Human-Becoming, World-Soul and World-Spirit I
Human Beings as Physical and Spiritual Entities
in Their Relationship to the World
GA 205
17 July 1921, Dornach
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Menschenwerden, Weltenseele und Weltengeist I
Dreizehnter Vortrag
Dreizehnter Vortrag
[ 1 ] Es ist in der Tat sehr vieles von den Gesetzmäßigkeiten, von den Geheimnissen des Weltendaseins in dem Bewußtsein der Menschheit dadurch verdeckt worden, daß jene Mißverständnisse eingetreten sind, die ich gestern und vorgestern auseinandergesetzt habe in bezug auf die Auffassung der polarischen Gegensätze des Ormuzd und Ahriman. Vor allen Dingen ist eigentlich nur dadurch der neuzeitliche Materialismus möglich geworden, der die Menschheit erfüllt mit dem Bewußtsein: Es gibt um uns herum Gegensätze, welche durch die heutige gebräuchliche Wissenschaft erforscht werden und aus denen heraus man das Weltenall wird allmählich begreifen können. — Eine einfache Erwägung kann lehren, daß auf diesem Wege ein Begreifen des Weltenalls niemals möglich sein kann. Denn denken Sie einmal zurück an einiges, das ich ja vor ein paar Wochen hier ausgeführt habe, und setzen Sie es für sich selbst ins rechte Licht, denken Sie daran, wie ja diejenigen Menschen, die heute als naturwissenschaftliche gelten, sich auf den Menschen eigentlich nur beziehen, insofern der Mensch nach seinem Tode Leichnam ist. Dasjenige, was von den übrigen Naturgesetzen, von dem übrigen Naturgeschehen den Menschen durchzieht, nachdem er Leichnam geworden ist, das kann zunächst erklärt werden nach den gebräuchlichen Naturgesetzen. Was aber im Menschen lebt schon zwischen der Geburt und dem Tode, das widerstrebt diesen Naturgesetzen, das widersetzt sich diesen Naturgesetzen. Und man müßte, wenn man nur einigermaßen heute nicht nach Vorurteilen, sondern nach wirklichen Urteilen sich richten würde, sich sagen: Der Mensch kämpft zwischen der Geburt und dem Tode, eigentlich schon von seiner ersten Embryonalanlage an, gegen das, was von Naturgesetzen, wie wir sie heute in unserer Wissenschaft erfassen, beherrscht ist.
[ 1 ] Es ist in der Tat sehr vieles von den Gesetzmäßigkeiten, von den Geheimnissen des Weltendaseins in dem Bewußtsein der Menschheit dadurch verdeckt worden, daß jene Mißverständnisse eingetreten sind, die ich gestern und vorgestern auseinandergesetzt habe in bezug auf die Auffassung der polarischen Gegensätze des Ormuzd und Ahriman. Vor allen Dingen ist eigentlich nur dadurch der neuzeitliche Materialismus möglich geworden, der die Menschheit erfüllt mit dem Bewußtsein: Es gibt um uns herum Gegensätze, welche durch die heutige gebräuchliche Wissenschaft erforscht werden und aus denen heraus man das Weltenall wird allmählich begreifen können. — Eine einfache Erwägung kann lehren, daß auf diesem Wege ein Begreifen des Weltenalls niemals möglich sein kann. Denn denken Sie einmal zurück an einiges, das ich ja vor ein paar Wochen hier ausgeführt habe, und setzen Sie es für sich selbst ins rechte Licht, denken Sie daran, wie ja diejenigen Menschen, die heute als naturwissenschaftliche gelten, sich auf den Menschen eigentlich nur beziehen, insofern der Mensch nach seinem Tode Leichnam ist. Dasjenige, was von den übrigen Naturgesetzen, von dem übrigen Naturgeschehen den Menschen durchzieht, nachdem er Leichnam geworden ist, das kann zunächst erklärt werden nach den gebräuchlichen Naturgesetzen. Was aber im Menschen lebt schon zwischen der Geburt und dem Tode, das widerstrebt diesen Naturgesetzen, das widersetzt sich diesen Naturgesetzen. Und man müßte, wenn man nur einigermaßen heute nicht nach Vorurteilen, sondern nach wirklichen Urteilen sich richten würde, sich sagen: Der Mensch kämpft zwischen der Geburt und dem Tode, eigentlich schon von seiner ersten Embryonalanlage an, gegen das, was von Naturgesetzen, wie wir sie heute in unserer Wissenschaft erfassen, beherrscht ist.
[ 2 ] Nehmen Sie die umliegende Natur und alles das, was Physik, Chemie, Physiologie, Biologie und so weiter heute über diese Natur sagen, vergegenwärtigen Sie sich das alles, was so über die Natur gesagt wird und denken Sie dann an den Menschen, wie er lebt zwischen Geburt und Tod, dann werden Sie sich sagen: Dieses ganze Leben ist ein Kampf gegen dasjenige Reich, das von diesen Naturgesetzen beherrscht wird. Nur dadurch, daß gewissermaßen die menschliche Organisation von diesen Naturgesetzen nichts wissen will, sie bekämpft, gerade dadurch ist der Mensch Mensch zwischen der Geburt und dem Tode.
[ 2 ] Nehmen Sie die umliegende Natur und alles das, was Physik, Chemie, Physiologie, Biologie und so weiter heute über diese Natur sagen, vergegenwärtigen Sie sich das alles, was so über die Natur gesagt wird und denken Sie dann an den Menschen, wie er lebt zwischen Geburt und Tod, dann werden Sie sich sagen: Dieses ganze Leben ist ein Kampf gegen dasjenige Reich, das von diesen Naturgesetzen beherrscht wird. Nur dadurch, daß gewissermaßen die menschliche Organisation von diesen Naturgesetzen nichts wissen will, sie bekämpft, gerade dadurch ist der Mensch Mensch zwischen der Geburt und dem Tode.
[ 3 ] Daraus aber können Sie schon ersehen, daß, wenn das menschliche Werden hineingestellt werden soll in das Weltenall, in den Kosmos, es nötig ist, für das Weltenall dann andere Gesetzmäßigkeiten, eine andere Art von Werden anzunehmen. Also mit unseren heutigen Naturgesetzen stellen wir eine Welt vor, in der der Mensch, ja eigentlich auch schon die Pflanze und das Tier gar nicht drinnen sind. Wir wollen aber heute nur den Menschen im Verhältnis zu der übrigen Natur betrachten. Der Mensch ist nicht in derjenigen Natur darinnen, welche die heutige Wissenschaft beherrscht. Ja, der Mensch lehnt sich auf mit jedem Atemzuge gegen diese Natur, von der diese Wissenschaft spricht.
[ 3 ] Daraus aber können Sie schon ersehen, daß, wenn das menschliche Werden hineingestellt werden soll in das Weltenall, in den Kosmos, es nötig ist, für das Weltenall dann andere Gesetzmäßigkeiten, eine andere Art von Werden anzunehmen. Also mit unseren heutigen Naturgesetzen stellen wir eine Welt vor, in der der Mensch, ja eigentlich auch schon die Pflanze und das Tier gar nicht drinnen sind. Wir wollen aber heute nur den Menschen im Verhältnis zu der übrigen Natur betrachten. Der Mensch ist nicht in derjenigen Natur darinnen, welche die heutige Wissenschaft beherrscht. Ja, der Mensch lehnt sich auf mit jedem Atemzuge gegen diese Natur, von der diese Wissenschaft spricht.
[ 4 ] Man kann aber dennoch sprechen von dem Kosmos, von dem All, denn aus dem Schoße dieses Kosmos geht ja auch der Mensch hervor, so wie er als physischer Mensch zunächst vor uns steht. Dann müssen wir aber diesen Kosmos eben von anderer Wesenheit denken als das, was wir zum Seeleninhalt haben, wenn wir im Sinne der heutigen Wissenschaft reden. Wir werden uns einen Begriff machen können von dem, was mit dem Angedeuteten eigentlich gemeint ist, wenn wir uns folgende, durch geistige Wissenschaft konstatierte Tatsache vor die Seele rücken.
[ 4 ] Man kann aber dennoch sprechen von dem Kosmos, von dem All, denn aus dem Schoße dieses Kosmos geht ja auch der Mensch hervor, so wie er als physischer Mensch zunächst vor uns steht. Dann müssen wir aber diesen Kosmos eben von anderer Wesenheit denken als das, was wir zum Seeleninhalt haben, wenn wir im Sinne der heutigen Wissenschaft reden. Wir werden uns einen Begriff machen können von dem, was mit dem Angedeuteten eigentlich gemeint ist, wenn wir uns folgende, durch geistige Wissenschaft konstatierte Tatsache vor die Seele rücken.
[ 5 ] Betrachten wir einmal den Moment, in dem der Mensch stirbt, jugendlich stirbt, oder nach Erreichung eines normalen Alters stirbt. Der Leichnam bleibt zurück. Wir können diesen Vorgang vergleichen, und es ist das mehr als ein Vergleich, sagen wir mit dem Häuten der Schlange oder auch mit dem Abwerfen der Schale des jungen Vogelgetiers. Es wird der Leichnam abgeworfen, und dasjenige, was da abgeworfen wird, wird ebenso von den Naturgesetzen, die wir mit der heutigen Wissenschaft im Sinne haben, aufgenommen, wie zum Beispiel die Schlangenhaut, wenn sie abgeworfen wird, aufgenommen wird von den äußeren Naturgesetzen und sich nicht mehr nach den Wachstumsgesetzen der Schlange richtet. Dasjenige also, was Leichnam wird vom Menschen, das wird aufgenommen von den Erdengesetzen. Aber man hat ja als Mensch zwischen Geburt und Tod die menschliche Form, die menschliche Gestalt. Die löst sich auf, die hört auf zu bestehen. Der Leichnam hat in einem gewissen Sinne noch diese Gestalt, aber er hat sie gewissermaßen nur aus Nachahmung, er ahmt diese Gestalt noch nach. Es ist die Gestalt, die der Leichnam hat, nicht mehr dieselbe, die wir während unseres Lebens zwischen Geburt und Tod haben. Denn dieser Gestalt ist eigen, daß sich der Mensch in ihr erfühlt, daß sich der Mensch mit ihr bewegen kann; dieser Gestalt ist eigen eine gewisse Kräftesumme, die sich entfaltet, wenn sich der Mensch bewegt. Das alles ist ja fort, wenn nur der Leichnam noch vorliegt. Das also, was eigentlich dem Leichnam seine Gestalt gibt, das ist vom Leichnam fort, das verschwindet aber schon, wenn der Mensch eben gestorben ist. Der Mensch nimmt das nicht mit. Er nimmt seinen Ätherleib einige Zeit mit — von dem wollen wir zunächst absehen —, aber jedenfalls das, was seine physische Form, seine physische Gestalt ist, nimmt er nicht mit. Er verliert gewissermaßen diese physische Gestalt. Genauer kann man das etwa so ausdrücken: Würde man die Bewegungen, die Regsamkeiten des Menschen verfolgen, nachdem er seinen Leib verlassen hat, nachdem er durch die Todespforte gegangen ist, so würde man andere Bewegungen und Regungen finden, als diejenigen sind, die die physische Form macht.
