes. Es gibt ja wirklich nichts auszudenken, was so wunderbar großartig gebaut ist, als der menschliche physische Leib, als dieses große Kunstwerk, dieses größte Wunder der Welt. Ich habe darüber öfter gesprochen. Aber gerade davon ist der jugendlich Verstorbene ganz erfüllt.

[ 35 ] Und diese Vorstellung, dieses innere Erfüllen mit einer solchen Vorstellung, bringt den jugendlich Verstorbenen erstens zusammen mit den Wesen, die wir Angehörige der Hierarchie der Geister der Form nennen, so daß seine Seele intim zusammenwächst mit ihnen. Und so sieht man denn, daß die Jungverstorbenen mit besonderer Huld und Gnade empfangen werden von den Geistern der Form. Und außerdem wachsen sie zusammen innerlich mit den Geistern aus der Hierarchie der Geister des Willens. Ich möchte sagen, diese Geister des Willens und die Geister der Form stehen so zur Welt, daß sie fortwährend dem, der sich in ihre Geheimnisse einläßt, zurufen: Unser sind diejenigen, die früh ihr Leben lassen müssen auf Erden; denn dasjenige, was sie uns bringen, das ist ein wesentliches Ingredienz bei unserem Schaffen am Werdeprozeß der Menschheit. Wer alt geworden stirbt, der ist weniger durchdrungen von dem Wunderbau des menschlichen Leibes, sondern der ist in sich mehr durchdrungen von dem Wunderbau des ganzen Universums, von dem Wunderbau des ganzen Kosmos. Mehr nach dem Äußeren richtet sich der Gedankeninhalt und der Gefühlsinhalt des altgewordenen Verstorbenen, und er wächst insbesondere rasch und leicht zusammen mit denjenigen Geistern, die wir die Geister der Weisheit nennen. Diese sind es, die ihn mit Huld und Gnade aufnehmen. Und man bekommt einen starken Eindruck, wenn man, ich möchte sagen, dieses im einzelnen untersucht, wie der Mensch da zusammenlebt nach seinem Tode mit den höheren geistigen Wesenheiten. Wirklich, wenn man liebevoll eingeht auf das, was die Geisteswissenschaft erforschen kann, so bleibt es nicht bei leeren Abstraktionen, bei einem vagen Reden vom Geiste, bei dem vagen Reden davon, daß der Mensch aufgenommen wird von einer geistigen Welt, sondern man kann hindeuten, wie der eine aufgenommen wird von den Geistern der Bewegung, den Geistern der Weisheit, der andere von den Geistern der Form und den Geistern des Willens. Und dann erhält man eine Vorstellung davon, wie im Inneren im Grunde genommen alles, was geschieht — von einem höheren Gesichtspunkte aus betrachtet —, gut ist, so wie dasjenige, was unverständlich bleibt vom Gesichtspunkte der physischen Welten aus, von höherem Gesichtspunkte aus uns voll verständlich ist. Denn nicht allein mit den Altgewordenen wissen die Geister der höheren Hierarchien etwas anzufangen, sondern vor allen Dingen auch mit denjenigen, die jung schon gestorben sind. Keiner hat umsonst gelebt! Und der ganze Werdeprozeß der Menschheit könnte nicht bestehen, wenn nicht alles so geschähe, wie es schon einmal in der Welt geschieht.

[ 35 ] Und diese Vorstellung, dieses innere Erfüllen mit einer solchen Vorstellung, bringt den jugendlich Verstorbenen erstens zusammen mit den Wesen, die wir Angehörige der Hierarchie der Geister der Form nennen, so daß seine Seele intim zusammenwächst mit ihnen. Und so sieht man denn, daß die Jungverstorbenen mit besonderer Huld und Gnade empfangen werden von den Geistern der Form. Und außerdem wachsen sie zusammen innerlich mit den Geistern aus der Hierarchie der Geister des Willens. Ich möchte sagen, diese Geister des Willens und die Geister der Form stehen so zur Welt, daß sie fortwährend dem, der sich in ihre Geheimnisse einläßt, zurufen: Unser sind diejenigen, die früh ihr Leben lassen müssen auf Erden; denn dasjenige, was sie uns bringen, das ist ein wesentliches Ingredienz bei unserem Schaffen am Werdeprozeß der Menschheit. Wer alt geworden stirbt, der ist weniger durchdrungen von dem Wunderbau des menschlichen Leibes, sondern der ist in sich mehr durchdrungen von dem Wunderbau des ganzen Universums, von dem Wunderbau des ganzen Kosmos. Mehr nach dem Äußeren richtet sich der Gedankeninhalt und der Gefühlsinhalt des altgewordenen Verstorbenen, und er wächst insbesondere rasch und leicht zusammen mit denjenigen Geistern, die wir die Geister der Weisheit nennen. Diese sind es, die ihn mit Huld und Gnade aufnehmen. Und man bekommt einen starken Eindruck, wenn man, ich möchte sagen, dieses im einzelnen untersucht, wie der Mensch da zusammenlebt nach seinem Tode mit den höheren geistigen Wesenheiten. Wirklich, wenn man liebevoll eingeht auf das, was die Geisteswissenschaft erforschen kann, so bleibt es nicht bei leeren Abstraktionen, bei einem vagen Reden vom Geiste, bei dem vagen Reden davon, daß der Mensch aufgenommen wird von einer geistigen Welt, sondern man kann hindeuten, wie der eine aufgenommen wird von den Geistern der Bewegung, den Geistern der Weisheit, der andere von den Geistern der Form und den Geistern des Willens. Und dann erhält man eine Vorstellung davon, wie im Inneren im Grunde genommen alles, was geschieht — von einem höheren Gesichtspunkte aus betrachtet —, gut ist, so wie dasjenige, was unverständlich bleibt vom Gesichtspunkte der physischen Welten aus, von höherem Gesichtspunkte aus uns voll verständlich ist. Denn nicht allein mit den Altgewordenen wissen die Geister der höheren Hierarchien etwas anzufangen, sondern vor allen Dingen auch mit denjenigen, die jung schon gestorben sind. Keiner hat umsonst gelebt! Und der ganze Werdeprozeß der Menschheit könnte nicht bestehen, wenn nicht alles so geschähe, wie es schon einmal in der Welt geschieht.

[ 36 ] Aber einen Begriff, und einen immer erweiterten Begriff von allen diesen Dingen kann man nur erhalten, wenn man wirklich auf die Geisteswissenschaft eingeht, und wenn man wirklich ein bißchen sich durchdringen kann mit dem Bewußtsein davon, daß eigentlich nur unsere Zeit es ist, die so geistverlassen ist, und in unserer Zeit nur diejenigen wirklich materialistisch denken, die gar nicht denken eigentlich, die nicht denken wollen.

