Human-Becoming, World-Soul and World-Spirit I
Human Beings as Physical and Spiritual Entities
in Their Relationship to the World
GA 205
16 July 1921, Dornach
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Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist I
Zwölfter Vortrag
Zwölfter Vortrag
[ 1 ] Gestern habe ich hier damit geschlossen, daß im Laufe der neueren Zeit eine Verwirrung eingetreten ist in bezug auf die Auffassung, was der in der persischen Dualität sich auslebende Ormuzd-Ahriman eigentlich ist. Ich habe auch darauf aufmerksam gemacht, wie zurückgegangen werden kann zu den älteren europäisch-germanischen Anschauungen, wie zum Beispiel in dem Gedichte, das bekanntgeworden ist als «Muspilli»-Gedicht, als das Gedicht von dem Firmament, der Erde, in durchaus christlicher Form der Gegensatz eines oberen, luziferischen, und eines unteren, ahrimanischen Prinzips zum Ausdrucke gekommen ist. Ich sage, in durchaus christlicher Form, denn es ist nicht infiziert worden von demjenigen, aus dessen Seelenverfassung der Gegensatz des Oben und Unten im Sinne des «Muspilli»-Gedichtes geschwunden ist. Es ist nicht vorausgesetzt worden, daß gewissermaßen zu der oberen Geistigkeit das Christus-Prinzip gehört, sondern es ist zu der oberen Geistigkeit das Elias-Prinzip erhoben, und Elias ist es, der da kämpft mit seinem herabträufelnden Blute gegen den Antichrist, was ja nichts anderes ist, als in christlicher Form das ahrimanische Prinzip ausdrückend. Es ist also in diesen älteren europäisch-germanischen Vorstellungen noch ein deutliches Bewußtsein davon vorhanden, daß man zu unterscheiden habe ein oberes Prinzip und ein unteres Prinzip, obere Kräfte und untere Kräfte, und daß gewissermaßen in dem ChristusPrinzip die Ausgleichung, die Harmonisierung der beiden Prinzipien zu suchen ist. Man wird auch leicht einsehen können, wenn man das Elias-Prinzip nach oben versetzt hat, das Antichristprinzip nach unten, daß dann in dem oberen Prinzip gewissermaßen dasjenige gegeben ist, was nach dem moralischen Impuls der Weltenordnung geht, in dem ahrimanischen Prinzip das, was nach dem intellektuellen Impuls der Weltenentwickelung geht.
[ 1 ] Gestern habe ich hier damit geschlossen, daß im Laufe der neueren Zeit eine Verwirrung eingetreten ist in bezug auf die Auffassung, was der in der persischen Dualität sich auslebende Ormuzd-Ahriman eigentlich ist. Ich habe auch darauf aufmerksam gemacht, wie zurückgegangen werden kann zu den älteren europäisch-germanischen Anschauungen, wie zum Beispiel in dem Gedichte, das bekanntgeworden ist als «Muspilli»-Gedicht, als das Gedicht von dem Firmament, der Erde, in durchaus christlicher Form der Gegensatz eines oberen, luziferischen, und eines unteren, ahrimanischen Prinzips zum Ausdrucke gekommen ist. Ich sage, in durchaus christlicher Form, denn es ist nicht infiziert worden von demjenigen, aus dessen Seelenverfassung der Gegensatz des Oben und Unten im Sinne des «Muspilli»-Gedichtes geschwunden ist. Es ist nicht vorausgesetzt worden, daß gewissermaßen zu der oberen Geistigkeit das Christus-Prinzip gehört, sondern es ist zu der oberen Geistigkeit das Elias-Prinzip erhoben, und Elias ist es, der da kämpft mit seinem herabträufelnden Blute gegen den Antichrist, was ja nichts anderes ist, als in christlicher Form das ahrimanische Prinzip ausdrückend. Es ist also in diesen älteren europäisch-germanischen Vorstellungen noch ein deutliches Bewußtsein davon vorhanden, daß man zu unterscheiden habe ein oberes Prinzip und ein unteres Prinzip, obere Kräfte und untere Kräfte, und daß gewissermaßen in dem ChristusPrinzip die Ausgleichung, die Harmonisierung der beiden Prinzipien zu suchen ist. Man wird auch leicht einsehen können, wenn man das Elias-Prinzip nach oben versetzt hat, das Antichristprinzip nach unten, daß dann in dem oberen Prinzip gewissermaßen dasjenige gegeben ist, was nach dem moralischen Impuls der Weltenordnung geht, in dem ahrimanischen Prinzip das, was nach dem intellektuellen Impuls der Weltenentwickelung geht.
[ 2 ] In einem solchen Bewußtsein vom Oberen und vom Unteren hat man überhaupt eine Polarität gesehen, die in der Weltenordnung vorhanden ist. Wenn man sagt oben und unten, so ist das ja natürlich in einer gewissen Weise auf den Menschen projiziert. Und wir wissen ja, daß der Mensch das Oben und Unten dadurch bestimmt, daß er die wesentlichste Richtung seines Rückgrats vertikal orientiert hat. Dadurch entsteht das Oben und Unten. Das ist also durchaus relativ gemeint. Aber das, worauf heute hingedeutet wird, ganz abgesehen von dem Oben und Unten, das ist ein gewisser polarischer Gegensatz. Dieser polarische Gegensatz tritt uns ja im Menschen in einer außerordentlich komplizierten Weise entgegen. Aber man kann diesen polarischen Gegensatz, ich möchte sagen, mehr veräußerlicht, auch in der Welt studieren, und es ist außerordentlich nützlich, die Weltenordnung gewissermaßen so zu betrachten, daß sie einem durch ganz besondere Erscheinungen, in denen sich gewisse Kräfte radikal ausbilden, verrät, welche Geheimnisse eigentlich in ihr walten.
[ 2 ] In einem solchen Bewußtsein vom Oberen und vom Unteren hat man überhaupt eine Polarität gesehen, die in der Weltenordnung vorhanden ist. Wenn man sagt oben und unten, so ist das ja natürlich in einer gewissen Weise auf den Menschen projiziert. Und wir wissen ja, daß der Mensch das Oben und Unten dadurch bestimmt, daß er die wesentlichste Richtung seines Rückgrats vertikal orientiert hat. Dadurch entsteht das Oben und Unten. Das ist also durchaus relativ gemeint. Aber das, worauf heute hingedeutet wird, ganz abgesehen von dem Oben und Unten, das ist ein gewisser polarischer Gegensatz. Dieser polarische Gegensatz tritt uns ja im Menschen in einer außerordentlich komplizierten Weise entgegen. Aber man kann diesen polarischen Gegensatz, ich möchte sagen, mehr veräußerlicht, auch in der Welt studieren, und es ist außerordentlich nützlich, die Weltenordnung gewissermaßen so zu betrachten, daß sie einem durch ganz besondere Erscheinungen, in denen sich gewisse Kräfte radikal ausbilden, verrät, welche Geheimnisse eigentlich in ihr walten.
[ 3 ] Nun, im Menschen drückt sich ein gewisser Gegensatz weniger deutlich aus, der Ihnen aber sehr deutlich vor das Auge treten kann, wenn Sie die Organisation nur völlig ins Auge fassen. Geradeso wie der Mensch ist ja natürlich auch das Vogelgeschlecht aus der ganzen Weltenordnung herausgewachsen. Aber dieses Vogelgeschlecht, das zeigt uns die in der Welt waltenden Geheimnisse nach einer gewissen Richtung hin wesentlich deutlicher, als wir das zunächst beim Menschen sehen können, bei dem wir es erst dann wiederum in einer komplizierteren Weise anwenden müssen.
[ 3 ] Nun, im Menschen drückt sich ein gewisser Gegensatz weniger deutlich aus, der Ihnen aber sehr deutlich vor das Auge treten kann, wenn Sie die Organisation nur völlig ins Auge fassen. Geradeso wie der Mensch ist ja natürlich auch das Vogelgeschlecht aus der ganzen Weltenordnung herausgewachsen. Aber dieses Vogelgeschlecht, das zeigt uns die in der Welt waltenden Geheimnisse nach einer gewissen Richtung hin wesentlich deutlicher, als wir das zunächst beim Menschen sehen können, bei dem wir es erst dann wiederum in einer komplizierteren Weise anwenden müssen.
[ 4 ] Was ist denn das Charakteristische des Vogelgeschlechtes? Das Charakteristische des Vogelgeschlechtes ist, daß der Vogel vor unsere Weltenordnung, insoweit sie uns in der physischen Sphäre gegeben ist, zunächst in der Eiform an die äußere Weltöffentlichkeit tritt, wenn ich so sagen darf. Der Vogel tritt in der Eiform vor die Weltöffentlichkeit. Dann muß das Ei zerschlagen werden. Der Vogel entwickelt sich aus dem Ei heraus, und es wird Ihnen ja bekannt sein — denn das werden Sie ja doch wohl schon gesehen haben, wie solch ein Hühnchen aussieht, wenn es eben aus dem Ei geschlüpft ist —, es wird Ihnen schon aufgefallen sein, wie eigentlich erst mit dem Ausschlüpfen aus dem Ei so recht lebendig wird das Wachstum dessen, was Federn sind und so weiter. Nun, diesen Gegensatz, wenn ich so sagen darf, des Eidaseins und des äußeren Daseins dann mit den Federn, den finden wir ja beim Menschen zunächst nicht so deutlich zum Ausdrucke gekommen. Der Mensch wird ja nicht im Ei in die Weltöffentlichkeit versetzt, und es wird ihm ja auch später erlassen, mit einer solchen Vorbereitung diese Welt zu betreten, daß ihm Federn wachsen. Aber was haben wir da für einen Gegensatz im Vogelgeschlecht in bezug auf die Eiform und auf die spätere Lebensform?
