Central Europe between East and West
GA 174a
18 March 1916, Munich
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Mitteleuropa zwischen Ost und West
Fünfter Vortrag
Fünfter Vortrag
[ 1 ] Wir wollen den heutigen Abend mehr zu einer okkult-geschichtlichen Betrachtung verwenden und uns übermorgen zu einer rein menschlichen okkulten Betrachtung wenden. Wenn ich nun heute von einer Frage ausgehen will, gewissermaßen herausgefordert durch verschiedene Notwendigkeiten, die schon vorliegen und die angesichts der Ereignisse der Gegenwart besprochen werden müssen, so soll dies wirklich nicht dazu führen, daß ich Altes aufwärmen möchte, daß ich auf alte Streitigkeiten zurückkommen möchte, sondern es soll dazu dienen, einiges zu sagen, was eben gesagt werden muß. Und deshalb möchte ich von einer Frage ausgehen, die ich nicht unmittelbar beantworten will, sondern die durch verschiedene Betrachtungen, die ich nachher anstellen will, beantwortet werden soll. Ich will von der Frage ausgehen: Warum verleumdet seit dem Kriegsbeginn Mrs. Besant in ihren englischen Journalen unsere deutsche Bewegung in einer so unerhörten Weise Warum hat sie mit diesem ihrem Verleumdungsfeldzug bald nach dem Ausbruch des Krieges begonnen, und warum setzt sie das auch in der Gegenwart wiederum in einer geradezu unglaublichen Weise fort? — Nun, einige Anhaltspunkte zur Beantwortung dieser Fragen werden eben gerade die nachfolgenden Betrachtungen geben können.
[ 1 ] Wir wollen den heutigen Abend mehr zu einer okkult-geschichtlichen Betrachtung verwenden und uns übermorgen zu einer rein menschlichen okkulten Betrachtung wenden. Wenn ich nun heute von einer Frage ausgehen will, gewissermaßen herausgefordert durch verschiedene Notwendigkeiten, die schon vorliegen und die angesichts der Ereignisse der Gegenwart besprochen werden müssen, so soll dies wirklich nicht dazu führen, daß ich Altes aufwärmen möchte, daß ich auf alte Streitigkeiten zurückkommen möchte, sondern es soll dazu dienen, einiges zu sagen, was eben gesagt werden muß. Und deshalb möchte ich von einer Frage ausgehen, die ich nicht unmittelbar beantworten will, sondern die durch verschiedene Betrachtungen, die ich nachher anstellen will, beantwortet werden soll. Ich will von der Frage ausgehen: Warum verleumdet seit dem Kriegsbeginn Mrs. Besant in ihren englischen Journalen unsere deutsche Bewegung in einer so unerhörten Weise Warum hat sie mit diesem ihrem Verleumdungsfeldzug bald nach dem Ausbruch des Krieges begonnen, und warum setzt sie das auch in der Gegenwart wiederum in einer geradezu unglaublichen Weise fort? — Nun, einige Anhaltspunkte zur Beantwortung dieser Fragen werden eben gerade die nachfolgenden Betrachtungen geben können.
[ 2 ] Die Vorträge, die ich jetzt in der Öffentlichkeit im Zusammenhange mit unserer geistigen Bewegung zu halten habe, müssen ja selbstverständlich so gehalten werden, wie sie für die Öffentlichkeit verständlich sind. Aber im Grunde liegt jedem Satze, der so gesprochen wird, viel, viel Tieferes noch zugrunde: Es ist jeder Satz aus der Notwendigkeit eines gewissen Tatsachenzusammenhanges heraus gesprochen. Und einiges aus diesem Tatsachenzusammenhang will ich eben heute sagen.
[ 2 ] Die Vorträge, die ich jetzt in der Öffentlichkeit im Zusammenhange mit unserer geistigen Bewegung zu halten habe, müssen ja selbstverständlich so gehalten werden, wie sie für die Öffentlichkeit verständlich sind. Aber im Grunde liegt jedem Satze, der so gesprochen wird, viel, viel Tieferes noch zugrunde: Es ist jeder Satz aus der Notwendigkeit eines gewissen Tatsachenzusammenhanges heraus gesprochen. Und einiges aus diesem Tatsachenzusammenhang will ich eben heute sagen.
[ 3 ] Oftmals habe ich ja darauf aufmerksam gemacht, wie wir in einem Zeitalter leben, in dem unbedingt etwas von okkult-geistiger Erkenntnis in die ganze Kulturbewegung einfließen muß. Nun ist die okkulte Strömung, die geisteswissenschaftliche Strömung für die Entwickelung der Menschheit im Grunde genommen eigentlich niemals ganz abgerissen. Aber man muß schon mit einem, nicht gerade Vorurteil, aber mit einer Art Vorempfindung, die sehr verbreitet ist auch in unseren Reihen, brechen, wenn man gewisse Dinge, die man schon wissen soll, in der richtigen Art beurteilen will. Brechen muß man nämlich — es kann schon nicht anders gesagt werden — mit einer gewissen Traumessucht, mit einer gewissen Verschlafenheit, die so leicht sich demjenigen ergibt, der an unsere geisteswissenschaftliche Bewegung herantritt und etwas so recht Molliges haben will für seine Seele, etwas, das ihn so warm durchs Leben trägt, bei dem man zuhört, das man auf sich so wirken läßt, daß es einem dabei warm wird, daß man glauben kann an die höhere Bestimmung der Menschenseele, was ja alles ganz richtig ist, was aber auch durchaus verbunden sein kann mit einem gewissen Einlullen des Gemütes. Das beobachtet man ja nur zu häufig gerade bei denen, die Geisteswissenschaft auf ihre Seele wirken lassen und die nicht zu gleicher Zeit anstreben, gerade durch das, was Geisteswissenschaft sein kann, ein klares, sicheres Urteil über die Begebenheiten des Lebens, über die Verschlingungen der Tatsachen, innerhalb welcher ja jeder einzelne Mensch steht, zu finden.
[ 3 ] Oftmals habe ich ja darauf aufmerksam gemacht, wie wir in einem Zeitalter leben, in dem unbedingt etwas von okkult-geistiger Erkenntnis in die ganze Kulturbewegung einfließen muß. Nun ist die okkulte Strömung, die geisteswissenschaftliche Strömung für die Entwickelung der Menschheit im Grunde genommen eigentlich niemals ganz abgerissen. Aber man muß schon mit einem, nicht gerade Vorurteil, aber mit einer Art Vorempfindung, die sehr verbreitet ist auch in unseren Reihen, brechen, wenn man gewisse Dinge, die man schon wissen soll, in der richtigen Art beurteilen will. Brechen muß man nämlich — es kann schon nicht anders gesagt werden — mit einer gewissen Traumessucht, mit einer gewissen Verschlafenheit, die so leicht sich demjenigen ergibt, der an unsere geisteswissenschaftliche Bewegung herantritt und etwas so recht Molliges haben will für seine Seele, etwas, das ihn so warm durchs Leben trägt, bei dem man zuhört, das man auf sich so wirken läßt, daß es einem dabei warm wird, daß man glauben kann an die höhere Bestimmung der Menschenseele, was ja alles ganz richtig ist, was aber auch durchaus verbunden sein kann mit einem gewissen Einlullen des Gemütes. Das beobachtet man ja nur zu häufig gerade bei denen, die Geisteswissenschaft auf ihre Seele wirken lassen und die nicht zu gleicher Zeit anstreben, gerade durch das, was Geisteswissenschaft sein kann, ein klares, sicheres Urteil über die Begebenheiten des Lebens, über die Verschlingungen der Tatsachen, innerhalb welcher ja jeder einzelne Mensch steht, zu finden.
[ 4 ] Nun ist oftmals, wenn die Menschheitsentwickelung erörtert worden ist, darauf aufmerksam gemacht worden, wie unser fünfter nachatlantischer Kulturzeitraum, in dem wir leben, die Aufgabe hat, die Bewußtseinsseele herauszubilden aus den allgemeinen Anlagen der Menschenseele, und wie dann im sechsten nachatlantischen Zeitraum das Geistselbst wird herausgearbeitet werden müssen. Und es ist darauf aufmerksam gemacht worden, wie wesentlich mitwirken müssen gewisse menschheitliche Anlagen, die gerade im Osten Europas, heute noch schlummernd und schlafend, bei dem russischen Volke zu finden sind, wenn in einer entsprechenden Weise gerade in richtiger Art der sechste nachatlantische Kulturzeitraum wirksam werden soll. Und da ist es nötig, daß gewisse Eigenschaften, die in der russischen Volksseele so tief begründet sind, daß wirklich der russische Mensch, wenn er nicht irregeführt werden wird durch seine «Intelligenzija», in seiner Seele tief durchstrahlt ist von diesen Eigenschaften. Auf solche Eigenschaften ist da aufmerksam zu machen. Diese russische Volksseele hat in ihrer ganzen Art etwas, man könnte es fast nennen Weibliches, etwas Anschmiegungsfähiges, etwas, was sich leicht eignet, dasjenige aufzunehmen, was die Kulturentwickelung gebracht hat.
[ 4 ] Nun ist oftmals, wenn die Menschheitsentwickelung erörtert worden ist, darauf aufmerksam gemacht worden, wie unser fünfter nachatlantischer Kulturzeitraum, in dem wir leben, die Aufgabe hat, die Bewußtseinsseele herauszubilden aus den allgemeinen Anlagen der Menschenseele, und wie dann im sechsten nachatlantischen Zeitraum das Geistselbst wird herausgearbeitet werden müssen. Und es ist darauf aufmerksam gemacht worden, wie wesentlich mitwirken müssen gewisse menschheitliche Anlagen, die gerade im Osten Europas, heute noch schlummernd und schlafend, bei dem russischen Volke zu finden sind, wenn in einer entsprechenden Weise gerade in richtiger Art der sechste nachatlantische Kulturzeitraum wirksam werden soll. Und da ist es nötig, daß gewisse Eigenschaften, die in der russischen Volksseele so tief begründet sind, daß wirklich der russische Mensch, wenn er nicht irregeführt werden wird durch seine «Intelligenzija», in seiner Seele tief durchstrahlt ist von diesen Eigenschaften. Auf solche Eigenschaften ist da aufmerksam zu machen. Diese russische Volksseele hat in ihrer ganzen Art etwas, man könnte es fast nennen Weibliches, etwas Anschmiegungsfähiges, etwas, was sich leicht eignet, dasjenige aufzunehmen, was die Kulturentwickelung gebracht hat.
[ 5 ] Damit steht ja im Zusammenhang, daß der russische Mensch aufnimmt und im Verlaufe der Entwickelung, die er durchgemacht hat, immer aufgenommen hat das, was aus alten Zeiten als die mehr orientalisch gefärbten, byzantinischen Religionsformen die russische Kultur durchströmt. Wenig innerlich produktiv, wenig innerlich schöpferisch ist die russische Volksseele bisher, aber im eminentesten Sinne aufnahmefähig. Daher kann auch so wenig von einer Fortentwickelung der russisch-orthodoxen Religion in den Jahrhunderten gesprochen werden, in denen diese russisch-byzantinisch orientierte Religion unter den Russen gewirkt hat. Wer eine Zeremonie in der russischen Kirche mitmacht, und wäre es auch nur vorübergehend, der kann empfinden, wie unendlich viel von orientalisch-Aurahaftem diese Zeremonien durchströmt, wie gewissermaßen Aurenhaftes fühlbar hereingetragen wird in die unmittelbare Gegenwart. Das ist das eine.
[ 5 ] Damit steht ja im Zusammenhang, daß der russische Mensch aufnimmt und im Verlaufe der Entwickelung, die er durchgemacht hat, immer aufgenommen hat das, was aus alten Zeiten als die mehr orientalisch gefärbten, byzantinischen Religionsformen die russische Kultur durchströmt. Wenig innerlich produktiv, wenig innerlich schöpferisch ist die russische Volksseele bisher, aber im eminentesten Sinne aufnahmefähig. Daher kann auch so wenig von einer Fortentwickelung der russisch-orthodoxen Religion in den Jahrhunderten gesprochen werden, in denen diese russisch-byzantinisch orientierte Religion unter den Russen gewirkt hat. Wer eine Zeremonie in der russischen Kirche mitmacht, und wäre es auch nur vorübergehend, der kann empfinden, wie unendlich viel von orientalisch-Aurahaftem diese Zeremonien durchströmt, wie gewissermaßen Aurenhaftes fühlbar hereingetragen wird in die unmittelbare Gegenwart. Das ist das eine.
[ 6 ] Ein Zweites: In dieser russischen Volksseele liegt enthalten, daß der einzelne russische Mensch wenig Sinn hat für dasjenige, was in Westund Mitteleuropa für die Durchgliederung des sozialen Lebens und dessen Weiterentwickelung schon einmal notwendig ist an Gedankenformen. Eine Notwendigkeit, die damit angedeutet ist, besteht ja, lag vor zum Beispiel mit der Übernahme des streng juristischen Denkens in die europäische soziale Ordnung. Aber für dieses Durchzogensein des sozialen Lebens mit Gedankenformen hat der russische Mensch wenig Verständnis. Das beirrt ihn in dem, was er das freie gefühlsmäßige Ausleben seines Schicksals nennen möchte. Er möchte nicht durch irgendwelche in die äußere soziale Struktur eingeflochtenen Gedankenformen beirrt sein.
[ 6 ] Ein Zweites: In dieser russischen Volksseele liegt enthalten, daß der einzelne russische Mensch wenig Sinn hat für dasjenige, was in Westund Mitteleuropa für die Durchgliederung des sozialen Lebens und dessen Weiterentwickelung schon einmal notwendig ist an Gedankenformen. Eine Notwendigkeit, die damit angedeutet ist, besteht ja, lag vor zum Beispiel mit der Übernahme des streng juristischen Denkens in die europäische soziale Ordnung. Aber für dieses Durchzogensein des sozialen Lebens mit Gedankenformen hat der russische Mensch wenig Verständnis. Das beirrt ihn in dem, was er das freie gefühlsmäßige Ausleben seines Schicksals nennen möchte. Er möchte nicht durch irgendwelche in die äußere soziale Struktur eingeflochtenen Gedankenformen beirrt sein.
[ 7 ] Und ein dritter Zug ist der, welcher Herder so angezogen hat und der schon einmal wirklich innig verbunden ist mit dem, was man russische Volksseele nennen kann. Denn entdeckt wurde dieser Zug nicht in Rußland selber, das heißt, betont begrifflich herausgehoben wurde er nicht in Rußland, sondern ursprünglich von Herder, wie der Slawismus und der Panslawismus überhaupt von Herder außerordentlich viel entlehnt hat; wiederum ein Beweis für die Anschmiegefähigkeit des Russentums. Der dritte Zug ist also der einer gewissen Friedfertigkeit, eines nichtaggressiven Wesens in bezug auf das Geistesleben, eines mehr passiv sich hingebenden Wesens. Das aggressive Eintreten für irgendwelche Dogmen oder dergleichen liegt dem russischen Volkstum fern. Das ist eine dritte Eigenschaft.
[ 7 ] Und ein dritter Zug ist der, welcher Herder so angezogen hat und der schon einmal wirklich innig verbunden ist mit dem, was man russische Volksseele nennen kann. Denn entdeckt wurde dieser Zug nicht in Rußland selber, das heißt, betont begrifflich herausgehoben wurde er nicht in Rußland, sondern ursprünglich von Herder, wie der Slawismus und der Panslawismus überhaupt von Herder außerordentlich viel entlehnt hat; wiederum ein Beweis für die Anschmiegefähigkeit des Russentums. Der dritte Zug ist also der einer gewissen Friedfertigkeit, eines nichtaggressiven Wesens in bezug auf das Geistesleben, eines mehr passiv sich hingebenden Wesens. Das aggressive Eintreten für irgendwelche Dogmen oder dergleichen liegt dem russischen Volkstum fern. Das ist eine dritte Eigenschaft.
[ 8 ] Natürlich können solche Eigenschaften durch verschiedene Umstände — gerade das bringt ja die Kompliziertheit des Menschenlebens mit sich — in ihr Gegenteil verkehrt werden, und durch jene Volksverführer, mit denen man es jetzt zu tun hat, sind fast alle diese drei Züge unmittelbar in ihr Gegenteil verkehrt. Dem, der in der Geisteswissenschaft darinsteht, sollte das nicht irgendwie wunderbar erscheinen.
[ 8 ] Natürlich können solche Eigenschaften durch verschiedene Umstände — gerade das bringt ja die Kompliziertheit des Menschenlebens mit sich — in ihr Gegenteil verkehrt werden, und durch jene Volksverführer, mit denen man es jetzt zu tun hat, sind fast alle diese drei Züge unmittelbar in ihr Gegenteil verkehrt. Dem, der in der Geisteswissenschaft darinsteht, sollte das nicht irgendwie wunderbar erscheinen.
