The Riddle of Man
The Spiritual Background of Human History
GA 170
3 September 1916, Dornach
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Das Rätsel des Menschen
Fünfzehnter Vortrag
Fünfzehnter Vortrag
[ 1 ] Wenn wir überschauend noch einmal zurückblicken auf die Dinge, die wir gestern besprochen haben, so kann sich uns darüber ein Gesamtresultat ergeben. Gewiß, es ist ja etwas kompliziert, die Einzelheiten, die gestern besprochen worden sind, zu verfolgen. Aber es hat sich Ihnen gewiß dieses Resultat zusammengestellt, daß unsere zwölf Sinnesgebiete, wie wir sie kennengelernt haben, so aufzufassen sind, daß an ihrer Gestaltung beteiligt ist nicht nur das regelmäßig fortlaufende Evolutionsprinzip, sondern daß beteiligt ist das ahrimanische und das luziferische Prinzip. Wir sehen daraus, daß wir uns schon in bezug auf dieses Ahrimanische und Luziferische objektiver verhalten müssen, als das sehr häufig geschieht, aus dem einfachen Grunde, weil an unserer Gesamtmenschheitsgestaltung ja in einer so eingreifenden Weise das ahrimanische, das luziferische Prinzip beteiligt sind. Nun, wenn wir uns aber erinnern, daß Ahrimanisches und Luziferisches nur dann in der Entwickelung des Menschen von Schaden ist, wenn sie deplaciert sind, wenn sie nicht an der rechten Stelle auftreten, so werden wir uns auch vorstellen können, daß das ahrimanische Prinzip, das wir gestern am oberen Ende unserer Sinnesreihe, und das luziferische Prinzip, das wir am unteren Ende verfolgen konnten, gewissermaßen auf irrtümliche Weise, auf unrechtmäßige Weise eingegriffen haben, nicht so, wie sie gewissermaßen zugelassen worden sind in der Evolution. Und dann entstehen die verschiedenen Verirrungen des Menschen. Diese Verirrungen müssen möglich sein, sonst könnte der Mensch nicht aus eigenem, freiem Willen heraus seine Wege im Weltenall gehen. Es muß sowohl möglich sein, daß dasjenige, was wir gewissermaßen nur durch Ahrimans Macht haben können, abirren kann, als auch, daß dasjenige, was wir durch Luzifers Macht haben können, abirren kann, und daß wir im steten Aufrechterhalten gegen das Ahrimanische und das Luziferische, im Beherrschen dieser Mächte, gerade den rechten Weg in unserer Evolution finden.
[ 1 ] Wenn wir überschauend noch einmal zurückblicken auf die Dinge, die wir gestern besprochen haben, so kann sich uns darüber ein Gesamtresultat ergeben. Gewiß, es ist ja etwas kompliziert, die Einzelheiten, die gestern besprochen worden sind, zu verfolgen. Aber es hat sich Ihnen gewiß dieses Resultat zusammengestellt, daß unsere zwölf Sinnesgebiete, wie wir sie kennengelernt haben, so aufzufassen sind, daß an ihrer Gestaltung beteiligt ist nicht nur das regelmäßig fortlaufende Evolutionsprinzip, sondern daß beteiligt ist das ahrimanische und das luziferische Prinzip. Wir sehen daraus, daß wir uns schon in bezug auf dieses Ahrimanische und Luziferische objektiver verhalten müssen, als das sehr häufig geschieht, aus dem einfachen Grunde, weil an unserer Gesamtmenschheitsgestaltung ja in einer so eingreifenden Weise das ahrimanische, das luziferische Prinzip beteiligt sind. Nun, wenn wir uns aber erinnern, daß Ahrimanisches und Luziferisches nur dann in der Entwickelung des Menschen von Schaden ist, wenn sie deplaciert sind, wenn sie nicht an der rechten Stelle auftreten, so werden wir uns auch vorstellen können, daß das ahrimanische Prinzip, das wir gestern am oberen Ende unserer Sinnesreihe, und das luziferische Prinzip, das wir am unteren Ende verfolgen konnten, gewissermaßen auf irrtümliche Weise, auf unrechtmäßige Weise eingegriffen haben, nicht so, wie sie gewissermaßen zugelassen worden sind in der Evolution. Und dann entstehen die verschiedenen Verirrungen des Menschen. Diese Verirrungen müssen möglich sein, sonst könnte der Mensch nicht aus eigenem, freiem Willen heraus seine Wege im Weltenall gehen. Es muß sowohl möglich sein, daß dasjenige, was wir gewissermaßen nur durch Ahrimans Macht haben können, abirren kann, als auch, daß dasjenige, was wir durch Luzifers Macht haben können, abirren kann, und daß wir im steten Aufrechterhalten gegen das Ahrimanische und das Luziferische, im Beherrschen dieser Mächte, gerade den rechten Weg in unserer Evolution finden.
[ 2 ] Vieles könnte erklärt werden, wenn solche Wahrheiten, wie die gestern skizzierten, weiter ausgeführt würden; denn in diesen Wahrheiten liegen wirklich die Schlüssel zu unendlich vielen Lebensrätseln, die dem Menschen gerade in der Gegenwart entgegentreten. Aber es ist eben nicht möglich, in der Gegenwart — auch in unseren Kreisen — über diese Konsequenzen zu sprechen, Konsequenzen, die sich aus ganz objektiven geisteswissenschaftlichen Grundlagen zwar ergeben, aber über die heute nicht gesprochen werden kann. Wir wollen nun auch in bezug auf die Lebenskräfte, auf die Lebensimpulse, von denen wir gezeigt haben, daß sie gewissermaßen wie ein inneres planetarisches System sind, zu sprechen kommen. Geradeso, wie wir die zwölf Sinnesbezirke ins Auge fassen, können wir die Lebensgebiete ins Auge fassen: Atmung, Wärmung, Ernährung, Absonderung, Erhaltung, Wachstum, Reproduktion. Das sind die sieben Lebensimpulse, gleichsam das Planetensystem, das im Menschen ist, im Gegensatze zu dem Tierkreissystem der zwölf Sinnesgebiete. Aber so, wie auf das Tierkreissystem der zwölf Sinnesgebiete Ahrimanisches und Luziferisches Einfluß hat, etwas anderes hervorgebracht hat, als in der regelrecht fortgehenden Evolution liegt, so ist das auch mit diesen sieben Lebensimpulsen der Fall. Wiederum können wir sagen: Diese drei Lebensimpulse, die äußeren, die mehr den Menschen mit der Außenwelt in Verbindung setzenden Lebensimpulse können ahrimanisch beeinflußt werden, und die mehr dem inneren Lebensprozeß entsprechenden Lebensimpulse können luziferisch beeinflußt werden. Nur in der Mitte gleicht gewissermaßen die Absonderung etwas aus, was mehr durch seine natürliche Gestaltung schon von selbst im Gleichgewicht ist.
[ 2 ] Vieles könnte erklärt werden, wenn solche Wahrheiten, wie die gestern skizzierten, weiter ausgeführt würden; denn in diesen Wahrheiten liegen wirklich die Schlüssel zu unendlich vielen Lebensrätseln, die dem Menschen gerade in der Gegenwart entgegentreten. Aber es ist eben nicht möglich, in der Gegenwart — auch in unseren Kreisen — über diese Konsequenzen zu sprechen, Konsequenzen, die sich aus ganz objektiven geisteswissenschaftlichen Grundlagen zwar ergeben, aber über die heute nicht gesprochen werden kann. Wir wollen nun auch in bezug auf die Lebenskräfte, auf die Lebensimpulse, von denen wir gezeigt haben, daß sie gewissermaßen wie ein inneres planetarisches System sind, zu sprechen kommen. Geradeso, wie wir die zwölf Sinnesbezirke ins Auge fassen, können wir die Lebensgebiete ins Auge fassen: Atmung, Wärmung, Ernährung, Absonderung, Erhaltung, Wachstum, Reproduktion. Das sind die sieben Lebensimpulse, gleichsam das Planetensystem, das im Menschen ist, im Gegensatze zu dem Tierkreissystem der zwölf Sinnesgebiete. Aber so, wie auf das Tierkreissystem der zwölf Sinnesgebiete Ahrimanisches und Luziferisches Einfluß hat, etwas anderes hervorgebracht hat, als in der regelrecht fortgehenden Evolution liegt, so ist das auch mit diesen sieben Lebensimpulsen der Fall. Wiederum können wir sagen: Diese drei Lebensimpulse, die äußeren, die mehr den Menschen mit der Außenwelt in Verbindung setzenden Lebensimpulse können ahrimanisch beeinflußt werden, und die mehr dem inneren Lebensprozeß entsprechenden Lebensimpulse können luziferisch beeinflußt werden. Nur in der Mitte gleicht gewissermaßen die Absonderung etwas aus, was mehr durch seine natürliche Gestaltung schon von selbst im Gleichgewicht ist.
[ 3 ] Bei der Atmung liegt etwas vor, was so bezeichnet werden kann: Wir atmen wirklich nicht bloß so, wie wir atmen würden, wenn nur die regelmäßig fortwirkenden göttlich-geistigen Impulse in der Atmung tätig wären, diejenigen Impulse, von denen der Beginn des Alten Testamentes spricht, wie wenn in der Atmung nur die Jahve-Kraft da wäre. Wir atmen so, wie es der Umgestaltung unseres Atmungssystems durch ahrimanische Kräfte entspricht, die nun ebenfalls eingegriffen haben in das menschliche Leben in der atlantischen Zeit. Wir atmen nämlich nicht bloß, sondern wir verbrauchen unseren Organismus durch die Atmung. Und in diesem Verbrauchen äußert sich ein gewisses Lebenswohlgefühl. In der Tat, im Laufe unseres Lebens zwischen Geburt und Tod liegt das vor, daß wir in einer gewissen Weise energischer den Atmungsprozeß betreiben, als es uns zugeteilt ist. Das Verbrauchen unserer Lebenskräfte hängt sehr stark mit diesem ahrimanischen Einfluß zusammen. Etwa, grob gesprochen, könnte man sagen: Wir würden weniger Sauerstoff einatmen in der gleichen Zeit, wenn der ahrimanische Einfluß nicht da wäre, und es würde nicht in einer so intensiven Weise, wie es jetzt der Fall ist, der Prozeß des Alterns stattfinden, jenes Verbrauchens unseres Organismus, der sich im Altern ausdrückt, im Älterwerden, in dem Sinne, daß man das Alterwerden sieht, daß es nicht bloß Zurücklegung von Jahren ist. Das hängt vielfach mit diesem ahrimanischen Einfluß auf den Atmungsprozeß zusammen.
