Human-Becoming, World-Soul and World-Spirit I
Human Beings as Physical and Spiritual Entities
in Their Relationship to the World
GA 205
2 July 1921, Dornach
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Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist I
Sechster Vortrag
Sechster Vortrag
[ 1 ] Ich werde heute einiges von dem weiter auszuführen haben, was ich gestern schon angeschlagen habe. Ich erinnere an etwas, das die meisten von Ihnen bereits von mir gehört haben. Wenn der Mensch durch den Tod geht, so bleibt ja der physische Leib in den Erdenkräften zurück; der ätherische Leib löst sich auf in die kosmischen Kräfte hinein und der Mensch findet weiter sein Leben, sein Dasein durch die Gebiete, die da liegen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Nun sagte ich, daß wir am Menschen selbst die Formkräfte verfolgen können, die von einem Leben in das andere hinüberragen. Wir wissen ja, daß der Mensch im wesentlichen ein dreigliedriges Wesen ist mit drei selbständigen Gliedern. Ich meine zunächst in bezug auf die Formkräfte des physischen Leibes, der physischen Organisation. Wir haben die Nerven-Sinnesorganisation, die natürlich über den ganzen Leib sich ausbreitet, aber wesentlich im Haupte lokalisiert ist, wir haben die rhythmische Organisation, Atmungsrhythmus, Zirkulationsrhythmus und andere Rhythmen; dann haben wir die Stoffwechsel-Gliedmaßenorganisation, die wir als eine zusammenfassen, weil ja das Bewegen des Menschen organisch innig zusammenhängt mit dem Stoffwechsel. Sie wissen ja, jeder Mensch hat ein anders geformtes Haupt. Wenn wir nun diese Kräfte nehmen, die das Haupt des Menschen formen — Sie dürfen natürlich dabei nicht an die physischen Substanzen denken, sondern an die Formkräfte, an dasjenige, was dem Haupte seine Physiognomie, seinen ganzen Charakter, seinen phrenologischen Ausdruck gibt —, wenn wir diese Kräfte nehmen, so sind das die in die Form übergegangenen Kräfte aus dem Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus der vorigen Inkarnation. Also wir haben im Haupte, im Kopfe, die metamorphosische Umbildung des Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen der vorigen Inkarnation. Und wenn wir wiederum das nehmen, was wir als unsere Gliedmaßen, als unseren Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus in dieser Inkarnation haben, so gehen diese Formkräfte eine Metamorphose ein und bilden unser Haupt für die nächste Inkarnation. Also wir können, wenn wir die menschliche Gestaltung verstehen, direkt durch eine entsprechende Ausbildung des metamorphosischen Gedankens gewissermaßen vom heutigen menschlichen Haupte zurückblicken auf die Gliedmaßen-Stoffwechselorganisation der vorigen Inkarnation, und wir können von der jetzigen Gliedmaßen-Stoffwechselorganisation blicken auf die Hauptesorganisation der nächsten Inkarnation.
[ 1 ] Ich werde heute einiges von dem weiter auszuführen haben, was ich gestern schon angeschlagen habe. Ich erinnere an etwas, das die meisten von Ihnen bereits von mir gehört haben. Wenn der Mensch durch den Tod geht, so bleibt ja der physische Leib in den Erdenkräften zurück; der ätherische Leib löst sich auf in die kosmischen Kräfte hinein und der Mensch findet weiter sein Leben, sein Dasein durch die Gebiete, die da liegen zwischen dem Tod und einer neuen Geburt. Nun sagte ich, daß wir am Menschen selbst die Formkräfte verfolgen können, die von einem Leben in das andere hinüberragen. Wir wissen ja, daß der Mensch im wesentlichen ein dreigliedriges Wesen ist mit drei selbständigen Gliedern. Ich meine zunächst in bezug auf die Formkräfte des physischen Leibes, der physischen Organisation. Wir haben die Nerven-Sinnesorganisation, die natürlich über den ganzen Leib sich ausbreitet, aber wesentlich im Haupte lokalisiert ist, wir haben die rhythmische Organisation, Atmungsrhythmus, Zirkulationsrhythmus und andere Rhythmen; dann haben wir die Stoffwechsel-Gliedmaßenorganisation, die wir als eine zusammenfassen, weil ja das Bewegen des Menschen organisch innig zusammenhängt mit dem Stoffwechsel. Sie wissen ja, jeder Mensch hat ein anders geformtes Haupt. Wenn wir nun diese Kräfte nehmen, die das Haupt des Menschen formen — Sie dürfen natürlich dabei nicht an die physischen Substanzen denken, sondern an die Formkräfte, an dasjenige, was dem Haupte seine Physiognomie, seinen ganzen Charakter, seinen phrenologischen Ausdruck gibt —, wenn wir diese Kräfte nehmen, so sind das die in die Form übergegangenen Kräfte aus dem Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus der vorigen Inkarnation. Also wir haben im Haupte, im Kopfe, die metamorphosische Umbildung des Gliedmaßen-Stoffwechselmenschen der vorigen Inkarnation. Und wenn wir wiederum das nehmen, was wir als unsere Gliedmaßen, als unseren Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus in dieser Inkarnation haben, so gehen diese Formkräfte eine Metamorphose ein und bilden unser Haupt für die nächste Inkarnation. Also wir können, wenn wir die menschliche Gestaltung verstehen, direkt durch eine entsprechende Ausbildung des metamorphosischen Gedankens gewissermaßen vom heutigen menschlichen Haupte zurückblicken auf die Gliedmaßen-Stoffwechselorganisation der vorigen Inkarnation, und wir können von der jetzigen Gliedmaßen-Stoffwechselorganisation blicken auf die Hauptesorganisation der nächsten Inkarnation.
[ 2 ] Diese Anschauung, die da in unserer Geisteswissenschaft und überhaupt in der Geisteswissenschaft aller Zeiten eine gewisse Rolle spielt, die Wahrheiten von den wiederholten Erdenleben, sie hängen keineswegs in der Luft, sondern wer die menschliche Organisation versteht, kann sie unmittelbar aus dieser menschlichen Organisation auch ablesen. Nur ist ja die heutige wissenschaftliche Richtung so weit als möglich davon entfernt, sich überhaupt auf solch eine Untersuchung, wie sie hier notwendig wäre, beim Menschen einzulassen. Man kann natürlich, wenn man durch bloße äußerliche Anatomie und Physiologie den Menschen studiert, unmöglich zu einer andern als zu der törichten Anschauung kommen, daß man die Leber ebenso untersuchen kann wie die Lunge. Man legt auf den Seziertisch die Leber neben die Lunge und betrachtet diese als gleichwertiges Organ, die in gleicher Weise aus Zellen bestehe und so weiter. Da kann man überhaupt nichts herausbekommen über diese Dinge, und zwei Organsysteme, die so voneinander verschieden sind wie Lunge und Leber, die kann man nicht bloß auf ihre Konfiguration aus Zellen heraus so äußerlich studieren, wie das notwendigerweise nach den heutigen Anschauungen geschehen muß.
[ 2 ] Diese Anschauung, die da in unserer Geisteswissenschaft und überhaupt in der Geisteswissenschaft aller Zeiten eine gewisse Rolle spielt, die Wahrheiten von den wiederholten Erdenleben, sie hängen keineswegs in der Luft, sondern wer die menschliche Organisation versteht, kann sie unmittelbar aus dieser menschlichen Organisation auch ablesen. Nur ist ja die heutige wissenschaftliche Richtung so weit als möglich davon entfernt, sich überhaupt auf solch eine Untersuchung, wie sie hier notwendig wäre, beim Menschen einzulassen. Man kann natürlich, wenn man durch bloße äußerliche Anatomie und Physiologie den Menschen studiert, unmöglich zu einer andern als zu der törichten Anschauung kommen, daß man die Leber ebenso untersuchen kann wie die Lunge. Man legt auf den Seziertisch die Leber neben die Lunge und betrachtet diese als gleichwertiges Organ, die in gleicher Weise aus Zellen bestehe und so weiter. Da kann man überhaupt nichts herausbekommen über diese Dinge, und zwei Organsysteme, die so voneinander verschieden sind wie Lunge und Leber, die kann man nicht bloß auf ihre Konfiguration aus Zellen heraus so äußerlich studieren, wie das notwendigerweise nach den heutigen Anschauungen geschehen muß.
[ 3 ] Nun muß man, wenn man wirklich die einschlägigen Verhältnisse kennenlernen will, sich einlassen auf Methoden, durch die man eine Anschauung gewinnen kann über diese Dinge. Wenn die Methoden entsprechend ausgebildet werden, die ich beschrieben habe in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», so verstärkt sich, erkraftet sich die menschliche Erkenntnis — ich wiederhole hier einiges von dem, was ich ja auch schon in öffentlichen Vorträgen drüben im Bau im Herbste auseinandergesetzt habe —, es verstärkt sich die gewöhnliche Erkenntnis, die wir haben, durch die wir hinausschauen durch die Sinne in die Umwelt und durch die wir hineinblicken in unser Inneres, wo wir dann unser Denken, Fühlen, Wollen zunächst überblicken. Und wenn wir diese Erkenntnis erweitern, wenn wir sie so erweitern, wie das eben durch die Übungen möglich ist, die oftmals beschrieben worden sind, dann verändert sich zunächst unser Anblick gegenüber der äußeren Welt, und zwar so, daß sich uns als Nächstes dieses ergibt: Man sieht ein, es ist ein völliger Unsinn, so von Atomen zu reden, wie es die gegenwärtige Weltanschauung tut. Dasjenige, was da hinter den Sinnesanschauungen ist, hinter den Sinnesqualitäten, hinter Gelb, Rot, hinter Cis, hinter G und so weiter, das sind nicht Schwingungen, sondern das ist geistige Wesenhaftigkeit. Die Welt nach außen hin wird immer geistiger, je weiter wir in der Erkenntnis vordringen. So daß man wirklich aufhört, alle jene Konstruktionen ernst zu nehmen, welche aus chemischen oder sonstigen Vorstellungen geholt sind. Aller Atomismus wird einem gründlich ausgetrieben, wenn man die Erkenntnis nach außen erweitert. Hinter den Sinneserscheinungen ist geistige Welt. Wenn wir dagegen durch solch eine erweiterte Erkenntnis tiefer in das Innere hineinblicken, dann tritt — ich habe schon gestern darauf hingewiesen — nicht jenes verworrene mystische Schauen auf, das ja allerdings einen Übergang bildet, das seine gute Berechtigung hat, das aber so erklärt werden muß, wie ich das gestern getan habe, sondern es tritt auf, wenn die Erkenntnis nach dem Inneren hin sich entwickelt, eine psychische Erkenntnis der Organe. Wir lernen wirklich unser Inneres erkennen. Während nach außen unsere Erkenntnis sich immer mehr spiritualisiert, materialisiert sie sich zunächst nach dem Inneren zu. Nach dem Inneren zu wird nicht der nebulose Mystiker, sondern der wirkliche Geistesforscher eben die einzelnen Organe erkennen lernen; er lernt den differenzierten menschlichen Organismus kennen. Wir gelangen nicht anders in die geistige Welt als auf dem Umwege durch das Anschauen unserer inneren Materialität. Ohne daß man Lunge, Leber und so weiter kennenlernt, lernt man auch nicht auf dem Umwege durch das Innere irgendeinen geistigen Enthusiasmus kennen, der also aus der Verworrenheit der gewöhnlichen Mystik herausarbeitet und zu einer konkreten Erkenntnis der inneren Organe des Menschen hinarbeitet.
