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Central Europe between East and West
GA 174a

20 March 1916, Munich

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Mitteleuropa zwischen Ost und West
  1. Central Europe between East and West, tr. SOL

Sechster Vortrag

Sechster Vortrag

[ 1 ] Es ist für ein allmähliches Sich-Aneignen dessen, was wir Geisteswissenschaft nennen, notwendig, den guten Willen dazu zu haben, die, ich möchte sagen, zunächst mehr wie eine Art von Plan angegebenen Begriffe und Begriffszusammenhänge auszufüllen mit wirklichen Vorstellungen über dasjenige, was zunächst in einem allgemeinen Umriß ja nur gegeben werden kann.

[ 1 ] Es ist für ein allmähliches Sich-Aneignen dessen, was wir Geisteswissenschaft nennen, notwendig, den guten Willen dazu zu haben, die, ich möchte sagen, zunächst mehr wie eine Art von Plan angegebenen Begriffe und Begriffszusammenhänge auszufüllen mit wirklichen Vorstellungen über dasjenige, was zunächst in einem allgemeinen Umriß ja nur gegeben werden kann.

[ 2 ] Sehen Sie, wir sagen so: Der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich und so weiter. — Das ist zunächst ganz richtig, wenn wir so sagen, denn wir haben nötig, uns gewissermaßen in umfassenden schematischen Begriffen zu orientieren. Aber im weiteren Verlauf einer Aneignung der Geisteswissenschaft ist es schon nötig, sich auf all das, was so schematisiert ist, auch genauer einzulassen.

[ 2 ] Sehen Sie, wir sagen so: Der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich und so weiter. — Das ist zunächst ganz richtig, wenn wir so sagen, denn wir haben nötig, uns gewissermaßen in umfassenden schematischen Begriffen zu orientieren. Aber im weiteren Verlauf einer Aneignung der Geisteswissenschaft ist es schon nötig, sich auf all das, was so schematisiert ist, auch genauer einzulassen.

[ 3 ] Wir haben gerade in dem engeren Felde des durch unsere Gesellschaft gebotenen Leserkreises eine große Anzahl von Zyklen, aber in diesen Zyklen steht doch noch verhältnismäßig wenig von dem, was eigentlich schon wünschenswert wäre, daß es von der Menschheit, wenigstens von einem kleinen Kreise der Menschheit, recht bald gewußt werde.

[ 3 ] Wir haben gerade in dem engeren Felde des durch unsere Gesellschaft gebotenen Leserkreises eine große Anzahl von Zyklen, aber in diesen Zyklen steht doch noch verhältnismäßig wenig von dem, was eigentlich schon wünschenswert wäre, daß es von der Menschheit, wenigstens von einem kleinen Kreise der Menschheit, recht bald gewußt werde.

[ 4 ] Wenn wir das Äußere am Menschen, das mit den physischen Sinnen erschaut werden kann, das mit jener Wissenschaft betrachtet werden kann, die an den Verstand, an Versuche, an Beobachtungen gebunden ist, physischen Leib nennen, so liegt, wie wir wissen, diesem physischen Leibe zugrunde der Atherleib.

[ 4 ] Wenn wir das Äußere am Menschen, das mit den physischen Sinnen erschaut werden kann, das mit jener Wissenschaft betrachtet werden kann, die an den Verstand, an Versuche, an Beobachtungen gebunden ist, physischen Leib nennen, so liegt, wie wir wissen, diesem physischen Leibe zugrunde der Atherleib.

[ 5 ] Wir wollen zunächst auf diese beiden Glieder der menschlichen Natur heute ein wenig das geistige Auge werfen. Über den physischen Leib braucht ja Geisteswissenschaft als solche zunächst scheinbar am allerwenigsten zu sagen, denn dieser physische Leib ist das einzige, was der physischen Wissenschaft vorliegt und was diese physische Wissenschaft zunächst mit ihren Methoden zu betrachten die Absicht hat. Allein auch dieser physische Leib wird, wenn er zunächst auch das ist, als was ihn die physische Wissenschaft betrachtet, in seiner richtigen Bedeutung und Stellung in der Welt doch nur dadurch erkannt, daß auch die höheren Glieder der Menschennatur ins Auge gefaßt werden.

[ 5 ] Wir wollen zunächst auf diese beiden Glieder der menschlichen Natur heute ein wenig das geistige Auge werfen. Über den physischen Leib braucht ja Geisteswissenschaft als solche zunächst scheinbar am allerwenigsten zu sagen, denn dieser physische Leib ist das einzige, was der physischen Wissenschaft vorliegt und was diese physische Wissenschaft zunächst mit ihren Methoden zu betrachten die Absicht hat. Allein auch dieser physische Leib wird, wenn er zunächst auch das ist, als was ihn die physische Wissenschaft betrachtet, in seiner richtigen Bedeutung und Stellung in der Welt doch nur dadurch erkannt, daß auch die höheren Glieder der Menschennatur ins Auge gefaßt werden.

[ 6 ] Nun erinnern Sie sich wohl, daß der physische Leib, so wie er hier auf der Erde den Menschen, wir können sagen, umkleidet, eigentlich erst entstehen konnte während der Erdenzeit. Seine geistigen Anlagen aber hat er schon erhalten während der alten Saturnzeit. Er wurde fortwährend umgewandelt während der Sonnen-, Monden- und Erdenzeit. Umgewandelt wurde er unter dem Einflusse dessen, was da während der Sonnen-, Monden- und Erdenzeit geschehen ist. Er wurde umgewandelt unter dem Einflusse der Tatsache, daß ihm auf der Sonne einverleibt worden ist der Ätherleib. Er mußte anders werden, dieser physische Leib, wie er vom Saturn herübergekommen ist, anders werden, als er durchtränkt wurde von dem Atherleib. Und dieser physische Leib mußte auch anders werden, als er dann auf dem Monde durchtränkt worden ist von dem Astralleib. Nicht nur, daß der Astralleib dazugekommen ist zu der ganzen Mensch-Bildung, sondern dieser physische Leib ist umgewandelt worden dadurch, daß gewissermaßen während der Sonnenzeit der Atherleib hineingefahren ist, während der Mondenzeit der Astralleib, während der Erde sich allmählich das Ich allseitig ausbildet, gewiß zunächst innerhalb des Atherleibes, aber auch innerhalb des physischen Leibes.

[ 6 ] Nun erinnern Sie sich wohl, daß der physische Leib, so wie er hier auf der Erde den Menschen, wir können sagen, umkleidet, eigentlich erst entstehen konnte während der Erdenzeit. Seine geistigen Anlagen aber hat er schon erhalten während der alten Saturnzeit. Er wurde fortwährend umgewandelt während der Sonnen-, Monden- und Erdenzeit. Umgewandelt wurde er unter dem Einflusse dessen, was da während der Sonnen-, Monden- und Erdenzeit geschehen ist. Er wurde umgewandelt unter dem Einflusse der Tatsache, daß ihm auf der Sonne einverleibt worden ist der Ätherleib. Er mußte anders werden, dieser physische Leib, wie er vom Saturn herübergekommen ist, anders werden, als er durchtränkt wurde von dem Atherleib. Und dieser physische Leib mußte auch anders werden, als er dann auf dem Monde durchtränkt worden ist von dem Astralleib. Nicht nur, daß der Astralleib dazugekommen ist zu der ganzen Mensch-Bildung, sondern dieser physische Leib ist umgewandelt worden dadurch, daß gewissermaßen während der Sonnenzeit der Atherleib hineingefahren ist, während der Mondenzeit der Astralleib, während der Erde sich allmählich das Ich allseitig ausbildet, gewiß zunächst innerhalb des Atherleibes, aber auch innerhalb des physischen Leibes.

[ 7 ] Wenn wir nun von dem Menschlichen zu dem Kosmischen gehen, dann brauchen wir uns ja auch nur an das zu erinnern, was wir oft besprochen haben, was in unseren Zyklen enthalten ist. Wir müssen da wissen, daß, wie die erste Anlage des physischen Leibes auf dem Saturn durch, nun, wir können sagen, die Ergießung der Geister des Willens, der Throne, möglich geworden ist, die Umgestaltung während der Sonnenzeit durch die Geister der Weisheit, die Umgestaltung während der Mondenzeit durch die Geister der Bewegung, die Umgestaltung während der Erdenzeit — also dasjenige, was bewirkt werden mußte am physischen Leib dadurch, daß ein Ich in ihm wohnt — durch die Geister der Form bewirkt worden ist.

[ 7 ] Wenn wir nun von dem Menschlichen zu dem Kosmischen gehen, dann brauchen wir uns ja auch nur an das zu erinnern, was wir oft besprochen haben, was in unseren Zyklen enthalten ist. Wir müssen da wissen, daß, wie die erste Anlage des physischen Leibes auf dem Saturn durch, nun, wir können sagen, die Ergießung der Geister des Willens, der Throne, möglich geworden ist, die Umgestaltung während der Sonnenzeit durch die Geister der Weisheit, die Umgestaltung während der Mondenzeit durch die Geister der Bewegung, die Umgestaltung während der Erdenzeit — also dasjenige, was bewirkt werden mußte am physischen Leib dadurch, daß ein Ich in ihm wohnt — durch die Geister der Form bewirkt worden ist.

[ 8 ] Das ist schon etwas Wichtiges, das wir ins Auge fassen müssen. Wenn uns der physische Leib des Menschen auf der Erde entgegentritt, so müssen wir ihn Ich-begabt denken, und wir müssen ihn so denken, daß er, weil er Ich-begabt ist, während der Erdenzeit eine bestimmte, ihm angemessene Form erhalten hat. Während der Mondenzeit aber hat er nur die ihm angemessene innere Bewegung erhalten. Diese ihm angemessene Form während der Erdenzeit mußte er erhalten durch die Gaben der Geister der Form, in Gemäßheit der Tatsache, daß ein Ich in ihn verpflanzt werden mußte. Wir können also sagen, dieser physisch geformte Erdenleib ist so geformt, weil er Ich-Träger werden mußte. Mit dem Ich gaben die Geister der Form dem menschlichen physischen Leib die Form, die er eben hat und die dem Ich-Träger angemessen ist.

[ 8 ] Das ist schon etwas Wichtiges, das wir ins Auge fassen müssen. Wenn uns der physische Leib des Menschen auf der Erde entgegentritt, so müssen wir ihn Ich-begabt denken, und wir müssen ihn so denken, daß er, weil er Ich-begabt ist, während der Erdenzeit eine bestimmte, ihm angemessene Form erhalten hat. Während der Mondenzeit aber hat er nur die ihm angemessene innere Bewegung erhalten. Diese ihm angemessene Form während der Erdenzeit mußte er erhalten durch die Gaben der Geister der Form, in Gemäßheit der Tatsache, daß ein Ich in ihn verpflanzt werden mußte. Wir können also sagen, dieser physisch geformte Erdenleib ist so geformt, weil er Ich-Träger werden mußte. Mit dem Ich gaben die Geister der Form dem menschlichen physischen Leib die Form, die er eben hat und die dem Ich-Träger angemessen ist.

[ 9 ] Die anderen Wesen der anderen Naturreiche haben auch ihre Formen bekommen. Wenn Sie die intimeren Beschreibungen lesen, die von der alten Mondenzeit gegeben werden, so werden Sie sehen: alle die Wesen werden so beschrieben, daß man nicht davon sprechen kann, sie hätten damals schon ihre jetzige Form gehabt; sie sind da in einer gewissen Beweglichkeit geschildert. Erinnern Sie sich nur an die Schilderungen in der «Geheimwissenschaft im Umriß» oder in einzelnen Zyklen: Die Formen sind in einer gewissen Beweglichkeit geschildert. Auch die anderen Naturreiche haben ihre Form erst durch die Geister der Form während der Erdenzeit, ich möchte sagen, bleibend erhalten.

[ 9 ] Die anderen Wesen der anderen Naturreiche haben auch ihre Formen bekommen. Wenn Sie die intimeren Beschreibungen lesen, die von der alten Mondenzeit gegeben werden, so werden Sie sehen: alle die Wesen werden so beschrieben, daß man nicht davon sprechen kann, sie hätten damals schon ihre jetzige Form gehabt; sie sind da in einer gewissen Beweglichkeit geschildert. Erinnern Sie sich nur an die Schilderungen in der «Geheimwissenschaft im Umriß» oder in einzelnen Zyklen: Die Formen sind in einer gewissen Beweglichkeit geschildert. Auch die anderen Naturreiche haben ihre Form erst durch die Geister der Form während der Erdenzeit, ich möchte sagen, bleibend erhalten.

[ 10 ] Betrachten wir das dem Menschen am nächsten stehende Erdenreich, das Tierreich. Das Tierreich lebt auch in Formen. Es hat die Formen, die es gegenwärtig hat, auch erst während der Erdenzeit erhalten. Aber bedenken Sie, wie gerade der Unterschied ist zwischen den Formen des tierischen Reiches und den Formen des menschlichen Reiches! Wir wenden den Blick über die Oberfläche der Erde hin und finden ja allerdings gewisse Unterschiede zwischen den einzelnen Menschen, Unterschiede, die auf ein anderes Gebiet der Schilderung gehören; aber wir finden natürlich auch gewisse Unterschiede in bezug auf die äußere Gestaltung. Alle die interessanten Völkerschaften, die jetzt von den Westeuropäern in Mitteleuropa ins Feld geführt werden, sie sehen ja natürlich etwas anders aus als die mitteleuropäische Bevölkerung! Also ein Unterschied ist schon vorhanden, wenn wir den Blick über die Erdoberfläche schweifen lassen in bezug auf die Gestaltung der einzelnen Menschen. Zu der Gestaltung ist zum Beispiel auch zu rechnen die Farbe. Aber wenn Sie das, was an Differenzierungen, an Unterschieden vorhanden ist zwischen den Menschen, vergleichen mit den Differenzierungen zwischen den verschiedenen Tiergattungen, da werden Sie sich sagen müssen: Die Tiergattungen sind natürlich in einem unendlich weiteren, unendlich größeren Sinne voneinander verschieden als die Menschen. Wir können schon von einer einzelnen Menschengattung sprechen im Gegensatz zu den verschiedenen vielgestaltigen Tierformen. Denn ein so starker Unterschied wie etwa zwischen einem Löwen und einer Nachtigall, die ja beide Tiere sind, ist natürlich im Reiche der Menschen nicht zu finden. Wenn ein so großer Unterschied wäre, wie zwischen einem Löwen und einer Nachtigall, so würde niemand behaupten können, daß Unterschiede zwischen den Menschen nicht zu bemerken seien. Aber darauf muß man schon den Blick wenden, daß die Tiere unendlich größere Differenzierungen haben als der Mensch in seiner allgemeinen Menschengattung.

[ 10 ] Betrachten wir das dem Menschen am nächsten stehende Erdenreich, das Tierreich. Das Tierreich lebt auch in Formen. Es hat die Formen, die es gegenwärtig hat, auch erst während der Erdenzeit erhalten. Aber bedenken Sie, wie gerade der Unterschied ist zwischen den Formen des tierischen Reiches und den Formen des menschlichen Reiches! Wir wenden den Blick über die Oberfläche der Erde hin und finden ja allerdings gewisse Unterschiede zwischen den einzelnen Menschen, Unterschiede, die auf ein anderes Gebiet der Schilderung gehören; aber wir finden natürlich auch gewisse Unterschiede in bezug auf die äußere Gestaltung. Alle die interessanten Völkerschaften, die jetzt von den Westeuropäern in Mitteleuropa ins Feld geführt werden, sie sehen ja natürlich etwas anders aus als die mitteleuropäische Bevölkerung! Also ein Unterschied ist schon vorhanden, wenn wir den Blick über die Erdoberfläche schweifen lassen in bezug auf die Gestaltung der einzelnen Menschen. Zu der Gestaltung ist zum Beispiel auch zu rechnen die Farbe. Aber wenn Sie das, was an Differenzierungen, an Unterschieden vorhanden ist zwischen den Menschen, vergleichen mit den Differenzierungen zwischen den verschiedenen Tiergattungen, da werden Sie sich sagen müssen: Die Tiergattungen sind natürlich in einem unendlich weiteren, unendlich größeren Sinne voneinander verschieden als die Menschen. Wir können schon von einer einzelnen Menschengattung sprechen im Gegensatz zu den verschiedenen vielgestaltigen Tierformen. Denn ein so starker Unterschied wie etwa zwischen einem Löwen und einer Nachtigall, die ja beide Tiere sind, ist natürlich im Reiche der Menschen nicht zu finden. Wenn ein so großer Unterschied wäre, wie zwischen einem Löwen und einer Nachtigall, so würde niemand behaupten können, daß Unterschiede zwischen den Menschen nicht zu bemerken seien. Aber darauf muß man schon den Blick wenden, daß die Tiere unendlich größere Differenzierungen haben als der Mensch in seiner allgemeinen Menschengattung.

