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The Spiritual Backgrounds of the Outer World
The Fall of the Spirits of Darkness
GA 201

2 May 1920, Dornach

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Elfter Vortrag

Elfter Vortrag

[ 1 ] Ich habe gestern aufmerksam darauf gemacht, wie dasjenige, was im Menschen vorhanden ist, auf etwas hinweist, was entsprechend im außermenschlichen Weltall vorhanden ist, insofern ein bestimmtes Verhältnis des Menschen zum außermenschlichen Weltall besteht. Worauf wir nun besonders hinzuweisen haben als im Menschen vorhanden, das ist die Hinordnung des menschlichen Hauptes auf eine außerirdische Welt, auf eine Welt, welche außerhalb derjenigen liegt, von der der übrige Organismus des Menschen abhängig ist. Unser Haupt weist noch deutlich in diejenige Welt hinein, die wir durchgemacht haben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Die ganze Organisation unseres Hauptes ist so gebildet, daß sie den deutlichen Nachklang bildet unseres Aufenthaltes in den geistigen Welten. Nun müssen wir das Entsprechende suchen im Kosmos.

[ 1 ] Ich habe gestern aufmerksam darauf gemacht, wie dasjenige, was im Menschen vorhanden ist, auf etwas hinweist, was entsprechend im außermenschlichen Weltall vorhanden ist, insofern ein bestimmtes Verhältnis des Menschen zum außermenschlichen Weltall besteht. Worauf wir nun besonders hinzuweisen haben als im Menschen vorhanden, das ist die Hinordnung des menschlichen Hauptes auf eine außerirdische Welt, auf eine Welt, welche außerhalb derjenigen liegt, von der der übrige Organismus des Menschen abhängig ist. Unser Haupt weist noch deutlich in diejenige Welt hinein, die wir durchgemacht haben zwischen dem Tode und einer neuen Geburt. Die ganze Organisation unseres Hauptes ist so gebildet, daß sie den deutlichen Nachklang bildet unseres Aufenthaltes in den geistigen Welten. Nun müssen wir das Entsprechende suchen im Kosmos.

[ 2 ] Da brauchen Sie ja nur einmal zu vergleichen das Verhalten, sagen wir, des weit im Weltenall draußen stehenden Saturn mit dem Verhalten der Erde selbst, und Sie werden einen gewissen Unterschied wahrnehmen. Dieser Unterschied ist dadurch für die Astronomie zur Geltung gekommen, daß man sagt, der Saturn kreise um die Sonne in 30 Jahren, die Erde in einem Jahre. Wir wollen uns jetzt einmal nicht kümmern, ob diese Dinge richtig oder falsch sind, ob sie eine Einseitigkeit darstellen oder nicht, wir wollen nur auf das hinweisen, daß eben die Beobachtungen, die man gewinnen kann dadurch, daß man den Saturn im Weltenraume verfolgt und die Geschwindigkeit seiner Bewegung vergleicht mit dem, was man der Erde als eine gewisse Geschwindigkeit zuschreibt, daß man dadurch unter Voraussetzung des kopernikanisch-keplerischen Weltsystems zu der Anschauung kommt, daß der Saturn 30 Jahre braucht, um die Sonne zu umkreisen, die Erde ein Jahr. Und wenn wir dann auf den Jupiter hinschauen, so spricht man ihm eine Umlaufszeit von 12 Jahren zu. Viel kürzer ist die Umlaufszeit des Mars. Aber nun kommen wir, wenn wit die anderen Planeten uns ansehen, die Venus, den Merkur, zu Umlaufszeiten, die kleiner sind als die der Erde, oder sagen wir, von denen gesagt wird, daß sie kleiner sind als die Umlaufszeit der Erde. Alle diese Dinge sind ja selbstverständlich ausgedacht, sind ausgedacht auf Grundlage der Beobachtungen, die in der einen oder in der anderen Weise gemacht werden.

[ 2 ] Da brauchen Sie ja nur einmal zu vergleichen das Verhalten, sagen wir, des weit im Weltenall draußen stehenden Saturn mit dem Verhalten der Erde selbst, und Sie werden einen gewissen Unterschied wahrnehmen. Dieser Unterschied ist dadurch für die Astronomie zur Geltung gekommen, daß man sagt, der Saturn kreise um die Sonne in 30 Jahren, die Erde in einem Jahre. Wir wollen uns jetzt einmal nicht kümmern, ob diese Dinge richtig oder falsch sind, ob sie eine Einseitigkeit darstellen oder nicht, wir wollen nur auf das hinweisen, daß eben die Beobachtungen, die man gewinnen kann dadurch, daß man den Saturn im Weltenraume verfolgt und die Geschwindigkeit seiner Bewegung vergleicht mit dem, was man der Erde als eine gewisse Geschwindigkeit zuschreibt, daß man dadurch unter Voraussetzung des kopernikanisch-keplerischen Weltsystems zu der Anschauung kommt, daß der Saturn 30 Jahre braucht, um die Sonne zu umkreisen, die Erde ein Jahr. Und wenn wir dann auf den Jupiter hinschauen, so spricht man ihm eine Umlaufszeit von 12 Jahren zu. Viel kürzer ist die Umlaufszeit des Mars. Aber nun kommen wir, wenn wit die anderen Planeten uns ansehen, die Venus, den Merkur, zu Umlaufszeiten, die kleiner sind als die der Erde, oder sagen wir, von denen gesagt wird, daß sie kleiner sind als die Umlaufszeit der Erde. Alle diese Dinge sind ja selbstverständlich ausgedacht, sind ausgedacht auf Grundlage der Beobachtungen, die in der einen oder in der anderen Weise gemacht werden.

[ 3 ] Nun habe ich ja darauf hingewiesen, daß wir eigentlich eine wahre Einsicht in diese Dinge nur gewinnen, wenn wir gewissermaßen das, was da in den Weiten des Weltenraumes vor sich geht, vergleichen mit dem, was zugeordnet vor sich geht innerhalb der Grenzen unserer Haut, in unserem eigenen Organismus. Bedenken Sie einmal, daß dem, was man Umlaufszeit der Erde um die Sonne nennt, ja irgend etwas entspricht. Wir haben gestern darauf hingewiesen, daß auch für die tägliche Tatsachenreihe hinzuweisen ist auf eine gewisse Kurve, auf eine gewisse Linie, die sich selber schneidet. In einer ähnlichen Weise wird auch vorzustellen sein diejenige Kurve, diejenige krumme Linie, welche der jährlichen Bewegung der Erde entspricht, ganz gleichgültig, ob man nun der Anschauung ist, daß diese Bewegung der Erde zugleich eine Bewegung um die Sonne ist oder nicht. Denn was haben wir da eigentlich vor uns? Bedenken Sie einmal: Wir haben in unserem eigenen Tageskreislauf, den wir jetzt nicht so nehmen wollen, wie er dem Kosmos entspricht, sondern wie er im Menschen auftritt, so daß wir auch diejenigen, deren Schlafens- und Wachenszeit nicht zusammenfällt mit dem Wechsel von Tag und Nacht, daß wir also auch die Bummler und unregelmäßig Lebenden fassen können. Wir wollen diesen Tageskreislauf im Menschen so betrachten, daß wir ihn aus dem Grunde, den wir gestern schon angeführt haben, uns repräsentiert denken durch solch eine Linie (Tafel 20, rechts oben), wobei die Punkte des Einschlafens und Aufwachens übereinanderfallen. Ich habe gestern schon bemerkt, daß man diese Punkte des Einschlafens und Aufwachens übereinanderfallend denken muß. Es gibt viele Gründe, aber es genügt ein Grund, um vor unbefangenem Urteil einzusehen, daß wir den Punkt des Aufwachens über den Punkt des Einschlafens zu legen haben. Denn nehmen Sie einmal die auffälligste Tatsache: Wenn Sie zurückblicken auf Ihr Leben, so erscheint Ihnen dieses Leben wie eine geschlossene Strömung. Sie sind nicht veranlaßt, dieses Leben so vorzustellen (die unterbrochene Gerade in mittlerer Höhe, von rechts nach links): Heute habe ich gelebt und die Umgebung gewußt bis zum Aufwachen; dann kommt Dunkelheit; dann gestern, da bin ich eingeschlafen, da habe ich wiederum gelebt bis zum Aufwachen; folgt wiederum Dunkelheit. So stellen Sie sich die Erinnerungsströmung nicht vor, sondern Sie stellen sich die Erinnerungsströmung so vor, daß in der Tat der Moment des Aufwachens und der Moment des Einschlafens wirklich zusammenfallen in Ihrem erinnernden Bewußtsein. Das ist eine einfache Tatsache. Diese Tatsache läßt sich nur so zeichnen, daß man die den Tageslauf im Menschen repräsentierende Kurve als eine Schleifenlinie zeichnet, wo dann der Punkt des Aufwachens über den Punkt des Einschlafens fällt. Wäre eine Kurve richtig, die eine Ellipse oder ein Kreis wäre, dann müßte das Einschlafen und das Aufwachen deutlich voneinander getrennt sein; es könnte nicht sich anschließen unmittelbar das Aufwachen an das Einschlafen. So also müssen wir den Tageslauf des Menschen uns vorstellen.

