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The Riddle of Man
The Spiritual Background of Human History
GA 170

7 August 1916, Dornach

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Sechster Vortrag

Sechster Vortrag

[ 1 ] Es mag manchem kompliziert vorkommen, was gesagt werden muß, wenn man immer wieder auf die menschliche Wesenheit und ihren Zusammenhang mit dem Weltenall zu sprechen kommt. Was ist da alles an dem Menschen! — könnte mancher sagen. Allein die Tatsache, daß der Mensch in einer komplizierten Weise aus dem Weltenall heraus gebildet ist, liegt nun einmal vor, und man muß sich damit abfinden. Man muß insbesondere in der gegenwärtigen Zeit sich mit dieser Tatsache abfinden aus dem Grunde, weil es sonst — es muß das schon gesagt werden — zu spät werden könnte. Die Menschen leben gegenwärtig in Inkarnationen, in denen es gerade noch geht, nicht viel zu wissen von der komplizierten Menschennatur; aber es werden Zeiten kommen — die Menschenseelen werden in diesen Zeiten wieder inkarniert sein —, da wird es nicht gehen. Da werden die Seelen beginnen müssen, endlich zu wissen, wie der Mensch zusammenhängt mit dem Weltenall. Man kann sagen, gegenwärtig durchschreiten wir gerade noch jenes Zeitalter, in dem es dem Menschen noch nicht selbst überlassen ist, die verschiedenen Glieder seiner Natur, die wir gestern von einem gewissen Gesichtspunkte aus aufzeichnen konnten, zusammenzuhalten, wir leben in einer Zeitepoche, in der diese verschiedenen Glieder noch zusammengehalten werden ohne unser Zutun, wo der Bequemling kommen kann und sagen: Ach, wie kompliziert ist diese anthroposophische Weisheit; Wahrheit aber ist einfach, und was nicht einfach ist, das ist nicht die wirkliche Wahrheit! — Heute kann man diesen Ausspruch noch vielfach hören. Diejenigen, die diesen Ausspruch unter der luziferischen Verführung tun, haben keine Ahnung davon, wie sie sich gerade mit solchem Ausspruch von der sogenannten Einfachheit der Wahrheit benebeln, wie sie sich damit etwas vormachen. Denn es werden eben Zeiten kommen, in denen der Mensch sich durch Erfahrung recht kompliziert finden wird, und in denen er sich nur aus der Erkenntnis heraus wird zusammenhalten können. AlleZukunft aber muß vorbereitet werden, und vorbereiten die Erdenkultur-Entwickelung für jenes Zeitalter, in dem der Mensch wird wissen müssen, wie er sich zusammenzuhalten hat aus seinen verschiedenen Teilen, das ist die Aufgabe der geisteswissenschaftlichen Weltanschauungsströmung. Erinnern wir uns nun an diese Grundwahrheit, die wir in diesen Tagen im einzelnen etwas weiter ausgeführt haben, daß der Mensch im wesentlichen eine Doppelnatur genannt werden kann, und daß schon sein Äußeres zeigt, daß er eine Doppelnatur ist, indem der Kopf, das Haupt des Menschen, man möchte sagen, von einem ganz anderen Gesichtspunkte aus gebaut ist als der übrige Organismus. Wenn wir das Haupt eines Menschen betrachten, wie er es heute hat, so ist es im wesentlichen das Ergebnis dessen, was aus dem Leibe der vorhergehenden Inkarnation geworden ist. Und aus unserem jetzigen Leibe, mit Ausschluß des Hauptes, wird, wenn wir durchgegangen sein werden durch den Zeitraum zwischen Tod und neuer Geburt, unser Haupt der nächsten Inkarnation. So daß wir also schematisch den Fortgang des Menschen durch die Inkarnationen so zeichnen könnten: Der Mensch hat sein Haupt, er hat seinen übrigen Leib. Dasjenige, was jetzt sein Haupt ist, verliert er im wesentlichen; was sein übriger Leib ist, das wird in der nächsten Inkarnation umgewandelt erscheinen als sein Haupt, und seinen Leib wird er wiederum von der Erde bekommen. Dieser Leib wird dann wieder Haupt in der nächsten Inkarnation, und seinen Leib bekommt er dann wiederum von den Vorfahren, von der Erde, Das Haupt geht immer verloren. Natürlich handelt es sich dabei um die Kräfte. Die Materie des übrigen Leibes geht selbstverständlich auch verloren. Aber nicht um diese äußere Materie handelt es sich — die ist eigentlich im wirklichsten Sinne eine Maja —, sondern um all die Kräfte, die in dem Leib mit Ausschluß des Kopfes sitzen; die werden umgewandelt während unseres Durchgangs durch die Zeit zwischen Tod und neuer Geburt in die Kräfte des Hauptes. Und jetzt haben wir wahrhaft in unserem Haupte diejenigen Kräfte, die in unserer vorhergehenden Inkarnation an unseren Leib gebunden waren. Das war die Grundvorstellung, die wir im einzelnen mehr ausgearbeitet haben.

