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The Spiritual Backgrounds of the Outer World
The Fall of the Spirits of Darkness
GA 201

8 May 1920, Dornach

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Zwölfter Vortrag

Zwölfter Vortrag

[ 1 ] Sie erinnern sich, daß von sehr vielen Seiten gerade am meisten herumkritisiert wird — ich habe die Einzelheiten darüber schon angeführt —, daß in Zusammenhang gebracht wird das Christus-Ereignis, die Erscheinung des Christus für die Erde, mit kosmischen Ereignissen, mit den Verhältnissen des Sonnenganges, mit dem Verhältnis der Sonne zur Erde und so weiter. Diese Angelegenheit ist nur zu begreifen, wenn man alle die Betrachtungen, die wir bisher versucht haben über die Bewegungen im Sternensystem anzustellen, noch etwas vertieft. Und dazu wollen wir heute einen Anlauf nehmen, denn Sie werden sehen, daß letztlich Astronomie überhaupt nicht ordentlich betrachtet werden kann, ohne einzugehen auf das ganze Wesen des Menschen. Ich habe das schon erwähnt, aber wir werden sehen, wie tief fundiert diese Behauptung ist im ganzen Wesen der Welt, und man versteht eigentlich weder von dem Wesen der Welt etwas noch von dem Wesen des Menschen etwas, wenn man die beiden voneinander so abgesondert betrachtet, wie das in der Gegenwart geschieht.

[ 1 ] Sie erinnern sich, daß von sehr vielen Seiten gerade am meisten herumkritisiert wird — ich habe die Einzelheiten darüber schon angeführt —, daß in Zusammenhang gebracht wird das Christus-Ereignis, die Erscheinung des Christus für die Erde, mit kosmischen Ereignissen, mit den Verhältnissen des Sonnenganges, mit dem Verhältnis der Sonne zur Erde und so weiter. Diese Angelegenheit ist nur zu begreifen, wenn man alle die Betrachtungen, die wir bisher versucht haben über die Bewegungen im Sternensystem anzustellen, noch etwas vertieft. Und dazu wollen wir heute einen Anlauf nehmen, denn Sie werden sehen, daß letztlich Astronomie überhaupt nicht ordentlich betrachtet werden kann, ohne einzugehen auf das ganze Wesen des Menschen. Ich habe das schon erwähnt, aber wir werden sehen, wie tief fundiert diese Behauptung ist im ganzen Wesen der Welt, und man versteht eigentlich weder von dem Wesen der Welt etwas noch von dem Wesen des Menschen etwas, wenn man die beiden voneinander so abgesondert betrachtet, wie das in der Gegenwart geschieht.

[ 2 ] Sie werden eine auffällige Tatsache bemerken, die zusammenhängt mit dem eben Erwähnten. Diese auffällige Tatsache ist die, daß der eigentliche Materialismus, wenn er nur nicht gerade eingestanden ist, den Bekenntnissen, wie sie sich bis in die Gegenwart herausgebildet haben, lieber ist als eine Geisteswissenschaft. Das heißt, evangelische wie katholische Bekenntnisse sehen es lieber, wenn die äußere Welt in ihren verschiedenen Reichen im materialistischen Sinne betrachtet wird, als wenn darauf eingegangen wird, wie das Geistige in der Welt wirkt und wie sich das Geistige in den materiellen Erscheinungen darlebt. Sie brauchen ja nur, um das erhärtet zu sehen, einmal die naturwissenschaftlichen Abhandlungen der Jesuiten zu nehmen — Sie werden sehen, daß diese naturwissenschaftlichen Abhandlungen der Jesuiten im allerstrengsten Sinne materialistisch gehalten sind, daß von jener Seite man durchaus einverstanden ist mit einer materialistischen Auslegung der äußeren Welt, des Kosmos. Denn man will gerade dadurch eine gewisse Form des religiösen Bekenntnisses, die man herausgebildet hat seit dem Konstantinopeler Konzil 869, man will diese Form des Bekenntnisses dadurch schützen, daß man die äußere Wissenschaft auf dem Niveau des Materialismus erhält. Allerdings, es wird in einem gewissen Sinne in weitesten Kreisen über diese Sache eine Illusion verbreitet, indem man scheinbar den Materialismus auch auf dem wissenschaftlichen Gebiete bekämpft. Das ist aber nur scheinbar, denn es kommt gar nicht darauf an, ob man sagt, irgendwie sei Geist vorhanden, sondern darauf, ob man nicht diesen Geist geradezu leugnet, wenn man die materielle Welt selbst nicht geistig erklärt.

[ 2 ] Sie werden eine auffällige Tatsache bemerken, die zusammenhängt mit dem eben Erwähnten. Diese auffällige Tatsache ist die, daß der eigentliche Materialismus, wenn er nur nicht gerade eingestanden ist, den Bekenntnissen, wie sie sich bis in die Gegenwart herausgebildet haben, lieber ist als eine Geisteswissenschaft. Das heißt, evangelische wie katholische Bekenntnisse sehen es lieber, wenn die äußere Welt in ihren verschiedenen Reichen im materialistischen Sinne betrachtet wird, als wenn darauf eingegangen wird, wie das Geistige in der Welt wirkt und wie sich das Geistige in den materiellen Erscheinungen darlebt. Sie brauchen ja nur, um das erhärtet zu sehen, einmal die naturwissenschaftlichen Abhandlungen der Jesuiten zu nehmen — Sie werden sehen, daß diese naturwissenschaftlichen Abhandlungen der Jesuiten im allerstrengsten Sinne materialistisch gehalten sind, daß von jener Seite man durchaus einverstanden ist mit einer materialistischen Auslegung der äußeren Welt, des Kosmos. Denn man will gerade dadurch eine gewisse Form des religiösen Bekenntnisses, die man herausgebildet hat seit dem Konstantinopeler Konzil 869, man will diese Form des Bekenntnisses dadurch schützen, daß man die äußere Wissenschaft auf dem Niveau des Materialismus erhält. Allerdings, es wird in einem gewissen Sinne in weitesten Kreisen über diese Sache eine Illusion verbreitet, indem man scheinbar den Materialismus auch auf dem wissenschaftlichen Gebiete bekämpft. Das ist aber nur scheinbar, denn es kommt gar nicht darauf an, ob man sagt, irgendwie sei Geist vorhanden, sondern darauf, ob man nicht diesen Geist geradezu leugnet, wenn man die materielle Welt selbst nicht geistig erklärt.

[ 3 ] Sie wissen vielleicht, daß einer der Glanzpunkte der neueren äußeren Naturerklärung die Astrophysik ist, jene Lehre, welche darauf ausgeht, das Stoffliche der Sternenwelt ins Auge zu fassen, welche darauf ausgeht, die stoffliche Einheit der uns zugänglichen, sinnlich zugänglichen Welt der Betrachtung zu unterziehen. Nun ist einer der größten Astrophysiker der Pater Secchi, ein römischer Jesuit. Es ist eben durchaus kein Hindernis, auf dem Standpunkt der heutigen materialistischen Naturwissenschaft zu stehen und zu gleicher Zeit auf seiten dieser Nuance des religiösen Bekenntnisses. Es steht heute tatsächlich eine materialistische Betrachtung des Himmels näher den religiösen Bekenntnissen, namentlich nach deren Meinung, als der Geisteswissenschafter. Denn vor allen Dingen ist es diesen Religionsbekenntnissen darum zu tun, die Welt nicht aufzuklären über das Verhältnis des Geistigen zum Materiellen. Das Geistige soll Inhalt eines selbständigen Glaubensbekenntnisses sein, in das nicht hineingeredet wird von der wissenschaftlichen Betrachtung der Welt, und die wissenschaftliche Betrachtung der Welt soll materialistisch bleiben; denn in dem Augenblicke, wo sie aufhört materialistisch zu sein, muß sie hineinreden in dasjenige, was das Geistige betrifft, denn sie muß vom Geiste reden.

[ 3 ] Sie wissen vielleicht, daß einer der Glanzpunkte der neueren äußeren Naturerklärung die Astrophysik ist, jene Lehre, welche darauf ausgeht, das Stoffliche der Sternenwelt ins Auge zu fassen, welche darauf ausgeht, die stoffliche Einheit der uns zugänglichen, sinnlich zugänglichen Welt der Betrachtung zu unterziehen. Nun ist einer der größten Astrophysiker der Pater Secchi, ein römischer Jesuit. Es ist eben durchaus kein Hindernis, auf dem Standpunkt der heutigen materialistischen Naturwissenschaft zu stehen und zu gleicher Zeit auf seiten dieser Nuance des religiösen Bekenntnisses. Es steht heute tatsächlich eine materialistische Betrachtung des Himmels näher den religiösen Bekenntnissen, namentlich nach deren Meinung, als der Geisteswissenschafter. Denn vor allen Dingen ist es diesen Religionsbekenntnissen darum zu tun, die Welt nicht aufzuklären über das Verhältnis des Geistigen zum Materiellen. Das Geistige soll Inhalt eines selbständigen Glaubensbekenntnisses sein, in das nicht hineingeredet wird von der wissenschaftlichen Betrachtung der Welt, und die wissenschaftliche Betrachtung der Welt soll materialistisch bleiben; denn in dem Augenblicke, wo sie aufhört materialistisch zu sein, muß sie hineinreden in dasjenige, was das Geistige betrifft, denn sie muß vom Geiste reden.

