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How Individual Spirit Beings Work in the Human Soul
GA 178

19 November 1917, Dornach

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8. Individuelle Geistwesen und einheitlicher Weltengrund II

11. Individual Spirit Beings and the Undivided Foundation of the World II

[ 1 ] Zunächst bitte ich Sie, mit Bezug auf die Betrachtungen, die wir jetzt pflegen, und die ich angeknüpft habe an das Hereinleuchten einer Erkenntnisbestrebung mit unzulänglichen Erkenntnismitteln, die uns aber zu weiten historischen Perspektiven geführt haben, dabei zunächst zu beachten, daß sowohl bei diesen Dingen wie auch bei dem, was ich aus der gleichen Absicht, dem gleichen Impuls heraus bei meinem vorigen Hiersein gesagt habe: es handelt sich um Mitteilungen tatsächlicher Vorgänge, nicht um irgendeine Theorie, nicht um irgendeine Vorstellungssystematik, sondern um Mitteilungen von Tatsachen. Also gerade das ist der Punkt, den wir berücksichtigen müssen aus dem Grunde, weil uns sonst das Verständnis dieser Dinge Schwierigkeiten bereiten kann. Es handelt sich nicht darum, daß ich Ihnen geschichtliche Gesetze oder historische Ideen entwickle, sondern Tatsächlichkeiten, die zusammenhängen mit den Intentionen, mit den Absichten sowohl gewisser Persönlichkeiten, die in Brüderschaften zusammengeschlossen sind, als auch anderer Wesenheiten, welche auf solche Brüderschaften einwirken, deren Einfluß von diesen Brüderschaften auch gesucht wird, die aber, so wie sie sind, nicht zu den im Fleische verkörperten Menschen gehören, sondern solche Wesen sind, die sich in der geistigen Welt verkörpern. Insbesondere bei einer Mitteilung wie diejenige ist, die ich gestern gemacht habe, ist dies sehr notwendig zu berücksichtigen. Denn bei diesen Brüderschaften haben wir es ja — das haben Sie schon aus den Auseinandersetzungen des vorigen Jahres erkennen können — gewissermaßen mit verschiedenen Parteien zu tun. Ich habe Sie dazumal darauf aufmerksam gemacht, daß wir es innerhalb solcher Brüderschaften mit einer solchen Partei zu tun haben, welche von sich aus für die absolute Geheimhaltung gewisser höherer Wahrheiten ist; daneben, neben andern Schattierungen, hat man es zu tun mit Mitgliedern solcher Brüderschaften, welche namentlich seit der Mitte des 19. Jahrhunderts dafür sind, daß gewisse Wahrheiten — wenn auch zunächst noch jene Wahrheiten, für deren Bekanntmachung nur die nächste Notwendigkeit besteht — vorsichtig und entsprechend sachgemäß der Menschheit enthüllt werden. Neben diesen Hauptparteien gibt es andere Parteinuancen. Daraus aber ersehen Sie, daß dasjenige, was beabsichtigt wird, was gerade ausgehend von solchen Brüderschaften in die Menschheitsentwickelung als Impuls hineinverlegt wird, sehr häufig die Sache eines Kompromisses sein wird.

[ 1 ] We are now cultivating studies that I have associated with a striving for knowledge that is streaming in, without there yet being the adequate methods to achieve this knowledge. This has led us to distant historical perspectives, in relation to which I beg you to consider the following. With these things—as was also the case in what I said in my last visit with the same intention, from the same impulse—we are dealing with reports of actual events, not with some theory or system of ideas but with reports of facts. It is just this point that we must bear in mind, because otherwise it will be difficult to reach understanding of these things. It is not a matter of my developing historical laws or ideas for you but of presenting facts that relate to the intentions and purposes of certain personalities who are allied in brotherhoods. They are also allied with other beings who influence such brotherhoods, whose influence is sought by these brotherhoods. These beings are not human beings incarnated in the flesh but are beings that incarnate themselves in the spiritual world. It is necessary to bear this in mind, especially regarding such information as I gave yesterday, because with these brotherhoods we are dealing to a certain extent with different factions. You could recognize this already in last year's discussion. At that time I drew your attention to the fact that within such brotherhoods we are dealing with a faction that insists on absolute secrecy regarding certain higher truths. Opposed to them, with various shadings in between, are members of other brotherhoods who contend that, particularly since the middle of the nineteenth century, certain truths must be revealed to humanity, carefully and appropriately, even if to begin with only those truths whose revelation is most necessary. In addition to these main factions there are other groups with different nuances. From this you can see that what is intended, what is planted by such brotherhoods as an impulse into the evolution of humanity, often becomes subject to compromise.

[ 2 ] Nun, gerade als die Brüderschaften, die bekannt sind mit den geistigen Wirkensimpulsen der Menschheitsentwickelung, herankommen sahen das bedeutsame Ereignis vom Anfang der vierziger Jahre: den Kampf gewisser Geister mit höheren Geistern, der dann 1879 damit beschlossen worden ist, daß gewisse Geister mit Engelnatur, Geister der Finsternis, verfallen sind dem Ereignisse, das als die Überwindung des Drachens durch Michael symbolisiert wird, als also in der Mitte des 19. Jahrhunderts, am Anfang der vierziger Jahre, diese Brüderschaften jenes Ereignis herankommen fühlten, da mußten sie dazu Stellung nehmen, mußten sich fragen: Was ist zu tun?

[ 2 ] These brotherhoods, who were familiar with the spiritual impulses effective in humanity's evolution, saw the approach of a significant event at the beginning of the 1840s, that is, in the middle of the nineteenth century. This event was the struggle between certain spirits and higher spirits, the struggle that culminated in 1879 when certain angelic spirits, spirits of darkness, fell prey to the event that is represented symbolically by Michael conquering the dragon. When the brotherhoods felt the approach of this event, they had to take a stand, they had to ask themselves what could be done.

[ 3 ] Diejenigen Mitglieder dieser Brüderschaften, welche vor allen Dingen Rechnung tragen wollten den Forderungen der Zeit, sie waren bis zu einem gewissen Grade von den besten Absichten beseelt, und sie waren es, welche unter dem irrtümlichen Impulse standen, mit dem Materialismus der Zeit rechnen zu wollen; sie waren es, welche vorzugsweise darauf bedacht waren, den Menschen, die eigentlich nur auf physischem Wege etwas wissen wollten, gerade auf materialistische Weise auf diesem physischen Wege, ich möchte sagen, etwas beizubringen von der geistigen Welt. Es war also gut gemeint, als in den vierziger Jahren von dieser Seite der Spiritismus in die Welt hineinlanciert worden ist.

[ 3 ] Those members of the brotherhoods who wished above all to take into account the demands of the time were, to some degree, filled with the best intentions. It was they who undertook the erroneous impulse that wished to take into account the materialism of the time. It was they who thought it preferable to bring to the human beings who wished to know things only on the physical path something of the spiritual world; this would be communicated directly in the materialistic way of this physical path. The intentions were thus good when spiritism was thrust by them into the world in the 1840s.

[ 4 ] Notwendig war es in der Zeit dieses Kampfes, in der, wie ich angedeutet habe, auf Erden vorzugsweise herrschen sollte der kritische Geist, der bloß auf die Außenwelt gerichtete Verstand, notwendig war es, den Menschen wenigstens eine Empfindung, ein Gefühl dafür beizubringen, daß es eine geistige Welt um die Menschen herum gibt. Und nun, wie eben Kompromisse zustande kommen, so kam auch dieser Kompromiß zustande. Diejenigen Mitglieder solcher Brüderschaften, die sich durchaus ablehnend verhielten gegen die Bekanntgabe gewisser spiritueller Wahrheiten an die Menschheit, die sahen sich, ich möchte sagen, majorisiert, mußten sich herbeilassen, der Sache zuzustimmen. Es war nicht ihre ureigene Absicht, diese Dinge in die Welt zu setzen, die mit dem Spiritismus zusammenhingen. Wo es sich um Körperschaften handelt und der Wille der Körperschaften vorliegt, da hat man es mit Kompromissen zu tun. Aber natürlich, wie es äußerlich im Leben ist: wenn in irgendeiner Körperschaft etwas beschlossen wird, so erwarten da nicht nur diejenigen etwas von dem Beschlossenen, welche aus ihren eigenen Absichten heraus die Sache in Szene gesetzt haben, sondern auch jene, die ursprünglich dagegen waren, erwarten das eine oder das andere davon, wenn es einmal beschlossen ist.

[ 4 ] At the time of this struggle, a time in which, as I have indicated, the spirit of criticism was to reign on earth—the intellect directed purely to the outer world—it was necessary to instill into the human being at least an experience, a feeling, that there is a spiritual world surrounding man. As compromises arise, so this compromise also arose. Members of these brotherhoods who maintained an attitude that totally rejected the revelation of certain spiritual truths to humanity saw themselves as being beaten by the majority, as it were, and had to consent to it. Wherever one is dealing with a group, and the will of the group prevails, one has to do with compromises. As is natural in outer life, however, if something is decided within a group, something is expected from the decision not only by those who have set things in motion for their own purposes; those who originally opposed the decision also expect this or that once the decision is made.

