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The Rudolf Steiner Archive

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Human Responsibility for Global Development
Through Its Spiritual Connection
to the Earth and the Celestial Realm
GA 203

13 March 1921, Stuttgart

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Human Responsibility for Global Development, tr. SOL
  1. Die Verantwortung des Menschen für die Weltentwickelung

Fünfzehnter Vortrag

Fifteenth Lecture

[ 1 ] Aus dem ganzen Sinn der Darstellungen anthroposophischer Geisteswissenschaft ersehen Sie ja, daß es darauf ankommt, zu begreifen, wie in die verschiedenen Gebiete des Daseins sich eingliedern, richtend, kräftigend, verschiedene geistige Wesenheiten. Es ist notwendig, daß in der Gegenwart die Menschheit sich durchdringe mit der Erkenntnis davon, wie verschiedene Daseinsgebiete von einzelnen geistigen Wesenheiten gelenkt, gerichtet und so weiter werden. Denn unsere Zivilisation hat ja im Laufe der neueren Zeit verwischt dieses Bewußtsein konkreter Geistigkeit im Dasein. Man redet gerne im allgemeinen von dem Göttlichen, das alles durchdringt. Aber mit einem solchen Sprechen im allgemeinen von dem Göttlichen kommt man nicht zu einem solchen Begreifen der Welt, das dann auch für das Leben eine tüchtige Grundlage sein kann. Es ist ja ganz gewiß richtig, daß zuletzt alles, was man an Geistigem durchschaut, hintendieren muß nach einem Einheitlichen. Allein, wenn man nach dem Einheitlichen, ich möchte sagen, zu früh schaut, dann verwischen sich alle wirklichen Einsichten in den Gang der Weltereignisse. Deshalb ist es notwendig, daß aus dem allgemeinen abstrakten Sprechen über das Göttliche herausgekommen werde und man die konkreten geistigen führenden Wesenheiten in Natur und Geschichte und so weiter kennenlerne, wie wir ja das im Laufe der Zeit immer wiederum getan haben. Und von diesem Gesichtspunkte aus möchte ich Sie heute hinweisen auf ganz wichtige, bedeutungsvolle Grundlagen unserer Weltkonstitution.

[ 1 ] From the overall meaning of the teachings of anthroposophical spiritual science, you can see that what matters is understanding how various spiritual beings integrate into the different realms of existence, guiding and strengthening them. It is necessary for humanity today to be imbued with the knowledge of how the various spheres of existence are guided, directed, and so on by individual spiritual beings. For our civilization has, in the course of modern times, blurred this awareness of concrete spirituality in existence. People generally like to speak of the Divine that permeates everything. But such general talk of the Divine does not lead to an understanding of the world that can then serve as a solid foundation for life. It is certainly true that, ultimately, everything one perceives as spiritual must point toward a unified whole. However, if one looks for this unity—I would say—too soon, then all real insights into the course of world events become blurred. That is why it is necessary to move beyond general, abstract talk about the Divine and to get to know the concrete, guiding spiritual beings in nature, history, and so on, just as we have done time and again throughout history. And from this perspective, I would like to draw your attention today to some very important and significant foundations of our world constitution.

[ 2 ] Ich habe ja vorgestern aufmerksam darauf gemacht, daß sich gewisse Wesenheiten zum Aufbau, zur ganzen Belebung des Menschen gewissermaßen wie kämpfend in der Welt zusammenfinden. Die für uns ja im Grunde genommen alte Wahrheit von der Gegensätzlichkeit der luziferischen und ahrimanischen geistigen Kräfte, haben wir vorgestern wiederum uns von einem gewissen Gesichtspunkte aus vor die Seele geführt. Nun wollen wir heute die Sache von einem anderen Ende aus noch einmal betrachten.

[ 2 ] The day before yesterday, I pointed out that certain spiritual beings come together in the world—as it were, in a struggle—for the purpose of building up and fully enlivening the human being. The truth—which is, after all, an old one for us—regarding the opposition between the Luciferic and Ahrimanic spiritual forces was once again brought to our attention from a certain perspective the day before yesterday. Today, let us consider the matter once more from a different angle.

[ 3 ] Was gerade besonders charakteristisch ist in der neuesten Zivilisation, die jetzt in solchen katastrophalen Vorgängen steckt, die solche Niedergangskräfte offenbart, das ist ja die Ausbreitung des verstandesmäßigen Denkens in der ganzen Menschheit. Man muß schon wirklich sich eine Art Einblick verschaffen in die ganz andere Seelenverfassung der Menschen auch über das zivilisierte Europa hin vor sieben, acht Jahrhunderten. Was heute ganz allgemein tonangebend ist, was alles Seelenleben der Menschen durchdringt und von einer gewissen Seite her noch immer mehr durchdringen wird, das ist eben das verstandesmäßige Denken. Nun handelt es sich darum, doch vielleicht mit einem solchen mehr seelischen Begriff auch etwas zu verbinden, was äußerlich faßbarer ist. Denn es ist schon gut, wenn man auch vom Gesichtspunkte des Geistes aus das äußerliche materielle Dasein wirklich erfaßt und durchdringt. Dasjenige, was in unserem Organismus dem Denken zusrunde liegt, das sind die in diesem Organismus befindlichen, rein mineralischen Vorgänge. Also verstehen Sie mich recht: Was in uns Vorgänge sind des eigentlichen Menschentums, was Vorgänge sind, die wir gemeinsam haben mit der tierischen Natur, Vorgänge, die wir gemeinsam haben mit der pflanzlichen Natur, das alles hängt nur indirekt, nicht direkt zusammen mit der Tatsache, daß wir im neueren Sinne der Menschheitsentwickelung verstandesmäßig denkende Menschen sind. Die Tatsache, daß wir in uns auch eine verfestigte mineralische Konstitution haben, befähigt uns zum verstandesmäßigen Denken.

[ 3 ] What is particularly characteristic of the most recent civilization—which is now embroiled in such catastrophic events and reveals such forces of decline—is, after all, the spread of rational thinking throughout all of humanity. One really must gain some insight into the entirely different state of mind that prevailed among people—even in civilized Europe—seven or eight centuries ago. What sets the tone so generally today, what permeates the entire inner life of human beings and, from a certain perspective, will continue to permeate it even more, is precisely intellectual thinking. Now the task is to perhaps connect such a more spiritual concept with something that is more tangibly graspable. For it is indeed beneficial to truly grasp and penetrate external, material existence from the perspective of the spirit as well. That which underlies thinking in our organism consists of the purely mineral processes occurring within it. So please understand me correctly: the processes within us that are proper to our humanity, the processes we share with the animal realm, and the processes we share with the plant realm—all of these are connected only indirectly, not directly, to the fact that, in the more recent sense of human development, we are human beings capable of intellectual thought. The fact that we also have a solidified mineral constitution within us is what enables us to think rationally.

[ 4 ] Wenn wir die Reiche der Natur im Weltenraume ansehen, so müssen wir sagen, die sind da draußen und die sind ja auch in uns. Sehen wir zunächst einmal auf das Reich der Wärmeerscheinungen, also des Wärmeäthers. Wir tragen die Wirkung dieses Wärmeäthers auch in uns. Wir tragen sie in unserem Blute in uns. Die Wirksamkeit unseres Blutes besteht ja im wesentlichen darin, daß wir mit dem Blute als Träger die Vorgänge der Wärmung, der Erwärmung durch unseren ganzen Organismus durchleiten. Auf alledem, was so vorgeht im Reiche der Wärme, beruht das verstandesmäßige Denken nicht. Also wenn wir hinausschauen auf die Wärmevorgänge im Kosmos, können wir sagen: Diese Wärmevorgänge setzen sich auch innerhalb der Haut unseres Organismus fort; aber was uns entgegentritt in dem Kosmos als Wärmevorgänge, was ganz besonders demjenigen entgegentritt, der den Kosmos in dem Zustande betrachtet, in dem er zunächst ausschließlich Wärmevorgänge zeigt, während des Saturnzustandes, all das, was da draußen ist, das repräsentiert uns im Kosmos nichts, von dem wir sagen können, es regt in uns das verstandesmäßige Denken an.

