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The Karma of a Person's Profession
in Relation to Goethe's Life
GA 172

13 November 1916, Dornach

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Fünfter Vortrag

Fünfter Vortrag

[ 1 ] Sie werden aus den Betrachtungen gerade eines solchen Einschlages in das menschliche Leben, wie es der Beruf ist oder alles das, was damit zusammenhängt im Leben, ersehen haben, daß es schwierig ist, diese Dinge auseinanderzusetzen, weil außerordentlich viel dabei in Betracht kommt. Wir müssen dabei bedenken, daß alles das, was durch den Verlauf der Schicksalsgesetze, des Karmas in das Menschenleben hineingeführt wird, von sehr vielen Faktoren abhängt und daß gerade darauf die Mannigfaltigkeit des menschlichen Lebens beruht, daß so viele Faktoren ins Spiel kommen. Eine besondere Bemerkung muß gemacht werden,wenn unter dem Wort Beruf einzelnes Menschliche aus dem Lebensschicksal zusammengefaßt wird. Man soll nämlich das, was als Beruf des Menschen bezeichnet werden kann, nicht verwechseln mit demjenigen, was man als Amt des Menschen im weitesten Sinne bezeichnet. Denn selbstverständlich würde man sogleich in mancherlei Verwirrungen hineinkommen, wenn man sein Augenmerk auf das richten würde, was der cine oder der andere Mensch in seinem Amte vorstellt und dies unter den Gesichtspunkt rücken würde, der hier für das Berufsleben in Anspruch genommen worden ist. Gerade dadurch, daß der Mensch vielfach — nicht immer — seinen Beruf in einem Amte auszuführen hat, kommt es ja, daß. die mannigfaltigsten äußeren Faktoren wiederum hereinspielen können in das menschliche Leben und daß sich gewissermaßen mit dem Berufskarma andere karmische Fäden verspinnen.

[ 1 ] Sie werden aus den Betrachtungen gerade eines solchen Einschlages in das menschliche Leben, wie es der Beruf ist oder alles das, was damit zusammenhängt im Leben, ersehen haben, daß es schwierig ist, diese Dinge auseinanderzusetzen, weil außerordentlich viel dabei in Betracht kommt. Wir müssen dabei bedenken, daß alles das, was durch den Verlauf der Schicksalsgesetze, des Karmas in das Menschenleben hineingeführt wird, von sehr vielen Faktoren abhängt und daß gerade darauf die Mannigfaltigkeit des menschlichen Lebens beruht, daß so viele Faktoren ins Spiel kommen. Eine besondere Bemerkung muß gemacht werden,wenn unter dem Wort Beruf einzelnes Menschliche aus dem Lebensschicksal zusammengefaßt wird. Man soll nämlich das, was als Beruf des Menschen bezeichnet werden kann, nicht verwechseln mit demjenigen, was man als Amt des Menschen im weitesten Sinne bezeichnet. Denn selbstverständlich würde man sogleich in mancherlei Verwirrungen hineinkommen, wenn man sein Augenmerk auf das richten würde, was der cine oder der andere Mensch in seinem Amte vorstellt und dies unter den Gesichtspunkt rücken würde, der hier für das Berufsleben in Anspruch genommen worden ist. Gerade dadurch, daß der Mensch vielfach — nicht immer — seinen Beruf in einem Amte auszuführen hat, kommt es ja, daß. die mannigfaltigsten äußeren Faktoren wiederum hereinspielen können in das menschliche Leben und daß sich gewissermaßen mit dem Berufskarma andere karmische Fäden verspinnen.

[ 2 ] Wir leben ja heute noch in einer Zeit, die zwar langsam in einer gewissen Umgestaltung begriffen ist, in der es aber doch in vieler Beziehung noch so ist, daß durchaus nicht allein maßgebend sind die Dinge, die wir jetzt anzuführen haben für das Berufskarma, um einen Menschen an diese oder jene Stelle im Leben zu versetzen. Wir wissen, daß heute noch in vieler Beziehung das Berufskarma durchkreuzt wird von dem Karma ganzer Stände, Klassen und so weiter, daß innerhalb von Menschengruppen in der Art, wie jemand auf seinen Platz im Leben gestellt wird, Ehrgeiz, Eitelkeit, Vorurteile von ihm selbst und anderen mitwirken, und viele andere Faktoren. Alle diese Faktoren, die da gewissermaßen von außen hereinwirken in das Berufskarma, machen es möglich, daß sich in den Verlauf des menschlichen Wirkens fortwährend ahrimanische Einflüsse hineinmischen. Ein Mensch, der auf einen bestimmten Posten im Leben gestellt ist, der also Minister oder Staatsrat oder etwas Ähnliches geworden ist durch mancherlei Dinge, die ja bekannt sind, die man nicht aufzuzählen braucht, ein Mensch, der auf einen solchen Posten gestellt worden ist, braucht durchaus nicht den Beruf zu diesem Posten zu haben. Er kann auf einem hohen Posten stehen und sein Beruf kann nur der einer Schreiberseele sein; vielleicht nicht einmal das. Man darf aber dann nicht glauben, daß sein Posten nicht ausgefüllt wird. Gerade das ist ja das Eigentümliche unserer Zeit, die in der materialistischen Ausdeutung der berechtigten darwinistischen Grundlagen solch eine Lebenslehre heraufgebracht hat wie die von der «Auslese der Besten», die Oscar Hertwig, Haeckels Schüler, nunmehr schon so kräftig tadelt, — daß diese Zeit, welche diese Lehre heraufgebracht hat, zu gleicher Zeit ganz deutlich, viel mehr als das jemals im ganzen Lebenszusammenhange in irgendeinem anderen Zeitalter der Fall war, gerade die Schlechtesten auswählt. Hier braucht man nicht auf dem Standpunkt zu stehen, daß man nur seine Zeit wie ein Pessimist abkanzelt und sich auf die gute alte Zeit beruft, sondern hier steht man wirklich auf dem Grund einer Tatsache: Auf der einen Seite tut man sich zugute mit der Lehre von der Auslese der Besten; aber diese Zeit, die sich mit dieser Lehre etwas besonders zugute tut, ist beherrscht in ihrer Realität, in ihrer Wirklichkeit von der Tendenz, gerade die Schlechtesten auszuwählen für die scheinbar wichtigsten Lebensposten.

[ 2 ] Wir leben ja heute noch in einer Zeit, die zwar langsam in einer gewissen Umgestaltung begriffen ist, in der es aber doch in vieler Beziehung noch so ist, daß durchaus nicht allein maßgebend sind die Dinge, die wir jetzt anzuführen haben für das Berufskarma, um einen Menschen an diese oder jene Stelle im Leben zu versetzen. Wir wissen, daß heute noch in vieler Beziehung das Berufskarma durchkreuzt wird von dem Karma ganzer Stände, Klassen und so weiter, daß innerhalb von Menschengruppen in der Art, wie jemand auf seinen Platz im Leben gestellt wird, Ehrgeiz, Eitelkeit, Vorurteile von ihm selbst und anderen mitwirken, und viele andere Faktoren. Alle diese Faktoren, die da gewissermaßen von außen hereinwirken in das Berufskarma, machen es möglich, daß sich in den Verlauf des menschlichen Wirkens fortwährend ahrimanische Einflüsse hineinmischen. Ein Mensch, der auf einen bestimmten Posten im Leben gestellt ist, der also Minister oder Staatsrat oder etwas Ähnliches geworden ist durch mancherlei Dinge, die ja bekannt sind, die man nicht aufzuzählen braucht, ein Mensch, der auf einen solchen Posten gestellt worden ist, braucht durchaus nicht den Beruf zu diesem Posten zu haben. Er kann auf einem hohen Posten stehen und sein Beruf kann nur der einer Schreiberseele sein; vielleicht nicht einmal das. Man darf aber dann nicht glauben, daß sein Posten nicht ausgefüllt wird. Gerade das ist ja das Eigentümliche unserer Zeit, die in der materialistischen Ausdeutung der berechtigten darwinistischen Grundlagen solch eine Lebenslehre heraufgebracht hat wie die von der «Auslese der Besten», die Oscar Hertwig, Haeckels Schüler, nunmehr schon so kräftig tadelt, — daß diese Zeit, welche diese Lehre heraufgebracht hat, zu gleicher Zeit ganz deutlich, viel mehr als das jemals im ganzen Lebenszusammenhange in irgendeinem anderen Zeitalter der Fall war, gerade die Schlechtesten auswählt. Hier braucht man nicht auf dem Standpunkt zu stehen, daß man nur seine Zeit wie ein Pessimist abkanzelt und sich auf die gute alte Zeit beruft, sondern hier steht man wirklich auf dem Grund einer Tatsache: Auf der einen Seite tut man sich zugute mit der Lehre von der Auslese der Besten; aber diese Zeit, die sich mit dieser Lehre etwas besonders zugute tut, ist beherrscht in ihrer Realität, in ihrer Wirklichkeit von der Tendenz, gerade die Schlechtesten auszuwählen für die scheinbar wichtigsten Lebensposten.

[ 3 ] Das ist eine bittere Wahrheit für die Gegenwart, die aber erkannt werden würde, wenn nicht diese Gegenwart durchaus unter dem Eindrucke eines möglichst weitgehenden Autoritätsglaubens und einer möglichst weitgehenden Opportunitätsduselei stünde, und wenn nicht das,was man heute öffentliche Meinung nennt — öffentliche Meinungen sind ja nach der Ansicht eines Philosophen des 19. Jahrhunderts private Torheiten —, herrschte. Man würde, sage ich, das, um was es sich handelt, einsehen, wenn man nicht so sehr unter dem Eindrucke der heute aus so schlammigen Quellen heraus gespeisten öffentlichen Meinung stünde. Darüber also muß man sich klar sein, daß unsere Zeit vor allen Dingen erzogen werden muß zu einer intensiveren Lebensauffassung dadurch, daß man einsieht, daß Einseitigkeit, die Auslese der Schlechtesten, da ist, wenn auch diese Schlechtesten angebetet werden von der genannten öffentlichen Meinung.