[ 11 ] Trotzdem das, was ich Ihnen eben gesagt habe, durchaus richtig ist, so ist es von dem Standpunkt der Geisteswissenschaft gleichwohl nur in eingeschränktem Sinne richtig. Denn auch folgendes ist eine Wahrheit: Nehmen Sie in Ihrer Betrachtung, in Ihren Gedanken zu dem physischen Leib des Menschen den Atherleib dazu und stellen Sie sich vor, daß ein gewisses Experiment, das man ja natürlich nicht ausführen kann, möglich wäre: daß man den ganzen physischen Leib vom Menschen trennen, stückweise herauspräparieren könnte und daß man, bevor man beginnt, diesen physischen Leib herauszupräparieren durch eine Anrufung von Geistern der höheren Hierarchien, der Angeloi, Archangeloi und Archai, bewirken könnte, daß diese Angeloi, Archangeloi und Archai sich zurückziehen von dem Menschen, daß sie nicht tätig sind am Ätherleib. Also zweierlei müßte man machen: Man müßte den Menschen gar nicht einmal, sagen wir, schinden wollen, sondern man müßte ihm alles wegnehmen, was zu seinem physischen Leibe gehört. Und dann müßte man alle die Einflüsse der drei Hierarchien, Angeloi, Archangeloi, Archai, zurückerbitten, so daß dieser Ätherleib des Menschen ganz und gar allein sich selber überlassen wäre, daß er nicht mehr von irgend etwas anderem beeinträchtigt wäre. Er ist nämlich beeinträchtigt, er steckt in dem physischen Leibe, und dieser physische Leib hat seine feste Form, die ihm von den Geistern der Form zugewiesen ist. Deswegen muß er sich dieser festen Form fügen. Wenn Sie einen sehr weichen Kautschukkörper nehmen und in ein Glas stekken, so wird er sich der Form des Glases anpassen, er wird nicht seine eigene Form behalten. Wenn Sie ihn wieder aus dem Glase herausziehen, so springt er in seine eigene Form zurück. So muß sich auch der menschliche Ätherleib der Form anpassen, die der physische Leib ihm aufdrängt, er hat nicht seine eigene Form. Wenn wir also den physischen Leib wegziehen, so fällt diese Kraft weg, der sich der Ätherleib anpassen muß. Doch er würde auch da noch gar nicht seine eigene Form bekommen, weil in diesen Ätherleib hinein — was wir noch des genaueren ausführen werden — die Angeloi, Archangeloi, Archai arbeiten. Aber die bitten wir ja weg, so daß der Ätherleib seinen Kräften nun ganz allein folgen kann. Da würde der Ätherleib herausspringen, seine eigene Elastizität annehmen. Die Sache müßte sichtbar ausgeführt werden können; dann würden Sie sehen können, wie der Ätherleib herausspringt und seine eigene Form annimmt.

[ 11 ] Trotzdem das, was ich Ihnen eben gesagt habe, durchaus richtig ist, so ist es von dem Standpunkt der Geisteswissenschaft gleichwohl nur in eingeschränktem Sinne richtig. Denn auch folgendes ist eine Wahrheit: Nehmen Sie in Ihrer Betrachtung, in Ihren Gedanken zu dem physischen Leib des Menschen den Atherleib dazu und stellen Sie sich vor, daß ein gewisses Experiment, das man ja natürlich nicht ausführen kann, möglich wäre: daß man den ganzen physischen Leib vom Menschen trennen, stückweise herauspräparieren könnte und daß man, bevor man beginnt, diesen physischen Leib herauszupräparieren durch eine Anrufung von Geistern der höheren Hierarchien, der Angeloi, Archangeloi und Archai, bewirken könnte, daß diese Angeloi, Archangeloi und Archai sich zurückziehen von dem Menschen, daß sie nicht tätig sind am Ätherleib. Also zweierlei müßte man machen: Man müßte den Menschen gar nicht einmal, sagen wir, schinden wollen, sondern man müßte ihm alles wegnehmen, was zu seinem physischen Leibe gehört. Und dann müßte man alle die Einflüsse der drei Hierarchien, Angeloi, Archangeloi, Archai, zurückerbitten, so daß dieser Ätherleib des Menschen ganz und gar allein sich selber überlassen wäre, daß er nicht mehr von irgend etwas anderem beeinträchtigt wäre. Er ist nämlich beeinträchtigt, er steckt in dem physischen Leibe, und dieser physische Leib hat seine feste Form, die ihm von den Geistern der Form zugewiesen ist. Deswegen muß er sich dieser festen Form fügen. Wenn Sie einen sehr weichen Kautschukkörper nehmen und in ein Glas stekken, so wird er sich der Form des Glases anpassen, er wird nicht seine eigene Form behalten. Wenn Sie ihn wieder aus dem Glase herausziehen, so springt er in seine eigene Form zurück. So muß sich auch der menschliche Ätherleib der Form anpassen, die der physische Leib ihm aufdrängt, er hat nicht seine eigene Form. Wenn wir also den physischen Leib wegziehen, so fällt diese Kraft weg, der sich der Ätherleib anpassen muß. Doch er würde auch da noch gar nicht seine eigene Form bekommen, weil in diesen Ätherleib hinein — was wir noch des genaueren ausführen werden — die Angeloi, Archangeloi, Archai arbeiten. Aber die bitten wir ja weg, so daß der Ätherleib seinen Kräften nun ganz allein folgen kann. Da würde der Ätherleib herausspringen, seine eigene Elastizität annehmen. Die Sache müßte sichtbar ausgeführt werden können; dann würden Sie sehen können, wie der Ätherleib herausspringt und seine eigene Form annimmt.

[ 12 ] Was würde geschehen? Das ganze Tierreich hätten Sie vor sich! Der Ätherleib würde sich in Portionen teilen, und es würden — wenigstens im wesentlichen, in den Haupttypen — die Formen des ganzen Tierreiches sein. Das heißt: Der Mensch trägt ätherisch das ganze Tierreich in sich. Es ist nur zusammengehalten auf der einen Seite durch die Form des physischen Leibes, auf der anderen Seite durch die Tätigkeit der Wesen der drei genannten Hierarchien. Das ist durchaus wahr, daß der Mensch dieses ganze Tierreich in seinem Ätherleib der Anlage nach in sich trägt! Dieses ganze Tierreich unterscheidet sich von diesem Gesichtspunkte aus vom Menschen nur dadurch, daß jede Tiergattung eine eigene Form, die im menschlichen Ätherleib aber auch darinnen lebt, für sich genommen hat und für sich ausgebildet hat zur physischen Gestalt. So daß, wenn wir das Tierreich anschauen, wie es auf der Erde verwirklicht ist, es in der Tat der ausgebreitete menschliche Ätherleib ist.

[ 12 ] Was würde geschehen? Das ganze Tierreich hätten Sie vor sich! Der Ätherleib würde sich in Portionen teilen, und es würden — wenigstens im wesentlichen, in den Haupttypen — die Formen des ganzen Tierreiches sein. Das heißt: Der Mensch trägt ätherisch das ganze Tierreich in sich. Es ist nur zusammengehalten auf der einen Seite durch die Form des physischen Leibes, auf der anderen Seite durch die Tätigkeit der Wesen der drei genannten Hierarchien. Das ist durchaus wahr, daß der Mensch dieses ganze Tierreich in seinem Ätherleib der Anlage nach in sich trägt! Dieses ganze Tierreich unterscheidet sich von diesem Gesichtspunkte aus vom Menschen nur dadurch, daß jede Tiergattung eine eigene Form, die im menschlichen Ätherleib aber auch darinnen lebt, für sich genommen hat und für sich ausgebildet hat zur physischen Gestalt. So daß, wenn wir das Tierreich anschauen, wie es auf der Erde verwirklicht ist, es in der Tat der ausgebreitete menschliche Ätherleib ist.

[ 13 ] Da liegt eine eigentümliche Sache vor. Da trat innerhalb der Weltanschauungs-Entwickelung Europas um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert das auf, was man, genauer ausgeführt, bei solchen Persönlichkeiten wie zum Beispiel Oken findet. Der Naturforscher Oken konnte nach dem Standpunkt der damaligen Zeit noch nicht vom Ätherleib sprechen; das lag ihm fern. Aber bei ihm findet sich zum Beispiel der merkwürdige Satz: Das Tierreich ist der ausgebreitete Mensch. — Das heißt, er hatte eine Phantasiekonzeption von der Wahrheit. Diese Vorstellung trat dazumal, als sich die großen Gedanken der mitteleuropäischen Weltanschauung ausbildeten, in seinen geistigen Gesichtskreis herein. Das ist sehr interessant! Diese Vorstellung trat zum Beispiel auch in den Gesichtskreis von Schelling, und bei Schelling finden Sie auch diesen Satz. Und denjenigen, die auf die genialen, aber selbstverständlich noch nicht abgeschlossenen Gedanken zunächst nicht eingehen konnten — weil die genauen Tatsachen eben nicht gesagt werden konnten —, denen ging es dazumal ganz schrecklich. Bei Oken muß man sich vorstellen, daß das, was er noch nicht wissen konnte, in Form einer genialen Konzeption in seiner Seele lebte. Man möchte sagen, er hatte das Gefühl: Die einzelnen Glieder des Menschen sind eigentlich aus Tiergestalten zusammengesetzt. — Er hatte auch den Mut, so etwas auszusprechen, aber darüber, daß er so etwas aussprach, waren die gelehrten Philister furchtbar skandalisiert. Er hatte sich zum Beispiel auch gefragt: Was ist die Zunge? — Er konnte nicht wissen, daß man da einen Ätherleib braucht, und nun sagte er: Die Zunge ist ein Tintenfisch. — Gewiß, es liegt diesem Ausspruch das zugrunde, was ich eben auseinandergesetzt habe. Aber denken Sie sich nun das ganze gelehrte Philistertum der Behauptung gegenüber: Die menschliche Zunge ist ein Tintenfisch!

[ 13 ] Da liegt eine eigentümliche Sache vor. Da trat innerhalb der Weltanschauungs-Entwickelung Europas um die Wende des 18. zum 19. Jahrhundert das auf, was man, genauer ausgeführt, bei solchen Persönlichkeiten wie zum Beispiel Oken findet. Der Naturforscher Oken konnte nach dem Standpunkt der damaligen Zeit noch nicht vom Ätherleib sprechen; das lag ihm fern. Aber bei ihm findet sich zum Beispiel der merkwürdige Satz: Das Tierreich ist der ausgebreitete Mensch. — Das heißt, er hatte eine Phantasiekonzeption von der Wahrheit. Diese Vorstellung trat dazumal, als sich die großen Gedanken der mitteleuropäischen Weltanschauung ausbildeten, in seinen geistigen Gesichtskreis herein. Das ist sehr interessant! Diese Vorstellung trat zum Beispiel auch in den Gesichtskreis von Schelling, und bei Schelling finden Sie auch diesen Satz. Und denjenigen, die auf die genialen, aber selbstverständlich noch nicht abgeschlossenen Gedanken zunächst nicht eingehen konnten — weil die genauen Tatsachen eben nicht gesagt werden konnten —, denen ging es dazumal ganz schrecklich. Bei Oken muß man sich vorstellen, daß das, was er noch nicht wissen konnte, in Form einer genialen Konzeption in seiner Seele lebte. Man möchte sagen, er hatte das Gefühl: Die einzelnen Glieder des Menschen sind eigentlich aus Tiergestalten zusammengesetzt. — Er hatte auch den Mut, so etwas auszusprechen, aber darüber, daß er so etwas aussprach, waren die gelehrten Philister furchtbar skandalisiert. Er hatte sich zum Beispiel auch gefragt: Was ist die Zunge? — Er konnte nicht wissen, daß man da einen Ätherleib braucht, und nun sagte er: Die Zunge ist ein Tintenfisch. — Gewiß, es liegt diesem Ausspruch das zugrunde, was ich eben auseinandergesetzt habe. Aber denken Sie sich nun das ganze gelehrte Philistertum der Behauptung gegenüber: Die menschliche Zunge ist ein Tintenfisch!

[ 14 ] Wenn man den Gang des menschlichen Geisteslebens einsehen will, so muß man schon weitherzig werden. Man muß sich klar darüber sein, daß etwas, das vielleicht sogar ausschauen kann wie ein Unsinn, eine große Wahrheit in sich bergen kann. Und so gliederte Oken dann den Menschen so ein: Die Zunge ist ein Tintenfisch, andere Organe sind etwas anderes und so weiter. — Im Grunde genommen war es ja nur die genauere Wiederholung desjenigen, was in uralter menschlicher Anschauung vorhanden war, wo man nur die Haupttypen heraushob und den Menschen nach den vier Haupttiergruppen gliederte: Löwe, Adler, Engel und Kalb.

[ 14 ] Wenn man den Gang des menschlichen Geisteslebens einsehen will, so muß man schon weitherzig werden. Man muß sich klar darüber sein, daß etwas, das vielleicht sogar ausschauen kann wie ein Unsinn, eine große Wahrheit in sich bergen kann. Und so gliederte Oken dann den Menschen so ein: Die Zunge ist ein Tintenfisch, andere Organe sind etwas anderes und so weiter. — Im Grunde genommen war es ja nur die genauere Wiederholung desjenigen, was in uralter menschlicher Anschauung vorhanden war, wo man nur die Haupttypen heraushob und den Menschen nach den vier Haupttiergruppen gliederte: Löwe, Adler, Engel und Kalb.

[ 15 ] Also man kann schon sagen: So einfach liegt die Sache doch nicht, sondern der Mensch hat in seinem Ätherleib schon das ganze Tierreich eigentlich in sich. Er trägt es, wie der Philosoph sagen würde, der Möglichkeit nach in sich. — Nun müssen Sie allerdings etwas ins Auge fassen, damit die Sache nicht einseitig wird. Wenn das nicht stattfinden würde, was wir jetzt angeführt haben, daß — außerdem, daß der physische Leib diese ganze Tierheit zusammenhält — noch die Angeloi, Archangeloi und Archai ihre Kräfte betätigen, so würde ja, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht und den physischen Leib ablegt, das eintreten müssen, was ich gerade beschrieben habe: es würde wirklich in diesem Falle, wenn der Ätherleib entlassen würde nach den paar Tagen von dem Astralleib und dem Ich, das herausfallen, elastisch, in die Welt, und es würde die ganze ätherische Tierwelt aus der menschlichen Ätherwelt entstehen. Das ist aber in der Erfahrung nicht der Fall. Das entsteht nicht. Das geht nicht hervor aus dem Menschen, sondern der Ätherleib löst sich los in einer ganz anderen Form. Er löst sich los und wird dem allgemeinen Weltenäther einverwoben.

[ 15 ] Also man kann schon sagen: So einfach liegt die Sache doch nicht, sondern der Mensch hat in seinem Ätherleib schon das ganze Tierreich eigentlich in sich. Er trägt es, wie der Philosoph sagen würde, der Möglichkeit nach in sich. — Nun müssen Sie allerdings etwas ins Auge fassen, damit die Sache nicht einseitig wird. Wenn das nicht stattfinden würde, was wir jetzt angeführt haben, daß — außerdem, daß der physische Leib diese ganze Tierheit zusammenhält — noch die Angeloi, Archangeloi und Archai ihre Kräfte betätigen, so würde ja, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes geht und den physischen Leib ablegt, das eintreten müssen, was ich gerade beschrieben habe: es würde wirklich in diesem Falle, wenn der Ätherleib entlassen würde nach den paar Tagen von dem Astralleib und dem Ich, das herausfallen, elastisch, in die Welt, und es würde die ganze ätherische Tierwelt aus der menschlichen Ätherwelt entstehen. Das ist aber in der Erfahrung nicht der Fall. Das entsteht nicht. Das geht nicht hervor aus dem Menschen, sondern der Ätherleib löst sich los in einer ganz anderen Form. Er löst sich los und wird dem allgemeinen Weltenäther einverwoben.