[ 1 ] Es mag manchem kompliziert vorkommen, was gesagt werden muß, wenn man immer wieder auf die menschliche Wesenheit und ihren Zusammenhang mit dem Weltenall zu sprechen kommt. Was ist da alles an dem Menschen! — könnte mancher sagen. Allein die Tatsache, daß der Mensch in einer komplizierten Weise aus dem Weltenall heraus gebildet ist, liegt nun einmal vor, und man muß sich damit abfinden. Man muß insbesondere in der gegenwärtigen Zeit sich mit dieser Tatsache abfinden aus dem Grunde, weil es sonst — es muß das schon gesagt werden — zu spät werden könnte. Die Menschen leben gegenwärtig in Inkarnationen, in denen es gerade noch geht, nicht viel zu wissen von der komplizierten Menschennatur; aber es werden Zeiten kommen — die Menschenseelen werden in diesen Zeiten wieder inkarniert sein —, da wird es nicht gehen. Da werden die Seelen beginnen müssen, endlich zu wissen, wie der Mensch zusammenhängt mit dem Weltenall. Man kann sagen, gegenwärtig durchschreiten wir gerade noch jenes Zeitalter, in dem es dem Menschen noch nicht selbst überlassen ist, die verschiedenen Glieder seiner Natur, die wir gestern von einem gewissen Gesichtspunkte aus aufzeichnen konnten, zusammenzuhalten, wir leben in einer Zeitepoche, in der diese verschiedenen Glieder noch zusammengehalten werden ohne unser Zutun, wo der Bequemling kommen kann und sagen: Ach, wie kompliziert ist diese anthroposophische Weisheit; Wahrheit aber ist einfach, und was nicht einfach ist, das ist nicht die wirkliche Wahrheit! — Heute kann man diesen Ausspruch noch vielfach hören. Diejenigen, die diesen Ausspruch unter der luziferischen Verführung tun, haben keine Ahnung davon, wie sie sich gerade mit solchem Ausspruch von der sogenannten Einfachheit der Wahrheit benebeln, wie sie sich damit etwas vormachen. Denn es werden eben Zeiten kommen, in denen der Mensch sich durch Erfahrung recht kompliziert finden wird, und in denen er sich nur aus der Erkenntnis heraus wird zusammenhalten können. AlleZukunft aber muß vorbereitet werden, und vorbereiten die Erdenkultur-Entwickelung für jenes Zeitalter, in dem der Mensch wird wissen müssen, wie er sich zusammenzuhalten hat aus seinen verschiedenen Teilen, das ist die Aufgabe der geisteswissenschaftlichen Weltanschauungsströmung. Erinnern wir uns nun an diese Grundwahrheit, die wir in diesen Tagen im einzelnen etwas weiter ausgeführt haben, daß der Mensch im wesentlichen eine Doppelnatur genannt werden kann, und daß schon sein Äußeres zeigt, daß er eine Doppelnatur ist, indem der Kopf, das Haupt des Menschen, man möchte sagen, von einem ganz anderen Gesichtspunkte aus gebaut ist als der übrige Organismus. Wenn wir das Haupt eines Menschen betrachten, wie er es heute hat, so ist es im wesentlichen das Ergebnis dessen, was aus dem Leibe der vorhergehenden Inkarnation geworden ist. Und aus unserem jetzigen Leibe, mit Ausschluß des Hauptes, wird, wenn wir durchgegangen sein werden durch den Zeitraum zwischen Tod und neuer Geburt, unser Haupt der nächsten Inkarnation. So daß wir also schematisch den Fortgang des Menschen durch die Inkarnationen so zeichnen könnten: Der Mensch hat sein Haupt, er hat seinen übrigen Leib. Dasjenige, was jetzt sein Haupt ist, verliert er im wesentlichen; was sein übriger Leib ist, das wird in der nächsten Inkarnation umgewandelt erscheinen als sein Haupt, und seinen Leib wird er wiederum von der Erde bekommen. Dieser Leib wird dann wieder Haupt in der nächsten Inkarnation, und seinen Leib bekommt er dann wiederum von den Vorfahren, von der Erde, Das Haupt geht immer verloren. Natürlich handelt es sich dabei um die Kräfte. Die Materie des übrigen Leibes geht selbstverständlich auch verloren. Aber nicht um diese äußere Materie handelt es sich — die ist eigentlich im wirklichsten Sinne eine Maja —, sondern um all die Kräfte, die in dem Leib mit Ausschluß des Kopfes sitzen; die werden umgewandelt während unseres Durchgangs durch die Zeit zwischen Tod und neuer Geburt in die Kräfte des Hauptes. Und jetzt haben wir wahrhaft in unserem Haupte diejenigen Kräfte, die in unserer vorhergehenden Inkarnation an unseren Leib gebunden waren. Das war die Grundvorstellung, die wir im einzelnen mehr ausgearbeitet haben.

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[ 2 ] Nun wollen wir andere Vorstellungen, die wir gewonnen haben, zu Hilfe nehmen, um diese Dinge immer besser und besser zu verstehen, Wodurch, fragen wir uns zunächst, wird denn eigentlich unser Leib von jetzt, werden die Kräfte unseres Leibes von jetzt umgewandelt, so daß er ein Kopf werden kann in der nächsten Inkarnation? Das ist ja schon immerhin etwas, was zunächst schwer zu denken ist, daß unser Leib umgewandelt werde in einen Kopf. Was macht diese Umwandlung möglich? — so müssen wir fragen.

[ 2 ] Nun wollen wir andere Vorstellungen, die wir gewonnen haben, zu Hilfe nehmen, um diese Dinge immer besser und besser zu verstehen, Wodurch, fragen wir uns zunächst, wird denn eigentlich unser Leib von jetzt, werden die Kräfte unseres Leibes von jetzt umgewandelt, so daß er ein Kopf werden kann in der nächsten Inkarnation? Das ist ja schon immerhin etwas, was zunächst schwer zu denken ist, daß unser Leib umgewandelt werde in einen Kopf. Was macht diese Umwandlung möglich? — so müssen wir fragen.

[ 3 ] Um uns diese Frage zu beantworten, müssen wir einmal unseren Seelenblick werfen auf das, was wir über das Vorstellungsmäßige, Erkenntnismäßige in der menschlichen Seele, das nun an das Haupt gebunden ist, über das Wahrheitsmäßige, Weisheitsmäßige gesagt haben. Gewöhnlich glaubt der heutige Mensch, das, was wir in der Erkenntnis erwerben, sei nur dazu da, um uns Bilder von der Außenwelt zu machen, um von der Außenwelt etwas wissen zu lernen. Es gibt philosophische Erkenntnistheoretiker, die immer und immer wieder theoretisieren, wie eigentlich Begriffe oder Vorstellungen zusammenhängen, welche geheimnisvolle Beziehung besteht zwischen der Natur des Begriffs und der Sache, die durch den Begriff abgebildet wird. Solche Theorien kranken alle an einem gemeinsamen Fehler. Ich kann Ihnen diesen Fehler zunächst nur klarmachen, indem ich mich bildhaft ausdrücke. Denken Sie sich einmal, ein Botaniker, ein Gärtner, wollte die Natur des Weizenkorns untersuchen, und er würde das so anstellen, daß er sagt: Ich nehme die Chemie zu Hilfe und untersuche das Weizenkorn,inwiefern es die Bestandteile enthält, die der Mensch braucht, um sich durch Weizenkorn, Weizenmehl oder dergleichen zu nähren. Und in dieser Beziehung, die das Weizenkorn zur menschlichen Ernährung hat, würde der Botaniker das Wesen des Weizenkorns suchen, das heißt die Gründe, warum es aus gewissen Bestandteilen besteht. In einem recht kuriosen Irrtum wäre ein solcher Mensch, der glaubte, dadurch über die Wesenheit des Weizenkorns etwas zu erfahren, daß er untersucht, inwieferne es ein gutes Nahrungsmittel für den Menschen ist. Das Weizenkorn entsteht innerhalb der ganzen Weizenpflanze als die Frucht der Weizenpflanze, und nur derjenige kann erfahren, warum das Weizenkorn seiner Wesenheit nach ist, wie es ist, der es daraufhin untersucht, inwiefern aus dem Weizenkorn wiederum eine neue Weizenpflanze sich herausentwickelt. Und es ist eine vollständige Nebenströmung, die hinzukommt zum Wesen des Weizenkorns, daß es die Bestandteile für die menschliche Ernährung enthält; das hat mit der inneren Natur des Weizenkorns gar nichts zu tun. Wer alles nur nach seiner Utilität betrachtet und die Utilitätserkenntnisse zu der eigentlichsten Wissenschaft machen möchte, der wird eben das Weizenkorn chemisch untersuchen und finden: da entsteht etwas in der Natur, das zur menschlichen Nahrung dienen kann. — Das hat aber gar nichts zu tun mit dem Innenwesen des Weizenkorns, daß der Mensch sich davon nährt. Mit dem Innenwesen hat es, wie gesagt, zu tun, daß aus dem Weizenkorn eine neue Weizenpflanze entstehen kann.