[ 36 ] Aber einen Begriff, und einen immer erweiterten Begriff von allen diesen Dingen kann man nur erhalten, wenn man wirklich auf die Geisteswissenschaft eingeht, und wenn man wirklich ein bißchen sich durchdringen kann mit dem Bewußtsein davon, daß eigentlich nur unsere Zeit es ist, die so geistverlassen ist, und in unserer Zeit nur diejenigen wirklich materialistisch denken, die gar nicht denken eigentlich, die nicht denken wollen.

[ 37 ] Ich habe Ihnen hier einmal ein Beispiel eines Philosophen angeführt, der wirklich gedacht hat, und von dem ich Ihnen einen Ausspruch angeführt habe zum Zeugnis dafür, wohin ein wirklich denkender Philosoph gelangt, das heißt, ein solcher, der nicht alles weiß, sondern darüber nachdenkt, wieviel der Mensch mit dem, was auf dem physischen Plan erfahren werden kann, wissen kann. Man darf ja sagen: Je dümmer die Menschen sind, desto gescheiter fühlen sie sich zumeist. Je gescheiter sie sind, desto mehr wissen sie, was nötig ist, um auf den Sinn des Lebens zu kommen. Deshalb habe ich Ihnen vor einiger Zeit den Ausspruch eines Menschen vorgelesen, der viel gedacht hat, der da sagt, es könnte jemand die Behauptung aufstellen, in dem Hühnerei stecke nicht bloß Eiweiß und Dotter, sondern außerdem ein übersinnliches Gespenst, also einer, der wirklich es sich hat sauer werden lassen das Philosophieren, der weiß, wie wenig man wissen kann mit der gewöhnlichen Vorstellung, sagt: «Es könnte jemand die Behauptung aufstellen: «In dem Hühnerei stecke nicht bloß Eiweiß und Dotter, sondern außerdem ein unsichtbares Gespenst. Dieses Gespenst verkörpere, materialisiere sich; und wenn es mit seiner Materialisation fertig ist, durchbreche es mit spitzigem Schnabel die harte Eierschale, laufe sogleich auf die ihm vorgestreuten Körner los und picke sie auf.» — Gegen diese sonderbare Behauptung läßt sich eigentlich nichts anderes einwenden, als daß hierbei die Präposition «in» in ungewöhnlichem Sinne gebraucht wird; nämlich nicht im geometrischen, sondern im metaphysischen Sinne. So verstanden aber, ist sie ganz richtig.»

[ 37 ] Ich habe Ihnen hier einmal ein Beispiel eines Philosophen angeführt, der wirklich gedacht hat, und von dem ich Ihnen einen Ausspruch angeführt habe zum Zeugnis dafür, wohin ein wirklich denkender Philosoph gelangt, das heißt, ein solcher, der nicht alles weiß, sondern darüber nachdenkt, wieviel der Mensch mit dem, was auf dem physischen Plan erfahren werden kann, wissen kann. Man darf ja sagen: Je dümmer die Menschen sind, desto gescheiter fühlen sie sich zumeist. Je gescheiter sie sind, desto mehr wissen sie, was nötig ist, um auf den Sinn des Lebens zu kommen. Deshalb habe ich Ihnen vor einiger Zeit den Ausspruch eines Menschen vorgelesen, der viel gedacht hat, der da sagt, es könnte jemand die Behauptung aufstellen, in dem Hühnerei stecke nicht bloß Eiweiß und Dotter, sondern außerdem ein übersinnliches Gespenst, also einer, der wirklich es sich hat sauer werden lassen das Philosophieren, der weiß, wie wenig man wissen kann mit der gewöhnlichen Vorstellung, sagt: «Es könnte jemand die Behauptung aufstellen: «In dem Hühnerei stecke nicht bloß Eiweiß und Dotter, sondern außerdem ein unsichtbares Gespenst. Dieses Gespenst verkörpere, materialisiere sich; und wenn es mit seiner Materialisation fertig ist, durchbreche es mit spitzigem Schnabel die harte Eierschale, laufe sogleich auf die ihm vorgestreuten Körner los und picke sie auf.» — Gegen diese sonderbare Behauptung läßt sich eigentlich nichts anderes einwenden, als daß hierbei die Präposition «in» in ungewöhnlichem Sinne gebraucht wird; nämlich nicht im geometrischen, sondern im metaphysischen Sinne. So verstanden aber, ist sie ganz richtig.»

[ 38 ] Derselbe Philosoph, Otto Liebmann, der ein gründlicher Denker war, aber eben sich beschränken wollte auf die Anschauung des physischen Planes, erwähnt in seinem Buche «Gedanken und Tatsachen» auch noch weiter — ich führe dies an aus dem Grunde, weil daran gesehen werden kann, wie Leute, die wirklich denken, sehen, was man mit dem an die Außenwelt gefesselten Denken heute eigentlich ausrichten kann: «Nicht nur Kinder, abergläubische Barbaren und phantastische Dichter, sondern auch aufgeklärte Denker haben von jeher die Körperwelt als etwas durchgängig Beseeltes angesehen. Dem Thales, der dem Magneten und dem Bernstein wegen ihrer Anziehungskraft eine Seele zuschrieb, wird wie andern Naturphilosophen der ältesten Zeit, der Ausspruch in den Mund gelegt, daß der Kosmos beseelt und alles voll von Göttern sei: [GREEK PASSAGE]. Aristoteles, De Anima I, 5. Plato nennt die Gestirne göttliche Tiere und spricht im (Timaeus> von der Weltseele. Aristoteles und die Peripatetiker nahmen Astralgeister an; und die Lehre von der Beseeltheit der Weltkörper hat sich in einer wohl niemals ganz unterbrochenen Kette der Tradition bis auf neuere und neueste Zeit weitergeerbt. Kepler redet von der der Planeten und schildert in seiner Harmonices mundi unsere Erde als ein gewaltiges Tier, dessen «walfischartige Respiration, in periodischem, von der Sonnenzeit abhängigem Schlaf und Erwachen, das Anschwellen und Sinken des Oceans verursacht» (Humboldts Kosmos, Bd.IH, 3.19). Giordano Bruno hat mit enthusiastischem Schwung diese hylozoistische Idee im einzelnen ausgemalt. Daß alles in der Welt lebendig sei, spricht er in seiner Schrift «Della causa, principio ed uno> sowie anderwärts als seine feste Überzeugung aus, und hält sämtliche körperlichen Bewegungen im Raum für den sichtbaren Ausdruck des im ganzen Weltall pulsierenden Gesamtlebens. Die Gestirne sind ihm, wie ihre Bewohnet, beseelte Wesen, unsere Erde ein gigantischer Riesenorganismus; die Quellen und Ströme sind die Adern ihres göttlichen Leibes, Ebbe und Flut die Wirkungen der Erdrespiration; auch vulkanische Ausbrüche und Erdbeben haben an gewissen Vorgängen im tierischen Organismus ihr deutliches Analogon; und als Zeugnis: Goethe sagt zu Eckermann (11. April 1827): «Ich denke mir die Erde mit ihrem Dunstkreis als ein großes 'Tier, das im ewigen Ein- und Ausatmen begriffen ist!» Auf der Linie dieser Betrachtungen liegt auch Fechners Zend-Avesta, ein höchst seltsames Buch und, wie andere Schriften dieses originellen Kopfes, ein Zwitterding von Scherz und Ernst, bei dem man einen Augenblick zweifeln könnte, wie es eigentlich gemeint ist.»

