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The Spiritual Backgrounds of the Outer World
The Fall of the Spirits of Darkness
GA 201

1 May 1920, Dornach

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Zehnter Vortrag

Zehnter Vortrag

[ 1 ] Die Welt zu verstehen, ohne den Menschen zu verstehen, ist nicht möglich. Das ist dasjenige, was Ihnen als Fazit aus den Betrachtungen, die wir hier gepflogen haben, wohl hervorgehen wird. Aus diesem Grunde möchte ich heute noch einiges beitragen gerade zum Verständnis de s Menschen als solchem. Ausgehen wollen wir dabei von der uns ja vielfach und genügend schon vor die Seele getretenen Verschiedenheit der menschlichen Hauptesorganisation und der Organisation des übrigen, namentlich des Gliedmaßenmenschen. Da möchte ich vor allen Dingen Sie noch einmal daran erinnern, daß ja die Hauptesorganisation, so wie sie uns entgegentritt in dem Leben zwischen der Geburt und dem Tode, die Folge ist all jener Bildungsvorgänge, welche sich zugetragen haben von dem letzten Tode an bis zu der irdischen Verkörperung in diesem Leben. Daraus müssen Sie aber schon schließen, daß alles dasjenige, was an die menschliche Hauptesorganisation gebunden ist, gewissermaßen in seiner Gesetzmäßigkeit nicht denjenigen Regeln und Kräften folgt, an die wir angepaßt sind als irdische Menschen. Wir sind mit derjenigen Körperorganisation, die wir erst in dieser Inkarnation erhalten, an das Erdenleben angepaßt. Wir haben ja auch schon davon gesprochen, wie wir mit dieser Organisation an das Erdenleben angepaßt sind. Wir vollenden einen Kreislauf des Nahrungsaufnehmens und Nahrungsverarbeitens in 24 Stunden. Damit sind wir mit Bezug auf diesen Kreislauf an die Bewegung der Erde in 24 Stunden angepaßt. Gewissermaßen vollzieht sich in uns ein Ähnliches, wie es sich vollzieht in den Vorgängen der Erde im Weltenall. Das Haupt aber bringen wir in seiner Organisation im wesentlichen mit durch unsere Geburt. Daher ist das Haupt zunächst nicht an die irdischen Verhältnisse angepaßt, sondern an die Verhältnisse, die eigentlich außerirdisch sind. Das Haupt ist dadurch in einer ganz besonderen Lage. Ich möchte Ihnen durch einen Vergleich klar machen, in welcher Lage das Haupt des Menschen namentlich während der ersten Lebensepoche ist.

[ 1 ] Die Welt zu verstehen, ohne den Menschen zu verstehen, ist nicht möglich. Das ist dasjenige, was Ihnen als Fazit aus den Betrachtungen, die wir hier gepflogen haben, wohl hervorgehen wird. Aus diesem Grunde möchte ich heute noch einiges beitragen gerade zum Verständnis de s Menschen als solchem. Ausgehen wollen wir dabei von der uns ja vielfach und genügend schon vor die Seele getretenen Verschiedenheit der menschlichen Hauptesorganisation und der Organisation des übrigen, namentlich des Gliedmaßenmenschen. Da möchte ich vor allen Dingen Sie noch einmal daran erinnern, daß ja die Hauptesorganisation, so wie sie uns entgegentritt in dem Leben zwischen der Geburt und dem Tode, die Folge ist all jener Bildungsvorgänge, welche sich zugetragen haben von dem letzten Tode an bis zu der irdischen Verkörperung in diesem Leben. Daraus müssen Sie aber schon schließen, daß alles dasjenige, was an die menschliche Hauptesorganisation gebunden ist, gewissermaßen in seiner Gesetzmäßigkeit nicht denjenigen Regeln und Kräften folgt, an die wir angepaßt sind als irdische Menschen. Wir sind mit derjenigen Körperorganisation, die wir erst in dieser Inkarnation erhalten, an das Erdenleben angepaßt. Wir haben ja auch schon davon gesprochen, wie wir mit dieser Organisation an das Erdenleben angepaßt sind. Wir vollenden einen Kreislauf des Nahrungsaufnehmens und Nahrungsverarbeitens in 24 Stunden. Damit sind wir mit Bezug auf diesen Kreislauf an die Bewegung der Erde in 24 Stunden angepaßt. Gewissermaßen vollzieht sich in uns ein Ähnliches, wie es sich vollzieht in den Vorgängen der Erde im Weltenall. Das Haupt aber bringen wir in seiner Organisation im wesentlichen mit durch unsere Geburt. Daher ist das Haupt zunächst nicht an die irdischen Verhältnisse angepaßt, sondern an die Verhältnisse, die eigentlich außerirdisch sind. Das Haupt ist dadurch in einer ganz besonderen Lage. Ich möchte Ihnen durch einen Vergleich klar machen, in welcher Lage das Haupt des Menschen namentlich während der ersten Lebensepoche ist.

[ 2 ] Denken Sie sich einmal, Sie seien auf einem Schiff. Das Schiff macht die mannigfaltigsten Bewegungen. Diese Bewegungen gehen nach den verschiedensten Himmelsrichtungen. Wenn Sie auf dem Schiffe einen Kompaß haben, eine Magnetnadel, so folgt die Stellung der Magnetnadel nicht den Bewegungen des Schiffes, sondern weist immer nach dem magnetischen Nordpol hin. Sie schließt sich aus von einer Teilnahme an den Bewegungen des Schiffes. Man kann ja geradezu die Bewegungen des Schiffes regeln nach der konstanten Stellung der Magnetnadel. Nun aber ist es in einer gewissen Beziehung ähnlich mit dem menschlichen Haupte. Der Mensch verrichtet das Verschiedenste mit seinem übrigen Organismus hier in der physischen Welt. Das Haupt nimmt in einer gewissen Weise nicht teil an dem, was der Mensch verrichtet im irdischen Leben. Es ist immer hinorganisiert zunächst mit seinen ihm eingeborenen Kräften nach dem Außerirdischen. Das ist sehr wichtig, daß wir in der menschlichen Hauptesorganisation eigentlich etwas vorliegend haben, was nach dem Außerirdischen hin organisiert ist. Aber es ist immer trotzdem eine Wechselwirkung vorhanden zwischen der Hauptesorganisation und der Organisation des übrigen Menschen. Nur vollzieht sich diese Wechselwirkung im Laufe der Zeit, die da verfließt zwischen der Geburt und dem Tode. Unser Haupt ist zunächst so, wie wir es erhalten aus den überirdischen Welten heraus durch die Geburt in diese Welt herein, für das Vorstellungsleben organisiert. Es ist gewissermaßen ganz so gebildet, daß das Vorstellungsleben sich dieses Hauptes als seines Werkzeuges bedienen kann. Würde das Haupt sich nur auf Grundlage der Kräfte, die es mitbekommt aus den überirdischen Welten, entwickeln, so würde es sich nur als Vorstellungsorgan bilden. Dann würden wir den Zusammenhang mit der Welt durch unsere Hauptesorganisation allmählich ganz verlieren. Wir würden gewissermaßen durch das irdische Dasein mit dem Bewußtsein dahingehen, daß wir durch unser Haupt nur Vorstellungen, das heißt nur Bilder von dem irdischen Leben entwickeln. Wir würden immer mehr und mehr das Bewußtsein davon erhalten, daß wir herausragen gewissermaßen aus unserer Organisation, die mit dem Erdenwesen zusammenhängt, daß wir herausragen mit unserem Haupte aus dieser Erdenorganisation, wie wenn wir durch dieses Haupt fremde, erdenfremde Wesen wären, die nur in Bildern dasjenige entwickeln, was mit dem Erdenleben zusammenhängt.

[ 2 ] Denken Sie sich einmal, Sie seien auf einem Schiff. Das Schiff macht die mannigfaltigsten Bewegungen. Diese Bewegungen gehen nach den verschiedensten Himmelsrichtungen. Wenn Sie auf dem Schiffe einen Kompaß haben, eine Magnetnadel, so folgt die Stellung der Magnetnadel nicht den Bewegungen des Schiffes, sondern weist immer nach dem magnetischen Nordpol hin. Sie schließt sich aus von einer Teilnahme an den Bewegungen des Schiffes. Man kann ja geradezu die Bewegungen des Schiffes regeln nach der konstanten Stellung der Magnetnadel. Nun aber ist es in einer gewissen Beziehung ähnlich mit dem menschlichen Haupte. Der Mensch verrichtet das Verschiedenste mit seinem übrigen Organismus hier in der physischen Welt. Das Haupt nimmt in einer gewissen Weise nicht teil an dem, was der Mensch verrichtet im irdischen Leben. Es ist immer hinorganisiert zunächst mit seinen ihm eingeborenen Kräften nach dem Außerirdischen. Das ist sehr wichtig, daß wir in der menschlichen Hauptesorganisation eigentlich etwas vorliegend haben, was nach dem Außerirdischen hin organisiert ist. Aber es ist immer trotzdem eine Wechselwirkung vorhanden zwischen der Hauptesorganisation und der Organisation des übrigen Menschen. Nur vollzieht sich diese Wechselwirkung im Laufe der Zeit, die da verfließt zwischen der Geburt und dem Tode. Unser Haupt ist zunächst so, wie wir es erhalten aus den überirdischen Welten heraus durch die Geburt in diese Welt herein, für das Vorstellungsleben organisiert. Es ist gewissermaßen ganz so gebildet, daß das Vorstellungsleben sich dieses Hauptes als seines Werkzeuges bedienen kann. Würde das Haupt sich nur auf Grundlage der Kräfte, die es mitbekommt aus den überirdischen Welten, entwickeln, so würde es sich nur als Vorstellungsorgan bilden. Dann würden wir den Zusammenhang mit der Welt durch unsere Hauptesorganisation allmählich ganz verlieren. Wir würden gewissermaßen durch das irdische Dasein mit dem Bewußtsein dahingehen, daß wir durch unser Haupt nur Vorstellungen, das heißt nur Bilder von dem irdischen Leben entwickeln. Wir würden immer mehr und mehr das Bewußtsein davon erhalten, daß wir herausragen gewissermaßen aus unserer Organisation, die mit dem Erdenwesen zusammenhängt, daß wir herausragen mit unserem Haupte aus dieser Erdenorganisation, wie wenn wir durch dieses Haupt fremde, erdenfremde Wesen wären, die nur in Bildern dasjenige entwickeln, was mit dem Erdenleben zusammenhängt.