[ 3 ] Nun habe ich ja darauf hingewiesen, daß wir eigentlich eine wahre Einsicht in diese Dinge nur gewinnen, wenn wir gewissermaßen das, was da in den Weiten des Weltenraumes vor sich geht, vergleichen mit dem, was zugeordnet vor sich geht innerhalb der Grenzen unserer Haut, in unserem eigenen Organismus. Bedenken Sie einmal, daß dem, was man Umlaufszeit der Erde um die Sonne nennt, ja irgend etwas entspricht. Wir haben gestern darauf hingewiesen, daß auch für die tägliche Tatsachenreihe hinzuweisen ist auf eine gewisse Kurve, auf eine gewisse Linie, die sich selber schneidet. In einer ähnlichen Weise wird auch vorzustellen sein diejenige Kurve, diejenige krumme Linie, welche der jährlichen Bewegung der Erde entspricht, ganz gleichgültig, ob man nun der Anschauung ist, daß diese Bewegung der Erde zugleich eine Bewegung um die Sonne ist oder nicht. Denn was haben wir da eigentlich vor uns? Bedenken Sie einmal: Wir haben in unserem eigenen Tageskreislauf, den wir jetzt nicht so nehmen wollen, wie er dem Kosmos entspricht, sondern wie er im Menschen auftritt, so daß wir auch diejenigen, deren Schlafens- und Wachenszeit nicht zusammenfällt mit dem Wechsel von Tag und Nacht, daß wir also auch die Bummler und unregelmäßig Lebenden fassen können. Wir wollen diesen Tageskreislauf im Menschen so betrachten, daß wir ihn aus dem Grunde, den wir gestern schon angeführt haben, uns repräsentiert denken durch solch eine Linie (Tafel 20, rechts oben), wobei die Punkte des Einschlafens und Aufwachens übereinanderfallen. Ich habe gestern schon bemerkt, daß man diese Punkte des Einschlafens und Aufwachens übereinanderfallend denken muß. Es gibt viele Gründe, aber es genügt ein Grund, um vor unbefangenem Urteil einzusehen, daß wir den Punkt des Aufwachens über den Punkt des Einschlafens zu legen haben. Denn nehmen Sie einmal die auffälligste Tatsache: Wenn Sie zurückblicken auf Ihr Leben, so erscheint Ihnen dieses Leben wie eine geschlossene Strömung. Sie sind nicht veranlaßt, dieses Leben so vorzustellen (die unterbrochene Gerade in mittlerer Höhe, von rechts nach links): Heute habe ich gelebt und die Umgebung gewußt bis zum Aufwachen; dann kommt Dunkelheit; dann gestern, da bin ich eingeschlafen, da habe ich wiederum gelebt bis zum Aufwachen; folgt wiederum Dunkelheit. So stellen Sie sich die Erinnerungsströmung nicht vor, sondern Sie stellen sich die Erinnerungsströmung so vor, daß in der Tat der Moment des Aufwachens und der Moment des Einschlafens wirklich zusammenfallen in Ihrem erinnernden Bewußtsein. Das ist eine einfache Tatsache. Diese Tatsache läßt sich nur so zeichnen, daß man die den Tageslauf im Menschen repräsentierende Kurve als eine Schleifenlinie zeichnet, wo dann der Punkt des Aufwachens über den Punkt des Einschlafens fällt. Wäre eine Kurve richtig, die eine Ellipse oder ein Kreis wäre, dann müßte das Einschlafen und das Aufwachen deutlich voneinander getrennt sein; es könnte nicht sich anschließen unmittelbar das Aufwachen an das Einschlafen. So also müssen wir den Tageslauf des Menschen uns vorstellen.

Blackboard DrawingBlackboard Drawing

[ 4 ] Versuchen Sie einmal, sich im Menschen selbst ordentlich zurechtzulegen, was das eigentlich ist: Sie leben wachend vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Da sind Sie, indem Sie physischer Mensch sind, zugleich der ganze Mensch, da haben Sie in sich Ihren physischen Leib, Ihren Ätherleib, Ihren astralischen Leib, Ihr Ich. Jetzt nehmen Sie den physischen Menschen vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Da haben Sie nur den physischen Leib und den Ätherleib. Als physischer Mensch sind Sie nicht Mensch, sondern Sie haben den physischen Leib und den Ätherleib; das liegt im Bette. Das sollte im Grunde genommen gar nicht sein. Das besteht im Grunde genommen zu Unrecht, denn das sollte eine Pflanze sein. Das ist nur der liegengebliebene Rest des vollständigen Menschen, von dem fort sind das Ich und der astralische Leib, und nur unter dem Einflusse der Tatsache, daß Ich und astralischer Leib wiederum zurückkehren können, bevor der physische Leib und der Ätherleib ihrem Pflanzenziel nachgehen können, nur diese Tatsache macht es, daß wir nicht jede Nacht sterben.

[ 4 ] Versuchen Sie einmal, sich im Menschen selbst ordentlich zurechtzulegen, was das eigentlich ist: Sie leben wachend vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Da sind Sie, indem Sie physischer Mensch sind, zugleich der ganze Mensch, da haben Sie in sich Ihren physischen Leib, Ihren Ätherleib, Ihren astralischen Leib, Ihr Ich. Jetzt nehmen Sie den physischen Menschen vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Da haben Sie nur den physischen Leib und den Ätherleib. Als physischer Mensch sind Sie nicht Mensch, sondern Sie haben den physischen Leib und den Ätherleib; das liegt im Bette. Das sollte im Grunde genommen gar nicht sein. Das besteht im Grunde genommen zu Unrecht, denn das sollte eine Pflanze sein. Das ist nur der liegengebliebene Rest des vollständigen Menschen, von dem fort sind das Ich und der astralische Leib, und nur unter dem Einflusse der Tatsache, daß Ich und astralischer Leib wiederum zurückkehren können, bevor der physische Leib und der Ätherleib ihrem Pflanzenziel nachgehen können, nur diese Tatsache macht es, daß wir nicht jede Nacht sterben.

[ 5 ] Nun sehen wir auf das hin, was da eigentlich im Bette liegt. Was ist denn das, was da im Bette liegt? Das wird plötzlich zu der Natur des Pflanzenreiches. Das müssen Sie sehen als ähnlich dem, was auf der Erde vorgeht von dem Moment an, wo im Frühling die Pflanzen hervorsprießen bis zum Herbst, wo die Pflanzen wiederum hinuntergehen. Da schießt im Menschen das Pflanzensein ins Kraut, möchte man sagen, vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Da wird er so, wie die Erde zur Sommertszeit ist. Und wenn wiederum das Ich und der astralische Leib zurückkehren, wenn der Mensch aufwacht, dann wird er so, wie die Erde zur Winterszeit ist. So daß wir sagen können: der Wachzustand des Menschen, die Zeit vom Aufwachen bis zum Einschlafen ist der persönliche Winter, die Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen ist der persönliche Sommer. Für den Kosmos, insofern die Erde ja auch zu diesem Kosmos gehört, ist das Jahr das Entsprechende. Die Erde wacht in der Winterszeit, schläft in der Sommerszeit. Die Sommertszeit ist die Schlafzeit der Erde, die Winterszeit ist die Wachzeit der Erde. Äußerlich verglichen gibt es selbstverständlich eine falsche Analogie; da glaubt man, daß die Sommerszeit die Wachzeit der Erde ist und die Winterszeit die Schlafenszeit der Erde ist. Umgekehrt ist es das Richtige; denn wir werden ja während unserer Schlafenszeit dem blühenden, sprossenden Pflanzenleben ähnlich, werden also da so wie die Erde während der Sommerszeit. Und wenn unser Ich und unser astralischer Leib in unsern physischen Leib und in unsern Ätherleib hineingehen, so ist es so, wie wenn für die pflanzentragende Erde die Sommersonne sich zurückzieht und die Wintersonne wirkt. Doch ist eine Jahreszeit jeweilig für irgendeinen Teil der Erdoberfläche. Bei der Erde ist es also anders wie beim einzelnen Menschen, aber auch nur scheinbar, übrigens; bei der Erde, insofern wir sie auf irgendeinem Teile bewohnen, ist es so, daß ein Jahreslauf dem Tageskreislauf des Menschen entspricht. Ein Jahreskreislauf im Kosmos entspricht dem Tageskreislauf des Menschen.