[ 9 ] So sieht man aber — und wir würden es noch viel mehr sehen, wenn wir das jetzt nur in ein paar Strichen Angedeutete ausführlicher studieren könnten —, daß da im Osten Europas ein Material vorhanden ist, das gewissermaßen zusammenfließen muß mit dem, was im Westen Europas aus einer viel aktiveren Entwickelung herauskommt. In dem Westen Europas sind geradezu die entgegengesetzten Charakterzüge zu ergreifen. Es wurde darauf hingewiesen, was da aus einer gewissen aktiven Entwickelung heraus der Menschheit bis in unseren fünften nachatlantischen Zeitraum herein hat gebracht werden können und was ihr weiter gebracht werden muß, wenn solche Dinge nicht verschlafen werden, wie sie zum Beispiel auch gestern wiederum in meinem Vortrag über einen verklungenen Ton des deutschen Geisteslebens gekennzeichnet worden sind.
[ 9 ] So sieht man aber — und wir würden es noch viel mehr sehen, wenn wir das jetzt nur in ein paar Strichen Angedeutete ausführlicher studieren könnten —, daß da im Osten Europas ein Material vorhanden ist, das gewissermaßen zusammenfließen muß mit dem, was im Westen Europas aus einer viel aktiveren Entwickelung herauskommt. In dem Westen Europas sind geradezu die entgegengesetzten Charakterzüge zu ergreifen. Es wurde darauf hingewiesen, was da aus einer gewissen aktiven Entwickelung heraus der Menschheit bis in unseren fünften nachatlantischen Zeitraum herein hat gebracht werden können und was ihr weiter gebracht werden muß, wenn solche Dinge nicht verschlafen werden, wie sie zum Beispiel auch gestern wiederum in meinem Vortrag über einen verklungenen Ton des deutschen Geisteslebens gekennzeichnet worden sind.
[ 10 ] Für denjenigen, der nun wirklich unbefangen die Entwickelung des geistigen Lebens betrachten kann — unbefangen auch dann, wenn es sich ihm ja zunächst in der äußeren physischen Wirklichkeit, gerade in der Gegenwart, in den furchtbarsten Zerrbildern, in Karikaturen darbietet —, der die inneren Triebkräfte dieses Geisteslebens betrachten kann, ist es aber doch klar, daß durch eine gewisse Tatsache gerade dasjenige, was im mitteleuropäischen Geistesleben vorhanden ist, eine Art Ehe eingehen muß mit dem, was aus den russischen natürlichen Anlagen herausfließt. Eine Art Zusammenwirken muß stattfinden zwischen dem, was in Mitteleuropa, ich möchte sagen, durch die Eigenart dieses mitteleuropäischen Geisteslebens gezeugt werden kann, und dem, was aufgenommen werden kann durch gewisse rein natürliche Eigenschaften des europäischen Ostens.
[ 10 ] Für denjenigen, der nun wirklich unbefangen die Entwickelung des geistigen Lebens betrachten kann — unbefangen auch dann, wenn es sich ihm ja zunächst in der äußeren physischen Wirklichkeit, gerade in der Gegenwart, in den furchtbarsten Zerrbildern, in Karikaturen darbietet —, der die inneren Triebkräfte dieses Geisteslebens betrachten kann, ist es aber doch klar, daß durch eine gewisse Tatsache gerade dasjenige, was im mitteleuropäischen Geistesleben vorhanden ist, eine Art Ehe eingehen muß mit dem, was aus den russischen natürlichen Anlagen herausfließt. Eine Art Zusammenwirken muß stattfinden zwischen dem, was in Mitteleuropa, ich möchte sagen, durch die Eigenart dieses mitteleuropäischen Geisteslebens gezeugt werden kann, und dem, was aufgenommen werden kann durch gewisse rein natürliche Eigenschaften des europäischen Ostens.
[ 11 ] Wenn Sie das mitteleuropäische Geistesleben noch genauer studieren würden, namentlich jenen Zug, auf den ich jetzt im öffentlichen Vortrag aufmerksam machte, so würden Sie sehen: Gewiß, in diesem Zug liegt noch nicht Geisteswissenschaft als solche, aber es liegt wirklich etwas darin, das der Keim zur Geisteswissenschaft ist. Fichte spricht, wie ich es oftmals angeführt habe, von einem «höheren Sinn». Goethe spricht von «anschauender Urteilskraft». Schelling spricht davon, daß sich die Seele erheben müsse, wenn sie wirklich in die Geheimnisse des Daseins hineinblicken will, zu dem, was er «intellektuelle Anschauung» nennt. Um die Dinge genauer zu verstehen, muß man auch aufmerksam machen auf etwas, was Schelling im Alter noch geleistet hat in den ungeheuer tiefsinnigen Werken «Philosophie der Mythologie» und «Philosophie der Offenbarung». Ein tiefes Erfassen des Christentums lebt in diesen Werken, die heute noch nicht verstanden werden. Eine geistige Auffassung der Welt lebt in einer Schrift wie zum Beispiel «Die Gottheiten von Samothrake», wo Schelling versucht, in die Mysterien der samothrakischen Kabiren einzudringen. Eigentlich tritt nirgends im neueren Geistesleben so stark das Bewußtsein auf, daß man es im Christentum nicht zu tun habe mit einer Summe von Dogmen, daß das eigentlich Nebensache ist, was als christliche Dogmen gepflegt wird, sondern daß die Hauptsache ist, daß das Christus-Ereignis, das Mysterium von Golgatha stattgefunden hat, nirgends tritt einem das so stark entgegen wie in Schellings «Philosophie der Offenbarung». Das alles ist entwickelungsfähig, das alles muß zu jener Entwickelung führen, die wir so oft vorgezeichnet haben, wenn wir auf das, was im fünften nachatlantischen Zeitraum gerade durch Mitteleuropa geleistet werden muß, denkend hinblicken.
[ 11 ] Wenn Sie das mitteleuropäische Geistesleben noch genauer studieren würden, namentlich jenen Zug, auf den ich jetzt im öffentlichen Vortrag aufmerksam machte, so würden Sie sehen: Gewiß, in diesem Zug liegt noch nicht Geisteswissenschaft als solche, aber es liegt wirklich etwas darin, das der Keim zur Geisteswissenschaft ist. Fichte spricht, wie ich es oftmals angeführt habe, von einem «höheren Sinn». Goethe spricht von «anschauender Urteilskraft». Schelling spricht davon, daß sich die Seele erheben müsse, wenn sie wirklich in die Geheimnisse des Daseins hineinblicken will, zu dem, was er «intellektuelle Anschauung» nennt. Um die Dinge genauer zu verstehen, muß man auch aufmerksam machen auf etwas, was Schelling im Alter noch geleistet hat in den ungeheuer tiefsinnigen Werken «Philosophie der Mythologie» und «Philosophie der Offenbarung». Ein tiefes Erfassen des Christentums lebt in diesen Werken, die heute noch nicht verstanden werden. Eine geistige Auffassung der Welt lebt in einer Schrift wie zum Beispiel «Die Gottheiten von Samothrake», wo Schelling versucht, in die Mysterien der samothrakischen Kabiren einzudringen. Eigentlich tritt nirgends im neueren Geistesleben so stark das Bewußtsein auf, daß man es im Christentum nicht zu tun habe mit einer Summe von Dogmen, daß das eigentlich Nebensache ist, was als christliche Dogmen gepflegt wird, sondern daß die Hauptsache ist, daß das Christus-Ereignis, das Mysterium von Golgatha stattgefunden hat, nirgends tritt einem das so stark entgegen wie in Schellings «Philosophie der Offenbarung». Das alles ist entwickelungsfähig, das alles muß zu jener Entwickelung führen, die wir so oft vorgezeichnet haben, wenn wir auf das, was im fünften nachatlantischen Zeitraum gerade durch Mitteleuropa geleistet werden muß, denkend hinblicken.
[ 12 ] Nun aber Westeuropa! Wenn man Westeuropa betrachtet, muß man vor allen Dingen sich klar darüber sein, daß dieser Westen Europas überall durchsetzt ist von einem historisch, traditionell überlieferten Okkultismus, der sich nirgends in so organischer, in so lebensvoller Weise aus dem ergibt, was auch draußen im exoterischen Leben lebt, wie sich ein wahrer neuzeitlicher Okkultismus ergeben kann aus der Geistesströmung, die durch Goethe, Schelling, Hegel und so weiter fließt. Was im Westen als Okkultismus besteht, das knüpft nur wenig an dasjenige an, was äußere Wissenschaft ist. Es wäre unmöglich, zum Beispiel für England einen ähnlichen Zusammenhang zwischen okkulter Wissenschaft und dem eigentlichen Erkenntnisstreben herauszufinden, wie es bei dem Weltbilde des deutschen Idealismus wirklich der Fall ist. Man kann sich nicht denken, daß dasjenige, was äußerlich echt englisch ist, etwa die Philosophie des Baco von Verulam, des Spencer, der englisch gefärbte Darwinismus oder jetzt wiederum der neuere Pragmatismus, einen ebensolchen Weg hinüber finde zu dem, was da in den verschiedenen okkulten Orden des Westens lebt, wie das bei dem deutschen Idealismus der Fall ist. Was durch diese verschiedenen okkulten Orden durchgeht, das muß sich abschließen, das kann keine rechte Brücke schaffen zu einer äußeren weltlichen Wissenschaft.
[ 12 ] Nun aber Westeuropa! Wenn man Westeuropa betrachtet, muß man vor allen Dingen sich klar darüber sein, daß dieser Westen Europas überall durchsetzt ist von einem historisch, traditionell überlieferten Okkultismus, der sich nirgends in so organischer, in so lebensvoller Weise aus dem ergibt, was auch draußen im exoterischen Leben lebt, wie sich ein wahrer neuzeitlicher Okkultismus ergeben kann aus der Geistesströmung, die durch Goethe, Schelling, Hegel und so weiter fließt. Was im Westen als Okkultismus besteht, das knüpft nur wenig an dasjenige an, was äußere Wissenschaft ist. Es wäre unmöglich, zum Beispiel für England einen ähnlichen Zusammenhang zwischen okkulter Wissenschaft und dem eigentlichen Erkenntnisstreben herauszufinden, wie es bei dem Weltbilde des deutschen Idealismus wirklich der Fall ist. Man kann sich nicht denken, daß dasjenige, was äußerlich echt englisch ist, etwa die Philosophie des Baco von Verulam, des Spencer, der englisch gefärbte Darwinismus oder jetzt wiederum der neuere Pragmatismus, einen ebensolchen Weg hinüber finde zu dem, was da in den verschiedenen okkulten Orden des Westens lebt, wie das bei dem deutschen Idealismus der Fall ist. Was durch diese verschiedenen okkulten Orden durchgeht, das muß sich abschließen, das kann keine rechte Brücke schaffen zu einer äußeren weltlichen Wissenschaft.
[ 13 ] Dafür aber besteht in diesen westlichen Ordenszusammenhängen, namentlich in gewissen Hochgradorden, eine Erkenntnis, die historisch überliefert ist, die jeder in sich aufnimmt, es besteht eine gewisse Erkenntnis, ich möchte sagen, jener europäischen Weltenlage, die wirklich ihr Hauptgeheimnis in der eben geschilderten Tatsache hat: daß auf der einen Seite wie aus dem Blut heraus der Osten Europas zur Aufnahme bestimmt ist, daß dasjenige aber, was westlich von diesem Osten Europas liegt, dazu bestimmt ist, etwas zu entwickeln, was von dem Osten aufgenommen werden soll. Diese Erkenntnis liegt ganz bestimmt vor bei den leitenden Persönlichkeiten der westlichen Orden. Da, wo diese leitenden Persönlichkeiten die Grundidee ihres okkulten Wirkens entwickeln, sprechen sie durchaus von diesem Zusammenhange.
[ 13 ] Dafür aber besteht in diesen westlichen Ordenszusammenhängen, namentlich in gewissen Hochgradorden, eine Erkenntnis, die historisch überliefert ist, die jeder in sich aufnimmt, es besteht eine gewisse Erkenntnis, ich möchte sagen, jener europäischen Weltenlage, die wirklich ihr Hauptgeheimnis in der eben geschilderten Tatsache hat: daß auf der einen Seite wie aus dem Blut heraus der Osten Europas zur Aufnahme bestimmt ist, daß dasjenige aber, was westlich von diesem Osten Europas liegt, dazu bestimmt ist, etwas zu entwickeln, was von dem Osten aufgenommen werden soll. Diese Erkenntnis liegt ganz bestimmt vor bei den leitenden Persönlichkeiten der westlichen Orden. Da, wo diese leitenden Persönlichkeiten die Grundidee ihres okkulten Wirkens entwickeln, sprechen sie durchaus von diesem Zusammenhange.
[ 14 ] Aber es ist mit der Entwickelung solcher Grundideen im Westen etwas ganz Bestimmtes verknüpft. Was damit verknüpft ist, sieht man am besten, wenn man die Dinge verfolgt, wo sie am starrsten und am eingebildetsten geworden sind: innerhalb des britischen Ordenslebens. Es lebt in jedem, der in diesem britischen Ordensleben in gewisse höhere Grade eingeführt wird — gewisse höhere Grade der Einweihung, die er historisch kennt, in die er natürlich nicht wirklich lebendig eingeweiht ist —, eine gewisse Vorstellung, nämlich, daß das Angelsachsentum aus seinem Volkswesen heraus das bringen müsse, was sich mit dem russischen Volkstum verbinden kann zu einer Art von geistiger Kulturehe. Denn ein jeder, der so, wie ich es eben charakterisiert habe, in dem angelsächsischen Okkultismus darinsteht, betrachtet ihn als dasjenige, was ablösen muß die tiefsten okkulten treibenden Kräfte des griechisch-lateinischen Wesens. So denkt man. Da war für die vierte nachatlantische Kulturperiode, die, wie wir ja wissen, im 15. Jahrhundert etwa zu Ende gegangen ist, eben maßgebend dasjenige, was das Griechen- und Römertum, was die griechisch-lateinische Kultur auch an Okkultismus aus sich hervorkommen ließ. Abgelöst aber muß werden in der fünften nachatlantischen Kultur dieses GriechischLateinische durch das Angelsachsentum. Das ist geradezu etwas, was gefordert wird, was also bewirkt werden muß, was sich realisieren muß. Und jeder, der so darinsteht in diesem Dogma, das ja zugleich ein Willensdogma ist: Die fünfte nachatlantische Kultur muß angelsächsische Physiognomie, angelsächsisches Gepräge tragen —, der hat zugleich ein gewisses Bild von der zukünftigen Gestaltung Europas. Er hat das Bild von der zukünftigen Gestaltung Europas, daß dasjenige, was in Mitteleuropa an Geistesleben existiert, vor allen Dingen unterdrückt werden müsse als etwas, was nicht in die Zukunft der Menschheit hinüberfließen darf. Darüber müsse man so hinweggehen als über eine unbedeutende Tatsache.
[ 14 ] Aber es ist mit der Entwickelung solcher Grundideen im Westen etwas ganz Bestimmtes verknüpft. Was damit verknüpft ist, sieht man am besten, wenn man die Dinge verfolgt, wo sie am starrsten und am eingebildetsten geworden sind: innerhalb des britischen Ordenslebens. Es lebt in jedem, der in diesem britischen Ordensleben in gewisse höhere Grade eingeführt wird — gewisse höhere Grade der Einweihung, die er historisch kennt, in die er natürlich nicht wirklich lebendig eingeweiht ist —, eine gewisse Vorstellung, nämlich, daß das Angelsachsentum aus seinem Volkswesen heraus das bringen müsse, was sich mit dem russischen Volkstum verbinden kann zu einer Art von geistiger Kulturehe. Denn ein jeder, der so, wie ich es eben charakterisiert habe, in dem angelsächsischen Okkultismus darinsteht, betrachtet ihn als dasjenige, was ablösen muß die tiefsten okkulten treibenden Kräfte des griechisch-lateinischen Wesens. So denkt man. Da war für die vierte nachatlantische Kulturperiode, die, wie wir ja wissen, im 15. Jahrhundert etwa zu Ende gegangen ist, eben maßgebend dasjenige, was das Griechen- und Römertum, was die griechisch-lateinische Kultur auch an Okkultismus aus sich hervorkommen ließ. Abgelöst aber muß werden in der fünften nachatlantischen Kultur dieses GriechischLateinische durch das Angelsachsentum. Das ist geradezu etwas, was gefordert wird, was also bewirkt werden muß, was sich realisieren muß. Und jeder, der so darinsteht in diesem Dogma, das ja zugleich ein Willensdogma ist: Die fünfte nachatlantische Kultur muß angelsächsische Physiognomie, angelsächsisches Gepräge tragen —, der hat zugleich ein gewisses Bild von der zukünftigen Gestaltung Europas. Er hat das Bild von der zukünftigen Gestaltung Europas, daß dasjenige, was in Mitteleuropa an Geistesleben existiert, vor allen Dingen unterdrückt werden müsse als etwas, was nicht in die Zukunft der Menschheit hinüberfließen darf. Darüber müsse man so hinweggehen als über eine unbedeutende Tatsache.