[ 5 ] Betrachten wir einmal den Moment, in dem der Mensch stirbt, jugendlich stirbt, oder nach Erreichung eines normalen Alters stirbt. Der Leichnam bleibt zurück. Wir können diesen Vorgang vergleichen, und es ist das mehr als ein Vergleich, sagen wir mit dem Häuten der Schlange oder auch mit dem Abwerfen der Schale des jungen Vogelgetiers. Es wird der Leichnam abgeworfen, und dasjenige, was da abgeworfen wird, wird ebenso von den Naturgesetzen, die wir mit der heutigen Wissenschaft im Sinne haben, aufgenommen, wie zum Beispiel die Schlangenhaut, wenn sie abgeworfen wird, aufgenommen wird von den äußeren Naturgesetzen und sich nicht mehr nach den Wachstumsgesetzen der Schlange richtet. Dasjenige also, was Leichnam wird vom Menschen, das wird aufgenommen von den Erdengesetzen. Aber man hat ja als Mensch zwischen Geburt und Tod die menschliche Form, die menschliche Gestalt. Die löst sich auf, die hört auf zu bestehen. Der Leichnam hat in einem gewissen Sinne noch diese Gestalt, aber er hat sie gewissermaßen nur aus Nachahmung, er ahmt diese Gestalt noch nach. Es ist die Gestalt, die der Leichnam hat, nicht mehr dieselbe, die wir während unseres Lebens zwischen Geburt und Tod haben. Denn dieser Gestalt ist eigen, daß sich der Mensch in ihr erfühlt, daß sich der Mensch mit ihr bewegen kann; dieser Gestalt ist eigen eine gewisse Kräftesumme, die sich entfaltet, wenn sich der Mensch bewegt. Das alles ist ja fort, wenn nur der Leichnam noch vorliegt. Das also, was eigentlich dem Leichnam seine Gestalt gibt, das ist vom Leichnam fort, das verschwindet aber schon, wenn der Mensch eben gestorben ist. Der Mensch nimmt das nicht mit. Er nimmt seinen Ätherleib einige Zeit mit — von dem wollen wir zunächst absehen —, aber jedenfalls das, was seine physische Form, seine physische Gestalt ist, nimmt er nicht mit. Er verliert gewissermaßen diese physische Gestalt. Genauer kann man das etwa so ausdrücken: Würde man die Bewegungen, die Regsamkeiten des Menschen verfolgen, nachdem er seinen Leib verlassen hat, nachdem er durch die Todespforte gegangen ist, so würde man andere Bewegungen und Regungen finden, als diejenigen sind, die die physische Form macht.
[ 6 ] Also das, was eigentlich in der physischen Form da ist, das hört für den äußeren Anblick auf, wenn der Mensch durch des Todes Pforte gegangen ist. Der Leichnam hat nur diese Form gehabt, und er behält sie noch. Er verliert sie nach und nach, sie ist ihm nicht mehr eigen. So wie wenn Sie — falls ich einen groben Vergleich gebrauchen darf eine Topfform haben, und diese über den Teig des Kuchens stülpen: es hat der Kuchen dann auch die Form, aber er hat nichts von der Topfform, und man kann nicht sagen, daß der Kuchen, den Sie dann haben, diese Form durch seine eigene Materie hat; nein, er hat sie von dem Topf bekommen, der darübergestülpt war. Und so wie dieser Kuchen die Form des Topfes beibehält, wenn Sie den Topf wegnehmen, so behält auch der Leichnam die Form des Menschen bei, wenn diese Form weggenommen wird. Aber diese Form selbst, die eigentlich die Form ist, mit der wir herumgehen, die hört auf, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes tritt. Daß wir diese Form haben, daß diese Form sich herausbilden kann aus den Weltengesetzen, wie sich ein Kristall aus den Weltengesetzen herausbildet, das liegt jedoch in den Weltengesetzen drinnen. So daß wir uns fragen dürfen: Was wird denn aus dieser Form? Und da bekommen wir durch geisteswissenschaftliche Untersuchung die Antwort: Aus dieser Form ernährt sich weiter, erhält sich weiter dasjenige, was Geist ist von der Hierarchie, die wir die Archai nennen, die Urgründe. So daß wir sagen können: Aus der menschlichen Form geht etwas über in das Reich der Archai.
[ 6 ] Also das, was eigentlich in der physischen Form da ist, das hört für den äußeren Anblick auf, wenn der Mensch durch des Todes Pforte gegangen ist. Der Leichnam hat nur diese Form gehabt, und er behält sie noch. Er verliert sie nach und nach, sie ist ihm nicht mehr eigen. So wie wenn Sie — falls ich einen groben Vergleich gebrauchen darf eine Topfform haben, und diese über den Teig des Kuchens stülpen: es hat der Kuchen dann auch die Form, aber er hat nichts von der Topfform, und man kann nicht sagen, daß der Kuchen, den Sie dann haben, diese Form durch seine eigene Materie hat; nein, er hat sie von dem Topf bekommen, der darübergestülpt war. Und so wie dieser Kuchen die Form des Topfes beibehält, wenn Sie den Topf wegnehmen, so behält auch der Leichnam die Form des Menschen bei, wenn diese Form weggenommen wird. Aber diese Form selbst, die eigentlich die Form ist, mit der wir herumgehen, die hört auf, wenn der Mensch durch die Pforte des Todes tritt. Daß wir diese Form haben, daß diese Form sich herausbilden kann aus den Weltengesetzen, wie sich ein Kristall aus den Weltengesetzen herausbildet, das liegt jedoch in den Weltengesetzen drinnen. So daß wir uns fragen dürfen: Was wird denn aus dieser Form? Und da bekommen wir durch geisteswissenschaftliche Untersuchung die Antwort: Aus dieser Form ernährt sich weiter, erhält sich weiter dasjenige, was Geist ist von der Hierarchie, die wir die Archai nennen, die Urgründe. So daß wir sagen können: Aus der menschlichen Form geht etwas über in das Reich der Archai.
[ 7 ] Es ist in der Tat so, daß die physische Form, die wir durch die Geburt erhalten und die wir ablegen mit dem Tode, aus dem Reich der Archai, der Urgründe, der Urkräfte herausgeht, daß wir also eigentlich unsere physische Form dadurch haben, daß wir umfangen werden von einem Geiste aus dem Reiche der Archai. Wir stecken in einem Geiste drinnen, der aus dem Reiche der Archai war, der nun wiederum zurückzieht dasjenige, was er uns geliehen hat während unseres Lebens.
[ 7 ] Es ist in der Tat so, daß die physische Form, die wir durch die Geburt erhalten und die wir ablegen mit dem Tode, aus dem Reich der Archai, der Urgründe, der Urkräfte herausgeht, daß wir also eigentlich unsere physische Form dadurch haben, daß wir umfangen werden von einem Geiste aus dem Reiche der Archai. Wir stecken in einem Geiste drinnen, der aus dem Reiche der Archai war, der nun wiederum zurückzieht dasjenige, was er uns geliehen hat während unseres Lebens.
[ 8 ] Sehen Sie, es ist wiederum so etwas, wodurch man erkennt, wie man eigentlich dem ganzen Kosmos angehört. Es ist schon so, daß gewissermaßen die Archai ihre Fühlhörner vorstrecken. Wenn das einer der Archai ist, so streckt er sein Gebilde vor: das bildet die menschliche Form, dadrinnen ist dann erst der Mensch. Sie können sich Ihr Dasein innerhalb des Kosmos nur richtig vorstellen, wenn Sie sich gewissermaßen umkleidet vorstellen mit einem Auswuchs der Archai. Wenn Sie sich nun vorstellen, daß der Mensch wie ich das in diesen Tagen ja auch auseinandergesetzt habe — in der lemurischen Zeit als solch ein Wesen, wie es der Erdenmensch ist, erst entsteht und erst allmählich diese Form annimmt, dann bekommen Sie in dem, was man als Beschreibung liefern kann, wie ich sie in der «Geheimwissenschaft im Umriß» gegeben habe von der Umgestaltung der menschlichen Form — erinnern Sie sich nur, wie das von mir in der Schilderung der atlantischen Welt beschrieben worden ist —, dann bekommen Sie dasjenige, was eigentlich die Archai tun; dann bekommt man eine Schilderung, wie die Archai aus ihrem Reiche herunter in das Erdenreich arbeiten, wie sie die menschliche Gestalt metamorphosieren. Dieses Metamorphosieren der menschlichen Gestalt von der lemurischen Zeit bis zu derjenigen Zeit, wo die menschliche Gestalt von der Erde verschwinden wird, ist durohaus etwas, was aus dem Reiche der Archai herunter konstituiert, gestaltet wird. Und indem in einer solchen Weise die Archai an dem Menschen arbeiten, bringen sie zu gleicher Zeit dasjenige hervor, was im wahren Sinne des Wortes der Zeitgeist ist. Denn dieser Zeitgeist hängt innig zusammen mit der Gestaltung der Menschen, indem gewissermaßen ihre Haut in eine gewisse Form gebracht wird. Der Zeitgeist ist im wesentlichen in der alleräußersten Empfindungssphäre der Menschen sitzend. Und versteht man das Arbeiten dieser Archai, dann versteht man auch, wie sich nicht nur die menschlichen Gestalten wandeln, sondern wie sich im Laufe des Erdenseins auch die Zeitgeister wandeln.