[ 5 ] Nun sehen wir auf das hin, was da eigentlich im Bette liegt. Was ist denn das, was da im Bette liegt? Das wird plötzlich zu der Natur des Pflanzenreiches. Das müssen Sie sehen als ähnlich dem, was auf der Erde vorgeht von dem Moment an, wo im Frühling die Pflanzen hervorsprießen bis zum Herbst, wo die Pflanzen wiederum hinuntergehen. Da schießt im Menschen das Pflanzensein ins Kraut, möchte man sagen, vom Einschlafen bis zum Aufwachen. Da wird er so, wie die Erde zur Sommertszeit ist. Und wenn wiederum das Ich und der astralische Leib zurückkehren, wenn der Mensch aufwacht, dann wird er so, wie die Erde zur Winterszeit ist. So daß wir sagen können: der Wachzustand des Menschen, die Zeit vom Aufwachen bis zum Einschlafen ist der persönliche Winter, die Zeit vom Einschlafen bis zum Aufwachen ist der persönliche Sommer. Für den Kosmos, insofern die Erde ja auch zu diesem Kosmos gehört, ist das Jahr das Entsprechende. Die Erde wacht in der Winterszeit, schläft in der Sommerszeit. Die Sommertszeit ist die Schlafzeit der Erde, die Winterszeit ist die Wachzeit der Erde. Äußerlich verglichen gibt es selbstverständlich eine falsche Analogie; da glaubt man, daß die Sommerszeit die Wachzeit der Erde ist und die Winterszeit die Schlafenszeit der Erde ist. Umgekehrt ist es das Richtige; denn wir werden ja während unserer Schlafenszeit dem blühenden, sprossenden Pflanzenleben ähnlich, werden also da so wie die Erde während der Sommerszeit. Und wenn unser Ich und unser astralischer Leib in unsern physischen Leib und in unsern Ätherleib hineingehen, so ist es so, wie wenn für die pflanzentragende Erde die Sommersonne sich zurückzieht und die Wintersonne wirkt. Doch ist eine Jahreszeit jeweilig für irgendeinen Teil der Erdoberfläche. Bei der Erde ist es also anders wie beim einzelnen Menschen, aber auch nur scheinbar, übrigens; bei der Erde, insofern wir sie auf irgendeinem Teile bewohnen, ist es so, daß ein Jahreslauf dem Tageskreislauf des Menschen entspricht. Ein Jahreskreislauf im Kosmos entspricht dem Tageskreislauf des Menschen.

[ 6 ] Nun haben Sie dadurch ja unmittelbar die Tatsache gegeben, daß wenn Sie auf den Kosmos hinschauen, Sie sich sagen müssen: ein Jahr, das ist für ihn Schlafen und Wachen. Und wenn unsere Erde einfach der Kopf des Kosmos ist, dann drückt sich im Wintersein das Wachen des Kosmos eben aus, im Sommersein das Schlafen des Kosmos. Nehmen wir jetzt diesen Kosmos, der ja hervorbringt Wachen und Schlafen, denn die Pflanzendecke auf der Erde ist ja das Ergebnis des Kosmos, nehmen wir jetzt diesen Kosmos, dann müssen wir ihn auch ansehen als einen großen Organismus. Wir müssen dasjenige, was in seinen Gliedern vorgeht, uns so organisch dem ganzen Kosmos eingefügt denken, wie wir uns organisch eingefügt denken müssen das, was in einem unserer Organe vorgeht, unserem Organismus. Da kommen wir auf Bedeutungen jener Unterschiede, die sich sonst für die Astronomie ausdrücken in den kürzeren Umlaufszeiten von Venus und Merkur gegenüber den längeren Umlaufszeiten — länger als eine sogenannte Umlaufszeit der Erde bei Mars, Jupiter und Saturn namentlich. Wenn wir die sogenannten äußeren Planeten nehmen, Saturn, Jupiter, Mars, so haben diese scheinbar eine lange Umlaufszeit, die über ein Jahr hinauswächst, die also über das bloße Wachen hinauswachsen. Nehmen wir den Saturn, seine 30 Jahre, die ja die scheinbare Umlaufszeit um die Sonne sind (Tafel 20, links oben); seine 30 Jahre, wie können wir sie denn ausdrücken, wenn wit die ordentliche Sprache des Kosmos sprechen, daß ein Jahr sein Tageskreislauf ist? Wenn ein Jahr der Tageskreislauf des Kosmos ist, dann ist die sogenannte Umlaufszeit des Saturn ungefähr 30 Tage, ein kosmischer Monat, kosmische 4 Wochen. So daß Sie sich sagen können: Wenn man den Saturn — die anderen zwei Planeten, Uranus und Neptun, die man heute als gleichberechtigt ansieht, sind ja zugeflogene —, wenn man den Saturn als den äußersten Planeten ansieht, dann muß man sagen: der Saturn begrenzt unseren Kosmos, und in dem scheinbaren Langsamgehen, in dem Nachhinken des Saturn hinter der Erde zeigt sich das Leben des Kosmos in vier Wochen, in einem Monat, gegenüber jenem Leben, das der Kosmos zeigt im Jahreslauf, und das für ihn ein Einschlafen und Aufwachen ist.

[ 6 ] Nun haben Sie dadurch ja unmittelbar die Tatsache gegeben, daß wenn Sie auf den Kosmos hinschauen, Sie sich sagen müssen: ein Jahr, das ist für ihn Schlafen und Wachen. Und wenn unsere Erde einfach der Kopf des Kosmos ist, dann drückt sich im Wintersein das Wachen des Kosmos eben aus, im Sommersein das Schlafen des Kosmos. Nehmen wir jetzt diesen Kosmos, der ja hervorbringt Wachen und Schlafen, denn die Pflanzendecke auf der Erde ist ja das Ergebnis des Kosmos, nehmen wir jetzt diesen Kosmos, dann müssen wir ihn auch ansehen als einen großen Organismus. Wir müssen dasjenige, was in seinen Gliedern vorgeht, uns so organisch dem ganzen Kosmos eingefügt denken, wie wir uns organisch eingefügt denken müssen das, was in einem unserer Organe vorgeht, unserem Organismus. Da kommen wir auf Bedeutungen jener Unterschiede, die sich sonst für die Astronomie ausdrücken in den kürzeren Umlaufszeiten von Venus und Merkur gegenüber den längeren Umlaufszeiten — länger als eine sogenannte Umlaufszeit der Erde bei Mars, Jupiter und Saturn namentlich. Wenn wir die sogenannten äußeren Planeten nehmen, Saturn, Jupiter, Mars, so haben diese scheinbar eine lange Umlaufszeit, die über ein Jahr hinauswächst, die also über das bloße Wachen hinauswachsen. Nehmen wir den Saturn, seine 30 Jahre, die ja die scheinbare Umlaufszeit um die Sonne sind (Tafel 20, links oben); seine 30 Jahre, wie können wir sie denn ausdrücken, wenn wit die ordentliche Sprache des Kosmos sprechen, daß ein Jahr sein Tageskreislauf ist? Wenn ein Jahr der Tageskreislauf des Kosmos ist, dann ist die sogenannte Umlaufszeit des Saturn ungefähr 30 Tage, ein kosmischer Monat, kosmische 4 Wochen. So daß Sie sich sagen können: Wenn man den Saturn — die anderen zwei Planeten, Uranus und Neptun, die man heute als gleichberechtigt ansieht, sind ja zugeflogene —, wenn man den Saturn als den äußersten Planeten ansieht, dann muß man sagen: der Saturn begrenzt unseren Kosmos, und in dem scheinbaren Langsamgehen, in dem Nachhinken des Saturn hinter der Erde zeigt sich das Leben des Kosmos in vier Wochen, in einem Monat, gegenüber jenem Leben, das der Kosmos zeigt im Jahreslauf, und das für ihn ein Einschlafen und Aufwachen ist.

[ 7 ] Daraus aber ersehen Sie, daß der Saturn, wenn wit gewissermaßen seine scheinbare Bahn als die äußerste Grenze unsetes Planetensystems ansehen, in einer anderen Weise sich innerhalb dieses Planetensystems verhält als zum Beispiel der Merkur. Der Merkur, der nicht einmal 100 Tage zu einem sogenannten scheinbaren Umlauf braucht, der bewegt sich schnell herum, der ist regsam da im Innern, hat eine gewisse Geschwindigkeit, während sich der Saturn langsam bewegt.

