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How Individual Spirit Beings Work in the Human Soul
GA 178

18 November 1917, Dornach

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7. Individuelle Geistwesen und einheitlicher Weltengrund I

7. Individual Spiritual Beings and the Unified Foundation of the Universe I

[ 1 ] Sie erinnern sich an die Betrachtungen, die wir anzuknüpfen versuchten an verschiedene Behauptungen und Aufstellungen der gegenwärtigen Psychoanalytiker. Es kam mir bei jenen Betrachtungen darauf an, Klarheit anzuregen darüber, daß der Begriff des Unbewußten eigentlich so, wie er in der Psychoanalyse herrscht, ein unbegründeter ist. Und solange man nicht über diesen Begriff des Unbewußten einen rein negativen Begriff — hinauskommen wird, wird man nicht anders sagen können, als daß diese Psychoanalyse mit unzulänglichen Erkenntnismitteln an einem von der Gegenwart ganz besonders geforderten Phänomen arbeitet. Und weil die Psychoanalytiker auf der einen Seite sich bestreben, das Geistig-Seelische zu erforschen und, wie wir gesehen haben, dieses Geistig-Seelische auch im sozialen Leben verfolgen, so muß man sagen, daß hier ein Ansatz ist, der immerhin mehr bedeutet als dasjenige, was die offizielle Universitätswissenschaft gerade auf diesem Gebiete liefern kann. Aber auf der andern Seite, weil die analytische Psychologie versucht, durch das Pädagogische, durch das Therapeutische und wahrscheinlich demnächst auch durch das Sozialpolitische in das Leben einzugreifen, sind die Gefahren, die mit einer solchen Sache doch verbunden sind, immerhin als sehr ernstliche anzusehen.

[ 1 ] You may recall the reflections we attempted to base on various assertions and propositions put forward by contemporary psychoanalysts. My aim in those reflections was to shed light on the fact that the concept of the unconscious, as it is currently understood in psychoanalysis, is in fact unfounded. And as long as one cannot move beyond a purely negative conception of the unconscious, one will have no choice but to say that psychoanalysis is working on a phenomenon that is particularly demanded by the present with inadequate means of understanding. And because psychoanalysts, on the one hand, strive to explore the spiritual and psychological realms and, as we have seen, also trace these realms in social life, one must say that there is an approach here that, after all, means more than what official university scholarship can currently provide in this very field. But on the other hand, because analytical psychology attempts to intervene in life through pedagogy, through therapy, and probably soon also through social policy, the dangers associated with such an endeavor must nevertheless be regarded as very serious.

[ 2 ] Nun entsteht die Frage: Was ist es denn eigentlich, woran die Forscher der Gegenwart so ganz und gar nicht herankommen können und nicht kommen wollen? Sie erkennen an, daß ein Seelisches außerhalb des Bewußtseins vorhanden ist; sie suchen ein Seelisches außerhalb des Bewußtseins; aber sie können sich nicht aufschwingen zu der Erkenntnis des Geistes selbst. Geist kann niemals durch den Begriff des Unbewußten irgendwie erfaßt werden; denn ein unbewußter Geist ist wie ein Mensch ohne Kopf. Nun habe ich Sie ja darauf aufmerksam gemacht, daß aus gewissen hysterischen Zuständen heraus es sogar Menschen gibt, die auf der Straße herumgehen und bei andern Menschen nur die Körper, nicht die Köpfe schen. Das ist eine bestimmte Krankheitsform, wenn man von niemandem den Kopf sieht. So gibt es unter den heutigen Forschern auch Menschen, welche glauben, den ganzen Geist zu sehen; aber indem sie ihn als unbewußt hinstellen, zeigen sie zugleich, daß sie selbst von der Wahnvorstellung befallen sind, als ob es einen unbewußten Geist, einen Geist ohne Bewußtsein geben würde, wenn wir die Schwelle des Bewußtseins überschreiten, sei es in richtigem Sinne, wie wir das immer auf Grund geisteswissenschaftlicher Forschung beschrieben haben, sei es in krankhaft abnormer Weise, wie ja in den Fällen immer, die den Psychoanalytikern vorliegen.

[ 2 ] This raises the question: What is it, exactly, that today’s researchers are so completely unable—and unwilling—to grasp? They acknowledge that a spiritual element exists outside of consciousness; they seek a spiritual element outside of consciousness; but they cannot rise to the realization of the spirit itself. The spirit can never be grasped in any way through the concept of the unconscious; for an unconscious spirit is like a human being without a head. Now, I have already drawn your attention to the fact that, as a result of certain hysterical states, there are even people who walk around on the street and see only the bodies of other people, not their heads. This is a specific form of illness in which one sees no one’s head. Similarly, among today’s researchers there are also people who believe they see the whole spirit; but by portraying it as unconscious, they simultaneously reveal that they themselves are afflicted by the delusion that there is such a thing as an unconscious spirit—a spirit without consciousness—when we cross the threshold of consciousness, whether in the proper sense, as we have always described on the basis of spiritual scientific research, or in a pathologically abnormal way, as is always the case with the examples presented to psychoanalysts.

[ 3 ] Wenn man die Schwelle des Bewußtseins überschreitet, so kommt man immer in geistiges Gebiet hinein; ganz gleichgültig, ob man ins Unterbewußte oder ins Überbewußte kommt, man kommt immer in geistiges Gebiet hinein, aber in ein Gebiet, in dem der Geist in einer gewissen Weise bewußt ist, irgendeine Form des Bewußtseins entwickelt. Wo Geist ist, ist auch Bewußtsein. Man muß nur aufsuchen die Bedingungen, unter denen das betreffende Bewußtsein steht; man muß eben gerade durch Geisteswissenschaft die Möglichkeit haben, zu erkennen, welche Art von Bewußtsein eine bestimmte Geistigkeit hat. Wenn wir also hier vor acht Tagen den Fall jener Dame angeführt haben, welche aus einer Gesellschaft herausgeht, dann vor den Pferden einherläuft, abgehalten wird in einen Fluß zu springen, dann zurückgetragen wird in das Haus, von dem sie gekommen ist, um dort mit dem Hausherrn zusammengebracht zu werden, weil sie den Hausherrn in irgendeiner ihr unklaren, unterbewußten Weise liebt, dann darf nicht gesagt werden, daß der Geist, der nicht dem Bewußtsein dieser Dame angehört, der sie drängt und führt, ein unbewußter Geist sei, oder daß er ein unbewußtes Seelisches sei: der ist etwas sehr Bewußtes. Die Bewußtheit dieses dämonischen Geistes, der diese Dame wiederum zurückführt zu dem unrechtmäßig Geliebten, dieser Dämon ist sogar viel gescheiter in seinem Bewußtsein als die Dame in ihrem Oberstübchen — wollte sagen: Bewußtsein — eigentlich ist. Und diese Geister, wenn der Mensch in irgendeiner Weise die Schwelle seines Bewußtseins überschreitet, diese Geister, die da regsam, wirksam werden, das sind nicht unbewußte Geister, das sind solche Geister, die sehr gut für sich bewußt regsam, wirksam werden. Das Wort unbewußter Geist, wie es die Psychoanalytiker brauchen, hat gar keinen Sinn; denn ebensogut könnte ich, wenn ich bloß von mir aus sprechen würde, von der ganzen erlauchten Versammlung, die hier sitzt, sagen, sie ist mein Unbewußtes, wenn ich nichts davon weiß. Ebensowenig darf man die geistigen Wesenheiten, die um uns sind und die in einem solchen Falle erfassen die Persönlichkeit, wie in dem Fall, den ich Ihnen vor acht Tagen erzählte, ebensowenig dürfen wir diese unbewußte Geister nennen. Sie sind unterbewußt; sie sind nicht erfaßt von dem Bewußtsein, das in uns gerade lebt; aber für sich sind sie vollständig bewußt.

[ 3 ] When one crosses the threshold of consciousness, one always enters the spiritual realm; regardless of whether one enters the subconscious or the superconscious, one always enters the spiritual realm—but a realm in which the spirit is conscious in a certain way, developing some form of consciousness. Where there is spirit, there is also consciousness. One need only examine the conditions under which the consciousness in question exists; it is precisely through spiritual science that one must have the ability to recognize what kind of consciousness a particular spiritual entity possesses. So when we cited the case here eight days ago of that lady who walks out of a gathering, then runs ahead of the horses, is prevented from jumping into a river, and is then carried back to the house from which she came to be reunited with the master of the house—because she loves the master of the house in some way that is unclear to her, on a subconscious level— then it cannot be said that the spirit—which does not belong to this lady’s consciousness, yet urges and guides her—is an unconscious spirit, or that it is an unconscious aspect of the soul: it is something very conscious. The consciousness of this demonic spirit, which leads this lady back to her illicit lover—this demon is in fact far more astute in its consciousness than the lady is in her little head—I meant to say: consciousness—actually is. And these spirits—when a person in any way crosses the threshold of their consciousness—these spirits that become active and effective there are not unconscious spirits; they are spirits that, quite consciously in their own right, become active and effective. The term “unconscious spirit,” as used by psychoanalysts, makes no sense at all; for I might just as well, if I were speaking solely from my own perspective, say of the entire illustrious assembly sitting here that it is my unconscious, if I know nothing about it. Nor should we call the spiritual beings that surround us—and who, in such cases, take hold of the personality, as in the case I told you about eight days ago—“unconscious spirits.” They are subconscious; they are not grasped by the consciousness that is currently active within us; but in themselves, they are fully conscious.

[ 4 ] Dies ist — gerade für die Aufgabe der Geisteswissenschaft in unserer Zeit — außerordentlich wichtig zu wissen, aus dem Grunde, weil das Wissen von dem jenseits der Schwelle gelegenen Geistgebiet, das Wissen von wirklichen, ihrer selbst bewußten Individualitäten nicht bloß eine Errungenschaft etwa der heutigen Geisteswissenschaft ist, sondern weil dies tatsächlich ein uraltes Wissen ist. Früher hat man es eben gewußt im Sinne der alten atavistischen Hellseherkunst. Heute weiß man es mit andern Mitteln, lernt es allmählich wissen. Aber das Wissen von wirklichen, außerhalb des menschlichen Bewußtseins befindlichen Geistern, die unter andern Bedingungen leben als die Menschen, die aber in fortwährendem Verhältnisse stehen zu den Menschen, von denen auch der Mensch ergriffen werden kann in seinem Denken, Fühlen und Wollen, dieses Wissen war immer da. Und dieses Wissen, das wurde immer betrachtet als ein Geheimgut bestimmter Brüderschaften, die dieses Wissen in ihrem Kreise als ein streng Esoterisches behandelten. Warum behandelten sie es als streng esoterisch ? Diese Frage zu erörtern, das würde in diesem Augenblick etwas zu weit führen; aber das soll gesagt werden, daß einzelne Brüderschaften von der ehrlichen Überzeugung immer durchdrungen waren, daß eben die Mehrzahl der Menschen nicht reif sei für dieses Wissen. Nun, das war ja auch bis zu einem hohen Grade der Fall. Aber viele andere Brüderschaften, die man Brüderschaften der Linken nennt, waren bestrebt, dieses Wissen für sich auch aus dem Grunde zu behalten, weil solches Wissen, von einer kleinen Gruppe in Besitz genommen, eine Macht gibt über die andern, die dieses Wissen nicht haben. Und immer hat es Bestrebungen gegeben, die darauf ausgingen, gewissen Gruppen Macht zu sichern über andere. Das konnte man dadurch herbeiführen, daß man ein gewisses Wissen betrachtete als ein esoterisches Gut, aber es ausnutzte, um die Macht über irgend etwas anderes auszudehnen.

