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The Spiritual Backgrounds of the Outer World
The Fall of the Spirits of Darkness
GA 201

16 April 1920, Dornach

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Vierter Vortrag

Vierter Vortrag

[ 1 ] In Wirklichkeit kann die Konstitution des Weltenalls gar nicht betrachtet werden, ohne daß man fortwährend auf den Menschen Bezug nimmt, gewissermaßen immer versucht, dasjenige im Weltenall draußen aufzusuchen, was sich auch in irgendeiner Weise im Menschen findet. Wir wollen diese Vorträge dazu benützen, um gerade von diesem Gesichtspunkte aus vielleicht wenigstens nach einer Richtung hin eine Art plastisch geschlossenen Weltenbildes zu bekommen, das uns dann zu der Beantwortung der Frage führen kann: Wie verhalten sich im Menschen Moral und Naturgesetzmäßigkeit?

[ 1 ] In Wirklichkeit kann die Konstitution des Weltenalls gar nicht betrachtet werden, ohne daß man fortwährend auf den Menschen Bezug nimmt, gewissermaßen immer versucht, dasjenige im Weltenall draußen aufzusuchen, was sich auch in irgendeiner Weise im Menschen findet. Wir wollen diese Vorträge dazu benützen, um gerade von diesem Gesichtspunkte aus vielleicht wenigstens nach einer Richtung hin eine Art plastisch geschlossenen Weltenbildes zu bekommen, das uns dann zu der Beantwortung der Frage führen kann: Wie verhalten sich im Menschen Moral und Naturgesetzmäßigkeit?

[ 2 ] Wenn wir — ich wiederhole da nur Dinge, die von den verschiedensten Standpunkten aus besprochen, beschrieben worden sind den Menschen studieren, so gliedert er sich uns ja zunächst in alles dasjenige, was wir als den oberen Menschen bezeichnen, dann dasjenige, was wir als den unteren Menschen bezeichnen, und dann alles dasjenige, was verbindet zwischen beiden, der rhythmische Mensch, der den Ausgleich zwischen diesen beiden Gliedern, dem oberen und dem unteren Menschen, bewirkt.

[ 2 ] Wenn wir — ich wiederhole da nur Dinge, die von den verschiedensten Standpunkten aus besprochen, beschrieben worden sind den Menschen studieren, so gliedert er sich uns ja zunächst in alles dasjenige, was wir als den oberen Menschen bezeichnen, dann dasjenige, was wir als den unteren Menschen bezeichnen, und dann alles dasjenige, was verbindet zwischen beiden, der rhythmische Mensch, der den Ausgleich zwischen diesen beiden Gliedern, dem oberen und dem unteren Menschen, bewirkt.

[ 3 ] Nun müssen wir uns ja sagen, daß zunächst eine völlige Verschiedenheit herrscht in bezug auf die Gesetzmäßigkeit des oberen Menschen und die Gesetzmäßigkeit des unteren Menschen. Diese Verschiedenheit kann sich uns schon dadurch vor die Seele stellen, daß wir darauf Rücksicht nehmen, wie der obere Mensch, der von der Hauptesplastik aus beherrscht wird, zustande kommt durch die Gesetze, möchte ich sagen, einer völlig anderen Welt als unsere Sinneswelt. Dasjenige, was wir hier aus der Sinneswelt haben, aus der Sinneswelt an uns tragen als unseren Gliedmaßenmenschen, das haben wir durch eine Metamorphose, natürlich nicht in bezug auf die äußere Substantialität, aber in bezug auf die Formgestaltung, hindurchzuführen, eine Metamorphose, die ja erst wirkt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Dasjenige, was hier unser Gliedmaßenmensch ist, es wird völlig umgestaltet in seinen Kräften. In seiner übersinnlichen Konstitution wird es umgestaltet zwischen dem Tode und einer neuen Geburt und erscheint dann aus dem Weltenall unserer Hauptesorganisation eingestaltet in unserem neuen Erdenleben. Daran hängt sich, gewissermaßen aus der Welt der Sinne heraus gebildet, der übrige Mensch. Das ist etwas, was heute klar und deutlich schon aus der Embryologie nachgewiesen werden könnte, wenn man nur vernünftig die embryologischen Tatsachen zusammendächte. Dadurch aber ist in alledem, was zusammenhängt mit unserer Hauptesorganisation, etwas von einer Gesetzmäßigkeit drinnen, die ganz und gar nicht dieser Welt eigentlich angehört, die nur in ihrem Beginne, nämlich insoweit sie in der früheren Inkarnation schon da war, dieser Welt angehört. Aber alles das, was umgestaltet hat unseren Gliedmaßenmenschen zu dem Hauptesmenschen, wirkt ja in einer völlig anderen Welt, in der Welt, in der wir uns befinden zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Da ragt also eine andere Welt in diese Welt herein. Wenn wir den Menschenkopf, das Menschenhaupt ansehen, so ist in ihm verkörpert eine andere Welt. Dieser anderen Welt entspricht aber in einer gewissen Weise dadurch, daß das Haupt die hauptsächlichsten Sinne öffnet nach außen, die Welt, die da draußen im Raume ausgebreitet ist und die in der Zeit verfließt. Denn sie nehmen wir durch unsere Wahrnehmungen auf; sie dringt durch unsere Sinne in uns ein; sie gehört also gewissermaßen doch zu unserer Hauptesorganisation. Dagegen verhalten wir uns zu unserem Gliedmaßenmenschen eigentlich schlafend. Ich habe ja öfter von dieser schlafenden Beziehung des Menschen zu seiner Willensnatur, also zu alledem, was in dem Gliedmaßenmenschen lebt, gesprochen. Wir wissen nicht, wie wir unsere Glieder bewegen, wie der Wille hineinschießt in die Bewegungen, die wir ja nur nachher, geradeso wie ein äußeres Ding, durch Wahrnehmungen für uns erkunden. Wir schlafen in unserem Gliedmaßenmenschen, wir schlafen so in ihm, wie wir im Weltenall schlafen vom Einschlafen bis zum Aufwachen.

[ 3 ] Nun müssen wir uns ja sagen, daß zunächst eine völlige Verschiedenheit herrscht in bezug auf die Gesetzmäßigkeit des oberen Menschen und die Gesetzmäßigkeit des unteren Menschen. Diese Verschiedenheit kann sich uns schon dadurch vor die Seele stellen, daß wir darauf Rücksicht nehmen, wie der obere Mensch, der von der Hauptesplastik aus beherrscht wird, zustande kommt durch die Gesetze, möchte ich sagen, einer völlig anderen Welt als unsere Sinneswelt. Dasjenige, was wir hier aus der Sinneswelt haben, aus der Sinneswelt an uns tragen als unseren Gliedmaßenmenschen, das haben wir durch eine Metamorphose, natürlich nicht in bezug auf die äußere Substantialität, aber in bezug auf die Formgestaltung, hindurchzuführen, eine Metamorphose, die ja erst wirkt zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Dasjenige, was hier unser Gliedmaßenmensch ist, es wird völlig umgestaltet in seinen Kräften. In seiner übersinnlichen Konstitution wird es umgestaltet zwischen dem Tode und einer neuen Geburt und erscheint dann aus dem Weltenall unserer Hauptesorganisation eingestaltet in unserem neuen Erdenleben. Daran hängt sich, gewissermaßen aus der Welt der Sinne heraus gebildet, der übrige Mensch. Das ist etwas, was heute klar und deutlich schon aus der Embryologie nachgewiesen werden könnte, wenn man nur vernünftig die embryologischen Tatsachen zusammendächte. Dadurch aber ist in alledem, was zusammenhängt mit unserer Hauptesorganisation, etwas von einer Gesetzmäßigkeit drinnen, die ganz und gar nicht dieser Welt eigentlich angehört, die nur in ihrem Beginne, nämlich insoweit sie in der früheren Inkarnation schon da war, dieser Welt angehört. Aber alles das, was umgestaltet hat unseren Gliedmaßenmenschen zu dem Hauptesmenschen, wirkt ja in einer völlig anderen Welt, in der Welt, in der wir uns befinden zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Da ragt also eine andere Welt in diese Welt herein. Wenn wir den Menschenkopf, das Menschenhaupt ansehen, so ist in ihm verkörpert eine andere Welt. Dieser anderen Welt entspricht aber in einer gewissen Weise dadurch, daß das Haupt die hauptsächlichsten Sinne öffnet nach außen, die Welt, die da draußen im Raume ausgebreitet ist und die in der Zeit verfließt. Denn sie nehmen wir durch unsere Wahrnehmungen auf; sie dringt durch unsere Sinne in uns ein; sie gehört also gewissermaßen doch zu unserer Hauptesorganisation. Dagegen verhalten wir uns zu unserem Gliedmaßenmenschen eigentlich schlafend. Ich habe ja öfter von dieser schlafenden Beziehung des Menschen zu seiner Willensnatur, also zu alledem, was in dem Gliedmaßenmenschen lebt, gesprochen. Wir wissen nicht, wie wir unsere Glieder bewegen, wie der Wille hineinschießt in die Bewegungen, die wir ja nur nachher, geradeso wie ein äußeres Ding, durch Wahrnehmungen für uns erkunden. Wir schlafen in unserem Gliedmaßenmenschen, wir schlafen so in ihm, wie wir im Weltenall schlafen vom Einschlafen bis zum Aufwachen.

[ 4 ] Nun, da sind wir eigentlich vor eine völlig andere Welt gestellt. Und wollen wir uns schematisch einmal diese andere Welt, diesen ganzen Tatbestand vor die Seele rücken, so müssen wir eigentlich sagen: hier ist irgendwie eine Welt (Tafel 7, Mitte unten; rote Partie, von welcher der horizontale rote Pfeil nach links in rote Bögen weist), die nach außen hin dasjenige offenbart, was zu unseren Sinnen spricht. Das, was da zu unseren Sinnen spricht, das nehmen wir durch unsere Augen, durch unsere Ohren und so weiter wahr. Das witd unsere Welt, insofern wir Hauptesmenschen sind. Aber diejenige Welt, die dahinterliegt, der gehören wir auch an, als Gliedmaßenmensch (blau, rechts von rot; Pfeil abwärts und absteigende Bögen blau). Aber in sie schlafen wir nur hinein. In diese Welt schlafen wir hinein, gleichgültig, ob wir in unsere Willensnatur hineinschlafen oder ob wir in das Weltenall hineinschlafen zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen.