[ 3 ] Das ist nicht der Fall. Es ist aus dem Grunde nicht der Fall, weil der übrige Organismus seine Kräfte ins Haupt hineinsendet. Und wenn wir fragen nach der Qualität der Kräfte, die von Kindheit an immer mehr und mehr von dem übrigen Organismus in das Haupt hineingeleitet werden, so müssen wir, indem wir diese Kräfte seelisch charakterisieren, sie namentlich in den Willenskräften suchen. Der übrige Organismus durchtränkt fortwährend das Vorstellungsmäßige unseres Hauptes mit den Willenskräften. So daß wir schematisch etwa sagen können: Das Haupt bekommen wir als Ergebnis der vorigen Inkarnation, als Vorstellungsträger (Tafel 18, links); aber die Willenskräfte werden von der übrigen Organisation hineingesendet. Das, was ich Ihnen hier gesagt habe, spielt sich ja nicht nur im Seelenleben ab, sondern es zeigt seine Wirkungen auch im Körperleben. Wir werden, indem wir Hauptesmenschen sind, in diese irdische Welt hereingeboren als Vorstellungswesen. Die Vorstellungskräfte sind, indem wir hereingeboren werden in das irdische Leben, noch sehr mächtig. Sie strahlen vom Haupte aus auf unsern ganzen übrigen Organismus. Und diese Vorstellungskräfte sind es, welche in den ersten sieben Lebensjahren allmählich machen, daß aus unserem übrigen Organismus heraus die Kräfte wirken, die im zweiten Zahnen sich geltend machen; ganz dieselben Kräfte, die eigentlich das Vorstellungsleben bei uns konsolidieren, das ja noch nicht konsolidiert ist, bevor wir uns anschicken, die zweiten Zähne zu bekommen, ganz dieselben Kräfte sind es, die uns auch zu den Zähnen bringen. So daß, wenn wir die Zähne haben, diese Kräfte frei werden. Dann können sie sich für das Vorstellungsleben geltend machen, dann können sie die Vorstellungen formen, sie können das Gedächtnis in der entsprechenden Weise ausbilden, es können in uns die scharf konturierten Vorstellungen Platz greifen. Solange wir dieselben Kräfte brauchen, um unsere Zähne auszubilden, so lange können sie sich nicht als richtige, das Vorstellungsleben konsolidierende Kräfte geltend machen.

[ 3 ] Das ist nicht der Fall. Es ist aus dem Grunde nicht der Fall, weil der übrige Organismus seine Kräfte ins Haupt hineinsendet. Und wenn wir fragen nach der Qualität der Kräfte, die von Kindheit an immer mehr und mehr von dem übrigen Organismus in das Haupt hineingeleitet werden, so müssen wir, indem wir diese Kräfte seelisch charakterisieren, sie namentlich in den Willenskräften suchen. Der übrige Organismus durchtränkt fortwährend das Vorstellungsmäßige unseres Hauptes mit den Willenskräften. So daß wir schematisch etwa sagen können: Das Haupt bekommen wir als Ergebnis der vorigen Inkarnation, als Vorstellungsträger (Tafel 18, links); aber die Willenskräfte werden von der übrigen Organisation hineingesendet. Das, was ich Ihnen hier gesagt habe, spielt sich ja nicht nur im Seelenleben ab, sondern es zeigt seine Wirkungen auch im Körperleben. Wir werden, indem wir Hauptesmenschen sind, in diese irdische Welt hereingeboren als Vorstellungswesen. Die Vorstellungskräfte sind, indem wir hereingeboren werden in das irdische Leben, noch sehr mächtig. Sie strahlen vom Haupte aus auf unsern ganzen übrigen Organismus. Und diese Vorstellungskräfte sind es, welche in den ersten sieben Lebensjahren allmählich machen, daß aus unserem übrigen Organismus heraus die Kräfte wirken, die im zweiten Zahnen sich geltend machen; ganz dieselben Kräfte, die eigentlich das Vorstellungsleben bei uns konsolidieren, das ja noch nicht konsolidiert ist, bevor wir uns anschicken, die zweiten Zähne zu bekommen, ganz dieselben Kräfte sind es, die uns auch zu den Zähnen bringen. So daß, wenn wir die Zähne haben, diese Kräfte frei werden. Dann können sie sich für das Vorstellungsleben geltend machen, dann können sie die Vorstellungen formen, sie können das Gedächtnis in der entsprechenden Weise ausbilden, es können in uns die scharf konturierten Vorstellungen Platz greifen. Solange wir dieselben Kräfte brauchen, um unsere Zähne auszubilden, so lange können sie sich nicht als richtige, das Vorstellungsleben konsolidierende Kräfte geltend machen.

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[ 4 ] Nun würde beginnen oder würde sich besonders zeigen müssen, wenn wir über das siebente, achte Lebensjahr hinauswachsen, wie der Wille, der wesentlich an den anderen Menschen, nicht an den Hauptesmenschen gebunden ist, ins Haupt hineinschießen würde. Das würde aber nicht ohne weiteres gehen. Denn unser Haupt, das eigentlich organisiert ist auf das Außerirdische, würde jene starken Kräfte, die von unserem Stoffwechsel aus als Willensträger in das Haupt hineinschießen wollen, nicht ohne weiteres aufnehmen können. Diese Kräfte müssen sich zuerst stauen (der untere Bogen wird gezeichnet). Diese Kräfte müssen zuerst haltmachen, bevor sie genügend filtriert, genügend verdünnt, verseelt sind, um im Haupte sich geltend machen zu können. Und diese Etappe machen diese Kräfte durch am Ende des zweiten Lebensjahrsiebents, wenn sich die Kräfte des Willens in der Kehlkopforganisation stauen, wenn sie so in dem Menschen aufschießen, daß sie sich sogar in der männlichen Organisation — in der weiblichen zeigt sich das etwas anders — in der Umwandelung der Stimme geltend machen. Das sind die Willenskräfte, die, bevor sie zum Haupte schießen, Halt machen, so daß wir sagen: am Ende unseres zweiten Lebensjahrsiebents stauen sich die Willenskräfte in unserer Sprachorganisation. Dann sind sie genügend filtriert, genügend verseelt, um nun sich in unserer Hauptesorganisation geltend machen zu können. Dann sind wir so weit, wenn wir geschlechtsreif geworden sind und auch dasjenige haben, was der Geschlechtsreife parallel geht, die Umwandelung des Sprechens, dann sind wir so weit, daß durch unser Haupt zusammenwirken können in unserem irdischen Menschen Vorstellung und Wille.

[ 4 ] Nun würde beginnen oder würde sich besonders zeigen müssen, wenn wir über das siebente, achte Lebensjahr hinauswachsen, wie der Wille, der wesentlich an den anderen Menschen, nicht an den Hauptesmenschen gebunden ist, ins Haupt hineinschießen würde. Das würde aber nicht ohne weiteres gehen. Denn unser Haupt, das eigentlich organisiert ist auf das Außerirdische, würde jene starken Kräfte, die von unserem Stoffwechsel aus als Willensträger in das Haupt hineinschießen wollen, nicht ohne weiteres aufnehmen können. Diese Kräfte müssen sich zuerst stauen (der untere Bogen wird gezeichnet). Diese Kräfte müssen zuerst haltmachen, bevor sie genügend filtriert, genügend verdünnt, verseelt sind, um im Haupte sich geltend machen zu können. Und diese Etappe machen diese Kräfte durch am Ende des zweiten Lebensjahrsiebents, wenn sich die Kräfte des Willens in der Kehlkopforganisation stauen, wenn sie so in dem Menschen aufschießen, daß sie sich sogar in der männlichen Organisation — in der weiblichen zeigt sich das etwas anders — in der Umwandelung der Stimme geltend machen. Das sind die Willenskräfte, die, bevor sie zum Haupte schießen, Halt machen, so daß wir sagen: am Ende unseres zweiten Lebensjahrsiebents stauen sich die Willenskräfte in unserer Sprachorganisation. Dann sind sie genügend filtriert, genügend verseelt, um nun sich in unserer Hauptesorganisation geltend machen zu können. Dann sind wir so weit, wenn wir geschlechtsreif geworden sind und auch dasjenige haben, was der Geschlechtsreife parallel geht, die Umwandelung des Sprechens, dann sind wir so weit, daß durch unser Haupt zusammenwirken können in unserem irdischen Menschen Vorstellung und Wille.

[ 5 ] Sehen Sie, hier haben Sie ein Beispiel, wie wir mit unserer Geisteswissenschaft konkret auf die Ereignisse hindeuten. Nehmen Sie die abstrakten Philosophien, die sich in der Neuzeit geltend gemacht haben, zum Beispiel Schopenhauers «Die Welt als Wille und Vorstellung» — im Abstrakten sind sie steckengeblieben. Schopenhauer bemüht sich, auf der einen Seite die Welt in ihrem Vorstellungscharakter, auf der anderen Seite im Willenscharakter zu charakterisieren; allein er bleibt im Abstrakten stecken, ebenso Eduard von Hartmann. Die Leute bleiben alle im Abstrakten stecken. Das Konkrete ist, daß wir einsehen, wie sich in diesem Weltensystem des menschlichen Hauptes durch diese zwei Etappen, das erste Lebensjahrsiebent und das zweite Lebensjahrsiebent, auf ganz bestimmte, differenzierte Art, Vorstellung und Wille zusammenfinden. Das Wesentliche ist, daß man hindeuten kann auf das Geistig-Seelische, wie es sich in der äußeren physischen Welt kundgibt, offenbart. Und so sehen Sie auch, wie ineinanderwirken die Kräfte des Hauptes, die nach dem Leibe hinschießen, im Leibe sich in der Zahnbildung offenbaren, und die Kräfte des Leibes, die nach dem Haupte hinschießen und sich vorbereiten, richtiger Seelenwille zu werden, indem sie zunächst bei der Sprachbildung haltmachen und dann erst nach dem Haupte hinschießen.