[ 5 ] So waren denn gutmeinende spirituelle Mitglieder der Brüderschaften der irrtümlichen Ansicht, daß durch die Benützung der Medien die Menschen von dem Vorhandensein einer geistigen Welt um sie herum überzeugt werden würden; dann würde man ihnen auf Grundlage dieser Überzeugung weiter höhere Wahrheiten beibringen können. Das wäre dann gegangen, wenn das eingetroffen wäre, was diese gutmeinenden Mitglieder von Brüderschaften vorausgesetzt hatten: wenn es eingetroffen wäre, daß dasjenige, was durch solche Medien zutage tritt, in dem Sinne ausgelegt worden wäre, daß man es mit einer geistigen Welt ringsherum zu tun hat. Es ist etwas ganz anderes eingetreten — wie ich auch gestern angedeutet habe. Was durch die Medien zutage trat, das wurde interpretiert von den Menschen, die daran teilnahmen, als herkommend von den Toten. Dadurch war das, was dutch den Spiritismus zutage trat, eigentlich eine Enttäuschung für alle. Denn diejenigen, welche sich haben überstimmen lassen, waren natürlich aufs äußerste betrübt darüber, daß in den spiritistischen Sitzungen — zuweilen mit Recht — von Manifestationen der Geister Verstorbener geredet werden konnte. Die gutmeinenden fortschrittlichen Eingeweihten, die erwarteten überhaupt nicht, daß von Toten gesprochen würde, sondern sie erwarteten, daß von einer allgemeinen elementaren Welt gesprochen würde; auch sie waren also enttäuscht. Vor allem aber verfolgen solche Dinge jene, die in einer gewissen Weise eingeweiht sind. Und nun haben wir — außer den bereits angeführten Mitgliedern von Brüderschaften — solche Mitglieder anderer Brüderschaften oder zum Teil auch derselben, worinnen sich Minoritäten, manchmal auch Majoritäten bilden können; wir haben andere Eingeweihte zu beachten: jene, welche genannt werden innerhalb der Brüderschaften «die Brüder der Linken», also jene, welche vor allen Dingen ausnutzen ein jegliches, was als Impuls der Menschheitsentwickelung einverleibt wird, im Sinne einer Machtfrage. Und selbstverständlich, diese Brüder der Linken erwarteten nun auch ihrerseits allerlei von dem, was durch den Spiritismus zutage trat. Ich habe gestern bemerklich gemacht, daß es solche Brüder der Linken vor allen Dingen waren, welche die Veranstaltungen mit den Seelen der toten Menschen gemacht haben. Für sie war vor allen Dingen das interessant, was durch die spiritistischen Sitzungen herauskommen werde. Sie bemächtigten sich nach und nach des ganzen Feldes. Die gutmeinenden Eingeweihten verloren nach und nach alles Interesse an dem Spiritismus, fühlten sich in einer gewissen Weise sogar beschämt, weil diejenigen, die den Spiritismus von Anfang an nicht wollten, ihnen sagten, das hätte man von Anfang an wissen können, daß mit dem Spiritismus jetzt nichts herauskommen kann. Dadurch kam aber gerade der Spiritismus in die Machtzone, ich möchte sagen, der Brüder der Linken. Nun, von solchen Brüdern der Linken habe ich gestern gesprochen, die vor allen Dingen sich dadurch enttäuscht fühlten, da sie sahen, es könne durch diesen nun einmal in Szene gesetzten Spiritismus sich das enthüllen, was sie eigentlich angeregt hatten, wovon sie aber vor allen Dingen wollten, daß es nicht herauskäme: es könne ja gerade in spiritistischen Sitzungen, weil sich die Teilnehmer von den Toten beeinflußt glaubten, durch Mitteilung der Toten sich offenbaren, was gewisse Brüder der Linken mit den Seelen Verstorbener machen. Gerade solche Seelen konnten sich in den spiritistischen Sitzungen manifestieren, die mißbraucht wurden gewissermaßen von den Brüdern der Linken.

[ 5 ] Well-meaning, spiritual members of the brotherhood thus held the erroneous attitude that by the use of mediums people could be convinced of the existence of a spiritual world around them. It would then be possible, they believed, to impart to man higher truths on the basis of this conviction. This might have occurred if what these well-meaning members of the brotherhood had surmised would occur had actually taken place, if what these mediums had brought to light had been presented as though one were dealing with the spiritual world around us. Something completely different took place, as I pointed out yesterday. What came to light through the mediums was interpreted by the people who took part in the seances as coming from the dead. What was revealed through spiritism was therefore essentially a disappointment for all. Those who had allowed themselves to be overruled were naturally most distressed that in the seances, at times rightfully, there could be talk about manifestations of the spirits of the departed. The well-meaning, progressive initiates did not at all expect that there would be talk about the dead. They expected that the universal elementary world would be mentioned. They were therefore also disappointed. Such things are carefully followed by those who are initiated in a certain way. We have, in addition to the aforementioned members of brotherhoods, members of other brotherhoods, or at times portions of the same brotherhood in which minorities—and sometimes also majorities—could form. We must take heed of other initiates, those who are called within the brotherhoods the “brothers of the left,” that is, those who exploit everything that is embodied as an impulse in human evolution as a means for power. It is self-evident that these brothers of the left also expected all sorts of things to come to light through spiritism. I explained yesterday that it was mostly such brothers of the left who made the arrangements for the use of the souls of dead human beings. For them it was of compelling interest what would come out of these seances. They gradually took over the whole field. The well-meaning initiates gradually lost all interest in spiritism; they felt in a certain way ashamed, because those who had been against the spiritism from the beginning told them it could have been known from the beginning that nothing could come out of spiritism now. Through this, spiritism came into the sphere of power, so to speak, of the brothers of the left. I spoke yesterday about such brothers of the left, who felt disappointed because they saw that, through the spiritism that they themselves had set into motion, could be revealed what they wished above all things would not emerge. Since the participants believed themselves influenced by the dead, it was possible in the seances to reveal through messages from the dead what certain brothers of the left were doing with the souls of the departed. In these seances, exactly those souls could manifest themselves who had been misused to a certain degree by the brothers of the left.

[ 6 ] Das müssen Sie eben durchaus in Betracht ziehen, daß es sich bei diesen Mitteilungen nicht um Theorien handelt, sondern daß es sich darum handelt, Tatsachen zu erzählen, die auf Individualitäten zurückgehen. Und wenn nun diese Individualitäten wiederum vereinigt sind in Brüderschaften, so kann von ein und derselben Sache die eine Individualität dies, die andere jenes erwarten. Es geht schon einmal nicht, wenn man von dem Tatsächlichen der geistigen Welt redet, es geht schon einmal nicht, da etwas anderes zu suchen als ein Wirken aus den Impulsen der Individualitäten heraus. Was der eine macht und was der andere macht, widerspricht sich ja auch im Leben. Redet man von Theorien, dann darf der Satz des Widerspruchs nicht verletzt werden. Redet man aber von Tatsachen, dann wird sich — gerade weil man von Tatsachen redet — sehr häufig zeigen, daß diese Tatsachen in der geistigen Welt ebensowenig zusammenstimmen wie die Handlungen der Menschen hier auf dem physischen Plane. Also ich bitte Sie, das immer zu berücksichtigen. Man kann ja, wenn man von diesen Dingen spricht, nicht über Wirklichkeiten reden, wenn man nicht von individuellen Tatsachen redet. Das ist es, um was es sich handelt. Also es müssen die einzelnen Strömungen auseinandergehalten, auseinandergeschält werden.

[ 6 ] You must take into consideration that with these messages we are not dealing with theories but are relating facts that can be traced to individualities. When these individualities are united in brotherhoods, one individuality can expect one thing, while another expects something different from one and the same matter. It is not possible to speak about actualities in the spiritual world; it is impossible to seek there anything but a working out of the impulses of the individualities. What one does and what another does contradicts itself even as in life. When theories are spoken of, the ground for contradiction may not be broken. When one speaks of facts, however, then just because facts are spoken of, it will frequently be shown that these facts agree just as little in the spiritual world as the actions of human beings do here on the physical plane. I therefore beg you always to consider that it is impossible, when one speaks about these things, to speak about realities if one does not speak about individual facts. It is these with which we are concerned. It thus becomes necessary to keep the individual streams apart, to peel them apart.

[ 7 ] Dies hängt aber zusammen mit einer sehr bedeutsamen Sache, die man, will man in der Gegenwart zu einer einigermaßen befriedigenden Weltanschauung kommen, sich vor allen Dingen zum Bewußtsein bringen muß. Es ist das, was ich nun sage, eine ganz prinzipielle und bedeutungsvolle Sache, trotzdem sie etwas abstrakter ist; aber wir müssen uns einmal diese Tatsache vor die Seele führen.

[ 7 ] This is connected, however, with a very significant matter that one must bring above all to one's consciousness if one wishes in the present to arrive at some sort of satisfying world conception. What I am saying is of prime importance, and although it is something abstract, we must lead this fact once before our souls.

[ 8 ] Der Mensch strebt nämlich, wenn er sich eine Weltanschauung bilden will, mit Recht danach, daß die einzelnen Teile dieser Weltanschauung zusammenstimmen. Dies tut er aus einer gewissen Gewohnheit heraus, aus einer Gewohnheit heraus, die so berechtigt ist wie nur möglich; denn sie hängt zusammen mit alledem, was durch viele Jahrhunderte hindurch der Menschheit teuerstes Seelen- und Geistesgut war: mit dem Monotheismus. Man will dasjenige, was einem in der Welt als Erlebnis begegnet, auf einen einheitlichen Weltengrund zurückführen. Dies hat seine gute Berechtigung, aber nicht nach derjenigen Seite hin, nach welcher es die Menschen gewöhnlich berechtigt glauben, sondern nach einer ganz andern Seite hin, von der wir das nächste Mal sprechen werden. Heute möchte.ich Ihnen nur das prinzipiell Wichtige vor die Seele führen.