[ 3 ] Um uns diese Frage zu beantworten, müssen wir einmal unseren Seelenblick werfen auf das, was wir über das Vorstellungsmäßige, Erkenntnismäßige in der menschlichen Seele, das nun an das Haupt gebunden ist, über das Wahrheitsmäßige, Weisheitsmäßige gesagt haben. Gewöhnlich glaubt der heutige Mensch, das, was wir in der Erkenntnis erwerben, sei nur dazu da, um uns Bilder von der Außenwelt zu machen, um von der Außenwelt etwas wissen zu lernen. Es gibt philosophische Erkenntnistheoretiker, die immer und immer wieder theoretisieren, wie eigentlich Begriffe oder Vorstellungen zusammenhängen, welche geheimnisvolle Beziehung besteht zwischen der Natur des Begriffs und der Sache, die durch den Begriff abgebildet wird. Solche Theorien kranken alle an einem gemeinsamen Fehler. Ich kann Ihnen diesen Fehler zunächst nur klarmachen, indem ich mich bildhaft ausdrücke. Denken Sie sich einmal, ein Botaniker, ein Gärtner, wollte die Natur des Weizenkorns untersuchen, und er würde das so anstellen, daß er sagt: Ich nehme die Chemie zu Hilfe und untersuche das Weizenkorn,inwiefern es die Bestandteile enthält, die der Mensch braucht, um sich durch Weizenkorn, Weizenmehl oder dergleichen zu nähren. Und in dieser Beziehung, die das Weizenkorn zur menschlichen Ernährung hat, würde der Botaniker das Wesen des Weizenkorns suchen, das heißt die Gründe, warum es aus gewissen Bestandteilen besteht. In einem recht kuriosen Irrtum wäre ein solcher Mensch, der glaubte, dadurch über die Wesenheit des Weizenkorns etwas zu erfahren, daß er untersucht, inwieferne es ein gutes Nahrungsmittel für den Menschen ist. Das Weizenkorn entsteht innerhalb der ganzen Weizenpflanze als die Frucht der Weizenpflanze, und nur derjenige kann erfahren, warum das Weizenkorn seiner Wesenheit nach ist, wie es ist, der es daraufhin untersucht, inwiefern aus dem Weizenkorn wiederum eine neue Weizenpflanze sich herausentwickelt. Und es ist eine vollständige Nebenströmung, die hinzukommt zum Wesen des Weizenkorns, daß es die Bestandteile für die menschliche Ernährung enthält; das hat mit der inneren Natur des Weizenkorns gar nichts zu tun. Wer alles nur nach seiner Utilität betrachtet und die Utilitätserkenntnisse zu der eigentlichsten Wissenschaft machen möchte, der wird eben das Weizenkorn chemisch untersuchen und finden: da entsteht etwas in der Natur, das zur menschlichen Nahrung dienen kann. — Das hat aber gar nichts zu tun mit dem Innenwesen des Weizenkorns, daß der Mensch sich davon nährt. Mit dem Innenwesen hat es, wie gesagt, zu tun, daß aus dem Weizenkorn eine neue Weizenpflanze entstehen kann.

[ 4 ] Für den, der die Dinge mit der Erkenntnis, mit dem Vorstellungsmäßigen durchschaut, für den nehmen sich die verschiedenen philosophischen Erkenntnistheoretiker ebenso aus wie die Leute, die das Weizenkorn untersuchen nach seiner Fähigkeit, den Menschen zu ernähren. Denn wenn man das Weizenkorn nach seiner ursprünglichen Aufgabe fragen würde, wozu es da ist, so würde es nicht antworten: um den Menschen zu ernähren, sondern um eine neue Weizenpflanze entstehen zu lassen. Die das Erkenntnismäßige, das Vorstellungsmäßige durchschauen, die erblicken einen solchen Fehler, wie ich ihn jetzt charakterisiert habe, bei den philosophischen Erkenntnistheoretikern. Denn das, was wir das Erkenntnismäßige nennen, was als Vorstellung, als Wahrheit, als Weisheit in uns lebt, das ist ursprünglich gar nicht dazu da, die Dinge draußen abzubilden. Dieses Abbilden der Dinge draußen, das ist ebenso ein Nebenstrom, wie es ein Nebenstrom ist für die Weizenkörner, den Menschen zu ernähren. Die Erkenntnis ist gar nicht dazu da, um Abbilder nur zu schaffen von den äußeren Dingen, sondern sie ist zu etwas anderem da. Sie ist dazu da, daß sie im Menschen in einer gewissen Weise wirkt und webt und lebt. Indem wir hier in dem Dasein zwischen Geburt und Tod leben, häufen wir uns nach und nach Weisheit an, und wir verwenden die Weisheit zu gleicher Zeit so, daß sie Abbild sein kann für die äußere Welt, so wie wir das Weizenkorn anwenden als Nahrungsmittel. Aber das Weizenkorn, das wir als Nahrungsmittel anwenden, entziehen wir seiner ihm innewohnenden Bestimmung, eine neue Pflanze zu bilden. So entziehen wir der eigentlichen Aufgabe der Weisheit alles das, was wir verwenden, um die äußere Welt zu erfassen. Denn das Vorstellungsmäßige, das Wahrheitsgemäße ist zunächst gar nicht dazu bestimmt. Wozu ist dieses Wahrheitsgemäße bestimmt — ich meine in dem Sinne, wie das Weizenkorn bestimmt ist, eine neue Weizenpflanze herbeizuführen? Bestimmt ist nämlich unsere erkenntnismäßige Betätigung, unser wahrheitsmäßiges Arbeiten dazu, Kräfte in uns zu entwickeln zwischen Geburt und Tod, welche umwandeln unseren Organismus nach dem Tode, das heißt seine Kraftgestalt, in die Kraftgestalt des Kopfes! Das ist der merkwürdige Zusammenhang, den man entdeckt, wenn man den Durchgang des Menschen einerseits zwischen Geburt und Tod, andererseits zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ins Auge faßt. Was der Mensch an Erkenntnissen erwirbt, dient zunächst dazu, daß umgestaltet werden kann sein Organismus außer dem Kopf in einen Kopf, der dann der Kopf der nächsten Inkarnation ist. Sie werden sagen: Es gibt doch so viele Menschen, die erwerben sich gar keine Erkenntnisse, und die bleiben so furchtbar dumm; nur wenige werden gescheit — zu denen man sich gewöhnlich selbst rechnet. — Aber es haben schon diejenigen ein bißchen recht, die da gesagt haben — und es haben es mehrere Menschen gesagt, unabhängig voneinander —, daß der Mensch in seinen drei, vier ersten Lebensjahren mehr lernt, mehr an Weisheit aufnimmt, als — jedenfalls in den drei akademischen Jahren. In den drei ersten Lebensjahren lernen wir wirklich recht viel, was wir nur durch unser Haupt auf der Erde lernen können. Wir erwerben uns diejenigen Kenntnisse, die notwendig sind, um zu sprechen, das Gesprochene zu verstehen, und vieles, vieles andere. Wir lernen wirklich da sehr viel. Und das gehört zu dem, was man Weisheitsinhalt zu nennen hat.