[ 4 ] Was ist denn das Charakteristische des Vogelgeschlechtes? Das Charakteristische des Vogelgeschlechtes ist, daß der Vogel vor unsere Weltenordnung, insoweit sie uns in der physischen Sphäre gegeben ist, zunächst in der Eiform an die äußere Weltöffentlichkeit tritt, wenn ich so sagen darf. Der Vogel tritt in der Eiform vor die Weltöffentlichkeit. Dann muß das Ei zerschlagen werden. Der Vogel entwickelt sich aus dem Ei heraus, und es wird Ihnen ja bekannt sein — denn das werden Sie ja doch wohl schon gesehen haben, wie solch ein Hühnchen aussieht, wenn es eben aus dem Ei geschlüpft ist —, es wird Ihnen schon aufgefallen sein, wie eigentlich erst mit dem Ausschlüpfen aus dem Ei so recht lebendig wird das Wachstum dessen, was Federn sind und so weiter. Nun, diesen Gegensatz, wenn ich so sagen darf, des Eidaseins und des äußeren Daseins dann mit den Federn, den finden wir ja beim Menschen zunächst nicht so deutlich zum Ausdrucke gekommen. Der Mensch wird ja nicht im Ei in die Weltöffentlichkeit versetzt, und es wird ihm ja auch später erlassen, mit einer solchen Vorbereitung diese Welt zu betreten, daß ihm Federn wachsen. Aber was haben wir da für einen Gegensatz im Vogelgeschlecht in bezug auf die Eiform und auf die spätere Lebensform?
[ 5 ] Wenn Sie das Ei ganz äußerlich betrachten, so tritt Ihnen ja natürlich zunächst die kalkige Schale entgegen. Diese kalkige Schale hat eine gewisse Form. Aber im Grunde genommen können Sie nicht diese kalkige Schale zu etwas Wesentlichem beim Vogel rechnen, denn sonst könnte man sie nicht abfallend haben. Sie kann nicht zu etwas Wesentlichem beim Vogel gehören. Man kann sie, wenn man trivial spricht, eine Schutzhülle des jungen Wesens nennen. Aber jedenfalls, in die Form des Vogels hinein wirkt ja eigentlich nicht etwas, was in der Kalkschale besonders lokalisiert ist. Wir haben also diese Absonderung der Materie in der äußeren Schale. Diese Absonderung der Materie haben wir wie etwas, was aus der Organisation des Vogels herausgestoßen wird, wie etwas, was abgeworfen wird, etwas, was gewissermaßen der Vogel in der späteren Zeit zu seiner Entwickelung nicht brauchen kann; es ist also etwas, was herausgeworfen wird. Es müssen also in dem Wesen dadrinnen Kräfte sein, welche dasjenige, was da im Ei ist, absondern, aus sich herauswerfen.
[ 5 ] Wenn Sie das Ei ganz äußerlich betrachten, so tritt Ihnen ja natürlich zunächst die kalkige Schale entgegen. Diese kalkige Schale hat eine gewisse Form. Aber im Grunde genommen können Sie nicht diese kalkige Schale zu etwas Wesentlichem beim Vogel rechnen, denn sonst könnte man sie nicht abfallend haben. Sie kann nicht zu etwas Wesentlichem beim Vogel gehören. Man kann sie, wenn man trivial spricht, eine Schutzhülle des jungen Wesens nennen. Aber jedenfalls, in die Form des Vogels hinein wirkt ja eigentlich nicht etwas, was in der Kalkschale besonders lokalisiert ist. Wir haben also diese Absonderung der Materie in der äußeren Schale. Diese Absonderung der Materie haben wir wie etwas, was aus der Organisation des Vogels herausgestoßen wird, wie etwas, was abgeworfen wird, etwas, was gewissermaßen der Vogel in der späteren Zeit zu seiner Entwickelung nicht brauchen kann; es ist also etwas, was herausgeworfen wird. Es müssen also in dem Wesen dadrinnen Kräfte sein, welche dasjenige, was da im Ei ist, absondern, aus sich herauswerfen.


[ 6 ] Wenn man diese ganze Sache betrachtet, so kommt man eigentlich innerhalb dessen, was sich an Naturgesetzlichkeit innerhalb des Irdischen darbietet, nicht damit zu Rande. Man muß da zu Hilfe nehmen, was in der «Geheimwissenschaft im Umriß» gesagt ist. In der «Geheimwissenschaft» haben Sie ja den Hinweis darauf, wie in einer gewissen Epoche der Entwickelung unserer Erde sich der Mond absondert von der Erde, wie die Materie des Mondes herausgesondert wird aus der Erde. Diesen Prozeß ahmt eigentlich dasjenige nach, was hier stattfindet in einer gewissen Weise. Geradeso wie die Bildungskräfte des ganzen Erdenkosmos einstmals die Mondenkräfte von sich abgesondert haben, so sondert die Materie des Vogels diese Kalkschale ab als etwas, man möchte sagen, Übermineralisches. Und was ist denn das, was da in dieser Kalkschale zunächst drinnen war? (Siehe Zeichnung, rot.)
[ 6 ] Wenn man diese ganze Sache betrachtet, so kommt man eigentlich innerhalb dessen, was sich an Naturgesetzlichkeit innerhalb des Irdischen darbietet, nicht damit zu Rande. Man muß da zu Hilfe nehmen, was in der «Geheimwissenschaft im Umriß» gesagt ist. In der «Geheimwissenschaft» haben Sie ja den Hinweis darauf, wie in einer gewissen Epoche der Entwickelung unserer Erde sich der Mond absondert von der Erde, wie die Materie des Mondes herausgesondert wird aus der Erde. Diesen Prozeß ahmt eigentlich dasjenige nach, was hier stattfindet in einer gewissen Weise. Geradeso wie die Bildungskräfte des ganzen Erdenkosmos einstmals die Mondenkräfte von sich abgesondert haben, so sondert die Materie des Vogels diese Kalkschale ab als etwas, man möchte sagen, Übermineralisches. Und was ist denn das, was da in dieser Kalkschale zunächst drinnen war? (Siehe Zeichnung, rot.)


[ 7 ] Dasjenige, was in dieser Kalkschale zunächst drinnen war, das ist ja durch diese Kalkschale geschützt gewesen vor den Kräften, die im Umkreis der Erde wirken. Würde das Hühnchen zu früh diesen Kräften ausgesetzt sein, sagen wir, der Sonne zu früh ausgesetzt sein, so würde es ja selbstverständlich absterben. Es würde nicht aushalten die Kräfte, die im Umkreis der Erde sind. Es handelt sich also darum, daß das Wesen, das da durch die Kalkschale geschützt ist, in einer Welt lebt, die eigentlich nicht die irdische ist.
[ 7 ] Dasjenige, was in dieser Kalkschale zunächst drinnen war, das ist ja durch diese Kalkschale geschützt gewesen vor den Kräften, die im Umkreis der Erde wirken. Würde das Hühnchen zu früh diesen Kräften ausgesetzt sein, sagen wir, der Sonne zu früh ausgesetzt sein, so würde es ja selbstverständlich absterben. Es würde nicht aushalten die Kräfte, die im Umkreis der Erde sind. Es handelt sich also darum, daß das Wesen, das da durch die Kalkschale geschützt ist, in einer Welt lebt, die eigentlich nicht die irdische ist.
[ 8 ] Was ist das für eine Welt, in der dieses durch die Kalkschale geschützte Wesen lebt? Diese Welt ist diejenige, die wir durchgemacht haben durch Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung und die aufgehört hat, die jetzt als Erdenentwickelung nicht mehr da ist. Es ist eben durchaus die Vergangenheit in dem Gegenwärtigen noch darinnen. Und wenn wir uns sagen: Alles, was außerhalb einer Eischale ist, gehört zur Erde —, so haben wir in dem, was innerhalb einer Eischale ist, alles das, was nicht zur Erde gehört, was mit der Erde selber nichts zu tun haben will, was gewissermaßen nicht mitmachen will die Erdenentwickelung. Denn es muß erst heranreifen, die Schale zerbrechen und dann reif geworden sein zur Erdenentwickelung.
[ 8 ] Was ist das für eine Welt, in der dieses durch die Kalkschale geschützte Wesen lebt? Diese Welt ist diejenige, die wir durchgemacht haben durch Saturn-, Sonnen- und Mondenentwickelung und die aufgehört hat, die jetzt als Erdenentwickelung nicht mehr da ist. Es ist eben durchaus die Vergangenheit in dem Gegenwärtigen noch darinnen. Und wenn wir uns sagen: Alles, was außerhalb einer Eischale ist, gehört zur Erde —, so haben wir in dem, was innerhalb einer Eischale ist, alles das, was nicht zur Erde gehört, was mit der Erde selber nichts zu tun haben will, was gewissermaßen nicht mitmachen will die Erdenentwickelung. Denn es muß erst heranreifen, die Schale zerbrechen und dann reif geworden sein zur Erdenentwickelung.
[ 9 ] Hier ist auch der Punkt, wo man auf etwas anderes aufmerksam machen darf. Man darf auf folgendes aufmerksam machen: Nicht wahr, nicht alle Wesen, die veranlagt sind im Ei, werden wirklich geboren. Eine ganze Menge von Vogeleiern gehen zugrunde, und gar erst von den Eiern zum Beispiel von Fischen und dergleichen, das geht ja alles zugrunde. Und außerdem — ich weiß nicht, ob es immer opportun ist, die Dinge so ganz trocken auseinanderzusetzen, die Menschheit liebt ja, vieles im Unbewußten zu lassen, aber gegenüber den kommenden Zeiten ist der Menschheit eine gewisse Summe von Erkenntnissen notwendig, und man muß sich eben nicht weiter verschließen vor diesen Erkenntnissen —, außerdem geht ja eine große Zahl von Vogeleiern auch dadurch zugrunde, daß die Menschen sie essen. Die erreichen ja ihr Ziel nicht. Und es ist nun die Frage: Was geht mit alledem vor, was also einschließlich des letzteren Faktums sich entwickelt vom Eiinhalt, ohne daß es zum reifen Hühnchen oder reifen Vogel oder reifen Fisch auf der Erde wird, was geht mit alldem vor? — Der gewöhnliche Materialist wird sagen: Nun ja, da schafft die Natur halt unsinnig, ins Blinde hinein, und so und so viel von dem, was die Natur schafft, geht eben einfach zugrunde. — Das ist aber nicht richtig, sondern diejenigen Wesenssubstanzen, die da in der Eischale drinnen sind in irgendeiner Weise, die werden nur nicht reif für das Erdendasein, aber sie sind reif in ihren Kräften für das vorirdische Dasein, für das Dasein, das wir selbst, das die Erdenwesen durchgemacht haben während der Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit. Und das ist das luziferische Dasein. Sie werden Substanzen, aus denen sich das luziferische Dasein weiter nährt. Alles, was an Eiern zugrunde geht, gibt den Wesenheiten, gibt gewissen geistigen Wesenheiten Nahrung. Nun wollen wir aber dasjenige betrachten, was die Erde betrifft.