[ 8 ] If man wishes to build for himself a world conception, he rightly strives toward harmonizing the individual parts. This he does out of a certain habit, out of a habit that is most justified, because it is related to all that through many centuries has been humanity's dearest treasure of soul and spirit, to monotheism. What is encountered in the world as experience one wishes to lead back to an undivided foundation of the world. This is well justified, though not in the way that we usually believe it to be justified. It is justified in a completely different way, about which we will speak next time. Today I would like to lead before your soul only what is of principal importance.

[ 9 ] Wer mit der Voraussetzung an die Welt herantritt: alles muß sich widerspruchslos so erklären lassen, als ob es aus einem einheitlichen Weltengrunde hervorgehe, der wird viele Enttäuschungen erleben gerade dann, wenn er in unbefangener Art der Welt und ihren Erlebnissen gegenübertritt. Es ist einmal so hergebracht, daß der Mensch alles das, was er in der Welt wahrnimmt, behandelt nach der pastoralen Weltanschauung: alles führt zurück zu dem einheitlichen göttlichen Urgrund; aus Gott stammt alles, also muß es in einheitlicher Weise sich erklären lassen.

[ 9 ] One who approaches the world with the expectation that everything must explain itself without contradiction, as if it arose from an undivided foundation of the world, will experience many disappointments when he faces the world and its experiences in an unprejudiced way. It is traditional for the human being to treat all that he perceives in the world according to a pastoral world conception, in which everything is led back to the undivided, divine, primordial foundation; everything stems from God and therefore must be understandable as a unity.

[ 10 ] Nun ist das aber nicht so. Es ist nicht so, es stammt nicht dasjenige, was uns in der Welt an Erlebnissen umgibt, aus einem einheitlichen Urgrund, sondern es stammt aus voneinander verschiedenen spirituellen Individualitäten. Es wirken verschiedene Individualitäten zu dem zusammen, was uns in der Welt als Erlebnisse umgibt. So ist es zunächst. Über anderes, was den Monotheismus berechtigt macht, werden wir das nächste Mal noch sprechen. Aber so ist es zunächst. Wir müssen uns bis zu einem gewissen Grade, ja bis zu einem hohen Grade voneinander unabhängige Individualitäten denken, sobald wir nur die Schwelle der geistigen Welt übertreten. Aber dann kann man nicht verlangen, daß dasjenige, was auftritt, aus einem einheitlichen Prinzip heraus zu erklären ist. Denn denken Sie, schematisch dargestellt (siehe Zeichnung S.200), dies wäre irgendein Erlebnis, meinetwillen wären das die Erlebnisse, sagen wir vom Jahre 1913 bis zum Jahre 1918. Die Erlebnisse der Menschen gehen natürlich nach beiden Richtungen fort. Ja, der Historiker wird immer versucht sein, nun ein einheitliches Prinzip in diesem ganzen Werdegang vorauszusetzen. So ist es aber nicht; sondern sobald man die Schwelle zur geistigen Welt überschreitet, die man nach unten und nach oben überschreiten kann (siehe Zeichnung, rot), es ist ein und dieselbe, so wirken in diese Ereignisse herein verschiedene Individualitäten zusammen, die voneinander verhältnismäßig unabhängig sind (siehe Zeichnung, Pfeile). Und wenn Sie das nicht berücksichtigen, wenn Sie einen einheitlichen Weltengrund überall voraussetzen, so werden Sie die Ereignisse niemals verstehen. Nur dann, wenn Sie in dem, was gewissermaßen der Wellenschlag der Ereignisse ist, die verschiedensten Individualitäten, die gegeneinander oder miteinander arbeiten, in Betracht ziehen, dann werden Sie die Dinge in der richtigen Weise verstehen.

[ 10 ] This is not the case now, however. What surrounds us in the world as experience does not stem from the undivided primordial foundation. Rather it stems from spiritual individualities different from one another. Different individualities work together in all that surrounds us in the world as experience. This is how it is above all. We will speak next time about other ways of justifying monotheism, but this is how it is above all. We must think of individualities as being to a certain degree—actually to a high degree—independent of one another as soon as we cross the threshold of the spiritual world. One cannot then require that what appears be accountable by an undivided principle. Imagine that this, schematically represented, is some experience (as far as I am concerned it could be the experiences from 1913–1918). The experiences of human beings continue naturally in both directions. The historian is always tempted to assume an undivided principle in this whole process. This is not the case, however. As soon as we cross the threshold to the spiritual world—which can be crossed from either above or below (see drawing, red), it is one and the same—various individualities work together in influencing these events that are relatively independent of each other (see drawing, arrows). If you do not take this into consideration, if you assume everywhere an undivided foundation of the world, you will never understand these events. Only when you take into consideration what is to a certain degree the ebb and flow of events, the varied individualities who work with or against one another, only then will you understand these things in the right way.

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[ 11 ] Diese Sache hängt ja zusammen mit den tiefsten Geheimnissen des Menschenwerdens überhaupt. Und nur das monotheistische Gefühl hat diese Tatsache für Jahrhunderte oder Jahrtausende verschleiert; aber in Betracht ziehen muß man sie. Man muß daher, wenn man heute in Weltanschauungsfragen weiterkommen will, vor allen Dingen Logik nicht verwechseln mit abstrakter Widerspruchslosigkeit. Abstrakte Widerspruchslosigkeit kann in einer Welt, in der voneinander unabhängige Individualitäten zusammenwirken, nicht da sein; daher wird es immer, wenn abstrakte Widerspruchslosigkeit angestrebt wird, zur Verarmung der Begriffe führen; die Begriffe werden nicht mehr die volle Wirklichkeit umspannen können. Nur dann können die Begriffe die volle Wirklichkeit umspannen, wenn diese Begriffe jene widerspruchsvolle Welt in sich zu fassen vermögen, welche eben die Wirklichkeit ist.

[ 11 ] This matter is indeed connected with the deepest mysteries of human evolution. Only the monotheistic feeling has veiled this fact for centuries or millennia, but one must consider it. If one wishes to progress today, therefore, with questions of a world conception, above all one must not confuse logic with an abstract lack of contradiction. An abstract lack of contradiction cannot exist in a world in which individualities are working together independently of one another. A striving for conformity will therefore always lead to an impoverishment of concepts; the concepts will no longer be able to encompass the full reality. Only when these concepts are able to take hold of this world full of contradictions, which is the true reality, will they be able to encompass the full reality.

[ 12 ] Dasjenige, was der Mensch als Naturgebiet vorliegend hat, das kommt auf eine sehr merkwürdige Weise zustande. Auch an der Natur, an allem, was der Mensch Natur nennt und mit Naturwissenschaft auf der einen Seite, mit Naturdienst, Naturästhetik und so weiter auf der andern Seite zusammenfaßt, wirken verschiedene Individualitäten mit. Aber in dem gegenwärtigen Entwickelungszyklus der Menschheit ist durch die weisheitsvolle Weltenlenkung eine für den Menschen sehr segensvolle Einrichtung getroffen worden. Nämlich, der Mensch kann die Natur begreifen mit den Begriffen, die sich auf eine einheitliche Lenkung beziehen, weil von der Natur durch die Sinneswahrnehmung nur dasjenige an den Menschen als Erlebnis herankommt, was von der einheitlichen Lenkung abhängt. Hinter dem Teppich der Natur liegt etwas anderes, was von ganz anderer Seite beeinflußt wird. Aber das wird ausgeschaltet, wenn der Mensch die Natur wahrnimmt. So kommt es, daß dasjenige, was der Mensch Natur nennt, ein einheitliches System ist, aber nur deshalb, weil es durchgesiebt ist. Indem wir wahrnehmen durch unsere Sinne, wird uns die Natur gleichsam durchgesiebt. Alles das, was widerspruchsvoll in ihr ist, das wird herausgesiebt, und es wird die Natur uns so überliefert, daß sie ein einheitliches System ist. In dem Augenblick aber, wo man die Schwelle überschreitet und dasjenige, was zur Wirklichkeit gehört, auch zur Naturerklärung heranzieht — die elementaren Geister oder die Beeinflussungen der Menschenseelen, die sich auf die Natur auch richten können —, in dem Augenblick ist man nicht mehr in der Lage, auch bei der Natur von einem einheitlichen System zu reden, sondern da muß man sich dann auch schon wiederum klarwerden, daß man es mit dem Hereinwirken einander bekämpfender oder einander tragender, einander verstärkender Individualitäten zu tun hat.

[ 12 ] What man has before him as a realm of nature materializes in a remarkable way. Different individualities also work together in all that man calls nature and includes in natural science on the one hand and nature worship, aesthetics of nature, etc., on the other hand. In the present evolutionary cycle of humanity, however, a fortunate arrangement has been found for human beings through the wisdom-filled guidance of the world: man can grasp nature with concepts that relate him to an undivided guidance, because only what is dependent upon an undivided guidance can approach the human being as experience from nature through sense perception. Behind the tapestry of nature lies something quite different, which is influenced from a totally different direction. This is blocked out, however, when man perceives nature. What man calls nature is consequently an undivided system, but only because it has been sifted. When we perceive through our senses, nature is, as it were, sifted for us. Everything that is contradictory in it is sifted out, and nature is transmitted to us as an undivided system. At the moment when we cross the threshold, however, and perceive the reality, bringing clarification into nature—the elemental spirits or influences upon human souls that could also be regulated by nature—one is no longer in a position to speak about nature as an undivided system. Rather one must become clear that we are dealing with influences of individualities who are either struggling with one another or supporting and strengthening one another.