[ 4 ] When we look at the realms of nature in the universe, we must say that they are out there and they are also within us. Let us first consider the realm of thermal phenomena, that is, the heat ether. We also carry the effect of this heat ether within us. We carry it within us in our blood. The function of our blood essentially consists in using it as a carrier to transmit the processes of warming—the heating of our entire organism—throughout our body. Intellectual thinking is not based on all that takes place in the realm of heat. So when we look out at the heat processes in the cosmos, we can say: These heat processes also continue within the skin of our organism; but what we encounter in the cosmos as heat processes—what is particularly encountered by those who observe the cosmos in the state in which it initially manifests exclusively as heat processes, during the Saturn state—all that which is out there in the cosmos represents nothing to us of which we can say that it stimulates intellectual thinking within us.

[ 5 ] Aber auch auf dem, was in uns dadurch vorgeht, daß wir Luft einatmen, Luft in unserem Organismus verarbeiten, auch darauf beruht das verstandesmäßige Denken nicht. Wenn wir auf das Reich der Luft sehen, so finden in diesem Reiche ja auch Vorgänge statt, die sich in unserem Organismus fortsetzen durch den Atmungsprozeß. Aber auch alles das, was wir da repräsentiert finden durch das Reich der Luft, auch das hat unmittelbar mit unserem verstandesmäßigen Denken nichts zu tun.

[ 5 ] But rational thinking is not based on what takes place within us as a result of breathing in air and processing it in our organism, either. When we look at the realm of air, we see that processes take place there which continue within our organism through the process of breathing. But even all that we find represented there through the realm of air has nothing to do with our intellectual thinking either.

[ 6 ] Als drittes Reich können wir das der Erscheinung des Wassers betrachten. Wir sehen draußen in dem Kosmos die Vorgänge in dem flüssigen Reiche. Auch diese setzen sich ja fort in unserem Stoffwechsel, insofern er im Flüssigen sich abspielt. Draußen in der Natur sehen wir den Kreislauf der Flüssigkeiten, in uns selber sehen wir auch eine Art von Kreislauf der Flüssigkeiten. Alles was sich so in uns abspielt, hat wiederum nichts zu tun mit dem, was unser verstandesmäßiges Denken ist. Wenn wir aber in den Kosmos hinausschauen und sehen, daß sich Wasser verdichtet zu Eis, daß sich gewisse mineralische Substanzen absetzen als Sedimente, daß sich Gesteine bilden, daß sich Kristalle bilden, kurz, wenn wir die Vorgänge des Mineralischen, des Festen draußen im Kosmos betrachten und deren Entsprechendes innerhalb der Grenze unseres Organismus, so hat das, was sich da abspielt als mineralische Vorgänge, mit alledem zu tun, was schließlich gipfelt, was kulminiert in unserem verstandesmäßigen Denken. Wir sind also als Menschen eingegliedert in den Kosmos in diese verschiedenen Reiche. Aber würden wir nur eingegliedert sein in die verschiedenen Reiche, ohne im besonderen Maße in Anspruch genommen zu werden von dem mineralischen Reich, von denjenigen Kräften also, die in der Kristallisation, in der Salzablagerung und so weiter draußen in der Welt uns entgegentreten, so würden wir nicht denkende Wesen sein in dem Sinne, wie wir es namentlich sind seit der Mitte des 15. Jahrhunderts. Das ist ja auch durchaus eine wahre Tatsache, daß seit der Mitte des 15. Jahrhunderts dieses Wirken der mineralischen Kräfte im menschlichen Organismus das Maßgebende, das Tonangebende geworden ist. Vorher waren andere Kräfte, die Kräfte des Wassers, die Kräfte der Luft und so weiter in hervorragendem Maße im Menschen wirksam. Daher war aber auch nicht das besonders bedeutungsvolle Element im menschlichen Wirken das verstandesmäßige Denken.

[ 6 ] We can consider the realm of water as the third realm. Out there in the cosmos, we see the processes taking place in the liquid realm. These, too, continue within our metabolism, insofar as it takes place in the liquid state. Out in nature, we see the cycle of liquids; within ourselves, we also see a kind of cycle of liquids. Everything that takes place within us in this way, in turn, has nothing to do with what constitutes our intellectual thinking. But when we look out into the cosmos and see that water condenses into ice, that certain mineral substances settle as sediments, that rocks form, that crystals form, in short, when we observe the processes of the mineral and solid realms out there in the cosmos and their counterparts within the confines of our organism, what takes place there as mineral processes is connected to everything that ultimately culminates in our intellectual thinking. We, as human beings, are thus integrated into the cosmos and into these various realms. But if we were merely integrated into the various realms without being particularly influenced by the mineral realm—that is, by those forces that confront us in crystallization, salt deposition, and so on out in the world—we would not be thinking beings in the sense that we have been, particularly since the mid-15th century. It is indeed a fact that since the middle of the 15th century, the activity of the mineral forces within the human organism has become the decisive factor, the guiding influence. Before that, other forces—the forces of water, the forces of air, and so on—were active in human beings to a remarkable degree. Consequently, intellectual thinking was not the particularly significant element in human activity.

[ 7 ] Nun, in alledem, was uns so umgibt als die verschiedenen Reiche, in denen wir leben, das Reich des festen Irdischen, das Reich des WässerigFlüssigen, das Reich des Luftförmigen, das Reich der Wärme — wir wollen von den höheren Ätherarten zunächst absehen —, in alledem wirken aber auch göttlich geistige Wesenheiten. Diese Reiche bestehen nicht nur in dem, was wir nennen die materiellen Weltenkräfte, die materiellen Weltenentitäten, sondern alle diese Reiche sind von verschiedenen geistigen Wesenheiten durchdrungen. Zeichnen wir uns also einmal schematisch jetzt auf dasjenige, was uns veranschaulichen kann eine wichtige Tatsache in unserem Zusammenhange mit der Welt.

[ 7 ] Now, in all that surrounds us—the various realms in which we live: the realm of the solid earthly, the realm of the watery-liquid, the realm of the airy, and the realm of heat—leaving aside for the moment the higher etheric realms—divine spiritual beings are also at work in all of these. These realms do not consist solely of what we call the material forces of the world, the material entities of the world; rather, all these realms are permeated by various spiritual beings. Let us now sketch out schematically what can illustrate an important fact regarding our connection to the world.

[ 8 ] Nehmen wir einmal an, hier würde ich schematisieren das Reich des Mineralisch-Irdischen (siehe Zeichnung, hell); ich würde dann hier charakterisieren das Reich des Wässerigen (rot); ich würde hier charakterisieren das Reich des Luftförmigen (blau) und dann das Reich des Wärmeäthers (rötlich-violett).

[ 8 ] Let’s assume that here I would schematize the mineral-earthly realm (see drawing, light); I would then characterize the watery realm here (red); I would characterize the realm of the airy (blue) here, and then the realm of the warmth ether (reddish-violet).

[ 9 ] Nun ist das Eigentümliche, daß alle diejenigen geistigen Wesenheiten, von denen sich die vorchristliche Zeit, namentlich das vorchristliche Judentum vorgestellt haben, daß sie unter der Führung des Jahve oder Jehova stehen, also alles das, was angeschaut wurde auch von den hebräischen Initiierten als zu dem Reich des Jahve oder Jehova gehörig, im wesentlichen seine Herrschaft ausdehnt über die drei ersten Reiche, auch über andere, aber von diesen vieren über die drei ersten Reiche. So daß also, wenn ich Ihnen aufzeichnen sollte das Gebiet, das umspannt wird in der Welt von der Jahve-Herrschaft, ich sagen müßte, das ist dieses Gebiet (die drei oberen der Zeichnung). Es ist tatsächlich so, daß die Jahve-Herrschaft umspannt alles dasjenige, was die Reiche der Natur sind, die wir aufgezählt haben, mit Ausnahme des mineralisch-physischen Reiches. Sie müssen sich also klar sein, wenn in den alten jüdischen Schriften vom Göttlichen die Rede ist, so wird immer nur geredet eigentlich von dem Jahve-Reiche selber in bezug auf den Wärmeäther, auf die Luftwesenheit, die Wasserwesenheit, und es wird — das war in der vorchristlichen Zeit eine tiefe Initiationswahrheit — sehr geistvoll schon in der Schöpfungsgeschichte auf diese Grundwahrheit hingedeutet. Es wird deutlich zum Ausdrucke gebracht, man muß nur den Sinn der Bibelworte recht verstehen: Jahve begab sich gewissermaßen zur Erde und bildete den Menschen aus dem Staub der Erde. Er nahm dasjenige, was sein eigenes Reich nicht ist, zur Bildung des äußeren Menschen. — Also die Bibel drückt tatsächlich dieses deutlich aus. Wie gesagt, in der vorchristlichen jüdischen Initiationswissenschaft war das eine Initiationswahrheit, daß Jahve nicht aus dem eigenen Machtbereich den äußeren Menschen geformt hat, sondern daß er zur Erde gegangen ist und aus dem ihm fremden Erdenstaub gewissermaßen die menschliche Hülle, die nicht aus seinem Reiche kommen konnte, geformt hat. Dann hat er eingehaucht dasjenige, was von ihm kommt, die tierische Seele, den Nephesch. Das ist dasjenige, was er von sich aus gab, das kam aus den drei Reichen, die er beherrschte. Es ist schon so, daß die oberflächlichen Bibelforscher eigentlich zumeist gar nicht verstehen, was in der Bibel steht. Die Bibel — wenn man sie versteht, so sieht man das — spricht außerordentlich genau, und es müssen ihre Sätze nur auch wirklich ganz genau genommen werden. Jahve bildete den Menschen aus dem Staub der Erde, das heißt, aus dem ihm fremden mineralischen Reiche, und er gab ihm aus seinem eigenen Reich den Hauch der Seele. Also dasjenige, was im Menschen lebt als Jahve-Ausfluß, das wird dadurch angedeutet, daß Jahve dem Menschen den lebendigen Odem einblies.

