The Bridge Between the Spiritual and
Physical Realms of Human Beings
GA 202
23 December 1920, Dornach
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Die Brücke zwischen der Weltgeistigkei und dem Physischen des Menschen
Dreizehnter Vortrag
Dreizehnter Vortrag
[ 1 ] In drei Jahresfesten gedenkt die Christenheit desjenigen Wesens, das für sie dem Erdenleben seinen Sinn gibt, von dem ausstrahlt die stärkste Kraft dieses Erdenlebens. Von diesen drei Festen stellt das Weihnachtsfest die größten Anforderungen an unser Empfinden; es will gewissermaßen unser Empfinden am meisten verinnerlichen. Das Osterfest stellt die größten Anforderungen an dasjenige, was wir menschliches Verständnis, menschliches Begreifen nennen; das Pfingstfest an dasjenige, was wir menschliches Wollen nennen. Und im Grunde genommen begreift man das, was im Weihnachtsmysterium liegen soll, nur durch die Verinnerlichung, durch die Vertiefung desjenigen Empfindens, das uns unsere ganze menschliche Wesenheit, unseren Wert und unsere Würde als Menschen vergegenwärtigt.
[ 1 ] In drei Jahresfesten gedenkt die Christenheit desjenigen Wesens, das für sie dem Erdenleben seinen Sinn gibt, von dem ausstrahlt die stärkste Kraft dieses Erdenlebens. Von diesen drei Festen stellt das Weihnachtsfest die größten Anforderungen an unser Empfinden; es will gewissermaßen unser Empfinden am meisten verinnerlichen. Das Osterfest stellt die größten Anforderungen an dasjenige, was wir menschliches Verständnis, menschliches Begreifen nennen; das Pfingstfest an dasjenige, was wir menschliches Wollen nennen. Und im Grunde genommen begreift man das, was im Weihnachtsmysterium liegen soll, nur durch die Verinnerlichung, durch die Vertiefung desjenigen Empfindens, das uns unsere ganze menschliche Wesenheit, unseren Wert und unsere Würde als Menschen vergegenwärtigt.
[ 2 ] Nur wenn man das, was im Weltenall Mensch ist, in der rechten Weise und innig genug empfinden kann, wird man jener Stimmung gerecht, welche die wahre Weihnachtsstimmung sein soll. Nur wenn man jenes Wunder zu seinem völligen Verständnis bringt, das im Ostermysterium enthalten ist, das Wunder der Auferstehung, dann wird man diesem Ostermysterium gerecht, und nur wenn man in dem Pfingstfest etwas sieht, was Kraft bedeutet zur Entwickelung unserer Willensimpulse, was unseren Willen hinaushebt über die bloßen Erdeninstinkte, dann sieht man im rechten Lichte dasjenige, was das Pfingstfest sein soll.
[ 2 ] Nur wenn man das, was im Weltenall Mensch ist, in der rechten Weise und innig genug empfinden kann, wird man jener Stimmung gerecht, welche die wahre Weihnachtsstimmung sein soll. Nur wenn man jenes Wunder zu seinem völligen Verständnis bringt, das im Ostermysterium enthalten ist, das Wunder der Auferstehung, dann wird man diesem Ostermysterium gerecht, und nur wenn man in dem Pfingstfest etwas sieht, was Kraft bedeutet zur Entwickelung unserer Willensimpulse, was unseren Willen hinaushebt über die bloßen Erdeninstinkte, dann sieht man im rechten Lichte dasjenige, was das Pfingstfest sein soll.
[ 3 ] Zu den Vaterprinzipien des Weltenalls steht in Beziehung der Christus Jesus: dies vergegenwärtigt uns das Weihnachtsfest. Zu dem, was man gewohnt worden ist das Sohnesprinzip zu nennen, steht der Christus Jesus in Beziehung: das vergegenwärtigt uns das Ostermysterium. Zu demjenigen, was die Welt durchwallt und durchwebt als Geist, steht der Christus in der Art in Beziehung, wie es uns das Pfingstmysterium vergegenwärtigt.
[ 3 ] Zu den Vaterprinzipien des Weltenalls steht in Beziehung der Christus Jesus: dies vergegenwärtigt uns das Weihnachtsfest. Zu dem, was man gewohnt worden ist das Sohnesprinzip zu nennen, steht der Christus Jesus in Beziehung: das vergegenwärtigt uns das Ostermysterium. Zu demjenigen, was die Welt durchwallt und durchwebt als Geist, steht der Christus in der Art in Beziehung, wie es uns das Pfingstmysterium vergegenwärtigt.
[ 4 ] Indem wir die äußerliche Natur um uns sehen, sehen wir durch die Kräfte dieser Natur auch den Menschen in sein physisches Dasein hereintreten. Wir wissen aus alldem, was uns aus der Geisteswissenschaft kommen kann, daß wir diese Natur nicht im rechten Sinne betrachten, wenn wir sie nur ihren physisch-sinnlichen Äußerlichkeiten nach ansehen. Wir wissen, daß göttliche Kräfte die Natur umweben, und wir werden unseres Ursprungs aus der Natur nur dann uns im wahren Sinne des Wortes bewußt, wenn wir auf dieses die Natur durchwallende und durchwebende Göttliche hinsehen können. Dann blicken wir auf zu den Vaterprinzipien der Natur. Alles, was die Natur als Göttliches durchwallt und durchwebt, sind uns Vaterprinzipien im Sinne älterer Religionen und auch im Sinne des richtig verstandenen Christentums. Ob wir gewahr werden, wie das Blümchen auf dem Felde wächst, ob wir gewahr werden, wie aus der Wolke der Donner rollt und der Blitz zuckend niederschießt, ob wir die Sonne über den Himmel gehen und die Sterne leuchten sehen, ob wir die Quellen und den Strom rauschen hören — wenn wir das, was in diesen äußeren Offenbarungen des Naturdaseins sich geheimnisvoll als der Ursprung alles Werdens zeigt, gewahr werden, dann werden wir auch dessen gewahr, was uns selber durch das Mysterium der physischen Geburt in diese Welt hereinstellt.
[ 4 ] Indem wir die äußerliche Natur um uns sehen, sehen wir durch die Kräfte dieser Natur auch den Menschen in sein physisches Dasein hereintreten. Wir wissen aus alldem, was uns aus der Geisteswissenschaft kommen kann, daß wir diese Natur nicht im rechten Sinne betrachten, wenn wir sie nur ihren physisch-sinnlichen Äußerlichkeiten nach ansehen. Wir wissen, daß göttliche Kräfte die Natur umweben, und wir werden unseres Ursprungs aus der Natur nur dann uns im wahren Sinne des Wortes bewußt, wenn wir auf dieses die Natur durchwallende und durchwebende Göttliche hinsehen können. Dann blicken wir auf zu den Vaterprinzipien der Natur. Alles, was die Natur als Göttliches durchwallt und durchwebt, sind uns Vaterprinzipien im Sinne älterer Religionen und auch im Sinne des richtig verstandenen Christentums. Ob wir gewahr werden, wie das Blümchen auf dem Felde wächst, ob wir gewahr werden, wie aus der Wolke der Donner rollt und der Blitz zuckend niederschießt, ob wir die Sonne über den Himmel gehen und die Sterne leuchten sehen, ob wir die Quellen und den Strom rauschen hören — wenn wir das, was in diesen äußeren Offenbarungen des Naturdaseins sich geheimnisvoll als der Ursprung alles Werdens zeigt, gewahr werden, dann werden wir auch dessen gewahr, was uns selber durch das Mysterium der physischen Geburt in diese Welt hereinstellt.
[ 5 ] Aber dieses Mysterium der physischen Geburt, es bleibt in Ansehung des Wesens des Menschen immer etwas Unerklärliches, wenn wir es nicht verbinden können mit dem, was wir durch ein inniges Empfinden erleben im Gedenken des Weihnachtsmysteriums, im Gedenken der Kindheit, die durch die Jesusknaben in die Menschheit gekommen ist. Was sagt uns das Dasein dieser Jesusknaben? Es sagt uns nichts Geringeres, als daß zum vollen Menschsein es nicht genügt, bloß geboren zu werden, bloß also durch diejenigen Kräfte in der Welt anwesend zu sein, die als physische Geburtskräfte alle Wesen und auch den Menschen ins Dasein führen. Dieses heilige Weihnachtsmysterium, es besagt uns im Anblicke der Kindheit Christi, daß das wahre Menschsein in uns nicht einfach geboren werden kann, sondern daß es im Innersten der Seele neugeboren werden muß, daß der Mensch im Laufe seines Lebens innerhalb seines seelischen Daseins etwas erfahren muß, was ihn erst zum vollen Menschen macht. Und dieses, was er da erfahren soll, kann er nur erfahren, wenn er es im Zusammenleben mit dem erfährt, was in der Kindheit am Weltweihnachtsfest in die Erdenentwickelung hereingezogen ist.
[ 5 ] Aber dieses Mysterium der physischen Geburt, es bleibt in Ansehung des Wesens des Menschen immer etwas Unerklärliches, wenn wir es nicht verbinden können mit dem, was wir durch ein inniges Empfinden erleben im Gedenken des Weihnachtsmysteriums, im Gedenken der Kindheit, die durch die Jesusknaben in die Menschheit gekommen ist. Was sagt uns das Dasein dieser Jesusknaben? Es sagt uns nichts Geringeres, als daß zum vollen Menschsein es nicht genügt, bloß geboren zu werden, bloß also durch diejenigen Kräfte in der Welt anwesend zu sein, die als physische Geburtskräfte alle Wesen und auch den Menschen ins Dasein führen. Dieses heilige Weihnachtsmysterium, es besagt uns im Anblicke der Kindheit Christi, daß das wahre Menschsein in uns nicht einfach geboren werden kann, sondern daß es im Innersten der Seele neugeboren werden muß, daß der Mensch im Laufe seines Lebens innerhalb seines seelischen Daseins etwas erfahren muß, was ihn erst zum vollen Menschen macht. Und dieses, was er da erfahren soll, kann er nur erfahren, wenn er es im Zusammenleben mit dem erfährt, was in der Kindheit am Weltweihnachtsfest in die Erdenentwickelung hereingezogen ist.