[ 16 ] Was liegt da eigentlich vor? Nun, es arbeiten eben an unserem Ätherleib die Wesenheiten aus der Hierarchie der Angeloi, der Archangeloi und der Archai, und die lassen es nicht dazu kommen, daß das ganze Wesen des Ätherleibes sich in das Tierreich zersplittert. Was geschieht da eigentlich? Sehen Sie, was da geschieht, möchte ich Ihnen so beschreiben, daß ich zunächst einmal an einen Vergleich appelliere. Wir Menschen auf der Erde arbeiten, wir machen zum Beispiel Maschinen aus Holz oder aus Eisen. Das Holz oder das Eisen sind unsere stofflichen Grundlagen, und dann arbeiten wir Holz oder Eisen zu Maschinen zusammen. Die Anordnung des Stoffes, das ist unsere Arbeit, die Anordnung des Holzes oder des Eisens, aber das Eisen oder das Holz selber müssen wir der Erde entnehmen. Wir brauchen diese Rohmaterialien, wir entnehmen sie aus einem Reich, das unter unserem Menschenreich ist.

[ 16 ] Was liegt da eigentlich vor? Nun, es arbeiten eben an unserem Ätherleib die Wesenheiten aus der Hierarchie der Angeloi, der Archangeloi und der Archai, und die lassen es nicht dazu kommen, daß das ganze Wesen des Ätherleibes sich in das Tierreich zersplittert. Was geschieht da eigentlich? Sehen Sie, was da geschieht, möchte ich Ihnen so beschreiben, daß ich zunächst einmal an einen Vergleich appelliere. Wir Menschen auf der Erde arbeiten, wir machen zum Beispiel Maschinen aus Holz oder aus Eisen. Das Holz oder das Eisen sind unsere stofflichen Grundlagen, und dann arbeiten wir Holz oder Eisen zu Maschinen zusammen. Die Anordnung des Stoffes, das ist unsere Arbeit, die Anordnung des Holzes oder des Eisens, aber das Eisen oder das Holz selber müssen wir der Erde entnehmen. Wir brauchen diese Rohmaterialien, wir entnehmen sie aus einem Reich, das unter unserem Menschenreich ist.

[ 17 ] Wenn Sie sich nun vorstellen, daß über uns leben die Angeloi, Archangeloi, Archai, so sind sie auch nicht im Weltenall dazu da, um fortwährend «Sonntagsruhe» zu pflegen, sondern sie haben ihre Arbeit, sie haben ihre Leistungen zu tun. — Was arbeiten denn Angeloi, Archangeloi, Archai eigentlich? Wenn sie arbeiten, dann werden sie auch ein Material brauchen, wie wir Holz und Eisen aus der Erde heraus brauchen, und sie werden dieses Material zu bearbeiten haben. Das Material für die Angeloi, Archangeloi und Archai, das sind unsere Ätherleiber! Was für uns Holz und Eisen der Erde ist, wenn wir es zu Maschinen verarbeiten, das sind unsere Ätherleiber für die Angeloi, Archangeloi, Archai; daran arbeiten sie. Und während wir Menschen hier auf der Erde herumgehen und gewissermaßen den Gedanken haben, wenn wir ihn überhaupt haben: Wir tragen da in uns unseren Ätherleib und wir tragen ihn so mit uns als unser Eigentum wie unsere Lunge —, ist um uns herum betätigt dieses ganze Wesen der Angeloi, Archangeloi und Archai, und arbeitet Gebilde für die geistige Welt heraus, die dort gebraucht werden für unser Leben. Sie arbeiten aus diesem Ätherleib heraus das, was in der geistigen Welt gebraucht wird.

[ 17 ] Wenn Sie sich nun vorstellen, daß über uns leben die Angeloi, Archangeloi, Archai, so sind sie auch nicht im Weltenall dazu da, um fortwährend «Sonntagsruhe» zu pflegen, sondern sie haben ihre Arbeit, sie haben ihre Leistungen zu tun. — Was arbeiten denn Angeloi, Archangeloi, Archai eigentlich? Wenn sie arbeiten, dann werden sie auch ein Material brauchen, wie wir Holz und Eisen aus der Erde heraus brauchen, und sie werden dieses Material zu bearbeiten haben. Das Material für die Angeloi, Archangeloi und Archai, das sind unsere Ätherleiber! Was für uns Holz und Eisen der Erde ist, wenn wir es zu Maschinen verarbeiten, das sind unsere Ätherleiber für die Angeloi, Archangeloi, Archai; daran arbeiten sie. Und während wir Menschen hier auf der Erde herumgehen und gewissermaßen den Gedanken haben, wenn wir ihn überhaupt haben: Wir tragen da in uns unseren Ätherleib und wir tragen ihn so mit uns als unser Eigentum wie unsere Lunge —, ist um uns herum betätigt dieses ganze Wesen der Angeloi, Archangeloi und Archai, und arbeitet Gebilde für die geistige Welt heraus, die dort gebraucht werden für unser Leben. Sie arbeiten aus diesem Ätherleib heraus das, was in der geistigen Welt gebraucht wird.

[ 18 ] Mit wessen Hilfe arbeiten diese höheren Wesenheiten? Nun, unser Leben hindurch denken wir; von dem Moment ab, wo wir zum Denken kommen, bis zum Tode, denken wir. Das Wesentliche beim Denken, wie Sie zum Beispiel auch dem gestrigen öffentlichen Vortrage entnehmen konnten, besteht gerade darinnen, daß das Denken im Ätherleibe webt und lebt. Es webt und lebt dann nur fort in dem physischen Leibe. Wir glauben im physischen Leibesleben, daß das nun unser Eigentum allein ist, was wir da als unsere Gedanken bilden. Aber was wir da haben von unseren Gedanken, was wir in unseren Gedanken ausbilden und an was wir uns erinnern können, das ist gewissermaßen nur die innere Seite unseres Denklebens. Von außen arbeiten gerade mit Bezug auf den Ätherleib an unserem ganzen Denkleben die Angeloi, Archangeloi und Archai, und es ist nicht unnötig, daß wir denken als Menschen. Unnötig ist es ja schon nicht für die physische Erde, aber es ist auch nicht unnötig für den Kosmos. Denn was wir durch unser Denken verändern in unserem Ätherleib zwischen unserer Geburt und unserem Tode, das wird als Material benützt und nach höheren Gesichtspunkten ausgearbeitet. Während unseres Lebens, während wir als denkende Wesen durch die Welt gehen und unser Gedankenleben nur von innen sehen, wird von den Angeloi, Archangeloi, Archai gearbeitet an unseren Gedanken, damit nach unserem Tode das zustande komme, was sie dann dem Weltenäther einverleiben können. Wenn unser Astralleib und unser Ich den Ätherleib ablegen, da nähen sie — wenn ich den groben Ausdruck gebrauchen darf — dem Kosmos das Gewebe unseres Ätherleibes ein, das im wesentlichen zustande gekommen ist durch die Art, wie wir gedacht haben im Leben. Das gehört von jetzt ab dazu zu dem Kosmos. Wir leben als Mensch nicht bloß für uns, wir leben als Mensch für den ganzen Kosmos.

[ 18 ] Mit wessen Hilfe arbeiten diese höheren Wesenheiten? Nun, unser Leben hindurch denken wir; von dem Moment ab, wo wir zum Denken kommen, bis zum Tode, denken wir. Das Wesentliche beim Denken, wie Sie zum Beispiel auch dem gestrigen öffentlichen Vortrage entnehmen konnten, besteht gerade darinnen, daß das Denken im Ätherleibe webt und lebt. Es webt und lebt dann nur fort in dem physischen Leibe. Wir glauben im physischen Leibesleben, daß das nun unser Eigentum allein ist, was wir da als unsere Gedanken bilden. Aber was wir da haben von unseren Gedanken, was wir in unseren Gedanken ausbilden und an was wir uns erinnern können, das ist gewissermaßen nur die innere Seite unseres Denklebens. Von außen arbeiten gerade mit Bezug auf den Ätherleib an unserem ganzen Denkleben die Angeloi, Archangeloi und Archai, und es ist nicht unnötig, daß wir denken als Menschen. Unnötig ist es ja schon nicht für die physische Erde, aber es ist auch nicht unnötig für den Kosmos. Denn was wir durch unser Denken verändern in unserem Ätherleib zwischen unserer Geburt und unserem Tode, das wird als Material benützt und nach höheren Gesichtspunkten ausgearbeitet. Während unseres Lebens, während wir als denkende Wesen durch die Welt gehen und unser Gedankenleben nur von innen sehen, wird von den Angeloi, Archangeloi, Archai gearbeitet an unseren Gedanken, damit nach unserem Tode das zustande komme, was sie dann dem Weltenäther einverleiben können. Wenn unser Astralleib und unser Ich den Ätherleib ablegen, da nähen sie — wenn ich den groben Ausdruck gebrauchen darf — dem Kosmos das Gewebe unseres Ätherleibes ein, das im wesentlichen zustande gekommen ist durch die Art, wie wir gedacht haben im Leben. Das gehört von jetzt ab dazu zu dem Kosmos. Wir leben als Mensch nicht bloß für uns, wir leben als Mensch für den ganzen Kosmos.

[ 19 ] Wir wissen ja, nach unserer Erde soll Jupiter, Venus, Vulkan entstehen. Das muß alles vorbereitet werden, das muß alles als Kräfte dem Kosmos einverwoben werden. Dazu ist Arbeit nötig. Zu dieser Arbeit gehört zum Beispiel das, was ich jetzt eben ausgeführt habe: daß die Angeloi, Archangeloi, Archai in Gemäßheit unserer Gedanken tätig sind. Ein etwas anderes Material sind dumme Gedanken, die wir während unseres Lebens haben, ein etwas anderes Material sind gescheite Gedanken. Aber je nachdem wir ihnen das als Material liefern, werden da diese — grob gesprochen — «ätherischen Maschinen» ausgearbeitet, die dann dazu da sind, daß die Entwickelung im Kosmos weitergeht. Wenn also unser Ätherleib nach dem Tode dem Kosmos übergeben wird, so wird zugleich übergeben die Arbeit der Wesen der drei genannten Hierarchien.

[ 19 ] Wir wissen ja, nach unserer Erde soll Jupiter, Venus, Vulkan entstehen. Das muß alles vorbereitet werden, das muß alles als Kräfte dem Kosmos einverwoben werden. Dazu ist Arbeit nötig. Zu dieser Arbeit gehört zum Beispiel das, was ich jetzt eben ausgeführt habe: daß die Angeloi, Archangeloi, Archai in Gemäßheit unserer Gedanken tätig sind. Ein etwas anderes Material sind dumme Gedanken, die wir während unseres Lebens haben, ein etwas anderes Material sind gescheite Gedanken. Aber je nachdem wir ihnen das als Material liefern, werden da diese — grob gesprochen — «ätherischen Maschinen» ausgearbeitet, die dann dazu da sind, daß die Entwickelung im Kosmos weitergeht. Wenn also unser Ätherleib nach dem Tode dem Kosmos übergeben wird, so wird zugleich übergeben die Arbeit der Wesen der drei genannten Hierarchien.

[ 20 ] Betrachten wir jetzt von einem ähnlichen Gesichtspunkte aus den menschlichen Astralleib. Wir stellen unsere Betrachtungen von neuen Gesichtspunkten aus an; daher erscheinen immer andere Beziehungen zu den umliegenden Reichen. Derjenige, der nicht lesen kann — und zum Lesen gehört die Möglichkeit des Zusammenfassens der Dinge —, der kann viele Widersprüche sehen in den Dingen, die dargestellt werden. Aber das rührt nur davon her, daß er nicht die Gesichtspunkte ins Auge faßt, von denen aus die Dinge beleuchtet werden.

[ 20 ] Betrachten wir jetzt von einem ähnlichen Gesichtspunkte aus den menschlichen Astralleib. Wir stellen unsere Betrachtungen von neuen Gesichtspunkten aus an; daher erscheinen immer andere Beziehungen zu den umliegenden Reichen. Derjenige, der nicht lesen kann — und zum Lesen gehört die Möglichkeit des Zusammenfassens der Dinge —, der kann viele Widersprüche sehen in den Dingen, die dargestellt werden. Aber das rührt nur davon her, daß er nicht die Gesichtspunkte ins Auge faßt, von denen aus die Dinge beleuchtet werden.

[ 21 ] Unser astralischer Leib ist in einem ähnlichen Verhältnisse zur Erdenumgebung wie unser Ätherleib. Unser Ätherleib ist das ganze Tierreich, von dem Gesichtspunkte aus, den ich Ihnen angegeben habe. Unser Astralleib ist das ganze Pflanzenreich. Ganz genau so, wie ich gesprochen habe über den Ätherleib mit Bezug auf das Tierreich, müßte ich nun sprechen über unseren Astralleib in bezug auf das Pflanzenreich. Da stecken alle Pflanzenformen unserer Erde darinnen. Und wiederum ist das so: Wenn nicht alle höheren Hierarchien arbeiten würden an unserem Astralleib, so würde nach dem Durchmachen dieses Rücklaufes von dem Tod zur Geburt, wo der Astralleib allmählich abgeworfen wird, nichts anderes eintreten, als daß der Astralleib eben abgeworfen würde, und der Astralleib draußen in der Welt würde das ganze Pflanzenreich sein. Ja, es würde sich das ganze sogar zur Kugel ordnen, es würde seiner eigenen Elastizität folgen. Aber der Astralleib kann sich nicht zur Kugel ordnen, weil während unseres Lebens zwischen Geburt und Tod an unserem astralischen Leib arbeiten die Geister der Form selber, die Geister der Bewegung, die Geister der Weisheit, sogar die Geister des Willens bis zu einem gewissen Grade.

[ 21 ] Unser astralischer Leib ist in einem ähnlichen Verhältnisse zur Erdenumgebung wie unser Ätherleib. Unser Ätherleib ist das ganze Tierreich, von dem Gesichtspunkte aus, den ich Ihnen angegeben habe. Unser Astralleib ist das ganze Pflanzenreich. Ganz genau so, wie ich gesprochen habe über den Ätherleib mit Bezug auf das Tierreich, müßte ich nun sprechen über unseren Astralleib in bezug auf das Pflanzenreich. Da stecken alle Pflanzenformen unserer Erde darinnen. Und wiederum ist das so: Wenn nicht alle höheren Hierarchien arbeiten würden an unserem Astralleib, so würde nach dem Durchmachen dieses Rücklaufes von dem Tod zur Geburt, wo der Astralleib allmählich abgeworfen wird, nichts anderes eintreten, als daß der Astralleib eben abgeworfen würde, und der Astralleib draußen in der Welt würde das ganze Pflanzenreich sein. Ja, es würde sich das ganze sogar zur Kugel ordnen, es würde seiner eigenen Elastizität folgen. Aber der Astralleib kann sich nicht zur Kugel ordnen, weil während unseres Lebens zwischen Geburt und Tod an unserem astralischen Leib arbeiten die Geister der Form selber, die Geister der Bewegung, die Geister der Weisheit, sogar die Geister des Willens bis zu einem gewissen Grade.