[ 5 ] Sehen Sie, hier haben Sie ein Beispiel, wie wir mit unserer Geisteswissenschaft konkret auf die Ereignisse hindeuten. Nehmen Sie die abstrakten Philosophien, die sich in der Neuzeit geltend gemacht haben, zum Beispiel Schopenhauers «Die Welt als Wille und Vorstellung» — im Abstrakten sind sie steckengeblieben. Schopenhauer bemüht sich, auf der einen Seite die Welt in ihrem Vorstellungscharakter, auf der anderen Seite im Willenscharakter zu charakterisieren; allein er bleibt im Abstrakten stecken, ebenso Eduard von Hartmann. Die Leute bleiben alle im Abstrakten stecken. Das Konkrete ist, daß wir einsehen, wie sich in diesem Weltensystem des menschlichen Hauptes durch diese zwei Etappen, das erste Lebensjahrsiebent und das zweite Lebensjahrsiebent, auf ganz bestimmte, differenzierte Art, Vorstellung und Wille zusammenfinden. Das Wesentliche ist, daß man hindeuten kann auf das Geistig-Seelische, wie es sich in der äußeren physischen Welt kundgibt, offenbart. Und so sehen Sie auch, wie ineinanderwirken die Kräfte des Hauptes, die nach dem Leibe hinschießen, im Leibe sich in der Zahnbildung offenbaren, und die Kräfte des Leibes, die nach dem Haupte hinschießen und sich vorbereiten, richtiger Seelenwille zu werden, indem sie zunächst bei der Sprachbildung haltmachen und dann erst nach dem Haupte hinschießen.

[ 6 ] So muß man den Menschen verstehen in seinem Bildungsprozeß. So muß man hinschauen können auf das, was sich eigentlich mit dem Menschen vollzieht. Ich sagte, das Haupt des Menschen, es ist gar nicht auf dasjenige hinorganisiert, was im Menschen angepaßt ist an. die irdischen Verhältnisse. So wenig wie die Magnetnadel des Kompasses hinorganisiert ist auf die Bewegungen des Schiffes, sondern sich von ihnen ausschließt, so schließt sich das menschliche Haupt aus von der Anpassung an die irdischen Verhältnisse. Hier haben Sie dasjenige, was allmählich führt zum physiologischen Begreifen der Freiheit. Da haben Sie die Physiologie für das, was ich in meiner «Philosophie der Freiheit» ausgeführt habe, daß man die Freiheit nur begreifen kann, wenn man sie erfaßt in dem sinnlichkeitsfreien Denken, das heißt in den Prozessen, die sich abspielen im Menschen, wenn er dutch seinen Willen das reine Denken dirigiert und nach bestimmten Richtungen hin orientiert.

[ 6 ] So muß man den Menschen verstehen in seinem Bildungsprozeß. So muß man hinschauen können auf das, was sich eigentlich mit dem Menschen vollzieht. Ich sagte, das Haupt des Menschen, es ist gar nicht auf dasjenige hinorganisiert, was im Menschen angepaßt ist an. die irdischen Verhältnisse. So wenig wie die Magnetnadel des Kompasses hinorganisiert ist auf die Bewegungen des Schiffes, sondern sich von ihnen ausschließt, so schließt sich das menschliche Haupt aus von der Anpassung an die irdischen Verhältnisse. Hier haben Sie dasjenige, was allmählich führt zum physiologischen Begreifen der Freiheit. Da haben Sie die Physiologie für das, was ich in meiner «Philosophie der Freiheit» ausgeführt habe, daß man die Freiheit nur begreifen kann, wenn man sie erfaßt in dem sinnlichkeitsfreien Denken, das heißt in den Prozessen, die sich abspielen im Menschen, wenn er dutch seinen Willen das reine Denken dirigiert und nach bestimmten Richtungen hin orientiert.

[ 7 ] Sie sehen, wie man allmählich dazu kommen kann, die Wechselbeziehung des Geistig-Seelischen und des Physisch-Leiblichen wirklich zu studieren, und wie so etwas wie der sprachbildende Prozeß eigentlich nur verstanden werden kann, wenn man ihn auffaßt als das Ergebnis dieser zwei Quellen, von denen aus das Menschenwesen gespeist wird, jener Quellen, welche liegen im Hauptesmenschen auf der einen Seite und im Gliedmaßenmenschen auf der anderen Seite.

[ 7 ] Sie sehen, wie man allmählich dazu kommen kann, die Wechselbeziehung des Geistig-Seelischen und des Physisch-Leiblichen wirklich zu studieren, und wie so etwas wie der sprachbildende Prozeß eigentlich nur verstanden werden kann, wenn man ihn auffaßt als das Ergebnis dieser zwei Quellen, von denen aus das Menschenwesen gespeist wird, jener Quellen, welche liegen im Hauptesmenschen auf der einen Seite und im Gliedmaßenmenschen auf der anderen Seite.

[ 8 ] Und jetzt werden Sie auch noch tiefer einsehen, wie unmöglich es ist davon zu sprechen, daß vom Gehirn aus irgendwelche Willensvermittelungen durch motorische Nerven gehen. Das Gehirn bekommt ja erst seine vollen Willensmächte von der übrigen Organisation aus. Natürlich dürfen Sie sich die Sache nicht schematisch vorstellen, denn der Prozeß, der sich dann insbesondere in dem Sprachbildungsprozesse als in seiner Stauung zeigt, der bereitet sich natürlich früher vor; es ist etwas, was durch das ganze Leben geht, was sich nur an seinen allercharakteristischsten Merkmalen in den besonderen Übergangszeiten zeigt. So müssen wir uns klar werden darüber, wie der Mensch in der Tat angepaßt ist sowohl dem irdischen Leben wie einem außerirdischen Leben.

[ 8 ] Und jetzt werden Sie auch noch tiefer einsehen, wie unmöglich es ist davon zu sprechen, daß vom Gehirn aus irgendwelche Willensvermittelungen durch motorische Nerven gehen. Das Gehirn bekommt ja erst seine vollen Willensmächte von der übrigen Organisation aus. Natürlich dürfen Sie sich die Sache nicht schematisch vorstellen, denn der Prozeß, der sich dann insbesondere in dem Sprachbildungsprozesse als in seiner Stauung zeigt, der bereitet sich natürlich früher vor; es ist etwas, was durch das ganze Leben geht, was sich nur an seinen allercharakteristischsten Merkmalen in den besonderen Übergangszeiten zeigt. So müssen wir uns klar werden darüber, wie der Mensch in der Tat angepaßt ist sowohl dem irdischen Leben wie einem außerirdischen Leben.

[ 9 ] Dem irdischen Leben ist er so angepaßt, daß er gewisse Prozesse, die das Tier zu Ende führt, daß er diese nicht zu Ende führt in seiner rein natürlichen Organisation. Das Tier wird gewissermaßen für alle seine Funktionen fertig geboren. Der Mensch muß diese Funktionen selber erst durch seine Erziehung und so weiter geleitet erhalten. Das, was da im Menschen vorgeht, ist im Grunde genommen nur ein äußerer Ausdruck für etwas, was auch organisch im Menschen vor sich geht. Wenn man den Stoffwechsel des Tieres richtig geisteswissenschaftlich studiert, so sieht man, daß dieser Stoffwechsel des Tieres weiter getrieben ist als der Stoffwechsel des Menschen. Der Stoffwechsel des Menschen muß ja auf einer früheren Etappe aufgehalten werden als der Stoffwechsel des Tieres. Dasjenige, was im Tiere, wenn ich es schematisch aufzeichnen soll (Tafel 19, links oben, der starke horizontale Strich mit dem kugeligen Ende), bis zu einer gewissen Stufe getrieben wird, das muß beim Menschen auf einer früheren Stufe stehenbleiben. Der Mensch darf, wenn ich mich trivial ausdrücken soll, nicht soweit verdauen wie das Tier. Der Mensch muß früher stehenbleiben im Verdauungsprozesse als das Tier. Dadurch erhält er, durch die stehengebliebene Verdauung, diejenigen Kräfte, die nun die physischen Träger werden für dasjenige, was er durch den Willen hinaufschickt in das Haupt.

[ 9 ] Dem irdischen Leben ist er so angepaßt, daß er gewisse Prozesse, die das Tier zu Ende führt, daß er diese nicht zu Ende führt in seiner rein natürlichen Organisation. Das Tier wird gewissermaßen für alle seine Funktionen fertig geboren. Der Mensch muß diese Funktionen selber erst durch seine Erziehung und so weiter geleitet erhalten. Das, was da im Menschen vorgeht, ist im Grunde genommen nur ein äußerer Ausdruck für etwas, was auch organisch im Menschen vor sich geht. Wenn man den Stoffwechsel des Tieres richtig geisteswissenschaftlich studiert, so sieht man, daß dieser Stoffwechsel des Tieres weiter getrieben ist als der Stoffwechsel des Menschen. Der Stoffwechsel des Menschen muß ja auf einer früheren Etappe aufgehalten werden als der Stoffwechsel des Tieres. Dasjenige, was im Tiere, wenn ich es schematisch aufzeichnen soll (Tafel 19, links oben, der starke horizontale Strich mit dem kugeligen Ende), bis zu einer gewissen Stufe getrieben wird, das muß beim Menschen auf einer früheren Stufe stehenbleiben. Der Mensch darf, wenn ich mich trivial ausdrücken soll, nicht soweit verdauen wie das Tier. Der Mensch muß früher stehenbleiben im Verdauungsprozesse als das Tier. Dadurch erhält er, durch die stehengebliebene Verdauung, diejenigen Kräfte, die nun die physischen Träger werden für dasjenige, was er durch den Willen hinaufschickt in das Haupt.

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[ 10 ] Sie sehen, kompliziert ist diese Menschennatur. Und wenn wir uns der Unbequemlichkeit nicht hingeben wollen, die Komplikationen dieser Menschennatur wirklich zu studieren, so bekommen wir eine Naturwissenschaft des Menschen heraus, wie wir sie eben heute in der äußeren Wissenschaft haben. Wir bekommen nicht dasjenige heraus, was das Wesen des Menschen wirklich findet. Dieses Wesen des Menschen wird nur enthüllt werden können, wenn Geisteswissenschaft die Naturwissenschaft wird durchleuchten dürfen. Wenn das aber so im Menschen ist, wie ich Ihnen jetzt gesagt habe, wenn jenes Verhältnis besteht zwischen dem Menschen und der außermenschlichen Welt, auf das wir in diesen Betrachtungen hingedeutet haben, dann werden Sie auch einsehen, daß diese außermenschliche Welt für den Menschen nur da sein kann, wenn sie mit ihm, mit seiner Organisation gewisse Ähnlichkeit hat. Mit anderen Worten: Wir sind als Gliedmaßenmensch angepaßt an die irdischen Verhältnisse; wir heben uns, wie der Schiffskompaß auf dem Schiff, durch unsere Hauptesorganisation aus den irdischen Verhältnissen heraus. So etwas muß auch stattfinden in der außermenschlichen Welt. Da muß auch zum Beispiel in den Planetenbewegungen etwas da sein, was der Anpassung der menschlichen Gliedmaßennatur an das Irdische entspricht. Und etwas muß sich herausheben, etwas muß nicht dazugehören.