[ 8 ] Sehen Sie, es ist wiederum so etwas, wodurch man erkennt, wie man eigentlich dem ganzen Kosmos angehört. Es ist schon so, daß gewissermaßen die Archai ihre Fühlhörner vorstrecken. Wenn das einer der Archai ist, so streckt er sein Gebilde vor: das bildet die menschliche Form, dadrinnen ist dann erst der Mensch. Sie können sich Ihr Dasein innerhalb des Kosmos nur richtig vorstellen, wenn Sie sich gewissermaßen umkleidet vorstellen mit einem Auswuchs der Archai. Wenn Sie sich nun vorstellen, daß der Mensch wie ich das in diesen Tagen ja auch auseinandergesetzt habe — in der lemurischen Zeit als solch ein Wesen, wie es der Erdenmensch ist, erst entsteht und erst allmählich diese Form annimmt, dann bekommen Sie in dem, was man als Beschreibung liefern kann, wie ich sie in der «Geheimwissenschaft im Umriß» gegeben habe von der Umgestaltung der menschlichen Form — erinnern Sie sich nur, wie das von mir in der Schilderung der atlantischen Welt beschrieben worden ist —, dann bekommen Sie dasjenige, was eigentlich die Archai tun; dann bekommt man eine Schilderung, wie die Archai aus ihrem Reiche herunter in das Erdenreich arbeiten, wie sie die menschliche Gestalt metamorphosieren. Dieses Metamorphosieren der menschlichen Gestalt von der lemurischen Zeit bis zu derjenigen Zeit, wo die menschliche Gestalt von der Erde verschwinden wird, ist durohaus etwas, was aus dem Reiche der Archai herunter konstituiert, gestaltet wird. Und indem in einer solchen Weise die Archai an dem Menschen arbeiten, bringen sie zu gleicher Zeit dasjenige hervor, was im wahren Sinne des Wortes der Zeitgeist ist. Denn dieser Zeitgeist hängt innig zusammen mit der Gestaltung der Menschen, indem gewissermaßen ihre Haut in eine gewisse Form gebracht wird. Der Zeitgeist ist im wesentlichen in der alleräußersten Empfindungssphäre der Menschen sitzend. Und versteht man das Arbeiten dieser Archai, dann versteht man auch, wie sich nicht nur die menschlichen Gestalten wandeln, sondern wie sich im Laufe des Erdenseins auch die Zeitgeister wandeln.


[ 9 ] Nun wissen Sie, daß in der Ordnung der Hierarchien hinter den Archai die Geister der Form liegen, die Exusiai (siehe Aufstellung Seite 236). Wenn Sie aufschauen im Erdendasein von dem, was den Menschen konstituiert zu seiner Form, zu dem, was nun dem ganzen Erdenplaneten von seinem Anfang bis zu seinem Ende eigen ist, dann bekommen Sie etwas Umfassenderes an äußerer kosmischer Gesetzmäßigkeit als dasjenige, worin schon die menschliche Form ist. Denn, nicht wahr, wir haben ja, indem wir die Erdenentwickelung beschreiben, zuerst einen Nachklang der alten Saturnzeit, wir nennen das die polarische Epoche; wir haben einen Nachklang der alten Sonnenzeit, die hyperboräische Epoche, einen Nachklang der alten Mondenzeit, die lemurische Epoche. Dann kommt erst die eigentliche Erdenzeit, die erste Erdenzeit, die atlantische Epoche, und jetzt leben wir in der nachatlantischen Epoche. Der Mensch hat sich in seiner Form erst herausgebildet. Die Erde muß umfassendere Gesetze haben, als sie sich bloß in dem Stück der Erdenentwickelung ausdrücken, in welchem der Mensch mit seiner heutigen Form beziehungsweise mit den Metamorphosen seiner heutigen Form möglich ist. Wir müssen zurückschauen auf den ersten Erdenbeginn, wo der Mensch noch nicht seine Form erlangt hatte, wo er noch als geistig-ätherisches Wesen da war, und wir müssen hinblicken auf dasjenige, was ja auch noch geschehen wird auf der Erde, wenn nach einer Reihe von Jahrtausenden die Menschen von der Erde als physische Wesen verschwunden sein werden. Dann wird ja eine Zeitlang noch die physische Erde weiterbestehen, ja, es werden sie sogar Menschen bewohnen, aber nicht mehr in sichtbaren Menschengestalten, sondern als ätherische Wesen.
[ 9 ] Nun wissen Sie, daß in der Ordnung der Hierarchien hinter den Archai die Geister der Form liegen, die Exusiai (siehe Aufstellung Seite 236). Wenn Sie aufschauen im Erdendasein von dem, was den Menschen konstituiert zu seiner Form, zu dem, was nun dem ganzen Erdenplaneten von seinem Anfang bis zu seinem Ende eigen ist, dann bekommen Sie etwas Umfassenderes an äußerer kosmischer Gesetzmäßigkeit als dasjenige, worin schon die menschliche Form ist. Denn, nicht wahr, wir haben ja, indem wir die Erdenentwickelung beschreiben, zuerst einen Nachklang der alten Saturnzeit, wir nennen das die polarische Epoche; wir haben einen Nachklang der alten Sonnenzeit, die hyperboräische Epoche, einen Nachklang der alten Mondenzeit, die lemurische Epoche. Dann kommt erst die eigentliche Erdenzeit, die erste Erdenzeit, die atlantische Epoche, und jetzt leben wir in der nachatlantischen Epoche. Der Mensch hat sich in seiner Form erst herausgebildet. Die Erde muß umfassendere Gesetze haben, als sie sich bloß in dem Stück der Erdenentwickelung ausdrücken, in welchem der Mensch mit seiner heutigen Form beziehungsweise mit den Metamorphosen seiner heutigen Form möglich ist. Wir müssen zurückschauen auf den ersten Erdenbeginn, wo der Mensch noch nicht seine Form erlangt hatte, wo er noch als geistig-ätherisches Wesen da war, und wir müssen hinblicken auf dasjenige, was ja auch noch geschehen wird auf der Erde, wenn nach einer Reihe von Jahrtausenden die Menschen von der Erde als physische Wesen verschwunden sein werden. Dann wird ja eine Zeitlang noch die physische Erde weiterbestehen, ja, es werden sie sogar Menschen bewohnen, aber nicht mehr in sichtbaren Menschengestalten, sondern als ätherische Wesen.
[ 10 ] Nehmen wir diese ganze Gestaltung der Erde einschließlich des Menschen, aber hinausgehend über den Menschen: wenn wir die Gesetze, von denen ja wirklich unsere heutigen Naturgesetze nur der allerkleinste Teil sind, mit dem geistigen Blick umfassen, dann haben wir darinnen dasjenige, was in das Reich der Exusiai gehört. Aus dem Reich der Exusiai hat sich ebenso herausgestaltet das Irdische, wie sich das Menschliche aus dem Reich der Urkräfte herausgestaltet hat, das Menschliche zusammen mit alldem, was in der Erde sein muß, damit der Mensch überhaupt entstehen kann. So daß wir sagen können: Die irdische Form geht über, wenn sie einmal sich auflösen wird, in das Reich der Exusiai.
[ 10 ] Nehmen wir diese ganze Gestaltung der Erde einschließlich des Menschen, aber hinausgehend über den Menschen: wenn wir die Gesetze, von denen ja wirklich unsere heutigen Naturgesetze nur der allerkleinste Teil sind, mit dem geistigen Blick umfassen, dann haben wir darinnen dasjenige, was in das Reich der Exusiai gehört. Aus dem Reich der Exusiai hat sich ebenso herausgestaltet das Irdische, wie sich das Menschliche aus dem Reich der Urkräfte herausgestaltet hat, das Menschliche zusammen mit alldem, was in der Erde sein muß, damit der Mensch überhaupt entstehen kann. So daß wir sagen können: Die irdische Form geht über, wenn sie einmal sich auflösen wird, in das Reich der Exusiai.
[ 11 ] Wenn wir nun das zweite Glied der menschlichen Wesenheit betrachten, den menschlichen ätherischen Leib, so ist es auch so, daß wir ihn durchaus nicht als unser völliges Eigentum ansprechen dürfen, sondern geradeso wie die physische Form eigentlich dem Reich der Archai angehört und wir eingekleidet sind in eine Ausstülpung des Reiches der Archai, so sind wir in bezug auf unseren ätherischen Leib eingekleidet in eine Ausstülpung des Reiches der Erzengel, der Archangeloi. So daß wir sagen können: Wenn wir durch des Todes Pforte gehen, behalten wir noch kurze Zeit diesen ätherischen Leib. Wir wissen, daß er sich dann auflöst, aber seine Auflösung bedeutet nicht, daß er ins Nichts verschwindet, sondern er geht zurück ins Reich der Archangeloi. Die machen wiederum Anspruch auf ihn; die senken gleichsam einen Teil ihres Wesens nach dem irdischen Menschenreich hin und konstituieren dadurch den menschlichen Atherleib Zeit seines Lebens. Wir können also sagen: Aus dem menschlichen Ätherleib geht etwas über in das Reich der Archangeloi.
[ 11 ] Wenn wir nun das zweite Glied der menschlichen Wesenheit betrachten, den menschlichen ätherischen Leib, so ist es auch so, daß wir ihn durchaus nicht als unser völliges Eigentum ansprechen dürfen, sondern geradeso wie die physische Form eigentlich dem Reich der Archai angehört und wir eingekleidet sind in eine Ausstülpung des Reiches der Archai, so sind wir in bezug auf unseren ätherischen Leib eingekleidet in eine Ausstülpung des Reiches der Erzengel, der Archangeloi. So daß wir sagen können: Wenn wir durch des Todes Pforte gehen, behalten wir noch kurze Zeit diesen ätherischen Leib. Wir wissen, daß er sich dann auflöst, aber seine Auflösung bedeutet nicht, daß er ins Nichts verschwindet, sondern er geht zurück ins Reich der Archangeloi. Die machen wiederum Anspruch auf ihn; die senken gleichsam einen Teil ihres Wesens nach dem irdischen Menschenreich hin und konstituieren dadurch den menschlichen Atherleib Zeit seines Lebens. Wir können also sagen: Aus dem menschlichen Ätherleib geht etwas über in das Reich der Archangeloi.