[ 4 ] This is—especially for the task of spiritual science in our time—extremely important to know, for the reason that knowledge of the spiritual realm lying beyond the threshold, knowledge of real, self-aware individualities, is not merely an achievement of, say, contemporary spiritual science, but because this is in fact an ancient form of knowledge. In the past, people simply knew it through the ancient, atavistic art of clairvoyance. Today we know it through other means; we are gradually coming to know it. But the knowledge of real spirits existing outside human consciousness—spirits who live under different conditions than humans, yet who stand in a continuous relationship with humans, and who can also influence human thinking, feeling, and willing—this knowledge has always been there. And this knowledge was always regarded as the secret heritage of certain brotherhoods, which treated it within their own circles as strictly esoteric. Why did they treat it as strictly esoteric? To discuss this question would take us a bit too far at this moment; but it should be said that certain brotherhoods were always imbued with the sincere conviction that the majority of people were simply not ready for this knowledge. Well, that was indeed the case to a large extent. But many other brotherhoods—known as the brotherhoods of the Left—sought to keep this knowledge to themselves also because, when held by a small group, such knowledge confers power over others who do not possess it. And there have always been efforts aimed at securing power for certain groups over others. This could be achieved by treating certain knowledge as an esoteric asset, yet exploiting it to extend power over something else.

[ 5 ] In der heutigen Zeit ist es ganz besonders notwendig, über diese Dinge sich wirklich aufzuklären. Denn Sie wissen, seit 1879 — ich habe das gerade in den letzten Vorträgen ausgeführt — lebt die Menschheit in einer ganz besonderen spirituellen Situation. Ganz besonders wirksame Geister der Finsternis sind seit 1879 aus der geistigen Welt in das Reich der Menschen versetzt, und diejenigen, welche die Geheimnisse, die zusammenhängen mit dieser Tatsache, in unberechtigter Weise innerhalb von kleinen Gruppen halten, die können alles mögliche anrichten mit diesen Dingen. Nun werde ich Ihnen zunächst heute zeigen, wie gerade gewisse Geheimnisse, welche die Entwickelung der Gegenwart betreffen, in unrichtiger Weise ausgenutzt werden können. Sie müssen nur dann gut zusammenhalten dasjenige, was ich heute sagen werde, was mehr historischer Art sein wird, und dasjenige, was ich morgen dazu sagen werde.

[ 5 ] In this day and age, it is especially important to truly educate ourselves about these matters. For, as you know, since 1879—as I have just explained in my recent lectures—humanity has been living in a very special spiritual situation. Since 1879, particularly potent spirits of darkness have been transferred from the spiritual world into the realm of human beings, and those who unjustifiably keep the secrets related to this fact confined within small groups can cause all sorts of harm with these things. Today I will first show you how certain secrets concerning current developments in particular can be exploited in an improper manner. You need only carefully connect what I will say today—which will be more of a historical nature—with what I will say about it tomorrow.

[ 6 ] Sie wissen alle: seit längerer Zeit wird innerhalb unserer anthroposophischen geisteswissenschaftlichen Strömung aufmerksam darauf gemacht, wie dieses 20. Jahrhundert dasjenige ist, welches ein besonderes Verhältnis der Menschheitsentwickelung zu dem Christus bringen soll, zu dem Christus insoferne, als im Laufe des 20. Jahrhunderts — schon in der ersten Hälfte, wie Sie wissen — dieses Ereignis eintreten soll, das ja auch in dem ersten meiner Mysteriendramen angedeutet ist, daß für eine genügend große Anzahl von Menschen im Ätherischen der Christus eine wirklich daseiende Wesenheit sein soll.

[ 6 ] You all know: for quite some time now, within our anthroposophical spiritual scientific movement, attention has been drawn to how this 20th century is the one that is to bring about a special relationship between human development and the Christ—the Christ insofar as, in the course of the 20th century—already in the first half, as you know — this event is to take place, as is also hinted at in the first of my Mystery Dramas: that for a sufficiently large number of people, Christ is to be a truly existing being in the etheric realm.

[ 7 ] Nun wissen wir, wir leben eigentlich in der Zeit des Materialismus. Wir wissen, daß seit der Mitte des 19. Jahrhunderts dieser Materialismus auf seinen Höhepunkt gelangt ist. Aber in der Wirklichkeit müssen Gegensätze zusammenfallen. Gerade der Höhepunkt des Materialismus in der Menschheitsentwickelung muß auf der andern Seite zusammenfallen mit jener Verinnerlichung der Menschheitsentwickelung, die dazu führt, daß der Christus wirklich ätherisch geschaut wird. Man kann begreifen, daß gerade die Bekanntmachung dieses Geheimnisses von dem Schauen des Christus, von diesem neuen Verhältnis, das der Christus mit der Menschheit eingehen soll, Mißstimmung und Widerwillen hervorruft bei jenen Menschen, welche als Angehörige gewisser Brüderschaften dieses Ereignis vom 20. Jahrhundert, dieses Ereignis der Erscheinung des ätherischen Christus ausnutzen wollen in ihrem Sinne und es nicht zu einem Gemeingut der allgemeinen menschlichen Erkenntnis machen wollen. Es gibt Brüderschaften — und Brüderschaften beeinflussen immer die öffentlichen Meinungen, indem sie dies oder jenes zum Beispiel gerade durch solche Mittel verbreiten lassen, durch die es am wenigsten den Menschen auffällt —, es gibt gewisse okkulte Brüderschaften, die lassen verbreiten, daß die Zeit des Materialismus bald abgelaufen sein werde, ja, daß sie in einer gewissen Weise schon abgelaufen sei. Die armen, bemitleidenswerten «gescheiten Leute» — das «gescheite Leute» ist jetzt selbstverständlich in Gänsefüßchen gestellt —, die heute in so zahlreichen Versammlungen und Büchern und Vereinen die Lehre verbreiten, daß der Materialismus abgewirtschaftet habe, daß man schon wiederum etwas vom Geiste begreife, aber die den Leuten nicht mehr geben können als das Wort Geist und einzelne Phrasen, diese Leute stehen mehr oder weniger im Dienste derjenigen, die ein Interesse daran haben, zu sagen, was nicht wahr ist, zu sagen, der Materialismus habe abgewirtschaftet; denn wahr ist dieses nicht, sondern im Gegenteil, die materialistische Gesinnung ist in Zunahme begriffen, und sie wird am besten gedeihen, wenn sich die Leute einbilden werden, daß sie nicht mehr Materialisten seien. Die materialistische Gesinnung ist im Zunehmen begriffen und wird noch im Zunehmen sein durch etwa vier bis fünf Jahrhunderte.

[ 7 ] Now we know that we are actually living in an age of materialism. We know that this materialism has reached its peak since the mid-19th century. But in reality, opposites must converge. It is precisely the zenith of materialism in human development that must coincide, on the other hand, with that inner transformation of human development which leads to the Christ truly being perceived in the etheric realm. One can understand that it is precisely the revelation of this mystery—the vision of the Christ, this new relationship that the Christ is to enter into with humanity— arouses discontent and aversion among those people who, as members of certain brotherhoods, wish to exploit this event of the 20th century—the appearance of the etheric Christ—for their own purposes and do not wish to make it part of the common heritage of general human knowledge. There are brotherhoods—and brotherhoods always influence public opinion by having this or that disseminated, for example, precisely through means by which it is least noticeable to people—there are certain occult brotherhoods that spread the idea that the age of materialism will soon come to an end, indeed, that in a certain sense it has already come to an end. The poor, pitiful “intelligent people”—the phrase “intelligent people” is, of course, now placed in quotation marks—who today, in so many gatherings, books, and associations, spread the doctrine that materialism has run its course, that people are once again beginning to grasp something of the spirit, but who can offer people nothing more than the word “spirit” and a few isolated phrases—these people are, to a greater or lesser extent, in the service of those who have an interest in saying what is not true, in claiming that materialism has run its course; for this is not true; on the contrary, the materialist mindset is on the rise, and it will flourish best when people imagine that they are no longer materialists. The materialist mindset is on the rise and will continue to rise for about four to five centuries.

[ 8 ] Was notwendig ist, das ist das hier oftmals Betonte: in klarem Bewußtsein zu erfassen diese Tatsache, zu wissen, daß das so ist. Dann wird die Menschheit schon zum Heile kommen, wenn man das ordentlich weiß, wenn man so arbeitet im Geistesleben, daß man weiß: die fünfte nachatlantische Epoche ist dazu da, materialistisches Wesen herauszugestalten aus der allgemeinen Menschheitsentwickelung. Aber es muß um so mehr spirituelles Wesen dem entgegengestellt werden. Ich habe in den vorangehenden Vorträgen gesagt, was die Menschen des fünften nachatlantischen Zeitraums kennenlernen müssen, das ist: den vollbewußten Kampf gegen das in der Menschheitsentwickelung auftretende Böse, So wie in der vierten nachatlantischen Kulturperiode der Kampf stattfand um die Auseinandersetzung mit Geburt und Tod, so findet jetzt statt die Auseinandersetzung mit dem Bösen. Also auf das vollbewußte Erfassen der geistigen Lehre, darauf kommt es jetzt an, nicht darauf, Sand in die Augen zu streuen den Zeitgenossen, als ob der Treufel des Materialismus nicht da sei. Er wird noch immer mehr und mehr zunehmen. Diejenigen, die in einer nicht richtigen Weise diese Dinge behandeln, die wissen von dem Ereignis der Christus-Erscheinung gerade so gut wie ich; aber sie behandeln dieses Ereignis der Christus-Erscheinung in einer andern Weise. Und um das zu verstehen, muß man folgendes ins Auge fassen.

[ 8 ] What is necessary is what has often been emphasized here: to grasp this fact with clear awareness, to know that this is how it is. Then humanity will surely find salvation if we truly understand this, if we work in the spiritual life in such a way that we know: the fifth post-Atlantean epoch exists to shape out the materialistic aspect from the general development of humanity. But this must be countered all the more by the spiritual aspect. I have said in the preceding lectures that what people of the fifth post-Atlantean epoch must come to know is this: the fully conscious struggle against the evil that arises in human development. Just as the struggle took place in the fourth post-Atlantean cultural period to come to terms with birth and death, so now the struggle to come to terms with evil is taking place. So what matters now is the fully conscious grasp of the spiritual teaching—not throwing sand in the eyes of our contemporaries as if the devil of materialism did not exist. It will continue to grow ever more. Those who handle these matters incorrectly know just as much as I do about the event of the Christ’s appearance; but they approach this event in a different way. And to understand this, one must consider the following:

[ 9 ] Wie jetzt die Menschheit geworden ist in dieser fünften nachatlantischen Zeit, da ist ganz unberechtigt der Satz, den viele in ihrer Bequemlichkeit sprechen: Nun ja, während wir hier zwischen Geburt und Tod leben, da kommt es darauf an, sich dem Leben zu übergeben; ob dann, wenn wir durch den Tod gegangen sind, wir in eine geistige Welt eintreten, das wird sich schon zeigen, das können wir ja abwarten. Hier genießen wir unser Leben, wie wenn es nur eine materielle Welt gäbe; wenn man durch den Tod in die geistige Welt eintritt, nun ja, dann wird sich schon zeigen, ob eine geistige Welt da ist! — Es ist das ungefähr ebenso gescheit wie der Schwur, den einer ablegt, der da sagt: So wahr ein Gott im Himmel ist, bin ich ein Atheist! — Es ist ungefähr ebenso gescheit wie dieses; aber es ist die Gesinnung sehr vieler, die da sagen: Es wird sich zeigen nach dem Tode, wie es da ist, bis dahin braucht man sich gar nicht mit irgendwelcher spirituellen Wissenschaft zu befassen.