[ 3 ] Bei der Atmung liegt etwas vor, was so bezeichnet werden kann: Wir atmen wirklich nicht bloß so, wie wir atmen würden, wenn nur die regelmäßig fortwirkenden göttlich-geistigen Impulse in der Atmung tätig wären, diejenigen Impulse, von denen der Beginn des Alten Testamentes spricht, wie wenn in der Atmung nur die Jahve-Kraft da wäre. Wir atmen so, wie es der Umgestaltung unseres Atmungssystems durch ahrimanische Kräfte entspricht, die nun ebenfalls eingegriffen haben in das menschliche Leben in der atlantischen Zeit. Wir atmen nämlich nicht bloß, sondern wir verbrauchen unseren Organismus durch die Atmung. Und in diesem Verbrauchen äußert sich ein gewisses Lebenswohlgefühl. In der Tat, im Laufe unseres Lebens zwischen Geburt und Tod liegt das vor, daß wir in einer gewissen Weise energischer den Atmungsprozeß betreiben, als es uns zugeteilt ist. Das Verbrauchen unserer Lebenskräfte hängt sehr stark mit diesem ahrimanischen Einfluß zusammen. Etwa, grob gesprochen, könnte man sagen: Wir würden weniger Sauerstoff einatmen in der gleichen Zeit, wenn der ahrimanische Einfluß nicht da wäre, und es würde nicht in einer so intensiven Weise, wie es jetzt der Fall ist, der Prozeß des Alterns stattfinden, jenes Verbrauchens unseres Organismus, der sich im Altern ausdrückt, im Älterwerden, in dem Sinne, daß man das Alterwerden sieht, daß es nicht bloß Zurücklegung von Jahren ist. Das hängt vielfach mit diesem ahrimanischen Einfluß auf den Atmungsprozeß zusammen.
[ 4 ] Die Wärmung ist durch den ahrimanischen Einfluß verbunden mit einem stärkeren Verbrennungsprozeß in unserem Organismus, als er bei regulärer Evolution stattfinden würde; Verbrauchen ist gleich Verbrennen. Wir verbrennen uns in der Tat selber.
[ 4 ] Die Wärmung ist durch den ahrimanischen Einfluß verbunden mit einem stärkeren Verbrennungsprozeß in unserem Organismus, als er bei regulärer Evolution stattfinden würde; Verbrauchen ist gleich Verbrennen. Wir verbrennen uns in der Tat selber.
[ 5 ] Und die Ernährung ist durch den ahrimanischen Einfluß verbunden mit einer Ablagerung, so daß dasjenige, was wir als Nahrung aufnehmen, nicht bloß verarbeitet wird, sondern daß es gewissermaßen fast wie Fremdstoff sich einlagert in den Organismus. Die Fettbildung, das Fettansetzen, das ist der geläufigste Prozeß, der hierher gehört. Dieses Fettansetzen, das ist ein solcher Prozeß, der hier von seiner ahrimanischen Seite erläutert werden muß. Er könnte selbstverständlich auch von der luziferischen Seite erläutert werden, das würde aber auf ein anderes Kapitel führen. Also Ablagerung, die Möglichkeit, die Ernährungsstoffe abzulagern, so daß sie bleiben, daß sie gewissermaßen Fremdstoffe werden, Verbrauchen, Verbrennen, Ablagern, das ist auf ahrimanischen Einfluß zurückzuführen bei diesen drei Lebensimpulsen. — Die Absonderung scheidet in gewisser Weise aus.
[ 5 ] Und die Ernährung ist durch den ahrimanischen Einfluß verbunden mit einer Ablagerung, so daß dasjenige, was wir als Nahrung aufnehmen, nicht bloß verarbeitet wird, sondern daß es gewissermaßen fast wie Fremdstoff sich einlagert in den Organismus. Die Fettbildung, das Fettansetzen, das ist der geläufigste Prozeß, der hierher gehört. Dieses Fettansetzen, das ist ein solcher Prozeß, der hier von seiner ahrimanischen Seite erläutert werden muß. Er könnte selbstverständlich auch von der luziferischen Seite erläutert werden, das würde aber auf ein anderes Kapitel führen. Also Ablagerung, die Möglichkeit, die Ernährungsstoffe abzulagern, so daß sie bleiben, daß sie gewissermaßen Fremdstoffe werden, Verbrauchen, Verbrennen, Ablagern, das ist auf ahrimanischen Einfluß zurückzuführen bei diesen drei Lebensimpulsen. — Die Absonderung scheidet in gewisser Weise aus.
[ 6 ] Die Erhaltung erleidet einen luziferischen Einfluß. Alle Kräfte gestalten unsern inneren Erhaltungsprozeß um, und das, was da zustande kommt, ist sogar ähnlich der Ablagerung. Alle Anlagen, die wir in uns haben zur Verkapselung, Verknöcherung, zum Sklerotischwerden, sind mit auf dieses Gebiet zu setzen. Verhärtung im ganzen, könnte man es nennen. Wir verhärten unseren Organismus im Laufe unseres Lebens. Das geschieht durch einen luziferischen Einfluß, ist auch mit luziferischen Wirkungen verbunden. Denn diese Verhärtungsprozesse empfinden wir eigentlich, bis sie über ein gewisses Ziel hinausschießen, bis sie dann zur Sklerose, zu anderen Erkrankungszuständen werden, als ein gewisses fortdauerndes Wohlgefühl im Organismus. Erst wenn die Sache über einen gewissen Punkt hinausgeht, empfinden wir es nicht mehr als ein Wohlgefühl, sondern als eine Krankheit, sei es als Sklerose, sei es als Starbildung oder dergleichen.
[ 6 ] Die Erhaltung erleidet einen luziferischen Einfluß. Alle Kräfte gestalten unsern inneren Erhaltungsprozeß um, und das, was da zustande kommt, ist sogar ähnlich der Ablagerung. Alle Anlagen, die wir in uns haben zur Verkapselung, Verknöcherung, zum Sklerotischwerden, sind mit auf dieses Gebiet zu setzen. Verhärtung im ganzen, könnte man es nennen. Wir verhärten unseren Organismus im Laufe unseres Lebens. Das geschieht durch einen luziferischen Einfluß, ist auch mit luziferischen Wirkungen verbunden. Denn diese Verhärtungsprozesse empfinden wir eigentlich, bis sie über ein gewisses Ziel hinausschießen, bis sie dann zur Sklerose, zu anderen Erkrankungszuständen werden, als ein gewisses fortdauerndes Wohlgefühl im Organismus. Erst wenn die Sache über einen gewissen Punkt hinausgeht, empfinden wir es nicht mehr als ein Wohlgefühl, sondern als eine Krankheit, sei es als Sklerose, sei es als Starbildung oder dergleichen.
[ 7 ] Auch der Wachstumsprozeß erleidet einen luziferischen Einfluß, und der drückt sich so aus, daß ohne diesen luziferischen Einfluß der Mensch wachsen würde, ohne daß zwischen der Geburt und dem Tode im Verlaufe des Wachstums eine besondere Diskontinuität auftreten würde. Aber weil der luziferische Einfluß da ist, wird gerade in den ersten Stadien des Wachstums, gerade in den ersten Perioden des Wachstums der luziferische Einfluß sehr stark und gestaltet den bloßen Wachstumsprozeß um zum Reifungsprozeß. Das Reifen, die Reifung, Geschlechtsreife, das ist eine luziferische Umgestaltung des bloßen Wachstumsprozesses. Und alles, was damit verbunden ist, zeigt, daß eben die ursprüngliche Evolutionsanlage, die nicht zu dieser Diskontinuität des Reifens führt, den Menschen in ein kontinuierliches Wachstum hineindrängen würde. Die Reifung beim weiblichen und männlichen Geschlecht und alles, was damit zusammenhängt, die Umbildung, die in den Jahren der Reife stattfindet bis zur Stimmumbildung, das alles hängt mit diesem luziferischen Einfluß zusammen.
[ 7 ] Auch der Wachstumsprozeß erleidet einen luziferischen Einfluß, und der drückt sich so aus, daß ohne diesen luziferischen Einfluß der Mensch wachsen würde, ohne daß zwischen der Geburt und dem Tode im Verlaufe des Wachstums eine besondere Diskontinuität auftreten würde. Aber weil der luziferische Einfluß da ist, wird gerade in den ersten Stadien des Wachstums, gerade in den ersten Perioden des Wachstums der luziferische Einfluß sehr stark und gestaltet den bloßen Wachstumsprozeß um zum Reifungsprozeß. Das Reifen, die Reifung, Geschlechtsreife, das ist eine luziferische Umgestaltung des bloßen Wachstumsprozesses. Und alles, was damit verbunden ist, zeigt, daß eben die ursprüngliche Evolutionsanlage, die nicht zu dieser Diskontinuität des Reifens führt, den Menschen in ein kontinuierliches Wachstum hineindrängen würde. Die Reifung beim weiblichen und männlichen Geschlecht und alles, was damit zusammenhängt, die Umbildung, die in den Jahren der Reife stattfindet bis zur Stimmumbildung, das alles hängt mit diesem luziferischen Einfluß zusammen.