[ 7 ] Daraus aber ersehen Sie, daß der Saturn, wenn wit gewissermaßen seine scheinbare Bahn als die äußerste Grenze unsetes Planetensystems ansehen, in einer anderen Weise sich innerhalb dieses Planetensystems verhält als zum Beispiel der Merkur. Der Merkur, der nicht einmal 100 Tage zu einem sogenannten scheinbaren Umlauf braucht, der bewegt sich schnell herum, der ist regsam da im Innern, hat eine gewisse Geschwindigkeit, während sich der Saturn langsam bewegt.

[ 8 ] Wem entspricht denn das eigentlich? Wenn Sie diese Bewegung des Saturn nehmen, so ist also verhältnismäßig etwas Langsames da; die Bewegung des Merkur ist etwas, was gegenüber der Bewegung des Saturn etwas sehr Schnelles ist, eine innere Regsamkeit des Organismus Kosmos, etwas, was innerlich den Kosmos bewegt. Es ist so, wie wenn Sie sich meinetwillen eine Art lebendigen Schleimorganismus denken, (Tafel 21, links), der sich als solcher dreht, und da extra drinnen ein Organ, das wiederum schneller sich um sich dreht. Es sondert sich dieser Merkur da in seiner Bewegung dutch sein schnelleres Drehen aus von dem ganzen Drehen, von der ganzen Bewegung. Es ist wie ein eingeschlossenes Glied, ebenso ist das Bewegen der Venus wie ein eingeschlossenes Glied. Da haben Sie etwas, was im Menschen dem Verhalten des Hauptes zum übrigen Organismus entspricht. Das Haupt schließt sich aus von den Bewegungen des übrigen Organismus. Venus und Merkur emanzipieren sich von der Bewegung, die der Saturn angibt. Sie gehen ihren eigenen Weg. Sie erzittern in dem ganzen System drinnen. Was bedeutet denn das? Sie haben etwas extra da in dem ganzen System. Ihre schnellere Regsamkeit deutet darauf, daß sie etwas extra da drinnen haben. Was ist denn das Entsprechende dieses Extra? Nun, in unserem Haupte ist das, was das Haupt extra hat, die Zuordnung zu der übersinnlichen Welt; nur — unser Haupt wird ruhig an unserem Organismus, so wie wir in einer Kutsche oder im Eisenbahnzug drinnen ruhig sind, trotzdem der Eisenbahnzug weitergeht. Venus und Merkur machen es anders; sie machen das Entgegengesetzte in bezug auf ihr Emanzipieren. Während unser Haupt ruhig ist, wie wenn wir uns ganz ruhig in die Kutsche oder in die Eisenbahn setzen und darinnen ruhig sind, emanzipieren sich in der entgegengesetzten Art von dem ganzen Planetensystem Venus und Merkur. Es ist so, wie wenn wit, indem wir uns in den Eisenbahnwagen setzen, durch etwas angeregt, noch extra da drinnen immerfort schneller uns bewegen würden als der Eisenbahnzug selber.

[ 8 ] Wem entspricht denn das eigentlich? Wenn Sie diese Bewegung des Saturn nehmen, so ist also verhältnismäßig etwas Langsames da; die Bewegung des Merkur ist etwas, was gegenüber der Bewegung des Saturn etwas sehr Schnelles ist, eine innere Regsamkeit des Organismus Kosmos, etwas, was innerlich den Kosmos bewegt. Es ist so, wie wenn Sie sich meinetwillen eine Art lebendigen Schleimorganismus denken, (Tafel 21, links), der sich als solcher dreht, und da extra drinnen ein Organ, das wiederum schneller sich um sich dreht. Es sondert sich dieser Merkur da in seiner Bewegung dutch sein schnelleres Drehen aus von dem ganzen Drehen, von der ganzen Bewegung. Es ist wie ein eingeschlossenes Glied, ebenso ist das Bewegen der Venus wie ein eingeschlossenes Glied. Da haben Sie etwas, was im Menschen dem Verhalten des Hauptes zum übrigen Organismus entspricht. Das Haupt schließt sich aus von den Bewegungen des übrigen Organismus. Venus und Merkur emanzipieren sich von der Bewegung, die der Saturn angibt. Sie gehen ihren eigenen Weg. Sie erzittern in dem ganzen System drinnen. Was bedeutet denn das? Sie haben etwas extra da in dem ganzen System. Ihre schnellere Regsamkeit deutet darauf, daß sie etwas extra da drinnen haben. Was ist denn das Entsprechende dieses Extra? Nun, in unserem Haupte ist das, was das Haupt extra hat, die Zuordnung zu der übersinnlichen Welt; nur — unser Haupt wird ruhig an unserem Organismus, so wie wir in einer Kutsche oder im Eisenbahnzug drinnen ruhig sind, trotzdem der Eisenbahnzug weitergeht. Venus und Merkur machen es anders; sie machen das Entgegengesetzte in bezug auf ihr Emanzipieren. Während unser Haupt ruhig ist, wie wenn wir uns ganz ruhig in die Kutsche oder in die Eisenbahn setzen und darinnen ruhig sind, emanzipieren sich in der entgegengesetzten Art von dem ganzen Planetensystem Venus und Merkur. Es ist so, wie wenn wit, indem wir uns in den Eisenbahnwagen setzen, durch etwas angeregt, noch extra da drinnen immerfort schneller uns bewegen würden als der Eisenbahnzug selber.

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[ 9 ] Sehen Sie, das rührt davon her, daß eben Venus und Merkur, die die schnellere scheinbare Bewegung zeigen, nicht bloß zum Raume draußen, zum Räumlichen eine Beziehung haben, sondern ihrerseits auch Beziehungen haben zu dem, wozu unser Haupt Beziehungen hat. Nur gehen sie diese Beziehungen in der entgegengesetzten Art ein, unser Haupt durch Beruhigtwerden, Venus und Merkur durch Regsamwerden. Aber Venus und Merkur sind diejenigen Planeten, durch die unser Planetensystem zu der übersinnlichen Welt eine Beziehung hat. Venus und Merkur gliedern unser Planetensystem in anderer Art in den Kosmos ein als Saturn und Jupiter. Vergeistigt wird unser Planetensystem durch Venus und Merkur, vergeistigt, zugeordnet den geistigen Mächten in einer intimeren Weise, als das etwa durch Jupiter und Saturn geschieht.

[ 9 ] Sehen Sie, das rührt davon her, daß eben Venus und Merkur, die die schnellere scheinbare Bewegung zeigen, nicht bloß zum Raume draußen, zum Räumlichen eine Beziehung haben, sondern ihrerseits auch Beziehungen haben zu dem, wozu unser Haupt Beziehungen hat. Nur gehen sie diese Beziehungen in der entgegengesetzten Art ein, unser Haupt durch Beruhigtwerden, Venus und Merkur durch Regsamwerden. Aber Venus und Merkur sind diejenigen Planeten, durch die unser Planetensystem zu der übersinnlichen Welt eine Beziehung hat. Venus und Merkur gliedern unser Planetensystem in anderer Art in den Kosmos ein als Saturn und Jupiter. Vergeistigt wird unser Planetensystem durch Venus und Merkur, vergeistigt, zugeordnet den geistigen Mächten in einer intimeren Weise, als das etwa durch Jupiter und Saturn geschieht.

[ 10 ] Die Dinge, die wirklich sind, nehmen sich eben oftmals ganz anders aus, wenn man sie wirklichkeitsgemäß studiert, als wenn man sie nach dem naheliegenden Urteile faßt. Geradeso wie der Mensch, wenn er äußerlich urteilt, die Winterszeit die Schlafenszeit der Erde nennt, und die Sommerszeit die Wachenszeit, während es umgekehrt ist, so könnte man äußerlich urteilend auch versucht sein, Saturn und Jupiter als geistiger zu denken denn Venus und Merkur. Aber so ist es nicht, sondern gerade Venus und Merkur stehen in intimerer Beziehung zu etwas, was hinter dem ganzen Kosmos ist, als Jupiter und Saturn. So daß wir sagen können: In Venus und Merkur haben wir etwas gegeben, was uns äußerlich, insofern wir ein Glied unseres Planetensystems sind, in Beziehung setzt zu einer übersinnlichen Welt. Indem wir hier leben, werden wir durch Merkur und Venus zu einer übersinnlichen Welt in Beziehung gesetzt. Man könnte sagen: Indem wir uns durch die Geburt in der physischen Welt verkörpern, werden wir durch Saturn und Jupiter in diese physische Welt hereingetragen; indem wir von der Geburt bis zum Tode hin leben, wirken Venus und Merkur in uns und bereiten uns vor, durch den Tod wiederum unser Übersinnliches in die übersinnliche Welt hinauszutragen. In der Tat haben Merkur und Venus ebensoviel Anteil an unserer Unsterblichkeit nach dem Tode, wie Jupiter und Saturn Anteil haben an unserer Unsterblichkeit vor dem Tode. Aber es ist so, daß wir wirklich auch im Kosmos so etwas sehen müssen, was da entspricht der verhältnismäßig geistigeren Organisation des Hauptes im Vergleich zu der Organisation des übrigen menschlichen Organismus.