[ 15 ] Ein mehr oder weniger unbewußtes Dogma ist das in allen angelsächsischen, und von da ausgehend auch in allen Orden, die zum Beispiel irgendwie einen Zusammenhang haben mit dem «Grand Orient de France», und in allen westeuropäischen Geheimgesellschaften. Ein Grunddogma, das so mehr oder weniger unbewußt wirkt, ist eben: Dieses mitteleuropäische Wissen kommt nicht in Betracht für die fünfte nachatlantische Kultur, darf nicht in Betracht kommen. Es muß alles so eingerichtet werden, daß die fünfte nachatlantische Kultur angelsächsische Physiognomie trägt. Daher muß eine Art von Ehe zwischen Westeuropa und Osteuropa eben mit Vernachlässigung des mitteleuropäischen Lebens herbeigeführt werden. — In solchen okkulten Orden sprach man seit vielen, vielen Jahren immer von jenem Kriege, in dem wir jetzt leben. Man malte diesen Krieg nicht etwa weniger schrecklich aus, als er sich jetzt vollzogen hat. Es ist nur ein naiver Glaube, daß dieser Krieg so hereingebrochen wäre, ohne daß ihn viele Menschen vorausgesehen hätten, als ob nicht viel geredet worden wäre über diesen Krieg. Es ist viel darüber geredet worden! Und den Satz von dem kommenden großen europäischen Kriege finden Sie überall, auch immer wieder und wiederum gerade in den angelsächsischen Orden, angeführt und besprochen. Immer wieder und wiederum findet sich da der Hinweis, daß ein solcher großer europäischer Konflikt kommen müsse. Und man malt sich die künftige Lage Europas aus. Man weiß, daß mit der sechsten nachatlantischen Kulturperiode, die man, etwas materialistisch gefärbt, im angelsächsischen Sinne die sechste Unterrasse nennt, die genannten Eigenschaften, die Blutseigenschaften, möchte ich sagen, des russischen Volkes etwas zu tun haben und daß daher herbeigeführt werden muß eine Art Zusammenfließen des westeuropäischen Wesens mit dem russischen Wesen. Über diese Dinge muß man durchaus klar denken, man muß sie sich klar vor Augen halten, sonst lebt man schlafend in dem, was okkulte Bewegung der Gegenwart ist.
[ 15 ] Ein mehr oder weniger unbewußtes Dogma ist das in allen angelsächsischen, und von da ausgehend auch in allen Orden, die zum Beispiel irgendwie einen Zusammenhang haben mit dem «Grand Orient de France», und in allen westeuropäischen Geheimgesellschaften. Ein Grunddogma, das so mehr oder weniger unbewußt wirkt, ist eben: Dieses mitteleuropäische Wissen kommt nicht in Betracht für die fünfte nachatlantische Kultur, darf nicht in Betracht kommen. Es muß alles so eingerichtet werden, daß die fünfte nachatlantische Kultur angelsächsische Physiognomie trägt. Daher muß eine Art von Ehe zwischen Westeuropa und Osteuropa eben mit Vernachlässigung des mitteleuropäischen Lebens herbeigeführt werden. — In solchen okkulten Orden sprach man seit vielen, vielen Jahren immer von jenem Kriege, in dem wir jetzt leben. Man malte diesen Krieg nicht etwa weniger schrecklich aus, als er sich jetzt vollzogen hat. Es ist nur ein naiver Glaube, daß dieser Krieg so hereingebrochen wäre, ohne daß ihn viele Menschen vorausgesehen hätten, als ob nicht viel geredet worden wäre über diesen Krieg. Es ist viel darüber geredet worden! Und den Satz von dem kommenden großen europäischen Kriege finden Sie überall, auch immer wieder und wiederum gerade in den angelsächsischen Orden, angeführt und besprochen. Immer wieder und wiederum findet sich da der Hinweis, daß ein solcher großer europäischer Konflikt kommen müsse. Und man malt sich die künftige Lage Europas aus. Man weiß, daß mit der sechsten nachatlantischen Kulturperiode, die man, etwas materialistisch gefärbt, im angelsächsischen Sinne die sechste Unterrasse nennt, die genannten Eigenschaften, die Blutseigenschaften, möchte ich sagen, des russischen Volkes etwas zu tun haben und daß daher herbeigeführt werden muß eine Art Zusammenfließen des westeuropäischen Wesens mit dem russischen Wesen. Über diese Dinge muß man durchaus klar denken, man muß sie sich klar vor Augen halten, sonst lebt man schlafend in dem, was okkulte Bewegung der Gegenwart ist.
[ 16 ] Im Zusammenhange damit möchte ich Sie auf eine Tatsache aufmerksam machen. Ich habe sie nicht vergessen, kann sie auch nicht vergessen. Als Mrs. Besant ihre erste Reise zu uns nach Mitteleuropa machte, da wurde zuerst in Hamburg mit ihr eine Versammlung veranstaltet, wo sie einen Vortrag hielt. Ich stellte damals eine bestimmte Frage an Mrs. Besant: Wenn wir jetzt beginnen wollen mit einer mitteleuropäisch-okkulten Bewegung, wie verhält es sich damit, daß am Ausgangspunkte des 19. Jahrhunderts, an der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert, bedeutungsvolle Keime eines besonderen Geisteslebens gerade in Mitteleuropa zu bemerken sind? — Da antwortete Mrs. Besant — selbstverständlich wurde wenig verstanden von dem Zusammenhang, der der Sache zugrunde liegt —: Damals ist eben innerhalb des deutschen Lebens in abstrakter, begrifflicher Form etwas von Geisteserkennen hervorgetreten; aber weil das eben die Menschheit nicht brauchen konnte, mußte es in einer reineren, höheren, in einer wahren Form innerhalb des englischen Geisteslebens später erst richtig entfaltet werden. — Es mag für manche Leute unangenehm sein, daß gerade solche charakteristische Äußerungen von mir nicht vergessen werden. Sie werden schon nicht vergessen werden.
[ 16 ] Im Zusammenhange damit möchte ich Sie auf eine Tatsache aufmerksam machen. Ich habe sie nicht vergessen, kann sie auch nicht vergessen. Als Mrs. Besant ihre erste Reise zu uns nach Mitteleuropa machte, da wurde zuerst in Hamburg mit ihr eine Versammlung veranstaltet, wo sie einen Vortrag hielt. Ich stellte damals eine bestimmte Frage an Mrs. Besant: Wenn wir jetzt beginnen wollen mit einer mitteleuropäisch-okkulten Bewegung, wie verhält es sich damit, daß am Ausgangspunkte des 19. Jahrhunderts, an der Wende des 18. zum 19. Jahrhundert, bedeutungsvolle Keime eines besonderen Geisteslebens gerade in Mitteleuropa zu bemerken sind? — Da antwortete Mrs. Besant — selbstverständlich wurde wenig verstanden von dem Zusammenhang, der der Sache zugrunde liegt —: Damals ist eben innerhalb des deutschen Lebens in abstrakter, begrifflicher Form etwas von Geisteserkennen hervorgetreten; aber weil das eben die Menschheit nicht brauchen konnte, mußte es in einer reineren, höheren, in einer wahren Form innerhalb des englischen Geisteslebens später erst richtig entfaltet werden. — Es mag für manche Leute unangenehm sein, daß gerade solche charakteristische Äußerungen von mir nicht vergessen werden. Sie werden schon nicht vergessen werden.
[ 17 ] Nun bot sich im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts ein besonderes, außerordentlich bedeutsames Phänomen mit Bezug auf die okkulte Entwickelung Europas dar, und sogar hinübergreifend bis nach Amerika. Und dieses Phänomen, das allerdings äußerlich nur als eine Persönlichkeit aufzutreten scheint, hat eine viel größere Bedeutung, als man gewöhnlich anzunehmen geneigt ist. Dieses Phänomen tritt uns nämlich in der Persönlichkeit von Helena Petrowna Blavatsky entgegen. Außerlich liegt ja schon die Tatsache vor — aber diese außerordentliche Tatsache ist nur der Ausdruck für tiefe innere geistige Zusammenhänge —, daß Helena Petrowna Blavatsky hervorgegangen ist aus dem russischen Volkstum, mit allen Eigenschaften dieses russischen Volkstums, aber aus diesem große, medial gestaltete spirituelle Eigenschaften entwickelnd, vor allen Dingen im höchsten Maße psychische Eigenschaften.
[ 17 ] Nun bot sich im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts ein besonderes, außerordentlich bedeutsames Phänomen mit Bezug auf die okkulte Entwickelung Europas dar, und sogar hinübergreifend bis nach Amerika. Und dieses Phänomen, das allerdings äußerlich nur als eine Persönlichkeit aufzutreten scheint, hat eine viel größere Bedeutung, als man gewöhnlich anzunehmen geneigt ist. Dieses Phänomen tritt uns nämlich in der Persönlichkeit von Helena Petrowna Blavatsky entgegen. Außerlich liegt ja schon die Tatsache vor — aber diese außerordentliche Tatsache ist nur der Ausdruck für tiefe innere geistige Zusammenhänge —, daß Helena Petrowna Blavatsky hervorgegangen ist aus dem russischen Volkstum, mit allen Eigenschaften dieses russischen Volkstums, aber aus diesem große, medial gestaltete spirituelle Eigenschaften entwickelnd, vor allen Dingen im höchsten Maße psychische Eigenschaften.
[ 18 ] Man muß einen Begriff davon haben, was das Auftreten eines solchen Phänomens im okkulten Entwickelungsgang der Menschheit bedeutet, wenn man ein solches Phänomen eben ganz würdigen, wenn man mit Verständnis folgen will dem, was ich jetzt zum Beispiel zu sagen habe. In den angelsächsischen, westlichen Orden, Geheimbünden und so weiter, die sich mit den okkulten Ideen so befaßten, wie ich es jetzt eben charakterisiert habe, entstand ein reges Leben, als bekannt wurde, daß solch eine einzigartige Persönlichkeit da ist, die gerade aus dem charakteristischsten russischen Volkstum heraus Zukunftseigenschaften der Menschheitsentwickelung, in hervorstechenden psychischen Eigenschaften konzentriert, in einer ganz einzigartigen Mediumnität zeigt. Es rührte sich überall. Nach Fragen drängendes Leben entstand in diesen angelsächsisch-westlichen Orden. Was da als ein drängendes Leben entstand, kann man folgendermaßen ausdrücken, wenn man auch natürlich die Dinge dabei etwas in Konturen schieben muß. Die Leute, die da die eigentlichen Wächter dieser angelsächsisch-westlichen Bewegung sind, sagten sich: Das bedeutet etwas, daß gerade aus der östlichen Menschheit heraus ein solches Individuum erwacht in der Gegenwart, das muß berücksichtigt werden, dazu muß man entsprechend Stellung nehmen. — Und es entstand jetzt wirklich die Frage: Wie bringt man dasjenige, was durch starke psychische Eigenschaften gewisse tiefe Geheimnisse der Welt weiterverraten kann, in ein Fahrwasser, so daß sich russisches Zukunftselement verbindet mit angelsächsischem Wesen? — Die Eigenschaften der Blavatsky geradezu in angelsächsisches Wesen hineinzuziehen, das wurde jetzt das Bestreben. Wenigstens wollte man es dahin bringen, daß durch die psychischen Eigenschaften der Blavatsky vor allen Dingen diejenigen okkulten Dogmen der Welt präsentiert würden, welche die westlichen Orden eben der Welt präsentieren wollten. Es sollte gezeigt werden, wie eine gewisse, von Okkultismus durchdrungene Zukunftswissenschaft kommen müsse; das strebte man an. Hinlenken wollte man das Denken der Menschen, das ja so leicht geleitet werden kann, nach dem, was hinführt von der fünften in die sechste Periode hinüber, aber so, daß es zunächst durchsetzt wird von den Trieben, die im angelsächsischen Okkultismus und in seinen Dogmen wurzeln. So sollte diese psychische Persönlichkeit der Blavatsky benützt werden, um in sie hineinzudrängen dasjenige, was historisch überliefert und als Glaubensartikel im westlichen Okkultismus lag.
[ 18 ] Man muß einen Begriff davon haben, was das Auftreten eines solchen Phänomens im okkulten Entwickelungsgang der Menschheit bedeutet, wenn man ein solches Phänomen eben ganz würdigen, wenn man mit Verständnis folgen will dem, was ich jetzt zum Beispiel zu sagen habe. In den angelsächsischen, westlichen Orden, Geheimbünden und so weiter, die sich mit den okkulten Ideen so befaßten, wie ich es jetzt eben charakterisiert habe, entstand ein reges Leben, als bekannt wurde, daß solch eine einzigartige Persönlichkeit da ist, die gerade aus dem charakteristischsten russischen Volkstum heraus Zukunftseigenschaften der Menschheitsentwickelung, in hervorstechenden psychischen Eigenschaften konzentriert, in einer ganz einzigartigen Mediumnität zeigt. Es rührte sich überall. Nach Fragen drängendes Leben entstand in diesen angelsächsisch-westlichen Orden. Was da als ein drängendes Leben entstand, kann man folgendermaßen ausdrücken, wenn man auch natürlich die Dinge dabei etwas in Konturen schieben muß. Die Leute, die da die eigentlichen Wächter dieser angelsächsisch-westlichen Bewegung sind, sagten sich: Das bedeutet etwas, daß gerade aus der östlichen Menschheit heraus ein solches Individuum erwacht in der Gegenwart, das muß berücksichtigt werden, dazu muß man entsprechend Stellung nehmen. — Und es entstand jetzt wirklich die Frage: Wie bringt man dasjenige, was durch starke psychische Eigenschaften gewisse tiefe Geheimnisse der Welt weiterverraten kann, in ein Fahrwasser, so daß sich russisches Zukunftselement verbindet mit angelsächsischem Wesen? — Die Eigenschaften der Blavatsky geradezu in angelsächsisches Wesen hineinzuziehen, das wurde jetzt das Bestreben. Wenigstens wollte man es dahin bringen, daß durch die psychischen Eigenschaften der Blavatsky vor allen Dingen diejenigen okkulten Dogmen der Welt präsentiert würden, welche die westlichen Orden eben der Welt präsentieren wollten. Es sollte gezeigt werden, wie eine gewisse, von Okkultismus durchdrungene Zukunftswissenschaft kommen müsse; das strebte man an. Hinlenken wollte man das Denken der Menschen, das ja so leicht geleitet werden kann, nach dem, was hinführt von der fünften in die sechste Periode hinüber, aber so, daß es zunächst durchsetzt wird von den Trieben, die im angelsächsischen Okkultismus und in seinen Dogmen wurzeln. So sollte diese psychische Persönlichkeit der Blavatsky benützt werden, um in sie hineinzudrängen dasjenige, was historisch überliefert und als Glaubensartikel im westlichen Okkultismus lag.
[ 19 ] Zunächst gingen die Dinge so, wie sie, ich möchte sagen, gehen sollten. Blavatsky hub durchaus damit an, sich auch in die okkulten Seiten des mitteleuropäischen Geisteslebens einzuleben. Was das bedeutet, wird uns ganz klar werden, wenn wir dieses mitteleuropäische Geistesleben auch in bezug auf seine Okkultismen noch etwas näher betrachten. Dieses mitteleuropäische Geistesleben hat nämlich immer auch Okkultes an seine Oberfläche gebracht. Dieses Okkulte ist ja sogar in einer gewissen, wenn auch äußerlichen Literatur noch zu erkennen. Es lebte im 15., 16., 17., ja noch im 18. Jahrhundert, bis dann der Jesuitismus gekommen ist und äußerlich — aber auch nur äußerlich — alles verdorben hat. Aber es lebte damals. Und wenn wir heute davon sprechen, wie in einer gewissen rein ideellen Form in der Goethe-, Schelling- und Fichte-Zeit ein tieferes Streben zum Vorschein kam, so muß man sich auch darüber klar sein, daß dieses tiefere Streben wurzelt in mitteleuropäischen Okkultismen, in einer mitteleuropäischen okkulten Entwickelung. In diese Strömung der mitteleuropäisch-okkulten Entwickelung kam zunächst auch wirklich durch einen guten Vorgang Helena Petrowna Blavatsky hinein, so daß zunächst dasjenige, was, ich möchte sagen, durch die unterirdischen Kanäle der menschlichen Persönlichkeit heraufkam in das psychische Leben der Blavatsky, durchtränkt wurde von dem, was da lebte durch das spätere Mittelalter hindurch an Okkultismus innerhalb Mitteleuropas.
