The Polarity of Duration and Development in Human Life
GA 184
8 September 1918, Dornach
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Die Polarität von Dauer und Entwicklung im Menschenleben
Dritter Vortrag
Dritter Vortrag
[ 1 ] Ich werde Sie zuerst zu erinnern haben an etwas schon gestern Ausgeführtes, an das wir dann die weiteren Betrachtungen anschließen können. Ich führte gestern im wesentlichen aus, daß man keinen Einblick bekommen kann in die Stellung des Ideellen oder auch Spirituellen zum Materiellen in der Welt, zu der rein kausalen Naturordnung, wenn man nicht Rücksicht darauf nimmt, welches eigentlich das Wesen des menschlichen Schlafes ist.
[ 1 ] Ich werde Sie zuerst zu erinnern haben an etwas schon gestern Ausgeführtes, an das wir dann die weiteren Betrachtungen anschließen können. Ich führte gestern im wesentlichen aus, daß man keinen Einblick bekommen kann in die Stellung des Ideellen oder auch Spirituellen zum Materiellen in der Welt, zu der rein kausalen Naturordnung, wenn man nicht Rücksicht darauf nimmt, welches eigentlich das Wesen des menschlichen Schlafes ist.
[ 2 ] Ausgegangen sind wir ja von dem Gedanken des Augustinus, der in dem inneren Erleben wahrhaftige Gewißheit über die Welt erfahren wollte. Wir können uns heute nicht mehr auf diesen Gedanken stellen, sagte ich, aus dem einfachen Grunde, weil wir heute wissen müssen, daß jeder Schlaf des Menschen diesen Gedanken widerlegt. Denn wir könnten nimmermehr irgendwie festhalten an dem Gedanken, daß dasjenige, was der Mensch in seinem Inneren erlebt, sich post mortem, nach dem Tode erhält, also dieses im Inneren vom Menschen Erlebte ein wirklich Ewiges ist, wenn wir so hinblicken müßten auf die Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen, wie das gewöhnliche heutige Bewußtsein darauf hinblickt. Das gewöhnliche heutige Bewußtsein sieht, wie sich herabdämmert während des Schlafes dasjenige, was im Inneren des Menschen erlebt wird. Nun aber sagten wir, sobald der Mensch nur die erste Stufe des Hineinschauens in die geistige Welt absolviert, so merkt er, daß vom Einschlafen bis zum Aufwachen dasjenige, was wir das Ich des Menschen und seinen astralischen Leib nennen — also das eigentliche Geist-Seelenwesen des Menschen —, von innen so verbunden ist mit dem Wesen der Angeloi, Archangeloi und Archai, wie der Mensch sonst hier während des Wachens verbunden ist mit Tierreich, Pflanzenreich, Mineralreich. Nur weil der Mensch durch die weltgegnerischen Mächte sein Bewußtsein herabgedämpft erhält im Schlafe, kann er nicht merken, daß er während des Schlafes mit der Hierarchie der Angeloi, Archangeloi, Archai verbunden ist, daß die sein Ich und seinen astralischen Leib mit ihrer eigenen Wesenheit durchtränken, daß die seinen astralischen Leib und sein Ich halten und tragen. Und wir haben ausgeführt, wie von diesem Zusammenhang des Menschen mit den Geistwesen dreierlei herrührt: Erstens, daß wir mehr oder weniger deutlich auch im gewöhnlichen Bewußtsein das Gefühl der Persönlichkeit haben. Wir wissen uns als ein Ich. Wir würden uns nimmermehr als ein Ich mit dem nur wissen, was uns während des Wachens zur Verfügung steht. Wie eine Nachwirkung desjenigen, was wir während des Schlafes erleben, ist das während des Tages, während des Wachens fortdauernde Gefühl der freien Persönlichkeit. Das rührt davon her, daß vom Einschlafen bis zum Aufwachen das Engelwesen aus der geistigen Welt, zu dem wir gehören, mit uns verbunden ist. Aber auch das Erzengelwesen oder eigentlich eine Reihe von Erzengelwesen ist mit unserem Geist-Seelenwesen verbunden. Und davon rührt her als Nachwirkung im Wachen, daß wir uns wissen als Angehörige der ganzen Menschheit, daß wir uns überhaupt als Mensch auf der Erde erkennen.
[ 2 ] Ausgegangen sind wir ja von dem Gedanken des Augustinus, der in dem inneren Erleben wahrhaftige Gewißheit über die Welt erfahren wollte. Wir können uns heute nicht mehr auf diesen Gedanken stellen, sagte ich, aus dem einfachen Grunde, weil wir heute wissen müssen, daß jeder Schlaf des Menschen diesen Gedanken widerlegt. Denn wir könnten nimmermehr irgendwie festhalten an dem Gedanken, daß dasjenige, was der Mensch in seinem Inneren erlebt, sich post mortem, nach dem Tode erhält, also dieses im Inneren vom Menschen Erlebte ein wirklich Ewiges ist, wenn wir so hinblicken müßten auf die Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen, wie das gewöhnliche heutige Bewußtsein darauf hinblickt. Das gewöhnliche heutige Bewußtsein sieht, wie sich herabdämmert während des Schlafes dasjenige, was im Inneren des Menschen erlebt wird. Nun aber sagten wir, sobald der Mensch nur die erste Stufe des Hineinschauens in die geistige Welt absolviert, so merkt er, daß vom Einschlafen bis zum Aufwachen dasjenige, was wir das Ich des Menschen und seinen astralischen Leib nennen — also das eigentliche Geist-Seelenwesen des Menschen —, von innen so verbunden ist mit dem Wesen der Angeloi, Archangeloi und Archai, wie der Mensch sonst hier während des Wachens verbunden ist mit Tierreich, Pflanzenreich, Mineralreich. Nur weil der Mensch durch die weltgegnerischen Mächte sein Bewußtsein herabgedämpft erhält im Schlafe, kann er nicht merken, daß er während des Schlafes mit der Hierarchie der Angeloi, Archangeloi, Archai verbunden ist, daß die sein Ich und seinen astralischen Leib mit ihrer eigenen Wesenheit durchtränken, daß die seinen astralischen Leib und sein Ich halten und tragen. Und wir haben ausgeführt, wie von diesem Zusammenhang des Menschen mit den Geistwesen dreierlei herrührt: Erstens, daß wir mehr oder weniger deutlich auch im gewöhnlichen Bewußtsein das Gefühl der Persönlichkeit haben. Wir wissen uns als ein Ich. Wir würden uns nimmermehr als ein Ich mit dem nur wissen, was uns während des Wachens zur Verfügung steht. Wie eine Nachwirkung desjenigen, was wir während des Schlafes erleben, ist das während des Tages, während des Wachens fortdauernde Gefühl der freien Persönlichkeit. Das rührt davon her, daß vom Einschlafen bis zum Aufwachen das Engelwesen aus der geistigen Welt, zu dem wir gehören, mit uns verbunden ist. Aber auch das Erzengelwesen oder eigentlich eine Reihe von Erzengelwesen ist mit unserem Geist-Seelenwesen verbunden. Und davon rührt her als Nachwirkung im Wachen, daß wir uns wissen als Angehörige der ganzen Menschheit, daß wir uns überhaupt als Mensch auf der Erde erkennen.
[ 3 ] Das Bewußtsein von seiner freien Persönlichkeit, wenn auch nicht ganz deutlich, hat eigentlich jeder Mensch. Schon schattenhafter steht im Hintergrunde das Bewußtsein, daß man Mensch im allgemeinen ist. Ja, gewisse Philosophen, wie Fewerbach oder wie selbst Auguste Comte, sie haben die Meinung vertreten, daß das schon eine bedeutende Entdeckung ist für den Menschen, wenn er darauf kommt, sich als Mensch im allgemeinen, als Angehöriger der ganzen Menschheit zu fühlen. Und gestern haben wir gehört, wie Auguste Comte von dem Großen Wesen spricht; damit meint er nichts anderes als den Menschen. Aber Comte spricht vom Standpunkte der gewöhnlichen materialistischen Wissenschaft; er weiß nicht, was spirituell zugrunde liegt diesem im Hintergrunde unseres Seelenlebens liegenden Bewußtsein, daß man Mensch ist. Man würde gar nichts davon ahnen können, daß man Mensch ist, wenn nicht dasjenige, was im Schlafe getrennt ist von unserem physischen und Ätherleib, durchtränkt wäre von dem Erzengelwesen.
[ 3 ] Das Bewußtsein von seiner freien Persönlichkeit, wenn auch nicht ganz deutlich, hat eigentlich jeder Mensch. Schon schattenhafter steht im Hintergrunde das Bewußtsein, daß man Mensch im allgemeinen ist. Ja, gewisse Philosophen, wie Fewerbach oder wie selbst Auguste Comte, sie haben die Meinung vertreten, daß das schon eine bedeutende Entdeckung ist für den Menschen, wenn er darauf kommt, sich als Mensch im allgemeinen, als Angehöriger der ganzen Menschheit zu fühlen. Und gestern haben wir gehört, wie Auguste Comte von dem Großen Wesen spricht; damit meint er nichts anderes als den Menschen. Aber Comte spricht vom Standpunkte der gewöhnlichen materialistischen Wissenschaft; er weiß nicht, was spirituell zugrunde liegt diesem im Hintergrunde unseres Seelenlebens liegenden Bewußtsein, daß man Mensch ist. Man würde gar nichts davon ahnen können, daß man Mensch ist, wenn nicht dasjenige, was im Schlafe getrennt ist von unserem physischen und Ätherleib, durchtränkt wäre von dem Erzengelwesen.
[ 4 ] Und wiederum sind wir von dem sogenannten Zeitgeist, von dem Wesen aus der Hierarchie der Archai durchtränkt. Das, was davon stammt, bleibt aber schon ein recht dunkles, schattenhaftes Bewußtsein. Ja, die heutige Menschheit hat es gar nicht, wenn sie sich nicht hineingestellt fühlt in die Geschichte, in das geschichtliche Leben. Die orientalische Weltanschauung ist überhaupt nicht vorgedrungen bis zu diesem Bewußtsein, als Erdenmensch zu leben. Das ist im besonderen die Aufgabe gewesen der abendländischen Kultur, sich als geschichtliches Wesen zu fühlen, als Wesen — also, sagen wir für uns —, die dem 19., 20. Jahrhundert angehören. Aber viel mehr als die Jahreszahl und noch einige äußerliche historische Daten — wir werden gleich nachher hören, wie wenig diese für das wirkliche Leben eigentlich Bedeutung haben —, viel mehr kennt davon das gegenwärtige materialistische Menschheitsbewußtsein nicht. Denn erst die Geisteswissenschaft führt uns dahin, zu erkennen, wie sich die Seelenverfassung des Menschen von Jahrtausenden zu Jahrtausenden ändert, wie der Mensch ein anderer wird, und wie wir jetzt zurückblicken nach alten Zeiten und wissen, daß die Menschen der dritten nachatlantischen Zeit, die ägyptisch-chaldäischen Völker, eine ganz andere Seelen- und Menschheitsverfassung hatten als wir heute. Dieses Sich-drinnenstehend-Fühlen in der ganzen Entwickelung der Menschheit, das haben wir als einen Nachklang unserer Verbindung mit dem Archewesen, mit dem Arche, während der Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen. So daß wir also vom Einschlafen bis zum Aufwachen mit dieser dritten geistigen Hierarchie uns verbunden wissen sollten. Nun, wie ist der Unterschied unseres Lebens vom Einschlafen bis zum Aufwachen, also jeden Tag, von dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt? Jeden Abend beim Einschlafen legen wir, ich möchte sagen, provisorisch, auf Widerruf, unseren physischen und Ätherleib ab. Der bleibt uns erhalten. Da sind wir mit diesen genannten Wesenheiten der dritten Hierarchie verbunden; wir kehren beim Aufwachen wiederum zurück in unseren physischen und Ätherleib. Anders ist es, wenn wir nicht mehr zurückkehren können, wenn wir gestorben sind. Da wird unser physischer und Ätherleib den Triebkräften des Irdisch-Werdenden übergeben, scheinbar. Wir wissen, daß das scheinbar ist, wir haben ja davon neulich gesprochen, daß das scheinbar ist; aber für unser Erleben wird unser physischer und Ätherleib den Erden- und den Himmelsräumen übergeben. Wir aber kommen dann in dieser Zeit zwischen Tod und neuer Geburt nicht nur wie im Schlafe in Berührung mit diesen Wesenheiten der dritten Hierarchie, sondern in ebenso innige Berührung mit den Wesen der zweiten Hierarchie, mit den Exusiai, also den Geistern der Form, mit den Dynameis, den Geistern der Bewegung, mit den Geistern der Weisheit, Kyriotetes, und auch mit den Wesenheiten der ersten Hierarchie, mit den Seraphim, Cherubim, Thronen. So wie wir hier unser Menschheitswesen hinrichten auf die Welt und im Umkreis der Welt uns alles dasjenige erscheint, was in den Reichen der Natur enthalten ist, so werden wir uns, jetzt nicht äußerlich, sondern innerlich, bewußt des Hereinspielens der höheren Hierarchien zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Das ist im wesentlichen von einem bestimmten Gesichtspunkte aus der Unterschied zwischen dem Schlaf und dem Totsein des Menschen, daß wir eigentlich nur während des Schlafens unmittelbar — mittelbar auch — mit den Wesenheiten der dritten Hierarchie zusammenhängen, nach dem Tode aber mit den Wesenheiten aller drei Hierarchien, bis hinauf zu den höchsten geistigen Wesenheiten.
[ 4 ] Und wiederum sind wir von dem sogenannten Zeitgeist, von dem Wesen aus der Hierarchie der Archai durchtränkt. Das, was davon stammt, bleibt aber schon ein recht dunkles, schattenhaftes Bewußtsein. Ja, die heutige Menschheit hat es gar nicht, wenn sie sich nicht hineingestellt fühlt in die Geschichte, in das geschichtliche Leben. Die orientalische Weltanschauung ist überhaupt nicht vorgedrungen bis zu diesem Bewußtsein, als Erdenmensch zu leben. Das ist im besonderen die Aufgabe gewesen der abendländischen Kultur, sich als geschichtliches Wesen zu fühlen, als Wesen — also, sagen wir für uns —, die dem 19., 20. Jahrhundert angehören. Aber viel mehr als die Jahreszahl und noch einige äußerliche historische Daten — wir werden gleich nachher hören, wie wenig diese für das wirkliche Leben eigentlich Bedeutung haben —, viel mehr kennt davon das gegenwärtige materialistische Menschheitsbewußtsein nicht. Denn erst die Geisteswissenschaft führt uns dahin, zu erkennen, wie sich die Seelenverfassung des Menschen von Jahrtausenden zu Jahrtausenden ändert, wie der Mensch ein anderer wird, und wie wir jetzt zurückblicken nach alten Zeiten und wissen, daß die Menschen der dritten nachatlantischen Zeit, die ägyptisch-chaldäischen Völker, eine ganz andere Seelen- und Menschheitsverfassung hatten als wir heute. Dieses Sich-drinnenstehend-Fühlen in der ganzen Entwickelung der Menschheit, das haben wir als einen Nachklang unserer Verbindung mit dem Archewesen, mit dem Arche, während der Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen. So daß wir also vom Einschlafen bis zum Aufwachen mit dieser dritten geistigen Hierarchie uns verbunden wissen sollten. Nun, wie ist der Unterschied unseres Lebens vom Einschlafen bis zum Aufwachen, also jeden Tag, von dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt? Jeden Abend beim Einschlafen legen wir, ich möchte sagen, provisorisch, auf Widerruf, unseren physischen und Ätherleib ab. Der bleibt uns erhalten. Da sind wir mit diesen genannten Wesenheiten der dritten Hierarchie verbunden; wir kehren beim Aufwachen wiederum zurück in unseren physischen und Ätherleib. Anders ist es, wenn wir nicht mehr zurückkehren können, wenn wir gestorben sind. Da wird unser physischer und Ätherleib den Triebkräften des Irdisch-Werdenden übergeben, scheinbar. Wir wissen, daß das scheinbar ist, wir haben ja davon neulich gesprochen, daß das scheinbar ist; aber für unser Erleben wird unser physischer und Ätherleib den Erden- und den Himmelsräumen übergeben. Wir aber kommen dann in dieser Zeit zwischen Tod und neuer Geburt nicht nur wie im Schlafe in Berührung mit diesen Wesenheiten der dritten Hierarchie, sondern in ebenso innige Berührung mit den Wesen der zweiten Hierarchie, mit den Exusiai, also den Geistern der Form, mit den Dynameis, den Geistern der Bewegung, mit den Geistern der Weisheit, Kyriotetes, und auch mit den Wesenheiten der ersten Hierarchie, mit den Seraphim, Cherubim, Thronen. So wie wir hier unser Menschheitswesen hinrichten auf die Welt und im Umkreis der Welt uns alles dasjenige erscheint, was in den Reichen der Natur enthalten ist, so werden wir uns, jetzt nicht äußerlich, sondern innerlich, bewußt des Hereinspielens der höheren Hierarchien zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Das ist im wesentlichen von einem bestimmten Gesichtspunkte aus der Unterschied zwischen dem Schlaf und dem Totsein des Menschen, daß wir eigentlich nur während des Schlafens unmittelbar — mittelbar auch — mit den Wesenheiten der dritten Hierarchie zusammenhängen, nach dem Tode aber mit den Wesenheiten aller drei Hierarchien, bis hinauf zu den höchsten geistigen Wesenheiten.