[ 22 ] Und wenn wir nach Jahren oder Jahrzehnten in der oftmals beschriebenen Weise nach dem Rücklauf durch das Leben den astralischen Leib allmählich befreit haben von seinem Zusammenhange mit dem irdischen Leben, dann ist zu gleicher Zeit in der Arbeit an diesem astralischen Leibe das, was die Geister der Form, der Bewegung, der Weisheit, des Willens brauchen, um dem Kosmos das einzuverleiben, was sie ihm einverleiben müssen. Das allerdings, was auf diese Weise dem Kosmos einverleibt wird, das kommt uns zugute, denn das muß darinnen sein im Kosmos. Das wird dem Kosmos anders einverwoben, als das eben vorhin Beschriebene. Wenn unser Ätherleib abgeworfen wird, wird er geradezu dem allgemeinen Weltenäther eingenäht, einverwoben, könnte ich sagen. Dasjenige aber, was jetzt, gewoben aus unserem astralischen Leib, als Arbeit der Geister der Form, der Bewegung, der Weisheit, der Throne erscheint, das wirkt zusammen mit unserem Ich, das die Zeit zwischen Tod und neuer Geburt durchmacht, und es enthält die Kräfte, die wirken müssen, damit wir wiederum in eine neue Inkarnation eintreten können. Denn damit wir in eine neue Inkarnation eintreten können, dazu gehört sehr, sehr viel! Wirklich, dasjenige, was die äußere physische Wissenschaft heute über den Bau des Schädels, des Hirnes weiß, das ist viel, so viel, daß es ja recht viele Leute gibt, denen es zuviel ist, das zu wissen. Aber wenn man dieses Wissen der äußeren Wissenschaft daraufhin betrachten würde, daß der Schädel mit dem Gehirn, dieser Wunderbau, bis in seine kleinsten Teile hinein gebildet werden sollte: wie wenig würde man mit der äußeren Wissenschaft zustande kommen, um das wirklich zu bilden! Da liegt doch ein bedeutendes Geheimnis vor. Mit diesem Geheimnis sind zwar Stumpflinge, diese Sorte von Menschen, die man Stumpflinge nennen kann, bald fertig, indem sie sagen: Was da am Menschen in der fortlaufenden Generationenfolge entsteht, kommt ganz von selbst. Daß sich so ein Menschenkopf formt im Leibe der Mutter, das kommt also ganz von selbst. |

[ 22 ] Und wenn wir nach Jahren oder Jahrzehnten in der oftmals beschriebenen Weise nach dem Rücklauf durch das Leben den astralischen Leib allmählich befreit haben von seinem Zusammenhange mit dem irdischen Leben, dann ist zu gleicher Zeit in der Arbeit an diesem astralischen Leibe das, was die Geister der Form, der Bewegung, der Weisheit, des Willens brauchen, um dem Kosmos das einzuverleiben, was sie ihm einverleiben müssen. Das allerdings, was auf diese Weise dem Kosmos einverleibt wird, das kommt uns zugute, denn das muß darinnen sein im Kosmos. Das wird dem Kosmos anders einverwoben, als das eben vorhin Beschriebene. Wenn unser Ätherleib abgeworfen wird, wird er geradezu dem allgemeinen Weltenäther eingenäht, einverwoben, könnte ich sagen. Dasjenige aber, was jetzt, gewoben aus unserem astralischen Leib, als Arbeit der Geister der Form, der Bewegung, der Weisheit, der Throne erscheint, das wirkt zusammen mit unserem Ich, das die Zeit zwischen Tod und neuer Geburt durchmacht, und es enthält die Kräfte, die wirken müssen, damit wir wiederum in eine neue Inkarnation eintreten können. Denn damit wir in eine neue Inkarnation eintreten können, dazu gehört sehr, sehr viel! Wirklich, dasjenige, was die äußere physische Wissenschaft heute über den Bau des Schädels, des Hirnes weiß, das ist viel, so viel, daß es ja recht viele Leute gibt, denen es zuviel ist, das zu wissen. Aber wenn man dieses Wissen der äußeren Wissenschaft daraufhin betrachten würde, daß der Schädel mit dem Gehirn, dieser Wunderbau, bis in seine kleinsten Teile hinein gebildet werden sollte: wie wenig würde man mit der äußeren Wissenschaft zustande kommen, um das wirklich zu bilden! Da liegt doch ein bedeutendes Geheimnis vor. Mit diesem Geheimnis sind zwar Stumpflinge, diese Sorte von Menschen, die man Stumpflinge nennen kann, bald fertig, indem sie sagen: Was da am Menschen in der fortlaufenden Generationenfolge entsteht, kommt ganz von selbst. Daß sich so ein Menschenkopf formt im Leibe der Mutter, das kommt also ganz von selbst. |

[ 23 ] Man kann begreifen, daß die Leute das sagen, aber wie gescheit es ist, das möchte ich Ihnen durch einen Vergleich klarmachen. Wir können hypothetisch einmal annehmen, daß es in München Wesen gäbe, die vieles sehen könnten, aber gerade den Menschen nicht, auch den Menschen bei seiner Tätigkeit nicht sehen könnten. Es wäre doch denkbar, daß solche Wesen München bevölkern, die den Menschen bei seiner Tätigkeit nicht sehen könnten. Solche Wesen, die den Menschen bei seiner Tätigkeit nicht sehen könnten, könnten aber, sagen wir zum Beispiel, die Uhren sehen. Die würden also sehen, wie es Uhren gibt und wie die Uhren gemacht werden, den Menschen sähen sie nicht, den Uhrmacher, der die Uhr zusammenfügt. Die Hände sähen sie nicht, die die einzelnen Teile zusammenfügen, sie sähen nur, wie sich aus den einzelnen Teilen die Uhr formt. Sie sähen vielleicht noch die verschiedenen Pinzetten und Zangen und so weiter, mit denen die Teile angefaßt werden, aber es wird für sie gleichsam aus der Luft heraus zusammengefaßt dasjenige, was die einzelnen Teile der Uhr sind. Was würden diese Wesen denn für eine Ansicht von den Uhren haben? Sie würden nicht sagen: In München gibt es Uhrmacher —, das würden sie ganz in Abrede stellen. Sie würden sagen: Oh, das ist ein entsetzlicher Aberglaube, anzunehmen, daß es Uhrmacher gibt, denn die Uhren entstehen ganz von selbst, man sieht ja, wie sie sich von selbst zusammenfügen.

[ 23 ] Man kann begreifen, daß die Leute das sagen, aber wie gescheit es ist, das möchte ich Ihnen durch einen Vergleich klarmachen. Wir können hypothetisch einmal annehmen, daß es in München Wesen gäbe, die vieles sehen könnten, aber gerade den Menschen nicht, auch den Menschen bei seiner Tätigkeit nicht sehen könnten. Es wäre doch denkbar, daß solche Wesen München bevölkern, die den Menschen bei seiner Tätigkeit nicht sehen könnten. Solche Wesen, die den Menschen bei seiner Tätigkeit nicht sehen könnten, könnten aber, sagen wir zum Beispiel, die Uhren sehen. Die würden also sehen, wie es Uhren gibt und wie die Uhren gemacht werden, den Menschen sähen sie nicht, den Uhrmacher, der die Uhr zusammenfügt. Die Hände sähen sie nicht, die die einzelnen Teile zusammenfügen, sie sähen nur, wie sich aus den einzelnen Teilen die Uhr formt. Sie sähen vielleicht noch die verschiedenen Pinzetten und Zangen und so weiter, mit denen die Teile angefaßt werden, aber es wird für sie gleichsam aus der Luft heraus zusammengefaßt dasjenige, was die einzelnen Teile der Uhr sind. Was würden diese Wesen denn für eine Ansicht von den Uhren haben? Sie würden nicht sagen: In München gibt es Uhrmacher —, das würden sie ganz in Abrede stellen. Sie würden sagen: Oh, das ist ein entsetzlicher Aberglaube, anzunehmen, daß es Uhrmacher gibt, denn die Uhren entstehen ganz von selbst, man sieht ja, wie sie sich von selbst zusammenfügen.

[ 24 ] So, wie diese Wesen urteilen würden, so urteilen die Menschen, die annehmen, daß dasjenige, was nun schon einmal auf dem physischen Wege sich nach und nach bildet, von selber entsteht. All das, was da

[ 24 ] So, wie diese Wesen urteilen würden, so urteilen die Menschen, die annehmen, daß dasjenige, was nun schon einmal auf dem physischen Wege sich nach und nach bildet, von selber entsteht. All das, was da

[ 25 ] entsteht, das entsteht durch die Handlungen der geistigen Wesen der höheren Hierarchien. Wahrhaftig nicht bloß durch die Wechselwirkung von Vater und Mutter und durch dasjenige, was dann im Leibe der Mutter sich bildet, bildet sich «von selbst» der Mensch, sondern die ganze Welt wirkt herein, da ist der ganze Kosmos mit den Wesen der höheren Hierarchien daran beteiligt.

[ 25 ] entsteht, das entsteht durch die Handlungen der geistigen Wesen der höheren Hierarchien. Wahrhaftig nicht bloß durch die Wechselwirkung von Vater und Mutter und durch dasjenige, was dann im Leibe der Mutter sich bildet, bildet sich «von selbst» der Mensch, sondern die ganze Welt wirkt herein, da ist der ganze Kosmos mit den Wesen der höheren Hierarchien daran beteiligt.

[ 26 ] Natürlich ist der Kosmos bis in die höchsten Regionen hinauf auch an dem beteiligt, was am Haupte daranhängt; aber am menschlichen Haupt ist er ganz besonders beteiligt. Dazu wird es auch noch die physische Wissenschaft bringen — wie sich im allgemeinen physische Wissenschaft und Geisteswissenschaft allmählich ausgleichen werden —, daß sie lernen wird, in der Embryologie anders zu denken über das menschliche Haupt und anders über alle anderen Organe. Die anderen Organe, so wird man herausfinden in verhältnismäßig gar nicht ferner Zeit, hängen sehr stark von vererbten Eigenschaften ab. Viel weniger hängt die Bildung des Hauptes von vererbten Eigenschaften ab. Da werden sie nur hineingedrängt durch den Zusammenhang mit den anderen Organen. An der Bildung des menschlichen Hauptes ist wirklich der ganze Kosmos beteiligt, und zwar geistig beteiligt; er wirkt hinein in den Leib der Mutter.

[ 26 ] Natürlich ist der Kosmos bis in die höchsten Regionen hinauf auch an dem beteiligt, was am Haupte daranhängt; aber am menschlichen Haupt ist er ganz besonders beteiligt. Dazu wird es auch noch die physische Wissenschaft bringen — wie sich im allgemeinen physische Wissenschaft und Geisteswissenschaft allmählich ausgleichen werden —, daß sie lernen wird, in der Embryologie anders zu denken über das menschliche Haupt und anders über alle anderen Organe. Die anderen Organe, so wird man herausfinden in verhältnismäßig gar nicht ferner Zeit, hängen sehr stark von vererbten Eigenschaften ab. Viel weniger hängt die Bildung des Hauptes von vererbten Eigenschaften ab. Da werden sie nur hineingedrängt durch den Zusammenhang mit den anderen Organen. An der Bildung des menschlichen Hauptes ist wirklich der ganze Kosmos beteiligt, und zwar geistig beteiligt; er wirkt hinein in den Leib der Mutter.

[ 27 ] Daß die Leute die Kräfte nicht sehen — nun, der Bauer schaut auch nicht die Kräfte, die am Magneten wirken —, das ist kein Beweis, daß es diese Kräfte nicht gibt. Und was da an diesem menschlichen Kopfe vorhanden ist, das ist gewissermaßen etwas, was ausgearbeitet wird im Zusammenhang mit dem, was der Mensch mitbringt in seinem Ich in die Zeit zwischen Tod und neuer Geburt, was ausgearbeitet wird von den Geistern der Form, von den Geistern der Bewegung, den Geistern der Weisheit, den Thronen, die da alle an einer mächtigen Hohlkugel arbeiten. Das, was da ausgearbeitet wird, ist riesig groß, ist eine Sphäre, und in diese Sphäre wird alles eingearbeitet. Denken Sie sich eine riesige Kugel, in deren Oberfläche eingearbeitet wird wie in einen Globus alles das, was eingearbeitet werden soll nach Maßgabe desjenigen, was zuerst einmal der Mensch da dem allgemeinen Kosmos übergeben hat in seinem Ätherleib. Das bildet gewissermaßen etwas, das man abzeichnet, wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf. Dann aber namentlich dasjenige, was da mitgebracht worden ist aus dem Verarbeiten des astralischen Leibes. Dann kommt die Zeit — sie beginnt mit dem, was ich in dem einen Mysterium bezeichnet habe als die Mitternachtsstunde des Daseins —, wo allmählich diese Sphäre wiederum kleiner und kleiner wird. Und diese Sphäre, die da ausgearbeitet wird von hohen Geistern nach Maßgabe früherer Inkarnationen des Menschen, wird endlich so klein, immer kleiner und kleiner, und vereinigt sich mit dem Menschenkeim, der im Leibe der Mutter empfangen wird. Daraus entsteht dann vor allen Dingen die Kopfesform. Diese Entstehung der Kopfesform ist ein wunderbares Geheimnis, sie ist das Ergebnis einer jahrhundertelangen Arbeit höherer Hierarchien.

[ 27 ] Daß die Leute die Kräfte nicht sehen — nun, der Bauer schaut auch nicht die Kräfte, die am Magneten wirken —, das ist kein Beweis, daß es diese Kräfte nicht gibt. Und was da an diesem menschlichen Kopfe vorhanden ist, das ist gewissermaßen etwas, was ausgearbeitet wird im Zusammenhang mit dem, was der Mensch mitbringt in seinem Ich in die Zeit zwischen Tod und neuer Geburt, was ausgearbeitet wird von den Geistern der Form, von den Geistern der Bewegung, den Geistern der Weisheit, den Thronen, die da alle an einer mächtigen Hohlkugel arbeiten. Das, was da ausgearbeitet wird, ist riesig groß, ist eine Sphäre, und in diese Sphäre wird alles eingearbeitet. Denken Sie sich eine riesige Kugel, in deren Oberfläche eingearbeitet wird wie in einen Globus alles das, was eingearbeitet werden soll nach Maßgabe desjenigen, was zuerst einmal der Mensch da dem allgemeinen Kosmos übergeben hat in seinem Ätherleib. Das bildet gewissermaßen etwas, das man abzeichnet, wenn ich den Ausdruck gebrauchen darf. Dann aber namentlich dasjenige, was da mitgebracht worden ist aus dem Verarbeiten des astralischen Leibes. Dann kommt die Zeit — sie beginnt mit dem, was ich in dem einen Mysterium bezeichnet habe als die Mitternachtsstunde des Daseins —, wo allmählich diese Sphäre wiederum kleiner und kleiner wird. Und diese Sphäre, die da ausgearbeitet wird von hohen Geistern nach Maßgabe früherer Inkarnationen des Menschen, wird endlich so klein, immer kleiner und kleiner, und vereinigt sich mit dem Menschenkeim, der im Leibe der Mutter empfangen wird. Daraus entsteht dann vor allen Dingen die Kopfesform. Diese Entstehung der Kopfesform ist ein wunderbares Geheimnis, sie ist das Ergebnis einer jahrhundertelangen Arbeit höherer Hierarchien.

[ 28 ] Denken Sie nur einmal, wie des Menschen Empfinden über sein Verhältnis zur Welt vertieft werden kann, wenn er weiß, wie er drinnensteht im ganzen kosmischen Zusammenhange! Dieser Mensch, der sein Haupt trägt, muß lernen — in aller Bescheidenheit, ohne Stolz und Hochmut selbstverständlich —, daran zu denken, wie wenig dasjenige, was in menschlicher Weisheit vorhanden ist, von dem enthalten kann, was notwendig ist, um dieses Haupt zu bilden, das ihm gegeben ist. Den ganzen kosmischen Inhalt trägt der Mensch in sich.

[ 28 ] Denken Sie nur einmal, wie des Menschen Empfinden über sein Verhältnis zur Welt vertieft werden kann, wenn er weiß, wie er drinnensteht im ganzen kosmischen Zusammenhange! Dieser Mensch, der sein Haupt trägt, muß lernen — in aller Bescheidenheit, ohne Stolz und Hochmut selbstverständlich —, daran zu denken, wie wenig dasjenige, was in menschlicher Weisheit vorhanden ist, von dem enthalten kann, was notwendig ist, um dieses Haupt zu bilden, das ihm gegeben ist. Den ganzen kosmischen Inhalt trägt der Mensch in sich.

[ 29 ] Da gewinnt, wenn man so die Sache betrachtet, Geisteswissenschaft Unendliches dadurch, daß sie der Ausgangspunkt wird für gewisse Empfindungen, die ja gefährlich werden können in der hochmütigen Seele. Ich habe darauf angespielt in dem zweiten Mysterium, wo Capesius im Gespräch mit Benedictus diese Wahrheiten an sich herantreten fühlt: daß ganze Götterleistungen dazu notwendig sind, um den Menschen zustande zu bringen. Bei vielen, die zunächst eitel veranlagt sind, kann das, und zwar recht unbewußt, die Eitelkeit noch fördern; der Mensch kann sich ungeheuer wichtig vorkommen. Gescheiter ist, wenn man mehr die Empfindung hegt, wie wenig man im Bewußtsein hat von all der Weisheit, die notwendig ist, um einen selbst zustande zu bringen!

[ 29 ] Da gewinnt, wenn man so die Sache betrachtet, Geisteswissenschaft Unendliches dadurch, daß sie der Ausgangspunkt wird für gewisse Empfindungen, die ja gefährlich werden können in der hochmütigen Seele. Ich habe darauf angespielt in dem zweiten Mysterium, wo Capesius im Gespräch mit Benedictus diese Wahrheiten an sich herantreten fühlt: daß ganze Götterleistungen dazu notwendig sind, um den Menschen zustande zu bringen. Bei vielen, die zunächst eitel veranlagt sind, kann das, und zwar recht unbewußt, die Eitelkeit noch fördern; der Mensch kann sich ungeheuer wichtig vorkommen. Gescheiter ist, wenn man mehr die Empfindung hegt, wie wenig man im Bewußtsein hat von all der Weisheit, die notwendig ist, um einen selbst zustande zu bringen!