[ 3 ] Nun muß man, wenn man wirklich die einschlägigen Verhältnisse kennenlernen will, sich einlassen auf Methoden, durch die man eine Anschauung gewinnen kann über diese Dinge. Wenn die Methoden entsprechend ausgebildet werden, die ich beschrieben habe in «Wie erlangt man Erkenntnisse der höheren Welten?», so verstärkt sich, erkraftet sich die menschliche Erkenntnis — ich wiederhole hier einiges von dem, was ich ja auch schon in öffentlichen Vorträgen drüben im Bau im Herbste auseinandergesetzt habe —, es verstärkt sich die gewöhnliche Erkenntnis, die wir haben, durch die wir hinausschauen durch die Sinne in die Umwelt und durch die wir hineinblicken in unser Inneres, wo wir dann unser Denken, Fühlen, Wollen zunächst überblicken. Und wenn wir diese Erkenntnis erweitern, wenn wir sie so erweitern, wie das eben durch die Übungen möglich ist, die oftmals beschrieben worden sind, dann verändert sich zunächst unser Anblick gegenüber der äußeren Welt, und zwar so, daß sich uns als Nächstes dieses ergibt: Man sieht ein, es ist ein völliger Unsinn, so von Atomen zu reden, wie es die gegenwärtige Weltanschauung tut. Dasjenige, was da hinter den Sinnesanschauungen ist, hinter den Sinnesqualitäten, hinter Gelb, Rot, hinter Cis, hinter G und so weiter, das sind nicht Schwingungen, sondern das ist geistige Wesenhaftigkeit. Die Welt nach außen hin wird immer geistiger, je weiter wir in der Erkenntnis vordringen. So daß man wirklich aufhört, alle jene Konstruktionen ernst zu nehmen, welche aus chemischen oder sonstigen Vorstellungen geholt sind. Aller Atomismus wird einem gründlich ausgetrieben, wenn man die Erkenntnis nach außen erweitert. Hinter den Sinneserscheinungen ist geistige Welt. Wenn wir dagegen durch solch eine erweiterte Erkenntnis tiefer in das Innere hineinblicken, dann tritt — ich habe schon gestern darauf hingewiesen — nicht jenes verworrene mystische Schauen auf, das ja allerdings einen Übergang bildet, das seine gute Berechtigung hat, das aber so erklärt werden muß, wie ich das gestern getan habe, sondern es tritt auf, wenn die Erkenntnis nach dem Inneren hin sich entwickelt, eine psychische Erkenntnis der Organe. Wir lernen wirklich unser Inneres erkennen. Während nach außen unsere Erkenntnis sich immer mehr spiritualisiert, materialisiert sie sich zunächst nach dem Inneren zu. Nach dem Inneren zu wird nicht der nebulose Mystiker, sondern der wirkliche Geistesforscher eben die einzelnen Organe erkennen lernen; er lernt den differenzierten menschlichen Organismus kennen. Wir gelangen nicht anders in die geistige Welt als auf dem Umwege durch das Anschauen unserer inneren Materialität. Ohne daß man Lunge, Leber und so weiter kennenlernt, lernt man auch nicht auf dem Umwege durch das Innere irgendeinen geistigen Enthusiasmus kennen, der also aus der Verworrenheit der gewöhnlichen Mystik herausarbeitet und zu einer konkreten Erkenntnis der inneren Organe des Menschen hinarbeitet.
[ 4 ] Da lernt man dann allerdings das Gefüge des Seelischen genauer kennen. Erstens lernt man aufgeben das Vorurteil, als ob unser Seelisches nur beigeordnet wäre dem Nerven-Sinnesapparat. Nur die Vorstellungswelt ist dem Nerven-Sinnesapparat beigeordnet, die Gefühlswelt schon nicht mehr. Die Gefühlswelt ist direkt dem rhythmischen Organismus beigeordnet, und die Willenswelt ist dem StoffwechselGliedmaßenorganismus beigeordnet. Wenn ich etwas will, so muß in meinem Stoffwechsel-Gliedmaßenorganismus etwas vor sich gehen. DasNervensystem ist nur dazu da,daß man Vorstellungen haben kann von dem, was im Willen eigentlich geschieht. Es gibt keine Willensnerven, ich habe das oftmals ausgesprochen; die Einteilung der Nerven in sensitive und in Willensnerven ist ein Unsinn. Die Nerven sind einerlei Art, und die sogenannten Willensnerven sind zu nichts anderem da, als die Vorgänge des Willens innerlich wahrzunehmen; sie sind auch sensitive Nerven.
[ 4 ] Da lernt man dann allerdings das Gefüge des Seelischen genauer kennen. Erstens lernt man aufgeben das Vorurteil, als ob unser Seelisches nur beigeordnet wäre dem Nerven-Sinnesapparat. Nur die Vorstellungswelt ist dem Nerven-Sinnesapparat beigeordnet, die Gefühlswelt schon nicht mehr. Die Gefühlswelt ist direkt dem rhythmischen Organismus beigeordnet, und die Willenswelt ist dem StoffwechselGliedmaßenorganismus beigeordnet. Wenn ich etwas will, so muß in meinem Stoffwechsel-Gliedmaßenorganismus etwas vor sich gehen. DasNervensystem ist nur dazu da,daß man Vorstellungen haben kann von dem, was im Willen eigentlich geschieht. Es gibt keine Willensnerven, ich habe das oftmals ausgesprochen; die Einteilung der Nerven in sensitive und in Willensnerven ist ein Unsinn. Die Nerven sind einerlei Art, und die sogenannten Willensnerven sind zu nichts anderem da, als die Vorgänge des Willens innerlich wahrzunehmen; sie sind auch sensitive Nerven.
[ 5 ] Wenn wir dies durchstudieren, so kommen wir zuletzt dazu, die menschliche Organisation in ihrer Ganzheit zu nehmen. Nehmen Sie die Lungenorganisation, Leberorganisation und so weiter, Sie kommen dazu, nach dem Inneren schauend, gewissermaßen die Oberfläche der einzelnen Organe zu überblicken, natürlich durch geistigen Blick nach innen. Was ist diese Oberfläche der Organe? Diese Oberfläche der Organe ist nämlich nichts anderes als ein Spiegelungsapparat für das seelische Leben. Was wir wahrnehmen und auch was wir gedanklich verarbeiten, das spiegelt sich an der Oberfläche unserer sämtlichen inneren Organe, und diese Spiegelung bedeutet unsere Erinnerungen, unser Gedächtnis während des Lebens. Also was sich da, nachdem wir es wahrgenommen und verarbeitet haben, an der Außenfläche unseres Herzens, unserer Lunge, unserer Milz und so weiter spiegelt, was da zurückgeworfen wird, das ist dasjenige, was die Erinnerungen abgibt. Und bei einer gar nicht sehr weitgehenden Trainierung können Sie schon bemerken, wie gewisse Gedanken auf den ganzen Organismus zurückstrahlen in der Erinnerung. Da sind die verschiedensten Organe beteiligt. Wenn es sich zum Beispiel handelt um die Erinnerung, sagen wir sehr abstrakter Gedanken, da ist außerordentlich stark beteiligt daran die Lunge, die Lungenoberfläche. Wenn es sich mehr um gefühlsgefärbte Gedanken handelt, um Gedanken also, die eine Gefühlsnuance haben, da ist sehr stark die Leberoberfläche daran beteiligt. So daß wir wirklich im einzelnen gut beschreiben können, wie die einzelnen Organe des Menschen beteiligt sind an dieser Rückstrahlung, die dann als Gedächtnis, als Erinnerungsvermögen auftritt. Wir dürfen nicht, wenn wir das Seelische ins Auge fassen, sagen: Im Nervensystem allein liegt der Parallelorganismus für das seelische Leben; im ganzen menschlichen Organismus liegt diese Parallelorganisation für das menschliche Seelenleben.
[ 5 ] Wenn wir dies durchstudieren, so kommen wir zuletzt dazu, die menschliche Organisation in ihrer Ganzheit zu nehmen. Nehmen Sie die Lungenorganisation, Leberorganisation und so weiter, Sie kommen dazu, nach dem Inneren schauend, gewissermaßen die Oberfläche der einzelnen Organe zu überblicken, natürlich durch geistigen Blick nach innen. Was ist diese Oberfläche der Organe? Diese Oberfläche der Organe ist nämlich nichts anderes als ein Spiegelungsapparat für das seelische Leben. Was wir wahrnehmen und auch was wir gedanklich verarbeiten, das spiegelt sich an der Oberfläche unserer sämtlichen inneren Organe, und diese Spiegelung bedeutet unsere Erinnerungen, unser Gedächtnis während des Lebens. Also was sich da, nachdem wir es wahrgenommen und verarbeitet haben, an der Außenfläche unseres Herzens, unserer Lunge, unserer Milz und so weiter spiegelt, was da zurückgeworfen wird, das ist dasjenige, was die Erinnerungen abgibt. Und bei einer gar nicht sehr weitgehenden Trainierung können Sie schon bemerken, wie gewisse Gedanken auf den ganzen Organismus zurückstrahlen in der Erinnerung. Da sind die verschiedensten Organe beteiligt. Wenn es sich zum Beispiel handelt um die Erinnerung, sagen wir sehr abstrakter Gedanken, da ist außerordentlich stark beteiligt daran die Lunge, die Lungenoberfläche. Wenn es sich mehr um gefühlsgefärbte Gedanken handelt, um Gedanken also, die eine Gefühlsnuance haben, da ist sehr stark die Leberoberfläche daran beteiligt. So daß wir wirklich im einzelnen gut beschreiben können, wie die einzelnen Organe des Menschen beteiligt sind an dieser Rückstrahlung, die dann als Gedächtnis, als Erinnerungsvermögen auftritt. Wir dürfen nicht, wenn wir das Seelische ins Auge fassen, sagen: Im Nervensystem allein liegt der Parallelorganismus für das seelische Leben; im ganzen menschlichen Organismus liegt diese Parallelorganisation für das menschliche Seelenleben.
[ 6 ] In dieser Beziehung sind viele Erkenntnisse, die instinktiv einmal vorhanden waren, einfach verlorengegangen. Sie sind noch in gewissen Worten vorhanden, aber die Menschen spüren nicht mehr, wie in den Worten Weisheiten aufbewahrt sind. Zum Beispiel, wenn jemand dazu veranlagt ist, seine Erinnerungen immer in einem Depressionszustand heraufkommen zu sehen, so nannten das die Griechen Hypochondrie: Unterleibsknorpeligkeit, eine Verknöcherung im Unterleib, wo also die Spiegelung durch diese Verknöcherung in einer solchen Weise zustande kommt, daß der Betreffende in seinen Erinnerungen einen Quell der Hypochondrie hat. Es ist überall der ganze Organismus an diesen Dingen beteiligt. Das ist etwas, was durchaus ins Auge gefaßt werden muß.
[ 6 ] In dieser Beziehung sind viele Erkenntnisse, die instinktiv einmal vorhanden waren, einfach verlorengegangen. Sie sind noch in gewissen Worten vorhanden, aber die Menschen spüren nicht mehr, wie in den Worten Weisheiten aufbewahrt sind. Zum Beispiel, wenn jemand dazu veranlagt ist, seine Erinnerungen immer in einem Depressionszustand heraufkommen zu sehen, so nannten das die Griechen Hypochondrie: Unterleibsknorpeligkeit, eine Verknöcherung im Unterleib, wo also die Spiegelung durch diese Verknöcherung in einer solchen Weise zustande kommt, daß der Betreffende in seinen Erinnerungen einen Quell der Hypochondrie hat. Es ist überall der ganze Organismus an diesen Dingen beteiligt. Das ist etwas, was durchaus ins Auge gefaßt werden muß.