[ 13 ] In der elementaren Welt finden wir Geister der Erde, gnomenhafte Wesen; Geister des Wassers, undinenhafte Wesen; Geister der Luft, sylphenhafte Wesen; Geister des Feuers, salamanderartige Wesen. Die sind alle da. Ja, die sind nicht so, daß sie nun alle ein einheitliches Regiment bilden würden. So ist das nicht. Sondern diese verschiedenen Reiche: Gnomen, Undinen, Sylphen, Salamander, sie sind in einer gewissen Weise selbständig; sie arbeiten nicht nur in Reih und Glied alle aus einem System heraus, sondern sie bekämpfen auch einander. Ihre Intentionen haben nichts miteinander zu tun von vornherein, sondern das, was entsteht, entsteht durch das verschiedenartigste Zusammenwirken der Intentionen. Kennt man die Intentionen, dann sieht man in dem, was vor einem auftritt, daß da hereinwirken meinetwillen Feuergeister und Undinen zusammen. Aber man darf niemals glauben, daß hinter diesen nun wiederum einer steht, der ihnen ein gewisses Kommando gibt. Das ist nicht so. Es ist dieser Geist sehr verbreitet in der Gegenwart, und solche Philosophen, wie zum Beispiel der Philosoph Wand — von dem Fritz Mauthner nicht mit Unrecht gesagt hat: «Autorität von seines Verlegers Gnaden», aber Autorität ist er fast für die ganze Welt vor dem Kriege gewesen —, die gehen darauf aus, alles dasjenige, was in der menschlichen Seele lebt, Vorstellungsleben, Gefühlsleben, Willensleben in eine Einheit zu fassen, weil sie sagen: Die Seele ist eine Einheit, also muß alles das zu einer Einheit, zu einem gemeinsamen System gehören. — Das ist aber eben nicht so, und es würden jene starken, bedeutungsvollen Diskrepanzen des menschlichen Lebens, auf die gerade die analytische Psychologie kommt, nicht herauskommen, wenn nicht unser Vorstellungsleben hinter der Schwelle zurückführte in ganz andere Regionen, wo andere Individualitäten unser Vorstellungsleben beeinflussen als unser Gefühlsleben und dann wiederum unser Willensleben.

[ 13 ] In the elementary world we find spirits of earth, gnome-like beings; spirits of water, undine-like beings; spirits of air, sylph-like beings; and spirits of fire, salamander-like beings. They are all there. They are not there, however, to form a unified regiment. It is not like that. These various realms—gnomes, undines, sylphs, salamanders—are in a certain way independent. They do not work only as the rank and file from a single system, but they fight with one another. Their intentions have nothing to do with each other to begin with, but what then arises evolves through the most diverse working together of intentions. If one is familiar with the intentions one can see in what appears before us perhaps a working together of fire spirits and undines. One must never believe, however, that behind these beings stands someone who gives them a certain command. This is not the case. This idea is widespread today, and philosophers such as Wilhelm Wundt (about whom Fritz Mauthner unjustifiably said, “Authority by his publisher's grace,” though he was the authority for almost the whole world before the war) aim to gather together as a unity all that lives in the human soul, the life of thinking, life of feeling, and life of willing. They say that the soul is a unity and therefore everything must belong to a unity, to a common system. This is not so, however, and those strong contradictions so full of significance in human life, which analytical psychology has discovered, would not emerge unless our life of thinking beyond the threshold were not to lead us back to quite different regions where other individualities influence our life of thinking, our life of feeling, and our life of willing.

[ 14 ] Es ist so sonderbar! Sehen Sie, wenn das die menschliche Wesenheit ist (siehe Zeichnung, Oval) und wir haben in der menschlichen Wesenheit Vorstellungsleben, Gefühlsleben, Willensleben (drei Kreise), dann kann sich so ein Systematiker wie Wundt nichts anderes vorstellen, als daß das alles ein System ist.

[ 14 ] It is so curious! You see, if this is the human being (see drawing) and we have within the human being the life of thinking, life of feeling, and life of willing (see drawing, T, F, W), a systematizer like Wundt would not picture anything but that it is all a system.

[ 15 ] Indessen, es führt das Vorstellungsleben in eine andere Welt (W 1), es führt das Gefühlsleben in eine andere Welt (W 2), und wiederum das Willensleben in eine andere Welt (W 3). Dazu ist gerade die Menschenseele da, um eine Einheit zu bilden aus demjenigen, was in der vormenschlichen, also augenblicklich vormenschlichen Welt eine Dreiheit ist.

[ 15 ] Meanwhile the life of thinking leads to one world (W1), the life of feeling leads into another world (W2), and the life of willing into yet another world (W3). The human soul is there exactly for the purpose of forming a unity of what in the pre-human, momentarily pre-human world, was a three-foldness.

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[ 16 ] Nun, mit allen diesen Dingen muß gerechnet werden, sobald für die geschichtliche Entwickelung der Menschheit in Betracht kommen die Impulse, die dieser geschichtlichen Entwickelung einmal einverleibt werden.

[ 16 ] All these things must be taken into account as soon as we concern ourselves with the impulses for the historic evolution of humanity, these impulses that will be embodied in this historic evolution.

[ 17 ] Ich habe im Verlaufe dieser Betrachtungen gesagt, daß ein jeder Zeitraum der nachatlantischen Zeit seine besondere Aufgabe hat. Ich habe im allgemeinen die Aufgabe des fünften nachatlantischen Zeitraumes charakterisiert, indem ich angedeutet habe, daß es einmal schon für die Menschheit die Aufgabe dieses Zeitraumes ist, sich mit dem Bösen als Impuls in der Weltenentwickelung auseinanderzusetzen. Was das heißt, das haben wir ja verschiedentlich besprochen. Es ist nicht anders möglich, als daß die Kräfte, welche, wenn sie am schlechten Orte auftreten, als das Böse auftreten, durch die Anstrengungen der Menschen im fünften nachatlantischen Zeitraum für die Menschheit erobert werden, so daß sie mit diesen Kräften des Bösen etwas Günstiges für die Zukunft der ganzen Weltenentwickelung anzufangen in der Lage ist. Dadurch wird die Aufgabe dieses fünften nachatlantischen Zeitraums eine ganz besonders schwierige. Denn sehen Sie, eine große Anzahl von Versuchungen steht der Menschheit bevor. Und wenn so nach und nach die Gewalten des Bösen erscheinen, dann ist natürlich der Mensch unter Umständen viel mehr geneigt, sich diesem Bösen auf allen Gebieten zu überlassen, als daß er den Kampf aufnimmt, um dasjenige, was ihm als Böses erscheint, in den Dienst der guten Weltenentwickelung zu stellen. Und dennoch, dieses muß geschehen; es muß das Böse bis zu einem gewissen Grade in den Dienst der guten Weltenentwickelung gestellt werden. Ohne dieses könnte nicht eingetreten werden in den sechsten nachatlantischen Zeitraum, der dann eine ganz andere Aufgabe haben wird, der die Aufgabe haben wird, die Menschheit leben zu lassen, trotzdem sie mit der Erde noch zusammenhängt, vor allen Dingen in einer fortdauernden Anschauung der geistigen Welt, in geistigen Impulsen. Gerade mit dieser Aufgabe gegenüber dem Bösen im fünften nachatlantischen Zeitraum hängt es zusammen, daß eine gewisse Art von persönlicher Verfinsterung für die Menschen eintreten kann.

[ 17 ] I have mentioned in the course of these studies that every era in the post-Atlantean age has its particular task. I have characterized in general the task of the fifth post-Atlantean period, indicating that it is humanity's task in this period to come to grips with evil as an impulse in the evolution of the world. We have frequently discussed what this means. It cannot be otherwise than that forces that appear at the wrong place appear as evil. They can be conquered for humanity, however, through the exertions of human beings in the fifth post-Atlantean period, so that with these forces of evil something good for the future of the evolution of the whole world is in the position to unfold. For this reason, the task for the fifth post-Atlantean period is a particularly difficult one. As you see, a great many temptations face humanity. When the powers of evil gradually appear, it is natural that man is more likely under the circumstances to give in to this evil in all realms, rather than taking up the struggle to allow what appears to him as evil to be put in the service of the good in world evolution. Yet this must happen: the evil must to a certain degree be placed at the service of the good in world evolution. Without this, it would be impossible to enter the sixth post-Atlantean period, which will have a completely different task. It will have the task of allowing humanity to live above all in a continuous contemplation of the spiritual world, of spiritual impulses, in spite of the fact that it is still connected with the earth. Just this task in the fifth post-Atlantean period, that of opposing evil, is connected with the new possibility of a certain kind of personal darkening for humanity.

[ 18 ] Nun wissen wir, daß seit dem Jahre 1879 die dem Menschen nächststehenden Geister der Finsternis, die dem Reiche der Angeloi angehören, im Menschenreiche selber wandeln, weil sie aus der geistigen Welt in das Menschenreich herabgestoßen worden sind und nun in den menschlichen Impulsen drinnen vorhanden sind, durch die menschlichen Impulse wirken. Ich sagte, gerade durch dieses, daß dem Menschen so nahestehende Wesen auf unsichtbare Art unter den Menschen wirken und der Mensch durch die hereinspielenden Kräfte des Bösen abgehalten ist davon, das Spirituelle mit der Vernunft anzuerkennen — denn das ist wiederum die damit zusammenhängende Aufgabe des fünften nachatlantischen Zeitraums —, gerade dadurch werden diesem fünften nachatlantischen Zeitraum viele Gelegenheiten gegeben, sich finsteren Irrtümern und dergleichen hinzugeben. Es muß gewissermaßen der Mensch sich dazu bequemen, in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum das Spirituelle durch seine Vernunft zu erfassen. Geoffenbart wird es schon; dadurch, daß die Geister der Finsternis 1879 besiegt worden sind, dadurch wird immer mehr und mehr spirituelle Weisheit aus den geistigen Welten herunterfließen können. Nur wenn die Geister der Finsternis oben geblieben wären in den geistigen Reichen, würden sie ein Hemmnis sein können für dieses Herunterfließen. Das Herunterfließen von spiritueller Weisheit können sie fortan nicht verhindern; aber Verwirrung können sie fortan stiften, die Seelen können sie verfinstern. Und welche Gelegenheiten zur Verfinsterung ergriffen werden, haben wir ja zum Teil schon geschildert. Was für Vorkehrungen getroffen werden, haben wir angeführt, um die Menschen abzuhalten davon, das spirituelle Leben zu empfangen.