[ 38 ] Derselbe Philosoph, Otto Liebmann, der ein gründlicher Denker war, aber eben sich beschränken wollte auf die Anschauung des physischen Planes, erwähnt in seinem Buche «Gedanken und Tatsachen» auch noch weiter — ich führe dies an aus dem Grunde, weil daran gesehen werden kann, wie Leute, die wirklich denken, sehen, was man mit dem an die Außenwelt gefesselten Denken heute eigentlich ausrichten kann: «Nicht nur Kinder, abergläubische Barbaren und phantastische Dichter, sondern auch aufgeklärte Denker haben von jeher die Körperwelt als etwas durchgängig Beseeltes angesehen. Dem Thales, der dem Magneten und dem Bernstein wegen ihrer Anziehungskraft eine Seele zuschrieb, wird wie andern Naturphilosophen der ältesten Zeit, der Ausspruch in den Mund gelegt, daß der Kosmos beseelt und alles voll von Göttern sei: [GREEK PASSAGE]. Aristoteles, De Anima I, 5. Plato nennt die Gestirne göttliche Tiere und spricht im (Timaeus> von der Weltseele. Aristoteles und die Peripatetiker nahmen Astralgeister an; und die Lehre von der Beseeltheit der Weltkörper hat sich in einer wohl niemals ganz unterbrochenen Kette der Tradition bis auf neuere und neueste Zeit weitergeerbt. Kepler redet von der der Planeten und schildert in seiner Harmonices mundi unsere Erde als ein gewaltiges Tier, dessen «walfischartige Respiration, in periodischem, von der Sonnenzeit abhängigem Schlaf und Erwachen, das Anschwellen und Sinken des Oceans verursacht» (Humboldts Kosmos, Bd.IH, 3.19). Giordano Bruno hat mit enthusiastischem Schwung diese hylozoistische Idee im einzelnen ausgemalt. Daß alles in der Welt lebendig sei, spricht er in seiner Schrift «Della causa, principio ed uno> sowie anderwärts als seine feste Überzeugung aus, und hält sämtliche körperlichen Bewegungen im Raum für den sichtbaren Ausdruck des im ganzen Weltall pulsierenden Gesamtlebens. Die Gestirne sind ihm, wie ihre Bewohnet, beseelte Wesen, unsere Erde ein gigantischer Riesenorganismus; die Quellen und Ströme sind die Adern ihres göttlichen Leibes, Ebbe und Flut die Wirkungen der Erdrespiration; auch vulkanische Ausbrüche und Erdbeben haben an gewissen Vorgängen im tierischen Organismus ihr deutliches Analogon; und als Zeugnis: Goethe sagt zu Eckermann (11. April 1827): «Ich denke mir die Erde mit ihrem Dunstkreis als ein großes 'Tier, das im ewigen Ein- und Ausatmen begriffen ist!» Auf der Linie dieser Betrachtungen liegt auch Fechners Zend-Avesta, ein höchst seltsames Buch und, wie andere Schriften dieses originellen Kopfes, ein Zwitterding von Scherz und Ernst, bei dem man einen Augenblick zweifeln könnte, wie es eigentlich gemeint ist.»

[ 39 ] So hat wirklich Gustav Theodor Fechner manches im Scherze ausgesprochen. Er war überhaupt ein ganz zum Scherzen aufgelegter Mensch. Sie wissen ja — ich habe das schon einmal erzählt in den Vorträgen —, er hat das Buch geschrieben «Professor Schleiden und der Mond». Gustav Theodor Fechner hat sich nämlich damit befaßt, die Einwirkung des Mondes auf die Witterungsverhältnisse näher zu untersuchen, und da hat er denn manches darüber geschrieben. Der materialistische Botaniker Schleiden hat sich sehr lustig darüber gemacht. Aber dann hat ja Fechner seinerseits Schleiden zurückgewiesen in seinem Buche «Professor Schleiden und der Mond». Es ist derselbe Fechner, der einmal vor langer Zeit, schon in seiner Jugend, die Leichtfingerigkeit der naturwissenschaftlichen Denkweise in einer schönen kleinen Schrift gegeißelt hat. Es gibt eine kleine Schrift von Gustav Theodor Fechner, in der er ganz naturwissenschaftlich vorgeht. Er entwickelt die Sache ganz im Ernste, er beweist, daß der Mond aus Jodin besteht! Er will damit zeigen, daß man mit naturwissenschaftlicher Denkweise ganz genau beweisen kann, daß der Mond aus Jodin besteht! So wie man anderes ganz genau beweisen könne naturwissenschaftlich, so würde man auch mit genau denselben Schlüssen, mit denen man die anderen Dinge beweist, beweisen können, daß der Mond aus Jodin besteht.

[ 39 ] So hat wirklich Gustav Theodor Fechner manches im Scherze ausgesprochen. Er war überhaupt ein ganz zum Scherzen aufgelegter Mensch. Sie wissen ja — ich habe das schon einmal erzählt in den Vorträgen —, er hat das Buch geschrieben «Professor Schleiden und der Mond». Gustav Theodor Fechner hat sich nämlich damit befaßt, die Einwirkung des Mondes auf die Witterungsverhältnisse näher zu untersuchen, und da hat er denn manches darüber geschrieben. Der materialistische Botaniker Schleiden hat sich sehr lustig darüber gemacht. Aber dann hat ja Fechner seinerseits Schleiden zurückgewiesen in seinem Buche «Professor Schleiden und der Mond». Es ist derselbe Fechner, der einmal vor langer Zeit, schon in seiner Jugend, die Leichtfingerigkeit der naturwissenschaftlichen Denkweise in einer schönen kleinen Schrift gegeißelt hat. Es gibt eine kleine Schrift von Gustav Theodor Fechner, in der er ganz naturwissenschaftlich vorgeht. Er entwickelt die Sache ganz im Ernste, er beweist, daß der Mond aus Jodin besteht! Er will damit zeigen, daß man mit naturwissenschaftlicher Denkweise ganz genau beweisen kann, daß der Mond aus Jodin besteht! So wie man anderes ganz genau beweisen könne naturwissenschaftlich, so würde man auch mit genau denselben Schlüssen, mit denen man die anderen Dinge beweist, beweisen können, daß der Mond aus Jodin besteht.