[ 7 ] Nun, ich sprach, indem ich vom Erinnerungsvermögen sprach, von der Oberfläche der Organe. Es schlägt gewissermaßen überall das, was wir erleben, an die Oberfläche, wird reflektiert, und das führt zu den Erinnerungen. Aber es geht auch etwas hinein in den Organismus. Im gewöhnlichen Leben setzt sich das um, macht eine Metamorphose durch, so daß das Organ eine Absonderung hat. Die Organe, die so etwas verrichten, sind ja meist Drüsenorgane; sie haben eine innere Absonderung, und da setzt sich während des Lebens zunächst dasjenige um, was an solchen Kräften hineingeht. Aber nicht alles wird in dieser Weise in organischen Stoffwechsel und dergeichen umgesetzt, sondern die Organe nehmen in sich etwas auf, was in ihnen dann latent wird, eine innere Kraft bildet. So zum Beispiel alle Gedanken, die wir aufnehmen von der Art, daß sie, ich will sagen, mehr an die Anschauung der Außenwelt anknüpfen, daß wir uns durch diese Gedanken Bilder der äußeren Gegenstände bilden: die Kräfte, die in diesen Gedanken entwickelt werden, werden gewissermaßen in der Lunge, im Inneren der Lunge aufgespeichert. Und nun wissen Sie, daß das Innere der Lunge ja in Regsamkeit kommt durch den Stoffwechsel, durch die Gliedmaßenbewegung, und da bilden sich diese Kräfte so um, daß während des Lebens zwischen Geburt und Tod unsere Lunge gewissermaßen ein Reservoir von Kräften ist, in das der Stoffwechsel-Gliedmaßenorganismus fortwährend hineinspielt. Wenn wir sterben, so sind ja solche Kräfte aufgespeichert. Selbstverständlich, der physische Stoff fällt ab, aber diese Kräfte, die gehen nicht verloren, die gehen mit uns durch den Tod und durch das ganze Leben zwischen Tod und neuer Geburt hindurch. Und wenn wir in eine neue Inkarnation eintreten, so sind es vorzugsweise diese Kräfte, die in der Lunge waren, welche unser Haupt äußerlich formieren, welche äußerlich uns die Physiognomie unseres Hauptes aufdrücken. Was der Phrenologe studieren will an der äußeren Hauptesform, das müßte man vorgebildet suchen im Inneren der Lunge in der vorigen Inkarnation.
[ 7 ] Nun, ich sprach, indem ich vom Erinnerungsvermögen sprach, von der Oberfläche der Organe. Es schlägt gewissermaßen überall das, was wir erleben, an die Oberfläche, wird reflektiert, und das führt zu den Erinnerungen. Aber es geht auch etwas hinein in den Organismus. Im gewöhnlichen Leben setzt sich das um, macht eine Metamorphose durch, so daß das Organ eine Absonderung hat. Die Organe, die so etwas verrichten, sind ja meist Drüsenorgane; sie haben eine innere Absonderung, und da setzt sich während des Lebens zunächst dasjenige um, was an solchen Kräften hineingeht. Aber nicht alles wird in dieser Weise in organischen Stoffwechsel und dergeichen umgesetzt, sondern die Organe nehmen in sich etwas auf, was in ihnen dann latent wird, eine innere Kraft bildet. So zum Beispiel alle Gedanken, die wir aufnehmen von der Art, daß sie, ich will sagen, mehr an die Anschauung der Außenwelt anknüpfen, daß wir uns durch diese Gedanken Bilder der äußeren Gegenstände bilden: die Kräfte, die in diesen Gedanken entwickelt werden, werden gewissermaßen in der Lunge, im Inneren der Lunge aufgespeichert. Und nun wissen Sie, daß das Innere der Lunge ja in Regsamkeit kommt durch den Stoffwechsel, durch die Gliedmaßenbewegung, und da bilden sich diese Kräfte so um, daß während des Lebens zwischen Geburt und Tod unsere Lunge gewissermaßen ein Reservoir von Kräften ist, in das der Stoffwechsel-Gliedmaßenorganismus fortwährend hineinspielt. Wenn wir sterben, so sind ja solche Kräfte aufgespeichert. Selbstverständlich, der physische Stoff fällt ab, aber diese Kräfte, die gehen nicht verloren, die gehen mit uns durch den Tod und durch das ganze Leben zwischen Tod und neuer Geburt hindurch. Und wenn wir in eine neue Inkarnation eintreten, so sind es vorzugsweise diese Kräfte, die in der Lunge waren, welche unser Haupt äußerlich formieren, welche äußerlich uns die Physiognomie unseres Hauptes aufdrücken. Was der Phrenologe studieren will an der äußeren Hauptesform, das müßte man vorgebildet suchen im Inneren der Lunge in der vorigen Inkarnation.
[ 8 ] So konkret kann man von Leben zu Leben hin die Umwandlung der Kräfte verfolgen. Dann bilden diese Dinge nicht mehr bloß abstrakte Wahrheiten, sondern sie werden konkret angeschaut, wie man auch die physischen Dinge konkret anschaut. Und die geistige Wissenschaft hat nur dann einen wirklichen Wert, wenn man so in die einzelnen Konkretheiten eindringt. Wenn man nur im allgemeinen redet von den wiederholten Erdenleben und so weiter, so sind das ja nur Worte. Eine Bedeutung hat das erst, wenn man auf die einzelnen Konkretheiten dabei eingehen kann.
[ 8 ] So konkret kann man von Leben zu Leben hin die Umwandlung der Kräfte verfolgen. Dann bilden diese Dinge nicht mehr bloß abstrakte Wahrheiten, sondern sie werden konkret angeschaut, wie man auch die physischen Dinge konkret anschaut. Und die geistige Wissenschaft hat nur dann einen wirklichen Wert, wenn man so in die einzelnen Konkretheiten eindringt. Wenn man nur im allgemeinen redet von den wiederholten Erdenleben und so weiter, so sind das ja nur Worte. Eine Bedeutung hat das erst, wenn man auf die einzelnen Konkretheiten dabei eingehen kann.
[ 9 ] Wenn man nun dieses in der Lunge Aufgespeicherte nicht in der richtigen Weise beherrscht, dann wird es so ausgepreßt, wie ich gestern sagte, daß ein Schwamm ausgepreßt wird, und dann entstehen aus dem, was eigentlich erst in der nächsten Inkarnation kopfformend herauskommen sollte, vorzugsweise solche abnormen Erscheinungen, die man gewöhnlich als Zwangsgedanken bezeichnet oder auch in irgendeiner Weise als Illusionen. Es ist ein interessantes Kapitel einer höheren Physiologie, bei Lungenkranken zu studieren, welche merkwürdigen Vorstellungen da auftreten im Hochstadium der Lungenkrankheiten. Das hängt zusammen mit dem, was ich eben jetzt auseinandergesetzt habe, mit diesem Herauspressen der Gedanken. Die Gedanken, die da herausgepreßt werden, sind deshalb Zwangsgedanken, weil sie schon die formende Kraft in sich haben. Die Gedanken, die wir jetzt normal im Bewußtsein haben sollen, die dürfen nur Bilder sein, die dürfen nicht eine formende Kraft in sich haben, dürfen uns nicht zwingen. Durch die lange Zeit zwischen Tod und neuer Geburt, da zwingen sie, da sind sie Kausalitäten, da wirken sie dann formend. Jetzt dürfen sie uns nicht überwältigen, sie dürfen nur beim Übergang von einem Leben ins andere ihre Kraft ausüben. Das ist dasjenige, was da in Betracht kommt.
[ 9 ] Wenn man nun dieses in der Lunge Aufgespeicherte nicht in der richtigen Weise beherrscht, dann wird es so ausgepreßt, wie ich gestern sagte, daß ein Schwamm ausgepreßt wird, und dann entstehen aus dem, was eigentlich erst in der nächsten Inkarnation kopfformend herauskommen sollte, vorzugsweise solche abnormen Erscheinungen, die man gewöhnlich als Zwangsgedanken bezeichnet oder auch in irgendeiner Weise als Illusionen. Es ist ein interessantes Kapitel einer höheren Physiologie, bei Lungenkranken zu studieren, welche merkwürdigen Vorstellungen da auftreten im Hochstadium der Lungenkrankheiten. Das hängt zusammen mit dem, was ich eben jetzt auseinandergesetzt habe, mit diesem Herauspressen der Gedanken. Die Gedanken, die da herausgepreßt werden, sind deshalb Zwangsgedanken, weil sie schon die formende Kraft in sich haben. Die Gedanken, die wir jetzt normal im Bewußtsein haben sollen, die dürfen nur Bilder sein, die dürfen nicht eine formende Kraft in sich haben, dürfen uns nicht zwingen. Durch die lange Zeit zwischen Tod und neuer Geburt, da zwingen sie, da sind sie Kausalitäten, da wirken sie dann formend. Jetzt dürfen sie uns nicht überwältigen, sie dürfen nur beim Übergang von einem Leben ins andere ihre Kraft ausüben. Das ist dasjenige, was da in Betracht kommt.
[ 10 ] Wenn Sie nun in derselben Weise, wie ich es jetzt für die Lunge auseinandergesetzt habe, die Leber studieren, dann finden Sie: Da wird ebenso im Inneren der Leber konzentriert an Kräften alles dasjenige, was in der nächsten Inkarnation sich hinüberleitet in die inneren Dispositionen des Gehirnes. Also wiederum auf dem Umwege des Stoffwechselorganismus des jetzigen Lebens gehen die inneren Kräfte der Leber hinüber, aber jetzt nicht in die Form des Kopfes wie die Lunge, sondern in die innere Disposition des Gehirnes. Ob jemand ein scharfer Denker ist in der nächsten Inkarnation, hängt davon ab, wie er sich in der gegenwärtigen Inkarnation benimmt. So daß also auf dem Umweg durch den Stoffwechsel in der Leber bestimmte Kräfte auftreten; wenn diese Kräfte aber ausgepreßt werden in der gegenwärtigen Inkarnation, dann führen sie zu Halluzinationen oder starken Visionen.
[ 10 ] Wenn Sie nun in derselben Weise, wie ich es jetzt für die Lunge auseinandergesetzt habe, die Leber studieren, dann finden Sie: Da wird ebenso im Inneren der Leber konzentriert an Kräften alles dasjenige, was in der nächsten Inkarnation sich hinüberleitet in die inneren Dispositionen des Gehirnes. Also wiederum auf dem Umwege des Stoffwechselorganismus des jetzigen Lebens gehen die inneren Kräfte der Leber hinüber, aber jetzt nicht in die Form des Kopfes wie die Lunge, sondern in die innere Disposition des Gehirnes. Ob jemand ein scharfer Denker ist in der nächsten Inkarnation, hängt davon ab, wie er sich in der gegenwärtigen Inkarnation benimmt. So daß also auf dem Umweg durch den Stoffwechsel in der Leber bestimmte Kräfte auftreten; wenn diese Kräfte aber ausgepreßt werden in der gegenwärtigen Inkarnation, dann führen sie zu Halluzinationen oder starken Visionen.
[ 11 ] Sie sehen also jetzt im Konkreten, was ich gestern mehr im Abstrakten andeutete, wie durch Auspressen aus den Organen diese Dinge herauskommen, die dann ins Bewußtsein eindringen und aus dem allgemeinen halluzinatorischen Leben, das hinüberspielen soll von Inkarnation zu Inkarnation, sich in der einen Inkarnation geltend machen und dadurch eben in dieser Weise zum Vorschein kommen.