[ 3 ] Das ist eine bittere Wahrheit für die Gegenwart, die aber erkannt werden würde, wenn nicht diese Gegenwart durchaus unter dem Eindrucke eines möglichst weitgehenden Autoritätsglaubens und einer möglichst weitgehenden Opportunitätsduselei stünde, und wenn nicht das,was man heute öffentliche Meinung nennt — öffentliche Meinungen sind ja nach der Ansicht eines Philosophen des 19. Jahrhunderts private Torheiten —, herrschte. Man würde, sage ich, das, um was es sich handelt, einsehen, wenn man nicht so sehr unter dem Eindrucke der heute aus so schlammigen Quellen heraus gespeisten öffentlichen Meinung stünde. Darüber also muß man sich klar sein, daß unsere Zeit vor allen Dingen erzogen werden muß zu einer intensiveren Lebensauffassung dadurch, daß man einsieht, daß Einseitigkeit, die Auslese der Schlechtesten, da ist, wenn auch diese Schlechtesten angebetet werden von der genannten öffentlichen Meinung.

[ 4 ] Die Ämter werden vielfach ausgefüllt von Ahriman-Mephistopheles, und Sie können ja gerade an dem Fortgange der «Faust»-Handlung sehen, wie Mephistopheles sein Amt versieht. Erst am Schlusse seines Lebens wird es dem Faust möglich, sich von Mephistopheles zu befreien. Faust kommt an den Kaiserhof. Er macht sogar eine für die letzten Jahrhunderte außerordentlich wichtige Erfindung; er erfindet nämlich das Papiergeld. Aber eigentlich erfindet Mephistopheles das Papiergeld. Dann wird wiederum Faust hingeleitet in die antike Welt durch den Homunkulus; aber durch die Beihilfe des Mephistopheles kommt der Homunkulus zustande. Faust wird sogar Feldherr, führt Kriege, aber man kann gerade an der Darstellung, die Goethe in diesem Akte zustande bringt, ersehen, daß eigentlich Mephistopheles diese Kriege führt. Zum Schlusse erst sehen wir, wie Faust sich allmählich befreit von Mephistopheles. Wenn Faust auch gewissermaßen nur durch die Welt schweift, ohne ein bestimmtes Amt zu haben, nachdem er seine Professur verlassen hat, die er vorher innehatte, so muß man doch sagen: Die Art und Weise, wie Mephistopheles an seiner Seite steht, die ist schon so, wie vielfach heute die mephistophelische Kraft in das Leben der Menschheit hereinspielt. Das ist das eine, das beachtet werden muß.

[ 4 ] Die Ämter werden vielfach ausgefüllt von Ahriman-Mephistopheles, und Sie können ja gerade an dem Fortgange der «Faust»-Handlung sehen, wie Mephistopheles sein Amt versieht. Erst am Schlusse seines Lebens wird es dem Faust möglich, sich von Mephistopheles zu befreien. Faust kommt an den Kaiserhof. Er macht sogar eine für die letzten Jahrhunderte außerordentlich wichtige Erfindung; er erfindet nämlich das Papiergeld. Aber eigentlich erfindet Mephistopheles das Papiergeld. Dann wird wiederum Faust hingeleitet in die antike Welt durch den Homunkulus; aber durch die Beihilfe des Mephistopheles kommt der Homunkulus zustande. Faust wird sogar Feldherr, führt Kriege, aber man kann gerade an der Darstellung, die Goethe in diesem Akte zustande bringt, ersehen, daß eigentlich Mephistopheles diese Kriege führt. Zum Schlusse erst sehen wir, wie Faust sich allmählich befreit von Mephistopheles. Wenn Faust auch gewissermaßen nur durch die Welt schweift, ohne ein bestimmtes Amt zu haben, nachdem er seine Professur verlassen hat, die er vorher innehatte, so muß man doch sagen: Die Art und Weise, wie Mephistopheles an seiner Seite steht, die ist schon so, wie vielfach heute die mephistophelische Kraft in das Leben der Menschheit hereinspielt. Das ist das eine, das beachtet werden muß.

[ 5 ] Etwas anderes, das beachtet werden muß, das ist, daß es außerordentlich schwierig ist, in der menschlichen Natur das richtig zu erforschen, was eigentlich im Verlauf der karmischen Evolution wirkt. Man kann sogar auf diesem Gebiete sagen, daß auch da die naturwissenschaftliche Entwickelung zu dem Punkte hingelangt, der ersetzt werden muß durch geisteswissenschaftliche Betrachtung. Allein gerade indem die naturwissenschaftliche Betrachtungsweise sich auf das seelische Leben einläßt, macht sie die fürchterlichsten Irrtümer. Wir sehen ja, wie es heute eine verkehrte wissenschaftliche Richtung gibt, welche sich an das menschliche Seelenleben heranwagt und dieses naturwissenschaftlich betrachten will, welche auch zugibt, daß dieses menschliche Seelenleben nicht bloß verläuft in demjenigen, was im Bewußtsein vorhanden ist, sondern daß unter der Schwelle des Bewußtseins, wie man sagt, im Unbewußten oder Unterbewußten, vieles liegt, das heraufschlägt in das Bewußtsein. Wir haben bei früheren Betrachtungen konkrete Dinge angeführt, die wirklich im Unterbewußtsein liegen und die heraufschlagen in das Bewußtsein wie dieRauchwolken auf dem Gebiete einer Solfatara, wenn man da anfängt, Papierstückchen abzubrennen. Vieles ist allerdings in den Tiefen des Bewußtseins da unten. So daß man sagen kann: Es ahnen schon einige Leute, die heute Seelenkunde betreiben wollen, daß man dunkle, unbewußte Seelenfähigkeiten und Seelenunfähigkeiten zur Erklärung des Seelenlebens ins Feld führen muß. Allein da diese Anschauungen sich durchaus noch nicht zu einer umfassenderen geisteswissenschaftlichen Weltanschauung bequemen wollen, so können sie auch nur Verkehrtes zutage fördern. Man schaut, wenn man auf diesem Gesichtspunkt naturwissenschaftlicher Seelenkunde steht, sich ein Menschenleben an, wie es sich entwickelt hat. Man ist allerdings schon davon abgekommen zu glauben, daß das, was eine Seele fühlt und will, womit sie glücklich oder unglücklich, freudevoll oder schmerzvoll ist, nur von dem abhängt, was sie selber unmittelbar im Bewußtsein bewahrt hat. Man versucht nun die Seele zu katechisieren, versucht zum Beispiel herauszukriegen aus den Seelen, was sie einmal durchgemacht haben, durchgemacht haben an Freuden, an Leiden, an Enttäuschungen im Leben, die sie für ihr gewöhnliches Vorstellungsvermögen vergessen haben. Allein, was vergessen ist, sagt man sich, das ist deshalb nicht verschwunden; im Unterbewußten wühlt es.

[ 5 ] Etwas anderes, das beachtet werden muß, das ist, daß es außerordentlich schwierig ist, in der menschlichen Natur das richtig zu erforschen, was eigentlich im Verlauf der karmischen Evolution wirkt. Man kann sogar auf diesem Gebiete sagen, daß auch da die naturwissenschaftliche Entwickelung zu dem Punkte hingelangt, der ersetzt werden muß durch geisteswissenschaftliche Betrachtung. Allein gerade indem die naturwissenschaftliche Betrachtungsweise sich auf das seelische Leben einläßt, macht sie die fürchterlichsten Irrtümer. Wir sehen ja, wie es heute eine verkehrte wissenschaftliche Richtung gibt, welche sich an das menschliche Seelenleben heranwagt und dieses naturwissenschaftlich betrachten will, welche auch zugibt, daß dieses menschliche Seelenleben nicht bloß verläuft in demjenigen, was im Bewußtsein vorhanden ist, sondern daß unter der Schwelle des Bewußtseins, wie man sagt, im Unbewußten oder Unterbewußten, vieles liegt, das heraufschlägt in das Bewußtsein. Wir haben bei früheren Betrachtungen konkrete Dinge angeführt, die wirklich im Unterbewußtsein liegen und die heraufschlagen in das Bewußtsein wie dieRauchwolken auf dem Gebiete einer Solfatara, wenn man da anfängt, Papierstückchen abzubrennen. Vieles ist allerdings in den Tiefen des Bewußtseins da unten. So daß man sagen kann: Es ahnen schon einige Leute, die heute Seelenkunde betreiben wollen, daß man dunkle, unbewußte Seelenfähigkeiten und Seelenunfähigkeiten zur Erklärung des Seelenlebens ins Feld führen muß. Allein da diese Anschauungen sich durchaus noch nicht zu einer umfassenderen geisteswissenschaftlichen Weltanschauung bequemen wollen, so können sie auch nur Verkehrtes zutage fördern. Man schaut, wenn man auf diesem Gesichtspunkt naturwissenschaftlicher Seelenkunde steht, sich ein Menschenleben an, wie es sich entwickelt hat. Man ist allerdings schon davon abgekommen zu glauben, daß das, was eine Seele fühlt und will, womit sie glücklich oder unglücklich, freudevoll oder schmerzvoll ist, nur von dem abhängt, was sie selber unmittelbar im Bewußtsein bewahrt hat. Man versucht nun die Seele zu katechisieren, versucht zum Beispiel herauszukriegen aus den Seelen, was sie einmal durchgemacht haben, durchgemacht haben an Freuden, an Leiden, an Enttäuschungen im Leben, die sie für ihr gewöhnliches Vorstellungsvermögen vergessen haben. Allein, was vergessen ist, sagt man sich, das ist deshalb nicht verschwunden; im Unterbewußten wühlt es.