[ 4 ] Nun, da sind wir eigentlich vor eine völlig andere Welt gestellt. Und wollen wir uns schematisch einmal diese andere Welt, diesen ganzen Tatbestand vor die Seele rücken, so müssen wir eigentlich sagen: hier ist irgendwie eine Welt (Tafel 7, Mitte unten; rote Partie, von welcher der horizontale rote Pfeil nach links in rote Bögen weist), die nach außen hin dasjenige offenbart, was zu unseren Sinnen spricht. Das, was da zu unseren Sinnen spricht, das nehmen wir durch unsere Augen, durch unsere Ohren und so weiter wahr. Das witd unsere Welt, insofern wir Hauptesmenschen sind. Aber diejenige Welt, die dahinterliegt, der gehören wir auch an, als Gliedmaßenmensch (blau, rechts von rot; Pfeil abwärts und absteigende Bögen blau). Aber in sie schlafen wir nur hinein. In diese Welt schlafen wir hinein, gleichgültig, ob wir in unsere Willensnatur hineinschlafen oder ob wir in das Weltenall hineinschlafen zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen.

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[ 5 ] Diese zwei Welten sind in der Tat so, daß die eine uns gewissermaßen zugekehrt ist; die andere ist uns abgekehrt; sie liegt hinter der Welt der Sinne, aber wir sind aus ihr. Man hat gerade in älteren Zeiten gefühlt und man fühlt noch im Orient, daß eine Vermittelung zwischen diesen beiden Welten besteht. Wir im Abendlande suchen diese Vermittelung auf andere Weise, wie Sie wissen. Aber im Orient versucht man heute noch, obwohl es schon antiquiert ist für die gegenwärtige Menschheit, diese Vermittelung auch bewußt, relativ bewußt aufzusuchen. Wenn wir essen, dann ist es der blaue Strich, der unser Essen eigentlich symbolisiert. Denn indem wir die Speisen zu uns nehmen, geht ein durchaus in der Schlafens-Sphäre sich abspielender Vorgang vor sich. Sie wissen natürlich nicht, was da vor sich geht, wenn Sie irgend etwas, ein Ei oder einen Kohlkopf, verzehren. Das liegt geradeso im Unbewußten, wie die Vorgänge des Schlafes im Unbewußten zunächst liegen. Der Kohlkopf und das Ei wenden die Außenseite der Sinneswahrnehmung zu. Das ist aber die völlig andere Welt. Aber die Vermittelung ist da in unserem Atmen.

[ 5 ] Diese zwei Welten sind in der Tat so, daß die eine uns gewissermaßen zugekehrt ist; die andere ist uns abgekehrt; sie liegt hinter der Welt der Sinne, aber wir sind aus ihr. Man hat gerade in älteren Zeiten gefühlt und man fühlt noch im Orient, daß eine Vermittelung zwischen diesen beiden Welten besteht. Wir im Abendlande suchen diese Vermittelung auf andere Weise, wie Sie wissen. Aber im Orient versucht man heute noch, obwohl es schon antiquiert ist für die gegenwärtige Menschheit, diese Vermittelung auch bewußt, relativ bewußt aufzusuchen. Wenn wir essen, dann ist es der blaue Strich, der unser Essen eigentlich symbolisiert. Denn indem wir die Speisen zu uns nehmen, geht ein durchaus in der Schlafens-Sphäre sich abspielender Vorgang vor sich. Sie wissen natürlich nicht, was da vor sich geht, wenn Sie irgend etwas, ein Ei oder einen Kohlkopf, verzehren. Das liegt geradeso im Unbewußten, wie die Vorgänge des Schlafes im Unbewußten zunächst liegen. Der Kohlkopf und das Ei wenden die Außenseite der Sinneswahrnehmung zu. Das ist aber die völlig andere Welt. Aber die Vermittelung ist da in unserem Atmen.

[ 6 ] Unser Atmen bleibt allerdings auch bis zu einem gewissen Grade unbewußt, nicht so stark unbewußt wie unser Essen. Aber trotzdem das Atmen nicht so bewußt wird, wie das Sehen oder das Hören bewußt werden, so ist es doch bewußter als der Vorgang des Verdauens zum Beispiel. In der Regel wird auch im Oriente heute nicht mehr aufgesucht, was ja in alten Zeiten durchaus der Fall war: den Vorgang des Verdauens heraufzubringen ins Bewußtsein. Die Schlangen tun es, wenn sie verdauen. Sie bringen den ganzen Vorgang des Verdauens in ihr Bewußtsein, das aber natürlich nicht ein Menschenbewußtsein ist. Der Wiederkäuer tut es auch, der Mensch nicht. Im Oriente wird aber in einer gewissen Weise ins Bewußtsein heraufgebracht der Vorgang des Atmens. Es gibt eine gewisse Trainierung des Atmens, da das Atmen so vollzogen wird, daß es in einem gewissen Sinne verfließt wie eine Sinneswahrnehmung. Sie sehen, es ist das Atmen hineingestellt zwischen die bewußte Sinneswahrnehmung und das ganz Unbewußte des menschlichen Stoffwechsels. So daß der Mensch in der Tat drei Welten angehört: der Welt, die ihm bewußt vorliegt, der Welt, die ganz unbewußt bleibt, und der Welt, die den Vermittler bildet, der Welt des Atmens.

[ 6 ] Unser Atmen bleibt allerdings auch bis zu einem gewissen Grade unbewußt, nicht so stark unbewußt wie unser Essen. Aber trotzdem das Atmen nicht so bewußt wird, wie das Sehen oder das Hören bewußt werden, so ist es doch bewußter als der Vorgang des Verdauens zum Beispiel. In der Regel wird auch im Oriente heute nicht mehr aufgesucht, was ja in alten Zeiten durchaus der Fall war: den Vorgang des Verdauens heraufzubringen ins Bewußtsein. Die Schlangen tun es, wenn sie verdauen. Sie bringen den ganzen Vorgang des Verdauens in ihr Bewußtsein, das aber natürlich nicht ein Menschenbewußtsein ist. Der Wiederkäuer tut es auch, der Mensch nicht. Im Oriente wird aber in einer gewissen Weise ins Bewußtsein heraufgebracht der Vorgang des Atmens. Es gibt eine gewisse Trainierung des Atmens, da das Atmen so vollzogen wird, daß es in einem gewissen Sinne verfließt wie eine Sinneswahrnehmung. Sie sehen, es ist das Atmen hineingestellt zwischen die bewußte Sinneswahrnehmung und das ganz Unbewußte des menschlichen Stoffwechsels. So daß der Mensch in der Tat drei Welten angehört: der Welt, die ihm bewußt vorliegt, der Welt, die ganz unbewußt bleibt, und der Welt, die den Vermittler bildet, der Welt des Atmens.

[ 7 ] Nun, es ist ja in der Tat auch eine Art von Stoffwechsel, wenigstens sind es stoffliche Vorgänge, aber in Verfeinerungen, die im Atmungsprozesse vor sich gehen. Es ist das Atmen durchaus ein Mittelstadium zwischen dem eigentlichen Stoffwechsel und dem Sinneswahrnehmungsprozeß, dem ganz bewußten Erleben der äußeren Welt.

[ 7 ] Nun, es ist ja in der Tat auch eine Art von Stoffwechsel, wenigstens sind es stoffliche Vorgänge, aber in Verfeinerungen, die im Atmungsprozesse vor sich gehen. Es ist das Atmen durchaus ein Mittelstadium zwischen dem eigentlichen Stoffwechsel und dem Sinneswahrnehmungsprozeß, dem ganz bewußten Erleben der äußeren Welt.

[ 8 ] Wenn wir zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen sind, dann spielt sich in der dann vorliegenden Umgebung des Ich für das heutige gewöhnliche Bewußtsein nur dasjenige ab, was in Träumen erlebt wird, in Träumen sich widerspiegelt. Aber im ganzen kann man doch sagen, daß der Mensch da schon gewissermaßen hinüberspringt in die Welt, die ich hier in diesem Schema (die vorige Zeichnung) als das Blaue dargestellt habe. Der Mensch dringt hinüber in diese andere Welt, und gerade die Träume sind es, die schon durch ihre Natur verraten, wie da der Mensch hinüberspringt. Denken Sie nur einmal, wie verwandt die Träume sind dem Atmungsprozesse, dem Rhythmus des Atmens, wie sie den Rhythmus des Atmens, überhaupt den Rhythmus oftmals nachwirken fühlen, wenn Sie träumen. Der Mensch überschreitet gewissermaßen eine Grenze, die ihm sonst gezogen ist in seiner bewußten Welt, indem er in die Welt, in der er ist im Schlafe, wenigstens hineinnippt, wenn er träumt. Die Welt der Imaginationen liegt ja auch da drüben, nur ist sie dann eine vollkommen bewußte — ein wirklich bewußtes Wahrnehmen in derjenigen Welt, an der der Mensch sonst bloß nippt, wenn er träumt.

[ 8 ] Wenn wir zwischen dem Einschlafen und dem Aufwachen sind, dann spielt sich in der dann vorliegenden Umgebung des Ich für das heutige gewöhnliche Bewußtsein nur dasjenige ab, was in Träumen erlebt wird, in Träumen sich widerspiegelt. Aber im ganzen kann man doch sagen, daß der Mensch da schon gewissermaßen hinüberspringt in die Welt, die ich hier in diesem Schema (die vorige Zeichnung) als das Blaue dargestellt habe. Der Mensch dringt hinüber in diese andere Welt, und gerade die Träume sind es, die schon durch ihre Natur verraten, wie da der Mensch hinüberspringt. Denken Sie nur einmal, wie verwandt die Träume sind dem Atmungsprozesse, dem Rhythmus des Atmens, wie sie den Rhythmus des Atmens, überhaupt den Rhythmus oftmals nachwirken fühlen, wenn Sie träumen. Der Mensch überschreitet gewissermaßen eine Grenze, die ihm sonst gezogen ist in seiner bewußten Welt, indem er in die Welt, in der er ist im Schlafe, wenigstens hineinnippt, wenn er träumt. Die Welt der Imaginationen liegt ja auch da drüben, nur ist sie dann eine vollkommen bewußte — ein wirklich bewußtes Wahrnehmen in derjenigen Welt, an der der Mensch sonst bloß nippt, wenn er träumt.