[ 11 ] Sie sehen also jetzt im Konkreten, was ich gestern mehr im Abstrakten andeutete, wie durch Auspressen aus den Organen diese Dinge herauskommen, die dann ins Bewußtsein eindringen und aus dem allgemeinen halluzinatorischen Leben, das hinüberspielen soll von Inkarnation zu Inkarnation, sich in der einen Inkarnation geltend machen und dadurch eben in dieser Weise zum Vorschein kommen.
[ 12 ] Studieren wir in derselben Weise alles das, was mit dem Nierenabscheidungssystem zusammenhängt, dann sehen wir, wie sich darinnen diejenigen Kräfte konzentrieren, welche in der nächsten Inkarnation mehr nach der emotionellen Seite hin dieKopforganisation beeinflussen, veranlagen. Die Nierenorgane, die Abscheidungsorgane, die bringen im wesentlichen dasjenige hervor, was mit der Temperamentsanlage im weitesten Sinne, aber auf dem Umwege durch die Kopforganisation, für die nächste Inkarnation vorbereitet wird. Wenn diese Dinge in der gegenwärtigen Inkarnation ausgepreßt werden, dann zeigen sie all die nervösen Zustände, all die Zustände, die mit Erregungen des Menschen zusammenhängen, namentlich aber innere Erregungen, Gemütserregungen, eben hypochondrische Zustände, Depressionszustände und so weiter, alle die Zustände, die mit dieser Seite des Stoffwechsels besonders zusammenhängen. In der Tat, alles, was mehr, ich möchte sagen, nach der Gefühls- und Emotionsseite hin gedächtnismäßig ist, das hängt auch zusammen mit dem, was reflektiert wird an den Nierenorganen. Wenn wir Lungenreflexionen, Leberreflexionen nehmen, so sind das mehr die Gedächtnisvorstellungen, die eigentlichen Gedächtnisvorstellungen. Gehen wir zum Nierensystem, so haben wir das, was wir als bleibende Gewohnheiten dieser Inkarnation haben, und das Innere des Nierensystems bereitet eben, wie gesagt, auf dem Umweg durch die Kopforganisation die Temperamentsanlagen im weiteren Sinne für die nächste Inkarnation vor.
[ 12 ] Studieren wir in derselben Weise alles das, was mit dem Nierenabscheidungssystem zusammenhängt, dann sehen wir, wie sich darinnen diejenigen Kräfte konzentrieren, welche in der nächsten Inkarnation mehr nach der emotionellen Seite hin dieKopforganisation beeinflussen, veranlagen. Die Nierenorgane, die Abscheidungsorgane, die bringen im wesentlichen dasjenige hervor, was mit der Temperamentsanlage im weitesten Sinne, aber auf dem Umwege durch die Kopforganisation, für die nächste Inkarnation vorbereitet wird. Wenn diese Dinge in der gegenwärtigen Inkarnation ausgepreßt werden, dann zeigen sie all die nervösen Zustände, all die Zustände, die mit Erregungen des Menschen zusammenhängen, namentlich aber innere Erregungen, Gemütserregungen, eben hypochondrische Zustände, Depressionszustände und so weiter, alle die Zustände, die mit dieser Seite des Stoffwechsels besonders zusammenhängen. In der Tat, alles, was mehr, ich möchte sagen, nach der Gefühls- und Emotionsseite hin gedächtnismäßig ist, das hängt auch zusammen mit dem, was reflektiert wird an den Nierenorganen. Wenn wir Lungenreflexionen, Leberreflexionen nehmen, so sind das mehr die Gedächtnisvorstellungen, die eigentlichen Gedächtnisvorstellungen. Gehen wir zum Nierensystem, so haben wir das, was wir als bleibende Gewohnheiten dieser Inkarnation haben, und das Innere des Nierensystems bereitet eben, wie gesagt, auf dem Umweg durch die Kopforganisation die Temperamentsanlagen im weiteren Sinne für die nächste Inkarnation vor.
[ 13 ] Studieren wir in eben demselben Sinne das Herz. Das Herz ist auch in bezug auf die geisteswissenschaftlichen Untersuchungen ein außerordentlich interessantes Organ. Sie wissen ja, daß unsere triviale Wissenschaft die Herzerkenntnis sich ungeheuer leicht macht. Sie sieht das Herz als eine Pumpe an, eine Pumpe, die das Blut durch den Körper pumpt. Nun, man kann nichts Unsinnigeres meinen als dieses, denn das Herz hat überhaupt nichts zu tun mit irgendeinem Pumpen des Blutes, sondern das Blut wird durch die ganze Regsamkeit des astralischen Leibes, des Ich, in Tätigkeit versetzt, und das Herz ist nur der Reflex dieser Bewegungen. Die Bewegung des Blutes ist eine Eigenbewegung, und das Herz bringt nur zum Ausdruck, was die Bewegung des Blutes, die Kräfte verursachen. Das Herz ist tatsächlich nur das Organ, das ausdrückt die Blutsbewegung; das Herz hat gar keine Aktivität in bezug auf die Blutsbewegung. Die gegenwärtigen Naturwissenschafter werden ganz fuchswild, wenn man von dieser Sache spricht. Ich habe einmal vor vielen Jahren, ich glaube 1904 oder 1905, auf einer Reise nach Stockholm einem Naturforscher, einem Mediziner, diese Sache auseinandergesetzt, und er wurde fast tobsüchtig darüber, daß man das Herz nicht mehr als Pumpe ansehen soll, sondern daß es das Blut selber ist, das durch seine Vitalität in Bewegung kommt und daß das Herz eben nur eingefügt ist in die allgemeine Blutsbewegung und sie mitmacht im Schlage und so weiter.
[ 13 ] Studieren wir in eben demselben Sinne das Herz. Das Herz ist auch in bezug auf die geisteswissenschaftlichen Untersuchungen ein außerordentlich interessantes Organ. Sie wissen ja, daß unsere triviale Wissenschaft die Herzerkenntnis sich ungeheuer leicht macht. Sie sieht das Herz als eine Pumpe an, eine Pumpe, die das Blut durch den Körper pumpt. Nun, man kann nichts Unsinnigeres meinen als dieses, denn das Herz hat überhaupt nichts zu tun mit irgendeinem Pumpen des Blutes, sondern das Blut wird durch die ganze Regsamkeit des astralischen Leibes, des Ich, in Tätigkeit versetzt, und das Herz ist nur der Reflex dieser Bewegungen. Die Bewegung des Blutes ist eine Eigenbewegung, und das Herz bringt nur zum Ausdruck, was die Bewegung des Blutes, die Kräfte verursachen. Das Herz ist tatsächlich nur das Organ, das ausdrückt die Blutsbewegung; das Herz hat gar keine Aktivität in bezug auf die Blutsbewegung. Die gegenwärtigen Naturwissenschafter werden ganz fuchswild, wenn man von dieser Sache spricht. Ich habe einmal vor vielen Jahren, ich glaube 1904 oder 1905, auf einer Reise nach Stockholm einem Naturforscher, einem Mediziner, diese Sache auseinandergesetzt, und er wurde fast tobsüchtig darüber, daß man das Herz nicht mehr als Pumpe ansehen soll, sondern daß es das Blut selber ist, das durch seine Vitalität in Bewegung kommt und daß das Herz eben nur eingefügt ist in die allgemeine Blutsbewegung und sie mitmacht im Schlage und so weiter.
[ 14 ] Nun, an dem Herzen wird allerdings etwas reflektiert, was schon nicht mehr bloß eigentlich Gedächtnis- oder Gewohnheitssache ist, sondern es spiritualisiert sich da schon, wenn es an die Außenwand des Herzens kommt, das Leben. Denn was da zurückgeworfen wird vom Herzen, das sind die Gewissensbisse. Das ist einfach, ich möchte sagen, ganz physischerseits zu nehmen: die Gewissensbisse, die in unser Bewußtsein hereinstrahlen, sie sind dasjenige, was von unseren Erlebnissen durch das Herz reflektiert wird. So lehrt es einen die spirituelle Erkenntnis des Herzens. Wenn wir aber in das Innere des Herzens hineinschauen, so sammeln sich da auch Kräfte durch den ganzen Stoffwechsel- und Gliedmaßenorganismus. Und weil das spiritualisiert ist, was mit dem Herzen, mit den Herzkräften zusammenhängt, spiritualisiert sich da hinein auch dasjenige, was mit unserem äußeren Leben, mit unseren Handlungen zusammenhängt. Und so paradox, so sonderbar es klingt für einen Menschen, der sehr gescheit ist im Sinne der Gegenwart, es ist einmal so: Was da im Herzen an Kräften zubereitet wird, das sind die karmischen Anlagen, das sind die Anlagen des Karma. Es ist geradezu empörend töricht, vom Herzen zu sprechen als einem bloßen Pumpwerk, denn das Herz ist dasjenige Organ, das aus dem Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus, durch die Vermittelung des Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus hineinträgt in die nächste Inkarnation, was wir gerade als Karma auffassen.
[ 14 ] Nun, an dem Herzen wird allerdings etwas reflektiert, was schon nicht mehr bloß eigentlich Gedächtnis- oder Gewohnheitssache ist, sondern es spiritualisiert sich da schon, wenn es an die Außenwand des Herzens kommt, das Leben. Denn was da zurückgeworfen wird vom Herzen, das sind die Gewissensbisse. Das ist einfach, ich möchte sagen, ganz physischerseits zu nehmen: die Gewissensbisse, die in unser Bewußtsein hereinstrahlen, sie sind dasjenige, was von unseren Erlebnissen durch das Herz reflektiert wird. So lehrt es einen die spirituelle Erkenntnis des Herzens. Wenn wir aber in das Innere des Herzens hineinschauen, so sammeln sich da auch Kräfte durch den ganzen Stoffwechsel- und Gliedmaßenorganismus. Und weil das spiritualisiert ist, was mit dem Herzen, mit den Herzkräften zusammenhängt, spiritualisiert sich da hinein auch dasjenige, was mit unserem äußeren Leben, mit unseren Handlungen zusammenhängt. Und so paradox, so sonderbar es klingt für einen Menschen, der sehr gescheit ist im Sinne der Gegenwart, es ist einmal so: Was da im Herzen an Kräften zubereitet wird, das sind die karmischen Anlagen, das sind die Anlagen des Karma. Es ist geradezu empörend töricht, vom Herzen zu sprechen als einem bloßen Pumpwerk, denn das Herz ist dasjenige Organ, das aus dem Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus, durch die Vermittelung des Gliedmaßen-Stoffwechselorganismus hineinträgt in die nächste Inkarnation, was wir gerade als Karma auffassen.
[ 15 ] Sie sehen, lernt man diese Organisation kennen, dann lernt man sie differenzieren und sie erscheint einem dann im Zusammenhange mit dem ganzen Leben, das über Geburt und Tod hinausgeht; man sieht dann hinein in dieses ganze Gefüge des Menschen. Von dem Haupt konnten wir nicht reden, indem wir von Umformungen sprachen, denn das Haupt wird einfach abgeworfen; diese Kräfte sind mit dieser Inkarnation erfüllt, sie sind eben umgewandelt von der vorigen Inkarnation her. Dasjenige aber, was wir in diesen vier Hauptsystemen, im Lungen-, Nieren-, Leber- und Herzsystem haben, das geht auf dem Umwege durch den Stoffwechsel-Gliedmaßenorganismus formbildend hinüber und bildet unser Haupt in allen seinen Anlagen in der nächsten Inkarnation. Und wir müssen innerhalb der Organe die Kräfte suchen, welche dasjenige, was wir jetzt durchmachen, hinübertragen in die nächstfolgende Inkarnation.