[ 5 ] Nun, wenn Sie dies festhalten, dann werden Sie weiter einsehen können, wie der Mensch überhaupt sich in das ganze Weltenall hineinstellt, wie der Mensch als Mikrokosmos mit dem ganzen Weltenall, mit dem Makrokosmos zusammenhängt. Vergegenwärtigen wir uns das, was ich gesagt habe, einmal schematisch. Sagen wir also: Unser Geistwesen steht nach dem Tode innerlich im Zusammenhange mit den Wesen der dritten Hierarchie, mit den Wesenheiten der zweiten Hierarchie, mit den Wesenheiten der ersten Hierarchie, so wie es äußerlich hier in Zusammenhang steht mit Tierreich, Pflanzenreich, Mineralreich, aus denen es sich selber aufbaut. Nun besteht aber ein anderer Zusammenhang. Wenn Sie kennenlernen alles dasjenige, was die Wesenheiten der dritten Hierarchie zunächst wirken — sie haben noch andere Aufgaben, aber wir sprechen ja immer nur partieweise von den Dingen, nicht wahr, es sind ja die Wesen der dritten Hierarchie einzelne individuelle Wesen, die jedes einzeln für sich, und auch durch ihre Wirkungen zusammen tätig sind, die etwas hervorbringen, etwas schaffen —, wenn Sie sich vergegenwärtigen, was diese Wesenheiten der dritten Hierarchie wirken, so ist das zunächst alles dasjenige, zunächst sage ich, was vorgeht im geschichtlichen Leben der Menschheit (siehe Zeichnung Seite 57). Sie können den Gedanken auch so fassen: Niemand weiß etwas von der Wirklichkeit des geschichtlichen Lebens der Menschheit, der nicht eine Ahnung davon hat, daß dasjenige, was eigentlich Geschichte ist, in Wirklichkeit nicht von den Menschen gemacht wird, sondern von den Wesenheiten der dritten Hierarchie. Die Wesenheiten der dritten Hierarchie — Angeloi, Archangeloi, Archai — machen eigentlich die Geschichte, und der Mensch nimmt Teil an dem Werk dieser dritten Hierarchie, indem er daraus in der charakterisierten Weise sein Bewußtsein als Persönlichkeit hat, sein Bewußtsein als Mensch, als geschichtliches Erdwesen. Also daß der Mensch drinnensteht in der Welt, das ist, weil diese Wesenheiten das geschichtliche Leben machen, und der Mensch das, was er innerlich ist und wodurch er innerlich zusammenhängt mit dem geschichtlichen Leben, wiederum von diesen Wesenheiten hat. Das äußere geschichtliche Leben, das die landläufige Geschichte verzeichnet, das ja im wesentlichen doch eine Fable convenue ist, das ist nur ein Abbild von dem innerlich geschichtlichen Leben, das geschaffen wird in seinem Werdegange von den Wesen der dritten Hierarchie.
[ 5 ] Nun, wenn Sie dies festhalten, dann werden Sie weiter einsehen können, wie der Mensch überhaupt sich in das ganze Weltenall hineinstellt, wie der Mensch als Mikrokosmos mit dem ganzen Weltenall, mit dem Makrokosmos zusammenhängt. Vergegenwärtigen wir uns das, was ich gesagt habe, einmal schematisch. Sagen wir also: Unser Geistwesen steht nach dem Tode innerlich im Zusammenhange mit den Wesen der dritten Hierarchie, mit den Wesenheiten der zweiten Hierarchie, mit den Wesenheiten der ersten Hierarchie, so wie es äußerlich hier in Zusammenhang steht mit Tierreich, Pflanzenreich, Mineralreich, aus denen es sich selber aufbaut. Nun besteht aber ein anderer Zusammenhang. Wenn Sie kennenlernen alles dasjenige, was die Wesenheiten der dritten Hierarchie zunächst wirken — sie haben noch andere Aufgaben, aber wir sprechen ja immer nur partieweise von den Dingen, nicht wahr, es sind ja die Wesen der dritten Hierarchie einzelne individuelle Wesen, die jedes einzeln für sich, und auch durch ihre Wirkungen zusammen tätig sind, die etwas hervorbringen, etwas schaffen —, wenn Sie sich vergegenwärtigen, was diese Wesenheiten der dritten Hierarchie wirken, so ist das zunächst alles dasjenige, zunächst sage ich, was vorgeht im geschichtlichen Leben der Menschheit (siehe Zeichnung Seite 57). Sie können den Gedanken auch so fassen: Niemand weiß etwas von der Wirklichkeit des geschichtlichen Lebens der Menschheit, der nicht eine Ahnung davon hat, daß dasjenige, was eigentlich Geschichte ist, in Wirklichkeit nicht von den Menschen gemacht wird, sondern von den Wesenheiten der dritten Hierarchie. Die Wesenheiten der dritten Hierarchie — Angeloi, Archangeloi, Archai — machen eigentlich die Geschichte, und der Mensch nimmt Teil an dem Werk dieser dritten Hierarchie, indem er daraus in der charakterisierten Weise sein Bewußtsein als Persönlichkeit hat, sein Bewußtsein als Mensch, als geschichtliches Erdwesen. Also daß der Mensch drinnensteht in der Welt, das ist, weil diese Wesenheiten das geschichtliche Leben machen, und der Mensch das, was er innerlich ist und wodurch er innerlich zusammenhängt mit dem geschichtlichen Leben, wiederum von diesen Wesenheiten hat. Das äußere geschichtliche Leben, das die landläufige Geschichte verzeichnet, das ja im wesentlichen doch eine Fable convenue ist, das ist nur ein Abbild von dem innerlich geschichtlichen Leben, das geschaffen wird in seinem Werdegange von den Wesen der dritten Hierarchie.
[ 6 ] Nun können wir fragen: Was haben nun in ähnlicher Weise die Wesen der zweiten und ersten Hierarchie für eine Aufgabe, also die Exusiai, Dynameis, Kyriotetes, die Formgeister, die Bewegungsgeister, die Weisheitsgeister? Ja, die haben eine viel umfassendere Aufgabe. Wir sehen zunächst von ihrer Beziehung zum Menschen ab. Sie können sich diese Aufgabe am besten vor die Seele führen, wenn Sie das Augenmerk lenken auf Ihren Ätherleib. Nicht wahr, wenn Sie von Ihrem Ich ausgehend zunächst den Weg nach innen nehmen, so kommen Sie zu Ihrem Astralleib. Durch Ihren astralischen Leib hängen Sie zusammen mit dem geschichtlichen Leben der Menschheit. In das geschichtliche Leben der Menschheit wirken wiederum herein die Wesenheiten der dritten Hierarchie, die das geschichtliche Leben der Menschen machen. Aber wenn Sie weitergehen, wenn Sie bis zum Ätherleib hinuntergehen, da ist dieser Ätherleib eine sehr komplizierte Wesenheit. Der Mensch kennt nicht viel im heutigen Bewußtsein von der ganzen Kompliziertheit, die diesem menschlichen Ätherleib zugrunde liegt. Aber Sie bekommen ja einen gewissen Begriff, was da alles arbeiten muß an diesem Ätherleib, wenn Sie die «Geheimwissenschaft im Umriß» studieren; da ist Ihnen in der Aufeinanderfolge der Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit, also der aufeinanderfolgenden Verkörperungen unserer Erde gezeigt, wie dieser Ätherleib sich herausbildet aus dem gesamten Kosmos, und wie die Wesenheiten der höheren Hierarchien mitwirken. Bringen wir das in eine anschauliche Formel, so können wir von einem gewissen Gesichtspunkte aus sagen: Alles das im Weltenwerden, was also jetzt umfassender ist, womit unser Ätherleib ebenso zusammenhängt wie unser astralischer Leib mit dem geschichtlichen Leben der Menschheit, das wird geschaffen und gebildet von den Wesenheiten der zweiten Hierarchie, von den Exusiai, Dynameis, Kyriotetes. Also ich werde, um dies zu veranschaulichen, sagen: Von den Wesenheiten der zweiten Hierarchie wird alles dasjenige gemacht, was in den menschlichen Ätherleib hineinwirkt.
[ 6 ] Nun können wir fragen: Was haben nun in ähnlicher Weise die Wesen der zweiten und ersten Hierarchie für eine Aufgabe, also die Exusiai, Dynameis, Kyriotetes, die Formgeister, die Bewegungsgeister, die Weisheitsgeister? Ja, die haben eine viel umfassendere Aufgabe. Wir sehen zunächst von ihrer Beziehung zum Menschen ab. Sie können sich diese Aufgabe am besten vor die Seele führen, wenn Sie das Augenmerk lenken auf Ihren Ätherleib. Nicht wahr, wenn Sie von Ihrem Ich ausgehend zunächst den Weg nach innen nehmen, so kommen Sie zu Ihrem Astralleib. Durch Ihren astralischen Leib hängen Sie zusammen mit dem geschichtlichen Leben der Menschheit. In das geschichtliche Leben der Menschheit wirken wiederum herein die Wesenheiten der dritten Hierarchie, die das geschichtliche Leben der Menschen machen. Aber wenn Sie weitergehen, wenn Sie bis zum Ätherleib hinuntergehen, da ist dieser Ätherleib eine sehr komplizierte Wesenheit. Der Mensch kennt nicht viel im heutigen Bewußtsein von der ganzen Kompliziertheit, die diesem menschlichen Ätherleib zugrunde liegt. Aber Sie bekommen ja einen gewissen Begriff, was da alles arbeiten muß an diesem Ätherleib, wenn Sie die «Geheimwissenschaft im Umriß» studieren; da ist Ihnen in der Aufeinanderfolge der Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit, also der aufeinanderfolgenden Verkörperungen unserer Erde gezeigt, wie dieser Ätherleib sich herausbildet aus dem gesamten Kosmos, und wie die Wesenheiten der höheren Hierarchien mitwirken. Bringen wir das in eine anschauliche Formel, so können wir von einem gewissen Gesichtspunkte aus sagen: Alles das im Weltenwerden, was also jetzt umfassender ist, womit unser Ätherleib ebenso zusammenhängt wie unser astralischer Leib mit dem geschichtlichen Leben der Menschheit, das wird geschaffen und gebildet von den Wesenheiten der zweiten Hierarchie, von den Exusiai, Dynameis, Kyriotetes. Also ich werde, um dies zu veranschaulichen, sagen: Von den Wesenheiten der zweiten Hierarchie wird alles dasjenige gemacht, was in den menschlichen Ätherleib hineinwirkt.
[ 7 ] Aber dadurch ist wieder etwas anderes gegeben. Wenn Sie des Morgens aufwachen und untertauchen in Ihren Ätherleib, dann tauchen Sie eigentlich ein in das Geschöpf der Wesenheiten der zweiten Hierarchie. Und Sie tauchen auch in Ihren physischen Leib unter. Von diesem physischen Leib, den das Mysterienwesen daher den Tempel des Menschen nennt, ist das, was die äußerliche Anatomie und Physiologie zutage fördert, eben wirklich nur die alleralleräußerste Hülle. Von diesem ungeheueren Wundergebilde des menschlichen physischen Leibes bekommt man nur einen Begriff, wenn man weiß: er ist das Geschöpf des Zusammenwirkens der Wesenheiten der ersten Hierarchie. Wenn Sie des Morgens beim Aufwachen untertauchen in Ihren physischen Leib, so tauchen Sie eigentlich in das Werk höchster Hierarchien unter. Also denken Sie, wie im Leben die Dinge verteilt sind: Hier zwischen Geburt und Tod, wenn wir wachen, tauchen wir unter zunächst in unseren astralischen Leib, in dem wirksam ist das geschichtliche Leben der Menschheit. Wir tauchen aber auch unter in unseren Ätherleib, das Geschöpf der zweiten Hierarchie, in dem wirksam ist vieles vom Kosmos, das ätherische Leben des Kosmos. Und wir tauchen unter in unseren physischen Leib, der die Schöpfung ist der Wesenheiten der ersten Hierarchie. Und wenn wir leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, dann leben wir nicht mit dem Geschöpf, sondern mit den Schöpfern selber.
[ 7 ] Aber dadurch ist wieder etwas anderes gegeben. Wenn Sie des Morgens aufwachen und untertauchen in Ihren Ätherleib, dann tauchen Sie eigentlich ein in das Geschöpf der Wesenheiten der zweiten Hierarchie. Und Sie tauchen auch in Ihren physischen Leib unter. Von diesem physischen Leib, den das Mysterienwesen daher den Tempel des Menschen nennt, ist das, was die äußerliche Anatomie und Physiologie zutage fördert, eben wirklich nur die alleralleräußerste Hülle. Von diesem ungeheueren Wundergebilde des menschlichen physischen Leibes bekommt man nur einen Begriff, wenn man weiß: er ist das Geschöpf des Zusammenwirkens der Wesenheiten der ersten Hierarchie. Wenn Sie des Morgens beim Aufwachen untertauchen in Ihren physischen Leib, so tauchen Sie eigentlich in das Werk höchster Hierarchien unter. Also denken Sie, wie im Leben die Dinge verteilt sind: Hier zwischen Geburt und Tod, wenn wir wachen, tauchen wir unter zunächst in unseren astralischen Leib, in dem wirksam ist das geschichtliche Leben der Menschheit. Wir tauchen aber auch unter in unseren Ätherleib, das Geschöpf der zweiten Hierarchie, in dem wirksam ist vieles vom Kosmos, das ätherische Leben des Kosmos. Und wir tauchen unter in unseren physischen Leib, der die Schöpfung ist der Wesenheiten der ersten Hierarchie. Und wenn wir leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt, dann leben wir nicht mit dem Geschöpf, sondern mit den Schöpfern selber.


[ 8 ] Nun haben Sie einen der beträchtlichen Unterschiede in dem Leben zwischen Geburt und Tod und dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Hier tauchen Sie unter, indem Sie in Ihre Leiblichkeit untertauchen, in alles dasjenige, was Geschöpf ist der höheren Hierarchien. Wenn Sie sterben, tauchen Sie unter in die Hierarchien selber. Sie gehen von dem Geschöpf zu den Schöpfern. So hängen die Dinge zusammen.
[ 8 ] Nun haben Sie einen der beträchtlichen Unterschiede in dem Leben zwischen Geburt und Tod und dem Leben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Hier tauchen Sie unter, indem Sie in Ihre Leiblichkeit untertauchen, in alles dasjenige, was Geschöpf ist der höheren Hierarchien. Wenn Sie sterben, tauchen Sie unter in die Hierarchien selber. Sie gehen von dem Geschöpf zu den Schöpfern. So hängen die Dinge zusammen.
[ 9 ] Und nun fragen wir einmal, indem wir dies eben Auseinandergesetzte überblicken: Was ist nun eigentlich unsere Erde? Das, was gewöhnlich Geologie oder andere Wissenschaften von unserer Erde erkunden, ist ja wiederum nur die äußere Hülle. Was ist unsere Erde eigentlich? Sie wissen ja: Unseren physischen Leib, wir haben ihn gemeinsam mit dem ganzen mineralischen Reich. Dadurch daß wir unseren physischen Leib mit dem ganzen mineralischen Reich gemeinsam haben, stehen wir in unserem Wachzustande in einem Teil der Erde darinnen. Unseren Ätherleib haben wir mit dem ganzen Pflanzenreich gemeinschaftlich, stehen drinnen in einem zweiten Gliede unserer Erde. Unseren Astralleib haben wir mit dem Tierreiche gemeinschaftlich. Das Ich haben wir für uns selber. Da stehen wir drinnen in den drei Reichen der Erde, und aus den drei Reichen besteht eigentlich unsere ganze Erde. Das ist der Grund und Boden gewissermaßen, auf dem wir stehen, nicht physisch, sondern mit unserem Menschenwesen. Aber das kann man nicht sehen, das bleibt übersinnlich. Indem wir auf diesem Boden stehen, ist sein unterstes Glied das mineralische Reich.
[ 9 ] Und nun fragen wir einmal, indem wir dies eben Auseinandergesetzte überblicken: Was ist nun eigentlich unsere Erde? Das, was gewöhnlich Geologie oder andere Wissenschaften von unserer Erde erkunden, ist ja wiederum nur die äußere Hülle. Was ist unsere Erde eigentlich? Sie wissen ja: Unseren physischen Leib, wir haben ihn gemeinsam mit dem ganzen mineralischen Reich. Dadurch daß wir unseren physischen Leib mit dem ganzen mineralischen Reich gemeinsam haben, stehen wir in unserem Wachzustande in einem Teil der Erde darinnen. Unseren Ätherleib haben wir mit dem ganzen Pflanzenreich gemeinschaftlich, stehen drinnen in einem zweiten Gliede unserer Erde. Unseren Astralleib haben wir mit dem Tierreiche gemeinschaftlich. Das Ich haben wir für uns selber. Da stehen wir drinnen in den drei Reichen der Erde, und aus den drei Reichen besteht eigentlich unsere ganze Erde. Das ist der Grund und Boden gewissermaßen, auf dem wir stehen, nicht physisch, sondern mit unserem Menschenwesen. Aber das kann man nicht sehen, das bleibt übersinnlich. Indem wir auf diesem Boden stehen, ist sein unterstes Glied das mineralische Reich.
[ 10 ] Nun erinnern Sie sich aus der «Geheimwissenschaft», daß das mineralische Reich bei den früheren Verkörperungen unserer Erde nicht da war; der Mond hatte noch nicht ein mineralisches Reich, ebensowenig die alte Sonne, ebensowenig Saturn. Sie brauchen das nur in der «Geheimwissenschaft» nachzulesen. Auf der Erde, bei der vierten Verkörperung unserer Erde, ist erst das mineralische Reich entstanden. Ich bitte Sie, das genau festzuhalten. Es ist eine schwierige Sache, aber es ist eine außerordentlich wichtige Sache. Gewissermaßen drei Bildungen mußten vorangehen, bevor die mineralische Erde sich herausgebildet hat. Wir nennen diese drei Bildungen die drei Elementarreiche, das mineralische Reich ist das vierte. Wir könnten auch so sprechen bei den früheren Verkörperungen: Bei der Saturnverkörperung unserer Erde: erstes Elementarreich; bei der Sonnenverkörperung unserer Erde: zweites Elementarreich — die Wesen, die damals Mineralreich waren, waren früher Elementarreich —; bei der Mondenzeit — nicht der heutigen Zeit, der alten Mondenzeit —: drittes Elementarreich. Im Fortschreiten zur Erde entsteht das mineralische Reich als das vierte Reich. Das trägt der Mensch in sich.