[ 4 ] Für den, der die Dinge mit der Erkenntnis, mit dem Vorstellungsmäßigen durchschaut, für den nehmen sich die verschiedenen philosophischen Erkenntnistheoretiker ebenso aus wie die Leute, die das Weizenkorn untersuchen nach seiner Fähigkeit, den Menschen zu ernähren. Denn wenn man das Weizenkorn nach seiner ursprünglichen Aufgabe fragen würde, wozu es da ist, so würde es nicht antworten: um den Menschen zu ernähren, sondern um eine neue Weizenpflanze entstehen zu lassen. Die das Erkenntnismäßige, das Vorstellungsmäßige durchschauen, die erblicken einen solchen Fehler, wie ich ihn jetzt charakterisiert habe, bei den philosophischen Erkenntnistheoretikern. Denn das, was wir das Erkenntnismäßige nennen, was als Vorstellung, als Wahrheit, als Weisheit in uns lebt, das ist ursprünglich gar nicht dazu da, die Dinge draußen abzubilden. Dieses Abbilden der Dinge draußen, das ist ebenso ein Nebenstrom, wie es ein Nebenstrom ist für die Weizenkörner, den Menschen zu ernähren. Die Erkenntnis ist gar nicht dazu da, um Abbilder nur zu schaffen von den äußeren Dingen, sondern sie ist zu etwas anderem da. Sie ist dazu da, daß sie im Menschen in einer gewissen Weise wirkt und webt und lebt. Indem wir hier in dem Dasein zwischen Geburt und Tod leben, häufen wir uns nach und nach Weisheit an, und wir verwenden die Weisheit zu gleicher Zeit so, daß sie Abbild sein kann für die äußere Welt, so wie wir das Weizenkorn anwenden als Nahrungsmittel. Aber das Weizenkorn, das wir als Nahrungsmittel anwenden, entziehen wir seiner ihm innewohnenden Bestimmung, eine neue Pflanze zu bilden. So entziehen wir der eigentlichen Aufgabe der Weisheit alles das, was wir verwenden, um die äußere Welt zu erfassen. Denn das Vorstellungsmäßige, das Wahrheitsgemäße ist zunächst gar nicht dazu bestimmt. Wozu ist dieses Wahrheitsgemäße bestimmt — ich meine in dem Sinne, wie das Weizenkorn bestimmt ist, eine neue Weizenpflanze herbeizuführen? Bestimmt ist nämlich unsere erkenntnismäßige Betätigung, unser wahrheitsmäßiges Arbeiten dazu, Kräfte in uns zu entwickeln zwischen Geburt und Tod, welche umwandeln unseren Organismus nach dem Tode, das heißt seine Kraftgestalt, in die Kraftgestalt des Kopfes! Das ist der merkwürdige Zusammenhang, den man entdeckt, wenn man den Durchgang des Menschen einerseits zwischen Geburt und Tod, andererseits zwischen dem Tod und einer neuen Geburt ins Auge faßt. Was der Mensch an Erkenntnissen erwirbt, dient zunächst dazu, daß umgestaltet werden kann sein Organismus außer dem Kopf in einen Kopf, der dann der Kopf der nächsten Inkarnation ist. Sie werden sagen: Es gibt doch so viele Menschen, die erwerben sich gar keine Erkenntnisse, und die bleiben so furchtbar dumm; nur wenige werden gescheit — zu denen man sich gewöhnlich selbst rechnet. — Aber es haben schon diejenigen ein bißchen recht, die da gesagt haben — und es haben es mehrere Menschen gesagt, unabhängig voneinander —, daß der Mensch in seinen drei, vier ersten Lebensjahren mehr lernt, mehr an Weisheit aufnimmt, als — jedenfalls in den drei akademischen Jahren. In den drei ersten Lebensjahren lernen wir wirklich recht viel, was wir nur durch unser Haupt auf der Erde lernen können. Wir erwerben uns diejenigen Kenntnisse, die notwendig sind, um zu sprechen, das Gesprochene zu verstehen, und vieles, vieles andere. Wir lernen wirklich da sehr viel. Und das gehört zu dem, was man Weisheitsinhalt zu nennen hat.

[ 5 ] Durch dieses, was der Mensch als seine Weisheit erwirbt, und worin die Menschen eigentlich gar nicht so sehr verschieden sind, wallt und webt eben als Kraft dasjenige, was unseren Organismus umwandelt in einen Kopf beim Durchgang durch die Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Es ist im Grunde ein recht kompliziertes Gebilde, was wir da in uns aufnehmen mit unserem Vorstellungsmäßigen, mit unserem Erkenntnismäßigen. Und dem Menschen wird nur zuweilen in solchen Träumen, wie ich es Ihnen gestern am Schlusse von einem polnischen Dichter angeführt habe, leise etwas gezeigt von dem, was wallt und webt gewissermaßen zwischen den Vorstellungen, derer wir uns vollständig bewußt werden. Aber das, was da wallt und webt, das wirkt eben in uns, um nach dem Tode in Aktualität überzutreten und unseren Organismus umzuwandeln. Es sammelt sich alles, was durch Erkenntnis gewonnen wird, an, um unseren Organismus umzuwandeln, mit Ausnahme dessen, was wir verwenden, um die äußere Welt aufzufassen. Was wir verwenden, um im gewöhnlichen Sinne die äußere Welt aufzufassen, das geht in einer gewissen Weise verloren für unsere Entwickelung, das entziehen wir unserer Entwickelung. Geradeso, wie wir dem totalen Fortentwickelungsprozeß des Weizens alle die Weizenkörner entziehen — es sind viel mehr als diejenigen, die wieder in die Erde gestreut werden —, die wir als Nahrungsmittel verwenden, so entziehen wir uns tatsächlich auch recht viel mehr, namentlich in der gegenwärtigen Entwickelungsperiode der Menschheit, als wir behalten, indem wir Äußeres uns aneignen. Denken wir zurück an ältere Zeiten, in denen die Menschen noch mehr durch innere hellseherische Wissenschaft das wußten, was sie eben wußten. Die gaben sich nicht so aus nach der äußeren Welt. Solch eine Bevölkerung wie die alte ägyptische, die alte chaldäische, hat das, was sie gewußt hat, durch atavistisches Hellsehen gewußt, und wenig nur durch die äußere Entwickelung. Heute leben wir in einer Zeit, die gewissermaßen in dieser Beziehung entgegengesetzt ist. Heute wird viel von außen herein aufgenommen und wenig vom Innern der Entwickelung hinzugefügt. Die Griechen hielten jene wunderschöne Mitte einer gewissen Kulturentwickelung, die nicht allein dadurch bedingt war, daß diese Griechen so besonders veranlagt waren. Das waren sie ja gewiß, aber damit allein ist es nicht getan. Sie verdanken diese Geschlossenheit ihrer ganzen Kultur auch dem Umstande, daß die Erdenfläche, die das griechische Volk einnahm, eine verhältnismäßig kleine war, auch in bezug auf die Kenntnisse der übrigen Erde. Was wußten die Griechen viel von anderem als von Kleinasien, nach Asien hin, was wußten sie viel von Afrika, von Amerika schon gar nichts; von einem großen Teil von Europa wußten sie auch nichts. Daß Plato noch ein Wissen haben konnte von der Moralität, von der Sophrosyne, der Dikaiosyne, das ist vielfach dem Umstande zu verdanken, daß der Schauplatz, den die griechische Erkenntnis äußerlich umspannte, ein kleiner war. Daher war es noch möglich, viele von den Weisheits-Geisteskräften für die innere Entwickelung zu behalten. Aber sie verwendeten schon weniger für die innere Entwickelung als etwa die alten Ägypter oder Chaldäer, oder gar die alten Perser oder die alten Inder. In unserer Zeit, wo nach und nach die ganze Erde erforscht und zugänglich geworden ist, da suchen die Menschen möglichst viel an äußeren Erkenntnissen zu erwerben. Wie hat das zugenommen! Wenn es so intensiv wäre, wie es extensiv ist, dann würden die Menschen unendlich wenig, und gerade die Gebildetsten viel, viel weniger als irgendein Bauer mitnehmen, um den physischen Leib umzuwandeln in den physischen Kopf der nächsten Inkarnation. Aber Gott sei Dank, die meisten sind ja so gereist, daß sie nicht viel angeschaut haben, sondern daß sie fein nach dem Baedeker oder anderen Reisebüchern gegangen sind, und trotz des großen Umkreises doch nicht viel kennengelernt haben; so entziehen sie sich doch nicht alles. Sonst würde gerade bei denen, die überall nach Sensationen haschen, die nur alles, was sie wissen, von außen wissen wollen, die Gefahr vorliegen, daß sie in der nächsten Inkarnation mit einem Kopf zur Welt kämen, der recht wenig umgestalteter übriger Leib sein wird, das heißt, der sehr tierisch aussehen würde; denn das würde das Schicksal sein, wenn wenig Bildekräfte angesammelt würden.