[ 8 ] Das Wirken des luziferischen Einflusses auf dieReproduktion macht die Reproduktion zur Generation, zur äußeren physischen Fortpflanzungsmöglichkeit. Ursprünglich, durch die fortschreitenden göttlichgeistigen Kräfte, ist der Mensch ja dazu veranlagt, nur sich selbst zu reproduzieren, das heißt, er muß ja immer sich reproduzieren, nicht wahr? Damit er wachsen kann, müssen immer Teile neu entstehen: eine innere Reproduktion. Daß die äußere Reproduktion dazukommt, daß die Reproduktion zur Generation wird, das ist auf den luziferischen Einfluß zurückzuführen. Sie wissen ja, daß insbesondere das letztere — der luziferische Einfluß auf Reproduktion, Wachstum sehr deutlich wiederum in der Bibel angedeutet wird. Man braucht ja die Bibel nur zu lesen, so wird man aus den gewaltigen, titanischen Bildern, die dort vorhanden sind, wahrhaftig das herauslesen können, was Ihnen jetzt auch angeführt worden ist. Sie sehen also, da haben wir auch ein Zusammenwirken von Luziferischem und Ahrimanischem.
[ 8 ] Das Wirken des luziferischen Einflusses auf dieReproduktion macht die Reproduktion zur Generation, zur äußeren physischen Fortpflanzungsmöglichkeit. Ursprünglich, durch die fortschreitenden göttlichgeistigen Kräfte, ist der Mensch ja dazu veranlagt, nur sich selbst zu reproduzieren, das heißt, er muß ja immer sich reproduzieren, nicht wahr? Damit er wachsen kann, müssen immer Teile neu entstehen: eine innere Reproduktion. Daß die äußere Reproduktion dazukommt, daß die Reproduktion zur Generation wird, das ist auf den luziferischen Einfluß zurückzuführen. Sie wissen ja, daß insbesondere das letztere — der luziferische Einfluß auf Reproduktion, Wachstum sehr deutlich wiederum in der Bibel angedeutet wird. Man braucht ja die Bibel nur zu lesen, so wird man aus den gewaltigen, titanischen Bildern, die dort vorhanden sind, wahrhaftig das herauslesen können, was Ihnen jetzt auch angeführt worden ist. Sie sehen also, da haben wir auch ein Zusammenwirken von Luziferischem und Ahrimanischem.


[ 9 ] Wenn Sie nun überschauen, was wir so über die zwölf Sinnesgebiete und über die sieben Lebensprozesse sagen, gewissermaßen über den inneren Tierkreis und über das innere Planetensystem des Menschen, so kommen Sie darauf, sich zu gestehen, daß ein Wissen, welches diese Dinge bloßlegt, anders beschaffen sein muß als dasjenige, was man heute gewöhnlich Wissen nennt. Das heutige Wissen, die heutige Erkenntnis tippt gewissermaßen nur an die Außenfläche, an die Oberfläche der Dinge. Aber man muß sich Begriffe, Vorstellungen, die an der Schwelle der geistigen Welt liegen, erwerben. Man braucht nicht drinnenzustehen in der geistigen Welt, sondern nur Vorstellungen durch die Geisteswissenschaft selber sich zu erwerben suchen, die ja an der Schwelle zur geistigen Welt liegen, und man wird fühlen, daß dadurch dieses Wissen, diese Erkenntnis viel aktiver, viel innerlich intensiver wird, daß sie wirklich fähig wird, einzudringen in das, was in den Wesen kraftet, also für unsere Fälle hier: was im Menschen selber kraftet. Wir müssen gewissermaßen miterleben das Weltenall, nicht bloß uns hinstellen als Zuschauer und es von seiner Oberfläche aus auf uns wirken lassen. Man muß miterleben, was in den Wesen drinnen kraftet, lebt, webt. Es wird wirklich nicht nur ein anderes Wissen erworben durch die Geisteswissenschaft, sondern ein andersartiges Wissen. Sie können nicht, wenn Sie bloß sich so verhalten wie ein heutiger Anatom oder Physiologe, auseinanderhalten im Atmungsprozeß den Teil, der gewissermaßen regulär ist, und den Teil, der ahrimanisch ist, weil das natürlich gleichzeitig geschieht, weil man gewissermaßen hineinschlüpfen muß in den Atmungsprozeß und ihn erleben muß. Dann erlebt man schon das Ineinanderspielen der beiden Kräfte, Impulse. Dieses Untertauchen in die Welt, das ist etwas, was gerade unserer gegenwärtigen Zeit verlorengegangen ist, und insbesondere der gegenwärtigen Wissenschaft vielfach verlorengegangen ist. Man glaubt ich habe das öfter betont — so leicht, daß dieses aktive, innerlich tätige, dieses in die Dinge untertauchende Wissen, so daß man nicht bloß zu den Oberflächen, sondern zu den Kräften kommt, entweder überhaupt nie ein Wissen war oder der Menschheit längst verlorengegangen ist. Das ist nicht richtig. Denn so sehr Jange ist es der Menschheit gar nicht verlorengegangen. Man braucht nur ein wenig zurückzugehen im Laufe der Jahrhunderte, dann hat man durchaus die Möglichkeit, zu studieren, wie in gar nicht weit zurückliegender Zeit dieses innerlich aktive Wissen vorhanden war. Nehmen Sie den Lebensprozeß. Er ist zunächst ein ganzer, er konstituiert uns ja, er macht uns aus, dieser Lebensprozeß. Aber es sind ineinanderspielend sieben Impulse — wirklich ein inneres Planetensystem. Ich habe Sie darauf aufmerksam gemacht — erinnern Sie sich an unsere Betrachtungen in diesen Wochen —, daß man sich wird an manches Paradoxe gewöhnen müssen, wenn man eine wirkliche Erkenntnis wird haben wollen.
[ 9 ] Wenn Sie nun überschauen, was wir so über die zwölf Sinnesgebiete und über die sieben Lebensprozesse sagen, gewissermaßen über den inneren Tierkreis und über das innere Planetensystem des Menschen, so kommen Sie darauf, sich zu gestehen, daß ein Wissen, welches diese Dinge bloßlegt, anders beschaffen sein muß als dasjenige, was man heute gewöhnlich Wissen nennt. Das heutige Wissen, die heutige Erkenntnis tippt gewissermaßen nur an die Außenfläche, an die Oberfläche der Dinge. Aber man muß sich Begriffe, Vorstellungen, die an der Schwelle der geistigen Welt liegen, erwerben. Man braucht nicht drinnenzustehen in der geistigen Welt, sondern nur Vorstellungen durch die Geisteswissenschaft selber sich zu erwerben suchen, die ja an der Schwelle zur geistigen Welt liegen, und man wird fühlen, daß dadurch dieses Wissen, diese Erkenntnis viel aktiver, viel innerlich intensiver wird, daß sie wirklich fähig wird, einzudringen in das, was in den Wesen kraftet, also für unsere Fälle hier: was im Menschen selber kraftet. Wir müssen gewissermaßen miterleben das Weltenall, nicht bloß uns hinstellen als Zuschauer und es von seiner Oberfläche aus auf uns wirken lassen. Man muß miterleben, was in den Wesen drinnen kraftet, lebt, webt. Es wird wirklich nicht nur ein anderes Wissen erworben durch die Geisteswissenschaft, sondern ein andersartiges Wissen. Sie können nicht, wenn Sie bloß sich so verhalten wie ein heutiger Anatom oder Physiologe, auseinanderhalten im Atmungsprozeß den Teil, der gewissermaßen regulär ist, und den Teil, der ahrimanisch ist, weil das natürlich gleichzeitig geschieht, weil man gewissermaßen hineinschlüpfen muß in den Atmungsprozeß und ihn erleben muß. Dann erlebt man schon das Ineinanderspielen der beiden Kräfte, Impulse. Dieses Untertauchen in die Welt, das ist etwas, was gerade unserer gegenwärtigen Zeit verlorengegangen ist, und insbesondere der gegenwärtigen Wissenschaft vielfach verlorengegangen ist. Man glaubt ich habe das öfter betont — so leicht, daß dieses aktive, innerlich tätige, dieses in die Dinge untertauchende Wissen, so daß man nicht bloß zu den Oberflächen, sondern zu den Kräften kommt, entweder überhaupt nie ein Wissen war oder der Menschheit längst verlorengegangen ist. Das ist nicht richtig. Denn so sehr Jange ist es der Menschheit gar nicht verlorengegangen. Man braucht nur ein wenig zurückzugehen im Laufe der Jahrhunderte, dann hat man durchaus die Möglichkeit, zu studieren, wie in gar nicht weit zurückliegender Zeit dieses innerlich aktive Wissen vorhanden war. Nehmen Sie den Lebensprozeß. Er ist zunächst ein ganzer, er konstituiert uns ja, er macht uns aus, dieser Lebensprozeß. Aber es sind ineinanderspielend sieben Impulse — wirklich ein inneres Planetensystem. Ich habe Sie darauf aufmerksam gemacht — erinnern Sie sich an unsere Betrachtungen in diesen Wochen —, daß man sich wird an manches Paradoxe gewöhnen müssen, wenn man eine wirkliche Erkenntnis wird haben wollen.