[ 6 ] Insbesondere wühlen in diesem Unterbewußtsein Begierden, die man früher einmal gehabt hat, die nicht befriedigt worden sind, die man zurückgedrängt hat. Sagen wir einen konkreten Fall: Man hat es zu tun mit einem weiblichen Wesen im dreißigsten Jahre. Im sechzehnten Jahre habe sie sich verliebt, habe da eine recht erotische Begierde entwickelt so sagt diese naturwissenschaftliche Richtung —, aber diese erotische Begierde würde zu irgendeinem Lebensabwege geführt haben, wenn sie sich hingegeben hätte dieser erotischen Begierde, wenn sie erfüllt worden wäre. Sie hat sie unter dem Einflusse der Erziehung, unter dem Einflusse des elterlichen Zuredens zurückgedrängt, sie hat sie, wie man trivial sagen kann, seelisch hinuntergefressen. Sie lebt weiter. Es sind schon vierzehn Jahre seit jener Zeit verflossen. Sie hat vielleicht nun standesgemäß geheiratet. Für das, was sie täglich denkt und fühlt, ist es längst vergessen, aber was vergessen ist, ist nicht verschwunden. Die Seele erschöpft sich nicht in demjenigen, was sie weiß. In den Untergründen des Seelenlebens ist das noch immer vorhanden, und es kommt in der Weise zum Ausdruck, daß die betreffende Dame dann, trotzdem sie äußerlich glücklich ist, an einer undefinierbaren, pessimistischen Anwandlung leidet, an einem partiellen Lebensüberdruß oder dergleichen, daß sie, wie man sagt, nervös ist, neurasthenisch oder eben so etwas dergleichen. Man sucht dann diese Art von Seelenkunde in die Heilwissenschaft hineinzutragen, und man versucht dann, solche Seelen zu heilen, indem man sie katechisiert, indem man sagt: Solche in den Untergründen des Seelenlebens hausenden Erlebnisse, die scheinbar vergessen sind für das Oberbewußtsein, müssen heraufgeholt werden. Werden sie heraufgeholt und setzt man sich unter dem Einflusse eines günstigen Katecheten — der natürlich nach heutigen Anschauungen ein SeelenArzt sein muß — auseinander mit der Sache, dann wird es besser. — Man erlangt auch Heilungen auf diesem Wege, die ja oftmals sogar mehr oder weniger Heilungen sind, obwohl es in der Mehrzahl der Fälle nur Scheinheilungen sein werden; doch inwieferne es Scheinheilungen sind, können wir ja bei einer anderen Gelegenheit auseinandersetzen. Das ist so eines, was man da unten sucht in den Tiefen des Seelenlebens.

[ 6 ] Insbesondere wühlen in diesem Unterbewußtsein Begierden, die man früher einmal gehabt hat, die nicht befriedigt worden sind, die man zurückgedrängt hat. Sagen wir einen konkreten Fall: Man hat es zu tun mit einem weiblichen Wesen im dreißigsten Jahre. Im sechzehnten Jahre habe sie sich verliebt, habe da eine recht erotische Begierde entwickelt so sagt diese naturwissenschaftliche Richtung —, aber diese erotische Begierde würde zu irgendeinem Lebensabwege geführt haben, wenn sie sich hingegeben hätte dieser erotischen Begierde, wenn sie erfüllt worden wäre. Sie hat sie unter dem Einflusse der Erziehung, unter dem Einflusse des elterlichen Zuredens zurückgedrängt, sie hat sie, wie man trivial sagen kann, seelisch hinuntergefressen. Sie lebt weiter. Es sind schon vierzehn Jahre seit jener Zeit verflossen. Sie hat vielleicht nun standesgemäß geheiratet. Für das, was sie täglich denkt und fühlt, ist es längst vergessen, aber was vergessen ist, ist nicht verschwunden. Die Seele erschöpft sich nicht in demjenigen, was sie weiß. In den Untergründen des Seelenlebens ist das noch immer vorhanden, und es kommt in der Weise zum Ausdruck, daß die betreffende Dame dann, trotzdem sie äußerlich glücklich ist, an einer undefinierbaren, pessimistischen Anwandlung leidet, an einem partiellen Lebensüberdruß oder dergleichen, daß sie, wie man sagt, nervös ist, neurasthenisch oder eben so etwas dergleichen. Man sucht dann diese Art von Seelenkunde in die Heilwissenschaft hineinzutragen, und man versucht dann, solche Seelen zu heilen, indem man sie katechisiert, indem man sagt: Solche in den Untergründen des Seelenlebens hausenden Erlebnisse, die scheinbar vergessen sind für das Oberbewußtsein, müssen heraufgeholt werden. Werden sie heraufgeholt und setzt man sich unter dem Einflusse eines günstigen Katecheten — der natürlich nach heutigen Anschauungen ein SeelenArzt sein muß — auseinander mit der Sache, dann wird es besser. — Man erlangt auch Heilungen auf diesem Wege, die ja oftmals sogar mehr oder weniger Heilungen sind, obwohl es in der Mehrzahl der Fälle nur Scheinheilungen sein werden; doch inwieferne es Scheinheilungen sind, können wir ja bei einer anderen Gelegenheit auseinandersetzen. Das ist so eines, was man da unten sucht in den Tiefen des Seelenlebens.

[ 7 ] Ein anderes: Wir haben es zu tun mit einem fünfunddreißig- oder vierzigjährigen Mann, der an einer gewissen Lebensmüdigkeit leidet, an einer Lebensunentschlossenheit. Er weiß nicht warum, und seine Umgebung weiß nicht warum; er weiß es am allerwenigsten. Derjenige, der mit solchen Dingen, wie angedeutet worden ist, mit solcher Seelenwissenschaft sich zu tun machen will, versucht nun wiederum in den vergessenen, aber nicht verschwundenen Untergründen des Seelenlebens dieses Menschen zu wühlen und bringt herauf, daß der Betreffende vielleicht in seinem fünfzehnten, sechzehnten, siebzehnten Lebensjahre diesen oder jenen Lebensplan gehabt hat, der gescheitert ist. Er mußte sich dazumal einem anderen Lebensplan zuwenden, der diesem früheren Lebensplan nicht entspricht. Er hat allerdings scheinbar sich damit abgefunden in dem, was er täglich fühlt und denkt und will; aber das ist nicht das ganze Seelenleben, was man so bewußt denkt und fühlt und will, sondern in den Untergründen lebt als Kraft dieser gescheiterte Lebensplan weiter.

[ 7 ] Ein anderes: Wir haben es zu tun mit einem fünfunddreißig- oder vierzigjährigen Mann, der an einer gewissen Lebensmüdigkeit leidet, an einer Lebensunentschlossenheit. Er weiß nicht warum, und seine Umgebung weiß nicht warum; er weiß es am allerwenigsten. Derjenige, der mit solchen Dingen, wie angedeutet worden ist, mit solcher Seelenwissenschaft sich zu tun machen will, versucht nun wiederum in den vergessenen, aber nicht verschwundenen Untergründen des Seelenlebens dieses Menschen zu wühlen und bringt herauf, daß der Betreffende vielleicht in seinem fünfzehnten, sechzehnten, siebzehnten Lebensjahre diesen oder jenen Lebensplan gehabt hat, der gescheitert ist. Er mußte sich dazumal einem anderen Lebensplan zuwenden, der diesem früheren Lebensplan nicht entspricht. Er hat allerdings scheinbar sich damit abgefunden in dem, was er täglich fühlt und denkt und will; aber das ist nicht das ganze Seelenleben, was man so bewußt denkt und fühlt und will, sondern in den Untergründen lebt als Kraft dieser gescheiterte Lebensplan weiter.

[ 8 ] Man glaubt nun wiederum, heilen zu können, wenn man katechisierend heraufbekommt diesen gescheiterten Lebensplan und der Betreffende sich mit seinem Katecheten auseinandersetzen kann. Man denkt aber auch, vieles andere ruhe da unten in den Tiefen der Seele, ohne daß das Bewußtsein davon weiß. Kurz, man ist darauf gekommen, daß das Bewußtsein ein kleiner Kreis ist, das Seelenleben ein größerer Kreis, daß das Bewußtsein nur einen Teil des Seelenlebens umfaßt. Man sucht nun aber auch das, ich möchte sagen, Unseelische auf dem Grunde des Seelenlebens, wie sich erst jüngst, wie es scheint, ein Theologe wenig geschmackvoll ausgedrückt hat: man sucht den «animalischen Grundschlamm» der Seele. Also Enttäuschungen, unterdrückte Begierden, gescheiterte Lebenspläne, den «animalischen Grundschlamm» der Seele, das heißt alles dasjenige, was in dem animalischen Leben wurzelt, welches sozusagen aus dem Fleisch, aus dem Blute, aus dem Animalischen kommt und nicht auf bewußte Weise — denn das Bewußtsein, das würde sich natürlich dagegen wehren, wehrt sich auch — heraufkommt aus dem Grunde des Seelischen. |

[ 8 ] Man glaubt nun wiederum, heilen zu können, wenn man katechisierend heraufbekommt diesen gescheiterten Lebensplan und der Betreffende sich mit seinem Katecheten auseinandersetzen kann. Man denkt aber auch, vieles andere ruhe da unten in den Tiefen der Seele, ohne daß das Bewußtsein davon weiß. Kurz, man ist darauf gekommen, daß das Bewußtsein ein kleiner Kreis ist, das Seelenleben ein größerer Kreis, daß das Bewußtsein nur einen Teil des Seelenlebens umfaßt. Man sucht nun aber auch das, ich möchte sagen, Unseelische auf dem Grunde des Seelenlebens, wie sich erst jüngst, wie es scheint, ein Theologe wenig geschmackvoll ausgedrückt hat: man sucht den «animalischen Grundschlamm» der Seele. Also Enttäuschungen, unterdrückte Begierden, gescheiterte Lebenspläne, den «animalischen Grundschlamm» der Seele, das heißt alles dasjenige, was in dem animalischen Leben wurzelt, welches sozusagen aus dem Fleisch, aus dem Blute, aus dem Animalischen kommt und nicht auf bewußte Weise — denn das Bewußtsein, das würde sich natürlich dagegen wehren, wehrt sich auch — heraufkommt aus dem Grunde des Seelischen. |