[ 5 ] Durch dieses, was der Mensch als seine Weisheit erwirbt, und worin die Menschen eigentlich gar nicht so sehr verschieden sind, wallt und webt eben als Kraft dasjenige, was unseren Organismus umwandelt in einen Kopf beim Durchgang durch die Zeit zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Es ist im Grunde ein recht kompliziertes Gebilde, was wir da in uns aufnehmen mit unserem Vorstellungsmäßigen, mit unserem Erkenntnismäßigen. Und dem Menschen wird nur zuweilen in solchen Träumen, wie ich es Ihnen gestern am Schlusse von einem polnischen Dichter angeführt habe, leise etwas gezeigt von dem, was wallt und webt gewissermaßen zwischen den Vorstellungen, derer wir uns vollständig bewußt werden. Aber das, was da wallt und webt, das wirkt eben in uns, um nach dem Tode in Aktualität überzutreten und unseren Organismus umzuwandeln. Es sammelt sich alles, was durch Erkenntnis gewonnen wird, an, um unseren Organismus umzuwandeln, mit Ausnahme dessen, was wir verwenden, um die äußere Welt aufzufassen. Was wir verwenden, um im gewöhnlichen Sinne die äußere Welt aufzufassen, das geht in einer gewissen Weise verloren für unsere Entwickelung, das entziehen wir unserer Entwickelung. Geradeso, wie wir dem totalen Fortentwickelungsprozeß des Weizens alle die Weizenkörner entziehen — es sind viel mehr als diejenigen, die wieder in die Erde gestreut werden —, die wir als Nahrungsmittel verwenden, so entziehen wir uns tatsächlich auch recht viel mehr, namentlich in der gegenwärtigen Entwickelungsperiode der Menschheit, als wir behalten, indem wir Äußeres uns aneignen. Denken wir zurück an ältere Zeiten, in denen die Menschen noch mehr durch innere hellseherische Wissenschaft das wußten, was sie eben wußten. Die gaben sich nicht so aus nach der äußeren Welt. Solch eine Bevölkerung wie die alte ägyptische, die alte chaldäische, hat das, was sie gewußt hat, durch atavistisches Hellsehen gewußt, und wenig nur durch die äußere Entwickelung. Heute leben wir in einer Zeit, die gewissermaßen in dieser Beziehung entgegengesetzt ist. Heute wird viel von außen herein aufgenommen und wenig vom Innern der Entwickelung hinzugefügt. Die Griechen hielten jene wunderschöne Mitte einer gewissen Kulturentwickelung, die nicht allein dadurch bedingt war, daß diese Griechen so besonders veranlagt waren. Das waren sie ja gewiß, aber damit allein ist es nicht getan. Sie verdanken diese Geschlossenheit ihrer ganzen Kultur auch dem Umstande, daß die Erdenfläche, die das griechische Volk einnahm, eine verhältnismäßig kleine war, auch in bezug auf die Kenntnisse der übrigen Erde. Was wußten die Griechen viel von anderem als von Kleinasien, nach Asien hin, was wußten sie viel von Afrika, von Amerika schon gar nichts; von einem großen Teil von Europa wußten sie auch nichts. Daß Plato noch ein Wissen haben konnte von der Moralität, von der Sophrosyne, der Dikaiosyne, das ist vielfach dem Umstande zu verdanken, daß der Schauplatz, den die griechische Erkenntnis äußerlich umspannte, ein kleiner war. Daher war es noch möglich, viele von den Weisheits-Geisteskräften für die innere Entwickelung zu behalten. Aber sie verwendeten schon weniger für die innere Entwickelung als etwa die alten Ägypter oder Chaldäer, oder gar die alten Perser oder die alten Inder. In unserer Zeit, wo nach und nach die ganze Erde erforscht und zugänglich geworden ist, da suchen die Menschen möglichst viel an äußeren Erkenntnissen zu erwerben. Wie hat das zugenommen! Wenn es so intensiv wäre, wie es extensiv ist, dann würden die Menschen unendlich wenig, und gerade die Gebildetsten viel, viel weniger als irgendein Bauer mitnehmen, um den physischen Leib umzuwandeln in den physischen Kopf der nächsten Inkarnation. Aber Gott sei Dank, die meisten sind ja so gereist, daß sie nicht viel angeschaut haben, sondern daß sie fein nach dem Baedeker oder anderen Reisebüchern gegangen sind, und trotz des großen Umkreises doch nicht viel kennengelernt haben; so entziehen sie sich doch nicht alles. Sonst würde gerade bei denen, die überall nach Sensationen haschen, die nur alles, was sie wissen, von außen wissen wollen, die Gefahr vorliegen, daß sie in der nächsten Inkarnation mit einem Kopf zur Welt kämen, der recht wenig umgestalteter übriger Leib sein wird, das heißt, der sehr tierisch aussehen würde; denn das würde das Schicksal sein, wenn wenig Bildekräfte angesammelt würden.

[ 6 ] Aber nun, Vergleiche, die aus der Imagination genommen sind, können auch ausgedehnt werden. Wir können uns fragen: Wenn es sich so verhält, daß das, was wir nach außen hin zur Erkenntnis, zur Erwerbung des äußeren Wissens verwenden, seiner eigentlichen inneren Wesenheit entzogen wird — wie das Weizenkorn, das zum Nahrungsmittel gemacht wird, der inneren Natur des Weizenkorns —, welche Ähnlichkeit besteht denn nun in bezug auf das, was äußerliches Wissen ist, äußeres Wissen wird, und der Tatsache, daß Weizenkörner auch als Nahrungsmittel verwendet werden? Es besteht eine innere Ähnlichkeit, die aber herbeigeführt werden muß.

[ 6 ] Aber nun, Vergleiche, die aus der Imagination genommen sind, können auch ausgedehnt werden. Wir können uns fragen: Wenn es sich so verhält, daß das, was wir nach außen hin zur Erkenntnis, zur Erwerbung des äußeren Wissens verwenden, seiner eigentlichen inneren Wesenheit entzogen wird — wie das Weizenkorn, das zum Nahrungsmittel gemacht wird, der inneren Natur des Weizenkorns —, welche Ähnlichkeit besteht denn nun in bezug auf das, was äußerliches Wissen ist, äußeres Wissen wird, und der Tatsache, daß Weizenkörner auch als Nahrungsmittel verwendet werden? Es besteht eine innere Ähnlichkeit, die aber herbeigeführt werden muß.