[ 10 ] Ich habe gesagt: Was im Menschen vor sich geht und was der heutige materialistische Darwinismus im Menschen sucht, das wird man nicht als eine Erklärung ansehen dessen, was im Menschen vorgeht, sondern das gerade als eine Erklärung des Makrokosmos, des Universums. Und umgekehrt: In dem, was draußen die großen astronomischen Prozesse sind, darin wird man die Erklärung finden für das, was im Menschen ist. Da muß man aber lebendig im Weltenprozeß drinnenstehen, da muß man wirklich untertauchen. Da muß man nicht bloß von der Oberfläche aus den Weltenprozeß ansehen. Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter und so weiter so äußerlich anschauen, wie sie über den Himmel hinübergehen, das ist eben an der Oberfläche anschaulich, sondern miterleben das, was sie tun bei ihrem Gang durch das Weltenall, das ist nötig, miterleben die Kräfte, die ausstrahlen, differenziert ausstrahlen, das heißt, von jedem dieser Planeten anders, so daß differenzierte Kräfte da draußen sind. Aber wenn es richtig ist, daß das Universum das, was in uns ist, erklärt, so liegt Ihnen der Gedanke, der ganz richtig ist, auch nicht mehr ferne: Wenn man die Kräfte, die in den Planeten stecken, nun wirklich lebendig kennt, so muß in diesem lebendigen Erfassen etwas liegen, was begreiflich macht das menschliche Leben. Aus dem Universum herein durch lebendige Erkenntnis das menschliche Leben verstehen, das ist das, was mit dasjenige ist, was durch die jetzige Geisteswissenschaft gewollt ist, was aber auch früher da war. Es ist gar nicht notwendig, allzuweit im Mittelalter zurückzugehen, da findet man merkwürdige, dann in den Druck übergegangene Aussprüche, die eigentlich gewöhnlich nicht verstanden werden oder heute ziemlich äußerlich erklärt werden, die aber darauf hindeuten, wie in gar nicht weit zurückliegenden Jahrhunderten noch ein lebendiges Wissen, allerdings dazumal atavistischer Art, vorhanden war:
[ 10 ] Ich habe gesagt: Was im Menschen vor sich geht und was der heutige materialistische Darwinismus im Menschen sucht, das wird man nicht als eine Erklärung ansehen dessen, was im Menschen vorgeht, sondern das gerade als eine Erklärung des Makrokosmos, des Universums. Und umgekehrt: In dem, was draußen die großen astronomischen Prozesse sind, darin wird man die Erklärung finden für das, was im Menschen ist. Da muß man aber lebendig im Weltenprozeß drinnenstehen, da muß man wirklich untertauchen. Da muß man nicht bloß von der Oberfläche aus den Weltenprozeß ansehen. Sonne, Mond, Mars, Merkur, Jupiter und so weiter so äußerlich anschauen, wie sie über den Himmel hinübergehen, das ist eben an der Oberfläche anschaulich, sondern miterleben das, was sie tun bei ihrem Gang durch das Weltenall, das ist nötig, miterleben die Kräfte, die ausstrahlen, differenziert ausstrahlen, das heißt, von jedem dieser Planeten anders, so daß differenzierte Kräfte da draußen sind. Aber wenn es richtig ist, daß das Universum das, was in uns ist, erklärt, so liegt Ihnen der Gedanke, der ganz richtig ist, auch nicht mehr ferne: Wenn man die Kräfte, die in den Planeten stecken, nun wirklich lebendig kennt, so muß in diesem lebendigen Erfassen etwas liegen, was begreiflich macht das menschliche Leben. Aus dem Universum herein durch lebendige Erkenntnis das menschliche Leben verstehen, das ist das, was mit dasjenige ist, was durch die jetzige Geisteswissenschaft gewollt ist, was aber auch früher da war. Es ist gar nicht notwendig, allzuweit im Mittelalter zurückzugehen, da findet man merkwürdige, dann in den Druck übergegangene Aussprüche, die eigentlich gewöhnlich nicht verstanden werden oder heute ziemlich äußerlich erklärt werden, die aber darauf hindeuten, wie in gar nicht weit zurückliegenden Jahrhunderten noch ein lebendiges Wissen, allerdings dazumal atavistischer Art, vorhanden war:
O Sonn’, ein König dieser Welt
Luna dein Geschlecht erhält
Merkur kopuliert euch fix
Ohn’ Venus’ Gunst erreicht ihr alls nichts
Die Marten sich als Mann erwählt
Jovis G’nad ist euch unverloren
Daß Saturn, alt und greis
In vielen Farben sich erweis.
O Sonn’, ein König dieser Welt
Luna dein Geschlecht erhält
Merkur kopuliert euch fix
Ohn’ Venus’ Gunst erreicht ihr alls nichts
Die Marten sich als Mann erwählt
Jovis G’nad ist euch unverloren
Daß Saturn, alt und greis
In vielen Farben sich erweis.
[ 11 ] Hier haben Sie solch einen Spruch, der anzeigen soll, welche Kräfte gewissermaßen lokalisiert sind in dem, was nun nicht äußerlich, bloß in der Oberfläche der Dinge angeschaute Planeten sind, sondern was die innerlich lebendigen Wesenheiten der Planeten sind. Die Kräfte des ganzen Planetensystems sind in diesem Spruch ausgedrückt, aber so, daß er, wenn man sie erfaßt, verständlich macht, wie sie im Menschen wirken. Was ist denn ausgedrückt in einem solchen Spruch? In einem solchen Spruch ist ausgedrückt — ich will ungefähr es umschreiben, was ausgedrückt ist —: Hier leben wir im physischen Leib zwischen Geburt und Tod; das hängt im großen und ganzen zusammen mit den Kräften, welche die Erde von der Sonne hat. Aber es braucht noch andere Kräfte, damit das Menschengeschlecht wirklich da sei. Damit das Menschengeschlecht nicht bloß so da sein kann, wie es fertig ist durch die Sonne, sondern sich auch fortpflanzen kann, damit das Geschlecht erhalten bleibt, dazu müssen die Kräfte von dem Mond ausgehen:
[ 11 ] Hier haben Sie solch einen Spruch, der anzeigen soll, welche Kräfte gewissermaßen lokalisiert sind in dem, was nun nicht äußerlich, bloß in der Oberfläche der Dinge angeschaute Planeten sind, sondern was die innerlich lebendigen Wesenheiten der Planeten sind. Die Kräfte des ganzen Planetensystems sind in diesem Spruch ausgedrückt, aber so, daß er, wenn man sie erfaßt, verständlich macht, wie sie im Menschen wirken. Was ist denn ausgedrückt in einem solchen Spruch? In einem solchen Spruch ist ausgedrückt — ich will ungefähr es umschreiben, was ausgedrückt ist —: Hier leben wir im physischen Leib zwischen Geburt und Tod; das hängt im großen und ganzen zusammen mit den Kräften, welche die Erde von der Sonne hat. Aber es braucht noch andere Kräfte, damit das Menschengeschlecht wirklich da sei. Damit das Menschengeschlecht nicht bloß so da sein kann, wie es fertig ist durch die Sonne, sondern sich auch fortpflanzen kann, damit das Geschlecht erhalten bleibt, dazu müssen die Kräfte von dem Mond ausgehen:
[ 12 ] Luna dein Geschlecht erhält.
[ 12 ] Luna dein Geschlecht erhält.
[ 13 ] Aber die beiden Kräfteimpulse, der Sonnenimpuls und der Mondimpuls, sie werden zusammengehalten durch den Merkurimpuls:
[ 13 ] Aber die beiden Kräfteimpulse, der Sonnenimpuls und der Mondimpuls, sie werden zusammengehalten durch den Merkurimpuls:
[ 14 ] Merkur kopuliert euch fix —
[ 14 ] Merkur kopuliert euch fix —
[ 15 ] Dadurch wird der ganze Prozeß schon immer geistiger. Unser physisches Dasein, daß wir einfach als Menschengestaltung dastehen, ist von der Sonne abhängig, daher ist die Sonne der König dieser Welt, als physische Sonne gefaßt. Nur dadurch, daß der Christus herabgestiegen ist und von der Sonne auf die Erde gekommen ist, dadurch ist die Sonne auch geistig. Aber so, wie die Sonne zunächst als physischer Körper ist, so macht sie es uns möglich, daß wir als physische Menschen auf der Erde leben. |
[ 15 ] Dadurch wird der ganze Prozeß schon immer geistiger. Unser physisches Dasein, daß wir einfach als Menschengestaltung dastehen, ist von der Sonne abhängig, daher ist die Sonne der König dieser Welt, als physische Sonne gefaßt. Nur dadurch, daß der Christus herabgestiegen ist und von der Sonne auf die Erde gekommen ist, dadurch ist die Sonne auch geistig. Aber so, wie die Sonne zunächst als physischer Körper ist, so macht sie es uns möglich, daß wir als physische Menschen auf der Erde leben. |
[ 16 ] Luna dein Geschlecht erhält
[ 16 ] Luna dein Geschlecht erhält
[ 17 ] geht in das Geistige über. Das geht noch mehr über: Merkur kopuliert euch fix
[ 17 ] geht in das Geistige über. Das geht noch mehr über: Merkur kopuliert euch fix
[ 18 ] und noch mehr ins Geistige geht über: Ohn’ Venus’ Gunst erreicht ihr alls nichts
[ 18 ] und noch mehr ins Geistige geht über: Ohn’ Venus’ Gunst erreicht ihr alls nichts
[ 19 ] das heißt, es muß das da sein, was an Venusimpulsen kommt und das Ganze durchstrahlt, gleichsam durchwärmt, durchglüht. Vom Mars geht dasjenige aus, was wiederum der Venusimpuls braucht, damit er sich damit verbinde und seine Widerlage habe daran. Und noch geistiger, aber im Physischen geistig, ist das, was vom Jupiter ausgeht: «Jupiters Gnade». Und der Mensch kommt erst dadurch innerhalb des Menschengeschlechts so zustande, wie er ist, daß dasjenige, was als Saturnkraft immer wirkt, was die älteste Kraft ist und jetzt in der äußersten Peripherie gewissermaßen wirkt, aus dem Geistig-Seelischen heraus so wirkt, daß auch im Menschen das Geistig-Seelische das Physische voll durchdringen kann. Denn wir würden nur Fleisch und Blut sein können durch die Sonne. Durch den Saturn sind wir nicht bloß Fleisch und Blut, sondern von Seele und Geist durchstrahltes und durchwärmtes Fleisch und Blut. Seele erweist sich in uns durch die Saturnkraft, welche die älteste ist, «alt und greis»:
[ 19 ] das heißt, es muß das da sein, was an Venusimpulsen kommt und das Ganze durchstrahlt, gleichsam durchwärmt, durchglüht. Vom Mars geht dasjenige aus, was wiederum der Venusimpuls braucht, damit er sich damit verbinde und seine Widerlage habe daran. Und noch geistiger, aber im Physischen geistig, ist das, was vom Jupiter ausgeht: «Jupiters Gnade». Und der Mensch kommt erst dadurch innerhalb des Menschengeschlechts so zustande, wie er ist, daß dasjenige, was als Saturnkraft immer wirkt, was die älteste Kraft ist und jetzt in der äußersten Peripherie gewissermaßen wirkt, aus dem Geistig-Seelischen heraus so wirkt, daß auch im Menschen das Geistig-Seelische das Physische voll durchdringen kann. Denn wir würden nur Fleisch und Blut sein können durch die Sonne. Durch den Saturn sind wir nicht bloß Fleisch und Blut, sondern von Seele und Geist durchstrahltes und durchwärmtes Fleisch und Blut. Seele erweist sich in uns durch die Saturnkraft, welche die älteste ist, «alt und greis»:
Daß Saturn, alt und greis,
In vielen Farben sich erweis.