[ 4 ] Nun bitte ich Sie, das, was ich eben gesagt habe, in dem vollsten Ernste zu nehmen, denn Sie werden sonst hinwegsehen über die bedeutsame Tatsache, daß gerade zum Beispiel die jesuitischen Naturforscher die extremsten Materialisten auf dem Gebiete der Naturforschung sind. Sie beweisen nicht nur fortwährend, daß man mit der Naturforschung nicht heran kann an das Geistige; sondern sie bemühen sich, das Geistige womöglich fernzuhalten von der Naturforschung. Das können Sie hineinverfolgen bis in die Ameisenforschungen des Pater Wasmann.

[ 4 ] Nun bitte ich Sie, das, was ich eben gesagt habe, in dem vollsten Ernste zu nehmen, denn Sie werden sonst hinwegsehen über die bedeutsame Tatsache, daß gerade zum Beispiel die jesuitischen Naturforscher die extremsten Materialisten auf dem Gebiete der Naturforschung sind. Sie beweisen nicht nur fortwährend, daß man mit der Naturforschung nicht heran kann an das Geistige; sondern sie bemühen sich, das Geistige womöglich fernzuhalten von der Naturforschung. Das können Sie hineinverfolgen bis in die Ameisenforschungen des Pater Wasmann.

[ 5 ] Nun bitte ich Sie, nachdem ich diese Vorbemerkung gemacht habe, an eine bedeutsame Tatsache sich zu erinnern, die scheinbar ganz abläuft in der Strömung der geistigen Welt, die uns aber doch, indem wir sie jetzt näher betrachten an dieser Stelle unserer Ausführungen, eine Parallelerscheinung des geistigen Lebens mit dem Leben der äußeren Sternenwelt klarmachen wird. Sie wissen, wir gliedern ja die sogenannte nachatlantische Zeit in Kulturepochen. Wir sprechen davon, daß eine erste Kulturepoche da war, die altindische Kulturepoche, eine zweite, die urpersische, eine dritte, die chaldäisch-babylonisch-ägyptische, eine vierte, die griechisch-lateinische, eine fünfte, die mit der Mitte des 15. Jahrhunderts begonnen hat und in der wir jetzt drinnenleben. Auf sie wird eine sechste folgen und so fort. Sie wissen auch, daß wir ja oftmals ins Auge gefaßt haben, wie in dieser fortlaufenden Strömung der nachatlantischen Zeit die vierte Kulturepoche ungefähr um das Jahr 747 vor Christi beginnt und schließt — ich sage approximativ immer um die Mitte des 15. Jahrhunderts —, aber genau schließt etwa im Jahre 1413 nach Christus (Tafel 22); das ist die vierte, und wir stehen jetzt in der fünften drinnen.

[ 5 ] Nun bitte ich Sie, nachdem ich diese Vorbemerkung gemacht habe, an eine bedeutsame Tatsache sich zu erinnern, die scheinbar ganz abläuft in der Strömung der geistigen Welt, die uns aber doch, indem wir sie jetzt näher betrachten an dieser Stelle unserer Ausführungen, eine Parallelerscheinung des geistigen Lebens mit dem Leben der äußeren Sternenwelt klarmachen wird. Sie wissen, wir gliedern ja die sogenannte nachatlantische Zeit in Kulturepochen. Wir sprechen davon, daß eine erste Kulturepoche da war, die altindische Kulturepoche, eine zweite, die urpersische, eine dritte, die chaldäisch-babylonisch-ägyptische, eine vierte, die griechisch-lateinische, eine fünfte, die mit der Mitte des 15. Jahrhunderts begonnen hat und in der wir jetzt drinnenleben. Auf sie wird eine sechste folgen und so fort. Sie wissen auch, daß wir ja oftmals ins Auge gefaßt haben, wie in dieser fortlaufenden Strömung der nachatlantischen Zeit die vierte Kulturepoche ungefähr um das Jahr 747 vor Christi beginnt und schließt — ich sage approximativ immer um die Mitte des 15. Jahrhunderts —, aber genau schließt etwa im Jahre 1413 nach Christus (Tafel 22); das ist die vierte, und wir stehen jetzt in der fünften drinnen.

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[ 6 ] Wenn wit so die Aufeinanderfolge der Kulturen betrachten — wir können den Inhalt dieser Kulturepochen schildern, wir brauchen uns ja nur an dasjenige zu erinnern, was in meiner «Geheimwissenschaft» als Schilderung dieser Kulturepochen steht —, können wir sagen: Die altindische Kulturepoche, sie war so und so geartet und so weiter. Wir schildern dann die griechisch-lateinische Kulturepoche, in die das Ereignis von Golgatha hineinfällt, aber wir schildern sie, indem wir sie angliedern an die vorhergehenden und brauchen gewissermaßen, wenn wir sie so angliedern an die vorhergehenden, das Ereignis von Golgatha zunächst gar nicht zu Hilfe zu ziehen. Wir können die aufeinanderfolgenden Kulturepochen schildern in ihrem Grundcharakter und haben, wie Sie sehen, einen Zeitraum von 747 vor bis 1413 nach Christus, der verläuft so, daß nichts darauf hinweist, daß irgendwo hier ein bedeutsames Ereignis eintritt. Wir können ja das in der Geschichte sogar sehen. Bedenken Sie doch nur einmal, wie es war, als das Ereignis von Golgatha eintrat. Erinnern Sie sich, was Sie wissen aus der Zeit dieses Eintritts des Ereignisses von Golgatha über die Kulturen der am meisten vorgeschrittenen Völker der damaligen Zeit, über die Kultur der Griechen, über die Kultur der Römer, der Lateiner. Bedenken Sie, daß für diese Menschen zunächst das Ereignis von Golgatha eine unbekannte Sache war. In irgendeinem kleinen Winkel der Welt vollzog sich das Ereignis von Golgatha, und Spuren von der Wirksamkeit dieses Ereignisses von Golgatha erzählt der römische Schriftsteller Tacitus fast erst ein Jahrhundert danach. Es wurde also dieses Ereignis von Golgatha sozusagen von den Zeitgenossen, gerade den gebildetsten Zeitgenossen, nicht eigentlich bemerkt.

[ 6 ] Wenn wit so die Aufeinanderfolge der Kulturen betrachten — wir können den Inhalt dieser Kulturepochen schildern, wir brauchen uns ja nur an dasjenige zu erinnern, was in meiner «Geheimwissenschaft» als Schilderung dieser Kulturepochen steht —, können wir sagen: Die altindische Kulturepoche, sie war so und so geartet und so weiter. Wir schildern dann die griechisch-lateinische Kulturepoche, in die das Ereignis von Golgatha hineinfällt, aber wir schildern sie, indem wir sie angliedern an die vorhergehenden und brauchen gewissermaßen, wenn wir sie so angliedern an die vorhergehenden, das Ereignis von Golgatha zunächst gar nicht zu Hilfe zu ziehen. Wir können die aufeinanderfolgenden Kulturepochen schildern in ihrem Grundcharakter und haben, wie Sie sehen, einen Zeitraum von 747 vor bis 1413 nach Christus, der verläuft so, daß nichts darauf hinweist, daß irgendwo hier ein bedeutsames Ereignis eintritt. Wir können ja das in der Geschichte sogar sehen. Bedenken Sie doch nur einmal, wie es war, als das Ereignis von Golgatha eintrat. Erinnern Sie sich, was Sie wissen aus der Zeit dieses Eintritts des Ereignisses von Golgatha über die Kulturen der am meisten vorgeschrittenen Völker der damaligen Zeit, über die Kultur der Griechen, über die Kultur der Römer, der Lateiner. Bedenken Sie, daß für diese Menschen zunächst das Ereignis von Golgatha eine unbekannte Sache war. In irgendeinem kleinen Winkel der Welt vollzog sich das Ereignis von Golgatha, und Spuren von der Wirksamkeit dieses Ereignisses von Golgatha erzählt der römische Schriftsteller Tacitus fast erst ein Jahrhundert danach. Es wurde also dieses Ereignis von Golgatha sozusagen von den Zeitgenossen, gerade den gebildetsten Zeitgenossen, nicht eigentlich bemerkt.

[ 7 ] So auch drückt sich schon einfach im geschichtlichen Strom des Werdens aus, wie im regelmäßig fortlaufenden Gang des Menschenwerdens, von der ersten, zweiten, dritten Kulturepoche in die vierte hinein, keine unmittelbare Notwendigkeit liegt, daß dieses Ereignis von Golgatha eintritt. Das ist etwas, auf das man mit aller Aufmerksamkeit hinschauen sollte. Und wirklich, 747 Jahre nach dem Beginn der vierten nachatlantischen Kulturperiode tritt dieses Ereignis von Golgatha ein. Und wir sprechen davon, indem wir versuchen, dieses Ereignis von Golgatha zu verstehen, wir sprechen davon, daß dieses Ereignis von Golgatha dem Erdenleben den eigentlichen Sinn gibt, wir sprechen davon, daß das Erdenleben diesen Sinn nicht hätte, wenn die Entwickelung einfach so fortginge, aufbauend sich auf all dasjenige, was aus der ersten, zweiten, dritten nachatlantischen Kulturepoche kommt. Es ist wie ein Einschlag, der hereinfällt aus fremden Welten, was mit diesem Ereignis von Golgatha kommt. Das ist etwas, was nicht genügend berücksichtigt wird. In der neueren Zeit haben einzelne Historiker versucht, auf diese Tatsache hinzuweisen — ich habe auch davon schon Erwähnung getan. Aber sie haben nicht vermocht, mit dieser Tatsache etwas anzufangen. Im Grunde erzählen doch die Geschichtsschreiber alle so, daß sie aus der eigentlichen Geschichte das Ereignis von Golgatha weglassen. Sie schildern höchstens in den aufeinanderfolgenden nachchristlichen Jahrhunderten die Wirkungen des Christentums. Aber den eigentlichen Einschlag des Mysteriums von Golgatha schildern sie nicht innerhalb des gewöhnlichen Verlaufes der Geschichte. Es würde auch tatsächlich schwer werden, ihn zu schildern, wenn man die gewöhnliche Geschichtsmethode beibehält.