[ 19 ] Zunächst gingen die Dinge so, wie sie, ich möchte sagen, gehen sollten. Blavatsky hub durchaus damit an, sich auch in die okkulten Seiten des mitteleuropäischen Geisteslebens einzuleben. Was das bedeutet, wird uns ganz klar werden, wenn wir dieses mitteleuropäische Geistesleben auch in bezug auf seine Okkultismen noch etwas näher betrachten. Dieses mitteleuropäische Geistesleben hat nämlich immer auch Okkultes an seine Oberfläche gebracht. Dieses Okkulte ist ja sogar in einer gewissen, wenn auch äußerlichen Literatur noch zu erkennen. Es lebte im 15., 16., 17., ja noch im 18. Jahrhundert, bis dann der Jesuitismus gekommen ist und äußerlich — aber auch nur äußerlich — alles verdorben hat. Aber es lebte damals. Und wenn wir heute davon sprechen, wie in einer gewissen rein ideellen Form in der Goethe-, Schelling- und Fichte-Zeit ein tieferes Streben zum Vorschein kam, so muß man sich auch darüber klar sein, daß dieses tiefere Streben wurzelt in mitteleuropäischen Okkultismen, in einer mitteleuropäischen okkulten Entwickelung. In diese Strömung der mitteleuropäisch-okkulten Entwickelung kam zunächst auch wirklich durch einen guten Vorgang Helena Petrowna Blavatsky hinein, so daß zunächst dasjenige, was, ich möchte sagen, durch die unterirdischen Kanäle der menschlichen Persönlichkeit heraufkam in das psychische Leben der Blavatsky, durchtränkt wurde von dem, was da lebte durch das spätere Mittelalter hindurch an Okkultismus innerhalb Mitteleuropas.
[ 20 ] Aber es war ja mit diesem mitteleuropäischen Okkultismus früher schon etwas anderes geschehen. Bloß töricht, bloß dumm sind natürlich die westlichen Okkultisten nicht; sie sind sogar mit Bezug auf das, was man so manchmal als äußere Klugheit erkennt, außerordentlich gescheit. Grey und Asquith rechne ich allerdings nicht zu diesen Gescheiten; ich will nicht etwa in das Ansehen kommen, daß ich die jetzigen englischen Staatsmänner zu diesen Klugen rechne. Aber es haben schon, namentlich innerhalb der okkulten Orden, außerordentlich bedeutende Leute gelebt, die vor allen Dingen mit großer Klugheit ausgestattet waren, und mit Hilfe dieser Klugheit ist es dahin gekommen, daß man eigentlich so ziemlich alles, was man äußerlich übernehmen konnte von dem mitteleuropäischen Okkultismus, hinübergenommen hat nach England, so daß das wieder auflebt in England in einer allerdings äußerlichen, exoterischen, aber doch umfangreichen Literatur.
[ 20 ] Aber es war ja mit diesem mitteleuropäischen Okkultismus früher schon etwas anderes geschehen. Bloß töricht, bloß dumm sind natürlich die westlichen Okkultisten nicht; sie sind sogar mit Bezug auf das, was man so manchmal als äußere Klugheit erkennt, außerordentlich gescheit. Grey und Asquith rechne ich allerdings nicht zu diesen Gescheiten; ich will nicht etwa in das Ansehen kommen, daß ich die jetzigen englischen Staatsmänner zu diesen Klugen rechne. Aber es haben schon, namentlich innerhalb der okkulten Orden, außerordentlich bedeutende Leute gelebt, die vor allen Dingen mit großer Klugheit ausgestattet waren, und mit Hilfe dieser Klugheit ist es dahin gekommen, daß man eigentlich so ziemlich alles, was man äußerlich übernehmen konnte von dem mitteleuropäischen Okkultismus, hinübergenommen hat nach England, so daß das wieder auflebt in England in einer allerdings äußerlichen, exoterischen, aber doch umfangreichen Literatur.
[ 21 ] Für denjenigen, der die Dinge kennt, wie sie sind, ist es ganz klar, wenn er irgend etwas nimmt von Wynn-Westcott, oder von denjenigen englischen Okkultisten, die etwas wissen, sogar wenn er intimer verfolgt die Schriften von Laurence Oliphant, worum es sich beim Produzieren dieser englischen okkulten Literatur handelt: daß man sich anschickt, demjenigen, was in Mitteleuropa erzeugt worden ist und was zunächst zurücktreten mußte in Mitteleuropa, weil eine mehr materielle Entwickelung Platz griff, ein englisches, ein westeuropäisches Gewand zu geben. Es ist ja deshalb, ich möchte sagen, so hoffnungslos betrübend, wenn man immer wieder und wiederum sah, wie gewisse Deutsche sich gar nicht genugtun konnten, darauf hinzuweisen, wie «englisch» eigentlich alles wirkliche okkultistische Streben sein müsse, und daß man da soviel wie möglich herübernehmen müsse. Die Leute wissen eben nicht, daß das, was aus mittelalterlichem Deutschtum gekommen ist, nach dort hinübergetragen worden ist und daß sie es jetzt wiederum im englischen Gewande zurücktragen. Man könnte sogar niedliche Forschungen anstellen: Sehr niedliche Forschungen würden sich zum Beispiel ergeben, wenn man englische okkulte Werke übersetzen und dann neben die Übersetzung dasjenige legen würde, was in einer viel gründlicheren, ernsteren Weise als mittelalterliche deutsche okkultistische Literatur vorhanden ist. Wenn man die zwei Dinge zusammenlegen würde, da würden sich groteske Dinge ergeben! Es würde sich nämlich ergeben, daß sehr spirituelle Dinge innerhalb der mitteleuropäischen Entwickelung nur mit einer Art von Schutt zugedeckt sind, und daß die wiederum zurückgetragen werden, von britischem Materialismus durchtränkt, ohne daß man weiß, daß sie zuerst von Mitteleuropa dort hinübergetragen worden sind.
[ 21 ] Für denjenigen, der die Dinge kennt, wie sie sind, ist es ganz klar, wenn er irgend etwas nimmt von Wynn-Westcott, oder von denjenigen englischen Okkultisten, die etwas wissen, sogar wenn er intimer verfolgt die Schriften von Laurence Oliphant, worum es sich beim Produzieren dieser englischen okkulten Literatur handelt: daß man sich anschickt, demjenigen, was in Mitteleuropa erzeugt worden ist und was zunächst zurücktreten mußte in Mitteleuropa, weil eine mehr materielle Entwickelung Platz griff, ein englisches, ein westeuropäisches Gewand zu geben. Es ist ja deshalb, ich möchte sagen, so hoffnungslos betrübend, wenn man immer wieder und wiederum sah, wie gewisse Deutsche sich gar nicht genugtun konnten, darauf hinzuweisen, wie «englisch» eigentlich alles wirkliche okkultistische Streben sein müsse, und daß man da soviel wie möglich herübernehmen müsse. Die Leute wissen eben nicht, daß das, was aus mittelalterlichem Deutschtum gekommen ist, nach dort hinübergetragen worden ist und daß sie es jetzt wiederum im englischen Gewande zurücktragen. Man könnte sogar niedliche Forschungen anstellen: Sehr niedliche Forschungen würden sich zum Beispiel ergeben, wenn man englische okkulte Werke übersetzen und dann neben die Übersetzung dasjenige legen würde, was in einer viel gründlicheren, ernsteren Weise als mittelalterliche deutsche okkultistische Literatur vorhanden ist. Wenn man die zwei Dinge zusammenlegen würde, da würden sich groteske Dinge ergeben! Es würde sich nämlich ergeben, daß sehr spirituelle Dinge innerhalb der mitteleuropäischen Entwickelung nur mit einer Art von Schutt zugedeckt sind, und daß die wiederum zurückgetragen werden, von britischem Materialismus durchtränkt, ohne daß man weiß, daß sie zuerst von Mitteleuropa dort hinübergetragen worden sind.
[ 22 ] Aber Helena Petrowna Blavatsky hat sich schon zuerst durchdrungen mit dem, was auch in mittelalterlichem Okkultismus gelebt hat. Bei ihr war ja das alles nicht voll im Bewußtsein, was sich mit ihr vollzogen hat, sie war eben in hohem Grade auch eine unterbewußt psychische Natur. Nun aber lebte das Bestreben fort, alles, was zukunftsmächtig ist, in die Unterordnung von westeuropäisch-angelsächsischem Wesen hineinzubringen. Dieser Drang lebte mächtig. Und im Zusammenhange mit diesem Drang — gewiß, ich könnte Ihnen alle einzelnen Vorgänge schildern, aber ich muß skizzieren, weil wir ja nicht so viel Zeit haben — steht, daß in einer bestimmten Zeit zum Beispiel Blavatsky veranlaßt wurde, in einen bestimmten okkulten Orden in Paris einzutreten.
[ 22 ] Aber Helena Petrowna Blavatsky hat sich schon zuerst durchdrungen mit dem, was auch in mittelalterlichem Okkultismus gelebt hat. Bei ihr war ja das alles nicht voll im Bewußtsein, was sich mit ihr vollzogen hat, sie war eben in hohem Grade auch eine unterbewußt psychische Natur. Nun aber lebte das Bestreben fort, alles, was zukunftsmächtig ist, in die Unterordnung von westeuropäisch-angelsächsischem Wesen hineinzubringen. Dieser Drang lebte mächtig. Und im Zusammenhange mit diesem Drang — gewiß, ich könnte Ihnen alle einzelnen Vorgänge schildern, aber ich muß skizzieren, weil wir ja nicht so viel Zeit haben — steht, daß in einer bestimmten Zeit zum Beispiel Blavatsky veranlaßt wurde, in einen bestimmten okkulten Orden in Paris einzutreten.
[ 23 ] Nun trat also Blavatsky, auf der einen Seite mit den okkultistisch vertieften russischen Eigenschaften, andererseits durchtränkt mit einer ganzen Summe von wirklichem Wissen, das aus Mitteleuropa stammte — sei es nun rosenkreuzerisch, oder wie Sie es nennen wollen —, in eine Pariser Geheimgesellschaft ein. Da war sie nun darin. Vermöge desjenigen, was in ihrer Seele lebte, war sie eine ungeheuer starke Seele, eine Seele, die dasjenige, was in ihr lebte, stark zur Geltung brachte, die nicht etwa so ohne weiteres darauf einging — was man natürlich in jenen okkulten Orden in Paris gerne gemocht hätte —, daß man sie nur so als ein höheres Medium betrachtete. Denn, was den Leuten besonders zu schaffen machte, das war dieses Vermögen, alle ihre okkulten Erlebnisse, wenn sie es für gut fand, der Welt mitzuteilen, da sie dieselben hineingenommen hatte in eine Art höhere Psyche. Man hätte sonst der Welt sagen können: Seht ihr, dasjenige, was wir euch zu sagen haben, das sagen wir euch nicht aus Theorien heraus, sondern das erscheint auf einem übermediumistischen Wege; da drängt es sich aus einer kernhaften, aus einer russischen Natur, aus der Psyche einer Persönlichkeit, die im höchsten Grade eine psychische Persönlichkeit ist, herein. — Hätte man das ausführen wollen, dann hätte natürlich die Blavatsky eine viel weniger eigensinnige Persönlichkeit sein müssen. Das ließ sie sich schon nicht gefallen. Daher auch die Tatsache, daß sie nun in jenem geheimen Orden in Paris Bedingungen stellte, die ich nicht nennen will — es wird auch die Zeit kommen, über diese Dinge zu sprechen —, die aber wiederum hervorgingen aus dem Blavatsky-Drang. Sie fühlte nämlich: Die da drüben im Westen wollen die westliche Herrschaft gefördert haben, soweit sie vom Okkultismus gefördert werden kann — darauf lasse ich mich nicht ein! — Denn gerade dazumal, bei all den merkwürdigen Dingen, die sich in jenem Pariser geheimen Orden abgespielt haben, fühlte sie sich stark als Russin und stellte Bedingungen, die ich, wie gesagt, nicht nennen will, für ihr Verbleiben im Orden, Bedingungen, die auch nicht im entferntesten berücksichtigt werden konnten, wenn dieser Orden noch weiter mit der Außenwelt rechnen wollte. Sie stellte Bedingungen, die gewissermaßen geeignet gewesen wären, die ganze Geschichte von Frankreich rundherum zu kugeln. Daher schloß man sie aus. Man hatte so das Gefühl, man habe sie gerade noch zur rechten Zeit ausgeschlossen, bevor sie zuviel erfahren hat von den Geheimnissen des Ordens.
[ 23 ] Nun trat also Blavatsky, auf der einen Seite mit den okkultistisch vertieften russischen Eigenschaften, andererseits durchtränkt mit einer ganzen Summe von wirklichem Wissen, das aus Mitteleuropa stammte — sei es nun rosenkreuzerisch, oder wie Sie es nennen wollen —, in eine Pariser Geheimgesellschaft ein. Da war sie nun darin. Vermöge desjenigen, was in ihrer Seele lebte, war sie eine ungeheuer starke Seele, eine Seele, die dasjenige, was in ihr lebte, stark zur Geltung brachte, die nicht etwa so ohne weiteres darauf einging — was man natürlich in jenen okkulten Orden in Paris gerne gemocht hätte —, daß man sie nur so als ein höheres Medium betrachtete. Denn, was den Leuten besonders zu schaffen machte, das war dieses Vermögen, alle ihre okkulten Erlebnisse, wenn sie es für gut fand, der Welt mitzuteilen, da sie dieselben hineingenommen hatte in eine Art höhere Psyche. Man hätte sonst der Welt sagen können: Seht ihr, dasjenige, was wir euch zu sagen haben, das sagen wir euch nicht aus Theorien heraus, sondern das erscheint auf einem übermediumistischen Wege; da drängt es sich aus einer kernhaften, aus einer russischen Natur, aus der Psyche einer Persönlichkeit, die im höchsten Grade eine psychische Persönlichkeit ist, herein. — Hätte man das ausführen wollen, dann hätte natürlich die Blavatsky eine viel weniger eigensinnige Persönlichkeit sein müssen. Das ließ sie sich schon nicht gefallen. Daher auch die Tatsache, daß sie nun in jenem geheimen Orden in Paris Bedingungen stellte, die ich nicht nennen will — es wird auch die Zeit kommen, über diese Dinge zu sprechen —, die aber wiederum hervorgingen aus dem Blavatsky-Drang. Sie fühlte nämlich: Die da drüben im Westen wollen die westliche Herrschaft gefördert haben, soweit sie vom Okkultismus gefördert werden kann — darauf lasse ich mich nicht ein! — Denn gerade dazumal, bei all den merkwürdigen Dingen, die sich in jenem Pariser geheimen Orden abgespielt haben, fühlte sie sich stark als Russin und stellte Bedingungen, die ich, wie gesagt, nicht nennen will, für ihr Verbleiben im Orden, Bedingungen, die auch nicht im entferntesten berücksichtigt werden konnten, wenn dieser Orden noch weiter mit der Außenwelt rechnen wollte. Sie stellte Bedingungen, die gewissermaßen geeignet gewesen wären, die ganze Geschichte von Frankreich rundherum zu kugeln. Daher schloß man sie aus. Man hatte so das Gefühl, man habe sie gerade noch zur rechten Zeit ausgeschlossen, bevor sie zuviel erfahren hat von den Geheimnissen des Ordens.
