How Individual Spirit Beings Work in the Human Soul
GA 178
19 November 1917, Dornach
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How Individual Spirit Beings Work in the Human Soul, tr. SOL
8. Individuelle Geistwesen und einheitlicher Weltengrund II
8. Individual Spiritual Beings and the Unified Foundation of the Universe II
[ 1 ] Zunächst bitte ich Sie, mit Bezug auf die Betrachtungen, die wir jetzt pflegen, und die ich angeknüpft habe an das Hereinleuchten einer Erkenntnisbestrebung mit unzulänglichen Erkenntnismitteln, die uns aber zu weiten historischen Perspektiven geführt haben, dabei zunächst zu beachten, daß sowohl bei diesen Dingen wie auch bei dem, was ich aus der gleichen Absicht, dem gleichen Impuls heraus bei meinem vorigen Hiersein gesagt habe: es handelt sich um Mitteilungen tatsächlicher Vorgänge, nicht um irgendeine Theorie, nicht um irgendeine Vorstellungssystematik, sondern um Mitteilungen von Tatsachen. Also gerade das ist der Punkt, den wir berücksichtigen müssen aus dem Grunde, weil uns sonst das Verständnis dieser Dinge Schwierigkeiten bereiten kann. Es handelt sich nicht darum, daß ich Ihnen geschichtliche Gesetze oder historische Ideen entwickle, sondern Tatsächlichkeiten, die zusammenhängen mit den Intentionen, mit den Absichten sowohl gewisser Persönlichkeiten, die in Brüderschaften zusammengeschlossen sind, als auch anderer Wesenheiten, welche auf solche Brüderschaften einwirken, deren Einfluß von diesen Brüderschaften auch gesucht wird, die aber, so wie sie sind, nicht zu den im Fleische verkörperten Menschen gehören, sondern solche Wesen sind, die sich in der geistigen Welt verkörpern. Insbesondere bei einer Mitteilung wie diejenige ist, die ich gestern gemacht habe, ist dies sehr notwendig zu berücksichtigen. Denn bei diesen Brüderschaften haben wir es ja — das haben Sie schon aus den Auseinandersetzungen des vorigen Jahres erkennen können — gewissermaßen mit verschiedenen Parteien zu tun. Ich habe Sie dazumal darauf aufmerksam gemacht, daß wir es innerhalb solcher Brüderschaften mit einer solchen Partei zu tun haben, welche von sich aus für die absolute Geheimhaltung gewisser höherer Wahrheiten ist; daneben, neben andern Schattierungen, hat man es zu tun mit Mitgliedern solcher Brüderschaften, welche namentlich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts dafür sind, daß gewisse Wahrheiten — wenn auch zunächst noch jene Wahrheiten, für deren Bekanntmachung nur die nächste Notwendigkeit besteht — vorsichtig und entsprechend sachgemäß der Menschheit enthüllt werden. Neben diesen Hauptparteien gibt es andere Parteinuancen. Daraus aber ersehen Sie, daß dasjenige, was beabsichtigt wird, was gerade ausgehend von solchen Brüderschaften in die Menschheitsentwickelung als Impuls hineinverlegt wird, sehr häufig die Sache eines Kompromisses sein wird.
[ 1 ] First of all, with regard to the reflections we are now engaging in—which I have linked to the dawning of a quest for knowledge using inadequate means of knowledge, yet which have led us to broad historical perspectives— please bear in mind, first of all, that both in these matters and in what I said during my previous visit here—which arose from the same intention and the same impulse—these are accounts of actual events, not some theory, not some systematic set of ideas, but accounts of facts. So this is precisely the point we must take into account, because otherwise understanding these matters may present difficulties for us. It is not a matter of my presenting historical laws or historical ideas to you, but rather facts connected with the intentions and purposes of certain individuals who are united in brotherhoods, as well as other beings who influence such brotherhoods—beings whose influence is also sought by these brotherhoods—but who, as they are, do not belong to human beings incarnated in the flesh, but are beings who incarnate in the spiritual world. This is particularly important to bear in mind in the case of a communication such as the one I gave yesterday. For with these brotherhoods, as you were already able to recognize from last year’s discussions, we are, so to speak, dealing with various factions. I pointed out to you at the time that within such brotherhoods we are dealing with one faction that, of its own accord, advocates absolute secrecy regarding certain higher truths; in addition, alongside other shades of opinion, we are dealing with members of such brotherhoods who, particularly since the mid-19th century, have advocated that certain truths—even if, for the time being, only those truths for which there is an immediate necessity to disclose them—be revealed to humanity cautiously and in an appropriate manner. In addition to these main factions, there are other nuances. From this, however, you can see that what is intended—what is being introduced into the development of humanity as an impulse, specifically from such brotherhoods—will very often be a matter of compromise.
[ 2 ] Nun, gerade als die Brüderschaften, die bekannt sind mit den geistigen Wirkensimpulsen der Menschheitsentwickelung, herankommen sahen das bedeutsame Ereignis vom Anfang der vierziger Jahre: den Kampf gewisser Geister mit höheren Geistern, der dann 1879 damit beschlossen worden ist, daß gewisse Geister mit Engelnatur, Geister der Finsternis, verfallen sind dem Ereignisse, das als die Überwindung des Drachens durch Michael symbolisiert wird, als also in der Mitte des 19. Jahrhunderts, am Anfang der vierziger Jahre, diese Brüderschaften jenes Ereignis herankommen fühlten, da mußten sie dazu Stellung nehmen, mußten sich fragen: Was ist zu tun?
[ 2 ] Now, just as the brotherhoods familiar with the spiritual impulses driving human evolution were approaching, they witnessed the significant event of the early 1840s: the struggle between certain spirits and higher spirits, which was then concluded in 1879 with the defeat of certain spirits of angelic nature, spirits of darkness, succumbed to the event symbolized by Michael’s victory over the dragon. So when, in the mid-19th century—in the early 1840s—these brotherhoods sensed that event approaching, they had to take a stand and ask themselves: What is to be done?
[ 3 ] Diejenigen Mitglieder dieser Brüderschaften, welche vor allen Dingen Rechnung tragen wollten den Forderungen der Zeit, sie waren bis zu einem gewissen Grade von den besten Absichten beseelt, und sie waren es, welche unter dem irrtümlichen Impulse standen, mit dem Materialismus der Zeit rechnen zu wollen; sie waren es, welche vorzugsweise darauf bedacht waren, den Menschen, die eigentlich nur auf physischem Wege etwas wissen wollten, gerade auf materialistische Weise auf diesem physischen Wege, ich möchte sagen, etwas beizubringen von der geistigen Welt. Es war also gut gemeint, als in den vierziger Jahren von dieser Seite der Spiritismus in die Welt hineinlanciert worden ist.
[ 3 ] Those members of these brotherhoods who, above all else, sought to respond to the demands of the times were, to a certain extent, motivated by the best of intentions, and it was they who were driven by the mistaken impulse to accommodate the materialism of the times; it was they who were primarily concerned with teaching people—who really only wanted to know something through physical means—something about the spiritual world in a materialistic way, precisely through these physical means. It was therefore well-intentioned when, in the 1840s, spiritualism was introduced into the world from this quarter.
[ 4 ] Notwendig war es in der Zeit dieses Kampfes, in der, wie ich angedeutet habe, auf Erden vorzugsweise herrschen sollte der kritische Geist, der bloß auf die Außenwelt gerichtete Verstand, notwendig war es, den Menschen wenigstens eine Empfindung, ein Gefühl dafür beizubringen, daß es eine geistige Welt um die Menschen herum gibt. Und nun, wie eben Kompromisse zustande kommen, so kam auch dieser Kompromiß zustande. Diejenigen Mitglieder solcher Brüderschaften, die sich durchaus ablehnend verhielten gegen die Bekanntgabe gewisser spiritueller Wahrheiten an die Menschheit, die sahen sich, ich möchte sagen, majorisiert, mußten sich herbeilassen, der Sache zuzustimmen. Es war nicht ihre ureigene Absicht, diese Dinge in die Welt zu setzen, die mit dem Spiritismus zusammenhingen. Wo es sich um Körperschaften handelt und der Wille der Körperschaften vorliegt, da hat man es mit Kompromissen zu tun. Aber natürlich, wie es äußerlich im Leben ist: wenn in irgendeiner Körperschaft etwas beschlossen wird, so erwarten da nicht nur diejenigen etwas von dem Beschlossenen, welche aus ihren eigenen Absichten heraus die Sache in Szene gesetzt haben, sondern auch jene, die ursprünglich dagegen waren, erwarten das eine oder das andere davon, wenn es einmal beschlossen ist.
[ 4 ] During this struggle—a time in which, as I have indicated, the critical spirit, the intellect directed solely toward the external world, was to prevail on Earth—it was necessary to instill in people at least a sense, a feeling, that there is a spiritual world surrounding them. And now, just as compromises come about, so too did this compromise come about. Those members of such brotherhoods who were thoroughly opposed to the disclosure of certain spiritual truths to humanity found themselves, I might say, outvoted and had to bring themselves to agree to the matter. It was not their own intention to bring these things—which were connected with spiritualism—into the world. Where organizations are involved and the will of the organizations prevails, one is dealing with compromises. But of course, as is the case in everyday life: when a decision is made in any organization, it is not only those who, out of their own intentions, brought the matter to the fore who expect something from the decision, but also those who were originally opposed to it expect one thing or another from it once it has been decided.
