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Anthroposophy as Cosmosophy I
GA 208

30 October 1921, Dornach

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Siebzehnter Vortrag

Siebzehnter Vortrag

[ 1 ] Wir haben versucht, den Menschen zu betrachten, zusammenhängend mit dem Universum nach seiner Form und nach seinem Leben. Wir haben gesehen, wie der Mensch gewissermaßen nach dem Kopfende und nach dem Gliedmaßenende in verschiedener Weise zugeordnet ist dem Universum. Alle diese Dinge gelten natürlich im wesentlichen für den Zeitraum der menschlichen Entwickelung, in dem wir stehen, der nachatlantischen Zeit, und Sie müssen sich ja klar darüber sein, daß eben das, was gesagt werden kann über Welterscheinungen, immer nur für gewisse Epochen gilt, weil ja die Welt in Entwickelung ist und sich in den aufeinanderfolgenden Stadien ihrer Entwickelung radikal verändert.

[ 1 ] Wir haben versucht, den Menschen zu betrachten, zusammenhängend mit dem Universum nach seiner Form und nach seinem Leben. Wir haben gesehen, wie der Mensch gewissermaßen nach dem Kopfende und nach dem Gliedmaßenende in verschiedener Weise zugeordnet ist dem Universum. Alle diese Dinge gelten natürlich im wesentlichen für den Zeitraum der menschlichen Entwickelung, in dem wir stehen, der nachatlantischen Zeit, und Sie müssen sich ja klar darüber sein, daß eben das, was gesagt werden kann über Welterscheinungen, immer nur für gewisse Epochen gilt, weil ja die Welt in Entwickelung ist und sich in den aufeinanderfolgenden Stadien ihrer Entwickelung radikal verändert.

[ 2 ] Wir haben gesehen, wie der Mensch sich in bezug auf die Form gewissermaßen herausreißt aus seinem Zugeordnetsein dem Tierkreise, also gegenüber dem tierischen Kopf, der im Tierkreis drinnen liegt, herausgehoben ist, gewissermaßen um einen rechten Winkel gedreht ist. Dieser Teil des Menschen, dieses Kopfende des Menschen ist ja erfüllt von einem Lebenswesen, das gewissermaßen zu der unorganischen, zu der leblosen Natur hinneigt. Es ist mehr oder weniger an diesem Ende des Menschen untergehendes, ersterbendes Leben. Also wir haben dieses Ende des Menschen so vor uns, daß sowohl die Form wie das Leben selbst nach dieser Seite hin sich aus dem Zusammenhange mit dem Kosmos herausreißt; daß es dadurch, daß es sich herausreißt, sich gewissermaßen in eine Art von Erstarrung, in eine Art von beginnender Leblosigkeit bringt.

[ 2 ] Wir haben gesehen, wie der Mensch sich in bezug auf die Form gewissermaßen herausreißt aus seinem Zugeordnetsein dem Tierkreise, also gegenüber dem tierischen Kopf, der im Tierkreis drinnen liegt, herausgehoben ist, gewissermaßen um einen rechten Winkel gedreht ist. Dieser Teil des Menschen, dieses Kopfende des Menschen ist ja erfüllt von einem Lebenswesen, das gewissermaßen zu der unorganischen, zu der leblosen Natur hinneigt. Es ist mehr oder weniger an diesem Ende des Menschen untergehendes, ersterbendes Leben. Also wir haben dieses Ende des Menschen so vor uns, daß sowohl die Form wie das Leben selbst nach dieser Seite hin sich aus dem Zusammenhange mit dem Kosmos herausreißt; daß es dadurch, daß es sich herausreißt, sich gewissermaßen in eine Art von Erstarrung, in eine Art von beginnender Leblosigkeit bringt.

[ 3 ] Nun ist das, was wir so als Menschen an uns tragen, ja im wesentlichen das Ergebnis der vergangenen Entwickelung. Sie brauchen nur zunächst an das Individuelle des Menschen zu denken, und Sie werden sich erinnern, wie ich wiederholt auseinandergesetzt habe, daß das Haupt des Menschen eine Metamorphose des anderen Menschen ist aus dem früheren Lebenslaufe, daß also das Haupt hinweist auf die Vergangenheit, während ja, wie wir betonen mußten, der Gliedmaßenmensch hinweist auf die Zukunft.

[ 3 ] Nun ist das, was wir so als Menschen an uns tragen, ja im wesentlichen das Ergebnis der vergangenen Entwickelung. Sie brauchen nur zunächst an das Individuelle des Menschen zu denken, und Sie werden sich erinnern, wie ich wiederholt auseinandergesetzt habe, daß das Haupt des Menschen eine Metamorphose des anderen Menschen ist aus dem früheren Lebenslaufe, daß also das Haupt hinweist auf die Vergangenheit, während ja, wie wir betonen mußten, der Gliedmaßenmensch hinweist auf die Zukunft.

[ 4 ] Auch sonst weist uns ja gerade dieses Hauptesende des Menschen auf die kosmischen Weiten der Vergangenheit zurück. Wir wissen ja, daß das Haupt der vorzüglichste Träger der Sinnesorgane ist. Wir wissen aber, daß die Sinnesorgane ihre erste Anlage während der alten Saturnzeit erfahren haben. Die ausgebildetsten Sinne — es kommen ja immer auch wiederum Sinnesbildungen nach während der Sonnen- und Mondenzeit —, aber die ausgebildetsten Sinne gehen also in die frühesten Zeiten der kosmischen Erdenentwickelung zurück. Alles also am menschlichen Haupte weist auf die Vergangenheit zurück, und in einer gewissen Beziehung kann man sagen: Indem sich während des Erdendaseins das Mineralreich ausgebildet hat, nimmt das Haupt des Menschen als die älteste Bildung am stärksten an dieser Mineralisierung des Menschen teil. Und indem der Mensch sich noch außerdem aus dem Kosmos herausreißt, konserviert er in einer gewissen Beziehung während seines Lebens zwischen Geburt und Tod diese erstens nicht mehr mit dem Kosmos zusammenhängende Form, zweitens das ersterbende, sich mineralisierende Leben. So daß man sagen kann: Hätte der Mensch sich bewahrt seine tierische Bildung, das heißt mit anderen Worten, wäre sein Haupt in der Tierkreisrichtung drinnen geblieben, wäre in ihm jenes wuchtigere Leben, das im tierischen Haupte drinnen ist, dann würde der Mensch dadurch in seinem Haupte ganz ein Ergebnis seiner Vorzeit sein. Er würde gewissermaßen in seinem Haupte etwas an sich tragen, dem man unmittelbar ansehen würde, wie es sich ergibt aus der ganzen vergangenen kosmischen Entwickelung. Dadurch aber, daß der Mensch das, was er da erhält als Ergebnis der vorhergehenden kosmischen Entwickelung, herausreißt, dadurch zerstört er, vernichtet er in einer gewissen Weise seine kosmische Vergangenheit.

[ 4 ] Auch sonst weist uns ja gerade dieses Hauptesende des Menschen auf die kosmischen Weiten der Vergangenheit zurück. Wir wissen ja, daß das Haupt der vorzüglichste Träger der Sinnesorgane ist. Wir wissen aber, daß die Sinnesorgane ihre erste Anlage während der alten Saturnzeit erfahren haben. Die ausgebildetsten Sinne — es kommen ja immer auch wiederum Sinnesbildungen nach während der Sonnen- und Mondenzeit —, aber die ausgebildetsten Sinne gehen also in die frühesten Zeiten der kosmischen Erdenentwickelung zurück. Alles also am menschlichen Haupte weist auf die Vergangenheit zurück, und in einer gewissen Beziehung kann man sagen: Indem sich während des Erdendaseins das Mineralreich ausgebildet hat, nimmt das Haupt des Menschen als die älteste Bildung am stärksten an dieser Mineralisierung des Menschen teil. Und indem der Mensch sich noch außerdem aus dem Kosmos herausreißt, konserviert er in einer gewissen Beziehung während seines Lebens zwischen Geburt und Tod diese erstens nicht mehr mit dem Kosmos zusammenhängende Form, zweitens das ersterbende, sich mineralisierende Leben. So daß man sagen kann: Hätte der Mensch sich bewahrt seine tierische Bildung, das heißt mit anderen Worten, wäre sein Haupt in der Tierkreisrichtung drinnen geblieben, wäre in ihm jenes wuchtigere Leben, das im tierischen Haupte drinnen ist, dann würde der Mensch dadurch in seinem Haupte ganz ein Ergebnis seiner Vorzeit sein. Er würde gewissermaßen in seinem Haupte etwas an sich tragen, dem man unmittelbar ansehen würde, wie es sich ergibt aus der ganzen vergangenen kosmischen Entwickelung. Dadurch aber, daß der Mensch das, was er da erhält als Ergebnis der vorhergehenden kosmischen Entwickelung, herausreißt, dadurch zerstört er, vernichtet er in einer gewissen Weise seine kosmische Vergangenheit.

[ 5 ] Und das ist etwas außerordentlich Wichtiges, daß wir durch diejenigen Zusammenhänge, die wir gestern und vorgestern vor unsere Seele geführt haben, erkennen, wie der Mensch in seiner Hauptesbildung im Grunde genommen seine kosmische Vergangenheit vernichtet. Es ist so, daß der Mensch innerhalb seines Hauptes in der Tat noch hinausgeht über den eigentlichen Mineralisierungsprozeß zu einer Art außerordentlich feinen Verteilung der Materie. Es durchdringen ja selbstverständlich die organischen Gebilde auch das Haupt. Dadurch ist eingebettet in das Organische diese eigentlich noch über die mineralische Stufe hinausgehende Zerstäubung des materiellen Lebens.

[ 5 ] Und das ist etwas außerordentlich Wichtiges, daß wir durch diejenigen Zusammenhänge, die wir gestern und vorgestern vor unsere Seele geführt haben, erkennen, wie der Mensch in seiner Hauptesbildung im Grunde genommen seine kosmische Vergangenheit vernichtet. Es ist so, daß der Mensch innerhalb seines Hauptes in der Tat noch hinausgeht über den eigentlichen Mineralisierungsprozeß zu einer Art außerordentlich feinen Verteilung der Materie. Es durchdringen ja selbstverständlich die organischen Gebilde auch das Haupt. Dadurch ist eingebettet in das Organische diese eigentlich noch über die mineralische Stufe hinausgehende Zerstäubung des materiellen Lebens.

[ 6 ] Wenn man in richtiger Weise das Haupt des Menschen ins Auge faßt, so muß man sagen: Es ist dieses Haupt der Herd eines die Materie als solche vernichtenden Prozesses. Das Materielle wird vernichtet, und dadurch gerade wird das Haupt als solches der Träger des besonderen seelischen Lebens. Man kann nur sagen: der Träger des besonderen seelischen Lebens, denn gerade mit Bezug auf die menschliche Hauptesbildung ist die materialistische Anschauung durchaus falsch, so wie sie gewöhnlich auftritt. Indem durch die Anwesenheit des menschlichen Hauptes im Organismus der Mensch der Träger des Gedankenlebens wird, des Vorstellungslebens, beruht dieses ganze Vorstellungsleben darauf, daß eigentlich das materielle Leben zerstäubt. Dadurch aber, daß das materielle Leben zerstäubt, findet ein merkwürdiger Prozeß statt, den ich Ihnen durch ein Bild vor die Seele führen möchte.