[ 7 ] Wenden wir noch einmal den Blick hin auf diese eigentümliche Tatsache, daß eine große Anzahl von Weizenkörnern nicht wieder zur Hervorbringung von Weizenpflanzen verwendet wird, sondern als menschliches Nahrungsmittel hingegeben wird! Dann können wir sagen: Es wird da das Weizenkorn entzogen seiner geradlinig fortschreitenden Entwickelung. Nicht wahr, wir haben ein Weizenkorn, das bringt ein Korn hervor, von dem kommt wiederum ein Korn und so weiter. Aber da splittern sich zahlreiche Weizenkörner ab; die gehen eigentlich in einen ganz anderen Bereich über, in den Bereich der Menschennahrungsmittel, der gar nichts zu tun hat mit der fortlaufenden Strömung.

[ 7 ] Wenden wir noch einmal den Blick hin auf diese eigentümliche Tatsache, daß eine große Anzahl von Weizenkörnern nicht wieder zur Hervorbringung von Weizenpflanzen verwendet wird, sondern als menschliches Nahrungsmittel hingegeben wird! Dann können wir sagen: Es wird da das Weizenkorn entzogen seiner geradlinig fortschreitenden Entwickelung. Nicht wahr, wir haben ein Weizenkorn, das bringt ein Korn hervor, von dem kommt wiederum ein Korn und so weiter. Aber da splittern sich zahlreiche Weizenkörner ab; die gehen eigentlich in einen ganz anderen Bereich über, in den Bereich der Menschennahrungsmittel, der gar nichts zu tun hat mit der fortlaufenden Strömung.

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[ 8 ] Da haben Sie an der Natur die Möglichkeit, einen Begriff zu bilden von etwas, das sehr, sehr berücksichtigt werden muß, wenn man wirkliche Weltanschauung erwerben will. Unsere äußere Wissenschaft hat es nach und nach zu dem Schrecklichen gebracht, daß man alles so erklären will, daß sich immer das Folgende als ein Ergebnis des Früheren herausstellen soll, Wirkung immer auf Ursache. Es gibt nichts Törichteres als dieses Uniformieren der Welt in der Vorstellung, als ob immer aus der Wirkung auf die Ursache, und von der Ursache auf die Wirkung gegangen werden soll. Es entstehen spätere Wirkungen, die gar keinen direkten ursächlichen Zusammenhang mit einer vorhergehenden Ursache haben; denn wie sollte denn im Weizenkorn die Ursache liegen, daß es menschliches Nahrungsmittel werden wird? Höchstens nach der billigen Teleologie, die im achtzehnten Jahrhundert zum Teil noch gang und gäbe war, wonach man das Vorhandensein gewisser korkartiger Stoffe in der Natur damit erklärt hat, daß geheimnisvolle Geister diese Dinge geschaffen haben, damit man Champagnerpfropfen machen könnte. Nein, es geht wirklich da die Weizenfrucht über in eine andere Sphäre.

[ 8 ] Da haben Sie an der Natur die Möglichkeit, einen Begriff zu bilden von etwas, das sehr, sehr berücksichtigt werden muß, wenn man wirkliche Weltanschauung erwerben will. Unsere äußere Wissenschaft hat es nach und nach zu dem Schrecklichen gebracht, daß man alles so erklären will, daß sich immer das Folgende als ein Ergebnis des Früheren herausstellen soll, Wirkung immer auf Ursache. Es gibt nichts Törichteres als dieses Uniformieren der Welt in der Vorstellung, als ob immer aus der Wirkung auf die Ursache, und von der Ursache auf die Wirkung gegangen werden soll. Es entstehen spätere Wirkungen, die gar keinen direkten ursächlichen Zusammenhang mit einer vorhergehenden Ursache haben; denn wie sollte denn im Weizenkorn die Ursache liegen, daß es menschliches Nahrungsmittel werden wird? Höchstens nach der billigen Teleologie, die im achtzehnten Jahrhundert zum Teil noch gang und gäbe war, wonach man das Vorhandensein gewisser korkartiger Stoffe in der Natur damit erklärt hat, daß geheimnisvolle Geister diese Dinge geschaffen haben, damit man Champagnerpfropfen machen könnte. Nein, es geht wirklich da die Weizenfrucht über in eine andere Sphäre.

[ 9 ] Und so ist es auch, wenn wir Erkenntnisse der äußeren Natur, der äußeren Dinge erwerben. Die Dinge gehen da in eine andere Sphäre über. Und ich bitte Sie, diese Wahrheit recht, recht tief zu nehmen. Wir Menschen können uns eine ganz große Summe dessen entziehen, was wahrheitsgemäß in uns ist, was wir verwenden müssen, um übergehen zu lassen unseren Leib der gegenwärtigen Inkarnation in den Kopf der nächsten Inkarnation. Wir können uns viel entziehen, um gegenwärtige Kenntnisse zu erwerben, aber wir müssen beachten, daß diese Kenntnisse zu etwas anderem da sein müssen. Wie die Weizenkörner gewissermaßen geadelt werden dadurch, daß sie zur menschlichen Nahrung verwendet werden — es wird ihnen da etwas Angemessenes gegeben dafür, daß sie ihrer ursprünglichen Wesenheit entzogen werden —, so muß es auch mit der menschlichen äußeren Erkenntnis sein, die ganz wider die Natur des Vorstellungsmäßigen, des Wahrheitsmäßigen entwickelt wird. Alles das, was der Mensch als Wahrheit erwirbt, die in Bildern der Außenwelt besteht, das soll er in seiner Gemütsempfindung den Göttern übergeben. Er soll das Bewußtsein immer in sich tragen: Erwirbst du Erkenntnisse, die du dem fortlaufenden Strom entziehst, so sei dir klar, daß Erkenntnis-Erwerben ein Götterdienst sein muß. Was an Erkenntnis erworben wird, ohne daß wir uns bewußt sind, daß das ein heiliger Dienst in der Entwickelung der Menschheit ist, ohne daß wir das, was wir uns aneignen von der Außenwelt, den höheren Geistern übergeben, die sich davon nähren, die das in sich aufnehmen — was wir an solcher Erkenntnis erwerben, die wir nicht mit dieser Empfindung begleiten, die wir einfach gedankenlos erwerben, das ist wie Weizenkörner, die in die Erde fallen und verfaulen, das heißt, die keine Ziele erreichen, nicht die ihren und nicht die anderen, die zur menschlichen Nahrung dienen.