[ 18 ] We know that since the year 1879 the spirits of darkness who are closest to human beings, the spirits belonging to the kingdom of the angeloi, wander about within the human kingdom, because they were thrown out of the spiritual world into the human kingdom and now exist within human impulses, are working through human impulses. I have said that, exactly because of this, beings that are close to man work in an invisible way among human beings, and man is held back from recognizing the spiritual with the intellect through the play of forces of evil. This is again bound up with the task of the fifth post-Atlantean period, because precisely through this many opportunities are given to the fifth post-Atlantean period to lend itself to dark illusions and the like. Man must accustom himself to a certain extent in this period to grasping the spiritual with his intellect. The spiritual will already have been revealed. Because the spirits of darkness were overcome in 1879, more and more spiritual wisdom can flow down from the spiritual worlds. Only if the spirits of darkness had remained above in the spiritual kingdom would they have become a hindrance to this flow. This flow of spiritual wisdom they henceforth cannot hinder, but they can cause confusion and could darken souls. We have often described which opportunities for darkening are exploited. We have already mentioned what arrangements are made to prevent the human being from receiving the spiritual life.

[ 19 ] Das alles kann natürlich nicht zum Jammern oder irgend so etwas Anlaß geben, sondern zu einer Stärkung der Kraft und Energie der Menschenseele nach dem Spirituellen hin. Denn wird in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum von den Menschen dasjenige erreicht, was erreicht werden kann durch die Einverleibung der Kräfte des Bösen im guten Sinne, dann wird zu gleicher Zeit etwas Ungeheures erreicht: dann wird dieser fünfte nachatlantische Zeitraum für dieEntwickelung der Menschheit etwas wissen aus größeren Vorstellungen als irgendein nachatlantischer Zeitraum, ja als irgendein früherer Zeitraum der Erdenentwickelung. Erschienen ist zum Beispiel der Christus durch das Mysterium von Golgatha dem vierten nachatlantischen Zeitraum; aneignen für die menschliche Vernunft kann ihn sich der fünfte nachatlantische Zeitraum erst. Im vierten nachatlantischen Zeitraum haben die Menschen begreifen können, daß sie in dem Christus-Impuls etwas haben, was sie über den Tod hinausführt als Seelen; das ist ja durch das Paulinische Christentum hinlänglich klargeworden. Aber ein noch Bedeutsameres wird eintreten für die Entwickelung des fünften nachatlantischen Zeitraums, in dem die Menschenseelen erkennen werden, daß sie in dem Christus den Helfer haben, um die Kräfte des Bösen in Gutes umzuwandeln. Aber eines ist mit dieser Eigentümlichkeit des fünften nachatlantischen Zeitraums verbunden, eines, das man sich jeden Tag aufs neue in die Seele schreiben soll, das man ja nicht vergessen soll, obwohl der Mensch besonders für das Vergessen dieser Sache angelegt ist: ein Kämpfer um das Spirituelle muß der Mensch sein in dieser fünften nachatlantischen Zeit; erleben muß er, daß seine Kräfte erschlaffen, wenn er sie nicht fortwährend im Zaume hält für die Eroberung der spirituellen Welt. Im höchsten Maße ist der Mensch auf seine Freiheit gestellt in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum! Das muß er durchmachen. Und gewissermaßen an der Idee der menschlichen Freiheit muß geprüft werden alles dasjenige, was die Menschen trifft in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum. Denn würden die Kräfte der Menschen erschlaffen, so könnte gewissermaßen alles zum Schlimmen ausfallen. Der Mensch ist nicht in der Lage, in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum wie ein Kind geführt zu werden. Sind gewisse Brüderschaften da, welche sich gewissermaßen das Ideal vorhalten, die Menschen wie Kinder zu führen, wie sie noch geführt wurden im dritten nachatlantischen Zeitraum und im vierten, so tun diese Brüderschaften gar nicht das rechte; sie tun gar nicht dasjenige, was für die Entwickelung der Menschheit eigentlich geschehen soll. Die Menschen so auf die spirituelle Welt hinzuweisen, daß Annahme oder Ablehnung der spirituellen Welt in die Freiheit der Menschen gestellt ist, das muß sich derjenige, der in dieser fünften nachatlantischen Zeit von dieser spirituellen Welt spricht, immer wieder und wiederum vorhalten. Daher können gewisse Dinge in dieser fünften nachatlantischen Zeit nur gesagt werden; aber das Sagen ist jetzt ebenso wichtig, wie irgend etwas anderes wichtig war in andern Zeiträumen. Dafür will ich Ihnen ein Beispiel geben.

[ 19 ] Naturally, all of this cannot give rise to wailing or something of that sort but should strengthen the force and energy of the human soul to approach the spiritual. If in this fifth post-Atlantean period man can achieve what can be achieved through embodying the forces of evil in a good sense, then at the same time something tremendous will be achieved; then this fifth post-Atlantean period will know something for human evolution out of greater ideas than any other post-Atlantean period, yes, than any other period of earthly evolution. Christ appeared, for example, in the fourth post-Atlantean period through the Mystery of Golgotha. Only the fifth post-Atlantean epoch, however, can make this mystery its own through the human intellect. In the fourth post-Atlantean period, human beings could grasp that they possessed something in the Christ impulse that would lead them as souls beyond death. This became sufficiently clear through Pauline Christianity. Something still more significant, however, will enter the evolution of the fifth post-Atlantean period, in which human souls will recognize that they have in Christ the helper to transform the forces of evil into good. One thing is bound up with this characteristic of the fifth post-Atlantean period, however, one thing that one should inscribe anew every day within the soul. It should never be forgotten, although man is especially inclined to forget this, that man must be a fighter for the spiritual in this fifth post-Atlantean time. He must experience that his forces will weaken if he does not continually hold them in check for the conquest of the spiritual world. Man is given his freedom to the highest degree in this fifth post-Atlantean period! He must endure this. To a certain extent the idea of human freedom must be the testing ground for all that meets man in the fifth post-Atlantean period. If the forces of man should weaken, everything could take a turn for the worse. Man is not in the position in this period to be led like a child. There are certain brotherhoods, however, which hold as their ideal to lead human beings like children as they were still being led in the third post-Atlantean period and in the fourth. These brotherhoods are therefore not doing what is right—they are not doing at all what should be done for the evolution of humanity: to direct human beings toward the spiritual world in such a way that acceptance or rejection of the spiritual world is left to the freedom of the human being. This must be kept in mind continually by anyone who speaks of the spiritual world in this fifth post-Atlantean period. For this reason certain things in this period can only be said, but the saying is just as important as something else was important in another era. I will give you an example.

[ 20 ] In unserer Zeit ist das Mitteilen von Wahrheiten, wenn ich trivial sprechen darf, das Vortragen von Wahrheiten das Allerwichtigste. Danach richten sollen sich die Menschen aus ihrer Freiheit heraus. Weiter sollte eigentlich nicht gegangen werden als bis zum Vortrag, bis zur Mitteilung der Wahrheiten; das andere sollte in freiem Entschlusse daraus folgen; so daraus folgen, wie die Dinge folgen, die man als Entschlüsse faßt aus dem Impulse des physischen Planes heraus. Das bezieht sich auch auf die Dinge, die gewissermaßen nur von der geistigen Welt aus selbst gelenkt und geleitet werden können.

[ 20 ] In our time the communication of truths or, if I may express it trivially, the lecturing about truths, is most important. After that, people should find their direction in freedom. One should not go any further than the lecture, the communication of truths; the rest should follow in free resolve, follow as things follow that one makes as resolves from the impulses of the physical plane. This relates also to things that to a certain extent can only be directed and guided from the spiritual world.