[ 10 ] Nun erinnern Sie sich aus der «Geheimwissenschaft», daß das mineralische Reich bei den früheren Verkörperungen unserer Erde nicht da war; der Mond hatte noch nicht ein mineralisches Reich, ebensowenig die alte Sonne, ebensowenig Saturn. Sie brauchen das nur in der «Geheimwissenschaft» nachzulesen. Auf der Erde, bei der vierten Verkörperung unserer Erde, ist erst das mineralische Reich entstanden. Ich bitte Sie, das genau festzuhalten. Es ist eine schwierige Sache, aber es ist eine außerordentlich wichtige Sache. Gewissermaßen drei Bildungen mußten vorangehen, bevor die mineralische Erde sich herausgebildet hat. Wir nennen diese drei Bildungen die drei Elementarreiche, das mineralische Reich ist das vierte. Wir könnten auch so sprechen bei den früheren Verkörperungen: Bei der Saturnverkörperung unserer Erde: erstes Elementarreich; bei der Sonnenverkörperung unserer Erde: zweites Elementarreich — die Wesen, die damals Mineralreich waren, waren früher Elementarreich —; bei der Mondenzeit — nicht der heutigen Zeit, der alten Mondenzeit —: drittes Elementarreich. Im Fortschreiten zur Erde entsteht das mineralische Reich als das vierte Reich. Das trägt der Mensch in sich.
[ 11 ] Im Mineralreich stehen, heißt, in der vierten Bildung stehen. Dieses Mineralreich tragen wir in uns; dadurch nur sind wir eigentlich sichtbare Wesen. Dieses Mineralreich ist aber auch das einzig Abgeschlossene in uns. Erst wenn die Erde ihr Ende erreicht haben wird, wenn sie in eine andere Verkörperung eingetreten sein wird, wird der Mensch ebenso abgeschlossen sein im Pflanzenreich, wie er heute im Mineralreich abgeschlossen ist. Dann würde er in der fünften Bildung stehen. Also die Erde wird an einen Endzustand kommen, wird neuerdings entstehen: Jupiterzeit; der Mensch wird, so wie er heute sein Verhältnis zum Mineralreich hat, dann sein Verhältnis zum Pflanzenreich haben. Er wird in der fünften Bildung stehen. Im Pflanzenreich stehen, heißt, in der fünften Bildung stehen.
[ 11 ] Im Mineralreich stehen, heißt, in der vierten Bildung stehen. Dieses Mineralreich tragen wir in uns; dadurch nur sind wir eigentlich sichtbare Wesen. Dieses Mineralreich ist aber auch das einzig Abgeschlossene in uns. Erst wenn die Erde ihr Ende erreicht haben wird, wenn sie in eine andere Verkörperung eingetreten sein wird, wird der Mensch ebenso abgeschlossen sein im Pflanzenreich, wie er heute im Mineralreich abgeschlossen ist. Dann würde er in der fünften Bildung stehen. Also die Erde wird an einen Endzustand kommen, wird neuerdings entstehen: Jupiterzeit; der Mensch wird, so wie er heute sein Verhältnis zum Mineralreich hat, dann sein Verhältnis zum Pflanzenreich haben. Er wird in der fünften Bildung stehen. Im Pflanzenreich stehen, heißt, in der fünften Bildung stehen.
[ 12 ] Es wird eine neue Verkörperung unserer Erde kommen, wir nennen sie die Venusverkörperung, die Venuszeit. Der Mensch wird dann für sich im Tierreiche stehen, nicht Tier sein, sondern im Tierreiche stehen; das ist, wie Sie wissen, etwas anderes, als Tier sein. Im Tierreiche stehen aber heißt, in der sechsten Bildung stehen. Und dann kommt der Abschluß, ich möchte sagen, die Septime des ganzen Werdens. Wir nennen sie die Vulkanverkörperung der Erde. Der Mensch ist dann auf der höchsten Stufe seiner Bildung angelangt, er ist dann erst ganz Mensch geworden. Im Menschenreich stehen, heißt, in der siebenten Bildung sein, in der siebenten Bildung stehen. Und in sieben Bildungen schließt sich das Leben des Menschen ab.
[ 12 ] Es wird eine neue Verkörperung unserer Erde kommen, wir nennen sie die Venusverkörperung, die Venuszeit. Der Mensch wird dann für sich im Tierreiche stehen, nicht Tier sein, sondern im Tierreiche stehen; das ist, wie Sie wissen, etwas anderes, als Tier sein. Im Tierreiche stehen aber heißt, in der sechsten Bildung stehen. Und dann kommt der Abschluß, ich möchte sagen, die Septime des ganzen Werdens. Wir nennen sie die Vulkanverkörperung der Erde. Der Mensch ist dann auf der höchsten Stufe seiner Bildung angelangt, er ist dann erst ganz Mensch geworden. Im Menschenreich stehen, heißt, in der siebenten Bildung sein, in der siebenten Bildung stehen. Und in sieben Bildungen schließt sich das Leben des Menschen ab.
[ 13 ] Schauen wir uns den heutigen Menschen an. Er steht, wie wir schen, im Mineralreich; er steht noch nicht im Pflanzenreich. Wenn der Mensch im Pflanzenreich stehen wird, wird sein ganzes Leben ein anderes sein. Er wird sich fühlen nicht als Persönlichkeit, sondern so, wie er sich heute als Persönlichkeit fühlt, wird er sich als Mensch fühlen, er wird sich fühlen als Glied der ganzen Menschheit. Er wird zum Beispiel, wenn er einmal im Pflanzenreiche stehen wird, es unerträglich finden, daß er einen bestimmten Grad des Glückes hat, wenn neben ihm jemand mit Unglück herumgeht. Heute fühlt sich der Mensch wie durch eine Scheidewand von andern Menschen abgeschlossen. Das muß so sein, sonst würde der Mensch niemals seine Persönlichkeit entwickeln können. Aber im künftigen Jupiterreich, wo der Mensch in der fünften Bildung stehen wird, wird es anders sein; da wird es ein ganz unerträglicher Gedanke sein, daß der eine glücklich, der andere neben ihm unglücklich sein kann, weil sich die Menschen nicht als Organismus fühlen, wie man in abstracto sagt. Jetzt fühlen sie sich ja nicht als Organismus: das ist aber eine Unwahrheit, eine Täuschung, eine Maja. Aber die Zeit wird kommen, wo der Mensch im Pflanzenreich stehen wird, wo er ein einzelnes Glück nicht erträglich finden wird, wenn neben ihm Unglück ist.
[ 13 ] Schauen wir uns den heutigen Menschen an. Er steht, wie wir schen, im Mineralreich; er steht noch nicht im Pflanzenreich. Wenn der Mensch im Pflanzenreich stehen wird, wird sein ganzes Leben ein anderes sein. Er wird sich fühlen nicht als Persönlichkeit, sondern so, wie er sich heute als Persönlichkeit fühlt, wird er sich als Mensch fühlen, er wird sich fühlen als Glied der ganzen Menschheit. Er wird zum Beispiel, wenn er einmal im Pflanzenreiche stehen wird, es unerträglich finden, daß er einen bestimmten Grad des Glückes hat, wenn neben ihm jemand mit Unglück herumgeht. Heute fühlt sich der Mensch wie durch eine Scheidewand von andern Menschen abgeschlossen. Das muß so sein, sonst würde der Mensch niemals seine Persönlichkeit entwickeln können. Aber im künftigen Jupiterreich, wo der Mensch in der fünften Bildung stehen wird, wird es anders sein; da wird es ein ganz unerträglicher Gedanke sein, daß der eine glücklich, der andere neben ihm unglücklich sein kann, weil sich die Menschen nicht als Organismus fühlen, wie man in abstracto sagt. Jetzt fühlen sie sich ja nicht als Organismus: das ist aber eine Unwahrheit, eine Täuschung, eine Maja. Aber die Zeit wird kommen, wo der Mensch im Pflanzenreich stehen wird, wo er ein einzelnes Glück nicht erträglich finden wird, wenn neben ihm Unglück ist.
[ 14 ] Dieser Gedanke liegt zugrunde jenen Spiritualisten, von denen ich Ihnen gestern gesprochen habe. Ich habe Ihnen gesagt: Die englischen Spiritualisten werden in Zukunft einen großen Kampf auszufechten haben gegen die gesamte englische Volkskultur. Die Blüte dieser Volkskultur ist der Utilitarismus; und dasjenige, was dieser Utilitarismus herausgetrieben hat bei Bentbam, das ist im wesentlichen der Grundsatz, den man nannte die Maximation des Glückes. Immer mehr wird dieser Utilitarismus das Denken erfüllen. Daher wird dieses Denken nur durch die Opposition der spirituell Gesinnten zur Spiritualisierung kommen können. Das ist die Perspektive der Zukunft: Die spirituell Gesinnten werden dort die Volkskultur zu überwinden haben, sie zu überwinden haben bis zur Vernichtung. Deshalb konnte ich Ihnen anführen, daß Bentham, der aus der Volkskultur heraus zu dem Grundsatze gekommen ist, das Gute auf der Erde bestünde in der Glückseligkeit der größten Anzahl von Menschen, seine heftigsten Gegner hat in den spirituell Gesinnten seines eigenen Landes, die ihm sagen: Das ist eine rein teuflische Definition, denn diese Definition kann man nur machen, wenn man nichts bedenkt als die bloße Gegenwart. Denkt man ein wenig an die Zukunft der Entwickelung, so weiß man, daß der Gedanke ganz unerträglich ist: Glückseligkeit der größten Anzahl, weil das Gegenteil wäre: die Glückseligkeit der geringsten Anzahl, und das müßte das Böse sein. Aber Böses und Glückseligkeit haben nichts miteinander zu tun; denn in der Zukunft wird dadurch, daß der Mensch sich im Pflanzenreich stehend fühlt, sich als Glied der ganzen Menschheit fühlt, dieses Gegenteil eine Unmöglichkeit sein. So wie heute ein wichtiges organisches Glied dem Menschen nicht einfach ausgeschnitten werden kann, ohne daß der ganze Menschenorganismus zugrunde geht, so wird künftig, wenn die Erde im Pflanzenreich steht, nicht eine bestimmte Gruppe von Menschen leidensvoll sein können, ohne daß das Ganze leidet. Das ist ein bestimmter Entwickelungszustand, der kommt. Und weil durch Bentham eine Definition des Glückes gegeben wird, die gar keine Zukunft hat, die nur Gegenwart hat, muß sie bekämpft werden gerade von denjenigen, welche die Spiritualität anstreben.
[ 14 ] Dieser Gedanke liegt zugrunde jenen Spiritualisten, von denen ich Ihnen gestern gesprochen habe. Ich habe Ihnen gesagt: Die englischen Spiritualisten werden in Zukunft einen großen Kampf auszufechten haben gegen die gesamte englische Volkskultur. Die Blüte dieser Volkskultur ist der Utilitarismus; und dasjenige, was dieser Utilitarismus herausgetrieben hat bei Bentbam, das ist im wesentlichen der Grundsatz, den man nannte die Maximation des Glückes. Immer mehr wird dieser Utilitarismus das Denken erfüllen. Daher wird dieses Denken nur durch die Opposition der spirituell Gesinnten zur Spiritualisierung kommen können. Das ist die Perspektive der Zukunft: Die spirituell Gesinnten werden dort die Volkskultur zu überwinden haben, sie zu überwinden haben bis zur Vernichtung. Deshalb konnte ich Ihnen anführen, daß Bentham, der aus der Volkskultur heraus zu dem Grundsatze gekommen ist, das Gute auf der Erde bestünde in der Glückseligkeit der größten Anzahl von Menschen, seine heftigsten Gegner hat in den spirituell Gesinnten seines eigenen Landes, die ihm sagen: Das ist eine rein teuflische Definition, denn diese Definition kann man nur machen, wenn man nichts bedenkt als die bloße Gegenwart. Denkt man ein wenig an die Zukunft der Entwickelung, so weiß man, daß der Gedanke ganz unerträglich ist: Glückseligkeit der größten Anzahl, weil das Gegenteil wäre: die Glückseligkeit der geringsten Anzahl, und das müßte das Böse sein. Aber Böses und Glückseligkeit haben nichts miteinander zu tun; denn in der Zukunft wird dadurch, daß der Mensch sich im Pflanzenreich stehend fühlt, sich als Glied der ganzen Menschheit fühlt, dieses Gegenteil eine Unmöglichkeit sein. So wie heute ein wichtiges organisches Glied dem Menschen nicht einfach ausgeschnitten werden kann, ohne daß der ganze Menschenorganismus zugrunde geht, so wird künftig, wenn die Erde im Pflanzenreich steht, nicht eine bestimmte Gruppe von Menschen leidensvoll sein können, ohne daß das Ganze leidet. Das ist ein bestimmter Entwickelungszustand, der kommt. Und weil durch Bentham eine Definition des Glückes gegeben wird, die gar keine Zukunft hat, die nur Gegenwart hat, muß sie bekämpft werden gerade von denjenigen, welche die Spiritualität anstreben.
[ 15 ] Ja, warum soll das ein Gegensatz sein, wenn gesagt wird: Gutes definiert durch Bentham als die Glückseligkeit der größten Anzahl, Böses definiert als die Glückseligkeit der geringsten Anzahl? Ein abstrakter Gegensatz ist es nicht für den Verstand, aber der Spiritualist denkt nicht abstrakt, der Spiritualist denkt konkret. Er denkt nicht: Was ist das Gegenteil von dem andern? — sondern er denkt an das Reale, das sich entwickelt, und das stimmt zumeist mit den bloßen Gedanken der Menschen nicht überein.
[ 15 ] Ja, warum soll das ein Gegensatz sein, wenn gesagt wird: Gutes definiert durch Bentham als die Glückseligkeit der größten Anzahl, Böses definiert als die Glückseligkeit der geringsten Anzahl? Ein abstrakter Gegensatz ist es nicht für den Verstand, aber der Spiritualist denkt nicht abstrakt, der Spiritualist denkt konkret. Er denkt nicht: Was ist das Gegenteil von dem andern? — sondern er denkt an das Reale, das sich entwickelt, und das stimmt zumeist mit den bloßen Gedanken der Menschen nicht überein.
[ 16 ] Und in einem noch höheren Grade wird der einzelne Mensch am Ganzen teilnehmen, wenn er in der sechsten Bildung steht. Und dann noch ganz besonders, wenn er Vollmensch ist, ganz vergeistigter Mensch, in der siebenten Bildung.
[ 16 ] Und in einem noch höheren Grade wird der einzelne Mensch am Ganzen teilnehmen, wenn er in der sechsten Bildung steht. Und dann noch ganz besonders, wenn er Vollmensch ist, ganz vergeistigter Mensch, in der siebenten Bildung.
[ 17 ] Ja, aber wir haben daraus gesehen, daß so, wie wir jetzt auf dem festen Boden der Erde stehen, wir als Menschen, insoferne wir Geschöpfe sind, doch eigentlich nur bis zur vierten Bildung kommen. Wir haben das mineralische Reich, das ist fertig. Die andern Reiche, wie sie heute bestehen, werden zum Teil zugrunde gehen, und der Mensch wird sie in anderer Weise ausbilden: das Pflanzenreich, so wie ich es geschildert habe. Das Tierreich und Menschenreich wollen wir heute nicht mehr schildern, aber nächstens einmal.
[ 17 ] Ja, aber wir haben daraus gesehen, daß so, wie wir jetzt auf dem festen Boden der Erde stehen, wir als Menschen, insoferne wir Geschöpfe sind, doch eigentlich nur bis zur vierten Bildung kommen. Wir haben das mineralische Reich, das ist fertig. Die andern Reiche, wie sie heute bestehen, werden zum Teil zugrunde gehen, und der Mensch wird sie in anderer Weise ausbilden: das Pflanzenreich, so wie ich es geschildert habe. Das Tierreich und Menschenreich wollen wir heute nicht mehr schildern, aber nächstens einmal.
[ 18 ] So steht der Mensch heute, wenn er sich als Geschöpf, unter anderen Geschöpfen stehend, betrachtet, in der vierten Bildung. Aber er ragt in die andern Bildungen hinein, denn wir haben ja gesehen: Schon im Schlafe steht der Mensch unter dem Einfluß der dritten Hierarchie. Diese Hierarchie ist weiter als er, die steht heute schon in der fünften Bildung, und die andern Wesen sind noch weiter. Er ragt also in die höheren Bildungsstufen hinein. Ich bitte Sie, die Geduld zu haben, diese subtilen Gedanken wirklich durchzudenken; denn Sie müssen jetzt den Unterschied machen, zwischen Sich-Denken als Geschöpf und Sich-Denken als unabhängiges Geistwesen, das Sie zum Beispiel im Schlafe sind oder zwischen Tod und neuer Geburt. Insoferne Sie sich hier denken in Ihrem physischen, in Ihrem Ätherleib, astralischen Leib und Ich, insofern denken Sie sich als Geschöpf auf der Erde, sind in der vierten Bildung; aber Sie ragen in die fünfte, sechste und siebente Bildung hinein. Indem Sie ja nicht bloß in Ihrem Leibe leben, sondern auch außerhalb Ihres Leibes, im Schlafe oder im Tode, da ragen Sie in die andern Hierarchien hinein, und diese andern Hierarchien sind weiter. Wir können also sagen: Wenn wir die Erde mit allem, was darauf und darinnen ist, als geschöpfliches Wesen betrachten, so ist sie als geschöpfliches Wesen bis zur vierten Stufe herangekommen, und wir sind mit ihr ebenfalls bis zur vierten Stufe herangekommen. Allein wir ragen dadurch, daß wir uns als selbständige Persönlichkeiten fühlen, daß wir uns als Mensch fühlen, daß wir uns als Glied der Erdenentwickelung fühlen, daß wir wissen, unser Ätherleib ist Geschöpf der zweiten Hierarchie, unser physischer Leib ist Geschöpf der ersten Hierarchie, wir ragen dadurch hinauf in die anderen Sphären, in die anderen Bildungselemente.