[ 9 ] Hier ist auch der Punkt, wo man auf etwas anderes aufmerksam machen darf. Man darf auf folgendes aufmerksam machen: Nicht wahr, nicht alle Wesen, die veranlagt sind im Ei, werden wirklich geboren. Eine ganze Menge von Vogeleiern gehen zugrunde, und gar erst von den Eiern zum Beispiel von Fischen und dergleichen, das geht ja alles zugrunde. Und außerdem — ich weiß nicht, ob es immer opportun ist, die Dinge so ganz trocken auseinanderzusetzen, die Menschheit liebt ja, vieles im Unbewußten zu lassen, aber gegenüber den kommenden Zeiten ist der Menschheit eine gewisse Summe von Erkenntnissen notwendig, und man muß sich eben nicht weiter verschließen vor diesen Erkenntnissen —, außerdem geht ja eine große Zahl von Vogeleiern auch dadurch zugrunde, daß die Menschen sie essen. Die erreichen ja ihr Ziel nicht. Und es ist nun die Frage: Was geht mit alledem vor, was also einschließlich des letzteren Faktums sich entwickelt vom Eiinhalt, ohne daß es zum reifen Hühnchen oder reifen Vogel oder reifen Fisch auf der Erde wird, was geht mit alldem vor? — Der gewöhnliche Materialist wird sagen: Nun ja, da schafft die Natur halt unsinnig, ins Blinde hinein, und so und so viel von dem, was die Natur schafft, geht eben einfach zugrunde. — Das ist aber nicht richtig, sondern diejenigen Wesenssubstanzen, die da in der Eischale drinnen sind in irgendeiner Weise, die werden nur nicht reif für das Erdendasein, aber sie sind reif in ihren Kräften für das vorirdische Dasein, für das Dasein, das wir selbst, das die Erdenwesen durchgemacht haben während der Saturn-, Sonnen- und Mondenzeit. Und das ist das luziferische Dasein. Sie werden Substanzen, aus denen sich das luziferische Dasein weiter nährt. Alles, was an Eiern zugrunde geht, gibt den Wesenheiten, gibt gewissen geistigen Wesenheiten Nahrung. Nun wollen wir aber dasjenige betrachten, was die Erde betrifft.
[ 10 ] Wir haben also, wenn wir das Vogelgeschlecht betrachten, zunächst das Luziferische in dem Ei-Inhalte gegeben, das, was als solches mit der Erde nichts zu tun haben will, was nicht auf der Erde da sein will, was sich, ich möchte sagen, mit einer Mauer umgibt gegen die Gesetze der Erde, die erst dann eingreifen, wenn dasjenige, was sonst auf der Erde wirkt, Wärme, Licht, die Hülle gesprengt hat.
[ 10 ] Wir haben also, wenn wir das Vogelgeschlecht betrachten, zunächst das Luziferische in dem Ei-Inhalte gegeben, das, was als solches mit der Erde nichts zu tun haben will, was nicht auf der Erde da sein will, was sich, ich möchte sagen, mit einer Mauer umgibt gegen die Gesetze der Erde, die erst dann eingreifen, wenn dasjenige, was sonst auf der Erde wirkt, Wärme, Licht, die Hülle gesprengt hat.
[ 11 ] Und was greift da ein? Da greifen ein die entgegengesetzten Kräfte. Wenn Sie das Vogelei vor sich hinlegen, so können Sie sich sagen: Dadrinnen sitzt in seiner Wesenheit Luzifer. Wenn Sie einem Vogel die Federn auszupfen, dann können Sie sagen: Hier habe ich das reinste Bild der ahrimanischen Richtungskräfte. Da wirken die ahrimanischen Richtungskräfte, auch bei den feinen, daunenhaften Federchen, die Sie beim auskriechenden Küchlein finden. Da haben schon die ahrimanischen Kräfte durch die Schale hindurch gewirkt. Sie waren schon im Kampfe mit demjenigen, was sich durchaus nicht von Federn durchziehen lassen will. Wenn Sie also das Federkleid des Vogels betrachten, dann haben Sie das reinste Bild des Ahrimanischen.
[ 11 ] Und was greift da ein? Da greifen ein die entgegengesetzten Kräfte. Wenn Sie das Vogelei vor sich hinlegen, so können Sie sich sagen: Dadrinnen sitzt in seiner Wesenheit Luzifer. Wenn Sie einem Vogel die Federn auszupfen, dann können Sie sagen: Hier habe ich das reinste Bild der ahrimanischen Richtungskräfte. Da wirken die ahrimanischen Richtungskräfte, auch bei den feinen, daunenhaften Federchen, die Sie beim auskriechenden Küchlein finden. Da haben schon die ahrimanischen Kräfte durch die Schale hindurch gewirkt. Sie waren schon im Kampfe mit demjenigen, was sich durchaus nicht von Federn durchziehen lassen will. Wenn Sie also das Federkleid des Vogels betrachten, dann haben Sie das reinste Bild des Ahrimanischen.
[ 12 ] Daher können Sie sagen: Schaue ich ein Ei an, so verhüllt sich mir Luzifer. Er verrät sich mir nur durch die äußere Gestalt, die er abwirft, durch dasjenige, was an Materie ausgeworfen wird in gewisser Weise. — Was also abfällt, ob es eine Vogeleischale ist, ob es eine Schlangenhaut ist, die abgeworfen wird und so weiter, das ist aus dem luziferischen Prinzip, aus den luziferischen Kräften herausgeworfen. In dem, was da abgeworfen wird, kann man noch etwas sehen von der eigentlichen Gestaltung der luziferischen Kräfte. Sie wirken eigentlich, wenn sie rein wirken, in Spiralen. Und in demjenigen, was Sie als Federkleid haben, oder was Sie überhaupt so haben, daß es von außen sich in das Leibliche hineinversetzt, da haben Sie das Ahrimanische. Das wirkt in seinen Richtungskräften tangential. Nehmen Sie einen Pfauenschwanz und betrachten Sie ihn recht genau und denken Sie sich dabei: Das ist das reinste Bild von ahrimanischen Richtekräften.
[ 12 ] Daher können Sie sagen: Schaue ich ein Ei an, so verhüllt sich mir Luzifer. Er verrät sich mir nur durch die äußere Gestalt, die er abwirft, durch dasjenige, was an Materie ausgeworfen wird in gewisser Weise. — Was also abfällt, ob es eine Vogeleischale ist, ob es eine Schlangenhaut ist, die abgeworfen wird und so weiter, das ist aus dem luziferischen Prinzip, aus den luziferischen Kräften herausgeworfen. In dem, was da abgeworfen wird, kann man noch etwas sehen von der eigentlichen Gestaltung der luziferischen Kräfte. Sie wirken eigentlich, wenn sie rein wirken, in Spiralen. Und in demjenigen, was Sie als Federkleid haben, oder was Sie überhaupt so haben, daß es von außen sich in das Leibliche hineinversetzt, da haben Sie das Ahrimanische. Das wirkt in seinen Richtungskräften tangential. Nehmen Sie einen Pfauenschwanz und betrachten Sie ihn recht genau und denken Sie sich dabei: Das ist das reinste Bild von ahrimanischen Richtekräften.
[ 13 ] Nun, natürlich müssen Sie sich klar sein darüber, daß überall Luzifer und Ahriman ineinander- und durcheinanderwirken, daß wir also nur Bilder davon haben. Aber diese Bilder sind tatsächlich im Vogelgeschlechte am allerschönsten zu haben; denn wir brauchen nur dieses Vogelgeschlecht so zu betrachten, wie ich es eben hingestellt habe.
[ 13 ] Nun, natürlich müssen Sie sich klar sein darüber, daß überall Luzifer und Ahriman ineinander- und durcheinanderwirken, daß wir also nur Bilder davon haben. Aber diese Bilder sind tatsächlich im Vogelgeschlechte am allerschönsten zu haben; denn wir brauchen nur dieses Vogelgeschlecht so zu betrachten, wie ich es eben hingestellt habe.
[ 14 ] Nun bleiben aber natürlich die Kräfte, die innerhalb der Eischale sind, im Vogel drinnen auch tätig. Der Vogel hat also diese Kräfte, die da innerhalb der Eischale drinnen waren (rot), ringsherum die ahrimanischen Kräfte (blau) im Federkleide. Beim Vogel haben Sie auch noch die Möglichkeit, geradezu lokalisieren zu können das Ätherische und das Physische. Wenn Sie nämlich all das nehmen, was der Vogel behält von dem Luziferischen, das erst in der Eischale drinnen war, was er da behält an Wachstumkräften, dann haben Sie dasjenige, was dem Atherleib unterliegt. Also das, was ich rot gezeichnet habe, das sind diese Kräfte, und das unterliegt namentlich der Tätigkeit der Ätherkräfte. So daß man beim Vogel auch sagen kann: Was der Vogel mitbekommt an Erbschaft aus dem Ei, das steht zeitlebens, zeitvogellebens unter dem Einfluß der Lebenskräfte, der ätherischen Kräfte. Und was er sich angliedert als sein Federkleid, das steht zeitlebens unter dem Einfluß der physischen Kräfte (Pfeile). Und das, was dazwischen ist, sein Fleisch, die Muskeln und so weiter, das steht zeitlebens unter dem Einfluß der astralischen Kräfte (gelb). Beim Vogel haben wir also eine Möglichkeit, gewissermaßen zu lokalisieren: das Astralische im Fleisch und den Muskeln, das Physische im Federkleide und das Ätherische in demjenigen, was ihm als Wachstumskräfte aus dem Ei-Inhalte bleibt.