[ 15 ] Sie sehen, lernt man diese Organisation kennen, dann lernt man sie differenzieren und sie erscheint einem dann im Zusammenhange mit dem ganzen Leben, das über Geburt und Tod hinausgeht; man sieht dann hinein in dieses ganze Gefüge des Menschen. Von dem Haupt konnten wir nicht reden, indem wir von Umformungen sprachen, denn das Haupt wird einfach abgeworfen; diese Kräfte sind mit dieser Inkarnation erfüllt, sie sind eben umgewandelt von der vorigen Inkarnation her. Dasjenige aber, was wir in diesen vier Hauptsystemen, im Lungen-, Nieren-, Leber- und Herzsystem haben, das geht auf dem Umwege durch den Stoffwechsel-Gliedmaßenorganismus formbildend hinüber und bildet unser Haupt in allen seinen Anlagen in der nächsten Inkarnation. Und wir müssen innerhalb der Organe die Kräfte suchen, welche dasjenige, was wir jetzt durchmachen, hinübertragen in die nächstfolgende Inkarnation.
[ 16 ] Der Stoffwechsel des Menschen, der ist keineswegs jenes bloße retortuale Brodeln und Kochen, von dem die heutige Physiologie spricht. Sie brauchen ja nur einen Schritt zu machen, so wird ein Stoffwechsel vollführt. Dieser Stoffwechsel, der da vollführt wird, der ist nicht bloß der chemische Vorgang, den man untersuchen kann mit den Mitteln der Physiologie, der Chemie, sondern der ist zugleich moralisch gefärbt, der trägt eine moralische Nuance. Und diese moralische Nuance wird tatsächlich aufgespeichert im Herzen und als karmische Kraft hinübergetragen in die nächste Inkarnation. Und den ganzen Menschen studieren, heißt, in ihm die Kräfte finden, die durchaus über das Erdenleben hinausreichen. Unser Haupt selbst ist ja eine Kugel. Nur dadurch, daß der übrige Organismus daran hängt, ist die Kugelgestalt beeinträchtigt. Unser Haupt wird ganz aus dem Kosmos herausgebildet. Wir müssen ja, wenn wir durch den Tod durchgehen, in unserer Organisation, wie sie uns dann geistig-seelisch bleibt, eigentlich uns anpassen dem ganzen Kosmos. Der ganze Kosmos nimmt uns dann auf. Und ungefähr bis zu dem Zeitpunkte, der in der Mitte drinnen liegt zwischen zwei Inkarnationen — ich habe ihn in einem meiner Mysteriendramen die Mitternachtsstunde des Daseins genannt —, bis zu diesem Zeitpunkt, wenn ich mich so ausdrücken darf, vergrößern wir uns immer in die Umwelt hinein. Wir werden nach und nach ganz identisch mit der Umwelt. Und was da von uns in die Umwelt hinausgeht, das gibt die Konfiguration für das Astralische und das Ätherische der nächsten Inkarnation.
[ 16 ] Der Stoffwechsel des Menschen, der ist keineswegs jenes bloße retortuale Brodeln und Kochen, von dem die heutige Physiologie spricht. Sie brauchen ja nur einen Schritt zu machen, so wird ein Stoffwechsel vollführt. Dieser Stoffwechsel, der da vollführt wird, der ist nicht bloß der chemische Vorgang, den man untersuchen kann mit den Mitteln der Physiologie, der Chemie, sondern der ist zugleich moralisch gefärbt, der trägt eine moralische Nuance. Und diese moralische Nuance wird tatsächlich aufgespeichert im Herzen und als karmische Kraft hinübergetragen in die nächste Inkarnation. Und den ganzen Menschen studieren, heißt, in ihm die Kräfte finden, die durchaus über das Erdenleben hinausreichen. Unser Haupt selbst ist ja eine Kugel. Nur dadurch, daß der übrige Organismus daran hängt, ist die Kugelgestalt beeinträchtigt. Unser Haupt wird ganz aus dem Kosmos herausgebildet. Wir müssen ja, wenn wir durch den Tod durchgehen, in unserer Organisation, wie sie uns dann geistig-seelisch bleibt, eigentlich uns anpassen dem ganzen Kosmos. Der ganze Kosmos nimmt uns dann auf. Und ungefähr bis zu dem Zeitpunkte, der in der Mitte drinnen liegt zwischen zwei Inkarnationen — ich habe ihn in einem meiner Mysteriendramen die Mitternachtsstunde des Daseins genannt —, bis zu diesem Zeitpunkt, wenn ich mich so ausdrücken darf, vergrößern wir uns immer in die Umwelt hinein. Wir werden nach und nach ganz identisch mit der Umwelt. Und was da von uns in die Umwelt hinausgeht, das gibt die Konfiguration für das Astralische und das Ätherische der nächsten Inkarnation.
[ 17 ] Das ist dasjenige, was im wesentlichen aus dem Kosmos herein die Mutter bestimmt. Durch den Vater und die Befruchtung kommt dasjenige, was im physischen Leibe konfiguriert ist und was im Ich ist. Dieses Ich geht, so wie es dann ist, nach der Mitternachtsstunde des Daseins eigentlich in eine ganz andere Welt über. Es geht in diejenige Welt über, durch die es dann diesen Weg nehmen kann durch die väterliche Natur. Das ist ein außerordentlich bedeutsamer Vorgang. Es ist wirklich so, daß die Zeit bis zur Mitternachtsstunde und von der Mitternachtsstunde an — beide Teile sind ja zwischen Tod und neuer Geburt — eigentlich sehr verschieden sind voneinander. Ich habe diese Erlebnisse in meinem Wiener Vortragszyklus von 1914 von innen aus geschildert. Wenn wir sie mehr von außen anschauen, müssen wir eben sagen: Das Ich wird in der ersten Hälfte, bis zur Mitternachtsstunde, mehr kosmisch und bereitet dasjenige vor im Kosmos, was dann auf dem Umwege durch die Mutter in die nächste Inkarnation hineingeht. Und von der Mitternachtsstunde des Daseins bis zur nächsten Geburt geht das Ich in dasjenige über, was eigentlich in den alten Mysterien Unterwelt genannt wurde, und auf dem Umwege durch diese Unterwelt nimmt es den Weg durch die Befruchtung. Und da kommen im Grunde genommen die zwei Pole des Menschen zusammen durch die Mutter und den Vater, von der Oberwelt und von der Unterwelt. Dieses, was ich jetzt sage, war aus der instinktiven älteren Erkenntnis heraus, wenigstens soviel mir bekannt ist, ein wesentlicher Inhalt der ägyptischen Mysterien. Die ägyptischen Mysterien führten ja ganz besonders die Menschen zu der Erkenntnis gerade dessen, was sie damals die oberen und die unteren Götter nannten, die obere und die untere Götterwelt. Und man kann schon sagen, in dem Befruchtungsakte vollzieht sich ein polarischer Ausgleich der oberen und der unteren Götterwelt, und das Ich geht zwischen dem Tod und einer neuen Geburt zuerst durch diese obere Welt und dann durch die untere Welt. Es ist durchaus in älteren Zeiten nicht diese eigentümliche Nuance schon dagewesen, die heute manche verbinden mit Ober- und Unterwelt. Die obere ist bei den heutigen Menschen immer die gute, und die untere ist immer die schlechte. Diese Nuance war ursprünglich nicht damit verbunden, sondern es waren eben nur die zwei Polaritäten, die an der Gesamtweltbildung teilnehmen mußten. So daß man in der unmittelbaren Erfahrung die Oberwelt mehr als die Lichtwelt wahrnahm, schaute, die untere Welt mehr als die Welt der Schwere: Schwere und Licht als die beiden Polaritäten, mehr nach außen die Sache ausgedrückt. So sehen Sie, daß man im Konkreten die Dinge schildern kann.,/p>
[ 17 ] Das ist dasjenige, was im wesentlichen aus dem Kosmos herein die Mutter bestimmt. Durch den Vater und die Befruchtung kommt dasjenige, was im physischen Leibe konfiguriert ist und was im Ich ist. Dieses Ich geht, so wie es dann ist, nach der Mitternachtsstunde des Daseins eigentlich in eine ganz andere Welt über. Es geht in diejenige Welt über, durch die es dann diesen Weg nehmen kann durch die väterliche Natur. Das ist ein außerordentlich bedeutsamer Vorgang. Es ist wirklich so, daß die Zeit bis zur Mitternachtsstunde und von der Mitternachtsstunde an — beide Teile sind ja zwischen Tod und neuer Geburt — eigentlich sehr verschieden sind voneinander. Ich habe diese Erlebnisse in meinem Wiener Vortragszyklus von 1914 von innen aus geschildert. Wenn wir sie mehr von außen anschauen, müssen wir eben sagen: Das Ich wird in der ersten Hälfte, bis zur Mitternachtsstunde, mehr kosmisch und bereitet dasjenige vor im Kosmos, was dann auf dem Umwege durch die Mutter in die nächste Inkarnation hineingeht. Und von der Mitternachtsstunde des Daseins bis zur nächsten Geburt geht das Ich in dasjenige über, was eigentlich in den alten Mysterien Unterwelt genannt wurde, und auf dem Umwege durch diese Unterwelt nimmt es den Weg durch die Befruchtung. Und da kommen im Grunde genommen die zwei Pole des Menschen zusammen durch die Mutter und den Vater, von der Oberwelt und von der Unterwelt. Dieses, was ich jetzt sage, war aus der instinktiven älteren Erkenntnis heraus, wenigstens soviel mir bekannt ist, ein wesentlicher Inhalt der ägyptischen Mysterien. Die ägyptischen Mysterien führten ja ganz besonders die Menschen zu der Erkenntnis gerade dessen, was sie damals die oberen und die unteren Götter nannten, die obere und die untere Götterwelt. Und man kann schon sagen, in dem Befruchtungsakte vollzieht sich ein polarischer Ausgleich der oberen und der unteren Götterwelt, und das Ich geht zwischen dem Tod und einer neuen Geburt zuerst durch diese obere Welt und dann durch die untere Welt. Es ist durchaus in älteren Zeiten nicht diese eigentümliche Nuance schon dagewesen, die heute manche verbinden mit Ober- und Unterwelt. Die obere ist bei den heutigen Menschen immer die gute, und die untere ist immer die schlechte. Diese Nuance war ursprünglich nicht damit verbunden, sondern es waren eben nur die zwei Polaritäten, die an der Gesamtweltbildung teilnehmen mußten. So daß man in der unmittelbaren Erfahrung die Oberwelt mehr als die Lichtwelt wahrnahm, schaute, die untere Welt mehr als die Welt der Schwere: Schwere und Licht als die beiden Polaritäten, mehr nach außen die Sache ausgedrückt. So sehen Sie, daß man im Konkreten die Dinge schildern kann.,/p>