[ 9 ] Wahr ist ja manches an dieser Theorie von dem «animalischen Grundschlamm». Denn wir sehen es vielfach im Leben, wie das Bewußtsein sich sagt: Ach, ich will ja nichts anderes als das: ich will dies oder jenes erfahren, daher wende ich mich an diesen oder jenen Menschen. — Aber dann wirkt der «animalische Grundschlamm» des Seelenlebens, und es sind vielleicht nur animalische Begierden, die verbrämt, maskiert werden durch das, was das Bewußtsein sagt. Ferner wird von dieser «wissenschaftlichen» Richtung behauptet — «wissenschaftlich» muß man dabei schon in Gänsefüßchen sagen, wobei es ja auch meistens Gänserichfüßchen sind —, daß in diesen unbewußten Regionen auch das gefunden werde, was herrühre aus dem Zusammenhange des Individuums mit der Rasse, mit der Nation, mit allerlei anderen historischen Residuen, die unbewußt spielen in der menschlichen Seele, während das Bewußtsein sich ganz anders verhält. Man kann nicht einmal sagen angesichts desjenigen, was heute durch die Welt braust, daß diese Dinge nicht durch weit über die Welt sich breitende Beispiele belegt werden können. Wer würde heute nicht sehen müssen, wie mancher Mensch für Recht und Freiheit der Völker in seinen Worten hohe Ideale aufstellt, während in seiner Seele wirklich nur das tätig ist, was, den Grundschlamm der Seele durchwühlend, aus den Zusammenhängen kommt, die in der angedeuteten Richtung die Psychoanalyse eben analysiert, analysieren will wenigstens.

[ 9 ] Wahr ist ja manches an dieser Theorie von dem «animalischen Grundschlamm». Denn wir sehen es vielfach im Leben, wie das Bewußtsein sich sagt: Ach, ich will ja nichts anderes als das: ich will dies oder jenes erfahren, daher wende ich mich an diesen oder jenen Menschen. — Aber dann wirkt der «animalische Grundschlamm» des Seelenlebens, und es sind vielleicht nur animalische Begierden, die verbrämt, maskiert werden durch das, was das Bewußtsein sagt. Ferner wird von dieser «wissenschaftlichen» Richtung behauptet — «wissenschaftlich» muß man dabei schon in Gänsefüßchen sagen, wobei es ja auch meistens Gänserichfüßchen sind —, daß in diesen unbewußten Regionen auch das gefunden werde, was herrühre aus dem Zusammenhange des Individuums mit der Rasse, mit der Nation, mit allerlei anderen historischen Residuen, die unbewußt spielen in der menschlichen Seele, während das Bewußtsein sich ganz anders verhält. Man kann nicht einmal sagen angesichts desjenigen, was heute durch die Welt braust, daß diese Dinge nicht durch weit über die Welt sich breitende Beispiele belegt werden können. Wer würde heute nicht sehen müssen, wie mancher Mensch für Recht und Freiheit der Völker in seinen Worten hohe Ideale aufstellt, während in seiner Seele wirklich nur das tätig ist, was, den Grundschlamm der Seele durchwühlend, aus den Zusammenhängen kommt, die in der angedeuteten Richtung die Psychoanalyse eben analysiert, analysieren will wenigstens.

[ 10 ] Dann — und ich weiß nicht, wie sich nun die naturwissenschaftlichen Psychoanalytiker auseinandersetzen mit den theologischen Psychoanalytikern, die es ja auch gibt — rechnen namentlich die theologischen Psychoanalytiker zu dem Unterbewußtsein im Seelenleben auch das Dämonische, das, was also aus noch weiteren Untergründen, aus ganz irrationalen Untergründen, wie man sagt, heraufkommt. Insbesondere tun sich theologische Psychoanalytiker viel darauf zugute, daß unbekannte Dämonen wirken im Unterbewußtsein der menschlichen Seele, um zum Beispiel die Menschen zu Gnostikern, zu Theosophen zu machen. Denn, wenn man die Seele psychoanalysiert, wenn man hinunterdringt bis zu den Untergründen, wo auch der Urschlamm ist, findet man dies. Und eine dämonische Lehre ist Gnosis, eine dämonische Lehre ist Psychoanalyse — pardon, nicht Psychoanalyse. Die ist nach Ansicht dieser Männer und Frauen — denn Frauen nehmen auch schon teil an diesen Dingen — nicht dabei, sondern 'Theosophie und andere Dinge, die dabei auch aufgezählt werden. Nun, ich will mich heute nicht auf eine Kritik der Psychoanalyse einlassen, sondern ich will mit dem, was ich auseinandergesetzt habe, nur andeuten, daß in dieser psychoanalytischen Richtung gewissermaßen etwas liegt, wodurch die gegenwärtige Forschung hingestoßen wird zu dem, was unter dem bewußten Seelenteil liegt, was da wirkt und webt. Aber da sich aus den naturwissenschaftlichen Vorurteilen heraus gerade auf diesem Gebiete das Allerverkehrteste ergeben muß, da man sich auf geisteswissenschaftliche Untersuchungen vorläufig auf diesem Gebiete nicht einlassen will, so wird man niemals einsehen, daß dasjenige, was man da findet im Seelenleben, durchaus nicht in der richtigen Weise analysiert werden kann, wenn iman nicht weiß, daß das Menschenleben in wiederholten Erdenleben abläuft. Denn man sucht ja in der Psychoanalyse alles das, was auf dem Grunde der Seele ist, aus dem einen Erdenleben nur zu erklären. Kein Wunder, daß man es dann in viel schiefe Lichter stellen muß.

[ 10 ] Dann — und ich weiß nicht, wie sich nun die naturwissenschaftlichen Psychoanalytiker auseinandersetzen mit den theologischen Psychoanalytikern, die es ja auch gibt — rechnen namentlich die theologischen Psychoanalytiker zu dem Unterbewußtsein im Seelenleben auch das Dämonische, das, was also aus noch weiteren Untergründen, aus ganz irrationalen Untergründen, wie man sagt, heraufkommt. Insbesondere tun sich theologische Psychoanalytiker viel darauf zugute, daß unbekannte Dämonen wirken im Unterbewußtsein der menschlichen Seele, um zum Beispiel die Menschen zu Gnostikern, zu Theosophen zu machen. Denn, wenn man die Seele psychoanalysiert, wenn man hinunterdringt bis zu den Untergründen, wo auch der Urschlamm ist, findet man dies. Und eine dämonische Lehre ist Gnosis, eine dämonische Lehre ist Psychoanalyse — pardon, nicht Psychoanalyse. Die ist nach Ansicht dieser Männer und Frauen — denn Frauen nehmen auch schon teil an diesen Dingen — nicht dabei, sondern 'Theosophie und andere Dinge, die dabei auch aufgezählt werden. Nun, ich will mich heute nicht auf eine Kritik der Psychoanalyse einlassen, sondern ich will mit dem, was ich auseinandergesetzt habe, nur andeuten, daß in dieser psychoanalytischen Richtung gewissermaßen etwas liegt, wodurch die gegenwärtige Forschung hingestoßen wird zu dem, was unter dem bewußten Seelenteil liegt, was da wirkt und webt. Aber da sich aus den naturwissenschaftlichen Vorurteilen heraus gerade auf diesem Gebiete das Allerverkehrteste ergeben muß, da man sich auf geisteswissenschaftliche Untersuchungen vorläufig auf diesem Gebiete nicht einlassen will, so wird man niemals einsehen, daß dasjenige, was man da findet im Seelenleben, durchaus nicht in der richtigen Weise analysiert werden kann, wenn iman nicht weiß, daß das Menschenleben in wiederholten Erdenleben abläuft. Denn man sucht ja in der Psychoanalyse alles das, was auf dem Grunde der Seele ist, aus dem einen Erdenleben nur zu erklären. Kein Wunder, daß man es dann in viel schiefe Lichter stellen muß.

[ 11 ] Derjenige, der zum Beispiel auf dem Grunde der Seele gescheiterte Lebenspläne findet, der müßte erst untersuchen, was solches Scheitern eines Lebensplanes im Gesamtleben des Menschen, das durch wiederholte Erdenleben geht, für eineBedeutung hat. Er würde dann vielleicht finden, daß auch im Unterbewußten ruhend gewisse Seiten dieses Menschenlebens wirksam sind, welche gerade schicksalsmäßig verhindert haben, daß der betreffende Lebensplan zur Ausführung gekommen ist, und dann würde er bemerken, daß dieser gescheiterte Lebensplan, der da noch in den Untergründen der Seele ist, nicht bloß bestimmt ist, den Menschen für diese Inkarnation krank zu machen, sondern bestimmt dazu ist, durchgetragen zu werden, wenn dieses Leben zu Ende ist, durch die Pforte des Todes, zur Kraft zu werden in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, um im nächsten Erdenleben erst die rechte Rolle zu spielen. Für solch einen gescheiterten Lebensplan kann es gerade notwendig sein, im Leben zunächst in den Untergründen der Seele bewahrt zu werden, damit er sich erkraften, sich steigern kann und dann die richtige Gestalt gewinnen kann zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, damit er die ihm vorbestimmte Form annehmen kann im nächsten Erdenleben, die er vermöge anderer Eigenschaften im Seelenleben eben nicht hat annehmen können in diesem Erdenleben..