[ 7 ] So auch drückt sich schon einfach im geschichtlichen Strom des Werdens aus, wie im regelmäßig fortlaufenden Gang des Menschenwerdens, von der ersten, zweiten, dritten Kulturepoche in die vierte hinein, keine unmittelbare Notwendigkeit liegt, daß dieses Ereignis von Golgatha eintritt. Das ist etwas, auf das man mit aller Aufmerksamkeit hinschauen sollte. Und wirklich, 747 Jahre nach dem Beginn der vierten nachatlantischen Kulturperiode tritt dieses Ereignis von Golgatha ein. Und wir sprechen davon, indem wir versuchen, dieses Ereignis von Golgatha zu verstehen, wir sprechen davon, daß dieses Ereignis von Golgatha dem Erdenleben den eigentlichen Sinn gibt, wir sprechen davon, daß das Erdenleben diesen Sinn nicht hätte, wenn die Entwickelung einfach so fortginge, aufbauend sich auf all dasjenige, was aus der ersten, zweiten, dritten nachatlantischen Kulturepoche kommt. Es ist wie ein Einschlag, der hereinfällt aus fremden Welten, was mit diesem Ereignis von Golgatha kommt. Das ist etwas, was nicht genügend berücksichtigt wird. In der neueren Zeit haben einzelne Historiker versucht, auf diese Tatsache hinzuweisen — ich habe auch davon schon Erwähnung getan. Aber sie haben nicht vermocht, mit dieser Tatsache etwas anzufangen. Im Grunde erzählen doch die Geschichtsschreiber alle so, daß sie aus der eigentlichen Geschichte das Ereignis von Golgatha weglassen. Sie schildern höchstens in den aufeinanderfolgenden nachchristlichen Jahrhunderten die Wirkungen des Christentums. Aber den eigentlichen Einschlag des Mysteriums von Golgatha schildern sie nicht innerhalb des gewöhnlichen Verlaufes der Geschichte. Es würde auch tatsächlich schwer werden, ihn zu schildern, wenn man die gewöhnliche Geschichtsmethode beibehält.

[ 8 ] Es hat zwar merkwürdige Leute gegeben, die kurioserweise eben sogar Pastoren waren, die versucht haben, kausal das Ereignis von Golgatha zu erklären. Ein solcher sonderbarer Mensch ist zum Beispiel der Pastor Kalthoff, aber es gibt auch viele andere. Dieser Pastor Kalthoff hat den Versuch gemacht, aus dem Bewußtsein und aus den Wirtschaftszuständen heraus, die in der Welt waren in den letzten Jahrhunderten vor der Entstehung des Christentums, dieses Christentum zu erklären. Aber was ist aus dieser Erklärung eigentlich geworden? Eigentlich ist aus dieser Erklärung das geworden, daß er sagte: Ja, Menschen haben da gelebt in gewissen wirtschaftlichen Verhältnissen, und da ging ihnen die Idee auf von dem Christus, der Traum gleichsam von dem Christus, die Ideologie von dem Christus, und dadurch ist die Christologie entstanden. Es ist also eigentlich nur entstanden als Idee in den Menschen. Und solche Leute wie Paulus und einige andere, die haben dasjenige, was als Idee unter den Menschen entstanden ist, so geschildert, als wenn es einer Tatsache in einem entlegenen Winkel der Welt entspräche. — Eine solche Erklärung des Christentums heißt ein Hinwegdekretieren des Christentums. Und es ist immerhin eine bemerkenswerte Erscheinung des 19. Jahrhunderts, Beginn des 20. Jahrhunderts, daß sich christliche Pastoren bereits die Aufgabe gestellt haben, das Christentum dadurch zu retten, daß sie den Christus wegdekretiert haben. Man schämte sich da förmlich, die Tatsachen der Entstehung des Christentums zuzugeben. Man fand es daher gedeihlicher, das Aufkommen der Idee der Christologie eben als das einer bloßen Idee zu erklären. Wir sind ja immerhin heute gerade auf diesem Gebiete in alle möglichen Strömungen hineingeraten, und dasjenige, was wissenschaftliches Spezialistentum ist, hat sich ja reichlich auch auf diesem Gebiete bemerkbar gemacht. Denn sehen Sie, es ist zum Beispiel heraufgekommen die materialistische Kulturströmung, die dann ihren Höhepunkt im Marxismus erlangt hat. Kalthoff ist so eine Art marxistischer Pastor, der so nach Art eines frömmeren Marxismus die Christologie zu erklären versuchte. Andere haben ihr anderes spezielles Steckenpferd dazu benützt, um die Erscheinung des Christentums zu erklärten. Warum sollte denn nicht jeder seinen Spezialfall benützen, um die Erscheinung des Christentums beziehungsweise des Christus Jesus zu erklären? Ein Mann, der Psychiater war oder ist, hat nun die Psychiatrie dazu genommen und hat einfach erklärt, aus welcher Art psychiatrischem Zustande heraus der Christus Jesus hat in seiner Zeit in dieser mächtigen Weise auftreten können; wie man es erklären kann aus abnormem Bewußtsein vom gegenwärtigen psychiatrischen Standpunkte. Die Sache ist sogar nicht einmal vereinzelt geblieben, sondern es ist von anderen auch versucht worden, einfach jene besondere Art des Irrsinns, der in die Welt gekommen ist durch das Christentum, vom Standpunkte der gegenwärtigen Psychiatrie zu erklären.

[ 8 ] Es hat zwar merkwürdige Leute gegeben, die kurioserweise eben sogar Pastoren waren, die versucht haben, kausal das Ereignis von Golgatha zu erklären. Ein solcher sonderbarer Mensch ist zum Beispiel der Pastor Kalthoff, aber es gibt auch viele andere. Dieser Pastor Kalthoff hat den Versuch gemacht, aus dem Bewußtsein und aus den Wirtschaftszuständen heraus, die in der Welt waren in den letzten Jahrhunderten vor der Entstehung des Christentums, dieses Christentum zu erklären. Aber was ist aus dieser Erklärung eigentlich geworden? Eigentlich ist aus dieser Erklärung das geworden, daß er sagte: Ja, Menschen haben da gelebt in gewissen wirtschaftlichen Verhältnissen, und da ging ihnen die Idee auf von dem Christus, der Traum gleichsam von dem Christus, die Ideologie von dem Christus, und dadurch ist die Christologie entstanden. Es ist also eigentlich nur entstanden als Idee in den Menschen. Und solche Leute wie Paulus und einige andere, die haben dasjenige, was als Idee unter den Menschen entstanden ist, so geschildert, als wenn es einer Tatsache in einem entlegenen Winkel der Welt entspräche. — Eine solche Erklärung des Christentums heißt ein Hinwegdekretieren des Christentums. Und es ist immerhin eine bemerkenswerte Erscheinung des 19. Jahrhunderts, Beginn des 20. Jahrhunderts, daß sich christliche Pastoren bereits die Aufgabe gestellt haben, das Christentum dadurch zu retten, daß sie den Christus wegdekretiert haben. Man schämte sich da förmlich, die Tatsachen der Entstehung des Christentums zuzugeben. Man fand es daher gedeihlicher, das Aufkommen der Idee der Christologie eben als das einer bloßen Idee zu erklären. Wir sind ja immerhin heute gerade auf diesem Gebiete in alle möglichen Strömungen hineingeraten, und dasjenige, was wissenschaftliches Spezialistentum ist, hat sich ja reichlich auch auf diesem Gebiete bemerkbar gemacht. Denn sehen Sie, es ist zum Beispiel heraufgekommen die materialistische Kulturströmung, die dann ihren Höhepunkt im Marxismus erlangt hat. Kalthoff ist so eine Art marxistischer Pastor, der so nach Art eines frömmeren Marxismus die Christologie zu erklären versuchte. Andere haben ihr anderes spezielles Steckenpferd dazu benützt, um die Erscheinung des Christentums zu erklärten. Warum sollte denn nicht jeder seinen Spezialfall benützen, um die Erscheinung des Christentums beziehungsweise des Christus Jesus zu erklären? Ein Mann, der Psychiater war oder ist, hat nun die Psychiatrie dazu genommen und hat einfach erklärt, aus welcher Art psychiatrischem Zustande heraus der Christus Jesus hat in seiner Zeit in dieser mächtigen Weise auftreten können; wie man es erklären kann aus abnormem Bewußtsein vom gegenwärtigen psychiatrischen Standpunkte. Die Sache ist sogar nicht einmal vereinzelt geblieben, sondern es ist von anderen auch versucht worden, einfach jene besondere Art des Irrsinns, der in die Welt gekommen ist durch das Christentum, vom Standpunkte der gegenwärtigen Psychiatrie zu erklären.