[ 9 ] Now, what is peculiar is that all those spiritual beings which pre-Christian times—namely, pre-Christian Judaism—conceived of as being under the leadership of Yahweh or Jehovah, —that is, everything that was regarded, even by the Hebrew initiates, as belonging to the realm of Yahweh or Jehovah—essentially extend his dominion over the first three kingdoms, as well as over others, but of these four, over the first three kingdoms. So if I were to map out for you the area encompassed in the world by the dominion of Yahweh, I would have to say that it is this area (the top three in the diagram). It is indeed the case that the dominion of Yahweh encompasses all the kingdoms of nature that we have listed, with the exception of the mineral-physical kingdom. You must therefore be clear that when the ancient Jewish writings speak of the Divine, they are actually always speaking only of the Yahweh Realm itself in relation to the warmth ether, the air being, and the water being—and this was, in pre-Christian times, a profound initiatory truth — this fundamental truth was already alluded to in a very spiritual way in the story of creation. It is clearly expressed; one need only understand the meaning of the biblical words correctly: Yahweh, so to speak, went down to Earth and formed humankind from the dust of the Earth. He took that which is not part of his own realm to form the outer human being. — So the Bible does indeed express this clearly. As I said, in pre-Christian Jewish initiatory science, it was a truth of initiation that Yahweh did not form the outer human being from his own realm of power, but that he went down to earth and, as it were, formed the human shell—which could not come from his realm—from the earthly dust that was foreign to him. Then he breathed into it that which comes from him: the animal soul, the nephesh. This is what he gave of himself; it came from the three realms over which he ruled. It is indeed true that most superficial Bible scholars actually do not understand at all what is written in the Bible. The Bible—if one understands it, one can see this—speaks with extraordinary precision, and its statements must be taken very precisely indeed. Yahweh formed man from the dust of the earth—that is, from the mineral kingdom, which was foreign to him—and he gave him the breath of the soul from his own kingdom. Thus, what lives within human beings as an emanation of Yahweh is indicated by the fact that Yahweh breathed the living breath into them.

[ 10 ] Nun entwickelte sich der Mensch und er entwickelte ein Jahvefremdes Element, indem er mit dem mineralischen Reich sich weiterentwickelte, das dann in der neueren Zeit, also seit der fünften nachatlantischen Periode, dasjenige Reich abgab, das im Menschen besonders tonangebend geworden ist, weil es die Grundlage bildete für seine verstandesmäßige Kultur. So daß wir sagen können: Solange in den Menschen die verstandesmäßige Kultur nicht tonangebend war, konnten sie noch eine Herrschaft haben, wie es etwa die Jahve-Herrschaft war. Dann begann aber sich die mineralische Natur geltend zu machen von der Begründung des Christentums an bis zum Beginn der fünften nachatlantischen Periode. Da mußte von einer anderen Seite gewissermaßen der Menschheit geholfen werden. Und da können Sie nun auch sehen, wie nötig die Menschheit in der Zeit, in der die mineralische Natur wesentlich geworden ist, den Christus-Impuls hatte. Es genügte der alte Jahve- oder Jehova-Impuls eben nicht mehr.

[ 10 ] Humanity then evolved and developed an element foreign to Yahweh as it continued to evolve alongside the mineral kingdom, which in more recent times—that is, since the fifth post-Atlantean period—gave rise to the realm that has come to play a particularly dominant role in human beings, because it formed the foundation for their intellectual culture. So we can say: As long as intellectual culture was not the dominant force in human beings, they could still have a form of rule such as the rule of Yahweh. But then the mineral nature began to assert itself from the founding of Christianity until the beginning of the fifth post-Atlantean period. At that point, humanity had to be helped, so to speak, from another direction. And here you can also see how necessary the Christ impulse was for humanity during the time when the mineral nature had become essential. The old Yahweh or Jehovah impulse was simply no longer sufficient.

[ 11 ] Halten Sie das, was ich Ihnen eben gesagt habe, mit bestimmten Tatsachen zusammen. Betrachten Sie einmal die Tatsache, daß ja der Mensch nicht wach, verstandesmäßig denken würde, wenn er bloß der Jahve-Natur, die keinen Einfluß hat auf seine mineralische Natur, unterstehen würde. Daher können wir, wenn wir die Tätigkeit Jahves im Menschen vorzugsweise ins Auge fassen wollen, nicht blicken auf das, was in unserer Verstandeskultur ist, sondern wir müssen bloß gehen bis zu dem, was sich äußert in unseren Träumen. Was geträumt wird, dasjenige, was nicht bis zum Erfassen unseres Seelenlebens in scharfen konturierten Verstandesbegriffen geht, das ist unser Jahve-Leben. Alles was sich im flüssigen Elemente auch des mehr Phantastischen oder Phantasievollen bewegt, das äußerlich verglichen werden kann mit den Mondeinflüssen auf den Menschen, das ist Jahve-Natur des Menschen. Dasjenige, was sich der Jahve-Natur entgegenstellt, das ist das scharfe Denken. Aber das verdankt der Mensch dem Umstande, daß sich in ihm Salze ablagern, daß in ihm mineralische Wirksamkeiten tätig sind.

[ 11 ] Consider what I have just told you in light of certain facts. Consider the fact that human beings would not be able to think with a clear, rational mind if they were subject solely to the nature of Yahweh, which has no influence on their mineral nature. Therefore, if we wish to focus primarily on the activity of Yahweh within human beings, we cannot look to what is found in our intellectual culture; rather, we must turn solely to what is expressed in our dreams. What is dreamed—that which does not extend to the point of being grasped in our soul life through sharply defined intellectual concepts—that is our Yahweh life. Everything that moves within the fluid element, even that which is more fantastical or imaginative—and which can be compared externally to the moon’s influences on human beings—that is the human being’s Yahweh nature. That which stands in opposition to the Yahweh nature is sharp thinking. But human beings owe this to the fact that salts are deposited within them, that mineral forces are at work within them.