[ 24 ] Dann kamen verschiedene andere Ereignisse, unter anderem auch dieses, daß sie jetzt, ich möchte sagen, Geschmack bekommen hatte an der Teilnahme an den großen Weltereignissen. Und da ließ sie sich denn in einen anderen, jetzt in einen amerikanischen Orden aufnehmen. Da stellte sie nun nicht die Bedingungen wie in dem Pariser Orden, aber sie benahm sich so, daß das eben auf dem amerikanischen Wege hätte erreicht werden können, was sie in Paris durch die offenen Bedingungen hat erreichen wollen. Und in Verbindung mit einem Manne, dem ohnedies die amerikanischen Verhältnisse der damaligen Zeit außerordentlich wenig gefallen haben, in Verbindung mit Olcott, hatte sie große Dinge vor mit Bezug auf das amerikanische Leben, Dinge, welche die westlichen Okkultisten, sofern sie angelsächsisch sind, in eine Seelenstimmung gebracht haben, von der man sagen kann: Den Leuten wurde siedendheiß zumute! — Siedend heiß, so heiß war es nicht Dr. Faust zumute, nicht Richard III., wie Goethe einmal aus einer gewissen Stimmung heraus sagte. Und nun war außerdem noch das eingetreten, was ja in Paris noch nicht eingetreten war — nun, die Blavatsky hat schon zuviel gewußt, zu genau hineingeschaut in dasjenige, was eigentlich da als Absichten bestand! —, es war etwas entstanden, was ganz gewiß, wenn man es mißt an uraltheiligen okkulten Regeln, nicht so ganz zu rechtfertigen ist, was aber geschehen mußte, um großes Unglück, das hätte kommen können, zu verhüten. Die Dinge, die man sich vornahm, wurden gerade damals erwogen in einer Versammlung amerikanischer und europäischer Okkultisten, und nach mancherlei Umwegen ging aus den Maßnahmen, die man ergriffen hatte, das hervor, was man im Okkultismus nennt das Versetzen von jemandem in okkulte Gefangenschaft. Diese okkulte Gefangenschaft besteht darin, daß man durch gewisse Vorgänge bewirkt, daß das Streben eines Menschen, namentlich das okkulte Streben, wie eingeschlossen ist in einer Sphäre, so daß der Betreffende immer nur das eigene Streben zurückgeworfen sieht und aus der Sphäre nicht hinaussieht. In eine solche okkulte Sphäre hinein wurde nun Blavatsky versetzt. ÄAußerlich richtete man die Sache so ein, daß sie während dieser okkulten Gefangenschaft in Asien war.
[ 24 ] Dann kamen verschiedene andere Ereignisse, unter anderem auch dieses, daß sie jetzt, ich möchte sagen, Geschmack bekommen hatte an der Teilnahme an den großen Weltereignissen. Und da ließ sie sich denn in einen anderen, jetzt in einen amerikanischen Orden aufnehmen. Da stellte sie nun nicht die Bedingungen wie in dem Pariser Orden, aber sie benahm sich so, daß das eben auf dem amerikanischen Wege hätte erreicht werden können, was sie in Paris durch die offenen Bedingungen hat erreichen wollen. Und in Verbindung mit einem Manne, dem ohnedies die amerikanischen Verhältnisse der damaligen Zeit außerordentlich wenig gefallen haben, in Verbindung mit Olcott, hatte sie große Dinge vor mit Bezug auf das amerikanische Leben, Dinge, welche die westlichen Okkultisten, sofern sie angelsächsisch sind, in eine Seelenstimmung gebracht haben, von der man sagen kann: Den Leuten wurde siedendheiß zumute! — Siedend heiß, so heiß war es nicht Dr. Faust zumute, nicht Richard III., wie Goethe einmal aus einer gewissen Stimmung heraus sagte. Und nun war außerdem noch das eingetreten, was ja in Paris noch nicht eingetreten war — nun, die Blavatsky hat schon zuviel gewußt, zu genau hineingeschaut in dasjenige, was eigentlich da als Absichten bestand! —, es war etwas entstanden, was ganz gewiß, wenn man es mißt an uraltheiligen okkulten Regeln, nicht so ganz zu rechtfertigen ist, was aber geschehen mußte, um großes Unglück, das hätte kommen können, zu verhüten. Die Dinge, die man sich vornahm, wurden gerade damals erwogen in einer Versammlung amerikanischer und europäischer Okkultisten, und nach mancherlei Umwegen ging aus den Maßnahmen, die man ergriffen hatte, das hervor, was man im Okkultismus nennt das Versetzen von jemandem in okkulte Gefangenschaft. Diese okkulte Gefangenschaft besteht darin, daß man durch gewisse Vorgänge bewirkt, daß das Streben eines Menschen, namentlich das okkulte Streben, wie eingeschlossen ist in einer Sphäre, so daß der Betreffende immer nur das eigene Streben zurückgeworfen sieht und aus der Sphäre nicht hinaussieht. In eine solche okkulte Sphäre hinein wurde nun Blavatsky versetzt. ÄAußerlich richtete man die Sache so ein, daß sie während dieser okkulten Gefangenschaft in Asien war.
[ 25 ] Aber nun brachte die Entwickelung der Menschheit gewisse Dinge mit sich. Wie gesagt, es ist natürlich immer nicht ganz genau, was man erzählt, das heißt, es sind schon die Einzelheiten genau, aber man muß, weil man nicht Zeit hat, Dinge überspringen, die vielleicht ein anderes Mal erzählt werden können, und die zu erwähnen ein anderes Mal gewünscht werden kann. Es trat das ein, daß dann führende indische Okkultisten versuchten, dasjenige, was nun wiederum politisch für ihr indisches Volkstum von besonderem Vorteil war, dadurch auf okkulte Weise zu fördern, daß sie die Blavatsky herauszogen aus ihrer okkulten Gefangenschaft. Und alles dasjenige, was sich zunächst mitteleuropäisch gefärbt hatte, was dann überzogen war von all dem, was man in Westeuropa in sie hat hineinbringen wollen, das war jetzt indisch gefärbt, und ein kompliziertes okkultes Erleben spielte sich jetzt sozusagen um die arme Blavatsky ab. Sie war von der okkulten Gefangenschaft eines Tages frei; aber alles dasjenige, was in ihrer Seele saß an Okkultismen, das hatte eine indische Färbung bekommen. Und dazu kam der mehr unbewußte Einfluß Olcotts, der nun doch darauf hinauslief, dem Angelsachsentum diese Okkultismen, die indisch gefärbt waren, auch wiederum dienstbar zu machen. Und so konnte denn das herauskommen, daß an die Stelle der. früheren Führerschaft der Blavatsky ein anderer Führer trat, den sie nun, entsprechend dem früheren, auch weiter mit dem Namen Koot-Hoomi bezeichnete; aber der spätere, zweite Führer der Blavatsky, war im Grunde genommen — wie diejenigen, die in diese Dinge eingeweiht sind, wissen — nichts anderes als ein in russischen Diensten stehender Wicht, eine Persönlichkeit, die ganz andere Ziele verfolgte mit all den Dingen, die sie der Blavatsky und ihren Anhängern überlieferte, als in ehrlicher Weise okkulte Kenntnisse unter den Menschen zu verbreiten; eine Persönlichkeit, die vor allen Dingen große politische Ziele, eine Art von russischer Spionenschaft verfolgte, und die jetzt die Sache so leiten und lenken wollte, daß von der anderen Seite her diese geistige Ehe zwischen dem Russentum und dem Angelsachsentum zustande kommen sollte.
[ 25 ] Aber nun brachte die Entwickelung der Menschheit gewisse Dinge mit sich. Wie gesagt, es ist natürlich immer nicht ganz genau, was man erzählt, das heißt, es sind schon die Einzelheiten genau, aber man muß, weil man nicht Zeit hat, Dinge überspringen, die vielleicht ein anderes Mal erzählt werden können, und die zu erwähnen ein anderes Mal gewünscht werden kann. Es trat das ein, daß dann führende indische Okkultisten versuchten, dasjenige, was nun wiederum politisch für ihr indisches Volkstum von besonderem Vorteil war, dadurch auf okkulte Weise zu fördern, daß sie die Blavatsky herauszogen aus ihrer okkulten Gefangenschaft. Und alles dasjenige, was sich zunächst mitteleuropäisch gefärbt hatte, was dann überzogen war von all dem, was man in Westeuropa in sie hat hineinbringen wollen, das war jetzt indisch gefärbt, und ein kompliziertes okkultes Erleben spielte sich jetzt sozusagen um die arme Blavatsky ab. Sie war von der okkulten Gefangenschaft eines Tages frei; aber alles dasjenige, was in ihrer Seele saß an Okkultismen, das hatte eine indische Färbung bekommen. Und dazu kam der mehr unbewußte Einfluß Olcotts, der nun doch darauf hinauslief, dem Angelsachsentum diese Okkultismen, die indisch gefärbt waren, auch wiederum dienstbar zu machen. Und so konnte denn das herauskommen, daß an die Stelle der. früheren Führerschaft der Blavatsky ein anderer Führer trat, den sie nun, entsprechend dem früheren, auch weiter mit dem Namen Koot-Hoomi bezeichnete; aber der spätere, zweite Führer der Blavatsky, war im Grunde genommen — wie diejenigen, die in diese Dinge eingeweiht sind, wissen — nichts anderes als ein in russischen Diensten stehender Wicht, eine Persönlichkeit, die ganz andere Ziele verfolgte mit all den Dingen, die sie der Blavatsky und ihren Anhängern überlieferte, als in ehrlicher Weise okkulte Kenntnisse unter den Menschen zu verbreiten; eine Persönlichkeit, die vor allen Dingen große politische Ziele, eine Art von russischer Spionenschaft verfolgte, und die jetzt die Sache so leiten und lenken wollte, daß von der anderen Seite her diese geistige Ehe zwischen dem Russentum und dem Angelsachsentum zustande kommen sollte.
[ 26 ] Alles dasjenige, was als so grauenvoll Verderbliches manche außerordentlich großen Wahrheiten, die auch in der «Secret Doctrine» enthalten sind, durchsetzt, das ist auf diese Gründe zurückzuführen, die damit angedeutet werden. Man kann auch bemerken, daß die eminent russische Färbung, die durch diesen späteren Koot-Hoomi in die ganze Blavatsky-Richtung hineingekommen ist, gewissen englischen Hochgrad-Okkultisten doch nicht paßte, und wie namentlich gewisse okkulte Kreise, die in England der Hochkirche außerordentlich nahestehen, alles daran setzten, jene Färbung, die ich eben charakterisiert habe, zu bekämpfen. Das ist eine ausführliche, eine große Geschichte, die sich da abgespielt hat.
[ 26 ] Alles dasjenige, was als so grauenvoll Verderbliches manche außerordentlich großen Wahrheiten, die auch in der «Secret Doctrine» enthalten sind, durchsetzt, das ist auf diese Gründe zurückzuführen, die damit angedeutet werden. Man kann auch bemerken, daß die eminent russische Färbung, die durch diesen späteren Koot-Hoomi in die ganze Blavatsky-Richtung hineingekommen ist, gewissen englischen Hochgrad-Okkultisten doch nicht paßte, und wie namentlich gewisse okkulte Kreise, die in England der Hochkirche außerordentlich nahestehen, alles daran setzten, jene Färbung, die ich eben charakterisiert habe, zu bekämpfen. Das ist eine ausführliche, eine große Geschichte, die sich da abgespielt hat.
[ 27 ] Klar muß man sich nur vor allem darüber sein, daß Helena PetrownaBlavatsky eine außerordentlich bedeutungsvolle psychische Persönlichkeit war, in der durch ihre Psyche hindurch die mannigfaltigsten Strebungen und Strömungen gewirkt haben. Man hatte dazumal, namentlich im Anfang des äußeren Auftretens der Blavatsky, nach vielen Richtungen hin die Tendenz, gewisse politische Dinge der Zukunft auf dem Wege vorzubereiten, daß man die Leute gewissermaßen übertäubte mit gewissen Okkultismen. Es wissen ja Okkultisten einer gewissen Sorte nur allzugut, daß man — verzeihen Sie den harten Ausdruck — durch nichts die Welt besser dumm machen kann, als wenn man zunächst in einer gewissen Weise einen Okkultismus lehrt. Wenn dann nicht hinter diesen Lehren des Okkultismus die absolute Tendenz zu ehrlichem Wahrheitssinn steht, kann man die durch den Okkultismus dumm gemachten Leute überallhin führen, wohin man sie bringen will. Das ist eine Tendenz derjenigen Okkultisten, die der mehr oder weniger schwarzen, grauen Sorte angehören. Und solche verfolgen sehr häufig ferne politische Ziele, lange Zeit im voraus sorgsam alles vorbereitend. Nicht umsonst wird — oder wurde wenigstens — in gewissen Geheimgesellschaften, namentlich Britanniens, aber auch Frankreichs, immer wieder gelehrt, welches das zukünftige Schicksal Polens sein wird und wie man sich zu verhalten habe gegenüber den verschiedenen Bestrebungen und Strömungen im polnischen Volk. Nicht umsonst wurde immer gelehrt, wie der Zusammenhang entstehen müsse zwischen Rumänien, Bulgarien, Serbien und den sich angliedernden Territorien der Balkanhalbinsel, und wie man vorbereiten müsse gewisse politische Unterströmungen, damit dasjenige, was man wollte, eben gefördert werden könne. Ungeheuer viel Politik wird gerade in den westeuropäischen Geheimorden gemacht. Ich möchte sagen, große Politik wird da gemacht.
[ 27 ] Klar muß man sich nur vor allem darüber sein, daß Helena PetrownaBlavatsky eine außerordentlich bedeutungsvolle psychische Persönlichkeit war, in der durch ihre Psyche hindurch die mannigfaltigsten Strebungen und Strömungen gewirkt haben. Man hatte dazumal, namentlich im Anfang des äußeren Auftretens der Blavatsky, nach vielen Richtungen hin die Tendenz, gewisse politische Dinge der Zukunft auf dem Wege vorzubereiten, daß man die Leute gewissermaßen übertäubte mit gewissen Okkultismen. Es wissen ja Okkultisten einer gewissen Sorte nur allzugut, daß man — verzeihen Sie den harten Ausdruck — durch nichts die Welt besser dumm machen kann, als wenn man zunächst in einer gewissen Weise einen Okkultismus lehrt. Wenn dann nicht hinter diesen Lehren des Okkultismus die absolute Tendenz zu ehrlichem Wahrheitssinn steht, kann man die durch den Okkultismus dumm gemachten Leute überallhin führen, wohin man sie bringen will. Das ist eine Tendenz derjenigen Okkultisten, die der mehr oder weniger schwarzen, grauen Sorte angehören. Und solche verfolgen sehr häufig ferne politische Ziele, lange Zeit im voraus sorgsam alles vorbereitend. Nicht umsonst wird — oder wurde wenigstens — in gewissen Geheimgesellschaften, namentlich Britanniens, aber auch Frankreichs, immer wieder gelehrt, welches das zukünftige Schicksal Polens sein wird und wie man sich zu verhalten habe gegenüber den verschiedenen Bestrebungen und Strömungen im polnischen Volk. Nicht umsonst wurde immer gelehrt, wie der Zusammenhang entstehen müsse zwischen Rumänien, Bulgarien, Serbien und den sich angliedernden Territorien der Balkanhalbinsel, und wie man vorbereiten müsse gewisse politische Unterströmungen, damit dasjenige, was man wollte, eben gefördert werden könne. Ungeheuer viel Politik wird gerade in den westeuropäischen Geheimorden gemacht. Ich möchte sagen, große Politik wird da gemacht.
[ 28 ] Da Blavatsky sich eigentlich doch nie hat bewegen lassen dazu, nur reines Angelsachsentum okkultistisch zu fördern, so wurde sie, weil sie eine psychische Persönlichkeit war, als gefährlich betrachtet, sagen wir zum Beispiel bei den hohen Okkultisten, die der Hochkirche besonders nahestanden und die ja einzig und allein dasjenige wollten, was ich schon angedeutet habe. Besonders dachte man da zuerst, wirken zu können durch solche Leute, die durch ihre geringen Talente, durch ihr unausgebildetes Denken eigentlich ahnungslos in einer solchen Bewegung darinstehen. Besonders viel glaubte man zu erreichen dadurch, daß man die Wege des Herrn Sinnett in einer gewissen Weise lenkte. Unter den angedeuteten Verhältnissen lassen sich ja die Wege eines Menschen, wie gesagt, leiten und lenken, wenn man nicht auf dem Boden steht, dasjenige als Höchstes anzuerkennen, was der echte Okkultismus als Höchstes anerkennen muß: die unbedingte Wahrung der menschlichen Freiheit und der menschlichen Würde. Aber es muß auch immer wieder dazu ermahnt werden, daß der Okkultist oder derjenige, der sich mit dem Okkultismus bekannt macht, gerade in bezug auf diesen Punkt Wache hält über seine Seele. Und Mrs. Besant ist ja auch ziemlich ahnungslos in die Dinge hineingewachsen, aber bei ihr ist außerdem ein starker angelsächsischer Trieb vorhanden, und so konnten all die Dinge dann auch durch Mrs. Besant wirken, die eben durch sie gewirkt haben. Wenn Sie bedenken, wie kompliziert alles ist in der Strömung, in die sie da hineingestellt worden ist, dann werden Sie manches begreifen gerade an dieser Mrs. Besant. Aber man muß sich schon darauf einlassen, ein wenig Verständnis zu gewinnen für solche Dinge.