[ 6 ] Wenn man in richtiger Weise das Haupt des Menschen ins Auge faßt, so muß man sagen: Es ist dieses Haupt der Herd eines die Materie als solche vernichtenden Prozesses. Das Materielle wird vernichtet, und dadurch gerade wird das Haupt als solches der Träger des besonderen seelischen Lebens. Man kann nur sagen: der Träger des besonderen seelischen Lebens, denn gerade mit Bezug auf die menschliche Hauptesbildung ist die materialistische Anschauung durchaus falsch, so wie sie gewöhnlich auftritt. Indem durch die Anwesenheit des menschlichen Hauptes im Organismus der Mensch der Träger des Gedankenlebens wird, des Vorstellungslebens, beruht dieses ganze Vorstellungsleben darauf, daß eigentlich das materielle Leben zerstäubt. Dadurch aber, daß das materielle Leben zerstäubt, findet ein merkwürdiger Prozeß statt, den ich Ihnen durch ein Bild vor die Seele führen möchte.

[ 7 ] Denken Sie sich einmal — wie gesagt, es ist ein Bild, aber es wird Ihnen den sehr subtilen Vorgang, mit dem wir es da zu tun haben, doch etwas vor die Seele rücken —, denken Sie sich einmal ein Gemälde, meinetwillen die Raffaelsche Madonna. Wir haben natürlich, sonst würde das Gemälde in der physischen Welt nicht vorhanden sein können, das, was wir auf der Tafel haben, materiell. Nun denken Sie sich aber, das Materielle der Sixtinischen Madonna würde ganz zerstäubt werden, zu Staub zerfallen, und es würde doch ein feines ätherisches Gewebe bleiben können. Also die Sixtinische Madonna würde materiell zerstäuben, aber alles das, was in dieser Materie gemalt ist, auch mit seiner Farbentingierung, das würde ätherisch verbleiben, und jemand, der das ätherisch wahrnehmen könnte, würde, trotzdem das Materielle jede Bedeutung verliert, er würde wahrnehmen können, was als ätherisches Gebilde zurückbleibt.

[ 7 ] Denken Sie sich einmal — wie gesagt, es ist ein Bild, aber es wird Ihnen den sehr subtilen Vorgang, mit dem wir es da zu tun haben, doch etwas vor die Seele rücken —, denken Sie sich einmal ein Gemälde, meinetwillen die Raffaelsche Madonna. Wir haben natürlich, sonst würde das Gemälde in der physischen Welt nicht vorhanden sein können, das, was wir auf der Tafel haben, materiell. Nun denken Sie sich aber, das Materielle der Sixtinischen Madonna würde ganz zerstäubt werden, zu Staub zerfallen, und es würde doch ein feines ätherisches Gewebe bleiben können. Also die Sixtinische Madonna würde materiell zerstäuben, aber alles das, was in dieser Materie gemalt ist, auch mit seiner Farbentingierung, das würde ätherisch verbleiben, und jemand, der das ätherisch wahrnehmen könnte, würde, trotzdem das Materielle jede Bedeutung verliert, er würde wahrnehmen können, was als ätherisches Gebilde zurückbleibt.

[ 8 ] So ist der Denkvorgang, so ist der Vorgang in der Gedankenbildung. Wenn Sie sich bewußt werden im gewöhnlichen Bewußtsein eines Gedankens, einer Vorstellung, so beruht dieses Bewußtwerden der Vorstellung, des Gedankens darauf, daß durch das Herausgehen aus dem ganzen Kosmos, wie wir das gestern und vorgestern gesehen haben, das Materielle jede Bedeutung verliert, der Mensch fortwährend genötigt ist, sein Haupt gewissermaßen neu zu beleben, weil alle Einzelheiten des Hauptes fortwährend im Zerfall, im Ersterben sind. Und während dieses Ersterbens hebt sich das Ätherische des Hauptes heraus (siehe Zeichnung Seite 103, rot außen), und dieses Herausheben des Atherischen des Hauptes bedeutet das Fassen von Gedanken. Indem gewissermaßen abstäubt das Materielle und das Ätherische bleibt, wird sich der Mensch bewußt seiner Vorstellung.

[ 8 ] So ist der Denkvorgang, so ist der Vorgang in der Gedankenbildung. Wenn Sie sich bewußt werden im gewöhnlichen Bewußtsein eines Gedankens, einer Vorstellung, so beruht dieses Bewußtwerden der Vorstellung, des Gedankens darauf, daß durch das Herausgehen aus dem ganzen Kosmos, wie wir das gestern und vorgestern gesehen haben, das Materielle jede Bedeutung verliert, der Mensch fortwährend genötigt ist, sein Haupt gewissermaßen neu zu beleben, weil alle Einzelheiten des Hauptes fortwährend im Zerfall, im Ersterben sind. Und während dieses Ersterbens hebt sich das Ätherische des Hauptes heraus (siehe Zeichnung Seite 103, rot außen), und dieses Herausheben des Atherischen des Hauptes bedeutet das Fassen von Gedanken. Indem gewissermaßen abstäubt das Materielle und das Ätherische bleibt, wird sich der Mensch bewußt seiner Vorstellung.

[ 9 ] Erinnern Sie sich, daß ich gesagt habe: In den Sinnen ist schon mehr oder weniger etwas wie ein physikalischer Apparat vorhanden. Das Auge ist ein physikalischer Apparat, ist eben nur von dem Ätherleib des Menschen durchwebt. Da ist es schon so, wie ich es jetzt beschreibe für das übrige Haupt, für das Nervengewebe. So daß wir folgendes sagen können — ich bitte Sie, diesen Satz, den ich jetzt aussprechen werde, recht genau ins Auge zu fassen: In den Sinnen, also namentlich in den Hauptessinnen, ist abgesondertes ätherisches Wesen während der Wahrnehmung webend. — Also insofern wir in den Sinnen leben, haben wir eine Art freien ätherischen Prozesses, der sich abspielt in der Sinnensphäre.

[ 9 ] Erinnern Sie sich, daß ich gesagt habe: In den Sinnen ist schon mehr oder weniger etwas wie ein physikalischer Apparat vorhanden. Das Auge ist ein physikalischer Apparat, ist eben nur von dem Ätherleib des Menschen durchwebt. Da ist es schon so, wie ich es jetzt beschreibe für das übrige Haupt, für das Nervengewebe. So daß wir folgendes sagen können — ich bitte Sie, diesen Satz, den ich jetzt aussprechen werde, recht genau ins Auge zu fassen: In den Sinnen, also namentlich in den Hauptessinnen, ist abgesondertes ätherisches Wesen während der Wahrnehmung webend. — Also insofern wir in den Sinnen leben, haben wir eine Art freien ätherischen Prozesses, der sich abspielt in der Sinnensphäre.

[ 10 ] Nehmen Sie das Auge. Es ist ein physikalischer Apparat, aber es ist durchzogen von dem Ätherischen. Und in diesem Durchziehen eines Unorganischen, eines solchen, welches fortwährend zerfallen will, das eigentlich ein Mechanisches, man möchte sagen, ein Untermechanisches darstellt, in dem lebt frei das ätherische Wesen. So ist es für die Sinnesregion.

[ 10 ] Nehmen Sie das Auge. Es ist ein physikalischer Apparat, aber es ist durchzogen von dem Ätherischen. Und in diesem Durchziehen eines Unorganischen, eines solchen, welches fortwährend zerfallen will, das eigentlich ein Mechanisches, man möchte sagen, ein Untermechanisches darstellt, in dem lebt frei das ätherische Wesen. So ist es für die Sinnesregion.

[ 11 ] Für die Nervenregion, die ja die Fortsetzung der Sinnesregion nach innen ist, ist es so, daß zwar die Nervenregion inniger verbunden hat den Ätherleib mit der Materie, aber fortwährend will unser gesamtes Nervenleben Sinnesleben werden. Also stellen Sie sich vor: Sie sehen, sagen wir, irgendeine farbige Fläche. Da haben Sie zunächst die Sinneswahrnehmung. Da ist es so, daß der Ätherleib frei webt. Indem Sie jetzt absehen von der Sinneswahrnehmung und sich dem Nervenleben überlassen, wird das ganze Nervenwesen Sinneswesen: da ist die Vorstellung in Ihrem Bewußtsein anwesend. Man möchte sagen: Insofern der Mensch Nervenmensch ist, wird er in der Vorstellung durch und durch Sinneswesen.

[ 11 ] Für die Nervenregion, die ja die Fortsetzung der Sinnesregion nach innen ist, ist es so, daß zwar die Nervenregion inniger verbunden hat den Ätherleib mit der Materie, aber fortwährend will unser gesamtes Nervenleben Sinnesleben werden. Also stellen Sie sich vor: Sie sehen, sagen wir, irgendeine farbige Fläche. Da haben Sie zunächst die Sinneswahrnehmung. Da ist es so, daß der Ätherleib frei webt. Indem Sie jetzt absehen von der Sinneswahrnehmung und sich dem Nervenleben überlassen, wird das ganze Nervenwesen Sinneswesen: da ist die Vorstellung in Ihrem Bewußtsein anwesend. Man möchte sagen: Insofern der Mensch Nervenmensch ist, wird er in der Vorstellung durch und durch Sinneswesen.

[ 12 ] Dann kommt die Reaktion. Die Sinne, sie sind nach dem Physikalischen hin orientiert. Die vertragen ein fortwährendes Aufnehmen. Der Organismus der Nerven, der nimmt auf in sich, was ihm die Sinne darbieten. Er gestaltet sich um zum Sinneswesen. Aber damit ertötet er sich. Er würde ganz Auge oder ganz Ohr oder so etwas werden. Damit er das nicht wird, durchdringt ihn wiederum das Vitalprinzip, das Lebensprinzip aus dem übrigen Organismus. Der Mensch läßt gewissermaßen die Vorstellung hinschwinden. So daß wir sagen können: Nach dem Kopfende hin vernichtet der Mensch seine Vergangenheit. Dadurch wird er als Nerven-Sinnesmensch der Träger von Bildern, hat er ein Bild-Erleben; ein Bild-Erleben, das im Ätherischen webt.

[ 12 ] Dann kommt die Reaktion. Die Sinne, sie sind nach dem Physikalischen hin orientiert. Die vertragen ein fortwährendes Aufnehmen. Der Organismus der Nerven, der nimmt auf in sich, was ihm die Sinne darbieten. Er gestaltet sich um zum Sinneswesen. Aber damit ertötet er sich. Er würde ganz Auge oder ganz Ohr oder so etwas werden. Damit er das nicht wird, durchdringt ihn wiederum das Vitalprinzip, das Lebensprinzip aus dem übrigen Organismus. Der Mensch läßt gewissermaßen die Vorstellung hinschwinden. So daß wir sagen können: Nach dem Kopfende hin vernichtet der Mensch seine Vergangenheit. Dadurch wird er als Nerven-Sinnesmensch der Träger von Bildern, hat er ein Bild-Erleben; ein Bild-Erleben, das im Ätherischen webt.