[ 12 ] Nun bedenken Sie, daß ja im Grunde genommen die geschichtliche Entwickelung diese ist, daß die alte Jahve-Religion mit dem Mysterium von Golgatha ihre Bedeutung verloren hat. Sie hat schon deshalb ihre Bedeutung verloren, weil ja der Mensch immer mehr und mehr in dasjenige Entwickelungsstadium kam, in dem seine mineralische Natur tonangebend wurde. Als dann das Mysterium von Golgatha eintrat, war noch genügend da von der alten Traumweisheit, um aus dieser Traumweisheit heraus das Mysterium von Golgatha zu verstehen. Und diejenigen, die etwas herausgeragt haben über die alte Traumweisheit, die schon etwas hatten durch allerlei Initiationen von der intellektualistischen Kultur, wie Saulus-Paulus, die hatten nötig einen besonderen Einfluß, wie er Paulus traf durch das Ereignis von Damaskus, um das Mysterium von Golgatha zu verstehen. Es ist ja von einer grandios tiefen Bedeutung, daß in der christlichen Überlieferung gesagt wird, daß Saulus-Paulus, der ja in einem gewissen Sinne in die hebräischen Mysterien eingeweiht war vor dem Mysterium von Golgatha, daß der, um das Mysterium von Golgatha zu verstehen, nötig hatte, in ein Wissen entrückt zu werden, das nicht in scharfen Verstandeskonturen wirkte, sondern das im verschwimmenden Elemente des Traumhaften sich auslebte. Da erlebte Paulus die Gewißheit, daß der Christus in dem Jesus durch das Mysterium von Golgatha gegenwärtig gewesen ist. Man konnte mit der alten Traumweisheit durchaus noch etwas begreifen von dem Ereignis von Golgatha und man konnte, wenn man durch einen besonderen Einfluß, wie es bei Paulus der Fall war, entrückt wurde in diese Region, das Ereignis von Golgatha begreifen. Nun, die alte Traumweisheit nahm immer mehr und mehr ab. Sie blieb ja nur eben im menschlichen Träumen zurück und befindet sich da in voller Dekadenz. Und als das 15. Jahrhundert herankam, da wurde die europäische Zivilisation immer mehr und mehr auf die intellektualistische Kultur, auf das intellektualistische Element angewiesen, und unter dem Einflusse dieses intellektualistischen Elementes ist die moderne Wissenschaftlichkeit heraufgezogen.

[ 12 ] Now consider that, fundamentally, historical development has been such that the ancient Yahweh religion lost its significance with the Mystery of Golgotha. It lost its significance precisely because human beings were increasingly entering a stage of development in which their mineral nature came to dominate. When the Mystery of Golgotha then took place, there was still enough of the old dream-wisdom remaining to understand the Mystery of Golgotha through that dream-wisdom. And those who had risen above the old dream-wisdom—who had already gained some insight through various initiations from intellectualist culture, such as Saul-Paul—needed a special influence, such as that which came upon Paul through the event at Damascus, in order to understand the Mystery of Golgotha. It is, after all, of profoundly deep significance that Christian tradition states that Saul-Paul—who, in a certain sense, had been initiated into the Hebrew mysteries prior to the Mystery of Golgotha—needed, in order to understand the Mystery of Golgotha, had to be transported into a realm of knowledge that did not operate within the sharp contours of the intellect, but rather unfolded within the blurred elements of the dreamlike. There Paul experienced the certainty that Christ was present in Jesus through the Mystery of Golgotha. It was still possible, through the ancient wisdom of dreams, to grasp something of the event of Golgotha; and if one was transported into this realm by a special influence—as was the case with Paul—one could comprehend the event of Golgotha. However, the ancient wisdom of dreams gradually declined. It remained confined to human dreaming and is now in a state of complete decadence. And as the fifteenth century approached, European civilization became increasingly dependent on intellectualist culture, on the intellectualist element, and under the influence of this intellectualist element, modern scientific thought emerged.

[ 13 ] Nun bitte, bedenken Sie das Folgende. Die alte Jahve-Religion muß man ja nicht bloß fassen in bezug auf die äußeren Worte; das wäre eigentlich eine materialistische Religionsauffassung, man muß sie in ihrem innerlichen Geist fassen. Sie tritt uns als geschichtliche Erscheinung so entgegen, daß der Jahve-Gott der Gott eines Volkes ist. Außerhalb der Grenze des Judenvolkes ist der Jahve-Gott nicht mehr der Jahve-Gott. Und das ist das Wesentliche des Jahve-Gottes, daß er nicht die ganze Menschheit umfaßt, sondern daß er umfaßt einen Teil der Menschheit. Im Grunde genommen ist diese Gottesempfindung bis in unsere Zeit herübergezogen, und während des Weltkrieges konnte man es ja besonders wieder sehen, wie ein jedes Volk davon sprach, daß die göttliche Vorsehung, oder gar manche sagten der Christus, ihnen hilft. Gewissermaßen wollte jedes Volk unter der Führung des Christus gegen das andere Volk ziehen. Aber damit, daß man etwas «Christus» benennt, ist ja noch nicht der Christus getroffen, sondern der Christus ist nur getroffen, wenn man in der ganzen Empfindung an dasjenige Wesen sich wendet, das die Christus-Natur hat. Man kann tausendmal sagen: Ich will im Namen des Christus kämpfen —, wenn man nur für ein Volk kämpft, so gibt man dem Wesen, von dem man spricht, eben nur einen falschen Namen; man benennt es «Christus» und meint nur den JahveGott. Und innerhalb dieser Kriegskatastrophe [1914–18] sind die Völker alle zurückgefallen in die Jahve-Religion. Nur sind so und so viele Jahves dagewesen. Jedes Volk hat einen Gott verehrt, der eigentlich ganz im Charakter des Jahve gehalten war. Der Christus ist ja eigentlich vollständig aus dem Bewußtsein der Menschen verschwunden. Man konnte das an diesen katastrophalen Ereignissen sehen, wie der Christus aus dem Bewußtsein der Menschen ganz verschwunden ist.

[ 13 ] Well then, please consider the following. The ancient religion of Yahweh must not be understood merely in terms of its outward words; that would, in fact, be a materialistic view of religion; one must grasp it in its inner spirit. It presents itself to us as a historical phenomenon in such a way that the God of Yahweh is the God of a people. Outside the boundaries of the Jewish people, the God of Yahweh is no longer the God of Yahweh. And this is the essence of the God of Yahweh: that he does not encompass all of humanity, but rather a part of humanity. Essentially, this sense of God has carried over into our own time, and during the World War one could see it particularly clearly again, as every nation spoke of divine providence—or, as some even said, Christ—helping them. In a sense, every nation wanted to march against another nation under the leadership of Christ. But simply calling something “Christ” does not yet mean one has truly grasped Christ; rather, Christ is only truly grasped when one turns, in one’s entire sense of being, to that being who possesses the nature of Christ. One can say a thousand times, “I will fight in the name of Christ”—but if one fights only for one nation, one is simply giving the being of whom one speaks a false name; one calls it “Christ” but means only the God Yahweh. And in the midst of this war catastrophe [1914–18], all the nations have fallen back into the religion of Yahweh. Only there were so many Yahwes. Every nation worshiped a god who was actually entirely in the character of Yahweh. Christ has, in fact, completely disappeared from human consciousness. One could see from these catastrophic events how Christ had completely vanished from human consciousness.

[ 14 ] Nun aber können wir es auch an anderem sehen. Es ist ja nun heraufgezogen die ganze moderne Wissenschaftskultur. Diese moderne Wissenschaftskultur, auf was erstreckt sie sich denn? — Im Grunde genommen doch nur auf das Mineralisch-Physische. Denken Sie, daß ja sofort die modernen Wissenschafter höchst ungemütlich werden, wenn man ihnen zumutet, sie sollen von etwas anderem reden als von MineralischPhysischem. Sobald die Rede ist von irgend etwas, was Prinzip des Lebens ist, so verlangen ja die modernen Wissenschafter, daß man nur erklären soll dasjenige, was am Lebendigen mineralische, chemische und so weiter Vorgänge sind; auf das eigentliche Leben läßt man sich ja nicht ein und schon gar nicht auf das Seelische und so weiter. Also diese moderne Wissenschaftlichkeit hat sich ganz entwickelt innerhalb desjenigen, was von der Jahve-Religion nicht umfaßt worden ist. Diese moderne Wissenschaftlichkeit hat sich ganz entwickelt in dem Jahvefremden Elemente des mineralisch-physischen Lebens. Diese Wissenschaft ist, damit sie ein Zivilisationselement werden kann, ganz darauf angewiesen, von einer anderen Seite her das Göttlich-Geistige zu empfangen.

[ 14 ] But now we can see this in other areas as well. After all, the entire modern scientific culture has now come to the fore. What, exactly, does this modern scientific culture encompass? — Essentially, only the mineral-physical realm. Just think how immediately uncomfortable modern scientists become when they are expected to talk about anything other than the mineral-physical realm. As soon as there is any talk of anything that is a principle of life, modern scientists demand that one explain only those processes in living beings that are mineral, chemical, and so on; they do not engage with life itself, and certainly not with the soul and so on. Thus, this modern scientific approach has developed entirely within the realm not encompassed by the religion of Yahweh. This modern scientific approach has developed entirely within the elements of mineral-physical life that are alien to Yahweh. In order for this science to become an element of civilization, it is entirely dependent on receiving the divine-spiritual from another source.