[ 5 ] So waren denn gutmeinende spirituelle Mitglieder der Brüderschaften der irrtümlichen Ansicht, daß durch die Benützung der Medien die Menschen von dem Vorhandensein einer geistigen Welt um sie herum überzeugt werden würden; dann würde man ihnen auf Grundlage dieser Überzeugung weiter höhere Wahrheiten beibringen können. Das wäre dann gegangen, wenn das eingetroffen wäre, was diese gutmeinenden Mitglieder von Brüderschaften vorausgesetzt hatten: wenn es eingetroffen wäre, daß dasjenige, was durch solche Medien zutage tritt, in dem Sinne ausgelegt worden wäre, daß man es mit einer geistigen Welt ringsherum zu tun hat. Es ist etwas ganz anderes eingetreten — wie ich auch gestern angedeutet habe. Was durch die Medien zutage trat, das wurde interpretiert von den Menschen, die daran teilnahmen, als herkommend von den Toten. Dadurch war das, was dutch den Spiritismus zutage trat, eigentlich eine Enttäuschung für alle. Denn diejenigen, welche sich haben überstimmen lassen, waren natürlich aufs äußerste betrübt darüber, daß in den spiritistischen Sitzungen — zuweilen mit Recht — von Manifestationen der Geister Verstorbener geredet werden konnte. Die gutmeinenden fortschrittlichen Eingeweihten, die erwarteten überhaupt nicht, daß von Toten gesprochen würde, sondern sie erwarteten, daß von einer allgemeinen elementaren Welt gesprochen würde; auch sie waren also enttäuscht. Vor allem aber verfolgen solche Dinge jene, die in einer gewissen Weise eingeweiht sind. Und nun haben wir — außer den bereits angeführten Mitgliedern von Brüderschaften — solche Mitglieder anderer Brüderschaften oder zum Teil auch derselben, worinnen sich Minoritäten, manchmal auch Majoritäten bilden können; wir haben andere Eingeweihte zu beachten: jene, welche genannt werden innerhalb der Brüderschaften «die Brüder der Linken», also jene, welche vor allen Dingen ausnutzen ein jegliches, was als Impuls der Menschheitsentwickelung einverleibt wird, im Sinne einer Machtfrage. Und selbstverständlich, diese Brüder der Linken erwarteten nun auch ihrerseits allerlei von dem, was durch den Spiritismus zutage trat. Ich habe gestern bemerklich gemacht, daß es solche Brüder der Linken vor allen Dingen waren, welche die Veranstaltungen mit den Seelen der toten Menschen gemacht haben. Für sie war vor allen Dingen das interessant, was durch die spiritistischen Sitzungen herauskommen werde. Sie bemächtigten sich nach und nach des ganzen Feldes. Die gutmeinenden Eingeweihten verloren nach und nach alles Interesse an dem Spiritismus, fühlten sich in einer gewissen Weise sogar beschämt, weil diejenigen, die den Spiritismus von Anfang an nicht wollten, ihnen sagten, das hätte man von Anfang an wissen können, daß mit dem Spiritismus jetzt nichts herauskommen kann. Dadurch kam aber gerade der Spiritismus in die Machtzone, ich möchte sagen, der Brüder der Linken. Nun, von solchen Brüdern der Linken habe ich gestern gesprochen, die vor allen Dingen sich dadurch enttäuscht fühlten, da sie sahen, es könne durch diesen nun einmal in Szene gesetzten Spiritismus sich das enthüllen, was sie eigentlich angeregt hatten, wovon sie aber vor allen Dingen wollten, daß es nicht herauskäme: es könne ja gerade in spiritistischen Sitzungen, weil sich die Teilnehmer von den Toten beeinflußt glaubten, durch Mitteilung der Toten sich offenbaren, was gewisse Brüder der Linken mit den Seelen Verstorbener machen. Gerade solche Seelen konnten sich in den spiritistischen Sitzungen manifestieren, die mißbraucht wurden gewissermaßen von den Brüdern der Linken.
[ 5 ] Thus, well-meaning spiritual members of the brotherhoods held the mistaken view that by using the media, people would be convinced of the existence of a spiritual world around them; then, based on this conviction, they could be taught further, higher truths. That would have been possible if what these well-meaning members of the brotherhoods had assumed had come to pass: if what came to light through such mediums had been interpreted to mean that we are dealing with a spiritual world all around us. Something entirely different occurred—as I also hinted at yesterday. What came to light through the mediums was interpreted by the people participating as coming from the dead. Consequently, what came to light through spiritualism was actually a disappointment for everyone. For those who allowed themselves to be swayed were, of course, deeply saddened that in the spiritualist séances—sometimes rightly so—one could speak of manifestations of the spirits of the deceased. The well-meaning, progressive initiates did not expect at all that the dead would be spoken of, but rather that a general elemental world would be discussed; so they, too, were disappointed. Above all, however, such matters concern those who are initiated in a certain way. And now we have—in addition to the members of brotherhoods already mentioned—members of other brotherhoods, or in some cases of the same ones, within which minorities, and sometimes even majorities, may form; we must also take into account other initiates: those who are called within the brotherhoods “the Brothers of the Left,” that is, those who, above all, exploit everything that is incorporated as an impulse for human development in the sense of a power struggle. And of course, these Brothers of the Left, for their part, now also expected all manner of things from what came to light through Spiritism. I noted yesterday that it was above all these Brothers of the Left who conducted the séances with the souls of the dead. For them, what was most interesting was what would emerge from the Spiritist séances. They gradually took control of the entire field. The well-meaning initiates gradually lost all interest in spiritualism; they even felt, in a certain sense, ashamed, because those who had opposed spiritualism from the very beginning told them that it could have been known from the start that nothing of substance could come of spiritualism now. But this is precisely what brought spiritualism into the sphere of influence—I might say—of the brothers of the Left. Well, yesterday I spoke of such brothers on the Left who felt particularly disappointed because they saw that this now-staged spiritualism could reveal precisely what they had actually instigated, yet which they wanted above all else to keep hidden: it was precisely in spiritualist séances—because the participants believed themselves to be influenced by the dead—that, through communications from the dead, what certain brothers of the Left were doing with the souls of the deceased might be revealed. It was precisely those souls that were, in a sense, being misused by the brothers of the Left who were able to manifest themselves in the spiritualist séances.
[ 6 ] Das müssen Sie eben durchaus in Betracht ziehen, daß es sich bei diesen Mitteilungen nicht um Theorien handelt, sondern daß es sich darum handelt, Tatsachen zu erzählen, die auf Individualitäten zurückgehen. Und wenn nun diese Individualitäten wiederum vereinigt sind in Brüderschaften, so kann von ein und derselben Sache die eine Individualität dies, die andere jenes erwarten. Es geht schon einmal nicht, wenn man von dem Tatsächlichen der geistigen Welt redet, es geht schon einmal nicht, da etwas anderes zu suchen als ein Wirken aus den Impulsen der Individualitäten heraus. Was der eine macht und was der andere macht, widerspricht sich ja auch im Leben. Redet man von Theorien, dann darf der Satz des Widerspruchs nicht verletzt werden. Redet man aber von Tatsachen, dann wird sich — gerade weil man von Tatsachen redet — sehr häufig zeigen, daß diese Tatsachen in der geistigen Welt ebensowenig zusammenstimmen wie die Handlungen der Menschen hier auf dem physischen Plane. Also ich bitte Sie, das immer zu berücksichtigen. Man kann ja, wenn man von diesen Dingen spricht, nicht über Wirklichkeiten reden, wenn man nicht von individuellen Tatsachen redet. Das ist es, um was es sich handelt. Also es müssen die einzelnen Strömungen auseinandergehalten, auseinandergeschält werden.
[ 6 ] You really must take into account that these messages are not theories, but rather accounts of facts that can be traced back to individualities. And if these individualities are in turn united in brotherhoods, then one individuality may expect one thing from a given situation, while another may expect something else. When speaking of the realities of the spiritual world, it is simply not possible to look for anything other than an effect arising from the impulses of individualities. After all, what one person does and what another does are often contradictory in life as well. When speaking of theories, the law of non-contradiction must not be violated. But when speaking of facts—precisely because we are speaking of facts—it will very often become apparent that these facts in the spiritual world are just as inconsistent with one another as the actions of human beings here on the physical plane. So I ask you to always bear this in mind. After all, when speaking of these things, one cannot speak of realities unless one is speaking of individual facts. That is what this is all about. So the individual currents must be distinguished from one another, separated out.
[ 7 ] Dies hängt aber zusammen mit einer sehr bedeutsamen Sache, die man, will man in der Gegenwart zu einer einigermaßen befriedigenden Weltanschauung kommen, sich vor allen Dingen zum Bewußtsein bringen muß. Es ist das, was ich nun sage, eine ganz prinzipielle und bedeutungsvolle Sache, trotzdem sie etwas abstrakter ist; aber wir müssen uns einmal diese Tatsache vor die Seele führen.
[ 7 ] However, this is connected to a very significant matter that one must, above all else, bring to one’s consciousness if one wishes to arrive at a reasonably satisfactory worldview in the present. What I am about to say is a matter of fundamental principle and great significance, even though it is somewhat abstract; but we must take this fact to heart.
[ 8 ] Der Mensch strebt nämlich, wenn er sich eine Weltanschauung bilden will, mit Recht danach, daß die einzelnen Teile dieser Weltanschauung zusammenstimmen. Dies tut er aus einer gewissen Gewohnheit heraus, aus einer Gewohnheit heraus, die so berechtigt ist wie nur möglich; denn sie hängt zusammen mit alledem, was durch viele Jahrhunderte hindurch der Menschheit teuerstes Seelen- und Geistesgut war: mit dem Monotheismus. Man will dasjenige, was einem in der Welt als Erlebnis begegnet, auf einen einheitlichen Weltengrund zurückführen. Dies hat seine gute Berechtigung, aber nicht nach derjenigen Seite hin, nach welcher es die Menschen gewöhnlich berechtigt glauben, sondern nach einer ganz andern Seite hin, von der wir das nächste Mal sprechen werden. Heute möchte.ich Ihnen nur das prinzipiell Wichtige vor die Seele führen.