[ 14 ] Nun bleiben aber natürlich die Kräfte, die innerhalb der Eischale sind, im Vogel drinnen auch tätig. Der Vogel hat also diese Kräfte, die da innerhalb der Eischale drinnen waren (rot), ringsherum die ahrimanischen Kräfte (blau) im Federkleide. Beim Vogel haben Sie auch noch die Möglichkeit, geradezu lokalisieren zu können das Ätherische und das Physische. Wenn Sie nämlich all das nehmen, was der Vogel behält von dem Luziferischen, das erst in der Eischale drinnen war, was er da behält an Wachstumkräften, dann haben Sie dasjenige, was dem Atherleib unterliegt. Also das, was ich rot gezeichnet habe, das sind diese Kräfte, und das unterliegt namentlich der Tätigkeit der Ätherkräfte. So daß man beim Vogel auch sagen kann: Was der Vogel mitbekommt an Erbschaft aus dem Ei, das steht zeitlebens, zeitvogellebens unter dem Einfluß der Lebenskräfte, der ätherischen Kräfte. Und was er sich angliedert als sein Federkleid, das steht zeitlebens unter dem Einfluß der physischen Kräfte (Pfeile). Und das, was dazwischen ist, sein Fleisch, die Muskeln und so weiter, das steht zeitlebens unter dem Einfluß der astralischen Kräfte (gelb). Beim Vogel haben wir also eine Möglichkeit, gewissermaßen zu lokalisieren: das Astralische im Fleisch und den Muskeln, das Physische im Federkleide und das Ätherische in demjenigen, was ihm als Wachstumskräfte aus dem Ei-Inhalte bleibt.
[ 15 ] Beim Menschen ist das viel komplizierter. Der Mensch lebt nicht äußerlich in einem Ei. Er entwickelt im Leibe der Mutter sein Luziferisches, das der Vogel noch nach außen trägt. Daher kommt auch noch nicht Ahriman über ihn im Leibe der Mutter. Beim Vogel ist das so, daß er gewissermaßen zeigt, wie er das Luziferische, ohne daß es eigentlich auf Abwege gerät, herausträgt in die Welt, und wie er auch wiederum das Ahrimanische annimmt. Beim Menschen können Sie das einzelne an Beispielen mit besonderer Deutlichkeit sich ausprägen sehen. Zwischen den Menschen und dem Vogelgeschlecht können wir ja dann das Säugetiergeschlecht einfügen.
[ 15 ] Beim Menschen ist das viel komplizierter. Der Mensch lebt nicht äußerlich in einem Ei. Er entwickelt im Leibe der Mutter sein Luziferisches, das der Vogel noch nach außen trägt. Daher kommt auch noch nicht Ahriman über ihn im Leibe der Mutter. Beim Vogel ist das so, daß er gewissermaßen zeigt, wie er das Luziferische, ohne daß es eigentlich auf Abwege gerät, herausträgt in die Welt, und wie er auch wiederum das Ahrimanische annimmt. Beim Menschen können Sie das einzelne an Beispielen mit besonderer Deutlichkeit sich ausprägen sehen. Zwischen den Menschen und dem Vogelgeschlecht können wir ja dann das Säugetiergeschlecht einfügen.
[ 16 ] Beim Menschen haben Sie zunächst einen sehr merkwürdigen Unterschied gegenüber dem Vogel. Nehmen Sie die Vogelbeine. Die Vogelbeine sind in der Regel, wenn Sie die Menschenbeine dagegen betrachten, eigentlich recht verkümmerte Organe. Woher mag das kommen, daß der Vogel gerade solche Beine hat, wie er hat? Nehmen SieSpatzenbeine: Was sind das für jämmerliche Stäbe gegenüber dem, was der Mensch als seine stolzen Beine hat, nicht wahr! Nehmen Sie also diese verkümmerten Vogelbeine — ja, wenn Sie die ganze verkümmerte Gestalt des Vogels betrachten, werden Sie sich sagen: Der Vogel ist ja zunächst für das Fliegen berechnet, er hebt sich von der Erde ab, daher auch die Gestalt seiner Beine. Sie sind gewissermaßen nur Andeutungen seiner Zugehörigkeit zur Erde. Der Mensch hebt nicht seine Beine von der Erde ab. Der Mensch kann nicht fliegen. Er setzt seine beiden Beine wie stolze Säulen auf die Erde hin. So wie sie ausgebildet sind, diese Beine, sind sie wesentlich eine Erdengabe. Der Vogel bekommt diese Erdengabe nicht, weil er gar nicht in dieser Weise an die Erde gebunden ist, weil er von der Erde abgesondert ist. Und der Mensch ist, indem er diese Erdengabe bekommt, in dieser Erdengabe mehr an die ahrimanischen Kräfte gebunden als der Vogel. Der Vogel bekommt gewissermaßen auch seine ahrimanischen Kräfte nicht so fertig von der Erde her wie der Mensch. Beim Menschen schießt, sproßt Ahriman in die Beine und von da aus in den ganzen übrigen Organismus herauf. Beim Vogel sproßt Ahriman in die Federn.
[ 16 ] Beim Menschen haben Sie zunächst einen sehr merkwürdigen Unterschied gegenüber dem Vogel. Nehmen Sie die Vogelbeine. Die Vogelbeine sind in der Regel, wenn Sie die Menschenbeine dagegen betrachten, eigentlich recht verkümmerte Organe. Woher mag das kommen, daß der Vogel gerade solche Beine hat, wie er hat? Nehmen SieSpatzenbeine: Was sind das für jämmerliche Stäbe gegenüber dem, was der Mensch als seine stolzen Beine hat, nicht wahr! Nehmen Sie also diese verkümmerten Vogelbeine — ja, wenn Sie die ganze verkümmerte Gestalt des Vogels betrachten, werden Sie sich sagen: Der Vogel ist ja zunächst für das Fliegen berechnet, er hebt sich von der Erde ab, daher auch die Gestalt seiner Beine. Sie sind gewissermaßen nur Andeutungen seiner Zugehörigkeit zur Erde. Der Mensch hebt nicht seine Beine von der Erde ab. Der Mensch kann nicht fliegen. Er setzt seine beiden Beine wie stolze Säulen auf die Erde hin. So wie sie ausgebildet sind, diese Beine, sind sie wesentlich eine Erdengabe. Der Vogel bekommt diese Erdengabe nicht, weil er gar nicht in dieser Weise an die Erde gebunden ist, weil er von der Erde abgesondert ist. Und der Mensch ist, indem er diese Erdengabe bekommt, in dieser Erdengabe mehr an die ahrimanischen Kräfte gebunden als der Vogel. Der Vogel bekommt gewissermaßen auch seine ahrimanischen Kräfte nicht so fertig von der Erde her wie der Mensch. Beim Menschen schießt, sproßt Ahriman in die Beine und von da aus in den ganzen übrigen Organismus herauf. Beim Vogel sproßt Ahriman in die Federn.
[ 17 ] Nun, wenn Sie sich den Menschen anschauen, wie er mehr für die Erde gebaut ist schon seinen Beinen nach, dann werden Sie wiederum sich sagen können: Warum hat der Mensch keine Federn? — Der Mensch hat keine Federn, weil er eben nicht als Vogel für die Erde gebaut ist. Würde der Mensch in der Luft herumfliegen, würde er eben auch Federn haben, weil dann die ahrimanischen Kräfte von ganz andern Richtungen her auf ihn wirken würden. So hat er nur diese wenigen Ansätze des Ahrimanischen, die in den Haaren vorliegen. Das sind die ahrimanischen Ansätze, die er hat. Sie sind im Kopf am stärksten, was schon ein Beweis dafür ist, daß der Kopf beim Menschen sehr viel Ahrimanisches hat, was wir ja auch aus andern Erkenntnissen bereits geschöpft haben.
[ 17 ] Nun, wenn Sie sich den Menschen anschauen, wie er mehr für die Erde gebaut ist schon seinen Beinen nach, dann werden Sie wiederum sich sagen können: Warum hat der Mensch keine Federn? — Der Mensch hat keine Federn, weil er eben nicht als Vogel für die Erde gebaut ist. Würde der Mensch in der Luft herumfliegen, würde er eben auch Federn haben, weil dann die ahrimanischen Kräfte von ganz andern Richtungen her auf ihn wirken würden. So hat er nur diese wenigen Ansätze des Ahrimanischen, die in den Haaren vorliegen. Das sind die ahrimanischen Ansätze, die er hat. Sie sind im Kopf am stärksten, was schon ein Beweis dafür ist, daß der Kopf beim Menschen sehr viel Ahrimanisches hat, was wir ja auch aus andern Erkenntnissen bereits geschöpft haben.
[ 18 ] Wenn Sie die Säugetiere betrachten, so werden Sie sich sagen: Die sind noch mehr an die Erde gebunden als der Mensch. Diese Säugetiere sind auch mit dem an die Erde gebunden, womit der Mensch nicht an die Erde gebunden ist, zum Beispiel mit den vorderen Gliedmaßen; denn die Affen gehen auch nur in seltenen Fällen aufrecht, und das tun selbst die Hunde, wenn sie aufwarten, aber es ist ihnen nicht natürlich. Es ist selbst dem Gorilla nicht natürlich, aufrecht zu gehen, er klettert; es sind wirkliche Greiforgane, sie sind zum Fortbewegen, diese vorderen Gliedmaßen. Der Mensch ist also halb abgehoben von der Erde, der Vogel ist ganz abgehoben von der Erde, das Säugetier ist mit seinen vorderen Gliedmaßen ebenso wie mit seinen hinteren Gliedmaßen an die Erde gebunden. Es ist also ganz und gar ein Erdenwesen in gewisser Beziehung. Der Mensch macht sich wieder frei von der Erde durch die aufrechte Stellung seines Rückgrats, das Säugetier ist ganz und gar an die Erde gebunden. Danach ist auch die ganze übrige Gestalt des Säugetieres gebaut. Das Säugetier hat von der Region, von der der Vogel seine Federn hat, gewissermaßen nur seine Haare, die eigentlich von außen eingebaut sind in den Organismus.