[ 18 ] Ich habe Ihnen für die andern Organe gesagt, daß das Ausfließen halluzinatorisches Leben werden kann, insbesondere was aus dem Lebersystem herausgepreßt wird. Wenn aber das Herz seinen Inhalt auspreßt, dann ist es also eigentlich das System von Kräften, herausgedrängt und ins Bewußtsein gebracht, das in der nächsten Inkarnation jene eigentümliche Veranlagung, sein Karma auszuleben, hervorruft. Wenn man beobachtet, wie das Karma sich auswirkt, so kann man ja sagen: Es läßt sich eigentlich dieses Ausleben des Karma von der Seite der Menschen nur schildern wie eine Art von Hunger und Sättigung. — Das muß man so auffassen. Gehen wir zunächst vom Standpunkt der gewöhnlichen Lebensanschauung aus, nehmen wir ein markantes Ereignis: Eine Frau begegnet einem Mann und fängt an, ihn zu lieben. — Nun ja, das ist wirklich ungefähr so angesehen, wie wenn Sie aus der Sixtinischen Madonna ein Stückchen herausschneiden würden, zum Beispiel gerade ein Fingerchen vom Jesusknaben herausschneiden und das anschauen würden. Sie haben natürlich ein Stück von der Sixtinischen Madonna, aber Sie sehen nichts. So sehen Sie auch nichts, wenn Sie anschauen: Eine Frau begegnet einem Mann und fängt an, ihn zu lieben. — Denn so ist es nicht, das muß man nach vorne zurückverfolgen. Bevor die Frau an den Mann herangekommen ist, ist sie an andere Orte der Welt gegangen, ist früher woanders gewesen, noch früher wieder woanders gewesen. Sie können überall Gründe finden, warum die Frau von dem einen Ort zu dem andern gegangen ist. Das verbirgt sich natürlich im Unterbewußten, aber es ist Vernunft darinnen, es ist durchaus Zusammenhang darinnen, und man kann, wenn man zurückgeht bis in die Kindheit, den Weg zurückverfolgen. Die betreffende Frau — dabei soll niemandem etwas aufgemutzt werden —, die geht durchaus die Wege vom Anfange an, die dann landen in dem betreffenden Ereignis. Der Mensch, wenn er geboren wird, hat Hunger, das zu tun, was er tut, und er läßt nicht früher nach, bis die Sättigung kommt. Das Hindrängen zum karmischen Ereignis ist eine Folge eines solchen allgemeinen spirituellen Hungergefühles; man wird hingetrieben. Das ist einmal der ganze Mensch: er hat solche Kräfte in sich zu späteren Ereignissen trotz der Freiheit, die trotzdem vorhanden ist, aber die spielt ja auf einem andern Gebiete. Der Mensch trägt diese Kräfte in sich. Nun, diese Kräfte, die da als ein solcher Hunger sich äußern, der dann zur karmischen Erfüllung führt, diese Kräfte, die so sich ausleben, die werden im Herzen konzentriert. Und wenn sie ausgepreßt werden und also in der jetzigen Inkarnation ins Bewußtsein kommen: sie bleiben deshalb im Herzen doch vorhanden, aber sie kommen ins Bewußtsein herein, es bilden sich Bilder von ihnen, die dann Anregungen bilden; dann gibt das die Tobsucht. Tobsucht ist im Grunde genommen nichts anderes — man kann das in der Realität studieren — als das in dieser Inkarnation verfrühte Ausleben einer Karmakraft für die folgende Inkarnation. Bedenken Sie, wie anders man sich angewöhnen muß, die Weltereignisse anzusehen, wenn man diese Zusammenhänge erfaßt. Natürlich, wenn man ein tobsüchtiger Mensch ist in seiner gegenwärtigen Inkarnation, oder wenn man gar jener König gewesen wäre, der einmal in Spanien regiert hat, so sagt man: Wenn ihm Gott die Welt zu schaffen überlassen haben würde, so würde er es besser gemacht haben. — Und so stellen ja die Leute Fragen, wie: Warum hat Gott die Tobsucht erschaffen? — Es hat die Tobsucht schon ihre ganz guten Gründe, aber alles, was in der Welt wirkt, kann eben auch deplaciert zum Vorschein kommen. Und dieses deplacierte ZumVorschein-Kommen, das in diesem Falle namentlich durch luziferische Kräfte bewirkt wird — alles, was verfrüht bewirkt wird in der Welt, wird durch luziferische Kräfte bewirkt —, dieses Zum-Vorschein-Kommen der karmischen Kräfte der nächsten Inkarnation in einer früheren Inkarnation bildet die Tobsucht. Sie sehen, man kann förmlich in den Abnormitäten eines gegenwärtigen Lebens dasjenige studieren, was sich in die andern Leben hinüber fortsetzen soll.
[ 18 ] Ich habe Ihnen für die andern Organe gesagt, daß das Ausfließen halluzinatorisches Leben werden kann, insbesondere was aus dem Lebersystem herausgepreßt wird. Wenn aber das Herz seinen Inhalt auspreßt, dann ist es also eigentlich das System von Kräften, herausgedrängt und ins Bewußtsein gebracht, das in der nächsten Inkarnation jene eigentümliche Veranlagung, sein Karma auszuleben, hervorruft. Wenn man beobachtet, wie das Karma sich auswirkt, so kann man ja sagen: Es läßt sich eigentlich dieses Ausleben des Karma von der Seite der Menschen nur schildern wie eine Art von Hunger und Sättigung. — Das muß man so auffassen. Gehen wir zunächst vom Standpunkt der gewöhnlichen Lebensanschauung aus, nehmen wir ein markantes Ereignis: Eine Frau begegnet einem Mann und fängt an, ihn zu lieben. — Nun ja, das ist wirklich ungefähr so angesehen, wie wenn Sie aus der Sixtinischen Madonna ein Stückchen herausschneiden würden, zum Beispiel gerade ein Fingerchen vom Jesusknaben herausschneiden und das anschauen würden. Sie haben natürlich ein Stück von der Sixtinischen Madonna, aber Sie sehen nichts. So sehen Sie auch nichts, wenn Sie anschauen: Eine Frau begegnet einem Mann und fängt an, ihn zu lieben. — Denn so ist es nicht, das muß man nach vorne zurückverfolgen. Bevor die Frau an den Mann herangekommen ist, ist sie an andere Orte der Welt gegangen, ist früher woanders gewesen, noch früher wieder woanders gewesen. Sie können überall Gründe finden, warum die Frau von dem einen Ort zu dem andern gegangen ist. Das verbirgt sich natürlich im Unterbewußten, aber es ist Vernunft darinnen, es ist durchaus Zusammenhang darinnen, und man kann, wenn man zurückgeht bis in die Kindheit, den Weg zurückverfolgen. Die betreffende Frau — dabei soll niemandem etwas aufgemutzt werden —, die geht durchaus die Wege vom Anfange an, die dann landen in dem betreffenden Ereignis. Der Mensch, wenn er geboren wird, hat Hunger, das zu tun, was er tut, und er läßt nicht früher nach, bis die Sättigung kommt. Das Hindrängen zum karmischen Ereignis ist eine Folge eines solchen allgemeinen spirituellen Hungergefühles; man wird hingetrieben. Das ist einmal der ganze Mensch: er hat solche Kräfte in sich zu späteren Ereignissen trotz der Freiheit, die trotzdem vorhanden ist, aber die spielt ja auf einem andern Gebiete. Der Mensch trägt diese Kräfte in sich. Nun, diese Kräfte, die da als ein solcher Hunger sich äußern, der dann zur karmischen Erfüllung führt, diese Kräfte, die so sich ausleben, die werden im Herzen konzentriert. Und wenn sie ausgepreßt werden und also in der jetzigen Inkarnation ins Bewußtsein kommen: sie bleiben deshalb im Herzen doch vorhanden, aber sie kommen ins Bewußtsein herein, es bilden sich Bilder von ihnen, die dann Anregungen bilden; dann gibt das die Tobsucht. Tobsucht ist im Grunde genommen nichts anderes — man kann das in der Realität studieren — als das in dieser Inkarnation verfrühte Ausleben einer Karmakraft für die folgende Inkarnation. Bedenken Sie, wie anders man sich angewöhnen muß, die Weltereignisse anzusehen, wenn man diese Zusammenhänge erfaßt. Natürlich, wenn man ein tobsüchtiger Mensch ist in seiner gegenwärtigen Inkarnation, oder wenn man gar jener König gewesen wäre, der einmal in Spanien regiert hat, so sagt man: Wenn ihm Gott die Welt zu schaffen überlassen haben würde, so würde er es besser gemacht haben. — Und so stellen ja die Leute Fragen, wie: Warum hat Gott die Tobsucht erschaffen? — Es hat die Tobsucht schon ihre ganz guten Gründe, aber alles, was in der Welt wirkt, kann eben auch deplaciert zum Vorschein kommen. Und dieses deplacierte ZumVorschein-Kommen, das in diesem Falle namentlich durch luziferische Kräfte bewirkt wird — alles, was verfrüht bewirkt wird in der Welt, wird durch luziferische Kräfte bewirkt —, dieses Zum-Vorschein-Kommen der karmischen Kräfte der nächsten Inkarnation in einer früheren Inkarnation bildet die Tobsucht. Sie sehen, man kann förmlich in den Abnormitäten eines gegenwärtigen Lebens dasjenige studieren, was sich in die andern Leben hinüber fortsetzen soll.
[ 19 ] Sie können sich doch denken, was für ein gewaltiger Unterschied ist zwischen dem, was jetzt durch unsere ganze Inkarnation im Herzen ruht, und dem Zustand, in dem dasselbe sein wird, wenn es die ganze lange Entwickelung durchgemacht hat zwischen dem Tode und einer neuen Geburt und dann in einem neuen Leben im äußeren Verhalten des Menschen zum Vorschein kommt. Dennoch, wenn Sie in das Innere Ihres Herzen hineinschauen, so können Sie — allerdings jetzt in Latenz, nicht in einem voll ausgeführten Bilde — ziemlich gut wahrnehmen, was Sie im nächsten Leben treiben werden. Man kann also nicht nur im allgemeinen, in abstracto sagen: Es bereitet sich im gegenwärtigen Leben vor, was im nächsten Leben sich karmisch auswirkt —, sondern man kann geradezu, ich möchte sagen, die Kassette aufweisen, worin das Karma der folgenden Zeiten ruht. Das sind die Dinge, die ganz im Konkreten durchschaut werden müssen, wenn man wirkliche Geisteswissenschaft treiben will.
[ 19 ] Sie können sich doch denken, was für ein gewaltiger Unterschied ist zwischen dem, was jetzt durch unsere ganze Inkarnation im Herzen ruht, und dem Zustand, in dem dasselbe sein wird, wenn es die ganze lange Entwickelung durchgemacht hat zwischen dem Tode und einer neuen Geburt und dann in einem neuen Leben im äußeren Verhalten des Menschen zum Vorschein kommt. Dennoch, wenn Sie in das Innere Ihres Herzen hineinschauen, so können Sie — allerdings jetzt in Latenz, nicht in einem voll ausgeführten Bilde — ziemlich gut wahrnehmen, was Sie im nächsten Leben treiben werden. Man kann also nicht nur im allgemeinen, in abstracto sagen: Es bereitet sich im gegenwärtigen Leben vor, was im nächsten Leben sich karmisch auswirkt —, sondern man kann geradezu, ich möchte sagen, die Kassette aufweisen, worin das Karma der folgenden Zeiten ruht. Das sind die Dinge, die ganz im Konkreten durchschaut werden müssen, wenn man wirkliche Geisteswissenschaft treiben will.