[ 13 ] Sie sehen, man kann, wenn man geisteswissenschaftlich-anthroposophisch vorgeht, dieses Gedankenleben, wie es im Bewußtsein urständet, durchaus beschreiben. Und es ist notwendig, daß man zur Anthroposophie greift, um dieses Leben der Gedanken im Bewußtsein zu beschreiben.

[ 13 ] Sie sehen, man kann, wenn man geisteswissenschaftlich-anthroposophisch vorgeht, dieses Gedankenleben, wie es im Bewußtsein urständet, durchaus beschreiben. Und es ist notwendig, daß man zur Anthroposophie greift, um dieses Leben der Gedanken im Bewußtsein zu beschreiben.

[ 14 ] Wir können also sagen: Indem der Mensch das Kopfende der Form nach entwickelt, entwickelt er es in dem Sinne, daß er für die heutige Zeit ausgesetzt ist den Einwirkungen jener Kräfte, die sich im Kosmos entwickeln, wenn die Sonne im Zeichen der Fische, des Widders, des Stiers und so weiter steht; aber der Mensch hebt seinen Kopf der Form nach heraus. Dadurch wird er nicht tierischer Kopf, sondern er wendet sich, dieser Mensch, man möchte sagen, in die Menschenvertikale, während das Tier im Tierkreis stehenbleibt.

[ 14 ] Wir können also sagen: Indem der Mensch das Kopfende der Form nach entwickelt, entwickelt er es in dem Sinne, daß er für die heutige Zeit ausgesetzt ist den Einwirkungen jener Kräfte, die sich im Kosmos entwickeln, wenn die Sonne im Zeichen der Fische, des Widders, des Stiers und so weiter steht; aber der Mensch hebt seinen Kopf der Form nach heraus. Dadurch wird er nicht tierischer Kopf, sondern er wendet sich, dieser Mensch, man möchte sagen, in die Menschenvertikale, während das Tier im Tierkreis stehenbleibt.

[ 15 ] Wenn wir das Leben betrachten, so können wir sagen: Nach dem Kopfende zu entwickelt sich das Leben unter der Einwirkung der äußeren Planeten, des Saturn und Jupiter, wie wir gestern gesehen haben. Aber der Mensch hebt heraus dieses sein Leben, und folgendes geschieht: Würden sie durch die Sonne niemals bedeckt — erinnern Sie sich an das, was ich gestern auseinandergesetzt habe in bezug auf Saturn und Jupiter —, dann würde das ganze Nervenleben immer mehr Sinnesleben werden. Der Mensch würde durchaus die Augenempfindung haben, aber sie würde sich ins Nervenleben fortsetzen; er würde die Gehörempfindung haben, sie würde sich ins Nervenleben fortsetzen — es würde im Nervenleben chaotisch-unorganisch durcheinanderschießen das Sinnesleben der zwölf Sinne. Dadurch, daß nun diese äußersten Planeten bedeckt werden, dadurch wird das Nervenleben aus dem Sinnesleben herausgerissen, und der Mensch ist in der Lage, eben sich so zu verhalten, wie ich gesagt habe, daß er im Vorstellungsleben bewußt willkürlich wirkt, daß er gewissermaßen Sinn wird, sich wiederum entsinnt, indem er die Vorstellungen willkürlich unterdrükken kann und so weiter.

[ 15 ] Wenn wir das Leben betrachten, so können wir sagen: Nach dem Kopfende zu entwickelt sich das Leben unter der Einwirkung der äußeren Planeten, des Saturn und Jupiter, wie wir gestern gesehen haben. Aber der Mensch hebt heraus dieses sein Leben, und folgendes geschieht: Würden sie durch die Sonne niemals bedeckt — erinnern Sie sich an das, was ich gestern auseinandergesetzt habe in bezug auf Saturn und Jupiter —, dann würde das ganze Nervenleben immer mehr Sinnesleben werden. Der Mensch würde durchaus die Augenempfindung haben, aber sie würde sich ins Nervenleben fortsetzen; er würde die Gehörempfindung haben, sie würde sich ins Nervenleben fortsetzen — es würde im Nervenleben chaotisch-unorganisch durcheinanderschießen das Sinnesleben der zwölf Sinne. Dadurch, daß nun diese äußersten Planeten bedeckt werden, dadurch wird das Nervenleben aus dem Sinnesleben herausgerissen, und der Mensch ist in der Lage, eben sich so zu verhalten, wie ich gesagt habe, daß er im Vorstellungsleben bewußt willkürlich wirkt, daß er gewissermaßen Sinn wird, sich wiederum entsinnt, indem er die Vorstellungen willkürlich unterdrükken kann und so weiter.

[ 16 ] So daß wir sagen können: In den Sinnen ist abgesondertes ätherisches Wesen während der Wahrnehmung webend. In dem Nervenorganismus ist dem Leibe verbundenes, abgeschwächtes Sinnenleben webend. — Das Ganze bekommt einen Bildcharakter, weil das, was bewirken würde, daß man es nicht mit einem Bildcharakter zu tun hätte, sondern mit einem materiellen Charakter, vernichtet wird durch das Herausgehen des Menschen in die Menschenvertikale, während das Tier im Tierkreise drinnen bleibt. Das Tier hat eben nur Traumvorstellungen, nicht Bildvorstellungen, wie sie der Mensch hat. Und Traumvorstellungen sind etwas, was hervorsprießt aus dem Vitalprinzip des Organismus, während die Bildvorstellungen rein herausgehoben sind ins freie ätherische Leben, das nicht mehr mit dem physischen Leib verbunden ist. Es muß durchaus betont werden, daß durch die Organisation des Menschen, durch das Herausheben seines Kopfendes aus den Tierkreisbildern und aus dem Planetenweben, daß dadurch im Menschen ein freies ätherisches Leben nach dem Kopfende hin entsteht; daß dieses freie ätherische Leben in dem Kopf dann erst von dem astralischen Leib durchzogen ist, von dem Ich durchzogen ist, die dadurch teilnehmen an dem Gedanken- und Vorstellungsweben des ätherischen Leibes.

[ 16 ] So daß wir sagen können: In den Sinnen ist abgesondertes ätherisches Wesen während der Wahrnehmung webend. In dem Nervenorganismus ist dem Leibe verbundenes, abgeschwächtes Sinnenleben webend. — Das Ganze bekommt einen Bildcharakter, weil das, was bewirken würde, daß man es nicht mit einem Bildcharakter zu tun hätte, sondern mit einem materiellen Charakter, vernichtet wird durch das Herausgehen des Menschen in die Menschenvertikale, während das Tier im Tierkreise drinnen bleibt. Das Tier hat eben nur Traumvorstellungen, nicht Bildvorstellungen, wie sie der Mensch hat. Und Traumvorstellungen sind etwas, was hervorsprießt aus dem Vitalprinzip des Organismus, während die Bildvorstellungen rein herausgehoben sind ins freie ätherische Leben, das nicht mehr mit dem physischen Leib verbunden ist. Es muß durchaus betont werden, daß durch die Organisation des Menschen, durch das Herausheben seines Kopfendes aus den Tierkreisbildern und aus dem Planetenweben, daß dadurch im Menschen ein freies ätherisches Leben nach dem Kopfende hin entsteht; daß dieses freie ätherische Leben in dem Kopf dann erst von dem astralischen Leib durchzogen ist, von dem Ich durchzogen ist, die dadurch teilnehmen an dem Gedanken- und Vorstellungsweben des ätherischen Leibes.

[ 17 ] Dieses kann uns schon zeigen, wie man das Seelische dann erfaßt, wenn man weiß, wodurch eben das Gedankenleben im Menschen ein Seelisches ist, das heißt, nicht teilnimmt an dem materiellen Leben.

[ 17 ] Dieses kann uns schon zeigen, wie man das Seelische dann erfaßt, wenn man weiß, wodurch eben das Gedankenleben im Menschen ein Seelisches ist, das heißt, nicht teilnimmt an dem materiellen Leben.

[ 18 ] Gehen wir nun weiter. Wir haben gezeigt — wir wollen den anderen Pol betrachten —, wie der Mensch nach der anderen Seite hin sich der Form und dem Leben nach entwickelt. Wir haben gesehen, vorgestern, wie der Mensch seine äußere Tätigkeit als Gliedmaßenmensch entwickelt. Ich habe Ihnen gezeigt, wie der Mensch — und wir mußten dazu noch zu den griechischen Zuständen zurückblicken — als Jäger, als Tierzüchter, als Ackerbauer, als die Meere befahrender Handelsmann sich betätigt. In dieser menschlichen Betätigung verharrt der Mensch dann aber dadurch, daß er sich entzieht der Einwirkung der entsprechenden Fixstern-Tierkreisbilder. Das Tier bleibt durchaus unter der Einwirkung des Schützen, des Steinbocks, des Wassermanns, der Fische. Dadurch bilden sich die Tiere in ihrer Form so aus, daß sie sich hinordnen auf das Irdische, bilden sich so aus, wie sie sind. Studiert man den Tierkreis, so kann man erkennen, warum die Tiere in einer gewissen Weise ihr Gliedmaßensystem ausgebildet haben. Der Mensch bildet sein Gliedmaßensystem so aus, daß er eshinordnet auf das Irdische, wenn diese Tierkreisbilder eben unter dem Irdischen sind, wenn die Erde für einige Zeit dort im Tierkreis auf der nördlichen Hemisphäre ist. Es sind dadurch auch geographisch die Erdteile in verschiedener Weise bewohnbar. Der Mensch kann aber, was er an einem Orte ausbildet, auf einen anderen übertragen. Das, was hier entwickelt wird, muß natürlich für die älteren Zeiten gelten; für die heutigen vermischen sich die verschiedenen Menschenformen auf der Erde, und man hat, wenn man heute Geographie studiert, nicht mehr ein reines Bild von dem, was der Mensch im Zusammenhange mit dem Makrokosmos ist. Der Mensch reißt sich also da auf eine andere Art heraus aus der Tierkreislinie. Er bringt sich gewissermaßen nach der anderen Seite hin in die Menschenvertikale, in die Menschensenkrechte. Und während er voll ausgesetzt bleibt sowohl der Form nach den Tierkreisbildern, wie auch den äußeren Planeten in bezug auf sein Hauptesende, entzieht er sich sowohl der planetarischen Einwirkung wie auch der Tierkreiseinwirkung, indem er auf der Erde steht und sich die andere Seite zudecken läßt von der Erde. Saturn und Jupiter wirken auf den Menschen, indem sie ihr Licht auf die Erde herabstrahlen. Der Mensch, der in seinem Hauptesende ein Bildesleben hat, empfängt auch die Bilder dieser Sternwelten, ebenso wie er die Bilder der planetarischen Bewegungen empfängt, indem er sein Lebenswesen nach dem Hauptesende zu entwickelt. Er entwickelt da ein Bildleben und nimmt auch vom Kosmos, vom Makrokosmos die Bilder auf.