Daß Saturn, alt und greis,
In vielen Farben sich erweis.
[ 20 ] Denn unser Inkarnat hat das Seelisch-Geistige ausgedrückt im Physischen: In unserer Hautfärbung, in unserem Inkarnat sind in der Tat alle Farben.
[ 20 ] Denn unser Inkarnat hat das Seelisch-Geistige ausgedrückt im Physischen: In unserer Hautfärbung, in unserem Inkarnat sind in der Tat alle Farben.
Daß Saturn, alt und greis, In vielen Farben sich er weis.
Daß Saturn, alt und greis, In vielen Farben sich er weis.
[ 21 ] Es gab also ein Wissen, das in solchen ungelenken, ungeschickten alten Sprüchen erhalten ist, das uraltes Wissen ist, das verlorengegangen ist in unserer heutigen Oberflächlichkeit und das wieder gesucht werden muß.Da wo der vierte nachatlantische Zeitraum zu Ende geht, vom fünfzehnten, sechzehnten Jahrhundert ab, da versickert auch dieses alte atavistisch-hellseherische Wissen, und das rein physische Wissen tritt an die Stelle, das an der Oberfläche haftet, das nicht mehr untertaucht in die Dinge. Und durch die Geisteswissenschaft muß wiederum das in die Dinge untertauchende Wissen gesucht werden. Dazumal hat man so gesprochen. Jetzt sprechen wir so, wie wir gestern und heute unsere zwölf Sinnesgebiete, unsere sieben Lebensimpulse, Lebensbewegungen zu charakterisieren versuchten in ihrem Drinnenstehen im geistigen Weltenwalten. So wird wiederum auftauchen ein verlorenes Wissen; aber auftauchen wird müssen ein verlorenes Wissen vom Menschen, in einer anderen Weise erfaßt, erfaßt vollbewußt, während das, was in diesen Sprüchen lag, nicht vollbewußt war. Diejenigen Menschen, die diese Sprüche gekannt haben, sie haben sie aus alten Traditionen gekannt. Hätte man die Leute, die wirklich die Kraft eines solchen Spruches in sich gefühlt haben, gefragt, wo sie das her haben, so würden sie gesagt haben: Ja, wir kennen den Spruch: O Sonn, ein König dieser Welt, Die Luna dein Geschlecht erhält... und so weiter, und wenn man dasjenige, was darin ist, versteht, so versteht man den Lebensprozeß der Menschheit; aber wie man dazu kommt, solches zu verstehen, das können wir nicht wissen. — So würden sie gesagt haben.
[ 21 ] Es gab also ein Wissen, das in solchen ungelenken, ungeschickten alten Sprüchen erhalten ist, das uraltes Wissen ist, das verlorengegangen ist in unserer heutigen Oberflächlichkeit und das wieder gesucht werden muß.Da wo der vierte nachatlantische Zeitraum zu Ende geht, vom fünfzehnten, sechzehnten Jahrhundert ab, da versickert auch dieses alte atavistisch-hellseherische Wissen, und das rein physische Wissen tritt an die Stelle, das an der Oberfläche haftet, das nicht mehr untertaucht in die Dinge. Und durch die Geisteswissenschaft muß wiederum das in die Dinge untertauchende Wissen gesucht werden. Dazumal hat man so gesprochen. Jetzt sprechen wir so, wie wir gestern und heute unsere zwölf Sinnesgebiete, unsere sieben Lebensimpulse, Lebensbewegungen zu charakterisieren versuchten in ihrem Drinnenstehen im geistigen Weltenwalten. So wird wiederum auftauchen ein verlorenes Wissen; aber auftauchen wird müssen ein verlorenes Wissen vom Menschen, in einer anderen Weise erfaßt, erfaßt vollbewußt, während das, was in diesen Sprüchen lag, nicht vollbewußt war. Diejenigen Menschen, die diese Sprüche gekannt haben, sie haben sie aus alten Traditionen gekannt. Hätte man die Leute, die wirklich die Kraft eines solchen Spruches in sich gefühlt haben, gefragt, wo sie das her haben, so würden sie gesagt haben: Ja, wir kennen den Spruch: O Sonn, ein König dieser Welt, Die Luna dein Geschlecht erhält... und so weiter, und wenn man dasjenige, was darin ist, versteht, so versteht man den Lebensprozeß der Menschheit; aber wie man dazu kommt, solches zu verstehen, das können wir nicht wissen. — So würden sie gesagt haben.
[ 22 ] Das ist gelehrt worden von geistigen Wesenheiten in alten Zeiten durch jenen Prozeß, wo in Reimen geschrieben worden ist dasjenige, was durch göttliche Inspiration herabgekommen ist aus der geistigen Welt auf die Erde, ohne daß das ein vollbewußter Prozeß war. In der Sprache ist aufbewahrt worden uralte Weisheit, sie liegt in dem, was die Sprache an Begriffen und Ideen herausgebildet hat. Deshalb war es auch, daß parallel ging dem Materialisierungsprozeß des Wissens, dem Materialisierungsprozeß der Erkenntnis das Nicht-mehr-Verstehen der Geistigkeit der Sprache. Wenn man selbst noch ins achte, neunte, zehnte Jahrhundert zurückgehen würde heute, so würde man finden, wenn man nicht jene Fable convenue, die heute als Geschichte gilt, sondern wirkliche Geschichte betrachtet, daß die Leute gewußt haben: Sprache ist etwas, was mit Prozessen der geistigen Welt zusammenhängt. Sie haben es nicht gesagt, gerade in Europa nicht gesagt, so wie wir es jetzt sagen: Ein aus dem fortlaufenden Evolutionsprozeß des Göttlich-Geistigen und aus dem Luziferischen oder aus dem Ahrimanischen hervorgehender Prozeß ist dieses Sprache-Haben der Menschen. So haben sie nicht gesagt. Aber ein unterbewußtes Empfinden haben sie davon gehabt, indem sie wußten, daß so, wie die Sprache im gewöhnlichen Leben verwendet wird, sie etwas ist, was der Mensch nicht ganz zu Recht hat. Sie muß geadelt werden dadurch, daß man gewissermaßen zusammendrängt die höchsten Wahrheiten in heiligen Sprüchen, die man auch heilig hält. Daher wurden die Wahrheiten alle gerade in solchen Sprüchen formuliert. Ich habe einen ungeschickt geformten Ausspruch gewählt, einen Ausspruch, der sozusagen noch in den spätesten Zeiten zu finden ist, als die vierte nachatlantische Zeit schon im Abglimmen war; aber trotzdem ist der Spruch so, daß er gerade in seiner Ungeschicklichkeit eine gewisse Feierlichkeit hat. Durch dieses, was sich ausgoß in einen solchen Spruch, sollte gleichsam paralysiert werden der ahrimanische Einfluß. Durch das Gefühl von Heiligkeit, das man in ihm empfand, sollte eben dem Ahrimanischen ein Gefühl entgegengehalten werden, das eben dieses Ahrimanische paralysiert. Da haben Sie das Gleichgewicht. Das Ahrimanische, das von außen kommt, wird durch ein Gefühl, durch ein heiliges Gefühl von innen im Gleichgewicht erhalten. Daher jene eigentümliche Stellung zur Sprache in älteren Zeiten, die dann ganz verlorengegangen ist und eben auch einem äußerlichen Verhältnis zur Sprache, zum Sprachgeiste Platz gemacht hat.
[ 22 ] Das ist gelehrt worden von geistigen Wesenheiten in alten Zeiten durch jenen Prozeß, wo in Reimen geschrieben worden ist dasjenige, was durch göttliche Inspiration herabgekommen ist aus der geistigen Welt auf die Erde, ohne daß das ein vollbewußter Prozeß war. In der Sprache ist aufbewahrt worden uralte Weisheit, sie liegt in dem, was die Sprache an Begriffen und Ideen herausgebildet hat. Deshalb war es auch, daß parallel ging dem Materialisierungsprozeß des Wissens, dem Materialisierungsprozeß der Erkenntnis das Nicht-mehr-Verstehen der Geistigkeit der Sprache. Wenn man selbst noch ins achte, neunte, zehnte Jahrhundert zurückgehen würde heute, so würde man finden, wenn man nicht jene Fable convenue, die heute als Geschichte gilt, sondern wirkliche Geschichte betrachtet, daß die Leute gewußt haben: Sprache ist etwas, was mit Prozessen der geistigen Welt zusammenhängt. Sie haben es nicht gesagt, gerade in Europa nicht gesagt, so wie wir es jetzt sagen: Ein aus dem fortlaufenden Evolutionsprozeß des Göttlich-Geistigen und aus dem Luziferischen oder aus dem Ahrimanischen hervorgehender Prozeß ist dieses Sprache-Haben der Menschen. So haben sie nicht gesagt. Aber ein unterbewußtes Empfinden haben sie davon gehabt, indem sie wußten, daß so, wie die Sprache im gewöhnlichen Leben verwendet wird, sie etwas ist, was der Mensch nicht ganz zu Recht hat. Sie muß geadelt werden dadurch, daß man gewissermaßen zusammendrängt die höchsten Wahrheiten in heiligen Sprüchen, die man auch heilig hält. Daher wurden die Wahrheiten alle gerade in solchen Sprüchen formuliert. Ich habe einen ungeschickt geformten Ausspruch gewählt, einen Ausspruch, der sozusagen noch in den spätesten Zeiten zu finden ist, als die vierte nachatlantische Zeit schon im Abglimmen war; aber trotzdem ist der Spruch so, daß er gerade in seiner Ungeschicklichkeit eine gewisse Feierlichkeit hat. Durch dieses, was sich ausgoß in einen solchen Spruch, sollte gleichsam paralysiert werden der ahrimanische Einfluß. Durch das Gefühl von Heiligkeit, das man in ihm empfand, sollte eben dem Ahrimanischen ein Gefühl entgegengehalten werden, das eben dieses Ahrimanische paralysiert. Da haben Sie das Gleichgewicht. Das Ahrimanische, das von außen kommt, wird durch ein Gefühl, durch ein heiliges Gefühl von innen im Gleichgewicht erhalten. Daher jene eigentümliche Stellung zur Sprache in älteren Zeiten, die dann ganz verlorengegangen ist und eben auch einem äußerlichen Verhältnis zur Sprache, zum Sprachgeiste Platz gemacht hat.