[ 15 ] Wenn innerhalb des alten Judentums die Menschen von irgendeiner Erkenntnis gesprochen haben, so waren es traumhafte Erkenntnisse. Die Propheten, die die höchsten Erkenntnisse gehabt haben, werden Ihnen geschildert als die Träger eben der prophetischen Träume. Das alles hängt mit dieser Sache zusammen. Aus dieser Traumweisheit heraus hat man nun auch das Mysterium von Golgatha noch begriffen. Aber diese Traumweisheit schwand. Das Mysterium von Golgatha wurde zwar noch geschichtlich überliefert, es wurde davon gesprochen in den traditionellen Kirchengemeinschaften, aber das eigentliche Verständnis konnte da nicht gefunden werden. Dagegen ist die moderne Wissenschaft heraufgezogen in einem wesentlich gottlosen, geistlosen Elemente, in dem Jahve-fremden Elemente, und, weil das Verständnis sich noch nicht ausdehnte über das Christus-Element, in dem geistfremden mineralisch-physischen Elemente.

[ 15 ] When people in ancient Judaism spoke of any kind of insight, it was a dreamlike insight. The prophets, who possessed the highest insights, are described to you as the bearers of these very prophetic dreams. All of this is connected to this matter. It was through this dream-wisdom that the Mystery of Golgotha was also understood. But this dream-wisdom faded away. The Mystery of Golgotha was indeed passed down historically, and it was spoken of in the traditional church communities, but the true understanding of it could not be found there. In contrast, modern science has arisen out of an essentially godless, spiritless element—an element alien to Yahweh—and, because understanding had not yet extended beyond the Christ element, out of a spirit-alien, mineral-physical element.

[ 16 ] Diese Wissenschaft muß bis in ihre einzelnen Partikel hinein erst wiederum durchdrungen werden von einem Geistigen. Sie ist geistlos. Sie ist geistlos, weil sie nicht mehr jahvisch sein kann. Die äußere Kultur hat versucht, durch eine religiöse Falschmünzerei, indem sie dem Jahve den Christus-Namen gegeben hat während der Kriegskatastrophe, irgend etwas Religiöses fortzusetzen. Es war aber fortgesetzt eben durch eine Art religiöser Falschmünzerei. Aber die Wissenschaft hat sich ganz vom Geiste weggewendet, gibt nur Beschreibungen des Physisch-Sinnlichen, weil man noch nicht zu dem Christus-Verständnis vorgedrungen ist und das alte Jahve-Verständnis höchstens noch vorhält, wenn man so gegeneinander wütet, wie es in der Kriegskatastrophe geschehen ist, aber nicht, wenn man Naturtatsachen untersucht. Da haben wir eine geistlose Wissenschaft, eine intellektualistisch-geistlose Wissenschaft. Wir sind also umgeben von einem Reiche, in dem das Jahvische waltet, das Jehovamäßige. Das durchdringt uns. Aber wir werden es nicht mehr gewahr, weil es uns hauptsächlich durchdringt in all den Zuständen, die unsere Schlafzustände sind. Wenn wir in das Element des Schlafes hineinziehen und plötzlich außer unserem Leibe aufwachen würden, so würden wir die Geistnatur unter der Jahve-Führung da ganz deutlich wahrnehmen; gewissermaßen auf den Wogen des JahveMeeres erscheinen uns dann die Träume, aus dem Jahvischen Elemente heraus.

[ 16 ] This science must once again be permeated by a spiritual element right down to its individual particles. It is spiritless. It is spiritless because it can no longer be Yahwistic. External culture attempted to preserve something religious through a form of religious counterfeiting—by giving Yahweh the name of Christ during the catastrophe of war. But it was preserved precisely through a kind of religious counterfeiting. But science has turned completely away from the spirit, offering only descriptions of the physical and sensory, because it has not yet advanced to an understanding of Christ and, at most, still clings to the old understanding of Yahweh only when people rage against one another, as happened during the catastrophe of war—but not when investigating facts of nature. Thus we have a spiritless science, an intellectualistic and spiritless science. We are therefore surrounded by a realm in which the Yahwistic, the Jehovah-like, reigns. It permeates us. But we are no longer aware of it, because it permeates us primarily in all the states that constitute our sleep states. If we were to slip into the realm of sleep and suddenly awaken outside our bodies, we would perceive the spiritual nature there quite clearly under Yahweh’s guidance; in a sense, dreams would then appear to us on the waves of the sea of Yahweh, emerging from the elements of Yahweh.

[ 17 ] Auch in unserem Willen, in bezug auf den ich Ihnen ja oftmals dargestellt habe, daß wir auch wachend schlafen, waltet die Jahve-Natur. Im ganzen menschlichen Stoffwechsel waltet die Jahve-Natur. Indem die Gefühle aus dem Stoffwechsel auftauchen, das rhythmische System durchsetzen, tauchen aus dem Jahve-Meere Wogen geradeso auf, wie die Träume es sind, auf der anderen Seite tauchen auf gewisse Gefühle. Da aber, wo wir in demjenigen Reiche leben, das uns nur verständlich werden kann durch den Intellekt, durch den Verstand, da hat Jahve keinen Anteil. Wenn der Mond langsam alles in ein gleichmäßig träumerisches Licht taucht und sich ergießt dieses träumerische Licht über alles, dann, könnte man sagen, hat der Mensch den Jahve-Charakter über die Gefilde der Welt gelagert. Wenn die Sonne hell aufglänzt auf unserem Gestein, wenn sie sich äußert über die verschiedenen Gegenstände hin und ihnen scharfe Konturen gibt, so daß wir veranlaßt sind, mit unserem Verstande das aufzufassen, dann äußert sich die Sonnennatur, die nicht Jahve-Natur ist. Wir können die Welt nur durchgeistigen, wenn wir das Christus-Wesen hineinschauen können, wenn wir hineinschauen können in diese Welt so, daß wir in ihr das ChristusWesen schauen. Die moderne Wissenschaft hat kein Auge gehabt für dieses Christus-Wesen und hat dasjenige, was nicht jahvisch ist, was sonnenbeglänzt ist und in den scharfen Verstandeskonturen erfaßt werden kann, geistlos angesehen.

[ 17 ] The Yahweh nature also reigns in our will—regarding which I have often explained to you that we sleep even while awake. The Yahweh nature reigns throughout the entire human metabolism. As feelings arise from the metabolism and permeate the rhythmic system, waves emerge from the Yahweh sea—just as dreams do—while, on the other hand, certain feelings arise. But where we live in that realm which can only be understood by the intellect, by reason, there Yahweh has no part. When the moon slowly bathes everything in a uniform, dreamlike light and this dreamlike light pours over everything, then, one might say, humanity has spread the Yahweh character over the fields of the world. When the sun shines brightly on our rocks, when it casts its light across various objects and gives them sharp contours, so that we are led to comprehend this with our intellect, then the nature of the sun—which is not the nature of Yahweh—manifests itself. We can only spiritualize the world if we can look into the Christ-being within it, if we can look into this world in such a way that we see the Christ-being within it. Modern science has had no eye for this Christ-being and has regarded that which is not Yahwistic—that which is sunlit and can be grasped in sharp intellectual contours—as spiritless.

[ 18 ] Das ist der tiefere Zusammenhang. Und was ist es denn für ein Reich, das uns da im Mineralischen entgegentritt? — Nun, ich habe vorgestern davon gesprochen, daß auf der einen Seite innerhalb des JahveReiches die luziferischen Wesenheiten, weil auf früheren Stufen der Entwickelung stehengeblieben, erscheinen. Wenn wir im Jahve-Reiche anwesend sind, sagen wir zum Beispiel im Schlafe, da machen die luziferischen Wesenheiten sich geltend in unseren Gefühlen, in unseren Willensimpulsen. Dasjenige Reich, das wir mit unserem Intellekte zu beherrschen haben, das ist um uns ausgedehnt als das mineralische Reich. Das ist das Jahvefremde Reich, das ist das Reich, in das eingedrungen sind diejenigen Wesenheiten, welche dem ahrimanischen Reiche angehören. Die ahrimanischen Wesenheiten aber, sie sind eingedrungen, weil ja Jahve sie sozusagen nicht fernhalten konnte (siehe Zeichnung Seite 265, grün). Und indem wir den Blick über dieses Reich ausdehnen, sind wir in jedem Momente in Gefahr, in diesem Reiche überrascht zu werden zu unserer Verwirrung von den ahrimanischen Wesenheiten. Diese ahrimanischen Wesenheiten — ich habe das Bild ja festzuhalten versucht in der Holzgruppe, die in unserem Goetheanum einmal stehen soll — können eigentlich nur heimisch sein in den Reichen, die uns umgeben innerhalb der mineralischen Welt. Diese ahriimanischen Wesenheiten sind vorzugsweise intellektbegabte Wesenheiten. Diese mephistophelische Gestalt, die Sie sehen unten an unserer Holzgruppe, diese mephistophelisch-ahrimanische Gestalt ist grundgescheit, ganz und gar vom Verstand durchdrungen; aber mit dem, was eigentlich jahvisch ist, mit demjenigen also, was sonst lebt im menschlichen Stoffwechsel, insofern dieser nicht Salze ablagert oder überhaupt mineralisch ist, sondern flüssiger Natur ist, im Flüssigkeitswechsel, in der Flüssigkeitsmetamorphose besteht, mit alledem, was in unserer Atmung lebt, was in unseren Wärmeverhältnissen lebt, mit alledem hat eigentlich das Ahrimanische keine direkte Verwandtschaft.