[ 9 ] Ja, alles das sind eben Zeiterscheinungen, die nicht verschlafen werden dürfen. Denn wenn man auf solche Erscheinungen eben nicht hinschauen will, so sieht man nicht, was eigentlich in der Gegenwart vorgeht, denn sie sind Symptome für das ganze Leben der Gegenwart. Man muß sich also darüber klar sein, daß tatsächlich dasjenige, was der Erde Sinn gibt, wie ein Einschlag einer anderen Welt in diese Erde hineinfällt. Und wir müßten eigentlich sagen, wir müßten unterscheiden zwei Strömungen im Menschenwerden, die zwar heute miteinander gehen, die aber sich erst gefunden haben im Beginne unserer Zeitrechnung. Es ist erst dasjenige, was man zu nennen hat die christliche Strömung, hinzugekommen zu dem, was eine fortlaufende Strömung aus alten Zeiten war. Die Naturwissenschaft zum Beispiel, die hat noch nicht das Ereignis von Golgatha in sich aufgenommen, die arbeitet noch fort mit der fortlaufenden Strömung, als wenn das Ereignis von Golgatha nicht dagewesen wäre. Und die Geisteswissenschaft muß eben gerade bemüht sein, diese beiden Dinge im Einklange miteinander darzustellen: naturwissenschaftliche Betrachtung und Christologie. Denn wo hätte die Christologie einen Platz, wenn man Kant-Laplacesche Theorie treibt, wenn man also zurückgeht auf einen Urnebel und aus diesem Urnebel sich einfach alles herausbilden läßt. Wo hätte schließlich die Christologie eine wirkliche Weltbedeutung für die Menschen auf der Erde, wenn man den Sternenhimmel so betrachten würde, wie der Pater Secchi? Da kann man sagen: Wir betrachten den Sternenhimmel materialistisch, wir betrachten ihn so, wie wenn ein Ereignis von Golgatha überhaupt nicht herausgeboren worden wäre aus diesem Sternenhimmel. Und dann ist das der beste Grund und Boden, um alles dasjenige, was über das Ereignis von Golgatha gesagt werden soll, anderen Mächten zu überlassen. Wenn man nämlich aus der Welterkenntnis nichts herausentwickeln darf über das Ereignis von Golgatha, dann muß eine andere Instanz aufgestellt werden, die den Menschen sagt, was sie über das Ereignis von Golgatha zu denken haben. Und da liegt dann nahe, daß man diese Instanz selbst ist, das heißt, daß Rom die betreffende Instanz ist. Alle diese Dinge sind so konsequent und in einem gewissen Stil sogar groß gedacht, daß es eigentlich nicht erlaubt ist, sich über diese Dinge irgendwelchen Illusionen hinzugeben in der heutigen, so schicksalsschweren Zeit.

[ 9 ] Ja, alles das sind eben Zeiterscheinungen, die nicht verschlafen werden dürfen. Denn wenn man auf solche Erscheinungen eben nicht hinschauen will, so sieht man nicht, was eigentlich in der Gegenwart vorgeht, denn sie sind Symptome für das ganze Leben der Gegenwart. Man muß sich also darüber klar sein, daß tatsächlich dasjenige, was der Erde Sinn gibt, wie ein Einschlag einer anderen Welt in diese Erde hineinfällt. Und wir müßten eigentlich sagen, wir müßten unterscheiden zwei Strömungen im Menschenwerden, die zwar heute miteinander gehen, die aber sich erst gefunden haben im Beginne unserer Zeitrechnung. Es ist erst dasjenige, was man zu nennen hat die christliche Strömung, hinzugekommen zu dem, was eine fortlaufende Strömung aus alten Zeiten war. Die Naturwissenschaft zum Beispiel, die hat noch nicht das Ereignis von Golgatha in sich aufgenommen, die arbeitet noch fort mit der fortlaufenden Strömung, als wenn das Ereignis von Golgatha nicht dagewesen wäre. Und die Geisteswissenschaft muß eben gerade bemüht sein, diese beiden Dinge im Einklange miteinander darzustellen: naturwissenschaftliche Betrachtung und Christologie. Denn wo hätte die Christologie einen Platz, wenn man Kant-Laplacesche Theorie treibt, wenn man also zurückgeht auf einen Urnebel und aus diesem Urnebel sich einfach alles herausbilden läßt. Wo hätte schließlich die Christologie eine wirkliche Weltbedeutung für die Menschen auf der Erde, wenn man den Sternenhimmel so betrachten würde, wie der Pater Secchi? Da kann man sagen: Wir betrachten den Sternenhimmel materialistisch, wir betrachten ihn so, wie wenn ein Ereignis von Golgatha überhaupt nicht herausgeboren worden wäre aus diesem Sternenhimmel. Und dann ist das der beste Grund und Boden, um alles dasjenige, was über das Ereignis von Golgatha gesagt werden soll, anderen Mächten zu überlassen. Wenn man nämlich aus der Welterkenntnis nichts herausentwickeln darf über das Ereignis von Golgatha, dann muß eine andere Instanz aufgestellt werden, die den Menschen sagt, was sie über das Ereignis von Golgatha zu denken haben. Und da liegt dann nahe, daß man diese Instanz selbst ist, das heißt, daß Rom die betreffende Instanz ist. Alle diese Dinge sind so konsequent und in einem gewissen Stil sogar groß gedacht, daß es eigentlich nicht erlaubt ist, sich über diese Dinge irgendwelchen Illusionen hinzugeben in der heutigen, so schicksalsschweren Zeit.

[ 10 ] Und diese 747 Jahre fallen da hinein in die Weltentwickelung wie ein Zeitraum, der tief bedeutsam spricht (Tafel 22; rot; ebenso die beiden gleichen Zeitspannen links und rechts und Kreis und Vertikale zu Christi Geburt). Sie sagen uns alles dasjenige, was zusammenhängt mit der alten Weltentwickelung, haben das so vor sich, daß es die alten Zeiträume berücksichtigt. Der neue Anfang, der beginnt nach diesem Zeitabschnitte, 747 Jahre nach der Gründung Roms, die ja in Wahrheit 747 war, nicht nach dem Zeitpunkt, der in den gewöhnlichen Geschichtsbüchern angegeben wird.

[ 10 ] Und diese 747 Jahre fallen da hinein in die Weltentwickelung wie ein Zeitraum, der tief bedeutsam spricht (Tafel 22; rot; ebenso die beiden gleichen Zeitspannen links und rechts und Kreis und Vertikale zu Christi Geburt). Sie sagen uns alles dasjenige, was zusammenhängt mit der alten Weltentwickelung, haben das so vor sich, daß es die alten Zeiträume berücksichtigt. Der neue Anfang, der beginnt nach diesem Zeitabschnitte, 747 Jahre nach der Gründung Roms, die ja in Wahrheit 747 war, nicht nach dem Zeitpunkt, der in den gewöhnlichen Geschichtsbüchern angegeben wird.

[ 11 ] Da haben wir also einen neuen Anfang. Und wir müßten, wenn wir nun zurückgehen und die Zeiträume nehmen, überall zu den richtig angegebenen Zeitpunkten solche entsprechenden hinzufügen. Eine ganz neue Einteilung der fortlaufenden Zeit wird bewirkt dadurch, daß das Ereignis von Golgatha in diesen Zeitpunkt hineinfällt, wie von außen hineingesetzt in die Menschheitsentwickelung. Wir müssen uns klar sein, diese zwei Strömungen sind vorhanden in der Weltentwickelung, insofern in diese Weltentwickelung der Mensch eingespannt ist. Halten wir das fest, und sehen wir uns jetzt etwas anderes an.

[ 11 ] Da haben wir also einen neuen Anfang. Und wir müßten, wenn wir nun zurückgehen und die Zeiträume nehmen, überall zu den richtig angegebenen Zeitpunkten solche entsprechenden hinzufügen. Eine ganz neue Einteilung der fortlaufenden Zeit wird bewirkt dadurch, daß das Ereignis von Golgatha in diesen Zeitpunkt hineinfällt, wie von außen hineingesetzt in die Menschheitsentwickelung. Wir müssen uns klar sein, diese zwei Strömungen sind vorhanden in der Weltentwickelung, insofern in diese Weltentwickelung der Mensch eingespannt ist. Halten wir das fest, und sehen wir uns jetzt etwas anderes an.

[ 12 ] Sie wissen, der Mond bewegt sich — wir können ja die Perspektive, möchte ich sagen, der gewöhnlichen Astronomie beibehalten um die Erde herum. In Wirklichkeit tut er das nicht so, wie man das gewöhnlich beschreibt. Auch er beschreibt ja eine Lemniskate. Aber wir wollen jetzt davon absehen. Der Mond bewegt sich um die Erde herum. Zu gleicher Zeit, während er sich um die Erde herumbewegt, dreht er sich um sich selbst. Ich habe das schon angeführt. Er ist ein höflicher Herr, er wendet uns immer dieselbe Seite zu. Seine Rückseite ist immer von der Erde abgewendet — nicht ganz genau, man kann eigentlich nur sagen, daß im wesentlichen die eine Seite des Mondes immer der Erde zugewendet ist. Ein 7tel nämlich des Mondes, das geht allerdings an den Rändern herum (Tafel 23, oben; die Sichel rot); so daß man sagen kann: Es ist eigentlich so, daß nicht ganz immer diese vordere Seite der Erde zugewendet ist, sondern nach einiger Zeit ist von dem Rückwärtigen ein Siebtel heraufgekommen und dafür ein Siebtel hinübergegangen. Das gleicht sich dann wiederum aus durch die weiteren Bewegungen. Nicht geht das Siebtel etwa ganz da hinüber, sondern es geht wieder zurück, und der Mond wackelt so im Grunde genommen, indem er sich so um die Erde herumbewegt. Nun ist das aber etwas, was wir hier nur erwähnen wollen, denn in jeder elementaren Astronomie können Sie das Genauere darüber nachsehen.