[ 10 ] Die Dinge, die wirklich sind, nehmen sich eben oftmals ganz anders aus, wenn man sie wirklichkeitsgemäß studiert, als wenn man sie nach dem naheliegenden Urteile faßt. Geradeso wie der Mensch, wenn er äußerlich urteilt, die Winterszeit die Schlafenszeit der Erde nennt, und die Sommerszeit die Wachenszeit, während es umgekehrt ist, so könnte man äußerlich urteilend auch versucht sein, Saturn und Jupiter als geistiger zu denken denn Venus und Merkur. Aber so ist es nicht, sondern gerade Venus und Merkur stehen in intimerer Beziehung zu etwas, was hinter dem ganzen Kosmos ist, als Jupiter und Saturn. So daß wir sagen können: In Venus und Merkur haben wir etwas gegeben, was uns äußerlich, insofern wir ein Glied unseres Planetensystems sind, in Beziehung setzt zu einer übersinnlichen Welt. Indem wir hier leben, werden wir durch Merkur und Venus zu einer übersinnlichen Welt in Beziehung gesetzt. Man könnte sagen: Indem wir uns durch die Geburt in der physischen Welt verkörpern, werden wir durch Saturn und Jupiter in diese physische Welt hereingetragen; indem wir von der Geburt bis zum Tode hin leben, wirken Venus und Merkur in uns und bereiten uns vor, durch den Tod wiederum unser Übersinnliches in die übersinnliche Welt hinauszutragen. In der Tat haben Merkur und Venus ebensoviel Anteil an unserer Unsterblichkeit nach dem Tode, wie Jupiter und Saturn Anteil haben an unserer Unsterblichkeit vor dem Tode. Aber es ist so, daß wir wirklich auch im Kosmos so etwas sehen müssen, was da entspricht der verhältnismäßig geistigeren Organisation des Hauptes im Vergleich zu der Organisation des übrigen menschlichen Organismus.

[ 11 ] Nun, wenn wir uns vorstellen, daß der Saturn seinerseits auch seine Bewegung in einer solchen Kurve (Lemniskate, Tafel 20) hat, die nur selbstverständlich anders gezogen wird im Weltenraum, wie die durch eine 30mal schnellere Bewegung bewirkte Kurve der Erde, wenn wir uns diese Kurve so vorstellen beim Saturn und auch bei der Erde, dann müssen wir uns ja vorstellen, daß jeder Weltenkörper, der in einer solchen Bahn kreist, dutch Kräfte selbstverständlich in dieser Bahn bewegt wird, aber er wird durch Kräfte verschiedener Art bewegt. Und da kommen wir zu einer Vorstellung, die außerordentlich bedeutsam ist und die, wenn Sie sie einmal in Wirklichkeit aufnehmen, Ihnen wahrscheinlich sofort einleuchten wird als eine gültige. Sie leuchtet den Menschen nur deshalb nicht ein als eine gültige, weil die Menschen unter dem Einflusse des Materialismus der letzten Jahrhunderte eben gar nicht gewöhnt sind, solche Dinge mit den Tatsachen des Weltenalls zu verbinden.

[ 11 ] Nun, wenn wir uns vorstellen, daß der Saturn seinerseits auch seine Bewegung in einer solchen Kurve (Lemniskate, Tafel 20) hat, die nur selbstverständlich anders gezogen wird im Weltenraum, wie die durch eine 30mal schnellere Bewegung bewirkte Kurve der Erde, wenn wir uns diese Kurve so vorstellen beim Saturn und auch bei der Erde, dann müssen wir uns ja vorstellen, daß jeder Weltenkörper, der in einer solchen Bahn kreist, dutch Kräfte selbstverständlich in dieser Bahn bewegt wird, aber er wird durch Kräfte verschiedener Art bewegt. Und da kommen wir zu einer Vorstellung, die außerordentlich bedeutsam ist und die, wenn Sie sie einmal in Wirklichkeit aufnehmen, Ihnen wahrscheinlich sofort einleuchten wird als eine gültige. Sie leuchtet den Menschen nur deshalb nicht ein als eine gültige, weil die Menschen unter dem Einflusse des Materialismus der letzten Jahrhunderte eben gar nicht gewöhnt sind, solche Dinge mit den Tatsachen des Weltenalls zu verbinden.

[ 12 ] Für die heutige materialistische Weltanschauung ist eben der Saturn, der sich da im Weltenraume findet, nur ein Körper, der da im Weltenraum herumgondelt, und die anderen Planeten auch. Aber so ist es nicht; sondern wenn wir diesen äußersten Planeten unseres Planetensystems, den Saturn nehmen, dann müssen wir ihn uns vorstellen — und ich werde jetzt etwas wiederum gewissermaßen referierend angeben müssen, was wir erst später erläutern —, wir müssen ihn uns vorstellen als den Führer unseres Planetensystems im Weltenraume. Er zieht unser Planetensystem im Weltenraume. Er ist der Körper für die äußerste Kraft, die uns da in der Lemniskate im Weltenraume herumführt. Er kutschiert und zieht zugleich. Er ist also die Kraft in der äußersten Peripherie. Würde er nur wirken, so würden wir uns in der Lemniskate bewegen. Aber nun sind in unserem Planetensystem eben diese anderen Kräfte, die eine intimere Vermittelung darstellen zur geistigen Welt, die wir im Merkur und in der Venus finden. Durch diese Kräfte wird fortwährend die Bahn gehoben. So daß wir, wenn wir diese Bahn von oben anschauen, wir diese Lemniskate bekommen (die vorige Kurve); wenn wir sie aber von der Seite anschauen, bekommen wir Linien, die sich fortwährend heben, fortschreiten (Tafel 20, rechts unten). Dieses Fortschreiten, das entspricht im Menschen der Tatsache, daß wir, während wir schlafen, das verarbeiten, was wir in uns aufgenommen haben; wenn es auch nicht gleich ins Bewußtsein übergeht, wir verarbeiten es. Wir verarbeiten, was wir durch unsere Erziehung, durch unser Leben aufnehmen, eigentlich hauptsächlich während des Schlafens. Und während des Schlafes vermitteln uns das Merkur und Venus. Sie sind unsere wichtigsten Nachtplaneten, während Jupiter und Saturn unsere wichtigsten Tagesplaneten sind. Daher hat mit vollem Rechte eine ältere instinktive atavistische Weisheit Jupiter und Saturn mit der menschlichen Hauptesbildung zusammengebracht, Merkur und Venus mit der menschlichen Rumpfesbildung, also mit dem übrigen Organismus. Aus der intimen Erkenntnis des Verhältnisses zwischen Mensch und Weltenall sind diese Dinge entstanden.

[ 12 ] Für die heutige materialistische Weltanschauung ist eben der Saturn, der sich da im Weltenraume findet, nur ein Körper, der da im Weltenraum herumgondelt, und die anderen Planeten auch. Aber so ist es nicht; sondern wenn wir diesen äußersten Planeten unseres Planetensystems, den Saturn nehmen, dann müssen wir ihn uns vorstellen — und ich werde jetzt etwas wiederum gewissermaßen referierend angeben müssen, was wir erst später erläutern —, wir müssen ihn uns vorstellen als den Führer unseres Planetensystems im Weltenraume. Er zieht unser Planetensystem im Weltenraume. Er ist der Körper für die äußerste Kraft, die uns da in der Lemniskate im Weltenraume herumführt. Er kutschiert und zieht zugleich. Er ist also die Kraft in der äußersten Peripherie. Würde er nur wirken, so würden wir uns in der Lemniskate bewegen. Aber nun sind in unserem Planetensystem eben diese anderen Kräfte, die eine intimere Vermittelung darstellen zur geistigen Welt, die wir im Merkur und in der Venus finden. Durch diese Kräfte wird fortwährend die Bahn gehoben. So daß wir, wenn wir diese Bahn von oben anschauen, wir diese Lemniskate bekommen (die vorige Kurve); wenn wir sie aber von der Seite anschauen, bekommen wir Linien, die sich fortwährend heben, fortschreiten (Tafel 20, rechts unten). Dieses Fortschreiten, das entspricht im Menschen der Tatsache, daß wir, während wir schlafen, das verarbeiten, was wir in uns aufgenommen haben; wenn es auch nicht gleich ins Bewußtsein übergeht, wir verarbeiten es. Wir verarbeiten, was wir durch unsere Erziehung, durch unser Leben aufnehmen, eigentlich hauptsächlich während des Schlafens. Und während des Schlafes vermitteln uns das Merkur und Venus. Sie sind unsere wichtigsten Nachtplaneten, während Jupiter und Saturn unsere wichtigsten Tagesplaneten sind. Daher hat mit vollem Rechte eine ältere instinktive atavistische Weisheit Jupiter und Saturn mit der menschlichen Hauptesbildung zusammengebracht, Merkur und Venus mit der menschlichen Rumpfesbildung, also mit dem übrigen Organismus. Aus der intimen Erkenntnis des Verhältnisses zwischen Mensch und Weltenall sind diese Dinge entstanden.