[ 8 ] When a person seeks to form a worldview, he rightly strives to ensure that the individual parts of that worldview are consistent with one another. They do this out of a certain habit—a habit that is as justified as can be, for it is connected to all that has been humanity’s most cherished spiritual and intellectual heritage throughout many centuries: monotheism. One wishes to trace back what one encounters in the world as experience to a unified foundation of the world. This has its good justification, but not in the sense in which people usually believe it to be justified, but in a completely different sense, which we will discuss next time. Today I would like only to bring the fundamentally important points to your attention.
[ 9 ] Wer mit der Voraussetzung an die Welt herantritt: alles muß sich widerspruchslos so erklären lassen, als ob es aus einem einheitlichen Weltengrunde hervorgehe, der wird viele Enttäuschungen erleben gerade dann, wenn er in unbefangener Art der Welt und ihren Erlebnissen gegenübertritt. Es ist einmal so hergebracht, daß der Mensch alles das, was er in der Welt wahrnimmt, behandelt nach der pastoralen Weltanschauung: alles führt zurück zu dem einheitlichen göttlichen Urgrund; aus Gott stammt alles, also muß es in einheitlicher Weise sich erklären lassen.
[ 9 ] Anyone who approaches the world with the assumption that everything must be explainable without contradiction, as if it were derived from a unified divine source, will experience many disappointments—especially when he approaches the world and its experiences with an open mind. It has long been the case that people treat everything they perceive in the world according to a pastoral worldview: everything leads back to the unified divine source; since everything originates from God, it must therefore be explainable in a unified manner.
[ 10 ] Nun ist das aber nicht so. Es ist nicht so, es stammt nicht dasjenige, was uns in der Welt an Erlebnissen umgibt, aus einem einheitlichen Urgrund, sondern es stammt aus voneinander verschiedenen spirituellen Individualitäten. Es wirken verschiedene Individualitäten zu dem zusammen, was uns in der Welt als Erlebnisse umgibt. So ist es zunächst. Über anderes, was den Monotheismus berechtigt macht, werden wir das nächste Mal noch sprechen. Aber so ist es zunächst. Wir müssen uns bis zu einem gewissen Grade, ja bis zu einem hohen Grade voneinander unabhängige Individualitäten denken, sobald wir nur die Schwelle der geistigen Welt übertreten. Aber dann kann man nicht verlangen, daß dasjenige, was auftritt, aus einem einheitlichen Prinzip heraus zu erklären ist. Denn denken Sie, schematisch dargestellt (siehe Zeichnung S.200), dies wäre irgendein Erlebnis, meinetwillen wären das die Erlebnisse, sagen wir vom Jahre 1913 bis zum Jahre 1918. Die Erlebnisse der Menschen gehen natürlich nach beiden Richtungen fort. Ja, der Historiker wird immer versucht sein, nun ein einheitliches Prinzip in diesem ganzen Werdegang vorauszusetzen. So ist es aber nicht; sondern sobald man die Schwelle zur geistigen Welt überschreitet, die man nach unten und nach oben überschreiten kann (siehe Zeichnung, rot), es ist ein und dieselbe, so wirken in diese Ereignisse herein verschiedene Individualitäten zusammen, die voneinander verhältnismäßig unabhängig sind (siehe Zeichnung, Pfeile). Und wenn Sie das nicht berücksichtigen, wenn Sie einen einheitlichen Weltengrund überall voraussetzen, so werden Sie die Ereignisse niemals verstehen. Nur dann, wenn Sie in dem, was gewissermaßen der Wellenschlag der Ereignisse ist, die verschiedensten Individualitäten, die gegeneinander oder miteinander arbeiten, in Betracht ziehen, dann werden Sie die Dinge in der richtigen Weise verstehen.
[ 10 ] But that is not the case. It is not so; the experiences that surround us in the world do not originate from a single, unified source, but rather from spiritual individualities that are distinct from one another. Various individualities work together to create what surrounds us in the world as experiences. That is how it is, for now. We will discuss other factors that justify monotheism next time. But that is how it is, to begin with. We must conceive of individualities that are, to a certain degree—indeed, to a high degree—independent of one another as soon as we cross the threshold of the spiritual world. But then one cannot demand that what occurs be explained on the basis of a single, unified principle. For consider, schematically represented (see diagram on p. 200), that this were some kind of experience—for the sake of argument, let these be the experiences, say, from the year 1913 to the year 1918. People’s experiences, of course, extend in both directions. Indeed, the historian will always be tempted to assume a unified principle underlying this entire course of events. But that is not the case; rather, as soon as one crosses the threshold into the spiritual world—which can be crossed both downward and upward (see diagram, red)—it is one and the same—various individualities, which are relatively independent of one another, interact within these events (see diagram, arrows). And if you do not take this into account, if you assume a uniform underlying principle of the world everywhere, you will never understand these events. Only when you consider, within what is, so to speak, the ebb and flow of events, the most diverse individualities working against or with one another, will you understand things correctly.


[ 11 ] Diese Sache hängt ja zusammen mit den tiefsten Geheimnissen des Menschenwerdens überhaupt. Und nur das monotheistische Gefühl hat diese Tatsache für Jahrhunderte oder Jahrtausende verschleiert; aber in Betracht ziehen muß man sie. Man muß daher, wenn man heute in Weltanschauungsfragen weiterkommen will, vor allen Dingen Logik nicht verwechseln mit abstrakter Widerspruchslosigkeit. Abstrakte Widerspruchslosigkeit kann in einer Welt, in der voneinander unabhängige Individualitäten zusammenwirken, nicht da sein; daher wird es immer, wenn abstrakte Widerspruchslosigkeit angestrebt wird, zur Verarmung der Begriffe führen; die Begriffe werden nicht mehr die volle Wirklichkeit umspannen können. Nur dann können die Begriffe die volle Wirklichkeit umspannen, wenn diese Begriffe jene widerspruchsvolle Welt in sich zu fassen vermögen, welche eben die Wirklichkeit ist.
[ 11 ] This matter is, after all, connected to the deepest mysteries of human existence itself. And only the monotheistic sentiment has veiled this fact for centuries or millennia; but it must be taken into account. Therefore, if one wishes to make progress today in matters of worldview, one must above all avoid confusing logic with abstract consistency. Abstract consistency cannot exist in a world where independent individuals interact; therefore, whenever abstract consistency is sought, it will lead to an impoverishment of concepts; concepts will no longer be able to encompass the full reality. Concepts can encompass the full reality only if they are capable of embracing within themselves that contradictory world which is, in fact, reality.
[ 12 ] Dasjenige, was der Mensch als Naturgebiet vorliegend hat, das kommt auf eine sehr merkwürdige Weise zustande. Auch an der Natur, an allem, was der Mensch Natur nennt und mit Naturwissenschaft auf der einen Seite, mit Naturdienst, Naturästhetik und so weiter auf der andern Seite zusammenfaßt, wirken verschiedene Individualitäten mit. Aber in dem gegenwärtigen Entwickelungszyklus der Menschheit ist durch die weisheitsvolle Weltenlenkung eine für den Menschen sehr segensvolle Einrichtung getroffen worden. Nämlich, der Mensch kann die Natur begreifen mit den Begriffen, die sich auf eine einheitliche Lenkung beziehen, weil von der Natur durch die Sinneswahrnehmung nur dasjenige an den Menschen als Erlebnis herankommt, was von der einheitlichen Lenkung abhängt. Hinter dem Teppich der Natur liegt etwas anderes, was von ganz anderer Seite beeinflußt wird. Aber das wird ausgeschaltet, wenn der Mensch die Natur wahrnimmt. So kommt es, daß dasjenige, was der Mensch Natur nennt, ein einheitliches System ist, aber nur deshalb, weil es durchgesiebt ist. Indem wir wahrnehmen durch unsere Sinne, wird uns die Natur gleichsam durchgesiebt. Alles das, was widerspruchsvoll in ihr ist, das wird herausgesiebt, und es wird die Natur uns so überliefert, daß sie ein einheitliches System ist. In dem Augenblick aber, wo man die Schwelle überschreitet und dasjenige, was zur Wirklichkeit gehört, auch zur Naturerklärung heranzieht — die elementaren Geister oder die Beeinflussungen der Menschenseelen, die sich auf die Natur auch richten können —, in dem Augenblick ist man nicht mehr in der Lage, auch bei der Natur von einem einheitlichen System zu reden, sondern da muß man sich dann auch schon wiederum klarwerden, daß man es mit dem Hereinwirken einander bekämpfender oder einander tragender, einander verstärkender Individualitäten zu tun hat.
[ 12 ] What humanity has before it as the natural world comes about in a very remarkable way. Various individualities are also at work in nature—in everything that humanity calls “nature” and encompasses, on the one hand, through the natural sciences, and on the other, through service to nature, the aesthetics of nature, and so on. But in humanity’s current cycle of development, a very beneficial arrangement for human beings has been established through the wise guidance of the worlds. Namely, human beings can comprehend nature using concepts that refer to a unified guidance, because only that aspect of nature which depends on this unified guidance reaches human beings as an experience through sensory perception. Behind the veil of nature lies something else, which is influenced from an entirely different direction. But this is filtered out when human beings perceive nature. Thus, what human beings call nature is a unified system, but only because it has been filtered. As we perceive through our senses, nature is, as it were, filtered for us. Everything contradictory within it is filtered out, and nature is thus presented to us as a unified system. But the moment one crosses the threshold and draws upon that which belongs to reality—the elemental spirits or the influences of human souls, which can also be directed toward nature— at that very moment one is no longer in a position to speak of a unified system even in nature; rather, one must then once again realize that one is dealing with the interplay of individualities that either conflict with one another or support and reinforce one another.