[ 30 ] Man kann natürlich der Ansicht derjenigen sein, die da sagen: Ja, aber wozu ist es notwendig, daß der Mensch das alles weiß? Er kann ja auch ohne das Wissen von diesen Dingen leben, er lebt ganz gut ohne das Wissen von diesen Dingen. — Darin liegt ein großer Irrtum, daß der Mensch ganz gut ohne dieses Wissen leben könne. Er kann es nämlich in Wahrheit nicht. Wir leben allerdings gerade in demjenigen Zeitalter, wo man sich diesem Irrtum hingeben kann, daß man ohne das Wissen von der geistigen Welt ganz anständig auf der Erde leben kann, nämlich frühstücken, Mittag essen, Abendbrot essen und so weiter, und auch sonst noch verschiedenes daneben und dazwischen tun. Aber dieser Glaube beruht nicht auf Wahrheit. Man muß allmählich den Menschen zur Empfindung bringen, daß dieser Glaube nicht auf Wahrheit beruht.

[ 30 ] Man kann natürlich der Ansicht derjenigen sein, die da sagen: Ja, aber wozu ist es notwendig, daß der Mensch das alles weiß? Er kann ja auch ohne das Wissen von diesen Dingen leben, er lebt ganz gut ohne das Wissen von diesen Dingen. — Darin liegt ein großer Irrtum, daß der Mensch ganz gut ohne dieses Wissen leben könne. Er kann es nämlich in Wahrheit nicht. Wir leben allerdings gerade in demjenigen Zeitalter, wo man sich diesem Irrtum hingeben kann, daß man ohne das Wissen von der geistigen Welt ganz anständig auf der Erde leben kann, nämlich frühstücken, Mittag essen, Abendbrot essen und so weiter, und auch sonst noch verschiedenes daneben und dazwischen tun. Aber dieser Glaube beruht nicht auf Wahrheit. Man muß allmählich den Menschen zur Empfindung bringen, daß dieser Glaube nicht auf Wahrheit beruht.

[ 31 ] Aus einer solchen Grundlage heraus führe ich jetzt zum Beispiel in öffentlichen Vorträgen Karl Christian Planck an, diesen merkwürdigen Menschen, der jahrelang in Ulm ein einsames Dasein verlebt hat, den die Universität Tübingen nicht einmal berufen hat, als der Lehrstuhl dort frei geworden ist, weil niemand da war, der einen Einblick hatte in die Bedeutung dieses Mannes. Gewiß, die Stumpflinge werden sagen, er ist ja am Ende seines Lebens so nervös geworden, daß er allerlei, was man als Größenwahn auslegen kann, gesagt hat. Nun, das sagen die Stumpflinge. Aber ein Mensch, dem ja, wie Planck, nicht Geisteswissenschaft schon vollständige Bestätigung gegeben hat, der konnte schon nervös werden unter solcher Mißhandlung von seiten seiner Mitmenschen, und dann auch solch ein Wort aussprechen, wie er es in der Vorrede seines «Testamentes eines Deutschen» ausgesprochen hat, wo ihm das Wort des alten Römers in den Mund kam: «Undankbares Vaterland, nicht einmal meine Gebeine sollst du haben!» Aber ich habe jenen Ausspruch angeführt, den Karl Christian Planck getan hat vor dem Jahre 1880, wo er gestorben ist, und der genau dasjenige wiedergibt, was wir jetzt als unseren europäischen Weltkrieg haben. Der idealistisch anschauende Mensch war geeignet, auch die Wirklichkeit zu sehen, weil die Kraft, die sich innerlich entwickelt, wenn man in einer solchen Weise aus den Quellen des Daseins heraus zu denken vermag, zugleich das Praktischste in der Welt ist. Nicht dasjenige, was die Menschen denken, die die Praxis mit Löffeln gegessen zu haben vermeinen, ist das eigentlich Praktische. Nur durch die Brutalität der Menschen kann zur Praxis erklärt werden, wenn man jedes berechtigte Streben einfach totdrückt, das aus den wirklichen Quellen des Lebens hervorgeht.

[ 31 ] Aus einer solchen Grundlage heraus führe ich jetzt zum Beispiel in öffentlichen Vorträgen Karl Christian Planck an, diesen merkwürdigen Menschen, der jahrelang in Ulm ein einsames Dasein verlebt hat, den die Universität Tübingen nicht einmal berufen hat, als der Lehrstuhl dort frei geworden ist, weil niemand da war, der einen Einblick hatte in die Bedeutung dieses Mannes. Gewiß, die Stumpflinge werden sagen, er ist ja am Ende seines Lebens so nervös geworden, daß er allerlei, was man als Größenwahn auslegen kann, gesagt hat. Nun, das sagen die Stumpflinge. Aber ein Mensch, dem ja, wie Planck, nicht Geisteswissenschaft schon vollständige Bestätigung gegeben hat, der konnte schon nervös werden unter solcher Mißhandlung von seiten seiner Mitmenschen, und dann auch solch ein Wort aussprechen, wie er es in der Vorrede seines «Testamentes eines Deutschen» ausgesprochen hat, wo ihm das Wort des alten Römers in den Mund kam: «Undankbares Vaterland, nicht einmal meine Gebeine sollst du haben!» Aber ich habe jenen Ausspruch angeführt, den Karl Christian Planck getan hat vor dem Jahre 1880, wo er gestorben ist, und der genau dasjenige wiedergibt, was wir jetzt als unseren europäischen Weltkrieg haben. Der idealistisch anschauende Mensch war geeignet, auch die Wirklichkeit zu sehen, weil die Kraft, die sich innerlich entwickelt, wenn man in einer solchen Weise aus den Quellen des Daseins heraus zu denken vermag, zugleich das Praktischste in der Welt ist. Nicht dasjenige, was die Menschen denken, die die Praxis mit Löffeln gegessen zu haben vermeinen, ist das eigentlich Praktische. Nur durch die Brutalität der Menschen kann zur Praxis erklärt werden, wenn man jedes berechtigte Streben einfach totdrückt, das aus den wirklichen Quellen des Lebens hervorgeht.

[ 32 ] Ich führe solche Beispiele an, um zu zeigen, wie jene Kraft des Menschen, die auch notwendig ist im äußeren praktischen Leben, das klare, eindringliche Denken, nur dadurch entstehen kann, daß die Seele des Menschen befruchtet ist von geisteswissenschaftlichen Wahrheiten. Warum können denn die Menschen in unserem Zeitalter glauben, daß das Leben der Menschheit auf Erden möglich ist, ohne daß man von geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen eine Ahnung hat? Weil sie so unendlich kurzsichtig sind! Wenn sie nicht so kurzsichtig wären, könnte man nämlich ganz äußerlich beweisen, wie unrecht diejenigen haben, die da sagen, der Mensch brauche sich nicht zu kümmern um eine geistige Welt: er werde ja von selbst geboren, wachse dann von selbst heran; eine Art Erziehung müsse ihm allerdings geboten werden, aber da stelle die heutige Pädagogik so unendlich gescheite Erziehungsprinzipien auf, die sogar heranreichen bis zu der Riesenhöhe Foersterscher Pädagogik. Nun, und dann werde man allmählich ein gesetzter Mensch, der über dasjenige nachdenkt, was er machen muß, damit die Menschheit etwas zu essen und zu trinken hat, und er auch.

[ 32 ] Ich führe solche Beispiele an, um zu zeigen, wie jene Kraft des Menschen, die auch notwendig ist im äußeren praktischen Leben, das klare, eindringliche Denken, nur dadurch entstehen kann, daß die Seele des Menschen befruchtet ist von geisteswissenschaftlichen Wahrheiten. Warum können denn die Menschen in unserem Zeitalter glauben, daß das Leben der Menschheit auf Erden möglich ist, ohne daß man von geisteswissenschaftlichen Erkenntnissen eine Ahnung hat? Weil sie so unendlich kurzsichtig sind! Wenn sie nicht so kurzsichtig wären, könnte man nämlich ganz äußerlich beweisen, wie unrecht diejenigen haben, die da sagen, der Mensch brauche sich nicht zu kümmern um eine geistige Welt: er werde ja von selbst geboren, wachse dann von selbst heran; eine Art Erziehung müsse ihm allerdings geboten werden, aber da stelle die heutige Pädagogik so unendlich gescheite Erziehungsprinzipien auf, die sogar heranreichen bis zu der Riesenhöhe Foersterscher Pädagogik. Nun, und dann werde man allmählich ein gesetzter Mensch, der über dasjenige nachdenkt, was er machen muß, damit die Menschheit etwas zu essen und zu trinken hat, und er auch.

[ 33 ] Aber so war es nicht immer im Menschengeschlecht. Und es ist noch nicht lange her, daß man es für möglich hält, daß der Mensch ohne den Besitz geistiger Erkenntnisse überhaupt auf der Erde leben kann. Dafür kann man auch schon äußere Beweise erbringen, und einen solchen möchte ich Ihnen anführen. Ich habe ihn jetzt in verschiedenen Zweigen angeführt. Wahrscheinlich würde man, wenn man Zeit hätte — aber in München gibt es diese Zeit ja nicht —, auch hier in München selber einen solchen Beweis finden können. Wir haben ihn neulich bei einer Betrachtung des Hamburgischen Bildermuseums gefunden. Er ergibt sich aus dem folgenden: Denken wir einmal an jenes große Symbolum, das am Beginne des Alten 'Testamentes steht, von der Verführung der Eva und des Adam, was wir kennen als die luziferische Versuchung. Nicht wahr, wenn das heute der Maler malt — es ist ja ziemlich gleichgültig, auf welchem Standpunkte er steht, ob er realistisch malt oder idealistisch, als Expressionist, Impressionist, Futurist oder was immer —, er wird immerhin glauben, am meisten der Wirklichkeit Rechnung zu tragen, wenn er Adam und Eva, nun ja, nicht wahr, mehr oder weniger scheußlich malt. Aber dazu wird er malen den Baum des Paradieses, darauf die Schlange mit einem richtigen Schlangenkopf, die Schlange so groß wie der Baum, aber mit einem richtigen Schlangenkopf. Kann das im wahren Sinne des Wortes realistisch genannt werden? Ich glaube nicht, meine lieben Freunde! Von der jetzigen Frau gar nicht zu sprechen — aber nicht einmal die Urmutter Eva kann man für so beschränkt halten, daß sie sich von einer wirklichen Schlange verführen ließe! Das kann doch nicht «realistisch» sein! Denken Sie sich eine wirkliche Schlange, die durchs grüne Gras schleicht; auf die sollte die Urmutter Eva hereingefallen sein? Nicht wahr, naturalistisch kann die Sache doch wohl nicht sein! Auch die gegenwärtige Schlange kann, trotzdem sie als wirkliches Tier herumkriecht, nur als ein Symbolum für etwas anderes aufgefaßt werden.

[ 33 ] Aber so war es nicht immer im Menschengeschlecht. Und es ist noch nicht lange her, daß man es für möglich hält, daß der Mensch ohne den Besitz geistiger Erkenntnisse überhaupt auf der Erde leben kann. Dafür kann man auch schon äußere Beweise erbringen, und einen solchen möchte ich Ihnen anführen. Ich habe ihn jetzt in verschiedenen Zweigen angeführt. Wahrscheinlich würde man, wenn man Zeit hätte — aber in München gibt es diese Zeit ja nicht —, auch hier in München selber einen solchen Beweis finden können. Wir haben ihn neulich bei einer Betrachtung des Hamburgischen Bildermuseums gefunden. Er ergibt sich aus dem folgenden: Denken wir einmal an jenes große Symbolum, das am Beginne des Alten 'Testamentes steht, von der Verführung der Eva und des Adam, was wir kennen als die luziferische Versuchung. Nicht wahr, wenn das heute der Maler malt — es ist ja ziemlich gleichgültig, auf welchem Standpunkte er steht, ob er realistisch malt oder idealistisch, als Expressionist, Impressionist, Futurist oder was immer —, er wird immerhin glauben, am meisten der Wirklichkeit Rechnung zu tragen, wenn er Adam und Eva, nun ja, nicht wahr, mehr oder weniger scheußlich malt. Aber dazu wird er malen den Baum des Paradieses, darauf die Schlange mit einem richtigen Schlangenkopf, die Schlange so groß wie der Baum, aber mit einem richtigen Schlangenkopf. Kann das im wahren Sinne des Wortes realistisch genannt werden? Ich glaube nicht, meine lieben Freunde! Von der jetzigen Frau gar nicht zu sprechen — aber nicht einmal die Urmutter Eva kann man für so beschränkt halten, daß sie sich von einer wirklichen Schlange verführen ließe! Das kann doch nicht «realistisch» sein! Denken Sie sich eine wirkliche Schlange, die durchs grüne Gras schleicht; auf die sollte die Urmutter Eva hereingefallen sein? Nicht wahr, naturalistisch kann die Sache doch wohl nicht sein! Auch die gegenwärtige Schlange kann, trotzdem sie als wirkliches Tier herumkriecht, nur als ein Symbolum für etwas anderes aufgefaßt werden.

[ 34 ] Aber jetzt erinnern wir uns einmal daran, was wir eigentlich für Begriffe verbinden müssen mit dieser luziferischen Verführung. Luzifer ist es ja! Die Schlange kann ja höchstens das Symbolum vom Luzifer sein. Mit dem Luziferischen ist verbunden, daß dieses Wesen während der Mondenbildung zurückgeblieben ist. Da kann man es also überhaupt nicht sehen, dieses Wesen als solches, mit physischen Augen der Erde. Wenn der Luzifer noch auf dem Standpunkte der Mondenbildung ist, da kann man ihn natürlich nicht sehen mit den gewöhnlichen physischen Augen der Erde, man kann ihn nur sehen mit innerlichen Augen. Er kann also nicht sein wie eine irdische Schlange, die man sehen kann mit gewöhnlichen physischen Augen.

[ 34 ] Aber jetzt erinnern wir uns einmal daran, was wir eigentlich für Begriffe verbinden müssen mit dieser luziferischen Verführung. Luzifer ist es ja! Die Schlange kann ja höchstens das Symbolum vom Luzifer sein. Mit dem Luziferischen ist verbunden, daß dieses Wesen während der Mondenbildung zurückgeblieben ist. Da kann man es also überhaupt nicht sehen, dieses Wesen als solches, mit physischen Augen der Erde. Wenn der Luzifer noch auf dem Standpunkte der Mondenbildung ist, da kann man ihn natürlich nicht sehen mit den gewöhnlichen physischen Augen der Erde, man kann ihn nur sehen mit innerlichen Augen. Er kann also nicht sein wie eine irdische Schlange, die man sehen kann mit gewöhnlichen physischen Augen.

[ 35 ] Man muß sich den Luzifer schon so vorstellen, wie ihn die Geisteswissenschaft vorstellen kann. Bedenken Sie nur, daß der Mensch sein Haupt an sich trägt als dasjenige Glied, das am vollkommensten ausgebildet ist. Daran hängt — Sie brauchen ja nur das Skelett anzusehen —, ich möchte sagen auf ganz dünne Weise, wie angehängt, der übrige Organismus. An dem Haupte hängt allerdings dann das Rückgrat mit dem Rückenmark. Aber das, was physisch später entstanden ist, das hat sich vorher gebildet. Würde man zurückgehen in der Entwickelung und mit dem inneren Auge Luzifer sehen, so würde man ihn selbstverständlich in seiner Mondenbildung sehen müssen, vorbereitend das menschliche Erdenhaupt. Da würde man ein menschliches Haupt sehen, noch nicht so verdichtet, innerlich beweglich, noch vielgestaltig, und daran hängend so etwas wie menschliches Rückgrat, Rückenmark, von dem man sich ja vorstellen kann, daß es in Form eines Schlangenleibes daranhängt. So müßte man also eigentlich Luzifer malen, mit einem möglichst vieldeutigen Antlitz, und daran hängend einen Schlangenleib, der aber sich nähert dem Urbeginne des menschlichen Rückgrats. Das wäre im Sinne der Geisteswissenschaft eine Art Bild von Luzifer.