[ 6 ] Wir blicken auf Jesu Kindheit und müssen uns sagen: Nur dadurch, daß dieses Wesen im Laufe der Menschheitsentwickelung unter die Menschen getreten ist, ist der Mensch im vollen Sinne des Wortes erst fähig, Mensch zu sein, das heißt, zu verbinden das, was er durch die Geburt empfängt, mit dem, was er über sich selbst empfinden kann durch alles dasjenige, was er an hingebungsvoller Liebe fühlt zu dem Wesen, das aus geistigen Höhen herabgestiegen ist, um sich mit dem Menschendasein durch das große Opfer zu verbinden.
[ 6 ] Wir blicken auf Jesu Kindheit und müssen uns sagen: Nur dadurch, daß dieses Wesen im Laufe der Menschheitsentwickelung unter die Menschen getreten ist, ist der Mensch im vollen Sinne des Wortes erst fähig, Mensch zu sein, das heißt, zu verbinden das, was er durch die Geburt empfängt, mit dem, was er über sich selbst empfinden kann durch alles dasjenige, was er an hingebungsvoller Liebe fühlt zu dem Wesen, das aus geistigen Höhen herabgestiegen ist, um sich mit dem Menschendasein durch das große Opfer zu verbinden.
[ 7 ] Es war für viele Menschen der ersten christlichen Jahrhunderte ein großes Erleben, das Hereingehen des Christus-Wesens in die Erdenentwickelung anzuschauen. Es wurde ihnen gewissermaßen dadurch des Menschen zweifacher Ursprung gegenwärtig, sein physischer und sein geistiger Ursprung. Eine Geburt ist es, durch die Jesus geht. Auf ein erdengeborenes Kindlein sieht der Christ, indem er zur Weltenweihnacht nach dem Jesus hinsieht, aber er sagt sich: Ein anderes Wesen, als es die übrigen Menschen sind, wird da geboren, ein Wesen, durch das die anderen Menschen eben dasjenige bekommen können, was sie durch die bloße physische Geburt nicht bekommen können. — Und unser Empfinden vertieft sich, wenn wir das Wort im rechten Sinne und mit der rechten Liebe verstehen: Zweimal geboren müssen wir sein, das eine Mal durch die Kräfte der Natur, das andere Mal wiedergeboren durch die Kräfte des Christus Jesus. Das ist unsere Gemeinschaft mit dem Christus Jesus, das ist dasjenige, was uns durch den Christus Jesus erst das volle Bewußtsein unseres Menchenwertes und Menschencharakters beibringt. Und indem wir aus der Entwickelung der Jahrhunderte eine Lehre ziehen, müssen wir uns fragen: Ist dieses Empfinden gegenüber der Geburt des Christus Jesus immer gleich tief geblieben? Wir können nicht sagen, wenn wir uns in der Welt umsehen, daß wir auch in der heutigen Zeit jene Innigkeit des Empfindens gegenüber dem Weihnachtsmysterium besitzen, die selbst noch vor fünf bis sechs Jahrhunderten in Europa vorhanden war.
[ 7 ] Es war für viele Menschen der ersten christlichen Jahrhunderte ein großes Erleben, das Hereingehen des Christus-Wesens in die Erdenentwickelung anzuschauen. Es wurde ihnen gewissermaßen dadurch des Menschen zweifacher Ursprung gegenwärtig, sein physischer und sein geistiger Ursprung. Eine Geburt ist es, durch die Jesus geht. Auf ein erdengeborenes Kindlein sieht der Christ, indem er zur Weltenweihnacht nach dem Jesus hinsieht, aber er sagt sich: Ein anderes Wesen, als es die übrigen Menschen sind, wird da geboren, ein Wesen, durch das die anderen Menschen eben dasjenige bekommen können, was sie durch die bloße physische Geburt nicht bekommen können. — Und unser Empfinden vertieft sich, wenn wir das Wort im rechten Sinne und mit der rechten Liebe verstehen: Zweimal geboren müssen wir sein, das eine Mal durch die Kräfte der Natur, das andere Mal wiedergeboren durch die Kräfte des Christus Jesus. Das ist unsere Gemeinschaft mit dem Christus Jesus, das ist dasjenige, was uns durch den Christus Jesus erst das volle Bewußtsein unseres Menchenwertes und Menschencharakters beibringt. Und indem wir aus der Entwickelung der Jahrhunderte eine Lehre ziehen, müssen wir uns fragen: Ist dieses Empfinden gegenüber der Geburt des Christus Jesus immer gleich tief geblieben? Wir können nicht sagen, wenn wir uns in der Welt umsehen, daß wir auch in der heutigen Zeit jene Innigkeit des Empfindens gegenüber dem Weihnachtsmysterium besitzen, die selbst noch vor fünf bis sechs Jahrhunderten in Europa vorhanden war.
[ 8 ] Sehen Sie, der Christbaum ist etwas Schönes, etwas, das in sehr anmutendem Sinne zu unserem Gemüte spricht. Aber der Christbaum ist nicht etwas Altes, der Weihnachtsbaum ist kaum zwei Jahrhunderte alt. Er hat sich verhältnismäßig schnell in europäischen Gegenden eingebürgert, aber er ist doch erst in der neueren Zeit zum Schmucke des Weihnachtsfestes entstanden. Was stellt er uns denn eigentlich dar? Er stellt uns die schöne, die liebenswürdige, sympathische Seite desjenigen dar, was auch in einer anderen Weise, in einer weniger sympathischen, in einer weniger anmutigen Weise uns in der neueren Menschheitsentwickelung vor die Seele tritt. Man mag noch so tief forschen nach den Impulsen, aus denen der Weihnachtsbaum in der neueren, neuesten Zeit eigentlich hervorgegangen ist, man wird nur geheimnisvolle Empfindungen finden, aus denen der Weihnachtsbaum entstanden ist. Aber diese geheimnisvollen Empfindungen tendieren alle dahin, daß wir im Weihnachtsbaume doch etwas zu sehen haben wie ein Symbolum des Paradiesesbaumes. Was aber besagt uns dieses? Es besagt uns, daß die Menschen doch immer fremder und fremder geworden sind demjenigen, was sich ihrer Empfindung darbot, als diese Empfindung sich richtete hin nach der Krippe, nach dem Geburtsmysterium des Christus Jesus, nach dem, was im Beginne unserer Zeitrechnung sich zugetragen hat; daß der neueren Menschheit dieses Wiedergeborenwerden des Menschen in der Seele in einer gewissen Weise abhanden gekommen ist und diese neuere Menschheit von dem Christus-Baum, der das Kreuz darstellt, zurückblicken will nach jenem Ursprunge, der noch nichts weiß von dem Christus: nach dem Ursprunge der Erdenmenschheit selber, nach dem natürlichen Ausgangspunkte des Menschheitswerdens, von Christus ab zurück zum Paradiese, von der Feier des Weihnachtstages, des 25. Dezembers, zu der Feier des Adam- und Eva-Festes, des 24. Dezembers.
[ 8 ] Sehen Sie, der Christbaum ist etwas Schönes, etwas, das in sehr anmutendem Sinne zu unserem Gemüte spricht. Aber der Christbaum ist nicht etwas Altes, der Weihnachtsbaum ist kaum zwei Jahrhunderte alt. Er hat sich verhältnismäßig schnell in europäischen Gegenden eingebürgert, aber er ist doch erst in der neueren Zeit zum Schmucke des Weihnachtsfestes entstanden. Was stellt er uns denn eigentlich dar? Er stellt uns die schöne, die liebenswürdige, sympathische Seite desjenigen dar, was auch in einer anderen Weise, in einer weniger sympathischen, in einer weniger anmutigen Weise uns in der neueren Menschheitsentwickelung vor die Seele tritt. Man mag noch so tief forschen nach den Impulsen, aus denen der Weihnachtsbaum in der neueren, neuesten Zeit eigentlich hervorgegangen ist, man wird nur geheimnisvolle Empfindungen finden, aus denen der Weihnachtsbaum entstanden ist. Aber diese geheimnisvollen Empfindungen tendieren alle dahin, daß wir im Weihnachtsbaume doch etwas zu sehen haben wie ein Symbolum des Paradiesesbaumes. Was aber besagt uns dieses? Es besagt uns, daß die Menschen doch immer fremder und fremder geworden sind demjenigen, was sich ihrer Empfindung darbot, als diese Empfindung sich richtete hin nach der Krippe, nach dem Geburtsmysterium des Christus Jesus, nach dem, was im Beginne unserer Zeitrechnung sich zugetragen hat; daß der neueren Menschheit dieses Wiedergeborenwerden des Menschen in der Seele in einer gewissen Weise abhanden gekommen ist und diese neuere Menschheit von dem Christus-Baum, der das Kreuz darstellt, zurückblicken will nach jenem Ursprunge, der noch nichts weiß von dem Christus: nach dem Ursprunge der Erdenmenschheit selber, nach dem natürlichen Ausgangspunkte des Menschheitswerdens, von Christus ab zurück zum Paradiese, von der Feier des Weihnachtstages, des 25. Dezembers, zu der Feier des Adam- und Eva-Festes, des 24. Dezembers.