[ 12 ] Sie wissen, der Mond bewegt sich — wir können ja die Perspektive, möchte ich sagen, der gewöhnlichen Astronomie beibehalten um die Erde herum. In Wirklichkeit tut er das nicht so, wie man das gewöhnlich beschreibt. Auch er beschreibt ja eine Lemniskate. Aber wir wollen jetzt davon absehen. Der Mond bewegt sich um die Erde herum. Zu gleicher Zeit, während er sich um die Erde herumbewegt, dreht er sich um sich selbst. Ich habe das schon angeführt. Er ist ein höflicher Herr, er wendet uns immer dieselbe Seite zu. Seine Rückseite ist immer von der Erde abgewendet — nicht ganz genau, man kann eigentlich nur sagen, daß im wesentlichen die eine Seite des Mondes immer der Erde zugewendet ist. Ein 7tel nämlich des Mondes, das geht allerdings an den Rändern herum (Tafel 23, oben; die Sichel rot); so daß man sagen kann: Es ist eigentlich so, daß nicht ganz immer diese vordere Seite der Erde zugewendet ist, sondern nach einiger Zeit ist von dem Rückwärtigen ein Siebtel heraufgekommen und dafür ein Siebtel hinübergegangen. Das gleicht sich dann wiederum aus durch die weiteren Bewegungen. Nicht geht das Siebtel etwa ganz da hinüber, sondern es geht wieder zurück, und der Mond wackelt so im Grunde genommen, indem er sich so um die Erde herumbewegt. Nun ist das aber etwas, was wir hier nur erwähnen wollen, denn in jeder elementaren Astronomie können Sie das Genauere darüber nachsehen.

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[ 13 ] Wenn man sich an einen Ort des Weltenraumes versetzen würde, der nach denjenigen Berechnungen, die die Astronomie anstellt, ein weit abliegender Stern wäre, so würde diese einmalige Herumdrehung des Mondes um seine Achse etwas mehr als 27 Tage beanspruchen. Wenn Sie sich aber versetzen auf die Sonne, so sehen Sie dadurch, daß Sonne und Mond in einer nicht gleich vor sich gehenden Bewegung sind, sondern mit verschiedener Geschwindigkeit zueinander sich bewegen, sehen Sie die Umdrehung von der Sonne aus nicht so, wie von einem weiten Sterne aus, sondern von der Sonne aus sehen Sie es ungefähr in etwas mehr als 29 Tagen. So daß man sagen kann: der Sternentag des Mondes ist 27 Tage, der Sonnentag des Mondes ist 29 Tage.

[ 13 ] Wenn man sich an einen Ort des Weltenraumes versetzen würde, der nach denjenigen Berechnungen, die die Astronomie anstellt, ein weit abliegender Stern wäre, so würde diese einmalige Herumdrehung des Mondes um seine Achse etwas mehr als 27 Tage beanspruchen. Wenn Sie sich aber versetzen auf die Sonne, so sehen Sie dadurch, daß Sonne und Mond in einer nicht gleich vor sich gehenden Bewegung sind, sondern mit verschiedener Geschwindigkeit zueinander sich bewegen, sehen Sie die Umdrehung von der Sonne aus nicht so, wie von einem weiten Sterne aus, sondern von der Sonne aus sehen Sie es ungefähr in etwas mehr als 29 Tagen. So daß man sagen kann: der Sternentag des Mondes ist 27 Tage, der Sonnentag des Mondes ist 29 Tage.

[ 14 ] Das hängt natürlich zusammen mit all den Übereinanderschiebungen, die überhaupt im Weltenall stattfinden. Sie wissen ja, die Sonne geht jeden Frühling in einem anderen Frühlingspunkte auf, und der Frühlingspunkt bewegt sich in 25 920 Jahren um die ganze Ekliptik, um den ganzen Tierkreis herum. Diese gegenseitigen Bewegungen bewirken, daß der Sternentag des Mondes wesentlich kürzer ist als der Sonnentag des Mondes.

[ 14 ] Das hängt natürlich zusammen mit all den Übereinanderschiebungen, die überhaupt im Weltenall stattfinden. Sie wissen ja, die Sonne geht jeden Frühling in einem anderen Frühlingspunkte auf, und der Frühlingspunkt bewegt sich in 25 920 Jahren um die ganze Ekliptik, um den ganzen Tierkreis herum. Diese gegenseitigen Bewegungen bewirken, daß der Sternentag des Mondes wesentlich kürzer ist als der Sonnentag des Mondes.

[ 15 ] Nun, sehen Sie, wenn Sie das ins Auge fassen, so werden Sie sich sagen können, auch da ist ein merkwürdiger Unterschied. Jedesmal, wenn wir die Beobachtung machen von einem Vollmond zum anderen, bemerken wir einen Unterschied in bezug auf die Art und Weise, wie sich Mond und Sonne repräsentieren, von fast zwei Tagen. Das weist aber in Wirklichkeit darauf hin, daß wir es auch da mit zwei Bewegungen im Weltenall zu tun haben, die zwar miteinander gehen, die aber nicht auf den gleichen Ursprung zurückweisen. Und es kann verglichen werden dasjenige, was ich jetzt kosmisch auseinandergesetzt habe, mit dem, was ich vorher moralisch-geistig auseinandergesetzt habe. Es gibt eine Zwischenzeit zwischen denjenigen Anfängen, die die einzelnen Kulturepochen haben, der einen Strömung gemäß, und denjenigen Anfängen, die gewissermaßen auf das Christus-Ereignis hin orientiert sind. Es gibt immer die Notwendigkeit, wenn Vollmond eingetreten ist in bezug auf die Sternenzeit, dann zu warten, wenn man die Sonnenzeit abwarten will. Das dauert länger. Da ist wiederum eine Zwischenzeit vorhanden. Da haben Sie im Kosmos draußen zwei Strömungen, eine Bewegungsströmung, an der die Sonne teilnimmt, eine Bewegungsströmung, an der der Mond teilnimmt, die gerade so sind, daß man sagen kann: Wenn wit ausgehen von der Mondenströmung, so ist die Sonnenströmung etwas, was in diese Mondenströmung wie ein äußerer Einschlag hineinfällt, geradeso, wie das Christus-Ereignis in die fortlaufende Kulturströmung hineinfällt wie aus einer fremden Welt. Für die Mondenwelt ist die Sonnenwelt eine fremde Welt. Für die heidnische Welt ist die Christus-Welt eine fremde Welt, von einem gewissen Gesichtspunkte aus.

[ 15 ] Nun, sehen Sie, wenn Sie das ins Auge fassen, so werden Sie sich sagen können, auch da ist ein merkwürdiger Unterschied. Jedesmal, wenn wir die Beobachtung machen von einem Vollmond zum anderen, bemerken wir einen Unterschied in bezug auf die Art und Weise, wie sich Mond und Sonne repräsentieren, von fast zwei Tagen. Das weist aber in Wirklichkeit darauf hin, daß wir es auch da mit zwei Bewegungen im Weltenall zu tun haben, die zwar miteinander gehen, die aber nicht auf den gleichen Ursprung zurückweisen. Und es kann verglichen werden dasjenige, was ich jetzt kosmisch auseinandergesetzt habe, mit dem, was ich vorher moralisch-geistig auseinandergesetzt habe. Es gibt eine Zwischenzeit zwischen denjenigen Anfängen, die die einzelnen Kulturepochen haben, der einen Strömung gemäß, und denjenigen Anfängen, die gewissermaßen auf das Christus-Ereignis hin orientiert sind. Es gibt immer die Notwendigkeit, wenn Vollmond eingetreten ist in bezug auf die Sternenzeit, dann zu warten, wenn man die Sonnenzeit abwarten will. Das dauert länger. Da ist wiederum eine Zwischenzeit vorhanden. Da haben Sie im Kosmos draußen zwei Strömungen, eine Bewegungsströmung, an der die Sonne teilnimmt, eine Bewegungsströmung, an der der Mond teilnimmt, die gerade so sind, daß man sagen kann: Wenn wit ausgehen von der Mondenströmung, so ist die Sonnenströmung etwas, was in diese Mondenströmung wie ein äußerer Einschlag hineinfällt, geradeso, wie das Christus-Ereignis in die fortlaufende Kulturströmung hineinfällt wie aus einer fremden Welt. Für die Mondenwelt ist die Sonnenwelt eine fremde Welt. Für die heidnische Welt ist die Christus-Welt eine fremde Welt, von einem gewissen Gesichtspunkte aus.