[ 40 ] Und als die Männer sich gar nicht einigen konnten über die Fechnerschen Behauptungen in bezug auf die Einwirkungen des Mondes auf die Witterungsverhältnisse, hat Fechner gesagt: Dann werden wir vielleicht die Geschichte von unseren Frauen machen lassen! Es waren dazumal noch einfachere Verhältnisse; man hat, um Wasser zum Waschen zu bekommen, die Eimer in den Regen hinausgestellt. Und da sagte sich Gustav Theodor Fechner: Der gute Professor Schleiden will durchaus nicht glauben, daß in gewissen Zeiten des Mondes es weniger regnet als in anderen Zeiten des Mondes! Wir können das vielleicht auf dem Umweg durch die Frau Professor Schleiden machen! Da es ihrem Gatten so einerlei sein kann, daß die Witterungsverhältnisse zu gewissen Mondzeiten so oder anders sind, so könnte ja seine, des Professor Schleidens Frau, in der Zeit ihre Eimer hinausstellen in den Hof, in der Fechner ausgerechnet hat, daß weniger Wasser kommt, und die Frau Fechners würde dafür die Eimer hinausstellen in der Zeit, in der von ihm ausgerechnet sei, daß mehr Wasser falle! — Ich will nicht weiter ausführen, daß die Frauen nicht so leicht damit übereinstimmen konnten wie ihre Gatten, denn Frau Professor Schleiden war doch etwas neidisch auf Frau Professor Fechner, weil sie durch die Vorurteile ihres Mannes immer weniger Wasser bekam als die Frau Professor Fechner.

[ 40 ] Und als die Männer sich gar nicht einigen konnten über die Fechnerschen Behauptungen in bezug auf die Einwirkungen des Mondes auf die Witterungsverhältnisse, hat Fechner gesagt: Dann werden wir vielleicht die Geschichte von unseren Frauen machen lassen! Es waren dazumal noch einfachere Verhältnisse; man hat, um Wasser zum Waschen zu bekommen, die Eimer in den Regen hinausgestellt. Und da sagte sich Gustav Theodor Fechner: Der gute Professor Schleiden will durchaus nicht glauben, daß in gewissen Zeiten des Mondes es weniger regnet als in anderen Zeiten des Mondes! Wir können das vielleicht auf dem Umweg durch die Frau Professor Schleiden machen! Da es ihrem Gatten so einerlei sein kann, daß die Witterungsverhältnisse zu gewissen Mondzeiten so oder anders sind, so könnte ja seine, des Professor Schleidens Frau, in der Zeit ihre Eimer hinausstellen in den Hof, in der Fechner ausgerechnet hat, daß weniger Wasser kommt, und die Frau Fechners würde dafür die Eimer hinausstellen in der Zeit, in der von ihm ausgerechnet sei, daß mehr Wasser falle! — Ich will nicht weiter ausführen, daß die Frauen nicht so leicht damit übereinstimmen konnten wie ihre Gatten, denn Frau Professor Schleiden war doch etwas neidisch auf Frau Professor Fechner, weil sie durch die Vorurteile ihres Mannes immer weniger Wasser bekam als die Frau Professor Fechner.

[ 41 ] Das obige Zitat Otto Liebmanns geht so weiter: «Aber in Anbetracht unserer völligen Unwissenheit über die Wurzeln des geistigen Lebens könnte man doch die Frage aufwerfen, die der ernsthafte Lessing am Ende seiner «Erziehung des Menschengeschlechts> gegenüber der altägyptischen, altindischen und pythagoreischen Lehre von der Seelenwanderung aufwirft: «Ist diese Hypothese darum so lächerlich, weil sie die älteste ist?, weil der menschliche Verstand, ehe ihn die Sophisterei der Schule zerstreut und geschwächt hatte, sogleich darauf verfiel?>»

[ 41 ] Das obige Zitat Otto Liebmanns geht so weiter: «Aber in Anbetracht unserer völligen Unwissenheit über die Wurzeln des geistigen Lebens könnte man doch die Frage aufwerfen, die der ernsthafte Lessing am Ende seiner «Erziehung des Menschengeschlechts> gegenüber der altägyptischen, altindischen und pythagoreischen Lehre von der Seelenwanderung aufwirft: «Ist diese Hypothese darum so lächerlich, weil sie die älteste ist?, weil der menschliche Verstand, ehe ihn die Sophisterei der Schule zerstreut und geschwächt hatte, sogleich darauf verfiel?>»

[ 42 ] Was will man mehr? Daß kein scharfsinniges Denken einen behüten kann davor, die Lehre von der Wanderung der Seelen anzunehmen —, das sagt Otto Liebmann ganz trocken heraus! So wissen eben diejenigen, die denken gelernt haben, wie wenig das Denken, das sich auf den physischen Plan beschränkt, aufklären kann über die wirklichen Wurzeln des Lebens.

[ 42 ] Was will man mehr? Daß kein scharfsinniges Denken einen behüten kann davor, die Lehre von der Wanderung der Seelen anzunehmen —, das sagt Otto Liebmann ganz trocken heraus! So wissen eben diejenigen, die denken gelernt haben, wie wenig das Denken, das sich auf den physischen Plan beschränkt, aufklären kann über die wirklichen Wurzeln des Lebens.

[ 43 ] Alle diese Dinge zeigen natürlich für den, der ganz im Ernste auf die inneren Impulse unserer geisteswissenschaftlichen Bewegung einzugehen vermag, wie notwendig diese geisteswissenschaftliche Bewegung für unsere Gegenwart und für die nächste Zukunft ist, und es schadet nichts, wenn wir immer wieder und wiederum uns mit dem Ernste, der unserer Bewegung zugrunde liegen muß, bekanntmachen. Dieser Ernst ist es ja, der uns eigentlich zusammenhalten muß. Wirklich, man muß immer wieder und wieder sich auf diesen Ernst unserer Bewegung besinnen, um über manches, was dieser sowohl nach der einen wie nach der anderen Seite hin Schwierigkeiten macht, eben die richtige Empfindung haben zu können.

[ 43 ] Alle diese Dinge zeigen natürlich für den, der ganz im Ernste auf die inneren Impulse unserer geisteswissenschaftlichen Bewegung einzugehen vermag, wie notwendig diese geisteswissenschaftliche Bewegung für unsere Gegenwart und für die nächste Zukunft ist, und es schadet nichts, wenn wir immer wieder und wiederum uns mit dem Ernste, der unserer Bewegung zugrunde liegen muß, bekanntmachen. Dieser Ernst ist es ja, der uns eigentlich zusammenhalten muß. Wirklich, man muß immer wieder und wieder sich auf diesen Ernst unserer Bewegung besinnen, um über manches, was dieser sowohl nach der einen wie nach der anderen Seite hin Schwierigkeiten macht, eben die richtige Empfindung haben zu können.

[ 44 ] Und da möchte ich wirklich immer wiederum nichts unversucht lassen, Ihnen nahezulegen, daß wir schon an diesen Ernst unserer Bewegung denken müssen, und daß wir wirklich versuchen sollen, sorgfältig alles zu tun, was gegenüber der äußeren Welt diesen Ernst unserer Bewegung geltend machen und ihn auch aufrechterhalten kann.

[ 44 ] Und da möchte ich wirklich immer wiederum nichts unversucht lassen, Ihnen nahezulegen, daß wir schon an diesen Ernst unserer Bewegung denken müssen, und daß wir wirklich versuchen sollen, sorgfältig alles zu tun, was gegenüber der äußeren Welt diesen Ernst unserer Bewegung geltend machen und ihn auch aufrechterhalten kann.