[ 18 ] Gehen wir nun weiter. Wir haben gezeigt — wir wollen den anderen Pol betrachten —, wie der Mensch nach der anderen Seite hin sich der Form und dem Leben nach entwickelt. Wir haben gesehen, vorgestern, wie der Mensch seine äußere Tätigkeit als Gliedmaßenmensch entwickelt. Ich habe Ihnen gezeigt, wie der Mensch — und wir mußten dazu noch zu den griechischen Zuständen zurückblicken — als Jäger, als Tierzüchter, als Ackerbauer, als die Meere befahrender Handelsmann sich betätigt. In dieser menschlichen Betätigung verharrt der Mensch dann aber dadurch, daß er sich entzieht der Einwirkung der entsprechenden Fixstern-Tierkreisbilder. Das Tier bleibt durchaus unter der Einwirkung des Schützen, des Steinbocks, des Wassermanns, der Fische. Dadurch bilden sich die Tiere in ihrer Form so aus, daß sie sich hinordnen auf das Irdische, bilden sich so aus, wie sie sind. Studiert man den Tierkreis, so kann man erkennen, warum die Tiere in einer gewissen Weise ihr Gliedmaßensystem ausgebildet haben. Der Mensch bildet sein Gliedmaßensystem so aus, daß er eshinordnet auf das Irdische, wenn diese Tierkreisbilder eben unter dem Irdischen sind, wenn die Erde für einige Zeit dort im Tierkreis auf der nördlichen Hemisphäre ist. Es sind dadurch auch geographisch die Erdteile in verschiedener Weise bewohnbar. Der Mensch kann aber, was er an einem Orte ausbildet, auf einen anderen übertragen. Das, was hier entwickelt wird, muß natürlich für die älteren Zeiten gelten; für die heutigen vermischen sich die verschiedenen Menschenformen auf der Erde, und man hat, wenn man heute Geographie studiert, nicht mehr ein reines Bild von dem, was der Mensch im Zusammenhange mit dem Makrokosmos ist. Der Mensch reißt sich also da auf eine andere Art heraus aus der Tierkreislinie. Er bringt sich gewissermaßen nach der anderen Seite hin in die Menschenvertikale, in die Menschensenkrechte. Und während er voll ausgesetzt bleibt sowohl der Form nach den Tierkreisbildern, wie auch den äußeren Planeten in bezug auf sein Hauptesende, entzieht er sich sowohl der planetarischen Einwirkung wie auch der Tierkreiseinwirkung, indem er auf der Erde steht und sich die andere Seite zudecken läßt von der Erde. Saturn und Jupiter wirken auf den Menschen, indem sie ihr Licht auf die Erde herabstrahlen. Der Mensch, der in seinem Hauptesende ein Bildesleben hat, empfängt auch die Bilder dieser Sternwelten, ebenso wie er die Bilder der planetarischen Bewegungen empfängt, indem er sein Lebenswesen nach dem Hauptesende zu entwickelt. Er entwickelt da ein Bildleben und nimmt auch vom Kosmos, vom Makrokosmos die Bilder auf.

[ 19 ] Von der anderen Seite nimmt er die Bilder nicht auf. Daher entstehen jene Formen, die ich vorgestern gezeigt habe, die die Gliedmaßen sind, die entgegengesetzten Formen von den Hauptesformen. Und er entwickelt aber auch Tätigkeiten, die sich entziehen dem makrokosmischen Einfluß, die diesen makrokosmischen Einfluß nicht herankommen lassen.

[ 19 ] Von der anderen Seite nimmt er die Bilder nicht auf. Daher entstehen jene Formen, die ich vorgestern gezeigt habe, die die Gliedmaßen sind, die entgegengesetzten Formen von den Hauptesformen. Und er entwickelt aber auch Tätigkeiten, die sich entziehen dem makrokosmischen Einfluß, die diesen makrokosmischen Einfluß nicht herankommen lassen.

[ 20 ] Nun ist es so, daß, wenn wir sagen können, daß der Mensch seinem Kopfende nach seine Vergangenheit vernichtet, so ist das Entgegengesetzte der Fall nach dem Gliedmaßenende hin. Würde der Mensch auf einer durchsichtigen Erde stehen, so daß auch von der anderen Seite Tierkreis und Planetenbewegung auf ihn wirken könnten, dann würde er erstens nicht selbständige, freie Taten entfalten können. Er würde unter dem Einflusse des Planetarischen und des Fixsternlebens stehen. Nur dadurch, daß ihm die Erde dieses Planetarische und Fixsternleben zudeckt, kommt er zu der freien Entfaltung seiner Tätigkeit. Aber er würde außerdem, wenn er ihm voll ausgesetzt wäre gerade mit seiner besonderen Lebenszeit, mit seinem sich immer wiederholenden Erdenleben, in seinem Gliedmaßensystem ein verholzendes Leben, ein sich stark verhärtetes Leben entwickeln. Er würde ja die Materie nicht zerstäuben können, sondern die organische Materie würde vor der Ausreifung verhornen. Der Mensch würde eigentlich nur Gliedmaßen haben, die in ganz anderer Weise noch wie die Hufe der Pferde oder Rinder verhornt wären bis weit an den Leib heran. Der Mensch ist dieser Verhornung dadurch entzogen, daß er sich heraushebt aus dem Tierkreise.

[ 20 ] Nun ist es so, daß, wenn wir sagen können, daß der Mensch seinem Kopfende nach seine Vergangenheit vernichtet, so ist das Entgegengesetzte der Fall nach dem Gliedmaßenende hin. Würde der Mensch auf einer durchsichtigen Erde stehen, so daß auch von der anderen Seite Tierkreis und Planetenbewegung auf ihn wirken könnten, dann würde er erstens nicht selbständige, freie Taten entfalten können. Er würde unter dem Einflusse des Planetarischen und des Fixsternlebens stehen. Nur dadurch, daß ihm die Erde dieses Planetarische und Fixsternleben zudeckt, kommt er zu der freien Entfaltung seiner Tätigkeit. Aber er würde außerdem, wenn er ihm voll ausgesetzt wäre gerade mit seiner besonderen Lebenszeit, mit seinem sich immer wiederholenden Erdenleben, in seinem Gliedmaßensystem ein verholzendes Leben, ein sich stark verhärtetes Leben entwickeln. Er würde ja die Materie nicht zerstäuben können, sondern die organische Materie würde vor der Ausreifung verhornen. Der Mensch würde eigentlich nur Gliedmaßen haben, die in ganz anderer Weise noch wie die Hufe der Pferde oder Rinder verhornt wären bis weit an den Leib heran. Der Mensch ist dieser Verhornung dadurch entzogen, daß er sich heraushebt aus dem Tierkreise.

[ 21 ] Dadurch aber findet der entgegengesetzte Prozeß statt wie nach dem Hauptesende. Nach dem Hauptesende wird die Vergangenheit vernichtet, die Materie zerstäubt. Nach dem Gliedmaßenende entwickelt sich der Mensch so, daß er die Materie nicht zur vollen kosmischen Reife gelangen läßt. Sie bleibt zurück. Er hält sie zurück. Wir haben nur dadurch Finger, wir haben nur dadurch Zehen, daß wir unsere Gliedmaßen nicht auswachsen lassen. Würden wir sie auswachsen lassen, so wären sie nicht nur mit Nägeln besetzt, sondern sie wären ganz versteift, verhornt. Wir halten sie also auf einer früheren Stufe zurück. Dadurch, daß wir unsere Gliedmaßen so zurückhalten, dadurch können wir in ihnen den Willen entwickeln, der dann die Anlage ist für die folgenden Erdenleben. Würden wir den Menschen als Gliedmaßenmenschen ausreifen lassen, dann würde mit unserem einen Erdenleben das Leben abschließen. Wir bewahren das, was in die Zukunft hinübergeht, dadurch, daß wir unseren Gliedmaßenmenschen nicht voll ausreifen lassen. Es ist also hier das Gegenteil der Fall: Während nach dem Gedankenende hin das seelische Leben ein Bildleben wird, bleibt in der Tat, wenn ich mich grob ausdrücken darf, nach dem Gliedmaßenende hin das Leben fleischlich materiell, organisch materiell jung, möchte ich sagen. Es wird nicht alt, es verhornt nicht, es bleibt jung. Dadurch, daß es jung bleibt, kann dann das Materielle abfallen, und das Bild des Jungen geht hinüber durch den Tod in das folgende Erdenleben. Da drinnen kann sich der Wille dann entwickeln. Da ist das Willensende. So daß wir sagen können: Das Willensende des Menschen ist nicht zu Ende gekommene organische Bildung. — Können wir hier (am Kopfende) vom Bild sprechen, so müssen wir da von etwas anderem sprechen. Was ist denn eine nicht zu Ende gekommene organische Bildung? Ein Keim. Denn der Keim kann sich weiter entwickeln. Während wir am Kopfende etwas haben wie eine Austernschale, wie etwas, was als Materie sich abgesondert hat und reine Materie ist, haben wir nach dem Gliedmaßenende etwas wie Keime. Hier (oben) können wir sagen: Wir erleben seelisch das reine Ätherische, das Bild. Hier (unten) erleben wir nicht das Bild, sondern wir erleben keimendes Leben. (Siehe Darstellung Seite 112.) Hier erleben wir Verbundensein oben mit der Materie. Deshalb können wir auch unsere Gliedmaßen bewegen, weil wir mit der Materie verbunden sind. Am Kopf kann der Mensch nicht viel bewegen, höchstens insofern seine Sinne zu Glied maßen umgebildet sind und der Mensch auch am Kopf Gliedmaßen mensch ist. Es durchdringt sich ja alles, jedes einzelne Glied durch dringt die anderen. In gewissem Sinne sind die Augen auch Hand, in sofern sie sich bewegen können. Aber nicht vieles ist beweglich am Kopf, der Kopf ist zumeist unbeweglich, und der willkürlichen Bewegung sind vor allen Dingen, sagen wir, die Gehirnlappen und der gleichen entzogen. Aber auch am Außenhaupte ist wenig beweglich, und es ist schon eine Seltenheit, wenn der Mensch gewisse Ohrmuskeln bewegen kann; er kann damit schon außerordentlich brillieren.