[ 16 ] Nun betrachten wir dieselbe Sache noch von einem dritten Gesichtspunkte aus. Das können wir nämlich. Wenn Sie den Versuch machen, einmal genau sich zu erinnern, wie das Gedächtnis des Menschen eigentlich wirkt, namentlich wenn Sie einschließen in diese Rückerinnerung Ihre Träume, dann werden Sie finden, daß zum Beispiel in die Träume im wesentlichen dasjenige hineinspielt, was eigentlich kurz vorher verlaufen ist, nicht in den inneren Gang des Träumens, aber in die Bilderwelt des Traumes spielt hinein, was in der letzten Zeit verlaufen ist. Mißverstehen Sie mich nicht. Es kann natürlich Ihnen etwas träumen, was vor vielen Jahren an Sie herangetreten ist; aber es wird Ihnen nicht träumen dasjenige, was vor vielen Jahren an Sie herangetreten ist, wenn nicht in den allerletzten Tagen etwas eingetreten ist, was in irgendeiner Gedanken- oder Empfindungsbeziehung zu dem ist, was vor Jahren da war. Die ganze Natur des Träumens hat etwas zu tun mit demjenigen, was unmittelbar in den letzten Tagen verlaufen ist. Beobachtung darüber setzt natürlich voraus, daß man sich eben einläßt auf solche Feinheiten des menschlichen Lebens. Wenn man sich einläßt, so liefert die Beobachtung so exakte Ergebnisse, wie nur irgendeine exakte Naturwissenschaft liefern kann.

[ 16 ] Nun betrachten wir dieselbe Sache noch von einem dritten Gesichtspunkte aus. Das können wir nämlich. Wenn Sie den Versuch machen, einmal genau sich zu erinnern, wie das Gedächtnis des Menschen eigentlich wirkt, namentlich wenn Sie einschließen in diese Rückerinnerung Ihre Träume, dann werden Sie finden, daß zum Beispiel in die Träume im wesentlichen dasjenige hineinspielt, was eigentlich kurz vorher verlaufen ist, nicht in den inneren Gang des Träumens, aber in die Bilderwelt des Traumes spielt hinein, was in der letzten Zeit verlaufen ist. Mißverstehen Sie mich nicht. Es kann natürlich Ihnen etwas träumen, was vor vielen Jahren an Sie herangetreten ist; aber es wird Ihnen nicht träumen dasjenige, was vor vielen Jahren an Sie herangetreten ist, wenn nicht in den allerletzten Tagen etwas eingetreten ist, was in irgendeiner Gedanken- oder Empfindungsbeziehung zu dem ist, was vor Jahren da war. Die ganze Natur des Träumens hat etwas zu tun mit demjenigen, was unmittelbar in den letzten Tagen verlaufen ist. Beobachtung darüber setzt natürlich voraus, daß man sich eben einläßt auf solche Feinheiten des menschlichen Lebens. Wenn man sich einläßt, so liefert die Beobachtung so exakte Ergebnisse, wie nur irgendeine exakte Naturwissenschaft liefern kann.

[ 17 ] Woher rührt denn das? Das rührt davon her, daß eine gewisse Zeit gebraucht wird, damit dasjenige, was wir seelisch erleben, damit das sich eindrückt aus dem astralischen Leib heraus in unsern Ätherleib hinein. Ungefähr nach zweieinhalb bis drei Tagen, manchmal eben auch schon nach eineinhalb Tagen, nach zwei Tagen, aber nicht, ohne daß wir darüber geschlafen haben, drückt sich dasjenige, was wir erleben im Umgange mit der Welt, von unserem astralischen Leibe aus in unseren Ätherleib ein. Damit es dadrinnen befestigt sei, braucht es immer eine Zeit. Und wenn wir mit dieser Tatsache die andere vergleichen, daß wir im gewöhnlichen Leben wechselweise trennen physischen Leib und Ätherleib — astralischen Leib und Ich im Schlafen und im Wachen wieder zusammenfügen, so müssen wir uns sagen, es ist ein gewisser loserer Zusammenhang zwischen physischem Leib und Ätherleib auf der einen Seite und Ich und astralischem Leib auf der anderen Seite. Ätherleib und physischer Leib bleiben zwischen Geburt und Tod immer beisammen, Ich und astralischer Leib bleiben auch beisammen. Aber astralischer Leib und Ätherleib bleiben nicht beisammen. Die gehen jede Nacht auseinander. Da ist ein loserer Zusammenhang zwischen Astralleib und Ätherleib als zwischen Ätherleib und physischem Leib. Dieser losere Zusammenhang, der drückt sich dadurch aus, daß erst gewissermaßen ein Auseinandersein da gewesen sein muß zwischen dem astralischen Leib und dem Ätherleib, bis das, was wir erleben dutch unseren astralischen Leib, sich eindrückt in den Ätherleib. Und wir können sagen, wenn irgendein Ereignis auf uns wirkt, wirkt es ja im wachen Zustand auf uns. Bedenken Sie doch nur, wenn Sie einem Ereignisse bei tagwachendem Zustand gegenüberstehen, so wirkt das Ereignis auf Ihren physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib und auf Ihr Ich. Nun ist aber dennoch ein Unterschied in bezug auf die Aufnahme. Der astralische Leib, der nimmt die Sache sofort auf. Der Ätherleib braucht eine gewisse Zeit, um die Sache so in sich befestigen zu lassen, daß nun ein voller Einklang ist zwischen dem Ätherleib und dem astralischen Leib. Weist Sie denn das nicht klar und deutlich darauf hin, daß, trotzdem Sie mit allen Ihren vier Gliedern der menschlichen Wesenheit dem Ereignis gegenüberstehen, daß da zwei Strömungen sind, die in ihrem Verhältnis zur Außenwelt nicht gleich laufen, von denen die eine Strömung länger braucht als die andere? Da haben Sie dasselbe, was Sie haben in der Geschichte, was Sie haben im Kosmos, Mond und Sonne, Heidentum und Christentum, da haben Sie dasselbe: Ätherizität, Astralizität — den Unterschied um einen Zeitraum. Es geht also bis in unser gewöhnliches Leben hinein dieses Durcheinanderwirken von zwei Strömungen, die zusammenkommen, die gemeinsame Resultate liefern für das Leben, die aber nicht einfach so gefaßt werden dürfen, daß man die Ursachen und Wirkungen der einen Strömung übereinanderfallen läßt mit den Ursachen und Wirkungen der anderen Strömung.

[ 17 ] Woher rührt denn das? Das rührt davon her, daß eine gewisse Zeit gebraucht wird, damit dasjenige, was wir seelisch erleben, damit das sich eindrückt aus dem astralischen Leib heraus in unsern Ätherleib hinein. Ungefähr nach zweieinhalb bis drei Tagen, manchmal eben auch schon nach eineinhalb Tagen, nach zwei Tagen, aber nicht, ohne daß wir darüber geschlafen haben, drückt sich dasjenige, was wir erleben im Umgange mit der Welt, von unserem astralischen Leibe aus in unseren Ätherleib ein. Damit es dadrinnen befestigt sei, braucht es immer eine Zeit. Und wenn wir mit dieser Tatsache die andere vergleichen, daß wir im gewöhnlichen Leben wechselweise trennen physischen Leib und Ätherleib — astralischen Leib und Ich im Schlafen und im Wachen wieder zusammenfügen, so müssen wir uns sagen, es ist ein gewisser loserer Zusammenhang zwischen physischem Leib und Ätherleib auf der einen Seite und Ich und astralischem Leib auf der anderen Seite. Ätherleib und physischer Leib bleiben zwischen Geburt und Tod immer beisammen, Ich und astralischer Leib bleiben auch beisammen. Aber astralischer Leib und Ätherleib bleiben nicht beisammen. Die gehen jede Nacht auseinander. Da ist ein loserer Zusammenhang zwischen Astralleib und Ätherleib als zwischen Ätherleib und physischem Leib. Dieser losere Zusammenhang, der drückt sich dadurch aus, daß erst gewissermaßen ein Auseinandersein da gewesen sein muß zwischen dem astralischen Leib und dem Ätherleib, bis das, was wir erleben dutch unseren astralischen Leib, sich eindrückt in den Ätherleib. Und wir können sagen, wenn irgendein Ereignis auf uns wirkt, wirkt es ja im wachen Zustand auf uns. Bedenken Sie doch nur, wenn Sie einem Ereignisse bei tagwachendem Zustand gegenüberstehen, so wirkt das Ereignis auf Ihren physischen Leib, Ätherleib, astralischen Leib und auf Ihr Ich. Nun ist aber dennoch ein Unterschied in bezug auf die Aufnahme. Der astralische Leib, der nimmt die Sache sofort auf. Der Ätherleib braucht eine gewisse Zeit, um die Sache so in sich befestigen zu lassen, daß nun ein voller Einklang ist zwischen dem Ätherleib und dem astralischen Leib. Weist Sie denn das nicht klar und deutlich darauf hin, daß, trotzdem Sie mit allen Ihren vier Gliedern der menschlichen Wesenheit dem Ereignis gegenüberstehen, daß da zwei Strömungen sind, die in ihrem Verhältnis zur Außenwelt nicht gleich laufen, von denen die eine Strömung länger braucht als die andere? Da haben Sie dasselbe, was Sie haben in der Geschichte, was Sie haben im Kosmos, Mond und Sonne, Heidentum und Christentum, da haben Sie dasselbe: Ätherizität, Astralizität — den Unterschied um einen Zeitraum. Es geht also bis in unser gewöhnliches Leben hinein dieses Durcheinanderwirken von zwei Strömungen, die zusammenkommen, die gemeinsame Resultate liefern für das Leben, die aber nicht einfach so gefaßt werden dürfen, daß man die Ursachen und Wirkungen der einen Strömung übereinanderfallen läßt mit den Ursachen und Wirkungen der anderen Strömung.