[ 9 ] Und so ist es auch, wenn wir Erkenntnisse der äußeren Natur, der äußeren Dinge erwerben. Die Dinge gehen da in eine andere Sphäre über. Und ich bitte Sie, diese Wahrheit recht, recht tief zu nehmen. Wir Menschen können uns eine ganz große Summe dessen entziehen, was wahrheitsgemäß in uns ist, was wir verwenden müssen, um übergehen zu lassen unseren Leib der gegenwärtigen Inkarnation in den Kopf der nächsten Inkarnation. Wir können uns viel entziehen, um gegenwärtige Kenntnisse zu erwerben, aber wir müssen beachten, daß diese Kenntnisse zu etwas anderem da sein müssen. Wie die Weizenkörner gewissermaßen geadelt werden dadurch, daß sie zur menschlichen Nahrung verwendet werden — es wird ihnen da etwas Angemessenes gegeben dafür, daß sie ihrer ursprünglichen Wesenheit entzogen werden —, so muß es auch mit der menschlichen äußeren Erkenntnis sein, die ganz wider die Natur des Vorstellungsmäßigen, des Wahrheitsmäßigen entwickelt wird. Alles das, was der Mensch als Wahrheit erwirbt, die in Bildern der Außenwelt besteht, das soll er in seiner Gemütsempfindung den Göttern übergeben. Er soll das Bewußtsein immer in sich tragen: Erwirbst du Erkenntnisse, die du dem fortlaufenden Strom entziehst, so sei dir klar, daß Erkenntnis-Erwerben ein Götterdienst sein muß. Was an Erkenntnis erworben wird, ohne daß wir uns bewußt sind, daß das ein heiliger Dienst in der Entwickelung der Menschheit ist, ohne daß wir das, was wir uns aneignen von der Außenwelt, den höheren Geistern übergeben, die sich davon nähren, die das in sich aufnehmen — was wir an solcher Erkenntnis erwerben, die wir nicht mit dieser Empfindung begleiten, die wir einfach gedankenlos erwerben, das ist wie Weizenkörner, die in die Erde fallen und verfaulen, das heißt, die keine Ziele erreichen, nicht die ihren und nicht die anderen, die zur menschlichen Nahrung dienen.

[ 10 ] Hier sehen Sie einen Punkt, wo Sie fühlen müssen, wie notwendig es ist, daß ein ganz bestimmtes praktisches Resultat aus unseren geisteswissenschaftlichen Bestrebungen hervorgeht, daß wir nicht nur etwas lernend aufnehmen, nicht nur etwas zum Wissen machen, sondern daß durch die Aufnahme des Geisteswissenschaftlichen eine Gesamtempfindung in unsere Seele gelegt wird. Wir verbinden mit dem Begriff des Wissens die Empfindung, daß das Wissen ein göttlicher Dienst sein soll, und daß es im Grunde eine Versündigung ist gegen den göttlichen Sinn der Evolution, wenn man das Wissen profaniert, wenn man das Wissen herabzieht von seiner göttlichen Bestimmung.

[ 10 ] Hier sehen Sie einen Punkt, wo Sie fühlen müssen, wie notwendig es ist, daß ein ganz bestimmtes praktisches Resultat aus unseren geisteswissenschaftlichen Bestrebungen hervorgeht, daß wir nicht nur etwas lernend aufnehmen, nicht nur etwas zum Wissen machen, sondern daß durch die Aufnahme des Geisteswissenschaftlichen eine Gesamtempfindung in unsere Seele gelegt wird. Wir verbinden mit dem Begriff des Wissens die Empfindung, daß das Wissen ein göttlicher Dienst sein soll, und daß es im Grunde eine Versündigung ist gegen den göttlichen Sinn der Evolution, wenn man das Wissen profaniert, wenn man das Wissen herabzieht von seiner göttlichen Bestimmung.

[ 11 ] Ich sagte: Eigentlich ist erst in der neueren Zeit die Möglichkeit eingetreten, viel äußeres Wissen zu erwerben. Bei den Ägyptern ist noch fast alles inneres Wissen gewesen, wenig äußeres Wissen; die nächsten Dinge nur bildeten das äußere Wissen. Während der griechisch-lateinischen Kulturepoche entstand für den Menschen die Möglichkeit, immer mehr und mehr äußeres Wissen zu erwerben. Das ist gar nicht so lange her. Da entstand aber auch die Möglichkeit, den Weg zu finden, das Wissen zum göttlichen Dienste umzuwandeln, indem der Christus mit seiner Verkündigung auf die Erde kam.

[ 11 ] Ich sagte: Eigentlich ist erst in der neueren Zeit die Möglichkeit eingetreten, viel äußeres Wissen zu erwerben. Bei den Ägyptern ist noch fast alles inneres Wissen gewesen, wenig äußeres Wissen; die nächsten Dinge nur bildeten das äußere Wissen. Während der griechisch-lateinischen Kulturepoche entstand für den Menschen die Möglichkeit, immer mehr und mehr äußeres Wissen zu erwerben. Das ist gar nicht so lange her. Da entstand aber auch die Möglichkeit, den Weg zu finden, das Wissen zum göttlichen Dienste umzuwandeln, indem der Christus mit seiner Verkündigung auf die Erde kam.

[ 12 ] Hier haben Sie wiederum einen Zusammenhang, der das Geschichtliche uns klarmacht. In dem Augenblick der Menschheitsentwickelung, in dem das Wissen vorzugsweise Wissen von der Außenwelt wird, in demselben Augenblick erscheint der Christus als hervorgehend aus der geistigen Welt, um die Möglichkeit herbeizuführen, daß der Mensch in seiner Empfindung der göttlichen Führung des Christus, aus dem Wissen, indem er es hinordnet zu dem Christus, einen Götterdienst macht. Wenn auch die Menschheit heute noch nicht sehr weit ist in der Entwickelung dieser Empfindung, aus dem Wissen einen Götterdienst zu machen, in dem Maße, wie die Menschheit mehr und mehr verstehen wird, wie Christus das Erdenleben vergottet, wird sie auch lernen, aus dem Wissen einen Götterdienst zu machen.

[ 12 ] Hier haben Sie wiederum einen Zusammenhang, der das Geschichtliche uns klarmacht. In dem Augenblick der Menschheitsentwickelung, in dem das Wissen vorzugsweise Wissen von der Außenwelt wird, in demselben Augenblick erscheint der Christus als hervorgehend aus der geistigen Welt, um die Möglichkeit herbeizuführen, daß der Mensch in seiner Empfindung der göttlichen Führung des Christus, aus dem Wissen, indem er es hinordnet zu dem Christus, einen Götterdienst macht. Wenn auch die Menschheit heute noch nicht sehr weit ist in der Entwickelung dieser Empfindung, aus dem Wissen einen Götterdienst zu machen, in dem Maße, wie die Menschheit mehr und mehr verstehen wird, wie Christus das Erdenleben vergottet, wird sie auch lernen, aus dem Wissen einen Götterdienst zu machen.

[ 13 ] So leben wir durch alles das, wofür unser Haupt das äußere Zeichen ist, so, daß wir gewissermaßen einen kleinen Grundstock verwenden, um unseren Leib zum Haupte umzuwandeln. Und das andere, wenn wir es mit dem richtigen Gefühle begleiten, wie ich es eben charakterisiert habe, verwenden wir dazu, daß höhere geistige Wesenheiten eine bestimmte Nahrung durch unsere gefaßten Begriffe empfangen. Wir suchen ein Wissen zu erwerben für die Götter, so wie der Weizen auch für die Nahrung der Menschen wächst. Es ist schon so; aber diese Bestimmung muß ihm erst angemessen werden. So muß unserem Wissen durch unser Fühlen erst die Bestimmung, von der eben gesprochen worden ist, angemessen werden. Viel, viel wird davon abhängen, wenn die Entwickelung der Menschheit gesunden soll, daß solche Empfindungen, solche Gefühle entfaltet werden können.