[ 12 ] Und in bezug auf den astralischen Leib, da ist es allerdings so, daß ja nun ein ähnliches Verhältnis zu dem Reich der Angeloi, der Engel besteht wie in bezug auf die physische Form zum Reich der Archai und in bezug auf den Atherleib zum Reich der Archangeloi. Unseren astralischen Leib haben wir auch nicht ganz eigen. Er ist eine Ausstülpung der Engelwesen. So daß wir sagen können: Aus dem menschlichen astralischen Leib geht mit dem Tode etwas über in das Reich der Angeloi. Wir haben unseren astralischen Leib auch wie eine Einkleidung unseres Wesens aus dem Reich der Angeloi. Also Sie sehen, wie wir eigentlich dadurch, daß wir eine physische Menschenform haben, einen Ätherleib, einen astralischen Leib haben, eingefaßt sind in die Reiche der nächsthöheren Hierarchien. Und dadurch, daß wir an den Erdengesetzen teilnehmen, daß wir als Menschen auf der Erde herumgehen, ein Wollen entwickeln können, Handlungen entwickeln können auf der Erde, kurz, teilnehmen an den Erdengesetzen, dadurch nehmen wir auch teil an dem Reiche der Exusiai, der Geister der Form, der Elohim.
[ 12 ] Und in bezug auf den astralischen Leib, da ist es allerdings so, daß ja nun ein ähnliches Verhältnis zu dem Reich der Angeloi, der Engel besteht wie in bezug auf die physische Form zum Reich der Archai und in bezug auf den Atherleib zum Reich der Archangeloi. Unseren astralischen Leib haben wir auch nicht ganz eigen. Er ist eine Ausstülpung der Engelwesen. So daß wir sagen können: Aus dem menschlichen astralischen Leib geht mit dem Tode etwas über in das Reich der Angeloi. Wir haben unseren astralischen Leib auch wie eine Einkleidung unseres Wesens aus dem Reich der Angeloi. Also Sie sehen, wie wir eigentlich dadurch, daß wir eine physische Menschenform haben, einen Ätherleib, einen astralischen Leib haben, eingefaßt sind in die Reiche der nächsthöheren Hierarchien. Und dadurch, daß wir an den Erdengesetzen teilnehmen, daß wir als Menschen auf der Erde herumgehen, ein Wollen entwickeln können, Handlungen entwickeln können auf der Erde, kurz, teilnehmen an den Erdengesetzen, dadurch nehmen wir auch teil an dem Reiche der Exusiai, der Geister der Form, der Elohim.
[ 13 ] Aber hier tritt ein bedeutsames Moment auf. Wenn Sie Ihre physische Form betrachten in dem Zustande, in welchem Sie schlafend sind: wenn Ihr Leib im Bette liegt, da hat er seine Form; Sie finden diese Form wieder am Morgen. Diese Form ist ja durchaus noch nicht aufgelöst, und da kann man nicht sagen, daß der physische Leib Leichnam ist, daß der bloß wie beim Topf die Abformung hat, sondern da ist die Form wirklich da. So daß die Archai, indem sie teilnehmen an dieser Form mit dem, was vom Menschen auf der Erde nun einmal als physisches Wesen vorhanden ist, immerfort verbunden sind. Ebenso sind die Archangeloi verbunden mit dem menschlichen Ätherleib. Aber anders liegt die Sache mit Bezug auf den menschlichen astralischen Leib. Dieser menschliche astralische Leib ist ja vom Einschlafen bis zum Aufwachen keineswegs verbunden mit der physischen Menschenform; dieser astralische Leib ist gewissermaßen in einer ganz andern Umgebung vom Einschlafen bis zum Aufwachen als vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Und da handelt es sich darum, daß, während unweigerlich verbunden ist von der Geburt bis zum Tode das Archaiprinzip mit der physischen Form, das Archangeloiprinzip mit der ätherischen Wesenheit, es mit dem Angeloiprinzip, mit dem Engelprinzip so ist, daß es gewissermaßen den Menschen begleiten muß von einem Zustand zum andern und wieder zurück. Es muß gewissermaßen dieses Prinzip der Angeloi, diese Wesenhaftigkeit der Angeloi mitmachen den Weg in den Schlafzustand hinein und wieder vom Schlafzustande zurück.
[ 13 ] Aber hier tritt ein bedeutsames Moment auf. Wenn Sie Ihre physische Form betrachten in dem Zustande, in welchem Sie schlafend sind: wenn Ihr Leib im Bette liegt, da hat er seine Form; Sie finden diese Form wieder am Morgen. Diese Form ist ja durchaus noch nicht aufgelöst, und da kann man nicht sagen, daß der physische Leib Leichnam ist, daß der bloß wie beim Topf die Abformung hat, sondern da ist die Form wirklich da. So daß die Archai, indem sie teilnehmen an dieser Form mit dem, was vom Menschen auf der Erde nun einmal als physisches Wesen vorhanden ist, immerfort verbunden sind. Ebenso sind die Archangeloi verbunden mit dem menschlichen Ätherleib. Aber anders liegt die Sache mit Bezug auf den menschlichen astralischen Leib. Dieser menschliche astralische Leib ist ja vom Einschlafen bis zum Aufwachen keineswegs verbunden mit der physischen Menschenform; dieser astralische Leib ist gewissermaßen in einer ganz andern Umgebung vom Einschlafen bis zum Aufwachen als vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Und da handelt es sich darum, daß, während unweigerlich verbunden ist von der Geburt bis zum Tode das Archaiprinzip mit der physischen Form, das Archangeloiprinzip mit der ätherischen Wesenheit, es mit dem Angeloiprinzip, mit dem Engelprinzip so ist, daß es gewissermaßen den Menschen begleiten muß von einem Zustand zum andern und wieder zurück. Es muß gewissermaßen dieses Prinzip der Angeloi, diese Wesenhaftigkeit der Angeloi mitmachen den Weg in den Schlafzustand hinein und wieder vom Schlafzustande zurück.
[ 14 ] Sie sehen, da tritt ein neues Element auf, wenn wir von dem Angelos reden. Und in der Tat, da handelt es sich darum, daß es von dem Menschen selbst abhängt — von seiner Gesinnung, von seiner Hinlenkung seiner ganzen Gefühlswelt zur geistigen Welt —, ob der Engel mitgeht, wenn er aus dem physischen Leib und aus dem Ätherleib herausgeht in den Schlafzustand hinüber. Bei Kindern geht er mit, aber bei dem Menschen, der eine gewisse Reife erlangt hat, hängt das tatsächlich von der Gesinnung des Menschen ab, hängt davon ab, ob der Mensch innerlich in seiner Seele eine Verwandtschaft hat mit dem Engel. Und wenn diese Verwandtschaft nicht vorhanden ist, wenn der Mensch nur an das Materielle glaubt, wenn der Mensch nur Gedanken des Materiellen hegt, da geht der Engel nicht mit.
[ 14 ] Sie sehen, da tritt ein neues Element auf, wenn wir von dem Angelos reden. Und in der Tat, da handelt es sich darum, daß es von dem Menschen selbst abhängt — von seiner Gesinnung, von seiner Hinlenkung seiner ganzen Gefühlswelt zur geistigen Welt —, ob der Engel mitgeht, wenn er aus dem physischen Leib und aus dem Ätherleib herausgeht in den Schlafzustand hinüber. Bei Kindern geht er mit, aber bei dem Menschen, der eine gewisse Reife erlangt hat, hängt das tatsächlich von der Gesinnung des Menschen ab, hängt davon ab, ob der Mensch innerlich in seiner Seele eine Verwandtschaft hat mit dem Engel. Und wenn diese Verwandtschaft nicht vorhanden ist, wenn der Mensch nur an das Materielle glaubt, wenn der Mensch nur Gedanken des Materiellen hegt, da geht der Engel nicht mit.
[ 15 ] Denn, wenn Sie sich den Vollmenschen denken (siehe Zeichnung Seite 234), die Erde als Ergebnis der Exusiai (rot außen), den menschlichen physischen Leib als Ergebnis der Archai (rot innen), den menschlichen Ätherleib als Ergebnis der Archangeloi (gelb), jetzt den menschlichen astralischen Leib als Ergebnis des Wirkens der Angeloi (blau), wenn Sie sich das alles vorstellen, so können Sie sagen: Solange der Mensch wacht, ist der Engel im Schoße der Erzengel, der Archai, der Exusiai, kurz, der höheren geistigen Wesenheiten. Wenn der Mensch herausgeht aus seinem physischen Leib und aus seinem Ätherleib und er mit materialistischer Gesinnung herausgeht, dann würde ja der Engel sein Gebiet, die Zugehörigkeit zu den Erzengeln, zu den Archai, zu den Exusiai, verleugnen, wenn er mitginge. Sie sehen, hier kommen wir in ein Gebiet, wo die menschliche Gesinnung maßgebend ist für ein wichtigstes Ereignis, für eine wichtigste Tatsache innerhalb des Menschenlebens, für die Tatsache, ob der Mensch während seines Schlafes teilhaftig ist der Gegenwart des Engels oder nicht.
[ 15 ] Denn, wenn Sie sich den Vollmenschen denken (siehe Zeichnung Seite 234), die Erde als Ergebnis der Exusiai (rot außen), den menschlichen physischen Leib als Ergebnis der Archai (rot innen), den menschlichen Ätherleib als Ergebnis der Archangeloi (gelb), jetzt den menschlichen astralischen Leib als Ergebnis des Wirkens der Angeloi (blau), wenn Sie sich das alles vorstellen, so können Sie sagen: Solange der Mensch wacht, ist der Engel im Schoße der Erzengel, der Archai, der Exusiai, kurz, der höheren geistigen Wesenheiten. Wenn der Mensch herausgeht aus seinem physischen Leib und aus seinem Ätherleib und er mit materialistischer Gesinnung herausgeht, dann würde ja der Engel sein Gebiet, die Zugehörigkeit zu den Erzengeln, zu den Archai, zu den Exusiai, verleugnen, wenn er mitginge. Sie sehen, hier kommen wir in ein Gebiet, wo die menschliche Gesinnung maßgebend ist für ein wichtigstes Ereignis, für eine wichtigste Tatsache innerhalb des Menschenlebens, für die Tatsache, ob der Mensch während seines Schlafes teilhaftig ist der Gegenwart des Engels oder nicht.
[ 16 ] Man kann heute nicht sagen: Nun, wenn es Engel gibt, so brauchen wir ja im wachen Zustand nicht an sie zu glauben, denn wenn wir schlafen, werden sie sich schon um uns annehmen. — Nein, sie gehen dann nicht mit, wenn sie bei Tag verleugnet werden! Das ist etwas, was sehr tief in die Geheimnisse des Menschendaseins hineinführt und was Ihnen zugleich zeigt, wie des Menschen Gesinnung sich durchaus ebenso hineinstellt in die ganze kosmische Gesetzmäßigkeit, wie, sagen wir, des Menschen Blutkreislauf sich hineinstellt in dasjenige, was die äußere Naturwissenschaft überblickt oder eigentlich auch nicht überblickt.