[ 23 ] Als kurze Zeit erst heraufgegangen waren die Zeiten des fünften nachatlantischen Zeitraums, da kündigte sich der moderne Materialismus an. Die Sprache hatte man so angesehen in früheren Zeiten, daß sie wie eine Art Gebärde gewirkt hat, die hinwies auf das Wirkliche, aber nicht selber ein Wirkliches war. Ich habe schon öfter versucht, klarzumachen, was da eigentlich gemeint ist. Wenn man sagt: Hund oder Wolf oder Lamm, so sind das Sprachausdrücke. Die heutigen Sprachtheoretiker werden nicht fertig mit diesen, weil sie eigentlich nach ihrer Ansicht nichts bedeuten. Denn wenn da ein solches Vierfüßiges steht, nennt man es Hund, wenn da ein anderes Vierfüßiges der gleichen Art steht, nennt man es auch Hund. Das Wort bezeichnet alle beide als Hund, es bezeichnet den einzelnen Hund und doch alle als «Hund». Diesen Zwiespalt empfinden die heutigen Menschen: daß das Wort eigentlich in der Luft schwebt. Weil sie nicht mehr das Geistige in den Dingen sehen — das Geistige ist für sie ein Nichts —, so ist auch das, was das Wort bedeutet, ein Nichts geworden. Ich habe es klargemacht dadurch, daß ich sagte: Die Menschen meinen, das sei eben ein bloßes Nomen, ein Wort: Lamm, Wolf. Aber man kann sich überzeugen, daß das nicht ein bloßes Nomen, bloßes Wort ist, wenn man versucht, einen Wolf abzuschließen und so lange zu nähren mit lauter Lammfleisch, das heißt Lamm-Materie, bis seine ganze Materie ausgewechselt ist. Dann ist nichts mehr von der alten Wolfsmaterie in ihm. Ist der Wolf darum nun ganz Lamm geworden? Sicherlich nicht! Der «Wolf» ist noch etwas anderes als seine Materie. Die materialistischen Ansichten sind eigentlich so töricht, daß sie sehr leicht zu widerlegen sind. Denn durch solch eine Betrachtung, wie sie eben gezeigt worden ist, ist ja der Materialismus natürlich gleich aus der Welt geschafft. Aber wenn man nicht mehr das im Auge haben kann, was die Wolfheit im Wolf und die Lammheit im Lamm ist, dann kommt man auch mit den Worten nicht zurecht.
[ 23 ] Als kurze Zeit erst heraufgegangen waren die Zeiten des fünften nachatlantischen Zeitraums, da kündigte sich der moderne Materialismus an. Die Sprache hatte man so angesehen in früheren Zeiten, daß sie wie eine Art Gebärde gewirkt hat, die hinwies auf das Wirkliche, aber nicht selber ein Wirkliches war. Ich habe schon öfter versucht, klarzumachen, was da eigentlich gemeint ist. Wenn man sagt: Hund oder Wolf oder Lamm, so sind das Sprachausdrücke. Die heutigen Sprachtheoretiker werden nicht fertig mit diesen, weil sie eigentlich nach ihrer Ansicht nichts bedeuten. Denn wenn da ein solches Vierfüßiges steht, nennt man es Hund, wenn da ein anderes Vierfüßiges der gleichen Art steht, nennt man es auch Hund. Das Wort bezeichnet alle beide als Hund, es bezeichnet den einzelnen Hund und doch alle als «Hund». Diesen Zwiespalt empfinden die heutigen Menschen: daß das Wort eigentlich in der Luft schwebt. Weil sie nicht mehr das Geistige in den Dingen sehen — das Geistige ist für sie ein Nichts —, so ist auch das, was das Wort bedeutet, ein Nichts geworden. Ich habe es klargemacht dadurch, daß ich sagte: Die Menschen meinen, das sei eben ein bloßes Nomen, ein Wort: Lamm, Wolf. Aber man kann sich überzeugen, daß das nicht ein bloßes Nomen, bloßes Wort ist, wenn man versucht, einen Wolf abzuschließen und so lange zu nähren mit lauter Lammfleisch, das heißt Lamm-Materie, bis seine ganze Materie ausgewechselt ist. Dann ist nichts mehr von der alten Wolfsmaterie in ihm. Ist der Wolf darum nun ganz Lamm geworden? Sicherlich nicht! Der «Wolf» ist noch etwas anderes als seine Materie. Die materialistischen Ansichten sind eigentlich so töricht, daß sie sehr leicht zu widerlegen sind. Denn durch solch eine Betrachtung, wie sie eben gezeigt worden ist, ist ja der Materialismus natürlich gleich aus der Welt geschafft. Aber wenn man nicht mehr das im Auge haben kann, was die Wolfheit im Wolf und die Lammheit im Lamm ist, dann kommt man auch mit den Worten nicht zurecht.
[ 24 ] Es war aber zunächst die Aufgabe dieses fünften nachatlantischen Zeitraumes, materialistisch zu werden. Der Materialismus mußte gewissermaßen eingeleitet werden. Daher mußte für diesen fünften nachatlantischen Zeitraum richtig in Angriff genommen werden die Inaugurierung, ich möchte sagen, die Initiation der Welt mit dem Materialismus, mit materialistischem Fühlen, Denken und Empfinden. Das mußte von zwei Seiten aus geschehen. Erstens mußten die Menschen hingewiesen werden darauf, wie das Heil der Menschheit — das natürlich bloß das Heil für die materialistische Strömung im fünften nachatlantischen Zeitraum ist, aber das wird ja immer dann als allgemeingültig erklärt — in dem bloßen materiellen Behandeln der Welt liegt. In den Zeiten, die noch solche Sprüche gehabt haben, da wurde die Welt nicht bloß materiell behandelt; da fühlte man sich noch drinnen in einer lebendigen Realität, die ausströmte von dem ganzen Leben des Planetensystems, wie es sich ja ausdrückt in einem solchen Spruch. Und das Verständnis für einen solchen Spruch kann man haben. Aber es mußte der Menschheit beigebracht werden, was sie früher nicht gehabt hat: das Außerliche, Mechanische, Materialistische zu behandeln, um in dem zunächst das Wichtigste, das nächste Wichtigste für den fünften nachatlantischen Zeitraum zu finden. Denn die Geisteswissenschaft muß in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum von unserer Zeit an eintreten; aber nach den Hindernissen, die ihr entgegenströmen, werden Sie beurteilen können, daß sie nicht schnell sich geltend machen wird, und daß sie ihre volle Bedeutung ja erst im sechsten nachatlantischen Zeitraum erhalten wird. Das ist es. Denn sie wird im fünften nachatlantischen Zeitraum immer alles Materialistische als einen wesentlichen Gegner haben. Das ist das eine.
[ 24 ] Es war aber zunächst die Aufgabe dieses fünften nachatlantischen Zeitraumes, materialistisch zu werden. Der Materialismus mußte gewissermaßen eingeleitet werden. Daher mußte für diesen fünften nachatlantischen Zeitraum richtig in Angriff genommen werden die Inaugurierung, ich möchte sagen, die Initiation der Welt mit dem Materialismus, mit materialistischem Fühlen, Denken und Empfinden. Das mußte von zwei Seiten aus geschehen. Erstens mußten die Menschen hingewiesen werden darauf, wie das Heil der Menschheit — das natürlich bloß das Heil für die materialistische Strömung im fünften nachatlantischen Zeitraum ist, aber das wird ja immer dann als allgemeingültig erklärt — in dem bloßen materiellen Behandeln der Welt liegt. In den Zeiten, die noch solche Sprüche gehabt haben, da wurde die Welt nicht bloß materiell behandelt; da fühlte man sich noch drinnen in einer lebendigen Realität, die ausströmte von dem ganzen Leben des Planetensystems, wie es sich ja ausdrückt in einem solchen Spruch. Und das Verständnis für einen solchen Spruch kann man haben. Aber es mußte der Menschheit beigebracht werden, was sie früher nicht gehabt hat: das Außerliche, Mechanische, Materialistische zu behandeln, um in dem zunächst das Wichtigste, das nächste Wichtigste für den fünften nachatlantischen Zeitraum zu finden. Denn die Geisteswissenschaft muß in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum von unserer Zeit an eintreten; aber nach den Hindernissen, die ihr entgegenströmen, werden Sie beurteilen können, daß sie nicht schnell sich geltend machen wird, und daß sie ihre volle Bedeutung ja erst im sechsten nachatlantischen Zeitraum erhalten wird. Das ist es. Denn sie wird im fünften nachatlantischen Zeitraum immer alles Materialistische als einen wesentlichen Gegner haben. Das ist das eine.
[ 25 ] Und das andere ist, daß die Sprache verkannt wird, daß den Worten, die nicht unmittelbar nur sinnliche Eigenschaften bedeuten, kein Wirklichkeitscharakter zugemessen wird. Das mußte einmal vor die Menschheit hingestellt werden. Der Menschheit mußte einmal gesagt werden: Eure Sprache bildet Worte, aber diese Worte hat nur eine abgelaufene Zeit, welche in Vorurteilen, in Aberglauben lebte, als Bezeichnungen für Reales gehalten. In Wahrheit müßt ihr euch frei machen von dem Inhalt der Worte, denn Worte bedeuten Idole. Damit hat Bacon, Baco von Verulam, auch im Auftrag der geistigen Welt, eingeleitet die Verkennung der Sprache in unserem neueren nachatlantischen Zeitraum, die Austreibung des Gefühls in der Menschheit, daß in der Sprache Spirituelles enthalten ist. Alle Gehaltsbegriffe, Gemeinsamkeitsbegriffe nannte er Idole, und er unterschied diese Idole in verschiedene Gattungen; denn er hat das gleich sehr gründlich gemacht.