[ 18 ] Wenn Sie die Säugetiere betrachten, so werden Sie sich sagen: Die sind noch mehr an die Erde gebunden als der Mensch. Diese Säugetiere sind auch mit dem an die Erde gebunden, womit der Mensch nicht an die Erde gebunden ist, zum Beispiel mit den vorderen Gliedmaßen; denn die Affen gehen auch nur in seltenen Fällen aufrecht, und das tun selbst die Hunde, wenn sie aufwarten, aber es ist ihnen nicht natürlich. Es ist selbst dem Gorilla nicht natürlich, aufrecht zu gehen, er klettert; es sind wirkliche Greiforgane, sie sind zum Fortbewegen, diese vorderen Gliedmaßen. Der Mensch ist also halb abgehoben von der Erde, der Vogel ist ganz abgehoben von der Erde, das Säugetier ist mit seinen vorderen Gliedmaßen ebenso wie mit seinen hinteren Gliedmaßen an die Erde gebunden. Es ist also ganz und gar ein Erdenwesen in gewisser Beziehung. Der Mensch macht sich wieder frei von der Erde durch die aufrechte Stellung seines Rückgrats, das Säugetier ist ganz und gar an die Erde gebunden. Danach ist auch die ganze übrige Gestalt des Säugetieres gebaut. Das Säugetier hat von der Region, von der der Vogel seine Federn hat, gewissermaßen nur seine Haare, die eigentlich von außen eingebaut sind in den Organismus.
[ 19 ] Wenn Sie das alles berücksichtigen, so werden Sie sich sagen: Man kann, wenn man die Beziehungen eines Wesens — eines Säugetieres, Vogels, Menschen, und man könnte jetzt auch auf die andern Wesen übergehen —, man kann, wenn man das Verhältnis dieser Wesen zur Umwelt betrachtet und einen vollständigen Überblick hat, aus dem Verständnisse für das Verhältnis zur Umwelt die Gestalt des Wesens finden. — Sie können sich die Gestalt konstruieren. Sie können sich sagen, der Vogel hat in sich das luziferische Prinzip, welches die Erde ganz und gar nicht mag, daher sondert sich der Vogel in seinem Ei solang als möglich von der Erde ab; dann gelangt er dazu, daß die Erde möglichst wenig auf ihn wirkt. Seine Beine bleiben verkümmert, und die die Erde umgebenden Kräfte, die nächsten Kräfte der Erde, die in dem Wärmemantel die Erde umgeben, die wirken dann auf den Vogel. Er wird daher diejenige Gestalt bekommen müssen, die er eben hat: verkümmerte Beine und so weiter. Der Mensch ist an die Erde gebunden durch die unteren Gliedmaßen; er macht sich frei. Das Säugetier steht mitten drinnen, steht mit vier Säulen auf der Erde auf: es wird aus der Erde herausgebildet. Es sind also die aus der Erde direkt herauswirkenden Kräfte, die vorzugsweise auf das Säugetier wirken.
[ 19 ] Wenn Sie das alles berücksichtigen, so werden Sie sich sagen: Man kann, wenn man die Beziehungen eines Wesens — eines Säugetieres, Vogels, Menschen, und man könnte jetzt auch auf die andern Wesen übergehen —, man kann, wenn man das Verhältnis dieser Wesen zur Umwelt betrachtet und einen vollständigen Überblick hat, aus dem Verständnisse für das Verhältnis zur Umwelt die Gestalt des Wesens finden. — Sie können sich die Gestalt konstruieren. Sie können sich sagen, der Vogel hat in sich das luziferische Prinzip, welches die Erde ganz und gar nicht mag, daher sondert sich der Vogel in seinem Ei solang als möglich von der Erde ab; dann gelangt er dazu, daß die Erde möglichst wenig auf ihn wirkt. Seine Beine bleiben verkümmert, und die die Erde umgebenden Kräfte, die nächsten Kräfte der Erde, die in dem Wärmemantel die Erde umgeben, die wirken dann auf den Vogel. Er wird daher diejenige Gestalt bekommen müssen, die er eben hat: verkümmerte Beine und so weiter. Der Mensch ist an die Erde gebunden durch die unteren Gliedmaßen; er macht sich frei. Das Säugetier steht mitten drinnen, steht mit vier Säulen auf der Erde auf: es wird aus der Erde herausgebildet. Es sind also die aus der Erde direkt herauswirkenden Kräfte, die vorzugsweise auf das Säugetier wirken.
[ 20 ] Solche Dinge hat eine ältere, instinktive Wissenschaft sehr gut gekannt. Daher hat sie in dem, was beim Menschen sich am unabhängigsten von der Erde bildet, weil es eigentlich nur eine Metamorphose des früheren Erdenlebens ist, daher hat eine frühere Anschauung im Kopfe des Menschen einen Vogel, einen Adler gesehen. In dem GliedmaßenStoffwechselmenschen, der ganz zur Erde hin organisiert ist, hat eine frühere Anschauung gesehen einen Ochsen oder einen Stier oder eine Kuh, weil das ein Tier ist, das nun ganz zur Erde hin organisiert ist. In dem mittleren Teile des Menschen, der gewissermaßen das Verbindungsglied zwischen dem Adler und der Kuh oder dem Kalb ist, in diesem mittleren Menschen hat man dasjenige gesehen, was allerdings sich loslöst in einer gewissen Weise gerade durch den Stoffwechsel von dem Irdischen; das können Sie daraus sehen, nicht wahr, daß der Löwe einen sehr kurzen Darm hat. Sein Stoffwechselsystem ist außerordentlich primitiv, dagegen ist sein Brustsystem, sein Herzsystem in ganz besonderer Weise ausgebildet. Daher auch seine Leidenschaft, seine Wut und so weiter. Den Löwen hat die ältere, instinktive Anschauung in dem mittleren Teil des Menschen gesehen. Das waren durchaus Anschauungen, die auf etwas fußten.
[ 20 ] Solche Dinge hat eine ältere, instinktive Wissenschaft sehr gut gekannt. Daher hat sie in dem, was beim Menschen sich am unabhängigsten von der Erde bildet, weil es eigentlich nur eine Metamorphose des früheren Erdenlebens ist, daher hat eine frühere Anschauung im Kopfe des Menschen einen Vogel, einen Adler gesehen. In dem GliedmaßenStoffwechselmenschen, der ganz zur Erde hin organisiert ist, hat eine frühere Anschauung gesehen einen Ochsen oder einen Stier oder eine Kuh, weil das ein Tier ist, das nun ganz zur Erde hin organisiert ist. In dem mittleren Teile des Menschen, der gewissermaßen das Verbindungsglied zwischen dem Adler und der Kuh oder dem Kalb ist, in diesem mittleren Menschen hat man dasjenige gesehen, was allerdings sich loslöst in einer gewissen Weise gerade durch den Stoffwechsel von dem Irdischen; das können Sie daraus sehen, nicht wahr, daß der Löwe einen sehr kurzen Darm hat. Sein Stoffwechselsystem ist außerordentlich primitiv, dagegen ist sein Brustsystem, sein Herzsystem in ganz besonderer Weise ausgebildet. Daher auch seine Leidenschaft, seine Wut und so weiter. Den Löwen hat die ältere, instinktive Anschauung in dem mittleren Teil des Menschen gesehen. Das waren durchaus Anschauungen, die auf etwas fußten.
[ 21 ] Nun müssen wir in einer andern, ich möchte sagen, viel bewußteren Weise wiederum auf diese Dinge zurückkommen. Wir müssen uns zum Beispiel klarwerden, daß wir Menschen mit unserem Ich uns von allen Tieren unterscheiden. Unser Ich ist ja für die weitaus meisten Menschen heute noch ein sehr schlafendes Organ. Wenn man glaubt, das Ich wache sehr stark, so irrt man sich eigentlich. Denn in dem Willen — das habe ich Ihnen schon auseinandergesetzt — schläft der Mensch eigentlich ja auch, und indem das Ich sich willentlich betätigt, haben wir es zu tun nicht mit etwas, was als Ich vor uns steht, sondern vielmehr mit etwas, was so vor uns steht, wie eigentlich die Nacht vor uns steht. Wir rechnen, obwohl die Nacht dunkel ist, ja auch mit der Nacht in unserem Leben. Wenn Sie wirklich zurückschauen auf Ihr Leben, dann besteht es nicht nur aus demjenigen, was taghell war, sondern es besteht auch aus den Nächten. Aber sie sind gewissermaßen immer ausgestrichen aus dem Zeitenverlaufe. Ähnlich ist es mit unserem Ich. Unser Ich ist für das gewöhnliche Bewußtsein eigentlich dadurch bemerkbar, daß es für das Bewußtsein nicht da ist; es ist schon da, aber für das Bewußtsein ist es nicht da. Es fehlt einem etwas an der Stelle, und daher sieht man das Ich. Es ist wirklich so, wie wenn man eine weiße Wand hat und eine Stelle nicht mit Weiß bestrichen hat; dann sieht man das Schwarze. Und so sieht man als das Ausgelöschte eigentlich unser Ich im gewöhnlichen Bewußtsein. Und so ist es auch während des Wachens: das Ich ist eigentlich zunächst immer schlafend; aber es scheint durch als Schlafendes durch die Gedanken, die Vorstellungen und durch die Gefühle, und daher wird das Ich auch im gewöhnlichen Bewußtsein wahrgenommen, das heißt, es wird vermeint, daß es wahrgenommen werde. Wir können also sagen: Unser Ich wird eigentlich zunächst nicht unmittelbar wahrgenommen.
[ 21 ] Nun müssen wir in einer andern, ich möchte sagen, viel bewußteren Weise wiederum auf diese Dinge zurückkommen. Wir müssen uns zum Beispiel klarwerden, daß wir Menschen mit unserem Ich uns von allen Tieren unterscheiden. Unser Ich ist ja für die weitaus meisten Menschen heute noch ein sehr schlafendes Organ. Wenn man glaubt, das Ich wache sehr stark, so irrt man sich eigentlich. Denn in dem Willen — das habe ich Ihnen schon auseinandergesetzt — schläft der Mensch eigentlich ja auch, und indem das Ich sich willentlich betätigt, haben wir es zu tun nicht mit etwas, was als Ich vor uns steht, sondern vielmehr mit etwas, was so vor uns steht, wie eigentlich die Nacht vor uns steht. Wir rechnen, obwohl die Nacht dunkel ist, ja auch mit der Nacht in unserem Leben. Wenn Sie wirklich zurückschauen auf Ihr Leben, dann besteht es nicht nur aus demjenigen, was taghell war, sondern es besteht auch aus den Nächten. Aber sie sind gewissermaßen immer ausgestrichen aus dem Zeitenverlaufe. Ähnlich ist es mit unserem Ich. Unser Ich ist für das gewöhnliche Bewußtsein eigentlich dadurch bemerkbar, daß es für das Bewußtsein nicht da ist; es ist schon da, aber für das Bewußtsein ist es nicht da. Es fehlt einem etwas an der Stelle, und daher sieht man das Ich. Es ist wirklich so, wie wenn man eine weiße Wand hat und eine Stelle nicht mit Weiß bestrichen hat; dann sieht man das Schwarze. Und so sieht man als das Ausgelöschte eigentlich unser Ich im gewöhnlichen Bewußtsein. Und so ist es auch während des Wachens: das Ich ist eigentlich zunächst immer schlafend; aber es scheint durch als Schlafendes durch die Gedanken, die Vorstellungen und durch die Gefühle, und daher wird das Ich auch im gewöhnlichen Bewußtsein wahrgenommen, das heißt, es wird vermeint, daß es wahrgenommen werde. Wir können also sagen: Unser Ich wird eigentlich zunächst nicht unmittelbar wahrgenommen.