[ 28 ] Da Blavatsky sich eigentlich doch nie hat bewegen lassen dazu, nur reines Angelsachsentum okkultistisch zu fördern, so wurde sie, weil sie eine psychische Persönlichkeit war, als gefährlich betrachtet, sagen wir zum Beispiel bei den hohen Okkultisten, die der Hochkirche besonders nahestanden und die ja einzig und allein dasjenige wollten, was ich schon angedeutet habe. Besonders dachte man da zuerst, wirken zu können durch solche Leute, die durch ihre geringen Talente, durch ihr unausgebildetes Denken eigentlich ahnungslos in einer solchen Bewegung darinstehen. Besonders viel glaubte man zu erreichen dadurch, daß man die Wege des Herrn Sinnett in einer gewissen Weise lenkte. Unter den angedeuteten Verhältnissen lassen sich ja die Wege eines Menschen, wie gesagt, leiten und lenken, wenn man nicht auf dem Boden steht, dasjenige als Höchstes anzuerkennen, was der echte Okkultismus als Höchstes anerkennen muß: die unbedingte Wahrung der menschlichen Freiheit und der menschlichen Würde. Aber es muß auch immer wieder dazu ermahnt werden, daß der Okkultist oder derjenige, der sich mit dem Okkultismus bekannt macht, gerade in bezug auf diesen Punkt Wache hält über seine Seele. Und Mrs. Besant ist ja auch ziemlich ahnungslos in die Dinge hineingewachsen, aber bei ihr ist außerdem ein starker angelsächsischer Trieb vorhanden, und so konnten all die Dinge dann auch durch Mrs. Besant wirken, die eben durch sie gewirkt haben. Wenn Sie bedenken, wie kompliziert alles ist in der Strömung, in die sie da hineingestellt worden ist, dann werden Sie manches begreifen gerade an dieser Mrs. Besant. Aber man muß sich schon darauf einlassen, ein wenig Verständnis zu gewinnen für solche Dinge.
[ 29 ] Es ist sehr nötig, meine lieben Freunde, daß unser echtes, klares Urteilsvermögen, unser Vermögen, die äußeren Verhältnisse zu überschauen, nicht darunter leidet, daß wir uns auf Okkultismen einlassen, daß wir sozusagen gesunden Menschensinn bewahren in der Beurteilung der äußeren Verhältnisse, uns nicht benebeln lassen durch allerlei Okkultismen. Wir brauchen ein klares Urteil über die Vorgänge des Lebens, das uns befähigt, nicht hereinzufallen auf alle möglichen trüben okkultistischen Scharlatanerien, namentlich auf solche Dinge, bei denen, von gewissen Zentren ausgehend, ganz anderes angestrebt wird als die reine Wahrheit und wo verbreitet werden gewisse Okkultismen, um im Trüben fischen zu können für gewisse Ziele und Zwecke. Und wirklich dringend nötig ist es auch für unsere Bewegung, daß sie eine reine Scheidewand ziehe zwischen ihrem ehrlichen Wahrheitsstreben, das hervorgeht nur aus der Erkenntnis dessen, was in unserer Zeit der allgemeinen Geistesbewegung der Menschheit sich einverleiben muß, und alldem, was sich in vielfach unlauterer Weise gerade jetzt in der Welt geltend macht als Okkultismus, demgegenüber man gar nicht sagen darf, es stehe einem nicht an, sich für die entsprechenden Tatsachen zu interessieren. Man muß schon zwischen dem bloßen Aberglauben, der hereinfällt auf die «Wissenden» — aber im schrecklichsten Sinne «Wissenden» —, und der Geistesbewegung, die innerhalb unserer Strömung hell bleiben soll, eine Scheidewand ziehen, und man muß immer mehr keinen Zweifel darüber lassen, auf welcher Seite man nicht steht! Das ist durchaus notwendig. Sonst kommt man in einen gewissen Dusel hinein, der die allerschlimmsten Verheerungen anrichten kann. Weil diese Dinge gerade von mehr materialistischer Seite besprochen und bekanntgemacht und ganz gewiß von übelgesinnter Seite mißbraucht werden in der Zukunft, um allem Okkultismus etwas anzuhaben, möchte ich Sie schon hier heute — ich werde es vielleicht morgen sogar öffentlich tun müssen — auf gewisse Dinge aufmerksam machen, die schon geeignet sind, den Leuten über manches die Augen zu öffnen, und die notwendig machen zu betonen, mit was für Dingen, die oftmals als Okkultismus angesehen werden, wir nichts zu tun haben wollen, damit wir gerüstet und gewappnet sind, wenn der Augenblick kommen sollte, wo man mit diesen trüben Dingen dasjenige zusammenwerfen wird, was ehrliches geisteswissenschaftliches Streben ist.
[ 29 ] Es ist sehr nötig, meine lieben Freunde, daß unser echtes, klares Urteilsvermögen, unser Vermögen, die äußeren Verhältnisse zu überschauen, nicht darunter leidet, daß wir uns auf Okkultismen einlassen, daß wir sozusagen gesunden Menschensinn bewahren in der Beurteilung der äußeren Verhältnisse, uns nicht benebeln lassen durch allerlei Okkultismen. Wir brauchen ein klares Urteil über die Vorgänge des Lebens, das uns befähigt, nicht hereinzufallen auf alle möglichen trüben okkultistischen Scharlatanerien, namentlich auf solche Dinge, bei denen, von gewissen Zentren ausgehend, ganz anderes angestrebt wird als die reine Wahrheit und wo verbreitet werden gewisse Okkultismen, um im Trüben fischen zu können für gewisse Ziele und Zwecke. Und wirklich dringend nötig ist es auch für unsere Bewegung, daß sie eine reine Scheidewand ziehe zwischen ihrem ehrlichen Wahrheitsstreben, das hervorgeht nur aus der Erkenntnis dessen, was in unserer Zeit der allgemeinen Geistesbewegung der Menschheit sich einverleiben muß, und alldem, was sich in vielfach unlauterer Weise gerade jetzt in der Welt geltend macht als Okkultismus, demgegenüber man gar nicht sagen darf, es stehe einem nicht an, sich für die entsprechenden Tatsachen zu interessieren. Man muß schon zwischen dem bloßen Aberglauben, der hereinfällt auf die «Wissenden» — aber im schrecklichsten Sinne «Wissenden» —, und der Geistesbewegung, die innerhalb unserer Strömung hell bleiben soll, eine Scheidewand ziehen, und man muß immer mehr keinen Zweifel darüber lassen, auf welcher Seite man nicht steht! Das ist durchaus notwendig. Sonst kommt man in einen gewissen Dusel hinein, der die allerschlimmsten Verheerungen anrichten kann. Weil diese Dinge gerade von mehr materialistischer Seite besprochen und bekanntgemacht und ganz gewiß von übelgesinnter Seite mißbraucht werden in der Zukunft, um allem Okkultismus etwas anzuhaben, möchte ich Sie schon hier heute — ich werde es vielleicht morgen sogar öffentlich tun müssen — auf gewisse Dinge aufmerksam machen, die schon geeignet sind, den Leuten über manches die Augen zu öffnen, und die notwendig machen zu betonen, mit was für Dingen, die oftmals als Okkultismus angesehen werden, wir nichts zu tun haben wollen, damit wir gerüstet und gewappnet sind, wenn der Augenblick kommen sollte, wo man mit diesen trüben Dingen dasjenige zusammenwerfen wird, was ehrliches geisteswissenschaftliches Streben ist.
[ 30 ] Nehmen Sie eine solche Tatsache — wie gesagt, ich erwähne diese Dinge aus dem Grunde, weil sie heute eben bekannt werden, und weil wir nötig haben, dazu zu sagen, wie wir darüber denken —: In Paris lebt, ganz klar im Zusammenhange mit den Bestrebungen gewisser geheimer Orden, eine Persönlichkeit, die mediale Eigenschaften hat, deren mediale Eigenschaften auf die Menschen wirken, die bewundert wird als ein bedeutungsvolles Medium, die aber eben im Zusammenhange mit okkulten Strömungen der charakterisierten Art steht und, zum Teil bewußt, zum Teil unbewußt, solche okkulten Strömungen durch sich wirken läßt. Diese okkulte Persönlichkeit gibt ein Jahrbuch heraus: In dem Jahrbuch für 1913, das schon 1912 erschienen ist, lesen wir mit Bezug auf Österreich: Derjenige, welcher glaubt zu regieren in der Zukunft, wird nicht regieren, aber ein anderer, junger, wird regieren, von dem man noch nicht glaubt, daß er regieren werde. — Und in dem Jahrbuch, das 1913 für 1914 erscheint, wird diese Behauptung in noch deutlicherer Weise wiederholt.
[ 30 ] Nehmen Sie eine solche Tatsache — wie gesagt, ich erwähne diese Dinge aus dem Grunde, weil sie heute eben bekannt werden, und weil wir nötig haben, dazu zu sagen, wie wir darüber denken —: In Paris lebt, ganz klar im Zusammenhange mit den Bestrebungen gewisser geheimer Orden, eine Persönlichkeit, die mediale Eigenschaften hat, deren mediale Eigenschaften auf die Menschen wirken, die bewundert wird als ein bedeutungsvolles Medium, die aber eben im Zusammenhange mit okkulten Strömungen der charakterisierten Art steht und, zum Teil bewußt, zum Teil unbewußt, solche okkulten Strömungen durch sich wirken läßt. Diese okkulte Persönlichkeit gibt ein Jahrbuch heraus: In dem Jahrbuch für 1913, das schon 1912 erschienen ist, lesen wir mit Bezug auf Österreich: Derjenige, welcher glaubt zu regieren in der Zukunft, wird nicht regieren, aber ein anderer, junger, wird regieren, von dem man noch nicht glaubt, daß er regieren werde. — Und in dem Jahrbuch, das 1913 für 1914 erscheint, wird diese Behauptung in noch deutlicherer Weise wiederholt.
[ 31 ] Diejenigen, die sich gerne beduseln lassen wollen, können ja, wenn sie wollen, die große Prophetengabe dieses Pariser Mediums bewundern, Aber derjenige, der mehr hell ist in seinem Geistesleben, der möchte doch auch solche Fäden ziehen, wie diese, die da sichtbar werden. Wenn man nun ein gewisses Blatt nimmt, das in Paris erscheint und das sich ja vielleicht vergleichen läßt mit der «B. Z. am Mittag» — «Paris Midi» heißt das Blatt —, da ist nun, nicht weit entfernt in der Zeit von jener Behauptung des Almanachs, schon im Jahre 1913 der entschiedene Wunsch ausgedrückt worden, der österreichische Erzherzog Ferdinand möge ermordet werden. — Und in demselben Blatt ist ausgesprochen — in der Zeit, als die dreijährige Dienstzeit in Frankreich verhandelt wurde —, daß, wenn es zu einer Mobilisierung kommen würde, in den ersten Tagen der Mobilisierung Jaures ermordet werden würde! Halten Sie das zusammen mit allen jenen Firlefanzereien, die jetzt gemacht werden, um möglichst einen Schleier zu breiten über die Geheimnisse, die hinter der Ermordung Jaure&s’ stehen, und damit, daß die Persönlichkeit, die jenen Almanach herausgegeben hat, in den ersten Tagen der Mobilisierung, im August 1914, nach Rom gefahren ist, um dort gewisse Kreise zu beeinflussen im antimitteleuropäischen Sinne. Halten Sie alle diese Tatsachen zusammen und versuchen Sie dann ein Urteil zu bilden, ob Sie es hier mit einer Prophetie zu tun haben oder mit etwas wesentlich anderem, was ich Ihnen wohl nicht weiter zu charakterisieren brauche. Aber studieren Sie daran, in wessen Dienst manchmal derjenige steht, der sich beduseln läßt und wenn da oder dort so etwas auftritt, wie in jenem Almanach, das sich später erfüllt, dann einfach von Prophetie spricht! Helles, klares Urteil ist schon notwendig, wenn man bedenkt, was an Unlauterkeit sich an die Rockschöße des Okkultismus hängt.
[ 31 ] Diejenigen, die sich gerne beduseln lassen wollen, können ja, wenn sie wollen, die große Prophetengabe dieses Pariser Mediums bewundern, Aber derjenige, der mehr hell ist in seinem Geistesleben, der möchte doch auch solche Fäden ziehen, wie diese, die da sichtbar werden. Wenn man nun ein gewisses Blatt nimmt, das in Paris erscheint und das sich ja vielleicht vergleichen läßt mit der «B. Z. am Mittag» — «Paris Midi» heißt das Blatt —, da ist nun, nicht weit entfernt in der Zeit von jener Behauptung des Almanachs, schon im Jahre 1913 der entschiedene Wunsch ausgedrückt worden, der österreichische Erzherzog Ferdinand möge ermordet werden. — Und in demselben Blatt ist ausgesprochen — in der Zeit, als die dreijährige Dienstzeit in Frankreich verhandelt wurde —, daß, wenn es zu einer Mobilisierung kommen würde, in den ersten Tagen der Mobilisierung Jaures ermordet werden würde! Halten Sie das zusammen mit allen jenen Firlefanzereien, die jetzt gemacht werden, um möglichst einen Schleier zu breiten über die Geheimnisse, die hinter der Ermordung Jaure&s’ stehen, und damit, daß die Persönlichkeit, die jenen Almanach herausgegeben hat, in den ersten Tagen der Mobilisierung, im August 1914, nach Rom gefahren ist, um dort gewisse Kreise zu beeinflussen im antimitteleuropäischen Sinne. Halten Sie alle diese Tatsachen zusammen und versuchen Sie dann ein Urteil zu bilden, ob Sie es hier mit einer Prophetie zu tun haben oder mit etwas wesentlich anderem, was ich Ihnen wohl nicht weiter zu charakterisieren brauche. Aber studieren Sie daran, in wessen Dienst manchmal derjenige steht, der sich beduseln läßt und wenn da oder dort so etwas auftritt, wie in jenem Almanach, das sich später erfüllt, dann einfach von Prophetie spricht! Helles, klares Urteil ist schon notwendig, wenn man bedenkt, was an Unlauterkeit sich an die Rockschöße des Okkultismus hängt.
[ 32 ] Und wir können weiter zurückblicken. Diese westeuropäischen Orden haben ihre Abgesandten vom Beginn des 19. Jahrhunderts an in Rußland drüben gehabt. Die Leute werden sagen, in Rußland hat man die maurerischen Orden oder dergleichen nicht geduldet. — Um so mehr haben sie im Geheimen geblüht und um so stärkere Früchte haben sie getragen, und derjenige, der einmal die Geschichte der Slawophilen und des Panslawismus studieren wird, der wird die Quellen in jenen russischen Geheimbünden zu suchen haben. Wenn man einen erwischt hat, hat man ihn ja da- oder dorthin geschickt oder füsiliert; aber stattgefunden hat es, daß der Ihnen charakterisierte westeuropäische Okkultismus verbunden wurde mit dem russischen Geistesleben.
[ 32 ] Und wir können weiter zurückblicken. Diese westeuropäischen Orden haben ihre Abgesandten vom Beginn des 19. Jahrhunderts an in Rußland drüben gehabt. Die Leute werden sagen, in Rußland hat man die maurerischen Orden oder dergleichen nicht geduldet. — Um so mehr haben sie im Geheimen geblüht und um so stärkere Früchte haben sie getragen, und derjenige, der einmal die Geschichte der Slawophilen und des Panslawismus studieren wird, der wird die Quellen in jenen russischen Geheimbünden zu suchen haben. Wenn man einen erwischt hat, hat man ihn ja da- oder dorthin geschickt oder füsiliert; aber stattgefunden hat es, daß der Ihnen charakterisierte westeuropäische Okkultismus verbunden wurde mit dem russischen Geistesleben.