[ 25 ] Und das andere ist, daß die Sprache verkannt wird, daß den Worten, die nicht unmittelbar nur sinnliche Eigenschaften bedeuten, kein Wirklichkeitscharakter zugemessen wird. Das mußte einmal vor die Menschheit hingestellt werden. Der Menschheit mußte einmal gesagt werden: Eure Sprache bildet Worte, aber diese Worte hat nur eine abgelaufene Zeit, welche in Vorurteilen, in Aberglauben lebte, als Bezeichnungen für Reales gehalten. In Wahrheit müßt ihr euch frei machen von dem Inhalt der Worte, denn Worte bedeuten Idole. Damit hat Bacon, Baco von Verulam, auch im Auftrag der geistigen Welt, eingeleitet die Verkennung der Sprache in unserem neueren nachatlantischen Zeitraum, die Austreibung des Gefühls in der Menschheit, daß in der Sprache Spirituelles enthalten ist. Alle Gehaltsbegriffe, Gemeinsamkeitsbegriffe nannte er Idole, und er unterschied diese Idole in verschiedene Gattungen; denn er hat das gleich sehr gründlich gemacht.
[ 26 ] Erstens, sagte er, haben die Menschen solche Worte, mit denen sie glauben, etwas Reales bezeichnen zu können, die einfach dadurch entstehen, daß die Menschen zusammenleben müssen: Vorurteile, Idole des Stammes, des Volkes, Idola tribus. Dann versucht der Mensch, wenn er die Welt begreift, irrtümlich Geistiges hineinzumischen in seine Anschauungsweise. Das, was im Menschen als Erkenntnis entsteht, entsteht wie in einer Höhle; aber indem er die Außenwelt in diese Höhle hereinspediert, bildet er Worte für das, was er erkennen will. In diesen Worten liegt wiederum der Hinweis auf Unwirkliches. Das sind die Idole der Höhle: Idola specus. Dann entstehen Idole, das heißt Bezeichnungen für Nichtigkeiten, für Nichtreales dadurch, daß die Menschen nicht nur in Stämmen, in Völkern durch das Blut zusammen sind, sondern daß sie sich selbst Gemeinschaften machen, in denen sie dies oder jenes verwalten — sie verwalten ja immer mehr und mehr, und zuletzt wird alles verwaltet werden; der Mensch wird dahin kommen, daß er nicht in der Welt gehen darf, ohne daß an seiner linken Seite ein Arzt und an seiner rechten Seite ein Polizeimann ist, damit er vollständig «verwaltet» ist, nicht wahr. Nach Bacon werden dadurch auch gewisse Irrealitäten geschaffen. Diese Irrealitäten, die da geschaffen werden und in den Worten ihren Ausdruck finden, das sind die Idole des Marktes, des Zusammenlebens auf dem Markte: Idola fori. Und dann sind die Idole da, die entstehen durch die Wissenschaft, welche bloße Namen sucht. Das sind natürlich fürchterlich viele Idole. Denn nehmen Sie alle unsere Zyklen mit dem, was sie bezeichnen von Spirituellem, und legen Sie sie Bacon vor, so sind alle Worte für die spirituellen Dinge solche Idole. Diese Idole, das sind eigentlich die gefährlichsten, meint Bacon, weil man darinnen besonderen Schutz zu haben glaubt, nämlich ein wirkliches Wissen: das sind die Idola theatri. Das ist das innere Theater, das sich der Mensch aufbaut, eine Art Spektakel von Begriffen, ebenso unwirklich wie die Figuren auf dem Theater. Alles, was in Worten ausdrückbare Idole sind, gehört diesen vier Gattungen an.
[ 26 ] Erstens, sagte er, haben die Menschen solche Worte, mit denen sie glauben, etwas Reales bezeichnen zu können, die einfach dadurch entstehen, daß die Menschen zusammenleben müssen: Vorurteile, Idole des Stammes, des Volkes, Idola tribus. Dann versucht der Mensch, wenn er die Welt begreift, irrtümlich Geistiges hineinzumischen in seine Anschauungsweise. Das, was im Menschen als Erkenntnis entsteht, entsteht wie in einer Höhle; aber indem er die Außenwelt in diese Höhle hereinspediert, bildet er Worte für das, was er erkennen will. In diesen Worten liegt wiederum der Hinweis auf Unwirkliches. Das sind die Idole der Höhle: Idola specus. Dann entstehen Idole, das heißt Bezeichnungen für Nichtigkeiten, für Nichtreales dadurch, daß die Menschen nicht nur in Stämmen, in Völkern durch das Blut zusammen sind, sondern daß sie sich selbst Gemeinschaften machen, in denen sie dies oder jenes verwalten — sie verwalten ja immer mehr und mehr, und zuletzt wird alles verwaltet werden; der Mensch wird dahin kommen, daß er nicht in der Welt gehen darf, ohne daß an seiner linken Seite ein Arzt und an seiner rechten Seite ein Polizeimann ist, damit er vollständig «verwaltet» ist, nicht wahr. Nach Bacon werden dadurch auch gewisse Irrealitäten geschaffen. Diese Irrealitäten, die da geschaffen werden und in den Worten ihren Ausdruck finden, das sind die Idole des Marktes, des Zusammenlebens auf dem Markte: Idola fori. Und dann sind die Idole da, die entstehen durch die Wissenschaft, welche bloße Namen sucht. Das sind natürlich fürchterlich viele Idole. Denn nehmen Sie alle unsere Zyklen mit dem, was sie bezeichnen von Spirituellem, und legen Sie sie Bacon vor, so sind alle Worte für die spirituellen Dinge solche Idole. Diese Idole, das sind eigentlich die gefährlichsten, meint Bacon, weil man darinnen besonderen Schutz zu haben glaubt, nämlich ein wirkliches Wissen: das sind die Idola theatri. Das ist das innere Theater, das sich der Mensch aufbaut, eine Art Spektakel von Begriffen, ebenso unwirklich wie die Figuren auf dem Theater. Alles, was in Worten ausdrückbare Idole sind, gehört diesen vier Gattungen an.
[ 27 ] Und das Heil der Menschen in bezug auf Erkenntnis besteht nun darinnen — das ist ja inauguriert worden durch Baco von Verulam —, daß man diese Idole durchschaut, den Idolcharakter, den idologischen Charakter, den Nichtigkeitscharakter der Idole durchschaut, um den Blick allmählich nur auf die Wirklichkeit zu richten. Wenn man aber alle diese Gattungen von Idolen wegläßt, dann bleibt nichts zurück als dasjenige, was die fünf Sinne sind. Davon kann sich jeder überzeugen. Und hingewiesen werden sollte die Menschheit des fünften nachatlantischen Zeitraums darauf, daß man zwar diese Idole, die sich in den Worten ausdrücken, braucht wie eine Art Münze des Stammes, der individuellen Erkenntnis, des Marktes des Zusammenlebens oder gar der wissenschaftlichen Betrachtung, des inneren Theaters, aber daß sie nur in ihrer Richtigkeit erkannt werden, wenn man sie in ihrem Idolcharakter, in ihrem Nichtigkeitscharakter begreift, sie für nichts hält, und für wirklich nur dasjenige hält, was man angreifen, was man mit Augen schauen kann, was man im chemischen Laboratorium, im physikalischen Kabinett, auf der Klinik untersuchen kann. Das klassische Inaugurationsbuch für diese Art, die Welt anzuschauen, ist enthalten in der bedeutsamen Schrift von den Idolen, die Baco von Verulam für den fünften nachatlantischen Zeitraum verfaßt hat. Und gerade an einer solchen Schrift sehen Sie, daß auch dasjenige, wogegen man sich von einem gewissen Standpunkte zu wenden hat, nach einer richtigen Weltenordnung in die Welt tritt. Es mußte der fünfte nachatlantische Zeitraum entwickeln den Materialismus; daher mußte da sein, aus der geistigen Welt herausgekommen, das Programm des Materialismus. Und der erste Teil des Programms dieses Materialismus ist die Lehre von den Idolen, die Abstreifung des alten aristotelischen Vorurteiles, daß in den Worten Kategorien enthalten sind, die etwas bedeuten für die Wirklichkeit.
[ 27 ] Und das Heil der Menschen in bezug auf Erkenntnis besteht nun darinnen — das ist ja inauguriert worden durch Baco von Verulam —, daß man diese Idole durchschaut, den Idolcharakter, den idologischen Charakter, den Nichtigkeitscharakter der Idole durchschaut, um den Blick allmählich nur auf die Wirklichkeit zu richten. Wenn man aber alle diese Gattungen von Idolen wegläßt, dann bleibt nichts zurück als dasjenige, was die fünf Sinne sind. Davon kann sich jeder überzeugen. Und hingewiesen werden sollte die Menschheit des fünften nachatlantischen Zeitraums darauf, daß man zwar diese Idole, die sich in den Worten ausdrücken, braucht wie eine Art Münze des Stammes, der individuellen Erkenntnis, des Marktes des Zusammenlebens oder gar der wissenschaftlichen Betrachtung, des inneren Theaters, aber daß sie nur in ihrer Richtigkeit erkannt werden, wenn man sie in ihrem Idolcharakter, in ihrem Nichtigkeitscharakter begreift, sie für nichts hält, und für wirklich nur dasjenige hält, was man angreifen, was man mit Augen schauen kann, was man im chemischen Laboratorium, im physikalischen Kabinett, auf der Klinik untersuchen kann. Das klassische Inaugurationsbuch für diese Art, die Welt anzuschauen, ist enthalten in der bedeutsamen Schrift von den Idolen, die Baco von Verulam für den fünften nachatlantischen Zeitraum verfaßt hat. Und gerade an einer solchen Schrift sehen Sie, daß auch dasjenige, wogegen man sich von einem gewissen Standpunkte zu wenden hat, nach einer richtigen Weltenordnung in die Welt tritt. Es mußte der fünfte nachatlantische Zeitraum entwickeln den Materialismus; daher mußte da sein, aus der geistigen Welt herausgekommen, das Programm des Materialismus. Und der erste Teil des Programms dieses Materialismus ist die Lehre von den Idolen, die Abstreifung des alten aristotelischen Vorurteiles, daß in den Worten Kategorien enthalten sind, die etwas bedeuten für die Wirklichkeit.