[ 22 ] Nun glaubt eine vorurteilsvolle Psychologie, Seelenlehre, daß dieses Ich eigentlich im Menschen drinnensitzt; da, wo seine Muskeln sind, sein Fleisch ist, seine Knochen sind und so weiter, da sei auch das Ich drinnen. Wenn man das Leben nur ein wenig überschauen würde, so würde man sehr bald wahrnehmen, daß es nicht so ist. Aber es ist schwer, eine solche Überlegung heute vor die Menschen hinzubringen. Ich habe es im Jahre 1911 schon versucht in meinem Vortrage auf dem Philosophenkongreß in Bologna. Aber diesen Vortrag hat ja bis heute keiner noch verstanden. Ich habe da versucht zu zeigen, wie es eigentlich mit dem Ich ist. Dieses Ich liegt eigentlich in jeder Wahrnehmung, das liegt eigentlich in alldem, was Eindruck auf uns macht. Nicht dadrinnen in meinem Fleische und in meinen Knochen liegt das Ich, sondern in demjenigen, was ich durch meine Augen wahrnehmen kann. Wenn Sie irgendwo eine rote Blume sehen: in Ihrem Ich, in Ihrem ganzen Erleben, das Sie ja haben, indem Sie an das Rot hingegeben sind, können Sie ja das Rot von der Blume nicht trennen. Mit alldem haben Sie ja zugleich das Ich gegeben, das Ich ist ja verbunden mit Ihrem Seeleninhalt. Aber Ihr Seeleninhalt, der ist doch nicht in Ihren Knochen! Ihren Seeleninhalt, den breiten Sie doch aus im ganzen Raume. Also dieses Ich, das ist noch weniger als die Luft in Ihnen, die Sie eben einatmen, noch weniger als die Luft, die vorher in Ihnen war. Dieses Ich ist ja verbunden mit jeder Wahrnehmung und mit alldem, was eigentlich im Grunde genommen außer Ihnen ist. Es betätigt sich nur im Inneren, weil es aus dem Wahrnehmen die Kräfte hineinschickt. Und ferner ist das Ich noch verbunden mit etwas anderem: Sie brauchen nur zu gehen, das heißt, Ihren Willen zu entwickeln. Da allerdings geht Ihr Ich mit, beziehungsweise das Ich nimmt an der Bewegung teil, und ob Sie langsam schleichen, ob Sie laufen, ob Sie im Kiebitzschritt sich bewegen oder irgendwie sich drehen und dergleichen, ob Sie tanzen oder springen, das Ich macht alles das mit. Alles was an Betätigung von Ihnen ausgeht, macht das Ich mit. Aber das ist ja auch nicht in Ihnen. Denken Sie, es nimmt Sie doch mit. Wenn Sie einen Reigen tanzen — glauben Sie, der Reigen ist in Ihnen? Der hätte ja gar nicht Platz in Ihnen! Wie hätte der Platz? Aber das Ich ist dabei, das Ich macht den Reigen mit. Also in Ihren Wahrnehmungen und in Ihrer Betätigung, da sitzt das Ich. Aber das ist eigentlich gar nie in Ihnen im vollen Sinne des Wortes, etwa so, wie Ihr Magen in Ihnen ist, sondern das ist eigentlich immer etwas, dieses Ich, was im Grunde außerhalb Ihrer ist. Es ist ebenso außerhalb des Kopfes, wie es außerhalb der Beine ist, nur daß es im Gehen sich sehr stark beteiligt an den Bewegungen, welche die Beine machen. Das Ich ist wirklich sehr stark beteiligt an der Bewegung, welche die Beine machen. Der Kopf aber, der ist an dem Ich weniger beteiligt.
[ 22 ] Nun glaubt eine vorurteilsvolle Psychologie, Seelenlehre, daß dieses Ich eigentlich im Menschen drinnensitzt; da, wo seine Muskeln sind, sein Fleisch ist, seine Knochen sind und so weiter, da sei auch das Ich drinnen. Wenn man das Leben nur ein wenig überschauen würde, so würde man sehr bald wahrnehmen, daß es nicht so ist. Aber es ist schwer, eine solche Überlegung heute vor die Menschen hinzubringen. Ich habe es im Jahre 1911 schon versucht in meinem Vortrage auf dem Philosophenkongreß in Bologna. Aber diesen Vortrag hat ja bis heute keiner noch verstanden. Ich habe da versucht zu zeigen, wie es eigentlich mit dem Ich ist. Dieses Ich liegt eigentlich in jeder Wahrnehmung, das liegt eigentlich in alldem, was Eindruck auf uns macht. Nicht dadrinnen in meinem Fleische und in meinen Knochen liegt das Ich, sondern in demjenigen, was ich durch meine Augen wahrnehmen kann. Wenn Sie irgendwo eine rote Blume sehen: in Ihrem Ich, in Ihrem ganzen Erleben, das Sie ja haben, indem Sie an das Rot hingegeben sind, können Sie ja das Rot von der Blume nicht trennen. Mit alldem haben Sie ja zugleich das Ich gegeben, das Ich ist ja verbunden mit Ihrem Seeleninhalt. Aber Ihr Seeleninhalt, der ist doch nicht in Ihren Knochen! Ihren Seeleninhalt, den breiten Sie doch aus im ganzen Raume. Also dieses Ich, das ist noch weniger als die Luft in Ihnen, die Sie eben einatmen, noch weniger als die Luft, die vorher in Ihnen war. Dieses Ich ist ja verbunden mit jeder Wahrnehmung und mit alldem, was eigentlich im Grunde genommen außer Ihnen ist. Es betätigt sich nur im Inneren, weil es aus dem Wahrnehmen die Kräfte hineinschickt. Und ferner ist das Ich noch verbunden mit etwas anderem: Sie brauchen nur zu gehen, das heißt, Ihren Willen zu entwickeln. Da allerdings geht Ihr Ich mit, beziehungsweise das Ich nimmt an der Bewegung teil, und ob Sie langsam schleichen, ob Sie laufen, ob Sie im Kiebitzschritt sich bewegen oder irgendwie sich drehen und dergleichen, ob Sie tanzen oder springen, das Ich macht alles das mit. Alles was an Betätigung von Ihnen ausgeht, macht das Ich mit. Aber das ist ja auch nicht in Ihnen. Denken Sie, es nimmt Sie doch mit. Wenn Sie einen Reigen tanzen — glauben Sie, der Reigen ist in Ihnen? Der hätte ja gar nicht Platz in Ihnen! Wie hätte der Platz? Aber das Ich ist dabei, das Ich macht den Reigen mit. Also in Ihren Wahrnehmungen und in Ihrer Betätigung, da sitzt das Ich. Aber das ist eigentlich gar nie in Ihnen im vollen Sinne des Wortes, etwa so, wie Ihr Magen in Ihnen ist, sondern das ist eigentlich immer etwas, dieses Ich, was im Grunde außerhalb Ihrer ist. Es ist ebenso außerhalb des Kopfes, wie es außerhalb der Beine ist, nur daß es im Gehen sich sehr stark beteiligt an den Bewegungen, welche die Beine machen. Das Ich ist wirklich sehr stark beteiligt an der Bewegung, welche die Beine machen. Der Kopf aber, der ist an dem Ich weniger beteiligt.
[ 23 ] Aber wovon unterscheiden sich des ferneren die Beine beziehungsweise überhaupt dieGliedmaßen mit dem Stoffwechsel von dem Kopfe? Beim Kopfe ist auch der ätherische Leib und der astralische Leib verhältnismäßig selbständig, der Kopf ist am meisten physischer Leib. Dieser Kopf, der also schon ein so alter Kerl ist, daß er aus der vorhergehenden Inkarnation stammt, der ist am meisten physisch geworden, der ist wirklich der ärgste Erdenbewohner. Dagegen bei den Beinen beziehungsweise bei den Gliedmaßen und bei dem Stoffwechsel ist es so, daß der ätherische Leib und der astralische Leib innig verbunden sind mit dem physischen Leib. So daß wir sagen können: Bei den Beinen ist es so, daß der ätherische Leib und der astralische Leib verbunden sind mit dem physischen Leib; nur das Ich ist relativ frei von den Beinen und nimmt die Beine nur mit, wenn sich die Beine bewegen. Und beim Stoffwechsel ist es auch so: die Stoffwechselorgane sind im wesentlichen mit dem ätherischen und mit dem astralischen Leib verbunden.
[ 23 ] Aber wovon unterscheiden sich des ferneren die Beine beziehungsweise überhaupt dieGliedmaßen mit dem Stoffwechsel von dem Kopfe? Beim Kopfe ist auch der ätherische Leib und der astralische Leib verhältnismäßig selbständig, der Kopf ist am meisten physischer Leib. Dieser Kopf, der also schon ein so alter Kerl ist, daß er aus der vorhergehenden Inkarnation stammt, der ist am meisten physisch geworden, der ist wirklich der ärgste Erdenbewohner. Dagegen bei den Beinen beziehungsweise bei den Gliedmaßen und bei dem Stoffwechsel ist es so, daß der ätherische Leib und der astralische Leib innig verbunden sind mit dem physischen Leib. So daß wir sagen können: Bei den Beinen ist es so, daß der ätherische Leib und der astralische Leib verbunden sind mit dem physischen Leib; nur das Ich ist relativ frei von den Beinen und nimmt die Beine nur mit, wenn sich die Beine bewegen. Und beim Stoffwechsel ist es auch so: die Stoffwechselorgane sind im wesentlichen mit dem ätherischen und mit dem astralischen Leib verbunden.