[ 33 ] Man muß schon hineinsehen in die tieferen Zusammenhänge, die bestehen, wenn man ein Urteil über die Vorgänge der Welt haben will. Und wenn auch jetzt, solange wir gewissermaßen blockiert sind, über die Sache wenig gesprochen werden kann, auch deshalb, weil einige Daten fehlen würden: es wird schon die Zeit kommen, wo man sehen wird, welche Rolle bei der ganzen westeuropäischen Kriegsentfesselung gerade jene westeuropäischen Orden spielen, deren Fäden — und mehr als Fäden! — hineingehen in die englischen Ministerien, in die Pariser Ministerien und so weiter, und wie diese maurerischen Orden eine große Rolle gespielt haben namentlich in Westeuropa, als es sich darum handelte, den Anschluß Italiens an die sogenannte Entente zu bewirken. Die waren sehr, sehr eifrig, und waren wiederum mit gewissen Verbindungen Osteuropas in gutem Zusammenhang. Von den deutschen Maurern der niederen und höheren Grade, die ja in einem internationalen Weltenbunde selbstverständlich mit den anderen immer verbunden waren, «brüderliche Grüße» ausgetauscht haben, brüderliche Zusammenarbeit betont haben, von ihnen kann allerdings zur Entlastung gesagt werden, daß sie zu dumm waren, von der ganzen Geschichte nichts geahnt haben, in die sie eingefügt waren. Das muß man auch zu ihrer Entlastung ganz entschieden hervorheben. Und das ist die bedeutungsvollste Eigenschaft dieses mitteleuropäischen Maurertums, daß es düpiert worden ist bis zum letzten Moment, wie ja manche andere auch, die nicht gerade im Maurertum darin gestanden haben und von denen auch die Möglichkeit vorhanden gewesen wäre, daß sie sich vielleicht nicht hätten düpieren lassen.
[ 33 ] Man muß schon hineinsehen in die tieferen Zusammenhänge, die bestehen, wenn man ein Urteil über die Vorgänge der Welt haben will. Und wenn auch jetzt, solange wir gewissermaßen blockiert sind, über die Sache wenig gesprochen werden kann, auch deshalb, weil einige Daten fehlen würden: es wird schon die Zeit kommen, wo man sehen wird, welche Rolle bei der ganzen westeuropäischen Kriegsentfesselung gerade jene westeuropäischen Orden spielen, deren Fäden — und mehr als Fäden! — hineingehen in die englischen Ministerien, in die Pariser Ministerien und so weiter, und wie diese maurerischen Orden eine große Rolle gespielt haben namentlich in Westeuropa, als es sich darum handelte, den Anschluß Italiens an die sogenannte Entente zu bewirken. Die waren sehr, sehr eifrig, und waren wiederum mit gewissen Verbindungen Osteuropas in gutem Zusammenhang. Von den deutschen Maurern der niederen und höheren Grade, die ja in einem internationalen Weltenbunde selbstverständlich mit den anderen immer verbunden waren, «brüderliche Grüße» ausgetauscht haben, brüderliche Zusammenarbeit betont haben, von ihnen kann allerdings zur Entlastung gesagt werden, daß sie zu dumm waren, von der ganzen Geschichte nichts geahnt haben, in die sie eingefügt waren. Das muß man auch zu ihrer Entlastung ganz entschieden hervorheben. Und das ist die bedeutungsvollste Eigenschaft dieses mitteleuropäischen Maurertums, daß es düpiert worden ist bis zum letzten Moment, wie ja manche andere auch, die nicht gerade im Maurertum darin gestanden haben und von denen auch die Möglichkeit vorhanden gewesen wäre, daß sie sich vielleicht nicht hätten düpieren lassen.
[ 34 ] Wie oft mußte im Laufe der Zeit hervorgehoben werden, daß man sich einlassen soll auf die Betrachtung solcher Zusammenhänge und daß man namentlich gerade dann, wenn man sich in den Okkultismus einläßt, klares Urteil wird bewahren müssen. Jetzt liegt schon einmal die Notwendigkeit vor, in unserem Kreise auf solche Dinge aufmerksam zu machen. Vieles, was gesagt worden ist, was im Laufe der Jahre so eingeflossen ist, ist nur allzuwenig berücksichtigt worden, man hat allzuwenig auf die Dinge hingehört. Daher gibt es schon manches in unserer Bewegung, was einen gerade in unserer gegenwärtigen Zeit mit Betrübnis erfüllen kann. Unsere mitteleuropäische Bewegung ist wirklich auf einer anderen Basis begründet als andere ähnliche Bewegungen. Denken Sie nur einmal an das eine, daß wir unsere mitteleuropäische Bewegung ja schon vergleichen können mit einem lebendigen Wesen. Sie hat die Eigenschaft eines lebendigen Wesens. Wenn man einen Verein gründet, an den die Leute sich anschließen und aus dem sie wieder austreten, so ist dieser Verein nicht zu vergleichen mit einem lebendigen Wesen. Es ist gewiß vieles falsch von dem, was Weismann gesagt hat über ein lebendiges Wesen, aber das eine ist richtig: daß ein lebendiges Wesen einen Leichnam zurückläßt, wenn es seine Seele zurückzieht. Das trifft genau auf unsere Gesellschaft zu, in anderer Weise als auf andere Gesellschaften. Unsere Gesellschaft hat das Lebendige in sich, daß sie unsere Zyklen an die Mitglieder abgibt, die nun bei den Mitgliedern sind. Wenn eine andere Vereinigung sich auflöst, so gehen die Mitglieder auseinander, da bleibt kein Leichnam zurück. Man kann die schönsten Ideale haben und kann ruhig wieder auseinandergehen. Denken Sie aber, wenn wir auseinandergehen: die ganze Summe der Zyklen bleibt zurück. Das ist der Leichnam! Das ist das Zeugnis dafür, daß wir nicht auf strohernen Prinzipien, auf Programmen, sondern auf etwas Lebendigem begründet sind. Dieses andere wird derjenige, der die Sache betrachten will, schon finden. Und außerdem mußte unsere ganze Bewegung die Form annehmen, die sie angenommen hat. Wie schwer, wie unendlich schwer war es, ich möchte sagen, unser Schiffchen hindurchzusteuern durch all die Klippen, die Sie jetzt ein bißchen erkennen werden, wenn Sie auf all das schauen, was notwendig war, um das, was in Mitteleuropa sich geltend machen mußte, aus Westeuropas Umgarnung, die von Anfang an da war, herauszureißen und zu befreien. Und solchem gegenüber kann es einen schon etwas betrüben, wenn gerade in der heutigen ernsten, schicksaltragenden Zeit vielfach innerhalb unserer Bewegung die Tatsache hervorgetreten ist, daß die persönlichen Streitigkeiten seit dem Kriegsbeginne nicht nur nicht abgenommen haben, sondern in vermehrter Weise wuchern, in furchtbarer Weise eigentlich wuchern. Dieses Hingelenktsein der Seele auf die persönlichen Angelegenheiten gegenüber dem Großen der Bewegung, das ist ja so stark aufgetreten gerade in dieser Zeit. Es hat etwas Betrübliches, meine lieben Freunde, daß in dieser Zeit sich so wenig das Bewußtsein zeigt, daß man doch wahrhaftig nicht wie bei einem gewöhnlichen Verein innerhalb dieser Bewegung darinsteht und daß man nicht wie aus einem gewöhnlichen Verein austritt, wenn einem dies oder jenes nicht paßt! Wir können nicht dagegen geltend machen, so und so viele seien unschuldig an dem, was so geschieht; sondern gerade wenn man auf okkultem Boden steht, müssen die Tatsachen berücksichtigt werden.
[ 34 ] Wie oft mußte im Laufe der Zeit hervorgehoben werden, daß man sich einlassen soll auf die Betrachtung solcher Zusammenhänge und daß man namentlich gerade dann, wenn man sich in den Okkultismus einläßt, klares Urteil wird bewahren müssen. Jetzt liegt schon einmal die Notwendigkeit vor, in unserem Kreise auf solche Dinge aufmerksam zu machen. Vieles, was gesagt worden ist, was im Laufe der Jahre so eingeflossen ist, ist nur allzuwenig berücksichtigt worden, man hat allzuwenig auf die Dinge hingehört. Daher gibt es schon manches in unserer Bewegung, was einen gerade in unserer gegenwärtigen Zeit mit Betrübnis erfüllen kann. Unsere mitteleuropäische Bewegung ist wirklich auf einer anderen Basis begründet als andere ähnliche Bewegungen. Denken Sie nur einmal an das eine, daß wir unsere mitteleuropäische Bewegung ja schon vergleichen können mit einem lebendigen Wesen. Sie hat die Eigenschaft eines lebendigen Wesens. Wenn man einen Verein gründet, an den die Leute sich anschließen und aus dem sie wieder austreten, so ist dieser Verein nicht zu vergleichen mit einem lebendigen Wesen. Es ist gewiß vieles falsch von dem, was Weismann gesagt hat über ein lebendiges Wesen, aber das eine ist richtig: daß ein lebendiges Wesen einen Leichnam zurückläßt, wenn es seine Seele zurückzieht. Das trifft genau auf unsere Gesellschaft zu, in anderer Weise als auf andere Gesellschaften. Unsere Gesellschaft hat das Lebendige in sich, daß sie unsere Zyklen an die Mitglieder abgibt, die nun bei den Mitgliedern sind. Wenn eine andere Vereinigung sich auflöst, so gehen die Mitglieder auseinander, da bleibt kein Leichnam zurück. Man kann die schönsten Ideale haben und kann ruhig wieder auseinandergehen. Denken Sie aber, wenn wir auseinandergehen: die ganze Summe der Zyklen bleibt zurück. Das ist der Leichnam! Das ist das Zeugnis dafür, daß wir nicht auf strohernen Prinzipien, auf Programmen, sondern auf etwas Lebendigem begründet sind. Dieses andere wird derjenige, der die Sache betrachten will, schon finden. Und außerdem mußte unsere ganze Bewegung die Form annehmen, die sie angenommen hat. Wie schwer, wie unendlich schwer war es, ich möchte sagen, unser Schiffchen hindurchzusteuern durch all die Klippen, die Sie jetzt ein bißchen erkennen werden, wenn Sie auf all das schauen, was notwendig war, um das, was in Mitteleuropa sich geltend machen mußte, aus Westeuropas Umgarnung, die von Anfang an da war, herauszureißen und zu befreien. Und solchem gegenüber kann es einen schon etwas betrüben, wenn gerade in der heutigen ernsten, schicksaltragenden Zeit vielfach innerhalb unserer Bewegung die Tatsache hervorgetreten ist, daß die persönlichen Streitigkeiten seit dem Kriegsbeginne nicht nur nicht abgenommen haben, sondern in vermehrter Weise wuchern, in furchtbarer Weise eigentlich wuchern. Dieses Hingelenktsein der Seele auf die persönlichen Angelegenheiten gegenüber dem Großen der Bewegung, das ist ja so stark aufgetreten gerade in dieser Zeit. Es hat etwas Betrübliches, meine lieben Freunde, daß in dieser Zeit sich so wenig das Bewußtsein zeigt, daß man doch wahrhaftig nicht wie bei einem gewöhnlichen Verein innerhalb dieser Bewegung darinsteht und daß man nicht wie aus einem gewöhnlichen Verein austritt, wenn einem dies oder jenes nicht paßt! Wir können nicht dagegen geltend machen, so und so viele seien unschuldig an dem, was so geschieht; sondern gerade wenn man auf okkultem Boden steht, müssen die Tatsachen berücksichtigt werden.
[ 35 ] Demgegenüber muß schon gesagt werden: Wenn diese Dinge möglich sind und geschehen sind, dann läßt sich in der Form, wie die Gesellschaft besteht, nicht weiterarbeiten in der Gesellschaft! — Es läßt sich nicht weiterarbeiten, wenn nicht das Bewußtsein Platz greift, daß diese Gesellschaft etwas Lebendiges, etwas Wahrhaftiges und kein Verein ist, aus dem man austreten kann, wenn einem etwas nicht paßt. Selbstverständlich kann niemand zurückgehalten werden. Darauf kommt es aber nicht an bei dem, was ich jetzt sage. Wenn das Bewußtsein davon nicht existiert, dann kann man nur sagen, müssen die Dinge, die erreicht werden sollen in unserer Geisteskultur, eben auf andere Weise erreicht werden als durch die Gesellschaft, die dann nur ein Hindernis ist. Dasjenige, was durch unsere Bewegung gehen muß und was alles andere richtig machen wird, das ist das reinste, ehrliche Wahrheitsstreben, aber bloß dieses, bloß das reinste Wahrheitsstreben. Denn zunächst haben wir die Aufgabe, durch dieses reine Wahrheitsstreben ein neues Element in die Geistesentwickelung der Menschheit hineinzubringen. Daher ist es schon notwendig, daß gewisse Dinge zunächst eingesehen werden.
[ 35 ] Demgegenüber muß schon gesagt werden: Wenn diese Dinge möglich sind und geschehen sind, dann läßt sich in der Form, wie die Gesellschaft besteht, nicht weiterarbeiten in der Gesellschaft! — Es läßt sich nicht weiterarbeiten, wenn nicht das Bewußtsein Platz greift, daß diese Gesellschaft etwas Lebendiges, etwas Wahrhaftiges und kein Verein ist, aus dem man austreten kann, wenn einem etwas nicht paßt. Selbstverständlich kann niemand zurückgehalten werden. Darauf kommt es aber nicht an bei dem, was ich jetzt sage. Wenn das Bewußtsein davon nicht existiert, dann kann man nur sagen, müssen die Dinge, die erreicht werden sollen in unserer Geisteskultur, eben auf andere Weise erreicht werden als durch die Gesellschaft, die dann nur ein Hindernis ist. Dasjenige, was durch unsere Bewegung gehen muß und was alles andere richtig machen wird, das ist das reinste, ehrliche Wahrheitsstreben, aber bloß dieses, bloß das reinste Wahrheitsstreben. Denn zunächst haben wir die Aufgabe, durch dieses reine Wahrheitsstreben ein neues Element in die Geistesentwickelung der Menschheit hineinzubringen. Daher ist es schon notwendig, daß gewisse Dinge zunächst eingesehen werden.
[ 36 ] Es ist keine untergeordnete Sache, wenn ich auf so etwas, wie das Folgende, aufmerksam mache. Immer wieder kommt es vor — aber man betrachtet das auch so wie eine untergeordnete Tatsache —, daß der oder jener zu mir kommt und nicht um irgend etwas frägt, was sich auf das seelische Leben oder dergleichen bezieht, sondern etwas, was man den Arzt frägt. Da muß ich immer darauf aufmerksam machen: Man soll sich vertrauensvoll an diejenigen ärztlichen Persönlichkeiten wenden, die innerhalb unserer Gesellschaft da sind. — Das ist notwendig. Selbstverständlich ist es richtig, daß die reinste Arzneikunst und die richtigste Medizin im Zusammenhang mit unserer Bewegung stehen. Aber wenn mir selbst dasjenige Feld ordentlich verbleiben soll, durch das ich wirken soll, dann muß von meiner Person freigehalten werden alles dasjenige, was mit ärztlichen Ratschlägen zusammenhängt. Und schon deshalb ist das notwendig, weil klar werden muß, daß das auch eine Art von Einlullen ist, wenn man sagt: Die offizielle Medizin da draußen, die ist ja nichts, also wendet man etwas anderes an. — Vielmehr kommt es uns darauf an oder soll es uns wenigstens darauf ankommen, daß wir dasjenige, was wir versuchen wollen, nicht unter der Hand, sondern in ehrlicher, offener Weise machen, und daß nicht die Tendenz bei uns herrscht, Gesetze oder äußere Usancen zu umgehen. Vielmehr handelt es sich darum, solche äußeren Zustände herbeizuführen, die es erst möglich machen, daß vernünftiges Gehaben und Gebaren in der Menschheitsentwickelung Platz greift. Es muß jeder wissen, daß er, wenn er nicht durch die offizielle Medizin kuriert werden will, vor allen Dingen das Seine beizutragen hat, daß die Tyrannis der offiziellen Medizin aufhört, und er soll nicht vorher auf allerlei Schleichwegen eine Kuriererei aufsuchen. Selbstverständlich trifft das nicht den einen oder anderen, der gerade seine Tätigkeit auf diesen Zweig wendet; es trifft ihn sogar so, daß das gerade das Richtige ist. Aber es ist notwendig, daß man auch ganz ernst nehme, was ich immer wieder und wieder betone: Man wende sich an unsere ärztlichen Persönlichkeiten, wenn es sich um Arzneikunde handelt. Selbstverständlich findet jeder bei mir einen freundschaftlichen Rat, wenn er den haben will; aber die Richtung, in der prinzipiell dasjenige liegen muß, was uns vonnöten ist, die muß doch heute verstanden werden.