[ 18 ] That is the deeper connection. And what kind of realm is it that confronts us in the mineral kingdom? — Well, I spoke the day before yesterday about how, on the one hand, within the Yahweh Realm, the Luciferic beings appear because they have remained stuck at earlier stages of development. When we are present in the Jahve realm—for example, during sleep—the Luciferic beings assert themselves in our feelings and in our impulses of will. The realm that we must master with our intellect extends around us as the mineral realm. This is the realm alien to Yahweh; it is the realm into which those beings belonging to the Ahrimanic realm have penetrated. The Ahrimanic beings, however, have penetrated it because Yahweh, so to speak, was unable to keep them at bay (see illustration on page 265, green). And as we extend our gaze across this realm, we are in constant danger of being taken by surprise within it—to our confusion—by the Ahrimanic beings. These Ahrimanic beings—I have, after all, tried to capture this image in the woodcarving group that is to stand one day in our Goetheanum—can actually only be at home in the realms that surround us within the mineral world. These Ahrimanic beings are primarily beings endowed with intellect. This Mephistophelean figure that you see at the bottom of our wooden sculpture group—this Mephistophelean-Ahrimanic figure—is fundamentally intelligent, thoroughly permeated by the intellect; but with regard to what is actually Yahwistic—that is, what otherwise lives in human metabolism, insofar as it does not deposit salts or is not mineral in nature at all, but is of a fluid nature, consisting of fluid exchange and fluid metamorphosis—with all that lives in our breathing, with all that lives in our thermal conditions—the Ahrimanic has no direct connection to any of this.

[ 19 ] Nun strebt es aber herein. Der Mensch ist nun einmal aus dem Staub der Erde gemacht. Das, was da das Mineralische ist, das ist das eigentliche Reich des Ahriman. Da hinein kann Ahriman, da fühlt er sich wohl. Und er fühlt sich auch wohl, wenn er uns selbst durchdringen kann in bezug auf alles das, was in uns Mineralisches ist. Sie sondern Salze ab, und dadurch können Sie eigentlich denken; durch das Salzablagern, überhaupt durch alles, was sich als mineralischer Prozeß in Ihnen geltend macht, durch das sind Sie ein denkendes Wesen. In dieses Reich hinein will Ahriman. Aber er hat eigentlich nur so recht eine Verwandtschaft zu diesem Mineralischen. Und deshalb kämpft er dafür, daß er auch Anteil bekomme am Blut, an der Atmung, am Stoffwechsel. Das kann er nur dann, wenn er gewisse Eigenschaften in den menschlichen Seelen züchtet, wenn er zum Beispiel in den menschlichen Seelen züchter die ganz besondere Hinneigung zu dem trockenen Verstande, der im Materialismus aufgehen will, zu dem Verstande, der da spottet über gefühlsmäßig durchdrungene Wahrheiten, wo er also in der menschlichen Seele heranzüchten kann den Hochmut des Verstandes. Dann macht er das menschliche Blut, die menschliche Atmung, den menschlichen Stoffwechsel auch geneigt für sich, und er kann dann gewissermaßen heraushuschen aus dem Salzigen, Mineralischen in das Blut, in die Atmung.

[ 19 ] But now it is striving to enter. Human beings are, after all, made from the dust of the earth. That which is mineral is the true realm of Ahriman. There Ahriman can enter; there he feels at home. And he also feels at home when he can penetrate us in regard to everything within us that is mineral. You secrete salts, and through this you are actually able to think; through the deposition of salts—indeed, through everything that manifests as a mineral process within you—it is through this that you are a thinking being. Ahriman wants to enter this realm. But he really has only a certain affinity for this mineral aspect. And that is why he strives to gain a share in the blood, in breathing, and in metabolism. He can do this only if he cultivates certain qualities in human souls—if, for example, he fosters in them a very particular inclination toward dry intellect, which seeks to lose itself in materialism, toward the intellect that scoffs at truths imbued with feeling—where, in other words, he can cultivate the arrogance of the intellect within the human soul. Then he makes human blood, human respiration, and human metabolism inclined toward him as well, and he can then, so to speak, slip out of the salty, mineral realm into the blood and into respiration.

[ 20 ] Das ist der Kampf, der durch den Menschen von seiten des Ahriman in der Welt gekämpft wird. Indem Jahve sich auf die Erde begeben und den Menschen aus der Erde gemacht hat, hat er, um den Menschen weiterzubringen, als er ihn in seinem eigenen Reiche hätte bringen können, ihn aus einem ihm fremden Element gemacht und sein eigenes Element ihm nur eingeblasen, eingeimpft. Aber dadurch hat Jahve zu Hilfe genommen etwas, wozu die ahrimanischen Wesenheiten den Zugang haben. Dadurch ist Jahve verwickelt worden für die Erdenentwickelung in diesen Kampf gegen das ahrimanische Element, das kämpfen will mit Hilfe der Menschen, um auf dem Umwege durch den mineralischen Prozeß die Welt für sich zu bekommen.

[ 20 ] This is the battle that Ahriman wages in the world through human beings. By coming down to Earth and creating human beings from the Earth, Yahweh—in order to advance them further than he could have in his own realm—formed them from an element foreign to them and merely breathed his own element into them, instilling it within them. But in doing so, Yahweh has enlisted the aid of something to which the Ahrimanic beings have access. As a result, Yahweh has become entangled, for the sake of Earth’s development, in this struggle against the Ahrimanic element, which seeks to use human beings to gain control of the world through the indirect route of the mineral process.

[ 21 ] Es ist ja im Grunde genommen den ahrimanischen Wesenheiten viel gelungen auf diesem Gebiete. Denn wenn der Mensch in das physische Dasein hereingeboren ist oder hereinempfangen wird, dann kommt er herunter, steigt er herunter aus geistig-seelischen Welten, umgibt er sich mit der physischen Materie. Aber so, wie nun einmal die gegenwärtige Zivilisation ist nach den Gepflogenheiten der traditionellen Bekenntnisse, möchte man vergessen dieses Dasein vor der Geburt im geistig-seelischen Reiche. Man möchte das nicht zugeben; man möchte gewissermaßen ausstreichen aus dem menschlichen Dasein das vorgeburtliche Wesen. Die Präexistenz ist immer mehr und mehr für ketzerisch erklärt worden von den traditionellen Bekenntnissen. Beschränken will man sich darauf, den Menschen anfangen zu lassen mit der physischen Geburt oder der physischen Empfängnis, und dann dasjenige, was nach dem Tode liegt, daran anknüpfen. Würde dieser Glaube an einen bloß Post-mortem-Zustand, an den bloß nachtodlichen Zustand, niemals zurückgedrängt werden, würde er die Menschheit ausschließlich umfassen, dann hätten die ahrimanischen Wesenheiten gewonnen. Denn dadurch, daß der Mensch nur berücksichtigen würde dasjenige, was er zwischen Geburt und Tod aus seiner irdischen Natur heraus erlebt, und nur würdigen würde ein Fortleben nach dem Tode, nicht hinschauen würde auf ein Vorleben vor der Geburt, würde tatsächlich allmählich das Ahrimanische von dem mineralischen Prozeß aus sich des Menschlichen bemächtigen. Es würde weggeworfen von der irdischen Entwickelung alles, was jahvisch ist, was also herübergekommen ist von Saturn, Sonne und Mond, und es würde mit der Erde eine neue Schöpfung beginnen, die aber verleugnen würde alles Vorhergehende.