[ 35 ] Man muß sich den Luzifer schon so vorstellen, wie ihn die Geisteswissenschaft vorstellen kann. Bedenken Sie nur, daß der Mensch sein Haupt an sich trägt als dasjenige Glied, das am vollkommensten ausgebildet ist. Daran hängt — Sie brauchen ja nur das Skelett anzusehen —, ich möchte sagen auf ganz dünne Weise, wie angehängt, der übrige Organismus. An dem Haupte hängt allerdings dann das Rückgrat mit dem Rückenmark. Aber das, was physisch später entstanden ist, das hat sich vorher gebildet. Würde man zurückgehen in der Entwickelung und mit dem inneren Auge Luzifer sehen, so würde man ihn selbstverständlich in seiner Mondenbildung sehen müssen, vorbereitend das menschliche Erdenhaupt. Da würde man ein menschliches Haupt sehen, noch nicht so verdichtet, innerlich beweglich, noch vielgestaltig, und daran hängend so etwas wie menschliches Rückgrat, Rückenmark, von dem man sich ja vorstellen kann, daß es in Form eines Schlangenleibes daranhängt. So müßte man also eigentlich Luzifer malen, mit einem möglichst vieldeutigen Antlitz, und daran hängend einen Schlangenleib, der aber sich nähert dem Urbeginne des menschlichen Rückgrats. Das wäre im Sinne der Geisteswissenschaft eine Art Bild von Luzifer.

[ 36 ] Nun gibt es in dieser Hamburgischen Bildergalerie aus dem 13., 14. Jahrhundert ein Bild von Meister Bertram, das die biblische Schöpfungsgeschichte darstellt, und wo dieses paradiesische Symbolum wirklich in der Weise gemalt ist, daß Luzifer, so wie ich ihn jetzt beschrieben habe, genau im Sinne unserer Geisteswissenschaft gemalt ist. Also im 13., 14. Jahrhundert hat der Meister Bertram richtig im geisteswissenschaftlichen Sinne den Luzifer gemalt. Das ist etwas, was man sehen kann. Dies ist eine historische Tatsache.

[ 36 ] Nun gibt es in dieser Hamburgischen Bildergalerie aus dem 13., 14. Jahrhundert ein Bild von Meister Bertram, das die biblische Schöpfungsgeschichte darstellt, und wo dieses paradiesische Symbolum wirklich in der Weise gemalt ist, daß Luzifer, so wie ich ihn jetzt beschrieben habe, genau im Sinne unserer Geisteswissenschaft gemalt ist. Also im 13., 14. Jahrhundert hat der Meister Bertram richtig im geisteswissenschaftlichen Sinne den Luzifer gemalt. Das ist etwas, was man sehen kann. Dies ist eine historische Tatsache.

[ 37 ] Wir haben ja öfter hingewiesen auf das alte atavistische Hellsehen, das erst nach und nach verglommen ist. Aber was der Meister Bertram da gemalt hat, das weist noch darauf hin, daß bis ins 13., 14. Jahrhundert herein die Möglichkeit vorhanden war, Luzifer richtig im Sinne der alten Geisteswissenschaft, der atavistischen Geisteswissenschaft zu malen. Man kann also äußerlich beweisen, daß es erst ein paar Jahrhunderte her ist, seit die Menschen so geistverlassen geworden sind wie jetzt. Solche Beweise werden Sie genug finden.

[ 37 ] Wir haben ja öfter hingewiesen auf das alte atavistische Hellsehen, das erst nach und nach verglommen ist. Aber was der Meister Bertram da gemalt hat, das weist noch darauf hin, daß bis ins 13., 14. Jahrhundert herein die Möglichkeit vorhanden war, Luzifer richtig im Sinne der alten Geisteswissenschaft, der atavistischen Geisteswissenschaft zu malen. Man kann also äußerlich beweisen, daß es erst ein paar Jahrhunderte her ist, seit die Menschen so geistverlassen geworden sind wie jetzt. Solche Beweise werden Sie genug finden.

[ 38 ] Das heißt, dasjenige, was die Stumpflinge heute für die urewige Natur der Menschenseele halten — daß man durch seine Augen hinaussieht und das, was man durch seine Augen sieht, mit dem Verstande kombiniert —, das ist überhaupt erst eine menschliche Seeleneigenschaft seit ein paar Jahrhunderten. Vorher haben alle Menschen gewußt von einem Zusammenhang mit der geistigen Welt. Natürlich ist es allmählich verglommen. Aber wir finden, daß selbst noch im 13., 14. Jahrhundert Menschen so malen konnten, daß es im Sinne der alten Wissenschaft ist. Es ist wichtig, eine solche Tatsache zu beachten. Aus dieser Tatsache ersieht man, wie die alte Geisteswissenschaft, die ja, wie wir wissen, weichen mußte um der Ausbildung der menschlichen Freiheit willen, bis ins 13., 14. Jahrhundert noch in den Seelen lebendig war. Weil da die Bewußtseinsseele ausgebildet werden mußte, mußte zurückweichen die alte Geisteswissenschaft.

[ 38 ] Das heißt, dasjenige, was die Stumpflinge heute für die urewige Natur der Menschenseele halten — daß man durch seine Augen hinaussieht und das, was man durch seine Augen sieht, mit dem Verstande kombiniert —, das ist überhaupt erst eine menschliche Seeleneigenschaft seit ein paar Jahrhunderten. Vorher haben alle Menschen gewußt von einem Zusammenhang mit der geistigen Welt. Natürlich ist es allmählich verglommen. Aber wir finden, daß selbst noch im 13., 14. Jahrhundert Menschen so malen konnten, daß es im Sinne der alten Wissenschaft ist. Es ist wichtig, eine solche Tatsache zu beachten. Aus dieser Tatsache ersieht man, wie die alte Geisteswissenschaft, die ja, wie wir wissen, weichen mußte um der Ausbildung der menschlichen Freiheit willen, bis ins 13., 14. Jahrhundert noch in den Seelen lebendig war. Weil da die Bewußtseinsseele ausgebildet werden mußte, mußte zurückweichen die alte Geisteswissenschaft.

[ 39 ] Aber die Geisteswissenschaft muß wieder zurückgeholt werden. Heute lebt die Menschheit noch in bezug auf alles dasjenige, was Erfindungsgeist ist, was schöpferischer Geist ist, auf allen Gebieten von der alten Erbschaft, die durch die alte Geisteswissenschaft hereingekommen ist. Wenn heute einem etwas einfällt, das noch nicht da war, so ist es, weil noch immer fortwirkt die alte Geisteswissenschaft. Aber es wird keine fünfzig, keine hundert Jahre mehr dauern, da werden alle Erfindungen und alle Einfälle, die durch Schöpferisches in der Menschenentwickelung bewirkt werden, verschwunden sein, auch auf dem Gebiet des Maschinenwesens, wenn die Geisteswissenschaft nicht befruchtend auf die Menschheit wirken kann. Geisteswissenschaft muß eben von unserer Zeit an in die Entwickelung des Menschengeschlechts sich hineinstellen, sonst wird dieses Menschengeschlecht auf der Erde steril und unfruchtbar im Seelenleben.

[ 39 ] Aber die Geisteswissenschaft muß wieder zurückgeholt werden. Heute lebt die Menschheit noch in bezug auf alles dasjenige, was Erfindungsgeist ist, was schöpferischer Geist ist, auf allen Gebieten von der alten Erbschaft, die durch die alte Geisteswissenschaft hereingekommen ist. Wenn heute einem etwas einfällt, das noch nicht da war, so ist es, weil noch immer fortwirkt die alte Geisteswissenschaft. Aber es wird keine fünfzig, keine hundert Jahre mehr dauern, da werden alle Erfindungen und alle Einfälle, die durch Schöpferisches in der Menschenentwickelung bewirkt werden, verschwunden sein, auch auf dem Gebiet des Maschinenwesens, wenn die Geisteswissenschaft nicht befruchtend auf die Menschheit wirken kann. Geisteswissenschaft muß eben von unserer Zeit an in die Entwickelung des Menschengeschlechts sich hineinstellen, sonst wird dieses Menschengeschlecht auf der Erde steril und unfruchtbar im Seelenleben.

[ 40 ] Heute tritt es einem ja erst mehr oder weniger stark entgegen, aber gar oftmals sehr stark auf dem Gebiet der Kunst. Da tritt es einem recht stark entgegen, daß die Menschen gewissermaßen geistverlassen sind, wenn sie nichts anderes mehr in das Kunstwerk hineinzugeheimnissen finden als dasjenige, was sie in der äußeren Natur vorgebildet haben, wenn also die innerliche Befruchtung vom Geiste aus schon vollständig fehlt.

[ 40 ] Heute tritt es einem ja erst mehr oder weniger stark entgegen, aber gar oftmals sehr stark auf dem Gebiet der Kunst. Da tritt es einem recht stark entgegen, daß die Menschen gewissermaßen geistverlassen sind, wenn sie nichts anderes mehr in das Kunstwerk hineinzugeheimnissen finden als dasjenige, was sie in der äußeren Natur vorgebildet haben, wenn also die innerliche Befruchtung vom Geiste aus schon vollständig fehlt.

[ 41 ] Diese Dinge stehen auf der einen Seite. Sie zeigen uns, wie es notwendig ist, daß der Mensch gewahr werde, daß er als ganzer Mensch im Zusammenhange mit Wesen höherer Reiche steht. Man kann sich Menschen denken — es gibt heute noch solche —, die nichts davon wissen, daß es Luft gibt; für sie ist der Raum leer. Wenigstens kommt es ihnen nicht zum Bewußtsein, daß es Luft gibt. Aber der physische Leib ist im Grunde genommen gar nicht denkbar ohne die umliegende Luft, denn, was sind wir mit unserem physischen Leib ohne die umliegende Luft? Wir denken ihn abgeschlossen, weil er in seiner Haut eingeschlossen ist. Aber das ist ja ein dummer Gedanke. Hier ist die Luft, im nächsten Moment ist die Luft in Ihnen, dann wieder draußen. Gehört diese Luft, die dann im nächsten Moment draußen ist, nicht ebenso zu Ihnen wie der Muskel in Ihrem physischen Leib? Haben Sie da nicht, was draußen ist, drinnen? Und dann wiederum, was drinnen ist, draußen? Aber ebenso, wie wir mit unserem physischen Leib eins sind mit der Luft, so sind wir mit Bezug auf unser Seelisches, mit Bezug auf unseren Ätherleib eins mit den Wesen, die durch die Welt weben und leben als Angeloi, Archangeloi, Archai, durch unseren Astralleib eins mit den Wesen, die durch die Welt weben und leben, den Thronen, den Geistern der Weisheit, der Bewegung, der Form. Die wirken fortwährend in uns, wie die Luft fortwährend in unserem physischen Leib wirkt. Das gibt uns das rechte Bewußtsein der Wesen heit des Menschen, wenn wir solches wissen.

[ 41 ] Diese Dinge stehen auf der einen Seite. Sie zeigen uns, wie es notwendig ist, daß der Mensch gewahr werde, daß er als ganzer Mensch im Zusammenhange mit Wesen höherer Reiche steht. Man kann sich Menschen denken — es gibt heute noch solche —, die nichts davon wissen, daß es Luft gibt; für sie ist der Raum leer. Wenigstens kommt es ihnen nicht zum Bewußtsein, daß es Luft gibt. Aber der physische Leib ist im Grunde genommen gar nicht denkbar ohne die umliegende Luft, denn, was sind wir mit unserem physischen Leib ohne die umliegende Luft? Wir denken ihn abgeschlossen, weil er in seiner Haut eingeschlossen ist. Aber das ist ja ein dummer Gedanke. Hier ist die Luft, im nächsten Moment ist die Luft in Ihnen, dann wieder draußen. Gehört diese Luft, die dann im nächsten Moment draußen ist, nicht ebenso zu Ihnen wie der Muskel in Ihrem physischen Leib? Haben Sie da nicht, was draußen ist, drinnen? Und dann wiederum, was drinnen ist, draußen? Aber ebenso, wie wir mit unserem physischen Leib eins sind mit der Luft, so sind wir mit Bezug auf unser Seelisches, mit Bezug auf unseren Ätherleib eins mit den Wesen, die durch die Welt weben und leben als Angeloi, Archangeloi, Archai, durch unseren Astralleib eins mit den Wesen, die durch die Welt weben und leben, den Thronen, den Geistern der Weisheit, der Bewegung, der Form. Die wirken fortwährend in uns, wie die Luft fortwährend in unserem physischen Leib wirkt. Das gibt uns das rechte Bewußtsein der Wesen heit des Menschen, wenn wir solches wissen.

[ 42 ] Das ist.die eine Seite der Sache. Dann aber gibt es noch eine andere Seite der Sache. Und ich möchte schon von diesen verschiedenen Seiten einer heute notwendigen Betrachtungsweise eine Vorstellung bei Ihnen hervorrufen. Lesen Sie einmal — es ist ein anschaüliches Beispiel — «Die Brüder Karamasow» von Dostojewskij. In diesen «Brüdern Karamasow» kommen unter anderen Gestalten vier Persönlichkeiten vor, die vier Söhne des alten Karamasow, Dmitrij Karamasow, Iwan Karamasow, Aljoscha Karamasow, Smerdjakow Karamasow. Es ist sehr merkwürdig, wie dieser Roman Dostojewskijs gerade in Mitteleuropa gewirkt hat. Ich müßte viel sprechen darüber, wenn ich die ganze Art und Weise darlegen wollte, wie aus dem Menschenleben so etwas hervorgeht und durch eine Seele, wie die Dostojewskij-Seele war, zieht und solches Werk wird wie «Die Brüder Karamasow». Aber ich will nur soviel sagen: Man kann große Bewunderung haben für die eindringliche psychologische Kunst — so nennen sie ja wohl viele Leute der Gegenwart, weil heute so wenig bekannt ist, was wirkliche psychologische Kunst ist —, auch für eine gewisse eindringliche feine Beobachtung des Lebens; trotzdem, wer es vielleicht dazu gebracht hat, geisteswissenschaftliche Begriffe und Vorstellungen nicht so aufzunehmen, daß er lernt: der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich, auf einer Tafel aufgeschrieben oder, wie man es früher gemacht hat, mit Farben, daß man es sich merken kann, wer das also nicht so aufnimmt, sondern sich allmählich durchdringt mit diesen Gliedern der Menschennatur, so wie wir es im Laufe der Jahre versuchen, der hat ein unbehagliches Gefühl gegenüber der ja vielfach chaotischen Schilderung in den «Brüdern Karamasow». Da ist allerdings vieles, das, wenn man nur auf das Äußere sieht, schon feine Lebensbeobachtung genannt werden kann, zum Beispiel, daß der älteste Karamasow von einer anderen Mutter ist, mit ganz anderen Charaktereigenschaften als die beiden mittleren Brüder, der Iwan, der Aljoscha, und daß der vierte, der eigentlich eine Art Kind ist, wieder von einer ganz anderen Mutter abstammt. Der alte Karamasow ist ja ein außerordentlich großer, ganz phänomenaler Lump, der alle möglichen Lebensallotria treibt, so daß dieser Smerdjakow eine ganz eigentümliche Person zur Mutter hat. Man weiß eigentlich gar nicht von ihm, daß er der Sohn des alten Karamasow ist. — Aber ich will ja nicht den Roman erzählen, doch wenn man das auch einmal in dieser Weise betrachtet, wer die Mütter der vier Brüder Karamasow waren, so kann man das Gefühl haben: da steckt überall etwas dahinter! Und es ist schon so, ein mitteleuropäischer Mensch würde nicht so schildern. Ein mitteleuropäischer Mensch schildert viel, viel bewußter, und daher bringt er nicht so viele ganz unterbewußte Faktoren in seine Schilderungen hinein wie Dostojewskij. Er stellt mehr zusammen, und da er nur das zusammenstellt, was er mehr oder weniger weiß, so ist er natürlich weniger reich als ein Dostojewskij, der nicht auf das hingeht, was er weiß, sondern vom Leben abschreibt. Aber das Leben ist reicher, als die Menschenseele weiß, durch das, was da als Geist dahinter ist.