[ 16 ] Man kann heute nicht sagen: Nun, wenn es Engel gibt, so brauchen wir ja im wachen Zustand nicht an sie zu glauben, denn wenn wir schlafen, werden sie sich schon um uns annehmen. — Nein, sie gehen dann nicht mit, wenn sie bei Tag verleugnet werden! Das ist etwas, was sehr tief in die Geheimnisse des Menschendaseins hineinführt und was Ihnen zugleich zeigt, wie des Menschen Gesinnung sich durchaus ebenso hineinstellt in die ganze kosmische Gesetzmäßigkeit, wie, sagen wir, des Menschen Blutkreislauf sich hineinstellt in dasjenige, was die äußere Naturwissenschaft überblickt oder eigentlich auch nicht überblickt.


[ 17 ] Der Mensch selbst ist dann ja mit seinem Ich und der Anwartschaft auf ein selbständiges Wesen in dem Ganzen eingeschlossen. Aber zu diesem Ich-Bewußtsein kam ja der Mensch erst im Verlauf des Erdendaseins. Und langsam kam er dazu. Und gehen wir zurück in die alten Zeiten, wo es die sogenannte instinktive Hellsehergabe der Menschheit gab, da hatten noch die Menschen dieses Ich-Bewußtsein vollständig nicht. Wenn diese alten Bewohner der Erde ihre besonderen Schauungen hatten, diese instinktiven Schauungen, dann waren das eigentlich nicht ihre eigenen Schauungen, denn dieses Ich war noch gar nicht erweckt. Das gab sich hin dem, was der Engel dachte, dem, was der Erzengel fühlte, dem, was der Arche wollte. Das lebte im Schoße dieser Wesenheiten. Wir blicken heute auf die wunderbare alte Urweisheit zurück. Aber die ist gar keine menschliche Weisheit im Grunde genommen, sondern sie ist eine Weisheit, die dadurch auf die Erde gekommen ist, daß Archai, Archangeloi, Angeloi die Menschen umkleideten und in die Menschenseelen hereinkamen durch diese Urweisheit, die viel höhere Wesenheiten eigentlich besessen und sich angeeignet haben, bevor die Erde Erde geworden ist. Und der Mensch muß mit Hilfe seines Engels, dem er in der Gesinnung verbunden sein soll, sich erwerben seine eigene Weisheit. Dieser Zeit gehen wir eben entgegen. Und jetzt in diesem Zeitraum, der nun eingetreten ist, wo der Mensch schon immer mehr das Ich erweckt hat, da war der Mensch, wenn er sich nicht durch eigenen Entschluß dazu aufraffte, gewissermaßen verlassen von dem, was der Engel, der Erzengel in ihm dachte.
[ 17 ] Der Mensch selbst ist dann ja mit seinem Ich und der Anwartschaft auf ein selbständiges Wesen in dem Ganzen eingeschlossen. Aber zu diesem Ich-Bewußtsein kam ja der Mensch erst im Verlauf des Erdendaseins. Und langsam kam er dazu. Und gehen wir zurück in die alten Zeiten, wo es die sogenannte instinktive Hellsehergabe der Menschheit gab, da hatten noch die Menschen dieses Ich-Bewußtsein vollständig nicht. Wenn diese alten Bewohner der Erde ihre besonderen Schauungen hatten, diese instinktiven Schauungen, dann waren das eigentlich nicht ihre eigenen Schauungen, denn dieses Ich war noch gar nicht erweckt. Das gab sich hin dem, was der Engel dachte, dem, was der Erzengel fühlte, dem, was der Arche wollte. Das lebte im Schoße dieser Wesenheiten. Wir blicken heute auf die wunderbare alte Urweisheit zurück. Aber die ist gar keine menschliche Weisheit im Grunde genommen, sondern sie ist eine Weisheit, die dadurch auf die Erde gekommen ist, daß Archai, Archangeloi, Angeloi die Menschen umkleideten und in die Menschenseelen hereinkamen durch diese Urweisheit, die viel höhere Wesenheiten eigentlich besessen und sich angeeignet haben, bevor die Erde Erde geworden ist. Und der Mensch muß mit Hilfe seines Engels, dem er in der Gesinnung verbunden sein soll, sich erwerben seine eigene Weisheit. Dieser Zeit gehen wir eben entgegen. Und jetzt in diesem Zeitraum, der nun eingetreten ist, wo der Mensch schon immer mehr das Ich erweckt hat, da war der Mensch, wenn er sich nicht durch eigenen Entschluß dazu aufraffte, gewissermaßen verlassen von dem, was der Engel, der Erzengel in ihm dachte.
[ 18 ] Dadurch aber, daß der Mensch verlassen wurde von diesen Engeln, kam er so recht erst in Verbindung mit dem irdischen Dasein. Und dieses In-Verbindung-Kommen mit dem irdischen Dasein, das ist es, was den Menschen auf der einen Seite frei macht, das ist aber auch dasjenige, was die Notwendigkeit für den Menschen hervorruft, nun aus seiner Kraft wiederum hinaufzustreben zu dem, was den höheren Hierarchien möglich macht, mit dem Menschen, in seinem Bewußtsein zu leben. Dem muß entgegengestrebt werden, daß wir wiederum solche Gedanken bekommen, daß die Engel mit uns leben können. Das sind die Gedanken, die wir nur bekommen können aus der Imagination der Geisteswissenschaft heraus. Und wenn wir dadurch unser ganzes Fühlen zur Welt wiederum orientieren, daß wir solche Gedanken bekommen, dann können wir wiederum hinaufreichen in das Reich der Archangeloi. Der Mensch steht ja jetzt vor der Gefahr, wenn er aufwachend wiederum zurückkehrt in seinen physischen Leib, überhaupt gar nicht zu ahnen, daß er da einen Atherleib hat, und daß in diesem Atherleib die Substanz der Archangeloi drinnen waltet. Er muß das erst wieder lernen. Und er muß lernen, daß die Urkräfte, die Archai walten in seiner physischen Form. Er muß verstehen lernen den Moment des Einschlafens und den Moment des Aufwachens.
[ 18 ] Dadurch aber, daß der Mensch verlassen wurde von diesen Engeln, kam er so recht erst in Verbindung mit dem irdischen Dasein. Und dieses In-Verbindung-Kommen mit dem irdischen Dasein, das ist es, was den Menschen auf der einen Seite frei macht, das ist aber auch dasjenige, was die Notwendigkeit für den Menschen hervorruft, nun aus seiner Kraft wiederum hinaufzustreben zu dem, was den höheren Hierarchien möglich macht, mit dem Menschen, in seinem Bewußtsein zu leben. Dem muß entgegengestrebt werden, daß wir wiederum solche Gedanken bekommen, daß die Engel mit uns leben können. Das sind die Gedanken, die wir nur bekommen können aus der Imagination der Geisteswissenschaft heraus. Und wenn wir dadurch unser ganzes Fühlen zur Welt wiederum orientieren, daß wir solche Gedanken bekommen, dann können wir wiederum hinaufreichen in das Reich der Archangeloi. Der Mensch steht ja jetzt vor der Gefahr, wenn er aufwachend wiederum zurückkehrt in seinen physischen Leib, überhaupt gar nicht zu ahnen, daß er da einen Atherleib hat, und daß in diesem Atherleib die Substanz der Archangeloi drinnen waltet. Er muß das erst wieder lernen. Und er muß lernen, daß die Urkräfte, die Archai walten in seiner physischen Form. Er muß verstehen lernen den Moment des Einschlafens und den Moment des Aufwachens.
[ 19 ] Denn der Mensch kam, indem er zu seinem Ich vorrückte, indem dieses Ich erlebt wurde, aus dem Reiche der höheren Hierarchien heraus. Er wurde ein selbständiges Wesen. Dadurch aber kam er in ein anderes Reich, in das Reich des Ahrimanischen hinein. Das Ich geht, und zwar jetzt namentlich wachend, in das Reich des Ahriman.
[ 19 ] Denn der Mensch kam, indem er zu seinem Ich vorrückte, indem dieses Ich erlebt wurde, aus dem Reiche der höheren Hierarchien heraus. Er wurde ein selbständiges Wesen. Dadurch aber kam er in ein anderes Reich, in das Reich des Ahrimanischen hinein. Das Ich geht, und zwar jetzt namentlich wachend, in das Reich des Ahriman.
Die irdische Form geht in das Reich der Exusiai
Aus der menschlichen Form geht etwas über in das Reich der Archai
Aus dem menschlichen Atherleib geht etwas über in das Reich der Archangeloi
Aus dem menschlichen astralischen Leib geht etwas über in das Reich der Angeloi
Das Ich geht in das Reich des Ahriman (Maja des Ahriman)
Die irdische Form geht in das Reich der Exusiai
Aus der menschlichen Form geht etwas über in das Reich der Archai
Aus dem menschlichen Atherleib geht etwas über in das Reich der Archangeloi
Aus dem menschlichen astralischen Leib geht etwas über in das Reich der Angeloi
Das Ich geht in das Reich des Ahriman (Maja des Ahriman)
[ 20 ] Am stärksten wurde die Gefahr, in das Reich des Ahriman hineinzuverfallen, etwa im Jahre 333 vor dem Mysterium von Golgatha. Das ist die Zeit, in der man zum bloßen Intellekt, zu der bloßen Logik übergegangen ist. Dann trat das Mysterium von Golgatha ein, lebte sich alsbald in die Menschheit hinein. Und vom Jahre 333 ab nach dem Mysterium von Golgatha, da begann die Zeit, seit welcher der Mensch bewußt hineinstreben muß in das Reich der höheren Hierarchien.
[ 20 ] Am stärksten wurde die Gefahr, in das Reich des Ahriman hineinzuverfallen, etwa im Jahre 333 vor dem Mysterium von Golgatha. Das ist die Zeit, in der man zum bloßen Intellekt, zu der bloßen Logik übergegangen ist. Dann trat das Mysterium von Golgatha ein, lebte sich alsbald in die Menschheit hinein. Und vom Jahre 333 ab nach dem Mysterium von Golgatha, da begann die Zeit, seit welcher der Mensch bewußt hineinstreben muß in das Reich der höheren Hierarchien.