[ 45 ] Es darf ja gesagt werden, durch die Sorglosigkeit mancher Mitglieder nach dieser oder jener Richtung hin wird unserer Bewegung der Lebensatem eigentlich recht schwierig, und es kostet schon einiges inneres Schweres, wenn man sich dazu entschließen muß, die intimen, bedeutsamen und ernsten Wahrheiten der Geisteswissenschaft doch eben auszusprechen. Und immer wiederum kann die Beobachtung gemacht werden, daß der ganze Zusammenhang mit unserer Sache von manchen doch viel zu leicht genommen wird. Ich will heute nicht hinweisen auf Einzelheiten, wie uns manche Mitglieder das Leben recht sauer und schwer machen, indem sie in der sorglosesten Weise sich, ich möchte sagen, als Mitglieder der Gesellschaft fühlen. Ich rede nicht von Privatsachen, aber wir leben doch heute einmal in abnormen Zeiten, und es sollte nicht sein, daß eine große Anzahl von Mitgliedern nicht bedenkt, daß es schon einmal untunlich ist, alles mögliche heute über alle möglichen Landesgrenzen zu schreiben! Es ist das ja nicht nötig; ich rede jetzt nicht von Privatsachen, die gehen natürlich die Gesellschaft nichts an. Es handelt sich hier selbstverständlich nicht um irgend etwas Unrechtes, die Gesellschaft hat keine Bestrebungen, die irgend etwas Unrechtes in sich schließen könnten; aber durch die Art und Weise, wie manches gehandhabt wird von den Mitgliedern, erwachsen natürlich Schwierigkeiten. Und immer mehr und mehr Schwierigkeiten erwachsen! Wir müssen das Einzigartige unserer Bewegung wirklich ein wenig ins Auge fassen. Wir müssen sie als etwas uns Heiliges hüten, diese Bewegung. Wir kommen nicht weiter, wenn wir nur immer unserer Bewegung gegenüber dieselbe Art des Urteils aufbringen, die sonst in der Außenwelt üblich ist. Es ist das zwar bequem für uns, aber wir kommen nicht weiter. Wir müssen doch immer ins Auge fassen, daß wir von einer Welt umgeben sind, der unsere Bewegung aus den allerverschiedensten Gründen im eminentesten Sinne unsympathisch ist, und die überall einhaken will, wo sie nur einhaken kann.

[ 45 ] Es darf ja gesagt werden, durch die Sorglosigkeit mancher Mitglieder nach dieser oder jener Richtung hin wird unserer Bewegung der Lebensatem eigentlich recht schwierig, und es kostet schon einiges inneres Schweres, wenn man sich dazu entschließen muß, die intimen, bedeutsamen und ernsten Wahrheiten der Geisteswissenschaft doch eben auszusprechen. Und immer wiederum kann die Beobachtung gemacht werden, daß der ganze Zusammenhang mit unserer Sache von manchen doch viel zu leicht genommen wird. Ich will heute nicht hinweisen auf Einzelheiten, wie uns manche Mitglieder das Leben recht sauer und schwer machen, indem sie in der sorglosesten Weise sich, ich möchte sagen, als Mitglieder der Gesellschaft fühlen. Ich rede nicht von Privatsachen, aber wir leben doch heute einmal in abnormen Zeiten, und es sollte nicht sein, daß eine große Anzahl von Mitgliedern nicht bedenkt, daß es schon einmal untunlich ist, alles mögliche heute über alle möglichen Landesgrenzen zu schreiben! Es ist das ja nicht nötig; ich rede jetzt nicht von Privatsachen, die gehen natürlich die Gesellschaft nichts an. Es handelt sich hier selbstverständlich nicht um irgend etwas Unrechtes, die Gesellschaft hat keine Bestrebungen, die irgend etwas Unrechtes in sich schließen könnten; aber durch die Art und Weise, wie manches gehandhabt wird von den Mitgliedern, erwachsen natürlich Schwierigkeiten. Und immer mehr und mehr Schwierigkeiten erwachsen! Wir müssen das Einzigartige unserer Bewegung wirklich ein wenig ins Auge fassen. Wir müssen sie als etwas uns Heiliges hüten, diese Bewegung. Wir kommen nicht weiter, wenn wir nur immer unserer Bewegung gegenüber dieselbe Art des Urteils aufbringen, die sonst in der Außenwelt üblich ist. Es ist das zwar bequem für uns, aber wir kommen nicht weiter. Wir müssen doch immer ins Auge fassen, daß wir von einer Welt umgeben sind, der unsere Bewegung aus den allerverschiedensten Gründen im eminentesten Sinne unsympathisch ist, und die überall einhaken will, wo sie nur einhaken kann.

[ 46 ] Um das Rechte zu finden, ist es notwendig, daß wir wirklich mit dem richtigen Gefühl gegenüber unserer Bewegung auch die Außenwelt anschauen. Wir sollten es uns selber nicht verzeihen können, wenn wir nicht aufmerksam und scharf genug hinschauen auf die Außenwelt. Alles mögliche kann uns, wenn wir es nicht richtig machen, das Leben unendlich sauer machen. Wir können es dann unmöglich machen, daß die Bewegung in dieser Weise fortgeht. Sehen Sie, wir müssen wirklich uns über die Dinge nicht leicht hinwegheben können. Daß unsere Bewegung Feinde ganz sonderbarer Art hat, darüber müssen wir nicht leicht hinwegschauen.

[ 46 ] Um das Rechte zu finden, ist es notwendig, daß wir wirklich mit dem richtigen Gefühl gegenüber unserer Bewegung auch die Außenwelt anschauen. Wir sollten es uns selber nicht verzeihen können, wenn wir nicht aufmerksam und scharf genug hinschauen auf die Außenwelt. Alles mögliche kann uns, wenn wir es nicht richtig machen, das Leben unendlich sauer machen. Wir können es dann unmöglich machen, daß die Bewegung in dieser Weise fortgeht. Sehen Sie, wir müssen wirklich uns über die Dinge nicht leicht hinwegheben können. Daß unsere Bewegung Feinde ganz sonderbarer Art hat, darüber müssen wir nicht leicht hinwegschauen.

[ 47 ] Ich habe oftmals betont, daß es mir wirklich wenig Befriedigung gewährt, wenn immer wieder und wiederum Mitglieder kommen und dies oder jenes vorweisen und sagen: Da hat der und der auf der Kanzel gesprochen, er hat ganz theosophisch gesprochen! Das ist unsere Weltanschauung! — Meist ist es ein furchtbarer Stuß, was dann kommt, was «ganz theosophisch» gefunden wird. — Aber es ist notwendig, daß wir nicht so leichtfertig unsere Bewegung auffassen, wie es oftmals getan wird. Sehen Sie, daß wir heute eine Bewegung brauchen, die die Dinge ernst nimmt in der Welt, das bezeugen uns Hunderte und Hunderte von Fakten, die wir immer beobachten können. Ich will einige aus den allerletzten Tagen anführen. Ich hoffe nur, daß nicht irgendein Mitglied, das dasitzt, die Unvorsichtigkeit hat, das, was hier unter uns gesprochen wird, weiterzutragen.