[ 21 ] Dadurch aber findet der entgegengesetzte Prozeß statt wie nach dem Hauptesende. Nach dem Hauptesende wird die Vergangenheit vernichtet, die Materie zerstäubt. Nach dem Gliedmaßenende entwickelt sich der Mensch so, daß er die Materie nicht zur vollen kosmischen Reife gelangen läßt. Sie bleibt zurück. Er hält sie zurück. Wir haben nur dadurch Finger, wir haben nur dadurch Zehen, daß wir unsere Gliedmaßen nicht auswachsen lassen. Würden wir sie auswachsen lassen, so wären sie nicht nur mit Nägeln besetzt, sondern sie wären ganz versteift, verhornt. Wir halten sie also auf einer früheren Stufe zurück. Dadurch, daß wir unsere Gliedmaßen so zurückhalten, dadurch können wir in ihnen den Willen entwickeln, der dann die Anlage ist für die folgenden Erdenleben. Würden wir den Menschen als Gliedmaßenmenschen ausreifen lassen, dann würde mit unserem einen Erdenleben das Leben abschließen. Wir bewahren das, was in die Zukunft hinübergeht, dadurch, daß wir unseren Gliedmaßenmenschen nicht voll ausreifen lassen. Es ist also hier das Gegenteil der Fall: Während nach dem Gedankenende hin das seelische Leben ein Bildleben wird, bleibt in der Tat, wenn ich mich grob ausdrücken darf, nach dem Gliedmaßenende hin das Leben fleischlich materiell, organisch materiell jung, möchte ich sagen. Es wird nicht alt, es verhornt nicht, es bleibt jung. Dadurch, daß es jung bleibt, kann dann das Materielle abfallen, und das Bild des Jungen geht hinüber durch den Tod in das folgende Erdenleben. Da drinnen kann sich der Wille dann entwickeln. Da ist das Willensende. So daß wir sagen können: Das Willensende des Menschen ist nicht zu Ende gekommene organische Bildung. — Können wir hier (am Kopfende) vom Bild sprechen, so müssen wir da von etwas anderem sprechen. Was ist denn eine nicht zu Ende gekommene organische Bildung? Ein Keim. Denn der Keim kann sich weiter entwickeln. Während wir am Kopfende etwas haben wie eine Austernschale, wie etwas, was als Materie sich abgesondert hat und reine Materie ist, haben wir nach dem Gliedmaßenende etwas wie Keime. Hier (oben) können wir sagen: Wir erleben seelisch das reine Ätherische, das Bild. Hier (unten) erleben wir nicht das Bild, sondern wir erleben keimendes Leben. (Siehe Darstellung Seite 112.) Hier erleben wir Verbundensein oben mit der Materie. Deshalb können wir auch unsere Gliedmaßen bewegen, weil wir mit der Materie verbunden sind. Am Kopf kann der Mensch nicht viel bewegen, höchstens insofern seine Sinne zu Glied maßen umgebildet sind und der Mensch auch am Kopf Gliedmaßen mensch ist. Es durchdringt sich ja alles, jedes einzelne Glied durch dringt die anderen. In gewissem Sinne sind die Augen auch Hand, in sofern sie sich bewegen können. Aber nicht vieles ist beweglich am Kopf, der Kopf ist zumeist unbeweglich, und der willkürlichen Bewegung sind vor allen Dingen, sagen wir, die Gehirnlappen und der gleichen entzogen. Aber auch am Außenhaupte ist wenig beweglich, und es ist schon eine Seltenheit, wenn der Mensch gewisse Ohrmuskeln bewegen kann; er kann damit schon außerordentlich brillieren.

[ 22 ] Dieses Erleben in der Materie läßt das Bewußtsein nicht aufkommen. Dadurch aber sind wir in der Lage, den Willen eben zu entwikkeln. So daß wir hier (oben) die Materie vernichten, hier (unten) aber behalten wir, wenn die Materie von uns abfällt im Tode, Keime zurück als Kraft für die nächsten Erdenleben.

[ 22 ] Dieses Erleben in der Materie läßt das Bewußtsein nicht aufkommen. Dadurch aber sind wir in der Lage, den Willen eben zu entwikkeln. So daß wir hier (oben) die Materie vernichten, hier (unten) aber behalten wir, wenn die Materie von uns abfällt im Tode, Keime zurück als Kraft für die nächsten Erdenleben.

[ 23 ] Was dazwischen liegt, wir haben es gestern bezeichnet auf der einen Seite als das Atmungswesen, wenn wir auf das Leben sehen, oder das Zirkulationswesen. Wir haben dann gesehen, wie das zugeteilt ist als Form demjenigen, was da liegt zwischen den oberen Tierkreisbildern und den unteren Tierkreisbildern.

[ 23 ] Was dazwischen liegt, wir haben es gestern bezeichnet auf der einen Seite als das Atmungswesen, wenn wir auf das Leben sehen, oder das Zirkulationswesen. Wir haben dann gesehen, wie das zugeteilt ist als Form demjenigen, was da liegt zwischen den oberen Tierkreisbildern und den unteren Tierkreisbildern.

[ 24 ] Wenn Sie also für die heutige Zeit den Fixsternhimmel sich in folIinks gender Weise repräsentiert denken: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische — dann würden wir diese vier Tierkreisbilder (Fische, Widder, Stier, Zwillinge, siehe Zeichnung) dem Haupte zuzuteilen haben, und unter ihrer Einwirkung wird das Haupt im Sinne derjenigen Planetenbewegungen, die über der Erde sind, mit einem ersterbenden Leben ausgerüstet. So daß das Haupt ein Bild-Erleben hat, ein Vorstellungserleben als Seelisches. Die anderen vier entgegengesetzten Zeichen für das Heutige — für das Griechische wäre es etwas anders — wären dann Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze. Und wir hätten dann für den rhythmischen Menschen das, was dazwischen liegt, wie wir vom planetarischen Leben den Mars und den Merkur als die Zwischenlage haben, die dazwischen liegenden Planeten haben. Da, können wir sagen, ist der Mensch so, daß er zwischen dem Bilde und dem Keime drinnen hin- und herpendelt. Das Atmungs-Blutleben zeigt Ihnen ja das, ich möchte sagen, wie in einem äußeren Bilde wunderbar. Der Mensch nimmt den belebenden Sauerstoff auf, der mit seinem Gliedmaßenorganismus, mit allem Beweglichen in ihm verbunden ist. Er verbindet den Sauerstoff mit dem Kohlenstoff. Der Kohlenstoff wirkt zuerst anregend als das Ertötende auf das Nerven-Sinnesleben, dann wird er ausgestoßen als das Ersterbende. Da haben wir fortwährend schon materiell das äußerste Leben im Sauerstoff, den äußersten Tod im Kohlenstoff: ErsterbenBeleben, Ersterben-Beleben. Es schwingt das Leben zwischen Ersterben und Beleben hin und her.

[ 24 ] Wenn Sie also für die heutige Zeit den Fixsternhimmel sich in folIinks gender Weise repräsentiert denken: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische — dann würden wir diese vier Tierkreisbilder (Fische, Widder, Stier, Zwillinge, siehe Zeichnung) dem Haupte zuzuteilen haben, und unter ihrer Einwirkung wird das Haupt im Sinne derjenigen Planetenbewegungen, die über der Erde sind, mit einem ersterbenden Leben ausgerüstet. So daß das Haupt ein Bild-Erleben hat, ein Vorstellungserleben als Seelisches. Die anderen vier entgegengesetzten Zeichen für das Heutige — für das Griechische wäre es etwas anders — wären dann Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze. Und wir hätten dann für den rhythmischen Menschen das, was dazwischen liegt, wie wir vom planetarischen Leben den Mars und den Merkur als die Zwischenlage haben, die dazwischen liegenden Planeten haben. Da, können wir sagen, ist der Mensch so, daß er zwischen dem Bilde und dem Keime drinnen hin- und herpendelt. Das Atmungs-Blutleben zeigt Ihnen ja das, ich möchte sagen, wie in einem äußeren Bilde wunderbar. Der Mensch nimmt den belebenden Sauerstoff auf, der mit seinem Gliedmaßenorganismus, mit allem Beweglichen in ihm verbunden ist. Er verbindet den Sauerstoff mit dem Kohlenstoff. Der Kohlenstoff wirkt zuerst anregend als das Ertötende auf das Nerven-Sinnesleben, dann wird er ausgestoßen als das Ersterbende. Da haben wir fortwährend schon materiell das äußerste Leben im Sauerstoff, den äußersten Tod im Kohlenstoff: ErsterbenBeleben, Ersterben-Beleben. Es schwingt das Leben zwischen Ersterben und Beleben hin und her.

[ 25 ] Seelisch ist das aber so, daß wir innerlich etwas erleben, was auf der einen Seite, wie noch das Gedankenleben, rein ätherisch ist; aber der Ätherleib erfaßt gewisse Gebilde, Drüsengebilde. Diese Drüsen sondern Materie ab. Es ist das, was körperlich so vor sich geht, daß der Ätherleib auf die Drüsen wirkt. Die Drüsen verbinden sich nicht so wie etwa die Muskeln — die dann vorzugsweise dem Gliedmaßenorganismus angehören — mit dem ätherischen Leben, sondern indem das Atherleben die Drüsen ergreift, sondert die Drüse Materie ab. Es ist also ein nicht vollständiges Zusammenschmelzen des ätherischen Lebens mit dem materiellen Leben. Es ist der Übergang. Es ist ein Ergreifen der Materie, aber zugleich ein Sich-Wehren der Materie, ein Absondern der Materie. Wenn Sie den Muskel studieren, den Knochen studieren, was zum Gliedmaßensystem gehört, dann haben Sie das so, daß die Materie streng — am meisten beim Knochen — ergriffen wird von dem Ätherleib des Menschen. Da zerstäubt nichts, da bleibt alles frisch-lebendig. Da wird die Materie unmittelbar ergriffen von dem Ätherleib des Menschen. Im Haupte wird nichts ergriffen von der Materie, sondern indem das Haupt sich entwickelt, zerstäubt die Materie. Das freie ätherische Weben entwickelt sich als Gedankenleben. Indem der Ätherleib die Drüsen ergreift, verbindet er sich zwar mit den Drüsen, aber die leiden ihn nicht; der Muskel leidet ihn. Der Muskel nimmt den Ätherleib auf. Die Drüse leidet ihn nicht; sie sondert sogleich Materie ab, treibt den Äther gleich wieder heraus. Das ist, seelisch, das Gefühlsleben.

[ 25 ] Seelisch ist das aber so, daß wir innerlich etwas erleben, was auf der einen Seite, wie noch das Gedankenleben, rein ätherisch ist; aber der Ätherleib erfaßt gewisse Gebilde, Drüsengebilde. Diese Drüsen sondern Materie ab. Es ist das, was körperlich so vor sich geht, daß der Ätherleib auf die Drüsen wirkt. Die Drüsen verbinden sich nicht so wie etwa die Muskeln — die dann vorzugsweise dem Gliedmaßenorganismus angehören — mit dem ätherischen Leben, sondern indem das Atherleben die Drüsen ergreift, sondert die Drüse Materie ab. Es ist also ein nicht vollständiges Zusammenschmelzen des ätherischen Lebens mit dem materiellen Leben. Es ist der Übergang. Es ist ein Ergreifen der Materie, aber zugleich ein Sich-Wehren der Materie, ein Absondern der Materie. Wenn Sie den Muskel studieren, den Knochen studieren, was zum Gliedmaßensystem gehört, dann haben Sie das so, daß die Materie streng — am meisten beim Knochen — ergriffen wird von dem Ätherleib des Menschen. Da zerstäubt nichts, da bleibt alles frisch-lebendig. Da wird die Materie unmittelbar ergriffen von dem Ätherleib des Menschen. Im Haupte wird nichts ergriffen von der Materie, sondern indem das Haupt sich entwickelt, zerstäubt die Materie. Das freie ätherische Weben entwickelt sich als Gedankenleben. Indem der Ätherleib die Drüsen ergreift, verbindet er sich zwar mit den Drüsen, aber die leiden ihn nicht; der Muskel leidet ihn. Der Muskel nimmt den Ätherleib auf. Die Drüse leidet ihn nicht; sie sondert sogleich Materie ab, treibt den Äther gleich wieder heraus. Das ist, seelisch, das Gefühlsleben.