[ 9 ] Nun handelt es sich darum, daß ja ein völliges Entsprechen stattfindet in einer gewissen Beziehung, zunächst durch Zahlen. Ich habe schon oftmals auf dieses Entsprechen aufmerksam gemacht zwischen dem Menschen und der Welt, in der der Mensch und auch die Menschheit sich entwickelt. Ich habe Sie aufmerksam darauf gemacht, wie der Mensch ja in seinem Atmungsthythmus — 18 Atemzüge in der Minute — etwas hat, was in einer merkwürdigen Übereinstimmung steht mit anderem im Weltenall. Wir haben 18 Atemzüge, die ausgerechnet für den Tag, wie ich Ihnen ja öfter schon erwähnt habe, 25 920 tägliche Atemzüge ergeben. Das ist aber dieselbe Zahl, die man bekommt, wenn man ausrechnet, wieviel Tage eine so normale Lebensdauer von etwa 72 Jahren hat. Auch das sind ungefähr 25920 Tage. So daß in einem Tag irgend etwas ausatmet unseren astralischen Leib und unser Ich, und wiederum einatmet beim Aufwachen, aber nach demselben Zahlenrhythmus.

[ 9 ] Nun handelt es sich darum, daß ja ein völliges Entsprechen stattfindet in einer gewissen Beziehung, zunächst durch Zahlen. Ich habe schon oftmals auf dieses Entsprechen aufmerksam gemacht zwischen dem Menschen und der Welt, in der der Mensch und auch die Menschheit sich entwickelt. Ich habe Sie aufmerksam darauf gemacht, wie der Mensch ja in seinem Atmungsthythmus — 18 Atemzüge in der Minute — etwas hat, was in einer merkwürdigen Übereinstimmung steht mit anderem im Weltenall. Wir haben 18 Atemzüge, die ausgerechnet für den Tag, wie ich Ihnen ja öfter schon erwähnt habe, 25 920 tägliche Atemzüge ergeben. Das ist aber dieselbe Zahl, die man bekommt, wenn man ausrechnet, wieviel Tage eine so normale Lebensdauer von etwa 72 Jahren hat. Auch das sind ungefähr 25920 Tage. So daß in einem Tag irgend etwas ausatmet unseren astralischen Leib und unser Ich, und wiederum einatmet beim Aufwachen, aber nach demselben Zahlenrhythmus.

[ 10 ] Und wiederum, wenn wir die Zahl der Jahre nehmen, welche die Sonne braucht, wenn sie, scheinbar oder wirklich, darauf kommt es jetzt nicht an, vorrückt in ihrem Frühlingsaufgangspunkte — immer schreitet sie um ein Stückchen vor jedes Jahr —, so braucht sie 25 920 Jahre, um einmal ihren Frühlingsaufgangspunkt um den ganzen Himmel herumzuführen: ein platonisches Jahr.

[ 10 ] Und wiederum, wenn wir die Zahl der Jahre nehmen, welche die Sonne braucht, wenn sie, scheinbar oder wirklich, darauf kommt es jetzt nicht an, vorrückt in ihrem Frühlingsaufgangspunkte — immer schreitet sie um ein Stückchen vor jedes Jahr —, so braucht sie 25 920 Jahre, um einmal ihren Frühlingsaufgangspunkt um den ganzen Himmel herumzuführen: ein platonisches Jahr.

[ 11 ] Es ist eigentlich dieses menschliche Leben bis ins Kleinste, bis in den Atemzug und bis in seine irdische Begrenzung zwischen Geburt und Tod nachgebilder den Gesetzen des Weltenalls. Und indem wir da hineinschauen in ein Gebiet des Entsprechens zwischen dem Makrokosmos und dem Mikrokosmos Mensch, sehen wir ja doch in dasjenige hinein, was offenkundig da liegt. Aber es gibt noch andere, sehr bedeutende Entsprechungen. Überlegen Sie sich nämlich einmal das Folgende — ich will Sie heute eben gerade durch die Zahl auf das führen, worauf ich Sie gern aufmerksam machen möchte. Nehmen Sie die 18 Atemzüge in der Minute, das gibt in der Stunde 1080, in 24 Stunden 25 920 Atemzüge. Das heißt, wir mußten multiplizieren 18 mit 60 mal 24, um 25920 Atemzüge im Tage zu bekommen.

[ 11 ] Es ist eigentlich dieses menschliche Leben bis ins Kleinste, bis in den Atemzug und bis in seine irdische Begrenzung zwischen Geburt und Tod nachgebilder den Gesetzen des Weltenalls. Und indem wir da hineinschauen in ein Gebiet des Entsprechens zwischen dem Makrokosmos und dem Mikrokosmos Mensch, sehen wir ja doch in dasjenige hinein, was offenkundig da liegt. Aber es gibt noch andere, sehr bedeutende Entsprechungen. Überlegen Sie sich nämlich einmal das Folgende — ich will Sie heute eben gerade durch die Zahl auf das führen, worauf ich Sie gern aufmerksam machen möchte. Nehmen Sie die 18 Atemzüge in der Minute, das gibt in der Stunde 1080, in 24 Stunden 25 920 Atemzüge. Das heißt, wir mußten multiplizieren 18 mit 60 mal 24, um 25920 Atemzüge im Tage zu bekommen.

[ 12 ] Nehmen wir das aber als den Umlauf des Frühlingspunktes um den Himmel. Würden wir das nun dividieren durch 60 mal 24, so würden wir natürlich wiederum 18 bekommen. Wir würden 18 Jahre bekommen. 18 Jahre, was würde denn das eigentlich sein? Überlegen wir uns das einmal, was diese 18 Jahre bedeuten würden. Die 25920 Atemzüge entsprechen einem 24stündigen Menschentag, beziehungsweise sagen wit, dieser 24stündige Menschentag ist also der Tag des Mikrokosmos. 18 Atemzüge entsprechen der Einheit des Rhythmus.

[ 12 ] Nehmen wir das aber als den Umlauf des Frühlingspunktes um den Himmel. Würden wir das nun dividieren durch 60 mal 24, so würden wir natürlich wiederum 18 bekommen. Wir würden 18 Jahre bekommen. 18 Jahre, was würde denn das eigentlich sein? Überlegen wir uns das einmal, was diese 18 Jahre bedeuten würden. Die 25920 Atemzüge entsprechen einem 24stündigen Menschentag, beziehungsweise sagen wit, dieser 24stündige Menschentag ist also der Tag des Mikrokosmos. 18 Atemzüge entsprechen der Einheit des Rhythmus.

[ 13 ] Nehmen wir jetzt einmal — scheuen wir uns dessen nicht — den ganzen Umlauf des Frühlingspunktes um den Himmel als einen großen Himmelstag, nicht bloß als das platonische Jahr, sondern als einen großen Himmelstag. Nehmen wir ihn als Himmelstag oder Weltentag, wie Sie wollen, als Tag des Makrokosmos. Wenn wir die Atemzüge aufsuchen würden im Makrokosmos, die entsprechen würden den Atemzügen des Menschen in einer Minute, wie lange müßten die denn dauern? Es müßten diese Atemzüge 18 Jahre dauern. Ein 18jähriges Atmen, ausgeführt von demjenigen Wesen, das dem Makrokosmos entspricht.

[ 13 ] Nehmen wir jetzt einmal — scheuen wir uns dessen nicht — den ganzen Umlauf des Frühlingspunktes um den Himmel als einen großen Himmelstag, nicht bloß als das platonische Jahr, sondern als einen großen Himmelstag. Nehmen wir ihn als Himmelstag oder Weltentag, wie Sie wollen, als Tag des Makrokosmos. Wenn wir die Atemzüge aufsuchen würden im Makrokosmos, die entsprechen würden den Atemzügen des Menschen in einer Minute, wie lange müßten die denn dauern? Es müßten diese Atemzüge 18 Jahre dauern. Ein 18jähriges Atmen, ausgeführt von demjenigen Wesen, das dem Makrokosmos entspricht.

[ 14 ] Wenn Sie die heutigen Angaben der Astronomie nehmen — was sie bedeuten, darüber werden wir noch sprechen —, so wollen wir einmal dasjenige betrachten, was die Astronomen heute die Nutation der Erdachse nennen. Sie wissen, die Erdachse steht schief zur Ekliptik, und die Astronomen reden von einem Pendeln der Erdachse um diese Lage herum und nennen das Nutation. Die Erdachse dreht sich um diese Lage herum just in 18 Jahren, annähernd wenigstens — es sind genauer 18 Jahre 7 Monate, doch wir brauchen die Bruchteile nicht zu berücksichtigen, sie ließen sich aber auch durchaus in richtiger Weise errechnen. Aber mit diesen 18 Jahren hängt etwas anderes zusammen. Nicht nur geschieht dasjenige, was die Astronomen diese Nutation, dieses Erzittern der Erdachse, dieses Drehen der Erdenachse in einem Doppelkegel um den Mittelpunkt der Erde nennen, nicht nur verläuft dieses in 18 Jahren, sondern mit dem gleichzeitig geschieht etwas anderes. Der Mond nämlich, der erscheint ja jedes Jahr an einem anderen Orte. Ebenso wie die Sonne, auf- und absteigend in der Ekliptik, eine Art pendelnder Bewegung vom Äquator fort und zum Äquator zurück durchläuft, so der Mond. Er braucht 18 Jahre, um wieder an der Stelle am Himmel anzukommen, wo er vor 18 Jahren erschienen ist. Sie sehen, diese Nutation hängt mit dem Himmelsgang des Mondes zusammen, so daß man sagen kann: diese Nutation zeigt überhaupt nichts anderes an als den Himmelsgang des Mondes. Diese Nutation ist nur die Projektion dieser Bewegung des Mondes. Wir können also tatsächlich das Atmen des Makrokosmos beobachten. Wir brauchen nur den Gang der Mondenbahn während 18 Jahren zu beobachten, beziehungsweise die Nutation der Erde zu beobachten (Tafel 8, links oben). Die Erde tanzt, und sie tanzt so, daß ihre Achse einen Kegel, einen Doppelkegel beschreibt in 18 Jahren. Dieses Tanzen, das spiegelt ab das Atmen des Makrokosmos. Es ist im platonischen Jahr gerade so oft vorhanden, wie 18 menschliche Atemzüge in einem Tag. Sie haben also eigentlich ein einminutiges Atmen in dieser Nutationsbewegung. So daß wir sagen können: wir schauen in das Atmen des Makrokosmos hinein durch diese Nutations- beziehungsweise Mondbewegung. Da haben wir das Entsprechende für das Atmen. Aber was besagt denn dieses? Das besagt, daß geradeso wie wir, indem wir in das Schlafen hinübergehen oder beziehungsweise nur von dem völlig Wachen in das Träumen hinübergehen, wie wir da in eine andere Welt hinübergehen, so liegt uns — gegenüber den gewöhnlichen Gesetzmäßigkeiten von Tag, Jahr und so weiter, auch dem platonischen Jahr — in diesem Hereinstellen einer Mondregelmäßigkeit etwas vor, was sich verhält im Makrokosmos, wie sich das Atmen, also das Halbbewußte zu unserem Vollbewußten verhält. Wir haben es also nicht bloß zu tun mit einer Welt, die sich da ausbreitet, sondern mit einer zweiten Welt, die da hereinragt, und die die unsrige durchdringt. Geradeso wie wir ein zweites Glied der menschlichen Wesenheit, nämlich den rhythmischen Menschen, im Atmungsprozesse vor uns haben gegenüber dem Wahrnehmungsmenschen, so haben wir in dem, was als Mondbewegung, JahresMondbewegung erscheint, eben ein Jahr dann wie einen einjährigen Atemzug. Das haben wir da als eine zweite Welt in die unsrige hereinragend vor uns.