[ 21 ] Wir werden uns gleich besser verstehen, wenn wir auf Einzelheiten eingehen. Noch im vierten nachatlantischen Zeitraum war es so, daß andere Dinge in Betracht kamen als das bloße Wort, die bloße Mitteilung. Was kam da in Betracht? Nun, nehmen wir einen bestimmten Fall an: die Insel Irland, wie wir sie heute nennen, hat ganz besondere Eigentümlichkeiten. Diese Insel Irland unterscheidet sich durch gewisse Dinge von der ganzen übrigen Erde. Jedes Gebiet der Erde unterscheidet sich von den andern durch gewisse Dinge; das ist also nichts Besonderes; nur will ich den verhältnismäßig starken Unterschied heute hervorheben, der im Vergleich von Irland mit andern Gegenden der Erde besteht. In der Entwickelung der Erde kann man ja — wie Sie schon aus meiner «Geheimwissenschaft im Umriß» sehen — zurückgehen und verschiedene Einflüsse, verschiedene Geschehnisse konstatieren in demjenigen, was als Tatsachen aus der geistigen Welt herausgeholt werden kann. Sie wissen aus der «Geheimwissenschaft», wie sich die Dinge verhalten, wenn man zurückgeht bis zu dem, was die lemurische Zeit genannt wird, was da alles geschehen ist seit der lemurischen Zeit, wie sich die verschiedenen Dinge entwickelt haben. Ich habe Sie nun gestern darauf aufmerksam gemacht, daß die ganze Erde eigentlich als ein Organismus zu betrachten ist, daß sie für verschiedene Territorien Verschiedenes aus sich herausstrahlt auf die Bewohner. Dieses Ausgestrahlte hat auf den Doppelgänger, auf den ich gestern zum Schluß aufmerksam gemacht habe, einen ganz besonderen Einfluß. Bei Irland ist es so, daß in älteren Zeiten die Menschheit, die Irland gekannt hat, die ganz besondere Eigentümlichkeit von Irland märchenhaft, legendenhaft zum Ausdruck gebracht hat. Ich möchte sagen, eine esoterische Legende hat man gekannt als aussprechend das Wesen von Irland im Erdenorganismus. Man hat gesagt: Die Menschheit ist einstmals aus dem Paradiese vertrieben worden, weil im Paradiese Luzifer die Menschheit verführt hat; und sie ist dann in die übrige Welt zerstreut worden. Aber diese übrige Welt war schon da zur Zeit, als die Menschheit aus dem Paradiese vertrieben worden ist. Man unterscheidet also — so sagte man in dieser märchenhaften, in dieser legendenhaften Darstellung —, man unterscheidet also das Paradies mit dem Luzifer darinnen von der übrigen Erde, in welche die Menschheit verstoßen worden ist. Aber mit Irland ist es nicht so, das gehört nicht in demselben Sinne zu der übrigen Erde, weil, bevor Luzifer das Paradies betreten hat, sich ein Abbild des Paradieses auf der Erde gebildet hat, und dieses Abbild ist Irland geworden.

[ 21 ] We shall understand this better if we enter into individual examples. In the fourth post-Atlantean period it was still so that other things came into consideration than the mere word, the mere communication. What came into consideration? Let us take a definite case: the island Ireland, as we call it today, has particular characteristics. This island distinguishes itself from the rest of the earth in certain ways. Each realm of the earth differs from the others through certain characteristics; that is nothing special. I will emphasize today only the relatively strong distinction between Ireland and the other regions of the earth. In the evolution of the earth, as we have seen in my book, one can go back in time, and various influences, various occurrences, confirm what can be gathered as facts from the spiritual world. You know from Occult Science what things existed when we refer back to what was called the Lemurian time, what has developed since the Lemurian time, how the various things have evolved. I called your attention yesterday to the fact that the whole earth must essentially be regarded as an organism from within which stream different forces upon the inhabitants of different territories. This out-streaming has a special influence upon the double, to which I called your attention yesterday. In past times, the human beings who were familiar with Ireland brought the particular characteristics of Ireland to expression in fairy tales and legends. I would like to point out that an esoteric legend was known that expressed the essence of Ireland in relation to the earthly organism. It was said that humanity was once cast out of paradise because in paradise Lucifer had misled humanity, which was then scattered across the rest of the world. The rest of the world, however, had already been there at the time when humanity was cast out of paradise. One therefore distinguishes—so it is said in this fairy tale, in this legendary representation—between the paradise with Lucifer in it and the rest of the earth into which humanity was expelled. It is different with Ireland, however; it does not belong in the same sense to the rest of the earth, because before Lucifer had set foot in paradise a likeness of paradise had formed itself upon the earth, and this likeness has become Ireland.

[ 22 ] Verstehen Sie wohl: Irland ist also dasjenige Stück Erde, welches keinen Teil hat an Luzifer, zu dem Luzifer keine Beziehung hat. Dasjenige, was abgesondert hat werden müssen vom Paradiese, damit sein irdischer Abglanz entstehe, das hätte verhindert, daß Luzifer ins Paradies hineingekonnt hätte. Also Irland wurde so aufgefaßt nach dieser Legende, daß es erst eine Absonderung war desjenigen Teiles des Paradieses, der Luzifer verhindert hätte, in das Paradies hineinzukommen. Erst als Irland aus dem Paradiese heraus abgesondert war, konnte Luzifer in das Paradies hinein.

[ 22 ] You should well understand that Ireland is therefore that bit of earth that had no part of Lucifer, to which Lucifer had no relationship. That which had to be separated from paradise so that the earthly likeness of paradise could arise would have hindered Lucifer from entering paradise. Ireland thus was conceived according to this legend as a separation of those portions of paradise that would have hindered Lucifer from entering paradise. Only after Ireland had been separated from paradise could Lucifer enter paradise.

[ 23 ] Diese esoterische Legende, die ich Ihnen sehr unvollkommen dargestellt habe, ist etwas sehr Schönes. Sie war vielen Menschen die Erklärung für die ganz eigentümliche Aufgabe von Irland durch Jahrhunderte hindurch. Im ersten Mysteriendrama, das ich geschrieben habe, finden Sie schon dasjenige, was ja so viel erzählt wird: wie die Christianisierung Europas von irischen Mönchen ausgegangen ist. Als Patrick das Christentum eingeführt hatte in Irland, da verhielt sich die Sache ja so, daß dort das Christentum zur höchsten Frömmigkeit führte. Umdeutend die eben besprochene Legende, nannte man sogar Irland, das die Griechen «Ierne», die Römer «Ivernia» genannt hatten — in diesen Zeiten, in denen die Kräfte des europäischen Christentums gerade in seinen besten Impulsen von Irland ausgingen, von irischen, ins Christentum liebevoll Eingeweihten —, wegen der Frömmigkeit, die dort in den christlichen Klöstern herrschte: die Insel der Heiligen. Das hängt damit zusammen, daß allerdings die Kräfte, von denen ich gesprochen habe, diese territorialen Kräfte, die aus der Erde aufsteigend den menschlichen Doppelgänger erfassen, für die Insel Irland die allerbesten sind.

[ 23 ] This esoteric legend that I have presented in a very incomplete way is something very beautiful. It was for many people an explanation for the unique task of Ireland throughout the centuries. In the first Mystery Drama that I have written, you find what is so often told, how the Christianizing of Europe originated with the Irish monks. When St. Patrick introduced Christianity into Ireland the situation was such that Christianity led there to the highest devoutness. It gives new meaning to the legend about which I just spoke that Ireland—called Ierne by the Greeks and Ivernia by the Romans—was called the Isle of the Saints in those times in which the forces of European Christianity originated in their best impulses directly from Ireland, from Irish people who had been lovingly initiated into Christianity. It was called this because of the great devoutness that reigned within their Christian cloisters. This is connected with the fact that these territorial forces, about which I have spoken, ascending from the earth and taking hold of the human double, are at their very best on the island of Ireland.

[ 24 ] Sie werden sagen: dann müßten ja in Irland die allerbesten Menschen sein. Ja, so ist es aber doch nicht auf der Welt. In jedes Gebiet wandern andere ein und haben Nachkommen und so weiter. Also, so ist es eben nicht, daß der Mensch bloß das Ergebnis des Stückes Erde ist, auf dem er steht. Es kann sehr wohl der Charakter der Menschen widersprechen dem, was aus der Erde aufsteigt. Man darf nicht dasjenige, was sich in den Menschen wirklich entwickelt, zur Charakteristik des Erdenorganismus mit Bezug auf ein bestimmtes Territorium anführen. Da würde man sich eben wiederum nur der Welt der Illusionen überlassen.

[ 24 ] You will say that in that case the best human beings must be in Ireland. Yes, this is so, but not in the world. Into every region other people wander and have descendants, etc. It is not so, therefore, that man is merely the product of the bit of earth on which he stands. It can very well be that the forces ascending from the earth oppose the character of the human beings there. One must not confuse what really develops within the human being with the characteristics of the earthly organism in a definite territory. Then one would simply open oneself again to the world of illusion.

[ 25 ] Aber so etwas wie das, was ich Ihnen jetzt angedeutet habe, daß Irland ein ganz besonderer Boden ist, das können wir heute sagen. Und aus solchem Sagen müßte erfließen ein Faktor unter den vielen Faktoren, welche heute in fruchtbarer Weise zu sozialpolitischen Ideen führen können. Man müßte mit solchen Faktoren rechnen. Das, was ich eben von Irland gesagt habe, ist ein Faktor, man müßte mit solchen Faktoren rechnen. Man müßte das alles zusammensetzen. Das müßte Wissenschaft sein von der Gestaltung der menschlichen Verhältnisse auf der Erde. Bevor das sein wird, wird mit Bezug auf die Einrichtung der öffentlichen Angelegenheiten kein rechtes Heil sein. Das, was aus der geistigen Welt heraus gesagt werden kann, müßte einfließen in die Maßnahmen, die man trifft. Deshalb habe ich in öffentlichen Vorträgen jetzt gesagt, es sei wichtig, daß alle, die mit öffentlichen Angelegenheiten zu tun haben, Staatsmänner und so weiter, sich mit diesem bekanntmachen; denn dadurch allein würden sie die Wirklichkeit beherrschen. Sie tun es nur nicht, haben es vor allen Dingen nicht getan bis jetzt. Aber eine Notwendigkeit ist es deshalb doch.

[ 25 ] What I have just suggested, however, that Ireland is a special land, we are able to say today. From this should emerge a factor, among many factors, that could lead today in a fruitful way to social and political ideas. One must take such factors into account. What I have just said about Ireland is a factor, and one must reckon with such factors. One must gather everything together, to be created into a science of the forming of human conditions on earth. Until this comes about no true healing can come into the arrangement of public affairs. What can be communicated from the spiritual world must flow into the regulations that one encounters. For this reason I have said in public lectures that it is important that everyone concerned with public affairs—statesmen and so on—should acquaint himself with these things. Through this alone can public servants master reality. They will not do it, or at least they have not done so up to now, but it is a necessity nevertheless.