[ 26 ] So daß wir jetzt wirklich beschreiben können, wie das Gedankenleben vor sich geht. Das Gedankenleben geht so vor sich, daß die Materie nicht in Anspruch genommen wird, daß es nur bis zu dem Ätherischen herankommt und das Bewußtsein in diesem Ätherischen lebt. Das Gefühlsleben geht so vor sich, daß der Ätherleib das Drüsenleben ergreift, aber das Drüsenleben leidet ihn nicht. Während aber der Ätherleib in das Drüsenleben hinein verschwindet, bevor die eigentliche Absonderung sich geltend macht, da hat der Mensch seinen Ätherleib nicht, da verschwindet ihm sein Ätherleib in die Drüsen hinein. Er erlebt sich daher nur in seinem Ich und in seinem astralischen Leib. Und so ist es beim Gefühl.

[ 26 ] So daß wir jetzt wirklich beschreiben können, wie das Gedankenleben vor sich geht. Das Gedankenleben geht so vor sich, daß die Materie nicht in Anspruch genommen wird, daß es nur bis zu dem Ätherischen herankommt und das Bewußtsein in diesem Ätherischen lebt. Das Gefühlsleben geht so vor sich, daß der Ätherleib das Drüsenleben ergreift, aber das Drüsenleben leidet ihn nicht. Während aber der Ätherleib in das Drüsenleben hinein verschwindet, bevor die eigentliche Absonderung sich geltend macht, da hat der Mensch seinen Ätherleib nicht, da verschwindet ihm sein Ätherleib in die Drüsen hinein. Er erlebt sich daher nur in seinem Ich und in seinem astralischen Leib. Und so ist es beim Gefühl.

Vorstellung: Ätherleib, Astralleib, Ich
Gefühlswesen: Astralleib, Ich
Willensleben: Ich

Vorstellung: Ätherleib, Astralleib, Ich
Gefühlswesen: Astralleib, Ich
Willensleben: Ich

[ 27 ] Wenn wir also die Vorstellungen des Gedankenlebens haben: abgestoßen wird da das Leben des physischen Leibes, der Mensch erlebt sich im Ätherleib, im astralischen Leib, im Ich — im menschlichen Haupt ist das Ich, das durchwebt den astralischen Leib, das durchwebt den Ätherleib, stößt das Physische aus; dadurch erlebt das Ich mit Hilfe des astralischen Leibes im Ätherleib die Gedanken, das Denken.

[ 27 ] Wenn wir also die Vorstellungen des Gedankenlebens haben: abgestoßen wird da das Leben des physischen Leibes, der Mensch erlebt sich im Ätherleib, im astralischen Leib, im Ich — im menschlichen Haupt ist das Ich, das durchwebt den astralischen Leib, das durchwebt den Ätherleib, stößt das Physische aus; dadurch erlebt das Ich mit Hilfe des astralischen Leibes im Ätherleib die Gedanken, das Denken.

[ 28 ] Das Gefühlswesen: Da wird dem Menschen der Ätherleib genommen, indem der Ätherleib die Drüse ergreift; so lange bis die Drüse voll abgesondert hat, ist nun der Ätherleib dem Menschen entzogen. Er steckt drinnen im physischen Leib. Da hat der Mensch zu seinem inneren bewußten Erleben nur den Astralleib und das Ich. Das erlebt er gefühlsmäßig-traumhaft, weil er ja untertaucht in den physischen Leib.

[ 28 ] Das Gefühlswesen: Da wird dem Menschen der Ätherleib genommen, indem der Ätherleib die Drüse ergreift; so lange bis die Drüse voll abgesondert hat, ist nun der Ätherleib dem Menschen entzogen. Er steckt drinnen im physischen Leib. Da hat der Mensch zu seinem inneren bewußten Erleben nur den Astralleib und das Ich. Das erlebt er gefühlsmäßig-traumhaft, weil er ja untertaucht in den physischen Leib.

[ 29 ] Nun kommen wir zum Willensleben. Da ist es wirklich so, daß der Mensch mit seinem ätherischen Leibe ganz untertaucht in die organische Materie. Aber im wachenden Zustand nimmt der ätherische Leib den astralischen Leib mit. Dadurch ist ja der Mensch imstande, die Bewegung auszuführen. Er nimmt den astralischen Leib mit in die Materie hinein. Da ist auch der astralische Leib dem Menschen entzogen, und der Mensch erlebt im Bewußtsein nur das Ich.

[ 29 ] Nun kommen wir zum Willensleben. Da ist es wirklich so, daß der Mensch mit seinem ätherischen Leibe ganz untertaucht in die organische Materie. Aber im wachenden Zustand nimmt der ätherische Leib den astralischen Leib mit. Dadurch ist ja der Mensch imstande, die Bewegung auszuführen. Er nimmt den astralischen Leib mit in die Materie hinein. Da ist auch der astralische Leib dem Menschen entzogen, und der Mensch erlebt im Bewußtsein nur das Ich.

[ 30 ] Sie sehen, wir finden einen vollständigen Zusammenhang zwischen dem seelischen Leben und dem leiblichen Leben. Wir müssen nur aus anthroposophischer Erkenntnis heraus uns klar sein, wie Ich, astralischer Leib, Ätherleib teilnehmen an dem physischen Leib, dann merken wir den Unterschied zwischen dem seelischen Gedankenleben, dem seelischen Gefühlsleben, dem seelischen Willensleben und finden, daß das seelische Gedankenleben im ersterbenden Organismusteil ist, der sich aus der oberen Fixsternwelt und der oberen planetarischen Welt herausgerissen hat, das Vergangene zerstäubt und dadurch zum BildErleben wird. Wir finden, daß in der mittleren Region, im rhythmischen Menschen, der Mensch auf der einen Seite miterleben kann das Vergangene, deshalb auch den Makrokosmos, der sich aus der Vergangenheit heraus ja gebildet hat; aber dadurch, daß ein fortwährendes Rhythmisches stattfindet, entweder ein rhythmisches Verbinden des Sauerstoffs mit dem Kohlenstoff oder aber ein Ergreifen der Drüsen und Absondern der Drüsen, reagiert der Mensch darauf. In dem Ergriffenwerden und Ergreifen des makrokosmischen Lebens des Menschen, in der Absonderung reagiert der Mikrokosmos, der einzelne Mensch, darauf. Der Mensch lebt im Rhythmus nicht nur innerlich; er lebt im Rhythmus mit der Welt, er öffnet sich der Welt, nimmt sie in sich zurück. Der Mensch nimmt die Welt in sich herein, ist halb ein individuelles Wesen und pendelt rhythmisch hin und her zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos. Das ist das Leben und Weben im Gefühl. Und man kann sogar ganz genau sehen, wie das MateriellPhysische des Organismus mit dem Seelisch-Geistigen zusammenwirkt. Im Willensleben ist es so, daß das Materiell-Physische am meisten ergriffen wird, daß da der Mensch am meisten bloß Mikrokosmos ist, daß er sich völlig entzieht in seiner Tätigkeit der makrokosmischen Tätigkeit.

[ 30 ] Sie sehen, wir finden einen vollständigen Zusammenhang zwischen dem seelischen Leben und dem leiblichen Leben. Wir müssen nur aus anthroposophischer Erkenntnis heraus uns klar sein, wie Ich, astralischer Leib, Ätherleib teilnehmen an dem physischen Leib, dann merken wir den Unterschied zwischen dem seelischen Gedankenleben, dem seelischen Gefühlsleben, dem seelischen Willensleben und finden, daß das seelische Gedankenleben im ersterbenden Organismusteil ist, der sich aus der oberen Fixsternwelt und der oberen planetarischen Welt herausgerissen hat, das Vergangene zerstäubt und dadurch zum BildErleben wird. Wir finden, daß in der mittleren Region, im rhythmischen Menschen, der Mensch auf der einen Seite miterleben kann das Vergangene, deshalb auch den Makrokosmos, der sich aus der Vergangenheit heraus ja gebildet hat; aber dadurch, daß ein fortwährendes Rhythmisches stattfindet, entweder ein rhythmisches Verbinden des Sauerstoffs mit dem Kohlenstoff oder aber ein Ergreifen der Drüsen und Absondern der Drüsen, reagiert der Mensch darauf. In dem Ergriffenwerden und Ergreifen des makrokosmischen Lebens des Menschen, in der Absonderung reagiert der Mikrokosmos, der einzelne Mensch, darauf. Der Mensch lebt im Rhythmus nicht nur innerlich; er lebt im Rhythmus mit der Welt, er öffnet sich der Welt, nimmt sie in sich zurück. Der Mensch nimmt die Welt in sich herein, ist halb ein individuelles Wesen und pendelt rhythmisch hin und her zwischen Makrokosmos und Mikrokosmos. Das ist das Leben und Weben im Gefühl. Und man kann sogar ganz genau sehen, wie das MateriellPhysische des Organismus mit dem Seelisch-Geistigen zusammenwirkt. Im Willensleben ist es so, daß das Materiell-Physische am meisten ergriffen wird, daß da der Mensch am meisten bloß Mikrokosmos ist, daß er sich völlig entzieht in seiner Tätigkeit der makrokosmischen Tätigkeit.

[ 31 ] Lebt er auf der nördlichen Halbkugel, so entzieht er sich eben in unserer Weise den übrigen Fixsternen und übrigen Planeten; auf der südlichen Halbkugel in ähnlicher Weise, das Ganze dreht sich ja herum, und auf diese Weise ist der Mensch als Gliedmaßenmensch, indem er als solcher lebt zwischen Geburt und Tod, ganz Mikrokosmos, hat eine Welt für sich, die deshalb sich selber auch in eine Zukunft hinübertragen kann. Jetzt entwickelt er das jüngste Glied des Seelenlebens, den Willen, der noch ganz der Stütze des physischen Leibes bedarf, der nur das Ich zu sich selber kommen läßt, während astralischer Leib und Ätherleib in dem physischen Leib untergehen.

[ 31 ] Lebt er auf der nördlichen Halbkugel, so entzieht er sich eben in unserer Weise den übrigen Fixsternen und übrigen Planeten; auf der südlichen Halbkugel in ähnlicher Weise, das Ganze dreht sich ja herum, und auf diese Weise ist der Mensch als Gliedmaßenmensch, indem er als solcher lebt zwischen Geburt und Tod, ganz Mikrokosmos, hat eine Welt für sich, die deshalb sich selber auch in eine Zukunft hinübertragen kann. Jetzt entwickelt er das jüngste Glied des Seelenlebens, den Willen, der noch ganz der Stütze des physischen Leibes bedarf, der nur das Ich zu sich selber kommen läßt, während astralischer Leib und Ätherleib in dem physischen Leib untergehen.

[ 32 ] Niemand wird das Seelenleben begreifen, der es nicht in einer solchen Weise begreifen kann, daß er unterscheiden kann zwischen Ich, astralischem Leib und ätherischem Leib; denn niemals wird irgend jemandem begreiflich erscheinen können das Gedankenleben, das Gefühlsleben oder das Willensleben, ohne daß die Sache so innerlich konkret erfaßt wird. Weist man diese Erfassung in der heutigen Zeit zurück, was kommt dann zustande?