[ 18 ] So steht der Mensch heute, wenn er sich als Geschöpf, unter anderen Geschöpfen stehend, betrachtet, in der vierten Bildung. Aber er ragt in die andern Bildungen hinein, denn wir haben ja gesehen: Schon im Schlafe steht der Mensch unter dem Einfluß der dritten Hierarchie. Diese Hierarchie ist weiter als er, die steht heute schon in der fünften Bildung, und die andern Wesen sind noch weiter. Er ragt also in die höheren Bildungsstufen hinein. Ich bitte Sie, die Geduld zu haben, diese subtilen Gedanken wirklich durchzudenken; denn Sie müssen jetzt den Unterschied machen, zwischen Sich-Denken als Geschöpf und Sich-Denken als unabhängiges Geistwesen, das Sie zum Beispiel im Schlafe sind oder zwischen Tod und neuer Geburt. Insoferne Sie sich hier denken in Ihrem physischen, in Ihrem Ätherleib, astralischen Leib und Ich, insofern denken Sie sich als Geschöpf auf der Erde, sind in der vierten Bildung; aber Sie ragen in die fünfte, sechste und siebente Bildung hinein. Indem Sie ja nicht bloß in Ihrem Leibe leben, sondern auch außerhalb Ihres Leibes, im Schlafe oder im Tode, da ragen Sie in die andern Hierarchien hinein, und diese andern Hierarchien sind weiter. Wir können also sagen: Wenn wir die Erde mit allem, was darauf und darinnen ist, als geschöpfliches Wesen betrachten, so ist sie als geschöpfliches Wesen bis zur vierten Stufe herangekommen, und wir sind mit ihr ebenfalls bis zur vierten Stufe herangekommen. Allein wir ragen dadurch, daß wir uns als selbständige Persönlichkeiten fühlen, daß wir uns als Mensch fühlen, daß wir uns als Glied der Erdenentwickelung fühlen, daß wir wissen, unser Ätherleib ist Geschöpf der zweiten Hierarchie, unser physischer Leib ist Geschöpf der ersten Hierarchie, wir ragen dadurch hinauf in die anderen Sphären, in die anderen Bildungselemente.
[ 19 ] Aber es hat ja nicht seinen Abschluß mit der siebenten Bildung. Die Evolution geht weiter, und indem wir hineinragen in die höheren Bildungsformen, ragen wir auch in eine achte Bildungsform hinein, die berühmte achte Sphäre. Wir können ruhig sagen: In einer gewissen Weise, indem wir zu hochentwickelten Stufen höherer Wesenheiten hinaufragen, ragen wir, indem wir im Gottesteich drinnenstehen oder Geisterreich — wie Sie wollen —, hinein in die achte Bildung. Aber wir ragen hinein in diese achte Bildung mit den feinsten Bestandteilen unserer Geistwesenheit. Dieses Hineinragen in die achte Bildung, das ist ein großes Geheimnis, aber wir können uns doch eine Vorstellung machen von einem, ich möchte sagen, sehr geringfügigen, wenig intensiven Hineinragen in die achte Bildung, wenn wir uns das Folgende denken.
[ 19 ] Aber es hat ja nicht seinen Abschluß mit der siebenten Bildung. Die Evolution geht weiter, und indem wir hineinragen in die höheren Bildungsformen, ragen wir auch in eine achte Bildungsform hinein, die berühmte achte Sphäre. Wir können ruhig sagen: In einer gewissen Weise, indem wir zu hochentwickelten Stufen höherer Wesenheiten hinaufragen, ragen wir, indem wir im Gottesteich drinnenstehen oder Geisterreich — wie Sie wollen —, hinein in die achte Bildung. Aber wir ragen hinein in diese achte Bildung mit den feinsten Bestandteilen unserer Geistwesenheit. Dieses Hineinragen in die achte Bildung, das ist ein großes Geheimnis, aber wir können uns doch eine Vorstellung machen von einem, ich möchte sagen, sehr geringfügigen, wenig intensiven Hineinragen in die achte Bildung, wenn wir uns das Folgende denken.
[ 20 ] Wir wissen, im Mittelpunkte der Erde steht das Mysterium von Golgatha. Blicken wir zurück zu diesem Mysterium von Golgatha, wie es sich vom Jahre 1 bis 33 unserer Zeitrechnung, im 747. Jahre seit der Gründung Roms, vollzogen hat, so steht es im ersten Drittel der vierten nachatlantischen Zeit drinnen. Wir sprechen von jener Kulturentwickelung der Menschheit, in die das Mysterium von Golgatha hineingefallen ist, als von der vierten nachatlantischen Kulturstufe. Wir wissen, die dritte nachatlantische Kulturstufe ist ja vorangegangen der griechisch-lateinischen Kulturepoche. Wir stehen jetzt in der fünften, denn die vierte, in die das Mysterium von Golgatha fiel, hat im 15. nachchristlichen Jahrhundert geendet. Also wir stehen im ersten Drittel der fünften nachatlantischen Kulturperiode. Nun, der Mensch entwickelt sich durch die Kulturperioden hindurch, aber wenn wir diese Kulturperioden schildern, dann schildern wir eigentlich etwas, was der Mensch nicht voll mitmacht. Sie alle waren gewiß in der alten ägyptisch-chaldäischen Periode verkörpert, die die dritte nachatlantische Zeit ist, dann wiederum in der griechisch-lateinischen Kulturperiode und in der jetzigen; aber Sie durchleben doch immer nur von der aufeinanderfolgenden Zeit — wenn es gut geht, nicht wahr, selbst einer der achtzig Jahre alt wird — eben nur achtzig Jahre, und dazwischen liegt die viel längere Zeit, die zwischen dem Tode und einer neuen Geburt verläuft. Also von dem, was wir schildern, indem wir die aufeinanderfolgenden Entwickelungsperioden der Erde schildern, lebt der Mensch ja nur einen Teil mit.
[ 20 ] Wir wissen, im Mittelpunkte der Erde steht das Mysterium von Golgatha. Blicken wir zurück zu diesem Mysterium von Golgatha, wie es sich vom Jahre 1 bis 33 unserer Zeitrechnung, im 747. Jahre seit der Gründung Roms, vollzogen hat, so steht es im ersten Drittel der vierten nachatlantischen Zeit drinnen. Wir sprechen von jener Kulturentwickelung der Menschheit, in die das Mysterium von Golgatha hineingefallen ist, als von der vierten nachatlantischen Kulturstufe. Wir wissen, die dritte nachatlantische Kulturstufe ist ja vorangegangen der griechisch-lateinischen Kulturepoche. Wir stehen jetzt in der fünften, denn die vierte, in die das Mysterium von Golgatha fiel, hat im 15. nachchristlichen Jahrhundert geendet. Also wir stehen im ersten Drittel der fünften nachatlantischen Kulturperiode. Nun, der Mensch entwickelt sich durch die Kulturperioden hindurch, aber wenn wir diese Kulturperioden schildern, dann schildern wir eigentlich etwas, was der Mensch nicht voll mitmacht. Sie alle waren gewiß in der alten ägyptisch-chaldäischen Periode verkörpert, die die dritte nachatlantische Zeit ist, dann wiederum in der griechisch-lateinischen Kulturperiode und in der jetzigen; aber Sie durchleben doch immer nur von der aufeinanderfolgenden Zeit — wenn es gut geht, nicht wahr, selbst einer der achtzig Jahre alt wird — eben nur achtzig Jahre, und dazwischen liegt die viel längere Zeit, die zwischen dem Tode und einer neuen Geburt verläuft. Also von dem, was wir schildern, indem wir die aufeinanderfolgenden Entwickelungsperioden der Erde schildern, lebt der Mensch ja nur einen Teil mit.
[ 21 ] Sie könnten freilich sagen: Nun ja, der Mensch erlebt hier im physischen Leib nur einen Teil mit; aber er lebt wahrhaftig nicht umsonst im physischen Leib: er erlebt die Welt vom Gesichtspunkt des physischen Leibes aus, weil er dasjenige, was er vom physischen Leib aus erlebt, nicht zwischen dem Tod und einer neuen Geburt erleben könnte. — Mag das, was der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt im reinen geistigen Reiche erlebt, nun höher oder weniger hoch geschätzt werden, darüber wollen wir heute nicht sprechen, aber es ist anders als dasjenige, was der Mensch hier durch seinen Leib erlebt, und es ist sehr wichtig, das zu berücksichtigen. Und der Mensch ist wahrhaftig nicht umsonst durch seinen Leib in die Welt hineingestellt; denn das, was er durch seinen Leib in der Welt erleben kann, immer in Episoden der Gesamtmenschheitsentwickelung, das könnte er eben nicht erleben, wenn er nicht die Leibesentwickelung hätte. Es ist eine durchaus unzutreffende Vorstellung, wenn man der irdischen Leibesentwickelung in asketischer Art gegenübersteht, wenn man sie etwa nur als den Feind des höheren Menschen betrachtet. Das ist sie in Wahrheit nicht, sondern dasjenige, was dem Menschen etwas gibt, das er auf keinem andern Weg erlangen könnte. Und der Mensch irrt gar sehr, der das Leben im Leibe verachtet, der den Leib als etwas Niedriges ansieht, denn es bedeutet eben ein Höchstes, ein Wichtigstes, ein Bedeutungsvollstes im Gesamtleben des Menschen. Und Geisteswissenschaft kann am allerwenigsten sich jenem Mystizismus oder jener verkehrten Richtung des Christentums — nicht der richtigen, aber verkehrten Richtung — anschließen, welche verachtet dasjenige, was sie die irdische Welt nennt. Der Mensch erlebt eben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt die Welt von einer andern Perspektive aus; er erlebt sie so, wie er sie erleben kann: in ihn herein wirken jetzt nicht die Geschöpfe wie durch den physischen Leib und Ätherleib, sondern die Schöpfer selbst. Da erlebt er etwas anderes.
[ 21 ] Sie könnten freilich sagen: Nun ja, der Mensch erlebt hier im physischen Leib nur einen Teil mit; aber er lebt wahrhaftig nicht umsonst im physischen Leib: er erlebt die Welt vom Gesichtspunkt des physischen Leibes aus, weil er dasjenige, was er vom physischen Leib aus erlebt, nicht zwischen dem Tod und einer neuen Geburt erleben könnte. — Mag das, was der Mensch zwischen dem Tod und einer neuen Geburt im reinen geistigen Reiche erlebt, nun höher oder weniger hoch geschätzt werden, darüber wollen wir heute nicht sprechen, aber es ist anders als dasjenige, was der Mensch hier durch seinen Leib erlebt, und es ist sehr wichtig, das zu berücksichtigen. Und der Mensch ist wahrhaftig nicht umsonst durch seinen Leib in die Welt hineingestellt; denn das, was er durch seinen Leib in der Welt erleben kann, immer in Episoden der Gesamtmenschheitsentwickelung, das könnte er eben nicht erleben, wenn er nicht die Leibesentwickelung hätte. Es ist eine durchaus unzutreffende Vorstellung, wenn man der irdischen Leibesentwickelung in asketischer Art gegenübersteht, wenn man sie etwa nur als den Feind des höheren Menschen betrachtet. Das ist sie in Wahrheit nicht, sondern dasjenige, was dem Menschen etwas gibt, das er auf keinem andern Weg erlangen könnte. Und der Mensch irrt gar sehr, der das Leben im Leibe verachtet, der den Leib als etwas Niedriges ansieht, denn es bedeutet eben ein Höchstes, ein Wichtigstes, ein Bedeutungsvollstes im Gesamtleben des Menschen. Und Geisteswissenschaft kann am allerwenigsten sich jenem Mystizismus oder jener verkehrten Richtung des Christentums — nicht der richtigen, aber verkehrten Richtung — anschließen, welche verachtet dasjenige, was sie die irdische Welt nennt. Der Mensch erlebt eben zwischen dem Tod und einer neuen Geburt die Welt von einer andern Perspektive aus; er erlebt sie so, wie er sie erleben kann: in ihn herein wirken jetzt nicht die Geschöpfe wie durch den physischen Leib und Ätherleib, sondern die Schöpfer selbst. Da erlebt er etwas anderes.
[ 22 ] Daher kommt es, daß wir während unserer Erdenlaufbahn nicht nur die Aufgabe haben, das Sinnenfällige, sondern auch das Übersinnliche kennenzulernen. Denn das geschichtliche Leben der Menschheit, das ein Ergebnis der dritten Hierarchie ist, wir können es nicht kennenlernen von der Perspektive des Erdenlebens aus. Und für unsere Zeit — ich bitte, darauf zu achten, daß ich sage: für unsere Zeit, denn es war in der vorchristlichen Zeit nicht so —, für unsere Zeit ist es ganz wesentlich, daß sich der Mensch bewußt werde: er muß, während er hier auf Erden lebt zwischen Geburt und Tod, auch kennenlernen, wenn er sich als geschichtliches Wesen kennenlernen will, dasjenige, was Engel, Erzengel und Archai als geschichtliches Leben wirken. Kennenlernen die Welt nur so, wie sie heute die Naturwissenschafter kennenlernen wollen, kennenzulernen die Welt so, wie sie die Geschichte schildert, als ob die Geschichte gemacht wäre von Menschen allein, nicht von den Wesenheiten der dritten Hierarchie, das heißt, nur die alleräußersten Schalen des geschichtlichen Werdens kennen. Nur der lernt die Geschichte kennen, der sich bewußt ist: er muß gewissermaßen anschauen hier im physischen Leibe, was die Wesen tun auf der Erde, die er zwischen dem Tod und einer neuen Geburt in einer ganz andern Weise — wenn ich mich des Ausdruckes bedienen darf, der ja nur vergleichsweise gebraucht ist —, die er da persönlich, individuell, in ihren himmlischen Taten kennenlernt. Die muß er in ihren Wirkungen auf der Erde im geschichtlichen Leben kennenlernen.
[ 22 ] Daher kommt es, daß wir während unserer Erdenlaufbahn nicht nur die Aufgabe haben, das Sinnenfällige, sondern auch das Übersinnliche kennenzulernen. Denn das geschichtliche Leben der Menschheit, das ein Ergebnis der dritten Hierarchie ist, wir können es nicht kennenlernen von der Perspektive des Erdenlebens aus. Und für unsere Zeit — ich bitte, darauf zu achten, daß ich sage: für unsere Zeit, denn es war in der vorchristlichen Zeit nicht so —, für unsere Zeit ist es ganz wesentlich, daß sich der Mensch bewußt werde: er muß, während er hier auf Erden lebt zwischen Geburt und Tod, auch kennenlernen, wenn er sich als geschichtliches Wesen kennenlernen will, dasjenige, was Engel, Erzengel und Archai als geschichtliches Leben wirken. Kennenlernen die Welt nur so, wie sie heute die Naturwissenschafter kennenlernen wollen, kennenzulernen die Welt so, wie sie die Geschichte schildert, als ob die Geschichte gemacht wäre von Menschen allein, nicht von den Wesenheiten der dritten Hierarchie, das heißt, nur die alleräußersten Schalen des geschichtlichen Werdens kennen. Nur der lernt die Geschichte kennen, der sich bewußt ist: er muß gewissermaßen anschauen hier im physischen Leibe, was die Wesen tun auf der Erde, die er zwischen dem Tod und einer neuen Geburt in einer ganz andern Weise — wenn ich mich des Ausdruckes bedienen darf, der ja nur vergleichsweise gebraucht ist —, die er da persönlich, individuell, in ihren himmlischen Taten kennenlernt. Die muß er in ihren Wirkungen auf der Erde im geschichtlichen Leben kennenlernen.
[ 23 ] ‚Aber so war es nicht immer; so ist es in der Zeit, in der wir jetzt leben. So war es vor allen Dingen nicht in der dritten nachatlantischen Zeit, vor dem Jahre 747, in der ägyptisch-chaldäischen Zeit. Wir wissen, daß da das ganze seelische Leben, der ganze Seelenzustand der Menschen ein anderer war. Da strahlte das überirdische Leben in das gewöhnliche Menschenleben herein, da wußte der Mensch, wenn er es sich auch anders deutete, als wir das jetzt in den Mythologien auslegen: Die Wesenheiten der dritten Hierarchie wirken herein in sein Ich und seinen astralischen Leib. — Er meinte die Wesenheiten der dritten Hierarchie, nannte sie Osiris oder Zeus oder Apollo oder Minerva oder wie immer, aber er wußte: Diese Wesenheiten, die er nur in dieser Weise ausdichtete und ausdeutete — aber die Ausdichtung und Ausdeutung bezog sich auf diese Wesenheiten —, sie wirken herein. Wenn er sie auch nicht hätte sehen wo//en, er hätte sie innerlich gesehen, denn es war in jenen alten Zeiten nicht die Bewußtseinstäuschung vorhanden, die heute vorhanden ist; sondern es war eben nur die Lebenstäuschung vorhanden, die diese Gestalten, wie man sagt, anthropomorphisierte. Aber von diesen Gestalten wußte man.