[ 18 ] Sehen Sie, das sind Dinge, die von fundamentaler Bedeutung für Weltbetrachtung und Lebensbetrachtung sind, ohne die man überhaupt nicht auskommt, wenn man die Welt verstehen will. Und es sind zu gleicher Zeit Tatsachen, auf die heute überhaupt nirgends hingewiesen wird, die ganz übersehen werden. Und was zeigen denn diese Tatsachen? Sie zeigen, daß eine gewisse Harmonie besteht zwischen dem kosmischen Leben, dem geschichtlichen Leben und dem Leben des einzelnen Menschen, aber keine so konstruierte, wie es gewöhnlich angegeben wird heute, wo man alles nach dem materialistischen biogenetischen Grundgesetz frisieren möchte. Daraus folgt, daß wir nicht eine einzige Astronomie haben dürfen, sondern daß wir brauchen verschiedene Astronomien: eine Mondenastronomie und eine Sonnenastronomie. Sehen Sie, wenn Sie zwei Uhren haben (Tafel 23, unten), wovon die eine immer etwas zurückgeht gegenüber der anderen, wird die andere immer vor sein, die eine immer zurück; aber Sie werden nie annehmen können, daß, was auf der einen Uhr geschieht, seine Ursache hat auf der anderen Uhr. Das können Sie nicht, wenn auch eine gewisse Gesetzmäßigkeit besteht, selbstverständlich, indem die eine Uhr immer um dasselbe Stück zurück ist. Aber die beiden haben gar nichts miteinander zu tun, sie wirken nur dann zusammen, wenn ich sie zusammen anschaue. Ebensowenig hat die Sonnenastronomie mit der Mondenastronomie zu tun. Nur wirken die beiden gemeinsam in unserem Weltenall.

[ 18 ] Sehen Sie, das sind Dinge, die von fundamentaler Bedeutung für Weltbetrachtung und Lebensbetrachtung sind, ohne die man überhaupt nicht auskommt, wenn man die Welt verstehen will. Und es sind zu gleicher Zeit Tatsachen, auf die heute überhaupt nirgends hingewiesen wird, die ganz übersehen werden. Und was zeigen denn diese Tatsachen? Sie zeigen, daß eine gewisse Harmonie besteht zwischen dem kosmischen Leben, dem geschichtlichen Leben und dem Leben des einzelnen Menschen, aber keine so konstruierte, wie es gewöhnlich angegeben wird heute, wo man alles nach dem materialistischen biogenetischen Grundgesetz frisieren möchte. Daraus folgt, daß wir nicht eine einzige Astronomie haben dürfen, sondern daß wir brauchen verschiedene Astronomien: eine Mondenastronomie und eine Sonnenastronomie. Sehen Sie, wenn Sie zwei Uhren haben (Tafel 23, unten), wovon die eine immer etwas zurückgeht gegenüber der anderen, wird die andere immer vor sein, die eine immer zurück; aber Sie werden nie annehmen können, daß, was auf der einen Uhr geschieht, seine Ursache hat auf der anderen Uhr. Das können Sie nicht, wenn auch eine gewisse Gesetzmäßigkeit besteht, selbstverständlich, indem die eine Uhr immer um dasselbe Stück zurück ist. Aber die beiden haben gar nichts miteinander zu tun, sie wirken nur dann zusammen, wenn ich sie zusammen anschaue. Ebensowenig hat die Sonnenastronomie mit der Mondenastronomie zu tun. Nur wirken die beiden gemeinsam in unserem Weltenall.

[ 19 ] Das ist das Wichtige, sehen Sie, daß man das ins Auge faßt. Und wie man unterscheiden muß zwischen der Sonnenastronomie und der Mondenastronomie, beziehungsweise der Regelung der Bewegung der Sonne und der Bewegung des Mondes, so muß man in der Geschichte unterscheiden zwischen dem, was in uns sich vollzieht dadurch, daß die Bewegung so vor sich geht, wie wir es in den Kulturperioden angeben, und was in uns geschieht dadurch, daß wir angeben jene Zeitepochen, die ihren Mittelpunkt haben in dem Ereignis von Golgatha. Diese zwei Dinge wirken zunächst in der Welt zusammen. Aber wir müssen sie, wenn wir ihnen beikommen wollen, voneinander unterscheiden. Wir sehen das Vorbild für das Geschichtliche im Kosmischen, und wir sehen den letzten Ausdruck — ich sage nicht die Wirkung — derselben universellen Tatsache in unserem eigenen Leben in den zwei bis drei Tagen, die verfließen müssen, bis sich die Gedanken so weit befestigt haben, daß sie nicht mehr so weit heroben sind in unserem astralischen Leibe, um ohne weiteres als Traum erscheinen zu können, sondern daß sie in unserem Ätherleib unten sind und heraufgeholt werden müssen durch die aktive Erinnerung oder durch irgend etwas, was anklingt an sie. In uns also geht die eine Strömung in die andere Strömung hinein. So wie wit uns vorzustellen haben, daß eine Mondenströmung da ist, welche gewissermaßen selbständige Bewegungsstrukturen erzeugt und daneben die Sonnenströmung, die wiederum selbständige Bewegungsstrukturen hat, so müssen wir uns vorstellen, daß wir mit unserer eigenen menschlichen Wesenheit näher zusammenhängen durch unseren physischen Leib und Ätherleib mit irgend etwas Außermenschlichem, und auf der anderen Seite näher zusammenhängen mit etwas anderem Außermenschlichen durch unsern astralischen Leib und unser Ich.

[ 19 ] Das ist das Wichtige, sehen Sie, daß man das ins Auge faßt. Und wie man unterscheiden muß zwischen der Sonnenastronomie und der Mondenastronomie, beziehungsweise der Regelung der Bewegung der Sonne und der Bewegung des Mondes, so muß man in der Geschichte unterscheiden zwischen dem, was in uns sich vollzieht dadurch, daß die Bewegung so vor sich geht, wie wir es in den Kulturperioden angeben, und was in uns geschieht dadurch, daß wir angeben jene Zeitepochen, die ihren Mittelpunkt haben in dem Ereignis von Golgatha. Diese zwei Dinge wirken zunächst in der Welt zusammen. Aber wir müssen sie, wenn wir ihnen beikommen wollen, voneinander unterscheiden. Wir sehen das Vorbild für das Geschichtliche im Kosmischen, und wir sehen den letzten Ausdruck — ich sage nicht die Wirkung — derselben universellen Tatsache in unserem eigenen Leben in den zwei bis drei Tagen, die verfließen müssen, bis sich die Gedanken so weit befestigt haben, daß sie nicht mehr so weit heroben sind in unserem astralischen Leibe, um ohne weiteres als Traum erscheinen zu können, sondern daß sie in unserem Ätherleib unten sind und heraufgeholt werden müssen durch die aktive Erinnerung oder durch irgend etwas, was anklingt an sie. In uns also geht die eine Strömung in die andere Strömung hinein. So wie wit uns vorzustellen haben, daß eine Mondenströmung da ist, welche gewissermaßen selbständige Bewegungsstrukturen erzeugt und daneben die Sonnenströmung, die wiederum selbständige Bewegungsstrukturen hat, so müssen wir uns vorstellen, daß wir mit unserer eigenen menschlichen Wesenheit näher zusammenhängen durch unseren physischen Leib und Ätherleib mit irgend etwas Außermenschlichem, und auf der anderen Seite näher zusammenhängen mit etwas anderem Außermenschlichen durch unsern astralischen Leib und unser Ich.

[ 20 ] Über diese Dinge breitet einen Schleier von Verfinsterung die gegenwärtige Betrachtung, die alles durcheinanderwirft; welche einen Weltennebel annimmt und diesen Weltennebel sich ballen läßt. Da gehen hervor Sonnen, Planeten, Monde. Aber so ist es nicht. Sonnen und Monde gehen nicht aus denselben Ursprüngen hervor, sondern das sind zwei nebeneinander laufende Strömungen. Und ebensowenig kann man denselben Ursprung finden bei dem, was im Menschen Ich und astralischer Leib ist, und physischer und Ätherleib ist. Das sind zwei verschiedene Strömungen. Und wenn Sie meine «Geheimwissenschaft» lesen, so werden Sie sehen, wie Sie diese zwei verschiedenen Strömungen verfolgen müssen zurück bis zur Sonnenzeit. Dann allerdings, wenn es von der Sonne zurück auf den Saturn geht, dann ist eine gewisse Art von Einheit vorhanden. Aber die ist ja nun wirklich sehr weit zurückliegend. Aber von da ab — Sie wissen — mußte ich so schildern, daß eigentlich fortwährend die Tendenz vorhanden ist, daß zwei Strömungen nebeneinander laufen.