[ 13 ] In der elementaren Welt finden wir Geister der Erde, gnomenhafte Wesen; Geister des Wassers, undinenhafte Wesen; Geister der Luft, sylphenhafte Wesen; Geister des Feuers, salamanderartige Wesen. Die sind alle da. Ja, die sind nicht so, daß sie nun alle ein einheitliches Regiment bilden würden. So ist das nicht. Sondern diese verschiedenen Reiche: Gnomen, Undinen, Sylphen, Salamander, sie sind in einer gewissen Weise selbständig; sie arbeiten nicht nur in Reih und Glied alle aus einem System heraus, sondern sie bekämpfen auch einander. Ihre Intentionen haben nichts miteinander zu tun von vornherein, sondern das, was entsteht, entsteht durch das verschiedenartigste Zusammenwirken der Intentionen. Kennt man die Intentionen, dann sieht man in dem, was vor einem auftritt, daß da hereinwirken meinetwillen Feuergeister und Undinen zusammen. Aber man darf niemals glauben, daß hinter diesen nun wiederum einer steht, der ihnen ein gewisses Kommando gibt. Das ist nicht so. Es ist dieser Geist sehr verbreitet in der Gegenwart, und solche Philosophen, wie zum Beispiel der Philosoph Wand — von dem Fritz Mauthner nicht mit Unrecht gesagt hat: «Autorität von seines Verlegers Gnaden», aber Autorität ist er fast für die ganze Welt vor dem Kriege gewesen —, die gehen darauf aus, alles dasjenige, was in der menschlichen Seele lebt, Vorstellungsleben, Gefühlsleben, Willensleben in eine Einheit zu fassen, weil sie sagen: Die Seele ist eine Einheit, also muß alles das zu einer Einheit, zu einem gemeinsamen System gehören. — Das ist aber eben nicht so, und es würden jene starken, bedeutungsvollen Diskrepanzen des menschlichen Lebens, auf die gerade die analytische Psychologie kommt, nicht herauskommen, wenn nicht unser Vorstellungsleben hinter der Schwelle zurückführte in ganz andere Regionen, wo andere Individualitäten unser Vorstellungsleben beeinflussen als unser Gefühlsleben und dann wiederum unser Willensleben.
[ 13 ] In the elemental world, we find spirits of the earth, gnome-like beings; spirits of water, undine-like beings; spirits of air, sylph-like beings; spirits of fire, salamander-like beings. They are all there. Yes, it is not as though they all form a unified hierarchy. That is not the case. Rather, these different realms—gnomes, undines, sylphs, salamanders—are, in a certain sense, independent; they do not merely work in lockstep as part of a single system, but they also fight one another. Their intentions have nothing to do with one another from the outset; rather, what arises comes about through the most diverse interplay of these intentions. If one knows these intentions, then one can see in what appears before one that, for my sake, fire spirits and undines are working together. But one must never believe that behind them there is someone who gives them specific orders. That is not the case. This mindset is very widespread today, and philosophers such as Wand—of whom Fritz Mauthner not without reason said: “an authority by the grace of his publisher”—though he was, in fact, an authority to nearly the entire world before the war—seek to unify everything that lives within the human soul—the life of the imagination, the life of feeling, and the life of the will—into a single entity, because they say: The soul is a unity, so all of this must belong to a single unity, to a common system. — But that is precisely not the case, and those strong, significant discrepancies in human life—which analytical psychology specifically addresses—would not come to light if our life of imagination did not lead us beyond the threshold into entirely different realms, where different individualities influence our life of imagination, our emotional life, and, in turn, our life of the will.
[ 14 ] Es ist so sonderbar! Sehen Sie, wenn das die menschliche Wesenheit ist (siehe Zeichnung, Oval) und wir haben in der menschlichen Wesenheit Vorstellungsleben, Gefühlsleben, Willensleben (drei Kreise), dann kann sich so ein Systematiker wie Wundt nichts anderes vorstellen, als daß das alles ein System ist.
[ 14 ] It’s so strange! You see, if this is the human being (see drawing, oval) and we have within the human being a life of imagination, a life of feeling, and a life of will (three circles), then a systematic thinker like Wundt can imagine nothing other than that all of this is a system.
[ 15 ] Indessen, es führt das Vorstellungsleben in eine andere Welt (W 1), es führt das Gefühlsleben in eine andere Welt (W 2), und wiederum das Willensleben in eine andere Welt (W 3). Dazu ist gerade die Menschenseele da, um eine Einheit zu bilden aus demjenigen, was in der vormenschlichen, also augenblicklich vormenschlichen Welt eine Dreiheit ist.
[ 15 ] However, it leads the life of the imagination into another world (W 1), it leads the life of feeling into another world (W 2), and, in turn, the life of the will into another world (W 3). This is precisely why the human soul exists: to form a unity out of that which is a trinity in the prehuman—that is, the currently prehuman—world.


[ 16 ] Nun, mit allen diesen Dingen muß gerechnet werden, sobald für die geschichtliche Entwickelung der Menschheit in Betracht kommen die Impulse, die dieser geschichtlichen Entwickelung einmal einverleibt werden.
[ 16 ] Well, all these factors must be taken into account as soon as the impulses that will eventually become part of humanity’s historical development come into play.
[ 17 ] Ich habe im Verlaufe dieser Betrachtungen gesagt, daß ein jeder Zeitraum der nachatlantischen Zeit seine besondere Aufgabe hat. Ich habe im allgemeinen die Aufgabe des fünften nachatlantischen Zeitraumes charakterisiert, indem ich angedeutet habe, daß es einmal schon für die Menschheit die Aufgabe dieses Zeitraumes ist, sich mit dem Bösen als Impuls in der Weltenentwickelung auseinanderzusetzen. Was das heißt, das haben wir ja verschiedentlich besprochen. Es ist nicht anders möglich, als daß die Kräfte, welche, wenn sie am schlechten Orte auftreten, als das Böse auftreten, durch die Anstrengungen der Menschen im fünften nachatlantischen Zeitraum für die Menschheit erobert werden, so daß sie mit diesen Kräften des Bösen etwas Günstiges für die Zukunft der ganzen Weltenentwickelung anzufangen in der Lage ist. Dadurch wird die Aufgabe dieses fünften nachatlantischen Zeitraums eine ganz besonders schwierige. Denn sehen Sie, eine große Anzahl von Versuchungen steht der Menschheit bevor. Und wenn so nach und nach die Gewalten des Bösen erscheinen, dann ist natürlich der Mensch unter Umständen viel mehr geneigt, sich diesem Bösen auf allen Gebieten zu überlassen, als daß er den Kampf aufnimmt, um dasjenige, was ihm als Böses erscheint, in den Dienst der guten Weltenentwickelung zu stellen. Und dennoch, dieses muß geschehen; es muß das Böse bis zu einem gewissen Grade in den Dienst der guten Weltenentwickelung gestellt werden. Ohne dieses könnte nicht eingetreten werden in den sechsten nachatlantischen Zeitraum, der dann eine ganz andere Aufgabe haben wird, der die Aufgabe haben wird, die Menschheit leben zu lassen, trotzdem sie mit der Erde noch zusammenhängt, vor allen Dingen in einer fortdauernden Anschauung der geistigen Welt, in geistigen Impulsen. Gerade mit dieser Aufgabe gegenüber dem Bösen im fünften nachatlantischen Zeitraum hängt es zusammen, daß eine gewisse Art von persönlicher Verfinsterung für die Menschen eintreten kann.
[ 17 ] In the course of these reflections, I have said that each period of the post-Atlantean era has its own specific task. I have generally characterized the task of the fifth post-Atlantean epoch by suggesting that one of humanity’s tasks during this epoch is to grapple with evil as an impulse in the development of the world. We have discussed what this means on various occasions. There is no other way but for the forces—which, when they arise in the wrong place, manifest as evil—to be conquered for humanity through human efforts during the fifth post-Atlantean epoch, so that humanity is able to use these forces of evil to bring about something beneficial for the future of the entire development of the world. This makes the task of this fifth post-Atlantean epoch a particularly difficult one. For, you see, a great number of temptations lie ahead for humanity. And as the forces of evil gradually emerge, human beings may well be much more inclined to surrender to this evil in all areas than to take up the struggle to place what appears to them as evil in the service of positive world development. And yet, this must happen; evil must, to a certain degree, be placed in the service of the positive development of the world. Without this, it would not be possible to enter the sixth post-Atlantean epoch, which will then have an entirely different task—namely, to allow humanity to live, even though it is still connected to the Earth, above all through a continuous perception of the spiritual world and through spiritual impulses. It is precisely in connection with this task of confronting evil in the fifth post-Atlantean epoch that a certain kind of personal darkening can occur for human beings.
[ 18 ] Nun wissen wir, daß seit dem Jahre 1879 die dem Menschen nächststehenden Geister der Finsternis, die dem Reiche der Angeloi angehören, im Menschenreiche selber wandeln, weil sie aus der geistigen Welt in das Menschenreich herabgestoßen worden sind und nun in den menschlichen Impulsen drinnen vorhanden sind, durch die menschlichen Impulse wirken. Ich sagte, gerade durch dieses, daß dem Menschen so nahestehende Wesen auf unsichtbare Art unter den Menschen wirken und der Mensch durch die hereinspielenden Kräfte des Bösen abgehalten ist davon, das Spirituelle mit der Vernunft anzuerkennen — denn das ist wiederum die damit zusammenhängende Aufgabe des fünften nachatlantischen Zeitraums —, gerade dadurch werden diesem fünften nachatlantischen Zeitraum viele Gelegenheiten gegeben, sich finsteren Irrtümern und dergleichen hinzugeben. Es muß gewissermaßen der Mensch sich dazu bequemen, in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum das Spirituelle durch seine Vernunft zu erfassen. Geoffenbart wird es schon; dadurch, daß die Geister der Finsternis 1879 besiegt worden sind, dadurch wird immer mehr und mehr spirituelle Weisheit aus den geistigen Welten herunterfließen können. Nur wenn die Geister der Finsternis oben geblieben wären in den geistigen Reichen, würden sie ein Hemmnis sein können für dieses Herunterfließen. Das Herunterfließen von spiritueller Weisheit können sie fortan nicht verhindern; aber Verwirrung können sie fortan stiften, die Seelen können sie verfinstern. Und welche Gelegenheiten zur Verfinsterung ergriffen werden, haben wir ja zum Teil schon geschildert. Was für Vorkehrungen getroffen werden, haben wir angeführt, um die Menschen abzuhalten davon, das spirituelle Leben zu empfangen.