[ 21 ] Allerdings, er hat sich bis jetzt, weil seit dem 15. Jahrhundert andererseits der Intellektualismus erst recht eingetreten ist, noch nicht wieder erhoben aus dem ahrimanischen Reiche. Aber dadurch, daß er in dem Intellekt, also nicht in einer Wirklichkeit lebt, lebt er ja eigentlich im Bilde, er lebt in der Maja. Und das ist sein Glück. Er lebt nicht im wirklichen Reich des Ahriman, sondern er lebt in der Maja des Ahriman, in dem bloßen Schein, in dem Sinne, wie ich das in diesen Tagen ausgeführt habe. Dadurch kann er wiederum heraus und kann wiederum die Umkehr machen. Aber er kann sie eben nur aus Freiheit machen. Denn es ist Maja, es sind Bilder, in denen wir leben; die ganze intellektualistische Kultur ist nur Bild. Seit jener Zeit, seit 333 wurde es in die Freiheit des Menschen gestellt, hinaufzustreben. Die katholische Kirche gab sich alle Mühe, das zu verhindern; sie muß nach dieser Richtung endlich überwunden werden. Der Mensch muß hinaufstreben nach den geistigen Welten.
[ 21 ] Allerdings, er hat sich bis jetzt, weil seit dem 15. Jahrhundert andererseits der Intellektualismus erst recht eingetreten ist, noch nicht wieder erhoben aus dem ahrimanischen Reiche. Aber dadurch, daß er in dem Intellekt, also nicht in einer Wirklichkeit lebt, lebt er ja eigentlich im Bilde, er lebt in der Maja. Und das ist sein Glück. Er lebt nicht im wirklichen Reich des Ahriman, sondern er lebt in der Maja des Ahriman, in dem bloßen Schein, in dem Sinne, wie ich das in diesen Tagen ausgeführt habe. Dadurch kann er wiederum heraus und kann wiederum die Umkehr machen. Aber er kann sie eben nur aus Freiheit machen. Denn es ist Maja, es sind Bilder, in denen wir leben; die ganze intellektualistische Kultur ist nur Bild. Seit jener Zeit, seit 333 wurde es in die Freiheit des Menschen gestellt, hinaufzustreben. Die katholische Kirche gab sich alle Mühe, das zu verhindern; sie muß nach dieser Richtung endlich überwunden werden. Der Mensch muß hinaufstreben nach den geistigen Welten.
333 v.Chr.
333 n.Chr.
= 666
333 v.Chr.
333 n.Chr.
= 666
[ 22 ] Wenn Sie sich diese zwei Zahlen zusammenaddieren, bekommen Sie 666. Das ist die «Zahl des Tieres», wo der Mensch am meisten ausgesetzt war, wirklich hinunterzusinken in das Reich der Tiere. Aber er bleibt natürlich dem ausgesetzt, auch nach dem Jahre 333, wenn er, nachdem die Maja des Ahriman eingetreten ist, nicht hinaufstrebt. So handelt es sich darum, daß dadurch, daß wir hineingesegelt sind in das Reich des Ahriman bis zu dessen Maja, wir dadurch freie Wesen geworden sind. Das konnte keine Vorsehung, das konnte uns keine Weltenweisheit vorenthalten, in das Reich des Ahriman hineinzusegeln, sonst hätte sie uns unfrei gelassen.
[ 22 ] Wenn Sie sich diese zwei Zahlen zusammenaddieren, bekommen Sie 666. Das ist die «Zahl des Tieres», wo der Mensch am meisten ausgesetzt war, wirklich hinunterzusinken in das Reich der Tiere. Aber er bleibt natürlich dem ausgesetzt, auch nach dem Jahre 333, wenn er, nachdem die Maja des Ahriman eingetreten ist, nicht hinaufstrebt. So handelt es sich darum, daß dadurch, daß wir hineingesegelt sind in das Reich des Ahriman bis zu dessen Maja, wir dadurch freie Wesen geworden sind. Das konnte keine Vorsehung, das konnte uns keine Weltenweisheit vorenthalten, in das Reich des Ahriman hineinzusegeln, sonst hätte sie uns unfrei gelassen.
[ 23 ] Aber bedenken Sie, es ist etwas anderes, ob der Mensch sich eine geistige Gesinnung aneignet und dadurch sein astralischer Leib mit dem Angelos verbunden bleibt, wenn er schlafend ist, oder aber, wenn sich der Mensch keine geistige Gesinnung aneignet, der Angelos nicht mitgeht mit dem schlafenden Menschen, denn dann bringt sich der Mensch aus dem Schlafe dasjenige mit, was Inspiration des Ahriman ist. Und in der Tat, so ist es: Die ganze materialistische Denkweise, dieses ganze Angefülltsein des Menschen mit materialistischen Gedanken, sie taucht in der gegenwärtigen Epoche mit immer größerer und größerer Schnelligkeit aus dem Schlafzustande der Menschen auf. Sich schützen kann der Mensch gegen die Tatsache, daß er immer wiederum sich aus dem Schlafe dasjenige mitbringt, was ihn zum Materialismus, das heißt zum Verbundensein mit der Erde, zum Übergehen in die Materie, zur Sterblichkeit in seiner Seele verurteilt, verhüten kann er es nur dadurch, daß er sich mit der Gesinnung durchdringt, die ihn erfüllt, wenn er geisteswissenschaftliche Begriffe aufnimmt. Der Schlafzustand ist also an sich etwas, was langsam den Materialismus heraufbringt. Aber Ahriman macht auch sonst Anstrengungen, den Menschen von seinem Engel zu entfernen, und immer mehr und mehr häufen sich diese Zustände. 1914 waren sie besonders arg, wo aus ahrimanischen Kräften heraus die Menschen betäubt worden sind, wo ihr Bewußtsein, ihr gerades Bewußtsein ihnen genommen worden ist, so daß sie in Zustände gekommen sind, wo der Engel nicht mittat und wo daher die ahrimanischen Einflüsse groß wurden. Aus diesem Grunde war es, warum ich 1914 so vielen Leuten sagte: Man solle nicht glauben, daß zum Beispiel die richtige Ansicht über die Kriegsentstehung 1914 jemals aus äußeren Dokumenten ersichtlich werden könne. Früher konnte man aus den Dokumenten, die in den Archiven waren, irgend etwas erforschen. Was diesmal geschah, geschah tatsächlich mehr geistig, aus der geistigen Welt her, und ein großer Teil derjenigen Menschen, die mitgetan haben dazumal, taten das nicht mit ihrem vollen Bewußtsein, sondern waren hinübergeführt durch ahrimanische Kräfte in Lähmungen des Bewußtseins, wo also das Reich der Angeloi nicht mitgetan hat. Es ist die Notwendigkeit vorhanden, wenn man unsere Zeit begreifen will, hinzuschauen auf das Hereinwirken der geistigen Welt in diese unsere Zeit. Es ist durchaus diese Notwendigkeit vorhanden.
[ 23 ] Aber bedenken Sie, es ist etwas anderes, ob der Mensch sich eine geistige Gesinnung aneignet und dadurch sein astralischer Leib mit dem Angelos verbunden bleibt, wenn er schlafend ist, oder aber, wenn sich der Mensch keine geistige Gesinnung aneignet, der Angelos nicht mitgeht mit dem schlafenden Menschen, denn dann bringt sich der Mensch aus dem Schlafe dasjenige mit, was Inspiration des Ahriman ist. Und in der Tat, so ist es: Die ganze materialistische Denkweise, dieses ganze Angefülltsein des Menschen mit materialistischen Gedanken, sie taucht in der gegenwärtigen Epoche mit immer größerer und größerer Schnelligkeit aus dem Schlafzustande der Menschen auf. Sich schützen kann der Mensch gegen die Tatsache, daß er immer wiederum sich aus dem Schlafe dasjenige mitbringt, was ihn zum Materialismus, das heißt zum Verbundensein mit der Erde, zum Übergehen in die Materie, zur Sterblichkeit in seiner Seele verurteilt, verhüten kann er es nur dadurch, daß er sich mit der Gesinnung durchdringt, die ihn erfüllt, wenn er geisteswissenschaftliche Begriffe aufnimmt. Der Schlafzustand ist also an sich etwas, was langsam den Materialismus heraufbringt. Aber Ahriman macht auch sonst Anstrengungen, den Menschen von seinem Engel zu entfernen, und immer mehr und mehr häufen sich diese Zustände. 1914 waren sie besonders arg, wo aus ahrimanischen Kräften heraus die Menschen betäubt worden sind, wo ihr Bewußtsein, ihr gerades Bewußtsein ihnen genommen worden ist, so daß sie in Zustände gekommen sind, wo der Engel nicht mittat und wo daher die ahrimanischen Einflüsse groß wurden. Aus diesem Grunde war es, warum ich 1914 so vielen Leuten sagte: Man solle nicht glauben, daß zum Beispiel die richtige Ansicht über die Kriegsentstehung 1914 jemals aus äußeren Dokumenten ersichtlich werden könne. Früher konnte man aus den Dokumenten, die in den Archiven waren, irgend etwas erforschen. Was diesmal geschah, geschah tatsächlich mehr geistig, aus der geistigen Welt her, und ein großer Teil derjenigen Menschen, die mitgetan haben dazumal, taten das nicht mit ihrem vollen Bewußtsein, sondern waren hinübergeführt durch ahrimanische Kräfte in Lähmungen des Bewußtseins, wo also das Reich der Angeloi nicht mitgetan hat. Es ist die Notwendigkeit vorhanden, wenn man unsere Zeit begreifen will, hinzuschauen auf das Hereinwirken der geistigen Welt in diese unsere Zeit. Es ist durchaus diese Notwendigkeit vorhanden.