[ 42 ] Das ist.die eine Seite der Sache. Dann aber gibt es noch eine andere Seite der Sache. Und ich möchte schon von diesen verschiedenen Seiten einer heute notwendigen Betrachtungsweise eine Vorstellung bei Ihnen hervorrufen. Lesen Sie einmal — es ist ein anschaüliches Beispiel — «Die Brüder Karamasow» von Dostojewskij. In diesen «Brüdern Karamasow» kommen unter anderen Gestalten vier Persönlichkeiten vor, die vier Söhne des alten Karamasow, Dmitrij Karamasow, Iwan Karamasow, Aljoscha Karamasow, Smerdjakow Karamasow. Es ist sehr merkwürdig, wie dieser Roman Dostojewskijs gerade in Mitteleuropa gewirkt hat. Ich müßte viel sprechen darüber, wenn ich die ganze Art und Weise darlegen wollte, wie aus dem Menschenleben so etwas hervorgeht und durch eine Seele, wie die Dostojewskij-Seele war, zieht und solches Werk wird wie «Die Brüder Karamasow». Aber ich will nur soviel sagen: Man kann große Bewunderung haben für die eindringliche psychologische Kunst — so nennen sie ja wohl viele Leute der Gegenwart, weil heute so wenig bekannt ist, was wirkliche psychologische Kunst ist —, auch für eine gewisse eindringliche feine Beobachtung des Lebens; trotzdem, wer es vielleicht dazu gebracht hat, geisteswissenschaftliche Begriffe und Vorstellungen nicht so aufzunehmen, daß er lernt: der Mensch besteht aus physischem Leib, Ätherleib, astralischem Leib und Ich, auf einer Tafel aufgeschrieben oder, wie man es früher gemacht hat, mit Farben, daß man es sich merken kann, wer das also nicht so aufnimmt, sondern sich allmählich durchdringt mit diesen Gliedern der Menschennatur, so wie wir es im Laufe der Jahre versuchen, der hat ein unbehagliches Gefühl gegenüber der ja vielfach chaotischen Schilderung in den «Brüdern Karamasow». Da ist allerdings vieles, das, wenn man nur auf das Äußere sieht, schon feine Lebensbeobachtung genannt werden kann, zum Beispiel, daß der älteste Karamasow von einer anderen Mutter ist, mit ganz anderen Charaktereigenschaften als die beiden mittleren Brüder, der Iwan, der Aljoscha, und daß der vierte, der eigentlich eine Art Kind ist, wieder von einer ganz anderen Mutter abstammt. Der alte Karamasow ist ja ein außerordentlich großer, ganz phänomenaler Lump, der alle möglichen Lebensallotria treibt, so daß dieser Smerdjakow eine ganz eigentümliche Person zur Mutter hat. Man weiß eigentlich gar nicht von ihm, daß er der Sohn des alten Karamasow ist. — Aber ich will ja nicht den Roman erzählen, doch wenn man das auch einmal in dieser Weise betrachtet, wer die Mütter der vier Brüder Karamasow waren, so kann man das Gefühl haben: da steckt überall etwas dahinter! Und es ist schon so, ein mitteleuropäischer Mensch würde nicht so schildern. Ein mitteleuropäischer Mensch schildert viel, viel bewußter, und daher bringt er nicht so viele ganz unterbewußte Faktoren in seine Schilderungen hinein wie Dostojewskij. Er stellt mehr zusammen, und da er nur das zusammenstellt, was er mehr oder weniger weiß, so ist er natürlich weniger reich als ein Dostojewskij, der nicht auf das hingeht, was er weiß, sondern vom Leben abschreibt. Aber das Leben ist reicher, als die Menschenseele weiß, durch das, was da als Geist dahinter ist.

[ 43 ] Und nun bekommt man dem allem gegenüber ein solches Gefühl: Da ist durch einen unendlich chaotischen Geist, durch einen Geist, der ja durch seine Epilepsie ganz chaotisch gemacht worden ist, durch eine ganz krankhafte Seele vieles gezogen, und zwar deshalb, weil in unserem Zeitalter gleichsam die Natur das Menschenleben geneigt macht, das eine oder das andere zu offenbaren. Und dann kann man darauf kommen, wenn man sich eine richtige Empfindung, eine reale Vorstellung verschafft hat von dem, was man unter physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich versteht, daß in den vier Brüdern Karamasow menschliche Wesenheiten dastehen, die man richtig begreift, wenn man sagt: In dem einen liegt ein Mensch vor, in dem mehr das eine Glied der menschlichen Natur, der physische Leib, wirkt, zur Wirkung gekommen ist; in dem anderen der Brüder liegt mehr eine menschliche Wesenheit vor, wo der Ätherleib zur Wirkung gekommen ist, in dem dritten Bruder mehr der Astralleib, in dem vierten Bruder mehr das Ich.

[ 43 ] Und nun bekommt man dem allem gegenüber ein solches Gefühl: Da ist durch einen unendlich chaotischen Geist, durch einen Geist, der ja durch seine Epilepsie ganz chaotisch gemacht worden ist, durch eine ganz krankhafte Seele vieles gezogen, und zwar deshalb, weil in unserem Zeitalter gleichsam die Natur das Menschenleben geneigt macht, das eine oder das andere zu offenbaren. Und dann kann man darauf kommen, wenn man sich eine richtige Empfindung, eine reale Vorstellung verschafft hat von dem, was man unter physischem Leib, Ätherleib, Astralleib und Ich versteht, daß in den vier Brüdern Karamasow menschliche Wesenheiten dastehen, die man richtig begreift, wenn man sagt: In dem einen liegt ein Mensch vor, in dem mehr das eine Glied der menschlichen Natur, der physische Leib, wirkt, zur Wirkung gekommen ist; in dem anderen der Brüder liegt mehr eine menschliche Wesenheit vor, wo der Ätherleib zur Wirkung gekommen ist, in dem dritten Bruder mehr der Astralleib, in dem vierten Bruder mehr das Ich.

[ 44 ] So ist es wirklich, wenn Sie diesen Roman Dostojewskijs «Die Brüder Karamasow» nehmen und diese vier Brüder innerlich betrachten, daß Sie sich sagen können: In all dem, was da als Menschenstrudel auf den Dichter wirkt und ihn anleitet, mehr aus einem Unbewußten heraus zu schildern, wirken diese vier verschiedenen Glieder der Menschennatur so, daß bei dem einen das Ich, bei dem anderen der Astralleib und so weiter die Oberhand hat, so daß diese vier Brüder Karamasow gleichsam die auseinandergezogene Menschheit sind, wie das Tierreich der auseinandergezogene Ätherleib ist. Und da findet man, wenn man einzugehen vermag auf eine solche Sache, in Smerdjakow Karamasow den physischen Leib vorwiegend, in Iwan Karamasow den Ätherleib, in Aljoscha den Astralleib, in Dmitri das Vorwiegen des Ich. Wenn das auch zunächst sonderbar ist, aber es ist eben nach realen Anschauungen geschaut, nicht wie man es konstruieren würde; konstruieren würde man es wahrscheinlich ganz anders, aber so ist es, wenn man die Dinge in der Wirklichkeit sieht.

[ 44 ] So ist es wirklich, wenn Sie diesen Roman Dostojewskijs «Die Brüder Karamasow» nehmen und diese vier Brüder innerlich betrachten, daß Sie sich sagen können: In all dem, was da als Menschenstrudel auf den Dichter wirkt und ihn anleitet, mehr aus einem Unbewußten heraus zu schildern, wirken diese vier verschiedenen Glieder der Menschennatur so, daß bei dem einen das Ich, bei dem anderen der Astralleib und so weiter die Oberhand hat, so daß diese vier Brüder Karamasow gleichsam die auseinandergezogene Menschheit sind, wie das Tierreich der auseinandergezogene Ätherleib ist. Und da findet man, wenn man einzugehen vermag auf eine solche Sache, in Smerdjakow Karamasow den physischen Leib vorwiegend, in Iwan Karamasow den Ätherleib, in Aljoscha den Astralleib, in Dmitri das Vorwiegen des Ich. Wenn das auch zunächst sonderbar ist, aber es ist eben nach realen Anschauungen geschaut, nicht wie man es konstruieren würde; konstruieren würde man es wahrscheinlich ganz anders, aber so ist es, wenn man die Dinge in der Wirklichkeit sieht.

[ 45 ] So liegt hier das Eigentümliche vor, daß ein Dichter, der vorzugsweise aus dem Unterbewußten heraus schafft und sogar ein chaotisches Seelenleben durch seine Epilepsie hat, hingestoßen wird nach der Wirklichkeit, außerdem noch verwandt wird in seinem astralischen Leibe, also wiederum in seinem Unterbewußten, mit dem, was durch die Welt webt und lebt. Denn, meine lieben Freunde, wir dürfen es schon glauben, daß man nicht umsonst, wie Dostojewskij, bereits unter dem Galgen steht und wartet, daß man gehängt wird — vorher sind die anderen gehängt worden; man wartet und ist bereit, gehängt zu werden —, und im allerletzten Augenblick kommt noch die Begnadigung! Es ist das allerdings etwas, was in einer Menschenseele andere Empfindungen auslöst, als ausgelöst werden können in einer Menschenseele, die das nicht durchgemacht hat: im nächsten Augenblick gehängt werden zu können. Man muß das schon berücksichtigen.

[ 45 ] So liegt hier das Eigentümliche vor, daß ein Dichter, der vorzugsweise aus dem Unterbewußten heraus schafft und sogar ein chaotisches Seelenleben durch seine Epilepsie hat, hingestoßen wird nach der Wirklichkeit, außerdem noch verwandt wird in seinem astralischen Leibe, also wiederum in seinem Unterbewußten, mit dem, was durch die Welt webt und lebt. Denn, meine lieben Freunde, wir dürfen es schon glauben, daß man nicht umsonst, wie Dostojewskij, bereits unter dem Galgen steht und wartet, daß man gehängt wird — vorher sind die anderen gehängt worden; man wartet und ist bereit, gehängt zu werden —, und im allerletzten Augenblick kommt noch die Begnadigung! Es ist das allerdings etwas, was in einer Menschenseele andere Empfindungen auslöst, als ausgelöst werden können in einer Menschenseele, die das nicht durchgemacht hat: im nächsten Augenblick gehängt werden zu können. Man muß das schon berücksichtigen.

[ 46 ] Das alles aber zeigt uns, wie dadurch, ich möchte sagen, die Wirklichkeit gerade auf eine solche Seele in unserer Zeit so wirken konnte, daß diese Seele nun chaotisch durch das ganze Romanwerk hindurch wirklich vier Brüder schildert, die in dieser Weise ausgestattet sind, wie ich es Ihnen geschildert habe, und die man nur versteht, wenn man dieses weiß und empfinden kann. Dann wird man zum Beispiel begreifen, warum derjenige, der den Ätherleib vorwiegend hat, und derjenige, der den physischen Leib vorwiegend hat, warum diese gerade abstammen müssen auch von einer Person, die wiederholt gewisse hysterische Anfälle hat. Und so klären sich alle Einzelheiten wunderbar auf, wenn man dies berücksichtigt.

[ 46 ] Das alles aber zeigt uns, wie dadurch, ich möchte sagen, die Wirklichkeit gerade auf eine solche Seele in unserer Zeit so wirken konnte, daß diese Seele nun chaotisch durch das ganze Romanwerk hindurch wirklich vier Brüder schildert, die in dieser Weise ausgestattet sind, wie ich es Ihnen geschildert habe, und die man nur versteht, wenn man dieses weiß und empfinden kann. Dann wird man zum Beispiel begreifen, warum derjenige, der den Ätherleib vorwiegend hat, und derjenige, der den physischen Leib vorwiegend hat, warum diese gerade abstammen müssen auch von einer Person, die wiederholt gewisse hysterische Anfälle hat. Und so klären sich alle Einzelheiten wunderbar auf, wenn man dies berücksichtigt.

[ 47 ] Daraus ist aber ersichtlich, wonach unsere Zeit drängt in einem Volksgebiete, das, wie ich wiederholt geschildert habe, dazu geeignet ist, gewissermaßen die Blutseigenschaften herzugeben, die sich verbinden sollen mit den mitteleuropäischen Eigenschaften, wie ich es vorgestern hier beschrieben habe. Verstehen, was geschieht — auch bei denen, die in dieses Geschehen noch unbewußt einverwoben sind —, man kann es in der Gegenwart nur, wenn man Geisteswissenschaft hat, Es sieht albern aus, wenn man das sagt, aber lassen Sie uns das schon einmal aussprechen: Die Welt ist tief, und etwas zu wissen und beurteilen zu können über die Welt, ist nicht eine so einfache Sache, wie es sich die Menschen heute vorstellen, die das Leben so führen, wie nun schon einmal dieses Leben geführt wird. Diese Menschen gehen traumhaft und berauscht durch das Leben, ohne daß sie irgend etwas wissen von dem, was um sie her vorgeht.

[ 47 ] Daraus ist aber ersichtlich, wonach unsere Zeit drängt in einem Volksgebiete, das, wie ich wiederholt geschildert habe, dazu geeignet ist, gewissermaßen die Blutseigenschaften herzugeben, die sich verbinden sollen mit den mitteleuropäischen Eigenschaften, wie ich es vorgestern hier beschrieben habe. Verstehen, was geschieht — auch bei denen, die in dieses Geschehen noch unbewußt einverwoben sind —, man kann es in der Gegenwart nur, wenn man Geisteswissenschaft hat, Es sieht albern aus, wenn man das sagt, aber lassen Sie uns das schon einmal aussprechen: Die Welt ist tief, und etwas zu wissen und beurteilen zu können über die Welt, ist nicht eine so einfache Sache, wie es sich die Menschen heute vorstellen, die das Leben so führen, wie nun schon einmal dieses Leben geführt wird. Diese Menschen gehen traumhaft und berauscht durch das Leben, ohne daß sie irgend etwas wissen von dem, was um sie her vorgeht.

[ 48 ] Es bereiten sich schon einmal große Dinge vor, und es ist ja nicht so leicht, die Menschen auf solche Dinge aufmerksam zu machen. Nicht wahr, Sie gehören — wenigstens durch Ihr Karma — zu denjenigen Menschen, die nach und nach sich auf diese Dinge einlassen, durch Jahre hindurch diese Dinge anhören und sie sich so allmählich aneignen und eine Vorstellung dafür bekommen, was alles unter der Oberfläche des Lebens ist. Der außenstehenden Menschheit kann man wohl manchmal — und man kann ja nicht weit gehen — Andeutungen geben über diese Dinge. Dann sitzen aber gerade diejenigen da, die besonders Gescheite sind und die vor allen Dingen den Glauben haben, daß der, der wirklich geisteswissenschaftlich spricht und dies oder jenes sagt, nichts anderes weiß, als was er sagt; die gar keine Ahnung haben, daß alles aus einem umfassenden Wissen heraus geholt werden muß, aber aus einem Wissen, das wirklich erhärtet werden kann an den Einzelheiten, das gerade dann interessant wird, wenn es an den Einzelheiten erhärtet wird.

[ 48 ] Es bereiten sich schon einmal große Dinge vor, und es ist ja nicht so leicht, die Menschen auf solche Dinge aufmerksam zu machen. Nicht wahr, Sie gehören — wenigstens durch Ihr Karma — zu denjenigen Menschen, die nach und nach sich auf diese Dinge einlassen, durch Jahre hindurch diese Dinge anhören und sie sich so allmählich aneignen und eine Vorstellung dafür bekommen, was alles unter der Oberfläche des Lebens ist. Der außenstehenden Menschheit kann man wohl manchmal — und man kann ja nicht weit gehen — Andeutungen geben über diese Dinge. Dann sitzen aber gerade diejenigen da, die besonders Gescheite sind und die vor allen Dingen den Glauben haben, daß der, der wirklich geisteswissenschaftlich spricht und dies oder jenes sagt, nichts anderes weiß, als was er sagt; die gar keine Ahnung haben, daß alles aus einem umfassenden Wissen heraus geholt werden muß, aber aus einem Wissen, das wirklich erhärtet werden kann an den Einzelheiten, das gerade dann interessant wird, wenn es an den Einzelheiten erhärtet wird.

[ 49 ] Daß manches in der Menschheitsentwickelung anders werden muß, das werden Sie daraus erkennen, daß ich Ihnen diese zwei Tatsachen zusammengestellt habe: auf der einen Seite habe ich Ihnen gezeigt, was im Menschen ist, auf der anderen Seite, wie man Dinge, die sich wirklich jetzt vollziehen, sehen muß. Wenn ein Mensch, der nichts gelernt hat vom Mikroskopieren, ins Mikroskop hineinschaut, so sieht er doch gewöhnlich nichts. So sieht der Mensch auch gewöhnlich nichts, wenn er so ins Leben schaut, das 19. Jahrhundert im Osten betrachtet und bemerkt, daß da auch ein Dostojewskij gelebt und «Die Brüder Karamasow» geschrieben hat. Und weil in dem, was in den «Brüdern Karamasow» von Dostojewskij da ist, das unterirdische Element lebt, weil das wirklich in ihm vorhanden ist — mit dem, was da wiederum im Osten vorhanden ist —, so ist es auch zum Bewußtsein gekommen im Osten, daß man eine gewisse Art, sich ins Leben hineinzustellen, genannt hat «Karamasowschtschina». Dasjenige, was so gelebt wird wie das Leben der Brüder Karamasow, ist die Karamasowschtschina. Ja, es ist eigentlich schwer zu sagen, denn es ist ein viel qualitativerer Begriff, als wenn man für München hier sagen würde «Strizzitum»; das ist viel abstrakter! Es ist dort viel konkreter. Es ist ja auch selbstverständlich nicht dasselbe. Aber es steht dort im Leben darinnen und geht in die Kunst über, und man versteht, wie notwendig es ist, damit man sieht, was vorgeht, daß man im Hintergrund seiner Seele beim Schauen das hat, was eben nur aus der Geisteswissenschaft stammen kann.