[ 26 ] Heute liegt das vor, daß in Gemäßheit der Aufgaben der fünften nachatlantischen Zeit es auf das Sagen ankommt, auf das Mitteilen; denn ehe das Gesagte zur Tat werden soll, müssen die Entschlüsse so gefaßt werden, wie man sie aus dem Impulse des physischen Planes heraus faßt. Das war in früheren Zeiten eben anders; da hat man noch anderes tun können.

[ 26 ] In accordance with the tasks of the fifth post-Atlantean period, emphasis must be put today on speaking out, on communication, because before what has been said can become deed, resolves must be made as they are determined by the impulses of the physical plane. This was different in former times; then one could act differently.

[ 27 ] In einem bestimmten Zeitpunkte des dritten nachatlantischen Zeitraumes hat eine gewisse Brüderschaft Veranlassung genommen, eine größere Anzahl von Kolonisten aus Kleinasien nach der Insel Irland zu schicken. Dazumal wurden dort angesiedelt Kolonisten aus demselben Gebiete von Asien, aus dem später der Philosoph Thales stammte. Lesen Sie nach in meinen «Rätseln der Philosophie» über die Philosophie des 'Thales. Thales stammte aus derselben Gegend, wenn auch später; er ist ja erst in der vierten nachatlantischen Zeit geboren. Aber schon früher, aus dem Milieu heraus, aus der ganzen geistigen Substanz heraus, aus welcher später der Philosoph Thales stammte, haben die Eingeweihten nach Irland Kolonisten geschickt. Warum? Weil sie die Eigentümlichkeit eines solchen Gebietes der Erde, wie es Irland ist, gekannt haben. Sie haben dasjenige gewußt, was angedeutet wurde durch die esoterische Legende, von der ich Ihnen gesprochen habe. Sie haben gewußt: die Kräfte, die aufsteigen aus der Erde durch den Boden der irischen Insel, diese Kräfte wirken so auf die Menschen, daß der Mensch dadurch wenig beeinflußt wird nach der Richtung der Intellektualität hin, wenig nach der Richtung des Egoismus, wenig nach der Richtung der Entschlußfähigkeit. Das haben diese Eingeweihten, die jene Kolonisten dahin geschickt haben, sehr gut gewußt, und sie haben Leute ausgewählt, welche durch ihre besonderen karmischen Anlagen geeignet erschienen, gerade den Einflüssen der Insel Irland ausgesetzt zu werden. Heute gibt es noch immer in Irland Nachkommen jener alten Bevölkerung, die dazumal von Kleinasien hinüber verpflanzt worden ist, und die sich entwickeln sollte so, daß nicht die kleinste Intellektualität, nicht der kleinste Verstand, nicht die Entschlußfähigkeit, dagegen gewisse besondere Eigenschaften des Gemütes hervorragend sich entwickeln sollten.

[ 27 ] At a definite moment in time in the third post-Atlantean era a certain brotherhood made arrangements to send a large number of colonists from Asia Minor to the island of Ireland. At that time colonists settled there from the same realm in Asia from which later the philosopher Thales originated. You may read in my Riddles of Philosophy 9Rudolf Steiner, Riddles of Philosophy, Spring Valley, NY, Anthroposophic Press, 1973. about the philosophy of Thales. Thales came from the same region, although later; he was born, of course, only in the fourth post-Atlantean period. Earlier, however, out of the same milieu, out of the whole spiritual substance from which later the philosopher Thales originated, the initiates had sent colonists to Ireland. Why? Because they were familiar with the characteristics of a realm of the earth such as Ireland. They knew what was indicated in the esoteric legend about which I have spoken to you. They knew that the forces ascending from the earth through the soil of the Irish island worked in such a way upon human beings that man was influenced little in the direction of intellectualism, little in the direction of egoism, little in the direction of the capacity to make resolves. The initiates who sent colonists there knew this full well, and they selected people who, through their particular karmic predisposition, seemed suited to be exposed to just these influences of Ireland. Today there are still descendants in Ireland of that old population who were at that time transplanted from Asia Minor and who were to develop in such a way that not the least intellectuality, not the least intellect, not the least capacity for making resolves, should develop but instead special qualities of the feeling (Gemuet) soul.

[ 28 ] Dadurch ist von langer Hand her vorbereitet gewesen das, was dann als die friedliche Ausbreitung des Christentums in Irland Platz gegriffen hat und jene gloriose Entwickelung des Christentums in Irland, von der dann ausgestrahlt ist die Christianisierung Europas. Von langer Hand her ist das vorbereitet gewesen. Die Landsleute des späteren Thales haben Leute dorthin geschickt, welche sich dann geeignet erwiesen, solche Mönche zu werden, die in der Weise, wie ich es angedeutet habe, wirken konnten. Solche Dinge hat man überhaupt viele gemacht in älteren Zeiten, und wenn Sie in der äußeren exoterischen Geschichte heute von unverständigen Historikern — die aber viel Verstand haben können selbstverständlich, denn der Verstand ist ja heute auf der Straße zu finden —, wenn Sie heute von solchen Historikern Kolonisationen der Alten dargestellt finden, so müssen Sie immer sich klar sein: in solchen Kolonisationen lag eine tiefgehende Weisheit; die wurden gelenkt und geleitet, indem man überall Rücksicht nahm auf dasjenige, was in der Zukunft stattfinden sollte, indem man in jener Zeit rechnete mit den Eigentümlichkeiten der Erdenentwickelung.

[ 28 ] Through this was prepared far in advance what took place in Ireland as that glorious evolution of Christianity, the peaceful spreading of Christianity from which streamed the Christianizing of Europe. This was prepared far in advance. The countrymen of the later Thales sent people there who proved themselves equipped to become monks and who could work there in the way I indicated. Such things were often done in ancient times, and when you find historic colonizations described in exoteric history by today's unintelligent historians (who have, however, much intelligence—intelligence can be found in the streets today) you must always understand that in such colonizations lay a deep-seated wisdom that was directed and guided by considering always what was to take place in the future, by taking into account at that time the characteristics of earthly evolution.

[ 29 ] Das war eine andere Art, spirituelle Weisheit in die Welt zu setzen. Das dürfte heute derjenige, der den rechten Pfad geht, so nicht machen; er dürfte nicht einfach den Leuten gegen ihren Willen, um die Erde einzuteilen, etwas vorschreiben, sondern er hat so zu wirken, daß er den Leuten die Wahrheiten sagt, und sie sollen sich selber darnach richten.

[ 29 ] This was another way of bringing spiritual wisdom into the world. This should not be done today, however, by just anyone who takes the proper path; it would be wrong simply to prescribe something for people against their will in order to partition the earth; rather one should proceed in such a way that people are told the truth so that they may guide themselves accordingly.

[ 30 ] Sie sehen also damit angedeutet einen wesentlichen Fortschritt vom dritten, vierten zum fünften nachatlantischen Zeitraum. Solch eine Sache muß man sehr gut ins Auge fassen. Und erkennen muß man, wie dieser Impuls der Freiheit sich hindurchziehen muß durch all dasjenige, was den fünften nachatlantischen Zeitraum beherrscht. Denn gerade gegen diese Freiheit des menschlichen Gemütes lehnt sich auf jener Widersacher, von dem ich Ihnen gesagt habe, daß er wie ein Doppelgänger den Menschen von einiger Zeit vor der Geburt bis zum Tode hin begleitet, aber bei dem Tode, vor dem Tode den Menschen verlassen muß. Wenn man unter diesem Einflusse steht, der unmittelbar mit dem Doppelgänger wirkt, dann kommt allerlei heraus, das schon in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum herauskommen kann, aber nicht für diesen fünften nachatlantischen Zeitraum so geeignet ist, daß es ihm die Möglichkeit gibt, seine Aufgabe so zu erreichen, daß im Kampf mit dem Bösen die Umwandlung des Bösen in das Gute bis zu einem gewissen Grade sich vollzieht.

[ 30 ] You see, therefore, that this was an essential progression from the third, fourth, to the fifth post-Atlantean period. One should keep this matter clearly in view and recognize how this impulse toward freedom must pull itself through all that rules over the fifth post-Atlantean period. It is exactly against the freedom of human feeling (Gemuet) that the antagonist conspires, the antagonist who, as I told you, is like a double accompanying man from some time before birth to death but who must abandon man just before he dies. If one is under this influence that works directly with the double, all sorts of things might emerge that can appear already in the fifth post-Atlantean period. It is not suitable for this period, however, to give man the full possibility of achieving his task. This task consists in the struggle against evil, of transforming evil into good.

[ 31 ] Denken Sie, was also eigentlich hinter all den Dingen steht, in welche der Mensch des fünften nachatlantischen Zeitraums hineingestellt ist. Die einzelnen Tatsachen müssen in der richtigen Weise beleuchtet werden; sie müssen verstanden werden. Denn da, wo stark der Doppelgänger wirkt, von dem ich gestern gesprochen habe, da wirkt man auch der eigentlichen Tendenz des fünften nachatlantischen Zeitraums entgegen. Es ist nur in diesem fünften nachatlantischen Zeitraum die Menschheit noch nicht so weit, die Tatsachen richtig zu taxieren; insbesondere seit diesen letzten drei traurigen Jahren ist die Menschheit gar nicht geeignet, die Tatsachen irgendwie in der richtigen Weise zu taxieren.

[ 31 ] Just think what lies behind all the things into which man in the fifth post-Atlantean period has been placed. The individual facts must be illuminated in the right way. They must be understood, for wherever the double works intensely, one works against the essential tendencies of the fifth post-Atlantean period. In this fifth post-Atlantean period, humanity has not come far enough to evaluate the facts correctly. Especially during these past three sad years, humanity has not been at all ready to assess the facts in a correct way.