[ 14 ] Wenn Sie die heutigen Angaben der Astronomie nehmen — was sie bedeuten, darüber werden wir noch sprechen —, so wollen wir einmal dasjenige betrachten, was die Astronomen heute die Nutation der Erdachse nennen. Sie wissen, die Erdachse steht schief zur Ekliptik, und die Astronomen reden von einem Pendeln der Erdachse um diese Lage herum und nennen das Nutation. Die Erdachse dreht sich um diese Lage herum just in 18 Jahren, annähernd wenigstens — es sind genauer 18 Jahre 7 Monate, doch wir brauchen die Bruchteile nicht zu berücksichtigen, sie ließen sich aber auch durchaus in richtiger Weise errechnen. Aber mit diesen 18 Jahren hängt etwas anderes zusammen. Nicht nur geschieht dasjenige, was die Astronomen diese Nutation, dieses Erzittern der Erdachse, dieses Drehen der Erdenachse in einem Doppelkegel um den Mittelpunkt der Erde nennen, nicht nur verläuft dieses in 18 Jahren, sondern mit dem gleichzeitig geschieht etwas anderes. Der Mond nämlich, der erscheint ja jedes Jahr an einem anderen Orte. Ebenso wie die Sonne, auf- und absteigend in der Ekliptik, eine Art pendelnder Bewegung vom Äquator fort und zum Äquator zurück durchläuft, so der Mond. Er braucht 18 Jahre, um wieder an der Stelle am Himmel anzukommen, wo er vor 18 Jahren erschienen ist. Sie sehen, diese Nutation hängt mit dem Himmelsgang des Mondes zusammen, so daß man sagen kann: diese Nutation zeigt überhaupt nichts anderes an als den Himmelsgang des Mondes. Diese Nutation ist nur die Projektion dieser Bewegung des Mondes. Wir können also tatsächlich das Atmen des Makrokosmos beobachten. Wir brauchen nur den Gang der Mondenbahn während 18 Jahren zu beobachten, beziehungsweise die Nutation der Erde zu beobachten (Tafel 8, links oben). Die Erde tanzt, und sie tanzt so, daß ihre Achse einen Kegel, einen Doppelkegel beschreibt in 18 Jahren. Dieses Tanzen, das spiegelt ab das Atmen des Makrokosmos. Es ist im platonischen Jahr gerade so oft vorhanden, wie 18 menschliche Atemzüge in einem Tag. Sie haben also eigentlich ein einminutiges Atmen in dieser Nutationsbewegung. So daß wir sagen können: wir schauen in das Atmen des Makrokosmos hinein durch diese Nutations- beziehungsweise Mondbewegung. Da haben wir das Entsprechende für das Atmen. Aber was besagt denn dieses? Das besagt, daß geradeso wie wir, indem wir in das Schlafen hinübergehen oder beziehungsweise nur von dem völlig Wachen in das Träumen hinübergehen, wie wir da in eine andere Welt hinübergehen, so liegt uns — gegenüber den gewöhnlichen Gesetzmäßigkeiten von Tag, Jahr und so weiter, auch dem platonischen Jahr — in diesem Hereinstellen einer Mondregelmäßigkeit etwas vor, was sich verhält im Makrokosmos, wie sich das Atmen, also das Halbbewußte zu unserem Vollbewußten verhält. Wir haben es also nicht bloß zu tun mit einer Welt, die sich da ausbreitet, sondern mit einer zweiten Welt, die da hereinragt, und die die unsrige durchdringt. Geradeso wie wir ein zweites Glied der menschlichen Wesenheit, nämlich den rhythmischen Menschen, im Atmungsprozesse vor uns haben gegenüber dem Wahrnehmungsmenschen, so haben wir in dem, was als Mondbewegung, JahresMondbewegung erscheint, eben ein Jahr dann wie einen einjährigen Atemzug. Das haben wir da als eine zweite Welt in die unsrige hereinragend vor uns.

[ 15 ] Es kann sich also gar nicht darum handeln, daß wir in unserer Umgebung nur eine einzige Welt haben. Wir haben in unserer Umgebung diejenige Welt, die wir als die Welt der Sinne verfolgen können; dann aber eine Welt, der eine andere Gesetzmäßigkeit zugrunde liegt, die zu der unsrigen sich verhält wie unser Atmen zu unserem Bewußtsein und die sich uns verrät, wenn wir in der richtigen Weise die Mondbewegung zu deuten verstehen, respektive ihren Ausdruck, die Nutation der Erde.

[ 15 ] Es kann sich also gar nicht darum handeln, daß wir in unserer Umgebung nur eine einzige Welt haben. Wir haben in unserer Umgebung diejenige Welt, die wir als die Welt der Sinne verfolgen können; dann aber eine Welt, der eine andere Gesetzmäßigkeit zugrunde liegt, die zu der unsrigen sich verhält wie unser Atmen zu unserem Bewußtsein und die sich uns verrät, wenn wir in der richtigen Weise die Mondbewegung zu deuten verstehen, respektive ihren Ausdruck, die Nutation der Erde.

[ 16 ] Sehen Sie, daraus sollen Sie entnehmen, daß es unmöglich ist, die Gesetzmäßigkeiten, die in der Welt sich uns offenbaren, nur in eindeutiger Weise zu suchen. Der heutige materialistische Denker sucht eine Gesetzmäßigkeit der Welt. Er geht irre, denn er sollte sagen: Alles dasjenige, was Welt der Sinne ist, das ist ja wohl eine Welt, in die wir eingebettet sind, zu der wir gehören, das ist die Welt, die uns unsere Naturwissenschaft nach Ursache und Wirkung auseinandersetzt. Aber da ragt eine andere Welt herein, die andere Gesetzmäßigkeiten hat. (Tafel 7, rechts in der Mitte, schräge Schraffur gelb, horizontale blau). Beide Welten durchdringen sich nur. Beiden Welten muß eine eigene Gesetzmäßigkeit zugeschrieben werden. Solange man der Meinung ist, eine einzige Art von Gesetzmäßigkeit genüge für unsere Welt, alles hänge nur an dem Faden von Ursache und Wirkung, solange gibt man sich greulichen Irrtümern hin. Nur wenn man an so etwas, wie es die Nutation der Erde und die Mondbewegungen sind, ermessen kann, daß in der Tat eine andere Welt da hereinragt, dann kommt man zurecht.

[ 16 ] Sehen Sie, daraus sollen Sie entnehmen, daß es unmöglich ist, die Gesetzmäßigkeiten, die in der Welt sich uns offenbaren, nur in eindeutiger Weise zu suchen. Der heutige materialistische Denker sucht eine Gesetzmäßigkeit der Welt. Er geht irre, denn er sollte sagen: Alles dasjenige, was Welt der Sinne ist, das ist ja wohl eine Welt, in die wir eingebettet sind, zu der wir gehören, das ist die Welt, die uns unsere Naturwissenschaft nach Ursache und Wirkung auseinandersetzt. Aber da ragt eine andere Welt herein, die andere Gesetzmäßigkeiten hat. (Tafel 7, rechts in der Mitte, schräge Schraffur gelb, horizontale blau). Beide Welten durchdringen sich nur. Beiden Welten muß eine eigene Gesetzmäßigkeit zugeschrieben werden. Solange man der Meinung ist, eine einzige Art von Gesetzmäßigkeit genüge für unsere Welt, alles hänge nur an dem Faden von Ursache und Wirkung, solange gibt man sich greulichen Irrtümern hin. Nur wenn man an so etwas, wie es die Nutation der Erde und die Mondbewegungen sind, ermessen kann, daß in der Tat eine andere Welt da hereinragt, dann kommt man zurecht.