[ 21 ] In fact, the Ahrimanic beings have achieved a great deal in this area. For when a human being is born into—or conceived for—physical existence, he descends from the spiritual-soul worlds and surrounds himself with physical matter. But given the nature of our present civilization, shaped by the conventions of traditional creeds, people tend to forget this pre-birth existence in the spiritual-soul realm. They do not want to admit it; they want, as it were, to erase the pre-birth being from human existence. Pre-existence has increasingly been declared heretical by traditional creeds. People wish to limit themselves to having human existence begin with physical birth or physical conception, and then to link what lies after death to that. If this belief in a mere post-mortem state—in the state that exists only after death—were never pushed back, if it were to encompass all of humanity, then the Ahrimanic entities would have triumphed. For if human beings were to consider only what they experience between birth and death as a result of their earthly nature, and were to acknowledge only a continued existence after death without looking back to a previous life before birth, the Ahrimanic forces would indeed gradually take hold of the human being through the mineral process. Everything that is Yahwistic—that is, everything that has come down from Saturn, the Sun, and the Moon—would be cast aside from earthly evolution, and a new creation would begin with the Earth, one that would, however, deny everything that came before.

[ 22 ] Deshalb ist es so wichtig, daß mit aller Energie bekämpft werde diese Anschauung, die nicht die Präexistenz will. Der Mensch muß erkennen, daß er war, ehe er geboren oder empfangen wurde im physischen Dasein. Er muß ehrerbietig und heiligend aufnehmen dasjenige, was ihm aus göttlich-geistigen Welten zugeteilt war vor diesem physisch-irdischen Dasein. Dadurch, daß er zu dem Glauben an das Nachtodliche fügt das Erkennen des Vorgeburtlichen, bereitet er seine Seele so vor, daß sie von Ahriman nicht angefressen werden kann.

[ 22 ] That is why it is so important to combat with all one’s energy this view that rejects pre-existence. Human beings must recognize that they existed before they were born or conceived into physical existence. They must accept with reverence and sanctity that which was bestowed upon them from the divine-spiritual worlds prior to this physical, earthly existence. By combining their belief in the afterlife with the recognition of their pre-birth existence, they prepare their souls in such a way that they cannot be corroded by Ahriman.

[ 23 ] So ist es nötig — das folgt aus diesen Auseinandersetzungen —, daß wir nach und nach schon ein Wort in die Sprache aufnehmen, ich habe Sie schon aufmerksam darauf gemacht, welches wir nicht haben. Wir müssen ebenso, wie wir von Unsterblichkeit reden und an das Ende unseres physischen Daseins dabei denken, auch reden lernen von Ungeborenheit. Denn ebenso wie wir unsterblich sind, sind wir in Wirklichkeit als Menschen ungeboren. Suchen Sie aber in den Kultursprachen ein gangbares Wort für «ungeboren»! «Unsterblich» haben Sie überall, aber «ungeboren» haben Sie nicht. Das Wort «ungeboren» brauchen wir; das muß ebenso ein gangbares Wort sein in den Kultursprachen, wie das Wort «unsterblich», das die Sprachen schon haben. Daran zeigt sich die Verahrimanisierung der modernen Zivilisation. Es ist eines der wichtigsten Symptome für die Verahrimanisierung der modernen Zivilisation, daß wir kein Wort haben für das Nichtgeborensein. Denn ebensowenig wie wir mit dem Tode der Erde verfallen, ebensowenig sind wir mit der Geburt oder mit der Empfängnis erst entstanden. Wir müssen ein Wort haben, das deutlich hinweist auf die Präexistenz. Man darf überhaupt nicht unterschätzen die Bedeutung, welche im Worte liegt.

[ 23 ] It is therefore necessary—as these discussions show—that we gradually introduce into our language a word that we do not yet have; I have already drawn your attention to this. Just as we speak of immortality while thinking of the end of our physical existence, we must also learn to speak of “unbornness.” For just as we are immortal, we are in reality, as human beings, unborn. But try to find a common word for “unborn” in the languages of civilization! You have “immortal” everywhere, but you do not have “unborn.” We need the word “unborn”; it must be just as common a word in the languages of civilization as the word “immortal,” which the languages already possess. This reveals the Ahrimanization of modern civilization. It is one of the most important symptoms of the Ahrimanization of modern civilization that we have no word for the state of being unborn. For just as we do not come into being with the death of the Earth, neither do we come into being with birth or conception. We must have a word that clearly points to pre-existence. One must not underestimate the significance that lies in this word at all.

[ 24 ] Sie mögen noch so viel denken, noch so scharfsinnig denken, so ist etwas in Ihnen, das eben intellektualistisch in dem Menschen ist. In dem Augenblicke, wo sich der Gedanke umprägt zum Worte, selbst wenn das Wort als solches nur gedacht wird, wie in der Wortmeditation, in demselben Moment prägt sich das Wort ein in den Äther der Welt. Der Gedanke prägt sich als solcher nicht in den Äther der Welt ein, sonst könnten wir niemals im reinen Denken freie Wesen werden. Wir sind ja in dem Augenblicke gebunden, wo sich etwas einprägt. Wir sind ja nicht durch das Wort frei, sondern durch das reine Denken — das können Sie in meiner «Philosophie der Freiheit» des weiteren ersehen —, aber das Wort prägt sich dafür in den Weltenäther ein.

[ 24 ] No matter how much you think, no matter how keenly you think, there is something within you that is simply intellectualistic in human beings. The moment a thought takes the form of a word—even if the word is merely thought of as such, as in word meditation—at that very moment the word imprints itself upon the ether of the world. The thought itself does not imprint itself upon the ether of the world; otherwise, we could never become free beings through pure thinking. For we are bound at the very moment something is imprinted. We are not free through the word, but through pure thinking—as you can see further on in my *Philosophy of Freedom*—but the word, for its part, imprints itself upon the world ether.

[ 25 ] Nun bedenken Sie: Für die Initiationswissenschaft liegt ja heute einfach die Tatsache vor, daß im ganzen Erdenäther dadurch, daß die zivilisierten Sprachen kein gangbares Wort für Ungeborenheit haben, dieses für die Menschheit wichtige Ungeborensein überhaupt nicht dem Weltenäther eingeprägt wird. Alles das aber, was an wichtigen Worten eingeprägt wird in den Weltenäther vom Entstehen, von alldem was den Menschen betrifft in seiner Kindheit, in seiner Jugend, all das bedeutet einen furchtbaren Schrecken für die ahrimanischen Mächte. Unsterblichkeit im Weltenäther eingeschrieben, das vertragen die ahrimanischen Mächte eigentlich sehr gut, denn Unsterblichkeit bedeutet, daß sie mit dem Menschen eine neue Schöpfung beginnen und mit dem Menschen hinauswandern wollen. Das irritiert die ahrimanischen Wesenheiten nicht, wenn sie immer wieder den Äther durchsausen, um mit dem Menschen ihr Spiel zu treiben, wenn da so und so viel von den Kanzeln von Unsterblichkeit verkündet wird und in den Weltenäther eingeschrieben wird. Das tut den ahrimanischen Wesen sehr wohl. Aber ein furchtbarer Schrecken für sie ist es, wenn sie das Wort «Ungeborenheit» in den Weltenäther eingeschrieben finden. Da löscht für sie überhaupt das Licht aus, in dem sie sich bewegen. Da kommen sie nicht weiter, da verlieren sie die Richtung, da fühlen sie sich wie in einem Abgrund, wie im Bodenlosen. Und daraus können Sie ersehen, daß es eine ahrimanische Tat ist, die Menschheit davon abzuhalten, vom Ungeborensein zu sprechen. Mag es der modernen Menschheit noch so paradox vorkommen, wenn man ihr von solchen Dingen spricht, es bedarf die moderne Zivilisation des Sprechens über solche Dinge. Genau ebenso wie der Meteorologe den Windhauch beschreibt, wie man den Golfstrom beschreibt in der Erdenbeschreibung, genau ebenso muß beschrieben werden dasjenige, was geistig um uns her geschieht, wie ahrimanische Wesenheiten unsere Umgebung durchziehen, wie sie sich wohlfühlen bei alldem, was sich auf Tod und Sterben bezieht, auch wenn das Sterben negiert wird, und wie sie versetzt werden in den Schrecken der Finsternis, wenn sie auf all dasjenige kommen, was auf das Geborenwerden, auf das Wachsen und Gedeihen hinweist. Und wir müssen lernen, wissenschaftlich ebenso von diesen Dingen zu sprechen, wie gesprochen wird in der modernen Wissenschaft von dem mineralischphysischen Reiche, das von Jehova verlassen ist.