[ 11 ] Derjenige, der zum Beispiel auf dem Grunde der Seele gescheiterte Lebenspläne findet, der müßte erst untersuchen, was solches Scheitern eines Lebensplanes im Gesamtleben des Menschen, das durch wiederholte Erdenleben geht, für eineBedeutung hat. Er würde dann vielleicht finden, daß auch im Unterbewußten ruhend gewisse Seiten dieses Menschenlebens wirksam sind, welche gerade schicksalsmäßig verhindert haben, daß der betreffende Lebensplan zur Ausführung gekommen ist, und dann würde er bemerken, daß dieser gescheiterte Lebensplan, der da noch in den Untergründen der Seele ist, nicht bloß bestimmt ist, den Menschen für diese Inkarnation krank zu machen, sondern bestimmt dazu ist, durchgetragen zu werden, wenn dieses Leben zu Ende ist, durch die Pforte des Todes, zur Kraft zu werden in dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, um im nächsten Erdenleben erst die rechte Rolle zu spielen. Für solch einen gescheiterten Lebensplan kann es gerade notwendig sein, im Leben zunächst in den Untergründen der Seele bewahrt zu werden, damit er sich erkraften, sich steigern kann und dann die richtige Gestalt gewinnen kann zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, damit er die ihm vorbestimmte Form annehmen kann im nächsten Erdenleben, die er vermöge anderer Eigenschaften im Seelenleben eben nicht hat annehmen können in diesem Erdenleben..

[ 12 ] Und was den sogenannten — wie gesagt, der Ausdruck ist wenig geschmackvoll — animalischen Grundschlamm des Seelenlebens betrifft: Gewiß, er ist da; aber erinnern Sie sich an das, was ich ausgeführt habe über die Beziehung zwischen dem Haupte des Menschen und dem übrigen Organismus. Der übrige Organismus hängt gerade mit dem Erdenleben des Menschen, ja in vieler Beziehung mit seiner gegenwärtigen Inkarnation zusammen, während das Haupt ein Ergebnis früherer Erdenplanentwickelung ist und vor allen Dingen auch zusammenhängt mit seinen vorhergehenden Inkarnationen. Wenn Sie sich das überlegen, werden Sie begreifen, daß aus seinem übrigen Organismus, nach seiner Rolle, die er spielt im ganzen karmischen Zusammenhang, vieles heraufwirkt, was einen anderen Reifezustand haben muß als dasjenige, was aus dem Haupte des Menschen, aus dem Kopf und seinem Nervensystem entspringt. Aber derjenige geht ganz fehl, der zunächst in Psychoanalyse nur den Grundschlamm analysiert, denn wer den animalischen Grundschlamm analysiert, ist in derselben Lage wie ein Mensch, der wissen will, was für eine Getreideart auf einem bestimmten Boden wachsen wird, wenn sie noch nicht gewachsen ist; da analysiert er den Boden und gräbt hinein, findet einen gewissen Mist, mit dem gemistet ist. Nun sagt er: Ja, jetzt kenne ich den Mist, aus dem wird nächstens das Getreide herauswachsen. — Das Getreide wächst gar nicht aus dem Mist heraus, trotzdem der Mist da sein muß! Es handelt sich darum, was in diesem Grundschlamm eingebettet ist; und das, was in diesem Grundschlamm eingebettet ist, das ist vielfach dazu bestimmt, durch die Pforte des Todes hinüberzuwirken in die Entwickelung des nächsten Erdenlebens. Nicht darum handelt es sich, den animalischen Grundschlamm zu untersuchen, sondern dasjenige, was als seelischer Keim in diesem animalischen Grundschlamm eingebettet ist.

[ 12 ] Und was den sogenannten — wie gesagt, der Ausdruck ist wenig geschmackvoll — animalischen Grundschlamm des Seelenlebens betrifft: Gewiß, er ist da; aber erinnern Sie sich an das, was ich ausgeführt habe über die Beziehung zwischen dem Haupte des Menschen und dem übrigen Organismus. Der übrige Organismus hängt gerade mit dem Erdenleben des Menschen, ja in vieler Beziehung mit seiner gegenwärtigen Inkarnation zusammen, während das Haupt ein Ergebnis früherer Erdenplanentwickelung ist und vor allen Dingen auch zusammenhängt mit seinen vorhergehenden Inkarnationen. Wenn Sie sich das überlegen, werden Sie begreifen, daß aus seinem übrigen Organismus, nach seiner Rolle, die er spielt im ganzen karmischen Zusammenhang, vieles heraufwirkt, was einen anderen Reifezustand haben muß als dasjenige, was aus dem Haupte des Menschen, aus dem Kopf und seinem Nervensystem entspringt. Aber derjenige geht ganz fehl, der zunächst in Psychoanalyse nur den Grundschlamm analysiert, denn wer den animalischen Grundschlamm analysiert, ist in derselben Lage wie ein Mensch, der wissen will, was für eine Getreideart auf einem bestimmten Boden wachsen wird, wenn sie noch nicht gewachsen ist; da analysiert er den Boden und gräbt hinein, findet einen gewissen Mist, mit dem gemistet ist. Nun sagt er: Ja, jetzt kenne ich den Mist, aus dem wird nächstens das Getreide herauswachsen. — Das Getreide wächst gar nicht aus dem Mist heraus, trotzdem der Mist da sein muß! Es handelt sich darum, was in diesem Grundschlamm eingebettet ist; und das, was in diesem Grundschlamm eingebettet ist, das ist vielfach dazu bestimmt, durch die Pforte des Todes hinüberzuwirken in die Entwickelung des nächsten Erdenlebens. Nicht darum handelt es sich, den animalischen Grundschlamm zu untersuchen, sondern dasjenige, was als seelischer Keim in diesem animalischen Grundschlamm eingebettet ist.

[ 13 ] Es gibt gerade die sogenannte Psychoanalyse Gelegenheit, so recht zu studieren, wo die Vorurteile der Gegenwart verhängnisvoll wirken, weil man es da mit einem Gebiet zu tun hat, nach dem hindrängt das Denken der Gegenwart, das sich nicht befriedigen darf mit dem, was der Seele bloß die Erfahrung gibt, was also der Seele die Erfahrung des Bewußtseins ist. Hingedrängt wird man schon zu dem Orte, wo man untersuchen soll. Aber nunmehr wühlen diejenigen, die keine Richtlinien haben zu untersuchen, weil sie Geisteswissenschaft nicht verstehen können, in den Gebieten, die ihnen von Amts wegen oder durch ihre Agitation zugeteilt sind, in der ungeschicktesten Weise, indem sie alles an falsche Stellen rücken, weil sie nicht verstehen, die Dinge eben an die richtigen Stellen zu rücken. Das würde man nur können, wenn man In der Lage wäre, den wirklichen karmischen Faden zu verfolgen, wie ich es Ihnen jetzt wenigstens andeutungsweise gerade mit dem einen und mit dem anderen gezeigt habe. Vor allen Dingen erweist sich diese Psychoanalyse so furchtbar ungesund, wenn sie schon im Elementaren herumwühlt, in demjenigen Gebiet, das aber wichtig ist, wenn man den fortlaufenden Schicksalsfaden des Menschen in seinen feinen, intimen Gestaltungen erforschen will. Das, was im bewußten Seelenleben des Menschen sich abspielt vom Aufwachen bis zum Einschlafen, zeigt eigentlich wenig von dem, was als karmische Strömung weiterwirkt durch die Inkarnationen. Was wir im wachen Leben bewußt erleben, das gehört zum großen Teil herein in die gegenwärtige Inkarnation, und es ist gut so, denn der Mensch soll in der gegenwärtigen Inkarnation tüchtig sein. Aber vieles von dem, was durch die Pforte des Todes getragen wird als Keim, der sich gebildet hat aus den Erlebnissen, Erfahrungen, Ertüchtigungen der gegenwärtigen Inkarnation, das spielt eine große Rolle in unserem Leben vom Einschlafen bis zum Aufwachen, und das spielt vielfach in die Träume hinein. Nur muß man die Gestaltung der Träume in der richtigen Weise beurteilen können. Wenn man sagt, Träume sind Reminiszenzen, so ist das oftmals richtig, aber sie wirken in anderer Weise in unserer karmischen Strömung als in einer geraden Weise. Sie wirken nicht in gerader Weise, sie wirken oftmals dadurch, daß sie in der Kraftrichtung das Entgegengesetzte bedeuten von dem, wie sie sich kundgeben. Ich will ein Beispiel aus der Literatur geben, um daran zu erörtern, was ich sagen will.

[ 13 ] Es gibt gerade die sogenannte Psychoanalyse Gelegenheit, so recht zu studieren, wo die Vorurteile der Gegenwart verhängnisvoll wirken, weil man es da mit einem Gebiet zu tun hat, nach dem hindrängt das Denken der Gegenwart, das sich nicht befriedigen darf mit dem, was der Seele bloß die Erfahrung gibt, was also der Seele die Erfahrung des Bewußtseins ist. Hingedrängt wird man schon zu dem Orte, wo man untersuchen soll. Aber nunmehr wühlen diejenigen, die keine Richtlinien haben zu untersuchen, weil sie Geisteswissenschaft nicht verstehen können, in den Gebieten, die ihnen von Amts wegen oder durch ihre Agitation zugeteilt sind, in der ungeschicktesten Weise, indem sie alles an falsche Stellen rücken, weil sie nicht verstehen, die Dinge eben an die richtigen Stellen zu rücken. Das würde man nur können, wenn man In der Lage wäre, den wirklichen karmischen Faden zu verfolgen, wie ich es Ihnen jetzt wenigstens andeutungsweise gerade mit dem einen und mit dem anderen gezeigt habe. Vor allen Dingen erweist sich diese Psychoanalyse so furchtbar ungesund, wenn sie schon im Elementaren herumwühlt, in demjenigen Gebiet, das aber wichtig ist, wenn man den fortlaufenden Schicksalsfaden des Menschen in seinen feinen, intimen Gestaltungen erforschen will. Das, was im bewußten Seelenleben des Menschen sich abspielt vom Aufwachen bis zum Einschlafen, zeigt eigentlich wenig von dem, was als karmische Strömung weiterwirkt durch die Inkarnationen. Was wir im wachen Leben bewußt erleben, das gehört zum großen Teil herein in die gegenwärtige Inkarnation, und es ist gut so, denn der Mensch soll in der gegenwärtigen Inkarnation tüchtig sein. Aber vieles von dem, was durch die Pforte des Todes getragen wird als Keim, der sich gebildet hat aus den Erlebnissen, Erfahrungen, Ertüchtigungen der gegenwärtigen Inkarnation, das spielt eine große Rolle in unserem Leben vom Einschlafen bis zum Aufwachen, und das spielt vielfach in die Träume hinein. Nur muß man die Gestaltung der Träume in der richtigen Weise beurteilen können. Wenn man sagt, Träume sind Reminiszenzen, so ist das oftmals richtig, aber sie wirken in anderer Weise in unserer karmischen Strömung als in einer geraden Weise. Sie wirken nicht in gerader Weise, sie wirken oftmals dadurch, daß sie in der Kraftrichtung das Entgegengesetzte bedeuten von dem, wie sie sich kundgeben. Ich will ein Beispiel aus der Literatur geben, um daran zu erörtern, was ich sagen will.