[ 9 ] Es ist schön geworden, weil ja der Menschheitsursprung auch schön ist als Paradiesesursprung, was sich da hingestellt hat, aber es ist eine Ablenkung von dem eigentlichen Geburtsmysterium des Christus Jesus. Es hat bewahrt alle Tiefe und Innigkeit des Empfindens, dieses Hinschauen zum Weihnachtsbaume, und es tröstet dieses Hinschauen zum Weihnachtsbaume, das in jedem Jahre aus der Innigkeit des Menschengemütes bei denen auftritt, die guten Willens sind, es tröstet dieses Hinschauen zum Weihnachtsbaume über das andere, das nun in weniger sympathischer Weise in der neueren Zeit abgelenkt hat von dem Christus-Mysterium und hinführt zu den ursprünglich-natürlichen Geburtskräften der Menschwerdung.
[ 9 ] Es ist schön geworden, weil ja der Menschheitsursprung auch schön ist als Paradiesesursprung, was sich da hingestellt hat, aber es ist eine Ablenkung von dem eigentlichen Geburtsmysterium des Christus Jesus. Es hat bewahrt alle Tiefe und Innigkeit des Empfindens, dieses Hinschauen zum Weihnachtsbaume, und es tröstet dieses Hinschauen zum Weihnachtsbaume, das in jedem Jahre aus der Innigkeit des Menschengemütes bei denen auftritt, die guten Willens sind, es tröstet dieses Hinschauen zum Weihnachtsbaume über das andere, das nun in weniger sympathischer Weise in der neueren Zeit abgelenkt hat von dem Christus-Mysterium und hinführt zu den ursprünglich-natürlichen Geburtskräften der Menschwerdung.
[ 10 ] Christus Jesus ist hingetreten unter ein Volk, das den Jahve, den Jehova verehrt hat, jenen Jahvegott, der zusammenhängt mit alledem, was natürliches Dasein ist, der da lebt im Blitz und Donner, der da lebt im Gange der Wolken, der Sterne, der da lebt in dem rauschenden Quell, dem Strom, der da lebt im Wachstum der Pflanzen, Tiere und Menschen. Jahve ist derjenige Gott, der, wenn man sich mit ihm allein verbindet, dem Menschen niemals das volle Menschtum geben kann. Denn er gibt dem Menschen das Bewußtsein seiner natürlichen Geburt, allerdings mit ihrem geistigen Einschlag von Kräften, die nicht bloß natürlich sind, aber er gibt dem Menschen nicht das Bewußtsein von seiner Wiedergeburt, die er sich erwerben muß durch etwas, was ihm nicht durch natürlich-sinnlich-physische Kräfte gegeben werden kann. Und so sehen wir denn, wie abgelenkt worden ist die neuere Menschheit von dem Christus Jesus, für den es keinen Unterschied gibt der Klassen, keinen Unterschied der Völker, keinen Unterschied der Rassen, für den es nur ein einziges Menschtum gibt, wie abgelenkt worden sind die Gedanken, die Empfindungen der neueren Menschheit zu dem, was durch das Mysterium des Geborenwerdens des Christus Jesus schon überwunden war: zu dem hin, was nur zugrunde liegt den natürlichen Kräften der Menschheitsentstehung, die zusammenhängen mit der Menschheitsdifferenzierung in Klassen, in Völker, in Rassen. Und wenn es der eine Jahve war, welchen das Judenvolk verehrt hat, als der Christus Jesus ankam, so sind die neueren Völker zurückgekehrt zu den vielen Jahves! Denn das, was aus den heutigen nationalen Prinzipien heraus die Völker verehren — wenn es auch nicht mehr mit den alten Namen bezeichnet wird, was sie so verehren, daß sie sich trennen in Nationen, daß sie sich befehden als Nationen —, es sind Jahves. Und wir erleben es, daß die Völker in blutigen Kriegen miteinander kämpfen und daß ein jedes sich unter Umständen auf den Christus beruft. Es ist aber in Wahrheit nicht der Christus, auf den sich dann die Völker berufen, es ist nur ein Jahve, nicht der einige Jahve, sondern ein Jahve. Die Menschen sind bloß zu ihm zurückgekehrt. Die Menschen haben vergessen, wie ein Fortschritt darinnen lag, daß von dem Jahveprinzip zu dem Christus-Prinzip vorgeschritten worden ist. Das ist das andere.
[ 10 ] Christus Jesus ist hingetreten unter ein Volk, das den Jahve, den Jehova verehrt hat, jenen Jahvegott, der zusammenhängt mit alledem, was natürliches Dasein ist, der da lebt im Blitz und Donner, der da lebt im Gange der Wolken, der Sterne, der da lebt in dem rauschenden Quell, dem Strom, der da lebt im Wachstum der Pflanzen, Tiere und Menschen. Jahve ist derjenige Gott, der, wenn man sich mit ihm allein verbindet, dem Menschen niemals das volle Menschtum geben kann. Denn er gibt dem Menschen das Bewußtsein seiner natürlichen Geburt, allerdings mit ihrem geistigen Einschlag von Kräften, die nicht bloß natürlich sind, aber er gibt dem Menschen nicht das Bewußtsein von seiner Wiedergeburt, die er sich erwerben muß durch etwas, was ihm nicht durch natürlich-sinnlich-physische Kräfte gegeben werden kann. Und so sehen wir denn, wie abgelenkt worden ist die neuere Menschheit von dem Christus Jesus, für den es keinen Unterschied gibt der Klassen, keinen Unterschied der Völker, keinen Unterschied der Rassen, für den es nur ein einziges Menschtum gibt, wie abgelenkt worden sind die Gedanken, die Empfindungen der neueren Menschheit zu dem, was durch das Mysterium des Geborenwerdens des Christus Jesus schon überwunden war: zu dem hin, was nur zugrunde liegt den natürlichen Kräften der Menschheitsentstehung, die zusammenhängen mit der Menschheitsdifferenzierung in Klassen, in Völker, in Rassen. Und wenn es der eine Jahve war, welchen das Judenvolk verehrt hat, als der Christus Jesus ankam, so sind die neueren Völker zurückgekehrt zu den vielen Jahves! Denn das, was aus den heutigen nationalen Prinzipien heraus die Völker verehren — wenn es auch nicht mehr mit den alten Namen bezeichnet wird, was sie so verehren, daß sie sich trennen in Nationen, daß sie sich befehden als Nationen —, es sind Jahves. Und wir erleben es, daß die Völker in blutigen Kriegen miteinander kämpfen und daß ein jedes sich unter Umständen auf den Christus beruft. Es ist aber in Wahrheit nicht der Christus, auf den sich dann die Völker berufen, es ist nur ein Jahve, nicht der einige Jahve, sondern ein Jahve. Die Menschen sind bloß zu ihm zurückgekehrt. Die Menschen haben vergessen, wie ein Fortschritt darinnen lag, daß von dem Jahveprinzip zu dem Christus-Prinzip vorgeschritten worden ist. Das ist das andere.
[ 11 ] In schöner Weise führt uns der Weihnachtsbaum zurück zu dem Menschenursprung, in häßlicher Weise führt uns zurück das die Völker ergreifende Jahveprinzip. Tatsache ist, daß sie dasjenige, was nur ein Jahve ist, durch eine innere Empfindungslüge oftmals als den Christus ansprechen, also den Christus-Namen im Grunde genommen mißbrauchen. In furchtbarer Weise wird der Christus-Name in der Gegenwart mißbraucht, und wir finden nicht die wirkliche Vertiefung des Empfindens, die wir heute brauchen, um das Weihnachtsmysterium wiederum in der richtigen Weise in uns zu erfühlen, wenn wir nicht klar einsehen, wie wir wiederum den Weg suchen müssen, um diese Empfindung gegenüber dem Christus Jesus zu finden. Wir brauchen ein neues Verständnis desjenigen, was uns überliefert worden ist, auch in bezug auf die Geburt des Christus Jesus.
[ 11 ] In schöner Weise führt uns der Weihnachtsbaum zurück zu dem Menschenursprung, in häßlicher Weise führt uns zurück das die Völker ergreifende Jahveprinzip. Tatsache ist, daß sie dasjenige, was nur ein Jahve ist, durch eine innere Empfindungslüge oftmals als den Christus ansprechen, also den Christus-Namen im Grunde genommen mißbrauchen. In furchtbarer Weise wird der Christus-Name in der Gegenwart mißbraucht, und wir finden nicht die wirkliche Vertiefung des Empfindens, die wir heute brauchen, um das Weihnachtsmysterium wiederum in der richtigen Weise in uns zu erfühlen, wenn wir nicht klar einsehen, wie wir wiederum den Weg suchen müssen, um diese Empfindung gegenüber dem Christus Jesus zu finden. Wir brauchen ein neues Verständnis desjenigen, was uns überliefert worden ist, auch in bezug auf die Geburt des Christus Jesus.
[ 12 ] Zweierlei Arten von Menschen, die natürlich doch nur dieselbe eine Menschheit in sich repräsentieren, wird der Christus, der Jesus angekündigt am Weltenweihnachtsfeste: den ungebildeten, armen Hirten des Feldes, die nichts in sich aufgenommen haben als den einfältigen Menschenverstand und das einfältige Menschengemüt, und verkündigt wird er den Weisen aus dem Morgenlande, das heißt aus dem Weisheitslande. Verkündigt wird er ihnen durch einen höchsten Aufstieg zu ihrer Weisheit, zu einem Lesen aus den Sternen. Bei einfachen Hirtenseelen also kündigt sich der Christus Jesus an, und in der höchsten Weisheit der drei magischen Weisen aus dem Morgenlande kündigt sich der Christus Jesus an. Es ruht der tiefste Sinn in dieser Gegenüberstellung der Ankündigung des Christus Jesus auf der einen Seite an die einfältigen Hirten, auf der anderen Seite an die Weisesten der Welt.