[ 20 ] Nun können Sie sich doch denken, was für eine ungeheure Bedeutung diese Dinge einmal gewinnen werden, wenn man sie studieren wird und zur allgemeinen Bildung machen wird. Was weiß denn die heutige Medizin von der Möglichkeit einer Leberkrankheit, von der Möglichkeit einer Herzkrankheit, da sie ja das Allerwichtigste nicht kennt: wozu diese Organe da sind! Das kennt sie ja doch nicht. Sie findet nicht einmal einen richtigen Zusammenhang zwischen Erregungshalluzinationen und, sagen wir, dem Nierensystem, währenddem die ruhigen Halluzinationen, die Halluzinationen, die bloß auftreten und da sind, wie ich gerade vorhin ausgeführt habe, sozusagen Leberhalluzinationen sind. Solche Halluzinationen, die so auftreten, daß sie am Menschen herumkriechen, möchte ich sagen, die dazu führen, daß der Betreffende die Dinge so abstreifen möchte, die kommen aus dem Nierensystem. Das sind die Erregungshalluzinationen, die mit dem emotionellen System, mit dem Temperamentssystem zu tun haben. Man kann aus diesen Dingen heraus, aus solchen Symptomen heraus viel sicherer diagnostizieren als aus den diagnostischen Mitteln, die heute vielfach angewendet werden. Und sehr unsicher sind rein äußerliche diagnostische Mittel gegenüber dem, was solche Diagnosen ergeben würden, wenn man diese Dinge studieren würde.
[ 20 ] Nun können Sie sich doch denken, was für eine ungeheure Bedeutung diese Dinge einmal gewinnen werden, wenn man sie studieren wird und zur allgemeinen Bildung machen wird. Was weiß denn die heutige Medizin von der Möglichkeit einer Leberkrankheit, von der Möglichkeit einer Herzkrankheit, da sie ja das Allerwichtigste nicht kennt: wozu diese Organe da sind! Das kennt sie ja doch nicht. Sie findet nicht einmal einen richtigen Zusammenhang zwischen Erregungshalluzinationen und, sagen wir, dem Nierensystem, währenddem die ruhigen Halluzinationen, die Halluzinationen, die bloß auftreten und da sind, wie ich gerade vorhin ausgeführt habe, sozusagen Leberhalluzinationen sind. Solche Halluzinationen, die so auftreten, daß sie am Menschen herumkriechen, möchte ich sagen, die dazu führen, daß der Betreffende die Dinge so abstreifen möchte, die kommen aus dem Nierensystem. Das sind die Erregungshalluzinationen, die mit dem emotionellen System, mit dem Temperamentssystem zu tun haben. Man kann aus diesen Dingen heraus, aus solchen Symptomen heraus viel sicherer diagnostizieren als aus den diagnostischen Mitteln, die heute vielfach angewendet werden. Und sehr unsicher sind rein äußerliche diagnostische Mittel gegenüber dem, was solche Diagnosen ergeben würden, wenn man diese Dinge studieren würde.
[ 21 ] Nun hängen aber alle diese Dinge mit der Außenwelt zusammen. Ich sagte, die Lunge als innerliches Organ, als Organsystem, sie enthält eigentlich zusammengepreßt die Zwangsgedanken und alles das, was wir aufnehmen, indem wir die äußeren Dinge wahrnehmen und diese in der Lunge eben konzentrieren. In ganz anderer Weise verhält sich dann die Leber zur Außenwelt. Dadurch, daß die Lunge gerade, ich möchte sagen, das Gedankenmaterial bewahrt, dadurch ist die Lunge ganz anders konfiguriert. Sie hängt mehr zusammen mit dem irdischen Elemente, mit dem Erdenelemente; die Leber, die das Halluzinieren im besonderen birgt, das ruhige Halluzinieren, das erscheinende Halluzinieren, die hängt zusammen mit dem Wassersystem, mit dem Wasser also. Und das Nierensystem, es klingt paradox, hängt mit dem Luftelement zusammen. Man meint natürlich, das müsse die Lunge sein, aber die Lunge hängt mit dem Erdenelemente zusammen als Organ, allerdings nicht nur mit ihm. Dagegen mit dem Luftelemente hängt als Organ zusammen gerade das Nierensystem, und das Herzsystem hängt mit dem Wärmeelemente zusammen als Organ; es ist ganz aus dem Wärmeelemente herausgebildet. Also dieses Element, das das geistigste ist, das ist auch dasjenige, was dann aufnimmt in diese ungemein feinen Wärmestrukturen, die wir ja auch, ich möchte sagen, im Wärmeorganismus haben, die Anlage für das Karma.
[ 21 ] Nun hängen aber alle diese Dinge mit der Außenwelt zusammen. Ich sagte, die Lunge als innerliches Organ, als Organsystem, sie enthält eigentlich zusammengepreßt die Zwangsgedanken und alles das, was wir aufnehmen, indem wir die äußeren Dinge wahrnehmen und diese in der Lunge eben konzentrieren. In ganz anderer Weise verhält sich dann die Leber zur Außenwelt. Dadurch, daß die Lunge gerade, ich möchte sagen, das Gedankenmaterial bewahrt, dadurch ist die Lunge ganz anders konfiguriert. Sie hängt mehr zusammen mit dem irdischen Elemente, mit dem Erdenelemente; die Leber, die das Halluzinieren im besonderen birgt, das ruhige Halluzinieren, das erscheinende Halluzinieren, die hängt zusammen mit dem Wassersystem, mit dem Wasser also. Und das Nierensystem, es klingt paradox, hängt mit dem Luftelement zusammen. Man meint natürlich, das müsse die Lunge sein, aber die Lunge hängt mit dem Erdenelemente zusammen als Organ, allerdings nicht nur mit ihm. Dagegen mit dem Luftelemente hängt als Organ zusammen gerade das Nierensystem, und das Herzsystem hängt mit dem Wärmeelemente zusammen als Organ; es ist ganz aus dem Wärmeelemente herausgebildet. Also dieses Element, das das geistigste ist, das ist auch dasjenige, was dann aufnimmt in diese ungemein feinen Wärmestrukturen, die wir ja auch, ich möchte sagen, im Wärmeorganismus haben, die Anlage für das Karma.
[ 22 ] Da nun wiederum der ganze Mensch mit der Außenwelt in Beziehung steht, so können Sie sich sagen: Also Lunge wird mit der Außenwelt eine besondere Beziehung haben in bezug auf das erdige Element, Leber in bezug auf das wässerige Element. — Sehen Sie nun auf die erdigen Qualitäten der Pflanzen hin, so haben Sie in diesen die Heilmittel zu suchen für alles das — aber allerdings ist das im weitesten Umkreise dann aufzufassen —, was mit Erkrankungen zusammenhängt, die in der Lunge ihren Ursprung haben. Nehmen Sie dasjenige, was in der Pflanze zirkuliert, was mehr die Säftezirkulation der Pflanzen ausmacht, so haben Sie darinnen das Heilmittel zu suchen für alles, was mit der Leberorganisation zusammenhängt. Und so ergibt ein Studium des Wechselverhältnisses der Organe mit der Umwelt tatsächlich auch die Grundlage für eine rationelle Therapie.
[ 22 ] Da nun wiederum der ganze Mensch mit der Außenwelt in Beziehung steht, so können Sie sich sagen: Also Lunge wird mit der Außenwelt eine besondere Beziehung haben in bezug auf das erdige Element, Leber in bezug auf das wässerige Element. — Sehen Sie nun auf die erdigen Qualitäten der Pflanzen hin, so haben Sie in diesen die Heilmittel zu suchen für alles das — aber allerdings ist das im weitesten Umkreise dann aufzufassen —, was mit Erkrankungen zusammenhängt, die in der Lunge ihren Ursprung haben. Nehmen Sie dasjenige, was in der Pflanze zirkuliert, was mehr die Säftezirkulation der Pflanzen ausmacht, so haben Sie darinnen das Heilmittel zu suchen für alles, was mit der Leberorganisation zusammenhängt. Und so ergibt ein Studium des Wechselverhältnisses der Organe mit der Umwelt tatsächlich auch die Grundlage für eine rationelle Therapie.
[ 23 ] Unsere gegenwärtige Therapie ist ein Sammelsurium von empirischen Notizen. Zu einer wirklichen rationellen Therapie kann man erst kommen, wenn man auf diese Weise die Wechselbeziehungen zwischen der Organwelt im menschlichen Inneren und der Außenwelt studiert. Allerdings muß man dann überwinden die wollüstige Sehnsucht nach der subjektiven Mystik. Wenn man durchaus nicht weiterkommen will als bis zu dem bekannten Gottesflämmchen des Meister Eckhart und so weiter, wenn man bloß Wollust im Inneren ausgießen, schöne Bilder haben will und nicht durchdringen will durch dieses ganze Element zu der konkreten Konfiguration der inneren Organe, dann kann man auch nicht zu wirklich bedeutsamen therapeutischen Erkenntnissen durchdringen. Denn diese therapeutischen Erkenntnisse ergeben sich auf dem Wege echter Mystik, die also zum Konkreten des Inneren des Menschen aufrückt. Ebenso wie wir da in das Innere des Menschen hineindringen und auf dem Umwege durch dieses Innere kennenlernen das Herübergehen durch die Inkarnationen, ebenso wie wir also dieses innere Leben des Menschen kennenlernen, gelangen wir, wenn wir das Äußere betrachten, durch die Sinneswelt, durch den Sinnesteppich hindurch ins Geistige. Da kommen wir in die Welt der geistigen Hierarchien hinauf, die wir nicht auf dem Umwege durch innere Mystik gefunden haben, sondern die werden auf dem Wege durch eine tiefere Anschauung der äußeren Welt gefunden. Und auf diesem Wege ergibt sich auch dasjenige, was man ja dann zuerst in Analogien ausdrücken kann. Aber es sind nicht bloße Analogien, sondern es sind da durchaus tiefere Beziehungen vorhanden.
[ 23 ] Unsere gegenwärtige Therapie ist ein Sammelsurium von empirischen Notizen. Zu einer wirklichen rationellen Therapie kann man erst kommen, wenn man auf diese Weise die Wechselbeziehungen zwischen der Organwelt im menschlichen Inneren und der Außenwelt studiert. Allerdings muß man dann überwinden die wollüstige Sehnsucht nach der subjektiven Mystik. Wenn man durchaus nicht weiterkommen will als bis zu dem bekannten Gottesflämmchen des Meister Eckhart und so weiter, wenn man bloß Wollust im Inneren ausgießen, schöne Bilder haben will und nicht durchdringen will durch dieses ganze Element zu der konkreten Konfiguration der inneren Organe, dann kann man auch nicht zu wirklich bedeutsamen therapeutischen Erkenntnissen durchdringen. Denn diese therapeutischen Erkenntnisse ergeben sich auf dem Wege echter Mystik, die also zum Konkreten des Inneren des Menschen aufrückt. Ebenso wie wir da in das Innere des Menschen hineindringen und auf dem Umwege durch dieses Innere kennenlernen das Herübergehen durch die Inkarnationen, ebenso wie wir also dieses innere Leben des Menschen kennenlernen, gelangen wir, wenn wir das Äußere betrachten, durch die Sinneswelt, durch den Sinnesteppich hindurch ins Geistige. Da kommen wir in die Welt der geistigen Hierarchien hinauf, die wir nicht auf dem Umwege durch innere Mystik gefunden haben, sondern die werden auf dem Wege durch eine tiefere Anschauung der äußeren Welt gefunden. Und auf diesem Wege ergibt sich auch dasjenige, was man ja dann zuerst in Analogien ausdrücken kann. Aber es sind nicht bloße Analogien, sondern es sind da durchaus tiefere Beziehungen vorhanden.