[ 18 ] We now know that since the year 1879, the spirits of darkness closest to human beings—who belong to the realm of the Angeloi—have been walking among humanity itself, because they have been cast down from the spiritual world into the human realm and are now present within human impulses, working through them. I said that precisely because these beings, who are so close to human beings, work invisibly among them, and because human beings are prevented by the forces of evil at work within them from recognizing the spiritual through reason—for this, in turn, is the related task of the fifth post-Atlantean epoch— precisely this is what gives this fifth post-Atlantean epoch many opportunities to succumb to dark errors and the like. Human beings must, so to speak, bring themselves to grasp the spiritual through their reason in this fifth post-Atlantean epoch. It is already being revealed; because the spirits of darkness were defeated in 1879, spiritual wisdom will be able to flow down more and more from the spiritual worlds. Only if the spirits of darkness had remained above in the spiritual realms could they have been an obstacle to this flow. From now on, they cannot prevent the flow of spiritual wisdom; but they can still sow confusion and darken souls. And we have already described, in part, the opportunities they seize to bring about this darkening. We have also outlined the measures taken to prevent people from embracing the spiritual life.
[ 19 ] Das alles kann natürlich nicht zum Jammern oder irgend so etwas Anlaß geben, sondern zu einer Stärkung der Kraft und Energie der Menschenseele nach dem Spirituellen hin. Denn wird in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum von den Menschen dasjenige erreicht, was erreicht werden kann durch die Einverleibung der Kräfte des Bösen im guten Sinne, dann wird zu gleicher Zeit etwas Ungeheures erreicht: dann wird dieser fünfte nachatlantische Zeitraum für dieEntwickelung der Menschheit etwas wissen aus größeren Vorstellungen als irgendein nachatlantischer Zeitraum, ja als irgendein früherer Zeitraum der Erdenentwickelung. Erschienen ist zum Beispiel der Christus durch das Mysterium von Golgatha dem vierten nachatlantischen Zeitraum; aneignen für die menschliche Vernunft kann ihn sich der fünfte nachatlantische Zeitraum erst. Im vierten nachatlantischen Zeitraum haben die Menschen begreifen können, daß sie in dem Christus-Impuls etwas haben, was sie über den Tod hinausführt als Seelen; das ist ja durch das Paulinische Christentum hinlänglich klargeworden. Aber ein noch Bedeutsameres wird eintreten für die Entwickelung des fünften nachatlantischen Zeitraums, in dem die Menschenseelen erkennen werden, daß sie in dem Christus den Helfer haben, um die Kräfte des Bösen in Gutes umzuwandeln. Aber eines ist mit dieser Eigentümlichkeit des fünften nachatlantischen Zeitraums verbunden, eines, das man sich jeden Tag aufs neue in die Seele schreiben soll, das man ja nicht vergessen soll, obwohl der Mensch besonders für das Vergessen dieser Sache angelegt ist: ein Kämpfer um das Spirituelle muß der Mensch sein in dieser fünften nachatlantischen Zeit; erleben muß er, daß seine Kräfte erschlaffen, wenn er sie nicht fortwährend im Zaume hält für die Eroberung der spirituellen Welt. Im höchsten Maße ist der Mensch auf seine Freiheit gestellt in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum! Das muß er durchmachen. Und gewissermaßen an der Idee der menschlichen Freiheit muß geprüft werden alles dasjenige, was die Menschen trifft in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum. Denn würden die Kräfte der Menschen erschlaffen, so könnte gewissermaßen alles zum Schlimmen ausfallen. Der Mensch ist nicht in der Lage, in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum wie ein Kind geführt zu werden. Sind gewisse Brüderschaften da, welche sich gewissermaßen das Ideal vorhalten, die Menschen wie Kinder zu führen, wie sie noch geführt wurden im dritten nachatlantischen Zeitraum und im vierten, so tun diese Brüderschaften gar nicht das rechte; sie tun gar nicht dasjenige, was für die Entwickelung der Menschheit eigentlich geschehen soll. Die Menschen so auf die spirituelle Welt hinzuweisen, daß Annahme oder Ablehnung der spirituellen Welt in die Freiheit der Menschen gestellt ist, das muß sich derjenige, der in dieser fünften nachatlantischen Zeit von dieser spirituellen Welt spricht, immer wieder und wiederum vorhalten. Daher können gewisse Dinge in dieser fünften nachatlantischen Zeit nur gesagt werden; aber das Sagen ist jetzt ebenso wichtig, wie irgend etwas anderes wichtig war in andern Zeiträumen. Dafür will ich Ihnen ein Beispiel geben.
[ 19 ] Of course, none of this should give rise to complaining or anything of the sort, but rather to a strengthening of the human soul’s power and energy toward the spiritual. For if, in this fifth post-Atlantean epoch, human beings achieve what can be achieved through the incorporation of the forces of evil in the good sense, then something immense will be achieved at the same time: this fifth post-Atlantean epoch will then contribute to the development of humanity with concepts of a greater magnitude than any other post-Atlantean epoch, indeed than any earlier epoch of Earth’s development. For example, Christ appeared in the fourth post-Atlantean epoch through the Mystery of Golgotha; it is only the fifth post-Atlantean epoch that can truly make him accessible to human reason. In the fourth post-Atlantean epoch, human beings were able to grasp that in the Christ impulse they have something that leads them beyond death as souls; this has indeed become sufficiently clear through Pauline Christianity. But something even more significant will occur for the development of the fifth post-Atlantean epoch, in which human souls will recognize that in Christ they have a helper to transform the forces of evil into good. But one thing is connected with this distinctive feature of the fifth post-Atlantean epoch—something that one should inscribe anew in one’s soul every day, something that one must not forget, even though human beings are particularly prone to forgetting this very thing: in this fifth post-Atlantean epoch, human beings must be fighters for the spiritual; he must experience that his powers will flag if he does not continually keep them in check for the conquest of the spiritual world. Human beings are entrusted with their freedom to the highest degree in this fifth post-Atlantean epoch! This is what they must go through. And, in a sense, everything that befalls human beings in this fifth post-Atlantean epoch must be measured against the idea of human freedom. For if human powers were to wane, everything could, in a sense, turn out for the worse. Human beings are not in a position to be guided like children in this fifth post-Atlantean epoch. If there are certain brotherhoods that, in a sense, hold up the ideal of guiding people like children—as they were still guided in the third and fourth post-Atlantean epochs—then these brotherhoods are not doing the right thing at all; they are not doing what is actually necessary for the development of humanity. To point people toward the spiritual world in such a way that acceptance or rejection of the spiritual world is left to their own free will—this is what anyone who speaks of this spiritual world in this fifth post-Atlantean epoch must keep bearing in mind time and again. Therefore, certain things can only be said in this fifth post-Atlantean epoch; but saying them is just as important now as anything else was important in other epochs. I will give you an example of this.
[ 20 ] In unserer Zeit ist das Mitteilen von Wahrheiten, wenn ich trivial sprechen darf, das Vortragen von Wahrheiten das Allerwichtigste. Danach richten sollen sich die Menschen aus ihrer Freiheit heraus. Weiter sollte eigentlich nicht gegangen werden als bis zum Vortrag, bis zur Mitteilung der Wahrheiten; das andere sollte in freiem Entschlusse daraus folgen; so daraus folgen, wie die Dinge folgen, die man als Entschlüsse faßt aus dem Impulse des physischen Planes heraus. Das bezieht sich auch auf die Dinge, die gewissermaßen nur von der geistigen Welt aus selbst gelenkt und geleitet werden können.
[ 20 ] In our time, the communication of truths—if I may put it simply—the presentation of truths, is the most important thing of all. People should orient themselves toward this out of their own free will. One should not actually go any further than the presentation, the communication of truths; the rest should follow from this through free decision—just as things follow that are taken as decisions arising from impulses of the physical plane. This also applies to those things that, in a sense, can only be self-directed and guided from the spiritual world.