[ 47 ] Ich habe oftmals betont, daß es mir wirklich wenig Befriedigung gewährt, wenn immer wieder und wiederum Mitglieder kommen und dies oder jenes vorweisen und sagen: Da hat der und der auf der Kanzel gesprochen, er hat ganz theosophisch gesprochen! Das ist unsere Weltanschauung! — Meist ist es ein furchtbarer Stuß, was dann kommt, was «ganz theosophisch» gefunden wird. — Aber es ist notwendig, daß wir nicht so leichtfertig unsere Bewegung auffassen, wie es oftmals getan wird. Sehen Sie, daß wir heute eine Bewegung brauchen, die die Dinge ernst nimmt in der Welt, das bezeugen uns Hunderte und Hunderte von Fakten, die wir immer beobachten können. Ich will einige aus den allerletzten Tagen anführen. Ich hoffe nur, daß nicht irgendein Mitglied, das dasitzt, die Unvorsichtigkeit hat, das, was hier unter uns gesprochen wird, weiterzutragen.



[ 48 ] «In diesen Tagen hat in einer Lehrerkonferenz, die in dieser Gegend gehalten worden ist, jemand gesprochen, der, ohne daß er von unserer Bewegung etwas weiß, schon geschrieben hat über unsere Bewegung. Die betreffende Gesellschaft ist ersucht worden, eines unserer ersten Mitglieder wenigstens zu hören, eventuell auch etwas erwidern zu lassen. Die Art und Weise, wie man dieses abgelehnt hat, ist ein charakteristisches Dokument unserer Zeit. Der Brief, in dem abgelehnt worden ist, daß ein Mitglied von uns teilnehmen konnte da, wo einer unserer Nachbarn über unsere Bewegung gesprochen hat, enthält unter anderem folgenden Satz: ‹...da, wenn jemand von Ihnen zu uns kommen würde, er wahrscheinlich das Gefühl haben würde, daß der, welcher bei uns spricht, Ihre Bewegung viel zu wenig kennt, so bitten wir Sie, damit der, welcher zu uns spricht, nicht das unangenehme Gefühl hat, daß jemand von Ihrer Bewegung da ist, nicht zu kommen; denn zu einer Diskussion hätten wir nicht Zeit und es würde sonst nur ein unangenehmes Gefühl geben, denn der, welcher redet, kennt Sie nicht.›

[ 48 ] «In diesen Tagen hat in einer Lehrerkonferenz, die in dieser Gegend gehalten worden ist, jemand gesprochen, der, ohne daß er von unserer Bewegung etwas weiß, schon geschrieben hat über unsere Bewegung. Die betreffende Gesellschaft ist ersucht worden, eines unserer ersten Mitglieder wenigstens zu hören, eventuell auch etwas erwidern zu lassen. Die Art und Weise, wie man dieses abgelehnt hat, ist ein charakteristisches Dokument unserer Zeit. Der Brief, in dem abgelehnt worden ist, daß ein Mitglied von uns teilnehmen konnte da, wo einer unserer Nachbarn über unsere Bewegung gesprochen hat, enthält unter anderem folgenden Satz: ‹...da, wenn jemand von Ihnen zu uns kommen würde, er wahrscheinlich das Gefühl haben würde, daß der, welcher bei uns spricht, Ihre Bewegung viel zu wenig kennt, so bitten wir Sie, damit der, welcher zu uns spricht, nicht das unangenehme Gefühl hat, daß jemand von Ihrer Bewegung da ist, nicht zu kommen; denn zu einer Diskussion hätten wir nicht Zeit und es würde sonst nur ein unangenehmes Gefühl geben, denn der, welcher redet, kennt Sie nicht.›

[ 49 ] Dies ist der Ablehnungsgrund, Schreibtafel her, möchte man sagen. Man muß es immer wieder und wieder sagen, daß es heute möglich ist, daß jemand sagt, wir wollen nicht, daß jemand von euch da ist, weil einer über euch spricht, der von euch nichts weiß. Das ist möglich, meine lieben Freunde. Dies ist eine Tatsache!

[ 49 ] Dies ist der Ablehnungsgrund, Schreibtafel her, möchte man sagen. Man muß es immer wieder und wieder sagen, daß es heute möglich ist, daß jemand sagt, wir wollen nicht, daß jemand von euch da ist, weil einer über euch spricht, der von euch nichts weiß. Das ist möglich, meine lieben Freunde. Dies ist eine Tatsache!

[ 50 ] Soweit ist es gekommen mit der Welt, daß man solche Dinge nicht bloß denkt, sondern schreibt, und als Motivierung einer Ablehnung schreibt! Das ist gegenwärtige Moral. Aber diese ist nicht bloß an dieser einzelnen Stelle vorhanden; sie ist überall vorhanden. Zum Unglück mußten wir uns entschließen, derselben Gesellschaft den Bau zu zeigen, damit die Leute nicht sagen können, man sei ebenso unhöflich gegen sie wie sie gegen uns. Zum Unglück scheint gerade, während der Bau gezeigt worden ist, eine Eurythmiestunde gewesen zu sein. Was diese Eurythmie in der schmutzigen Phantasie derjenigen, denen der Saal gezeigt worden ist, hervorgerufen hat, darüber will ich nicht sprechen. Es tut mir leid, daß es notwendig ist, diese Dinge zu sagen. Ich sage sie nicht, um die Außenwelt, die Menschen draußen zu charakterisieren oder zu kritisieren. Die haben nur mein allertiefstes Mitleid. Sondern ich sage es um Ihretwillen, damit Sie sich angewöhnen, den richtigen Standpunkt zu finden und zu wissen, daß überall, überall Gegnerschaft, Feindschaft und Gehässigkeit lauert. Es braucht nur einer Anzahl von Leuten heute etwas heilig zu sein, das schützt durchaus nicht davor, daß die Sache herabgezerrt, herabgezogen wird in das Allerunheiligste.

[ 50 ] Soweit ist es gekommen mit der Welt, daß man solche Dinge nicht bloß denkt, sondern schreibt, und als Motivierung einer Ablehnung schreibt! Das ist gegenwärtige Moral. Aber diese ist nicht bloß an dieser einzelnen Stelle vorhanden; sie ist überall vorhanden. Zum Unglück mußten wir uns entschließen, derselben Gesellschaft den Bau zu zeigen, damit die Leute nicht sagen können, man sei ebenso unhöflich gegen sie wie sie gegen uns. Zum Unglück scheint gerade, während der Bau gezeigt worden ist, eine Eurythmiestunde gewesen zu sein. Was diese Eurythmie in der schmutzigen Phantasie derjenigen, denen der Saal gezeigt worden ist, hervorgerufen hat, darüber will ich nicht sprechen. Es tut mir leid, daß es notwendig ist, diese Dinge zu sagen. Ich sage sie nicht, um die Außenwelt, die Menschen draußen zu charakterisieren oder zu kritisieren. Die haben nur mein allertiefstes Mitleid. Sondern ich sage es um Ihretwillen, damit Sie sich angewöhnen, den richtigen Standpunkt zu finden und zu wissen, daß überall, überall Gegnerschaft, Feindschaft und Gehässigkeit lauert. Es braucht nur einer Anzahl von Leuten heute etwas heilig zu sein, das schützt durchaus nicht davor, daß die Sache herabgezerrt, herabgezogen wird in das Allerunheiligste.