[ 20 ] Über diese Dinge breitet einen Schleier von Verfinsterung die gegenwärtige Betrachtung, die alles durcheinanderwirft; welche einen Weltennebel annimmt und diesen Weltennebel sich ballen läßt. Da gehen hervor Sonnen, Planeten, Monde. Aber so ist es nicht. Sonnen und Monde gehen nicht aus denselben Ursprüngen hervor, sondern das sind zwei nebeneinander laufende Strömungen. Und ebensowenig kann man denselben Ursprung finden bei dem, was im Menschen Ich und astralischer Leib ist, und physischer und Ätherleib ist. Das sind zwei verschiedene Strömungen. Und wenn Sie meine «Geheimwissenschaft» lesen, so werden Sie sehen, wie Sie diese zwei verschiedenen Strömungen verfolgen müssen zurück bis zur Sonnenzeit. Dann allerdings, wenn es von der Sonne zurück auf den Saturn geht, dann ist eine gewisse Art von Einheit vorhanden. Aber die ist ja nun wirklich sehr weit zurückliegend. Aber von da ab — Sie wissen — mußte ich so schildern, daß eigentlich fortwährend die Tendenz vorhanden ist, daß zwei Strömungen nebeneinander laufen.

[ 21 ] Ich habe Ihnen heute nur schildern wollen, wie es notwendig ist, ein Licht zu werfen auf die Parallelismen zwischen dem Weltendasein, dem geschichtlichen Dasein und dem menschlichen Dasein, um überhaupt ein Urteil darüber zu bekommen, wie man sich zu stellen hat zu den Weltenbewegungen. Sie haben gesehen, daß, wenn man sich richtig stellt, nicht eine Astronomie folgt, sondern zwei Astronomien folgen, eine Sonnen- und eine Mondenastronomie. Und ebenso folgt ein Menschenwerden heidnischer Natur die Naturwissenschaft ist noch heidnisch — und ein Menschenwerden christlicher Natur. Und in unserer Zeit haben viele Menschen die Tendenz, diese beiden Strömungen, die nun wahrhaftig auf der Erde sich zusammen getroffen haben, um zusammen zu wirken, nicht zusammenkommen zu lassen.

[ 21 ] Ich habe Ihnen heute nur schildern wollen, wie es notwendig ist, ein Licht zu werfen auf die Parallelismen zwischen dem Weltendasein, dem geschichtlichen Dasein und dem menschlichen Dasein, um überhaupt ein Urteil darüber zu bekommen, wie man sich zu stellen hat zu den Weltenbewegungen. Sie haben gesehen, daß, wenn man sich richtig stellt, nicht eine Astronomie folgt, sondern zwei Astronomien folgen, eine Sonnen- und eine Mondenastronomie. Und ebenso folgt ein Menschenwerden heidnischer Natur die Naturwissenschaft ist noch heidnisch — und ein Menschenwerden christlicher Natur. Und in unserer Zeit haben viele Menschen die Tendenz, diese beiden Strömungen, die nun wahrhaftig auf der Erde sich zusammen getroffen haben, um zusammen zu wirken, nicht zusammenkommen zu lassen.

[ 22 ] Sehen Sie einmal, wie der ganze Sinn — das andere ist ja ohnedies Unsinn —, wie der ganze Sinn einer solchen Broschüre wie der Traubschen darinnen besteht, daß eigentlich gesagt wird: Ja, der Steiner möchte, daß die beiden Strömungen, die heidnische und die christliche, zusammenkommen. Wir wollen das nicht zulassen, wit wollen, daß die Naturwissenschaft immer heidnisch bleibt, damit wir nicht nötig haben, am Christentum irgend etwas geschehen zu lassen, was dieses Christentum zusammenbringt mit der Naturwissenschaft. — Selbstverständlich, wenn man die Naturwissenschaft heidnisch läßt, kann das Christentum nicht zusammenkommen mit der Naturwissenschaft. Dann kann man sagen: Naturwissenschaft wird betrieben äußerlich materialistisch, Christentum gründet sich auf den Glauben. Die beiden dürfen nicht zusammengebracht werden. — Aber der Christus ist wahrhaftig nicht in der Welt erschienen dazu, daß neben seinen Impulsen die heidnischen Impulse immer mächtiger und mächtiger werden, sondern er ist erschienen, um die heidnischen Impulse zu durchdringen. Und die Aufgabe der gegenwärtigen Zeit ist, dasjenige, was man auseinanderhalten möchte als Wissen und Glaube, miteinander zu vereinigen. Und das muß geschehen. Daher muß auch auf solche Dinge aufmerksam gemacht werden, wie ich es ja in einem der öffentlichen Vorträge in diesen Tagen getan habe. Auf der einen Seite ist das Bekenntnis angekommen dabei, nicht zuzulassen, daß man in die Christologie Kosmologie hineinbringt; auf der anderen Seite ist die Kosmologie angelangt bei dem Prinzip der Unzerstörbarkeit des Stoffes und der Kraft. Wenn man den Stoff und die Kraft als unzerstörbar und ewig ansieht, dann ist damit verknüpft das Zu-Boden-Treten aller Ideale. Dann ist aber auch das Christentum ohne Sinn. Einzig und allein, wenn dasjenige, was jetzt Stoff und Stoffesgesetze sind, eine vorübergehende Erscheinung ist, und in dem, was wir jetzt erleben im Zusammenhange mit der Christologie, mit dem Christus-Impuls, ein Keim ist für das, was bestehen wird, wenn der Stoff und die Kraft, wie sie jetzt gesetzmäßig walten, nicht mehr bestehen, sondern gestorben sein werden, einzig und allein dann haben Christentum und sittliches Ideal, hat Menschenwert einen wahren Sinn. Es gibt zwei große Gegensätze. Der eine stammt aus der letzten Konsequenz des Heidentums und heißt: Der Stoff und die Kraft sind unvergänglich; der andere stammt aus dem Christentum und heißt: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

[ 22 ] Sehen Sie einmal, wie der ganze Sinn — das andere ist ja ohnedies Unsinn —, wie der ganze Sinn einer solchen Broschüre wie der Traubschen darinnen besteht, daß eigentlich gesagt wird: Ja, der Steiner möchte, daß die beiden Strömungen, die heidnische und die christliche, zusammenkommen. Wir wollen das nicht zulassen, wit wollen, daß die Naturwissenschaft immer heidnisch bleibt, damit wir nicht nötig haben, am Christentum irgend etwas geschehen zu lassen, was dieses Christentum zusammenbringt mit der Naturwissenschaft. — Selbstverständlich, wenn man die Naturwissenschaft heidnisch läßt, kann das Christentum nicht zusammenkommen mit der Naturwissenschaft. Dann kann man sagen: Naturwissenschaft wird betrieben äußerlich materialistisch, Christentum gründet sich auf den Glauben. Die beiden dürfen nicht zusammengebracht werden. — Aber der Christus ist wahrhaftig nicht in der Welt erschienen dazu, daß neben seinen Impulsen die heidnischen Impulse immer mächtiger und mächtiger werden, sondern er ist erschienen, um die heidnischen Impulse zu durchdringen. Und die Aufgabe der gegenwärtigen Zeit ist, dasjenige, was man auseinanderhalten möchte als Wissen und Glaube, miteinander zu vereinigen. Und das muß geschehen. Daher muß auch auf solche Dinge aufmerksam gemacht werden, wie ich es ja in einem der öffentlichen Vorträge in diesen Tagen getan habe. Auf der einen Seite ist das Bekenntnis angekommen dabei, nicht zuzulassen, daß man in die Christologie Kosmologie hineinbringt; auf der anderen Seite ist die Kosmologie angelangt bei dem Prinzip der Unzerstörbarkeit des Stoffes und der Kraft. Wenn man den Stoff und die Kraft als unzerstörbar und ewig ansieht, dann ist damit verknüpft das Zu-Boden-Treten aller Ideale. Dann ist aber auch das Christentum ohne Sinn. Einzig und allein, wenn dasjenige, was jetzt Stoff und Stoffesgesetze sind, eine vorübergehende Erscheinung ist, und in dem, was wir jetzt erleben im Zusammenhange mit der Christologie, mit dem Christus-Impuls, ein Keim ist für das, was bestehen wird, wenn der Stoff und die Kraft, wie sie jetzt gesetzmäßig walten, nicht mehr bestehen, sondern gestorben sein werden, einzig und allein dann haben Christentum und sittliches Ideal, hat Menschenwert einen wahren Sinn. Es gibt zwei große Gegensätze. Der eine stammt aus der letzten Konsequenz des Heidentums und heißt: Der Stoff und die Kraft sind unvergänglich; der andere stammt aus dem Christentum und heißt: Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

[ 23 ] Das sind die beiden größten Gegensätze, die in der Weltanschauung ausgesprochen werden können. Und unsere Zeit hätte alle Veranlassung, nicht sich konfus hinwegzusetzen über solche Dinge, sondern ernsthaftig mit wacher Seele hinzuschauen, was als Weltanschauung errungen werden muß, damit nicht über der Illusion des unzerstörbaren Stoffes und der unzerstörbaren Kraft verloren gehen sittlicher Menschenwert und christlicher Impuls in der Weltentwickelung. Davon morgen weiter.

[ 23 ] Das sind die beiden größten Gegensätze, die in der Weltanschauung ausgesprochen werden können. Und unsere Zeit hätte alle Veranlassung, nicht sich konfus hinwegzusetzen über solche Dinge, sondern ernsthaftig mit wacher Seele hinzuschauen, was als Weltanschauung errungen werden muß, damit nicht über der Illusion des unzerstörbaren Stoffes und der unzerstörbaren Kraft verloren gehen sittlicher Menschenwert und christlicher Impuls in der Weltentwickelung. Davon morgen weiter.