[ 21 ] Wir werden uns gleich besser verstehen, wenn wir auf Einzelheiten eingehen. Noch im vierten nachatlantischen Zeitraum war es so, daß andere Dinge in Betracht kamen als das bloße Wort, die bloße Mitteilung. Was kam da in Betracht? Nun, nehmen wir einen bestimmten Fall an: die Insel Irland, wie wir sie heute nennen, hat ganz besondere Eigentümlichkeiten. Diese Insel Irland unterscheidet sich durch gewisse Dinge von der ganzen übrigen Erde. Jedes Gebiet der Erde unterscheidet sich von den andern durch gewisse Dinge; das ist also nichts Besonderes; nur will ich den verhältnismäßig starken Unterschied heute hervorheben, der im Vergleich von Irland mit andern Gegenden der Erde besteht. In der Entwickelung der Erde kann man ja — wie Sie schon aus meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» sehen — zurückgehen und verschiedene Einflüsse, verschiedene Geschehnisse konstatieren in demjenigen, was als Tatsachen aus der geistigen Welt herausgeholt werden kann. Sie wissen aus der «Geheimwissenschaft», wie sich die Dinge verhalten, wenn man zurückgeht bis zu dem, was die lemurische Zeit genannt wird, was da alles geschehen ist seit der lemurischen Zeit, wie sich die verschiedenen Dinge entwickelt haben. Ich habe Sie nun gestern darauf aufmerksam gemacht, daß die ganze Erde eigentlich als ein Organismus zu betrachten ist, daß sie für verschiedene Territorien Verschiedenes aus sich herausstrahlt auf die Bewohner. Dieses Ausgestrahlte hat auf den Doppelgänger, auf den ich gestern zum Schluß aufmerksam gemacht habe, einen ganz besonderen Einfluß. Bei Irland ist es so, daß in älteren Zeiten die Menschheit, die Irland gekannt hat, die ganz besondere Eigentümlichkeit von Irland märchenhaft, legendenhaft zum Ausdruck gebracht hat. Ich möchte sagen, eine esoterische Legende hat man gekannt als aussprechend das Wesen von Irland im Erdenorganismus. Man hat gesagt: Die Menschheit ist einstmals aus dem Paradiese vertrieben worden, weil im Paradiese Luzifer die Menschheit verführt hat; und sie ist dann in die übrige Welt zerstreut worden. Aber diese übrige Welt war schon da zur Zeit, als die Menschheit aus dem Paradiese vertrieben worden ist. Man unterscheidet also — so sagte man in dieser märchenhaften, in dieser legendenhaften Darstellung —, man unterscheidet also das Paradies mit dem Luzifer darinnen von der übrigen Erde, in welche die Menschheit verstoßen worden ist. Aber mit Irland ist es nicht so, das gehört nicht in demselben Sinne zu der übrigen Erde, weil, bevor Luzifer das Paradies betreten hat, sich ein Abbild des Paradieses auf der Erde gebildet hat, und dieses Abbild ist Irland geworden.
[ 21 ] We will understand each other better in a moment if we go into details. Even in the fourth post-Atlantean epoch, factors other than the mere word, the mere message, were taken into account. What was taken into account? Well, let’s take a specific case: the island of Ireland, as we call it today, has very special characteristics. This island of Ireland differs from the rest of the Earth in certain respects. Every region of the Earth differs from the others in certain respects; so that is nothing unusual; I simply wish to emphasize today the relatively marked difference that exists when comparing Ireland with other regions of the Earth. In the evolution of the Earth, one can—as you have already seen in my *Outline of Esoteric Science*—trace back and identify various influences and events based on what can be gleaned as facts from the spiritual world. You know from *The Outline of Esoteric Science* how things stand when one goes back to what is called the Lemurian period, what has happened there since the Lemurian period, and how various things have developed. Yesterday I drew your attention to the fact that the entire Earth is actually to be regarded as an organism, that it radiates different influences from within itself to the inhabitants of different territories. This radiation has a very special influence on the double, which I drew your attention to at the end of yesterday’s lecture. In the case of Ireland, it is so that in earlier times, the people who knew Ireland expressed the very special character of Ireland in the form of fairy tales and legends. I would say that an esoteric legend was known to express the essence of Ireland within the Earth organism. It was said: Humanity was once driven out of Paradise because Lucifer had tempted humanity there; and humanity was then scattered throughout the rest of the world. But this “rest of the world” already existed at the time humanity was driven out of Paradise. Thus, a distinction is made—so it was said in this fairy-tale-like, legendary account— a distinction is made between Paradise—with Lucifer within it—and the rest of the Earth, into which humanity was cast out. But this is not the case with Ireland; it does not belong to the rest of the Earth in the same sense, because, before Lucifer entered Paradise, an image of Paradise had formed on Earth, and this image became Ireland.
[ 22 ] Verstehen Sie wohl: Irland ist also dasjenige Stück Erde, welches keinen Teil hat an Luzifer, zu dem Luzifer keine Beziehung hat. Dasjenige, was abgesondert hat werden müssen vom Paradiese, damit sein irdischer Abglanz entstehe, das hätte verhindert, daß Luzifer ins Paradies hineingekonnt hätte. Also Irland wurde so aufgefaßt nach dieser Legende, daß es erst eine Absonderung war desjenigen Teiles des Paradieses, der Luzifer verhindert hätte, in das Paradies hineinzukommen. Erst als Irland aus dem Paradiese heraus abgesondert war, konnte Luzifer in das Paradies hinein.
[ 22 ] Understand this well: Ireland is thus that piece of earth that has no part in Lucifer, to which Lucifer has no connection. That which had to be separated from Paradise so that its earthly reflection might come into being—that would have prevented Lucifer from entering Paradise. Thus, according to this legend, Ireland was understood to have been, first and foremost, a separation of that part of Paradise which would have prevented Lucifer from entering Paradise. Only after Ireland had been separated from Paradise could Lucifer enter Paradise.
[ 23 ] Diese esoterische Legende, die ich Ihnen sehr unvollkommen dargestellt habe, ist etwas sehr Schönes. Sie war vielen Menschen die Erklärung für die ganz eigentümliche Aufgabe von Irland durch Jahrhunderte hindurch. Im ersten Mysteriendrama, das ich geschrieben habe, finden Sie schon dasjenige, was ja so viel erzählt wird: wie die Christianisierung Europas von irischen Mönchen ausgegangen ist. Als Patrick das Christentum eingeführt hatte in Irland, da verhielt sich die Sache ja so, daß dort das Christentum zur höchsten Frömmigkeit führte. Umdeutend die eben besprochene Legende, nannte man sogar Irland, das die Griechen «Ierne», die Römer «Ivernia» genannt hatten — in diesen Zeiten, in denen die Kräfte des europäischen Christentums gerade in seinen besten Impulsen von Irland ausgingen, von irischen, ins Christentum liebevoll Eingeweihten —, wegen der Frömmigkeit, die dort in den christlichen Klöstern herrschte: die Insel der Heiligen. Das hängt damit zusammen, daß allerdings die Kräfte, von denen ich gesprochen habe, diese territorialen Kräfte, die aus der Erde aufsteigend den menschlichen Doppelgänger erfassen, für die Insel Irland die allerbesten sind.
[ 23 ] This esoteric legend, which I have described to you in a very incomplete way, is something truly beautiful. For many people, it served as an explanation for Ireland’s very peculiar role throughout the centuries. In the first Mystery Play I wrote, you will already find what is so often recounted: how the Christianization of Europe originated with Irish monks. When Patrick had introduced Christianity to Ireland, the situation was such that Christianity there led to the highest piety. Reinterpreting the legend just discussed, one even called Ireland—which the Greeks had called “Ierne,” and the Romans “Ivernia”—in those times when the forces of European Christianity, in their very best impulses, emanated from Ireland, from Irish people lovingly initiated into Christianity—was called, because of the piety that reigned there in the Christian monasteries: the Island of the Saints. This is connected to the fact that, indeed, the forces I have spoken of—these territorial forces that rise from the earth and encompass the human double—are the very best for the island of Ireland.
[ 24 ] Sie werden sagen: dann müßten ja in Irland die allerbesten Menschen sein. Ja, so ist es aber doch nicht auf der Welt. In jedes Gebiet wandern andere ein und haben Nachkommen und so weiter. Also, so ist es eben nicht, daß der Mensch bloß das Ergebnis des Stückes Erde ist, auf dem er steht. Es kann sehr wohl der Charakter der Menschen widersprechen dem, was aus der Erde aufsteigt. Man darf nicht dasjenige, was sich in den Menschen wirklich entwickelt, zur Charakteristik des Erdenorganismus mit Bezug auf ein bestimmtes Territorium anführen. Da würde man sich eben wiederum nur der Welt der Illusionen überlassen.
[ 24 ] You might say: then Ireland must be home to the very best people. Yes, but that’s not how the world works. People from different places migrate into every region, have children, and so on. So, it is simply not the case that a person is merely the product of the piece of earth on which they stand. It is quite possible for people’s character to contradict what arises from the earth. One must not cite what truly develops within people as a characteristic of the earth organism with reference to a specific territory. To do so would simply be to abandon oneself once again to the world of illusions.
[ 25 ] Aber so etwas wie das, was ich Ihnen jetzt angedeutet habe, daß Irland ein ganz besonderer Boden ist, das können wir heute sagen. Und aus solchem Sagen müßte erfließen ein Faktor unter den vielen Faktoren, welche heute in fruchtbarer Weise zu sozialpolitischen Ideen führen können. Man müßte mit solchen Faktoren rechnen. Das, was ich eben von Irland gesagt habe, ist ein Faktor, man müßte mit solchen Faktoren rechnen. Man müßte das alles zusammensetzen. Das müßte Wissenschaft sein von der Gestaltung der menschlichen Verhältnisse auf der Erde. Bevor das sein wird, wird mit Bezug auf die Einrichtung der öffentlichen Angelegenheiten kein rechtes Heil sein. Das, was aus der geistigen Welt heraus gesagt werden kann, müßte einfließen in die Maßnahmen, die man trifft. Deshalb habe ich in öffentlichen Vorträgen jetzt gesagt, es sei wichtig, daß alle, die mit öffentlichen Angelegenheiten zu tun haben, Staatsmänner und so weiter, sich mit diesem bekanntmachen; denn dadurch allein würden sie die Wirklichkeit beherrschen. Sie tun es nur nicht, haben es vor allen Dingen nicht getan bis jetzt. Aber eine Notwendigkeit ist es deshalb doch.
[ 25 ] But something like what I have just hinted at—that Ireland is a very special place—is something we can say today. And such a statement should give rise to one factor among the many factors that can fruitfully lead to social-political ideas today. One would have to take such factors into account. What I have just said about Ireland is one such factor; we must take such factors into account. We must bring all of this together. This must be the science of shaping human relationships on Earth. Until that happens, there will be no true salvation with regard to the organization of public affairs. What can be said from the spiritual world must be incorporated into the measures we take. That is why I have now said in public lectures that it is important for everyone involved in public affairs—statesmen and so on—to familiarize themselves with this; for only in this way would they master reality. They simply do not do it; above all, they have not done it until now. But it is nonetheless a necessity.