[ 24 ] Aber es ist noch in vieler anderer Beziehung heute das Bestreben vorhanden, das aus ahrimanischen Untergründen herauskommt, den Menschen gewissermaßen loszulösen von seiner Verbindung mit dem Reiche der Angeloi, Archangeloi, Archai, Exusiai und so weiter, den Menschen an das Ahrimanische heranzuziehen, die ganze Kultur an das Ahrimanische heranzuziehen. Denken Sie nur, wie oft man heute hört — ich habe das ja immer wieder gesagt, seit vielen Jahren erwähnt —, wenn irgendeiner wieder einmal gelogen hat, tüchtig knüppeldick gelogen hat: Aber er hat das geglaubt, was er gesagt hat, er hat das aus bestem Wissen und Gewissen gesagt. — Ja, das ändert ebensowenig etwas an der objektiven Tatsächlichkeit, wie es etwas ändert, wenn Sie mit bestem Wissen und Gewissen Ihren Finger in die Flamme stecken; da wird Ihnen keine Vorsehung helfen, daß Sie Ihren Finger nicht verbrennen, wenn Sie ihn auch mit bestem Wissen und Gewissen hineinstecken. Ebensowenig hilft im Weltenzusammenhange — und es wäre auch traurig, wenn es anders wäre — die Berufung auf das beste Wissen und Gewissen. Der Mensch hat nicht etwa die Freiheit, aus bestem Wissen und Gewissen heraus die Unwahrheit zu sagen, sondern der Mensch hat die Verpflichtung, sich darum zu kümmern, daß dasjenige wahr ist, was er sagt. Er hat so mit der Welt in Zusammenhang zu stehen, daß dasjenige, was er als Gedanken hegt, aus der Welt heraus geboren ist, daß es nicht in Abschnürung von der Welt einzig und allein bei ihm lebt. Man kann von dem, was man mit bestem Wissen und Gewissen sagt, wenn es nicht wahr ist, nur feststellen, daß man es mit Abschnürung von der Welt sagt. Denn wenn irgendeiner schreibt: Da im Bau steht eine Gruppe, die hat oben luziferische Merkmale und unten ahrimanische Züge — und wenn dann die andern behaupten, was immer wieder geschieht, er habe es mit bestem Wissen und Gewissen gesagt, so bedeutet dies, daß durch eine solche Gesinnung Ahriman zum Herrscher der Welt erklärt wird. Denn derjenige, der so etwas behauptet, hat die Verpflichtung, sich davon zu überzeugen, ob das stimmt, was er sagt, oder nicht! Und es ist ein ahrimanischer Einfluß, wenn das heute selbst in die Jurisprudenz übergegangen ist, wenn man etwas nicht streng verfolgt, was so als Lüge behauptet wird, und sagt, er habe es im guten Glauben, in diesem oder jenem guten Glauben getan. Dieser gute Glaube ist etwas, was eben gerade im schlimmsten Sinne Verführung und Versuchung des Ahrimanischen ist. Es gibt im Grunde genommen kein versucherischeres und verführerischeres Wort als dieses vom guten Glauben. Denn dieser gute Glaube, der ist das Faulbert für die im eminentesten Sinne träge Menschheit, die nicht die Verpflichtung fühlt, wenn sie etwas behauptet, sich erst davon zu überzeugen, ob es wahr ist oder nicht, ob etwas den Tatsachen entspricht oder nicht.
[ 24 ] Aber es ist noch in vieler anderer Beziehung heute das Bestreben vorhanden, das aus ahrimanischen Untergründen herauskommt, den Menschen gewissermaßen loszulösen von seiner Verbindung mit dem Reiche der Angeloi, Archangeloi, Archai, Exusiai und so weiter, den Menschen an das Ahrimanische heranzuziehen, die ganze Kultur an das Ahrimanische heranzuziehen. Denken Sie nur, wie oft man heute hört — ich habe das ja immer wieder gesagt, seit vielen Jahren erwähnt —, wenn irgendeiner wieder einmal gelogen hat, tüchtig knüppeldick gelogen hat: Aber er hat das geglaubt, was er gesagt hat, er hat das aus bestem Wissen und Gewissen gesagt. — Ja, das ändert ebensowenig etwas an der objektiven Tatsächlichkeit, wie es etwas ändert, wenn Sie mit bestem Wissen und Gewissen Ihren Finger in die Flamme stecken; da wird Ihnen keine Vorsehung helfen, daß Sie Ihren Finger nicht verbrennen, wenn Sie ihn auch mit bestem Wissen und Gewissen hineinstecken. Ebensowenig hilft im Weltenzusammenhange — und es wäre auch traurig, wenn es anders wäre — die Berufung auf das beste Wissen und Gewissen. Der Mensch hat nicht etwa die Freiheit, aus bestem Wissen und Gewissen heraus die Unwahrheit zu sagen, sondern der Mensch hat die Verpflichtung, sich darum zu kümmern, daß dasjenige wahr ist, was er sagt. Er hat so mit der Welt in Zusammenhang zu stehen, daß dasjenige, was er als Gedanken hegt, aus der Welt heraus geboren ist, daß es nicht in Abschnürung von der Welt einzig und allein bei ihm lebt. Man kann von dem, was man mit bestem Wissen und Gewissen sagt, wenn es nicht wahr ist, nur feststellen, daß man es mit Abschnürung von der Welt sagt. Denn wenn irgendeiner schreibt: Da im Bau steht eine Gruppe, die hat oben luziferische Merkmale und unten ahrimanische Züge — und wenn dann die andern behaupten, was immer wieder geschieht, er habe es mit bestem Wissen und Gewissen gesagt, so bedeutet dies, daß durch eine solche Gesinnung Ahriman zum Herrscher der Welt erklärt wird. Denn derjenige, der so etwas behauptet, hat die Verpflichtung, sich davon zu überzeugen, ob das stimmt, was er sagt, oder nicht! Und es ist ein ahrimanischer Einfluß, wenn das heute selbst in die Jurisprudenz übergegangen ist, wenn man etwas nicht streng verfolgt, was so als Lüge behauptet wird, und sagt, er habe es im guten Glauben, in diesem oder jenem guten Glauben getan. Dieser gute Glaube ist etwas, was eben gerade im schlimmsten Sinne Verführung und Versuchung des Ahrimanischen ist. Es gibt im Grunde genommen kein versucherischeres und verführerischeres Wort als dieses vom guten Glauben. Denn dieser gute Glaube, der ist das Faulbert für die im eminentesten Sinne träge Menschheit, die nicht die Verpflichtung fühlt, wenn sie etwas behauptet, sich erst davon zu überzeugen, ob es wahr ist oder nicht, ob etwas den Tatsachen entspricht oder nicht.
[ 25 ] Und derjenige, der gegen das Überhandnehmen des Ahriman wirklich im Ernste kämpfen will, im Konkreten kämpfen will, der muß gegen dieses: Irgend etwas ist im guten Glauben gesagt worden — in erster Linie kämpfen; denn durch dieses Berufen auf den guten Glauben schnürt sich der Mensch ab von dem objektiven Weltenzusammenhang. Dasjenige, was in uns so lebt, daß wir uns für befugt halten, es zu behaupten, das muß auch mit dem Weltenzusammenhang übereinstimmen, das darf nicht bloß uns entsprechen; denn was sonst noch in der Außenwelt ist, ist von Engeln verlassen, ist dem Ahriman ausgeliefert. Und alles das, was als Unwahrheit im guten Glauben behauptet wird, ist etwas, was am stärksten die Menschen in das Ahrimanische treibt, was sie am starken Strick in das Ahrimanische hineinzieht. Und die Berufung auf den guten Glauben bei Unwahrheiten ist heute das beste Mittel, die Weltzivilisation der ahrimanischen Wesenheit auszuliefern.
[ 25 ] Und derjenige, der gegen das Überhandnehmen des Ahriman wirklich im Ernste kämpfen will, im Konkreten kämpfen will, der muß gegen dieses: Irgend etwas ist im guten Glauben gesagt worden — in erster Linie kämpfen; denn durch dieses Berufen auf den guten Glauben schnürt sich der Mensch ab von dem objektiven Weltenzusammenhang. Dasjenige, was in uns so lebt, daß wir uns für befugt halten, es zu behaupten, das muß auch mit dem Weltenzusammenhang übereinstimmen, das darf nicht bloß uns entsprechen; denn was sonst noch in der Außenwelt ist, ist von Engeln verlassen, ist dem Ahriman ausgeliefert. Und alles das, was als Unwahrheit im guten Glauben behauptet wird, ist etwas, was am stärksten die Menschen in das Ahrimanische treibt, was sie am starken Strick in das Ahrimanische hineinzieht. Und die Berufung auf den guten Glauben bei Unwahrheiten ist heute das beste Mittel, die Weltzivilisation der ahrimanischen Wesenheit auszuliefern.
[ 26 ] Sie sehen, wenn man hineinschaut in dasjenige, was eigentlich die Welt konstituiert, dann muß man so etwas begreifen. Man muß aber nicht nur im allgemeinen phantasieren wie die bloße nebulose Mystik von Angeloi, Archangeloi, Archai und so weiter und bei Theorien bleiben, sondern man muß die Welt da haben, wo sie konkret ist. Denn es ist in der Tat so, daß die Menschen den Beistand der Welt der Angeloi verlieren, indem sie sich aufs Faulbett des guten Glaubens legen für dasjenige, was sie nicht geprüft haben und was sie dann trotzdem behaupten.
[ 26 ] Sie sehen, wenn man hineinschaut in dasjenige, was eigentlich die Welt konstituiert, dann muß man so etwas begreifen. Man muß aber nicht nur im allgemeinen phantasieren wie die bloße nebulose Mystik von Angeloi, Archangeloi, Archai und so weiter und bei Theorien bleiben, sondern man muß die Welt da haben, wo sie konkret ist. Denn es ist in der Tat so, daß die Menschen den Beistand der Welt der Angeloi verlieren, indem sie sich aufs Faulbett des guten Glaubens legen für dasjenige, was sie nicht geprüft haben und was sie dann trotzdem behaupten.
[ 27 ] Diese Dinge zeigen, wie mit dem wirklichen Leben, mit dem unmittelbar wirklichen Leben dasjenige zusammenhängt, was herausfließt als eine Gesinnung, uns zu durchdringen mit geisteswissenschaftlichen Wahrheiten und Erkenntnissen. Und diese geisteswissenschaftlichen Wahrheiten und Erkenntnisse, sie müssen bis in die Einzelheiten des Lebens herunter ihre Kraft schicken.
[ 27 ] Diese Dinge zeigen, wie mit dem wirklichen Leben, mit dem unmittelbar wirklichen Leben dasjenige zusammenhängt, was herausfließt als eine Gesinnung, uns zu durchdringen mit geisteswissenschaftlichen Wahrheiten und Erkenntnissen. Und diese geisteswissenschaftlichen Wahrheiten und Erkenntnisse, sie müssen bis in die Einzelheiten des Lebens herunter ihre Kraft schicken.