[ 14 ] Der V-Vischer — V-Vischer heißt er, weil man ihn nicht mit F, sondern mit V schreibt —, der Ästhetiker, der den Roman «Auch Einer» geschrieben hat, hatte in «Auch Einer» eine kleine nette Erzählung, die ich aus dem Grunde anführe, weil ich ja in weiterem Umkreise über das Berufsleben, also über das spreche, was mit des Menschen Beschäftigung zusammenhängt. So will ich auch ein solches Beispiel anführen, das mit der Beschäftigung zusammenhängt. Da führt der V-Vischer ein Gespräch an zwischen einem Vater und seinem Sohne. Die gehen zusammen, und der Sohn erzählt dem Vater, nachdem ihn der Vater um Verschiedenes gefragt hat: Sieh einmal, der Lehrer hat uns gesagt, man solle immer beim Menschen sich erkundigen, was er für eine Beschäftigung hat, denn darauf komme es an, daß einer eine ordentliche Beschäftigung hat, daran erkenne man, ob er überhaupt ein ordentlicher Mensch ist, ob er eine ordentliche Seele ist. — So! sagt der Vater. — Ja, und nachher, nachdem der Lehrer uns das in der Schule gesagt hat, da träumte mir, ich ginge an den See da drüben, und da habe ich im Traum den See gefragt, was er für eine Beschäftigung hat, und da sagte der See: Ich habe die Beschäftigung, naß zu sein. — Na ja! sagt der Vater.

[ 14 ] Der V-Vischer — V-Vischer heißt er, weil man ihn nicht mit F, sondern mit V schreibt —, der Ästhetiker, der den Roman «Auch Einer» geschrieben hat, hatte in «Auch Einer» eine kleine nette Erzählung, die ich aus dem Grunde anführe, weil ich ja in weiterem Umkreise über das Berufsleben, also über das spreche, was mit des Menschen Beschäftigung zusammenhängt. So will ich auch ein solches Beispiel anführen, das mit der Beschäftigung zusammenhängt. Da führt der V-Vischer ein Gespräch an zwischen einem Vater und seinem Sohne. Die gehen zusammen, und der Sohn erzählt dem Vater, nachdem ihn der Vater um Verschiedenes gefragt hat: Sieh einmal, der Lehrer hat uns gesagt, man solle immer beim Menschen sich erkundigen, was er für eine Beschäftigung hat, denn darauf komme es an, daß einer eine ordentliche Beschäftigung hat, daran erkenne man, ob er überhaupt ein ordentlicher Mensch ist, ob er eine ordentliche Seele ist. — So! sagt der Vater. — Ja, und nachher, nachdem der Lehrer uns das in der Schule gesagt hat, da träumte mir, ich ginge an den See da drüben, und da habe ich im Traum den See gefragt, was er für eine Beschäftigung hat, und da sagte der See: Ich habe die Beschäftigung, naß zu sein. — Na ja! sagt der Vater.

[ 15 ] Es ist eine sehr geistvolle Erzählung, eine Erzählung, die viel Lebenskenntnis verrät von dem, der sie ersonnen hat. Denn der Vater hat: Na ja! gesagt aus dem Grunde, weil er selbstverständlich seinen Sohn nicht verderben wollte und ihm nicht sagen wollte, was für eine Dummheit da der Lehrer gesagt hat. Aber er wird sich schon etwas gedacht haben, der Vater. Er hätte eigentlich nun den Sohn in gescheiterer Weise aufklären müssen als der Lehrer, er hätte sagen müssen: Man muß nicht in einer so oberflächlichen Weise urteilen. Es könnte daran liegen, daß man zum Beispiel ein falsches Urteil habe über eine ordentliche Beschäftigung und deshalb den Menschen für einen unordentlichen Menschen halte; oder der Betreffende könnte durch etwas anderes gehindert sein. Kurz, der Vater hätte den Sohn belehren sollen. Er hat ihn in diesem Falle nicht zu belehren gebraucht, denn da wir es mit einem noch jungen Menschen zu tun haben in dem Sohne, so kann noch in günstiger Weise der Traum wirken. Denn der Traum, der dem Sohne ja zum Bewußtsein gekommen ist, der ist als Kraft wirklich statt einer Belehrung da. In dem Unterbewußtsein wirkt dieser Traum, aber dieser Traum wirkt so, daß er die Torheit, die der Lehrer angerichtet hat mit seinem Unterricht, ausmerzt aus der Seele. Deshalb hat sich der Traum im Unterbewußtsein, das gescheiter ist als das Oberbewußtsein, bei dem Sohne so gestaltet, daß gewissermaßen ein Hauch des Lächerlichen sich durch den Traum ausbreitet über die Torheit des Lehrers. Der See sagt, es sei seine Beschäftigung, sein Beruf, daß er naß sei. Das ist etwas, was heilsam wirken wird, was austreiben wird all die schädlichen Folgen, die durch eine solche Lehre entstehen können. Da ist der Traum eine Reminiszenz — gleich in der nächsten Nacht folgt der Traum als eine Reminiszenz —, aber er ist zu gleicher Zeit ein Lebenskorrigierer. Und so wirkt in der Tat das Leben des astralischen Leibes vielfach, und man — würde finden neben den Resten dessen, was in der Seele vorhanden ist aus der Lebenserfahrung, vor allen Dingen manchmal. aus einer verkehrten Lebenserziehung heraus, daß ein Korrigierer in den unterbewußten Seelenkräften vorhanden ist, der manchmal schon wirkt noch in derselben Inkarnation, wenn er eintritt bei einem jungen Menschen, der aber vor allen Dingen durch die Pforte des Todes getragen wird und weiterwirkt. Da besteht wirklich eine Art Selbstkorrigierer des Menschen. Das müssen wir durchaus ins Auge fassen.

[ 15 ] Es ist eine sehr geistvolle Erzählung, eine Erzählung, die viel Lebenskenntnis verrät von dem, der sie ersonnen hat. Denn der Vater hat: Na ja! gesagt aus dem Grunde, weil er selbstverständlich seinen Sohn nicht verderben wollte und ihm nicht sagen wollte, was für eine Dummheit da der Lehrer gesagt hat. Aber er wird sich schon etwas gedacht haben, der Vater. Er hätte eigentlich nun den Sohn in gescheiterer Weise aufklären müssen als der Lehrer, er hätte sagen müssen: Man muß nicht in einer so oberflächlichen Weise urteilen. Es könnte daran liegen, daß man zum Beispiel ein falsches Urteil habe über eine ordentliche Beschäftigung und deshalb den Menschen für einen unordentlichen Menschen halte; oder der Betreffende könnte durch etwas anderes gehindert sein. Kurz, der Vater hätte den Sohn belehren sollen. Er hat ihn in diesem Falle nicht zu belehren gebraucht, denn da wir es mit einem noch jungen Menschen zu tun haben in dem Sohne, so kann noch in günstiger Weise der Traum wirken. Denn der Traum, der dem Sohne ja zum Bewußtsein gekommen ist, der ist als Kraft wirklich statt einer Belehrung da. In dem Unterbewußtsein wirkt dieser Traum, aber dieser Traum wirkt so, daß er die Torheit, die der Lehrer angerichtet hat mit seinem Unterricht, ausmerzt aus der Seele. Deshalb hat sich der Traum im Unterbewußtsein, das gescheiter ist als das Oberbewußtsein, bei dem Sohne so gestaltet, daß gewissermaßen ein Hauch des Lächerlichen sich durch den Traum ausbreitet über die Torheit des Lehrers. Der See sagt, es sei seine Beschäftigung, sein Beruf, daß er naß sei. Das ist etwas, was heilsam wirken wird, was austreiben wird all die schädlichen Folgen, die durch eine solche Lehre entstehen können. Da ist der Traum eine Reminiszenz — gleich in der nächsten Nacht folgt der Traum als eine Reminiszenz —, aber er ist zu gleicher Zeit ein Lebenskorrigierer. Und so wirkt in der Tat das Leben des astralischen Leibes vielfach, und man — würde finden neben den Resten dessen, was in der Seele vorhanden ist aus der Lebenserfahrung, vor allen Dingen manchmal. aus einer verkehrten Lebenserziehung heraus, daß ein Korrigierer in den unterbewußten Seelenkräften vorhanden ist, der manchmal schon wirkt noch in derselben Inkarnation, wenn er eintritt bei einem jungen Menschen, der aber vor allen Dingen durch die Pforte des Todes getragen wird und weiterwirkt. Da besteht wirklich eine Art Selbstkorrigierer des Menschen. Das müssen wir durchaus ins Auge fassen.