[ 36 ] Es ist keine untergeordnete Sache, wenn ich auf so etwas, wie das Folgende, aufmerksam mache. Immer wieder kommt es vor — aber man betrachtet das auch so wie eine untergeordnete Tatsache —, daß der oder jener zu mir kommt und nicht um irgend etwas frägt, was sich auf das seelische Leben oder dergleichen bezieht, sondern etwas, was man den Arzt frägt. Da muß ich immer darauf aufmerksam machen: Man soll sich vertrauensvoll an diejenigen ärztlichen Persönlichkeiten wenden, die innerhalb unserer Gesellschaft da sind. — Das ist notwendig. Selbstverständlich ist es richtig, daß die reinste Arzneikunst und die richtigste Medizin im Zusammenhang mit unserer Bewegung stehen. Aber wenn mir selbst dasjenige Feld ordentlich verbleiben soll, durch das ich wirken soll, dann muß von meiner Person freigehalten werden alles dasjenige, was mit ärztlichen Ratschlägen zusammenhängt. Und schon deshalb ist das notwendig, weil klar werden muß, daß das auch eine Art von Einlullen ist, wenn man sagt: Die offizielle Medizin da draußen, die ist ja nichts, also wendet man etwas anderes an. — Vielmehr kommt es uns darauf an oder soll es uns wenigstens darauf ankommen, daß wir dasjenige, was wir versuchen wollen, nicht unter der Hand, sondern in ehrlicher, offener Weise machen, und daß nicht die Tendenz bei uns herrscht, Gesetze oder äußere Usancen zu umgehen. Vielmehr handelt es sich darum, solche äußeren Zustände herbeizuführen, die es erst möglich machen, daß vernünftiges Gehaben und Gebaren in der Menschheitsentwickelung Platz greift. Es muß jeder wissen, daß er, wenn er nicht durch die offizielle Medizin kuriert werden will, vor allen Dingen das Seine beizutragen hat, daß die Tyrannis der offiziellen Medizin aufhört, und er soll nicht vorher auf allerlei Schleichwegen eine Kuriererei aufsuchen. Selbstverständlich trifft das nicht den einen oder anderen, der gerade seine Tätigkeit auf diesen Zweig wendet; es trifft ihn sogar so, daß das gerade das Richtige ist. Aber es ist notwendig, daß man auch ganz ernst nehme, was ich immer wieder und wieder betone: Man wende sich an unsere ärztlichen Persönlichkeiten, wenn es sich um Arzneikunde handelt. Selbstverständlich findet jeder bei mir einen freundschaftlichen Rat, wenn er den haben will; aber die Richtung, in der prinzipiell dasjenige liegen muß, was uns vonnöten ist, die muß doch heute verstanden werden.
[ 37 ] Ich habe versucht, Ihnen einiges wenigstens skizzenhaft zu geben, was Ihnen wichtig sein kann und was auch den Blick schärfen kann für verschiedene Dinge, die notwendigerweise geschehen mußten. Es könnte schon auch gut sein, wenn man ein bißchen darüber nachdenken würde, daß doch ein tieferer Zusammenhang war in jenem rechtzeitigen Loslösen unserer mitteleuropäischen Geistesbewegung von all dem Blech, das sich zuletzt in die Besant-Richtung hineingeschoben hat und das sich jetzt in einer so sonderbaren Weise bis zu den schlimmsten Verleumdungen entlädt. Denn das darf doch noch gesagt werden, obwohl ich, wie gesagt, durchaus nicht alte Streitigkeiten aufwärmen will: Unter den Dingen, die jetzt Mrs. Besant in ihrer englischen Zeitschrift abdruckt, befindet sich zum Beispiel die Lächerlichkeit, daß sie sagt, das Bestreben von mir wäre gewesen, möglichst zum Präsidenten der ganzen Theosophical Society gewählt zu werden, um nach Indien zu kommen und sie, Mrs. Besant, dort zu verdrängen von ihrem Wirkungskreise, und der eigentliche Grund, warum das angestrebt worden wäre von mir, der wäre gewesen, daß ich und die anderen, die zu mir gehören, eigentlich Agenten der deutschen Regierung wären, die nichts geringeres angestrebt hätten, als durch allerlei okkulte Machinationen eine Art Pangermanismus an die Stelle des Angelsachsentums zu setzen und von Indien aus namentlich die englische Regierung aus dem Sattel zu heben! Diese Dinge sind in viel schärferer Form jetzt in Artikeln von Mrs. Besant zu finden. Sie weiß auch auf anderen Gebieten noch solches Blech zu reden, das sich würdig dem Alcyone-Blech an die Seite setzen kann. Allerdings hört man jetzt, daß Alcyone abgesetzt worden sein soll von der Würde, der Christus-Träger zu werden. Na, um Alcyone einzusetzen, hat man andere abgesetzt, nicht wahr! Es war ja immer nach Bedürfnis der eine oder andere eingesetzt worden. Sogar der russische Thronfolger war ja schon in gewissen esoterischen Kreisen mit der Würde bedacht worden, der Christus-Träger zu werden, der junge Alexej! Der vorherige mußte natürlich abgesetzt werden. Aber es waren vorher schon andere, es gab sogar gleichzeitig verschiedene! Nun ja, wenn der eine das dem anderen nicht sagen darf — so immer angedeutet, geheimnisvoll, nicht wahr —, so kann man ja manches auch gleichzeitig haben!
[ 37 ] Ich habe versucht, Ihnen einiges wenigstens skizzenhaft zu geben, was Ihnen wichtig sein kann und was auch den Blick schärfen kann für verschiedene Dinge, die notwendigerweise geschehen mußten. Es könnte schon auch gut sein, wenn man ein bißchen darüber nachdenken würde, daß doch ein tieferer Zusammenhang war in jenem rechtzeitigen Loslösen unserer mitteleuropäischen Geistesbewegung von all dem Blech, das sich zuletzt in die Besant-Richtung hineingeschoben hat und das sich jetzt in einer so sonderbaren Weise bis zu den schlimmsten Verleumdungen entlädt. Denn das darf doch noch gesagt werden, obwohl ich, wie gesagt, durchaus nicht alte Streitigkeiten aufwärmen will: Unter den Dingen, die jetzt Mrs. Besant in ihrer englischen Zeitschrift abdruckt, befindet sich zum Beispiel die Lächerlichkeit, daß sie sagt, das Bestreben von mir wäre gewesen, möglichst zum Präsidenten der ganzen Theosophical Society gewählt zu werden, um nach Indien zu kommen und sie, Mrs. Besant, dort zu verdrängen von ihrem Wirkungskreise, und der eigentliche Grund, warum das angestrebt worden wäre von mir, der wäre gewesen, daß ich und die anderen, die zu mir gehören, eigentlich Agenten der deutschen Regierung wären, die nichts geringeres angestrebt hätten, als durch allerlei okkulte Machinationen eine Art Pangermanismus an die Stelle des Angelsachsentums zu setzen und von Indien aus namentlich die englische Regierung aus dem Sattel zu heben! Diese Dinge sind in viel schärferer Form jetzt in Artikeln von Mrs. Besant zu finden. Sie weiß auch auf anderen Gebieten noch solches Blech zu reden, das sich würdig dem Alcyone-Blech an die Seite setzen kann. Allerdings hört man jetzt, daß Alcyone abgesetzt worden sein soll von der Würde, der Christus-Träger zu werden. Na, um Alcyone einzusetzen, hat man andere abgesetzt, nicht wahr! Es war ja immer nach Bedürfnis der eine oder andere eingesetzt worden. Sogar der russische Thronfolger war ja schon in gewissen esoterischen Kreisen mit der Würde bedacht worden, der Christus-Träger zu werden, der junge Alexej! Der vorherige mußte natürlich abgesetzt werden. Aber es waren vorher schon andere, es gab sogar gleichzeitig verschiedene! Nun ja, wenn der eine das dem anderen nicht sagen darf — so immer angedeutet, geheimnisvoll, nicht wahr —, so kann man ja manches auch gleichzeitig haben!
[ 38 ] Aber sehen Sie, wenn man diese Dinge allzu leichtfertig hinnimmt, so beachtet man nicht so etwas wie dieses, das ich doch auch erwähnen will: Es war im Jahre 1909, da bildete sich, als der schlimmste Leadbeater-Besant-Rummel losging — also «das erste Schlimmste» —, eine Gesellschaft, die international sein sollte. Ein langjähriger Freund Mrs. Besants, der ihr früher immer die Bücher korrigiert hat auf die wissenschaftlichen Fehler hin, Mr. Keightley, war dazumal namentlich verbunden mit jener internationalen Gesellschaft, die gegen Besant von Indien aus begründet werden sollte. Dazumal wurde mir geschrieben, ob ich nicht die Präsidentschaft dieser internationalen Gesellschaft annehmen wollte. Sie wurde mir angeboten von Indien aus. 1909 war der Kongreß in Budapest. Vor Zeugen sagte ich damals Mrs. Besant, daß mir diese Präsidentschaft angeboten worden war. Ich habe das allerdings nur einigen Menschen gesagt dann auf dem Schiffe, um ihr gleich darauf zu sagen: Aber ich habe im Verhältnis zu der okkulten Bewegung nichts anderes als einer zu sein, der innerhalb des deutschen Volkstums dasjenige zu vertreten hat, was er zu vertreten hat, und außerhalb von diesem Deutschtum werde ich nicht eine okkulte Stellung irgendwie einnehmen. — Und jetzt wagt sie es, in einer Zeitung zu sagen, es wäre von mir angestrebt worden, von Indien aus zur Präsidentschaft zu gelangen! Ich habe immer von objektiven Unwahrheiten gesprochen in bezug auf zahlreiche Dinge, die Mrs. Besant ausgesprochen hat. Aber wenn man so etwas erlebt, daß ich ihr ausdrücklich gesagt habe, ich wolle innerhalb der Theosophischen Gesellschaft niemals etwas anderes sein als höchstens der Generalsekretär der deutschen Sektion oder etwas, was diese umfaßt, dann braucht man nicht mehr von objektiver Unwahrheit zu reden, sondern dann kann man ruhig sagen: Da liegt von seiten Mrs. Besants nicht eine objektive Unwahrheit, sondern ebenso, wie bei der Jesuiten-Beschuldigung, eine bewußte Lüge vor. Und wer heute Mrs. Besant verteidigen will, muß dasjenige mit nehmen, daß einer, der die Verhältnisse kennt, ihm sagt, er verteidige also eine bewußte Lügnerin. Und wenn man zusammennimmt den Jesuiten-Vorwurf und diese Sache und den ganzen Feldzug jetzt, der aus dem englischen Chauvinismus heraus unternommen wird gegen dasjenige, was hier gewollt wird, dann kann man auch reden von systematischem Lügenfeldzug, der durchaus vorhanden ist.
[ 38 ] Aber sehen Sie, wenn man diese Dinge allzu leichtfertig hinnimmt, so beachtet man nicht so etwas wie dieses, das ich doch auch erwähnen will: Es war im Jahre 1909, da bildete sich, als der schlimmste Leadbeater-Besant-Rummel losging — also «das erste Schlimmste» —, eine Gesellschaft, die international sein sollte. Ein langjähriger Freund Mrs. Besants, der ihr früher immer die Bücher korrigiert hat auf die wissenschaftlichen Fehler hin, Mr. Keightley, war dazumal namentlich verbunden mit jener internationalen Gesellschaft, die gegen Besant von Indien aus begründet werden sollte. Dazumal wurde mir geschrieben, ob ich nicht die Präsidentschaft dieser internationalen Gesellschaft annehmen wollte. Sie wurde mir angeboten von Indien aus. 1909 war der Kongreß in Budapest. Vor Zeugen sagte ich damals Mrs. Besant, daß mir diese Präsidentschaft angeboten worden war. Ich habe das allerdings nur einigen Menschen gesagt dann auf dem Schiffe, um ihr gleich darauf zu sagen: Aber ich habe im Verhältnis zu der okkulten Bewegung nichts anderes als einer zu sein, der innerhalb des deutschen Volkstums dasjenige zu vertreten hat, was er zu vertreten hat, und außerhalb von diesem Deutschtum werde ich nicht eine okkulte Stellung irgendwie einnehmen. — Und jetzt wagt sie es, in einer Zeitung zu sagen, es wäre von mir angestrebt worden, von Indien aus zur Präsidentschaft zu gelangen! Ich habe immer von objektiven Unwahrheiten gesprochen in bezug auf zahlreiche Dinge, die Mrs. Besant ausgesprochen hat. Aber wenn man so etwas erlebt, daß ich ihr ausdrücklich gesagt habe, ich wolle innerhalb der Theosophischen Gesellschaft niemals etwas anderes sein als höchstens der Generalsekretär der deutschen Sektion oder etwas, was diese umfaßt, dann braucht man nicht mehr von objektiver Unwahrheit zu reden, sondern dann kann man ruhig sagen: Da liegt von seiten Mrs. Besants nicht eine objektive Unwahrheit, sondern ebenso, wie bei der Jesuiten-Beschuldigung, eine bewußte Lüge vor. Und wer heute Mrs. Besant verteidigen will, muß dasjenige mit nehmen, daß einer, der die Verhältnisse kennt, ihm sagt, er verteidige also eine bewußte Lügnerin. Und wenn man zusammennimmt den Jesuiten-Vorwurf und diese Sache und den ganzen Feldzug jetzt, der aus dem englischen Chauvinismus heraus unternommen wird gegen dasjenige, was hier gewollt wird, dann kann man auch reden von systematischem Lügenfeldzug, der durchaus vorhanden ist.
[ 39 ] Wer die Worte zu stark findet, der muß bedenken, daß von mir nie etwas gesagt wird, was Angriffe bedeutet, sondern immer erst gesprochen wird, wenn es Abwehr ist. Das sollten namentlich alle diejenigen berücksichtigen, die immer davon sprechen, man müsse gleiches Recht nach beiden Seiten walten lassen. Bei uns hat man gleiches Recht walten lassen, indem man einfach sich die Augen verschlossen hat — wenigstens hernach — gegen dasjenige, was wahr ist, auch auf unserem Gebiete! Es muß schon einmal diese gegenwärtige, schicksaltragende Zeit dazu führen, die Dinge der Wahrheit gemäß in ihrem vollen, wahren, ehrlichen Ernst anzuschauen und danach zu handeln. Denn das ist doch wahr, daß alle diese Opfer, die jetzt gebracht werden in Hunderten und aber Hunderten von Toden, dann zum Heil der Menschheit vollbracht worden sind, wenn sie hier auf der Erde Seelen finden, die über die Zeit in der richtigen Weise zu denken und zu fühlen verstehen! Das, was sich da oben vorbereitet in der geistigen Welt, wenn es richtig angesehen wird von den Verstehenden, wird dann zu Kräften werden in der Zukunft, welche gerade von verständigen, okkultistisch empfindenden Seelen umgewandelt werden zu vorwärtsbewegenden Kräften in der Menschheit. Wenn es nicht verstanden wird, dann wird in geistiger Beziehung das Ereignis der Gegenwart so vorübergehen, daß gerade diejenigen Kräfte, die da oben sind in der geistigen Welt als Ergebnisse der Hunderte und aber Hunderte von Opfertoden, in die Hände des Ahriman geführt werden. In diesem Zusammenhang sagte ich immer:
[ 39 ] Wer die Worte zu stark findet, der muß bedenken, daß von mir nie etwas gesagt wird, was Angriffe bedeutet, sondern immer erst gesprochen wird, wenn es Abwehr ist. Das sollten namentlich alle diejenigen berücksichtigen, die immer davon sprechen, man müsse gleiches Recht nach beiden Seiten walten lassen. Bei uns hat man gleiches Recht walten lassen, indem man einfach sich die Augen verschlossen hat — wenigstens hernach — gegen dasjenige, was wahr ist, auch auf unserem Gebiete! Es muß schon einmal diese gegenwärtige, schicksaltragende Zeit dazu führen, die Dinge der Wahrheit gemäß in ihrem vollen, wahren, ehrlichen Ernst anzuschauen und danach zu handeln. Denn das ist doch wahr, daß alle diese Opfer, die jetzt gebracht werden in Hunderten und aber Hunderten von Toden, dann zum Heil der Menschheit vollbracht worden sind, wenn sie hier auf der Erde Seelen finden, die über die Zeit in der richtigen Weise zu denken und zu fühlen verstehen! Das, was sich da oben vorbereitet in der geistigen Welt, wenn es richtig angesehen wird von den Verstehenden, wird dann zu Kräften werden in der Zukunft, welche gerade von verständigen, okkultistisch empfindenden Seelen umgewandelt werden zu vorwärtsbewegenden Kräften in der Menschheit. Wenn es nicht verstanden wird, dann wird in geistiger Beziehung das Ereignis der Gegenwart so vorübergehen, daß gerade diejenigen Kräfte, die da oben sind in der geistigen Welt als Ergebnisse der Hunderte und aber Hunderte von Opfertoden, in die Hände des Ahriman geführt werden. In diesem Zusammenhang sagte ich immer:
Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht —
Lenken Seelen geist-bewußt<
Ihren Sinn ins Geisterreich.
Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht —
Lenken Seelen geist-bewußt<
Ihren Sinn ins Geisterreich.