[ 12 ] Zweierlei Arten von Menschen, die natürlich doch nur dieselbe eine Menschheit in sich repräsentieren, wird der Christus, der Jesus angekündigt am Weltenweihnachtsfeste: den ungebildeten, armen Hirten des Feldes, die nichts in sich aufgenommen haben als den einfältigen Menschenverstand und das einfältige Menschengemüt, und verkündigt wird er den Weisen aus dem Morgenlande, das heißt aus dem Weisheitslande. Verkündigt wird er ihnen durch einen höchsten Aufstieg zu ihrer Weisheit, zu einem Lesen aus den Sternen. Bei einfachen Hirtenseelen also kündigt sich der Christus Jesus an, und in der höchsten Weisheit der drei magischen Weisen aus dem Morgenlande kündigt sich der Christus Jesus an. Es ruht der tiefste Sinn in dieser Gegenüberstellung der Ankündigung des Christus Jesus auf der einen Seite an die einfältigen Hirten, auf der anderen Seite an die Weisesten der Welt.
[ 13 ] Und wie kündigt sich der Christus Jesus den einfältigen, armen Hirten auf dem Felde an? Sie schauen mit dem Seelenauge den lichten Engel. Ihr Schauen wird wachgerufen, ihr Hellhören wird wachgerufen. Ste hören die tiefen Worte, die für sie in der Zukunft der Sinn des Erdenlebens werden sollen: Es offenbart sich der Gott in der Höhe, und es wird werden der Friede unter den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sein können. — Aus der Tiefe der Seele steigt auf jene Fähigkeit, durch welche in der Weihenacht die armen, einfältigen Hirten ohne irgendwelche Weisheit empfindend erleben, was sich der Welt offenbart. Aus der Vollendung derjenigen Weisheit, die bis zum Mysterium von Golgatha hat erlangt werden können, aus der feinsten Beobachtung des Sternenganges ergibt sich für die Weisen des Morgenlandes, für die magischen Weisen, dieselbe Offenbarung! Die einen lesen sie im Menschenherzen, die armen, einfältigen Hirten, und sie dringen bis zum tiefsten Punkt des Menschenherzens. Da werden sie hellsichtig, da offenbart ihnen das Herz aus seiner Schauenskraft heraus das Kommen des Heilandes der Menschheit. Die anderen schauen zum ganzen weiten Himmelszelt auf. Sie kennen die Geheimnisse der Raumesweiten und der Zeitenentwickelung, sie haben eine Weisheit errungen, durch die sie diese Geheimnisse der Raumesweiten und der Zeitenentwickelung erfühlen und enträtseln können. Da offenbart sich ihnen. das Weihnachtsmysterium.
[ 13 ] Und wie kündigt sich der Christus Jesus den einfältigen, armen Hirten auf dem Felde an? Sie schauen mit dem Seelenauge den lichten Engel. Ihr Schauen wird wachgerufen, ihr Hellhören wird wachgerufen. Ste hören die tiefen Worte, die für sie in der Zukunft der Sinn des Erdenlebens werden sollen: Es offenbart sich der Gott in der Höhe, und es wird werden der Friede unter den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sein können. — Aus der Tiefe der Seele steigt auf jene Fähigkeit, durch welche in der Weihenacht die armen, einfältigen Hirten ohne irgendwelche Weisheit empfindend erleben, was sich der Welt offenbart. Aus der Vollendung derjenigen Weisheit, die bis zum Mysterium von Golgatha hat erlangt werden können, aus der feinsten Beobachtung des Sternenganges ergibt sich für die Weisen des Morgenlandes, für die magischen Weisen, dieselbe Offenbarung! Die einen lesen sie im Menschenherzen, die armen, einfältigen Hirten, und sie dringen bis zum tiefsten Punkt des Menschenherzens. Da werden sie hellsichtig, da offenbart ihnen das Herz aus seiner Schauenskraft heraus das Kommen des Heilandes der Menschheit. Die anderen schauen zum ganzen weiten Himmelszelt auf. Sie kennen die Geheimnisse der Raumesweiten und der Zeitenentwickelung, sie haben eine Weisheit errungen, durch die sie diese Geheimnisse der Raumesweiten und der Zeitenentwickelung erfühlen und enträtseln können. Da offenbart sich ihnen. das Weihnachtsmysterium.
[ 14 ] Hingewiesen werden wir darauf, wie aus dem gleichen Quell dasjenige fließt, was in des Menschen Inneren lebt und das, was in den Raumesweiten lebt. Und beides war in der Art, wie es sich entwickelt hat bis zum Mysterium von Golgatha hin, schon in der Abnahme begriffen. Das Hellsehen, das aus dem belebten Menschenherzen herauskam, das bei den Hirten, auf die hingewiesen wird als auf jene, für welche die Verkündigung in Betracht kommt, noch stark genug war, um die Stimmen zu vernehmen: Es offenbart sich der Gott in der Höhe, in den Himmeln, und es wird sein Friede unter den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind, — man möchte sagen, die letzten Reste dieses durch innere Frommheit Hellsehendwerdens waren noch vorhanden bei den Hirten, die das Karma, das Schicksal zusammengetragen hatte an dem Orte, wo der Christus geboren worden ist. Und aus jener uralten heiligen Weisheit, die in der nachatlantischen Zeit zuerst geblüht hat bei den Ur-Indern, dann namentlich bei den Persern, dann wiederum bei den Chaldäern, die sich hereinverpflanzt hat und von der ebenfalls noch gerade die letzten Reste vorhanden waren unter denjenigen, bei denen wir suchen sollen die drei Magier aus dem Morgenlande — aus dieser uralt heiligen Weisheit, die die Welt im Raum und in der Zeit durchmaß, aus dieser Weisheit heraus, indem ihre Vertreter sich zu einem höchsten Aufschwung erhoben, offenbarte sich wiederum dieses Weihnachtsmysterium. Beides aber ist uns in der fünften nachatlantischen Zeit abhanden gekommen.
[ 14 ] Hingewiesen werden wir darauf, wie aus dem gleichen Quell dasjenige fließt, was in des Menschen Inneren lebt und das, was in den Raumesweiten lebt. Und beides war in der Art, wie es sich entwickelt hat bis zum Mysterium von Golgatha hin, schon in der Abnahme begriffen. Das Hellsehen, das aus dem belebten Menschenherzen herauskam, das bei den Hirten, auf die hingewiesen wird als auf jene, für welche die Verkündigung in Betracht kommt, noch stark genug war, um die Stimmen zu vernehmen: Es offenbart sich der Gott in der Höhe, in den Himmeln, und es wird sein Friede unter den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind, — man möchte sagen, die letzten Reste dieses durch innere Frommheit Hellsehendwerdens waren noch vorhanden bei den Hirten, die das Karma, das Schicksal zusammengetragen hatte an dem Orte, wo der Christus geboren worden ist. Und aus jener uralten heiligen Weisheit, die in der nachatlantischen Zeit zuerst geblüht hat bei den Ur-Indern, dann namentlich bei den Persern, dann wiederum bei den Chaldäern, die sich hereinverpflanzt hat und von der ebenfalls noch gerade die letzten Reste vorhanden waren unter denjenigen, bei denen wir suchen sollen die drei Magier aus dem Morgenlande — aus dieser uralt heiligen Weisheit, die die Welt im Raum und in der Zeit durchmaß, aus dieser Weisheit heraus, indem ihre Vertreter sich zu einem höchsten Aufschwung erhoben, offenbarte sich wiederum dieses Weihnachtsmysterium. Beides aber ist uns in der fünften nachatlantischen Zeit abhanden gekommen.
[ 15 ] Für die allgemeine Menschheit ist es nicht mehr lebendig tätig, was in den armen Hirten zum Hellsehen führte, was in den Weisen aus dem Morgenlande zu dem Durchschauen der Raumes- und Zeitengeheimnisse führte. Wir mußten den Menschen finden, den Menschen, der auf sich selbst gestellt ist. Wir mußten als Menschheit durchgehen durch die göttliche Verlassenheit, um in der Verlassenheit und Einsamkeit des Menschenseins die Freiheit zu finden. Aber wir müssen uns wiederum zurückfinden zu der Verbindung mit demjenigen, was auf der einen Seite zur höchsten Weisheit bei den Magiern aus dem Morgenlande wurde, auf der anderen Seite durch vertieftes Herzensschauen den Hirten auf dem Felde verkündet worden ist.
[ 15 ] Für die allgemeine Menschheit ist es nicht mehr lebendig tätig, was in den armen Hirten zum Hellsehen führte, was in den Weisen aus dem Morgenlande zu dem Durchschauen der Raumes- und Zeitengeheimnisse führte. Wir mußten den Menschen finden, den Menschen, der auf sich selbst gestellt ist. Wir mußten als Menschheit durchgehen durch die göttliche Verlassenheit, um in der Verlassenheit und Einsamkeit des Menschenseins die Freiheit zu finden. Aber wir müssen uns wiederum zurückfinden zu der Verbindung mit demjenigen, was auf der einen Seite zur höchsten Weisheit bei den Magiern aus dem Morgenlande wurde, auf der anderen Seite durch vertieftes Herzensschauen den Hirten auf dem Felde verkündet worden ist.