[ 26 ] Heute liegt das vor, daß in Gemäßheit der Aufgaben der fünften nachatlantischen Zeit es auf das Sagen ankommt, auf das Mitteilen; denn ehe das Gesagte zur Tat werden soll, müssen die Entschlüsse so gefaßt werden, wie man sie aus dem Impulse des physischen Planes heraus faßt. Das war in früheren Zeiten eben anders; da hat man noch anderes tun können.
[ 26 ] Today, in accordance with the tasks of the fifth post-Atlantean epoch, what matters is speaking, is communicating; for before what is said is to be put into action, decisions must be made in the same way as they are made based on the impulse of the physical plane. That was different in earlier times; back then, one could still do other things.
[ 27 ] In einem bestimmten Zeitpunkte des dritten nachatlantischen Zeitraumes hat eine gewisse Brüderschaft Veranlassung genommen, eine größere Anzahl von Kolonisten aus Kleinasien nach der Insel Irland zu schicken. Dazumal wurden dort angesiedelt Kolonisten aus demselben Gebiete von Asien, aus dem später der Philosoph Thales stammte. Lesen Sie nach in meinen «Rätseln der Philosophie» über die Philosophie des 'Thales. Thales stammte aus derselben Gegend, wenn auch später; er ist ja erst in der vierten nachatlantischen Zeit geboren. Aber schon früher, aus dem Milieu heraus, aus der ganzen geistigen Substanz heraus, aus welcher später der Philosoph Thales stammte, haben die Eingeweihten nach Irland Kolonisten geschickt. Warum? Weil sie die Eigentümlichkeit eines solchen Gebietes der Erde, wie es Irland ist, gekannt haben. Sie haben dasjenige gewußt, was angedeutet wurde durch die esoterische Legende, von der ich Ihnen gesprochen habe. Sie haben gewußt: die Kräfte, die aufsteigen aus der Erde durch den Boden der irischen Insel, diese Kräfte wirken so auf die Menschen, daß der Mensch dadurch wenig beeinflußt wird nach der Richtung der Intellektualität hin, wenig nach der Richtung des Egoismus, wenig nach der Richtung der Entschlußfähigkeit. Das haben diese Eingeweihten, die jene Kolonisten dahin geschickt haben, sehr gut gewußt, und sie haben Leute ausgewählt, welche durch ihre besonderen karmischen Anlagen geeignet erschienen, gerade den Einflüssen der Insel Irland ausgesetzt zu werden. Heute gibt es noch immer in Irland Nachkommen jener alten Bevölkerung, die dazumal von Kleinasien hinüber verpflanzt worden ist, und die sich entwickeln sollte so, daß nicht die kleinste Intellektualität, nicht der kleinste Verstand, nicht die Entschlußfähigkeit, dagegen gewisse besondere Eigenschaften des Gemütes hervorragend sich entwickeln sollten.
[ 27 ] At a certain point in the third post-Atlantean epoch, a certain brotherhood undertook to send a large number of colonists from Asia Minor to the island of Ireland. At that time, colonists from the same region of Asia—from which the philosopher Thales later hailed—were settled there. Read more about the philosophy of Thales in my book *The Riddles of Philosophy*. Thales came from the same region, albeit later; after all, he was not born until the fourth post-Atlantean epoch. But even earlier, drawing from that milieu, from the entire spiritual substance from which the philosopher Thales later emerged, the initiates had sent colonists to Ireland. Why? Because they understood the unique nature of a region of the Earth such as Ireland. They knew what was hinted at by the esoteric legend I have spoken to you about. They knew that the forces rising from the earth through the soil of the Irish island affect people in such a way that they are influenced only slightly in the direction of intellectuality, only slightly in the direction of egoism, and only slightly in the direction of decisiveness. The initiates who sent those colonists there knew this very well, and they selected people who, due to their particular karmic predispositions, seemed suited to be exposed precisely to the influences of the island of Ireland. Even today, there are still descendants in Ireland of that ancient population that was transplanted there from Asia Minor at that time, and who were to develop in such a way that not the slightest intellectuality, not the slightest intelligence, not the slightest decisiveness would develop, but rather certain special qualities of the soul would develop prominently.
[ 28 ] Dadurch ist von langer Hand her vorbereitet gewesen das, was dann als die friedliche Ausbreitung des Christentums in Irland Platz gegriffen hat und jene gloriose Entwickelung des Christentums in Irland, von der dann ausgestrahlt ist die Christianisierung Europas. Von langer Hand her ist das vorbereitet gewesen. Die Landsleute des späteren Thales haben Leute dorthin geschickt, welche sich dann geeignet erwiesen, solche Mönche zu werden, die in der Weise, wie ich es angedeutet habe, wirken konnten. Solche Dinge hat man überhaupt viele gemacht in älteren Zeiten, und wenn Sie in der äußeren exoterischen Geschichte heute von unverständigen Historikern — die aber viel Verstand haben können selbstverständlich, denn der Verstand ist ja heute auf der Straße zu finden —, wenn Sie heute von solchen Historikern Kolonisationen der Alten dargestellt finden, so müssen Sie immer sich klar sein: in solchen Kolonisationen lag eine tiefgehende Weisheit; die wurden gelenkt und geleitet, indem man überall Rücksicht nahm auf dasjenige, was in der Zukunft stattfinden sollte, indem man in jener Zeit rechnete mit den Eigentümlichkeiten der Erdenentwickelung.
[ 28 ] This laid the groundwork long in advance for what later took place as the peaceful spread of Christianity in Ireland and for that glorious development of Christianity in Ireland, from which the Christianization of Europe then radiated. This had been prepared long in advance. The compatriots of the future Thales sent people there who then proved suitable to become monks capable of working in the manner I have indicated. Many such things were done in earlier times, and when you read in the outer, exoteric history today—written by uninformed historians (who may, of course, possess great intellect, for intellect is, after all, to be found on every street corner today)—when you read accounts by such historians of the colonizations carried out by the ancients, you must always be clear about this: there was a profound wisdom underlying such colonizations; they were guided and directed by taking into account everywhere what was to take place in the future, by factoring in the peculiarities of Earth’s development at that time.
[ 29 ] Das war eine andere Art, spirituelle Weisheit in die Welt zu setzen. Das dürfte heute derjenige, der den rechten Pfad geht, so nicht machen; er dürfte nicht einfach den Leuten gegen ihren Willen, um die Erde einzuteilen, etwas vorschreiben, sondern er hat so zu wirken, daß er den Leuten die Wahrheiten sagt, und sie sollen sich selber darnach richten.
[ 29 ] That was a different way of bringing spiritual wisdom into the world. Today, someone who walks the right path should not do this in that way; he should not simply dictate to people against their will how to organize the world, but rather he must act in such a way that he tells people the truths, and they should guide themselves accordingly.
[ 30 ] Sie sehen also damit angedeutet einen wesentlichen Fortschritt vom dritten, vierten zum fünften nachatlantischen Zeitraum. Solch eine Sache muß man sehr gut ins Auge fassen. Und erkennen muß man, wie dieser Impuls der Freiheit sich hindurchziehen muß durch all dasjenige, was den fünften nachatlantischen Zeitraum beherrscht. Denn gerade gegen diese Freiheit des menschlichen Gemütes lehnt sich auf jener Widersacher, von dem ich Ihnen gesagt habe, daß er wie ein Doppelgänger den Menschen von einiger Zeit vor der Geburt bis zum Tode hin begleitet, aber bei dem Tode, vor dem Tode den Menschen verlassen muß. Wenn man unter diesem Einflusse steht, der unmittelbar mit dem Doppelgänger wirkt, dann kommt allerlei heraus, das schon in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum herauskommen kann, aber nicht für diesen fünften nachatlantischen Zeitraum so geeignet ist, daß es ihm die Möglichkeit gibt, seine Aufgabe so zu erreichen, daß im Kampf mit dem Bösen die Umwandlung des Bösen in das Gute bis zu einem gewissen Grade sich vollzieht.
[ 30 ] You can thus see, as indicated here, a significant progression from the third and fourth to the fifth post-Atlantean epoch. One must take such a matter very seriously. And one must recognize how this impulse of freedom must run through everything that characterizes the fifth post-Atlantean epoch. For it is precisely against this freedom of the human soul that the adversary—of whom I have told you that he accompanies the human being like a double from some time before birth until death, but must leave the human being at death, or rather before death—rebels. When one is under this influence, which works in direct connection with the double, all sorts of things emerge that can indeed come to light in this fifth post-Atlantean epoch, but are not sufficiently suited to this epoch to enable it to fulfill its task in such a way that, in the struggle against evil, the transformation of evil into good is accomplished to a certain degree.
[ 31 ] Denken Sie, was also eigentlich hinter all den Dingen steht, in welche der Mensch des fünften nachatlantischen Zeitraums hineingestellt ist. Die einzelnen Tatsachen müssen in der richtigen Weise beleuchtet werden; sie müssen verstanden werden. Denn da, wo stark der Doppelgänger wirkt, von dem ich gestern gesprochen habe, da wirkt man auch der eigentlichen Tendenz des fünften nachatlantischen Zeitraums entgegen. Es ist nur in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum die Menschheit noch nicht so weit, die Tatsachen richtig zu taxieren; insbesondere seit diesen letzten drei traurigen Jahren ist die Menschheit gar nicht geeignet, die Tatsachen irgendwie in der richtigen Weise zu taxieren.
[ 31 ] Consider, then, what actually lies behind all the circumstances in which human beings of the fifth post-Atlantean epoch find themselves. The individual facts must be examined in the proper light; they must be understood. For wherever the “double” I spoke of yesterday is strongly at work, there one is also working against the actual tendency of the fifth post-Atlantean epoch. It is only in this fifth post-Atlantean epoch that humanity is not yet ready to assess the facts correctly; especially since these last three sad years, humanity has been entirely incapable of assessing the facts in any way that is correct.