[ 24 ] Wir können jetzt sagen: Wodurch unterscheidet sich der Kopf des Menschen von ‚dem Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen? — Dadurch, daß der Kopf eigentlich freien Atherleib, freien Astralleib und freies Ich hat; der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch hat nur freies Ich, währenddem der Atherleib und der Astralleib im Gliedmaßen-Stoffwech selmenschen an den physischen Leib gebunden sind; sie sind nicht frei von ihm.
[ 24 ] Wir können jetzt sagen: Wodurch unterscheidet sich der Kopf des Menschen von ‚dem Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen? — Dadurch, daß der Kopf eigentlich freien Atherleib, freien Astralleib und freies Ich hat; der Gliedmaßen-Stoffwechselmensch hat nur freies Ich, währenddem der Atherleib und der Astralleib im Gliedmaßen-Stoffwech selmenschen an den physischen Leib gebunden sind; sie sind nicht frei von ihm.
[ 25 ] Vielleicht ist Ihnen die Sache noch verständlicher, wenn ich Ihnen das Folgende sage. Denken Sie sich, es fiele Ihrem astralischen Leib oder Ihrem Atherleib, dem Teil, der Ihren Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen zu versorgen hat, einmal ein, sich ebenso zu benehmen, wie sich der Ätherleib und der astralische Leib des Kopfes benehmen: der wollte auch frei werden. Denken Sie, der hätte diese sonderbare Idee, er wollte auch frei werden. Sagen wir zum Beispiel, der astralische Leib Ihres Stoffwechselmenschen wollte sich so benehmen, wie sich sein Kollege, der astralische Leib des Kopfes benehmen darf — er ist nur ein anderer Teil, also sage ich: sein Kollege. Was entsteht da? Da entsteht — was gar nicht sein darf, weil es der Gestalt des Menschen widerspricht — das, daß unser Unterleib ein Kopf werden will, daß er dem Kopfe ähnlich werden will. Und das Eigentümliche ist, was beim Kopfe gesund ist, das macht den Unterleib krank. Im Grunde genommen ist es eine Generaleigenschaft aller Krankheiten des Unterleibs, daß der Unterleib die Konfiguration des Kopfes annimmt.
[ 25 ] Vielleicht ist Ihnen die Sache noch verständlicher, wenn ich Ihnen das Folgende sage. Denken Sie sich, es fiele Ihrem astralischen Leib oder Ihrem Atherleib, dem Teil, der Ihren Stoffwechsel-Gliedmaßenmenschen zu versorgen hat, einmal ein, sich ebenso zu benehmen, wie sich der Ätherleib und der astralische Leib des Kopfes benehmen: der wollte auch frei werden. Denken Sie, der hätte diese sonderbare Idee, er wollte auch frei werden. Sagen wir zum Beispiel, der astralische Leib Ihres Stoffwechselmenschen wollte sich so benehmen, wie sich sein Kollege, der astralische Leib des Kopfes benehmen darf — er ist nur ein anderer Teil, also sage ich: sein Kollege. Was entsteht da? Da entsteht — was gar nicht sein darf, weil es der Gestalt des Menschen widerspricht — das, daß unser Unterleib ein Kopf werden will, daß er dem Kopfe ähnlich werden will. Und das Eigentümliche ist, was beim Kopfe gesund ist, das macht den Unterleib krank. Im Grunde genommen ist es eine Generaleigenschaft aller Krankheiten des Unterleibs, daß der Unterleib die Konfiguration des Kopfes annimmt.
[ 26 ] Es ist das ja nur ein Spezialfall, was ich zum Beispiel ausgeführt habe für das Karzinom in einem Stuttgarter oder Zürcher Vortrag, wo ich gezeigt habe, daß die Karzinombildung darauf beruht, daß an einem Teil des menschlichen Leibes, wo sich nach innen keine Sinnesorgane ausbilden sollen, plötzlich der astralische Leib anfängt, Sinnesorgane ausbilden zu wollen. Das Karzinom ist ja nur ein an einer unrechten Stelle sein wollendes Ohr oder Auge. Das wächst hinein. Da will sich ein Ohr oder Auge bilden. Wenn sich also dieser astralische Leib oder auch der Ätherleib des Unterleibes so benehmen will, wie sich der astralische oder der ätherische Leib im Kopfe benimmt, dann entsteht die Krankheit des Unterleibes.
[ 26 ] Es ist das ja nur ein Spezialfall, was ich zum Beispiel ausgeführt habe für das Karzinom in einem Stuttgarter oder Zürcher Vortrag, wo ich gezeigt habe, daß die Karzinombildung darauf beruht, daß an einem Teil des menschlichen Leibes, wo sich nach innen keine Sinnesorgane ausbilden sollen, plötzlich der astralische Leib anfängt, Sinnesorgane ausbilden zu wollen. Das Karzinom ist ja nur ein an einer unrechten Stelle sein wollendes Ohr oder Auge. Das wächst hinein. Da will sich ein Ohr oder Auge bilden. Wenn sich also dieser astralische Leib oder auch der Ätherleib des Unterleibes so benehmen will, wie sich der astralische oder der ätherische Leib im Kopfe benimmt, dann entsteht die Krankheit des Unterleibes.
[ 27 ] Und umgekehrt, wenn der Kopf auch anfängt — leise fängt er es an bei den migräneartigen Zuständen — so leben zu wollen wie der Unterleib, daß er seinen astralischen Leib oder seinen Ätherleib hereinzieht in seine Angelegenheiten, dann wird der Kopf krank. Wenn er seinen Ätherleib hereinzieht, so entstehen die migräneartigen Zustände. Wenn er seinen astralischen Leib hereinzieht, entsteht noch Schlimmeres.
[ 27 ] Und umgekehrt, wenn der Kopf auch anfängt — leise fängt er es an bei den migräneartigen Zuständen — so leben zu wollen wie der Unterleib, daß er seinen astralischen Leib oder seinen Ätherleib hereinzieht in seine Angelegenheiten, dann wird der Kopf krank. Wenn er seinen Ätherleib hereinzieht, so entstehen die migräneartigen Zustände. Wenn er seinen astralischen Leib hereinzieht, entsteht noch Schlimmeres.
[ 28 ] Das sind die Dinge, die Ihnen zeigen, wie kompliziert diese menschliche Natur ist. Diese menschliche Natur kann man nicht so studieren, wie es die heutige triviale Wissenschaft macht, sondern man muß sie so studieren, daß man sie in all ihrer Komplikation betrachtet, daß man also sich sagt: Der Kopf kann nicht sein wie der Unterleib, denn wenn der Kopf ist wie der Unterleib, kann er nur krank sein. Wenn also zum Beispiel das Großhirn anfängt, zu stark seinen Stoffwechsel zu entwickeln, wenn es anfängt, zu stark Absonderungsprozesse zu entwickeln, so entstehen eben Krankheiten. Und diese starken Absonderungsprozesse rühren eben davon her, daß der Kopf zu stark seinen Atherleib in Anspruch nimmt. Sobald aber unser Unterleib sich selbst überlassen wird, wenn er also sozusagen kopfähnlich wird, Anlage kriegt, etwa Sinnesorgane auszubilden, dann bilden sich seine Krankheiten aus. Sie können also sagen: Der Kopf des Menschen hat freien Ätherleib, freien Astralleib, freies Ich. Der Stoffwechsel-Gliedmaßenmensch hat gebundenen Ätherleib, das heißt, an die physische Materie gebundenen Ätherleib, gebundenen astralischen Leib und nur freies Ich. Und der mittlere Mensch, der rhythmische Mensch hat gebundenen Ätherleib, freien Astralleib und freies Ich.
[ 28 ] Das sind die Dinge, die Ihnen zeigen, wie kompliziert diese menschliche Natur ist. Diese menschliche Natur kann man nicht so studieren, wie es die heutige triviale Wissenschaft macht, sondern man muß sie so studieren, daß man sie in all ihrer Komplikation betrachtet, daß man also sich sagt: Der Kopf kann nicht sein wie der Unterleib, denn wenn der Kopf ist wie der Unterleib, kann er nur krank sein. Wenn also zum Beispiel das Großhirn anfängt, zu stark seinen Stoffwechsel zu entwickeln, wenn es anfängt, zu stark Absonderungsprozesse zu entwickeln, so entstehen eben Krankheiten. Und diese starken Absonderungsprozesse rühren eben davon her, daß der Kopf zu stark seinen Atherleib in Anspruch nimmt. Sobald aber unser Unterleib sich selbst überlassen wird, wenn er also sozusagen kopfähnlich wird, Anlage kriegt, etwa Sinnesorgane auszubilden, dann bilden sich seine Krankheiten aus. Sie können also sagen: Der Kopf des Menschen hat freien Ätherleib, freien Astralleib, freies Ich. Der Stoffwechsel-Gliedmaßenmensch hat gebundenen Ätherleib, das heißt, an die physische Materie gebundenen Ätherleib, gebundenen astralischen Leib und nur freies Ich. Und der mittlere Mensch, der rhythmische Mensch hat gebundenen Ätherleib, freien Astralleib und freies Ich.
[ 29 ] Kopf: freier Atherleib, freier Astralleib, freies Ich
Rhythmischer Mensch: gebundener Ätherleib, freier Astralleib, freies Ich
Stoffwechsel-Gliedmaßenmensch: gebundener Ätherleib, gebundener Astralleib, freies Ich
[ 29 ] Kopf: freier Atherleib, freier Astralleib, freies Ich
Rhythmischer Mensch: gebundener Ätherleib, freier Astralleib, freies Ich
Stoffwechsel-Gliedmaßenmensch: gebundener Ätherleib, gebundener Astralleib, freies Ich
[ 30 ] Hier haben Sie eine Übersicht über die menschliche Konstitution von einem Gesichtspunkte aus, der außerordentlich wichtig ist, denn dadurch bekommen Sie einen Eindruck von dem, wie das Ich eigentlich gegenüber dem ganzen Menschen etwas Freies hat, wie das Ich eigentlich, und zwar vom Aufwachen bis zum Einschlafen, hineinwirkt in den Menschen, aber wie es verhältnismäßig immer frei von dem Menschen bleibt, wie es eigentlich verbunden ist mit der äußeren Wahrnehmung sowohl wie mit dem, was der Mensch als äußere Bewegung macht, wie es aber nicht eigentlich vollständig aufgeht in den menschlichen Leib. Worin lebt das Ich des Menschen? Kann man irgendwie das sehen, worin das Ich des Menschen lebt?