[ 16 ] Alle Kräfte entwickeln sich weiter. Was die Weisen aus dem Morgenlande durch die Entwickelung des noch hellsehenden Verstandes als ihre Astrologie, als ihre Art von Astronomie gekannt haben, was ist es heute geworden? Wir verstehen die Menschheitsentwickelung nicht, wenn wir nicht in solche Dinge hineinschauen. Es ist heute zur grauen Mathematik und Geometrie geworden. Wir schauen heute die abstrakten Gebilde an, die wir in der Geometrie und in der Mathematik in der Schule erhalten: das ist der letzte Rest dessen, was in lebendigem Glanze im Weltenlichte beherrscht wurde von jener alten Weisheit, welche die drei Magier aus dem Morgenlande zu dem Christus hinführte. Das äußere Schauen ist inneres Raumes- und Zeitendenken geworden. Während die Magier des Ostens fähig waren, aus ihrer Enträtselung der Raumesgeheimnisse schauend zu berechnen, in dieser Nacht wird der Heiland geboren, berechnen unsere Astronomen, die Nachfolger jener Astrologen, lediglich noch die zukünftige Sonnenund Mondenfinsternis oder ähnliches. Und während die armen Hirten auf dem Felde aus der Innigkeit ihres Herzens heraus sich zur Anschauung desjenigen, was ganz gewiß mit ihnen in Verbindung stand, zur Anschauung des Weihnachtsmysteriums, zum Hören der Himmelsverkündigung erhoben, ist dem heutigen Menschen nur das Anschauen der äußeren sinnlichen Natur geblieben. Das Anschauen der äußeren sinnlichen Natur stellt ebenso die Nachfolgeschaft der Hirteneinfalt dar, wie darstellt die Nachfolgeschaft der Weisen aus dem Morgenlande unsere Berechnung der Sonnen- und Mondenfinsternisse in der Zukunft.
[ 16 ] Alle Kräfte entwickeln sich weiter. Was die Weisen aus dem Morgenlande durch die Entwickelung des noch hellsehenden Verstandes als ihre Astrologie, als ihre Art von Astronomie gekannt haben, was ist es heute geworden? Wir verstehen die Menschheitsentwickelung nicht, wenn wir nicht in solche Dinge hineinschauen. Es ist heute zur grauen Mathematik und Geometrie geworden. Wir schauen heute die abstrakten Gebilde an, die wir in der Geometrie und in der Mathematik in der Schule erhalten: das ist der letzte Rest dessen, was in lebendigem Glanze im Weltenlichte beherrscht wurde von jener alten Weisheit, welche die drei Magier aus dem Morgenlande zu dem Christus hinführte. Das äußere Schauen ist inneres Raumes- und Zeitendenken geworden. Während die Magier des Ostens fähig waren, aus ihrer Enträtselung der Raumesgeheimnisse schauend zu berechnen, in dieser Nacht wird der Heiland geboren, berechnen unsere Astronomen, die Nachfolger jener Astrologen, lediglich noch die zukünftige Sonnenund Mondenfinsternis oder ähnliches. Und während die armen Hirten auf dem Felde aus der Innigkeit ihres Herzens heraus sich zur Anschauung desjenigen, was ganz gewiß mit ihnen in Verbindung stand, zur Anschauung des Weihnachtsmysteriums, zum Hören der Himmelsverkündigung erhoben, ist dem heutigen Menschen nur das Anschauen der äußeren sinnlichen Natur geblieben. Das Anschauen der äußeren sinnlichen Natur stellt ebenso die Nachfolgeschaft der Hirteneinfalt dar, wie darstellt die Nachfolgeschaft der Weisen aus dem Morgenlande unsere Berechnung der Sonnen- und Mondenfinsternisse in der Zukunft.
[ 17 ] Die Hirten auf dem Felde waren bewaffnet mit vertieftem Herzensgefühl, wodurch sie in ihrer Hellsichtigkeit zur Anschauung des Weihnachtsmysteriums kamen. Unsere Zeitgenossen sind bewaffnet mit Teleskop und Mikroskop. Kein Teleskop, kein Mikroskop führt hin zum Begreifen desjenigen, was des Menschen tiefstes Rätsel löst, wie es das Herz der Hirten auf dem Felde getan hat. Keine Voraussicht, die sich mit den Rechnungsansätzen für Sonnen- und Mondenfinsternisse machen läßt, führt hin, den für die Menschen notwendigen Gang der Welt zu begreifen, wie das gekonnt hat die Weisheit, die Sternenweisheit der Magier aus dem Morgenlande. Wie fließt alles in der Menschheit Differenzierte zusammen in das einheitliche Menschenempfinden, wenn wir uns sagen: Was die Hirten auf dem Felde ohne alle Weisheit durch die Frömmigkeit ihres Herzens erlebten, es ist dasselbe, was die höchste Weisheit der Magier aus dem Morgenlande bewegte! — Wunderbar werden die beiden Tatsachen in der christlichen Tradition nebeneinandergestellt.
[ 17 ] Die Hirten auf dem Felde waren bewaffnet mit vertieftem Herzensgefühl, wodurch sie in ihrer Hellsichtigkeit zur Anschauung des Weihnachtsmysteriums kamen. Unsere Zeitgenossen sind bewaffnet mit Teleskop und Mikroskop. Kein Teleskop, kein Mikroskop führt hin zum Begreifen desjenigen, was des Menschen tiefstes Rätsel löst, wie es das Herz der Hirten auf dem Felde getan hat. Keine Voraussicht, die sich mit den Rechnungsansätzen für Sonnen- und Mondenfinsternisse machen läßt, führt hin, den für die Menschen notwendigen Gang der Welt zu begreifen, wie das gekonnt hat die Weisheit, die Sternenweisheit der Magier aus dem Morgenlande. Wie fließt alles in der Menschheit Differenzierte zusammen in das einheitliche Menschenempfinden, wenn wir uns sagen: Was die Hirten auf dem Felde ohne alle Weisheit durch die Frömmigkeit ihres Herzens erlebten, es ist dasselbe, was die höchste Weisheit der Magier aus dem Morgenlande bewegte! — Wunderbar werden die beiden Tatsachen in der christlichen Tradition nebeneinandergestellt.
[ 18 ] Wir haben im Grunde die beiden Wege, durch die sich das Verständnis der Christus-Geburt der Menschheit erschloß, in der neueren Zeit verloren. Wir sind zurückgekehrt von der Krippe zum Weihnachts-, zum Paradiesesbaum, wir sind zurückgekehrt von dem Christus, welcher der ganzen Menschheit gehört, zu den Volksgöttern, die eben nur viele Jahves sind, die kein Christus sind. Denn ebenso wahr, wie es ist, daß sich das, was allen Menschen gemeinschaftlich ist, in des Menschen tiefstem Wesen offenbart, ebenso wahr ist es, daß sich durch alle Raumesweiten und durch alle Zeitengeheimnisse offenbart dasjenige, was allen Menschen gemeinschaftlich ist.
[ 18 ] Wir haben im Grunde die beiden Wege, durch die sich das Verständnis der Christus-Geburt der Menschheit erschloß, in der neueren Zeit verloren. Wir sind zurückgekehrt von der Krippe zum Weihnachts-, zum Paradiesesbaum, wir sind zurückgekehrt von dem Christus, welcher der ganzen Menschheit gehört, zu den Volksgöttern, die eben nur viele Jahves sind, die kein Christus sind. Denn ebenso wahr, wie es ist, daß sich das, was allen Menschen gemeinschaftlich ist, in des Menschen tiefstem Wesen offenbart, ebenso wahr ist es, daß sich durch alle Raumesweiten und durch alle Zeitengeheimnisse offenbart dasjenige, was allen Menschen gemeinschaftlich ist.
[ 19 ] Es gibt in der Tiefe des Menschen etwas, das von nichts anderem spricht als nur vom Menschsein, das alle menschlichen Differenzierungen hinwegschafft. Aber erst in dieser Tiefe findet man den Christus. Und es gibt eine Weisheit, die über alles übrige hinausgeht, was über einzelne Partien des Weltendaseins gefunden werden kann, was die Welt in ihrer Einheit erfaßt auch im Raum und in der Zeit. Das aber ist zu gleicher Zeit diejenige Sternenweisheit, die zu dem Christus hinführt. Wir brauchen wiederum in einer neuen Gestalt das, wodurch auf der einen Seite die Hirten auf dem Felde, wodurch auf der anderen Seite die Magier aus dem Morgenlande den Weg zu dem Christus Jesus gefunden haben. Mit anderen Worten, wir brauchen die Vertiefung unserer äußeren Naturanschauung durch dasjenige, was das menschliche Herz entwickeln kann an geistiger Anschauung der Natur. Wir müssen wiederum finden, indem wir uns wenden an dasjenige, wofür wir in der neueren Zeit nur Mikroskope und Teleskope und Röntgenapparate und dergleichen haben, wir müssen uns gewöhnen, das wiederum durch jene Kräfte anzusehen, die aus der Frömmigkeit des menschlichen Herzens kommen. Dann werden zu uns nicht nur sprechen die gleichgültig wachsenden Pflanzen allein, der rauschende Strom, der rauschende Quell, der Blitz aus den Wolken, der Donner aus den Wolken, dann werden aus alledem, was die Blümlein auf dem Felde sagen, aus alledem, was die Blitze und die Donner aus den Wolken sagen, aus alledem, was die leuchtenden Sterne und die leuchtende Sonne sagen, aus alledem werden gleichsam wie ein Ergebnis aller Naturbetrachtung die Worte in unsere Augen, in unsere Ohren, zu unseren Herzen hinströmen, die ja auch nichts anderes ankündigen, als: Es offenbaret sich der Gott in den Himmelshöhen, und Friede soll sein unter den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind.