[ 9 ] Given the state of humanity today in this fifth post-Atlantean epoch, the statement that many make out of convenience is entirely unjustified: “Well, while we live here between birth and death, what matters is surrendering ourselves to life; as for whether we will enter a spiritual world after we have passed through death—that remains to be seen; we can simply wait and see.” Here we enjoy our lives as if there were only a material world; if one enters the spiritual world through death, well, then it will become clear whether a spiritual world exists! — It’s about as sensible as the oath sworn by someone who says: “As surely as there is a God in heaven, I am an atheist!” — It’s about as sensible as that; but it reflects the mindset of very many who say: “We’ll see after death what it’s like there; until then, there’s no need to concern oneself with any kind of spiritual science.”

[ 10 ] Es war zu allen Zeiten eine solche Gesinnung höchst anfechtbar, aber verhängnisvoll wird sie insbesondere in dieser fünften nachatlantischen Zeit, in der wir leben, weil sie durch die Herrschaft des Bösen gerade besonders nahegelegt wird dem Menschen. Indem der Mensch unter den gegenwärtigen Entwickelungsbedingungen durch die Pforte des Todes tritt, nimmt er die Bewußtseinsbedingungen mit, welche er sich selbst hergestellt hat zwischen der Geburt und dem Tode. Derjenige Mensch, welcher unter den gegenwärtigen Verhältnissen ganz und gar sich nur beschäftigt hat mit Vorstellungen und Begriffen und Empfindungen über die materielle, über die Sinneswelt, der verurteilt sich unter den gegenwärtigen Verhältnissen dazu, daß er nach dem Tode nur in einer Umgebung lebt, auf welche die während des leiblichen Lebens ausgeprägten Begriffe Bezug haben. Während der, welcher spirituelle Vorstellungen aufnimmt, rechtmäßig in die geistige Welt einzieht, muß derjenige, der es ablehnt, geistige Vorstellungen aufzunehmen, in gewissem Sinne in irdischen Verhältnissen verbleiben, bis er — und das dauert eine lange Zeit — gelernt hat, drüben so viel geistige Begriffe aufzunehmen, daß er durch sie in die geistige Welt getragen werden kann. Also, ob wir hier geistige Begriffe aufnehmen oder nicht, das bestimmt unsere Umgebung drüben. Viele von denen, die — man kann es nur mit Mitleid sagen — sich gesträubt haben oder verhindert waren, geistige Begriffe hier im Leben aufzunehmen, die wandeln auch noch als Tote auf Erden umher, bleiben mit der Erdensphäre in Verbindung. Und da wird dann die Seele des Menschen, wenn sie nicht mehr abgeschlossen ist von der Umgebung durch den Leib, der nun nicht mehr verhindert, daß sie zetstörerisch wirkt, da wird die Seele des Menschen, wenn sie in der Erdensphäre lebt, zum zerstörenden Zentrum.

[ 10 ] Such a mindset has always been highly questionable, but it becomes particularly disastrous in this fifth post-Atlantean epoch in which we live, because the dominion of evil is especially encouraging people to adopt it. When a person passes through the gate of death under the present conditions of development, they take with them the states of consciousness they have created for themselves between birth and death. The person who, under present circumstances, has concerned himself entirely with ideas, concepts, and sensations pertaining to the material, sensory world condemns himself, under these circumstances, to living after death only in an environment related to the concepts he developed during his physical life. While the person who absorbs spiritual ideas rightfully enters the spiritual world, the one who refuses to absorb spiritual ideas must, in a certain sense, remain in earthly conditions until—and this takes a long time—he has learned to absorb enough spiritual concepts on the other side so that he can be carried into the spiritual world through them. So, whether or not we absorb spiritual concepts here determines our surroundings on the other side. Many of those who—one can only say this with compassion—have resisted or been prevented from absorbing spiritual concepts here in life still wander the earth even after death, remaining connected to the earthly sphere. And there, when the human soul is no longer separated from its surroundings by the body—which no longer prevents it from acting destructively—the human soul, living within the earthly sphere, becomes a center of destruction.

[ 11 ] Also betrachten wir diesen, ich möchte sagen, mehr normalen Fall, daß unter den gegenwärtigen Verhältnissen Seelen nach dem Tode in die geistige Welt hinüberkommen, die ganz und gar nichts wissen wollten von spirituellen Begriffen und Empfindungen: sie werden zu zerstörerischen Zentren, weil sie in der Erdensphäre aufgehalten werden. Nur Seelen, welche schon hier durchdrungen sind von einem gewissen Zusammenhang mit der geistigen Welt, gehen durch die Pforte des Todes so, daß sie in der richtigen Weise in die geistige Welt aufgenommen, der Erdensphäre entrückt werden und jene Fäden spinnen können auch zu den hier Zurückgebliebenen, welche fortwährend gesponnen werden. Denn darüber müssen wir uns nur klar sein: die geistigen Fäden zwischen den toten Seelen und uns selber, die mit ihnen verbunden waren, die werden durch den Tod nicht abgerissen, die bleiben, sind sogar viel inniger nach dem Tode, als sie hier gewesen sind. Aber das, was ich gesagt habe, das muß man als eine ernste, bedeutungsvolle Wahrheit aufnehmen.

[ 11 ] So let us consider this—I would say—more typical case, in which, under present circumstances, souls who wanted absolutely nothing to do with spiritual concepts and feelings pass into the spiritual world after death: they become destructive forces because they are held back in the earthly sphere. Only souls who are already imbued here with a certain connection to the spiritual world pass through the gate of death in such a way that they are properly received into the spiritual world, are lifted out of the earthly sphere, and can spin those threads—even to those left behind here—which are continually being spun. For we must be clear about this: the spiritual threads between the souls of the dead and ourselves—who were connected to them—are not severed by death; they remain, and are even much more intimate after death than they were here. But what I have said must be accepted as a serious, significant truth.

[ 12 ] Wiederum ist das etwas, was ich nicht etwa allein weiß, was andere auch wissen, daß dies in der Gegenwart so ist. Aber es gibt viele, welche gerade in recht schlimmem Sinne diese Wahrheit ausnutzen. Es gibt heute verführte Materialisten, die glauben, daß das materielle Leben das einzige sei; aber es gibt auch Eingeweihte, die Materialisten sind und die durch Brüderschaften materialistische Lehren verbreiten lassen. Von diesen Eingeweihten dürfen Sie nicht glauben, daß sie etwa auf dem albernen Standpunkte stehen, daß es keinen Geist gibt, oder daß der Mensch nicht eine Seele hat, die von dem Leibe unabhängig sein kann und ohne ihn leben kann. Sie können getrost annehmen, daß derjenige, der in die geistige Welt wirklich eingeweiht ist, sich nie der Albernheit hingibt, an die bloße Materie zu glauben. Aber es gibt viele, welche in einer gewissen Weise ein Interesse daran haben, den Materialismus verbreiten zu lassen, und die allerlei Veranstaltungen treffen, damit ein großer Teil der Menschen an den Materialismus allein glaubt und ganz und gar unter dem Einfluß des Materialismus steht. Nun gibt es Brüderschaften, welche an ihrer Spitze Eingeweihte haben, die eben ein solches Interesse haben, den Materialismus zu pflegen, zu verbreiten. Diesen Materialisten dient es sehr gut, wenn immerfort davon geredet wird, daß der Materialismus eigentlich schon überwunden sei. Denn man kann auch irgendeine Sache mit den entgegengesetzten Worten anstreben; die Verfahrungsweisen sind oftmals recht komplizierte.

[ 12 ] Again, this is not something I alone know; others also know that this is the case today. But there are many who exploit this truth in a particularly harmful way. Today there are misguided materialists who believe that material life is the only reality; but there are also initiates who are materialists and who use brotherhoods to spread materialistic teachings. You must not assume that these initiates hold the absurd view that there is no spirit, or that human beings do not have a soul that can be independent of the body and live without it. You can safely assume that anyone who is truly initiated into the spiritual world would never indulge in the folly of believing in mere matter. But there are many who, in a certain sense, have an interest in promoting materialism and who take all sorts of measures to ensure that a large portion of humanity believes solely in materialism and remains entirely under its influence. Now there are brotherhoods led by initiates who have precisely such an interest in cultivating and spreading materialism. It serves these materialists very well when people constantly talk about how materialism has actually already been overcome. For one can also strive toward a certain goal using the opposite words; the methods employed are often quite complicated.

[ 13 ] Was wollen nun solche Eingeweihte, welche eigentlich ganz gut wissen, daß die Menschenseele ein rein: spirituelles Wesen ist, ein spirituelles Wesen, ganz selbständig gegenüber der Leiblichkeit, und die dennoch die materialistische Gesinnung der Menschen hegen und pflegen? Diese Eingeweihten wollen, daß möglichst viele Seelen da seien, welche hier zwischen Geburt und Tod nur materialistische Begriffe aufnehmen. Dadurch werden diese Seelen präpariert, in der Erdensphäre zu bleiben. Sie werden gewissermaßen in der Erdensphäre gehalten. Und nun denken Sie sich, daß Brüderschaften eingerichtet werden, die das genau wissen, die jene Verhältnisse gut kennen. Diese Brüderschaften präparieren dadurch gewisse Menschenseelen so, daß diese Menschenseelen nach dem T'oode im Reiche des Materiellen verbleiben. Wenn diese Brüderschaften dann — was möglicherweise in ihrer verruchten Macht liegt — die Veranstaltung treffen, daß diese Seelen nach dem Tode in den Bereich der Machtsphäre ihrer Brüderschaft kommen, dann wächst dieser Brüderschaft dadurch eine ungeheure Macht zu. Also diese Materialisten sind nicht Materialisten, weil sie nicht an den Geist glauben, so töricht sind diese Eingeweihten-Materialisten nicht, die wissen ganz gut, wie es um den Geist steht; aber sie veranlassen die Seelen, bei der Materie auch nach dem Tode zu bleiben, um sich solcher Seelen zu ihrem Zwecke bedienen zu können. Also wird von solchen Brüderschaften eine Klientel geschaffen von Totenseelen, die im Bereiche der Erde verbleiben. Diese Totenseelen, die haben in sich Kräfte, die in der verschiedensten Weise gelenkt werden können, mit denen man Verschiedenes bewirken kann, wodurch man gegenüber denen, die in diese Dinge nicht eingeweiht sind, zu ganz besonderen Machtentfaltungen kommen kann.

[ 13 ] What, then, do such initiates want—those who actually know quite well that the human soul is a purely spiritual being, a spiritual being entirely independent of the physical body, and who nevertheless nurture and cultivate people’s materialistic mindset? These initiates want as many souls as possible to exist who, here between birth and death, absorb only materialistic concepts. In this way, these souls are prepared to remain in the earthly sphere. They are, so to speak, held within the earthly sphere. And now imagine that brotherhoods are established that know this precisely, that are well acquainted with these circumstances. Through this, these brotherhoods condition certain human souls in such a way that these souls remain in the realm of the material after death. If these brotherhoods then—which may well lie within their nefarious power—arrange for these souls to enter the sphere of influence of their brotherhood after death, this grants the brotherhood immense power. So these materialists are not materialists simply because they do not believe in the spirit; these “initiate-materialists” are not so foolish—they know full well the nature of the spirit—but they cause souls to remain with matter even after death so that they can make use of such souls for their own purposes. Thus, such brotherhoods create a clientele of souls of the dead who remain within the realm of the Earth. These souls of the dead possess inner forces that can be directed in a wide variety of ways; with these forces, one can bring about various effects, thereby achieving very special manifestations of power over those who are not initiated into these matters.