[ 30 ] Hier haben Sie eine Übersicht über die menschliche Konstitution von einem Gesichtspunkte aus, der außerordentlich wichtig ist, denn dadurch bekommen Sie einen Eindruck von dem, wie das Ich eigentlich gegenüber dem ganzen Menschen etwas Freies hat, wie das Ich eigentlich, und zwar vom Aufwachen bis zum Einschlafen, hineinwirkt in den Menschen, aber wie es verhältnismäßig immer frei von dem Menschen bleibt, wie es eigentlich verbunden ist mit der äußeren Wahrnehmung sowohl wie mit dem, was der Mensch als äußere Bewegung macht, wie es aber nicht eigentlich vollständig aufgeht in den menschlichen Leib. Worin lebt das Ich des Menschen? Kann man irgendwie das sehen, worin das Ich des Menschen lebt?
[ 31 ] Nun, etwas annähernd kann man es schon sehen in dem, was sich entwickelt in den Federn der Vögel. Der Mensch bekommt keine Federn, aber sein Ich lebt in den Kräften, die in unserer Umgebung sind und die beim Vogel die Richtkräfte für seine Federn sind. Darin lebt das Ich äußerlich. Und wir können diese Richtkräfte noch deutlicher sehen. In den Vogelfedern sehen wir sie gewissermaßen festgehalten durch den Vogelkörper; aber diese Kräfte bilden zu gleicher Zeit die Richtlinien für frei sich bewegende Wesen: das sind die Insekten. Wenn Sie die herumschwirrenden Insekten sehen und sie imaginativ erfassen, dann haben Sie in diesem ein Bild von dem, worin Ihr Ich lebt. Denken Sie sich einmal in Ihrer Umgebung herumschwirrende Insekten: Käfer, Fliegen, schöne Schmetterlinge, häßliche Bremsen und Hummeln und alles mögliche; denken Sie sich das alles, was da in den verschiedensten Richtlinien um Sie herumschwebt: da wird äußerlich sichtbar dasjenige, in dem Ihr Ich tatsächlich drinnen lebt. Und es ist mehr als ein bloßes Bild, wenn man sagt: Da leben häßliche Gedanken, wie Hummeln, wie Bremsen, schöne Gedanken wie Schmetterlinge; manches Menschen Gedanken beißen einen wie böse Fliegen und so fort. Nur ist das eine geistig, das andere physisch. Des Menschen Ich lebt eben durchaus in der Umgebung.
[ 31 ] Nun, etwas annähernd kann man es schon sehen in dem, was sich entwickelt in den Federn der Vögel. Der Mensch bekommt keine Federn, aber sein Ich lebt in den Kräften, die in unserer Umgebung sind und die beim Vogel die Richtkräfte für seine Federn sind. Darin lebt das Ich äußerlich. Und wir können diese Richtkräfte noch deutlicher sehen. In den Vogelfedern sehen wir sie gewissermaßen festgehalten durch den Vogelkörper; aber diese Kräfte bilden zu gleicher Zeit die Richtlinien für frei sich bewegende Wesen: das sind die Insekten. Wenn Sie die herumschwirrenden Insekten sehen und sie imaginativ erfassen, dann haben Sie in diesem ein Bild von dem, worin Ihr Ich lebt. Denken Sie sich einmal in Ihrer Umgebung herumschwirrende Insekten: Käfer, Fliegen, schöne Schmetterlinge, häßliche Bremsen und Hummeln und alles mögliche; denken Sie sich das alles, was da in den verschiedensten Richtlinien um Sie herumschwebt: da wird äußerlich sichtbar dasjenige, in dem Ihr Ich tatsächlich drinnen lebt. Und es ist mehr als ein bloßes Bild, wenn man sagt: Da leben häßliche Gedanken, wie Hummeln, wie Bremsen, schöne Gedanken wie Schmetterlinge; manches Menschen Gedanken beißen einen wie böse Fliegen und so fort. Nur ist das eine geistig, das andere physisch. Des Menschen Ich lebt eben durchaus in der Umgebung.
[ 32 ] Das hat eine außerordentlich starke Tragweite, und es beruht vieles von wirklicher Weltenerkenntnis darauf, daß man dasjenige, was man sieht, richtig taxiert, daß man nicht bloß im allgemeinen von einem Geiste schwefelt und schwabelt, sondern daß man dasjenige, was man in abstrakt-geistiger Form meinetwillen innerhalb seines Ich erlebt, auch im Bilde draußen sehen kann. Denn alles, was geistig vorhanden ist, ist auch im Bilde in der Welt vorhanden. Irgendwo ist das, was bloß geistig vorhanden ist, auch im Bilde vorhanden. Man muß nur richtig das Bild zu taxieren wissen. Und wenn da das Ahrimanische in unser Ich hereinkommt, indem das Ich sich in den Schmetterlingen und in den Vogelfedern dadraußen, das heißt, in den Richtkräften da draußen findet, so hat unser Ich aber wiederum die Fähigkeit, sich allerlei Formen von innen zu bilden. Wir konstruieren uns ja den Kreis, wir konstruieren die Eiform, das Dreieck; wir bauen uns auch aus dem Inneren eine Welt auf. Und wenn wir darnach forschen, so werden wir finden: Das sind gerade diejenigen Kräfte, die herausgeworfen werden aus dem luziferischen Prinzip.
[ 32 ] Das hat eine außerordentlich starke Tragweite, und es beruht vieles von wirklicher Weltenerkenntnis darauf, daß man dasjenige, was man sieht, richtig taxiert, daß man nicht bloß im allgemeinen von einem Geiste schwefelt und schwabelt, sondern daß man dasjenige, was man in abstrakt-geistiger Form meinetwillen innerhalb seines Ich erlebt, auch im Bilde draußen sehen kann. Denn alles, was geistig vorhanden ist, ist auch im Bilde in der Welt vorhanden. Irgendwo ist das, was bloß geistig vorhanden ist, auch im Bilde vorhanden. Man muß nur richtig das Bild zu taxieren wissen. Und wenn da das Ahrimanische in unser Ich hereinkommt, indem das Ich sich in den Schmetterlingen und in den Vogelfedern dadraußen, das heißt, in den Richtkräften da draußen findet, so hat unser Ich aber wiederum die Fähigkeit, sich allerlei Formen von innen zu bilden. Wir konstruieren uns ja den Kreis, wir konstruieren die Eiform, das Dreieck; wir bauen uns auch aus dem Inneren eine Welt auf. Und wenn wir darnach forschen, so werden wir finden: Das sind gerade diejenigen Kräfte, die herausgeworfen werden aus dem luziferischen Prinzip.
[ 33 ] Ich habe neulich gesagt: Die Mathematiker, wenn sie den Raum studieren, sollten die Beziehung der Raumdimensionen zum Hühnerei einmal ins Auge fassen; da würde etwas sehr Interessantes herauskommen. Das ist der Gegensatz: Wir leben mit dem Ich sowohl in den Formen, die wir in dieser Weise in die Welt hineinkonstruieren können, wie in demjenigen, was aus der Welt herauskonstruiert ist. Wir leben auf der einen Seite in dem, was sich im Hühnerei von der Welt abschließt durch die Schale, im Luziferischen; wir erleben in demjenigen, was sich einsetzt in’ dem Vogelleib in den Federn und was herumflattert in den Schmetterlingen und in den Insekten überhaupt, mit unserem Ich die Wahrnehmung und die Teilnahme an unseren Bewegungen.
[ 33 ] Ich habe neulich gesagt: Die Mathematiker, wenn sie den Raum studieren, sollten die Beziehung der Raumdimensionen zum Hühnerei einmal ins Auge fassen; da würde etwas sehr Interessantes herauskommen. Das ist der Gegensatz: Wir leben mit dem Ich sowohl in den Formen, die wir in dieser Weise in die Welt hineinkonstruieren können, wie in demjenigen, was aus der Welt herauskonstruiert ist. Wir leben auf der einen Seite in dem, was sich im Hühnerei von der Welt abschließt durch die Schale, im Luziferischen; wir erleben in demjenigen, was sich einsetzt in’ dem Vogelleib in den Federn und was herumflattert in den Schmetterlingen und in den Insekten überhaupt, mit unserem Ich die Wahrnehmung und die Teilnahme an unseren Bewegungen.
[ 34 ] Ja, wer die verschiedenen wunderbaren Schattierungen der Vogelwelt versteht, der versteht auch manches von der Beschaffenheit der Menschenseele in ihrem Verhältnis zur Welt. Denn was der Vogel in seinem Gefieder nach außen kehrt, was er uns entgegenschimmern läßt, das schimmert durch unser Ich in dem verflimmernden, verschillernden, verglitzernden Wahrnehmen von außen nach innen.
[ 34 ] Ja, wer die verschiedenen wunderbaren Schattierungen der Vogelwelt versteht, der versteht auch manches von der Beschaffenheit der Menschenseele in ihrem Verhältnis zur Welt. Denn was der Vogel in seinem Gefieder nach außen kehrt, was er uns entgegenschimmern läßt, das schimmert durch unser Ich in dem verflimmernden, verschillernden, verglitzernden Wahrnehmen von außen nach innen.
[ 35 ] So muß man versuchen, die Welt mit Hilfe der Bilder zu erfassen. Unsere heutige abstrakte Wissenschaft erfaßt eben das Allerwenigste von der wirklichen Welt.
[ 35 ] So muß man versuchen, die Welt mit Hilfe der Bilder zu erfassen. Unsere heutige abstrakte Wissenschaft erfaßt eben das Allerwenigste von der wirklichen Welt.