[ 23 ] ‚Aber so war es nicht immer; so ist es in der Zeit, in der wir jetzt leben. So war es vor allen Dingen nicht in der dritten nachatlantischen Zeit, vor dem Jahre 747, in der ägyptisch-chaldäischen Zeit. Wir wissen, daß da das ganze seelische Leben, der ganze Seelenzustand der Menschen ein anderer war. Da strahlte das überirdische Leben in das gewöhnliche Menschenleben herein, da wußte der Mensch, wenn er es sich auch anders deutete, als wir das jetzt in den Mythologien auslegen: Die Wesenheiten der dritten Hierarchie wirken herein in sein Ich und seinen astralischen Leib. — Er meinte die Wesenheiten der dritten Hierarchie, nannte sie Osiris oder Zeus oder Apollo oder Minerva oder wie immer, aber er wußte: Diese Wesenheiten, die er nur in dieser Weise ausdichtete und ausdeutete — aber die Ausdichtung und Ausdeutung bezog sich auf diese Wesenheiten —, sie wirken herein. Wenn er sie auch nicht hätte sehen wo//en, er hätte sie innerlich gesehen, denn es war in jenen alten Zeiten nicht die Bewußtseinstäuschung vorhanden, die heute vorhanden ist; sondern es war eben nur die Lebenstäuschung vorhanden, die diese Gestalten, wie man sagt, anthropomorphisierte. Aber von diesen Gestalten wußte man.
[ 24 ] Das ist auch solch ein Punkt, durch den das ganze Leben der Menschen ein anderes geworden ist. Heute weiß der Mensch im gewöhnlichen Bewußtsein nicht, was da in sein Leben hereinspielt. Der Mensch wurde geboren als eine Seelenwesenheit in dieser dritten nachatlantischen Zeit, wurde wieder geboren in der vierten nachatlantischen Zeit, und wieder geboren in unserer Zeit. Dasjenige, was die Wesenheiten der dritten Hierarchie als geschichtliches Leben auswirken, schaut er nicht, aber er sollte es kennenlernen, er sollte es wirklich kennenlernen! Nicht in der wahren Gestalt, sondern in der mythologischen Gestalt lernte es der alte Mensch kennen.
[ 24 ] Das ist auch solch ein Punkt, durch den das ganze Leben der Menschen ein anderes geworden ist. Heute weiß der Mensch im gewöhnlichen Bewußtsein nicht, was da in sein Leben hereinspielt. Der Mensch wurde geboren als eine Seelenwesenheit in dieser dritten nachatlantischen Zeit, wurde wieder geboren in der vierten nachatlantischen Zeit, und wieder geboren in unserer Zeit. Dasjenige, was die Wesenheiten der dritten Hierarchie als geschichtliches Leben auswirken, schaut er nicht, aber er sollte es kennenlernen, er sollte es wirklich kennenlernen! Nicht in der wahren Gestalt, sondern in der mythologischen Gestalt lernte es der alte Mensch kennen.
[ 25 ] Versetzen Sie sich jetzt einmal in solch eine Menschenseele — es gibt mehr Inkarnationen, wie Sie wissen, aber wollen wir einmal drei aufeinanderfolgende auffassen: eine ägyptische, eine griechische, eine aus dem fünften nachatlantischen Kulturzeitraum —, versetzen wir uns einmal in eine solche Menschenseele. Sie hat während des dritten, während des ägyptisch-chaldäischen Kulturzeitraumes, das erlebt, was sie eben erleben konnte dadurch, daß die Wesenheiten der dritten Hierarchie in das Leben hereinspielten. Das war allmählich herabgedämmert. Einige hatten es noch erlebt im vierten, im griechischlateinischen Zeitraum; viele Menschen hatten es namentlich bis zum Jahre 333 nach dem Mysterium von Golgatha noch in ordentlicher Weise erlebt, dann ist es allmählich verschwunden; dann mußten sich die Menschen immer mehr und mehr auf dasjenige beschränken, was in der äußeren Sinnenwelt vorhanden ist, wenn sie sich nicht so innerlich entwickelten, daß sie auf einem andern Wege wiederum die geistige Welt kennenlernen und darum aufsteigen konnten zu den Wesenheiten der dritten Hierarchie.
[ 25 ] Versetzen Sie sich jetzt einmal in solch eine Menschenseele — es gibt mehr Inkarnationen, wie Sie wissen, aber wollen wir einmal drei aufeinanderfolgende auffassen: eine ägyptische, eine griechische, eine aus dem fünften nachatlantischen Kulturzeitraum —, versetzen wir uns einmal in eine solche Menschenseele. Sie hat während des dritten, während des ägyptisch-chaldäischen Kulturzeitraumes, das erlebt, was sie eben erleben konnte dadurch, daß die Wesenheiten der dritten Hierarchie in das Leben hereinspielten. Das war allmählich herabgedämmert. Einige hatten es noch erlebt im vierten, im griechischlateinischen Zeitraum; viele Menschen hatten es namentlich bis zum Jahre 333 nach dem Mysterium von Golgatha noch in ordentlicher Weise erlebt, dann ist es allmählich verschwunden; dann mußten sich die Menschen immer mehr und mehr auf dasjenige beschränken, was in der äußeren Sinnenwelt vorhanden ist, wenn sie sich nicht so innerlich entwickelten, daß sie auf einem andern Wege wiederum die geistige Welt kennenlernen und darum aufsteigen konnten zu den Wesenheiten der dritten Hierarchie.
[ 26 ] Und nun, wenn wir eine solche Seele betrachten, die jetzt wiederkommt, sie kommt mit all dem, was sie in der dritten nachatlantischen Zeit, im ägyptisch-chaldäischen Kulturzeitraum in sich aufgenommen hat, mit all dem kommt sie, aber nehmen wir einmal an, solch eine Seele sträube sich dagegen, in der jetzigen Inkarnation die Taten der dritten Hierarchie im geschichtlichen Leben der Menschheit zu betrachten, und daß sie sich sage: Was geht mich das an, was die Engel, Erzengel und Archai getan haben; für mich ist Geschichte dasjenige, was Menschen hier auf der Erde jemals verrichtet haben. — Eine solche Seele berücksichtigt nicht, daß in all dem, was Menschen auf der Erde verrichtet haben, mitspielen die Taten der dritten Hierarchie. Nehmen wir jetzt der Deutlichkeit willen an — für manche Seelen gilt es auch in bezug auf den vierten, den griechisch-lateinischen Zeitraum, eben bis zum Jahre 333 —, aber nehmen wir der Deutlichkeit willen an, eine solche Seele komme herüber aus dem ägyptisch-chaldäischen, aus dem dritten nachatlantischen Zeitraum: da hatte sie nicht nötig, sich anzustrengen, um etwas von den Taten der dritten Hierarchie zu wissen, denn da kam das von selber herein in das Menschenleben; da trägt sie das noch in sich, diese Seele. Also sagen wir, was diese Seele dazumal in sich verarbeiten konnte, das trägt sie in sich. Einem alten Ägypter hätte man nicht sagen können — er hatte keinen rechten Begriff vom geschichtlichen Leben, aber er sah doch auf das geschichtliche Leben hin —, ihm aber hätte man über dieses geschichtliche Leben nicht sagen können: Die Menschen machen die Geschichte. — Er würde nur gelacht haben, denn er sah ja, daß die Wesenheiten der dritten Hierarchie die Geschichte machten, wenn er sie auch in seiner Art versinnlicht darstellte.
[ 26 ] Und nun, wenn wir eine solche Seele betrachten, die jetzt wiederkommt, sie kommt mit all dem, was sie in der dritten nachatlantischen Zeit, im ägyptisch-chaldäischen Kulturzeitraum in sich aufgenommen hat, mit all dem kommt sie, aber nehmen wir einmal an, solch eine Seele sträube sich dagegen, in der jetzigen Inkarnation die Taten der dritten Hierarchie im geschichtlichen Leben der Menschheit zu betrachten, und daß sie sich sage: Was geht mich das an, was die Engel, Erzengel und Archai getan haben; für mich ist Geschichte dasjenige, was Menschen hier auf der Erde jemals verrichtet haben. — Eine solche Seele berücksichtigt nicht, daß in all dem, was Menschen auf der Erde verrichtet haben, mitspielen die Taten der dritten Hierarchie. Nehmen wir jetzt der Deutlichkeit willen an — für manche Seelen gilt es auch in bezug auf den vierten, den griechisch-lateinischen Zeitraum, eben bis zum Jahre 333 —, aber nehmen wir der Deutlichkeit willen an, eine solche Seele komme herüber aus dem ägyptisch-chaldäischen, aus dem dritten nachatlantischen Zeitraum: da hatte sie nicht nötig, sich anzustrengen, um etwas von den Taten der dritten Hierarchie zu wissen, denn da kam das von selber herein in das Menschenleben; da trägt sie das noch in sich, diese Seele. Also sagen wir, was diese Seele dazumal in sich verarbeiten konnte, das trägt sie in sich. Einem alten Ägypter hätte man nicht sagen können — er hatte keinen rechten Begriff vom geschichtlichen Leben, aber er sah doch auf das geschichtliche Leben hin —, ihm aber hätte man über dieses geschichtliche Leben nicht sagen können: Die Menschen machen die Geschichte. — Er würde nur gelacht haben, denn er sah ja, daß die Wesenheiten der dritten Hierarchie die Geschichte machten, wenn er sie auch in seiner Art versinnlicht darstellte.
[ 27 ] Das alles tragen die Menschen der Gegenwart in sich, aber unbewußt natürlich; es ist ins Unterbewußte hinuntergezogen. Jetzt geben sie sich dem Glauben hin, daß Geschichte etwas ist, was die Menschen auf der Erde gemacht haben. Da kommt eine merkwürdige Seelenverfassung zustande, die ich Sie bitte, ganz genau auf sich wirken zu lassen. Wenn wir auf eine solche Seele in der Gegenwart hinblicken würden, so würden wir sagen, diese Seele lehnt es ab, sich ins geschichtliche Leben der Menschheit in Wirklichkeit hineinzustellen, sie sagt: Ich will nichts wissen von den Taten der Archai, der Erzengel, der Engel; ich will nur aus äußeren Zeugnissen wissen, was die Menschen gemacht haben seit jenen alten Zeiten. — Aber dadurch kann sich eine solche Seele nicht weiterentwickeln, dadurch bleibt eine solche Seele in Wirklichkeit auf dem Standpunkte stehen, auf dem sie gestanden hat in der alten ägyptischen Zeit; sie hat nur die Reife einer Seele der alten ägyptischen Zeit, sie läßt sich nicht ein darauf, die Wirklichkeit zu ergreifen. Die Engel, Erzengel und Archai, sie haben sich weiterentwickelt, sie haben das gemacht, was von der Menschheit seither erlebt werden konnte. Solch eine Seele sagt: Was die Hierarchien schon gemacht haben da oben in der geistigen Welt, darauf lasse ich mich nicht ein; ich lasse mich nur auf meine eigenen Fähigkeiten ein. — Die Fähigkeiten sind aber keine andern als die, welche sie auch schon hatte während der alten ägyptischen Zeit.
[ 27 ] Das alles tragen die Menschen der Gegenwart in sich, aber unbewußt natürlich; es ist ins Unterbewußte hinuntergezogen. Jetzt geben sie sich dem Glauben hin, daß Geschichte etwas ist, was die Menschen auf der Erde gemacht haben. Da kommt eine merkwürdige Seelenverfassung zustande, die ich Sie bitte, ganz genau auf sich wirken zu lassen. Wenn wir auf eine solche Seele in der Gegenwart hinblicken würden, so würden wir sagen, diese Seele lehnt es ab, sich ins geschichtliche Leben der Menschheit in Wirklichkeit hineinzustellen, sie sagt: Ich will nichts wissen von den Taten der Archai, der Erzengel, der Engel; ich will nur aus äußeren Zeugnissen wissen, was die Menschen gemacht haben seit jenen alten Zeiten. — Aber dadurch kann sich eine solche Seele nicht weiterentwickeln, dadurch bleibt eine solche Seele in Wirklichkeit auf dem Standpunkte stehen, auf dem sie gestanden hat in der alten ägyptischen Zeit; sie hat nur die Reife einer Seele der alten ägyptischen Zeit, sie läßt sich nicht ein darauf, die Wirklichkeit zu ergreifen. Die Engel, Erzengel und Archai, sie haben sich weiterentwickelt, sie haben das gemacht, was von der Menschheit seither erlebt werden konnte. Solch eine Seele sagt: Was die Hierarchien schon gemacht haben da oben in der geistigen Welt, darauf lasse ich mich nicht ein; ich lasse mich nur auf meine eigenen Fähigkeiten ein. — Die Fähigkeiten sind aber keine andern als die, welche sie auch schon hatte während der alten ägyptischen Zeit.
[ 28 ] Zahlreiche solche Seelen leben in der Gegenwart, und denken Sie, in welcher eigentümlichen Lage eine solche Seele ist! Bis zum Jahre 333 konnte eine Seele noch nicht in diese Lage kommen, denn da reichte noch immer die geistige Welt von selbst herein; jetzt aber, seit dieser Zeit, können Seelen in einer merkwürdigen Lage sein: Sie können der Wirklichkeit ja nicht widerstreben, in der Wirklichkeit stehen sie natürlich drinnen in dem, was die Engel, Erzengel und Archai tun, aber sie leugnen das mit ihrem Bewußtsein, sie nehmen in ihr Bewußtsein nur dasjenige auf, was hier auf der Erde durch Menschen selber bewirkt worden ist.
[ 28 ] Zahlreiche solche Seelen leben in der Gegenwart, und denken Sie, in welcher eigentümlichen Lage eine solche Seele ist! Bis zum Jahre 333 konnte eine Seele noch nicht in diese Lage kommen, denn da reichte noch immer die geistige Welt von selbst herein; jetzt aber, seit dieser Zeit, können Seelen in einer merkwürdigen Lage sein: Sie können der Wirklichkeit ja nicht widerstreben, in der Wirklichkeit stehen sie natürlich drinnen in dem, was die Engel, Erzengel und Archai tun, aber sie leugnen das mit ihrem Bewußtsein, sie nehmen in ihr Bewußtsein nur dasjenige auf, was hier auf der Erde durch Menschen selber bewirkt worden ist.
[ 29 ] Das ist ein Fall, wo die Menschen als Geschöpfe in der vierten Bildung stehen, denn die vierte Bildungsstufe ist alles dasjenige, was geschöpflich geschieht. Also was seit der ägyptischen Zeit die Menschen auf der Erde gemacht haben, gehört zur vierten Bildung, aber der Mensch selbst ragt darüber hinaus, und dadurch, daß er seit dem Jahre 333 überhaupt mit seinem ganzen Wesen nicht bewußt in das hineinragen kann, wohinein er in Wirklichkeit ragt, dadurch steht er mit seinem Wesen sogar noch über der siebenten Bildungsstufe, er steht in der achten Bildungsstufe drinnen. So daß also heute die Möglichkeit vorhanden ist, daß Seelen in Wahrheit in der achten Bildungsstufe drinnenstehen, aber es nicht anerkennen, weil sie die in der achten Stufe liegende Wirksamkeit des geschichtlichen Lebens der Menschen durch die Engel, Erzengel und Archai nicht anerkennen, sondern nur die vierte Stufe anerkennen, so daß die achte Sphäre in ihnen unbewußt bleibt. Das ist eine außerordentlich wichtige Tatsache.
[ 29 ] Das ist ein Fall, wo die Menschen als Geschöpfe in der vierten Bildung stehen, denn die vierte Bildungsstufe ist alles dasjenige, was geschöpflich geschieht. Also was seit der ägyptischen Zeit die Menschen auf der Erde gemacht haben, gehört zur vierten Bildung, aber der Mensch selbst ragt darüber hinaus, und dadurch, daß er seit dem Jahre 333 überhaupt mit seinem ganzen Wesen nicht bewußt in das hineinragen kann, wohinein er in Wirklichkeit ragt, dadurch steht er mit seinem Wesen sogar noch über der siebenten Bildungsstufe, er steht in der achten Bildungsstufe drinnen. So daß also heute die Möglichkeit vorhanden ist, daß Seelen in Wahrheit in der achten Bildungsstufe drinnenstehen, aber es nicht anerkennen, weil sie die in der achten Stufe liegende Wirksamkeit des geschichtlichen Lebens der Menschen durch die Engel, Erzengel und Archai nicht anerkennen, sondern nur die vierte Stufe anerkennen, so daß die achte Sphäre in ihnen unbewußt bleibt. Das ist eine außerordentlich wichtige Tatsache.
[ 30 ] Wenn aus dieser Lage der Seele heraus eine Weltanschauung entsteht, was entsteht dadurch? Der Mensch ignoriert seine eigene Wirklichkeit, er gibt nicht zu, daß er in ein hohes Geistesreich hinaufragt, trotzdem er wirklich hinaufragt, sondern er gibt nur zu, daß er im Reiche der Menschen darinnensteht. Diese Seelenverfassung ist erst klar zutage getreten in dem, was ich in diesen Tagen das Industriezeitalter genannt habe. Erst das Drinnenstehen der Menschen im ganzen industriellen Leben hat sie dazu geführt, völlig innerhalb einer Weltanschauung die Tatsache zu ignorieren, daß der Mensch in die geistige Welt hinaufragt, und nur mit den äußeren Taten der Menschen zu rechnen. Das ist etwas Bedeutsames. Man kann die Gegenwart nicht verstehen, wenn man nicht weiß, daß es heute zahlreiche Menschen gibt, die mit ihrer Weltanschauung in die achte Sphäre hineinragen, und diese Tatsache ignorieren, das heißt: alle Schäden über die Erde bringen, die das Hineinragen in eine Weltensphäre bringt, wenn man ihr Dasein leugnet. Denn dadurch, daß der Mensch leugnet, in die achte Sphäre hineinzuragen, in die achte Bildungsstufe hineinzuragen, schließt er sich aus von den guten Wesen dieser Bildungsstufe und liefert sich an den ahrimanischen Geist der betreffenden Bildungsstufe aus. Sein Denken wird, statt göttlich oder geistig, ahrimanisch.