[ 17 ] Und sehen Sie, hier liegen die Dinge, in denen sich Geistiges und Materielles, wie wir es nennen, oder sagen wir Seelisches und Materielles, berühren. Derjenige, welcher faktisch beobachten kann dasjenige, was im eigenen Selbst enthalten ist, der kommt auf das Folgende. Sehen Sie, meine lieben Freunde — auf solche Dinge muß die Menschheit allmählich aufmerksam werden —, ich glaube, viele sind unter Ihnen, die schon den Zeitpunkt von 18 Jahren und ungefähr 7 Monaten überschritten haben. Das war ein wichtiger Zeitpunkt. Mehrere sind wohl auch unter Ihnen, die 37 Jahre 2 Monate überschritten haben. Das war wiederum ein wichtiger Zeitpunkt. Und dann kommt wieder ein sehr wichtiger Zeitpunkt: 55 Jahre 9 Monate. Es kann in der Gegenwart noch nicht der einzelne Mensch, weil er ja nicht in der Weise erzogen wird, wie es sein sollte, diese Zeitpunkte ordentlich abpassen. Würde er sie ordentlich abpassen, dann würde er wahrnehmen, daß in der Tat in diesen Zeitpunkten Wichtigstes mit der Seele vor sich geht. Die Nächte, die der Mensch zu diesen Zeitpunkten durchlebt, sie sind die wichtigsten Nächte des menschlichen Lebens. Da ist es, wo der Makrokosmos seine 18 Atemzüge vollendet, eine Minute vollendet, und da ist es, wo der Mensch gewissermaßen ein Fenster geöffnet hat gegenüber einer ganz anderen Welt. Nun, ich sagte, der Mensch kann es heute nicht abpassen. Aber es könnte jeder versuchen, auf solche Zeitpunkte im menschlichen Leben zurückzublicken. Wer über 55 Jahre alt geworden ist, kann auf volle drei solche wichtige Abschnitte zurückblicken, manche auf zwei, die meisten unter Ihnen wohl auf einen. In solchen Etappen gehen die Dinge vor sich, die aus einer ganz anderen Welt hereinfließen in diese unsere Welt. Da öffnet sich unsere Welt einer anderen Welt.

[ 17 ] Und sehen Sie, hier liegen die Dinge, in denen sich Geistiges und Materielles, wie wir es nennen, oder sagen wir Seelisches und Materielles, berühren. Derjenige, welcher faktisch beobachten kann dasjenige, was im eigenen Selbst enthalten ist, der kommt auf das Folgende. Sehen Sie, meine lieben Freunde — auf solche Dinge muß die Menschheit allmählich aufmerksam werden —, ich glaube, viele sind unter Ihnen, die schon den Zeitpunkt von 18 Jahren und ungefähr 7 Monaten überschritten haben. Das war ein wichtiger Zeitpunkt. Mehrere sind wohl auch unter Ihnen, die 37 Jahre 2 Monate überschritten haben. Das war wiederum ein wichtiger Zeitpunkt. Und dann kommt wieder ein sehr wichtiger Zeitpunkt: 55 Jahre 9 Monate. Es kann in der Gegenwart noch nicht der einzelne Mensch, weil er ja nicht in der Weise erzogen wird, wie es sein sollte, diese Zeitpunkte ordentlich abpassen. Würde er sie ordentlich abpassen, dann würde er wahrnehmen, daß in der Tat in diesen Zeitpunkten Wichtigstes mit der Seele vor sich geht. Die Nächte, die der Mensch zu diesen Zeitpunkten durchlebt, sie sind die wichtigsten Nächte des menschlichen Lebens. Da ist es, wo der Makrokosmos seine 18 Atemzüge vollendet, eine Minute vollendet, und da ist es, wo der Mensch gewissermaßen ein Fenster geöffnet hat gegenüber einer ganz anderen Welt. Nun, ich sagte, der Mensch kann es heute nicht abpassen. Aber es könnte jeder versuchen, auf solche Zeitpunkte im menschlichen Leben zurückzublicken. Wer über 55 Jahre alt geworden ist, kann auf volle drei solche wichtige Abschnitte zurückblicken, manche auf zwei, die meisten unter Ihnen wohl auf einen. In solchen Etappen gehen die Dinge vor sich, die aus einer ganz anderen Welt hereinfließen in diese unsere Welt. Da öffnet sich unsere Welt einer anderen Welt.

[ 18 ] Sehen Sie, soll man genauer bezeichnen, wie sich da unsere Welt einer anderen Welt öffnet, so muß man sagen: da öffnet sich unsere Welt der astralischen Welt neu. Astralische Ströme fließen ein und aus. Allerdings, sie fließen jährlich ein und aus; aber wir haben es da gewissermaßen mit 18 Atemzügen in der Minute zu tun nach diesen 18 Jahren. Kurz, wir werden da gewissermaßen durch die Weltenuhr aufmerksam auf das Atmen des Makrokosmos, in das wir eingefügt sind. Dieses Kortespondieren mit einer anderen Welt, das sich gerade ausdrückt durch die Bewegungen des Mondes, das ist außerordentlich wichtig. Denn sehen Sie, diese Welt, die da hereinragt, sie ist ja gerade diejenige, in die wir hinüberschlafen, wenn wir mit unserem Ich und unserem astralischen Leibe herausgehen aus unserem physischen und unserem Ätherleib. Es ist nicht so, daß man sagen kann, die Welt, die uns umgibt, die ist nur abstrakt durchdrungen von der astralischen Welt, sondern sie atmet die astralische Welt, und wir können in ihren Atmungsprozeß, das Astralische, hineinschauen durch die Mondbewegung, beziehungsweise dutch die Nutation. Sehen Sie, jetzt haben Sie schon etwas außerordentlich Bedeutsames: Sie haben auf der einen Seite unsere Welt, wie sie gewöhnlich angeschaut wird, dazu den materialistischen Aberglauben, der zum Beispiel dazu sich versteigt, daß man hinaufschaut und meint, die Sonne da oben sei ein Gasball, wie man ihn ja beschrieben findet in den Büchern. Es ist Unsinn. Es ist kein Gasball, sondern es ist weniger als Raum dort (Tafel 7, rechts unten, noch ohne Strahlen), es ist ein Saugekörper dort, weniger als Raum, während gerade ringsherum noch dasjenige ist, was bis zu einem gewissen Grade drückt. So daß wir es mit dem, was von der Sonne kommt, nicht zu tun haben mit irgend etwas, was etwa durch Verbrennen in der Sonne entsteht oder so etwas, sondern es ist alles zurückgestrahlt (die Rückstrahlung wird eingezeichnet), was erst hingestrahlt ist aus dem Weltenall. Da ist es leerer als leer, wo die Sonne ist.

[ 18 ] Sehen Sie, soll man genauer bezeichnen, wie sich da unsere Welt einer anderen Welt öffnet, so muß man sagen: da öffnet sich unsere Welt der astralischen Welt neu. Astralische Ströme fließen ein und aus. Allerdings, sie fließen jährlich ein und aus; aber wir haben es da gewissermaßen mit 18 Atemzügen in der Minute zu tun nach diesen 18 Jahren. Kurz, wir werden da gewissermaßen durch die Weltenuhr aufmerksam auf das Atmen des Makrokosmos, in das wir eingefügt sind. Dieses Kortespondieren mit einer anderen Welt, das sich gerade ausdrückt durch die Bewegungen des Mondes, das ist außerordentlich wichtig. Denn sehen Sie, diese Welt, die da hereinragt, sie ist ja gerade diejenige, in die wir hinüberschlafen, wenn wir mit unserem Ich und unserem astralischen Leibe herausgehen aus unserem physischen und unserem Ätherleib. Es ist nicht so, daß man sagen kann, die Welt, die uns umgibt, die ist nur abstrakt durchdrungen von der astralischen Welt, sondern sie atmet die astralische Welt, und wir können in ihren Atmungsprozeß, das Astralische, hineinschauen durch die Mondbewegung, beziehungsweise dutch die Nutation. Sehen Sie, jetzt haben Sie schon etwas außerordentlich Bedeutsames: Sie haben auf der einen Seite unsere Welt, wie sie gewöhnlich angeschaut wird, dazu den materialistischen Aberglauben, der zum Beispiel dazu sich versteigt, daß man hinaufschaut und meint, die Sonne da oben sei ein Gasball, wie man ihn ja beschrieben findet in den Büchern. Es ist Unsinn. Es ist kein Gasball, sondern es ist weniger als Raum dort (Tafel 7, rechts unten, noch ohne Strahlen), es ist ein Saugekörper dort, weniger als Raum, während gerade ringsherum noch dasjenige ist, was bis zu einem gewissen Grade drückt. So daß wir es mit dem, was von der Sonne kommt, nicht zu tun haben mit irgend etwas, was etwa durch Verbrennen in der Sonne entsteht oder so etwas, sondern es ist alles zurückgestrahlt (die Rückstrahlung wird eingezeichnet), was erst hingestrahlt ist aus dem Weltenall. Da ist es leerer als leer, wo die Sonne ist.

[ 19 ] Aber leerer als leer ist es überall im Weltenall, wo Äther ist. Deshalb wird es den Physikern so schwer, vom Äther zu sprechen, weil sie immer denken, der Äther ist auch Materie, aber dünner: dünner als die gewöhnliche Materie. Auf das Dünnere läßt sich der Materialismus noch ein, sowohl der naturwissenschaftliche Materialismus wie auch der theosophische Materialismus — aufs Dünnere, aufs immer Dünnere läßt er sich noch ein. Dichte Materie, die Äthermaterie ist dünner, die astralische Materie wieder dünner, und dann, nun dann sind da diese mentalischen Materien und was da alles ist immer dünner und dünner. Aufs Dünnere läßt sich dieser theosophische Materialismus ein, gerade wie der naturwissenschaftliche Materialismus, nur daß der eine etwas mehr Nummern aufzählt im Dünnerwerden als der andere. Aber es handelt sich beim Übergang von der gewöhnlichen wägbaren, gewichtigen Materie zum Äther gar nicht darum, daß es dünner wird. Wer da glaubt — ich möchte das Bild noch einmal vor Ihre Seele hinstellen —, daß es sich beim Äther nur um das Dünnerwerden der Materie handelt, der steht auf demselben Boden wie der, der sagt: Ich habe hier eine Schatulle voll Geld, nehme davon weg und nehme davon weg, das Geld wird immer weniger und weniger. Zuletzt wird es Null und man ist am Ende. — Aber nicht wahr, es kann ja noch weniger werden, wenn man Schulden macht. Da wird es weniger als Null. So wird die Materie nicht bloß leerer Raum, sondern sie wird negativ, sie wird weniger als nichts, sie wird saugend. Und der Äther ist saugend. Die Materie ist drückend, der Äther ist saugend. Die Sonne ist ganz ein Ball, der eigentlich saugt. Und überall, wo Äther ist, ist Saugekraft.