[ 13 ] Nun bitte ich Sie aber folgendes zu beachten. Wir haben nötig, zunächst einmal aus inneren Gründen die Bewegung der Erde lemniskatisch aufzufassen, außerdem als wirkend auf die Bewegung der Erde die Venus- und Merkurkräfte, die die Lemniskate selber wiederum weitertragen, so daß eigentlich die Lemniskate fortschreitet und ihre Achse selber dann wiederum eine Lemniskate wird. Wir haben eine außerordentlich komplizierte Bewegung für die Erde selber. Und nun kommt das, worauf ich Sie eigentlich hinweisen will. Es strebt die Astronomie danach, diese Bewegungen zu zeichnen. Man will ein Planetensystem haben. Man will das Sonnensystem zeichnen und rechnerisch erklären. Aber solche Planeten wie Venus und Merkur, die haben auch Beziehungen zu dem Außerräumlichen, zu dem Übersinnlichen, zu dem Geistigen, zu dem, was gar nicht in den Raum hineingehört. Wollen Sie also die Bahn des Saturn, die Bahn des Jupiter, die Bahn des Mars erfassen und in denselben Raum hineinzeichnen auch die Bahn von Venus und Merkur, so kriegen Sie da hinein höchstens eine Projektion der Venus- und Merkurbahn, aber keineswegs die Venus- und Merkurbahn selbst. Wenn Sie den dreidimensionalen Raum verwenden, um hineinzuzeichnen die Bahn von Jupiter, Saturn und Mars, so kommen Sie höchstens noch an eine Grenze; da kriegen Sie so etwas wie eine Bahn der Sonne. Wollen Sie aber jetzt das andere zeichnen, was da noch kommt, dann können Sie das nicht mehr in den dreidimensionalen Raum hineinzeichnen, sondern Sie können nur Schattenbilder für diese anderen Bewegungen in den dreidimensionalen Raum hineinkriegen. Sie können nicht in denselben Raum hineinzeichnen die Bahn der Venus und die Bahn des Saturn. Daraus ersehen Sie, daß alles Zeichnen des Sonnensystems, indem man sich dabei desselben Raumes bedient für den Saturn wie für die Venus, daß das alles nur Annäherungen sind, daß es gar nicht geht, ein Sonnensystem zu zeichnen. Das geht ebensowenig, wie Sie einen Menschen seiner Gesamtwesenheit nach aus den bloß natürlichen Kräften erklären können. Und jetzt werden Sie einsehen, warum kein Sonnensystem genügt. Leicht konnte ein Gar-nicht-Astronom wie Johannes Schlaf den Leuten, die ganz feste Astronomen sind, die Unmöglichkeit ihres Sonnensystems zeigen an sehr einfachen Tatsachen, indem er einfach zum Beispiel darauf hinwies, daß wenn die Sonne und die Erde sich so verhielten, daß die Erde herumginge um die Sonne, müßten sich Sonnenflecken nicht so zeigen, wie sie sich eben zeigen, denn einmal ist man hinten und dann ist man vorn und dann geht man herum. Das ist aber alles nicht der Fall. Es stimmt nichts von dem, was in einen Raum von den gewöhnlichen drei abstrakten Dimensionen von unserem Sonnensystem hineingezeichnet wird. Man muß sich durchaus klar sein, daß man, ebenso wie beim Menschen, sich sagen muß: Will man den Menschen als ganzen Menschen begreifen, so muß man von den physischen Kräften zu den übersinnlichen Kräften gehen. Ebenso muß man, will man ein Sonnensystem begreifen, über die drei Dimensionen hinausgehen in andere Dimensionalität hinein. Das heißt, man kann nicht ein gewöhnliches Sonnensystem zeichnen im dreidimensionalen Raum (Tafel 21, Mitte). Alle diese Planiglobien und so weiter, die haben wir so aufzufassen, daß wir sagen: Da, wo in einem solchen Planiglobium der Saturn ist, da ist, wenn wir nach unserm gewöhnlichen schematischen Sonnensystem irgendwo Merkur haben, nicht der wirkliche Merkur, sondern sein Schatten, seine bloße Projektion.

[ 13 ] Nun bitte ich Sie aber folgendes zu beachten. Wir haben nötig, zunächst einmal aus inneren Gründen die Bewegung der Erde lemniskatisch aufzufassen, außerdem als wirkend auf die Bewegung der Erde die Venus- und Merkurkräfte, die die Lemniskate selber wiederum weitertragen, so daß eigentlich die Lemniskate fortschreitet und ihre Achse selber dann wiederum eine Lemniskate wird. Wir haben eine außerordentlich komplizierte Bewegung für die Erde selber. Und nun kommt das, worauf ich Sie eigentlich hinweisen will. Es strebt die Astronomie danach, diese Bewegungen zu zeichnen. Man will ein Planetensystem haben. Man will das Sonnensystem zeichnen und rechnerisch erklären. Aber solche Planeten wie Venus und Merkur, die haben auch Beziehungen zu dem Außerräumlichen, zu dem Übersinnlichen, zu dem Geistigen, zu dem, was gar nicht in den Raum hineingehört. Wollen Sie also die Bahn des Saturn, die Bahn des Jupiter, die Bahn des Mars erfassen und in denselben Raum hineinzeichnen auch die Bahn von Venus und Merkur, so kriegen Sie da hinein höchstens eine Projektion der Venus- und Merkurbahn, aber keineswegs die Venus- und Merkurbahn selbst. Wenn Sie den dreidimensionalen Raum verwenden, um hineinzuzeichnen die Bahn von Jupiter, Saturn und Mars, so kommen Sie höchstens noch an eine Grenze; da kriegen Sie so etwas wie eine Bahn der Sonne. Wollen Sie aber jetzt das andere zeichnen, was da noch kommt, dann können Sie das nicht mehr in den dreidimensionalen Raum hineinzeichnen, sondern Sie können nur Schattenbilder für diese anderen Bewegungen in den dreidimensionalen Raum hineinkriegen. Sie können nicht in denselben Raum hineinzeichnen die Bahn der Venus und die Bahn des Saturn. Daraus ersehen Sie, daß alles Zeichnen des Sonnensystems, indem man sich dabei desselben Raumes bedient für den Saturn wie für die Venus, daß das alles nur Annäherungen sind, daß es gar nicht geht, ein Sonnensystem zu zeichnen. Das geht ebensowenig, wie Sie einen Menschen seiner Gesamtwesenheit nach aus den bloß natürlichen Kräften erklären können. Und jetzt werden Sie einsehen, warum kein Sonnensystem genügt. Leicht konnte ein Gar-nicht-Astronom wie Johannes Schlaf den Leuten, die ganz feste Astronomen sind, die Unmöglichkeit ihres Sonnensystems zeigen an sehr einfachen Tatsachen, indem er einfach zum Beispiel darauf hinwies, daß wenn die Sonne und die Erde sich so verhielten, daß die Erde herumginge um die Sonne, müßten sich Sonnenflecken nicht so zeigen, wie sie sich eben zeigen, denn einmal ist man hinten und dann ist man vorn und dann geht man herum. Das ist aber alles nicht der Fall. Es stimmt nichts von dem, was in einen Raum von den gewöhnlichen drei abstrakten Dimensionen von unserem Sonnensystem hineingezeichnet wird. Man muß sich durchaus klar sein, daß man, ebenso wie beim Menschen, sich sagen muß: Will man den Menschen als ganzen Menschen begreifen, so muß man von den physischen Kräften zu den übersinnlichen Kräften gehen. Ebenso muß man, will man ein Sonnensystem begreifen, über die drei Dimensionen hinausgehen in andere Dimensionalität hinein. Das heißt, man kann nicht ein gewöhnliches Sonnensystem zeichnen im dreidimensionalen Raum (Tafel 21, Mitte). Alle diese Planiglobien und so weiter, die haben wir so aufzufassen, daß wir sagen: Da, wo in einem solchen Planiglobium der Saturn ist, da ist, wenn wir nach unserm gewöhnlichen schematischen Sonnensystem irgendwo Merkur haben, nicht der wirkliche Merkur, sondern sein Schatten, seine bloße Projektion.