[ 16 ] Ich wollte durch alle diese Dinge nur aufmerksam darauf machen, was alles in der Seele des Menschen ist und sich so von einer Inkarnation in die andere hereindrängt. Wir haben es mit einem ganzen Kraftkomplex zu tun, der aus einer Inkarnation in die andere hineinspielt. Nun müssen wir bedenken, welches Verhältnis besteht zwischen diesem Kraftkomplex und dem Menschen, insofern sein Leben verfließt zwischen der Geburt und dem Tode. Da ist der Mensch tatsächlich, ich möchte sagen, ein Instrument mit vier Saiten, auf dem gespielt wird von dem genannten karmischen Kraftkomplex. Physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich sind die vier Saiten, das Karma spielt darauf. Je nachdem mehr oder weniger das eine oder das andere, der Ätherleib, der Astralleib, oder der Ätherleib mit dem Astralleib zusammen, der physische Leib mit dem Astralleib zusammen, der physische Leib mit dem Ich zusammen gewissermaßen von dem Bogen des Karma gestrichen wird — wenn wir uns den Vergleich mit einer Violine erlauben, die auch vier Saiten hat —, entsteht das individuelle menschliche Leben. In der mannigfaltigsten Weise können diese vier Saiten des menschlichen Lebens durcheinanderspielen. Daher ist es so schwierig, wenn man nicht in allgemeinen leeren Abstraktionen, sondern im Konkreten reden will, die einzelnen Lebensmelodien der Menschen zu entziffern, weil man sie nur dann entziffern kann, wenigstens fruchtbar entziffern kann, wenn man gewissermaßen es schauen kann, wie der Fiedelbogen des Karmas auf den vier Saiten des Menschen spielt. Dabei kommen allerdings allgemeine Gesichtspunkte in Betracht, die aber berücksichtigt werden müssen.

[ 16 ] Ich wollte durch alle diese Dinge nur aufmerksam darauf machen, was alles in der Seele des Menschen ist und sich so von einer Inkarnation in die andere hereindrängt. Wir haben es mit einem ganzen Kraftkomplex zu tun, der aus einer Inkarnation in die andere hineinspielt. Nun müssen wir bedenken, welches Verhältnis besteht zwischen diesem Kraftkomplex und dem Menschen, insofern sein Leben verfließt zwischen der Geburt und dem Tode. Da ist der Mensch tatsächlich, ich möchte sagen, ein Instrument mit vier Saiten, auf dem gespielt wird von dem genannten karmischen Kraftkomplex. Physischer Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich sind die vier Saiten, das Karma spielt darauf. Je nachdem mehr oder weniger das eine oder das andere, der Ätherleib, der Astralleib, oder der Ätherleib mit dem Astralleib zusammen, der physische Leib mit dem Astralleib zusammen, der physische Leib mit dem Ich zusammen gewissermaßen von dem Bogen des Karma gestrichen wird — wenn wir uns den Vergleich mit einer Violine erlauben, die auch vier Saiten hat —, entsteht das individuelle menschliche Leben. In der mannigfaltigsten Weise können diese vier Saiten des menschlichen Lebens durcheinanderspielen. Daher ist es so schwierig, wenn man nicht in allgemeinen leeren Abstraktionen, sondern im Konkreten reden will, die einzelnen Lebensmelodien der Menschen zu entziffern, weil man sie nur dann entziffern kann, wenigstens fruchtbar entziffern kann, wenn man gewissermaßen es schauen kann, wie der Fiedelbogen des Karmas auf den vier Saiten des Menschen spielt. Dabei kommen allerdings allgemeine Gesichtspunkte in Betracht, die aber berücksichtigt werden müssen.

[ 17 ] Wenn man einen Menschen betrachtet in denjenigen Lebensjahren, in denen im Sinne meines kleinen Büchelchens «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft» vorzugsweise zur Entwickelung kommen physischer Leib und namentlich der Ätherleib, wenn man die Entwickelung eines Kindes betrachtet vom siebenten bis zum vierzehnten Jahre ungefähr — ungefähr, denn alles das ist annähernd —, dann wird man finden, daß gerade in dieser Zeit bei dem Kinde gewisse Eigentümlichkeiten hervortreten, die diese Lebensperiode besonders auszeichnen. Man wird bemerken, daß sich in dieser Zeit, in einer gewissen Weise allerdings, gewisse Dinge konsolidieren. Manches tritt Ja schon, weil die Dinge sich durcheinanderschieben, auch in den ersten sieben Lebensjahren auf, aber genau, tiefer beobachtbar ist es erst vom siebenten bis vierzehnten Lebensjahre ungefähr. Man wird finden, daß in einer bestimmteren Weise dasjenige im werdenden Menschen hervortritt, was man nennen kann die durch die Körperlichkeit, durch die ganze Art des Sich-Gebens — aber insofern, als dieses Sich-Geben in der Haltung, in der Gestenhaftigkeit der Körperlichkeit, in der ganzen Lebenshaltung zum Ausdruck kommt — gewissermaßen konsolidierten inneren Eigentümlichkeiten. Was sich da konsolidiert, allerdings nicht alles, aber ein großer Teil desjenigen, was da macht, daß ein Mensch sogar gedrungene Gestalt hat, daß er kurz ist, kürzere oder längere Figur hat, daß er in einer gewissen Weise auftritt, festen Tritt oder tänzelnden Schritt hat, um radikale Gegensätze zu sagen, kurz, das, was mit dem Körperlichen der Lebenshaltung zusammenhängt, ist hier gemeint. Wie gesagt, nicht alles, aber ein großer Teil desjenigen, was so in dem werdenden Menschen auftritt, das ist herrührend aus den Karmawirkungen des Berufes der vorhergehenden Inkarnation. Man macht nun sehr häufig, indem man das, was ich eben gesagt habe, nicht beachtet, Fehler, indem man gescheit sein will, den Menschen beachtet in seiner Haltung, und aus dem, wie er sich gewissermaßen hält und gibt, irgend etwas für seinen Beruf bestimmen will. Da würde man den Fehler machen, den betreffenden Menschen in einen ähnlichen Beruf hineinstellen zu wollen, wie er ihn in der vorhergehenden Inkarnation gehabt hat. Das würde aber nicht heilsam sein für den betreffenden Menschen; denn man sieht in dieser Zeit die Wirkungen der vorhergehenden Inkarnation.

[ 17 ] Wenn man einen Menschen betrachtet in denjenigen Lebensjahren, in denen im Sinne meines kleinen Büchelchens «Die Erziehung des Kindes vom Gesichtspunkte der Geisteswissenschaft» vorzugsweise zur Entwickelung kommen physischer Leib und namentlich der Ätherleib, wenn man die Entwickelung eines Kindes betrachtet vom siebenten bis zum vierzehnten Jahre ungefähr — ungefähr, denn alles das ist annähernd —, dann wird man finden, daß gerade in dieser Zeit bei dem Kinde gewisse Eigentümlichkeiten hervortreten, die diese Lebensperiode besonders auszeichnen. Man wird bemerken, daß sich in dieser Zeit, in einer gewissen Weise allerdings, gewisse Dinge konsolidieren. Manches tritt Ja schon, weil die Dinge sich durcheinanderschieben, auch in den ersten sieben Lebensjahren auf, aber genau, tiefer beobachtbar ist es erst vom siebenten bis vierzehnten Lebensjahre ungefähr. Man wird finden, daß in einer bestimmteren Weise dasjenige im werdenden Menschen hervortritt, was man nennen kann die durch die Körperlichkeit, durch die ganze Art des Sich-Gebens — aber insofern, als dieses Sich-Geben in der Haltung, in der Gestenhaftigkeit der Körperlichkeit, in der ganzen Lebenshaltung zum Ausdruck kommt — gewissermaßen konsolidierten inneren Eigentümlichkeiten. Was sich da konsolidiert, allerdings nicht alles, aber ein großer Teil desjenigen, was da macht, daß ein Mensch sogar gedrungene Gestalt hat, daß er kurz ist, kürzere oder längere Figur hat, daß er in einer gewissen Weise auftritt, festen Tritt oder tänzelnden Schritt hat, um radikale Gegensätze zu sagen, kurz, das, was mit dem Körperlichen der Lebenshaltung zusammenhängt, ist hier gemeint. Wie gesagt, nicht alles, aber ein großer Teil desjenigen, was so in dem werdenden Menschen auftritt, das ist herrührend aus den Karmawirkungen des Berufes der vorhergehenden Inkarnation. Man macht nun sehr häufig, indem man das, was ich eben gesagt habe, nicht beachtet, Fehler, indem man gescheit sein will, den Menschen beachtet in seiner Haltung, und aus dem, wie er sich gewissermaßen hält und gibt, irgend etwas für seinen Beruf bestimmen will. Da würde man den Fehler machen, den betreffenden Menschen in einen ähnlichen Beruf hineinstellen zu wollen, wie er ihn in der vorhergehenden Inkarnation gehabt hat. Das würde aber nicht heilsam sein für den betreffenden Menschen; denn man sieht in dieser Zeit die Wirkungen der vorhergehenden Inkarnation.

[ 18 ] Und wenn nun diese Lebensperiode zu Ende ist, oder schon vorher die Dinge, wie gesagt, schieben sich ineinander —, da tritt der Astralleib in einer ganz besonderen Weise auf, und dieser Astralleib — wenn man die Sache weiß, wenn sie aus der Geisteswissenschaft herausgeholt ist, so kann sie auch äußerlich auf dem physischen Plan beobachtet werden —, der wirkt zurück auf das, was sich vorher ausgebildet hat. Er‘ wirkt zurück in einer solchen Weise, daß er umbildet nach anderen karmischen Kräften das, was sich aus dem reinen Berufskarma vom siebenten bis zum vierzehnten Jahre ergeben hat. Es sind also im Menschen hier zwei miteinander im Kampfe befindliche Kräfte, Die einen gestalten ihn; die kommen mehr aus dem Ätherleib. Die anderen wirken diesen Kräften entgegen und paralysieren sie zum Teil, so daß der Mensch durch diese anderen mehr aus dem Astralleb kommenden Kräfte dazu getrieben wird, umzugestalten das, was ihm aufgedrängt hat das Berufskarma aus der vorhergehenden Inkarnation. Wir können also sagen: Der Ätherleib wirkt gestaltend — denn das, was als Haltung im physischen Leib im Sich-Geben auftritt, das rührt aus dem Ätherleib her —, der Astralleib wirkt umgestaltend. Durch das Spiel der beiden Kräfte, die da wirklich, man möchte sagen, arg im Kampfe miteinander liegen, wird vieles ausgedrückt für das Wirken des Berufskarmas.