[ 32 ] Aber nehmen Sie eine scheinbar von dem, was ich heute auseinandergesetzt habe, sehr weit abliegende 'Tatsache. Die Tatsache, die ich Ihnen vorführen will, ist diese: In einem großen Eisenwerke sollten Zehntausende von Tonnen Gußeisen verladen werden in Eisenbahnzüge. Dazu wurde selbstverständlich eine bestimmte Anzahl von Arbeitern angestellt. Fünfundsiebzig Mann sollten an die Arbeit gehen, und es stellte sich heraus, daß jeder zwölfeinhalb Tonnen am Tage verladen konnte; also von fünfundsiebzig Mann je zwölfeinhalb Tonnen am Tage.

[ 32 ] Let us take a fact, however, that is seemingly far afield from what I have discussed today. This is the fact that I wish to present to you: in a large iron factory, 10,000 tons of molten iron are to be loaded onto trains. For this work a definite number of workmen naturally would have to be engaged. Seventy-five men must do the work, and it emerged that each one could load twelve and a half tons a day; thus from seventy-five men each, twelve and a half tons per day.

[ 33 ] Ein Mann, der mehr auf den Doppelgänger gab als auf dasjenige, was im Sinne des Fortschrittes der Menschheit für das menschliche Gemüt im fünften nachatlantischen Zeitraum erobert werden muß, ein solcher Mann ist Taylor. Dieser Mann fragte zunächst die Fabrikanten, ob sie nicht glaubten, daß ein einzelner Mann viel mehr verladen könne als zwölfeinhalb Tonnen am Tag? Die Fabrikanten meinten, daß ein Arbeiter höchstens achtzehn Tonnen verladen könnte. Da sagte Taylor: Dann machen wir Experimente; wir wollen einmal experimentieren.

[ 33 ] There was one man, Taylor, who put more emphasis on the double than on what must be won for humanity in the sense of progress, on what must be won for the human spirit in the fifth post-Atlantean period. This man first asked the factory owners if they did not believe that a single man could load much more than twelve and a half tons per day. The factory owners supposed that a workman could load at most eighteen tons. Then Taylor said, “We shall experiment.”

[ 34 ] Taylor ging daran, mit den Menschen zu experimentieren. Das Maschinenmäßige wird dadurch in das menschliche soziale Leben übertragen. Es sollte mit den Menschen experimentiert werden! Er probierte, ob das wirklich so wäre, wie die praktischsten Fabrikanten sagten, daß ein Mann nur höchstens achtzehn Tonnen am Tag verladen kann. Er richtete Pausen ein, die er nach der Physiologie so berechnete, daß die Menschen in diesen Pausen gerade so viel Kräfte wiederum sammelten, als sie vorher ausgegeben hatten. Es stellte sich natürlich heraus, daß es unter Umständen beim einen so, beim andern so war. Da nahm er — Sie wissen, im Mechanismus kommt dabei nichts darauf an, da nimmt man das arithmetische Mittel, beim Menschen kann man nicht das arithmetische Mittel nehmen, weil jeder Mensch seine Berechtigung zum Dasein hat —, aber Taylor nahm arithmetische Mittel, das heißt, er wählte diejenigen Arbeiter heraus, welche in ihrer Gesamtheit rationelle Pausen abwarfen, und diese rationellen Pausen gestattete er ihnen. Die andern, die nicht in diesen Pausen ihte Kräfte wiederherstellen konnten, wurden einfach herausgeworfen. Da stellte sich denn heraus, wenn man in dieser Weise experimentierte mit den Menschen, daß die Ausgewählten, die durch Selektion Ausgewählten, wenn sie in den Pausen sich wieder vollständig erholten, jeder siebenundvierzigeinhalb Tonnen verladen könne.

[ 34 ] Taylor began to experiment with the workmen. The machine standard was applied through this to human social life. These experiments were to be done on human beings. He tested to see whether it was really so, as the practical factory owners said, that a man could load at most eighteen tons a day. He arranged for rest periods, which he calculated according to physiology; men in these intervals would recoup as many forces as they had exerted. Naturally it turned out that under these conditions the results differed from one workman to another. Then he worked with arithmetic means. You know that it does not matter if one uses arithmetic means in mechanics, but with human beings one cannot employ arithmetic means, because each man has his justification for existence. Taylor employed arithmetic means, however: he selected those workers who recovered completely during these rational pauses and he granted them such pauses. The others, who were unable to regain their forces during these rest periods, were simply discarded. It was discovered by experimenting with people in this way that the selected ones, those selected when they completely recuperated in the pauses, could each load forty-seven and a half tons.

[ 35 ] Sie haben den Mechanismus der Darwinschen Theorie auf das Arbeiterleben angewendet: die Unpassenden weg, die Passenden durch Selektion ausgewählt. Die Passenden sind diejenigen, die mit entsprechender Ausnützung der Pausen, nicht, wie man früher angenommen hat, als Maximum achtzehn Tonnen, sondern siebenundvierzigeinhalb Tonnen verladen können. Dadurch können aber auch die Arbeiter zufriedengestellt werden; denn man erspart ungeheuer viel dabei, und man konnte dadurch den Lohn jener Arbeiter um sechzig Prozent erhöhen. Also man macht die Ausgewählten, die im Kampfe ums Dasein Passendsten, die man auf diese Weise herausgewählt hat durch Selektion, außerdem zu sehr zufriedenen Leuten. Aber — die Unpassenden mögen verhungern!

[ 35 ] He applied the mechanics of Darwin's theory to the life of workers: away with the unfit, the fit chosen by selection! The fit are those who, fully exploiting the pauses, could load not a maximum of eighteen tons, as had been assumed earlier, but rather forty-seven and a half tons. In this way, the workman could also be satisfied, because immense savings were made and the wages for each workman could be raised by sixty per cent. The chosen ones are thus made, those most fit in the struggle for existence, who have been chosen in this way through selection; one has very satisfied people in addition. The unfit may die of starvation, however!

[ 36 ] Das ist der Anfang eines Prinzips! Solche Sachen beachtet man wenig, weil man sie nicht von großen Gesichtspunkten aus beleuchtet. Man muß sie aber von großen Gesichtspunkten aus beleuchten. Heute ist es noch ein bloßes Anwenden irrtümlicher naturwissenschaftlicher Vorstellungen auf das Menschenleben. Der Impuls bleibt. Und dann wird der Impuls angewendet auf diejenigen Dinge, die im Verlauf des fünften nachatlantischen Zeitraums als okkulte Wahrheiten kommen. Der Darwinismus enthält keine okkulten Wahrheiten; seine Anwendung würde aber schon zu großen Scheußlichkeiten führen: die Anwendung der darwinistischen Anschauung in bezug auf das unmittelbare Experimentieren mit Menschen. Wenn aber dazu okkulte Wahrheiten wirklich kommen, wie sie enthüllt werden müssen im Verlauf des fünften nachatlantischen Zeitraums, dann würde man eine ungeheure Macht über Menschen auf diese Weise gewinnen, allerdings nur dadurch, daß man die Passendsten immer auswählt. Aber man würde nicht nur die Passendsten auswählen, sondern man würde dadurch, daß man anstrebt eine gewisse okkulte Erfindung, um die Passenden immer passender und passender zu machen — dadurch würde man zu einer ungeheuren Machtausnützung kommen, die gerade entgegengesetzt wirken würde der guten Tendenz des fünften nachatlantischen Zeitraums.

[ 36 ] This is the beginning of a principle! Such matters are observed little, because they are not illuminated with larger perspectives; one must always illuminate such matters with larger perspectives. Today it is only erroneous ideas of natural science that are applied to human life. The impulse remains, however, and the impulse will then be applied to the esoteric truths that will come in the course of the fifth post-Atlantean period. Darwinism contains no esoteric truths, but its application would lead to great monstrosities, this application of the Darwinian view to direct experimentation with human beings. When esoteric truths are added to this, however, as they will have to be revealed in the course of the fifth post-Atlantean era, an unbelievable power over human beings will certainly be gained in this way, through always selecting the fit. It is not only that the fit will be selected, however, but the striving for a certain esoteric invention to make the fit always more fit, through which a tremendous exploitation of power could be achieved, would oppose precisely the good tendencies of the fifth post-Atlantean period.

[ 37 ] Solche Zusammenhänge, wie ich sie Ihnen jetzt dargestellt habe, wollte ich nur anführen, um Ihnen zu zeigen, wie sich die Anfänge zukunftsumspannender Intentionen ausnehmen und wie man diese Dinge beleuchten muß von gewissen höheren Gesichtspunkten aus. Es wird nun unsere weitere Aufgabe sein, das nächste Mal hinzuweisen auf die drei bis vier großen Wahrheiten, zu denen der fünfte nachatlantische Zeitraum kommen muß. Es wird daran gezeigt werden, wie diese Wahrheiten mißbraucht werden können, wenn sie nicht im Sinne der richtigen guten Tendenz des fünften nachatlantischen Zeitraums angewendet werden, sondern wenn vorzugsweise die Bedingungen des Doppelgängers erfüllt würden, die vertreten werden durch diejenigen Brüderschaften, die an die Stelle des Christus ein anderes Wesen setzen wollen.

[ 37 ] Regarding the relationships that I have just presented to you, I wished to show only the beginnings of intentions that encompass the future and to show the need to have these things illuminated from higher perspectives. Next time it will be our task to point to the three or four great truths to which the fifth post-Atlantean period must arrive. It will then be shown how these truths can be misused if they are not applied in the sense of the good tendencies of the fifth post-Atlantean period but when instead the demands of the double are fulfilled. It is these demands of the double that are supported by the brotherhoods that wish to set another being in the place of the Christ.