[ 10 ] Sie sehen, kompliziert ist diese Menschennatur. Und wenn wir uns der Unbequemlichkeit nicht hingeben wollen, die Komplikationen dieser Menschennatur wirklich zu studieren, so bekommen wir eine Naturwissenschaft des Menschen heraus, wie wir sie eben heute in der äußeren Wissenschaft haben. Wir bekommen nicht dasjenige heraus, was das Wesen des Menschen wirklich findet. Dieses Wesen des Menschen wird nur enthüllt werden können, wenn Geisteswissenschaft die Naturwissenschaft wird durchleuchten dürfen. Wenn das aber so im Menschen ist, wie ich Ihnen jetzt gesagt habe, wenn jenes Verhältnis besteht zwischen dem Menschen und der außermenschlichen Welt, auf das wir in diesen Betrachtungen hingedeutet haben, dann werden Sie auch einsehen, daß diese außermenschliche Welt für den Menschen nur da sein kann, wenn sie mit ihm, mit seiner Organisation gewisse Ähnlichkeit hat. Mit anderen Worten: Wir sind als Gliedmaßenmensch angepaßt an die irdischen Verhältnisse; wir heben uns, wie der Schiffskompaß auf dem Schiff, durch unsere Hauptesorganisation aus den irdischen Verhältnissen heraus. So etwas muß auch stattfinden in der außermenschlichen Welt. Da muß auch zum Beispiel in den Planetenbewegungen etwas da sein, was der Anpassung der menschlichen Gliedmaßennatur an das Irdische entspricht. Und etwas muß sich herausheben, etwas muß nicht dazugehören.

[ 11 ] Die heutige Naturwissenschaft, wie betrachtet sie denn den Menschen? Sie betrachtet ihn so, wie wenn er keinen Kopf hätte. Selbstverständlich studiert sie auch den Kopf; aber wie studiert sie den Kopf? Als ob er eben nur eine Art Anhängsel an die übrige Organisation wäre. Alles, was die Naturwissenschaft aufbringt, um den Menschen zu begreifen, ist nämlich nur dazu geeignet, das Außerkopfliche des Menschen zu verstehen, nicht aber das menschliche Haupt. Das muß aus der geistigen Welt heraus verstanden werden.

[ 11 ] Die heutige Naturwissenschaft, wie betrachtet sie denn den Menschen? Sie betrachtet ihn so, wie wenn er keinen Kopf hätte. Selbstverständlich studiert sie auch den Kopf; aber wie studiert sie den Kopf? Als ob er eben nur eine Art Anhängsel an die übrige Organisation wäre. Alles, was die Naturwissenschaft aufbringt, um den Menschen zu begreifen, ist nämlich nur dazu geeignet, das Außerkopfliche des Menschen zu verstehen, nicht aber das menschliche Haupt. Das muß aus der geistigen Welt heraus verstanden werden.

[ 12 ] Ich hätte ja auch folgenden Vergleich gebrauchen können. Ich hätte auch sagen können — und ich habe schon in diesen Tagen darauf hingewiesen —, das menschliche Haupt sitzt auf dem übrigen Organismus, wie Sie in einem Eisenbahnzug drinnen. Für sich nehmen Sie nicht teil an den Bewegungen des Eisenbahnzuges. Sie halten sich in Ruhe, lassen sich von dem Eisenbahnzug bewegen. So ist der menschliche Kopf der Bequemling. Er betrachtet den übrigen Organismus, der sich an die Außenwelt anpaßt, wie seine Kutsche. Er läßt sich von ihm tragen. Er selbst ist hinorganisiert auf eine ganz andere Welt. So aber muß es auch in der Außenwelt sein. Wenn wir also eine Naturgeschichte des Menschen bilden, wie wir sie heute haben, so redet diese Naturgeschichte des Menschen eigentlich nur von dem außerkopflichen Menschen. Daher begreift sie die wirkliche Wesenheit des Menschen nicht. Aber wenn wir eine Astronomie bilden auf Grund derselben Prinzipien, dann entspricht diese Astronomie auch nicht der ganzen außermenschlichen Welt, sondern nur einem gewissen Teile; den anderen Teil, der sich entzieht diesem Prinzip, den betrachtet man dabei nicht. Das war ja insbesondere die Force der Naturwissenschaft seit den letzten drei bis vier Jahrhunderten, daß sie Bewegungen des Weltenalls ausgebildet hat, die von einem gewissen Inhalte dieses Weltenalls absehen, so wie die übrige Naturwissenschaft absieht von dem menschlichen Kopfe. Daher bekommt diese Astronomie Bewegungsformen heraus wie diese: Die Erde dreht sich in einer Ellipse um die Sonne und dergleichen —, die gerade so richtig sind für die Welt, wie die Naturwissenschaft heute richtig ist für die ganze Wesenheit des Menschen. Sie entsprechen nicht dem, was nun Wirklichkeit der Welt ist. Deshalb mußten wir so vielfach darauf hinweisen, daß auch die kopernikanische Anschauung geisteswissenschaftlich befruchtet werden müsse. Viele von den heutigen Mystikern, Anthroposophen und so weiter predigen heute ja hinlänglich: Die Welt der Sinne, die wir um uns herum haben, ist Maja. Aber sie ziehen durchaus nicht die letzten Konsequenzen, sonst müßten sie sagen: Auch die Welt des kopernikanischen Systems, diese Bewegung der Erde um die Sonne und so weiter, ist in Wahrheit eine Maja, eine Illusion, und sie muß korrigiert werden. Sie muß so angesehen werden, daß wir uns bewußt werden: Hinein stellt sich etwas, was ebensowenig auf Grundlage derjenigen Voraussetzungen erkannt werden kann, die Kopernikus, Galilei oder auch Kepler anwendeten, wie die Gesamtwesenheit des Menschen aus den heutigen naturwissenschaftlichen Prinzipien heraus verstanden werden kann.

[ 12 ] Ich hätte ja auch folgenden Vergleich gebrauchen können. Ich hätte auch sagen können — und ich habe schon in diesen Tagen darauf hingewiesen —, das menschliche Haupt sitzt auf dem übrigen Organismus, wie Sie in einem Eisenbahnzug drinnen. Für sich nehmen Sie nicht teil an den Bewegungen des Eisenbahnzuges. Sie halten sich in Ruhe, lassen sich von dem Eisenbahnzug bewegen. So ist der menschliche Kopf der Bequemling. Er betrachtet den übrigen Organismus, der sich an die Außenwelt anpaßt, wie seine Kutsche. Er läßt sich von ihm tragen. Er selbst ist hinorganisiert auf eine ganz andere Welt. So aber muß es auch in der Außenwelt sein. Wenn wir also eine Naturgeschichte des Menschen bilden, wie wir sie heute haben, so redet diese Naturgeschichte des Menschen eigentlich nur von dem außerkopflichen Menschen. Daher begreift sie die wirkliche Wesenheit des Menschen nicht. Aber wenn wir eine Astronomie bilden auf Grund derselben Prinzipien, dann entspricht diese Astronomie auch nicht der ganzen außermenschlichen Welt, sondern nur einem gewissen Teile; den anderen Teil, der sich entzieht diesem Prinzip, den betrachtet man dabei nicht. Das war ja insbesondere die Force der Naturwissenschaft seit den letzten drei bis vier Jahrhunderten, daß sie Bewegungen des Weltenalls ausgebildet hat, die von einem gewissen Inhalte dieses Weltenalls absehen, so wie die übrige Naturwissenschaft absieht von dem menschlichen Kopfe. Daher bekommt diese Astronomie Bewegungsformen heraus wie diese: Die Erde dreht sich in einer Ellipse um die Sonne und dergleichen —, die gerade so richtig sind für die Welt, wie die Naturwissenschaft heute richtig ist für die ganze Wesenheit des Menschen. Sie entsprechen nicht dem, was nun Wirklichkeit der Welt ist. Deshalb mußten wir so vielfach darauf hinweisen, daß auch die kopernikanische Anschauung geisteswissenschaftlich befruchtet werden müsse. Viele von den heutigen Mystikern, Anthroposophen und so weiter predigen heute ja hinlänglich: Die Welt der Sinne, die wir um uns herum haben, ist Maja. Aber sie ziehen durchaus nicht die letzten Konsequenzen, sonst müßten sie sagen: Auch die Welt des kopernikanischen Systems, diese Bewegung der Erde um die Sonne und so weiter, ist in Wahrheit eine Maja, eine Illusion, und sie muß korrigiert werden. Sie muß so angesehen werden, daß wir uns bewußt werden: Hinein stellt sich etwas, was ebensowenig auf Grundlage derjenigen Voraussetzungen erkannt werden kann, die Kopernikus, Galilei oder auch Kepler anwendeten, wie die Gesamtwesenheit des Menschen aus den heutigen naturwissenschaftlichen Prinzipien heraus verstanden werden kann.