[ 14 ] Das sind solche Dinge, die erst wieder von der Geisteswissenschaft ans Tageslicht gebracht werden müssen. Nicht wahr, sie sind verschwunden. Ungefähr sechs, sieben Jahrhunderte vor der christlichen Zeitrechnung hat die Urweisheit begonnen zu verschwinden. Dann ist sie allmählich hinuntergegangen, bis sie durch die Philosophie ersetzt worden ist von der Mitte des 15. Jahrhunderts ab. Aber Menschen wie zum Beispiel Pythagoras haben aus der alten Urweisheit noch so viel gewußt, daß sie zum Beispiel sagen konnten, oder wenigstens Zeitgenossen des Pythagoras sagen konnten: Ja, wir wohnen auf der Erde, wir gehören dutch diese Erde einem Weltsystem an, dem Saturn und Jupiter angehören; aber wenn wir in dieser Dimensionalität drinnenbleiben, dann finden wir da drinnen nicht ein ebensolches Zugehören zu Venus und Merkur. Und wenn wir zu Venus und Merkur gehören wollen, dann können wir nicht so unmittelbar dazugehören, wie wir zu Saturn und Jupiter gehören, sondern wenn unsere Erde in einem gemeinschaftlichen Raum ist mit Saturn und Jupiter (Tafel 20, Mitte unten), so gibt es eine Gegenerde, die ist dann in dem anderen gemeinschaftlichen Raum mit Merkur und Venus. — Daher sprechen diese alten Astronomen von der Erde und der Gegenerde. Selbstverständlich kommt nun der moderne Materialist und sagt: Gegenerde? Ich sehe nichts davon. Er gleicht dem, der einen Menschen abwiegt, dem er erst befohlen hat, nichts zu denken, und ihn dann abwiegt, wenn er ihm befohlen hat, einen besonders gescheiten Gedanken zu denken, und dann sagt: Ich habe gewogen, aber ich habe die Schwere der Gedanken nicht gefunden. — Nicht wahr, der Materialismus lehnt alles ab, was nicht schwer ist oder was nicht gesehen werden kann. Aber es leuchten merkwürdige Dinge aus der Urweisheit, aus der atavistischen Urweisheit der Menschen herauf, auf die wir wiederum aus ganz innerem Schauen, aus innerem Anschauen aus der Geisteswissenschaft kommen. Und dieses Sich-wieder-Durcharbeiten zu einem absolut Neuen, das aber eigentlich auf der Erde schon einmal da war, jetzt nur errungen werden soll aus dem vollen Bewußtsein der Menschen heraus, das ist eben etwas, was dieser Menschheit jetzt dringend notwendig ist aus dem Grunde, weil die Menschen sonst ja die ganze Möglichkeit ihres Denkens verlieren.

[ 14 ] Das sind solche Dinge, die erst wieder von der Geisteswissenschaft ans Tageslicht gebracht werden müssen. Nicht wahr, sie sind verschwunden. Ungefähr sechs, sieben Jahrhunderte vor der christlichen Zeitrechnung hat die Urweisheit begonnen zu verschwinden. Dann ist sie allmählich hinuntergegangen, bis sie durch die Philosophie ersetzt worden ist von der Mitte des 15. Jahrhunderts ab. Aber Menschen wie zum Beispiel Pythagoras haben aus der alten Urweisheit noch so viel gewußt, daß sie zum Beispiel sagen konnten, oder wenigstens Zeitgenossen des Pythagoras sagen konnten: Ja, wir wohnen auf der Erde, wir gehören dutch diese Erde einem Weltsystem an, dem Saturn und Jupiter angehören; aber wenn wir in dieser Dimensionalität drinnenbleiben, dann finden wir da drinnen nicht ein ebensolches Zugehören zu Venus und Merkur. Und wenn wir zu Venus und Merkur gehören wollen, dann können wir nicht so unmittelbar dazugehören, wie wir zu Saturn und Jupiter gehören, sondern wenn unsere Erde in einem gemeinschaftlichen Raum ist mit Saturn und Jupiter (Tafel 20, Mitte unten), so gibt es eine Gegenerde, die ist dann in dem anderen gemeinschaftlichen Raum mit Merkur und Venus. — Daher sprechen diese alten Astronomen von der Erde und der Gegenerde. Selbstverständlich kommt nun der moderne Materialist und sagt: Gegenerde? Ich sehe nichts davon. Er gleicht dem, der einen Menschen abwiegt, dem er erst befohlen hat, nichts zu denken, und ihn dann abwiegt, wenn er ihm befohlen hat, einen besonders gescheiten Gedanken zu denken, und dann sagt: Ich habe gewogen, aber ich habe die Schwere der Gedanken nicht gefunden. — Nicht wahr, der Materialismus lehnt alles ab, was nicht schwer ist oder was nicht gesehen werden kann. Aber es leuchten merkwürdige Dinge aus der Urweisheit, aus der atavistischen Urweisheit der Menschen herauf, auf die wir wiederum aus ganz innerem Schauen, aus innerem Anschauen aus der Geisteswissenschaft kommen. Und dieses Sich-wieder-Durcharbeiten zu einem absolut Neuen, das aber eigentlich auf der Erde schon einmal da war, jetzt nur errungen werden soll aus dem vollen Bewußtsein der Menschen heraus, das ist eben etwas, was dieser Menschheit jetzt dringend notwendig ist aus dem Grunde, weil die Menschen sonst ja die ganze Möglichkeit ihres Denkens verlieren.

[ 15 ] Ich habe Sie doch gestern darauf aufmerksam gemacht, daß für das soziale Denken die Menschen Mono-Metallismus anstreben wegen des Freihandels, und — der Schutzzoll kommt. Aus dem, was angestrebt wird auf Grundlage des Denkens, das die Menschheit heute hat, wird auf der Erde niemals eine wirkliche soziale Ordnung entstehen — einzig und allein aus jenem Denken heraus, das geschult ist an solcher Wissenschaft, die nicht Planiglobien zeichnet, in denen Saturn und Venus in demselben Raume sind. Denn dieses anthroposophische Anschauen der Welt bedeutet nicht nur, daß wir uns etwas vorhalten, sondern es bedeutet auch, daß wir in einer gewissen Weise denken lernen. Was ist es denn nun eigentlich, wenn wir so denken lernen, wie wir heute denken lernen? Nun, erinnern Sie sich, was ich gesagt habe. Indem unsere Leibesorganisation zur nächsten Inkarnation metamorphosisch sich umbildet, da macht sie nicht nur eine Umwandelung durch, sondern eine Umstülpung. So, wie wenn ich den Handschuh der linken Hand zur rechten Hand richtig umstülpe, daß das Innere nach außen kommt, so geht dasjenige, was jetzt nach innen geht, Leber, Herz, Niere und so weiter, in der nächsten Inkarnation nach außen, wird die Sinnesorganisation, wird Auge, wird Ohr und so weiter. Es stülpt sich um. Dieses Umstülpen im Menschen entspricht diesem anderen Umstülpen: Saturn auf der einen Seite, dann ganz draußen aus diesem Raume Venus und Merkur. Ein Umstülpen in sich selber. Beachten wir es nicht, was tun wir denn dann? Wir tun ganz dasselbe, als wenn wir das Umstülpen beim menschlichen Haupt nicht beachten. Wenn wir die Welt gar nicht betrachten unter diesem Umstülpegesetz, tun wir etwas sehr Eigentümliches. Wir denken nämlich dann gar nicht mit unserem Kopfe. Und das ist dasjenige, wohin der fünfte nachatlantische Zeitraum, insofern er sich abwärts bewegt, und nicht durch Geisteswissenschaft wiederum einen Aufstieg sucht, wohin dieser fünfte nachatlantische Zeitraum tendiert. Die Menschen möchten ihren Kopf loskriegen und bloß mit dem übrigen Organismus denken. Abstraktion ist das Denken mit dem übrigen Organismus. Den Kopf möchten sie loskriegen. Sie möchten keinen Anspruch machen auf dasjenige, was ihnen aus der vorigen Inkarnation sich ergeben hat. Sie möchten nur mit der gegenwärtigen Inkarnation rechnen. Nicht nur theoretisch möchten die Menschen die aufeinanderfolgenden Erdenleben leugnen, sondern sie tragen ihren Kopf, wenn ich so sagen darf, mit äußerer Würde, weil sich der Herr auf ihren übrigen Organismus setzt, wie sich der Mensch in eine Kutsche setzt. Und sie ‚nehmen den Kurschenbewohner nicht ernst. Sie tragen ihn mit sich herum, machen aber auf seine eigenen Fähigkeiten keine rechten Ansprüche. Sie machen auch praktisch keinen Gebrauch von den wiederholten Erdenleben.