[ 14 ] Das ist einfach eine Veranstaltung gewisser Brüderschaften. Und in dieser Sache sieht nur derjenige klar, der sich keine Finsternis und nichts Nebuloses vormachen läßt; der sich nicht vormachen läßt, daß es solche Brüderschaften entweder gar nicht gibt, oder daß ihre Dinge harmlos sind. Sie sind ganz und gar nicht harmlos, sie sind sehr harmvoll; die Menschen sollen im Materialismus noch immer weiter und weiter schreiten. Sie sollen nach dem Sinne solcher Eingeweihter glauben, daß es zwar geistige Kräfte gibt, aber daß diese geistigen Kräfte nichts anderes sind als auch gewisse Naturkräfte.

[ 14 ] This is simply an event organized by certain secret societies. And in this matter, only those can see clearly who do not allow themselves to be deluded by darkness or obscurity; who do not allow themselves to be led to believe that such secret societies either do not exist at all, or that their activities are harmless. They are by no means harmless; they are very harmful. They want people to continue advancing further and further into materialism. According to the view of such initiates, people are to believe that while spiritual forces do exist, these spiritual forces are nothing other than certain natural forces.

[ 15 ] Nun möchte ich Ihnen doch das Ideal charakterisieren, das solche Brüderschaften haben. Man muß sich ein bißchen anstrengen, um die Sache zu verstehen. Denken Sie sich also eine harmlose Welt von Menschen, die ein wenig beirrt ist durch die heute herrschenden materialistischen Begriffe, die ein wenig abgeirrt ist von den alten, er probten Religionsvorstellungen. Denken Sie sich solch eine harmloseMenschheit. Vielleicht können wir es uns gut graphisch vorstellen (es wird gezeichnet): Wir denken uns hier das Gebiet einer solchen harmlosen Menschheit (größerer Kreis, hell). Wie gesagt, diese Menschheit ist sich nur nicht recht klar über die geistige Welt; beirrt durch den Materialismus, weiß sie nicht recht, wie sie sich verhalten soll gegenüber der geistigen Welt. Namentlich weiß sie nicht recht, wie sie sich verhalten soll gegenüber denjenigen, die durch die Pforte des Todes gegangen sind.

[ 15 ] Now I would like to describe the ideal that such brotherhoods hold. It takes a little effort to understand this. So imagine a harmless world of people who are a little misled by the materialistic concepts prevailing today, who have strayed a little from the old, time-tested religious ideas. Imagine such a harmless humanity. Perhaps we can visualize it clearly (it is being drawn): Here we imagine the realm of such a harmless humanity (larger circle, light-colored). As I said, this humanity is simply not entirely clear about the spiritual world; misled by materialism, it does not quite know how to relate to the spiritual world. In particular, it does not quite know how to relate to those who have passed through the gate of death.

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[ 16 ] Nun nehmen wir an, hier sei das Gebiet solch einer Brüderschaft (kleiner Kreis, grün): diese Brüderschaft verbreite die Lehre des Materialismus, sie sorge, daß diese Menschen jedenfalls rein materialistisch denken. Dadurch bringt es diese Brüderschaft dahin, sich Seelen zu erzeugen, die nach dem Tode in der Erdensphäre bleiben. Diese werden eine spirituelle Klientel für diese Loge (siehe Zeichnung, orange); das heißt, man hat sich dadurch Tote geschaffen, die nicht aus der Erdensphäre hinausgehen, sondern bei der Erde bleiben. Macht man nun die richtigen Veranstaltungen, so behält man sie in den Logen darinnen. Also man hat auf diese Weise Logen geschaffen, welche Lebende enthalten und auch Tote, aber Tote, welche verwandt worden sind den Erdenkräften.

[ 16 ] Now let us assume that this is the territory of such a brotherhood (small circle, green): this brotherhood spreads the doctrine of materialism and ensures that these people think in a purely materialistic way. In this way, the brotherhood causes souls to be created who remain in the earthly sphere after death. These become a spiritual clientele for this lodge (see diagram, orange); that is, they have thereby created dead people who do not leave the earthly sphere but remain on Earth. If one then holds the proper ceremonies, one keeps them within the lodges. Thus, in this way, lodges have been created that contain both the living and the dead—but dead people who have been bound to the forces of the Earth.

[ 17 ] Nun dirigiert man die Sache so, daß diese Menschen hier Sitzungen abhalten, oder auf solch einem Wege, wie es bei Veranstaltungen der spiritistischen Sitzungen im Laufe der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war, von denen ich öfter gesprochen habe. Dann kann es vorkommen — ich bitte Sie, das zu berücksichtigen —, daß dasjenige, was hier in diesen Sitzungen geschieht, dirigiert wird von der Loge aus mit Hilfe der Toten. Aber nach den eigentlichen Intentionen der Meister, die in jenen Logen sind, sollen die Menschen nicht wissen, daß sie es mit Toten zu tun haben, sondern glauben, daß sie es einfach mit höheren Naturkräften zu tun haben. Man will den Leuten beibringen, das seien höhere Naturkräfte: Psychismus und dergleichen, bloß höhere Naturkräfte. Man will ihnen den eigentlichen Seelenbegriff nehmen und sagen: Wie es Elektrizität, wie es Magnetismus gibt, so gibt es auch solche höhere Kräfte. Daß das von Seelen kommt, das kaschieren gerade diejenigen, die in der Loge führend sind. Dadurch aber werden die andern, die harmlosen Seelen, ganz abhängig nach und nach, seelisch abhängig von der Loge, ohne daß sie wissen, wovon sie abhängig sind, woher sie eigentlich dirigiert werden.

[ 17 ] Now, the matter is orchestrated in such a way that these people hold séances here, or in a manner similar to the spiritualist séances that took place during the second half of the 19th century, which I have often spoken about. Then it may happen—I ask you to bear this in mind—that what takes place here in these séances is directed from the lodge with the help of the dead. But according to the actual intentions of the Masters who are in those lodges, people are not supposed to know that they are dealing with the dead, but rather to believe that they are simply dealing with higher natural forces. They want to teach people that these are higher natural forces: psychism and the like—merely higher natural forces. They want to strip them of the true concept of the soul and say: Just as there is electricity and magnetism, so too are there such higher forces. It is precisely those who hold leadership positions in the lodge who conceal the fact that this stems from souls. As a result, however, the others—those harmless souls—gradually become completely dependent, spiritually dependent on the lodge, without knowing what they are dependent on or where their direction is actually coming from.

[ 18 ] Es gibt kein anderes Mittel gegen diese Dinge als das Wissen davon. Weiß man davon, so ist man schon geschützt. Weiß man es so, daß dieses Wissen ein richtiges Fürwahrhalten, ein wirkliches Glauben ist, so ist man schon geschützt. Aber man muß nicht zu bequem sein, sich das Wissen von diesen Dingen wirklich zu erwerben. Nun, zunächst muß gesagt werden, daß es in diesen Dingen noch immer nicht eigentlich ganz zu spät ist. Denn ich habe Sie öfter darauf aufmerksam gemacht — diese Dinge können ja erst allmählich klarwerden, und ich kann nur allmählich die Elemente zusammentragen, um Ihnen die völlige Klarheit zu bringen —, ich habe Sie öfter darauf aufmerksam gemacht, daß im Verlaufe der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele Brüderschaften des Westens probeweise den Spiritismus eingeführt haben, um durch diese Probe sich zu überzeugen, ob sie nun schon so weit waren mit der Menschheit, wie sie wollten. Es war ein Probieren, wie weit sie waren mit der Menschheit. In den spiritistischen Sitzungen — das haben sie erwartet — sollten eigentlich die Leute sagen: Es gibt höhere Naturkräfte. — Und sie waren dann enttäuscht, die Brüder der Linken, daß die Menschen zumeist nicht gesagt haben: Es gibt höhere Naturkräfte —, sondern gesagt haben: In den Sitzungen erscheinen Geister der Toten. — Das war die herbe Enttäuschung der Eingeweihten, das war gerade das, was sie nicht wollten; denn den Glauben an die Toten, den wollten diese Eingeweihten gerade den Menschen nehmen. Nicht die Wirksamkeit der Toten, nicht die Wirksamkeit der Kräfte der T'oten, aber dieser Gedanke, daß das von den Toten kommt, dieser richtige, dieser bedeutsame Gedanke, der sollte den Menschen genommen werden. Sie sehen, es ist ein höherer Materialismus; es ist ein Materialismus, der den Geist nicht nur leugnet, sondern der den Geist hereinzwingen will in die Materie. Sie sehen, der Materialismus hat noch Formen, unter denen man ihn schon leugnen kann. Man kann sagen, der Materialismus ist verschwunden, wir reden schon vom Geist. Aber alle reden sie vom Geiste in verschwommener Weise. Da kann man ganz gut Materialist sein, wenn man alle Natur so zum Geiste macht, daß dann der Psychismus herauskommt. Worauf es ankommt, das ist, daß man in die konkrete geistige Welt, in die konkrete Geistigkeit den Blick hineinwerfen kann.

[ 18 ] There is no other remedy for these things than knowledge of them. If one knows about them, one is already protected. If one knows them in such a way that this knowledge is a genuine conviction, a true belief, then one is already protected. But one must not be too complacent to actually acquire knowledge of these things. Well, first of all, it must be said that it is not actually quite too late when it comes to these matters. For I have often drawn your attention to this—these things can only become clear gradually, and I can only gradually gather the elements to bring you complete clarity— I have often drawn your attention to the fact that, during the second half of the 19th century, many Western brotherhoods experimentally introduced spiritualism in order to determine, through this experiment, whether they had already progressed as far with humanity as they wished. It was a test to see how far they had come with humanity. In the spiritualist séances—this is what they expected—people were actually supposed to say: “There are higher natural forces.”—And then the brothers of the Left were disappointed that most people did not say: “There are higher natural forces”—but instead said: “Spirits of the dead appear in the séances.” — That was the bitter disappointment of the initiates; that was precisely what they did not want; for it was the belief in the dead that these initiates wanted to take away from people. Not the activity of the dead, not the activity of the forces of the dead, but this idea that it comes from the dead—this true, this significant idea—was to be taken away from people. You see, it is a higher form of materialism; it is a materialism that not only denies the spirit but seeks to force the spirit into matter. You see, materialism still takes forms in which it can already be denied. One can say that materialism has disappeared; we are already speaking of the spirit. But everyone speaks of the spirit in a vague way. One can very well be a materialist if one turns all of nature into spirit in such a way that psychism emerges. What matters is that one can cast one’s gaze into the concrete spiritual world, into concrete spirituality.

[ 19 ] Hier haben Sie den Anfang von dem, wie es in den nächsten fünf Jahrhunderten immer intensiver und intensiver werden wird. Nun haben sich die bösen Brüderschaften darauf beschränkt; aber sie werden die Dinge schon fortsetzen, wenn ihnen nicht das Handwerk gelegt wird, das ihnen nur gelegt werden kann, wenn man die Bequemlichkeit gegenüber der geisteswissenschaftlichen Weltanschauung überwindet.

[ 19 ] Here you have the beginning of what will become more and more intense over the next five centuries. For now, the evil brotherhoods have limited themselves to this; but they will certainly continue their activities unless they are stopped—which can only be done by overcoming complacency toward the spiritual-scientific worldview.