[ 13 ] So leben wir durch alles das, wofür unser Haupt das äußere Zeichen ist, so, daß wir gewissermaßen einen kleinen Grundstock verwenden, um unseren Leib zum Haupte umzuwandeln. Und das andere, wenn wir es mit dem richtigen Gefühle begleiten, wie ich es eben charakterisiert habe, verwenden wir dazu, daß höhere geistige Wesenheiten eine bestimmte Nahrung durch unsere gefaßten Begriffe empfangen. Wir suchen ein Wissen zu erwerben für die Götter, so wie der Weizen auch für die Nahrung der Menschen wächst. Es ist schon so; aber diese Bestimmung muß ihm erst angemessen werden. So muß unserem Wissen durch unser Fühlen erst die Bestimmung, von der eben gesprochen worden ist, angemessen werden. Viel, viel wird davon abhängen, wenn die Entwickelung der Menschheit gesunden soll, daß solche Empfindungen, solche Gefühle entfaltet werden können.

[ 14 ] In den alten Mysterien und Mysterienschulen war es noch wie eine Selbstverständlichkeit, daß derjenige, der das Wissen erlangen durfte, dieses Wissen auch heilig gehalten hat. Denn das war ja doch mit einer der Hauptgründe, warum man nicht jeden zugelassen hat in die Mysterien. Die, welche in die Mysterien zugelassen werden sollten, mußten Garantie dafür bieten, daß sie das Wissen wirklich heilig halten, es als einen Götterdienst auffassen. Das war auch durch ein atavistisches Hellfühlen noch vorhanden. Jetzt muß es sich die Menschheit wieder erwerben. Die Menschheit hat durchgemacht eine Zeit — wir wissen, daß das begründet ist —, in der sie sich nach dem Materialismus hin entwickelt hat. Sie muß aus diesem Materialismus heraus wieder gesunden, und sie wird nur gesunden, wenn mit dem Wissen wiederum solche Gefühle eines heiligen Dienstes verbunden werden, wie sie einstmals verbunden wurden. Aber aus der Bewußtheit heraus muß das in der Zukunft geschehen. Und das wird nur geschehen können, wenn die Geisteswissenschaft sich immer weiter in der Menschheit verbreitet. Das Wissen sollte nicht dem Samenkorn gleichen, das in der Erde verfault. Was nur in den Dienst der äußeren Nützlichkeit, der äußeren mechanischen Einrichtung gestellt wird, das alles gleicht dem Samenkorn, das verfault. Was nicht gestellt wird in den göttlichen Dienst, es geht verloren. Es wird weder verwendet, um uns in der nächsten Inkarnation zu helfen, noch wird es verwendet zur Nahrung höherer geistiger Wesenheiten. Verfaulen des Samenkorns ist ein realer Prozeß; es geschieht ja etwas. Verschwendung des Wissens, ohne daß man daraus einen göttlichen Prozeß, einen Götterdienst macht, ist schon auch ein realer Prozeß. Es würde heute zu weit führen, wollte ich Ihnen ausführen, was ein Verfaulen des Weizenkorns bedeutet, aber ein wertloses Verfaulen, weil es nicht aufgehen kann, weil es zugrunde gehen muß. Das Wissen aber, das nicht in den göttlichen Dienst gestellt wird, das wird von Ahriman ergriffen, das geht in Ahrimans Dienst über und bildet Ahrimans Macht, der es durch seine geistigen Diener dem Weltenprozesse einfügt und dadurch dem Weltenprozesse mehr Hindernisse einfügt — denn Ahriman ist ja zugleich der Gott der Hindernisse —, als gerechterweise da sein dürfen, da sein müssen.

[ 14 ] In den alten Mysterien und Mysterienschulen war es noch wie eine Selbstverständlichkeit, daß derjenige, der das Wissen erlangen durfte, dieses Wissen auch heilig gehalten hat. Denn das war ja doch mit einer der Hauptgründe, warum man nicht jeden zugelassen hat in die Mysterien. Die, welche in die Mysterien zugelassen werden sollten, mußten Garantie dafür bieten, daß sie das Wissen wirklich heilig halten, es als einen Götterdienst auffassen. Das war auch durch ein atavistisches Hellfühlen noch vorhanden. Jetzt muß es sich die Menschheit wieder erwerben. Die Menschheit hat durchgemacht eine Zeit — wir wissen, daß das begründet ist —, in der sie sich nach dem Materialismus hin entwickelt hat. Sie muß aus diesem Materialismus heraus wieder gesunden, und sie wird nur gesunden, wenn mit dem Wissen wiederum solche Gefühle eines heiligen Dienstes verbunden werden, wie sie einstmals verbunden wurden. Aber aus der Bewußtheit heraus muß das in der Zukunft geschehen. Und das wird nur geschehen können, wenn die Geisteswissenschaft sich immer weiter in der Menschheit verbreitet. Das Wissen sollte nicht dem Samenkorn gleichen, das in der Erde verfault. Was nur in den Dienst der äußeren Nützlichkeit, der äußeren mechanischen Einrichtung gestellt wird, das alles gleicht dem Samenkorn, das verfault. Was nicht gestellt wird in den göttlichen Dienst, es geht verloren. Es wird weder verwendet, um uns in der nächsten Inkarnation zu helfen, noch wird es verwendet zur Nahrung höherer geistiger Wesenheiten. Verfaulen des Samenkorns ist ein realer Prozeß; es geschieht ja etwas. Verschwendung des Wissens, ohne daß man daraus einen göttlichen Prozeß, einen Götterdienst macht, ist schon auch ein realer Prozeß. Es würde heute zu weit führen, wollte ich Ihnen ausführen, was ein Verfaulen des Weizenkorns bedeutet, aber ein wertloses Verfaulen, weil es nicht aufgehen kann, weil es zugrunde gehen muß. Das Wissen aber, das nicht in den göttlichen Dienst gestellt wird, das wird von Ahriman ergriffen, das geht in Ahrimans Dienst über und bildet Ahrimans Macht, der es durch seine geistigen Diener dem Weltenprozesse einfügt und dadurch dem Weltenprozesse mehr Hindernisse einfügt — denn Ahriman ist ja zugleich der Gott der Hindernisse —, als gerechterweise da sein dürfen, da sein müssen.

[ 15 ] So bekommen Sie eine Ansicht von der ganzen Bedeutung dessen, was vorstellungsmäßig, wahrheitsgemäß in uns lebt. Ich werde nun in den nächsten zwei Vorträgen Ausführungen über das Schöne und über die Moralität machen, um dann die drei Dinge zusammenzufassen, um dadurch wiederum eine Möglichkeit zu erwecken, die menschliche Wesenheit noch tiefer zu erfassen.

[ 15 ] So bekommen Sie eine Ansicht von der ganzen Bedeutung dessen, was vorstellungsmäßig, wahrheitsgemäß in uns lebt. Ich werde nun in den nächsten zwei Vorträgen Ausführungen über das Schöne und über die Moralität machen, um dann die drei Dinge zusammenzufassen, um dadurch wiederum eine Möglichkeit zu erwecken, die menschliche Wesenheit noch tiefer zu erfassen.