[ 15 ] Ich habe Sie doch gestern darauf aufmerksam gemacht, daß für das soziale Denken die Menschen Mono-Metallismus anstreben wegen des Freihandels, und — der Schutzzoll kommt. Aus dem, was angestrebt wird auf Grundlage des Denkens, das die Menschheit heute hat, wird auf der Erde niemals eine wirkliche soziale Ordnung entstehen — einzig und allein aus jenem Denken heraus, das geschult ist an solcher Wissenschaft, die nicht Planiglobien zeichnet, in denen Saturn und Venus in demselben Raume sind. Denn dieses anthroposophische Anschauen der Welt bedeutet nicht nur, daß wir uns etwas vorhalten, sondern es bedeutet auch, daß wir in einer gewissen Weise denken lernen. Was ist es denn nun eigentlich, wenn wir so denken lernen, wie wir heute denken lernen? Nun, erinnern Sie sich, was ich gesagt habe. Indem unsere Leibesorganisation zur nächsten Inkarnation metamorphosisch sich umbildet, da macht sie nicht nur eine Umwandelung durch, sondern eine Umstülpung. So, wie wenn ich den Handschuh der linken Hand zur rechten Hand richtig umstülpe, daß das Innere nach außen kommt, so geht dasjenige, was jetzt nach innen geht, Leber, Herz, Niere und so weiter, in der nächsten Inkarnation nach außen, wird die Sinnesorganisation, wird Auge, wird Ohr und so weiter. Es stülpt sich um. Dieses Umstülpen im Menschen entspricht diesem anderen Umstülpen: Saturn auf der einen Seite, dann ganz draußen aus diesem Raume Venus und Merkur. Ein Umstülpen in sich selber. Beachten wir es nicht, was tun wir denn dann? Wir tun ganz dasselbe, als wenn wir das Umstülpen beim menschlichen Haupt nicht beachten. Wenn wir die Welt gar nicht betrachten unter diesem Umstülpegesetz, tun wir etwas sehr Eigentümliches. Wir denken nämlich dann gar nicht mit unserem Kopfe. Und das ist dasjenige, wohin der fünfte nachatlantische Zeitraum, insofern er sich abwärts bewegt, und nicht durch Geisteswissenschaft wiederum einen Aufstieg sucht, wohin dieser fünfte nachatlantische Zeitraum tendiert. Die Menschen möchten ihren Kopf loskriegen und bloß mit dem übrigen Organismus denken. Abstraktion ist das Denken mit dem übrigen Organismus. Den Kopf möchten sie loskriegen. Sie möchten keinen Anspruch machen auf dasjenige, was ihnen aus der vorigen Inkarnation sich ergeben hat. Sie möchten nur mit der gegenwärtigen Inkarnation rechnen. Nicht nur theoretisch möchten die Menschen die aufeinanderfolgenden Erdenleben leugnen, sondern sie tragen ihren Kopf, wenn ich so sagen darf, mit äußerer Würde, weil sich der Herr auf ihren übrigen Organismus setzt, wie sich der Mensch in eine Kutsche setzt. Und sie ‚nehmen den Kurschenbewohner nicht ernst. Sie tragen ihn mit sich herum, machen aber auf seine eigenen Fähigkeiten keine rechten Ansprüche. Sie machen auch praktisch keinen Gebrauch von den wiederholten Erdenleben.

[ 16 ] Das ist die Tendenz, die sich im wesentlichen seit dem Beginn der fünften nachatlantischen Zeit entwickelt und der nur begegnet werden kann dadurch, daß in der Tat zur Geisteswissenschaft gegriffen wird. Geisteswissenschaft könnte man auch so definieren, daß man sagt, sie bringt den Menschen dazu, seinen Kopf wiederum ernst zu nehmen. Das ist eigentlich das Wesentliche der Geisteswissenschaft von einer gewissen Seite aus, daß der menschliche Kopf wiederum ernst genommen wird, daß er nicht wie eine bloße Beigabe zu dem übrigen Organismus genommen wird. Europa insbesondere möchte, indem es rasch der Barbarei entgegengeht, die Menschenköpfe loskriegen. Geisteswissenschaft muß schon diesen Schlaf stören. Sie muß appellieren an die Menschheit: Gebraucht eure Köpfe! Das kann man nicht anders, als indem man die wiederholten Erdenleben ernst nimmt.

[ 16 ] Das ist die Tendenz, die sich im wesentlichen seit dem Beginn der fünften nachatlantischen Zeit entwickelt und der nur begegnet werden kann dadurch, daß in der Tat zur Geisteswissenschaft gegriffen wird. Geisteswissenschaft könnte man auch so definieren, daß man sagt, sie bringt den Menschen dazu, seinen Kopf wiederum ernst zu nehmen. Das ist eigentlich das Wesentliche der Geisteswissenschaft von einer gewissen Seite aus, daß der menschliche Kopf wiederum ernst genommen wird, daß er nicht wie eine bloße Beigabe zu dem übrigen Organismus genommen wird. Europa insbesondere möchte, indem es rasch der Barbarei entgegengeht, die Menschenköpfe loskriegen. Geisteswissenschaft muß schon diesen Schlaf stören. Sie muß appellieren an die Menschheit: Gebraucht eure Köpfe! Das kann man nicht anders, als indem man die wiederholten Erdenleben ernst nimmt.

[ 17 ] Sie sehen, man kann nicht in der gewöhnlichen Weise über Geisteswissenschaft reden, wenn man diese Geisteswissenschaft ernst nimmt. Man muß sagen was ist. Und zu dem, was ist, gehört etwas, was den Leuten wie ein Wahnsinn erscheint; zu dem, was ist, gehört, daß die Menschen ihre Köpfe verleugnen. Sie entschließen sich nicht gern, die Menschen, das zu glauben. Sie sehen selbstverständlich lieber solch eine Wahrheit als einen Wahnsinn an. Aber schließlich war es ja immer so. Es mußten die Dinge in die Menschheitsentwickelung so hereintreten, daß die Menschen von dem Neuen gewissermaßen überrascht werden. So müssen die Menschen natürlich auch überrascht werden von jener Notwendigkeit, daß ihnen betont wird, ihre Köpfe zu gebrauchen. Lenin und Trotzki sagen: Macht ja keinen Gebrauch von euren Köpfen, geht nur aus von dem übrigen Organismus. Der ist Träger der Instinkte. — Da soll man bloß auf Instinkte rechnen. Sehen Sie, das ist die Praxis. Die Praxis ist ja: Nichts von dem, was aus dem menschlichen Haupte entspringt, soll eingehen in die moderne marxistische Theorie. Das sind sehr ernste Dinge, und immer wieder muß betont werden, wie ernst diese Dinge sind.

[ 17 ] Sie sehen, man kann nicht in der gewöhnlichen Weise über Geisteswissenschaft reden, wenn man diese Geisteswissenschaft ernst nimmt. Man muß sagen was ist. Und zu dem, was ist, gehört etwas, was den Leuten wie ein Wahnsinn erscheint; zu dem, was ist, gehört, daß die Menschen ihre Köpfe verleugnen. Sie entschließen sich nicht gern, die Menschen, das zu glauben. Sie sehen selbstverständlich lieber solch eine Wahrheit als einen Wahnsinn an. Aber schließlich war es ja immer so. Es mußten die Dinge in die Menschheitsentwickelung so hereintreten, daß die Menschen von dem Neuen gewissermaßen überrascht werden. So müssen die Menschen natürlich auch überrascht werden von jener Notwendigkeit, daß ihnen betont wird, ihre Köpfe zu gebrauchen. Lenin und Trotzki sagen: Macht ja keinen Gebrauch von euren Köpfen, geht nur aus von dem übrigen Organismus. Der ist Träger der Instinkte. — Da soll man bloß auf Instinkte rechnen. Sehen Sie, das ist die Praxis. Die Praxis ist ja: Nichts von dem, was aus dem menschlichen Haupte entspringt, soll eingehen in die moderne marxistische Theorie. Das sind sehr ernste Dinge, und immer wieder muß betont werden, wie ernst diese Dinge sind.