[ 51 ] Wenn aus irgendwelchen Gründen Haß da ist, so müssen wir uns das zum Bewußtsein bringen. Das ist nötig, weil wir viel, viel zu sorglos sind in bezug auf die Art und Weise, wie wir uns stellen zur Außenwelt. Wirklich, es ist unbequem, sich in der richtigen Weise zur Außenwelt zu stellen; aber es ist schon einmal nicht gut, die Augen zuzumachen und nicht zu wissen, wie überall Haß und Gegnerschaft lauern.

[ 51 ] Wenn aus irgendwelchen Gründen Haß da ist, so müssen wir uns das zum Bewußtsein bringen. Das ist nötig, weil wir viel, viel zu sorglos sind in bezug auf die Art und Weise, wie wir uns stellen zur Außenwelt. Wirklich, es ist unbequem, sich in der richtigen Weise zur Außenwelt zu stellen; aber es ist schon einmal nicht gut, die Augen zuzumachen und nicht zu wissen, wie überall Haß und Gegnerschaft lauern.

[ 52 ] Dessen müssen wir uns vor allen Dingen klar sein: Schaden kann uns irgendeine sachliche Gegnerschaft niemals. Mit der sachlichen Gegnerschaft werden wir schon fertig. Aber dann wird es schwer, wenn die Gegnerschaft eine solche ist, daß man sich eigentlich immer die Hände waschen muß, wenn man diese Gegnerschaft ins Auge faßt, wie es zum Beispiel bei jener Fabrik ist, die in Leipzig besteht, und die nicht mit sachlichen Gründen arbeitet, sondern mit lauter plausibel gemachten Verleumdungen. Selbst wenn Sie ihr sachlich schreiben, schreibt sie aus einer Gesinnung heraus, die eben auf dasselbe Niveau gehört, wie die Gesinnung, welche ich eben charakterisiert habe.

[ 52 ] Dessen müssen wir uns vor allen Dingen klar sein: Schaden kann uns irgendeine sachliche Gegnerschaft niemals. Mit der sachlichen Gegnerschaft werden wir schon fertig. Aber dann wird es schwer, wenn die Gegnerschaft eine solche ist, daß man sich eigentlich immer die Hände waschen muß, wenn man diese Gegnerschaft ins Auge faßt, wie es zum Beispiel bei jener Fabrik ist, die in Leipzig besteht, und die nicht mit sachlichen Gründen arbeitet, sondern mit lauter plausibel gemachten Verleumdungen. Selbst wenn Sie ihr sachlich schreiben, schreibt sie aus einer Gesinnung heraus, die eben auf dasselbe Niveau gehört, wie die Gesinnung, welche ich eben charakterisiert habe.

[ 53 ] Man kann voraussehen, daß gerade mit dem, ich möchte sagen, Bemerktwerden von der Welt, dadurch daß unser Bau dasteht, Gegnerschaft über Gegnerschaft hervorgerufen wird, denn es wächst in ungeheurer Weise auch der Neid und die Mißgunst, je mehr der Bau bemerkt wird in der Welt. Für uns erwachsen aber daraus ganz besondere Verpflichtungen.

[ 53 ] Man kann voraussehen, daß gerade mit dem, ich möchte sagen, Bemerktwerden von der Welt, dadurch daß unser Bau dasteht, Gegnerschaft über Gegnerschaft hervorgerufen wird, denn es wächst in ungeheurer Weise auch der Neid und die Mißgunst, je mehr der Bau bemerkt wird in der Welt. Für uns erwachsen aber daraus ganz besondere Verpflichtungen.

[ 54 ] Wenn wir arbeiten, wie wir früher gearbeitet haben, wenn wir da und dort sitzen unter der anderen Bevölkerung, in kleinen Gruppen zerstreut, dann geht die Sache leichter. Aber hier sind wir so viele beisammen und haben es ungeheuer nötig, achtzugeben, so daß wir keine Veranlassung geben, sich mit uns zu beschäftigen. Man wird schon da oder dort etwas finden trotzdem, denn die Leipziger Verleumderfabrik hat auch, als sie nichts Wahres behaupten konnte, doch Behauptungen aufgestellt. Aber da wir hier schon einmal beisammen sind, so viele von unserer Gattung auf einer Flur zusammenleben, so müssen wir versuchen, keine Veranlassung zu geben, durch die wir einen Schein von Recht hervorrufen könnten, daß wir irgendwie etwas tun, was nicht Recht ist und Anlaß geben könnte, gegen uns Stellung zu nehmen. In dieser Beziehung muß schon gesagt werden, daß nicht alle unsere Mitglieder diesen Gesichtspunkt immer entsprechend ins Auge fassen. Es ist wirklich schwer, über diese Dinge zu reden. Ich will heute nicht mehr sagen als dieses; aber wenn ich nur jedem von uns den ganzen Ernst unserer Sache immer wieder und wieder auf die Seele legen könnte, ich möchte es tun. Wenn man nur nicht immer wieder und wieder bemerken müßte, wie gegenüber der Außenwelt der eine oder andere — und es genügt, daß es der eine oder andere ist — doch immer wieder schwach wird, aus persönlicher Gefälligkeit oder aus anderen Gründen, die im Grunde auf Bequemlichkeit hinauslaufen, dieses oder jenes zu tun. Es kommt immer wieder und wieder vor. Immer müssen wir bedenken, daß wir hier sitzen, nachdem wir so viele beisammen sind, wie in einem Glashause. Ich weiß nicht, wieweit man mich versteht. Wenn man mich nicht versteht, muß ein anderes Mal noch anders geredet werden. Es ist sonst nicht möglich, unsere Bewegung in entsprechender Weise vorwärtszubringen. Wahrhaftig, es ist schwierig, daran denken zu müssen, daß wir hier sind, im Grunde genommen um den Bau aufzurichten, daß also unsere Gedanken auf den Bau gerichtet sein müssen. Diejenigen, die hier ernst arbeiten, müssen am Bau arbeiten und ich kann nicht sagen, wie fast ekelhaft es mir ist, wenn ich daran denken sollte, von der Zeit etwas abzugeizen, die für den Bau verwendet werden muß, um einen Toren abzukanzeln, der aus seiner Unkenntnis heraus Dinge über unsere Lehren verbreitet, die der Wahrheit stracks zuwiderlaufen. Ein wohlwollender Mann sagte mir neulich, daß ihm gesagt worden sei, das und das und das sei so und so und so! Es geschieht also doch dieses oder jenes, wodurch immer wieder der Schein entsteht, was aber andere für Wirklichkeit nehmen, daß unsere Mitglieder sich gegenüber der Außenwelt nicht so verhalten, wie es sein sollte. Es ist wirklich notwendig, daß wir unsere Sache hüten und neben dem, daß wir versuchen, nicht die geringsten Angriffspunkte gegenüber der Außenwelt zu geben, nicht versuchen Propaganda zu machen. Diejenigen, die hier in der unmittelbaren Umgebung Propaganda machen, sind eigentlich Feinde unserer Sache, insofern diese Sache mit dem Bau zusammenhängt. Es ist auch gar nicht nötig. Derjenige, der zu uns kommen soll, kommt schon. Ferner sollten wir vermeiden, daß wir zu Leuten draußen, die nichts von der Sache verstehen, von allerlei Hellsichtigkeit sprechen. Ich rede vielleicht für viele eine unverständliche Sprache, für manche wohl auch eine verständliche.