[ 20 ] Also verraten haben sie sich gewissermaßen in den spiritistischen Sitzungen. Statt sich zu couvrieren, haben sie sich decouvriert durch die spiritistischen Sitzungen. Das war also eher etwas, wodurch sich gezeigt hat, daß ihnen ihre Wirtschaft noch nicht ganz gut gelungen war. Daher auch ging gerade von diesen Brüderschaften selber schon von den neunziger Jahren an das Bestreben aus, auch den Spiritismus als solchen wiederum für eine Zeitlang zu diskreditieren. Kurz, Sie sehen, es wird auf diesem Wege mit den Mitteln der geistigen Welt sehr, sehr Einschneidendes gemacht. Dasjenige, um was es sich dabei handelt, das ist also: Erhöhung der Macht, Ausnutzung gewisser Entwickelungsbedingungen, die im Laufe der Menschheit herauskommen müssen.

[ 20 ] So, in a sense, they gave themselves away during the spiritualist séances. Instead of covering themselves up, they exposed themselves through the spiritualist séances. So this was rather something that showed that they had not yet quite succeeded in their endeavors. That is why, starting in the 1890s, these very brotherhoods themselves began making efforts to discredit spiritualism as such for a time. In short, as you can see, very, very drastic measures are taken in this way using the means of the spiritual world. What is at stake here, then, is the following: the increase of power and the exploitation of certain conditions of development that are bound to emerge in the course of human history.

[ 21 ] Gegen die Vermaterialisierung der Menschenseelen, gegen dieses Gebanntsein der Menschenseelen in die Sphäre der Irdischheit — und Logen sind ja auch im Irdischen — wird entgegengearbeitet. Wenn also die Seelen mit in den Logen spuken und dort wirken sollen, dann müssen sie ins Irdische gebannt sein. Gegen dieses Bestreben, diesen Impuls, im Irdischen zu wirken durch die Seelen, dem wird entgegengearbeitet durch den bedeutsamen Impuls des Mysteriums von Golgatha. Und dieser Impuls des Mysteriums von Golgatha ist auch die Weltheilung gegen die Vermaterialisierung der Seele. Es liegt vollständig außer dem Willen und außer den Intentionen der Menschen selbst, wie der Weg des Christus selber ist. Also kein Mensch irgendwelchen Wissens, auch kein Eingeweihter hat Einfluß darauf, daß der Christus dasjenige tut, was im Laufe des 20. Jahrhunderts zu der Erscheinung führt, von der ich Ihnen oft gesprochen habe, die Sie in den Mysteriendramen auch angedeutet finden. Das hängt bloß von dem Christus selbst ab. Der Christus wird als ätherische Wesenheit in der Erdensphäre vorhanden sein. Für die Menschen handelt es sich darum, wie sie sich zu ihm verhalten. Also auf die Erscheinung des Christus selbst hat niemand, kein noch so mächtiger Eingeweihter irgendeinen Einfluß. Das kommt. Das bitte ich Sie festzuhalten. Aber man kann Veranstaltungen treffen, daß dieses Christus-Ereignis so oder so aufgenommen werde, daß dieses Christus-Ereignis so oder so wirke.

[ 21 ] Efforts are being made to counteract the materialization of human souls, this confinement of human souls to the sphere of the earthly realm—and lodges, after all, are also part of the earthly realm. So if souls are to haunt the lodges and work there, they must be confined to the earthly realm. This striving, this impulse to work in the earthly realm through the souls—this is counteracted by the significant impulse of the Mystery of Golgotha. And this impulse of the Mystery of Golgotha is also the healing of the world against the materialization of the soul. The path of Christ Himself lies entirely beyond the will and intentions of human beings. Thus, no human being, regardless of their knowledge—not even an initiate—has any influence over the fact that Christ will do what, in the course of the 20th century, will lead to the manifestation of which I have often spoken to you, and which you will also find alluded to in the Mystery Dramas. This depends solely on Christ Himself. Christ will be present in the earthly sphere as an etheric being. For human beings, the question is how they relate to him. Thus, no one—not even the most powerful initiate—has any influence whatsoever on the appearance of the Christ himself. It will happen. I ask you to bear this in mind. But one can take steps to ensure that this Christ event is received in one way or another, that this Christ event has one effect or another.

[ 22 ] Ja, diejenigen Brüderschaften, von denen ich Ihnen eben gesprochen habe, welche die Seelen der Menschen in die materialistische Sphäre bannen wollen, diese Brüderschaften haben das Bestreben, den Christus unvermerkt vorübergehen zu lassen im 20. Jahrhundert, sein Kommen als ätherische Individualität nicht bemerkbar werden zu lassen für die Menschen. Und diese Bestrebung entwickelt sich unter dem Einfluß einer ganz bestimmten Idee, eigentlich eines ganz bestimmten Willensimpulses; sie haben nämlich das Bestreben, die Einflußsphäre, die durch den Christus im 20. Jahrhundert und weiter kommen soll, für eine andere Wesenheit — wir werden darüber noch genauer sprechen —, für eine andere Wesenheit zu erobern. Es gibt westliche Brüderschaften, welche das Bestreben haben, dem Christus seinen Impuls streitig zu machen und eine andere Individualität, die nicht einmal irgendwann im Fleische erschienen ist, sondern nur eine ätherische Individualität, aber streng ahrimanischer Natur ist, an die Stelle zu setzen.

[ 22 ] Yes, those brotherhoods I just spoke to you about—the ones that seek to bind human souls to the material realm—these brotherhoods are striving to let Christ pass unnoticed in the 20th century, to prevent people from perceiving his coming as an etheric individuality. And this endeavor is developing under the influence of a very specific idea—actually, a very specific impulse of will; for they are striving to seize the sphere of influence that is to come through the Christ in the 20th century and beyond for another being—we will speak about this in more detail later—for another being. There are Western brotherhoods that strive to contest Christ’s impulse and to replace him with another individuality—one that has never even appeared in the flesh, but is merely an etheric individuality, albeit one of a strictly Ahrimanic nature.

[ 23 ] Alle jene Maßnahmen, von denen ich Ihnen jetzt eben gesprochen habe, mit den Toten und so weiter, die dienen letzten Endes solchen Zielen, die Menschen abzulenken von dem Christus, der durch das Mysterium von Golgatha gegangen ist, und einer andern Individualität die Herrschaft über die Erde zuzuschanzen. Das ist ein ganz realer Kampf und nicht irgend etwas, was etwa nur abstrakte Begriffe oder was weiß ich sein soll, sondern das ist ein ganz realer Kampf; ein Kampf, der sich eigentlich darauf bezieht, eine andere Wesenheit an die Stelle der Christus-Wesenheit im Verlaufe der Menschheitsentwickelung für den Rest der fünften nachatlantischen Zeit, für die sechste und für die siebente zu setzen. Es wird zu den Aufgaben einer gesunden, einer ehrlichen spirituellen Entwickelung gehören, solche Bestrebungen, die im eminentesten Sinne antichristlich sind, solche Bestrebungen zu vertilgen, wegzuschaffen. Aber nur klare Einsicht kann da etwas erreichen. Denn das andere Wesen, das diese Brüderschaften zum Herrscher machen wollen, dieses andere Wesen, das werden die ja als den «Christus» benennen, richtig als den «Christus» benennen! Und worauf es ankommen wird, das wird sein, daß man wirklich unterscheiden lernt zwischen dem wahren Christus, der ja auch jetzt, wie er erscheinen wird, nicht eine im Fleische verkörperte Individualität ist, und zwischen diesem Wesen, das sich von dem wahren Christus dadurch unterscheidet, daß es eben nie während der Erdenentwickelung verkörpert war, das ein Wesen ist, welches nur bis zu der ätherischen Verkörperung geht, und das von diesen Brüderschaften eingesetzt werden soll anstelle des Christus, der unvermerkt vorübergehen soll.

[ 23 ] All those measures I have just spoken to you about—involving the dead and so on—ultimately serve the purpose of distracting people from the Christ who went through the Mystery of Golgotha, and of handing over dominion over the Earth to another individuality. This is a very real struggle—not something that is merely abstract concepts or whatever—but a very real struggle; a struggle that actually aims to replace the Christ-being with another being in the course of human evolution for the remainder of the fifth post-Atlantean epoch, as well as for the sixth and seventh. It will be part of the tasks of a healthy, honest spiritual development to eradicate and eliminate such endeavors, which are anti-Christian in the most eminent sense. But only clear insight can achieve anything here. For the other being that these brotherhoods wish to make the ruler—this other being—they will indeed call “Christ,” correctly call “Christ”! And what will matter most is that we truly learn to distinguish between the true Christ—who, even now, as he is about to appear, is not an individuality incarnated in the flesh—and this being, who differs from the true Christ in that he was never incarnated during Earth’s evolution; a being who reaches only as far as etheric incarnation, and which is to be installed by these brotherhoods in place of the Christ, who is to pass by unnoticed.

[ 24 ] Da haben wir also auf der einen Seite den Teil des Kampfes, der sich darauf bezieht, gewissermaßen die Christus-Erscheinung des 20. Jahrhunderts zu fälschen. Ja, wer das Leben nur an seiner Oberfläche so beobachtet, vor allen Dingen die äußerlichen Diskussionen über den Christus und die Jesus-Frage und so weiter, der sieht eben nicht in die Tiefe. Das ist Nebel, das ist Dunst, was den Leuten vorgemacht wird, um sie gerade abzulenken von den tieferen Dingen, von demjenigen, um was es sich eigentlich handelt. Wenn die Theologen über den Christus diskutieren, so ist in allen solchen Diskussionen immer von irgendwoher ein spiritueller Einfluß, und diese Leute fördern da ganz andere Ziele und Zwecke, als sie selbst mit ihrem Bewußtsein glauben.

[ 24 ] So, on the one hand, we have the part of the struggle that involves, so to speak, falsifying the 20th-century manifestation of Christ. Yes, anyone who observes life only at its surface—especially the external discussions about Christ and the question of Jesus and so on—simply does not see into its depths. That is fog, that is haze—what is being presented to people in order to distract them precisely from the deeper things, from what this is actually all about. When theologians discuss Christ, there is always a spiritual influence at work in all such discussions, and these people are promoting goals and purposes entirely different from what they themselves believe with their conscious minds.

[ 25 ] Das ist nun das Gefährliche des Begriffes des Unbewußten, daß man selbst über solche Verhältnisse heute die Leute ins Unklare hineinreitet. Während solche bösen Brüderschaften sehr bewußt ihre Zwecke verfolgen, wird natürlich das, was diese Brüderschaften bewußt verfolgen, zum Unbewußten für diejenigen, die auf der Oberfläche eben allerlei Diskussionen und dergleichen anstellen. Aber man trifft das Wesen der Sache nicht, wenn man vom Unbewußten redet; denn dieses sogenannte Unbewußte ist einfach jenseits der Schwelle des gewöhnlichen Bewußtseins, und es ist diejenige Sphäre, in welcher der Wissende solche Dinge entfalten kann. Sehen Sie, das ist eigentlich eine Seite der Sache, daß es wirklich so ist, daß sich gegenüberstellt eine Summe von Brüderschaften, welche die Wirksamkeit des Christus durch die Wirksamkeit einer andern Individualität ersetzen wollen und alle Dinge so einrichten, daß sie dieses erreichen.

[ 25 ] That is precisely what is dangerous about the concept of the unconscious: that even today, people are being led into confusion regarding such matters. While such evil brotherhoods very consciously pursue their aims, what these brotherhoods consciously pursue naturally becomes part of the unconscious for those who engage in all sorts of superficial discussions and the like. But one does not grasp the essence of the matter when speaking of the unconscious; for this so-called unconscious simply lies beyond the threshold of ordinary consciousness, and it is the sphere in which the initiate can unfold such things. You see, this is actually one aspect of the matter: it is indeed the case that there is a group of brotherhoods that seek to replace the influence of Christ with the influence of another individuality and arrange everything in such a way as to achieve this.