[ 13 ] Nun sehen Sie, indem wir solch ein Thema anschlagen, müssen wir zu gleicher Zeit hinweisen auf etwas, was eben mit der Menschheitsentwickelung vor sich gegangen ist. Wenn wir uns daran erinnern, was wir oftmals gesagt haben, daß es in alten Zeiten eine Art Urweisheit gegeben hat, etwas, was die Menschen gewußt haben, zwar traumhaft atavistisch, was aber eben doch in seinem Inhalte weit hinausging über das, was wir uns heute wieder erobert haben wenn wir an all das uns erinnern, so wird es uns nicht schwer werden, auch dessen wirklich zu gedenken, daß das Bild der Welt, das in alten Zeiten vorhanden war, doch ein ganz anderes war als das Weltbild, das uns heute vorliegen kann. Was war denn eigentlich als Weltbild bei unseren Vorfahren — das heißt bei uns selbst in unseren früheren Erdenleben — vorhanden? Viel mehr als heute war als Weltbild vorhanden dasjenige, was man hereinbrachte durch die Geburt ins physische Dasein. Heute ist höchstens noch bei Kindern, wenn wir verstehen, sie in der richtigen Weise zu examinieren, etwas wie ein Bild der Welt vorhanden, in der der Mensch gelebt hat, bevor er ins physische Dasein herunterstieg. Aber im späteren Leben, und zwar sehr früh, verschwindet dieses Weltenbild. Bei der früheren Menschheit war dieses Weltenbild vorhanden. Und was in früheren Geistesentwickelungsepochen bei der Menschheit vorhanden war als astronomisches Bild, als Beschreibung von Sonnensystem oder Planetensystem und seines Zusammenhanges mit dem Menschen, das war etwas, was der Mensch unmittelbar in sich, wenn auch traumhaft, erlebte. Gewiß, wir sehen heute mit einem gewissen Hochmut auf diese Vorfahrenzeiten der Menschheit herunter. Aber diese Vorfahrenzeiten der Menschheit waren so, daß man wirklich gewußt hat, irgend etwas hängt in uns zusammen mit Mars, mit Merkur und so weiter. Das war etwas, was innerlicher Bewußtseinsbestandteil der menschlichen Wesenheit war. Das war dasjenige, was dem Menschen aufging, indem er sich heranentwickelte. Der Mensch der Urzeit sah nicht bloß das äußerliche Sternbild. Er spürte in sich ein innerliches Sternbild, ein innerliches Weltensystem. Er spürte nicht nur das Weltensystem draußen, sondern auch in seinem Haupte, das wir heute als den Träger des, ich möchte sagen, undifferenzierten Vorstellungslebens haben. Da drinnen schien die Sonne, da drinnen kreisten die Planeten. Der Mensch trug in seinem Haupte dieses Weltenbild. (Tafel 18, rechts). Und was er da in seinem Haupte trug, das hatte Kräfte in sich, die auf die übrige Organisation wirkten, die wiederum dasjenige, was man nur nach der Geburt oder respektive nach der Konzeption aus den Erdenkräften erhält, beeinflußten; so daß auch das eben beeinflußt wurde von der Hauptesorganisation, so daß auch gewissermaßen der übrige Mensch mitgenommen wurde in der Anpassung an die planetarischen Kräfte. Und da zeigt sich Ihnen: der Mensch wird in diese Welt hereingeboren. Als Erbschaft, wollen wir zunächst einmal sagen, bekommt er die Tendenz mit, seine ersten Zähne, die Milchzähne zu bekommen. Sie vollenden ihr Entstehen im Jahreskreislaufe ungefähr. Siebenmal länger brauchen die zweiten Zähne, diejenigen, die schon von der menschlichen Organisation selbst hervorgebracht werden. Das ist etwas, was uns im tiefsten Sinne hinweist darauf, wie ein gewisser Rhythmus, den wir mitbringen durch die Geburt, und der sich auf den Jahreskreislauf bezieht, wie der siebenmal verlangsamt wird in unserem irdischen Leben. Siebenmal wird der Jahreskreislauf verlangsamt. Das ist etwas, was eben auch ausgedrückt worden ist dadurch, daß man in die Zeiteinteilung hineingebracht hat das Verhältnis der 1 zur 7, Tag und Woche. Die Woche ist siebenmal länger als der Tag. Diese gegenüber dem Tag siebenmal längere Woche, die drückt aus, daß etwas im Menschen verläuft, was siebenmal weniger schnell geht als das, was wir durch die Geburt ins physische Dasein hereintragen. Man wird nicht eher begreifen den eigentlichen Menschenwesensprozeß, bis man ordentlich einsieht, wie etwas im Menschen, das gewissermaßen von außerirdischen Verhältnissen hereingebracht wird, sich während der Erdenzeit siebenmal verlangsamen muß.

[ 13 ] Nun sehen Sie, indem wir solch ein Thema anschlagen, müssen wir zu gleicher Zeit hinweisen auf etwas, was eben mit der Menschheitsentwickelung vor sich gegangen ist. Wenn wir uns daran erinnern, was wir oftmals gesagt haben, daß es in alten Zeiten eine Art Urweisheit gegeben hat, etwas, was die Menschen gewußt haben, zwar traumhaft atavistisch, was aber eben doch in seinem Inhalte weit hinausging über das, was wir uns heute wieder erobert haben wenn wir an all das uns erinnern, so wird es uns nicht schwer werden, auch dessen wirklich zu gedenken, daß das Bild der Welt, das in alten Zeiten vorhanden war, doch ein ganz anderes war als das Weltbild, das uns heute vorliegen kann. Was war denn eigentlich als Weltbild bei unseren Vorfahren — das heißt bei uns selbst in unseren früheren Erdenleben — vorhanden? Viel mehr als heute war als Weltbild vorhanden dasjenige, was man hereinbrachte durch die Geburt ins physische Dasein. Heute ist höchstens noch bei Kindern, wenn wir verstehen, sie in der richtigen Weise zu examinieren, etwas wie ein Bild der Welt vorhanden, in der der Mensch gelebt hat, bevor er ins physische Dasein herunterstieg. Aber im späteren Leben, und zwar sehr früh, verschwindet dieses Weltenbild. Bei der früheren Menschheit war dieses Weltenbild vorhanden. Und was in früheren Geistesentwickelungsepochen bei der Menschheit vorhanden war als astronomisches Bild, als Beschreibung von Sonnensystem oder Planetensystem und seines Zusammenhanges mit dem Menschen, das war etwas, was der Mensch unmittelbar in sich, wenn auch traumhaft, erlebte. Gewiß, wir sehen heute mit einem gewissen Hochmut auf diese Vorfahrenzeiten der Menschheit herunter. Aber diese Vorfahrenzeiten der Menschheit waren so, daß man wirklich gewußt hat, irgend etwas hängt in uns zusammen mit Mars, mit Merkur und so weiter. Das war etwas, was innerlicher Bewußtseinsbestandteil der menschlichen Wesenheit war. Das war dasjenige, was dem Menschen aufging, indem er sich heranentwickelte. Der Mensch der Urzeit sah nicht bloß das äußerliche Sternbild. Er spürte in sich ein innerliches Sternbild, ein innerliches Weltensystem. Er spürte nicht nur das Weltensystem draußen, sondern auch in seinem Haupte, das wir heute als den Träger des, ich möchte sagen, undifferenzierten Vorstellungslebens haben. Da drinnen schien die Sonne, da drinnen kreisten die Planeten. Der Mensch trug in seinem Haupte dieses Weltenbild. (Tafel 18, rechts). Und was er da in seinem Haupte trug, das hatte Kräfte in sich, die auf die übrige Organisation wirkten, die wiederum dasjenige, was man nur nach der Geburt oder respektive nach der Konzeption aus den Erdenkräften erhält, beeinflußten; so daß auch das eben beeinflußt wurde von der Hauptesorganisation, so daß auch gewissermaßen der übrige Mensch mitgenommen wurde in der Anpassung an die planetarischen Kräfte. Und da zeigt sich Ihnen: der Mensch wird in diese Welt hereingeboren. Als Erbschaft, wollen wir zunächst einmal sagen, bekommt er die Tendenz mit, seine ersten Zähne, die Milchzähne zu bekommen. Sie vollenden ihr Entstehen im Jahreskreislaufe ungefähr. Siebenmal länger brauchen die zweiten Zähne, diejenigen, die schon von der menschlichen Organisation selbst hervorgebracht werden. Das ist etwas, was uns im tiefsten Sinne hinweist darauf, wie ein gewisser Rhythmus, den wir mitbringen durch die Geburt, und der sich auf den Jahreskreislauf bezieht, wie der siebenmal verlangsamt wird in unserem irdischen Leben. Siebenmal wird der Jahreskreislauf verlangsamt. Das ist etwas, was eben auch ausgedrückt worden ist dadurch, daß man in die Zeiteinteilung hineingebracht hat das Verhältnis der 1 zur 7, Tag und Woche. Die Woche ist siebenmal länger als der Tag. Diese gegenüber dem Tag siebenmal längere Woche, die drückt aus, daß etwas im Menschen verläuft, was siebenmal weniger schnell geht als das, was wir durch die Geburt ins physische Dasein hereintragen. Man wird nicht eher begreifen den eigentlichen Menschenwesensprozeß, bis man ordentlich einsieht, wie etwas im Menschen, das gewissermaßen von außerirdischen Verhältnissen hereingebracht wird, sich während der Erdenzeit siebenmal verlangsamen muß.

[ 14 ] Sehen Sie, die althebräische Geheimlehre hat viel gerade von diesen Tatsachen gesprochen. Und wenn ich in unserer Sprache ausdrücken soll, was die alte hebräische Geheimlehre, aus einem atavistischen Wissen heraus, über diese Sache gesagt hat, so müßte ich sagen: Diese althebräischen Geheimlehrer machten ihren Schülern klar, Jahve, der der eigentliche Erdengott ist, der hinzufügte zu der Saturn-, Sonnen- und Mondenorganisation die Erdenorganisation, Jahve hat die Tendenz, dasjenige, was von der Mondenorganisation herüberkommt, siebenmal zu verlangsamen. Beschleunigt gegenüber dem irdischen Erdenlaufe will sich etwas benehmen im Menschen. Ich könnte auch sagen, der alte hebräische Geheimlehrer sagte zu seinen Schülern: Luzifer läuft 7 Mal schneller als Jahve. Das weist uns hin auf zwei Bewegungen, zwei Strömungen in der Menschennatur. Diese zwei Strömungen sind auch in der außermenschlichen Natur vorhanden. Nur sind sie in der außermenschlichen Natur in etwas anderer Art vorhanden als in der menschlichen Natur.

[ 14 ] Sehen Sie, die althebräische Geheimlehre hat viel gerade von diesen Tatsachen gesprochen. Und wenn ich in unserer Sprache ausdrücken soll, was die alte hebräische Geheimlehre, aus einem atavistischen Wissen heraus, über diese Sache gesagt hat, so müßte ich sagen: Diese althebräischen Geheimlehrer machten ihren Schülern klar, Jahve, der der eigentliche Erdengott ist, der hinzufügte zu der Saturn-, Sonnen- und Mondenorganisation die Erdenorganisation, Jahve hat die Tendenz, dasjenige, was von der Mondenorganisation herüberkommt, siebenmal zu verlangsamen. Beschleunigt gegenüber dem irdischen Erdenlaufe will sich etwas benehmen im Menschen. Ich könnte auch sagen, der alte hebräische Geheimlehrer sagte zu seinen Schülern: Luzifer läuft 7 Mal schneller als Jahve. Das weist uns hin auf zwei Bewegungen, zwei Strömungen in der Menschennatur. Diese zwei Strömungen sind auch in der außermenschlichen Natur vorhanden. Nur sind sie in der außermenschlichen Natur in etwas anderer Art vorhanden als in der menschlichen Natur.