[ 30 ] Wenn aus dieser Lage der Seele heraus eine Weltanschauung entsteht, was entsteht dadurch? Der Mensch ignoriert seine eigene Wirklichkeit, er gibt nicht zu, daß er in ein hohes Geistesreich hinaufragt, trotzdem er wirklich hinaufragt, sondern er gibt nur zu, daß er im Reiche der Menschen darinnensteht. Diese Seelenverfassung ist erst klar zutage getreten in dem, was ich in diesen Tagen das Industriezeitalter genannt habe. Erst das Drinnenstehen der Menschen im ganzen industriellen Leben hat sie dazu geführt, völlig innerhalb einer Weltanschauung die Tatsache zu ignorieren, daß der Mensch in die geistige Welt hinaufragt, und nur mit den äußeren Taten der Menschen zu rechnen. Das ist etwas Bedeutsames. Man kann die Gegenwart nicht verstehen, wenn man nicht weiß, daß es heute zahlreiche Menschen gibt, die mit ihrer Weltanschauung in die achte Sphäre hineinragen, und diese Tatsache ignorieren, das heißt: alle Schäden über die Erde bringen, die das Hineinragen in eine Weltensphäre bringt, wenn man ihr Dasein leugnet. Denn dadurch, daß der Mensch leugnet, in die achte Sphäre hineinzuragen, in die achte Bildungsstufe hineinzuragen, schließt er sich aus von den guten Wesen dieser Bildungsstufe und liefert sich an den ahrimanischen Geist der betreffenden Bildungsstufe aus. Sein Denken wird, statt göttlich oder geistig, ahrimanisch.
[ 31 ] Man muß, wenn man geisteswissenschaftlich spricht, auf die Tatsachen dieser Welt in ihrer Wahrheit hindeuten. Und die Wahrheit ist einmal, daß zum Beispiel so etwas wie die materialistische Geschichtsauffassung des Kar] Marx, der gelebt hat von 1818 bis 1883, daß die Weltanschauung des Karl Marx eine rein ahrimanische ist. Ihr Geheimnis beruht darauf, daß nur anerkannt wird das materiell im Erdenwesen Geschehene, daß ignoriert wird das Hinaufragen der Geistigkeit des Menschen in die übersinnlichen Welten, und daß dadurch, durch diese Ignorierung, der Mensch den ahrimanischen Mächten verfällt. Denn sobald der Mensch sein Bewußtsein ausschließt von den Welten, in die er hinaufragt, verfällt er den ahrimanischen oder luziferischen, in diesem Falle den ahrimanischen Mächten.
[ 31 ] Man muß, wenn man geisteswissenschaftlich spricht, auf die Tatsachen dieser Welt in ihrer Wahrheit hindeuten. Und die Wahrheit ist einmal, daß zum Beispiel so etwas wie die materialistische Geschichtsauffassung des Kar] Marx, der gelebt hat von 1818 bis 1883, daß die Weltanschauung des Karl Marx eine rein ahrimanische ist. Ihr Geheimnis beruht darauf, daß nur anerkannt wird das materiell im Erdenwesen Geschehene, daß ignoriert wird das Hinaufragen der Geistigkeit des Menschen in die übersinnlichen Welten, und daß dadurch, durch diese Ignorierung, der Mensch den ahrimanischen Mächten verfällt. Denn sobald der Mensch sein Bewußtsein ausschließt von den Welten, in die er hinaufragt, verfällt er den ahrimanischen oder luziferischen, in diesem Falle den ahrimanischen Mächten.
[ 32 ] Nun, wir stehen heute vor der Tatsache, daß zahlreiche Menschen eine rein ahrimanische Weltanschauung vertreten, für diese rein ahrimanische Weltanschauung kämpfen, und dadurch aber auch über die Erde heraufbeschwören alles dasjenige, was kommen muß, wenn statt der göttlichen Ordnung die ahrimanische Ordnung über die Erde sich verbreitet. Benthams Philosophie, von der ich Ihnen gestern sprach, ist zunächst ein äußerer theoretischer Ausdruck dieser ahrimanischen Anschauung. Der Marxismus ist ein solcher Ausdruck, der auch schon schöpferisch ist, der gestaltend ist, der einen ungeheueren Einfluß hat. Und die Trägheit des Bourgeoislebens weiß nichts davon und hat sich nicht gekümmert durch Jahrzehnte, was sich auf dem Boden des sozialen Lebens entwickelt hat an Elementen solcher Weltanschauungen. Der Marxismus ist ein extremer Ausdruck. Er wird weiterwirken. Das, was zunächst bloß Wissen sein sollte, wird Geschehen werden, wird tatsächlich Wirklichkeit werden. Nur die Einsicht in diese Dinge, die nun wiederum Wollen-bildend ist, kann Hilfe sein in diesen Dingen.
[ 32 ] Nun, wir stehen heute vor der Tatsache, daß zahlreiche Menschen eine rein ahrimanische Weltanschauung vertreten, für diese rein ahrimanische Weltanschauung kämpfen, und dadurch aber auch über die Erde heraufbeschwören alles dasjenige, was kommen muß, wenn statt der göttlichen Ordnung die ahrimanische Ordnung über die Erde sich verbreitet. Benthams Philosophie, von der ich Ihnen gestern sprach, ist zunächst ein äußerer theoretischer Ausdruck dieser ahrimanischen Anschauung. Der Marxismus ist ein solcher Ausdruck, der auch schon schöpferisch ist, der gestaltend ist, der einen ungeheueren Einfluß hat. Und die Trägheit des Bourgeoislebens weiß nichts davon und hat sich nicht gekümmert durch Jahrzehnte, was sich auf dem Boden des sozialen Lebens entwickelt hat an Elementen solcher Weltanschauungen. Der Marxismus ist ein extremer Ausdruck. Er wird weiterwirken. Das, was zunächst bloß Wissen sein sollte, wird Geschehen werden, wird tatsächlich Wirklichkeit werden. Nur die Einsicht in diese Dinge, die nun wiederum Wollen-bildend ist, kann Hilfe sein in diesen Dingen.
[ 33 ] Solche Wahrheiten sind einschneidende, solche Wahrheiten sind wahrhaftig nicht geeignet für bloße Sonntagssensationen; solche Wahrheiten sind dasjenige, was im Innersten zusammenhängt mit dem ganzen Kulturleben der Gegenwart. Und vieles wird davon abhängen, daß sich die Menschen darauf einlassen, dasjenige, was in ihren Gedanken lebt, im Zusammenhange mit der ganzen Weltenordnung zu erkennen. Denn in unseren Tagen sind wir in denjenigen Zeitenzyklus eingetreten, in dem wir nicht weiterkommen können, ohne in furchtbare Katastrophen hineinzufallen, wenn wir nicht einsehen, wie sich dasjenige, was sich im Menschen selber vollzieht, gegenüber dem Werden des ganzen Kosmos ausnimmt.
[ 33 ] Solche Wahrheiten sind einschneidende, solche Wahrheiten sind wahrhaftig nicht geeignet für bloße Sonntagssensationen; solche Wahrheiten sind dasjenige, was im Innersten zusammenhängt mit dem ganzen Kulturleben der Gegenwart. Und vieles wird davon abhängen, daß sich die Menschen darauf einlassen, dasjenige, was in ihren Gedanken lebt, im Zusammenhange mit der ganzen Weltenordnung zu erkennen. Denn in unseren Tagen sind wir in denjenigen Zeitenzyklus eingetreten, in dem wir nicht weiterkommen können, ohne in furchtbare Katastrophen hineinzufallen, wenn wir nicht einsehen, wie sich dasjenige, was sich im Menschen selber vollzieht, gegenüber dem Werden des ganzen Kosmos ausnimmt.
[ 34 ] Solche Wahrheiten, wenn man sie herausfindet aus dem Suchen nach der Wahrheit — Sie können die Versicherung hinnehmen —, solche Wahrheiten sind zunächst bestürzend. Wenn man ein Gefühl hat für das Einschlagende der großen Wahrheiten in der Welt, so kennt man auch das Gefühl des Bestürzenden dieser großen Wahrheiten. Bequem ist das Hineinleben in das Wahrheitsleben nicht. Nur wer oberflächlich ist, könnte meinen, es sei nicht bestürzend, sich sagen zu müssen: Leute, von denen auch eine große Anzahl von Menschen glaubte — was ja auch wahr ist! —, sie strebten ehrlicherweise nach der Wahrheit, sind durchpulst von ahrimanischem Geiste! Es schlägt sich aufs Herz, meine lieben Freunde! Daher versucht man, wenn sich solche Wahrheiten ergeben, mit ihnen zurechtzukommen. Dazu, um sie bei einem Ohr hinein-, beim andern Ohr hinausgehen zu lassen, sind diese Wahrheiten nicht da. Sie sind auch nicht dazu da, daß man sie bei seinem einsamen Meditieren findet und sie als Sensationen hinnimmt. Dazu sind sie alle nicht da, diese Wahrheiten. Man muß mit ihnen fertig werden, man muß finden können, wie dasjenige, was man als Weltenentwickelung kennt, was rings um einen herum ist, auch als Urteile der Menschen, dazu stimmt, daß so etwas da ist.
[ 34 ] Solche Wahrheiten, wenn man sie herausfindet aus dem Suchen nach der Wahrheit — Sie können die Versicherung hinnehmen —, solche Wahrheiten sind zunächst bestürzend. Wenn man ein Gefühl hat für das Einschlagende der großen Wahrheiten in der Welt, so kennt man auch das Gefühl des Bestürzenden dieser großen Wahrheiten. Bequem ist das Hineinleben in das Wahrheitsleben nicht. Nur wer oberflächlich ist, könnte meinen, es sei nicht bestürzend, sich sagen zu müssen: Leute, von denen auch eine große Anzahl von Menschen glaubte — was ja auch wahr ist! —, sie strebten ehrlicherweise nach der Wahrheit, sind durchpulst von ahrimanischem Geiste! Es schlägt sich aufs Herz, meine lieben Freunde! Daher versucht man, wenn sich solche Wahrheiten ergeben, mit ihnen zurechtzukommen. Dazu, um sie bei einem Ohr hinein-, beim andern Ohr hinausgehen zu lassen, sind diese Wahrheiten nicht da. Sie sind auch nicht dazu da, daß man sie bei seinem einsamen Meditieren findet und sie als Sensationen hinnimmt. Dazu sind sie alle nicht da, diese Wahrheiten. Man muß mit ihnen fertig werden, man muß finden können, wie dasjenige, was man als Weltenentwickelung kennt, was rings um einen herum ist, auch als Urteile der Menschen, dazu stimmt, daß so etwas da ist.
[ 35 ] Wer, wie ich, gesehen hat, wie groß die Anzahl der Menschen heute ist — jetzt können sich ja die Menschen durch äußere Tatsachen davon überzeugen —, die vom Marxismus oder marxismusähnlichen Anschauungen lebt, dem stellt sich schon die Notwendigkeit heraus, diesen Dingen etwas näher zu Leibe zu gehen. Da sagt man sich oft: Vielleicht bist du doch ein Illusionär! — Man braucht ja deshalb nicht gleich die ganze geistige Welt zu bezweifeln, selbstverständlich nicht, aber bezüglich solcher konkreter Wahrheiten sagt man sich doch oftmals: Vielleicht gibst du dich da doch irgendwelchen Illusionen hin! — Das tiefe Verantwortlichkeitsgefühl gegenüber der Wahrheit, das muß sich ja gerade gegenüber geistigen Wahrheiten ergeben. Dann sucht man immer tiefer und tiefer zu schürfen. Es gibt aber in der Tat nicht weniges, sondern vieles, recht vieles, welches arge Bestätigungen liefert desjenigen, was ich Ihnen jetzt eben auseinandergesetzt habe als den ahrimanischen Charakter zum Beispiel des Marxismus oder ähnlicher Weltanschauungen.
[ 35 ] Wer, wie ich, gesehen hat, wie groß die Anzahl der Menschen heute ist — jetzt können sich ja die Menschen durch äußere Tatsachen davon überzeugen —, die vom Marxismus oder marxismusähnlichen Anschauungen lebt, dem stellt sich schon die Notwendigkeit heraus, diesen Dingen etwas näher zu Leibe zu gehen. Da sagt man sich oft: Vielleicht bist du doch ein Illusionär! — Man braucht ja deshalb nicht gleich die ganze geistige Welt zu bezweifeln, selbstverständlich nicht, aber bezüglich solcher konkreter Wahrheiten sagt man sich doch oftmals: Vielleicht gibst du dich da doch irgendwelchen Illusionen hin! — Das tiefe Verantwortlichkeitsgefühl gegenüber der Wahrheit, das muß sich ja gerade gegenüber geistigen Wahrheiten ergeben. Dann sucht man immer tiefer und tiefer zu schürfen. Es gibt aber in der Tat nicht weniges, sondern vieles, recht vieles, welches arge Bestätigungen liefert desjenigen, was ich Ihnen jetzt eben auseinandergesetzt habe als den ahrimanischen Charakter zum Beispiel des Marxismus oder ähnlicher Weltanschauungen.
[ 36 ] Ich habe, als ich vor einiger Zeit hier sprach, Ihnen eine gewisse Zumutung gestellt. Ich habe davon gesprochen, daß die Zeit, so wie wir sie erleben, eigentlich eine Täuschung ist, daß die Zeit in Wirklichkeit etwas ganz anderes ist, als sie der Mensch erlebt, weil der Mensch die Zeit nicht perspektivisch nimmt, so sagte ich dazumal. Den Raum erlebt der Mensch schon perspektivisch; die ferneren Bäume sieht er kleiner als die nahen Bäume. In Wirklichkeit ist auch die Zeit ebenso perspektivisch zu sehen. Die in der Zeit entfernten Ereignisse sind anders zu sehen als die in der Zeit nahen Ereignisse. Es ist aber nur die Grundlage dafür, daß die Zeit wirklich das ist, als was die Forscher aller Zeiten sie angesehen haben: die Zeit ist das wichtigste Medium der menschlichen Täuschung. Wir denken uns, daß zum Beispiel die Wesen der höheren Hierarchien auch so durch die Zeit fließen, wie unser eigenes Seelenleben durch die Zeit fließt: es ist keine Wahrheit darin. In Wahrheit liegt das Wesen der höheren Hierarchien in abgeflossenen Zeiten, aber sie wirken herüber aus den abgeflossenen Zeiten, wie im Raume von einem entfernten Orte man herüberwirken kann, meinetwegen durch Lichtsignale oder so etwas, auf in einem nahen Orte im Raume liegende Wesen. Die Zeit ist nicht das, als was sie die Menschen ansehen, die Zeit ist auch nicht das, als was sie solche Philosophen wie Kant ansehen, sondern die Zeit ist in ihrer Wirklichkeit etwas ganz anderes. Und das, was der Mensch als Wirklichkeit ansieht, ist eben auch eine Maja, eine große Täuschung. Vor allen Dingen bleibt immer das stehen, wovon wir glauben, indem wir in der Zeit als Täuschung leben, daß es vergangen sei. Es bleibt aber da; die Zeit wird wirklich zu etwas wie zu einem Raume. Und man sieht auf die rückwärtigen Ereignisse so, wie man auf entfernte Gegenstände im Raume sieht, wenn man wahrhaftig sieht. Die Zeit ist eine Täuschung.
[ 36 ] Ich habe, als ich vor einiger Zeit hier sprach, Ihnen eine gewisse Zumutung gestellt. Ich habe davon gesprochen, daß die Zeit, so wie wir sie erleben, eigentlich eine Täuschung ist, daß die Zeit in Wirklichkeit etwas ganz anderes ist, als sie der Mensch erlebt, weil der Mensch die Zeit nicht perspektivisch nimmt, so sagte ich dazumal. Den Raum erlebt der Mensch schon perspektivisch; die ferneren Bäume sieht er kleiner als die nahen Bäume. In Wirklichkeit ist auch die Zeit ebenso perspektivisch zu sehen. Die in der Zeit entfernten Ereignisse sind anders zu sehen als die in der Zeit nahen Ereignisse. Es ist aber nur die Grundlage dafür, daß die Zeit wirklich das ist, als was die Forscher aller Zeiten sie angesehen haben: die Zeit ist das wichtigste Medium der menschlichen Täuschung. Wir denken uns, daß zum Beispiel die Wesen der höheren Hierarchien auch so durch die Zeit fließen, wie unser eigenes Seelenleben durch die Zeit fließt: es ist keine Wahrheit darin. In Wahrheit liegt das Wesen der höheren Hierarchien in abgeflossenen Zeiten, aber sie wirken herüber aus den abgeflossenen Zeiten, wie im Raume von einem entfernten Orte man herüberwirken kann, meinetwegen durch Lichtsignale oder so etwas, auf in einem nahen Orte im Raume liegende Wesen. Die Zeit ist nicht das, als was sie die Menschen ansehen, die Zeit ist auch nicht das, als was sie solche Philosophen wie Kant ansehen, sondern die Zeit ist in ihrer Wirklichkeit etwas ganz anderes. Und das, was der Mensch als Wirklichkeit ansieht, ist eben auch eine Maja, eine große Täuschung. Vor allen Dingen bleibt immer das stehen, wovon wir glauben, indem wir in der Zeit als Täuschung leben, daß es vergangen sei. Es bleibt aber da; die Zeit wird wirklich zu etwas wie zu einem Raume. Und man sieht auf die rückwärtigen Ereignisse so, wie man auf entfernte Gegenstände im Raume sieht, wenn man wahrhaftig sieht. Die Zeit ist eine Täuschung.