[ 26 ] Dem gegenüber stehen östliche Brüderschaften, namentlich indische, die nicht minder bedeutungsvoll eingreifen wollen in die Entwickelung der Menschheit. Diese indischen Brüderschaften wiederum, die verfolgen ein anderes Ziel; sie haben niemals eine Esoterik entwickelt, diese indischen Brüderschaften, durch die sie Tote in ihren Bereich, in den Bereich ihrer Logen etwa hereinbringen würden; das liegt ihnen fern, solche Dinge wollen sie nicht. Aber sie wollen auf der andern Seite auch nicht, daß das Mysterium von Golgatha mit seinem Impuls die Entwickelung der Menschheit ergreife. Das wollen sie auch nicht. Sie wollen aber nicht, weil ihnen die Toten nicht in der Weise zur Verfügung stehen, wie ich das bei den westlichen Brüderschaften angedeutet habe, sie wollen den Christus — der ja als ätherische Individualität im Laufe des 20. Jahrhunderts in die Menschheitsentwickelung eintreten wird — nicht bekämpfen durch Aufstellen einer andern Individualität; dazu brauchten sie die Toten, und die haben sie nicht, dagegen wollen sie das Interesse ablenken von diesem Christus; sie wollen nicht hochkommen lassen das Christentum, diese östlichen Brüderschaften, namentlich die indischen. Sie wollen nicht das Interesse für den wirklichen, durch das Mysterium von Golgatha gegangenen Christus hochkommen lassen, der in einer einmaligen Inkarnation hier auf der Erde war drei Jahre lang und der dann nicht mehr in einer Inkarnation auf die Erde kommen kann. Tote wollen diese in ihren Logen nicht benutzen, aber doch auch etwas anderes als bloß das, was sie selber sind als lebende Menschen. In diesen indischen, östlichen Logen, da wird nämlich statt der Toten der westlichen Logen eine andere Art von Wesenheiten benutzt.

[ 26 ] In contrast, there are Eastern brotherhoods—namely Indian ones—that seek to influence the development of humanity with no less significance. These Indian brotherhoods, in turn, pursue a different goal; they have never developed an esotericism through which they would bring the dead into their sphere—into the sphere of their lodges, so to speak; such things are far from their minds; they do not want them. But on the other hand, they also do not want the Mystery of Golgotha, with its impulse, to take hold of the development of humanity. They do not want that either. But they do not want it—not because the dead are not available to them in the way I have indicated with regard to the Western brotherhoods—but because they do not wish to oppose the Christ—who, as an etheric individuality, will enter into human evolution in the course of the 20th century—by setting up another individuality; for that they would need the dead, and they do not have them; instead, they want to divert interest away from this Christ; they do not want to allow Christianity to rise, particularly the Eastern brotherhoods, namely the Indian ones. They do not want to allow interest to rise in the real Christ who passed through the Mystery of Golgotha, who was here on Earth for three years in a unique incarnation and who can no longer come to Earth in an incarnation. They do not want to use the dead in their lodges, but they also want something other than merely what they themselves are as living human beings. In these Indian, Eastern lodges, a different kind of being is used instead of the dead of the Western lodges.

[ 27 ] Wenn der Mensch stirbt, so hinterläßt er ja seinen ätherischen Leib; der trennt sich sehr bald nach dem Tode, wie Sie wissen. Dieser ätherische Leib wird unter normalen Verhältnissen von dem Kosmos aufgenommen. Daß diese Aufnahme auch etwas Kompliziertes ist, habe ich Ihnen ja in der verschiedensten Weise dargestellt. Aber vor dem Mysterium von Golgatha, und auch noch nach dem Mysterium von Golgatha, namentlich in östlichen Gegenden, war etwas ganz Bestimmtes möglich. Wenn der Mensch einen solchen Ätherleib abgibt nach dem Tode, so können gewisse Wesenheiten diesen Ätherleib beziehen; sie werden dann ätherische Wesenheiten mit solchen von den Menschen abgelegten Ätherleibern. So daß es vorkommt in östlichen Gegenden, daß, jetzt nicht tote Menschen, aber allerlei dämonische Geister veranlaßt werden, abgelegte Ätherleiber von Menschen anzuziehen. Und solche mit Ätherleibern von Menschen angetanen dämonischen Geister, die werden in die östlichen Logen aufgenommen. Die westlichen Logen also, die haben direkt in die Materie gebannte Tote; die östlichen Logen der linken Hand haben dämonische Geister; also Geister, die nicht der Erdenentwickelung angehören, die aber dadurch sich in die Erdenentwickelung hineinschleichen, daß sie anziehen von Menschen abgelegte Ätherleiber.

[ 27 ] When a person dies, they leave behind their etheric body; as you know, it separates very soon after death. Under normal circumstances, this etheric body is absorbed by the cosmos. I have already explained to you in various ways that this absorption is also a rather complicated process. But before the Mystery of Golgotha—and even after the Mystery of Golgotha, particularly in Eastern regions—something very specific was possible. When a human being sheds such an etheric body after death, certain beings can take up residence in it; they then become etheric beings inhabiting the etheric bodies shed by humans. Thus it happens in Eastern regions that—not dead human beings, but all manner of demonic spirits—are induced to don the etheric bodies shed by human beings. And such demonic spirits, clothed in human etheric bodies, are admitted into the Eastern lodges. The Western lodges, then, have the dead bound directly within matter; the Eastern lodges of the left hand have demonic spirits—that is, spirits that do not belong to Earth’s evolution but who insinuate themselves into it by taking on the etheric bodies shed by human beings.

[ 28 ] Exoterisch macht man das so, daß man diese Tatsache in Verehrung umwandelt. Sie wissen, daß zu den Künsten gewisser Brüderschaften die Hervorrufung der Illusionen gehört, weil, wenn die Menschen nicht wissen, wie weit Illusion überhaupt in der Wirklichkeit vorhanden ist, sie sehr leicht durch künstlich hervorgerufene Illusionen getäuscht werden können. Man macht also das, was man da erreichen will, indem man dies in die Form von Verehrung kleidet. Also denken Sie sich, ich habe einen Stamm von Menschen, einen zusammengehörigen Stamm; dem sage ich — nachdem ich vorher als ein «böser» Bruder bei einem Vorfahr die Möglichkeit herbeigeführt habe, daß der Ätherleib bezogen wird von einem dämonischen Wesen —, dem sage ich, er müsse diesen Ahnen verehren. Der Ahne ist einfach derjenige, der abgelegt hat seinen Ätherleib, welcher von Dämonen bezogen ist durch die Machinationen der Loge. Man führt also die Ahnenverehrung ein. Aber diese Ahnen, die verehrt werden, die sind einfach irgendwelche dämonischen Wesenheiten in dem Ätherleib des betreffenden Ahnen.

[ 28 ] Exoterically, this is done by transforming this fact into worship. You know that the arts of certain brotherhoods include the creation of illusions, because if people do not know to what extent illusion actually exists in reality, they can very easily be deceived by artificially created illusions. So one achieves what one intends to do by cloaking it in the form of veneration. So imagine this: I have a tribe of people, a cohesive tribe; to them I say—after I have previously, as an “evil” brother, created the possibility for a demonic being to take possession of an ancestor’s etheric body—I tell them they must venerate this ancestor. The ancestor is simply the one who has shed his etheric body, which has been taken over by demons through the machinations of the lodge. Thus, ancestor worship is introduced. But these ancestors who are worshiped are simply demonic entities within the etheric body of the ancestor in question.

[ 29 ] Man kann nun die Weltanschauung der östlichen Menschen dadurch abbringen von dem Mysterium von Golgatha, daß man in dieser Weise arbeitet wie in den östlichen Logen. Dann wird auch dadurch für die östlichen Menschen, für die Menschen vielleicht überhaupt — das will man ja erreichen — das erreicht, daß der Christus als Individualität, wie er über die Erde gehen soll, unbemerkt bleibt. Also die wollen nicht einen andern Christus substituieren, sondern sie wollen nur, daß die Erscheinung des Christus Jesus unbemerkt bleibe.

[ 29 ] One can now divert the worldview of Eastern people away from the Mystery of Golgotha by working in the same way as in the Eastern lodges. In this way, too, for Eastern people—and perhaps for people in general, which is, after all, the goal—the result is achieved whereby Christ, as an individuality who is to walk the earth, remains unnoticed. So they do not want to substitute another Christ; they merely want the appearance of Christ Jesus to remain unnoticed.

[ 30 ] So wird gewissermaßen von zwei Seiten ein Kampf geführt gegen den ätherisch zutage tretenden Christus-Impuls im Laufe des 20. Jahrhunderts. In diese Entwickelung ist die Menschheit wirklich hineingestellt. Und was so im einzelnen geschieht, das ist eigentlich nur immer eine Konsequenz desjenigen, was sich als die großen Impulse in der Menschheitsentwickelung vollzieht. Deshalb ist es ja so traurig, daß man den Menschen immer wieder vormachen will, wenn Unbewußtes, sogenanntes Unbewußtes in ihnen wirkt, so seien dies irgendwelche zurückgetretenen, was weiß ich, Liebesaffekte oder dergleichen, während in der Tat der Impuls sehr bewußter Geistigkeit von allen Seiten her durch die Menschheit geht, aber relativ unbewußt bleibt, wenn man sich nicht in seinem Bewußtsein um ihn bekümmert.

[ 30 ] In a sense, a struggle is being waged from two sides against the Christ impulse that is emerging in the etheric realm over the course of the 20th century. Humanity is truly caught up in this development. And what happens in detail is, in fact, always merely a consequence of what unfolds as the great impulses in human development. That is why it is so sad that people are constantly led to believe that when the unconscious—the so-called unconscious—is at work within them, these are merely some repressed, I don’t know, romantic feelings or the like, whereas in fact the impulse of very conscious spirituality is flowing through humanity from all sides, yet remains relatively unconscious unless one actively engages with it in one’s consciousness.

[ 31 ] Zu diesen Dingen müssen Sie verschiedenes andere hinzunehmen. Die Menschen, welche es mit der Menschheitsentwickelung ehrlich gemeint haben von jeher, die haben mit solchen Dingen, wie wir sie jetzt charakterisiert haben, immer gerechnet und — viel mehr kann und darf auch der Mensch nicht tun — von ihrer Seite das Richtige unternommen.

[ 31 ] You must add various other factors to these considerations. Those who have always been sincere in their commitment to human development have always anticipated such things as we have now described and—for a human being cannot and should not do more than this—have taken the appropriate action on their part.

[ 32 ] Eine gute Pflegestätte für spirituelles Leben, eine ganz außerordentlich gute Pflegestätte, geschützt vor allen möglichen Illusionen, war in den ersten christlichen Jahrhunderten Irland, die irische Insel. Sie war richtig geschützt vor allen möglichen Illusionen, mehr als irgendein anderes Gebiet der Erde. Das ist auch der Grund, warum so viele Verbreiter des Christentums in den ersten christlichen Jahrhunderten von Irland ausgegangen sind. Aber diese Verbreiter des Christentums mußten alle eine naive Menschheit berücksichtigen, unter der sie wirkten; denn die europäische Menschheit, unter der sie wirkten, war dazumal naiv, sie mußten diese naive Menschheit in ihrer Naivität berücksichtigen; aber sie mußten für sich die großen Impulse der Menschheit wissen und verstehen. Im 4. und 5. Jahrhundert wirkten namentlich irische Eingeweihte in Mitteleuropa; da fingen sie an und sie wirkten so, daß sie das vorbereiteten, was in der Zukunft geschehen mußte. Sie standen in einer gewissen Weise unter dem Einfluß jenes Binweihungswissens, daß im 15. Jahrhundert — Sie wissen: 1413 — die fünfte nachatlantische Zeit kommen werde. Unter diesem Einfluß standen sie. Sie wußten also, vorzubereiten haben sie eine ganz neue Zeit, eine naive Menschheit muß für diese neue Zeit behütet werden. Was tat man dazumal, um diese naive Menschheit Europas so zu behüten, daß sie gewissermaßen umzäunt war und gewisse schädliche Einflüsse nicht hereinkommen konnten, was tat man?