[ 25 ] Now consider this: For the science of initiation, it is simply a fact today that, throughout the Earth’s ether, because civilized languages lack a suitable word for “unbornness,” this state of being unborn—which is so important for humanity—is not imprinted at all into the world ether. But everything that is imprinted in the world ether in the form of important words—concerning coming into being, concerning everything that pertains to human beings in their childhood and youth—all of this represents a terrible horror for the Ahrimanic forces. Immortality inscribed in the world ether—the Ahrimanic forces actually tolerate this very well, for immortality means that they wish to begin a new creation with the human being and to journey forth with the human being. This does not bother the Ahrimanic beings when they repeatedly sweep through the ether to play their games with human beings, even when so much is proclaimed from the pulpits of immortality and inscribed into the world ether. That suits the Ahrimanic beings just fine. But it is a terrible horror for them when they find the word “unbornness” inscribed in the world ether. Then the very light in which they move is extinguished for them. Then they can go no further; then they lose their bearings; then they feel as if in an abyss, as if in the bottomless void. And from this you can see that it is an Ahrimanic act to prevent humanity from speaking of the unborn. No matter how paradoxical it may seem to modern humanity when one speaks to them of such things, modern civilization requires that we speak of such things. Just as the meteorologist describes a breath of wind, just as the Gulf Stream is described in studies of the Earth, so too must we describe what is happening spiritually around us—how Ahrimanic beings permeate our surroundings, how at home they feel in everything related to death and dying, even when dying is denied, and how they are plunged into the terror of darkness when they encounter all that points to birth, growth, and flourishing. And we must learn to speak scientifically about these things just as modern science speaks of the mineral-physical realm, which has been forsaken by Jehovah.

[ 26 ] Es ist im Grunde genommen nichts Geringeres als der Kampf gegen die ahrimanischen Mächte, den wir selber aufnehmen müssen. Und schließlich, mögen es die Leute wissen oder nicht, das, was vielfach gegen anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft vorgebracht wird, es ist zu gleicher Zeit der Kampf des Ahriman gegen dasjenige, was als der Menschheit notwendig immer intensiver und intensiver durch anthroposophisch orientierte Geisteswissenschaft betont werden muß.

[ 26 ] It is, in essence, nothing less than the struggle against the Ahrimanic forces that we ourselves must take up. And finally, whether people realize it or not, what is often raised against anthroposophically oriented spiritual science is, at the same time, Ahriman’s struggle against that which, for the sake of humanity, must be emphasized more and more intensely through anthroposophically oriented spiritual science.

[ 27 ] Wenn man so etwas erlebt wie gerade die jüngsten Angriffe, sieht man denn da nicht handgreiflich: an die Geisteswissenschaft selber kommen die Leute nicht heran. Ich habe Ihnen gesprochen von dem besonders häßlichen, ruchlosen Angriff, der jetzt in Deutschland wiederum stattfindet, bei dem sich die «edle» «Frankfurter Zeitung» in besonders schmachvoller Weise benimmt. Sie hat zwar unsere Erwiderung aufgenommen, nachdem sie den ganz abscheulichen Angriff gemacht hat, aber nur, um ihre eigenen blödsinnigen Bemerkungen durch eine ganze Spalte lang daran anzuschließen. Diese Dinge gehen ja zurück auf diejenigen Menschen, die durchaus die Wissenschaft der Anthroposophie verschwinden lassen möchten, aber zu faul oder auch zu unfähig sind, um sich mit ihr zu beschäftigen.

[ 27 ] When one experiences something like the recent attacks, isn’t it obvious that people cannot even touch the humanities themselves? I have spoken to you about the particularly vile, despicable attack that is now taking place again in Germany, in which the “noble” “Frankfurter Zeitung” is behaving in a particularly shameful manner. It did publish our response after launching that utterly abhorrent attack, but only to follow it up with a full column of its own nonsensical remarks. These things, of course, stem from those people who would very much like to see the science of anthroposophy disappear, but are too lazy—or perhaps too incompetent—to engage with it.

[ 28 ] Diese Leute greifen also zu solchen Angriffsmomenten, wie sie jetzt zum Beispiel in Deutschland auftauchen, um das, was man nicht widerlegen kann, eben zu verdächtigen. Wenn Sie die Sache mit den ahrimanischen Wesenheiten zusammenbringen, so werden Sie die Dinge ein wenig durchschauen. Es sitzen heute im wissenschaftlichen Betriebe sehr viele Menschen, die scheinbar sehr gut denken. Aber warum? — Ahriman dringt ja ein in die mineralische Welt, und verwundern Sie sich daher nicht, wenn diese Leute recht viel Intellekt entwickeln. Es ist der Ahriman in ihnen, und es ist bequemer, den Ahriman in sich denken zu lassen, als selber zu denken. Man kann ja auch seine Examina leichter ablegen, wenn man Ahriman in sich denken läßt. Man kann leichter Privatdozent und Universitätsprofessor werden, wenn man den Ahriman denken läßt auf dem Katheder, als wenn man selber denkt. Und weil so viele Leute den Ahriman in sich denken lassen, kommen natürlich ja die Angriffe von ahrimanischer Seite her. Also die Dinge haben schon einen innerlichen geistigen Zusammenhang, den man durchschauen muß. Daher darf man dann nicht so töricht sein, immer wieder und wiederum zu tadeln, wenn wir genötigt sind, mit recht scharfen Hieben auf das zu schlagen, was Geisteswissenschaft in Grund und Boden hinein vernichten möchte.

[ 28 ] So these people seize upon such moments of attack—such as those now emerging in Germany, for example—to cast suspicion on precisely what cannot be refuted. If you connect this to the Ahrimanic entities, you will begin to see things a little more clearly. There are a great many people in the scientific community today who seem to think very well. But why? — Ahriman penetrates the mineral world, after all, so do not be surprised if these people develop quite a lot of intellect. It is Ahriman within them, and it is more convenient to let Ahriman do the thinking within oneself than to think for oneself. After all, it’s easier to pass your exams if you let Ahriman do the thinking within you. It’s easier to become a private lecturer and a university professor if you let Ahriman do the thinking from the lectern than if you think for yourself. And because so many people let Ahriman do the thinking within them, the attacks naturally come from the Ahrimanic side. So these things do have an inner spiritual connection that one must see through. Therefore, one must not be so foolish as to reproach us time and again when we are compelled to strike with quite sharp blows at that which seeks to utterly destroy spiritual science.

[ 29 ] Gestern haben ja schon die Kursusvorträge in Stuttgart begonnen; ich selber werde vom 16. an wahrscheinlich in Stuttgart sprechen über ein wissenschaftliches Thema: Mathematik, wissenschaftliche experimentelle Beobachtung und wissenschaftliche Ergebnisse. — Diese Vorträge und diejenigen, die wiederum hier vom 3. April ab gehalten werden, sollen ja zeigen, wie Geisteswissenschaft die heutige Wissenschaft befruchten soll. Und gerade seit wir nach dieser Richtung arbeiten, finden wir ja immer mehr und mehr Angriffe. Aber ich hoffe, es wird auch das Verständnisdafür wachsen, daßgewappnet werden muß gegen dasjenige, was da auftritt; denn diese Wappnung bedeutet ja zu gleicher Zeit doch auch eine gewisse Stärkung in der Richtung anthroposophisch orientierter Geisteswissenschaft. Und diese Stärkungmuß sein. Innerhalbder Welt unserer Niedergangskräfte geht das alles nach Aufgangskräften hin.

[ 29 ] The lecture series in Stuttgart began yesterday; I myself will likely be speaking in Stuttgart starting on the 16th on a scientific topic: mathematics, scientific experimental observation, and scientific findings. — These lectures, and those that will be held here starting on April 3, are intended to show how the spiritual sciences can enrich modern science. And ever since we began working in this direction, we have faced more and more attacks. But I hope that understanding will also grow that we must arm ourselves against what is emerging; for this arming also means, at the same time, a certain strengthening in the direction of anthroposophically oriented spiritual science. And this strengthening must take place. Within the world of our forces of decline, all of this is moving toward forces of ascent.