[ 32 ] Aber nehmen Sie eine scheinbar von dem, was ich heute auseinandergesetzt habe, sehr weit abliegende 'Tatsache. Die Tatsache, die ich Ihnen vorführen will, ist diese: In einem großen Eisenwerke sollten Zehntausende von Tonnen Gußeisen verladen werden in Eisenbahnzüge. Dazu wurde selbstverständlich eine bestimmte Anzahl von Arbeitern angestellt. Fünfundsiebzig Mann sollten an die Arbeit gehen, und es stellte sich heraus, daß jeder zwölfeinhalb Tonnen am Tage verladen konnte; also von fünfundsiebzig Mann je zwölfeinhalb Tonnen am Tage.
[ 32 ] But let’s take a “fact” that seems very far removed from what I have discussed today. The fact I want to present to you is this: At a large ironworks, tens of thousands of metric tons of cast iron were to be loaded onto railroad cars. Naturally, a certain number of workers were hired for this purpose. Seventy-five men were to be put to work, and it turned out that each one could load twelve and a half metric tons per day; that is, seventy-five men loading twelve and a half metric tons each per day.
[ 33 ] Ein Mann, der mehr auf den Doppelgänger gab als auf dasjenige, was im Sinne des Fortschrittes der Menschheit für das menschliche Gemüt im fünften nachatlantischen Zeitraum erobert werden muß, ein solcher Mann ist Taylor. Dieser Mann fragte zunächst die Fabrikanten, ob sie nicht glaubten, daß ein einzelner Mann viel mehr verladen könne als zwölfeinhalb Tonnen am Tag? Die Fabrikanten meinten, daß ein Arbeiter höchstens achtzehn Tonnen verladen könnte. Da sagte Taylor: Dann machen wir Experimente; wir wollen einmal experimentieren.
[ 33 ] Taylor is a man who placed more importance on the doppelgänger than on what, in the interest of human progress, must be achieved for the human mind in the fifth post-Atlantean epoch. This man first asked the factory owners whether they did not believe that a single man could load much more than twelve and a half metric tons a day. The factory owners said that a worker could load at most eighteen metric tons. Then Taylor said: “Then let’s conduct experiments; let’s try it out.”
[ 34 ] Taylor ging daran, mit den Menschen zu experimentieren. Das Maschinenmäßige wird dadurch in das menschliche soziale Leben übertragen. Es sollte mit den Menschen experimentiert werden! Er probierte, ob das wirklich so wäre, wie die praktischsten Fabrikanten sagten, daß ein Mann nur höchstens achtzehn Tonnen am Tag verladen kann. Er richtete Pausen ein, die er nach der Physiologie so berechnete, daß die Menschen in diesen Pausen gerade so viel Kräfte wiederum sammelten, als sie vorher ausgegeben hatten. Es stellte sich natürlich heraus, daß es unter Umständen beim einen so, beim andern so war. Da nahm er — Sie wissen, im Mechanismus kommt dabei nichts darauf an, da nimmt man das arithmetische Mittel, beim Menschen kann man nicht das arithmetische Mittel nehmen, weil jeder Mensch seine Berechtigung zum Dasein hat —, aber Taylor nahm arithmetische Mittel, das heißt, er wählte diejenigen Arbeiter heraus, welche in ihrer Gesamtheit rationelle Pausen abwarfen, und diese rationellen Pausen gestattete er ihnen. Die andern, die nicht in diesen Pausen ihte Kräfte wiederherstellen konnten, wurden einfach herausgeworfen. Da stellte sich denn heraus, wenn man in dieser Weise experimentierte mit den Menschen, daß die Ausgewählten, die durch Selektion Ausgewählten, wenn sie in den Pausen sich wieder vollständig erholten, jeder siebenundvierzigeinhalb Tonnen verladen könne.
[ 34 ] Taylor set out to experiment on people. This transfers the mechanical aspect into human social life. The plan was to experiment on people! He tested whether it was really true, as the most practical factory owners claimed, that a man could load no more than eighteen metric tons a day. He scheduled breaks, which he calculated based on physiology so that during these breaks, people would regain exactly as much strength as they had expended beforehand. Of course, it turned out that under certain circumstances, this was true for some and not for others. So he took—you know, in a machine, that doesn’t matter; there you take the arithmetic mean, but with people you can’t take the arithmetic mean because every person has a right to exist—but Taylor took arithmetic means; that is, he selected those workers who, taken as a group, yielded rational breaks, and he allowed them those rational breaks. The others, who could not regain their strength during these breaks, were simply dismissed. It then turned out, when experimenting with people in this way, that the selected ones—those chosen through selection—could each load forty-seven and a half metric tons if they fully recovered during the breaks.
[ 35 ] Sie haben den Mechanismus der Darwinschen Theorie auf das Arbeiterleben angewendet: die Unpassenden weg, die Passenden durch Selektion ausgewählt. Die Passenden sind diejenigen, die mit entsprechender Ausnützung der Pausen, nicht, wie man früher angenommen hat, als Maximum achtzehn Tonnen, sondern siebenundvierzigeinhalb Tonnen verladen können. Dadurch können aber auch die Arbeiter zufriedengestellt werden; denn man erspart ungeheuer viel dabei, und man konnte dadurch den Lohn jener Arbeiter um sechzig Prozent erhöhen. Also man macht die Ausgewählten, die im Kampfe ums Dasein Passendsten, die man auf diese Weise herausgewählt hat durch Selektion, außerdem zu sehr zufriedenen Leuten. Aber — die Unpassenden mögen verhungern!
[ 35 ] They applied the mechanism of Darwin’s theory to the lives of the workers: the unfit were weeded out, and the fit were selected through natural selection. The fit are those who, by making appropriate use of their breaks, can load not, as was previously assumed, a maximum of eighteen metric tons, but forty-seven and a half metric tons. This also satisfies the workers, however, because it results in enormous savings, allowing their wages to be increased by sixty percent. Thus, the chosen ones—those best suited to the struggle for existence, selected in this way—are also made very satisfied people. But—let the unfit starve!
[ 36 ] Das ist der Anfang eines Prinzips! Solche Sachen beachtet man wenig, weil man sie nicht von großen Gesichtspunkten aus beleuchtet. Man muß sie aber von großen Gesichtspunkten aus beleuchten. Heute ist es noch ein bloßes Anwenden irrtümlicher naturwissenschaftlicher Vorstellungen auf das Menschenleben. Der Impuls bleibt. Und dann wird der Impuls angewendet auf diejenigen Dinge, die im Verlauf des fünften nachatlantischen Zeitraums als okkulte Wahrheiten kommen. Der Darwinismus enthält keine okkulten Wahrheiten; seine Anwendung würde aber schon zu großen Scheußlichkeiten führen: die Anwendung der darwinistischen Anschauung in bezug auf das unmittelbare Experimentieren mit Menschen. Wenn aber dazu okkulte Wahrheiten wirklich kommen, wie sie enthüllt werden müssen im Verlauf des fünften nachatlantischen Zeitraums, dann würde man eine ungeheure Macht über Menschen auf diese Weise gewinnen, allerdings nur dadurch, daß man die Passendsten immer auswählt. Aber man würde nicht nur die Passendsten auswählen, sondern man würde dadurch, daß man anstrebt eine gewisse okkulte Erfindung, um die Passenden immer passender und passender zu machen — dadurch würde man zu einer ungeheuren Machtausnützung kommen, die gerade entgegengesetzt wirken würde der guten Tendenz des fünften nachatlantischen Zeitraums.
[ 36 ] This is the beginning of a principle! People pay little attention to such things because they do not examine them from a broader perspective. But they must be examined from a broader perspective. Today, it is still merely a matter of applying erroneous scientific concepts to human life. The impulse remains. And then this impulse will be applied to those things that will emerge as occult truths in the course of the fifth post-Atlantean epoch. Darwinism contains no occult truths; yet its application would already lead to great atrocities: the application of the Darwinian view to direct experimentation on human beings. But if occult truths do indeed emerge in this context—as they must be revealed in the course of the fifth post-Atlantean epoch—then one would gain immense power over human beings in this way, albeit only by always selecting the fittest. But one would not only select the most suitable; rather, by striving toward a certain occult invention to make the suitable ones ever more suitable—this would lead to a monstrous abuse of power that would have an effect directly opposed to the positive trend of the fifth post-Atlantean epoch.
[ 37 ] Solche Zusammenhänge, wie ich sie Ihnen jetzt dargestellt habe, wollte ich nur anführen, um Ihnen zu zeigen, wie sich die Anfänge zukunftsumspannender Intentionen ausnehmen und wie man diese Dinge beleuchten muß von gewissen höheren Gesichtspunkten aus. Es wird nun unsere weitere Aufgabe sein, das nächste Mal hinzuweisen auf die drei bis vier großen Wahrheiten, zu denen der fünfte nachatlantische Zeitraum kommen muß. Es wird daran gezeigt werden, wie diese Wahrheiten mißbraucht werden können, wenn sie nicht im Sinne der richtigen guten Tendenz des fünften nachatlantischen Zeitraums angewendet werden, sondern wenn vorzugsweise die Bedingungen des Doppelgängers erfüllt würden, die vertreten werden durch diejenigen Brüderschaften, die an die Stelle des Christus ein anderes Wesen setzen wollen.
[ 37 ] I wanted to mention such connections, as I have just presented them to you, only to show you what the beginnings of far-reaching intentions look like and how these things must be examined from certain higher perspectives. Our next task will be to point out, in our next session, the three or four great truths that the fifth post-Atlantean epoch must arrive at. We will demonstrate how these truths can be misused if they are not applied in accordance with the proper, positive trend of the fifth post-Atlantean epoch, but rather if the conditions of the Doppelgänger—as advocated by those brotherhoods that wish to replace Christ with another being—are prioritized.