[ 28 ] Die Menschheit ist heute schon sehr weit fortgeschritten auf der Bahn, alles dasjenige, was nicht sinnlich wahrnehmbar ist, für Idole zu halten. Bacon ist der große Inaugurator der Idolwissenschaft. Begreiflich muß es daher sein, daß derselbe Kopf, der also die Menschen hinweisen sollte auf den Idolcharakter der Sprache, benutzt werden mußte von der geistigen Welt, um zu inaugurieren auch in praktischer Beziehung dasjenige, was gewissermaßen wie ein materialistisches Paradies auf Erden erscheint. Man mußte allerdings das so einkleiden, daß es wirklich einen paradiesartigen Charakter hat, aber einen paradiesartigen Charakter für die materialistische Gesinnung, die auftreten mußte in der fünften nachatlantischen Zeit. Daher mußte wie ein Gegenbild das praktische Ideal dastehen. Eine Zeit, welche so über die Sprache denkt, die muß ihr Ideal sehen darinnen, das Mechanische bis hinaus in die nächsterreichbaren Himmelssphären zu suchen. Daher entstehen aus demselben Kopf heraus, aus dem die Lehre von den Idolen gekommen ist, die Ideale des Materialismus des fünften nachatlantischen Zeitraums. Ein heute noch unerfülltes Ideal, wir finden es bei Bacon: künstlich Wetter zu machen. Man wird es machen! Auch dieses Ideal aus der «Nova Atlantis» des Bacon wird sich noch erfüllen. Wir lesen bei Bacon zuerst den Hinweis auf lenkbare Luftschiffe, wir finden zuerst bei ihm die Idee des Tauchbootes. So weit sind wir ja inzwischen schon. Es ist Bacon, Baco von Verulam, der große Inaugurator auch der praktischen Materialistik, bis zu diesen praktischen Mechanismen, die für die fünfte nachatlantische Zeit gelten.
[ 28 ] Die Menschheit ist heute schon sehr weit fortgeschritten auf der Bahn, alles dasjenige, was nicht sinnlich wahrnehmbar ist, für Idole zu halten. Bacon ist der große Inaugurator der Idolwissenschaft. Begreiflich muß es daher sein, daß derselbe Kopf, der also die Menschen hinweisen sollte auf den Idolcharakter der Sprache, benutzt werden mußte von der geistigen Welt, um zu inaugurieren auch in praktischer Beziehung dasjenige, was gewissermaßen wie ein materialistisches Paradies auf Erden erscheint. Man mußte allerdings das so einkleiden, daß es wirklich einen paradiesartigen Charakter hat, aber einen paradiesartigen Charakter für die materialistische Gesinnung, die auftreten mußte in der fünften nachatlantischen Zeit. Daher mußte wie ein Gegenbild das praktische Ideal dastehen. Eine Zeit, welche so über die Sprache denkt, die muß ihr Ideal sehen darinnen, das Mechanische bis hinaus in die nächsterreichbaren Himmelssphären zu suchen. Daher entstehen aus demselben Kopf heraus, aus dem die Lehre von den Idolen gekommen ist, die Ideale des Materialismus des fünften nachatlantischen Zeitraums. Ein heute noch unerfülltes Ideal, wir finden es bei Bacon: künstlich Wetter zu machen. Man wird es machen! Auch dieses Ideal aus der «Nova Atlantis» des Bacon wird sich noch erfüllen. Wir lesen bei Bacon zuerst den Hinweis auf lenkbare Luftschiffe, wir finden zuerst bei ihm die Idee des Tauchbootes. So weit sind wir ja inzwischen schon. Es ist Bacon, Baco von Verulam, der große Inaugurator auch der praktischen Materialistik, bis zu diesen praktischen Mechanismen, die für die fünfte nachatlantische Zeit gelten.
[ 29 ] Immer können wir, wenn es sich darum handelt, den Grundcharakter eines bestimmten Zeitraumes anzugeben, hinweisen, wie aus den Untergründen der Welt sich die Impulse hineinschieben. Idoltheorien, die Erfindung, Wetter zu beherrschen, in der Luft zu segeln, unter dem Meere zu segeln, das gehört zusammen. Das ist Idee und Ideal, das zusammengehört, das tritt so in den fünften nachatlantischen Zeitraum herein. Man muß diese Dinge objektiv beurteilen, man muß sich klar darüber sein, daß, wenn man das Wort nicht mißbraucht, wenn man es nicht als Idol ansieht, aber auch nicht zum Idol macht, es dann anders angewendet werden kann. Planvoll ist die Evolution der Menschheit. Planvoll treten die einzelnen Impulse nach und nach in der Evolution in Erscheinung. Aber mit dem, was so als Idoltheorie und als «Nova Atlantis» hereintritt, mit dem ist ausgelöscht dasjenige, was noch die letzten Reste waren der großen atavistischen spirituellen Theorie und Anschauung und Empfindung. Und die müssen wiedererobert werden mit einer neuen spirituellen Wissenschaft, die jetzt mit vollem Bewußtsein hereinkommt. Im vierten atlantischen Zeitraum, der alten Atlantis, faßte einer jene Ideen, die dazumal aufgetreten sind, durch welche die alte atlantische Zeit in ihren Materialismus hineingegangen ist. Sie wissen, er ist beschrieben in unseren Schriften. Wie dazumal im vierten Zeitraum der atlantischen Zeit der Materialismus der alten Atlantis als Idee entstehen mußte durch einen Kopf der alten atlantischen Zeit, so mußte im fünften nachatlantischen Zeitraum die «Nova Atlantis» entstehen, die für diesen fünften nachatlantischen Zeitraum etwas Ähnliches geben sollte. Man kommt diesen Dingen nicht nahe, wenn man sie nicht so betrachtet, wie man wissenschaftliche Dinge betrachtet. Wenn man auf Feinheiten der Weltgeschichte hinzuschauen vermag, dann findet man schon auch diese tieferen Zusammenhänge. Aber man muß heute schon die Geisteswissenschaft zugrunde legen. Und die gewöhnliche Geschichte ist eine Fable convenue; da werden nur diejenigen Dinge erzählt, von denen die einzelnen Nationen und Völker und Staatsangehörigen hören wollen. Die wirkliche Geschichte muß aus der geistigen Welt heraus geholt werden.
[ 29 ] Immer können wir, wenn es sich darum handelt, den Grundcharakter eines bestimmten Zeitraumes anzugeben, hinweisen, wie aus den Untergründen der Welt sich die Impulse hineinschieben. Idoltheorien, die Erfindung, Wetter zu beherrschen, in der Luft zu segeln, unter dem Meere zu segeln, das gehört zusammen. Das ist Idee und Ideal, das zusammengehört, das tritt so in den fünften nachatlantischen Zeitraum herein. Man muß diese Dinge objektiv beurteilen, man muß sich klar darüber sein, daß, wenn man das Wort nicht mißbraucht, wenn man es nicht als Idol ansieht, aber auch nicht zum Idol macht, es dann anders angewendet werden kann. Planvoll ist die Evolution der Menschheit. Planvoll treten die einzelnen Impulse nach und nach in der Evolution in Erscheinung. Aber mit dem, was so als Idoltheorie und als «Nova Atlantis» hereintritt, mit dem ist ausgelöscht dasjenige, was noch die letzten Reste waren der großen atavistischen spirituellen Theorie und Anschauung und Empfindung. Und die müssen wiedererobert werden mit einer neuen spirituellen Wissenschaft, die jetzt mit vollem Bewußtsein hereinkommt. Im vierten atlantischen Zeitraum, der alten Atlantis, faßte einer jene Ideen, die dazumal aufgetreten sind, durch welche die alte atlantische Zeit in ihren Materialismus hineingegangen ist. Sie wissen, er ist beschrieben in unseren Schriften. Wie dazumal im vierten Zeitraum der atlantischen Zeit der Materialismus der alten Atlantis als Idee entstehen mußte durch einen Kopf der alten atlantischen Zeit, so mußte im fünften nachatlantischen Zeitraum die «Nova Atlantis» entstehen, die für diesen fünften nachatlantischen Zeitraum etwas Ähnliches geben sollte. Man kommt diesen Dingen nicht nahe, wenn man sie nicht so betrachtet, wie man wissenschaftliche Dinge betrachtet. Wenn man auf Feinheiten der Weltgeschichte hinzuschauen vermag, dann findet man schon auch diese tieferen Zusammenhänge. Aber man muß heute schon die Geisteswissenschaft zugrunde legen. Und die gewöhnliche Geschichte ist eine Fable convenue; da werden nur diejenigen Dinge erzählt, von denen die einzelnen Nationen und Völker und Staatsangehörigen hören wollen. Die wirkliche Geschichte muß aus der geistigen Welt heraus geholt werden.
[ 30 ] Und solche Persönlichkeiten, die gewissermaßen tonangebend sind, wie Baco von Verulam, Lord Bacon, bei denen ist viel weniger wichtig die Biographie, als dasjenige, was uns enthüllt, wie sie drinnenstehen im Gesamtentwickelungsprozeß der Menschheit.
[ 30 ] Und solche Persönlichkeiten, die gewissermaßen tonangebend sind, wie Baco von Verulam, Lord Bacon, bei denen ist viel weniger wichtig die Biographie, als dasjenige, was uns enthüllt, wie sie drinnenstehen im Gesamtentwickelungsprozeß der Menschheit.