[ 19 ] Es gibt in der Tiefe des Menschen etwas, das von nichts anderem spricht als nur vom Menschsein, das alle menschlichen Differenzierungen hinwegschafft. Aber erst in dieser Tiefe findet man den Christus. Und es gibt eine Weisheit, die über alles übrige hinausgeht, was über einzelne Partien des Weltendaseins gefunden werden kann, was die Welt in ihrer Einheit erfaßt auch im Raum und in der Zeit. Das aber ist zu gleicher Zeit diejenige Sternenweisheit, die zu dem Christus hinführt. Wir brauchen wiederum in einer neuen Gestalt das, wodurch auf der einen Seite die Hirten auf dem Felde, wodurch auf der anderen Seite die Magier aus dem Morgenlande den Weg zu dem Christus Jesus gefunden haben. Mit anderen Worten, wir brauchen die Vertiefung unserer äußeren Naturanschauung durch dasjenige, was das menschliche Herz entwickeln kann an geistiger Anschauung der Natur. Wir müssen wiederum finden, indem wir uns wenden an dasjenige, wofür wir in der neueren Zeit nur Mikroskope und Teleskope und Röntgenapparate und dergleichen haben, wir müssen uns gewöhnen, das wiederum durch jene Kräfte anzusehen, die aus der Frömmigkeit des menschlichen Herzens kommen. Dann werden zu uns nicht nur sprechen die gleichgültig wachsenden Pflanzen allein, der rauschende Strom, der rauschende Quell, der Blitz aus den Wolken, der Donner aus den Wolken, dann werden aus alledem, was die Blümlein auf dem Felde sagen, aus alledem, was die Blitze und die Donner aus den Wolken sagen, aus alledem, was die leuchtenden Sterne und die leuchtende Sonne sagen, aus alledem werden gleichsam wie ein Ergebnis aller Naturbetrachtung die Worte in unsere Augen, in unsere Ohren, zu unseren Herzen hinströmen, die ja auch nichts anderes ankündigen, als: Es offenbaret sich der Gott in den Himmelshöhen, und Friede soll sein unter den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sind.
[ 20 ] Die Zeit muß kommen, wo die Naturbetrachtung herausdringt aus der trockenen, nüchternen, unmenschlichen Art der Laboratorien und Kliniken, wo die Naturbetrachtung von einem solchen Leben durchstrahlt wird, daß dasjenige, was uns nicht mehr werden kann auf die Art der Hirten von Bethlehem, uns durch die Stimmen wird, die aus Pflanze, aus Tier, aus Sternen, aus Quellen und Strömen heraus zu uns sprechen. Denn die ganze Natur, sie verkündigt dasjenige, was der Engel der Verkündigung sagt: Es offenbart sich der Gott in den Himmelshöhen, und es kann werden der Friede unter den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sein wollen.
[ 20 ] Die Zeit muß kommen, wo die Naturbetrachtung herausdringt aus der trockenen, nüchternen, unmenschlichen Art der Laboratorien und Kliniken, wo die Naturbetrachtung von einem solchen Leben durchstrahlt wird, daß dasjenige, was uns nicht mehr werden kann auf die Art der Hirten von Bethlehem, uns durch die Stimmen wird, die aus Pflanze, aus Tier, aus Sternen, aus Quellen und Strömen heraus zu uns sprechen. Denn die ganze Natur, sie verkündigt dasjenige, was der Engel der Verkündigung sagt: Es offenbart sich der Gott in den Himmelshöhen, und es kann werden der Friede unter den Menschen auf Erden, die eines guten Willens sein wollen.
[ 21 ] Wir brauchen das, was den Magiern durch äußere Sternenbetrachtung geworden ist, wir brauchen es durch Erweckung unseres Inneren. Wie wir hinaushören müssen in die Natur und gewissermaßen den Engel wieder singen hören müssen aus dem äußeren Naturwesen, so müssen wir in der Lage sein, eine Astronomie, eine Lösung des Weltenrätsels aus dem Inneren des Menschen hervor zu gewinnen durch Imagination, Inspiration und Intuition. Eine Geistes- oder Geheimwissenschaft, die aus dem Inneren des Menschen geschöpft ist, die muß uns werden. Wir müssen ergründen, was des Menschen eigene Wesenheit ist. Und des Menschen eigene Wesenheit muß uns sprechen von dem Werden der Welt durch Saturn-, Sonnen-, Mond-, Erden-, Jupiter-, Venus-, Vulkangeheimnisse. Wir müssen ein Weltenall erstehen fühlen in unserem Inneren. Umgekehrt hat sich seit dem Mysterium von Golgatha dasjenige, was mit dem Menschen geschehen kann in bezug auf seine Anschauung der tiefsten Weltgeheimnisse.
[ 21 ] Wir brauchen das, was den Magiern durch äußere Sternenbetrachtung geworden ist, wir brauchen es durch Erweckung unseres Inneren. Wie wir hinaushören müssen in die Natur und gewissermaßen den Engel wieder singen hören müssen aus dem äußeren Naturwesen, so müssen wir in der Lage sein, eine Astronomie, eine Lösung des Weltenrätsels aus dem Inneren des Menschen hervor zu gewinnen durch Imagination, Inspiration und Intuition. Eine Geistes- oder Geheimwissenschaft, die aus dem Inneren des Menschen geschöpft ist, die muß uns werden. Wir müssen ergründen, was des Menschen eigene Wesenheit ist. Und des Menschen eigene Wesenheit muß uns sprechen von dem Werden der Welt durch Saturn-, Sonnen-, Mond-, Erden-, Jupiter-, Venus-, Vulkangeheimnisse. Wir müssen ein Weltenall erstehen fühlen in unserem Inneren. Umgekehrt hat sich seit dem Mysterium von Golgatha dasjenige, was mit dem Menschen geschehen kann in bezug auf seine Anschauung der tiefsten Weltgeheimnisse.
[ 22 ] Es gibt eine alte Art, die Himmelssphäre darzustellen; sie war schon den persischen Magiern eigen. Sie sahen hinauf zum Himmel, sahen im Tierkreis physisch jenes Sternbild, das man die Jungfrau nennt, und sie haben geistig in dieses Sternbild hineingesehen dasjenige, was physisch nur im Sternbilde der Zwillinge zu bemerken ist. Sie hat sich erhalten, diese Weisheit, die so im Menschen lebte, daß der Mensch den Zusammenklang vernehmen, bemerken konnte zwischen dem Sternbilde der Jungfrau und dem im rechten Winkel dazu, im Quadranten stehenden Sternbilde, jenem der Zwillinge. So wurde es dargestellt, daß an die Stelle des Sternbildes der Jungfrau die Jungfrau mit dem ÄAhrenzweige, aber auch mit dem Kinde dargestellt wurde, das nur der Repräsentant der Zwillinge ist, der Repräsentant der Jesusknaben. Insbesondere war dies eine astrologische Anschauung in der Perserzeit.
[ 22 ] Es gibt eine alte Art, die Himmelssphäre darzustellen; sie war schon den persischen Magiern eigen. Sie sahen hinauf zum Himmel, sahen im Tierkreis physisch jenes Sternbild, das man die Jungfrau nennt, und sie haben geistig in dieses Sternbild hineingesehen dasjenige, was physisch nur im Sternbilde der Zwillinge zu bemerken ist. Sie hat sich erhalten, diese Weisheit, die so im Menschen lebte, daß der Mensch den Zusammenklang vernehmen, bemerken konnte zwischen dem Sternbilde der Jungfrau und dem im rechten Winkel dazu, im Quadranten stehenden Sternbilde, jenem der Zwillinge. So wurde es dargestellt, daß an die Stelle des Sternbildes der Jungfrau die Jungfrau mit dem ÄAhrenzweige, aber auch mit dem Kinde dargestellt wurde, das nur der Repräsentant der Zwillinge ist, der Repräsentant der Jesusknaben. Insbesondere war dies eine astrologische Anschauung in der Perserzeit.
[ 23 ] Es kam die andere Zeit, die Zeit der ägyptisch-chaldäischen Entwickelung. Da schaute man ebenso hin zu dem Sternbilde des Löwen, wie man hinschaute in der Perserzeit zu dem Sternbilde der Jungfrau. Aber jetzt war im Quadranten dem Löwen zugeteilt der Stier, und es entstand die Mithrasreligion, die Stierverehrung, indem man hineinschaute in das Sternbild des Löwen das Sternbild des Stieres.
[ 23 ] Es kam die andere Zeit, die Zeit der ägyptisch-chaldäischen Entwickelung. Da schaute man ebenso hin zu dem Sternbilde des Löwen, wie man hinschaute in der Perserzeit zu dem Sternbilde der Jungfrau. Aber jetzt war im Quadranten dem Löwen zugeteilt der Stier, und es entstand die Mithrasreligion, die Stierverehrung, indem man hineinschaute in das Sternbild des Löwen das Sternbild des Stieres.
[ 24 ] Und es kam die Zeit, die griechisch-lateinische Zeit, in welcher der Krebs dieselbe Rolle spielte wie die Jungfrau unter den Persern, und man sah das Sternbild des Widders, im Quadranten stehend, in das Sternbild des Krebses hinein. Da war die Umkehrung, da schlug die Sache einen anderen Weg ein. Bis in die griechisch-lateinische Zeit, bis ins Mysterium von Golgatha war Astronomie etwas, das als äußere Wissenschaft zu erreichen war, war das menschliche Erkennen so geartet, daß man hinausschaute in den Raum und die Geheimnisse der Sternenwelten, die Geheimnisse von Raum und Zeit fand, daß man hineinlebte in das menschliche Innere, und durch die Verfrommung des Herzens zu der Anschauung innerer Geheimnisse kam. In der griechisch-lateinischen Zeit drehte sich das Verhältnis um. Dasjenige, was vorher innerlich erlebt werden konnte, es mußte immer mehr durch das Anschauen der äußeren Natur erlebt werden.