[ 19 ] Aber leerer als leer ist es überall im Weltenall, wo Äther ist. Deshalb wird es den Physikern so schwer, vom Äther zu sprechen, weil sie immer denken, der Äther ist auch Materie, aber dünner: dünner als die gewöhnliche Materie. Auf das Dünnere läßt sich der Materialismus noch ein, sowohl der naturwissenschaftliche Materialismus wie auch der theosophische Materialismus — aufs Dünnere, aufs immer Dünnere läßt er sich noch ein. Dichte Materie, die Äthermaterie ist dünner, die astralische Materie wieder dünner, und dann, nun dann sind da diese mentalischen Materien und was da alles ist immer dünner und dünner. Aufs Dünnere läßt sich dieser theosophische Materialismus ein, gerade wie der naturwissenschaftliche Materialismus, nur daß der eine etwas mehr Nummern aufzählt im Dünnerwerden als der andere. Aber es handelt sich beim Übergang von der gewöhnlichen wägbaren, gewichtigen Materie zum Äther gar nicht darum, daß es dünner wird. Wer da glaubt — ich möchte das Bild noch einmal vor Ihre Seele hinstellen —, daß es sich beim Äther nur um das Dünnerwerden der Materie handelt, der steht auf demselben Boden wie der, der sagt: Ich habe hier eine Schatulle voll Geld, nehme davon weg und nehme davon weg, das Geld wird immer weniger und weniger. Zuletzt wird es Null und man ist am Ende. — Aber nicht wahr, es kann ja noch weniger werden, wenn man Schulden macht. Da wird es weniger als Null. So wird die Materie nicht bloß leerer Raum, sondern sie wird negativ, sie wird weniger als nichts, sie wird saugend. Und der Äther ist saugend. Die Materie ist drückend, der Äther ist saugend. Die Sonne ist ganz ein Ball, der eigentlich saugt. Und überall, wo Äther ist, ist Saugekraft.

[ 20 ] Da kommt man hinüber in das andere des dreidimensionalen Raumes, aus dem Drückenden ins Saugende. Dasjenige, was zunächst uns in der Welt umgibt, woraus wir als physischer Mensch und als Äthermensch bestehen, das ist ein Drückendes und ein Saugendes. Auch wir selbst bestehen aus einem Drückenden und Saugenden. Nur sind wir eben gemischt aus Drückendem und Saugendem, während die Sonne bloß Saugendes ist, bloß Äther. Aber dieses Gewoge von Drückendem und Saugendem, von wägbarer Materie und Äther, das ist in lebendiger Organisation. Das atmet fortwährend, indem sich das Atmen ausdrückt durch die Mondbewegungen, durch die Nutation; das atmet fortwährend Astralisches. So daß wir also auch da nun schon gewissermaßen ahnen ein zweites Glied der Welt überhaupt, das eine Glied der Welt drückend und saugend, physisch und ätherisch, und dann ein zweites Glied der Welt: Astralisches. Das ist weder das Eine noch das Andere, sondern das wird ein- und ausgeatmet, und die Nutation kündigt uns das an.

[ 20 ] Da kommt man hinüber in das andere des dreidimensionalen Raumes, aus dem Drückenden ins Saugende. Dasjenige, was zunächst uns in der Welt umgibt, woraus wir als physischer Mensch und als Äthermensch bestehen, das ist ein Drückendes und ein Saugendes. Auch wir selbst bestehen aus einem Drückenden und Saugenden. Nur sind wir eben gemischt aus Drückendem und Saugendem, während die Sonne bloß Saugendes ist, bloß Äther. Aber dieses Gewoge von Drückendem und Saugendem, von wägbarer Materie und Äther, das ist in lebendiger Organisation. Das atmet fortwährend, indem sich das Atmen ausdrückt durch die Mondbewegungen, durch die Nutation; das atmet fortwährend Astralisches. So daß wir also auch da nun schon gewissermaßen ahnen ein zweites Glied der Welt überhaupt, das eine Glied der Welt drückend und saugend, physisch und ätherisch, und dann ein zweites Glied der Welt: Astralisches. Das ist weder das Eine noch das Andere, sondern das wird ein- und ausgeatmet, und die Nutation kündigt uns das an.

[ 21 ] Nun, sehen Sie, es ist uralt, daß man eine gewisse astronomische Tatsache beobachtet hat. Viele tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung war es den Ägyptern bekannt, daß nach 72 Jahren die Fixsterne in ihrer scheinbaren Bewegung der Sonne um einen Tag vorausgeeilt sind. Zunächst sieht es ja so aus, nicht wahr, daß die Fixsterne sich scheinbar drehen, die Sonne sich scheinbar dreht. Aber die Sonne dreht sich wesentlich langsamer als die Fixsterne, und nach 72 Jahren sind die Fixsterne schon ein Stück vorausgeeilt. Deshalb verschiebt sich ja der Frühlingspunkt, weil die Fixsterne vorauseilen. Wenn der Frühlingspunkt weiter und weiter rückt, dann müssen sich ja die Fixsterne gegenüber dem Stand der Sonne verschoben haben. Nun, die Sache ist so, daß nach 72 Jahren tatsächlich die Fixsterne der Sonne um einen Tag voraus sind. So findet man, daß nach 72 Jahren die Sterne Ende des 30. Dezember an einem bestimmten Punkte ankommen, die Sonne kommt erst Ende des 31. Dezember an demselben Punkte an. Sie ist also langsamer gegangen um einen Tag. Nach 25920 Jahren bleibt sie so weit zurück, daß der ganze Umkreis vollendet ist, daß sie wiederum an den Punkt zurückkommt, den wir vorher notiert haben. Nach 72 Jahren also ist die Sonne um einen Tag zurückgeblieben hinter den Fixsternen. Das ist aber eben ungefähr die normale Lebensdauer eines Menschen, das sind die 72 Jahre, die 25920 Tage sind.

[ 21 ] Nun, sehen Sie, es ist uralt, daß man eine gewisse astronomische Tatsache beobachtet hat. Viele tausend Jahre vor unserer Zeitrechnung war es den Ägyptern bekannt, daß nach 72 Jahren die Fixsterne in ihrer scheinbaren Bewegung der Sonne um einen Tag vorausgeeilt sind. Zunächst sieht es ja so aus, nicht wahr, daß die Fixsterne sich scheinbar drehen, die Sonne sich scheinbar dreht. Aber die Sonne dreht sich wesentlich langsamer als die Fixsterne, und nach 72 Jahren sind die Fixsterne schon ein Stück vorausgeeilt. Deshalb verschiebt sich ja der Frühlingspunkt, weil die Fixsterne vorauseilen. Wenn der Frühlingspunkt weiter und weiter rückt, dann müssen sich ja die Fixsterne gegenüber dem Stand der Sonne verschoben haben. Nun, die Sache ist so, daß nach 72 Jahren tatsächlich die Fixsterne der Sonne um einen Tag voraus sind. So findet man, daß nach 72 Jahren die Sterne Ende des 30. Dezember an einem bestimmten Punkte ankommen, die Sonne kommt erst Ende des 31. Dezember an demselben Punkte an. Sie ist also langsamer gegangen um einen Tag. Nach 25920 Jahren bleibt sie so weit zurück, daß der ganze Umkreis vollendet ist, daß sie wiederum an den Punkt zurückkommt, den wir vorher notiert haben. Nach 72 Jahren also ist die Sonne um einen Tag zurückgeblieben hinter den Fixsternen. Das ist aber eben ungefähr die normale Lebensdauer eines Menschen, das sind die 72 Jahre, die 25920 Tage sind.

[ 22 ] Und nehmen wir diese 72 Jahre 360 mal, dann haben wir, eben wenn wir das Menschenleben als einen Tag betrachten und 360 Weltentage annehmen, in denen die Sonne einmal herumgeht, da haben wir dann das Menschenleben als einen Tag des Makrokosmos — der Mensch gleichsam ausgeatmet aus dem Makrokosmos —, das Menschenleben als einen Tag im makrokosmischen Jahr.

[ 22 ] Und nehmen wir diese 72 Jahre 360 mal, dann haben wir, eben wenn wir das Menschenleben als einen Tag betrachten und 360 Weltentage annehmen, in denen die Sonne einmal herumgeht, da haben wir dann das Menschenleben als einen Tag des Makrokosmos — der Mensch gleichsam ausgeatmet aus dem Makrokosmos —, das Menschenleben als einen Tag im makrokosmischen Jahr.

[ 23 ] Auf dieses ganze scheinbare Umlaufen des Frühlingspunktes haben tausende von Jahren vor unserer Zeitrechnung die Ägypter hingewiesen, denn sie haben in der 72jährigen Periode etwas sehr Wichtiges gesehen, und sie haben damit auf dieses makrokosmische Jahr hingedeutet. In diesem Herumgehen des Frühlingspunktes zeigt sich uns wiederum etwas an, was zu tun hat mit Leben und Sterben des Menschen im Weltenall draußen, also Leben und Sterben des Makrokosmos. Das Gesetz des Lebens und Sterbens des Menschen ist etwas, was wir ja verfolgen müssen. Auch dasjenige, was Nutation ist, weist uns ja auf eine andere Welt hin, so wie uns unsere Wahrnehmungswelt auf die Atmungswelt hinweist. Was Sie in der gegenwärtigen Astronomie als Präzession finden, das Vorrücken der Tag- und Nachtgleichen also, in dem finden Sie wiederum etwas wie den Übergang zum vollständigen Schlafen, den Übergang zu einer dritten Welt, die ich nun wiederum als eine andere, hereinragend in diese (Tafel 7, Zeichnung rechts, Mitte, 2. horizontale Schraffur, tot) zeichnen müßte. Drei Welten, die sich gegenseitig durchdringen, gegenseitig auch aufeinander beziehen, die man aber nicht einfach unter dem Gesichtspunkte der Kausalität zusammenfassen darf — drei Welten, das heißt eine dreigliedrige Welt, wie einen dreigliedrigen Menschen. Eine erste Welt, die Welt, die uns umgibt, die wir wahrnehmen; eine zweite Welt, die sich herein ankündigt durch die Bewegungen des Mondes; eine dritte Welt, die sich herein ankündigt durch die Bewegungen des Aufgangspunktes der Sonne, also in gewissem Sinne, müssen wir sagen: dutch den Weg des Sonnenweges. Da sehen wir auf eine dritte Welt hin, die allerdings so unbekannt bleibt, wie die Welt unseres Willens dem gewöhnlichen Bewußtsein unbekannt bleibt.