[ 15 ] Aber gerade dieser Gedanke, dem wir uns da nähern, der ist nicht so ganz leicht zu fassen. Wollen wir ihn durchschauen, so können wit ihn vielleicht am besten durchschauen, wenn wir ausgehen von mehr sozialen Verhältnissen, um uns dann wiederum zurückzuwenden zu den kosmisch-tellurischen Verhältnissen.

[ 15 ] Aber gerade dieser Gedanke, dem wir uns da nähern, der ist nicht so ganz leicht zu fassen. Wollen wir ihn durchschauen, so können wit ihn vielleicht am besten durchschauen, wenn wir ausgehen von mehr sozialen Verhältnissen, um uns dann wiederum zurückzuwenden zu den kosmisch-tellurischen Verhältnissen.

[ 16 ] Ich habe jetzt öfter in öffentlichen Vorträgen etwas erwähnt, was ich auch hier aussprechen möchte. Wenn wir das Elend der gegenwärtigen Zeit überschauen, so finden wir die eigentümliche Tatsache, daß sich die ganze Intelligenz der neueren Menschheit wirklichkeitsfremd entwickelt hat. Es ist ja schon einmal eine Eigentümlichkeit, daß man gerade im praktischen Leben heute immer mehr und mehr die untüchtigen Menschen findet, nicht die tüchtigen Menschen. Und im Großen zeigt sich das in so einer Sache, wie ich sie in einigen öffentlichen Vorträgen jetzt erwähnt habe, daß zum Beispiel im 19. Jahrhundert viel über die Wirkung der Goldwährung auf die internationalen Wirtschaftsverhältnisse diskutiert worden ist. Sie können die Parlamentsberichte des 19. Jahrhunderts durchgehen. Versuchen Sie sich daraus ein Bild zu machen, was die Leute gedacht haben als die Folge des Mono-Metallismus der Goldwährung. Sie haben die Goldwährung als dasjenige angesehen, was den Freihandel, den durch keine Zollschranken gehinderten freien Handel, über das einheitliche Weltwirtschaftsgebiet hinaus möglich machen wird. Das hat man überall vorausgesagt, wo man der Goldwährung Loblieder gesungen hat. Und was ist in Wirklichkeit gekommen? Die Zollschranken. Nach und nach haben sich die wirklichen Verhältnisse so entwickelt, daß überall Zollschranken aufgerichtet worden sind. Das hat die Wirklichkeit ergeben.

[ 16 ] Ich habe jetzt öfter in öffentlichen Vorträgen etwas erwähnt, was ich auch hier aussprechen möchte. Wenn wir das Elend der gegenwärtigen Zeit überschauen, so finden wir die eigentümliche Tatsache, daß sich die ganze Intelligenz der neueren Menschheit wirklichkeitsfremd entwickelt hat. Es ist ja schon einmal eine Eigentümlichkeit, daß man gerade im praktischen Leben heute immer mehr und mehr die untüchtigen Menschen findet, nicht die tüchtigen Menschen. Und im Großen zeigt sich das in so einer Sache, wie ich sie in einigen öffentlichen Vorträgen jetzt erwähnt habe, daß zum Beispiel im 19. Jahrhundert viel über die Wirkung der Goldwährung auf die internationalen Wirtschaftsverhältnisse diskutiert worden ist. Sie können die Parlamentsberichte des 19. Jahrhunderts durchgehen. Versuchen Sie sich daraus ein Bild zu machen, was die Leute gedacht haben als die Folge des Mono-Metallismus der Goldwährung. Sie haben die Goldwährung als dasjenige angesehen, was den Freihandel, den durch keine Zollschranken gehinderten freien Handel, über das einheitliche Weltwirtschaftsgebiet hinaus möglich machen wird. Das hat man überall vorausgesagt, wo man der Goldwährung Loblieder gesungen hat. Und was ist in Wirklichkeit gekommen? Die Zollschranken. Nach und nach haben sich die wirklichen Verhältnisse so entwickelt, daß überall Zollschranken aufgerichtet worden sind. Das hat die Wirklichkeit ergeben.

[ 17 ] Nun könnten Sie, wenn Sie oberflächlich urteilen, sagen: Ja, die Leute müssen aber eigentlich zu dumm gewesen sein. Aber sie waren nicht einmal dumm, es waren unter denen, die sich von der Goldwährung die Förderung des Freihandels versprochen haben, sehr scharfsinnige, sehr gescheite Leute. Aber sie haben keinen Wirklichkeitssinn gehabt, sie haben bloß mit Logizität gerechnet, nicht mit Wirklichkeitsgemäßheit. Sie konnten nicht untertauchen in die wirklichen Verhältnisse, geradeso wie unsere heutigen Naturforscher nicht untertauchen können in die Organisation des Herzens, der Leber, der Milz und so weiter. Sie abstrahieren und bleiben mit ihren Theorien, trotzdem sie Materialisten werden, im Abstrakten stecken. Daher kann schon so etwas passieren, wie in einer eigentlich auf Wahrheit beruhenden Anekdote erzählt wird, die vieles beleuchtet: In einer Akademie der Wissenschaft hatte ein gelehrtes Mitglied, ein Physiologe, eine Theorie darüber entwickelt, wie lange namentlich Vögel hungern können. Es war eine schöne Tabelle herausgekommen. Der betreffende Physiologe hatte auf seinem Korridor überall große Vogelbauer aufgestellt und hat diese Vögel hungern lassen, um herauszubekommen, wie lange sie hungern können. Das hat er dann registriert. Es sind sehr schön große Zahlen dabei herausgekommen. Dann hat er diese Zahlen in einer Abhandlung verarbeitet und seine Abhandlung bei einer Sitzung der Akademie vorgelesen. Nun wohnte aber in demselben Hause ein anderer Physiologe, der nicht von solchen Methoden ausging. Er wohnte eine Treppe höher. Der stand auf, nachdem diese gelehrte Abhandlung vorgelesen war, und sagte: Ich muß leider einwenden, daß die Zahlen nicht ganz stimmen können, denn die armen Viecher haben mich sehr gedauert, und ich habe sie im Vorbeigehen gefüttert.

[ 17 ] Nun könnten Sie, wenn Sie oberflächlich urteilen, sagen: Ja, die Leute müssen aber eigentlich zu dumm gewesen sein. Aber sie waren nicht einmal dumm, es waren unter denen, die sich von der Goldwährung die Förderung des Freihandels versprochen haben, sehr scharfsinnige, sehr gescheite Leute. Aber sie haben keinen Wirklichkeitssinn gehabt, sie haben bloß mit Logizität gerechnet, nicht mit Wirklichkeitsgemäßheit. Sie konnten nicht untertauchen in die wirklichen Verhältnisse, geradeso wie unsere heutigen Naturforscher nicht untertauchen können in die Organisation des Herzens, der Leber, der Milz und so weiter. Sie abstrahieren und bleiben mit ihren Theorien, trotzdem sie Materialisten werden, im Abstrakten stecken. Daher kann schon so etwas passieren, wie in einer eigentlich auf Wahrheit beruhenden Anekdote erzählt wird, die vieles beleuchtet: In einer Akademie der Wissenschaft hatte ein gelehrtes Mitglied, ein Physiologe, eine Theorie darüber entwickelt, wie lange namentlich Vögel hungern können. Es war eine schöne Tabelle herausgekommen. Der betreffende Physiologe hatte auf seinem Korridor überall große Vogelbauer aufgestellt und hat diese Vögel hungern lassen, um herauszubekommen, wie lange sie hungern können. Das hat er dann registriert. Es sind sehr schön große Zahlen dabei herausgekommen. Dann hat er diese Zahlen in einer Abhandlung verarbeitet und seine Abhandlung bei einer Sitzung der Akademie vorgelesen. Nun wohnte aber in demselben Hause ein anderer Physiologe, der nicht von solchen Methoden ausging. Er wohnte eine Treppe höher. Der stand auf, nachdem diese gelehrte Abhandlung vorgelesen war, und sagte: Ich muß leider einwenden, daß die Zahlen nicht ganz stimmen können, denn die armen Viecher haben mich sehr gedauert, und ich habe sie im Vorbeigehen gefüttert.

[ 18 ] Nun, es muß ja nicht immer in derselben Weise vor sich gehen; es ist eine Anekdote, die aber auf Wahrheit beruht, weil in der Tat sehr vieles von dem Material, das unserer exakten Wissenschaft zugrunde liegt, auch auf diese Weise zustande gekommen ist, daß irgendeiner im Hintergrunde «die Vögel gefüttert» hat, statt daß sie so lange gehungert haben, als es die Tabelle ausweist. Man kann, wenn man eben Wirklichkeitssinn hat, mit solchen statistischen Methoden überhaupt nicht sehr viel anfangen. Man kann sich von solchen Methoden nicht sehr viel versprechen. Und dieser Wirklichkeitssinn hat eben durchaus der neueren Menschheit gefehlt. Warum hat er der neueren Menschheit gefehlt? Daran ist schuld eine gewisse Notwendigkeit der Menschheitsentwickelung. Wir können die Sache so auffassen:

[ 18 ] Nun, es muß ja nicht immer in derselben Weise vor sich gehen; es ist eine Anekdote, die aber auf Wahrheit beruht, weil in der Tat sehr vieles von dem Material, das unserer exakten Wissenschaft zugrunde liegt, auch auf diese Weise zustande gekommen ist, daß irgendeiner im Hintergrunde «die Vögel gefüttert» hat, statt daß sie so lange gehungert haben, als es die Tabelle ausweist. Man kann, wenn man eben Wirklichkeitssinn hat, mit solchen statistischen Methoden überhaupt nicht sehr viel anfangen. Man kann sich von solchen Methoden nicht sehr viel versprechen. Und dieser Wirklichkeitssinn hat eben durchaus der neueren Menschheit gefehlt. Warum hat er der neueren Menschheit gefehlt? Daran ist schuld eine gewisse Notwendigkeit der Menschheitsentwickelung. Wir können die Sache so auffassen:

[ 19 ] Nehmen Sie einmal an, in alten Zeiten hat der Mensch — wenn das die Grenze seiner Sinne ist gegen die Außenwelt (Tafel 19, rechts oben) — in die äußere Welt geschaut. Er hat durch alles das, was er in sich getragen hat, die Verhältnisse der äußeren Welt überschaut. Er hat auch seine Sternentheorien aus seinem inneren Sternensystem heraus mitgebildet. Er hatte Wirklichkeitssinn. Dieser Wirklichkeitssinn saß ihm in den Sinnen (die beiden Kreischen rechts werden gezeichnet); der ist im Laufe der Menschheitsentwickelung verschwunden. Er muß im Innern, gerade so weit im Innern wiederum entwickelt werden, wie er früher im Äußeren entwickelt war. Wir müssen wirklich dahin kommen, in unserem Innern durch die Erziehung, die wir erhalten durch Geisteswissenschaft, Wirklichkeitssinn uns anzuzüchten, dann können wir auch erst wiederum Wirklichkeitssinn in der äußeren Welt entwickeln. Es ist schon so, wenn die Menschen in gerader Linie in der Bahn fortfahren würden, in der sie sich mit der neueren Intellektualität entwickelt haben, würden sie nicht mehr übersehen können das, was draußen ist, und es würde überall so gehen, wie mit der Goldwährung: Während sie voraussagten, es entstehe der Freihandel, wurden Zollschranken aufgerichtet. Das geschieht ja auf den verschiedensten Gebieten des sogenannten praktischen Lebens fortwährend. Was da im Großen geschehen ist, geschieht heute überall im Kleinen. Die Praktiker sagen das oder jenes voraus — das Gegenteil tritt ein. Es wäre vielleicht interessant zu registrieren, was die Praktiker als das, was ganz gewiß geschieht, während der letzten Kriegsjahre vorausgesagt haben. Immer ist das Gegenteil eigentlich davon eingetroffen, gerade in den letzten Jahren, weil eben gar kein Wirklichkeitssinn mehr bei den Leuten war. Dieser Wirklichkeitssinn kommt aber auf keine andere Art, als indem der Mensch sich durch Geisteswissenschaft so heranerzieht, daß dieser Wirklichkeitssinn im Innern erst entwickelt wird. Niemand wird in der Zukunft ein Praktiker oder ein wirklichkeitsgemäßer Geist sein, der es verschmäht, im Innern sich dutch Geisteswissenschaft so heranzuerziehen, wie man durch die äußere Welt heute nicht heranerzogen werden kann. Wir müssen in die äußere Welt auch dasjenige hineintragen, was wir im Innern entwickeln. Deshalb ist Geisteswissenschaft so notwendig, weil die Menschen nicht darauf kommen werden, wie sich das Herz zur Leber verhält, wenn sie sich nicht erst die Methode dazu durch geisteswissenschaftliche Schulung aneignen. Was früher vorhanden war, wo man sich sagen konnte: Das Herz verhält sich zur Leber in der inneren Welt, wie sich etwa in der äußeren Welt die Sonne zum Merkur verhält und wo man etwas wußte, weil man das Verhältnis von Sonne und Merkur hereintrug aus der übersinnlichen Welt in die sinnliche Welt, das wird nicht mehr verstanden, kann auch nicht mehr ursprünglich verstanden werden, wenn die Menschen sich nicht die Grundlage, den Grundimpuls zu diesem Verständnis von innen heraus aneignen. Man eignet sich ihn nicht etwa bloß durch Hellsehen an — durch Hellsehen werden die Tatsachen der Geisteswissenschaft erforscht —, man eignet sich diesen Sinn an, indem man das durch hellseherische Methode Festgestellte wirklich durchdenkt und durchempfindet und das Leben danach einrichtet. Darauf kommt es an. Es kommt gerade darauf an, zu studieren die Ergebnisse der Geisteswissenschaft, nicht darauf, die Neugierde des Hellsehens zu befriedigen. Das muß immer wieder und wieder betont werden, denn im allgemeinen Kulturprozeß der Menschheit ist von ganz besonderer Wichtigkeit diese Anwendung der geisteswissenschaftlichen Methode auf das äußere Leben und auch auf die Erkenntnis der großen Welt, der außermenschlichen Welt.

[ 19 ] Nehmen Sie einmal an, in alten Zeiten hat der Mensch — wenn das die Grenze seiner Sinne ist gegen die Außenwelt (Tafel 19, rechts oben) — in die äußere Welt geschaut. Er hat durch alles das, was er in sich getragen hat, die Verhältnisse der äußeren Welt überschaut. Er hat auch seine Sternentheorien aus seinem inneren Sternensystem heraus mitgebildet. Er hatte Wirklichkeitssinn. Dieser Wirklichkeitssinn saß ihm in den Sinnen (die beiden Kreischen rechts werden gezeichnet); der ist im Laufe der Menschheitsentwickelung verschwunden. Er muß im Innern, gerade so weit im Innern wiederum entwickelt werden, wie er früher im Äußeren entwickelt war. Wir müssen wirklich dahin kommen, in unserem Innern durch die Erziehung, die wir erhalten durch Geisteswissenschaft, Wirklichkeitssinn uns anzuzüchten, dann können wir auch erst wiederum Wirklichkeitssinn in der äußeren Welt entwickeln. Es ist schon so, wenn die Menschen in gerader Linie in der Bahn fortfahren würden, in der sie sich mit der neueren Intellektualität entwickelt haben, würden sie nicht mehr übersehen können das, was draußen ist, und es würde überall so gehen, wie mit der Goldwährung: Während sie voraussagten, es entstehe der Freihandel, wurden Zollschranken aufgerichtet. Das geschieht ja auf den verschiedensten Gebieten des sogenannten praktischen Lebens fortwährend. Was da im Großen geschehen ist, geschieht heute überall im Kleinen. Die Praktiker sagen das oder jenes voraus — das Gegenteil tritt ein. Es wäre vielleicht interessant zu registrieren, was die Praktiker als das, was ganz gewiß geschieht, während der letzten Kriegsjahre vorausgesagt haben. Immer ist das Gegenteil eigentlich davon eingetroffen, gerade in den letzten Jahren, weil eben gar kein Wirklichkeitssinn mehr bei den Leuten war. Dieser Wirklichkeitssinn kommt aber auf keine andere Art, als indem der Mensch sich durch Geisteswissenschaft so heranerzieht, daß dieser Wirklichkeitssinn im Innern erst entwickelt wird. Niemand wird in der Zukunft ein Praktiker oder ein wirklichkeitsgemäßer Geist sein, der es verschmäht, im Innern sich dutch Geisteswissenschaft so heranzuerziehen, wie man durch die äußere Welt heute nicht heranerzogen werden kann. Wir müssen in die äußere Welt auch dasjenige hineintragen, was wir im Innern entwickeln. Deshalb ist Geisteswissenschaft so notwendig, weil die Menschen nicht darauf kommen werden, wie sich das Herz zur Leber verhält, wenn sie sich nicht erst die Methode dazu durch geisteswissenschaftliche Schulung aneignen. Was früher vorhanden war, wo man sich sagen konnte: Das Herz verhält sich zur Leber in der inneren Welt, wie sich etwa in der äußeren Welt die Sonne zum Merkur verhält und wo man etwas wußte, weil man das Verhältnis von Sonne und Merkur hereintrug aus der übersinnlichen Welt in die sinnliche Welt, das wird nicht mehr verstanden, kann auch nicht mehr ursprünglich verstanden werden, wenn die Menschen sich nicht die Grundlage, den Grundimpuls zu diesem Verständnis von innen heraus aneignen. Man eignet sich ihn nicht etwa bloß durch Hellsehen an — durch Hellsehen werden die Tatsachen der Geisteswissenschaft erforscht —, man eignet sich diesen Sinn an, indem man das durch hellseherische Methode Festgestellte wirklich durchdenkt und durchempfindet und das Leben danach einrichtet. Darauf kommt es an. Es kommt gerade darauf an, zu studieren die Ergebnisse der Geisteswissenschaft, nicht darauf, die Neugierde des Hellsehens zu befriedigen. Das muß immer wieder und wieder betont werden, denn im allgemeinen Kulturprozeß der Menschheit ist von ganz besonderer Wichtigkeit diese Anwendung der geisteswissenschaftlichen Methode auf das äußere Leben und auch auf die Erkenntnis der großen Welt, der außermenschlichen Welt.

[ 20 ] Dasjenige also, was wir als die ursprüngliche Hauptesorganisation anzusehen haben, das wird im Laufe unseres Lebens nach und nach durchdrungen von alledem, was in unserer Organisation in Anpassung an die äußere Welt ist. Also müssen wir aus der Organisation des Menschen heraus, aus der Gliedmaßenorganisation heraus verstehen lernen die außermenschliche Welt. Und da können uns nur solche Dinge helfen wie das, worauf ich schon hingewiesen habe. Ich habe Sie darauf hingewiesen, welcher Gegensatz besteht zwischen jenem Zustand des Menschen, in dem er wachend ist, und jenem Zustand, in dem er schlafend ist. Wir betrachten auf der einen Seite das Wachen, auf der anderen Seite das Schlafen. Das sind Zustände, die einander entgegengesetzt sind. Und indem der eine in den anderen übergeht im Aufwachen und im Einschlafen, gehen wir gewissermaßen durch eine Art Nullpunkt unseres Daseins hindurch. Der Moment des Aufwachens und der Moment des Einschlafens müssen miteinander etwas zu tun haben.

[ 20 ] Dasjenige also, was wir als die ursprüngliche Hauptesorganisation anzusehen haben, das wird im Laufe unseres Lebens nach und nach durchdrungen von alledem, was in unserer Organisation in Anpassung an die äußere Welt ist. Also müssen wir aus der Organisation des Menschen heraus, aus der Gliedmaßenorganisation heraus verstehen lernen die außermenschliche Welt. Und da können uns nur solche Dinge helfen wie das, worauf ich schon hingewiesen habe. Ich habe Sie darauf hingewiesen, welcher Gegensatz besteht zwischen jenem Zustand des Menschen, in dem er wachend ist, und jenem Zustand, in dem er schlafend ist. Wir betrachten auf der einen Seite das Wachen, auf der anderen Seite das Schlafen. Das sind Zustände, die einander entgegengesetzt sind. Und indem der eine in den anderen übergeht im Aufwachen und im Einschlafen, gehen wir gewissermaßen durch eine Art Nullpunkt unseres Daseins hindurch. Der Moment des Aufwachens und der Moment des Einschlafens müssen miteinander etwas zu tun haben.