[ 32 ] Niemand wird das Seelenleben begreifen, der es nicht in einer solchen Weise begreifen kann, daß er unterscheiden kann zwischen Ich, astralischem Leib und ätherischem Leib; denn niemals wird irgend jemandem begreiflich erscheinen können das Gedankenleben, das Gefühlsleben oder das Willensleben, ohne daß die Sache so innerlich konkret erfaßt wird. Weist man diese Erfassung in der heutigen Zeit zurück, was kommt dann zustande?

[ 33 ] Dann kommt das zustande, daß die offiziellen Vertreter sich hinstellen und den Leuten erzählen: Eigentlich kann man über das Seelische nichts wissen, aber dennoch, man muß aus gewissen Erscheinungen annehmen, daß es so ein Seelenartiges, ein «Psychoid» gibt. Man stellt sich dann hin und erklärt, wie der Descartes und der Spinoza sich bemüht haben, darauf zu kommen, wie die Wechselwirkung ist, aber man bleibt bei dem Abstrakten stehen: auf der einen Seite der Körper, auf der anderen Seite die Seele. Da kommt man niemals hinein, weil im Gedankenleben die Seele mit dem Leib anders zusammenwirkt als im Gefühlsleben und als im Willensleben, und weil man dieses Zusammenwirken nicht verstehen kann, wenn man das ganze Seelenleben einfach durcheinanderwirft und von einem «Psychoid» spricht, statt daß man sich einläßt auf diese Konfiguration, auf diese Konkretisierung des Lebens in Ich, astralischen Leib und Ätherleib. Es ist heute ein furchtbares, möchte man sagen, Ablehnen der Wahrheit vorhanden, dafür aber dann ein bloßes Stammeln und ein Bekämpfen teilweise des Fechnerismus, auf der anderen Seite ein Reden von «Psychoid». Das ist gerade so, wie wenn einer verzichten würde, den Menschen anzuschauen und vom «Anthropoid» reden würde, weil er vermeiden möchte, vom Anthropos zu reden. Im Grunde genommen ist solche Wissenschaft eben nicht Anthroposophie, sondern Anthropoid-Sophie, Psychoidologie.

[ 33 ] Dann kommt das zustande, daß die offiziellen Vertreter sich hinstellen und den Leuten erzählen: Eigentlich kann man über das Seelische nichts wissen, aber dennoch, man muß aus gewissen Erscheinungen annehmen, daß es so ein Seelenartiges, ein «Psychoid» gibt. Man stellt sich dann hin und erklärt, wie der Descartes und der Spinoza sich bemüht haben, darauf zu kommen, wie die Wechselwirkung ist, aber man bleibt bei dem Abstrakten stehen: auf der einen Seite der Körper, auf der anderen Seite die Seele. Da kommt man niemals hinein, weil im Gedankenleben die Seele mit dem Leib anders zusammenwirkt als im Gefühlsleben und als im Willensleben, und weil man dieses Zusammenwirken nicht verstehen kann, wenn man das ganze Seelenleben einfach durcheinanderwirft und von einem «Psychoid» spricht, statt daß man sich einläßt auf diese Konfiguration, auf diese Konkretisierung des Lebens in Ich, astralischen Leib und Ätherleib. Es ist heute ein furchtbares, möchte man sagen, Ablehnen der Wahrheit vorhanden, dafür aber dann ein bloßes Stammeln und ein Bekämpfen teilweise des Fechnerismus, auf der anderen Seite ein Reden von «Psychoid». Das ist gerade so, wie wenn einer verzichten würde, den Menschen anzuschauen und vom «Anthropoid» reden würde, weil er vermeiden möchte, vom Anthropos zu reden. Im Grunde genommen ist solche Wissenschaft eben nicht Anthroposophie, sondern Anthropoid-Sophie, Psychoidologie.

[ 34 ] Wenn man wirklich eingeht auf das seelisch-geistige Leben, dann kann man in allen Einzelheiten hinweisen auf das, was die Leute «Wechselwirkung» und so weiter nennen. Man bekommt dann tatsächliche Vorstellungen von den Dingen, und man muß auch nicht bloß, ich möchte sagen, anatomisch so hübsch hinlegen, was man aus der Leber herausschneidet, und was man aus dem Gehirn herausschneidet und es als abstrakte Gewebe nebeneinanderlegen, sondern man muß wissen, wie der Mensch am Kopfende in anderer Weise sich zu dem ganzen Makrokosmos verhält als am Gliedmaßenende. Am Kopfende zerstäubt er ihn, da vernichtet er die Vergangenheit. Am Gliedmaßenende läßt er seine Wachstumstendenz nicht zu Ende kommen, er bleibt Keim.

[ 34 ] Wenn man wirklich eingeht auf das seelisch-geistige Leben, dann kann man in allen Einzelheiten hinweisen auf das, was die Leute «Wechselwirkung» und so weiter nennen. Man bekommt dann tatsächliche Vorstellungen von den Dingen, und man muß auch nicht bloß, ich möchte sagen, anatomisch so hübsch hinlegen, was man aus der Leber herausschneidet, und was man aus dem Gehirn herausschneidet und es als abstrakte Gewebe nebeneinanderlegen, sondern man muß wissen, wie der Mensch am Kopfende in anderer Weise sich zu dem ganzen Makrokosmos verhält als am Gliedmaßenende. Am Kopfende zerstäubt er ihn, da vernichtet er die Vergangenheit. Am Gliedmaßenende läßt er seine Wachstumstendenz nicht zu Ende kommen, er bleibt Keim.

[ 35 ] Am schrecklichsten ist es, wenn mit Ausschluß einer wirklichkeitsgemäßen Anschauung die Leute dann herumspekulieren über das Wesen des Leibes sowohl wie über das Wesen des Geistig-Seelischen, und dann im Grunde genommen in altabgebrauchten Worten reden, die sie zu «oiden» machen, und eigentlich das, um was es sich handelt, gar nicht ergreifen. Es gibt Leute, die heute gar nicht einmal mehr eine Ahnung davon haben, wie man vom Worte zu einem Begriff kommt. So zum Beispiel werden jetzt in Deutschland überall in den freireligiösen Gemeinden und in den monistischen Gemeinden, die eigentlich beide Vereinigungen sind, die da leben von dem Abwaschwasser der materialistischen Naturwissenschaft der sechziger und siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts, da werden überall Vorträge veranstaltet von einem Menschen, Arthur Drews heißt er, der eigentlich so konstituiert ist: Er hat einmal Hartmannsche Philosophie studiert — er tänzelte ja immer in seinen Jugendjahren um Hartmann herum —, aber von dieser Hartmannschen Philosophie im Grunde genommen nur die Worte aufgenommen. Diese Worte sind in seinem Kopfe wie das Spiel von automatischen Dingen, da rollt es herum, und er hat keine Ahnung davon, wie man von dem Worte zu irgendeinem Begriff kommt. Und mit diesen aus der Hartmannschen Philosophie in seinem Kopfe automatenhaft herumwirbelnden Worten kritisiert er die Anthroposophie.

[ 35 ] Am schrecklichsten ist es, wenn mit Ausschluß einer wirklichkeitsgemäßen Anschauung die Leute dann herumspekulieren über das Wesen des Leibes sowohl wie über das Wesen des Geistig-Seelischen, und dann im Grunde genommen in altabgebrauchten Worten reden, die sie zu «oiden» machen, und eigentlich das, um was es sich handelt, gar nicht ergreifen. Es gibt Leute, die heute gar nicht einmal mehr eine Ahnung davon haben, wie man vom Worte zu einem Begriff kommt. So zum Beispiel werden jetzt in Deutschland überall in den freireligiösen Gemeinden und in den monistischen Gemeinden, die eigentlich beide Vereinigungen sind, die da leben von dem Abwaschwasser der materialistischen Naturwissenschaft der sechziger und siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts, da werden überall Vorträge veranstaltet von einem Menschen, Arthur Drews heißt er, der eigentlich so konstituiert ist: Er hat einmal Hartmannsche Philosophie studiert — er tänzelte ja immer in seinen Jugendjahren um Hartmann herum —, aber von dieser Hartmannschen Philosophie im Grunde genommen nur die Worte aufgenommen. Diese Worte sind in seinem Kopfe wie das Spiel von automatischen Dingen, da rollt es herum, und er hat keine Ahnung davon, wie man von dem Worte zu irgendeinem Begriff kommt. Und mit diesen aus der Hartmannschen Philosophie in seinem Kopfe automatenhaft herumwirbelnden Worten kritisiert er die Anthroposophie.

[ 36 ] Das sind die Früchte der gegenwärtigen Zivilisation, die Früchte der gegenwärtigen Bildung, die es durchaus ablehnen will, sich wirklich einzulassen darauf, wie man eine Einsicht bekommen kann in den Zusammenhang des Menschen mit dem Kosmos, so daß man des Menschen Form und des Menschen Leben aus dem Kosmos heraus beschreibt und auch begreift, wie das besondere Herausreißen des Menschen aus dem Kosmos eben bewirkt, daß er auf der einen Seite in einem ersterbenden Leben das bildhafte Vorstellungs-Seelenwesen entwickeln kann, auf der anderen Seite in einem keimhaft bleibenden Leben das willensartige Element des Seelischen entwickeln kann.

[ 36 ] Das sind die Früchte der gegenwärtigen Zivilisation, die Früchte der gegenwärtigen Bildung, die es durchaus ablehnen will, sich wirklich einzulassen darauf, wie man eine Einsicht bekommen kann in den Zusammenhang des Menschen mit dem Kosmos, so daß man des Menschen Form und des Menschen Leben aus dem Kosmos heraus beschreibt und auch begreift, wie das besondere Herausreißen des Menschen aus dem Kosmos eben bewirkt, daß er auf der einen Seite in einem ersterbenden Leben das bildhafte Vorstellungs-Seelenwesen entwickeln kann, auf der anderen Seite in einem keimhaft bleibenden Leben das willensartige Element des Seelischen entwickeln kann.

[ 37 ] Diese Dinge klingen ja eigentlich denjenigen, die heute offiziell Wissenschaft treiben, als etwas, was sie nicht verstehen können. Man sollte eigentlich darauf verzichten, daß diejenigen, die einmal in der offiziellen Wissenschaft ein bestimmtes Alter erreicht haben, in der Regel ich sage natürlich: in der Regel — sich noch hineinfinden können in so etwas, denn sie haben ja alle Begriffe und damit alle Wirklichkeit aus ihrem Wortkaleidoskop im Grunde genommen verloren. Denn solche Vorträge über Psychoide sind für den, der die Wirklichkeit durchschaut, im Grunde genommen nichts anderes als Wortkaleidoskope; was da über Descartes, über Spinoza und so weiter bis zu Fechner herauf auseinandergesetzt wird, das hat eigentlich keinen inneren Zusammenhang, das sind Wortkaleidoskope. Denn was diesen Wortfetzen, die da kaleidoskopartig durcheinanderwurlen, -wellen, was denen einen inneren Sinn geben könnte, das ist eben die Einsicht in Ich, astralischen Leib, Ätherleib und so weiter. Es tut einem ja fast leid, daß man über die Gegenwart so sprechen muß; aber es muß eben gerade da, wo es sich um das sogenannte Geistesleben handelt, über diese Gegenwart so gesprochen werden. Die Philosophen haben sich nicht mehr zurechtgefunden, weil sie schon vor einigen Dezennien aus den Worten die Begriffe verloren haben. Jetzt ist man darauf gekommen, daß man an die philosophischen Lehrkanzeln Naturgelehrte im heutigen Stil beruft. Die müssen dann Philosophie tradieren. Bei Mach hat es angefangen, und einer der hauptsächlichsten Repräsentanten dieser Sorte ist heute der Driesch. Weil die Philosophen allen Inhalt ihres Kopfes schon verloren haben, die Naturforscher wenigstens noch die äußere Sinnesbeobachtung haben, hat man die Naturforscher an die philosophischen Lehrkanzeln berufen. Über Philosophie reden sie ja natürlich noch inhaltloser als die Philosophen. Die Philosophen haben wenigstens noch die Worte gehabt. Aber eine merkwürdige Entwickelung hat sich schon zugetragen. Man hat es erlebt, daß zunächst die noch inhaltsvolle Philosophie von der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollständig verduftet ist in den Worthelden, sagen wir von der Sorte eines Kuno Fischer. Aber in der Kuno-Fischer-Zeit haben noch Philosophen an den Lehrkanzeln gelehrt. Innerer Gehalt war in dieser Philosophie nicht mehr.