[ 28 ] Gerade dieses ist es, was viele Leute so erbost macht auf das, was Geisteswissenschaft ist: daß Geisteswissenschaft nicht auch eine Theorie ist wie die andern Weltanschauungen, sondern daß sie etwas Lebendiges ist, daß sie von den Menschen fordert, vor allen Dingen solch eine Faulheit zu überwinden — Faulheit im doppelten Sinne — wie diese, die in dem Geltendmachen des guten Glaubens beim Vertreten der Unwahrheit liegt. Das mögen die Menschen nicht gerne und überall sind die Ausreden rege: Der oder jener hat irgend etwas im guten Glauben behauptet. — Dadurch ist unsere Wissenschaft, vor allen Dingen die historische Wissenschaft, gründlich verdorben. Denn Sie können sich leicht denken, daß solche Leute, die in dieser Weise mit bloßen Behauptungen von dem Kaliber, wie ich es Ihnen erzählt habe, vor die Welt hintreten, keinen Glauben verdienen, auch wenn sie irgend etwas anderes behaupten, wenn sie zum Beispiel irgendwie äußere Wissenschaft vertreten; dann muß man erst nachprüfen, ob der das von einem andern abgeschrieben hat, der noch zu der besseren Generation gehörte, wo man sich noch innerlich verpflichtet fühlte zu dem, was man hinschrieb. Und wenn Sie sehen, wie heute Menschen offiziell nachahmen diese Frohnmeyers, dann werden Sie sehen, wie groß das Vertrauen zur offiziellen Wissenschaftlichkeit und ihren Vertretern sein kann! Das ist aber das Wichtigste, daß hingeschaut werde auf diese Dinge. Und wünschen möchte man sich, recht sehr wünschen möchte man für die Geisteswissenschaft eine solche Anhängerschaft, die wirklich tief durchdrungen davon wäre, daß heute ein ernstes Sich-Bekennen notwendig ist zu Erkenntnissen, die einen starken Weltumschwung bewirken. Denn es geht heute mit kleinen Dingen nicht ab.
[ 28 ] Gerade dieses ist es, was viele Leute so erbost macht auf das, was Geisteswissenschaft ist: daß Geisteswissenschaft nicht auch eine Theorie ist wie die andern Weltanschauungen, sondern daß sie etwas Lebendiges ist, daß sie von den Menschen fordert, vor allen Dingen solch eine Faulheit zu überwinden — Faulheit im doppelten Sinne — wie diese, die in dem Geltendmachen des guten Glaubens beim Vertreten der Unwahrheit liegt. Das mögen die Menschen nicht gerne und überall sind die Ausreden rege: Der oder jener hat irgend etwas im guten Glauben behauptet. — Dadurch ist unsere Wissenschaft, vor allen Dingen die historische Wissenschaft, gründlich verdorben. Denn Sie können sich leicht denken, daß solche Leute, die in dieser Weise mit bloßen Behauptungen von dem Kaliber, wie ich es Ihnen erzählt habe, vor die Welt hintreten, keinen Glauben verdienen, auch wenn sie irgend etwas anderes behaupten, wenn sie zum Beispiel irgendwie äußere Wissenschaft vertreten; dann muß man erst nachprüfen, ob der das von einem andern abgeschrieben hat, der noch zu der besseren Generation gehörte, wo man sich noch innerlich verpflichtet fühlte zu dem, was man hinschrieb. Und wenn Sie sehen, wie heute Menschen offiziell nachahmen diese Frohnmeyers, dann werden Sie sehen, wie groß das Vertrauen zur offiziellen Wissenschaftlichkeit und ihren Vertretern sein kann! Das ist aber das Wichtigste, daß hingeschaut werde auf diese Dinge. Und wünschen möchte man sich, recht sehr wünschen möchte man für die Geisteswissenschaft eine solche Anhängerschaft, die wirklich tief durchdrungen davon wäre, daß heute ein ernstes Sich-Bekennen notwendig ist zu Erkenntnissen, die einen starken Weltumschwung bewirken. Denn es geht heute mit kleinen Dingen nicht ab.
[ 29 ] Das ist dasjenige, wovon man wünschen möchte, daß es denn doch Platz griffe: daß Anthroposophie sich eine enthusiastische Anhängerschaft erwerben könnte, die glühend wäre für Realisierung dieser Anthroposophie. Ich habe drüben im Bau erwähnt, daß uns heute wiederum von jener Seite her, wo die Lügen nach Dutzenden gezählt werden können, eine neue, wie man es nennt: sensationelle, das heißt eine Skandalbroschüre angekündigt wird. Die Leute sind am Werk. Warum? Weil die aus ihren schlechten Seelenempfindungen heraus stark enthusiastisch empfinden können. Sie können stark enthusiastisch lügen. Man muß sich angewöhnen, ebenso stark enthusiastisch die Wahrheit vertreten zu können, sonst werden wir mit der Zivilisation nicht weiterkommen können, meine lieben Freunde!
[ 29 ] Das ist dasjenige, wovon man wünschen möchte, daß es denn doch Platz griffe: daß Anthroposophie sich eine enthusiastische Anhängerschaft erwerben könnte, die glühend wäre für Realisierung dieser Anthroposophie. Ich habe drüben im Bau erwähnt, daß uns heute wiederum von jener Seite her, wo die Lügen nach Dutzenden gezählt werden können, eine neue, wie man es nennt: sensationelle, das heißt eine Skandalbroschüre angekündigt wird. Die Leute sind am Werk. Warum? Weil die aus ihren schlechten Seelenempfindungen heraus stark enthusiastisch empfinden können. Sie können stark enthusiastisch lügen. Man muß sich angewöhnen, ebenso stark enthusiastisch die Wahrheit vertreten zu können, sonst werden wir mit der Zivilisation nicht weiterkommen können, meine lieben Freunde!
[ 30 ] Wer heute in der Welt sich umblickt, der muß sich klar darüber sein, daß ernsthaftig der Weg zurück zu den Hierarchien gesucht werden muß, heraus aus der ahrimanischen Umklammerung. Dazu gehört aber, daß man in den Einzelheiten an die Dinge geht. Immer wiederum tauchen die Dinge auf, daß, wenn irgendein ruchloser Gegner kommt und das oder jenes hineinschmeißt in die Welt, selbst unsere eigenen Anhänger noch kommen und sagen: Das muß man noch prüfen, ob der oder jener es nicht aus dieser oder jener Schwäche begangen hat. — In der Anthroposophischen Gesellschaft ist leider immer die Sehnsucht vorhanden, viel mehr dasjenige anzuklagen, was aus der Wahrheit heraus spricht, als solche Gegner anzuklagen, die aus ihren Seelenuntergründen heraus alle Wahrheit in den Kot treten möchten. Solange es noch in der Anthroposophischen Gesellschaft selber Usus ist, immer wieder Mitleid zu haben mit der Lüge, so lange kommen wir nicht vorwärts.
[ 30 ] Wer heute in der Welt sich umblickt, der muß sich klar darüber sein, daß ernsthaftig der Weg zurück zu den Hierarchien gesucht werden muß, heraus aus der ahrimanischen Umklammerung. Dazu gehört aber, daß man in den Einzelheiten an die Dinge geht. Immer wiederum tauchen die Dinge auf, daß, wenn irgendein ruchloser Gegner kommt und das oder jenes hineinschmeißt in die Welt, selbst unsere eigenen Anhänger noch kommen und sagen: Das muß man noch prüfen, ob der oder jener es nicht aus dieser oder jener Schwäche begangen hat. — In der Anthroposophischen Gesellschaft ist leider immer die Sehnsucht vorhanden, viel mehr dasjenige anzuklagen, was aus der Wahrheit heraus spricht, als solche Gegner anzuklagen, die aus ihren Seelenuntergründen heraus alle Wahrheit in den Kot treten möchten. Solange es noch in der Anthroposophischen Gesellschaft selber Usus ist, immer wieder Mitleid zu haben mit der Lüge, so lange kommen wir nicht vorwärts.
[ 31 ] Es muß das immer wiederum von Zeit zu Zeit gesagt werden, daß wir die Lüge als Lüge erkennen müssen; denn die Lüge ist es, in die Ahriman sich verschlüpft, und die Lüge ist es zumeist, die, wenn sie gelogen hat, sich auf den guten Glauben, auf das beste Wissen und Gewissen beruft. Ich habe Ihnen Beispiele genug angeführt, wo man auf diesen guten Glauben, auf dieses beste Wissen und Gewissen sich beruft: prüfen Sie aber die Tatsachen und sehen Sie diesen ahrimanischen Einfluß des sogenannten guten Glaubens, der sogar bis in unsere Jurisprudenz hinein unentwegt spielt, so daß man sagen kann, daß bis in die Jurisprudenz die Menschheit von Ahriman ergriffen worden ist. Das sind die Dinge, die ernsthaft ins Auge gefaßt werden müssen. Soll die Anthroposophische Gesellschaft das sein, was sie sein will, dann muß sie von einem glühenden Wahrheitsgefühl durchdrungen werden, denn das ist heute identisch mit einem glühenden Gefühl für den Fortschritt der Menschheit. Alles übrige ist nur erfüllt von dem Willen, der in die Niedergangskräfte hineinführt und immer weiter hineintreibt.
[ 31 ] Es muß das immer wiederum von Zeit zu Zeit gesagt werden, daß wir die Lüge als Lüge erkennen müssen; denn die Lüge ist es, in die Ahriman sich verschlüpft, und die Lüge ist es zumeist, die, wenn sie gelogen hat, sich auf den guten Glauben, auf das beste Wissen und Gewissen beruft. Ich habe Ihnen Beispiele genug angeführt, wo man auf diesen guten Glauben, auf dieses beste Wissen und Gewissen sich beruft: prüfen Sie aber die Tatsachen und sehen Sie diesen ahrimanischen Einfluß des sogenannten guten Glaubens, der sogar bis in unsere Jurisprudenz hinein unentwegt spielt, so daß man sagen kann, daß bis in die Jurisprudenz die Menschheit von Ahriman ergriffen worden ist. Das sind die Dinge, die ernsthaft ins Auge gefaßt werden müssen. Soll die Anthroposophische Gesellschaft das sein, was sie sein will, dann muß sie von einem glühenden Wahrheitsgefühl durchdrungen werden, denn das ist heute identisch mit einem glühenden Gefühl für den Fortschritt der Menschheit. Alles übrige ist nur erfüllt von dem Willen, der in die Niedergangskräfte hineinführt und immer weiter hineintreibt.
[ 32 ] Was ich heute sage, sage ich nicht, um wieder einmal so etwas vorzubringen, sondern weil die Zeichen der Zeit dazu drängen, daß einzelne Menschen solches wissen.
[ 32 ] Was ich heute sage, sage ich nicht, um wieder einmal so etwas vorzubringen, sondern weil die Zeichen der Zeit dazu drängen, daß einzelne Menschen solches wissen.