[ 54 ] Wenn wir arbeiten, wie wir früher gearbeitet haben, wenn wir da und dort sitzen unter der anderen Bevölkerung, in kleinen Gruppen zerstreut, dann geht die Sache leichter. Aber hier sind wir so viele beisammen und haben es ungeheuer nötig, achtzugeben, so daß wir keine Veranlassung geben, sich mit uns zu beschäftigen. Man wird schon da oder dort etwas finden trotzdem, denn die Leipziger Verleumderfabrik hat auch, als sie nichts Wahres behaupten konnte, doch Behauptungen aufgestellt. Aber da wir hier schon einmal beisammen sind, so viele von unserer Gattung auf einer Flur zusammenleben, so müssen wir versuchen, keine Veranlassung zu geben, durch die wir einen Schein von Recht hervorrufen könnten, daß wir irgendwie etwas tun, was nicht Recht ist und Anlaß geben könnte, gegen uns Stellung zu nehmen. In dieser Beziehung muß schon gesagt werden, daß nicht alle unsere Mitglieder diesen Gesichtspunkt immer entsprechend ins Auge fassen. Es ist wirklich schwer, über diese Dinge zu reden. Ich will heute nicht mehr sagen als dieses; aber wenn ich nur jedem von uns den ganzen Ernst unserer Sache immer wieder und wieder auf die Seele legen könnte, ich möchte es tun. Wenn man nur nicht immer wieder und wieder bemerken müßte, wie gegenüber der Außenwelt der eine oder andere — und es genügt, daß es der eine oder andere ist — doch immer wieder schwach wird, aus persönlicher Gefälligkeit oder aus anderen Gründen, die im Grunde auf Bequemlichkeit hinauslaufen, dieses oder jenes zu tun. Es kommt immer wieder und wieder vor. Immer müssen wir bedenken, daß wir hier sitzen, nachdem wir so viele beisammen sind, wie in einem Glashause. Ich weiß nicht, wieweit man mich versteht. Wenn man mich nicht versteht, muß ein anderes Mal noch anders geredet werden. Es ist sonst nicht möglich, unsere Bewegung in entsprechender Weise vorwärtszubringen. Wahrhaftig, es ist schwierig, daran denken zu müssen, daß wir hier sind, im Grunde genommen um den Bau aufzurichten, daß also unsere Gedanken auf den Bau gerichtet sein müssen. Diejenigen, die hier ernst arbeiten, müssen am Bau arbeiten und ich kann nicht sagen, wie fast ekelhaft es mir ist, wenn ich daran denken sollte, von der Zeit etwas abzugeizen, die für den Bau verwendet werden muß, um einen Toren abzukanzeln, der aus seiner Unkenntnis heraus Dinge über unsere Lehren verbreitet, die der Wahrheit stracks zuwiderlaufen. Ein wohlwollender Mann sagte mir neulich, daß ihm gesagt worden sei, das und das und das sei so und so und so! Es geschieht also doch dieses oder jenes, wodurch immer wieder der Schein entsteht, was aber andere für Wirklichkeit nehmen, daß unsere Mitglieder sich gegenüber der Außenwelt nicht so verhalten, wie es sein sollte. Es ist wirklich notwendig, daß wir unsere Sache hüten und neben dem, daß wir versuchen, nicht die geringsten Angriffspunkte gegenüber der Außenwelt zu geben, nicht versuchen Propaganda zu machen. Diejenigen, die hier in der unmittelbaren Umgebung Propaganda machen, sind eigentlich Feinde unserer Sache, insofern diese Sache mit dem Bau zusammenhängt. Es ist auch gar nicht nötig. Derjenige, der zu uns kommen soll, kommt schon. Ferner sollten wir vermeiden, daß wir zu Leuten draußen, die nichts von der Sache verstehen, von allerlei Hellsichtigkeit sprechen. Ich rede vielleicht für viele eine unverständliche Sprache, für manche wohl auch eine verständliche.

[ 55 ] Wahrscheinlich wird es aber doch noch nötig werden, zunehmend verständlich zu sprechen. Und wir müssen die Verpflichtung fühlen, da wir hier auf einem kleinen Grunde zusammen leben, unsere Sache in entsprechender Weise zu schützen. Sowenig uns die Privatverhältnisse der einzelnen Mitglieder angehen, weil wir eben einmal auf einem kleinen Haufen zusammenleben, so können wir doch nicht anders, als irgend etwas tun, was die Bewegung schützt, wenn einzelne Mitglieder Dinge tun, die der Bewegung im höchsten Maße schädlich sind, wenigstens insofern sie sich um den Bau gruppieren. Wir haben viele Mitglieder, die hier intensiv fleißig arbeiten. Warum sollte diesen arbeitenden Mitgliedern, dadurch, daß mancher Dinge macht, die der Bewegung Schwierigkeiten bereiten, die Arbeit so erschwert werden? Vielleicht ein anderes Mal mehr davon.»

[ 55 ] Wahrscheinlich wird es aber doch noch nötig werden, zunehmend verständlich zu sprechen. Und wir müssen die Verpflichtung fühlen, da wir hier auf einem kleinen Grunde zusammen leben, unsere Sache in entsprechender Weise zu schützen. Sowenig uns die Privatverhältnisse der einzelnen Mitglieder angehen, weil wir eben einmal auf einem kleinen Haufen zusammenleben, so können wir doch nicht anders, als irgend etwas tun, was die Bewegung schützt, wenn einzelne Mitglieder Dinge tun, die der Bewegung im höchsten Maße schädlich sind, wenigstens insofern sie sich um den Bau gruppieren. Wir haben viele Mitglieder, die hier intensiv fleißig arbeiten. Warum sollte diesen arbeitenden Mitgliedern, dadurch, daß mancher Dinge macht, die der Bewegung Schwierigkeiten bereiten, die Arbeit so erschwert werden? Vielleicht ein anderes Mal mehr davon.»