[ 49 ] Daß manches in der Menschheitsentwickelung anders werden muß, das werden Sie daraus erkennen, daß ich Ihnen diese zwei Tatsachen zusammengestellt habe: auf der einen Seite habe ich Ihnen gezeigt, was im Menschen ist, auf der anderen Seite, wie man Dinge, die sich wirklich jetzt vollziehen, sehen muß. Wenn ein Mensch, der nichts gelernt hat vom Mikroskopieren, ins Mikroskop hineinschaut, so sieht er doch gewöhnlich nichts. So sieht der Mensch auch gewöhnlich nichts, wenn er so ins Leben schaut, das 19. Jahrhundert im Osten betrachtet und bemerkt, daß da auch ein Dostojewskij gelebt und «Die Brüder Karamasow» geschrieben hat. Und weil in dem, was in den «Brüdern Karamasow» von Dostojewskij da ist, das unterirdische Element lebt, weil das wirklich in ihm vorhanden ist — mit dem, was da wiederum im Osten vorhanden ist —, so ist es auch zum Bewußtsein gekommen im Osten, daß man eine gewisse Art, sich ins Leben hineinzustellen, genannt hat «Karamasowschtschina». Dasjenige, was so gelebt wird wie das Leben der Brüder Karamasow, ist die Karamasowschtschina. Ja, es ist eigentlich schwer zu sagen, denn es ist ein viel qualitativerer Begriff, als wenn man für München hier sagen würde «Strizzitum»; das ist viel abstrakter! Es ist dort viel konkreter. Es ist ja auch selbstverständlich nicht dasselbe. Aber es steht dort im Leben darinnen und geht in die Kunst über, und man versteht, wie notwendig es ist, damit man sieht, was vorgeht, daß man im Hintergrund seiner Seele beim Schauen das hat, was eben nur aus der Geisteswissenschaft stammen kann.

[ 50 ] Auch aus den äußeren Vorgängen, die ja insbesondere jetzt dem Menschen so vor Augen treten können, wenn er nur gedankenvoll auf das Leben hinsieht, zeigt sich dieselbe Notwendigkeit, von der ich eben gesprochen habe und die ich Ihnen von zwei Seiten her zu beleuchten versuchte.

[ 50 ] Auch aus den äußeren Vorgängen, die ja insbesondere jetzt dem Menschen so vor Augen treten können, wenn er nur gedankenvoll auf das Leben hinsieht, zeigt sich dieselbe Notwendigkeit, von der ich eben gesprochen habe und die ich Ihnen von zwei Seiten her zu beleuchten versuchte.

[ 51 ] Eine außerordentlich betrübliche Erscheinung in der jetzigen Zeit ist zum Beispiel die folgende. Sehen Sie, da hat es lange Zeit vor dem Kriege ja allgemeine Urteile gegeben: man hat gewisse Menschen für auf diesem oder jenem Gebiete hervorragende Menschen gehalten. Es war gar kein Grund, sich besonders dagegen aufzulehnen, denn sie haben im Sinne der heutigen Kultur, die materialistisch ist, auch Hervorragendes geleistet. Nun kam der Krieg. Diese Menschen haben sich geäußert, haben Briefe geschrieben. Es ist ganz unglaublich, was Menschen, die als hervorragende Menschen in aller Welt galten, nachdem dieser Krieg ausgebrochen ist, für Zeug geschrieben haben! Lesen Sie die Briefe, die sie seit Kriegsausbruch geschrieben haben, lesen Sie, um auf ein anderes Gebiet zu kommen, die Briefe, die zum Beispiel der Mann geschrieben hat — man braucht ja seine Ansichten nicht zu teilen —, der ja vielen als ein hervorragender, überzeugter Freigeist gelten mußte: Kropotkin! Was hat er für dumme, blitzdumme Briefe geschrieben seit dem Ausbruch dieses Krieges! Das sind Dinge, die doch außerordentlich ins Gewicht fallen.

[ 51 ] Eine außerordentlich betrübliche Erscheinung in der jetzigen Zeit ist zum Beispiel die folgende. Sehen Sie, da hat es lange Zeit vor dem Kriege ja allgemeine Urteile gegeben: man hat gewisse Menschen für auf diesem oder jenem Gebiete hervorragende Menschen gehalten. Es war gar kein Grund, sich besonders dagegen aufzulehnen, denn sie haben im Sinne der heutigen Kultur, die materialistisch ist, auch Hervorragendes geleistet. Nun kam der Krieg. Diese Menschen haben sich geäußert, haben Briefe geschrieben. Es ist ganz unglaublich, was Menschen, die als hervorragende Menschen in aller Welt galten, nachdem dieser Krieg ausgebrochen ist, für Zeug geschrieben haben! Lesen Sie die Briefe, die sie seit Kriegsausbruch geschrieben haben, lesen Sie, um auf ein anderes Gebiet zu kommen, die Briefe, die zum Beispiel der Mann geschrieben hat — man braucht ja seine Ansichten nicht zu teilen —, der ja vielen als ein hervorragender, überzeugter Freigeist gelten mußte: Kropotkin! Was hat er für dumme, blitzdumme Briefe geschrieben seit dem Ausbruch dieses Krieges! Das sind Dinge, die doch außerordentlich ins Gewicht fallen.

[ 52 ] Ich möchte sagen: Es zeigt sich gerade jetzt, wo die Menschheit sehr schnell hereingebrochenen, gewaltigen Situationen gegenübersteht, wie wenig eigentlich die Menschen, auch wenn es hervorragende Leute sind, gerade mit ihrem Denken demjenigen gewachsen waren, was da eben einmal nicht im gewöhnlichen bequemen Programm hereingebrochen ist. Am besten sind dabei noch — von ihrem Standpunkte aus — die gewöhnlichen Philister daran; nicht für unseren Standpunkt, aber für den modernen Standpunkt. Nun, die leben ja jetzt auch weiter und urteilen weiter nach ihren eigenen Anschauungen. Diese eigenen Anschauungen, wie kommen die zumeist zustande? Man kennt das ja, die Menschen geben heute nichts auf Autorität, sie haben ihre eigenen Anschauungen, die sie sich selber gebildet haben. Diese eigenen Anschauungen beruhen allerdings meist nur darauf, daß es sich bei diesen eigenen Anschauungen um solche handelt, bei denen man vergessen hat, in welchem Blatte oder in welchem Programm man sie gelesen hat. Das sind die eigenen Anschauungen! Man unterscheidet zwischen fremden Anschauungen und eigenen Anschauungen; die letzteren zeichnen sich dadurch aus, daß man vergessen hat, wo man sie gelesen hatte.

[ 52 ] Ich möchte sagen: Es zeigt sich gerade jetzt, wo die Menschheit sehr schnell hereingebrochenen, gewaltigen Situationen gegenübersteht, wie wenig eigentlich die Menschen, auch wenn es hervorragende Leute sind, gerade mit ihrem Denken demjenigen gewachsen waren, was da eben einmal nicht im gewöhnlichen bequemen Programm hereingebrochen ist. Am besten sind dabei noch — von ihrem Standpunkte aus — die gewöhnlichen Philister daran; nicht für unseren Standpunkt, aber für den modernen Standpunkt. Nun, die leben ja jetzt auch weiter und urteilen weiter nach ihren eigenen Anschauungen. Diese eigenen Anschauungen, wie kommen die zumeist zustande? Man kennt das ja, die Menschen geben heute nichts auf Autorität, sie haben ihre eigenen Anschauungen, die sie sich selber gebildet haben. Diese eigenen Anschauungen beruhen allerdings meist nur darauf, daß es sich bei diesen eigenen Anschauungen um solche handelt, bei denen man vergessen hat, in welchem Blatte oder in welchem Programm man sie gelesen hat. Das sind die eigenen Anschauungen! Man unterscheidet zwischen fremden Anschauungen und eigenen Anschauungen; die letzteren zeichnen sich dadurch aus, daß man vergessen hat, wo man sie gelesen hatte.

[ 53 ] Alle diese Dinge weisen uns darauf hin, daß vieles, vieles gerade im geistigen Leben ganz anders werden muß, daß die Menschen sich werden bequemen müssen, nicht so durch die Welt zu gehen, wie die Materialisten durch die Welt gehen, die da eigentlich immer träumen über die Welt. Sie glauben natürlich, daß die anderen träumen, aber in Wahrheit träumen die Materialisten, die eigentlich niemals recht aufwachen. Es muß schon anders werden mit dem Anschauen des geistigen Lebens, und daß es anders werden soll, das müßte schon in das Bewußtsein derjenigen eindringen, die sich mit dem eigentlichen Lebensnerv gerade der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung mit ihrem Herzen verbinden wollen.

[ 53 ] Alle diese Dinge weisen uns darauf hin, daß vieles, vieles gerade im geistigen Leben ganz anders werden muß, daß die Menschen sich werden bequemen müssen, nicht so durch die Welt zu gehen, wie die Materialisten durch die Welt gehen, die da eigentlich immer träumen über die Welt. Sie glauben natürlich, daß die anderen träumen, aber in Wahrheit träumen die Materialisten, die eigentlich niemals recht aufwachen. Es muß schon anders werden mit dem Anschauen des geistigen Lebens, und daß es anders werden soll, das müßte schon in das Bewußtsein derjenigen eindringen, die sich mit dem eigentlichen Lebensnerv gerade der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung mit ihrem Herzen verbinden wollen.

[ 54 ] Wir mußten bei dieser Anwesenheit einmal ernstere Worte sprechen, aus dem einfachen Grunde, weil ja heute gerade die Dinge so stehen, daß man die Gelegenheiten benützen muß, die sich vielleicht nicht immer so leicht finden. Es ist gegenwärtig das Herumreisen schwierig. Es hängt das alles doch auch mit dem zusammen, was ich ja wiederholt schon hier erwähnt habe und was im Zusammenhange auch betrachtet werden kann mit dem, was ich auch heute wiederum gesagt habe.

[ 54 ] Wir mußten bei dieser Anwesenheit einmal ernstere Worte sprechen, aus dem einfachen Grunde, weil ja heute gerade die Dinge so stehen, daß man die Gelegenheiten benützen muß, die sich vielleicht nicht immer so leicht finden. Es ist gegenwärtig das Herumreisen schwierig. Es hängt das alles doch auch mit dem zusammen, was ich ja wiederholt schon hier erwähnt habe und was im Zusammenhange auch betrachtet werden kann mit dem, was ich auch heute wiederum gesagt habe.

[ 55 ] Ich habe heute wiederum gesagt, daß unser Ätherleib nicht einfach so etwas ist, was wir wie den Träger unserer Gedanken, die wir als unser Eigentum betrachten, so durch das Leben schleppen, und er sich dann einfach so verflüchtigt. Nein, er verflüchtigt sich nicht! Er ist dasjenige, was einverwoben wird dem allgemeinen Weltenäther, nachdem ganze Hierarchien daran gearbeitet haben.

[ 55 ] Ich habe heute wiederum gesagt, daß unser Ätherleib nicht einfach so etwas ist, was wir wie den Träger unserer Gedanken, die wir als unser Eigentum betrachten, so durch das Leben schleppen, und er sich dann einfach so verflüchtigt. Nein, er verflüchtigt sich nicht! Er ist dasjenige, was einverwoben wird dem allgemeinen Weltenäther, nachdem ganze Hierarchien daran gearbeitet haben.

[ 56 ] Wenn aber Hunderte und Tausende von Menschen, so wie es jetzt der Fall ist, durch den Tod abgehalten worden sind, ihren Ätherleib durch so viele Jahrzehnte zu tragen, wie das im menschlichen Leben normal ist, wenn so viele junge Ätherleiber übergeben werden der geistigen Welt, der Ätherwelt, so tritt eben dasjenige ein, was ich oftmals geschildert habe: diese Ätherleiber bleiben da mit demjenigen Teil, der noch hätte verwendet werden können für die Welt selber; denn es geht keine Kraft verloren. Das wird oben sein. Aber wie es wirken wird oben, das wird davon abhängen, wie die Seelen unten sind. Kraft zum geistigen Fortschritt werden die Seelen in der Zukunft finden können, die wissen werden: Da sind viele durch den Opfertod gegangen; ihre Ätherleiber sind noch da. Wenn man sich ihrer bewußt wird, bewußt wird der Kräfte, die da hereinwirken können aus diesem, was die da zurückgelassen haben, dann wird ein großer spiritueller Aufschwung kommen können. Aber es müssen die Seelen auf der Erde sein, die empfänglich sind für Spirituelles, wie für geistiges Erfassen der Welt. Dann wird das, was da in der geistigen Welt vorhanden ist durch die Opfertode, für die Erde fruchtbar gemacht werden. Sonst wird es Beute des Ahriman! Denn es muß ja nicht fruchtbar gemacht werden für die Erde, weil die Dinge nicht von selbst kommen, sondern dadurch, daß sie durch die Vermittlung der Menschenseelen kommen.

[ 56 ] Wenn aber Hunderte und Tausende von Menschen, so wie es jetzt der Fall ist, durch den Tod abgehalten worden sind, ihren Ätherleib durch so viele Jahrzehnte zu tragen, wie das im menschlichen Leben normal ist, wenn so viele junge Ätherleiber übergeben werden der geistigen Welt, der Ätherwelt, so tritt eben dasjenige ein, was ich oftmals geschildert habe: diese Ätherleiber bleiben da mit demjenigen Teil, der noch hätte verwendet werden können für die Welt selber; denn es geht keine Kraft verloren. Das wird oben sein. Aber wie es wirken wird oben, das wird davon abhängen, wie die Seelen unten sind. Kraft zum geistigen Fortschritt werden die Seelen in der Zukunft finden können, die wissen werden: Da sind viele durch den Opfertod gegangen; ihre Ätherleiber sind noch da. Wenn man sich ihrer bewußt wird, bewußt wird der Kräfte, die da hereinwirken können aus diesem, was die da zurückgelassen haben, dann wird ein großer spiritueller Aufschwung kommen können. Aber es müssen die Seelen auf der Erde sein, die empfänglich sind für Spirituelles, wie für geistiges Erfassen der Welt. Dann wird das, was da in der geistigen Welt vorhanden ist durch die Opfertode, für die Erde fruchtbar gemacht werden. Sonst wird es Beute des Ahriman! Denn es muß ja nicht fruchtbar gemacht werden für die Erde, weil die Dinge nicht von selbst kommen, sondern dadurch, daß sie durch die Vermittlung der Menschenseelen kommen.

[ 57 ] Davon, ob sich möglichst viele Menschenseelen finden werden, die geneigt sind, sich in Gedanken, in der Empfindung zu verbinden mit dem, was in den noch unverbrauchten Ätherleibern an Kräften vorhanden ist von den durch die Opfertode Gegangenen, davon wird es abhängen, ob das für eine zukünftige spirituelle Kulturepoche der Erde verwendet werden kann, oder ob es eine Beute des Ahriman wird.

[ 57 ] Davon, ob sich möglichst viele Menschenseelen finden werden, die geneigt sind, sich in Gedanken, in der Empfindung zu verbinden mit dem, was in den noch unverbrauchten Ätherleibern an Kräften vorhanden ist von den durch die Opfertode Gegangenen, davon wird es abhängen, ob das für eine zukünftige spirituelle Kulturepoche der Erde verwendet werden kann, oder ob es eine Beute des Ahriman wird.

[ 58 ] Denken Sie diese Gedanken meditativ durch, meine lieben Freunde, dann wird es schon bedeutungsvoll werden für Ihre Seelen, und dann wird sich schon finden dasjenige, was ich öfter hier gesprochen habe, und mit dem ich auch heute wieder schließen will:

[ 58 ] Denken Sie diese Gedanken meditativ durch, meine lieben Freunde, dann wird es schon bedeutungsvoll werden für Ihre Seelen, und dann wird sich schon finden dasjenige, was ich öfter hier gesprochen habe, und mit dem ich auch heute wieder schließen will:

Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht —
Lenken Seelen geist-bewußt<

Ihren Sinn ins Geisterreich.

Aus dem Mut der Kämpfer,
Aus dem Blut der Schlachten,
Aus dem Leid Verlassener,
Aus des Volkes Opfertaten
Wird erwachsen Geistesfrucht —
Lenken Seelen geist-bewußt<

Ihren Sinn ins Geisterreich.