[ 21 ] Das weist uns darauf hin, daß, wenn wir den Tageskreislauf des Menschen in einer geometrischen Form ausdrücken wollen, wir nicht den Kreis und auch nicht die Ellipse brauchen können. Denn wenn wir den Schlafzustand dem einen Teil der Ellipse zuschreiben würden, so würden der Zustand des Aufwachens und des Einschlafens auseinanderfallen (Tafel 19, ganz oben). Aber sie können nicht auseinanderfallen — wir werden noch sehen, wie sie auch in ihren äußeren Erscheinungen ein Gleiches darstellen. Wir können also durchaus nicht die geometrische Figur, die dem Tageskreislauf des Menschen entsprechen soll, in Kreisform oder in Ellipsenform zeichnen. Wir können sie nur so zeichnen, daß sie eine Schleifenlinie, eine Lemniskate ist (dieselbe Tafel, Mitte unten). Dadurch allein haben wir die Möglichkeit, wenn wir sagen, der Mensch kommt aus dem Wachzustand in den Schlafzustand hinein, daß er durch denselben Zustand beim Aufwachen wiederum herauskommt. Und damit haben wir eine Kurve, eine Linie, die dem täglichen Gang des menschlichen Lebens entspricht. Sie finden keine andere Linie des Tageskreislaufes als diese Lemniskate, denn bei jeder anderen Linie würden Sie nicht das Aufwachen durch dasselbe führen, was das Einschlafen war.

[ 21 ] Das weist uns darauf hin, daß, wenn wir den Tageskreislauf des Menschen in einer geometrischen Form ausdrücken wollen, wir nicht den Kreis und auch nicht die Ellipse brauchen können. Denn wenn wir den Schlafzustand dem einen Teil der Ellipse zuschreiben würden, so würden der Zustand des Aufwachens und des Einschlafens auseinanderfallen (Tafel 19, ganz oben). Aber sie können nicht auseinanderfallen — wir werden noch sehen, wie sie auch in ihren äußeren Erscheinungen ein Gleiches darstellen. Wir können also durchaus nicht die geometrische Figur, die dem Tageskreislauf des Menschen entsprechen soll, in Kreisform oder in Ellipsenform zeichnen. Wir können sie nur so zeichnen, daß sie eine Schleifenlinie, eine Lemniskate ist (dieselbe Tafel, Mitte unten). Dadurch allein haben wir die Möglichkeit, wenn wir sagen, der Mensch kommt aus dem Wachzustand in den Schlafzustand hinein, daß er durch denselben Zustand beim Aufwachen wiederum herauskommt. Und damit haben wir eine Kurve, eine Linie, die dem täglichen Gang des menschlichen Lebens entspricht. Sie finden keine andere Linie des Tageskreislaufes als diese Lemniskate, denn bei jeder anderen Linie würden Sie nicht das Aufwachen durch dasselbe führen, was das Einschlafen war.

[ 22 ] Aber es ist noch etwas anderes da. Wenn wir achtgeben auf den Prozeß der menschlichen Entwickelung namentlich in der Kindheit, so müssen wir sagen, im wesentlichen wachen wir wohl so auf, wie wir eingeschlafen sind. Aber wenn man das Leben richtig beobachten kann, dann kann man den Schlafzustand nicht vom ganzen Menschenleben ausschließen. Wir unterrichten die Kinder während des Tages. Wir sollten immer einen Sinn dafür haben, was aus dem, was wir an die Kinder heranbringen, nicht unmittelbar wird, sondern erst am nächsten Tag geworden ist, wenn das Ich und der astralische Leib durch den Nachtzustand gegangen sind. Da macht eigentlich das Kind erst das Richtige aus dem, was wir ihm bei Tage beibringen. Wir müssen unsere Pädagogik und Didaktik auf das hin einrichten. So daß wir sagen können in bezug auf die Wechselzustände von Tag und Nacht: Wir schlafen, kommen durch das Erwachen an derselben Stelle wieder heraus, wo wir hineingeschlafen sind, aber wir schreiten in bezug auf die Menschenentwickelung ein wenig vor. In einer anderen Richtung schreiten wir vor.

[ 22 ] Aber es ist noch etwas anderes da. Wenn wir achtgeben auf den Prozeß der menschlichen Entwickelung namentlich in der Kindheit, so müssen wir sagen, im wesentlichen wachen wir wohl so auf, wie wir eingeschlafen sind. Aber wenn man das Leben richtig beobachten kann, dann kann man den Schlafzustand nicht vom ganzen Menschenleben ausschließen. Wir unterrichten die Kinder während des Tages. Wir sollten immer einen Sinn dafür haben, was aus dem, was wir an die Kinder heranbringen, nicht unmittelbar wird, sondern erst am nächsten Tag geworden ist, wenn das Ich und der astralische Leib durch den Nachtzustand gegangen sind. Da macht eigentlich das Kind erst das Richtige aus dem, was wir ihm bei Tage beibringen. Wir müssen unsere Pädagogik und Didaktik auf das hin einrichten. So daß wir sagen können in bezug auf die Wechselzustände von Tag und Nacht: Wir schlafen, kommen durch das Erwachen an derselben Stelle wieder heraus, wo wir hineingeschlafen sind, aber wir schreiten in bezug auf die Menschenentwickelung ein wenig vor. In einer anderen Richtung schreiten wir vor.

[ 23 ] Daher dürfen wir auch die Linie nicht ganz so zeichnen wie in der Lemniskate, sondern wir müßten sie so zeichnen, daß wir zwar hier wieder herauskommen, aber ein Stück weiter, so daß wir fortschreitende Lemniskaten bekommen (rechts unten). Wenn wir also prüfen auf der einen Seite den Wechselzustand zwischen Wachen und Schlafen und andererseits das Fortentwickeln, so bekommen wir als geometrische Form für das, was mit dem Menschen vor sich geht, eine Schraubenlinie. Diese Schraubenlinie hängt innig zusammen mit unserer Entwickelung, und unsere Entwickelung hängt wiederum zusammen mit dem ganzen Weltsystem. Daher müssen wir als Grundlage zu den Weltenbewegungen diese selbe Linie suchen. Und hätte man, statt daß man nur abstrakte Geometrie auf den Himmelsraum angewendet hat, die konkrete Geometrie angewendet, die aus dem ganzen Menschen folgt, man würde zu anderem gekommen sein. Denn sehen Sie, in der Urweisheit, da hatte man diese Linie. Da sprach man nicht davon, daß etwa, sagen wit, der Mars sich anders bewegte, als in einer solchen Linie fortschreitend (links, Mitte). Nur vergaß man das allmählich. Man konstruierte, statt daß man wußte. Was wurde daraus? Diese Linie, die so fortschreitet (es wird auf die eben gezeichnete Linie gezeigt), in der konnte man nicht weitergehen. Und so nahm man diese Linie (links unten, der große Bogen) und setzte Kreise auf und bekam die Epizyklentheorie. Auch die ptolemäische Theorie ist das letzte Überbleibsel der alten Urweisheit, und auf Grund dieser hat wiederum Kopernikus eine Vereinfachung vorgenommen. Und daran theoretisiert die heutige Astronomie noch immer herum. Noch immer theoretisiert sie so, daß sie Ellipsen und Kreise und alles mögliche lieber betrachtet, als jene innerlich lebendige Linie, die eine fortschreitende Schraubenlinie darstellt. Und dann wundert man sich, daß die Beobachtungen nicht übereinstimmen mit dem, was man ausrechnet, daß man immer zu neuen Korrekturen genötigt ist.

[ 23 ] Daher dürfen wir auch die Linie nicht ganz so zeichnen wie in der Lemniskate, sondern wir müßten sie so zeichnen, daß wir zwar hier wieder herauskommen, aber ein Stück weiter, so daß wir fortschreitende Lemniskaten bekommen (rechts unten). Wenn wir also prüfen auf der einen Seite den Wechselzustand zwischen Wachen und Schlafen und andererseits das Fortentwickeln, so bekommen wir als geometrische Form für das, was mit dem Menschen vor sich geht, eine Schraubenlinie. Diese Schraubenlinie hängt innig zusammen mit unserer Entwickelung, und unsere Entwickelung hängt wiederum zusammen mit dem ganzen Weltsystem. Daher müssen wir als Grundlage zu den Weltenbewegungen diese selbe Linie suchen. Und hätte man, statt daß man nur abstrakte Geometrie auf den Himmelsraum angewendet hat, die konkrete Geometrie angewendet, die aus dem ganzen Menschen folgt, man würde zu anderem gekommen sein. Denn sehen Sie, in der Urweisheit, da hatte man diese Linie. Da sprach man nicht davon, daß etwa, sagen wit, der Mars sich anders bewegte, als in einer solchen Linie fortschreitend (links, Mitte). Nur vergaß man das allmählich. Man konstruierte, statt daß man wußte. Was wurde daraus? Diese Linie, die so fortschreitet (es wird auf die eben gezeichnete Linie gezeigt), in der konnte man nicht weitergehen. Und so nahm man diese Linie (links unten, der große Bogen) und setzte Kreise auf und bekam die Epizyklentheorie. Auch die ptolemäische Theorie ist das letzte Überbleibsel der alten Urweisheit, und auf Grund dieser hat wiederum Kopernikus eine Vereinfachung vorgenommen. Und daran theoretisiert die heutige Astronomie noch immer herum. Noch immer theoretisiert sie so, daß sie Ellipsen und Kreise und alles mögliche lieber betrachtet, als jene innerlich lebendige Linie, die eine fortschreitende Schraubenlinie darstellt. Und dann wundert man sich, daß die Beobachtungen nicht übereinstimmen mit dem, was man ausrechnet, daß man immer zu neuen Korrekturen genötigt ist.

[ 24 ] Sehen Sie sich an, wie die Relativitätstheorie auf einem Fehler in den Merkurumlaufszeiten aufbaut. Man sucht nur dann die Korrektur in einer anderen Weise zu vollziehen, als man sie vollziehen sollte, nämlich indem man zurückginge auf das Verhältnis des Menschen zur ganzen Umwelt. — Doch davon dann morgen weiter.

[ 24 ] Sehen Sie sich an, wie die Relativitätstheorie auf einem Fehler in den Merkurumlaufszeiten aufbaut. Man sucht nur dann die Korrektur in einer anderen Weise zu vollziehen, als man sie vollziehen sollte, nämlich indem man zurückginge auf das Verhältnis des Menschen zur ganzen Umwelt. — Doch davon dann morgen weiter.