[ 37 ] Diese Dinge klingen ja eigentlich denjenigen, die heute offiziell Wissenschaft treiben, als etwas, was sie nicht verstehen können. Man sollte eigentlich darauf verzichten, daß diejenigen, die einmal in der offiziellen Wissenschaft ein bestimmtes Alter erreicht haben, in der Regel ich sage natürlich: in der Regel — sich noch hineinfinden können in so etwas, denn sie haben ja alle Begriffe und damit alle Wirklichkeit aus ihrem Wortkaleidoskop im Grunde genommen verloren. Denn solche Vorträge über Psychoide sind für den, der die Wirklichkeit durchschaut, im Grunde genommen nichts anderes als Wortkaleidoskope; was da über Descartes, über Spinoza und so weiter bis zu Fechner herauf auseinandergesetzt wird, das hat eigentlich keinen inneren Zusammenhang, das sind Wortkaleidoskope. Denn was diesen Wortfetzen, die da kaleidoskopartig durcheinanderwurlen, -wellen, was denen einen inneren Sinn geben könnte, das ist eben die Einsicht in Ich, astralischen Leib, Ätherleib und so weiter. Es tut einem ja fast leid, daß man über die Gegenwart so sprechen muß; aber es muß eben gerade da, wo es sich um das sogenannte Geistesleben handelt, über diese Gegenwart so gesprochen werden. Die Philosophen haben sich nicht mehr zurechtgefunden, weil sie schon vor einigen Dezennien aus den Worten die Begriffe verloren haben. Jetzt ist man darauf gekommen, daß man an die philosophischen Lehrkanzeln Naturgelehrte im heutigen Stil beruft. Die müssen dann Philosophie tradieren. Bei Mach hat es angefangen, und einer der hauptsächlichsten Repräsentanten dieser Sorte ist heute der Driesch. Weil die Philosophen allen Inhalt ihres Kopfes schon verloren haben, die Naturforscher wenigstens noch die äußere Sinnesbeobachtung haben, hat man die Naturforscher an die philosophischen Lehrkanzeln berufen. Über Philosophie reden sie ja natürlich noch inhaltloser als die Philosophen. Die Philosophen haben wenigstens noch die Worte gehabt. Aber eine merkwürdige Entwickelung hat sich schon zugetragen. Man hat es erlebt, daß zunächst die noch inhaltsvolle Philosophie von der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vollständig verduftet ist in den Worthelden, sagen wir von der Sorte eines Kuno Fischer. Aber in der Kuno-Fischer-Zeit haben noch Philosophen an den Lehrkanzeln gelehrt. Innerer Gehalt war in dieser Philosophie nicht mehr.

[ 38 ] Aber was eben notwendig ist, das ist durchaus, daß wir diesen Zusammenhang durchschauen, daß wir uns darüber klar sind, daß wenigstens einige Menschen in der Welt da sein müssen, die all das Geflunker von den Psychoiden durchschauen und die wissen, wie stark wir in der Dekadenz drinnenstecken gerade in bezug auf unsere gelehrte Bildung. Man kann nicht stark genug dieses wissen; und ich glaube, es ist gut, wenn Sie sich vertiefen in das, was ich versuchte, in diesen drei Vorträgen vor Ihre Seele hinzustellen, nämlich wie der Mensch auf der einen Seite durch seine äußere Form, durch sein Leben, anzuknüpfen schien an das Universum, aber sich von dem Universum nach beiden Seiten hin lossagt, um nur als rhythmischer Mensch im Rhythmus des Universums aufzugehen; lossagt, um auf der einen Seite das Gedankenleben als Bildleben, also in Freiheit von der Materie zu entwickeln, nach der anderen Seite hin das Willensleben so zu entwickeln, daß er die Materie im Keime erhält, so daß sie nicht schon die starre Form, die ihr von dem Makrokosmos aufgezwungen werden kann, annimmt, damit der Mensch an diesem Ende sich noch beweglich erhält und von der Erde zum Jupiter-, Venus- und Vulkandasein hinüber sich entwickle, damit der Mensch in beweglicher Form sich erhalte, um sich hinüber zu entwickeln.

[ 38 ] Aber was eben notwendig ist, das ist durchaus, daß wir diesen Zusammenhang durchschauen, daß wir uns darüber klar sind, daß wenigstens einige Menschen in der Welt da sein müssen, die all das Geflunker von den Psychoiden durchschauen und die wissen, wie stark wir in der Dekadenz drinnenstecken gerade in bezug auf unsere gelehrte Bildung. Man kann nicht stark genug dieses wissen; und ich glaube, es ist gut, wenn Sie sich vertiefen in das, was ich versuchte, in diesen drei Vorträgen vor Ihre Seele hinzustellen, nämlich wie der Mensch auf der einen Seite durch seine äußere Form, durch sein Leben, anzuknüpfen schien an das Universum, aber sich von dem Universum nach beiden Seiten hin lossagt, um nur als rhythmischer Mensch im Rhythmus des Universums aufzugehen; lossagt, um auf der einen Seite das Gedankenleben als Bildleben, also in Freiheit von der Materie zu entwickeln, nach der anderen Seite hin das Willensleben so zu entwickeln, daß er die Materie im Keime erhält, so daß sie nicht schon die starre Form, die ihr von dem Makrokosmos aufgezwungen werden kann, annimmt, damit der Mensch an diesem Ende sich noch beweglich erhält und von der Erde zum Jupiter-, Venus- und Vulkandasein hinüber sich entwickle, damit der Mensch in beweglicher Form sich erhalte, um sich hinüber zu entwickeln.

[ 39 ] Wenn Sie dieses zusammenhalten, dann werden Sie sehen, wie tatsächlich das, was in der Anthroposophie als Erkenntnis auftritt, ergreifen will erstens das Wahrheitsgefühl des Menschen, zweitens das ästhetische Gefühl, wenn Sie studieren den Menschen als Form, so wie sich die Form herausergibt aus dem Makrokosmos, und drittens auch nach der Richtung des Guten und des religiösen Lebens. Es wird Ihnen gerade aus diesen drei Vorträgen hervorgehen können, mit welcher tiefen Berechtigung oftmals hier in Kursen und sonst ausgesprochen worden ist, daß gesucht werden muß eine Synthese, eine Vereinigung, eine Harmonie von Religion, Kunst und Wissenschaft. Aber eine Vereinigung von Religion, Kunst und Wissenschaft erlangt man nicht, ohne daß man sich aufschwingt zu einer wirklichen Kosmologie, welche uns klarlegt, was der Mensch nach Form und Leben ist.

[ 39 ] Wenn Sie dieses zusammenhalten, dann werden Sie sehen, wie tatsächlich das, was in der Anthroposophie als Erkenntnis auftritt, ergreifen will erstens das Wahrheitsgefühl des Menschen, zweitens das ästhetische Gefühl, wenn Sie studieren den Menschen als Form, so wie sich die Form herausergibt aus dem Makrokosmos, und drittens auch nach der Richtung des Guten und des religiösen Lebens. Es wird Ihnen gerade aus diesen drei Vorträgen hervorgehen können, mit welcher tiefen Berechtigung oftmals hier in Kursen und sonst ausgesprochen worden ist, daß gesucht werden muß eine Synthese, eine Vereinigung, eine Harmonie von Religion, Kunst und Wissenschaft. Aber eine Vereinigung von Religion, Kunst und Wissenschaft erlangt man nicht, ohne daß man sich aufschwingt zu einer wirklichen Kosmologie, welche uns klarlegt, was der Mensch nach Form und Leben ist.

[ 40 ] Was wir weiter brauchen, ist eine Freiheitslehre in bezug auf das Seelische, welche uns darlegt, was der Mensch ist dadurch, daß er sich losreißt von dem Makrokosmos nach seinen zwei Enden hin, nach seinen zwei Polen hin. Und auf der anderen Seite braucht man die Erkenntnis dessen, was der Mensch in Freiheit entwickelt nach der Weltenzukunft, nach dem, was die Erde im Makrokosmos ablösen wird. Das entwickelt dann tief religiöse Empfindungen, Gefühle.

[ 40 ] Was wir weiter brauchen, ist eine Freiheitslehre in bezug auf das Seelische, welche uns darlegt, was der Mensch ist dadurch, daß er sich losreißt von dem Makrokosmos nach seinen zwei Enden hin, nach seinen zwei Polen hin. Und auf der anderen Seite braucht man die Erkenntnis dessen, was der Mensch in Freiheit entwickelt nach der Weltenzukunft, nach dem, was die Erde im Makrokosmos ablösen wird. Das entwickelt dann tief religiöse Empfindungen, Gefühle.

[ 41 ] Damit der Mensch zu einem wirklichen Aufstieg unserer Kultur kommt, braucht er erstens eine Kosmologie, welche den Menschen selbst umfaßt, die den Menschen nicht, wie unsere heutige Kosmologie, links liegen läßt. Man braucht eine Freiheitslehre, und man braucht eine Ethik, welche imstande ist zu zeigen, wie das in ihr veranlagte Gute der Keim zu Welten ist. Man braucht eine Ethik, die Realität in sich enthält, nicht bloße abstrakte Werte, sondern Werte, die in sich die Kraft haben, sich zu realisieren. Kosmologie, Freiheitslehre, Ethik sind dasjenige, was der Mensch braucht zum Aufstieg.

[ 41 ] Damit der Mensch zu einem wirklichen Aufstieg unserer Kultur kommt, braucht er erstens eine Kosmologie, welche den Menschen selbst umfaßt, die den Menschen nicht, wie unsere heutige Kosmologie, links liegen läßt. Man braucht eine Freiheitslehre, und man braucht eine Ethik, welche imstande ist zu zeigen, wie das in ihr veranlagte Gute der Keim zu Welten ist. Man braucht eine Ethik, die Realität in sich enthält, nicht bloße abstrakte Werte, sondern Werte, die in sich die Kraft haben, sich zu realisieren. Kosmologie, Freiheitslehre, Ethik sind dasjenige, was der Mensch braucht zum Aufstieg.