[ 24 ] Und es kam die Zeit, die griechisch-lateinische Zeit, in welcher der Krebs dieselbe Rolle spielte wie die Jungfrau unter den Persern, und man sah das Sternbild des Widders, im Quadranten stehend, in das Sternbild des Krebses hinein. Da war die Umkehrung, da schlug die Sache einen anderen Weg ein. Bis in die griechisch-lateinische Zeit, bis ins Mysterium von Golgatha war Astronomie etwas, das als äußere Wissenschaft zu erreichen war, war das menschliche Erkennen so geartet, daß man hinausschaute in den Raum und die Geheimnisse der Sternenwelten, die Geheimnisse von Raum und Zeit fand, daß man hineinlebte in das menschliche Innere, und durch die Verfrommung des Herzens zu der Anschauung innerer Geheimnisse kam. In der griechisch-lateinischen Zeit drehte sich das Verhältnis um. Dasjenige, was vorher innerlich erlebt werden konnte, es mußte immer mehr durch das Anschauen der äußeren Natur erlebt werden.
[ 25 ] Wir müssen so fromm werden wie die Hirten in ihrem Herzen waren gegenüber den Offenbarungen der Natur. Wie diese in ihrer Innenwelt zum Geistesauge kamen, müssen wir zum Geistesauge an der Natur kommen. Und wir müssen auf der anderen Seite auch den Krebsweg machen. Wir müssen kommen zu einer Astronomie des Inneren, so daß aus den schauenden Kräften im Inneren des Menschen erweckt kann werden der Gang der Welt durch Saturn-, Sonnen-, Monden-, Erden-, Jupiter-, Venus-, Vulkanzeiten: eine Astronomie aus dem Inneren wie früher eine Astronomie aus dem Äußeren, eine Frömmigkeit an der Naturbeobachtung wie früher die Frömmigkeit nach Art der Hirten auf dem Felde. Können wir vertiefen dasjenige, was heute so ungeistig an uns herantritt in der Naturbetrachtung, können wir auf der anderen Seite schöpferisch machen, was heute so grau in bloßen mathematisch-geometrischen Bildern erlebt wird, können wir die Mathematik durch inneres Erleben zu jener Glorie wiederum erheben, welche die alte Astronomie hatte, können wir die Naturbetrachtung zu jener Herzenstiefe und zu jener Frommheit vertiefen, die die Hirten auf dem Felde erlebten, können wir durch das Innere dasjenige erleben, was die Magier aus den Sternen erlebten, können wir an dem Anblicke der äußeren Natur so fromm werden, wie die Hirten auf dem Felde gewesen sind — dann werden wir erleben durch Frommheit im äußeren Naturbetrachten, durch liebevolles Verfolgen der Weltenereignisse aus dem Inneren heraus, dann werden wir finden in einer ähnlichen Weise wiederum den Weg zum Weihnachtsmysterium, wie durch innerliches Frommwerden die Hirten auf dem Felde, durch äußeres Weisewerden die Magier aus dem Morgenlande den Weg zur Krippe gefunden haben.
[ 25 ] Wir müssen so fromm werden wie die Hirten in ihrem Herzen waren gegenüber den Offenbarungen der Natur. Wie diese in ihrer Innenwelt zum Geistesauge kamen, müssen wir zum Geistesauge an der Natur kommen. Und wir müssen auf der anderen Seite auch den Krebsweg machen. Wir müssen kommen zu einer Astronomie des Inneren, so daß aus den schauenden Kräften im Inneren des Menschen erweckt kann werden der Gang der Welt durch Saturn-, Sonnen-, Monden-, Erden-, Jupiter-, Venus-, Vulkanzeiten: eine Astronomie aus dem Inneren wie früher eine Astronomie aus dem Äußeren, eine Frömmigkeit an der Naturbeobachtung wie früher die Frömmigkeit nach Art der Hirten auf dem Felde. Können wir vertiefen dasjenige, was heute so ungeistig an uns herantritt in der Naturbetrachtung, können wir auf der anderen Seite schöpferisch machen, was heute so grau in bloßen mathematisch-geometrischen Bildern erlebt wird, können wir die Mathematik durch inneres Erleben zu jener Glorie wiederum erheben, welche die alte Astronomie hatte, können wir die Naturbetrachtung zu jener Herzenstiefe und zu jener Frommheit vertiefen, die die Hirten auf dem Felde erlebten, können wir durch das Innere dasjenige erleben, was die Magier aus den Sternen erlebten, können wir an dem Anblicke der äußeren Natur so fromm werden, wie die Hirten auf dem Felde gewesen sind — dann werden wir erleben durch Frommheit im äußeren Naturbetrachten, durch liebevolles Verfolgen der Weltenereignisse aus dem Inneren heraus, dann werden wir finden in einer ähnlichen Weise wiederum den Weg zum Weihnachtsmysterium, wie durch innerliches Frommwerden die Hirten auf dem Felde, durch äußeres Weisewerden die Magier aus dem Morgenlande den Weg zur Krippe gefunden haben.
[ 26 ] Der Weg zum Weihnachtsmysterium muß neu gefunden werden. Wir müssen an der Natur so fromm werden, wie die Hirten in ihren Herzen waren. Wir müssen in unserem inneren Schauen so weise werden, wie es die Magier an der Beobachtung von Planeten und Sternen im Raume und in der Zeit geworden sind. Wir müssen im Inneren entwickeln, was die Magier im Äußeren entwickelt haben. Wir müssen dasjenige in unserem Wechselverkehr mit der äußeren Welt entwickeln, was die einfältigen Hirten auf dem Felde in ihren Herzen entwickelt haben — dann werden wir finden den Weg, den rechten Weg zu einem tiefen Empfinden des Christus, zu einem liebevollen Begreifen des Christus. Dann werden wir den Weg zum Weihnachtsmysterium finden. Dann werden wir dürfen mit rechten Gedanken und rechten Gefühlen neben den Ursprungsbaum aus dem Paradiese hinstellen die Krippe, welche uns nicht nur spricht von dem, wie der Mensch durch Naturkräfte in die Welt hereingekommen ist, sondern wie er durch Wiedergeburt erst sich seines vollen Menschseins bewußt werden kann.
[ 26 ] Der Weg zum Weihnachtsmysterium muß neu gefunden werden. Wir müssen an der Natur so fromm werden, wie die Hirten in ihren Herzen waren. Wir müssen in unserem inneren Schauen so weise werden, wie es die Magier an der Beobachtung von Planeten und Sternen im Raume und in der Zeit geworden sind. Wir müssen im Inneren entwickeln, was die Magier im Äußeren entwickelt haben. Wir müssen dasjenige in unserem Wechselverkehr mit der äußeren Welt entwickeln, was die einfältigen Hirten auf dem Felde in ihren Herzen entwickelt haben — dann werden wir finden den Weg, den rechten Weg zu einem tiefen Empfinden des Christus, zu einem liebevollen Begreifen des Christus. Dann werden wir den Weg zum Weihnachtsmysterium finden. Dann werden wir dürfen mit rechten Gedanken und rechten Gefühlen neben den Ursprungsbaum aus dem Paradiese hinstellen die Krippe, welche uns nicht nur spricht von dem, wie der Mensch durch Naturkräfte in die Welt hereingekommen ist, sondern wie er durch Wiedergeburt erst sich seines vollen Menschseins bewußt werden kann.
[ 27 ] Wer heute von dem Weihnachtsmysterium redet, muß eine Forderung, die in die Zukunft hinein spricht, an die Menschheit stellen. Wir leben in jenen ernsten Zeiten, wo wir uns klar werden müssen, daß wir erst im rechten Sinne wiederum Menschen werden müssen. Wir haben noch nicht errungen dasjenige, was die Magierweisheit ganz verinnerlichte, was die Hirtenfrömmigkeit ganz in die Außenwelt flieBen ließ. Die soziale Frage steht vor den Toren des Menschendaseins furchtbar fordernd. Sie hat Schreckliches gebracht in den letzten Jahren; sie wird immer drohender und drohender, und nur schläfrige Seelen können das Drohende übersehen. Europa schickt sich an, ein Trümmerhaufen der Kultur zu werden. Nicht anders wird es sich aus seinem chaotischen Zustande erheben als dadurch, daß die Menschen die Möglichkeit finden, im sozialen Zusammensein wiederum echtes, wahres Menschentum zu entwickeln. Sie werden es nicht anders entwickeln, als wenn sie ihre Gefühle dadurch vertiefen und verinnerlichen, daß sie im Naturbetrachten so fromm werden können, wie die Hirten auf dem Felde waren, als ihnen durch ihre innerlichen Kräfte der Engel verkündete von der Offenbarung der Götter oben und des Erdenfriedens unten. Mit diesen Kräften allein bezwingt man auch das soziale Leben, und nur dann, wenn das, was in den Raumesweiten und in der Zeitenfolge geschaut wird, in das Innere einzieht, so daß der Mensch des Weltengeistes wahres Wesen so einheitlich sieht, wie die eine Sonne der Chinese ebenso sieht wie der Amerikaner und in der Mitte zwischen beiden der Europäer. So wie es lächerlich wäre, wenn der Chinese eine Sonne für sich in Anspruch nehmen würde, der Russe eine Sonne für sich, der Mitteleuropäer eine andere, der Franzose eine andere, der Engländer eine andere! Wie die Sonne eine einheitliche ist, so ist das die Menschen tragende Sonnenwesen ein einheitliches.