[ 18 ] Und wenn nun diese Lebensperiode zu Ende ist, oder schon vorher die Dinge, wie gesagt, schieben sich ineinander —, da tritt der Astralleib in einer ganz besonderen Weise auf, und dieser Astralleib — wenn man die Sache weiß, wenn sie aus der Geisteswissenschaft herausgeholt ist, so kann sie auch äußerlich auf dem physischen Plan beobachtet werden —, der wirkt zurück auf das, was sich vorher ausgebildet hat. Er‘ wirkt zurück in einer solchen Weise, daß er umbildet nach anderen karmischen Kräften das, was sich aus dem reinen Berufskarma vom siebenten bis zum vierzehnten Jahre ergeben hat. Es sind also im Menschen hier zwei miteinander im Kampfe befindliche Kräfte, Die einen gestalten ihn; die kommen mehr aus dem Ätherleib. Die anderen wirken diesen Kräften entgegen und paralysieren sie zum Teil, so daß der Mensch durch diese anderen mehr aus dem Astralleb kommenden Kräfte dazu getrieben wird, umzugestalten das, was ihm aufgedrängt hat das Berufskarma aus der vorhergehenden Inkarnation. Wir können also sagen: Der Ätherleib wirkt gestaltend — denn das, was als Haltung im physischen Leib im Sich-Geben auftritt, das rührt aus dem Ätherleib her —, der Astralleib wirkt umgestaltend. Durch das Spiel der beiden Kräfte, die da wirklich, man möchte sagen, arg im Kampfe miteinander liegen, wird vieles ausgedrückt für das Wirken des Berufskarmas.

[ 19 ] Das wirkt aber nun zusammen mit anderen karmischen Strömungen, denn wir haben ja auch den physischen Leib zu betrachten. Für den physischen Leib kommt für die erste Lebensepoche vor allen Dingen in Betracht, wie der Mensch durch sein Karma sich hineinstellt in die Welt. Schon was wir für einen physischen Leib haben, hängt ja davon ab, denn wir stellen uns durch unser Karma in eine bestimmte Familie hinein, die einer bestimmten Nation und so weiter angehört. Dadurch bekommen wir einen ganz bestimmt gearteten Leib. Aber nicht nur, daß wir einen ganz bestimmt gearteten Leib bekommen, sondern wieviel, denken Sie, hängt ab von dem Verlauf unseres Lebens, von der Situation, in die wir uns hineinbegeben, indem wir uns in eine bestimmte Familie hineinstellen. Damit ist ja schon der Ausgangspunkt für unendlich vieles in unserem Leben gegeben. Und in der Tat, wirksam im physischen Leib, um den physischen Leib könnte man besser sagen, sind in der Zeit, in der sich der physische Leib besonders entwickelt, in den ersten sieben Lebensjahren, Kräfte, welche herrühren jetzt nicht aus ‘dem Beruflichen und Berufsmäßigen der vorhergehenden Inkarnation, sondern herrühren von dem, wie wir mit Menschen in der vorhergehenden Inkarnation zusammengelebt haben, indem wir in dieser oder jener Beziehung zu diesen oder jenen Menschen gestanden haben nicht in irgendeinem Lebensteil — das kommt auf ein anderes Gebiet —, sondern das ganze Leben hindurch. Das wird verarbeitet. Tiefe Beziehungen bilden sich ja heraus zu unserer Seele, indem wir zu Menschen in Beziehungen treten. Das tragen wir durch die Todespforte, und durch diese Kräfte bewirken wir, daß wir uns wieder in eine bestimmte Familie, in eine bestimmte Lebenssituation hineinstellen. So daß wir sagen können: Dasjenige, was schon gewissermaßen unseren physischen Leib hineinstellt, durch unseren physischen Leib wirkt, das ist das, was die Lebenssituation gestaltet. Das wirkt natürlich weiter durch das folgende Leben, und das erlangt jetzt die Gegenkraft durch das Ich. Das Ich wirkt auslöschend auf die Lebenssituationen, aber es wirkt im Kampfe mit dem, was determiniert in der Lebenssituation. So daß man sagen kann: Physischer Leib: Lebenssituation schaffend; Ich: Lebenssituation umschaffend. Durch das Zusammenwirken von diesen beiden, durch einen Kampf, den diese beiden bewirken, wird eine andere Karmaströmung ins Leben eingreifen. Denn immer ist vorhanden im Menschen das, was ihn in einer bestimmten Situation erhalten will, und das, was ihn herausheben will aus der bestimmten Situation.

[ 19 ] Das wirkt aber nun zusammen mit anderen karmischen Strömungen, denn wir haben ja auch den physischen Leib zu betrachten. Für den physischen Leib kommt für die erste Lebensepoche vor allen Dingen in Betracht, wie der Mensch durch sein Karma sich hineinstellt in die Welt. Schon was wir für einen physischen Leib haben, hängt ja davon ab, denn wir stellen uns durch unser Karma in eine bestimmte Familie hinein, die einer bestimmten Nation und so weiter angehört. Dadurch bekommen wir einen ganz bestimmt gearteten Leib. Aber nicht nur, daß wir einen ganz bestimmt gearteten Leib bekommen, sondern wieviel, denken Sie, hängt ab von dem Verlauf unseres Lebens, von der Situation, in die wir uns hineinbegeben, indem wir uns in eine bestimmte Familie hineinstellen. Damit ist ja schon der Ausgangspunkt für unendlich vieles in unserem Leben gegeben. Und in der Tat, wirksam im physischen Leib, um den physischen Leib könnte man besser sagen, sind in der Zeit, in der sich der physische Leib besonders entwickelt, in den ersten sieben Lebensjahren, Kräfte, welche herrühren jetzt nicht aus ‘dem Beruflichen und Berufsmäßigen der vorhergehenden Inkarnation, sondern herrühren von dem, wie wir mit Menschen in der vorhergehenden Inkarnation zusammengelebt haben, indem wir in dieser oder jener Beziehung zu diesen oder jenen Menschen gestanden haben nicht in irgendeinem Lebensteil — das kommt auf ein anderes Gebiet —, sondern das ganze Leben hindurch. Das wird verarbeitet. Tiefe Beziehungen bilden sich ja heraus zu unserer Seele, indem wir zu Menschen in Beziehungen treten. Das tragen wir durch die Todespforte, und durch diese Kräfte bewirken wir, daß wir uns wieder in eine bestimmte Familie, in eine bestimmte Lebenssituation hineinstellen. So daß wir sagen können: Dasjenige, was schon gewissermaßen unseren physischen Leib hineinstellt, durch unseren physischen Leib wirkt, das ist das, was die Lebenssituation gestaltet. Das wirkt natürlich weiter durch das folgende Leben, und das erlangt jetzt die Gegenkraft durch das Ich. Das Ich wirkt auslöschend auf die Lebenssituationen, aber es wirkt im Kampfe mit dem, was determiniert in der Lebenssituation. So daß man sagen kann: Physischer Leib: Lebenssituation schaffend; Ich: Lebenssituation umschaffend. Durch das Zusammenwirken von diesen beiden, durch einen Kampf, den diese beiden bewirken, wird eine andere Karmaströmung ins Leben eingreifen. Denn immer ist vorhanden im Menschen das, was ihn in einer bestimmten Situation erhalten will, und das, was ihn herausheben will aus der bestimmten Situation.

1. Physischer Leib: Lebenssituation schaffend
2. Ätherleib: Gestaltend
3. Astralleib: Umgestaltend
4. Ich: Lebenssituation umschaffend.

1. Physischer Leib: Lebenssituation schaffend
2. Ätherleib: Gestaltend
3. Astralleib: Umgestaltend
4. Ich: Lebenssituation umschaffend.

[ 20 ] Ich möchte sagen: In primärer Weise wirken also 1 und 4 und 2 und 3 aufeinander; aber in der mannigfaltigsten Weise wirken diese Saiten auch sonst wiederum zusammen. Die Art und Weise, wie wir nach unserem Karma mit neuen Menschen in einem Leben in Zusammenhang treten, hängt ab von 1 und 4 in ihren Zusammenhängen. Das führt aber auch zunächst wieder zurück auf unsere Lebenszusammenhänge in früheren Leben. Die Art und Weise, wie wir den beschäftigungsgemäß beruflichen Lebenszusammenhang finden, das hängt zusammen mit 2 und 3 und ihrem gegenseitigen Aufeinanderwirken.

[ 20 ] Ich möchte sagen: In primärer Weise wirken also 1 und 4 und 2 und 3 aufeinander; aber in der mannigfaltigsten Weise wirken diese Saiten auch sonst wiederum zusammen. Die Art und Weise, wie wir nach unserem Karma mit neuen Menschen in einem Leben in Zusammenhang treten, hängt ab von 1 und 4 in ihren Zusammenhängen. Das führt aber auch zunächst wieder zurück auf unsere Lebenszusammenhänge in früheren Leben. Die Art und Weise, wie wir den beschäftigungsgemäß beruflichen Lebenszusammenhang finden, das hängt zusammen mit 2 und 3 und ihrem gegenseitigen Aufeinanderwirken.

[ 21 ] Ich bitte Sie nun, dies zunächst sich zu überlegen. Wir werden in dieser Betrachtung nächstens fortfahren.

[ 21 ] Ich bitte Sie nun, dies zunächst sich zu überlegen. Wir werden in dieser Betrachtung nächstens fortfahren.