[ 32 ] In the early centuries of Christianity, Ireland—the island of Ireland—was a good haven for spiritual life, an exceptionally good haven, protected from all kinds of illusions. It was truly protected from all kinds of illusions, more so than any other region on earth. That is also the reason why so many propagators of Christianity set out from Ireland in the early Christian centuries. But these propagators of Christianity all had to take into account the naive nature of the people among whom they worked; for the European people among whom they worked were naive at that time, and they had to take this naive nature into account; yet they had to know and understand the great impulses of humanity for themselves. In the 4th and 5th centuries, Irish initiates in particular were active in Central Europe; that is where they began, and they worked in such a way as to prepare for what was to happen in the future. In a certain sense, they were under the influence of that initiatory knowledge that in the 15th century—as you know, in 1413—the fifth post-Atlantean epoch would begin. They were under this influence. They knew, therefore, that they had to prepare for an entirely new era, and that a naive humanity had to be protected for this new era. What was done at that time to protect this naive European humanity in such a way that it was, so to speak, fenced in and certain harmful influences could not penetrate it? What was done?

[ 33 ] Man lenkte, von jetzt gut unterrichteter und dazumal ehrlicher Seite die Evolution so, daß allmählich jene Schiffahrt unterdrückt wurde, welche von nördlichen Ländern nach Amerika hinüber gemacht worden ist in den älteren Zeiten. So daß, während in älteren Zeiten die Schiffe namentlich von Norwegen aus nach Amerika hinübergingen zu gewissen Zwecken — ich werde morgen noch über diese Dinge sprechen —, man die Sache allmählich so einrichtete, daß Amerika von der europäischen Bevölkerung völlig vergessen wurde, daß der Zusammenhang mit Amerika allmählich dahinschwand. Und im 15. Jahrhundert wußte ja die europäische Menschheit von Amerika nichts. Namentlich von Rom aus wurde die Entwickelung so dirigiert, daß man aus bestimmten Gründen den Zusammenhang mit Amerika allmählich verlor, weil die europäische Menschheit geschützt werden mußte vor den amerikanischen Einflüssen. Wesentlich beteiligt an diesem, daß vor dem amerikanischen Einflusse die europäische Menschheit geschützt werden mußte, waren gerade von Irland aus die Mönche, welche als irische Eingeweihte auf dem europäischen Kontinente christianisierten.

[ 33 ] Those who were, as we now know, well-informed and, at the time, honest, steered the course of evolution in such a way that the maritime voyages from northern countries to America that had taken place in earlier times were gradually suppressed. So while in earlier times ships—particularly from Norway—sailed to America for certain purposes—I will speak more about these matters tomorrow—the situation was gradually arranged in such a way that America was completely forgotten by the European population, and that the connection with America gradually faded away. And by the 15th century, the people of Europe knew nothing of America. This development was directed, particularly from Rome, in such a way that, for specific reasons, the connection with America was gradually lost, because the European people had to be protected from American influences. The monks from Ireland, who, as Irish initiates, carried out Christianization on the European continent, played a significant role in ensuring that the European people were protected from American influence.

[ 34 ] In den älteren Zeiten brachte man von Amerika ganz bestimmte Einflüsse herüber; aber in dem Zeitalter gerade, wo die fünfte nachatlantische Epoche anfing, da sollte die Sache so sein, daß die europäische Menschheit von Amerika unbeeinflußt war, überhaupt nichts davon wußte, in dem Glauben lebte, es gibt gar kein Amerika. Erst als dann die fünfte nachatlantische Zeit hereingebrochen war, da wurde Amerika wieder entdeckt, wie das in der Geschichte bekannt ist. Es gehört zu den Wahrheiten, die Ihnen ja schon geläufig sein können, daß das, was man in der Schule als Geschichte lernt, vielfach eine Fable convenue ist. Auch das ist eine Fable convenue, daß Amerika 1492 zum erstenmal entdeckt worden sei. Es ist nur wieder entdeckt worden. Es war nur eine Zeitlang der Zusammenhang so geschickt kaschiert, wie es geschehen mußte. Aber wissen muß man wiederum, wie die Dinge lagen und was wirkliche Geschichte ist. So daß also eine Zeitlang Europa sehr umzäunt worden ist und man Europa sorgfältig gehütet hat vor gewissen Einflüssen, die nicht nach Europa kommen sollten.

[ 34 ] In earlier times, certain specific influences were brought over from America; but precisely at the time when the fifth post-Atlantean epoch began, the situation was such that the people of Europe were unaffected by America, knew nothing at all about it, and lived in the belief that America did not even exist. It was only when the fifth post-Atlantean epoch had dawned that America was rediscovered, as is well known from history. It is one of those truths—with which you may already be familiar—that what is taught as history in school is often a fable convenue. It is also a fable convenue that America was discovered for the first time in 1492. It was merely rediscovered. For a time, the connection was simply concealed as skillfully as was necessary. But one must know, in turn, how things actually stood and what real history is. Thus, for a time, Europe was very much fenced off, and Europe was carefully guarded against certain influences that were not meant to reach it.

[ 35 ] Solche Dinge zeigen Ihnen, wie bedeutungsvoll es ist, dieses sogenannte Unbewußte nicht als ein Unbewußtes aufzufassen, sondern als etwas, was sich sehr bewußt vollzieht hinter der Schwelle des menschlichen Bewußtseins, wie dieses als Alltagsbewußtsein ist. Es ist schon wichtig, daß heute ein größerer Teil der Menschheit erfährt von gewissen Geheimnissen. Daher habe ich so viel getan, als jetzt nur irgend möglich ist ganz Öffentlich zu tun, in den Zürcher Vorträgen, wo ich, wie Sie wissen, sogar so weit gegangen bin, den Leuten zu erklären, inwiefern das geschichtliche Leben von den Menschen nicht mit dem gewöhnlichen Bewußtsein gewußt wird, sondern in Wirklichkeit geträumt wird; wie der Inhalt der Geschichte in Wirklichkeit von den Menschen geträumt wird, und daß erst dann, wenn die Menschen sich bewußt werden, daß der Inhalt der Geschichte geträumt wird, Gesundheit in diese Vorstellungen kommen wird.

[ 35 ] Such things show you how significant it is not to regard this so-called unconscious as something unconscious, but rather as something that takes place very consciously behind the threshold of human consciousness, as it exists in everyday life. It is indeed important that a larger portion of humanity today learn of certain mysteries. That is why I have done as much as is now at all possible to do quite publicly in the Zurich lectures, where, as you know, I even went so far as to explain to people to what extent historical life is not known by people through ordinary consciousness, but is in reality dreamed; how the content of history is in reality dreamed by human beings, and that only when people become aware that the content of history is dreamed will these ideas become healthy.

[ 36 ] Das sind Dinge, durch die man allmählich das Bewußtsein aufweckt. Die Erscheinungen, die Tatsachen, die sich vollziehen, die bewahrheiten schon diese Dinge. Man muß sie nur nicht übersehen. Nur gehen die Menschen blind und schlafend durch die Tatsachen, sie gehen auch blind und schlafend durch solche tragischen Katastrophen wie die jetzige. Das sind Dinge, die ich zunächst mehr historisch in Ihr Herz legen möchte. Ich werde morgen genauer über diese Dinge sprechen.

[ 36 ] These are the things that gradually awaken one’s consciousness. The phenomena, the facts that are unfolding, already confirm these things. One must simply not overlook them. Yet people walk blindly and sleepily through these facts; they also walk blindly and sleepily through tragic catastrophes such as the one we are currently experiencing. These are things I would like to first impress upon your hearts from a historical perspective. I will speak more specifically about these matters tomorrow.

[ 37 ] Ich möchte nur noch eine Vorstellung zu den Dingen hinzufügen. Erstens haben Sie aus der Auseinandersetzung gesehen, welch gewaltiger Unterschied zwischen Westen und Osten in der Menschheitsentwickelung ist. Zweitens bitte ich Sie, noch das Folgende zu berücksichtigen. Sehen Sie, der Psychoanalytiker redet vom Unterbewußten, vom unterbewußten Seelenleben und so weiter. Ja, darauf kommt es nicht an, mit einem solchen unbestimmten Begriff von den Dingen zu reden, sondern darauf kommt es an, zu erfassen: Was ist denn da nun eigentlich jenseits der Schwelle des Bewußtseins? Was gibt es denn da? Es ist gewiß sehr vieles da unten unter der Schwelle des Bewußtseins. Für sich ist es aber sehr bewußt, was da drunten ist. Aber man muß darauf kommen, was da für bewußte Geistigkeit jenseits der Schwelle des Bewußtseins ist. Man muß von bewußter Geistigkeit jenseits der Schwelle des Bewußtseins reden, nicht von unbewußtem Geistigen. Ja, da muß man sich klar sein darüber, daß der Mensch vieles hat, wovon er nichts weiß im gewöhnlichen Bewußtsein. Es wäre auch schlimm um den Menschen bestellt, wenn er im gewöhnlichen Bewußtsein von allem wissen müßte, was in ihm vorgeht. Denken Sie sich, wie er sich eigentlich sein Essen und Trinken einrichten müßte, wenn er genau die Vorgänge kennenzulernen hätte, physiologisch und biologisch, die sich abspielen vom Aufnehmen einer Speise an und so weiter! Das vollzieht sich alles im Unbewußten; dabei sind überall geistige Kräfte wirksam, auch bei diesem nur rein Physiologischen. Aber der Mensch kann nicht warten mit dem Essen und Trinken, nicht wahr, bis er gelernt hat, was da in ihm eigentlich vorgeht. So geht vieles in dem Menschen vor. Es ist für den Menschen schon ein großer Teil, ja der weitaus größte Teil seines Wesens unbewußt, besser gesagt, unterbewußt.

[ 37 ] I would just like to add one more thought on this matter. First, as you have seen from our discussion, there is a tremendous difference between the West and the East in terms of human development. Second, I ask you to consider the following as well. You see, the psychoanalyst speaks of the subconscious, of the subconscious life of the soul, and so on. Yes, it is not important to speak of these things using such a vague term; rather, what matters is to grasp: What actually lies beyond the threshold of consciousness? What is there? There is certainly a great deal down there beneath the threshold of consciousness. In and of itself, however, what is down there is very much conscious. But one must come to understand what kind of conscious spirituality lies beyond the threshold of consciousness. One must speak of conscious spirituality beyond the threshold of consciousness, not of unconscious spirituality. Yes, one must be clear about the fact that human beings possess many things of which they are unaware in their ordinary consciousness. It would also be a dire situation for human beings if, in their ordinary consciousness, they had to be aware of everything going on within them. Just imagine how they would actually have to organize their eating and drinking if they had to be fully aware of the physiological and biological processes that take place from the moment they consume a meal and so on! All of this takes place in the unconscious; spiritual forces are at work everywhere, even in these purely physiological processes. But a person cannot wait to eat and drink, can they, until they have learned what is actually happening inside them. This is how many things work within a person. A large part—indeed, by far the greatest part—of a person’s being is unconscious, or rather, subconscious.