[ 37 ] Und weiter weiß die Geisteswissenschaft, daß die Quellen zu andern großen Täuschungen in menschlichen Weltanschauungen davon herrühren, daß der Mensch in bezug auf die Zeit der Täuschung unterliegt. Wenn unter Ihnen viele Physiker wären, würde ich selbst rein physikalisch mich hier aussprechen können. Ich würde Ihnen an physikalischen Formeln zeigen können, daß so, wie der Physiker die Zeit — das t, wie er es bloß nennt — in die physikalischen Formeln einführt, diese Zeit nur eine Zahl ist, also etwas ganz Unbekanntes, keine Wirklichkeit, sondern ein reiner Schein ist. Ein Wirkliches ist immer nur die Geschwindigkeit, aber die gerade sieht der Physiker als eine Folge der Zeit an. Da Sie ja keine Physiker sind und sich wahrscheinlich auf das Verständnis der Sache nicht einlassen werden, will auch ich mich nicht weiter darauf einlassen.
[ 37 ] Und weiter weiß die Geisteswissenschaft, daß die Quellen zu andern großen Täuschungen in menschlichen Weltanschauungen davon herrühren, daß der Mensch in bezug auf die Zeit der Täuschung unterliegt. Wenn unter Ihnen viele Physiker wären, würde ich selbst rein physikalisch mich hier aussprechen können. Ich würde Ihnen an physikalischen Formeln zeigen können, daß so, wie der Physiker die Zeit — das t, wie er es bloß nennt — in die physikalischen Formeln einführt, diese Zeit nur eine Zahl ist, also etwas ganz Unbekanntes, keine Wirklichkeit, sondern ein reiner Schein ist. Ein Wirkliches ist immer nur die Geschwindigkeit, aber die gerade sieht der Physiker als eine Folge der Zeit an. Da Sie ja keine Physiker sind und sich wahrscheinlich auf das Verständnis der Sache nicht einlassen werden, will auch ich mich nicht weiter darauf einlassen.
[ 38 ] Die Zeit ist Täuschung, das ist eine schwerwiegende Wahrheit, weil die Zeit als Täuschung vielen andern Täuschungen des Lebens zugrunde liegt. So zum Beispiel sieht man alle Dinge falsch, wenn man im geschichtlichen Leben die Zeit falsch anwendet. So denken etwa die Menschen, in den ersten drei christlichen Jahrhunderten hätten sich gewisse Dinge zugetragen, die seien jetzt vorbei. — In Wirklichkeit müßten sie denken: Der Erzengel oder die Wesenheit aus der Hierarchie der Archai, die dazumal die Ereignisse geleitet hat, ist noch da; das wirkt in anderer Weise weiter. — Das Vergangensein ist nur eine Täuschung. Es hängt viel davon ab, daß man gegenüber der geistigen Wirklichkeit gerade den perspektivischen Charakter der Zeit kennenlernt, daß man weiß, man muß sich über die Ereignisse im Zeitenlaufe ebenso täuschen — während man das nicht glaubt —, wie man sich über die Ereignisse im Raume täuscht, wenn man keine Perspektive zugibt. Denken Sie einmal, wie groß die Täuschung wäre, wenn Sie keine Perspektive zugeben würden, wenn Sie das Entfernte im Raume als so wirksam auf sich selbst betrachten würden wie das Nahe. Sie schauen auf einen fernen Berg hin. Von der Luft, die Sie umgibt, hängt wesentlich Ihre Gesundheit ab; von der Luft auf dem fernen Berge nicht, denn wollen Sie sie als gesundheitsfördernd haben, so müssen Sie hingehen. Die Wirklichkeit hängt im wesentlichen, sobald es um die Wirklichkeit im Leben sich handelt, mit der Perspektive zusammen. So ist es aber auch mit Bezug auf die Zeit. Wir leben richtig in der Gegenwart, wenn wir nicht glauben, daß die ferneren Ereignisse der Vergangenheit ebenso gewogen werden können wie die nahen Ereignisse. Wenn wir im dritten nachatlantischen Zeitraum die ägyptisch-chaldäische Zeit betrachten und nur dasjenige ins Auge fassen, was die Dokumente liefern, und sie so registrieren, wie sie die Torengeschichte registriert, die Fable convenue, die sich eben heute Geschichte nennt, dann machen wir den perspektivischen Fehler. Denn es hat überhaupt für das heutige Leben gar keine Bedeutung, was die Menschen äußerlich an Taten während der ägyptischen Zeit gemacht haben, aber was die Engel und Erzengel und Archai gemacht haben, das hat Bedeutung; das tritt aber nur in der perspektivisch gebildeten Betrachtung hervor. Daher ist es ein Grundsatz, und nicht nur heute, wo wir alle diese Dinge wiederentdecken müssen auf dem Boden der Anthroposophie, sondern in allen Zeiten war es ein Grundsatz für alle geistigen Forscher, daß die Zeit als solche eine Täuschung ist, und niemals wurde von einem wirklichen Kenner der Wirklichkeit mit der Zeit so gerechnet, daß sie für eine Wahrheit gehalten wurde, daß sie selbst für eine wahre Wirklichkeit gehalten worden wäre.
[ 38 ] Die Zeit ist Täuschung, das ist eine schwerwiegende Wahrheit, weil die Zeit als Täuschung vielen andern Täuschungen des Lebens zugrunde liegt. So zum Beispiel sieht man alle Dinge falsch, wenn man im geschichtlichen Leben die Zeit falsch anwendet. So denken etwa die Menschen, in den ersten drei christlichen Jahrhunderten hätten sich gewisse Dinge zugetragen, die seien jetzt vorbei. — In Wirklichkeit müßten sie denken: Der Erzengel oder die Wesenheit aus der Hierarchie der Archai, die dazumal die Ereignisse geleitet hat, ist noch da; das wirkt in anderer Weise weiter. — Das Vergangensein ist nur eine Täuschung. Es hängt viel davon ab, daß man gegenüber der geistigen Wirklichkeit gerade den perspektivischen Charakter der Zeit kennenlernt, daß man weiß, man muß sich über die Ereignisse im Zeitenlaufe ebenso täuschen — während man das nicht glaubt —, wie man sich über die Ereignisse im Raume täuscht, wenn man keine Perspektive zugibt. Denken Sie einmal, wie groß die Täuschung wäre, wenn Sie keine Perspektive zugeben würden, wenn Sie das Entfernte im Raume als so wirksam auf sich selbst betrachten würden wie das Nahe. Sie schauen auf einen fernen Berg hin. Von der Luft, die Sie umgibt, hängt wesentlich Ihre Gesundheit ab; von der Luft auf dem fernen Berge nicht, denn wollen Sie sie als gesundheitsfördernd haben, so müssen Sie hingehen. Die Wirklichkeit hängt im wesentlichen, sobald es um die Wirklichkeit im Leben sich handelt, mit der Perspektive zusammen. So ist es aber auch mit Bezug auf die Zeit. Wir leben richtig in der Gegenwart, wenn wir nicht glauben, daß die ferneren Ereignisse der Vergangenheit ebenso gewogen werden können wie die nahen Ereignisse. Wenn wir im dritten nachatlantischen Zeitraum die ägyptisch-chaldäische Zeit betrachten und nur dasjenige ins Auge fassen, was die Dokumente liefern, und sie so registrieren, wie sie die Torengeschichte registriert, die Fable convenue, die sich eben heute Geschichte nennt, dann machen wir den perspektivischen Fehler. Denn es hat überhaupt für das heutige Leben gar keine Bedeutung, was die Menschen äußerlich an Taten während der ägyptischen Zeit gemacht haben, aber was die Engel und Erzengel und Archai gemacht haben, das hat Bedeutung; das tritt aber nur in der perspektivisch gebildeten Betrachtung hervor. Daher ist es ein Grundsatz, und nicht nur heute, wo wir alle diese Dinge wiederentdecken müssen auf dem Boden der Anthroposophie, sondern in allen Zeiten war es ein Grundsatz für alle geistigen Forscher, daß die Zeit als solche eine Täuschung ist, und niemals wurde von einem wirklichen Kenner der Wirklichkeit mit der Zeit so gerechnet, daß sie für eine Wahrheit gehalten wurde, daß sie selbst für eine wahre Wirklichkeit gehalten worden wäre.
[ 39 ] Nun trat das Eigentümliche zutage, dieser Karl Marx, von dem ich Ihnen gesprochen, auf den heute Millionen schwören, wenn auch mehr oder weniger in Schattierungen, mehr oder weniger in Formeln — aber darauf kommt es nicht an; wer die Dinge kennt, weiß, daß Tausende von Menschen auf ihn schwören, oder wenn sie nicht äußerlich bewußt schwören, so tun sie es unterbewußt —, dieser Karl Marx hat versucht, die Frage zu beantworten: Welches sind die wahren Güter der Menschheit? Was ist es wirklich, was in der Menschheit geleistet wird? — Es ist außerordentlich originell, wie er die Frage beantwortet hat, denn so ist sie noch nie beantwortet worden; was menschliche Güter sind, wurde immer in irgendeiner andern Weise betrachtet, als Karl Marx es betrachtet. Was menschliche Güter sind, wurde betrachtet, sagen wir zum Beispiel danach, ob es weither gebracht werden muß, ob viel Verstand notwendig ist, es aufzufinden oder dergleichen. Ich habe Ihnen das einmal dadurch klarzumachen gesucht, daß ich Ihnen sagte: Menschliche Arbeit muß man auch qualitativ betrachten, man muß sich überhaupt ganz aufs Konkrete einlassen. Wir betrachten den kunstvollen Gotthardtunnel. Kein Mensch kann heute so etwas bauen wie den Gotthardtunnel, der nicht Differential- und Integralrechnung kennt, und Differential- und Integralrechnung ist eine Leibnizsche oder, wenn es in England besser gefällt, eine Newtonsche — die beiden stritten sich ja um die Ehre — Erfindung. Man kann also sagen, Newton oder Leibniz haben mitgearbeitet am Gotthardtunnel. Ja, ohne sie hätte man ihn ganz gewiß nicht bauen können! Nun muß man die Arbeit von Newton oder Leibniz in einer ganz andern Weise bewerten, als man die Arbeit eines Menschen bewertet, der einen Stein auf den andern legt im Gotthardtunnel. Das ist ein solcher Gesichtspunkt, wie man menschliche Güter, Menschenarbeit zu bewerten hat. Die Wertlehre der menschlichen Arbeit, des menschlichen Lebens hat verschiedene Gestaltungen gehabt. Man hat von den verschiedensten Gesichtspunkten Arbeit, Lebensgüter bewertet, noch niemals so, wie Marx gewertet hat. Karl Marx nimmt ein einziges Element auf in seine Wertlehre. Für ihn ist alles dasjenige, was Wert im menschlichen Leben hat, nur dadurch Wert, daß es kondensierte Zeit ist, kondensierte Arbeitszeit namentlich. Ob irgend etwas in drei Stunden, in sechs, in zwölf Stunden hergestellt werden kann, danach bemißt sich sein volkswirtschaftlicher, sein weltwirtschaftlicher Wert. Darauf beruht ein großer Teil der Theorie von Marx, die heute so gang und gäbe ist, daß man es erleben kann, daß, wenn da oder dort irgendein Mensch der sogenannten höheren Stände von seinem Standpunkte aus über Arbeit spricht, ein Arbeiter aufsteht, ein richtiger Sozialist, und sagt: Bitte, lesen Sie nach bei Karl Marx — er hat natürlich das Buch nicht bei sich —, bitte, Seite 374, da werden Sie das oder jenes finden.
[ 39 ] Nun trat das Eigentümliche zutage, dieser Karl Marx, von dem ich Ihnen gesprochen, auf den heute Millionen schwören, wenn auch mehr oder weniger in Schattierungen, mehr oder weniger in Formeln — aber darauf kommt es nicht an; wer die Dinge kennt, weiß, daß Tausende von Menschen auf ihn schwören, oder wenn sie nicht äußerlich bewußt schwören, so tun sie es unterbewußt —, dieser Karl Marx hat versucht, die Frage zu beantworten: Welches sind die wahren Güter der Menschheit? Was ist es wirklich, was in der Menschheit geleistet wird? — Es ist außerordentlich originell, wie er die Frage beantwortet hat, denn so ist sie noch nie beantwortet worden; was menschliche Güter sind, wurde immer in irgendeiner andern Weise betrachtet, als Karl Marx es betrachtet. Was menschliche Güter sind, wurde betrachtet, sagen wir zum Beispiel danach, ob es weither gebracht werden muß, ob viel Verstand notwendig ist, es aufzufinden oder dergleichen. Ich habe Ihnen das einmal dadurch klarzumachen gesucht, daß ich Ihnen sagte: Menschliche Arbeit muß man auch qualitativ betrachten, man muß sich überhaupt ganz aufs Konkrete einlassen. Wir betrachten den kunstvollen Gotthardtunnel. Kein Mensch kann heute so etwas bauen wie den Gotthardtunnel, der nicht Differential- und Integralrechnung kennt, und Differential- und Integralrechnung ist eine Leibnizsche oder, wenn es in England besser gefällt, eine Newtonsche — die beiden stritten sich ja um die Ehre — Erfindung. Man kann also sagen, Newton oder Leibniz haben mitgearbeitet am Gotthardtunnel. Ja, ohne sie hätte man ihn ganz gewiß nicht bauen können! Nun muß man die Arbeit von Newton oder Leibniz in einer ganz andern Weise bewerten, als man die Arbeit eines Menschen bewertet, der einen Stein auf den andern legt im Gotthardtunnel. Das ist ein solcher Gesichtspunkt, wie man menschliche Güter, Menschenarbeit zu bewerten hat. Die Wertlehre der menschlichen Arbeit, des menschlichen Lebens hat verschiedene Gestaltungen gehabt. Man hat von den verschiedensten Gesichtspunkten Arbeit, Lebensgüter bewertet, noch niemals so, wie Marx gewertet hat. Karl Marx nimmt ein einziges Element auf in seine Wertlehre. Für ihn ist alles dasjenige, was Wert im menschlichen Leben hat, nur dadurch Wert, daß es kondensierte Zeit ist, kondensierte Arbeitszeit namentlich. Ob irgend etwas in drei Stunden, in sechs, in zwölf Stunden hergestellt werden kann, danach bemißt sich sein volkswirtschaftlicher, sein weltwirtschaftlicher Wert. Darauf beruht ein großer Teil der Theorie von Marx, die heute so gang und gäbe ist, daß man es erleben kann, daß, wenn da oder dort irgendein Mensch der sogenannten höheren Stände von seinem Standpunkte aus über Arbeit spricht, ein Arbeiter aufsteht, ein richtiger Sozialist, und sagt: Bitte, lesen Sie nach bei Karl Marx — er hat natürlich das Buch nicht bei sich —, bitte, Seite 374, da werden Sie das oder jenes finden.
[ 40 ] Man muß das Leben wirklich kennen, um über das Leben urteilen zu können, sonst wird man überall erstaunt sein, daß da oder dort dies oder das geschieht. Was geschieht, geschieht aus den Impulsen der Menschenseele heraus. Wenn man sich aber so wenig kümmert, wie in den letzten Jahrzehnten die Menschen der Erde sich um das gekümmert haben, was auf dem Grunde der Menschenseele eigentlich vor sich gegangen ist, dann sollte man gar nicht erstaunt sein, wenn zuletzt das Ganze katastrophal zusammenbricht. Was ich aber ausgeführt habe, führte ich aus einem besonderen Grunde aus. Es ist das erste Mal, daß das Originelle eintritt, daß dasjenige, was nur die Quelle der Täuschung ist, zum Maßstabe aller volkswirtschaftlichen Werte gemacht wird: die Zeit in der Form der Arbeitszeit.
[ 40 ] Man muß das Leben wirklich kennen, um über das Leben urteilen zu können, sonst wird man überall erstaunt sein, daß da oder dort dies oder das geschieht. Was geschieht, geschieht aus den Impulsen der Menschenseele heraus. Wenn man sich aber so wenig kümmert, wie in den letzten Jahrzehnten die Menschen der Erde sich um das gekümmert haben, was auf dem Grunde der Menschenseele eigentlich vor sich gegangen ist, dann sollte man gar nicht erstaunt sein, wenn zuletzt das Ganze katastrophal zusammenbricht. Was ich aber ausgeführt habe, führte ich aus einem besonderen Grunde aus. Es ist das erste Mal, daß das Originelle eintritt, daß dasjenige, was nur die Quelle der Täuschung ist, zum Maßstabe aller volkswirtschaftlichen Werte gemacht wird: die Zeit in der Form der Arbeitszeit.
[ 41 ] Nehmen Sie das also vom Standpunkte einer höheren Perspektive aus. Die in die Wirklichkeit einsichtigen Menschen haben immer gewußt: Zeit ist Täuschung. — Nun kommt einmal jemand, der sagt: Aber das, was in der Welt Wert hat, hat nur so viel Wert, als kondensierte Arbeitszeit drinnen ist. — Heißt das nicht mit andern Worten: Also eure Wirklichkeit ist Illusion, und nur dasjenige, was kondensierte Zeit ist, hat wirklichen Wert? Die Täuschung wird gerade von denjenigen, die ganz materialistisch sein wollen, die ganz nur auf dem Boden der Wirklichkeit stehen wollen, bis in die Form der Zeit zur Wirklichkeit gemacht, und die Wirklichkeit wird übersehen.
[ 41 ] Nehmen Sie das also vom Standpunkte einer höheren Perspektive aus. Die in die Wirklichkeit einsichtigen Menschen haben immer gewußt: Zeit ist Täuschung. — Nun kommt einmal jemand, der sagt: Aber das, was in der Welt Wert hat, hat nur so viel Wert, als kondensierte Arbeitszeit drinnen ist. — Heißt das nicht mit andern Worten: Also eure Wirklichkeit ist Illusion, und nur dasjenige, was kondensierte Zeit ist, hat wirklichen Wert? Die Täuschung wird gerade von denjenigen, die ganz materialistisch sein wollen, die ganz nur auf dem Boden der Wirklichkeit stehen wollen, bis in die Form der Zeit zur Wirklichkeit gemacht, und die Wirklichkeit wird übersehen.