[ 27 ] Wer heute von dem Weihnachtsmysterium redet, muß eine Forderung, die in die Zukunft hinein spricht, an die Menschheit stellen. Wir leben in jenen ernsten Zeiten, wo wir uns klar werden müssen, daß wir erst im rechten Sinne wiederum Menschen werden müssen. Wir haben noch nicht errungen dasjenige, was die Magierweisheit ganz verinnerlichte, was die Hirtenfrömmigkeit ganz in die Außenwelt flieBen ließ. Die soziale Frage steht vor den Toren des Menschendaseins furchtbar fordernd. Sie hat Schreckliches gebracht in den letzten Jahren; sie wird immer drohender und drohender, und nur schläfrige Seelen können das Drohende übersehen. Europa schickt sich an, ein Trümmerhaufen der Kultur zu werden. Nicht anders wird es sich aus seinem chaotischen Zustande erheben als dadurch, daß die Menschen die Möglichkeit finden, im sozialen Zusammensein wiederum echtes, wahres Menschentum zu entwickeln. Sie werden es nicht anders entwickeln, als wenn sie ihre Gefühle dadurch vertiefen und verinnerlichen, daß sie im Naturbetrachten so fromm werden können, wie die Hirten auf dem Felde waren, als ihnen durch ihre innerlichen Kräfte der Engel verkündete von der Offenbarung der Götter oben und des Erdenfriedens unten. Mit diesen Kräften allein bezwingt man auch das soziale Leben, und nur dann, wenn das, was in den Raumesweiten und in der Zeitenfolge geschaut wird, in das Innere einzieht, so daß der Mensch des Weltengeistes wahres Wesen so einheitlich sieht, wie die eine Sonne der Chinese ebenso sieht wie der Amerikaner und in der Mitte zwischen beiden der Europäer. So wie es lächerlich wäre, wenn der Chinese eine Sonne für sich in Anspruch nehmen würde, der Russe eine Sonne für sich, der Mitteleuropäer eine andere, der Franzose eine andere, der Engländer eine andere! Wie die Sonne eine einheitliche ist, so ist das die Menschen tragende Sonnenwesen ein einheitliches.
[ 28 ] Sehen wir hinaus in die Weltenweiten: wir finden die Aufforderung zur Vereinheitlichung der Menschheit. Sehen wir hinein in des Menschen tiefste, innere Geheimnisse: wir sehen die Aufforderung zur Vereinheitlichung der Menschheit. Was da draußen erscheint, auch das Geistigste, spricht nicht von der Differenzierung der Menschheit, nicht von Unfrieden; was im tiefsten Inneren spricht, spricht nicht von der Differenzierung der Menschheit, nicht von Unfrieden. Den Hirten auf dem Felde hat diejenige Stimme, die sie durch ihr Herzensgehör hörten, verkündet, daß sich aus den weiten Erscheinungen des Weltenalls die Gottheit offenbaret, und daß durch das Aufnehmen der Gottheit in die eigene Seele Friede werden kann unter den Menschen, die eines guten Willens sind. Das muß sich verkünden der neueren Menschheit aus dem ganzen Umkreis des Naturdaseins heraus. Den Magiern aus dem Morgenlande haben die Sternengeheimnisse gesagt, daß hier auf der Erde geboren ist der Christus Jesus. Das muß sich der neueren Menschheit verkünden aus dem Verfolgen desjenigen, was in ihrem Inneren sich offenbarend auftun kann.
[ 28 ] Sehen wir hinaus in die Weltenweiten: wir finden die Aufforderung zur Vereinheitlichung der Menschheit. Sehen wir hinein in des Menschen tiefste, innere Geheimnisse: wir sehen die Aufforderung zur Vereinheitlichung der Menschheit. Was da draußen erscheint, auch das Geistigste, spricht nicht von der Differenzierung der Menschheit, nicht von Unfrieden; was im tiefsten Inneren spricht, spricht nicht von der Differenzierung der Menschheit, nicht von Unfrieden. Den Hirten auf dem Felde hat diejenige Stimme, die sie durch ihr Herzensgehör hörten, verkündet, daß sich aus den weiten Erscheinungen des Weltenalls die Gottheit offenbaret, und daß durch das Aufnehmen der Gottheit in die eigene Seele Friede werden kann unter den Menschen, die eines guten Willens sind. Das muß sich verkünden der neueren Menschheit aus dem ganzen Umkreis des Naturdaseins heraus. Den Magiern aus dem Morgenlande haben die Sternengeheimnisse gesagt, daß hier auf der Erde geboren ist der Christus Jesus. Das muß sich der neueren Menschheit verkünden aus dem Verfolgen desjenigen, was in ihrem Inneren sich offenbarend auftun kann.
[ 29 ] Einen neuen Weg brauchen wir. Wiederum dringt die Stimme zu uns: Ändert den Sinn, sehet in einer neuen Art hin auf den Weltenlauf! — Und wenn man in einer rechten Art hinsieht auf den Weltenlauf, wenn man ansieht den Gang der Menschheit, der wir selber angehören, dann finden wir den Weg zu demjenigen Geheimnis, das sich den Hirten ebenso offenbaren konnte wie den entwickelten Weisen, und das sich offenbaren wird unserem inneren Weltenschauen, unserem äußeren Weltenschauen. Wenn wir inneres Weltenschauen und äußeres Weltenschauen in genügender Weise vertiefen, wenn wir das können, wenn wir die innere Magierweisheit finden, die uns so weist, wie die äußere Magierweisheit die Weisen aus dem Morgenlande geführt hat, wenn wir die äußere Weisheit finden, die uns so führt in Frömmigkeit, wie die Frömmigkeit die Hirten auf dem Felde geführt hat, dann werden wir wiederum mit richtigen inneren Empfindungen hinschauen auf dasjenige, was in dem Mysterium liegt: daß für alle ohne Unterschied, wie er sonst unter den Menschen auftritt, gewissermaßen herausgestellt aus der Menschheit, hineingestellt in die Einsamkeit — geboren worden ist dasjenige, was dann zum Christus geworden ist.
[ 29 ] Einen neuen Weg brauchen wir. Wiederum dringt die Stimme zu uns: Ändert den Sinn, sehet in einer neuen Art hin auf den Weltenlauf! — Und wenn man in einer rechten Art hinsieht auf den Weltenlauf, wenn man ansieht den Gang der Menschheit, der wir selber angehören, dann finden wir den Weg zu demjenigen Geheimnis, das sich den Hirten ebenso offenbaren konnte wie den entwickelten Weisen, und das sich offenbaren wird unserem inneren Weltenschauen, unserem äußeren Weltenschauen. Wenn wir inneres Weltenschauen und äußeres Weltenschauen in genügender Weise vertiefen, wenn wir das können, wenn wir die innere Magierweisheit finden, die uns so weist, wie die äußere Magierweisheit die Weisen aus dem Morgenlande geführt hat, wenn wir die äußere Weisheit finden, die uns so führt in Frömmigkeit, wie die Frömmigkeit die Hirten auf dem Felde geführt hat, dann werden wir wiederum mit richtigen inneren Empfindungen hinschauen auf dasjenige, was in dem Mysterium liegt: daß für alle ohne Unterschied, wie er sonst unter den Menschen auftritt, gewissermaßen herausgestellt aus der Menschheit, hineingestellt in die Einsamkeit — geboren worden ist dasjenige, was dann zum Christus geworden ist.
[ 30 ] Wir müssen das Jesus-Weihnachtsgeheimnis wiederfinden, und wir müssen es wiederfinden, indem wir in uns all dasjenige pflegen, von dem heute gesprochen werden sollte. Wir müssen das Weihnachtslicht in uns selber finden, wie die Hirten das Engelslicht auf dem Felde, und wir müssen, wie die Magier aus dem Morgenlande, den Stern finden durch die Kraft dessen, was wahre Geisteswissenschaft ist. Dann wird sich uns der einige Weg zu dem eröffnen, was das Weihnachtsgeheimnis enthält. Wiedererkennen sollen wir es: es erinnert uns an des Menschen Wiedergeburt.
[ 30 ] Wir müssen das Jesus-Weihnachtsgeheimnis wiederfinden, und wir müssen es wiederfinden, indem wir in uns all dasjenige pflegen, von dem heute gesprochen werden sollte. Wir müssen das Weihnachtslicht in uns selber finden, wie die Hirten das Engelslicht auf dem Felde, und wir müssen, wie die Magier aus dem Morgenlande, den Stern finden durch die Kraft dessen, was wahre Geisteswissenschaft ist. Dann wird sich uns der einige Weg zu dem eröffnen, was das Weihnachtsgeheimnis enthält. Wiedererkennen sollen wir es: es erinnert uns an des Menschen Wiedergeburt.
[ 31 ] Arbeiten wir daran, daß das Weihnachtsgeheimnis unter den Menschen wiedergeboren werde, dann werden wir auch das Wiedergeburtsgeheimnis von des Menschen Wesenheit im richtigen Sinne erfassen. Das ist es, was zu uns gesprochen wird in einer eigentümlichen Weise: In einem nicht von der Kirche anerkannten Evangelium wird erzählt, daß es eine Eigentümlichkeit des einen Jesusknaben war, daß er gleich nach seiner Geburt seine Mutter mit bestimmten Worten angesprochen hat. Sicherlich gehen wir heute in der richtigen Art auf das in der Krippe liegende Kind ein, wenn wir die Worte, die es heute zu uns sprechen will, in der richtigen Weise hören: Erwecket das Weihnachtslicht in euch, und das Weihnachtslicht wird euch im rechten Sinne mit euren Mitmenschen zusammen auch in der Außenwelt erscheinen.
[ 31 ] Arbeiten wir daran, daß das Weihnachtsgeheimnis unter den Menschen wiedergeboren werde, dann werden wir auch das Wiedergeburtsgeheimnis von des Menschen Wesenheit im richtigen Sinne erfassen. Das ist es, was zu uns gesprochen wird in einer eigentümlichen Weise: In einem nicht von der Kirche anerkannten Evangelium wird erzählt, daß es eine Eigentümlichkeit des einen Jesusknaben war, daß er gleich nach seiner Geburt seine Mutter mit bestimmten Worten angesprochen hat. Sicherlich gehen wir heute in der richtigen Art auf das in der Krippe liegende Kind ein, wenn wir die Worte, die es heute zu uns sprechen will, in der richtigen Weise hören: Erwecket das Weihnachtslicht in euch, und das Weihnachtslicht wird euch im rechten Sinne mit euren Mitmenschen zusammen auch in der Außenwelt erscheinen.