[ 38 ] Nun ist das Eigentümliche, daß von diesem Unterbewußten, das wir mit uns tragen, unter allen Umständen Besitz ergreift eine andere Wesenheit. So daß wir nicht nur diese Zusammenfügung sind von Leib, Seele und Geist, und unsere von uns unabhängige Seele in unserem Leib durch die Welt tragen, sondern kurz vor der Geburt ergreift Besitz von den unterbewußten Teilen des Menschen eine andere Wesenheit. Diese ist da, diese unterbewußte Wesenheit, die geht mit dem Menschen den ganzen Weg zwischen Geburt und Tod. Etwas vor der Geburt kommt sie in den Menschen hinein und geht mit dem Menschen. Man kann sie auch etwa so charakterisieren, diese Wesenheit, die den Menschen ausfüllt in denjenigen Partien, die ihm nicht ins gewöhnliche Bewußtsein kommen: Sie ist eine sehr intelligente und eine solche, welche in ihrem Willen den Naturkräften ähnlich ist, eine Wesenheit also, die sehr intelligent ist, und mit einem Willen begabt, der den Naturkräften sehr verwandt ist, viel verwandter, als der Mensch mit seinem Willen den Naturkräften verwandt ist. Die Eigentümlichkeit muß ich aber doch hervorheben, daß sie außerordentlich große Gefahr leiden würde, wenn sie unter den jetzigen Verhältnissen mit dem Menschen den Tod mitmachen würde. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen kann die Wesenheit nicht den Tod mitmachen; sie verschwindet also auch kurz vor dem Tode, muß sich dann immer retten, doch sie hat allerdings das Bestreben, das Menschenleben so einzurichten, daß sie sich den Tod erobern kann. Aber das wäre etwas Furchtbares für die menschliche Entwickelung, wenn diese Wesenheit, die so von dem Menschen Besitz ergreift, auch noch den Tod sich erobern könnte, wenn sie mit dem Menschen sterben könnte und auf diese Weise in die Welten hineinkommen könnte mit dem Menschen, die der Mensch nach dem Tode betritt. Sie muß immer vorher von dem Menschen Abschied nehmen, bevor der Mensch nach dem Tode die geistige Welt betritt. Das wird ihr in manchen Fällen recht schwierig, und da kommen allerlei Komplikationen vor. Aber die Sache ist so: diese Wesenheit, die völlig im Unterbewußten waltet, ist sehr, sehr abhängig von der Erde als ganzem Organismus.

[ 38 ] Now, the peculiar thing is that, under all circumstances, another entity takes possession of this subconscious that we carry within us. So we are not merely this combination of body, soul, and spirit, carrying our soul—which is independent of us—through the world within our body; rather, shortly before birth, another entity takes possession of the subconscious parts of the human being. This entity is there—this subconscious entity—and it accompanies the human being the entire journey between birth and death. Shortly before birth, it enters the human being and remains with them. One can also characterize this entity—which fills the human being in those parts that do not enter his ordinary consciousness—in the following way: It is a highly intelligent being, one whose will is akin to the forces of nature—in other words, a being that is highly intelligent and endowed with a will very closely related to the forces of nature, far more closely related than the human being’s will is to those forces. However, I must emphasize the peculiarity that it would face an extraordinarily great danger if, under present circumstances, it were to experience death along with the human being. Under the present circumstances, the being cannot experience death; thus, it vanishes shortly before death and must always save itself, though it certainly strives to organize human life in such a way that it can conquer death. But it would be a terrible thing for human development if this entity, which takes such possession of the human being, were also able to conquer death—if it could die with the human being and in this way enter, together with the human being, the worlds that the human being enters after death. It must always take its leave of the human being beforehand, before the human being enters the spiritual world after death. In some cases, this proves quite difficult for it, and all sorts of complications arise. But the fact is this: this entity, which reigns entirely in the subconscious, is very, very dependent on the Earth as a whole organism.

[ 39 ] Die Erde ist keineswegs ein solches Wesen, wie es Geologen oder Mineralogen oder Paläontologen hinstellen; diese Erde ist ein vollbelebtes Wesen. Der Mensch sieht davon eben nur das Knochengerüste, denn der Geologe und Minetaloge und Paläontologe stellt nur das Mineralische hin, das ist das Knochengerüst. Wenn Sie nur das wissen, so wissen Sie ungefähr nur so viel, wie wenn Sie hier hereinkommen würden und von der gesamten erlauchten Gesellschaft durch eine besondere Einrichtung Ihres Sehvermögens nichts anderes als die Knochen sehen würden, das Knochensystem. Nun stellen Sie sich einmal vor, wenn Sie hier hereinkämen zu der Türe und auf diesen Stühlen säßen lauter Knochengerippe, nicht daß Sie etwa nichts als Knochen hätten, das mute ich Ihnen nicht zu, aber wir nehmen an, der Mensch hätte nur die Fähigkeit, die Knochen zu sehen, er wäre wie mit irgendeinem Röntgenapparat ausgebildet. So viel nur sieht die Geologie von der Erde, die sieht nur das Knochengerüst. Diese Erde hat aber nicht nur das Knochengerüst, sondern sie ist ein lebendiger Organismus, und diese Erde sendet an jedem Punkte, auf jedem Territorium aus ihrem Mittelpunkt besondere Kräfte an die Oberfläche. Stellen Sie sich also so die Oberfläche der Erde vor (siehe Zeichnung S. 192), hier östliches Gebiet, hier westliches Gebiet- nur um das Große ins Auge zu fassen. Die Kräfte nun, welche heraufgesendet werden von der Erde, sind etwas, was zum Lebensorganismus der Erde gehört. Und je nachdem der Mensch an diesem oder jenem Orte der Erde lebt, kommt nicht seine Seele, nicht diese unsterbliche Seele mit diesen Erdenkräften in Verbindung — die nur indirekt; die unsterbliche Seele des Menschen ist verhältnismäßig sehr unabhängig von Erdenverhältnissen, sie wird nur künstlich auf solche Weise, wie es heute gezeigt wurde, von den Erdenverhältnissen abhängig gemacht. Aber auf dem Umwege durch diesen andern, der vor der Geburt vom Menschen Besitz ergreift und vor dem Tode ihn wieder verlassen muß, durch diesen andern wirken besonders stark diese verschiedenen Kräfte, welche durch Rassentypen und geographische Verschiedenheiten in den Menschen hereinwirken. Also es ist dieser Doppelgänger, den der Mensch in sich trägt, auf den insbesondere die geographischen und sonstigen Differenzierungen wirken.

[ 39 ] The Earth is by no means the kind of being that geologists, mineralogists, or paleontologists portray; this Earth is a fully living being. Humans see only its skeletal framework, for geologists, mineralogists, and paleontologists focus solely on the mineral aspect—which is the skeletal framework. If that is all you know, then you know about as much as if you were to walk in here and, through some peculiar distortion of your vision, see nothing but the bones—the skeletal system—of this entire illustrious assembly. Now imagine for a moment that you walked in through the door and saw nothing but skeletons sitting in these chairs—not that you would have nothing but bones, I wouldn’t wish that on you, but let’s assume that a person had only the ability to see bones, as if they were equipped with some kind of X-ray machine. That is all that geology sees of the Earth—it sees only the skeletal framework. But this Earth does not consist solely of a skeletal framework; rather, it is a living organism, and at every point, in every territory, it radiates specific forces from its center to the surface. So imagine the Earth’s surface like this (see drawing on p. 192)—here the eastern region, here the western region—just to grasp the big picture. The forces that are sent up from the Earth are part of the Earth’s living organism. And depending on whether a person lives in this or that place on Earth, it is not his soul—not this immortal soul—that comes into contact with these earthly forces; that contact is only indirect. The immortal soul of the human being is relatively very independent of earthly conditions; it is made dependent on them only artificially, in the manner described today. But through the intermediary of this other being—who takes possession of the human being before birth and must leave him again before death—these various forces, which influence human beings through racial types and geographical differences, exert a particularly strong effect. Thus, it is this double that the human being carries within himself upon whom the geographical and other differentiations act in particular.

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[ 40 ] Das ist außerordentlich bedeutsam. Denn wir werden morgen sehen, wie auf diesen Doppelgänger von verschiedenen Punkten der Erde aus gewirkt wird, und was das für Konsequenzen hat. Ich habe eben hingewiesen: es ist notwendig, daß Sie das, was ich heute sage, mit dem morgigen recht direkt zusammenhalten, weil das eine ohne das andere kaum verstanden werden kann. Und wir müssen jetzt versuchen, solche Begriffe in uns aufzunehmen, welche noch mehr ernst ‘machen mit dem, was sich bezieht auf die gesamte Wirklichkeit, auf jene Wirklichkeit, in welcher die menschliche Seele ihrem ganzen Wesen nach lebt. Und diese Wirklichkeit, sie metamorphosiert sich ja in verschiedener Weise; aber es hängt viel von dem Menschen ab, wie sie sich metamorphosiert. Und eine bedeutungsvolle Metamorphose ist schon diese: wenn man gewahr wird, wie Menschenseelen, je nachdem, ob sie materialistische oder spirituelle Begriffe zwischen Geburt und Tod aufnehmen, dementsprechend sich an die Erde bannen oder in richtige Sphären kommen. Für diese Dinge müssen immer mehr klare Begriffe unter uns herrschen. Dann werden wir auch das richtige Verhältnis zur Gesamtwelt finden, müssen es immer mehr und mehr finden. Liegt das doch nicht nur im Sinne einer abstrakten Geistesbewegung, sondern muß bei uns liegen im Sinne einer ganz konkret aufgefaßten spirituellen Bewegung, die mit dem geistigen Leben einer Summe von Individualitäten rechnet.

[ 40 ] This is extraordinarily significant. For tomorrow we will see how this doppelgänger is influenced from various points on Earth, and what consequences this has. As I just pointed out: it is necessary that you directly connect what I am saying today with what I will say tomorrow, because one can hardly be understood without the other. And we must now try to take in concepts that give even greater seriousness to what relates to the whole of reality—to that reality in which the human soul lives in its entirety. And this reality—it does, after all, undergo metamorphosis in various ways; but how it metamorphoses depends largely on human beings. And this in itself is already a significant metamorphosis: when one becomes aware of how human souls, depending on whether they take in materialistic or spiritual concepts between birth and death, are accordingly bound to the earth or enter the proper spheres. We must have ever clearer concepts regarding these matters. Then we will also find the right relationship to the world as a whole—we must find it more and more. For this does not lie merely in the sense of an abstract spiritual movement, but must lie with us in the sense of a very concretely conceived spiritual movement that takes into account the spiritual life of a sum of individualities.

[ 41 ] Mir selbst ist es recht befriedigend, daß solche Besprechungen, die ganz besonders auch bedeutsam sind für diejenigen unter uns, die nicht mehr zum physischen Plane gehören, sondern durch die Pforte des Todes gegangen, aber unsere treuen Mitglieder sind, daß solche Besprechungen wie die jetzigen, gepflegt werden als eine Wirklichkeit, die uns auch mit unseren hinweggegangenen Freunden immer tiefer und tiefer zusammenbringt. Ich mache diese Bemerkungen heute aus dem Grunde, weil es ja an uns ist, heute uns besonders liebevoll zu erinnern an den Hingang von Fräulein Stinde, die so innig mit dem Bau verknüpft ist, deren Impulse mit den Impulsen unseres Baues so innig zusammenhängen, und deren Todestag sich gestern jährte.

[ 41 ] I personally find it very satisfying that such gatherings—which are especially significant for those among us who no longer belong to the physical plane but have passed through the gate of death, yet remain our faithful members—are maintained as a reality that brings us ever closer and closer together with our departed friends. I am making these remarks today because it is up to us to remember with special affection the passing of Miss Stinde, who is so deeply connected to the Building, whose impulses are so intimately linked to those of our Building, and whose death anniversary was yesterday.