[ 42 ] Das ist nur ein Beispiel. Ich könnte Ihnen zahlreiche vorführen von Dingen, die trösten, wenn man bestürzt ist über Wahrheiten, die, wenn man ein Herz hat für das Leben der Menschheit, donnerähnlich einschlagen in das Gemüt. Aber wenn man dann die Dinge im Konkreten studiert, wenn man dann auf die Hand schaut einem solchen, wie es Karl Marx ist, von dem man weiß, sein Geist wirkt ahrimanisch, und ihn frägt: Wie verfährst du im einzelnen? — dann ist es schon so, daß man auf das Ahrimanische kommt, und daß man fühlt: Du darfst solche Wahrheiten dir gestehen. — Ich wollte Ihnen nur ein Beispiel hier anführen. Es ist ja im Grunde genommen auch nicht leicht, sich sagen zu müssen: Alles dasjenige, was wie anachronistisch in die Welt hereinragt heute, es ragt dadurch herein, daß die Menschen sich herausstellen aus der geistigen Welt, die ihnen dadurch zur achten Sphäre wird, und daß sie die Welt nur geschöpflich nehmen. — Wenn Sie dies nehmen, dann werden Sie schon mit allem Schwergewicht empfinden, was es heißt, wenn ich immer wieder und wiederum betone: Es kommt heute gar nicht darauf an, daß ein Mensch inhaltlich etwas Schönes sagt, etwas, was man zugeben kann, sondern es kommt darauf an, was aus dem, was man sagt oder tut, wirklich wird. Ich muß immer wieder und wiederum erzählen, wie von mir immer von neuem der Versuch gemacht worden ist — Sie wissen, ich sage das nicht aus irgendeiner albernen Eitelkeit heraus —, darauf aufmerksam zu machen, wie es nicht darauf ankommt, daß man diesen oder jenen Gedankeninhalt hat, sondern daß man darauf sieht, wie dieser oder jener Gedankeninhalt wirkt. Sie können einen Gedanken haben, der wunderschön ist. Wenn Sie aber keine Ahnung haben, wie der Gedankeninhalt in der Wirklichkeit wirkt, so kann er das Entgegengesetzte bewirken. Ich versuchte an verschiedenen Beispielen solche Dinge klarzumachen, schon seit Jahren. So zum Beispiel im Anfange des Jahrhunderts, des 20. Jahrhunderts, hielt ich einmal einen Vortrag, in dem ich sagte — ich fasse jetzt vieles, was damals auseinandergesetzt worden ist, in wenige Worte zusammen, weil ich nur illustrieren will —: Es gibt heute Leute, mehr als es je gegeben hat, die sind programmäßig Pazifisten, reden sehr schön über die Führung der Menschheit von ihrem pazifistischen Standpunkte. Noch niemals eigentlich hat der Pazifismus solchen Umfang angenommen wie in dieser Zeit — also ich redete im Anfang des Jahrhunderts. Und das ist, sagte ich, das deutliche Zeichen, daß wir vor dem größten Kriege der Menschheit stehen. — Denn so unreal zu denken über menschliche Zusammenhänge, wie man innerhalb dieser Kreise gedacht hat, so sehr nur auf den Inhalt der Gedanken zu gehen, so wenig ein Bewußtsein davon zu haben, wie die reale Wirksamkeit desjenigen ist, was in der Seele lebt, das man nur erkennen kann durch die ganze Weltperspektive, so war man früher nicht. Das tut man erst im Zeitalter, in dem sich alle die Dinge ausbreiteten, von denen wir jetzt gesprochen haben.
[ 42 ] Das ist nur ein Beispiel. Ich könnte Ihnen zahlreiche vorführen von Dingen, die trösten, wenn man bestürzt ist über Wahrheiten, die, wenn man ein Herz hat für das Leben der Menschheit, donnerähnlich einschlagen in das Gemüt. Aber wenn man dann die Dinge im Konkreten studiert, wenn man dann auf die Hand schaut einem solchen, wie es Karl Marx ist, von dem man weiß, sein Geist wirkt ahrimanisch, und ihn frägt: Wie verfährst du im einzelnen? — dann ist es schon so, daß man auf das Ahrimanische kommt, und daß man fühlt: Du darfst solche Wahrheiten dir gestehen. — Ich wollte Ihnen nur ein Beispiel hier anführen. Es ist ja im Grunde genommen auch nicht leicht, sich sagen zu müssen: Alles dasjenige, was wie anachronistisch in die Welt hereinragt heute, es ragt dadurch herein, daß die Menschen sich herausstellen aus der geistigen Welt, die ihnen dadurch zur achten Sphäre wird, und daß sie die Welt nur geschöpflich nehmen. — Wenn Sie dies nehmen, dann werden Sie schon mit allem Schwergewicht empfinden, was es heißt, wenn ich immer wieder und wiederum betone: Es kommt heute gar nicht darauf an, daß ein Mensch inhaltlich etwas Schönes sagt, etwas, was man zugeben kann, sondern es kommt darauf an, was aus dem, was man sagt oder tut, wirklich wird. Ich muß immer wieder und wiederum erzählen, wie von mir immer von neuem der Versuch gemacht worden ist — Sie wissen, ich sage das nicht aus irgendeiner albernen Eitelkeit heraus —, darauf aufmerksam zu machen, wie es nicht darauf ankommt, daß man diesen oder jenen Gedankeninhalt hat, sondern daß man darauf sieht, wie dieser oder jener Gedankeninhalt wirkt. Sie können einen Gedanken haben, der wunderschön ist. Wenn Sie aber keine Ahnung haben, wie der Gedankeninhalt in der Wirklichkeit wirkt, so kann er das Entgegengesetzte bewirken. Ich versuchte an verschiedenen Beispielen solche Dinge klarzumachen, schon seit Jahren. So zum Beispiel im Anfange des Jahrhunderts, des 20. Jahrhunderts, hielt ich einmal einen Vortrag, in dem ich sagte — ich fasse jetzt vieles, was damals auseinandergesetzt worden ist, in wenige Worte zusammen, weil ich nur illustrieren will —: Es gibt heute Leute, mehr als es je gegeben hat, die sind programmäßig Pazifisten, reden sehr schön über die Führung der Menschheit von ihrem pazifistischen Standpunkte. Noch niemals eigentlich hat der Pazifismus solchen Umfang angenommen wie in dieser Zeit — also ich redete im Anfang des Jahrhunderts. Und das ist, sagte ich, das deutliche Zeichen, daß wir vor dem größten Kriege der Menschheit stehen. — Denn so unreal zu denken über menschliche Zusammenhänge, wie man innerhalb dieser Kreise gedacht hat, so sehr nur auf den Inhalt der Gedanken zu gehen, so wenig ein Bewußtsein davon zu haben, wie die reale Wirksamkeit desjenigen ist, was in der Seele lebt, das man nur erkennen kann durch die ganze Weltperspektive, so war man früher nicht. Das tut man erst im Zeitalter, in dem sich alle die Dinge ausbreiteten, von denen wir jetzt gesprochen haben.
[ 43 ] Woher kommt es, daß geradezu für viele Menschen etwas tonangebend sein kann, was gar nichts weiter ist als Gedankeninhalt, aber ganz unwirklicher, der nie etwas zu tun haben kann mit dem, was geschieht: der Woodrow Wilsonsche Gedankeninhalt, der auch nichts anderes ist als ägyptisch-chaldäischer Gedankeninhalt, der sich nicht kümmert darum, daß eine geistige Wirklichkeit in der Geschichte da ist, sondern nur abstrakte Gedanken aneinanderfügt, woher kommt es? Es kommt von all diesen Eigentümlichkeiten unseres Zeitalters. Eine künftige Geschichtsschreibung wird auf den Namen Woodrow Wilson alles dasjenige, was unsere Zeit hervorgebracht hat an unrealen, das Gegenteil bewirkenden Gedanken, zu taufen haben.
[ 43 ] Woher kommt es, daß geradezu für viele Menschen etwas tonangebend sein kann, was gar nichts weiter ist als Gedankeninhalt, aber ganz unwirklicher, der nie etwas zu tun haben kann mit dem, was geschieht: der Woodrow Wilsonsche Gedankeninhalt, der auch nichts anderes ist als ägyptisch-chaldäischer Gedankeninhalt, der sich nicht kümmert darum, daß eine geistige Wirklichkeit in der Geschichte da ist, sondern nur abstrakte Gedanken aneinanderfügt, woher kommt es? Es kommt von all diesen Eigentümlichkeiten unseres Zeitalters. Eine künftige Geschichtsschreibung wird auf den Namen Woodrow Wilson alles dasjenige, was unsere Zeit hervorgebracht hat an unrealen, das Gegenteil bewirkenden Gedanken, zu taufen haben.
[ 44 ] Das ist dasjenige, was einschneidend ist in unser Weltanschauungsleben, einschneidend sein muß, und was man nicht betrachten darf vom Standpunkte von heute auf morgen, sondern was man betrachten muß vom Standpunkte der ganzen Kosmologie aus, vom Standpunkte des Darin-Hineingestelltseins. Wer solche Fragen beantwortet von dem Gesichtspunkt, der sich ergibt aus einer ganzen Weltanschauung, der urteilt über solche Menschen, wie etwa Woodrow Wilson ist, nicht aus Sympathien oder Antipathien, sondern er urteilt so, wie man objektiv über irgend etwas urteilt. Das aber ist der Anachronismus, daß sich sehr viele Leute heute nicht darauf einlassen können, weil es unbequem ist, den Dingen ins Antlitz zu schauen. Man kann den Dingen nicht ins Antlitz schauen, wenn man nicht tiefer in die Dinge hineinforscht. Von solchen Seelen, die heute in keiner Beziehung stehen zu dem geschichtlichen Leben, muß das gesagt werden: es sind Seelen, die ignorieren dasjenige, was an wirklicher Geschichte durch die dritte Hierarchie geschehen ist, und die daher nicht mit den wirklichen Impulsen zu tun haben, wenn sie sprechen, sondern im Grunde genommen nur mit Worthülsen zu tun haben.
[ 44 ] Das ist dasjenige, was einschneidend ist in unser Weltanschauungsleben, einschneidend sein muß, und was man nicht betrachten darf vom Standpunkte von heute auf morgen, sondern was man betrachten muß vom Standpunkte der ganzen Kosmologie aus, vom Standpunkte des Darin-Hineingestelltseins. Wer solche Fragen beantwortet von dem Gesichtspunkt, der sich ergibt aus einer ganzen Weltanschauung, der urteilt über solche Menschen, wie etwa Woodrow Wilson ist, nicht aus Sympathien oder Antipathien, sondern er urteilt so, wie man objektiv über irgend etwas urteilt. Das aber ist der Anachronismus, daß sich sehr viele Leute heute nicht darauf einlassen können, weil es unbequem ist, den Dingen ins Antlitz zu schauen. Man kann den Dingen nicht ins Antlitz schauen, wenn man nicht tiefer in die Dinge hineinforscht. Von solchen Seelen, die heute in keiner Beziehung stehen zu dem geschichtlichen Leben, muß das gesagt werden: es sind Seelen, die ignorieren dasjenige, was an wirklicher Geschichte durch die dritte Hierarchie geschehen ist, und die daher nicht mit den wirklichen Impulsen zu tun haben, wenn sie sprechen, sondern im Grunde genommen nur mit Worthülsen zu tun haben.
[ 45 ] Das ist eine Grundanforderung unserer Zeit, daß man sich bekanntmache damit und einsehe, daß, wenn wir die schönsten Begriffe haben, die der menschliche Verstand fassen kann, die schönsten Begriffe, die ganz gut ausreichen, um die Natur, die um uns herum ausgebreitet ist, zu erforschen, wir doch niemals etwas verstehen werden von der Geschichte. Denn die Geschichte spielt sich nicht ab so, wie sich das Naturleben abspielt; Geschichte spielt sich ab als Taten geistiger Wesenheiten. Das ist das, was sich zu den andern Weltanschauungen hinzufinden muß. Von der Theokratie, wie ich es Ihnen gestern geschildert habe, sind die Menschen ausgegangen, indem sie sich während der Zeit der Theokratie noch erinnert haben an das alte Hereinragen der theokratischen Ordnung; dann ist die metaphysische Zeit gekommen, die im wesentlichen das Verwaltungsbeamtentum der ganzen Welt ausgebildet hat; dann ist die rein materialistische Zeit gekommen, die Zeit der Industriellen. Das würde vollständig hineinführen in das Irreale gegenüber dem Geistigen, wenn nicht das Gegengewicht kommen würde des Sich-wieder-Hineinarbeitens in das Reale, in das Wirkliche, das man aber nur betrachten kann, wenn man aufsteigen kann zu dem, was sich für den Menschen im gewöhnlichen Leben im heutigen Zeitenzyklus verhüllt. Wir müssen wieder lernen, von übersinnlichen Dingen zu sprechen, wenn wir von Geschichte sprechen wollen. Im 19. Jahrhundert hat man vielfach von geschichtlichen Ideen gesprochen — nun, jeder weiß, daß man mit Ideen eben keinen Baum umhacken kann; aber daß das geschichtliche Leben der Menschheit von Ideen bewirkt wird, das glauben zum Beispiel die Ranke-Anhänger und ähnliche Historiker. Das wird man einsehen müssen, daß auch diese Zeit, die bloße metaphysische Zeit, überwunden werden muß, sonst wird überwuchern jene Weltanschauung, die rein auf das Sinnliche beschränkt ist. Es muß die Menschheit dem Spirituellen sich entgegenarbeiten. Das kann sie nur, wenn sie zunächst wenigstens auf dem Gebiet der Geschichte sich durcharbeitet von der Scheingeschichte in der zeitlichen Aufeinanderfolge bis zu dem realen Geschehen, das hinter der äußeren sinnlichen Wirklichkeit so greifbar, möchte ich sagen, gerade bei der Geschichte ist. Dann wird man aber auch nicht mehr soziale oder ähnliche Programme machen aus Ideen heraus, die bloß auf das äußere Leben sich beziehen, sondern dann wird man seine sozialen Programme wiederum aus den Offenbarungen der geistigen Welt heraus verkünden. Von diesen Offenbarungen aus der geistigen Welt heraus sind jene Programme, die die Menschen heute machen, aber sehr, sehr verschieden.
[ 45 ] Das ist eine Grundanforderung unserer Zeit, daß man sich bekanntmache damit und einsehe, daß, wenn wir die schönsten Begriffe haben, die der menschliche Verstand fassen kann, die schönsten Begriffe, die ganz gut ausreichen, um die Natur, die um uns herum ausgebreitet ist, zu erforschen, wir doch niemals etwas verstehen werden von der Geschichte. Denn die Geschichte spielt sich nicht ab so, wie sich das Naturleben abspielt; Geschichte spielt sich ab als Taten geistiger Wesenheiten. Das ist das, was sich zu den andern Weltanschauungen hinzufinden muß. Von der Theokratie, wie ich es Ihnen gestern geschildert habe, sind die Menschen ausgegangen, indem sie sich während der Zeit der Theokratie noch erinnert haben an das alte Hereinragen der theokratischen Ordnung; dann ist die metaphysische Zeit gekommen, die im wesentlichen das Verwaltungsbeamtentum der ganzen Welt ausgebildet hat; dann ist die rein materialistische Zeit gekommen, die Zeit der Industriellen. Das würde vollständig hineinführen in das Irreale gegenüber dem Geistigen, wenn nicht das Gegengewicht kommen würde des Sich-wieder-Hineinarbeitens in das Reale, in das Wirkliche, das man aber nur betrachten kann, wenn man aufsteigen kann zu dem, was sich für den Menschen im gewöhnlichen Leben im heutigen Zeitenzyklus verhüllt. Wir müssen wieder lernen, von übersinnlichen Dingen zu sprechen, wenn wir von Geschichte sprechen wollen. Im 19. Jahrhundert hat man vielfach von geschichtlichen Ideen gesprochen — nun, jeder weiß, daß man mit Ideen eben keinen Baum umhacken kann; aber daß das geschichtliche Leben der Menschheit von Ideen bewirkt wird, das glauben zum Beispiel die Ranke-Anhänger und ähnliche Historiker. Das wird man einsehen müssen, daß auch diese Zeit, die bloße metaphysische Zeit, überwunden werden muß, sonst wird überwuchern jene Weltanschauung, die rein auf das Sinnliche beschränkt ist. Es muß die Menschheit dem Spirituellen sich entgegenarbeiten. Das kann sie nur, wenn sie zunächst wenigstens auf dem Gebiet der Geschichte sich durcharbeitet von der Scheingeschichte in der zeitlichen Aufeinanderfolge bis zu dem realen Geschehen, das hinter der äußeren sinnlichen Wirklichkeit so greifbar, möchte ich sagen, gerade bei der Geschichte ist. Dann wird man aber auch nicht mehr soziale oder ähnliche Programme machen aus Ideen heraus, die bloß auf das äußere Leben sich beziehen, sondern dann wird man seine sozialen Programme wiederum aus den Offenbarungen der geistigen Welt heraus verkünden. Von diesen Offenbarungen aus der geistigen Welt heraus sind jene Programme, die die Menschen heute machen, aber sehr, sehr verschieden.
[ 46 ] Davon wollen wir dann das nächste Mal sprechen. Nächsten Freitag werde ich diese Betrachtungen fortsetzen; sie lassen sich nicht so schnell abschließen.
[ 46 ] Davon wollen wir dann das nächste Mal sprechen. Nächsten Freitag werde ich diese Betrachtungen fortsetzen; sie lassen sich nicht so schnell abschließen.