[ 23 ] Auf dieses ganze scheinbare Umlaufen des Frühlingspunktes haben tausende von Jahren vor unserer Zeitrechnung die Ägypter hingewiesen, denn sie haben in der 72jährigen Periode etwas sehr Wichtiges gesehen, und sie haben damit auf dieses makrokosmische Jahr hingedeutet. In diesem Herumgehen des Frühlingspunktes zeigt sich uns wiederum etwas an, was zu tun hat mit Leben und Sterben des Menschen im Weltenall draußen, also Leben und Sterben des Makrokosmos. Das Gesetz des Lebens und Sterbens des Menschen ist etwas, was wir ja verfolgen müssen. Auch dasjenige, was Nutation ist, weist uns ja auf eine andere Welt hin, so wie uns unsere Wahrnehmungswelt auf die Atmungswelt hinweist. Was Sie in der gegenwärtigen Astronomie als Präzession finden, das Vorrücken der Tag- und Nachtgleichen also, in dem finden Sie wiederum etwas wie den Übergang zum vollständigen Schlafen, den Übergang zu einer dritten Welt, die ich nun wiederum als eine andere, hereinragend in diese (Tafel 7, Zeichnung rechts, Mitte, 2. horizontale Schraffur, tot) zeichnen müßte. Drei Welten, die sich gegenseitig durchdringen, gegenseitig auch aufeinander beziehen, die man aber nicht einfach unter dem Gesichtspunkte der Kausalität zusammenfassen darf — drei Welten, das heißt eine dreigliedrige Welt, wie einen dreigliedrigen Menschen. Eine erste Welt, die Welt, die uns umgibt, die wir wahrnehmen; eine zweite Welt, die sich herein ankündigt durch die Bewegungen des Mondes; eine dritte Welt, die sich herein ankündigt durch die Bewegungen des Aufgangspunktes der Sonne, also in gewissem Sinne, müssen wir sagen: dutch den Weg des Sonnenweges. Da sehen wir auf eine dritte Welt hin, die allerdings so unbekannt bleibt, wie die Welt unseres Willens dem gewöhnlichen Bewußtsein unbekannt bleibt.

[ 24 ] Es handelt sich also darum, daß wir überall solche Entsprechungen suchen, solches Bezogensein des menschlichen Mikrokosmos auf den Makrokosmos. Und wenn im Orient heute noch, allerdings in der Dekadenz, aber früher in der Blüte der alten orientalischen Weisheit, ein Atmungsbewußtsein gesucht wurde, so war es das Bedürfnis, hinüberzuschlüpfen in diese andere Welt, die sich sonst nur ankündigt durch dasjenige, möchte ich sagen, was der Mond in unserer Welt will. Aber man hat auch in anderer Beziehung auf diese innere Gesetzmäßigkeit wohl hinzuweisen gewußt in den Zeiten, in denen es noch eine, in anderer Art, als wir sie suchen müssen, zum Menschen gekommene Urweisheit gab. Im Alten Testamente gebrauchte man bei den Eingeweihten, die diese Dinge wußten, immer ein Bild, das Sie ja auch in einer gewissen Weise — ich habe auch darauf schon einmal früher aufmerksam gemacht — in den Evangelien finden, man brauchte das Bild von dem Mondenlichte im Verhältnis zum Sonnenlichte. Es ist ja so, nicht wahr, daß man das Mondenlicht ansieht als in gewisser Beziehung nur Sonnenlicht zurückstrahlend. (Tafel 8, unten, rot; der kleine Kreis links blau). Jetzt spreche ich im Sinne der Physik — ich werde ja wohl auch davon noch zu sprechen haben, daß diese Ausdrücke sehr wenig genau sind —, wir sprechen im Sinne der Physik, denn sie lag ja auch den Vorstellungen zugrunde, die da waren. Dieses Mondenlicht das galt im Alten Testament als der Repräsentant der Jahve-Kraft. Die Jahve-Kraft stellte man sich vor als zurückgeworfene Kraft, und die Eingeweihten, natürlich nicht die orthodoxen Rabbiner des Alten Testaments, aber die Eingeweihten sagten: Der Messias, der Christus wird kommen, der wird das direkte Sonnenlicht sein, Jahve ist bloß die vorhergehende Reflexion. Das ist dasselbe, aber es ist nicht das direkte Sonnenlicht. — Es ist natürlich, daß jetzt nicht das physische Sonnenlicht gedacht werden darf, sondern das Spirituelle dabei in Betracht kommt.

[ 24 ] Es handelt sich also darum, daß wir überall solche Entsprechungen suchen, solches Bezogensein des menschlichen Mikrokosmos auf den Makrokosmos. Und wenn im Orient heute noch, allerdings in der Dekadenz, aber früher in der Blüte der alten orientalischen Weisheit, ein Atmungsbewußtsein gesucht wurde, so war es das Bedürfnis, hinüberzuschlüpfen in diese andere Welt, die sich sonst nur ankündigt durch dasjenige, möchte ich sagen, was der Mond in unserer Welt will. Aber man hat auch in anderer Beziehung auf diese innere Gesetzmäßigkeit wohl hinzuweisen gewußt in den Zeiten, in denen es noch eine, in anderer Art, als wir sie suchen müssen, zum Menschen gekommene Urweisheit gab. Im Alten Testamente gebrauchte man bei den Eingeweihten, die diese Dinge wußten, immer ein Bild, das Sie ja auch in einer gewissen Weise — ich habe auch darauf schon einmal früher aufmerksam gemacht — in den Evangelien finden, man brauchte das Bild von dem Mondenlichte im Verhältnis zum Sonnenlichte. Es ist ja so, nicht wahr, daß man das Mondenlicht ansieht als in gewisser Beziehung nur Sonnenlicht zurückstrahlend. (Tafel 8, unten, rot; der kleine Kreis links blau). Jetzt spreche ich im Sinne der Physik — ich werde ja wohl auch davon noch zu sprechen haben, daß diese Ausdrücke sehr wenig genau sind —, wir sprechen im Sinne der Physik, denn sie lag ja auch den Vorstellungen zugrunde, die da waren. Dieses Mondenlicht das galt im Alten Testament als der Repräsentant der Jahve-Kraft. Die Jahve-Kraft stellte man sich vor als zurückgeworfene Kraft, und die Eingeweihten, natürlich nicht die orthodoxen Rabbiner des Alten Testaments, aber die Eingeweihten sagten: Der Messias, der Christus wird kommen, der wird das direkte Sonnenlicht sein, Jahve ist bloß die vorhergehende Reflexion. Das ist dasselbe, aber es ist nicht das direkte Sonnenlicht. — Es ist natürlich, daß jetzt nicht das physische Sonnenlicht gedacht werden darf, sondern das Spirituelle dabei in Betracht kommt.

Blackboard DrawingBlackboard Drawing

[ 25 ] Nun trat Christus in der Zeit in die Menschheitsentwickelung ein, und dasjenige trat ein, was früher nur in der Reflexion, nur indirekt in der Jahve-Gestalt da war. Zunächst war daher eine Notwendigkeit vorliegend, den Christus, der in Jesus lebte, nach einer anderen Gesetzmäßigkeit zu denken, als nach der Gesetzmäßigkeit, welche der gewöhnlichen Naturerkenntnis vorliegt. Wenn man aber eine solche Gesetzmäßigkeit nicht gelten läßt, wenn man glaubt, die Welt hänge nur nach Ursachen und Wirkungen zusammen und sei eine kausal zusammenhängende Welt, da ist kein Platz für dasjenige, was der Christus ist. Man muß erst vorbereiten den Platz für den Christus, indem man die drei sich ineinander gliedernden Welten ins Auge faßt. Dann gibt es auch eine Möglichkeit, zu sagen: Wenn auch in der Welt, die unsere Sinne vor sich haben, überall alles nach Ursache und Wirkung so zusammenhängt, wie die Naturwissenschaft es faßt — eine andere Welt durchdringt diese. Da hinein gehört dasjenige, was das Geschehen ist, das sich an das Ereignis von Golgatha anknüpft. Wenn in unserer Zeit immer mehr das Bedürfnis auftauchen wird, Verständnis zu bekommen für diese Dinge, so handelt es sich darum, daß dieses Verständnis eben gesucht werden muß durch eine Anerkenntnis der ineinander sich gliedernden Welten, die aber durchaus von einander verschieden sind. Es handelt sich darum, daß man dreierlei Gesetzmäßigkeiten sucht, nicht eine bloß. Und diese dreierlei Gesetzmäßigkeiten werden wir eben im Menschen zu suchen haben. Aber wenn Sie dies ins Auge fassen, was ich jetzt gesagt habe, dann werden Sie verstehen, daß es sich darum handelt, nicht bloß so, wie es das kopernikanische, galileische Weltensystem macht, aufzuzeichnen irgendwelche Ellipsen (Tafel 7, links unten; rot), die darstellen sollen die Bahnen von Saturn, Jupiter, Mars; von Erde, Venus, Merkur und dann Sonne. Darum kann es sich nicht handeln; sondern es handelt sich darum, die Gesetze, die zunächst da walten, wo die Welt vorliegt, die sich uns durch das sinnlich Wahrnehmbare ausdrückt, daß wir diese durchkreuzt uns denken müssen von anderer Gesetzmäßigkeit, und daß vor allen Dingen unser jetziger Mond in seiner Bewegung etwas darstellt, was nun seinerseits gar nicht zusammenhängt kausal mit dem übrigen Sternensystem. Er gehört nicht dazu wie die anderen Planeten. Er deutet auf eine Welt, die in die unsrige eben hereingeschoben ist. Er deutet auf den Atmungsprozeß unseres Weltensystems, wie die Sonne hindeutet auf das Durchdrungensein von dem Äther.