[ 24 ] Wir atmen, nicht wahr, und ich habe Ihnen das letzte Mal die Atemzüge ausgerechnet für vierundzwanzig Stunden. Rechnen wir achtzehn Atemzüge auf die Minute, so haben wir in der Stunde sechzig mal achtzehn, und in vierundzwanzig Stunden 25920 Atemzüge in Tag und Nacht. Wenn Sie nun einen andern Rhythmus im Menschen nehmen, so ist es der Rhythmus von Tag und Nacht selber. Am Morgen beim Aufwachen saugen Sie in Ihren physischen Leib und Ätherleib hinein den Astralleib und das Ich. Es ist auch ein Atmen. Sie atmen morgens herein, und Sie atmen am Abend beim Einschlafen den astralischen Leib und das Ich wieder aus, also ein Atemzug in vierundzwanzig Stunden, in einem Tag. Das sind dreihundertfünfundsechzig solche Atemzüge im Jahr. Und nehmen Sie das Durchschnittsalter eines Menschen, zweiundsiebzig Jahre, so haben Sie ungefähr dieselbe Zahl; würde ich nicht zweiundsiebzig genommen haben, sondern etwas darunter, so würde ich dieselbe Zahl bekommen haben. Das heißt, wenn Sie das gesamte irdische Leben des Menschen nehmen und Sie sehen in einem Tag im Einschlafen und Aufwachen einen Atemzug, so haben Sie in einem Leben auch so viel solches Ein- und Ausatmen des astralischen Leibes und des Ich, wie Sie in vierundzwanzig Stunden Atemzüge haben. Sie machen während eines Lebens auch so viel solche Atemzüge, die im Ausatmen und Einatmen des Ich und des astralischen Leibes bestehen. Diese Rhythmen entsprechen sich durchaus, und wir sehen, wie da der Mensch in die Welt eingefügt ist. Das Leben des Tages, Sonnenauf- und -untergang, also das einmalige Herumgehen entspricht einem inneren Sonnenauf- und -untergang, der von der Geburt bis zum Tode dauert.
[ 24 ] Wir atmen, nicht wahr, und ich habe Ihnen das letzte Mal die Atemzüge ausgerechnet für vierundzwanzig Stunden. Rechnen wir achtzehn Atemzüge auf die Minute, so haben wir in der Stunde sechzig mal achtzehn, und in vierundzwanzig Stunden 25920 Atemzüge in Tag und Nacht. Wenn Sie nun einen andern Rhythmus im Menschen nehmen, so ist es der Rhythmus von Tag und Nacht selber. Am Morgen beim Aufwachen saugen Sie in Ihren physischen Leib und Ätherleib hinein den Astralleib und das Ich. Es ist auch ein Atmen. Sie atmen morgens herein, und Sie atmen am Abend beim Einschlafen den astralischen Leib und das Ich wieder aus, also ein Atemzug in vierundzwanzig Stunden, in einem Tag. Das sind dreihundertfünfundsechzig solche Atemzüge im Jahr. Und nehmen Sie das Durchschnittsalter eines Menschen, zweiundsiebzig Jahre, so haben Sie ungefähr dieselbe Zahl; würde ich nicht zweiundsiebzig genommen haben, sondern etwas darunter, so würde ich dieselbe Zahl bekommen haben. Das heißt, wenn Sie das gesamte irdische Leben des Menschen nehmen und Sie sehen in einem Tag im Einschlafen und Aufwachen einen Atemzug, so haben Sie in einem Leben auch so viel solches Ein- und Ausatmen des astralischen Leibes und des Ich, wie Sie in vierundzwanzig Stunden Atemzüge haben. Sie machen während eines Lebens auch so viel solche Atemzüge, die im Ausatmen und Einatmen des Ich und des astralischen Leibes bestehen. Diese Rhythmen entsprechen sich durchaus, und wir sehen, wie da der Mensch in die Welt eingefügt ist. Das Leben des Tages, Sonnenauf- und -untergang, also das einmalige Herumgehen entspricht einem inneren Sonnenauf- und -untergang, der von der Geburt bis zum Tode dauert.
[ 25 ] Sie sehen, der Mensch gliedert sich da in die ganze Welt hinein. Und ich möchte heute diese Betrachtung damit abschließen, daß ich Sie auf eine Idee hinweise, die ich Sie bitte, ein bißchen durchzudenken, durchzumeditieren. Die heutige Wissenschaft stellt sich vor: Das ist das Weltgeschehen. In diesem Weltgeschehen ist einmal die Erde entstanden. Dann wird wiederum die Erde, wenn die Entropie erfüllt ist, in den Wärmetod aufgehen und so weiter. — Wenn man heute sich so eine Anschauung bildet wie die Kopernikanische oder irgendeinen modifizierten Kopernikanismus, dann nimmt man eigentlich nur Rücksicht auf die Kräfte, die den Urnebel gebildet haben und so weiter, und das Menschenleben ist dabei im Grunde genommen das fünfte Rad am Wagen. Denn der Geologe, der Astronom sieht ja gar nicht hin auf den Menschen. Es fällt ihm gar nicht ein, die Ursache für eine künftige Weltgestaltung im Menschen irgendwie zu suchen. Der Mensch ist überall dadrinnen in diesem Weltgeschehen, aber er ist das fünfte Rad am Wagen. Das Weltgeschehen läuft ab, er hat nichts damit zu tun. Stellen Sie sich aber das so vor: Dieses ganze Weltgeschehen nimmt ein Ende, hört da auf, verliert sich im Raume. Es hört auf, und für das, was dann da weiter draußen geschieht, liegen die Ursachen immer innerhalb der menschlichen Haut, im Menschen; die setzen sich fort. Und dasjenige, was hier Welt ist, das ist nur innerhalb des Menschen veranlagt in der Vorzeit. — So ist es nämlich in Wirklichkeit. Und wie uns Weisheitsbücher solche Dinge überhaupt in ihrer Sprache sagen, so weist auf diese Dinge hin das Wort des Christus Jesus: «Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.» Alles, was materielle Welt ist, sinkt hin, aber dasjenige, was aus dem Geiste und der Seele kommt und in Worten sich ausspricht, das überlebt den Niedergang der Welt und lebt sich in die Zukunft hinein. Die Ursachen für die Zukunft liegen nicht außerhalb unserer Haut, die haben nicht die Geologen zu untersuchen, sondern die haben wir im Inneren zu suchen, in den nach inwärts liegenden Kräften unserer Organisation, die zunächst in unser nächstes Erdenleben hinübergehen, aber dann weitergehen in andere Metamorphosen. So daß, wenn Sie die Zukunft der Welt suchen, Sie in den Menschen hineinschauen müssen. Das was äußerlich ist, das vergeht ganz.
[ 25 ] Sie sehen, der Mensch gliedert sich da in die ganze Welt hinein. Und ich möchte heute diese Betrachtung damit abschließen, daß ich Sie auf eine Idee hinweise, die ich Sie bitte, ein bißchen durchzudenken, durchzumeditieren. Die heutige Wissenschaft stellt sich vor: Das ist das Weltgeschehen. In diesem Weltgeschehen ist einmal die Erde entstanden. Dann wird wiederum die Erde, wenn die Entropie erfüllt ist, in den Wärmetod aufgehen und so weiter. — Wenn man heute sich so eine Anschauung bildet wie die Kopernikanische oder irgendeinen modifizierten Kopernikanismus, dann nimmt man eigentlich nur Rücksicht auf die Kräfte, die den Urnebel gebildet haben und so weiter, und das Menschenleben ist dabei im Grunde genommen das fünfte Rad am Wagen. Denn der Geologe, der Astronom sieht ja gar nicht hin auf den Menschen. Es fällt ihm gar nicht ein, die Ursache für eine künftige Weltgestaltung im Menschen irgendwie zu suchen. Der Mensch ist überall dadrinnen in diesem Weltgeschehen, aber er ist das fünfte Rad am Wagen. Das Weltgeschehen läuft ab, er hat nichts damit zu tun. Stellen Sie sich aber das so vor: Dieses ganze Weltgeschehen nimmt ein Ende, hört da auf, verliert sich im Raume. Es hört auf, und für das, was dann da weiter draußen geschieht, liegen die Ursachen immer innerhalb der menschlichen Haut, im Menschen; die setzen sich fort. Und dasjenige, was hier Welt ist, das ist nur innerhalb des Menschen veranlagt in der Vorzeit. — So ist es nämlich in Wirklichkeit. Und wie uns Weisheitsbücher solche Dinge überhaupt in ihrer Sprache sagen, so weist auf diese Dinge hin das Wort des Christus Jesus: «Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.» Alles, was materielle Welt ist, sinkt hin, aber dasjenige, was aus dem Geiste und der Seele kommt und in Worten sich ausspricht, das überlebt den Niedergang der Welt und lebt sich in die Zukunft hinein. Die Ursachen für die Zukunft liegen nicht außerhalb unserer Haut, die haben nicht die Geologen zu untersuchen, sondern die haben wir im Inneren zu suchen, in den nach inwärts liegenden Kräften unserer Organisation, die zunächst in unser nächstes Erdenleben hinübergehen, aber dann weitergehen in andere Metamorphosen. So daß, wenn Sie die Zukunft der Welt suchen, Sie in den Menschen hineinschauen müssen. Das was äußerlich ist, das vergeht ganz.


[ 26 ] Das 19. Jahrhundert hat eine Barriere aufgerichtet gegen diese Erkenntnis, und diese Barriere heißt das Gesetz von der Erhaltung der Energie. Das Gesetz von der Erhaltung der Energie setzt eben die um den Menschen herumliegenden Kräfte fort. Das wird aber alles vergehen, verschwinden. Und dasjenige, was im Menschen erst entsteht, das bildet Zukunft. Das Gesetz von der Erhaltung der Energie ist das Falscheste, das man sich denken kann. In Wirklichkeit aufgefaßt heißt das nichts anderes, als eben den Menschen zum fünften Rad im Weltgeschehen zu machen. Aber nicht das Wort von der Erhaltung der Energie ist richtig, sondern das andere Wort: «Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.» Das ist das richtige Wort. Nur stehen diese zwei Worte in diametralem Gegensatz. Und nichts weiter als Gedankenlosigkeit ist es, daß heute gewisse Anhänger von diesen oder jenen positiven Bekenntnissen Bibelgläubige und zugleich Anhänger der theoretischen Physik sein wollen. Das ist nichts als eine Unehrlichkeit, die aber heute kulturschöpferisch auftritt, und diese Unehrlichkeit muß aus dem Kulturschöpferischen was aber eigentlich ein Antischöpferisches ist — heraus, wenn wir aus Niedergangskräften in Aufgangskräfte hineinkommen wollen.
[ 26 ] Das 19. Jahrhundert hat eine Barriere aufgerichtet gegen diese Erkenntnis, und diese Barriere heißt das Gesetz von der Erhaltung der Energie. Das Gesetz von der Erhaltung der Energie setzt eben die um den Menschen herumliegenden Kräfte fort. Das wird aber alles vergehen, verschwinden. Und dasjenige, was im Menschen erst entsteht, das bildet Zukunft. Das Gesetz von der Erhaltung der Energie ist das Falscheste, das man sich denken kann. In Wirklichkeit aufgefaßt heißt das nichts anderes, als eben den Menschen zum fünften Rad im Weltgeschehen zu machen. Aber nicht das Wort von der Erhaltung der Energie ist richtig, sondern das andere Wort: «Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.» Das ist das richtige Wort. Nur stehen diese zwei Worte in diametralem Gegensatz. Und nichts weiter als Gedankenlosigkeit ist es, daß heute gewisse Anhänger von diesen oder jenen positiven Bekenntnissen Bibelgläubige und zugleich Anhänger der theoretischen Physik sein wollen. Das ist nichts als eine Unehrlichkeit, die aber heute kulturschöpferisch auftritt, und diese Unehrlichkeit muß aus dem Kulturschöpferischen was aber eigentlich ein Antischöpferisches ist — heraus, wenn wir aus Niedergangskräften in Aufgangskräfte hineinkommen wollen.