[ 25 ] Nun trat Christus in der Zeit in die Menschheitsentwickelung ein, und dasjenige trat ein, was früher nur in der Reflexion, nur indirekt in der Jahve-Gestalt da war. Zunächst war daher eine Notwendigkeit vorliegend, den Christus, der in Jesus lebte, nach einer anderen Gesetzmäßigkeit zu denken, als nach der Gesetzmäßigkeit, welche der gewöhnlichen Naturerkenntnis vorliegt. Wenn man aber eine solche Gesetzmäßigkeit nicht gelten läßt, wenn man glaubt, die Welt hänge nur nach Ursachen und Wirkungen zusammen und sei eine kausal zusammenhängende Welt, da ist kein Platz für dasjenige, was der Christus ist. Man muß erst vorbereiten den Platz für den Christus, indem man die drei sich ineinander gliedernden Welten ins Auge faßt. Dann gibt es auch eine Möglichkeit, zu sagen: Wenn auch in der Welt, die unsere Sinne vor sich haben, überall alles nach Ursache und Wirkung so zusammenhängt, wie die Naturwissenschaft es faßt — eine andere Welt durchdringt diese. Da hinein gehört dasjenige, was das Geschehen ist, das sich an das Ereignis von Golgatha anknüpft. Wenn in unserer Zeit immer mehr das Bedürfnis auftauchen wird, Verständnis zu bekommen für diese Dinge, so handelt es sich darum, daß dieses Verständnis eben gesucht werden muß durch eine Anerkenntnis der ineinander sich gliedernden Welten, die aber durchaus von einander verschieden sind. Es handelt sich darum, daß man dreierlei Gesetzmäßigkeiten sucht, nicht eine bloß. Und diese dreierlei Gesetzmäßigkeiten werden wir eben im Menschen zu suchen haben. Aber wenn Sie dies ins Auge fassen, was ich jetzt gesagt habe, dann werden Sie verstehen, daß es sich darum handelt, nicht bloß so, wie es das kopernikanische, galileische Weltensystem macht, aufzuzeichnen irgendwelche Ellipsen (Tafel 7, links unten; rot), die darstellen sollen die Bahnen von Saturn, Jupiter, Mars; von Erde, Venus, Merkur und dann Sonne. Darum kann es sich nicht handeln; sondern es handelt sich darum, die Gesetze, die zunächst da walten, wo die Welt vorliegt, die sich uns durch das sinnlich Wahrnehmbare ausdrückt, daß wir diese durchkreuzt uns denken müssen von anderer Gesetzmäßigkeit, und daß vor allen Dingen unser jetziger Mond in seiner Bewegung etwas darstellt, was nun seinerseits gar nicht zusammenhängt kausal mit dem übrigen Sternensystem. Er gehört nicht dazu wie die anderen Planeten. Er deutet auf eine Welt, die in die unsrige eben hereingeschoben ist. Er deutet auf den Atmungsprozeß unseres Weltensystems, wie die Sonne hindeutet auf das Durchdrungensein von dem Äther.

[ 26 ] Ehe man also Astronomie treibt, sollte man vor allen Dingen sich qualitativ über dasjenige unterrichten, was sich da im Raum bewegt und was im Raum von einander abhängig ist. Denn man sollte sich klar sein, daß man nicht einfach miteinander in Beziehungen bringen darf Sonnenmaterie und irgendeine andere Materie, irgendeine Erdenmaterie. Die Sonnenmaterie ist im Verhältnis zur Erdenmaterie eine saugende, während die Erdenmaterie eine drückende ist. Und die Bewegungen, die sich ausdrücken in der Nutation, sind Bewegungen, die von der Astralität herrühren, nicht von irgend etwas, was durch Newtonsche Prinzipien aufgesucht werden darf. Aber dieser Newtonismus, er ist gerade dasjenige, was uns in so furchtbarer Weise in den Materialismus hineingeschmettert hat, denn er hat zur äußersten Abstraktion gegriffen. Er redet von einer Gravitationsktaft: Die Sonne zieht die Erde an, oder die Erde zieht den Mond an — eine Kraft, eine Anziehungskraft von dem Monde zur Erde hin, oder von der Erde zur Sonne hin, so irgendein unsichtbarer Strick (Tafel 7, rechts oben). Aber bestände bloß diese Anziehungskraft, so wäre ja kein Grund vorhanden, daß sich etwa der Mond um die Erde, oder die Erde um die Sonne dreht, sondern es wäre nur ein Grund vorhanden, daß der Mond auf die Erde herunterfiele — er wäre schon längst heruntergefallen, wenn bloß die Gravitationskraft da wäre — oder die Erde in die Sonne hineinfiele. Das geht also doch nicht, daß man bloß die Gravitation annimmt, um die gedachten oder wirklichen Bewegungen der Himmelskörper zu erklären. Also was tut man? Man sagt so: Nehmen wir an, hier ist ein Planet (dieselbe Tafel, Mitte oben), er möchte eigentlich fortwährend in die Sonne hineinfallen, wenn bloß die Anziehungskraft wäre. Aber es ist ihm eine Kraft, eine Tangentialkraft, ein mächtiger Stoß einmal verliehen worden, und da wirkt hier der Stoß so stark, die Anziehungskraft vielleicht so stark; nun, da bewegt er sich eben nicht so, daß er hereinfällt, sondern er bewegt sich dann in der resultierenden Linie.

[ 26 ] Ehe man also Astronomie treibt, sollte man vor allen Dingen sich qualitativ über dasjenige unterrichten, was sich da im Raum bewegt und was im Raum von einander abhängig ist. Denn man sollte sich klar sein, daß man nicht einfach miteinander in Beziehungen bringen darf Sonnenmaterie und irgendeine andere Materie, irgendeine Erdenmaterie. Die Sonnenmaterie ist im Verhältnis zur Erdenmaterie eine saugende, während die Erdenmaterie eine drückende ist. Und die Bewegungen, die sich ausdrücken in der Nutation, sind Bewegungen, die von der Astralität herrühren, nicht von irgend etwas, was durch Newtonsche Prinzipien aufgesucht werden darf. Aber dieser Newtonismus, er ist gerade dasjenige, was uns in so furchtbarer Weise in den Materialismus hineingeschmettert hat, denn er hat zur äußersten Abstraktion gegriffen. Er redet von einer Gravitationsktaft: Die Sonne zieht die Erde an, oder die Erde zieht den Mond an — eine Kraft, eine Anziehungskraft von dem Monde zur Erde hin, oder von der Erde zur Sonne hin, so irgendein unsichtbarer Strick (Tafel 7, rechts oben). Aber bestände bloß diese Anziehungskraft, so wäre ja kein Grund vorhanden, daß sich etwa der Mond um die Erde, oder die Erde um die Sonne dreht, sondern es wäre nur ein Grund vorhanden, daß der Mond auf die Erde herunterfiele — er wäre schon längst heruntergefallen, wenn bloß die Gravitationskraft da wäre — oder die Erde in die Sonne hineinfiele. Das geht also doch nicht, daß man bloß die Gravitation annimmt, um die gedachten oder wirklichen Bewegungen der Himmelskörper zu erklären. Also was tut man? Man sagt so: Nehmen wir an, hier ist ein Planet (dieselbe Tafel, Mitte oben), er möchte eigentlich fortwährend in die Sonne hineinfallen, wenn bloß die Anziehungskraft wäre. Aber es ist ihm eine Kraft, eine Tangentialkraft, ein mächtiger Stoß einmal verliehen worden, und da wirkt hier der Stoß so stark, die Anziehungskraft vielleicht so stark; nun, da bewegt er sich eben nicht so, daß er hereinfällt, sondern er bewegt sich dann in der resultierenden Linie.

[ 27 ] Sie sehen, dieser Newtonismus hat nötig, daß jeder Planet, überhaupt jeder bewegte Himmelskörper, einen Urstoß erhalten hat. Da muß also immer ein extramundaner Gott da sein, der da stößt, der da die Tangentialkraft gibt. Das ist überall vorausgesetzt. Diese Annahme ist aber in einer Zeit gemacht, wo man gar keine Ahnung mehr hatte, wie man das Geistige mit dem Materiellen in irgendeine Verbindung bringen sollte, wo man beim alleräußersten Anstoß stehen geblieben war. Darinnen spricht sich schon dieses DieMaterie-nicht-Begreifenkönnen des Materialismus aus. Das ist es ja, worauf ich in der letzten Zeit so häufig hingewiesen habe. Er kann daher auch nicht die Bewegungen des Materiellen verstehen, sondern er muß sie ganz anthropomorphistisch erklären, indem er sich den Gott ganz als Mensch denkt und — hups — bekommt der Mond einen Stoß, dann die Erde, dann ziehen sich die an, und dann resultieren aus dem Hups-Stoß und aus der Anziehungskraft die Bewegungen.

[ 27 ] Sie sehen, dieser Newtonismus hat nötig, daß jeder Planet, überhaupt jeder bewegte Himmelskörper, einen Urstoß erhalten hat. Da muß also immer ein extramundaner Gott da sein, der da stößt, der da die Tangentialkraft gibt. Das ist überall vorausgesetzt. Diese Annahme ist aber in einer Zeit gemacht, wo man gar keine Ahnung mehr hatte, wie man das Geistige mit dem Materiellen in irgendeine Verbindung bringen sollte, wo man beim alleräußersten Anstoß stehen geblieben war. Darinnen spricht sich schon dieses DieMaterie-nicht-Begreifenkönnen des Materialismus aus. Das ist es ja, worauf ich in der letzten Zeit so häufig hingewiesen habe. Er kann daher auch nicht die Bewegungen des Materiellen verstehen, sondern er muß sie ganz anthropomorphistisch erklären, indem er sich den Gott ganz als Mensch denkt und — hups — bekommt der Mond einen Stoß, dann die Erde, dann ziehen sich die an, und dann resultieren aus dem Hups-Stoß und aus der Anziehungskraft die Bewegungen.

[ 28 ] In diesen Dingen stehen wir heute darinnen. Aus diesen Dingen heraus konstruieren wir uns unser Weltensystem. Aber zum Begreifen desjenigen, was ist, ist mehr notwendig; dazu ist notwendig, daß man in einer solchen Weise überall die Verbindungen verstehen lernt zwischen dem, was im Menschen lebt und dem, was draußen im Makrokosmos lebt. Denn der Mensch ist ein wirklicher Mikrokosmos im Makrokosmos. Davon dann morgen weiter.

[ 28 ] In diesen Dingen stehen wir heute darinnen. Aus diesen Dingen heraus konstruieren wir uns unser Weltensystem. Aber zum Begreifen desjenigen, was ist, ist mehr notwendig; dazu ist notwendig, daß man in einer solchen Weise überall die Verbindungen verstehen lernt zwischen dem, was im Menschen lebt und dem, was draußen im Makrokosmos lebt. Denn der Mensch ist ein wirklicher Mikrokosmos im Makrokosmos. Davon dann morgen weiter.